Kongress 2012

„Behüte dein Herz“

Folgende Programmpunkte im Vorfeld stimmen uns bereits auf das Kongressthema ein:

 

das Programm vom BZK „Behüte dein Herz“ findet ihr hier als pdf

 

Da ich zu dem Drama auf dem BZK „Was ist wahre Liebe?“ scheinbar ziemlich viel – unter unterschiedlichen Aspekten – geschrieben habe, hier mal die Links zu den Einzelnen, damit ihr nicht so viel suchen müsst:

 

Gedanken zu dem Vortrag: „Die Absichten des Herzens durch Gottes Wort enthüllen“:

 

Jule 20. Mai 2012 35 Kommentare Trackback URI Comments RSS

35 Kommentare zu “Kongress 2012”

  1. Juleam 22. Juni 2012 um 18:40 Link zum Kommentar

    Warum müssen wir das Herz behüten?

    „Spieglein, Spieglein an der Wand …“ Man kann an unserem Äußeren erkennen, dass wir Diener Jehovas sind. Aber wie sind wir innerlich = unser Herzenszustand? (2. Korinther 5:12, Sprüche 4:23)

    Was ist mit dem „Herz“ gemeint?

    Was ist das sinnbildliche Herz? Es ist nicht nur der Sitz unserer Beweggründe, sondern auch die Denkfähigkeit (Sprüche 15:14, Matthäus 9:4) und auch unsere innere Haltung und Einstellung (Sprüche 16:5, Matthäus 11:25). Die Bibel meint den gesamten inneren Menschen mit all seinen Gedanken, Einstellungen und Gefühlen. Die verborgene Person, die man tief im Innern wirklich ist – ganz egal, wie man nach Außen wirkt. Das ist viel wichtiger als das Äußere, denn das Äußere kann trügen und betrügen!

    Warum müssen wir unser Herz behüten??

    1. Unser Herz tendiert zum Schlechten
      ein Auto, das dazu neigt auszubrechen, würden wir auch nicht einfach so fahren lassen, wir würden das Steuer fest halten – mit aller Gewalt. Es ist ein ständiger täglicher Kampf, wie wir auch am Beispiel Salomos erkennen
    2. Unser Herz ist verräterisch
      Verrat ist Betrug und ist immer hinterrücks, wir merken es erst dann, wenn es zu spät ist (Sprüche 28:16). Einen unverbesserlichen Kriminellen darf man auch keine Sekunde aus den Augen lassen
    3. Das Herz zu behüten ist das Beste, was man heute tun kann
      Unser Herz gleicht einem defekten Auto, das den Drang hat, immer wieder vom Weg abzukommen. Wenn wir nicht dagegensteuern, kann es uns das Leben kosten. Wir müssen also darauf achten, dass das Auto nicht vom Weg abkommt – also die Straße immer im Auge behalten.
      Wir wollen uns ja nicht nicht von Jehova abwenden, wir würden darüber geistig zu Grunde gehen (Jeremia 17:5-6). Wenn wir auf dem Weg bleiben, werden wir auch in Zeiten der Dürre Frucht tragen (Jeremia 7-8). Wir werden Jehovas Geist erhalten, der alles Denken übertrifft.
    4. Unser Herzenszustand ist mit entscheidend dafür, ob wir ewig leben werden oder nicht
      Jeremia 17:9 wer kann es kennen? Wer ist das? Jehova kennt uns in- und auswendig (Vers 10). Er belohnt uns auch unserem Weg entsprechend: entweder mit Leben oder Tod!
      Selbstkontrolle: medizinisch mit Blutdruckmessen, geistig durch Lesen in der Bibel (siehe auch Kasten vom Studienartikel) Wir wollen ja Jehova nicht durch unseren Umgang verspotten (siehe auch den Programmpunkt mit dem Spiritismus)
    5. Wir möchten, dass sich Jehova über uns freuen kann
      Dies ist für uns der wichtigste Grund, unser Herz zu bewahren (1. Chronika 29:17)
      Wenn wir das Gesetz nur vom Buchstaben her einhalten, ohne dass wir mit unserem Herz dahinter stehen – es nur tun, weil wir es müssen – welchen Sinn hat das dann? Gleichen wir dann nicht den Israeliten? Wir wollen freiwillig und mit Freuden Jehova dienen, denn genau dies stellt der Widersacher ja in Frage!Jehova sieht ja unseren Beweggrund und er kann sich nur freuen, wenn wir ihm aus Liebe dienen ( Psalm 17:3 )!
  2. Juleam 22. Juni 2012 um 18:48 Link zum Kommentar

    „Ein gehorsames Herz“ erlangen – ist das möglich?

    Herzrhythmusstörungen können zum Tod führen, aber dafür gibt es ja Herzschrittmacher.

    Jehova sieht, wie unser Herz ist. Er beurteilt, ob es gut und gesund ist. Er kann das auf jeden Fall beurteilen (1. Samuel 16:7 )! Ihn interessiert unser Äußeres nicht, ihn interessiert nur unser Herz.

    Jehova will, dass unser Herz ihm gegenüber ungeteilt ist, er will, dass wir ihm gern dienen wollen (2. Chronika 16:9). Da aber heute eine egoistische Welt herrscht und uns beeinflusst – darum müssen wir auf den richtigen Rhythmus achten.

    Wann ist das besonders wichtig?

    Wenn uns ein besonders schwerer Fehler passiert ist, wie zB bei David (Psalm 38:8). Er wollte, dass Jehova in ihm ein reines Herz schafft.

    Oder Salomo, als er am Anfang seiner Aufgabe als König stand (1. Könige 3:9). Er bat Jehova um ein weises und gehorsames Herz.

    Was ist ein gehorsames Herz?

    Ein hörendes Herz (Fußnote). Verbesserungen schaffen wir nur mit der Hilfe Jehovas.

    Manasse kam wieder zur Besinnung (2. Chronika 33:6). Er war schon bösartig, sündigte absichtlich. Aber er änderte sich, als er durch Gefangenschaft zur Besinnung kam. Dann kehrte er um und besänftigte Jehova durch Gebete aus einem zerknirschten Herzen (Vers 12-13).

    Jehova will uns gern helfen, damit unser Herz ihm gegenüber gehorsam ist.

    Wie können wir uns von ihm helfen lassen?

    • Durch unablässiges Gebet
      (1. Thessalonicher 5:17)
    • Wenn wir uns täglich mit Gottes Wort der Bibel beschäftigen und darüber nachsinnen
      (Hebräer 4:12)
    • Wenn wir uns demütig zurecht weisen lassen und uns korrigieren
      (Sprüche 15:32)
    • Indem wir die Hilfe der Ältesten in Anspruch nehmen (Jakobus 5:14-16)
    • indem wir unseren Umgang unter denjenigen suchen, die ebenfalls Jehova mit ungeteilten Herzen dienen
      (2. Könige 10:15-16)

     
    Für uns ist es lebenswichtig, dass unser buchstäbliches Herz gehorsam – im Rhythmus – bleibt. Dafür nehmen wir alles in Kauf, sei es eine OP oder ein Herzschrittmacher. Lassen wir uns von Jehova einen geistigen einsetzen (siehe die 5 Punkte)?

  3. Juleam 22. Juni 2012 um 19:19 Link zum Kommentar

    Eine ausgeglichene Selbsteinschätzung

    Ist meine Selbsteinschätzung wirklich ausgeglichen? Wie finde ich das heraus? Lasse ich mich von Jehova auf Herz und Nieren prüfen (Psalm 26:2)?

    Aber was ist ausgeglichen?

    Hoch von uns zu denken ist ok (Matthäus 19:19), aber nicht höher als nötig (Römer 12:3). Also nicht die Augen vor ernsten Charakterfehlern verschließen, nicht beratungsresistent werden

    Wie könnte ich Hochmut entwickeln?

    1. Saras Magd Hagar war am Anfang einfach und bescheiden. Als sie zunehmend Gunst gewann, erhob sie sich gegen ihre Herrin (1. Mose 16:4)
    2. Könige Usia (2. Chronika 26:5) war ein demütiger und aufrichtiger Mensch. Aber dann stieg ihm die Macht in den Kopf und er brachte unerlaubtes Feuer da. Wegen seiner Reaktion auf den Tadel (nicht wegen der Tat an sich) bestrafte ihn Jehova
    3. Die Nation Israel war zuerst dankbar für die Befreiung aus Ägypten. Aber als es ihnen besser ging, lehnten sie sich auf (Hosea 13:6)

    Wie könnte sich heute mein Herz erheben, dass ich höher von mir denke als nötig?

    • durch Reichtum
      hier muss ich aufpassen, dass ich mich nicht für etwas Besseres halte
    • durch Schönheit (was bei mir sicherlich nicht der Fall ist 😉 )
      hier müssen wir aufpassen, dass wir nicht eingebildet werden
    • wenn wir Autorität auszuüben
      hier müssen wir aufpassen, dass wir sie auf die richtige Weise ausüben
    • durch besondere Fähigkeiten und Talente
      hier muss ich aufpassen, dass sie mich nicht stolz oder arrogant werden lassen

    Was kann ich dafür tun, dass ich nicht überheblich werde?
    Hiskia tat, „was Recht war in den Augen Jehovas“ (2. Könige 18:3,6). Dann wurde er stolz, aber demütigte sich später (2. Chronika 32:26). Demut – mir meiner eigenen Fehler und Schwächen bewußt zu sein – hilft mir also dabei, auf dem Teppich zu bleiben.

    Das bedeutet aber nicht, dass ich zu wenig von mir halten sollte. Satan kann beide Extreme ausnutzen, um uns zu Fall zu bringen!

    Meine Fehler und Versäumnisse aus vergangenen Zeiten könnten mich Glauben machen, ich sei für Jehova nichts mehr wert (2. Samuel 24:10). David blickte danach wieder nach vorn und setzte seinen Weg auf Jehovas Pfaden weiter fort.

    Wenn Jehova mir vergeben hat, dann ist es auch gut, dann muss ich nicht immer wieder darüber nachdenken. Siehe auch Jehova-Näher-Buch

    Über das Lösegeld nachzudenken hilft uns, das Gefühl der Wertlosigkeit zu überwinden.

    Was bedeutet es also, eine ausgeglichene Selbsteinschätzung zu haben? Uns an Jesus orientieren (Philipper 2:7-8). Erkennen wir an, dass uns jeder Bruder und jede Schwester in irgendeiner Hinsicht überlegen ist (Jakobus 4:6).

    Denken wir hoch von uns, aber niemals höher, als zu Denken nötig!

  4. Juleam 22. Juni 2012 um 22:22 Link zum Kommentar

    Vorsicht: Gefährliche Herzprobleme!
    Ein listiges Herz

    • Josephs Brüder planten arglistig einen Anschlag gegen ihn und verkauften ihn nach Ägypten (1. Mose 37).
    • Die Feinde des Volkes Israel gingen oft listig vor, um es zu besiegen (Psalm 83)
    • Die Prostituierte aus Sprüche 7:10 ging listigen Herzens zu dem jungen Mann

    Wir haben uns von Arglist abgewandt (2. Korinther 4:1-2). Aber Satan ist listig und will uns vergiften, damit auch wir listige Züge aufweisen, er will unseren Sinn verblenden. Er ist nicht an unserer geistigen Gesundheit interessiert. Er will unser Denke in falsche Bahnen lenken, damit die passenden Taten folgen. So wie er Eva verführte. Danach war für sie das attraktiv, was verboten war.

    Er will unser Denken und unser Wertesystem auf den Kopf stellen. Wir sollen Ehe ohne Trauschein, Homosexualität usw normal empfinden (1. Johannes 5:19). Wenn wir nur ein bißchen mitmachen wollen, kann das schon ein Angriff auf unser Herz sein.

    Wie die Demo mit der Schwester, die die Einladung bekommt „ein wenig Sonnenschein in das Herz ihres Chefs zu bringen“. Sie fühlt sich geschmeichelt und redet sich die Sache schön, weil sie meint, sie könne die Gelegenheit für informelles Zeugnisgeben nutzen.

    Das nette Kompliment bringt sie auf Glatteis, denn wer mag keine netten Worte hören?

    Wenn wir Schwachpunkte bei uns erkennen, müssen wir dagegen steuern (2. Korinther 2:11). Und dies mit guter geistiger Ernährung . Das, was wir in uns aufnehmen, beeinflusst unser Denken und Handeln. Also regelmäßiges Bibellesen!

  5. Juleam 22. Juni 2012 um 22:26 Link zum Kommentar

    Ein doppeltes Herz

    Doppelherzigkeit kommt von Innen. Hier sehen wir die Demo mit dem Bruder der das Motto hat: „Wenn der Chef ruft, springt der Papa“, obwohl die Familie eigentlich gemeinsam in den Dienst gehen wollte und alles schon fertig dafür sind.

    Sein Argument ist, dass er ja auch nur deswegen immer noch seinen Arbeitsplatz hat. (Hier muss allerdings abgewaegt werden.) Es geht hier darum, dass wir nicht die materiellen Wünsche über den Dienst für Jehova stellen.

    Warum sind wir Lügner, wenn wir die Arbeit vor Jehova stellen? (Psalm 12:2). Aber das soll bestimmt nicht heißen, dass man seinen Job schlampig ausführen solle oder nicht auch mal dem Chef entgegen kommen „darf“. Nur wenn es ein Dauerzustand wird, dann müssen wir die Notbremse ziehen.

    Denn wir wollen nicht nach Außen hin so tun, als wäre uns die Anbetung Jehovas wichtig, aber dann hat alles andere Vorrang (Psalm 86:11). Das betrifft meiner Meinung nach dann aber auch die Art und Weise, wie ich meine freie Zeit nutze. Denn wenn ich dann für alles andere Zeit habe, aber nicht für Jehova und mich herausrede, dass ich keine Zeit zum Bibellesen habe, dann bin ich ebenfalls ein Heuchler.

    Was hilft uns dabei, kein Doppel-Herz zu haben, sondern unser ganzes Herz auf Jehova zu richten?

    • Das Gebet,
    • das regelmäßige Studium des Wortes Gottes,
    • die eifrige Beteiligung am Predigtdienst,
    • und die Gemeinschaft mit Menschen, die Jehova mit einem geeinten und ganzen Herzen dienen.

     
    Jehova sieht, wie es in meinem Herzen aussieht. Was sieht er bei mir?

  6. Juleam 22. Juni 2012 um 22:33 Link zum Kommentar

    Halbherzigkeit

    Herzschwäche – Herzinsufiziens: dann ist das Organ nicht mehr in der Lage, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen. Dadurch lässt die Leistungsfähigkeit deutlich nach, man kann nicht mit voller Kraft arbeiten.

    Nur wenn das Herz im ganzen stark ist, kann es richtig arbeiten (1. Chronika 28:9). Dienen wir Jehova mit einer Seele voller Lust (Psalm 119:113).

    Sind wir zwiespältigen Herzens?

    Sind wir im Dienst für Jehova nicht mehr fleissig und voller Begeisterung? Wie die Christen in Laodicea. Lassen wir uns ebenso ablenken?

    Könige Joas schlug nur 3 mal auf den Boden, halbherzig, ohne Eifer (2. Könige 13).

    Wie könnte uns dies heute betreffen? Tun wir was Jehova will, aber nur halbherzig, ohne Eifer, ohne Begeisterung? Besuchen wir die Zusammenkünfte und beteiligen uns am Predigtdienst – aber ohne Begeisterung?

    Hier kommt die Demo mit den beiden jungen Brüdern, die sich im Predigtdienst über ein Fußballspiel unterhalten, aber sich von dem Wohnungsinhaber eher gestört fühlen und dadurch auch keine Resonanz finden. Sie sind eher irritiert, als die Tür aufgeht.

    Besser ist es, sich zuerst auf den Dienst zu konzentrieren und das mit dem Spiel später zu besprechen. Denn sonst bekommen wir nicht einmal richtig mit, was der Wohnungsinhaber gesagt hat und können nicht mal ordentliche Notizen machen. Wenn wir konzentriert im Dienst sind, können wir nicht nur unsere Einleitung auf die Gegebenheiten anpassen (viele Schuhe oder Spielzeug vor der Türe usw), sondern auch auf die Einwände unseres Gegenübers eingehen.

    So wie in der zweiten Demonstration, wo der Bruder gut zuhört, was der Mann sagt. Er mag keine Religion. Kennen wir unser Unterredungsbuch gut? Wissen wir noch, dass es dort zu jeden Thema einen Bereich gibt, der Einwände, mit denen das Gespräch abgebrochen werden soll, aufführt und wie man darauf eingehen kann?

    Wenn der Wohnungsinhaber uns etwas sagt, müssen wir zwischen den Zeilen lesen können. Dazu müssen wir aber aufmerksam sein – mit ganzem Herzen und allen Sinnen bei der Sache!

    Hier sagt er, er sei nicht an Religion interessiert. Warum nicht? Viele interessieren sich aufgrund der Heuchelei in den Kirchen nicht dafür – aber für Gott schon. Und das ist ja das Thema unseres Predigtdienstes: wir wollen Jehova und sein Vorhaben bekannt machen. Wir wollen ja keine Religion „verkaufen“ oder „Mitglieder werben“.

    Der Bruder in der zweiten Demonstration ist voll und ganz dabei. Er hat diese Argumente im Hinterkopf, darum fragt er nach. Und siehe da: er hatte den richtigen Riecher und es entspinnt sich ein lebhaftes Gespräch, in dem auch Gottes Wort zum Zuge kommt!

    Dies ist genau der Sinn und Zweck unseres Predigtdienstes. Denn es geht nicht darum, irgendein Soll zu erfüllen, „Stunden zu reißen“ oder Zeitschriften zu verteilen. Wir sind doch Nachfolger Jesu. Könnten wir uns vorstellen, dass er auf so eine halbherzige Weise mit den Leuten gesprochen hätte?

    Jesus hatte die Herzen der Menschen erreicht und das wollen wir doch aus. Die Menschen waren beeindruckt, weil er mit Autorität redete: mit der Autorität von Gottes Wort. Er unterschied sich von den geistigen Führern seiner Zeit.

    Aber kann ich wirklich die Herzen anderer erreichen, wenn mein eigenes Herz nicht mit dabei ist? Würde ich einem Staubsaugervertreter zuhören, wenn er seinen Text monoton herunter spult? Solche Leute sind gut geschult und sie geben sich Mühe. Immerhin hängt ihre Provision, ihr Verdienst, davon ab.

    Auch wir werden in den Zusammenkünften und beim regelmäßigen Lesen in der Bibel gut geschult und wir vertreten ja nicht irgendeine Firma – sondern den höchsten Schöpfer aller Dinge. Wir wollen doch sein Herz erfreuen – und der Lohn ist ja auch nicht zu verachten, oder?

    Sind wir eifrig für vortreffliche Werke? Zeigen wir den Eifer, den unser Gott verdient? (Offenbarung 3)

    Achten wir bewußt auf unseren Eifer, dann können wir der Halbherziglkeit entgegen wirken!

  7. Juleam 22. Juni 2012 um 23:30 Link zum Kommentar

    Mangel an Herz

    Wo ist der Unterschied zu den anderen drei? Es fehlt an Herz. Geht das? Ja, auch im medizinischen Bereich, wenn man an der entsprechenden Maschine angeschlossen ist.

    Zum „Mangel an Herz“ gibt es 20 Stellen dazu in der Bibel, z.B. die beiden Thementexte:

    • Ein junger Mann, der zu einer Prostituierten geht. Er hat einen Mangel an Herz = Unerfahrenheit (Sprüche 7:7)
    • „Die Toerrichten sterben aus Mangel an Herz“ = Torheit (Sprüche 10:21)
    • „Der hat seinen Mitmenschen verachtet“ = Mangel an Unterscheidungsvermögen (Sprüche 11:12)

    Diese Personen müssen alle noch an dem inneren Menschen arbeiten, weil das Urteilsvermögen getrübt oder mangelhaft ist. Auch, wenn wir gute Absichten haben.

    Hier sehen wir die Demonstration mit der jungen Schwester, die per sms flirtet. „Hoffentlich versteht er das falsch“ und sendet eindeutig zweideutige Signale. Sie fühlte sich einfach geschmeichelt und daher eine sehr gefährliche Reaktion.

    Bei der zweiten Variante fühlt sie sich zwar auch geschmeichelt, aber sie bemerkt dann, dass geflirtet wird und das will sie nicht. Sie ist sich der Folgen ihres Handelns bewußt und bestimmt damit die Richtung (Sprüche 23:15)

    Wenn wir unser Leben lieben, dann erwerben wir Herz(Sprüche 19:8). Wie? Indem wir über das Wort Gottes nachsinnen und uns davon formen lassen.

    „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!“ (Psalm 119:112)

  8. Juleam 22. Juni 2012 um 23:40 Link zum Kommentar

    Die Absichten des Herzens durch Gottes Wort enthüllen

    Was sieht Jehova, wenn er unser Herz untersucht? Und wie können wir unser Herz stärken?

    Wenn wir über die Gesundheit unseres Herzens Bescheid wissen wollen, gehen wir zu einem Facharzt, der ganz bestimmte Untersuchungen macht, wie zB ein EKG. Um unser sinnbildliches Herz zu untersuchen, gibt es auch eine sichere Untersuchungsmethode: indem wir in Gottes Wort lesen (Hebräer 4:12).

    „Gottes Wort ist lebendig“ – wenn Jehova etwas sagt, dann ist es lebendig und trifft ein (Jesaja 55:10-11). Es ist „schärfer als jedes zweischneidige Schwert“: Gottes Wort kann tief in uns eindringen, es berührt uns völlig, es zeigt sich klar, wer wir innerlich sind.

    Unsere Reaktion auf das Gelesene zeigt, was für ein Mensch wir wirklich innerlich sind. Kenne ich lediglich die Bibel? Oder lebe ich danach? Sie enthüllt meinen wahren Herzenszustand. Die Bibel kann unser Herz stärken und unser Denken formen, so dass wir „die neue Persönlichkeit“ entwickeln (Kolosser 3:10).

    Was bedeutet es „zu studieren“?

    1. Wir sollten den Geist dessen erfassen(Psalm 119:11). Wir müssen uns Gottes Wort zu eigen machen, es uns zu Herzen nehmen.Was ist damit gemeint, „mit gedämpfter Stimme“ in seinem Wort zu lesen (Psalm 1:1-2)? „Murmeln“ oder „nachsinnen“. Wenn wir dabei halblaut vor uns hin sprechen, um uns etwas einprägen. Wir lesen so konzentrierter. Die gelesenen Dinge werden dabei in uns lebendig, nehmen Gestalt an. Dadurch prägt es sich ein, wir verinnerlichen es“Tag und Nacht“ – ein Bruder sagte mal: „Es sollte kein Tag vergehen, ohne dass wir eine Passage in Gottes Wort gelesen und gründlich darüber nachgedacht haben!“.
    2. Das entsprechende Handeln
      Wir müssen das tun, was wir in der Bibel lesen und die nötigen Änderungen vornehmen (Jakobus 1:22-25).Es geht nicht darum, uns besonders viel Wissen anzueignen und noch intelligenter zu werden, sondern wir sollten alles vor dem Hintergrund betrachten: „was bedeutet dies für mich ganz persönlich? Wie betrifft es mich? Wo kann ich mich noch verbessern?“Wenn wir uns im Spiegel ansehen, dann entfernen wir ja auch die Essensreste. Also stellen wir beim Bibellesen fest, wie wir wirklich sind – unsere Einstellung und unser Handeln. Hier müssen wir uns ganz ehrlich selbst prüfen!

    Denn was geht mir denn im Kopf herum, wenn ich mich selbst in einem normalen Spiegel ansehe? Ich zähle doch nicht meine Sommersprossen oder liste alles im Detail auf, was ich sehe. Auch denke ich nicht „die Schwester Soundso hat Pickel und Mitesser“, wenn ich feststelle, dass ich einen dicken Pickel auf der Nase habe. Ich sehe doch in den Spiegel um zu sehen, wie ich aussehe – gerade jetzt (und nicht, wie ich mal ausgesehen habe der aussehen könnte, wenn ich zum Schönheitschirurgen ginge).

    Wir sollten uns vergleichen mit dem, was wir lesen. Was zeigen meine Worten, meine Taten und meine Einstellung? Passen sie zu dem, was im Wort Gottes steht? Prüfen wir uns sorgfältig? Suchen wir sorgfältig nach verborgenen Dingen? Motiviert es mich dazu, auch entsprechend zu handeln? Lerne ich zu lieben, was Jehova liebt und zu hassen, was Jehova hasst? Wende ich gerne an, was ich in der Bibel lese?

    Es ist also wichtig zu studieren und nach dem Gelesenen und Gelernten zu handeln

     

    Was sollte ich studieren? Wo finde ich den Stoff? Wie passe ich ihn meiner persönlichen Situation an?

    • Die Psalmen können uns helfen, mit unserer eigenen Gefühlswelt besser zurechtzukommen. Im WT vom 15.10.1979 gab es einen guten Artikel über die Psalmen. Da wurden alle Lebenssituationen angesprochen. Alle finden wir in den Psalmen. Samuel, Könige und Chronika geben die Geschichte wieder, aber in den Psalmen lesen wir über die Gefühle, die die Personen dabei hatten.
    • Im Bibelbuch Sprüche erhalten wir Formung und Schutz des Herzens. Hier kommt nun ein Text, der mich persönlich betrifft: langsam zum Zorn und gern Übertretungen anderer zudecken. (Sprüche 19:11)

     
    Was ist die hier erwähnte Einsicht? Ich muss mich in den anderen und seine Situation hinein versetzen, um zu verstehen, warum der andere so gehandelt hat. War es aus einer Schwäche heraus? Hatte er Angst, etwas zu verlieren, was ihm wichtig war? Es macht ja einen Unterschied, ob der andere mich absichtlich, ganz bewußt, verletzt, oder ob es aus einer Gedankenlosigkeit oder Schwäche heraus war. Ich selber kenne Verlustängste nur zu gut und weiss selbst, was ich aus dieser Angst heraus schon alles Dummes getan habe, wo ich selbst sogar Jehova gekränkt hatte deswegen. Da fällt es mir dann viel leichter, der Person zu vergeben, die mich sehr gekränkt hat – und es auch wirklich zu vergessen.

    Wenn ich das verstanden habe, muss ich es auf mein Leben umsetzen. Wie gehe ich mit der Person um, die mich gekränkt hat? Kann ich auf sie zugehen, den ersten Schritt zur Versöhnung machen? So ähnlich wird es uns dann in der Demonstration gezeigt.

     

    Wie kann ich mein Herz stärken?

    1. Bibelverse auswendig lernen, die mir dann in einer Versuchung in den Sinn kommen, oder die mir Mut machen, wenn ich mich allein gelassen fühle, wie 1. Korinther 10:13. Falls ich mir übermäßige Sorgen mache, an Matthäus 6:33 denken
    2. Bibische Personen und ihre spezielle Lebenssituationen beleuchten (Jakobus 5:17)
      Dadurch haben wir eine Orientierungshilfe, denn die haben dasselbe durchgemacht wie wir und wir sehen den Ausgang, die sie genommen haben. Wenn wir also wegen vergangener Sünden entmutigt sind, dann denken wir an David (Psalm 51)
      Wenn wir uns wegen einer Aufgabe ungeeignet fühlen, dann können wir an Jona und auch Moses denken (2. Mose 4:10-12)
    3. Unsere Königreichlieder
      Wenn wir den Text auswendig lernen und sie singen oder summen, dann richten wir unseren Sinn auf positive Dinge und werden gestärkt
      Lied 111 bei Trauer um einen geliebten Menschen
      Lied 68 bei Entmutigung

     

    Behüten wir also bitte auch weiterhin unser Herz, nutzen wir die Hilfen

  9. Juleam 6. Juli 2012 um 09:49 Link zum Kommentar

    warum das Motto so passend ist

    […] Jehova weiss, dass wir unvollkommen sind und immer wieder Fehler machen werden, das liegt in unserer Natur, vielleicht ist auch gerade deshalb das Kongressmotto „Behüte dein Herz“ so passend. Für Jehova zählt nicht der äußere Mensch, sondern wie das Herz ist. Es kommt darauf an, ob wir ihn lieben und ihm gern gefallen möchten. Er erwartet von uns nichts unmögliches, sondern dass wir ihm das geben, was wir haben. Denken wir hier bitte auch daran, wie Jesus auf die Witwe reagierte, die „nur einige Münzen von ganz geringem Wert“ einwarf. Es geht um die Bereitschaft.[…]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Hosea 9

    Wie ihr seht, unterscheidet sich die Aufmachung der Notizen ab hier davon, wie ihr sie sonst gewohnt seid. Einfach deshalb, weil es keine „normalen“ Notizen sind, die ich während des Vortrages speziell gemacht habe, sondern nur Gedanken, die beim Bibelleseprogramm so in den Sinn gekommen sind, wenn ich etwas ähnliches in den gelesenen Kapiteln entdeckt habe. Daher findet ihr die Gedanken in […] gesetzt und unten drunter den Link, wo ihr die ganzen Gedanken findet. Hier in den Klammern lest ihr nur den Text, der sich direkt auf den Vortrag auf dem Kongress bezieht. Bibellesespezifisches findet ihr halt dann, wenn ihr über den Link unter dem Text geht, der euch zu den Gedanken führt, aus denen der Auszug stammt.

  10. Juleam 8. Juli 2012 um 09:36 Link zum Kommentar

    Gedanken zu der Vortragsreihe „Unser Herz bereit machen …“

    […] Wir werden gerne zum Berg Jehovas gehen, dorthin, wo wir über IHN belehrt werden. Wo ist dies? Wo werden wir heute über Jehova belehrt? Wen hat sein Sohn auf der Erde eingesetzt, um sein Volk zu belehren und ihm zu helfen, sein Wort und seinen Willen zu verstehen?

    Haben wir Wertschätzung dafür? Auf dem BZK gibt es in der Vortragsreihe „Unser Herz bereit machen…“ den Punkt „bei der Vorbereitung auf die Zusammenkünfte“ und es wurde uns gezeigt, dass wir viel mehr davon haben, wenn wir bereits mit dem Stoff, der betrachtet wird, vertraut sind. Da wir ja das Programm der Predigtdienstschule, des Versammlungsbibelstudiums und des WT-Studiums kennen, haben wir diese Möglichkeit. Nutzen wir sie?

    Oder haben wir so viel zu tun, dass wir menen, wir hätten nicht die Zeit dazu? Wir hatten vor einigen Wochen mehrfach über den Gedanken mit der Prioritäten gesprochen. Was zeigen wir denn, wenn wir für alles Mögliche Zeit haben – nur dafür nicht?

    Könnten wir uns dann wirklich zu denen zählen, die sagen „kommt“ und sagen, dass wir uns belehren lassen wollen? Wäre dies dann wirklich glaubhaft?

    Denken wir noch mal über die Sache mit dem geliebten Menschen nach. Nehmen wir uns nicht die Zeit? Machen wir nicht überall sonst in unserem Alltagsleben Abstriche, nur um „jede Minute“ mit dem geliebten Menschen zu verbringen?

    Wenn wir Jehova wirklich von Herzen lieben und gern mit ihm Zeit verbringen und uns wirklich gern mit seinem Wort beschäftigen, weil wir es lieben und seinen Wert erkannt haben – müssen wir dann wirklich erst durch solche Programmpunkte „mit der Nase drauf gestoßen werden“? […]

    aus: Gedanken zu Jesaja 1-3

  11. Juleam 8. Juli 2012 um 09:44 Link zum Kommentar

    Gedanken zu der Vortragsreihe: „Vorsicht, gefährliche Herzprobleme!“

    […] so könnten auch wir uns der Welt um uns herum anpassen.

    Dies könnte sich darin zeigen, dass Homosexualität, ständig wechselnde Partner, Ehebruch, Teenagerschwangerschaften und Scheidung für uns „normal“ geworden sind und kaum noch Abwehr in uns auslösen.

    Aber wir haben auf dem BZK auch viele mahnende Erinnerungen mit auf den Weg bekommen: da ist die Schwester, die sich zuerst geneigt fühlt, mit ihrem charmanten Arbeitskollegen die Pause zu verbringen; oder die Jugendliche, die zuerst geschmeichelt auf die Firtversuche per sms eingeht oder auch die jungen Brüder, die im Predigtdienst voller Begeisterung über ein Fussballspiel reden und darüber vergessen, wer überhaupt „dran ist“. Natürlich haben die Erwähnten sich dann doch besonnen und darauf geachtet, dass sie Jehova weiter im Auge behielten. Aber es ist ja auch unglaublich „leicht“, sich ablenken zu lassen.

    Eigentlich sind wir ja auch anders, als die „Nationen“ um uns herum. Der Zonenaufseher hatte ja in der Ansprache, die uns auf den Kongress eingestimmt hat, auch die 7 Flechten erwähnt und aufgezählt. Aber trotzdem könnten wir nicht ganz richtig laufen.

    Sehr schön kam das in der anderen Vortragsreihe hervor, als es um die Versuchungen ging. Der Bruder sieht ein Bild mit einem Link zu einem zweifelhaften Film. Loebenswerterweise ist er dort nur durch Zufall gelandet und er klickt den Link auch nicht an. In beiden Demonstrationen nicht. Auch seine Gründe dafür sind in der ersten Einstellung nicht verkehrt: er überlegt, dass es seine Frau verletzen würde, wenn sie zufällig sehen würde, wie er einen Film ansieht, in dem sich kaum bekleidete Frauen tummeln und dass es zu Konsequenzen innerhalb der Versammlung führen würde. Daran ist nichts schlechtes. Aber wie würde er handeln, wenn er jetzt dabei nicht „erwischt werden könnte“? Dann würde es weder seine Frau kränken noch Konsequenzen haben. Also: was genau ist falsch?

    Es ist die Motivation. Besser ist es, Jehova nicht nur an seiner Seite zu haben, sondern auch zu sehen und zu spüren! Wenn uns Jehova wichtig ist und wie ER denkt und fühlt – dann werden wir so etwas nicht in Betracht ziehen und es ist eine stärkere Kraft, um gegen Versuchungen anzukämpfen.

    Wenn unsere Motivation – unsere innere Triebkraft – tiefe Liebe zu Jehova ist, dann werden wir uns ganz bestimmt immer von der umliegenden Welt abheben. Und dann ist uns dies auch nicht peinlich, sondern wir werden stolz darauf sein.

    Die Schwester, die zuerst überlegt, mit dem netten Kollegen die Mittagspause zu verbringen, betrügt sich selbst – indem sie sich sagt, sie könne ihm so zeigen, dass Jehovas Zeugen auch ganz normale Menschen sind. Ist das wirklich so erstrebenswert? […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 2:6

  12. Juleam 9. Juli 2012 um 16:19 Link zum Kommentar

    Gedanken zum Leitvortrag: „Die Absichten unseres Herzens durch Gottes Wort enthüllen“

    […] Aber wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, dass all diese Dinge Babylon die Große betreffen und wir nun als Zeugen Jehovas nicht mehr dazu gehören.

    Erinnern wir uns nur an einen Programmpunkt auf einem der vergangenen BZK’s, der zeigte, wie schnell wir in die Falle rutschen könnten, uns selbst zu einem Teil davon zu machen. Oftmals geschieht so etwas, ohne dass wir uns dessen bewußt sind. Daher ist auch der diesjährige BZK so passend.

    Es ist gar nicht so einfach, die Gefahrenquellen sofort als solche zu erkennen. Ist ja auch logisch: der Widersacher will uns von der Anbetung Jehovas abbringen und er ist ja nicht dumm. Er hat tausende von Jahren Erfahrung darin, uns zu überlisten. Wie Paulus sagte, „nimmt er immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an“, so dass wir denken, wir handeln richtig – in Wirklichkeit entfernen wir uns aber von Jehova. Schon Salomo sagte, dass es ‚einen Weg gäbe‘, „der vor den Augen eines Mannes gerecht erscheint, in Wahrheit ist er aber ein Weg des Todes“. Jeremia sagte, dass „das Herz verräterisch ist“. Daher ist es ja so wichtig, es zu behüten! Wie wir das tun können, haben wir ja auf dem BZK in diesem Jahr erfahren.

    Falls du diesen Kongress erst noch besuchen wirst, dann darfst du dich wirklich darauf freuen. Es lohnt sich wirklich, alle drei Tage anwesend zu sein und jedem einzelnen Programmpunkt große Aufmerksamkeit zu schenken. Notizen zu machen hilft uns, mit den Gedanken beim Thema zu bleiben und nicht abzuschweifen. Besonders hilfreich finden wir persönlich, Aufnahmen vom Programm zu machen und sie uns in einer ruhigen Stunde noch mal anzuhören. Dies hat den Vorteil, dass wir nicht so abgelenkt sind durch die Leute um uns herum und dass die bereits gehörten Gedanken vertieft werden. Mit jedem neuen Anhören entdecken wir gute und wichtige Gedanken, die uns davor noch nicht aufgefallen sind. Es hilft uns, noch wochen- und monatelang von der Belehrung zu zehren. Aufnahmen von anderen Kongressen sind auch immer wieder gern willkommen, da sich dadurch noch andere Gedanken ergeben.

    Diese Gedanken sind wirklich sehr wichtig, denn wenn unser Herz nicht mitspielt, gleichen wir vielleicht bald den Israeliten (Juden) hier. Auch sie hätten ihr Herz behüten müssen. In einem älteren Studienartikel hatten wir mal den Gedanken, dass Unkraut von allein wächst. Damit aber die gewünschte Pflanze wächst und gedeiht, ist viel Pflege nötig.

    Der beste „Dünger“ ist Gottes Wort. Wenn wir in der Bibel lesen, dann wird unser Blick justiert und wir bemerken eher, wenn wir abdriften. Ein Bruder auf dem BZK verglich es mit dem Steuer eines Autos. Wir würden es auf einer unwegsamen Strecke niemals loslassen, sonst würden wir in einem Graben (oder noch schlimmer) landen. Ebenso dürfen wir das Steuer unseres Herzens nicht loslassen, denn unsere Strecke ist ebenfalls sehr unwegsam. Wir leben in den kritischen Zeiten, mit denen auch wir als Gottes Volk schwer fertig werden. Denn Jehova bewahrt uns ja nicht vor den Problemen, sonst würde ja der Widersacher zu ihm sagen: „sie dienen dir nur, weil du die Probleme von ihnen fern hältst“. Das wollen wir ja auch nicht.

    Wenn wir regemmäßig in Gottes Wort lesen und damit die Ansichten unseres Herzens offen legen und erkennen, können wir gegen persönliche Schwächen angehen. Wir wissen ja: der Satan weiss, wo unsere Schwächen liegen – und genau dort setzt er an.

    Wenn wir jeden Tag in der Bibel lesen, dann erkennen wir, was Jehova gefällt. Das Lesen verstärkt unsere Liebe zu ihm und aus ihr heraus entsteht der ernsthafte Wunsch, IHM zu gefallen. Dies können wir, indem wir das Gelernte in unserem Leben anwenden. Wenn Jehova sieht, dass dies unser innigster Wunsch ist, dann wird er uns den Helfer – seinen Geist – schicken. Mit ihm können wir die richtigen, die guten Früchte hervorbringen. […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 5

  13. Juleam 9. Juli 2012 um 18:25 Link zum Kommentar

    ein Gedanke aus dem Programmpunkt „Fragen über das Herz beantwortet“

    […] Auf dem BZK wurde der Gedanke hervorgehoben, dass sie sich die Worte Jehovas „auf die Tafeln ihres Herzens“ schreiben sollten. Die Israeliten werden bei dem Begriff an die beiden Gesetzestafeln gedacht haben, mit denen Moses von Jehova vom Berg herunter kam. Da die Tinte der damaligen Zeit so beschaffen war, dass man sie leicht wieder auswischen konnte – stellten die Tafeln etwas dauerhaftes dar. Hier konnte nichts ausgewischt werden. Es war tief eingemeisselt, wie eine Gravur.

    Dies erwartet Jehova von seinem Volk: sie sollten ihn, sein Wort uns sein Gesetz tief in ihrem Herzen haben. Dauerhaft und nicht auslöschbar.

    Hier wird dieser Gedanke anders ausgedrückt – aber gemeint ist das selbe: sie sollten sich das, was Jehova sagt „zu Herzen nehmen“

    Was verstehen wir heute darunter, wenn von jemand gesagt wird, „er habe sich etwas zu Herzen genommen“? Sicherlich kommen uns zuerst tiefste Gefühle in den Sinn. Etwas, was einen Menschen zutiefst berührt. Was so großen Einfluß auf sein Denken und Fühlen – und auch auf sein Handeln hat. Nehmen wir als Beispiel eine Frau, die gerade erfahren hat, dass ihr Mann eine andere hat. Wenn sie ihn liebt, dann nimmt sie sich dies sehr zu Herzen. Was bedeutet das nun für sie?

    Sie ist zutiefst betroffen. Ein großer Schmerz ist in ihrem Herzen, sie ist enttäuscht. Alle ihre Gedanken kommen immer wieder da an, dass ihr Mann sie nicht mehr liebt. Egal, was sie hört, sieht oder liest. Immer kommt sie an dem Punkt an, dass sie an den Verrat ihres Mannes denkt. Vielleicht überlegt sie, warum es soweit gekommen ist. Was hat sie falsch gemacht, was hat die andere, was sie nicht hat? Hätte es irgend etwas geändert, wenn sie etwas anders gemacht hätte? Es beherrscht ihre ganze Gedanken und auch die Gefühle, die sie empfindet, sind sehr heftig. Dies äußert sich auch in dem, was sie tut und worüber sie redet. Sie nimmt sich den Treuebruch wirklich zu Herzen.

    Ebenso will Jehova in unserem Herzen sein. Natürlich nicht mit negativen Gedanken oder Gefühlen. Aber er möchte eine ähnliche Reaktion auf sein Wort. Es muss tief in unserem Innern sein und uns ganz erfüllen. Wir sollen bei allem, was wir sehen, hören und lesen immer bei ihm und seinem Wort kommen. Es soll intensive Gefühle bei uns auslösen, die sich auch in unseren Taten zeigen und darin, worüber wir reden.

    Ja, Jehova will, dass wir uns seine Worte „zu Herzen nehmen“ und dann „unser Herz behüten“. […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 5:24

  14. Juleam 10. Juli 2012 um 15:39 Link zum Kommentar

    ein Gedanke, der in der Taufansprache hervorgehoben wurde:

    […] es ist Satan, der Widersacher Gottes, dessen Ziel es ist, uns von unserem Gott Jehova abwendig zu machen. Und dazu ist ihm jedes Mittel Recht.

    Dabei geht es ihm – sehr im Gegensatz zu Jehova – aber nicht um uns als Person, so als ob er uns so sehr lieben würde. Nein! Es geht ihm nur darum, Jehova zu beweisen, wie toll er selbst ist und dass er jeden Menschen dazu bringen kann, sich von ihm – Jehova – abzuwenden. Wir sind für Satan also nur „als Mittel zum Zweck“ interessant. Ebenso, wie die Menschen, die er vielleicht dazu benutzen mag, uns zu entmutigen. Auch diese Menschen sind nicht wirklich als eigene Person für Satan interessant, so als ob er sie besonders lieb hätte. Nein! Sie sind ihm nur nützlich in dieser Hinsicht. Wenn man es genau nimmt, dann benutzt er diese auch nur – um Jehova zu schaden.

    Wenn uns andere Personen oder bestimmte Situationen also entmutigen, dann geht es in Wirklichkeit um den Krieg, den der Satan mit Jehova führt. Und weil dies so ist, können wir uns auch ganz sicher sein, dass uns unser liebevoller Gott Jehova nicht allein lässt.

    Denn – im Gegensatz zu Satan – ist Jehova sehr wohl an uns als Person, an jedem Einzelnen von seinen Anbetern, interessiert. Es tut ihm weh, wenn wir leiden. Es schmerzt ihn, dass er dies zur Zeit noch „zulassen muss“. Wie gern würde er dem Satan schon jetzt auf die Finger klopfen. Er könnte dies auch, denn nichts ist … [..]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 7:1-9 – hier könnt ihr die Gedanken auch weiterlesen, denn sie sind hier noch nicht zu Ende (halt nur der Punkt, um den es in der Taufansprache ging)

  15. Juleam 15. Juli 2012 um 19:23 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Drama „Was ist wahre Liebe?“

    […] Aber dazu passt auch das Drama von diesem Kongress. Eigentlich hatte ich gedacht, dass dies sich in den Kommentaren zum heutigen Studienartikel wiederfindet, wo es um eine schwierige Ehe geht:

    Alex, eine geistig unreife Schwester, will unbedingt den süßen Mick für sich gewinnen, der mit seiner Familie neu in die Versammlung gekommen ist. Zwar sind alle 4 Jugendlichen, um die es hier geht, im heiratsfähigen Alter – was ja auch schon mal was ist – aber Mick ist halt noch nicht getauft.

    Zuerst interessiert sich dieser ja für die geistig reife Lena, die irgendwie in eine Art Beziehung mit ihm rein rutscht: Angefangen mit lustigen sms hin und her und zahlreichen Mails, bis sich dann unvorhergesehen Gefühle entwickelt haben, die sie eigentlich nicht wollte. Denn Lena erkennt das Problem, dass sie sich auf keinen Jungen einlassen sollte, der nicht getauft ist. Rechtzeitig zieht sie noch die Notbremse und als sie sieht, dass Alex nun die Chance ergreift und mit Mick „geht“, warnt sie sie davor. Aber Alex will nicht hören, sie denkt, sie weiß schon, was sie tut und das Mick noch nicht getauft ist, was macht das schon? „Den kann ich ja noch ändern“. Und so schlittert sie in die Ehe mit Mick, was sie natürlich zuerst als großen Segen ansieht.

    Dann gibt es einen Zeitsprung von 10 Jahren und wir sehen Alex, wie sie sich hilfesuchend an Lena wendet, die in der Zwischenzeit den „unscheinbaren“ Sven geheiratet hat, der ihre theokratischen Ziele von Anfang an teilte. Sie sind sehr glücklich verheiratet und stehen gemeinsam im Sonderdienst. Alex „hatte nicht so ein Glück“. Wie zu erwarten, ist ihre Ehe scharf auf der Kippe, denn – wir ahnen es schon – Mick hatte sich nicht geändert. Er war immer noch nicht getauft und weiterhin „der Junge“ geblieben, der sich nur für Sport und Arbeit interessiert – aber nicht für Jehova und seine Familie. Nun erntet Alex also das, was sie im Ungehorsam gegen Jehova gesät hat. Am liebsten will sie sich trennen, ja, sogar die Scheidung einreichen.

    Gut, dass sie Hilfe bei den richtigen Personen sucht und sich nun nicht an andere enttäuschte junge Frauen wendet, die sie noch darin bestärken. Denn dies kann sie von Lena nicht erwarten und Lena tut dies auch nicht. Sie hilft ihr erkennen, was für ein schlimmer Fehler dies wäre, denn Jehova hasst Scheidung und einen biblischen Scheidungsgrund hat sie nicht. Für die ganzen anderen kleinen Fehler von Mick hat sie kein Ohr. Es gibt keinen Grund, der eine Scheidung vor Jehova rechtfertigt und damit bremst sie Alex aus und hilft ihr, die Dinge von Jehovas Seite aus zu sehen. Sie muss an ihrer Ehe arbeiten und alles tun, um die Beziehung zu retten. Scheidung ist absolut keine Option.

    Lena ist nicht nur geistig sehr reif, sondern auch sehr einfühlsam und taktvoll – ohne die Maßstäbe Jehovas abzuschwächen. So zeigt sie Alex, was sie tun kann. Dass sie ihren Teil tun solle, um eine Ehe so zu führen, dass sie ihrem Gott Jehova gefällt, „gib Jehova damit eine Chance, dass er etwas bei dir zu segnen hat“.

    Gut, dass Alex zwar vielleicht geistig schwach ist, aber dennoch Jehova gefallen möchte und daher den Rat von Lena anwendet. So tut sie ihrerseits ihren Teil, zieht die Scheidung zurück und bemüht sich, ruhig und freundlich mit ihrem Mann die Probleme zu besprechen. So wird dann eine Ehe gerettet, die bereits als Akte auf dem Tisch des Scheidungsrichters lag.

    Ein wundervolles Drama!

    Ja, Alex hatte sich ihre Probleme selbst zuzuschreiben. Und zuerst reagiert sie so, wie die Israeliten hier: sie versucht irgendetwas, um die Situation erträglicher zu machen, ohne dass ihr bewusst ist, woran das Problem liegt. So sucht sie zuerst Rat bei den falschen Leuten, indem sie sich Ratgeber im Buchladen kauft, Shows ansieht, die damit zu tun haben und Experten um Rat fragt. Aber sie versäumt es zu Anfang, Jehova zu befragen. Vielleicht auch deshalb, weil sie weiß, dass sie sich das selbst eingebrockt hat?

    Lena zeigt Alex, wo das Problem liegt: wenn wir Jehova außen vor lassen, dann kann er uns auch nicht segnen. Gut gewählt der Satz: „Gib Jehova etwas, das er dann auch segnen kann!“. Ja, wir müssen zuerst unseren Teil tun, damit Jehova einen Grund hat, uns zu segnen, obwohl wir zuvor ungehorsam waren. Wie sonst könnten wir von ihm erwarten, dass er uns hilft, „die Suppe wieder auszulöffeln, die wir uns selbst eingebrockt haben“, wenn wir ihm nicht die Chance geben und Rat und Hilfe bei IHM suchen?

    Auch das Volk hier sucht an der falschen Stelle. Sie wollen alle möglichen Taktiken ausprobieren, damit sie noch möglichst ungeschoren davon kommen. Dabei lassen sie wieder Jehova außen vor. Sie beziehen ihn nicht mit ein, befragen ihn nicht. So muss Jehova Jesaja schicken, dass er ihnen „die Augen öffnet“, damit sie erkennen, wo das Problem liegt und dann entsprechend handeln können.

    In der Welt gibt es ein Sprichwort: „Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“

    Wie reagieren wir auf Probleme? Suchen wir Hilfe bei Jehova, oder denken wir, wir müssten alles allein machen? Ich denke da auch an die Schwester, die im heutigen Studienartikel zitiert wurde:

    Eine Christin namens Marilyn ist froh, dass sie auf Gott vertraut und sich sehr bemüht hat, ihre Ehe zu retten. „Ich war drauf und dran, mich von meinem Mann zu trennen, weil er seiner Unterhaltspflicht nicht nachkam und weil mein Verhältnis zu Jehova in Gefahr war“, sagt sie. „Mein Mann war Ältester, als er sich in unkluge Geschäftsverbindungen verwickeln ließ. Er versäumte Zusammenkünfte und wir redeten einfach nicht mehr miteinander. Ein terroristischer Anschlag in unserer Stadt erschütterte mich so sehr, dass ich mich völlig zurückzog. Dann wurde mir klar, dass auch ich Fehler gemacht hatte. Wir redeten wieder miteinander, studierten zusammen und gingen regelmäßig in die Zusammenkünfte. Die Ältesten standen uns liebevoll bei und unsere Ehe war wieder glücklich. Mit der Zeit erhielt mein Mann erneut Aufgaben in der Versammlung. Das ganze war zwar schmerzlich, aber es ging gut aus.“

    der WT-Studienleiter hat es gut auf den Punkt gebracht, wenn er sagte, dass sie gebleiben sei, obwohl sie zwei „legale“ Trennungsgründe hatte. Ja, er sagte, dass das Wort legal in Anführungsstrichen zu sehen sei. Diese Schwester dachte zuerst, sie könne sich einfach aus der Ehe herausschleichen, indem sie guckt, ob sie irgendwelche Gründe „an den Haaren herbeiziehen“ könne, sich praktisch einen Trennungsgrund basteln. Aber dann kam sie an einem Punkt, wo sie wohl doch Jehova wieder mit einbezogen hat und kam dann auf den Gedanken, dass sie selbst auch nicht ganz schuldlos war.

    In dem Drama vom Kongress geht Lena mit Alex vor den Spiegel. Da Alex ihr Aussehen immer sehr wichtig war und auch heute noch so wichtig, dass sie beim Besuch im Cafe den Spiegel aus Versehen liegen ließ, wählte Lena den Bibeltext mit Bedacht sehr passend aus. So, wie Alex jeden Tag in den Spiegel sieht und viel Zeit darauf verwendet, dass alles chic ist, so sollte sie auch ihr geistiges Gesicht jeden Tag im Spiegel ansehen. Wir wissen ja alle, dass dies Gottes Wort ist, wir kennen den Text in Jakobus. Ebenso müssen wir unser geistiges Gesicht im Spiegel der Bibel ansehen, denn dann sehen wir uns so, wie Jehova uns sieht. Und ebenso, wie wir die Fehler in unserem buchstäblichen Gesicht beheben, so müssen wir dann auch die Fehler in unserem geistigen Gesicht beheben, damit wir Jehova gefallen können.

    Eben dies hat in dem Artikel im WT vom 15.05.2012 auch Marilyn getan und gemerkt, dass sie selbst es ja auch versäumt hatte, die Versammlungen zu besuchen usw. Wie konnte sie da ihrem Mann vorwerfen, dass er ihr Verhältnis zu Jehova gefährdet? Hätte sie dann wirklich einen Grund, sich von ihrem Mann zu trennen – und weiterhin Jehovas Wohlgefallen zu besitzten?

    Wie wir sehen, hatte sie sich vorher von ihrem verräterischen Herzen in die Irre führen lassen. Sie hat nur das gesehen, was sie sehen wollte und versucht, für sich selbst das Beste daraus zu machen, ohne dabei zu berücksichtigen wie Jehova darüber denkt. Glücklicherweise kam auch Marilyn rechtzeitig zur Besinnung und so konnte sie nicht nur ihre Ehe retten, sondern war später mit ihrem Mann glücklich. Sie konnten wieder beide gemeinsam Jehova dienen und gerade in diesem Punkt entsteht ja das Glück, was eine Ehe wirklich zusammen hält.

    Ob auch Marilyn von jemanden darauf angesprochen wurde, wie in dem Drama Alex von Lena und das Volk Gottes hier von Jesaja?

    Wie könnten wir verhindern, dass wir selbst in so eine Falle tappen?

    Wie das Motto von unserem diesjährigen BZK zeigt, müssen wir unbedingt unser Herz behüten. Die drei Gründe dafür werden uns ja in der Anfangsansprache detailliert aufgeführt. Sind wir bereit, unseren Teil zu tun? […]

    aus: Gedanken zu Jesaja 22 und zu den letzten beiden Studienartikeln „Die Ehe ist eine Gabe Gottes – sind wir wirklich dankbar?“ und „Nicht aufgeben, wenn es in der Ehe kriselt“ aus dem WT vom 15.05.2012

  16. Juleam 17. Juli 2012 um 16:49 Link zum Kommentar

    Gedanken zur Vortragsreihe: „Unser Herz bereitmachen …“

    […] Denn was sagt Jehova hier, was ihr Problem ist? „Ihr Herz ist weit entfernt von mir“. Sicherlich ist auch dies ein schleichender Prozess gewesen.

    Das erinnert mich wieder an die Vortragsfolge vom Kongress „Unser Herz bereit machen…“. Die Brüder und Schwestern haben in der jeweils ersten Demonstration auch gute Absichten gehabt: der Bruder wollte regelmäßig zu Jehova beten, aber irgendwie war er mit seinen Gedanken irgendwo anders. Jesus sagte: „wo unser Schatz ist, da wird auch unser Herz sein“ und wenn wir bemerken, dass wir abschweifen, dann müssen wir uns innerlich zur Ordnung rufen und noch mal beginnen.

    Auch die Schwester hatte einen lobenswerten Vorsatz: sie wollte sich auf die Zusammenkunft vorbereiten und ihre Mittagspause dazu nutzen. Leider sind auch bei ihr scheinbar die Gedanken abgeschweift, denn nachher wußte sie nicht einmal, was sie nun bereits gelesen hatte. Auch sie mußte sich zur Ordnung rufen.

    Dies kann auch uns passieren. Die Tatsache an sich ist nicht so sehr das Problem. Wir müssen es nur bemerken und dem entgegenwirken. Als ich noch berufstätig war, ist es mir nach einem langen Arbeitstag auch ab und an passiert, dass ich in der Versammlung abgeschweift bin. Immer wenn ich es bemerkte, habe ich mich zur Ordnung gerufen und zu Jehova gebetet, er möge mir helfen, mit Herz und Sinn bei der Sache zu bleiben. Auch heute passiert es mir noch ab und an, dass ich etwas lese und doch nichts gelesen habe. Wenn ich es merke, denn gehe ich wieder bis dahin zurück, wo ich „noch was mitgekriegt“ habe und lese so lange immer wieder, bis etwas ankommt.

    Aber dazu benötigt man Zeit. Also muss ich mir genügend Zeit dafür einräumen. Wir hatten mal in einem Vortrag den Vergleich mit dem Einmachglas und den großen Steinen und dem Sand. Wenn wir zuerst den Sand einfüllen, dann passen die Steine nicht mehr. Wenn wir es aber umgekehrt machen, dann rieselt der Sand in die Zwischenräume und alles passt in das Glas. So muss ich auch meine Zeit einplanen. Alles, was mit Jehova zu tun hat, muss absoluten Vorrang haben.

    Vielleicht sind wir einfach am Abend so überfüllt mit allen Eindrücken des vergangenen Tages, dass nichts anderes mehr „rein passt“. Dann könnten wir unseren Tagesablauf etwas abändern. So könnte man am Abend schon mal alles für den Morgen vorbereiten – wie z.B. die Pausenbrote vorbereiten, Tasche packen, Kleidung herauslegen usw. Alles Sachen, wo mein Sinn nicht unbedingt gefragt ist. Und das Bibellesen oder Vorbereiten auf die halbe Stunde (oder mehr, die wir gewonnen haben) morgends verschieben, wo wir ausgeruht sind und den Kopf frei haben. Das hat dann den Vorteil, dass sich unser Sinn den ganzen Tag über damit beschäftigen kann. Wir könnten den Weg zur Schule oder Arbeit nutzen, um die Publikationen anzuhören, die Hausfrau kann sie bei der Hausarbeit anhören – denn da ist unser Sinn in der Regel nicht unbedingt gefordert. Ich persönlich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

    Wir müssen einfach „die gelegene Zeit für uns gut auskaufen“, indem wir Zeit und Raum für geistige Dinge schaffen. Wenn unser Herz Jehova nahe ist, dann werden wir auch den brennenden Wunsch dazu verspüren.

    Ja, behüten wir unser Herz – damit Jehova niemals von uns sagen muss: „ihr Herz ist weit entfernt von mir“ und „ihr Dienst ist ja leider nur eine Formsache, ohne jegliches Herz und Gefühl“. Denn dies wäre sehr traurig. Für Jehova und auch für uns! […]

    auszugsweise entnommen aus: Gedanken zu Jesaja 29:13

  17. Juleam 17. Juli 2012 um 17:02 Link zum Kommentar

    zu dem Programmpunkt: „Fragen über das Herz beantwortet“

    […] Ist uns aufgefallen, was die Voraussetzung für seine Barmherzigkeit und Güte ist? Nicht nur Reue und Umkehr – sondern auch „eine Operation“ an unserem Herzen. Wie war noch gleich der Vers 8?

    Geh nun, und schreib meine Worte vor den Augen dieser Leute auf eine Tafel! Ritz die Buchstaben tief ein, damit sie nicht verwittern, sondern für alle Zeiten erhalten bleiben.

    Diesen Gedanken hatten wir ja auch auf dem BZK: warum dies so wichtig ist! […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 30:8

  18. Juleam 19. Juli 2012 um 16:02 Link zum Kommentar

    Gedanken zum Drama: „Was ist wahre Liebe?“

    […] wer Jehova dient, der jagt dem Frieden nach, der nimmt sich selbst und seine eigenen Befindlichkeiten nicht zu wichtig und ist auch bereit, die Bedürfnisse der anderen über seine eigenen zu stellen!

    Jüngstes Beispiel: die Alex aus dem Drama von diesem BZK. Sie hatte ganz massive Eheprobleme. Aber wenn wir genau aufgepasst haben, ist uns sicherlich aufgefallen, dass sie die ganze Zeit nur an ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle gedacht hatte: „ich habe doch auch ein Recht darauf, glücklich zu sein!“ Dafür war sie sogar bereit, Jehovas Maßstäbe über Bord zu werfen, sie hatte bereits die Scheidung eingereicht. Als ihr Lena, die geistig reife Freundin die Augen öffnet, brubbelt sie zwar erst mal rum, aber dann wendet sie das an, was sie in Gottes Wort liest und ihre Ehe wird besser.

    Es klappt halt nicht, wenn jeder von den beiden darauf wartet, dass der andere den ersten Schritt tut. Jehova erwartet von jedem Einzelnen von uns, dass er die biblischen Maßstäbe anwendet, ganz egal, wie mies sich der andere benimmt.

    Auch im letzten Studienartikel hatten wir einen ähnlichen Gedanken: wenn die Ehe von zwei Zeugen Jehovas scheitert, bedeutet dies, dass zumindest einer von den beiden kein enges Verhältnis zu Jehova hat. Sonst wären sie in der Lage, mit Hilfe von dem Rat aus der Bibel ihre Probleme beizulegen. Oftmals resultieren die Probleme lediglich aus dem Stolz einer Person, die auf ihrem Recht beharrt und von dem anderen fordert, klein beizugeben, „denn: wenn du mich lieben würdest…“. Achtung: dies enthebt uns nicht der gottgefälligen Unterordnung!

    Wenn also in einem Haushalt nur Anbeter Jehovas leben, darf es nicht zu Unfrieden kommen. Jeder sollte sich selbst an die biblischen Maßstäbe halten und bemüht sein, den Streit beizulegen und nicht „die Sonne über der gereizten Stimmung untergehen zu lassen“. Darauf zu warten, dass der andere das tut, ist sehr lieblos und gefällt Jehova ganz bestimmt nicht […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 32:15-18

  19. Juleam 19. Juli 2012 um 19:37 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Herzproblem der Halbherzigkeit

    […] Interessant, was Hiskia als erstes einfiel, als er erkannte, das er sterben wird: dass er nicht mehr mit seinem Gott wandeln, ihm nicht mehr dienen und ihn nicht mehr preisen könnte.

    Er liebte Jehova ganz bestimmt mit seinem ganzen Herzen, er war mit Begeisterung und Eifer bei der wahren Anbetung! Denn sonst hätte er sicherlich anderen Dingen „nachgeweint“! […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 38:9-20

  20. Juleam 20. Juli 2012 um 20:47 Link zum Kommentar

    zum Thema: Die Absichten des Herzens durch Gottes Wort enthüllen

    Der Blick in den Spiegel:

    Es ging ja um die Frage: „was geht mir denn im Kopf herum, wenn ich mich selbst in einem normalen Spiegel ansehe?“ Der Sinn meines morgendlichen Blickes in den Spiegel ist doch der, mein Aussehen in Ordnung zu bringen. Dabei denke ich an das Bild, das ich abgeben möchte und richte die Fehler entsprechend her. Indem ich mich frisiere, ein nettes Makeup auflege oder einen Pickel sorgfältig abdecke, damit mein Gegenüber nicht dadurch abgelenkt ist, dass er wie gebannt darauf starrt. Ich weiss, welches Bild ich abgeben möchte, der Spiegel zeigt mir, wie ich wirklich aussehe und ich repariere dann die Sachen, die nicht stimmen.

    Gottes Wort ist hier gleichzeitig Vorbild, Maßstab und Spiegelbild, wie ich wirklich aussehe! Durch Gottes Wort wird der Maßstab festgelegt, wie ich „aussehen sollte“. Dann schaue ich mich vor diesem Hintergrund an:

    • Ich lese z.B. vonDavid und Saul. Auf wessen Seite sind meine Gefühle?
    • Ich lese von David, wie er mit Bathseba sündigte – wie empfinde ich hier? Finde ich es richtig, dass er die Sünde zu vertuschen sucht?
    • Ich lese von Ahab und Isebel, wie der König schmollt, weil er den Weingarten nicht bekommt. Finde ich diesen Naboth dumm, dass er seinen Garten nicht verkaufen will? Bewundere ich Isebel, dass sie ihrem Mann sein Recht verschafft? Wie empfinde ich die Art und Weise, wie sie das tut?
    • Ich lese von den Israeliten, wie sie immer und immer wieder gegen Jehova rebellieren. Auf wessen Seite stehe ich? Empfinde ich das Strafgericht Gottes als hart und unfair?
    • Ich lese von Jesus, der sagt, dass der Ehebruch bereits mit den Augen beginnt. Empfinde ich das übertrieben?

    All diese Gefühle und Gedanken sagen eine Menge über mich aus, darüber wie ich in Jehovas Augen wirklich bin – auch wenn ich mich selbst als gerecht empfinden sollte.

    Dies ist auch der Grund, warum wir 2009 damit angefangen haben, über die Gedanken und Gefühle zu bloggen, die in uns aufkommen, wenn wir in der Bibel lesen. So schicken wir unsere Gedanken noch mehr auf die Reise und sinnen noch tiefer nach – weil wir es ja in Worte fassen müssen.

    Es gibt ziemlich viele Punkte, wo ich „den Pickel auf meiner Nase“ gesehen habe und an einigen Punkten war es sehr sehr harte Arbeit; z.B. was die Vergebung angeht und die eigenen verletzten Gefühle zurück zu stellen um den Frieden in der Familie zu erhalten.

    Oftmals reicht es halt nicht aus, wenn wir den Pickel mit einem Abdeckstift kaschieren. Wenn wir zu unreiner Haut neigen, müssen wir vielleicht die Ernährung umstellen, den Pickel fachgerecht ausdrücken (lassen), desinfizieren und eine passende Hautcreme verwenden. Ich rede hier aus Erfahrung, denn ich habe in der Pubertät unter sehr starker Akne gelitten, mein Gesicht sah teilweise aus wie ein Streuselkuchen.

    Ebenso habe ich empfunden, was Vergebung, Geduld und Nachgeben betrifft. Ich arbeite noch heute daran. An dem Punkt mit dem bereitwilligen Vergeben sogar seit über einem Jahr. Es war eine sehr schmerzhafte Behandlung, aber heute nutzt sogar „ein Abdeckstift“ etwas. Mein geistiges Hautbild hat sich in dieser Hinsicht deutlich verbessert.

    Aber es war für mich dann immer schlimm, Passagen in der Bibel zu lesen, die das betreffen, denn ich wusste schon, wie ich es richtig zu tun hätte, aber mein dummer Stolz – oder waren es die verletzten Gefühle – waren mir immer wieder im Weg, so dass ich am Liebsten Ausflüchte gesucht hätte. Auch ist es nicht unbedingt erhebend, wenn man von sich selbst meint, man sei milde und barmherzig und dann bei einem Blick in der Bibel sieht, wie Jehova liebevoll mahnend den Kopf über einen schüttelt und sagt: „schau mal hin, das bist du, so sehe ich dich“.

    Warum sollte man sich dann so etwas antun? Weil wir Jehova lieben. Es ist nämlich egal, wie ich mich selbst sehe. Ich will ja nicht mir gefallen, sondern meinem liebevollen himmlischen Vater. Was nutzt es, wenn ich für den Menschen, den ich liebe, sein Lieblingsessen koche – wenn ich dabei Zutaten verwende, auf die er hoch allergisch reagiert? Wenn er mit Blaulicht wegen eines allergischen Schocks in die Klinik kommt? Hat er sich dann über mich gefreut? Habe ich ihm etwas Gutes getan? Falls es bereits einmal zu so einem Unfall gekommen wäre – würde ich dann nicht beim nächsten Mal besser aufpassen?

    Jetzt ist mein Mann vielleicht nicht allergisch – aber leider kann ich nicht besonders gut kochen. Was dann? Ich gebe mir die allergrößte Mühe, aber irgendwie wird es nicht so, wie es sein soll. Mein Mann freut sich natürlich, denn er liebt mich und sieht ja, dass ich mein bestes gebe. Und so lobt er mich und ißt tapfer das angebrannte Schnitzel. Aber ich sehe ja selbst, dass es nichts geworden ist und werde alles daran setzen, um mich immer mehr zu verbessern. Ich werde mich ganz bestimmt nicht dabei bewenden lassen und ihm weiterhin angebrannte Schnitzel servieren, nur weil er meine Bemühungen gelobt hatte.

    Auch Jehova sieht unsere Bemühungen. Er freut sich darüber, aber „in seinen Augen“ sehen wir, dass er „das angebrannte Essen herunter würgt“, dass es ihm nicht wirklich schmeckt. Und so geben wir uns alle Mühe und mit der Zeit „schmeckt unser Essen“ vielleicht gar nicht mehr so übel

    Wir brauchen keine Angst vor einer ehrlichen Selbstprüfung zu haben. Denn: ob wir nun in die Bibel hineinschauen um zu sehen, wie Jehova uns sieht, oder ob wir es lassen – es ändert ja nichts daran, wie Jehova uns sieht. Und wir wissen ja, dass Jehova nichts von uns verlangt, was wir nicht geben können und dass allein unser Herz zählt. Ist der gute Wille da? Bemühen wir uns ernsthaft um Besserung? Nehmen wir alle Hilfen an? Dann können wir getrost in den Spiegel sehen, der uns zeigt, wie Jehova uns sieht!

  21. Juleam 25. Juli 2012 um 20:55 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Hörspiel: „Stärkt euer Herz und seid Zeugen“

    […] Erinnern wir uns noch an das Hörspiel auf diesem BZK? Ein Teil handelte von den Jüngern, die enttäuscht wieder ihrer Wege gingen. Sie hatten gedacht, dass Jesus jetzt und hier mächtig sein, das Königreich in Israel wieder aufrichten würde. Statt dessen war er einen schmachvollen Tod – ja, einen Tod als Gotteslästerer – gestorben. Alles schien aus und völlig hoffnungslos zu sein.

    Dann gesellt sich ein Fremder zu ihnen und spricht sie auf ihre Enttäuschung an. Sie erklären ihm, warum sie so deprimiert sind und er “erschloss ihnen die Schriften völlig”, indem er sie auf all die Punkte hinwies, die sich auf Jesus bezogen und wie sie sich erfüllt hatten.

    Dabei hat er bestimmt auch diese Worte hier aus Jesaja 52:13-53:12 zitiert. Kein Wunder, dass “ihr Herz zu brennen begann”. Denn wenn man sie im Nachhinein betrachtet, mit dem Leben Jesu vor Augen, dann ist alles auf einmal so klar!

    Und so verstehen und begreifen sie. Warum war ihnen das nicht früher aufgefallen? Lag es vielleicht daran, dass sie von einer völlig falschen Vorstellung ausgegangen waren und daher für solche Texte in gewisser Hinsicht blind gewesen waren?

    Ein Psychologe hatte mich mal vor sehr vielen Jahren für meine falsche Vorstellung gerügt und dies mit einer Schablone verglichen: er meinte, dass ich die Schablone (meine Vorstellung von bestimmten Menschen) auf die Menschen lege und nur das sehe, was meine Schablone frei lässt. Die Realität darunter, wie dieser Mensch wirklich ist, kann ich nicht sehen, well die Schablone den Blick verstellt. Ob den Jüngern genau dies mit den Prophezeiungen über den Messias so gegangen ist? Alles, was nicht zu der Vorstellung eines mächtigen und prachtvollen Königs passt, wurde von der Schablone ihrer Vorstellung verdeckt?

    Dieser Fremde nun, von dem wir heute wissen, dass es Jesus war, hat während des Weges, den sie gemeinsam gingen, die Schablone weggerissen und ihnen auch die anderen Prophezeiungen gezeigt. Vielleicht hatten sie den Text hier aus Jesaja ja gut gekannt. Aber sie haben sie vielleicht nicht auf den Messias bezogen. Nun, wo sie genau hinsehen, wird alles auf einmal sonnenklar.

    Haben wir vielleicht auch manchmal bei Lesen in der Bibel so eine Schablone vor Augen, die uns den Blick für andere – sehr wichtige – Stellen und Zusammenhänge verstellt? […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 52:13-53:12

  22. Juleam 27. Juli 2012 um 11:36 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Vortrag mit der Selbsteinschätzung und „Die Absicht unseres Herzens durch Gottes Wort enthüllen“

    […] Jehova hat also eine klare Vorstellung davon, was für Menschen er zuhört und welchen nicht. Es reicht also nicht, zu meinen, man sei ein Anbeter Jehovas, sondern wir müssen uns vergewissern, dass wir wirklich das tun, was JEHVOA möchte.

    Wie können wir dies tun? Erinnern wir uns noch an den Programmpunkt auf dem BZK mit der ausgeglichenen Selbsteinschätzung?

    Wenn wir wissen wollen, ob wir wirklich so leben, so denken und fühlen, dass es unserem Gott annehmbar ist, dann müssen wir in seinem Wort lesen. Auch hierzu hatten wir einen Programmpunkt auf dem BZK.

    Wir müssen uns also die Frage stellen: warum diene ich Jehova, was will ich damit bezwecken? Will ich vielleicht auch nur den Lohn, wie die Israeliten hier zu Anfang des Verses, die ihren Lohn einfordern?

    Oder geht es mir wirklich um Jehova? Diene ich ihm, weil ich so begeistert von ihm bin, weil ich durch das Studium seines Wortes erkannt habe, was für ein toller Gott er ist?

    Wenn ich ihn liebe – lassen es dann meine Werke erkennen?

    Wenn wir so vorgehen, dann muss Jehova sicherlich nicht zu uns so sprechen, wie er es hier zu seinem Volk tut. Seine Worte sind ja wohl eindeutig: […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jesaja 58

  23. Juleam 3. August 2012 um 13:43 Link zum Kommentar

    warum das Motto des Kongresses so passend ist – II:

    […] Jehova ist unparteiisch und absolut gerecht. Er sieht nicht nach der Nation, dem finanziellen Hintergrund oder dem Ansehen bei Menschen.

    Bei ihm zählt einzig allein unser Herz. Wenn es sich erweist, dass wir mit ihm sind, dann wird auch er mit uns sein. Wenn wir aber gegen ihn arbeiten, dann wird uns die Strafe treffen. Er hat es ja bereits in der Wüste angekündigt.

    Wer seinem Plan zuwider handelt wird bestraft – auch dann, wenn er sich nach Jehovas Namen nennen sollte. Dies sollte dann auch uns hellhörig machen: denn wir mögen zwar zu Jehovas Volk gehören, aber leben wir auch danach? Falls nicht, könnte es sich erweisen, dass wir selbst uns zu Feinden Jehovas gemacht haben und dann muss er uns auch entsprechend behandeln!

    Nicht umsonst lautete das Motto des BZK in diesem Jahr „Behüte dein Herz“. Interessanterweise setzt sich dieses Motto im kommenden Dienstjahr fort, ebenso wie im vergangenen Jahr. Das Motto vom KKG lautet „Behüte deinen Sinn“ und vom TSK „Behüte dein Gewissen“. Die Programme dazu finden wir bereits auf der Seite der Gesellschaft.

    Warum es so zeitgemäß ist, uns über ein ganzes Jahr mit dieser Themenfolge zu befassen, sehen wir ja hier im Bibelbuch Nahum. […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Nahum Kapitel 1

  24. Juleam 5. August 2012 um 11:24 Link zum Kommentar

    zu dem Vortrag: „Wieso müssen wir das Herz behüten?“

    […] Wieder eine Szene aus dem vorhin erwähnten Drama: einer von Josias hohen Beamten ist hier mit dabei und bezieht wie alle anderen auch Stellung für Jehova.

    Aber es ist nur eine rein äußerliche Angelegenheit, denn er hängt zu sehr am Götzendienst, will eigentlich nicht darauf verzichten. Zu einem Gleichgesinnten sagt er später: „es war so leicht, in der Menge Stellung zu beziehen“, da hatte es ihm garnichts ausgemacht.

    Er wird auf sein wunderschönes babylonisches Gewand angesprochen, das er nicht mehr trägt und auf das er doch so stolz gewesen war. Er hat sich nun im Kleidungsstil den anderen angepaßt. Aber dies hatte er nur getan, um dem König zu gefallen „ganz tief bei mir drinnen hat sich überhaupt nichts geändert!“

    Dies könnte auch uns passieren. Warum sind denn wir in der Wahrheit? Weil wir Menschen gefallen wollten? Weil es in der Versammlung so nett und kuschelig ist?

    Hat es uns vielleicht – ebenso wie diesem hohen Beamten in dem Drama – „überhaupt nichts ausgemacht, Stellung zu beziehen“, aber tief im Innern haben wir uns überhaupt nicht verändert?

    Nicht umsonst ist das Thema in diese Jahr, unser Herz, unseren Sinn und unser Gewissen zu behüten. […]

    Auszugsweise aus: Gedanken zu 2. Könige 23:1-3

  25. Juleam 7. August 2012 um 15:54 Link zum Kommentar

    Die Absichten des Herzens durch Gottes Wort enthüllen

    könnte jemand, der jeden Tag intensiv in der Bibel liest – und darüber nachsinnt und bemüht ist, danach zu handeln – auch durch sein verräterisches Herz in die Irre geführt werden?

    Könnte er in einem Bibelbericht von einer Person lesen, die Jehova nicht ganzherzig dient oder Dinge tut, die Jehova verabscheut – und glauben, dass er selbst solche Dinge nicht tut und dass sie nicht einmal in seinem Herzen aufkommen?

    (weitere Gedanken zu dem Vortrag bei Jesaja 5 und Jesaja 58 und „der Blick in den Spiegel“)

  26. Juleam 8. August 2012 um 19:41 Link zum Kommentar

    zu den Programmpunkten mit der Ehe:

    Viele der Punkte, die Jehova ihnen hier in Jeremia 7 ans Herz legt, haben wir auch auf dem Kongress gehört:

    Jeremia 7:5

    Ich sage euch: Ändert euer Leben von Grund auf! Geht gerecht und gut miteinander um,

    Irgendwie kamen mir beim Lesen des Kapitels die Programmpunkte mit der Ehe in den Sinn. Wir hatten ja auch direkt vor dem Kongress die beiden Studienartikel mit der Ehe: dass sie eine Gabe Gottes ist und wie wir eine Ehe, die kriselt, retten können.

    Hier sagt uns Jehova, wir sollten gut und gerecht miteinander umgehen. Dies betrifft auch unseren Umgang mit unserem Ehepartner. Wie sehen wir ihn? Als eine Gabe Gottes? Behandeln wir ihn so, dass wir uns vor unserem Gott nicht schämen müssen?

    Jeremia 7:6

    Lauft nicht mehr anderen Göttern nach, denn damit schadet ihr euch nur selbst.

    Wenn wir unseren Ehepartner nicht gut behandeln, weil uns unsere eigenen Interessen und Gefühle wichtiger sind, dann ist dies auch eine Art von Götzendienst. Denn dazu zählt ja bekanntlich alles, was uns wichtiger ist als Jehova und seine Maßstäbe. Und Jehova hat uns ja ganz klare Anweisungen für unsere Ehe gegeben. Beachten wir diese auch dann, wenn es uns schwer fällt, weil uns unsere verletzten Gefühle im Weg sind?

    Hier kommt mir wieder der Film „Trennung mit Hindernissen“ in den Sinn, den ich zufällig gerade in der Zeit gesehen habe, als wir uns im WT-Studium mit der Ehe beschäftigt hatten. Vielleicht sollte sich jeder, der Probleme mit seinem Ehepartner hat, diesen Film ansehen – am besten beide Partner gemeinsam?

    Es ging um ein junges Ehepaar, die eigentlich sehr glücklich miteinander waren. Aber nach einer Feier mit gemeinsamen Freunden kamen Unstimmigkeiten auf. Die Frau war genervt davon, dass der Mann sie die ganze Arbeit allein machen ließ und bauschte dann alles auf. Auf einmal stellte sie die ganze Beziehung in Frage.

    Eigentlich ging es nur darum, dass sie sich mit der Arbeit allein gelassen fühlte, die eigentlich niemand von ihr erwartet hatte. Vielleicht ähnlich wie Martha, die sich bei Jesus darüber beschwerte, dass Maria sie alles allein machen ließ. Erinnern wir uns auch an die Demonstration auf dem BZK am Sonntag, als es um Martha ging.

    Dieses Paar hatte einen langen und eigentlich schönen Abend mit Freunden und Familie verbracht. Der Mann sitzt hinterher gemütlich auf dem Sofa, irgendwie froh, dass nun wieder Ruhe einkehrt. Die Frau fängt an, alles aufzuräumen und meckert ihren Mann an, weil er ihr nicht hilft. Sie ist müde und will ins Bett. Der Mann erwidert, sie solle doch alles stehen und liegen lassen, „morgen ist auch noch ein Tag“. Aber „du weisst doch, dass ich das nicht kann. Bei mir muss alles aufgeräumt sein, denn ich mag es nicht, morgens in eine unaufgeräumte Küche zu kommen.“ Ein Wort ergibt das andere, es kommt zu einem heftigen Streit, den sie damit beendet, dass sie ihn aus der gemeinsamen Wohnung wirft. Bis hierher alles noch irgendwie verständlich, in der Hitze des Gefechts sagen und tun wir Dinge, die uns hinterher leid tun.

    Leider steigern die beiden sich danach aber da hinein, wer im Recht ist. Beide lassen sich von ihren Freunden beraten, für die es nur eine Strategie gibt: man muss den anderen manipulieren, damit er seinen Fehler einsieht und sich entschuldigt. Es ist ganz ganz wichtig, dass es der andere ist, der den ersten Schritt macht. Und damit beginnt dann das Unglück richtig.

    Sie überbieten einander darin, dem anderen weh zu tun, nur damit dieser merkt, wie schmerzlich er den anderen vermisst. Dann kommt er bestimmt angekrochen und dann … Ja dann kann man sich endlich versöhnlich in die Arme fallen….

    Es tut richtig weh, den beiden dabei zuzusehen. Immer wieder fühlt man sich gedrängt, ihnen zuzurufen: „Mensch, lass doch den Unsinn, du liebst sie/ihn doch!“

    Und genau das ist das Schlimme daran: sie lieben einander beide wirklich und sie tun mit ihren Aktionen nicht mur dem anderen, sondern ganz besonders auch sich selbst weh. So trifft hier ein, was Jeremia in Kapitel 7 Vers 6 sagt: sie schaden sich selbst! Wenn sie hier statt mit ihren Freunden zu reden, Rat bei Jehova gesucht hätten, so wäre ihnen vieles erspart geblieben. Das fängt schon damit an, dass wir die Sonne nicht über unserer gereizten Stimmung untergehen lassen sollten. Wir sollten uns selbst nicht zu wichtig nehmen und unseren dummen Stolz herunter schlucken. Außerdem sollten wir die Interessen des anderen höher achten als unsere eigenen und so wären wir sicherlich bereit, dem anderen entgegen zu kommen.

    Leider kennen diese beiden den guten Rat Jehovas nicht und so scheitert die Ehe, sie lassen sich scheiden – und dies, obwohl sie sich lieben!

    Jeremia 7:8-9

    8 Doch ihr vertraut auf falsche Versprechungen, die euch nichts nützen. 9 Ihr stehlt und mordet, brecht die Ehe

    Wir wissen ja, dass Jehova Ehescheidung hasst. Lassen wir uns von diesem Grundsatz leiten – oder neigen wir eher dazu, es den beiden aus dem Film nachzutun?

    19 Doch fügen sie mir dadurch etwa Schaden zu, mir, dem Herrn? Nein, sie schaden sich selbst und bringen Schande über sich!
    24 Aber sie gehorchten mir nicht, ja, sie hörten mir nicht einmal zu, sondern lebten so, wie sie es wollten, und taten, wozu ihr Eigensinn sie trieb. Sie wandten sich von mir ab und kehrten mir den Rücken.

    Und wenn wir uns in so einer vertrackten Situation wie das Paar aus dem Film befinden und uns wie die Alex aus dem Drama Rat bei den falschen Freunden, in den falschen Ratgebern suchen – dann könnten auch glatt noch diese Worte auf uns zutreffen:

    29 »Trauere, Israel! Schneide dein langes Haar ab, und wirf es fort! Stimm die Totenklage an, draußen auf den kahlen Hügeln! Denn ich, der Herr, habe dich verstoßen, ich will nichts mehr von dir wissen, mein Zorn lastet schwer auf dir!

    30 Die Bewohner von Juda haben etwas getan, was ich hasse: Im Tempel, der meinen Namen trägt, haben sie ihre abscheulichen Götzen aufgestellt und ihn so entweiht. 31 Im Hinnomtal haben sie den Tofet errichtet und verbrennen auf dieser Opferstätte ihre Kinder. Niemals habe ich so etwas befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht!

    Wieso? Na, wenn wir uns selbst und unsere Gefühle zu wichtig nehmen und uns von unserem Ehepartner scheiden lassen, dann opfern auch wir gewissermaßen unsere Kinder auf dem Altar des Egoismus! Denn Kinder leiden immer unter der Trennung ihrer Eltern!

    In dem Studienartikel mit der Ehe in der Krise wird es ja sehr schön gesagt: wenn sich zwei Anbeter Jehovas trennen (ausgenommen, wenn man von seinem Ehepartner betrogen worden ist), dann stimmt etwas nicht mit ihrem Verhältnis zu Jehova. Denn wer Jehova liebt, wird IHN und seine Maßstäbe über alles andere stellen. Er wird über genügend Demut verfügen, nicht solche dummen Spielchen zu spielen und alles daran setzen, alles zu tun, um ihre Ehe zu einem Erfolg zu machen.

    Erinnern wir uns noch an die Alex aus dem Drama? Sie hatte bereits die Scheidung eingereicht. Aber nachdem ihr klar geworden ist, wie Jehova darüber denkt und sie ihre eigene Verantwortung übernommen und selbst positiv gehandelt hat – da „hatte Jehova etwas, was er segnen konnte“. Sie konnte sich selbst da beherrschen, als ihr Mann sie angreift. Jehova half ihr nach einem Stoßgebet dabei. Ihre Selbstbeherrschung bewirkte dann, dass auch ihr Mann sich Mühe gab.

    Hätte sie weiterhin darauf gewartet, dass ihr Mann den ersten Schritt macht, wäre ihre Ehe vielleicht so ausgegangen wie bei den beiden im Film. Und: sie hätte ihr gutes Verhältnis zu Jehova eingebüßt

  27. Juleam 11. August 2012 um 17:11 Link zum Kommentar

    Jeremia 17:9-10

    Nichts ist so undurchschaubar wie das menschliche Herz, es ist unheilbar krank. Wer kann es ergründen? 10 Ich, der Herr, durchschaue es; ich kenne jeden Menschen ganz genau und gebe ihm, was er für seine Taten verdient.

    erinnert uns dieser Text nicht an den BZK?

  28. Juleam 15. August 2012 um 10:04 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Vortrag: Die Absichten unseres Herzens durch Gottes Wort enthüllen

    […] Was, wenn wir uns heute in einer ähnliche Situation befinden? Woran sollten wir erkennen können, wer wirklich den Geist Jehovas hat und es gut mit uns meint?

    Welche Schlüsse lassen die Worte und Taten der einzelnen zu? Wer erweist sich wirklich als Anbeter und Freund Jehovas? Könnte es sein, dass es auch hier derjenige ist, der sich zurückzieht, weil er merkt, dass es eh keinen Sinn hat? Dass man ihm eh nicht glaubt, egal was er sagen würde?

    Was können wir tun, wenn wir in dieser Hinsicht unsicher sind? Könnten wir nicht Jehova befragen und in der Bibel lesen, was sich Jehova wünscht und dies mit dem Lebenswandel derjenigen vergleichen, die uns so verunsichern?

    Wer von beiden motiviert uns wirklich, in der wahren Anbetung Fortschritte zu machen, Jehova zu einem Teil in unserem Leben zu machen? Wer von diesen beiden Parteien motiviert uns dazu, richtig in der Bibel zu lesen und dies jeden Tag?

    Wer sagt uns, wir müssten alles nicht so ernst nehmen und nicht so streng mit uns selbst sein? …

    Woran erkenne ich denn, ob ich mir gerade die Ohren kitzeln lasse? Erinnern wir uns noch an den entsprechenden Programmpunkt auf dem BZK? […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jeremia 29

  29. Juleam 15. August 2012 um 21:10 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Vortrag: Gefährliche Herzprobleme – Mangel an Herz

    […] Wir hatten auf dem Kongress einen Programmpunkt, wo es um ein „mangelndes Herz“ ging. Wir haben gelernt, dass jemand mit einem mangelnden Herzen durchaus gute Beweggründe haben kann. Ihm fehlt einfach noch die Erkenntnis. Er ist etwas naiv und kann noch nicht die ganzen Konsequenzen erkennen, die sein Handeln hat. Ihm fehlt es noch an Unterscheidungsvermögen.

    Dies finde ich sehr gefährlich, gerade in der heutigen Zeit. Denn auch wir heute leben zu einer Zeit, wo Jehova eingreifen und die Menschen richten wird. Einen jeden nach seinen Taten. Und auch heute gibt es Menschen, die andere in falscher Sicherheit wiegen und sich den Anschein geben, sie würden die Worte Jehovas reden. Was, wenn wir noch nicht genügend Unterscheidungsvermögen haben, um zu erkennen, wer wirklich in Jehovas Namen redet?

    Was, wenn wir sehen, wie jemand auf die falschen Leute hört und damit eigentlich in sein Unglück rennt? Wenn er unsere Warnungen nicht einmal hören will? Wenn uns diese Person aber emotional sehr nahe steht? Was, wenn sich diese Person deswegen sogar von uns abwendet, weil sie überzeugt worden ist, dass wir diejenigen sind, „die falsches im Namen Jehovas reden?“

    Müssen wir dann resignieren? Nein! Wir können ja noch zu Jehova für sie beten. […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Jeremia 36

  30. Juleam 2. September 2012 um 16:38 Link zum Kommentar

    Gedanken zu den Vorträgen, warum wir unser Herz behüten müssen und warum eine ausgeglichene Selbsteinschätzung wichtig ist

    […] Warum ist dann die Geschichte mit dem eigenen Palast und mit der Königin von Saba für das Volk, das aus dem Exil zurückgekehrt ist, wichtig? Lässt es Salomo nicht in einem ungünstigen Licht erscheinen? Was konnten sie – was können wir heute – daraus lernen?

    Auf dem Kongress wurde Salomo ebenfalls „als schlechtes Beispiel“ herausgehoben. Warum? War er doch der weiseste Mensch. Hatte er nicht Jehova um Weisheit statt um Reichtum und ein langes Leben gebeten?

    Auf dem Kongress wurde gesagt, dass Salomo es versäumte, sein Herz zu behüten!

    Er war zwar der reichste Mensch auf Erden und – außer Jesus – der weiseste Mensch, der je gelebt hatte. Aber all sein Wissen hatte ihn und sein Herz nicht geschützt. Es reicht halt nicht aus, viel zu wissen. Selbst große Erkenntnis über Jehova und sein Wort sind nur dann wertvoll, wenn wir ein aufrichtiges Herz haben und uns stets bemühen, diese auch anzuwenden.

    Salomo kannte die Gebote Jehovas. Er wußte, dass sie keine Bündnisse mit den Nationen eingehen sollten und dass sie niemanden heiraten sollten, der nicht Jehova anbetet. Dass er sich dessen bewußt war, konnten wir einige Kapitel vorher lesen – er wollte nicht mit seiner ägyptischen Frau in dem Palast wohnen, wo zuvor die Bundeslade gestanden hatte. Denn dieser Ort war heilig und da hatte diese Frau nichts zu suchen.

    Er kannte also Gottes Gebote und wußte, was ER von ihm als seinem Diener erwartet. Trotzdem hat er das getan, was Jehova hasst. Vielleicht hatte er gedacht, dass er mit all seiner Weisheit davor geschützt sei, Götzendienst zu begehen. Da dachte er wohl zu hoch von sich selbst. Die Erfahrung zeigt, dass seine „frendländischen Frauen sein Herz neigten“ und er zum Schluß tat, was Jehova hasst.

    Vielleicht war es auch für die aus dem Exil zurück gekehrten Israeliten wichtig zu sehen, wie Jehova über Salomo und „seine Frauengeschichten“ dachte. Immerhin mussten diese ihre Frauen und die Kinder aus diesen Beziehungen wegschicken, um nach Jerusalem zurück kehren zu können. Zu sehen und erinnert zu werden, wohin eine solche Ehe sogar bei dem weisen Salomo geführt hatte, wird sicherlich ihren Schmerz gelindert haben und sie versichert haben, dass ihre Entscheidung richtig gewesen war. Schließlich waren sie ja nach Jerusalem zurück gekommen, um die wahre Anbetung wieder herzustellen.

    Wenn schon den weisen König Salomo so eine Ehe zum Straucheln gebracht hatte – um wieviel mehr doch sie, die nicht über so viel Weisheit verfügen und die nicht so eng mit Jehova befreundet waren, wie er.

    Wir heute können aus dieser Lebensgeschichte Salomos auch viel darüber lernen, warum wir bei der Wahl unseres Umgangs so vorsichtig sein müssen und warum es so wichtig ist, unser Herz zu behüten[…]

    auszugsweise aus: Gedanken zu 2. Chronika 9:29-31

  31. Juleam 8. September 2012 um 16:05 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Drama „Was ist wahre Liebe?“

    […] Wie wir sehen, hat unsere Partnerwahl ja nicht nur Auswirkungen auf uns und unser Verhältnis zu Jehova – sondern auch auf unsere Kinder und späteren Enkelkinder. Dies erinnert mich an einen Satz aus dem diesjährigen Drama vom BZK: erst rät die Mutter von Lena ihrer Tochter, dies bei ihren Entscheidungen zu überlegen – und später sagt Lena genau dasselbe zu ihrer Freundin Alex.

    Wie wir beobachten konnten, ging es Lena besser als ihrer Freundin – denn sie hatte diesen Rat beherzigt und bei der Partnerwahl nicht nur auf ihr Herz gehört, sondern auch den Verstand eingeschaltet. Dies tat ihr zuerst sehr lange weh, denn sie hatte ja bereits Gefühle für Mick entwickelt. Aber auf lange Sicht war es eine gute Entscheidung, sich zu trennen. So konnte sie sich auf ihre Prioritäten im Leben konzentrieren – den Dienst für Jehova.

    Diese verbanden sie und „den unscheinbaren“ Jens und im Laufe der Zeit entwickelte sich zwischen den beiden eine tiefe Liebe, die in einer Ehe mündete. Da beiden ihr Verhältnis zu Jehova am wichtigsten war, konnten sie eine gute Ehe führen. Sie hatten die gleichen Ziele und bald standen sie gemeinsam im Sondervollzeitdienst. Diese beiden waren glücklich – ganz im Gegensatz zu Alex, die nun die Folgen ihrer Entscheidung schmerzlich zu spüren bekam.

    Dabei war Mick doch ein Kind von Zeugen Jehovas und besuchte mit seiner Familie ihre Versammlung. Sie war so überzeugt gewesen, dass sie ihn schon so drehen könne, wie sie ihn haben wollte. Und nun war er – nach mehr als 10 Jahren – immer noch so, wie zu Anfang. Hätte sie doch nur gehört! Aber nun war sie verheiratet und mußte dadurch. Denn bloß weil wir den falschen Partner gewählt haben, ändert Jehova ja nicht seine Ansicht über Scheidung.

    Auch bei Alex und Mick können wir eine ähnliche Entwicklung wie bei Ahasja sehen – wenn auch nur im Kleinen.

    Denn die Ehe mit dem Mann, der geistige Belange nicht so ernst nimmt, hindert auch Alex, Fortschritte in der Wahrheit zu machen, und dies, obwohl sie eigentlich ein gutes Herz hat. Dies zeigt sich darin, wie sie letztendlich auf Lenas Rat reagiert. Aber zu dem Zeitpunkt ist sie sogar schon soweit, dass sie die Scheidung eingereicht hat – wohlwissend, dass Jehova Scheidung hasst.

    Sie verliert im Laufe der Ehe Jehova und sein Wort aus den Augen und versäumt es, den biblischen Rat für die Ehe anzuwenden. Wie wir gehört haben, zählt zu Götzendienst alles, was uns von Jehova und seinem Wort weg bringt. Genau dies ist Alex passiert.

    Wie wir sehen, ist es sehr wichtig, mit was für Menschen wir uns umgeben. Bringen sie uns Jehova näher? Motivieren sie uns, die Bibel zu studieren, ernsthaft zu lesen und den Rat anzuwenden? Motivieren sie uns, Fortschritte in der Wahrheit zu machen und uns theokratische Ziele zu setzen?

    Wieder mal etwas, um über unseren Umgang nachzudenken… […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu 2. Chronika 21 und 22

  32. Juleam 19. September 2012 um 16:38 Link zum Kommentar

    […] erinnert mich das Ganze auch an zwei Vorträge, die wir auf dem BZK gehört haben:

    Der erste ist der mit der ausgeglichenen Selbsteinschätzung. Hier wurde gesagt, dass oftmals eine Veränderung der Umstände Hochmut bewirken. So wie Hagar auf einmal verächtlich auf ihre Herrin herab sah, weil diese kinderlos blieb – und sie, die Magd Hagar, nun den verheißenen Samen hervorbringen würde. Nun dachte sie auf einmal höher von sich selbst, als es angebracht war.

    Ähnliches wird hier von dem König von Thyrus gesagt: als er reich wurde und zu Ehre und Ansehen kam – da wurde er hochmütig und hielt sich für einen Gott. Etwas, was Jehova aufs Schärfste verurteilt.

    Wie können wir aber eine ausgeglichene Selbsteinschätzung entwickeln? Nehmen wir doch zur Erinnerung noch einmal unsere Kongressnotizen zur Hand und sehen nach, was uns bei dem Vortrag „Eine ausgeglichene Selbsteinschätzung“ „ins Auge gesprungen ist“.

    Der zweite Vortrag, der mir in den Sinn kommt, ist der, wie wir die Absichten unseres Herzens durch Gottes Wort enthüllen können – erinnern wir uns noch?

    Was sehen wir, wenn wir uns beim Lesen in der Bibel ansehen? Neigen auch wir zu Hochmut? Wie sind die Absichten unseres Herzens?

    Hätte es dem König von Thyrus genutzt, wenn er sich selbst im Lichte von Gottes Wort beurteilt hätte?

    auszugsweise aus: Gedanken zu Hesekiel 28

  33. Juleam 20. September 2012 um 09:08 Link zum Kommentar

    Gedanken zu dem Vortrag mit der Halbherzigkeit:

    […] Aber es könnte auch uns als Zeugen Jehovas betreffen. Vielleicht sind wir ja bereits seit Jahren getauft und besuchen regelmäßig die Zusammenkünfte. Vielleicht gehen wir ja sogar regelmäßig in den Predigtdienst und lesen sogar die Publikationen und die Bibel. Aber unser Herz ist nicht dabei.

    Wir versammeln uns gern mit unseren Brüdern und Schwestern, weil wir die herzliche und freundliche Gemeinschaft genießen. Was von der Bühne gesagt wird, gefällt uns – denn auch wir sehnen uns danach, dass wir gerecht behandelt werden und endlich ein Leben ohne Krankheit und Tod – das ist schon toll. Da wollen wir mit dabei sein. Vielleicht lesen wir auch gern die Bibel und die Publikationen, denn wir sind jemand, der wissbegierig ist und gerne lernt. Es macht uns Freude, immer mehr zu wissen und zu verstehen.

    Aber erreicht all dies unser Herz? Entwickeln wir eine tiefe Liebe zu Jehova, die uns drängt, das zu tun, was ihm gefällt?

    Die Anwesenheit in der Zusammenkunft allein ist nicht das, was Jehova gefällt. Er sagt es hier durch Hesekiel seinem Volk ganz deutlich.

    Der Dienst, den wir verrichten, reicht nicht aus. Ich muss dabei auch an die erste Szene mit den zwei Brüdern denken, die wir auf dem BZK gesehen hatten: sie gingen auch von Haus zu Haus – aber sie waren nicht mit ihrem Herzen bei der Sache. Sie unterhielten sich angeregt über das Fußballspiel vom Vortag – der Wohnungsinhaber störte eher das angeregte Gespräch der beiden.

    Auch das tiefe Wissen und Verständnis der Zusammenhänge aus Gottes Wort sind nicht das, was zählt. Denn dies hatte auch Salomo und das in ganz besonderem Maße. Er war berühmt für seine Weisheit, seine Erkenntnis und sein Verständnis. Und dennoch war er zum Schluß von Jehova verworfen. Er hatte es versäumt, all dies auch anzuwenden.

    Wir könnten also auch heute – obwohl getaufte und aktive Zeugen Jehovas – den hier von Hesekiel angesprochenen Personen gleichen. […]

    auszugsweise aus: Gedanken zu Hesekiel 33:30-33

  34. Juleam 25. November 2012 um 09:49 Link zum Kommentar

    zu dem Drama „Was ist wahre Liebe?“

    […] Mischen wir uns in persönliche Belange und Streitigkeiten unter Brüdern ein?

    Wie reagieren wir, wenn eine Schwester, die wir gern haben, zu uns kommt und uns erzählt, wie gemein ihr Mann ist? Er hat ja so wenig Zeit für sie und “putzt sich die Füße nicht ab, wenn er in die Wohnung kommt, und überhaupt…”. Bieten wir ihr eine Plattform für solche Klagen?

    Wie wäre es, sie liebevoll daran zu erinnern, dass dies Dinge sind, die die beiden selbst klären müssen – solange keine biblischen Grundsätze verletzt werden?

    Erinnern wir uns noch daran, wie taktvoll die Lena in dem Drama vom BZK dieses Problem gelöst hatte, als sich Alex bei ihr ausheulen wollte?

    Sind wir dann herzlos, wenn wir solchen Klagen kein Ohr schenken? Was sagte denn Jesus, wie seine Anhänger solche Probleme lösen sollten? Er sagte: “lege den Fehler zwischen dir und ihm offen dar”, es sollte nicht unter anderen ausgebreitet werden.

    Warum wäre dies so gefährlich? Zum einen könnte es dazu beitragen, dass sich die Schwester immer mehr da rein steigert und vielleicht unser Zuhören so deutet, als habe sie Recht, wir würden ebenso denken. Außerdem könnte es die Achtung und den Respekt, den wir vor unserem Bruder haben sollten, untergraben. Es könnte mit der Zeit auch bewirken, dass wir dem Bruder gegenüber voreingenommen sind.

    Jesus sagte, wir sollten einander lieben und einander helfen, die Bürden zu tragen. Verstoße ich nicht genau hier gegen, wenn ich der Schwester nicht zuhören will?

    Aber helfe ich ihr damit wirklich, ihre Bürde zu tragen? Wie bereits erwähnt, werden sich die Fronten mit jedem Reden darüber verhärten. Wenn wir vielleicht ausgleichend sagen, “das ist ja nicht so schlimm”, dann wird sie vielleicht nach anderen Gründen suchen, warum ihr Mann “ein Monnster ist”, denn sie will ja unseren Zuspruch. Damit würde alles noch viel schlimmer.

    Die Lena im Drama macht es gut: sie fragt Alex, ob diese glaube, dass ihr Mann sie betrügt. Damit ist das Thema vom Tisch. Es gibt keinen Scheidungsgrund, also “setz alles daran, was du selbst tun kannst, damit es in deiner Ehe wieder besser wird”.

    Wenn ich so einer Schwester wirklich helfen will, dann kann ich ihr – wie Lena in dem Drama – sagen, dass es in jeder Ehe ab und zu Probleme gibt, selbst in meiner. Dass wir alle unvollkommen sind und in einer Beziehung jeder irgendwo die Fehler und Schwächen des anderen mit Liebe zudecken muss. Wenn wir von unserem Partner enttäuscht und auf ihn sauer sind, vergessen wir oftmals die Tatsache, dass wir ja auch seine Erwartungen enttäuschen – weil wir ebenso unvollkommen sind wie er.

    Lena macht es gut. Sie sagt, dass sie die “andere Ansicht von Ordnung” bei ihrem Mann auch oftmals nervt, es sie sogar “auf die Palme bringt”. Aber sie weiss auch um ihre eigene Schwäche: dass sie selbst Probleme damit hat, pünktlich zu sein und ihr Mann auf sie warten muss.

    Nun geht es ja bei einem Problem mit unserem Ehepartner (oder einem Bruder oder Schwester) nicht darum, wessen Schwächen schlimmer sind. Es ist kein Wettstreit und es geht ja nicht darum, Recht zu behalten.

    Jesus sagte, man würde seine Nachfolger daran erkennen, dass sie Liebe untereinander haben würden. Wir sollten einander lieben und dem Frieden nachjagen – dann würden wir seinen Vater ehren.

    Wenn wir aber aufeinander rumhacken, ist dies unmöglich. Um eine liebevolle und friedliche Atmosphäre zu schaffen, muss jeder von uns Abstriche machen. Paulus sagt an anderer Stelle, dass wir “einander bereitwillig vergeben” sollten – in dem Bewußtsein, dass auch wir nicht immer alles richtig machen.

    Wenn wir einer solchen Schwester wirklich helfen wollen, dann helfen wir ihr, die Dinge wieder im richtigen Licht zu sehen. Dazu müssen wir nicht wissen, was genau sie ihm vorwirft. Solange es keine Maßstäbe Jehovas verletzt, sollte sie ihren Teil tun, damit zu Hause eine liebevolle und herzliche Stimmung herrscht.

    In der Drama tut Alex genau dies. Sie muss zwar über ihren Schatten springen, denn die verletzten Gefühle sind ja nicht mit einem Mal weg. Aber sie erinnert sich sogar bei einer Auseinandersetzung mit ihrem Mann an den guten Rat von Alex und schluckt erst mal, als er etwas sagt, was sie kränkt. Sie besinnt sich auf das, worum es wirklich geht: sie selbst will sich so verhalten, dass sich Jehova darüber freuen kann und so schickt sie erst mal ein Stoßgebet gen Himmel und antwortet dann erst. So schafft sie es, dem drohenden Streit den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Ob das Ganze auch so gut gelaufen wäre, wenn Lena Alex zuerst hätte groß und breit erzählen lassen, was ihr Mann alles falsch macht? […]

    aus Gedanken zu Apostelgeschichte 18:12-17

  35. Autofxrove Ligstam 27. Dezember 2012 um 03:22 Link zum Kommentar

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