Auferstanden?!?!

Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er aus den Toten auferweckt sei, (O. worden sei) wie sagen etliche unter euch, daß es keine Auferstehung der Toten gebe?
Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; (O. auferweckt worden. Die griech. Zeitform bezeichnet eine geschehene und in ihrer Wirkung fortdauernde Tatsache. So auch v 12. 14. 16. 17. 20.)
wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt vergeblich, (Eig leer, hohl) aber auch euer Glaube vergeblich. (Eig leer, hohl)
Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir in Bezug auf Gott gezeugt haben, daß er den Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden.
Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt.
Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube eitel; ihr seid noch in euren Sünden.
Also sind auch die, welche in Christo entschlafen sind, verloren gegangen.
Wenn wir allein in diesem Leben auf Christum Hoffnung haben, so sind wir die elendesten von allen (O. elender als alle) Menschen.
Elberfelder 1871 – 1 Kor 15,12–19

Auch wir werden auferstehen
Wenn also im Evangelium gesagt wird, daß Gott Christus von den Toten auferweckt hat, wie können da einige von euch behaupten: «Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht!»
Wissen diese Leute eigentlich, was sie damit sagen? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann kann ja auch Christus nicht auferstanden sein.
Wäre aber Christus nicht auferstanden, so hätte unsere ganze Predigt keinen Sinn, und euer Glaube wäre völlig wertlos.
Mit Recht könnte man uns dann vorwerfen, wir seien Lügner und keine Zeugen Gottes. Denn wir behaupten doch: Gott hat Christus auferweckt. Das kann ja gar nicht stimmen, wenn mit dem Tode alles aus ist! – Wörtlich: Weil wir bezeugt haben, daß er Christus auferweckt hat, den er nicht auferweckt hat, wenn doch die Toten nicht auferweckt werden –
Wie schon gesagt, wenn die Toten nicht auferstehen, dann ist auch Christus nicht auferstanden.
Wenn aber Christus nicht von den Toten auferweckt wurde, ist euer Glaube nichts als eine Illusion, und ihr seid auch von eurer Schuld nicht frei.
Ebenso wären auch alle verloren, die im Glauben an Christus gestorben sind.
Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen.
1Kor 15,20 Tatsächlich aber ist Christus als erste -Wörtlich: als Erstling der Entschlafenen – von den Toten auferstanden.
Hoffnung für alle – 1996 – 1.Korinther 15,12–20

Wenn es nun so ist, wie alle übereinstimmend verkünden, dass er, der Messias, wieder vom Tod auferstanden ist, wie kann es dann sein, dass einige von euch sagen, dass es überhaupt keine Auferstehung der Toten gebe? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist ja demnach auch der Messias nicht wieder zum Leben auferweckt worden! Wenn nun der Messias nicht auferweckt wurde, dann ist unsere Botschaft in der Tat bedeutungslos und auch euer Glaube hat keinen wirklichen Inhalt. Und dann wären wir ja Leute, die falsche Aussagen über Gott machen! Denn wir würden dann behaupten, dass Gott den Messias wieder zum Leben erweckt habe, was er in Wirklichkeit gar nicht getan hätte! Doch den hätte er dann ja in Wirklichkeit nicht zum Leben auferweckt, wenn die Aussage stimmen würde, dass die Toten nicht auferweckt werden! Wenn also die Toten nicht wieder zum Leben erweckt werden, dann ist folglich auch der Messias nicht zum Leben erweckt worden! Und wenn der Messias nicht zum Leben auferweckt worden ist, dann ist euer gesamter Glaube ohne Bedeutung und ihr seid immer noch in eurer Lebensschuld gefangen! Dann sind folgerichtig auch die, die im Vertrauen auf den Messias gestorben sind, noch außerhalb der lebensschaffenden Beziehung zu Gott. Wirklich, wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf den Messias gesetzt haben, dann sind wir unter allen Menschen die, die am meisten zu bemitleiden sind!
Roland Werner – Das Buch – neues Testament und Psalmen – 2009 – 1.Korinther 15:12–19

Keines der vier Evangelien endet mit Kreuz und Grab. Alle setzen den Zielpunkt bei der Auferstehung Jesu.
Das Kreuz beendet die Schuld der Glaubenden. Die Auferstehung ist der Beginn des neuen Lebens, ja der neuen Schöpfung. Das Kreuz löst die Schuldfrage. Die Auferstehung ist der Anfang der Lösung der Machtfrage. Kreuz und Auferstehung stehen in einem ähnlichen Verhältnis zueinander wie die Rechtfertigung des Sünders und das neue Leben in der Heiligung. Mit der Auferstehung beginnt zugleich die Geschichte der Gemeinde, während der Kreuzestod Jesu den Neuen Bund stiftete, in dem sie leben kann. Das Kreuz ist der Wendepunkt der Menschheitsgeschichte, die Auferstehung der Anfangspunkt der neuen Menschheit und der neuen Schöpfung. Deshalb gehören zur Auferstehung der Morgen, das Licht, der Jubel. Zum Kreuz gehören die Finsternis, das Sterben, das verströmende Blut. Der Christ ist nach Röm 6 in beides getauft: in den Tod Jesu Christi und in das Auferstehungsleben Jesu Christi. Beides, Kreuz und Auferstehung, sind reale, den Leib erfassende Vorgänge.
Die Reihenfolge und die Gesamtheit der Ereignisse bei und nach der Auferstehung Jesu sind uns nicht vollständig erhalten. Sie können kaum mehr hergestellt werden. Nichts hat die Jünger so sehr erschüttert – nicht einmal der Tod Jesu! – wie die Auferstehung, ein für das Denken des Menschen fast undenkbares Geschehen. Nur auf eines kann man sich hier verlassen: dass das, was erzählt wird, stimmt. Das garantiert nicht nur der vorausgehende Unglaube der Jünger, der die Wirklichkeit der Auferstehung erst mühsam verarbeiten musste, sondern auch die Leitung der Evangelisten durch den Heiligen Geist.

Gerhard Maier – Edition C – NT

Warum ist die Predigt von der Auferstehung des Messias wichtig? Sie ist aus zwei Gründen wichtig. Erstens ist es ein wesentlicher Teil des Evangeliums (1 Korinther 15,4; 2 Timotheus 2,8). Das Evangelium enthält drei Punkte: Erstens, der Messias ist für unsere Sünden gestorben, wie es in der Schrift steht; zweitens, er wurde begraben; und drittens, er ist am dritten Tag auferstanden, wie es in der Schrift steht. Dies sind die drei Punkte des Evangeliums, und es gibt nicht mehr zum Evangelium als dies; dies ist das vollständige Evangelium. Alle Zusätze, die über diese drei Punkte hinausgehen, machen es zu einem falschen Evangelium. Weil die Auferstehung ein Teil des Evangeliums ist, ist sie etwas, das geglaubt, verkündet und gepredigt werden muss.
Der zweite Grund, warum die Auferstehung des Messias wichtig ist, ist, weil sie die Grundlage für die zukünftige Auferstehung des Gläubigen ist, gemäß 1. Paulus macht mehrere Punkte. Erstens: Wenn Jesus nicht von den Toten auferweckt wurde, dann ist unsere Verkündigung vergeblich (V. 14). Wenn der Messias tot blieb, dann geht die Erlösung nicht weiter als bis zum Grab selbst. Wenn er also nicht aus dem Grab auferstanden wäre, wäre unsere Verkündigung vergeblich und leer und würde uns ohne Hoffnung zurücklassen. Zweitens, wenn er nicht von den Toten auferstanden ist, ist unser Glaube eitel (V. 14, 17). Das heißt, es wäre ein leerer Glaube, ein Glaube, der keine ewigen Ergebnisse bringt. Er würde vorübergehende Ergebnisse in diesem Leben hervorbringen, aber mit dem Tod würde alles enden. Deshalb ist der Glaube vergeblich, wenn der Messias nicht von den Toten auferstanden ist. Drittens bezeugten die Apostel nicht nur seinen Tod, sondern auch seine Auferstehung (V. 15). Wenn ihr Zeugnis nicht wahr ist, dann sind sie falsche Zeugen. Viertens: Wenn er nicht von den Toten auferstanden ist, sind die Gläubigen noch in ihren Sünden (V. 17). Während Jesus durch seinen Tod die Sühne für die Sünde geleistet hat, hat er durch seine Auferstehung die Macht über die Sünde gegeben. Wir würden immer noch in unseren Sünden sein, wenn er nicht von den Toten auferstanden wäre. Um Vergebung für unsere Sünden zu erhalten, müssen wir an das Evangelium glauben, und die Auferstehung ist Teil des Evangeliums. Fünftens: Wenn er nicht auferstanden wäre, gäbe es keine Hoffnung für die, die bereits gestorben sind (V. 18). Wenn Jesus nicht von den Toten auferstanden ist, dann werden auch die Heiligen, die bereits gestorben sind, nicht auferstehen. Sechstens sind wir alle elende Menschen, weil wir unser Leben dem angepasst haben, was unwirklich ist (V. 19). In der Tat würden wir einen falschen Lebensstil leben, indem wir unser Leben in Übereinstimmung mit dem auferstandenen Messias anpassen, wenn die Auferstehung nicht wirklich stattgefunden hätte

I. Die Bedeutung der Auferstehung
Die Bedeutung der Auferstehung liegt in vier spezifischen Bereichen.
die Bedeutung für Christus
Der erste Bereich der Bedeutung ist in Bezug auf den Messias in viererlei Hinsicht: Erstens, die Auferstehung bewies, dass er der Sohn Gottes ist (Römer 1:4); zweitens, sie bestätigte die Wahrheit von allem, was er sagte (Matthäus 28,6); drittens bedeutet seine Auferstehung, dass er die Erstlingsfrucht der ersten Auferstehung ist (1 Korinther 15,20-23); viertens war die Auferstehung Jeschuas eine Erklärung des Vaters, dass der Messias alle Anforderungen des mosaischen Gesetzes erfüllt hat (Philipper 2,9).

die Bedeutung für alle Menschen
Die zweite Bedeutung der Auferstehung war für alle Menschen im Allgemeinen, insbesondere für die ungläubige Welt, in zweierlei Hinsicht: Erstens macht die Auferstehung Jeschuas die Auferstehung aller Menschen, sowohl der Gläubigen als auch der Ungläubigen, gewiss (1 Korinther 15,20-22); zweitens garantiert Seine Auferstehung das Gericht über alle Ungläubigen. Er ist derjenige, der die Ungläubigen richten wird, was er nicht tun könnte, wenn er nicht auferweckt worden wäre. So garantiert seine Auferstehung das Gericht über alle Menschen (Apostelgeschichte 10,40-42; 17,30-31).

die Bedeutung für alttestamentliche Heilige
Die dritte Bedeutung der Auferstehung Jesu war für die alttestamentlichen Heiligen, dass sie die Erfüllung des alttestamentlichen Versprechens bezüglich ihrer Rettung beinhaltete: die Entfernung ihrer Sünde und die Garantie ihrer zukünftigen Auferstehung (Apg 13:32-33). Die Auferstehung des Messias hatte also sogar eine Bedeutung für die Heiligen, die vor seinem eigenen Tod gestorben sind.

die Bedeutung für die Gläubigen
Die vierte Bedeutung der Auferstehung des Messias war für die Gläubigen aus, sieben Gründen. Erstens: Die Auferstehung Jeschuas beweist unsere Rechtfertigung (Römer 4,24-25). Das griechische Partizip, das Paulus in diesem Abschnitt verwendet, ist dia, was „wegen“ bedeutet. Die Grundlage der Rechtfertigung ist der Tod des Messias. Es heißt, dass er „wegen“ oder „aufgrund“ unserer vollbrachten Rechtfertigung auferweckt wurde. Weil unsere Rechtfertigung durch seinen Tod vollbracht wurde, wurde er aufgrund dieser Vollendung von den Toten auferweckt, um zu beweisen, dass wir durch unseren Glauben gerechtfertigt wurden.

Zweitens garantiert seine Auferstehung Kraft für den christlichen Dienst (Epheser 1,17-20). Gläubige können an der Auferstehungskraft teilhaben, um ihre Berufung zu erfüllen.

Drittens garantiert seine Auferstehung die individuelle Auferstehung des Gläubigen (Römer 8:11; 1 Korinther 6:14; 2 Korinther 4:14).

Viertens: Die Auferstehung Jesu bedeutet die Vergebung der Sünden des Gläubigen (1 Korinther 15,7).

Fünftens: Die Auferstehung Jeschuas bezeichnet den Messias als das Haupt der Gemeinde (Epheser 1,20-22).

Sechstens: Seine Auferstehung bedeutet, dass der Messias nun die Schlüssel des Todes hat, soweit es die Gläubigen betrifft (Hebräer 2,9-18). Satan hat nicht mehr die Autorität, einen Gläubigen in den Tod zu schicken. Der Messias hat die Schlüssel des Todes, weil er in Satans Domäne, das Reich des Todes, eingedrungen ist, ihm die Schlüssel weggenommen hat und durch seine Auferstehung „durch“ diesen Tod hindurchgegangen ist; und er hat immer noch die Schlüssel des Todes (Offenbarung 1,18).

Siebtens: Die Auferstehung Jesu bedeutet, dass es einen sympathischen Hohenpriester im Himmel gibt. Er ist im Himmel als Hoherpriester, weil er von den Toten auferweckt wurde (Hebräer 4,14-16).

Arnold Fruchtenbaum – Die Auferstehung des Messias

„Jesus ist auferstanden!
Andere Erklärungen tragen nicht“
Mit dem auferstandenen Jesus kann man heute rechnen: Davon ist Alexander Garth überzeugt – und er nennt gute Gründe, den biblischen Berichten zu glauben.
Herr Garth, warum ist es Ihnen wichtig zu zeigen, dass der christliche Glaube der Vernunft nicht widerspricht? Reicht es nicht, auf die eigene Erfahrung zu bauen?
Mit Vernunft verbindet man Logik und Überprüfbarkeit. Aber die Auferstehung ist in diesem Sinne weder logisch noch überprüfbar. Auch Erfahrung ist kein Kriterium für Wahrheit – diese Welt ist voller religiöser Spinner! Aber an die Berichte der Bibel von der Auferstehung sollte man schon vernünftig herangehen. Die Bibel ist für mich ein Glaubensbuch, das uns von Gott gegeben ist, aber auch ein historisches Dokument. Als solches kann man es untersuchen und dabei sehr interessante Dinge herausfinden. Zum Beispiel, wenn es um die Auferstehung geht.
Was genau haben Sie untersucht?
Ich habe mich gefragt: Könnte Jesus wirklich auferstanden sein? Was sagen die biblischen Berichte dazu? Sind auch andere Deutungen möglich? Dann bin ich diese Deutungen durchgegangen und habe festgestellt: Sie sind alle nicht stimmig! Man landet immer wieder bei der Frage: Was ist denn nun wirklich passiert? Historisch sicher können wir nur eines sagen: Es gibt die, wie ich das ausdrücke, „vermaledeite Lücke“.
Was verstehen Sie darunter?
Am Karfreitag waren die Jünger durch den Tod von Jesus zutiefst frustriert. Sie hatten alles auf eine Karte gesetzt, und diese Karte hatte sich als Lusche erwiesen. Ihr Herr und Meister, an den sie geglaubt haben, von dem sie gedacht haben,dass mit ihm eine strahlende Zukunft beginnt, ist einen grausamen Verbrechertod gestorben. Deshalb haben sie sich in ihr altes Leben verkrümelt. Sie hatten vor, im Grau der Geschichte zu verschwinden.
Und dann, drei Tage später, findet man die gleichen Jünger, wie sie positiv und todesmutig bezeugen, dass Jesus Christus lebt. Da muss man sich doch fragen: Was ist in der Zwischenzeit passiert? Dabei bin ich immer wieder auf die Auferstehung gestoßen: Es muss etwas von Gott her passiert sein, denn alle anderen Erklärungsversuche tragen nicht, sie erweisen sich als reines Fantasieprodukt.

Welche Erklärungsversuche gibt es denn?
Die älteste Hypothese lautet: Die Jünger konnten sich mit dem Tod ihres Meisters nicht abfinden. Sie wollten den Behörden eins auswischen und gleichzeitig groß rauskommen. Deshalb sagten sie: Wir inszenieren eine Auferstehung! Wie macht man das? Indem man die Leiche klaut und versteckt. In der religiös aufgeheizten Stimmung der damaligen Zeit würde es bestimmt Leute geben, die dann an die Auferstehung glauben. Das klingt erst mal ganz plausibel. Es macht aber gar keinen Sinn, weil die Jünger bereit sind, für die Überzeugung, dass Jesus lebt, in den Tod zu gehen. Für eine Lüge riskiert man nicht sein Leben! Es dauerte auch nicht lange, da gab es den ersten Toten unter den Christen: Stephanus ist gesteinigt worden wegen der Botschaft von der Auferstehung Jesu.

Welche anderen Erklärungen führen in eine Sackgasse?
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LebensLust Ostern Special 2020

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