Ostern

Da wir gestern Abend des ersten Abendmahls gedacht haben und uns angeschaut haben, wie Jesus wohl sein letztes Passah gefeiert haben mag, hier ein paar Quellen zu Ostern:

zu erst gefunden bei idea

Ostern in Europa

Ostern gilt mit dem Gedenken an die Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus als das wichtigste Fest der Christenheit. In den verschiedenen Ländern Europas haben sich unterschiedliche Bräuche zum Osterfest etabliert. Professor Gerhard Besier stellt einige davon vor.

Wie sieht der Oster-Festkalender bei europäischen Völkern heute aus? In der biblischen Überlieferung wird die Reihenfolge der Ereignisse einheitlich dargestellt: das letzte Abendmahl findet an einem Donnerstag (Gründonnerstag), Kreuzigung und Tod an einem Freitag (Karfreitag), Grabesruhe am drauffolgenden Samstag (Sabbat, Karsamstag) und die Auferstehung schließlich am folgenden Sonntag (Ostersonntag) statt. Entsprechend bekommen die Schulkinder in Deutschland meist mittwochs vor Gründonnerstag Ferien. Die Feiertage beginnen Karfreitag und enden mit dem Osterfeiertag am Montag. Daran schließen sich meist noch zwei Wochen Osterferien an. In anderen Ländern – etwa in Spanien oder auch Dänemark – beginnen die Ferien in der Regel schon mit Palmsonntag. Am „Ostermontag“ geht es dann in die reguläre Arbeitswoche. Dafür feiert man in Italien oder Spanien die Woche davor, also von Palmsonntag bis Ostersonntag; in ganz Spanien wird diese Woche die Semana Santa, die heilige Woche genannt.

Siegesfahne der Auferstehung

Im katholischen Brauchtum verschiedener europäischer Regionen kennt man auch Kuchen-Backformen, die Osterlämmer darstellen, um mit dieser Symbolik an die Auferstehung Christi zu erinnern. Diese Osterlämmer werden mit der Siegesfahne der Auferstehung versehen, bei der Osterfeier zur Speisen- oder „Fleischweihe“ gebraucht und dann neben anderen Speisen zum Osterfrühstück verzehrt.

Manche Osterbräuche bewahren christliche Traditionen

Im protestantischen Norden und Westen Europas gibt es vor allem Osterhasen und Ostereier, die für kleinere Kinder im Garten versteckt werden. Zu kaufen sind die entsprechend geformten Schokoladen-Produkte schon bald nach Weihnachten. Manche Protestanten mögen die Nase rümpfen über die ausladenden Osterbräuche vor allem im katholischen Süden. Aber immerhin bewahren diese Bräuche christliche Elemente, wie das Drama der Karwoche, das Nachempfinden von Leid und Glück oder den Sinn von Buße, Taufe und Fasten oder vom Opfertod Christi. Beim Eiersuchen oder dem Osterhasen wird man Mühe haben, eine Brücke zum höchsten christlichen Fest zu schlagen. Es scheint vielmehr umgekehrt zu sein: Man bemüht sich, die christlichen Wurzeln des Fests ganz vergessen zu machen.

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Thomas Schneider (Breitenbrunn/Erzgebirge). Er findet es bedenklich, wenn Osterbräuche das Fest der Auferstehung übertünchen. In der Bibel stehe von Osterbräuchen jedenfalls nichts, schreibt er. Den ersten Christen sei es fremd gewesen, dass Bräuche zu bestimmten Zeiten im Jahr heilig sein sollten: „So sind Ostern und Osterbräuche in Wirklichkeit nicht christlich, sondern heidnischen Ursprungs.“ Frühjahrs- und Fruchtbarkeitsriten hätten dazu gedient, andere Götter anzubeten: „Sie haben mit der Auferstehung von Jesus Christus so wenig zu tun wie Weihnachten mit Jesu Geburt.“ Ein bewusstes Betreiben heidnischer Kulte sei ein Handeln gegen Gott, der keine anderen Götter neben sich dulde. Schneider: „Als Christ sollte es mir – unabhängig von Ostern – im wahrsten Sinne des Wortes ‚heilig’ sein, täglich des Leidens, Sterbens und Auferstehens meines Herrn und Heilandes Jesus Christus zu gedenken.“

 

Also was passierte zu Ostern??
Wie gestern abend besprochen, trafen sich am Donnerstag Jesus mit seinen Jüngern in einem Obergemach in Jerusalem. Zuvor hatten Johannes und Petrus das dem Passah vorausgehende Sedermahl vorbereitet; es symbolisiert die letzte Mahlzeit, die die Juden im Exil zu sich nahmen.

Israelexperte Jürgen Kleinloh schreibt:

Vorbei an den Gräbern der Propheten

Gemeinsam mit Jesus gingen die Jünger hinunter ins Kidrontal, überquerten den Bach und stiegen am gegenüberliegenden Hang wieder ein Stück bergauf, vorbei an den heute noch sichtbaren monumentalen Gräbern der Propheten Haggai, Sacharja und Maleachi und dem Epitaph Absaloms, das in der hellenistischen Epoche (330–60 v. Chr.) ergänzt wurde. Ein kurzer Weg führte sie zu einem Gehöft. Dort befand sich eine Grotte unter Olivenbäumen. Oft hatten sie dort gesessen und möglicherweise auch übernachtet. Sie waren in Gethsemane – an dem Ort, der auf Hebräisch „die Ölpresse“ heißt.

Der den Garten umgebende Berghang des Ölberges war belagert von Tausenden Juden, die von überallher zum Passah nach Jerusalem gekommen waren und am Hang des Berges mit dem Blick auf den Tempel campierten. Aber hier im geschützten Bereich des Gehöfts herrschte Stille. Jesus ließ die Jünger zurück, nur drei von ihnen nahm er ein paar Schritte mit. Dann blieb er allein und betete: „Vater, wenn es möglich ist, dann nimm diesen Kelch von mir!“ Und dann: „Aber nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“

Bald darauf erschien Judas mit einer Schar Bewaffneter. Sie nahmen Jesus fest. Es ging erneut durch das Kidrontal zurück in die Stadt, beinahe den ganzen Weg, den sie vor zwei Stunden gekommen waren. Es folgten Verhöre – zunächst vor dem Hohen Rat der Juden. Die Jünger waren da schon nicht mehr bei Jesus; nur Petrus, der sich bis ans Feuer im Hof wagte – wo er seinen Herrn verleugnete. Die Nacht verbrachte Jesus vermutlich in einem Verlies, das sich unter dem Palast des Hohenpriesters befand. Früh am Freitagmorgen wurde er zum römischen Statthalter Pontius Pilatus gebracht, der mit großer Wahrscheinlichkeit etwa einen Kilometer nordöstlich in der Burg Antonia an der nördlichen Ecke der Tempelplatzmauer residierte. Die jüdischen Führer und ein Mob von Juden forderten die Todesstrafe. Und obwohl Pilatus keine Schuld an Jesus fand, unterschrieb er das Todesurteil durch Kreuzigung.

Etwa 400 Meter nördlich der Burg Antonia außerhalb der Stadtmauer befand sich ein Steinbruch. Die Juden führten dort ihre Hinrichtungen durch Steinigung durch. Nach zuverlässigen Überlieferungen wurde dort auch Stephanus, der Diakon der Jerusalemer Urgemeinde, gesteinigt. König Salomo (990–931 v. Chr.) hatte hier Steine zum Bau des Tempels gebrochen. Der Steinbruch endet an einem Felsbereich, dessen Gestein zu brüchig für die benötigten Bausteine war. Über die Jahrhunderte war der Fels verwittert und sieht bis heute aus wie ein Schädel, weshalb man den Ort auch Schädelstätte ¬– auf Aramäisch Golgatha – nannte.

Auf Golgatha befindet sich heute ein lauter Busbahnhof

Heute befindet sich an der Stelle ein lauter arabischer Busbahnhof und gleich daneben mehrere Moscheen, von denen fünf Mal täglich der muslimische Gebetsruf lautstark den Absolutheitsanspruch des Islams verkündet. Oben auf dem Felsen liegt ein arabischer Friedhof. Ein Vermerk an der Steinmauer über dem Bild des Schädels verkündet, dass dieser Ort für muslimische Märtyrer bestimmt ist. Kein Christ oder Jude darf diesen Friedhof betreten.

Das ganze Gebiet ist bekannt als das Land Moriah. Gott schickte Abraham mit seinem Sohn Isaak an diesen Ort, um ihn zu opfern. Rund tausend Jahre später baute Salomo hier seinen Tempel. In der Thora hatte Gott Anweisung gegeben, dass die Opferlämmer nördlich des Altars geschlachtet werden sollten (Lev 1,11). Und als Johannes Jesus im Jordan taufte, hatte er auf Jesus gezeigt und gesagt: „Siehe, das Lamm Gottes, welches der Welt Sünde trägt.“ Nun ging Jesus, der Sohn Gottes, mit dem Kreuz auf dem Rücken hinauf zu dem alten Steinbruch, der Schädelstätte. Hier war viel Betrieb, denn hier kreuzten sich vier wichtige Straßen – nach Damaskus, Jericho, Jaffa und Gaza. Die Römer kreuzigten die Verurteilten dort, wo die Menschen waren – zur Abschreckung.

„Es ist vollbracht“

Und hier nagelte man Jesus zwischen zwei Verbrechern ans Kreuz. Nicht auf dem Berg, sondern am Wegesrand, auf Augenhöhe der Vorbeigehenden. „Es war aber um die 6. Stunde, 3 Uhr mittags. Und es kam eine Finsternis über das ganze Land.“ Und dann folgte der erlösende Schrei, der Siegesschrei: „Es ist vollbracht!“. Und so starb Jesus, umgeben von den Menschen, für die er gestorben ist. Und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei von oben bis unten.

Jetzt kamen zwei heimliche Jünger Jesu, Mitglieder des Hohen Rates, bekannte und wohlhabende Männer: Joseph von Arimathia und Nikodemus. Sie outeten sich, indem sie dem Leichnam Jesu die letzte Ehre erwiesen. Sie nahmen ihn vom Kreuz und bereiteten ihn für das Grab vor. „Denn nahe bei dem Ort, wo er gekreuzigt wurde, war ein Garten und in dem Garten eine aus Fels gehauene Gruft, in der niemand je gelegen hatte“ (Joh. 19,41). Der Weg von der Stätte der Kreuzigung zur Gruft kann nicht weit gewesen sein. Denn wie weit können zwei Männer in Eile einen Leichnam tragen? Sie legten ihn in die Gruft und rollten einen schweren Stein davor.

Entdeckungen bestätigen die biblischen Berichte

Dicht bei dem Felsen, der wie ein Schädel aussieht, nördlich des Tempelplatzes wurde 1867 eine Gruft entdeckt. Typisch ist das sogenannte Nephesh-Fenster (Seelenfenster) unter der Decke rechts, durch das Licht direkt auf den linken inneren Liegeplatz fällt – wohl ein Grund, weshalb sowohl die drei Frauen, wie auch Johannes vom Eingang der Gruft aus die Engel und die Grabtücher an der Stelle sahen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. Der Evangelist Markus schildert, dass sie nach rechts sahen, wo der Leib gelegen hatte (Mk. 16,5). Der Grundriss der Gruft entspricht genau dieser Beschreibung.

Am 1. Tag der Woche (Sonntag) kamen drei mutige Frauen zur Gruft. Sie wollten dem Leib ihres geliebten Rabbi und Herrn noch einen letzten Dienst erweisen. Sie hatten wohlriechende Öle zubereitet. Auf dem Weg zur Gruft machten sie sich Sorgen wegen des schweren Steins, der vor den Eingang gerollt worden war. Aber als sie die Gruft erreichten, sahen sie, dass er weg und die Gruft offen war (Mk. 16,3-4). Beim Hineinschauen erblickten sie Engel, die ihnen Shalom zuriefen. Die Frohe Botschaft ist: „Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!“ Etwas später kamen Johannes und Petrus zur Gruft. Auch sie sahen das leere Grab. Denn Jesus ist auferstanden. Jesus lebt! Jesus ist das Alpha und Omega, der Anfang und das Ende.

ich suche

In der Akademie von Jabne wurden neue rituelle Formen entwickelt, um jene Feste, die nicht mehr mit einer Wallfahrt zum Jerusalemer Tempel begangen werden konnten, den veränderten Gegebenheiten anzugleichen. Noch in der Zeit des Zweiten Tempels galt als Höhepunkt der Pascha-Feier das Mahl am Vortag des Festes, dessen Zeremoniell und emotionaler Gehalt in zahlreichen Schriften über das Leben der Juden in jener Zeit ihrem Niederschlag gefunden haben. Das Mahl war und blieb ein eindrucksvoller Vorgang im religiösen und geistigen Leben des Volkes; es war Anlass, sich an Auszug aus Ägypten zu erinnern, der die Existenz der Nation begründet hatte, und der Sehnsucht nach künftiger Erlösung Ausdruck zu verleihen. Solche Erinnerungen und Sehsüchte flossen ein in ein Loblied auf den Gott Israels, das in einer Atmosphäre brüderlicher Gemeinschaft aufklang. Das Ganze war und ist vor allem eine Familienfeier, deren Sinn es ist, diese Erinnerungen und Empfindungen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Solange der Tempel stand, waren alle Elemente auf das Pascha-Opfer ausgerichtet, und selbst der Verzehr des ungesäuerten Brotes und der bitteren Kräuter war weniger wichtig als das Opfer, der Hauptbestandteil des Festmahls. Nach der Zerstörung des Tempels hätte das gesamte Zeremoniell sehr leicht in Vergessenheit geraten können. Doch in Jabne wurde die Feier des Pascha-Vortages neu gestaltet. Nach einer Anordnung der Gelehrten von Jabne blieb das Gebot des ungesäuerten Brotes und der bittenen Kräuter in Kraft, obschon die Darbringung des Opferlamms entfiel; das Gedächnis des Opfers wurde jedoch institutinalisiert und die Bedeutung des Mahl durch die Formulierung eines begleitenden Textes der Haggada hervorgehoben.

WIE hat Jesus Christus das Fest gefeiert? Welche Quleeen gibt es, die eine Feier aus der Zeit Jesu beschreiben???

„Was ist Wahrheit?“

Pilatus stellt diese Frage an Jesus.

dazu interessante Gedanken von Schalom Ben-Chorin

In dieser Pilatus-Frage: Was ist Wahrheit? tut sich der Abgrund zwischen Jesus und seinem Richter. In dem Verfahren zwischen Jesus und Kaiphas steht Glaube gegen Glaube, geht es trotz aller politischen Unterströmungen, um Glaubensentscheidungen.
Im dem Gespräch mit Pilatus aber gibt es keine gemeinsame Sprache. Pilatus fragt nicht nach der Wahrheit, sondern stellt die Wahrheit in Frage. Für ihn gibt es keine Wahrheit, sondern nur Macht. Wer Macht hat, ist im Recht und damit im Besitz der gültigen Wahrheit: Wahrheit ist – was Rom nützt.

Also nicht die Frage WAS ist Wahrheit – sondern Wer hat die Macht. Ähnlich wie heute, wo man oft hört „Jeder hat seine Wahrheit“ oder „Wahrheit ist relativ“ – nein aus Jesu Sicht gibt es die Wahrheit und die ist nicht relativ!

Danke taz

Irgendwie hatte ich am Wochenende den Eindruck dass nur die taz von den „Berliner Tageszeitungen“ auf den wirklichen Hintergrund von „Ostern“ eingehen wollte:

taz Titelbild vom 4.April 2015
taz Titelbild vom 4.April 2015

Ich wollte erst fragen wieso er „verschwunden“ ist – und dachte eigentlich an Himmelfahrt …einige Tage später. Aber auf Seite 17 heisst es dann riochtiger Weise:

HAPPY END
Die Ostergeschichte ist schnell erzählt: Auf einmal war Jesus weg. Um dann plötzlich wiederaufzutauchen.
Deshalb erzählen wir Geschichten übers Verschwinden und Wiederfinden

nunja nicht unbedingt wie ich es zusammenfassen würde – aber viel viel näher der Auferstehung als die vielen Eier, die auf anderen Tageszeitungen abgedruckt waren – deshalb DANKE

Barabbas

Da wir gestern kurz über Barabbas im Gottesdienst sprachen hier noch einmal, was die Bibel und die Nachschagewerke über diesen sagen:

Bedeutung

Bárabbas = Sohn des Vaters

Barabbas wird in Johannes 18,40 als Räuber und in Matthäus 27,16-26 als berüchtigter Gefangener beschrieben. Er hatte während eines Aufstandes einen Mord begangen (Mk 15,7-15). Die Juden, angeführt von den Hohenpriestern und Ältesten, forderten anstelle des Herrn Jesus die Freilassung dieses Mannes. Warum sie die Freilassung gerade dieses Gefangenen ersuchten, ist nicht bekannt. Auf die entschiedenste Art und Weise wird ihre Gottlosigkeit offenbar, indem sie einem offenkundig bösen Mann den Vorzug vor ihrem Messias, dem Herrn des Lebens und der Herrlichkeit, gaben (Lk 23,18). Petrus schreckte in seiner Rede nicht davor zurück, dies öffentlich dem jüdischen Volk anzulasten. „Ihr aber habt den Gerechten verleugnet und gebeten, dass euch ein Mann, der ein Mörder war, geschenkt würde“ (Apg 3,14).

In den Fußnoten zu Matthäus steht dass er eigentlich Jesus Barabbas hieß – (Quelle unter anderem das Buch „Jesus von Nazareth“von Papst Benedikt XVI – „Von Origines erfahren wir noch ein weiteres interessantes Detail: In vielen Handschriften der Evangelien bis ins 3. Jahrhundert hieß der Mann, um den es geht, ‚Jesus Barrabas‘ – Jesus Sohn des Vaters. …)

Es standen sich also zwei Jesus gegenüber – der eine hieß Jesus Sohn des Vaters , der andere Jesus Sohn des Joseph und dieser war der Sohn des himmlischen Vaters!

aber dass Barabbas zu einem Jünger von Jesus Christus konvertierte – wie es in einigen spöttischen Filmen heute behauptet wird, scheint sehr unwahrscheinlich – siehe die Aussage von Petrus in Apostelgeschichte 3 Vers 14.

Bitte hier weiterlesen – Blogbeitrag vom 9.Februar 2011
dort hatte ich ein längeres Zitat aus einem Vortrag

…Diese dritte Erklärung finden wir in Lukas 23: 13-15. Aber das befriedigt die Menge nicht. Pilatus unternimmt dann einen weiteren Versuch Jesus freizubekommen. Das steht in Johannes 18: 39, wo er den Leuten die Wahl lässt zwischen Jesus und Barabbas. Er nimmt offensichtlich an, dass sie bestimmt Jesus freigelassen haben wollen und nicht Barabbas. In Markus 15: 7 wird uns erzählt, dass Barabbas genau jenes Verbrechens schuldig ist, dessen Jesus angeklagt ist. Er führte kürzlich eine misslungene Revolte gegen Rom an, Menschen wurden getötet, er wurde gefangen genommen und ihn erwartete nun die Todesstrafe. So haben wir hier also zwei Männer, die beide desselben Verbrechens angeklagt sind. Einer davon ist schuldig, der andere nicht. Aber es gibt noch mehr zu diesem Bild. Die Bezeichnung Barabbas war nicht sein eigentlicher Name, weil Barabbas nur ein Titel ist und kein Name. Es ist die Art wie Griechen zwei aramäische Wörter verbinden. Die beiden aramäischen Wörter sind bar und abba, und Barabbas bedeutet wörtlich der Sohn des Vaters. Abba lautete der Name des Vaters, aber es bedeutet eben wörtlich auch der Vater, (somit war der Name des Vaters Vater). Die Evangelien geben uns nicht seinen tatsächlichen Namen, möglicherweise um eine Verwirrung zu vermeiden. Aus anderen Quellen kennen wir seinen wirklichen Namen, sein Name war auch Jeschua oder Jesus. Also, wir haben zwei Männer, die des gleichen Verbrechens beschuldigt werden, und beide haben den gleichen Namen. Einer davon wird auch Jesus Barabbas genannt, Jesus der Sohn des Vaters. Allerdings ist er es nur dem Namen nach und nicht in der Realität, während wir auch den anderen Jesus haben, den wahren Sohn des wahren Vaters, der dieses Verbrechens nicht schuldig ist. So gibt es hier diese kleinen gegenseitigen Anspielungen und Vermischungen.
Pilatus bringt diese beiden Männer hinaus. In Matthäus 27: 19 wird der Prozess durch eine Nachricht von seiner Frau unterbrochen. Sie ließ ihm eine Warnung mitteilen, sich nicht zu sehr mit dieser Sache zu befassen, da sie bezüglich Jesus einen Traum hatte…..

Ostern Haut-nah!

Wer hat nicht Lust dazu und Freude daran, sich gedanklich und emotional auf das „Osterfest“ einzustellen?

Diese Ansprachen zu Ostern sind ein echter Leckerbissen. Sie lassen uns das, was Jesus da für uns getan hat, richtig miterleben, als wären wir dabei gewesen.

Auch wenn Zeugen Jehovas die Feier zum Gedenken an Jesu Tod bereits am Montag Abend gefeiert haben, so sind diese Aufnahmen wirklich hörenswert – und wenn es nur ist, um das Lösegeld Jesu noch mehr zu begreifen, unsere Dankbarkeit dafür zu vertiefen und unser Verhältnis zu Jehova und seinem geliebten Sohn Jesus noch inniger zu machen 😉