4 „Und ich will meine Hand gegen Juda und gegen alle Bewohner Jerusalems ausstrecken, und ich will von diesem Ort die Übriggebliebenen des Baal wegtilgen, den Namen der Priester fremdländischer Götter samt den Priestern 5 und diejenigen, die sich auf den Dächern vor dem Heer der Himmel niederbeugen, und diejenigen, die sich niederbeugen, wobei sie Jehova Eidschwüre leisten und bei Mạlkam Eidschwüre leisten, 6 und diejenigen, die sich davon zurückziehen, Jehova zu folgen, und die Jehova nicht gesucht haben und ihn nicht befragt haben.“
“Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen”. Kennen wir diesen Ausspruch Jesu?
Könnte er auch auf uns heute zutreffen?
Wie?
Dienen wir Jehova, aber gleichzeitig noch anderen Göttern – indem wir uns z.B. mit Magie oder Dämonen beschäftigen?
Eine leichte Sache?
Wie denkt Jehova darüber?
Zephanja 1:9
Und ich will die Aufmerksamkeit auf einen jeden richten, der an jenem Tag auf die Plattform steigt, diejenigen, die das Haus ihrer Herren mit Gewalttat und Trug füllen.
Der große Tag Jehovas ist nahe. Er ist nahe, und [er] eilt sehr. Der Schall des Tages Jehovas ist bitter. Da stößt ein starker Mann einen Schrei aus. 15 Jener Tag ist ein Tag des Zornausbruchs, ein Tag der Bedrängnis und Angst, ein Tag des Sturms und der Verödung, ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und dichten Dunkels, 16 ein Tag des Horns und des Alarmsignals gegen die befestigten Städte und gegen die hohen Ecktürme. 17 Und ich will die Menschen in Bedrängnis bringen, und sie werden gewiß wie Blinde einhergehen; denn gegen Jehova haben sie gesündigt. Und ihr Blut wird tatsächlich verschüttet werden wie Staub und ihre Eingeweide wie Dung. 18 Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie am Tag des Zornausbruchs Jehovas befreien können; sondern durch das Feuer seines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden, denn er wird eine Ausrottung aller Bewohner der Erde, ja eine schreckliche, herbeiführen.“
Sollten uns diese Worte in Angst und Schrecken versetzen?
Wenn Jehova hier sagt, “ich will alle Bewohner der Erde ausrotten”, dann meint er all diejenigen, die sich gegen Jehova aufgelehnt haben.
Also noch mal: sollten uns diese Worte Angst machen?
Machen sie mir Angst?
Warum?
Ist das nun mein Ende?
Müsste ich etwas an mir und meinem Verhalten ändern?
Tue ich das?
Zephanja 2:1-3
Versammelt euch, ja führe das Sammeln durch, o Nation, die nicht vor Scham erbleicht. 2 Ehe [die] Satzung [irgend etwas] gebiert, [ehe der] Tag wie Spreu vorübergegangen ist, ehe die Zornglut Jehovas über euch kommt, ehe der Tag des Zornes Jehovas über euch kommt, 3 sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die [ihr] SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.
Wehe der rebellierenden und sich verunreinigenden, der bedrückenden Stadt! 2 Sie hörte nicht auf eine Stimme; sie nahm keine Zucht an. Auf Jehova vertraute sie nicht. Ihrem Gott nahte sie nicht. 3 Ihre Fürsten in ihrer Mitte waren brüllende Löwen. Ihre Richter waren Abendwölfe, die nicht [Knochen] zernagten bis zum Morgen. 4 Ihre Propheten waren frech, waren Männer der Treulosigkeit. Selbst ihre Priester entweihten, was heilig war; sie taten dem Gesetz Gewalt an. 5 Jehova war gerecht in ihrer Mitte; er übte keine Ungerechtigkeit. Morgen für Morgen gab er fortwährend seine eigene richterliche Entscheidung aus. Am lichten Tag fehlte sie sicherlich nicht. Doch der Ungerechte kannte keine Scham.
Werde ich hier irgendwo erwähnt?
Trifft irgendeine dieser Aussagen hier auf mich zu?
An jenem Tag wirst du nicht beschämt werden wegen all deiner Handlungen, mit denen du dich gegen mich vergangen hast, denn dann werde ich aus deiner Mitte deine hochmütig Frohlockenden entfernen; und du wirst nie wieder hochmütig sein auf meinem heiligen Berg. 12 Und ich werde gewiß in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen, und sie werden wirklich Zuflucht nehmen zum Namen Jehovas. 13 Was die Übriggebliebenen Israels betrifft, sie werden keine Ungerechtigkeit tun noch Lügen reden, noch wird in ihrem Mund eine trügerische Zunge gefunden werden; denn sie selbst werden weiden und tatsächlich lagern, und niemand wird dasein, der [sie] aufschreckt.“
Wie ist es also mit den prophetischen Bùchern? Sind die alle nur negativ, voller Morddrohungen?
Warum hatte Jehova damals die Propheten zu seinem Volk geschickt? Er wollte, dass sie umkehren, bevor es zu spät ist.
Wie sollte uns also das Lesen der Propheten berühren?
Sind das alles Morddrohungen für uns?
Warum nicht so reagieren, wie Jehova es sich wünscht?
Es liegt bei uns, wie die Geschichte ausgeht. Wir haben es selbst in der Hand. Nutzen wir die Chance?
Zephanja 3:14-17
Juble, o Tochter Zion! Brich in Freudenrufe aus, o Israel! Freue dich, und frohlocke mit ganzem Herzen, o Tochter Jerusalem! 15 Jehova hat die auf dir [lastenden] Gerichte entfernt. Er hat deinen Feind weggeschafft. Der König Israels, Jehova, ist in deiner Mitte. Du wirst kein Unglück mehr fürchten. 16 An jenem Tag wird zu Jerusalem gesagt werden: „Fürchte dich nicht, o Zion. Mögen deine Hände nicht erschlaffen. 17 Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte. Als ein Starker wird er retten. Er wird mit Freuden über dich frohlocken. Er wird schweigen in seiner Liebe. Er wird sich über dich freuen mit Jubelrufen.
Ja, handeln wir rechtzeitig auf die richtige Weise – dann werden diese Segnungen auch auf uns zutreffen und wir werden “frohlocken”!
Der Prophet beginnt mit der Ankündigung, daß das Land in eine völlige Einöde verwandelt werden würde, und erklärt dann, Juda und Jerusalem samt ihren falschen Göttern und Priestern würden durch die Hand Jehovas geschlagen werden. Die Götzendiener, jene, die den Namen Jehovas mit demjenigen anderer Götter vermengten, und jene, die von Jehova zurückgewichen waren und die Ihn nicht gesucht hatten, – sie alle werden einzeln aufgefordert, vor dem Herrn Jehova still zu sein; denn der Tag Jehovas war nahe. Er hatte Sein Schlachtopfer bereitet, Seine Geladenen geheiligt, und am Tage Seines Schlachtopfers würden der König, der Fürst und die Königssöhne von Seiner Hand heimgesucht werden. Gewalttat und Betrug würden ihren gerechten Lohn empfangen.
Aus Anlaß des Tages Jehovas würde ein Geschrei von den Toren Jerusalems her gehört werden. Er würde Jerusalem wie mit Leuchten durchsuchen und die Torheit derer offenbar machen, die da meinten, daß Er weder zum Guten noch zum Bösen einschreiten würde. Sodann erklärt der Prophet in Ausdrücken, die zwar nur allgemein gehalten sind, jedoch nicht stärker sein könnten, wie schrecklich der Tag Jehovas sein wird. Das ganze Land wird durch das Feuer Seines Eifers verzehrt werden. Wir sehen hier, wie das ganze Land, Jerusalem und Juda, an dem großen Tage Gottes gerichtet werden wird. – Damit endet dieser Teil des Buches.
Das zweite Kapitel zeigt, wie die Nation beschaffen war, und wendet sich an sie, damit wenigstens alle diejenigen, welche Jehova fürchteten, am Tage Seines Zornes geborgen werden möchten. Sie werden aufgefordert, sich zu sammeln und Jehova zu suchen, ehe noch der Gerichtsbeschluß geboren hätte und die Glut Seines Zornes sie ereilen würde. So wird der Überrest unterschieden; an die Sanftmütigen, welche Gerechtigkeit gewirkt haben, ergeht die Aufforderung, Demut und Gerechtigkeit zu suchen, vielleicht möchten sie am Tage des Zornes geborgen werden. Indes ist das Zeugnis an die ganze Nation gerichtet. Denn schließlich gedenkt Gott doch Seiner Gnadenratschlüsse. Sein Tun nach dieser Seite hin wird in dem übrigen Teile des Buches in ganz besonderer Weise ans Licht gestellt. Das Gericht sollte das ganze Gebiet Israels treffen, das an vielen Stellen von Fremden besetzt war, die dem Volke feindlich gegenüberstanden.
Die nachher eintretende Verwüstung soll bewirken (denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar), daß das ganze Land dem Volke Israel zum Besitztum offenstehen wird. Denn Jehova wird Sich ihrer annehmen und Seine Gefangenen zurückbringen, und der Überrest Seines Volkes wird das Land besitzen. Jehova wird alle Götter der Erde richten und hinschwinden lassen, und alle Menschen werden Ihn anbeten, ein jeder von seiner Stätte aus, selbst alle Inseln der Nationen.
Äthiopien, Ninive, alle die Mächtigen unter den Nationen, werden fallen und wüste gemacht werden.
Das ist das Gericht der Nationen, von welchem wir bereits sprachen, dessen erstes Werkzeug Nebukadnezar war, von dem aber hier im Blick auf die letzten Tage die Rede ist, wenn die von Gott eingesetzte Macht sich in ihrer letzten Empörung Ihm gegenüber befinden wird.
In diesem Gericht der Nationen nimmt Jerusalem den ersten Platz ein. Hier in Kapitel 3 schildert der Geist Gottes die Ungerechtigkeit, welche die Veranlassung zu demselben war, und wendet sich sodann an den Überrest, indem Er denselben ermahnt, da keinerlei Hoffnung mehr sei, auf Jehova zu harren. Er gibt ihm Aufschluß über Sein Tun und offenbart ihm, in welcher Weise dasselbe zum Segen für Israel ausschlagen werde.
Gott war in der Mitte der heiligen, nun aber befleckten Stadt gewesen; doch sie wollte weder zu Ihm nahen noch auf Ihn hören. Ihre Fürsten waren die Gewalttätigen der Erde, ihre Richter räuberisch, ihre Propheten prahlerisch und treulos, ihre Priester entweihten das Heiligtum. Jehova war da, um ihnen ihre Sünden und Sein Recht kundzutun; aber die Gottlosen kannten in ihrer Ungerechtigkeit keine Scham. Ohne Zweifel hatte Jehova Nationen ausgerottet und ihre Länder wüste gemacht; doch hatte Er sicher gehofft, Israel würde, wenn Er es auch strafen müsse, doch Zucht annehmen, so daß Er nicht genötigt sein würde, auch sie auszurotten. Aber sie hatten mit Fleiß alle ihre Handlungen verderbt. Weil Israel seinem Jehova, der ihm mit solcher Güte begegnet und ihm so nahe gewesen war, kein Gehör schenken wollte, so sinkt es, indem es nun nicht mehr besonders genannt wird, auf eine Stufe mit den Nationen herab, welche die Gegenstände des gerechten Gerichtes Gottes sind; und der Überrest wird aufgefordert (V. 8), auf Jehova allein zu harren, der im Begriff steht, dieses Gericht zu vollstrecken, – den Augenblick zu erwarten (da nichts die verhärteten Herzen des Volkes rührte), wo Jehova Sich zur Beute aufmachen würde. Vor jenem Augenblick konnte nichts getan werden. Israel wollte nicht gehorchen. Das Gericht kam dem Überrest nicht zu. Dieses Gericht allein aber konnte seinem Elend ein Ende machen. Gott wird alle Nationen versammeln, um die Glut Seines Zornes über sie auszugießen: das ist das feierliche, allgemeine Zeugnis der Propheten. Dann aber will Er ihre Lippen in reine Lippen umwandeln, damit sie den Namen Jehovas anrufen und Ihm einmütig dienen. Auch alle Zerstreuten Israels will Er aus den entferntesten Ländern zusammenbringen (V. 9 u. 10).
Dann wird Jerusalem seiner Schande nicht mehr gedenken, und seine Übertretungen werden völlig ausgelöscht sein. Die Stolzen werden aus der Stadt weggenommen werden, und ein geringes und verachtetes Volk, dessen Zuflucht Jehova allein ist, wird in seiner Mitte sein; der kleine Überrest wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden. Sie werden in Sicherheit weiden und lagern; niemand wird sie aufschrecken. Die Verse 14 – 17 enthalten ein Loblied, welches Zion vom Geiste diktiert und gelehrt wird. Er fordert die Tochter Zion auf, es mit Dank gegen Jehova zu singen, der ihr Gericht für immer hinweggenommen hat, der in ihrer Mitte ist, der in Seiner Liebe zu ihr frohlockt. Alle diejenigen, welche wegen der Schmach Zions bekümmert gewesen waren, die sich mit Seufzen nach ihren Festversammlungen gesehnt hatten, werden gesammelt werden; ihre Feinde werden der Vernichtung anheimfallen, und ihre Kinder werden einen Namen und ein Lob an jedem Orte haben, wo sie verachtet und geschmäht worden waren. Israel wird unter allen Nationen der Erde ein Gegenstand des Lobes sein.
Der Leser wird bemerken, daß die Weissagung Zephanjas sich mit den Nationen beschäftigt, nicht aber mit dem heidnischen Weltreich (welches sie ganz unerwähnt läßt), und daß Israel hier in Beziehung zu Jehova gesehen wird, während sein Verhalten dem Messias gegenüber nicht in Betracht gezogen wird. Es handelt sich um Israel, Jerusalem und Jehova. Nur in diesem letztgenannten Charakter wird Christus gesehen. Die besonderen Wege Gottes, welche in dem Weltreich, in der Sendung Seines Sohnes und in dem auf Seine Verwerfung folgenden Zustand der Juden sich offenbaren, werden völlig übergangen, um nur bei dem Gericht zu verweilen, von welchem Israel um seines Verhältnisses zu Jehova, seinem Gott, willen ereilt wird. Christus wird nur in ganz allgemeiner Weise als der König Jehova erwähnt (Kap. 3, 15).
Das Gericht aller Nationen und die Wirkung, welche dasselbe in den Herzen und dem Verhalten der Menschen hervorbringen wird, ferner die unumgängliche Notwendigkeit dieses Gerichts, da Israel, in dessen Mitte Gott wohnte, nicht gehorchen wollte, werden auf das deutlichste gezeigt; der Zweck dieser Dinge und ihre tatsächliche Wirkung werden vielleicht bestimmter angegeben, als dies in irgendeinem anderen prophetischen Buche geschieht, verbunden mit der klaren und unzweideutigen Erklärung, daß dann, wenn Gott das Gericht an den versammelten Nationen vollstreckt, dieselben mit reinen Lippen zu reden lernen und Ihn anrufen werden. Die Anrede an den Überrest sowie die Schilderung seines Charakters und der Wonne Jehovas an ihm sind von wunderbarer Schönheit (V. 12 – 17)
Im Wachttrum hieß es 1981
Am Tage des Zornes Jehovas geborgen „Suchet Jehova . . . Suchet Gerechtigkeit, suchet Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tage des Zornes Jehovas geborgen werden“ (Zeph. 2:3). ‘VON Jehova geborgen’ — das ist der Gedanke, der durch den Namen Zephanjas, eines Propheten Gottes, zum Ausdruck kommt, denn sein Name bedeutet „Jehova hat geborgen“. Hast du den Wunsch, von Jehova geborgen zu werden? Wenn du siehst, wie Sorgen und Hoffnungslosigkeit in der Welt heute immer mehr zunehmen, sollte das der Fall sein. Jehova, der gerechte Gott, wird diese Verhältnisse nicht mehr lange zulassen. Sein Tag, der Tag von Harmagedon, steht vor der Tür. Jeder von uns sollte daher an der Prophezeiung Zephanjas sehr interessiert sein, denn sie hat viel über diesen entscheidenden Tag zu sagen. Sie zeigt, wie wir den Zufluchtsort finden können, so daß wir ‘von Jehova geborgen’ werden. Zephanja prophezeite zu Beginn der Regierung Josias, des Königs von Juda, der seine Herrschaft 659 v. u. Z. antrat, also etwa 50 Jahre bevor Jehova die Verwüstung Judas und Jerusalems veranlaßte. Zephanja wird oft wegen der Kürze seiner Prophezeiung als einer der „Kleinen Propheten“ bezeichnet, doch die Bedeutung seiner Prophezeiung ist alles andere als „klein“. Sie enthält eine Botschaft Gottes, die in den Tagen Zephanjas nicht außer acht gelassen werden durfte. Aber auch im 20. Jahrhundert ergeht durch diese Prophezeiung eine eindringliche Warnung, die all diejenigen befolgen sollten, die an dem nahe bevorstehenden Tag des glühenden Zornes Jehovas in Sicherheit zu sein hoffen. Diese Prophezeiung gehört zu dem machtvollen „prophetischen Wort“ Jehovas, das der Apostel Petrus mit „einer Lampe“ vergleicht, „die an einem dunklen Ort leuchtet“ (2. Petr. 1:19; siehe auch Römer 15:4). Zephanja war anscheinend der Ururenkel des treuen Königs Hiskia. Als ein Prophet, der mit dem Königshaus verwandt war, mußte er wirklich mutig sein, um Jehovas feurige Urteile über die Fürsten Judas zu verkünden (Zeph. 1:1, 8). Sein Prophezeien hatte in den Tagen des jugendlichen Königs Josia, der das Land von falscher Religion reinigte und bekannt wurde für seine „Taten liebender Güte . . . gemäß dem, was in dem Gesetz Jehovas geschrieben ist“, offensichtlich eine heilsame Wirkung (2. Chron. 34:3, 14, 19, 33; 35:26). Deshalb schob Jehova die Vollstreckung des Urteils eine gewisse Zeit hinaus. Doch Josias gerechtes Verhalten konnte weder das Böse, in das sich sein Volk verstrickt hatte, beseitigen noch die Sünden seines Großvaters Manasse sühnen, der ‘Jerusalem mit unschuldigem Blut erfüllt hatte’ (2. Kö. 24:3, 4). Jehovas Tag der Abrechnung stand vor der Tür. „DER AUSSPRUCH JEHOVAS“ Jehova machte durch Zephanja deutlich, daß er mit der Bosheit vollständig aufräumen werde. Die Prophezeiung beginnt mit den Worten: „ ,Ich werde bestimmt allem, was sich auf der Oberfläche des Erdbodens befindet, ein Ende machen‘ ist der Ausspruch Jehovas.“ Alles, was in den Augen Jehovas abscheulich war, sollte ausgerottet, vertilgt werden. Dieser „Ausspruch“ zeigte ohne Umschweife, worauf die Probleme des Königreiches Juda zurückzuführen waren: auf die falsche Religion. Denn Jehova sagte weiter: „Ich will meine Hand gegen Juda und gegen alle Bewohner Jerusalems ausstrecken, und ich will von diesem Ort die Übriggebliebenen des Baal wegtilgen, den Namen der Priester fremdländischer Götter samt den Priestern und diejenigen, die sich auf den Dächern vor dem Heer der Himmel niederbeugen, und diejenigen, die sich niederbeugen, wobei sie Jehova Eidschwüre leisten und bei Malkam Eidschwüre leisten, und diejenigen, die sich davon zurückziehen, Jehova zu folgen, und die Jehova nicht gesucht haben und ihn nicht befragt haben“ (Zeph. 1:2-6). Welch eine verwerfliche Handlungsweise! Jene Judäer hatten die reine Anbetung Jehovas aufgegeben und pflegten den Baalskult der Nachbarnationen. Der Baalskult — mit seinen Menschenopfern, seiner Tempelprostitution, seiner Verehrung von stummen Götzen und seinen formalistischen Gebeten um materielle Wohlfahrt — hatte unter Anbetern Jehovas keinen rechtmäßigen Platz (4. Mose 25:1-5; Jer. 7:30, 31; 11:17; 19:3-5). Die falsche Religion führte zu allen Arten unrechter Handlungen. Die Priester Judas übertraten das erste Gebot, indem sie Gemeinschaft mit „Priestern fremdländischer Götter“ pflegten (2. Mose 20:2, 3). Sie folgten dem schlechten Beispiel König Manasses, beteten das „Heer der Himmel“ an und suchten bei Geistermedien Anleitung (2. Chron. 33:1-6). Sie gingen von der falschen Voraussetzung aus, „in allen Religionen sei etwas Gutes“, und stellten den Götzen Malkam Jehova gleich. Weil sie sich von dem lebendigen Gott zurückgezogen hatten, hatten sie „ein böses Herz des Unglaubens“ entwickelt (Hebr. 3:12). …Wie die Bewohner Judäas jede Art geschlechtliche Unmoral trieben, so pflegen auch heute … zum Beispiel vorehelichen Sex, ungebundene Geschlechtsbeziehungen und Frauentausch, sie treiben Ehebruch und sind in Homosexualität verstrickt, und viele Geistliche verschließen ihre Augen davor oder heißen so etwas sogar noch gut. Welch ein Widerspruch zu den Maßstäben der Bibel! (1. Kor. 6:9, 10; Hebr. 13:4). Auch Astrologie, Wahrsagerei und Spiritismus sind unter Namenchristen zu finden. Unter dem Vorwand, alle Religionen würden zum selben Ziel führen, wird in der Christenheit heute in großem Umfang der Interkonfessionalismus gepflegt. Abergläubische Anschauungen der falschen Religion werden mit biblischen Lehren vermengt. Statt dem Gebot Jesu zu gehorchen und einmal im Jahr die Feier zum Gedenken an seinen Tod zu begehen, feiert die Christenheit Ostern, ein Fest, das nach Aschtoreth (griechisch: Astarte), der Göttin der sinnlichen Liebe, benannt ist, und übernimmt so Fruchtbarkeitsriten und -symbole wie den Osterhasen und die Ostereier. Wer solche Bräuche pflegt, würde gut daran tun, den Rat aus 1. Samuel 7:3 zu befolgen: „Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu Jehova umkehrt, so schafft die fremdländischen Götter aus eurer Mitte hinweg und auch die Aschtoreth-Bildnisse, und richtet euer Herz unerschütterlich auf Jehova und dient ihm allein, und er wird euch . . . befreien.“ Ja, die Achtung vor Jehova, seinem Wort und seinen Geboten ist eine wesentliche Voraussetzung, wenn wir zu denen gehören wollen, die zu seinem Tag der Rechtfertigung geladen werden. Das entspricht den Worten Zephanjas: „Bewahre Schweigen vor dem [Souveränen] Herrn Jehova; denn der Tag Jehovas ist nahe, denn Jehova hat ein Schlachtopfer zubereitet; er hat seine Geladenen geheiligt“ (Zeph. 1:7). In den Tagen Zephanjas unterzog Jehova seine Anbeter einer gründlichen Prüfung. Deshalb heißt es gemäß dem „Wort Jehovas“ weiter: „Es soll geschehen zu jener Zeit, daß ich Jerusalem sorgfältig mit Leuchten durchsuchen werde, und ich will den Männern Aufmerksamkeit schenken, die auf ihren Hefen erstarren und die in ihrem Herzen sprechen: ,Jehova wird nicht Gutes tun, und er wird nicht Böses tun‘ “ (Zeph. 1:1, 12). Diese ichbezogenen Personen waren mit dem bestehenden Zustand zufrieden. Sie wünschten nicht, daß jemand in ihren Weinkufen die Hefe aufrührte. Sie glichen der heutigen treulosen Christenheit und denen, die von der Anbetung Jehovas abgefallen sind und sagen: „Wo ist denn der Beweis dafür, daß wir wirklich in den ,letzten Tagen‘ leben?“ So zu denken erwies sich zur Zeit Zephanjas als verhängnisvoll, und es kann heute noch verhängnisvoller sein, da wir vor dem Ende des gesamten weltlichen Systems der Dinge stehen (2. Petr. 3:3, 4, 10). Über diese ungläubigen, materialistisch eingestellten Personen sagt Jehova weiter: „Ihr Vermögen soll zum Raube werden und ihre Häuser zu einer wüsten Einöde. Und sie werden Häuser bauen, aber sie werden sie nicht bewohnen; und sie werden Weingärten pflanzen, aber sie werden nicht den Wein davon trinken“ (Zeph. 1:13). Weltliche Besitztümer sind am Tag des göttlichen Gerichts von keinem Nutzen. Statt nach materiellen Gütern zu streben, ist es heute viel nützlicher, eine schriftgemäße Einstellung zum Leben zu entwickeln, und besonders junge Menschen sollten sich darauf vorbereiten, Vollzeitdiener Jehovas zu werden. Glücklich sind stets diejenigen, die sich für „Schätze im Himmel“ entscheiden, statt sich „Schätze auf der Erde“ aufzuhäufen (Matth. 6:19-21; Pred. 12:1; 1. Tim. 6:6-8). ‘DER GROSSE TAG IST NAHE’ Der Souveräne Herr selbst gibt uns dann die Zusicherung: „Der große Tag Jehovas ist nahe. Er ist nahe, und er eilt sehr“ (Zeph. 1:7, 14). Möge niemand denken, das Gericht Gottes an der bösen Welt erfolge erst in ferner Zukunft. Heute besteht die Gefahr, daß alles menschliche Leben auf der Erde vernichtet wird, doch dies wird Jehova nicht zulassen. Nicht Politiker werden dem Wahnsinn des Atomzeitalters ein Ende machen, sondern der Souveräne Herr Jehova. Er wird seinen Tag, den Tag von Harmagedon, beschleunigen. Wollte ein „starker Mann“ versuchen, diese Urteilsvollstreckung zu verhindern, so wäre er dazu verurteilt, einen ‘bitteren Schrei’ auszustoßen, denn Jehova selbst sagt: „Jener Tag ist ein Tag des Zornausbruches, ein Tag der Bedrängnis und Angst, ein Tag des Sturmes und der Verödung, ein Tag der Finsternis und Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und dichten Dunkels, ein Tag des Hornes und des Alarmsignals wider die befestigten Städte und wider die hohen Ecktürme“ (Zeph. 1:15, 16). Die Befestigungen der militarisierten Welt werden, selbst wenn sie Raketen mit Nuklearsprengköpfen trotzen könnten, gegen das himmlische Waffenarsenal Jehovas nutzlos sein. Es wird keine wahllose Vernichtung geben, was mit den prophetischen Worten Davids übereinstimmt: „Jehova behütet alle, die ihn lieben, aber alle Bösen wird er vertilgen“ (Ps. 145:20). Ja, für alle, die nicht respektvolles Schweigen vor Jehova bewahrt haben, wird es ein schrecklicher Tag des Gerichts sein, denn Jehova erklärt durch Zephanja: „Ich will die Menschen in Bedrängnis bringen, und sie werden gewißlich wie Blinde einhergehen; denn wider Jehova haben sie gesündigt. Und ihr Blut wird tatsächlich verschüttet werden wie Staub und ihre Eingeweide wie Dung“ (Zeph. 1:17). Was wird an diesem Tag ein großes Bankkonto — selbst in einem „neutralen“ Land —, gehortetes Gold, umfangreicher Grundbesitz oder ein unterirdisches Versteck nützen? Nichts! Das macht der Souveräne Herr Jehova selbst deutlich mit den Worten: „Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie am Tage des Zornausbruches Jehovas zu befreien vermögen; sondern durch das Feuer seines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden, denn er wird eine Ausrottung aller Bewohner der Erde, ja eine schreckliche, herbeiführen“ (Zeph. 1:18). An diesem Schlußtag der Entscheidung wird „die ganze Erde“ von der endgültigen Vollstreckung des Gerichtes Gottes betroffen sein. Doch es gibt einen Weg des Entrinnens. Worin besteht er? „VERSAMMELT EUCH“ Gleichsam in einem Schlußaufruf an sein eigenes Volk richtet Gottes Prophet heute an voraussichtliche Überlebende die Aufforderung: „Versammelt euch, ja führe das Sammeln durch, o Nation, die nicht vor Scham erbleicht“ (Zeph. 2:1). Beherzigte aber Juda als Nation diesen Aufruf? Die feurige Urteilsvollstreckung Jehovas an dieser Nation im Jahre 607 v. u. Z. zeigt, daß dies nicht der Fall war. Die Judäer handelten weiterhin schamlos. Doch es gab Einzelpersonen — Judäer und andere, z. B. Jeremia, Ebed-Melech und das Haus Jonadabs —, die überlebten, weil sie das Wort Jehovas beachteten (Jer. 39:11, 12, 16-18; 35:18, 19). … Der Countdown für Harmagedon geht unbarmherzig weiter. Die Warnung, die der Prophet Gottes an diese Sanftmütigen richtet, ist daher zeitgemäß: „Ehe die Satzung irgend etwas gebiert, ehe der Tag wie Spreu vorübergegangen ist, ehe die Zornglut Jehovas über euch kommt, ehe der Tag des Zornes Jehovas über euch kommt“, solltet ihr handeln! (Zeph. 2:2). .. ‘JEHOVA SUCHEN’ 18 Genügt es aber, sich von der Welt und ihrer falschen Religion zu trennen? Zephanja zeigt, daß Sanftmütige weitere, positive Schritte unternehmen müssen. 19 Als erstes sagt Gottes Prophet: „Suchet Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr Seine eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt“ (Zeph. 2:3a). Sie müssen Jehova sowie seine wunderbaren Eigenschaften und Vorsätze kennenlernen, die sein Sohn, Jesus Christus, kundgetan hat. Ihr demütiges Bemühen trägt ihnen großen Lohn ein, wie Jesus sagte: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Joh. 1:18; 17:3). Wenn sie Jehova suchen, werden sie ihn schließlich mit ‘ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Sinn und ganzer Kraft’ lieben und dem Beispiel Jesu folgen, indem sie den „heiligen Dienst“ verrichten, den Jehova von ihnen fordert (Mark. 12:29, 30; 1. Petr. 2:21; Matth. 4:17; Offb. 7:15). 20 Zephanja sagt weiter: „Suchet Gerechtigkeit“ (Zeph. 2:3b). Damit ist keine pharisäische Selbstgerechtigkeit gemeint. Es nützt nichts, „Eifer für Gott“ zu haben, wenn dieser Eifer nicht einer genauen Erkenntnis des Wortes Gottes entspricht. Wir müssen ‘die Gerechtigkeit Gottes erkennen, um uns dieser Gerechtigkeit unterwerfen’ zu können. Wir müssen uns nach Gottes Maßstäben ausrichten — nicht nach menschlichen — und müssen die christliche Persönlichkeit anziehen, die „nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist“ (Röm. 10:2, 3; Eph. 4:22-24). Diese wahre Gerechtigkeit und Loyalität verlangt von uns, daß wir unser Leben nicht von dem schlechten Denken und der Zügellosigkeit der Welt beeinflussen lassen. Wie Jesus sagte, sollten wir ‘zuerst Gottes Königreich und seine Gerechtigkeit suchen’ und darauf vertrauen, daß er, während wir ihm dienen, für alles sorgen wird, was wir zum Leben benötigen, und uns am Tage seines Zornes beschützen wird (Matth. 6:31-33). 21 Des weiteren sagt der Prophet Jehovas: „Suchet Sanftmut“ (Zeph. 2:3c). Zephanja hat diejenigen, die seine Prophezeiung beachten, bereits als die „Sanftmütigen der Erde“ bezeichnet. Er legt hier also erneut Nachdruck auf diese Eigenschaft. ‘Sanftmut zu suchen’ ist ständig erforderlich, da wir von einer stolzen, eigensinnigen Welt umgeben sind, in der die Einstellung vorherrscht: „Zuerst ich.“ Es besteht immer die Gefahr, daß etwas von dieser Einstellung auf uns abfärbt. Wir sollten daher auf der Hut sein, stets bereit, die Zucht von Jehova und seiner Organisation anzunehmen und uns nach seinem Willen auszurichten. Nie sollten wir uns zu der Einstellung verleiten lassen: „Einmal gerettet, für immer gerettet“, denn der Lohn, die Rettung, ist für diejenigen, die „fortfahren, in der Wahrheit zu wandeln“ (Spr. 22:4; Joh. 8:31, 32; 3. Joh. 3, 4). 22 Den „Sanftmütigen der Erde“ sagt Zephanja: „Wahrscheinlich könnt ihr am Tage des Zornes Jehovas geborgen werden“ (Zeph. 2:3d). Warum „wahrscheinlich“? Weil die endgültige Rettung vom Verhalten des einzelnen abhängt, was Jesus mit den Worten zeigte: „Wer . . . bis ans Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden.“ Harrt also aus, all ihr Sanftmütigen, indem ihr demütig Gottes Willen tut…
Höhepunkte zum Bibelbuch Zephanja
„DER TAG JEHOVAS IST NAHE“
(Zephanja 1:1 bis 3:20)
Die Baalsanbetung grassiert in Juda. Durch seinen Propheten Zephanja lässt Jehova Folgendes verkünden: „Ich will meine Hand gegen Juda und gegen alle Bewohner Jerusalems ausstrecken.“ Zephanja sagt warnend: „Der große Tag Jehovas ist nahe“ (Zephanja 1:4, 7, 14). Nur wer den Anforderungen Gottes entspricht, kann an jenem Tag „verborgen sein“ (Zephanja 2:3, Fußnote).
„Wehe der . . . bedrückenden Stadt“ — Jerusalem! „ ‚Harrt auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚auf den Tag, an dem ich aufstehe zur Beute, denn meine richterliche Entscheidung ist, Nationen zu sammeln, . . . um meine Strafankündigung über sie auszugießen‘ “ Doch Gott verspricht: „Ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde, wenn ich eure Gefangenen vor euren Augen zurückkehren lasse“ (Zephanja 3:1, 8, 20).
Antworten auf biblische Fagen:
2:13, 14 — Wessen „Stimme“ würde in dem vollständig verödeten Ninive ‘fortwährend singen’?
Da Ninive ein Aufenthaltsort für wilde Tiere und Vögel werden sollte, ist mit der „Stimme“ der Vogelgesang gemeint und vielleicht auch das Pfeifen des Windes durch die Fenster verlassener Gebäude.
3:9 — Was ist die „reine Sprache“ und wie wird sie gesprochen?
Es ist die Wahrheit, die in Gottes Wort, der Bibel, zu finden ist, und sie schließt die Gesamtheit der biblischen Lehren ein. Wir sprechen diese Sprache, wenn wir der Wahrheit glauben, sie andere genau lehren und dem Willen Gottes entsprechend leben.
Lehren für uns:
1:8. In den Tagen Zephanjas bemühten sich einige um die Anerkennung der Nachbarnationen, indem sie „fremdländische Kleidung“ trugen. Wie unklug wäre es doch, wenn sich Anbeter Jehovas heute auf ähnliche Weise der Welt anpassen würden!
1:12; 3:5, 16. Durch seine Propheten machte Jehova sein Volk immer wieder auf seine richterlichen Entscheidungen aufmerksam. Das tat er, obwohl viele Juden sich gemütlich niedergelassen hatten — wie sich Hefe am Boden eines Weinfasses absetzt — und der Botschaft gegenüber gleichgültig waren. Da sich Jehovas großer Tag naht, dürfen wir nicht zulassen, dass wir wegen der Gleichgültigkeit der Menschen die ‘Hände erschlaffen’ lassen. Wir müssen die Königreichsbotschaft weiter unermüdlich bekannt machen.
2:3. Nur Jehova kann uns am Tag seines Zorns befreien. Damit wir in seiner Gunst bleiben, müssen wir ‘Jehova suchen’, indem wir sein Wort, die Bibel, gut studieren, um seine Anleitung beten und uns eng an ihn halten. Wir sollten ‘Gerechtigkeit suchen’, indem wir ein moralisch einwandfreies Leben führen. Und wir müssen ‘Sanftmut suchen’, das heißt eine demütige, unterwürfige Einstellung pflegen.
2:4-15; 3:1-5. An dem Tag, an dem Jehova sein Gerichtsurteil vollstreckt, werden die Christenheit und alle Nationen, die Gottes Volk bedrückt haben, dasselbe Schicksal erleiden wie das alte Jerusalem und die Nachbarnationen (Offenbarung 16:14, 16; 18:4-8). Wir sollten weiterhin Gottes Gerichte furchtlos ankündigen.
3:8, 9. Während wir den Tag Jehovas erwarten, bereiten wir uns auf das Überleben vor, indem wir die „reine Sprache“ sprechen. Wir ‘rufen den Namen Jehovas an’, indem wir uns ihm hingeben und „ihm Schulter an Schulter“ in Gemeinschaft mit seinem Volk dienen und ihm als Gabe „ein Schlachtopfer der Lobpreisung“ darbringen (Hebräer 13:15).
„Er eilt sehr“
Der Psalmist schrieb: „Nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht da sein“ (Psalm 37:10). Wenn wir uns das vor Augen führen, was im Buch Nahum über Ninive vorhergesagt wurde und im Buch Habakuk über Babylon und das abtrünnige Juda, besteht kein Zweifel, dass sich die Worte des Psalmisten bewahrheiten. Wie lange müssen wir wohl noch warten?
„Der große Tag Jehovas ist nahe“, heißt es in Zephanja 1:14. „Er ist nahe, und er eilt sehr.“ Das Bibelbuch Zephanja zeigt uns auch, wie wir an jenem Tag verborgen sein können und was wir jetzt tun müssen, um uns auf das Überleben vorzubereiten. Ja, „das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“ (Hebräer 4:12).
Zephanja 1 – 3
Zephanja 1:4-6
“Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen”. Kennen wir diesen Ausspruch Jesu?
Könnte er auch auf uns heute zutreffen?
Wie?
Dienen wir Jehova, aber gleichzeitig noch anderen Göttern – indem wir uns z.B. mit Magie oder Dämonen beschäftigen?
Eine leichte Sache?
Wie denkt Jehova darüber?
Zephanja 1:9
Zephanja 1:14-18
Sollten uns diese Worte in Angst und Schrecken versetzen?
Wenn Jehova hier sagt, “ich will alle Bewohner der Erde ausrotten”, dann meint er all diejenigen, die sich gegen Jehova aufgelehnt haben.
Also noch mal: sollten uns diese Worte Angst machen?
Machen sie mir Angst?
Warum?
Ist das nun mein Ende?
Müsste ich etwas an mir und meinem Verhalten ändern?
Tue ich das?
Zephanja 2:1-3
Zephanja 3:1-5
Werde ich hier irgendwo erwähnt?
Trifft irgendeine dieser Aussagen hier auf mich zu?
Wie sollte mich das berühren?
Was sollte ich tun?
Zephanja 3:11-13
Wie ist es also mit den prophetischen Bùchern? Sind die alle nur negativ, voller Morddrohungen?
Warum hatte Jehova damals die Propheten zu seinem Volk geschickt? Er wollte, dass sie umkehren, bevor es zu spät ist.
Wie sollte uns also das Lesen der Propheten berühren?
Sind das alles Morddrohungen für uns?
Warum nicht so reagieren, wie Jehova es sich wünscht?
Es liegt bei uns, wie die Geschichte ausgeht. Wir haben es selbst in der Hand. Nutzen wir die Chance?
Zephanja 3:14-17
Ja, handeln wir rechtzeitig auf die richtige Weise – dann werden diese Segnungen auch auf uns zutreffen und wir werden “frohlocken”!
Zephanja 1-3
Zitate von J.N.Darby
Im Wachttrum hieß es 1981
Höhepunkte zum Bibelbuch Zephanja
„DER TAG JEHOVAS IST NAHE“
(Zephanja 1:1 bis 3:20)
Die Baalsanbetung grassiert in Juda. Durch seinen Propheten Zephanja lässt Jehova Folgendes verkünden: „Ich will meine Hand gegen Juda und gegen alle Bewohner Jerusalems ausstrecken.“ Zephanja sagt warnend: „Der große Tag Jehovas ist nahe“ (Zephanja 1:4, 7, 14). Nur wer den Anforderungen Gottes entspricht, kann an jenem Tag „verborgen sein“ (Zephanja 2:3, Fußnote).
„Wehe der . . . bedrückenden Stadt“ — Jerusalem! „ ‚Harrt auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚auf den Tag, an dem ich aufstehe zur Beute, denn meine richterliche Entscheidung ist, Nationen zu sammeln, . . . um meine Strafankündigung über sie auszugießen‘ “ Doch Gott verspricht: „Ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde, wenn ich eure Gefangenen vor euren Augen zurückkehren lasse“ (Zephanja 3:1, 8, 20).
Antworten auf biblische Fagen:
2:13, 14 — Wessen „Stimme“ würde in dem vollständig verödeten Ninive ‘fortwährend singen’?
Da Ninive ein Aufenthaltsort für wilde Tiere und Vögel werden sollte, ist mit der „Stimme“ der Vogelgesang gemeint und vielleicht auch das Pfeifen des Windes durch die Fenster verlassener Gebäude.
3:9 — Was ist die „reine Sprache“ und wie wird sie gesprochen?
Es ist die Wahrheit, die in Gottes Wort, der Bibel, zu finden ist, und sie schließt die Gesamtheit der biblischen Lehren ein. Wir sprechen diese Sprache, wenn wir der Wahrheit glauben, sie andere genau lehren und dem Willen Gottes entsprechend leben.
Lehren für uns:
1:8. In den Tagen Zephanjas bemühten sich einige um die Anerkennung der Nachbarnationen, indem sie „fremdländische Kleidung“ trugen. Wie unklug wäre es doch, wenn sich Anbeter Jehovas heute auf ähnliche Weise der Welt anpassen würden!
1:12; 3:5, 16. Durch seine Propheten machte Jehova sein Volk immer wieder auf seine richterlichen Entscheidungen aufmerksam. Das tat er, obwohl viele Juden sich gemütlich niedergelassen hatten — wie sich Hefe am Boden eines Weinfasses absetzt — und der Botschaft gegenüber gleichgültig waren. Da sich Jehovas großer Tag naht, dürfen wir nicht zulassen, dass wir wegen der Gleichgültigkeit der Menschen die ‘Hände erschlaffen’ lassen. Wir müssen die Königreichsbotschaft weiter unermüdlich bekannt machen.
2:3. Nur Jehova kann uns am Tag seines Zorns befreien. Damit wir in seiner Gunst bleiben, müssen wir ‘Jehova suchen’, indem wir sein Wort, die Bibel, gut studieren, um seine Anleitung beten und uns eng an ihn halten. Wir sollten ‘Gerechtigkeit suchen’, indem wir ein moralisch einwandfreies Leben führen. Und wir müssen ‘Sanftmut suchen’, das heißt eine demütige, unterwürfige Einstellung pflegen.
2:4-15; 3:1-5. An dem Tag, an dem Jehova sein Gerichtsurteil vollstreckt, werden die Christenheit und alle Nationen, die Gottes Volk bedrückt haben, dasselbe Schicksal erleiden wie das alte Jerusalem und die Nachbarnationen (Offenbarung 16:14, 16; 18:4-8). Wir sollten weiterhin Gottes Gerichte furchtlos ankündigen.
3:8, 9. Während wir den Tag Jehovas erwarten, bereiten wir uns auf das Überleben vor, indem wir die „reine Sprache“ sprechen. Wir ‘rufen den Namen Jehovas an’, indem wir uns ihm hingeben und „ihm Schulter an Schulter“ in Gemeinschaft mit seinem Volk dienen und ihm als Gabe „ein Schlachtopfer der Lobpreisung“ darbringen (Hebräer 13:15).
„Er eilt sehr“
Der Psalmist schrieb: „Nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein; und du wirst dich sicherlich umsehen nach seiner Stätte, und er wird nicht da sein“ (Psalm 37:10). Wenn wir uns das vor Augen führen, was im Buch Nahum über Ninive vorhergesagt wurde und im Buch Habakuk über Babylon und das abtrünnige Juda, besteht kein Zweifel, dass sich die Worte des Psalmisten bewahrheiten. Wie lange müssen wir wohl noch warten?
„Der große Tag Jehovas ist nahe“, heißt es in Zephanja 1:14. „Er ist nahe, und er eilt sehr.“ Das Bibelbuch Zephanja zeigt uns auch, wie wir an jenem Tag verborgen sein können und was wir jetzt tun müssen, um uns auf das Überleben vorzubereiten. Ja, „das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“ (Hebräer 4:12).
WT vom 15.11.2007