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Wieviel ist zu viel?

Kennst du das, das du etwas in der Bibel liest, und nachher „vergessen hast“ was du gelesen hast? Ob es daran liegt, dass du „zuviel“ gelesen hast?
Oder du liest nur einen „Tagestext“ und bist damit zufrieden??

Momentan lese ich gerade Dietrich Bonhoeffer …hier aus seinem Werk „Gemeinsames Leben“ – seine Meinug zum Thema „Bibellesen“:

Wir sind fast alle mit der Meinung groß geworden, es handle sich in der Schriftlesung allein darum, das Gotteswort für den heutigen Tag zu hören. Darum besteht die Schriftlesung bei vielen nur aus einigen kurzen, ausgewählten Versen, die das Leitwort des Tages ausmachen sollen. Es ist nun kein Zweifel, daß etwa auf den Losungen der Brüdergemeine für alle, die sie gebrauchen, bis zur Stunde ein wirklicher Segen liegt. Gerade in den Kampfzeiten der Kirche ist das vielen zu ihrem großen und dankbaren Erstaunen aufgegangen. Aber es kann ebensowenig ein Zweifel darüber bestehen, daß kurze Leit- und Losungsworte nicht an die Stelle der Schriftlesung überhaupt treten können und dürfen. Die Losung für den Tag ist noch nicht die Heilige Schrift, die durch alle Zeiten hindurch bis in den jüngsten Tag bleiben wird. Die Heilige Schrift ist mehr als Losung. Sie ist auch mehr als „Brot für den Tag“. Sie ist Gottes Offenbarungswort für alle Menschen, für alle Zeiten. Die Heilige Schrift besteht nicht aus einzelnen Sprüchen, sondern sie ist ein Ganzes, das als solches zur Geltung kommen will. Als Ganzes ist die Schrift Gottes Offenbarungswort. Erst in der Unendlichkeit ihrer inneren Beziehungen, in dem Zusammenhang von Altem und Neuem Testament, von Verheißung und Erfüllung, von Opfer und Gesetz, von Gesetz und Evangelium, von Kreuz und Auferstehung, von Glauben und Gehorsam, von Haben und Hoffen wird das volle Zeugnis von Jesus Christus, dem Herrn, vernehmlich. Darum muß die gemeinsame Andacht außer dem Psalmengebet eine längere alt- und neutestamentliche Lektion enthalten. Eine christliche Hausgemeinschaft sollte wohl imstande sein, morgens und abends je ein Kapitel aus dem Alten Testament und mindestens je ein halbes Kapitel aus dem Neuen Testament zu hören und zu lesen. Beim ersten Versuch wird sich allerdings herausstellen, daß schon dieses geringe Maß für die meisten eine Höchstforderung darstellt, die auf Widerspruch stößt. Man wird einwenden, es sei nicht möglich, eine so große Fülle von Gedanken und Zusammenhängen wirklich aufzunehmen und zu behalten, es sei sogar eine Mißachtung des göttlichen Wortes, mehr zu lesen, als man ernstlich verarbeiten könne. Von diesem Einwand her wird man sich leicht wieder mit der Spruchlesung begnügen. In Wahrheit aber liegt hier eine schwere Schuld verborgen. Verhält es sich wirklich so, daß es uns als erwachsenen Christen schon schwer ist, ein Kapitel des Alten Testaments im Zusammenhang aufzunehmen, so kann uns das nur selbst mit tiefster Beschämung erfüllen; denn was für ein Zeugnis ist damit unserer Schriftkenntnis und unserm ganzen bisherigen Schriftlesen ausgestellt? Wäre uns der Sache nach bekannt, was wir lesen, so könnten wir der Verlesung eines Kapitels unschwer folgen, zumal wenn wir die aufgeschlagene Bibel zur Hand haben und mitlesen. So aber müssen wir selbst zugeben, daß uns die Heilige Schrift noch weithin unbekannt ist. Darf nun diese Schuld unserer eigenen Unkenntnis des Wortes Gottes eine andere Folge haben, als daß wir das Versäumte ernstlich und treu nachholen, und sollten hier nicht die Theologen am allerersten an der Arbeit sein? Man wende nicht ein, eine gemeinsame Andacht sei nicht dazu da, um die Schrift kennen zu lernen, das sei ein zu profaner Zweck, der außerhalb der Andacht erreicht werden müsse. Dem liegt ein völlig verkehrtes Verständnis einer Andacht zugrunde. Gottes Wort soll gehört werden von jedem in seiner Weise und in dem Maße seines Verständnisses, das Kind hört und lernt in der Andacht die biblische Geschichte zum erstenmal, der mündige Christ lernt sie immer wieder und immer besser, und er wird nie auslernen beim eigenen Lesen und Hören.
Es wird aber nicht nur der unmündige, sondern auch der mündige Christ darüber zu klagen haben, daß ihm die Schriftlesung oft zu lang sei, daß er vieles nicht erfasse. Dazu ist zu sagen, daß gerade für den reifen Christen jede Schriftlesung „zu lang“ sein wird, auch die kürzeste. Was bedeutet das? Die Schrift ist eine Ganzheit und jedes Wort, jeder Satz steht in einer solchen Mannigfaltigkeit von Beziehungen zum Ganzen, daß es unmöglich ist, über dem Einzelnen immer das Ganze im Auge zu behalten. Es wird hier also sichtbar, daß das Schriftganze und daher auch jedes Schriftwort unser Verstehen weit übersteigt, und es kann ja nur gut sein, wenn wir täglich an diese Tatsache erinnert werden, die uns ihrerseits wieder auf Jesus Christus selbst verweist, in dem „alle Schätze der Weisheit verborgen liegen“ (Kol. 2,3). So darf man vielleicht sagen, daß jede Schriftlesung gerade immer um einiges „zu lang“ sein muß, damit sie nicht Spruch- und Lebensweisheit ist, sondern Gottes Offenbarungswort in Jesus Christus.

Gemeinsames Leben – Dietrich Bonhoeffer

Geschrieben von Thomas am 13. Mai 2019 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,JS | Keine Kommentare

Bibelausstellung

Heute früh einen Flyer gesehen, dass es eine „Bibelausstellung“ in Braunschweig gibt…bis zum 12.5. – nun ja die Flyer wurden gestern verteilt…
Im Gegensatz zu der Ausstellung in Wasbüttel, waren an jeder Vitrine „Erklärpersonen“ die einem halfen, dass was man sieht zu verstehen. Von der größe der Ausstellung, war es ungefähr identisch – nur der Zweck ein wenig anders. Hier lag die Betonung auf dem Namen Gottes in den betreffenden Bibeln.

Polyglotte von Elias Hutter
nur an zwei Stellen und zwar wo der Name in einer Ortsbezeichnug enthalten ist
Erklärung von Luther
Erklärung Luther

Geschrieben von Thomas am 11. Mai 2019 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,Religion | Keine Kommentare

Gemeinde im Saal oder in Kirche?


Der heutige Begriff „Kirche“ wird häufig mit einem Gebäude verbunden.
Nach der Bibel jedoch (Das Gebäude wird im Allgemeinen das „Heiligtum“ oder das „Haus Gottes“ genannt.), ist es die Gemeinschaft des Volkes Gottes, das die Kirche bezeichnet wird.
Die Glaubensgemeinschaft wird als,das „Haus Gottes“ bezeichnet-niemals der Ziegel und Mörtel !

Eines der auffallendsten Kennzeichen der frühen Kirche war das Fehlen von speziellen Sakralbauten.
Im Judentum ist der Tempel der geheiligt Treffpunkt.
Im Christentum ist die Glaubensgemeinschaft der Tempel (1 Kor 3,16; 2 Kor 6.16; Eph 2:21-22).
Sowohl das Judentum und Heidentum lehren, dass es ein geheiligter Ort für den Gottesdienst sein muss.
Folglich errichteten die alten Juden Sonderbauten ihre geistigen Funktionen auszuführen (Synagogen).
So hat die Heiden (Schreine).
Nicht so mit dem Christentum.
Die frühen Gläubigen verstanden, dass Gott die Menschen heiligt – und keine Objekte.
Auf diese Weise unterscheiden sich die christliche Versammlung scharf gegen die religiösen Sitten des ersten Jahrhunderts, was die Räumlichkeiten betrifft.

In der Tat war die frühe Kirche die einzige religiöse Gruppe im ersten Jahrhundert, die sich ausschließlich in den Häusern seiner Mitglieder traf.
Es wäre für die Christen in Judäa ganz natürlich gewesen, ihrem jüdischen Erbe zu folgen und Gebäude ihren Bedürfnissen anzupassen.
Aber sie hielten absichtlich davon ab!
Das gleiche gilt für die Heidenchristen.
Keiner von ihnen hat „christliche“ Schreine und Tempel errichtet.
Weder im ersten Jahrhundert noch in den Jahren danach.

Vielleicht kannten die frühen Christen die Verwirrung , wenn Gebäude geheiligt werden würde. Da sie der Bau waren, das Volk Gottes die lebendigen Steine Gottes Wohnstätte umfassen.

Man denke nur an die massive Verwirrung, dass die übliche Praxis, ein Gebäude der Aufruf eine „Kirche“ heute geschaffen hat.
Christen sehen Gebäude als „Haus des Herrn“ und als eine Art heiliges Element.
Aber nichts konnte weiter von der Wahrheit sein.
Die Kirche Gottes hat nie aus einem Gebäude bestanden.

Das Haus ist die natürliche Umgebung für eine Gemeinschaft.
Die apostolischen Anweisungen, für die Kirchenversammlung sind am besten umgesetzt in einer kleinen Gruppe bei einem zu Hause.
Die organischen Aktivitäten der Kirche, wie die gegenseitige Teilnahme (Hebr. 10: 24-25);
die Ausübung der geistlichen Gaben (1 Kor 14.26.);
das Gebäude zusammen des Gottesvolkes in eine absichtliche, face-to-face-Gemeinschaft:; (Eph 2: 21-22.)
Der Gemeinschaftsmehl (1 Kor. 11);
die gegenseitige Liebe der Mitglieder einer anderen Richtung (Rom 15.14; Gal. 6:. 1-2; Jak 5,16, 19,20);
die Freiheit für interaktiven Austausch:; (1 Kor 14 29-40.)
und die Wirkung des Heiligen Geistes (2 Kor 3.17;. 13.14) alle arbeiten am besten in einer kleinen Gruppe wie ein Haus zu setzen.

Der Start Stellt den Demut Christi
Das Haus steht für Demut, Natürlichkeit und reine Einfachheit-die herausragenden Kennzeichen der frühen Kirche (Apg 2,46; 2 Kor. 11: 3).
Seien wir ehrlich.
Das Haus ist ein weit bescheidener Ort als die stattliche Sakralbauten unserer Zeit mit ihren hohen Türmen und elegantem Dekor.
Auf diese Weise reflektieren modernsten „Kirche“ Gebäude die Prahlereien von dieser Welt, anstatt die sanftmütig und demütig Heiland, dessen Namen wir tragen.

Reimagining church pursuing – the dream of organic christianity

Das ist wohl der Grund, warum alle neuen Gruppen, die sich im laufe der letzten Jahrhunderten in kleinen Hausgruppen trafen, anfänglich Segen hatten, und diesen sehr schnell verloren haben, wenn aus „Gemeinschaft“ dann „Organisation“ und „Religion“ wurden.
Nicht nur, dass dort sehr schnell von GOTT auf eine Führungsperson imm Zentrum umgestellt wurde – auch die Wirkung des heiligen Geistes wird unterbunden, indem meist nach Minuten festgelegt ist, wann gesungen, wann gebetet usw werden darf – so etwas widerspricht ganz und gar dem Wort Gottes.

Geschrieben von Thomas am 10. Mai 2019 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,JS,Religion | Keine Kommentare

Wofür ist der Gottesdienst?

Heute ist der wöchentliche „Gottesdienst“ , das Hören einer Predigt, und in einigen Fällen Evangelisation. Bei manchen auch das Benatworten von Fragen aus einer Zeitschrift.
Aber im ersten Jahrhundert , war der vorrangige Zweck der Versammlung ganz anders! Der Zweck war die gegenseitige Erbauung.

Was ist es nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommet, so hat ein jeder von euch einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache, hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung.
1Kor 14,26

und laßt uns aufeinander achthaben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei etlichen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je mehr ihr den Tag herannahen sehet
Hebräer 10:24-25

Die regelmäßigen Treffen der Gemeinde, so wie sie in der Schrift beschrieben werden, erlaubten jedem Mitglied sich in dem Aufbau des Leibes Christi (Eph. 4,16) zu beteiligen. Es gab keine Führung von „der Bühne“. Niemand im Mittelpunkt.
Im Gegensatz zu dem heutigen Praxis wurde die Lehre in der Gemeinde nicht Woche für Woche von der gleichen Person gegeben. Stattdessen hatte jedes Mitglied das Recht, das Privileg und die Verantwortung, Geber für die Versammlung zu sein. Gegenseitige Ermutigung war das Markenzeichen dieser Sitzung. „Jeder von euch“ , war seine herausragende Eigenschaft.


Die obrigen Gedanken sind aus einem Buch, das eine „organische Gemeinde“ beschreibt.

Überraschend finde ich, das die meisten Personen völlig überfordert sind, wenn man nicht einen „Vortrag“ hält sondern alle Anwesenden mit Fragen und oder Gedankenpausen zum mitmachen auffordert.
Die einen kommen, um sich selbst „auferbauen zu lassen“ – haben scheinbar aber keine Kraft, sich selbst einzubringen.
Andere kommen, und wollen eigentlich „nur Gespräche“ – aber weniger über Gott und sein Wort, sondern mehr „allgemein“…
Unser Versuch, hier eine „organische Gemeinde“ zu bauen – also wo jeder sich einbringt, und die Zeit nicht nur wenige Minuten, sondern „den ganzen Sonntag“ als Gottesdienstzeit genutzt werden kann, zeigt erst postive Züge…und das Buch, aus dem ich oben zitiert habe, macht mir Mut, dass es genau DAS ist, was im 1.Jahrhundert funktioniert hat – und auch noch heute Gottes Wille ist!

Geschrieben von Thomas am 8. Mai 2019 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,JS | Keine Kommentare

Streit – Mißverständnisse ??

Zitat aus „Der Römerbrief“ von Jakob Kroeker


„Paulus nennt den Versucher, der seine Umwege hat, „Diabolos“. Das Wort ist zusammengesetzt aus den beiden Begriffen „dia“ und „balo“. Damit ist das wahre Wesen des Versuchers umschrieben.

Er kommt in ein glückliches Familienleben. Vielleicht wanderten Mann und Frau jahrzehntelang glücklich miteinander. Was geschieht aber, wenn er als Diabolos eintritt in ein glückliches Eheleben? Dann verstehen sich Mann und Frau nicht mehr. In der Familie verstehen die Kinder die Eltern nicht, und die Eltern verstehen die Kinder nicht. Dem Diabolos ist es gelungen, das bisherige Eheleben durcheinanderzuwerfen.

Oder was geschieht in Gemeinden, wenn der Versucher auf Umwegen Raum gewinnt? Bisher hatte der Pfarrer seine Gemeinde verstanden. Diese liebte ihn als ihren Seelsorger und Diener am Wort. Sie hing am Zeugnis des Evangeliums, das er ablegte, und Gott segnete den gemeinsamen Aufbau des Gemeindelebens. Auf Umwegen kam jedoch der Diabolos in solch ein Gemeindeleben hinein. Hinfort verstand die Gemeinde den Pfarrer nicht mehr, und der Seelsorger verstand seine Gemeinde nicht.“

Geschrieben von Thomas am 4. Mai 2019 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

1.Mose 5 – Namen – nur Namen?

Wir haben gestern darüber gesprochen, ob es sinnvoll ist, das „alte Testament“ so tief zu studieren….

und hier die Lösung für die „Hausaufgabe“

Adam: Mensch
Seth: berufen/ernannt (oder auch: Ersatz, der an die Stelle eines anderen Gesetzte)
Enosch: sterblich (oder auch: sterblicher/hinfälliger Mensch)
Kenan: Schmerz (aus auch: Besitz oder Schmied)
Mahalaleel: der selige/heilige Gott
Jared: soll hernieder kommen
Henoch: Lehre
Methusalah: Sein Tod soll bringen (oder auch: Es wird gesandt werden; oder: Wenn er stirbt soll es kommen)
Lamech: verzweifelnd
Noah: Trost/Ruhe

Als ganzer Satz ergibt sich: „Der Mensch ist zu tödlichem Schmerz bestimmt. Der heilige Gott soll hernieder kommen und lehren, dass sein Tod die verzweifelt [benötigte] Hilfe bringen soll.“

Geschrieben von Thomas am 3. Mai 2019 | Abgelegt unter Allgemein,Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Logos – Bibelsoftware

https://wn.nr/EqRxAH

Geschrieben von Thomas am 2. Mai 2019 | Abgelegt unter Allgemein,Fragen zur Bibel,JS,Religion | Keine Kommentare

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