Magog

Übersicht aus logos

Wer liest schon 1.Mose 10? Das sind doch nur Namen!?! Oder doch nicht? Haben wir hier die „Aufteilung der Erde nach der Sintflut“??

Die Linie Jafets (10,2–5)
2Die Söhne Jafets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und Meschech und Tiras. 3Und die Söhne Gomers: Aschkenas und Rifat und Togarma. 4Und die Söhne Jawans: Elischa und Tarsis, [Kittim und Dodanim]. 5Von diesen [wurden die Inseln der Nationen geteilt] in ihre Länder, je nach ihrer Sprache, nach ihren Sippen, in ihren Nationen.

Die Aufzeichnung beginnt mit dem jüngsten Sohn Jafet. Vers 2 führt seine eigenen Söhne auf, von denen es sieben gibt. Der erste Sohn war Gomer, der Gimirraya der Akkadischen Keilschriften, und die Cimmerianer der Klassischen Texte; sie lassen sich grob im Gebiet südlich vom Schwarzen Meer ansiedeln. Laut Herodot wurden sie von den Skythen verdrängt und siedelten sich im Bereich vom Van-See an. Nachdem sie von den Assyrern besiegt worden waren, siedelten sie sich im Raum von Kappadozien an. Andere Vorschläge bezüglich ihrer Region beinhalten Deutschland, Frankreich und Kambrien in Wales.

Jafets zweiter Sohn war Magog; er lebte zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer – im Gebiet des alten Lydien oder heutigen Südrussland, der Region zwischen Armenien und Kappadozien. Josephus identifiziert sie als die Skythen. Sie werden in Hesekiel 38,2 sowohl mit Meschech als auch mit Tubal in Verbindung gebracht; in Hesekiel 38,6 besteht eine Verbindung mit Gomer und Togarma.

Jafets dritter Sohn war Madai. Das sind die Meder am Kaspischen Meer (2Kön 17,6; 18,11; Jes 13,17; 21,2; Jer 25,25; 51,11.28). Man nimmt an, dass einige der Nachkommen des Madai nach Indien gewandet sind; eine altindische Legende behauptet, Iyapeti sei der Vater der Afghanen in Indien. Jafets Name lautet auf Hebräisch Yapheth, und hier könnte eine sprachliche Verbindung bestehen.

Jafets vierter Sohn war Jawan, auf Hebräisch Yavan. Dieser Name bezieht sich auf Griechenland, und der hebräische Name bildet eine Parallele zum Namen Ionien; das ist das Ionien Homers. Es bezieht sich auf die hellenische Rasse. Diese Leute siedelten sich an der Ägäis in Kleinasien an und wurde als ionische Griechen bekannt. Sie werden in der Keilschrift-Literatur aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Die ugaritische Literatur aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. bezieht sich auf die Griechen, oft verbunden mit dem in Vers 4 erwähnten Elischa. Weitere Erwähnungen finden sich in Jesaja 66 Vers 19, wo die Griechen mit Tarsis und Tubal verbunden werden; ferner Hesekiel 27 Vers 13, wo sie mit Meschech und Tubal verbunden sind; außerdem in Joel 4 Vers 6, wo sie mit den Phöniziern und Philistern in Verbindung stehen. Eine griechische Legende besagt, Iapetos sei der Vater der Griechen; es ist bekannt, dass Iapetos die griechische Form von Jafet darstellt.

Jafets fünfter Sohn war Tubal. Das sind die Tabali der Assyrischen Inschriften. Herodot siedelt sie in der Gegend von Zilizien und anderen Gegenden im östlichen Kleinasien oder Ost-Antonien an; auch Gebiete im heutigen Russland gehören dazu. Andere schlagen vor, sie könnten in Tobolsk in Sibirien oder am Fluss Tubol gelebt haben; wieder andere haben sie mit den Tibareni in Pontus in Verbindung gebracht.

Jafets sechster Sohn war Meschech. Das sind die Muschki der Assyrischen Keilinschriften; sie werden auch in der ägyptischen Literatur erwähnt. Sie siedelten zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer, im Norden von Zilizien und Ost-Kappadozien. Herodot verlegt sie nach Phrygien. Andere Vorschläge beinhalten das südwestliche Schwarze Meer, Russland, Moskau oder den Fluss Mosilua, auch die Moschian-Berge in der Nähe von Armenien. Sie werden immer in Verbindung mit Tubal erwähnt (Hes 27,13; 32,26; 38,2–3; 39,1).

Jafets siebter Sohn war Tiras, der mit den Tursenoi der Griechischen Texte oder den Etruskern in Verbindung gebracht wird, auch mit den Turksba der Seevölker in den Ägyptischen Inschriften. Andere Vorschläge beinhalten die Tyrrhenier in Italien und die Thraker. Laut rabbinischer Überlieferung handelt es sich um Persien.

Genesis 10,3 führt die drei Söhne des Gomer auf. Der erste Sohn ist Aschkenas. Das ist das Aschkenasa der Assyrischen KeilschriftTafeln, das Saka der Persischen Texte und die Skythen der Griechischen Texte. Im klassischen Griechisch sind es die Skythen. Andere Vorschläge beinhalten indogermanische Stämme, die mit den Skythen verwandt sind – Deutschland, Skandia 33, Sachsen, Dänemark und Armenien. Die Aschkenas werden in Jeremia 51,27 in Verbindung mit Ararat und Minni erwähnt; beides liegt südlich vom Van-See.

Gomers zweiter Sohn ist Rifat. In 1. Chronik 1,6 wird der Name aufgrund eines Buchstabenfehlers Difat geschrieben, weil sich im Hebräischen die Buchstaben für R (resch) und D (dalet) stark ähneln und manchmal verwechselt werden. Josephus identifiziert sie als die Paphlagonier, zwischen dem Schwarzen Meer und Bithynien oder am Südende des Schwarzen Meeres beheimatet. Andere Vorschläge beinhalten die Tiphäischen Berge in Kappadozien, Rhebas, die Kelten und Anatonien.

Gomers dritter Sohn ist Togarma. Es handelt sich um den Togarma der Hethitischen Texte, den Til-Garimmu der Assyrisch-Akkadischen Texte. Andere Vorschläge über den Wohnort beinhalten Kappadozien, Armenien und die Türkei/Turkistan (Kleinasien). Andere Bezugnahmen auf das Haus Togarma finden sich in Hesekiel 27 Vers 14; dort exportieren sie Pferde nach Tyrus. In Hesekiel 38,6 sind sie Teil der Armee von Gog.

Genesis 10,4 führt die vier Söhne Jawans auf. Der erste Sohn ist Elischa; dieses Wort ist mit Hellas verwandt, wie sich die Griechen selbst nannten. Das sind die Alaschiya der Texte von Mari, Nuzi, El-Amarna sowie der Ugaritischen Texte, auch der Boghazroy (hethitischen) Inschriften. Sie sind außerdem die Eilesianer des Homer. Man hat sie auf Zypern angesiedelt, wo es in der Mitte und im Westen der Insel reiche Kupfervorkommen gibt; sie sind auch schon mit Kreta in Verbindung gebracht worden.

Jawans zweiter Sohn ist Tarsis. Seine Nachkommen siedelten im Südwesten Spaniens. Sie sind die Tartessus von Spanien und Herodot. Man hat sie auch in Sardinien angesiedelt. Andere Bezugnahmen auf sie finden sich in 1 Könige 10 Vers 22, wo sie Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen exportierten; in Jesaja 23,1 werden sie mit Schiffen verbunden; in Jeremia 10,9 exportierten sie Silber; und in Hesekiel 27,12 werden sie mit Tyrus in Verbindung gebracht und exportieren Silber, Eisen, Zinn und Blei. In diese Richtung floh Jona (Jona 1,3); auch Salomos Schiffe segelten dort hin (2Chr 9,21), ebenso die Schiffe Joschafats (1Kön 22,49).

Jawans dritter Sohn ist Kittim, erwähnt in phönizischen Aufzeichnungen; sie siedelten auf Zypern oder im phönizischen Teil Zyperns – im Gegensatz zum Teil Zyperns, der von Elischa besiedelt wurde. Der alte Name der heutigen Stadt Lamaca auf Zypern war Kitom. Ein Vorschlag siedelt sie auch an der Südküste Kleinasiens an. Weitere Verweisstellen sind 4 Mose 24 Vers 24, wo sie mit Schiffen zu tun haben; Jesaja 23 Vers 1, wo sie als Land bezeichnet werden; und Hesekiel 27 Vers 6, wo sie als Inseln erwähnt werden.

Jawans vierter Sohn ist Dodanim (in 1. Chronik 1,7 wird er aus dem oben genannten Schreibfehler Rodanim genannt). Das sind die Dodanoi aus dem alten Griechenland, die Menschen vom Peloponnes in der mykenischen Zeit. Sie siedelten zu verschiedenen Zeiten in Nordgriechenland, Mazedonien und Rhodos.

Genesis 10,5 schließt mit dem Abschluss den Bericht über das Haus Jafet: Von diesen wurden die Inseln der Nationen geteilt in ihre Länder. Die Inseln der Nationen deuten transozeanische Gebiete an – sowohl im Osten als auch im Westen: Europa im Westen, im Osten waren es Persien, Indien und ein Großteil Asiens. Einige Familien gingen auch nach Norden und Süden. Sie breiteten sich über ein dermaßen großes Gebiet aus, dass hier eine Erfüllung von Noahs Segen in 1 Mose 9,27 vorliegt: Gott mehre Jafet. Vers 5 zeigt eine dreifache Teilungsgrundlage für Noahs Nachkommen. Erstens wurden sie nach ihren Sprachen geteilt: … je nach ihrer Sprache. Dieser Satz zeigt, dass Kapitel 10 nach der Zerstreuung in Kapitel 11 geschrieben wurde, weil sich ja dort die Sprachenverwirrung zutrug. Zweitens wurden sie geteilt nach ihren Sippen – dazu gehörten auch Stammesteilungen; das weist auf die Entwicklung einer Gesellschaft hin. Drittens wurden sie aufgeteilt in ihren Nationen – das bezieht sich auf Volksteilungen. Genesis 10,5 beschreibt insgesamt vierzehn Völker. Die Zeitspanne umfasst zwei Generationen.

Arnold Fruchtenbaum – Das 1. Buch Mose

Hier ist also die Quelle, warum der Herrscher von Magog aus der nördlichen Richtung Israels kommen muß 😉

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