Nahum


Ninive

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 8. August 2009 3 Kommentare Trackback URI Comments RSS

3 Kommentare zu “Nahum”

  1. Juleam 9. August 2009 um 12:46 Link zum Kommentar

    Nahum 1 – 3

    Nahum 1:2-3

    Jehova ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert und Rache nimmt; Jehova nimmt Rache und ist zum Grimm geneigt. Jehova nimmt Rache an seinen Widersachern, und er grollt seinen Feinden.

    3 Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft, und keineswegs wird sich Jehova davon zurückhalten zu strafen

    Jehova ist war zum Vergeben bereit, aber wir werden nicht straffrei ausgehen!

    Nahum 1:7

    Jehova ist gut, eine Feste am Tag der Bedrängnis.

    Und er weiß um die, die Zuflucht bei ihm suchen.

    Nahum 1:11

    Aus dir wird tatsächlich einer hervorgehen, der Böses gegen Jehova ausdenkt, der Nichtswürdiges beschließt.

    eigentlich undenkbar, dass aus den Reihen der wahren Anbeter Jehovas welche aufstehen sollten und gegen Jehova arbeiten. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass es immer wieder solche gegeben hat. Ja, es gibt sie sogar heute.

    Trotzdem – für mich immer wieder unfassbar!

    Nahum 3:19

    Es gibt keine Erleichterung für deine Katastrophe. Dein Schlag ist unheilbar geworden. Alle, die den Bericht über dich hören, werden gewiß über dich in die Hände klatschen; denn über wen kam nicht beständig deine Schlechtigkeit?“

  2. Thomasam 31. Juli 2010 um 13:32 Link zum Kommentar

    Nahum 1-3
    Zitate von J.N.Darby


    Wollten wir die einzelnen Nationen, die mit dem Volke Gottes in Berührung gekommen sind, ihren besonderen Merkmalen nach genauer betrachten, so würden wir vielleicht finden, daß sich in einer jeden eine bestimmte Art des Bösen ziemlich deutlich ausgeprägt findet. Jedenfalls ist dies bei den hauptsächlichsten Feinden jenes Volkes der Fall. Bei Ägypten, Babel und Ninive treten die verschiedenen Zustände, welche sie darstellen, in ausgesprochener Weise hervor. Ägypten ist die Welt in ihrem natürlichen Zustande, aus welcher das Volk ausgegangen ist. Babel ist das Verderben, welches in einer Macht handelt, die das Volk in Knechtschaft bringt. Ninive ist die Welt in ihrem Stolz und ihrer Pracht, die nur von ihrer eigenen Wichtigkeit erfüllt ist und nichts anderem Beachtung schenkt – die Welt, welche einfach durch ihren Hochmut dazu getrieben wird, dem Volke Gottes in offener Feindschaft entgegenzutreten. Sie wird gleich all den übrigen Feinden gerichtet werden und unter dem Gericht des Allmächtigen auf immer verschwinden. Jehova hat gegen sie geboten, daß von ihrem Samen nicht mehr gesät werden soll. Dieses Gericht ist so einfach, daß die Weissagung, in welcher es angekündigt wird, sehr wenig Erklärung erfordert.

    Sie beginnt mit einer Darstellung des Wesens Gottes, wie es sich dem gegenüber erweist, was Er seitens des Hochmuts des Menschen ertragen muß. Ein eifernder und rächender Gott ist Jehova. Es ist ein ernster Gedanke, daß, so groß auch die Geduld Gottes ist, doch ein Tag kommt, der es offenbar machen wird, daß Er mit dem Bösen keine Nachsicht hat. Und doch ist dies auch ein tröstlicher Gedanke; denn die Rache Gottes befreit die Welt von dem Druck und dem Elend, in welchem sie sich unter dem Joche des Feindes und der Lust befand, damit sie nun unter den Augen ihres Befreiers und Friedebringers erblühen könne.

    Er hat das Böse ohne Zweifel lange Zeit hingehen und sich entwickeln lassen. Er ist nicht ungeduldig, wie es unsere armen Herzen sind. Er ist langsam zum Zorn; doch ist dieser Zorn um so schrecklicher, weil er die Gerechtigkeit Dessen erweist, der nie ungeduldig ist. Er ist groß an Kraft, und Er hält keineswegs für schuldlos den Schuldigen. Wer kann vor Seinem Grimme bestehen, und wer die Glut Seines Zornes ertragen?

    Das ist aber noch nicht alles. Wenn Er Seinem Grimme freien Lauf läßt, dann ist es nicht so, daß derselbe keine Grenzen kännte und alles ohne Unterschied verwüstete. Jehova ist gütig; Er ist eine Feste am Tage der Drangsal. Wenn sich die Ströme des Bösen und des Gerichts ergießen – des Bösen, welches selbst ein Gericht ist, und des Gerichts, vor welchem nichts bestehen kann, das von demselben betroffen wird -, dann ist Er Selbst die sichere Zuflucht aller derer, die auf Ihn vertrauen: Er Selbst kennt alle, die dies tun. Was die Herrlichkeit des Feindes betrifft, so wird sie zerstört, ausgetilgt, vernichtet werden. Während sie sich unbekümmert ihren Vergnügungen hingeben, sich berauschen und nichts Böses ahnen, sollen sie völlig verzehrt werden wie dürre Stoppeln.

    In Nahum 1, 11 begegnen wir jenem so oft von den Propheten erwähnten Manne, dem Assyrer, der Böses sinnt wider Jehova. Vers 12 ist dunkel, doch glaube ich, daß er sich auf Israel bezieht. Auch Israel wird, wenn es sich im Geiste der Welt seiner Sicherheit und Stärke rühmt, den Einfall des Feindes, die Überflutung der großen Wasser, der Geißel Gottes, zu erdulden haben. Wenn dieselbe jedoch durch das Land (d. h. Israel) zieht, dann sollen sie weggemäht werden. Mit dieser Geißel kommt aber das Gericht Gottes zum Abschluß, und, wie der Prophet erklärt, Israel wird dann vollständig und für immer befreit sein. Das Joch des Assyrers wird auf alle Zeiten hin zerbrochen und die stolze, feindselige Macht der Welt ebenso vernichtet sein, wie bereits vorher über die antichristliche Verderbnis und Empörung das Gericht ergangen war. Die gute Botschaft von der vollen Befreiung wird nach außen hin verbreitet werden, und Juda wird in Frieden seine Feste feiern.

    Es ist mir unzweifelhaft, daß der Einfall Sanheribs Anlaß zu dieser Weissagung gegeben hat; augenscheinlich geht sie aber weit über jenes Ereignis hinaus, und das Gericht, von welchem die Rede ist, ist ein Endgericht. Wir haben hier wiederum ein Beispiel von dem, was wir schon so häufig bei den Propheten zu beobachten Gelegenheit hatten, daß nämlich ein Gericht von beschränkterem Umfang dem Volke Gottes zur Warnung oder Ermunterung dienen mußte, während es nur den Vorläufer eines noch zukünftigen Gerichts darstellte, in welchem das Tun Gottes seiner ganzen Ausdehnung nach zum Abschluß und zum vollen Ausdruck kommen würde.

    Der Nichtswürdige soll fortan nicht mehr durch Juda ziehen; er wird ganz ausgerottet werden.

    Wenn es Gott zuließ, daß Jakob völlig verwüstet und zugrunde gerichtet wurde, so war der Grund davon der, daß die Zeit des Gerichts gekommen war – eines Gerichts, welches nicht bei Jakob stehenbleiben sollte. Ohne Zweifel begann Gott bei Seinem eigenen Hause; würde Er aber bei demselben stehenbleiben? 0 nein. Was muß aber das Ende der Feinde des Volkes Gottes sein, wenn Er bei Seinem eigenen Volk das Böse nicht länger duldet? Mochte Ninive sich denn verteidigen, wenn es dazu imstande war! Aber nein, in jene Löwenhöhle würde eingedrungen, und die jungen Löwen würden vertilgt werden; sie würden unfähig sein, sich zu verteidigen.

    Bei dem Propheten Jesaja (Schluß von Jesaja 2 und Anfang von Jesaja 3) begegnen wir demselben Gedankengang. Jakob wurde gerichtet; alle Hausgenossen wurden, ebensogut wie Israel selbst, von allem entblößt und ins Elend gestürzt; und nun kam die Reihe an die Welt. So groß auch der Hochmut Ninives sein mochte, so war es doch nicht besser als andere, zu deren Untergang es wahrscheinlich als Werkzeug gedient hatte; denn Assyrien und Ägypten waren lange Zeit Nebenbuhler gewesen. Die Festungen der Assyrer sollen gleich Feigen sein, die beim ersten Schütteln herabfallen, und ihr Volk ohne Kraft, als wenn es lauter Weiber wären. Sie werden vollständig zugrunde gerichtet werden. Feuer wird sie verzehren. Dies hat sich ohne Zweifel in der Geschichte bereits vollzogen, als Ninive erobert wurde; doch wird die vollständige Erfüllung desselben erst dann eintreten, wenn der Assyrer wiederkommen wird. Ich meine nicht, daß dann diese Stadt selbst von dem Gericht betroffen werden wird – sie ist ja bereits zerstört worden; sondern die Macht, welche dann das Gebiet des Landes Nimrods besitzen und auch den Hochmut, der in jenem herrschte, geerbt haben wird.

    Im Wachttrum hieß es 1973

    Würde ein Gott der Liebe Seelen quälen?

    Das bedeutet nicht, daß Jehova Gott Bösestun nicht bestraft, daß er bei groben Verletzungen seiner Gebote ein Auge zudrückt. In seinem Wort heißt es: „Jehova ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert und Rache nimmt; Jehova nimmt Rache und ist zum Grimm geneigt. Jehova nimmt Rache an seinen Widersachern, und er grollt seinen Feinden. Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft, und keineswegs wird sich Jehova davon zurückhalten zu strafen.“ (Nah. 1:2, 3) „Er ist weisen Herzens und stark an Kraft. Wer kann ihm Trotz bieten und unversehrt davonkommen?“ (Hiob 9:4) Selbst diejenigen, die vorgeben, sein Volk zu sein, sich aber etwas zuschulden kommen lassen, werden nicht vor Schaden oder sogar Qualen bewahrt. *** w81 1. 12. S. 29-31 Bedrückung wird ein Ende haben *** Bedrückung wird ein Ende haben DIE Menschheit hat sich in der Tat ein schockierendes Zeugnis der Bedrückung ausgestellt. Millionen mußten Schlimmes ertragen. Besonders die Eroberungskriege haben viel Leid verursacht. Doch nicht nur im Krieg selbst verloren viele ihr Leben, sondern auch durch die Hungersnöte und Seuchen — eine Begleiterscheinung der Kriege. Sehnst du nicht auch den Tag herbei, wo es keine Bedrückung und kein Leid mehr geben wird? Eine dem Menschen weit überlegene Persönlichkeit hat angeordnet, daß alle Bedrückung zu einer von ihr festgesetzten Zeit ein Ende haben soll. Ja, Jehova, der allmächtige Gott, kennt das beschämende Zeugnis ganz genau, das sich Einzelpersonen und ganze Nationen ausgestellt haben. Seine Handlungsweise in der Vergangenheit gibt uns die Gewähr, daß er sie zur Rechenschaft ziehen wird. Ein Gott wie er muß etwas unternehmen. In seinem Wort heißt es: „Jehova ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert und Rache nimmt; Jehova nimmt Rache und ist zum Grimm geneigt. Jehova nimmt Rache an seinen Widersachern, und er grollt seinen Feinden. Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft, und keineswegs wird sich Jehova davon zurückhalten zu strafen“ (Nah. 1:2, 3). Diese Worte sind ein Teil der Prophezeiung Nahums gegen Ninive, die Hauptstadt des alten Assyrien. Der Geschichtsbericht über die Zerstörung Ninives versichert uns, daß es nicht immer Bedrückung geben wird, denn Jehova Gott ändert seine Maßstäbe nicht (Mal. 3:6). Gerechtigkeitsliebende Menschen brauchen sich jedoch vor dem Tag der Abrechnung nicht zu fürchten. Sie erhalten durch die Prophezeiung Nahums die Ermunterung: „Jehova ist gut, eine Feste am Tage der Bedrängnis. Und er weiß um die, die Zuflucht bei ihm suchen“ (Nah. 1:7). Deshalb kann eine nähere Betrachtung der Prophezeiung Nahums sehr glaubensstärkend sein. NINIVE ‘BESTRICKT NATIONEN’ Der Prophet Nahum bezeichnete Ninive als die „Stadt des Blutvergießens“ (Nah. 3:1). Ihre Krieger waren wie Löwen, die ihre Beute — die schwächeren Völker — zerreißen (Nah. 2:11-13). Im 7. Jahrhundert v. u. Z., als Nahum prophezeite, waren die Assyrer der Schrecken des Nahen Ostens. Sie hatten es darauf abgesehen, Furcht zu verbreiten. Deshalb waren sie gegen die, die nicht auf ihre Forderungen eingingen, besonders grausam. Kriegsgefangenen wurde manchmal bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen, oder sie wurden lebendig verbrannt. Viele wurden geblendet oder an Stricken geführt, die mit Haken an den Lippen oder an der Nase befestigt waren. Auch das Königreich Juda wurde von den Assyrern nicht verschont. Ahas war so unweise und bat König Tiglath-Pileser, ihm zu helfen, gegen die verbündeten Königreiche von Israel und Syrien vorzugehen. Die Assyrer zerschlugen zwar die Streitmacht dieser Königreiche, doch Juda zog daraus keinen wahren Nutzen. Ahas war jetzt von seinem mächtigen und anspruchsvollen Verbündeten abhängig. Die Bibel berichtet diesbezüglich: „Schließlich zog Tilgath-Pilneser, der König von Assyrien, gegen ihn und brachte ihn in Bedrängnis und stärkte ihn nicht. Denn Ahas plünderte das Haus Jehovas und das Haus des Königs und der Fürsten und übergab so dem König von Assyrien eine Gabe; aber es war ihm keine Hilfe“ (2. Chron. 28:20, 21; 2. Kö. 16:5-9). Andere Nationen ließen sich ebenfalls dazu verleiten, mit Assyrien ein Bündnis einzugehen in der Hoffnung, eine gewisse Unabhängigkeit zu behalten. Doch dieses Bündnis hatte nur Bedrückung von seiten der Assyrer und Verlust der Freiheit zur Folge. Da das Bündnis viel Hilfe und Schutz versprach, schließlich aber nur schmerzliche Erfahrungen mit sich brachte, wird Ninive als eine Prostituierte beschrieben, ‘die die Nationen bestrickte’ (Nah. 3:4). Ninives Freundschaftsangebote waren verheißungsvoll. Doch wehe der Nation, die sie annahm! Als Hiskia, der Sohn und Thronfolger des Ahas, versuchte, sich gegen das assyrische Joch aufzulehnen, drang König Sanherib in das Königreich Juda ein und eroberte eine befestigte Stadt nach der anderen. Nur durch den Eingriff Gottes konnte Jerusalem vor der Zerstörung bewahrt werden. Jehovas Engel schlug 185 000 Mann des assyrischen Heeres und zwang somit Sanherib, seine Pläne hinsichtlich der Belagerung der Stadt aufzugeben (2. Kö. 18:13; 19:32-36). NINIVES ENDE VORAUSGESAGT Der Einfall Assyriens in Juda hinderte die Bewohner des Landes an ihren landwirtschaftlichen Arbeiten und an der Reise zu den jährlichen Festen, die im Tempel in Jerusalem gefeiert wurden. Was für eine Erleichterung würde also der Sturz Ninives bringen! Der Prophet Nahum sah dies voraus und wurde zu folgenden Worten inspiriert: „Siehe! Auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt, dessen, der Frieden verkündigt. O Juda, feiere deine Feste. Bezahle deine Gelübde; denn nicht mehr wird irgendein Nichtsnutz wieder durch dich ziehen. In seiner Gesamtheit wird er gewißlich weggetilgt werden“ (Nah. 1:15). Was konnte Ninive am Tag seines Unglücks erwarten? Der Prophet Nahum beschreibt die Stadt in ihrem Belagerungszustand. Der assyrische König erhofft sich vergeblich Schutz von seinen „Majestätischen“, seinen mächtigen Militärs (Nah. 2:5). Die Verteidiger der Stadt sind wie schwache Frauen. In der Prophezeiung wird Ninive aufgefordert: „Wasser für eine Belagerung schöpfe dir. Stärke deine befestigten Plätze. Tritt in den Schlamm, und stampfe den Lehm; ergreife die Ziegelform.“ Alle Anstrengungen, die Verteidigungsanlagen zu verstärken, würden sich jedoch als nutzlos erweisen. In der Prophezeiung heißt es weiter: „Sogar dort wird dich Feuer verzehren. Ein Schwert wird dich wegtilgen“ (Nah. 3:13-15). Ninive war wie ein „Wasserteich“ gewesen, in den Völker und der Reichtum der Nationen strömten. „Aber“, sagt Nahum, „sie fliehen. ,Bleibt stehen! Bleibt stehen!‘ Aber da ist keiner, der umkehrt“ (Nah. 2:8). Folglich würden die Leute, die einst einen Nutzen von Ninive hatten, in alle Richtungen fliehen. Sie würden nicht auf die Rufe hören, stehenzubleiben und der Stadt zu helfen. Riesige Vorräte an Silber und Gold würden in die Hände der plündernden Eroberer fallen (Nah. 2:9). Für viele mag es unglaublich erschienen sein, daß der „Stadt des Blutvergießens“ solch ein Unglück widerfahren sollte. Für das vorhergesagte Ereignis gab es jedoch einen historischen Präzedenzfall. Nahum lenkt die Aufmerksamkeit darauf: „Bist du besser als No-Amon, die an den Nilkanälen saß? Wasser waren rings um sie her, deren Wohlstand das Meer war, deren Mauer aus dem Meer bestand. Äthiopien war ihre Machtfülle, auch Ägypten; und dies unbeschränkt. Put und die Libyer selbst erwiesen sich dir als Beistand. Auch sie war für das Exil bestimmt; sie ging in Gefangenschaft. Ihre eigenen Kinder wurden schließlich am Eingang aller Straßen zerschmettert; und über ihre Verherrlichten warf man Lose, und ihre Großen sind alle mit Fesseln gebunden worden“ (Nah. 3:8-10). Die Assyrer wußten sehr wohl, was mit No-Amon oder Theben geschehen war. Unter der Befehlsgewalt König Assurbanipals hatte ihr Heer Theben dem Erdboden gleichgemacht. Die „Mauer“ der Stadt — ihre Verteidigungsanlagen, die den Nil und seine Kanäle einschlossen — hatte sie nicht geschützt. Auch die Äthiopier, die Libyer und die Leute von Put konnten durch ihre militärische Unterstützung Theben keine Rettung bringen. Ebenso konnte Ninive durch nichts gerettet werden. Die Stadt hatte sich durch ihre Kriege und Bündnisse ein so schlechtes Zeugnis ausgestellt, daß alle ihren Untergang bejubeln würden. Nahum schreibt: „Alle, die den Bericht über dich hören, werden gewißlich über dich in die Hände klatschen; denn über wen kam nicht beständig deine Schlechtigkeit?“ (Nah. 3:19). Die Prophezeiung Nahums erfüllte sich, denn Ninive fiel im Jahre 632 v. u. Z. nach einer Belagerung durch die vereinigten Streitkräfte Nabupolassars, des Königs von Babylon, und des Meders Kyaxares. In einer babylonischen Chronik heißt es: „Große, unermeßliche Beute machten sie in der Stadt, [verwandelten] die Stadt in einen Trümmer- und Sch[utthügel . . .].“ Heute befinden sich an der Stelle des alten Ninive noch immer verlassene Ruinen, wodurch Jehova, der Gott wahrer Prophetie, gerechtfertigt wird. Das bedrückende Ninive wurde zunichte. In dem herannahenden „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“, wird es allen Bedrückern ebenso ergehen (Offb. 16:14). Was für eine große Erleichterung das doch bringen wird! Mögen wir uns unter denen befinden, die bei dem höchsten Souverän Zuflucht suchen.

  3. Juleam 8. August 2011 um 12:33 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus dem Buch Nahum

    DIE assyrische Weltmacht hat bereits Samaria, die Hauptstadt des Zehnstämmereichs, zerstört. Assyrien war auch für Juda schon lange eine Bedrohung. Nahum, ein Prophet in Juda, hat einen Ausspruch über Assyriens Hauptstadt Ninive. Diese Botschaft ist im Bibelbuch Nahum enthalten, das vor dem Jahr 632 v. u. Z. geschrieben wurde.

    Die Macht, die als nächste aufsteigt, ist das Babylonische Reich, in dem manchmal chaldäische Könige regierten. Im Buch Habakuk, das wahrscheinlich um 628 v. u. Z. vollendet wurde, wird nicht nur vorhergesagt, dass Jehova diese Weltmacht als Urteilsvollstrecker benutzen wird, sondern auch erwähnt, was Babylon danach widerfährt.

    Schon vor Nahum und Habakuk ist der Prophet Zephanja in Juda tätig und prophezeit über 40 Jahre vor der Zerstörung Jerusalems (607 v. u. Z.). Er verkündet sowohl Unheil als auch Hoffnung für Juda. In seinem Bibelbuch wird auch anderen Nationen Strafe angekündigt.

    “Wehe der Stadt des Blutvergießens”

    „Der prophetische Spruch gegen Ninive“ stammt von Jehova Gott. „Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Kraft.“ Er ist zwar für diejenigen, die am Tag der Bedrängnis bei ihm Zuflucht suchen, „eine Feste“, aber Ninive wird vernichtet werden (Nahum 1:1, 3, 7).

    „Jehova wird gewiss den Stolz Jakobs sammeln [wiederherstellen].“ Doch Assyrien hat wie ein ‘Löwe, der zerreißt’, die Nation des Volkes Gottes terrorisiert. Jehova wird Ninives ‘Kriegswagen im Rauch verbrennen. Und seine mähnigen jungen Löwen wird ein Schwert verzehren’ (Nahum 2:2, 12, 13). „Wehe [Ninive,] der Stadt des Blutvergießens.“ „Alle, die den Bericht über dich hören, werden gewiss über dich in die Hände klatschen“ und sich freuen (Nahum 3:1, 19).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:9 — Was wird „eine vollständige Ausrottung“ Ninives für Juda bedeuten?
    Sie wird eine dauerhafte Befreiung von Assyrien zur Folge haben. „Bedrängnis wird nicht ein zweites Mal erstehen.“ So, als wäre Ninive nicht mehr da, sagt Nahum: „Siehe! Auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt, dessen, der Frieden verkündigt. O Juda, feiere deine Feste“ (Nahum 1:15).

    2:6 — Welche „Tore der Ströme“ waren geöffnet?
    Bei diesen Toren handelt es sich um eine Öffnung in der Mauer Ninives, durch die das Wasser des Tigris eindringen konnte. Als im Jahr 632 v. u. Z. die vereinten Streitkräfte der Babylonier und der Meder gegen Ninive aufmarschierten, unterschätzten die Bewohner diese Gefahr. Sie fühlten sich hinter den hohen Mauern sicher und dachten, die Stadt wäre uneinnehmbar. Der Historiker Diodor berichtet, dass heftige Regenfälle den Tigris über die Ufer treten ließen, der „einen Theil der Stadt überschwemmte und die Mauer auf einer Strecke von 20 Stadien niederriss“. So wurden, wie vorhergesagt, die „Tore der Ströme“ geöffnet, und Ninive wurde so schnell eingenommen, wie Feuer dürre Stoppeln verzehrt (Nahum 1:8-10).

    3:4 — Warum glich Ninive einer Prostituierten?
    Ninive täuschte Nationen durch besänftigende Freundschaftsangebote und das Versprechen, ihnen zu helfen. Doch in Wirklichkeit brachte es den Nationen ein Joch der Bedrückung. Assyrien unterstützte beispielsweise König Ahas von Juda im Kampf gegen die syrisch-israelitische Verschwörung. Aber letztendlich wandte sich der König von Assyrien gegen Ahas und brachte ihn in Bedrängnis (2. Chronika 28:20).

    Lehren für uns:

    1:2-6. Jehova nimmt an seinen Feinden, die ihm ausschließliche Ergebenheit verweigern, Rache, was zeigt, dass er von seinen Anbetern auf jeden Fall ausschließliche Ergebenheit erwartet (2. Mose 20:5).

    1:10. Trotz der wuchtigen Mauern mit Hunderten von Türmen erfüllte sich das Wort Jehovas an Ninive. Auch heute werden die Feinde des Volkes Jehovas dem Strafgericht Gottes nicht entgehen (Sprüche 2:22; Daniel 2:44).

    WT 15.11.2007

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