deren Schmuck sei nicht der auswendige durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unverweslichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher vor Gott sehr köstlich ist.
Elberfelder 1871 – 1.Petrus 3,3–4
Putzt euch nicht äußerlich heraus mit aufwendigen Frisuren, kostbarem Schmuck oder prächtigen Kleidern. Eure Schönheit soll von innen kommen! Freundlichkeit und ein ausgeglichenes Wesen sind der unvergängliche Schmuck, der in Gottes Augen Wert hat.
Gute Nachricht Bibel 2018 – 1.Petrus 3:3–4
Eure Schönheit soll nicht darin bestehen, dass ihr euer Haar aufwändig frisiert, Goldschmuck anlegt und kostspielige Kleider tragt. Das sind alles nur äußere Dinge. Sie soll vielmehr von innen kommen und ein Ausdruck eures Lebens mit Christus sein, das den Blicken der Menschen verborgen ist. Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist etwas Unvergängliches und ist die Art von Schmuck, die in Gottes Augen einen unvergleichlichen Wert hat. (wörtlich Sie soll vielmehr der verborgene Mensch des Herzens sein mit dem unvergänglichen ´Wesen/Schmuck` des freundlichen und ruhigen Geistes, der….)
Neue Genfer Übersetzung 2013 – 1.Petr 3,3–4
Euer Schmuck bestehe nicht in Äusserlichkeiten, nicht darin, dass ihr euch die Haare kunstvoll flechtet, Goldschmuck tragt und prächtige Kleider anzieht; euer Schmuck sei vielmehr der verborgene Mensch des Herzens, der sich im unvergänglichen Wirken des sanftmütigen und stillen Geistes zeigt. Das ist kostbar vor Gott.
Zürcher Bibel 2007 – 1.Petr 3:3–4
Dabei soll euer Schmuck nicht vor allem in äußerlichen Dingen bestehen, wie zum Beispiel aufwendige Frisuren oder Goldgehänge oder besonders teure Kleider. Sondern ihr sollt euch auszeichnen durch eure inneren Werte, die eure gesamte Persönlichkeit prägen. Euer Innerstes soll Sanftmut und friedvolle Ruhe ausstrahlen. Das ist sehr wertvoll vor Gott.
Das Buch – neues Testament und Psalmen – 2009 – 1.Pet 3,3–4

Das Erste, was Menschen von uns mitbekommen, ist unsere äußere Erscheinung. Als der Prophet Samuel zu Isai, dem Vater von König David sagte: „Der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz“ (1Sam 16,7), machte er eine wahre Feststellung. Deshalb ist es nicht falsch oder eitel, auf sein Äußeres zu achten. Eine Frau, die ungepflegt durch die Gegend läuft, ist kein Zeugnis für ihren Herrn. Jede Frau möchte hübsch aussehen, und darf es auch! In manchen biblischen Erzählungen wird ausdrücklich auf die Schönheit einer Frau hingewiesen: Sara (1Mo 12,11), Rebekka (1Mo 24,16), Rahel (1Mo 29,17), Ester (Est 2,7). An keiner Stelle wird das als verwerflich bewertet, im Gegenteil.
Vollkommer – Von Frau zu Frau: Ein Bibelkurs
Diese Stellen bekommen allerdings im Zusammenhang mit der Lehre des Neuen Testaments eine neue Tiefe.
Lies 1. Petrus 3,3–4. Was macht eine Frau wirklich schön?
…
Petrus geht es wohl weniger darum, Schmuck und schöne Kleider zu verbieten, sondern Frauen darauf hinzuweisen, dass ihre wahre Schönheit nicht in Farben, Stoffen und Juwelen liegt. Sara, die Petrus zwei Verse später erwähnt (V. 6), war nicht ohne Grund bis in ihr hohes Alter attraktiv (vgl. 1Mo 12,11.14; 20,2; bei diesen Begebenheiten war sie ca. 65 bzw. 90 Jahre alt) – vermutlich wegen ihrer inneren Ruhe und Ausstrahlung. Rebekka weckte die Aufmerksamkeit von Abrahams Diener nicht nur wegen ihrer äußeren Schönheit, sondern weil sie alle zehn Kamele tränkte! Sie hatte das Herz einer Dienerin.
Auch Ester muss aus irgendeinem Grund unter all den Schönheiten, die das Reich des Königs Ahasveros zu bieten hatte, aufgefallen sein. Der Hüter der Frauen mochte und begünstigte sie (vgl. Est 2,9). Etwas hatte sie, was die heidnischen Mädchen nicht hatten: Die Furcht des Herrn, die Gelassenheit eines tiefen Gottesvertrauens, die sie befähigte, auch in der haarsträubenden Situation, in der sie sich befand, gefasst zu bleiben. Eine Frau, die nicht auf sich selbst fixiert ist, ist immer schön.
König Salomo, der für die Reize schöner Frauen mehr als zugänglich war, teilt uns seine Erkenntnisse in seiner Sammlung weiser Sprüche mit.
Viele Frauen trugen höchst kunstvolle Frisuren, und die Reichen versuchten natürlich, stets mit der neuesten Mode Schritt zu halten. Der auffällige Schmuck dieser reichen Frauen, mit dem sie die Aufmerksamkeit der Männer auf sich ziehen wollten, wurde in der Literatur und den Reden der Antike wiederholt verurteilt, und so wurde der Apostel hier sicherlich verstanden. (Siehe die Ausführungen zu 1.Tim 2,9-10 .)
Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments
1 Petr 3:4 : In der Gesellschaft der Antike galt ein »sanfter und stiller Geist« als eine der herausragendsten weiblichen Tugenden, und viele Moralisten empfahlen den Frauen, sich lieber in dieser Haltung zu üben, statt sich in die neueste Mode zu kleiden, um die Aufmerksamkeit der Männer auf sich zu ziehen – eine Untugend, die vor allem den adligen Frauen zur Last gelegt wurde, aber natürlich bei allen, die es sich leisten konnten, Nachahmerinnen fand.
Ein heißes Eisen
Bleib in mir 2019
Es ist nicht so ganz einfach, etwas über den „Schmuck der Frau“ zu schreiben. Dennoch greift des Neue Testament dieses Thema auf und deshalb möchte ich versuchen, anhand zweier Verse aus dem ersten Petrusbrief dazu etwas zu schreiben und besonders meinen Glaubensschwestern (aber nicht nur) zum Überdenken vorzulegen.
Petrus schreibt:
„… deren Schmuck nicht der äußere sei durch Flechten der Haare und Umhängen von Goldschmuck oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.“(1 Petrus 3,3.4)
Nicht der äußere Schmuck
Beim Lesen des Verses wird unmittelbar klar, dass es um allgemeine Hinweise geht, die für jede gläubige Frau gültig sind. Sie soll durch ihr Verhalten ein Zeugnis sein und dazu gehört, dass sie nicht durch den äußeren Schmuck glänzt, sondern dass der innere Schmuck des Herzens an ihr gesehen wird. Petrus zeigt zuerst, worin der Schmuck der Frauen nicht bestehen soll. Danach zeigt er die positive Seite, nämlich womit sie sich schmücken sollen.
Es liegt in der Natur der meisten Frauen, dass sie sich gerne schmücken. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange es der richtige Schmuck ist. Die Gefahr besteht allerdings, dass Frauen sich in ihrem Äußeren (ihrem „Outfit“) davon leiten lassen, was in der Welt gerade „in“ ist. Davor werden wir sowohl in unserem Vers als auch in 1 Timotheus 2,9-15 gewarnt. Der entscheidende Punkt ist, dass der Schmuck der Frau nicht durch die äußere Optik bestimmt wird, sondern dass er durch das Innere sichtbar wird. Der geschätzte Ausleger H.L. Heijkoop schreibt: „Wahrer Schmuck ist sittlicher Natur. Äußerlicher Schmuck macht niemanden anziehend vor Gott und ebenso wenig vor Menschen, die nicht bei der Oberfläche stehen bleiben, sondern gewöhnt sind, die Dinge in ihrem sittlichen Charakter zu sehen“. Wie Gott schon im Alten Testament über den nur äußerlich zur Schau gestellten Schmuck und die Kleidung der Frauen denkt, zeigt Jesaja 3,16-25 sehr deutlich.
Keine gesetzlichen Anordnungen
Allerdings dient unser Vers nicht dazu, in einer gesetzlichen Form vorzuschreiben, was Frauen anziehen sollen oder was nicht. Es fällt ohnehin auf, dass das Neue Testament mit „Kleidungsvorschriften“ sehr zurückhaltend ist. Petrus schreibt nicht, dass es generell per Dekret „verboten“ ist, Schmuck zu tragen oder die Haare zu flechten. Wenn man das in diesen Vers hineinlegen möchte, müsste man konsequenterweise ebenfalls dafür plädieren, dass Frauen keine Kleider tragen.
Es geht vielmehr um den Missbrauch des Schmucks und des äußeren Erscheinungsbildes einer Frau, wodurch die Aufmerksamkeit auf die Person gelenkt und so eine Möglichkeit verloren geht, Menschen für Christus zu gewinnen. Eine gläubige Frau, die in erster Linie durch ihr Äußeres auffallen will, unterscheidet sich nicht von den ungläubigen Frauen dieser Welt. Sie pflegt das, was wie „Gras“ ist und bald vergehen wird (s. 1 Petrus 1,24).
Drei konkrete Punkte
Petrus nennt drei Dinge, die den äußeren Schmuck ausmachen und die miteinander verbunden sind. Erstens das Flechten der Haare, zweitens das Umhängen von Goldschmuck und drittens das Anziehen von Kleidern. Jedes Mal benutzt er ein Wort das nur hier im NT vorkommt.
Viele Frauen verbrachten damals sehr viel Zeit damit, sich auf diese Weise zu schmücken. Die Warnung für uns liegt auf der Hand: Eine gläubige Frau soll sich nicht übermäßig mit ihrem Äußeren beschäftigen, um damit die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
• Das Flechten der Haare: Dieses Wort meint nicht das einfache und schlichte Flechten der Haare, sondern die Arbeit eines Haarkünstlers, der für seine Kunst sehr viel Aufwand betrieb und ganze Berge von Flechten zu einem regelrechten „Kunstwerk“ aufhäufte. Es geht ganz sicher nicht um eine schlichte Frisur oder eine normale Haarflechte.
• Das Umhängen von Goldschmuck: Hier wird Bezug auf den damals üblichen Goldschmuck genommen, der an Hals, Knöcheln, Armen oder Fingern getragen wurde. Erneut ist die Warnung klar: Der deutlich sichtbare Goldschmuck lenkt die Blicke auf die Frau und passt nicht zu einem Wandel in Gottesfurcht und Reinheit. Es versteht sich von selbst, dass es nicht nur um Gold, sondern ebenso um andere Materialien geht, aus denen Schmuck hergestellt wird.
• Das Anziehen von Kleidern: Petrus meint natürlich nicht, dass eine Frau keine Kleider (Kleidungsstücke) anziehen soll, sondern dass sie die Kleidung nicht benutzen soll, um damit aufzufallen und zu glänzen. Es geht um die Vielfalt und/oder Kostbarkeit der Kleidungsstücke, die aus Eitelkeit getragen werden.
Alle drei Dinge stehen in Übereinstimmung mit dem, was Paulus schreibt: „Ebenso auch, dass die Frauen sich in bescheidenem Äußeren mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung“ (1 Timotheus 2,9).
Gott sieht auf das Herz
Die Sache ist eigentlich einfach. Unserem Gott kommt es auf das Herz an. Er „sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das Äußere, aber der Herr sieht auf das Herz“ (1 Samuel 16,7). Ihm ist ein reines Herz wichtig (s. Mt 5,8).
Es wäre allerdings fatal, daraus den Rückschluss zu ziehen, das Äußere sei unwichtig. Wenn das Äußere ein Spiegel des Inneren ist, so wird ein Christ für ein ordentliches und anständiges „Outfit“ sorgen und weder durch äußeren Schmuck noch durch nachlässige Kleidung auffallen.
Mit Recht ist das Beispiel einer Uhr benutzt worden. Zwei Dinge sind wichtig, damit eine Uhr ihren eigentlichen Zweck erfüllt und die Zeit anzeigt: Erstens muss das Uhrwerk intakt sein (das Innere) und zweitens müssen die Zeiger da sein (das Äußere). Wenn eins von beidem fehlt, geht die Uhr an ihrer „Bestimmung“ vorbei und zeigt die Uhrzeit nicht an.
Der amerikanische Bibelausleger S. Ridout schrieb schon vor vielen Jahrzehnten: „Die Kleidung einer Christin sollte wie alles andere nicht im Widerspruch zu ihrem himmlischen und abgesonderten Charakter stehen. Gerade die Tatsache, dass wir nicht unter Gesetz sind, sollte uns umso mehr zu einfachem Gehorsam leiten. Andererseits kann man mit Schäbigkeit oder Nachlässigkeit der Kleidung wohl kaum Reklame für die Wahrheit machen“.
„Die Kleidung einer Christin sollte wie alles andere nicht im Widerspruch zu ihrem himmlischen und abgesonderten Charakter stehen.“
Das Partizip, das im Deutschen mit „sollt ihr (euch) unterordnen“ (hypotassomenai, wörtlich „sich unterwerfen“) übersetzt ist, hat das Gepräge eines Befehls (vgl. 1 Petrus 2,18). Dieses Gebot schreibt den Frauen vor, ihren Männern unbedingt gehorsam zu sein (vgl. Eph 5,22; Kol 3,18). Es beschränkt die Subordination der Frauen allerdings auf den Bereich des Hauses, da es nur den Ehemännern gegenübergilt. Gott hat sie als „Häupter“ der Familie eingesetzt, deren Autorität die Frauen akzeptieren sollen. Von der Frau wird erwartet, daß sie ihren Platz in der Familienhierarchie ausfüllt. Die Frauen sollen sich ihren Ehemännern auch dann unterwerfen, wenn diese Ungläubige sind, damit sie durch das Leben ihrer Frauen ohne Worte für den Glauben gewonnen werden. Die überzeugende Reinheit einer gottesfürchtigen Frau wird selbst einen völlig uneinsichtigen Mann mit der Zeit beeindrucken (vgl. Tit 2,5).
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Eine Frau, die einen solchen Sieg erringt, hat eine herzbezwingende Liebenswürdigkeit, die nicht von äußerem Schmuck, sondern aus dem unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes (vgl. 1Tim 2,9-11 ) kommt. Dieser Schmuck des Geistes ist köstlich vor Gott. Während die Welt kostbare Gewänder und Juwelen liebt, ist in Gottes Augen eine Frau von sanftem und stillem Gemüt „köstlich“. Petrus wollte damit nicht sagen, daß Frauen keinen Schmuck oder schöne Kleider tragen sollen, sondern daß eine Christin nicht in äußeren Dingen die Quelle wahrer Schönheit suchen soll.
Als Nächstes spricht Petrus in den Versen 3-4 die Ausgewogenheit zwischen äußerem und innerem Schmuck an. In Vers 3 weist er die Frauen bezüglich des äußerlichen Schmuckes an. Das hier gebrauchte griechische Wort für Schmuck ist Kosmos; davon stammt auch das Wort Kosmetik ab. Das griechische Wort bezieht sich normalerweise auf das geordnete Weltsystem unter Satans Herrschaft. In diesem Fall jedoch spricht Petrus das geordnete System an, von dem eine Frau Gebrauch macht, um äußerlich schön zu wirken. Er zählt drei Formen des äußeren Schmucks auf: (1) Flechten der Haare; im Neuen Testament finden wir das griechische Wort für flechten nur in diesem Vers. In der griechischen Welt wurde es jedoch für die komplette Arbeit eines Haarkünstlers gebraucht. (2) Umhängen von Gold; das bezieht sich auf den Goldschmuck, der um den Hals, an Fußknöcheln, Armen oder Fingern getragen wird. (3) Anziehen von Kleidern; das griechische Wort für anziehen wird nur in diesem Vers gebraucht; es bezieht sich auf die Vielfalt von Kleidern, die gelegentlich aus Eitelkeit getragen wurden. Dieser Vers wird manchmal als Grundlage für die Lehre gebraucht, weibliche Gläubige sollten weder ihr Haar flechten noch Schmuck tragen. Wäre das Petrus’ Absicht, müsste man folgern, dass diese Frauen sich auch überhaupt nicht kleiden sollen; schließlich nennt Petrus auch das Anziehen von Kleidern. Aber alle drei Aussagen müssen in ihrem eigenen Umfeld betrachtet werden. Petrus verurteilt keineswegs äußeren Schmuck. Es geht ihm darum, dass äußerlicher Schmuck nicht im Zentrum stehen sollte; er sollte nicht aus Eitelkeit getragen werden. In Vers 4 weist Petrus vielmehr darauf hin, dass äußerer Schmuck mit dem inneren vereint werden soll, da äußerlicher Schmuck immer vergänglich ist. Irgendwann verblasst die Schönheit aufgrund des Alters. Gold und Silber beschlägt. Kleidung trägt sich langsam ab. Die vorrangige Entwicklung für die gläubigen Frauen sollte der verborgene Mensch des Herzens sein. Als Gegensatz zu äußerlichem Schmuck sollten Ehefrauen den inneren Schmuck entwickeln. Der verborgene Mensch des Herzens bezeichnet »das wiedergeborene Wesen«. Es ist der unvergängliche Schmuck des sanften und stillen Geistes. Das Wort unvergänglich bedeutet, dass etwas »unzerstörbar« ist; und hier bezieht sich Petrus auf die unzerstörbare Qualität des inneren Lebens. Das Wort sanft betont die Art und Weise der Unterordnung. Ehefrauen sollten sich in Sanftheit unterordnen und dabei stets rücksichtsvoll sein. Das Wort still betont die Haltung gegenüber den Ehemännern und dem Leben im Allgemeinen. Es bezieht sich auf eine ruhige Haltung im Gegensatz zu einem lärmenden, lauten Betragen. Das Wort Geist bezieht sich nicht auf den Heiligen Geist, sondern auf den neu geborenen menschlichen Geist. Es ist der Geist, den gläubige Ehefrauen entwickeln sollen. An äußerem Schmuck ist nichts Falsches; aber der Hauptschwerpunkt soll die Entwicklung des inneren Schmuckes sein, der vor Gott von hohem Preis ist. Der sanfte und stille Geist in diesem Vers ist vor Gott von unschätzbarem Wert. Das Wort von hohem Preis bedeutet, dass etwas teuer ist. Die Entwicklung des inneren Menschen zu einem stillen und sanften Betragen ist der teuerste Edelstein, den Frauen erwerben können. Dieser sanfte und stille Geist soll ihr Zentrum sein.
Arnold Fruchtenbaum – Die Petrusbriefe
Die Frau sollte jedoch nicht die Anziehungskraft ihres natürlichen Charmes mit der innerlichen Schönheit ihres Herzens vertauschen, um damit ihren Ehemann für den Herrn zu gewinnen. Einige der Leser dieses Briefes waren offensichtlich nicht arm; sie besaßen Schmuck und Gold. Hier stehen drei Verben von ziemlicher Bedeutung: „flechten“, „umhängen“, „anziehen“. Diese „sollen die Vorstellung arbeits- und zeit- intensiver Prozesse vermitteln, bei denen viel Zeit verschwendet wird“ (Bengel). Es ist eben diese übermäßige Beschäftigung mit den Äußeren, verbunden mit extravagantem Schmuck als Mittel, um die Aufmerksamkeit zu erregen, gegen die sich diese Ermahnung wendet.
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Einige Sekten haben diesen Vers mißbraucht, um den Stil der Kleidung der Frau in gesetzlicher Weise vorzuschreiben. Petrus verbietet hier nicht „irgendeinen oder jeden Schmuck“, sondern stellt einen Vergleich hinsichtlich der Werte eines äußerlichen Schmucks und des inneren Schmucks dar, nämlich den eines sanften und stillen Geistes als eines Mittels, um andere für Christus zu gewinnen. Je mehr von diesem inneren Schmuck hervorleuchtet, desto weniger Zeit, Mühe und Kosten werden auf äußeren Schmuck verwendet. Die höchst wirksame und am längsten währende Kosmetik wird in Ps 149,4 beschrieben: „Er schmückt die Demütigen mit Heil“.
„Die Kleidung einer Christin sollte wie alles andere nicht im Widerspruch mit ihrem himmlischen und abgesonderten Charakter stehen. Gerade die Tatsache, daß wir nicht unter dem Gesetz sind, sollte uns um so mehr zu einfachem Gehorsam leiten. Andererseits kann man mit Schäbigkeit oder Nachlässigkeit in der Kleidung wohl kaum Reklame für die Wahrheit machen“ (S.Ridout).
Jugend und das zarte Rot der natürlichen Schönheit verblassen mit zunehmenden Jahren. Die Schönheit des Charakters wird lieblicher und anziehender. Sie ist „nicht verweslich“. In der Sicht Gottes ist der innere Wert ein „sehr köstlicher Schmuck“. Das hier verwendete Wort ist dasselbe wie in Mk 14,3 ,nämlich „kostbar“. Petrus wird dieses Ereignis und die damit verbundene Lektion wohl nicht vergessen haben, daß nämlich der Herr andere Wertvorstellungen hat als der Mensch (Vgl. die 21 Schmuckstücke in Jes 3,18-23 mit den dreien in 1Mo 24,22).
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