Hintergrund wichtig fürs Verständnis

An dem letzten, dem großen Tage des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
Elberfelder 1871 – Johannes 7,37–38

Gespräch mit der ganzen Festgemeinde
Jes. 44, 3; Joel 3, 1.
 Am letzten Tage aber, am Hauptfesttag, stand Jesus da und rief laut aus: „Wenn jemand Durst hat, der komme zu mir, und es trinke ein jeder, der mir vertraut! Denn die Schrift sagt: Von dessen Leibe werden Ströme von Lebenswasser fließen.“ Das aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die ihm ihr Vertrauen schenkten. Denn noch war der Geist nicht da. Denn Jesus war noch nicht verherrlicht.
Die Bruns- Bibel mit Erklärungen – Joh 7,37–39

Am letzten Tag, dem Höhepunkt der Festwoche, trat Jesus wieder vor die Menschenmenge und rief laut: »Wer Durst hat, der soll zu mir kommen und trinken! Wer an mich glaubt, wird erfahren, was die Heilige Schrift sagt: Von seinem Inneren wird* Leben spendendes Wasser ausgehen wie ein starker Strom.« Damit meinte er den Heiligen Geist, den alle bekommen würden, die an Jesus glauben. Den Geist bekamen sie erst, nachdem Jesus in Gottes Herrlichkeit zurückgekehrt war.
Hoffnung für Alle – Joh 7,37–39

Nun, an dem letzten Tag, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, und er rief aus, indem er sprach: „Wenn jemand durstig ist, komme er zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, so wie die Schrift gesagt hat: ‚Aus dessen Innerstem werden Ströme lebendigen Wassers fließen.‘ “ Das sagte er jedoch hinsichtlich des Geistes, den die, die an ihn glauben, empfangen sollten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Johannes 7,37–39

Was war das für ein Fest?
Und warum war das Thema Wasser – Durst so sehr passend?

In Johannes 7,37-38 sagt Jesus etwas sehr Ermutigendes: Er sagt uns, dass aus dem Leib dessen, der an ihn glaubt, Ströme lebendigen Wassers fließen werden. Johannes sagt, dass Jesus damit auf den Heiligen Geist verwies. Durch ihn bringen geistliche Flüsse lebendigen Wassers dort Leben hervor, Wo früher Tod war. Galater 5,13-6‚10 zeigt die Art von Frucht, die durch das Wirken des Geistes entsteht.

Timothey S. Lane – Alles anders – aber wie?

Als Jesus, der Messias, kam, strömte aus ihm geistiges Wasser des Lebens hervor, und er verfügte über eine Speise, die weit wertvoller war als die buchstäbliche Speise, die die Hebräer damals erhalten hatten. Jesus sagte: „Wenn jemand durstig ist, komme er zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, ,aus dessen Innerstem werden Ströme lebendigen Wassers fließen‘.“ (Johannes 7:37, 38) Viele Israeliten, die aus dem Felsen in der Wüste tranken, waren beim Einzug in das Verheißene Land nicht mehr am Leben. Später lebenden Juden, die an ihm, dem „Fels des Ärgernisses“, keinen Anstoß nahmen, gab Christus Jesus geistiges Wasser, das ihnen ‘zu einer Wasserquelle wurde, die hervorsprudelte, um ewiges Leben zu vermitteln’. — Römer 9:32, 33; Johannes 4:14, 15.

Wachtturm 1.1. 1969

IRREFÜHRUNG NUMMER 1
Angriff auf die Person Bei dieser Art Irreführung geht es darum, ein Argument oder eine Erklärung, die völlig stichhaltig ist, anzuzweifeln oder zu widerlegen, indem man die Person angreift, die sie unterbreitet.

IRREFÜHRUNG NUMMER 2
Autorität herausstellen Diese Art der verbalen Einschüchterung zielt darauf ab, an die Aussagen sogenannter Experten oder berühmter Persönlichkeiten zu appellieren. Für einen Ratsuchenden ist es ganz natürlich, sich an jemand zu wenden, der mehr über die Sache weiß als er selbst. Aber nicht alle, die ihre Autorität herausstellen, argumentieren auch vernünftig.

IRREFÜHRUNG NUMMER 3
Mit der Masse gehen Hierbei wird an weitverbreitete Empfindungen, Vorurteile und Ansichten appelliert. Die Menschen passen sich im allgemeinen gern anderen an. Man schreckt vor dem Gedanken zurück, sich gegen eine vorherrschende Meinung auszusprechen. Die Neigung, die Meinung der Mehrheit automatisch für richtig zu halten, wird wirkungsvoll ausgenutzt, um die Menschen zu beeinflussen, mit der Masse zu gehen.

IRREFÜHRUNG NUMMER 4
Entweder-oder-Denken Bei dieser Irreführung werden nur zwei Wahlmöglichkeiten geboten, obwohl es mehrere geben mag.

IRREFÜHRUNG NUMMER 5
Zu grobe Vereinfachung Das heißt, bei einer Aussage oder einem Argument werden wichtige Überlegungen außer acht gelassen, so daß ein womöglich komplizierter Sachverhalt zu sehr vereinfacht wird.

Erwachet! 22.Mai 1990

Zu den Ritualen des Laubhüttenfestes gehörte unter anderem eine jeden Tag stattfindende, feierliche Prozession vom Tempel zum Gihonbrunnen. Dort füllte ein Priester einen goldenen Henkelkrug mit Wasser, während der Chor Jes 12,3 sang. Dann kehrte der Zug zum Altar zurück, und das Wasser wurde ausgegossen. Dieses Ritual erinnerte an das Felsenwunder während Israels Aufenthalt in der Wüste (4Mo 20,8-11; Ps 78,15-16) und wies voraus auf die kommenden Tage des Messias (vgl. Sach 14,8.16-19). Der siebte und letzte Tag des Festes war gleichzeitig der höchste (vgl. 3Mo 23,36). An diesem Tag trat auch Jesus auf. Er stand während seiner Ansprache, im Gegensatz zu der üblichen Haltung der Rabbis, die sitzen blieben, wenn sie lehrten. Das „Rufen“ (vgl. Joh 1,15;7,28;12,44) war stets die Ankündigung einer feierlichen Aussage. Sein Angebot „wen da dürstet, der komme zu mir und trinke“ war ein Heilsangebot (vgl. Joh 4,14;6,53-56).
Ströme lebendigen Wassers werden von dem Leib dessen fließen, der an Jesus glaubt. D. h., er wird eine ständige Quelle der Zufriedenheit in sich haben, die ihm Leben spendet (vgl. Joh 4,14). Jesus fügte noch hinzu: wie die Schrift sagt, doch er bezeichnete die Schriftstelle, an die er hier dachte, nicht genauer. Vielleicht bezog er sich auf Ps 78,15-16 oder Sach 14,8 (vgl. Hes 47,1-12; Offb 22,1-2).
Der Evangelist erklärt, daß das „lebendige Wasser“ (V. 38), von dem Jesus hier spricht, das kommende Geschenk des Heiligen Geistes sei. Der Geist befriedigt das Bedürfnis des Glaubenden nach Gott und erneuert, leitet und bevollmächtigt ihn. Die Wendung „denn der Geist war noch nicht da“ steht schon in den ältesten griechischen Handschriften, darf jedoch in diesem Zusammenhang nicht wörtlich verstanden werden. Auch unter den Menschen des Alten Testaments hatte der Geist bereits gewirkt. Jesus sprach hier von dem besonderen Werk der Taufe, der Versiegelung und des Innewohnens des Geistes in den Menschen des Kirchenzeitalters, das an Pfingsten begann (Apg 1,5.8). Er versprach, denen, die ihm nachfolgten, „den Geist zu senden“ (Joh 15,26;16,7). Daß dieser Geist „noch nicht da“ war, bedeutete, daß er noch nicht ständig in den Gläubigen Wohnung genommen hatte (vgl. Ps 51,11). Das geschah erst nach Jesu Verherrlichung, d. h. nach seinem Tod, seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt. „Verherrlicht“, „Herrlichkeit“ und „verherrlichen“ sind wiederum Schlüsselwörter im Johannesevangelium (Joh 7,39;11,4;12,16.23.28;13,31-32;14,13;15,8;16,14;17,1.4-5.10).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wir kommen jetzt zu unserem letzten Fest und wir gehen wieder nach 3 Mose 23. Wir lesen ab Vers 33 bis zum Ende: Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israels und sprich: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats soll dem HERRN das Laubhüttenfest gefeiert werden, sieben Tage lang. Am ersten Tag ist eine heilige Versammlung; da sollt ihr keine Arbeit verrichten. Sieben Tage lang sollt ihr dem HERRN ein Feueropfer darbringen; und am achten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten und dem HERRN ein Feueropfer darbringen; es ist eine Festversammlung; da sollt ihr keine Arbeit verrichten. Das sind die Feste des HERRN, zu denen ihr heilige Versammlungen einberufen sollt, um dem HERRN Feueropfer, Brandopfer, Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, jeden Tag das, was vorgeschrieben ist – zusätzlich zu den Sabbaten des HERRN und zu euren Gaben und zusätzlich zu allen euren Gelübden und allen euren freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt. So sollt ihr nun am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingebracht habt, das Fest des HERRN halten, sieben Tage lang; am ersten Tag ist ein Feiertag und am achten Tag ist auch ein Feiertag. Ihr sollt aber am ersten Tag Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmenzweige und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und Bachweiden, und ihr sollt euch sieben Tage lang freuen vor dem HERRN, eurem Gott. Und so sollt ihr dem HERRN das Fest halten, sieben Tage lang im Jahr. Das soll eine ewige Ordnung sein für eure [künftigen] Geschlechter, dass ihr dieses im siebten Monat feiert. Sieben Tage lang sollt ihr in Laubhütten wohnen; alle Einheimischen in Israel sollen in Laubhütten wohnen, damit eure Nachkommen wissen, dass ich die Kinder Israels in Laubhütten wohnen ließ, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte; ich, der HERR, bin euer Gott. Und Mose verkündete den Kindern Israels die Feste des HERRN.
Biblische Verweisstellen
Es gibt sechs andere Textstellen. Ich werde jetzt fünf nennen und den anderen zu einem späteren Zeitpunkt. Unsere erste Textstelle ist 2 Mose 34, wo es das Fest der Einsammlung genannt wird. Die zweite Stelle ist 4 Mose 29, welche uns etwas über die speziellen Opferungen dieses Festes erzählt. Unter diesen besonderen Opferungen waren 70 Stiere. Am ersten Tag wurden 13 Stiere geopfert, am Tag darauf 12 und jeden weiteren Tag einen weniger, so dass am Ende von sieben Tagen 70 Stiere geopfert waren. Die Rabbiner legten die 70 Stiere dahingehend aus, dass diese die 70 Heidennationen aus 1 Mose 10 darstellen. In diesem Kapitel kamen aus den drei Söhnen Noahs 70 Nationen hervor und die Rabbiner sagten, die 70 Stiere würden diese 70 heidnischen Völker darstellen. Es ist wichtig zu bemerken, dass das frühe Judentum dieses Fest schon mit den Heiden in Verbindung brachte, was für die anderen sechs Feste nicht zutraf. Die dritte Textstelle ist 5 Mose 16 und dort wird gesagt, dass es eine Zeit großer Freude ist. Der vierte Abschnitt ist Nehemia 8, der uns sagt, dass die Juden dieses Fest, als sie aus Babylon zurückkehrten, das erste Mal seit den Tagen Josuas wieder feierten. Das Fest wurde also in der Zeit von Josua bis zu Nehemia nicht beobachtet. Aus irgendeinem Grund hörten sie nach Josua damit auf es zu feiern. Selbst unter den guten Königen David und Salomo feierten sie dieses Fest nicht. Unter Josia und Hesekiel führten sie das Passah wieder ein, aber nicht das Laubhüttenfest. Bis zu der Zeit also, als die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft kamen, haben sie es nicht eingehalten. Die fünfte Stelle ist Johannes 7-10, wo uns erzählt wird, wie Jesus das Fest gehalten hat.
Namen
Es gibt fünf Namen für dieses Fest. Die ersten drei beziehen sich auf alle sieben Tage, die letzten zwei nur auf den letzten Tag, das heißt den achten Tag. Der erste Name ist das Fest. Diesen Namen findet man im Talmud und wenn die Rabbiner nur das Fest sagten, ohne dies näher zu bezeichnen, so meinten sie immer das Laubhüttenfest. Der zweite Name war der gebräuchlichste, nämlich das Laubhüttenfest. Der dritte Name ist das Fest der Einsammlung, weil dieses Fest am Ende der Sommererntezeit stattfand, wenn die Ernte eingeholt war. Also noch einmal, diese drei Namen betreffen alle sieben Tage des Festes. Aber es gab einen zusätzlichen achten Tag und die letzten beiden Namen beziehen sich nur auf diesen achten Tag. Der vierte Name ist der achte Tag der Versammlung. Und der fünfte Name lautet der Jubel über das Gesetz, weil an diesem Tag die Lesung des Gesetzes zu Ende kam und wieder von vorn damit begonnen wurde. Die Rabbiner unterteilten die fünf Bücher Mose in Abschnitte und jeden Sabbat wurden bestimmte Abschnitte davon gelesen. An diesem Tag nun beendeten sie das fünfte Buch Mose und lasen direkt anschließend noch die ersten fünf Verse des ersten Buches Mose um zu anzudeuten, dass der Kreislauf der Lesung niemals endet.
Biblische Praxis
Nun zur biblischen Praxis. Ich will hier sechs Dinge erwähnen. Zuallererst war es ein siebentägiges Fest, das am 15. Tag des siebten Monats begann. Die letzten drei Feste fielen also alle in denselben Monat, den siebten im jüdischen Kalender. Zweitens wurde es gefeiert indem man Hütten baute, oder Buden, um der vierzigjährigen Wüstenwanderung zu gedenken, während der man in solchen Hütten wohnte. Drittens wurde es mit vier besonderen Dingen gefeiert. Drei davon waren Zweige, nämlich Palm-, Myrten- und Weidenzweige. Der vierte Gegenstand war eine Frucht, die Zitrusfrucht. Viertens war es eine Zeit der großen Freude, die dem Leiden des Versöhnungstag folgte. Der Versöhnungstag war eine Zeit der Not und der Beugung und dem folgte dann das Laubhüttenfest, eine Zeit der großen Freude. Fünftens war auch dieses Fest eine Zeit der Erstlingsfrüchte, die ersten Früchte der Herbsternte nämlich. Landwirtschaftlich gesprochen bezeichnete dieses Fest das Ende der Sommerernte und den Anfang der Herbsternte. Sechstens fügten sie einen weiteren achten Tag hinzu und dieser achte Tag beendete den zweiten Zyklus der Feste.
Jüdische Praxis
Nun wollen wir uns der jüdischen Praxis zuwenden. Auch hier folgen Teile daraus der biblischen Praxis, aber dann gibt es auch rabbinische Ergänzungen. In der jüdischen Praxis heute gibt es drei Hauptsymbole. Das erste ist die Bude oder Laubhütte. Im Judentum bekam diese eine Doppelbedeutung. Einerseits stellt sie die Zerstörung der nationalen Hoffnung dar, weil es eine sehr zerbrechliche Sache war. Und als der Tempel zerstört war, war ihre Hoffnung zerbrochen. Aber als zweites ist sie ein Symbol der zukünftigen Hoffnung, weil das Kapitel 9 im Buch Amos sagt, dass der Messias kommen wird und die Hütte Davids wieder aufbauen wird. Somit ist es auch ein Symbol der zukünftigen Wiederherstellungshoffnung. Die Wände der Hütte müssen entweder aus Holz oder Leinwand gemacht werden und es darf kein stabiler Aufbau sein. Es soll einen leichten und unsicheren Aufbau haben um damit das Gefühl zu vermitteln, dass dies nur ein vorläufiger Ort ist. Es erinnerte die Juden an die Unsicherheit in der Wüste. Das Dach sollte aus Zweigen gemacht werden. Die Zweige mussten dicht genug sein, so dass es mehr Schatten als Sonne im Inneren gab, aber sie durften nicht so dicht sein, dass man durch das Dach die Sterne nicht mehr sehen konnte. Und das Innere der Hütte wurde mit Früchten und Nüssen und anderen Dingen ausgeschmückt. Das zweite Hauptsymbol wird im Hebräischen Lulav genannt. Es ist ein Halter mit sechs Zweigen darin, einem Palmzweig, zwei Weidenzweigen und drei Myrtenzweigen. Und diese sechs Zweige wurden in der rechten Hand gehalten und dann in alle Richtungen geschwungen, nach vorne und nach hinten, seitwärts und nach oben und nach unten. Wenn man sie zur Seite schwang geschah dies, um starken Wind zurückzuhalten, der die Ernte zerstören könnte. Indem man sie nach oben und nach unten schwang wollte man schweren Regen abhalten, denn wenn der Regen zu heftig wäre würde er die Ernte wegspülen. Das Schwingen dient außerdem dazu Gott an seine Verheißung zu erinnern, dass, wenn das Königreich aufgerichtet wird, die Bäume des Feldes in die Hände klatschen werden. Das dritte Hauptsymbol ist die Zitronenfrucht. Es stellt die Frucht des verheißenen Landes dar. Es ist das bedeutsamste der vier Gegenstände, weil es sowohl Duft als auch Geschmack hat. Die Palme hat eine Frucht, aber sie duftet nicht. Die Myrte duftet, aber sie hat keine Frucht. Die Weide hat weder Duft noch Geschmack. Die Zitrone hat sowohl Duft als auch Geschmack. Aus diesem Grund ist sie der wichtigste Gegenstand von den vieren. Und während die Zweige im Gottesdienst in der Rechten gehalten werden, wird die Zitronenfrucht in der linken Hand gehalten.
Nun möchte ich über die Beobachtung dieses Festes während der Periode des zweiten Tempels sprechen. Während dieser Zeit gab es zwei besondere Zeremonien. Die erste bestand im Ausgießen des Wassers. Die Priester kamen vom Tempel hinunter an den Teich von Siloah, sie füllten Krüge mit dem Wasser und marschierten damit zurück zum Tempel und durch den äußeren Bereich in den inneren Bereich. Vom äußeren Bereich zum inneren Bereich gab es 15 Stufen. Wenn sie auf der ersten Stufe standen sangen sie Psalm 120, auf der zweiten Stufe Psalm 121 und so weiter. So sangen sie also, während sie die fünfzehn Stufen hinaufgingen, die Psalmen 120-134. Dann traten sie in den inneren Bereich ein und beim Altar gossen sie das Wasser aus. Und dem Ausgießen des Wassers folgte ein großer Jubel. Der Talmud sagt, jemand der diese große Freude beim Ausgießen des Wassers noch nie gesehen hat, hat in seinem ganzen Leben noch nie große Freude gesehen. Die Rabbiner sagten, dass das Ausgießen des Wassers ein Sinnbild der Ausgießung des Heiligen Geistes darstellt. Mehrmals sagten die Propheten im Alten Testament voraus, dass Gott in den letzten Tagen seinen Geist über die ganze Nation ausgießen wird, um sie auf das Königreich vorzubereiten. Und das Ausgießen des Wassers war ein Sinnbild von der Ausgießung des Geistes. Also verbanden die Rabbiner selbst die Ausgießung des Wassers mit dem Heiligen Geist. Die zweite Zeremonie war das Anzünden der Lichter. Im ganzen Tempelgelände, sowohl im äußeren wie auch im inneren Bereich, gab es viele Leuchter. Jeder Leuchter hatte vier Lichter. Gegen Abend zündeten sie all diese Lichter an und so schien eine Lichtfülle aus dem Tempelgelände heraus. Der Talmud sagt, dass es so viel Licht gab, dass jeder Hof in ganz Jerusalem von dieser Lichtfülle aus dem Tempel erleuchtet wurde. Und die Rabbiner deuteten dies als Sinnbild für die sichtbare Herrlichkeit Gottes. Nun, der siebte Tag war der wichtigste Tag. Ihm wurden zwei Namen gegeben. Der erste Name lautet der siebte Tag der Weide (yom ha-shevi’i shel aravah). An diesem Tag schnitt man einen Extra-Weidenzweig und an diesem Tag begann man dafür zu beten, dass die Regenzeit einsetzen möge. Noch einmal, die Feste Israels basieren auf dem Niederschlagssystem Israels. Das Laubhüttenfest bezeichnete das Ende der Tauzeit und den Anfang der Regenzeit. Also fangen sie hier an um Regen zu beten. Der zweite Name für diesen siebten Tag lautet im Hebräischen Hoshana rabbah, was rette uns aus der Höhe bedeutet und dem Griechischen Hosannah entspricht. Also ist das Hebräische Hoshana das Griechische Hosannah. An diesem Tag marschierten sie sieben Mal um den Altar herum während sie einen Vers aus einem messianischen Psalm sangen, nämlich den Vers 25 aus dem Psalm 118: Ach, HERR, hilf! Ach, HERR, lass wohl gelingen!
Nun noch zu einigen anderen jüdischen Praktiken. Das Buch, das zu diesem Anlass während des Gottesdienstes in der Synagoge gelesen wurde, war das Buch des Predigers. Eine andere wichtige Sache ist, dass sie erst am siebten Tag damit anfingen, um den Beginn der Regenzeit zu beten. Es kam die Frage unter den Schülern der Rabbiner auf: Warum warten wir bis zum letzten Tag um für Regen zu beten? Wäre es nicht klüger, direkt am ersten Tag damit anzufangen? Und die Rabbiner gaben eine sehr plausible Antwort darauf: Angenommen wir beginnen am ersten Tag damit, um Regen zu beten und nehmen wir weiter an, Gott beantwortet dieses Gebet sofort am ersten Tag, was wäre die Folge? Vergesst nicht, wir müssen sieben Tage in diesen Hütten wohnen. Das Dach könnte das Wasser nicht zurückhalten und wir würden in den Hütten ganz schön nass werden. Darum warten wir bis zum siebten, dem letzten Tag, bis wir um Regen beten.

Arnold Fruchtenbaum – Die Feste Israels

Ist Christus der Mittelpunkt meines Lebens?

Gott wollte in seinem Sohn komplett anwesend sein. Er wollte, dass Jesus dafür sorgt, dass alles wieder gut wird in der Beziehung zwischen Gott und der Erde, dass alle Frieden mit ihm finden können. Und das ist dadurch passiert, dass Jesus am Kreuz verblutet ist.
VolxBibel – Kolosser 1,19–20

Ja, Gott hat beschlossen, mit der ganzen Fülle seines Wesens in ihm zu wohnen (wörtlich: Ja, er hatte beschlossen, die ganze Fülle ´seines Wesensin ihm wohnen zu lassen bzw. Ja, die ganze Fülle ´der Gottheit hatte beschlossen, in ihm zu wohnen…) und durch ihn das ganze Universum mit sich zu versöhnen. Dadurch, dass Christus am Kreuz sein Blut vergoss, hat Gott Frieden geschaffen.
Die Versöhnung durch Christus umfasst alles, was auf der Erde, und alles, was im Himmel ist.
Neue Genfer Übersetzung_- Kol 1,19–20

denn [Gott] hat es für gut befunden, in ihm die ganze Fülle wohnen zu lassen und durch ihn alle [anderen] Dinge wieder mit sich zu versöhnen, indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, [das er] am Marterpfahl [vergoß], es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Kol 1,19–20

denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, (Vergl Kap 2,9) in ihm zu wohnen und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, indem (O. nachdem) er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.
Elberfelder 1871, Kolosser 1,19–20

Und in diesem Zusammenhang stellen wir fest, dass es eine ganze Reihe von Aussagen in der Schrift gibt, die gleichermaßen die endgültige Herrschaft Gottes („dass Gott alles in allem sein kann“) und die endgültige Unterstellung aller Dinge unter Christus lehren – und all dies in Verbindung mit der gesegneten Tatsache, dass Christus „für jeden Menschen den Tod gekostet hat“, „dass die Welt durch ihn gerettet werden kann“ und infolgedessen „alles“ zu sich selbst zu ziehen, comp. Kol. 1:19, 20 (vgl. Johannes 3:17; 12:32; Röm. 5: 18–21; 1. Kor. 15: 20–28; Eph. 1:10; Kol. 1:19, 20; 1 Tim. 2: 4, 6; 4:10; Heb. 2: 9; 1 John 2: 2; 4: 14 – alle diese Passagen müssen jedoch in ihrem Zusammenhang studiert werden).

Das Leben und die Zeiten Jesu des Messias

Das achte Ergebnis des Todes Jeschuas ist, dass es zum Grund des Friedens wird. Es ist die Grundlage für Frieden in drei Bereichen.
Erstens führte der Tod Jesu zum Frieden zwischen Gott und dem Menschen (Röm 5,1).
Zweitens bringt der Tod Jeschuas Frieden zwischen Juden und Nichtjuden, die an ihn glauben (Eph. 2: 11–16; Kol. 3:11).
Drittens bedeutet der Tod Jesu Frieden für das Universum. Dieser Frieden ist noch keine Realität, wird es aber irgendwann sein (Kol. 1:20).

Arnold Fruchtenbaum

Jesus ist Ehrfurcht gebietender und wunderbarer als alles andere in der Schöpfung! Wenn wir ihn erkennen, wie er ist, warum sollten wir unsere Zuneigung irgendjemandem sonst geben wollen? Dieses Porträt von Christus bietet eine herrliche Liste von Namen, Charaktereigenschaften und Rollen, die uns helfen, ihn zu erkennen und für alles, was er für uns ist, anzubeten:

Ein so Ehrfurcht gebietender Mensch hat es verdient, in Ihrem Leben unübertroffen zu sein. Er verdient nichts weniger als Ihre reine und aufrichtige Hingabe. Er ist Ihr Schöpfer, Erlöser, Erhalter, Ihr wahrer Ehemann. Es mag seltsam scheinen für Christen beiderlei Geschlechts. Christus so zu bezeichnen. aber es ist eine geistliche Realität. Die menschliche Ehe ist nur ein Bild für unsere Vereinigung mit Christus. Gott hat die Ehe eingesetzt, damit wir verstehen sollen, was es bedeutet, mit ihm in einer Beziehung zu sein.
Ist Christus der Mittelpunkt Ihres Lebens? Zeigen Sie eine aufrichtige und reine Hingabe an ihn in den Bereichen Familie, Beruf, Freundschaften, Ehe, Essverhalten, Sexualität. Dienst, Gedanken, Vergnügen, Zeit und Geld?

Timothey S. Lane, Alles anders – aber wie?

ein Sklave von Christus?

Denn der als Sklave im Herrn Berufene ist ein Freigelassener des Herrn; gleicherweise auch ist der als Freier Berufene ein Sklave Christi.
Elberfelder 1871 – 1 Kor 7,22

 Ob du frei bist oder nicht, spielt letztlich keine Rolle. Denn wenn du ein Sklave warst, als du in die Gemeinschaft mit dem Herrn gerufen wurdest, bist du jetzt durch den Herrn ein freier Mensch. Und wenn du frei warst, als Gott dich rief, bist du jetzt ein Sklave – ein Sklave von Christus.
Neues Testament Psalmen: Neue Genfer Übersetzung – 1 Kor 7,22

Denn wer als Knecht im Herrn berufen ist, ist des Herrn Freigelassener; gleicherweise auch ist der als Freier Berufene Christi Knecht.
de Wette Bibel – 1 Kor 7,22

Denn jemand, der im Herrn berufen wurde, als er ein Sklave war, ist ein Freigelassener des Herrn. Und wer berufen wurde, als er ein freier Mensch war, ist ein Sklave von Christus.
neue Welt Übersetzung – 2018 – 1 Kor 7,22

Ist doch klar, wenn du ein Sklave warst und Gott dich gerufen hat, dann bist du aus Gottes Perspektive jetzt ein total freier Mensch. Ja, und wenn du vorher ein freier Mensch warst, dann bist du jetzt irgendwie ein Sklave von Jesus, oder?
VolxBibel – 1 Kor 7,22

de.logos.com

Ebenso unwichtig ist letztlich der Beruf des Christen (wenn er seine gesellschaftliche Stellung verändern kann, ist es gut; wenn nicht, so sollte das kein Anlaß zur Unzufriedenheit sein). Was zählt, ist, daß jeder Christ einsieht, daß er als Knecht Christi Christus Gehorsam schuldet. Damit wird jeder Beruf zu einem christlichen Dienst, der dem Herrn dargebracht wird (vgl.Eph 6,5-8 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wie haben dann Paulus und Petrus in ihren Briefen Sklaven und deren Besitzer belehrt und unterwiesen?
(1) Der Sklave soll seinem Besitzer gehorchen (Eph 6,5-8; Kolosser 3,22-25). Sogar den ungerechten Besitzern soll Gehorsam geleistet werden (1 Petr 2,18).
(2) Der Sklave soll den gläubigen Herrn nicht verachten (1 Tim 6,2).
(3) Der gläubige Sklavenbesitzer soll seine Sklaven gerecht behandeln (Eph 6,9; Kol 4,1).
(4) Es gibt vor dem Herrn keinen Unterschied zwischen Herr und Sklave (1 Kor 7,22; Gal 3,28; Kol 3,11).
(5) Wenn einem christlichen Sklaven die Freiheit angeboten wurde, sollte er die Freiheit annehmen (1 Kor 7,21).

ERF – Kurs NT2

Mit dem Ausdruck „wer siegt“ ist auch der gesalbte Christ gemeint, der Jesus Christus als seinen Erlöser und Herrn und Meister vor der ganzen Welt anerkennt, ohne sich seiner zu schämen, sogar angesichts der Gefahr des Todes durch gewalttätige feindliche Hände. In Übereinstimmung damit, daß der Sieger Christus anerkennt, und zum Beweis dafür weigert er sich, ein Sklave von Politikern, Religionisten und Kriegsleuten auf der Erde zu werden. Paulus sagt: „Wer berufen wurde, als er ein Freier war, ist ein Sklave Christi. Ihr seid um einen Preis erkauft worden; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen.“ (1 Korinther 7:22, 23)

Dann ist das Geheimnis Gottes vollendet

Da wir verstehen, was es ihn persönlich kostete, uns zu erkaufen, wie könnten wir uns da selbst willentlich irgendeinem anderen Meister, der Sünde, unserem Bauch, dieser korrupten Welt, dem Teufel, hingeben? „Denn wer irgend im Herrn als Sklave berufen wurde, ist der Freigelassene des Herrn; desgleichen wer als Freier berufen wurde, ist ein Sklave Christi. Ihr wurdet um einen Preis erkauft; werdet nicht mehr der Menschen Sklaven . . . Auch gehört ihr nicht euch selbst, denn ihr wurdet um einen Preis erkauft. Auf jeden Fall verherrlichet Gott in eurem Leibe.“ (1 Korinther 7:22, 23; 6:19, 20, NW) Niemals wollen wir verneinen, daß wir sein Eigentum sind. Wir sind daher entschlossen, falschen Propheten zu widerstehen, wie sie, gemäß Jesu Worten, am Ende der Welt aufstehen würden und vor denen Petrus warnte: „Gerade diese werden unbemerkt verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Gebieter [Eigentümer] verleugnen, der sie erkaufte, wodurch sie rasches Verderben über sich bringen.“ (Matthäus 24:11, 24, 3; 2 Petrus 2:1, 2, NW) Niemals werden wir wider unseren rechtmäßigen Eigentümer einen Sklavenaufstand auslösen wie der römische Gladiator Spartakus im Jahre 73 n. Chr. Niemals werden wir aus seinem Dienste desertieren und fortlaufen. Wir lieben unseren Meister. Eher als unseren Dienst treulos aufzugeben, möchten wir sein wie ein Hebräer-Sklave, der sich weigerte, seines Meisters Dienst zu verlassen und der sich an den Türpfosten stellen und sein Ohr mit einem Pfriem durchbohren ließ, um zu veranschaulichen, daß er nun bis in unbestimmte Zeit hinein sein Sklave sei. — 2 Mose 21:1-5; 5 Mose 15:17.

Wachtturm 1953 15.März

Wie schade, dass sich im laufe der letzten 70 Jahren sooo viel geändert wurde, so dass man heute doch vom Sklaven Jesu zu einem Nachfolger von „Religionisten“ geworden ist. Deshalb achte darauf, dass du nur einem Herrn dienen kannst – entweder dienst du Jehovah oder einer Kirche – und damit nicht mehr Jehovah.

„ist mir Bruder und Schwester“

Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, meine Mutter und meine Brüder; denn wer irgend den Willen meines Vaters tun wird, der in den Himmeln ist, derselbe ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Elberfelder 1871 – Matthäus 12,49–50

Er zeigte auf seine Jünger und sagte: „Das hier sind meine Mutter und meine Brüder! Denn wer das tut, was mein Vater im Himmel möchte, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.“
neue Welt Übersetzung – 2018 – Matth 12,49–50

Dann zeigte Jesus auf seine Leute und sagte: „Das hier ist meine Familie. Hier sitzen meine Geschwister und meine Mutter! Hey, jeder, der das tut, was mein Vater von ihm will, der ist wie ein Bruder für mich oder wie eine Schwester oder wie meine Mutter.“
VolxBibel – Matthäus 12,49–50

Als er noch zu dem Volk redete, standen seine Mutter und seine Brüder draußen und wollten mit ihm reden. Der Apostel Johannes berichtet, daß Jesu Brüder (eigentlich seine Halbbrüder, Söhne der Maria, die nach Jesus geboren wurden) vor seiner Auferstehung nicht an ihn glaubten (Joh 7,5). Vielleicht versuchten sie, durch den Kontakt zu ihm über ihre familiären Beziehungen in den Genuß besonderer Vorteile zu kommen. Nach den Worten Jesu hängt jedoch wahres Jüngertum nicht von Verwandtschaftsbeziehungen ab, sondern davon, ob jemand den Willen seines Vaters tut. Nur durch Religiosität (Mt 12,43-45) oder durch verwandtschaftliche Bande (V. 46-50) kann man keine Verdienste vor Gott erwerben. Allein das Befolgen von Gottes Willen macht einen Menschen zum Jünger (vgl. Mt 7,21).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

„Wer ist meine Mutter?“ Dies ist der erste von mehreren Vorfällen, bei denen Yeshuas Behandlung seiner Familie von einigen als respektlos angesehen wird, obwohl in Matt. 19:19 bestätigt er das fünfte Gebot. Die Rabbiner dieser Zeit – und später – betrachteten ihre Schüler als Familie. Seine Äußerungen beruhen nicht auf mangelndem Respekt, sondern auf seiner Betonung seiner messianischen Mission. Als solche umfasst die wahre Familie des Messias nur diejenigen, die ihm ihr Vertrauen geschenkt haben. Jüdische Quellen lehren dasselbe in Bezug auf den Glauben an ADONAI (5. Mose 33: 9; Spr. 4: 3; Qiddushin 1: 7).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

12: 46–47. Die Unterbrechung der Lehre Jesu durch die Ankunft seiner Mutter und seiner Brüder ist bedeutend. Es war eine anschauliche Gelegenheit für ihn zu verkünden, wie eine Person mit ihm umgehen muss, um an seiner spirituellen Familie teilzunehmen. 12: 48–50. Jesus liebte und ehrte seine physische Familie (z. B. Johannes 19: 25–27) und beabsichtigte keine Beleidigung für sie. Ihre Anwesenheit gab ihm jedoch die Möglichkeit, eine noch bedeutendere Familie zu definieren. Das Haupt dieser neuen Familie ist Gott, der himmlische Vater. Die Zugehörigkeit zu dieser Familie wird nicht durch Blut bestimmt, sondern durch eine Beziehung zum Vater durch den Glauben des Bundes, die durch den Gehorsam gegenüber seinem Willen belegt wird. Einige dieser geistlichen Familienmitglieder waren anwesend – seine Jünger, diejenigen, die ihr Vertrauen in ihn gesetzt hatten und dem Vater wahren Gehorsam zeigten. Jesus war für den Moment mit Israel fertig. Er betonte seine Ablehnung durch Israel und seinen Rückzug zu Ausgestoßenen und Heiden. In Matthäus 13 wird Jesus seine Ablehnung Israels und seine neue Betonung der Heiden erklären.

Holman New Testament Commentary

Ein Bote, vielleicht ein Kind, das leichter durch die Menge schlüpfen kann, dringt bis zu Jesus vor, um ihm die Ankunft der Mutter und der Geschwister zu melden. Die Mutter wird ausdrücklich an erster Stelle genannt. Das hat seinen guten Grund, geht auf eines der Zehn Gebote zurück: »Ehre Vater und Mutter«. Es gibt ein im Judentum sehr ernst genommenes Gebot der Elternehrung, nicht aber der Geschwisterehrung. Gesetz und Brauch forderten, daß Jesus sofort auf stand, um seiner Mutter entgegenzugehen. Deshalb wird die Mutter hier ausdrücklich an erster Stelle eigens genannt.
Er aber verleugnet sie. Er tut das in einer für den jüdischen Dialog typischen Weise, indem er mit einer Frage antwortet: »Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?« (Die Schwestern erwähnt er hier nicht einmal.)
Und nun kommt die große rednerische Pointe, die bei Matthäus 12,49 noch durch eine Geste unterstrichen wird: »Und er reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Brüder.« Bei Markus sind es die ringsum Sitzenden, die Jesus anblickt, und nach Lukas wird die Antwort einfach, ohne Geste und Blick gegeben. Sie bleibt aber immer inhaltlich die gleiche Antwort, die bei Matthäus wohl am schärfsten zum Ausdruck kommt: »Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter.« Auch bei Markus rangiert hier die Mutter an letzter Stelle: »Wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.«
Nur Lukas (8,21) hat eine andere Reihenfolge: »Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die Gottes Wort hören und tun.«
Er blickt auf die Jünger, das Volk, reckt die Hand über sie aus und deklariert: »Siehe, das sind meine Mutter und meine Brüder.«
In jeder Gesellschaft wäre eine solche Haltung ein Ärgernis, aber in der jüdischen Gesellschaft gilt dies in erhöhtem Maße. Der starke Familiensinn der Juden ist sprichwörtlich und wird durch die wohl älteste Schicht des Rituals besonders gefestigt. Der Hausvater hat innerhalb der Familie quasi-priesterliche Funktionen. Der häusliche Kult (in Ergänzung, nicht im Gegensatz) neben dem Tempelkult wird vom Hausvater zelebriert. Vater und Mutter segnen die Kinder. Es ist die Pflicht des Vaters, die er nicht einfach an einen Lehrer delegieren kann, das Erbgut der Tradition an den Sohn weiterzugeben: »Du sollst es deinem Sohn einschärfen.« (5. Mose 6,7) »Du sollst es deinem Sohn an jedem Tage ansagen .. .« (2. Mose 13,8) So wird die Familie zugleich auch eine Sakralgemeinschaft, die sich etwa um das Passahlamm versammelt, um es als kultisches Familienmahl zu verzehren.
Vater, Mutter und Kinder bilden nicht nur eine natürliche, sondern auch eine kultisch-sakrale Einheit, sie sind Urzelle der Berith, des Bundes, der ja mit dem Sippenvater Abraham, der Familie Abrahams geschlossen wurde. Man muß diesen überhöhten Charakter der Familie verstehen, um das Ausmaß der Absage Jesu an diese göttlich gesetzte Einheit in ihrer Tragik zu erfassen.
Es ist in zweierlei Hinsicht wesentlich, daß Mutter, Brüder und Schwestern hier auf den Plan treten, nicht aber der Vater. Er hat offenbar zu dieser Zeit bereits nicht mehr gelebt. Eine zufällige Abwesenheit des Joseph ist deshalb nicht anzunehmen, weil in der matthäischen Fassung der Antwort Jesu der himmlische Vater ausdrücklich erwähnt wird: »Wer den Willen meines Vaters im Himmel tut«, ohne daß kontradiktorisch dieser Vater gegen den leiblichen Vater ausgespielt würde, wie die geistige Familie gegenüber der Familie im biologischen Sinne ausgespielt wird.

Schalom Ben-Chorin – Die Heimkehr : Jesus, Paulus und Maria in jüdischer Sicht

„Ein Rat von einem Menschen,… kann einen total herausfordern“

Die Worte der Weisen sind wie Treibstacheln, und wie eingeschlagene Nägel die gesammelten Sprüche; sie sind gegeben von einem Hirten.
Elberfelder 1871 – Kohelet 12,11

Ja, die Worte der Weisen sind wie ein Stock, mit dem der Bauer sein Vieh antreibt. Ihre gesammelten Sprüche gleichen eingeschlagenen Nägeln: Sie verleihen dem Menschen einen festen Halt. Gott, der eine große Hirte der Menschen, hat sie uns gegeben.
Hoffnung für Alle – Koh 12,11

Die Worte weiser Lehrer wirken wie der spitze Stock, mit dem der Bauer seine Ochsen antreibt. Sprichwörter gleichen eingeschlagenen Nägeln: Sie bleiben fest sitzen. Sie sind eine Gabe Gottes, des einen großen Hirten.
Gute Nachricht Bibel – Koh 12,11

Ein Rat von einem Menschen, der viel Ahnung vom Leben hat, kann einen total herausfordern. Das ist wie ein Trainer, der am Seitenrand steht und einen die ganze Zeit anfeuert. -Ratschläge wie diese hier können wie große Schrauben sein, die ein ganzes Gebäude zusammenhalten. Sie kommen letztendlich von Gott, dem besten Trainer, den es gibt.
VolxBibel – Prediger 12,11


12,11 Die Belehrungen weiser Männer sind wie scharfe und spitze Instrumente, einfach, direkt und überzeugend. Und die gesammelten Aussprüche eines Hirten sind wie Nägel oder Ankerhaken, welche dem Zelt Stabilität verleihen. Sie verleihen Stärke und sind Stützen, an denen wir unsere Gedanken aufhängen können.
Die meisten Bibelübersetzungen deuten den »einen Hirten« so, dass hier von Gott die Rede ist. Wir sollten aber auch daran denken, dass im orientalischen Denken auch der König als Hirte gesehen wird. Homer sagte: »Alle Könige sind Hirten ihres Volkes.« So könnte es durchaus sein, dass Salomo mit dem »einen Hirten« von sich selbst sprach. Diese Auslegung passt harmonischer in den Zusammenhang.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Was er und andere heilige Leute geschrieben haben (2.Petr 1,21), wird sehr nützlich für uns sein, besonders durch die Erläuterung (Vers 11). Sie sind wie Nägel für die, die wanken und unbeständig sind, um sie darin fest zu machen, das Gute zu tun. Sie sind „wie Treiberstacheln“ (Vers 11) für die, die träge sind und zurückweichen, und wie Nägel für die, die unsicher sind und auf die Seite driften, damit alles, was gut in uns ist, wie „der Pflock“ ist, „der an dem festen Ort eingeschlagen“ ist (Jes 22,25) (Esr 9,8). Heilige Treffen zum Gottesdienst sind eine alte Institution Gottes, die Gott ehren und seine Gemeinde erbauen sollen. In diesen Versammlungen muss es Leiter geben und diese Leiter sind die geistlichen Diener Christi. Sie haben die Aufgabe, „die Worte der Weisen“ zu befestigen (Vers 11), sie wirklich einzuschlagen, deshalb wird das Wort Gottes auch als „ein Hammer“ beschrieben (Jer 23,29).Was geschrieben ist und uns auf diese Weise anempfohlen wird, hat göttlichen Ursprung. Es kommt zwar durch verschiedene Hände zu uns – viele Weise und Leiter der Gemeinde –, dennoch sind sie „von einem einzigen Hirten gegeben“ (Vers 11), dem Hirten Israels, der Joseph führt wie Schafe (Ps 80,2).
Wenn wir sie nur einfach benutzen, werden die heiligen Schriften ausreichen, um uns auf dem Weg des wahren Glücks zu führen. „ ‚Und über diese hinaus‘ muss man dir jetzt nur noch sagen, ‚des vielen Büchermachens ist kein Ende‘.“ Selbst wenn die Menschen viele Bücher darüber schreiben, wie man leben soll, wenn sie schreiben, bis sie sich durch ihr vieles Studium ermüdet haben, können sie keine besseren Weisungen als die geben, die wir bereits im Wort Gottes haben.

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Der Prediger setzt sein Buch in Beziehung zu den Werken anderer Weiser, die das gleiche Ziel verfolgten, wie er ( Die Worte der Weisen, die einzelnen Sprüche ) und weist auf den göttlichen Ursprung ihrer Autorität hin. Er vergleicht seine Lehre – ebenso wie die der anderen Weisen – mit Stacheln und fest eingeschlagenen Nägeln , womit er sagen will, daß sie eine Anweisung und ein Anreiz zu einem gottgefälligen Leben (zu dem Bild von den Stacheln vgl. Apg 26,14 ) und eine sichere Lebensgrundlage darstelle (vgl. Jer 10,4 ,wo auch von Nägeln gesprochen wird). Die göttliche Autorität seiner Worte (und der anderer Weisheitslehrer) betont Salomo, indem er sagt, daß sie von einem einzigen Hirten gegeben seien; d. h. von Gott, der sich des Menschen fürsorglich annimmt und ihn behütet (vgl. 1Mo 49,24; Ps 80,2; in Ps 95,6-7 wird Gott ebenso wie in Pred 12,1.11 als Schöpfer und Hirte bezeichnet). Aufgrund des besonderen Wertes und der göttlichen Autorität der Worte der Weisen – wofür Salomos Buch ein Beispiel ist – warnt der Prediger seinen Sohn und alle seine Leser davor, Antworten über das hinaus zu suchen, was der Herr durch die Weisen geoffenbart hat. Wenn sie in vielen anderen Büchern nach weiteren Antworten forschten, so würden sie darüber nur müde werden.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

„Die Worte der Weisen sind wie Stacheln.… Sie werden von einem Hirten gegeben“ (Prediger 12,11), dh die Worte der Tora und die Worte der Weisen wurden von demselben Hirten [Mose] gegeben. „Und außerdem, mein Sohn, sei vorsichtig: Wenn du viele Bücher machst, gibt es kein Ende“ (Prediger 12,12) bedeutet: Mehr als auf die Worte der Tora achten Sie auf die Worte der Schriftgelehrten. In derselben Sorte heißt es: „Denn deine Liebe ist besser als Wein“ (Hohelied 1: 2), was bedeutet: Die Worte der Geliebten [der Weisen] sind besser als der Wein der Tora. Warum? Weil man aus den Worten der Tora keine richtige Entscheidung treffen kann, da die Tora verschlossen ist [kryptisch und daher mehrdeutig] und ausschließlich aus Überschriften besteht.… Aus den Worten der Weisen kann man jedoch das richtige Gesetz ableiten, weil sie Erkläre die Tora. Und der Grund, warum die Worte der Weisen mit Stacheln (Darvanot) verglichen werden, ist, dass sie dazu führen, dass das Verständnis in den Menschen wohnt (Medayerin Binah) [ein Wortspiel]

Aus Liebe zu Gott und zu den Menschen: Eine Philosophie des jüdischen Rechts

[Was bedeutet der Satz] Die Sprüche der Weisen sind wie Stacheln, wie feste Nägel die Meister der Versammlungen sind [Eccl. 12:11] meine? „Meister der Versammlungen“ sind die Jünger der Weisen, die in vielfältigen Versammlungen sitzen und sich mit der Thora beschäftigen. Einige sprechen Unreines aus, andere sagen Reines, manche verbieten und andere erlauben, manche erklären sich für unfähig und andere für fit. Jemand könnte sagen: „Wie soll ich unter diesen Umständen die Tora lernen?“ Deshalb sagt die Schrift: Alle von ihnen sind von einem Hirten gegeben. Ein Gott gab ihnen, ein Führer [das heißt Mose] sprach sie aus dem Mund des Herrn aller Schöpfung aus, gesegnet sei Er, wie geschrieben steht, sprach Gott alle diese Worte [2. Mose 20: 1]. Machen Sie deshalb Ihr Ohr wie den Trichter und erwerben Sie ein scharfsinniges Herz, um die Worte derer zu verstehen, die unrein aussprechen, und die Worte derer, die rein aussprechen, die Worte derer, die verbieten, und die Worte derer, die es erlauben, die Worte derer, die es erklären untauglich und die Worte derer, die sich für fit erklären.

Jüdische Interpretation der Bibel: Antike und Gegenwart

„Lasst uns ganz nahe bei ihm sein und uns vor allen Leuten radikal zu ihm bekennen.“

Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten;
Elberfelder 1871 – Hebräer 4,14

Leute, wir haben den besten Priester, den es gibt, Jesus! Er ist durch den Himmel gezogen, er ist der Sohn von Gott! Lasst uns ganz nahe bei ihm sein und uns vor allen Leuten radikal zu ihm bekennen. Dieser höchste Priester, den es gibt, versteht uns, er weiß, was es bedeutet, auf dieser Welt zu leben, er war selbst da! Er ist aber bei keiner Versuchung schwach geworden, er hat es gepackt! Wir können ohne Angst zu Gott kommen, er liebt uns! Bei ihm bekommen wir alles, was wir brauchen und wann wir es brauchen, nämlich seine Liebe und seine Zuwendung.
VolxBibel – Hebr 4,14–16

Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns an [unserem] Bekenntnis [zu ihm] festhalten. Denn als Hohenpriester haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde. Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Hebr 4:14–16

Es besteht im Gegenteil Grund genug, festzuhalten an dem Bekenntnis, wenn man bedenkt, daß die Gläubigen einen großen Hohenpriester haben … der die Himmel durchschritten hat. Nur einmal ( Hebräer 2,1-3,6 ) war bislang von der Priesterschaft Jesu die Rede, auch wenn dieser Gedanke implizit in Hebräer 1,3 enthalten war. An dieser Stelle kündigt sich jedoch an, daß die Priesterschaft Jesu in der weiteren Folge des Briefes zum Gegenstand ausführlicher Erörterungen wird. Zunächst liegt dem Verfasser allerdings daran, seinen Lesern die praktische Relevanz dieses Gedankens klarzumachen, indem er sie ermahnt, „am Glauben festzuhalten“. Sie müssen wissen, daß die Priesterschaft ihres Herrn ihnen alles erschließt, was sie brauchen.
Ihr Hoherpriester war überall da gewesen, wo auch sie sind, und war versucht worden … in allem, wie sie selbst. Auch wenn er, anders als sie, ohne Sünde war (vgl. Hebräer 7,26; 2Kor 5,21; 1Joh 3,5) und seinen Versuchungen niemals erlag (was seiner Gottheit widersprochen hätte), so war er ihnen als Mensch doch wirklich ausgesetzt (wie ein unbeweglicher Fels die anstürmende Gewalt des Meeres spürt), und darum kann er mitleiden (sympathEsai) mit unserer Schwachheit. Man kann in der Tat argumentieren – was auch geschehen ist -, daß nur jemand, der der Versuchung widerstanden hat, ihre ganze Gewalt kennen kann. Deshalb hat der Sündlose eine stärkere Fähigkeit zum Mitgefühl, als jeder Sünder es für seinen Nächsten haben kann.
Mit einem solchen Hohenpriester können die Christen hinzutreten mit Zuversicht (parrEsias; vgl. Hebräer 3,6;10,19.35 ) zu dem Thron der Gnade. In einem Text voller schöner und ergreifender Wendungen muß der Begriff „Thron der Gnade“ nichtsdestoweniger besonders im Gedächtnis haften.
Diese Vorstellung von der Gegenwart Gottes, zu der die bedrängten Christen zu jeder Zeit ihre Zuflucht nehmen können, bringt in einzigartiger Weise die Herrschermacht dessen, dem sie sich nähern (sie treten vor einen „Thron“), und seine Güte zum Ausdruck. Bei einer solchen Begegnung mit Gott können die Christen mit Sicherheit darauf hoffen, daß sie Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn sie Hilfe nötig haben.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Nachdem wir dann einen großen Hohepriester haben, der durch den Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, lassen Sie uns unser Bekenntnis festhalten. Denn wir haben keinen Hohenpriester, der nicht mit dem Gefühl unserer Gebrechen berührt werden kann; aber eine, die in allen Punkten versucht wurde wie wir, aber ohne Sünde. Lasst uns deshalb mit Kühnheit dem Gnadenthron näher kommen, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, um uns in Zeiten der Not zu helfen. Die erste Passage betont, dass unser Hohepriester eine bessere Position darin hat, dass er im Himmel und nicht auf Erden arbeitet. Aufgrund dieser besseren Position gibt es drei Anwendungen. Zuerst in Vers 14 muss der Gläubige die Art von Hohepriester ausnutzen, die er hat. Während Aaron und die anderen menschlichen Hohepriester ein- und aus der Gegenwart Gottes kamen, ging der Messias durch und er bleibt dort in der Gegenwart Gottes. Die hier verwendete Zeitform ist die perfekte Zeitform, die von einer Handlung spricht, die in der Vergangenheit abgeschlossen wurde, aber mit gegenwärtigen Ergebnissen bis in die Gegenwart andauert. Der Punkt ist, dass der Ort des Dienstes von Jeschua (Jesus) der Himmel ist, nicht die Erde, und der Himmel ist eine bessere Position. Auf diese Weise kann er diejenigen, die er repräsentiert, in die Gegenwart Gottes bringen. Die Person des Hohepriesters ist: Jesus, der Sohn Gottes. Jesus ist sein menschlicher Name und betont seine Menschlichkeit. Der Sohn Gottes ist sein göttlicher Titel, der seine Gottheit betont. Die zweite Anwendung in Vers 15 ist, dass der Grund, warum der Gläubige an seinem Beruf festhält, darin besteht, dass er einen sympathischen Hohepriester hat. Er hat einen Priester, der weiß, wie es sich anfühlt, der mit dem Gefühl unserer Gebrechen berührt werden kann. Und die dritte Anwendung in Vers 16 lautet: Da der Gläubige einen mitfühlenden und mitfühlenden Hohepriester hat, muss er sich die Gnade aneignen, die er braucht, um eine schwierige Zeit zu überstehen.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Da wir also einen großen Hohepriester haben, der durch den Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, lassen Sie uns fest an dem Glauben festhalten, den wir bekennen. NIV Diese Verse folgen logischerweise aus 2: 17–3: 1: „Aus diesem Grund musste er in jeder Hinsicht wie seine Brüder gemacht werden, damit er ein barmherziger und treuer Hohepriester im Dienst an Gott wird und dass er könnte Sühne für die Sünden des Volkes leisten… Deshalb… richten Sie Ihre Gedanken auf Jesus, den Apostel und Hohepriester, den wir bekennen “(NIV). Der dazwischenliegende Abschnitt erklärt, wie Jesus größer ist als Mose und Josua, zwei der größten Führer Israels. Jesus ist größer als das Gesetz, das Mose gegeben hat; Er gibt eine größere Pause als Josua bei der Eroberung des Gelobten Landes. Der Schriftsteller fuhr fort, um zu zeigen, dass Jesus auch größer ist als jeder andere im jüdischen Priestertum, ein weiterer wichtiger Teil des jüdischen Erbes. Das Wort „deshalb“ knüpft an die Beschreibung von Jesus in 2: 17–3: 1 an, die im vorherigen Absatz zitiert wurde. Unser barmherziger und treuer Hohepriester Jesus wurde wie wir, um für uns zu sterben und das endgültige Opfer für die Sünde darzubringen. Da wir einen großen Hohepriester haben, hätte er den jüdisch-christlichen Lesern ein lebendiges Bild gezeigt. Der Hohepriester war ihre höchste religiöse Autorität gewesen. Das Priestertum begann mit Aaron, Moses ‚Bruder (2. Mose 28:41). Nur der Hohepriester konnte das Allerheiligste im Tempel betreten und dann nur einmal im Jahr, um die Sünden der ganzen Nation zu versöhnen (3. Mose 16). Jesus ist der „große“ Hohepriester, besser als alle Hohepriester Israels. Hier ist warum: • Die Hohepriester waren Menschen, die Opfer bringen konnten, aber nichts tun konnten, um die Sünde wegzunehmen. Jesus gab sein Leben und starb als letztes Opfer für die Sünde. • Die Hohepriester konnten nur einmal im Jahr in das Allerheiligste eintreten, um für die Sünden der Nation zu büßen. Jesus ist durch den Himmel gegangen und hat uneingeschränkten Zugang zu Gott dem Vater. „Durch den Himmel gegangen“ ist ein kritisches Konzept in Hebräer. In 7:26 wird Christus als über den Himmeln erhöht bezeichnet, und 9:24 besagt, dass Christus selbst in den Himmel eingetreten ist. „Durch den Himmel gegangen“ bezieht sich auf die transzendierende Natur Christi als unseren Hohepriester und auf sein Werk für uns im höchsten aller Heiligtümer, dem Himmel selbst. • Die Hohepriester intervenierten zwischen Gott und dem Volk, aber sie waren selbst menschlich und sündig. Jesus tritt zwischen Gott und den Menschen als der sündlose Sohn Gottes ein, menschlich und doch göttlich. Er war in jeder Hinsicht versucht worden, wie Menschen es sind, damit er gnädig für uns intervenieren und uns Gottes Vergebung versichern kann. • Die Hohepriester waren die höchsten religiösen Autoritäten für die Juden. Jesus hat mehr Autorität als die jüdischen Hohepriester, weil er sowohl Gott als auch Mensch ist. • Menschen konnten sich Gott nur durch einen Hohepriester nähern. Als Jesus starb, wurde der Schleier, der den heiligsten Ort im Tempel trennte, in zwei Teile zerrissen, was darauf hinweist, dass der Tod Jesu den Weg für sündige Menschen geöffnet hatte, einen heiligen Gott zu erreichen. Lassen Sie uns aufgrund all dessen, was Christus für uns getan hat und tut, fest an dem Glauben festhalten, den wir bekennen. Driftet nicht weg (2: 1), sondern klammert euch an diesen Glauben. „Der Glaube, den wir bekennen“ bezieht sich höchstwahrscheinlich auf eine Formulierung oder ein Glaubensbekenntnis, das sie einmal öffentlich akzeptiert hatten (siehe 3: 1). Der Schriftsteller erklärt dem jüdischen Publikum, dass sie nicht zu einem minderwertigen System zurückkehren sollten, weil sie alles haben können, was das System versprochen und sich danach gesehnt hat – Zugang zu und Akzeptanz durch Gott. „Jesus hat diese Wünsche erfüllt“, sagt der Schriftsteller, „halten Sie an diesem Glauben fest!“ Erlaube Jesus, dein Hohepriester zu sein. Nur er kann Sie vor unvermeidlichen Urteilen schützen (beschrieben in 4: 12–13). Dies sind gute Nachrichten für Menschen, die sich fragen: „Wie kann ich mich Gott nähern?“ oder „Wird Gott auf mich hören?“ Weil Jesus der Hohepriester ist, können Christen sich Gott nähern und Gott wird sie hören, wenn sie beten. Keine Sünde ist zu groß, um Gott davon abzuhalten, Sie zu hören, kein Hintergrund ist zu streng, um Ihren großen Hohepriester zu veranlassen, sich zu weigern, Sie zu vertreten. Unabhängig von Ihrem familiären Hintergrund, Ihrer beruflichen Laufbahn, Ihren ethnischen Wurzeln oder Ihrem Verhalten in der Vergangenheit ist Christus ein treuer Hohepriester, der alle repräsentiert, die auf ihn vertrauen.

Hebräer – Lebensanwendungs-Bibelkommentar

Die richtige Einstellung, wer Jesus Christus für uns ist, ist wichtig, um nicht der falschen Ansicht, dass wir eeine Kirche als den Heilsweg zum Vater benötigen, auf den Leim zu gehen. Nein – wir haben den einen Weg zum Vater!

„Spross vom Stamme Isais“

Dann schießt ein Reis vom Stamm Isai’s, und ein Sproß aus seiner Wurzel bricht hervor. Und es ruht auf ihm der Geist Jehovas, der Geist der Weisheit und der Klugheit, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis; und der Furcht Jehovas.
de Wette Bibel, – Jes 11,1–2

Aus Isai’s Stamme wird ein Reis entsprossen, ein Sprössling aus seiner Wurzel aufblühen. Und ruhen wird auf ihm der Geist Jehova’s, der Geist der Weisheit und der Klugheit, der Geist des Rathes und der Stärke, der Geist der Kenntniss, und der Furcht vor Jehova.
van Ess – Jes 11,1–2

Und ein Reis wird hervorgehen aus dem Stumpfe Isais, und ein Schößling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und auf ihm wird ruhen der Geist Jehovas, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und Furcht Jehovas;
Elberfelder 1871 – Jesaja 11,1–2

Der Herr wird die Wälder und die mächtigen Bäume niederschlagen ( Jes 10,33-34 ). Gottes Reich dagegen wird aus einem Sproß entstehen, der aus dem Stamm Isais erwächst, Davids Vater (vgl. Offb 22,16 ). Jesaja dachte dabei ohne Zweifel an Gottes Verheißung an David ( 1Sam 7,16 ), daß ein Nachkomme von ihm für immer über das Reich herrschen wird (vgl. Jes 9,6 ). Dieser Zweig , der Messias (vgl. Jer 23,5 ), wird Frucht bringen , d. h. er wird wachsen und für andere Segen bringen. Das hebräische Wort für „Zweig“ ( nEQer ) ist ein anderes als das in Jes 4,2 benutzte ( QemaH ). Der Gedanke jedoch ist der gleiche. ( Y NnEq in Jes 53,2 bedeutet „zarter Sproß“ und ist ein weiteres Wort für Zweig.) Er wird ein direkter Nachkomme Davids sein (vgl. Mt 1,1 ) und Gottes Verheißung aus dem Bund mit David erfüllen.

In diesen Versen werden Wesen und Werk des „Zweiges“ beschrieben. Der Geist des HERRN wird auf ihm ruhen , d. h. der Heilige Geist wird die Kraftquelle sein (vgl. die Taufe Jesu, Mt 3,16-17 ) für sein Tun, das sich durch Weisheit, Verständnis, Rat, Kraft, Erkenntnis und die Furcht des HERRN auszeichnet. Die Wesensmerkmale des Heiligen Geistes werden den Messias kennzeichnen. Aufgrund seiner Weisheit, seines Verständnisses und seiner Erkenntnis ist er der wunderbare Ratgeber ( Jes 9,5 ). Jesaja spricht mehr vom Heiligen Geist als jeder andere Prophet des AT ( Jes 11,2 [viermal]; Jes 30,1; 32,15; 34,16; 40,13; 42,1; 44,3; 48,16; 59,21; 61,1; 63,10-11.14 ).
Der Messias wird in der Furcht des HERRN leben und daran Wohlgefallen haben ( Jes 11,3 ), so wie auch sein Volk dies tun sollte. Gott zu fürchten bedeutet, ihm in Ehrfurcht, Vertrauen, Gehorsam und Anbetung zu dienen. (Interessant ist, daß alle drei Personen der Dreieinigkeit in V. 1 – 2 erwähnt werden.) Der Messias wird beständig zu tun suchen, was der Vater von ihm will. Dies steht im krassen Gegensatz zu den religiösen Führern zur Zeit Jesajas, die sich nicht darum kümmerten, Gottes Wort zu befolgen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die erste Zeile des Messianismus stellt die messianische Person Immanuel vor, die eines Tages als König auf dieser Erde regieren wird. Dieser Abschnitt ist in vier Einheiten unterteilt: den Ursprung von Immanuel, Immanuel und dem Heiligen Geist, die Ergebnisse von Immanuel und die Eigenschaften von Immanuel. A. Der Ursprung von Immanuel – Jesaja 11: 1 Und es wird ein Trieb aus dem Bestand Isais hervorkommen, und ein Zweig aus seinen Wurzeln wird Früchte tragen. Jesaja macht drei Aussagen über seine Herkunft. Erstens sagt Jesaja: Es wird ein Schuss hervorkommen. Das hebräische Wort für Trieb bedeutet „ein Zweig“ oder „ein lebender Spross“. Aus einem scheinbar toten Baumstumpf schießt plötzlich ein lebender Spross oder Zweig hervor. Das Bild ist, dass es einmal ein riesiger Baum war. Der Baum war gefällt worden und alles, was jetzt noch übrig ist, ist der Baumstumpf. Für eine Weile schien es, als wäre der Baumstumpf selbst tot, aber plötzlich spross ein Trieb, ein Zweig, ein Lebewesen hervor. In der zweiten Aussage wird dieser Stumpf die Aktie von Jesse genannt. Das Wort Stock bedeutet „der Baumstumpf eines gefällten Baumes“. Jesaja benutzte nicht den Namen „David“; Stattdessen benutzte er den Namen Jesse, Davids Vater. Die Frage ist: Warum hat Jesaja Jesse benutzt? Jesse war nicht so bedeutend wie David. Wenn man an David denkt, denkt man an einen König, ein mächtiges königliches Haus, das die jüdische Herrschaft im gesamten Nahen Osten ausdehnte. Wenn man an Jesse denkt, denkt man an einen armen Hirten, der in Bethlehem lebt. Jesaja benutzte den Namen Jesse anstelle von David, um zu betonen, dass der Messias nur erscheinen wird, wenn das königliche Haus Davids auf das reduziert wird, was es zu Jesses Zeiten war. Mit anderen Worten, der Messias sollte erst kommen, wenn die große davidische Dynastie ihre Macht und Herrlichkeit verloren hatte. Deshalb ist das Bild das eines gefällten Baumstumpfes. Nur wenn das einst mächtige königliche Haus Davids auf das reduziert wird, was es zu Jesses Zeiten war, wird der Messias erscheinen. Der gleiche Punkt wird von Amos 9:11 gemacht, der von der zerbrochenen Stiftshütte Davids spricht. Dieses hebräische Wort für Tabernakel hat die Bedeutung von „eine Hütte“. Laut Amos wird der Messias nur dann erscheinen, wenn das mächtige Haus Davids zu einer zerstörten Hütte reduziert wurde. Solange das königliche Haus Davids noch in Prunk und Herrlichkeit regierte, würde der Messias nicht erscheinen. Und so war es, als Jeschua (Jesus) geboren wurde. Obwohl sowohl Joseph, der Stiefvater von Jeschua, als auch Maria, die Mutter von Jeschua, Nachkommen des Hauses David waren, waren beide Häuser in Armut geraten. Dies wird durch die Tatsache deutlich, dass sie, als es Zeit für das Opfer der Reinigung wurde, zwei Turteltauben anboten (Lk 2,22-24). Nach dem mosaischen Gesetz durfte man Turteltauben nur dann als Opfer anbieten, wenn er sich nichts Besseres leisten konnte. Als Jesus kam, war das Haus David schließlich zu einem Baumstumpf geworden, zu dem, was es zu Jesses Zeiten gewesen war. deshalb war es der Stumpf von Jesse. Aber aus diesem scheinbar toten Baumstumpf spross plötzlich das Leben. Die dritte Aussage lautet: Ein Zweig aus seinen Wurzeln soll Früchte tragen. Das hebräische Wort für Zweig ist netzer, was „ein frischer grüner Trieb“ bedeutet. Dieser frische grüne Spross wächst aus seinen Wurzeln heraus, was bedeutet, dass er tief am Boden wächst. Es wird jedoch nicht bei der Niedrigkeit seines Ursprungs aufhören, sondern Früchte hervorbringen und wieder ein Baum werden. Der Punkt ist, dass aus diesen bescheidenen Anfängen die Kraft besteht, in große Höhen zu wachsen. Der Zweig soll ein Baum werden. Bei seinem ersten Kommen war er ein Zweig; Bei seinem zweiten Kommen wird er ein Baum sein. Das Bild von Vers 1 ist, dass das Haus David auf das reduziert wird, was es zu Jesses Zeiten war. Es wäre von Armut betroffen, eine arme Familie ohne Macht oder Ruhm. Der Messias würde in einem solchen Zustand und einer solchen Umgebung aufwachsen. Das Bild von Jesaja 11: 1 wird in Jesaja 53: 2 weiterentwickelt: Denn er wuchs vor ihm als zarte Pflanze und als Wurzel aus trockenem Boden auf: Er hatte weder Form noch Anmut; und wenn wir ihn sehen, gibt es keine Schönheit, die wir ihn begehren sollten. Der Messias würde in einen Zustand der Demut kommen und in einem Zustand der Armut aufwachsen, tief am Boden. Aber irgendwann würde diesem Zustand der Demütigung ein Zustand der Erhebung und Vollkommenheit folgen, weil der Zweig ein Baum werden würde. Der Zweig ähnelte, als er zum ersten Mal kam, Jesse; aber letztendlich wird es David ähneln. B. Immanuel und der Heilige Geist – Jesaja 11: 2 und der Geist Jehovas wird auf ihm ruhen, der Geist der Weisheit und des Verstehens, der Geist des Rates und der Macht, der Geist der Erkenntnis und der Furcht vor Jehova. Die zweite Einheit befasst sich mit der Ausstattung des Messias mit dem Heiligen Geist. Das Buch der Offenbarung spricht von den sieben Geistern Gottes, und dennoch betont die Bibel, dass es nur einen Heiligen Geist gibt. Wenn das Buch der Offenbarung über die sieben Geister spricht, betont es die sieben Eigenschaften des Heiligen Geistes. Die Nummer sieben betont das Konzept der Vollendung oder Totalität. Die sieben Geister betonen die totale Fülle dieses einen Heiligen Geistes (Offb. 1: 4). Diese völlige Fülle des Heiligen Geistes gehört nur dem Messias (Offb. 3: 1; 5: 6). In Johannes 3: 34–35 wird die Aussage gemacht, dass die Fülle des Heiligen Geistes nur im Messias zu finden ist, weil ihm der Geist ohne Maß gegeben wurde. Jeder Gläubige empfängt den Heiligen Geist mit Maß. Einige brauchen ein größeres Maß als andere, nicht abhängig von ihrer Spiritualität oder davon, ob Gott diesen Gläubigen mehr liebt als andere, aber die Maßstäbe, in denen der Heilige Geist gegeben wird, werden durch ihre spezifische Berufung bestimmt. Bestimmte Berufungen erfordern ein größeres Maß an Heiligem Geist als andere. Deshalb hat Paulus in 1. Korinther 12 klar betont, dass zwar alle Gläubigen geistliche Gaben haben, aber nicht alle Gläubigen die gleiche Anzahl oder Art von geistlichen Gaben haben. Kein Gläubiger wird jemals alle Gaben erhalten, noch wird allen Gläubigen ein Geschenk gegeben. Jeder Gläubige erhält ein Maß des Heiligen Geistes, das durch seine spezifische Berufung bestimmt wird. wo Gott sie in den Leib gelegt hat und was ihre besondere Aufgabe darin besteht, den örtlichen Leib des Messias aufzubauen. Nach Johannes 3: 34–35 wurde der Geist nur Jeschua ohne Maß gegeben; Er allein hatte diese siebenfache Fülle des Heiligen Geistes. Darüber hinaus werden die sieben Geister in Offenbarung 4: 5 auch als sieben Lichter bezeichnet. Der Ursprung ist der des siebenzweigigen Leuchter, der sich im Tabernakel und später im Tempel befand. Bis heute ist der siebenarmige Leuchter das Wappen des Staates Israel und auch in vielen jüdischen Häusern zu finden. Der siebenarmige Leuchter besteht aus einem zentralen Stiel, der die Mitte der sieben Lichter bildet. Daran sind drei Halbkreise angebracht, wobei jeder Halbkreis zwei Lichter liefert, so dass die drei Halbkreise sechs Lichter liefern und der zentrale Stiel mit seinem Licht insgesamt sieben Lichter ergibt. Der siebenzweigige Leuchter symbolisiert nicht nur Israel, sondern zeigt durch die Lichtausgabe den Heiligen Geist in seinem lichtgebenden Dienst (Sach 4). Der siebenarmige Leuchter in Offenbarung 4–5 basiert auf Jesaja 11: 2. In Vers 2 werden die sieben Attribute und das Wort Geist viermal erwähnt. Erstens wird der zentrale Stamm als Geist Jehovas bezeichnet. Die nächsten drei Verwendungen des Wortes Spirit entsprechen den drei Halbkreisen, und die beiden Attribute, die auf jede Verwendung des Wortes Spirit folgen, entsprechen den beiden Lichtern. Der zentrale Stamm ist der Geist Jehovas. Der erste Halbkreis ist der Geist der Weisheit und des Verstehens. Der zweite Halbkreis ist der Geist des Rates und der Macht. Der dritte Halbkreis ist der Geist der Erkenntnis und der Angst vor Jehova. Die drei Halbkreise mit diesen sechs Lichtern und dem zentralen Stiel ergeben insgesamt sieben Lichter, was die siebenfache Fülle des Heiligen Geistes unterstreicht, mit der Immanuel ausgestattet ist. Der Geist Jehovas ist die allgemeine Bezeichnung für den Heiligen Geist, auf die dann eine detaillierte Beschreibung folgt. Dies wird durch den zentralen Stamm symbolisiert, von dem die Halbkreise ausgehen, gefolgt von den Attributen und den Wirkungen des Geistes Jehovas. Der zentrale Stamm gibt den Titel: Der Geist Jehovas. Darauf folgen die drei halbkreisförmigen Zweige: der Geist der Weisheit und des Verstehens, der das intellektuelle Leben betont; der Geist des Rates und der Macht, der das praktische Leben betont; der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn, der das spirituelle Leben betont. Diese werden durch die sechs Lichter des Leuchter symbolisiert. Erstens ist der Geist der Weisheit die Kraft, die Natur der Dinge zu erkennen, unabhängig von ihrem Aussehen. Es ist die Fähigkeit, zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, um darauf zu reagieren. Der Geist der Weisheit bedeutet, dass der Messias die Fähigkeit zu einem umfassenden Urteil haben wird, verbunden mit der Fähigkeit, die Einsicht, die er besaß, in die Praxis umzusetzen. Jeschua hatte den Geist der Weisheit gemäß Lukas 2:52 und Matthäus 13:54. Zweitens ist der Geist des Verstehens die Kraft, die Unterschiede der Dinge in ihrer Erscheinung zu erkennen. Es ist die Fähigkeit, aus verschiedenen Möglichkeiten zu wählen und die besten zu wählen. Es ist Einsicht in die wahre Natur der Dinge. Jesus hatte den Geist des Verstehens gemäß Lukas 2:47 und Johannes 2: 5. Drittens ist Spirit of Counsel die Fähigkeit, richtige Schlussfolgerungen zu ziehen. Es ist die Fähigkeit, angemessene Pläne für jede Situation zu entwickeln, mit der man konfrontiert ist. Es ist die Fähigkeit, eine umfassende Strategie zu planen. Jeschua hatte den Geist des Rates in Matthäus 22: 15-22. Viertens ist der Geist der Macht die Fähigkeit, den Plan auszuführen, der gerade durch das vorherige Attribut entworfen wurde. Es ist die Fähigkeit, diese Pläne mit Energie auszuführen. Jesus hatte den Geist der Macht gemäß Lukas 24:19. Das fünfte Attribut ist der Geist der Erkenntnis Jehovas. Dies ist ein Wissen, das auf einer Gemeinschaft von Liebe und Erfahrung beruht. Es ist eine umfassende Art von Liebe, die die bekannte erfasst; ein Liebhaber, der sich weigert, den geliebten Menschen gehen zu lassen. Es ist Wissen, das ist eng mit der Liebe verbunden. Im Alten Testament wird dies in Hosea 2:20 ausgedrückt; 4: 1, 6; und 6: 6. Jeschua hatte den Geist der Erkenntnis Jehovas in Matthäus 11,27. Und das sechste Attribut ist der Geist der Furcht Jehovas. Hier ist das Wort Angst keine Angst im Sinne von Angst, sondern Angst im Sinne von Ehrfurcht. Es ergibt sich aus der Anerkennung der besonderen Heiligkeit Gottes. In der Tat hatte Jesus diese besondere Ehrfurcht vor Gott, wie er in Johannes 17 zu Gott sprach. Er erkannte die Heiligkeit Gottes und nannte ihn nicht nur Gottvater, sondern sprach ihn auch als Heiligen Vater an.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

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