Spiegelbild

Und Aaron soll die Namen der Söhne Israels an dem Brustschilde des Gerichts auf seinem Herzen tragen, wenn er ins Heiligtum hineingeht, zum Gedächtnis vor Jehova beständig.
Elberfelder 1871 – Exodus 28,29

So trage Aharon
die Namen der Söhne Jissraels
an dem Gewappen des Rechtspruchs
auf seinem Herzen,
wann er kommt ins Heiligtum,
zum Gedächtnis vor IHM
stetig.
Buber Rosenzweig – Exodus 28,29

Auf diese Weise soll Aaron jedes Mal, wenn er ins Heiligtum geht, die Namen der Stämme Israels auf seinem Herzen tragen. Dann werde ich mich den Israeliten freundlich zuwenden.
Gute Nachricht Bibel : Exodus 28,29

Und so wird Aaron die Namen der einzelnen Familienstämme von Israel durch den Brustbeutel auch buchstäblich auf dem Herzen tragen, wenn er in das besondere Zelt geht. Und ich, euer Gott, werde es dann nicht vergessen, mich um meine Leute zu kümmern.
VolxBibel – Exodus 28,29

Die Brusttasche (über dem Herzen Aarons) , die in diesen Versen zweimal auftaucht), sollte dazu dienen, eine beständige Erinnerung vor dem HERRN zu sein . Ein weiterer Zweck der Tasche wird in der Bezeichnung Urim und Tummim (Lose) angedeutet. Diese waren die Mittel, mit welchen die Priester für die Israeliten Entscheidungen herbeiführten (vgl. V. 15 ). Die Brusttasche war »doppelt gelegt« (V. 16 ), um so eine Art Tasche für die Urim und die Tummim zu bilden.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

In 2 Mose 28 werden die Kleider des Hohenpriesters beschrieben. Sie waren passend für die Gegenwart Gottes. In den Versen 9-14 geht es um die zwei Onyxsteine, die auf den Schulterstücken des Ephods befestigt waren. In diese Edelsteine waren die Namen der 12 Stämme Israels eingraviert, je 6 Namen auf einem Stein. Es waren Steine des Gedächtnisses für die Söhne Israels. Aaron sollte ihre Namen auf seinen Schultern vor dem HERRN zum Gedächtnis tragen. Er ist ein Vorbild auf den Herrn Jesus, der unser vollkommener Hoherpriester ist. Er trägt uns beständig vor Gott, der immer an sein Volk denkt. Er sieht es in seiner Gesamtheit vor sich.
Zu den Schulterstücken gehörte auch das Brustschild des Ephods, das mit 12 verschiedenen Edelsteinen besetzt war, in die ebenfalls die Namen der 12 Stämme – ein Name pro Edelstein – eingraviert waren. Diese Steine mit den Namen trug der Hohepriester beständig auf seinem Herzen zum Gedächtnis vor dem HERRN (2 Mose 28,29). Das erinnert an die Liebe und Zuneigung unseres Hohenpriesters. Die Namen, die auf die Edelsteine gestochen waren, sind Zeugen von der Heilstatsache, dass unsere Namen in den Himmeln angeschrieben sind (Lk 10,20). Wir gehören unwiderruflich unserem Heiland an (Jes 43,1).

Halte fest 2006

Kapitel 28 behandelt die Kleider des Hohenpriesters und seiner Söhne. Diese Kleider, ihre Farben, die Edelsteine usw. sprechen alle von den verschiedenen Herrlichkeiten Christi, unseres großen Hohenpriesters. Die Familie Aarons war die Priesterfamilie.
28,3–29 Der Hohepriester hatte zwei verschiedene Kleider: (1) Kleider der Herrlichkeit und Schönheit, vielfarbig und reich verziert, und (2) einfache weiße Leinenkleidung. Hier werden nun die ersteren beschrieben (V. 2–4). Das Ephod (V. 6–7) ähnelte einer Schürze, mit zwei Teilen, die an den Schultern zusammengefügt und an den Seiten offen waren. Der gewirkte Gurt (V. 8) war ein Gürtel, der über dem Saum des Ephod um die Taille ging. Die Einfassungen (V. 13) waren aus Goldfiligran gearbeitet und dienten zur Befestigung der Edelsteine. Auf jeder Schulter befand sich ein Onyxstein, in den je sechs Namen der Stämme Israels eingraviert waren (V. 9–12). Auf der Vorderseite des Ephod befand sich das Brustschild, das zwölf Edelsteine umfasste. Auf jedem der Edelsteine stand der Name eines Stammes. Das Brustschild war am Ephod mit Ketten aus reinem Gold befestigt (V. 13–28). Auf diese Weise trug der Hohepriester die Stämme Israels vor Gott auf seinen Schultern (V. 12, dem Sitz der Kraft) und auf seinem Herzen (V. 29, dem Sitz der Zuneigung).

Mac Donald – Kommentar zum Alten Testament

Die Kleidung des Hohepriesters ist farbenfroh und zeichnet sich durch die herausragende Verwendung von Gold aus. Daher wird es im rabbinischen hebräischen Sprachgebrauch als bigdei zahav, „goldene Kleidung“, bezeichnet. Auf Jom Kippur erfüllte der Offizier jedoch seine Pflichten in weißen Leinenkleidern, wie in 3. Mose 16: 4 vorgeschrieben. Diese werden Bigdei-Lavan genannt, „weiße Kleidung“. 2

Eine Vorstellung von dem Eindruck, den das Erscheinen des Hohenpriesters in seinem vollen Ornat auf die Anbeter machte, kann aus dieser Beschreibung in Ben Sira (ca. 190 v. Chr.) 50: 5ff gewonnen werden: „Wie herrlich war er, als er hervorschaute aus dem Zelt / und tauchte hinter dem / Tempelschleier auf! / Er war wie der Morgenstern / erschien zwischen den Wolken, / wie der Vollmond an einem Festivaltag.… ”

Der JPS-Torakommentar

Dazu sollte man anmerken, dass es üblich war, dass ein Hoherpriester auch in anderen Religionen, immer den König/Gott wiederspiegelte. Also ein böser Gott hatte entsprechend schrecklich aussehende Priester – und ein herrlicher Gott eben wie hier beschrieben, einen herrlich aussehenden Priester. So war auch die Handlungsweise bzw das Auftreten des Priesters ein Bild von seinem Gott, den er vertrat.
Wenn wir uns diese Regel anschauen, und dann daran denken, dass wir heute ebenfalls als Priester amten können – welches Bild geben wir von unserem Gott ab?
Aber wir sind natürlich kein Hoherpriester – das ist und bleibt Jesus Christus!
Und Jesus vergißt seine Nachfolger nicht, sondern tritt für sie vor seinem Vater ein.

Der Ephod – 2. Mose 28: 6–14

Und sie werden das Ephod aus Gold, aus Blau und Purpur, scharlachrotem und feinem Leinen zum Werk des geschickten Arbeiters machen. Es muss zwei Schulterstücke haben, die an seinen beiden Enden verbunden sind, damit es zusammengefügt werden kann. Und das gekonnt gewebte Band, das darauf ist, womit es umgürtet werden soll, soll wie sein Werk und aus demselben Stück sein; aus Gold, Blau und Purpur und Scharlach und feinem Leinen. Und du sollst zwei Onyxsteine ​​nehmen und die Namen der Kinder Israel auf sie graben: sechs ihrer Namen auf dem einen Stein und die Namen der sechs, die auf dem anderen Stein bleiben, je nach ihrer Geburt. Mit der Arbeit eines Stechers in Stein, wie die Gravuren eines Siegels, sollst du die beiden Steine ​​nach den Namen der Kinder Israel gravieren: du sollst sie in Goldfassungen einschließen. Und du sollst die beiden Steine ​​auf die Schulterstücke des Ephod legen, um Gedenksteine ​​für die Kinder Israel zu sein; und Aaron soll ihre Namen vor Jehova auf seinen beiden Schultern tragen, um ein Denkmal zu setzen. Und du sollst Einstellungen aus Gold und zwei Ketten aus reinem Gold machen; Wie Schnüre sollst du sie aus Kranzarbeit machen; und du sollst die Kranzketten auf die Einstellungen legen.

Das neunte Merkmal in Bezug auf die Stiftshütte war das Ephod, das das Wahrzeichen des Priesteramtes war. Es sollte so getragen werden, dass es sich auf der Brust des Hohepriesters befand. Später wurde es zum Symbol des Priestertums selbst, da jeder, der Ephod hatte, die Autorität hatte, Priester zu sein (1. Sam. 2: 18–28; 14: 3; 22:18; 23: 6; 30: 7–8). .

2. Die Brustplatte des Gerichts – 2. Mose 28: 15–29

Und du sollst ein Brustschild des Gerichts machen, das Werk des geschickten Arbeiters; wie das Werk des Ephod sollst du es machen; aus Gold, aus Blau und Purpur und aus Scharlach und feinem Leinen sollst du es machen. Foursquare soll es sein und verdoppeln; Eine Spannweite ist die Länge und eine Spannweite die Breite. Und du sollst darin Einstellungen von Steinen setzen, vier Reihen von Steinen: eine Reihe von Sardius, Topas und Karbunkel soll die erste Reihe sein; und die zweite Reihe ein Smaragd, ein Saphir und ein Diamant; und die dritte Reihe ein Jacinth, ein Achat und ein Amethyst; und die vierte Reihe ein Beryll und ein Onyx und ein Jaspis; sie sollen in ihren Einstellungen in Gold eingeschlossen sein. Und die Steine ​​sollen nach den Namen der Kinder Israel sein, zwölf nach ihren Namen; Wie die Gravuren eines Siegels, jeder nach seinem Namen, sollen sie für die zwölf Stämme sein. Und du sollst auf den Brustpanzerketten wie Schnüre Kranzarbeiten aus reinem Gold machen. Und du sollst zwei goldene Ringe auf den Brustpanzer machen und die beiden Ringe an die beiden Enden des Brustpanzers legen. Und du sollst die zwei Kranzketten aus Gold in die beiden Ringe an den Enden des Brustpanzers legen. Und die anderen beiden Enden der beiden Kranzketten sollst du auf die beiden Einstellungen setzen und sie auf die Schulterstücke des Ephods in dessen Vorderteil legen. Und du sollst zwei goldene Ringe machen und sie an die beiden Enden des Brustpanzers legen, an dessen Rand, der nach innen zur Seite des Ephods zeigt. Und du sollst zwei goldene Ringe machen und sie auf die beiden Schulterstücke des Ephods darunter legen, in dessen Vorderteil, nahe an dessen Kopplung, über dem gekonnt gewebten Band des Ephods. Und sie werden den Brustpanzer durch seine Ringe mit einer blauen Spitze an die Ringe des Ephods binden, damit er auf dem gekonnt gewebten Band des Ephods liegt und der Brustpanzer nicht vom Ephod gelöst wird. Und Aaron wird die Namen der Kinder Israel in der Brustplatte des Gerichts auf seinem Herzen tragen, wenn er in die heilige Stätte hineingeht, um fortwährend ein Denkmal vor Jehova zu errichten.

Eng verbunden mit dem Ephod war ein weiterer Gegenstand, der als Brustplatte des Gerichts bezeichnet wurde. Dies sollte aus dem gleichen Material wie das Ephod hergestellt und in der Mitte des Ephod platziert werden. Darauf befanden sich zwölf Steine, die in vier Reihen angeordnet waren, so dass sich in jeder Reihe drei Edelsteine ​​befanden.

Diese zwölf Steine ​​symbolisierten die zwölf Stämme Israels (Ex 28,29). Der Hohepriester trug die Namen der Kinder Israel in der Brustplatte des Gerichts über seinem Herzen, wenn er in den Heiligen Ort ging. So diente es als ständiges Denkmal vor Gott.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

„Bitte, komm in meine Nähe, ich hab Angst und fühl mich alleine, so viel Hilflosigkeit, aber Hilfe erkenne ich keine“

Bleib nicht fern von mir, denn Bedrängnis ist nahe,
Denn da ist kein anderer Helfer.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Psalm 22,11

Bleib nicht fern von mir, denn Unglück naht,
und ich habe sonst keinen, der mir hilft.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 22,11

Bleib mir doch jetzt nicht fern!
Die Not ist so bedrohlich nah,
und da ist niemand, der mir hilft!
Neue Genfer Übersetzung – Psalm 22,12

Sei nicht fern von mir! denn Drangsal ist nahe, denn kein Helfer ist da.
Elberfelder – Psalm 22,12

Vor ein paar Tagen schrieb jemand einen negativen Kommentar zur neuen Neuen-WeltÜbersetzung – und ich war bei der dort angegeben Stelle nicht ganz seiner Meinung. Aber heute der Vers, ist wirklich schief übersetzt. Ja, das hebräische Wort צָרָה (ṣā·rā(h)) kann mit „Ärger, Not, Unglück, Angst, d. h. ein Zustand sehr ungünstiger Umstände, mit Schwerpunkt auf dem emotionalen Schmerz und der Not der Situation“ übersetzt werden. Aber schauen wir uns den gesamten Psalm an! David schreibt in erster Linie, als würde er dies selber erleben – doch Achtung! – so schlimm wie hier beschrieben, ist es David nie ergangen. Und dann lesen wir das Evangelium nach Matthäus – und sehen so deutlich, dass Psalm 22 eine Prophezeiung ist. Wirklich?

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe. Damit führt er noch einen anderen Grund an, um Gott zum Mitleid zu bewegen. Ich zweifle nicht, dass er sich das vorhält, was die Schrift uns an verschiedenen Stellen lehrt, nämlich dass Gott für die Elenden umso gewisser als Helfer bereit steht, je größer die Not ist. So ist also selbst die Verzweiflung für David eine Leiter, auf der sein Geist emporsteigt, um neue Gebetsfreudigkeit zu bekommen. So muss auch uns der Schmerz unserer Leiden unter die Flügel Gottes treiben, damit er mit seiner Hilfe uns nahe sei. Dann wird er es zeigen, dass er für unser Heil Sorge trägt.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

David klagte über seinen verzweifelten Kampf mit dem Tod in der Hand der unmenschlich handelnden Feinde. Er faßte seine Klage in der Bitte zusammen, daß der Herr nicht fern von ihm sein möge, denn die Not war nahe, und er war hilflos.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Leiden des Messias

Dass der Messias leiden und sterben wird, war etwas, worüber sich alle frühen Rabbiner einig waren. Sie bezeichneten den leidenden Messias als Messias, den Sohn Josephs, und unterschieden ihn von Messias, dem Sohn Davids. Die zentrale Passage aus dieser Sicht war Jesaja 53, die bereits besprochen wurde. Eine andere Passage, die sich mit den Leiden des Messias befasste, war Psalm 22: 1–21:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bist du so weit davon entfernt, mir zu helfen und von den Worten meines Stöhnens? O mein Gott, ich weine tagsüber, aber du antwortest nicht; und in der Nachtsaison und bin nicht still. Aber du bist heilig, oh du, der du das Lob Israels bewohnst. Unsere Väter vertrauten auf dich: Sie vertrauten, und du hast sie befreit. Sie schrien zu dir und wurden befreit. Sie vertrauten auf dich und wurden nicht beschämt. Aber ich bin ein Wurm und kein Mann; ein Vorwurf der Menschen und verachtet des Volkes. Alle, die mich sehen, lachen mich zum Hohn: Sie schießen die Lippe heraus, sie schütteln den Kopf und sagen: Verpflichte dich Jehova; lass ihn ihn retten: lass ihn ihn retten, da er sich an ihm erfreut. Aber du bist der, der mich aus dem Mutterleib genommen hat; Du hast mich vertrauen lassen, als ich auf den Brüsten meiner Mutter war. Ich wurde von Mutterleib an auf dich geworfen; du bist mein Gott, seit meine Mutter mich gebar. Sei nicht weit von mir entfernt. denn Ärger ist nahe; denn es gibt niemanden, der hilft. Viele Bullen haben mich umzingelt; Starke Bullen von Basan haben mich umzingelt. Sie starren mich mit ihrem Mund an wie ein rasender und brüllender Löwe. Ich bin ausgegossen wie Wasser, und alle meine Knochen sind aus dem Gelenk: Mein Herz ist wie Wachs; es ist in mir geschmolzen. Meine Kraft ist ausgetrocknet wie ein Töpfer; und meine Zunge klammert sich an meine Kiefer; und du hast mich in den Staub des Todes gebracht. Denn Hunde haben mich umzingelt: Eine Gesellschaft von Übeltätern hat mich eingeschlossen; Sie durchbohrten meine Hände und Füße. Ich kann alle meine Knochen zählen; sie schauen und starren mich an. Sie teilen meine Kleider unter sich, und auf mein Gewand werfen sie Lose. Aber sei nicht weit weg, Jehova. O mein Beistand, beeile dich, mir zu helfen. Befreie meine Seele vom Schwert, meinen Schatz von der Kraft des Hundes. Rette mich vor dem Löwenmaul. ja, aus den Hörnern der wilden Ochsen hast du mir geantwortet.

Um die Passage zusammenzufassen, stellen wir fest, dass der Messias von Gott verlassen wird, vom Volk verspottet und gequält wird und seine Kleidung von seinen Peinigern verspielt wird. Er leidet unter solchen Qualen, dass seine Knochen alle aus dem Gelenk kommen, sein Herz mit einer Mischung aus Blut und Wasser bricht und seine Hände und Füße alle durchbohrt sind. In vielerlei Hinsicht ist dieser Psalm Jesaja 53 sehr ähnlich und liefert noch detailliertere Informationen über die Art des Leidens und der Qual, die der Messias erleiden muss. Die Rabbiner in der Yalkut verwiesen diese Passage auch auf den Messias, den Sohn Josephs.

Fruchtenbaum – Jesus war ein Jude

Ein wohltätiger Tod

Zu der Zeit der Ereignisse in der Region, die in alten Testtagen als Bashan – Peters Geständnis in Cäsarea Philippi und die Verklärung auf dem Berg Hermon – bekannt waren, wusste Jesus, dass die Stunde seines Todes sich schnell näherte. Er hatte in den Jahren seines Dienstes in vielerlei Hinsicht eine Konfrontation mit dem intelligenten Bösen provoziert, aber was er an diesen beiden Orten tat und sagte, war besonders trotzig. Der Umzug wurde berechnet.

DIE BULLEN VON BASHAN

Alle vier Evangelien beschreiben die Kreuzigung Jesu in unterschiedlichem Detail. Eine der gründlicheren Beschreibungen ist die von Matthäus:

35 Und als sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider untereinander auf, indem sie Lose warfen. 36 Und sie setzten sich und wachten dort über ihn. 37 Und sie legten die Anklage gegen ihn schriftlich über sein Haupt: Dies ist Jesus, der König der Juden. 38 Dann wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken. 39 Und diejenigen, die vorbeikamen, schmähten ihn, schüttelten die Köpfe 40 und sprachen: Wer den Tempel zerstören und in drei Tagen wieder aufbauen würde, rette dich! Wenn du der Sohn Gottes bist, komm vom Kreuz herab! “ 41 Auf die gleiche Weise verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sagten: 42 Er rettete andere; er kann sich nicht retten! Er ist der König von Israel! Lass ihn jetzt vom Kreuz herabkommen, und wir werden an ihn glauben! 43 Er vertraut auf Gott; Lass ihn ihn jetzt retten, wenn er will, denn er sagte: „Ich bin der Sohn Gottes!“ 44 Und auf die gleiche Weise beschimpften ihn auch die mit ihm gekreuzigten Räuber.

45 Ab der sechsten Stunde wurde es bis zur neunten Stunde dunkel im ganzen Land. 46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eli, Eli, Lema Sabachthani? (Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“) (Mt 27,35-46).

Viele Leser werden wissen, dass Matthäus in dieser Beschreibung auf Psalm 22 folgt. Die Parallelen sind nicht zu übersehen:

Matthäus 27

Psalm 22

Sie teilten seine Kleidung untereinander auf, indem sie Lose warfen (Vers 35).

„Sie teilen meine Kleider unter sich auf und werfen für meine Kleidung Lose“ (Vers 18).

„Diejenigen, die vorbeikamen, beschimpften ihn kopfschüttelnd.… Ebenso verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten“ (Vers 39, 41).

„Alle, die mich sehen, verspotten mich. Sie öffnen ihre Lippen weit; sie schütteln den Kopf… sie schauen, sie sehen mich an “(Vers 7, 17).

„Jesus schrie mit lauter Stimme und sagte:“ Eli, Eli, lema sabachthani? „(Das heißt“ Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? „) (Vers 46).

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (v. 1).

Zusätzlich zu den klaren textuellen Verbindungen zwischen Matthäus und Psalm 22 haben Wissenschaftler lange bemerkt, dass Elemente von Psalm 22 Verletzungen und Zustände zu beschreiben scheinen, die mit der Kreuzigung übereinstimmen:

• Ich werde wie Wasser ausgegossen und alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr (Vers 14).

• Meine Kraft ist trocken wie bei einem Tonscherben und meine Zunge klebt an meinen Kiefern (Vers 15) .1

Weniger offensichtlich sind einige unter der Oberfläche liegende Verbindungen zur Weltanschauung des göttlichen Rates und seinem kosmischen Kontext des Heiligen Krieges. Wenn Sie an diesem Punkt unserer Reise den gesamten Psalm 22 lesen würden, würde Vers 12 zweifellos von der Seite springen: „Viele Stiere umfassen mich; Starke Bullen von Bashan umgeben mich. “

STARKE BULLEN VON BASHAN?

Wir wissen inzwischen, dass Basan viel theologisches Gepäck trägt.2 Es war die alttestamentliche Version der Höllentore, das Tor zum Unterweltreich der Toten. Es wurde als „der Ort der Schlange“ außerhalb der Bibel bekannt. Es ist mit dem Berg Hermon verbunden, dem Ort, an dem Juden glaubten, die rebellischen Söhne Gottes aus Genesis 6: 1–4 seien herabgestiegen.

Einfach ausgedrückt, wenn Sie Bilder von Dämonen und Tod heraufbeschwören möchten, beziehen Sie sich auf Bashan. Wenn es stimmt, dass Elemente von Psalm 22 die Kreuzigung vorwegnehmen, ist es sinnvoll, dass ein Hinweis auf Bashan Teil davon wäre. Aber wir brauchen noch ein bisschen mehr Kontext, um es zu verstehen.

In einer früheren Diskussion über Bashan habe ich kurz auf das Vorhandensein der Kultstätte in Dan in der nördlichen Region hingewiesen. Die Stätte war berüchtigt in Bezug auf die götzendienerische Verehrung von Samaria, dem abtrünnigen Nordreich der zehn Stämme Israels, die nach dem Tod Salomos Davids Dynastie verließen. Diese Konföderation und das rivalisierende Königreich wurden von Jerobeam gegründet (1 Kön 12: 25–33). Die Verehrung anderer Götter – Götter außer Jahwe, die Dämonen (Shedim) genannt wurden – war Teil der Identität Basans.

Das hilft uns, Amos 4 zu verarbeiten, wo auch die „Rinder von Basan“ erscheinen:

1 Höre dieses Wort, du Kühe von Basan, die auf dem Berg Samaria leben, die die Machtlosen unterdrücken, die die Armen vernichten und zu ihren Männern sagen: Bring etwas mit, damit wir trinken können! 2 Mein Herr, der Herr, hat durch seine Heiligkeit geschworen: „Siehe, die Tage kommen über dich, an denen sie dich mit Haken wegnehmen werden, selbst der letzte von dir mit Angelhaken (Amos 4: 1–2).
Da die „Kühe von Basan“ mit ihren „Ehemännern“ sprechen sollen, sind sich die Gelehrten allgemein einig, dass Amos sich speziell an Frauen der Oberschicht im Norden Israels richtet, die Götzendiener der goldenen Kälber von Basan waren. Dem würde ich nicht unbedingt widersprechen, aber der Wortlaut enthält noch mehr.

Amos könnte Tempelpriesterinnen ins Visier nehmen, die zusammen mit männlichen Priestern den Göttern dienten. Es ist auch gut möglich, dass die Kühe von Basan die Gottheiten selbst in Form der Götzen sind. Diese Möglichkeit wird verstärkt, indem man ihre Verbrechen bemerkt: „Unterdrückung der Armen [dallim]“ und „Vernichtung der Bedürftigen [ebyonim]“. Dieselben zwei hebräischen Wörter werden in Psalm 82 verwendet, wo den korrupten Elohim genau dieselben Verbrechen vorgeworfen werden (Psa 82: 3–4) .3

Für unsere Zwecke wissen wir mit Sicherheit über Bashan, dass es sichere Assoziationen mit dämonischen Mächten hat. Obwohl Psalm 22 ursprünglich nicht messianisch ausgerichtet war, behebt Matthäus ‚Verwendung diese Assoziation.4 Die Implikation ist, dass Jesus im Moment der Qual und des Todes von den „Bullen von Basan“ umgeben war – dem dämonischen Elohim, der der gewesen war Feinde Jahwes und seiner Kinder seit Jahrtausenden.

Michael Heiser – Das unsichtbare Reich: Wiederherstellung der übernatürlichen Weltanschauung der Bibel

„Menschensohn“ ist eine Phrase, die im Alten Testament oft verwendet wird. Es sollte keine Überraschung sein, dass es von einem Menschen spricht. Die Überraschung ist, wie sonst dieser Mensch in dieser Passage beschrieben wird. Daniel 7:13 beschreibt einen Mann, der auf den Wolken zum Alten der Tage kommt.

Warum ist das eine große Sache? Weil diese Beschreibung sonst überall im Alten Testament vorkommt, wurde sie nur von Gott selbst verwendet (Jes. 19: 1; 5. Mose 33:26; Ps. 68: 32–33; Ps. 104: 1–4). Aber in Daniel 7 war Gott bereits als der Alte der Tage in der Szene. Es ist, als ob Daniel in seiner Vision einen „zweiten Gott“ sieht, der auch ein Mann ist – so ähnlich wie Christen an Gott als mehr als eine Person glauben.

Genau darum geht es.

Als Jesus bei seinem Prozess in Matthäus 26 vor Kaiphas stand und sein Leben in der Schwebe lag, traf er einen Nerv, indem er sich auf diese Idee berief:

Nun suchten die Hohenpriester und der gesamte Rat nach falschen Aussagen gegen Jesus, um ihn zu töten, aber sie fanden keine, obwohl viele falsche Zeugen vorkamen. Schließlich traten zwei vor und sagten: „Dieser Mann sagte:‚ Ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn in drei Tagen wieder aufbauen. ‚“Und der Hohepriester stand auf und sagte:„ Hast du keine Antwort zu geben? ? Was bezeugen diese Männer gegen dich? “ Aber Jesus schwieg. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich durch den lebendigen Gott, sag uns, ob du der Christus, der Sohn Gottes bist. Jesus sagte zu ihm: „Das hast du gesagt. Aber ich sage dir, von nun an wirst du den Menschensohn sehen, der zur Rechten der Macht sitzt und auf die Wolken des Himmels kommt. “ Dann riss der Hohepriester seine Roben auf und sagte: „Er hat Gotteslästerung ausgesprochen. Welche weiteren Zeugen brauchen wir? Sie haben jetzt seine Gotteslästerung gehört. Was ist dein Urteil? “ Sie antworteten: „Er hat den Tod verdient.“ (Matt. 26: 59–66).

In einer scheinbar sinnlosen Antwort auf eine klare Frage zitierte Jesus Daniel 7:13 als Antwort auf Kaiphas. Willst du wirklich wissen, wer ich bin, Kaiphas? Hör gut zu. Die Reaktion ist sofort. Kaiphas verstand sofort, dass Jesus behauptete, die zweite Gottfigur von Daniel 7: 13 zu sein – der Mensch, der so beschrieben wurde, wie nur Gott im Alten Testament beschrieben wurde. Er behauptete, Gott in menschlicher Form zu sein. Das war Gotteslästerung – und Grund für ein Todesurteil.

Aber Jesus wusste das natürlich. Er hatte kein Interesse daran, sich zu schützen. Er wusste, dass er sterben musste, um Gottes Reich wiederherzustellen, Gläubige in Gottes Familie zu bringen und die Nationen von den bösen Fürstentümern und Mächten zurückzugewinnen, die die Nationen kontrollierten, die Gott in Babel abgelehnt hatte.

Und er hat gestorben. Psalm 22, bekannt dafür, wie er die physischen Auswirkungen der Kreuzigung durch die Worte Davids beschreibt, gibt uns einen Einblick in die Schrecken, die am Kreuz nicht zu sehen sind. Der leidende Psalmist stöhnt:

Alle, die mich sehen, machen sich über mich lustig;

sie strecken die Zunge heraus und schütteln den Kopf.

„Du hast dich auf den Herrn verlassen“, sagen sie.

„Warum rettet er dich nicht?

Wenn der Herr dich mag,

Warum hilft er dir nicht? “ …

Viele Feinde umgeben mich wie Stiere;

sie sind überall um mich herum,

wie wilde Stiere aus dem Land Basan.

Sie öffnen den Mund wie Löwen,

brüllte und riss mich an.

Meine Kraft ist weg,

gegangen wie Wasser auf den Boden verschüttet.

Alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr. (Ps. 22: 7–14 GNT)

Der gruselige Teil dieser Beschreibung sind die wilden Bullen aus Basan. Wie wir bereits erwähnt haben, war Basan zu Zeiten des Alten Testaments für dämonische Götter und das Reich der Toten der Nullpunkt. Das Gebiet war ein führendes Zentrum für die Verehrung des Baal, symbolisiert durch Stiere und Kühe. „Bullen aus dem Land Basan“ ist ein Hinweis auf Dämonen, die Mächte der Dunkelheit. In unserer Zeit wurden die Bilder in all ihrer unheimlichen Abstoßung von C. S. Lewis in Der Löwe, die Hexe und die Garderobe festgehalten. Niemand, der dieses Buch gelesen oder den Film gesehen hat, kann vergessen, dass Aslan demütig sein Leben den entzückten Horden der Weißen Hexe auf dem Steintisch übergibt.

Und genau wie Jesus Satan völlig überlistet hatte, hatte Aslan die Weiße Hexe für einen Narren gespielt. Was das Böse als Moment des Triumphs falsch wahrnahm, stellte sich als seine eigene irreversible Niederlage heraus.

Michael Heiser – Übernatürlich: Was die Bibel über die unsichtbare Welt lehrt – und warum es wichtig ist

Ich hoffe, die Zitate machen klar: Psalm 22 und 23 gehören zusammen – und Jesus spricht … Zuerst der Angriff auf IHN und das Verlassensein – auch vom Vater im Himmel – um dann im nächsten Kapitel zu zeigen, dass er auch im tiefsten Schatten der Obhut seines Vaters vertraute! Und weil hier Jesus von seiner Zeit am Holz redet, ist der Begriff „Unglück“ nicht nur unglücklich gewählt sondern grundweg FALSCH! Es war aus der Sicht Jesu und auch aus der Sicht des himmlischen Vaters KEIN UNGLÜCK – der Einzigste, der im Nachhinnein diese Zeit als Unglück betrachtet …

der „Herr“ im NT

וַתֹּאמֶר מִרְיָם הִנְנִי שִׁפְחַת יְהוָֹה יְהִי־לִי כִּדְבָרֶךָ וַיֵּצֵא מֵאִתָּהּ הַמַּלְאָךְ׃

Delitzsch – hebräisches NT – Lukas 1,38

»Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen«, antwortete Maria. »Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast.« Darauf verließ sie der Engel.
Hoffnung für Alle – Lukas 1,38

Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd (O. Sklavin) des Herrn; es geschehe mir nach deinem Worte Und der Engel schied von ihr.
Elberfelder 1871 – Lukas 1,38

„Ich will für Gott alles geben, ich gehöre ihm, alles, was du gesagt hast, soll auch so passieren.“
VolxBibel – Lukas 1,38

Da sagte Maria: „Ich gehöre ganz dem Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.“ Darauf verließ sie der Engel.
NeÜ bibel.heute – Lukas 1,38

Μαριάμ V. 27, hier Nom. δούλη Sklavin; Dienerin; ἰδοὺ ἡ δούλη κυρίου etwa ich bin die Dienerin des Herrn (d. h. ich gehöre dem Herrn, ich stehe ihm ganz zur Verfügung [GNB]). γένοιτο Aor. Opt. Med. γίνομαι; kupitiver Opt. (H-S § 268b; vgl. § 211c; A259); γένοιτό μοι mir geschehe. ἀπ-ῆλθεν V. 23.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Sie schien nicht überrascht, daß der Messias jetzt kommen sollte, sondern wunderte sich nur darüber, daß sie Mutter werden sollte, da sie doch noch von keinem Mann wußte. Doch der Engel tadelte sie nicht, wie er es bei Zacharias getan hatte (V. 20) – ein Hinweis, daß Maria nicht etwa an den Worten Gabriels zweifelte, sondern nur wissen wollte, wie diese Verkündigung wahr werden sollte. Die Antwort lautete, daß der Heilige Geist in seiner Schöpferkraft die Empfängnis bewirken werde (V. 35). Die wunderbare Empfängnis und Jungfrauengeburt Jesu Christi war notwendig, um die Gottheit und Präexistenz des Messias‘ zu wahren (vgl.Jes 7,14; 9,6; Gal 4,4).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

So wie der Engel bei einem Lobpreis Gottes endete, so endet auch Maria mit einem tätigen Lobpreis. Denn in ihrem Schlusswort überlässt sie sich ganz diesem großen Gott: »Siehe, ich bin des Herrn Magd« (V. 38). Der altkirchliche Ausleger Irenäus (um 180 n. Chr.) hat diesen Vers sehr schön ausgelegt, wenn er sagt, dass hier der Gehorsam der Maria dem Ungehorsam der Eva gegenübergestellt wird (Gegen die Irrlehren, III,22,4). In dem Ausdruck »Magd des Herrn« steckt ein Doppeltes: a) Gott kann über sie verfügen (vgl. 1Sam 25,40ff.); b) sie will nicht nur über sich verfügen lassen, sondern Gott dienen, wie die »Knechte des Herrn« ihm gedient haben (vgl. wieder 1Sam 25,40ff. und 4Mose 12,7; Dan 9,6; Sach 1,6). »Mir geschehe, wie du gesagt hast«: Auch da ist wieder beides vorhanden. Maria lässt das Wort Gottes (»wie du gesagt hast«) stehen, es soll sich an ihr erfüllen. Und sie findet ein volles Ja zu dem schweren Weg, den Gott auf diese Weise mit ihr geht (vgl. Spr 23,26). Gerade durch dieses Ja, durch diesen Gehorsam, will sie Gott dienen.

Erstaunlich, wie entschlossen und wie überlegt diese junge Frau spricht! Ihre Antwort auf Gottes Wort macht sie zu einem leuchtenden Glaubensvorbild. Zwar ist Maria keine »Mit-Erlöserin« geworden, wie die päpstliche Lehre es behauptet. Denn in der »Erlösung« gibt es kein »Mit« des Menschen, nur das »Allein« Gottes: »Allein aus Gnade«, »allein Christus«. Aber für die Annahme der Erlösung bleibt Maria vorbildlich.

Edition C

«Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort» (Lk 1,38).
Das ist die Antwort Marias auf die Worte des Engels. Demütig nennt sie sich die Magd des Herrn und ist bereit, sich dem Wort Gottes zu unterordnen. Sie möchte, dass der göttliche Wille in ihrem Leben ausgeführt wird.
Ihr Beispiel spornt uns an! Durch die Bibel teilt Gott uns seinen Willen für unser Leben mit. Wie reagieren wir, wenn Er uns beim Lesen oder Hören des Wortes direkt anspricht? Sind wir bereit, unsere persönlichen Wünsche und Ideen aufzugeben und uns unter den Willen Gottes zu stellen und dem Wort zu gehorchen?
Dabei unterscheiden wir zwei Aspekte:
• Unterordnung ist eine Herzenshaltung gegenüber Gott und seinem Wort. Wir beugen uns unter die göttliche Autorität.
• Gehorsam zeigt sich in der Tat, indem wir das verwirklichen, was Gott uns durch sein Wort aufträgt.
Es ist ein grosser Segen für uns, wenn wir als junge Christen sowohl in den richtungsweisenden Entscheidungen unseres Lebens als auch in den Angelegenheiten des Alltags den Willen Gottes tun möchten!

Halte fest 2012

Mit der Prophezeiung und der Antwort auf ihre nachfolgende Frage endet die Passage mit Marias Antwort in Vers 38: Und Maria sagte: Siehe, die Magd des Herrn; sei es mir nach deinem Wort. Und der Engel entfernte sich von ihr.

An diesem Punkt unterwirft sie sich völlig dem Willen und der Fürsorge Gottes; Dies ist im Lichte von drei Dingen weise. Erstens sollte die alttestamentliche Strafe für eine verlobte Frau, die für schwanger befunden wurde, zu Tode gesteinigt werden; Maria würde Gott vertrauen müssen, dass die Todesstrafe nicht auf sie angewendet würde. Zweitens musste sie Gott in Bezug auf die Reaktion der Gemeinschaft vertrauen, da sie in Gefahr war, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden und für den Rest ihres Lebens geächtet zu werden. Drittens musste sie dem Herrn in Bezug auf ihre Beziehung zu Joseph vertrauen. Dies war ein berechtigtes Anliegen, da Joseph als rechtschaffener Mann erwog, sich angesichts ihrer Schwangerschaft von Maria scheiden zu lassen. Sie gab sich dem Herrn hin, um all diese wichtigen Dinge zu klären.

Zusammenfassung: Wir können Gabriels Botschaft an Maria in fünf Punkten zusammenfassen. Erstens würde die Inkarnation in einem Mann sein. Zweitens sollte er Jeschua oder Jesus heißen. Drittens wäre er in Bezug auf seine wesentliche Natur großartig. Viertens wäre er der Sohn Gottes. Und fünftens würde er den Davidischen Bund erfüllen.

Der Davidische Bund versprach vier ewige Dinge: einen ewigen Thron, ein ewiges Haus oder eine ewige Dynastie, ein ewiges Königreich und einen ewigen Nachkommen. Alle vier ewigen Dinge kamen in Gabriels Botschaft heraus. In Bezug auf den Thron sagte er: Der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. In Bezug auf das Haus oder die Dynastie: Er wird für immer über das Haus Jakobs herrschen. In Bezug auf das Königreich: Von seinem Königreich wird es kein Ende geben. In Bezug auf den ewigen Nachkommen sagte Gabriel: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, der Sohn Gottes genannt werden. Die vier ewigen Dinge, die im Davidischen Bund verheißen wurden, wurden hier angepasst, um durch Jesus den Messias erfüllt zu werden. Die Ewigkeit des Hauses, des Throns und des Königreichs ist garantiert, weil der Same Davids in einer Person gipfelt, die selbst ewig ist.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Wie alt war Mirijam / Maria damals?
Warum hatte sie so einen festen Glauben?
Welche Ziele hatte Mirijam?
Welchen HERRN hatte sie, dem sie ganz vertraute?

Manche Christen sind ja der Auffassung, dass der Herr im NT Jesus Christus wäre – aber hier haben wir gleich zu Beginn des Evangeliums den Herrn der Mirijam/Maria, wo es Jeschua/Jesus noch gar nicht als Mensch gibt. Die oben angeführte hebräische Bibel zeigt deutlich, dass hier von Jehovah gesprochen wird.
Wir wissen heute leider nicht genau, wie Maria aufgewachen war, und was ihr genauer Hintergrund war. Man nimmt an, dass sie ihre Kinderzeit in der Nähe der Anbetung Jehovahs verbracht hat, und dass sie zu dem Zeitpunkt, der in Lukas 1 berichtet wird, zwischen 12 und 14 Jahre alt war.

Und was für einen Glauben haben wir? Ist mein Ziel, meine eigenen Wünsche zu erfüllen? Was kennen wir eigentlich von der Bibel? Wären wir genauso demütig, wenn Jehovah heute einen Engel schicken würde, und unsere Lebensplanung komplett über den Haufen werfen würde?

Unfrieden – warum?

Ihr meint wohl, ich sei gekommen, um bloß Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, – ich bringe auch Unfrieden.
Johannes Greber – Lukas 12,51

Falls ihr gedacht habt, ich würde den Weltfrieden organisieren, dann habt ihr euch gewaltig getäuscht! Nein, wo ich bin, werden sich Menschen streiten,
VolxBibel – Lukas 12,51

Meint nur nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Auseinandersetzung!
Hoffnung für Alle – Lukas 12,51

Denket ihr, daß ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung.
Elberfelder 1871 – Lukas 12,51

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Erklärt hier Jesus, dass ER für die Streitkultur der heutigen Zeit verantwortlich wäre? NEIN!

„Glaubst du, ich bin gekommen, um Frieden im Land zu bringen?“ Jeschua würde bei seinem ersten Kommen nicht in Herrlichkeit regieren, noch würde er die messianischen Prophezeiungen des Weltfriedens erfüllen, z. B. „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schlagen“ (Jes. 2: 4; Mik. 4: 3). Stattdessen würde er Spaltung bringen: Einige würden ihn als Messias anerkennen, andere nicht, was dazu führen würde, dass sich die Familien in dieser Angelegenheit in der Mitte aufteilen (Verse 52–53).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Ein Jünger Jesu zu sein, konnte unter Umständen dazu führen, daß man von niemandem mehr verstanden wurde, nicht einmal von der eigenen Familie. Jesus brachte letztlich nicht Frieden unter die Menschen, sondern Zwietracht, denn die einen nahmen seine Botschaft vom Gottesreich an, und die anderen lehnten sie ab. Die Wirkung seiner Lehre und seines Lebens würde einem verzehrenden Feuer gleichen (V. 49). Sein Leben und sein Tod bildeten die Grundlage für das Gericht über Israel, durch das das Volk wie durch ein Feuer geläutert würde. Jesus wünschte sich sehnlich, daß dieses Ziel schon erreicht und sein Auftrag erfüllt wäre. Mit der Taufe, von der er hier sprach, war zweifellos sein Tod gemeint, der, wie er sagte, vollbracht werden mußte (V. 50). Das Wirken Jesu brachte tatsächlich Konfliktstoff in die Welt, wie er prophezeit hatte (V. 52 – 53). Familien wurden uneins und Treueversprechen gebrochen. Noch heute werden Judenchristen von ihren Familien und Freunden geächtet. Doch ein Jünger muß bereit sein, solche Schwierigkeiten auf sich zu nehmen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Damit dieses Ziel erreicht wird, musste eine Erlösung vollbracht und die Macht Satans zerstört werden. Die Menschen müssen mit Gott versöhnt werden und die Schöpfung muss wieder in Harmonie mit ihrem Schöpfer gebracht werden. Aber das ist nicht das Thema hier, sondern die Person des Herrn Jesus. Alles war sozusagen verborgen in diesem Kind, das in der Krippe lag. Durch dieses kleine Kind griff Gott in die Welt ein, wo die Sünde regierte, um seine Pläne auszuführen. In Ihm, der so in die Welt gekommen war, ist die Erfüllung dieser Pläne gesichert.
Die Ablehnung dieses Friedensangebots Gottes im Herrn Jesus bedeutet allerdings für alle, die nicht an Ihn glauben, Gericht. Denn an Ihm scheiden sich die Menschen. Der Herr selbst weist in Lukas 12,51 darauf hin: Seine Gegenwart bewirkt unter Menschen Konfrontation und Entzweiung. Aber das war nicht Gottes Absicht, als Er seinen Sohn sandte, sondern eine Folge der Ablehnung von Jesus Christus durch die Masse der Menschen. Statt «Friede auf der Erde» haben wir heute erbitterte Feindschaft gegen den Herrn Jesus und gegen jene, die die Botschaft des Friedens annehmen – eine Tatsache, die jeder, der Ihm nachfolgt, mehr oder weniger intensiv erfährt.

Halte fest 2014

Die Ethik, die Jesus lehrt, unterscheidet sich so radikal von der Ethik der Welt, dass eine Entzweiung zwischen ihren jeweiligen Anhängern unausweichlich ist.

Lk 12:51-53 : Angesichts des hohen Stellenwerts, den die Familie im Judentum genoss, mussten diese Worte Jesu seine Hörer erschrecken. Die Menschen lebten damals sehr viel häufiger in Großfamilien zusammen als heute, doch längst nicht alle hatten ihre Schwiegereltern bei sich aufgenommen.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Da sind wir wieder bei dem Punkt von gestern abend: wenn Christsein bedeutet, seine eigenen Wünsche und Ziele aufzugeben – dann entfernt man sich aus dieser selbstsüchtigen Gesellschaft, und ist kein Teil mehr von ihr.
Aber dass diejenigen, die sich zu Jeschuah bekennen von ihren eigenen Familien und Freunden entfremdet werden, könnt ihr in der Broschüre „“Die Weisheit ruft“ nachgelesen werden – eine Sammlung von Lebenserfahrungen von Rabbinern des 18. und 19.Jahrhunderts, die erkannten, welche Rolle Jeschuah in ihrem Leben spielen sollte. (Unter anderem findet ihr beim Lesen dieser Broschüre auch, dass alle diese Rabbiner der Meinung waren, dass „ihr Gott“ Jehovah heißt).

„Christen“ oder Christen

Die Frage, woran man Christen heute erkennt, beschäftigt mich ja schon länger.

Gestern und heute Nacht hörte ich ein Buch das viele dieser Fragen und viele Antworten wieder nach vorn holte.
Hier ein Zitat:

Es gibt Millionen von Männern und Frauen, denen beigebracht wurde, dass sie Christen werden können, und es wird sie nichts kosten. Und sie glauben es! Es gibt sogar einige, die die Kühnheit haben zu lehren, dass das Leben besser wird, wenn Menschen ein Gebet beten und Jesus in ihre Herzen bitten. Jesus lehrte genau das Gegenteil! Lesen Sie diese Worte Jesu langsam und sorgfältig. Dies ist weitaus wichtiger als jeder der folgenden Absätze, die ich geschrieben habe. Interpretiere seine Worte für dich.
Lukas 14: 25–33

Vergessen Sie, was Ihnen über das Beten eines Gebets und die Bitte Jesu, Ihr persönlicher Retter zu sein, gesagt wurde. Lesen Sie, was Jesus verlangt hat, und fragen Sie sich, ob Sie ihm noch folgen möchten.
Es gab keine Fehlinterpretation dessen, was Christus forderte. Deshalb hatte er so wenige Jünger. Der Ruf, Jesus nachzufolgen, war ein Ruf zu sterben. Das Preisschild war vorne und in der Mitte. Jesus legte es von Anfang an dar und forderte die Menschen auf, die Kosten zu zählen, bevor sie sich auf etwas einlassen, zu dem sie nicht bereit waren. Heutzutage wollen wir nur über den guten Teil sprechen – die Gnade und den Segen. Und natürlich sind Gnade, Vergebung und Barmherzigkeit von zentraler Bedeutung für das Evangelium, aber gleichzeitig war Jesus sehr ehrlich und offen über die Kosten des Evangeliums, ein Konzept, das wir völlig vernachlässigen.
Auf diese Weise haben wir etwas verloren, das für das Wesentliche dessen, was es bedeutet, Christ zu sein, so zentral ist. Christ zu werden ist eine vollständige und völlige Hingabe Ihrer eigenen Wünsche und Ihres Fleisches an den höheren Zweck, Gottes Herrlichkeit zu dienen. Es bedeutet, dass du für dich selbst stirbst und Christus anziehst. Dafür melden Sie sich an.

letters to the church

Genau da ist einer der Unterschiede – Jesus toll finden, und viele Wünsche an ihn haben ODER mein Leben vollständig und völlig SEINEN Wünschen unterzuordnen!
Wie anders würden die Menschen Christen wahrnehmen, wenn alle Christen wirklich Christen von Herzen wären! Ja, es wären viel weniger! Aber viel auffallender! Den die vielen, die nur Fans von den Lehren Jesu sind, bringen mit ihren politischen und persönlichen Sorgen, ein falsches Licht auf das Christsein.

“ ich sorge für echtes Leben.“

„Bei mir hat der Tod keine Chance mehr, ich sorge für echtes Leben. Alle, die ihr Vertrauen auf mich setzen und mir glauben, die werden immer weiterleben, auch wenn sie mal sterben! Jeder, der mir vertraut, der wird nie mehr sterben! Glaubst du das, Marta?“
VolxBibel – Joh 11,25–26

Jesus entgegnete ihr: «Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch stirbt, und wer da lebt und an mich glaubt-(= im Leben an mich glaubt )-, wird in Ewigkeit nicht sterben! Glaubst du das?» .
Hermann Menge – Johannes 11,25–26

Da sagte Jesus zu ihr:
»Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt,
wird leben,
auch wenn er stirbt.
Und wer lebt
und an mich glaubt,
wird niemals sterben –
in Ewigkeit nicht.
Glaubst du das?«
BasisBibel – Johannes 11,25–26

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ἐγώ betont (A122). ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή Präd.-Nom. m. Art. hebt die Einzigartigkeit hervor (A80). πιστεύων Ptz., subst. κἄν = καὶ ἐάν auch wenn, selbst wenn (B 2). ἀπο-θάνῃ Aor. Konj. -θνῄσκω. ζήσεται Fut. Med. (m. akt. Bdtg.) ζάω; ὁ πιστεύων εἰς ἐμέ … ζήσεται wer an mich glaubt, wird leben … (H-S § 252,18). Jh 11,26 πᾶς ὁ m. Ptz. jeder, der (A86). ζῶν Ptz. ζάω, subst. πιστεύων Ptz., subst. οὐ μή m. Aor. Konj. stärkste Verneinung zukünftigen Geschehens (A257). ἐγώ betont (A122). ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή Präd.-Nom. m. Art. hebt die Einzigartigkeit hervor (A80). πιστεύων Ptz., subst. κἄν = καὶ ἐάν auch wenn, selbst wenn (B 2). ἀπο-θάνῃ Aor. Konj. -θνῄσκω. ζήσεται Fut. Med. (m. akt. Bdtg.) ζάω; ὁ πιστεύων εἰς ἐμέ … ζήσεται wer an mich glaubt, wird leben … (H-S § 252,18). Jh 11,26 πᾶς ὁ m. Ptz. jeder, der (A86). ζῶν Ptz. ζάω, subst. πιστεύων Ptz., subst. οὐ μή m. Aor. Konj. stärkste Verneinung zukünftigen Geschehens (A257).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Das ist die fünfte von Jesu großen „Ich bin“-Aussagen. Die Auferstehung und das neue Zeitalter sind bereits jetzt Wirklichkeit, weil Jesus Herr über das Leben ist (Joh 1,4). Seine Worte über Leben und Tod scheinen paradox: Der Tod eines Gläubigen führt in das neue Leben. Ein Gläubiger lebt so, daß er in geistlicher Hinsicht nimmermehr sterben wird. Er hat das ewige Leben (Joh 3,16;5,24;10,28); das Ende des physischen Lebens ist nur ein Schlaf des Körpers, bis er auferweckt wird zum Leben. Im Tod geht der geistige Teil seines Körpers, die Seele, zum Herrn (vgl. 2Kor 5,6.8; Phil 1,23).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Man kann diese Worte »Jesu« nur verstehen, wenn man weiß, dass sie einen Doppelsinn haben. »Leben« und »Sterben« bezeichnen nicht nur äußerlich wahrnehmbare, sondern auch geistliche Vorgänge.

»Ich bin die Auferstehung und das Leben«:

Das ist seit Joh 6,35; 8,12; 10,7 und Joh 10,11 das fünfte der berühmten »Ich bin »Worte des Johannesevangeliums. »Ich bin« ist keine totale Gleichsetzung, als ob Jesus nur die Auferstehung und das Leben wäre. Jesus ist mehr, ist der gute Hirte, das Licht der Welt, der Messias (Joh 4,26), der Heiland der Welt (Joh 4,42), der Richter (Joh 5,22), der Gottessohn. Deshalb muss dieses »Ich bin« eine andere Bedeutung haben. Es bedeutet, dass »die Auferstehung und das ewige Leben« nur durch Jesus geschieht und geschenkt wird. Auch die Briefe des Johannes legen darauf größten Wert (vgl. 1Joh 5,12.20). Vergleichen wir diese Aussage Jesu mit dem, was Marta in Vers 24 sagte, dann wird klar, dass Jesus zweierlei herausarbeitet:

a) Die Auferstehung, an die Marta glaubt, hängt von ihm ab.

b) Wenn er gewissermaßen die Auferstehung in Person »ist«, kann er u. U. Jetzt schon den Tod überwinden.

In der Fortsetzung zeigt Jesus, dass der Tod des Lazarus in edem Falle nur vorläufigen Charakter hat:

»Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.« Lazarus war auch so einer, der »an mich glaubt«. Weil Jesus den Seinen das ewige Leben schenkt (vgl. Joh 3,16; 5,24; 6,40.47; 8,51; 10,10.28), sind Sterben und Tod nur Durchgangsstationen. Deshalb gilt für den Glaubenden:

»Auch wenn er stirbt (= den leiblichen Tod erleidet), wird er leben«, nämlich vom Geistlichen Tod befreit sein und das ewige Leben haben. In unerhörter Wucht wird hier deutlich, was christliche Zukunftshoffnung ist. Der Tod kann uns nicht halten. Wenn es im äußeren Leben »abwärts« geht, geht es in Wirklichkeit »aufwärts«. Wenn wir sterben, kommt das ewige Leben auf uns zu! »Das Schönste kommt noch«, hatf. Rienecker ein Buch überschrieben. Ein Osterlied bringt das in eindringlicher Weise zum Ausdruck:

»Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben« (EKG 89, 6).

Aber – auch das dürfen wir nicht übersehen – diese Zukunft öffnet sich nur dem, der an »Jesus glaubt«. Vers 26 unterstreicht das:

»Und jeder, der lebt und an mich glaubt, der wird in Ewigkeit nicht sterben.« Nur ist der Ausdruck »Jeder, der lebt« schwer zu erklären. Am besten versteht man ihn so:

»Jeder, der« jetzt schon im Glauben an Jesus das ewige Leben empfangen hat, wird auch in »Ewigkeit nicht sterben«, also ewiges Leben haben.

Das letzte Sätzchen ist keineswegs unwichtig:

»Glaubst du das?« Angesichts des realen Todes wird Martas Glaube auf eine harte Probe gestellt. Sie muss gewissermaßen gegen den Augenschein glauben. Sie muss glauben, dass ihr Bruder Lazarus »in Ewigkeit nicht sterben wird«, der doch an einer Krankheit dahinsiechte, starb und nun im Grabe liegt (V. 39). Ohne Glauben ist es unmöglich, zu einer solchen Sicht der Zukunft zu gelangen. Die Frage »Glaubst du das?« zeigt zudem, dass der christliche Glaube ganz bestimmte Inhalte hat. Es wäre falsch, zu sagen:

»Ich glaube; aber was ich glaube, lässt sich nicht ausdrücken.« Christlicher Glaube lässt sich aber in menschlicher Sprache und in Lehrsätzen ausdrucken. Es wäre Hochmut, sich hinter etwas Unsagbarem verschanzen zu wollen. Bestes Beispiel dafür, dass unser Glaube formuliert werden kann, ist das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Edition C

Die Aussage Jesu scheint unwahr zu sein – den eins geht ja nur, entweder stirbt man oder eben nicht. Aber an anderer Stelle sagt er, dass Abraham aus Gottes Sicht noch leben würde? (Matthäus 22,32) – Was ist, wenn Jehovah außerhalb von Raum und Zeit existiert? Was wenn Jehovah sich in der Zeit bewegen kann, wie wir im Raum? Kann Jehovah dann einen in Christus verstorbenen einfach „umsetzen“ – für Jehovah lebt derjenige also direkt weiter – auch wenn wir vom menschlichen Standpunkt den langen Zeitstrahl sehen, bis zur Auferstehung….. – Spannend Vers 27: die Antwort „Ja ich glaube!“ – glaubst du es auch, dass Jesus recht hat?

Weisung: Liebt einander?

Meine Weisung an euch lautet: ‚Liebt einander so, wie ich euch geliebt habe!‘ Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für seine Freunde hingibt.
Neue evangelistische Übersetzung – Joh 15,12–13

Eine ganz wichtige Regel habe ich für euch: Liebt euch gegenseitig genauso, wie ich euch geliebt habe! Man kann seine Liebe nicht besser beweisen, als wenn man für seine Freunde sein Leben aufgibt.
VolxBibel – Johannes 15,12–13

Dies ist mein Gebot, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Niemand hat größere Liebe als die, daß einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Joh 15,12–13

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ἵνα hier dass (A328), App. (A353) zu αὕτη; αὕτη ἐστίν … ἵνα dies ist/darin besteht … (näml.) dass. ἀγαπᾶτε Konj. ἠγάπησα Aor. Jh 15,13 ταύτης gen. comparationis (A168). ἵνα hier epexegetisch zu ταύτης (für AcI; BDR § 3943) (nämlich) dass; μείζονα ταύτης ἀγάπην οὐδεὶς ἔχει, ἵνα τις größere Liebe hat niemand als die, dass er. θῇ Aor. Konj. τίθημι; τὴν ψυχὴν τίθημι das Leben hingeben bzw. einsetzen (B I1bδ). φίλος Freund.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Liebe als Befehl?
Oder als Auftrag?
Oder nur für diejenigen, die ich auch leiden kann, weil sie sich jeden Sonntag im selben Saal mit mir treffen?
Oder wirklich mein Leben auch aufgeben für den anderen?

Sein Leben für andere zu lassen galt vor allem im gräko-romanischen Kulturkreis als Heldentat, und die Freundschaft bis in den Tod war ein hoher moralischer Wert (s. die Ausführungen zu 15,14-15 ). Das Judentum dachte in diesem Punkt anders; dafür galt es dort als moralische Tugend, wenn es nötig war, für das Gesetz Gottes zu sterben. Rabbi Akiba argumentierte (wenige Jahrzehnte nach Johannes), dass das eigene Leben Vorrang vor dem eines anderen Menschen habe. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Jesus hier von dem griechischen Freundschaftsideal beeinflusst ist, doch die Diaspora -Leser des Johannesevangeliums waren sicherlich damit vertraut und verstanden, worum es dem Evangelisten ging.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Nehmen wir ein biblisches Beispiel:

Während ich nicht ausführlich argumentieren werde, dass John von der Synoptik abhängig ist, werde ich hier das geben, was ich für ein ziemlich überzeugendes Beispiel für eine solche Abhängigkeit halte. Nach seiner Auferstehung fragt Jesus Petrus dreimal um ein Holzkohlefeuer: „Liebst du mich?“ (Johannes 21: 15–17). Die dreifache Frage bezieht sich gewöhnlich auf die dreifache Verleugnung von Petrus, die im Johannesevangelium auch um ein Holzkohlefeuer stattfand (18:18). Das erste Mal lautet die Frage: „Liebst du mich mehr als diese?“ Wenn wir uns die Definitionen der Liebe ansehen, die Jesus im oberen Raum gegeben hat, können wir sehen, dass Petrus, als er sich rühmte, sein Leben für Jesus zu geben, sich rühmte, das zu haben, was Jesus sagte, ist die größte Liebe: „Größere Liebe als diese Niemand hat, dass er sein Leben für seine Freunde niederlegt “(15:13). Als Petrus sagte, dass er sein Leben für Jesus niederlegen würde (13:37), sagte er: „Ich habe diese größte Liebe.“ Als Petrus sagte, selbst wenn der Rest der Jünger Jesus verlassen würde, würde er sein Leben für Jesus niederlegen, sagte er tatsächlich zu Jesus: „Ich liebe dich mehr als diese.“ Um das erste Holzkohlefeuer herum erwies sich Peters Prahlerei mit dieser Liebe als unwahr. Um das zweite Holzkohlefeuer herum fragt Jesus ihn, ob er diese Prahlerei wiederholen würde: „Liebst du mich mehr als diese? Petrus ist bereit zu behaupten, dass er Jesus liebt, aber er ist nicht bereit, seine frühere Prahlerei, die sich beim ersten Holzkohlefeuer als falsch erwiesen hat, zu bekräftigen, dass er Jesus mehr liebt als die anderen Jünger.
Der Punkt bei all dem ist, dass es im Johannesevangelium keine Aufzeichnungen darüber gibt, dass Petrus sich in dieser Angelegenheit der größten Liebe mit den anderen Jüngern vergleicht. Diese Informationen finden sich nur in der Synoptik (Mt 26: 33–35; Markus 14: 29–31). Nur durch die Kombination der Aufzeichnung in Johannes (Liebe bedeutet, sein Leben für seine Freunde niederzulegen, und Petrus ‚Behauptung, dass er dies für Jesus tun wird) mit der der Synoptik (Petrus rühmt sich, dass er sein Leben sogar für Jesus niederlegen würde) Wenn alle anderen Jünger ihn verlassen, dass wir das in der Frage des Herrn in Johannes 21:15 sehen können, fragt er Petrus, ob er seine Liebesrühme wiederholen wird, die durch seine Verleugnung widerlegt wurde. Wenn Johannes also etwas in seinem Evangelium auslässt, das in der Synoptik erwähnt wird, folgt daraus nicht, dass er sich dessen nicht bewusst ist. Es kann eher sein, dass er das Wissen seines Lesers darüber als selbstverständlich ansieht.

Die jüdische Targums- und Johns Logos-Theologie