2 Da kam Hạnani, einer meiner Brüder, herein, er und andere Männer aus Juda, und ich befragte sie dann über die Juden, die Entronnenen, die von der Gefangenschaft übriggeblieben waren, und auch über Jerusalem. 3 Daher sprachen sie zu mir: „Die Übriggebliebenen, die von der Gefangenschaft übriggeblieben sind, dort im Gerichtsbezirk sind in einer sehr üblen Lage und in Schmach; und die Mauer Jerusalems ist niedergerissen, und seine Tore, sie sind mit Feuer verbrannt.“
4 Und es geschah, sobald ich diese Worte hörte, daß ich mich niedersetzte und zu weinen begann und tagelang trauerte, und ich fastete unablässig und betete vor dem Gott der Himmel.
Nehemia 2:1-2
Und es geschah im Monat Nịsan, im zwanzigsten Jahr des Königs Artaxẹrxes, daß Wein vor ihm war, und wie gewöhnlich hob ich den Wein empor und gab ihn dem König. Doch nie war ich vor ihm betrübt gewesen. 2 Da sprach der König zu mir: „Warum ist dein Angesicht betrübt, da du selbst nicht krank bist? Das ist nichts als Betrübnis des Herzens.“ Darauf geriet ich in große Furcht.
sind wir ebenso an Jehova, der wahren Anbetung und unseren Brüdern interessiert, dass man es uns sogar ansieht und uns darauf anspricht?
Nehemia 2:3
Dann sagte ich zum König: „Es lebe der König auf unabsehbare Zeit! Warum sollte mein Angesicht nicht betrübt werden, wenn die Stadt, das Haus der Grabstätten meiner Vorväter, verwüstet ist und ihre Tore durch Feuer verzehrt worden sind?“
Darauf sprach der König zu mir, während seine königliche Gemahlin neben ihm saß: „Wie lange wird deine Reise dauern, und wann wirst du zurückkehren?“ Da schien es dem König gut, daß er mich sende, als ich ihm die bestimmte Zeit angab.
wie war das noch mal?
Ist das der selbe König, der Hamans Anschlag auf die Juden vereitelt hat?
Und ist die Königin hier an seiner Seite Esther?
War er vielleicht deshalb so aufgeschlossen für Nehemias Gefühle und Ansinnen, weil die Juden, ihre Geschichte und ihr Gott ihm nicht unbekannt waren?
Endlich kam ich nach Jerusalem, und ich blieb drei Tage lang dort. 12 Dann erhob ich mich bei Nacht, ich und einige wenige Männer mit mir, und ich teilte keinem Menschen mit, was mein Gott mir ins Herz gab, für Jerusalem zu tun; und kein Haustier war bei mir, ausgenommen das Haustier, auf dem ich ritt. 13 Und ich ging dann des Nachts durch das Taltor hinaus und vor die Quelle der Großen Schlange hin und zum Aschenhaufentor, und ich untersuchte beständig die Mauern Jerusalems, wie sie niedergerissen waren, und seine Tore waren durch Feuer verzehrt. 14 Und ich zog dann hinüber zum Quellentor und zum Königsteich, und da war kein Raum für das Haustier unter mir zum Weiterkommen. 15 Aber ich stieg bei Nacht im Wildbachtal weiter hinauf, und ich untersuchte ständig die Mauer; danach kam ich zurück und trat durch das Taltor ein und gelangte so zurück.
16 Und die bevollmächtigten Vorsteher selbst wußten nicht, wohin ich gegangen war und was ich tat; und den Juden und den Priestern und den Edlen und den bevollmächtigten Vorstehern und den übrigen, die das Werk taten, hatte ich noch nichts mitgeteilt. 17 Schließlich sprach ich zu ihnen: „Ihr seht die üble Lage, in der wir uns befinden, wie Jerusalem verwüstet ist und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt und laßt uns die Mauer Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger zur Schmach seien!“ 18 Und ich berichtete ihnen dann von der Hand meines Gottes, wie gut sie über mir war, und auch von den Worten des Königs, die er zu mir gesprochen hatte. Darauf sagten sie: „Machen wir uns auf, und wir wollen bauen.“ So stärkten sie ihre Hände für das gute Werk.
ein sehr demütiger Mann, der sich heimlich und ohne viel Aufhebens daran macht, erst mal den Schaden genau zu prüfen und dann nur einfach sagt “es gibt viel zu tun, packen wirs an”!
Hätten wir ebenso wie Nehemia der Versuchung widerstanden – oder hätten wir viel Aufhebens um uns und unsere Person gemacht?
Immerhin war er ja von Gott gesandt, vom König Artaxerxes unterstützt und in der Lage den Zustand der Maueren zu prüfen. Aber davon ist nicht die Rede, nur kurz “ich habe gesehen, wir haben viel zu tun”.
Sind wir ebenso demütig wie Nehemia und stellen Jehova und die wahre Anbetung in den Vordergrund – oder neigen wir zur Selbstdarstellung und dazu, überall damit zu hausieren, wie toll wir selbst sind und wie dumm die anderen?
Als nun Sanbạllat, der Horonịter, und Tobịja, der Knecht, der Ammonịter, und Gẹschem, der Ạraber, davon hörten, begannen sie, uns zu verspotten und verächtlich auf uns zu schauen und zu sprechen: „Was ist diese Sache, die ihr da tut? Rebelliert ihr gegen den König?“ 20 Ich aber erwiderte ihnen und sagte zu ihnen: „Der Gott der Himmel, ER wird uns Gelingen schenken, und wir selbst, seine Knechte, werden uns aufmachen, und wir wollen bauen; ihr aber habt weder Anteil noch Rechtsanspruch, noch Andenken in Jerusalem.“
leider gab es im Laufe der Jahrtausende immer wieder Menschen, die Gottes wahre Anbeter verachtet und verspottet haben.
Leider gibt es sie auch heute noch.
Wie schmerzlich, wenn diese sich mitten unter uns befinden und wenn Fakes uns verlachen.
Aber machen wir es wie Neheima: ignorieren wir solche unverschämten Menschen. Achten wir nicht auf sie und das was sie sagen oder tun. Richten wir unseren Blick lieber nach vorn und darauf, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben und dass wir das Werk tun, was uns Jehova aufgetragen hat.
Alles andere kostet nur unnötige Energie und kann uns entmutigen. Etwas, was der Widersacher nur zu gern möchte und wir wollen doch nicht, dass die Fakes von ihrem Gott (dem Satan) gelobt werden, weil sie wieder einen wahren Anbeter Gottes entmutigt haben und ihm seinen Schwung genommen.
Wir können solche Menschen eh nicht ändern, wenn sie bereits so weit von Jehova weg sind, dass sie seine wahren Anbeter angreifen. Jehova wird das zu seiner Zeit erledigen und sie werden ihre gerechte Strafe für ihr anmaßendes Tun bekommen.
Also halten wir uns nicht mit solchen böswilligen Menschen auf und damit, was sie wohl als nächstes Tun werden.
Egal, was sie auch tun werden, um uns noch zu schaden – Jehova ist mit uns und er wird uns niemals im Stich lassen und er wird uns helfen und uns stärken!
Also richten wir unseren Blick auf die wichtigeren Dinge: auf Jehova und die wahre Anbetung!
Nun geschah es, daß Sanbạllat, sobald er hörte, daß wir die Mauer wieder aufbauten, zornig wurde und sich sehr ärgerte, und er verspottete ständig die Juden. 2 Und er begann, vor seinen Brüdern und der Streitmacht von Samạria zu sagen, ja er begann zu sagen: „Was tun die hinfälligen Juden? Werden sie sich auf sich selbst verlassen? Werden sie Schlachtopfer darbringen? Werden sie an einem Tag fertig werden? Werden sie die Steine aus den verstaubten Schutthaufen zum Leben bringen, da sie doch verbrannt sind?“
3 Nun war Tobịja, der Ammonịter, neben ihm, und er sprach dann: „Was sie auch bauen, wenn ein Fuchs [dagegen] aufstiege, würde er bestimmt ihre Steinmauer niederreißen.“
4 Höre, o unser Gott, denn wir sind ein Gegenstand der Verachtung geworden; und laß ihre Schmähung auf ihr eigenes Haupt zurückkehren, und übergib sie der Plünderung im Land der Gefangenschaft. 5 Und deck ihr Vergehen und ihre Sünde vor dir nicht zu. Laß es nicht ausgetilgt werden, denn sie haben die Bauenden gekränkt
das Volk Gottes wird von seinen Feinden verhöhnt. Was tun sie?
Nehemia betet zu Jehova, legt die Angelegenheit in SEINE Hand.
Wie reagieren wir, wenn man uns verspottet, verhöhnt oder verleumet?
Müssen wir die Dinge immer selbst in die Hand nehmen, selbst für unser vermeintliches Recht sorgen?
Sehen wir immer nur uns selbst und unsere eigenen Interessen – oder sehen wir das grosse Ganze?
Erkennen wir, warum man uns verfolgt, verspottet und verleumdet? Sehen wir, worum es wirklich geht?
Erkennen wir, dass in Wirklichkeit Jehova verhöhnt wird und der Satan versucht, uns von Jehova weg auf seine Seite zu ziehen, damit er wieder einmal mehr frech zu Jehova sagen kann
“ha, die war dir auch nicht treu. Nur solange, wie es ihr gut ging, aber als es schwierig wurde hat sie den Schwanz eingekniffen. Ich habs dir ja gesagt, dass die Menschen dir nur wegen deinem Schutz und Lohn dienen – nicht weil sie dich lieben!”
Können wir unsere Sorgen auf Jehova werfen und die Angelegenheit in seiner Hand belassen – oder muss das Problem für uns immer sofort gelöst werden?
Gleichen wir in unserer Reaktion Nehemia und der des Volkes?
Nehemia 4:6
So fuhren wir fort, die Mauer zu bauen, und die ganze Mauer wurde bis zur Hälfte ihrer [Höhe] zusammengefügt, und das Volk war weiterhin von Herzen bei der Arbeit.
7 Nun geschah es, daß, sobald Sanbạllat und Tobịja und die Ạraber und die Ammonịter und die Aschdodịter hörten, daß die Ausbesserung der Mauern Jerusalems vorangeschritten war — denn die Breschen hatten sich zu schließen begonnen —, sie sehr zornig wurden. 8 Und sie alle begannen sich miteinander zu verschwören, herzukommen und gegen Jerusalem zu kämpfen und mir verwirrende Unruhe zu bereiten. 9 Wir aber beteten zu unserem Gott und stellten ihretwegen Tag und Nacht eine Wache gegen sie auf.
wieder mal das altbekannte Muster:
Feinde Gottes wollen die wahren Anbeter davon abbringen, sich so zu verhalten, dass Jehova dem unverschämten Widersacher eine Antwort geben kann.
ihr Plan geht leider nicht auf, da die wahren Anbeter die Sache in Jehovas Hand legen und unbeirrt damit fortfahren, das zu tun, wass Jehova ihnen aufgetragen hat
nun werden die Feinde Gotte stinksauer (denn ihr eigener Gott – Satan – ist nun unzufrieden mit ihnen, dass sie es nicht schaffen, seinen Auftrag auszuführen, denn sie sind ja nur seine Handlanger, auch wenn sie sich noch so toll vorkommen) und nun fahren sie stärkere Geschütze auf
da sie es allein nicht schaffen, rotten sie sich zusammen, denn unter Gleichgesinnten klappt alles nochmal so gut und sie können sich nicht nur gegenseitig stärken, sondern auch noch Tricks austauschen und so einander ergänzen
allerdings lassen sich wahre Anbeter Gottes von einem solchen Getue der Gegenseite nicht beeindrucken – sondern legen auch weiterhin alles in Gottes Hand und konzentrieren sich auch weiterhin auf den Auftrag, den ihr Gott ihnen gegeben hat
sehr zum Missfallen der Anbeter des Satans!
Wie wir sehen ist dies keinesfalls eine neue Erfindung von Feinden, die Gottes wahre Anbeter heute haben – sondern es gehört zum Reportior des Teufels und seiner Anbeter, denen auch nichts Neues mehr einfällt
Also lassen wir uns bitte nicht ins Boxhorn jagen und einschüchtern – sondern halten wir auch weiterhin unseren Blick auf Jehova und die wahre Anbetung gerichtet.
Lassen wir uns bitte nicht von dem Auftrag ablenken, den ER uns gegeben hat
Das erinnert mich an eine Geschichte vom Pioniertisch:
Satans Generalversammlung
Satan rief eine weltweite Generalversammlung seiner bösen Engel zusammen. In seinen einleitenden Worten sagte er: “Wir können nicht verhindern, daß sie die Bibel lesen und dass sie die Wahrheit erkennen. Auch nicht, dass sie dannach leben. Doch wir können sie davon abhalten, ein inniges Verhältnis zu Ihrem Gott und zu seinem Sohn zu entwickeln. Es ist wichtig dies zu verhindern, weil, wenn sie dieses enge Verhältnis zu Gott haben, ist unser Einfluß ausgeschaltet. Dann ist unsere Macht gebrochen. Deshalb laßt sie zu Ihren Königreichssälen gehen, laßt sie an das glauben was sie dort hören. Doch ganz wichtig ist, ihnen die ZEIT zu stehlen, so dass diese wichtige Verbindung zu Gott gestört wird. Ihr müßt sie mit unwichtigeren Dingen ablenken, so daß sie nicht zum nachdenken
kommen!”
“Aber wie können wir das tun?”, wollten die bösen Engel wissen.
“Beschäftigt sie mit unwichtigen Dingen. Tut alles, damit sie KAUFEN, KAUFEN und KAUFEN und deshalb BORGEN, BORGEN UND BORGEN.
Ihre Frauen müssen dann auch arbeiten, um den vielen Wünschen gerecht zu werden – von denen, wenn wir ehrlich sind, sie viele gar nicht brauchen. Deshalb müssen wir neue Dinge erfinden, die sie einfach »brauchen«. Die Männer sollten auch 6 oder 7 Tage die Woche arbeiten und das für 10 bis 12 Stunden, um sich einen gewissen Lebensstil leisten zu können. Auf diese Weise werden sie davon abgehalten, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen, welche wiederum die meiste Zeit vor dem Fernseher verbringen oder auf der Straße, wo sie schlechtem Einfluß ausgesetzt sind.
Besonders durch das Fernsehen können wir sowohl Eltern als auch die Kinder nach unseren Wünschen formen. All dies wird zur Folge haben, dass Familien immer mehr auseinanderfallen und sie somit kein sicherer Hafen mehr sind, in denen man Kraft schöpft, um dem anfallenden Druck zu wiederstehen.
Wenn ihr Sinn somit beschäftigt wird, hören sie nicht mehr die kleine
Stimme des Gewissens. Deshalb stachelt sie an, ständig Lärm um sich zu haben. Laßt sie Radio und Kassetten hören, wenn sie mit dem Auto fahren, Fernseher und Computer sollen ständig laufen. Elektronische Post ist ein weiteres wertvolles Mittel zusammen mit dem Internet um sie völlig beschäftigt zu halten. Ja, BESCHÄFTIGT SIE, BESCHÄFTIGT SIE, BESCHÄFTIGT SIE!!!
Sorgt dafür, dass jeder Laden und jedes Restaurant antibiblische Musik spielt und das fortwährend. Das alles wird ihren Sinn gefangenhalten und ihr Verhältnis zu Jehova stören. Füllt ihre Bücherregale und Tische mit Zeitschriften und Zeitungen. Nachrichten rund um die Uhr halten Sie in Atem. Laßt ihre Briefkästen überlaufen mit Schundreklame, Katalogen und allen Arten von Neuigkeiten und Promotionen – die Gratisproben, Dienstleistungen und falsche Hoffnungen anbieten. Tut alles, damit sie sich sogar in ihrer Freizeit verausgaben, so dass sie die neue Woche müde und ausgelaugt beginnen. Laßt sie so wenig wie möglich in die Natur gehen, dort könnten sie sonst über den Schöpfer und seine Werke nachdenken. Besser ist es sie zu Vergnügungsparks zu schicken, zu Sportveranstaltungen, Konzerten und Kinos. Wenn sie sich mit ihren Glaubensbrüdern zusammenfinden, verwickelt sie in Wortgeplänkel und Geschwätz, das ihr Gewissen beunruhigt und ihre Gefühle verwirrt. Sie mögen predigen und Seelen gewinnen, aber überfüllt ihr Leben mit so vielen »wichtigeren« Tätigkeiten, dass sie keine Zeit haben um Kraft von Gott zu suchen. Bald werden sie in ihrer eigenen Kraft arbeiten und ihre Familie und Gesundheit opfern für sogenannte wichtige Unterfangen.`
Es war wirklich eine besondere Versammlung und die bösen Engel waren ganz besessen, das Neugelernte anzuwenden. So gingen sie daran, Gottes Anbeter zu beschäftigen, so dass sie von hier nach dort rennen und doch nichts erreichen, was von wahrem Wert ist – Dinge die für ihr ewiges Leben wichtig sind.
Hat der Teufel mit diesem Unterfangen bei uns gelingen?
Als ich [ihre Furcht] sah, erhob ich mich sogleich und sprach zu den Edlen und den bevollmächtigten Vorstehern und den übrigen des Volkes: „Fürchtet euch nicht vor ihnen. Jehova, den Großen und Furchteinflößenden, behaltet in eurem Sinn; und kämpft für eure Brüder, eure Söhne und eure Töchter, eure Frauen und eure Heimstätten.“
15 Nun geschah es, sobald unsere Feinde hörten, daß es uns bekanntgeworden war, so daß der [wahre] Gott ihren Beschluß vereitelt hatte und wir alle zur Mauer zurückgekehrt waren, jeder zu seiner Arbeit, 16 ja es geschah, daß von jenem Tag an die Hälfte meiner jungen Männer in dem Werk tätig war, und die Hälfte von ihnen hielt die Lanzen, die Schilde und die Bogen und die Panzer; und die Fürsten [standen] hinter dem ganzen Hause Juda. 17 Was die an der Mauer Bauenden betrifft und die, welche die Bürde der Lastträger trugen, [jeder] war mit seiner einen Hand in dem Werk tätig, während die andere [Hand] das Wurfgeschoß hielt. 18 Und die Bauenden waren gegürtet, jeder mit seinem Schwert an seiner Hüfte, während sie bauten; und der, der das Horn zu blasen hatte, war neben mir.
ja, sie hatten Angst! Alles andere wäre sicherlich auch unnormal gewesen.
Aber sie ließen sich nicht von ihrer Angst beherrschen, sondern überlegten unter Gebet, wie das Problem zu lösen wäre.
Eine sehr gute Lösung, wie mir scheint.
Noch ein wichtiger Gedanke hier: die vom Volk, die kampfbereit standen um ihre Brüder zu schützen, wurden so angesehen, als hätten sie an der Mauer mitgebaut.
Wie könnte das auf uns heute zutreffen?
Können auch wir unseren Brüdern den Rücken freihalten, so dass sich die, die noch mehr Kraft haben, vermehrt einsetzen können?
Was wäre, wenn einer in unserer Familie einer Hipi machen wollte? Könnten wir ihn auch anders unterstützen, als mit ihm in den Predigtdienst zu gehen, weil uns dies aus verschiedenen Gründen selbst nicht möglich ist?
Könnten wir seine Pflichten, die derjenige im Haushalt sonst hat, vielleicht anders aufteilen oder ganz übernehmen? Könnten wir dafür sorgen, dass er seinen Zeitplan möglicht reibunglos einhalten kann, z.B. indem das Essen pünktlich auf dem Tisch steht, wenn er eine Pause einlegt usw.?
Wenn wir dies tun, haben wir an seinem HiPi Anteil, auch wenn wir selbst nicht in den Predigtdienst gehen können.
So kann z.B. auch eine ältere Schwester noch viel Anteil am Predigtwerk haben, indem sie z.B. Pioniere oder Hipis zum Essen einlädt, so dass sich diese die Zeit und Mühe sparen können, die die Zubereitung einer Mahlzeit kosten würde.
Wie wir sehen, können wir das weltweite Predigtwerk auf mannigaltige Weise unterstützen.
In einem der neueren WTs habe ich vor kurzem folgenden nachdenklich stimmenden Satz gelesen:
(WT 15.10.09 S. 16 Abs. 17)
Wer seine Mittel für das einsetzt, was auf der Erde mit dem Königreich zu tun hat, beweist seine Liebe und Freundschaft zu ihnen (Jehova und Jesus) nicht nur mit Worten, sondern in Tat und Wahrheit.
und diese Mittel können mannigfaltig sein – wie Zeit, Kraft und materielle Güter – und wir können sie auch auf verschiedene Weise einsetzen, denn wenn eine ältere Schwester, die kaum noch laufen kann, ihre Zeit und Energie dafür einsetzt, ein Essen für die Pioniere zu kochen, gibt sie zugleich von ihren materiellen Gütern und unterstützt so die Pioniere, die mehr Kraft und Energie haben, darin ihre Zeit und Energie vorrangig im Predigtwerk einzusetzen.
Ein sehr schöner Gedanke, wie ich finde, denn ich habe im Laufe der Jahre von sehr vielen alten Schwestern gehört, dass sie sehr traurig sind, dass sie den Predigtdienst nicht mehr in der Form unterstützen können, wie sie das mal getan haben: “früher war ich jeden Tag im Predigtdienst und nun kann ich garnicht mehr”.
Wie wir sehen, können wir alle uns von Jehova benutzen lassen, egal wie unsere Umstände auch sein mögen.
Indes entstand ein großes Geschrei des Volkes und ihrer Frauen gegen ihre jüdischen Brüder. 2 Und da waren welche, die sprachen: „Unsere Söhne und unsere Töchter geben wir als Pfand, damit wir Korn erhalten und essen und am Leben bleiben.“ 3 Und da waren welche, die sagten: „Unsere Felder und unsere Weingärten und unsere Häuser geben wir als Pfand, damit wir während der Lebensmittelknappheit Korn erhalten.“ 4 Und da waren welche, die sprachen: „Wir haben auf unsere Felder und unsere Weingärten Geld geborgt für den Tribut des Königs. 5 Und nun, unser Fleisch ist dasselbe wie das Fleisch unserer Brüder; unsere Söhne sind dieselben wie ihre Söhne, doch hier erniedrigen wir unsere Söhne und unsere Töchter zu Sklaven, und es sind einige unserer Töchter bereits erniedrigt; und es ist keine Macht in unseren Händen, während unsere Felder und unsere Weingärten anderen gehören.“
6 Nun wurde ich sehr zornig, sobald ich ihr Geschrei und diese Worte hörte. 7 So stellte mein Herz in mir Betrachtungen an, und ich begann die Edlen und die bevollmächtigten Vorsteher zu rügen und sagte dann zu ihnen: „Wucher ist das, was ihr eintreibt, ein jeder von seinem eigenen Bruder.“
Ferner veranstaltete ich ihretwegen eine große Versammlung.
stellen auch wir “Betrachtungen in unserem Herzen an”, wenn wir Dinge in der Bibel lesen, die uns empören – oder lesen wir einfach darüber hinweg?
Oder löst das oft unverschämte, ungehorsame und unbarmherzige Verhalten derer innerhalb des Volkes Gottes keine Empörung in uns aus?
Und ich sprach dann zu ihnen: „Wir selbst haben unsere eigenen jüdischen Brüder, die den Nationen verkauft waren, soweit es in unserer Macht stand, zurückgekauft; und ihr eurerseits wollt zur selben Zeit eure eigenen Brüder verkaufen, und sollen sie an uns verkauft werden?“ Darauf verstummten sie und fanden keine Worte. 9 Und ich sagte weiter: „Die Sache, die ihr tut, ist nicht gut. Solltet ihr nicht in der Furcht unseres Gottes wandeln wegen der Schmähung der Nationen, unserer Feinde? 10 Und auch ich, meine Brüder und meine Bediensteten geben unter ihnen als Darlehen Geld und Korn. Lassen wir bitte davon ab, so auf Zins zu leihen. 11 Gebt ihnen bitte an diesem Tag ihre Felder, ihre Weingärten, ihre Olivenhaine und ihre Häuser zurück und den Hundertsten von dem Geld und dem Korn, dem neuen Wein und dem Öl, den ihr als Zins von ihnen eintreibt.“
12 Darauf sprachen sie: „Wir werden [es] zurückgeben, und wir werden von ihnen nichts zurückverlangen. Wir werden genauso tun, wie du sagst.“ So rief ich die Priester und ließ sie schwören, nach diesem Wort zu tun. 13 Auch schüttelte ich meinen Busen aus und sagte dann: „So möge der [wahre] Gott jeden Mann, der dieses Wort nicht ausführt, aus seinem Haus und aus seinem erworbenen Besitztum ausschütteln; und so werde er ausgeschüttelt und leer.“ Darauf sprach die ganze Versammlung: „Amen!“ Und sie begannen Jehova zu preisen. Und das Volk ging daran, nach diesem Wort zu tun.
Wie reagieren wir, wenn wir von solchen empörenden Vorfällen in unseren eigenen Reihen hören?
Schweigen wir dazu, “weil nicht sein kann, was nicht sein darf?”
Haben wir vergessen, dass der Bethelredner auf dem Kongress sagte, dass sich das Gleichnis vom Weizen und Unkraut gerade erst heute erfüllt – “wir sind mittendrin”?
Haben wir den Mut, Mißstände in unseren eigenen Reihen anusprechen?
Vielleicht geben wir unserem Bruder damit ja die Chance zu erkennen, dass er falsch handelt – und es zu bereinigen, um wieder in Gottes Liebe zu gelangen.
Noch etwas: Von dem Tag an, da er mich beauftragte, ihr Statthalter im Land Juda zu werden, vom zwanzigsten Jahr bis zum zweiunddreißigsten Jahr des Königs Artaxẹrxes, zwölf Jahre, habe ich selbst mit meinen Brüdern nicht das dem Statthalter zustehende Brot gegessen. 15 Was die früheren Statthalter betrifft, die vor mir waren, sie hatten es dem Volk schwergemacht, und fortwährend hatten sie von ihnen für Brot und Wein täglich vierzig Silberschekel bezogen. Auch ihre Bediensteten selbst waren herrisch mit dem Volk umgegangen. Was mich betrifft, ich habe aus Gottesfurcht nicht so getan.
16 Und außerdem habe ich bei der Arbeit an dieser Mauer mit Hand angelegt, und wir haben kein Feld erworben; und alle meine Bediensteten waren dort zur Arbeit zusammengebracht. 17 Und die Juden und die bevollmächtigten Vorsteher, hundertfünfzig Mann, und die, welche aus den Nationen, die rings um uns waren, zu uns herkamen, waren an meinem Tisch. 18 Was das betrifft, was täglich zubereitet wurde, so wurden ein Stier, sechs auserlesene Schafe und Geflügel für mich zubereitet und einmal alle zehn Tage jede Sorte Wein in Menge. Und bei alldem verlangte ich nicht das dem Statthalter zustehende Brot, weil der Dienst schwer auf diesem Volk [lastete]. 19 Gedenke meiner, o mein Gott, zum Guten für all das, was ich für dieses Volk getan habe.
handeln wir aus Gottesfurcht ebenso?
Wie denkt wohl Jehova über uns, wenn er sieht, wie wir handeln, worüber wir reden und auch worüber wir nachsinnen?
“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund” – in den nächsten Tagen werden wir zu diesem Ausspruch Jesu und zu den Gedanken zu diesen Versen hier noch etwas Interessantes in Maleachi lesen.
Neugierig geworden?
Bestimmt die Gottesfurcht alles, was wir tun?
Wir werden in den nächsten Wochen eine Aufgabe in der Predigtdienstschule haben, die darauf eingeht, was die Gottesfurcht alles einschließt.
Nur ganz kurz dazu:
Gottesfurcht basiert auf einer tiefen innigen Liebe zu Gott – aus dieser Liebe heraus resultiert dann alles was wir tun.
Ähnlich wie wenn wir frisch verliebt, ja vielleicht sogar verlobt sind. Dann tun wir alles, was unseren Liebsten erfreuen würde, nicht aus Angst vor Strafe, sondern weil wir den anderen Lieben und von Herzen gern alles tun wollen, was ihm gut tut oder erfreut.
Ebenso entspringt die Gottesfurcht keiner krankhaften Angst vor Bestrafung, sondern der Liebe zu Jehova.
Wenn wir verliebt sind, wollen wir alles über unsere Liebe erfahren, wie er denkt und fühlt und warum – ebenso sind wir aus Gottesfurcht daran interessiert, zu erfahren, wie Jehova denkt und warum. Wir lernen zu lieben, was er liebt und zu hassen, was er hasst.
Da wir Jehova lieben, werden wir seine Gebote halten und uns so verhalten, wie er und wie er es wünscht und dann fällt uns dies auch nicht schwer.
Sanbạllat und Gẹschem sofort zu mir sandten und sagen ließen: „Komm doch, und laß uns nach Verabredung in den Dörfern der Talebene von Ọno zusammentreffen.“ Aber sie planten, mir ein Leid anzutun. 3 So sandte ich Boten zu ihnen und ließ sagen: „Ein großes Werk tue ich, und ich kann nicht hinabkommen. Warum sollte das Werk aufhören, während ich davon ablasse und zu euch hinabkommen soll?“ 4 Indes sandten sie mir das gleiche Wort viermal, und ich blieb dabei, ihnen mit dem gleichen Wort zu erwidern.
wiedererkannt?
Kennen wir das nicht bereits so ähnlich im Zusammenhang mit Rabschake?
Halten die uns tatsächlich für so blöd, dass wir auf jeden Mist hereinfallen? Ganz besonders, wenn diese Widersacher bereits durch “ihr Vertrauen erweckendes Wesen” aufgefallen sind?
Zu dumm, dass diese Schlaumeier sich auch gleich wieder als das outen müssen, was sie sind: Handlanger des Satans. Sehr schlau (Ironie)!
Nehemia 6:5-7
Schließlich sandte Sanbạllat seinen Bediensteten mit demselben Wort ein fünftes Mal zu mir, mit einem offenen Brief in seiner Hand. 6 Darin war geschrieben: „Es ist unter den Nationen gehört worden, und Gẹschem sagt [es], daß ihr, du und die Juden, zu rebellieren plant. Darum baust du die Mauer; und du würdest ihr König, gemäß diesen Worten. 7 Und da sind auch Propheten, die du dazu bestellt hast, dich betreffend durch ganz Jerusalem auszurufen und zu sprechen: ‚Es ist ein König in Juda!‘ Und nun werden solche Dinge dem König mitgeteilt werden. So komm jetzt doch, und laß uns miteinander beraten!“
wieder mal das alte Lied – *gähn*, ist echt langsam langweilig.
Ja, wenn sie uns nicht maniulieren oder beherrschen können, dann müssen sie uns vernichten und das teilen sie uns auch immer wieder unverblümt mit – dass sie ja viel stärker sind und wir eh keine Chane haben. Darin gefallen sie sich besonders gut.
Nehemia 6:8-9
Ich sandte indes zu ihm und ließ sagen: „Solche Dinge, wie du sie sagst, sind nicht ausgeführt worden, sondern aus deinem eigenen Herzen erfindest du sie.“ 9 Denn sie alle suchten uns in Furcht zu versetzen, indem [sie] sprachen: „Ihre Hände werden von dem Werk ablassen, so daß es nicht getan werden wird.“ Nun aber stärke meine Hände!
erkannt?
Hier wird ganz klar gesagt, wozu dieses “nette Geplänkel” dienen soll:
sie wollen uns entmutigen, damit wir auhören, Jehova zu dienen und davon abgelenkt werden das zu tun, was Jehova möchte – damit sie sich bei ihrem Gott ihre Lorbeeren abholen können.
Fallen wir auf diesen Trick – den ältesten der Welt – herein?
Und ich selbst ging in das Haus Schemạjas, des Sohnes Delạjas, des Sohnes Mehẹtabels, während er eingeschlossen war. Und er sagte dann: „Treffen wir uns nach Verabredung im Haus des [wahren] Gottes, innerhalb des Tempels, und laß uns die Türen des Tempels verschließen; denn sie kommen herein, um dich zu töten, ja bei Nacht kommen sie, um dich zu töten.“ 11 Ich aber sprach: „Sollte ein Mann wie ich davonlaufen? Und wer ist da wie ich, der in den Tempel hineingehen und leben könnte? Ich werde nicht hineingehen!“ 12 So forschte ich nach, und da war es nicht Gott, der ihn gesandt hatte, sondern er hatte diese Prophezeiung gegen mich geredet, weil Tobịja und Sanbạllat selbst ihn gedungen hatten. 13 Aus diesem Grund war er gedungen worden, damit ich in Furcht geraten und danach handeln und mich bestimmt versündigen sollte, und damit stände ihnen gewiß ein schlechter Ruf zu Diensten, so daß sie mich schmähen könnten.
Nehemia ist wirklich sehr besonnen und sehr gottesfürchtig.
Er kennt Jehova und seine Gebote sehr genau und wie ER denkt. Daher kommt ihn der Rat des Propheten sehr merkwürdig vor und er lässt sich nicht darauf ein.
Wie ist es mit uns?
Kennen auch wir unseren Gott, seine Denkweise und seine Maßstäbe so gut, dass wir nicht blind das tun, was uns gesagt wird?
Hier kam der Rat von einem Propheten – wie ist es, wenn ein Ältester uns etwas sagt, was nicht mit dem Wort Gottes und Jehovas Denkweise übereinstimmt? Hinterfragen wir es garnicht erst, denn es hat ja ein Ältester gesagt?
Erinnern wir uns noch an Jehu, der als König das Gebot gab, dass alle Anbeter Jehovas sich im Tempel des Baal versammeln sollten? War es da richtig gewesen, dem Gebot zu folgen?
“Ja, aber die Ältesten sind ja durch heiligen Geist eingesetzt und da ist es ungehörig, das in Frage zu stellen, was sie uns sagen, wir müssen ihnen einfach gehorchen”.
Wirklich?
Erinnern wir uns noch, was Pauls über die Beröer sagte?
Er lobte sie dafür, dass “sie täglich in den Schriften forschten, ob sich die Dinge auch so verhielten” – und das, obwohl Paulus direkt von Jesus eingesetzt worden war!
“Ja, aber wir müssen den Ältesten gehorchen, das hat Paulus namlich auch gesagt”.
Richtig.
Aber in Apostelgeschichte steht auch “wir müssen Gott mehr gehorchen als Menschen”.
Haben wir erkannt, wie wichtig es ist, wachsam zu sein, gerade in der heutige Zeit, wo das Unkraut derbe wuchert?
Haben wir uns das nötige Unterscheidungsvermögen erworben um zu erkennen, ob das, was uns gesagt wird, mit Gottes Gedanken und Maßstäben übereinstimmt?
Werden wir regelmäßig täglich in der Bibel lesen, um dieses Unterscheidungsvermögen zu erwerben und immer mehr zu verfeinern?
Und es geschah, sobald alle unsere Feinde [davon] hörten und all die Nationen, die rings um uns waren, es zu sehen bekamen, daß sie in ihren eigenen Augen sogleich sehr sanken, und sie erkannten, daß dieses Werk von unserem Gott aus getan worden war.
auch unsere Feinde werden bald vor Furcht zittern – denn sie werden merken, dass unser Gott mit uns ist und sie uns nicht dauerhaft schaden können.
Im Gegenteil: die Zeit rückt immer näher, wo Jehova sie für ihre schlechten Taten ins Gericht bringen wird.
Aber sie wollen es ja nicht anders, sonst würden sie ja schnellstens von ihrem verkehrten Weg umkehren - oder?
Und das ganze Volk versammelte sich dann wie e i n Mann auf dem öffentlichen Platz, der vor dem Wassertor war. Darauf hießen sie Ẹsra, den Abschreiber, das Buch des Gesetzes Mose zu bringen, das Jehova Israel geboten hatte. 2 Daher brachte Ẹsra, der Priester, das Gesetz vor die Versammlung der Männer wie auch der Frauen und aller, die genügend Verständnisvermögen hatten zuzuhören, am ersten Tag des siebten Monats. 3 Und er fuhr fort, vor dem öffentlichen Platz, der vor dem Wassertor ist, von Tagesanbruch bis Mittag daraus vorzulesen, vor den Männern und den Frauen und den anderen, die Verständnisvermögen hatten; und die Ohren des ganzen Volkes waren auf das Buch des Gesetzes [gerichtet]. 4 Und Ẹsra, der Abschreiber, blieb auf einer hölzernen Bühne stehen, die man für den Anlaß gemacht hatte; und neben ihm standen Mattịthja und Schẹma und Anạja und Urịja und Hilkịja und Maasẹja, zu seiner Rechten, und zu seiner Linken Pedạja und Mịschaël und Malkịja und Hạschum und Haschbaddạna, Sachạrja [und] Meschụllam.
5 Und Ẹsra öffnete dann das Buch vor den Augen des ganzen Volkes, denn er stand höher als alles Volk, und als er es öffnete, erhob sich das ganze Volk. 6 Dann segnete Ẹsra Jehova, den [wahren] Gott, den großen Einen, worauf das ganze Volk antwortete: „Amen! Amen!“, wobei sie ihre Hände erhoben. Dann verneigten sie sich und warfen sich vor Jehova nieder, mit [ihrem] Angesicht zur Erde. 7 Und Jeschụa und Bạni und Scherẹbja, Jạmin, Ạkkub, Schạbbethai, Hodịja, Maasẹja, Kelịta, Asạrja, Jọsabad, Hạnan, Pelạja, ja die Levịten, erklärten dem Volk das Gesetz, während das Volk stehen blieb. 8 Und sie fuhren fort, aus dem Buch, aus dem Gesetz des [wahren] Gottes, vorzulesen, es wurde erläutert, und man gab [dessen] Sinn an; und sie machten das Vorgelesene fortlaufend verständlich.
baoh, das ganze Volk blieb die Zeit lang stehen, während Esra aus dem Buch des Gesetzes vorlas.
Und Nehemịa, das ist der Tirschạtha, und Ẹsra, der Priester, der Abschreiber, und die Levịten, die das Volk unterwiesen, sprachen dann zum ganzen Volk: „Der heutige Tag ist Jehova, eurem Gott, heilig. Trauert nicht, und weint nicht.“ Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte. 10 Und er sagte weiter zu ihnen: „Geht, eßt die Fettspeisen, und trinkt die Süßigkeiten, und sendet dem Anteile, dem nichts bereitet worden ist; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig; und grämt euch nicht, denn die Freude Jehovas ist eure Feste.“ 11 Und die Levịten befahlen dem ganzen Volk zu schweigen, indem [sie] sprachen: „Seid still! Denn dieser Tag ist heilig; und grämt euch nicht.“ 12 So ging das ganze Volk weg, um zu essen und zu trinken und Anteile auszusenden und sich großer Freude hinzugeben, denn sie hatten die Worte verstanden, die ihnen bekanntgegeben worden waren.
haben wir ein ebenso grosses Gefühl der Freude, wenn wir von einem Kongress wieder nach Hause gehen?
Worum drehen sich unsere Gespräche dann und noch lange Zeit danach? (“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund”)
Warum war das Volk nach “dieser Veranstaltung” so hoch erfreut? Weil es ihnen von Esra “befohlen” wurde oder warum sonst?
Haben wir auf den Kongressen den Sinn der Worte verstanden - und darum drehen sich unsere Gespräche voller Begeisterung um das Gehörte?
Wenn wir auf dem Weg nach Hause von allem Möglichen reden, nur nicht von dem, was wir auf dem Kongress über Jehova gelernt haben – könnte das dann daran liegen, dass wir nichts verstanden haben?
Warum nicht?
Berührt das, was wir in der Bibel lesen, in der Versammlung oder auf Kongresen hören und was wir in den Publikationen lesen, unser Herz (so dass wir unbedingt darüber reden müssen)?
Nehemia 8:12
So ging das ganze Volk weg, um zu essen und zu trinken und Anteile auszusenden und sich großer Freude hinzugeben, denn sie hatten die Worte verstanden, die ihnen bekanntgegeben worden waren.
Nehemia 8:18
Und man las aus dem Buch des Gesetzes des [wahren] Gottes Tag für Tag vor, vom ersten Tag bis zum letzten Tag; und sie fuhren fort, das Fest sieben Tage zu halten, und am achten Tag fand eine feierliche Versammlung statt, gemäß der Vorschrift.
Du bist Jehova, [du] allein; du selbst hast die Himmel gemacht, [ja] die Himmel der Himmel, und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darin ist; und du erhältst sie alle am Leben; und das Heer der Himmel beugt sich vor dir nieder. 7 Du bist Jehova, der [wahre] Gott, der Ạbram erwählt und ihn aus [dem] Ur der Chaldạ̈er hinausgeführt und ihm den Namen Abraham gegeben hat. 8 Und du hast sein Herz für treu vor dir befunden, so daß der Bund mit ihm geschlossen worden ist, [ihm] zu geben das Land der Kanaanịter, der Hethịter, der Amorịter und der Perisịter und der Jebusịter und der Girgaschịter, [es] seinem Samen zu geben; und du bist darangegangen, deine Worte auszuführen, weil du gerecht bist.
nun kommt eine Zusammenfassung der Geschichte des Volkes Gottes
Nehemia 9:9-15
Da sahst du die Trübsal unserer Vorväter in Ägypten, und ihr Geschrei am Roten Meer hast du gehört. 10 Dann gabst du Zeichen und Wunder gegen Pharao und all seine Diener und alles Volk seines Landes, denn du wußtest, daß sie vermessen gegen sie handelten; und du hast dir dann einen Namen gemacht wie an diesem Tag. 11 Und das Meer hast du vor ihnen gespalten, so daß sie mitten durch das Meer auf trockenem Land hinüberzogen; und ihre Verfolger hast du in die Tiefen geworfen wie einen Stein in die starken Wasser. 12 Und mit einer Wolkensäule hast du sie bei Tag und mit einer Feuersäule bei Nacht geführt, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie gehen sollten. 13 Und auf den Berg Sịnai bist du herabgekommen und hast mit ihnen vom Himmel her geredet und ihnen dann rechte richterliche Entscheidungen und Gesetze der Wahrheit, gute Bestimmungen und Gebote gegeben. 14 Und deinen heiligen Sabbat hast du ihnen kundgetan, und Gebote und Bestimmungen und ein Gesetz hast du ihnen durch Moses, deinen Knecht, geboten. 15 Und Brot vom Himmel hast du ihnen für ihren Hunger gegeben, und aus dem zerklüfteten Felsen hast du ihnen Wasser für ihren Durst hervorgebracht, und du hast dann zu ihnen gesagt, daß sie einziehen und das Land in Besitz nehmen sollten, das ihnen zu geben du deine Hand [zum Eidschwur] erhoben hattest.
“Wieso wiederholt die Jule das denn jetzt? Das kennen wir doch alles schon”
Nehemia 9:16-21
Und sie selbst, nämlich unsere Vorväter, handelten vermessen und verhärteten dann ihren Nacken, und sie hörten nicht auf deine Gebote. 17 So weigerten sie sich zu hören, und sie gedachten nicht deiner Wundertaten, die du an ihnen vollbrachtest, sondern sie verhärteten ihren Nacken und bestimmten sich ein Haupt, um zu ihrer Knechtschaft in Ägypten zurückzukehren. Du aber bist ein Gott der Vergebungen, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte, und du hast sie nicht verlassen. 18 Ja, als sie sich ein gegossenes Standbild eines Kalbes gemacht hatten und zu sprechen begannen: ‚Dies ist dein Gott, der dich aus Ägypten heraufführte‘ und sie fortfuhren, große Respektlosigkeiten zu begehen, 19 hast du, ja du, in deiner überströmenden Barmherzigkeit sie nicht in der Wildnis verlassen. Die Wolkensäule selbst wich nicht von [der Stelle] über ihnen bei Tag, um sie auf dem Weg zu führen, noch die Feuersäule bei Nacht, um ihnen den Weg, auf dem sie gehen sollten, zu erleuchten. 20 Und deinen guten Geist gabst du, um sie umsichtig zu machen, und dein Manna enthieltest du ihrem Mund nicht vor, und Wasser gabst du ihnen für ihren Durst. 21 Und vierzig Jahre lang versorgtest du sie mit Nahrung in der Wildnis. Es fehlte ihnen an nichts. Selbst ihre Kleider nutzten sich nicht ab, und selbst ihre Füße schwollen nicht an.
na? die Antwort selbst gefunden?
Nehemia 9:22-31
Und du gingst daran, ihnen Königreiche und Völker zu geben und ihnen Stück für Stück zuzuteilen, so daß sie Besitz nahmen von dem Land Sịhons, ja dem Land des Königs von Hẹschbon, und dem Land Ogs, des Königs von Bạschan. 23 Und ihre Söhne ließest du so viele werden wie die Sterne der Himmel. Dann brachtest du sie in das Land, das du ihren Vorvätern verheißen hattest, daß [sie] einziehen sollten, um [es] in Besitz zu nehmen. 24 So zogen ihre Söhne ein und nahmen das Land in Besitz, und du gingst daran, vor ihnen die Bewohner des Landes, die Kanaanịter, zu unterwerfen und sie in ihre Hand zu geben, ja ihre Könige und die Völker des Landes, so daß sie mit ihnen nach ihrem Belieben tun konnten. 25 Und sie nahmen dann befestigte Städte ein und einen fetten Boden und nahmen Häuser, voll von allen guten Dingen, in Besitz, ausgehauene Zisternen, Weingärten und Olivenhaine und Bäume zur Nahrung in Menge, und sie begannen zu essen und gesättigt zu sein und fett zu werden und zu schwelgen in deiner großen Güte.
26 Indes wurden sie ungehorsam und rebellierten gegen dich und warfen dein Gesetz ständig hinter ihren Rücken, und deine eigenen Propheten, die gegen sie Zeugnis ablegten, um sie zu dir zurückzuführen, töteten sie; und sie begingen weiterhin große Respektlosigkeiten. 27 Deswegen gabst du sie in die Hand ihrer Widersacher, die sie fortwährend bedrängten; aber in der Zeit ihrer Bedrängnis schrien sie stets zu dir, und du, du pflegtest gar von den Himmeln her zu hören; und gemäß deiner überströmenden Barmherzigkeit gabst du ihnen jeweils Retter, die sie stets aus der Hand ihrer Widersacher retteten.
28 Aber sobald sie Ruhe hatten, taten sie gewöhnlich wieder, was vor dir böse ist, und du überließest sie jeweils der Hand ihrer Feinde, die sie stets niedertraten. Dann kehrten sie jeweils um und riefen zu dir um Hilfe, und du, du pflegtest gar von den Himmeln her zu hören und sie nach deiner überströmenden Barmherzigkeit immer wieder zu befreien. 29 Obwohl du immer wieder gegen sie zeugtest, um sie zu deinem Gesetz zurückzuführen, handelten sie selbst sogar vermessen und hörten nicht auf deine Gebote; und gegen deine eigenen richterlichen Entscheidungen sündigten sie, durch die ein Mensch, wenn er [sie] tun wird, auch leben soll. Und sie zeigten fortgesetzt eine störrische Schulter, und ihren Nacken verhärteten sie, und sie hörten nicht. 30 Du aber warst nachsichtig mit ihnen viele Jahre lang und zeugtest weiterhin gegen sie durch deinen Geist, durch deine Propheten, und sie hörten nicht hin. Schließlich hast du sie in die Hand der Völker der Länder gegeben. 31 Und in deiner überströmenden Barmherzigkeit hast du sie nicht ausgerottet und hast sie nicht verlassen; denn ein gnädiger und barmherziger Gott bist du.
ich finde es sehr wichtig, dass die Geschichte des Volkes noch einmal im Zeitraffer erzählt wird, denn ein Gesamtüberblick zeigt ein deutliches Bild von Jehova und seiner Handlungsweise mit dem Volk.
Ich bin nun gut 19 Jahre in der Wahrheit und habe in diesen Jahren ja auch mit dem Bibelleseprogramm der Versammlung mitgehalten und so die Bibel nun gut 5 Mal durchgelesen. Eigentlich kenne ich das ja alles, es sollte nichts Neues für mich sein, was ich da lese – und doch habe ich in diesem Jahr das grosse Aha-Erlebnis.
Nun, wo wir die Bibel lesen – jeden Tag gut 3 Kapitel und das in der Reihenfolge, wie sich die Dinge abgespielt haben – verstehe ich soviel mehr als in all den anderen Jahren. Nun macht vieles von dem, was ich nun schon zum zigsten Mal lese, auf einmal richtig Sinn, weil ich auf einmal die Zusammenhänge sehe. Ich sehe nicht mehr nur einzelne Puzzelteile, sondern das ganze Bild in seiner ganzen Schönheit – bin unglaublich begeistert und fasziniert von unserem wunderbaren Schöpfer, denn nun erkenne ich erst, wie liebevoll, barmherzig und geduldig er ist und wie gerecht seine Wege!
Was für ein Gott! Und wir haben das unbezahlbare Vorrecht, ihn anbeten zu dürfen – unglaublich!
Bei den Malen davor habe ich wohl zur Kenntnis genommen, dass die Geschichte des Volkes Jehovas immer wieder an bestimmten Punkten in der Geschichte wiederholt zusammengefasst wird, aber nicht so recht verstanden, warum eigentlich. Ich dachte, das sei eher für die Nachkommen gewesen, die nicht dabei waren, daher für uns als Bibelleser eher uninteresant.
Nun sehe ich, dass es auch für uns heute, die dies in der Bibel lesen, nicht nur interessant sondern auch sehr wichtig ist!
Warum?
Weil hier immer wieder ein Kuzrüberblick gegeben wird, die wichtigten Ereignisse zusammengefasst werden.
Wer unseren Kommentaren in diesem für uns besonders wichtigen Jahr gefolgt ist, versteht, wovon ich rede – denn er hat bemerkt, dass auch ich unbewusst mehrfach kurz Gedanken zusammengefasst habe und immer wieder hervorgehoben habe, weil sie mir so wichtig erscheinen und meiner Ansicht ein wichtiger Mosaikstein in dem Ganzen sind, das Ganze irgendwie zusamenfassen und auf einen Punkt bringen.
Mir ist aufgefallen, dass ich in den vergangenen Jahren zwar dem Bibelleseprogramm der Theokratischen-Predigtdiens-Schule gefolgt bin und auch die einzelnen Gechichten kannte und viele einzelne Bibeltexte auswendig kannte und deren Anwendung – aber das ganze Puzzel niemals zusammengesetzt als Bild gesehen.
Und dieses Bild, was dieses zusammengesetzte Puzzel von Jehova , unserem liebevollen himmlischen Vater zeigt, ist wunder- wunderschön!
Ich bin so dankbar, dass ich es sehen durfte und ich bin Jehova von ganzem Herzen dankbar, dass er uns Ende letzten Jahre dieses Vorhaben ins Herz geben hat
Wenn man bedenkt, dass die Umstände des letzten Jahres, die dann im Herbst ihren absoluten Höhepunkt erreicht hatten, eigentlich eher dazu geeignet waren, Jehova voller Frust und Enttäuschung den Rücken zu kehren. Ich habe meinen Mann in den letzten Wochen sehr oft gefragt, wie wir eigentlich damals, in dieser unfassbaren Situation, auf die Idee gekommen waren, im neuen Jahr die Bibel in eine Jahr zu lesen und das Gelesene in unserem Blog hier zu kommentieren. Denn ich weiss es nicht mehr Auch mein Mann weiss es nicht mehr. Ich weiss nur, dass es vom rein menschlichen gesehen eine total verrückte, nicht logische Entscheidung gewesen war.
Heute denke ich, dass es Jehova war, der uns diesen Gedanken ins Herz gelegt hatte, weil er uns (und ganz besonders mir) etwas Wichtiges zeigen und lehren wollte.
Darum hat er uns auch im Verlauf dieses Jahres, das oftmals schier unerträgliche Momente für uns bereit hielt, die Kraft gegeben und dafür gesorgt, dass wir (und auch hier wieder ganz besonders ich) weiter lesen, auch wenn ich oft entmutigt aufgeben wollte, weil die persönlichen Repressalien mich umgehauen haben.
Dafür bin ich meinem/unserem Gott von ganzem Herzen dankbar – weil wir im Laufe dieses Jahres ganz besonders im Zusammenhang mit diesem Bibelleseprogrammm ganz wunderbare Erfahrungen mit unserem Gott machen durften.
Nun, wo das Puzzel so weit fertig ist (immerhin haben wir in den nächsten Tagen die hebräischen Schriften fertig gelesen und kommen zu Jesus, den ersten Christen und dem Ursprung der Versammlungen), zeichnet sich das Motiv bereits gut ab und wir können schon erkennen, wie wunderschön das Bild sein wird, wenn alle Puzzelteile zusammen gefügt sind.
Und nun, o unser Gott, du großer, starker und furchteinflößender Gott, der den Bund und die liebende Güte bewahrt, laß all die Mühsal, die uns, unsere Könige, unsere Fürsten und unsere Priester und unsere Propheten und unsere Vorväter und dein ganzes Volk von den Tagen der Könige von Assyrien an bis auf diesen Tag betroffen hat, nicht gering vor dir erscheinen. 33 Und du bist gerecht in allem, was über uns gekommen ist, denn treu hast du gehandelt, wir aber sind es, die böse gehandelt haben. 34 Was unsere Könige, unsere Fürsten, unsere Priester und unsere Vorväter betrifft, so haben sie nicht nach deinem Gesetz getan noch deinen Geboten oder deinen Zeugnissen, mit denen du gegen sie zeugtest, Aufmerksamkeit gezollt. 35 Und sie selbst — zur Zeit ihres Königreiches und inmitten deiner vielen guten Dinge, die du ihnen gegeben hattest, und in dem weiten und fetten Land, das du ihnen zur Verfügung gestellt hattest, dienten sie dir nicht und wandten sich nicht von ihren schlechten Handlungen ab. 36 Siehe! Wir sind heute Sklaven; und was das Land betrifft, das du unseren Vorvätern gegeben hast, damit sie seinen Fruchtertrag und seine guten Dinge essen, siehe, wir sind Sklaven darin, 37 und sein Ertrag ist reichlich für die Könige, die du wegen unserer Sünden über uns gesetzt hast; und über unsere Leiber und über unsere Haustiere herrschen sie nach ihrem Belieben, und wir sind in großer Bedrängnis.
38 Im Hinblick auf all dieses treffen wir somit eine feste Vereinbarung, sowohl schriftlich als auch bestätigt durch das Siegel unserer Fürsten, unserer Levịten [und] unserer Priester.“
erkennen auch wir die Zusammenhänge, das grosse Ganze?
Sehen wir nur die einzelnen Puzzelsteine?
Was tun wir damit? Lassen wir sie einzeln liegen – oder beginnen wir damit, sie zusammen zu setzen, um zu sehen, welches Bild sie ergeben am Schluss?
Erkennen wir langsam das Motiv, das sich entwickelt?
Freuen wir uns schon auf das ganze Bild – wie schön es sein wird, wenn wir alle Puzzelteile zusammen gesetzt haben?
Es liegt an uns, ob wir die Teile in der Tüte lassen (nicht in der Bibel lesen) oder auspacken und es liegt auch an uns, uns die einzelnen Teile anzusehen (etwas in der Bibel lesen) und es liegt auch an uns, ob wir versuchen, die einzelnen Teile zusammen zu setzen (zu gucken, wie die einzelnen Begebenheiten und Gedanken zusammen passen).
Ich kann nur soviel sagen:
die Mühe lohnt sich – das Motiv, das dann aus allen Teilen entsteht, ist wunderschön!
Die Fürsten des Volkes nun hatten ihre Wohnung in Jerusalem; was aber das übrige Volk betraf, sie warfen Lose, um e i n e n aus je zehn herkommen zu lassen, daß er in Jerusalem, der heiligen Stadt, wohne, und die neun anderen Teile in den anderen Städten. 2 Ferner segnete das Volk all die Männer, die sich freiwillig anerboten, in Jerusalem zu wohnen.
Wieso musste man denen danken, die freiwillig in Jerusalem wohnten??
War es denn nicht eine besondere Ehre, in der heiligen Stadt wohnen zu dürfen?
An jenem Tag las man vor den Ohren des Volkes aus dem Buch Mose; und man fand darin geschrieben, daß der Ammonịter und der Moabịter nicht in die Versammlung des [wahren] Gottes kommen sollten bis auf unabsehbare Zeit, 2 denn sie waren den Söhnen Israels nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen, sondern hatten dann Bịleam gegen sie gedungen, damit er Übles auf sie herabrufe. Indes änderte unser Gott den Fluch in einen Segen um. 3 So geschah es, sobald sie das Gesetz hörten, daß sie das ganze Mischvolk von Israel abzusondern begannen.
war dies das, was wir zum Schluss in Esra gelesen haben?
Nehemia 13:6-13
Und während dieser ganzen [Zeit] war ich nicht in Jerusalem gewesen, denn im zweiunddreißigsten Jahr des Königs Artaxẹrxes von Babylon kam ich zum König, und einige Zeit später erbat ich mir vom König Urlaub. 7 Dann kam ich nach Jerusalem und erhielt Kenntnis von der Schlechtigkeit, die Ẹljaschib zugunsten Tobịjas begangen hatte, indem er für ihn im Vorhof des Hauses des [wahren] Gottes einen Saal hergerichtet hatte. 8 Und es erschien mir als etwas sehr Schlechtes. So warf ich den ganzen Hausrat des Hauses Tobịjas aus dem Speisesaal hinaus. 9 Danach sprach ich [das Wort], und man reinigte die Speisesäle; und ich ging daran, die Geräte des Hauses des [wahren] Gottes mit dem Getreideopfer und dem duftenden Harz dorthin zurückzubringen.
10 Und ich brachte in Erfahrung, daß [ihnen] selbst die Anteile der Levịten nicht gegeben worden waren, so daß die Levịten und die Sänger, die das Werk taten, davonliefen, jeder zu seinem eigenen Feld. 11 Und ich begann die bevollmächtigten Vorsteher zu rügen und zu sprechen: „Warum ist das Haus des [wahren] Gottes vernachlässigt worden?“ Demzufolge brachte ich sie zusammen und stellte sie an ihren Standort. 12 Und ganz Juda seinerseits brachte den Zehnten von dem Getreide und dem neuen Wein und dem Öl zu den Vorratskammern. 13 Dann setzte ich Schelẹmja, den Priester, und Zạdok, den Abschreiber, und Pedạja von den Levịten über die Vorratskammern; und unter ihrer Leitung war Hạnan, der Sohn Sạkkurs, des Sohnes Mattạnjas, denn sie wurden als treu erachtet; und ihnen oblag es, die Verteilung an ihre Brüder vorzunehmen.
In jenen Tagen sah ich in Juda Leute, die am Sabbat die Weinkeltern traten und Getreidehaufen hereinholten und [sie] auf Esel luden und auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Lasten und [sie] am Sabbattag nach Jerusalem hereinbrachten; und ich ging daran, an dem Tag, an dem sie ihren Proviant verkauften, [gegen sie] zu zeugen. 16 Und die Tỵrier selbst wohnten in [der Stadt] und brachten Fische und allerlei Verkaufsware herein und verkauften am Sabbat an die Söhne Judas und in Jerusalem. 17 Da begann ich die Edlen von Juda zu rügen und zu ihnen zu sprechen: „Was ist diese böse Sache, die ihr da tut, indem ihr sogar den Sabbattag entweiht? 18 Haben nicht eure Vorväter auf diese Weise getan, so daß unser Gott all dies Unglück über uns und auch über diese Stadt brachte? Doch ihr fügt der Zornglut gegenüber Israel noch hinzu, indem ihr den Sabbat entweiht.“
sind auch wir so mutig, auf Mißstände hinzuweisen?
Sehen wir sie überhaupt?
Wie weisen wir darauf hin? In welchem Ton und mit welcher Argumentation?
Auch sah ich in jenen Tagen die Juden, die aschdodịtische, ammonịtische [und] moabịtische Frauen bei sich hatten wohnen lassen. 24 Und was ihre Söhne betrifft, die Hälfte redete aschdodịtisch, und niemand von ihnen konnte jüdisch reden, sondern in der Sprache der verschiedenen Völker. 25 Und ich begann sie zu rügen und Übles auf sie herabzurufen und einige Männer von ihnen zu schlagen und ihnen Haare auszuraufen und sie bei Gott schwören zu lassen: „Ihr solltet eure Töchter nicht ihren Söhnen geben, und ihr solltet keine ihrer Töchter für eure Söhne oder euch selbst nehmen. 26 War es nicht derentwegen, daß Sạlomo, der König von Israel, sündigte? Und es erwies sich, daß es unter den vielen Nationen keinen König wie ihn gab; und von seinem Gott war er geliebt worden, so daß Gott ihn zum König über ganz Israel gemacht hatte. Sogar ihn veranlaßten die fremdländischen Frauen zu sündigen. 27 Und ist es nicht etwas Unerhörtes, daß ihr all diese große Schlechtigkeit begeht, indem ihr dadurch gegenüber unserem Gott treulos handelt, daß ihr fremdländische Frauen bei euch wohnen laßt?“
28 Und einer der Söhne Jojạdas, des Sohnes Ẹljaschibs, des Hohenpriesters, war ein Schwiegersohn Sanbạllats, des Horonịters. So jagte ich ihn fort von mir.
29 Gedenke ihrer, o mein Gott, wegen der Verunreinigung des Priestertums und des Bundes des Priestertums und der Levịten.
30 Und ich reinigte sie von allem Fremdländischen und ging daran, den Priestern und den Levịten, jedem in seiner eigenen Arbeit, Dienstpflichten zuzuteilen, 31 auch für die Lieferung des Holzes zu bestimmten Zeiten und für die ersten reifen Früchte.
wieder werden fremdländische Personen wegejagt, wegen der Verunreiniung.
Begründung: 1 die Verunreinigung und dann 2. dass Jehova gesagt hatte, sie sollten mit diesen Nationen keine Ehebündnisse eingehen
Nehemia 6 – “Ihre Hände werden von dem Werk ablassen”
Interessant, dass hier versucht wird, einen wahren Anbeter Jehovas mit allerlei Unsinn beschäftigt zu halten. Warum? Um ihn vom Werk Jehovas abzuhalten.
Könnte dies auch uns heute passieren? Nicht nur dadurch, dass wir selbst vielleicht die Zeit nicht weise auskaufen, sondern vertroedeln – sondern indem andere ganz bewußt versuchen, uns vom Werk für Jehova abzulenken! Indem sie uns vielleicht mit falschen Anschuldigungen überhäufen und uns so nötigen, uns zu rechtfertigen. Indem sie uns alle möglichen Steine in den Weg legen, wie z.B. indem sie Streitigkeiten und Mißtrauen innerhalb unserer Familie provozieren, uns mobben wenn sie können und vieles mehr.
Diese Leute erweisen sich dann nicht nur als unsere Feinde und Widersacher – sondern auch als Widersacher Jehovas. Denn sie versuchen ja, SEIN Werk zu behindern!
Könnten sie dann von sich behaupten, dass sie SEINE Anbeter sind und IHM dienen? Wen beten sie dann in Wirklichkeit an? Wessen Diener sind sie dann tatsächlich?
Sind wir uns dessen bewußt?
Würden wir mit solchen Personen Umgang pflegen wollen? Auch wenn sie weiterhin den Anschein aufrecht erhalten, dass sie “unsere Brüder” sind?
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Nehemia
SEIT den letzten im Bibelbuch Esra erwähnten Ereignissen sind 12 Jahre vergangen. Jetzt steht das „Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen“, kurz bevor — das Ereignis, das den Beginn der 70 Jahrwochen kennzeichnet, in deren Verlauf der Messias erscheinen soll (Daniel 9:24-27). Das Buch Nehemia berichtet aus der Geschichte von Gottes Volk und vom Wiederaufbau der Stadtmauer Jerusalems. Es behandelt einen entscheidenden Zeitraum von über 12 Jahren — von 456 v. u. Z. bis irgendwann nach 443 v. u. Z.
Das Buch wurde von dem Statthalter Nehemia geschrieben und enthält einen begeisternden Bericht darüber, wie sehr es die wahre Anbetung fördert, wenn jemand entschlossen vorgeht und dabei völlig auf Jehova Gott vertraut. Es macht deutlich, wie Jehova Angelegenheiten lenkt, damit sein Wille geschieht. Außerdem ist es die Geschichte eines starken und mutigen Führers. Die Botschaft des Buches Nehemia enthält für alle wahren Anbeter von heute wertvolle Lehren, „denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“ (Hebräer 4:12).
„SCHLIESSLICH WURDE DIE MAUER . . . VOLLENDET“
(Nehemia 1:1 bis 6:19)
Nehemia dient König Artaxerxes Longimanus in Susa, der Burg, in einer Vertrauensstellung. Er ist tief betrübt, als ihm jemand über sein Volk berichtet: „[Sie] sind in einer sehr üblen Lage und in Schmach; und die Mauer Jerusalems ist niedergerissen, und seine Tore, sie sind mit Feuer verbrannt.“ Inbrünstig wendet er sich im Gebet an Gott (Nehemia 1:3, 4). Der König bemerkt bald, dass Nehemia traurig ist, und lässt ihn nach Jerusalem gehen.
Nach der Ankunft in Jerusalem untersucht Nehemia im Schutz der Dunkelheit die Stadtmauer und eröffnet den Juden den Plan, die Mauer wieder aufzubauen. Der Aufbau beginnt und gleichzeitig kommt Widerstand auf. Unter der mutigen Führung Nehemias wird die Mauer jedoch schließlich vollendet (Nehemia 6:15).
Antworten auf biblische Fragen:
1:1; 2:1 — Ist das in diesen beiden Versen erwähnte ‘zwanzigste Jahr’ vom selben Bezugspunkt aus gerechnet?
Das 20. Jahr ist zwar das 20. Regierungsjahr des Königs Artaxerxes, aber es wurde jeweils unterschiedlich berechnet. Geschichtliche Beweise lassen auf das Jahr 475 v. u. Z. als das Thronbesteigungsjahr von Artaxerxes schließen. Bei den babylonischen Schreibern war es üblich, die Regierungsjahre der persischen Könige von Nisan (März/April) bis Nisan zu rechnen. Daher begann das erste Regierungsjahr des Artaxerxes im Nisan 474 v. u. Z. Das in Nehemia 2:1 erwähnte 20. Regierungsjahr begann folglich im Nisan 455 v. u. Z. Der in Nehemia 1:1 angeführte Monat Kislew (November/Dezember) gehörte logischerweise zum Jahr davor und war der Kislew des Jahres 456 v. u. Z. Nehemia schreibt auch diesen Monat dem 20. Jahr der Herrschaft des Artaxerxes zu. Vielleicht zählte er die Jahre diesmal vom Antrittsjahr des Regenten an. Womöglich berechnete er die Zeit auch nach dem bürgerlichen Kalender der Juden, der im Monat Tischri (September/Oktober) beginnt. Auf jeden Fall erging das Wort, Jerusalem wiederherzustellen, im Jahr 455 v. u. Z.
4:17, 18 — Wie konnte jemand mit nur einer Hand am Wiederaufbau arbeiten?
Für Lastenträger war das kein Problem. Sobald die Last auf dem Kopf oder den Schultern lag, konnten sie diese gut mit einer Hand balancieren, „während die andere Hand das Wurfgeschoss hielt“. Die Bauleute, die beide Hände für die Arbeit brauchten, „waren gegürtet, jeder mit seinem Schwert an seiner Hüfte, während sie bauten“. Bei einem Angriff waren sie bereit.
5:7 — Wieso „begann [Nehemia] die Edlen und die bevollmächtigten Vorsteher zu rügen“?
Was diese Juden von ihren Landsleuten eintrieben, war Wucher und verletzte das mosaische Gesetz (3. Mose 25:36; 5. Mose 23:19). Außerdem verlangten die Kreditgeber hohe Zinsen. Falls sie „den Hundertsten“ monatlich forderten, entsprach das 12 Prozent Zinsen im Jahr (Nehemia 5:11). Solche Forderungen an jemanden zu stellen, der bereits schwer unter der Steuerlast und einer Lebensmittelknappheit litt, war unbarmherzig. Deshalb rügte Nehemia die Reichen gestützt auf Gottes Gesetz, wies sie scharf zurecht und deckte so das Unrecht auf.
6:5 — Warum sandte Sanballat den vertraulichen Brief an Nehemia nicht wie üblich in einem versiegelten Beutel, sondern als „offenen Brief“?
Vielleicht schickte Sanballat den Brief mit den Falschanklagen offen, damit sie öffentlich bekannt würden. Wahrscheinlich hoffte er, Nehemia dadurch derart zu verärgern, dass er die Baustelle verlassen und kommen würde, um sich zu verteidigen. Oder vielleicht dachte Sanballat, der Briefinhalt würde die Juden dermaßen beunruhigen, dass sie mit der Arbeit völlig aufhören würden. Nehemia ließ sich nicht einschüchtern und setzte das Werk, das Gott ihm übertragen hatte, in Ruhe fort.
Lehren für uns:
1:4; 2:4; 4:4, 5. In Schwierigkeiten oder bei wichtigen Entscheidungen sollten wir ‘im Gebet verharren’ und uns an theokratische Anweisungen halten (Römer 12:12).
1:11 bis 2:8; 4:4, 5, 15, 16; 6:16. Jehova erhört die aufrichtigen Gebete seiner Diener (Psalm 86:6, 7).
1:4; 4:19, 20; 6:3, 15. Nehemia war feinfühlig und gab dennoch ein gutes Beispiel, wie man tatkräftig und entschlossen für Gerechtigkeit eintritt.
1:11 bis 2:3. Nicht die angesehene Stellung als Mundschenk bereitete Nehemia die größte Freude, sondern die Förderung der wahren Anbetung. Sollte uns die Anbetung Jehovas und alles, was zu ihrer Förderung beiträgt, nicht auch das Wichtigste sein und uns am meisten freuen?
2:4-8. Jehova sorgte dafür, dass Artaxerxes Nehemia erlaubte, nach Jerusalem zu gehen und die Stadtmauer wieder aufzubauen. In Sprüche 21:1 heißt es: „Eines Königs Herz ist wie Wasserbäche in der Hand Jehovas. Wohin immer es ihm gefällt, wendet er es.“
3:5, 27. Wir sollten es nicht wie die „Majestätischen“ der Tekoiter als unter unserer Würde betrachten, im Interesse der wahren Anbetung körperlich zu arbeiten. Setzen wir uns lieber wie die gewöhnlichen Tekoiter willig ein.
3:10, 23, 28-30. Manche können zwar dorthin ziehen, wo mehr Königreichsverkündiger benötigt werden, doch viele von uns unterstützen die wahre Anbetung in ihrer Umgebung. Wir können uns zum Beispiel am Bau von Königreichssälen beteiligen oder Katastrophenhilfe leisten, doch vor allem unterstützen wir das Königreichspredigtwerk.
4:14. Auch wir brauchen uns bei Widerstand nicht zu fürchten, wenn wir „den Großen und Furchteinflößenden“ im Sinn behalten.
5:14-19. Der Statthalter Nehemia ist für christliche Aufseher ein hervorragendes Beispiel in Bezug auf Demut, Selbstlosigkeit und Zurückhaltung. Er setzte Gottes Gesetz zwar eifrig und nachdrücklich durch, doch er spielte nicht den Herrn über andere, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Vielmehr war er um die Bedrückten und Armen besorgt. Nehemia ist für Diener Gottes ein herausragendes Beispiel der Freigebigkeit.
„GEDENKE DOCH MEINER, O MEIN GOTT, ZUM GUTEN!“
(Nehemia 7:1 bis 13:31)
Sobald Jerusalems Stadtmauer fertig ist, setzt Nehemia die Tore ein und ordnet Schutzmaßnahmen für die Stadt an. Dann geht er daran, ein Geschlechtsregister des Volkes anzulegen. Als sich das Volk „auf dem öffentlichen Platz . . . vor dem Wassertor“ versammelt hat, liest Esra, der Priester, aus dem Buch des Gesetzes Mose vor und Nehemia sowie die Leviten erklären das Gesetz (Nehemia 8:1). Die Israeliten erfahren vom Laubhüttenfest und das bewegt sie, das Fest voll Freude zu feiern.
Bei einer weiteren Versammlung bekennen „die Nachkommen Israels“ die Sünden der Nation. Die Leviten geben einen Überblick über Gottes Handlungsweise mit Israel, und das Volk schwört, „in dem Gesetz des wahren Gottes zu wandeln“ (Nehemia 9:1, 2; 10:29). Jerusalem hat zu wenig Einwohner. Daher wirft man Lose, damit jeder Zehnte, der außerhalb der Stadt wohnt, in die Stadt zieht. Anschließend wird die Stadtmauer mit einer solchen Begeisterung eingeweiht, dass ‘die Freude Jerusalems weithin gehört werden kann’ (Nehemia 12:43). Zwölf Jahre nach Nehemias Ankunft in Jerusalem kehrt er wieder in den Dienst bei Artaxerxes zurück. Schon bald schleicht sich unreines Verhalten bei den Juden ein. Nehemia kommt wieder nach Jerusalem und geht entschieden vor, um die Situation zu bereinigen. Demütig bittet er: „Gedenke doch meiner, o mein Gott, zum Guten!“ (Nehemia 13:31).
Antworten auf biblische Fragen:
7:6-67 — Warum enthält Nehemias Verzeichnis über den Überrest, der mit Serubbabel nach Jerusalem zurückkehrte, andere Zahlen für die einzelnen Hausgemeinschaften als Esras Liste? (Esra 2:1-65).
Vielleicht weichen die Angaben voneinander ab, weil Esra und Nehemia unterschiedliche Quellen verwendeten. Zum Beispiel könnte die Zahl derer, die sich für die Rückkehr angemeldet hatten, von der Zahl der tatsächlich Zurückgekehrten abgewichen sein. Die zwei Listen stimmen womöglich auch deshalb nicht überein, weil einige Juden, die ihre Abstammung nicht gleich nachweisen konnten, das später nachholten. Beide Verzeichnisse sind allerdings in einem Punkt gleich: Die Zahl der ersten Heimkehrer belief sich ohne Sklaven und Sänger auf 42 360.
10:34 — Warum musste das Volk für Holz sorgen?
Das mosaische Gesetz gebot kein Holzopfer. Holzlieferungen waren nur wegen des großen Bedarfs nötig. Man brauchte viel Holz, um die Opfer auf dem Altar zu verbrennen. Offenbar gab es nicht genug Nethinim, die als nichtisraelitische Tempelsklaven dienten. Daher warf man Lose, um die ununterbrochene Lieferung von Holz zu gewährleisten.
13:6, Fußnote — Wie lange war Nehemia von Jerusalem weg?
In der Bibel steht nur, dass sich Nehemia „einige Zeit später“ oder „am (nach) Ende von Tagen“ vom König Urlaub erbat, um nach Jerusalem zurückzukehren. Man kann daher nicht ermitteln, wie lange er weg war. Wieder in Jerusalem angekommen, stellte Nehemia allerdings fest, dass man weder die Priesterschaft versorgte noch den Sabbat hielt. Viele hatten Ausländerinnen geheiratet und ihre Kinder sprachen nicht einmal die Landessprache. Nehemia muss lange Zeit weg gewesen sein, dass sich die Zustände dermaßen verschlechtern konnten.
13:25, 28 — Welche Schritte unternahm Nehemia noch gegen die rückfälligen Juden, außer sie zu rügen?
Nehemia ‘rief Übles auf sie herab’, indem er Auszüge aus Gottes Gesetz gegen sie anführte. ‘Einige von ihnen schlug’ er, vielleicht dadurch, dass er sie gemäß dem Gesetz bestrafen ließ. Aus Empörung raufte er ihnen Haare aus. Auch jagte er den Enkel des Hohen Priesters Eljaschib fort, der eine Tochter Sanballats, des Horoniters, geheiratet hatte.
Lehren für uns:
8:8. Als Lehrer des Wortes Gottes wollen wir ‘dessen Sinn angeben’ und die Anwendung verständlich machen; deshalb bemühen wir uns um eine gute Aussprache und Betonung sowie um die richtige Erklärung.
8:10. Wir verspüren „die Freude Jehovas“, wenn wir uns der geistigen Bedürfnisse bewusst sind, sie befriedigen und theokratischer Leitung folgen. Daher ist es wichtig, fleißig die Bibel zu studieren, regelmäßig die Zusammenkünfte zu besuchen und uns eifrig am Predigen des Königreiches und am Jüngermachen zu beteiligen.
11:2. Seinen Erbbesitz zu verlassen und nach Jerusalem zu ziehen verursachte Kosten und brachte einige Nachteile. Das von sich aus zu tun ließ Opferbereitschaft erkennen. Auch wir können opferbereit sein und wenn möglich bei Kongressen oder anderen Gelegenheiten freiwillig für andere etwas tun.
12:31, 38, 40-42. Singen ist eine gute Möglichkeit, Jehova zu preisen und ihm zu danken. Bei christlichen Zusammenkünften sollten wir von ganzem Herzen singen.
13:4-31. Materialistisches, verdorbenes oder abtrünniges Denken darf keinesfalls bei uns Fuß fassen.
13:22. Nehemia wusste genau, dass er Jehova gegenüber verantwortlich ist. Auch wir sollten uns der Verantwortung Jehova gegenüber bewusst sein.
Jehovas Segen ist unerlässlich!
Der Psalmist sang: „Wenn Jehova selbst das Haus nicht baut, so ist es umsonst, dass seine Bauleute hart daran gearbeitet haben“ (Psalm 127:1). Wie schön das Buch Nehemia diese Wahrheit doch verdeutlicht!
Was wir daraus lernen können, ist klar. Wir brauchen Jehovas Segen, wenn uns alles, was wir in Angriff nehmen, gelingen soll. Wie könnten wir erwarten, dass Jehova uns segnet, wenn wir die wahre Anbetung nicht allem voranstellen? Machen wir daher die Anbetung Jehovas wie Nehemia zum Wichtigsten in unserem Leben.
warum es so wichtig ist, regelmäßig in Gottes Wort zu lesen
Nehemia 6:10-13
10 Und ich selbst ging in das Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels, während er eingeschlossen war. Und er sagte dann: „Treffen wir uns nach Verabredung im Haus des [wahren] Gottes, innerhalb des Tempels, und laß uns die Türen des Tempels verschließen; denn sie kommen herein, um dich zu töten, ja bei Nacht kommen sie, um dich zu töten.“ 11 Ich aber sprach: „Sollte ein Mann wie ich davonlaufen? Und wer ist da wie ich, der in den Tempel hineingehen und leben könnte? Ich werde nicht hineingehen!“ 12 So forschte ich nach, und da war es nicht Gott, der ihn gesandt hatte, sondern er hatte diese Prophezeiung gegen mich geredet, weil Tobija und Sanballat selbst ihn gedungen hatten. 13 Aus diesem Grund war er gedungen worden, damit ich in Furcht geraten und danach handeln und mich bestimmt versündigen sollte, und damit stände ihnen gewiß ein schlechter Ruf zu Diensten, so daß sie mich schmähen könnten.
“Und ich forschte nach und sah, dass es nicht Gott war, der zu mir redete”
Seien wir auf der Hut! Wir leben in der Zeit des Endes und es ist Satans System, in dem wir leben. Die meisten Menschen leben heute so, wie es in den Augen des Widersachers Gottes annehmbar ist – nicht in den Augen unseres Gottes Jehova!
Beispiel: eine verheiratete Schwester verliebt sich in einen anderen Bruder. Dieser hat Vorrechte innerhalb der Versammlung und leider unternimmt sie nichts, um gegen ihre Gefühle anzugehen. Mit der Zeit sucht sie nach Ausflüchten, warum ihre Gefühle doch Berechtigung hätten. Vielleicht redet sie sich ein, dass der andere Bruder geistig viel reifer sei als ihr Mann, immerhin hat der andere ja Vorrechte innerhalb der Versammlung. Sie mag sich einreden, dass sie ihren Mann verlassen müsse, damit ihr geistiges Wohl nicht gefährdet sei.
Oder noch schlimmer: der Ehemann bittet den anderen Bruder, den Kontakt zu seiner Frau abzubrechen und in eine andere Versammlung zu wechseln, da sonst die Ehe wohl nicht mehr zu retten sein, weil die Schwester sich in den Gefühlen verbissen hat. Der Bruder wechselt, allerdings nicht weit weg. Er wechselt zwar die Versammlung, aber hat weiterhin Zusammenkünfte in dem Haus, wo die Schwester auch zur Versammlung geht. Eigentlich hat sich nichts geändert. Die Schwester sieht sich dadurch in ihren Gefühlen bestärkt, denn sie meint, es sei ein Zeichen von Jehova, da er sich räumlich garnicht von ihr entfernt hat. Dadurch denkt sie, dass Jehova ihre Gefühle und dass sie ihren Mann bereits emotional verlassen hat und dem anderen Bruder nachläuft gutheißt.
Aber mal ganz ehrlich: wenn wir in Gottes Wort lesen und dadurch wissen, wie Jehova denkt – könnten wir dann ernsthaft annehmen, dass wir uns weiterhin in Jehovas Liebe befinden? Was ist mit der Aussage Jehovas, dass er Scheidung hasst (Maleachi) und der Aussage Jesu, dass es nur einen einzigen Scheidungsgrund gibt: Hurerei? Was ist mit der Aussage Jesu, dass wir bereits Ehebruch begangen haben, wenn wir unser Herz und Sinn immer wieder auf eine andere Person vom anderen Geschlecht gerichtet halten – obwohl wir nicht frei sind?
Gelten diese Dinge dann alle nicht mehr, nur weil wir uns in einen geistig reiferen Mann verliebt haben? Weil wir das Gefühl haben, dass Jehova die Beziehung gutheißt? Weil mein Verhalten keine Konsequenzen innerhalb der Versammlung hat?
Wie sagt Nehemia hier so schön?:
“Und ich forschte nach und sah, dass es nicht Gott war, der zu mir redete”
Nur weil die Person, die uns Rat gibt, Vorrechte innerhalb der Versammlung haben mag – muss dies nicht heißen, dass sie guter Umgang ist oder uns Rat gibt, der der Rat Jehova ist und uns hilft, auf Jehovas Wegen zu bleiben!
Jehova ist gerecht und erstattet einem Jeden gemäß seinen Taten
Nehemia 6:13,14
Aus diesem Grund war er gedungen worden, damit ich in Furcht geraten und danach handeln und mich bestimmt versündigen sollte, und damit stände ihnen gewiß ein schlechter Ruf zu Diensten, so daß sie mich schmähen könnten.
14 Gedenke, o mein Gott, Tobijas und Sanballats nach diesen Taten eines [jeden] und auch der Prophetin Noadja und der übrigen Propheten, die mich ständig in Furcht zu versetzen suchten.
“Gedenke mein Gott .. gemäß den Taten eines jeden”
was sagte Jesus später, als er auf der Erde war?
im WT vom 01.02.1979 heißt es hierzu auszugsweise:
Jesus warnte, es sei eine schwerwiegende Sache, einen seiner Kleinen zum Straucheln zu bringen (Luk. 17:1, 2)
Dann sprach er zu seinen Jüngern: „Es ist nicht zu vermeiden, daß Ursachen zum Straucheln entstehen. Doch wehe dem, durch den sie entstehen! 2 Es wäre vorteilhafter für ihn, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde, als daß er einen von diesen Kleinen zum Straucheln bringt.
Paulus war in dieser Hinsicht sehr vorsichtig, denn er sagte: „In keiner Weise geben wir irgendeine Ursache zum Straucheln, damit unser Dienst nicht bemängelt werde, sondern in jeder Weise empfehlen wir uns als Gottes Diener: durch das Ausharren in vielem . . ., durch sittliche Reinheit . . ., durch ungeheuchelte Liebe“ (2. Kor. 6:3-10). Wenn wir Jehovas Werk auf seine Weise tun wollen, müssen wir daher wirklich darauf achten, daß wir es mit reinen Händen tun, sonst werden wir Schmach auf Jehova und seine Versammlung bringen und andere zum Straucheln veranlassen.
hier sehen wir, dass dies keine leichte Sache für Jehova ist. Er will, dass alle seinen Willen tun und am Leben bleiben. Jeder, der andere daran hindert, ist in seinen Augen verwerflich. Daran hat sich nichts geändert!
Wir wissen ja, dass Jehova sich und seine Maßstäbe nicht ändert. Hier in Lukas bekommen wir sogar von Jesus die Bestätigung dafür. Also hüten wir uns davor, andere zum Straucheln zu bringen. Geben wir bitte nur Rat, der andere Jehova näher bringt!
Nehemia 1 – 3
Nehemia 1:2-4
Nehemia 2:1-2
sind wir ebenso an Jehova, der wahren Anbetung und unseren Brüdern interessiert, dass man es uns sogar ansieht und uns darauf anspricht?
Nehemia 2:3
Nehemia 2:6
wie war das noch mal?
Ist das der selbe König, der Hamans Anschlag auf die Juden vereitelt hat?
Und ist die Königin hier an seiner Seite Esther?
War er vielleicht deshalb so aufgeschlossen für Nehemias Gefühle und Ansinnen, weil die Juden, ihre Geschichte und ihr Gott ihm nicht unbekannt waren?
Nehemia 2:11-18
ein sehr demütiger Mann, der sich heimlich und ohne viel Aufhebens daran macht, erst mal den Schaden genau zu prüfen und dann nur einfach sagt “es gibt viel zu tun, packen wirs an”!
Hätten wir ebenso wie Nehemia der Versuchung widerstanden – oder hätten wir viel Aufhebens um uns und unsere Person gemacht?
Immerhin war er ja von Gott gesandt, vom König Artaxerxes unterstützt und in der Lage den Zustand der Maueren zu prüfen. Aber davon ist nicht die Rede, nur kurz “ich habe gesehen, wir haben viel zu tun”.
Sind wir ebenso demütig wie Nehemia und stellen Jehova und die wahre Anbetung in den Vordergrund – oder neigen wir zur Selbstdarstellung und dazu, überall damit zu hausieren, wie toll wir selbst sind und wie dumm die anderen?
Was liegt uns mehr am Herzen?
Nehemia 2:19-20
leider gab es im Laufe der Jahrtausende immer wieder Menschen, die Gottes wahre Anbeter verachtet und verspottet haben.
Leider gibt es sie auch heute noch.
Wie schmerzlich, wenn diese sich mitten unter uns befinden und wenn Fakes uns verlachen.
Aber machen wir es wie Neheima: ignorieren wir solche unverschämten Menschen. Achten wir nicht auf sie und das was sie sagen oder tun. Richten wir unseren Blick lieber nach vorn und darauf, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben und dass wir das Werk tun, was uns Jehova aufgetragen hat.
Alles andere kostet nur unnötige Energie und kann uns entmutigen. Etwas, was der Widersacher nur zu gern möchte und wir wollen doch nicht, dass die Fakes von ihrem Gott (dem Satan) gelobt werden, weil sie wieder einen wahren Anbeter Gottes entmutigt haben und ihm seinen Schwung genommen.
Wir können solche Menschen eh nicht ändern, wenn sie bereits so weit von Jehova weg sind, dass sie seine wahren Anbeter angreifen. Jehova wird das zu seiner Zeit erledigen und sie werden ihre gerechte Strafe für ihr anmaßendes Tun bekommen.
Also halten wir uns nicht mit solchen böswilligen Menschen auf und damit, was sie wohl als nächstes Tun werden.
Egal, was sie auch tun werden, um uns noch zu schaden – Jehova ist mit uns und er wird uns niemals im Stich lassen und er wird uns helfen und uns stärken!
Also richten wir unseren Blick auf die wichtigeren Dinge: auf Jehova und die wahre Anbetung!
Nehemia 4 – 6
Nehemia 4:1-5
das Volk Gottes wird von seinen Feinden verhöhnt. Was tun sie?
Nehemia betet zu Jehova, legt die Angelegenheit in SEINE Hand.
Wie reagieren wir, wenn man uns verspottet, verhöhnt oder verleumet?
Müssen wir die Dinge immer selbst in die Hand nehmen, selbst für unser vermeintliches Recht sorgen?
Sehen wir immer nur uns selbst und unsere eigenen Interessen – oder sehen wir das grosse Ganze?
Erkennen wir, warum man uns verfolgt, verspottet und verleumdet? Sehen wir, worum es wirklich geht?
Erkennen wir, dass in Wirklichkeit Jehova verhöhnt wird und der Satan versucht, uns von Jehova weg auf seine Seite zu ziehen, damit er wieder einmal mehr frech zu Jehova sagen kann
Können wir unsere Sorgen auf Jehova werfen und die Angelegenheit in seiner Hand belassen – oder muss das Problem für uns immer sofort gelöst werden?
Gleichen wir in unserer Reaktion Nehemia und der des Volkes?
Nehemia 4:6
Wie sieht wohl Jehova uns?
Nehemia 4:7-9
wieder mal das altbekannte Muster:
Wie wir sehen ist dies keinesfalls eine neue Erfindung von Feinden, die Gottes wahre Anbeter heute haben – sondern es gehört zum Reportior des Teufels und seiner Anbeter, denen auch nichts Neues mehr einfällt
Also lassen wir uns bitte nicht ins Boxhorn jagen und einschüchtern – sondern halten wir auch weiterhin unseren Blick auf Jehova und die wahre Anbetung gerichtet.
Lassen wir uns bitte nicht von dem Auftrag ablenken, den ER uns gegeben hat
Das erinnert mich an eine Geschichte vom Pioniertisch:
Nehemia 4:14-18
ja, sie hatten Angst! Alles andere wäre sicherlich auch unnormal gewesen.
Aber sie ließen sich nicht von ihrer Angst beherrschen, sondern überlegten unter Gebet, wie das Problem zu lösen wäre.
Eine sehr gute Lösung, wie mir scheint.
Noch ein wichtiger Gedanke hier: die vom Volk, die kampfbereit standen um ihre Brüder zu schützen, wurden so angesehen, als hätten sie an der Mauer mitgebaut.
Wie könnte das auf uns heute zutreffen?
Können auch wir unseren Brüdern den Rücken freihalten, so dass sich die, die noch mehr Kraft haben, vermehrt einsetzen können?
Was wäre, wenn einer in unserer Familie einer Hipi machen wollte? Könnten wir ihn auch anders unterstützen, als mit ihm in den Predigtdienst zu gehen, weil uns dies aus verschiedenen Gründen selbst nicht möglich ist?
Könnten wir seine Pflichten, die derjenige im Haushalt sonst hat, vielleicht anders aufteilen oder ganz übernehmen? Könnten wir dafür sorgen, dass er seinen Zeitplan möglicht reibunglos einhalten kann, z.B. indem das Essen pünktlich auf dem Tisch steht, wenn er eine Pause einlegt usw.?
Wenn wir dies tun, haben wir an seinem HiPi Anteil, auch wenn wir selbst nicht in den Predigtdienst gehen können.
So kann z.B. auch eine ältere Schwester noch viel Anteil am Predigtwerk haben, indem sie z.B. Pioniere oder Hipis zum Essen einlädt, so dass sich diese die Zeit und Mühe sparen können, die die Zubereitung einer Mahlzeit kosten würde.
Wie wir sehen, können wir das weltweite Predigtwerk auf mannigaltige Weise unterstützen.
In einem der neueren WTs habe ich vor kurzem folgenden nachdenklich stimmenden Satz gelesen:
und diese Mittel können mannigfaltig sein – wie Zeit, Kraft und materielle Güter – und wir können sie auch auf verschiedene Weise einsetzen, denn wenn eine ältere Schwester, die kaum noch laufen kann, ihre Zeit und Energie dafür einsetzt, ein Essen für die Pioniere zu kochen, gibt sie zugleich von ihren materiellen Gütern und unterstützt so die Pioniere, die mehr Kraft und Energie haben, darin ihre Zeit und Energie vorrangig im Predigtwerk einzusetzen.
Ein sehr schöner Gedanke, wie ich finde, denn ich habe im Laufe der Jahre von sehr vielen alten Schwestern gehört, dass sie sehr traurig sind, dass sie den Predigtdienst nicht mehr in der Form unterstützen können, wie sie das mal getan haben: “früher war ich jeden Tag im Predigtdienst und nun kann ich garnicht mehr”.
Wie wir sehen, können wir alle uns von Jehova benutzen lassen, egal wie unsere Umstände auch sein mögen.
Einzige Vorraussetzung: wir müssen es wollen
Nehemia 5:1-7
stellen auch wir “Betrachtungen in unserem Herzen an”, wenn wir Dinge in der Bibel lesen, die uns empören – oder lesen wir einfach darüber hinweg?
Oder löst das oft unverschämte, ungehorsame und unbarmherzige Verhalten derer innerhalb des Volkes Gottes keine Empörung in uns aus?
Warum nicht?
Nehemia 5:8-13
Wie reagieren wir, wenn wir von solchen empörenden Vorfällen in unseren eigenen Reihen hören?
Schweigen wir dazu, “weil nicht sein kann, was nicht sein darf?”
Haben wir vergessen, dass der Bethelredner auf dem Kongress sagte, dass sich das Gleichnis vom Weizen und Unkraut gerade erst heute erfüllt – “wir sind mittendrin”?
Haben wir den Mut, Mißstände in unseren eigenen Reihen anusprechen?
Vielleicht geben wir unserem Bruder damit ja die Chance zu erkennen, dass er falsch handelt – und es zu bereinigen, um wieder in Gottes Liebe zu gelangen.
Ist es uns das wert?
Nehemia 5:14-19
handeln wir aus Gottesfurcht ebenso?
Wie denkt wohl Jehova über uns, wenn er sieht, wie wir handeln, worüber wir reden und auch worüber wir nachsinnen?
“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund” – in den nächsten Tagen werden wir zu diesem Ausspruch Jesu und zu den Gedanken zu diesen Versen hier noch etwas Interessantes in Maleachi lesen.
Neugierig geworden?
Bestimmt die Gottesfurcht alles, was wir tun?
Wir werden in den nächsten Wochen eine Aufgabe in der Predigtdienstschule haben, die darauf eingeht, was die Gottesfurcht alles einschließt.
Nur ganz kurz dazu:
soviel in der Kurzfassung
Nehemia 6:2-4
wiedererkannt?
Kennen wir das nicht bereits so ähnlich im Zusammenhang mit Rabschake?
Halten die uns tatsächlich für so blöd, dass wir auf jeden Mist hereinfallen? Ganz besonders, wenn diese Widersacher bereits durch “ihr Vertrauen erweckendes Wesen” aufgefallen sind?
Zu dumm, dass diese Schlaumeier sich auch gleich wieder als das outen müssen, was sie sind: Handlanger des Satans. Sehr schlau (Ironie)!
Nehemia 6:5-7
wieder mal das alte Lied – *gähn*, ist echt langsam langweilig.
Ja, wenn sie uns nicht maniulieren oder beherrschen können, dann müssen sie uns vernichten und das teilen sie uns auch immer wieder unverblümt mit – dass sie ja viel stärker sind und wir eh keine Chane haben. Darin gefallen sie sich besonders gut.
Nehemia 6:8-9
erkannt?
Hier wird ganz klar gesagt, wozu dieses “nette Geplänkel” dienen soll:
sie wollen uns entmutigen, damit wir auhören, Jehova zu dienen und davon abgelenkt werden das zu tun, was Jehova möchte – damit sie sich bei ihrem Gott ihre Lorbeeren abholen können.
Fallen wir auf diesen Trick – den ältesten der Welt – herein?
Oder vertrauen wir wie Nehemia auf Gott?
Nehemia 6:10-13
Nehemia ist wirklich sehr besonnen und sehr gottesfürchtig.
Er kennt Jehova und seine Gebote sehr genau und wie ER denkt. Daher kommt ihn der Rat des Propheten sehr merkwürdig vor und er lässt sich nicht darauf ein.
Wie ist es mit uns?
Kennen auch wir unseren Gott, seine Denkweise und seine Maßstäbe so gut, dass wir nicht blind das tun, was uns gesagt wird?
Hier kam der Rat von einem Propheten – wie ist es, wenn ein Ältester uns etwas sagt, was nicht mit dem Wort Gottes und Jehovas Denkweise übereinstimmt? Hinterfragen wir es garnicht erst, denn es hat ja ein Ältester gesagt?
Erinnern wir uns noch an Jehu, der als König das Gebot gab, dass alle Anbeter Jehovas sich im Tempel des Baal versammeln sollten? War es da richtig gewesen, dem Gebot zu folgen?
“Ja, aber die Ältesten sind ja durch heiligen Geist eingesetzt und da ist es ungehörig, das in Frage zu stellen, was sie uns sagen, wir müssen ihnen einfach gehorchen”.
Wirklich?
Erinnern wir uns noch, was Pauls über die Beröer sagte?
Er lobte sie dafür, dass “sie täglich in den Schriften forschten, ob sich die Dinge auch so verhielten” – und das, obwohl Paulus direkt von Jesus eingesetzt worden war!
“Ja, aber wir müssen den Ältesten gehorchen, das hat Paulus namlich auch gesagt”.
Richtig.
Aber in Apostelgeschichte steht auch “wir müssen Gott mehr gehorchen als Menschen”.
Haben wir erkannt, wie wichtig es ist, wachsam zu sein, gerade in der heutige Zeit, wo das Unkraut derbe wuchert?
Haben wir uns das nötige Unterscheidungsvermögen erworben um zu erkennen, ob das, was uns gesagt wird, mit Gottes Gedanken und Maßstäben übereinstimmt?
Werden wir regelmäßig täglich in der Bibel lesen, um dieses Unterscheidungsvermögen zu erwerben und immer mehr zu verfeinern?
Sind wir uns das wert?
Nehemia 6:16
auch unsere Feinde werden bald vor Furcht zittern – denn sie werden merken, dass unser Gott mit uns ist und sie uns nicht dauerhaft schaden können.
Im Gegenteil: die Zeit rückt immer näher, wo Jehova sie für ihre schlechten Taten ins Gericht bringen wird.
Aber sie wollen es ja nicht anders, sonst würden sie ja schnellstens von ihrem verkehrten Weg umkehren - oder?
Nehemia 7 – 9
Nehemia 8:1-8
baoh, das ganze Volk blieb die Zeit lang stehen, während Esra aus dem Buch des Gesetzes vorlas.
Denken wir, unsere Kongresse seien anstrengend?
Nehemia 8:9-12
haben wir ein ebenso grosses Gefühl der Freude, wenn wir von einem Kongress wieder nach Hause gehen?
Worum drehen sich unsere Gespräche dann und noch lange Zeit danach? (“Aus der Fülle des Herzens redet der Mund”)
Warum war das Volk nach “dieser Veranstaltung” so hoch erfreut? Weil es ihnen von Esra “befohlen” wurde oder warum sonst?
Haben wir auf den Kongressen den Sinn der Worte verstanden - und darum drehen sich unsere Gespräche voller Begeisterung um das Gehörte?
Wenn wir auf dem Weg nach Hause von allem Möglichen reden, nur nicht von dem, was wir auf dem Kongress über Jehova gelernt haben – könnte das dann daran liegen, dass wir nichts verstanden haben?
Warum nicht?
Berührt das, was wir in der Bibel lesen, in der Versammlung oder auf Kongresen hören und was wir in den Publikationen lesen, unser Herz (so dass wir unbedingt darüber reden müssen)?
Nehemia 8:12
Nehemia 8:18
ein siebentägiger Kongress – wie wundervoll!
Nehemia 9:6-8
nun kommt eine Zusammenfassung der Geschichte des Volkes Gottes
Nehemia 9:9-15
“Wieso wiederholt die Jule das denn jetzt? Das kennen wir doch alles schon”
Nehemia 9:16-21
na? die Antwort selbst gefunden?
Nehemia 9:22-31
ich finde es sehr wichtig, dass die Geschichte des Volkes noch einmal im Zeitraffer erzählt wird, denn ein Gesamtüberblick zeigt ein deutliches Bild von Jehova und seiner Handlungsweise mit dem Volk.
Ich bin nun gut 19 Jahre in der Wahrheit und habe in diesen Jahren ja auch mit dem Bibelleseprogramm der Versammlung mitgehalten und so die Bibel nun gut 5 Mal durchgelesen. Eigentlich kenne ich das ja alles, es sollte nichts Neues für mich sein, was ich da lese – und doch habe ich in diesem Jahr das grosse Aha-Erlebnis.
Nun, wo wir die Bibel lesen – jeden Tag gut 3 Kapitel und das in der Reihenfolge, wie sich die Dinge abgespielt haben – verstehe ich soviel mehr als in all den anderen Jahren. Nun macht vieles von dem, was ich nun schon zum zigsten Mal lese, auf einmal richtig Sinn, weil ich auf einmal die Zusammenhänge sehe. Ich sehe nicht mehr nur einzelne Puzzelteile, sondern das ganze Bild in seiner ganzen Schönheit – bin unglaublich begeistert und fasziniert von unserem wunderbaren Schöpfer, denn nun erkenne ich erst, wie liebevoll, barmherzig und geduldig er ist und wie gerecht seine Wege!
Was für ein Gott! Und wir haben das unbezahlbare Vorrecht, ihn anbeten zu dürfen – unglaublich!
Bei den Malen davor habe ich wohl zur Kenntnis genommen, dass die Geschichte des Volkes Jehovas immer wieder an bestimmten Punkten in der Geschichte wiederholt zusammengefasst wird, aber nicht so recht verstanden, warum eigentlich. Ich dachte, das sei eher für die Nachkommen gewesen, die nicht dabei waren, daher für uns als Bibelleser eher uninteresant.
Nun sehe ich, dass es auch für uns heute, die dies in der Bibel lesen, nicht nur interessant sondern auch sehr wichtig ist!
Warum?
Weil hier immer wieder ein Kuzrüberblick gegeben wird, die wichtigten Ereignisse zusammengefasst werden.
Wer unseren Kommentaren in diesem für uns besonders wichtigen Jahr gefolgt ist, versteht, wovon ich rede – denn er hat bemerkt, dass auch ich unbewusst mehrfach kurz Gedanken zusammengefasst habe und immer wieder hervorgehoben habe, weil sie mir so wichtig erscheinen und meiner Ansicht ein wichtiger Mosaikstein in dem Ganzen sind, das Ganze irgendwie zusamenfassen und auf einen Punkt bringen.
Mir ist aufgefallen, dass ich in den vergangenen Jahren zwar dem Bibelleseprogramm der Theokratischen-Predigtdiens-Schule gefolgt bin und auch die einzelnen Gechichten kannte und viele einzelne Bibeltexte auswendig kannte und deren Anwendung – aber das ganze Puzzel niemals zusammengesetzt als Bild gesehen.
Und dieses Bild, was dieses zusammengesetzte Puzzel von Jehova , unserem liebevollen himmlischen Vater zeigt, ist wunder- wunderschön!
Ich bin so dankbar, dass ich es sehen durfte und ich bin Jehova von ganzem Herzen dankbar, dass er uns Ende letzten Jahre dieses Vorhaben ins Herz geben hat
Wenn man bedenkt, dass die Umstände des letzten Jahres, die dann im Herbst ihren absoluten Höhepunkt erreicht hatten, eigentlich eher dazu geeignet waren, Jehova voller Frust und Enttäuschung den Rücken zu kehren. Ich habe meinen Mann in den letzten Wochen sehr oft gefragt, wie wir eigentlich damals, in dieser unfassbaren Situation, auf die Idee gekommen waren, im neuen Jahr die Bibel in eine Jahr zu lesen und das Gelesene in unserem Blog hier zu kommentieren. Denn ich weiss es nicht mehr Auch mein Mann weiss es nicht mehr. Ich weiss nur, dass es vom rein menschlichen gesehen eine total verrückte, nicht logische Entscheidung gewesen war.
Heute denke ich, dass es Jehova war, der uns diesen Gedanken ins Herz gelegt hatte, weil er uns (und ganz besonders mir) etwas Wichtiges zeigen und lehren wollte.
Darum hat er uns auch im Verlauf dieses Jahres, das oftmals schier unerträgliche Momente für uns bereit hielt, die Kraft gegeben und dafür gesorgt, dass wir (und auch hier wieder ganz besonders ich) weiter lesen, auch wenn ich oft entmutigt aufgeben wollte, weil die persönlichen Repressalien mich umgehauen haben.
Dafür bin ich meinem/unserem Gott von ganzem Herzen dankbar – weil wir im Laufe dieses Jahres ganz besonders im Zusammenhang mit diesem Bibelleseprogrammm ganz wunderbare Erfahrungen mit unserem Gott machen durften.
Nun, wo das Puzzel so weit fertig ist (immerhin haben wir in den nächsten Tagen die hebräischen Schriften fertig gelesen und kommen zu Jesus, den ersten Christen und dem Ursprung der Versammlungen), zeichnet sich das Motiv bereits gut ab und wir können schon erkennen, wie wunderschön das Bild sein wird, wenn alle Puzzelteile zusammen gefügt sind.
Nehemia 9:32-38
erkennen auch wir die Zusammenhänge, das grosse Ganze?
Sehen wir nur die einzelnen Puzzelsteine?
Was tun wir damit? Lassen wir sie einzeln liegen – oder beginnen wir damit, sie zusammen zu setzen, um zu sehen, welches Bild sie ergeben am Schluss?
Erkennen wir langsam das Motiv, das sich entwickelt?
Freuen wir uns schon auf das ganze Bild – wie schön es sein wird, wenn wir alle Puzzelteile zusammen gesetzt haben?
Es liegt an uns, ob wir die Teile in der Tüte lassen (nicht in der Bibel lesen) oder auspacken und es liegt auch an uns, uns die einzelnen Teile anzusehen (etwas in der Bibel lesen) und es liegt auch an uns, ob wir versuchen, die einzelnen Teile zusammen zu setzen (zu gucken, wie die einzelnen Begebenheiten und Gedanken zusammen passen).
Ich kann nur soviel sagen:
die Mühe lohnt sich – das Motiv, das dann aus allen Teilen entsteht, ist wunderschön!
Nehemia 10 – 13
Nehemia 11:1-2
Wieso musste man denen danken, die freiwillig in Jerusalem wohnten??
War es denn nicht eine besondere Ehre, in der heiligen Stadt wohnen zu dürfen?
Nehemia 13:1-3
war dies das, was wir zum Schluss in Esra gelesen haben?
Nehemia 13:6-13
Nehemia 13:15-18
sind auch wir so mutig, auf Mißstände hinzuweisen?
Sehen wir sie überhaupt?
Wie weisen wir darauf hin? In welchem Ton und mit welcher Argumentation?
Nehemia 13:23-31
wieder werden fremdländische Personen wegejagt, wegen der Verunreiniung.
Begründung: 1 die Verunreinigung und dann 2. dass Jehova gesagt hatte, sie sollten mit diesen Nationen keine Ehebündnisse eingehen
Nehemia 4 – 6
Nehemia 6 – “Ihre Hände werden von dem Werk ablassen”
Interessant, dass hier versucht wird, einen wahren Anbeter Jehovas mit allerlei Unsinn beschäftigt zu halten. Warum? Um ihn vom Werk Jehovas abzuhalten.
Könnte dies auch uns heute passieren? Nicht nur dadurch, dass wir selbst vielleicht die Zeit nicht weise auskaufen, sondern vertroedeln – sondern indem andere ganz bewußt versuchen, uns vom Werk für Jehova abzulenken! Indem sie uns vielleicht mit falschen Anschuldigungen überhäufen und uns so nötigen, uns zu rechtfertigen. Indem sie uns alle möglichen Steine in den Weg legen, wie z.B. indem sie Streitigkeiten und Mißtrauen innerhalb unserer Familie provozieren, uns mobben wenn sie können und vieles mehr.
Alles mit dem Ziel, uns beschäftigt zu halten. So beschäftigt, dass wir immer weniger Zeit und Energie haben, die wir in das Werk Jehovas investieren können!
Wer steckt dann aber in Wirklichkeit dahinter?
Diese Leute erweisen sich dann nicht nur als unsere Feinde und Widersacher – sondern auch als Widersacher Jehovas. Denn sie versuchen ja, SEIN Werk zu behindern!
Könnten sie dann von sich behaupten, dass sie SEINE Anbeter sind und IHM dienen? Wen beten sie dann in Wirklichkeit an? Wessen Diener sind sie dann tatsächlich?
Sind wir uns dessen bewußt?
Würden wir mit solchen Personen Umgang pflegen wollen? Auch wenn sie weiterhin den Anschein aufrecht erhalten, dass sie “unsere Brüder” sind?
WT 01.02.2006
Das Wort Jehovas ist lebendig
Höhepunkte aus dem Buch Nehemia
SEIT den letzten im Bibelbuch Esra erwähnten Ereignissen sind 12 Jahre vergangen. Jetzt steht das „Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen“, kurz bevor — das Ereignis, das den Beginn der 70 Jahrwochen kennzeichnet, in deren Verlauf der Messias erscheinen soll (Daniel 9:24-27). Das Buch Nehemia berichtet aus der Geschichte von Gottes Volk und vom Wiederaufbau der Stadtmauer Jerusalems. Es behandelt einen entscheidenden Zeitraum von über 12 Jahren — von 456 v. u. Z. bis irgendwann nach 443 v. u. Z.
Das Buch wurde von dem Statthalter Nehemia geschrieben und enthält einen begeisternden Bericht darüber, wie sehr es die wahre Anbetung fördert, wenn jemand entschlossen vorgeht und dabei völlig auf Jehova Gott vertraut. Es macht deutlich, wie Jehova Angelegenheiten lenkt, damit sein Wille geschieht. Außerdem ist es die Geschichte eines starken und mutigen Führers. Die Botschaft des Buches Nehemia enthält für alle wahren Anbeter von heute wertvolle Lehren, „denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“ (Hebräer 4:12).
„SCHLIESSLICH WURDE DIE MAUER . . . VOLLENDET“
(Nehemia 1:1 bis 6:19)
Nehemia dient König Artaxerxes Longimanus in Susa, der Burg, in einer Vertrauensstellung. Er ist tief betrübt, als ihm jemand über sein Volk berichtet: „[Sie] sind in einer sehr üblen Lage und in Schmach; und die Mauer Jerusalems ist niedergerissen, und seine Tore, sie sind mit Feuer verbrannt.“ Inbrünstig wendet er sich im Gebet an Gott (Nehemia 1:3, 4). Der König bemerkt bald, dass Nehemia traurig ist, und lässt ihn nach Jerusalem gehen.
Nach der Ankunft in Jerusalem untersucht Nehemia im Schutz der Dunkelheit die Stadtmauer und eröffnet den Juden den Plan, die Mauer wieder aufzubauen. Der Aufbau beginnt und gleichzeitig kommt Widerstand auf. Unter der mutigen Führung Nehemias wird die Mauer jedoch schließlich vollendet (Nehemia 6:15).
Antworten auf biblische Fragen:
1:1; 2:1 — Ist das in diesen beiden Versen erwähnte ‘zwanzigste Jahr’ vom selben Bezugspunkt aus gerechnet?
Das 20. Jahr ist zwar das 20. Regierungsjahr des Königs Artaxerxes, aber es wurde jeweils unterschiedlich berechnet. Geschichtliche Beweise lassen auf das Jahr 475 v. u. Z. als das Thronbesteigungsjahr von Artaxerxes schließen. Bei den babylonischen Schreibern war es üblich, die Regierungsjahre der persischen Könige von Nisan (März/April) bis Nisan zu rechnen. Daher begann das erste Regierungsjahr des Artaxerxes im Nisan 474 v. u. Z. Das in Nehemia 2:1 erwähnte 20. Regierungsjahr begann folglich im Nisan 455 v. u. Z. Der in Nehemia 1:1 angeführte Monat Kislew (November/Dezember) gehörte logischerweise zum Jahr davor und war der Kislew des Jahres 456 v. u. Z. Nehemia schreibt auch diesen Monat dem 20. Jahr der Herrschaft des Artaxerxes zu. Vielleicht zählte er die Jahre diesmal vom Antrittsjahr des Regenten an. Womöglich berechnete er die Zeit auch nach dem bürgerlichen Kalender der Juden, der im Monat Tischri (September/Oktober) beginnt. Auf jeden Fall erging das Wort, Jerusalem wiederherzustellen, im Jahr 455 v. u. Z.
4:17, 18 — Wie konnte jemand mit nur einer Hand am Wiederaufbau arbeiten?
Für Lastenträger war das kein Problem. Sobald die Last auf dem Kopf oder den Schultern lag, konnten sie diese gut mit einer Hand balancieren, „während die andere Hand das Wurfgeschoss hielt“. Die Bauleute, die beide Hände für die Arbeit brauchten, „waren gegürtet, jeder mit seinem Schwert an seiner Hüfte, während sie bauten“. Bei einem Angriff waren sie bereit.
5:7 — Wieso „begann [Nehemia] die Edlen und die bevollmächtigten Vorsteher zu rügen“?
Was diese Juden von ihren Landsleuten eintrieben, war Wucher und verletzte das mosaische Gesetz (3. Mose 25:36; 5. Mose 23:19). Außerdem verlangten die Kreditgeber hohe Zinsen. Falls sie „den Hundertsten“ monatlich forderten, entsprach das 12 Prozent Zinsen im Jahr (Nehemia 5:11). Solche Forderungen an jemanden zu stellen, der bereits schwer unter der Steuerlast und einer Lebensmittelknappheit litt, war unbarmherzig. Deshalb rügte Nehemia die Reichen gestützt auf Gottes Gesetz, wies sie scharf zurecht und deckte so das Unrecht auf.
6:5 — Warum sandte Sanballat den vertraulichen Brief an Nehemia nicht wie üblich in einem versiegelten Beutel, sondern als „offenen Brief“?
Vielleicht schickte Sanballat den Brief mit den Falschanklagen offen, damit sie öffentlich bekannt würden. Wahrscheinlich hoffte er, Nehemia dadurch derart zu verärgern, dass er die Baustelle verlassen und kommen würde, um sich zu verteidigen. Oder vielleicht dachte Sanballat, der Briefinhalt würde die Juden dermaßen beunruhigen, dass sie mit der Arbeit völlig aufhören würden. Nehemia ließ sich nicht einschüchtern und setzte das Werk, das Gott ihm übertragen hatte, in Ruhe fort.
Lehren für uns:
1:4; 2:4; 4:4, 5. In Schwierigkeiten oder bei wichtigen Entscheidungen sollten wir ‘im Gebet verharren’ und uns an theokratische Anweisungen halten (Römer 12:12).
1:11 bis 2:8; 4:4, 5, 15, 16; 6:16. Jehova erhört die aufrichtigen Gebete seiner Diener (Psalm 86:6, 7).
1:4; 4:19, 20; 6:3, 15. Nehemia war feinfühlig und gab dennoch ein gutes Beispiel, wie man tatkräftig und entschlossen für Gerechtigkeit eintritt.
1:11 bis 2:3. Nicht die angesehene Stellung als Mundschenk bereitete Nehemia die größte Freude, sondern die Förderung der wahren Anbetung. Sollte uns die Anbetung Jehovas und alles, was zu ihrer Förderung beiträgt, nicht auch das Wichtigste sein und uns am meisten freuen?
2:4-8. Jehova sorgte dafür, dass Artaxerxes Nehemia erlaubte, nach Jerusalem zu gehen und die Stadtmauer wieder aufzubauen. In Sprüche 21:1 heißt es: „Eines Königs Herz ist wie Wasserbäche in der Hand Jehovas. Wohin immer es ihm gefällt, wendet er es.“
3:5, 27. Wir sollten es nicht wie die „Majestätischen“ der Tekoiter als unter unserer Würde betrachten, im Interesse der wahren Anbetung körperlich zu arbeiten. Setzen wir uns lieber wie die gewöhnlichen Tekoiter willig ein.
3:10, 23, 28-30. Manche können zwar dorthin ziehen, wo mehr Königreichsverkündiger benötigt werden, doch viele von uns unterstützen die wahre Anbetung in ihrer Umgebung. Wir können uns zum Beispiel am Bau von Königreichssälen beteiligen oder Katastrophenhilfe leisten, doch vor allem unterstützen wir das Königreichspredigtwerk.
4:14. Auch wir brauchen uns bei Widerstand nicht zu fürchten, wenn wir „den Großen und Furchteinflößenden“ im Sinn behalten.
5:14-19. Der Statthalter Nehemia ist für christliche Aufseher ein hervorragendes Beispiel in Bezug auf Demut, Selbstlosigkeit und Zurückhaltung. Er setzte Gottes Gesetz zwar eifrig und nachdrücklich durch, doch er spielte nicht den Herrn über andere, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Vielmehr war er um die Bedrückten und Armen besorgt. Nehemia ist für Diener Gottes ein herausragendes Beispiel der Freigebigkeit.
„GEDENKE DOCH MEINER, O MEIN GOTT, ZUM GUTEN!“
(Nehemia 7:1 bis 13:31)
Sobald Jerusalems Stadtmauer fertig ist, setzt Nehemia die Tore ein und ordnet Schutzmaßnahmen für die Stadt an. Dann geht er daran, ein Geschlechtsregister des Volkes anzulegen. Als sich das Volk „auf dem öffentlichen Platz . . . vor dem Wassertor“ versammelt hat, liest Esra, der Priester, aus dem Buch des Gesetzes Mose vor und Nehemia sowie die Leviten erklären das Gesetz (Nehemia 8:1). Die Israeliten erfahren vom Laubhüttenfest und das bewegt sie, das Fest voll Freude zu feiern.
Bei einer weiteren Versammlung bekennen „die Nachkommen Israels“ die Sünden der Nation. Die Leviten geben einen Überblick über Gottes Handlungsweise mit Israel, und das Volk schwört, „in dem Gesetz des wahren Gottes zu wandeln“ (Nehemia 9:1, 2; 10:29). Jerusalem hat zu wenig Einwohner. Daher wirft man Lose, damit jeder Zehnte, der außerhalb der Stadt wohnt, in die Stadt zieht. Anschließend wird die Stadtmauer mit einer solchen Begeisterung eingeweiht, dass ‘die Freude Jerusalems weithin gehört werden kann’ (Nehemia 12:43). Zwölf Jahre nach Nehemias Ankunft in Jerusalem kehrt er wieder in den Dienst bei Artaxerxes zurück. Schon bald schleicht sich unreines Verhalten bei den Juden ein. Nehemia kommt wieder nach Jerusalem und geht entschieden vor, um die Situation zu bereinigen. Demütig bittet er: „Gedenke doch meiner, o mein Gott, zum Guten!“ (Nehemia 13:31).
Antworten auf biblische Fragen:
7:6-67 — Warum enthält Nehemias Verzeichnis über den Überrest, der mit Serubbabel nach Jerusalem zurückkehrte, andere Zahlen für die einzelnen Hausgemeinschaften als Esras Liste? (Esra 2:1-65).
Vielleicht weichen die Angaben voneinander ab, weil Esra und Nehemia unterschiedliche Quellen verwendeten. Zum Beispiel könnte die Zahl derer, die sich für die Rückkehr angemeldet hatten, von der Zahl der tatsächlich Zurückgekehrten abgewichen sein. Die zwei Listen stimmen womöglich auch deshalb nicht überein, weil einige Juden, die ihre Abstammung nicht gleich nachweisen konnten, das später nachholten. Beide Verzeichnisse sind allerdings in einem Punkt gleich: Die Zahl der ersten Heimkehrer belief sich ohne Sklaven und Sänger auf 42 360.
10:34 — Warum musste das Volk für Holz sorgen?
Das mosaische Gesetz gebot kein Holzopfer. Holzlieferungen waren nur wegen des großen Bedarfs nötig. Man brauchte viel Holz, um die Opfer auf dem Altar zu verbrennen. Offenbar gab es nicht genug Nethinim, die als nichtisraelitische Tempelsklaven dienten. Daher warf man Lose, um die ununterbrochene Lieferung von Holz zu gewährleisten.
13:6, Fußnote — Wie lange war Nehemia von Jerusalem weg?
In der Bibel steht nur, dass sich Nehemia „einige Zeit später“ oder „am (nach) Ende von Tagen“ vom König Urlaub erbat, um nach Jerusalem zurückzukehren. Man kann daher nicht ermitteln, wie lange er weg war. Wieder in Jerusalem angekommen, stellte Nehemia allerdings fest, dass man weder die Priesterschaft versorgte noch den Sabbat hielt. Viele hatten Ausländerinnen geheiratet und ihre Kinder sprachen nicht einmal die Landessprache. Nehemia muss lange Zeit weg gewesen sein, dass sich die Zustände dermaßen verschlechtern konnten.
13:25, 28 — Welche Schritte unternahm Nehemia noch gegen die rückfälligen Juden, außer sie zu rügen?
Nehemia ‘rief Übles auf sie herab’, indem er Auszüge aus Gottes Gesetz gegen sie anführte. ‘Einige von ihnen schlug’ er, vielleicht dadurch, dass er sie gemäß dem Gesetz bestrafen ließ. Aus Empörung raufte er ihnen Haare aus. Auch jagte er den Enkel des Hohen Priesters Eljaschib fort, der eine Tochter Sanballats, des Horoniters, geheiratet hatte.
Lehren für uns:
8:8. Als Lehrer des Wortes Gottes wollen wir ‘dessen Sinn angeben’ und die Anwendung verständlich machen; deshalb bemühen wir uns um eine gute Aussprache und Betonung sowie um die richtige Erklärung.
8:10. Wir verspüren „die Freude Jehovas“, wenn wir uns der geistigen Bedürfnisse bewusst sind, sie befriedigen und theokratischer Leitung folgen. Daher ist es wichtig, fleißig die Bibel zu studieren, regelmäßig die Zusammenkünfte zu besuchen und uns eifrig am Predigen des Königreiches und am Jüngermachen zu beteiligen.
11:2. Seinen Erbbesitz zu verlassen und nach Jerusalem zu ziehen verursachte Kosten und brachte einige Nachteile. Das von sich aus zu tun ließ Opferbereitschaft erkennen. Auch wir können opferbereit sein und wenn möglich bei Kongressen oder anderen Gelegenheiten freiwillig für andere etwas tun.
12:31, 38, 40-42. Singen ist eine gute Möglichkeit, Jehova zu preisen und ihm zu danken. Bei christlichen Zusammenkünften sollten wir von ganzem Herzen singen.
13:4-31. Materialistisches, verdorbenes oder abtrünniges Denken darf keinesfalls bei uns Fuß fassen.
13:22. Nehemia wusste genau, dass er Jehova gegenüber verantwortlich ist. Auch wir sollten uns der Verantwortung Jehova gegenüber bewusst sein.
Jehovas Segen ist unerlässlich!
Der Psalmist sang: „Wenn Jehova selbst das Haus nicht baut, so ist es umsonst, dass seine Bauleute hart daran gearbeitet haben“ (Psalm 127:1). Wie schön das Buch Nehemia diese Wahrheit doch verdeutlicht!
Was wir daraus lernen können, ist klar. Wir brauchen Jehovas Segen, wenn uns alles, was wir in Angriff nehmen, gelingen soll. Wie könnten wir erwarten, dass Jehova uns segnet, wenn wir die wahre Anbetung nicht allem voranstellen? Machen wir daher die Anbetung Jehovas wie Nehemia zum Wichtigsten in unserem Leben.
warum es so wichtig ist, regelmäßig in Gottes Wort zu lesen
Nehemia 6:10-13
“Und ich forschte nach und sah, dass es nicht Gott war, der zu mir redete”
Seien wir auf der Hut! Wir leben in der Zeit des Endes und es ist Satans System, in dem wir leben. Die meisten Menschen leben heute so, wie es in den Augen des Widersachers Gottes annehmbar ist – nicht in den Augen unseres Gottes Jehova!
Leider gibt es auch innerhalb unserer Christenversammlung schlechten Umgang und so kann es uns passieren, dass Personen, die wir selbst für geistig reif halten (vielleicht weil sie sogar Vorrechte innerhalb der Versammlung haben) uns auf den falschen Weg leiten. Sie sagen uns vielleicht, dass wir ruhig Dinge tun könnten, für die man noch vor einigen Jahren aus der Christenversammlung ausgeschlossen worden wäre – und trotzdem in Gottes Liebe sein könnte. Und damit animieren sie uns zu Entscheidungen, die uns von Gottes Liebe entfernen und wir merken es nicht einmal, weil wir denken, es sei alles in Ordnung.
Beispiel: eine verheiratete Schwester verliebt sich in einen anderen Bruder. Dieser hat Vorrechte innerhalb der Versammlung und leider unternimmt sie nichts, um gegen ihre Gefühle anzugehen. Mit der Zeit sucht sie nach Ausflüchten, warum ihre Gefühle doch Berechtigung hätten. Vielleicht redet sie sich ein, dass der andere Bruder geistig viel reifer sei als ihr Mann, immerhin hat der andere ja Vorrechte innerhalb der Versammlung. Sie mag sich einreden, dass sie ihren Mann verlassen müsse, damit ihr geistiges Wohl nicht gefährdet sei.
Oder noch schlimmer: der Ehemann bittet den anderen Bruder, den Kontakt zu seiner Frau abzubrechen und in eine andere Versammlung zu wechseln, da sonst die Ehe wohl nicht mehr zu retten sein, weil die Schwester sich in den Gefühlen verbissen hat. Der Bruder wechselt, allerdings nicht weit weg. Er wechselt zwar die Versammlung, aber hat weiterhin Zusammenkünfte in dem Haus, wo die Schwester auch zur Versammlung geht. Eigentlich hat sich nichts geändert. Die Schwester sieht sich dadurch in ihren Gefühlen bestärkt, denn sie meint, es sei ein Zeichen von Jehova, da er sich räumlich garnicht von ihr entfernt hat. Dadurch denkt sie, dass Jehova ihre Gefühle und dass sie ihren Mann bereits emotional verlassen hat und dem anderen Bruder nachläuft gutheißt.
Aber mal ganz ehrlich: wenn wir in Gottes Wort lesen und dadurch wissen, wie Jehova denkt – könnten wir dann ernsthaft annehmen, dass wir uns weiterhin in Jehovas Liebe befinden? Was ist mit der Aussage Jehovas, dass er Scheidung hasst (Maleachi) und der Aussage Jesu, dass es nur einen einzigen Scheidungsgrund gibt: Hurerei? Was ist mit der Aussage Jesu, dass wir bereits Ehebruch begangen haben, wenn wir unser Herz und Sinn immer wieder auf eine andere Person vom anderen Geschlecht gerichtet halten – obwohl wir nicht frei sind?
Gelten diese Dinge dann alle nicht mehr, nur weil wir uns in einen geistig reiferen Mann verliebt haben? Weil wir das Gefühl haben, dass Jehova die Beziehung gutheißt? Weil mein Verhalten keine Konsequenzen innerhalb der Versammlung hat?
Wie sagt Nehemia hier so schön?:
“Und ich forschte nach und sah, dass es nicht Gott war, der zu mir redete”
Nur weil die Person, die uns Rat gibt, Vorrechte innerhalb der Versammlung haben mag – muss dies nicht heißen, dass sie guter Umgang ist oder uns Rat gibt, der der Rat Jehova ist und uns hilft, auf Jehovas Wegen zu bleiben!
mahnende Worte…
Jehova ist gerecht und erstattet einem Jeden gemäß seinen Taten
Nehemia 6:13,14
“Gedenke mein Gott .. gemäß den Taten eines jeden”
was sagte Jesus später, als er auf der Erde war?
im WT vom 01.02.1979 heißt es hierzu auszugsweise:
wie mag Jehova wohl über uns denken, wenn wir selbst ganz bewußt andere zum Straucheln bringen, z.B. dadurch, dass wir ihnen Rat geben, von dem sie denken, er sei von Jehova – aber sie in Wirklichkeit von Gott entfernt?
hier sehen wir, dass dies keine leichte Sache für Jehova ist. Er will, dass alle seinen Willen tun und am Leben bleiben. Jeder, der andere daran hindert, ist in seinen Augen verwerflich. Daran hat sich nichts geändert!
Wir wissen ja, dass Jehova sich und seine Maßstäbe nicht ändert. Hier in Lukas bekommen wir sogar von Jesus die Bestätigung dafür. Also hüten wir uns davor, andere zum Straucheln zu bringen. Geben wir bitte nur Rat, der andere Jehova näher bringt!