Thomas Pape

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glaubte Abraham an Jehovah oder glaubte Abraham Jehovahs Verheißung???

Und er glaubte an den Ewigen, und der rechnete es ihm als Tugend an.
Neftali-Herz-Tur-Sinai – 1.Mose 15,6

Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
Elberfelder 1871 – 1.Mose 15:6

Und er gibt (aufs Neue) sein Glaubensamen in Jehova hinein; und Er rechnete es ihm als Gerechtigkeit (Melchisedek).
Pfleiderer Übersetzung – Genesis 15,6

Er aber hatte seine ganze Zuversicht auf Gott gesetzt und dies achtete Er ihm als Pflichtgerechtigkeit.
Rabbiner Samson Raphael Hirsch – Genesis 15:6

Einige wenige Bibeln schreiben, das Abraham glaubte, das Jehovah existiert – was natürlich sehr widersinnig ist, denn jehovah war Abraham mehrfach erschienen und hatte mehrfach mit Abraham gesprochen!

Abram glaubte (wörtl. »glaubte daran«) dem Herrn und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet . Diese grundlegende Wahrheit wird dreimal im NT wiederholt ( Röm 4,3; Gal 3,6; Jak 2,23 ), um deutlich zu machen, daß Gerechtigkeit vor Gott durch Glauben erlangt wird.
1Mo 15,6 enthält eine wichtige Bemerkung, beschreibt aber eigentlich nicht die Umkehr Abrams. Diese war viele Jahre vorher geschehen, als er Ur verließ. (Die hebr. Form »glaubte« zeigt, daß sein Glaube nicht nach den in den Versen 1-5 geschilderten Ereignissen begann.) Abrams Glaube wird hier erwähnt, weil er die unbedingte Grundlage für den Bund mit Gott darstellte. Der abramitische Bund verschaffte Abram keine Erlösung. Es war ein Bund, der mit Abram geschlossen wurde, der bereits geglaubt hatte und dem bereits Gerechtigkeit zugerechnet wurde. Die Bibel lehrt ganz klar, daß in allen Zeitaltern Gerechtigkeit (d.h. Errettung) nur auf den Glauben zurückgeführt werden kann.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Abraham „glaubte dem HERRN; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit“ (V. 6). Die hier dem Abraham zugerechnete Gerechtigkeit gründete sich auf seinen Glauben an Gott als den, der Tote lebendig macht. Gerade in diesem Charakter offenbart sich Gott in einer Welt, wo der Tod herrscht, und die Seele, die an ihn als an einen solchen Gott glaubt, wird vor Gott als gerecht anerkannt. Dadurch wird natürlich der Mensch von einer Mitwirkung völlig ausgeschlossen, denn was kann er in einer Szene des Todes tun? Kann er Tote auferwecken? Kann er die Pforten des Grabes öffnen? Kann er sich der Macht des Todes entziehen und außerhalb dieses traurigen Bereichs Leben und Freiheit erlangen? Keineswegs, und deshalb kann er auch weder Gerechtigkeit hervorbringen, noch sich in das Verhältnis eines Kindes versetzen. „Gott ist nicht der Gott der Toten, sondern der Lebenden“ (Mk 12,27), und darum kann ein Mensch, solange er sich unter der Macht des Todes und unter der Herrschaft der Sünde befindet, weder die Stellung eines Kindes noch den Zustand der Gerechtigkeit kennen. Gott allein kann also die Stellung der Sohnschaft schenken, und nur Er kann Gerechtigkeit zurechnen, und beides knüpft sich an den Glauben an ihn als den Gott, der Christus aus den Toten auferweckt hat.

In dieser Weise behandelt der Apostel die Frage, wenn er im 4. Kapitel des Römerbriefes den Glauben Abrahams schildert: „Es ist aber nicht allein seinetwegen geschrieben, dass es ihm zugerechnet worden ist, sondern auch unsertwegen, denen es zugerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, aus den Toten auferweckt hat“ (V. 23.24). Der Gott der Auferstehung wird „auch uns“ hier als der Gegenstand des Glaubens dargestellt, und unser Glaube an ihn als die alleinige Grundlage unserer Gerechtigkeit genannt. Hätte Abraham seinen „schon erstorbenen“ Leib angesehen, nachdem er das mit unzähligen Sternen besäte Himmelsgewölbe betrachtet hatte, so hätte er nie den Gedanken fassen können, dass seine Nachkommen so zahlreich wie eben diese Sterne sein sollte. Aber er blickte nicht auf seinen eigenen Leib, sondern auf die Auferstehungsmacht Gottes, und da diese Macht es war, die den verheißenen Nachkommen hervorbringen sollte, können wir verstehen, dass die Sterne des Himmels und der Sand am Ufer des Meeres nur ganz schwache Bilder waren, denn welches Bild könnte die Wirkung einer Macht erläutern, die Tote auferwecken kann?

Mackintosh – Die fünf Bücher Mose

Das Wort, das Gott zu ihm redete, und das herrliche Bild, das Er ihm zeigte, waren nicht ohne Wirkung auf Abrahams Herz. Seine bangen Zweifel waren verschwunden, seine Fragen, wie es zugehen solle, waren verstummt, die Anreizung zur Ungeduld war erloschen, jeder Zweifel, ob Gott wirklich mit ihm geredet habe und ob Er Wort halten werde, war gelöst, Abrahams ganze Seele ruhte nun mit völligem Vertrauen in Gott. Gottes Wort war ihm gewisser als sein eigenes Dasein, und die Versicherung der göttlichen Liebe und Treue war ihm süßer als Honig. Abraham glaubte dem HErrn. Er ward stark mitten in seiner Schwachheit, er war aufs neue innerlich vollkommen gewiss, dass Gott, was Er verheißen hat, auch zu tun mächtig ist. Er hielt sich nicht mehr an das Sichtbare, sondern an das Unsichtbare. Er vertraute auf Gott, der die Toten lebendig macht, und der, was nicht ist, ins Dasein ruft. Er glaubte „wider Hoffnung auf Hoffnung.“ (Röm 4,18)
Er gab Gott die Ehre, und dies „rechnete ihm Gott zur Gerechtigkeit.“

Als Er den Abraham in seinem Vaterland Ur berief und sich ihm zum erstenmal offenbarte, da fand Er ihn, wie auch Paulus andeutet (Röm 4,5), nicht als einen Gerechten, sondern als einen Gottlosen, nämlich als einen von denen, die den Götzen dienten.
Abraham wurde berufen, nicht nach seinen Werken, nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, als ob er solche getan hätte, sondern nach Gottes Vorsatz und Gnade. Gott in Seiner Huld und Herablassung kam ihm zuvor und reichte ihm die Hand. Abraham ergriff die dargebotene Hand, er nahm die göttliche Einladung und Verheißung an; mit einem Wort, er glaubte, d.h. er baute auf den HErrn und stützte sich ganz auf Ihn. So harrte er aus von Stufe zu Stufe. Wenn eine neue Prüfung kam, wenn Gott ihn einer neuen Offenbarung würdigte, so traute er auf den HErrn. Dadurch hat er Gott gefallen, und der HErr, der solchen Glauben bei ihm fand, konnte väterlich mit ihm verfahren, ja sogar ihn als Seinen Freund behandeln.

In der Kraft dieses Glaubens hat Abraham Großes geleistet und sich nicht mit leeren Worten, sondern mit Taten gehorsam gegen Gott bewiesen. Die Werke gingen aus seinem Glauben hervor, doch schon ehe diese Werke ans Licht traten, war Abraham Gott gefällig, indem er Gottes Wort glaubte und an der Wahrhaftigkeit, Allmacht und Liebe Gottes festhielt. Abrahams Rettung aus dem Verderben des Götzendienstes war Gnadensache, nicht Sache des Verdienstes. Gewiss hat Abraham selbst es so angesehen, und ist auf jeder Lebensstufe fest dabei geblieben. Gottes Huld und Wohlgefallen blieben ihm ein unverdientes Geschenk. David nennt den Menschen selig, dem die Übertretungen vergeben und die Sünden bedeckt sind (Psalm 32,1), und die Gerechten aller Zeiten haben von keinem andern Grunde des Trostes und des Friedens gewusst als von diesem: „Ich glaube eine Vergebung der Sünden.“

Abraham befand sich also bereits im Stande der Gnade, er war kindlich gesinnt gegen Gott, er stand mit dem HErrn im Frieden, der Himmel war über ihm nicht verschlossen, er hoffte auf den künftigen Erlöser und Segenspender und er genoss das göttliche Wohlgefallen um des verheißenen Heilands willen. Er befand sich in dem seligen Stande, zu dem wir, die Christgläubigen, berufen und in den wir durch die heilige Taufe versetzt sind.

Thiersch – Genesis

Mose 15,6 enthält die Erklärung von Abrams Glauben. Dies ist eine soteriologische Aussage, die sowohl die menschliche Anforderung als auch die göttliche Antwort enthält. Die menschliche Bedingung lautet: Und er glaubte an Jehova. Dies steht nicht in der Reihenfolge der Verse 1-5. Offensichtlich war Abram bereits in 1. Mose 11-12 gläubig, als er Gott gehorchte und Ur in den Chaldäern verließ. Dieser Vers ist eine allgemeine Aussage über Abrams Glaubensleben, denn sein Glaube an Jehova war bereits in 12:1 und wahrscheinlich sogar noch früher, am Ende von Kapitel 11, deutlich. Der Inhalt von Abrams Glauben war das, was er direkt von Gott hörte und verstand. Der Inhalt von Abrams Glauben war der Glaube an die Verheißungen des Abrahamsbundes. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass der Inhalt von Abrams Glauben der Glaube an den Messias als solchen war. Man neigt dazu, den Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament zu sehr zu vereinfachen, indem man sagt, der alttestamentliche Heilige blicke auf den Tod des Messias voraus und der neutestamentliche Heilige blicke zurück. Das ist eine grobe Vereinfachung, und die Bibel lässt sie einfach nicht zu. In der Tat gab, gibt und wird es immer nur einen Weg der Erlösung geben: aus Gnade durch den Glauben. Das hat sich nicht geändert. Was sich ändert, ist der Inhalt des Glaubens. Was muss man glauben, um gerettet zu werden? Das ändert sich je nachdem, was Gott bis zu einem bestimmten Zeitpunkt offenbart hat. Was hat Abram tatsächlich geglaubt? Die Bibel sagt nicht, dass er an das Kommen des Messias glaubte; sie sagt nicht, dass er glaubte, dass der Messias für seine Sünden sterben würde. Sie sagt: Er glaubte an Jehova. Außerdem glaubte er in diesem Zusammenhang an die Verheißungen Gottes im Abrahamsbund. Was also die Rettung Abrams betrifft, so war das Mittel, dass er glaubte; er übte Glauben aus. Der Inhalt seines Glaubens waren die Verheißungen Gottes. Der Gegenstand seines Glaubens war Jehova. Das hebräische Wort für „glauben“ steht im Hiphil-Stamm, und dasselbe Wort wird in der Genesis noch zwei weitere Male verwendet (42:20, 45:26). Die menschliche Forderung führt zu der göttlichen Antwort: und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an; Gott rechnete Abram die Gerechtigkeit zu. Abram wurde also aus Gnade durch Glauben gerettet, und der Inhalt seines Glaubens waren die Verheißungen Gottes. Hier werden zum ersten Mal drei soteriologische Schlüsselbegriffe erwähnt: „glauben“, d. h. Glaube an Gott; „zurechnen“ und „Gerechtigkeit“.
Bevor wir diesen Abschnitt verlassen, können zwei allgemeine Beobachtungen gemacht werden. Die erste Beobachtung ist, dass die Verheißungen des Abrahamischen Bundes bedingungslose Verheißungen waren, und genau diese Tatsache der Bedingungslosigkeit des Abrahamischen Bundes wurde auch von rabbinischen Kommentaren anerkannt. Soncino zitiert Rabbi Nachmanides mit den Worten: „Nachdem er die Zusicherung Gottes erhalten hatte, glaubte Abraham nun, dass die Prophezeiung mit Sicherheit in Erfüllung gehen würde, und er brauchte nicht zu befürchten, dass er sie durch Sünde verwirken könnte.“4 Es war ein Akt der Gnade, dass Gottes Verheißung in Bezug auf seine Nachkommenschaft Bestand haben würde, ganz gleich, was mit Abram persönlich geschehen würde. Die zweite Beobachtung betrifft zwei wichtige Elemente des Abrahamsbundes: den Samen und das Land. Um den Samen ging es in 15,1-6 und um das Land wird es in 15,7-21 gehen.
Schließlich gibt es noch drei Zitate aus dem Neuen Testament und deren Anwendung. Erstens wird in Römer 4:3, 4:9 und 4:22 auf diese Stelle verwiesen, um zu zeigen, dass Abraham durch den Glauben und nicht durch Werke gerettet wurde. Zweitens verweist Galater 3,6 auf diese Stelle, um zu zeigen, dass Abram durch den Glauben und nicht durch die Werke des Gesetzes gerettet wurde. Der einzige Weg zur Rettung ist also immer noch aus Gnade durch den Glauben (Röm 3,7-9). Drittens verweist Jakobus 2,21-23 auf Abrahams Bereitschaft, Isaak zu opfern, um zu zeigen, dass Abraham durch den Glauben gerechtfertigt wurde, denn seine Bereitschaft, Isaak zu opfern, war der Beweis für Abrams Glauben, wie er in Genesis 15,6 zum Ausdruck kommt. Die Stelle wird zitiert, um zu zeigen, dass Abrams Bereitschaft, Isaak zu opfern, ein Beweis für seine zuvor erklärte Rechtfertigung durch den Glauben war. Mit anderen Worten: Seine Handlungen waren ein Beweis für seinen Glauben an Gott und zeigten die Reife seines Glaubens. Daher wurde Abram durch den Glauben gerechtfertigt, und sein Werk, Isaak zu opfern, war der Beweis für diese Rechtfertigung durch den Glauben.

Arnold Fruchtenbaum – Genesis

Gott hatte Abram bereits gesagt: „Ich bin dein Schild“, dein Beschützer und dein „übergroßer Lohn“ (V. 1). Jetzt sagt Gott, du wirst einen Erben aus deinem eigenen Blut und Geschlecht haben (V. 4). Dann weist Gott Abram auf den Himmel hin: So unzählig wie die Sterne waren und sind, so unzählig wird auch sein Same sein (V. 5). Dann heißt es, Abram „glaubte an den HERRN, und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an“ (V. 6). Dieser Vers wird in Römer 4,9 und 22 zitiert, und in Galater 3,6 ist er grundlegend für den Brief des Paulus. Wir sehen ihn auch in Römer 4,3 als Prämisse dieses Kapitels, und in Jakobus 2,23 wird er verwendet, um zu zeigen, dass Glaube ohne Werke tot ist. Das hebräische Wort, das übersetzt wird, ist aman, und es ist eng verwandt mit dem hebräischen und englischen Wort Amen. Abraham sagte Amen zu Gott; er vertraute ihm vollkommen; Gott hatte gesprochen, und Abraham vertraute auf jedes Wort Gottes. In Anbetracht dessen, was Abram durchgemacht hatte und noch durchmachen würde, war sein Glaube kein leichter Glaube, sondern ein totales Vertrauen in Gott. Am nächsten kommt uns die Aussage Hiobs: „Und wenn er mich auch tötet, so will ich doch auf ihn vertrauen“ (Hiob 13,15). Dies ist die erste Verwendung des Wortes glauben in der Bibel. Es bedeutet weit mehr als Zustimmung oder Einverständnis: Es ist totale Treue und Vertrauen.

Rousas John Rushdoony – Kommentare zum Pentateuch

Glauben (1. Mose 15,6). Verheißungen nützen uns nichts, wenn wir sie nicht glauben und danach handeln. Abraham hatte bereits auf Gottes Verheißung vertraut (12,1-3) und dies bewiesen, indem er seine Heimat verließ und nach Kanaan zog (Hebr. 11,8). Mose 15,6 ist jedoch der erste Hinweis in der Bibel auf Abrahams Glauben. Es ist das Johannes 3,16 des Alten Testaments; und aus diesem Grund verwenden die Autoren des Neuen Testaments es, um die Errettung durch den Glauben zu veranschaulichen.

Im hebräischen Original von 1. Mose 15,6 gibt es nur fünf Worte, aber sie enthalten eine Fülle von Bedeutungen. Der Vers wird im Neuen Testament dreimal zitiert: Galater 3,6; Römer 4,3; und Jakobus 2,23. Die drei Schlüsselwörter sind „glauben“, „zählen“ und „gerecht sein“.

Abraham glaubte Gott, was wörtlich bedeutet: „Abraham sagte: ‚Amen, Gott!‘ „Das hebräische Wort, das mit „glauben“ übersetzt wird, bedeutet „sich mit seinem ganzen Gewicht darauf stützen“. Abraham stützte sich ganz und gar auf die Verheißung Gottes und den Gott der Verheißung. Wir werden nicht dadurch gerettet, dass wir Gott Versprechungen machen, sondern indem wir den Verheißungen Gottes glauben. Im Johannesevangelium, das geschrieben wurde, um den Menschen zu sagen, wie sie gerettet werden können (Johannes 20,31), wird das Wort „glauben“ fast 100 Mal verwendet. Das Heil ist eine Gnadengabe Gottes, die durch den Glauben empfangen wird (Eph. 2:8-9).

Was war Abrahams größtes Bedürfnis? Rechtschaffenheit. Das ist das größte Bedürfnis der Menschen in unserer heutigen Welt, denn „alle haben gesündigt und sind der Herrlichkeit Gottes nicht würdig“ (Röm. 3,23). „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer“ (3,10). Es reicht nicht aus, „religiös“ zu sein; Gott verlangt, dass wir vollkommene Gerechtigkeit haben, sonst lässt er uns nicht in seinen Himmel.

Wie hat Abraham diese Gerechtigkeit erhalten? Er glaubte dem Herrn, und die Gerechtigkeit wurde ihm zugerechnet. „Zurechnen“ bedeutet „auf eine Rechnung setzen“. Am Kreuz wurden Jesus unsere Sünden zugerechnet („den Übertretern zugerechnet“, Jes 53,12), als er die Strafe erlitt, die uns zustand (53,6). Wenn Sie ihm vertrauen, wird seine Gerechtigkeit auf Ihre Rechnung gesetzt (2. Korinther 5,21), und Sie stehen gerecht und vergeben vor einem heiligen Gott.

Abraham bewies seinen Glauben durch seine Werke, als er Isaak auf dem Altar opferte (Jakobus 2,14-24). Abraham wurde nicht dadurch gerettet, dass er Gott gehorchte oder sogar versprach, Gott zu gehorchen; aber sein Gehorsam bewies seinen Glauben. Sünder werden nicht durch Glauben plus Werke gerettet, sondern durch einen Glauben, der wirkt.

Nehmen Sie sich die Zeit, Galater 3, Römer 4 und Jakobus 2 zu lesen, und Sie werden sehen, wie Abraham die Errettung durch den Glauben veranschaulicht. In Galater 3 konzentriert sich Paulus auf den Glauben, in Römer 4 auf die Zurechnung und in Jakobus 2 erklärt Jakobus die Rechtschaffenheit. Es braucht drei Kapitel des Neuen Testaments, um einen Vers zu entfalten!

Die Antwort auf Abrahams Angst war Gottes Gegenwart – ICH BIN. Die Antwort auf Abrahams Sorge um seinen Erben war Gottes Versprechen – ICH WILL. Wie wird Gott Abrahams dritte Sorge beantworten?

Warren W. Wiersbe – Sei Commentary Series

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