Gepriesen sei Jehova, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus Jehovas zu verherrlichen, das in Jerusalem ist, und der mir Güte zugewandt hat vor dem König und seinen Räten und allen mächtigen Fürsten des Königs! Und ich erstarkte, weil die Hand Jehovas, meines Gottes, über mir war, und ich versammelte Häupter aus Israel, daß sie mit mir hinaufzögen.
Elberfelder 1871 – Esra 7,27–28
Gepriesen sei der Ewige, der Gott unserer Väter, der solches in das Herz des Königs gegeben hat, um das Haus des Ewigen in Jeruschalajim zu ehren, und der mir vor dem König und seinen Räten und allen mächtigen Fürsten des Königs Gunst erwiesen hat. Und ich fasste Mut, weil die Hand des Ewigen, meines Gottes, über mir war, und sammelte aus Jisrael Oberhäupter, damit sie mit mir hinaufzögen.
Die Philippson-Bibel – Esra 7:27–28
Gepriesen sei Jahwe, der Gott unserer Väter! Er hat es dem König ins Herz gegeben, Jahwes Haus in Jerusalem Ehre und Ansehen zu verleihen. Er hat mich die Gunst des Königs und auch die seiner Räte und hohen Beamten finden lassen. Und ich fasste Mut, weil Jahwe seine Hand über mir hielt, und konnte eine ganze Reihe Häupter israelitischer Sippen gewinnen, mit mir zurückzukehren.
NeÜ bibel.heute – Esra 7,27–28

Jehovah ist der Gott Abrahams, Isaak und Jakobs – und kann nicht einfach manipuliert werden! Nur weil ich Seinen Namen in den Mund nehme, heißt das noch lange nicht, dass Er deshalb Er deshalb meine Wünsche erfüllen müßte! Jehovah handelt für Sein Volk Israel und erst im „erweiterten Sinn“ für die, die „mit Israel gut gesinnt sind“!
Was Artaxerxes für die Juden tat, war eindeutig der guten Hand Gottes zu verdanken, die für Gottes auserwähltes Volk am Werk war. Schließlich befreite Artaxerxes die Priester, Leviten und Tempeldiener von der Zahlung von Steuern oder der Einberufung zu besonderen Diensten für das Reich (V. 24). Auch wenn er selbstsüchtige Motive hatte, war Artaxerxes daran gelegen, dass der Tempeldienst stark und beständig war. Um sicherzustellen, dass beim Wiederaufbau der Stadt alles reibungslos ablief, erteilte der König Esra weitreichende Vollmachten zur Durchsetzung des Gesetzes (V. 26).
Warren W. Wiersbe – Sei Commentary Series
Feier (Vv. 27-28). Dies ist das erste Mal, dass er in der ersten Person erzählt; es geht weiter bis 9,15. Er lobt den Herrn dafür, dass er den König dazu bewegt hat, seinen Plänen zuzustimmen, und er sieht dieses Ereignis als Beweis für Gottes Barmherzigkeit oder Bundesliebe. Esra rechnete sich diese Leistung nicht an; es war alles das Ergebnis der „guten Hand Gottes“ über ihm. Ohne Zeit zu verlieren, versammelte er die Oberhäupter der Stämme und rief die Menschen zusammen, die sich berufen fühlten, nach Jerusalem zu reisen.
In seinem Dankgebet pries Esra den HERRN, weil er das Herz des Königs gelenkt hatte, den Tempel herrlich zu machen; und er dankte ihm demütig dafür, dass er ihm Kraft verliehen hatte, solch ein wichtiges Werk auszuführen. Ermutigt durch die Hand des HERRN über ihm, versammelte er die Häupter Israels, damit diese mit ihm nach Jerusalem hinaufzogen.
MacDonald – Kommentar zum Alten Testament
Unmittelbar auf den Artahsasta-Erlass folgt der Lobpreis Gottes aus dem Munde Esras. Wiederum wird wie in Esr 1,1 die eigentliche Ursache für die Ereignisse genannt. Es ist nicht der persische König mit seinen Mächtigen, sondern Jahwe, der Gott unserer Väter. Weil dieser der Urheber ist, spielt auch die Rückkehr ins Gelobte Land oder die Strukturierung der dort lebenden Gesellschaft nicht die erste Rolle, sondern das Haus Jahwes, das in Jerusalem steht. Dies ist das Zentrum der Hilfe, die Artahsasta gewährt. Das Bezugswort zu Gnade kann das »er« sein, das sich auf Jahwe bezieht, also: die Gnade Jahwes. Es ist aber auch denkbar, dass sich das Wort auf den König bezieht, also: die Gnade des Königs. Der Sache nach besteht kein Unterschied: Weder der König noch die Mächtigen an seiner Seite konnten den Zug nach Jerusalem zum Tempel bewirken, sondern einzig die Gnade, die von Gott ausging. Deshalb war es so etwas wie eine Wallfahrt zur Ehre Gottes, die im Folgenden beschrieben wird, denn Esra bedient sich hier, nachdem er vorher nur von dem Tempel gesprochen hat, eines Begriffs, der typisch ist für die Tempelwallfahrtsliturgie: Sie zogen mit mir hinauf.
vom Orde – Wuppertaler Studienbibel
Die zurückkehrenden Exilanten stießen fast ein Jahrhundert lang auf Widerstand (4:1-24), aber durch das Wirken der Propheten des Herrn (Haggai und Sacharja), dreier verschiedener persischer Herrscher (Kyros, Darius, Artaxerxes) und Esra, dem Priester, wurde der Tempel schließlich wieder aufgebaut und der Tempelkult wieder eingeführt (5:1-7:28). Esra war sich sehr bewusst, dass der Herr für den Erfolg der Gemeinde verantwortlich war (7,27-28). Er erkannte, dass der Herr das Herz von König Artaxerxes bewegt hatte. Einmal mehr taucht das Thema der Souveränität des Herrn gegenüber menschlichen Herrschern auf. Die Wiederherstellung der Verbannten war wirklich das Werk Gottes und versprach deshalb erfolgreich zu sein.
David M. Howard – Auslegung der historischen Bücher – ein exegetisches Handbuch
Jehovah wird in naher zuzkunft für Sein Volk Israel eintreten – und es kommt dann nicht darauf an, ob du Seinen Namen kennst, sondern WIE DU zu Seinem Volk stehst!
