Waschti – ein kleiner Waschbär lugt um die Ecke

heute durch Zufall entdeckt: ein kleiner junger Waschbär, der neugierig um die Ecke guckt

Jule 6. Juni 2012 Weißensee 5 Kommentare Trackback URI Kommentare RSS

5 Kommentare zu “Waschti – ein kleiner Waschbär lugt um die Ecke”

  1. Juleam 6. Juni 2012 um 18:34 Link zum Kommentar

    wir erinnern uns? Vor einiger Zeit haben wir am selben Baum einen größeren Waschbären entdeckt, der ziemlich vorsichtig den Baum runter „geklettert“ ist. Damals dachte ich, es könnte vielleicht ein trächtiges Weibchen sein, das deshalb so vorsichtig war.

    Ob das heute eins ihrer Jungen war?

    Oder ist hier mal wieder der Wunsch Vater des Gedankens?

  2. CICONIA-Horstam 6. Juni 2012 um 18:46 Link zum Kommentar

    WASCHBÄREN UND MARDERHUNDE sind keine einheimischen Tierarten sondern NEOZOONOSEN.Sie sind eingeführt worden und ausgesetzt worden oder aus Zoos und Gehegen ausgbüchst und vermehren und verbreiten sich natürlich recht rasch.

    Natürliche Feinde besitzen sie kaum und werden zur Plage.

    Bekannt sind sie als Baumkletterer und besonders als EIERDIEBE.

    Sie verfälschen unsere natürliche Säugerfauna und haben in Mitteleuropa nichts zu suchen.Zurück mit ihnen in ihre Heimatländer!

    CICONIA-Horst

  3. Juleam 6. Juni 2012 um 18:52 Link zum Kommentar

    stimmt. Das haben wir auch schon vor 2 Jahren auf der Umweltseite von Weissensee gelesen

    Mit einem europaweiten Vorkommen von etwa 100.000 wildlebenden Tieren ist der Waschbär Procyon lotor inzwischen auch in Brandenburg zuhause. Diese lokale Population entstammt den Nachkommen einer Pelztierfarm in Wolfshagen (Uckermark), von der aus 1945 25 Waschbären in die freie Wildbahn flüchteten. Über die Anzahl der vorkommenen Waschbären kann nur indirekt die Jagdstatistik Auskunft geben; im Jagdjahr 2001/02 wurden in Brandenburg 2.376 gestreckte Exemplare gezählt, Tendenz steigend.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieser Kleinbär wegen seines Felles aus Nordamerika in Osteuropa eingeführt. Der einzige aus Deutschland bekannte Versuch einer gezielten Ansiedlung stammt aus dem Jahr 1934 vom Forsthaus Vöhl am Edersee in Hessen. Dort fand eine erfolgreiche Ausbreitung statt, auf die Deutschlands größter Waschbärenbestand zurückzuführen ist.

    In Deutschland finden diese tierischen Neubürger alles, was sie zum (über-)leben brauchen. Das ist auch nicht so schwer, denn Waschbären fressen fast alles: Obst, Samen, Beeren, Schnecken, Amphibien und auch Fische. Außerdem haben sie hier kaum natürliche Feinde; ernstlich gefährlich können ihm nur Steinadler oder Luchs werden, doch deckt sich deren Vorkommen nur sehr selten mit dem des Waschbären. Die in den 1960er und 70er Jahren vorausgesagte Zerstörung der einheimischen Vogelfauna konnte nicht beobachtet werden. Sein Gefährdungspotential schätzt man derzeit sehr gering ein, in der öffentlichkeit macht er meistens als Plagegeist von sich Reden, wenn er Mülltonnen durchstöbert oder die nächtliche Ruhe auf dem Campingplatz oder in der Kleingartenanlage stört. Die dämmerungs- und nachtaktiven Jäger und Sammler (mehr Sammler als Jäger) wird man tagsüber eher selten antreffen.

    aber an unserem See ist das nicht so wild, dass man ihn „vertreiben müsste“. Vom Bezirksamt wurde bereits im letzten Jahr eine Waschbärendame mit Gesäuge gesichtet – genau in der selben Ecke, wie die beiden jetzt hier. Sie scheinen sich nicht großartig vermehrt zu haben, denn wir wohnen direkt am See, haben aber bisher noch nichts wirklich von ihnen mitbekommen. Auch am See sehen wir – und auch andere Spaziergänger – sie recht selten und dann immer nur hier an dem Baum

  4. CICONIA-Horstam 6. Juni 2012 um 20:02 Link zum Kommentar

    Sehr guter Beitrag JULE!

    Daß Ihr von dem Waschbär nicht viel mitbekommt,auch wenn ihr direkt am See wohnt,ist ja wohl klar,denn er ist dämmerungs- und nachtaktiv.
    Und das ist seine Stärk!.Überraschungsangriff auf die Brutvögel bei Nacht.Das ist sein Erfolg zum Überleben.

    Da seit ihr ja aber nicht draußen,außerdem sieht da Euer Auge und die Kamera kaum mehr etwas.

    MfG

    CICONIA-Horst

  5. Juleam 6. Juni 2012 um 20:14 Link zum Kommentar

    da hast du wohl Recht. Was ich eigentlich damit sagen wollte, ist, dass dies hier

    in der Öffentlichkeit macht er meistens als Plagegeist von sich Reden, wenn er Mülltonnen durchstöbert oder die nächtliche Ruhe auf dem Campingplatz oder in der Kleingartenanlage stört

    nicht auf uns zutrifft.

    Aber vielleicht hat der Waschbär tatsächlich damit zu tun, dass der Bestand an Vögeln in diesem Jahr nicht so doll ist. Denn das erste Mal wurden wir vor vielen Wochen auf ihn aufmerksam (am 8. Mai), weil an dem Baum ein großes Geschrei von Krähen war. Zuerst dachten wir, die Krähen würden – mal wieder – irgendein Gelege plündern 😉 , aber dann haben wir mitbekommen, dass anscheinend den Krähen „irgendjemand ans Leder will“. Wie Thom auf den Fotos sehr schön festgehalten hat, scheinen es sich die Waschbären in der Baumhöhle gemütlich gemacht zu haben – die vielleicht vorher von einem Krähenpaar als „Brutstube“ genutzt wurde (brüten die in Baumhöhlen?).

    Wenn sich Waschbären über Brutvögel und deren Gelege hermachen, wie du hier schreibst, dann haben sie vielleicht die ganzen Gelege geplündert, so dass nur so wenig Wasservögel in diesem Jahr Nachwuchs haben. Allerdings sollen sie ja bereits im vergangenen Jahr an der selben Stelle „gehaust“ haben und wir hatten trotzdem eine gute Population an Vögeln und Wasservögeln an unserem See…

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