Viertes Buch der Psalmen

Psalm 90 – 106
Buchrolle

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 2. Juni 2009 66 Kommentare Trackback URI Comments RSS

66 Kommentare zu “Viertes Buch der Psalmen”

  1. Juleam 11. Mai 2009 um 22:17 Link zum Kommentar

    Psalm 91 – 93

    Psalm 91 auszugsweise:

    Wer im Schirm des Höchsten wohnt,
    Wird unter dem Schatten des Allmächtigen Herberge finden.

    2 Ich will zu Jehova sagen: „[Du bist] meine Zuflucht und meine Feste,
    Mein Gott, auf den ich vertrauen will.“

    4 Mit seinen Schwingen wird er den Zugang zu dir versperren,
    Und unter seinen Flügeln wirst du Zuflucht nehmen.
    Ein großer Schild und ein Bollwerk wird seine Wahrhaftigkeit sein.

    5 Du wirst dich nicht fürchten vor irgendeinem Schrecknis bei Nacht
    Noch vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt,

    9 Denn du [hast gesagt]: „Jehova ist meine Zuflucht“,
    Den Höchsten hast du zu deiner Wohnung gemacht;
    10 Kein Unglück wird dir widerfahren,
    Und auch keine Plage wird deinem Zelt nahen.

    11 Denn seinen Engeln wird er deinetwegen Befehl geben,
    Dich auf all deinen Wegen zu behüten.

    12 Auf ihren Händen werden sie dich tragen,
    Damit du deinen Fuß nicht an irgendeinen Stein stößt.

    14 Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat,
    Werde ich auch für sein Entrinnen sorgen.
    Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat.

    15 Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten.
    Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis.
    Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen.

    16 Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen,
    Und ich werde ihn die von mir [bewirkte] Rettung sehen lassen.

    Jehova ist immer für uns da. Auch wenn die Schadenstifter uns weiter an die Wand drücken, wird er auch weiterhin seinen Engeln den Auftrag geben, uns zu beschützen. Und wie Jehova um Schluß sagt, wird er uns befreien und uns die von ihm bewirkte Rettung sehen lassen.

    Was ist heute also wichtiger denn je?

    Nicht so sehr das Ansehen bei Menschen, nicht so sehr das, was andere von uns denken – denn ein guter Ruf ist schnell zerstört – sondern unser Ansehen bei Jehova.

    Psalm 92:7

    Wenn die Bösen sprossen wie die Pflanzenwelt
    Und alle, die Schädliches treiben, blühen,
    Ist es, daß sie für immer vertilgt werden.

    Auch wenn die Schadenstifter heute noch Gelingen zu haben scheinen, so ist der Tag nicht mehr fern, an dem Jehova die Dinge richtigstellen und jedem gemäß seinen Taten vergelten wird.

    Psalm 92:9

    Denn siehe, deine Feinde, o Jehova,
    Denn siehe, deine eigenen Feinde werden umkommen;
    Alle, die Schädliches treiben, werden voneinander getrennt
    werden.

    Wir haben ein reines Gewissen und freuen uns schon auf den Tag – denn an diesem werden wir endlich Befreiung aus der Hand unserer Feinde erfahren!

    Psalm 92:13-15

    Die im Haus Jehovas gepflanzt sind,
    In den Vorhöfen unseres Gottes werden sie aufblühen.

    14 Sie werden noch fortfahren zu gedeihen, während sie ergraut sind,
    Saftvoll und frisch werden sie weiterhin sein,
    15 Um kundzutun, daß Jehova gerade ist.
    [Er ist] mein FELS, in dem es keine Ungerechtigkeit gibt.

    Ist unser Gott nicht ein wundervoller Gott?

  2. Juleam 12. Mai 2009 um 22:19 Link zum Kommentar

    Psalm 94 – 96

    Psalm 94 ist ein sehr schöner Psalm, da der Schreiber hier jeden, der vom rechten Weg abgewichen ist, liebenvoll bittet, doch zu Jehova umzukehren.

    Er macht ihnen bewusst, dass man Jehova nicht austricksen kann, dass Jehova alles sieht und jedem gemäß seinen eigenen Taten vergelten wird.

    Psalm 94:19, 22

    Als meiner beunruhigenden Gedanken in meinem Innern viele wurden,
    Begannen deine eigenen Tröstungen meine Seele zu liebkosen.

    22 Aber Jehova wird mir eine sichere Höhe werden
    Und mein Gott der Fels meiner Zuflucht.

    Aber auch wenn heute das Böse noch blüht, so können wir doch inneren Frieden haben – weil wir wissen, dass wir immer noch in Gottes Liebe sind und unser Gott noch mit uns ist. Ein sehr tröstlicher Gedanke!

    Psalm 94:23

    Und er wird auf sie zurückkehren lassen ihr Schadenstiften
    Und wird sie durch ihr Unglück zum Schweigen bringen.

    Der Böse wird nicht für immer Gelingen haben. Auch für ihn wird die Zeit der Vergeltung kommen.

    Wer klug ist, nutzt jetzt noch die gelegene Zeit und kehrt von seinen verkehrten Wegen um!


    Psalm 95:6-10

    O kommt, laßt uns anbeten und uns niederbeugen;
    Laßt uns vor Jehova knien, der uns gemacht hat.

    7 Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe
    seiner Hand.
    Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört,
    8 Verhärtet euer Herz nicht wie zu Meriba,
    Wie am Tag von Massa in der Wildnis,
    9 Als eure Vorväter mich auf die Probe stellten;
    Sie prüften mich, sie sahen auch mein Tun.

    10 Vierzig Jahre lang empfand ich fortwährend Ekel vor [dieser] Generation,
    Und ich sprach dann:
    „Sie sind ein Volk, eigensinnig im Herzen,
    Und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt“;

    Psalm 96:12-13

    Es frohlocke das freie Feld und alles, was darauf ist.
    Mögen zur selben Zeit alle Bäume des Waldes in Jubel ausbrechen
    13 Vor Jehova. Denn er ist gekommen;
    Denn er ist gekommen, die Erde zu richten.
    Er wird das ertragfähige Land richten mit Gerechtigkeit
    Und die Völker mit seiner Treue.

  3. Juleam 13. Mai 2009 um 22:21 Link zum Kommentar

    Psalm 97- 99

    Psalm 97:7

    Mögen alle, die irgendeinem geschnitzten Bild dienen, beschämt
    werden,
    Diejenigen, die sich wertloser Götter rühmen.
    Beugt euch vor ihm, all ihr Götter.

    Könnte dieser Text auch auf uns zutreffen?

    Wann genau dienen wir anderen Göttern?

    Ist dies sonderlich klug?

    Warum nicht?

    Fragen, über die wir mal ganz in Ruhe persönlich nachdenken sollten. Denn eine ehrliche Selbstprüfung ist Voraussetzung, wenn wir uns in Gottes Liebe bewahren wollen.

    Psalm 97:10

    O ihr, die ihr Jehova liebt, haßt das Böse.
    Er behütet die Seele seiner Loyalgesinnten;
    Aus der Hand der Bösen befreit er sie.

  4. Juleam 14. Mai 2009 um 22:24 Link zum Kommentar

    Psalm 100 – 102

    Psalm 100 – ein Psalm des Lobpreiss Jehovas

    Jauchzt im Triumph Jehova zu, all [ihr Bewohner] der Erde!

    2 Dient Jehova mit Freuden.
    Kommt vor sein Angesicht mit Jubelruf.

    3 Erkennt, daß Jehova Gott ist.
    Er ist es, der uns gemacht hat, und nicht wir selbst.
    [Wir sind] sein Volk und die Schafe seiner Weide.

    4 Kommt in seine Tore mit Danksagung,
    In seine Vorhöfe mit Lobpreis.
    Dankt ihm, segnet seinen Namen.

    5 Denn Jehova ist gut;
    Seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit
    Und seine Treue für Generation um Generation.

    Psalm 101:2

    Ich will verständig handeln, auf untadelige Weise.
    Wann wirst du zu mir kommen?
    Ich werde in der unversehrten Lauterkeit meines Herzens im Innern meines Hauses
    umherwandeln.

    Wandeln auch wir in der Unversehrtheit unseres Herzens in Lauterkeit im Innern unseres Hauses?

    Was bedeutet das?

    Die Begriffe „unseres Herzen“ und “ im Innern unseres Hauses“ zeigen an, dass es hier um unsere innere Einstellung geht. Um das, was wir tun, wenn uns niemand zusieht. Nur Jehova und seine Engel.

    Was sehen sie, wenn sie uns beobachten?

    Trifft es vielleicht auf uns zu, was Jehova in Jesaja sagte „sie ehren mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist meilenweit entfernt von mir“?

    Könnte es sein, dass Jehova auch von uns sagt „vergeblich bringen sie mir Anbetung dar, denn mit Blutvergießen sind ja ihre Hände gefüllt“?

    Oder freut sich Jehova über das, was er bei uns sieht – auch (oder gerade) dann, wenn die Menschen uns nicht sehen können?

    Führen wir ein Doppelleben – oder haben wir gelernt, das zu lieben, was Jehova liebt und das zu hassen, was Jehova haßt?

    In diesem Fall werden wir immer das tun, was Jehova von uns wünscht – ob uns dabei Menschen zusehen oder nicht.

    Denn dann haben wir uns Jehovas Denkweise und seine Gebote zu eigen gemacht und wir selbst wollen so handeln, wie es Jehova gefällt. Dann kommt uns garnichts anderes in den Sinn.

    Diese Fragen können wir uns nur selbst beantworten.

    Gut, dass Jehova uns gemäß dem beurteilt, was in unserem Herzen ist – und nicht nach dem äußeren Anschein, wie es die Menschen tun.


    Psalm 101:6,7

    Meine Augen sind auf die Treuen der Erde [gerichtet],
    Damit sie bei mir wohnen.
    Wer auf untadelige Weise wandelt,
    Der ist es, der mir dienen wird.

    7 Im Innern meines Hauses wird niemand wohnen, der Trügerisches tut.
    Wer Falschheiten redet, er wird nicht feststehen
    Vor meinen Augen.

  5. Juleam 15. Mai 2009 um 22:28 Link zum Kommentar

    Psalm 103 – 105

    Psalm 103:8-14

    „Jehova ist barmherzig und gnädig,
    Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte.
    9 Er wird nicht für alle Zeit fortfahren zu rügen,
    Noch wird er auf unabsehbare Zeit grollen.
    10 Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan;
    Noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen.
    11 Denn wie die Himmel höher sind als die Erde,
    So ist seine liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten.
    12 So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang,
    So weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.
    13 Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist,
    Hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten.
    14 Denn er selbst kennt ja unser Gebilde,
    Ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind.“

    Ist das nicht wunderbar, wie groß und alles umfassend Jehovas Barmherzigkeit und Liebe ist?

    Aber passen wir auf, dass wir diese Barmherzigkeit nicht missbrauchen – denn sie greift nicht bei willentlicher und vorsätzlicher Sünde!

  6. Juleam 15. Mai 2009 um 22:29 Link zum Kommentar

    Psalm 103:17,18

    „Aber die liebende Güte Jehovas ist von unabsehbarer Zeit, ja bis auf unabsehbare Zeit
    Gegenüber denen, die ihn fürchten,
    Und seine Gerechtigkeit bis auf die Söhne der Söhne,
    18 Gegenüber denen, die seinen Bund halten,
    Und gegenüber denen, die seiner Befehle gedenken, um sie auszuführen.“

    Wie wunderbar, dass Jehova nie vergisst, das wir ihm von Herzen gedient haben und immer noch dienen.

    Aber mal ganz ehrlich: welcher Gott ist wie ER?

    Gibt es irgendeinen, der „ihm das Wasser reichen könnte“? Nein! Denn ER allein ist würdig, angebetet zu werden.

    Egal, was auch kommen mag, wir wollen uns niemals von Gottes Liebe trennen – und werden alles tun, damit wir uns für immer in Gottes Liebe bewahren!

  7. Juleam 15. Mai 2009 um 22:31 Link zum Kommentar

    Psalm 104:33-34

    „Ich will Jehova singen mein ganzes Leben hindurch;
    Ich will Melodien spielen meinem Gott, solange ich bin.
    34 Möge mein Nachsinnen über ihn angenehm sein.
    Ich meinerseits werde mich freuen in Jehova.“

    Was gibt es besseres für uns zu tun, als unseren herrlichen Gott, seine Barmherzigkeit, Güte und Liebe zu preisen?

    Drängt uns unser Herz nicht, immer wieder vor Begeisterung von unserem wundervollen Gott zu erzählen?

    „Aus der Fülle des Herzens redet der Mund“…

    Psalm 105:1-5,7

    „Dankt Jehova, ruft seinen Namen an,
    Macht seine Handlungen unter den Völkern bekannt.
    2 Singt ihm, spielt ihm Melodien,
    Befaßt euch mit all seinen wunderbaren Werken.
    3 Rühmt euch in seinem heiligen Namen.
    Es freue sich das Herz derer, die Jehova suchen.
    4 Forscht nach Jehova und seiner Stärke.
    Sucht sein Angesicht beständig.
    5 Gedenkt seiner wunderbaren Werke, die er gewirkt hat,
    Seiner Wunder und der richterlichen Entscheidungen seines Mundes,
    7 Er ist Jehova, unser Gott.
    Seine richterlichen Entscheidungen sind auf der ganzen Erde.

    Drängt uns unser Herz ebenso, dies auszurufen?

    Wenn wir zu Anfang dieses Psalms aufgefordert werden „befasst euch mit all seinen wunderbaren Werken“ und „gedenkt seiner wunderbaren Werke, die er gewirkt hat“, dann zeigt uns das, womit wir uns beschäftigen sollten, damit unser Herz mit all den wunderbaren Dingen gefüllt ist, aus denen dann unser Mund redet.

    Ist das langweilig? Finden wir persönlich es langweilig, uns mit Jehovas Taten zu beschäftigen, oder drängt uns die Liebe zu ihm nicht eher dazu, alles in uns aufzusaugen, was wir von ihm lesen und hören können?

    Liebe? Ja, wie ist es denn, wenn wir uns verliebt haben? Fühlen wir uns dann nicht auch gedrängt, möglichst viel über diese Person zu erfahren? Oder finden wir es dann langweilig, uns mit der Person zu beschäftigen und herauszubekommen, wie sie denkt und fühlt und warum? Nicht umsonst spricht man im Volksmund von „meinem Angebeteten“. Sehen wir unsere Beziehung zu Jehova ebenso?

    Und wie ist das mit Liebe und Verliebtheit? Verlieben können wir uns „auf dem ersten Blick“, aber wenn wir uns viel mit der Person beschäftigen – viel Zeit mit ihr verbringen, stundenlange Gespräche und vielleicht „andere nach ihnen aushorchen“ um mehr zu erfahren – dann wird daraus eine tiefe Liebe.

    Wie ist das mit uns und Jehova? Ist es Verliebtheit oder Liebe?

  8. Juleam 15. Mai 2009 um 22:32 Link zum Kommentar

    In den folgenden Versen von Psalm 105 werden all die wunderbaren Taten Jehovas aufgeführt, angefangen damit, dass Jehova mit Abraham einen Bund schloss. Wenn wir darüber nachsinnen, vertieft sich automatisch unsere Liebe zu Jehova.

    Mein Mann sagt immer „wenn die Menschen in der Bibel lesen und sich mit Jehova beschäftigen – dann werden sie ihn automatisch lieben und ihn so anbeten wollen, wie er es wünscht.“

    Recht hat er. Ich denke ebenso! Wer Jehova kennen lernt, muss ihn einfach lieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die davon nicht berührt werden.

    Was, wenn wir merken, dass wir persönlich nicht so empfinden, obwohl wir mal ein sehr gutes Verhältnis zu Jehova hatten und uns ihm hingegeben und uns als seine Zeugen haben taufen lassen?

    Woran liegt es dann, dass unsere Gefühle abgekühlt sind?

    Wie können wir das ändern?

    Im Buch „Schlüssel zum Familienglück“ wird uns im Falle von Eheproblemen geraten, uns doch zu erinnern, warum wir uns damals in unseren Partner verliebt haben – und zu gucken, ob es diese Gründe heute nicht auch noch gibt. Dann flackert die tiefe Liebe zu unserem Partner wieder auf.

    Ebenso ist es mit unserer Beziehung zu Jehova Gott. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir ihm nicht mehr wirklich nahe sind, dass unser Herz nicht mehr voller Liebe und Begeisterung brennt – dann sollten wir uns erinnern:

    Erinnern daran, warum wir mal so begeistert von ihm waren.
    Erinnern daran, was er alles für uns getan hat.
    Erinnern an all seine wundervollen Taten, die ja zu unserem Nutzen aufgezeichnet sind.

    Darum ist es so wichtig, dass wir täglich in der Bibel lesen und so nicht nur unseren Sinn sondern auch unser Herz füllen.

    Denn:

    „Aus der Fülle des Herzens redet der Mund“
    Was verraten meine Gespräche über mein Verhältnis zu Jehova?

    Wieder ein Punkt zur ehrlichen Selbstprüfung!

  9. Juleam 16. Mai 2009 um 22:35 Link zum Kommentar

    Psalm 106 – 108


    Psalm 106:1-5

    „Preiset Jah!
    Dankt Jehova, denn er ist gut;
    Denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit.

    2 Wer kann die Machttaten Jehovas aussprechen
    [Oder] kann all seinen Lobpreis hören lassen?

    3 Glücklich sind die, die das Recht beobachten,
    Gerechtigkeit üben allezeit.

    4 Gedenke meiner, o Jehova, mit dem Wohlwollen gegenüber deinem Volk.
    Nimm dich meiner an mit deiner Rettung,
    5 Damit ich die Güte gegenüber deinen Auserwählten sehe,
    Damit ich mich freue mit der Freude deiner Nation,
    Damit ich mich rühme mit deinem Erbteil.“

    Die logische Schlußfolgerung, wenn wir uns mit Gottes Werken befassen!

    Psalm 106:13-14

    „Schnell vergaßen sie seine Werke;
    Sie warteten nicht auf seinen Rat,

    14 Sondern sie bekundeten ihr selbstsüchtiges Begehren in der Wildnis
    Und stellten dann Gott in der Wüste auf die Probe.“

    Hoffentlich trifft dies niemals auf uns selbst zu. Wir wollen Jehova und das, was er für uns getan hat, niemals vergessen!

  10. Juleam 16. Mai 2009 um 22:36 Link zum Kommentar

    Psalm 106:47-48

    „Rette uns, o Jehova, unser Gott,
    Und bringe uns aus den Nationen zusammen,
    Damit wir deinem heiligen Namen danken,
    Damit wir zu deinem Lobpreis frohlockend reden.

    48 Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels,
    Von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit;
    Und das ganze Volk soll amen sagen.
    Preiset Jah!“

    Schön, wie der Zusammenhang dargestellt. Wenn Jehova uns rettet, ist eigentlich die ganz normale Reaktion, ihn zu preisen, ihm zu danken.

    Erweisen wir uns als dankbar?

  11. Juleam 10. Mai 2010 um 13:55 Link zum Kommentar

    Psalm 90:4

    Denn tausend Jahre sind in deinen Augen nur wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist,
    Und wie eine Wache während der Nacht.

    Dies ist der Grund, warum mir unsere Prüfung oft so unerträglich lange vorkommt: ich sehe die Zeit aus dem Blickwinkel der Menschen und diese nun fast 5 Jahre kommen mir wie eine Ewigkeit vor. Für Jehova sind sie ein Klacks, nicht der Rede wert.

    Aber auch wenn mir die Zeit oft unendlich lange vorkommt und ich oft denke, ich halte es nicht einen Tag länger aus – so weiss ich doch, dass Jehova sieht, was passiert und dass es ihm nicht egal ist.

    Zu seiner Zeit wird er die Dinge richtig stellen – ach, wenn es doch nur endlich schon soweit wäre!!!

  12. Thomasam 10. Mai 2010 um 18:18 Link zum Kommentar

    Psalm 90
    Zitate von J.N.Darby


    Der erste Psalm dieses Buches, Psalm 90, stellt also das Volk, d. h. den gläubigen, frommen Teil desselben, auf den Boden des Glaubens an Jehova und gibt dem Sehnen nach Befreiung und Segnung durch Seine Hand Ausdruck. Zunächst erkennt der gläubige Israelit Jehova an als die Wohnung Israels von Geschlecht zu Geschlecht, als ihre Zuflucht und Heimat. Sodann war Er der ewige Gott, ehe die Welt war, und Er lässt den Menschen kommen und gehen in einem Augenblick, wie es Ihm gefällt; für Ihn gibt es keine Zeit. Israel war verzehrt worden durch seinen Grimm. Doch das war noch nicht alles; obwohl Seine Macht unumschränkt war, handelte Er doch nicht nach Willkür, sondern Seine Wege waren der Ausdruck einer wahren und heiligen sittlichen Regierung. Und so finden wir in unserem Psalm nicht nur ein unumwundenes Bekenntnis offenbarer Sünden und Fehltritte, sondern die Anerkennung der heiligen Regierung Gottes, die auch das verborgene Tun des Menschen vor das Licht Seines Angesichts stellt (denn so handelt Gott, Ihm sei Dank dafür, dass Er es tut!); ihre Tage schwanden dahin durch Seinen Grimm. Aber sie wünschen, dass der Stolz ihres Herzens dadurch gebrochen werde und sie ihrer Schwachheit und Sterblichkeit eingedenk sein mögen, damit alle Selbstzufriedenheit, die dem natürlichen Herzen so eigen ist, für immer abgetan sei und das Herz sich der Weisheit, der Furcht Gottes, zuwende. Dass der Mensch so an seinen wahren Platz gestellt und Gott Sein Platz eingeräumt wird, und zwar in Verbindung mit einem Glauben, wie derjenige Israels an Jehova, das ist reich an Unterweisung im Blick auf die moralische Stellung, die sich für den Überrest in den letzten Tagen geziemt; dem Grundsatz nach ist es stets wahr. So schaut also der Überrest nach Jehova aus, dass Er zurückkehre und sie befreie – der Glaube fragt: bis wann? – und dass Seinen Knechten Sein Tun erscheinen möge, wie auch die Prüfung von Ihm gekommen war; ja, dass die Huld Jehovas, ihres Gottes, über ihnen sein und das Werk ihrer Hände durch Ihn befestigt werden möge. Es ist wahrer Glaube infolge der Beziehung zu Gott, jedoch zu Gott als dem Höchsten in Seiner heiligen Regierung auf Erden; als solcher aber ist Er der Gott Israels.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Jehova zeigt uns, wie wir unsere Tage zählen sollen
    „Zeige uns, wie wir unsere Tage auf eine Weise zählen sollen, daß wir ein Herz der Weisheit einbringen“ (PSALM 90:12).
    JEHOVA GOTT ist unser Schöpfer und Lebengeber (Psalm 36:9; Offenbarung 4:11). Daher kann er uns besser als jeder andere zeigen, was wir tun müssen, um unsere Lebensjahre weise zu nutzen. Es war somit passend, daß der Psalmist an Gott die Bitte richtete: „Zeige uns, wie wir unsere Tage auf eine Weise zählen sollen, daß wir ein Herz der Weisheit einbringen“ (Psalm 90:12). Bestimmt ist es angebracht, uns einmal mit dem 90. Psalm, in dem wir diese Bitte finden, eingehend zu befassen. Verschaffen wir uns jedoch zunächst einen kurzen Überblick über dieses von Gott inspirierte Lied.
    2 Überschrieben ist der 90. Psalm mit „Ein Gebet von Moses, dem Mann des wahren Gottes“. Da in diesem Psalm betont wird, wie vergänglich das menschliche Leben ist, vermutet man, daß er nach der Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Knechtschaft komponiert wurde, also während ihrer 40jährigen Wanderung durch die Wildnis, als eine treulose Generation durch den Tod von Tausenden ein Ende fand (4. Mose 32:9-13). Doch wie dem auch sei, in Psalm 90 wird gezeigt, daß das Leben unvollkommener Menschen kurz ist. Schon deshalb sollten wir unsere kostbaren Tage weise nutzen.
    3 In Psalm 90, Vers 1 bis 6 wird Jehova als unsere ewige Wohnung beschrieben. Die Verse 7 bis 12 zeigen, was wir benötigen, damit wir unsere schnell dahineilenden Lebensjahre auf eine für ihn annehmbare Weise nutzen können. Und aus den Versen 13 bis 17 geht der sehnliche Wunsch hervor, in den Genuß der liebenden Güte und des Segens Jehovas zu kommen. Freilich wird in diesem Psalm nicht vorausgesagt, was wir persönlich als Diener Jehovas erleben werden. Dennoch sollten wir uns die darin zum Ausdruck gebrachten ehrfurchtsvollen Gedanken zu Herzen nehmen. Sehen wir uns also mit den Augen Gott hingegebener Menschen den 90. Psalm näher an.
    Jehova — unsere „wirkliche Wohnung“
    4 Der Psalmist sagt einleitend: „O Jehova, du selbst hast dich uns Generation um Generation als wirkliche Wohnung erwiesen. Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott [oder: „der Göttliche“]“ (Psalm 90:1, 2, Fußnote).
    5 Für uns ist Jehova, der „ewige Gott“, eine „wirkliche Wohnung“ — ein geistiger Zufluchtsort (Römer 16:26). Wir fühlen uns sicher, weil er als „Hörer des Gebets“ immer bereit ist, uns zu helfen (Psalm 65:2). Wenn wir unsere Sorgen durch Gottes geliebten Sohn auf unseren himmlischen Vater werfen, ‘behütet der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, unser Herz und unsere Denkkraft’ (Philipper 4:6, 7; Matthäus 6:9; Johannes 14:6, 14).
    6 Da Jehova, bildlich gesprochen, für uns eine „wirkliche Wohnung“ ist, genießen wir geistige Sicherheit.
    7 Jehova existierte bereits, bevor die Berge „geboren“ wurden oder die Erde wie mit „Geburtswehen“ hervorgebracht wurde. Vom menschlichen Standpunkt aus gesehen, erforderte das Hervorbringen der Erde mit all ihren Besonderheiten, ihrem chemischen Aufbau und ihren komplizierten Abläufen große Anstrengungen. Und wenn der Psalmist davon spricht, daß die Berge „geboren“ wurden und die Erde wie mit „Geburtswehen“ hervorgebracht wurde, läßt er hohe Achtung davor erkennen, welch enorme Arbeit Jehova bei der Erschaffung dieser Dinge zu bewältigen hatte. Sollten wir in bezug auf das Werk des Schöpfers nicht ebensoviel Achtung und Wertschätzung zeigen?
    Jehova ist immer für uns da
    8 „Ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott“, singt der Psalmist. Der Ausdruck „unabsehbare Zeit“ bezieht sich mitunter auf Dinge, die zwar ein Ende haben, das aber zeitlich nicht erwähnt worden ist (2. Mose 31:16, 17; Hebräer 9:15). Doch in Psalm 90:2 und an anderen Stellen der Hebräischen Schriften bedeutet „unabsehbare Zeit“ „ewig“ (Prediger 1:4). Mit unserem Verstand können wir nicht begreifen, wie es möglich ist, daß Gott schon immer existiert hat. Aber Jehova hat keinen Anfang und wird auch kein Ende haben (Habakuk 1:12). Er wird immer leben und immer bereit sein, uns zu helfen.
    9 Vom Standpunkt des ewigen Schöpfers aus sind tausend Jahre menschlicher Existenz, wie der Psalmist unter Inspiration zeigt, eine sehr kurze Zeit. An Gott gewandt, schreibt er: „Du läßt den sterblichen Menschen zu Zermalmtem zurückkehren, und du sprichst: ‚Kehrt zurück, ihr Menschensöhne!‘ Denn tausend Jahre sind in deinen Augen nur wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache während der Nacht“ (Psalm 90:3, 4).
    10 Der Mensch ist sterblich, und Gott läßt ihn „zu Zermalmtem zurückkehren“. Das heißt, der Mensch kehrt zum „Staub“ zurück, zu zermalmter oder zerriebener Erde. Jehova sagt dem Sinne nach: „Kehr zum Staub des Erdbodens zurück, aus dem du gemacht wurdest“ (1. Mose 2:7; 3:19). Das trifft auf alle zu — Starke und Schwache, Reiche und Arme —, denn kein unvollkommener Mensch ‘kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben, daß er immerdar weiterleben sollte’ (Psalm 49:6-9). Aber wie dankbar sind wir doch, daß ‘Gott seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe’! (Johannes 3:16; Römer 6:23).
    11 Von Gottes Standpunkt aus gesehen, lebte selbst Methusalah, der 969 Jahre alt wurde, weniger als einen Tag (1. Mose 5:27). Für Gott sind tausend Jahre nur wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist — eine Zeitspanne von lediglich 24 Stunden. Wie der Psalmist ebenfalls bemerkt, sind tausend Jahre in Gottes Augen auch nur wie eine vierstündige Nachtwache in einem Lager (Richter 7:19). Was für uns also eine lange Zeit ist, ist für Jehova, den ewigen Gott, offensichtlich sehr kurz.
    12 Im Gegensatz zu Gottes ewigem Dasein ist das gegenwärtige Leben des Menschen tatsächlich kurz. Der Psalmist sagt: „Du hast sie weggefegt; ein Schlaf werden sie; am Morgen sind sie so wie grünes Gras, das sich verändert. Am Morgen treibt es Blüten und muß sich verändern; am Abend verwelkt es und verdorrt bestimmt“ (Psalm 90:5, 6). Moses sah, daß Tausende von Israeliten in der Wildnis starben, „weggefegt“ von Gott wie von einer Flut. Dieser Teil des Psalms ist auch wie folgt übersetzt worden: „Du fegst die Menschen hinweg in den Todesschlaf“ (New International Version). Andererseits ist die Lebensspanne unvollkommener Menschen an sich nur „ein Schlaf“, nur von kurzer Dauer — vergleichbar mit dem Schlummer in einer einzigen Nacht.
    13 Wir sind ‘wie grünes Gras, das am Morgen Blüten treibt’, aber bis zum Abend in der Sonnenhitze verdorrt ist. Ja, unser Leben ist so vergänglich wie Gras, das an einem einzigen Tag verdorrt. Verschwenden wir deshalb dieses kostbare Gut nicht, sondern lassen wir uns von Gott dabei anleiten, wie wir die uns verbleibenden Jahre im gegenwärtigen System der Dinge nutzen sollten.
    Jehova hilft uns, ‘unsere Tage zu zählen’
    14 Was Gott betrifft, fügt der Psalmist hinzu: „Wir sind zu Ende gekommen in deinem Zorn, und durch deinen Grimm sind wir bestürzt gewesen. Du hast unsere Vergehungen direkt vor dich gesetzt, unsere verborgenen Dinge vor dein leuchtendes Angesicht. Denn alle unsere Tage haben sich zu ihrem Ende geneigt in deinem Zornausbruch; wir haben unsere Jahre beendet so wie ein Geflüster“ (Psalm 90:7-9).
    15 Untreue Israeliten ‘kamen in Gottes Zorn zu Ende’. Sie waren ‘durch seinen Grimm bestürzt’ oder ‘durch seine Entrüstung verängstigt’ (New International Version). Einige wurden als Ergebnis göttlicher Strafgerichte „in der Wildnis niedergestreckt“ (1. Korinther 10:5). Jehova ‘setzte ihre Vergehungen direkt vor sich’. Er zog sie für ihre offenkundigen Missetaten zur Rechenschaft, aber auch ihre „verborgenen Dinge“ oder heimlichen Sünden waren ‘vor seinem leuchtenden Angesicht’ (Sprüche 15:3). Da sich die reuelosen Israeliten den göttlichen Zorn zugezogen hatten, ‘beendeten sie ihre Jahre so wie ein Geflüster’. Eigentlich gleicht auch unsere kurze Lebensspanne einem Hauch, der über die Lippen streicht, einem Geflüster.
    16 Sollte jemand von uns im geheimen Sünde treiben, kann er dies vielleicht eine Zeitlang vor Mitmenschen verbergen. Aber seine verborgene Missetat wäre ‘vor Jehovas leuchtendem Angesicht’, und sein Tun würde sein Verhältnis zu Jehova zerstören. Um sein vertrautes Verhältnis zu ihm wiederherzustellen, müßte er ihn um Vergebung bitten, seine Übertretungen lassen… Wäre das nicht viel besser, als ‘seine Jahre so wie ein Geflüster zu beenden’ und seine Hoffnung auf ewiges Leben zu gefährden?
    17 Über die Lebensdauer unvollkommener Menschen sagt der Psalmist: „Die Tage unserer Jahre an sich sind siebzig Jahre; und wenn sie zufolge besonderer Kraft achtzig Jahre sind, geht ihr Drang doch nach Ungemach und schädlichen Dingen; denn es wird bestimmt schnell vorübergehen, und hinweg fliegen wir“ (Psalm 90:10). 70 Jahre sind eine durchschnittliche Lebensdauer. Kaleb zum Beispiel bezeichnete seine Kraft im Alter von 85 Jahren als außergewöhnlich. Freilich gab es auch Ausnahmen wie Aaron (123 Jahre), Moses (120 Jahre) und Josua (110 Jahre) (4. Mose 33:39; 5. Mose 34:7; Josua 14:6, 10, 11; 24:29). Aber von der Generation, die Ägypten verließ und sich dann als ungläubig erwies, starben die Eingeschriebenen im Alter von 20 Jahren und darüber innerhalb von 40 Jahren (4. Mose 14:29-34). In vielen Ländern liegt heute die allgemeine menschliche Lebensdauer in der von dem Psalmisten genannten Spanne. Unsere Jahre sind angefüllt mit „Ungemach und schädlichen Dingen“. Sie vergehen schnell, „und hinweg fliegen wir“ (Hiob 14:1, 2).
    18 In dem Lied des Psalmisten heißt es anschließend: „Wer kennt die Stärke deines Zorns und deinen Zornausbruch gemäß der Furcht vor dir? Zeige uns, wie wir unsere Tage auf eine Weise zählen sollen, daß wir ein Herz der Weisheit einbringen“ (Psalm 90:11, 12). Keiner von uns kennt die Stärke des Zorns Gottes oder das Ausmaß seines Zornausbruchs, und das sollte uns noch größere Ehrfurcht vor Jehova einflößen. Es sollte uns eigentlich veranlassen, ihn zu fragen, „wie wir unsere Tage auf eine Weise zählen . . . [können], daß wir ein Herz der Weisheit einbringen“.
    19 Die Worte des Psalmisten sind ein Gebet, eine Bitte an Jehova, sein Volk zu lehren, wie man im Bewerten der verbleibenden Tage Weisheit walten lassen und diese Zeit auf gottgefällige Weise nutzen kann. Bei einer Lebenserwartung von 70 Jahren stehen uns insgesamt etwa 25 500 Tage zur Verfügung. Doch ungeachtet unseres Alters ‘wissen wir nicht, was unser Leben morgen sein wird, denn wir sind ein Dunst, der für eine kleine Weile erscheint und dann verschwindet’ (Jakobus 4:13-15). Da ‘Zeit und unvorhergesehenes Geschehen uns alle trifft’, können wir nicht sagen, wie lange wir noch leben werden. Beten wir daher um Weisheit, damit wir gegenwärtig, ja heute mit Prüfungen fertig werden, andere richtig behandeln und im Dienst Jehovas unser Bestes tun (Prediger 9:11; Jakobus 1:5-8). Jehova leitet uns durch sein Wort, seinen Geist und seine Organisation (Matthäus 24:45-47; 1. Korinther 2:10; 2. Timotheus 3:16, 17). Weisheit veranlaßt uns, zuerst Gottes Königreich zu suchen und unsere Tage auf eine Weise zu nutzen, die Jehova verherrlicht und sein Herz erfreut (Matthäus 6:25-33; Sprüche 27:11). Uns voll und ganz dem Dienst für ihn zu widmen wird natürlich nicht alle unsere Probleme beseitigen, es wird uns aber große Freude eintragen.
    Jehovas Segen bringt Freude
    20 Wie schön wäre es, wenn wir uns, solange wir noch leben, freuen könnten! Moses fleht in dieser Hinsicht: „Kehre doch zurück, o Jehova! Wie lange wird es sein? Und habe Bedauern mit deinen Knechten. Sättige uns am Morgen mit deiner liebenden Güte [oder: „loyalen Liebe“], damit wir jubeln und uns freuen während all unserer Tage“ (Psalm 90:13, 14; Fußnote). Gott macht keinen Fehler. Dennoch hat er „Bedauern“ und ‘kehrt um’ oder wendet sich ab von seinem Zorn und vom Bestrafen, wenn seine Warnung vor schlechten Handlungen bei reumütigen Missetätern eine Änderung der Einstellung und des Verhaltens bewirkt (5. Mose 13:17). Selbst wenn wir also eine schwerwiegende Sünde begangen hätten, aber wahre Reue zeigen würden, würde Jehova ‘uns mit seiner liebenden Güte sättigen’, und wir hätten allen Grund zu „jubeln“ (Psalm 32:1-5). Und wenn wir einen gerechten Weg einhalten, werden wir Gottes loyale Liebe uns gegenüber spüren und werden „uns freuen während all unserer Tage“ — in der uns noch verbleibenden Zeit unseres Lebens.
    21 Der Psalmist betet inständig zu Jehova: „Erfreue uns entsprechend den Tagen, da du uns niedergebeugt hast, den Jahren, da wir Unglück gesehen haben. Laß dein Tun deinen eigenen Knechten erscheinen und deine Pracht über ihren Söhnen“ (Psalm 90:15, 16). Moses bat Gott möglicherweise, Israel mit Freude zu segnen entsprechend den Tagen, die es niedergebeugt worden war, oder entsprechend den Jahren, in denen Unglück über Israel gekommen war. Er betete darum, daß Gottes „Tun“ oder Segen, der auf den Israeliten ruhte, seinen Dienern deutlich werden möge sowie seine Pracht über ihren Söhnen oder Nachkommen. Wir können passenderweise darum beten, daß in der von Gott verheißenen neuen Welt Segnungen über die gehorsame Menschheit ausgegossen werden (2. Petrus 3:13).
    22 Der 90. Psalm schließt mit den Worten: „Möge die Lieblichkeit Jehovas, unseres Gottes, über uns sein. Und befestige doch das Werk unserer Hände über uns. Ja das Werk unserer Hände, befestige es doch“ (Psalm 90:17). Wie diese Worte zeigen, dürfen wir zu Recht darum beten, daß Gott unsere Bemühungen im Dienst für ihn segnet. Als gesalbte Christen oder als ihre Gefährten, die „anderen Schafe“, freuen wir uns, daß sich die „Lieblichkeit Jehovas“ über uns befindet (Johannes 10:16). Wie glücklich wir sind, daß Gott „das Werk unserer Hände“ als Königreichsverkündiger und in anderer Hinsicht ‘befestigt’ hat!
    Zählen wir weiterhin unsere Tage
    23 Das Nachsinnen über den 90. Psalm sollte bewirken, daß wir uns noch abhängiger von Jehova, unserer „wirklichen Wohnung“, fühlen. Wenn wir über die darin angesprochene Kürze des Lebens nachdenken, sollte uns noch bewußter werden, wie sehr wir Gottes Anleitung benötigen, um unsere Tage zu zählen. Und wenn wir beharrlich göttliche Weisheit suchen und entsprechend handeln, wird uns gewiß Jehovas liebende Güte und sein Segen zuteil werden.
    24 Jehova wird uns weiterhin zeigen, wie wir unsere Tage zählen sollen. Dadurch, daß wir uns an seine Anleitung halten, können wir unsere Tage sogar bis in alle Ewigkeit zählen (Johannes 17:3). Möchten wir wirklich ewiges Leben erlangen, dann müssen wir Jehova zu unserer Zuflucht machen (Judas 20, 21).

  13. Juleam 11. Mai 2010 um 13:00 Link zum Kommentar

    Unter den Flügeln Schutz finden

    Psalm 91:4

    Mit seinen Schwingen wird er den Zugang zu dir versperren,
    Und unter seinen Flügeln wirst du Zuflucht nehmen.
    Ein großer Schild und ein Bollwerk wird seine Wahrhaftigkeit sein.

    An diesen Vers mußte ich diese Woche denken, als wir vor dem Nest der Haubentaucher standen. Zwei Küken waren schon geschlüpft, die anderen Eier wurden noch bebrütet.

    Ich habe die Küken erst gar nicht gesehen, aber Thom war näher dran und hat Fotos gemacht; die Küken sind ihrer Mutter auf den Rücken gestiegen. Selbst auf dem Foto mußte ich genau hinsehen. Eigentlich erkennt man es nur daran, dass die Flügel nun hoch stehen.

    Aber seht selbst:

    in Deckung

    Drückt dieses Foto nicht ganz wunderbar den Sinn dieses Verses aus?

    Wunderbar selbst vor den Blicken der Feinde verborgen und gut geschützt!

    So sind wir bei Jehova – wenn wir uns IHM und seinem Schutz anvertrauen.

  14. Juleam 11. Mai 2010 um 13:18 Link zum Kommentar

    Psalm 92:4-5 – Deine Werke

    Denn du hast mich erfreut, o Jehova, wegen deines Tuns;
    Wegen der Werke deiner Hände juble ich.
    5 Wie groß deine Werke sind, o Jehova!
    Sehr tief sind deine Gedanken.

    Dabei muss ich an die Schönheit der Schöpfung denken und daran, wie begeistert Thom und ich immer wieder davon sind.

    Wir können stundenlang irgendwelche Tiere beobachten, wie zB am ersten Mai im Naturschutzgebiet am Faulen See. Wir hatten uns gerade zur Pause auf eine Bank gesetzt, als Thom ein kratzendes Geräusch direkt am Baum hinter uns hörte. Als wir uns umsahen, sahen wir direkt hinter uns einen Kleiber sitzen. Beim näheren Hinsehen haben wir bemerkt, dass er vor eine Art Astloch saß. Kaum war er weg, kam noch einer, mit einem Insekt im Schnabel, der flink in dieses Loch krabbelte. „Merkwürdig, ob die wohl schon Junge haben? Aber müßte man die dann nicht betteln hören?“ Ihr werdet lachen – als wir drauf geachtet haben, konnten wir sogar die Jungtiere hören. Jedesmal wenn ein Elterntier in den Bau ging, war ein leises Fiepen der Küken zu hören, das aufhörte, sobald es den Bau wieder verließ. Wir haben dies eine ganze Weile beobachtet und waren hingerissen.

    Wieder einmal war ich meinem Mann von Herzen dankbar, dass er mir bereits im Frühjahr 2008 einen Rollstuhl gekauft hat. Auch wenn ich jetzt noch die meiste Zeit selber laufe, so ist er doch super, da ich nun Pause machen kann, wo ich mag und wo ich es brauche. So können wir einfach irgendwo ganz spontan stehen bleiben (ich im Sitzen) und diese wunderbaren Geschöpfe beobachten. Wir haben die Feststellung gemacht, dass wir jede Menge Tiere beobachten können, wenn wir uns nur die Zeit nehmen und die Augen offen halten.

    Viele von unseren wundervollen Eindrücken könnt ihr hier im Blog verfolgen, da Thom immer wieder kurze Artikel dazu einstellt. Klickt doch einfach mal die Kategorie Natur, Weissensee, Zoo und Tierpark oder Schwäne an, dann seht ihr, was ich meine.

    Solche kleinen Ausflüge in die Natur bringen uns immer wieder unserem wundervollen Schöpfer noch näher!

  15. Thomasam 11. Mai 2010 um 18:29 Link zum Kommentar

    Psalm 91-93
    Zitate von J.N.Darby


    In Psalm 91 wird ein anderer höchst wichtiger Grundsatz eingeführt: Der Messias nimmt Seinen Platz inmitten Israels ein, den Platz des Vertrauens auf Jehova, um so den Kanal zu bilden für die volle Segnung des Volkes. Wir finden in diesem Psalm drei Namen Gottes; denjenigen, durch den Er in Verbindung mit Abraham stand: der Allmächtige; einen zweiten, den Abraham durch das Zeugnis Melchisedeks prophetisch gekannt haben mag, den Titel, den Gott im Tausendjährigen Reiche annimmt, wenn Er Seine Rechte über die ganze Erde geltend machen wird: der Höchste (vgl. 1. Mo 14, 18 – 20). Wie alle Namen Gottes, so haben auch diese beiden ihre eigentümliche Bedeutung; der eine weist auf vollkommene Macht, der andere auf unumschränkte Oberherrlichkeit hin. Nun erhebt sich die Frage: Wer ist der Gott, der diesen Platz einnimmt? Wer ist für die Erde dieser höchste Gott über alles? Und wer wird Seine verborgene Stätte finden, um da zu wohnen? – Wer diese Stätte gefunden hat, wird vollen Schutz haben durch eine allmächtige Kraft. Der Messias (Jesus) sagt: Ich will den Gott Israels, Jehova (dies ist der dritte Name Gottes in diesem Psalm), zu meiner Zuflucht nehmen (V. 2). In den Versen 3 – 8 hören wir die Antwort, die dem Messias hierauf zuteil wird. Zweifellos ist das Gesagte auch wahr von jedem gottesfürchtigen Israeliten, ja, es bezieht sich sogar auf den gläubigen Überrest, aber als geleitet durch den Geist Jesu, des einen Vollkommenen und Treuen, der diesen Platz wirklich einnahm….

    In Psalm 92 finden wir gleichfalls diese Namen Gottes: Jehova und der Höchste, doch handelt es sich hier nicht mehr um einen verborgenen Zufluchtsort, den nur der treue Gläubige kennt; vielmehr sichert die Allmacht Gottes jetzt die Segnung und antwortet dem Glauben. Die Verse 7 und 8 zeigen uns, in welcher Weise dies geschieht. Dieser Psalm redet nicht von der erzieherischen Übung des Glaubens, sondern von der Antwort, die dem Glauben zuteil wird, und die zeigt, dass Jehova gerecht ist, und dass kein Unrecht in Ihm ist.

    Die Psalmen 90-92 gehören zusammen und bilden die Einleitung zu dem großen Gegenstande, mit dem sich die folgenden Psalmen beschäftigen, nämlich zu der Tatsache, dass Jehova regiert. Schon hat die Machtentfaltung begonnen, und das volle Ergebnis, d. i. das Gericht über alle Feinde und eine dauernde Segnung, wird jetzt erwartet; der gläubige Überrest hofft nicht nur darauf, nein, das schon offenbarte Einschreiten Gottes lässt ihn fest darauf rechnen. Psalm 92 geht von der gleichen Stellung aus, die der Messias in dem vorhergegangenen Psalm eingenommen hat, wo Er im Geiste mit Israel in den letzten Tagen einsgemacht wurde, und zwar in der Zeit, wo Israel durch göttliche Macht wiederhergestellt, aber noch nicht im vollen Genuss des Friedens und der göttlichen Segnung ist, wie wir dies im dritten Buch gefunden haben. Daher stimmt der Messias Selbst den Lobgesang an und weiß, dass Sein Horn erhöht werden wird mit Ehre (vgl. Ps 75, 9. 10). Doch Jehovas Gedanken sind tiefer. Er blickt weit hinaus; Er sieht sogar das Ende von Anfang. Er führt alle Seine Vorsätze aus und erfüllt Sein Wort. Hieran sollte der Glaube stets gedenken.

    Psalm 93 verkündet die großen und gesegneten Ergebnisse der Wege Gottes; Jehova regiert. Zwar steht Sein Thron von alters her fest; doch die Ströme hatten ihre Stimme erhoben, die Wogen der Gesetzlosen waren hoch gegangen. Jehova in der Höhe aber war mächtiger. Zwei andere große Grundsätze beschließen diese kurze, aber bemerkenswerte Zusammenfassung der Regierungswege Gottes mit dem Menschen. Erstens: „Die Zeugnisse Jehovas sind sehr zuverlässig“; der Glaube kann auf sie rechnen, komme was da will. Zweitens jedoch ergibt sich eine andere große Wahrheit hinsichtlich des Charakters Gottes: kein Friede kann den Gesetzlosen zuteil werden. Heiligkeit geziemt dem Hause Gottes. Indessen glaube ich, dass sich der letztere Grundsatz hier mehr auf die Heiligkeit bezieht, die dem Hause Gottes während des Zeitraumes geziemt, mit dessen Anbruch der Inhalt dieser Psalmen zusammenfällt und im Blick auf den der Erdkreis festgestellt worden ist.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    Jehova ist unsere Zuflucht
    „Denn du hast gesagt: ‚Jehova ist meine Zuflucht‘ . . .; kein Unglück wird dir widerfahren“ (PSALM 91:9, 10).
    JEHOVA ist wirklich eine Zuflucht für sein Volk. Wenn wir ihm völlig ergeben sind, kann es sein, daß wir zwar ‘auf jede Weise bedrängt werden, doch nicht bewegungsunfähig eingeengt; ratlos sind, doch nicht gänzlich ohne Ausweg; verfolgt werden, doch nicht im Stich gelassen; niedergeworfen werden, doch nicht vernichtet’. Warum? Weil Jehova uns „die Kraft [gewährt], die über das Normale hinausgeht“ (2. Korinther 4:7-9). Unser himmlischer Vater hilft uns, ein gottgefälliges Leben zu führen, und wir dürfen uns auf die Worte des Psalmisten stützen: „Denn du hast gesagt: ‚Jehova ist meine Zuflucht‘, den Höchsten hast du zu deiner Wohnung gemacht; kein Unglück wird dir widerfahren“ (Psalm 91:9, 10).
    2 Die Worte des 91. Psalms wurden möglicherweise von Moses aufgezeichnet, denn in der Überschrift zum 90. Psalm wird er als Verfasser genannt, und der 91. Psalm folgt unmittelbar ohne Angabe eines anderen Schreibers. Man sang den 91. Psalm vielleicht im Wechselgesang; das heißt, eine Person begann zunächst allein (91:1, 2), worauf ein Chor antwortete (91:3-8). Dann war möglicherweise wieder eine Solostimme zu hören (91:9a), auf die eine Gruppe antwortete (91:9b-13). Zum Schluß erklang womöglich eine Solostimme (91:14-16). Wie dem auch sei, im 91. Psalm wird den gesalbten Christen als Klasse und auch ihren Gott hingegebenen Gefährten als Gruppe geistige Sicherheit verheißen. Betrachten wir den Psalm einmal vom Standpunkt all dieser Diener Jehovas aus.
    Sicher im ‘Schirm Gottes’
    3 In dem Psalm heißt es: „Wer im Schirm des Höchsten wohnt, wird unter dem Schatten des Allmächtigen Herberge finden. Ich will zu Jehova sagen: ‚Du bist meine Zuflucht und meine Feste, mein Gott, auf den ich vertrauen will‘ “ (Psalm 91:1, 2). Der „Schirm des Höchsten“ ist für uns und speziell für die Gesalbten, die ein besonderes Angriffsziel des Teufels sind, ein sinnbildlicher Ort des Schutzes (Offenbarung 12:15-17). Der Teufel würde uns alle vernichten, würden wir nicht als „Gäste“ Gottes beschützt werden. Dadurch, daß wir „unter dem Schatten des Allmächtigen Herberge finden“, genießen wir seinen Schutz (Psalm 15:1, 2; 121:5). Es gibt keine sicherere Zuflucht oder beeindruckendere Feste als unseren Souveränen Herrn Jehova (Sprüche 18:10).
    4 Weiter sagt der Psalmist: „Er selbst [Jehova] wird dich von der Falle des Vogelfängers befreien, von der Pest, die Widerwärtigkeiten verursacht“ (Psalm 91:3). Ein Vogelfänger im alten Israel fing Vögel meist mit Hilfe von Schlingen oder Fallen. Zu den Schlingen des „Vogelfängers“, Satan, gehören seine böse Organisation und seine „listigen Handlungen“ (Epheser 6:11, Fußnote). Auf unserem Pfad sind verborgene Fallen aufgestellt, um uns zum Bösen zu verleiten und uns geistig zu ruinieren (Psalm 142:3). ‘Unsere Seele ist wie ein Vogel, der der Falle entronnen ist’, weil wir der Ungerechtigkeit entsagt haben (Psalm 124:7, 8). Wie dankbar können wir sein, daß Jehova uns von dem niederträchtigen „Vogelfänger“ befreit! (Matthäus 6:13).
    5 Der Psalmist führt die „Pest“ an, „die Widerwärtigkeiten verursacht“. Es gibt etwas, was wie eine ansteckende epidemische Krankheit für die Menschheit „Widerwärtigkeiten“ mit sich bringt — auch für die Unterstützer der Souveränität Jehovas. Der Historiker Arnold Toynbee schrieb: „Unter dem Einfluß des Nationalismus hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg die Zahl der souveränen, unabhängigen Einzelstaaten verdoppelt . . . gegenwärtig entstehen immer mehr Einzelstaaten.“
    6 Im Laufe der Jahrhunderte haben Herrscher trennend wirkende zwischenstaatliche Streitigkeiten geschürt. Außerdem verlangten sie, daß man ihnen oder gewissen Bildern oder Symbolen Ehre erwies. Aber Jehova hat nie zugelassen, daß sein treues Volk einer solchen „Pest“ erlag (Daniel 3:1, 2, 20-27; 6:7-10, 16-22). Als liebevolle internationale Bruderschaft erweisen wir Jehova ausschließliche Ergebenheit, bewahren die biblisch begründete Neutralität und erkennen vorurteilsfrei an, daß für Gott „in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35; 2. Mose 20:4-6; Johannes 13:34, 35; 17:16; 1. Petrus 5:8, 9). Obwohl wir als Christen unter „Widerwärtigkeiten“ in Form von Verfolgung zu leiden haben, freuen wir uns und befinden uns „im Schirm des Höchsten“ in geistiger Sicherheit.
    7 Unsere Zuflucht ist Jehova; daher schöpfen wir aus den Worten Trost: „Mit seinen Schwingen wird er den Zugang zu dir versperren, und unter seinen Flügeln wirst du Zuflucht nehmen. Ein großer Schild und ein Bollwerk wird seine Wahrhaftigkeit sein“ (Psalm 91:4). Gott schützt uns genauso wie ein über seinen Jungen schwebender Vogel (Jesaja 31:5). ‘Mit seinen Schwingen versperrt er den Zugang zu uns.’ Ein Vogel bedeckt mit seinen Schwingen seine Jungen und schützt sie so vor Raubvögeln. Wie flügge Junge sind wir unter den sinnbildlichen Schwingen Jehovas sicher, weil wir in seiner Organisation wahrer Christen Zuflucht genommen haben (Ruth 2:12; Psalm 5:1, 11).
    8 Wir bauen auf „Wahrhaftigkeit“ oder Treue. Sie gleicht dem in alter Zeit gebräuchlichen großen Schild, der rechteckig und häufig so groß war, daß damit der ganze Körper abgedeckt werden konnte (Psalm 5:12). Das Vertrauen auf diesen Schutz nimmt uns die Furcht (1. Mose 15:1; Psalm 84:11). Wie unser Glaube, so ist auch Gottes Wahrhaftigkeit ein Schutzschild, mit dem Satans brennende Geschosse abgefangen und feindliche Schläge abgewehrt werden (Epheser 6:16). Sie ist auch ein Bollwerk, ein starker Verteidigungswall, hinter dem wir standhaft bleiben.
    ‘Wir werden uns nicht fürchten’
    9 In Anbetracht des göttlichen Schutzes sagt der Psalmist: „Du wirst dich nicht fürchten vor irgendeinem Schrecknis bei Nacht noch vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, noch vor der Pest, die im Dunkeln wandelt, noch vor der Vernichtung, die am Mittag verheert“ (Psalm 91:5, 6). Da im Schutz der Dunkelheit viel Böses verübt wird, kann die Nacht eine furchteinflößende Zeit sein. Inmitten der heutigen geistigen Finsternis, welche die Erde bedeckt, greifen unsere Gegner oftmals auf Hinterhältigkeiten zurück, um unser Geistiggesinntsein zu zerstören und unser Predigtwerk zum Stillstand zu bringen. Aber ‘wir fürchten uns nicht vor irgendeinem Schrecknis bei Nacht’, weil Jehova uns beschützt (Psalm 64:1, 2; 121:4; Jesaja 60:2).
    10 Der „Pfeil, der bei Tag fliegt“, deutet anscheinend auf verbale Angriffe hin (Psalm 64:3-5; 94:20). Solange wir bei dem, was wir verkündigen, bei der Wahrheit bleiben, wird sich dieser offene Widerstand gegen unseren heiligen Dienst als vergeblich erweisen. Außerdem fürchten wir uns nicht vor der „Pest, die im Dunkeln wandelt“. Dabei handelt es sich um eine sinnbildliche Pest; sie entsteht in der sittlich und religiös kranken Welt, die in der Macht Satans liegt (1. Johannes 5:19). Diese Pest ruft einen zum Tode führenden Herzens- und Geisteszustand hervor; sie läßt Menschen im dunkeln tappen, was Jehova und seine Vorsätze betrifft sowie all das, wofür er liebevoll sorgt (1. Timotheus 6:4). Wir fürchten uns in der heutigen Finsternis nicht, denn wir haben geistiges Licht in Hülle und Fülle (Psalm 43:3).
    11 Auch vor der „Vernichtung, die am Mittag verheert“, haben wir keine Angst. Der „Mittag“ könnte sich auf die sogenannte Erleuchtung beziehen, die von der Welt ausgeht. Wer sich ihre materialistischen Ansichten zu eigen macht, geht geistig zugrunde (1. Timotheus 6:20, 21). Wir verkündigen freimütig die Königreichsbotschaft und fürchten keinen unserer Feinde, denn Jehova beschützt uns (Psalm 64:1; Sprüche 3:25, 26).
    12 Der Psalmist sagt weiter: „Tausend werden direkt an deiner Seite fallen und zehntausend zu deiner Rechten; dir wird es nicht nahen. Nur mit deinen Augen wirst du zuschauen und die Vergeltung an den Bösen sehen“ (Psalm 91:7, 8). Viele „fallen“ oder erleiden den geistigen Tod ‘direkt an unserer Seite’, weil sie Jehova nicht zu ihrer Zuflucht gemacht haben. „Zehntausend“ sind praktisch zur „Rechten“ der heutigen geistigen Israeliten gefallen (Galater 6:16). Wir jedoch sind in Gottes „Schirm“ sicher — seien wir nun gesalbte Christen oder ihre Gott hingegebenen Gefährten. Wir ‘schauen nur zu und sehen die Vergeltung an den Bösen’, die in kommerzieller, religiöser und sonstiger Hinsicht Schwierigkeiten „ernten“ (Galater 6:7).
    ‘Kein Unglück wird uns widerfahren’
    13 In der heutigen Welt gibt es zwar immer weniger Sicherheit, doch wir stellen Gott allem voran und schöpfen aus den Worten des Psalmisten Mut: „Denn du hast gesagt: ‚Jehova ist meine Zuflucht‘, den Höchsten hast du zu deiner Wohnung gemacht; kein Unglück wird dir widerfahren, und auch keine Plage wird deinem Zelt nahen“ (Psalm 91:9, 10). Ja, Jehova ist unsere Zuflucht. Wir machen den Höchsten aber auch zu ‘unserer Wohnung’, wo wir Sicherheit finden. Wir preisen Jehova als den universellen Souverän, ‘wohnen’ gewissermaßen in ihm, der uns Geborgenheit gibt, und verkündigen die gute Botschaft von seinem Königreich (Matthäus 24:14). Daher ‘wird uns kein Unglück widerfahren’, das heißt keines von den zuvor in diesem Psalm erwähnten. Selbst wenn wir zusammen mit anderen von Unglücken betroffen sind, wie zum Beispiel von Erdbeben, Orkanen, Überschwemmungen, Hungersnöten oder von verheerenden Kriegen, wird dadurch nicht unser Glaube zerstört, noch leidet unsere geistige Sicherheit darunter.
    14 Gesalbte Christen leben, vergleichbar mit ansässigen Fremdlingen, in Zelten, das heißt getrennt von dem gegenwärtigen System der Dinge (1. Petrus 2:11). ‘Auch naht sich ihrem Zelt keine Plage.’ Ob wir nun die himmlische oder die irdische Hoffnung haben, wir sind kein Teil der Welt und werden nicht von in geistiger Hinsicht tödlichen Plagen angesteckt wie der Unsittlichkeit, dem Materialismus, der falschen Religion sowie der Anbetung des „wilden Tieres“ und seines „Bildes“, der Vereinten Nationen (Offenbarung 9:20, 21; 13:1-18; Johannes 17:16).
    15 Was den Schutz angeht, den wir genießen, fügt der Psalmist hinzu: „Seinen Engeln wird er [Jehova] deinetwegen Befehl geben, dich auf all deinen Wegen zu behüten. Auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an irgendeinen Stein stößt“ (Psalm 91:11, 12). Engeln ist die Macht verliehen worden, uns zu beschützen (2. Könige 6:17; Psalm 34:7-9; 104:4; Matthäus 26:53; Lukas 1:19). Sie behüten uns ‘auf all unseren Wegen’ (Matthäus 18:10). ..
    16 Weiter sagt der Psalmist: „Auf den jungen Löwen und die Kobra wirst du treten; du wirst den mähnigen jungen Löwen und die große Schlange niedertreten“ (Psalm 91:13). Wie ein junger Löwe, der offen und frontal angreift, zeigen einige unserer Gegner offen ihre Feindseligkeit, …. Es erfolgen aber auch unerwartete Angriffe, vergleichbar mit denen einer Kobra, die aus einem Versteck heraus angreift. …
    17 Der Psalmist spricht vom Niedertreten des „mähnigen jungen Löwen“ und der „großen Schlange“. Ein mähniger junger Löwe kann ziemlich ungestüm sein, und bei einer großen Schlange handelt es sich womöglich um ein Reptil von ansehnlicher Größe (Jesaja 31:4). Ganz gleich, wie ungestüm der mähnige junge Löwe bei seinem Frontalangriff auch sein mag, wir treten sinnbildlich auf ihn, indem wir Gott gehorchen und nicht irgendwelchen mit Löwen vergleichbaren Menschen oder Organisationen (Apostelgeschichte 5:29). Daher kann uns der drohende „Löwe“ in geistiger Hinsicht kein Leid antun.
    18 Die „große Schlange“ wird in der Septuaginta (griechisch) als „ein Drache“ bezeichnet. Das erinnert uns womöglich an den ‘großen Drachen, der Teufel und Satan genannt wird’ (Offenbarung 12:7-9; 1. Mose 3:15). Er gleicht einem riesigen Reptil, das seine Beute erdrücken und verschlingen kann (Jeremia 51:34). Schütteln wir diese „große Schlange“, Satan, ab und treten wir sie nieder, wenn sie uns umschlingen will und versucht, uns durch den Druck der Welt zu erdrücken und uns zu verschlingen (1. Petrus 5:8). Der gesalbte Überrest muß das tun, wenn er an der Erfüllung von Römer 16:20 teilhaben möchte.
    Jehova — der Quell unserer Rettung
    19 Stellvertretend für Gott, sagt der Psalmist über den wahren Anbeter: „Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat, werde ich auch für sein Entrinnen sorgen. Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat“ (Psalm 91:14). Die Worte „Ich werde ihn beschützen“ bedeuten wörtlich „Ich werde ihn hoch machen“, das heißt unerreichbar. Als Anbeter Jehovas nehmen wir Zuflucht zu ihm, besonders weil ‘wir unsere Zuneigung auf ihn gerichtet haben’ (Markus 12:29, 30; 1. Johannes 4:19). Gott wiederum ‘sorgt für unser Entrinnen’ vor unseren Feinden. Niemals werden wir von der Erde weggetilgt werden. Wir werden vielmehr gerettet, weil wir den göttlichen Namen kennen und ihn im Glauben anrufen (Römer 10:11-13). Und wir sind entschlossen, ‘immerdar im Namen Jehovas zu wandeln’ (Micha 4:5; Jesaja 43:10-12).
    20 Von seinem treuen Diener sagt Jehova gemäß Psalm 91 abschließend: „Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten. Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis. Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen, und ich werde ihn die von mir bewirkte Rettung sehen lassen“ (Psalm 91:15, 16). Wenn wir Gott gemäß seinem Willen im Gebet anrufen, erhört er uns (1. Johannes 5:13-15). Wir haben auf Grund der von Satan geschürten Feindseligkeit schon viel Bedrängnis durchgemacht. Doch angesichts der Worte „Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis“ sind wir auf künftige Prüfungen vorbereitet, und wir sind uns gewiß, daß Gott uns am Leben erhält, wenn das gegenwärtige verderbte System vernichtet wird.

  16. Thomasam 12. Mai 2010 um 12:19 Link zum Kommentar

    Psalm 94-96
    Zitate von J.N.Darby

    Psalm 94 wendet sich an Jehova als den Gott der Rache und wünscht, dass Er erscheinen, Sich als Richter der Erde erheben und den Hoffärtigen Vergeltung geben möchte. Das „bis wann?“ wird jetzt ernstlich und dringend; die Gottlosigkeit und Gewalttätigkeit der Bösen nimmt überhand. In den Versen 8 – 10 wird den ungläubigen Israeliten die Torheit ihrer Handlungsweise vorgestellt. In den Versen 12 – 15 finden wir eine Erklärung der Wege Jehovas, die voll der tiefsten Unterweisung ist: „Glückselig der Mann, den du züchtigst, Jehova, und den du belehrst aus deinem Gesetz!“ So handelt Jehova mit dem gläubigen Überrest, um ihm Ruhe zu geben vor den bösen Tagen, bis dem Gesetzlosen die Grube gegraben wird.

    Ohne Zweifel haben die Frommen (wie wir das in den Psalmen ausgedrückt finden) zu Zeiten diese Wahrheit fast vergessen (vgl. Ps 73). Doch war dies nicht immer der Fall. Der Glaube vergisst sie nicht, und darin liegt der Schlüssel zum Verständnis der Leiden des Überrestes – auch der unseren unter der Leitung unseres Gottes und Vaters. Inmitten des uns umgebenden Bösen hat es die Seele mit Gott zu tun; nicht nur indem sie sich willig unterwirft, sondern indem sie die Leiden, durch die sie geht, als einen Kelch betrachtet, der ihr von Jehova (uns von unserem Vater) gereicht wird. Damit schwindet alsbald die Störung und Bestürzung, die gefühlt wird, solange der eigene Wille ungebrochen ist und wir meinen, es mit Menschen zu tun zu haben, und uns nicht zu helfen wissen. Sobald der Eigenwille, dieses große Hindernis, gebrochen ist, unterweist Gott das nun unterwürfige Herz; es nimmt jetzt die richtige Stellung vor Ihm ein. Dem Glauben steht es überdies fest, dass Jehova Sein Volk niemals verwerfen wird. Aber das Gericht wird zur Gerechtigkeit zurückkehren, und die Aufrichtigen werden ihm folgen. Das ist der große und überaus wichtige Grundsatz, auf dem der Umschwung beruht, den wir in diesen Psalmen wahrnehmen. Das Gericht, das so lange von der Gerechtigkeit getrennt war, kehrt jetzt zu ihr zurück. Einst war das Gericht in den Händen eines Pilatus, während die Gerechtigkeit in Christo war. In jenem Augenblick war der Gegensatz vollständig, aber wir finden ihn mehr oder weniger zu allen Zeiten und überall. Zu leiden um der Gerechtigkeit willen und eine in den Himmeln festgestellte göttliche Gerechtigkeit zu besitzen, mag ein noch besseres Teil sein, als auf der Erde das Gericht zur Gerechtigkeit zurückkehren zu sehen – ja, es ist sicherlich besser; es ist das Teil Christi, als des jetzt verherrlichten Menschen, – aber das ist nicht die Handhabung der Gerechtigkeit auf der Erde. In jener Zeit aber, von der die vorliegenden Psalmen reden, wird die Gerechtigkeit tatsächlich auf der Erde gehandhabt werden.

    Wer aber ist es, der das zur Ausführung bringen wird? Wer wird die Sache der Frommen in seine Hand nehmen und für den Überrest aufstehen gegen die so mächtigen Übeltäter? Hätte Jehova es nicht getan, so würde die Seele der Frommen bald ins Schweigen hinabgefahren sein. Wie wahr dieses in bezug auf Christum war, insoweit die Menschen in Betracht kommen, und wie völlig Er daher in diese Gedanken und Gefühle des Überrestes eingehen kann, brauche ich wohl kaum zu sagen. Selbst wenn der Überrest fürchtet zu fallen, hilft ihm Jehova, und bei der Menge der Gedanken, ja, inmitten aller Macht des Bösen, erfüllen die Tröstungen Jehovas die Seele mit Wonne. In Vers 20 ruft der Überrest in höchst bemerkenswerter Weise die Gerechtigkeit Jehovas an: sollte der Thron des Verderbens vereinigt sein können mit dem Throne Jehovas? Wenn nicht, so sind die Tage der Herrschaft der Gesetzlosigkeit gezählt. Dass Bosheit vorhanden ist, ist jetzt offenbar. Doch Jehova, die Zufluchtsstätte der Frommen, der Richter der Bösen, wird das Unheil, das die letzteren gestiftet haben, auf ihr eigenes Haupt zurückbringen: Er wird sie vertilgen. So gibt uns dieser Psalm, wie ich schon sagte, einen beachtenswerten und vollständigen Überblick über die ganze Lage des Überrestes und Jehovas Wege mit ihm.

    Psalm 95 fordert Israel auf, mit Danksagung und Lobgesang vor Jehova zu treten. Die Verse 3 und 4 reden von Seiner Erhabenheit über alle Götter der Nationen und von Seiner Herrlichkeit als Schöpfer. Ja, Jehova ist es, der Israel gemacht hat; Er ist ihr Gott, und jetzt wird ihnen nach so langer Zeit und nach wiederholtem Fehlen ihrerseits Ruhe in Aussicht gestellt. Bis Macht geübt wird im Gericht, also solange es „heute“ heißt – denn wenn das große „Morgen“ angebrochen sein wird, wird nichts Böses, kein aufrührerischer Wille, mehr geduldet werden -, werden sie aufgefordert, ihre Herzen nicht zu verhärten, wie sie es einst in der Wüste getan hatten, als Gott schwur, dass sie nicht in Seine Ruhe eingehen sollten. Jetzt aber hat die Gnade trotz allem noch ein „Heute“ und ladet sie ein, in die Gegenwart Dessen zu kommen, der der Fels ihres Heils ist.

    Psalm 96 fordert im Sinne des „ewigen Evangeliums“ (Off 14, 6. 7) die ganze Erde auf, Jehova zu nahen und Ihn als Gott anzuerkennen, denn „alle Götter der Völker sind Nichtigkeiten“. In Psalm 95 richtet sich die Aufforderung an die Gefährten: „Kommet, lasset uns Jehova zujubeln“; hier dagegen werden solche, die fern sind, aufgefordert: „Singet Jehova!“ Unter allen Nationen soll Seine Herrlichkeit kundgetan werden, denn Er ist es, der alles gemacht hat (V. 5). Dann ist von Seiner Herrlichkeit die Rede, doch wird Er gekannt in Seinem Heiligtum inmitten Israels auf der Erde (V. 7. 8). Aufs neue wird die ganze Erde aufgefordert, Ihn dort anzuerkennen und anzubeten in Übereinstimmung mit der Ordnung Seines Hauses auf der Erde, denn Jehova regiert; der Erdkreis steht fest, und Jehova wird die Völker richten in Gerechtigkeit. Dies bildet die Einleitung zu einer Aufforderung an die ganze Schöpfung, Jehova im Jubelchor zu preisen und vor ihm zu frohlocken, der da kommt, um den Erdkreis zu richten in Gerechtigkeit und die Völker in Seiner Treue.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    17 Der Psalmist sagt: „Alle Götter der Völker sind wertlose Götter; was aber Jehova betrifft, er hat ja die Himmel gemacht“ (Psalm 96:5). In der heutigen säkularisierten Welt sind Nationalismus, nationale Symbole, prominente Persönlichkeiten, materielle Güter und sogar der Wohlstand an sich zum Gegenstand der Anbetung gemacht worden (Matthäus 6:24; Epheser 5:5; Kolosser 3:5). Mohandas K. Gandhi sagte einmal: „Ich bin der festen Meinung, dass . . . Europa heutzutage nur dem Namen nach christlich ist. In Wirklichkeit betet es den Mammon an.“

  17. Juleam 12. Mai 2010 um 13:42 Link zum Kommentar

    Er, der alles sieht. Der sogar unsere Gedanken kennt

    Psalm 94:7-11

    Und sie sprechen fortgesetzt: „Jah sieht [es] nicht;
    Und der Gott Jakobs versteht [es] nicht.“
    8 Versteht, die ihr vernunftlos seid unter dem Volk;
    Und was euch Törichte betrifft, wann werdet ihr zur Einsicht kommen?
    9 Der das Ohr pflanzt, kann er nicht hören?
    Oder der das Auge bildet, kann er nicht sehen?
    10 Der die Nationen in Zucht nimmt, kann er nicht zurechtweisen,
    Ja ER, der die Menschen Erkenntnis lehrt?
    11 Jehova kennt die Gedanken der Menschen, daß sie wie ein Dunst sind.

    Wie könnten wir da tatsächlich auf die Idee kommen, wir könnten IHM etwas vormachen?

    Bedeutet dies aber dann gleichzeitig, dass Personen, die dies glauben, Jehova nicht wirklich kennen?

    IHN nie wirklich kennengelernt haben, nie wirklich an ihn geglaubt haben?

  18. Thomasam 13. Mai 2010 um 12:24 Link zum Kommentar

    Psalm 97-99
    Zitate von J.N.Darby


    In Psalm 97 wird die Ankunft Jehovas Selbst gefeiert: Er hat Seine Macht und Herrschaft angetreten. Die Erde und die vielen Inseln sollen sich freuen. Gewölk und Dunkel sind um Ihn her, denn es handelt sich um die Offenbarung Seiner richterlichen Macht, nicht Seiner Selbst. Gerechtigkeit und Gericht kennzeichnen stets Seinen Thron. Das Feuer des Gerichts geht vor Ihm her und verzehrt Seine Feinde. Jehova, der Herr der ganzen Erde, tritt hervor. Die Himmel verkünden Seine Gerechtigkeit in Macht, denn auf der Erde ist bisher keine Gerechtigkeit. Die Völker sehen Seine Herrlichkeit. Dann finden wir die Wirkung der Gerichte. Alle Götzendiener werden vor Ihm beschämt, alle Herrschaften und Fürstentümer, von den Engeln abwärts, sollen Ihn anerkennen als den Höchsten. Doch noch ein anderes Ergebnis zeigt sich, nämlich Freude und Rettung für Zion. Das Gericht über alles Böse ist ihre Rettung, denn es ist die glorreiche Erhöhung Jehovas, ihres Gottes 2 In Jes 30, 32 finden wir dies: „Jeder Streich der verhängten Rute ergeht unter Tamburin und Lautenspiel.“ . In Vers 10-12 finden wir den gläubigen Überrest, die Frommen, die die gesegneten Gegenstände dieser Rettung sind: „Licht ist gesät den Gerechten, und Freude den von Herzen Aufrichtigen.“ Das Kommen des Herrn auf die Erde wird also hier in einer vollständigen und charakteristischen Weise geschildert.

    In Psalm 98 feiert Israel auf der Erde das Ergebnis dieses persönlichen Einschreitens des Herrn. „Jehova hat Seine Rettung kundgetan, Er hat Seiner Güte und Seiner Treue gedacht dem Hause Israel.“ Die ganze Erde wird aufgefordert, Jehova als König zu ehren. Hier werden nicht, wie in Psalm 96, die Himmel aufgefordert; sie sind schon erfüllt von Seiner Herrlichkeit, wie auch die Engel bereits aufgefordert worden sind, Ihm zu huldigen; sondern das Meer und seine Fülle, der Erdkreis und seine Bewohner sollen frohlocken vor Jehova, der da kommt, um die Erde, ja, die ganze Welt zu richten.

    In Psalm 99, obwohl er einfachen Charakters ist, finden wir einige wichtige Grundsätze. Jehova regiert jetzt, und zwar nicht nur, indem Er göttliche Macht vom Himmel her übt, sondern indem Er Seine Macht als König auf der Erde errichtet. Er thront jetzt zwischen den Cherubim, wie vor alters in Israel. Er ist groß in Zion und hoch erhaben über alle Völker. Ferner liebt der König das Recht und stellt die Geradheit fest, indem Er Recht und Gerechtigkeit in Jakob übt. So soll Jehova, der Gott Jakobs, erhoben werden, und zwar in Jerusalem. Doch noch ein anderer rührender und wichtiger Grundsatz tritt dann hervor. Israel hat völlig gefehlt und sich von Jehova abgewandt, es hat den Messias verworfen, ist gerichtet und beiseite gesetzt worden. Doch Jehova hat nie Seine Treue und Gnade aufgegeben. Daher greift der Geist hier zurück und erkennt die Heiligen des Alten Bundes an, die sich durch die Gnade treu erwiesen hatten.„Mose und Aaron unter Seinen Priestern, und Samuel unter denen, die Seinen Namen anrufen“ – die wahren Propheten ohne Amt, wie groß auch das Maß ihrer Treue und der Wirksamkeit des Geistes in ihnen sein mochte -, „sie riefen zu Jehova, und er antwortete ihnen.“ Sie standen durch den Glauben in Beziehung zu Jehova; Er antwortete ihnen, wenn Er auch das Volk Seine Regierung fühlen lassen musste, indem Er ihr verkehrtes Tun rächte. So wird am Ende jeder, der den Namen Jehovas anruft, errettet werden; aber ebenso gewiss wird Jehova ihr verkehrtes Tun strafen. Dies sind die beiden Angelpunkte aller Wege Gottes: Gnade und ein offenes Ohr für den Schrei der Elenden und Armen und andererseits Seine Regierung in Heiligkeit und Wahrheit. (So ist es auch uns gegenüber, nur dass es für uns des Vaters Regierung ist, nachdem wir Errettung und Kindschaft empfangen haben.) So wird das neugeborene Israel der letzten Tage einsgemacht mit den Treuen in Israel vor alters, so wie einst von dem Kinde der Ruth und des Boas gesagt wurde: „Ein Sohn ist der Noomi geboren“ (Ruth 4, 17); ihr früherer Name „Mara“ (Bitterkeit) ist vergessen.

  19. Thomasam 14. Mai 2010 um 12:34 Link zum Kommentar

    Psalm 100-102
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 100 ist eine Aufforderung an die ganze Erde, Jehova anzubeten mit Freude und Jubel, denn „Jehova ist gut, seine Güte währt ewiglich“. Das ist dem Grundsatz nach jene oft wiederholte große Wahrheit, auf die sich Israels Hoffnung betreffs der Zukunft stützt, aufgrund deren der Glaube fragen darf: „Bis wann?“ Israel ist Jehovas Volk und die Herde Seiner Weide.

    Hiermit schließt diese bedeutungsvolle Reihe der Psalmen, die das Kommen Jehovas (Christi) schildern, um Gerechtigkeit und Gericht auf der Erde zu üben und Seinen Thron in Israel aufzurichten.

    Psalm 101 stellt dann noch die Grundsätze fest, nach denen der König Sein Haus und das Land regieren wird, wenn Er die Herrschaft im Namen Jehovas antritt.

    Psalm 102 ist einer der bemerkenswertesten, vielleicht der bemerkenswerteste aller Psalmen. Vers 10 macht uns mit der Ursache der Klage bekannt, mit der der Psalm beginnt. Christus wird hier völlig als Mensch betrachtet, der aus dem Volke erwählt und zum Messias erhoben ist, der aber jetzt, anstatt das Königtum einzunehmen, verworfen und hinweggetan wird. Wir sehen Ihn hier dicht vor dem Kreuze; doch mag der Herr, wie wir auch in Johannes 12 sehen, schon vorher oftmals im Geiste nahe davor gestanden haben. Er blickt auf Jehova, der Ihn, nachdem Er Selbst Ihn in die Stellung des Messias berufen hat, hinwirft und Ihn Zorn und Grimm schmecken lässt. Die Leiden Christi, die hier vor uns stehen, sind weit umfassender, als wenn sie nur aus der Hand der Menschen kämen. Wohl litt Er von Seiten der Menschen und fühlte dies, aber sie stehen nicht vor Seinen Blicken im Gericht; auch handelt es sich hier nicht um Sein Versöhnungswerk, obgleich das, wodurch die Versöhnung bewirkt wurde, eingeschlossen ist, wenn wir die volle Wirkung des Zornes und Grimmes Gottes, wie sie am Kreuze zutage trat, mit einbegreifen. Wir haben hier Ihn Selbst, Sein Abgeschnittenwerden als Mensch. Er ist in Bedrängnis; Sein Herz ist verdorrt. Er gleicht dem Pelikan in der Wüste, der Eule in den Einöden. Seine Tage sind wie ein gestreckter Schatten; Er verdorrt wie Kraut. So war der Messias, dem alle Verheißungen gehörten. Doch Jehova bleibt auf ewig, Seine Verheißungen sind sicher, Er wird aufstehen und Sich Zions erbarmen, denn die hierzu bestimmte Zeit ist gekommen.

    Die ganzen Vorgänge zur Zeit, da Christus auf der Erde war, und zur Zeit des Überrestes in den letzten Tagen gehören zusammen; sie werden hier als eins betrachtet. Wenn Zion wiederhergestellt wird, werden die Nationen den Namen Jehovas fürchten. Jehova wird erscheinen, und, indem Er Zion aufbaut, dem armen Überrest antworten. So wird der Name Jehovas verkündigt werden in Zion und Sein Lob in Jerusalem, wenn die Völker sich allzumal dort versammeln werden. Aber wo wird dann der Messias sein? Seine Kraft ist doch gebeugt worden auf dem Wege, Seine Tage sind verkürzt worden. Er hat geschrieen zu Dem, der vom Tode erretten kann. Soll Zion wiederhergestellt werden ohne den Messias, indem Dieser gebeugt und weggenommen worden ist? In den Versen 24-28 vernehmen wir Gottes wunderbare und herrliche Antwort auf diese Frage: Der Messias ist ja Selbst der Schöpfer des Himmels und der Erde, von Ewigkeit her Derselbe. Seine Jahre werden nicht enden, selbst wenn die Schöpfung wie ein veraltetes Gewand zusammengewickelt werden wird. Die Söhne Seiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor Ihm feststehen. Der Messias, der verachtete und verworfene Jesus, ist Jehova, der Schöpfer aller Dinge. Ja, der Jehova, der, wie wir hörten, kommen wird, ist der Christus, der einst hienieden war; der „Alte an Tagen“ (Dan 7, 9. 10. 13) kommt, und es ist Christus, obwohl Er zugleich der „Sohn des Menschen“ ist. Dieser Gegensatz zwischen der äußersten Erniedrigung und Vereinsamung Christi und Seiner göttlichen Natur ist außerordentlich eindrucksvoll. Doch handelt es sich in diesem Psalm um das Gefühl, das Christus persönlich von Seiner Verwerfung hatte, und zwar in Verbindung mit dem Überrest – nicht um das Tragen des Gerichts über die Sünde in Seiner Seele für die Menschen.

    Ich frage mich, ob es in der Zeit von Darby wirklich so leicht war, ein richtiger Christ zu sein. Heute werden wohl fast alle wahren Anbeter Jehovas diese Worte auf sich selbst beziehen können, da sie genau so heute behandelt werden – von „Feinden“ aber auch von sogenannten „Brüdern“.

  20. Juleam 14. Mai 2010 um 20:54 Link zum Kommentar

    Psalm 101

    Von liebender Güte und Recht will ich singen.
    Dir, o Jehova, will ich Melodien spielen.

    2 Ich will verständig handeln, auf untadelige Weise.
    Wann wirst du zu mir kommen?
    Ich werde in der unversehrten Lauterkeit meines Herzens im Innern meines Hauses umherwandeln.

    3 Ich werde mir kein nichtsnutziges Ding vor Augen stellen.
    Das Tun der Abtrünnigen habe ich gehaßt;
    Es haftet mir nicht an.

    4 Ein verkehrtes Herz weicht von mir;
    Ich kenne nichts Böses.

    5 Wer seinen Gefährten insgeheim verleumdet,
    Den bringe ich zum Schweigen.
    Irgend jemand mit hochmütigen Augen und einem anmaßenden Herzen,
    Den kann ich nicht ertragen.

    6 Meine Augen sind auf die Treuen der Erde [gerichtet],
    Damit sie bei mir wohnen.
    Wer auf untadelige Weise wandelt,
    Der ist es, der mir dienen wird.

    7 Im Innern meines Hauses wird niemand wohnen, der Trügerisches tut.
    Wer Falschheiten redet, er wird nicht feststehen
    Vor meinen Augen.

    Treffen diese Worte auch auf uns zu?

  21. Thomasam 15. Mai 2010 um 12:41 Link zum Kommentar

    Psalm 103-105
    Zitate von J.N.Darby


    Psalm 103
    Ohne Zweifel ist der Geist Christi der Anführer in diesen Lobeserhebungen Jehovas, denn Er sagt: „Von dir ist mein Lobgesang in der großen Versammlung“, doch redet Er in diesem Psalm im Namen von ganz Israel. Das Volk hat Vergebung und Gnade empfangen durch die Güte und die Erbarmungen Jehovas. Was den Menschen betrifft, so gleicht er dem Grase; auch das Volk war wie Gras gewesen und war verdorrt (Jes 40, 6 – 8). Doch die Güte Jehovas ist von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, die Ihn fürchten – die Gehorsamen. So wird, gerade infolge der Natur und des Namens Jehovas, alles der Güte, aber auch der Treue zugeschrieben; doch gilt es den Gehorsamen, dem gottesfürchtigen Überrest. Jehova erkennt sie jetzt an mit Güte und Erbarmungen; alle ihre Sünden hat Er weit von ihnen entfernt. Jehova hat Seinen Thron in den Himmeln festgestellt – das einzige Mittel, wodurch die Segnung sichergestellt werden konnte -, und nun herrscht Sein Reich über alles; nicht nur dass Er Anspruch auf alles hat, sondern das Reich ist tatsächlich errichtet. Es sind die Lobeserhebungen Israels infolge des Einschreitens Jehovas, von dem die vorhergehenden Psalmen geredet haben.

    Psalm 104
    der Jehova als Schöpfer preist, erfordert nur wenige Bemerkungen. Man wird finden, dass er sich fast ausschließlich mit der Erde beschäftigt. Jehova ist mit himmlischer Pracht bekleidet; diese beschreibt der Geist Gottes in wunderschöner Sprache, aber im übrigen handelt es sich um die Erde. Sie wird betrachtet so wie sie ist, als der Wohnplatz des Menschen; aber alles ist abhängig von Jehovas unumschränktem Willen. Es ist nicht die Erde, die gefeiert wird, sondern Jehova als ihr Schöpfer; auch handelt es sich nicht um das Paradies, sondern um die Erde, wie wir sie der Hand des Menschen übergeben sehen. Doch unser Psalm sieht der Vertilgung der Sünder von der Erde entgegen; die Gesetzlosen werden nicht mehr sein. Dies verleiht augenscheinlich dem Psalm seinen besonderen Charakter und bringt ihn in Verbindung mit der Einführung des Erstgeborenen in den Erdkreis.

    Psalm 105
    bringt Jehova Danksagung und fordert den Samen Abrahams und Jakobs auf, Seiner zu gedenken und sich Seines Namens zu rühmen. In den Versen 7 und 8 finden wir den Beweggrund zu dieser Aufforderung: Jehova ist der Gott Israels; Seine Gerichte sind auf der ganzen Erde – Er hat Seines ewigen Bundes, gedacht. Dieser sollte ein immerwährender Bund sein, Er hat ihn geboten auf tausend Geschlechter hin, dieses Bundes hat Gott jetzt gedacht. Dann erinnert der Psalm daran, wie Gott einst Seine Fürsorge an den Vätern erwiesen und Gericht an Ägypten geübt hatte, um Sein Volk zu befreien; trotz der langen Knechtschaft war kein Strauchelnder in ihren Stämmen. „Er gedachte seines heiligen Wortes, Abrahams, seines Knechtes; und er führte sein Volk heraus mit Freuden, mit Jubel seine Auserwählten; und er gab ihnen die Länder der Nationen, und die Mühe der Völkerschaften nahmen sie in Besitz; damit sie seine Satzungen beobachteten und seine Gesetze bewahrten.“ Alle darauffolgende Untreue des Volkes wird in diesem Psalm nicht berührt; denn auch jetzt wieder, in den letzten Tagen, hat Gott Seines Bundes mit Abraham gedacht und hat Sein Volk durch Gerichte befreit. Handelt es sich doch um die Erfüllung der Verheißungen, und „die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar“.

    Im Wachtturm hieß es einmal:

    „Segne Jehova, o meine Seele“

    Es war König David von Israel, der den 103. Psalm komponierte. Er begann mit den Worten: „Segne Jehova, o meine Seele, ja alles in mir seinen heiligen Namen“ (Psalm 103:1). In einem Nachschlagewerk heißt es: „Das Wort segnen, wenn auf Gott bezogen, bedeutet ‚preisen‘, was stets auch eine starke Zuneigung zu Gott einschließt sowie Gefühle der Dankbarkeit.“ David wollte Jehova mit einem Herzen voller Liebe und Dankbarkeit preisen, und er forderte seine Seele — ja sich selbst — auf, ‘Jehova zu segnen’. Doch was rief im Herzen Davids dieses innige Empfinden gegenüber dem Gott hervor, den er anbetete?
    David fuhr fort: „Vergiß nicht alle seine [Jehovas] Taten“ (Psalm 103:2). Dankbarkeit Jehova gegenüber steht offenbar damit in Zusammenhang, daß man voller Wertschätzung über „alle seine Taten“ nachdenkt. Welche Taten Jehovas hatte David im Sinn? Nun, die Schöpfungswerke Jehovas zu betrachten — beispielsweise den sternenübersäten Himmel in einer klaren Nacht — erfüllt das Herz bestimmt mit Dankbarkeit gegenüber unserem Schöpfer. David war vom Sternenhimmel tief berührt (Psalm 8:3, 4; 19:1). Allerdings erinnerte er sich, wie der 103. Psalm zeigt, auch an andere Taten Jehovas.
    Jehova ‘vergibt all deine Vergehung’
    In diesem Psalm zählte David die Taten liebender Güte Gottes auf. Die erste und herausragendste davon besang er so: Jehova ‘vergibt all deine Vergehung’ (Psalm 103:3). David war sich sehr wohl seines eigenen sündigen Zustandes bewußt. Nachdem Nathan ihn auf sein ehebrecherisches Verhältnis mit Bathseba angesprochen hatte, gab David bereitwillig zu: „Gegen dich [Jehova], dich allein, habe ich gesündigt, und was böse ist in deinen Augen, habe ich getan“ (Psalm 51:4). Gebrochenen Herzens flehte er: „Erweise mir Gunst, o Gott, gemäß deiner liebenden Güte. Gemäß der Fülle deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen aus. Wasch mich gründlich von meinem Vergehen, und reinige mich auch von meiner Sünde“ (Psalm 51:1, 2). Wie dankbar muß David gewesen sein, daß ihm vergeben wurde! Als unvollkommener Mensch beging er in seinem Leben noch weitere Sünden, doch niemals versäumte er es, Reue zu zeigen, Zurechtweisung anzunehmen und sich zu korrigieren. Das Nachsinnen über Gottes wunderbare Taten liebender Güte ihm gegenüber muß David veranlaßt haben, Jehova zu segnen.
    Sind wir nicht alle Sünder? (Römer 5:12). Sogar der Apostel Paulus sagte bedauernd: „Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz Gottes gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin, aber ich sehe in meinen Gliedern ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist?“ (Römer 7:22-24). Wie dankbar können wir sein, daß Jehova unsere Sünden gern auslöscht, wenn wir bereuen und um Vergebung bitten! Er führt über sie nicht Buch.
    David dachte auch an folgendes: „[Jehova heilt] all deine Krankheiten“ (Psalm 103:3). Da heilen wiederherstellen bedeutet, ist mehr damit verbunden als das Vergeben einer Missetat. Es schließt die Beseitigung von Krankheiten ein — die unangenehmen Folgen der Verfehlungen in unserem Leben. Jehova wird in der neuen Welt, die er herbeiführt, tatsächlich die physischen Auswirkungen der Sünde, wie zum Beispiel Krankheit und Tod, beseitigen (Jesaja 25:8; Offenbarung 21:1-4). Doch schon heute heilt uns Jehova von geistigen Schwächen. Dabei kann es sich unter anderem um ein belastetes Gewissen handeln oder um ein gestörtes Verhältnis zu Jehova. ‘Vergessen wir nicht’, was Jehova für jeden von uns persönlich in dieser Hinsicht bereits getan hat.
    Er ‘fordert dein Leben zurück’
    ‘Jehova fordert dein Leben von der Grube zurück’, sang David (Psalm 103:4). Bei der „Grube“ handelt es sich um das allgemeine Grab der Menschheit — den Scheol oder Hades. Schon bevor David König über Israel wurde, geriet er in die Fänge des Todes. König Saul von Israel nährte beispielsweise einen mörderischen Haß gegen David und versuchte mehrmals, ihn umzubringen (1. Samuel 18:9-29; 19:10; 23:6-29). Auch die Philister wollten David töten (1. Samuel 21:10-15). Doch jedesmal rettete ihn Jehova vor der „Grube“. Welch große Dankbarkeit muß David empfunden haben, wenn er sich an diese Taten Jehovas erinnerte!
    Wie steht es mit uns? Hat uns Jehova schon einmal gestützt, wenn wir niedergeschlagen waren oder einen Verlust erlitten hatten? Oder hat man uns von Begebenheiten erzählt, die zeigen, wie Jehova in unseren Tagen treue Zeugen sozusagen ‘von der Grube zurückgefordert’ hat? Vielleicht haben uns Berichte von Befreiungstaten Jehovas tief berührt, die wir in Ausgaben dieser Zeitschrift gelesen haben. Warum sich nicht etwas Zeit nehmen und mit Wertschätzung über solche Taten des wahren Gottes nachsinnen? Und natürlich haben wir alle guten Grund, Jehova für die Auferstehungshoffnung dankbar zu sein (Johannes 5:28, 29; Apostelgeschichte 24:15).
    Jehova hat uns nicht nur das Leben gegeben, sondern er sorgt auch dafür, daß wir Freude daran haben und es als lebenswert empfinden. Wie der Psalmist erklärte, ‘krönt uns Gott mit liebender Güte und Erbarmungen’ (Psalm 103:4). In der heutigen schwierigen Zeit läßt uns Jehova nicht im Stich, sondern er steht uns bei…
    Der Psalmist David fuhr fort, sich zu erinnern, und sang: „[Jehova sättigt] deine Lebenszeit mit Gutem . . .; deine Jugend erneuert sich ständig so wie die eines Adlers“ (Psalm 103:5). Jehova schenkt uns ein Leben voller Zufriedenheit und Freude. Ja, die Erkenntnis der Wahrheit an sich ist ein Schatz ohnegleichen und eine Quelle großer Freude!..
    Jehova befreit seine Diener
    Weiter heißt es im Lied des Psalmisten: „Jehova vollführt Taten der Gerechtigkeit und richterliche Entscheidungen für alle Übervorteilten. Er ließ Moses seine Wege wissen, seine Handlungen auch die Söhne Israels“ (Psalm 103:6, 7). Wahrscheinlich dachte David an die ‘Übervorteilung’ der Israeliten, als sie zur Zeit des Moses von den Ägyptern bedrückt wurden. Bestimmt kam im Herzen Davids ein Gefühl der Dankbarkeit auf, als er darüber nachdachte, wie Jehova dem Moses seine Wege, die zur Befreiung führten, zeigte.

    „Segnet Jehova, all ihr seine Werke“
    Im Vergleich zur Unvergänglichkeit Jehovas, des „Gottes der Ewigkeit“, sind die ‘Tage des sterblichen Menschen’ wirklich kurz, „gleich denen des grünen Grases“. Doch David bemerkte voller Wertschätzung: „Die liebende Güte Jehovas ist von unabsehbarer Zeit, ja bis auf unabsehbare Zeit gegenüber denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit bis auf die Söhne der Söhne, gegenüber denen, die seinen Bund halten, und gegenüber denen, die seiner Befehle gedenken, um sie auszuführen“ (1. Mose 21:33, Fußnote; Psalm 103:15-18). Diejenigen, die Jehova fürchten, werden von ihm nicht vergessen. Zu gegebener Zeit wird er ihnen ewiges Leben geben (Johannes 3:16; 17:3).
    David drückte seine Wertschätzung für Jehovas Königtum aus und sagte: „Jehova selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet; und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht“ (Psalm 103:19). Das Königtum Jehovas hatte zwar für eine gewisse Zeit hier auf der Erde eine sichtbare Ausdrucksform, nämlich das Königreich Israel, doch Jehovas Thron befindet sich tatsächlich im Himmel. Da Jehova der Schöpfer ist, ist er der souveräne Herrscher des Universums und führt seinen göttlichen Willen im Himmel und auf der Erde gemäß seinen Vorsätzen aus.
    David ermunterte sogar die Engel im Himmel. Er sang: „Segnet Jehova, o ihr, seine Engel, mächtig an Kraft, die ihr sein Wort ausführt, indem ihr auf die Stimme seines Wortes hört. Segnet Jehova, all ihr seine Heerscharen, ihr, seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Segnet Jehova, all ihr seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft. Segne Jehova, o meine Seele“ (Psalm 103:20-22). Sollten wir uns nicht ebenso gedrängt fühlen, Jehova zu segnen, wenn wir über seine Taten liebender Güte uns betreffend nachdenken? Auf jeden Fall! Und wir können sicher sein, daß unsere eigene Stimme des Lobpreises im mächtigen Chor der Lobpreiser Gottes, zu dem sogar die gerechten Engel gehören, nicht untergehen wird. Preisen wir unseren himmlischen Vater von ganzem Herzen, und sprechen wir stets gut von ihm. Ja, nehmen wir uns die Worte Davids zu Herzen: „Segne Jehova, o meine Seele.“

  22. Juleam 15. Mai 2010 um 21:08 Link zum Kommentar

    Psalm 103 – 105

    Psalm 104

    Segne Jehova, o meine Seele.
    O Jehova, mein Gott, du hast dich als sehr groß erwiesen.
    Mit Würde und Pracht hast du dich bekleidet,
    2 Indem du dich mit Licht umhüllst wie mit einem Kleid,
    Die Himmel ausspannst gleich einem Zelttuch,
    3 Der seine Obergemächer in den Wassern mit Balken baut,
    Der die Wolken zu seinem Wagen macht,
    Auf den Flügeln des Windes schreitet,
    4 Der seine Engel zu Geistern macht,
    Seine Diener zu einem verzehrenden Feuer.

    5 Er hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet;
    Sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden.

    6 Mit einer Wassertiefe gleich einem Gewand bedecktest du sie.
    Über den Bergen selbst standen die Wasser.

    7 Bei deinem Schelten begannen sie zu fliehen;
    Beim Schall deines Donners wurden sie veranlaßt, in Panik davonzurennen —
    8 Dann hoben sich Berge,
    Talebenen senkten sich —
    An den Ort, den du für sie gegründet hast.

    9 Eine Grenze setztest du, die sie nicht überschreiten sollten,
    Daß sie die Erde nicht wieder bedecken sollten.

    10 Er sendet Quellen in die Wildbachtäler;
    Zwischen den Bergen fließen sie dahin.

    11 Sie tränken ständig all die wildlebenden Tiere des freien Feldes;
    Die Zebras löschen regelmäßig ihren Durst.

    12 Über ihnen haben die fliegenden Geschöpfe der Himmel ihre Schlafsitze;
    Zwischen dem dichten Laubwerk hervor geben sie fortgesetzt Laute von sich.

    13 Er tränkt die Berge aus seinen Obergemächern.
    Mit dem Fruchtertrag deiner Werke wird die Erde gesättigt.

    14 Er läßt grünes Gras für die Tiere sprossen
    Und Pflanzenwuchs zum Dienst der Menschheit,
    Um Nahrung hervorgehen zu lassen aus der Erde,
    15 Und Wein, der das Herz des sterblichen Menschen erfreut,
    Um das Angesicht von Öl leuchten zu lassen,
    Und Brot, das selbst das Herz des sterblichen Menschen stärkt.

    16 Die Bäume Jehovas werden gesättigt,
    Die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat,
    17 Worin die Vögel selbst Nester bauen.
    Was den Storch betrifft, die Wacholderbäume sind sein Haus.

    18 Die hohen Berge sind für die Steinböcke;
    Die zerklüfteten Felsen sind eine Zuflucht für die Klippdachse.

    19 Er hat den Mond gemacht für die bestimmten Zeiten;
    Die Sonne, sie weiß wohl, wo sie untergeht.

    20 Du verursachst Finsternis, damit es Nacht wird;
    In ihr regen sich alle wildlebenden Tiere des Waldes.

    21 Die mähnigen jungen Löwen brüllen nach Raub
    Und um von Gott selbst ihre Speise zu heischen.

    22 Die Sonne beginnt aufzuleuchten — sie ziehen sich zurück,
    Und sie legen sich in ihren eigenen Verstecken nieder.

    23 Der Mensch geht aus zu seiner Tätigkeit
    Und zu seinem Dienst bis zum Abend.

    24 Wie viele sind deiner Werke, o Jehova!
    Sie alle hast du in Weisheit gemacht.
    Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse.

    25 Was dieses Meer betrifft, so groß und weit,
    Dort gibt es sich Regendes ohne Zahl,
    Lebende Geschöpfe, kleine wie auch große.

    26 Dort fahren die Schiffe;
    Was den Leviathan betrifft, ihn hast du gebildet, darin zu spielen.

    27 Sie alle — auf dich harren sie,
    Damit du [ihnen] ihre Speise gibst zur rechten Zeit.

    28 Was du ihnen gibst, lesen sie auf.
    Du öffnest deine Hand — sie werden mit guten Dingen gesättigt.

    29 Wenn du dein Angesicht verbirgst, geraten sie in Bestürzung.
    Wenn du ihren Geist wegnimmst, verscheiden sie,
    Und zu ihrem Staub kehren sie zurück.

    30 Wenn du deinen Geist aussendest, werden sie erschaffen;
    Und du erneuerst die Fläche des Erdbodens.

    31 Die Herrlichkeit Jehovas wird auf unabsehbare Zeit währen.
    Jehova wird sich freuen an seinen Werken.

    32 Er schaut auf die Erde, und sie zittert;
    Er rührt die Berge an, und sie rauchen.

    33 Ich will Jehova singen mein ganzes Leben hindurch;
    Ich will Melodien spielen meinem Gott, solange ich bin.

    34 Möge mein Nachsinnen über ihn angenehm sein.
    Ich meinerseits werde mich freuen in Jehova.

    35 Die Sünder werden von der Erde beseitigt werden;
    Und was die Bösen betrifft, sie werden nicht mehr sein.
    Segne Jehova, o meine Seele. Preiset Jah!

    Wieder einmal beschäftigen wir uns näher mit Jehovas Werken. Wenn wir dies tun, strömt sicherlich unser Herz voller Liebe und Bewunderung für unseren Gott über.

    Geht es dir ebenso?

    Jetzt, wo das Wetter wieder sonnig und trocken ist, streifen mein Mann und ich wieder täglich durch die wunderschöne Natur – und wenn es nur für eine halbe Stunde unten am See auf einer Banke ist. Wenn man dort ganz ruhig sitzen bleibt, öffnet sich das Auge automatisch für das Wunder der Schöpfung. Man hört einen Vogel zwitschern und wenn man mit den Augen folgt, kann man wunderschöne Tiere sehen.

    Hier nur mal einige Fotos der letzten Tage:

    Baumläufer

    Wir waren selbst überrascht, welcher Artenvielfalt dieser kleine Ort hier Lebensraum bietet.

    Wir sind überzeugt, dass jeder der sich mit der Schönheit der Natur beschäftigt und damit, wie wunderbar Jehova alles erschaffen hat – jeder der dies tut wird sicherlich seinem Schöpfer sehr nahe sein.

    Womit beschäftigst du dich?

    Lässt auch du deine Augen an dem vorbeigehen was wertlos ist – und liest statt dessen neben der Bibel auch ausgiebig im Buch der Schöpfung?

  23. Thomasam 16. Mai 2010 um 12:44 Link zum Kommentar

    Psalm 106
    Zitate von J.N.Darby


    „Hallelujah! Preiset Jehova, denn Er ist gut, denn Seine Güte währt ewiglich.“ Das ist, wie wir schon oft sahen, der Ausdruck der unfehlbaren Treue und Güte Jehovas, die Israel in Sicherheit stellen. In Vers 3 haben wir den Charakter derer, die glückselig gepriesen werden. Der fromme Israelit in den letzten Tagen wünscht, dass Jehova seiner gedenken möge mit der Gunst gegen Sein Volk – er möchte anschauen die Wohlfahrt der Auserwählten Jehovas und sich erfreuen an der Freude seiner Nation, sich rühmen mit Jehovas Erbteil. Wir finden hier den Ausdruck wahrer Frömmigkeit; der Psalmist bekennt die Schuld seines Volkes; er sagt jedoch nicht: „Sie haben gesündigt“, obwohl dies anerkannt wird, um zu zeigen, wie die Güte Jehovas trotzdem fortgedauert hat; sondern er sagt im Namen des Überrestes: „Wir haben gesündigt samt unseren Vätern.“ Es ist wirkliche, praktische Frömmigkeit, die gerade in einem solchen Bekenntnis die ewigwährende Güte Jehovas beweist. In diesem Lichte betrachtet der Psalmist dann die ganze Geschichte Israels und zeigt am Ende, dass Jehova trotz allem ihre Bedrängnis angesehen hat, indem Er Seines Bundes gedachte und sie vor den Nationen, unter denen sie sich befanden, Erbarmen finden ließ. Auf diese Güte wartet der Psalmist auch jetzt, damit sie sich Seines Lobes rühmen möchten. Hiermit schließt das vierte Buch.

  24. Juleam 12. Mai 2011 um 23:17 Link zum Kommentar

    Gottes Wort ist lebendig
    Höhepunkte zum 4. Buch der Psalmen

    „DANKT IHM, SEGNET SEINEN NAMEN“
    (Psalm 90:1 bis 106:48)

    Sehen wir uns an, welche Gründe, Jehova zu rühmen und zu preisen, die vierte Liedersammlung der Psalmen enthält. In Psalm 90 stellt Moses das Leben des ‘Königs der Ewigkeit’ dem vergänglichen Leben der Menschen gegenüber (1. Timotheus 1:17). Gemäß Psalm 91:2 bezeichnet Moses Jehova als ‘seine Zuflucht und seine Feste’ — seinen Bergungsort. Die nächsten Psalmen berichten von Jehovas vortrefflichen Eigenschaften, seinen überragenden Gedanken und seinen großartigen Werken. Drei Lieder beginnen mit den Worten: „Jehova selbst ist König geworden“ (Psalm 93:1; 97:1; 99:1). Der Psalmist bezeichnet Jehova als den Schöpfer und fordert dazu auf: „Dankt ihm, segnet seinen Namen“ (Psalm 100:4).

    Wie regiert ein Herrscher, der Jehova fürchtet? Psalm 101, von David, enthält die Antwort. Im nächsten Psalm heißt es über Jehova: „Er wird sich sicherlich dem Gebet der von allem Entblößten zuwenden und ihr Gebet nicht verachten“ (Psalm 102:17). Der 103. Psalm weist auf die liebende Güte und Barmherzigkeit Jehovas hin. Der Psalmist spricht über vieles auf der Erde, was Gott gemacht hat, und ruft aus: „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht“ (Psalm 104:24). Die letzten beiden Lieder im vierten Buch preisen Jehova für seine großartigen Werke (Psalm 105:2, 5; 106:7, 22).

    Antworten auf biblische Fragen:

    91:1, 2, Fußnote — Worum handelt es sich bei dem „geheimen Ort des Höchsten“ und wie können wir dort ‘wohnen’?
    Es handelt sich in übertragenem Sinn um einen Ort geistiger Sicherheit und Geborgenheit — um Schutz vor geistigem Schaden. Der Ort ist geheim, weil ihn nur die kennen, die Gott vertrauen. Wir machen Jehova zu unserer Wohnung, wenn wir ihn als unsere Zuflucht und Feste betrachten, ihn als den Souverän des Universums preisen und die gute Botschaft vom Königreich verkünden. Wir fühlen uns in geistiger Hinsicht sicher, denn wir wissen, dass Jehova immer bereit ist, uns zu helfen (Psalm 90:1).

    92:12 — In welcher Hinsicht ‘blüht der Gerechte auf wie eine Palme’?
    Die Palme ist für ihre Fruchtbarkeit bekannt. Ein Gerechter gleicht insofern einer Palme, als Jehova ihn als aufrecht ansieht und er fortwährend „vortreffliche Frucht“ hervorbringt, wie zum Beispiel gute Werke (Matthäus 7:17-20).

    Lehren für uns:

    90:7, 8, 13, 14. Vergehungen schädigen immer unser Verhältnis zu dem wahren Gott. Auch kann man Sünden, die Menschen verborgen bleiben, vor ihm nicht geheim halten. Jehova schenkt uns jedoch wieder seine Gunst — ‘sättigt uns mit seiner liebenden Güte’ —, wenn wir aufrichtig bereuen und die falsche Handlungsweise aufgeben.

    90:10, 12. Das Leben ist kurz, deshalb sollten wir ‘unsere Tage zählen’. Wie können wir das? Indem wir „ein Herz der Weisheit einbringen“ oder weise handeln, damit wir die Tage, die uns noch verbleiben, nicht vertun, sondern so verbringen, wie es Jehova gefällt. Dafür müssen wir geistigen Interessen Vorrang geben und uns die Zeit gut einteilen (Epheser 5:15, 16; Philipper 1:10).

    90:17. Es ist richtig, Jehova zu bitten, ‘das Werk unserer Hände zu befestigen’ und unsere Bemühungen im Dienst für ihn zu segnen.

    92:14, 15. Durch das eifrige Studium von Gottes Wort und den regelmäßigen Umgang mit Gottes Volk bleiben Ältere „saftvoll und frisch“, also geistig stark, und sind eine wertvolle Stütze für die Versammlung.

    94:19. Was auch immer bei uns ‘beunruhigende Gedanken’ auslöst, die in der Bibel enthaltenen „Tröstungen“ zu lesen und darüber nachzudenken wird uns beruhigen.

    95:7, 8. Schriftgemäßen Rat aufmerksam anzuhören und bereitwillig darauf zu hören bewahrt uns davor, unser Herz zu verhärten (Hebräer 3:7, 8).

    106:36, 37. In diesen Versen wird die Verehrung von Götzen damit verknüpft, Dämonen zu opfern. Das lässt darauf schließen, dass jemand durch Götzen unter den Einfluss von Dämonen geraten kann. In der Bibel wird uns dringend geraten: „Hütet euch vor Götzen“ (1. Johannes 5:21).

    „Preiset Jah!“

    Die letzten drei Lieder aus dem vierten Buch der Psalmen enden mit der Aufforderung: „Preiset Jah!“ Der letzte dieser Psalmen beginnt sogar damit (Psalm 104:35; 105:45; 106:1, 48). Im vierten Buch der Psalmen kommt die Wendung „Preiset Jah!“ also wiederholt vor.

    Wir haben allen Grund dazu, Jehova zu preisen. Die Psalmen 73 bis 106 haben uns vielerlei zu bedenken gegeben und uns mit tiefer Dankbarkeit gegenüber unserem himmlischen Vater erfüllt. Drängt es uns nicht, mit ganzer Kraft ‘Jah zu preisen’, wenn wir über all das nachdenken, was er für uns getan hat und noch tun wird?

    *** w06 15. 7. S. 12-13 Höhepunkte aus dem dritten und vierten Buch der Psalmen ***

  25. Juleam 17. August 2011 um 12:58 Link zum Kommentar

    Psalm 102 – 105

    Psalm 102:2

    O Jehova, höre doch mein Gebet;
    Und zu dir komme mein eigener Hilferuf.

    2 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tag meiner Bedrängnis.
    Neige dein Ohr zu mir;
    An dem Tag, da ich rufe, eile, antworte mir.

    ja, so sind wir Menschen: immer mit uns selbst und unseren eigenen Problemen beschäftigt. Oftmals finden wir kaum die Zeit, täglich in der Bibel zu lesen oder ein intensives Gesprächsleben mit unserem Gott zu führen. Aber wenn es uns schlecht geht, dann soll er sich bitte schön beeilen, denn wir können es kaum noch aushalten!

    Haben wir nicht einen wundervollen und liebevollen und barmherzigen Gott?

    Was für eine Größe, dass er uns unsere „kleinen“ Schwächen nicht nachträgt, sondern immer für uns da ist, 24 Stunden am Tag.

    Obwohl wir ihn so oft ignorieren oder nicht ganz so wichtig nehmen, wie ER es eigentlich verdient hätte, so bittet er uns doch, dass wir mit unseren Sorgen und Nöten zu ihm kommen und ist nicht beleidigt, dass wir nun aber bitte ganz schnell seine Hilfe wollen!

    Wenn ich solche Texte in der Bibel lese, dann schäme ich mich dafür, wie viel ich eigentlich von den Menschen in meiner persönlichen Umgebung erwarte. Dass ich von den Kindern enttäuscht bin, die sich meiner Meinung nach als undankbar erweisen und uns den Rücken zuwenden, weil wir mal grad nicht in ihr Lebenskonzept passen, weil wir ihnen ihrer Meinung nach zur Zeit nicht gut tun und sie ja für sich selbst und ihr eigenes Wohlbefinden sorgen müssen. Ja, da erwarte ich Dankbarkeit und Aufmerksamkeit und bin sauer. Aber auf der anderen Seite sehe ich hier in dem Text, dass wir ja unseren Gott oftmals ebenso behandeln – und dabei denken wir uns dann leider nicht so viel.

    Im Gegensatz zu unseren Kindern, die eigentlich ja auch verständliche Gründe haben könnten – weil wir ihnen aufgrund unserer eigenen Unvollkommenheit vielleicht schmerzhaft auf die Füße getreten sind – haben wir eigentlich keine Entschuldigung, wenn wir die Prioritäten oftmals nicht so richtig setzen und abends lieber einen spannenden oder entspannenden Fernsehfilm vorziehen und nicht mehr die Kraft haben, in der Bibel zu lesen oder ausführlich mit unserem Gott „zu plaudern“.

    Trotzdem, dass unser Gott oftmals reichlich Grund hätte, von uns enttäuscht zu sein und sich über unsere Ignoranz oder Undankbarkeit zu beschweren – trotzdem ist er immer wieder rund um die Uhr für uns da, immer darauf wartend, dass wir uns an ihn erinnern und ihn um Hilfe bitten.

    Dieser Gedanke macht mich ganz klein und demütig und ich denke, dass hier ein Punkt ist, an dem ich ganz persönlich noch an mir arbeiten muss:

    nicht so sehr auf die Schwächen der anderen achten, nicht so sehr mit dem Enttäsucht-sein beschäftigt sein – sondern immer an das Gute im anderen glauben und hoffen – so wie unsser Schöpfer!

    Dies wird sicherlich noch ein sehr langer Weg!

  26. Juleam 17. August 2011 um 13:09 Link zum Kommentar

    Psalm 102:13

    Du selbst wirst aufstehen, du wirst dich Zions erbarmen,
    Denn es ist die rechte Zeit, ihr Gunst zu erweisen,
    Denn die bestimmte Zeit ist gekommen.

    Ein Gedanke, der sich immer wieder durch die ganze Bibel zieht:

    Jehova wird seinem Volk und auch seinen einzelnen Dienern ganz bestimmt helfen. Dabei kommt es hier auf den richtigen Zeitpunkt an – allerdings dabei darauf, dass der Zeitpunkt für IHN der richtige ist.

    Dies bedeutet oftmals, dass wir das Gefühl haben, unser Gott hätte uns verlassen, da wir ihn gerade weder sehen noch hören – und oftmals bedeutet dies auch, dass wir von unserem Gott enttäuscht sind.

    Wie wichtig ist es daher, sich solche Texte wie diese hier gut einzuprägen und immer wieder daran denken, wie die Dinge wirklich sind.

    Dann kann uns eine schwere Zeit der Prüfung nicht wirklich von unserem Gott entfernen.

    Noch ein Punkt, den wir dabei unbedingt lernen müssen:

    uns selbst nicht so wichtig zu nehmen

    Das mag in so einer Situation zwar sehr schwer für uns sein, da wir ja wirklich leiden, Schmerzen empfinden und uns in einer scheinbar aussichtslosen Lage befinden. Da liegt es dann nahe, sich zu fragen, ob wir persönlich überhaupt für Jehova von Wert sind, denn „eigentlich müsste er ja nun aber doch wirklich endlich für uns eintreten“ – oder?

    Wenn wir es schaffen, in solchen Momenten uns in den Sinn zu rufen, worum es wirklich geht, dass Jehova sicherlich schon im Hintergrund „an einer Lösung für uns bastelt“ und dass er ganz gewiß bei uns ist, stets „unsere Rechte haltend“, wie in Jesaja 41:10 gesagt wird – dann haben wir gute Chancen.

    Allerdings wird dieser Gedanke nur dann in solchen Momenten bei uns präsent sein, wenn wir bereits heute darüber nachsinnen

  27. Juleam 17. August 2011 um 13:13 Link zum Kommentar

    Psalm 102:19-21

    Denn er hat herabgeschaut von seiner heiligen Höhe,
    Von den Himmeln selbst hat er, Jehova, ja auf die Erde geschaut,
    20 Um das Seufzen des Gefangenen zu hören,
    Um die zum Tode Bestimmten loszulösen,
    21 Damit der Name Jehovas in Zion verkündet werde
    Und sein Lobpreis in Jerusalem,

    warum macht uns dieser Text wirkliche Hoffnung?

    Weil hier gezeigt wird, dass Jehova auf uns blickt, dass er uns sieht und warum? Damit der Name Jehovas zum Lobpreis verkündet wird.

    Was hat dies mit Hoffnung für uns ganz persönlich zu tun?

    Ganz einfach: wann nur würden die Nationen Jehovas Namen zum Lobpreis verkünden? Wenn er für sein Volk eingetreten wäre und somit auch für jeden einzelnen, der sich aufrichtig bemüht, IHM zu dienen.

    Somit zeigt uns dieser Text, dass Jehova ständig damit beschäftig ist, darauf zu achten, wer sich aufrichtig bemüht und diesem dann mit seiner Kraft uns seinem Geist beizustehen.

    Was für ein ermunternder Gedanke!

  28. Juleam 17. August 2011 um 13:16 Link zum Kommentar

    Psalm 103:1-2

    Segne Jehova, o meine Seele,
    Ja alles in mir seinen heiligen Namen.

    2 Segne Jehova, o meine Seele,
    Und vergiß nicht alle seine Taten,

    verspüren auch wir oftmals den Drang, so zu reden/singen?

    Sind wir dankbar, wenn wir mal wieder über all die Dinge nachdenken, die Jehova bereits für uns getan hat? Segnen wir ihn? Zeigt sich dies in unserem sinnvollen Anteil am Predigtwerk?

    Was tun wir, wenn nach einer langen Phase der Probleme der Druck auf uns nachlässt? Danken wir dann unserem Gott oder sind wir einfach nur erleichtert und gehen zur Tagesordnung über?

  29. Juleam 17. August 2011 um 13:25 Link zum Kommentar

    Psalm 103:8-14

    Jehova ist barmherzig und gnädig,
    Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte.

    9 Er wird nicht für alle Zeit fortfahren zu rügen,
    Noch wird er auf unabsehbare Zeit grollen.

    10 Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan;
    Noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen.

    11 Denn wie die Himmel höher sind als die Erde,
    So ist seine liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten.

    12 So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang,
    So weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.

    13 Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist,
    Hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten.

    14 Denn er selbst kennt ja unser Gebilde,
    Ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind.

    hier muss ich wieder an die Schlußansprache „Nicht nachlassen, das zu tun, was vortrefflich ist“ denken, die wir am Sonntag gehört hatten (Notizen kommen noch). Da ging es darum, was uns ablenken könnte und hierzu zählten auch Schuldgefühle aufgrund eigener Fehler. In diesem Zusammenhang zitierte der Bruder aus einem älteren WT: „Die Tatsache an sich, dass du tief in deinem Inneren entmutigt bist, zeigt“, dass du für Jehova annehmbar bist (sorry, ich weiß den genauen Wortlaut nicht mehr).

    Fakt ist, dass unser Gott auf eine Art und Weise barmherzig mit uns sündigen Menschen ist, die wir oftmals nicht wirklich begreifen können. Einfach deshalb, weil wir selbst kaum in der Lage sind, in einem solchen großen Maße zu vergeben, wie ER das tut.

    Dies führt uns dann wiederum auch die Tatsache vor Augen, dass wir eigentlich verpflichtet sind, anderen ebenfalls so großzügig zu vergeben. Sicherlich sind wir nicht in der großartigen Weise wie Jehova dazu in der Lage, aber wir haben ja noch „ein wenig Zeit (bis Harmagedon)“, um uns darin zu üben und unser Bestes zu geben.

    Haben wir nicht einen wunderbaren Gott? Wer ist wie ER?

    Ich kennen keinen, der mit unserem Gott zu vergleichen wäre!!!

  30. Juleam 17. August 2011 um 13:32 Link zum Kommentar

    Psalm 103:18

    Aber die liebende Güte Jehovas ist von unabsehbarer Zeit, ja bis auf unabsehbare Zeit
    Gegenüber denen, die ihn fürchten,
    Und seine Gerechtigkeit bis auf die Söhne der Söhne,
    18 Gegenüber denen, die seinen Bund halten,
    Und gegenüber denen, die seiner Befehle gedenken, um sie auszuführen.

    Wer ist wohl mit denen gemeint, „die seiner Befehle gedenken“?

    In den Querverweisen habe ich folgendes gefunden:

    (Psalm 119:11)
    In meinem Herzen habe ich deine Rede aufbewahrt, Damit ich nicht gegen dich sündige.

    (Sprüche 3:1)
    Mein Sohn, mein Gesetz vergiß nicht, und meine Gebote möge dein Herz beobachten,

    um Jehovas Rede zu gedenken, muss man sie erst mal kennen und sich damit beschäftigen.

    Daher vermute ich mal, dass hier von denen die Rede ist, die sich regelmäßig in sein Wort vertiefen und darüber nachdenken. Wieder ein Punkt, der von der leitenden Körperschaft in den letzten Jahren immer wieder betont worden ist:

    wir sollten täglich in der Bibel lesen und unseren persönlichen Studienabend nicht dazu „mißbrauchen“, um uns auf die Zusammenkünfte vorzuberreiten, sondern dazu, Jehova noch besser kennen zu lernen!

    auf dem BZK haben wir ja unter dem Programmpunkt „Antworten auf Fragen zum Königreich“ einige Anregungen erhalten

  31. Juleam 17. August 2011 um 13:42 Link zum Kommentar

    Psalm 104 erklärt uns Offenbarung 4:11

    „Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen.“

    hier bekommen wir auch wieder die Erklärung, warum es so wichtig ist, sich in Gottes wunderbarer Schöpfung aufzuhalten, um IHM wirklich noch näher zu kommen.

    Denn mal ganz ehrlich: wenn wir all die wundervollen Dinge sehen, die unser himmlischer Vater erschaffen hat, fließt unser Herz dann nicht über vor Dankbarkeit und Begeisterung?

    Oftmals denke ich, dass alle Menschen, die Berufe haben, die sich mit Natur oder Tieren beschäftigen, auch automatisch an Gott glauben müssten. Oftmals kommt mir dieser Gedanke, wenn ich Naturfilme sehe, wo die Filmer uns die Herrlichkeit der Natur vor Augen führen und voller Wertschätzung über den komplexen Zusammenhang reden – dass eigentlich gleich noch der Satz kommen müsste „wie wunderbar der Schöpfer das gestaltet hat“. Leider kommt dieser Satz sehr selten, aber immer öfter höre ich „die Schöpfung“ oder „Mutter Natur“ habe sich dies auf wundervolle Weise ausgedacht – also nix mit „die Evolution ist ganz toll gewesen“. Von der Evolution reden relativ wenige.

    Ist es wohl Zufall, dass es gerade David war, der seinem Gott so nahe war, so viel über IHN nachgedacht hatte und sich damit als künftiger König qualifiziert hatte? David war der Jüngste von Isais Söhnen und scheinbar nicht ganz so wichtig und bedeutungsvoll für die Familie, denn der Vater musste extra mehrfach gefragt werden, ob es nicht doch noch einen weiteren Sohn gäbe. David war mit den Tieren seines Vaters in der Natur, hütete sie. Er war damals viel allein, mit sich, den Tieren, der Natur – und seinem Schöpfer.

    Er hat das werden des Lebens seiner Tiere, ihr Leben und ihr Sterben hautnah mitbekommen. Er hat Zusammenhänge verstanden und hatte aufgrund des Alleinseins reichlich Zeit, darüber nachzudenken. So kam er seinem Schöpfer unglaublich nahe – etwas, was er in seinem Leben niemals ganz verloren hat.

    Oftmals denke ich auch, dass man stark im Vorteil ist, wenn man so ein einsames und karges Leben in der Natur führt. Denn so hat man ausreichend Zeit und wenig Ablenkung von Gott.

    Womit verbringen wir unsere freie Zeit?

    Jagen wir den Vergnügungen nach, immer bestrebt nach Neuem, nach einem Kick, reichlich aufregende Gesellschaft und Unterhaltung?

    Oder wählen wir den Gang in die Natur, in die Stille – um mit unserem Gott allein zu sein?

  32. Juleam 11. Mai 2012 um 18:18 Link zum Kommentar

    Psalm 90 – Ist denn alles vergeblich?

    1 Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes.
    Herr, solange es Menschen gibt, bist du unsere Zuflucht!

    2 Ja, bevor die Berge geboren wurden, noch bevor Erde und Weltall unter Wehen entstanden, warst du, o Gott. Du bist ohne Anfang und Ende.

    3 Du lässt den Menschen wieder zu Staub werden. »Kehr zurück!«, sprichst du zu ihm.

    4 Tausend Jahre sind für dich wie ein einziger Tag, wie ein Tag, der im Flug vergangen ist, wie eine Stunde Schlaf.

    5 Du reißt die Menschen hinweg, sie verschwinden so schnell wie ein Traum nach dem Erwachen. Sie vergehen wie das Gras:

    6 Morgens sprießt es und blüht auf, doch schon am Abend welkt und verdorrt es im heißen Wüstenwind.

    7 Ja, durch deinen Zorn vergehen wir, schnell geht es mit uns zu Ende!

    8 Unsere Schuld liegt offen vor dir, auch unsere geheimsten Verfehlungen bringst du ans Licht.

    9 Dein Zorn lässt unser Leben verrinnen – schnell wie ein kurzer Seufzer ist es vorbei!

    10 Unser Leben dauert siebzig, vielleicht sogar achtzig Jahre. Doch worauf wir stolz sind, ist nur Mühe, viel Lärm um nichts! Wie schnell eilen die Jahre vorüber! Wie rasch fliegen sie davon!

    11 Doch wer kann begreifen, wie gewaltig dein Zorn ist? Wer fürchtet sich schon davor?

    12 Mach uns bewusst, wie kurz unser Leben ist, damit wir endlich zur Besinnung kommen!

    13 Herr, wende dich uns wieder zu! Wie lange soll dein Zorn noch dauern? Hab Erbarmen mit uns, wir gehören doch zu dir!

    14 Herr, schenke uns deine Liebe jeden Morgen neu! Dann können wir singen und uns freuen, solange wir leben!

    15 So viele Jahre litten wir unter Not und Bedrückung; lass uns nun ebenso viele Jahre Freude erleben!

    16 Zeige uns, wie machtvoll du eingreifst; auch unsere Kinder sollen deine mächtigen Taten sehen!

    17 Herr, unser Gott! Zeige uns deine Güte! Lass unsere Mühe nicht vergeblich sein! Ja, lass unsere Arbeit Früchte tragen!

    Wenn wir unser Leben nutzen, um eine Freundschaft mit unserem Gott Jehova aufzubauen und zu pflegen – dann war nichts davon umsonst!

  33. Juleam 11. Mai 2012 um 20:07 Link zum Kommentar

    Psalm 91 – 93

    Psalm 91 – Unter Gottes Schutz

    1 Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt, der kann bei ihm, dem Allmächtigen, Ruhe finden.

    2 Auch ich sage zu Gott, dem Herrn: »Bei dir finde ich Zuflucht, du schützt mich wie eine Burg! Mein Gott, dir vertraue ich!«

    3 Er bewahrt dich vor versteckten Gefahren und vor tödlicher Krankheit.

    4 Er wird dich behüten wie eine Henne, die ihre Küken unter die Flügel nimmt. Seine Treue schützt dich wie ein starker Schild.

    5 Du brauchst keine Angst zu haben vor den Gefahren der Nacht oder den heimtückischen Angriffen bei Tag.

    6 Selbst vor der Pest, die im Dunkeln zuschlägt, oder dem tödlichen Fieber, das am hellen Tag die Menschen befällt, fürchtest du dich nicht.

    7 Wenn tausend neben dir tot umfallen, ja, wenn zehntausend in deiner Nähe sterben – dich selbst trifft es nicht!

    8 Mit eigenen Augen wirst du sehen, wie Gott es denen heimzahlt, die ihn missachten.

    9 Du aber darfst sagen: »Beim Herrn bin ich geborgen!« Ja, bei Gott, dem Höchsten, hast du Heimat gefunden.

    10 Darum wird dir nichts Böses zustoßen, kein Unglück wird dein Haus erreichen.

    11 Denn Gott hat seine Engel ausgesandt, damit sie dich schützen, wohin du auch gehst.

    12 Sie werden dich auf Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein verletzen!

    13 Löwen werden dir nichts anhaben, auf Schlangen kannst du treten.

    14 Gott sagt: »Er liebt mich von ganzem Herzen, darum will ich ihn retten. Ich werde ihn schützen, weil er mich kennt und ehrt.

    15 Wenn er zu mir ruft, antworte ich ihm. Wenn er keinen Ausweg mehr weiß, bin ich bei ihm. Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen.

    16 Bei mir findet er die Hilfe, die er braucht; ich gebe ihm ein erfülltes und langes Leben!«

    Wenn wir uns ganz nah an unseren Gott halten, kann uns nichts passieren.

    Denn wenn wir uns Gott nahen, dann wird er sich uns nahen. Petrus sagte, wenn wir uns unter Gottes mächtige Hand erniedrigen, dann würde der Satan von uns fliehen.

    Ein Vortragsredner verglich uns und unseren Glauben mit einer Glühbirne. Kein Pusten, ja kein Windstoß kann diese ausblasen. Wenn wir uns also ganz eng an unseren Gott halten, dann kann sich der Satan noch so viel Mühe geben, er kann das Licht unseres Glaubens nicht auspusten.

    Paulus schrieb an die Römer, dass uns nichts von Gottes Liebe trennen könne – was es auch sei! Nur wir selbst können dies, indem wir selbst uns von Jehova wegwenden.

    Das finde ich sehr beruhigend.

  34. Juleam 11. Mai 2012 um 20:19 Link zum Kommentar

    Psalm 92 – Wie gut ist es, dir, Herr, zu danken!

    1 Ein Lied zum Sabbat.

    2 Wie gut ist es, dir, Herr, zu danken und dich, du höchster Gott, zu besingen,

    3 schon früh am Morgen deine Gnade zu loben und noch in der Nacht deine Treue zu preisen,

    4 zum Klang der Laute, zur Musik der Harfe und Leier!

    5 Herr, was du tust, macht mich froh, und ich juble über deine großen Taten.

    6 Wie machtvoll sind deine Werke, und wie tief deine Gedanken!

    7 Nur ein unvernünftiger Mensch sieht das nicht ein, nur ein Narr kann nichts damit anfangen.

    8 Mag auch ein Gottloser Erfolg haben, mag er emporwachsen und blühen – er wird doch für immer vertilgt werden.

    9 Du aber, Herr, bist groß und erhaben für immer und ewig!

    10 Eines ist sicher: Deine Feinde werden umkommen; die, die Unrecht tun, werden in alle Winde zerstreut werden!

    11 Doch mir gibst du Kraft, wie ein wilder Stier sie hat; du schenkst mir Freude und neuen Mut.

    12 Ich werde noch miterleben, wie meine Feinde stürzen; ich werde hören, wie sie um Gnade wimmern.

    13 Doch wer Gott liebt, gleicht einer immergrünen Palme, er wird mächtig wie eine Zeder auf dem Libanongebirge.

    14 Er ist wie ein Baum, der im Vorhof des Tempels gepflanzt wurde und dort gedeihen kann.

    15 Noch im hohen Alter wird er Frucht tragen, immer ist er kraftvoll und frisch.

    16 Sein Leben ist ein Beweis dafür, dass der Herr seine Versprechen hält. Bei Gott bin ich sicher und geborgen; was er tut, ist nie verkehrt!

    Ein Lied, das am Sabbat zu singen war. Wir wissen ja, dass Jehova den Sabbat eingesetzt hatte, damit sich sein Volk ohne Ablenkung der wahren Anbetung widmen konnte.

    Ein ganzer Tag – ganz eng mit Jehova. Wie ermunternd das doch war. Sicherlich konnten sie an diesem Tag so auftanken, wie wir dies auf unseren Kongressen tun. Wir haben ja morgen den Tagessonderkongress „Gottes Wille geschehe“. Eine gute Gelegenheit, um wieder mal aufzutanken.

    Aber die wahre Anbetung sollte nicht nur für den Sabbat sein. Sie waren ja die ganze Zeit sein Volk, nicht nur am Sabbat. Der Psalmist sagt es ja hier deutlich: morgens und abends beschäftigt er sich mit Jehova und seinem Wort.

    Auch wir sind ja „Vollzeitchristen“. Rund um die Uhr sind wir Anbeter und Zeugen Jehovas. Nicht nur während der Zusammenkünfte und Kongresse und auch nicht nur im Predigtdienst oder wenn wir uns auf die Zusammenkünfte vorbereiten. Was hatte Moses ihnen denn gesagt?

    Sie sollten auf ihrem Weg über ihn reden. Aber dazu mußte Jehovas Wort zuerst auf ihrem Herzen sein, es mußte sie selbst ganz erfüllen. Dann konnten sie es an ihre Kinder weitergeben. Und auch dies war nicht an bestimmte Gelegenheiten gebunden, sondern sollte Teil von ihnen und ihrem Leben sein (5. Mose 6:5-9)

    Interessant in diesem Zusammenhang auch der Gedanke, woran Beziehungen zerbrechen: man redet nicht mehr miteinander und lässt den anderen keinen Anteil an seinem Leben haben. So entfremdet man sich und bald trennen sich die Leute. Sie sagen: „wir haben uns entfremdet“ und „wir haben uns nichts mehr zu sagen“.

    Lassen wir Jehova teilhaben an uns und unserem Leben? Verbringen wir Zeit mit ihm, reden wir mit ihm und hören wir ihm zu? Fragen wir ihn, wie er über das, was wir tun, denkt und was er dabei fühlt? Halten wir unsere Beziehung zu ihm frisch und innig?

    Nehmen wir uns die Zeit, in seinem Wort zu lesen und uns über den Tag „mit ihm darüber zu unterhalten“? Ein guter Einstieg ist der Tagestext und das Bibelleseprogramm im Rahmen der Theokratischen Predigtdienstschule. So lernen wir erst einmal, uns überhaupt regelmäßig mit IHM zu beschäftigen.

    Aber wie das so ist, wenn wir jemand kennen lernen und uns in ihn verlieben: wir können es garnicht abwarten, ihn wiederzuusehen. In der Zwischezeit telefonieren wir oder schreiben ihm mails oder sms, unsere Gedanken beschäftigen sich die ganze Zeit mit ihm. Geht es uns so auch mit Jehova?

    Wenn wir den Geliebten endlich für uns gewonnen haben und dies durch eine Heirat gekrönt wurde – leben wir dann „glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende“? Wir wissen, dass wir an unserer Beziehung arbeiten müssen.

    Ähnlich wie eine Pflanze dann auch gepflegt werden muss, damit sie nicht eingeht, müssen wir auch unsere Beziehung pflegen. Dies gilt auch für unsere Freundschaft mit Gott. Auch diese will gepflegt werden. Verbringen wir Zeit mit ihm! Kennen wir den Bilderwitz, wo sich der Ehemann beim Frühstück hinter seiner Zeitung verschanzt, während seine Frau lebhaft auf ihn einredet? Warum tut er das? Ist sie ihm gleichgültig? Wie fühlt sich seine Frau dabei?

    Verschanzen wir uns „hinter unserer Zeitung“ während Jehova mit uns reden will? Sind uns andere Dinge wichtiger? Fühlen wir uns vielleicht sogar davon genervt?

    Oder empfinden wir wie der Psalmenschreiber und verbringen gern Zeit mit unserem Gott Jehova? Sind wir noch frisch verliebt – oder arbeiten wir noch daran, unsere Liebe nicht zu verlieren, sondern noch mehr zu vertiefen?

  35. Juleam 11. Mai 2012 um 20:28 Link zum Kommentar

    Psalm 93 – Der ewige Gott

    1 Der Herr allein ist König! Hoheit bekleidet ihn wie ein Festgewand, mit Macht ist er umgürtet. Er hat die Fundamente der Erde gelegt, sie wankt und weicht nicht.

    2 Herr, seit Urzeiten steht dein Thron fest, vor Beginn aller Zeiten warst du schon da.

    3 Die Fluten der Meere toben und tosen, sie brüllen ihr mächtiges Lied.

    4 Doch stärker als das Donnern gewaltiger Wasser, größer als die Wogen des Meeres ist der Herr in der Höhe!

    5 Herr, dein Wort ist wahr und zuverlässig; der Tempel ist der Ort deiner heiligen Gegenwart für alle Zeit!

    Und dieser Gott will unser Freund sein!

  36. Juleam 12. Mai 2012 um 19:28 Link zum Kommentar

    Psalm 94 – 96

    Psalm 94 – Recht muss doch Recht bleiben!

    1 O Gott, räche dich! Herr, du Gott der Vergeltung, erscheine in deinem strahlenden Glanz!

    2 Erhebe dich, du Richter der ganzen Welt! Gib den Hochmütigen, was sie verdient haben!

    3 Wie lange noch sollen sie hämisch lachen, wie lange noch schadenfroh spotten?

    4 Einer versucht den anderen zu überbieten, sie schwingen große Reden und prahlen mit ihren Verbrechen.

    5 Herr, sie unterdrücken dein Volk! Alle, die zu dir gehören, leiden unter ihrer Gewalt.

    6 Brutal ermorden sie Witwen und Waisen, Ausländer schlagen sie tot.

    7 »Der Herr sieht es ja doch nicht!«, höhnen sie, »der Gott unserer Vorfahren merkt nichts!«

    8 Ihr Dummköpfe! Seid ihr wirklich so unverständig? Wann kommt ihr Narren endlich zur Vernunft?

    9 Gott, der den Menschen Ohren gegeben hat – sollte er selbst nicht hören? Er gab ihnen Augen – sollte er selbst nicht sehen?

    10 Er, der fremde Völker zurechtweist, sollte er nicht auch euch zur Verantwortung ziehen? Gott allein kann die Menschen zur Vernunft bringen!

    11 Er durchschaut ihre Gedanken und weiß: sie sind oberflächlich und hohl.

    12 Glücklich ist jeder Mensch, den du, Herr, zurechtweist und in deinem Gesetz unterrichtest!

    13 Denn du willst ihn bewahren, wenn die Bösen ihr Unwesen treiben, solange bis die Übeltäter endlich begraben sind.

    14 Denn der Herr wird sein Volk nicht verstoßen; er wird niemanden verlassen, der zu ihm gehört.

    15 Die Richter werden wieder gerechte Urteile sprechen, und die Aufrichtigen werden sie dabei unterstützen.

    16 Wer steht mir bei gegen diese Verbrecher? Wer beschützt mich vor diesen bösen Menschen?

    17 Herr, wenn du mir nicht geholfen hättest, dann wäre ich jetzt tot – verstummt für immer!

    18 Sooft ich dachte: »Jetzt ist alles aus!«, halfst du mir in Liebe wieder auf.

    19 Als quälende Sorgen mir Angst machten, hast du mich beruhigt und getröstet.

    20 Du würdest dich nie mit bestechlichen Richtern verbünden, die Unheil anrichten, indem sie das Gesetz missbrauchen.

    21 Sie aber tun sich zusammen gegen jeden, der Ungerechtigkeit hasst, und sprechen ihn schuldig, obwohl er ohne Schuld ist!

    22 Der Herr aber verteidigt mich, bei ihm finde ich Schutz. Er steht auf meiner Seite.

    23 Die Richter müssen für ihre Untaten büßen, Gott wird sie für ihre Verbrechen bestrafen. Ja, der Herr, unser Gott, wird sie vernichten!

    Jehova ist wirklich absolut gerecht. Und es ist auch nicht unfair oder brutal, wenn ER die Bösen vernichtet – sie haben es sich ehrlich verdient!

  37. Juleam 12. Mai 2012 um 19:30 Link zum Kommentar

    Psalm 95 – Lobt Gott und hört auf das, was er sagt!

    1 Kommt, lasst uns dem Herrn zujubeln! Wir wollen ihn laut preisen, ihn, unseren mächtigen Retter!

    2 Lasst uns dankbar zu ihm kommen und ihn mit fröhlichen Liedern besingen!

    3 Denn der Herr ist ein gewaltiger Gott, der große König über alle Götter!

    4 In seiner Hand liegen die Tiefen der Erde und die Gipfel der hohen Berge.

    5 Ihm gehört das Meer, er hat es ja gemacht, seine Hände haben das Festland geformt.

    6 Kommt, wir wollen ihn anbeten und uns vor ihm beugen; lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserem Schöpfer!

    7 Denn er ist unser Gott, und wir sind sein Volk. Er kümmert sich um uns wie ein Hirte, der seine Herde auf die Weide führt.

    8 Hört jetzt auf das, was er euch sagt: »Verschließt eure Herzen nicht, wie es eure Väter getan haben; damals, als sie mir in der Wüste Vorwürfe machten und sich erbittert gegen mich auflehnten.

    9 Jeden Tag erlebten sie, dass ich sie führte. Und trotzdem haben sie immer wieder neue Beweise meiner Macht verlangt.

    10 Vierzig Jahre lang ekelte ich mich vor diesem Volk. Schließlich sagte ich: ›Alles, was sie wünschen und wollen, ist verkehrt und führt sie in die Irre. Die Wege, die ich sie führen will, verstehen sie nicht!‹

    11 Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: ›Niemals sollen sie in das verheißene Land kommen, nie die Ruhe finden, die ich ihnen geben wollte!‹«

    Nanu?

    Kommt es nur mir so vor, oder bricht der Psalm hier mittendrin abrupt ab?

  38. Juleam 12. Mai 2012 um 19:32 Link zum Kommentar

    Psalm 96 – Alle sollen es wissen: Der Herr allein ist König!

    1 (1.Chronik 16, 23-33)
    Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Bewohner der Erde!

    2 Singt dem Herrn und preist seinen Namen! Verkündet jeden Tag: Gott ist ein Gott, der rettet!

    3 Erzählt den Völkern von seiner Hoheit! Macht den Menschen alle seine Wunder bekannt!

    4 Denn groß ist der Herr! Jeder soll ihn rühmen! Von allen Göttern soll man ihn allein fürchten.

    5 Die Götter der Völker sind machtlose Figuren, der Herr aber hat den Himmel geschaffen!

    6 Majestät und Pracht gehen von ihm aus, seine Stärke und Schönheit erfüllen den Tempel.

    7 Hört, ihr Völker: Begegnet dem Herrn mit Ehrfurcht! Unterwerft euch seiner Herrschaft!

    8 Ehrt seinen großen Namen, kommt in seinen Tempel, und bringt ihm Opfer dar!

    9 Werft euch vor ihm nieder, wenn er in seiner Größe und Macht erscheint! Die ganze Welt soll vor ihm erzittern!

    10 Sagt den Völkern: Der Herr allein ist König! Er hat die Fundamente der Erde gelegt, sie wankt und weicht nicht. Allen Völkern wird er ein gerechter Richter sein!

    11 Der Himmel soll sich freuen und die Erde in Jubel ausbrechen! Das Meer mit allem, was in ihm lebt, soll brausen und tosen!

    12 Der Acker freue sich mit allem, was auf ihm wächst! Auch die Bäume im Wald sollen jubeln,

    13 wenn der Herr kommt. Ja, er kommt, um die Welt zu richten. Sein Urteil über die Völker ist unbestechlich und gerecht.

    Jeder, der schon einmal Erfahrungen mit Jehova gemacht hat, hat Grund zu jubeln!

    Denken wir auch an Naaman, der von Jehova vom Aussatz geheilt wurde. Danach betete er Jehova an. Oder denken wir an Jethro, den Schwiegervater von Mose. Er selbst hatte die Rettung gar nicht erfahren. Allein, dass er davon hörte, brachte ihn zum Glauben.

    Haben dann nicht wir selbst allen Grund, voller Begeisterung von unserem Gott zu erzählen? Durch das Lesen in der Bibel waren wir unzählige Male dabei, wenn Jehova für sein Volk aufstand. Wir kennen seine Macht und seine Gerechtigkeit.

    Jubeln auch wir über unseren Gott. Erzählen wir von ihm und seinen Machttaten und von dem, war mit den Menschen vorhat!

  39. Juleam 14. Mai 2012 um 19:20 Link zum Kommentar

    Psalm 97 – 99

    Psalm 97 – Der Herr über die ganze Welt

    1 Der Herr allein ist König! Die ganze Welt soll in Jubel ausbrechen, und die fernen Inseln sollen fröhlich sein!

    2 Bedrohliche, dunkle Wolken umhüllen ihn, Gerechtigkeit und Recht sind die Säulen seiner Herrschaft.

    3 Feuer ist sein Vorbote, es verzehrt seine Feinde ringsumher.

    4 Seine Blitze tauchen die Erde in helles Licht, die ganze Welt sieht es und erbebt.

    5 Berge zerschmelzen vor ihm wie Wachs, vor ihm, dem Herrn der ganzen Welt.

    6 Der Himmel ist Zeuge dafür, dass er sein Versprechen hält, und alle Völker sehen seine Hoheit und Macht.

    7 Alle, die Götterbilder verehren und mit ihren Götzen prahlen, werden im Erdboden versinken vor Scham. Denn ihre Götter müssen sich dem Herrn unterwerfen.

    8 Freude herrscht auf dem Berg Zion, die Bewohner der Städte Judas jubeln dir zu. Denn du, Herr, richtest gerecht.

    9 Ja, Herr, du allein regierst die ganze Welt, du bist mächtiger und größer als alle Götter!

    10 Liebt ihr den Herrn? Dann verabscheut das Böse! Gott beschützt alle, die ihm treu sind, und rettet sie aus der Gewalt der Gottlosen.

    11 Wer Gott gehorcht, der lebt im Licht, und Freude erfüllt jeden, der aufrichtig ist.

    12 Ja, freut euch über den Herrn und dankt ihm! Erinnert euch, was der heilige Gott für euch getan hat!

    Eine Mahnung an alle, die auf andere Götter vertrauen, die ja doch nur Götzen sind!

    Denn: was könnten uns diese geben? Gibt es irgend etwas Positives, was sie uns geben könnten – Jehova aber nicht? Jehova steht doch über allen anderen, ER ist der allein wahre Gott!

    Ja, diese anderen Götter und Dämonen sind zur Zeit stark für ihre Anbeter. Sie geben ihnen die Macht, anderen anhaltend zu schaden und diese fast bis zur völligen Bewegungslosigkeit an die Wand zu drücken. Aber macht sie dies glücklich? Haben sie wahre Freude und inneren Frieden? Welche Hoffnung bieten sie denen, die heute ihre Freundschaft zu Jehova wegen kurzfristigem Nutzen wegwerfen?

    Ist es nicht eher so, dass diese Menschen stets und ständig auf der Suche sind – weil ihnen etwas fehlt? Erinnern wir uns noch an Saul und wie es ihm erging, als Jehova ihn verworfen hatte? Obwohl er all seine Macht zur Verfolgung Davids einsetzte und dafür sorgte, dass sich dieser nicht im Zentrum der wahren Anbetung sehen lassen konnte – war Saul nicht glücklich. Er war ein Getriebener.

    Getrieben von seinem Hass auf David. Unglücklich und zerrissen und auch ohne jegliche Hoffnung! Denn mit „jedem Anschlag“ auf David entfernte er sich noch mehr von Jehova und verwirkte damit seine Hoffnung auf ewiges Leben.

    Im Gegensatz dazu hatte David in den Jahren viele Probleme, weil Jehova Saul gewähren ließ. Er wurde bis auf den Tod verfolgt, war geächtet, konnte nicht in die Stiftshütte kommen und war auf dem ersten Blick sehr bedauernswert. Aber eben auch nur auf dem ersten Blick!

    Denn David hatte die Freundschaft mit Jehova – die ihm nicht einmal Saul nehmen konnte. Und je größer die Probleme wurden, desto enger hielt er sich an Jehova. So sorgte Saul ohne jede Absicht dafür, dass das Verhältnis zwischen Jehova und David immer enger wurde. Heute sagt man in der Welt oft, „zwischen mir und meinem Freund passtkein Blatt Papier“. So eng ist diese Freundschaft und noch enger war sie zwischen David und Jehova.

    Genauso geht es uns, wenn uns Personen mit ihrem Hass verfolgen, weil sie uns unser gutes Verhältnis zu Gott neiden. Sie bekommen zwar Unterstützung vom Widersacher Jehovas und seinen Dämonen – denn auch diese sind daran interessiert, uns von unserem Gott abwendig zu machen – aber Jehova ist stärken. Auch wenn er die Angreifer derzeit noch bestehen lässt, so lässt er uns ja nicht allein. Im Gegensatz zu ihnen schenkt uns Jehova Kraft und Freude und inneren Frieden. Dies kann weder Satan, noch seine Dämonen oder Götzen denen geben, die sie anbeten.

    Wie wir wissen, können wir sogar andere Menschen, das Geld und Reichtum oder irgendein Hobby zu unserem Götzen machen. Alles, was uns wichtiger ist als Jehova, kann zu unserem Götzen werden. Aber egal, wie wichtig das andere auch für uns sein mag: es wird uns niemals diese tiefe innere Zufriedenheit und das Glück geben, was diejenigen verspüren, die ein gutes Verhältnis zu Jehova haben!

  40. Juleam 14. Mai 2012 um 19:25 Link zum Kommentar

    Psalm 98 – Freut euch mit uns – Gott hat uns befreit!

    1 Ein Lied.
    Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er hat Wunder getan! Er, der heilige Gott, hat einen gewaltigen Sieg errungen.

    2 Alle Völker wissen es jetzt: Der Herr hat Israel befreit; er hat bewiesen, dass man sich auf ihn verlassen kann!

    3 Er hat sein Versprechen gehalten, seinem Volk gnädig und treu zu sein. Bis in die fernsten Länder ist die Nachricht gedrungen: Gott hat Israel gerettet!

    4 Jubelt dem Herrn zu, ihr Menschen auf der Erde! Preist ihn mit Liedern, singt und jubelt laut vor Freude!

    5 Spielt ihm auf der Laute, lasst die Saiten erklingen und erfreut den Herrn mit Gesang!

    6 Trompeten und Hörner sollen erschallen; lobt Gott, euren König!

    7 Das Meer mit allem, was in ihm lebt, soll zu seiner Ehre brausen und tosen! Die ganze Welt soll in Jubel ausbrechen!

    8 Ihr Flüsse, klatscht in die Hände; ihr Berge, preist unseren Herrn,

    9 denn er kommt, um die Welt zu richten. Sein Urteil über die Völker ist unbestechlich und gerecht!

    „Alles was atmet, es preise Jah!“

  41. Juleam 14. Mai 2012 um 19:30 Link zum Kommentar

    Psalm 99 – Betet den heiligen Gott an!

    1 Der Herr allein ist König! In Ehrfurcht erschauern die Völker. Er thront über den Cherub-Engeln, darum erzittert die Erde.

    2 Ja, der Herr regiert in Jerusalem, er herrscht über alle Völker.

    3 Ihn sollen sie preisen, ihn, den großen und gewaltigen Gott! Heilig ist er!

    4 Mächtiger König! Weil du das Recht liebst, hast du Recht und Ordnung gegründet. Deinem Volk gabst du das Gesetz und sorgtest für Gerechtigkeit.

    5 Betet den Herrn an, unseren Gott! Fallt vor seinem Thron nieder, denn er ist der heilige Gott!

    6 Schon Mose und Aaron gehörten zu seinen Priestern, auch Samuel betete zum Herrn. Sie alle riefen zu ihm, und er gab ihnen Antwort.

    7 Gott sprach zu ihnen aus der Wolkensäule, und sie gehorchten den Geboten und Ordnungen, die er ihnen gab.

    8 Herr, unser Gott! Du hast sie erhört. Du hast deinem Volk die Schuld vergeben, aber auch ihre Vergehen bestraft.

    9 Betet den Herrn an, unseren Gott! Auf seinem heiligen Berg Zion fallt vor ihm nieder, denn er ist der heilige Gott, unser Herr!

    Ja, wen auch sonst sollte ich anbeten?

    Wie kann ein anderer dessen würdig sein, was Jehova gebührt? In Offenbarung 4:11 wird ja der Grund genannt:

    „Du bist würdig, Jehova, ja du, unser Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu empfangen, weil du alle Dinge erschaffen hast, und deines Willens wegen existierten sie und wurden sie erschaffen.“

    Also: wer sollte denn sonst angebetet werden? Wer ist denn wie unser Gott Jehova?

    ER allein ist der wahre Gott und ER allein ist es, der unsere Anbetung verdient!

    Nicht nur wegen dem Lohn, den er denen schenkt, die ihm treu dienen – sondern wegen seiner wundervollen Persönlichkeit – die mich auch heute immer wieder aufs Neue begeistert.

    Warum nicht mal wieder das Buch „Komme Jehova doch näher“ lesen? Es ist inzwischen zwar schon fast 10 Jahre alt, aber es berührt mich auch heute noch immer wieder aufs Tiefste.

    Du hast nicht so viel Zeit zum Lesen? Dann lade es dir doch auf der Seite der Gesellschaft als mp3 herunter. Es lässt sich auch beim Autofahren, in Bus und Bahn und sogar bei der Hausarbeit oder statt Fernsehen oder zum Einschlafen gut anhören. Ich bin mir ganz sicher, dass es auch dich berühren wird.

    Danach wirst du ganz bestimmt voller Begeisterung mit in die Worte von David einstimmen:

    es gibt keinen Gott, der sich mit Jehova messen kann. ER allein ist wirklich würdig, von uns angebetet zu werden!

  42. Juleam 16. Mai 2012 um 08:06 Link zum Kommentar

    Psalm 100 – 102

    Psalm 100 – Ein fröhliches Danklied

    1 Ein Lied für den Dankgottesdienst.
    Jubelt dem Herrn zu, ihr Völker der Erde! Dient ihm voll Freude,

    2 kommt zu ihm mit fröhlichen Liedern!

    3 Erkennt, dass der Herr unser Gott ist! Er hat uns zu seinem Volk gemacht, ihm gehören wir! Er sorgt für uns wie ein Hirte für seine Herde.

    4 Geht durch die Tempeltore ein mit Dank, betretet den festlichen Vorhof mit lautem Lob! Preist ihn! Rühmt ihn!

    5 Denn der Herr ist gut zu uns, seine Gnade hört niemals auf, für alle Zeiten hält er uns die Treue.

    dieses Lied könnten wir sicherlich alle voller Hingabe „mitschmettern“, wenn es in der Versammlung gesungen würde!

  43. Juleam 16. Mai 2012 um 08:13 Link zum Kommentar

    Psalm 101 – Wie der König regieren will

    1 Ein Lied Davids.
    Von Gnade und Recht will ich singen; dich, Herr, will ich preisen.

    2 Ich möchte aufrichtig und weise regieren – Herr, hilf mir dabei! An meinem Hof soll nur geschehen, was ich vor dir verantworten kann.

    3 Auf unnütze und schädliche Vorhaben lasse ich mich niemals ein. Ich hasse es, wenn sich Menschen bewusst über Gottes Gebote hinwegsetzen. Mir selbst soll das niemand nachsagen!

    4 Einen Heuchler will ich nicht bei mir dulden, und mit einem Menschen, der nur Böses im Sinn hat, will ich nichts zu tun haben.

    5 Wer seinen Mitmenschen heimlich verleumdet, den werde ich für immer zum Schweigen bringen. Hochmut und Stolz verbanne ich aus meiner Nähe.

    6 Wer aber glaubwürdig und zuverlässig ist, nach dem halte ich Ausschau. Solche Leute hole ich mir an den Hof, Menschen mit einem guten Ruf nehme ich in meinen Dienst.

    7 Betrüger und Lügner aber haben nichts in meinem Palast zu suchen – sie sollen mir nicht unter die Augen kommen!

    8 Jeden Morgen halte ich Gericht über die Verbrecher im Land. Denn für Leute, die Unheil stiften, ist kein Platz in der Stadt des Herrn. Ich lasse sie hinrichten!

    Hier redet David davon, wie er als König regieren wird. Diese Worte gehen uns ebenso an:

    Denn wir könnten die Formulierung „an meinem Hof“ durch „in meinem Haus“ oder „in meiner Familie“ übersetzen!

    Dies sollte dann auch all diejenigen in der Familie nachdenklich stimmen, die sich in irgendeiner Form unterordnen müssen – und denen das gerade vielleicht garnicht so passt. Sei es die Ehefrau, die nicht so zufrieden mit ihrem Mann und den Entscheidungen ist, die er trifft, aber auch Kinder und Jugendliche, die sich vielleicht nicht ernst genug genommen fühlen oder meinen, dass die Eltern ihnen nichts erlauben: vergessen wir dann bitte nicht, dass der Ehemann und Vater ebenso wie der König von Jehova eingesetzt ist, um die Leitung und Führung der Familie zu übernehmen.

    Er wird Jehova über alles Rechenschaft ablegen müssen, was in „seinem Haus“ geschieht und darum muss er auch ab und an mal streng sein. Selbst der Ehemann und Vater, der sonst immer mit uns auf einer Wellenlänge war und „von dem wir sein letztes Hemd bekommen konnten“, der immer auf uns und unsere Gefühle Rücksicht genommen hat, kann sch nicht immer nach uns und unseren Wünschen richten.

    Denn seine Verantwortung für uns vor Jehova verlangt, dass er das große Ganze sieht und auch mal sein Veto einlegt, wenn wir biblische Maßstäbe verletzen oder wenn es ansonsten uns oder dem Rest der Familie schaden würde. Denken wir dann bitte nicht, er würde uns nicht mehr lieben oder uns und unsere Gefühle nicht ernst nehmen. Er tut es ja gerade weil er uns so sehr liebt. Es fällt ihm in der Regel ja sehr schwer, besonders wenn uns sein Veto traurig macht. Aber er hat wirklich nur unser Wohl im Sinn.

    Das selbe gilt für die Ältestenschaft. Auch sie sind von Jehova eingesetzt, um seine Schafe zu hüten und auch sie haben die Verantwortung für sie. Sie sollen das Volk Gottes in der wahren Anbetung anleiten und dafür sorgen, dass Jehovas Haus rein und sauber bleibt. Auch sie müssen Jehova für sich und die Versammlung Rechenschaft ablegen. Darum müssen auch sie manchmal streng sein und ein Veto einlegen. Auch ihnen sollten wir dann nicht grollen oder schmollen, sondern dann besonders daran denken, dass sie es tun, weil sie uns lieben!

    Im übrigen handelt ja Jehova ebenso. In Hebräer wird davon gesprochen, dass Jehova uns in Zucht nimmt, weil er uns liebt!

    „Wen Jehova liebt, den züchtigt er; ja er geißelt jeden, den er als Sohn aufnimmt“ (Hebräer 12:6). Wie nimmt uns unser himmlischer Vater in Zucht? Unter anderem durch sein geschriebenes Wort, die Bibel, nämlich dann, wenn wir sie respektvoll lesen und das daraus Gelernte anwenden. Diese Zucht ist für uns nur von Vorteil, denn alles, was Jehova sagt, ist zu unserem Nutzen (Jesaja 48:17).
    (WT 15.09.03)

    Dies sollten wir immer im Sinn behalten. Besonders dann, wenn wir uns mal wieder von unseren Eltern, unserem Ehemann oder den Ältesten ungerecht behandelt fühlen

  44. Juleam 16. Mai 2012 um 08:17 Link zum Kommentar

    Psalm 102 – Herr, erbarme dich über Jerusalem!

    1 Gebet eines Menschen, der allen Mut verloren hat und dem Herrn sein Leid klagt.

    2 Höre mein Gebet, Herr, und achte auf meinen Hilfeschrei!

    3 Ich bin in großer Not – verbirg dich nicht vor mir! Höre mir zu und antworte mir schnell!

    4 Mein Leben verflüchtigt sich wie Rauch, mein ganzer Körper glüht, von Fieber geschüttelt.

    5 Meine Kraft vertrocknet wie abgemähtes Gras, selbst der Hunger ist mir vergangen,

    6 ich bin nur noch Haut und Knochen! Laut stöhnend wälze ich mich auf meinem Lager hin und her.

    7 Man hört mich klagen wie eine Eule in der Wüste, wie ein Käuzchen in verlassenen Ruinen.

    8 Ich kann nicht schlafen; ich bin verlassen und fühle mich wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.

    9 Tag für Tag beschimpfen mich meine Feinde, und wenn sie andere verfluchen, missbrauchen sie meinen Namen und sagen: »Gott strafe dich wie diesen da!«

    10 Ich esse Staub statt Brot, und in meine Getränke mischen sich Tränen.

    11 Denn dein furchtbarer Zorn hat mich getroffen. Du hast mich hoch geworfen und zu Boden geschmettert!

    12 Mein Leben gleicht einem Schatten am Abend, der bald in der Dunkelheit verschwindet. Ich bin wie Gras, das bald verdorrt.

    13 Du aber, Herr, regierst für alle Zeiten; immer wird man von dir erzählen.

    14 Du wirst eingreifen und dich über die Stadt Zion erbarmen. Denn die Zeit ist gekommen, sie zu begnadigen – die Stunde ist da!

    15 Herr, dein Volk liebt die Mauern dieser Stadt und trauert über ihre Trümmer.

    16-17 Aber der Herr wird sie wieder aufbauen und damit zeigen, wie mächtig er ist. Dann werden die Völker ihn fürchten und die Könige der Erde seine Macht anerkennen.

    18 Ja, der Herr wird das Gebet der Hilflosen hören, er wird ihr Flehen nicht verachten.

    19 Dies lasse ich für unsere Nachkommen aufschreiben, damit sie es lesen und den Herrn loben:

    20 Der Herr blickte von seinem Heiligtum auf uns herab, er schaute vom Himmel auf die Erde.

    21 Er hörte das Stöhnen der Gefangenen und rettete sie vor dem sicheren Tod.

    22 Darum wird man den Herrn auf dem Berg Zion rühmen; in ganz Jerusalem wird man ihn loben,

    23 wenn alle Völker und Königreiche sich versammeln, um ihm zu dienen.

    24 Mitten im Leben hat Gott meine Kraft gebrochen, er hat mich vorzeitig alt werden lassen.

    25 Darum flehe ich ihn an: Mein Gott, lass mich nicht so früh sterben!
    Herr, dein Leben hat keinen Anfang und kein Ende.

    26 Vor langer Zeit hast du, Herr, alles geschaffen. Die Erde und die Himmel, alles ist das Werk deiner Hände.

    27 Sie werden vergehen, du aber bleibst. Wie alte Kleider werden sie zerfallen, wie ein abgetragenes Gewand wechselst du sie und schaffst sie neu.

    28 Du aber bleibst ein und derselbe, du wirst immer und ewig leben.

    29 Die Nachkommen deines Volkes werden in Sicherheit wohnen, unter deinem Schutz werden sie geborgen sein.

    Was für eine treffende Überschrift in Vers 1. Steht die eigentlich bei uns auch so?

    Ein Gebet des Niedergedrückten für den Fall, daß er schwach wird und vor Jehova sein Anliegen ausschüttet.

    sehr schön auch die Querverweise zu „dieser Überschrift“

    (Psalm 61:2)
    Von dem äußersten Ende der Erde werde ich rufen, ja zu dir, wenn mein Herz schwach wird. Auf einen Felsen, der höher ist als ich, mögest du mich führen.

    (Psalm 142:2)
    Vor ihm schüttete ich unablässig mein Anliegen aus; Meine Bedrängnis tat ich weiterhin vor ihm kund,

  45. Juleam 18. Mai 2012 um 08:27 Link zum Kommentar

    Psalm 103 – 105

    Psalm 103:1-7 – Lobt den Herrn!

    1 Ich will den Herrn von ganzem Herzen loben, alles in mir soll seinen heiligen Namen preisen!

    2 Ich will den Herrn loben und nie vergessen, wie viel Gutes er mir getan hat.

    3 Ja, er vergibt mir meine ganze Schuld und heilt mich von allen Krankheiten!

    4 Er bewahrt mich vor dem sicheren Tod und schenkt mir das Leben neu. Seine Liebe und Güte umgeben mich allezeit.

    5 Mein Leben lang gibt er mir Gutes im Überfluss, darum fühle ich mich jung und stark wie ein Adler.

    6 Der Herr hält Wort! Den Unterdrückten verhilft er zu ihrem Recht, so wie er es versprochen hat.

    7 Er weihte Mose in seine Pläne ein und zeigte allen Israeliten, dass er gewaltige Taten vollbringen kann.

    Erst mal bis hier her!

    Dieser Psalm scheint zwei Themen zu haben: Jehova ist groß und erhaben – und Jehova ist sehr barmherzig. Beides habe ich am eigenen Leib erlebt.

    Dass Jehova groß und erhaben ist und seinen Dienern hilft – dass wir mit unserem Gott sogar über Mauern springen können – das habe ich erst heute wieder erlebt!

    Wenn wir nur völlig auf IHN vertrauen und die Dinge ganz in seine Hand legen und auch dort lassen, dann wachsen wir weit über uns selbst hinaus. Wir meinen manchmal, dass wir bestimmte Dinge nicht können, einfach weil wir sie uns nicht zutrauen. Darum probieren wir sie gar nicht erst. Wir meinen, wir würden eh scheitern. Aber wenn wir uns auch in dieser Hinsicht ganz Jehova anvertrauen und uns trauen – dann klappen Dinge, die wir nicht für möglich halten würden.

    Jehova weiss, was wir können und ER traut uns oftmals mehr zu, als wir uns selbst. Er bietet uns ja immer seine helfende Hand an – ergreifen müssen wir sie selbst.

    Das ist vielleicht so, wie sich ein Kind, dass über eine Mauer geht, von der Mutter führen lässt. Oder wie mein Vater mir das Fahrradfahren beigebracht hatte: er hat das Rad hinten am Gepäckträger festgehalten uns so fühlte ich mich sicher und radelte los. Nach einigen Runden habe ich bemerkt, dass er schon lange nicht mehr hinterher gelaufen war, sondern mir vom Rand aus zusah. Er wußte, dass ich es kann und hat nach einer Weile losgelassen. Und ich bin zuversichtlich geradelt, weil ich mich sicher fühlte – der Vater hielt mich doch hinten fest. So hatte der Vater mir mehr zugetraut, als ich mir selbst und er hatte Recht: ich konnte es.

    So ist es oft mit uns und Jehova: er bietet uns seine Hand. Er fordert uns auf, unsere Sorgen bei ihm abzulegen und uns vertrauensvoll bei ihm anzukuscheln. Bei und mit IHM kann uns nichts passieren.

    Unser Gott ist so stark und mächtig. Was kann uns schon passieren, wenn er bei uns ist?

  46. Juleam 18. Mai 2012 um 08:33 Link zum Kommentar

    Psalm 103:8-22

    Barmherzig und gnädig ist der Herr, groß ist seine Geduld und grenzenlos seine Liebe!

    9 Er beschuldigt uns nicht endlos und bleibt nicht immer zornig.

    10 Er bestraft uns nicht, wie wir es verdienen; unsere Sünden und Verfehlungen zahlt er uns nicht heim.

    11 Denn so hoch, wie der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Liebe zu allen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen.

    12 So fern, wie der Osten vom Westen liegt, so weit wirft Gott unsere Schuld von uns fort!

    13 Wie ein Vater seine Kinder liebt, so liebt der Herr alle, die ihn ehren.

    14 Denn er weiß, wie vergänglich wir sind; er vergisst nicht, dass wir nur Staub sind.

    15 Der Mensch ist wie das Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Feld.

    16 Wenn der heiße Wüstenwind darüberfegt, ist sie spurlos verschwunden, und niemand weiß, wo sie geblüht hat.

    17 Die Güte des Herrn aber bleibt für immer und ewig; sie gilt allen, die ihm gehorchen. Auf seine Zusagen können sich auch alle kommenden Generationen berufen,

    18 wenn sie sich an seinen Bund halten und seine Gebote befolgen.

    19 Der Herr hat seinen Thron im Himmel errichtet, als König herrscht er über die ganze Welt.

    20 Lobt den Herrn, ihr mächtigen Engel, die ihr seinen Befehlen gehorcht und auf seine Worte hört!

    21 Lobt den Herrn, ihr mächtigen Wesen im Himmel, die ihr ausführt, was er euch befohlen hat!

    22 Lobt den Herrn, alle seine Geschöpfe, an allen Orten seiner Herrschaft! Auch ich will den Herrn von ganzem Herzen loben!

    Ja, dieser wundervolle Gott ist wirklich sehr zu loben!

    Auch mit der Vergebung Jehovas habe ich so meine persönliche Erfahrung gemacht. Als er mir schon längst vergeben hatte, hatte ich immer noch mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Mein Therapeut forderte mich damals auf, alle Stellen in der Bibel rauszusuchen, die mit Vergebung zu tun haben und beim nächsten Mal mitzubringen. Dann fragte er mich, ob ich glaube, dass mir Jehova vergeben hat. Dann sagte er: „wenn Ihnen Ihr Gott vergeben hat, warum tun Sie das dann nicht?“ Ein sehr gutes Argument.

    In dem Buch „Komme Jehova doch näher“, gibt es sogar ein ganzes Kapitel dazu: „Ein Gott, der zum Vergeben bereit ist“. Am Ende wird gesagt, dass genau dies es ist, was der Satan uns einimpfen will: dass wir wertlos wären und keine Vergebung verdient hätten. Aber das ist eine Lüge!

    Wir haben es gerade eben in den Versen gelesen: unser Gott will uns vergeben. Er wartet nur darauf, dass wir Reue zeigen, damit er uns endlich vergeben kann und zwischen ihm und uns alles wieder gut ist,

    Dieser Gott ist wirklich sehr zu loben!

  47. Juleam 18. Mai 2012 um 08:38 Link zum Kommentar

    Psalm 104 – Freude an Gottes Schöpfung

    1 Ich will den Herrn von ganzem Herzen loben. Herr, mein Gott, wie groß bist du! Majestätische Pracht ist dein Festgewand,

    2 helles Licht umhüllt dich wie ein Mantel. Du spanntest den Himmel aus wie ein Zeltdach,

    3 über den Wolken hast du deine Wohnung errichtet. Ja, die Wolken sind dein Wagen, du fährst auf den Flügeln des Windes dahin.

    4 Wind und Wetter sind deine Boten, zuckende Blitze deine Diener.

    5 Die Erde hast du auf ein festes Fundament gegründet, damit sie für alle Zeiten nicht wankt.

    6 Wie ein Kleid bedeckte die Urflut ihre Kontinente, noch über den höchsten Bergen standen die Wassermassen.

    7 Doch vor deinem lauten Ruf wichen sie zurück, vor deinem Donnergrollen flohen sie.

    8 Die Berge erhoben sich, und die Täler senkten sich an den Ort, den du für sie bestimmt hattest.

    9 Du hast dem Wasser eine Grenze gesetzt, die es nicht überschreiten darf, nie wieder soll es die ganze Erde überschwemmen.

    10 Du lässt Quellen sprudeln und als Bäche in die Täler fließen, zwischen den Bergen finden sie ihren Weg.

    11 Die Tiere der Steppe trinken davon, Wildesel stillen ihren Durst.

    12 An ihren Ufern nisten die Vögel, in dichtem Laub singen sie ihre Lieder.

    13 Vom Himmel lässt du Regen auf die Berge niedergehen, die Erde saugt ihn auf und wird fruchtbar.

    14 Du lässt Gras für das Vieh wachsen und Pflanzen, die der Mensch anbaut. Er pflügt das Land, sät und erntet;

    15 so hat er Wein, der ihn erfreut, Öl, das seinen Körper pflegt, und Brot, das ihn stärkt.

    16 Du, Herr, hast die riesigen Zedern auf dem Libanongebirge gepflanzt und gibst ihnen genügend Regen.

    17 In ihren Zweigen bauen die Vögel ihre Nester, und Störche haben in den Zypressen ihren Brutplatz.

    18 In den hohen Bergen hat der Steinbock sein Revier, und das Murmeltier findet in den Felsen Zuflucht.

    19 Du hast den Mond gemacht, um die Monate zu bestimmen, und die Sonne weiß, wann sie untergehen soll.

    20 Du lässt die Dunkelheit hereinbrechen, und es wird Nacht – dann regen sich die Tiere im Dickicht des Waldes.

    21 Die jungen Löwen brüllen nach Beute; von dir, o Gott, erwarten sie ihre Nahrung.

    22 Sobald aber die Sonne aufgeht, schleichen sie zurück und suchen in den Schlupfwinkeln ihr Lager auf.

    23 Dann aber steht der Mensch auf und geht an seine Arbeit, er hat zu tun, bis es wieder Abend wird.

    24 O Herr, welch unermessliche Vielfalt zeigen deine Werke! Sie alle sind Zeugen deiner Weisheit, die ganze Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

    25 Da ist das Meer – so unendlich groß und weit, unzählbar sind die Tiere darin, große wie kleine.

    26 Schiffe ziehen dort vorüber und auch die Seeungeheuer, die du geschaffen hast, um damit zu spielen.

    27 Alle deine Geschöpfe warten auf dich, dass du ihnen rechtzeitig zu essen gibst.

    28 Sie holen sich die Nahrung, die du ihnen zuteilst. Du öffnest deine Hand, und sie werden reichlich satt.

    29 Doch wenn du dich von ihnen abwendest, ist es mit ihnen vorbei. Ja, sie sterben und werden zu Staub, wenn du ihnen den Lebensatem nimmst.

    30 Doch wenn du deinen lebendigen Geist schickst, dann werden sie geschaffen; so schenkst du der Erde neues Leben.

    31 Die Macht und Hoheit des Herrn möge für immer bleiben! Er freue sich an dem, was er geschaffen hat!

    32 Er braucht die Erde nur anzusehen – schon erbebt sie; wenn er die Berge berührt, dann fangen sie an zu rauchen.

    33 Singen will ich für den Herrn, solange ich lebe, für meinen Gott will ich musizieren mein Leben lang.

    34 Wie freue ich mich über den Herrn – möge ihm mein Lied gefallen!

    35 Doch wer sich ihm widersetzt, soll nicht mehr weiterleben, sondern vom Erdboden verschwinden. Ich will den Herrn von ganzem Herzen preisen. Halleluja!

    Die Erde zeugt wirklich von der Weisheit Jehovas. Wie schön er alles gemacht hat und wie ausgeklügelt alles ist!

    Wir Menschen denken immer, wir wären so toll, wir können alles allein und wissen alles besser. Wir glauben sogar daran, dass sich all das schöne durch Zufall – durch eine Evolution – selbst entwickelt hat. Aber das Zusammenspiel beweist ja, dass dies nicht so gewesen sein kann!

    Wenn wir nicht die einzelnen Tiere sehen, sondern deas große Ganze, den kompletten Lebensraum, dann erkennen wir die Weisheit Jehovas:

    ER hat alles wunderbar aufeinander abgestimmt, ein natürliches Gleichgewicht geschaffen. Wenn der Mensch den Lebensraum beschneidet, weil er z.B. den Regenwald rodet, sterben viele Tiere aus. Sie passen sich nicht den veränderten Verhältnissen an, wie es die Evolutionstheorie doch eigentlich besagt.

    Manchmal können sie ausweichen. So ist der eigentliche Lebensraum von Rehen und Dammwild eigentlich Felder und Lichtungen. Da der Mensch aber durch Monokultur die Nahrungsgrundlage entzieht, sind diese Tiere auf den Wald ausgewichen. Hier schädigen sie die Bäume und da der Mensch den Wolf ausgerottet hat und auch nicht mehr in seinen Wäldern haben will – aus Angst um sein Vieh und sein eigenes Leben – so fehlt der natürliche Feind. So müssen Jäger den Bestand des Rotwildes regeln.

    An anderer Stelle werden durch die Überfischung ganze Arten fast ausgerottet oder der natürliche Bestand gefährdet. Dadurch haben die größeren Tiere ein Nahrungsproblem und sterben aus. Dadurch fehlen aber wieder natürliche Feinde und der Bereich wächst derart mit Algen zu, dass sich viele Arten nicht mehr halten können, weil sie freie Flächen brauchen und so sterben viele weitere Arten aus.

    Wir sehen, wie ausgeklügelt alles ist, was Jehova erschaffen hat. Da greift eins ins andere. Jedes Tier hat natürliche Feinde und so wird ein Gleichgewicht gehalten. Wenn die Bienenvölker weniger werden, weil sie durch die Monukultur keine ausreichende Nahrung haben, werden die Pflanzen nicht bestäubt und so gibt es keine Ernten bei den Obstbäume. Wenn es nicht genügend Füchse und ähnliche gibt, breiten sich die Hasen aus und fressen unsere Felder leer. Wenn verschiedene Vogelarten aussterben oder sogar Hornissen, dann gibt es eine Insektenplage und wir beschweren uns über Mückenstiche usw.

    Der Mensch hat sich immer für so schlau gehalten, dabei versteht er erst jetzt so langsam die Zusammenhänge. Trotzdem ändert er vieles nicht, da eine Großzahl der Menschen aus Profitgier nicht mitspielt.

    Jehova hingegen ist sehr weise und die Schöpfung ist ein beredeter Bericht davon. Dieses Zusammenspiel von dem großen Ganzen ist für mich ein sehr starker Beweis dafür, dass sich das Leben eben nicht ganz allein entwickelt hat, sondern dass ein intelligenter Schöpfer dahinter steckt.

    Und dieser ist wirklich sehr zu preisen!

  48. Juleam 18. Mai 2012 um 08:47 Link zum Kommentar

    Psalm 105 – Israels Geschichte zeigt: Gott hat Wort gehalten!

    1 (Verse 1-15: 1.Chronik 16, 8-22)
    Preist den Herrn, und ruft seinen Namen aus, verkündet seine großen Taten allen Völkern!

    2 Singt und musiziert zu seiner Ehre, macht alle seine Wunder bekannt!

    3 Seid glücklich, dass ihr zu ihm, dem heiligen Gott, gehört! Ja, alle, die den Herrn suchen, sollen sich freuen!

    4 Fragt nach dem Herrn, und rechnet mit seiner Macht, wendet euch immer wieder an ihn!

    5-6 Ihr Nachkommen seines Dieners Abraham, ihr Kinder und Enkel Jakobs, den er auserwählte, erinnert euch an die Wunder, die er getan hat! Denkt immer wieder an seine mächtigen Taten und an die Urteile, die er fällte!

    7 Er ist der Herr, unser Gott! Auf der ganzen Welt hat er das letzte Wort.

    8 Niemals vergisst er seinen Bund mit uns, sein Versprechen, das er gab. Es gilt auch allen Generationen nach uns, selbst wenn es tausend sind.

    9 Schon mit Abraham schloss er diesen Bund; er schwor auch Isaak, sich daran zu halten.

    10 An Jakob bestätigte er ihn als gültige Ordnung, ja, als ewiges Bündnis für ganz Israel.

    11 Er sprach: »Euch gebe ich das Land Kanaan, ihr sollt es für immer besitzen.«

    12 Als sie noch eine kleine Schar waren, nur wenige, dazu noch fremd im Land,

    13 als sie von Volk zu Volk wanderten, von einem Land zum anderen,

    14 da erlaubte der Herr keinem, sie zu unterdrücken. Um sie zu schützen, warnte er die Könige der fremden Völker:

    15 »Rührt mein Volk nicht an! Ich habe es erwählt! Ich habe durch sie etwas Besonderes zu sagen – tut ihnen nichts Böses!«

    16 Der Herr ließ eine Hungersnot ins Land kommen, und die Vorräte an Getreide und Brot gingen schnell zu Ende.

    17 Aber Gott hatte ihnen schon einen Mann nach Ägypten vorausgeschickt: Josef, der als Sklave verkauft worden war.

    18 Man band seine Füße mit Ketten und zwängte seinen Hals in einen eisernen Ring.

    19 Dies änderte sich erst, als alles eintraf, was er vorausgesagt hatte. Es war das Wort, das Gott ihm gab, und so stellte sich heraus, dass Josef unschuldig war.

    20 Da befahl der König, ihn von seinen Fesseln zu befreien; der Mann, der über viele Völker herrschte, gab ihn frei!

    21 Er berief ihn an die höchste Stelle seiner Regierung und machte ihn zum Verwalter seines Vermögens.

    22 Die hohen Beamten wurden ihm unterstellt, und die Ratgeber des Königs sollten bei ihm lernen, wie man weise entscheidet.

    23 Dann kamen Jakob und seine Familie nach Ägypten, und sie lebten dort als Fremde.

    24 Der Herr ließ sein Volk rasch wachsen und schließlich mächtiger als seine Unterdrücker werden.

    25 Er sorgte dafür, dass die Ägypter anfingen, sein Volk zu hassen. Am Ende behandelten sie es heimtückisch und gemein.

    26 Dann sandte er seine Diener Mose und Aaron, die er auserwählt hatte, zu ihnen.

    27 Sie vollbrachten in Ägypten die Zeichen und Wunder, die der Herr vorher angedroht hatte:

    28 Er sandte pechschwarze Finsternis, und dennoch widersetzten sich die Ägypter seinem Befehl.

    29 Ihre Gewässer verwandelte er in Blut und ließ die Fische darin umkommen.

    30 Im ganzen Land wimmelte es von Fröschen, die auch vor dem Palast des Königs nicht Halt machten.

    31 Auf Gottes Weisung kam Ungeziefer, ganze Schwärme von Stechmücken bedeckten das Land.

    32 Und als die Ägypter auf Regen warteten, sandte er Hagel; Blitze flammten über das ganze Land und verursachten Brände.

    33 Er zerschlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach auch die anderen Bäume im Land.

    34 Auf seinen Befehl rückten Heuschrecken heran, riesige Schwärme, die nicht zu zählen waren.

    35 Sie machten sich über alle Pflanzen im Lande her, alles, was grünte und blühte, fraßen sie kahl.

    36 Schließlich tötete der Herr in jeder Familie der Ägypter den ältesten Sohn – ihren ganzen Stolz.

    37 Dann führte er sein Volk heraus, gesund und stark, reich beladen mit Silber und Gold.

    38 Die Ägypter waren froh, sie endlich los zu sein, so sehr hatte sie die Furcht vor ihnen gepackt.

    39 Der Herr gab seinem Volk Schutz hinter einer Wolke, und in der Nacht erleuchtete ein Feuer ihnen den Weg.

    40 Sie verlangten nach Speise, da ließ er Wachteln in ihr Lager kommen, und mit Brot vom Himmel machte er sie satt.

    41 Er öffnete einen Felsen: Wasser floss heraus und strömte in die Wüste.

    42 Ja, Gott hat Wort gehalten! Er löste sein heiliges Versprechen ein, das er Abraham, seinem Diener, gegeben hatte.

    43 So führte er sein auserwähltes Volk heraus, und sie sangen und jubelten vor Freude.

    44 Dann gab er ihnen das Land anderer Völker; was diese erarbeitet hatten, wurde nun ihr Besitz.

    45 Diese Wunder ließ er sein Volk erleben, damit sie seinen Weisungen gehorchten und seine Gebote hielten. Halleluja!

    Wenn wir uns immer wieder mit der Bibel beschäftigen und immer wieder lesen, wie Jehova mit seinem Volk gehandelt hat, dann stärkt dies unseren Glauben und hilft uns, uns unsererseits auf unseren Gott zu verlassen.

    Gerade in dieser Hinsicht reicht es nicht aus, nur den Tagestext oder eine Zeitschrift zu lesen: wir müssen den Bericht wirklich direkt in der Bibel lesen, denn sie ist Gottes Wort und damit absolut zuverlässig. Außerdem zeigt uns Hebräer, wie machtvoll sie ist:

    Denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch selbst bis zur Scheidung von Seele und Geist und von Gelenken und [ihrem] Mark und [ist] imstande, Gedanken und Absichten [des] Herzens zu beurteilen.
    Hebräer 4:12

    Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang ja auch mal ganz spannend, noch mal den Junge-Leute-Artikel im Erwachet vom Februar 2012 zu lesen: „Wie kann die Bibel so richtig spannend für mich werden?“ – hier zum download als mp3. Ebenso gibt es auf der offiziellen Seite der Gesellschaft weiteren Stoff zu diesem Thema: „Liest du Gottes Wort wirklich gern?“ und „Lassen wir Gott täglich zu uns sprechen?“.

    Ein Bruder sagte mal: „Wir reden täglich zu Jehova, erwarten, dass er uns zuhört. Aber hören wir ihm auch zu? Lassen wir ihn zu uns sprechen, indem wir in der Bibel lesen?“

  49. Juleam 19. Mai 2012 um 20:46 Link zum Kommentar

    Psalm 106 – 108

    Psalm 106 – Wir haben schwere Schuld auf uns geladen!

    1 Halleluja! Preist den Herrn, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf!

    2 Wer könnte seine mächtigen Taten alle aufzählen? Wer könnte ihn jemals genug loben?

    3 Glücklich sind alle, die sich an seine Ordnungen halten und immer das tun, was in Gottes Augen recht ist!

    4 Herr, denke auch an mich, wenn du deinem Volk hilfst; komm auch zu mir und rette mich!

    5 Lass mich mit eigenen Augen sehen, wie du deinem auserwählten Volk Gutes tust! Ich will mich gemeinsam mit ihnen freuen und stolz darauf sein, dass ich zu denen gehöre, die du zu deinem Eigentum gemacht hast.

    6 Wir haben schwere Schuld auf uns geladen wie schon unsere Vorfahren. Wir haben Unrecht begangen und dich missachtet!

    7 Schon unsere Väter in Ägypten wollten nicht aus deinen Wundern lernen. Schnell vergaßen sie, wie oft du sie gerettet hattest. Am Ufer des Schilfmeeres lehnte sich dein Volk gegen dich auf.

    8 Trotzdem befreite sie der Herr, wie er es versprochen hatte. So bewies er ihnen seine Macht.

    9 Er befahl dem Schilfmeer, sich zu teilen, und es geschah; die Fluten türmten sich auf, und er führte sein Volk wie auf Wüstenboden hindurch.

    10-11 Das Wasser schlug über ihren Verfolgern zusammen, und nicht einer kam mit dem Leben davon. So rettete er sie aus der Gewalt ihrer Feinde, unter deren Hass sie so lange gelitten hatten.

    12 Da endlich glaubten sie seinen Worten und lobten ihn mit ihren Liedern.

    13 Doch schon bald vergaßen sie, was er für sie getan hatte. Sie wollten nicht auf das warten, was nach seinem Plan geschehen sollte.

    14 In der Wüste forderten sie Gott heraus, in ihrer Gier verlangten sie, Fleisch zu essen.

    15 Da gab er ihnen, wonach sie gierten, aber gleich darauf plagte er sie mit einer schrecklichen Seuche.

    16 Im Lager wurden sie neidisch auf Mose und auf Aaron, den der Herr zu seinem Diener erwählt hatte.

    17 Da öffnete sich auf einmal die Erde. Sie verschlang die Aufrührer Datan und Abiram mit ihren Familien und schloss sich wieder über ihnen.

    18 Dann brach ein Feuer aus unter denen, die zu ihnen hielten, und verbrannte sie, weil sie Gott missachteten.

    19 Am Berg Horeb goss sich das Volk Israel ein goldenes Kalb und betete das Standbild an.

    20 Die Macht und Hoheit ihres Gottes tauschten sie ein gegen das Abbild eines Gras fressenden Stieres!

    21 Sie vergaßen Gott, ihren Retter, der in Ägypten mächtige Taten und Wunder vollbracht hatte.

    22 Sie dachten nicht mehr daran, wie er den Ägyptern am Schilfmeer Angst und Schrecken eingejagt hatte.

    23 Schon sprach Gott davon, sie alle zu vernichten, doch Mose, sein Auserwählter, setzte sich für sie ein. Er wandte Gottes Zorn von ihnen ab, so dass sie nicht vernichtet wurden.

    24 Dann verschmähten sie das schöne Land, denn sie glaubten Gottes Zusagen nicht.

    25 Sie blieben in ihren Zelten und schimpften über Gott; längst nahmen sie seine Worte nicht mehr ernst.

    26 Da hob er seine Hand zum Schwur und sagte: »Ich werde sie in der Wüste umkommen lassen

    27 und ihre Nachkommen unter die Völker zerstreuen, damit sie dort untergehen!«

    28 Sie gaben sich dazu her, Baal anzubeten, den Gott vom Berg Peor, und aßen das Fleisch von Opfertieren, die man toten Götzen geweiht hatte.

    29 Durch ihr gottloses Treiben reizten sie den Herrn zum Zorn, da brach eine schreckliche Seuche unter ihnen aus.

    30 Pinhas aber griff ein und hielt Gericht, und die Seuche hörte auf.

    31 So fand er Gottes Anerkennung, er und seine Nachkommen für alle Zeit.

    32 Auch bei der Felsenquelle von Meriba forderte Israel Gottes Zorn heraus, und über Mose brach ihretwegen das Verhängnis herein:

    33 Sie hatten ihn so erbittert, dass er sich zu unbedachten Worten hinreißen ließ.

    34 Sie beachteten nicht den Befehl Gottes, die anderen Völker zu vernichten.

    35 stattdessen vermischten sie sich mit ihnen und übernahmen ihre schrecklichen Gebräuche:

    36 Sie beteten ihre Götter an, die ihnen dann zum Verhängnis wurden.

    37-38 Sie opferten ihre eigenen Söhne und Töchter den Dämonen. Sie vergossen unschuldiges Blut und entweihten das Land, indem sie ihre Kinder zu Ehren der Götzen Kanaans schlachteten.

    39 Durch ihre bösen Taten wurden sie unrein in Gottes Augen – sie brachen ihm die Treue.

    40 Da geriet Gott in Zorn über Israel und verabscheute sein eigenes Volk.

    41 Er gab sie in die Hand fremder Völker; sie wurden beherrscht von denen, die sie hassten.

    42 Ihre Feinde unterdrückten sie, ihrer Gewalt musste Israel sich beugen.

    43 Immer wieder befreite sie der Herr, aber sie dachten nicht im Geringsten daran, ihm zu gehorchen. So sanken sie durch ihre Schuld immer tiefer ins Unglück.

    44 Doch als Gott ihre verzweifelte Lage sah und ihre Hilfeschreie hörte,

    45 da dachte er an seinen Bund mit ihnen. Ja, seine Liebe zu ihnen war stark, darum tat es ihm leid, dass er sie ihren Feinden ausgeliefert hatte.

    46 Er ließ sie Erbarmen finden bei denen, die sie gefangen hielten.

    47 Rette uns, Herr, unser Gott! Führe uns heraus aus den Völkern, die dich nicht kennen, und bring uns wieder zusammen! Dann werden wir deinen heiligen Namen preisen und stolz darauf sein, dass wir dich loben können.

    48 Ja, gelobt sei der Herr, der Gott Israels, jetzt und für alle Zeit! Und das ganze Volk soll antworten: Amen! Halleluja!

    Wie schrieb Paulus an die Korinther? „All diese Dinge widerfuhren ihnen als Vorbilder“, „damit wir daraus lernen können“.

    Ist uns dies wirklich eine Lehre – oder sind dies nur Worte, die wir mal eben schnell lesen – ohne Sinn und Zweck für uns persönlich?

  50. Juleam 5. Juni 2013 um 17:20 Link zum Kommentar

    Psalm 90 – für Jehova gilt eine andere Zeitrechnung

    1 Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes.

    Herr, du bist unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht! 2 Ehe die Berge wurden und du die Erde und den Erdkreis hervorbrachtest, ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott!

    3 Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder! 4 Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der vergangen ist, und wie eine Nachtwache.

    5 Du lässt sie dahinfahren wie eine Wasserflut, sie sind wie ein Schlaf, wie das Gras, das am Morgen aufsprießt; 6 am Morgen blüht es und sprießt, am Abend welkt es und verdorrt.

    7 Denn wir werden aufgerieben durch deinen Zorn und schnell hinweggerafft durch deinen Grimm. 8 Du hast unsere Missetaten vor dich hingestellt, unser geheimstes Tun in das Licht deines Angesichts.

    9 Denn alle unsere Tage schwinden dahin durch deinen Zorn; wir verbringen unsere Jahre wie ein Geschwätz . 10 Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind“s achtzig Jahre; und worauf man stolz ist, das war Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell enteilt es, und wir fliegen dahin.

    11 Wer erkennt aber die Stärke deines Zorns, deinen Grimm, so wie es der Furcht vor dir entspricht? 12 Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen!

    13 Kehre zurück, o Herr! Wie lange noch? Und hab Erbarmen mit deinen Knechten!

    14 Sättige uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und fröhlich sein unser Leben lang. 15 Erfreue uns so viele Tage, wie du uns beugtest, so viele Jahre, wie wir Unglück sahen. 16 Lass deinen Knechten dein Walten sichtbar werden, und deine Herrlichkeit ihren Kindern!

    17 Und die Freundlichkeit des Herrn, unsres Gottes, sei über uns, und das Werk unsrer Hände fördere du für uns, ja, das Werk unsrer Hände wollest du fördern!

    Ja, für Jehova gilt wirklich eine andere Zeitrechnung. Was sich für uns wie eine Ewigkeit anfühlt, ist für Jehova nur ein kurzer Augenblick.

    Ähnlich, wie ein sehr kleines Kind und ein Großvater die Zeit anders empfinden. Für das kleine Kind ist eine Woche endlos. Es denkt, es würde sie nie erleben. Wir kennen das, wenn sich ein Kind auf eine Party oder ein anderes schönes Ereignis freut. Für die Eltern oder Großeltern vergeht die Zeit viel schneller. Ich bin oftmals überrascht, dass wir schon wieder Mittwoch haben, war denn nicht gerade erst Sonntag?

    So ist es mit Jehova auch. Er lebt schon ewig. Was ist da für ihn eine Stunde oder einige wenige Jahre?

    Wenn wir uns auf etwas freuen, dann vergeht die Zeit viel langsamer, irgendwie quälend. Ich denke da an die Zeit, als ich noch nicht verheiratet war und noch einige hunderte Kilometer zwischen mir und meinem Mann lagen. Wenn er – aus Kostengründen – mit einem Wochenendticket von Berlin nach Iserlohn unterwegs war, dann waren das fast 8 Stunden Fahrt. Für jeden von uns verging diese Zeit quälend lahm. Wir konnten es nicht erwarten, einander nach der langen Zeit der Trennung wieder in die Arme zu fallen.

    Wenn wir auf der anderen Seite eine unangenehme Sache vor uns haben, dann vergeht die Zeit rasend schnell. Dann kommt es uns oftmals so vor, als würden wir ungebremst auf einen Abgrund zurasen und würden am liebsten kräftig auf die Bremsen treten.

    Die Zeit ist aber die gleiche: eine Woche sind 7 Tage und ein Tag hat 7 Stunden. Trotzdem erlebt jeder sie anders und wir selbst erleben sie völlig entgegengesetzt, je nachdem, was auf uns zukommt.

    Für Jehova ist die Ewigkeit nichts. Er freut sich schon darauf, dass er bald eingreifen kann, ohne dass der Satan sagen kann: „zu früh, ich hatte noch nicht genug Gelegenheit, zu beweisen, dass die Menschen sich selbst regieren können und dass niemand dir aus Liebe dient, sondern nur deshalb, weil du ihn segnest“. Auch ER (Jehova) kann die Zeit nicht abwarten, denn es gefällt ihm überhaupt nicht, was heute auf der Erde passiert und ganz besonders nicht, dass Unschuldige leiden müssen. Aber er reisst sich zusammen, denn er hat das Große und Ganze vor Augen.

    Im Gegensatz zu uns hat Jehova jede Menge Geduld und auch ein anderes Zeitempfinden. Ansonsten würde ER es wohl kaum aushalten, weiterhin diesem schlechten Treiben auf der Erde zuzusehen und ganz besonders dem, was Personen tun, die von sich behaupten, sie würden Jehova dienen und dann seinen herrlichen heiligen Namen in den Schmutz ziehen!

    einige Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Psalm finden wir hier:

  51. Juleam 20. Juni 2013 um 15:38 Link zum Kommentar

    Psalm 91 – 93

    Psalm 91 – Unter dem Schirm des Höchsten in Sicherheit bleiben

    1 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.

    2 Ich sage zu dem Herrn : Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue !

    3 Ja, er wird dich retten vor der Schlinge des Vogelstellers und vor der verderblichen Pest ; 4 er wird dich mit seinen Fittichen decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild.

    5 Du brauchst dich nicht zu fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, 6 vor der Pest , die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt.

    7 Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen; 8 ja, mit eigenen Augen wirst du es sehen, und zuschauen, wie den Gottlosen vergolten wird.

    9 Denn du [sprichst]: Der Herr ist meine Zuversicht! Den Höchsten hast du zu deiner Zuflucht gemacht; 10 kein Unglück wird dir zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen.

    11 Denn er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. 12 Auf den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt. 13 Auf den Löwen und die Otter wirst du den Fuß setzen, wirst den Junglöwen und den Drachen zertreten.

    14 »Weil er sich an mich klammert , darum will ich ihn erretten ; ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt. 15 Ruft er mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn befreien und zu Ehren bringen . 16 Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihn schauen lassen mein Heil!«

    Unter dem Schirm des Höchsten in Sicherheit bleiben, dazu hatten wir mal eine sehr schöne Ansprache von unserem damaligen Kreisaufseher Bruder einer. Leider habe ich die Notizen nicht mehr. Sehr sehr schade.

    Aber auf der Wt-online-lib habe ich einen Studienartikel aus dem Jahr 2001 dazu gefunden: „Jehova ist unsere Zuflucht“:

    Jehova ist unsere Zuflucht

    „Denn du hast gesagt: ‚Jehova ist meine Zuflucht‘ . . .; kein Unglück wird dir widerfahren“ (PSALM 91:9, 10).

    JEHOVA ist wirklich eine Zuflucht für sein Volk. Wenn wir ihm völlig ergeben sind, kann es sein, daß wir zwar ‘auf jede Weise bedrängt werden, doch nicht bewegungsunfähig eingeengt; ratlos sind, doch nicht gänzlich ohne Ausweg; verfolgt werden, doch nicht im Stich gelassen; niedergeworfen werden, doch nicht vernichtet’. Warum? Weil Jehova uns „die Kraft [gewährt], die über das Normale hinausgeht“ (2. Korinther 4:7-9). Unser himmlischer Vater hilft uns, ein gottgefälliges Leben zu führen, und wir dürfen uns auf die Worte des Psalmisten stützen: „Denn du hast gesagt: ‚Jehova ist meine Zuflucht‘, den Höchsten hast du zu deiner Wohnung gemacht; kein Unglück wird dir widerfahren“ (Psalm 91:9, 10).

    2 Die Worte des 91. Psalms wurden möglicherweise von Moses aufgezeichnet, denn in der Überschrift zum 90. Psalm wird er als Verfasser genannt, und der 91. Psalm folgt unmittelbar ohne Angabe eines anderen Schreibers. Man sang den 91. Psalm vielleicht im Wechselgesang; das heißt, eine Person begann zunächst allein (91:1, 2), worauf ein Chor antwortete (91:3-8). Dann war möglicherweise wieder eine Solostimme zu hören (91:9a), auf die eine Gruppe antwortete (91:9b-13). Zum Schluß erklang womöglich eine Solostimme (91:14-16). Wie dem auch sei, im 91. Psalm wird den gesalbten Christen als Klasse und auch ihren Gott hingegebenen Gefährten als Gruppe geistige Sicherheit verheißen. Betrachten wir den Psalm einmal vom Standpunkt all dieser Diener Jehovas aus.

    Sicher im ‘Schirm Gottes’

    3 In dem Psalm heißt es: „Wer im Schirm des Höchsten wohnt, wird unter dem Schatten des Allmächtigen Herberge finden. Ich will zu Jehova sagen: ‚Du bist meine Zuflucht und meine Feste, mein Gott, auf den ich vertrauen will‘ “ (Psalm 91:1, 2). Der „Schirm des Höchsten“ ist für uns und speziell für die Gesalbten, die ein besonderes Angriffsziel des Teufels sind, ein sinnbildlicher Ort des Schutzes (Offenbarung 12:15-17). Der Teufel würde uns alle vernichten, würden wir nicht als „Gäste“ Gottes beschützt werden. Dadurch, daß wir „unter dem Schatten des Allmächtigen Herberge finden“, genießen wir seinen Schutz (Psalm 15:1, 2; 121:5). Es gibt keine sicherere Zuflucht oder beeindruckendere Feste als unseren Souveränen Herrn Jehova (Sprüche 18:10).

    4 Weiter sagt der Psalmist: „Er selbst [Jehova] wird dich von der Falle des Vogelfängers befreien, von der Pest, die Widerwärtigkeiten verursacht“ (Psalm 91:3). Ein Vogelfänger im alten Israel fing Vögel meist mit Hilfe von Schlingen oder Fallen. Zu den Schlingen des „Vogelfängers“, Satan, gehören seine böse Organisation und seine „listigen Handlungen“ (Epheser 6:11, Fußnote). Auf unserem Pfad sind verborgene Fallen aufgestellt, um uns zum Bösen zu verleiten und uns geistig zu ruinieren (Psalm 142:3). ‘Unsere Seele ist wie ein Vogel, der der Falle entronnen ist’, weil wir der Ungerechtigkeit entsagt haben (Psalm 124:7, 8). Wie dankbar können wir sein, daß Jehova uns von dem niederträchtigen „Vogelfänger“ befreit! (Matthäus 6:13).

    5 Der Psalmist führt die „Pest“ an, „die Widerwärtigkeiten verursacht“. Es gibt etwas, was wie eine ansteckende epidemische Krankheit für die Menschheit „Widerwärtigkeiten“ mit sich bringt — auch für die Unterstützer der Souveränität Jehovas. Der Historiker Arnold Toynbee schrieb: „Unter dem Einfluß des Nationalismus hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg die Zahl der souveränen, unabhängigen Einzelstaaten verdoppelt . . . gegenwärtig entstehen immer mehr Einzelstaaten.“

    6 Im Laufe der Jahrhunderte haben Herrscher trennend wirkende zwischenstaatliche Streitigkeiten geschürt. Außerdem verlangten sie, daß man ihnen oder gewissen Bildern oder Symbolen Ehre erwies. Aber Jehova hat nie zugelassen, daß sein treues Volk einer solchen „Pest“ erlag (Daniel 3:1, 2, 20-27; 6:7-10, 16-22). Als liebevolle internationale Bruderschaft erweisen wir Jehova ausschließliche Ergebenheit, bewahren die biblisch begründete Neutralität und erkennen vorurteilsfrei an, daß für Gott „in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35; 2. Mose 20:4-6; Johannes 13:34, 35; 17:16; 1. Petrus 5:8, 9). Obwohl wir als Christen unter „Widerwärtigkeiten“ in Form von Verfolgung zu leiden haben, freuen wir uns und befinden uns „im Schirm des Höchsten“ in geistiger Sicherheit.

    7 Unsere Zuflucht ist Jehova; daher schöpfen wir aus den Worten Trost: „Mit seinen Schwingen wird er den Zugang zu dir versperren, und unter seinen Flügeln wirst du Zuflucht nehmen. Ein großer Schild und ein Bollwerk wird seine Wahrhaftigkeit sein“ (Psalm 91:4). Gott schützt uns genauso wie ein über seinen Jungen schwebender Vogel (Jesaja 31:5). ‘Mit seinen Schwingen versperrt er den Zugang zu uns.’ Ein Vogel bedeckt mit seinen Schwingen seine Jungen und schützt sie so vor Raubvögeln. Wie flügge Junge sind wir unter den sinnbildlichen Schwingen Jehovas sicher, weil wir in seiner Organisation wahrer Christen Zuflucht genommen haben (Ruth 2:12; Psalm 5:1, 11).

    8 Wir bauen auf „Wahrhaftigkeit“ oder Treue. Sie gleicht dem in alter Zeit gebräuchlichen großen Schild, der rechteckig und häufig so groß war, daß damit der ganze Körper abgedeckt werden konnte (Psalm 5:12). Das Vertrauen auf diesen Schutz nimmt uns die Furcht (1. Mose 15:1; Psalm 84:11). Wie unser Glaube, so ist auch Gottes Wahrhaftigkeit ein Schutzschild, mit dem Satans brennende Geschosse abgefangen und feindliche Schläge abgewehrt werden (Epheser 6:16). Sie ist auch ein Bollwerk, ein starker Verteidigungswall, hinter dem wir standhaft bleiben.

    ‘Wir werden uns nicht fürchten’

    9 In Anbetracht des göttlichen Schutzes sagt der Psalmist: „Du wirst dich nicht fürchten vor irgendeinem Schrecknis bei Nacht noch vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, noch vor der Pest, die im Dunkeln wandelt, noch vor der Vernichtung, die am Mittag verheert“ (Psalm 91:5, 6). Da im Schutz der Dunkelheit viel Böses verübt wird, kann die Nacht eine furchteinflößende Zeit sein. Inmitten der heutigen geistigen Finsternis, welche die Erde bedeckt, greifen unsere Gegner oftmals auf Hinterhältigkeiten zurück, um unser Geistiggesinntsein zu zerstören und unser Predigtwerk zum Stillstand zu bringen. Aber ‘wir fürchten uns nicht vor irgendeinem Schrecknis bei Nacht’, weil Jehova uns beschützt (Psalm 64:1, 2; 121:4; Jesaja 60:2).

    10 Der „Pfeil, der bei Tag fliegt“, deutet anscheinend auf verbale Angriffe hin (Psalm 64:3-5; 94:20). Solange wir bei dem, was wir verkündigen, bei der Wahrheit bleiben, wird sich dieser offene Widerstand gegen unseren heiligen Dienst als vergeblich erweisen. Außerdem fürchten wir uns nicht vor der „Pest, die im Dunkeln wandelt“. Dabei handelt es sich um eine sinnbildliche Pest; sie entsteht in der sittlich und religiös kranken Welt, die in der Macht Satans liegt (1. Johannes 5:19). Diese Pest ruft einen zum Tode führenden Herzens- und Geisteszustand hervor; sie läßt Menschen im dunkeln tappen, was Jehova und seine Vorsätze betrifft sowie all das, wofür er liebevoll sorgt (1. Timotheus 6:4). Wir fürchten uns in der heutigen Finsternis nicht, denn wir haben geistiges Licht in Hülle und Fülle (Psalm 43:3).

    11 Auch vor der „Vernichtung, die am Mittag verheert“, haben wir keine Angst. Der „Mittag“ könnte sich auf die sogenannte Erleuchtung beziehen, die von der Welt ausgeht. Wer sich ihre materialistischen Ansichten zu eigen macht, geht geistig zugrunde (1. Timotheus 6:20, 21). Wir verkündigen freimütig die Königreichsbotschaft und fürchten keinen unserer Feinde, denn Jehova beschützt uns (Psalm 64:1; Sprüche 3:25, 26).

    12 Der Psalmist sagt weiter: „Tausend werden direkt an deiner Seite fallen und zehntausend zu deiner Rechten; dir wird es nicht nahen. Nur mit deinen Augen wirst du zuschauen und die Vergeltung an den Bösen sehen“ (Psalm 91:7, 8). Viele „fallen“ oder erleiden den geistigen Tod ‘direkt an unserer Seite’, weil sie Jehova nicht zu ihrer Zuflucht gemacht haben. „Zehntausend“ sind praktisch zur „Rechten“ der heutigen geistigen Israeliten gefallen (Galater 6:16). Wir jedoch sind in Gottes „Schirm“ sicher — seien wir nun gesalbte Christen oder ihre Gott hingegebenen Gefährten. Wir ‘schauen nur zu und sehen die Vergeltung an den Bösen’, die in kommerzieller, religiöser und sonstiger Hinsicht Schwierigkeiten „ernten“ (Galater 6:7).

    ‘Kein Unglück wird uns widerfahren’

    13 In der heutigen Welt gibt es zwar immer weniger Sicherheit, doch wir stellen Gott allem voran und schöpfen aus den Worten des Psalmisten Mut: „Denn du hast gesagt: ‚Jehova ist meine Zuflucht‘, den Höchsten hast du zu deiner Wohnung gemacht; kein Unglück wird dir widerfahren, und auch keine Plage wird deinem Zelt nahen“ (Psalm 91:9, 10). Ja, Jehova ist unsere Zuflucht. Wir machen den Höchsten aber auch zu ‘unserer Wohnung’, wo wir Sicherheit finden. Wir preisen Jehova als den universellen Souverän, ‘wohnen’ gewissermaßen in ihm, der uns Geborgenheit gibt, und verkündigen die gute Botschaft von seinem Königreich (Matthäus 24:14). Daher ‘wird uns kein Unglück widerfahren’, das heißt keines von den zuvor in diesem Psalm erwähnten. Selbst wenn wir zusammen mit anderen von Unglücken betroffen sind, wie zum Beispiel von Erdbeben, Orkanen, Überschwemmungen, Hungersnöten oder von verheerenden Kriegen, wird dadurch nicht unser Glaube zerstört, noch leidet unsere geistige Sicherheit darunter.

    14 Gesalbte Christen leben, vergleichbar mit ansässigen Fremdlingen, in Zelten, das heißt getrennt von dem gegenwärtigen System der Dinge (1. Petrus 2:11). ‘Auch naht sich ihrem Zelt keine Plage.’ Ob wir nun die himmlische oder die irdische Hoffnung haben, wir sind kein Teil der Welt und werden nicht von in geistiger Hinsicht tödlichen Plagen angesteckt wie der Unsittlichkeit, dem Materialismus, der falschen Religion sowie der Anbetung des „wilden Tieres“ und seines „Bildes“, der Vereinten Nationen (Offenbarung 9:20, 21; 13:1-18; Johannes 17:16).

    15 Was den Schutz angeht, den wir genießen, fügt der Psalmist hinzu: „Seinen Engeln wird er [Jehova] deinetwegen Befehl geben, dich auf all deinen Wegen zu behüten. Auf ihren Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an irgendeinen Stein stößt“ (Psalm 91:11, 12). Engeln ist die Macht verliehen worden, uns zu beschützen (2. Könige 6:17; Psalm 34:7-9; 104:4; Matthäus 26:53; Lukas 1:19). Sie behüten uns ‘auf all unseren Wegen’ (Matthäus 18:10). Als Königreichsverkündiger werden wir von Engeln geleitet und beschützt und straucheln daher in geistiger Hinsicht nicht (Offenbarung 14:6, 7). Selbst ‘Steine’, wie zum Beispiel Verbote unseres Werkes, konnten nicht bewirken, daß wir strauchelten und fielen und schließlich Gottes Gunst verloren.

    16 Weiter sagt der Psalmist: „Auf den jungen Löwen und die Kobra wirst du treten; du wirst den mähnigen jungen Löwen und die große Schlange niedertreten“ (Psalm 91:13). Wie ein junger Löwe, der offen und frontal angreift, zeigen einige unserer Gegner offen ihre Feindseligkeit, indem sie Gesetze erlassen, durch die unserem Predigtwerk Einhalt geboten werden soll. Es erfolgen aber auch unerwartete Angriffe, vergleichbar mit denen einer Kobra, die aus einem Versteck heraus angreift. Die Geistlichkeit agiert hinter den Kulissen und attackiert uns unter anderem durch Gesetzgeber und Richter. Aber mit der Unterstützung Jehovas suchen wir zur „Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft“ auf friedlichem Wege Rechtshilfe vor Gerichten (Philipper 1:7; Psalm 94:14, 20-22).

    17 Der Psalmist spricht vom Niedertreten des „mähnigen jungen Löwen“ und der „großen Schlange“. Ein mähniger junger Löwe kann ziemlich ungestüm sein, und bei einer großen Schlange handelt es sich womöglich um ein Reptil von ansehnlicher Größe (Jesaja 31:4). Ganz gleich, wie ungestüm der mähnige junge Löwe bei seinem Frontalangriff auch sein mag, wir treten sinnbildlich auf ihn, indem wir Gott gehorchen und nicht irgendwelchen mit Löwen vergleichbaren Menschen oder Organisationen (Apostelgeschichte 5:29). Daher kann uns der drohende „Löwe“ in geistiger Hinsicht kein Leid antun.

    18 Die „große Schlange“ wird in der Septuaginta (griechisch) als „ein Drache“ bezeichnet. Das erinnert uns womöglich an den ‘großen Drachen, der Teufel und Satan genannt wird’ (Offenbarung 12:7-9; 1. Mose 3:15). Er gleicht einem riesigen Reptil, das seine Beute erdrücken und verschlingen kann (Jeremia 51:34). Schütteln wir diese „große Schlange“, Satan, ab und treten wir sie nieder, wenn sie uns umschlingen will und versucht, uns durch den Druck der Welt zu erdrücken und uns zu verschlingen (1. Petrus 5:8). Der gesalbte Überrest muß das tun, wenn er an der Erfüllung von Römer 16:20 teilhaben möchte.

    Jehova — der Quell unserer Rettung

    19 Stellvertretend für Gott, sagt der Psalmist über den wahren Anbeter: „Weil er seine Zuneigung auf mich gerichtet hat, werde ich auch für sein Entrinnen sorgen. Ich werde ihn beschützen, weil er meinen Namen kennengelernt hat“ (Psalm 91:14). Die Worte „Ich werde ihn beschützen“ bedeuten wörtlich „Ich werde ihn hoch machen“, das heißt unerreichbar. Als Anbeter Jehovas nehmen wir Zuflucht zu ihm, besonders weil ‘wir unsere Zuneigung auf ihn gerichtet haben’ (Markus 12:29, 30; 1. Johannes 4:19). Gott wiederum ‘sorgt für unser Entrinnen’ vor unseren Feinden. Niemals werden wir von der Erde weggetilgt werden. Wir werden vielmehr gerettet, weil wir den göttlichen Namen kennen und ihn im Glauben anrufen (Römer 10:11-13). Und wir sind entschlossen, ‘immerdar im Namen Jehovas zu wandeln’ (Micha 4:5; Jesaja 43:10-12).

    20 Von seinem treuen Diener sagt Jehova gemäß Psalm 91 abschließend: „Er wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten. Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis. Ich werde ihn befreien und ihn verherrlichen. Mit Länge der Tage werde ich ihn sättigen, und ich werde ihn die von mir bewirkte Rettung sehen lassen“ (Psalm 91:15, 16). Wenn wir Gott gemäß seinem Willen im Gebet anrufen, erhört er uns (1. Johannes 5:13-15). Wir haben auf Grund der von Satan geschürten Feindseligkeit schon viel Bedrängnis durchgemacht. Doch angesichts der Worte „Ich werde bei ihm sein in der Bedrängnis“ sind wir auf künftige Prüfungen vorbereitet, und wir sind uns gewiß, daß Gott uns am Leben erhält, wenn das gegenwärtige verderbte System vernichtet wird.

    21 Trotz des rabiaten Widerstandes Satans werden alle Gesalbten, die noch unter uns sind, zu der von Jehova bestimmten Zeit — nach einer „Länge von Tagen“ — im Himmel verherrlicht werden. Doch in geistiger Hinsicht sind die Gesalbten bereits durch Gottes bemerkenswerte Befreiungstaten verherrlicht worden. Und welch eine Ehre es für sie doch ist, als Zeugen Jehovas in den gegenwärtigen letzten Tagen auf der Erde führend voranzugehen! (Jesaja 43:10-12). Die größte Befreiung wird Jehova im großen Krieg von Harmagedon für sein Volk bewirken, wenn er seine Souveränität rechtfertigt und seinen Namen heiligt (Psalm 83:18; Hesekiel 38:23; Offenbarung 16:14, 16).

    22 Wir vertrauen darauf, daß Gott uns rettet — ob wir nun zu den gesalbten Christen oder zu ihren Gott hingegebenen Gefährten gehören. Wer Gott loyal dient, wird am ‘großen und furchteinflößenden Tag Jehovas’ gerettet werden (Joel 2:30-32). Diejenigen von uns, die als „große Volksmenge“ in Gottes neue Welt hinüberleben und in der Schlußprüfung treu bleiben, werden von ihm ‘mit Länge der Tage gesättigt’ — mit endlosem Leben. Außerdem wird Jehova unzählige Menschen auferwecken (Offenbarung 7:9; 20:7-15). Er wird wirklich große Freude daran finden, uns die durch Jesus Christus bewirkte ‘Rettung sehen zu lassen’ (Psalm 3:8). Richten wir angesichts einer solch großartigen Aussicht weiterhin die Bitte an Gott, uns zu helfen, unsere Tage zu seiner Ehre zu zählen. Beweisen wir weiterhin in Wort und Tat, daß Jehova unsere Zuflucht ist.

    aber auch WT vom 15.04.1990:

    Göttliche Hilfe im Hinblick auf die Befreiung

    17 Die Frage, die sich jeder von uns persönlich stellen muß, lautet: Bin ich auf dieses Eingreifen Gottes vorbereitet? Wenn wir auf uns selbst vertrauen oder auf unsere eigene Vorstellung von Gerechtigkeit, dann sind wir nicht vorbereitet. Werden wir aber wie Noah von „Gottesfurcht“ angetrieben, dann reagieren wir aus Glauben auf die Anweisungen Jehovas, und das wird zu unserer Befreiung führen (Hebräer 11:7).

    18 In Psalm 91:1, 2 werden auf wunderbare Weise diejenigen beschrieben, die den Schutz genießen, den Jehova schon heute gewährt: „Wer im Schirm des Höchsten wohnt, wird unter dem Schatten des Allmächtigen Herberge finden. Ich will zu Jehova sagen: ‚Du bist meine Zuflucht und meine Feste, mein Gott, auf den ich vertrauen will.‘ “ Hier wird eine Gruppe Menschen erwähnt, die von Gott behütet werden wie Jungvögel unter den mächtigen Schwingen ihrer Eltern. Sie setzen ihr ganzes Vertrauen auf Jehova. Sie erkennen an, daß er der Höchste ist, der Allmächtige. Deshalb respektieren sie die theokratische Autorität und unterwerfen sich ihr, ob sie von den Eltern ausgeübt wird oder von dem „treuen und verständigen Sklaven“ (Matthäus 24:45-47). Trifft dies auf uns als einzelne zu? Lernen wir wie Noah, alles zu tun, was Jehova gebietet, und tun wir es, wie er es getan haben möchte? (1. Mose 6:22). Wenn ja, dann reagieren wir auf die Vorbereitung, die Jehova trifft, damit wir Befreiung erlangen und in seine neue Welt eingehen können.

    19 Bei dieser Vorbereitung wird auch unserem sinnbildlichen Herzen Aufmerksamkeit geschenkt. „Jehova ist der Prüfer der Herzen“ (Sprüche 17:3). Er hilft uns verstehen, daß nicht zählt, wie wir nach außen erscheinen, sondern daß es auf den inneren Menschen, das Herz, ankommt. Wir beteiligen uns nicht an Gewalttaten wie die Welt und haben nichts mit ihrem unmoralischen Lebenswandel zu tun, jedoch müssen wir uns auch davor hüten, uns von diesen Dingen verlocken oder unterhalten zu lassen. Wie Lot sollten wir uns schon allein dadurch bedrängt fühlen, daß andere so gesetzlos handeln. Wer das Böse haßt, wird nicht nach Möglichkeiten suchen, sich daran zu beteiligen; wer es nicht haßt, mag sich zwar von der eigentlichen Handlung zurückhalten, aber den Wunsch hegen, sie auszuführen. „O ihr, die ihr Jehova liebt, haßt das Böse“ (Psalm 97:10).

    20 Jehova erzieht uns liebevoll dazu, nicht nur einen unmoralischen Wandel zu meiden, sondern auch eine materialistische Lebensweise. In seinem Wort finden wir den Rat, ‘mit Lebensunterhalt und Bedeckung zufrieden zu sein’ (1. Timotheus 6:8). Noah und seine Söhne mußten ihr Heim aufgeben, als sie in die Arche gingen. Auch Lot und seine Familie mußten ihr Heim und ihren Besitz zurücklassen, um ihr Leben zu retten. An welchen Dingen hängen wir? „Denkt an Lots Frau“ (Lukas 17:32). Jesus ließ die Aufforderung ergehen: „So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen“ (Matthäus 6:33). Tun wir das? Wenn wir uns von Jehovas gerechten Maßstäben leiten lassen und wenn die Verkündigung der guten Botschaft von seinem Königreich in unserem Leben an erster Stelle steht, dann reagieren wir wirklich darauf, daß er ein Volk vorbereitet, das befreit werden und in seine neue Welt eingehen soll.

    21 Zu Menschen von Gottergebenheit, die das Zeichen seiner Gegenwart in Königreichsmacht erkennen, sagt Jesus: „Richtet euch auf und hebt eure Häupter empor, denn eure Befreiung naht“ (Lukas 21:28). Hast du gesehen, wie das Zeichen in allen Einzelheiten in Erscheinung getreten ist? Dann vertraue darauf, daß die von Jehova verheißene Befreiung sehr bald Wirklichkeit wird. Du kannst völlig davon überzeugt sein, daß „Jehova . . . Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien [weiß]“ (2. Petrus 2:9).

    weitere Gedanken der Vorjahre zu diesem Psalm finden wir hier:

  52. Juleam 20. Juni 2013 um 15:42 Link zum Kommentar

    Psalm 92 – unser unvergleichlicher Gott!

    den Sabbattag.

    2 Gut ist“s, dem Herrn zu danken, und deinem Namen zu lobsingen , du Höchster ; 3 am Morgen deine Gnade zu verkünden und in den Nächten deine Treue, 4 auf der zehnsaitigen Laute und der Harfe, mit dem Klang der Zither.

    5 Denn du hast mich erfreut, o Herr , durch dein Tun, und ich juble über die Werke deiner Hände: 6 Herr , wie sind deine Werke so groß; deine Gedanken sind sehr tief !

    7 Ein unvernünftiger Mensch erkennt das nicht, und der Törichte begreift es nicht. 8 Wenn die Gottlosen sprossen wie das Gras und alle Übeltäter blühen, so ist“s doch nur, damit sie für immer vertilgt werden.

    9 Du aber, Herr , bist auf ewig erhaben!

    10 Denn siehe, Herr , deine Feinde, siehe, deine Feinde kommen um; alle Übeltäter sollen zerstreut werden!

    11 Aber mein Horn erhöhst du wie das eines Büffels; ich bin übergossen mit frischem Öl . 12 Mein Auge wird mit Freuden herabschauen auf die, die mir auflauern, und mein Ohr wird mit Freuden hören vom Geschick der Bösen, die sich gegen mich erheben.

    13 Der Gerechte wird sprossen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. 14 Die gepflanzt sind im Haus des Herrn , sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes; 15 noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftvoll und frisch, 16 um zu verkünden , dass der Herr gerecht ist.

    Er ist mein Fels , und kein Unrecht ist an ihm!

    Hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  53. Juleam 20. Juni 2013 um 15:43 Link zum Kommentar

    Psalm 93 – auf unseren Gott bauen

    1 Der Herr regiert als König! Er hat sich mit Majestät bekleidet; der Herr hat sich bekleidet, er hat sich umgürtet mit Macht ; auch der Erdkreis steht fest und wird nicht wanken.

    2 Dein Thron steht fest von Anbeginn; von Ewigkeit her bist du!

    3 Die Wasserströme brausen, o Herr , die Wasserströme brausen stark, die Wasserströme schwellen mächtig an; 4 doch mächtiger als das Brausen großer Wasser, mächtiger als die Meereswogen ist der Herr in der Höhe!

    5 Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig; deinem Haus geziemt Heiligkeit , o Herr , für alle Zeiten.

    hier ein Gedanke aus den Vorjahren dazu:

  54. Juleam 20. Juni 2013 um 15:48 Link zum Kommentar

    Psalm 94 – 96

    Psalm 94 – Gottes Gnade stützt uns

    1 Du Gott der Rache , o Herr , du Gott der Rache, leuchte hervor!

    2 Erhebe dich, du Richter der Erde, gib den Hochmütigen ihren Lohn! 3 Wie lange sollen die Gottlosen, o Herr , wie lange sollen die Gottlosen frohlocken?

    4 Sie halten viele und freche Reden; stolz überheben sich alle Übeltäter.

    5 Dein Volk, o Herr , zertreten sie und unterdrücken dein Erbteil. 6 Witwen und Fremdlinge erwürgen sie und ermorden Waisen; 7 und dann sagen sie: »Der Herr sieht es nicht, und der Gott Jakobs achtet nicht darauf!«

    8 Nehmt doch Verstand an, ihr Unvernünftigen unter dem Volk! Ihr Toren, wann wollt ihr einsichtig werden? 9 Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen? 10 Der die Völker züchtigt , sollte der nicht strafen, er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?

    11 Der Herr erkennt die Gedanken der Menschen, dass sie nichtig sind.

    12 Wohl dem Mann, den du, Herr , züchtigst , und den du aus deinem Gesetz belehrst , 13 um ihm Ruhe zu geben vor den Tagen des Unglücks, bis dem Gottlosen die Grube gegraben wird.

    14 Denn der Herr wird sein Volk nicht verstoßen und sein Erbteil nicht verlassen; 15 denn zur Gerechtigkeit kehrt das Gericht zurück, und alle von Herzen Aufrichtigen werden ihm folgen!

    16 Wer steht mir bei gegen die Bösen, wer tritt für mich ein gegen die Übeltäter?

    17 Wäre der Herr nicht meine Hilfe gewesen – wenig fehlte, und meine Seele hätte in der Totenstille gewohnt! 18 So oft ich aber sprach: »Mein Fuß ist wankend geworden!«, hat deine Gnade, o Herr , mich gestützt. 19 Bei den vielen Sorgen in meinem Herzen erquickten deine Tröstungen meine Seele.

    20 Sollte der Thron des Verderbens mit dir Gemeinschaft haben, der Unheil schafft durch Gesetz? 21 Sie rotten sich zusammen gegen die Seele des Gerechten und verurteilen unschuldiges Blut.

    22 Aber der Herr ist meine sichere Burg geworden, mein Gott der Fels, bei dem ich Zuflucht gefunden habe. 23 Und er lässt ihr Unrecht auf sie selber zurückfallen, und er wird sie durch ihre eigene Bosheit vertilgen ; der Herr , unser Gott, wird sie vertilgen.

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  55. Juleam 20. Juni 2013 um 15:51 Link zum Kommentar

    Psalm 95 – „Kommt, lasset uns anbeten…“

    1 Kommt, lasst uns dem Herrn zujubeln und jauchzen dem Fels unsres Heils! 2 Lasst uns ihm begegnen mit Lobgesang und mit Psalmen ihm zujauchzen!

    3 Denn der Herr ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter .

    4 In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Gipfel der Berge gehören ihm. 5 Sein ist das Meer, denn er hat es gemacht, und seine Hände haben das Festland bereitet.

    6 Kommt, lasst uns anbeten und uns beugen, lasst uns niederfallen vor dem Herrn , unserem Schöpfer !

    7 Denn er ist unser Gott , und wir sind das Volk seiner Weide und die Schafe seiner Hand.

    »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, 8 so verstockt eure Herzen nicht, wie bei der Herausforderung, am Tag der Versuchung in der Wüste, 9 wo mich eure Väter versuchten ; sie prüften mich – und sahen doch mein Werk! 10 Vierzig Jahre empfand ich Ekel vor diesem Geschlecht; und ich sprach: Sie sind ein Volk, das in seinem Herzen in die Irre geht, und sie haben meine Wege nicht erkannt , 11 sodass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!«

    hier finden wir einen Gedanken aus den Vorjahren:

  56. Juleam 20. Juni 2013 um 15:53 Link zum Kommentar

    Psalm 96 – unser Gott ist einzigartig, mit keinem anderen zu vergleichen!

    1 Singt dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn , alle Welt! 2 Singt dem Herrn , preist seinen Namen, verkündigt Tag für Tag sein Heil!

    3 Erzählt unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern!

    4 Denn groß ist der Herr und hoch zu loben; er ist furchtbar über alle Götter.

    5 Denn alle Götter der Völker sind nichtige Götzen; aber der Herr hat die Himmel gemacht. 6 Pracht und Majestät sind vor seinem Angesicht, Stärke und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.

    7 Bringt dar dem Herrn , ihr Völkerstämme, bringt dar dem Herrn Ehre und Lob! 8 Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, bringt Gaben dar und geht ein zu seinen Vorhöfen!

    9 Betet den Herrn an in heiligem Schmuck; erbebt vor ihm, alle Welt! 10 Sagt unter den Heiden: Der Herr regiert als König! Darum steht auch der Erdkreis fest und wankt nicht. Er wird die Völker gerecht richten .

    11 Es freue sich der Himmel, und die Erde frohlocke, es brause das Meer und was es erfüllt!

    12 Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist! Dann sollen alle Bäume des Waldes jubeln 13 vor dem Herrn , denn er kommt , denn er kommt, um die Erde zu richten ! Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue .

    einen Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  57. Juleam 20. Juni 2013 um 15:58 Link zum Kommentar

    Psalm 97 – 99

    Psalm 97 – lieben wir Jehova?

    1 Der Herr regiert als König; es frohlocke die Erde, die vielen Länder sollen sich freuen !

    2 Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind die Grundfeste seines Thrones. 3 Feuer geht vor ihm her und verbrennt seine Feinde ringsum. 4 Seine Blitze erleuchten den Erdkreis; die Erde sieht es und erschrickt. 5 Die Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn , vor dem Herrscher der ganzen Erde.

    6 Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Herrlichkeit . 7 Schämen müssen sich alle, die den Götzenbildern dienen und sich wegen der nichtigen Götzen rühmen; vor Ihm werfen sich alle Götter nieder.

    8 Zion hört es und ist froh; und die Töchter Judas frohlocken um deiner Gerichte willen, o Herr . 9 Denn du, Herr , bist der Höchste über die ganze Erde; du bist hoch erhaben über alle Götter.

    10 Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse! Er bewahrt die Seelen seiner Getreuen und rettet sie aus der Hand der Gottlosen.

    11 Licht wird dem Gerechten gesät und Freude den von Herzen Aufrichtigen. 12 Freut euch an dem Herrn , ihr Gerechten , und preist seinen heiligen Namen!

    hier findet ihr einige Gedanken aus den Vorjahren:

  58. Juleam 20. Juni 2013 um 16:00 Link zum Kommentar

    Psalm 98 – wieder der Gedanke mit dem „neuen Lied“, wir erinnern uns?

    1 Ein Psalm.

    Singt dem Herrn ein neues Lied! Denn er hat Wunder getan; seine Rechte hat ihm den Sieg verschafft und sein heiliger Arm.

    2 Der Herr hat sein Heil kundwerden lassen; er hat vor den Augen der Heiden seine Gerechtigkeit geoffenbart. 3 Er gedachte an seine Gnade und Treue gegenüber dem Haus Israel; alle Enden der Erde haben gesehen das Heil unseres Gottes.

    4 Jauchzt dem Herrn , alle Welt; brecht in Jubel aus, frohlockt und lobsingt!

    5 Lobsingt dem Herrn mit der Laute, mit der Laute und mit klangvoller Stimme, 6 mit Trompeten und Hörnerschall; jauchzt vor dem König, dem Herrn !

    7 Es brause das Meer und was es erfüllt, der Erdkreis und die darauf wohnen; 8 die Ströme sollen in die Hände klatschen, die Berge allesamt sollen jubeln 9 vor dem Herrn , denn er kommt, um die Erde zu richten! Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker, wie es recht ist.

    hier ein Gedanke dazu aus dem vergangenen Jahr:

  59. Juleam 20. Juni 2013 um 16:01 Link zum Kommentar

    Psalm 99 – warum Gott würdig ist, von uns angebetet zu werden

    1 Der Herr regiert als König – die Völker erzittern ; er thront über den Cherubim – die Erde wankt !

    2 Der Herr ist groß in Zion und hoch erhaben über alle Völker.

    3 Loben sollen sie deinen Namen , den großen und furchtgebietenden – heilig ist er! -, 4 und die Stärke des Königs, der das Recht liebt. Du hast die Redlichkeit fest gegründet; Recht und Gerechtigkeit hast du in Jakob geübt.

    5 Erhebt den Herrn , unseren Gott, und fallt nieder vor dem Schemel seiner Füße – heilig ist er!

    6 Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anriefen, sie riefen den Herrn an, und er erhörte sie.

    7 In der Wolkensäule redete er zu ihnen; sie bewahrten seine Zeugnisse und die Satzung, die er ihnen gab. 8 Herr , unser Gott, du hast sie erhört; du warst ihnen ein vergebender Gott, doch auch ein Rächer ihrer Missetat.

    9 Erhebt den Herrn , unseren Gott, und betet an auf seinem heiligen Berg, denn heilig ist der Herr , unser Gott!

    hier ein Gedanke aus dem vergangenen Jahr:

  60. Juleam 20. Juni 2013 um 16:09 Link zum Kommentar

    Psalm 100 – 102

    Psalm 100 – warum es so wichtig ist, dass der Name Gottes in der Bibel kenntlich gemacht ist

    1 Ein Psalm zum Dankopfer.

    Jauchzt dem Herrn , alle Welt! 2 Dient dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel !

    3 Erkennt, dass der Herr Gott ist! Er hat uns gemacht , und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

    4 Geht ein zu seinen Toren mit Danken , zu seinen Vorhöfen mit Loben; dankt ihm, preist seinen Namen !

    5 Denn der Herr ist gut ; seine Gnade währt ewiglich und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.

    Hier wird gesagt, dass wir seinen Namen preisen sollten.

    Leider geht in den meisten Übersetzungen dieser Name unter, da nicht der Name selbst dort steht, sondern „Herr“. Daher setzen viele für sich dort den Namen „Jesus“ ein.

    In den hebräischen Schriften steht dort allerdings das Tetragrammaton JHWH – das mit Jehova oder Jahwe übersetzt wird.

    Wenn wir dies im Sinn behalten, dann erkennen wir den Unterschied zwischen Jehova Gott und Jesus Christus, seinen Sohn.

    Gestern wurden wir gefragt, was denn die Neue-Welt-Übersetzung sei und als wir sagten, das sei die Übersetzung der Zeugen Jehovas trat Stille ein. Viele meinen, dass die Zeugen Jehovas in dieser Übersetzung ihre eigenen Dogmen verarbeitet haben. Aber sie ist eine Übersetzung, die sich sehr nah am Urtext hält – ebenso wie die Elberfelder und die Schlachter – aber sie hat einen großen Unterschied: dort ist an allen Stellen, wo im Urtext das Tetragrammaton steht, der Name Gottes wieder eingefügt.

    Hierbei ist nicht wirklich wichtig, ob wir ihn als Jahwe oder Jehova aussprechen, denn den deutschen Peter spricht man in englischen anders aus, oder Johannes heißt dort John usw. Gemeint ist aber der selbe Name und die selbe Person.

    Wie wichtig es eigentlich ist, dass der Name Gottes – Jahwe oder Jehova – an dieser Stelle steht, ist mir ganz besonders im vergangenen Jahr aufgefallen, denn in der Hoffnung für Alle wird dies nicht einmal durch die Schreibweise HERR angedeutet und so kann sehr schnell der Eindruck entstehen, hier wird von oder zu Jesus geredet und dies führt dann zu einigen gravierenden Abweichungen in der Lehre, wie z.B dass der Gott Vater in der Gestalt Jesu auf die Erde kam und für uns starb.

    Dies ist ein ganz entscheidender Vorteil der Neue-Welt-Übersetzung, denn dort steht Jehova, wenn im Urtext von ihm als Gott-Vater die Rede ist.

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  61. Juleam 20. Juni 2013 um 16:15 Link zum Kommentar

    Psalm 101 – ab sofort bleibt die Stelle, wo der Gottesname im Urtext steht, kenntlich

    1 Ein Psalm Davids.

    Von Gnade und Recht will ich singen; dir, H err , will ich spielen! 2 Ich will achthaben auf den vollkommenen Weg. Wann wirst du zu mir kommen ? Ich will mit lauterem Herzen wandeln im Innern meines Hauses .

    3 Ich will nichts Schändliches vor meine Augen stellen; das Tun der Abtrünnigen hasse ich, es soll mir nicht anhaften!

    4 Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen; von Bösem will ich nichts wissen!

    5 Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet , den will ich vertilgen; wer stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den will ich nicht dulden.

    6 Ich achte auf die Treuen im Land, sie sollen bei mir wohnen; wer auf unsträflichem Weg wandelt, der soll mir dienen . 7 In meinem Haus soll keiner wohnen, der Betrug verübt; wer Lügen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen. 8 Jeden Morgen will ich alle Gottlosen im Land vertilgen, um aus der Stadt des H errn alle auszurotten, die Böses tun.

    Diesmal habe ich darauf verzichtet, das ursprünglich hier stehende „H err“ zusammenzuschieben, damit es sich besser liest – sondern ich habe es so gelassen. So könnt ihr besser erkennen, dass David hier zu Jehova und nicht zu Jesus spricht.

    Der Name Gottes ist keinesfalls Jesus – sondern Jehova oder Jahwe.

    Wer dies nachschlagen will, kann ja mal in seiner Bibel in 2. Mose 3:13-16 den Text und die dazugehörende Fußnote durchlesen oder in der Lutherbibel unter Erklärungen nachschlagen.

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  62. Juleam 20. Juni 2013 um 16:18 Link zum Kommentar

    Psalm 102 – Jehova achtet auf uns Menschen, um uns beizustehen

    1 Ein Gebet des Elenden, wenn er verzagt ist und seine Klage vor dem Herrn ausschüttet.

    2 O H err , höre mein Gebet, und lass mein Schreien vor dich kommen! 3 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tag meiner Not ! Neige dein Ohr zu mir; an dem Tag, da ich rufe, erhöre mich eilends !

    4 Denn meine Tage sind in Rauch aufgegangen, und meine Gebeine glühen wie ein Brand. 5 Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras; ja, ich habe vergessen, mein Brot zu essen . 6 Vor meinem Stöhnen und Seufzen klebt mein Gebein an meinem Fleisch.

    7 Ich gleiche einem Pelikan in der Wüste, bin wie ein Käuzchen in den Ruinen; 8 ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach. 9 Täglich schmähen mich meine Feinde, und die gegen mich toben, schwören bei mir; 10 denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Tränen 11 wegen deines Grimms und deines Zorns , denn du hast mich aufgehoben und hingeschleudert .

    12 Meine Tage sind wie ein lang gestreckter Schatten, und ich verdorre wie Gras.

    13 Aber du, o H err , thronst auf ewig, und dein Gedenken bleibt von Geschlecht zu Geschlecht. 14 Du wirst dich aufmachen und dich über Zion erbarmen ; denn es ist Zeit , dass du ihr Gnade erweist; die Stunde ist gekommen! 15 Denn deine Knechte lieben [Zions] Steine und trauern über ihren Schutt.

    16 Dann werden die Heiden den Namen des H errn fürchten und alle Könige auf Erden deine Herrlichkeit, 17 wenn der H err Zion gebaut hat und erschienen ist in seiner Herrlichkeit , 18 wenn er sich zu dem Gebet der Verlassenen gewendet und ihr Gebet nicht verachtet hat.

    19 Das wird man aufschreiben für das spätere Geschlecht, und das Volk , das geschaffen werden soll, wird den H errn loben; 20 denn er hat herabgeschaut von der Höhe seines Heiligtums, der H err hat vom Himmel zur Erde geblickt, 21 um zu hören das Seufzen der Gefangenen und loszumachen die dem Tod Geweihten , 22 damit sie den Namen des H errn verkündigen in Zion und sein Lob in Jerusalem, 23 wenn die Völker sich versammeln allesamt und die Königreiche, um dem H errn zu dienen.

    24 Er hat meine Kraft gebeugt auf dem Weg, hat verkürzt meine Tage. 25 Ich spreche: Mein Gott, nimm mich nicht hinweg in der Hälfte meiner Tage ! Deine Jahre währen von Geschlecht zu Geschlecht.

    26 Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. 27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, wie ein Gewand wirst du sie wechseln, und sie werden verschwinden. 28 Du aber bleibst, der du bist , und deine Jahre nehmen kein Ende!

    29 Die Söhne deiner Knechte werden bleiben , und ihr Same wird vor dir bestehen.

    bei dem H err ist hier immer von Jehova die Rede, nicht von Jesus. Dies steht so im Urtext: JHWH

    hier einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  63. Juleam 20. Juni 2013 um 16:27 Link zum Kommentar

    Psalm 103 – 105

    Psalm 103 – muss man eine Person, die so ist, nicht einfach lieben?

    1 Von David.

    Lobe den H errn , meine Seele , und alles , was in mir ist, seinen heiligen Namen ! 2 Lobe den H errn , meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

    3 Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen; 4 der dein Leben vom Verderben erlöst , der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit; 5 der dein Alter mit Gutem sättigt , dass du wieder jung wirst wie ein Adler .

    6 Der H err übt Gerechtigkeit und schafft Recht allen Unterdrückten.

    7 Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israels seine Taten.

    8 Barmherzig und gnädig ist der H err , geduldig und von großer Güte. 9 Er wird nicht immerzu rechten und nicht ewig zornig bleiben.

    10 Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden und uns nicht vergolten nach unseren Missetaten.

    11 Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten; 12 so fern der Osten ist vom Westen, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.

    13 Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der H err über die, welche ihn fürchten; 14 denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind.

    15 Die Tage des Menschen sind wie Gras; er blüht wie eine Blume auf dem Feld; 16 wenn ein Wind darübergeht, so ist sie nicht mehr da, und ihre Stätte kennt sie nicht mehr.

    17 Aber die Gnade des H errn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit Über denen, die ihn fürchten , und seine Gerechtigkeit bis zu den Kindeskindern 18 bei denen, die seinen Bund bewahren und an seine Gebote gedenken, um sie zu tun.

    19 Der H err hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Königsherrschaft regiert über alles.

    20 Lobt den H errn , ihr seine Engel , ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausführt , gehorsam der Stimme seines Wortes!

    21 Lobt den H errn , alle seine Heerscharen , seine Diener , die ihr seinen Willen tut!

    22 Lobt den H errn , alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft!

    Lobe den H errn , meine Seele !

    wie wir sehen, haben wir in den vergangenen Jahren bereits jede Menge ergänzenden Stoff und eigene Gedanken dazu gesammelt:

  64. Juleam 20. Juni 2013 um 16:33 Link zum Kommentar

    Psalm 104 – kann uns die wunderbare Schöpfung wirklich kalt lassen?

    1 Lobe den H errn , meine Seele !

    H err , mein Gott, du bist sehr groß ; mit Pracht und Majestät bist du bekleidet , 2 du, der sich in Licht hüllt wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt wie eine Zeltbahn, 3 der sich seine Obergemächer zimmert in den Wassern, der Wolken zu seinem Wagen macht und einherfährt auf den Flügeln des Windes, 4 der seine Engel zu Winden macht, seine Diener zu Feuerflammen .

    5 Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet, dass sie nicht wankt für immer und ewig.

    6 Mit der Flut decktest du sie wie mit einem Kleid; die Wasser standen über den Bergen; 7 aber vor deinem Schelten flohen sie, vor deiner Donnerstimme suchten sie ängstlich das Weite. 8 Die Berge stiegen empor, die Täler senkten sich zu dem Ort, den du ihnen gesetzt hast. 9 Du hast [den Wassern] eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten sollen; sie dürfen die Erde nicht wiederum bedecken.

    10 Du lässt Quellen entspringen in den Tälern; sie fließen zwischen den Bergen hin; 11 sie tränken alle Tiere des Feldes; die Wildesel löschen ihren Durst.

    12 Über ihnen wohnen die Vögel des Himmels; die lassen aus den Zweigen ihre Stimme erschallen. 13 Du tränkst die Berge aus deinen Obergemächern; von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.

    14 Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen, dass sie dem Menschen dienen, damit er Nahrung hervorbringe aus der Erde; 15 und damit der Wein das Herz des Menschen erfreue, und das Angesicht glänzend werde vom Öl , und damit Brot das Herz des Menschen stärke.

    16 Die Bäume des H errn trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat, 17 wo die Vögel ihre Nester bauen und der Storch , der die Zypressen bewohnt. 18 Die hohen Berge sind für die Steinböcke , die Felsen sind eine Zuflucht für die Klippdachse .

    19 Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten; die Sonne weiß ihren Untergang. 20 Schaffst du Finsternis , und wird es Nacht, so regen sich alle Tiere des Waldes.

    21 Die jungen Löwen brüllen nach Raub und suchen ihre Nahrung von Gott. 22 Geht die Sonne auf, so ziehen sie sich zurück und legen sich in ihre Verstecke; 23 der Mensch aber geht hinaus an sein Tagewerk, an seine Arbeit bis zum Abend.

    24 H err , wie sind deine Werke so viele! Du hast sie alle in Weisheit gemacht, und die Erde ist erfüllt von deinem Besitz .

    25 Da ist das Meer , so groß und weit ausgedehnt; darin wimmelt es ohne Zahl von Tieren klein und groß; 26 da fahren die Schiffe , der Leviathan , den du gemacht hast, dass er sich darin tummle.

    27 Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit. 28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt; 29 verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub; 30 sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde .

    31 Die Herrlichkeit des H errn wird ewig währen; der H err wird sich an seinen Werken freuen !

    32 Blickt er die Erde an, so zittert sie; rührt er die Berge an, so rauchen sie.

    33 Ich will dem H errn singen mein Leben lang, meinem Gott lobsingen, solange ich bin.

    34 Möge mein Nachsinnen ihm wohlgefallen! Ich freue mich an dem H errn .

    35 Die Sünder sollen von der Erde vertilgt werden und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den H errn , meine Seele! Hallelujah!

    Ja, wenn wir uns mit der Natur beschäftigen, dann kommen wir unserem Gott immer näher. Probier es doch mal:

    Oftmals reicht es schon, wenn wir unsere Augen mit Bildern der wundervollen Schöpfung verwöhnen – guck dir doch mal die Fotos in dem Ordner „Naturfotos“ an. Aber vielleicht willst du ja auch einiges über die Abläufe und Zusammenhänge wissen. Dann bist du hier richtig: „Wilde Tiere in Berlin“.

    Kann uns dies wirklich kalt lassen – oder loben dann nicht auch wir den Herrn?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  65. Juleam 20. Juni 2013 um 16:35 Link zum Kommentar

    Psalm 105 – Jehova hat alle seine Versprechen eingehalten – wie berührt uns dies?

    1 Dankt dem H errn , ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt!

    2 Singt ihm, lobsingt ihm, redet von allen seinen Wundern! 3 Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den H errn suchen!

    4 Fragt nach dem H errn und nach seiner Macht, sucht sein Angesicht allezeit! 5 Gedenkt an seine Wunder, die er getan hat, an seine Zeichen und die Urteile seines Mundes, 6 o Same Abrahams, seines Knechtes, o ihr Kinder Jakobs, seine Auserwählten!

    7 Er, der H err , ist unser Gott ; auf der ganzen Erde gelten seine Rechtsurteile. 8 Er gedenkt auf ewig an seinen Bund, an das Wort, das er ergehen ließ auf tausend Geschlechter hin; 9 [an den Bund,] den er mit Abraham geschlossen, an seinen Eid, den er Isaak geschworen hat.

    10 Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung, für Israel als ewigen Bund, 11 als er sprach: »Dir gebe ich das Land Kanaan als das Los eures Erbteils «, 12 als sie noch leicht zu zählen waren, nur wenige und Fremdlinge darin. 13 Und sie zogen von einem Volk zum andern und von einem Königreich zum andern.

    14 Er ließ sie von keinem Menschen bedrücken und züchtigte Könige um ihretwillen: 15 »Tastet meine Gesalbten nicht an und fügt meinen Propheten kein Leid zu!«

    16 Und er rief eine Hungersnot herbei über das Land und zerschlug jede Stütze an Brot. 17 Er sandte einen Mann vor ihnen her; Joseph wurde als Knecht verkauft. 18 Sie zwangen seinen Fuß in einen Stock; sein Hals kam ins Eisen 19 – bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf und der Ausspruch des H errn ihn geläutert hatte. 20 Der König sandte hin und befreite ihn; der die Völker beherrschte, ließ ihn los. 21 Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus und zum Herrscher über alle seine Güter, 22 dass er seine Fürsten nach Belieben binde und seine Ältesten Weisheit lehre.

    23 Da zog Israel nach Ägypten, und Jakob wurde ein Fremdling im Land Hams. 24 Und er machte sein Volk sehr fruchtbar und ließ es stärker werden als seine Bedränger.

    25 Er verwandelte ihr Herz, dass sie sein Volk hassten, arglistig handelten an seinen Knechten.

    26 Er sandte Mose , seinen Knecht, Aaron , den er erwählt hatte. 27 Die taten seine Zeichen unter ihnen und Wunder im Land Hams . 28 Er sandte Finsternis , und es wurde Nacht, damit sie seinem Wort nicht widerstreben möchten . 29 Er verwandelte ihre Gewässer in Blut und tötete ihre Fische; 30 ihr Land wimmelte von Fröschen bis in die Gemächer ihrer Könige. 31 Er sprach, und es kamen Fliegenschwärme, Mücken über ihr ganzes Gebiet. 32 Er gab ihnen Hagel statt Regen, Feuerflammen auf ihr Land; 33 und er schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume und zerbrach die Bäume in ihrem Land. 34 Er sprach, da kamen Heuschrecken und Fresser ohne Zahl, 35 die fraßen alles Grün im Land und verzehrten ihre Feldfrüchte. 36 Und er schlug alle Erstgeburt in ihrem Land, die Erstlinge all ihrer Kraft.

    37 Aber [Israel] ließ er ausziehen mit Silber und Gold , und es war kein Strauchelnder unter ihren Stämmen. 38 Ägypten war froh, dass sie gingen; denn Furcht vor ihnen war auf sie gefallen.

    39 Er breitete vor ihnen eine Wolke aus als Decke und Feuer, um die Nacht zu erleuchten. 40 Sie forderten; da ließ er Wachteln kommen und sättigte sie mit Himmelsbrot . 41 Er öffnete den Felsen, da floss Wasser heraus; es floss als ein Strom in der Wüste. 42 Denn er gedachte an sein heiliges Wort, an Abraham, seinen Knecht.

    43 Er ließ sein Volk ausziehen mit Freuden, mit Jubel seine Auserwählten. 44 Und er gab ihnen die Länder der Heiden, und was die Völker sich mühsam erworben hatten, das nahmen sie in Besitz, 45 damit sie seine Satzungen hielten und seine Lehren bewahrten. Hallelujah!

    Ja, Jehova hat immer seine Versprechen eingehalten, die er seinem Volk gegeben hat. Wie berührt dies uns?

    Fühlen wir uns im Glauben und in unserem Vertrauen auf unseren Gott bestärkt? Nehmen wir diese Versprechen und Verheissungen für uns in Anspruch?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  66. Juleam 20. Juni 2013 um 16:41 Link zum Kommentar

    Psalm 106

    Psalm 106 – Jehova ist nicht auf uns und unsere Kraft angewiesen, um uns zu segnen

    1 Hallelujah ! Dankt dem H errn , denn er ist gütig, denn seine Gnade währt ewiglich!

    2 Wer kann die Machttaten des H errn beschreiben und all seinen Ruhm verkünden?

    3 Wohl denen, die das Recht beachten, die Gerechtigkeit üben allezeit! 4 Gedenke an mich, o H err , aus Gnade gegen dein Volk; suche mich heim mit deiner Rettung, 5 dass ich das Glück deiner Auserwählten schaue, dass ich mich freue an der Freude deines Volkes und mich rühme mit deinem Erbteil .

    6 Wir haben gesündigt samt unseren Vätern, wir haben Unrecht getan, haben gottlos gehandelt. 7 Unsere Väter in Ägypten achteten nicht auf deine Wunder, sie gedachten nicht an deine große Gnade und waren widerspenstig am Meer, am Schilfmeer. 8 Aber er rettete sie um seines Namens willen, um seine Stärke offenbar zu machen.

    9 Und er bedrohte das Schilfmeer, dass es vertrocknete, und ließ sie durch die Fluten gehen wie auf einer Steppe. 10 Und er rettete sie von der Hand des Hassers und erlöste sie aus der Hand des Feindes. 11 Und das Wasser bedeckte ihre Bedränger; nicht einer von ihnen blieb übrig.

    12 Da glaubten sie seinen Worten und sangen sein Lob.

    13 Aber sie vergaßen seine Werke bald; sie warteten nicht auf seinen Rat, 14 sondern sie wurden begehrlich in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde. 15 Und er gab ihnen, was sie forderten, aber er sandte Auszehrung in ihre Seelen.

    16 Und sie wurden eifersüchtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den Heiligen des H errn . 17 Da tat sich die Erde auf und verschlang Dathan und bedeckte die Rotte Abirams; 18 und Feuer verzehrte ihre Rotte, eine Flamme versengte die Gottlosen.

    19 Sie machten sich ein Kalb am Horeb und warfen sich nieder vor dem gegossenen Bild. 20 Sie vertauschten den, der ihre Herrlichkeit war, gegen das Abbild eines Stiers, der Gras frisst.

    21 Sie vergaßen Gott, ihren Retter , der Großes getan hatte in Ägypten, 22 Wunder im Land Hams , Furchtbares am Schilfmeer. 23 Und er gedachte sie zu vertilgen, wenn nicht Mose, sein Auserwählter, in den Riss getreten wäre vor ihm, um seinen Grimm abzuwenden, dass er sie nicht vertilgte.

    24 Sie verachteten das liebliche Land, sie glaubten seinem Wort nicht. 25 Und sie murrten in ihren Zelten, sie gehorchten nicht der Stimme des H errn . 26 Da erhob er seine Hand gegen sie [und schwor], sie niederzustrecken in der Wüste 27 und ihren Samen unter die Heidenvölker zu werfen und sie zu zerstreuen in die Länder.

    28 Und sie hängten sich an den Baal-Peor und aßen Opfer der toten [Götzen], 29 und sie reizten ihn mit ihrem Tun; da brach die Plage unter ihnen aus. 30 Aber Pinehas trat auf und übte Gericht, sodass die Plage aufgehalten wurde. 31 Das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet auf alle Geschlechter, in Ewigkeit.

    32 Und sie erzürnten ihn am Haderwasser , und es erging Mose schlecht um ihretwillen. 33 Denn sie erbitterten sein Gemüt, sodass er unbedacht redete mit seinen Lippen.

    34 Sie vertilgten die Völker nicht, wie ihnen der H err geboten hatte; 35 sondern sie vermischten sich mit den Heidenvölkern und lernten ihre Werke. 36 Und sie dienten ihren Götzen, und diese wurden ihnen zum Fallstrick.

    37 Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen. 38 Und sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten ; und so wurde das Land durch Blutschuld entweiht.

    39 Und sie machten sich unrein mit ihren Werken und begingen Hurerei mit ihrem Tun. 40 Da entbrannte der Zorn des H errn gegen sein Volk, und er verabscheute sein Erbteil . 41 Und er gab sie in die Hand der Heidenvölker, dass ihre Hasser über sie herrschten. 42 Und ihre Feinde bedrückten sie, und sie wurden gedemütigt unter ihre Hand.

    43 Er errettete sie oftmals; aber sie widerstrebten ihm mit ihren Plänen, und sie sanken immer tiefer durch ihre Ungerechtigkeit.

    44 Aber er sah ihre Not an, als er ihr Schreien hörte, 45 und er gedachte an seinen Bund mit ihnen und empfand Mitleid nach seiner großen Gnade; 46 und er ließ sie Barmherzigkeit finden bei allen, die sie gefangen hielten.

    47 Rette uns, H err , unser Gott! Sammle uns aus den Heidenvölkern, dass wir deinem heiligen Namen danken und uns glücklich preisen, zu deinem Ruhm!

    48 Gepriesen sei der H err , der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk soll sagen: Amen! Hallelujah!

    Immer wieder bin ich über diese Undankbarkeit erstaunt. Warum fehlt ihnen immer wieder diese Wertschätzung für das, was Jehova für sie tut?

    Ist es wirklich so, dass wir die Dinge selbstverständlich nehmen, wenn sie immer da sind und meinen, sie stünden uns zu?

    Sie waren ja in einem Bund mit Jehova. Er hatte sie als sein Volk erwählt und ihnen versprochen, sie durch Moses ins Verheißene Land zu führen. Wollen sie sich darauf ausruhen? Denken sie, Jehovas Anwesenheit und Schutz stünde ihnen auf dieser Grundlage ohne weiteres zu?

    Das, was Jehova immer wieder für sie tut, ist das Erweisen von „seiner unverdienten Güte“. Sie hatten es nicht verdient, dass er sich ihrer immer wieder erbarmte, denn er wußte sehr wohl, dass sie nur deshalb zu ihm schrieen, weil sie Befreiung wollten – nicht etwa, weil sie zu ihm umgekehrt wären.

    Ja, er hatte mit ihnen einen Bund geschlossen, ihnen das Verheißene Land versprochen und wollte aus ihnen seinen Samen – den Messias – hervorgehen lassen. Aber er hätte auch alle Ungehorsamen vertilgen können und nur mit denen weitermachen, die IHN wirklich liebten.

    „Das ging ja nicht, dann wären sie ihren Feinden ja zahlenmäßig unterlegen gewesen und hätten nicht überleben können“ – wirklich?

    Dann erinnern wir uns an die unzähligen Gelegenheiten, bei denen es nicht auf sie und die Anzahl der Kriegsleute ankam: Gideon wurde von Jehova sogar aufgefordert, diese ganz drastisch zu reduzieren, die Mauern von Jericho fielen ohne ihr Zutun usw.

    Jehova hätte seinen Plan auch mit einigen wenigen durchführen können.

    Ebenso kann Jehova sein Werk auch segnen, wenn all diejenigen, die ein Doppelleben führen, rigoros aus denm Reihen des Volkes Gottes entfernt würden. Auch dann, wenn es gerade diejenigen sind, die den größten Anteil der Spenden ausmachen. Denken wir hierbei daran, dass Jehova die Israeliten bei der Schlacht gegen Ai verlieren ließen – weil Achan unbemerkt von den anderen schlecht gehandelt hatte.

    Jehova kann das Werk segnen, wenn er es will. Allerdings dürfen wir keinen Segen von ihm erwarten, solange wir selbst bewusst gegen ihn sündigen oder das Schlechte in unserer Mitte dulden.

    Vertrauen wir auch in dieser Hinsicht auf unseren Gott Jehova?

    weitere Gedanken finden wir hier:

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