Und vertilgt wurde (nach and. Lesart: Und er vertilgte) alles Bestehende, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; und sie wurden vertilgt von der Erde. Und nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.
Elberfelder 1871 – Genesis 7,23
Er wischte alles Bestehende weg, das auf dem Antlitz des Ackers war,
vom Menschen bis zum Tier, bis zum Kriechgerege, und bis zum Vogel des Himmels,
weggewischt wurden sie von der Erde.
Noach allein blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war.
Buber & Rosenzweig – Genesis 7:23
Und es löste alles Selbständige auf, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis Vieh, Gewürm und Vogel des Himmels; sie wurden von der Erde weggelöscht, und nur Noach und was bei ihm in der Arche war blieb übrig.
Rabbiner Samson Raphael Hirsch – 1.Mose 7,23
Und er löschte jedes Lebewesen aus, das auf der Oberfläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Kriechenden und bis zum Vogel des Himmels, und sie wurden von der Erde ausgelöscht. Und nur Noach blieb übrig und was mit ihm in dem Kasten war.
Streitenberger – 1.Mose 7:23

In einer „religiösen Zeitschrift“ wird zu diesem Vers geschrieben:
Die Frage, wen Jehova zu den Ungerechten zählt, wurde in unseren Publikationen schon wiederholt behandelt. In der Vergangenheit haben wir erklärt, dass Menschen, die von Jehova vernichtet wurden, keine Auferstehungshoffnung haben. Die Bibel beschreibt mehrere Urteilsvollstreckungen Jehovas. Bei der Sintflut zum Beispiel kamen alle Menschen außer Noah und seine Familie um. Später befahl Jehova den Israeliten, die sieben Völker zu vernichten, die im Land der Verheißung lebten. Und ein Engel tötete in einer einzigen Nacht 185 000 assyrische Soldaten (5. Mo. 7:1-3; Jes. 37:36, 37). Gibt uns die Bibel genug Anhaltspunkte für die Schlussfolgerung, dass Jehova alle diese Menschen zum ewigen Tod verurteilt hat – ohne die Aussicht, auferweckt zu werden? Nein. Wir wissen nicht, wie Jehova jeden Einzelnen beurteilte. Wir können auch nicht sagen, ob alle, die vernichtet wurden, die Möglichkeit hatten, ihn kennenzulernen und zu bereuen.
Der Wachtturm Mai 2024
Aber das ist eigentlich die falsche Frage! Die Frage wäre: Warum steht dieser Vers in der Bibel? Was will Jehovah uns damit sagen? Und warum wurden in diesem Vers „Mensch und Tier vernichtet“ und nicht, wie in der Aufzählung in dieser „rel. Zeitschrift“ nur die „sündigen Menschen“. Wenn du eine Antwort auf die letzte Frage gefunden hast (die Antwort finden wir im sogenannten NT) dann wirst du verstehen, dass die Sintflut nicht in erste Linie eine Vernichtung sondern in erster Linie „die Rettung der menschlichen Existenz auf der Erde“ war!
andere Kommentare zu diesem Bibelvers:
Alles… Lebendige auf der Erde (außerhalb der Arche) wurde zerstört. Nur das Leben im Wasser überlebte. Die Sünde vergiftete alle Lebensbereiche. So war nur ein völliger Neubeginn ausreichend. So wird es ebenfalls am Ende der Tage sein ( Mt 24,37-39 ).
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Mose 7,21-23a beschreibt das Ausmaß der Zerstörung: Und es starb alles Fleisch, das sich auf der Erde regte, die Vögel und das Vieh, die Vögel und die Tiere und alles Gewürm, das auf Erden kriecht, und alle Menschen, in deren Nasenlöchern der Odem des lebendigen Geistes war. Alles, was auf dem trockenen Lande war, starb. Die Betonung liegt eindeutig auf der Vernichtung aller Lebewesen auf dem Festland durch den Lebensatem, was wiederum alle Fische ausschließt. Dann sagt er: Und es wurde vertilgt alles Lebendige, was auf der Erde war, der Mensch und das Vieh und das Gewürm und die Vögel des Himmels, und sie wurden alle von der Erde vertilgt. Das hebräische Wort bedeutet „ausgelöscht“. Sie wurden ausgelöscht.
Arnold Fruchtenbaum – Genesis
Mose 7:23b listet diejenigen auf, die verschont wurden: Nur Noah und die, die mit ihm in der Arche waren, blieben übrig.
So lesen wir in 1. Mose 7,23: „Er vertilgte alles Bestehende auf dem Erdboden, vom Menschen an bis auf das Vieh, bis auf das Kriechende und bis auf die Vögel des Himmels; es ward alles von der Erde vertilgt; nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.“ Das klingt universal. Zudem erscheinen hier im Hebräischen zwei verschiedene Wörter für Erdboden und Erde. Wohl können beide einen engeren Sinn haben, dass aber hier zwei verschiedene Wörter gebraucht werden, verleiht dem Argument der universalen Flut einiges Gewicht. Ebenso verbindet 1. Mose 7,23 alles Lebendige mit den Menschen, und 1. Mose 9,19 und 10,32 sagen auf das Bestimmteste, dass Noah und seine Familie die einzigen überlebenden Menschen waren. Dass die Flut in Bezug auf den Menschen universal war, geht aus der Schrift eindeutig hervor.
Schaeffer – Genesis in Raum und Zeit: Der Anfang der Biblischen Geschichte und Seine Bedeutung für Unser Welt- und Menschenbild
Die göttliche Absicht, die in Vers 4 verkündet wurde, hat sich vollständig erfüllt.
Der JPS Tora-Kommentar – Genesis
wurde verlassen Der hebräische Wortstamm sh-ʾ-r bedeutet, dass das Überleben gewollt und nicht zufällig ist.
Zerging, ist die Form des Kal und nicht die Form des Hiphil, von der Bildung wandte, baute. Bei jeder Wurzel, die zuletzt ein ה hat, wie קנה ,מחה ,בנה, und waw jud vorgesetzt bekommt, wird das jud mit chirek punktiert. — Nur Noach, Noach allein, das ist der einfache Sinn, der agadische Midrasch (Ber. rab.) sagt, er seufzte und hustete Blut durch die Mühe mit den zahmen und wilden Tieren; manche sagen, er brachte einmal dem Löwen das Essen zu spät, da schlug er ihn, und darauf heisst es (Spr. 11, 31) wird wohl dem Gerechten auf Erden vergolten!
Raschi – Kommentar zur Tora
In V. 1 wird uns gesagt, dass Noah ein rechtschaffener Mann war. Dann wird uns gesagt, dass der Rest der Welt böse war. Gott gibt uns einen moralischen Grund für die Rettung Noahs und für die Vernichtung aller anderen. Er lädt Noah nun ein, in die Arche zu gehen: „Komm, du und dein ganzes Haus“ (V. 1). Es wird uns auch gesagt: „Und Noah tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte“ (V. 5). Es ist schlechte Theologie zu behaupten, dass Glaubensbekenntnisse moralischen Gehorsam ersetzen können. Wie der Bruder unseres Herrn, Jakobus, uns sagt: „Du glaubst, dass es einen Gott gibt; du tust wohl; auch die Teufel glauben und zittern“ (Jakobus 2,19).
Rousas John Rushdoony – Kommentare zum Pentateuch
o:
Biblia Hebraica Quinta – Genesis: Masorah Magna and Notes
היקום: Three times: Gen 7:4; 7:23; Deut 11:6.—Com.: This note is positioned on the following folio (fol. 5r).
ב̇ פסוק דאית בהון עד עד ועד אמחה את האדם . וימח את כל היקום . וחלופיהון חד פסוק ועד ועד
ועכברי הזהב . ותלתה פסוק חלוף ועד ועד ועד ויחרימו את כל אשר . ויתפשט יהונתן . ולא נעדר להם מן הקטן :o:
<ועד1> (This is one of the) two verses having the sequence עד … עד … ועד: Gen 6:7; 7:23; and their variants ועד … ועד … עד are in one verse: 1 Sam 6:18; and three verses contain the variant ועד … ועד … ועד: Josh 6:21; 1 Sam 18:4; 30:19.
וַיִּ֜מַח G V S T | וימיח (yimmī) Smr (facil-gram) ✣ ●
Biblia Hebraica Quinta – Genesis: Critical Apparatus and Notes
הָֽאֲדָמָ֗ה Smr V S T | prec πάσης G (harm-2:6) ●
23 וַיִּ֜מַח There is little justification for the emendation to the nifal וַיִּמַּח proposed by BHK and BHS following modern commentators (see account in Gunkel, Genesis, 63), albeit rejected by Skinner, Genesis, 155. The M apocopated imperfect qal fits the phrase well, being transitive and having God as subject with היקום as its object (see Qimḥi, ad loc.). For the milʿêl see GKC, §75o. As for the paṯaḥ, it is merely the auxiliary vowel used in final double closed syllables (in this case, resulting from the apocopation of וַיִּמְחֶה*; cf. וַיִּחַן, 26:17; 33:18; etc. (Joüon/Muraoka, Grammar2, §§17f; 79i). As far as the consonantal text of Smr is concerned, it does not differ from M. However, its reading yimmī attests the reflexive/passive hitpael (Ben-Ḥayyim, Literary and Oral Tradition, 4:161), which represents an effort to harmonize the verb with the following nifal וימחו. This morpho-syntactic arrangement places כל היקום in the position of the subject, uncommonly preceded by את (but see Blau, “Emphatisches ʾēṯ,” 211–12).
Die Sintflut war eine umfassende Weltkatastrophe. Alle Tiere, die auf dem Land lebten, und eine ganze Menschheit waren untergegangen. Die Schilderung der Menschheitskatastrophe ist deshalb so zurückhaltend, weil sie nicht Grauen, sondern Ehrfurcht wecken will. Dennoch ist sie eine Geschichte voll bitteren Schmerzes.
Wuppertaler Studienbibel
23 Übrig blieb nur Noah und alle, die mit ihm in der Arche waren. Wie später bei den großen Gottesgerichten, so blieb auch nach der Sintflut nur ein kümmerlicher Rest. Wie ein winziger Punkt schwamm die Arche auf den schreckenerregenden Wassern der Vernichtung. In den Zellen der Arche bewahrte Gott die Saat für das künftige Leben auf der Erde. Die Beschreibung der Flut ist eine schreckliche Gerichtsszene mit einem winzigen Funken Hoffnung.
A. Die Generation der Sintflut hat keinen Anteil an der kommenden Welt [M. San. 10:3a],
Jacob Neusner – Die Tosefta – Aus dem Hebräischen übersetzt
B. noch werden sie in der kommenden Welt leben,
C. wie es heißt: „Und er vertilgte alles Lebendige, das auf dem Erdboden war“ (Gen 7,23) – in dieser Welt;
D. und sie sind von der Erde verschwunden – in der kommenden Welt.
E. R. Juda b. Betera sagt: „Und der Herr sprach: Mein Geist soll nicht ewig mit dem Menschen streiten (Gen 6,3).
F. „Es wird nicht streiten, und mein Geist wird nicht ewig in ihnen sein.“
G. Eine andere Sache: Und der Herr sprach: „Mein Geist soll nicht streiten“, sagte der Allgegenwärtige, „ich werde ihnen ihren Geist als Geschenk zurückgeben.“
H. R. Menahem b. R. Yosé sagt: „Es wird nicht genügen-
I. „Der Allmächtige sprach: ‚Ich werde nicht mit ihnen streiten, wenn ich den guten Lohn zahle, der den Gerechten zuteil wird.‘
J. „Aber der Geist des Bösen ist für sie härter als für alle anderen,
K. „wie geschrieben steht: Ihr Geist ist ein Feuer, das sie verzehrt (Jes. 33:11).“
A. Genauso verhält es sich mit den Menschen in der Generation der Sintflut: Der Mensch begann zuerst zu sündigen, wie es heißt: Und der Herr sah, dass die Wüste des Menschen groß war auf der Erde (Gen 6:5).
B. Er wurde also zuerst geschlagen. Die anderen aber entkamen nicht, denn es heißt: „Er löschte alles aus, was auf der Erde lebt, Menschen und Tiere“ (Gen 7,23).