Und im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Persien, erweckte Jehova den Geist des Cyrus, des Königs von Persien, damit das Wort Jehovas aus dem Mund Jeremias erfüllt würde, so daß er einen Ruf durch sein ganzes Reich ergehen ließ und auch schriftlich, der besagte:
2 „Dies ist, was Cyrus, der König von Persien, gesagt hat: ‚Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott der Himmel, mir gegeben, und er selbst hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist. 3 Wer immer unter euch von seinem ganzen Volk ist: Es möge sich erweisen, daß sein Gott mit ihm ist. So ziehe er hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue das Haus Jehovas, des Gottes Israels — er ist der [wahre] Gott —, das in Jerusalem war, wieder auf. 4 Was irgendeinen betrifft, der übriggeblieben ist von allen Orten, wo er als Fremdling weilt, so mögen die Männer seines Ortes ihm mit Silber und mit Gold und mit Habe und mit Haustieren sowie mit der freiwilligen Gabe für das Haus des [wahren] Gottes, das in Jerusalem war, beistehen.‘ “
der König schickt das Volk Gotttes wieder heim. Interessant, dass er anerkennt, dass Jehova der wahre Gott ist.
Esra 1:5
Da erhoben sich die Häupter der Väter von Juda und von Bẹnjamin und die Priester und die Levịten, ja ein jeder, dessen Geist der [wahre] Gott erweckt hatte, hinaufzuziehen und das Haus Jehovas wieder aufzubauen, das in Jerusalem war.
freudig ziehen die Israeliten los, um die wahre Anbetung wieder herzustellen.
Esra 1:6-8
Was alle rings um sie her betraf, sie stärkten ihre Hände mit Geräten aus Silber, mit Gold, mit Habe und mit Haustieren und mit erlesenen Dingen, außer all dem, was freiwillig gegeben wurde.
7 Auch brachte König Cyrus selbst die Geräte des Hauses Jehovas heraus, die Nebukadnẹzar aus Jerusalem gebracht und dann in das Haus seines Gottes getan hatte. 8 Und Cyrus, der König von Persien, ging daran, sie unter der Leitung Mịthredaths, des Schatzmeisters, herauszubringen und sie Scheschbạzzar, dem Vorsteher Judas, vorzuzählen.
Der König meint es wirklich Ernst. Er motiviert sein Volk, die Israeliten zu unterstützen – und geht sebst mit gutem Beispiel voran, indem er die Geräte Jehovas wieder herausgibt, die König Nebukadnezar damals als Kriegsbeute mit genommen hat.
Ein wirklich sehr schöner Zug. Dies und die Aussage “Jehova, der wahre Gott” zeigen mit die Demut und Wertschätzung des Königs Er macht den Eindruck, dass er nicht nur gezwungenermaßen Jehovas Wort ausführt, sondern begriffen hat, wie toll Jehova ist und dies auch durch sein Reden und sein Tun zum Ausdruck bringt
Ein sehr gutes Beispiel fùr uns: warum dienen wir Jehova und halten uns an seine Maßstäbe?
Weil er sagt “wenn du nicht tust, was ich dir sage, dann werde ich dich bestrafen” – oder aus Liebe und Wertschätzung?
Habe wir Angst vor den Konsequenzen, die unser falsches Verhalten in der Versammlung haben könnte?
Oder stehen wir gar über den Dingen und führen vielleicht seit Jahren erfolgreich ein Doppelleben und lachen über die “dummen Brüder”, die immer noch nicht gemerkt haben, das wir tun, was wir wollen und nur vorgeben, Jehova zu dienen?
Ist König Cyrus für uns ein Beispiel, das wir gern nachahmen wollen oder denken wir “was für ein Depp, hätte doch gereicht, einfach nur das Volk ziehen lassen mit der Begründung, dass ihr Gott ihn sonst mit dem Tode bedroht hat”?
Wissen wir, wie Jehova uns sieht, dem wir kein X für ein U vormachen können – oder ist uns dies egal?
Viele Fragen, über die wir in diesem Zusammenhang nachdenken könnten und auch sollten
Als die Bauleute die Grundlage des Tempels Jehovas legten, da standen die Priester im Amtsgewand auf mit den Trompeten und die Levịten, die Söhne Ạsaphs, mit den Zimbeln, um Jehova nach der Anweisung Davids, des Königs von Israel, zu preisen. 11 Und im Wechselgesang begannen sie Jehova zu preisen und ihm Dank zu sagen, „denn er ist gut, denn seine liebende Güte gegenüber Israel währt auf unabsehbare Zeit“. Was alles Volk betrifft, so jauchzten sie laut auf, indem sie Jehova wegen der Grundlegung des Hauses Jehovas priesen. 12 Und viele von den Priestern und den Levịten und den Häuptern der Vaterhäuser, die alten Männer, die das frühere Haus gesehen hatten, weinten mit lauter Stimme, als die Grundlage dieses Hauses vor ihren Augen gelegt wurde, während viele andere die Stimme erhoben, indem sie vor Freude jauchzten. 13 Deswegen unterschied das Volk nicht den Schall des frohen Jauchzens von dem Schall des Weinens des Volkes, denn das Volk jauchzte laut auf, und der Schall selbst wurde sogar bis in die Ferne gehört.
wie ist es mit uns?
Ist die wahre Anbetung für uns eine Selbstverständlichkeit geworden, etwas, was wir rein mechanisch ausüben?
Oder freuen auch wir uns, wenn es etwas Neues an Lesestoff vom treuen und verstandigen Sklaven gibt?
Wenn wir zu einem Kongress oder zur Dienstwoche eingeladen werden?
Als die Widersacher Judas und Bẹnjamins hörten, daß die Söhne des Exils Jehova, dem Gott Israels, einen Tempel bauten, 2 näherten sie sich unverzüglich Serubbạbel und den Häuptern der Vaterhäuser und sprachen zu ihnen: „Laßt uns mit euch zusammen bauen; denn so wie ihr suchen wir euren Gott, und ihm opfern wir seit den Tagen Ẹsar-Hạddons, des Königs von Assyrien, der uns hierherauf gebracht hat.“ 3 Indes sagten Serubbạbel und Jeschụa und die übrigen der Häupter der Vaterhäuser Israels zu ihnen: „Ihr habt mit uns beim Bauen eines Hauses für unseren Gott nichts zu schaffen, denn wir selbst werden zusammen für Jehova, den Gott Israels, bauen, so wie es uns König Cyrus, der König von Persien, geboten hat.“
4 Darauf schwächte das Volk des Landes die Hände des Volkes von Juda ständig und schreckte sie vom Bauen ab 5 und dingte Ratgeber gegen sie, um ihren Rat zu vereiteln, alle Tage des Cyrus, des Königs von Persien, bis zur Regierung des Darịus, des Königs von Persien. 6 Und während der Regierung des Ahasvẹrus, zu Beginn seiner Regierung, schrieben sie eine Anklage gegen die Bewohner Judas und Jerusalems.
interessante Wendung im Geschehen: “kommt, wir wollen mit euch zusammen bauen (oder etwas Anderes machen)”, wird abgelehnt, weil Jehova klare Anweisung gegeben hat. Die Konsequenz? “Dann mache ich dich fertig”.
Kennen wir so eine Situation? Vielleicht schon mal selbst erlebt?
Oder sind wir vielleicht selbst solche “netten Zeitgenossen”, die andere platt machen, wenn sie nicht mit uns spielen wollen?
Als wessen Geistes Kind erweisen wir uns dann?
Erinnern wir uns noch an den Ausspruch letzten Sommer auf em Kongress, wie Satans Devise ist?
“Beherrschen oder vernichten”
“Wer sich nicht von uns manipulieren lässt ist ja selber schuld.. Dann müssen wir ihn ja platt machen, er wollte es ja nicht anders”?
Wer so denkt – kann der wirklich ein echter Anbeter Jehovas sein?
dies ist eine Abschrift des Briefes, den sie darüber sandten:
„An Artaxẹrxes, den König, deine Knechte, die Männer jenseits des STROMES: Und nun 12 werde dem König bekanntgegeben, daß die Juden, die von dir zu uns heraufkamen, nach Jerusalem gekommen sind. Sie bauen die rebellische und böse Stadt, und sie gehen daran, die Mauern fertigzustellen und die Grundlagen auszubessern. 13 Nun werde dem König bekanntgegeben, daß, wenn jene Stadt wieder aufgebaut wird und ihre Mauern beendet sein werden, sie weder Steuer noch Tribut, noch Zoll geben werden, und es wird für die Schatzkammern des Königs Verlust bringen. 14 Nun, weil wir ja das Salz des Palastes essen und es uns nicht geziemt, die Entblößung des Königs mit anzusehen, haben wir deswegen hingesandt und [es] dem König bekanntgegeben, 15 damit eine Nachforschung im Protokollbuch deiner Vorfahren angestellt werde. Dann wirst du im Protokollbuch finden und vernehmen, daß jene Stadt eine rebellische Stadt ist und Königen und Gerichtsbezirken Verlust verursacht, und in ihr sind welche gewesen, die seit den Tagen vor alters zu Auflehnung angestiftet haben. Aus diesem Grund ist jene Stadt verwüstet worden. 16 Wir geben dem König bekannt, daß, wenn jene Stadt wieder aufgebaut werden sollte und ihre Mauern beendet werden, du dann bestimmt keinen Anteil jenseits des STROMES haben wirst.“
haben wir das nicht schon mal gelesen bzw. gehört? Nur in etwas abgeänderter Form?
Denken wir an die Beamten, die Daniel in die Pfanne hauen wollten oder an Haman, der so freundliche Worte über die Juden gefunden hatte
Entsprachen die Anklagen den Tatsachen?
Warum dann diese Falschanklagen? Was sollte damit bezweckt werden?
So ist denn ein Befehl von mir erlassen worden, und man hat nachgeforscht und gefunden, daß jene Stadt seit den Tagen vor alters eine [solche] gewesen ist, die sich gegen Könige erhoben hat, und eine [solche], in welcher Rebellion und Auflehnung getrieben worden ist. 20 Und es erwies sich, daß starke Könige über Jerusalem [da] waren und über alles, was jenseits des STROMES ist, regierten, und es wurde ihnen Steuer, Tribut und Zoll gegeben. 21 Erlaßt nun einen Befehl, daß man diesen kräftigen Männern Einhalt gebiete, damit jene Stadt nicht wieder aufgebaut werde, bis von mir der Befehl erteilt wird. 22 So gebt darauf acht, in dieser Hinsicht keine Nachlässigkeit im Handeln zu begehen, damit sich der Schaden nicht mehrt zum Nachteil der Könige.“
Ja, so ist das mit den Halbwahrheiten.
Feinde des Volkes Gottes gefallen sich darin, mit Halbwahrheiten einen falschen Eindruck entstehen zu lassen und wahre Anbeter zu denunzieren.
Denn dies ist das einzige Mittel, wie sie wahren Anbetern Gottes schaden können – denn sie wissen ja selbst, dass es in Wirklichkeit überhaupt garnichts gibt, was sich diese Menschen zu Schulden kommen lassen. Darum müssen sie ja auch zu Lügen, Intrigen, Verleumdungen usw durch Halbwahrheiten greifen.
Leider ist diese Methode sehr erfolgreich.
Aber wie wir gesehen haben, lässt Jehova solch einen Frevel eine ganze Weile zu, oft bis zum Unerträglichen für die Opfer.
Aber wir haben auch immer wieder gesehen, dass Jehova das Steuer im letzten Moment herumreisst und seine wahren Anbeter befreit.
Und nicht nur das: er straft die Übeltäter mit der Strafe, die sie eigentlich seinen Anbetern zugedacht hatten.
Was hatten seine Anbeter denn getan, um sich den Zorn solcher übel gesinnter Menschen zuzuziehen? Nichts, als dass sie trotz aller Probleme und Anfeindungen auch weiterhin an Jehova und einen Maßstäben festhalten.
Sind wir persönlich bereit, Verfolgung bis um Äußersten auf uns zu nehmen, um auch weiterhin ganz fest an Jehova und der wahren Anbetung festzuhalten?
Ich und meine Hausgemeinschaft sind es – und werden es auch bleiben!
egal, was die Schadenstifter und Verleumder sich noch alles einfallen lassen…
Und Haggại, der Prophet, und Sachạrja, der Enkel Ịddos, der Prophet, prophezeiten den Juden, die in Juda und in Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels, [der] über ihnen [war]. 2 Damals war es, daß Serubbạbel, der Sohn Scheạltiëls, und Jeschụa, der Sohn Jọzadaks, aufstanden und anfingen, das Haus Gottes wieder aufzubauen, das in Jerusalem war; und mit ihnen waren Gottes Propheten, die ihnen Beistand leisteten.
die Worte der Propheten Haggai und Sacharja – die wir die letzten Tage gelesen haben – bewirken, dass das Volk seine eigenen Interessen hintenan stellt und das Haus Jehovas wieder aufbauen
Esra 5:3-17
Zu jener Zeit kamen Tạttenai, der Statthalter jenseits des STROMES, und Schẹthar-Bọsnai und ihre Amtsgenossen zu ihnen, und dies ist, was sie zu ihnen sagten: „Wer hat euch Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen und dieses Gebälk zu beenden?“ 4 Dann sprachen sie folgendes zu ihnen: „Welches sind die Namen der kräftigen Männer, die diesen Bau ausführen?“ 5 Und es erwies sich, daß das Auge ihres Gottes auf den älteren Männern der Juden war, und man gebot ihnen nicht Einhalt, bis der Bericht an Darịus gelangen und diesbezüglich dann ein offizielles Schriftstück zurückgesandt werden könnte.
6 [Hier] ist eine Abschrift des Briefes, den Tạttenai, der Statthalter jenseits des STROMES, und Schẹthar-Bọsnai und seine Amtsgenossen, die Unterstatthalter, die jenseits des STROMES waren, an Darịus, den König, sandten; 7 sie sandten ihm Bescheid, und die Schrift darin lautete wie folgt:
„An Darịus, den König:
Allen Frieden! 8 Es werde dem König bekanntgegeben, daß wir in den Gerichtsbezirk Juda zum Haus des großen Gottes gegangen sind, und es wird mit [an ihren Platz] gerollten Steinen gebaut, und Balken werden in die Wände gelegt; und jene Arbeit wird eifrig getan und geht unter ihren Händen voran. 9 Dann fragten wir diese älteren Männer. Dies ist, was wir zu ihnen sagten: ‚Wer hat euch Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen und dieses Gebälk zu beenden?‘ 10 Und wir fragten sie auch nach ihren Namen, um [sie] dir bekanntzugeben, damit wir die Namen der kräftigen Männer, die an ihrer Spitze sind, aufschreiben könnten.
11 Und das ist der Bescheid, den sie uns gaben, indem [sie] sprachen: ‚Wir sind die Diener des Gottes der Himmel und der Erde, und wir bauen das Haus wieder auf, das viele Jahre vor diesem gebaut worden war, welches ein großer König von Israel gebaut und beendet hatte. 12 Weil aber unsere Väter den Gott der Himmel reizten, gab er sie in die Hand Nebukadnẹzars, des Königs von Babylon, des Chaldạ̈ers, und er zerstörte dieses Haus und führte das Volk ins Exil nach Babylon. 13 Doch im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Babylon, erließ der König Cyrus einen Befehl, dieses Haus Gottes wieder aufzubauen. 14 Und auch die goldenen und silbernen Gefäße des Hauses Gottes, die Nebukadnẹzar aus dem Tempel, der in Jerusalem war, genommen und zum Tempel Babylons gebracht hatte, diese nahm Cyrus, der König, aus dem Tempel von Babylon, und sie wurden Scheschbạzzar gegeben, [das ist] der Name dessen, den er zum Statthalter machte. 15 Und er sprach zu ihm: „Nimm diese Gefäße. Geh hin, leg sie in dem Tempel nieder, der in Jerusalem ist, und das Haus Gottes werde an seinem Ort wieder aufgebaut.“ 16 Als jener Scheschbạzzar kam, legte er die Grundlagen des Hauses Gottes, das in Jerusalem ist; und von damals an bis jetzt wird es wieder aufgebaut, ist aber nicht vollendet worden.‘
17 Und nun, wenn es den König gut dünkt, möge in dem Schatzhaus des Königs, das dort in Babylon ist, eine Nachforschung angestellt werden, ob es so sei, daß von Cyrus, dem König, ein Befehl erlassen wurde, jenes Haus Gottes in Jerusalem wieder aufzubauen; und den Entscheid des Königs hierüber sende er an uns.“
Es ist immer gut, wenn eine Sache nachgeprüft wird, anstatt sich aufgrund des wenigen, was man weiss, ein falsches Urteil zu bilden.
Und die älteren Männer der Juden bauten und kamen voran aufgrund der Prophezeiung Haggạis, des Propheten, und Sachạrjas, des Enkels Ịddos, und sie bauten und beendeten [es] nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl von Cyrus und Darịus und Artaxẹrxes, dem König von Persien. 15 Und sie vollendeten dieses Haus bis zum dritten Tag des Mondmonats Ạdar, das ist im sechsten Jahr der Regierung des Königs Darịus.
16 Und die Söhne Israels, die Priester und die Levịten und die übrigen der einst ins Exil Weggeführten feierten die Einweihung dieses Hauses Gottes mit Freuden.
Esra 7:10
Denn Ẹsra selbst hatte sein Herz bereitgemacht, das Gesetz Jehovas zu befragen und [danach] zu tun und in Israel Satzung und Recht zu lehren.
Dann rief ich dort am Strom Ahạwa ein Fasten aus, um uns vor unserem Gott zu demütigen, um bei ihm den rechten Weg für uns und für unsere Kleinen und für alle unsere Habe zu suchen. 22 Denn ich schämte mich, von dem König eine Streitmacht und Reiter zu erbitten, damit sie uns auf dem Weg gegen den Feind zu Hilfe kämen, denn wir hatten zum König gesagt: „Die Hand unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten, aber seine Stärke und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen.“ 23 Daher fasteten wir und flehten unseren Gott in dieser Hinsicht an, so daß er sich von uns erbitten ließ.
Esra hat Angst, den Namen Jehovas in Mißkredit zu bringen und will nicht den Eindruck erwecken, dass er und das Volk nicht genügend auf Jehova vertrauen.
Was tut er? Er macht sein Herz durch Fasten bereit und befragt Jehova.
Wie hätten wir an seiner Stelle reagiert?
Bedeutet “auf Jehova vertrauen” dass wir überhaupt keine Ängste und Zweifel mehr haben?
Dürfen wir keine Ängste haben? Würden Ängste mangelnden Glauben beweisen?
Was ist mit Personen, die Jehova von Herzen her lieben, einen starken Glauben haben und bedingungslos auf in vertrauen – dürfen die keine Phobien haben?
Lassen wir uns so etwas bitte nicht einreden!
Jehova kennt uns in- und auswendig und er weiss, wie wir denken und fühlen und er kennt auch unsere Ängste und Phobien, die Krankheiten entspringen.. Er würde uns niemals dewegen verurteilen.. Im Gegenteil: er hat grosses Verständnis und Mitgefühl für uns.
Aber die Befürchtung von Esra, dass es ihm als mangelnden Glauben ausgelegt werden könnte, ist auch nicht so ganz von der Hand zu weisen.
Seine Reaktion – sich zu demütigen und Jehova zu befragen – ist daher sehr weise.
Esra 8:31
Schließlich zogen wir am zwölften [Tag] des ersten Monats vom Strom Ahạwa weg, um nach Jerusalem zu ziehen, und es erwies sich, daß die Hand unseres Gottes selbst über uns war, so daß er uns aus der Faust des Feindes und des Wegelagerers befreite.
Und sobald diese Dinge beendet waren, traten die Fürsten an mich heran und sprachen: „Das Volk Israel und die Priester und die Levịten haben sich nicht von den Völkern der Länder im Hinblick auf deren Abscheulichkeiten abgesondert, nämlich von den Kanaanịtern, den Hethịtern, den Perisịtern, den Jebusịtern, den Ammonịtern, den Moabịtern, den Ägyptern und den Amorịtern. 2 Denn sie haben einige von deren Töchtern für sich und für ihre Söhne genommen; und sie, der heilige Same, sind mit den Völkern der Länder vermischt worden, und es hat sich erwiesen, daß die Hand der Fürsten und der bevollmächtigten Vorsteher in dieser Untreue an vorderster Stelle gewesen ist.“
nun kommt der Teil, den ich noch nie sonderlich mochte – sie müssen die fremdländischen Frauen, die sie im Exil geheiratet haben und die gemeinsamen Kinder mit denen in die Wüste schicken. Ein Punkt, den ich immer schon sehr hart fand.
Hier in Vers 2 wird ja gesagt, warum das so wichtig war: es ging um den Samen, aus dem der Messias kommen sollte, dass dieser rein blieb.
Trotzdem empfinde ich das immer noch als sehr hart.
Immerhin befanden sie sich über 70 Jahre im Exil, sollten sie da ledig bleiben? Ja, sie sollten ja niemand von den Nationen heiraten, aber wie sah es denn mit denen von ihrem eigenen Volk aus? Wurden nicht nur einzig Daniel und seine Freunde lobend in der Bibel hervorgehoben? Was war mit den anderen?
Was war dann mit Königin Esther? War nicht auch ihre Heirat mit dem König verkehrt? Hätte auch sie sich von ihm trennen müssen?
Oder ging es nur um die Juden, die zurück gingen, um die wahre Anbetung wieder aufzubauen? Hätten sie ihre Familien behalten können, wenn sie im Land des Exils geblieben wären?
Eine Entscheidung, was uns wichtiger ist: Jehova oder die Familie, die Menschen, die wir lieben – damals wie heute?
Aber treffe ich nicht heute eine ähnliche Wahl? Bei der Wahl meines Ehepartners? Wenn es um die Blutfrage geht?
Aber was ist damit, dass Paulus sagte, “wer die Wahrheit annimmt und einen ungläubigen Ehepartner hat, der verlasse diesen nicht, denn er ist bis zum Tod an in gebunden”?
Wie denkt Jehova darüber?
Ging es damals eher darum, dass sie ungehorsamerweise jemand aus den Nationen geheiratet hatten (immerhin hatten sie ja zu dem Zeitpunkt die Wahrheit verlassen, waren sie da nicht anzusehen wie diejenien, die im ersten Jahrhundert neu zur Wahrheit kamen?) – oder ging es wirlich nur darum, den Samen rein zu erhalten?
Wenn sie die Wahl gehabt hätten, ihre Familien zu behalten, wenn sie wieder dahin zurück gingen, wo sie hergekommen waren – wie hätte ich dann wohl reagiert?
Wäre ich mit nach Jerusalem gegangen und hätte meine Familie verlassen – meinen Mann, den ich so sehr liebe und unsere gemeinsamen Kinder?
Oder wäre ich mit ihnen nach Babylon zurück gegangen und hätte damit darauf verzichtet, Jehovas Tempel und auch die wahre Anbetung wieder aufzubauen?
Ein ziemlicher Konflikt.
Wie hätte ich mich entschieden? Wie hättest du dich entschieden?
Hätte mich Jehova verurteilt, wenn ich meine Familie gewählt hätte?
Esra 9:3-4
Sobald ich nun von dieser Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein ärmelloses Obergewand, und ich begann, mir Haare vom Kopf und aus dem Bart zu raufen, und ich blieb betäubt sitzen. 4 Auch versammelten sie sich dann bei mir, ein jeder zitternd vor den Worten des Gottes Israels gegen die Untreue der ins Exil Weggeführten, während ich bis zum Getreideopfer des Abends betäubt dasaß.
Und nun, was sollen wir nach diesem sagen, o unser Gott? Denn wir haben deine Gebote verlassen, 11 die du uns durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast, indem [du] sprachst: ‚Das Land, das ihr in Besitz nehmen werdet, ist ein unreines Land wegen der Unreinigkeit der Völker der Länder, wegen ihrer Abscheulichkeiten, mit denen sie es von einem Ende bis zum anderen durch ihre Unreinheit erfüllt haben. 12 Und nun, gebt eure Töchter nicht ihren Söhnen, noch nehmt ihre Töchter für eure Söhne; und bis auf unabsehbare Zeit sollt ihr nicht auf ihren Frieden und ihre Wohlfahrt hinwirken, damit ihr stark werdet und bestimmt das Gute des Landes eßt und [es] tatsächlich für eure Söhne in Besitz nehmt bis auf unabsehbare Zeit.‘ 13 Und nach allem, was wegen unserer schlechten Taten und unserer großen Schuld über uns gekommen ist — denn du selbst, o unser Gott, hast unser Vergehen geringer bewertet, und du hast uns solche Entronnenen gegeben wie diese —, 14 sollen wir deine Gebote wieder brechen und Ehebündnisse mit den Völkern dieser Abscheulichkeiten eingehen? Wirst du nicht bis zum äußersten über uns in Zorn geraten, so daß keiner übrigbleiben und keiner entrinnen wird? 15 O Jehova, du Gott Israels, du bist gerecht, denn wir sind als ein entronnenes Volk übriggelassen worden, wie es an diesem Tag ist. Hier sind wir vor dir in unserer Schuld, denn es ist unmöglich, diesbezüglich vor dir zu bestehen.“
trotzdem noch mal die vorsichtige Nachfrage:
als die Israeliten ins Exil gingen, hatten sie sich von der wahren Anbetung abgewandt und in der Zeit dann auch geheiratet. Sie kamen ja erst später wieder zur Besinnung – da waren sie bereits verheiratet und hatten mit ihrem fremdländischen Partner gemeiname Kinder.
Sind sie da nicht den ersten Christen gleich zu setzen?
Auf der anderen Seite hatte auch Abraham Hagar und den gemeinsamen Son Ismael in die Wüste geschickt um den Samen (Isaak) nicht zu gefährden.
Hagar war eine fremdländische Frau, die er sich neben seiner rechtmässigen Ehefrau Sara genommen hatte, weil er meinte, die Angelegenheit mit dem Samen selbst in die Hand nehmen zu mùssen und nicht mehr auf Jehova warten wollte.
Sicherlich hat es auch Abraham bitter weh getan, seinen erstgeborenen Sohn mit seiner Mutter in die Wüste zu schicken, denn er wuste schon, dass er ihn in diesem Leben nicht mehr wieder sehen würde. Auch wenn er wusste, dass Jehova für die beiden sorgen würde, so tat es ihm sicherlich doch sehr weh!
Aber Abraham hatte später noch viel mehr seinen Glauben und seine Treue beweisen müssen: als er Isaak opfern sollte.
Trotzdem ziemlich hart – besonders weil ja nun auch die Ehepartner und die Kinder darunter leiden mussten, dass die Israeliten das Gebot übertreten hatten. War das ihre Schuld?
Besonders die Kinder waren doch an dem ganzen unschuldig und mussten nun die Trennung von einem Elternteil hinnehmen
Sobald nun Ẹsra gebetet und ein Bekenntnis abgelegt hatte, während er weinte und vor dem Haus des [wahren] Gottes niedergeworfen dalag, sammelten sich die von Israel zu ihm, eine sehr große Versammlung, Männer und Frauen und Kinder, denn das Volk hatte sehr geweint.
interessant, dass Esra hier scheinbar überhaupt nicht an die Ehepartner und die Kinder denkt.
Ihm geht es einzig und allein darum, Jehova zu besänftigen und die Schuld des Volkes zu bekennen.
Hätte ich an seiner Stelle ebenso gehandelt oder hätte ich um Milde und Barmherzigkeit gebetet und nach einer anderen Lösung gesucht und Jehova diese dann vorgeschlagen?
Und nun, laß uns einen Bund mit unserem Gott schließen, daß [wir] alle Frauen und die von ihnen Geborenen fortschicken gemäß dem Rat Jehovas und derer, die vor dem Gebot unseres Gottes zittern, damit nach dem Gesetz getan werde. 4 Steh auf, denn dir obliegt die Sache, und wir sind mit dir. Sei stark und handle.“
wieviel Kraft mag es diese Männer gekostet haben, so einen Vorschlag zu machen?
Wenn ich eine von ihnen gewesen wäre – hätte ich diesen Vorschlag gemacht? Oder hätte ich nicht eher krampfhaft nach einer anderen Lösung gesucht?
Esra 10:10-14
Schließlich erhob sich Ẹsra, der Priester, und sagte zu ihnen: „Ihr selbst habt treulos gehandelt, indem ihr fremdländische Frauen bei euch wohnen ließet, um so zur Schuld Israels noch hinzuzufügen. 11 Und jetzt legt vor Jehova, dem Gott eurer Vorväter, ein Bekenntnis ab und tut sein Wohlgefallen und sondert euch von den Völkern des Landes und von den fremdländischen Frauen ab.“ 12 Darauf antwortete die ganze Versammlung und sprach mit lauter Stimme: „Genau nach deinem Wort obliegt es uns zu tun. 13 Doch sind der Leute viele, und es ist die Zeit der Regengüsse, und es ist nicht möglich, draußen zu stehen; und es wird nicht ein Unternehmen für ein oder zwei Tage sein, denn wir haben in dieser Sache in hohem Maße rebelliert. 14 So laß bitte unsere Fürsten vertretungsweise für die ganze Versammlung handeln; und was alle in unseren Städten betrifft, die fremdländische Frauen bei sich wohnen ließen, mögen sie zu den bestimmten Zeiten kommen und mit ihnen zusammen die älteren Männer jeder einzelnen Stadt und ihre Richter, bis wir die Zornglut unseres Gottes wegen dieser Sache von uns abgewendet haben.“
ich bin ja nicht mit dem Gedanken klar gekommen, dass Jehova von ihnen verlangte, ihre Familie “in die Wüste zu schicken”.
Zwar habe ich gemerkt, dass ich irgendwo einen Denkfehler haben muss, aber ich bin nicht drauf gekommen, wo er genau lag.
Ich habe lange mit meinem Mann darüber gesprochen und nun haben wir den Denkfehler:
ich war der Ansicht, dass es direkt nach dem Auszug aus Babylon war und dass es sich um die Frauen handelte, die sie in Babylon geheiratet hatten und um deren gemeinsamen Kinder.
Aber es lagen zwischen dem Auszug und diesem Vorfall, dass sie die fremdländischen Frauen und deren Kinder wegschicken sollten 40 Jahre!
Das heißt, sie waren aus Babylon gekommen, hatten angefangen, Jerusalem wieder aufzubauen, haben dann aber das Werk eingestellt, weil die Feinde Jehovas sie mit Intrigen daran gehindert hatten.
Und die fremdländischen Frauen waren aus dem Volk der Feinde Jehovas.
Sie hatten also den Bau der Stadt eingestellt und dann Frauen aus dem Volk der Feinde Jehovas geheiratet. Aus einem Volk, von dem Jehova bereits damals – als sie ins verheißene Land kamen – gesagt hatte, sie sollten sie aus dem Land vertreiben, da sie seine Feinde sind und dass sie keine Ehebündnisse mit ihnen eingehen sollten.
Außerdem müssen das nicht unbedingt die Männer gewesen sein, die aus Babylon kamen, sondern es kann durchaus sein, dass die 2. Generation gewesen sein, die sich Frauen aus den Nachbarnationen genommen hatten.
So, wie wenn wir “im Herrn” heiraten und unsere Kinder das aber nicht so genau nehmen und trotzdem einen Ehepartner in der Welt suchen.
Fakt ist, dass diese Frauen aus einem Volk stammten, die Jehova und sein Volk schon immer befeindet hatten und die diesmal sogar dafür gesorgt hatten, dass Gottes Anbeter nicht mehr weiter an dem Bau der Stadt gearbeitet hatten, obwohl es von Jehova so geboten worden war.
Wir sollten uns niemals mit Feinden Jehovas verbünden. Uns nicht mit denen einlassen. Keinen Kontakt, keine Freundschaften und schon garkeine Ehe mit einem von denen.
Unter diesem Aspekt verstehe ich die harte Entscheidung – Frauen und Kinder wegzuschicken – dann doch
Danke an meinen lieben Mann, der sich so lange Zeit genommen hat, es mir zu erklären und die fehlenden Puzzelteilchen zu finden, dass sich das Bild abgerundet hat und nun Sinn macht!
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Esra
DAS Bibelbuch Esra fängt da an, wo 2. Chronika aufhört. Der Schreiber, der Priester Esra, beginnt mit einem Erlass des Königs Cyrus von Persien, wonach ein Überrest der Juden in Babylon wieder in seine Heimat ziehen darf. Der Bericht endet damit, dass Esra Maßnahmen ergreift, damit alle, die sich durch die Bewohner des Landes verunreinigt haben, in einen reinen Zustand gelangen. Alles in allem wird in dem Buch eine Zeitspanne von 70 Jahren behandelt: 537 bis 467 v. u. Z.
Beim Schreiben hat Esra ein klares Ziel vor Augen: Er möchte zeigen, wie Jehova sein Versprechen wahr machte, sein Volk aus dem Babylonischen Exil zu befreien und in Jerusalem die wahre Anbetung wiederherzustellen.
Deshalb beleuchtet Esra nur die Ereignisse, die damit zu tun haben. Das Bibelbuch Esra berichtet, wie der Tempel wieder aufgebaut wurde und wie die Anbetung Jehovas trotz Widerstand und trotz der Fehler und Schwächen des Volkes Gottes wiederhergestellt wurde. Der Bericht ist für uns von großem Interesse, weil auch wir in einer Zeit der Wiederherstellung leben. Viele strömen zum „Berg Jehovas“ und in kurzem wird die ganze Erde „erfüllt sein mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Jehovas“ (Jesaja 2:2, 3; Habakuk 2:14).
DER TEMPEL WIRD WIEDER AUFGEBAUT
(Esra 1:1 bis 6:22)
Rund 50 000 Juden leisten dem Befreiungserlass des Cyrus Folge und kehren angeführt vom Statthalter Serubbabel oder Scheschbazzar nach Jerusalem zurück. Die Rückkehrer bauen sofort den Altar an seiner Stelle auf und bringen Jehova Opfer dar.
Im Jahr darauf legen die Israeliten die Grundlage des Hauses Jehovas. Die Feinde behindern immer wieder die Bauarbeiten und schließlich erwirken sie einen königlichen Befehl, der die Arbeit zum Stillstand bringen soll. Die Propheten Haggai und Sacharja rütteln das Volk auf, sodass sie den Tempelbau trotz Verbot wieder aufnehmen. Ein unabänderlicher persischer Erlass, der noch von Cyrus stammt, macht den Widersachern Angst und hält sie fern. Bei einer offiziellen Untersuchung findet sich der Befehl des Cyrus „hinsichtlich des Hauses Gottes in Jerusalem“ (Esra 6:3). Die Arbeiten gehen gut voran und kommen zum Abschluss.
Antworten auf biblische Fragen:
1:3-6 — Waren die Israeliten, die nicht in ihre Heimat zurückkehren wollten, glaubensschwach?
Manche gingen vielleicht deswegen nicht nach Jerusalem, weil sie materialistisch waren oder die wahre Anbetung nicht richtig schätzten, doch das war nicht bei allen der Fall. Immerhin dauerte die 1 600 Kilometer lange Reise nach Jerusalem vier bis fünf Monate. Außerdem erforderte es großes Durchhaltevermögen, sich in einem Land anzusiedeln, das 70 Jahre lang brachgelegen hatte, und beim Wiederaufbau mitzumachen. Erschwerte Umstände wie Krankheiten, Alter und Familienpflichten hielten sicherlich manche von der Rückkehr ab.
2:43 — Wer waren die Nethinim?
Sie waren Tempelsklaven oder -diener nichtisraelitischer Herkunft. Unter ihnen befanden sich Nachkommen der Gibeoniter aus der Zeit Josuas und andere, „die David und die Fürsten zum Dienst der Leviten gegeben hatten“ (Esra 8:20).
2:55 — Wer waren die Söhne der Knechte Salomos?
Es handelte sich um Nichtisraeliten, die besondere Aufgaben im Dienst Jehovas wahrnahmen. Vielleicht waren sie Schreiber oder Abschreiber am Tempel oder wurden mit Verwaltungsaufgaben betraut.
2:61-63 — Standen den Rückkehrern die Urim und Tummim zur Verfügung, die man benutzte, wenn man eine Antwort von Jehova brauchte?
Die Männer, die beanspruchten, priesterliche Nachkommen zu sein, ihre Abstammung aber nicht nachweisen konnten, hätten ihren Anspruch mithilfe der Urim und Tummim geltend machen können. Esra erwähnt dies allerdings nur als eine Möglichkeit. Die Bibel enthält keinen Hinweis, dass damals oder später noch die Urim und Tummim benutzt wurden. Nach jüdischer Überlieferung verschwanden die Urim und Tummim bei der Zerstörung des Tempels 607 v. u. Z.
3:12 — Warum weinten „die alten Männer, die das frühere Haus gesehen hatten“?
Diese Männer konnten sich noch daran erinnern, wie herrlich der von Salomo erbaute Tempel gewesen war. Die Grundlage des neuen Tempels war „im Vergleich mit jenem wie nichts“ in ihren Augen (Haggai 2:2, 3). Wie sollten sie es schaffen, die Herrlichkeit des früheren Tempels wieder erstehen zu lassen? Sie müssen sich mutlos gefühlt haben und weinten deshalb.
3:8-10; 4:23, 24; 6:15, 16 — Wie viele Jahre dauerte es, den Tempel wieder aufzubauen?
Die Grundlage des Tempels wurde 536 v. u. Z. gelegt — „im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft“. In den Tagen von König Artaxerxes, 522 v. u. Z., kamen die Bauarbeiten zum Stillstand. Das Verbot galt bis 520 v. u. Z., dem zweiten Jahr von König Darius. In seinem sechsten Regierungsjahr, 515 v. u. Z., wurde der Tempel fertig gestellt. (Siehe den Kasten „Die persischen Könige von 537 bis 467 v. u. Z.“.) Der Tempelbau dauerte somit rund 20 Jahre.
4:8 bis 6:18 (4:8, Fußnote) — Warum sind diese Verse in Aramäisch geschrieben?
Diese Passage besteht zum großen Teil aus Abschriften von Briefen, die Staatsbeamte an den König schrieben, und den Antworten darauf. Esra schrieb sie von öffentlichen Dokumenten ab, die in Aramäisch abgefasst waren, der damaligen Verkehrs- und Diplomatensprache. Weitere Bibelpassagen, die in dieser alten semitischen Sprache geschrieben wurden, sind Esra 7:12-26, Jeremia 10:11 und Daniel 2:4b bis 7:28.
Lehren für uns:
1:2. Es bewahrheitete sich, was Jesaja ungefähr 200 Jahre zuvor prophezeit hatte (Jesaja 44:28). Die Prophezeiungen im Wort Jehovas bleiben nie unerfüllt.
1:3-6. Ähnlich wie einige Israeliten, die in Babylon blieben, können viele Zeugen Jehovas nicht im Vollzeitdienst sein oder dorthin ziehen, wo mehr Hilfe gebraucht wird. Doch sie unterstützen und ermuntern diejenigen, denen das möglich ist, und fördern mit freiwilligen Spenden das Predigen des Königreichs und das Jüngermachen.
3:1-6. Im siebten Monat des Jahres 537 v. u. Z. (Tischri, entspricht September/Oktober) brachten die treuen Rückkehrer ihr erstes Opfer dar. König Nebukadnezar war im fünften Monat 607 v. u. Z. (Ab, entspricht Juli/August) in Jerusalem eingerückt, und zwei Monate später war die Stadt völlig verwüstet (2. Könige 25:8-17, 22-26). Die 70-jährige Verwüstung Jerusalems endete genau zur vorhergesagten Zeit (Jeremia 25:11; 29:10). Alle Voraussagen aus dem Wort Jehovas treffen unfehlbar ein.
4:1-3. Der treue Überrest wies ein Angebot zurück, das auf ein religiöses Bündnis mit Anbetern falscher Götter hinausgelaufen wäre (2. Mose 20:5; 34:12). Auch heute lassen sich Anbeter Jehovas nicht auf irgendwelche interkonfessionellen Bestrebungen ein.
5:1-7; 6:1-12. Jehova kann die Dinge so lenken, dass sein Volk Gelingen hat.
6:14, 22. Eifriger Einsatz im Werk Jehovas bringt uns seine Gunst und seinen Segen.
6:21. Zu beobachten, wie gut es mit dem Werk Jehovas voranging, motivierte die Samariter, die im Heimatland der Juden lebten, und die Rückkehrer, die heidnischen Einflüssen erlegen waren, in ihrem Leben notwendige Änderungen vorzunehmen. Sollten wir von Gott übertragene Aufgaben wie das Verkündigen des Königreichs nicht auch begeistert erfüllen?
ESRA KOMMT NACH JERUSALEM
(Esra 7:1 bis 10:44)
Seit der Einweihung des wiederaufgebauten Hauses Jehovas sind 50 Jahre vergangen. Man schreibt das Jahr 468 v. u. Z. Zusammen mit einem Überrest des Volkes Gottes und mit gespendeten Beiträgen zieht Esra von Babylon nach Jerusalem. Was findet er dort vor?
Die Fürsten berichten ihm: „Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht von den Völkern der Länder im Hinblick auf deren Abscheulichkeiten abgesondert.“ Außerdem „hat sich erwiesen, dass die Hand der Fürsten und der bevollmächtigten Vorsteher in dieser Untreue an vorderster Stelle gewesen ist“ (Esra 9:1, 2). Esra ist erschüttert. Man ermuntert ihn: „Sei stark und handle“ (Esra 10:4). Esra ergreift korrigierende Maßnahmen und das Volk reagiert positiv.
Antworten auf biblische Fragen:
7:1, 7, 11 — Beziehen sich alle diese Verse auf den Artaxerxes, der die Bauarbeiten gestoppt hatte?
Nein. Artaxerxes ist ein Name oder Titel, der für zwei persische Könige benutzt wurde. Der eine war entweder Bardiya oder Gaumata und hatte 522 v. u. Z. befohlen, die Arbeit am Tempel abzubrechen. Der Artaxerxes aus der Zeit, als Esra nach Jerusalem zog, war dagegen Artaxerxes Longimanus.
7:28 bis 8:20 — Warum zögerten viele Juden in Babylon, mit Esra nach Jerusalem zu ziehen?
Obwohl schon mehr als 60 Jahre vergangen waren, seit die erste Gruppe von Juden in ihre Heimat zurückgekehrt war, hatte Jerusalem nicht viele Einwohner. Die Rückkehr nach Jerusalem bedeutete, dass man sich unter schwierigen und gefährlichen Umständen ein neues Leben aufbauen musste. Das damalige Jerusalem konnte den Juden, die in Babylon womöglich ein gutes Leben hatten, materiell nicht viel bieten. Dann war da noch die gefährliche Reise. Die Rückkehrer brauchten für den Umzug einen starken Glauben an Jehova, Eifer für die wahre Anbetung und Mut. Auch Esra gewann dadurch Kraft, dass die Hand Jehovas über ihm war. 1 500 Familien — vielleicht 6 000 Personen — ließen sich von Esra anspornen. Nach weiteren Initiativen folgten 38 Leviten und 220 Nethinim seinem Aufruf.
9:1, 2 — Stellten die Mischehen mit den Bewohnern des Landes wirklich eine Gefahr dar?
Die wiederhergestellte Nation sollte bis zum Kommen des Messias die Hüterin der Anbetung Jehovas sein. Die Mischehen mit den übrigen Bewohnern waren eine echte Gefahr für die wahre Anbetung. Da es zu Ehebündnissen mit Götzendienern gekommen war, hätte es passieren können, dass die ganze Nation schließlich mit den Heidenvölkern verschmolzen wäre. Die reine Anbetung hätte völlig ausgelöscht werden können. Zu wem hätte der Messias dann kommen sollen? Kein Wunder, dass Esra so fassungslos war!
10:3, 44 — Warum wurden die Frauen mitsamt den Kindern weggeschickt?
Wären die Kinder dageblieben, hätte es gut sein können, dass die weggeschickten Frauen ihretwegen zurückkehrten. Außerdem brauchen kleine Kinder generell die Fürsorge ihrer Mutter.
Lehren für uns:
7:10. Esra ist uns als fleißiger Erforscher und guter Lehrer des Wortes Gottes ein Vorbild. Unter Gebet machte er sein Herz bereit, das Gesetz Jehovas zu befragen. Dabei achtete er ganz genau auf das, was Jehova sagte. Esra setzte das Gelernte um und bemühte sich sehr, andere zu lehren.
7:13. Jehova möchte, dass wir ihm bereitwillig dienen.
7:27, 28; 8:21-23. Esra ehrte Jehova, flehte vor der langen, gefährlichen Reise nach Jerusalem zu ihm und war bereit, ein gewisses Risiko auf sich zu nehmen, damit Gott verherrlicht wurde. Dadurch gab er uns ein gutes Beispiel.
9:2. Die Ermahnung, „nur im Herrn“ zu heiraten, ist sehr ernst zu nehmen (1. Korinther 7:39).
9:14, 15. Schlechter Umgang kann Jehovas Missfallen erregen.
10:2-12, 44. Die Männer, die sich fremdländische Frauen genommen hatten, bereuten dies demütig und korrigierten ihre Handlungsweise. Ihre Einstellung und ihr Verhalten waren vorbildlich.
Jehova hält, was er verspricht
Wie wertvoll das Bibelbuch Esra doch für uns ist! Jehova machte sein Versprechen, sein Volk aus dem Babylonischen Exil zu befreien und in Jerusalem die wahre Anbetung wiederherzustellen, genau zur richtigen Zeit wahr. Stärkt das nicht unseren Glauben an Jehova und seine Verheißungen?
Das Bibelbuch Esra liefert uns auch viele Vorbilder. Esra und die Übriggebliebenen, die nach Jerusalem zurückkehrten, um dort die reine Anbetung wiederherzustellen, waren Gott treu ergeben. Das Buch stellt außerdem den Glauben gottesfürchtiger Ausländer und die demütige Haltung reuiger Sünder heraus. Ja, „das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“, wie die inspirierten Worte Esras deutlich beweisen (Hebräer 4:12).
Esra 1 – 4
Esra 1:1-4
der König schickt das Volk Gotttes wieder heim. Interessant, dass er anerkennt, dass Jehova der wahre Gott ist.
Esra 1:5
freudig ziehen die Israeliten los, um die wahre Anbetung wieder herzustellen.
Esra 1:6-8
Der König meint es wirklich Ernst. Er motiviert sein Volk, die Israeliten zu unterstützen – und geht sebst mit gutem Beispiel voran, indem er die Geräte Jehovas wieder herausgibt, die König Nebukadnezar damals als Kriegsbeute mit genommen hat.
Ein wirklich sehr schöner Zug. Dies und die Aussage “Jehova, der wahre Gott” zeigen mit die Demut und Wertschätzung des Königs Er macht den Eindruck, dass er nicht nur gezwungenermaßen Jehovas Wort ausführt, sondern begriffen hat, wie toll Jehova ist und dies auch durch sein Reden und sein Tun zum Ausdruck bringt
Ein sehr gutes Beispiel fùr uns: warum dienen wir Jehova und halten uns an seine Maßstäbe?
Weil er sagt “wenn du nicht tust, was ich dir sage, dann werde ich dich bestrafen” – oder aus Liebe und Wertschätzung?
Habe wir Angst vor den Konsequenzen, die unser falsches Verhalten in der Versammlung haben könnte?
Oder stehen wir gar über den Dingen und führen vielleicht seit Jahren erfolgreich ein Doppelleben und lachen über die “dummen Brüder”, die immer noch nicht gemerkt haben, das wir tun, was wir wollen und nur vorgeben, Jehova zu dienen?
Ist König Cyrus für uns ein Beispiel, das wir gern nachahmen wollen oder denken wir “was für ein Depp, hätte doch gereicht, einfach nur das Volk ziehen lassen mit der Begründung, dass ihr Gott ihn sonst mit dem Tode bedroht hat”?
Wissen wir, wie Jehova uns sieht, dem wir kein X für ein U vormachen können – oder ist uns dies egal?
Viele Fragen, über die wir in diesem Zusammenhang nachdenken könnten und auch sollten
Esra 2:2
ist der hier erwähnte Mordechai der aus dem Buch Esther?
Esra 3:10-13
wie ist es mit uns?
Ist die wahre Anbetung für uns eine Selbstverständlichkeit geworden, etwas, was wir rein mechanisch ausüben?
Oder freuen auch wir uns, wenn es etwas Neues an Lesestoff vom treuen und verstandigen Sklaven gibt?
Wenn wir zu einem Kongress oder zur Dienstwoche eingeladen werden?
Esra 4:1-6
interessante Wendung im Geschehen: “kommt, wir wollen mit euch zusammen bauen (oder etwas Anderes machen)”, wird abgelehnt, weil Jehova klare Anweisung gegeben hat. Die Konsequenz? “Dann mache ich dich fertig”.
Kennen wir so eine Situation? Vielleicht schon mal selbst erlebt?
Oder sind wir vielleicht selbst solche “netten Zeitgenossen”, die andere platt machen, wenn sie nicht mit uns spielen wollen?
Als wessen Geistes Kind erweisen wir uns dann?
Erinnern wir uns noch an den Ausspruch letzten Sommer auf em Kongress, wie Satans Devise ist?
“Beherrschen oder vernichten”
“Wer sich nicht von uns manipulieren lässt ist ja selber schuld.. Dann müssen wir ihn ja platt machen, er wollte es ja nicht anders”?
Wer so denkt – kann der wirklich ein echter Anbeter Jehovas sein?
Wie denkt wohl Jehova über solche Personen?
Wie denkt er über uns?
Esra 4:11-16
haben wir das nicht schon mal gelesen bzw. gehört? Nur in etwas abgeänderter Form?
Denken wir an die Beamten, die Daniel in die Pfanne hauen wollten oder an Haman, der so freundliche Worte über die Juden gefunden hatte
Entsprachen die Anklagen den Tatsachen?
Warum dann diese Falschanklagen? Was sollte damit bezweckt werden?
Erinnern wir uns noch an den Ausgang, den es für die Beamten in Babylon und für Haman nahm?
Wie dachte Jehova über sie?
Denken wir, wir könnten trotzdem so handeln und gleichzeitig Jehovas Wohlgefallen haben und ein guter Anbeter Jehovas sein?
Denken wir “Jehova hat mich nun schon so viele Jahre gewähren lassen, wenn er etwas dagegen hätte, hätte er mir längst auf die Finger geklopft”?
Machen wir uns nichts vor, sondern beachten wir sorgfätig, wie Jehova solche Menschen in der Vergangenheit beurteilt hat und welchen Lohn sie bekamen.
Lassen wir uns dies eine Warnung sein!
Esra 4:19-22
Ja, so ist das mit den Halbwahrheiten.
Feinde des Volkes Gottes gefallen sich darin, mit Halbwahrheiten einen falschen Eindruck entstehen zu lassen und wahre Anbeter zu denunzieren.
Denn dies ist das einzige Mittel, wie sie wahren Anbetern Gottes schaden können – denn sie wissen ja selbst, dass es in Wirklichkeit überhaupt garnichts gibt, was sich diese Menschen zu Schulden kommen lassen. Darum müssen sie ja auch zu Lügen, Intrigen, Verleumdungen usw durch Halbwahrheiten greifen.
Leider ist diese Methode sehr erfolgreich.
Aber wie wir gesehen haben, lässt Jehova solch einen Frevel eine ganze Weile zu, oft bis zum Unerträglichen für die Opfer.
Aber wir haben auch immer wieder gesehen, dass Jehova das Steuer im letzten Moment herumreisst und seine wahren Anbeter befreit.
Und nicht nur das: er straft die Übeltäter mit der Strafe, die sie eigentlich seinen Anbetern zugedacht hatten.
Was hatten seine Anbeter denn getan, um sich den Zorn solcher übel gesinnter Menschen zuzuziehen? Nichts, als dass sie trotz aller Probleme und Anfeindungen auch weiterhin an Jehova und einen Maßstäben festhalten.
Sind wir persönlich bereit, Verfolgung bis um Äußersten auf uns zu nehmen, um auch weiterhin ganz fest an Jehova und der wahren Anbetung festzuhalten?
Ich und meine Hausgemeinschaft sind es – und werden es auch bleiben!
egal, was die Schadenstifter und Verleumder sich noch alles einfallen lassen…
Esra 5 – 7
Esra 5:1-2
die Worte der Propheten Haggai und Sacharja – die wir die letzten Tage gelesen haben – bewirken, dass das Volk seine eigenen Interessen hintenan stellt und das Haus Jehovas wieder aufbauen
Esra 5:3-17
Es ist immer gut, wenn eine Sache nachgeprüft wird, anstatt sich aufgrund des wenigen, was man weiss, ein falsches Urteil zu bilden.
Esra 6:14-16
Esra 7:10
Haben auch wir unser Herz bereit gemacht?
Esra 8 – 10
Esra 8:21-23
Esra hat Angst, den Namen Jehovas in Mißkredit zu bringen und will nicht den Eindruck erwecken, dass er und das Volk nicht genügend auf Jehova vertrauen.
Was tut er? Er macht sein Herz durch Fasten bereit und befragt Jehova.
Wie hätten wir an seiner Stelle reagiert?
Bedeutet “auf Jehova vertrauen” dass wir überhaupt keine Ängste und Zweifel mehr haben?
Dürfen wir keine Ängste haben? Würden Ängste mangelnden Glauben beweisen?
Was ist mit Personen, die Jehova von Herzen her lieben, einen starken Glauben haben und bedingungslos auf in vertrauen – dürfen die keine Phobien haben?
Lassen wir uns so etwas bitte nicht einreden!
Jehova kennt uns in- und auswendig und er weiss, wie wir denken und fühlen und er kennt auch unsere Ängste und Phobien, die Krankheiten entspringen.. Er würde uns niemals dewegen verurteilen.. Im Gegenteil: er hat grosses Verständnis und Mitgefühl für uns.
Denken wir hier bitte auch an Elia, der vor dem niederträchtigen Weib Isebel in die Wüste floh – und wie liebevoll und geduldig Jehova sich Elias annahm und was er alles unternahm, um ihn erst zu stärken, bevor er ihn wieder losschickte.
Aber die Befürchtung von Esra, dass es ihm als mangelnden Glauben ausgelegt werden könnte, ist auch nicht so ganz von der Hand zu weisen.
Seine Reaktion – sich zu demütigen und Jehova zu befragen – ist daher sehr weise.
Esra 8:31
Esra 9:1-2
nun kommt der Teil, den ich noch nie sonderlich mochte – sie müssen die fremdländischen Frauen, die sie im Exil geheiratet haben und die gemeinsamen Kinder mit denen in die Wüste schicken. Ein Punkt, den ich immer schon sehr hart fand.
Hier in Vers 2 wird ja gesagt, warum das so wichtig war: es ging um den Samen, aus dem der Messias kommen sollte, dass dieser rein blieb.
Trotzdem empfinde ich das immer noch als sehr hart.
Immerhin befanden sie sich über 70 Jahre im Exil, sollten sie da ledig bleiben? Ja, sie sollten ja niemand von den Nationen heiraten, aber wie sah es denn mit denen von ihrem eigenen Volk aus? Wurden nicht nur einzig Daniel und seine Freunde lobend in der Bibel hervorgehoben? Was war mit den anderen?
Was war dann mit Königin Esther? War nicht auch ihre Heirat mit dem König verkehrt? Hätte auch sie sich von ihm trennen müssen?
Oder ging es nur um die Juden, die zurück gingen, um die wahre Anbetung wieder aufzubauen? Hätten sie ihre Familien behalten können, wenn sie im Land des Exils geblieben wären?
Eine Entscheidung, was uns wichtiger ist: Jehova oder die Familie, die Menschen, die wir lieben – damals wie heute?
Aber treffe ich nicht heute eine ähnliche Wahl? Bei der Wahl meines Ehepartners? Wenn es um die Blutfrage geht?
Aber was ist damit, dass Paulus sagte, “wer die Wahrheit annimmt und einen ungläubigen Ehepartner hat, der verlasse diesen nicht, denn er ist bis zum Tod an in gebunden”?
Wie denkt Jehova darüber?
Ging es damals eher darum, dass sie ungehorsamerweise jemand aus den Nationen geheiratet hatten (immerhin hatten sie ja zu dem Zeitpunkt die Wahrheit verlassen, waren sie da nicht anzusehen wie diejenien, die im ersten Jahrhundert neu zur Wahrheit kamen?) – oder ging es wirlich nur darum, den Samen rein zu erhalten?
Wenn sie die Wahl gehabt hätten, ihre Familien zu behalten, wenn sie wieder dahin zurück gingen, wo sie hergekommen waren – wie hätte ich dann wohl reagiert?
Wäre ich mit nach Jerusalem gegangen und hätte meine Familie verlassen – meinen Mann, den ich so sehr liebe und unsere gemeinsamen Kinder?
Oder wäre ich mit ihnen nach Babylon zurück gegangen und hätte damit darauf verzichtet, Jehovas Tempel und auch die wahre Anbetung wieder aufzubauen?
Ein ziemlicher Konflikt.
Wie hätte ich mich entschieden? Wie hättest du dich entschieden?
Hätte mich Jehova verurteilt, wenn ich meine Familie gewählt hätte?
Esra 9:3-4
Esra 9:10-15
trotzdem noch mal die vorsichtige Nachfrage:
als die Israeliten ins Exil gingen, hatten sie sich von der wahren Anbetung abgewandt und in der Zeit dann auch geheiratet. Sie kamen ja erst später wieder zur Besinnung – da waren sie bereits verheiratet und hatten mit ihrem fremdländischen Partner gemeiname Kinder.
Sind sie da nicht den ersten Christen gleich zu setzen?
Auf der anderen Seite hatte auch Abraham Hagar und den gemeinsamen Son Ismael in die Wüste geschickt um den Samen (Isaak) nicht zu gefährden.
Hagar war eine fremdländische Frau, die er sich neben seiner rechtmässigen Ehefrau Sara genommen hatte, weil er meinte, die Angelegenheit mit dem Samen selbst in die Hand nehmen zu mùssen und nicht mehr auf Jehova warten wollte.
Sicherlich hat es auch Abraham bitter weh getan, seinen erstgeborenen Sohn mit seiner Mutter in die Wüste zu schicken, denn er wuste schon, dass er ihn in diesem Leben nicht mehr wieder sehen würde. Auch wenn er wusste, dass Jehova für die beiden sorgen würde, so tat es ihm sicherlich doch sehr weh!
Aber Abraham hatte später noch viel mehr seinen Glauben und seine Treue beweisen müssen: als er Isaak opfern sollte.
Trotzdem ziemlich hart – besonders weil ja nun auch die Ehepartner und die Kinder darunter leiden mussten, dass die Israeliten das Gebot übertreten hatten. War das ihre Schuld?
Besonders die Kinder waren doch an dem ganzen unschuldig und mussten nun die Trennung von einem Elternteil hinnehmen
Esra 10:1
interessant, dass Esra hier scheinbar überhaupt nicht an die Ehepartner und die Kinder denkt.
Ihm geht es einzig und allein darum, Jehova zu besänftigen und die Schuld des Volkes zu bekennen.
Hätte ich an seiner Stelle ebenso gehandelt oder hätte ich um Milde und Barmherzigkeit gebetet und nach einer anderen Lösung gesucht und Jehova diese dann vorgeschlagen?
Esra 10:3-4
wieviel Kraft mag es diese Männer gekostet haben, so einen Vorschlag zu machen?
Wenn ich eine von ihnen gewesen wäre – hätte ich diesen Vorschlag gemacht? Oder hätte ich nicht eher krampfhaft nach einer anderen Lösung gesucht?
Esra 10:10-14
kurze Korrektur:
ich bin ja nicht mit dem Gedanken klar gekommen, dass Jehova von ihnen verlangte, ihre Familie “in die Wüste zu schicken”.
Zwar habe ich gemerkt, dass ich irgendwo einen Denkfehler haben muss, aber ich bin nicht drauf gekommen, wo er genau lag.
Ich habe lange mit meinem Mann darüber gesprochen und nun haben wir den Denkfehler:
ich war der Ansicht, dass es direkt nach dem Auszug aus Babylon war und dass es sich um die Frauen handelte, die sie in Babylon geheiratet hatten und um deren gemeinsamen Kinder.
Aber es lagen zwischen dem Auszug und diesem Vorfall, dass sie die fremdländischen Frauen und deren Kinder wegschicken sollten 40 Jahre!
Das heißt, sie waren aus Babylon gekommen, hatten angefangen, Jerusalem wieder aufzubauen, haben dann aber das Werk eingestellt, weil die Feinde Jehovas sie mit Intrigen daran gehindert hatten.
Und die fremdländischen Frauen waren aus dem Volk der Feinde Jehovas.
Sie hatten also den Bau der Stadt eingestellt und dann Frauen aus dem Volk der Feinde Jehovas geheiratet. Aus einem Volk, von dem Jehova bereits damals – als sie ins verheißene Land kamen – gesagt hatte, sie sollten sie aus dem Land vertreiben, da sie seine Feinde sind und dass sie keine Ehebündnisse mit ihnen eingehen sollten.
Außerdem müssen das nicht unbedingt die Männer gewesen sein, die aus Babylon kamen, sondern es kann durchaus sein, dass die 2. Generation gewesen sein, die sich Frauen aus den Nachbarnationen genommen hatten.
So, wie wenn wir “im Herrn” heiraten und unsere Kinder das aber nicht so genau nehmen und trotzdem einen Ehepartner in der Welt suchen.
Fakt ist, dass diese Frauen aus einem Volk stammten, die Jehova und sein Volk schon immer befeindet hatten und die diesmal sogar dafür gesorgt hatten, dass Gottes Anbeter nicht mehr weiter an dem Bau der Stadt gearbeitet hatten, obwohl es von Jehova so geboten worden war.
Wir sollten uns niemals mit Feinden Jehovas verbünden. Uns nicht mit denen einlassen. Keinen Kontakt, keine Freundschaften und schon garkeine Ehe mit einem von denen.
Unter diesem Aspekt verstehe ich die harte Entscheidung – Frauen und Kinder wegzuschicken – dann doch
Danke an meinen lieben Mann, der sich so lange Zeit genommen hat, es mir zu erklären und die fehlenden Puzzelteilchen zu finden, dass sich das Bild abgerundet hat und nun Sinn macht!
WT 15.01.2006
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Esra
DAS Bibelbuch Esra fängt da an, wo 2. Chronika aufhört. Der Schreiber, der Priester Esra, beginnt mit einem Erlass des Königs Cyrus von Persien, wonach ein Überrest der Juden in Babylon wieder in seine Heimat ziehen darf. Der Bericht endet damit, dass Esra Maßnahmen ergreift, damit alle, die sich durch die Bewohner des Landes verunreinigt haben, in einen reinen Zustand gelangen. Alles in allem wird in dem Buch eine Zeitspanne von 70 Jahren behandelt: 537 bis 467 v. u. Z.
Beim Schreiben hat Esra ein klares Ziel vor Augen: Er möchte zeigen, wie Jehova sein Versprechen wahr machte, sein Volk aus dem Babylonischen Exil zu befreien und in Jerusalem die wahre Anbetung wiederherzustellen.
Deshalb beleuchtet Esra nur die Ereignisse, die damit zu tun haben. Das Bibelbuch Esra berichtet, wie der Tempel wieder aufgebaut wurde und wie die Anbetung Jehovas trotz Widerstand und trotz der Fehler und Schwächen des Volkes Gottes wiederhergestellt wurde. Der Bericht ist für uns von großem Interesse, weil auch wir in einer Zeit der Wiederherstellung leben. Viele strömen zum „Berg Jehovas“ und in kurzem wird die ganze Erde „erfüllt sein mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Jehovas“ (Jesaja 2:2, 3; Habakuk 2:14).
DER TEMPEL WIRD WIEDER AUFGEBAUT
(Esra 1:1 bis 6:22)
Rund 50 000 Juden leisten dem Befreiungserlass des Cyrus Folge und kehren angeführt vom Statthalter Serubbabel oder Scheschbazzar nach Jerusalem zurück. Die Rückkehrer bauen sofort den Altar an seiner Stelle auf und bringen Jehova Opfer dar.
Im Jahr darauf legen die Israeliten die Grundlage des Hauses Jehovas. Die Feinde behindern immer wieder die Bauarbeiten und schließlich erwirken sie einen königlichen Befehl, der die Arbeit zum Stillstand bringen soll. Die Propheten Haggai und Sacharja rütteln das Volk auf, sodass sie den Tempelbau trotz Verbot wieder aufnehmen. Ein unabänderlicher persischer Erlass, der noch von Cyrus stammt, macht den Widersachern Angst und hält sie fern. Bei einer offiziellen Untersuchung findet sich der Befehl des Cyrus „hinsichtlich des Hauses Gottes in Jerusalem“ (Esra 6:3). Die Arbeiten gehen gut voran und kommen zum Abschluss.
Antworten auf biblische Fragen:
1:3-6 — Waren die Israeliten, die nicht in ihre Heimat zurückkehren wollten, glaubensschwach?
Manche gingen vielleicht deswegen nicht nach Jerusalem, weil sie materialistisch waren oder die wahre Anbetung nicht richtig schätzten, doch das war nicht bei allen der Fall. Immerhin dauerte die 1 600 Kilometer lange Reise nach Jerusalem vier bis fünf Monate. Außerdem erforderte es großes Durchhaltevermögen, sich in einem Land anzusiedeln, das 70 Jahre lang brachgelegen hatte, und beim Wiederaufbau mitzumachen. Erschwerte Umstände wie Krankheiten, Alter und Familienpflichten hielten sicherlich manche von der Rückkehr ab.
2:43 — Wer waren die Nethinim?
Sie waren Tempelsklaven oder -diener nichtisraelitischer Herkunft. Unter ihnen befanden sich Nachkommen der Gibeoniter aus der Zeit Josuas und andere, „die David und die Fürsten zum Dienst der Leviten gegeben hatten“ (Esra 8:20).
2:55 — Wer waren die Söhne der Knechte Salomos?
Es handelte sich um Nichtisraeliten, die besondere Aufgaben im Dienst Jehovas wahrnahmen. Vielleicht waren sie Schreiber oder Abschreiber am Tempel oder wurden mit Verwaltungsaufgaben betraut.
2:61-63 — Standen den Rückkehrern die Urim und Tummim zur Verfügung, die man benutzte, wenn man eine Antwort von Jehova brauchte?
Die Männer, die beanspruchten, priesterliche Nachkommen zu sein, ihre Abstammung aber nicht nachweisen konnten, hätten ihren Anspruch mithilfe der Urim und Tummim geltend machen können. Esra erwähnt dies allerdings nur als eine Möglichkeit. Die Bibel enthält keinen Hinweis, dass damals oder später noch die Urim und Tummim benutzt wurden. Nach jüdischer Überlieferung verschwanden die Urim und Tummim bei der Zerstörung des Tempels 607 v. u. Z.
3:12 — Warum weinten „die alten Männer, die das frühere Haus gesehen hatten“?
Diese Männer konnten sich noch daran erinnern, wie herrlich der von Salomo erbaute Tempel gewesen war. Die Grundlage des neuen Tempels war „im Vergleich mit jenem wie nichts“ in ihren Augen (Haggai 2:2, 3). Wie sollten sie es schaffen, die Herrlichkeit des früheren Tempels wieder erstehen zu lassen? Sie müssen sich mutlos gefühlt haben und weinten deshalb.
3:8-10; 4:23, 24; 6:15, 16 — Wie viele Jahre dauerte es, den Tempel wieder aufzubauen?
Die Grundlage des Tempels wurde 536 v. u. Z. gelegt — „im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft“. In den Tagen von König Artaxerxes, 522 v. u. Z., kamen die Bauarbeiten zum Stillstand. Das Verbot galt bis 520 v. u. Z., dem zweiten Jahr von König Darius. In seinem sechsten Regierungsjahr, 515 v. u. Z., wurde der Tempel fertig gestellt. (Siehe den Kasten „Die persischen Könige von 537 bis 467 v. u. Z.“.) Der Tempelbau dauerte somit rund 20 Jahre.
4:8 bis 6:18 (4:8, Fußnote) — Warum sind diese Verse in Aramäisch geschrieben?
Diese Passage besteht zum großen Teil aus Abschriften von Briefen, die Staatsbeamte an den König schrieben, und den Antworten darauf. Esra schrieb sie von öffentlichen Dokumenten ab, die in Aramäisch abgefasst waren, der damaligen Verkehrs- und Diplomatensprache. Weitere Bibelpassagen, die in dieser alten semitischen Sprache geschrieben wurden, sind Esra 7:12-26, Jeremia 10:11 und Daniel 2:4b bis 7:28.
Lehren für uns:
1:2. Es bewahrheitete sich, was Jesaja ungefähr 200 Jahre zuvor prophezeit hatte (Jesaja 44:28). Die Prophezeiungen im Wort Jehovas bleiben nie unerfüllt.
1:3-6. Ähnlich wie einige Israeliten, die in Babylon blieben, können viele Zeugen Jehovas nicht im Vollzeitdienst sein oder dorthin ziehen, wo mehr Hilfe gebraucht wird. Doch sie unterstützen und ermuntern diejenigen, denen das möglich ist, und fördern mit freiwilligen Spenden das Predigen des Königreichs und das Jüngermachen.
3:1-6. Im siebten Monat des Jahres 537 v. u. Z. (Tischri, entspricht September/Oktober) brachten die treuen Rückkehrer ihr erstes Opfer dar. König Nebukadnezar war im fünften Monat 607 v. u. Z. (Ab, entspricht Juli/August) in Jerusalem eingerückt, und zwei Monate später war die Stadt völlig verwüstet (2. Könige 25:8-17, 22-26). Die 70-jährige Verwüstung Jerusalems endete genau zur vorhergesagten Zeit (Jeremia 25:11; 29:10). Alle Voraussagen aus dem Wort Jehovas treffen unfehlbar ein.
4:1-3. Der treue Überrest wies ein Angebot zurück, das auf ein religiöses Bündnis mit Anbetern falscher Götter hinausgelaufen wäre (2. Mose 20:5; 34:12). Auch heute lassen sich Anbeter Jehovas nicht auf irgendwelche interkonfessionellen Bestrebungen ein.
5:1-7; 6:1-12. Jehova kann die Dinge so lenken, dass sein Volk Gelingen hat.
6:14, 22. Eifriger Einsatz im Werk Jehovas bringt uns seine Gunst und seinen Segen.
6:21. Zu beobachten, wie gut es mit dem Werk Jehovas voranging, motivierte die Samariter, die im Heimatland der Juden lebten, und die Rückkehrer, die heidnischen Einflüssen erlegen waren, in ihrem Leben notwendige Änderungen vorzunehmen. Sollten wir von Gott übertragene Aufgaben wie das Verkündigen des Königreichs nicht auch begeistert erfüllen?
ESRA KOMMT NACH JERUSALEM
(Esra 7:1 bis 10:44)
Seit der Einweihung des wiederaufgebauten Hauses Jehovas sind 50 Jahre vergangen. Man schreibt das Jahr 468 v. u. Z. Zusammen mit einem Überrest des Volkes Gottes und mit gespendeten Beiträgen zieht Esra von Babylon nach Jerusalem. Was findet er dort vor?
Die Fürsten berichten ihm: „Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht von den Völkern der Länder im Hinblick auf deren Abscheulichkeiten abgesondert.“ Außerdem „hat sich erwiesen, dass die Hand der Fürsten und der bevollmächtigten Vorsteher in dieser Untreue an vorderster Stelle gewesen ist“ (Esra 9:1, 2). Esra ist erschüttert. Man ermuntert ihn: „Sei stark und handle“ (Esra 10:4). Esra ergreift korrigierende Maßnahmen und das Volk reagiert positiv.
Antworten auf biblische Fragen:
7:1, 7, 11 — Beziehen sich alle diese Verse auf den Artaxerxes, der die Bauarbeiten gestoppt hatte?
Nein. Artaxerxes ist ein Name oder Titel, der für zwei persische Könige benutzt wurde. Der eine war entweder Bardiya oder Gaumata und hatte 522 v. u. Z. befohlen, die Arbeit am Tempel abzubrechen. Der Artaxerxes aus der Zeit, als Esra nach Jerusalem zog, war dagegen Artaxerxes Longimanus.
7:28 bis 8:20 — Warum zögerten viele Juden in Babylon, mit Esra nach Jerusalem zu ziehen?
Obwohl schon mehr als 60 Jahre vergangen waren, seit die erste Gruppe von Juden in ihre Heimat zurückgekehrt war, hatte Jerusalem nicht viele Einwohner. Die Rückkehr nach Jerusalem bedeutete, dass man sich unter schwierigen und gefährlichen Umständen ein neues Leben aufbauen musste. Das damalige Jerusalem konnte den Juden, die in Babylon womöglich ein gutes Leben hatten, materiell nicht viel bieten. Dann war da noch die gefährliche Reise. Die Rückkehrer brauchten für den Umzug einen starken Glauben an Jehova, Eifer für die wahre Anbetung und Mut. Auch Esra gewann dadurch Kraft, dass die Hand Jehovas über ihm war. 1 500 Familien — vielleicht 6 000 Personen — ließen sich von Esra anspornen. Nach weiteren Initiativen folgten 38 Leviten und 220 Nethinim seinem Aufruf.
9:1, 2 — Stellten die Mischehen mit den Bewohnern des Landes wirklich eine Gefahr dar?
Die wiederhergestellte Nation sollte bis zum Kommen des Messias die Hüterin der Anbetung Jehovas sein. Die Mischehen mit den übrigen Bewohnern waren eine echte Gefahr für die wahre Anbetung. Da es zu Ehebündnissen mit Götzendienern gekommen war, hätte es passieren können, dass die ganze Nation schließlich mit den Heidenvölkern verschmolzen wäre. Die reine Anbetung hätte völlig ausgelöscht werden können. Zu wem hätte der Messias dann kommen sollen? Kein Wunder, dass Esra so fassungslos war!
10:3, 44 — Warum wurden die Frauen mitsamt den Kindern weggeschickt?
Wären die Kinder dageblieben, hätte es gut sein können, dass die weggeschickten Frauen ihretwegen zurückkehrten. Außerdem brauchen kleine Kinder generell die Fürsorge ihrer Mutter.
Lehren für uns:
7:10. Esra ist uns als fleißiger Erforscher und guter Lehrer des Wortes Gottes ein Vorbild. Unter Gebet machte er sein Herz bereit, das Gesetz Jehovas zu befragen. Dabei achtete er ganz genau auf das, was Jehova sagte. Esra setzte das Gelernte um und bemühte sich sehr, andere zu lehren.
7:13. Jehova möchte, dass wir ihm bereitwillig dienen.
7:27, 28; 8:21-23. Esra ehrte Jehova, flehte vor der langen, gefährlichen Reise nach Jerusalem zu ihm und war bereit, ein gewisses Risiko auf sich zu nehmen, damit Gott verherrlicht wurde. Dadurch gab er uns ein gutes Beispiel.
9:2. Die Ermahnung, „nur im Herrn“ zu heiraten, ist sehr ernst zu nehmen (1. Korinther 7:39).
9:14, 15. Schlechter Umgang kann Jehovas Missfallen erregen.
10:2-12, 44. Die Männer, die sich fremdländische Frauen genommen hatten, bereuten dies demütig und korrigierten ihre Handlungsweise. Ihre Einstellung und ihr Verhalten waren vorbildlich.
Jehova hält, was er verspricht
Wie wertvoll das Bibelbuch Esra doch für uns ist! Jehova machte sein Versprechen, sein Volk aus dem Babylonischen Exil zu befreien und in Jerusalem die wahre Anbetung wiederherzustellen, genau zur richtigen Zeit wahr. Stärkt das nicht unseren Glauben an Jehova und seine Verheißungen?
Das Bibelbuch Esra liefert uns auch viele Vorbilder. Esra und die Übriggebliebenen, die nach Jerusalem zurückkehrten, um dort die reine Anbetung wiederherzustellen, waren Gott treu ergeben. Das Buch stellt außerdem den Glauben gottesfürchtiger Ausländer und die demütige Haltung reuiger Sünder heraus. Ja, „das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“, wie die inspirierten Worte Esras deutlich beweisen (Hebräer 4:12).