Demzufolge zogen das ganze Gebiet von Judaa und alle Bewohner von Jerusalem zu ihm hinaus, und sie wurden von ihm im Jordanfluß getauft, indem sie offen ihre Sünden bekannten.
…zogen alle hinauf und ließen sich taufen…
wie passt das dann später damit zusammen, dass das Volk den Tod Jesu forderte?
Während er am Galiläischen Meer entlangwanderte, sah er Simon und Andreas, den Bruder Simons, die [ihre Netze] in das Meer auswarfen, denn sie waren Fischer. 17 Da sagte Jesus zu ihnen: „Kommt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ 18 Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm. 19 Und nachdem er ein wenig weitergegangen war, sah er Jakobus, den [Sohn] des Zebedaus, und Johannes, seinen Bruder, während sie gerade in ihrem Boot waren und ihre Netze ausbesserten; 20 und ohne Zögern rief er sie. Darauf ließen sie ihren Vater Zebedaus mit den Lohnarbeitern im Boot und gingen ihm nach. 21 Und sie gingen nach Kapernaum hinein.
ist uns aufgefallen, dass diese Männer alles stehen und liegen lassen, als Jesus sie auffordert, ihm nachzufolgen?
Wie reagieren wir, wenn wir etwas als richtig erkannt haben?
Zögern wir dann lange, oder tun wir es “unverzüglich“?
Und sie gerieten über seine Art zu lehren in höchstes Erstaunen, denn er lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. 23 Auch befand sich gerade zu jener Zeit in ihrer Synagoge ein Mensch, der unter der Macht eines unreinen Geistes stand, und er schrie auf 24 und sprach: „Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß genau, wer du bist: der Heilige Gottes.“ 25 Jesus aber schalt ihn und sprach: „Verstumme und fahre von ihm aus!“ 26 Und nachdem der unreine Geist ihn in einen Krampf geworfen hatte, fuhr er mit gellendem Aufschrei von ihm aus. 27 Nun waren die Leute alle so erstaunt, daß sie sich untereinander zu besprechen begannen und sagten: „Was ist das? Eine neue Lehre! Mit Gewalt befiehlt er sogar den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm.“ 28 Da verbreitete sich der Bericht über ihn sogleich nach allen Richtungen durch die ganze Umgegend in Galilaa.
der erste Bericht darüber, wie Dämonen Menchen das Leben schwer machen und sich daran ergötzen, diese fertig zu machen.
Markus 1:32-34
Nach Anbruch des Abends, als die Sonne untergegangen war, begann man, alle Leidenden und die von Dämonen Besessenen zu ihm zu bringen; 33 und die ganze Stadt war direkt an der Tür versammelt. 34 Und er heilte viele, die an verschiedenen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus, ließ aber die Dämonen nicht reden, weil sie wußten, daß er Christus war.
Markus 1:39
Und er ging [und] predigte in ihren Synagogen in ganz Galilaa und trieb die Dämonen aus.
Da kam auch ein Aussätziger zu ihm, der ihn inständig bat, ja kniefällig zu ihm sprach: „Wenn du nur willst, kannst du mich rein machen.“ 41 Darüber von Mitleid bewegt, streckte er dann seine Hand aus und rührte ihn an und sagte zu ihm: „Ich will es. Werde rein!“ 42 Da wich der Aussatz sogleich von ihm, und er wurde rein. 43 Ferner gab er ihm strenge Weisung und sandte ihn sofort weg 44 und sprach zu ihm: „Sieh zu, daß du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bringe für deine Reinigung das dar, was Moses verordnet hat, zu einem Zeugnis für sie.“ 45 Nachdem der Mann aber weggegangen war, fing er an, es in großem Umfang zu verkündigen und den Bericht weithin zu verbreiten, so daß [Jesus] nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern draußen an einsamen Orten blieb. Doch von allen Seiten kamen sie fortwährend zu ihm.
warum wollte Jesus eigentlich, dass die Geheilten nicht darüber prachen, dass er sie von ihrem Leiden befreit hatte?
Ging es ihm darum, dass die Menschen dann nur kommen, um geheilt zu werden – und er von seiner Aufgabe, die gute Botschaft zu predigen, abgelenkt würde?
Markus 1:45
Nachdem der Mann aber weggegangen war, fing er an, es in großem Umfang zu verkündigen und den Bericht weithin zu verbreiten, so daß [Jesus] nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen konnte, sondern draußen an einsamen Orten blieb. Doch von allen Seiten kamen sie fortwährend zu ihm.
War das mit den Wunderheilungen nicht eine tolle Sache, um Interesse für die gute Botschaft zu wecken?
Warum also sollten sie nicht darüber reden?
*** gt Kap. 25 Mitleid mit einem Aussätzigen ***
Schon vor der Heilung des Aussätzigen, hat Jesu Dienst unter dem Volk große Begeisterung ausgelöst. In Erfüllung der Prophezeiung Jesajas gibt Jesus dem Geheilten die Weisung: „Sieh zu, daß du niemandem etwas sagst.“ Und er fordert ihn auf: „Geh, zeig dich dem Priester, und bringe für deine Reinigung das dar, was Moses verordnet hat, zu einem Zeugnis für sie.“
Doch der Mann ist so überglücklich, daß er das Wunder nicht für sich behalten kann. Er geht hin und erzählt es überall, wodurch er offensichtlich bei den Menschen ein solches Interesse und eine solche Neugier weckt, daß Jesus nicht mehr öffentlich in eine Stadt hineingehen kann. Jesus hält sich daher an einsamen Orten auf, und die Menschen kommen von überall her, um ihm zuzuhören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Lukas 5:12-16; Markus 1:40-45; Matthäus 8:2-4; 3. Mose 13:45; 14:10-13; Psalm 72:13; Jesaja 42:1, 2.
Nach einigen Tagen jedoch kam er wieder nach Kapernaum, und es wurde berichtet, daß er zu Hause sei. 2 Deshalb versammelten sich viele, ja so viele, daß kein Platz mehr war, nicht einmal bei der Tür, und er begann das Wort zu ihnen zu reden. 3 Und es kamen Männer, die einen Gelähmten zu ihm brachten, von vieren getragen. 4 Weil sie ihn aber wegen der Volksmenge nicht zu [Jesus] hinbringen konnten, deckten sie dort, wo er war, das Dach ab, und nachdem sie eine Öffnung gegraben hatten, ließen sie das Tragbett hinunter, auf dem der Gelähmte lag. 5 Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“ 6 Nun saßen dort einige Schriftgelehrte und überlegten in ihrem Herzen: 7 „Warum redet dieser Mann so? Er lästert. Wer kann Sünden vergeben, ausgenommen einer, Gott?“ 8 Jesus aber, der durch seinen Geist gleich erkannte, daß sie bei sich so überlegten, sprach zu ihnen: „Warum überlegt ihr dieses in eurem Herzen? 9 Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind vergeben‘ oder zu sagen: ‚Steh auf, und heb dein Tragbett auf, und geh umher.‘? 10 Damit ihr aber wißt, daß der Menschensohn Gewalt hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, er sagte zu dem Gelähmten: 11 „Ich sage dir: Steh auf, heb dein Tragbett auf, und geh zu deinem Haus!“ 12 Daraufhin stand er auf und hob sogleich sein Tragbett auf und ging vor aller Augen hinaus, so daß sie alle einfach hingerissen waren, und sie verherrlichten Gott und sprachen: „So etwas haben wir niemals gesehen.“
besonders interessant hier der Teil, wie Jesus erkannte was sie in ihrem Herzen dachten.
Vor diesem Hintergrund erscheint es noch viel unverschämter, dass auch Juads fragte, ob vielleicht er es sein würde, der Jesus verraten würde – wo er doch zu diesem Zeitpunkt bereits alles in die Wege geleitet hatte.
Was haben Kranheiten mit unseren Sünden zu tun? Sind sie vielleicht eine Strafe dafür, weil wir Schlimmes getan haben?
Nein, hier geht es darum, dass wir unvollkommen sind und wir daher krank werden.
Daher gab man genau acht, um zu sehen, ob er den Menschen am Sabbat heilen würde, damit man ihn anklagen könnte.
tolle Leute diese Pharisäer!
Sie folgten Jesus nur, um zu gucken, wie sie ihm schaden könnten.
Ein änliches Verhalten können wir heute oft bei Ausgeschlossenen beobachten. Sie gehen zu jedem Kongress und lesen eifriger jede der Publikationen, als viele Brüder, die aktiv mit der Versammlung verbunden sind. Aber mit welchem Beweggrund?
Es geht ihnen einzig und allein darum, nach Fehlern zu suchen und die Gesellschaft der Zeugen Jehovas anzuprangern und bloßzustellen!
Ein ziemlich idiotisches Verhalten, wie ich finde!
Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren ebenso idiotisch. Sie hätten Jesus lieber mit einem aufrichtigen Herzen zuhören sollen – dann wären sie ihrem Gott näher gekommen und er hätte sie nicht verwerfen müssen.
Markus 3:1-6
Wieder einmal betrat er eine Synagoge, und dort war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. 2 Daher gab man genau acht, um zu sehen, ob er den Menschen am Sabbat heilen würde, damit man ihn anklagen könnte. 3 Da sprach er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: „Steh auf [und komm] in die Mitte.“ 4 Darauf sagte er zu ihnen: „Ist es erlaubt, am Sabbat eine gute Tat oder eine schlechte Tat zu vollbringen, eine Seele zu retten oder zu töten?“ Sie aber schwiegen. 5 Und nachdem er sie ringsum mit Zorn angeblickt hatte, tief betrübt wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens, sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt. 6 Darauf gingen die Pharisäer hinaus, und sogleich begannen sie, sich mit den Parteianhängern des Herodes gegen ihn zu beraten, um ihn zu vernichten.
Und er sagte zu seinen Jüngern, es solle beständig ein kleines Boot für ihn bereitgehalten werden, damit die Volksmenge ihn nicht dränge. 10 Denn er heilte viele, so daß alle, die ein lästiges Leiden hatten, über ihn herfielen, um ihn anzurühren.
hab ich bisher überlesen
Jesus fühlte sich von den Volksmengen bedrängt, die über ihn herfielen?
Wahrlich, ich sage euch, daß den Söhnen der Menschen alles vergeben werden wird, was auch immer ihre Sünden und Lästerungen sein mögen, die sie lästernd begehen. 29 Wer immer aber gegen den heiligen Geist lästert, erlangt niemals Vergebung, sondern ist ewiger Sünde schuldig.“
ja, Jehova vergibt uns vieles – aber nicht, wenn wir willentlich sündigen und in diesem verkehrten Lauf verharren.
Noch viel weniger vergibt er uns, wenn wir alles daran setzen um jemanden zu schaden, der ganz eindeutig seinen Geist und sein Wohlgefallen hat.
Nun kamen seine Mutter und seine Brüder, und als sie draußen standen, sandten sie zu ihm, um ihn zu rufen. 32 Es saß nun aber eine Volksmenge um ihn herum, und man sagte ihm: „Siehe! Deine Mutter und deine Brüder draußen suchen dich.“ 33 Er gab ihnen jedoch zur Antwort: „Wer sind meine Mutter und meine Brüder?“ 34 Und nachdem er die angeschaut hatte, die im Kreis um ihn herumsaßen, sprach er: „Seht, meine Mutter und meine Brüder! 35 Wer immer den Willen Gottes tut, dieser ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“
fühlen wir uns unseren Brüdern ebenso nah verbunden?
Welche Gesellschaft ziehen wir vor?
Bedeutet dieser Ausspruch Jesu, dass er die Familie nicht wichtig nahm und dass das Vorurteil “Zeugen Jehovas zerstören Familien” gerechtfertigt ist?
Was hatte Jesus damit wirklich gemeint?
*** w08 15. 2. S. 29 Höhepunkte aus dem Buch Markus ***
3:21. Jesu Verwandte glaubten nicht an ihn. Daher kann man davon ausgehen, dass Jesus mitempfindet, wenn jemand wegen seines Glaubens von seinen Familienangehörigen Spott oder Widerstand zu ertragen hat.
3:31-35. Bei seiner Taufe wurde Jesus als geistiger Sohn Gottes gezeugt, und „das Jerusalem droben“ war seine Mutter (Gal. 4:26). Von da an bedeuteten ihm seine Jünger weit mehr als seine Familie. Die Lehre für uns: Geistige Interessen sollten in unserem Leben Vorrang haben (Mat. 12:46-50; Luk. 8:19-21).
*** it-2 S. 402 Mutter ***
Übertragener Gebrauch. In Richter 5:7 wird das Wort „Mutter“ auf eine Frau angewandt, die anderen hilft und für sie sorgt. Paulus sagte, seine Sanftmut gegenüber seinen geistigen Kindern, denen er die Wahrheit Gottes gebracht hatte, sei wie die einer „nährenden Mutter“ (1Th 2:7; siehe SANFTHEIT).
Wegen des engen geistigen Verhältnisses zu ihren Mitchristen werden christliche Frauen mit Müttern und Schwestern verglichen und sollten ebenso respektvoll und keusch behandelt werden (Mar 3:35; 1Ti 5:1, 2). Christliche Ehefrauen, die dem guten Beispiel der Frau Abrahams, Sara, folgen, werden ihre „Kinder“ genannt (1Pe 3:6).
„Hört zu! Siehe! Der Sämann ging aus, um zu säen. 4 Und als er säte, fiel einiges [vom Saatkorn] den Weg entlang, und die Vögel kamen und fraßen es auf. 5 Und anderes [Saatkorn] fiel auf das Felsige, wo es natürlich nicht viel Erde hatte, und sogleich schoß es auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, wurde es versengt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Und anderes [Saatkorn] fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen auf und erstickten es, und es brachte keine Frucht. 8 Andere [Saatkörner] jedoch fielen auf den vortrefflichen Boden, und sie gingen auf und nahmen zu und begannen Frucht zu tragen, und sie brachten dreißigfach und sechzigfach und hundertfach.“ 9 Dann fügte er das Wort hinzu: „Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“
10 Als er dann allein war, begannen die um ihn waren samt den Zwölfen ihn über die Gleichnisse zu befragen. 11 Und er sagte darauf zu ihnen: „Euch ist das heilige Geheimnis des Königreiches Gottes gegeben worden, denen aber, die draußen sind, geschieht alles in Gleichnissen, 12 damit sie, obwohl sie schauen, schauen mögen und doch nicht sehen und, obwohl sie hören, hören mögen und doch den Sinn davon nicht erfassen noch jemals umkehren und Vergebung finden.“ 13 Ferner sprach er zu ihnen: „Ihr begreift dieses Gleichnis nicht, wie werdet ihr denn alle anderen Gleichnisse verstehen?
14 Der Sämann sät das Wort. 15 Diese nun sind diejenigen dem Weg entlang, wo das Wort ausgesät wird; doch sobald sie [es] gehört haben, kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde.
16 Und ebenso sind die, die auf die felsigen Stellen gesät sind: Sobald sie das Wort gehört haben, nehmen sie es mit Freuden an. 17 Sie haben jedoch keine Wurzel in sich, bleiben aber eine Zeitlang; sobald dann Drangsal oder Verfolgung wegen des Wortes entsteht, werden sie zum Straucheln gebracht.
18 Und noch andere gibt es, die unter die Dornen gesät sind; diese sind es, die das Wort gehört haben, 19 aber die Sorgen dieses Systems der Dinge und die trügerische Macht des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar.
20 Schließlich sind die, die auf den vortrefflichen Boden gesät wurden, solche, die auf das Wort hören und es günstig aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach und sechzigfach und hundertfach.“
Wo finden wir uns selbst in diesem Gleichnis wieder?
Sieht uns Jehova ebenso, wie wir uns selbst sehen?
Und er sagte darauf zu ihnen: „Euch ist das heilige Geheimnis des Königreiches Gottes gegeben worden, denen aber, die draußen sind, geschieht alles in Gleichnissen, 12 damit sie, obwohl sie schauen, schauen mögen und doch nicht sehen und, obwohl sie hören, hören mögen und doch den Sinn davon nicht erfassen noch jemals umkehren und Vergebung finden.“
Markus 4:22
Denn da ist nichts verborgen, außer damit es aufgedeckt werde; nichts ist sorgsam verheimlicht worden, außer damit es an die Öffentlichkeit komme.
Markus 4:33-34
So redete er durch viele Gleichnisse von dieser Art das Wort zu ihnen, so wie sie es zu hören vermochten. 34 Ja, ohne ein Gleichnis redete er nicht zu ihnen, doch wenn sie allein waren, erklärte er seinen Jüngern jeweils alles.
Warum redete Jesus in Gleichnissen? Warum wollte er, dass der Sinn einigen verborgen blieb?
Aus der Bibel erfahren wir zwei wichtige Gründe, weshalb Jesus Gleichnisse gebrauchte.
1.) erfüllte sich dadurch eine Prophezeiung.
In Matthäus 13:34, 35 lesen wir: “Jesus [redete] durch Gleichnisse zu den Volksmengen. Ja, ohne ein Gleichnis redete er nicht zu ihnen, damit erfüllt werde, was durch den Propheten geredet worden war, welcher sagte: ‘Ich will meinen Mund zu Gleichnissen auftun.’ ” Der hier erwähnte Prophet war der Schreiber von Psalm 78:2. Er verfasste diese Worte unter der Inspiration des Geistes Gottes Jahrhunderte vor Jesu Geburt. Das heißt, Jehova hatte schon so lange im Voraus festgelegt, dass der Messias beim Lehren in Gleichnissen reden würde. Demnach muss Jehova dieser Lehrmethode hohen Wert beimessen.
2.) gebrauchte Jesus Gleichnisse, um, wie er selbst erklärte, diejenigen auszusondern, deren Herz “unempfänglich geworden” war (Matthäus 13:10-15; Jesaja 6:9, 10).
Wie kam es, dass durch Jesu Gleichnisse die Beweggründe der Menschen aufgedeckt wurden? In manchen Fällen lag es daran, dass die Zuhörer nachfragen mussten, um den tieferen Sinn seiner Worte zu verstehen. Demütige Menschen waren dazu bereit, hochmütige und desinteressierte dagegen nicht (Matthäus 13:36; Markus 4:34).
So wurde durch Jesu Gleichnisse die Wahrheit denjenigen, die von Herzen danach hungerten, enthüllt und gleichzeitig vor Menschen mit einem stolzen Herzen verhüllt.
Es hatte noch weitere Vorteile, dass Jesus so anschaulich lehrte. Er weckte dadurch das Interesse der Menschen und fesselte sie. Jesus ließ vor ihrem geistigen Auge Bilder entstehen, die leicht zu begreifen waren. Wie schon eingangs erwähnt, konnten die Zuhörer seine Worte dadurch besser behalten.
Und sogleich, als er aus dem Boot gestiegen war, kam ihm ein Mensch, der unter der Macht eines unreinen Geistes stand, von den Gedächtnisgrüften her entgegen. 3 Er hauste inmitten der Grüfte; und bis zu jener Zeit vermochte ihn gar niemand zu binden, selbst nicht mit einer Kette, 4 denn er war öfter mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen, und die Fußfesseln wurden tatsächlich zerbrochen; und niemand hatte die Kraft, ihn zu bändigen. 5 Und fortgesetzt, Nacht und Tag, schrie er in den Grüften und in den Bergen und zerschlug sich mit Steinen. 6 Als er aber Jesus aus einiger Entfernung erblickte, lief er herzu und huldigte ihm, 7 und als er mit lauter Stimme geschrien hatte, sagte er: „Was habe ich mit dir, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten, zu schaffen? Ich beschwöre dich bei Gott, mich nicht zu quälen.“ 8 Denn er hatte zu ihm gesagt: „Fahr von dem Menschen aus, du unreiner Geist.“ 9 Er aber begann ihn zu fragen: „Was ist dein Name?“ Und er sagte zu ihm: „Mein Name ist Legion, denn wir sind viele.“ 10 Und er bat ihn mehrmals inständig, die Geister nicht aus dem Land fortzusenden.
11 Nun weidete dort am Berg eine große Herde Schweine. 12 Da baten sie ihn inständig, indem sie sprachen: „Sende uns in die Schweine, daß wir in sie fahren.“ 13 Und er erlaubte es ihnen. Darauf fuhren die unreinen Geister aus und fuhren in die Schweine; und die Herde stürmte über den Steilhang hinab in das Meer, ihrer etwa zweitausend, und sie, eines nach dem anderen, ertranken im Meer. 14 Ihre Hüter aber flohen und berichteten es in der Stadt und auf dem Land; und es kamen Leute, um zu sehen, was geschehen war. 15 Da kamen sie zu Jesus, und sie sahen den von Dämonen Besessenen, der angekleidet und klaren Sinnes dasaß, diesen [Mann], der die Legion gehabt hatte; und sie gerieten in Furcht. 16 Auch die, die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dieses dem von Dämonen Besessenen widerfahren war und bezüglich der Schweine. 17 Und sie fingen an, ihn inständig zu bitten, aus ihrem Gebiet wegzugehen.
warum wolten sie ihn loswerden?
Mussten sie nicht dankbar und voller Freude sein – begeistert über das Geschehene?
Nun kam einer der Synagogenvorsteher, Jairus mit Namen, und als er ihn erblickte, fiel er ihm zu Füßen 23 und bat ihn mehrmals inständig, indem er sprach: „Mit meiner kleinen Tochter geht’s zu Ende. Würdest du bitte kommen und ihr die Hände auflegen, damit sie gesund wird und lebt.“ 24 Darauf ging er mit ihm hin. Und eine große Volksmenge folgte ihm und drängte ihn.
Markus 5:35-43
Während er noch redete, kamen einige Männer aus dem Haus des Synagogenvorstehers und sagten: „Deine Tochter ist gestorben. Warum den Lehrer noch länger bemühen?“ 36 Jesus aber, der das Wort, das geredet wurde, mit anhörte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: „Fürchte dich nicht, habe nur Glauben!“ 37 Und er ließ niemand mitgehen außer Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
38 So kamen sie zu dem Haus des Synagogenvorstehers, und er bemerkte das lärmende Durcheinander und die Weinenden und die, die laut wehklagten, 39 und nachdem er eingetreten war, sagte er zu ihnen: „Weshalb verursacht ihr ein solch lärmendes Durcheinander und weint? Das kleine Kind ist nicht gestorben, sondern schläft.“ 40 Darauf begannen sie ihn zu verlachen. Nachdem er sie aber alle hinausgetrieben hatte, nahm er den Vater und die Mutter des kleinen Kindes und die, die bei ihm waren, mit sich und ging hinein, wo das kleine Kind war. 41 Und er faßte das kleine Kind bei der Hand und sagte zu ihm: „Talithá kúmi“, was übersetzt bedeutet: „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“ 42 Und sogleich stand das Mädchen auf und begann umherzugehen, denn es war zwölf Jahre alt. Und sie gerieten sogleich außer sich vor Entzücken. 43 Er aber befahl ihnen wiederholt, dies niemand erfahren zu lassen, und er sagte, daß man ihr etwas zu essen geben solle.
stellen wir uns vor, wir wären die Eltern dieses Mädchens gewesen!
Würde nicht unser Herz voller Dankbarkeit und Freude übergelaufen sein?
Sehen wir es, wenn Jehova etwas für uns tut – auch wenn dies nicht ganz so aufsehenerregend ist, wie das Wunder hier?
Nun war da eine Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluß behaftet war, 26 und sie war von vielen Ärzten vielen Schmerzen ausgesetzt worden und hatte ihr ganzes Vermögen verbraucht, und es hatte ihr nichts genützt, sondern es war eher schlimmer geworden. 27 Als sie die Dinge über Jesus hörte, trat sie in der Volksmenge von hinten herzu und rührte sein äußeres Kleid an; 28 denn immer wieder sagte sie: „Wenn ich nur seine äußeren Kleider anrühre, werde ich gesund werden.“ 29 Und sogleich vertrocknete der Quell ihres Blutes, und sie fühlte es an ihrem Leib, daß sie von der lästigen Krankheit geheilt worden war.
30 Und sogleich erkannte Jesus an sich, daß Kraft von ihm ausgegangen war, und er wandte sich in der Volksmenge um und begann zu sagen: „Wer hat meine äußeren Kleider angerührt?“ 31 Aber seine Jünger begannen zu ihm zu sagen: „Du siehst, daß die Volksmenge dich drängt, und du sagst: ‚Wer hat mich angerührt?‘ “ 32 Er aber schaute ringsum, um die zu sehen, die das getan hatte. 33 Die Frau aber, furchterfüllt und zitternd, da sie wußte, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 34 Er sprach zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Geh hin in Frieden, und sei von deiner lästigen Krankheit geheilt.“
was für eine Geschichte
Diese Frau hatte ganz offensichtlich gegen das mosaische Gebot verstossen, das besagte dass sie unrein sei und sich daher abseits halten musste
3. Mose 15:25
Was eine Frau betrifft, falls der Ausfluß ihres Blutes viele Tage fließen sollte, wenn es nicht die regelmäßige Zeit ihrer menstrualen Unreinigkeit ist, oder falls sie einen Fluß haben sollte, [der] länger [dauert] als ihre menstruale Unreinigkeit, so werden sich alle Tage ihres unreinen Ausflusses so erweisen wie in den Tagen ihrer menstrualen Unreinigkeit. Sie ist unrein.
Trotzdem lobte Jesus sie für ihren Glauben. Warum?
Verstehen wir, was Jehova von uns möchte und warum – und verstehen den Sinn der Gebote?
Heisst das aber, dass wir ruhig Gottes Gebote übertreten könnten, wenn wir uns nur in irgendeiner Form mit einem Bibeltext rechtfertigen könnten? Immerhin hatten ja sogar David und seine Leute von dem Schaubrot genommen, weil sie Hunger hatten und alles war trotzdem ok.
Wie sind wir zu Jehova und seinen Geboten eingestellt?
Sind wir darauf bedacht, jeden Buchstaben akribisch einzuhalten und daraf zu achten, dass ja niemand in unserer Umgebung sie übertritt – und dabei so selbstgerecht wie die Pharisäer, die trotzdem nicht Jehovas Willen taten?
Sind Jehovas Gebote und moralischen Maßstäbe für uns nur eine lästige Pflicht, die es einzuhalten gilt, damit unser Ticket ins Paradies nicht seine Gültigkeit verliert – und sind daher immer irgendwie auf der Suche, wie wir die Grenzen noch mehr ausreizen können, ohne dass Jehova uns das Ticket weder wegnimmt (wegnehmen kann)?
Oder lieben wir Jehova und seine Gebote, weil wir wissen, dass sie nur zu unserem Nutzen und dem der anderen sind und durch das Einhalten ein friedliches und harmonisches Miteinander möglich ist – und halten sie daher gern ein?
Wenn wir zu der letzten Gruppe gehören und den Sinn hinter den Geboten verstanden haben, dann werden wir sicherlch Jehovas Wohlgefallen haben!
Als es Sabbat wurde, fing er an, in der Synagoge zu lehren; und die meisten derer, die ihm zuhörten, waren höchst erstaunt und sagten: „Woher hat dieser Mensch diese Dinge? Und warum sollte diesem diese Weisheit gegeben worden sein und [sollten] solche Machttaten durch seine Hände vollbracht werden? 3 Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder des Jakobus und des Joseph und des Judas und des Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?“ So begannen sie Anstoß an ihm zu nehmen. 4 Jesus aber sprach dann zu ihnen: „Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seinem Heimatgebiet und unter seinen Verwandten und in seinem eigenen Haus.“ 5 Und er konnte dort keine Machttat vollbringen, außer daß er die Hände einigen kränklichen Leuten auflegte und sie heilte. 6 Er verwunderte sich tatsächlich über ihren Unglauben. Und er zog im Kreis in die Dörfer ringsum und lehrte.
hören wir hier Neid und Mißgunst heraus?
Wie reagieren wir, wenn ein Bruder durch seine Kommentare und seine Art zu Lehren positiv auffällt?
Suchen wir dann nach einem Haar in der Suppe – anstatt uns daran zu erfreuen und uns dadurch positiv beeinflussen zu lassen?
Nun kam es dem König Herodes zu Ohren, denn der Name [Jesu] wurde öffentlich bekannt, und die Leute sagten: „Johannes, der taufte, ist von den Toten auferweckt worden, und deshalb sind die Machttaten in ihm wirksam.“ 15 Andere aber sagten: „Es ist Elia.“ Noch andere sagten: „Es ist ein Prophet wie einer der Propheten.“ 16 Als aber Herodes es hörte, begann er zu sagen: „Der Johannes, den ich enthauptet habe, dieser ist auferweckt worden.“ 17 Denn Herodes selbst hatte hinsenden und Johannes festnehmen und ihn im Gefängnis binden lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, weil er sie geheiratet hatte. 18 Denn Johannes hatte wiederholt zu Herodes gesagt: „Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben.“ 19 Herodias aber hegte einen Groll gegen ihn und wollte ihn töten, konnte es aber nicht. 20 Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er ihn als einen gerechten und heiligen Mann kannte; und er verwahrte ihn. Und nachdem er ihn gehört hatte, kam er in große Verlegenheit, was zu tun sei, doch hörte er ihn weiterhin gern.
geraten auch wir in grosse Verlegenheit, wenn uns jemand anhand der Bibel zeigt, dass wir mit unserem Handeln Jehova schmähen – oder spucken wir Feuer und Galle und versuchen alles, um diesen Störenfried zum Schweigen zu bringen?
Markus 6:21-29
Es kam aber ein gelegener Tag, als Herodes an seinem Geburtstag für seine Männer von oberstem Rang und die Militärbefehlshaber und die Vornehmsten von Galilaa ein Abendessen veranstaltete. 22 Und die Tochter ebendieser Herodias kam herein und tanzte und gefiel Herodes und denen, die mit ihm [zu Tisch] lagen. Der König sprach zu dem Mädchen: „Erbitte von mir, was immer du willst, und ich will es dir geben.“ 23 Ja er schwor ihr: „Was immer du von mir erbittest, ich will es dir geben, bis zur Hälfte meines Königreiches.“ 24 Und sie ging hinaus und sagte zu ihrer Mutter: „Worum sollte ich bitten?“ Sie sagte: „Um das Haupt des Johannes, der taufte.“ 25 Und sogleich ging sie in Eile zum König hinein und trug ihre Bitte vor, indem sie sprach: „Ich möchte, daß du mir gleich jetzt auf einer Platte das Haupt Johannes’ des Täufers gibst.“ 26 Obwohl er tief betrübt wurde, wollte doch der König sie mit Rücksicht auf die Eide und die, welche zu Tisch lagen, nicht abweisen. 27 So sandte der König sogleich einen Leibwächter hin und befahl ihm, sein Haupt zu bringen. Und er ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis 28 und brachte sein Haupt auf einer Platte, und er gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es seiner Mutter. 29 Als seine Jünger davon hörten, kamen sie und holten seinen Leichnam und legten ihn in eine Gedächtnisgruft.
was für eine “liebe Tochter”, die die günstiige Gelegenheit nutzt, um der sündigen Mutter das Haupt des Störenfrieds auf einem silbernen Tablett zu servieren.
Gleichen wir vielleicht diesem “lieben Kind”, was seiner Mutter hilft, diesen Unruhestifter – der es doch tatsächlich gewagt hat, deren Verhalten als das anzuprangern, was es ist: eine grosse Sünde gegen Jehova – zum Schweigen zu bringen? Und immerhin heiligt ja der Zweck die Mittel, oder?
Wie Jehova wohl über diese Mutter und ihre “liebe hilfsbereite Tochter” denkt?
Wo kein Ankläger mehr, da auch kein Richter? Jehova ausgetrickst?
Bedeutete Johannes Tod und dass er nun nicht mehr reden konnte, das ihr Verhalten nun plötzlich doch richtig war?
Bedeutet es für mich heute, dass mein Verhalten nicht verkehrt ist – wenn ich nur denjenigen mundtot mache, der ganz klar aufzeigt, dass mein Verhalten eindeutig gegen Jehovas Maßstäbe ist? und: “in der Liebe und im Krieg ist jedes Mittel erlaubt!”?
Wie beurteilt Jehova die Situation und mich und mein Verhalten?
Wie war das nochmal mit den Propheten damals – wie dachte Jehova über diejenigen, die diese verfolgten und umbrachten?
Es versammelten sich nun bei ihm die Pharisäer und einige von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren. 2 Und als sie einige seiner Jünger ihr Mahl mit unreinen, das heißt ungewaschenen Händen einnehmen sahen — 3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, ohne sich die Hände bis zum Ellbogen zu waschen, da sie an der Überlieferung der Männer früherer Zeiten festhalten, 4 und wenn sie vom Markt zurück sind, essen sie nicht, ohne sich durch Besprengen zu reinigen; und noch viele andere Überlieferungen gibt es, die sie zu halten übernommen haben: Taufen von Bechern und Krügen und Kupfergefäßen —, 5 da befragten ihn diese Pharisäer und Schriftgelehrten: „Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Männer früherer Zeiten, sondern nehmen ihr Mahl mit unreinen Händen ein?“ 6 Er sprach zu ihnen: „Jesaja hat treffend von euch Heuchlern prophezeit, so wie geschrieben steht: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes auf und haltet an der Überlieferung der Menschen fest.“
harte, deutliche Worte!
Markus 7:9-13
Ferner fuhr er fort, zu ihnen zu sagen: „Geschickt setzt ihr das Gebot Gottes beiseite, um an eurer Überlieferung festzuhalten. 10 Moses hat zum Beispiel gesagt: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘ und: ‚Wer Vater oder Mutter beschimpft, soll im Tod enden.‘ 11 Ihr aber sagt: ‚Wenn ein Mensch zu seinem Vater oder seiner Mutter spricht: „Was immer ich habe, wodurch ich dir nützen könnte, ist Korban (das heißt eine Gott gewidmete Gabe)“ ‘ — 12 so laßt ihr ihn für seinen Vater oder seine Mutter gar nichts mehr tun, 13 und so macht ihr das Wort Gottes durch eure Überlieferung ungültig, die ihr übermittelt habt. Und vieles, was diesem ähnlich ist, tut ihr.“
Ja, diesen Gedanken hatten wir in den letzten Tagen und Wochen auch mehrmals:
wir können uns Gottes Wort nicht einfach so verbiegen, wie es uns gerade in den Kram passt!
Wenn wir Bibeltexte aus dem Zusammenhang reissen und sie als Alibi für unser schlechte Tun benutzen, dann kommen wir uns zwar möglicherweise unglaublich schlau vor – aber Jesus zeigt hier ganz genau, wie Jehova darüber denkt!
da befragten ihn diese Pharisäer und Schriftgelehrten: „Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Männer früherer Zeiten, sondern nehmen ihr Mahl mit unreinen Händen ein?“
super Argumentation, oder?
Sie greifen den Sohn Gottes an, weil seine Jünger nicht nach den Überlieferungen wandeln – dabei sind sie es, die das Gebot Jehovas ausser Acht lassen!
Könnte man hier darauf schliessen, welche Prioritäten sie hatten?
Waren ihnen die Überlieferungen wirklich wichtiger als Gottes Wort?
Gleichen wir ihnen vielleicht in ihrer Einstellung?
DER Widerstand gegen Jesus nimmt immer mehr zu. Viele seiner Jünger verlassen ihn, und die Juden in Judäa suchen ihn sogar zu töten wie schon im Jahre 31 u. Z., als er sich anläßlich des Passahfestes in Jerusalem aufhielt.
Inzwischen ist das Passah des Jahres 32 u. Z. herbeigekommen. Sehr wahrscheinlich geht Jesus nach Jerusalem hinauf, um Gottes Gebot zu befolgen, dem Passah beizuwohnen. Er ist jedoch auf der Hut, um sein Leben nicht in Gefahr zu bringen. Anschließend kehrt er nach Galiläa zurück.
Jesus hält sich offensichtlich in Kapernaum auf, als Pharisäer und Schriftgelehrte aus Jerusalem zu ihm kommen. Sie suchen nach Gründen, um ihn der Mißachtung religiöser Gesetze anzuklagen. „Wie kommt es, daß deine Jünger die Überlieferung der Männer früherer Zeiten übertreten?“ fragen sie. „Zum Beispiel waschen sie sich die Hände nicht, bevor sie ein Mahl einnehmen.“ Das hat Gott zwar nie gefordert, aber die Pharisäer betrachten es als schweren Verstoß, dieses traditionelle Ritual, bei dem man sich bis zum Ellenbogen waschen muß, nicht zu befolgen.
Statt auf ihre Anklage einzugehen, zeigt Jesus, daß sie selbst böswillig und ganz bewußt Gottes Gesetz brechen. „Wie kommt es, daß auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen übertretet?“ fragt er sie. „Zum Beispiel sprach Gott: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘ und: ‚Wer Vater oder Mutter beschimpft, soll im Tod enden.‘ Ihr aber sagt: ‚Wer irgend zu seinem Vater oder seiner Mutter spricht: „Was immer ich habe, wodurch ich dir nützen könnte, ist eine Gott gewidmete Gabe“, der braucht seinen Vater gar nicht zu ehren.‘ “
Die Pharisäer lehren tatsächlich, daß Geld, Besitz oder irgend etwas, was Gott als Gabe gewidmet wird, dem Tempel gehört und für keinen anderen Zweck verwendet werden darf. Doch in Wirklichkeit verbleibt die Gabe beim Geber. Demnach kann sich ein Sohn seiner Verantwortung entziehen, seinen betagten Eltern zu helfen, selbst wenn sie sich in einer ernsten Notlage befinden, indem er einfach sagt, sein Geld oder sein Besitz sei „Korban“ — eine Gott oder dem Tempel gewidmete Gabe.
Jesus ist zu Recht über die böswillige Verdrehung des Gesetzes Gottes empört und sagt: „Ihr [habt] das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig gemacht. Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ “
Die Volksmenge ist wahrscheinlich etwas zurückgetreten, um den Pharisäern Gelegenheit zu geben, Jesus zu befragen. Als die Pharisäer jetzt nichts auf Jesu strengen Verweis zu erwidern wissen, fordert Jesus die Volksmenge auf, näher zu kommen. „Hört mir zu“, sagt er, „und erfaßt den Sinn. Nichts, was von außen in einen Menschen hineingeht, kann ihn verunreinigen; aber das, was aus einem Menschen hinausgeht, das ist es, was einen Menschen verunreinigt.“
Als er später in ein Haus eintritt, fragen ihn seine Jünger: „Weißt du, daß die Pharisäer Anstoß nahmen, als sie hörten, was du sagtest?“
„Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird entwurzelt werden“, antwortet Jesus. „Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“
Als Petrus Jesus im Namen der Jünger bittet, ihnen näher zu erklären, was einen Menschen verunreinigt, ist dieser offensichtlich erstaunt. „Seid auch ihr noch ohne Verständnis?“ entgegnet Jesus. „Merkt ihr nicht, daß alles, was in den Mund hineingeht, in die Eingeweide wandert und in den Abort ausgeschieden wird? Was dagegen aus dem Mund herauskommt, kommt aus dem Herzen, und dieses verunreinigt einen Menschen. Zum Beispiel kommen aus dem Herzen böse Überlegungen, Mordtaten, Ehebrüche, Hurereien, Diebstähle, falsche Zeugnisse, Lästerungen. Das sind die Dinge, die einen Menschen verunreinigen; aber ein Mahl mit ungewaschenen Händen einzunehmen verunreinigt einen Menschen nicht.“
Jesus spricht sich hier nicht gegen normale Hygiene aus. Er will damit nicht sagen, daß es überflüssig sei, sich die Hände zu waschen, bevor man ein Mahl zubereitet oder einnimmt. Statt dessen verurteilt Jesus die Heuchelei der religiösen Führer, die verschlagen versuchen, Gottes gerechte Gesetze zu umgehen, indem sie sich auf unbiblische Traditionen berufen. Ja, böse Taten verunreinigen einen Menschen, und Jesus zeigt, daß diese aus dem Herzen kommen. Johannes 7:1; 5. Mose 16:16; Matthäus 15:1-20; Markus 7:1-23; 2. Mose 20:12; 21:17; Jesaja 29:13.
Als er nun von der Volksmenge weg in ein Haus eingetreten war, begannen ihn seine Jünger über das Gleichnis zu befragen. 18 Da sprach er zu ihnen: „Seid auch ihr ohne Wahrnehmungsvermögen wie sie? Merkt ihr nicht, daß nichts, was von außen her in einen Menschen hineingeht, ihn verunreinigen kann, 19 da es nicht in [sein] Herz hineingeht, sondern in [seine] Eingeweide und in den Abort hinausgeht?“ So erklärte er alle Speisen für rein. 20 Ferner sagte er: „Das, was aus einem Menschen hinausgeht, ist es, was einen Menschen verunreinigt; 21 denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen schädliche Überlegungen hervor: Hurereien, Diebstähle, Mordtaten, 22 Ehebrüche, Taten der Habsucht, Bosheiten, Betrug, ein zügelloser Wandel, ein neidisches Auge, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. 23 Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen einen Menschen.“
haben wir den Sinn dessen verstanden, was wir in Gottes Wort lesen und in den Zusammenkünften und auf Kongressen hören?
Zeigt sich dies in unserem Lebenswandel – an unserem Handeln und an dem, wie und worüber wir reden?
Nehmen wir die nötigen Änderungen vor – unverzüglich?
Oder sind das alles für uns nur schöne Worte, die “vielleicht meinen Bruder betreffen, aber mich nicht”?
Nun vergaßen sie, Brote mitzunehmen, und außer einem einzigen Brot hatten sie nichts bei sich im Boot. 15 Und er begann, ihnen ausdrücklich Weisung zu geben und zu sagen: „Haltet eure Augen offen, nehmt euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes in acht.“ 16 Da begannen sie miteinander die Tatsache zu erörtern, daß sie keine Brote hatten. 17 Er merkte dies und sprach zu ihnen: „Warum erörtert ihr die Tatsache, daß ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht und erfaßt nicht den Sinn? Habt ihr denn euer Herz im Verständnis abgestumpft? 18 ‚Seht ihr nicht, obwohl ihr Augen habt, und hört ihr nicht, obwohl ihr Ohren habt?‘ Und erinnert ihr euch nicht, 19 wie viele Körbe voll Brocken ihr aufhobt, als ich die fünf Brote für die fünftausend brach?“ Sie sagten zu ihm: „Zwölf.“ 20 „Als ich die sieben für die viertausend brach, wie viele Proviantkörbe voll Brocken hobt ihr da auf?“ Und sie sagten zu ihm: „Sieben.“ 21 Darauf sprach er zu ihnen: „Erfaßt ihr den Sinn noch nicht?“
Jesus zeigt hier untergründig noch mehr auf, als die offenkundigen Gedanken.
Eigentlich will er seinen Jüngern beibringen “eins und eins zusamenzuzählen” und Gottes Wort und das, was wir sehen, als Ganzes zu sehen und daraus die richtigen Rückschlüsse zu ziehen.
Er will den Aha-Effekt. Was bedeutet das?
Er will, dass sie das Erlebte mit dem verbinden, was sie vielleicht neu hören:
Da sie doch gesehen hatten, dass Jesus zweimal in ihrem Beisein tausende mit nur ganz wenig Brot und Fischen gepeist hatte – sollte ihnen doch eigentlich klar sein, dass er nicht von buchstäblichen Brot geprochen hatte. So hätten sie diesen Gedanken von vornherein bei ihren Überlegungen verwerfen können.
Was bedeutet das nun für uns?
Wenn wir einen bestimmten Gedanken in der Bibel nicht verstehen – warum Jehova in einer bestimmten Situation für uns unbegreiflich gehandelt hat- dann müssen auch wir versuchen, uns an ähnliche Gedanken zu erinnern, die wir schon kennen und gucken, inwieweit dieses Puzelteil passt und so lange probieren bis wir das passende finden.
Wenn wir ein schweres Puzzel haben und überlegen, welches Teil hier nun passen könnte, dann sehen wir bei manchen Teilen auch auf dem ersten Blick, dass sie nicht passen. Wenn z.B. das, wo das Teil hin soll, generell gerundet ist, würden wir ja auch nicht zu einem Teil mit harten Ecken und Kanten greifen. Wir würden es garnicht erst aufnemen und probieren, ob es passt – denn es kommt ja von seiner Form her von vornherein nicht in Frage.
Ähnlich war es hier: da Jesus gerade kurz davor tausende auf wundervolle Weise gespeist hatte, konnte er dies nicht meinen. Daher verwunderte es Jesus sehr, dass sie “dieses eckige Puzzelteil aufnahmen und mehrfach probierten, ob es an das gerundete passen würde”.
Wie ist es mit uns – können wir die richtigen Schlussfolgerungen ziehen?
Haben wir unser Wahrnemungsvermögen durch Gebrauch geübt?
Denn er lehrte seine Jünger und sagte zu ihnen: „Der Menschensohn muß in die Hände der Menschen ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten, doch obwohl er getötet werden wird, wird er drei Tage später auferstehen.“ 32 Sie verstanden aber den Ausspruch nicht, und sie scheuten sich, ihn zu fragen.
kennen wir dieses Gefühl?
Warum hatten sie wohl nicht gefragt? Ob sie Angst vor der Antwort hatten?
denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns. 41 Denn wer immer euch aufgrund dessen, daß ihr Christus angehört, einen Becher Wasser zu trinken gibt, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen
interessanter Gedanke
Hier kommt wieder die Frage auf, wie Jehova wohl meine Eltern sieht.
Sie sind nicht gegen uns, nicht gegen Jesus, nicht gegen Menschen, die aufrichtig ihren Glauben ausleben – kann man dann sagen, dass sie in gewisser Weise doch für Jesus sind?
Aber wie passt das dann damit zusammen, dass Jesus an anderer Stelle sagte “wer nicht sammelt, der zertreut” (Matthäus 12:30)?
Ehrlich gesagt, gefällt dieser Ausspruch hier mir besser und stimmt meines Empfindens nach eher mit dem überein, was ich bisher über Jehova und sein Denken und Fühlen kennengelernt habe.
Interessant in diesem Zusammenhang, wie es weitergeht:
Markus 9:42
Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die glauben, straucheln macht, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gelegt und er tatsächlich ins Meer geworfen würde.
Dies stützt meine Gedanken, dass die Fakes in Jehovas Augen schlimmer sind, als diejenigen, die sich nicht entschliessen können, auf Jehovas Seite Stellung zu beziehen.
Jesus gibt jedoch den Rat: „Sucht ihn nicht zu hindern, denn da ist niemand, der eine Machttat aufgrund meines Namens tun wird, der rasch imstande sein wird, mich zu beschimpfen; denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns. Denn wer immer euch aufgrund dessen, daß ihr Christus angehört, einen Becher Wasser zu trinken gibt, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen.“
Der Mann muß Jesus nicht buchstäblich nachfolgen, um auf seiner Seite zu sein. Da die Christenversammlung noch nicht gegründet worden ist, bedeutet die Tatsache, daß er sich nicht ihrer Gruppe angeschlossen hat, nicht, daß er einer anderen Gemeinschaft angehört. Der Mann glaubt wirklich an Jesu Namen und konnte daher mit Erfolg Dämonen austreiben. Er hat etwas getan, was, wie Jesus sagte, wert ist, belohnt zu werden. Jesus zeigt, daß er dafür seines Lohnes nicht verlustig gehen wird.
Was aber, wenn die Worte und Taten der Apostel den Mann zum Straucheln bringen würden? Das wäre eine sehr ernste Angelegenheit. Jesus bemerkt dazu: „Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die glauben, straucheln macht, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gelegt und er tatsächlich ins Meer geworfen würde.“
Nun näherten sich Pharisäer und begannen, um ihn auf die Probe zu stellen, ihn zu fragen, ob es einem Mann erlaubt sei, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. 3 Als Antwort sagte er zu ihnen: „Was hat euch Moses geboten?“ 4 Sie sagten: „Moses hat erlaubt, ein Entlassungszeugnis zu schreiben und sich [von ihr] scheiden zu lassen.“ 5 Jesus aber sprach zu ihnen: „Mit Rücksicht auf eure Herzenshärte schrieb er euch dieses Gebot. 6 Doch von Anfang der Schöpfung an ‚hat ER sie männlich und weiblich gemacht. 7 Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, 8 und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind. 9 Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 10 Als sie wieder im Haus waren, begannen ihn die Jünger darüber zu befragen. 11 Und er sprach zu ihnen: „Wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch, 12 und wenn eine Frau, nachdem sie sich von ihrem Mann scheiden ließ, je einen anderen heiratet, so begeht sie Ehebruch.“
klare Worte zum Thema “Ehe” und dass sie in Jehova Augen unanfechtbar ist.
Mich von meinem Mann zu trennen und mich scheiden zu lassen, weil er nicht so ist, wie ich das gern will und dann einen anderen zu heiraten, von dem ich denke, dass er viel besser zu mir passt – ist in Jehovas Augen verwerflich.
Unter den Pharisäern gehen die Meinungen über die Scheidung auseinander. Moses sagte, daß man sich von einer Frau scheiden lassen könne, wenn „etwas Anstößiges an ihr gefunden“ werde. Einige glauben, daß sich das einzig und allein auf ein unkeusches Verhalten bezieht. Andere sind dagegen der Ansicht, daß „etwas Anstößiges“ schon geringste Vergehen einschließt. Um Jesus auf die Probe zu stellen, fragen die Pharisäer: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ Sie sind davon überzeugt, daß Jesus, ganz gleich, was er sagt, mit den Pharisäern Schwierigkeiten bekommen wird, die eine andere Ansicht vertreten.
Jesus beantwortet die Frage jedoch auf geschickte Weise, indem er sich nicht einer menschlichen Meinung anschließt, sondern auf die ursprüngliche Form der Ehe verweist. Er fragt: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“
Wie Jesus zeigt, bestand Gottes ursprünglicher Vorsatz darin, daß Eheleute zusammenbleiben und sich nicht scheiden lassen sollten. Obschon das so ist, entgegnen die Pharisäer: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen?“
„Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, daß ihr euch von euren Frauen scheiden lassen könnt“, antwortet Jesus, „aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen.“ Ja, als Gott in Eden den wahren Maßstab für die Ehe festlegte, traf er keine Vorkehrung für eine Scheidung.
Weiter sagt Jesus zu den Pharisäern: „Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei [griechisch: pornéiai (sprich: pornéia)], und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“ Er zeigt dadurch, daß pornéia, das heißt eine schwere sexuelle Verfehlung, der einzig zulässige Scheidungsgrund ist.
Als den Jüngern bewußt wird, daß die Ehe eine dauerhafte Gemeinschaft sein soll und es nur einen einzigen Scheidungsgrund gibt, fühlen sie sich zu der Äußerung veranlaßt: „Wenn die Stellung eines Mannes zu seiner Frau so ist, ist es nicht ratsam zu heiraten.“ Ohne Frage sollte sich jeder, der die Ehe in Betracht zieht, der Dauerhaftigkeit der Ehebande bewußt sein.
Nun waren sie unterwegs und zogen nach Jerusalem hinauf, und Jesus ging ihnen voran, und Staunen ergriff sie; diejenigen aber, die ihnen folgten, begannen sich zu fürchten. Nochmals nahm er die Zwölf beiseite und fing an, ihnen die Dinge zu sagen, die ihm zu widerfahren bestimmt seien: 33 „Seht, wir gehen nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Oberpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und werden ihn den [Menschen der] Nationen ausliefern, 34 und sie werden Spott mit ihm treiben und werden ihn anspeien und ihn geißeln und ihn töten, aber drei Tage später wird er auferstehen.“
35 Und Jakobus und Johannes, die beiden Söhne des Zebedaus, traten an ihn heran und sagten zu ihm: „Lehrer, wir möchten, daß du für uns tust, was immer wir von dir erbitten.“ 36 Er sagte zu ihnen: „Was wollt ihr, daß ich für euch tue?“ 37 Sie sagten zu ihm: „Gewähre uns, daß sich in deiner Herrlichkeit einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken setze.“ 38 Jesus aber sprach zu ihnen: „Ihr wißt nicht, worum ihr bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?“ 39 Sie sagten zu ihm: „Wir können es.“ Darauf sprach Jesus zu ihnen: „Den Becher, den ich trinke, werdet ihr trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden. 40 Aber dieses Sitzen zu meiner Rechten oder zu meiner Linken zu vergeben steht nicht mir zu, sondern gehört denen, für die es bereitet worden ist.“
kommt mir grad ziemlich merkwürdig vor, die Reaktion der beiden
Jesus erzählt ihnen, dass er nun bald vieles erleiden und sterben muss – und sie denken nur an ihre eigene Stellung?
Sind sie nicht betroffen und traurig?
Das wäre ja in etwa so, als würde ein Vater seinen Kindern erzählen, dass er sterbenskrank ist, nicht mehr lange zu leben hat und dann qualvoll sterben wird – und die einzige Reaktion der Kinder ist, ob sie das Haus erben und was sonst noch so für sie rausspringt.
Wie mag ein Vater wohl empfinden, wenn die Kinder so reagieren, anstatt tiefes Bedauern und Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen?
Wie mag wohl Jesus dabei emfunden haben?
Wie sah wohl Jehova sie?
Wie ist es mit uns – denken und empfinden wir manchmal ähnlich wie die beiden Brüder?
Könnten wir an unserem Mitgefühl und Taktempfinden noch arbeiten?
Markus 10:41
Als dann die zehn anderen davon hörten, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden.
Nun kamen sie nach Jerusalem. Dort ging er in den Tempel hinein und fing an, diejenigen, die im Tempel verkauften und kauften, hinauszutreiben, und er stieß die Tische der Geldwechsler und die Bänke der Taubenverkäufer um; 16 und er ließ nicht zu, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug, 17 sondern er lehrte fortwährend und sprach: „Steht nicht geschrieben: ‚Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Nationen genannt werden.‘? Ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.“
eigentlich war ja Jesus sehr sanftmütig und geduldig, aber hier wird er dann … ?
Hätten wir von ihm erwartet, dass er zu den Geldwechslern freundlich sagt “bitte sei doch so lieb und lass das, was du hier tust”?
Passt sein rabiates Vorgehen hier nicht zu seiner Persönlichkeit?
Könnte man sagen, er habe die Selbstbeherrschung verloren? Immerhin war er doch vollkommen?
22 Und Jesus gab ihnen zur Antwort: „Habt Glauben an Gott. 23 Wahrlich, ich sage euch: Wer immer zu diesem Berg spricht: ‚Werde emporgehoben und ins Meer geworfen‘ und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, daß das, was er sagt, geschehen wird, dem wird es widerfahren. 24 Darum sage ich euch: Alle Dinge, um die ihr betet und bittet, glaubt, daß ihr sie sozusagen empfangen habt, und ihr werdet sie haben.
bitten wir ebenso glaubensvoll und voller Zuversicht?
Darauf suchten sie ihn zu greifen, doch fürchteten sie die Volksmenge, denn sie merkten, daß er sie im Sinn gehabt hatte, als er das Gleichnis sprach. Somit ließen sie von ihm ab und gingen fort.
wie reagieren wir in einer ähnlichen Situation?
Wie reagieren wir, wenn wir lesen, wie jemand beschreibt was wir tun (ohne aber unseren Namen zu nennen oder einen direkten Bezug zu uns herzustellen) und anhand der Bibel zeigt, dass Jehova ein solches Verhalten verabscheut?
Werden dann auch wir wütend und versuchen den anderen mundtot zu machen – weil wir erkennen, dass er uns dabei im Sinn gehabt hat?
Nun kamen Sadduzaer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung, und sie stellten ihm die Frage: 19 „Lehrer, Moses schrieb uns, daß, wenn jemandes Bruder stirbt und eine Frau zurückläßt, aber kein Kind hinterläßt, sein Bruder die Frau nehmen und für seinen Bruder Nachkommen von ihr erwecken sollte. 20 Da waren sieben Brüder; und der erste nahm eine Frau, doch hinterließ er, als er starb, keine Nachkommen. 21 Und der zweite nahm sie, starb aber, ohne Nachkommen zu hinterlassen; und der dritte ebenso. 22 Und die sieben hinterließen keine Nachkommen. Als letzte von allen starb auch die Frau. 23 Wer von ihnen wird sie in der Auferstehung zur Frau haben? Denn die sieben hatten sie zur Frau.“
Ist uns beim Lesen aufgefallen, dass sie bis zu ihrem Tod nur die Frau ihres ersten Mannes war?
Alle anderen hatten sie nur im Rahmen der Schwagerehe zur Nebenfrau genommen – um ihrem toten Bruder Nachkommen zu erwecken.
Diesen Aspekt haben sie bei ihrer Frage scheinbar ausser Acht gelassen, sonst hätten sie gewusst, wessen Frau sie bis zum Schluss war.
Einer von den Schriftgelehrten nun, der herzugetreten war und ihren Wortstreit gehört hatte, erkannte, daß er auf vortreffliche Weise geantwortet hatte, und fragte ihn: „Welches Gebot ist das erste von allen?“ 29 Jesus antwortete: „Das erste ist: ‚Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova, 30 und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft.‘ 31 Das zweite ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Kein anderes Gebot ist größer als diese.“ 32 Der Schriftgelehrte sagte zu ihm: „Lehrer, treffend hast du der Wahrheit gemäß gesagt: ‚ER ist E i n e r , und da ist kein anderer als ER‘; 33 und dieses, ‚ihn zu lieben mit ganzem Herzen und mit ganzem Verstand und mit ganzer Kraft‘, und dieses, ‚seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst‘, ist weit mehr wert als alle Ganzbrandopfer und Schlachtopfer.“ 34 Da Jesus erkannte, daß er verständig geantwortet hatte, sagte er zu ihm: „Du bist nicht fern vom Königreich Gottes.“ Niemand aber hatte mehr den Mut, ihn zu befragen.
warum hatte keiner mehr den Mut?
Weil es ihnen nur darum ging, ihn in seiner eigenen Rede zu fangen – oder warum?
Wenn sie aufrichtig daran interessiert waren, wie er und Jehova dachten – hätte es sie dann nicht brennend interessiert was er noch zu anderen Fragen zu sagen hatte?
Wie ist es mit uns?
Fragen wir nach? Gehen wir beim Bibellesen in die Tiefe?
Als Jesus jedoch antwortete, begann er, während er im Tempel lehrte, zu sagen: „Wieso sagen die Schriftgelehrten, daß der Christus Davids Sohn ist? 36 Durch den heiligen Geist sagte David selbst: ‚Jehova sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege.“ ‘ 37 David selbst nennt ihn ‚Herr‘, doch wie kommt es, daß er sein Sohn ist?“
Und die große Volksmenge hörte ihm mit Lust zu.
hören auch wir Jehova und Jesus mit Lust zu?
Oder ist dies für uns eher eine lästige Pflicht – etwas, was wir gezwungenermaßen tun, weil es halt nötig ist, um die Eintrittskarte ins Paradies zu bekommen?
Und er setzte sich den Schatzkästen gegenüber nieder und begann zu beobachten, wie das Volk Geld in die Schatzkästen einwarf; und viele Reiche warfen viele Münzen ein. 42 Nun kam eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen von ganz geringem Wert ein. 43 Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch, daß diese arme Witwe mehr eingeworfen hat als alle, die Geld in die Schatzkästen einwarfen; 44 denn sie alle haben von ihrem Überfluß eingeworfen; sie aber hat von ihrem Mangel alles eingeworfen, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt.“
Jehova weiss alles zu schätzen, was wir gemäss unseren Möglichkeiten für ihn und sein Königreich einsetzen
„Sag uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann alle diese Dinge zu einem Abschluß kommen sollen?“ 5 Da fing Jesus an, zu ihnen zu sagen: „Seht zu, daß euch niemand irreführt. 6 Viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin es‘ und werden viele irreführen. 7 Überdies, wenn ihr von Kriegen und Kriegsberichten hört, so erschreckt nicht; [diese Dinge] müssen geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.
8 Denn Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, es wird an einem Ort nach dem anderen Erdbeben geben, Lebensmittelknappheit wird eintreten. Diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.
9 Was euch betrifft, gebt acht auf euch selbst; man wird euch örtlichen Gerichten ausliefern, und ihr werdet in Synagogen geschlagen und um meinetwillen vor Statthalter und Könige gestellt werden, ihnen zu einem Zeugnis. 10 Auch muß unter allen Nationen zuerst die gute Botschaft gepredigt werden. 11 Wenn sie euch aber abführen, um euch auszuliefern, so macht euch nicht im voraus Sorgen über das, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet, denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der heilige Geist. 12 Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater ein Kind, und Kinder werden gegen [die] Eltern aufstehen und sie zu Tode bringen lassen; 13 und um meines Namens willen werdet ihr Gegenstand des Hasses aller Menschen sein. Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden.
was von diesem gebündeltem Zeichen beobachten wir bereits heute?
Markus 13:14
Wenn ihr aber das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, dort stehen seht, wo es nicht stehen sollte (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an), dann sollen die, die in Judaa sind, in die Berge zu fliehen beginnen.
sorry, aber bei diesem Vers muss ich in letzter Zeit immer wieder daran denken, dass sich in letzter Zeit immer mehr bösartige Menschen in die Versammlungen eingeschlichen haben - die nach Jehovas Ansicht da nicht hin gehoren!
Ich weiss, dass mit diesem Vers etwas anderes gemeint ist, aber die Assosiation ist einfach da!
Markus 13:20
In der Tat, wenn Jehova die Tage nicht verkürzt hätte, so würde kein Fleisch gerettet werden. Aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt.
Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Oberpriestern, um ihn an sie zu verraten. 11 Als sie es hörten, freuten sie sich und versprachen, ihm Silbergeld zu geben. Da begann er nach einer passenden Gelegenheit zu suchen, um ihn zu verraten.
Markus 14:33-41
Und er nahm Petrus und Jakobus und Johannes mit sich, und er fing an, in Bestürzung zu geraten und schmerzlich beunruhigt zu werden. 34 Und er sprach zu ihnen: „Meine Seele ist tief betrübt, ja bis zum Tod. Bleibt hier und wacht!“ 35 Und er ging ein wenig weiter, fiel dann auf die Erde und begann zu beten, daß, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorübergehe. 36 Und danach sagte er: „Abba, Vater, alle Dinge sind dir möglich; entferne diesen Becher von mir. Doch nicht, was ich will, sondern was du willst.“ 37 Und er kam und fand sie schlafend, und er sagte zu Petrus: „Simon, schläfst du? Hattest du nicht die Kraft, eine einzige Stunde zu wachen? 38 Wacht und betet unablässig, damit ihr nicht in Versuchung kommt. Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach.“ 39 Und er ging wieder hin und betete und sprach dasselbe Wort. 40 Und wieder kam er und fand sie schlafend, denn ihre Augen waren beschwert, und so wußten sie nicht, was sie ihm antworten sollten. 41 Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: „Zu einer solchen Zeit, wie diese es ist, schlaft ihr und ruht euch aus! Es ist genug! Die Stunde ist gekommen! Seht! Der Menschensohn wird in die Hände von Sündern verraten.
wie hätten wir empfunden, wenn wir jetzt bei Jesus gewesen wären?
Hätten wir es bemerkt, wie besorgt und emotional angespannt er war?
Bemerken wir es, wenn es unserem Bruder schlecht geht? Sind wir für ihn da?
Und sogleich, während er noch redete, traf Judas, einer von den Zwölfen, ein und mit ihm eine Volksmenge mit Schwertern und Knüppeln, von den Oberpriestern und den Schriftgelehrten und den älteren Männern her. 44 Nun hatte sein Verräter ihnen ein verabredetes Zeichen gegeben, indem er sprach: „Wen immer ich küsse, der ist es; nehmt ihn in Gewahrsam und führt ihn sicher ab.“ 45 Und er kam heran und trat auf ihn zu und sprach: „Rabbi!“ und küßte ihn sehr zärtlich. 46 Da legten sie Hand an ihn und nahmen ihn in Gewahrsam. 47 Einer jedoch von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert und schlug den Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. 48 In Erwiderung aber sagte Jesus zu ihnen: „Seid ihr mit Schwertern und Knüppeln wie gegen einen Räuber ausgezogen, um mich festzunehmen? 49 Tag für Tag war ich bei euch im Tempel und lehrte, und doch nahmt ihr mich nicht in Gewahrsam. Dennoch, es ist, damit die Schriften erfüllt werden.“
war Judas wirklich so kalt?
Ob er wohl später Reue empfunden hat, als er sah, wie grob sie mit Jesus umgingen??
Mittlerweile suchten die Oberpriester und der ganze Sanhedrin nach einem Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen, aber sie fanden keines. 56 Tatsächlich legten viele falsches Zeugnis gegen ihn ab, doch stimmten ihre Zeugenaussagen nicht überein. 57 Auch erhoben sich einige und legten falsches Zeugnis gegen ihn ab, indem sie sprachen: 58 „Wir hörten ihn sagen: ‚Ich will diesen Tempel, der mit Händen gemacht wurde, niederreißen, und in drei Tagen will ich einen anderen bauen, der nicht mit Händen gemacht ist.‘ “ 59 Doch auch darin stimmte ihr Zeugnis nicht überein.
60 Schließlich erhob sich der Hohepriester in ihrer Mitte und fragte Jesus, indem er sprach: „Gibst du keine Antwort? Was ist das, worin diese gegen dich zeugen?“ 61 Er aber schwieg und antwortete gar nichts. Wieder begann der Hohepriester ihn zu befragen und sagte zu ihm: „Bist du der Christus, der Sohn des Gesegneten?“ 62 Da sprach Jesus: „Ich bin es; und ihr werdet den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und mit den Wolken des Himmels kommen sehen.“ 63 Darauf zerriß der Hohepriester seine inneren Kleider und sprach: „Wozu brauchen wir weiter Zeugen? 64 Ihr habt die Lästerung gehört. Wie urteilt ihr darüber?“ Sie alle verurteilten ihn als des Todes schuldig. 65 Und einige fingen an, ihn anzuspeien und sein ganzes Gesicht zu verhüllen und ihn mit den Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: „Prophezeie!“ Und die Gerichtsdiener übernahmen ihn mit Backenstreichen.
wie kann man so gehässig sein?
Sie hassten Jesus so sehr, dass sie ganz verzweifelt nach einem legalen Mittel suchten, um ihn mundtot zu machen und für immer zu vernichten.
Da ja bekanntlich der Zweck die Mittel heiligt, griffen sie hierbei zu falschen Anklagen und suchten sich falsche Zeugen, die diese frechen Lügen auch noch betätigten.
Dieser Jesus musste weg, denn er störte ihren eigenen Frieden ganz erheblich. Es ist halt nicht so angenehm, wenn immer jemand vor dir steht und und ganz klar und deutlich sagt, dass das, was du tust, in Jehovas Augen verabscheuungswürdig ist. Keinem gefällt es, wenn er laufend blossgestellt wird – und genau dies hatte Jesus ja immer wieder getan!
Also musste er weg, das müssen wir doch verstehen – oder?
Und dazu war halt jedes Mittel recht, Sie warfen ihm so lange alle möglichen Dinge vor, die nicht stimmten, bis es irgendwie passte und sie ihn ganz legal verurteilen konnten.
Wobei: so ganz legal war es ja doch nicht, denn wir lesen, dass sich die Zeugen immer wieder widersprachen und wir wissen ja: im Zweifel für den Angelagten.
Kein Richter, der sein Amt ernst nimmt und aufrichtig an der Warheitsfindung interessiert ist, würde einen Angeklagten aufgrund dieser vielen Widersprüche in den Zeugenaussagen verurteilen.
Aber wir wissen ja, dass diese Richter hier überhaupt nicht an der Wahrheitsfindung interessiert sind – sondern dass es ihnen einzig und allein darum ging, diesen Jesus noch am selben Tag für immer auszuschalten. (Ähnlichkeiten mit heute lebenden Personen und Begebenheiten sind natürlich rein zuällig und nicht beabsichtigt)
Wissen wir, wie Jehova über dieses Gericht hier denkt?
Wie denkt er ùber die Ankläger, die laufend neue freche Lügen vorbringen?
Wie denkt er wohl über die falschen Zeugen, die bereit sind, die Lügen der Falschankläger zu bestätigen, weil sie sich davon einen persönlichen Vorteil versprechen?
Wie denkt er über diejenigen, die hier danach gieren, diesen unschuldigen Jesus umzubringen?
Wie denkt er über die Richter, die bereitwillig das Recht verdrehen und wissentlich einen Unschuldigen für etwas, was er nicht getan hat, zum Tode verurteilen?
Ob sich Jehova geändert hat und heute anders über solche bösartigen Menschen denkt?
Und gleich bei Tagesanbruch hielten die Oberpriester mit den älteren Männern und den Schriftgelehrten, ja der ganze Sanhedrin, Rat, und sie banden Jesus und führten ihn ab und übergaben ihn Pilatus. 2 Da stellte Pilatus ihm die Frage: „Bist du der König der Juden?“ Als Antwort sagte er zu ihm: „Du selbst sagst [es].“ 3 Die Oberpriester aber gingen daran, ihn vieler Dinge anzuklagen. 4 Nun begann Pilatus ihn von neuem zu befragen, indem er sprach: „Gibst du keine Antwort? Sieh, wie viele Beschuldigungen sie gegen dich vorbringen.“ 5 Jesus aber gab keine weitere Antwort, so daß sich Pilatus zu verwundern begann.
hätte es denn etwas gebracht, wenn er auf die unzähligen Anschuldigungen geantwortet hätte?
War nicht schon die Tatsache, dass sie unzählige Anschuldigungen vorbrachten und nicht nur eine einzige aber dafür gravierende, ein Indiz dafür, dass mit der Klage etwas nicht stimmen konnte? Wenn jemand wirklich Schlimmes getan hat, dann hat der Kläger es doch garnicht nötig, nach unzähligen Kleinigkeiten zu suchen. Das tut man nur dann, wenn man nicht wirklich etwas gegen den anderen hat und immer noch etwas nachschieben muss, um Erfolg zu haben.
Markus 15:10-11
Denn er merkte, daß ihn die Oberpriester aus Neid überliefert hatten. 11 Die Oberpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, damit er ihnen an seiner Stelle Barabbas freigebe.
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Markus
DAS Markusevangelium ist das kürzeste der vier Evangelien. Etwa 30 Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi verfasste Johannes Markus diesen abwechslungsreichen, lebendigen Bericht über den dreieinhalbjährigen Dienst Jesu.
Im Bibelbuch Markus — offensichtlich an Nichtjuden gerichtet, vornehmlich an Römer — wird Jesus hauptsächlich als Wunder wirkender Sohn Gottes beschrieben, der eine dynamische Predigttätigkeit in Gang setzte. Betont wird hauptsächlich, was Jesus tat, nicht so sehr, was er lehrte. Sich mit dem Markusevangelium zu befassen stärkt unseren Glauben an den Messias und spornt uns an, die göttliche Botschaft eifrig zu verkündigen (Heb. 4:12).
DER ÜBERRAGENDE DIENST IN GALILÄA
(Markus 1:1—9:50)
Nachdem Markus in nur 14 Versen die Tätigkeit Johannes’ des Täufers und den 40-tägigen Aufenthalt Jesu in der Wildnis geschildert hat, beginnt er mit dem spannenden Bericht über Jesu Dienst in Galiläa. Der wiederholte Gebrauch der Wörter „sogleich“ oder „sobald“ verleiht dem Bericht eine gewisse Dringlichkeit (Mar. 1:10, 12).
In weniger als drei Jahren unternimmt Jesus drei Predigtreisen durch Galiläa. Markus hält die Ereignisse größtenteils in chronologischer Reihenfolge fest. Die Bergpredigt sowie einige andere längere Ausführungen Jesu sind nicht in diesem Evangelium enthalten.
Antworten auf biblische Fragen:
1:15 — Wofür war „die bestimmte Zeit“ gekommen?
Jesus meinte, die bestimmte Zeit, seinen Dienst zu beginnen, sei gekommen. Das Königreich Gottes hatte sich genaht, weil er als designierter König zugegen war. Aufrichtige Personen konnten auf seine Predigttätigkeit reagieren und entsprechend handeln, was ihnen Gottes Wohlgefallen eintragen würde.
1:44; 3:12; 7:36 — Warum wollte Jesus nicht, dass seine Wunder bekannt wurden?
Jesus wollte nicht, dass die Leute aufgrund sensationeller oder möglicherweise verzerrter Berichte Schlüsse zogen, sondern sie sollten selbst erkennen, dass er der Christus ist, und auf dieser Grundlage eine persönliche Entscheidung treffen (Jes. 42:1-4; Mat. 8:4; 9:30; 12:15-21; 16:20; Luk. 5:14).
Bei einem zuvor von Dämonen besessenen Mann im Land der Gerasener machte er eine Ausnahme. Er forderte ihn auf, nach Hause zu gehen und seinen Verwandten alles zu erzählen, was geschehen war. Jesus war inständig gebeten worden, aus dem Gebiet wegzugehen, daher hatte er nur wenig oder gar keinen Kontakt mit den Bewohnern. Die Anwesenheit und das Zeugnis eines Mannes, an dem Jesus ein solches Wunder gewirkt hatte, konnte bewirken, dass die Menschen trotz des Verlusts der Schweine nicht negativ redeten (Mar. 5:1-20; Luk. 8:26-39).
2:28 — Warum wird Jesus auch „Herr des Sabbats“ genannt?
„Das GESETZ [hat] einen Schatten der künftigen guten Dinge“, schrieb der Apostel Paulus (Heb. 10:1). Gemäß dem Gesetz folgte nach sechs Tagen Arbeit ein Sabbat, und Jesus vollbrachte viele Heilungen am Sabbattag. Das war eine Vorausschau auf die Ruhe, den Frieden und andere Segnungen, die die Menschheit während der Tausendjahrherrschaft Christi verspüren wird, wenn die bedrückende Herrschaft Satans zu Ende ist. Deshalb ist der König dieses Königreichs auch „Herr des Sabbats“ (Mat. 12:8; Luk. 6:5).
3:5; 7:34; 8:12 — Wieso konnte Markus Näheres über Jesu Empfindungen berichten?
Markus war weder einer der 12 Apostel noch war er ein enger Gefährte Jesu. Alte Überlieferungen besagen, dass er vieles von dem Apostel Petrus erfahren hatte, mit dem er eng verbunden war (1. Pet. 5:13).
6:51, 52 — Was war „die Bedeutung der Brote“, die die Jünger nicht erfassten?
Wenige Stunden bevor Jesus seinen Jüngern auf dem Wasser entgegenkam, hatte er 5 000 Männer und dazu noch Frauen und Kinder mit nur fünf Broten und zwei Fischen gespeist. Bei dieser Begebenheit hätten die Jünger „die Bedeutung der Brote“ verstehen sollen: Jesus war von Jehova befähigt worden, Wunder zu wirken (Mar. 6:41-44). Hätten sie erfasst, was für eine große Macht Jesus erhalten hatte, wären sie nicht so erstaunt gewesen, als er über das Wasser ging.
8:22-26 — Warum heilte Jesus den Blinden schrittweise?
Er tat es wahrscheinlich aus Rücksicht auf ihn. Die allmähliche Wiederherstellung der Sehkraft ermöglichte es dem Leidenden, der so lange in der Dunkelheit leben musste, sich dem hellen Sonnenlicht anzupassen.
Lehren für uns:
2:18; 7:11; 12:18; 13:3. Markus erklärt Bräuche, Ausdrücke, Glaubensansichten und beschreibt Orte, mit denen nichtjüdische Leser wahrscheinlich nicht vertraut waren. Er erwähnt, dass die Pharisäer ‘zu fasten pflegten’, dass Korban „eine Gott gewidmete Gabe“ war, dass die Sadduzäer sagten, „es gebe keine Auferstehung“, und dass sich der Tempel „gegenüber“ dem Ölberg befand. Da das Geschlechtsregister des Messias hauptsächlich für die Juden von Interesse ist, lässt er es völlig weg. Markus gibt uns ein gutes Beispiel: Wenn wir im Predigtdienst unterwegs sind oder in den Zusammenkünften der Versammlung Aufgaben vortragen, sollten wir die Herkunft unserer Zuhörer berücksichtigen.
3:21. Jesu Verwandte glaubten nicht an ihn. Daher kann man davon ausgehen, dass Jesus mitempfindet, wenn jemand wegen seines Glaubens von seinen Familienangehörigen Spott oder Widerstand zu ertragen hat.
3:31-35. Bei seiner Taufe wurde Jesus als geistiger Sohn Gottes gezeugt, und „das Jerusalem droben“ war seine Mutter (Gal. 4:26). Von da an bedeuteten ihm seine Jünger weit mehr als seine Familie. Die Lehre für uns: Geistige Interessen sollten in unserem Leben Vorrang haben (Mat. 12:46-50; Luk. 8:19-21).
8:32-34. Äußerungen, die auf falsch verstandener Güte beruhen, sollten wir schnell erkennen und zurückweisen. Ein Jünger Christi muss bereit sein, ‘sich selbst zu verleugnen’, das heißt Nein zu sagen, wenn es um selbstsüchtige Wünsche oder ehrgeizige Ziele geht. Er muss bereit sein, ‘seinen Marterpfahl aufzunehmen’ — notfalls Leiden ertragen, mit Verfolgung und sogar mit dem Tod rechnen. Außerdem muss ein Christ Jesus ‘beständig folgen’. All das erfordert, dass wir opferbereit sind wie Jesus und uns diese Einstellung bewahren (Mat. 16:21-25; Luk. 9:22, 23).
9:24. Wir sollten uns nicht schämen, uns zu unserem Glauben zu bekennen oder um mehr Glauben zu beten (Luk. 17:5).
DER LETZTE MONAT
(Markus 10:1—16:8)
Gegen Ende des Jahres 32 u. Z. kommt Jesus „an die Grenzen von Judäa und jenseits des Jordan“; erneut strömen Volksmengen zu ihm (Mar. 10:1). Er belehrt sie und macht sich dann auf den Weg nach Jerusalem.
Am 8. Nisan hält sich Jesus in Bethanien auf. Während er bei einem Mahl zu Tisch liegt, gießt ihm eine Frau wohlriechendes Öl auf den Kopf. Die folgenden Geschehnisse, beginnend mit dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem bis hin zu seiner Auferstehung, sind in chronologischer Reihenfolge aufgeschrieben.
Antworten auf biblische Fragen:
10:17, 18 — Warum korrigierte Jesus einen Mann, der ihn „guter Lehrer“ nannte?
Dadurch, dass Jesus den schmeichelhaften Titel ablehnte, gab er die Ehre Jehova und zeigte, dass der wahre Gott der Quell aller guten Dinge ist. Außerdem lenkte er die Aufmerksamkeit auf die grundlegende Wahrheit, dass Jehova Gott, der Schöpfer aller Dinge, allein das Recht hat, zu bestimmen, was gut und was böse ist (Mat. 19:16, 17; Luk. 18:18, 19).
14:25 — Was meinte Jesus, als er zu seinen treuen Aposteln sagte: „Ich werde keinesfalls mehr von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich es neu trinke in dem Königreich Gottes“?
Jesus wollte damit nicht sagen, dass es im Himmel Wein gibt. Doch manchmal wird Wein als ein Symbol der Freude gebraucht. Daher sprach Jesus einfach von der Freude, mit seinen auferweckten gesalbten Nachfolgern im Königreich vereint zu sein (Ps. 104:15; Mat. 26:29).
14:51, 52 — Wer war der junge Mann, der ‘nackt entfloh’?
Da nur Markus diese Begebenheit erwähnt, können wir ohne Weiteres davon ausgehen, dass er von sich selbst sprach.
15:34 — Lassen Jesu Worte „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ eine Glaubensschwäche erkennen?
Nein. Wir wissen zwar nicht genau, was Jesus zu diesem Ausspruch veranlasste, aber wahrscheinlich spürte er, dass Jehova sozusagen seinen Schutz zurückgezogen hatte, um seine Lauterkeit bis zum Äußersten zu prüfen. Es könnte auch sein, dass Jesus an die Prophezeiung aus Psalm 22:1 dachte, die sich an ihm erfüllen sollte (Mat. 27:46).
Lehren für uns:
10:6-9. Es ist Gottes Wille, dass Ehepartner zusammenbleiben. Statt eine Scheidung in Betracht zu ziehen, sollten sich Eheleute bemühen, biblische Grundsätze umzusetzen, und so etwaige Eheprobleme lösen (Mat. 19:4-6).
12:41-44. Das Beispiel der armen Witwe lehrt uns, die wahre Anbetung selbstlos zu unterstützen.
Markus 1 – 3
Markus 1:5
…zogen alle hinauf und ließen sich taufen…
wie passt das dann später damit zusammen, dass das Volk den Tod Jesu forderte?
Markus 1:16-21
ist uns aufgefallen, dass diese Männer alles stehen und liegen lassen, als Jesus sie auffordert, ihm nachzufolgen?
Wie reagieren wir, wenn wir etwas als richtig erkannt haben?
Zögern wir dann lange, oder tun wir es “unverzüglich“?
Markus 1:22-28
der erste Bericht darüber, wie Dämonen Menchen das Leben schwer machen und sich daran ergötzen, diese fertig zu machen.
Markus 1:32-34
Markus 1:39
Markus 1:40-45
warum wollte Jesus eigentlich, dass die Geheilten nicht darüber prachen, dass er sie von ihrem Leiden befreit hatte?
Ging es ihm darum, dass die Menschen dann nur kommen, um geheilt zu werden – und er von seiner Aufgabe, die gute Botschaft zu predigen, abgelenkt würde?
Markus 1:45
War das mit den Wunderheilungen nicht eine tolle Sache, um Interesse für die gute Botschaft zu wecken?
Warum also sollten sie nicht darüber reden?
*** gt Kap. 25 Mitleid mit einem Aussätzigen ***
Markus 2:1-12
besonders interessant hier der Teil, wie Jesus erkannte was sie in ihrem Herzen dachten.
Vor diesem Hintergrund erscheint es noch viel unverschämter, dass auch Juads fragte, ob vielleicht er es sein würde, der Jesus verraten würde – wo er doch zu diesem Zeitpunkt bereits alles in die Wege geleitet hatte.
Was haben Kranheiten mit unseren Sünden zu tun? Sind sie vielleicht eine Strafe dafür, weil wir Schlimmes getan haben?
Nein, hier geht es darum, dass wir unvollkommen sind und wir daher krank werden.
Markus 3:2
tolle Leute diese Pharisäer!
Sie folgten Jesus nur, um zu gucken, wie sie ihm schaden könnten.
Ein änliches Verhalten können wir heute oft bei Ausgeschlossenen beobachten. Sie gehen zu jedem Kongress und lesen eifriger jede der Publikationen, als viele Brüder, die aktiv mit der Versammlung verbunden sind. Aber mit welchem Beweggrund?
Es geht ihnen einzig und allein darum, nach Fehlern zu suchen und die Gesellschaft der Zeugen Jehovas anzuprangern und bloßzustellen!
Ein ziemlich idiotisches Verhalten, wie ich finde!
Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren ebenso idiotisch. Sie hätten Jesus lieber mit einem aufrichtigen Herzen zuhören sollen – dann wären sie ihrem Gott näher gekommen und er hätte sie nicht verwerfen müssen.
Markus 3:1-6
Markus 3:9-10
hab ich bisher überlesen
Jesus fühlte sich von den Volksmengen bedrängt, die über ihn herfielen?
Markus 3:21
könnte das uns auch passieren?
Was zeigen seine Verwandten damit über sich selbst, wie sie über Jesus reden?
Welche Einstellung zeigen sie?
Markus 3:28-29
ja, Jehova vergibt uns vieles – aber nicht, wenn wir willentlich sündigen und in diesem verkehrten Lauf verharren.
Noch viel weniger vergibt er uns, wenn wir alles daran setzen um jemanden zu schaden, der ganz eindeutig seinen Geist und sein Wohlgefallen hat.
Markus 3:31-35
fühlen wir uns unseren Brüdern ebenso nah verbunden?
Welche Gesellschaft ziehen wir vor?
Bedeutet dieser Ausspruch Jesu, dass er die Familie nicht wichtig nahm und dass das Vorurteil “Zeugen Jehovas zerstören Familien” gerechtfertigt ist?
Was hatte Jesus damit wirklich gemeint?
*** w08 15. 2. S. 29 Höhepunkte aus dem Buch Markus ***
Markus 4 – 6
Markus 4:3-20
Wo finden wir uns selbst in diesem Gleichnis wieder?
Sieht uns Jehova ebenso, wie wir uns selbst sehen?
Ist es uns wichtig, wie ER uns sieht?
Markus 4:11-12
Markus 4:22
Markus 4:33-34
Warum redete Jesus in Gleichnissen? Warum wollte er, dass der Sinn einigen verborgen blieb?
Hierzu heißt es auszugsweise in dem Buch “Komm, folge mir nach” unter dem Unterthema “Ohne ein Gleichnis redet er nicht zu ihnen”:
Markus 5:2-17
warum wolten sie ihn loswerden?
Mussten sie nicht dankbar und voller Freude sein – begeistert über das Geschehene?
Markus 5:22-24
Markus 5:35-43
stellen wir uns vor, wir wären die Eltern dieses Mädchens gewesen!
Würde nicht unser Herz voller Dankbarkeit und Freude übergelaufen sein?
Sehen wir es, wenn Jehova etwas für uns tut – auch wenn dies nicht ganz so aufsehenerregend ist, wie das Wunder hier?
Markus 5:25-34
was für eine Geschichte
Diese Frau hatte ganz offensichtlich gegen das mosaische Gebot verstossen, das besagte dass sie unrein sei und sich daher abseits halten musste
3. Mose 15:25
Trotzdem lobte Jesus sie für ihren Glauben. Warum?
Verstehen wir, was Jehova von uns möchte und warum – und verstehen den Sinn der Gebote?
Heisst das aber, dass wir ruhig Gottes Gebote übertreten könnten, wenn wir uns nur in irgendeiner Form mit einem Bibeltext rechtfertigen könnten? Immerhin hatten ja sogar David und seine Leute von dem Schaubrot genommen, weil sie Hunger hatten und alles war trotzdem ok.
Wie sind wir zu Jehova und seinen Geboten eingestellt?
Sind wir darauf bedacht, jeden Buchstaben akribisch einzuhalten und daraf zu achten, dass ja niemand in unserer Umgebung sie übertritt – und dabei so selbstgerecht wie die Pharisäer, die trotzdem nicht Jehovas Willen taten?
Sind Jehovas Gebote und moralischen Maßstäbe für uns nur eine lästige Pflicht, die es einzuhalten gilt, damit unser Ticket ins Paradies nicht seine Gültigkeit verliert – und sind daher immer irgendwie auf der Suche, wie wir die Grenzen noch mehr ausreizen können, ohne dass Jehova uns das Ticket weder wegnimmt (wegnehmen kann)?
Oder lieben wir Jehova und seine Gebote, weil wir wissen, dass sie nur zu unserem Nutzen und dem der anderen sind und durch das Einhalten ein friedliches und harmonisches Miteinander möglich ist – und halten sie daher gern ein?
Wenn wir zu der letzten Gruppe gehören und den Sinn hinter den Geboten verstanden haben, dann werden wir sicherlch Jehovas Wohlgefallen haben!
Markus 6:2-6
hören wir hier Neid und Mißgunst heraus?
Wie reagieren wir, wenn ein Bruder durch seine Kommentare und seine Art zu Lehren positiv auffällt?
Suchen wir dann nach einem Haar in der Suppe – anstatt uns daran zu erfreuen und uns dadurch positiv beeinflussen zu lassen?
Markus 6:14-20
geraten auch wir in grosse Verlegenheit, wenn uns jemand anhand der Bibel zeigt, dass wir mit unserem Handeln Jehova schmähen – oder spucken wir Feuer und Galle und versuchen alles, um diesen Störenfried zum Schweigen zu bringen?
Markus 6:21-29
was für eine “liebe Tochter”, die die günstiige Gelegenheit nutzt, um der sündigen Mutter das Haupt des Störenfrieds auf einem silbernen Tablett zu servieren.
Gleichen wir vielleicht diesem “lieben Kind”, was seiner Mutter hilft, diesen Unruhestifter – der es doch tatsächlich gewagt hat, deren Verhalten als das anzuprangern, was es ist: eine grosse Sünde gegen Jehova – zum Schweigen zu bringen? Und immerhin heiligt ja der Zweck die Mittel, oder?
Wie Jehova wohl über diese Mutter und ihre “liebe hilfsbereite Tochter” denkt?
Wo kein Ankläger mehr, da auch kein Richter? Jehova ausgetrickst?
Bedeutete Johannes Tod und dass er nun nicht mehr reden konnte, das ihr Verhalten nun plötzlich doch richtig war?
Bedeutet es für mich heute, dass mein Verhalten nicht verkehrt ist – wenn ich nur denjenigen mundtot mache, der ganz klar aufzeigt, dass mein Verhalten eindeutig gegen Jehovas Maßstäbe ist? und: “in der Liebe und im Krieg ist jedes Mittel erlaubt!”?
Wie beurteilt Jehova die Situation und mich und mein Verhalten?
Wie war das nochmal mit den Propheten damals – wie dachte Jehova über diejenigen, die diese verfolgten und umbrachten?
Markus 7 – 10
Markus 7:1-8
harte, deutliche Worte!
Markus 7:9-13
Ja, diesen Gedanken hatten wir in den letzten Tagen und Wochen auch mehrmals:
Wenn wir Bibeltexte aus dem Zusammenhang reissen und sie als Alibi für unser schlechte Tun benutzen, dann kommen wir uns zwar möglicherweise unglaublich schlau vor – aber Jesus zeigt hier ganz genau, wie Jehova darüber denkt!
Markus 7:5
super Argumentation, oder?
Sie greifen den Sohn Gottes an, weil seine Jünger nicht nach den Überlieferungen wandeln – dabei sind sie es, die das Gebot Jehovas ausser Acht lassen!
Könnte man hier darauf schliessen, welche Prioritäten sie hatten?
Waren ihnen die Überlieferungen wirklich wichtiger als Gottes Wort?
Gleichen wir ihnen vielleicht in ihrer Einstellung?
Hierzu heißt es auszugsweise in dem Buch “der größte Mensch, der je lebte”:
Könnte es sein, dass auch wir ab und an vor Gott als verunreinigt da stehen, obwohl wir von uns selbst denken, wir seien Anbeter Jehovas?
Markus 7:17-23
haben wir den Sinn dessen verstanden, was wir in Gottes Wort lesen und in den Zusammenkünften und auf Kongressen hören?
Zeigt sich dies in unserem Lebenswandel – an unserem Handeln und an dem, wie und worüber wir reden?
Nehmen wir die nötigen Änderungen vor – unverzüglich?
Oder sind das alles für uns nur schöne Worte, die “vielleicht meinen Bruder betreffen, aber mich nicht”?
Markus 8:14-21
Jesus zeigt hier untergründig noch mehr auf, als die offenkundigen Gedanken.
Eigentlich will er seinen Jüngern beibringen “eins und eins zusamenzuzählen” und Gottes Wort und das, was wir sehen, als Ganzes zu sehen und daraus die richtigen Rückschlüsse zu ziehen.
Er will den Aha-Effekt. Was bedeutet das?
Er will, dass sie das Erlebte mit dem verbinden, was sie vielleicht neu hören:
Da sie doch gesehen hatten, dass Jesus zweimal in ihrem Beisein tausende mit nur ganz wenig Brot und Fischen gepeist hatte – sollte ihnen doch eigentlich klar sein, dass er nicht von buchstäblichen Brot geprochen hatte. So hätten sie diesen Gedanken von vornherein bei ihren Überlegungen verwerfen können.
Was bedeutet das nun für uns?
Wenn wir einen bestimmten Gedanken in der Bibel nicht verstehen – warum Jehova in einer bestimmten Situation für uns unbegreiflich gehandelt hat- dann müssen auch wir versuchen, uns an ähnliche Gedanken zu erinnern, die wir schon kennen und gucken, inwieweit dieses Puzelteil passt und so lange probieren bis wir das passende finden.
Wenn wir ein schweres Puzzel haben und überlegen, welches Teil hier nun passen könnte, dann sehen wir bei manchen Teilen auch auf dem ersten Blick, dass sie nicht passen. Wenn z.B. das, wo das Teil hin soll, generell gerundet ist, würden wir ja auch nicht zu einem Teil mit harten Ecken und Kanten greifen. Wir würden es garnicht erst aufnemen und probieren, ob es passt – denn es kommt ja von seiner Form her von vornherein nicht in Frage.
Ähnlich war es hier: da Jesus gerade kurz davor tausende auf wundervolle Weise gespeist hatte, konnte er dies nicht meinen. Daher verwunderte es Jesus sehr, dass sie “dieses eckige Puzzelteil aufnahmen und mehrfach probierten, ob es an das gerundete passen würde”.
Wie ist es mit uns – können wir die richtigen Schlussfolgerungen ziehen?
Haben wir unser Wahrnemungsvermögen durch Gebrauch geübt?
Markus 9:31-32
kennen wir dieses Gefühl?
Warum hatten sie wohl nicht gefragt? Ob sie Angst vor der Antwort hatten?
Markus 9:40-41
interessanter Gedanke
Hier kommt wieder die Frage auf, wie Jehova wohl meine Eltern sieht.
Sie sind nicht gegen uns, nicht gegen Jesus, nicht gegen Menschen, die aufrichtig ihren Glauben ausleben – kann man dann sagen, dass sie in gewisser Weise doch für Jesus sind?
Aber wie passt das dann damit zusammen, dass Jesus an anderer Stelle sagte “wer nicht sammelt, der zertreut” (Matthäus 12:30)?
Ehrlich gesagt, gefällt dieser Ausspruch hier mir besser und stimmt meines Empfindens nach eher mit dem überein, was ich bisher über Jehova und sein Denken und Fühlen kennengelernt habe.
Interessant in diesem Zusammenhang, wie es weitergeht:
Markus 9:42
Dies stützt meine Gedanken, dass die Fakes in Jehovas Augen schlimmer sind, als diejenigen, die sich nicht entschliessen können, auf Jehovas Seite Stellung zu beziehen.
In dem Buch “der größte Mensch, der je lebte”, heißt es auszugsweise:
Markus 10:2-12
klare Worte zum Thema “Ehe” und dass sie in Jehova Augen unanfechtbar ist.
Mich von meinem Mann zu trennen und mich scheiden zu lassen, weil er nicht so ist, wie ich das gern will und dann einen anderen zu heiraten, von dem ich denke, dass er viel besser zu mir passt – ist in Jehovas Augen verwerflich.
Ganz egal, wie ich persönlich darüber denke….
Dazu heißt es in dem Buch “der größte Mensch, der je lebte” unter dem Kapitel “Belehrung über Scheidung und die Liebe zu Kindern” auszugsweise:
Markus 10:32-40
kommt mir grad ziemlich merkwürdig vor, die Reaktion der beiden
Jesus erzählt ihnen, dass er nun bald vieles erleiden und sterben muss – und sie denken nur an ihre eigene Stellung?
Sind sie nicht betroffen und traurig?
Das wäre ja in etwa so, als würde ein Vater seinen Kindern erzählen, dass er sterbenskrank ist, nicht mehr lange zu leben hat und dann qualvoll sterben wird – und die einzige Reaktion der Kinder ist, ob sie das Haus erben und was sonst noch so für sie rausspringt.
Wie mag ein Vater wohl empfinden, wenn die Kinder so reagieren, anstatt tiefes Bedauern und Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen?
Wie mag wohl Jesus dabei emfunden haben?
Wie sah wohl Jehova sie?
Wie ist es mit uns – denken und empfinden wir manchmal ähnlich wie die beiden Brüder?
Könnten wir an unserem Mitgefühl und Taktempfinden noch arbeiten?
Markus 10:41
Markus 11 – 13
Markus 11:15-17
eigentlich war ja Jesus sehr sanftmütig und geduldig, aber hier wird er dann … ?
Hätten wir von ihm erwartet, dass er zu den Geldwechslern freundlich sagt “bitte sei doch so lieb und lass das, was du hier tust”?
Passt sein rabiates Vorgehen hier nicht zu seiner Persönlichkeit?
Könnte man sagen, er habe die Selbstbeherrschung verloren? Immerhin war er doch vollkommen?
Markus 11:22-24
bitten wir ebenso glaubensvoll und voller Zuversicht?
Markus 12:12
wie reagieren wir in einer ähnlichen Situation?
Wie reagieren wir, wenn wir lesen, wie jemand beschreibt was wir tun (ohne aber unseren Namen zu nennen oder einen direkten Bezug zu uns herzustellen) und anhand der Bibel zeigt, dass Jehova ein solches Verhalten verabscheut?
Werden dann auch wir wütend und versuchen den anderen mundtot zu machen – weil wir erkennen, dass er uns dabei im Sinn gehabt hat?
Markus 12:18-23
Ist uns beim Lesen aufgefallen, dass sie bis zu ihrem Tod nur die Frau ihres ersten Mannes war?
Alle anderen hatten sie nur im Rahmen der Schwagerehe zur Nebenfrau genommen – um ihrem toten Bruder Nachkommen zu erwecken.
Diesen Aspekt haben sie bei ihrer Frage scheinbar ausser Acht gelassen, sonst hätten sie gewusst, wessen Frau sie bis zum Schluss war.
Markus 12:28-34
warum hatte keiner mehr den Mut?
Weil es ihnen nur darum ging, ihn in seiner eigenen Rede zu fangen – oder warum?
Wenn sie aufrichtig daran interessiert waren, wie er und Jehova dachten – hätte es sie dann nicht brennend interessiert was er noch zu anderen Fragen zu sagen hatte?
Wie ist es mit uns?
Fragen wir nach? Gehen wir beim Bibellesen in die Tiefe?
Markus 12:35-37
hören auch wir Jehova und Jesus mit Lust zu?
Oder ist dies für uns eher eine lästige Pflicht – etwas, was wir gezwungenermaßen tun, weil es halt nötig ist, um die Eintrittskarte ins Paradies zu bekommen?
Markus 12:41-44
Jehova weiss alles zu schätzen, was wir gemäss unseren Möglichkeiten für ihn und sein Königreich einsetzen
Markus 13:4-13
was von diesem gebündeltem Zeichen beobachten wir bereits heute?
Markus 13:14
sorry, aber bei diesem Vers muss ich in letzter Zeit immer wieder daran denken, dass sich in letzter Zeit immer mehr bösartige Menschen in die Versammlungen eingeschlichen haben - die nach Jehovas Ansicht da nicht hin gehoren!
Ich weiss, dass mit diesem Vers etwas anderes gemeint ist, aber die Assosiation ist einfach da!
Markus 13:20
Markus 14 – 16
Markus 14:10-11
Markus 14:33-41
wie hätten wir empfunden, wenn wir jetzt bei Jesus gewesen wären?
Hätten wir es bemerkt, wie besorgt und emotional angespannt er war?
Bemerken wir es, wenn es unserem Bruder schlecht geht? Sind wir für ihn da?
Markus 14:43-49
war Judas wirklich so kalt?
Ob er wohl später Reue empfunden hat, als er sah, wie grob sie mit Jesus umgingen??
Markus 14:55-65
wie kann man so gehässig sein?
Sie hassten Jesus so sehr, dass sie ganz verzweifelt nach einem legalen Mittel suchten, um ihn mundtot zu machen und für immer zu vernichten.
Da ja bekanntlich der Zweck die Mittel heiligt, griffen sie hierbei zu falschen Anklagen und suchten sich falsche Zeugen, die diese frechen Lügen auch noch betätigten.
Dieser Jesus musste weg, denn er störte ihren eigenen Frieden ganz erheblich. Es ist halt nicht so angenehm, wenn immer jemand vor dir steht und und ganz klar und deutlich sagt, dass das, was du tust, in Jehovas Augen verabscheuungswürdig ist. Keinem gefällt es, wenn er laufend blossgestellt wird – und genau dies hatte Jesus ja immer wieder getan!
Also musste er weg, das müssen wir doch verstehen – oder?
Und dazu war halt jedes Mittel recht, Sie warfen ihm so lange alle möglichen Dinge vor, die nicht stimmten, bis es irgendwie passte und sie ihn ganz legal verurteilen konnten.
Wobei: so ganz legal war es ja doch nicht, denn wir lesen, dass sich die Zeugen immer wieder widersprachen und wir wissen ja: im Zweifel für den Angelagten.
Kein Richter, der sein Amt ernst nimmt und aufrichtig an der Warheitsfindung interessiert ist, würde einen Angeklagten aufgrund dieser vielen Widersprüche in den Zeugenaussagen verurteilen.
Aber wir wissen ja, dass diese Richter hier überhaupt nicht an der Wahrheitsfindung interessiert sind – sondern dass es ihnen einzig und allein darum ging, diesen Jesus noch am selben Tag für immer auszuschalten. (Ähnlichkeiten mit heute lebenden Personen und Begebenheiten sind natürlich rein zuällig und nicht beabsichtigt)
Wissen wir, wie Jehova über dieses Gericht hier denkt?
Wie denkt er ùber die Ankläger, die laufend neue freche Lügen vorbringen?
Wie denkt er wohl über die falschen Zeugen, die bereit sind, die Lügen der Falschankläger zu bestätigen, weil sie sich davon einen persönlichen Vorteil versprechen?
Wie denkt er über diejenigen, die hier danach gieren, diesen unschuldigen Jesus umzubringen?
Wie denkt er über die Richter, die bereitwillig das Recht verdrehen und wissentlich einen Unschuldigen für etwas, was er nicht getan hat, zum Tode verurteilen?
Ob sich Jehova geändert hat und heute anders über solche bösartigen Menschen denkt?
Markus 15:1-5
hätte es denn etwas gebracht, wenn er auf die unzähligen Anschuldigungen geantwortet hätte?
War nicht schon die Tatsache, dass sie unzählige Anschuldigungen vorbrachten und nicht nur eine einzige aber dafür gravierende, ein Indiz dafür, dass mit der Klage etwas nicht stimmen konnte? Wenn jemand wirklich Schlimmes getan hat, dann hat der Kläger es doch garnicht nötig, nach unzähligen Kleinigkeiten zu suchen. Das tut man nur dann, wenn man nicht wirklich etwas gegen den anderen hat und immer noch etwas nachschieben muss, um Erfolg zu haben.
Markus 15:10-11
Pilatus auf jeden Fall hatte sie durchschaut!
WT 15.02.2008
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Markus
DAS Markusevangelium ist das kürzeste der vier Evangelien. Etwa 30 Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi verfasste Johannes Markus diesen abwechslungsreichen, lebendigen Bericht über den dreieinhalbjährigen Dienst Jesu.
Im Bibelbuch Markus — offensichtlich an Nichtjuden gerichtet, vornehmlich an Römer — wird Jesus hauptsächlich als Wunder wirkender Sohn Gottes beschrieben, der eine dynamische Predigttätigkeit in Gang setzte. Betont wird hauptsächlich, was Jesus tat, nicht so sehr, was er lehrte. Sich mit dem Markusevangelium zu befassen stärkt unseren Glauben an den Messias und spornt uns an, die göttliche Botschaft eifrig zu verkündigen (Heb. 4:12).
DER ÜBERRAGENDE DIENST IN GALILÄA
(Markus 1:1—9:50)
Nachdem Markus in nur 14 Versen die Tätigkeit Johannes’ des Täufers und den 40-tägigen Aufenthalt Jesu in der Wildnis geschildert hat, beginnt er mit dem spannenden Bericht über Jesu Dienst in Galiläa. Der wiederholte Gebrauch der Wörter „sogleich“ oder „sobald“ verleiht dem Bericht eine gewisse Dringlichkeit (Mar. 1:10, 12).
In weniger als drei Jahren unternimmt Jesus drei Predigtreisen durch Galiläa. Markus hält die Ereignisse größtenteils in chronologischer Reihenfolge fest. Die Bergpredigt sowie einige andere längere Ausführungen Jesu sind nicht in diesem Evangelium enthalten.
Antworten auf biblische Fragen:
1:15 — Wofür war „die bestimmte Zeit“ gekommen?
Jesus meinte, die bestimmte Zeit, seinen Dienst zu beginnen, sei gekommen. Das Königreich Gottes hatte sich genaht, weil er als designierter König zugegen war. Aufrichtige Personen konnten auf seine Predigttätigkeit reagieren und entsprechend handeln, was ihnen Gottes Wohlgefallen eintragen würde.
1:44; 3:12; 7:36 — Warum wollte Jesus nicht, dass seine Wunder bekannt wurden?
Jesus wollte nicht, dass die Leute aufgrund sensationeller oder möglicherweise verzerrter Berichte Schlüsse zogen, sondern sie sollten selbst erkennen, dass er der Christus ist, und auf dieser Grundlage eine persönliche Entscheidung treffen (Jes. 42:1-4; Mat. 8:4; 9:30; 12:15-21; 16:20; Luk. 5:14).
Bei einem zuvor von Dämonen besessenen Mann im Land der Gerasener machte er eine Ausnahme. Er forderte ihn auf, nach Hause zu gehen und seinen Verwandten alles zu erzählen, was geschehen war. Jesus war inständig gebeten worden, aus dem Gebiet wegzugehen, daher hatte er nur wenig oder gar keinen Kontakt mit den Bewohnern. Die Anwesenheit und das Zeugnis eines Mannes, an dem Jesus ein solches Wunder gewirkt hatte, konnte bewirken, dass die Menschen trotz des Verlusts der Schweine nicht negativ redeten (Mar. 5:1-20; Luk. 8:26-39).
2:28 — Warum wird Jesus auch „Herr des Sabbats“ genannt?
„Das GESETZ [hat] einen Schatten der künftigen guten Dinge“, schrieb der Apostel Paulus (Heb. 10:1). Gemäß dem Gesetz folgte nach sechs Tagen Arbeit ein Sabbat, und Jesus vollbrachte viele Heilungen am Sabbattag. Das war eine Vorausschau auf die Ruhe, den Frieden und andere Segnungen, die die Menschheit während der Tausendjahrherrschaft Christi verspüren wird, wenn die bedrückende Herrschaft Satans zu Ende ist. Deshalb ist der König dieses Königreichs auch „Herr des Sabbats“ (Mat. 12:8; Luk. 6:5).
3:5; 7:34; 8:12 — Wieso konnte Markus Näheres über Jesu Empfindungen berichten?
Markus war weder einer der 12 Apostel noch war er ein enger Gefährte Jesu. Alte Überlieferungen besagen, dass er vieles von dem Apostel Petrus erfahren hatte, mit dem er eng verbunden war (1. Pet. 5:13).
6:51, 52 — Was war „die Bedeutung der Brote“, die die Jünger nicht erfassten?
Wenige Stunden bevor Jesus seinen Jüngern auf dem Wasser entgegenkam, hatte er 5 000 Männer und dazu noch Frauen und Kinder mit nur fünf Broten und zwei Fischen gespeist. Bei dieser Begebenheit hätten die Jünger „die Bedeutung der Brote“ verstehen sollen: Jesus war von Jehova befähigt worden, Wunder zu wirken (Mar. 6:41-44). Hätten sie erfasst, was für eine große Macht Jesus erhalten hatte, wären sie nicht so erstaunt gewesen, als er über das Wasser ging.
8:22-26 — Warum heilte Jesus den Blinden schrittweise?
Er tat es wahrscheinlich aus Rücksicht auf ihn. Die allmähliche Wiederherstellung der Sehkraft ermöglichte es dem Leidenden, der so lange in der Dunkelheit leben musste, sich dem hellen Sonnenlicht anzupassen.
Lehren für uns:
2:18; 7:11; 12:18; 13:3. Markus erklärt Bräuche, Ausdrücke, Glaubensansichten und beschreibt Orte, mit denen nichtjüdische Leser wahrscheinlich nicht vertraut waren. Er erwähnt, dass die Pharisäer ‘zu fasten pflegten’, dass Korban „eine Gott gewidmete Gabe“ war, dass die Sadduzäer sagten, „es gebe keine Auferstehung“, und dass sich der Tempel „gegenüber“ dem Ölberg befand. Da das Geschlechtsregister des Messias hauptsächlich für die Juden von Interesse ist, lässt er es völlig weg. Markus gibt uns ein gutes Beispiel: Wenn wir im Predigtdienst unterwegs sind oder in den Zusammenkünften der Versammlung Aufgaben vortragen, sollten wir die Herkunft unserer Zuhörer berücksichtigen.
3:21. Jesu Verwandte glaubten nicht an ihn. Daher kann man davon ausgehen, dass Jesus mitempfindet, wenn jemand wegen seines Glaubens von seinen Familienangehörigen Spott oder Widerstand zu ertragen hat.
3:31-35. Bei seiner Taufe wurde Jesus als geistiger Sohn Gottes gezeugt, und „das Jerusalem droben“ war seine Mutter (Gal. 4:26). Von da an bedeuteten ihm seine Jünger weit mehr als seine Familie. Die Lehre für uns: Geistige Interessen sollten in unserem Leben Vorrang haben (Mat. 12:46-50; Luk. 8:19-21).
8:32-34. Äußerungen, die auf falsch verstandener Güte beruhen, sollten wir schnell erkennen und zurückweisen. Ein Jünger Christi muss bereit sein, ‘sich selbst zu verleugnen’, das heißt Nein zu sagen, wenn es um selbstsüchtige Wünsche oder ehrgeizige Ziele geht. Er muss bereit sein, ‘seinen Marterpfahl aufzunehmen’ — notfalls Leiden ertragen, mit Verfolgung und sogar mit dem Tod rechnen. Außerdem muss ein Christ Jesus ‘beständig folgen’. All das erfordert, dass wir opferbereit sind wie Jesus und uns diese Einstellung bewahren (Mat. 16:21-25; Luk. 9:22, 23).
9:24. Wir sollten uns nicht schämen, uns zu unserem Glauben zu bekennen oder um mehr Glauben zu beten (Luk. 17:5).
DER LETZTE MONAT
(Markus 10:1—16:8)
Gegen Ende des Jahres 32 u. Z. kommt Jesus „an die Grenzen von Judäa und jenseits des Jordan“; erneut strömen Volksmengen zu ihm (Mar. 10:1). Er belehrt sie und macht sich dann auf den Weg nach Jerusalem.
Am 8. Nisan hält sich Jesus in Bethanien auf. Während er bei einem Mahl zu Tisch liegt, gießt ihm eine Frau wohlriechendes Öl auf den Kopf. Die folgenden Geschehnisse, beginnend mit dem triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem bis hin zu seiner Auferstehung, sind in chronologischer Reihenfolge aufgeschrieben.
Antworten auf biblische Fragen:
10:17, 18 — Warum korrigierte Jesus einen Mann, der ihn „guter Lehrer“ nannte?
Dadurch, dass Jesus den schmeichelhaften Titel ablehnte, gab er die Ehre Jehova und zeigte, dass der wahre Gott der Quell aller guten Dinge ist. Außerdem lenkte er die Aufmerksamkeit auf die grundlegende Wahrheit, dass Jehova Gott, der Schöpfer aller Dinge, allein das Recht hat, zu bestimmen, was gut und was böse ist (Mat. 19:16, 17; Luk. 18:18, 19).
14:25 — Was meinte Jesus, als er zu seinen treuen Aposteln sagte: „Ich werde keinesfalls mehr von dem Erzeugnis des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich es neu trinke in dem Königreich Gottes“?
Jesus wollte damit nicht sagen, dass es im Himmel Wein gibt. Doch manchmal wird Wein als ein Symbol der Freude gebraucht. Daher sprach Jesus einfach von der Freude, mit seinen auferweckten gesalbten Nachfolgern im Königreich vereint zu sein (Ps. 104:15; Mat. 26:29).
14:51, 52 — Wer war der junge Mann, der ‘nackt entfloh’?
Da nur Markus diese Begebenheit erwähnt, können wir ohne Weiteres davon ausgehen, dass er von sich selbst sprach.
15:34 — Lassen Jesu Worte „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ eine Glaubensschwäche erkennen?
Nein. Wir wissen zwar nicht genau, was Jesus zu diesem Ausspruch veranlasste, aber wahrscheinlich spürte er, dass Jehova sozusagen seinen Schutz zurückgezogen hatte, um seine Lauterkeit bis zum Äußersten zu prüfen. Es könnte auch sein, dass Jesus an die Prophezeiung aus Psalm 22:1 dachte, die sich an ihm erfüllen sollte (Mat. 27:46).
Lehren für uns:
10:6-9. Es ist Gottes Wille, dass Ehepartner zusammenbleiben. Statt eine Scheidung in Betracht zu ziehen, sollten sich Eheleute bemühen, biblische Grundsätze umzusetzen, und so etwaige Eheprobleme lösen (Mat. 19:4-6).
12:41-44. Das Beispiel der armen Witwe lehrt uns, die wahre Anbetung selbstlos zu unterstützen.