eine große Volksmenge

Nach diesem sah ich: und siehe, eine große Volksmenge, welche niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, und sie standen vor dem Throne und vor dem Lamme, bekleidet mit weißen Gewändern, und Palmen waren in ihren Händen.
Elberfelder 1871 – Offb 7,9

Nach diesem sah ich, und siehe! eine große Menge (vieles Gedränge), die niemand zählen konnte, aus allen Völkerschaften und Stämmen, und Völkern und Zungen vor dem Thron und vor dem Lamme stehen, mit weißen Gewändern umkleidet und Palmen in ihren Händen; 3Mo 23,39.40; Ps 92,13.14; Joh 12,12.13.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Offenbarung 7,9

Anschließend konnte ich sehr viele Leute auf einem Haufen sehen. Es waren zu viele, um sie zu zählen. Sie kamen aus allen Ländern, aus verschiedenen Nationen und Kontinenten auf dieser Welt, mit unterschiedlichen Sprachen. Alle standen vor dem Chefsessel, wo das Lamm draufsaß. Sie waren mit weißen Kleidern gestylt und trugen als Zeichen, dass sie gewonnen hatten, eine Medaille um den Hals.
VolxBibel – Offenbarung 7:9

Offb 7:9-12 : Weiße Gewänder wurden im Tempelgottesdienst getragen, auch bei der kultischen Verehrung der kleinasiatischen Gottheiten; Palmzweige gehörten vor allem in den Rahmen des Laubhüttenfestes. In der Zukunft sollten die Übriggebliebenen, der Rest der Gerechten aus allen Völkern, hinaufgehen nach Jerusalem, um beim Laubhüttenfest anzubeten ( Sach 14,16 ); wie in den apokalyptischen Schriften ist das künftige irdische Reich in gewissem Sinn im Himmel schon Realität. Mit Palmzweigen war der Sieg des Auszugs der Israeliten aus Ägypten gefeiert worden, und bei diesem Fest gedachte Israel der Treue Gottes zu seinem Volk, als es während der Wüstenwanderung ganz auf ihn angewiesen war. Manche Forscher sehen in der großen »Schar« hier die Märtyrer oder auch die Märtyrerin Kirche von 6,11 . Die Wendung »die niemand zählen konnte« bedeutet, dass die Menge riesenhaft war, nicht aber unendlich (* 3.Makk 4,17; sie könnte auch eine Zahl bezeichnen, die so groß war, dass sie auch mit dem Bild vom Sand am Meer hätte beschrieben werden können).

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Der Seher sieht eine Riesenversammlung. Sie ist übernational und überkonfessionell, auch die Rassenfrage ist hier gelöst. Johannes als Jude zeigt mit diesem Bericht, wie er selbst mit allem falschen jüdischen Denken bereits gebrochen hat. Auf jeden Fall ist der Ertrag der Verkündigung von Jesus sehr groß. Ihre Kennzeichen sind die Vergebung und Reinigung, die sie erhalten haben (weiße Kleider), und der Sieg, der ihnen geschenkt wurde (Palmzweige). Keiner schreibt sich selbst irgendein Verdienst zu, alle preisen den lebendigen Gott und den gekreuzigten Herrn.

Bruns – Die Bibel mit Erklärungen

Die Menschen, die in diesem Abschnitt beschrieben werden, sind Heiden aus »jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen«. Sie stehen »vor dem Thron und dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern« (die gerechten Taten der Heiligen; s. 19,8). Sie halten »Palmen in ihren Händen«, ein Symbol des Sieges.
7,10 Dies sind Heiden, die während der Großen Trübsal gerettet werden, indem sie ihr Leben Christus anvertrauen. In ihrem Lied besingen sie ihr »Heil« und sprechen es ihrem »Gott … und dem Lamm« zu.

MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament

Als der Apostel Johannes auf der Insel Patmos über die Jahrhunderte hinweg die Zeit der Wiederherstellung Israels auf der neu erschaffenen Erde schaute, bezeugte er: »Danach sah ich eine riesige Menschenmenge – viel zu groß, um sie zählen zu können – aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen vor dem Thron und vor dem Lamm stehen. Sie waren mit weißen Gewändern bekleidet und hielten Palmzweige in ihren Händen. Und sie riefen laut: ›Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm!‹ Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen. Und sie fielen vor dem Thron nieder und beteten Gott an. Sie riefen: ›Amen! Lob und Herrlichkeit und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke gehören unserem Gott für immer und ewig. Amen!‹ … [das Lamm ist] Herr über alle Herren und König über alle Könige …; und die, die zu ihm gehören, werden die Berufenen und die Auserwählten und die Treuen genannt.« (Offenbarung 7,9–12;17,14 NLB) »Dann hörte ich das Rufen einer großen Menge. Es klang wie das Tosen des Meeres und wie lautes Donnerrollen. Sie riefen: ›Halleluja – Preist den Herrn! Der Herr hat nun die Herrschaft angetreten, er, unser Gott, der Herrscher der ganzen Welt! Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre geben!‹« (Offenbarung 19,6.7a GNB)

Ellen White – Macht und Ohnmacht: Das geteilte Israel und die große Verheißung

Den Lobpreis, welchen die Heiligen (und wie mir scheint auch die heidnischen Gläubigen) darbringen. Beachten Sie:
Die Körperhaltung dieser Heiligen bei ihrem Lobpreis: Sie „standen vor dem Thron und vor dem Lamm“, vor dem Schöpfer und vor dem Mittler. Während der heiligen Anbetung kommen wir ganz nah zu Gott und dürfen uns als in seiner ganz besonderen Gegenwart begreifen. Und wir müssen in Christus zu Gott kommen. Der Thron Gottes wäre für Sünder unnahbar, wenn es keinen Mittler gäbe.
Ihre Kleidung: Sie waren „bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen“, wie Sieger in ihrem Triumph aufzutreten pflegten: Was für eine glorreiche Erscheinung werden die treuen Diener Gottes am Ende sein, wenn sie „den guten Kampf gekämpft“ und „den Lauf vollendet“ haben.
Was sie taten: „Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!“ Dies kann man entweder als ein Hosianna verstehen: dem Anspruch Gottes und des Christus in der Gemeinde und in der Welt wohlgeneigt zu sein. Oder als ein Halleluja: Gott und dem Lamm den Lobpreis für die große Erlösung zu geben. Der Vater und der Sohn werden in diesem Lobpreis zusammengefasst; der Vater plante dieses Heil, der Sohn erwarb es, und diejenigen, die es besitzen, müssen und werden den Herrn und das Lamm loben.

Der Neue Matthew Henry Kommentar – Offenbarung


Und – siehst du dich selbst auch als jemandem, der es nicht verdient hat – und durch Gnade von Gott erhört wird – und IHM deshalb lobt und preist – auch heute schon???

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