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ein Teil der Familie Gottes?

Also seid ihr denn nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes,

Elberfelder Bibel 1905 – Epheser 2,19

Ihr seid jetzt keine Ausländer mehr oder Leute ohne Staatszugehörigkeit, ihr gehört jetzt zum Volk von Gott, ihr seid jetzt Teil der Familie!

VolxBibel – Eph 2,19

 Ihr seid also nicht mehr Fremde und Ausländer, sondern habt die gleiche Bürgerschaft wie die Heiligen und gehört zur Hausgemeinschaft Gottes,

neue Welt Übersetzung – 2018 . – Eph 2,19

Ihr seid jetzt also nicht länger Fremde ohne Bürgerrecht, sondern seid – zusammen mit allen anderen, die zu seinem heiligen Volk gehören – Bürger des Himmels (sondern seid Mitbürger der Heiligen.); ihr gehört zu Gottes Haus, zu Gottes Familie.

Neue Genfer Übersetzung .- Eph 2,19


Ihr Menschen aus den anderen Völkern seid also nicht länger Fremde und Gäste. Ihr habt Bürgerrecht im Himmel zusammen mit den heiligen Engelnc, ihr seid Gottes Hausgenossen.

Gute Nachricht Bibel .- Eph 2,19

Bild von logos.com

ἄρα οὖν folglich, also. ξένος V. 12. πάρ-οικος Nachbar; hier der Fremde (der an einem Ort lebt, der nicht seine Heimat ist), Ausländer. συμ-πολίτης1 Mitbürger. οἰκεῖος Hausgenosse, Familienangehöriger.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Der neugewonnene Zugang zu Gott für die vormals Fernen hat eine bedeutsame Konsequenz: „Folglich seid ihr nun nicht mehr Fremde und Ausländer“.
In 1Mo 23,4 (vgl. auch 24,37; Ps 39,13) bezeichnet sich Abraham als „Fremdling und Beisasse“ in Kanaan, dem Land der Verheißung. Diese Formulierung wird in Hebr 11,13 im Hinblick auf den Weg des Glaubens interpretiert: Die Patriarchen waren unterwegs in das himmlische Land der Verheißung (vgl. 11,14ff). In gleicher Weise sind Christen „Fremdlinge und Pilger“ (1Petr 1,1; 2,11), weil sie auf dieser Welt „keine bleibende Stadt haben, sondern die zukünftige suchen“ (Hebr 13,14). Daher hat auch ihre Lebensweise dieser Grundsituation zu entsprechen: Sie sollen sich nicht in endgültiger Weise an Dinge dieses Lebens binden, sondern „haben, als hätten sie nicht“ (1Kor 7,29-40).
Eine weitere Bedeutung gewinnt der Doppelausdruck „Fremde und Ausländer“ im Blick auf die Stellung von Heiden- und Judenchristen: Waren die Heiden „zu jener Zeit … entfremdet vom Gemeinwesen der Verheißung“ (Eph 2,12), weil sie durch den Zaun des Gesetzes vom Gott Israels ferngehalten wurden, so ist diese Situation in Christus beseitigt und radikal verändert: Sie sind jetzt „Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“.
Dies meint nicht, daß die Heidenchristen als „Mitbürger“ (griech.: sympolitai) der „Bürgerschaft Israels“ (griech.: politeia; Eph 2,12) eingegliedert werden. Das in Christus entstandene „Gemeinwesen“ der Kirche ist eine völlige Neuschöpfung, in die Angehörige aus Juden und Heiden jeweils im Glauben aufgenommen werden. Zwar trifft es keineswegs zu, daß die Geschichte Gottes mit seinem Volk durch Christus schlechthin aufgehoben und damit hinfällig geworden wäre, daß also die Kirche Israel einfach ersatzlos ersetzt hätte. Jedem Denken in diese Richtung gilt die mahnende Erinnerung des Paulus: „so sollst du wissen, daß nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich“, den ehemals wilden, nun aber eingepfropften Ölzweig (Röm 11,17.18). Dennoch vermittelt diese heilsgeschichtliche Situation Israels den Angehörigen des atl. Bundesvolkes keine Sonderstellung in dem Sinne, daß hier ein Sonderweg abseits des Glaubens an Jesus Christus eingeschlagen werden könnte. Die „Heiligen“, deren „Mitbürger“ die Adressaten geworden sind, bestehen weder aus Juden noch aus Judenchristen, sondern aus allen bereits zur Kirche Jesu Christi gehörenden Glaubenden.
( Vgl. Schnackenburg, a. a. O. 121, der auch die Deutung auf „die Engel als Repräsentanten der himmlischen Gemeinde“ erwägt; vgl. 1,18.)
Weil diese Stadt (griech.: polis) Gottes eine himmlische ist (vgl. Hebr 12,22), darum ist auch das Bürgerrecht (griech.: politeuma) im Himmel (Phil 3,20), das Erbteil (Eph 1,14.18), an dem die Christen ja bereits in Jesus Christus Anteil haben (2,6).
Mit dem Bild von der Stadt („Mitbürger“) ist das Bild des Hauses verbunden: „Hausgenossen Gottes“. Die Gemeinde ist „geistliches Haus“ (1Petr 2,5; vgl. 4,17), zu dem „Hausgenossen des Glaubens“ (Gal 6,10) gehören.

Wuppertaler Studienbibel

In diesen Versen präsentiert Paulus das Resultat (»Folglich nun«) dessen, was er in den V. 11-18 entfaltet hat. »Nicht mehr Fremde und Randbewohner« (V. 19 a) spielt auf die in V. 11-12 beschriebene ursprüngliche Entfremdung der Heiden an. Die hier gebrauchten Begriffe stammen aus dem zivilen Bereich des Stadtlebens, werden nun aber im übertragenen Sinne – also mit geistlicher Bedeutung – verwandt. »Fremde« sind Menschen, die in einer Stadt kein Bürgerrecht haben. »Randbewohner« sind von den Bürgern geduldete Ortsfremde, die u. U. außerhalb der Stadtmauern wohnen mussten. Im geistlichen Bereich leben die ehemals heidnischen Empfänger des Eph nicht mehr so. Sie gehören voll und ganz zum Gottesvolk – verbunden sowohl mit den übrigen Gliedern des Volkes Gottes als auch mit Gott selbst.

Dieser Doppelaspekt wird beschrieben mit der Aussage: »… sondern (ihr) seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.« Manche Ausleger meinen, dass mit den »Heiligen« die Engel gemeint seien. Verwiesen wird dann auf die jüdische Gemeinschaft von Qumran, die sich mit den u. a. als »Heilige« bezeichneten Engeln verbunden wusste (»denen, die Gott erwählt hat, hat er gegeben zu ewigem Besitz, und Erbteil hat er ihnen gegeben am Los der Heiligen, und mit den Söhnen des Himmels hat er verbunden ihre Gemeinschaft zur Gemeinde der Einung, zum Kreis des heiligen Baus«, 1 QS XI, 7ff.; »Und die Gemeinde deiner Heiligen ist in unserer Mitte zu ewiger Hilfe«, 1 QM XII, 7; »Und den verkehrten Geist hast du gereinigt von vieler Missetat, damit er eintrete in den Standort mit der Heerschar der Heiligen und komme in die Einung mit der Gemeinde der Himmelssöhne«, 1 QHod III, 21f.). Und doch würde dieser Hinweis auf die Gemeinschaft von Menschen und Engeln in der Gemeinde an dieser Stelle im Eph überraschen.

In 1,1 sind mit den »Heiligen« eindeutig die Glieder der christlichen Gemeinde bezeichnet; und so doch wohl auch in Eph 1,18 b. Dann würde aber überraschen, wenn hier in Eph 2,19 die »Heiligen« plötzlich, ohne nähere Erläuterung, als Engel verstanden werden sollten. Zudem knüpft V. 19 ja zusammenfassend an die vorangehenden Verse an, und dort war nicht von der Vereinung von Menschen und Engeln in der Gemeinde die Rede, sondern von einander früher entfremdeten Menschen. Damit ist der Gedankengang klar: Waren die Leser früher dem Gottesvolk entfremdet, sind sie nun vollberechtigte Glieder in der Schar der Heiligen, d. h. in der glaubenden Gemeinde, dem Gottesvolk. Zugleich sind sie »Hausgenossen Gottes«, also auch Gott nicht mehr entfremdet, sondern bei ihm zu Hause! (Vgl. auch in V. 16 den Doppelaspekt des Versöhntseins miteinander und mit Gott in der Gemeinde.)

Gerhardt Maier – Edition C

So (ara oun) seid ihr, d. h. die Heiden, nun nicht mehr Gäste (xenoi;vgl. V. 12) und Fremdlinge. Von nun an sind die gläubigen Heiden Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Sie werden Teil der Gemeinschaft der Erlösten aller Zeiten, angefangen bei Adam. Das bedeutet jedoch nicht, daß die Gemeinde die Segnungen erbt, die ursprünglich Israel verheißen wurden. Eine solche Deutung ist aus drei Gründen nicht möglich: (1) Paulus befaßt sich in diesem Kontext mit dem „neuen Menschen“ (V. 15), dem „einen Leib“ (V. 16). Das heißt nicht, daß die Heiden in das Volk Israel aufgenommen werden, sondern daß gläubige Juden und gläubige Heiden gemeinsam eine neue „Menschheit“ bilden. (2) Paulus sagt insbesondere, daß die Heiden „Mitbürger der Heiligen“ und „Hausgenossen Gottes“ werden, er benutzt nicht das Wort „Israel“. Wenn er hätte sagen wollen, daß die Gemeinde „Israel“ wird, hätte er, wie in Vers 11, beide Gruppen genannt. (3) Paulus erklärt, daß diese neue Beziehung „auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, erbaut“ ist (V. 20). Das aber geschah an Pfingsten, nicht schon im Alten Testament. Es stimmt zwar, daß die heidnischen Gläubigen zu den Erlösten aller Zeiten gehören werden (V. 19), doch ihre Aufnahme – zusammen mit den gläubigen Juden – in die „neue Menschheit“ begann erst, als an Pfingsten die Kirche gegründet wurde.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Universalkirche – Epheser 2: 19–22

Im dritten Abschnitt schließt Paulus mit vier Punkten auf die Erbauung ab.

Dann seid ihr also keine Fremden und Reisenden mehr, sondern Mitbürger der Heiligen und des Hauses Gottes, die auf dem Fundament der Apostel und Propheten errichtet wurden, wobei Christus Jesus selbst der Hauptgrundstein ist. in dem jedes einzelne Gebäude, passend zusammengerahmt, zu einem heiligen Tempel im Herrn heranwächst; in dem ihr auch zusammen gebaut seid für eine Behausung Gottes im Geist.

Zusammen sind wir jetzt: Erstens, das Haus Gottes, wir sind die universelle Kirche (Vers 19); zweitens ist das Fundament [der Universalkirche] die Apostel und Propheten (Vers 20). Dies sind die neutestamentlichen Apostel und Propheten, wobei der Messias selbst der Hauptgrundstein ist. Drittens ist dieses Haus Gottes mit dem Fundament der Apostel und Propheten ein heiliger Tempel im Herrn; Die Universalkirche ist ein heiliger Tempel (Vers 21). Und viertens ist diese universelle Kirche eine Behausung Gottes im Geist (Vers 22).

Der Heilige Geist wohnt nicht nur im einzelnen Gläubigen, er wohnt auch in der örtlichen Kirche und er wohnt in der universellen Kirche. Alle drei Bereiche der Wohnung haben einen Einfluss auf das spirituelle Leben des Gläubigen.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

In Epheser 3: 1 erklärt Paulus, dass er im Namen der Heiden ein Gefangener geworden ist. Hintergrund für 3: 1 ist seine Lehre in 2: 11–22, in der er schrieb, dass die Heiden aufgrund des mosaischen Gesetzes, das als mittlere Trennwand diente, um die Heiden zu halten, nicht die geistigen Segnungen der jüdischen Bündnisse genossen hatten als Nichtjuden, weg von den geistigen Segnungen der jüdischen Bündnisse (2: 11-12). Der Tod des Messias brach diese Trennmauer nieder und brachte die Heiden näher (2: 13-15). Der Messias hat nun Juden und Nichtjuden zu einem Körper vereinigt (2: 16–18), und dieser eine Körper ist die Kirche (2: 15–22). In Kolosser 1:15 beschreibt Paulus die Kirche als den Leib des Messias. Bis dahin gab es nur zwei Einheiten: Juden und Nichtjuden. Aber jetzt hat er eine neue dritte Einheit geschaffen, die sowohl jüdisch als auch nichtjüdisch ist: die Kirche, den Leib des Messias. Die Heiden sind Mitbürger der jüdischen Gläubigen des Hauses Gottes (2:19); Das Fundament dieses Haushalts, das Fundament der Kirche, sind die Apostel und Propheten des Neuen Testaments, wobei Jesus der Grundstein ist (2:20). und diese Kirche ist jetzt der Tempel Gottes (2: 21-22). Paulus ‚Berufung war es, die Heiden im Körper zu erklären. All dies ist der Hintergrund für Paulus ‚Aussage in 3: 1, dass er im Namen der Heiden ein Gefangener geworden ist.

Fruchtenbaum – Schritte des Messias

Zu welcher Gruppe gehörst DU? Hier in Epheser werden ALLE Christen in einer Gruppe zusammen gesehen. Nichts mit unterschiedlicher Hoffnung – oder? Entweder ist der Blick auf Gottes Weltregierung, oder der Blick ist auf das „ich und diese Welt“ gerichtet.
Die Kirche ist ein Leib! Nicht zwei – und das Haupt dieses Leibes ist nicht in irgendeinem Land auf der Erde – sondern das Haupt dieser Gemeinschaft ist Jesus selbst! Jeder, dessen Oberhaupt, dessen geistliche Leitung nicht Jesus ist, kann sich damit auch nicht wirklich als Christ bezeichnen.

Geschrieben von Thomas am 11. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Jesus Christus in der hebräischen Bibel

Als Jesus auf dem Weg nach Emmaus zwei seiner Jünger begleitete, zeigte er ihnen, dass der Christus im AT so oft vorrausgesagt war!
Ist mir eigentlich nichts neues – denn viele Bücher und Broschüren sind zu diesm Thema verfasst worden.

Aber momentan lese (bzw höre ich nachts) ein Buch, dass alle Bibelbücher Schritt für Schritt nach dem Messias durchleuchtet.
Heute Nacht war der Abschnitt mit den Psalmen begonnen worden : und ich staunte, als dort behauptet wurde, dass Psalm 1 und 2 zusammen gehören. Es gibt in diesem Buch eine ganze Menge Beweise für diese These, unter anderem, dass Psalm 2 keine Überschrift trägt.
Wer also mal richtig tief in die Frage eintauchen möchte: wo erscheint der Messias im AT“ dem sei folgendes Buch empfohlen: „The Moody Handbook of Messianic Prophecy: Studies and Expositions of the Messiah in the Hebrew Bible

Geschrieben von Thomas am 9. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel | Keine Kommentare

Jesaja 43:10

Wer spricht in diesem Kapitel der Bibel zu WEM? Wenn wir schon das Kapitel aus dem Zusammenhang der Jesajarolle reißen, so ist der Vers 1 klar: Jehovah spricht zu Jakob und Israel als SEINEM Volk.

Ihr seid meine Zeugen usw. Israel wird angesprochen. Und mein Diener. Der Prophet. Ich bin Er. Dies ist der erhabenste Ausdruck der Einheit Gottes; denn jedes andere Wesen unterscheidet sich von seiner wirklichen Form.14 Vor mir, nach mir. Nach einigen bedeutet „vor mir“ „vor der Offenbarung auf dem Sinai“ und „nach mir“, „nach der Offenbarung“ .15 Es ist jedoch keineswegs notwendig, von der wörtlichen Bedeutung der Worte abzuweichen: „Kein Gott war vor mir, und niemand wird nach mir sein “, weil Gott der Erste und Letzte ist. Der Ausdruck „geformt“ (נוצר) wird hier auf das Wort „Gott“ angewendet, um zu implizieren, dass ein Gott neben ihm nur einer sein kann, der vom Menschen geformt wurde. Kurzsichtige Menschen denken, dass der Ausdruck „geformt“, der in Bezug auf den Schöpfer verwendet wird, aus dem Mund des Propheten gerutscht ist; dies ist aber keineswegs der Fall; solche Kritiker verstehen die wahre Bedeutung des Verses nicht.15a
11. Ich, ich. Das Wort wird wiederholt, als ob ich sagen möchte: „Ich verändere mich nicht wie das Heer des Himmels in Bezug auf sein Zentrum, noch wie irdische Dinge in Bezug auf Substanz und Form; Ich kann daher jederzeit helfen. “
12. Ich habe in Ägypten erklärt, dich zu retten. Und ich habe veranlasst zu hören. Ich habe dich veranlasst, meine Stimme auf dem Sinai zu hören. Es war kein Fremder unter euch. Die Israeliten allein waren dort. Und du bist mein Zeuge. Sie wurden von Ihren Vätern darüber informiert. Und ich bin ständig Gott; comp. „Ich bin der Herr, ich verändere mich nicht“ (Mal. 3: 6).

Der Kommentar von IBN Ezra zu Jesaja

Israels Status als heilige Nation beruhte auf ihrer Wahl. Ein Zweck der Wahl war es, dass Israel ein Königreich der Priester ist. Während Israel einen Priesterstamm hatte, den Stamm Levi, sollte die Nation als Ganzes auch ein Priestertum sein. Die historische Funktion eines Priesters bestand darin, den Menschen vor Gott darzustellen. Der Stamm Levi vertrat Israel vor Gott; und Israel sollte die Nationen der Heiden vor Gott vertreten. Dies war vielleicht der Hauptzweck der nationalen Wahlen in Israel, und alle anderen Gründe sind diesem untergeordnet.
Ein zweiter Grund war, der Empfänger der Offenbarung Gottes zu sein und sie aufzuzeichnen. Aus diesem Grund erhielt Israel das Gesetz Mose (5. Mose 4: 5–8; 6: 6–9; Röm. 3: 1–2).
Ein dritter Grund war, die Lehre des einen Gottes in Jesaja 43: 10-12 zu verbreiten:

Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova, und mein Diener, den ich erwählt habe; damit ihr mich kennt und glaubt und versteht, dass ich er bin; vor mir wurde kein Gott gebildet, und es wird auch keinen nach mir geben. Ich, auch ich, bin Jehova; und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe erklärt, und ich habe gerettet, und ich habe gezeigt; und es war kein fremder Gott unter euch; darum seid ihr meine Zeugen, spricht Jehova, und ich bin Gott.

In dieser Passage wurde Israel ausgewählt, um den Nationen der Heiden zwei Dinge zu verkünden: Erstens, dass Jehova, der Gott Israels, der einzige Gott ist; und zweitens ist er der einzige Retter, und alle, die Erlösung suchen, müssen sie in ihm finden.
Ein vierter Grund war, den Messias hervorzubringen (Röm 9,5; Hebr 2,16-17; 7,13-14).

Fruchtenbaum – Israelologie: das fehlende Glied in der systematischen Theologie

Gott läßt Israel, das noch blind und taub ist (vgl. Jes 42,20; Jes 48,8 ), vor die Nationen bringen. Die Nationen sollen Zeugen aufstellen , um zu beweisen, daß sie die Zukunft vorhersagen können (vgl. Jes 41,21-23 ). Dann sagt er, daß die Israeliten als seine Zeugen (vgl. Jes 43,12; 44,8 ) und sein auserwählter Knecht (vgl. Jes 41,8-9 ) deutlich zeigen, daß er der einzige Gott ist ( Jes 43,10 ). Er war schon da, bevor irgendein Götze gemacht wurde, und er wird auch noch da sein, lange nachdem der letzte Götze vergangen ist.
Die Befreiung Israels durch den Herrn zeigt ebenfalls, daß er der wahre Gott ist. Er ist der einzige Heiland , und niemand kann sich seinen Plänen entgegenstellen. „Heiland“ ist ein anderer Titel Gottes, den Jesaja häufig benutzt (vgl. Jes 17,10; 43,3; 45,15.21; 49,26; 60,16; 62,11; 63,8 ). Gottes Offenbarung seines Planes und die Rettung seines Volkes kann von keinem fremden Gott nachgemacht werden. Israels Existenz ist ein deutliches Zeugnis für die Allmacht und Ewigkeit Gottes. Niemand kann umkehren, was Gott getan hat, oder sich seinen Plänen entgegenstellen (vgl. Hi 42,2 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Ihr aber seid meine Zeugen usw. Nachdem Gott die Heiden und ihre Lügengötzen zunichte gemacht, stellt er seine Zeugen auf und rühmt ihre Wahrhaftigkeit; denn den Juden war hinreichend göttliche Belehrung und Weissagung zu völliger gewisser Sicherheit des Glaubens widerfahren. Und durch die Worte unseres Verses klingt der leise Vorwurf gegen die hindurch, die nicht mit lauter Stimme verkünden, was etwa in ihnen ist, was der Ehre Gottes zu dienen vermag. Wer da schweigt, wo es sich um den Ausweis der wahren Religion handelt, der übt Verrat an der heiligen Sache. Unter dem Knecht Gottes ist nicht Jesaja für sich, sondern die Gesamtheit der Propheten zu verstehen, die Gott vor anderen seine Knechte nennt und zur Bekräftigung seiner Wahrheit ausersehen hat. Doch die Einzahl „Knecht“ weist darauf hin, dass Jesaja vorzüglich an Christum denkt, in dem alle Weissagung beschlossen ist. Ist er nicht der höchste Zeuge, der am gewaltigsten Menschenherzen überwindet? Dabei bleibt aber doch bestehen, dass, wie gesagt, auch die Juden als Zeugen sich mitgetroffen und um ihrer Trägheit und ihres Undanks willen sich beschämt fühlen sollen. Endlich aber gehen die Worte des Propheten auch die von Gott erwählte Gemeinde an, die den Beruf hat, der Wahrheit Zeugnis zu geben, nicht als ob Gott dessen bedürfte, sondern damit die Menschen einen festen Grund hätten, der nicht wankt. In dieser Gemeinde stehen als Knechte Gottes die Lehrer und Diener am Wort an erster Stelle; aber auch den Gläubigen ist es aufgegeben, die Erkenntnis Gottes nicht bei sich zu verbergen, sondern sie frei und offen zu bekennen.
Auf dass ihr wisst und mir glaubt und versteht. Diese Wortfolge zeigt, dass der Glaube dem Bekennen vorausgehen muss. Ist ein Bekenntnis nur Lippenwerk, geht es nicht aus dem Herzen hervor, so ist es nichts nutz und eitel; dergleichen verlangt Gott weder, noch billigt er es. Ferner ist zu beachten, dass der Prophet Wissen und Glauben auseinander hält. Wodurch unterscheidet sich denn das „Verstehen“ oder die Einsicht, die so zu sagen dem Glauben nachfolgt, von diesem „Wissen“? Gott arbeitet schon dadurch, dass sein Wort uns Ehrfurcht abgewinnt, unserem Glauben vor. Denn das Erste muss doch die Demut sein, durch die wir Herz und Sinn Gott gefangen geben; dazu fügt dann Gott weiterhin, damit wir die uns gebotene Wahrheit umso gewisser uns zueignen, die Bestätigung durch die Erfahrung. So berichtet ja Johannes, er und Petrus seien zum Glauben an die Schrift gekommen, nachdem sie im geöffneten Grabe die Anzeichen dafür, dass der Herr auferstanden war, erblickt hätten (Joh. 20, 8), und an anderer Stelle spricht derselbe Evangelist von Menschen, die an Christus glaubten, weil sie das erfüllt sahen, was sie aus seinem Munde gehört (2, 23). Und so sollten auch hier die Juden durch die Bestätigung, die ihr Glaube im Leben und in der Wirklichkeit erfuhr, es innewerden, dass sie den wahrhaftigen Gott verehrten. So unterscheidet sich auch der rechte Glaube von jener Leichtgläubigkeit, die wie von ungefähr den Menschen hinreißt: im Gegensatz dazu schenkt Gott seinen Auserwählten Wissen und Urteil genug, um Wahres und Falsches zu scheiden. Daraus geht dann der Glaube und die sichere Gewissheit hervor, die ohne Wanken den Worten Gottes traut. Und endlich zündet dieser Glaube seinerseits wieder das Licht der Einsicht in den Herzen heller und heller an, so dass je nach dem Maß des Fortschritts immer klarer die Erkenntnis Gottes aufleuchtet. Das alles aber geschieht nicht aus unserer Vernunft und Kraft, sondern durch den heiligen Geist, der uns erleuchtet.
Dass Ich´s bin. Das gehört zum Glauben hinzu, dass wir wissen, wer unser Gott ist, und dass er der ist, den wir verehren, und kein anderer; sonst schweifen wir ab und gehen in die Irre. Das also ist nicht mehr Glauben zu nennen, wenn jemand nach eigenem Gutdünken irgendetwas erdichtet oder sich aufs Geratewohl an die Worte eines anderen hängt, oder wohl gar im Dunkeln tappt. Der rechte Glaube ist in sicherer Gewissheit gegründet und weiß sich im Gehorsam des einen, wahren Gottes gebunden; so kann er alle erträumten Götter von oben herab ansehen und das Herz frei machen von der Furcht, die im Irrwahn zu versinken meint. Hieraus mögen wir ersehen, was davon zu halten ist, wenn bei den Päpstlichen auch stumpfe und einsichtslose Menschen, die kein Wort von dem unbekannten oder ungewissen Gott auch nur zirpen können, Gläubige genannt werden, wenn sie nur bereit sind, anzunehmen, was die Kirche, die heilige Mutter, ihnen vorschreibt. Solch lästerliches Treiben hat Gott nimmermehr gut geheißen, sondern den Glauben mit der Einsicht verbunden, so dass man beide nicht voneinander trennen kann. Überdies ist kein Glaube, ohne dass man ihn bekennt, den Vater unseres Herrn Jesu Christi, der durch die Apostel und Propheten zu uns geredet hat. Und um zu bekräftigen, dass er allein Gott ist, fügt er hinzu: vor mir ist kein Gott gemacht – ein spottender Hinweis darauf, dass alle etwa vorhanden gewesenen Götter von sterblichen Menschen gebildet und hergestellt waren und darum mit dem ewigen Gott nicht verglichen werden dürfen. Unverletzt und unvermindert bleibt seine Herrschaft; er weicht nicht der Entkräftung oder dem Alter. In ihm müssen wir ruhen, wenn unser Glaube der rechte sein soll, an ihm festhalten, dem einigen Gott, der keinen anderen neben sich duldet.
V. 11. Ich, Ich bin der Herr, und ist außer mir kein Heiland. Als Sieger erhebt sich Gott, nachdem er genug gestritten, und nun bestätigt er es: Ich, Ich bin der Herr, und ist außer mir keiner. Wie gefährlich ist es, auf eigenes Gutdünken über Gott dies und jenes zurecht zu reimen; ehe man es sich versieht, hat man ein Götzenbild an seine Stelle gesetzt. Was aber in Wahrheit von ihm kommt, das lasst uns mit Eifer ergreifen und, nachdem er sich uns geoffenbart, zunehmen und wachsen in seiner Erkenntnis! Ich, Ich bin der Herr: nicht nur das ewige Wesen seiner Gottheit, sondern seine Macht und Güte hebt Gott hier hervor; den alleinigen Heiland nennt er sich. Die Welt pflegt ihm nur den leeren Namen zu lassen, aber seine Macht hierhin und dorthin zu verteilen; so geschieht es ja auch im Papsttum. Da nennt man ihn wohl Gott und rühmt sich seiner Verehrung, aber seine Herrlichkeit und das, was er ausrichtet, teilt man dem Petrus, oder Paulus, oder anderen Heiligen zu: so hat man am Ende eben so viel Götter, als Kreaturen. Aber unversehrt und unvermindert will Gott dies alles für sich selbst behalten: und man kann es keinem anderen geben, ohne ihm Schimpf und Lästerung anzutun. Er allein vermag zu schützen, zu erhalten. In ihm ruht unser Heil, und ein vornehmlicher Teil des Gottesdienstes ist der Glaube, der Anfang und Ende des Lebens in ihm geborgen weiß und ihm in allen Stücken die Ehre gibt.
V. 12. Ich habe es verkündigt und habe auch geholfen. Dieser Vers fasst das Vorhergehende zusammen. Ich habe es voraus verkündigt, das bezieht sich auf Gottes Allwissenheit; ich habe auch geholfen, auf seine Allmacht und Güte. So stellt er sich als den einigen Gott hin, der alles weiß und vermag. Und das ist nicht nur den Juden, sondern auch uns gesagt: soviel Weissagungen Gottes wir haben, soviel Denkmäler seiner Macht und seiner Allwissenheit, damit wir lernen, auf ihn zu trauen, allen Aberglauben zu verbannen und ihn allein hoch und herrlich sein lassen. Denn, nachdem er also seine Macht erwiesen und seine Gnade erzeigt, wären wir undankbar, wenn wir nicht in ihm allein uns zufrieden geben wollten.
Da war kein fremder Gott unter euch – zu jener Zeit, als ich öffentlich und im geheimen meine Macht erwies. Dies Wort soll nicht auf ein Lob der Frömmigkeit oder der Religion der Juden hinauslaufen, sondern den alleinigen Schutz Gottes ins Licht stellen: solange Israel keinem fremden Gotte diente, zeigten sich ihm die großen Wunder des Herrn in Hülle und Fülle. Da war kein Zweifel, dass außer ihm kein Gott sei. Zugleich aber deutet der Prophet an, dass unser Unglaube den vollen Erweis der Macht Gottes hindert. Wenden wir vollends unser Herz götzendienerischem Aberglauben zu, so machen wir uns selbst seiner Hilfe und Güte unwürdig. Am Schluss entbietet der Herr abermals seine Zeugen: schnöden Undanks würden sie schuldig sein, wenn sie verhehlen würden, was er ihnen offenbart.

Jean Calvin -Jesaja

So lange es keinen Staat und kein Land Israel gab, dachten viele Ausleger, dass es Jehovah unmöglich sei, seine Verheißungen war zu machen – und bastelten sich deshalb ein „geistiges Israel“ an dem sich dass alles erfüllen könnte. Aber wer sich ernsthaft die Kapitel in Jesaja durchliest, stellt schnell fest, dass es hier um die Kinder Abrahams und Isaaks geht! Siehe dazu auch hier. Ja, ich kann mich anstrengen, und wie ein kleines Kind mir einen „Polizeiausweis“ basteln und dann „Polizei“ spielen – aber ich bin deshalb kein Polizist! Genauso kann ich mir ein Schild basteln und mir den Namen Jehovah drauf schreiben – aber Jehovah hat sein Volk mit Abraham gewählt! Er läßt sich nicht von seinen Geschöpfen vorschreiben, wen ER benutzt und wen er wie segnet.


Spannend in diesem Zusammenhang, ER – Jehovah – sagt, dass er der einzige Retter /Helfer /Heiland ist! Wie würdest du in diesem Zusammenhang Jeschuahs Rolle einordnen?

Geschrieben von Thomas am 3. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

„dass der Auserwählte durch diesen ganzen Dreck durchmuss, damit Gott ihn auch zum Meister über alles, was es gibt, machen kann?“

Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und trägen Herzens, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?

Elberfelder Bibel 1905 – Lukas 24,25–26

Da sagte er zu ihnen: „Ach, ihr Unverständigen! Wie langsam euer Herz doch darin ist, an all die Aussagen der Propheten zu glauben! Musste der Christus nicht das alles erleiden und in seine Herrlichkeit gelangen?“

neue Welt Übersetzung – 2018 – Lukas 24,25–26

Und er sagte zu ihnen: „Oh ihr Begriffsstutzigen und Langsamen im Herzen, [die ihr unfähig seid], an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste der Gesalbte nicht diese [Dinge] erleiden und in seine Herrlichkeit eintreten?“

Leonberger Bibel – Lk 24,25–26

Da sagte Jesus zu ihnen: »Was seid ihr doch schwer von Begriff! Warum rafft ihr euch nicht endlich auf zu glauben, was die Propheten gesagt haben? Musste der versprochene Retterb nicht dies alles erleiden und auf diesem Weg zu seiner Herrschaft gelangen?« (Apg 14,22)

Gute Nachricht Bibel – Lk 24,25–26

Da sagte er zu ihnen: »O ihr Gedankenlosen, wie ist doch euer Herz so träge (oder: stumpf), um an alles das zu glauben, was die Propheten verkündigt haben! 26 Mußte denn Christus (oder: der Messias) dies nicht leiden und dann in seine Herrlichkeit eingehen?«

Menge – Lk 24,25–26



ὦ vor Vok. m. Affekt (A142). ἀ-νόητος11 unverständig, unvernünftig. βραδύς10 εῖα ύ langsam. τοῦ m. Inf. GenO (zweiten Grades, A51) zu βραδεῖς (H-S § 225a; A281). πιστεύειν Inf.; βραδεῖς τῇ καρδίᾳ (dat. resp., A178) τοῦ πιστεύειν die ihr im Herzen zu träge/stumpf seid zu glauben (vgl. B βραδύς) = etwa wie schwer fällt es euch zu glauben. ἐπί m. Dat. an od. auf Grund von (B II1bγ; BDR § 1872). οἷς für ἅ Attraktion des Rel.-Pron. (A360). ἐ-λάλησαν Aor. λαλέω. Lk 24,26 οὐχί nicht; erwartet als Frageeinleitung eine bejahende Antwort (A320). ἔ-δει Ipf. δεῖ V. 7. παθεῖν Aor. Inf. πάσχω; Präd. des AcI, abhängig v. ἔδει. καί weiterführend (BDR § 4426; vgl. A311,2) und so, und dann. εἰσ-ελθεῖν Aor. Inf. -έρχομαι; Präd. des AcI.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Jesus tadelte sie für ihre Begriffsstutzigkeit und ihren Unglauben. Er legte ihnen, angefangen beiMose und den Propheten, alles aus, was von ihm gesagt war. Damit machte er ihnen zugleich klar, daß sie das, was geschehen war, eigentlich aus dem Alten Testament heraus hätten verstehen müssen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Über dem Lebensgang Jesu liegt volle Klarheit und ganze Übereinstimmung mit der Schrift. Sie verkündigt den Christus, der Gott bis zum Tod gehorsam ist, den, der in die himmlische Herrlichkeit erhöht wird, nicht einen Christus nach dem Herzen Israels; darum wird er von ihm verworfen und bleibt doch, weil er der Bote der Gnade ist, der, der es erlöst. Es gab für die Jünger keinen Glauben an Jesus, solange ihnen das Ende Jesu als ein Widerspruch erschien. Freilich durften sie, wenn sie mit dem Schriftwort den Willen Gottes im Ausgang Jesu erkennen sollten, nicht nur einzelne Worte aus ihm herauslesen, die sie nach ihren Wünschen auswählten; sie mussten alles hören und alles nützen, was die Propheten gesagt hatten. Statt dessen hatten sie ein verdunkeltes Auge, das nichts sah, und ein mattes, gebundenes Herz, das sich mühsam zum Glauben durchringen musste. Darum musste ihnen nun die Schrift als eine neue, ihnen bisher verborgene Botschaft gesagt werden.

2 Lk 4,26: Musste nicht der Christus dieses leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?

Was die Jünger soeben von Jesus erzählten, musste der Christus leiden, weil es für ihn so zum voraus in der Schrift geordnet war. Es geschah nicht, damit er darin versinke, sondern damit er so in seine Herrlichkeit eintrete, die er vor Gottes Thron, nicht im Maß des irdischen Lebens empfängt. So standen die Jünger zu ihrer Überraschung vor der Gewissheit, dass Jesus eben deshalb der Christus war, weil er gekreuzigt wurde. Und nun kam Spruch um Spruch an die Reihe, und jeder empfing neues Licht aus der vollbrachten Gottestat.

Lk 24,27-29: Und er fing bei Mose und allen Propheten an und legte in allen Sprüchen aus, was über ihn gesagt ist. Und sie kamen zum Dorf, wohin sie wanderten, und er stellte sich, als ziehe er weiter, und sie drangen in ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn der Abend kommt, und der Tag hat sich schon geneigt. Und er trat ein, um bei ihnen zu bleiben.

Jesus erprobte die Jünger. Werden sie ihn ziehen lassen oder ihm für seinen Dienst so dankbar sein, dass sie ihn bei sich behalten möchten? Die Jünger haben sich bewährt.

Erläuterungen zum Neuen Testament -Schlatter

Eine erste Aussage: Wer Gottes Wort nicht kennt, befindet sich im Irrtum. Seine Überlegungen mögen noch so klug sein, es fehlt ihnen die Grundlage.
Die Bibel kennen, aber ihren Aussagen nicht glauben, kommt auf das Gleiche hinaus. Die Sadduzäer kannten das Alte Testament. Aber sie glaubten nicht alles, was darin stand. Ist das nicht auch eine Gefahr für uns heute? Der Herr musste den Emmaus-Jüngern den Vorwurf machen: «O ihr Unverständigen und trägen Herzens, an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben!» (Lk 24,25). Die Bibel ist kein Selbstbedienungsladen, in dem wir nehmen können, was uns gefällt, und weglassen können, was uns nicht zusagt. Lasst uns deshalb am ganzen Wort Gottes ohne irgendwelche Abstriche festhalten.

Halte fest 2020

Die Rüge des Herrn floß aus einem Herzen voller Liebe und Barmherzigkeit. Er rügte sie, weil ihre Herzen so träge waren, alles zu glauben, was die Propheten gesprochen hatten. Aus der Anrede „O ihr
Unverständigen“ (im Griechischen mit maskuliner Endung) läßt sich nicht folgern, beide seien Männer gewesen; denn die Endung des Wortes wäre auch dann maskulin gewesen, wenn die Angesprochenen Mann und Frau
gewesen wären. Wir können nur Kleopas als Mann identifizieren, nicht
aber seinen Begleiter. Sie hätten aus den großartigen Weissagungen
Jesajas, Davids und anderer Propheten wissen müssen, daß der
Christus würde leiden müssen. Träge Herzen sind von einer
geistlichen Krankheit befallen; solche bedürfen einer radikalen
Behandlung, die nur der Herr selbst verabreichen kann. Wie
bewunderungswürdig behandelte Er diese trägen Herzen!
  „Mußtenicht der Christus dies leiden“ bedeutet: War es denn nicht notwendig? Paulus gebrauchte ähnliche Worte in Thessalonich, „nämlich, daß derChristus leiden sollte, daß er als Erster durch Totenauferstehung Licht verkündigen sollte…“ (Apg 26,23). Die Worte des Herrn sind eine
Zusammenfassung der großen Wahrheit, daß der Weg zur Herrlichkeit
über das Kreuz führen mußte. Das hatten Herz und Sinn der Jünger noch nicht erfaßt. Petrus lernte es danach, und es wurde sogar das Thema seines ersten Briefes: „die Leiden, die auf den Christus kommensollten, und die Herrlichkeiten danach“ (1 Petrus 1,11). Zum häufigen Hinweis des Lukas auf Dinge, die geschehen „mußten“ vergleiche man die Erörterungen zu den Versen 7-8, wo die entsprechenden Bibelstellen angeführt sind. Wir sollten die Kernaussage nicht übersehen, die darin liegt, daß der erste für die Herzen der Jünger bestimmte Satz die Bedeutung Seiner Leiden hervorhebt. Wenn das Kreuz nicht richtig verstanden wird, kann nichts klar sein.
  27 „Von Moses und von allen Propheten“ kann sich auf das ganze AT beziehen, aber wenn der Begriff „in allen Schriften“ hinzugefügt wird, dann wissen wir, daß Moses der Ausgangspunkt der systematischen Untersuchungen der Schrift war von dem, „was ihn betraf“. Es gibt wohl kaum einen Gläubigen, der diese Worte nicht mit dem Wunsch gelesen hätte, bei diesen Darlegungen dabei gewesen zu sein. Und doch, wir haben den Heiligen Geist, der „von dem Meinen empfangen und euch mitteilen wird“ (Joh 16,15). Dieser Vers gibt uns die autoritative Grundlage zur Überzeugung, daß sich in jedem Buch der Bibel Weissagungen, Verheißungen, Bilder, Schattenbilder und Illustrationen des Herrn Jesus finden.
 In Antiochien in Pisidien predigte Paulus: „Und obschon sie keine Ursache des Todes fanden, baten sie den Pilatus, daß er umgebracht würde. Und
nachdem sie alles vollendet hatten, was über ihn geschrieben ist, nahmen
sie ihn vom Holze herab und legten ihn in eine Gruft. Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt, und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm hinaufgezogen waren von Galiläa nach Jerusalem, welche jetzt seine Zeugen an das Volk sind“ (Apg 13,28-31). Es besteht ein Zusammenhang zwischen den beiden Ausdrücken „in allen Schriften das, was ihn betraf“ und „alles … was über ihn geschrieben ist“. Letzterer ist durch den Zusammenhang eingeschränkt, ersterer ist uneingeschränkt. In großen Zusammenfassungen von Wahrheiten, wie sie Paulus und in noch höherem Grad der Herr in Seinen Darlegungen „aller Schriften“ machten, finden wir Wahrheiten, die unsere Herzen sättigen und unser Sinnen tagelang erfüllen können. Als Beispiel beachte man die Ausdrücke
„über ihn“, „nahmen … ihn“, „legten ihn“, „ihn … auferweckt“ aus
Apg 13, und es wird auf mindestens drei verschiedene Menschengruppen verwiesen mit dem Fürwort „sie“. Wie viele unendlich kostbare Dinge müssen in die Ohren dieser zwei Wanderer gedrungen sein!

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Was ist der ;Mittelpunkt der ganzen heiligen Schrift? Man kann die Bibel unterschiedlich lesen – und je nachdem mein Auge im Focus hat, werde ich den Christus von 1.Mose bis zur Offenbarung ständig sehen – oder halt andere Dinge! Spannend, zu sehen, dass Adam und Eva sich mit IHM unterhielten, und dass in diesem Zusammenhang schon versprochen wurde, dass der Gesalbte eine Wunde erhalten würde. Aber mit dieser Wunde, hatte die Schlange verloren!

Geschrieben von Thomas am 2. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Wer ist dein Herr?

wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.

Elberfelder Bibel 1905 – Röm 10,9

Denn wenn du mit deinem Mund öffentlich erklärst, dass Jesus Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.

neue Welt Übersetzung – 2018 . Römer 10,9

Wenn du dich öffentlich dazu stellst, dass Jesus der Chef vom Ganzen ist, und wenn du in dir drin ganz sicher bist, dass er wirklich existiert und dass Gott ihn wieder lebendig gemacht hat, dann bist du dabei! Dann bist du in Sicherheit!

VolxBibel – Röm 10,9

Röm 10,9 ὅτι denn. ὁμο-λογήσῃς Aor. Konj. -λογέω (vgl. ὁμῶς zusammen, in gleicher Weise + λόγος) übereinstimmen; sich (offen) als etwas od. zu etwas od. jmdm. bekennen; m. AkkO Ἰησοῦν. κύριον Obj.-Präd. (A65) als Herrn. πιστεύσῃς Aor. Konj. ἤγειρεν Aor. ἐγείρω. σωθήσῃ Fut. Pass. σῴζω.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Antwort:
Dem Sohn Gottes sind besondere Namen und Titel gegeben:

  1. Jesus . Sein irdisch-menschlicher Name ist Jesus. (Eine griechisch-lateinische Form des hebräischen Jeschua, einer späteren Bildung aus Jehoschua.) Er bedeutet: der Herr ist Heil oder Rettung. Gott gibt seinem Sohn diesen Namen, um damit auszusagen, daß er in diesem Namen Verlorene retten und Sünder selig machen will. Mt 1,21.23 ; Lk 1,31 ; 2,21 ; 4,18 ; 1Tim 1,15 .
  2. Christus . Sein himmlisch-göttlicher Name und Titel (der Christus) lautet: Christus, d. h. Gesalbter (oder Messias), weil er von seinem Vater mit dein Heiligen Geist zu einem ewigen Priester und König gesalbt ist (vgl. Fragen 37 und 40 ). Joh 1,41 ; 4,25 ; Mt 16,16 ; Apg 2,36 ; 10,38 ; Ps 2,2 ; 1Sam 2,10 ; Dan 9,25 .
  3. Sohn des Menschen (Titel), ist als Selbstbezeichnung Jesu zunächst Hinweis auf sein Verhältnis zum menschlichen Geschlecht. Gleichzeitig drückt dieser Titel aber auch seine künftige Würde aus. Mt 8,20 ; 9,6 .; 12,40 ; 16,13 ; Joh 1,51 ; Lk 19,10 ; Mt 19,28 ; 24,30 ; Apg 7,56 ; Offb 1,13 ; 14,14 ; Dan 7,13 .
  4. Sohn Davids (Titel). Dieser Titel drückt sein Verhältnis zu Israel von seiner Abstammung her aus. Gleichzeitig wird damit seine Königswürde angesprochen. Mt 1,1 ; 9,27 ; 21,9 ; Mk 12,35 ; Jes 11,1.2 .
  5. Immanuel heißt: Gott mit uns. Jes 7,14 ; 8,8 ; Mt 1,23 .
  6. Sein Name: Wunderbarer , starker Gott , Vater der Ewigkeit , Friedefürst . Jes 9,6 .
  7. Er ist der HERR (kyrios). Phil 2,11 ; Röm 10,9 ; 1Kor 8,6 ; 2Kor 4,5 .
Dieter Boddenberg, – Arbeitsbuch für den biblischen Unterricht

Danach führt Paulus aus, was es heißt zu glauben. An erster Stelle nennt er das Bekennen mit dem Munde, um in der Reihenfolge des Zitats aus 5Mo 30,14 zu bleiben (Röm 10,8). Dieses Bekenntnis lautet, daß Gott in Jesus Fleisch geworden (vgl. V. 6) und daß Jesus Christus Gott ist. Ebenso wichtig ist der Glaube, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat (vgl. V. 7). Wer das bekennt und glaubt, wird gerettet werden. Vers 10 zeigt dann die wahre Abfolge des Glaubens auf, deren Resultat erst das Bekenntnis ist: Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht (wörtlich: „dann glaubt man zur Gerechtigkeit“); und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet (wörtlich: „bekennt man zur Rettung“). Es handelt sich hier nicht um zwei verschiedene Schritte auf dem Weg zur Rettung, sondern sie geschehen gleichzeitig. Die Rettung erfolgt durch das Bekennen vor Gott, daß Christus Gott ist, und durch den Glauben an ihn.
Auch diese These belegt Paulus mit einem Zitat aus Jes 28,16 (V. 11; vgl. Röm 9,33): Gott verleiht jedem, der glaubt, Gerechtigkeit. Paulus erinnert seine Leser nochmals an die Unparteilichkeit Gottes (vgl. Röm 3,22): So wie alle, die sündigen, gerichtet werden, werden alle, die glauben, gerettet und reich gesegnet werden. Er erhärtet das mit einem Zitat aus Joe 3,5: Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden. „Den Namen des Herrn anrufen“ bedeutet, ihn im Glauben um die Rettung zu bitten.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
„Als nun die Pharisäer beieinander waren, fragten sie Jesus: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie antworteten: Davids. Da fragte er sie: Wie kann ihn dann David durch den Geist Herr nennen, wenn er sagt: »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege«? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, auch wagte niemand von dem Tage an, ihn hinfort zu fragen. (Mt 22,41-46)
Das griechische Wort für „Herr“ hat mehrere mögliche Bedeutungen, die vom Kontext her verstanden werden wie „Herr“ als Anrede, „Besitzer“, „Gebieter“, oder gar als eine „Bezeichnung für Gott und Christus“.[1] Diese Bedeutung wird in Joel 3,5 deutlich, eine Stelle die Paulus im Röm 10,9-13 zitiert, um darauf hinzuweisen, dass Menschen Jesus als Herrn anrufen sollen, um gerettet zu werden. Eigentlich ist das Wort für Herr in Joel 3,5 „Jahwe“, ein Name für Gott, der etwa 6000 Mal im Alten Testament vorkommt.
„Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet. Denn die Schrift spricht: »Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.« Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des Herrn als Übersetzung von Jahweh in Joel 3,5 anrufen wird, soll gerettet werden«. (Röm 10,9-13 mit Zitat in Vers 13 aus Joel 3,5)

ERF - Bibelkunde Neues Testament Teil I

(9-10) Warum ist mit dem Satz „das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen“, das „Wort des Glaubens, das wir predigen?“ Weil es in ihm um Jesus, den „Herrn“ und von Gott „aus den Toten“ Auferweckten geht – und im Bekenntnis zu ihm und im Glauben an ihn das Heil liegt. An ihn wird „mit dem Herzen … geglaubt“, und er wird „mit dem Mund … bekannt“ – das alles „zur Gerechtigkeit“ bzw. „zum Heil“.

(11-13) Dass im Glauben an Jesus Christus das Heil liegt, begründet Paulus mit zwei weiteren Schriftzitaten. Zunächst zitiert er noch einmal Jes 28,16 (9,33) – diesmal mit dem Zusatz „jeder“ (vgl. 10,4: „… führt zur Gerechtigkeit jeden, der glaubt.“)

Paulus im Römerbrief
Jesaja (nach EB)
Jesaja (nach LXX-D)
Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.
28,16: Darum, so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen.
28,16: darum sagt der Herr so: Siehe, ich werde in die Fundamente Sions einen kostbaren, ausgewählten Stein einsetzen, einen wertvollen Eckstein in ihre Fundamente, und wer auf ihn vertraut, wird nicht zuschanden werden.

Aus dem Zusatz „jeder“ wird dann eine Schlussfolgerung gezogen: „Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen.“ „Wo das Wort in Glaube und Bekenntnis angekommen wird, da ist der heilsgeschichtliche Unterschied zwischen Juden und Heiden aufgehoben (vgl. 3,22f.). Der Kyrios-Jesus, den die Christen bekennen, ist ein und derselbe Herr aller und lässt den Reichtum der endzeitlichen Heilsgüter allen zukommen, die ihn anrufen.“ (Wilckens II, 228)

Das zweite Schriftzitat stammt aus Joel 3,5 und bekräftigt, dass „jeder“ gerettet wird, „der den Namen des Herrn anrufen wird“ (Joel 3,5: „Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des HERRN anruft, wird errettet werden …“).

Mainka – Römerbrief

Hier haben wir also einen Vers, an dem man sich von vielen Seiten stoßen kann. Denn wer behauptet, dass „man sich ersteinmal selber lieben muß“ oder „man so bleiben kann wie man ist“ haben das Problem, dass für sie ja eben Jesus nicht der Herr ihres Lebens ist. Christen sind nicht mehr Herr über ihr eigenes Leben, auch lassen sie sich nicht mehr von der Sünde beherrschen, sondern Jesus Christus beherrscht das Leben – also was die Ziele und Taten an betrifft. Schau dir den Glauben Abrahams an! Dieser war nicht mehr sein eigener Herr, den er lebte im Glauben! Ahme diesen Glauben nach! Sei ein Freund Jehovas – unabhängig von irgendwelchen Gemeinden – den Jesus leitet seine Gemeinde direkt!

Glaubensgerechtigkeit – Römer 10: 6–11

Paulus beginnt mit einer Beschreibung der Glaubensgerechtigkeit in den Versen 6–7: Aber die Gerechtigkeit des Glaubens sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel aufsteigen? (das heißt, um Christus zu Fall zu bringen 🙂 oder: Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? (das heißt, Christus von den Toten auferwecken.)

In diesen Versen zitiert Paulus aus Deuteronomium 30: 12–13, wo Mose die Nähe der Gerechtigkeit Gottes erklärte. Er sagte, man müsse nicht in den Himmel hinaufsteigen, um ihn niederzureißen, oder in den Abgrund hinabsteigen, um ihn heraufzubringen. Was Mose hier zu Israel sagte, gilt für den Messias. Um diese Gerechtigkeit zu erlangen, muss man weder in den Himmel noch in die Hölle gehen, weil sie vom menschlichen Verdienst getrennt ist. Der Mensch muss die Menschwerdung nicht einleiten, um Christus zu Fall zu bringen, denn dies wurde bereits getan. Der Mensch muss auch nicht die Auferstehung einleiten, um Christus zu erwecken, denn dies wurde bereits getan. Glaubensgerechtigkeit wird nicht durch menschliches Verdienst initiiert.

Dann zitiert Paulus Deuteronomium 30:14, in dem die Mittel der Glaubensgerechtigkeit in Vers 8 dargelegt sind: Aber was sagt es? Das Wort ist nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen: das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen.

Das Mittel befindet sich in Ihrem Mund und in Ihrem Herzen und zeigt seine Nähe und Zugänglichkeit. Das Wort des Glaubens ist die Botschaft, und das Thema der Botschaft ist der Glaube. Dies ist die Botschaft oder das Evangelium, das Paulus gepredigt hat.

Paulus erklärt das eine, was für die Errettung wesentlich ist, und das ist der Glaube an die Verse 9–10: Wenn Sie mit Ihrem Mund Jesus als Herrn bekennen und an Ihr Herz glauben, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, werden Sie es sein gerettet: denn mit dem Herzen glaubt der Mensch an die Gerechtigkeit; und mit dem Mund wird das Geständnis zur Erlösung gemacht.

Diese Verse zeigen, wie der Glaube auf natürliche Weise im Bekenntnis zum Ausdruck kommt: Mit dem Mund bekennt man Jesus als Herrn; Mit dem Herzen glaubt er, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat. Mit dem Herzen glaubt der Mensch an die Gerechtigkeit; und mit dem Mund wird das Geständnis zur Erlösung gemacht. Diese chiastische Konstruktion, Mundherz; Mund hören bedeutet, dass Glauben und Bekennen gleichzeitig stattfinden. Beichte ist nichts, was man später tut, um Erlösung zu erlangen. Der Glaube an das Herz bringt Gerechtigkeit und Rechtfertigung. Das Geständnis gilt Gott. Der Inhalt davon ist, dass Jeschua für unsere Sünden starb, begraben wurde und wieder auferstanden ist. Der Inhalt des Glaubens ist, dass Jesus der Retter ist; das ist es, was man in dem Moment gesteht, in dem er glaubt.

Paulus gibt in Vers 11 die einzige Bedingung für die Errettung an: Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, soll nicht beschämt werden.

Paulus zitierte dann aus Jesaja 28:16, um zu beweisen, dass der Glaube die einzige Voraussetzung für die Erlösung ist. Der Punkt seiner Argumentation ist, dass der universelle Weg zur Erlösung durch den Glauben an den Messias, den Kanal der Erlösung, erfolgt.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Geschrieben von Thomas am 30. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Gebet im NT

Weshalb wir auch allezeit für euch beten, auf daß unser Gott euch würdig erachte der Berufung und erfülle alles Wohlgefallen seiner Gütigkeit und das Werk des Glaubens in Kraft, damit der Name unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht werde in euch, und ihr in ihm, nach der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.

Elberfelder Bibel 1905 – 2.Thessalonicher 1,11–12

Gerade deshalb beten wir immer für euch: Möge unser Gott euch seiner Berufung für würdig halten und mit seiner Macht all das Gute, das ihm gefällt, und jede Glaubenstat vollenden.  So soll der Name unseres Herrn Jesus in euch verherrlicht werden und ihr durch eure Verbindung mit ihm, wie es der unverdienten Güte unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus entspricht.

neue Welt Übersetzung – 2018 – 2 Thessalonicher 1:11–12

Deshalb beten wir immer wieder für euch, dass ihr mit Gottes Hilfe so lebt, wie man es von Menschen erwarten kann, die von ihm auserwählt sind. Wir bitten Gott, dass es nicht bei eurem guten Willen bleibt, sondern dass ihr auch Taten folgen lasst. Alles, was ihr im Glauben begonnen habt, sollt ihr durch Gottes Kraft auch vollenden. Dann wird durch euch der Name unseres Herrn Jesus gerühmt und geehrt. Und so gelangt auch ihr zu Ehren, weil ihr mit ihm verbunden seid. Denn unser Gott und unser Herr Jesus Christus haben euch Barmherzigkeit erwiesen

Hoffnung für Alle – 2Th 1,11–12

Weil wir das alles vor Augen haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten. Wir bitten unseren Gott, der euch zum Glauben gerufen hat, dass er euch hilft, ein Leben zu führen, das dieses Rufes würdig ist, und dass er in seiner Macht alles Gute, das ihr vorhabt, zustande kommen lässt und alles, was ihr auf der Grundlage des Glaubens tut, zur Vollendung bringt. Dann wird der Name unseres Herrn Jesus für all das geehrt werden, was durch ihn in eurem Leben geschehen ist, und weil ihr mit ihm verbunden seid, werdet auf diese Weise auch ihr geehrt werden. Das alles verdanken wir der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.

Neue Genfer Übersetzung 2013 – 2Th 1,11–12


2Thess 1,11 εἰς ὅ im Hinblick darauf (B εἰς 4f). ἵνα hier dass (A328; bez. das Erbetene). ἀξιώσῃ Aor. Konj. ἀξιόω für wert erachten; hier würdig machen, m. gen. pretii (A161). κλῆσις8 Berufung; hier wohl das, wozu einer berufen ist. πληρώσῃ Aor. Konj. πληρόω hier zur Vollendung bringen (B 3). εὐ-δοκία guter Wille; Wohlgefallen. ἀγαθω-σύνη Rechtschaffenheit, Güte; πᾶσαν εὐδοκίαν ἀγαθωσύνης καὶ ἔργον πίστεως gen. pertinentiae (A152ff) all (euer) Verlangen nach Gutem (wörtl. zur Güte gehörendes Wünschen) und (all euer) aus dem Glauben kommendes (gen. auctoris) Tun. ἐν δυνάμει mod. kraftvoll od. instr. durch (seine) Kraft. 2Thess 1,12 ὅπως hier damit. ἐν-δοξασθῇ Aor. Konj. Pass. ἐν ὑμῖν durch euch; evtl. bei euch.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Schon einmal aufgefallen, dass wir auch im NT viele Gebete vorfinden – so wie die beiden oben zitierten Verse? Bei Gebet denken wir meistens nur an die Psalmen. Aber hier wird ganz klar von Paulus eine Bitte zum himmlischen Vater gesanft!
Was können wir lernen? Also er bat nicht für eine „fiktive Gruppe in Jerusalem“! Wollte er, dass es seinen Brüdern gut ging? War er auf persönlichen Segen aus? Oder was war in seinem Focus??



Eine Haltung des Wachens und Betens ist der Beweis dafür, daß man bereit ist. „Würdig geachtet werden“ bedeutet nicht, daß man in sich selbst würdig wäre, denn es geht um göttliches Anerkanntwerden. Gott ist es, der die Gläubigen der Berufung würdig erachtet (2 Thessalonicher 1,11). Es bedeutet auch nicht würdig machen, sondern würdig erachten. Ein identischer Ausdruck findet sich in 20,35, wo es heißt, daß die Gläubigen „würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein“. Gemeint ist der Himmel; aber niemand kann sich selbst für den Himmel würdig machen.
Es geht um die göttliche Wertschätzung wahrer Gläubiger und hat nichts mit menschlicher Anstrengung und eigener Leistung zum Erwerben des Heils zu tun. Jene, die „vor dem Sohne des Menschen“ stehen, werden bis in ihr Innerstes durchforscht werden. Das ist ein klarer und lauter Ruf zur Echtheit, der an alle ergeht, die bekennen, auf Sein Kommen zu warten.

Benedikt Peters -Was die Bibel lehrt

Paulus und seine Mitarbeiter beten beständig für die Thessalonicher, denn das geistliche Wohl der Gemeinde liegt ihnen in besonderer Weise am Herzen.
Sie bitten Gott, die Gemeindeglieder der Berufung, die sie von ihm empfangen haben, würdig zu machen, so daß sie durch ihren Glauben an Jesus Christus zu Gott finden (vgl. Röm 8,30; Eph 4,1; 1Thes 4,7). Wenn Paulus für seine Gemeinden um die Befähigung zu einer wahrhaft christlichen Lebensführung bat, so ging er dabei von dem aus, was Gott bereits für die Gläubigen getan hatte: Christen leben ja nicht nach dem Willen Gottes, um erlöst zu werden, sondern weil ihnen die Erlösung bereits geschenkt ist.
Eine zweite Bitte der Apostel richtet sich darauf, daß Gott alles Wohlgefallen am Guten in der Gemeinde wecken und das Werk des Glaubens in ihr zur Vollendung bringen möge. Beides hat seinen Ursprung in Gott (Phil 2,13) und kann daher nur in seiner Kraft erreicht werden.

Der eigentliche Sinn des Gebetes aber ist das Gotteslob und die Bitte um das Deutlichwerden der göttlichen Herrlichkeit in den und durch die thessalonischen Gläubigen, sowohl in der unmittelbaren Gegenwart (V. 12) als auch in der Zeit des Offenbarwerdens Jesu Christi (V. 10). Dann werden auch die Gefäße, in denen sich jetzt die Herrlichkeit Gottes spiegelt, durch ihre Verbundenheit mit ihm verherrlicht werden. In der Bibel steht der Terminus „der Name“ stets für die ganze Person, für ihren Charakter, ihren Lebenswandel und ihren Ruf. Indem Paulus diesen Begriff verwendet, bittet er Gott darum, Jesus in diesen seinen Heiligen in Thessalonich herrlich werden zu lassen. Er stellt dabei die Person des Herrn Jesus Christus Gott, den er als „unseren“ Gott bezeichnet, gleich (vgl. V. 1; 1Thes 1,1). Die Erfüllung von Gebeten hängt allein von Gottes Gnade ab. Nur durch diese Gnade können so hochfliegende Wünsche, wie Paulus sie hier äußert, wahr werden.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar



Neben dem Thema Gebet, wird in den Versen deutlich, dass Paulus einen Unterschied zwischen dem Vater (Vers 11 – Gott) und dem Sohn (Vers 11 Namen Jesu) unterscheidet und Jesus als unseren Herrn bezeichnet. Jetzt wird es für alle die schwierig, die so „frech sind“ und den Namen Jehovah aus den Kommentaren und der Bibel „herausübersetzten“ (wie zum Beispiel bei Bibelkommentare.de) – denn hier kommt man dann ganz „ins schwimmen“ was Paulus eigentlich sagen will – ist Jesus nun der HERR oder der Herr oder beides? Deshalb laßt den Namen in der Bibel (wenn er dort in den hebräischen Übersetzungen steht!!!) und auch in den Kommentaren! Nur dann kann man verstehen wer Jesus wirklich ist – den Paulus und die Apostel wußten von WEM sie sprachen.

Geschrieben von Thomas am 27. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

In welcher Kirche bin ich richtig?

Also ist jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christo Jesu sind.

Elberfelder Bibel 1905 – Röm 8,1


Vor dem Gericht Gottes gibt es also keine Verurteilung mehr für die, die mit Jesus Christus verbunden sind.

Gute Nachricht Bibel – Röm 8,1

Müssen wir denn nun noch damit rechnen, verurteilt zu werden? Nein, für die, die mit Jesus Christus verbunden sind (

Eine weniger gut bezeugte Lesart fügt hinzu: und die sich nicht mehr von ihrer eigenen Natur bestimmen lassen, sondern vom Geist ´Gottes`. Vergleiche Vers 4.), gibt es keine Verurteilung mehr. (Wörtlich : Es gibt jetzt also keine Verurteilung für die, die in Christus Jesus sind.)

Neue Genfer Übersetzung 2013 – Röm 8,1

Nun findet sich also nichts Strafwürdiges an den mit Christo Verbundenen, (die nicht nach dem Fleische wandeln.)

van Ess 1858 – Röm 8,1

Also gibt es für diejenigen, die mit Christus Jesus verbunden sind, keine Verurteilung.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Röm 8,1

Wer nun zu Jesus Christus gehört, der ist bei Gott niemals für immer raus.

VolxBibel – Röm 8,1

κατά-κριμα3 Verurteilung; Strafe, Verdammnis. τοῖς ἐν Χριστῷ Ἰησοῦ dat. commodi (A173) für die, die in (d. h. in der Gemeinschaft mit) Christus Jesus (leben).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Nun fragt man sich natürlich: Muß ein Gläubiger sein ganzes Erdenleben lang enttäuschende Niederlagen gegen die Sünde hinnehmen (Röm 7,21-25)? Gibt es keine Macht, die ihm hilft, sie zu besiegen? Die Antwort auf die erste Frage lautet „nein“, die Antwort auf die zweite „doch“. In Kap.8 beschreibt Paulus das Wirken des Heiligen Geistes, der dem Menschen – neben der Sünde – ebenfalls innewohnt. Er ist die Quelle der göttlichen Macht, er vollbringt die Heiligung im Menschen und ist das Geheimnis für den Sieg des Geistes im Alltagsleben. Doch zunächst erinnert Paulus seine Leser nochmals daran, daß es nun – da wir durch Jesus Christus, unsern Herrn, befreit sind (Röm 7,25) – keine Verdammnis (katakrima, „Strafe“) für die, die in Christus Jesus sind, mehr gibt, da sie an Christus glauben und ihm gleich geworden sind (vgl. Röm 6,13; Joh 5,24). Sie sind gerechtfertigt und für gerecht erklärt, stehen in der Gnade Gottes (Röm 5,2), nicht mehr unter seinem Zorn (Röm 1,18), und besitzen das ewige Leben (Röm 5,17-18.21). Christus gibt all denen Sicherheit, die ihm durch den Glauben gleichgeworden sind.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Wieder tönt das machtvolle „nun“ auf (vgl. Röm 3,21; 5,1; 6,19.22) und führt zum Jubelruf des neuen Lebens. Nichts mehr ist da von der „Altheit“, „nichts ist denen, die in Christus Jesus sind, zur Verurteilung“. Das Urteil Gottes, das das Gesetz in voller Schärfe aussprach, ist aufgehoben für alle, die im Herrschaftsbereich Jesu Christi leben. Uns ist die Luther-Übersetzung so gewohnt und deshalb leicht verkürzt. Das Urteil ist aufgehoben. Niemand kann mich mehr anklagen. Ich bin freigesprochen und dem Untergang entnommen, bin versetzt „in das Reich seines lieben Sohnes“. Es gibt keine Verurteilung mehr, das heißt aber auch, wir sind dem zukünftigen Zorn Gottes entnommen. Statt in der Verurteilung leben wir unter der Herrschaft Jesu Christi aus seiner Vergebung. Wo uns die Sünde anfällt, trifft uns nicht mehr der Zorn; vielmehr dürfen wir von der Fülle Jesu Christi „Gnade um Gnade“ nehmen (Joh 1,16-17).

Edition C

In diesen vier Versen trifft der Apostel für seine Geistlehre den Grundentscheid: Der Geist, der sich von allerlei Geistern durch seine Heiligkeit unterscheidet, wird „in Christus Jesus“ erfahren. Dieser Ausdruck erscheint hier in V. 1 mit Gewicht, wird in V. 2f inhaltlich gefüllt und bildet in der letzten Zeile des Abschnitts den krönenden Abschluss (V. 39). Wer sich diese christozentrische GeistlehreA ein für alle Mal gesagt sein lässt, tut der Gemeinde und sich selbst etwas Gutes.
A) Auch im Gal nimmt Paulus diese feste Verbindung vor, wenn er 4,6 den Geist einmalig den „Geist des Sohnes“ nennt.
1 Mit also knüpft Paulus an den Stand der Dinge an, den er schon 7,6 erreicht hatteA: „Wir sind dem Gesetz enthoben.“ Damit ist auch dessen Anklage verstummt. Die Verzweiflung, die nach 7,24 bleiern auf dem adamitischen Ich liegt, wird durch den Zuruf durchstoßen: Keine Verdammnis! „Die Gerechtsprechung des Lebens“B ertönt. Geschmückt mit Gerechtigkeit stehen die Glaubenden da. Dies gilt vom Gläubigwerden an bis hin zum Endgericht. (Röm 8,33.34; 1Kor 1,8; 3,11-15; 11,32; Kol 1,22; Offb 7,13-14)
A) Der Ich-Abschnitt von 7,7-25 war nur ein Zwischenspiel, der den Gedankengang von zuvor nicht verdrängt hat.
B) So nach 5,16.18. An die Stelle der katakrima (Verdammnis) trat die dikaiôma (Gerechtsprechung).
Zunächst bindet Paulus diese Aussage an das heilvolle Jetzt (Röm 3,21.26; 5,9.11; 6,19.21; 8,1; 11,5.30.31; 2Kor6,2; Gal 4,29; 2,20) (s. zu 3,21). Zeitenwende ist vorausgesetzt, am ausführlichsten in 2Kor 3 dargelegt: Der Dienst des Mose, der „zur Verdammnis führt“, ist abgelaufen zugunsten des apostolischen Dienstes, „der den Geist gibt und zur Gerechtigkeit führt“ (dort V. 7-8). Zweitens hat dieses Heil seinen bestimmten Ort in Christus Jesus. Als erster Versuch, diese WendungA zu verstehen, diene ein Vergleich mit anderen Umschreibungen unseres Verhältnisses zum Herrn, etwa: Christus bei uns, mit uns, über uns, vor uns, mitten unter uns oder in uns. Sie alle verbindet die Vorstellung der Nähe. Dagegen wird der Ausdruck „wir in Christus“ von der Tatsache unserer Zugehörigkeit regiert. Aufgrund von Einpflanzung (6,5) bilden wir mit ihm ein Gemeinwesen, einen einzigen Lebensverband (Röm 12,5; 1Kor 12,12; Eph 4,4), nach Luther „einen Kuchen“. Sein Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen ist nicht etwas, was nur außerhalb von uns geschehen ist und das wir uns nur anhören, sondern an dem wir teilnehmen. Was ihm geschah und noch geschehen wird, geschah und geschieht auch uns. Das befreite Sein-in-Christus steht in krassem Gegensatz zur Ich-Einsamkeit 7,25: Ich bin allein, ich will allein, ich kann allein, ich verzweifle und sterbe allein!
A) Während sie vor Paulus fehlt, erscheint sie bei ihm weit über 100-mal (in Abwandlungen wie „in Christus Jesus“, „in Jesus Christus“, „im Herrn Jesus Christus“, „im Herrn“, „in Jesus“, „in Christus“), allein im Römerbrief 20-mal: Röm 3,24; 6,11.23; 8,1.2.39; 9,1; 12,5; 14,14; 15,17; 16,2.3.7.8.9.10.11.12.13.22. Wegen der vielseitigen Verwendung wird eine scharfe begriffliche Bestimmung kaum gelingen. Z.B. kann dieses „in“ dem „in Adam“ gegenüberstehen (1Kor 15,22) oder dem „im Fleisch“ (Phlm 1,16) oder auch dem „im Gesetz“ (hier).

Wuppertaler Studienbibel

Das Thema eines geheiligten Lebens wird nun fortgeführt. In Kapitel 6 hat Paulus die Frage beantwortet: »Ermutigt das Evangelium nicht zu einem sündigen Leben?« In Kapitel 7 hat er sich der Frage gestellt: »Befiehlt das Evangelium (die Botschaft von der Errettung allein durch Glauben) dem Christen nicht, das Gesetz zu halten, um ein geheiligtes Leben zu führen?« Nun geht es um die Frage: »Was ermöglicht dem Christen, ein geheiligtes Leben zu führen?«
Wir bemerken von Anfang an, dass die Personalpronomen, die sich in Kapitel 7 so gehäuft haben, hier verschwinden. Nun ist der Heilige Geist die bestimmende Person. Das ist ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis dieses Abschnitts. Den Sieg finden wir nicht in uns selbst, sondern im Heiligen Geist, der in uns wohnt. A. J. Gordon zählt sieben Hilfsmittel des Geistes auf: Freimut im Dienst (V. 2), Kraft für den Dienst (V. 11), Sieg über die Sünde (V. 13), Führung im Dienst (V. 14), das Zeugnis der Sohnschaft (V. 16), Beistand im Dienst (V. 26) und Beistand im Gebet (V. 26).
8,1 Aus dem Tal der Verzweiflung und der Niederlage erklimmt der Apostel nun die Höhen mit dem siegessicheren Ruf: »Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind!« Das kann man auf zweierlei Weise verstehen.
Erstens gibt es »keine« göttliche »Verdammnis« über unsere Sünde, weil wir in Christus sind. Solange wir in Adam, unserem ersten Oberhaupt, waren, gab es für uns nur die »Verdammnis«. Doch nun sind wir in Christus und deshalb so frei von der Verdammnis wie er. So können wir die Aufforderung ausrufen:

Klag’ zuerst den Heiland an -
kann ein Leben reiner sein?
Hätt’ er irgendeine Schuld,
wär’s auch wahr: Ich bin unrein.

Nachdichtung unter Verwendung des englischen Originals von W. N. Tomkins
Doch es kann auch heißen, dass wir die Art der Selbstverurteilung nicht nötig haben, die Paulus in Kapitel 7 beschrieben hat. Es mag sein, dass wir die Erfahrung von Kapitel 7 machen. Wir stellen fest, dass wir nicht imstande sind, aus eigener Kraft die Anforderungen des Gesetzes zu erfüllen, doch wir müssen nicht dort stehen bleiben. Vers 2 erklärt uns, warum es »keine Verdammnis«27 mehr gibt.

Kommentar zum Neuen Testament MacDonald

Es gibt daher jetzt keine Verurteilung für diejenigen, die in Christus Jesus sind, was bedeutet, dass der Gläubige nicht länger verurteilt wird, egal wie oft er persönlich sündigen mag.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Aus Sicht des Schöpfers musst du „nur“ an JEsus Christus und IHN als den Weg glauben -! Es steht nirgends in der Bibel, welcher Glaubensgemeinschaft du angehören solltest! Aber worum dreht es sich in deiner Glaubensgemeinschaft? Um das Ego? um die Org? Oder tatsächlich um den Schöpfer von Himmel & Erde? Ist Jesus nur ein Wort oder der Mittelpunkt?

Geschrieben von Thomas am 15. Juni 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

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