Kategorie: Allgemein

Durch ihn haben wir den PIN-Code für das Türschloss zum Himmel

durch welchen wir mittelst des Glaubens auch Zugang haben (Eig erhalten haben (und noch besitzen)) zu dieser Gnade, (O. Gunst) in welcher wir stehen, und rühmen uns in der (O. auf Grund der, über die) Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.
Elberfelder 1871 – Römer 5,2

Er öffnete uns den Weg des Vertrauens und damit den Zugang zur Gnade Gottes, in der wir jetzt festen Stand gewonnen haben. Nun haben wir Grund, uns zu rühmen, weil wir die gewisse Hoffnung haben, dass Gott uns an seiner Herrlichkeit teilnehmen lässt.
Gute Nachricht Bibel 2018 – Römer 5:2

durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll.
Luther Studienbibel – Röm 5,2

Durch ihn haben wir freien Zugang zu der Gnade bekommen, die jetzt die Grundlage unseres Lebens ist, und im Glauben nehmen wir das auch in Anspruch. Darüber hinaus haben wir eine Hoffnung, die uns mit Freude und Stolz erfüllt: Wir werden einmal an Gottes Herrlichkeit teilhaben.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Röm 5:2

Durch ihn haben wir aufgrund unseres Vertrauens jetzt auch freien Zugang zu dieser Erfahrung der Gnade Gottes. In ihr stehen wir fest und verlassen uns voller Stolz auf die Hoffnung auf Gottes wunderbare Herrlichkeit.
Roland Werner – Das Buch – 2009 – Römer 5,2

über Ihn haben wir auch schon im Glauben Zugang zu dieser Gnade erhalten, durch die wir standhaft sind, und so sind wir stolz auf eine Erwartung von Gottes Herrlichkeit.
Andreas Eichberger – Gottes Agenda – Römer 5:2

(erstes) auch. προσ-αγωγή Zugang, Zutritt. ἐ-σχήκαμεν Pf. ἔχω; wir haben (bleibend; vgl. A231,1) erlangt/erhalten. τῇ πίστει dat. causae (A177) auf Grund des Glaubens. ἑστήκαμεν Pf. ἵσταμαι; ἐν ᾗ ἑστήκαμεν in der wir (jetzt) stehen, die jetzt unser Leben bestimmt (GN). καυχάομαι intr. sich rühmen ἐν einer Sache, hier ἐπί wegen/auf Grund von. τῆς δόξης gen. obi. (A158). τοῦ θεοῦ gen. auctoris (A153); vgl. 3,23 (die Herrlichkeit, die dem Sünder fehlt) u. 8,17f.21.30 (die ihm verheißen ist); ἐπʼ ἐλπίδι τῆς δόξης τοῦ θεοῦ wegen/auf Grund der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes (die Gott gibt).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Außerdem haben wir »Zugang« zu einer unbeschreiblichen Vorrechtsstellung vor Gott. Wir sind in dem Geliebten angenommen, deshalb stehen wir Gott so nahe und werden von ihm wie sein eigener Sohn geliebt. Der Vater streckt auch uns das goldene Zepter entgegen (als Zeichen der Wohlannehmlichkeit, Anm. d. Übers.) und heißt uns als Kinder, nicht als Fremde, willkommen. »Diese Gnade« bzw. diese Gnadenstellung umfasst jeden Aspekt, wenn es um uns als diejenigen geht, die von Gott herzugerufen worden sind. Es ist eine Stellung, die so vollkommen und dauerhaft ist, wie die Position Christi, weil wir in Christus sind.
Als ob das nicht genug wäre, »rühmen« wir uns auch »in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes«. Das bedeutet, dass wir freudig der Zeit entgegensehen, wenn wir nicht nur die ganze Herrlichkeit Gottes sehen, sondern selbst auch in Herrlichkeit dargestellt werden (s. Joh 17,22; Kol 3,4). Wir können die volle Bedeutung dieser Hoffnung hier auf Erden nicht erfassen, auch werden wir das Staunen darüber in alle Ewigkeit nicht verlernen.

MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament

Komisch, für den letzte Satz finde ich keine Bibelstelle 🙂

Für den, der auf dem Rechtsgrund des Todes Christi glaubend Fuß fasste, entfaltet sich Heil. Nunmehr gerechtgesprochen aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott. Bei »Friede«, biblisch gedacht, geht es immer ums Ganze und Umfassende. Der gerechtsprechende Gott tut nichts Halbes. Alles kommt in Ordnung. Das erfahren wir nicht durch das, was wir sind und haben, sondern durch unsern Herrn Jesus Christus als einen Raum der Gnade, in dem wir stehen. Dieser Raum ist nicht von allen Seiten lässig zu betreten, sondern hat einen bestimmten Zugang, wie z.B. einst der Tempelbezirk in Jerusalem. Dessen Tore trugen den Namen »Tore der Gerechtigkeit« (Ps 118,19–20; Jes 29,2); nur Gerechte durften nahen. So stockte der festliche Pilgerzug vor dem Tor und stellte sich der Überprüfung durch den Priester (Ps 15; 24). Nur wer als gerecht erfunden wurde, erhielt Einlass zum Raum göttlicher Gegenwart. Im Rahmen dieser Vorstellung sah die Urchristenheit auch ihre Gerechtsprechung durch Christus. Er führt hinein zu Gott, ja istb in Person unser Zugang zum Stand in der Gnade. Dass Christus hier als Herr bezeichnet wird, lenkt den Blick speziell auf den Erhöhten. Er war nicht nur unser Friede am Kreuz, sondern tritt auch gegenwärtig und bis hin ins Endgericht als unser Bürge vor Gott hin und bewahrt uns den Frieden Gottes (4,25; 8,34). Das alles gilt selbstverständlich im Glauben, wie Paulus in V. 1 und 2 noch einmal als unverlierbare Voraussetzung einschiebt.
Jedem Menschen droht das Misslingen seines Lebens. Die Glaubenden aber erfüllt Zuversicht: und rühmen uns der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. Schon zu 3,27 wurde dargelegt, dass die Bibel solches Sich-Rühmen nicht einfach als Angeberei abtut. Es ist notwendiges Merkmal menschlichen Daseins. Nicht der geknickte, sondern der strahlende Mensch, der zu siegen weiß und einmal tatsächlich sieggekrönt dastehen soll (8,37), ist Gottes Ziel. Wie wird der Mensch Sieger? Er strahlt, wenn Gott strahlt. Wenn einmal »das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit« endgültig Gottes sein wird, wird das auch die Mitverherrlichung aller sein, die in Christus sind (8,17.30; Phil 3,21).

Adolf Pohl – Wuppertaler Studienbibel

Darum ist unser Friede mit Gott ganz und gar die Gabe Jesu. 5,2a: Durch den wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade erlangt haben, durch die wir stehen. Mit der Sendung Jesu in die Welt und seiner Erhöhung aus dem Tod in die Herrlichkeit ist noch nicht alles getan, was zu unserer Rettung geschehen muß. Es müssen uns weiter die Wege geöffnet werden zu Christus bin, so daß wir die Gnade hören, merken und fassen können. Durch die Verkündigung des Evangeliums, durch den Dienst der Apostel, durch die Arbeit der Kirche, im Zusammenwirken innerer und äußerer Erlebnisse und Führungen werden wir hinzugeleitet zur Gnade, die uns im Christus bereitet ist. Auch diese Hinzuführung ist sein Werk. Sie bildet die Fortsetzung seiner Arbeit auf Erden, die immer wiederholte Erneuerung seines Rufs: Kommt her zu mir alle, den er nun als der Verherrlichte ins Werk setzt mit einer die Welt umfassenden Tätigkeit. Dadurch verschafft er uns die Aufrichtung aus unserem Fall und die Bewahrung vor dem uns verderbenden Sturz; nun stehen wir.
Deshalb geht uns der Mund auf zum freudigen Ruhm. 5,2b–5: und wir rühmen uns wegen der Hoffnung auf Gottes Herrlichkeit; aber nicht bloß das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, da wir wissen, daß die Bedrängnis Standhaftigkeit zustande bringt, die Standhaftigkeit aber Bewährtheit, die Bewährtheit aber Hoffnung; die Hoffnung aber beschämt nicht, weil Gottes Liebe in unsere Herzen durch den heiligen Geist ausgegossen ist, der uns gegeben ist. Wir rühmen uns der Gerechtigkeit, darum aber auch der Herrlichkeit Gottes. Was die Lebensfülle Gottes bildet, das läßt Paulus unzerteilt. Wo Gerechtigkeit ist, da ist Herrlichkeit. Wird die Gerechtigkeit für uns wirksam zur Rechtfertigung, so steigt auch die Herrlichkeit zu uns herab uns zur Verherrlichung. So erlebt es schon der Sünder, daß er um seiner Ungerechtigkeit willen auch der Herrlichkeit verlustig geht, vgl. 3,23. So sehen wir es an Christus, den die Gerechtigkeit Gottes in den Tod gegeben und darum die Herrlichkeit Gottes auferweckt hat, vgl. 6,4. So handelt Gott auch an uns, den Glaubenden, als der Einige und Unteilbare, der seine Herrlichkeit nicht vergißt, wenn er sich zu uns kehrt, sondern uns in sie kleidet, daß wir ein Abglanz und Abbild werden seiner Herrlichkeit. Daß wir ungeteilt lassen, was Gottes ist, in der Gewißheit, daß wir Jesu wegen den ganzen Gott für uns haben, das eben ist des Glaubens Art.
Dies ist Hoffnung, vorerst noch nicht mehr. Denn Christus kam zwar als der Diener der göttlichen Gerechtigkeit, aber noch nicht als der Bringer der göttlichen Herrlichkeit. Darauf warten wir. Aber schon dies ist ein großer Gewinn, daß wir nun hoffen lernen. Solange wir fern von Gott sind, wissen wir gar nicht, was hoffen heißt. Wir hegen wohl beständig Bilder und Träume von Glück und Lust in uns; aber sie haben stets den inneren Zeugen wider sich, der sie als Traum kennzeichnet und unsere Erwartungen widerlegt. Und die wahrhaftigen Güter schauen uns, ehe der Glaube erwacht, leer und frostig an; sie erwecken unser Verlangen nicht. Erst glaube; dann wirst du sehen, was hoffen heißt, eine Hoffnung, deren man sich rühmt, weil sie eine lebendige und wahrhaftige Hoffnung ist.
Die Gegenwart unseres Lebens steht freilich oft genug zu unserer Hoffnung in hartem Widerstreit. Not bedrängt uns, nicht nur die natürlichen Schmerzen des leiblichen Lebens, sondern noch mehr der Druck, den die Menschen auf uns legen, die sich der Botschaft Jesu widersetzen und alles, was sie an Gott erinnert, mit Leidenschaft bekämpfen, weshalb aus dem Dienst der Christenheit ein sie aufreibender Kampf entsteht. Paulus kannte ja diese Trübsal aus besonders reichlicher Erfahrung; sein Christenleben war ein beständiger Leidenslauf. Aber auch das erschüttert unsere Hoffnung nicht, sondern befestigt sie. Je mehr Druck, desto mehr Tragkraft; denn unter der Last erstarkt die Kraft. Je mehr ausharrende, tragende Geduld, desto mehr Erprobung; da bewährt sich unser Glaube, daß er nicht Einbildung und Phantasterei ist, sondern ein ernsthaftes Halten und Hängen an Gott. Je mehr Erprobung, desto mehr Hoffnung; sie gibt uns das gute Gewissen zu Gott, das freudige Bewußtsein, daß wir in Aufrichtigkeit mit entschlossenem Willen auf seinem Weg wandeln und seine Hilfe suchen dürfen. Und die Hoffnung bereitet uns keine Enttäuschung. Daß wir umsonst auf Gott hoffen, wenn wir nur wirklich auf ihn hoffen, das ist eine Unmöglichkeit; denn Gott verleugnet sich nicht, und seine Güte bleibt ewig in ihm. So kommt Paulus zu dem Resultat: je mehr Leiden, desto mehr Hoffnung und desto mehr Erfüllung der Hoffnung. Die Trübsal kann allerdings auch die entgegengesetzte Wirkung haben, daß sie Ungeduld wirkt, und die Ungeduld führt nicht zur Bewährung, sondern zum Fall, und der Fall nicht zur Hoffnung, sondern zur Furcht, und die Hoffnungen, die wir uns dennoch einbilden, werden zu Schanden, und die schlimme Ahnung unserer Furcht behält recht. Ob unser Kampf mit der Welt für uns zum Anfang der einen oder anderen Kette von Erlebnissen wird, hängt davon ab, ob wir im Glauben an Christus stehen oder nicht. Für den Glaubenden tritt das Leiden unter die Mittel, die ihm seine Hoffnung kräftigen und dadurch deren Erfüllung herbeiführen. Und darum stellt der Apostel auch die Bitterkeiten, die uns die Menschen bereiten, unter die Dinge, deren wir uns rühmen und freuen, und darin, daß wir auch zum Leiden willig und freudig werden und im Blick auf den Ausgang zu sprechen vermögen: Ich will, Herr, mit dir leiden, bewähren wir, daß unser Streit mit Gott zu Ende ist und wir den Frieden mit ihm haben.

Schlatters Erlӓuterungen zum Neuen Testament

Das zweite Ergebnis ist in Vers 2a zu sehen: Durch ihn haben wir auch den Zugang zu dieser Gnade, in der wir stehen, durch den Glauben. Als Folge der Rechtfertigung erhält der Gläubige Zugang zu Gottes Gnade. Dies ist Teil von Paulus‘ Lehre über die Wahrheit der Stellung. Alle Gläubigen sind im Messias. Sie stehen in Gottes Gnade und haben daher Zugang zu seiner Gnade. Ihr geistliches Leben hängt davon ab, wie sie diesen Zugang nutzen. In Hebräer 4,14-16 lehrt der Verfasser, dass diejenigen, die im geistlichen Leben versagen, dies nur tun, weil sie sich die ihnen zur Verfügung stehende Gnade nicht zu eigen machen:
14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jeschua, den Sohn Gottes, lasst uns an unserem Bekenntnis festhalten. 15 Denn wir haben keinen Hohenpriester, der nicht mit unseren Schwächen fühlen kann, sondern einen, der in allen Stücken versucht worden ist wie wir, aber ohne Sünde. 16 Darum lasst uns mit Freimut zum Thron der Gnade treten, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, die uns hilft, wenn wir in Not sind.

Kein Gläubiger stolpert jemals im geistlichen Leben aufgrund von Umständen, die er nicht beeinflussen kann. Unabhängig von der Situation, in der er sich befindet, steht ihm genügend Gnade von Gott zur Verfügung. Allerdings muss er sich diese Gnade aneignen. Da er im Messias steht und Zugang zu Gottes Gnade hat, muss er sie auch nutzen.

Das dritte Ergebnis wird in Vers 2b beschrieben: und wir freuen uns in der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Die Gläubigen haben die sichere Hoffnung auf ihre kommende Herrlichkeit. Dies ist der zukünftige Aspekt der Erlösung (Röm. 8:17), denn die Verherrlichung wird das Endprodukt der Heiligung der Gläubigen sein (Röm. 8:29-30). Da die Rechtfertigung bereits vollzogen ist und die Heiligung im Laufe des Lebens des Gläubigen fortgesetzt wird, ist ihm auch die Verherrlichung sicher. Die Gläubigen werden Gottes Herrlichkeit nicht nur sehen, sondern laut Kolosser 3:4 auch in sie eingehen: Wenn der Messias, der unser Leben ist, offenbart wird, dann werdet auch ihr mit ihm in Herrlichkeit offenbart werden.

Arnold G. Fruchtenbaum – Ariel’s Bibelkommentar: Römer

Nachdem Paulus klargemacht hat, daß Frieden mit Gott eine Segnung ist, die den Gerechtfertigten zu eigen ist, führt er nun den Gedanken ein, daß wir »Zugang haben zu dieser Gnade, in der wir stehen«. Auch diese Segnung kommt durch Jesus Christus. Der Ausdruck steht eigentlich im Perfekt, »wir haben Zugang erhalten«, was darauf hindeutet, daß der Zugang geöffnet wurde, als die Rechtfertigung stattfand, und daß er bis jetzt fortbesteht (siehe Fußnote Elberf). Das Wort für »Zugang« ( prosagôgê ) wird in Epheser 2,18 für den Zugang zum Vater gebraucht: »Denn durch ihn haben wir beide den Zugang durch einen Geist zu dem Vater.« Hier betrifft der Gedanke jedoch mehr den Zugang zur Gnade der Rechtfertigung, wie in 3,24 : »… und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist.« Es kann jedoch auch die grenzenlose Gnade Gottes bedeuten, die sich zu denen erstreckt, die gerechtfertigt werden. Da der Zugang jedoch durch den Herrn Jesus Christus eröffnet ist, gibt es eindeutig auch eine Einführung in die kostenlose Gunst Gottes, die ein dauerhafter Zustand ist.
    Der Apostel betont wiederum, daß dieser Segen nicht verdient wurde; der Zugang wurde durch Glauben erhalten. In einigen Manuskripten fehlt »Glauben«, doch da das Thema mit »gerechtfertigt aus Glauben« (V. 1) verbunden ist, ist dieses Prinzip bereits unumstößlich aufgestellt. Die unverdiente Gunst Gottes ist eine dauerhafte Position. Die Gerechtfertigten sind sicher und können unmöglich von den Segnungen getrennt werden. Wenn Christus für unsere Übertretungen dahingegeben und zu unserer Rechtfertigung auferweckt wurde, ist unsere Stellung vor Gott unantastbar. Nichts kann den Gläubigen von dem trennen, was durch das Werk Christi gewonnen wurde.
    Das »Rühmen« kann hier auf zweierlei Weisen verstanden werden. Entweder heißt es »laßt uns rühmen« (Albrecht) oder »wir rühmen uns« (Elberf u.a.). Der griechische Grundtext kann beides bedeuten. Wiederum ist es die Frage, ob wir es mit einer Ermahnung (»laßt uns rühmen«) oder einer Darlegung (»wir rühmen uns«) zu tun haben. Wie dem auch sei, bezieht sich das Rühmen jedenfalls auf »in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes«. Die Hoffnung ist hier die volle Gewißheit der Freude an der künftigen Offenbarung der Attribute und Charakterzüge Gottes.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Wir können mit den üblichen Übersetzungen sagen »Frieden mit Gott« oder nach wörtlicher Übersetzung »zu« Gott, προς τον θεον, pros ton theon, wie in 4,2 (wo es heißt, Abraham habe nichts zu rühmen »vor Gott«, eigentlich »zu Gott hin« [wie in Joh 1,1: »das Wort war zu Gott hin«, pros ton theon]). Das bedeutet: Paulus spricht hier nicht von einem inneren Frieden, von Frieden in der Seele, sondern von einem Frieden, der sich aus der rechten Beziehung zu Gott ergibt. Wir dürfen das nicht verwechseln mit dem »Frieden Gottes«, von dem Paulus in Phil 4,7 spricht. Der Friede mit Gott meint eine ganz neue Beziehung, in die wir getreten sind. Gott ist nicht mehr der Richter, der uns zürnt, wir sind nicht mehr seine Feinde; wir »[haben] die Versöhnung empfangen« (V. 11). Das ist eine objektive, unveränderliche Tatsache. Wir sind durch die Rechtfertigung in diese neue Stellung hineinversetzt. Der Friede Gottes hingegen, der unsere Herzen bewahren soll, bezieht sich auf unseren Zustand, auf etwas Subjektives, das sich ändert je nach unserer gerade gelebten Abhängigkeit von Gott.
»durch unseren Herrn Jesus Christus«: Gott hat uns gerechtfertigt; er tat es, indem er seinen Sohn zum Sühneort machte durch den Glauben an sein Blut (3,25). Alles kommt von Gott dem Vater, alles ist durch Gott den Sohn. Aus mir heraus und durch mein eigenes Tun kann ich nie zum Frieden mit Gott gelangen. Ich kann mich nicht selbst gerecht machen; einzig durch Glauben an das stellvertretende Sterben Jesu Christi werde ich gerecht vor Gott. So habe ich durch den Herrn Jesus Christus Frieden mit Gott.
Das ist unser von Gott gegebener Stand. Aber das ist nicht alles. Wir haben »auch Zugang … zu dieser Gnade, in der wir stehen«, d. h. zu allem, was uns in Gnade bereitet und geschenkt ist. Mit »Gnade« ist das Stichwort gegeben, welches das ganze Kapitel 5 dominiert (V. 15–17.20–21). In dieser Gnade stehen wir; denn was Gott sich in seiner Gnade vorgesetzt, uns geschenkt und an uns gewirkt hat, ist so fest und unwandelbar wie Gott selbst. Zu dieser Gnade gehört, dass wir Zugang haben zu Gott. Wir dürfen ihm mit Zuversicht nahen, denn unsere Sünden stehen nicht mehr zwischen Gott und uns; wir sind gereinigt vom bösen Gewissen (Hebr 10,22), es klagt uns nicht mehr an.
Das Wort »Zugang«, προσαγωγη, prosagōgē, steht auch in Eph 2,18: »Durch ihn haben wir beide den Zugang durch einen Geist zu dem Vater«, und dann nur noch in Eph 3,12. Durch den Geist können wir Gott dem Vater freimütig nahen, da wir wissen und auch empfinden, dass wir als seine Kinder von ihm geliebt sind. Darum brauchen wir um nichts besorgt zu sein, sondern wir bringen unsere Anliegen mit Gebet und Danksagung vor Gott, und »der Friede Gottes« bewahrt unser Herz und unseren Sinn (Phil 4,6–7). Gottes Thron ist uns nicht mehr ein Thron des Gerichts (siehe Ps 97,2–3; Offb 20,11–12), sondern ein Thron der Gnade (Hebr 4,16). In seiner ganzen Macht – dafür steht der Thron – ist Gott für uns. Darum finden wir vor ihm stets die Hilfe, die wir benötigen. Wie wunderbar!
Da Gott selbst uns gerecht gesprochen und der Sohn Gottes unsere Gerechtigkeit gewirkt hat, ist das Heil sicher. Wir stehen nunmehr in der Gnade, nicht mehr unter Gottes gerechtem Zorn; wir sind nicht mehr unter der Gewalt der Sünde und des Todes, sondern wir haben als Gerechtfertigte Leben, und dieses Leben findet seinen höchsten Ausdruck und seine letzte Verwirklichung in der »Herrlichkeit Gottes«, in der Teilhabe am Wesen Gottes selbst. Mit der Sünde hatten wir die Herrlichkeit Gottes verloren (3,23); mit der Befreiung von der Schuld und Macht der Sünde, wird uns die Herrlichkeit wieder gegeben. Da wir nun den Zugang haben zur Gnade und damit zu allem, was uns der Vater in Christus bereitet und mit der Gabe des Sohnes geschenkt hat (8,32), sind wir der Vollendung des Heils so gewiss, dass wir »[uns] rühmen … der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes«.
Da wir als Gerechtfertigte noch in dieser Welt sind und einen langen Weg vor uns haben, bis wir beim Herrn in der Herrlichkeit sind, spricht Paulus von der Hoffnung der Herrlichkeit. Hoffnung steht in der Bibel für die Gewissheit zukünftiger Segnungen. Diese sind gewiss, doch sie sind noch nicht eingetreten; wir sehen sie noch nicht, darum hoffen wir noch (siehe 8,24–25), und während wir in der Hoffnung ausharren, rühmen wir uns bereits der kommenden Herrlichkeit.
Rühmt man sich eines noch unsicheren Besitzes? Paulus zeigt schon im ersten Satz dieser drei Kapitel, dass die Rechtfertigung unfehlbar zur Verherrlichung führt, indem er Rechtfertigung und Verherrlichung direkt miteinander verbindet. Wir sind jetzt gerechtfertigt; wir haben daher jetzt Frieden mit Gott, und wir rühmen uns jetzt der Hoffnung der Herrlichkeit. In den abschließenden Versen von Teil 3 verbindet Paulus Rechtfertigung und Verherrlichung noch einmal. In 8,30 lesen wir: »Welche er … zuvorbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; welche er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht« (8,30). Gott hat die Rechtfertigung und die Verherrlichung unauflösbar miteinander verbunden. Man kann nicht durch Gott gerechtfertigt sein, ohne auch durch ihn verherrlicht zu sein. Darum sagt Paulus in Röm 8,30: Gott hat uns bereits verherrlicht, obwohl es in unserer Erfahrung noch nicht geschehen ist.

Benedikt Peters – Der Brief an die Römer

Jesus Christus hat Frieden gemacht zwischen Gott und uns Menschen – wir wollen bei uns und wir bleiben, denn auch wir heute, die wir glauben, sind in dieses gewaltige Geschehen mit hineingenommen; damit haben „wir im Glauben“, in dieser neuen Atemluft der Freiheit der vertrauenden Kinder, „Zugang“. Hinter diesem Begriff steht ein ganz konkreter Vorgang, nämlich ursprünglich die Erlaubnis, den Tempel zu betreten. Zuerst aber mussten bestimmte Bedingungen der Reinheit und der Sühne erfüllt sein. Durch Jesus ist der „Eintritt“ zur „Gnade“ Gottes geöffnet, ohne alle menschlichen Reinheits – und Sühnebedingungen. Der Glaube genügt. „Gnade“ ist der neue Lebensboden, der Gnadenstand, in dem „wir stehen“. Das „Haben“ als Empfangen vollzieht sich in einem „Stehen“, in einem ständigen Erleben des Handelns Gottes an uns. Es ist nicht nur Friede gemacht, sondern wir leben unter den täglichen Gnadenerweisen Gottes. Als solch Begnadete „rühmen“ wir uns. Das ist etwas ganz anderes als der hohle Selbstruhm des Unversöhnten (vgl. Röm 2,17); es ist das Dankgebet der Gemeinde, die ihrem Herrn zujubelt (vgl. Lk 1,46f.; Lk 10,21). Wir rühmen nicht uns, sondern unser Jubel ist Erwartungsjubel, Hoffnungsruf „der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird“. „Nun“, im Erleben der Gnade Gottes, ist das Angeld der vollen Herrlichkeit Gottes. Luthers Beifügung „die Gott geben wird“, ist so im Griechischen nicht da, trifft aber inhaltlich. Nur wollen wir „Herrlichkeit“ nicht vorschnell auf uns eingrenzen. Es geht zunächst um die Herrlichkeit Gottes, um seine Ehre, die hervortritt, um seine Herrschaft. Das aber ist die Vollendung der Heilsgabe, dass wir teilhaben werden an der Herrlichkeit Gottes. Das ist das Ziel meines Glaubens, nicht zuerst dass ich selig werde – das auch -, sondern dass Gottes Herrlichkeit offenbart wird, und danach auch an mir.

Gerhard Maier – Edition C

Wir haben durch Glauben Zugang zu Seiner Gnade (Römer 5,2a): Der Vorhang, der die Menschen im Alten Testament von der Gegenwart Gottes trennte, ist weg. Matthäus berichtet: “Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus” (Römer 27,51). Das Wort “Zugang” beinhaltet die Idee “Eingang zum König durch die Gunst eines anderen”. Als Kinder des Königs, können wir jederzeit zu unserem Vater und zu Seiner Gnade kommen. „Gnade ist hier ein bleibendes, sich fortsetzendes Handeln Gottes am Menschen.
Wenn man vom ‚Gnadenstand’ spricht, dann darf man nicht vergessen, dass Gott Herr der Gnade bleibt; es kommt in ihm zum Ausdruck, dass der Mensch einen ‚festen Stand erhält’“.
 Wir rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit (Römer 5,2b): Das Wort “Ruhm” spielt eine interessante Rolle in Römerbrief (siehe 2,17.23; 5,2.3. und 11). In 2,23 sagt Paulus: “Du rühmst dich des Gesetzes, und schändest Gott durch Übertretung des Gesetzes?“.
Jetzt erreichen wir in Christus das Ziel, das Gott mit uns bei der Schöpfung hatte. Wir haben nur in Christus Grund zum Ruhm. Mac-Donald schreibt: “Das bedeutet, dass wir freudig der Zeit entgegensehen, wenn wir nicht nur die ganze Herrlichkeit Gottes sehen werden, sondern selbst auch in Herrlichkeit dargestellt werden“. In bezug auf diese Herrlichkeit schreibt Paulus etwas später in diesem Brief: „Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll“.
„Wen eine solche Zukunft erwartet, der hat wahrhaftig Grund zur Freude und zum Stolz“.

Paul W. Timblin – Der Römerbrief

Alle Christen werden also an diesem „Ergebnis“ teilhaben! Wir werden alle das Ziel erreichen, dass Jehovah bei der Schöpfung im Sinn hatte: hier auf der Erde! Wir werden den wiederkommenden Christus direkt sehen und sprechen können! Was für eine Hoffnung! Nichts wird uns von IHM trennen!

„Fürsten werden nach Recht herrschen“

An deiner Väter Statt werden deine Söhne sein; zu Fürsten wirst du sie einsetzen im ganzen Lande (O. auf der ganzen Erde)
Elberfelder 1871 – Psalm 45,17

An deiner Väter Statt
werden dir Söhne sein,
zu Fürsten wirst du sie setzen
in allem Land. –
Buber & Rosenzweig – Psalm 45:17

An die Stelle deiner Väter werden deine Söhne treten, du wirst sie zu Fürsten machen im ganzen Land.
Die Philippson-Bibel – Ps 45,17

Anstelle deiner Väter sind dir Söhne ( dir Söhne: Einige Hss. (darunter Luk) haben – entsprechend dem MT – deine Söhne. Aufgrund des Kontextes sind die »Söhne« wohl wörtlich zu verstehen; möglich wäre sonst auch die freiere Übs. Kinder. ) geboren worden;
du wirst sie einsetzen als Herrscher über die ganze Erde ( über die ganze Erde: oder über das ganze Land. ) .
Septuaginta Deutsch – Ps 44,17

Ein Vers mit einer „langen Geschichte der Auslegung“:

Jene, die ihren Glauben und ihre Lauterkeit vollends offenbaren, werden Kinder des Königs Jesus Christus, des Ewigvaters, werden, geradesogut wie die treuen Menschen der alten Zeit, die Christus vorausgingen. Da sie einen ähnlichen Glauben offenbaren, spricht laut der Schrift nichts dagegen, dass er so viele von diesen „andern Schafen“ nimmt, als er brauchen mag, um sie zu „Fürsten auf der ganzen Erde“ zu machen. Wenn wir Psalm 45:16 prüfen, sehen wir, dass es dort nicht heisst, dass nur jene, welche die irdischen „Väter“ des gesalbten Königs Jehovas waren, die Kinder sein werden, die er zu sichtbaren irdischen Fürsten macht, damit sie das himmlische Königreich vertreten. Um denn Sinn wiederzugeben, übersetzt Moffatt den Text in Psalm 45:16 wie folgt: „Deine Söhne werden an die Stelle deiner Väter treten und als Fürsten über das Land aufstehen.“ Die römisch-katholische französische Übersetzung von Crampon gibt ihn wie folgt wieder: „Deine Kinder werden den Platz deiner Väter einnehmen; du wirst sie zu Fürsten über die ganze Erde machen.“ Die römisch-katholische spanische Übersetzung von Nácar-Colunga gibt ihn ähnlich wieder.
14 Wenn wir nun diesen Ausdruck Fürst betrachten, der das hebräische Wort Săr (weiblich Sarah) wiedergibt, sehen wir, dass es nicht immer oder nicht notwendigerweise auf den Sohn eines Königs angewandt wird, auf einen Prinzen von königlicher Geburt, der zu einer staatlichen Amtsperson oder zu einem Regierungsbeamten gemacht wird. Er bezeichnet den Ersten, Vordersten oder Obersten in irgendeiner Klasse, das Haupt irgendeiner Schar oder Gruppe. So wird denn in der Bibel dieser hebräische Ausdruck Săr, bisweilen mit Fürst übersetzt, sogar auf Jesus selbst angewandt, auf den Erzengel Michael, auf Fürsten der Stämme Israels, auf Fürsten der Landschaften, auf Oberste der Städte und Oberste oder Anführer der Wache, auf Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig, über zehn. In der Neuen-Welt-Gesellschaft auf der „neuen Erde“ zu einem Fürsten im hebräischen Sinn des Wortes Săr gemacht zu werden, bietet somit eine Verschiedenheit von Dienstgelegenheiten mit Verantwortlichkeiten verschiedenen Grades; und es wird viele solche Vorrechte geben. Auf der neuen Erde werden die Menschen nicht angeredet mit einem Titel vor ihrem Namen, wie „Prinz Charles“, „Fürst Abraham“, „Prinz Albert“ usw. Nein, wir werden dann unter einer CHRISTLICHEN Regierung leben. Wir leben jetzt schon unter dieser göttlichen Herrschaft, und wir haben jetzt keine derartigen Titel in der theokratischen Organisation. So wäre es denn ungereimt, zu denken, dass wir dann irgendwelche Titel in Anreden benutzen. Sondern gerade wie wir jetzt Beamte als Diener oder Direktoren der Gesellschaft bezeichnen mögen, können wir sie dann als sarím (Fürsten) im hebräischen Sinne des Wortes bezeichnen. Alles, was wir jetzt zu sagen haben, ist, dass diese „andern Schafe“, denen heute in der sichtbaren theokratischen Organisation verantwortliche Stellungen gegeben worden sind — selbst wenn es über eine Gruppe von zehn wäre, die zum Bibelstudium und zum gemeinsamen Dienst in der Nachbarschaft zusammenkommen —, gut darauf achten sollten, wie sie sich jetzt ihrer Verantwortlichkeiten entledigen. Denkt an die von Jesus dargelegte Regel: „Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu.“ (Lukas 16:10, NW) Nur wenn du dich treu erweisest in dem, was dir jetzt in dieser vergehenden alten Welt anvertraut wird, besteht für dich irgendwelche Wahrscheinlichkeit, zusammen mit den auferstandenen treuen Zeugen aus den alten Zeiten vor Christus zu einem Fürsten auf der neuen Erde gemacht zu werden.

Wachtturm – Januar 1951

Dieser Text „und Fürsten werden nach Recht herrschen“ ist lange Zeit mit dem Text von Psalm 45:16 verbunden worden, welcher lautet: „An deiner Väter Statt werden deine Söhne [Kinder, KJ] sein; zu Fürsten wirst du sie einsetzen auf der ganzen Erde.“ (Fussn.) Man hat lange Zeit verstanden, dass jene, die gemäss diesem Text zu Fürsten gemacht werden sollen, die treuen Zeugen des Altertums vor Christus seien, welche die Kinder Christi, des Königs, werden sollen, indem sie aus den Toten auferstehen. Dann sollten sie als Fürsten über die übrige Menschheit eingesetzt werden und als sichtbare Vertreter des himmlischen Königreiches Christi Jesu amten. (Die Harfe Gottes [1922], Abschn. 556) Weil in Jesaja 32:1 Fürsten erwähnt und mit dem König der neuen Welt in Zusammenhang gebracht werden, wurde angenommen, dass diese Fürsten die gleichen seien wie die in Psalm 45:16 erwähnten. Somit wurde der Vers, Jesaja 32:1, auf die Tausendjahrherrschaft Christi Jesu angewandt, die der Schlacht von Harmagedon folgt. Indes ist seit dem Jahre 1947 in den Spalten des Wachtturms der Text von Jesaja 32:1 nicht zitiert und auf diese Weise angewandt worden.
4 Beachtet bitte, dass Jesaja nicht sagt, diese Fürsten unter dem König der Gerechtigkeit seien seine Kinder oder beschränkten sich auf seine Kinder, wie dies der Text in Psalm 45:16 tut. Demzufolge braucht die Prophezeiung Jesajas nicht notwendigerweise auf jene beschränkt zu sein, welche Kinder Christi Jesu, des „Ewigvaters“, werden und welche als Kinder dieses königlichen Vaters, kraft ihrer Abstammung von einem königlichen Herrscher, berechtigt sind, Fürsten zu werden. Auch braucht die Erfüllung der Prophezeiung nicht bis in die Zeit nach der Schlacht von Harmagedon hinausgeschoben zu werden, wenn die Organisation des Teufels und deren Herrscher und Fürsten von der Erde vertilgt sind, noch bis zur Auferstehung der treuen Zeugen der alten Zeit wie Abel, Abraham, Mose und David.
5 Beachtet ferner, was Jesaja über die Fürsten im nächsten Verse sagt. Nach der Elberfelder Übersetzung heisst es in Jesaja 32:2: „Und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Winde und ein Schutz vor dem Regensturm, wie Wasserbäche [Ströme, AS] in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens in lechzendem Lande.“ Wer der hier erwähnte Mann sei, ist lange eine Frage der Auslegung gewesen. Jetzt aber wird verstanden, dass es der hebräische Ausdruck ist für „ein jeder“ oder „ein jeglicher“, und deshalb geben ihn moderne Übersetzer so wieder. Gemäss der Zürcher Bibel lautet er: „Und Fürsten werden nach dem Rechte regieren. Und ein jeder wird sein wie ein Zufluchtsort vor dem Sturm und wie ein Obdach vor dem Wetter, wie Wasserbäche an dürrem Ort und wie Schatten eines mächtigen Felsens in lechzendem Lande.“ (Jesaja 32:1, 2, ZB; ebenso Crampon und Bover-Cantera) Ähnlich lautet Moffatt (engl.): „Mit Fürsten, die redlich regieren, jeder gleich einem Obdach vor einem Sturm“ usw. Und nach Rotherhams Emphasised Bible: „Ja, auch Fürsten werden die Herrschaft in Unparteilichkeit ausüben. So soll ein jeder wie ein Bergungsort werden vor dem Winde und ein Obdach vor dem Sturm, wie Wasserkanäle an dürrem Orte, wie der Schatten eines massiven Kliffs in schmachtendem Lande.“ — Auch Luther.
6 Im messianischen Millennium, wann Satan und alle seine Dämonen gebunden und im Abgrund sein werden, und wann seine sichtbare Organisation in Asche liegen wird, wird die Menschheit nicht des Schutzes vor solchen Dingen bedürfen, wie sie Jesaja hier bildlich beschreibt. Jetzt, in dieser gefahrvollen „Zeit des Endes“ der bösen Welt Satans, bedürfen wir dringend solchen Schutzes, weil wir ihn nicht von den offiziellen Kreisen der Organisation Satans erhalten. Jetzt ist die Zeit, da heftige Winde falscher Lehren und verdrehter Propaganda wehen, die nicht nur Unmündige wie in einer Wiege zu schaukeln vermögen, sondern mächtig genug sind, vollerwachsene Männer oder Frauen umzuwerfen. Jetzt ist die Zeit, da die grossen Stürme heisser und kalter Kriege der weltlichen Nationen und auch die Angriffe der sichtbaren Heere des Teufels wider das treue Volk Gottes Jehovas toben. Jetzt ist die Zeit, da wir uns in einem weltlichen Lande vorfinden, das ausgetrocknet ist durch geistige Dürre, und da wir dringend der Wasserströme der lauteren theokratischen Wahrheit bedürfen, um unsern Durst nach Gottes offenbartem Wort zu stillen. Jetzt ist die Zeit, da die herrschenden Elemente, die politischen, kommerziellen und religiösen, zu leuchten suchen wie die Sonne, um dieser dunkler werdenden Welt Licht zu spenden; aber mit drückender Hitze brennen sie auf die Menschheit nieder und mit dem Feuer der Verfolgung besonders auf Jehovas Zeugen. So bedürfen wir denn des grossen Felsens des Königreiches Gottes, damit er dazwischentrete und uns in schmachtendem Lande beschatte. Und da wir den ersehnten Schirm und Bergungsort, da wir Erfrischung und Schatten nicht vom herrschenden Element der Organisation des Teufels erhalten, müssen wir uns den offiziellen Dienern in Jehovas Organisation zuwenden. Er verheisst, dass sein König und jeder seiner Fürsten in dieser Zeit, da wir es brauchen, dieses so Begehrenswerte für uns sein werden. Sie werden dafür sorgen, dass wir das erlangen, was gerecht und recht ist.

Wachtturm – 1.März 1952

Der 45. Psalm wendet sich an diesen „Fürsten des Friedens“, den König, und da er der „Ewigvater“ der Menschheit sein soll, heißt es in diesem Psalm: „An Stelle deiner Vorväter werden deine Söhne sein, die du zu Fürsten einsetzen wirst auf der ganzen Erde“ (Psalm 45:16). Doch schon vor der Auferstehung jener treuen „Vorväter“ werden männliche Glieder der „großen Volksmenge“, die Harmagedon überlebt, in solche fürstlichen Stellungen eingesetzt worden sein. Tausende dieser voraussichtlichen Überlebenden dienen bereits als Älteste in den über 49 000 Versammlungen der Zeugen Jehovas und führen in geistiger Hinsicht die Aufsicht über die jeweilige Versammlung.
Die Überlebenden des Krieges von Harmagedon werden unter fürstlicher Aufsicht mit Eifer zusammenarbeiten. Welche Anweisungen die „Fürsten . . . auf der ganzen Erde“ von dem himmlischen „Fürsten des Friedens“ erhalten werden, bleibt abzuwarten. Es wird für alle, die mit ihnen Harmagedon überleben, ein begeisterndes Erlebnis sein. Man denke an all die Vorbereitungen, die zu treffen sind, um die aus dem Tod Zurückkehrenden mit passender Kleidung zu versorgen. Und man stelle sich vor, welche Nahrungsmittelvorräte angelegt werden müssen! Auch Unterkünfte werden bereitzustellen sein. Es wird für alle, die an diesen Vorbereitungen beteiligt sind, eine aufregende Zeit sein. Wer wird zuerst zurückkommen? Werden die Verstorbenen in der umgekehrten Reihenfolge von der wiederkommen, in der sie in die Gedächtnisgrüfte kamen? Werden zum Beispiel der Märtyrer Abel und Henoch, der von Gott hinweggenommen wurde, sowie Noah, Abraham, Isaak, Jakob und all die treuen Propheten auf besondere Weise belohnt werden, indem sie zuerst auferweckt werden?

Weltweite Sicherheit unter dem „Fürsten des Friedens“ 1985

Kennst du auch Älteste aus den 1950iger Jahre, die an die zitierten Worte glaubten? Und Menschen, die 1985 das Buch lasen, und glaubten, das die Worte wahr werden? Mir fallen nicht nur meine Großväter ein, sondern auch Berthold H. , Karl-Heinz K. und andere ein.


Aber schauen wir uns andere Ansichten zu dem Vers an:

Zum Schluss wendet sich der Dichter an den König und verspricht ihm, dass er viele Söhne haben wird, die wie seine Vorfahren „Könige“ sein und über die ganze Erde herrschen werden (oder „über das ganze Land Israel“ – siehe SPCL, NEB). Die rsv-Übersetzung des Verses 16a ist unverständlich. Der hebräische Ausdruck Anstatt eurer Väter sollen eure Söhne sein bedeutet, dass die männlichen Nachkommen des Königs, seine Söhne, Könige sein werden und sozusagen die männlichen Vorfahren des Königs (eure Väter) ersetzen, die ebenfalls Könige gewesen waren. Prinzen waren eine Art „Herrscher“. Der Titel war nicht auf die Söhne eines Königs beschränkt.
In Vers 17 verspricht der Dichter, dass er den Namen des Königs, d. h. seinen „Ruhm“, für immer am Leben erhalten wird (siehe Kommentare zum „Namen“ in 5:11). Für alle Zeiten wird man sich an den König erinnern und ihn preisen. Offensichtlich meint der Dichter mit diesem Lied, das er soeben komponiert hat, die Art und Weise, wie das Andenken an den König für immer lebendig gehalten werden soll, nicht nur in Israel, sondern in der ganzen Welt. In einigen Sprachen ist es nicht möglich, den Ruhm einer Person als lebendig zu bezeichnen. Deshalb muss man oft sagen, zum Beispiel: „Ich werde dafür sorgen, dass man sich immer daran erinnert, was du Großes getan hast.

Bratcher – Ein Übersetzerhandbuch zum Buch der Psalmen

An deiner Väter Statt werden deine Söhne sein. Auch das ist ein Ruhm für den König, dass seine Nachkommen alle auf dem Thron sitzen sollen und das königliche Blut auch in den Adern seiner Nachfolger fließen wird. Denn seine Söhne sollen sich durch ebensolche Tugenden auszeichnen wie ihr Ahnherr. Dann folgt: die wirst du zu Fürsten setzen in aller Welt. Sein Reich wird sich soweit ausdehnen, dass es die meisten Königreiche umfasst. Das ist eine Weissagung auf Christus. Denn weit entfernt, dass Salomos Söhne das Reich unter sich geteilt hätten, erhielt nur einer, der erste Erbe, ein ganz kleines Stück. So gelangte keiner von seinen rechtmäßigen Nachfolgern zu der Macht des Ahnherrn. Sie waren vielmehr alle nur Herren von einem und einem halben Stamme und somit gleichsam in die Ecke gedrängt. Als aber Christus kam, der Mittler zwischen der alten und neuen Gemeinde, zeugte er wahre Söhne, die an Zahl und Rang den Vätern nicht nachstanden, denen er die ganze Welt untertan machte. Denn wenn auch die Schmach des Kreuzes den Ruhm der Gemeinde vor der Welt verdunkelt, so müssen wir doch in Erwägung des wunderbaren Wachstums und der reichen Fülle von Geistesgaben innerhalb der Gemeinde bekennen, dass ihr Ruhm mit Fug und Recht gepriesen wird. Die Herrschaft aber, von der hier die Rede ist, eignet im strengen Sinne nicht menschlichen Personen, sondern allein dem Haupt. Doch überträgt sie Christus auch seinen Gliedern, woraus sich dann freilich ergibt, dass die Vorsteher und Regierer der Gemeinde in Christi Namen weniger zu herrschen als zu dienen haben. Immerhin: weil ihnen Christus sein Evangelium, das seines Reiches Zepter ist, anvertraut hat, so üben sie in gewisser Weise seine Macht aus. Durch seine Diener – das ist gewiss – hat sich Christus den Erdkreis untertan gemacht und so viele Fürstentümer errichtet, als es in den verschiedensten Weltteilen Gemeinden gibt.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Diese prophetische Poesie gipfelt in einem bemerkenswerten Höhepunkt. An Stelle deiner Väter werden deine Söhne sein. Wer wird hier angeredet? Obwohl im Blick auf V. 11 die »Braut« gemeint sein wird, zeigt die Fortsetzung: du setzt sie als Fürsten ein auf der ganzen Erde, daß hier nur ein gesalbter Davidide gemeint sein kann; denn nur er kann Fürsten oder Verwalter einsetzen. » (Der Dichter) sagt nicht, daß (die Söhne) einst den König beerben sollen; denn es wäre nach höfischem Geschmack sehr unzart, an solchem Festtage an Tod und Erbschaft zu denken. Sondern mit seinem Ausdruck wünscht er, seine Söhne möchten einst an seiner Väter Stelle treten und ›alle Welt‹ mit ihm regieren!« (Gunkel). Auf typisch alttestamentliche Weise wird also die ewige Dauer des Messiasseins durch die ununterbrochene Nachfolge der Davidssöhne angesagt, ganz im Sinne von 2Sam 7. Damit liegt der Akzent nicht auf den Söhnen, sondern auf ihm, dem von Gott Gesalbten. So heißt es im letzten Satz: Ich will deinen Namen ins Gedächtnis rufen von Geschlecht zu Geschlecht. Der König der Herrlichkeit, dem alle Herrlichkeit der Welt durch die »Braut« zugeführt wird, wird einmal der Zielpunkt der Anbetung durch die Völker sein, denn es heißt: darum werden die Völker dich preisen für immer und ewig.

Wuppertaler Studienbibel

Die letzten beiden Verse bringen einen Segen für die Ehe zum Ausdruck. Vers 16 sieht voraus, dass Kinder gezeugt werden, die die Zukunft des Königreichs sein werden. Anstatt ständig auf die Vorfahren zurückzublicken, werden sie in ihren königlichen Prinzen in die Zukunft blicken.
Und in Vers 17 wird der Name des Königs gepriesen: „Ich will, dass man deines Namens gedenkt in allen Geschlechtern; darum wird man dich anerkennen in Ewigkeit.“ Das Wort „Name“ bezieht sich natürlich mehr auf das Wesen der Person als auf einen gegebenen Namen (s.v. Ps. 20:1). Aber wie können die Menschen diesen König preisen, wenn sie nicht wissen, wer er war? Ich nehme an, man kann sich die Beschreibungen dieses Königs ins Gedächtnis rufen und die Tatsache preisen, dass es eine so edle Person als König gab. Es kann aber auch sein, wie manche meinen, dass die prophetische Seite des Schreibers am Ende zum Vorschein kommt und der Name, d.h. die wahre Natur des Königs derjenige sein wird, in dem all diese Beschreibungen ihre vollste Bedeutung finden – Jesus, der Messias.

Allen P. Ross – Ein Kommentar zu den Psalmen

»Deine Väter« und »deine Söhne« beziehen sich, wie das Hebräische deutlich macht, nicht auf die Braut, sondern auf den König. Es ist von den Vätern und von den Söhnen des Messias die Rede. Die Väter des Messias sind seine Vorfahren »dem Fleisch nach« (Röm 1,3; 9,5), und seine Söhne sind »die Kinder, die Gott ihm gegeben« (Hebr 2,13), die vielen »Söhne«, die er »zur Herrlichkeit« gebracht hat (Hebr 2,10), die Brüder, unter denen er der Erstgeborene ist (Röm 8,29). Die Söhne Abrahams nach dem Fleisch werden durch geistliche Söhne Abrahams ersetzt (Röm 9,6–8; Mt 3,9). Und sie, die Väter Israels und der Gläubigen, werden selbst zu Söhnen.
Er setzt sie »zu Fürsten im ganzen Land«, wobei man »Land«, ᵓæræṣ, wie immer im Hebräischen auch als »Erde« verstehen kann. Wie wir wissen, wurde nur ein Sohn Salomos König, und unter diesem zerfiel sogar das Reich in zwei Teile. Also kann sich diese Aussage wiederum nur auf den Messias beziehen. Die durch und in Christus gezeugten Söhne Gottes sollen mit ihm über die ganze Schöpfung herrschen. Wir lesen davon in Stellen wie Matthäus 19,28; Lukas 19,17; 1. Korinther 6,2.3; in Offenbarung 5,10; 20,6; 22,5.

Benedikt Peters – Kommentar zu den Psalmen

Von dieser Herrschaft ist in prophetischer Weise in den Versen 17–18 von Psalm 45 die Rede: «An die Stelle deiner Väter werden deine Söhne treten, du wirst sie als Fürsten einsetzen im ganzen Land. Ich will deinen Namen verkünden in allen Geschlechtern; darum werden dich die Völker preisen immer und ewiglich.» Wenn der Herr Jesus Christus mit Seiner himmlischen Braut, der Gemeinde, wiederkommt, um Israel in Sein irdisches Königreich zu rufen, dann wird es zu einer völlig neuen Generation kommen. «An Stelle deiner Väter werden deine Söhne treten.» Seit 1948 haben wir in Israel eine neue Generation; die alte ist 70 n.Chr. untergegangen. Doch nicht jeder Jude oder Israeli wird automatisch an der Herrschaft des königlichen Bräutigams teilhaben, sondern nur diejenigen, die sich rufen liessen. Das macht auch das Gleichnis von den zehn Jungfrauen deutlich: Diese neue Generation wird im Millennium, dem Tausendjährigen Reich, mitherrschen, und sie wird ausziehen, um den Namen des Herrn unter allen Nationen zu verkündigen. Und die Völker werden den Herrn Jesus Christus, den königlichen Bräutigam, immer und ewiglich preisen.

Norbert Lieth – Messianische Psalmen

Der Psalmist betont Gottes Treue, indem er versichert, dass die königliche Linie Davids weiterbestehen wird.

The Complete Jewish Study Bible: Notes

Der gerechte Charakter der Monarchie ist ein grundlegendes Merkmal. Darauf wurde schon in den vorherigen Absätzen hingewiesen. Der König sitzt auf dem heiligen Berg Zion und regiert mit Gerechtigkeit und Barmherzigkeit über alle seine Untertanen (Ps. 45,4.6.7; 72,2.4). In dieser Gerechtigkeit erscheint er als barmherziger Befreier für alle, die Befreiung brauchen, und um ihn versammeln sich die Gebete und Lobpreisungen derer, die er auf diese Weise gesegnet hat (Ps. 72,12–15). Der König soll einen priesterlichen Charakter haben (Ps. 110). Seine Armee besteht aus einer Gruppe von Kriegern, die heilige Gewänder tragen. Er selbst ist ein Priester nach der Ordnung Melchisedeks. Der Verweis auf Melchisedek steht natürlich in Verbindung mit dem vierzehnten Kapitel der Genesis, wo er sowohl als König als auch als Priester dargestellt wird. Der israelitische König soll in derselben Thronfolge in derselben königlichen Stadt weitermachen. Er soll die Ämter des Königs und des Priesters vereinen, im Namen Jehovas segnen und den Zehnten empfangen. Der Krieg, den er mit seinen Anhängern führt, ist ein heiliger Krieg. Er sitzt auf dem „heiligen Berg Zion” (Ps. 2,6).
Es werden eindrucksvolle Begriffe verwendet, um die Dauer der Monarchie zu beschreiben. Sie soll für immer bestehen (Ps. 110,4); so lange wie die Sonne (Ps. 72,17); für alle Generationen, für immer und ewig (Ps. 45,16-17).

Israel’s Messianic Hope to the Time of Jesus

Euer Innerstes soll Sanftmut und friedvolle Ruhe ausstrahlen

deren Schmuck sei nicht der auswendige durch Flechten der Haare und Umhängen von Gold oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unverweslichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher vor Gott sehr köstlich ist.
Elberfelder 1871 – 1.Petrus 3,3–4

Putzt euch nicht äußerlich heraus mit aufwendigen Frisuren, kostbarem Schmuck oder prächtigen Kleidern. Eure Schönheit soll von innen kommen! Freundlichkeit und ein ausgeglichenes Wesen sind der unvergängliche Schmuck, der in Gottes Augen Wert hat.
Gute Nachricht Bibel 2018 – 1.Petrus 3:3–4

Eure Schönheit soll nicht darin bestehen, dass ihr euer Haar aufwändig frisiert, Goldschmuck anlegt und kostspielige Kleider tragt. Das sind alles nur äußere Dinge. Sie soll vielmehr von innen kommen und ein Ausdruck eures Lebens mit Christus sein, das den Blicken der Menschen verborgen ist. Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist etwas Unvergängliches und ist die Art von Schmuck, die in Gottes Augen einen unvergleichlichen Wert hat. (wörtlich Sie soll vielmehr der verborgene Mensch des Herzens sein mit dem unvergänglichen ´Wesen/Schmuck` des freundlichen und ruhigen Geistes, der….)
Neue Genfer Übersetzung 2013 – 1.Petr 3,3–4

Euer Schmuck bestehe nicht in Äusserlichkeiten, nicht darin, dass ihr euch die Haare kunstvoll flechtet, Goldschmuck tragt und prächtige Kleider anzieht; euer Schmuck sei vielmehr der verborgene Mensch des Herzens, der sich im unvergänglichen Wirken des sanftmütigen und stillen Geistes zeigt. Das ist kostbar vor Gott.
Zürcher Bibel 2007 – 1.Petr 3:3–4

Dabei soll euer Schmuck nicht vor allem in äußerlichen Dingen bestehen, wie zum Beispiel aufwendige Frisuren oder Goldgehänge oder besonders teure Kleider. Sondern ihr sollt euch auszeichnen durch eure inneren Werte, die eure gesamte Persönlichkeit prägen. Euer Innerstes soll Sanftmut und friedvolle Ruhe ausstrahlen. Das ist sehr wertvoll vor Gott.
Das Buch – neues Testament und Psalmen – 2009 – 1.Pet 3,3–4

Das Erste, was Menschen von uns mitbekommen, ist unsere äußere Erscheinung. Als der Prophet Samuel zu Isai, dem Vater von König David sagte: „Der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz“ (1Sam 16,7), machte er eine wahre Feststellung. Deshalb ist es nicht falsch oder eitel, auf sein Äußeres zu achten. Eine Frau, die ungepflegt durch die Gegend läuft, ist kein Zeugnis für ihren Herrn. Jede Frau möchte hübsch aussehen, und darf es auch! In manchen biblischen Erzählungen wird ausdrücklich auf die Schönheit einer Frau hingewiesen: Sara (1Mo 12,11), Rebekka (1Mo 24,16), Rahel (1Mo 29,17), Ester (Est 2,7). An keiner Stelle wird das als verwerflich bewertet, im Gegenteil.
Diese Stellen bekommen allerdings im Zusammenhang mit der Lehre des Neuen Testaments eine neue Tiefe.
Lies 1. Petrus 3,3–4. Was macht eine Frau wirklich schön?

Petrus geht es wohl weniger darum, Schmuck und schöne Kleider zu verbieten, sondern Frauen darauf hinzuweisen, dass ihre wahre Schönheit nicht in Farben, Stoffen und Juwelen liegt. Sara, die Petrus zwei Verse später erwähnt (V. 6), war nicht ohne Grund bis in ihr hohes Alter attraktiv (vgl. 1Mo 12,11.14; 20,2; bei diesen Begebenheiten war sie ca. 65 bzw. 90 Jahre alt) – vermutlich wegen ihrer inneren Ruhe und Ausstrahlung. Rebekka weckte die Aufmerksamkeit von Abrahams Diener nicht nur wegen ihrer äußeren Schönheit, sondern weil sie alle zehn Kamele tränkte! Sie hatte das Herz einer Dienerin.
Auch Ester muss aus irgendeinem Grund unter all den Schönheiten, die das Reich des Königs Ahasveros zu bieten hatte, aufgefallen sein. Der Hüter der Frauen mochte und begünstigte sie (vgl. Est 2,9). Etwas hatte sie, was die heidnischen Mädchen nicht hatten: Die Furcht des Herrn, die Gelassenheit eines tiefen Gottesvertrauens, die sie befähigte, auch in der haarsträubenden Situation, in der sie sich befand, gefasst zu bleiben. Eine Frau, die nicht auf sich selbst fixiert ist, ist immer schön.
König Salomo, der für die Reize schöner Frauen mehr als zugänglich war, teilt uns seine Erkenntnisse in seiner Sammlung weiser Sprüche mit.

Vollkommer – Von Frau zu Frau: Ein Bibelkurs

Viele Frauen trugen höchst kunstvolle Frisuren, und die Reichen versuchten natürlich, stets mit der neuesten Mode Schritt zu halten. Der auffällige Schmuck dieser reichen Frauen, mit dem sie die Aufmerksamkeit der Männer auf sich ziehen wollten, wurde in der Literatur und den Reden der Antike wiederholt verurteilt, und so wurde der Apostel hier sicherlich verstanden. (Siehe die Ausführungen zu 1.Tim 2,9-10 .)
1 Petr 3:4 : In der Gesellschaft der Antike galt ein »sanfter und stiller Geist« als eine der herausragendsten weiblichen Tugenden, und viele Moralisten empfahlen den Frauen, sich lieber in dieser Haltung zu üben, statt sich in die neueste Mode zu kleiden, um die Aufmerksamkeit der Männer auf sich zu ziehen – eine Untugend, die vor allem den adligen Frauen zur Last gelegt wurde, aber natürlich bei allen, die es sich leisten konnten, Nachahmerinnen fand.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Ein heißes Eisen
Es ist nicht so ganz einfach, etwas über den „Schmuck der Frau“ zu schreiben. Dennoch greift des Neue Testament dieses Thema auf und deshalb möchte ich versuchen, anhand zweier Verse aus dem ersten Petrusbrief dazu etwas zu schreiben und besonders meinen Glaubensschwestern (aber nicht nur) zum Überdenken vorzulegen.
Petrus schreibt:
„… deren Schmuck nicht der äußere sei durch Flechten der Haare und Umhängen von Goldschmuck oder Anziehen von Kleidern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.“(1 Petrus 3,3.4)

Nicht der äußere Schmuck
Beim Lesen des Verses wird unmittelbar klar, dass es um allgemeine Hinweise geht, die für jede gläubige Frau gültig sind. Sie soll durch ihr Verhalten ein Zeugnis sein und dazu gehört, dass sie nicht durch den äußeren Schmuck glänzt, sondern dass der innere Schmuck des Herzens an ihr gesehen wird. Petrus zeigt zuerst, worin der Schmuck der Frauen nicht bestehen soll. Danach zeigt er die positive Seite, nämlich womit sie sich schmücken sollen.
Es liegt in der Natur der meisten Frauen, dass sie sich gerne schmücken. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange es der richtige Schmuck ist. Die Gefahr besteht allerdings, dass Frauen sich in ihrem Äußeren (ihrem „Outfit“) davon leiten lassen, was in der Welt gerade „in“ ist. Davor werden wir sowohl in unserem Vers als auch in 1 Timotheus 2,9-15 gewarnt. Der entscheidende Punkt ist, dass der Schmuck der Frau nicht durch die äußere Optik bestimmt wird, sondern dass er durch das Innere sichtbar wird. Der geschätzte Ausleger H.L. Heijkoop schreibt: „Wahrer Schmuck ist sittlicher Natur. Äußerlicher Schmuck macht niemanden anziehend vor Gott und ebenso wenig vor Menschen, die nicht bei der Oberfläche stehen bleiben, sondern gewöhnt sind, die Dinge in ihrem sittlichen Charakter zu sehen“. Wie Gott schon im Alten Testament über den nur äußerlich zur Schau gestellten Schmuck und die Kleidung der Frauen denkt, zeigt Jesaja 3,16-25 sehr deutlich.

Keine gesetzlichen Anordnungen
Allerdings dient unser Vers nicht dazu, in einer gesetzlichen Form vorzuschreiben, was Frauen anziehen sollen oder was nicht. Es fällt ohnehin auf, dass das Neue Testament mit „Kleidungsvorschriften“ sehr zurückhaltend ist. Petrus schreibt nicht, dass es generell per Dekret „verboten“ ist, Schmuck zu tragen oder die Haare zu flechten. Wenn man das in diesen Vers hineinlegen möchte, müsste man konsequenterweise ebenfalls dafür plädieren, dass Frauen keine Kleider tragen.
Es geht vielmehr um den Missbrauch des Schmucks und des äußeren Erscheinungsbildes einer Frau, wodurch die Aufmerksamkeit auf die Person gelenkt und so eine Möglichkeit verloren geht, Menschen für Christus zu gewinnen. Eine gläubige Frau, die in erster Linie durch ihr Äußeres auffallen will, unterscheidet sich nicht von den ungläubigen Frauen dieser Welt. Sie pflegt das, was wie „Gras“ ist und bald vergehen wird (s. 1 Petrus 1,24).

Drei konkrete Punkte
Petrus nennt drei Dinge, die den äußeren Schmuck ausmachen und die miteinander verbunden sind. Erstens das Flechten der Haare, zweitens das Umhängen von Goldschmuck und drittens das Anziehen von Kleidern. Jedes Mal benutzt er ein Wort das nur hier im NT vorkommt.
Viele Frauen verbrachten damals sehr viel Zeit damit, sich auf diese Weise zu schmücken. Die Warnung für uns liegt auf der Hand: Eine gläubige Frau soll sich nicht übermäßig mit ihrem Äußeren beschäftigen, um damit die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
• Das Flechten der Haare: Dieses Wort meint nicht das einfache und schlichte Flechten der Haare, sondern die Arbeit eines Haarkünstlers, der für seine Kunst sehr viel Aufwand betrieb und ganze Berge von Flechten zu einem regelrechten „Kunstwerk“ aufhäufte. Es geht ganz sicher nicht um eine schlichte Frisur oder eine normale Haarflechte.
• Das Umhängen von Goldschmuck: Hier wird Bezug auf den damals üblichen Goldschmuck genommen, der an Hals, Knöcheln, Armen oder Fingern getragen wurde. Erneut ist die Warnung klar: Der deutlich sichtbare Goldschmuck lenkt die Blicke auf die Frau und passt nicht zu einem Wandel in Gottesfurcht und Reinheit. Es versteht sich von selbst, dass es nicht nur um Gold, sondern ebenso um andere Materialien geht, aus denen Schmuck hergestellt wird.
• Das Anziehen von Kleidern: Petrus meint natürlich nicht, dass eine Frau keine Kleider (Kleidungsstücke) anziehen soll, sondern dass sie die Kleidung nicht benutzen soll, um damit aufzufallen und zu glänzen. Es geht um die Vielfalt und/oder Kostbarkeit der Kleidungsstücke, die aus Eitelkeit getragen werden.
Alle drei Dinge stehen in Übereinstimmung mit dem, was Paulus schreibt: „Ebenso auch, dass die Frauen sich in bescheidenem Äußeren mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung“ (1 Timotheus 2,9).

Gott sieht auf das Herz
Die Sache ist eigentlich einfach. Unserem Gott kommt es auf das Herz an. Er „sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das Äußere, aber der Herr sieht auf das Herz“ (1 Samuel 16,7). Ihm ist ein reines Herz wichtig (s. Mt 5,8).
Es wäre allerdings fatal, daraus den Rückschluss zu ziehen, das Äußere sei unwichtig. Wenn das Äußere ein Spiegel des Inneren ist, so wird ein Christ für ein ordentliches und anständiges „Outfit“ sorgen und weder durch äußeren Schmuck noch durch nachlässige Kleidung auffallen.
Mit Recht ist das Beispiel einer Uhr benutzt worden. Zwei Dinge sind wichtig, damit eine Uhr ihren eigentlichen Zweck erfüllt und die Zeit anzeigt: Erstens muss das Uhrwerk intakt sein (das Innere) und zweitens müssen die Zeiger da sein (das Äußere). Wenn eins von beidem fehlt, geht die Uhr an ihrer „Bestimmung“ vorbei und zeigt die Uhrzeit nicht an.
Der amerikanische Bibelausleger S. Ridout schrieb schon vor vielen Jahrzehnten: „Die Kleidung einer Christin sollte wie alles andere nicht im Widerspruch zu ihrem himmlischen und abgesonderten Charakter stehen. Gerade die Tatsache, dass wir nicht unter Gesetz sind, sollte uns umso mehr zu einfachem Gehorsam leiten. Andererseits kann man mit Schäbigkeit oder Nachlässigkeit der Kleidung wohl kaum Reklame für die Wahrheit machen“.
„Die Kleidung einer Christin sollte wie alles andere nicht im Widerspruch zu ihrem himmlischen und abgesonderten Charakter stehen.“

Bleib in mir 2019

Das Partizip, das im Deutschen mit „sollt ihr (euch) unterordnen“ (hypotassomenai, wörtlich „sich unterwerfen“) übersetzt ist, hat das Gepräge eines Befehls (vgl. 1 Petrus 2,18). Dieses Gebot schreibt den Frauen vor, ihren Männern unbedingt gehorsam zu sein (vgl. Eph 5,22; Kol 3,18). Es beschränkt die Subordination der Frauen allerdings auf den Bereich des Hauses, da es nur den Ehemännern gegenübergilt. Gott hat sie als „Häupter“ der Familie eingesetzt, deren Autorität die Frauen akzeptieren sollen. Von der Frau wird erwartet, daß sie ihren Platz in der Familienhierarchie ausfüllt. Die Frauen sollen sich ihren Ehemännern auch dann unterwerfen, wenn diese Ungläubige sind, damit sie durch das Leben ihrer Frauen ohne Worte für den Glauben gewonnen werden. Die überzeugende Reinheit einer gottesfürchtigen Frau wird selbst einen völlig uneinsichtigen Mann mit der Zeit beeindrucken (vgl. Tit 2,5).
Eine Frau, die einen solchen Sieg erringt, hat eine herzbezwingende Liebenswürdigkeit, die nicht von äußerem Schmuck, sondern aus dem unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes (vgl. 1Tim 2,9-11 ) kommt. Dieser Schmuck des Geistes ist köstlich vor Gott. Während die Welt kostbare Gewänder und Juwelen liebt, ist in Gottes Augen eine Frau von sanftem und stillem Gemüt „köstlich“. Petrus wollte damit nicht sagen, daß Frauen keinen Schmuck oder schöne Kleider tragen sollen, sondern daß eine Christin nicht in äußeren Dingen die Quelle wahrer Schönheit suchen soll.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Als Nächstes spricht Petrus in den Versen 3-4 die Ausgewogenheit zwischen äußerem und innerem Schmuck an. In Vers 3 weist er die Frauen bezüglich des äußerlichen Schmuckes an. Das hier gebrauchte griechische Wort für Schmuck ist Kosmos; davon stammt auch das Wort Kosmetik ab. Das griechische Wort bezieht sich normalerweise auf das geordnete Weltsystem unter Satans Herrschaft. In diesem Fall jedoch spricht Petrus das geordnete System an, von dem eine Frau Gebrauch macht, um äußerlich schön zu wirken. Er zählt drei Formen des äußeren Schmucks auf: (1) Flechten der Haare; im Neuen Testament finden wir das griechische Wort für flechten nur in diesem Vers. In der griechischen Welt wurde es jedoch für die komplette Arbeit eines Haarkünstlers gebraucht. (2) Umhängen von Gold; das bezieht sich auf den Goldschmuck, der um den Hals, an Fußknöcheln, Armen oder Fingern getragen wird. (3) Anziehen von Kleidern; das griechische Wort für anziehen wird nur in diesem Vers gebraucht; es bezieht sich auf die Vielfalt von Kleidern, die gelegentlich aus Eitelkeit getragen wurden. Dieser Vers wird manchmal als Grundlage für die Lehre gebraucht, weibliche Gläubige sollten weder ihr Haar flechten noch Schmuck tragen. Wäre das Petrus’ Absicht, müsste man folgern, dass diese Frauen sich auch überhaupt nicht kleiden sollen; schließlich nennt Petrus auch das Anziehen von Kleidern. Aber alle drei Aussagen müssen in ihrem eigenen Umfeld betrachtet werden. Petrus verurteilt keineswegs äußeren Schmuck. Es geht ihm darum, dass äußerlicher Schmuck nicht im Zentrum stehen sollte; er sollte nicht aus Eitelkeit getragen werden. In Vers 4 weist Petrus vielmehr darauf hin, dass äußerer Schmuck mit dem inneren vereint werden soll, da äußerlicher Schmuck immer vergänglich ist. Irgendwann verblasst die Schönheit aufgrund des Alters. Gold und Silber beschlägt. Kleidung trägt sich langsam ab. Die vorrangige Entwicklung für die gläubigen Frauen sollte der verborgene Mensch des Herzens sein. Als Gegensatz zu äußerlichem Schmuck sollten Ehefrauen den inneren Schmuck entwickeln. Der verborgene Mensch des Herzens bezeichnet »das wiedergeborene Wesen«. Es ist der unvergängliche Schmuck des sanften und stillen Geistes. Das Wort unvergänglich bedeutet, dass etwas »unzerstörbar« ist; und hier bezieht sich Petrus auf die unzerstörbare Qualität des inneren Lebens. Das Wort sanft betont die Art und Weise der Unterordnung. Ehefrauen sollten sich in Sanftheit unterordnen und dabei stets rücksichtsvoll sein. Das Wort still betont die Haltung gegenüber den Ehemännern und dem Leben im Allgemeinen. Es bezieht sich auf eine ruhige Haltung im Gegensatz zu einem lärmenden, lauten Betragen. Das Wort Geist bezieht sich nicht auf den Heiligen Geist, sondern auf den neu geborenen menschlichen Geist. Es ist der Geist, den gläubige Ehefrauen entwickeln sollen. An äußerem Schmuck ist nichts Falsches; aber der Hauptschwerpunkt soll die Entwicklung des inneren Schmuckes sein, der vor Gott von hohem Preis ist. Der sanfte und stille Geist in diesem Vers ist vor Gott von unschätzbarem Wert. Das Wort von hohem Preis bedeutet, dass etwas teuer ist. Die Entwicklung des inneren Menschen zu einem stillen und sanften Betragen ist der teuerste Edelstein, den Frauen erwerben können. Dieser sanfte und stille Geist soll ihr Zentrum sein.

Arnold Fruchtenbaum – Die Petrusbriefe

Die Frau sollte jedoch nicht die Anziehungskraft ihres natürlichen Charmes mit der innerlichen Schönheit ihres Herzens vertauschen, um damit ihren Ehemann für den Herrn zu gewinnen. Einige der Leser dieses Briefes waren offensichtlich nicht arm; sie besaßen Schmuck und Gold. Hier stehen drei Verben von ziemlicher Bedeutung: „flechten“, „umhängen“, „anziehen“. Diese „sollen die Vorstellung arbeits- und zeit- intensiver Prozesse vermitteln, bei denen viel Zeit verschwendet wird“ (Bengel). Es ist eben diese übermäßige Beschäftigung mit den Äußeren, verbunden mit extravagantem Schmuck als Mittel, um die Aufmerksamkeit zu erregen, gegen die sich diese Ermahnung wendet.
Einige Sekten haben diesen Vers mißbraucht, um den Stil der Kleidung der Frau in gesetzlicher Weise vorzuschreiben. Petrus verbietet hier nicht „irgendeinen oder jeden Schmuck“, sondern stellt einen Vergleich hinsichtlich der Werte eines äußerlichen Schmucks und des inneren Schmucks dar, nämlich den eines sanften und stillen Geistes als eines Mittels, um andere für Christus zu gewinnen. Je mehr von diesem inneren Schmuck hervorleuchtet, desto weniger Zeit, Mühe und Kosten werden auf äußeren Schmuck verwendet. Die höchst wirksame und am längsten währende Kosmetik wird in Ps 149,4 beschrieben: „Er schmückt die Demütigen mit Heil“.
„Die Kleidung einer Christin sollte wie alles andere nicht im Widerspruch mit ihrem himmlischen und abgesonderten Charakter stehen. Gerade die Tatsache, daß wir nicht unter dem Gesetz sind, sollte uns um so mehr zu einfachem Gehorsam leiten. Andererseits kann man mit Schäbigkeit oder Nachlässigkeit in der Kleidung wohl kaum Reklame für die Wahrheit machen“ (S.Ridout).
Jugend und das zarte Rot der natürlichen Schönheit verblassen mit zunehmenden Jahren. Die Schönheit des Charakters wird lieblicher und anziehender. Sie ist „nicht verweslich“. In der Sicht Gottes ist der innere Wert ein „sehr köstlicher Schmuck“. Das hier verwendete Wort ist dasselbe wie in Mk 14,3 ,nämlich „kostbar“. Petrus wird dieses Ereignis und die damit verbundene Lektion wohl nicht vergessen haben, daß nämlich der Herr andere Wertvorstellungen hat als der Mensch (Vgl. die 21 Schmuckstücke in Jes 3,18-23 mit den dreien in 1Mo 24,22).

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Logos November

Ein deutsches Buch als „kostenloses Buch des Monats“ Narrativ predigen: Ansätze – Anregungen – Beispiele

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»Gott stellt sich den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er Gnade.«

Oder meinet ihr, daß die Schrift vergeblich rede? Begehrt der Geist, der in uns wohnt, (O. Wohnung gemacht hat) mit Neid? Er gibt aber größere Gnade; deshalb spricht er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“. (Spr 3,34)
Elberfelder 1871 – Jakobus 4,5–6

Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: „Wider den Neid richtet sein Begehren der Geist, der in uns Wohnung gemacht hat; (Ga 5:17)
er gibt aber desto grössere Gnade“? Daher sagt sie: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ (1) o: „Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns Wohnung gemacht hat; er gibt aber desto grössere Gnade.“ – Die hier angeführten Worte finden sich nicht im AT. – Die unmittelbar nachher angeführten Worte sind aus Spr 3:34 nicht nach dem Grundtext, sondern nach der grÜs. entnommen. Spr 3:34; Lu 1:52; Hiob 22:29; Mt 23:12; 1Pe 5:5
Zürcher 1931 – Jakobus 4:5–6

Oder meint ihr, die Schrift sagt ohne Grund: »Mit leidenschaftlichem Eifer sehnt sich Gott danach, dass der Geist, den er uns Menschen eingepflanzt hat, ihm allein ergeben ist.«? Aber eben deshalb schenkt Gott uns auch seine Gnade in ganz besonderem Maß. Es heißt ja in der Schrift:
»Den Hochmütigen stellt sich Gott entgegen,
aber wer gering von sich denkt, den lässt er seine Gnade erfahren.«
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Jak 4,5–6

Oder denkt ihr, dass die Aussage in Gottes Buch bedeutungslos ist: »Voller Sehnsucht verlangt es Gott nach einer ungebrochenen Beziehung mit dem Geist, den er in uns Menschen wohnen ließ!«? Und doch steht über allem die freundliche Zuwendung, die Gott uns geschenkt hat. Deshalb heißt es ebenfalls in Gottes Buch: »Gott stellt sich gegen die, die voller Hochmut sind, aber den Lernbereiten schenkt er seine freundliche Zuwendung.«
Das Buch – 2009 – Jak 4:5–6

Der selbstsüchtige Hang zum Neid übt zwar einen gewaltigen Druck auf sündige Menschen aus, doch es gibt eine andere Kraft, die ihm entgegenwirken kann. Diese Kraft verleiht Gott aufgrund seiner unverdienten Güte. Die Hilfe, die uns durch Gottes Geist zukommt, ist gewiß ein Ausdruck der unverdienten Güte Gottes. Diese Hilfe ermöglicht es einem Christen, seine schlechten Neigungen zu beherrschen. Daher ist die unverdiente Güte, die Gott erweist, weit größer oder stärker als der Hang zum Neid. Der Apostel Paulus schrieb: „Wandelt beständig durch den Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches überhaupt nicht vollbringen“ (Gal. 5:16).
Es stimmt, daß Gott den Hochmütigen widersteht, die nach Erfolg und Ansehen streben oder die Freundschaft der Welt suchen, aber er erweist denen, die demütig zu ihm aufblicken und die der Leitung seines Geistes folgen, unverdiente Güte. Die Kraft, die Gott gibt, ist weit stärker als die Kräfte, die gegen den Christen wirken. Und während Gott von seinen Dienern strikt ausschließliche Ergebenheit verlangt, erweist er ihnen in reichlichem Maße seine unverdiente Güte, durch die sie in die Lage versetzt werden, die Welt zu besiegen, die mit ihren vielen Verlockungen versucht, sie zu ihren Freunden zu machen.
Folglich sagt er
Um zu beweisen, daß die unverdiente Güte Gottes größer ist, sagt der Schrifttext:
„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber verleiht er unverdiente Güte“
Dies ist ein Zitat aus Sprüche 3:34 gemäß der Wiedergabe der Septuaginta. Menschen, die von Herzen demütig sind, wünschen sich sehnlichst Jehovas Hilfe und Führung, und sie beten beständig darum. Sie gehorchen ihm, um seine Freundschaft zu gewinnen. Deshalb sind sie durch Jehovas unverdiente Güte, die er ihnen in reichlichem Maße verleiht, imstande, die Herrschaft über ihre sündigen Neigungen zu erlangen und dem Druck zu widerstehen, den die Welt auf sie ausübt. Obwohl sie unvollkommene Sünder sind, gefällt es Jehova, ihnen zu Hilfe zu kommen, doch arroganten Menschen, „Hochmütigen“, wird er in keiner Hinsicht seine Gunst schenken (1. Petr. 5:5).

Kommentar zum Jakobusbrief – jw.org

Jakobus sagt noch mit dem Wort eines anderen Mannes, welche völlige Hingebung Gott von uns verlangt und wie reichlich er sie lohnt. Gott will, daß der Geist, den er uns gegeben hat, sein Eigentum bleibe, und läßt nicht zu, daß wir ihn anderswohin wenden und an andere Dinge verknechten. Das ist eine Art heiliger Mißgunst, die es keinem anderen gönnt, daß er über unseren Geist Herr sei und unsere Liebe an sich kette und unser Leben sich unterwerfe. Wir sollen einzig ihm gehören; er teilt sich nicht mit anderen in das Regiment über das Menschenherz. Sein Recht hierzu steht darin, daß unser Geist und Leben gänzlich seine Gaben sind. Er verlangt nur nach dem, was sein eigen ist, weil er es uns gab. Dieser feste Griff, mit dem Gott uns völlig an sich zieht und uns keine Freiheit läßt, von ihm zu weichen, ist Gnade. Denn er gibt ungleich Größeres als das, was er uns versagt. Nicht um uns zu verkürzen, sondern um uns den Reichtum seiner Gaben zu verleihen, zieht er uns mit diesem festen Band an sich. Das sagt aber jener Spruch nicht ohne Grund und Wahrheit. Er spricht Gottes Sinn und Regel aus, und darum darf man mit Gottes Freundschaft nicht spielen, als hätte daneben auch noch die der Welt Platz.
Deswegen lautet Gottes Regel so: den Hoffärtigen Widerstand, den Gebeugten Gnade. Wer mit seiner Liebe in die Welt hinausfährt und bei ihr seine Gönner und Freunde sucht, der bläht sich und tritt hoch daher. Er meint, sogar Gott entbehren zu können. Gegen die Hoffart tritt auch Gott als der Hohe auf in seiner Majestät und richterlichen Gewalt, die es dem Menschen zeigen kann, daß er nicht größer wird als Gott, wie er sich auch in seiner Hoffart dehnen und strecken mag. Aber den Geringen und Gebeugten, der nichts hat, als was ihm Gott gibt, und nichts ist, als was Gott aus ihm macht, hebt er empor in seine Gnade und empor in seine Herrlichkeit. Das ist der Weg, den Israel zu gehen hatte, und wir auch. Sein Unglück war, daß Gott nicht seine einzige Liebe war, in der es still sein reiches Genügen hatte, sondern daß es zugleich lüstern nach der Welt haschte, mit den anderen in den Wettbewerb trat und auch groß und reich werden wollte wie sie. Die Weise, wie ihm geholfen werden kann, ist, daß es sich vor Gott beugt.

Adolf Schlatter – Schlatters Erlӓuterungen zum Neuen Testament

Wie sehr der Mensch auch von Neid und Begehren bestimmt sein mag – viel reichlicher ist die Gnade Gottes. In ihr ist mehr enthalten als in allem, wonach der Mensch auch immer neidisch trachten mag. Nach dieser Gnade sollen die Christen streben und nicht nach weltlichen Gütern.
Neidisch sein bedeutet: mehr haben wollen als das, was einem im Leben zugeteilt ist. Der neidische Mensch denkt, dass er zu kurz gekommen ist. Er richtet seinen Sinn auf mehr und Besseres. Er vergisst, was Gott ihm gegeben hat und wird hochmütig. Die neidische Gesinnung richtet sich nicht nur gegen andere Menschen; sie richtet sich in ihrer Undankbarkeit auch gegen Gott selbst. Dieser Haltung leistet Gott Widerstand: Gott widersteht den Hochmütigen (wörtl. den Überheblichen), aber den Demütigen gibt er Gnade (Spr 3,34; 1Petr 5,5).
Dem Hochmütigen wird das, was Gnade ist, immer fremd bleiben. Ihm sind im Grunde drei Dinge zuwider: a) dass einer über ihm steht, dem er sich unterordnen soll und der ihm notfalls auch widersteht (V. 7); b) dass er Sünder sein soll (V. 8) und nicht in sich selbst vollkommen ist; c) dass er deshalb auf Gnade angewiesen sein soll (V. 6).
Denn die Gnade ist nicht die Zugabe für diejenigen, die nach hohen Dingen streben und mit neidischem Begehren nach dem trachten, was ihr Leben erfüllen soll und darüber in Streit geraten mit denen, die ebenso von ihren Lüsten bestimmt sind. Wer sein Leben nach diesen Werten ausrichtet, wer ein Freund der Welt sein will, dem widersteht Gott. Bei Gott gelten andere Regeln als bei den Menschen. Zum Niedrigen beugt sich Gott in seiner Herrlichkeit und Gnade herab. Aber dem Hochmütigen tritt er in seiner königlichen Majestät und in seiner richterlichen Gewalt entgegen. Deshalb sollen wir uns nicht über Gott erheben, sondern uns seinem Willen unterordnen. Hochmütig ist derjenige, der sich nicht ausschließlich unter Gott stellt. Wer nicht unter der Herrschaft Gottes steht, dem widersteht Gott. Wer sich aber unter seine Herrschaft stellt, dem gibt Gott Gnade.
Jak nennt die Sünden seiner Briefempfänger konkret beim Namen, aber er rechnet sie nicht auf. Vor Gott zählt nicht die Menge der Sünden, sondern das Herz, wie es jetzt zu Gott steht. Unschuldig ist keiner – doch Gott gibt Gnade dem, der sich demütig unter ihn stellt.

Hans-Jürgen Peters – Wuppertaler Studienbibel

Im griechischen Text enthält dieser Abschnitt zehn Imperative im Aorist; und all diese Imperative im Aorist zeigen Dringlichkeit und entschiedenes Handeln. In diesem Abschnitt stellt Jakobus sieben spezifische Verpflichtungen vor.

Die erste Pflicht in Vers 6 ist Inanspruchnahme der Gnade. Er gibt aber desto größere Gnade. Das ist die wörtliche Übersetzung des griechischen Urtexts. Gott gibt größere Gnade. Deshalb spricht die Schrift… Und dann zitiert Jakobus Sprüche 3,34 aus der Septuaginta – mit einer Veränderung: Das Wort Herr wird zu Gott verändert. Deshalb bedeutet: Dies ist der Grund für die Warnung – Gott widersteht den Hochmütigen. Die Hochmütigen glauben nicht, dass sie Gnade nötig haben. Diese Menschen sind die Freunde der Welt; also geht Gott in Kampfstellung gegen die Stolzen. Andererseits: Den Demütigen gibt er Gnade. Auch die Wortfolge ist hier wörtlich übersetzt. Demütige oder niedrige Menschen erkennen nämlich, wie sehr sie Gnade brauchen. Diese Demütigen im Geist bieten vollständige Ergebenheit unter Gott. Ihre erste Pflicht ist also, Gnade in Anspruch zu nehmen, die gebraucht wird, um jedwede Situation durchstehen zu können. Dieselbe Aussage finden wir in Hebräer 4,14-16.

Arnold Fruchtenbaum – Der Jakobusbrief

Bisher war Jakobus der unnachsichtige Mahner. Jetzt wird er erneut zum Ermutiger.
Mit einem einzigen kurzen Satz deckt er die Hilfe auf: »Er (= Gott) gibt aber reichlicher Gnade« (V. 6). Stünde dieser Satz nicht in Jak 4,6, dann würde man ihn bei Paulus vermuten (vgl. Röm 5,20). Jeder Christ, der innerlich durch die Ermahnung des Jakobusbriefes getroffen ist, darf sich an Gottes »Gnade« wenden. Diese Gnade ist »größer« (so wörtlich) als jede Sünde. Sie kann alles heilen.
Jakobus verkündigt also Evangelium! Man hätte nie sagen dürfen, er sei gesetzlich und »strohern«.
Mit einem Satz, den auch Petrus gebraucht (1Petr5,5) und der aus dem AT stammt (Spr 3,34), zeigt Jakobus diesen »Gnaden«-Weg auf und belegt ihn zugleich biblisch: »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.«
Übrigens lernt man beim Jakobusbrief nie aus. So enthält auch V. 6 noch eine kleine Überraschung. Sie liegt in der Einleitung des Bibelzitates: »Deshalb sagt er.« Wer ist »er«? Natürlich Gott! Aber redet denn nicht in Spr 3,34 Salomo? Doch! Aber dieser menschliche Verfasser Salomo hat im Heiligen Geist geredet. Er war letztlich nichts anderes als Gottes Bote. Deshalb spricht in Spr 3,34 tatsächlich Gott zu uns! Daraus ergibt sich ferner, dass das Buch der Sprüche für Jakobus heilige, inspirierte Schrift war.

Gerhard Maier – Edition C

Dieser vielleicht Spr 3,34 zitierende Vers läßt erkennen, wer der Geber ist und was Er gibt. Gott wird erneut als Derjenige geoffenbart, der den Demütigen Gnade gibt. Viele derartige Beispiele kommen in der Schrift und im Leben Seines Volkes heute vor. Seine Fülle ist noch immer unermeßlich. Sagte nicht der Heiland der Frau am Brunnen: „Wenn du die Gabe Gottes kenntest … so würdest du ihn gebeten haben, und er hätte dir … gegeben“ (Joh 4,10). Seine Gaben sind unverdiente Zuwendungen und wertvoll. Petrus ist es, der über „den Gott aller Gnade“ (1 Petrus 5,10) schreibt. Als aus Gnaden Errettete (Eph 2,8-9) stehen wir in der Gnade (Röm 5,2). „Die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden“ (Joh 1,17). Diese Wahrheit war es, die Philipp Friedrich Hiller inspirierte, folgende Zeilen zu schreiben:
Ich hatte nichts als Zorn verdienet
 und darf mich Gottes Gnade freun;
 Er hat mich mit Sich selbst versühnet,
 Er wusch durch Jesu Blut mich rein.
 Jetzt Gottes Kind, einst Gottes Feind!
 Erbarmung hat´s so treu gemeint.
Die bei der Bekehrung erfahrene Gnade besteht darin fort, daß sie den Demütigen stets reichlich zuströmt und nie aufhören wird, jeder wieder auftretenden Not zu begegnen. Sie hat keine Beschränkungen. Gott befindet sich immer auf der Seite der Demütigen. Andererseits widersteht Gott den Hochmütigen. Spr 16,5 sagt, wie das geschieht. Das Verb „widersteht“ ist ein dem Heerwesen entstammendes Wort und bezeichnet das Aufstellen von Truppen in der Schlachtreihe. Gott gibt in unverdienter Weise den Demütigen und verweigert sich mit aller Macht den Hochmütigen. Daniel erlebte Seine Gnade, wurde geschützt und geehrt, der überhebliche, stolze König Nebukadnezar dagegen zutiefst beschämt. Unsere Geschichtsbücher sind voll von anderen Beispielen. In Mt 18,3-4 wird diese Wahrheit vom Herrn Jesus hervorgehoben, als Er das kleine Kind (A.d.Ü.: vgl. Konkordante und Hoffnung sowie „Kindlein“ Elberf) in die Mitte stellte, um zu verdeutlichen, was Demut heißt.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Wer seine Glaubensgeschwister liebt, gehört erst wirklich zur Familie dazu. Es ist ein Beweis dafür, dass er Gott kennt.

Geliebte, laßt uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren (O. von Gott gezeugt) und erkennt Gott,
Elberfelder 1871 – 1.Johannes 4,7

Meine Freunde! Laßt uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer seinen Bruder liebt, beweist damit, daß er ein Kind Gottes ist und Gott wirklich kennt.
Hoffnung für alle – 1996 – 1.Johannes 4:7

Ihr Hingegebenen, lasst uns in Liebe füreinander da sein, denn von Gott stammt die Liebe und jeder, der sich immer wieder hingibt, ist bereits von Gott gezeugt worden und lernt Gott kennen.
Gottes Agenda – 1.Joh 4,7

Ihr Lieben, lasst uns einander in Liebe begegnen, denn die Liebe hat ihren Ursprung in Gott. Und jeder, der in der Liebe lebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott wirklich.
das Buch 2022 – 1.Joh 4:7

Vers 8 hatten wir schon, so wie einige weitere Verse dieses Kapitels der Bibel…

Liebe zu anderen? Ja, Jesus sagte, dass die Liebe der meisten erkalten würde. Das zeigt sich unter anderem, dass Kindesmissbrauch und Ehebrecher weiterhin geduldet werden, wenn man nicht mindestens zwei Zeugen bringen kann. Das ist wirklich lieblos den Opfern gegenüber! Oder schauen wir auf die Menschen, die andere gläubige Menschen nur deshalb als „korrupter Tyrann“ bezeichnet, weil er einer anderen christlichen Demonstration angehört! Das ist wirklich lieblos!
Wessen Geist zeigen diese Beispiele??

Johannes beginnt mit einer Warnung vor den falschen Geistern in der Welt. Denken Sie daran, dass das Neue Testament noch nicht vollendet war und das Geschriebene noch nicht allgemein bekannt war; bis zur Vollendung des Neuen Testaments waren die Ortsgemeinden auf den Dienst von Menschen mit geistlichen Gaben angewiesen, die sie die Wahrheit lehrten. Wie konnte ein Gläubiger wissen, ob ein Prediger von Gott war und ob man seiner Botschaft vertrauen konnte? (Siehe 1. Thess. 5:19-21.) Schließlich ist der Satan ein Nachahmer. Johannes sagt, dass die falschen Geister nicht bekennen werden, dass Jesus der Christus ist (siehe 1. Korinther 12,3). Die falschen Kulte leugnen heute die Gottheit Christi und machen ihn zu einem bloßen Menschen oder einem inspirierten Lehrer. Aber der Christ hat den Geist in sich, die neue Natur, und das gibt ihm Überwindungskraft.

Es gibt heute zwei Geister in der Welt: Gottes Geist der Wahrheit, der durch das inspirierte Wort spricht, und Satans Geist des Irrtums, der Lügen lehrt (1. Tim. 4:1ff). Von Gott gesandte Lehrer werden von Gott sprechen, und Gottes Kinder werden sie erkennen. Satans Arbeiter werden aus weltlicher Weisheit sprechen und sich auf diese verlassen (1. Korinther 1,7-2,16). Die wahren Schafe erkennen die Stimme des Hirten (Johannes 10:1-5, 27-28). Wahre Schafe erkennen auch einander und lieben einander. Satan ist ein Spalter und Zerstörer; Christus vereinigt die Menschen in Liebe.

Wiersbes Erläuterungen zum Neuen Testament

In diesem nächsten Abschnitt (7-16) lenkt Johannes den Blick wieder auf die Liebe, und insbesondere „identifiziert er sowohl die Quelle als auch die Definition der Liebe als Gott selbst. Gottes Liebe kommt am stärksten darin zum Ausdruck, dass er seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünde gesandt hat, damit wir durch ihn ewig leben können“.1 Jobes führt weiter aus: „Die Begründung für das Liebesgebot ist, dass die Liebe ein Wesensmerkmal Gottes ist. Daher werden diejenigen, die aus Gott geboren sind, auch durch ihre Liebe zu anderen definiert.“

Geliebte Freunde – Der Älteste bezeichnet seine Zuhörer erneut als agapetoi (Geliebte, ἀγαπητοὶ) und erinnert sie daran, dass sie nicht nur vom Autor, sondern auch von Gott geliebt werden.

Wer nicht liebt, kennt Gott nicht – Dies ist wieder eine Rückkehr zum Gebot der gegenseitigen Liebe, eine Erweiterung der Diskussion aus den Kapiteln 2 und 3 (siehe insbesondere den Kommentar zu 2:9-22 und 3:11-18) und wird in Kapitel 4 noch erweitert. Wie Jobes bemerkt, „sind die persönliche Erkenntnis Gottes und die Liebe zu anderen, wie Gott sie definiert, untrennbar miteinander verbunden. Die Ermahnung des Johannes verlangt daher implizit eine Selbstprüfung“.

Rabbiner Joshua Brumbach – Die drei Briefe des Johannes – Hoffnung, Liebe und Bündnistreue

Alles in unserem Leben spiegelt unsere Beziehung zu Gott wider. Wenn wir vor Gott Angst haben, ihm insgeheim misstrauen oder versuchen, unseren wahren Zustand vor ihm zu verbergen, werden auch unsere anderen Beziehungen an einem Mangel jenes Vertrauens und jener Offenheit leiden, die eine Voraussetzung für echte Liebe sind.

June Hunt – Schlüssel zur biblischen Seelsorge

Der Sinn der Aufforderung am Anfang: „Geliebte, laßt uns einander lieben!“ ist nicht, das spezielle Thema der Bruderliebe anzuschlagen; denn der Kern dessen, was der Verf. jetzt ausführen will, folgt erst im ὅτι-Satz, und dieser stellt die Liebe ganz allgemein (ἡ ἀγάπη) in den Mittelpunkt. Es geht ihm hei der Sonderung der Christen von den „Pseudopropheten“ darum, festzustellen, daß der echte Christ ein Liebender ist, so wie jeder zur „Welt“ Gehörige ein Hassender ist: 3, 13, vgl. Joh 15, 18f; 17, 14. Die Liebe als solche ist die Art Gottes (ἐκ τοῦ θεοῦ) und Gottes allein. Die „Welt“ kann zwar auch ihresgleichen „lieben“ (φιλεῖν), Joh 15, 19; aber ihre eigentlichen Begierden sind Lüge und Mord (vgl. Joh 8, 44; 1 Joh 3, 12. 15).

Erkennt man diese Fragestellung und dieses umfassende Thema von der „Liebe“ schlechthin, dann wird man in 7c an der allgemeinen Fassung πᾶς ὁ ἀγαπῶν nicht rütteln. Sowohl die Lesart von Cod. A, der τὸν θεόν ergänzt, als auch die stillschweigende Einfügung τοὺς ἀδελφούς gemäß 7a bedeutet eine unzulässige Einengung.

Jeder Liebende, sofern er liebt, ist aus Gott geboren. Das heißt natürlich nicht, daß die Geburt aus Gott in der Liebe besteht, sondern, wie in ähnlichen Sätzen in 1 Joh, in ihr erkennbar wird.
In nächste Nachbarschaft mit der Zeugung aus Gott tritt die Erkenntnis Gottes. Auch für sie wird die Liebe ein Kriterium, wie V 8 bestätigt. Der Gedanke selbst, nur auf die Bruderliebe bzw. das „Erfüllen der Gebote“ spezialisiert, ist bereits aus 2, 3ff bekannt. Wenn sich die „Zeugung aus Gott“ mehr auf den Ursprung bezieht, so „Gott erkennen“ stärker auf die bleibende Gemeinschaft mit Gott. Nur wer sich als Liebender erweist, zeigt — eben durch seine Liebe —, daß er Gottes Art und Gemeinschaft besitzt. Der Verf. gebraucht bewußt diese Wendungen, die das gemeinsame Ziel der damaligen religiösen Sehnsucht außerhalb und innerhalb des Christentums wiedergeben, um seiner Liebesforderung Klang zu verleihen, und zugleich, um die Gegner abzutun.

Herders Theologischer Kommentar zum Neuen Testament

Die klare Scheidung von den Irrlehrern, falschen Propheten und Antichristen ist nicht lieblos, wie bis heute oft gesagt wird. Es ist gerade gelebte Liebe, wenn wir als Christen deutlich auf die antichristlichen Geister hinweisen und warnen. Ist das lieblos, wenn ich einem, der verblendet auf einen Abgrund zugeht, laut und deutlich: »Halt! Stopp! Kehre um! Du gehst in dein Verderben!« zurufe? Wenn ich nicht rufen würde, das wäre lieblos! So wird gerade der Kampf gegen Irrlehre aus Liebe geführt, muss um der Liebe willen geführt werden. Das sollte man uns Christen auch abspüren, und hier mangelt es oft bei uns. Fanatismus kommt nie aus der Liebe.

Doch ist der Kampf gegen die Irrlehre auch nie unser erstes Werk, sondern vielmehr der Mitbau am Reich Gottes, die Erbauung der Gemeinde und die gelebte brüderliche Liebe. Dan hinein ruft Johannes jetzt noch einmal (vgl. 1Joh 2,7ff.; 1Joh 3,11ff.) seine Gemeinden. Er ist selbst von der Liebe durchdrungen, und die Anrede »Geliebte« zeigt sein Innerstes. Im Griechischen kann das Folgende sowohl Aussage als auch Aufforderung sein. »Wir lieben einander« oder »lasst uns einander lieben«. Von Vers 11 her, wo es Aufruf ist (»wir sollen … lieben«), entscheiden wir uns für die Aufforderung. Christliche Liebe geschieht nicht automatisch, sondern bedarf des Wollens (vgl. zu 1Joh 3,11). Die Liebe wächst dort in uns,« wo wir den Geist Gottes in uns verändernd wirken lassen, denn er entzündet zur Liebe; er schenkt uns das neue Wollen, den Willen zu lieben.

Es ist nicht eine allgemeine Gefühlsliebe gemeint, sondern die Liebe, die von Gott ist, eine Liebe, die frei ist von Selbst – und Begehrsucht; die göttliche Liebe, die in allem uns will, beschenkt und sucht. Wer so liebt, »der ist aus Gott geboren und kennt Gott.« Solche Liebe können wir nicht in uns selbst machen, wollen oder suchen. Die erlangen wir durch die Neugeburt; »der ist aus Gott gezeugt«, schreibt Johannes. Göttliche Liebe und natürliche, menschliche Liebe sind völlig wesensverschieden. Doch wo Gott uns neu zeugt, wo wir wiedergeboren sind, da ist Art von Art, da bleibt der »Same« Gottes in uns (vgl. 1Joh 3,9). Christliche Liebe ist Art von Gottes Art. Denn wir leben nun mit Gott in untrennbarer Gemeinschaft, »kennen Gott«, sind Art von Art.

Gerhard Maier – Edition C

Es scheint nun auf den ersten Blick ein abrupten Wechsel von einem etwas unerquicklichen Thema zu einem Hauptgedanken zu geben, der dem Leser weitaus mehr gefällt. Es ist der Übergang von „dem Geist des Irrtums“ zu „einander lieben“. Dennoch besteht hier eine Verbindung. Johannes hat den Geist der Wahrheit erwähnt (V.6), wobei ohne jeden Zweifel die Liebe Gottes in unsere Herzen durch den Heiligen Geist ausgegossen wurde. Wir sind aus dem Geist geboren und damit Kinder Gottes geworden. Daher sollten wir einander lieben. Der Geist des Irrtums erweist sich in denen, die von der Welt sind und die entgegengesetzten Merkmale besitzen: „Wundert euch nicht, Brüder, wenn die Welt euch haßt“ (3,13). „Geliebte“ ist eine liebevolle Anredeform. In Übereinstimmung mit der Wahrheit schärft er jetzt den Heiligen ein: Da Er uns also liebt, müssen wir einander lieben. Obwohl es stimmt, daß wir in Gemeinschaft mit Gott „eine sündige und vom Sündenfall zugrunde gerichtete Welt“ lieben müssen, geht es hier um eine gegenseitige Liebe, die besondere Liebe, die der Vater Seinen Kinder entgegenbringt und die wir nun einander erweisen. „Hier steigt der Brief zum Höhepunkt aller Offenbarungen empor“ (Law).
  „Laßt uns einander lieben“ (V.7);
  „Wir sind schuldig, einander zu lieben“ (V.11);
  „Wenn wir einander lieben“ (V.12);
  „Liebe ist aus Gott“ (V.7).
 Welcher Art ist diese Liebe? Keinesfalls die Liebe zur Welt, die wir nicht lieben sollen! Nicht die Liebe der Welt, denn die Welt liebt das Ihrige (vgl. Joh 15,19), sondern die Liebe des Vaters ist uns zuteil geworden. Er ist der Ursprung dieser Liebe, denn „die Liebe ist aus Gott“. „Ihr“ (V.4) sowie „wir“ (V.6) sind aus Gott, und daher wird die Liebe göttlichen Ursprungs in denen deutlich entfaltet werden, die Seine Kinder sind. Jeder, der Liebe erweist, ist aus Gott gezeugt (liebt mit der gleichartigen, göttlichen Liebe) und liebt Gott praktisch. Dies sind zwei Beweise der Neugeburt. „Gott hat sich uns in Jesus Christus als aufopfernde Liebe geoffenbart. Weil Gott Liebe im Wesen ist (V.8.16) und uns in Christus geliebt hat (V.12.13), müssen wir einander lieben“ (Stott).

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

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Dieser Kommentar zum Galaterbrief ist für Christen geschrieben, die jung im Glauben sind. Er ist ein sehr praktischer, lebensnaher Einstieg und eine Hilfe für ein selbstständiges und kontinuierliches Bibelstudium. Leicht verständlich und in kurzen Abschnitten nimmt der Autor den Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch Paulus Brief an die Galater.