Nahum


Ninive

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 8. August 2009 9 Kommentare Trackback URI Comments RSS

9 Kommentare zu “Nahum”

  1. Juleam 9. August 2009 um 12:46 Link zum Kommentar

    Nahum 1 – 3

    Nahum 1:2-3

    Jehova ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert und Rache nimmt; Jehova nimmt Rache und ist zum Grimm geneigt. Jehova nimmt Rache an seinen Widersachern, und er grollt seinen Feinden.

    3 Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft, und keineswegs wird sich Jehova davon zurückhalten zu strafen

    Jehova ist war zum Vergeben bereit, aber wir werden nicht straffrei ausgehen!

    Nahum 1:7

    Jehova ist gut, eine Feste am Tag der Bedrängnis.

    Und er weiß um die, die Zuflucht bei ihm suchen.

    Nahum 1:11

    Aus dir wird tatsächlich einer hervorgehen, der Böses gegen Jehova ausdenkt, der Nichtswürdiges beschließt.

    eigentlich undenkbar, dass aus den Reihen der wahren Anbeter Jehovas welche aufstehen sollten und gegen Jehova arbeiten. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass es immer wieder solche gegeben hat. Ja, es gibt sie sogar heute.

    Trotzdem – für mich immer wieder unfassbar!

    Nahum 3:19

    Es gibt keine Erleichterung für deine Katastrophe. Dein Schlag ist unheilbar geworden. Alle, die den Bericht über dich hören, werden gewiß über dich in die Hände klatschen; denn über wen kam nicht beständig deine Schlechtigkeit?“

  2. Thomasam 31. Juli 2010 um 13:32 Link zum Kommentar

    Nahum 1-3
    Zitate von J.N.Darby


    Wollten wir die einzelnen Nationen, die mit dem Volke Gottes in Berührung gekommen sind, ihren besonderen Merkmalen nach genauer betrachten, so würden wir vielleicht finden, daß sich in einer jeden eine bestimmte Art des Bösen ziemlich deutlich ausgeprägt findet. Jedenfalls ist dies bei den hauptsächlichsten Feinden jenes Volkes der Fall. Bei Ägypten, Babel und Ninive treten die verschiedenen Zustände, welche sie darstellen, in ausgesprochener Weise hervor. Ägypten ist die Welt in ihrem natürlichen Zustande, aus welcher das Volk ausgegangen ist. Babel ist das Verderben, welches in einer Macht handelt, die das Volk in Knechtschaft bringt. Ninive ist die Welt in ihrem Stolz und ihrer Pracht, die nur von ihrer eigenen Wichtigkeit erfüllt ist und nichts anderem Beachtung schenkt – die Welt, welche einfach durch ihren Hochmut dazu getrieben wird, dem Volke Gottes in offener Feindschaft entgegenzutreten. Sie wird gleich all den übrigen Feinden gerichtet werden und unter dem Gericht des Allmächtigen auf immer verschwinden. Jehova hat gegen sie geboten, daß von ihrem Samen nicht mehr gesät werden soll. Dieses Gericht ist so einfach, daß die Weissagung, in welcher es angekündigt wird, sehr wenig Erklärung erfordert.

    Sie beginnt mit einer Darstellung des Wesens Gottes, wie es sich dem gegenüber erweist, was Er seitens des Hochmuts des Menschen ertragen muß. Ein eifernder und rächender Gott ist Jehova. Es ist ein ernster Gedanke, daß, so groß auch die Geduld Gottes ist, doch ein Tag kommt, der es offenbar machen wird, daß Er mit dem Bösen keine Nachsicht hat. Und doch ist dies auch ein tröstlicher Gedanke; denn die Rache Gottes befreit die Welt von dem Druck und dem Elend, in welchem sie sich unter dem Joche des Feindes und der Lust befand, damit sie nun unter den Augen ihres Befreiers und Friedebringers erblühen könne.

    Er hat das Böse ohne Zweifel lange Zeit hingehen und sich entwickeln lassen. Er ist nicht ungeduldig, wie es unsere armen Herzen sind. Er ist langsam zum Zorn; doch ist dieser Zorn um so schrecklicher, weil er die Gerechtigkeit Dessen erweist, der nie ungeduldig ist. Er ist groß an Kraft, und Er hält keineswegs für schuldlos den Schuldigen. Wer kann vor Seinem Grimme bestehen, und wer die Glut Seines Zornes ertragen?

    Das ist aber noch nicht alles. Wenn Er Seinem Grimme freien Lauf läßt, dann ist es nicht so, daß derselbe keine Grenzen kännte und alles ohne Unterschied verwüstete. Jehova ist gütig; Er ist eine Feste am Tage der Drangsal. Wenn sich die Ströme des Bösen und des Gerichts ergießen – des Bösen, welches selbst ein Gericht ist, und des Gerichts, vor welchem nichts bestehen kann, das von demselben betroffen wird -, dann ist Er Selbst die sichere Zuflucht aller derer, die auf Ihn vertrauen: Er Selbst kennt alle, die dies tun. Was die Herrlichkeit des Feindes betrifft, so wird sie zerstört, ausgetilgt, vernichtet werden. Während sie sich unbekümmert ihren Vergnügungen hingeben, sich berauschen und nichts Böses ahnen, sollen sie völlig verzehrt werden wie dürre Stoppeln.

    In Nahum 1, 11 begegnen wir jenem so oft von den Propheten erwähnten Manne, dem Assyrer, der Böses sinnt wider Jehova. Vers 12 ist dunkel, doch glaube ich, daß er sich auf Israel bezieht. Auch Israel wird, wenn es sich im Geiste der Welt seiner Sicherheit und Stärke rühmt, den Einfall des Feindes, die Überflutung der großen Wasser, der Geißel Gottes, zu erdulden haben. Wenn dieselbe jedoch durch das Land (d. h. Israel) zieht, dann sollen sie weggemäht werden. Mit dieser Geißel kommt aber das Gericht Gottes zum Abschluß, und, wie der Prophet erklärt, Israel wird dann vollständig und für immer befreit sein. Das Joch des Assyrers wird auf alle Zeiten hin zerbrochen und die stolze, feindselige Macht der Welt ebenso vernichtet sein, wie bereits vorher über die antichristliche Verderbnis und Empörung das Gericht ergangen war. Die gute Botschaft von der vollen Befreiung wird nach außen hin verbreitet werden, und Juda wird in Frieden seine Feste feiern.

    Es ist mir unzweifelhaft, daß der Einfall Sanheribs Anlaß zu dieser Weissagung gegeben hat; augenscheinlich geht sie aber weit über jenes Ereignis hinaus, und das Gericht, von welchem die Rede ist, ist ein Endgericht. Wir haben hier wiederum ein Beispiel von dem, was wir schon so häufig bei den Propheten zu beobachten Gelegenheit hatten, daß nämlich ein Gericht von beschränkterem Umfang dem Volke Gottes zur Warnung oder Ermunterung dienen mußte, während es nur den Vorläufer eines noch zukünftigen Gerichts darstellte, in welchem das Tun Gottes seiner ganzen Ausdehnung nach zum Abschluß und zum vollen Ausdruck kommen würde.

    Der Nichtswürdige soll fortan nicht mehr durch Juda ziehen; er wird ganz ausgerottet werden.

    Wenn es Gott zuließ, daß Jakob völlig verwüstet und zugrunde gerichtet wurde, so war der Grund davon der, daß die Zeit des Gerichts gekommen war – eines Gerichts, welches nicht bei Jakob stehenbleiben sollte. Ohne Zweifel begann Gott bei Seinem eigenen Hause; würde Er aber bei demselben stehenbleiben? 0 nein. Was muß aber das Ende der Feinde des Volkes Gottes sein, wenn Er bei Seinem eigenen Volk das Böse nicht länger duldet? Mochte Ninive sich denn verteidigen, wenn es dazu imstande war! Aber nein, in jene Löwenhöhle würde eingedrungen, und die jungen Löwen würden vertilgt werden; sie würden unfähig sein, sich zu verteidigen.

    Bei dem Propheten Jesaja (Schluß von Jesaja 2 und Anfang von Jesaja 3) begegnen wir demselben Gedankengang. Jakob wurde gerichtet; alle Hausgenossen wurden, ebensogut wie Israel selbst, von allem entblößt und ins Elend gestürzt; und nun kam die Reihe an die Welt. So groß auch der Hochmut Ninives sein mochte, so war es doch nicht besser als andere, zu deren Untergang es wahrscheinlich als Werkzeug gedient hatte; denn Assyrien und Ägypten waren lange Zeit Nebenbuhler gewesen. Die Festungen der Assyrer sollen gleich Feigen sein, die beim ersten Schütteln herabfallen, und ihr Volk ohne Kraft, als wenn es lauter Weiber wären. Sie werden vollständig zugrunde gerichtet werden. Feuer wird sie verzehren. Dies hat sich ohne Zweifel in der Geschichte bereits vollzogen, als Ninive erobert wurde; doch wird die vollständige Erfüllung desselben erst dann eintreten, wenn der Assyrer wiederkommen wird. Ich meine nicht, daß dann diese Stadt selbst von dem Gericht betroffen werden wird – sie ist ja bereits zerstört worden; sondern die Macht, welche dann das Gebiet des Landes Nimrods besitzen und auch den Hochmut, der in jenem herrschte, geerbt haben wird.

    Im Wachttrum hieß es 1973
    Würde ein Gott der Liebe Seelen quälen?

    Das bedeutet nicht, daß Jehova Gott Bösestun nicht bestraft, daß er bei groben Verletzungen seiner Gebote ein Auge zudrückt. In seinem Wort heißt es: „Jehova ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert und Rache nimmt; Jehova nimmt Rache und ist zum Grimm geneigt. Jehova nimmt Rache an seinen Widersachern, und er grollt seinen Feinden. Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft, und keineswegs wird sich Jehova davon zurückhalten zu strafen.“ (Nah. 1:2, 3) „Er ist weisen Herzens und stark an Kraft. Wer kann ihm Trotz bieten und unversehrt davonkommen?“ (Hiob 9:4) Selbst diejenigen, die vorgeben, sein Volk zu sein, sich aber etwas zuschulden kommen lassen, werden nicht vor Schaden oder sogar Qualen bewahrt.

    w81 1. 12. S. 29-31 Bedrückung wird ein Ende haben

    DIE Menschheit hat sich in der Tat ein schockierendes Zeugnis der Bedrückung ausgestellt. Millionen mußten Schlimmes ertragen. Besonders die Eroberungskriege haben viel Leid verursacht. Doch nicht nur im Krieg selbst verloren viele ihr Leben, sondern auch durch die Hungersnöte und Seuchen — eine Begleiterscheinung der Kriege. Sehnst du nicht auch den Tag herbei, wo es keine Bedrückung und kein Leid mehr geben wird? Eine dem Menschen weit überlegene Persönlichkeit hat angeordnet, daß alle Bedrückung zu einer von ihr festgesetzten Zeit ein Ende haben soll. Ja, Jehova, der allmächtige Gott, kennt das beschämende Zeugnis ganz genau, das sich Einzelpersonen und ganze Nationen ausgestellt haben. Seine Handlungsweise in der Vergangenheit gibt uns die Gewähr, daß er sie zur Rechenschaft ziehen wird. Ein Gott wie er muß etwas unternehmen. In seinem Wort heißt es: „Jehova ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert und Rache nimmt; Jehova nimmt Rache und ist zum Grimm geneigt. Jehova nimmt Rache an seinen Widersachern, und er grollt seinen Feinden. Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft, und keineswegs wird sich Jehova davon zurückhalten zu strafen“ (Nah. 1:2, 3). Diese Worte sind ein Teil der Prophezeiung Nahums gegen Ninive, die Hauptstadt des alten Assyrien. Der Geschichtsbericht über die Zerstörung Ninives versichert uns, daß es nicht immer Bedrückung geben wird, denn Jehova Gott ändert seine Maßstäbe nicht (Mal. 3:6). Gerechtigkeitsliebende Menschen brauchen sich jedoch vor dem Tag der Abrechnung nicht zu fürchten. Sie erhalten durch die Prophezeiung Nahums die Ermunterung: „Jehova ist gut, eine Feste am Tage der Bedrängnis. Und er weiß um die, die Zuflucht bei ihm suchen“ (Nah. 1:7). Deshalb kann eine nähere Betrachtung der Prophezeiung Nahums sehr glaubensstärkend sein.

    NINIVE ‘BESTRICKT NATIONEN’
    Der Prophet Nahum bezeichnete Ninive als die „Stadt des Blutvergießens“ (Nah. 3:1). Ihre Krieger waren wie Löwen, die ihre Beute — die schwächeren Völker — zerreißen (Nah. 2:11-13). Im 7. Jahrhundert v. u. Z., als Nahum prophezeite, waren die Assyrer der Schrecken des Nahen Ostens. Sie hatten es darauf abgesehen, Furcht zu verbreiten. Deshalb waren sie gegen die, die nicht auf ihre Forderungen eingingen, besonders grausam. Kriegsgefangenen wurde manchmal bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen, oder sie wurden lebendig verbrannt. Viele wurden geblendet oder an Stricken geführt, die mit Haken an den Lippen oder an der Nase befestigt waren. Auch das Königreich Juda wurde von den Assyrern nicht verschont. Ahas war so unweise und bat König Tiglath-Pileser, ihm zu helfen, gegen die verbündeten Königreiche von Israel und Syrien vorzugehen. Die Assyrer zerschlugen zwar die Streitmacht dieser Königreiche, doch Juda zog daraus keinen wahren Nutzen. Ahas war jetzt von seinem mächtigen und anspruchsvollen Verbündeten abhängig. Die Bibel berichtet diesbezüglich: „Schließlich zog Tilgath-Pilneser, der König von Assyrien, gegen ihn und brachte ihn in Bedrängnis und stärkte ihn nicht. Denn Ahas plünderte das Haus Jehovas und das Haus des Königs und der Fürsten und übergab so dem König von Assyrien eine Gabe; aber es war ihm keine Hilfe“ (2. Chron. 28:20, 21; 2. Kö. 16:5-9). Andere Nationen ließen sich ebenfalls dazu verleiten, mit Assyrien ein Bündnis einzugehen in der Hoffnung, eine gewisse Unabhängigkeit zu behalten. Doch dieses Bündnis hatte nur Bedrückung von seiten der Assyrer und Verlust der Freiheit zur Folge. Da das Bündnis viel Hilfe und Schutz versprach, schließlich aber nur schmerzliche Erfahrungen mit sich brachte, wird Ninive als eine Prostituierte beschrieben, ‘die die Nationen bestrickte’ (Nah. 3:4). Ninives Freundschaftsangebote waren verheißungsvoll. Doch wehe der Nation, die sie annahm! Als Hiskia, der Sohn und Thronfolger des Ahas, versuchte, sich gegen das assyrische Joch aufzulehnen, drang König Sanherib in das Königreich Juda ein und eroberte eine befestigte Stadt nach der anderen. Nur durch den Eingriff Gottes konnte Jerusalem vor der Zerstörung bewahrt werden. Jehovas Engel schlug 185 000 Mann des assyrischen Heeres und zwang somit Sanherib, seine Pläne hinsichtlich der Belagerung der Stadt aufzugeben (2. Kö. 18:13; 19:32-36).

    NINIVES ENDE VORAUSGESAGT
    Der Einfall Assyriens in Juda hinderte die Bewohner des Landes an ihren landwirtschaftlichen Arbeiten und an der Reise zu den jährlichen Festen, die im Tempel in Jerusalem gefeiert wurden. Was für eine Erleichterung würde also der Sturz Ninives bringen! Der Prophet Nahum sah dies voraus und wurde zu folgenden Worten inspiriert: „Siehe! Auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt, dessen, der Frieden verkündigt. O Juda, feiere deine Feste. Bezahle deine Gelübde; denn nicht mehr wird irgendein Nichtsnutz wieder durch dich ziehen. In seiner Gesamtheit wird er gewißlich weggetilgt werden“ (Nah. 1:15). Was konnte Ninive am Tag seines Unglücks erwarten? Der Prophet Nahum beschreibt die Stadt in ihrem Belagerungszustand. Der assyrische König erhofft sich vergeblich Schutz von seinen „Majestätischen“, seinen mächtigen Militärs (Nah. 2:5). Die Verteidiger der Stadt sind wie schwache Frauen. In der Prophezeiung wird Ninive aufgefordert: „Wasser für eine Belagerung schöpfe dir. Stärke deine befestigten Plätze. Tritt in den Schlamm, und stampfe den Lehm; ergreife die Ziegelform.“ Alle Anstrengungen, die Verteidigungsanlagen zu verstärken, würden sich jedoch als nutzlos erweisen. In der Prophezeiung heißt es weiter: „Sogar dort wird dich Feuer verzehren. Ein Schwert wird dich wegtilgen“ (Nah. 3:13-15). Ninive war wie ein „Wasserteich“ gewesen, in den Völker und der Reichtum der Nationen strömten. „Aber“, sagt Nahum, „sie fliehen. ,Bleibt stehen! Bleibt stehen!‘ Aber da ist keiner, der umkehrt“ (Nah. 2:8). Folglich würden die Leute, die einst einen Nutzen von Ninive hatten, in alle Richtungen fliehen. Sie würden nicht auf die Rufe hören, stehenzubleiben und der Stadt zu helfen. Riesige Vorräte an Silber und Gold würden in die Hände der plündernden Eroberer fallen (Nah. 2:9). Für viele mag es unglaublich erschienen sein, daß der „Stadt des Blutvergießens“ solch ein Unglück widerfahren sollte. Für das vorhergesagte Ereignis gab es jedoch einen historischen Präzedenzfall. Nahum lenkt die Aufmerksamkeit darauf: „Bist du besser als No-Amon, die an den Nilkanälen saß? Wasser waren rings um sie her, deren Wohlstand das Meer war, deren Mauer aus dem Meer bestand. Äthiopien war ihre Machtfülle, auch Ägypten; und dies unbeschränkt. Put und die Libyer selbst erwiesen sich dir als Beistand. Auch sie war für das Exil bestimmt; sie ging in Gefangenschaft. Ihre eigenen Kinder wurden schließlich am Eingang aller Straßen zerschmettert; und über ihre Verherrlichten warf man Lose, und ihre Großen sind alle mit Fesseln gebunden worden“ (Nah. 3:8-10). Die Assyrer wußten sehr wohl, was mit No-Amon oder Theben geschehen war. Unter der Befehlsgewalt König Assurbanipals hatte ihr Heer Theben dem Erdboden gleichgemacht. Die „Mauer“ der Stadt — ihre Verteidigungsanlagen, die den Nil und seine Kanäle einschlossen — hatte sie nicht geschützt. Auch die Äthiopier, die Libyer und die Leute von Put konnten durch ihre militärische Unterstützung Theben keine Rettung bringen. Ebenso konnte Ninive durch nichts gerettet werden. Die Stadt hatte sich durch ihre Kriege und Bündnisse ein so schlechtes Zeugnis ausgestellt, daß alle ihren Untergang bejubeln würden. Nahum schreibt: „Alle, die den Bericht über dich hören, werden gewißlich über dich in die Hände klatschen; denn über wen kam nicht beständig deine Schlechtigkeit?“ (Nah. 3:19). Die Prophezeiung Nahums erfüllte sich, denn Ninive fiel im Jahre 632 v. u. Z. nach einer Belagerung durch die vereinigten Streitkräfte Nabupolassars, des Königs von Babylon, und des Meders Kyaxares. In einer babylonischen Chronik heißt es: „Große, unermeßliche Beute machten sie in der Stadt, [verwandelten] die Stadt in einen Trümmer- und Sch[utthügel . . .].“ Heute befinden sich an der Stelle des alten Ninive noch immer verlassene Ruinen, wodurch Jehova, der Gott wahrer Prophetie, gerechtfertigt wird. Das bedrückende Ninive wurde zunichte. In dem herannahenden „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, wird es allen Bedrückern ebenso ergehen (Offb. 16:14). Was für eine große Erleichterung das doch bringen wird! Mögen wir uns unter denen befinden, die bei dem höchsten Souverän Zuflucht suchen.

  3. Juleam 8. August 2011 um 12:33 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem Buch Nahum

    DIE assyrische Weltmacht hat bereits Samaria, die Hauptstadt des Zehnstämmereichs, zerstört. Assyrien war auch für Juda schon lange eine Bedrohung. Nahum, ein Prophet in Juda, hat einen Ausspruch über Assyriens Hauptstadt Ninive. Diese Botschaft ist im Bibelbuch Nahum enthalten, das vor dem Jahr 632 v. u. Z. geschrieben wurde.

    Die Macht, die als nächste aufsteigt, ist das Babylonische Reich, in dem manchmal chaldäische Könige regierten. Im Buch Habakuk, das wahrscheinlich um 628 v. u. Z. vollendet wurde, wird nicht nur vorhergesagt, dass Jehova diese Weltmacht als Urteilsvollstrecker benutzen wird, sondern auch erwähnt, was Babylon danach widerfährt.

    Schon vor Nahum und Habakuk ist der Prophet Zephanja in Juda tätig und prophezeit über 40 Jahre vor der Zerstörung Jerusalems (607 v. u. Z.). Er verkündet sowohl Unheil als auch Hoffnung für Juda. In seinem Bibelbuch wird auch anderen Nationen Strafe angekündigt.

    „Wehe der Stadt des Blutvergießens“

    „Der prophetische Spruch gegen Ninive“ stammt von Jehova Gott. „Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft.“ Er ist zwar für diejenigen, die am Tag der Bedrängnis bei ihm Zuflucht suchen, „eine Feste“, aber Ninive wird vernichtet werden (Nahum 1:1, 3, 7).

    „Jehova wird gewiss den Stolz Jakobs sammeln [wiederherstellen].“ Doch Assyrien hat wie ein ‘Löwe, der zerreißt’, die Nation des Volkes Gottes terrorisiert. Jehova wird Ninives ‘Kriegswagen im Rauch verbrennen. Und seine mähnigen jungen Löwen wird ein Schwert verzehren’ (Nahum 2:2, 12, 13). „Wehe [Ninive,] der Stadt des Blutvergießens.“ „Alle, die den Bericht über dich hören, werden gewiss über dich in die Hände klatschen“ und sich freuen (Nahum 3:1, 19).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:9 — Was wird „eine vollständige Ausrottung“ Ninives für Juda bedeuten?
    Sie wird eine dauerhafte Befreiung von Assyrien zur Folge haben. „Bedrängnis wird nicht ein zweites Mal erstehen.“ So, als wäre Ninive nicht mehr da, sagt Nahum: „Siehe! Auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt, dessen, der Frieden verkündigt. O Juda, feiere deine Feste“ (Nahum 1:15).

    2:6 — Welche „Tore der Ströme“ waren geöffnet?
    Bei diesen Toren handelt es sich um eine Öffnung in der Mauer Ninives, durch die das Wasser des Tigris eindringen konnte. Als im Jahr 632 v. u. Z. die vereinten Streitkräfte der Babylonier und der Meder gegen Ninive aufmarschierten, unterschätzten die Bewohner diese Gefahr. Sie fühlten sich hinter den hohen Mauern sicher und dachten, die Stadt wäre uneinnehmbar. Der Historiker Diodor berichtet, dass heftige Regenfälle den Tigris über die Ufer treten ließen, der „einen Theil der Stadt überschwemmte und die Mauer auf einer Strecke von 20 Stadien niederriss“. So wurden, wie vorhergesagt, die „Tore der Ströme“ geöffnet, und Ninive wurde so schnell eingenommen, wie Feuer dürre Stoppeln verzehrt (Nahum 1:8-10).

    3:4 — Warum glich Ninive einer Prostituierten?
    Ninive täuschte Nationen durch besänftigende Freundschaftsangebote und das Versprechen, ihnen zu helfen. Doch in Wirklichkeit brachte es den Nationen ein Joch der Bedrückung. Assyrien unterstützte beispielsweise König Ahas von Juda im Kampf gegen die syrisch-israelitische Verschwörung. Aber letztendlich wandte sich der König von Assyrien gegen Ahas und brachte ihn in Bedrängnis (2. Chronika 28:20).

    Lehren für uns:

    1:2-6. Jehova nimmt an seinen Feinden, die ihm ausschließliche Ergebenheit verweigern, Rache, was zeigt, dass er von seinen Anbetern auf jeden Fall ausschließliche Ergebenheit erwartet (2. Mose 20:5).

    1:10. Trotz der wuchtigen Mauern mit Hunderten von Türmen erfüllte sich das Wort Jehovas an Ninive. Auch heute werden die Feinde des Volkes Jehovas dem Strafgericht Gottes nicht entgehen (Sprüche 2:22; Daniel 2:44).

    WT 15.11.2007

  4. Juleam 3. August 2012 um 13:42 Link zum Kommentar

    Nahum 1 – 3

    Nahum 1 – Gott zieht seine Feinde zur Rechenschaft

    1 In diesem Buch ist aufgeschrieben, was Gott der Stadt Ninive ankündigte. In einer Vision gab er seine Botschaft Nahum aus dem Dorf Elkosch weiter.

    2 Gott, der Herr, duldet keine anderen Götter neben sich. Wenn sein Zorn losbricht, rächt er sich an seinen Feinden. Seine Widersacher zieht er zur Rechenschaft, alle, die ihn hassen, bekommen seinen Zorn zu spüren.

    3 Der Herr ist geduldig, aber er besitzt auch große Macht und lässt niemanden ungestraft davonkommen.
    Wenn er daherschreitet, brechen Stürme und Unwetter los, die mächtigen Wolken sind nur der Staub, den seine Füße aufwirbeln.

    4 Wenn er das Meer bedroht, trocknet es aus, ganze Flüsse lässt er versiegen. Die saftigen Weiden von Baschan welken dahin, die Bäume auf dem Karmel werden dürr, und der Libanon mit seinem Blütenmeer liegt da wie eine trostlose Wüste.

    5 Die Berge und Hügel wanken, wenn der Herr erscheint, die Erde bebt, und die Menschen zittern vor Angst.

    6 Wer könnte ihm noch die Stirn bieten, wenn sein Zorn losbricht wie ein verheerendes Feuer? Sogar Felsen bringt er zum Bersten!

    7 Doch mit Güte begegnet der Herr allen, die ihm vertrauen; er kennt sie und schenkt ihnen Zuflucht in der Not.

    8 Aber die Stadt seiner Feinde zerstört er, wie eine reißende Flut schwemmt er sie fort. Ja, Finsternis wird alle verschlingen, die den Herrn verachten!

    9 Was schmiedet ihr noch Pläne gegen den Herrn? Er wird euch mit einem einzigen Schlag vernichten – ein zweites Mal könnt ihr euch nicht gegen ihn auflehnen!

    10 Ihr seid nichts als unnützes Dornengestrüpp, das ins Feuer geworfen wird und lichterloh brennt wie dürres Stroh!11 Aus dir, Ninive, kam ein Herrscher, der finstere Pläne gegen den Herrn schmiedete und nur Unheil ausbrütete.

    12 Doch jetzt spricht der Herr zu Jerusalem: »Wenn deine Feinde wieder anrücken und all ihre Truppen aufbieten, sollen sie niedergemäht werden wie die Halme auf einem Feld. Ich habe dich hart bestraft, doch nun ist es genug damit. 13 Ich will das schwere Joch, das auf dir lastet, zerbrechen und deine Fesseln zerreißen!«

    14 Zum assyrischen König aber sagt der Herr: »Für mich bist du schon so gut wie tot; ich habe dir das Grab geschaufelt. Du wirst keine Nachkommen mehr haben, und aus deinem Tempel werfe ich die Götzenstatuen hinaus.«

    Jehova ist unparteiisch und absolut gerecht. Er sieht nicht nach der Nation, dem finanziellen Hintergrund oder dem Ansehen bei Menschen.

    Bei ihm zählt einzig allein unser Herz. Wenn es sich erweist, dass wir mit ihm sind, dann wird auch er mit uns sein. Wenn wir aber gegen ihn arbeiten, dann wird uns die Strafe treffen. Er hat es ja bereits in der Wüste angekündigt.

    Wer seinem Plan zuwider handelt wird bestraft – auch dann, wenn er sich nach Jehovas Namen nennen sollte. Dies sollte dann auch uns hellhörig machen: denn wir mögen zwar zu Jehovas Volk gehören, aber leben wir auch danach? Falls nicht, könnte es sich erweisen, dass wir selbst uns zu Feinden Jehovas gemacht haben und dann muss er uns auch entsprechend behandeln!

    Nicht umsonst lautete das Motto des BZK in diesem Jahr „Behüte dein Herz“. Interessanterweise setzt sich dieses Motto im kommenden Dienstjahr fort, ebenso wie im vergangenen Jahr. Das Motto vom KKG lautet „Behüte deinen Sinn“ und vom TSK „Behüte dein Gewissen“. Die Programme dazu finden wir bereits auf der Seite der Gesellschaft.

    Warum es so zeitgemäß ist, uns über ein ganzes Jahr mit dieser Themenfolge zu befassen, sehen wir ja hier im Bibelbuch Nahum. Denn auch wenn das Gericht bereits am Hause Gottes begonnen hatte, so sollten wir uns nicht in falscher Sicherheit wiegen. Dies taten auch die Assyrer und wir sehen, wie Jehova darüber dachte. Auch könnten wir uns unbemerkt vom Geist der Welt einlullen lassen, denn im Vergleich mit der Welt sind wir ja immer noch „besser“, was die Moral geht. Wir haben ja bereits einiges dazu auf dem BZK gehört. …?

  5. Juleam 3. August 2012 um 13:52 Link zum Kommentar

    Nahum 2 – Die Eroberung Ninives

    1 Seht! Ein Bote läuft über die Berge nach Jerusalem. Er bringt die frohe Nachricht: »Wir haben endlich Frieden! Feiert wieder eure Feste, ihr Menschen von Juda! Erfüllt die Versprechen, die ihr Gott gegeben habt! Der furchtbare Feind, der alles verwüstet hat, wird nie mehr über euer Land herfallen, denn jetzt ist er endgültig besiegt.«

    2 Schon rücken deine Eroberer heran, Ninive! Sie werden dich dem Erdboden gleichmachen. Bewach deine Festungen nur gut, stell überall Posten auf! Leg deine Waffen an, und hol Verstärkung! 3 Früher hast du Israel ausgeplündert und seine Weinberge verwüstet. Doch jetzt lässt der Herr ganz Israel wieder in seinem alten Glanz erstehen.

    4 Da ist dein Feind, Ninive! Die Soldaten tragen blutrote Schilde, und ihre Kleidung leuchtet scharlachrot. Die eisernen Streitwagen funkeln wie brennende Fackeln, die Kämpfer schwingen ihre Lanzen. 5 Jetzt rasen die Wagen über die Straßen, auf den freien Plätzen überholen sie einander. Wie Flammen leuchten sie auf, sie sind schnell wie der Blitz!

    6 Der assyrische König ruft seine besten Offiziere; sie laufen los und stolpern, sie rennen zur Stadtmauer von Ninive. Schon verschanzen die Feinde sich hinter Schutzdächern, um die Stadt zu stürmen. 7 Am Fluss brechen sie die Schleusentore auf; die Angst packt alle am Königshof. 8 Dann reißen die Feinde der Königin die Kleider vom Leib und führen sie gefangen weg. Ihre Dienerinnen klagen wie Tauben und schlagen sich verzweifelt an die Brust. 9 Alle fliehen aus Ninive, wie Wasser aus einem Teich abläuft. »Halt! Bleibt doch!«, ruft man ihnen hinterher, aber niemand dreht sich um.

    10 Plündert, ihr Soldaten! Nehmt euch Silber und Gold, denn die Stadt ist voll davon; ihr findet die kostbarsten Schätze! 11 Sie lassen nichts mehr zurück, Ninive ist verwüstet, Totenstille herrscht. Die Überlebenden haben allen Mut verloren, ihre Knie zittern, sie krümmen sich vor Schmerz und sind totenbleich.

    12 Was ist jetzt aus der Stadt Ninive geworden? Ihre Einwohner lebten sicher und ungestört wie Löwen, die ihre Jungen in der Höhle füttern. 13 Der Löwe zerriss die anderen Tiere und brachte sie seinen Jungen und den Löwinnen zum Fraß. Ja, er füllte die Höhle bis oben hin mit Beute!

    14 So spricht der Herr, der allmächtige Gott: »Jetzt rechne ich mit dir ab, Ninive! Deine Streitwagen lasse ich in Flammen aufgehen, deine jungen Löwen – deine Soldaten – werden vom Schwert niedergemetzelt. Du wirst keine Beute mehr nach Hause schleppen, und nie mehr wirst du Boten aussenden, die anderen Völkern Befehle geben!«

    hatten die Niniviten noch auf Jona’s Reden gehört und waren umgekehrt – so hatten sie sich wieder in ihrem falschen Lauf „verloren“. Diesmal waren sie dann nicht mehr „bereit zu hören“ und so musste Jehova einen Schlußstrich ziehen!

    Wir hatten die Gedanken ja auch bereits im Zusammenhang mit dem Studienartikel für diese Woche und Jesaja

  6. Juleam 3. August 2012 um 13:53 Link zum Kommentar

    Nahum 3 – Keine Schande bleibt Ninive erspart!

    1 Wehe dieser Stadt, die ein Blutbad nach dem anderen anrichtet, in der Betrug und Gewalt herrschen. Schon immer war sie auf Raub aus und wollte nie damit aufhören.

    2 Da! Peitschengeknall und Räderrasseln! Pferde galoppieren, Streitwagen rasen dahin! 3 Die Reiter preschen vorwärts, Schwerter glänzen, Speere blitzen auf. Das Schlachtfeld ist übersät mit Gefallenen, man stolpert über Leichen, so dicht liegen sie; niemand kann sie mehr zählen! 4 Das ist die Strafe für Ninive, diese Hure, die mit ihren Reizen ganze Völker verführte und sie mit ihren Zauberkünsten umgarnte!

    5 So spricht der Herr, der allmächtige Gott: »Jetzt ziehe ich dich zur Rechenschaft! Ich reiße dir den Rock hoch bis übers Gesicht, dass du vor den Völkern nackt dastehst und dich zu Tode schämen musst. 6 Mit stinkendem Dreck bewerfe ich dich, keine Schande bleibt dir erspart; ja, ich stelle dich öffentlich zur Schau! 7 Dann wird jeder, der dich sieht, davonlaufen und entsetzt rufen: ›Ninive ist eine einzige Wüste!‹ Wer wird da noch um dich trauern? Wo soll ich einen Tröster für dich finden?

    8 Meinst du vielleicht, dir werde es besser ergehen als der Stadt Theben? Sie war durch den breiten Nil und seine Arme ringsum geschützt. 9 Ein starkes Heer aus Äthiopien und ganz Ägypten bot sie zu ihrer Verteidigung auf, Soldaten aus Put und Libyen kamen ihr zu Hilfe. 10 Trotzdem verschleppten die Feinde ihre Einwohner in die Verbannung und zerschmetterten kleine Kinder auf der Straße; sie teilten die führenden Männer durch das Los unter sich auf und führten sie in Ketten ab.

    11 Auch deine Einwohner, Ninive, werden umhertaumeln, als seien sie betrunken; vergeblich werden sie Schutz suchen, wenn der Feind über sie herfällt. 12 Deine Festungen sind wie Feigenbäume mit Frühfeigen darauf: Man braucht sie nur zu schütteln, schon fallen einem die Früchte in den Mund. 13 Deine Elitetruppen können sich nicht mehr wehren, die Feinde dringen ungehindert ins Land ein und legen deine Festungen in Schutt und Asche.

    14 Ja, sammle dir nur Wasservorräte für die Zeit der Belagerung, verstärk deine Verteidigungsanlagen, stampf den Lehm, forme Ziegelsteine! 15 Trotzdem werden deine Feinde dich in Brand stecken und mit Schwertern deine Einwohner niedermetzeln. Selbst wenn du deine Truppen verstärkst und ein Heer aufbietest, so groß wie ein Heuschreckenschwarm: die über dich herfallen, sind noch viel mächtiger und werden alles vernichten! 16 Deine Händler sind zahlreicher als die Sterne am Himmel; doch plötzlich werden sie verschwunden sein – wie Heuschrecken, die aus der Puppe schlüpfen und wegfliegen. 17 Deine Würdenträger und Beamten gleichen Heuschreckenschwärmen, die sich in einer kalten Nacht auf einer Mauer niederlassen: Kaum geht die Sonne auf, so fliegen sie davon, und niemand weiß, wo sie geblieben sind.

    18 Du König von Assyrien, deine führenden Männer sind tot, deine Mächtigen liegen am Boden! Die Soldaten, die in den Bergen kämpften, sind davongelaufen wie eine Herde ohne Hirte.

    19 Deine Wunde ist tödlich; niemand kann deine Verletzungen heilen. Und wer von deinem Untergang erfährt, klatscht vor Freude in die Hände; denn weit und breit gibt es keinen, den du nicht grausam gequält hast!«

  7. Juleam 1. August 2013 um 13:55 Link zum Kommentar

    Nahum 1 – 3

    Nahum 1 – War die Umkehr der Niniviten zu Jonas Zeiten nicht echt?

    1 Die Last über Ninive. Das Buch der Offenbarung Nahums, des Elkoschiten:

    2 Ein eifersüchtiger und rächender Gott ist der Herr ; ein Rächer ist der Herr und voller Zorn ; ein Rächer ist der Herr an seinen Widersachern , er verharrt [im Zorn] gegen seine Feinde. 3 Der Herr ist langsam zum Zorn, aber von großer Kraft , und er lässt gewiss nicht ungestraft .

    Der Weg des Herrn ist im Sturmwind und im Ungewitter, und Gewölk ist der Staub seiner Füße. 4 Er schilt das Meer und trocknet es aus, und er lässt alle Ströme versiegen; Baschan und Karmel verdorren, und die Blüte des Libanon verwelkt . 5 Die Berge erbeben vor ihm, und die Hügel zerschmelzen; das Land hebt sich empor vor seinem Angesicht, der Erdkreis samt allen, die darauf wohnen. 6 Wer kann bestehen vor seinem Grimm, und wer widersteht der Glut seines Zorns? Sein Grimm ergießt sich wie ein Feuer , und Felsen werden von ihm zerrissen.

    7 Gütig ist der Herr , eine Zuflucht am Tag der Not ; und er kennt die, welche auf ihn vertrauen. 8 Aber mit überströmender Flut wird er die Stätte jener [Widersacher] verwüsten und seine Feinde in die Finsternis jagen.

    9 Was denkt ihr euch aus gegen den Herrn ? Er wird eine gänzliche Zerstörung anrichten! Die Drangsal wird sich nicht zum zweiten Mal erheben. 10 Sie sind zwar verflochten zu einem Dornengestrüpp und trunken wie vom Wein ; doch sollen sie wie dürre Stoppeln völlig verzehrt werden. 11 Von dir ist ausgegangen, der Böses ersann gegen den Herrn , ein frevlerischer Ratgeber .

    12 So spricht der Herr : Wenn sie sich auch sicher fühlen und noch so zahlreich sind, so sollen sie doch abgehauen werden, und es wird aus sein [mit ihnen]. Wenn ich dich auch gedemütigt habe, so will ich dich nicht nochmals demütigen; 13 sondern nun will ich sein Joch von dir wegnehmen und zerbrechen und will deine Bande zerreißen.

    14 Gegen dich aber hat der Herr den Befehl erlassen: Dein Name soll nicht mehr fortgepflanzt werden; aus dem Haus deines Gottes rotte ich gemeißelte und gegossene Bilder aus; ich will dir dein Grab herrichten, denn du bist zu leicht erfunden worden!

    Wieviel Zeit liegt eigentlich hier zwischen der Umkehr zu Jonas Zeiten?

    Könnte man daraus schließen, dass ihre Umkehr seinerzeit nicht aufrichtig erfolgt war?

    In den Höhepunkten zu Nahum wird gesagt, dass das Buch 637 vuZ geschrieben wurde. Von wann ist Jona? 844 vuz. Also doch eine ganz lange Zeitspanne von fast 200 Jahren dazwischen.

    Daher muss die Reue der Niniviten zur Zeit Jonas nicht zwangsläufig unecht gewesen sein. Denn: warum hätte Jehova sein Gericht von ihnen zurückziehen sollen? Sie waren ja nicht sein Volk und es gab keinen Bund zuvor. Jehova kann ja ins Herz sehen und von daher wird ihre Reue echt gewesen sein.

    Wie schnell man von der wahren Anbetung abweicht, zeigt die Geschichte ja immer wieder. Selbst im ersten Jahrhundert schlichen sich Leute unter Gottes Volk ein, die die wahre Anbetung zu verwässern suchten – und das, obwohl die meisten Jesus und seine Auferstehung miterlebt haben und bezeugen konnten.

    Auch in neuerer Zeit ist die Anbetung immer wieder gereinigt und auf das zurück gebracht worden, was der Ursprung der ersten Christen war – und innerhalb von relativer kurzer Zeit immer wieder verwässert worden.

    Aber dies lehrt uns eigentlich nur, wie gefährlich es ist, sich in Sicherheit zu wiegen, weil man „der einzig wahren Religionsorganisation“ angehört. Wir müssen selbst fest im Glauben und in Gottes Wort stehen!

    Jeder von uns trägt selbst die Verantwortung für sein Verhältnis zu Jehova und daher sollte jeder sich auch selbst unter Gebet mit Gottes Wort beschäftigen. Lesen wir es wie ein Liebesbrief immer wieder!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  8. Juleam 1. August 2013 um 13:57 Link zum Kommentar

    Nahum 2 – Keine Chance – denn Jehova selbst ist es, der gegen sie Krieg führt

    1 Siehe auf den Bergen die Füße dessen, der frohe Botschaft bringt, der Frieden verkündigt: Feiere, Juda, deine Feste , bezahle deine Gelübde ! Denn der Frevler wird forthin nicht mehr über dich kommen; er ist gänzlich vertilgt !

    2 Der Zerstörer ist gegen dich herangezogen, [Ninive;] bewache die Festung , beobachte die Straße; stärke deine Lenden, nimm deine Kraft aufs Äußerste zusammen! 3 Denn der Herr stellt die Hoheit Jakobs wieder her, gleichwie die Hoheit Israels; denn die Plünderer haben sie geplündert und ihre Reben verderbt.

    4 Der Schild seiner Helden ist rot gefärbt, die Krieger sind in Scharlach gekleidet; in feurigem Glanz stehen die Beschläge der Streitwagen an dem Tag, da er sich rüstet, und die Lanzen werden geschwungen. 5 Die Streitwagen rasen wie toll durch die Straßen und überholen einander auf den Plätzen; sie sind anzusehen wie Fackeln, fahren daher wie Blitze. 6 Er bietet seine Würdenträger auf, sie straucheln auf dem Weg; sie eilen zur Mauer – schon ist das Schutzdach aufgestellt!

    7 Die Tore an den Strömen werden aufgebrochen, und der Palast verzagt. 8 Aber es steht fest: Sie wird entblößt, abgeführt, und ihre Mägde seufzen wie gurrende Tauben und schlagen sich an die Brust. 9 Ninive glich ja von jeher einem Wasserteich – dennoch fliehen sie! »Steht still, haltet stand!« – Aber niemand wendet sich um.

    10 Raubt Silber, raubt Gold! Denn ihr Vorrat hat kein Ende; sie ist angefüllt mit allerlei kostbaren Geräten. 11 Leer und ausgeplündert, verwüstet [wird sie]! Verzagte Herzen und schlotternde Knie und Schmerz in allen Hüften und Totenblässe auf allen Gesichtern!

    12 Wo ist nun die Höhle der Löwen und die Weide der jungen Löwen, wo der Löwe mit der Löwin umherstreifte und das Löwenjunge sicher war, sodass niemand es erschreckte? 13 Der Löwe raubte, so viel seine Jungen brauchten, und er würgte für seine Löwinnen und füllte seine Höhle mit Raub und seine Schlupfwinkel mit zerrissener Beute.

    14 Siehe, ich komme über dich, spricht der Herr der Heerscharen, und ich lasse ihre Streitwagen in Rauch aufgehen; und deine Löwen soll das Schwert fressen; und ich will deine Beute von der Erde vertilgen, und man soll die Stimme deiner Gesandten nicht mehr hören!

    Nun wird es also Ernst: der Gott Israels selbst wird gegen sie Krieg führen. Wie könnten sie da bestehen?

    einen weiteren Gedanken finden wir hier:

  9. Juleam 1. August 2013 um 14:00 Link zum Kommentar

    Nahum 3 – Wann ging Ninive ins Exil?

    1 Wehe der blutbefleckten Stadt, die voll ist von Lüge und Gewalttat, und die nicht aufhört zu rauben ! 2 Peitschenknall und lautes Rädergerassel, jagende Rosse und rasende Streitwagen! 3 Stürmende Reiter, funkelnde Schwerter und blitzende Spieße! Viele Erschlagene und Haufen von Toten, zahllose Leichen, sodass man über ihre Leichen strauchelt – 4 [und das] wegen der vielen Hurereien der anmutigen Hure, der Zaubermeisterin, die Völker mit ihrer Hurerei verkauft hat und ganze Geschlechter mit ihrer Zauberei.

    5 Siehe, ich komme über dich, spricht der Herr der Heerscharen, und will dir deine Säume übers Gesicht ziehen , sodass die Völker deine Blöße sehen und die Königreiche deine Schande! 6 Und ich will dich mit Unrat bewerfen und dich beschimpfen lassen und zur Schau stellen, 7 und es wird geschehen, dass alle, die dich sehen, von dir wegfliehen und sagen werden: Verwüstet ist Ninive! Wer will ihr Beileid bezeugen? Wo soll ich dir Tröster suchen?

    8 Sollte es dir besser gehen als No-Amon , die an den Nilarmen lag, die rings vom Wasser umgeben war, deren Bollwerk der Nil bildete, deren Mauer die Flut war? 9 Kuschiten waren ihre Stärke, Ägypter, ja, ohne Zahl; Put und die Lubier gehörten zu ihren Hilfsvölkern. 10 Dennoch verfiel auch sie der Verbannung, musste in die Gefangenschaft ziehen; auch ihre Kindlein wurden an allen Straßenecken zerschmettert ; man warf über ihre Vornehmen das Los , und alle ihre Großen wurden mit Ketten gefesselt.

    11 So wirst auch du trunken werden und umnachtet sein, auch du wirst eine Zuflucht suchen vor dem Feind! 12 Alle deine Festungen sind wie Feigenbäume mit Frühfeigen; wenn man sie schüttelt, so fallen sie dem, der essen will, in den Mund. 13 Siehe, dein Volk ist zu Weibern geworden in deiner Mitte; deinen Feinden werden die Tore deines Landes weit geöffnet; Feuer hat deine Riegel verzehrt! 14 Schöpfe dir Wasser für die Belagerung; verstärke deine Bollwerke! Tritt den Ton und stampfe den Lehm, nimm die Ziegelform zur Hand!

    15 Dort wird das Feuer dich verzehren, das Schwert dich ausrotten; es wird dich verzehren wie Heuschrecken ; magst du auch zahlreich sein wie die Heuschrecken, magst du auch zahlreich sein wie das Heupferd! 16 Deine Kaufleute sind zahlreicher geworden als Sterne am Himmel; wie Heuschrecken breiten sie sich aus und fliegen davon. 17 Deine Söldner sind wie die Heupferde, und deine Würdenträger gleichen den Grashüpfern , die sich an kalten Tagen an den Mauern lagern; wenn aber die Sonne aufgeht, so fliegen sie davon, und niemand weiß, wohin sie gekommen sind.

    18 Während deine Hirten schlummerten , deine Würdenträger schliefen , hat sich dein Volk, o König von Assyrien, über die Berge zerstreut , und niemand sammelt es mehr! 19 Dein Unglück wird durch nichts gemildert; tödlich ist deine Wunde . Alle, die davon hören, klatschen in die Hände über dich; denn über wen ist deine Bosheit nicht ohne Unterlass dahingegangen?

    Ist das nicht ein sehr abruptes Ende?

    Aber wann ging Assyrien in die Gefangenschaft und wohin? Gibt es darüber Aufzeichnungen?

    Ich habe zwar einiges gefunden, wo es um die Zerstörung der Stadt geht – aber bisher nichts gelesen, wo es heißt, dass es dann und dann da und da hin ins Exil ging:

    Der Sturz des Weltreiches
    Die Zerstörung der Stadt – eine Erfüllung der Prophetie

    In dem Artikel „Zentrum der Priesterschaft“ zur Stadt No-Amun wird es so formuliert:

    Selbst als der Regierungssitz verlegt wurde, blieb No-Amon (Theben) weiterhin eine reiche und bedeutende Stadt, das Zentrum der einflußreichen Priesterschaft Amons, deren Oberpriester der mächtigste und reichste Mann nach Pharao war. Doch im 7. Jahrhundert v. u. Z., während der Herrschaft des assyrischen Königs Esar-Haddon (Asarhaddon), drangen die Assyrer nach Ägypten vor. Esar-Haddons Sohn und Nachfolger Assurbanipal griff Ägypten erneut an; er kam bis nach Theben und verwüstete und plünderte die Stadt. Auf diese Verwüstung muß sich der Prophet Nahum bezogen haben, als er Ninive, die Hauptstadt Assyriens, vor einer ähnlich umfangreichen Vernichtung warnte (Nah 3:7-10). No-Amons Verteidigungsanlage, die sich von der Straße aus Palästina bis an den Nil und weiter flußaufwärts erstreckte, schützte die Stadt nicht, und der aus ihren Handelsgeschäften stammende Reichtum und ihre Tempelschätze wurden eine Beute der plündernden Assyrer.

    Dies lässt den Schluss zu, dass das mit dem Exil nicht Assyrien und die Stadt Ninive selbst betrifft, sondern dass dies ein Vorgehen von ihr anderen gegenüber war – und sie selbst Ähnliches erfahren sollte. Dazu mußte sie selbst nicht ins Exil gehen. Hier reicht es aus, dass die Stadt völlig zerstört wird und dies ist geschichtlich und archäologisch belegt

    einen weiteren Gedanken finden wir hier:

    weiter geht es mit 2. Könige 20 – 21

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