2.Könige

oder nach der griechischen Septuaginta
das vierte Buch der Könige

Entrückung Elias

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 13. Juli 2009 170 Kommentare Trackback URI Comments RSS

170 Kommentare zu “2.Könige”

  1. Juleam 25. Juni 2005 um 12:19 Link zum Kommentar

    Fragen von Lesern
    Warum bat Elisa um „zwei Anteile“ am Geist Elias?

    Kurz bevor Elia seinen Dienst als Prophet in Israel beendete, bat ihn der jüngere Prophet Elisa: „Dass mir bitte zwei Anteile an deinem Geist zukommen mögen“ (2. Könige 2:9). Offensichtlich wollte Elisa in geistiger Hinsicht die zwei Anteile am Erbe, die ein Erstgeborener erhielt (5. Mose 21:17). Eine kurze Betrachtung des Bibelberichts wird uns zeigen, warum das so war und was wir daraus lernen können.

    Auf den Befehl Jehovas hin salbte Elia Elisa zu seinem Nachfolger (1. Könige 19:19-21). Elisa begleitete Elia ungefähr sechs Jahre lang als treuer Diener und wollte so lange wie möglich bei ihm bleiben. Sogar am letzten Tag des Dienstes Elias als Prophet in Israel wollte Elisa unbedingt bei seinem Lehrer und Ratgeber sein. Elia hatte ihn zwar wiederholt aufgefordert, ihn zu verlassen, doch der jüngere Prophet sagte drei Mal: „Ich will dich nicht verlassen“ (2. Könige 2:2, 4, 6; 3:11). Ja, für Elisa war der ältere Prophet wie ein geistiger Vater (2. Könige 2:12).

    Aber Elisa war nicht der einzige geistige Sohn Elias. Beide waren mit Männern verbunden, die man „die Söhne der Propheten“ nannte (2. Könige 2:3). Auch diese „Söhne“ hatten ein enges Verhältnis zu ihrem geistigen Vater Elia, wie der Bericht aus 2. Könige zeigt (2. Könige 2:3, 5, 7, 15-17). Doch Elisa war als der gesalbte Nachfolger der herausragendste unter den geistigen Söhnen Elias. Er war wie sein Erstgeborener. Im alten Israel erhielt der Erstgeborene zwei Anteile vom Erbe des Vaters, die anderen Söhne nur einen. Daher erbat sich Elisa zwei Anteile am geistigen Erbe Elias.

    Warum äußerte Elisa die Bitte gerade zu dieser Zeit? Weil er vor einer schwierigen Aufgabe stand. Er sollte Elia als Prophet in Israel ablösen. Elisa wusste, dass er diese schwere Verantwortung nur mit der Kraft Gottes tragen konnte. Er musste genauso mutig sein, wie Elia es gewesen war (2. Könige 1:3, 4, 15, 16). Deshalb bat Elisa um zwei Anteile am Geist Elias. Elias Geist war ein Geist des Mutes und des ‘unermüdlichen Eiferns für Jehova’ — wünschenswerte Eigenschaften, die man mithilfe des heiligen Geistes entwickelt (1. Könige 19:10, 14). Wie reagierte Elia auf die Bitte Elisas?

    Elia wusste, dass Elisa um etwas gebeten hatte, was er nur von Gott erhalten könnte — nicht von ihm. Daher erwiderte Elia demütig: „Du hast Schwieriges erbeten. Wenn du mich siehst, während ich von dir genommen werde, wird es dir so geschehen“ (2. Könige 2:10). Und tatsächlich: Jehova sorgte dafür, dass Elisa sah, wie Elia in einem Windsturm zum Himmel auffuhr (2. Könige 2:11, 12). Elisas Bitte wurde erfüllt. Jehova gab ihm so viel Geist, wie er für seine neue Aufgabe und auch in Prüfungen benötigte.

    Dieser Bericht kann für gesalbte Christen (manchmal auch Elisa-Klasse genannt) und für alle anderen Diener Gottes heute sehr stärkend sein. Vielleicht fühlen wir uns einer neuen Aufgabe nicht gewachsen und sie kommt uns wie ein großer Berg vor. Auch immer mehr Gleichgültigkeit und Widerstand im Predigtdienst könnten bewirken, dass wir nicht mehr so mutig sind wie früher. Doch wenn wir Jehova um Hilfe bitten, wird er uns genügend heiligen Geist geben, damit wir mit Problemen und Veränderungen im Leben fertig werden können (Lukas 11:13; 2. Korinther 4:7; Philipper 4:13). Ja, genauso wie Jehova Elisa für größere Aufgaben stärkte, so wird er auch uns, ob alt oder jung, helfen, unseren Dienst durchzuführen (2. Timotheus 4:5).

    Quelle: WT 01.11.2003

    eine andere Quelle – WT 01.08.2005 – sagt dazu Folgendes:

    Antworten auf biblische Fragen:

    2:9 — Warum bat Elisa um ‘zwei Anteile an Elias Geist’? Elisa brauchte denselben Geist wie Elia, um als Prophet für Israel genauso mutig und furchtlos zu sein wie er. Elisa erkannte das und bat um zwei Anteile an Elias Geist. Er hatte Elia, der ihn zu seinem Nachfolger ernannt hatte, etwa sechs Jahre lang gedient und sah ihn als seinen geistigen Vater an. Elisa war in geistiger Hinsicht wie ein Erstgeborener für Elia (1. Könige 19:19-21; 2. Könige 2:12). Genauso wie ein Erstgeborener am Erbe des Vaters zwei Anteile bekam, erhielt Elisa daher wie erbeten zwei Anteile am geistigen Erbe Elias.

  2. Juleam 25. Juni 2005 um 12:25 Link zum Kommentar

    Was wir von Elisa über die Behandlung älterer Personen lernen können

    WT 01.09.2003

    Sind uns unsere Älteren lieb und teuer?
    ALS die Israeliten in alter Zeit in einem Bund mit Gott standen, galt für sie das Gebot: „Vor grauem Haar solltest du aufstehen, und du sollst Rücksicht nehmen auf die Person eines alten Mannes, und du sollst Furcht haben vor deinem Gott“ (3. Mose 19:32). Hochachtung vor Älteren war also eine heilige Pflicht und mit der Unterordnung unter Gott verknüpft. Als Christen sind wir heute zwar nicht an das mosaische Gesetz gebunden, aber es erinnert uns daran, dass die ältere Generation der Diener Jehovas in seinen Augen wertvoll und kostbar ist (Sprüche 16:31; Hebräer 7:18). Ist sie das auch in unseren Augen? Sind uns unsere älteren Glaubensbrüder und Glaubensschwestern lieb und teuer?

    Sein älterer Freund bedeutete ihm sehr viel
    Ein biblisches Beispiel für Hochachtung vor Älteren kann man im zweiten Buch der Könige nachlesen. Dort wird beschrieben, wie der jüngere Prophet Elisa die Nachfolge des Propheten Elia antrat. Verfolgen wir einmal, was an dem Tag geschah, als Elia seine Amtszeit als Prophet im Zehnstämmereich Israel beendete.

    An jenem Tag hatte Jehova den betagten Propheten Elia angewiesen, von Gilgal nach Bethel zu reisen, von Bethel nach Jericho und von Jericho zum Jordan (2. Könige 2:1, 2, 4, 6). Während dieser fast fünfzig Kilometer langen Reise versuchte Elia drei Mal, Elisa davon abzubringen, ihn weiter zu begleiten. Doch genauso wie sich Ruth ein paar Jahrhunderte zuvor um keinen Preis von der älteren Noomi trennen wollte, weigerte sich auch Elisa, den älteren Propheten allein zu lassen (Ruth 1:16, 17). Drei Mal erklärte Elisa: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen“ (2. Könige 2:2, 4, 6). Bis dahin hatte Elisa dem Propheten Elia schon fast sechs Jahre zur Seite gestanden. Doch er wollte ihn so lange wie möglich in seinem Dienst begleiten. In dem Bericht heißt es sogar: „Es geschah, als sie weiterwanderten, wobei sie redeten, während sie gingen, siehe da, . . . Elia fuhr im Windsturm . . . auf“ (Vers 11). Die beiden waren also bis zum allerletzten Moment der Dienstzeit Elias ins Gespräch vertieft. Offensichtlich war dem jüngeren Propheten sehr daran gelegen, so viel wie möglich von dem älteren, erfahreneren Propheten zu lernen und sich an Ermunterungen mit auf den Weg geben zu lassen. Sein älterer Freund bedeutete ihm wirklich sehr viel.

    ‘Wie Väter und Mütter’
    Es ist nicht schwer, zu verstehen, warum Elisa diesen älteren Propheten liebte und warum Elia ein Freund und geistiger Vater für ihn war (2. Könige 2:12). Kurz bevor Elias Aufgabe in Israel erfüllt war, sagte er zu Elisa: „Erbitte, was ich für dich tun sollte, bevor ich von dir genommen werde“ (Vers 9). Bis zuletzt lag Elia also das geistige Wohl seines Nachfolgers und die Fortführung des Werkes Gottes am Herzen.

    Es tut so gut, zu sehen, dass dasselbe väterliche und mütterliche Interesse heute bei unseren älteren Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern zu verspüren ist, die ihr Wissen und ihre Lebensweisheit großzügig an Jüngere weitergeben. Zum Beispiel helfen langjährige freiwillige Mitarbeiter in den Zweigbüros der Zeugen Jehovas Neuen in der Bethelfamilie gern, sich das erforderliche Können für ihre dortigen Aufgaben anzueignen. Oder reisende Aufseher und ihre Frauen, die viele Jahre lang Versammlungen besucht haben, lassen andere, die nun für diesen Dienst geschult werden sollen, sehr gern von ihrem Erfahrungsschatz profitieren. Und dann sind da die vielen älteren Brüder und Schwestern in den Versammlungen der Zeugen Jehovas rund um die Erde, die Jehova seit Jahrzehnten treu dienen. Auch sie stehen mit ihrer praktischen Weisheit und ihrer Lebenserfahrung Neueren in der Versammlung bereitwillig zur Seite (Sprüche 2:7; Philipper 3:17; Titus 2:3-5).

    Das tiefe Interesse dieser lieben älteren Christen macht es zu einer reinen Freude, ihnen Hochachtung entgegenzubringen. Wir wollen uns daher an Elisa ein Beispiel nehmen und unsere älteren Glaubensbrüder wie einen Schatz betrachten. In Anlehnung an die Worte des Apostels Paulus wollen wir ‘ältere Männer wie Väter’ und ‘ältere Frauen wie Mütter’ behandeln (1. Timotheus 5:1, 2). Damit tragen wir sehr dazu bei, dass die Christenversammlung weltweit wächst und gedeiht und ihren Aufgaben richtig nachkommen kann.

  3. Juleam 25. Juni 2005 um 12:32 Link zum Kommentar

    Welche Bedeutung hatte der himmlische Wagen?
    aus einem Studienartikel:

    Er sah die himmlischen Heerscharen
    4 Der König von Syrien wollte Elisa gefangennehmen und sandte zu diesem Zweck eine starke Streitmacht nach Dothan, die bei Nacht dort eintraf. Welch einen Schreck Elisas Diener bekam, als er früh am Morgen aufstand und hinausging, vielleicht um auf dem im Nahen Osten üblichen Flachdach ihres Hauses etwas frische Luft zu schnappen! Eine ganze Armee von Syrern mit Pferden und Kriegswagen hatte den Ort umstellt und wartete nur darauf, den Propheten Gottes gefangenzunehmen. Der Diener rief Elisa zu: „Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?“ Offensichtlich ruhig und voller Überzeugung antwortete Elisa: „Fürchte dich nicht, denn mehr sind derer, die mit uns sind, als derer, die mit ihnen sind.“ Der Diener wird sich wohl gefragt haben: „Wo sind sie denn? Ich sehe niemand.“ Das könnte manchmal auch unser Problem sein — das Versäumnis, die himmlischen Heerscharen mit den Augen des Verständnisses zu sehen oder zu erkennen (2. Könige 6:8-16; Epheser 1:18).

    5 Elisa betete darum, daß seinem Diener die Augen geöffnet werden. Was geschah dann? „Sogleich öffnete Jehova die Augen des Bediensteten, so daß er sah; und siehe, die Berggegend war voll von Pferden und Kriegswagen aus Feuer rings um Elisa her“ (2. Könige 6:17). Ja, er sah die himmlischen Heerscharen, Heere von Engeln, die bereitstanden, um Gottes Diener zu beschützen. Jetzt konnte er Elisas Zuversicht verstehen.

    6 Fällt es uns manchmal schwer, gewisse Dinge wahrzunehmen, ähnlich wie es Elisas Diener erging? Neigen wir dazu, nur die äußeren Umstände zu sehen, die uns oder unser christliches Werk in bestimmten Ländern bedrohen? Können wir in einem solchen Fall eine besondere Vision erwarten, die uns erleuchtet? Nein, denn wir haben etwas, worüber Elisas Diener nicht verfügte — die Bibel, ein Buch mit vielen Visionen, die uns Einblick in die himmlische Organisation geben können. In diesem inspirierten Wort werden außerdem Richtlinien gegeben, die unser Denken und unsere Lebensweise korrigieren sollen. Wir müssen uns allerdings bemühen, nach Einsicht zu suchen und die Wertschätzung für Jehovas Vorkehrung zu vertiefen. Das können wir durch das persönliche Studium in Verbindung mit Gebet und Nachsinnen erreichen (Römer 12:12; Philipper 4:6; 2. Timotheus 3:15-17).

    Kennen wir auch den Vortrag: „Mehr sind derer, die mit uns sind“?

  4. Juleam 25. Juni 2005 um 12:33 Link zum Kommentar

    Warum nahm Elisa die Gabe Naamans nicht an?

    WT 01.08.2005 Antworte auf biblische Fragen

    5:15, 16 — Warum nahm Elisa die Gabe Naamans nicht an?
    Elisa lehnte die Gabe ab, weil er anerkannte, dass die Kraft, Naaman durch ein Wunder zu heilen, von Jehova kam und nicht von ihm. Es war für ihn undenkbar, an dem Amt zu verdienen, das Gott ihm übertragen hatte. Auch heute sind wahre Anbeter in ihrem Dienst für Jehova nicht auf persönliche Vorteile aus. Sie beherzigen die Anweisung Jesu: „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt“ (Matthäus 10:8).

  5. Juleam 25. Juni 2005 um 12:34 Link zum Kommentar

    5:18, 19 — Ersuchte Naaman um Vergebung für die Teilnahme an einer religiösen Handlung?

    Der syrische König war offensichtlich alt und schwach und Naaman musste ihn stützen. Wenn sich der König vor Rimmon verbeugte, beugte sich auch Naaman. Doch Naaman beugte sich nur, um dem König Halt zu geben und nicht um anzubeten. Naaman bat um Jehovas Nachsicht in Bezug auf das Erfüllen dieser Pflicht. Elisa glaubte Naaman und sagte zu ihm: „Geh in Frieden.“

  6. Juleam 25. Juni 2005 um 12:37 Link zum Kommentar

    Habgier lohnt sich nicht – Gehasi

    Obwohl Gehasi einen guten Start hatte und lange der treue Bedienstete von Elisa war, so stolperte er schließlich über seine Habgier…

    Einsichtenbuch

    Gehasi wurde schließlich ein Opfer der Habgier. Das geschah in Verbindung mit der Heilung des Syrers Naaman. Elisa hatte es abgelehnt, von Naaman ein Geschenk für seine Heilung vom Aussatz anzunehmen (2Kö 5:14-16), doch Gehasi begehrte ein Geschenk und dachte, es sei nur recht und billig, es zu erhalten. Daher lief er Naaman nach und bat ihn im Namen Elisas um ein Talent Silber (ein Wert von 6 606 $) und zwei Wechselkleider unter dem Vorwand, dies sei für zwei junge Männer von den Söhnen der Propheten, die gerade aus der Berggegend von Ephraim eingetroffen seien. Naaman gab ihm freudig nicht nur ein, sondern zwei Talente Silber sowie zwei Wechselkleider und beauftragte zwei seiner Bediensteten, das Geschenk für Gehasi zu tragen. In Ophel nahm dieser den Bediensteten das Geschenk aus der Hand, entließ sie und brachte es in sein Haus. Darauf erschien er mit leeren Händen vor Elisa und leugnete sogar, daß er weggegangen sei, als Elisa ihn fragte: „Woher bist du gekommen, Gehasi?“ Als Folge davon wurde Gehasi mit Aussatz geschlagen. Somit verlor er wegen seiner Habgier und der versuchten Täuschung das Vorrecht, der Bedienstete Elisas zu sein, und brachte außerdem Aussatz über sich und seine Nachkommen (2Kö 5:20-27).

    Lehren für uns

    5:20-27. Wie teuer es einem doch zu stehen kommt, wenn man versucht ein Doppelleben zu führen! Wir laufen weniger Gefahr ein solches Leben zu führen, wenn wir an den Kummer und das Leid denken, die es mit sich bringen kann.

  7. Juleam 25. Juni 2005 um 12:38 Link zum Kommentar

    Was wir von Gehasi über Takt lernen können

    WT 01.08.2003

    In dem Bibelbericht über Elisas Diener Gehasi finden wir ein Beispiel für Taktlosigkeit. Eine Sunamitin, deren Sohn gerade in ihren Armen gestorben war, machte sich Trost suchend auf den Weg zu Elisa. Auf Gehasis Frage, ob alles in Ordnung sei, antwortete sie: „Es steht gut.“ Als sie sich nun trotzdem dem Propheten näherte, „trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen“. Elisa dagegen sagte: „Lass sie, denn ihre Seele ist bitter in ihrem Innern“ (2. Könige 4:17-20, 25-27).

    Wie konnte Gehasi so voreilig und taktlos handeln? Sicher, die Frau hatte ihre Gefühle nicht verraten, als sie danach gefragt wurde. Aber schließlich vertraut man ja auch nicht jedem seine innersten Empfindungen an. Ihre seelische Verfassung muss jedoch irgendwie sichtbar gewesen sein. Elisa registrierte das offensichtlich, Gehasi dagegen nicht. Oder aber er wollte nichts merken. An diesem Beispiel wird eine allgemeine Ursache für Taktlosigkeit deutlich. Wenn jemand zu sehr auf die Erfüllung seiner Pflichten bedacht ist, kann er die Bedürfnisse der Menschen um ihn herum leicht übersehen oder übergehen. Er verhält sich dann ähnlich wie ein Busfahrer, der so darauf fixiert ist, den Fahrplan einzuhalten, dass er überhaupt nicht anhält, um Fahrgäste einsteigen zu lassen.

    Damit wir uns nicht so taktlos verhalten wie Gehasi, sollten wir anderen grundsätzlich freundlich begegnen. Wir wissen ja nicht, wie sie wirklich fühlen. Es wäre gut, immer auf Anzeichen zu achten, an denen man die Gefühle des anderen ablesen kann, und dann mit einem netten Wort oder einer lieben Tat darauf einzugehen.

  8. Juleam 25. Juni 2005 um 12:40 Link zum Kommentar

    Jehova bestraft Gehasi nicht nur wegen seiner Habgier mit Aussatz … sondern auch wegen seiner Lügen

    Einsichtenbuch

    Nach seiner Abreise wurde Naaman von Elisas habsüchtigem Diener Gehasi eingeholt, der es auf lügnerische Weise so hinstellte, als hätte Elisa seine Meinung geändert und würde schließlich doch einige Geschenke annehmen. Erfreut schenkte Naaman ihm Silber und Kleider. Aber für dieses habgierige und verlogene Vorgehen, bei dem Gehasi versuchte, durch den Mißbrauch seines Amtes als Diener Elisas aus dem Wirken des Geistes Jehovas Gewinn zu schlagen, bestrafte Jehova ihn, indem er ihn und seine Nachkommen auf unabsehbare Zeit mit Aussatz schlug (2Kö 5:20-27).

    Lehren für uns

    5:20-27. Wie teuer es einem doch zu stehen kommt, wenn man versucht ein Doppelleben zu führen! Wir laufen weniger Gefahr ein solches Leben zu führen, wenn wir an den Kummer und das Leid denken, die es mit sich bringen kann.

  9. Juleam 25. Juni 2005 um 12:41 Link zum Kommentar

    Naaman demütigt sich und erweist sich als Dankbar

    Einsichtenbuch

    Vom Aussatz geheilt. Naaman war ein Aussätziger, und obwohl die Syrer nicht von ihm verlangten, daß er sich absonderte, wie es Jehovas Gesetz von den Aussätzigen in Israel forderte, so war es doch eine willkommene Nachricht, zu erfahren, wie er von dieser widerlichen Krankheit geheilt werden könnte. Diese Nachricht erfuhr er durch das israelitische Sklavenmädchen seiner Frau, das von einem Propheten in Samaria erzählte, der Aussatz heilen könne. Sogleich machte sich Naaman mit einem Empfehlungsbrief Ben-Hadads II. auf den Weg nach Samaria. Nachdem ihn der israelitische König Joram kühl und mißtrauisch empfangen hatte, schickte er Naaman zu Elisa. Elisa empfing Naaman nicht persönlich, sondern ließ ihm statt dessen durch seinen Diener sagen, er solle siebenmal im Jordan baden. Sein Stolz war verletzt, und weil er wohl das Gefühl hatte, grob von einem Ort zum anderen geschoben worden zu sein, ohne etwas erreicht zu haben, wandte er sich wütend ab. Hätten ihn seine Diener nicht zu überzeugen versucht und ihm die Vernünftigkeit der Anweisungen nicht vor Augen geführt, wäre Naaman aussätzig in sein Land zurückgekehrt. Schließlich badete er siebenmal im Jordan und wurde durch ein Wunder gereinigt. Er war der einzige Aussätzige, bei dessen Heilung Elisa mitwirkte (2Kö 5:1-14; Luk 4:27).

    Wird ein Anbeter Jehovas. Nunmehr mit Dankbarkeit und tiefer Wertschätzung erfüllt, kehrte der syrische Heeroberste die vermutlich 50 km zu Elisa zurück und bot ihm ein äußerst großzügiges Geschenk an, das der Prophet sofort ablehnte. Daraufhin bat Naaman um etwas Erde aus Israel, „die Last eines Maultierpaares“, um sie mit nach Hause zu nehmen und Jehova auf Israels Boden Opfer darbringen zu können. Naaman versprach, er werde von nun an keinen anderen Gott mehr anbeten. Vielleicht hatte Naaman im Sinn, Jehova auf einem Altar aus Erde Opfer darzubringen (2Kö 5:15-17; vgl. 2Mo 20:24, 25).

    Als nächstes bat Naaman, Jehova möge ihm vergeben, wenn er sich pflichtgemäß mit dem König, der wohl alt und gebrechlich war und sich stützend an Naaman lehnte, vor dem Gott Rimmon niederbeugen würde. In diesem Fall wäre sein Niederbeugen mechanisch, nur um den Körper des Königs pflichtgemäß zu stützen, und nicht, um persönlich Anbetung darzubringen. Elisa glaubte Naamans aufrichtiger Bitte, denn er erwiderte: „Geh in Frieden“ (2Kö 5:18, 19).

    Lehren für uns

    5:9-19. An Naamans Beispiel ist deutlich zu erkennen, dass ein stolzer Mensch demütig werden kann (1. Petrus 5:5).

    5:3. Ein israelitisches Mädchen glaubte daran, dass Gott Wunder wirken kann. Sie hatte auch den Mut, über ihren Glauben zu reden. Wer noch jung ist, sollte sich fragen: Bemühe ich mich, meinen Glauben an Gottes Verheißungen zu stärken, und nehme ich meinen Mut zusammen, um Lehrern und Schülern von der biblischen Wahrheit zu erzählen?

  10. Juleam 25. Juni 2005 um 12:42 Link zum Kommentar

    Sehen wir mit dem Auge des Verständnisses?

    WT 15.05.1981
    Gottes Wort ist lebendig – Kannst du das Unsichtbare sehen?

    HAST du dich schon einmal in großen Schwierigkeiten befunden? Schien dir ein Ausweg oder eine Befreiung daraus unmöglich? In solch einer Situation befand sich ein junger Mann, der in den Tagen Elisas, eines Propheten Gottes, lebte.

    Versetzen wir uns einmal in jene Zeit. Die Syrer führen Krieg mit den Israeliten. Der König von Israel weiß jedoch anscheinend immer im voraus, wo die Syrer zuschlagen wollen. Wie du auf dem Bild sehen kannst, ruft der syrische König deshalb seine Offiziere und fragt sie: ‚Wer von denen, die zu uns gehören, verrät dem König von Israel unsere Truppenbewegungen?‘

    Ein Offizier antwortet: ‚Keiner. Es ist Elisa, der israelitische Prophet. Er weiß sogar, was du im geheimen, in deinem eigenen Zimmer, sagst, und teilt es dem König von Israel mit.‘

    ‚Sucht ihn‘, befiehlt der König, ‚damit wir ihn gefangennehmen können.‘ Später wird dem König berichtet: „Siehe, er ist in [der Stadt] Dothan.“ Er sendet also ein riesiges Heer von Pferden und Wagen dorthin. Bei Nacht erreichen die Soldaten die Stadt und umzingeln sie.

    Früh am nächsten Morgen geht der Diener Elisas hinaus. Und was sieht er? Die ganze Stadt ist von syrischen Soldaten umzingelt. Voller Furcht sagt der junge Mann zu Elisa: „Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?“

    Elisa antwortet ruhig: „Fürchte dich nicht.“ Dann sagt er etwas, was dem Diener sehr fremd klingt: „Mehr sind derer, die mit uns sind, als derer, die mit ihnen sind.“ Wie kann das aber sein?

    Elisa betet: „O Jehova, öffne bitte seine Augen, damit er sehe.“ Im selben Moment werden dem Diener die Augen geöffnet, und er sieht etwas, was normalerweise unsichtbar ist. Dort auf den Hügeln befinden sich überall Rosse und Wagen aus Feuer. Ja, Jehova hat ihm durch ein Wunder die Augen geöffnet, damit er seine himmlische Streitmacht sehen kann (2. Kö. 6:8-23).

    Bedeutet das, daß die Engel bereit sind, Gottes Dienern heute zu helfen? Ja. Sie sind tatsächlich da, auch wenn wir sie nicht sehen können. Und sie sind in der Lage, uns genauso vor irgendwelchem Schaden zu bewahren wie Elisa und seinen Diener. Siehst du mit dem Auge des Verständnisses die himmlische Streitmacht Gottes?

  11. Juleam 25. Juni 2005 um 12:43 Link zum Kommentar

    Warum hielt Elisa den König von Israel davon zurück, die Syrer zu töten?

    Einsichtenbuch

    Nachdem Elisa die Syrer nach Samaria geführt hat, betet er, Jehova möge ihnen die Augen öffnen – und den Syrern wird bewußt, daß sie sich mitten in Samaria, direkt vor König Joram, befinden. Elisa bekundet Glauben an Jehovas Macht und beweist, daß ihm jeder Gedanke an Rache fernliegt, als er den König von Israel davon zurückhält, die Syrer zu töten. In seinen Augen sind sie wie Kriegsgefangene. Auf seine Anweisung hin läßt der König sie festlich bewirten und sendet sie nach Hause. Das Ergebnis: „Kein einziges Mal kamen die Plündererstreifscharen der Syrer wieder in das Land Israel“ (2Kö 6:20-23).

  12. Juleam 25. Juni 2005 um 14:59 Link zum Kommentar

    Wie verdeutlicht die Begebenheit mit Naboths Garten die Gefahr des Selbstmitleids?

    10 In den Tagen des Propheten Elia gab es in Israel nur 7 000 Personen, die ihre Knie nicht vor dem falschen Gott Baal gebeugt hatten (1. Könige 19:18; Römer 11:4). Naboth, der wahrscheinlich einer von ihnen war, wurde Opfer eines furchtbaren Unrechts. Ihm widerfuhr die Schmach, daß man ihn der Gotteslästerung anklagte. Er wurde für schuldig befunden, verurteilt und auf Grund eines königlichen Erlasses zu Tode gesteinigt, und Hunde leckten sein Blut auf. Sogar seine Söhne wurden zu Tode gebracht! Der Mann hatte jedoch nichts von dem getan, wessen man ihn beschuldigte. Falsche Zeugen hatten gegen ihn ausgesagt. Das Ganze war ein Komplott, das Königin Isebel geschmiedet hatte, damit der König den Weingarten Naboths in Besitz nehmen konnte (1. Könige 21:1-19; 2. Könige 9:26).
    ..

    Der Mord an Naboth und seine Folgen. In den drei Jahren, in denen dann Frieden herrschte, bemühte sich Ahab, den Weingarten Naboths, des Jesreeliters, zu erwerben. Er begehrte dieses Stück Land, weil es an das Grundstück grenzte, auf dem sein Palast stand. Als Naboth seine Bitte aufgrund des Gesetzes Gottes über die Unveräußerlichkeit des Erbbesitzes abschlug, zog sich Ahab schmollend in sein Haus zurück, legte sich auf sein Ruhebett, wandte sein Gesicht gegen die Wand und weigerte sich zu essen. Die heidnische Isebel erfuhr den Grund für seine Niedergeschlagenheit und sorgte durch Briefe, die sie im Namen Ahabs schrieb, dafür, daß Naboth unter dem Vorwand, Gott gelästert zu haben, getötet wurde. Als Ahab hinging, um das begehrte Grundstück in Besitz zu nehmen, begegnete er Elia, der ihn als Mörder scharf verurteilte und ihm sagte, daß er sich auf das ständige Betreiben seiner heidnischen Frau hin verkauft habe, Böses zu tun. Wie die Hunde das Blut Naboths aufgeleckt hätten, so werde auch Ahabs Blut von Hunden aufgeleckt werden, und Isebel selbst sowie Ahabs Nachkommen würden von Hunden und Aasvögeln gefressen werden. Diese Worte wirkten. Tief betrübt und in Sacktuch gekleidet, fastete Ahab, saß mutlos da oder ging bedrückt umher. Daraufhin wurde ihm, was die Zeit für das Unglück betraf, das über sein Haus kommen sollte, ein gewisses Maß an Barmherzigkeit erwiesen (1Kö 21:1-29).

    Dann kommt die Angelegenheit mit Naboth, dessen Weingarten Ahab begehrt. Isebel stellt falsche Zeugen, die Naboth verleumden, und läßt ihn zu Tode bringen, so daß sich Ahab den Weingarten aneignen kann. Welch unverzeihliches Verbrechen!


    Isebels Vorgehen gegen Naboth zeigt uns den niederträchtigen und äußerst selbstsüchtigen sowie skrupellosen, arroganten und grausamen Charakter dieser Frau noch von einer anderen Seite. Als Ahab verstimmt war und schmollte, weil Naboth ihm seinen Weingarten, der sein Erbbesitz war, nicht verkaufen wollte, setzte sich diese skrupellose Frau in unverschämter Weise über die Autorität ihres Mannes hinweg und erklärte arrogant: „Ich selbst werde dir den Weingarten Naboths . . . geben“(1Kö 21:1-7). Sie schrieb daher Briefe, die sie im Namen Ahabs unterzeichnete und versiegelte. In diesen Briefen befahl sie den älteren Männern und den Edlen der Heimatstadt Naboths, nichtsnutzige Männer gegen Naboth auftreten zu lassen, die ihn fälschlich beschuldigen sollten, Gott und dem König geflucht zu haben, worauf sie ihn dann hinausführen und steinigen sollten. Auf diese Weise wurde Naboth zufolge einer Rechtsverdrehung umgebracht. Danach nahm Ahab den Weingarten in Besitz und begann, ihn zu einem Gemüsegarten zu machen (1Kö 21:8-16).

    Wegen dieser mutwilligen Mißachtung des Rechts bestimmte Jehova, daß Ahab und seine Nachkommenschaft ausgerottet werden sollten. „Keiner, ohne Ausnahme, hat sich wie Ahab erwiesen, der sich verkauft hat, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, den Isebel, seine Frau, aufreizte.“ Jehovas Urteil über Isebel lautete daher: „Die Hunde selbst werden Isebel auf dem Landstück von Jesreel fressen“(1Kö 21:17-26).

    Quelle: verschieden ältere WT-Jahrgänge

  13. Juleam 25. Juni 2005 um 15:01 Link zum Kommentar

    Was wir von den 4 Aussätzigen lernen können

    31.08.2005
    kleiner Nachtrag von der letzten Woche, da mich der Gedanke in der Predigtdienstschule sehr begeistert hat.

    Die Schwester nahm Bezug auf die 4 Aussätzigen, die in das Lager der Syrer gingen, um zu sehen, was dort los war. Ihre Argumentation war ja, dass sie eh sterben müssten, also wollten sie mal gucken, ob es im Lager der Syrer was zu Essen gäbe.

    Durch ihr beherztes Handeln konnten sie dem Volk Jehovas von großem Nutzen sein, denn sie erhielten dadurch die Gelegenheit, sich mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

    Auch wir mögen manchmal sehr eingeschränkt sein, vielleicht aufgrund von Alter oder einer Behinderung. Aber wir alle können zum Lobpreis Jehovas beitragen.

    In Jehovas Volk kann jeder zum Nutzen aller beitragen

    ein sehr schöner Gedanke, wie ich finde

  14. Juleam 25. Juni 2005 um 15:03 Link zum Kommentar

    Warum ließ Jehu die Kälberanbetung bestehen?

    Wahrscheinlich um das Zehnstämmereich Israel vom Königreich Juda mit dem Tempel Jehovas in Jerusalem abgesondert zu halten, ließ König Jehu die Kälberverehrung in Israel mit ihren Zentren in Dan und Bethel bestehen. „Und Jehu seinerseits gab nicht acht, mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams ab, mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen“ (2Kö 10:29, 31).

    Der wahre Grund kommt wahrscheinlich in der Feststellung zum Ausdruck, daß Jehu die Kälberanbetung in Israel bestehenließ und nicht mit seinem ganzen Herzen im Gesetz Jehovas wandelte. Wahrscheinlich glaubte Jehu schließlich, die Unabhängigkeit von Juda könne nur durch religiöse Trennung bewahrt bleiben. Wie andere israelitische Könige versuchte er, seine Stellung dadurch zu festigen, daß er die Kälberanbetung fortbestehen ließ. Das war wirklich ein Ausdruck mangelnden Glaubens an Jehova, der es Jehu ermöglicht hatte, König zu werden. Jehu vollstreckte zwar Jehovas Gericht am Hause Ahabs auf richtige Weise, aber es könnte sein, daß die falschen Beweggründe, die ihn veranlaßten, die Kälberanbetung nicht zu beseitigen, ihn auch bewogen, Blut zu vergießen.

    (Quelle: Einsichten)

  15. Juleam 25. Juni 2005 um 15:08 Link zum Kommentar

    Warum glaubten die anderen Jehu, als er erzählte, er sei zum König über Israel gesalbt worden?

    Als Jehu aus dem Haus herauskam, versuchte er, sich nichts anmerken zu lassen, indem er so tat, als ob das, was der Prophet gesagt hatte, belanglos gewesen wäre. Die Männer sahen aber an seinem Äußeren und an seinem Benehmen, daß etwas von besonderer Bedeutung geschehen war. Als sich Jehu in die Enge getrieben sah, enthüllte er ihnen, daß er zum König über Israel gesalbt worden war. Nach dieser Erklärung rief ihn das ganze Heer sogleich zum König aus (2Kö 9:11-14).

    (Quelle: Einsichten)

    Sie taten nicht nur Außergewöhnliches, sondern ihre Ausdrucksweise und ihr Verhalten spiegelten auch zweifellos wider, wie außerordentlich stark sie empfanden. Das mag zum Teil erklären, was damit gemeint ist, wenn es heißt, daß sich Einzelpersonen ‘wie Propheten benahmen’ (1Sa 10:6-11; 19:20-24; Jer 29:24-32; vgl. Apg 2:4, 12-17; 6:15; 7:55). Da sie sich völlig auf ihren Auftrag konzentrierten und dabei Eifer und Mut zeigten, mag ihr Verhalten anderen seltsam oder sogar vernunftlos vorgekommen sein. So dachten auch Oberste der Streitmacht über das Verhalten eines Propheten, als Jehu gesalbt wurde. Doch als sie erkannten, daß der Mann ein Prophet war, nahmen sie seine Botschaft mit vollem Ernst an (2Kö 9:1-13; vgl. Apg 26:24, 25).

    Offensichtlich war man durch das Auftreten des Mannes überzeugt, daß er ein Prophet ist.

    Siehe auch hier:

    ‘Sich wie ein Prophet benehmen’

    Was bedeutet es, wenn die Bibel sagt: „Der Geist Gottes kam über ihn [Saul], ja über ihn, und er wanderte weiter und benahm sich fortwährend wie ein Prophet.“ (1. Samuel 19:23)?

    Wenn die Propheten Jehovas Gottes Botschaften überbrachten, sprachen sie unter dem Einfluß des heiligen Geistes, der sie ‘mit Kraft erfüllte’ und sie zweifellos veranlaßte, mit außergewöhnlichem Nachdruck und Gefühl zu sprechen (Micha 3:8; Jeremia 20:9). Wahrscheinlich erschien ihr Benehmen anderen befremdend — vielleicht sogar unvernünftig. Doch wenn erst einmal feststand, daß sie von Jehova aus redeten, wurden ihre Botschaften von gottesfürchtigen Personen ernst genommen. (Vergleiche 2. Könige 9:1-13.)

    WT 01.01.1985 S. 30 Kasten

  16. Juleam 25. Juni 2005 um 15:09 Link zum Kommentar

    Warum floh der Bedienstete, nachdem er Jehu gesalbt hatte?

    Die Salbung Jehus. Elisa rief seinen Bediensteten, einen der Söhne der Propheten, und sagte ihm, er solle eine Ölflasche nehmen, zum Lager Israels gehen, das sich bei Ramoth-Gilead befand, dort Jehu salben und fliehen. Elisas Bediensteter gehorchte. Er rief Jehu aus der Mitte der anderen Offiziere heraus und führte ihn in ein Haus, wo er ihn salbte und ihn beauftragte, das ganze Haus Ahabs zu vernichten. Dann floh er, wie Elisa ihm geboten hatte (2Kö 9:1-10).

    (Quelle: Inspiriert-Buch)

    Wir dürfen nicht vergessen, dass zu der Zeit noch die böse Königin Isebel lebte, die den ganzen Propheten Jehovas nach dem Leben trachtete. So wäre der Bedienstete in Lebensgefahr gewesen, wenn ihn einer der Offiziere in die Hände bekommen hätte.

  17. Juleam 25. Juni 2005 um 15:10 Link zum Kommentar

    Jehova, ein Gott, der Wertschätzung zeigt

    In der Bibel lesen wir: „Jehova findet Gefallen an denen, die ihn fürchten, an denen, die auf seine liebende Güte harren“ (Ps. 147:11). „Das Gebet der Rechtschaffenen ist ihm wohlgefällig“ (Spr. 15:8 ). Jehova Gott vergißt nicht undankbarerweise das, was seine Diener getan haben. Die Bibel gibt uns die Zusicherung: „Gott ist nicht ungerecht, daß er eure Arbeit und die Liebe vergessen würde, die ihr seinem Namen gegenüber erzeigt habt“ (Hebr. 6:10). Sein Verhalten in der Vergangenheit bekräftigt die biblischen Zusicherungen, daß er das, was seine Diener tun, schätzt.

    KÖNIG JEHU

    Nehmen wir den Fall Jehus, eines Königs in Israel. Er wurde von Jehova Gott besonders dazu ausersehen, das Urteil an dem mit Blutschuld beladenen königlichen Hause Ahabs zu vollstrecken. Weil Jehova das, was Jehu getan hatte, schätzte, gab er ihm folgende Verheißung: „Aus dem Grunde, daß du gut gehandelt hast, indem du getan hast, was recht ist in meinen Augen, und du gemäß allem, was in meinem Herzen war, am Hause Ahabs getan hast, werden dir Söhne bis zur vierten Generation auf dem Thron Israels sitzen“ (2. Kö. 10:30).

    Wir sollten berücksichtigen, daß Jehu als König nicht fehlerlos handelte. Die Bibel berichtet: „Jehu selbst gab nicht acht, mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams ab, mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen“ (2. Kö. 10:31). Statt alle Zentren der falschen Anbetung aus seinem Gebiet zu beseitigen, ließ Jehu die von König Jerobeam eingeführte Kälberanbetung weiterhin zu. Außerdem lud das Haus Jehus gemäß der Prophezeiung Hoseas in Jehovas Augen Blutschuld auf sich (Hos. 1:4). Doch obgleich Jehu in seinem Leben schwerwiegende Fehler machte, stand Jehova Gott zu seiner Verheißung, die sich dadurch erfüllte, daß Jehoachas, Joas, Jerobeam (II.) und Sacharja – Jehus Nachkommen bis zur „vierten Generation“ – den Thron des Zehnstämmereiches einnahmen.

    (Quelle: w76 1. 3. 137)

  18. Juleam 25. Juni 2005 um 15:12 Link zum Kommentar

    Warum zog Jehova das Haus Jehus wegen Blutvergießen zur Verantwortung

    Der wahre Grund kommt wahrscheinlich in der Feststellung zum Ausdruck, daß Jehu die Kälberanbetung in Israel bestehenließ und nicht mit seinem ganzen Herzen im Gesetz Jehovas wandelte. Wahrscheinlich glaubte Jehu schließlich, die Unabhängigkeit von Juda könne nur durch religiöse Trennung bewahrt bleiben. Wie andere israelitische Könige versuchte er, seine Stellung dadurch zu festigen, daß er die Kälberanbetung fortbestehen ließ. Das war wirklich ein Ausdruck mangelnden Glaubens an Jehova, der es Jehu ermöglicht hatte, König zu werden. Jehu vollstreckte zwar Jehovas Gericht am Hause Ahabs auf richtige Weise, aber es könnte sein, daß die falschen Beweggründe, die ihn veranlaßten, die Kälberanbetung nicht zu beseitigen, ihn auch bewogen, Blut zu vergießen.

    Die Kälberanbetung, die Israel während seines ganzen Bestehens pflegte, war seine größte Sünde. Sie veranlaßte die Nation, sich von Jehova abzuwenden, was schließlich zum Verfall führte. Schuld am „Blutvergießen Jesreels“ und an Verbrechen wie Morden, Stehlen, Ehebruch war also in Wirklichkeit die falsche Anbetung, der das Volk mit der Zustimmung der Herrscher frönte. Schließlich mußte Gott „die Königsherrschaft des Hauses Israel gewiß aufhören lassen“ (Hos 1:4; 4:2).

    (Quelle: Einsichten)

  19. Juleam 25. Juni 2005 um 15:13 Link zum Kommentar

    Jehu wendet eine List an

    Die Baalsanbeter vertilgt. Durch eine List, die darin bestand, daß Jehu eine große Versammlung zur Anbetung Baals einberief, kamen alle Baalsanbeter Israels im Haus Baals zusammen. Nachdem sich Jehu vergewissert hatte, daß kein Anbeter Jehovas zugegen war, befahl er seinen Männern, alle, die sich im Haus befanden, zu töten. Danach zerstörten sie die heiligen Säulen Baals, rissen das Haus nieder und hielten es für Aborte abgesondert, und noch in den Tagen Jeremias, der den Bericht im Buch Könige schrieb, diente der Ort diesem Zweck. Der Bericht lautet: „So vertilgte Jehu den Baal aus Israel“ (2Kö 10:18-28 ). Später kam es wegen der Baalsanbetung jedoch sowohl in Israel als auch in Juda erneut zu Schwierigkeiten (2Kö 17:16; 2Ch 28:2; Jer 32:29).

    (Quelle: Einsichten)

  20. Juleam 25. Juni 2005 um 15:14 Link zum Kommentar

    Warum ließ Jehu die 70 Männer köpfen?

    Jehu ruhte nicht, bis er seinen Auftrag vollständig erfüllt hatte. Er forderte die Männer von Samaria auf, einen der 70 Söhne Ahabs auf den Thron zu setzen und dann zu kämpfen. Aus Furcht legten sie aber Jehu eine Loyalitätserklärung ab. Mutig prüfte sie Jehu auf ihre Loyalität, indem er zu ihnen sagte: „Wenn ihr mir gehört . . ., so nehmt die Köpfe der Männer, die Söhne eures Herrn sind, und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel.“ Am nächsten Morgen kamen Boten mit Körben, in denen sie die 70 Köpfe mitbrachten. Jehu befahl, die Köpfe in zwei Haufen an das Tor von Jesreel zu legen bis zum Morgen. Danach tötete er Ahabs vornehme Männer, dessen Bekannte und Priester. Auch schlachtete er 42 andere Männer hin, die Brüder König Ahasjas von Juda, des Enkels Ahabs. Auf diese Weise vernichtete er auch die Söhne Jorams von Juda, des Mannes der Athalja, der Tochter der bösen Isebel (2Kö 10:1-14).

    (Quelle: Einsichten)

  21. Juleam 25. Juni 2005 um 15:15 Link zum Kommentar

    Genügt es, „gute Werke“ zu tun? (Jehu)

    Was sagt die Bibel? – Genügt es, „gute Werke“ zu tun?

    VIELE Menschen leben heute in Armut. Andere sind krank, oder sie sind hinfällig infolge ihres hohen Alters. Manch einer möchte diesen Menschen helfen und spendet Geld für die Forschung, die der Bekämpfung von Krankheiten dient, sowie für Krankenhäuser, Waisenhäuser und Altersheime. Andere sind sogar bereit, freiwillig für solche Einrichtungen zu arbeiten. Vielleicht arbeitest auch du für eine solche Einrichtung, oder einige deiner Freunde oder Verwandten tun es. Auf jeden Fall kennst du bestimmt jemand, dem eine solche Tätigkeit Lebensinhalt gibt.

    Bemühungen, Elend zu lindern oder Unglücklichen zu helfen, könnten mit Recht „gute Werke“ genannt werden. Ja, die Bibel empfiehlt, daß man sich um Waisen und Witwen kümmert. Wir lesen: „Die Form der Anbetung, die vom Standpunkt unseres Gottes und Vaters aus rein und unbefleckt ist, ist diese: nach Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu sehen und sich selbst von der Welt ohne Flecken zu bewahren.“ (Jak. 1:27) Aber die Tatsache, daß jemand „gute Werke“ vollbringt, beweist an sich noch nicht, daß er Gottes Gutheißung hat. Gott urteilt nicht nach dem äußeren Schein. „Nicht wie der Mensch sieht, sieht Gott, denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist.“ – 1. Sam. 16:7.

    Was meinst du, wie Gott über jemand denkt, der seine Zeit und seine Mittel hauptsächlich deshalb zur Verfügung stellt, um sich einen Namen zu machen und um andere zu beeindrucken? Was ist über eine Person zu sagen, die für Wohlfahrtseinrichtungen spendet, nur um weniger Steuern bezahlen zu müssen? Und wie steht es mit Personen, die wohltätig wirken, nur um ihr schuldbeladenes Gewissen zu beschwichtigen? Wären dann ihre „guten Werke“ Gott wohlgefällig?

    Die Bibel hebt hervor, daß Jehova Gott Menschen nicht gutheißt, nur weil sie einige „gute Werke“ tun, sondern ein Mensch muß durch seinen ganzen Lebenswandel zeigen, daß er der Gerechtigkeit ergeben ist.

    Jemand mag einen guten Anfang machen, indem er beginnt, Gottes Willen zu tun, aber wenn er nicht auf diesem Wege bleibt, wird er dennoch von Gott verurteilt werden. „Mein Gerechter aber wird zufolge des Glaubens leben“, spricht Jehova, und „wenn er zurückweicht, so hat meine Seele kein Gefallen an ihm“ – Hebr. 10:38.

    Ein Beispiel dafür, daß Jehova so handelt, ist der Fall Jehus, eines Mannes, der auf Gottes Anweisung zum König über das nördliche Königreich Israel gesalbt worden war.

    Als Jehu gesalbt wurde, wurde ihm gesagt: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ,Ich salbe dich in der Tat zum König über Jehovas Volk, das heißt über Israel. Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, niederschlagen, und ich will das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte Jehovas rächen an der Hand Isebels. Und das ganze Haus Ahabs soll umkommen.‘ “ – 2. Kö. 9:6-8.

    Das Haus Ahabs war in den Augen Jehovas des Mordes schuldig. Es verdiente, durch jemand, der von Gott befugt war, hingerichtet zu werden. Dies war in ýbereinstimmung mit dem Gesetz, das Gott Israel gegeben hatte: „Für das Land darf es keine Sühne hinsichtlich des darauf vergossenen Blutes geben, ausgenommen durch das Blut dessen, der es vergossen hat.“ – 4. Mose 35:33.

    Ohne Verzug führte Jehu seinen Auftrag durch. Dafür wurde er auch belohnt, denn Jehova sagte zu ihm: „Aus dem Grunde, daß du gut gehandelt hast, indem du getan hast, was recht ist in meinen Augen, und du gemäß allem, was in meinem Herzen war, am Hause Ahabs getan hast, werden dir Söhne bis zur vierten Generation auf dem Thron Israels sitzen.“ – 2. Kö. 10:30.

    Einige Zeit nach Jehus Tod ließ Jehova jedoch durch den Propheten Hosea ein aufrüttelndes Urteil verkünden: „Ich werde bestimmt Abrechnung halten wegen der Taten des Blutvergießens Jesreels [der königlichen Residenz des Hauses Ahabs] am Hause Jehus, und ich werde gewißlich die Königsherrschaft des Hauses Israel aufhören lassen.“ (Hos. 1:4) Diese Blutschuld konnte nicht deshalb auf dem Hause Jehus lasten, weil er den Auftrag ausgeführt hatte, das Haus Ahabs auszurotten. Jehu war dafür gelobt und auch belohnt worden. Auch konnte Jehu keine Blutschuld angelastet werden, weil er König Ahasja von Juda und dessen Brüder getötet hatte. Da der König mit Ahab durch dessen böse Tochter Athalja, die mit Joram verheiratet war, verwandt war, stand die königliche Familie des Landes Juda in keinem guten Verhältnis zu Jehova. Aber wodurch hatte denn das Haus Jehus Blutschuld auf sich geladen?

    Es wird berichtet, daß Jehu in eine schwere Sünde verwickelt wurde. Wir lesen in 2. Könige 10:31: „Jehu selbst gab nicht acht, mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams ab, mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen.“ Wie die anderen Könige des Zehnstämmereiches rottete Jehu die Kälberanbetung, die König Jerobeam eingeführt hatte, nicht aus. Dieses Pflichtversäumnis war zweifellos darauf zurückzuführen, daß er das Zehnstämmereich von dem Königreich Juda und dem Tempel in Jerusalem getrennt halten wollte.

    Jehu ließ sich offensichtlich zu dem Glauben verleiten, daß die Unabhängigkeit von Juda nur dadurch aufrechterhalten werden könne, daß das Zehnstämmereich eine eigene Staatsreligion, die Kälberanbetung, beibehalten würde. Und er versuchte, seine Stellung um jeden Preis zu behalten, selbst wenn das bedeutete, den Götzendienst fortzusetzen. Dadurch bewies er, daß er wenig Vertrauen zu Jehova hatte, der es ihm doch ermöglicht hatte, König über Israel zu werden. Jehu mochte, abgesehen von der gerechten Vollstreckung des Gerichtsurteiles Jehovas an dem Hause Ahabs, aus denselben Beweggründen, die ihn veranlaßten, die Kälberanbetung bestehen zu lassen, Blut vergossen haben.

    Zur bestimmten Zeit rechnete Jehova mit dem Hause Jehus wegen dieser Taten des Blutvergießens ab. Als Sacharja, der Ururenkel Jehus, König war, fand es ein gewaltsames Ende. Nachdem Sacharja sechs Monate regiert hatte, wurde er ermordet, und der Attentäter Schallum riß den Thron an sich. (2. Kö. 15:8-10) Die „guten Werke“, die Jehu vollbracht hatte, genügten nicht, um sein Haus davor zu bewahren, wegen seiner Blutschuld zur Rechenschaft gezogen zu werden.

    Folglich genügt es nicht, einige Werke zu tun, die in ýbereinstimmung mit Gottes Willen sind. Gott mag einen zwar für gewisse Dienste, die man ihm geleistet hat, belohnen, doch die schließliche Gutheißung und der Segen Gottes kommen nur denen zu, die ihm fortgesetzt ganzherzig dienen.

    Jehova Gott hat sich im Umgang mit Einzelpersonen immer an seine unveränderlichen gerechten Grundsätze gehalten. Nicht Werke an sich, sondern ein gottesfürchtiger Wandel, der auf guten Beweggründen beruht, hat in den Augen Gottes großen Wert. Der Apostel Paulus schrieb unter Inspiration: „Wenn ich die Gabe des Prophezeiens habe und mit allen heiligen Geheimnissen und aller Erkenntnis vertraut bin und wenn ich allen Glauben habe, um Berge zu versetzen, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeile, um andere zu speisen, und wenn ich meinen Leib hingebe, um mich zu rühmen, aber nicht Liebe habe, so nützt es mir nichts.“ (1. Kor. 13:2, 3) Auch Jesus Christus gab den Rat: „Achtet gut darauf, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen beobachtet zu werden; sonst werdet ihr keinen Lohn bei eurem Vater haben, der in den Himmeln ist.“ (Matth. 6:1) Möge daher Jehova Gott zu der Zeit, da er unsere Vergangenheit untersucht, feststellen, daß wir aus Liebe gute Werke getan haben.

    (Quelle: g73 8. 9. 27-8 )

  22. Juleam 1. Juli 2005 um 21:02 Link zum Kommentar

    die Entstehung der Samariter
    ***WT 01.01.93

    Nachdem die nördlichen zehn Stämme abtrünnig geworden waren, wandten sie sich der Kälberanbetung zu. Aus diesem Grund erlaubte Jehova den Assyrern, das Gebiet im Jahr 740 v. u. Z. einzunehmen. Einen Großteil der Bevölkerung verschleppten sie und siedelten statt dessen Ausländer aus anderen Gebieten des assyrischen Weltreichs hier an, die fremdländische Götter anbeteten. Einige dieser Heiden schlossen wahrscheinlich Ehen mit Israeliten und lernten einiges über die wahre Anbetung, zum Beispiel den Brauch der Beschneidung. Die sich daraus entwickelnde Form der samaritischen Anbetung war Gott aber bestimmt nicht völlig wohlgefällig (2. Könige 17:7-33).

    In ihrer Form der Mischanbetung akzeptierten die Samariter nur die ersten fünf Bücher Mose, den Pentateuch, als Heilige Schrift. Ungefähr im vierten Jahrhundert v. u. Z. errichteten sie einen Tempel auf dem Berg Gerisim als Konkurrenz zu Gottes Tempel in Jerusalem. Dieser Tempel wurde später dem Zeus (oder Jupiter) geweiht und schließlich zerstört. Dennoch drehte sich die Anbetung der Samariter nach wie vor um den Berg Gerisim.

    Bis heute halten die Samaritaner jedes Jahr eine Passahfeier auf dem Gerisim ab. Es werden einige Lämmer geschlachtet. Die Tierkörper taucht man in Fässer mit kochendem Wasser, damit die Wolle ausgezupft werden kann, worauf das Fleisch mehrere Stunden lang in Gruben gegart wird. Um Mitternacht nehmen Hunderte Samaritaner, von denen viele aus Jerusalem kommen, ihr Passahmahl ein. Auf dem Bild zur Linken ist ein samaritanischer Hoherpriester zu sehen, der mit bedecktem Haupt bei der Passahfeier auf dem Gerisim amtiert.

    ***Einsichten Band I – S 1245-6

    Für Israel war es schwieriger als für Juda, sich vor Angriffen zu schützen. Seine Bevölkerungszahl war zwar doppelt so hoch wie die von Juda, doch es hatte über ein Gebiet zu wachen, das fast dreimal so groß war wie das Gebiet Judas. Israel führte nicht nur hin und wieder Krieg gegen Juda, sondern an seiner n. und ö. Grenze auch gegen Syrien. Außerdem übte Assyrien Druck aus. Salmanassar V. begann die letzte Belagerung Samarias im 7. Jahr der Regierung Hoscheas; es dauerte aber fast drei Jahre, bis die Stadt 740 v. u. Z. von den Assyrern eingenommen wurde (2Kö 17:1-6; 18:9, 10).

    Die Assyrer entfernten die Bewohner eroberter Gebiete aus ihrem Land und ließen an deren Stelle Leute aus anderen Teilen des Reiches dort wohnen – eine Verfahrensweise, die von dem Vorgänger Salmanassars, Tiglatpileser III., eingeführt worden war. Auf diese Weise verhinderte man eventuelle Aufstände. So vermischten sich die Gruppen der verschiedenen Nationen, die in israelitisches Territorium versetzt worden waren, schließlich untereinander, und dasselbe geschah mit ihrer Religion; diese Leute waren später als die Samariter bekannt (2Kö 17:24-33; Esr 4:1, 2, 9, 10; Luk 9:52; Joh 4:7-43).

    Mit dem Fall Israels gingen die zehn nördlichen Stämme jedoch nicht gänzlich verloren. Offensichtlich erlaubten die Assyrer einigen Angehörigen dieser Stämme, in israelitischem Gebiet zu bleiben. Andere waren zweifellos vor dem Jahre 740 v. u. Z. wegen des in Israel verübten Götzendienstes nach Juda geflohen, und ihre Nachkommen befanden sich demnach unter den Gefangenen, die 607 v. u. Z. nach Babylon weggeführt wurden (2Ch 11:13-17; 35:1, 17-19). Ohne Zweifel gab es auch Nachkommen aus den Reihen derjenigen, die von den Assyrern gefangengenommen worden waren (2Kö 17:6; 18:11) und die zu dem zurückgekehrten Überrest zählten, aus dem im Jahre 537 v. u. Z. und danach die 12 Stämme Israels bestanden (1Ch 9:2, 3; Esr 6:17; Hos 1:11; vgl. Hes 37:15-22).

    Inspiriert – S. 307

    10 Der samaritanische Pentateuch. Aus alter Zeit stammt die als samaritanischer Pentateuch bekannte Fassung, die, wie der Name besagt, nur die ersten fünf Bücher der Hebräischen Schriften enthält. Eigentlich handelt es sich um eine Übertragung des hebräischen Textes in samaritanische Schriftzeichen, die sich aus den althebräischen Schriftzeichen entwickelt hatten. Der samaritanische Pentateuch liefert nützliche Hinweise auf den hebräischen Text jener Zeit. Die Übertragung wurde von den Samaritern vorgenommen – Nachkommen derer, die nach der Eroberung des Zehnstämmereiches Israel im Jahre 740 v. u. Z. in Samaria zurückgelassen wurden, sowie derer, die damals von den Assyrern ins Land gebracht wurden. Die Samariter oder Samaritaner verbanden die in Israel gepflegte Anbetung mit der Anbetung ihrer heidnischen Götter, und sie nahmen den Pentateuch an. Man vermutet, daß ihre Fassung des Pentateuchs um das 4. Jahrhundert v. u. Z. entstanden ist, wenn auch manche Gelehrte sagen, es sei vielleicht erst im 2. Jahrhundert v. u. Z. gewesen. Wenn die Samariter diesen Text lasen, sprachen sie in Wirklichkeit hebräisch. Obwohl der Text etwa 6 000 Abweichungen vom hebräischen Text enthält, sind viele davon geringfügig. Nur wenige der vorhandenen Abschriften reichen weiter zurück als ins 13. Jahrhundert u. Z. In den Fußnoten der Neuen-Welt-Übersetzung wird mehrmals auf den samaritanischen Pentateuch Bezug genommen.

  23. Juleam 1. Juli 2005 um 21:03 Link zum Kommentar

    wer war König Hoschea

    *** it-1 S. 1207 Hoschea ***

    Der letzte König des nördlichen Königreiches Israel, das 740 v. u. Z. endete; der Sohn Elas. Er tat, was böse war in den Augen Jehovas, allerdings nicht so schlimm wie seine Vorgänger (2Kö 17:1, 2). Hoschea war kein Thronfolger, hatte also keinen Anspruch auf den Thron. Er war auch nicht von Gott zum König gesalbt worden. Hoschea riß vielmehr den Thron durch eine Verschwörung gegen König Pekach und durch dessen Ermordung an sich. In 2. Könige 15:30 heißt es, daß Hoschea Pekach zu Tode brachte und „an seiner Statt zu regieren [begann] im zwanzigsten Jahr Jothams“. Da Jotham, der König von Juda, nur 16 Jahre regierte (2Kö 15:32, 33; 2Ch 27:1, 8), mag es sich auf das 20. Jahr nach dem Regierungsantritt König Jothams beziehen, das in Wirklichkeit das vierte Regierungsjahr von König Ahas, dem Nachfolger Jothams, war. (Siehe JOTHAM Nr. 3.)

    Anscheinend wurde Hoschea aber erst einige Zeit später als König über Israel anerkannt. In 2. Könige 17:1 heißt es, daß Hoschea im 12. Jahr des Ahas „König in Samaria über Israel für neun Jahre“ wurde. Es kann also sein, daß zu diesem Zeitpunkt Hoschea seine Herrschaft von Samaria aus befestigen konnte. Möglicherweise wurde er dabei von Assyrien unterstützt, denn in Aufzeichnungen des assyrischen Königs Tiglatpileser III. wird behauptet, er habe Hoschea auf den Thron gesetzt. (Siehe die Aufstellung „Herausragende Daten während der Zeit der Könige von Juda und von Israel“ unter dem Stichwort CHRONOLOGIE.)

    Der Nachfolger Tiglatpilesers III., Salmanassar V., zwang Hoschea, Tribut zu zahlen. Kurze Zeit später jedoch sandte Hoschea Boten zu So, dem König von Ägypten, um ihn um Hilfe zu bitten, und er bezahlte keinen Tribut mehr. Als Salmanassar V. von der heimlichen Verschwörung erfuhr, steckte er Hoschea ins Gefängnis und begann, Samaria zu belagern. Drei Jahre später, 740 v. u. Z., fiel die Stadt, und ihre Bewohner wurden ins Exil weggeführt. So endete das Zehnstämmekönigreich Israel, das sich vom Zweistämmereich Juda getrennt hatte (2Kö 17:3-6).

    *** si S. 72 Abs. 25 12. Bibelbuch – 2. Könige ***

    Hoschea, letzter König von Israel (17:1-41). Israel wird nun von Assyrien unterworfen. Hoschea rebelliert und hofft auf die Hilfe Ägyptens, aber im neunten Jahr seiner Herrschaft wird Israel von Assyrien besiegt und ins Exil geführt. Das ist das Ende für das Zehnstämmereich Israel. Warum? „Weil die Söhne Israels gegen Jehova, ihren Gott, gesündigt hatten, . . . und sie dienten weiterhin mistigen Götzen, von denen Jehova zu ihnen gesagt hatte: ‚Ihr sollt diese Sache nicht tun‘; Jehova geriet daher sehr in Zorn gegen Israel, so daß er sie aus seinen Augen entfernte“ (17:7, 12, 18). Die Assyrer lassen Menschen aus dem Osten das Land besiedeln, die schließlich ‚Jehova fürchten‘, obgleich sie fortfahren, ihre eigenen Götter anzubeten (17:33).

  24. Juleam 1. Juli 2005 um 21:04 Link zum Kommentar

    Ahas – war der neue Tempel kein Affont gegen Jehova?

    *** it-1 S. 81-82 Ahas ***

    Als Vasallenkönig wurde Ahas offenbar aufgefordert, nach Damaskus zu kommen, um Tiglatpileser III. zu huldigen. Während seines Aufenthalts dort sah er den heidnischen Altar und bewunderte ihn. Er kopierte seinen Entwurf und beauftragte den Priester Urija, den gleichen Altar zu bauen und ihn vor dem Tempel in Jerusalem aufzustellen. Dann maßte sich Ahas an, auf diesem „großen Altar“ Opfer darzubringen. Der ursprüngliche kupferne Altar wurde weggestellt, bis der König entscheiden würde, was damit geschehen sollte (2Kö 16:10-16). Er machte auch einen großen Teil der kupfernen Tempelgeräte gebrauchsunfähig und nahm noch weitere Veränderungen im Tempelgebiet vor – alles „des Königs von Assyrien wegen“.

    Vielleicht sah er sich dazu veranlaßt, um den hohen Tribut zu entrichten, der Juda auferlegt worden war, oder um einige der Tempelschätze vor dem habgierigen Assyrer zu verbergen. Die Pforten des Tempels wurden verschlossen, und Ahas „machte sich an jeder Ecke in Jerusalem Altäre“ (2Kö 16:17, 18; 2Ch 28:23-25).

    Nach 16 Jahren Mißherrschaft und grobem Götzendienst starb Ahas. Er wurde zwar wie seine Vorväter „in der Stadt Davids“ begraben (2Kö 16:20), aber „man brachte ihn nicht in die Grabstätten der Könige“ (2Ch 28:27). Doch sein Name erscheint in den königlichen Geschlechtsregistern (1Ch 3:13; Mat 1:9).

    auf der anderen Seite:

    *** it-1 S. 507 Damaskus ***

    Dadurch erfüllten sich die von Jesaja und Amos geäußerten Prophezeiungen Jehovas (Jes 8:4; 10:5, 8, 9; Am 1:3-5). Als Ahas nach Damaskus ging, um Tiglath-Pileser zu begegnen (und um ihm wahrscheinlich zu huldigen), sah er dort den Altar, der der falschen Anbetung gewidmet war. Törichterweise ließ er davon eine Nachahmung machen und opferte später darauf „den Göttern von Damaskus“ (2Kö 16:10-13; 2Ch 28:23).

    ***Band II – Uria

    Als Ahas nach Damaskus ging, um Tiglath-Pileser (III.) Tribut anzubieten, sandte er Urija den Entwurf und das Muster des großen Altars, den er dort gesehen hatte, und beauftragte ihn, einen ähnlichen zu bauen. Später wies er ihn an, diesen statt des Altars Jehovas zu gebrauchen. Urija fügte sich (2Kö 16:8-16).

    ***inspiriert – 2. Könige

    24 Jotham und Ahas, Könige von Juda (15:32 bis 16:20). Jotham übt zwar die reine Anbetung aus, läßt aber die Höhen bestehen. Ahas, sein Sohn, ahmt die Könige des benachbarten Israel nach, indem er das tut, was böse ist in Jehovas Augen. Als ihn die Könige von Israel und von Syrien angreifen, bittet er den König von Assyrien um Hilfe. Die Assyrer stehen ihm bei, indem sie Damaskus einnehmen, und Ahas trifft sich dort mit dem König von Assyrien. Ahas läßt in Jerusalem einen Altar errichten, wie er ihn in Damaskus gesehen hat, und beginnt, auf diesem statt auf dem kupfernen Altar in Jehovas Tempel zu opfern. Sein Sohn Hiskia wird sein Nachfolger als König von Juda.

  25. Juleam 23. Juli 2009 um 11:33 Link zum Kommentar

    2. Könige 1 – 3

    2. Könige 1:3

    Was den Engel Jehovas betrifft, er redete zu Elia, dem Tischbiter: „Mache dich auf, geh hinauf, den Boten des Königs von Samaria entgegen, und sprich zu ihnen: ‚Ist es, weil gar kein Gott in Israel ist, daß ihr hingeht, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?

    Wie sieht es mit uns heute aus? Könnte es sein, dass Jehova manchmal auch gern jemand uns entgegenschicken wùrde um uns das Gleiche zu sagen?

    2. Könige 3:13-14

    Und Elisa sprach dann zum König von Israel: „Was habe ich mit dir zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter.“ Aber der König von Israel sagte zu ihm: „Nein, denn Jehova hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben.“ 14 Darauf sprach Elisa: „So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dem ich in der Tat stehe, wenn es nicht wäre, daß es das Angesicht Josaphats, des Königs von Juda, ist, auf das ich Rücksicht nehme, so würde ich nicht auf dich blicken noch dich ansehen.

    Wir sehen, dass alles, was wir tun, auch Konsequenzen hat – früher oder später!

    Der Prophet möchte nicht mit Ahabs Sohn reden, denn wenn sie immer falsche Götter angebetet haben, dann können sie nun auch diese befragen und sich von diesen helfen lassen.

    Aber Josaphat ist dabei und Josaphat ist annahmbar in Jehovas Augen – weil er so handelte, wie es Jehova gefiel – und darum hört der Prophet nun zu.

    Aber ziehen wir daraus jetzt keine falschen Schlüsse – einer, der Jehva von Herzen und aufrichtig anbetet, ist nicht unser Maskottchen und Schlüssel zum Segen, wenn wir ihn dazu bringen können, uns zu begleiten!

    Ihr richtiges Verhalten – sie befragen nun Jehova, was sie tun sollten – zaht sich aus. Jehova verhilft ihnen um Sieg

    Die Lage wird für den König von Moab sogar so aussichtslos, dass er seinen eigenen Sohn als Brandopfer darbringt (Vers 27).

    Könnte es sein, dass auch wir sinnbildlich unsere Kinder für unsere eigenen Interessen opfern?

    Das sollten wir niemals tun.

    Auch wenn Jehova nun den Israeliten Einhalt gebietet und damit den Angriff beendet – bedeutet das nicht, dass wir nur unsere Kinder opfern müssten und dann segnet er uns. Wir können mit so einem Verhalten keinen Segen Gottes erzwingen.

  26. Juleam 23. Juli 2009 um 11:37 Link zum Kommentar

    Falls wir aber so denken, wäre es sicherlich gut, es mal zu unserem persönlichen Studienproekt zu machen, warum Jehova nun den Angriff beendet hat. Wir sollten keine voreiligen und sicherlich falsche Schlüsse daraus ziehen.

    Auch wenn wir heute die Interesen unserer Kinder für unsere selbstüchtigen Ziele geopfert haben sollten und es nun so aussehen mag, dass wir dadurch Jehovas Segen erlangt hätten – es ist nicht so!

    Es widerspricht komplett dem, wie Jehova denkt und fühlt.

    Hier nur einige Querverweise zu dem Text:

    (5. Mose 12:31) Du sollst nicht so handeln gegenüber Jehova, deinem Gott, denn alles, was für Jehova verabscheuungswürdig ist, was er wirklich haßt, haben sie für ihre Götter getan, denn sogar ihre Söhne und ihre Töchter pflegen sie ihren Göttern im Feuer zu verbrennen.

    (2. Könige 17:17) und sie fuhren fort, ihre Söhne und ihre Töchter durch das Feuer gehen zu lassen und Wahrsagerei zu treiben und nach Omen auszuschauen, und sie verkauften sich fortwährend, um zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, um ihn zu kränken;

    (Jeremia 7:31) Und sie haben die Höhen des Tophet gebaut, das im Tal des Sohnes Hinnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten hatte und was in meinem Herzen nicht aufgekommen war.‘

    (Hesekiel 16:20) “ ,Und du nahmst jeweils deine Söhne und deine Töchter, die du mir geboren hattest, und du opfertest ihnen diese dann, damit sie verzehrt würden – ist das nicht genug deiner Taten der Prostitution?

    (1. Korinther 10:20) Nein; sondern ich sage, daß die Dinge, die die Nationen opfern, sie Dämonen opfern und nicht Gott; und ich will nicht, daß ihr Teilhaber mit den Dämonen werdet.

    Hier sehen wir dann auch wieder, wie wichtig es ist, die Bibel im Zusammenhang zu lesen und das was wir lesen, mit dem zu vergleichen und zu verknüpfen, was wir bereits kennen und bei Ungereimtheiten nachzufragen.

    Am besten immer erst durch Querverweise, denn die Bibel erklärt sich selbst, wenn wir nur richtig hingucken.

  27. Juleam 25. Juli 2009 um 12:54 Link zum Kommentar

    2. Könige 4 – 6

    2. Könige 4:1-7

    Nun war da von den Ehefrauen der Söhne der Propheten eine gewisse Frau, die zu Elisa schrie, indem [sie] sprach: „Dein Knecht, mein Mann, ist tot; und du selbst weißt wohl, daß dein eigener Knecht ständig Jehova gefürchtet hatte, und der Gläubiger seinerseits ist gekommen, um meine beiden Kinder als seine Sklaven zu holen.“ 2 Darauf sagte Elisa zu ihr: „Was soll ich für dich tun? Teil es mir mit; was hast du im Haus?“ Da sprach sie: „Deine Magd hat gar nichts im Haus als nur einen mit Ausgießer versehenen Krug Öl.“ 3 Dann sagte er: „Geh, erbitte dir Gefäße von draußen, von all deinen Nachbarn, leere Gefäße. Beschränke dich nicht auf einige wenige. 4 Und du sollst gehen und die Tür hinter dir und deinen Söhnen schließen, und du sollst in all diese Gefäße ausgießen, und die vollen solltest du beiseite setzen.“ 5 Darauf ging sie von ihm hinweg.

    Als sie die Tür hinter sich und ihren Söhnen schloß, brachten sie [die Gefäße] zu ihr hin, und sie goß aus. 6 Und es geschah, sobald die Gefäße voll waren, daß sie dann zu ihrem Sohn sagte: „Bring noch ein anderes Gefäß zu mir her.“ Er aber sprach zu ihr: „Da ist kein anderes Gefäß.“ Darauf kam das Öl zum Stillstand. 7 So kam sie und teilte [es] dem Mann des [wahren] Gottes mit, und er sagte daraufhin: „Geh, verkauf das Öl, und bezahl deine Schulden, und du solltest [samt] deinen Söhnen von dem leben, was übrig ist.“

    Elia verhilft einer Witwe, die viele Schulden hatte und ihre Kinder in die Skalverei hätte verkaufen müssen, durch ein Wunder zu genug Geld, dass sie ihre Schulden bezahlen konnte.

    Sicherlich wirkt Jehova für uns heute keine Wunder mehr – trotzdem können wir daraus etwas für uns lernen.

    Der eine Punkt kommt durch ein Sprichwort zum Ausdruck: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“.

    Sie musste selbst etwas tun. Sie ist zu dem Propheten gegangen, um ihn um Hilfe zu bitten. Aber Elia hat nicht mal schnell „mit einem Fingerschnipps“ ein Wunder gewirkt, sondern ihr gesagt, was sie tun sollte. Wenn sie seine Anweisung nicht befolgt hätte, hätte Elia nichts für sie tun können.

    Wie ist es mit uns, wenn wir Jehova um Hilfe bitten?

    Erwarten wir dann ein Wunder, etwa dass Jehova vom Himmel steigt und alles löst?

    Wenn wir beten – sind dann wir allein es, die reden – oder hören wir auch Jehova zu?

    „Hä? Wie soll das denn gehen? Gott redet heute nicht mehr mit Menschen“.

    Ja, so direkt und vom Himmel, wie als er zu Jesus sagte, dass er sein geliebter Sohn sei, so redet Jehova heute nicht mehr mit uns.

    Aber es kann durchaus sein, dass wir Jehova unser Herz ausschütten und unser Problem in allen Einzelheiten schildern und ihn fragen, was wir bloß tun sollen – und dann haben wir einen Gedankenblitz und so zeigt uns Jehova die Lösung auf.

    Aber damit ist es nicht getan. Wenn uns Jehova einen Weg aufgezeigt hat, dann müssen wir ihn auch schon selbst gehen.
    So wie die Witwe, die voller Vertrauen den Krug in Gefässe ausgekippt hat.

    Hätten wir das ebenso getan, oder hätten wir gesagt „wozu soll ich mir viele Gefässe holen? Ich seh doch, dass der Krug klein ist und nur wenig Inhalt hat. Ich brauche höchstens ein Gefäss, wenn überhaupt“?

    Haben wir bemerkt, was passierte, als sie keine Gefässe mehr hatte? (Vers 6)

    Was wäre gewesen, wenn sie nur ein Gefäss geholt hätte?


    Was hätte sie zu erkennen gegeben
    , wenn sie nur ein Gefäss geholt hätte oder garkeins?

    Wie wir sehen, können wir aus diesem kurzen Bericht lernen, wie wir mit Schwierigkeiten umgehen sollten…

  28. Juleam 25. Juli 2009 um 12:57 Link zum Kommentar

    2. Könige 4:8-16

    Und es geschah eines Tages, daß Elisa dann weiterzog nach Sunem, wo eine prominente Frau war, und sie begann ihn zu nötigen, Brot zu essen. Und es begab sich, sooft er durchzog, daß er dorthin abbog, um Brot zu essen. 9 Schließlich sprach sie zu ihrem Mann: „Sieh nun, ich weiß wohl, daß es ein heiliger Mann Gottes ist, der beständig bei uns vorbeikommt. 10 Laß uns bitte ein kleines Dachgemach an die Mauer machen und dorthin ein Ruhebett und einen Tisch und einen Stuhl und einen Leuchter für ihn stellen; und es soll geschehen, daß er, wann immer er zu uns hereinkommt, dort einkehren kann.“

    11 Und es geschah eines Tages, daß er wie gewöhnlich dort hereinkam und in das Dachgemach einkehrte und sich dort niederlegte. 12 Da sagte er zu Gehasi, seinem Bediensteten: „Ruf diese Sunamitin.“ Darauf rief er sie, daß sie vor ihn trete. 13 Dann sprach er zu ihm: „Bitte sag ihr: ‚Siehe, du hast dich für uns mit all dieser Einschränkung eingeschränkt. Was kann für dich getan werden? Gibt es irgend etwas, was man für dich zum König oder zum Heerobersten reden kann?‘ “ Darauf sprach sie: „Ich wohne inmitten meines eigenen Volkes.“ 14 Und er sagte weiter: „Was kann denn für sie getan werden?“ Gehasi sprach nun: „In der Tat, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.“ 15 Sogleich sagte er: „Ruf sie.“ Da rief er sie, und sie blieb am Eingang stehen. 16 Dann sprach er: „Zu dieser bestimmten Zeit nächstes Jahr wirst du einen Sohn umarmen.“

    Erweisen wir uns auch als dankbar? Oder denken wir „das steht mir doch zu, immerhin ist derjenige doch mein Bruder“?

    Haben wir bemerkt, dass Elisa nicht nach der ersten Frage aufgab? Er wollte der Frau wirklich seinen Dank erweisen und so harkte er nach, bis er etwas fand, womit er ihr eine Freude machen önnte.

    Wie ist das mit uns?

    Erweisen wir uns als danbar für Dinge, die wir im Zusammenhang mit der wahren Anbetung erhalten?

    Oder nehmen wir sie für selbstverständlich? Denken wir vielleicht „das steht mir doch zu“ und meckern rum, wenn es mal nicht so klappt?

    Ein Punkt, über den wir immer wieder nachdenken sollten. Denn Jehova ist ein dankbarer Gott und als seine Diener sollten auch wir uns als dankbar erweisen…

  29. Juleam 25. Juli 2009 um 13:01 Link zum Kommentar

    Leider währt die Freude über das unverhoffte Mutterglück nicht lange. Der Sohn stirbt unverhofft. Wie reagiert die Mutter nun?

    2. Könige 4:20-24

    Daher trug er ihn hin und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er blieb bis zum Mittag auf ihren Knien sitzen, und schließlich starb er. 21 Dann stieg sie hinauf und legte ihn auf das Ruhebett des Mannes des [wahren] Gottes und schloß die Tür hinter ihm und ging hinaus. 22 Sie rief nun ihren Mann und sagte: „Sende mir doch bitte einen der Bediensteten und eine der Eselinnen, und laß mich hineilen bis zu dem Mann des [wahren] Gottes und zurückkehren.“ 23 Er aber sprach: „Weshalb gehst du heute zu ihm? Es ist weder Neumond noch Sabbat.“ Sie sagte jedoch: „Es ist schon gut.“ 24 Da sattelte sie die Eselin und sprach zu ihrem Bediensteten: „Treibe und geh vorwärts! Halte dich nicht um meinetwillen vom Reiten zurück, es sei denn, ich werde es dir gesagt haben.“

    So, wie das für mich aussieht, erzählt sie nicht mal ihrem Mann, dass der Sohn gestorben ist. Sie macht sich unverzüglich auf zu Elisa, weil sie sich von ihm Hilfe erhofft.

    2. Könige 4:27-28

    Als sie zu dem Mann des [wahren] Gottes zum Berg kam, umfaßte sie ihn sogleich bei den Füßen. Darauf trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen, aber der Mann des [wahren] Gottes sprach: „Laß sie, denn ihre Seele ist bitter in ihrem Innern; und Jehova selbst hat [es] mir verborgen und es mir nicht mitgeteilt.“ 28 Sie sprach nun: „Habe ich durch meinen Herrn um einen Sohn gebeten? Habe ich nicht gesagt: ‚Du sollst mir keine falsche Hoffnung machen.‘?“

    „Hä? Hat die Jule net grad was von Dankbarkeit erzählt? Findet die das dankbar, dass sie nun Elisa anmeckert?“

    Haben wir mal versucht, uns in die Frau hineinzuversetzen? Wie mag sie sich nun wohl fühlen?

    Wie empfand Elisa die Worte der Frau?

    Wer mag, kann gern auf der wtlib nachforschen, ob die Worte der Frau undankbar oder respetlos waren. Sicherlich benötigen wir auch in diesem Zusamenhang gutes Unterscheidungsvermögen

    Elisa seinerseits tut sein Möglichstes und hilft der verzweifelten Frau und erweckt den Jungen von den Toten und gibt ihn seiner Mutter wieder.

    Das Vertrauen der Sunamitin hat sich gelohnt.

    Wie steht es mit uns?

    Wenden auch wir uns vertrauensvol an Gott? Denn genau dies hatte die Frau getan, sie hat Jehovas Propheten gebeten, „für sie bei Jehova ein gutes Wort für sie einzulegen“.

  30. Juleam 25. Juli 2009 um 13:09 Link zum Kommentar

    2. Könige 4:42-44

    Und da war ein Mann, der von Baal-Schalischa kam, und er brachte nun dem Mann des [wahren] Gottes Brot von den ersten reifen Früchten, zwanzig Gerstenbrote, und Jungkorn in seinem Brotbeutel. Dann sprach er: „Gib es den Leuten, damit sie essen.“ 43 Indes sagte sein Aufwärter: „Wie soll ich dies hundert Männern vorsetzen?“ Darauf sprach er: „Gib es den Leuten, daß sie essen, denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Man wird essen und Übriggebliebenes haben.‘ “ 44 Darauf setzte er es ihnen vor, und sie begannen zu essen, und sie hatten Übriggebliebenes gemäß dem Wort Jehovas.

    Es ist eine Hungersnot im Land. Das, was hier passiert, erinnert uns stark an die Speisung der 5.000 – die jeder Christ kennt.

    „Aber sowas passiert ja heute nicht mehr. Also warum sollte der Bericht für mich heute interessant sein?“

    Das passiert heute nicht mehr? Wirklich nicht?

    Wir haben sowas schon mehrfach erlebt. Wir haben nie besonders viel Geld gehabt, aber wir sind immer satt geworden. Auch wenn es nie für Luxus gereicht hat, aber wir haben immer das zum Leben Nötige gehabt.

    Selbst, wenn es nach Zahlen überhaupt nicht gegangen wäre, weil man vielleicht nur noch 50 Euro für drei Personen zum Leben hatte und das nächste Geld kam erst zwei Wochen später – es hat immer gereicht und wir hatten immer jeden Tag eine gesunde schmackhafte warme Mahlzeit. Sogar soviel, dass jedesmal auch noch andere mitessen konnten, die überraschend zu Besuch kamen.

    Das glaubst du nicht?

    Ich weiss es, dass es genau so war!

    Ist zwar vom menschlichen her eigentlich unmöglich, aber klappt.

    „Ach Jule, das hast du uns schon mal erzählt, als es bei den Psalmen darum ging dass „ein Gerechter nie gänzlich ohne Brot war „.“

    Ja. Stimmt.

    „Und ausserdem gilt das nicht. Wenn dir jemand unverhofft Lebensmittel schenkt oder so – hier wurden mit ganz wenig viele gespeist, ohne dass was dazukam“

    Ok, und was sagst du dann hierzu?

    Ist schon eine ganze Weile her, muss so kurz nach meiner Taufe gewesen sein, denn ich stand noch im allgemeinen Pionierdienst (den ich ja bald aufgund chronischer Erkranung unterbrechen musste).

    Tagessonderkongress in Gelsenkirchen. Meine Tochter und ich sitzen in der Kantine an einem Tisch und essen unseren Kartoffelsalat, den wir wie immer für den Kongress bereitet haben. Es ist eine ganz normale Menge, wie wir sie immer mitnehmen.

    Da kommen 5 Schwestern an den Tisch. Zwei haben zu Essen dabei, die anderen drei nicht. Auf meine Frage, ob sie keinen Hunger hätten, kam die Antwort „wir haben gestern den ganzen Tag auf dem Bau geholfen und hatten keine Zeit, was vorzubereiten – aber das ist schon ok. Hauptache, wir können den Kongress geniessen“.

    Na sowas. Ist ja ein Ding. So reichen wir unseren Salat herum und ihr werdet es nicht glauben: Wir haben zu 5 Leuten von dem Salat gegessen (der für 2 Leute gedacht war), alle sind wir satt geworden und ich habe tatsächlich noch Reste mit nach Hause genommen.

    Was sagt ihr nun?

    Warum das passiert ist? Ich erkläre mir das so:

    diese Schwestern hatten kein Essen dabei, weil ihnen geistige Dinge wichtiger waren (sie hatten am Vortag beim Bau eines Königreichsaales geholfen und morgens nur daran gedacht, rechtzeitig zum Kongress zu kommen) und weil ich bereit war, mein weniges mit denen zu teilen, hat Jehova dafür gesorgt, dass für alle reichlich da ist.

    Ebenso, wie es damals mit der armen Witwe war, die aus dem letzten, was sie hatte, zuerst für den Mann Gottes Essen bereitet hat und auch so, wie nun hier die wenige Speise für alle gereicht hat.

    Ürigens habe ich reichlich Lohn bekommen:

    Zum Einen war es eine wundervolle Erfahrung, dass alles auf wundersame Weise fùr alle gereicht hatte. Dann hatten wir alle während des Essens ein wunderschönes Gespräch und es ergab sich mit einer der Schwestern (die selbst Essen dabei gehabt hatte) eine wundervolle Brieffreundschaft.

    Gottes Wege sind wirklich unerforschlich und eine Gedanken sind wirklich höher als unsere Gedanken

    Lesen wir also nicht eilig über die Kapitel in der Bibel, sondern gucken wir, inwieweit es uns heute berührt. Fragen wir uns doch:

    Welche Erfahrungen haben wir selbst in dieser Hinsicht gemacht?
    Was können wir für uns daraus lernen?
    Was lernen wir aus dem Bericht über Jehova – wie er denkt, fühlt und handelt und warum?
    Wie bringt das Gelesene mich Jehova noch näher?

    Wenn wir über solche Dinge nachdenken, dann macht nicht nur das Lesen in der Bibel wirklich Spaß und das Gelesene wird für uns lebendig – wir kommen auch unserem Schöpfer näher und haben den ganzen Tag die Möglichkeit, über diese Dinge nachzudenken.

    Dann wird sicherlich keine Langeweile aufkommen und wir werden sicherlich bemüht sein, unserem Gott noch mehr zu gefallen.

    Dann ist da keine Zeit und kein Platz fùr Streit, Zwietracht, Groll oder Hass..

  31. Juleam 27. Juli 2009 um 12:53 Link zum Kommentar

    2. Könige 7 – 10

    In Kapitel 9 wird Jehu zum König über Israel gesalbt und in Vers 10 wird gesagt:

    Und Isebel werden die Hunde fressen auf dem Stück Land zu Jesreël, und da wird keiner sein, der sie begräbt.‘ “ Damit öffnete er die Tür und entfloh.


    Wieviel Zeit ist da nun eigentlich zwischen?

    So beim Lesen kommt mir das unheimlich lange vor, weil so viele andere Könige nach ihrem toten Mann Ahab an der Macht sind und deren Geschichte erzählt wird. Elias ist schon lange nicht mehr und Elisa ist schon eine sehr lange Zeit Prophet.

    Wie wir sehen, straft Jehova die Menschen nicht sofort für ihr abgrundtief schlechtes Verhalten. Das Urteil über sie hat er zwar schon lange gesprochen, aber er wartet eine ganze Weile mit der Ausführung.

    Warum?

    Bei König Saul war es ähnlich, auch er war bereits lange verworfen und sein Nachfolger David schon lange als neuer König gesalbt – trotzdem dauerte es noch viele viele Jahre, bis Saul die für ihn vorgesehene Strafe erhielt und David musste sehr viele Jahre noch unter dem harten und ungerechten Mann leiden, bis Jehova ihm Recht verschaffte.

    So kann es auch bei uns heute sein. Jehova hat die Schadenstifter schon lange verurteilt und ihren Ausgang beschlossen. Trotzdem lässt er sie noch eine sehr lange Zeit gewähren, bis er uns zu unserem Recht verhilft. Und in dieser Zeit schöpfen diese alle Möglichkeiten aus, uns noch mehr zu schaden.

    Warum?

    Wichtig ist aber doch, wie Jehova die Dinge sieht. Auch wenn er die Übeltäter noch eine Weile gewähren lässt, so dass „sie vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten“, so ändert das nichts daran, dass Jehova sie bereits verworfen und sein Urteil über sie gesprochen hat.

    Wenn wir daran denken – und auch daran, dass Jehova David über all die Jahre geschützt und ihm die Kraft gegeben hat, mit diesen schlimmen Verhältnissen klar zu kommen – dann werden auch wir ausharren und geduldig auf die Hilfe unseres Gottes warten!

    2. Könige 9:22

    Und es geschah, sobald Joram Jehu sah, daß er sofort sagte: „Ist es Frieden, Jehu?“ Er aber sprach: „Was für ein Frieden könnte es sein, solange es die Hurereien Isebels, deiner Mutter, und ihre vielen Zaubereien gibt?“

    „Gut gebrüllt, Löwe!“

    Nun kommt die Zeit des Gerichts für Isebel:

    2. Könige 9:30-37

    Schließlich kam Jehu nach Jesreël, und Isebel selbst hörte davon. Und sie ging daran, ihre Augen mit schwarzer Schminke zu schminken und ihr Haupt schön zurechtzumachen und durchs Fenster hinabzuschauen. 31 Und Jehu seinerseits kam durch das Tor herein. Sie sagte nun: „Ist es Simri, der seinen Herrn getötet hat, gut ergangen?“ 32 Darauf erhob er sein Angesicht zum Fenster und sprach: „Wer ist mit mir? Wer?“ Sogleich schauten zwei oder drei Hofbeamte zu ihm hinab. 33 Da sagte er: „Laßt sie herunterfallen!“ Dann ließen sie sie fallen, und etwas von ihrem Blut spritzte dann auf die Mauer und auf die Pferde; und er trat sie nun nieder. 34 Darauf kam er herein und aß und trank und sprach dann: „Ihr Männer, seht bitte nach dieser Verfluchten, und begrabt sie, denn sie ist die Tochter eines Königs.“ 35 Als sie hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr als den Schädel und die Füße und die Handflächen. 36 Als sie zurückkehrten und es ihm mitteilten, sagte er weiter: „Es ist das Wort Jehovas, das er durch seinen Knecht Elia, den Tischbiter, geredet hat, indem [er] sprach: ‚Auf dem Stück Land von Jesreël werden die Hunde das Fleisch Isebels fressen. 37 Und der Leichnam Isebels wird bestimmt auf der Fläche des Feldes, auf dem Stück Land von Jesreël, wie Dünger werden, damit man nicht sagen kann: „Dies ist Isebel.“ ‚ „

    Ja, auch Isebel fühlte sich sicher, denn es waren ja bereits einige Jahre vergangen, in denen nichts passiert war. Sie verspottet Jehu sogar noch (Vers 31), aber es nützt ihr nichts – Jehova hat ihr Ende beschlossen und „so sei es“.

    Was lernen wir daraus?

    Nicht immer ist alles so, wie es scheint. Und auch wenn wir unser Herz betrügen und denken, Jehova sieht unsere Schlechtigkeit nicht, weil er ja nichts tut – wir werden zu seiner Zeit für unser schlechtes Verhalten bestraft.

    Uups!

    Aber was können wir tun, wenn wir Isebel gleichen?

    Noch ist es nicht zu spät umzukehren. Nutzen wir doch bitte die Zeit, denn „Jehova hat keinen Gefallen am Tod des Bösen“.

  32. Juleam 27. Juli 2009 um 13:00 Link zum Kommentar

    2. Könige 10:18-19

    Ferner brachte Jehu alles Volk zusammen und sagte zu ihnen: „Ahab einerseits hat Baal ein wenig angebetet. Jehu andererseits wird ihm sehr viel Anbetung darbringen. 19 So ruft nun alle Propheten Baals, alle seine Anbeter und alle seine Priester zu mir. Kein einziger werde vermißt, denn ich habe ein großes Schlachtopfer für Baal. Jeder, der vermißt wird, wird nicht am Leben bleiben.“ Was Jehu betrifft, er handelte schlau, um die Anbeter Baals zu vernichten.

    Was war das denn?

    Wie hätten wir reagiert, wenn wir damals gelebt hätten und ein Anbeter Jehovas gewesen wären?

    Wären wir hingegangen? Immerhin sollte jeder sterben, der nicht anwesend war.

    Hätten wir „Gott, dem Herrscher mehr gehorcht als Menschen“? Immerhin ist Jehova ein eifersüchtiger Gott und wir wissen, dass er es verabscheut, wenn wir uns vor anderen Göttern niederbeugen!

    2. Könige 10:23

    Dann ging Jehu mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, in das Haus Baals hinein. Er sprach nun zu den Anbetern Baals: „Sucht sorgfältig, und seht, daß hier bei euch keiner der Anbeter Jehovas ist, sondern nur die Anbeter Baals.“

    Spätestens hier hätten wir die Möglichkeit gehabt, wieder zu gehen, falls wir doch hingegangen wären.

    Ein sehr schöner Gedanke dazu war noch in dem Drama der Gesellschaft.

    Jehu
    „Mit Eifer Gottes Willen tun“

    Hier unterhalten sich zwei Israeliten, nachdem das Gebot kam, alle sollten um Hause Baals kommen..

    Der eine sagt, dass er nicht gehen würde, denn er wolle auf keinen Fall an der falschen Anbetung teil haben. Darauf sagt der andere: „aber der König hat es geboten“ und daher muss es ja richtig sein.

    Wie hätten wir reagiert?

    Wären wir hingegangen? Hätten wir vieleicht gedacht „man muss das ja nicht so eng sehen“?

    Wie ist die Sache ausgegangen? Alle Anwesende wurden ohne Ausnahme vernichtet und so rottete Jehu auf Jehovas Geheiß hin den Baalskult aus.

    Jehu hatte die Israeliten ausgetrickst. War das unfair?

    Nein! Jeder, der aufrichtig Jehova diente, war nicht anwesend – und so wurden nur diejenigen vernichtet, die es nach Jehovas Ansicht auch verdienten.

  33. Juleam 27. Juli 2009 um 23:05 Link zum Kommentar

    hier noch ein schönes Drama zu dem unverschämten Weib Isebel und ihrem Ausgang, den Jehova ihr gab:

    Lasst euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen

    wäre toll, wenn ihr das auch noch zu Hause auf Casette habt, dann könnt ihr euch das live anhören, was das für ein bösartiges und intrigantes Weib war *grummel*

  34. Juleam 27. Juli 2009 um 23:40 Link zum Kommentar

    2. Könige 11 – 14:20

    2. König 12:2-3

    Und Joas tat fortwährend, was recht war in Jehovas Augen, alle seine Tage, da Jehojada, der Priester, ihn unterwies. 3 Nur die Höhen, sie verschwanden nicht. Das Volk opferte und räucherte immer noch auf den Höhen.

    was war eigentich so schwer daran?

    Jehova hatte doch mit den Israeliten einen Bund geschlossen und ihnen das Gesetz gegeben. Bei jedem Fest wurde dies feierlich im Tempel vorgelesen. Solte man da nicht meinen, dass alle Israeliten das Gesetz kannten?

    Wie kommt es dann, dass es immer wieder von den Königen, die Jehova treu waren, gesagt wird, dass sie zwar in fast allem treu blieben, aber die Höhen bestehen ließen?

    2. Könige 12:4-8

    Und Joas sprach dann zu den Priestern: „Alles Geld für die heiligen Opfergaben, das zum Haus Jehovas gebracht wird, das Geld, wozu ein jeder veranschlagt wird, das Geld für die Seelen nach der Schätzung des einzelnen, alles Geld, das zum Haus Jehovas zu bringen in jemandes Herz [der Wunsch] aufsteigt, 5 mögen die Priester für sich nehmen, jeder von seinem Bekannten; und laßt sie ihrerseits die Risse des Hauses ausbessern, wo immer sich irgendein Riß findet.“

    6 Und es geschah, daß die Priester bis zum dreiundzwanzigsten Jahr des Königs Joas die Risse des Hauses noch nicht ausgebessert hatten. 7 Da rief König Joas den Priester Jehojada und die Priester und sagte zu ihnen: „Wie kommt es, daß ihr die Risse des Hauses nicht ausbessert? Nun denn, nehmt kein Geld mehr von euren Bekannten entgegen, sondern ihr solltet es für die Risse des Hauses hergeben.“ 8 Darauf willigten die Priester ein, kein Geld mehr von dem Volk zu nehmen und die Risse des Hauses nicht auszubessern.

    hä?

    Heißt das, dass die Priester korrupt waren und sich weigerten, den ihnen gegebenen Auftrag auszuführen?

  35. Juleam 29. Juli 2009 um 15:52 Link zum Kommentar

    2. Könige 15 – 17

    2. Könige 15:5

    Schließlich schlug Jehova den König mit einer Plage, und er war von da an ein Aussätziger bis zum Tag seines Todes, und er wohnte weiterhin in einem Haus, von Amtsgeschäften befreit, während Jotham, der Sohn des Königs, über das Haus [gesetzt] war und das Volk des Landes richtete.

    Warum schlug Jehova den König mit einer Plage? Dass er die Höhen weiterhin duldete, kann es nicht sein, denn das taten auch alle Könige vor ihm, die Jehovas Wegen folgten.

    Querverweise

    (2. Chronika 26:19) Usija aber wurde wütend, während in seiner Hand ein Räucherfaß zum Verbrennen von Räucherwerk war, und in seiner Wut gegen die Priester brach der Aussatz an seiner Stirn aus vor den Priestern im Haus Jehovas neben dem Räucheraltar.

    (Hiob 34:19) [Es gibt EINEN,] der Fürsten gegenüber nicht Parteilichkeit bekundet hat Und nicht mehr Rücksicht auf den Edlen als auf den Geringen genommen hat, Denn sie alle sind das Werk seiner Hände.

    Ist irgendwie noch nicht klar beantwortet…

  36. Juleam 29. Juli 2009 um 15:53 Link zum Kommentar

    2. Könige 16:11-18

    Und Urija, der Priester, ging daran, den Altar zu bauen. Gemäß allem, was König Ahas aus Damaskus gesandt hatte, so machte ihn Urija, der Priester, bis zu der Zeit, da König Ahas aus Damaskus kam. 12 Als der König aus Damaskus kam, sah der König dann den Altar; und der König begann an den Altar heranzutreten und darauf zu opfern. 13 Und er fuhr fort, sein Brandopfer und sein Getreideopfer in Rauch aufgehen zu lassen und sein Trankopfer auszugießen und das Blut der Gemeinschaftsschlachtopfer, die ihm gehörten, auf den Altar zu sprengen. 14 Und den kupfernen Altar, der vor Jehova [stand], brachte er jetzt heran von [der Stelle] vor dem Haus, von [der Stelle] zwischen seinem Altar und dem Haus Jehovas, und stellte ihn auf die Nordseite seines Altars. 15 Und weiterhin gebot König Ahas ihm, ja Urija, dem Priester, indem [er] sprach: „Auf dem großen Altar laß das Morgenbrandopfer in Rauch aufgehen, auch das Abendgetreideopfer und das Brandopfer des Königs und sein Getreideopfer und das Brandopfer des ganzen Volkes des Landes und ihr Getreideopfer und ihre Trankopfer; und alles Blut des Brandopfers und alles Blut eines Schlachtopfers solltest du darauf sprengen. Was den kupfernen Altar betrifft, er wird etwas werden, was ich in Betracht ziehen werde.“ 16 Und Urija, der Priester, ging daran, gemäß all dem zu tun, was König Ahas geboten hatte.

    17 Ferner zerschnitt König Ahas die Seitenwände der Fahrgestelle und entfernte davon die Becken; und das Meer nahm er von den kupfernen Stieren, die darunter waren, herab und stellte es dann auf ein Steinpflaster. 18 Und den überdeckten Bau für den Sabbat, den man im Haus gebaut hatte, und den äußeren Königseingang verlegte er vom Haus Jehovas weg, des Königs von Assyrien wegen.

    was war das für eine Gechichte mit dem Altar und dass der König die Gegenstände des Thempes veränderte, “alles um des Königs von Assyrien wegen”?

    Wie dachte Jehova über das, was er tat?

  37. Juleam 29. Juli 2009 um 15:56 Link zum Kommentar

    2. Könige 17:7-18

    Und dies geschah, weil die Söhne Israels gegen Jehova, ihren Gott, gesündigt hatten, der sie aus dem Land Ägypten, aus der Hand Pharaos, des Königs von Ägypten, heraufgebracht hatte, und sie andere Götter zu fürchten begonnen hatten; 8 und sie wandelten fortgesetzt in den Satzungen der Nationen, die Jehova vor den Söhnen Israels her ausgetrieben hatte, und [in den Satzungen der] Könige von Israel, die diese gemacht hatten; 9 und die Söhne Israels gingen daran, Dingen nachzuforschen, die nicht recht waren gegenüber Jehova, ihrem Gott, und bauten sich fortgesetzt Höhen in all ihren Städten, von dem Turm der Wächter bis zur befestigten Stadt; 10 und sie fuhren fort, sich heilige Säulen und heilige Pfähle auf jedem hohen Hügel und unter jedem üppigen Baum aufzustellen; 11 und dort, auf allen Höhen, fuhren sie fort, ebenso zu räuchern wie die Nationen, die Jehova ihretwegen ins Exil geführt hatte, und sie taten fortgesetzt böse Dinge, um Jehova zu kränken;
    12 und sie dienten weiterhin mistigen Götzen, von denen Jehova zu ihnen gesagt hatte: „Ihr sollt diese Sache nicht tun“; 13 und Jehova warnte Israel und Juda fortgesetzt durch alle seine Propheten [und] jeden Visionenseher, indem [er] sprach: „Kehrt um von euren schlechten Wegen, und haltet meine Gebote, meine Satzungen, gemäß dem ganzen Gesetz, das ich euren Vorvätern gebot und das ich euch durch meine Knechte, die Propheten, gesandt habe“; 14 und sie hörten nicht, sondern verhärteten ihren Nacken weiterhin gleich dem Nacken ihrer Vorväter, die keinen Glauben an Jehova, ihren Gott, ausgeübt hatten; 15 und sie verwarfen weiterhin seine Bestimmungen und seinen Bund, den er mit ihren Vorvätern geschlossen hatte, und seine Mahnungen, durch die er sie gewarnt hatte, und sie folgten dann nichtigen Götzen und wurden selbst nichtig, sogar im Nachahmen der Nationen, die rings um sie her waren, derentwegen Jehova ihnen geboten hatte, nicht wie sie zu tun;
    16 und sie verließen ständig alle Gebote Jehovas, ihres Gottes, und gingen daran, sich gegossene Standbilder zu machen, zwei Kälber, und einen heiligen Pfahl zu machen, und sie begannen, sich vor dem ganzen Heer der Himmel niederzubeugen und Baal zu dienen; 17 und sie fuhren fort, ihre Söhne und ihre Töchter durch das Feuer gehen zu lassen und Wahrsagerei zu treiben und nach Omen auszuschauen, und sie verkauften sich fortwährend, um zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, um ihn zu kränken;
    18 Jehova geriet daher sehr in Zorn gegen Israel, so daß er sie aus seinen Augen entfernte. Er ließ keinen übrig, außer dem Stamm Juda allein.

    Eine gute Zusammenfassung der Gedanken, die wir in den letzten Tagen und Wochen betrachtet haben.

    Warum verurteilte Jehova sein Volk?

    Was hatten sie getan, um ihn “fortgesetzt zu kränken”?

    Wie könnte dies auf uns zutreffen?

    Was müssten wir tun, um Jehova nicht mehr zu kränken, sondern sein Herz zu erfreuen?

    Welche Änderungen müssten wir vornehmen?

    Tun wir dies?

    Wenn wir Jehova wirklich mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben, dann werden wir das tun, was nötig ist, um wieder in Gottes Liebe zu gelangen – und/oder darin zu bleiben!

    2. Könige 17:34-39

    Bis zu diesem Tag tun sie gemäß ihren früheren Religionen. Es gab keine [Personen], die Jehova fürchteten, und keine, die gemäß seinen Satzungen und seinen richterlichen Entscheidungen und dem Gesetz und dem Gebot taten, das Jehova den Söhnen Jakobs geboten hatte, dem er den Namen Israel gab, 35 als Jehova einen Bund mit ihnen geschlossen und ihnen geboten hatte, indem [er] sprach: „Ihr sollt nicht andere Götter fürchten, und ihr sollt euch nicht vor ihnen niederbeugen noch ihnen dienen, noch ihnen opfern, 36 sondern Jehova, der euch mit großer Macht und ausgestrecktem Arm aus dem Land Ägypten heraufgebracht hat, ihn solltet ihr fürchten, und vor ihm solltet ihr euch niederbeugen, und ihm solltet ihr opfern. 37 Und die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen und das Gesetz und das Gebot, das er für euch aufgeschrieben hat, solltet ihr allezeit sorgfältig halten; und ihr sollt nicht andere Götter fürchten. 38 Und den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, sollt ihr nicht vergessen; und ihr sollt nicht andere Götter fürchten. 39 Sondern Jehova, euren Gott, den solltet ihr fürchten, da er es ist, der euch aus der Hand all eurer Feinde befreien wird.“

  38. Juleam 31. Juli 2009 um 00:35 Link zum Kommentar

    2. Könige 18 – 19

    2. Könige 18:3-4

    Und er tat fortwährend, was recht war in Jehovas Augen, gemäß allem, was David, sein Vorvater, getan hatte. 4 Er war es, der die Höhen entfernte und die heiligen Säulen zerbrach und den heiligen Pfahl umhieb und die kupferne Schlange, die Moses gemacht hatte, in Stücke zerschlug; denn bis zu jenen Tagen hatten ihr die Söhne Israels ständig geräuchert, und man nannte sie gewöhnlich den kupfernen Schlangengötzen

    Endlich ein mutiger König, der mit dem ganzen Götzenkult aufräumt: Hiskia

    2. Könige 18:5-6

    5 Auf Jehova, den Gott Israels, vertraute er; und es erwies sich, daß nach ihm unter allen Königen von Juda keiner war wie er, auch nicht unter denen, die vor ihm gewesen waren. 6 Und er hielt weiterhin fest zu Jehova. Er wich nicht davon ab, ihm nachzufolgen, sondern er fuhr fort, seine Gebote, die Jehova Moses geboten hatte, zu halten.

  39. Juleam 31. Juli 2009 um 00:36 Link zum Kommentar

    *** w03 1. 3. S. 13 Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen ***

    Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen

    „Die, die deinen Namen kennen, werden auf dich vertrauen“ (PSALM 9:10).

    ANGESICHTS der vielen Gefahren, die uns heute bedrohen, ist es nur natürlich, dass man irgendwie nach Sicherheit strebt. Manch einer glaubt, mehr Geld bedeute mehr Sicherheit, doch in Wirklichkeit sind finanzielle Mittel kein zuverlässiger Schutz. In der Bibel heißt es: „Wer auf seinen Reichtum vertraut – er selbst wird fallen“ (Sprüche 11:28). Andere setzen ihre Hoffnung auf führende Persönlichkeiten, aber selbst die befähigtsten von ihnen sind nicht fehlerfrei. Und schließlich sterben sie alle. Die Bibel enthält den weisen Rat: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Psalm 146:3). Mit diesen inspirierten Worten wird uns auch davon abgeraten, ausschließlich auf eigene Bemühungen zu vertrauen. Letztendlich sind wir ebenfalls bloß ‚Söhne des Erdenmenschen‘.

    2 Der Prophet Jesaja bemängelte einst, dass die Führung Israels auf die „Zuflucht der Lüge“ vertraute (Jesaja 28:15-17). In ihrem Streben nach Sicherheit verbündete sie sich mit Nachbarnationen. Solche politischen Bündnisse waren unzuverlässig – eine Lüge. Vergleichbar damit unterhalten heute viele religiöse Führer Beziehungen zu politischen Größen. Auch diese Bündnisse werden sich als eine „Lüge“ herausstellen (Offenbarung 17:16, 17). Die erhoffte Sicherheit ist nicht von Dauer.

    Das gute Beispiel Josuas und Kalebs

    3 Wo oder bei wem sollten wir denn Schutz suchen? Wir können uns an Josua und Kaleb ein Beispiel nehmen, die in den Tagen Mose lebten. Kurz nach Israels Befreiung aus Ägypten stand die Nation bereit, in das Land Kanaan, das Land der Verheißung, einzuziehen. Zwölf Männer wurden ausgesandt, das Land auszukundschaften. Nach 40 Tagen kehrten sie zurück und erstatteten Bericht. Nur zwei, Josua und Kaleb, äußerten sich positiv über die Erfolgsaussichten Israels. Die anderen bestätigten zwar, dass es sich um ein begehrenswertes Land handelte, fügten aber hinzu: „Es [ist] eine Tatsache, dass das Volk, das im Land wohnt, stark ist, und die befestigten Städte sind sehr groß . . . Wir sind nicht imstande, gegen das Volk hinaufzuziehen, denn sie sind stärker als wir“ (4. Mose 13:27, 28, 31).

    4 Die Israeliten hörten auf die zehn Kundschafter und fürchteten sich dermaßen, dass sie gegen Moses murrten. Schließlich sagten Josua und Kaleb tief bewegt: „Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein sehr, sehr gutes Land. Wenn Jehova an uns Gefallen gefunden hat, dann wird er uns gewiss in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt. Nur gegen Jehova rebelliert nicht; und ihr, fürchtet das Volk des Landes nicht“ (4. Mose 14:6-9). Trotzdem wollten die Israeliten nicht darauf hören, und deshalb durften sie das Land damals nicht betreten.

    5 Wieso gaben Josua und Kaleb einen guten Bericht, die zehn anderen Kundschafter aber einen schlechten? Alle zwölf hatten dieselben befestigten Städte und dieselben alteingesessenen Völker gesehen. Und die zehn Kundschafter hatten Recht, wenn sie sagten, Israel sei nicht stark genug, das Land zu erobern. Das wussten Josua und Kaleb auch. Die zehn Kundschafter betrachteten die Dinge jedoch von einem menschlichen Standpunkt aus. Josua und Kaleb hingegen vertrauten auf Jehova. Sie hatten seine machtvollen Taten in Ägypten, am Roten Meer und am Fuß des Berges Sinai miterlebt. Noch Jahrzehnte danach genügten Rahab in Jericho die Berichte darüber, um für Jehovas Volk ihr Leben aufs Spiel zu setzen! (Josua 2:1-24; 6:22-25). Als Augenzeugen der Taten Jehovas vertrauten Josua und Kaleb völlig darauf, dass Gott weiterhin für sein Volk kämpfen würde. Vierzig Jahre später erwies sich ihr Vertrauen als gerechtfertigt, denn eine neue Generation von Israeliten zog unter der Führerschaft Josuas in Kanaan ein und eroberte das Land.

    Warum wir Jehova vorbehaltlos vertrauen sollten

    6 In den heutigen ‚kritischen Zeiten, mit denen man schwer fertig wird‘, haben wir es wie die Israeliten damals mit Feinden zu tun, die stärker sind als wir (2. Timotheus 3:1). Wir stehen moralisch, geistig und mitunter auch physisch unter Druck. Aus eigener Kraft sind wir diesem Druck nicht gewachsen, denn er ist übermenschlichen Ursprungs; er geht von Satan, dem Teufel, aus (Epheser 6:12; 1. Johannes 5:19). An wen können wir uns um Hilfe wenden? In alter Zeit sagte ein treuer Mann im Gebet zu Jehova: „Die, die deinen Namen kennen, werden auf dich vertrauen“ (Psalm 9:10). Wenn wir Jehova wirklich kennen und wissen, wofür sein Name steht, vertrauen wir genauso wie Josua und Kaleb auf ihn (Johannes 17:3).

    7 Warum sollten wir auf Jehova vertrauen? Josuas und Kalebs Vertrauen beruhte zum Teil darauf, dass sie Beweise der Macht Jehovas gesehen hatten. Das trifft auch auf uns zu. Betrachten wir zum Beispiel die Schöpfungswerke einschließlich des Universums mit seinen Milliarden Galaxien. Die ungeheuren physikalischen Kräfte, die Jehova beherrscht, zeigen, dass er tatsächlich der Allmächtige ist. Wenn wir über die Schöpfungswunder nachdenken, müssen wir Hiob zustimmen, der in Bezug auf Jehova sagte: „Wer kann ihm widerstehen? Wer wird zu ihm sagen: ‚Was tust du?‘?“ (Hiob 9:12). Ja, wenn Jehova mit uns ist, brauchen wir uns vor niemandem im ganzen Universum zu fürchten (Römer 8:31).

    8 Nehmen wir auch das Wort Jehovas, die Bibel. Diese unerschöpfliche Quelle göttlicher Weisheit ist so kraftvoll, dass sie uns geholfen hat, verkehrte Handlungen aufzugeben und unser Leben nach dem Willen Jehovas zu gestalten (Hebräer 4:12). Durch die Bibel haben wir nicht nur den Namen Jehova kennen gelernt, sondern auch seine Bedeutung (2. Mose 3:14). Wir wissen, dass Jehova zur Verwirklichung seiner Vorsätze jeweils das werden kann, was er sich erwählt – ein liebevoller Vater, ein gerechter Richter, ein siegreicher Krieger. Und wir sehen, dass sich sein Wort immer bewahrheitet. Das Studium des Wortes Gottes veranlasst uns, wie der Psalmist zu sagen: „Ich habe auf dein Wort vertraut“ (Psalm 119:42; Jesaja 40:8).

    9 Das Lösegeld ist ein weiterer Grund, auf Jehova zu vertrauen (Matthäus 20:28). Wie wunderbar, dass Gott seinen eigenen Sohn gesandt hat, der als Lösegeld für uns starb! Und es ist wirklich ein wertvolles Lösegeld, denn es sühnt die Sünden aller Menschen, die bereuen und ehrlichen Herzens zu Jehova umkehren (Johannes 3:16; Hebräer 6:10; 1. Johannes 4:16, 19). Ein Schritt auf dem Weg zur Bezahlung des Lösegeldes war die Auferstehung Jesu. Dieses durch Hunderte von Augenzeugen bestätigte Wunder ist ebenfalls ein Grund, auf Jehova zu vertrauen. Es garantiert, dass wir in unserer Hoffnung nicht enttäuscht werden (Apostelgeschichte 17:31; Römer 5:5; 1. Korinther 15:3-8).

    10 Das waren nur einige der Gründe, weshalb wir absolut auf Jehova vertrauen können und sollten. Es gibt aber noch viele weitere, darunter auch ganz persönliche Gründe. Hin und wieder befindet sich jeder von uns in einer schwierigen Lage. Wenn wir uns dann von Jehova anleiten lassen, stellen wir fest, wie praktisch diese Anleitung ist (Jakobus 1:5-8). Unser Vertrauen zu Jehova wird umso stärker, je mehr wir uns im täglichen Leben auf ihn verlassen und je öfter wir erleben, wie gut sich das auswirkt

    David vertraute auf Jehova

    11 David gehörte zu denen im Volk Israel, die auf Jehova vertrauten. Ihm drohte nicht nur durch König Saul Gefahr, da dieser ihn zu töten suchte, sondern auch durch das mächtige Heer der Philister, die Israel erobern wollten. Dennoch blieb David am Leben und trug sogar den Sieg davon. Wieso? Er selbst erklärt: „Jehova ist mein Licht und meine Rettung. Vor wem soll ich mich fürchten? Jehova ist die Feste meines Lebens. Vor wem soll ich erschrecken?“ (Psalm 27:1). Wenn wir genauso auf Jehova vertrauen, werden auch wir Gelingen haben.

    12 Einmal betete David: „Höre, o Gott, meine Stimme in meiner Besorgnis. Vor der Schrecklichkeit des Feindes mögest du mein Leben behüten. Mögest du mich verbergen vor dem vertraulichen Gespräch von Übeltätern, vor dem Tumult derer, die Schädliches treiben, die ihre Zunge geschärft haben gleich einem Schwert, die ihren Pfeil gezielt haben, bittere Rede, um von verborgenen Orten aus auf einen Untadeligen zu schießen“ (Psalm 64:1-4). Was David zu diesen Äußerungen bewog, wissen wir nicht mit Sicherheit. Aber wir wissen, dass Gegner heutzutage ‚ihre Zunge schärfen‘ und Worte als Waffe einsetzen. Durch Falschdarstellungen in mündlicher oder schriftlicher Form „schießen“ sie wie mit ‚Pfeilen‘ auf untadelige Christen. Wozu wird es jedoch führen, wenn wir unerschütterlich auf Jehova vertrauen?

    13 David sagte weiter: „Gott wird plötzlich mit einem Pfeil auf sie schießen. Wunden sind ihnen geschlagen worden; und sie veranlassen einen zum Straucheln. Aber ihre Zunge richtet sich gegen sie selbst. . . . der Gerechte wird sich in Jehova freuen und wird tatsächlich zu ihm Zuflucht nehmen“ (Psalm 64:7-10). Gegner schärfen zwar ihre Zunge gegen uns, doch letztendlich ‚richtet sich ihre Zunge gegen sie selbst‘. Jehova dreht gewissermaßen den Spieß um und bewirkt schließlich einen positiven Ausgang, sodass sich diejenigen, die auf Jehova vertrauen, in ihm freuen können.

    Hiskias Vertrauen gerechtfertigt

    14 Auch König Hiskia gehörte zu denen, deren Vertrauen gerechtfertigt war. Während seiner Herrschaft wurde Jerusalem von dem mächtigen assyrischen Heer bedroht. Es hatte bereits mehrere Länder besiegt. Die Assyrer hatten sogar die Städte Judas eingenommen mit Ausnahme von Jerusalem. Aber Sanherib prahlte, er werde auch noch diese Stadt erobern. Durch Rabschake ließ er – richtigerweise – sagen, es sei vergeblich, auf die Hilfe Ägyptens zu vertrauen. Doch er verstieg sich zu den Worten: „Lass dich von deinem Gott, auf den du vertraust, nicht täuschen, indem du sagst: ‚Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden‘ “ (Jesaja 37:10). Hiskia wusste jedoch, dass Jehova ihn nicht enttäuschen würde. Daher betete er wie folgt: „O Jehova, unser Gott, rette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, dass du, o Jehova, allein Gott bist“ (Jesaja 37:20). Jehova erhörte das Gebet Hiskias. In einer einzigen Nacht tötete ein Engel 185 000 assyrische Soldaten. Jerusalem wurde nicht angegriffen, und Sanherib zog sich aus Juda zurück. Jeder, der von diesem Ereignis erfuhr, erkannte die Größe Jehovas.

    15 Wie Hiskia befinden auch wir uns in einem Kriegszustand. Es handelt sich zwar um einen geistigen Krieg. Doch auch als geistige Krieger müssen wir Überlebenstechniken üben. Wir müssen Angriffe voraussehen und uns darauf vorbereiten, damit wir sie abwehren können (Epheser 6:11, 12, 17). In der heutigen unsicheren Welt kann sich die Lage plötzlich ändern. Es kann unerwartet zu Aufständen kommen. In Staaten, die sich in der Vergangenheit auf religiösem Gebiet tolerant gaben, kann sich Intoleranz zeigen. Nur wenn wir wie Hiskia im Voraus ein unerschütterliches Vertrauen zu Jehova entwickeln, sind wir für alle Eventualitäten gerüstet.

    Was bedeutet es, auf Jehova zu vertrauen?

    16 Auf Jehova zu vertrauen erschöpft sich nicht in Worten. Es ist eine Sache des Herzens und zeigt sich in unseren Handlungen. Wenn wir auf Jehova vertrauen, verlassen wir uns uneingeschränkt auf sein Wort, die Bibel. Wir lesen täglich darin, sinnen darüber nach und lassen uns davon leiten (Psalm 119:105). Auf Jehova zu vertrauen heißt auch, auf die Kraft des heiligen Geistes zu vertrauen. Der Geist hilft uns, Früchte hervorzubringen, die Jehova gefallen, und mit tief eingewurzelten schlechten Gewohnheiten zu brechen (1. Korinther 6:11; Galater 5:22-24). Vielen ist es beispielsweise mit der Hilfe des Geistes gelungen, das Rauchen aufzugeben oder von Drogen loszukommen. Andere haben einem unmoralischen Leben den Rücken gekehrt. Wenn wir auf Jehova vertrauen, können wir in seiner Kraft handeln und sind nicht auf die eigene Kraft angewiesen (Epheser 3:14-18).

    17 Auf Jehova zu vertrauen bedeutet außerdem, denen zu vertrauen, denen er Vertrauen schenkt. Er hat zum Beispiel dafür gesorgt, dass sich der „treue und verständige Sklave“ der Königreichsinteressen auf der Erde annimmt (Matthäus 24:45-47). Wir versuchen nicht, unabhängig von diesem Sklaven zu handeln, und ignorieren nicht, dass Jehova ihn eingesetzt hat, denn wir vertrauen der göttlichen Verfahrensweise. In der Christenversammlung dienen zudem Älteste, die, wie der Apostel Paulus schrieb, durch den heiligen Geist ernannt worden sind (Apostelgeschichte 20:28). Unsere Zusammenarbeit mit ihnen zeigt ebenfalls, dass wir auf Jehova vertrauen (Hebräer 13:17).

    Das Beispiel des Paulus nachahmen

    18 Wie wir, so stand auch der Apostel Paulus in seinem Dienst oftmals unter Druck. Damals wurde das Christentum vor Staatsvertretern falsch dargestellt, und zuweilen bemühte sich Paulus, die Dinge richtig zu stellen oder das Predigtwerk gesetzlich zu befestigen (Apostelgeschichte 28:19-22; Philipper 1:7). Heute nehmen wir uns an ihm ein Beispiel. Was unser Werk angeht, versuchen wir so weit wie möglich Aufklärungsarbeit zu leisten und nutzen dazu jedes verfügbare Mittel. Zudem sind wir bestrebt, die gute Botschaft zu verteidigen und gesetzlich zu befestigen. Allerdings setzen wir unser Vertrauen nicht ausschließlich in solche Bemühungen, weil wir nicht meinen, unser Wohl und Wehe hinge davon ab, dass wir Prozesse gewinnen oder dass man uns in der Öffentlichkeit gut darstellt. Wir vertrauen stattdessen auf Jehova. Dabei denken wir an die ermutigenden Worte, die er an das Volk Israel richtete: „Eure Macht wird sich einfach im Ruhigbleiben und im Vertrauen zeigen“ (Jesaja 30:15).

    19 In jüngerer Vergangenheit ist unser Werk in Ost- und Westeuropa, in Teilen Asiens und Afrikas sowie in nord- und südamerikanischen Ländern mitunter verboten oder Einschränkungen unterworfen gewesen. Heißt das, auf Jehova zu vertrauen sei vergeblich? Keinesfalls. Wenn er manchmal bittere Verfolgung zuließ, weil er etwas Bestimmtes bezwecken wollte, stärkte er diejenigen liebevoll, die darunter zu leiden hatten. Unter solchen Umständen zeichneten sich viele Christen durch ihren Glauben an Gott und ihr Vertrauen zu ihm aus.

    20 In den meisten Ländern sind wir indes rechtlich anerkannt, und die Medien berichten dann und wann lobend über uns. Für all das sind wir dankbar, und wir erkennen, dass auch dies im Sinne Jehovas ist. Mit seinem Segen nutzen wir die größere Freiheit – nicht um persönliche Interessen zu fördern, sondern um Jehova öffentlich und rückhaltlos zu dienen. Nie jedoch würden wir Zugeständnisse in Bezug auf unsere Neutralität machen, in unserer Predigttätigkeit nachlassen oder unseren Dienst für Jehova irgendwie einschränken, weil wir um jeden Preis unser Ansehen bei der Obrigkeit wahren möchten. Wir sind Untertanen des messianischen Königreiches und treten eindeutig für die Souveränität Jehovas ein. Unsere Hoffnungen ruhen nicht auf dem gegenwärtigen System der Dinge. Wir hoffen auf die neue Welt, in der das messianische Königreich als einzige Regierung vom Himmel aus über die Erde herrschen wird. Nichts kann diese Regierung erschüttern oder vom Himmel holen – weder Bomben noch Raketen noch ein nuklearer Angriff. Sie ist unbesiegbar und sie wird das tun, was Jehova von ihr getan haben will (Daniel 2:44; Hebräer 12:28; Offenbarung 6:2).

    21 Paulus sagt: „Wir . . . sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen, sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele“ (Hebräer 10:39). Dienen wir Jehova also treu bis zum Ende. Wir haben allen Grund, uneingeschränkt auf ihn zu vertrauen – jetzt und bis in alle Ewigkeit (Psalm 37:3; 125:1).

  40. Juleam 31. Juli 2009 um 00:38 Link zum Kommentar

    2. Könige 19:22

    Wen hast du gehöhnt und über wen lästerlich geredet?
    Und gegen wen hast du [deine] Stimme erhoben
    Und erhebst du deine Augen zur Höhe?
    Es ist gegen den Heiligen Israels!

    2. Könige 19:27-28

    Und dein Stillsitzen und dein Hinausgehen und dein Hineingehen ist mir ja bekannt
    Und deine Erregung gegen mich,
    28 Denn deine Erregung gegen mich und dein Brüllen ist zu meinen Ohren emporgestiegen.
    Und ich werde bestimmt meinen Haken in deine Nase legen und meinen Zaum zwischen deine Lippen,
    Und ich werde dich tatsächlich auf dem Weg zurückführen, auf dem du gekommen bist.“

  41. Juleam 9. August 2009 um 12:54 Link zum Kommentar

    2. Könige 20 – 21

    2. Könige 20:1-11

    In jenen Tagen wurde Hiskịa sterbenskrank. Daher kam Jesaja, der Sohn des Ạmoz, der Prophet, zu ihm herein und sprach zu ihm: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Erteile deiner Hausgemeinschaft Befehle, denn du selbst wirst bestimmt sterben und wirst nicht leben.‘ “ 2 Darauf kehrte er sein Gesicht zur Wand und begann zu Jehova zu beten, indem [er] sagte: 3 „Ich bitte dich, o Jehova, denk doch daran, wie ich vor dir in Wahrhaftigkeit und mit ungeteiltem Herzen gewandelt bin; und was gut war in deinen Augen, habe ich getan.“ Und Hiskịa brach in heftiges Weinen aus.

    4 Und es geschah, daß Jesaja seinerseits noch nicht zum mittleren Hof hinausgegangen war, als Jehovas Wort an ihn erging und lautete: 5 „Geh zurück, und du sollst zu Hiskịa, dem Führer meines Volkes, sprechen: ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Davids, deines Vorvaters, gesagt hat: „Ich habe dein Gebet gehört. Ich habe deine Tränen gesehen. Siehe, ich heile dich. Am dritten Tag wirst du zum Haus Jehovas hinaufgehen. 6 Und ich werde bestimmt fünfzehn Jahre zu deinen Tagen hinzufügen, und aus der Faust des Königs von Assyrien werde ich dich und diese Stadt befreien, und ich will diese Stadt um meinetwillen und um Davids, meines Knechtes, willen verteidigen.“ ‘ “

    7 Und Jesaja sprach dann: „Nehmt einen Kuchen aus gepreßten, getrockneten Feigen.“ Da holten sie [ihn] und legten ihn auf die entzündete Beule, worauf er allmählich wieder auflebte.

    8 Unterdessen sagte Hiskịa zu Jesaja: „Was ist das Zeichen, daß Jehova mich heilen wird und ich bestimmt am dritten Tag zum Haus Jehovas hinaufgehen werde?“ 9 Darauf sprach Jesaja: „Dies ist für dich das Zeichen von Jehova, daß Jehova das Wort ausführen wird, das er geredet hat: Soll der Schatten tatsächlich zehn Stufen [der Treppe] vorwärts gehen, oder sollte er zehn Stufen zurückgehen?“ 10 Da sagte Hiskịa: „Es ist für den Schatten ein leichtes, sich zehn Stufen auszustrecken, nicht aber, daß der Schatten zehn Stufen rückwärts ginge.“ 11 Darauf begann Jesaja, der Prophet, zu Jehova zu rufen; und er ließ den Schatten, der abwärts gegangen war, auf den Stufen allmählich zurückgehen, das heißt auf den Stufen [der Treppe] des Ạhas, zehn Stufen rückwärts.

    Diese Geschichte hatten wir schon mal, in Jesaja. Damals habe ich die Geschichte von meinem Onkel erzählt, dem Jehova auch noch mal 8 Jahre hinzugefügt hatte.

    Mein Onkel hat die Zeit gut genutzt. Er hat sein Leben in Ordnung gebracht und dann viel bewusster gelebt. Ihm war die Vergänglicheit bewusst gewesen, vielleicht hatte er garnicht gedacht, dass es noch 8 Jahre werden. Aber er hat diese Jahre so gelebt, dass er im Angesicht des Todes nichts bereuen musste. Kein „hätte ich mal bloss“ oder „hätte ich nur nicht..“ Er konnte mit Befriedigung aufs ein Leben zurückblicken, ohne Reue.

    Dies war ihm möglich, weil er sich auf einmal seiner Vergänglichkkeit bewusst geworden ist. Jehova hatte zu Hiskia gesagt „ich werde bestimmt 15 Jahre zu deinen Tagen hinufügen“. Auch ihm war klar, dass er nur noch eine begrenzte Zeit hatte. Er wird sie sicherlich gut genutzt haben.

    „Ja, wenn ich dem Tode so nah ins Angesicht geguckt hätte und würde noch mal eine zweite Chance bekommen – dann würde ich auch so einiges anders machen!“

    Ja?

    Müssen wir dazu wirlich erst dem Tod ins Angesicht schauen?

    Warum nicht bereits jetzt über unser Leben nachdenken und die nötigen Änderungen vornehmen?

    Warum nicht heute schon so leben, als wäre Heute der letzte Tag in unserem Leben?

  42. Juleam 9. August 2009 um 12:57 Link zum Kommentar

    2. Könige 21:1-9

    Zwölf Jahre alt war Manạsse, als er zu regieren begann, und er regierte fünfundfünfzig Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hẹphzibah. 2 Und er ging daran, zu tun, was böse war in Jehovas Augen, gemäß den Abscheulichkeiten der Nationen, die Jehova vor den Söhnen Israels her ausgetrieben hatte. 3 So baute er wieder die Höhen, die Hiskịa, sein Vater, vernichtet hatte, und richtete für Baal Altäre auf und machte einen heiligen Pfahl, so wie Ạhab, der König von Israel, getan hatte; und er begann sich vor dem ganzen Heer der Himmel niederzubeugen und ihnen zu dienen. 4 Und er baute Altäre im Haus Jehovas, von dem Jehova gesagt hatte: „Auf Jerusalem werde ich meinen Namen legen.“ 5 Und er fuhr fort, dem ganzen Heer der Himmel in zwei Vorhöfen des Hauses Jehovas Altäre zu bauen. 6 Und er ließ seinen eigenen Sohn durch das Feuer gehen, und er trieb Magie und schaute nach Omen aus und stellte Geistermedien an und berufsmäßige Vorhersager von Ereignissen. Er tat in großem Ausmaß, was böse war in Jehovas Augen, um ihn zu kränken.

    7 Ferner stellte er das geschnitzte Bild des heiligen Pfahls, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem Jehova zu David und zu Sạlomo, seinem Sohn, gesagt hatte: „Auf dieses Haus und auf Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels auserwählt habe, werde ich meinen Namen legen auf unabsehbare Zeit. 8 Und ich werde den Fuß Israels nicht wieder von dem Boden wegwandern lassen, den ich ihren Vorvätern gegeben habe, sofern sie nur darauf achtgeben, nach allem zu tun, was ich ihnen geboten habe, ja hinsichtlich des ganzen Gesetzes, das mein Knecht Moses ihnen geboten hat.“ 9 Und sie hörten nicht, sondern Manạsse verführte sie fortwährend, Böses zu tun, mehr als die Nationen, die Jehova vor den Söhnen Israels her vertilgt hatte.

    Manasse – ein wirklich schlechtes Vorbild!

    Wollen wir ihm gleichen?

    Müssten wir Ändrungen vornehmen?

    Wie dachte Jehova über ihn?

  43. Juleam 9. August 2009 um 13:08 Link zum Kommentar

    2. Könige 21:10-16

    Und Jehova redete fortgesetzt durch seine Knechte, die Propheten, indem [er] sprach: 11 „Darum, daß Manạsse, der König von Juda, diese Abscheulichkeiten getan hat, hat er Schlimmeres getan als alles, was die Amorịter taten, die vor ihm gewesen sind, und er hat dann Juda sogar veranlaßt, mit seinen mistigen Götzen zu sündigen. 12 Darum hat Jehova, der Gott Israels, folgendes gesagt: ‚Siehe, ich bringe Unglück über Jerusalem und Juda, von dem jedem, der [es] hört, beide Ohren gellen werden. 13 Und ich werde über Jerusalem gewiß die Meßschnur ausstrecken, wie sie an Samạria angelegt wurde, und auch die Setzwaage [stellen], wie sie beim Hause Ạhabs gestellt wurde; und ich werde Jerusalem einfach auswischen, wie man die henkellose Schüssel auswischt, wenn man sie auswischt und sie umstülpt. 14 Und ich werde in der Tat den Überrest meines Erbes verlassen und sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie werden all ihren Feinden zur Plünderung und zum Raub werden, 15 darum, daß sie taten, was böse war in meinen Augen, und mich ständig kränkten von dem Tag an, da ihre Vorväter aus Ägypten auszogen, bis auf diesen Tag.‘ “

    16 Und Manạsse vergoß auch unschuldiges Blut in sehr großer Menge, bis er Jerusalem von einem Ende bis zum anderen [damit] angefüllt hatte, außer seiner Sünde, mit der er Juda veranlaßte zu sündigen, indem er tat, was böse war in den Augen Jehovas.

    Ist uns aufgefallen, dass Jehova nicht nur Manasse verwarf – sondern das ganze Volk?

    Warum?

    “Sie konnten doch garnichts dafür. Immerhin sind sie vn ihrem König verführt worden und außerdem mussten sie ja ihm als König gehorchen!”

    Wie dachte Jehova darüber?

    Wie war es damals mit den Israeliten, die auf Jehus Befehl hin im Tempel des Baal waren? Immerhin mussten sie ja ihrem König gehorsam sein. Auch sie wurden vernichtet!

    Wie ist es mit denen, die auf Befehl Hiters tausende Menschen vernichtet haben? Sie mussten doch gehorchen. Wenn sie es nicht getan hätten, hätte er sie ebenfalls umbringen lassen.

    Ja, die Führer wie Manasse und Hitler haben Blutschuld auf sich geladen. Nicht nur, was die Menschen anging, die sie umgebracht haben oder haben umbringen lassen – sondern auch für die Menschen, die sie zu einer derartigen Schlechtigkeit verführt oder gedingt haben. Aber nützt es diesen, dass andere für sie Blutschuld tragen? Ändert es etwas daran, wie Jehova sie sieht?

    Wie wir sehen, ist jeder von uns selbst für seine eigenen Taten verantwortlich. Es nützt uns nichts, dass andere uns angestiftet haben. Egal, welche Autorität diese auch haben werden.

    Daher ist es ganz wichtig, uns bei allem, was wir tun, zu fragen “wie denkt Jehova darüber?” oder, wie auf einem Kreiskongress 2002 gesagt wurde: “würde ich ebenso handeln, wenn Jesus jetzt genau neben mir stünde?”

    Was also beispielsweise, wenn unsere Eltern etwas von uns verlangen, von dem wir wissen, dass es Jehova nicht gefällt, ja, dass er es sogar hasst? “Immerhin muss ich ja meinen Eltern gehorchen, das steht schon so in der Bibel”.

    Nein! So nicht!

    Wir müssen ihnen soweit gehorchen, soweit es nicht Gottes Geboten oder Moralbegriffen widerspricht. Ebenso, wie wir dem Staat gehorchen, wir uns an seine Gesetze halten – aber nur soweit, wie es nicht Jehovas Maßstäben widerspricht.

    Was lernen wir für uns daras?

    Müssten wir irgendwo was an uns ändern?

    Tun wir das auch?

  44. Juleam 10. August 2009 um 18:49 Link zum Kommentar

    2. Könige 22 – 25

    2. Könige 22:2

    Und er ging daran, zu tun, was recht war in Jehovas Augen, und auf allen Wegen Davids, seines Vorvaters, zu wandeln, und er wich weder nach rechts noch nach links ab.

    Endlich!

    Endlich kommt mal wieder ein vernünftiger König. Einer, der Jehova wirklich liebt und ihn aufrichtig anbetet. Erfrischend, nach all den Kaspadeuren, die dachten, sie könnten machen, was sie wollten und das Volk mit von der wahren Anbetung weggezogen haben.

    Josia war noch sehr jung, als er den Thron bestieg, aber er hatte ein gutes und aufrichtiges Herz und er eiferte für die wahre Anbetung. Aber vielleicht erging es ihm wie mir heute, dass er sich von der Doppelmoral und Bosheit abgestoßen gefühlt hat und nun voller Eifer die Möglichkeit nutzte, endlich was zu ändern.

    Mein erster BZK den ich besucht habe, war im Sommer 1991. Damals war ich noch kein Verkündiger, aber das Drama auf dem Kongress, das um Josia ging, hat mich so sehr angespornt, dass ich alle Hindernisse beseitigt habe und im September desselben Jahres ungetaufte Verkündigerin geworden bin.

    Da meine geistige Mutti Pionier mit dem Wunsch zum Missionardienst war, habe ich ihr nachgeeifert. So habe ich von Anfang an 60 Stunden im Monat gepredigt und nach der Taufe war ich ganz offiziell Dauerhipi und ging bereits 90 Stunden in den Predigtdienst, da der allgemeine Pionierdienst mein Ziel war. Sobald als möglich habe ich meine Bewerbung zum allgemeinen Pionierdienst abgegeben und war bis zum Rückfall in meine Krankheit allgemeiner Pionier. Es war die schönste Zeit in meinem Leben und ich will sie nicht missen.

    Aber ich erzähle das hier nicht, um mich selbst zu beweihräuchern, sondern ich will damit sagen, wie sehr mich das Drama auf dem Kongress damals angespornt hat, ebenfalls alles zu tun um die wahre Anbetung zu fördern.

    Übrigens kann man sich das bibblische Drama um König Josia, das mich auch heute noch sehr motiviert, direkt auf der Seite der Gesellschaft runterladen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich dies anzuhören.

    „Das tun, was in Jehovas Augen recht ist“

    viel Freude beim Hören!

  45. Juleam 10. August 2009 um 18:50 Link zum Kommentar

    2. Könige 22:11-13

    Und es geschah, sobald der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, daß er sogleich seine Kleider zerriß. 12 Dann gebot der König Hilkịja, dem Priester, und Ạhikam, dem Sohn Schạphans, und Ạchbor, dem Sohn Michạjas, und Schạphan, dem Sekretär, und Asạja, dem Diener des Königs, indem [er] sprach: 13 „Geht, befragt Jehova für mich und für das Volk und für ganz Juda hinsichtlich der Worte dieses Buches, das gefunden worden ist; denn groß ist Jehovas Grimm, der sich gegen uns entzündet hat wegen der Tatsache, daß unsere Vorväter nicht auf die Worte dieses Buches gehört haben, indem sie gemäß all dem getan hätten, was uns betreffend geschrieben ist.“

    Wie reagieren wir, wenn wir in der Bibel lesen und über etwas stolpern, was wir nicht so tun, wie Jehova möchte?

    Nehmen wir die nötigen Änderungen vor?

    Wann?

  46. Juleam 10. August 2009 um 18:52 Link zum Kommentar

    2. Könige 22:14-20

    Demgemäß gingen Hilkịja, der Priester, und Ạhikam und Ạchbor und Schạphan und Asạja zu Hụlda, der Prophetin, der Frau Schạllums, des Sohnes Tịkwas, des Sohnes des Hạrhas, des Verwahrers der Kleider, während sie im zweiten Stadtteil in Jerusalem wohnte; und sie redeten dann zu ihr. 15 Sie ihrerseits sprach zu ihnen: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Sprich zu dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: 16 „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Siehe, ich bringe Unglück über diesen Ort und über seine Bewohner, ja alle Worte des Buches, das der König von Juda gelesen hat, 17 zufolge der Tatsache, daß sie mich verlassen haben und dann anderen Göttern räucherten, um mich zu kränken mit allem Werk ihrer Hände, und mein Grimm hat sich gegen diesen Ort entzündet und wird nicht ausgelöscht werden.‘ “ ‘ 18 Und was den König von Juda betrifft, der euch sendet, um Jehova zu befragen, dies solltet ihr zu ihm sagen: ‚Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: „Hinsichtlich der Worte, die du gehört hast: 19 Darum, daß dein Herz weich gewesen ist, so daß du dich Jehovas wegen gedemütigt hast, als du hörtest, was ich gegen diesen Ort und seine Bewohner geredet habe, daß [er] ein Gegenstand des Entsetzens und zum Fluch werde, und du dann deine Kleider zerrissen hast und vor mir zu weinen begannst, habe ich, ja ich, gehört“ ist der Ausspruch Jehovas. 20 „Darum, siehe, ich versammle dich zu deinen Vorvätern, und du wirst bestimmt in Frieden zu deiner eigenen Begräbnisstätte versammelt werden, und deine Augen werden all das Unglück, das ich über diesen Ort bringe, nicht anschauen.“ ‘ “ Und sie gingen daran, dem König die Antwort zu bringen.


    Wie dachte Jehova über Josia?

    Was können wir für uns daraus lernen?

  47. Juleam 10. August 2009 um 18:54 Link zum Kommentar

    Wie reagierte Josia auf das, was er in Gottes Wort gelesen hatte? Ja, er demütigte sich vor seinem Gott, aber er tat noch viel mehr:

    2. Könige 23:1-3

    Dann sandte der König hin, und man versammelte alle älteren Männer von Juda und Jerusalem zu ihm. 2 Danach ging der König zum Haus Jehovas hinauf und auch alle Männer von Juda und alle Bewohner Jerusalems mit ihm sowie die Priester und die Propheten und alles Volk, vom Kleinen bis zum Großen; und er begann vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes zu lesen, das im Haus Jehovas gefunden worden war. 3 Und der König blieb bei der Säule stehen und schloß nun den Bund vor Jehova, Jehova nachzuwandeln und seine Gebote und seine Zeugnisse und seine Satzungen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele zu halten, indem man die Worte dieses Bundes ausführen würde, die in diesem Buch geschrieben waren. Demgemäß trat das ganze Volk in den Bund ein.

    Er teilte sein Wissen und gab auch dem Volk die Möglichkeit, zu Jehova und der wahren Anbetung umzukehren.

    2. Könige 23:4-7

    Und der König fuhr fort, dem Hohenpriester Hilkịja und den Priestern zweiten Ranges und den Türhütern zu gebieten, aus dem Tempel Jehovas alle Geräte herauszubringen, die für Baal und für den heiligen Pfahl und für das ganze Heer der Himmel gemacht worden waren. Dann verbrannte er sie außerhalb Jerusalems auf den Kịdronterrassen, und er brachte den Staub davon nach Bẹthel. 5 Und er setzte die Priester fremdländischer Götter ab, die die Könige von Juda eingesetzt hatten, damit sie auf den Höhen in den Städten von Juda und in der Umgebung von Jerusalem räucherten, und auch diejenigen, die dem Baal räucherten, der Sonne und dem Mond und den Sternbildern des Tierkreises und dem ganzen Heer der Himmel. 6 Ferner brachte er den heiligen Pfahl aus dem Haus Jehovas in das Randgebiet Jerusalems hinaus, zum Wildbachtal Kịdron, und verbrannte ihn im Wildbachtal Kịdron und zermalmte ihn fein und warf seinen Staub auf die Grabstätte der Söhne des Volkes. 7 Ferner riß er die Häuser der männlichen Tempelprostituierten nieder, die im Haus Jehovas waren, wo die Frauen Zeltschreine für den heiligen Pfahl webten.

    Dann beseitigte er alles, was mit dem Götzendienst zu tun hatte. Er räumte im Land auf und entfernte die Dinge, die Jehova ständig kränkten.

    2. Könige 23:10

    Und er machte das im Tal der Söhne Hịnnoms [gelegene] Tọphet zur Anbetung untauglich, damit niemand seinen Sohn oder seine Tochter dem Mọlech durchs Feuer gehen lasse.

  48. Juleam 10. August 2009 um 18:56 Link zum Kommentar

    2. Könige 23:25

    Und es erwies sich, daß vor ihm kein König gewesen war wie er, der zu Jehova umgekehrt war mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit seiner ganzen Tatkraft, gemäß dem ganzen Gesetz Mose; und auch nach ihm ist keiner wie er aufgestanden.

    ein sehr schönes Lob von unserem Gott und Schöpfer.

    Kann er dies auch von uns sagen?

    Was würde über uns in der Bibel stehen, wenn sie über uns und unser Leben schreiben würde?

    Würde mir das gefallen oder hätte ich gern, dass das Geschriebene positiver wäre?

    Wie berührt das mich?

    Wie beeinflusst das mein künftiges Handeln?

  49. Juleam 10. August 2009 um 19:00 Link zum Kommentar

    Kaum ist Josia tot, regieren wieder Männer, die Jehova kränken.

    2. Könige 23:31-32

    31 Dreiundzwanzig Jahre alt war Jehoahạs, als er zu regieren begann, und er regierte drei Monate lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hạmutal, die Tochter Jeremias aus Lịbna. 32 Und er begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, gemäß allem, was seine Vorväter getan hatten.

    als Jehoahas nicht mehr regieren kann, folgt ihm sein Bruder Elakim auf den Thron, der vom Pharao in Jojakim umbenannt wird. Auch er tut was schlecht ist in den Augen Jehovas.

    2. Könige 23:36-37

    Fünfundzwanzig Jahre alt war Jọjakim, als er zu regieren begann, und er regierte elf Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Sebidạ, die Tochter Pedạjas aus Rụma. 37 Und er tat fortgesetzt, was böse war in den Augen Jehovas, gemäß allem, was seine Vorväter getan hatten.

    „Oh mein Gott, die Luft ist ja so sauber und alles so furchtbar aufgeräumt und ordentlich, das ist ja nicht zum Aushalten! Schnell ein wenig Mist und Dung in die Ecken gekippt und noch reichlich Müll verteilt. Puh, nun ist mir wohler, nun kann ich wieder durchatmen.“

    Obelix würde nun sagen: „die spinnen doch die Römer – ähm, sorry, die Israeliten…“

  50. Juleam 11. August 2009 um 12:29 Link zum Kommentar

    2. Könige 24:14-15

    Und er nahm ganz Jerusalem und alle Fürsten und alle tapferen, starken Männer ins Exil mit — zehntausend führte er ins Exil — und auch jeden Handwerker und Ersteller von Bollwerken. Keiner war zurückgelassen worden, mit Ausnahme der geringen Klasse des Volkes des Landes. 15 So nahm er Jọjachin ins Exil nach Babylon mit; und die Mutter des Königs und die Frauen des Königs und seine Hofbeamten und die Vornehmsten des Landes führte er als Weggeführte aus Jerusalem ins Exil nach Babylon

    die Israeliten kommen ins Exil. Müsste es hier dann nicht bald mit Daniel weitergehen? Warum noch so viele Kapitel in Jeremia?

  51. Thomasam 22. Juni 2010 um 18:52 Link zum Kommentar

    2.Könige 1-3
    Zitate von J.N.Darby


    Kapitel 1
    Wenn Gott gezeigt hat, daß Er den Fehler Seines Knechtes bemerkt und nicht leicht darüber hinweggegangen ist, so ließ Er es nicht an Zärtlichkeit oder Treue ihm gegenüber fehlen. Er handelte ihm gegenüber wie an einem geliebten und treuen Knechte, und das selbst in dem Augenblick, wo Er ihm seinen Mangel an Glaubensenergie zu spüren gab; denn Er gab das nicht anderen zu wissen, obwohl Er es uns zu unserer Belehrung mitgeteilt hat.

    Ich sagte Mangel an Energie des Glaubens, denn in bezug auf die Volksmenge war das Urteil Elias gerecht. Gott offenbart ihm Seine Gedanken und Seine Absichten und gibt ihm sogar einen Hinweis darauf, welche Werkzeuge Er gebrauchen wird; und während Er entschieden den Propheten durch Elisa ersetzt, läßt ihn Gott nichtsdestoweniger seinen Dienst wieder aufnehmen, indem Er ihm befiehlt, Elisa dazu zu berufen, ihn bei seinem Werk zu begleiten. Somit nimmt Elia seinen Dienst inmitten Israels wieder auf.
    Ahasja wandelte auf dem Weg seines Vaters und bekannte öffentlich Baal als seinen Gott, indem er nach Ekron sandte, um Baal-Sebub zu befragen. Indem Elia den Boten des Königs entgegensandte, verkündete er sein Urteil vom Herrn. Wutentbrannt durch den Widerstand, sendet Ahasja in seiner Ungerechtigkeit Männer aus seinem Heere, um ihn festzunehmen.

    Hier finden wir wieder denselben richterlichen Charakter der Wundertaten Elias, von denen schon die Rede war – ein Charakter, auf den Jehova Selbst hinwies. Er ruft Feuer vom Himmel herab, um diese Männer zu verzehren. Der letzte vom König Gesandte erkennt die Autorität und die Macht des Elia an, und sein Leben wird verschont. Elia geht mit ihm zum König hinab, um ihm persönlich nochmals das ihn erwartende Gericht Jehovas zu verkünden

    Kapitel 2

    Nun erreichen wir das Ende der Schwierigkeiten und Drangsale dieses kostbaren und treuen Knechtes Gottes. Wenn wir nun in seinem Falle die Ruhe der Himmelfahrt Jesu nicht finden, der, während Er die Jünger segnet, in Sein ewiges und trautes Heim zurückkehrt; wenn dieser besondere Charakterzug nur Seinem Abscheiden allein geziemte, der – vollkommen in Sich Selbst und in Seinem Menschenleben, in dem nichts gefunden wurde, was nicht mit dem Himmel, in den Er zurückkehrte, im Einklang war – zu Seinem Vater, von dem Er ausgegangen war, zurückkehrte, wenn wir in der Entrückung Elias nicht die Erhabenheit Dessen finden, der, indem Er vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen war, die Welt wieder verließ und zu Seinem Vater zurückkehrte, ohne Sich einen Augenblick von diesem Worte: „Der Sohn des Menschen, welcher im Himmel ist“, zu entfernen, und der um so mehr das Recht und den Anspruch darauf hatte, dort zu sein, weil Er den Vater hienieden vollkommen verherrlicht hatte; mit einem Wort – wenn der, welcher hinauffährt, auch nicht der Gott-Mensch ist, der in den Himmel fährt, nachdem Er das Ihm anvertraute Werk vollendet hatte, so wird doch die Anwesenheit Gottes während des ganzen Vorganges auf die feierlichste Weise verspürt – eines Gottes, dessen Anwesenheit allein die Gesetze Seiner Regierung abschaffen und zugunsten Seines Knechtes das, was den Menschen gesetzt ist, beiseite setzen kann.
    Übrigens ist es nicht verwunderlich, daß ein solches Ereignis von solch einer geheimnisvollen Feierlichkeit begleitet ist, die es tatsächlich umgibt, und daß die Anwesenden empfinden sollten, daß sich gleich etwas ereignen würde, was den gewöhnlichen Lauf der menschlichen Freude und Trauer übersteigt.

    Fortgenommen durch die Macht Gottes, verläßt Elia die Erde, ohne durch den Tod zu gehen. In dieser Tatsache selbst finden wir ein wunderbares Zeugnis von der unumschränkten Güte Gottes und von der Billigung, die Er Seinem treuen Knechte erzeigte.

    Kapitel 3
    In dem folgenden Kapitel beginnt der historische Teil des Dienstes Elisas. Joram zieht in den Krieg, und obwohl er weniger böse ist als sein Vater, so achtet ihn der Prophet nicht mehr. Josaphat bedeutet ihm noch etwas, doch der Prophet sucht sich dem Einfluß des ganzen Schauplatzes zu entziehen

    Im Wachtturm hieß es 1984

    Die Bibel zeigt, wohin es führen kann, wenn sich undisziplinierte junge Leute zusammenrotten. Jehovas treuer Prophet Elisa begegnete auf einer Reise von Jericho nach Bethel einer Bande von Jugendlichen. Sie verhöhnten ihn und zeigten dadurch große Mißachtung ihm und seinem Prophetenamt gegenüber. „Geh hinauf, du Kahlkopf! Geh hinauf, du Kahlkopf!“ riefen sie (2. Könige 2:23). Vielleicht meinten sie damit, er solle so von der Erde verschwinden, wie ihrer Meinung nach sein Vorgänger Elia verschwunden war. Jedenfalls wollten sie, daß Gottes Vertreter verschwand.
    Elisa hörte sich ihr Höhnen und ihr Schmähen nicht lange an. „Schließlich“, heißt es in dem Bericht, „wandte er sich um und sah sie und rief im Namen Jehovas Übles auf sie herab. Dann kamen zwei Bärinnen aus dem Walde und zerrissen zweiundvierzig Kinder von ihnen in Stücke.“ Wie sehr sich die Eltern dieser Kinder doch gewünscht haben müssen, daß sie ihre Kinder gezüchtigt und sie gelehrt hätten, Erwachsene zu respektieren! (2. Könige 2:24; 3. Mose 19:32). Aber nun war es zu spät. Sie ernteten die Früchte ihrer Nachlässigkeit.
    Weltliche Jugendliche von heute verspotten gewöhnlich Lehrer, Eltern und alle anderen Autoritätspersonen. Häufig erhalten Drehbuchautoren viel Geld für Fernsehfilme, in denen die Kinder als schlau und die Erwachsenen als dumm hingestellt werden. Christliche Jugendliche sind umgeben von respektlosen Personen und anderen, die für sie schlechte Gesellschaft sein können. Leider haben sich manche durch all das beeinflussen lassen. Doch dir muß es nicht unbedingt ebenso ergehen. Bekunde den nötigen Respekt vor Erwachsenen, besonders vor deinen Eltern.

    in selber Zeitschrift vom 1971 hieß es:

    Der Bibelbericht über den israelitischen König Omri, den Vater des Königs Ahab, ist sehr kurz. Wie daraus hervorgeht, regierte Omri zwölf Jahre und baute die Stadt Samaria. (1. Kö. 16:16-28) Anderen Quellen, die zutage gefördert wurden, ist indes zu entnehmen, daß Omri ein mächtiger Herrscher war. In assyrischen Urkunden wird Palästina Bit-Humria, das heißt „Haus Omris“, genannt. Durch die Entdeckung des heute berühmten Mesa-Steins im Jahre 1868 erfuhr man ferner, daß König Omri Mesa, den König von Moab, unterworfen hatte und Moab eine Zeitlang bedrückte. Die Angaben auf dem Mesa-Stein werfen auch Licht auf 2. Könige 3:4, 5.

  52. Juleam 23. Juni 2010 um 10:49 Link zum Kommentar

    2. Könige 4 – 6

    Zu der Geschichte von Elisa, der Sunamitin und deren Sohn passt der Vortrag von Bruder Harms „geistige Totenauferweckung in unserer Zeit“

    In diesem Vortrag geht es vorrangig um Gehasi – und warum es ihm nicht gelang, den Jungen wieder aufzuerwecken.

    Die Eigenschaften, die Jehova davon abhielten, Gehasi dazu gebrauchen, sind die gleichen, die dafür verantwortlich sein mögen, warum wir persönlich keinen Erfolg im Predigtdienst haben.

    Außerdem erwähnt Bruder Harms das Drama vom Kongress 2007, das mir ganz entfallen war. Darin ging es auch um Gehasi: „Kleidet euch mit Demut“

    Wie können wir mehr Erfolg haben? An welchen Eigenschaften muss ich ganz persönlich arbeiten, damit mich Jehova gebrauchen kann?
    Was hat Elisa anders gemacht?

    Was können wir davon für uns und den Predigtdienst ableiten?

  53. Thomasam 23. Juni 2010 um 18:53 Link zum Kommentar

    2.Könige 4-6
    Zitate von J.N.Darby


    In Kapitel 4 verkündet er Segen und leitet die Beschlüsse der vereinigten Könige. Er ist ein Retter Israels. Er sorgt für die Bedürfnisse der Armen seines Volkes (Kap. 4) und errettet sie aus ihren Drangsalen. Er schenkt dem Begehren des Herzens den Glauben, der den Propheten anerkennt und aufnimmt, und er belebt den Toten wieder und verbindet somit das gebrochene Herz. Er ernährt die Söhne der Propheten während der Hungersnot und vermehrt das karge Maß des Brotes. Als der Tod der Speise beigemengt war, macht er den Schaden wieder gut, so daß sie ungestraft essen.

    Kapitel 5
    Elisa geht auch außerhalb der Grenzen Israels, indem er den Segen austeilt, dessen Werkzeug er ist; und als der König von Israel beim Kommen Naamans bestürzt ist, heilt Elisa den Aussatz dieses Mannes aus den Nationen, der dazu gebracht wird, Jehova, den Gott Israels, als den allein wahren Gott anzuerkennen. Der Herr Jesus weist auf die unumschränkte Gnade Gottes bei dieser Begebenheit hin, die die engen Grenzen Israels überschreitet und ihre Rechte nicht mehr anerkennt, sondern mit den Nationen nach dem Grundsatz der Auswahl handelt.
    Wie es schon öfters bemerkt worden ist, waren die Mittel einfach und für das Fleisch und für den Stolz des Menschen demütigend, indem ihre Wirksamkeit in der vollen Erfassung des Todes wie auch in der vollen Unterwerfung des Herzens und des Glaubens unter den Tod lag, der für den Menschen Leben geworden ist und das, was ihn heilt und von der Sünde reinigt. Der Mann, der Elisa am nächsten war, wird eine Beute der Habgier und erleidet die schmerzlichen Folgen eines verhärteten Herzens, und das wovon der Mann aus den Nationen geheilt worden war, kommt unumstößlich über ihn. Solcherart ist die Stellung Israels, äußerlich näher bei Jehova, moralisch aber fern von Ihm.

    Kapitel 6
    Nach diesem bewahrt Elisa Israel vor den Angriffen ihrer mächtigen Feinde. Als der König von Syrien Elisa gefangenzunehmen sucht, ist es im Gegenteil Elisa, der das ganze Heer, das gekommen war ihn festzunehmen, gefangennimmt und damit seinen blinden Knecht, der Augen hatte und nicht sah, über die unfehlbare Fürsorge aufklärte, mit der der Allmächtige Sein eigenes Volk ständig umgibt.
    Nachdem er den Feind die Macht des Gottes Israels zu kennen gelehrt hatte und auch wie töricht es ist, Sein Volk anzugreifen, wenn der Bote Seines Bundes bei ihnen ist, entläßt Elisa die Syrer, und diese Männer kommen hinfort nicht mehr in das Land Israel.

    Im Wachtturm von 1970 hieß es:

    In 2. Könige 4:29 lesen wir, daß der Prophet Elisa seinen Diener Gehasi mit einem dringlichen Auftrag fortsandte. Unterwegs sollte er niemand grüßen und auch keinen Gruß erwidern. Sogar Jesus gab gemäß Lukas 10:4 den siebzig, die er zum Predigen aussandte, einen ähnlichen Befehl — wie seltsam, denn diese treuen Diener Jehovas waren sonst so freundlich und zuvorkommend! Um den Sinn dieser Befehle zu verstehen, müssen wir etwas über die Bräuche in biblischen Ländern wissen.
    Die orientalischen Begrüßungen sind oft sehr zeitraubend. Treffen sich zwei Freunde, verbeugen sie sich, gestikulieren sie und erkundigen sie sich wiederholt nach dem Wohlergehen des anderen. Diese Einleitungsformalitäten können mehrere Minuten dauern. Dann setzen sie ihre Unterhaltung fort, machen sich gegenseitig Komplimente und tauschen eine Menge Neuigkeiten aus. Das kann bis zu einer halben Stunde dauern. Gottes Dienern war deshalb bei diesen Gelegenheiten befohlen worden, sich nicht durch solche langen Begrüßungen aufhalten zu lassen, weil sie eine dringende Aufgabe erledigen mußten!

    Im Wachtturm hieß es 1974

    NAAMAN LERNT DEMUT
    3 Im zehnten Jahrhundert v. u. Z. lebte in Syrien, das im Norden von Israel lag, ein Heeroberster namens Naaman, unter dessen Führung die Syrer siegreich gekämpft hatten. Naaman wußte damals nicht, daß Jehova Syrien durch ihn Rettung verschafft hatte. Naaman „war ein großer Mann vor seinem Herrn geworden und wurde geachtet, . . . und der Mann selbst hatte sich . . . als ein tapferer, starker Mann erwiesen“ (2. Kö. 5:1). Er war zufolge seiner Stellung und seiner militärischen Erfolge stolz geworden, aber er war aussätzig. Diese abscheuliche Krankheit hinderte ihn nicht daran, die Stellung eines Heerobersten in Syrien einzunehmen — wie das in Israel der Fall gewesen wäre —, aber sie war das Mittel, durch das er mit der Zeit auf eine höchst ungewöhnliche Weise Demut lernte (3. Mose 13:46).
    4 Syrische Plündererstreifscharen hatten ein kleines israelitisches Mädchen aus dem Lande Israel gefangengenommen. Es wurde schließlich das Dienstmädchen der Frau Naamans. Die Kleine (deren Name in der Bibel nicht erwähnt wird) hatte von Jehovas Propheten namens Elisa und von dessen Wundern gehört. Sie glaubte an Jehova, den Gott Elisas, und sie legte von ihrem Glauben Zeugnis ab. Als sie einmal mit der Frau Naamans, ihrer Herrin, sprach, sagte sie: „Wäre nur mein Herr vor dem Propheten, der in Samaria ist! In diesem Falle würde er ihn von seinem Aussatz befreien.“ Schließlich erfuhr der König von Syrien von dem Zeugnis des israelitischen Mädchens (2. Kö. 5:2-4).
    5 Der syrische König, offenbar Ben-Hadad II., schrieb an Joram, den König von Israel, einen Brief und beauftragte seinen Heerobersten Naaman, die über hundertfünfzig Kilometer weite Reise zu machen, um diesen Brief zu überbringen. Er gab Naaman auch wertvolle Geschenke mit. Joram erhielt den Brief und las: „Und jetzt, zur selben Zeit, wo dieser Brief zu dir kommt, habe ich hier Naaman, meinen Knecht, zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreiest.“ Joram war über den Brief entsetzt; er fürchtete, der syrische König ‘suche Händel mit ihm’. Elisa, der Prophet des wahren Gottes, hörte davon. Er sandte zu König Joram und ließ ihm sagen: „Laß ihn [Naaman] bitte zu mir kommen, damit er erkenne, daß es einen Propheten in Israel gibt.“ Ah, endlich würde Naaman von dem Mann, von dem das kleine israelitische Mädchen gesagt hatte, er könne ihn heilen, empfangen werden! (2. Kö. 5:5-8).
    6 „So kam Naaman mit seinen Pferden und seinen Kriegswagen und stand am Eingang des Hauses Elisas.“ Wie würde sich Elisa einem solch hohen Besuch gegenüber verhalten? Würde er um diesen gefeierten Heerobersten besonders viel Aufhebens machen? Es heißt in dem Bericht weiter: „Elisa sandte jedoch einen Boten zu ihm und ließ sagen: ,Gehe hin, du sollst siebenmal im Jordan baden, damit dein Fleisch dir zurückkehre; und sei rein.‘ “ Nein, Elisa versuchte nicht, sich bei hohen Persönlichkeiten einzuschmeicheln. Er war darauf bedacht, sich Jehovas Gunst zu erhalten und dafür zu sorgen, daß Jehovas Wille ausgeführt wurde (2. Kö. 5:9, 10).
    7 Freute sich Naaman, zu hören, wie einfach es für ihn wäre, von seinem Aussatz geheilt zu werden? Nein; es heißt in dem Bericht vielmehr weiter: „Darauf wurde Naaman zornig und schickte sich an wegzugehen und sprach: ,Siehe, ich habe mir gesagt: „Den ganzen Weg zu mir heraus wird er kommen und wird bestimmt dastehen und den Namen Jehovas, seines Gottes, anrufen und seine Hand über der Stelle hin und her bewegen und den Aussätzigen tatsächlich wiederherstellen.“ Sind nicht der Abana und der Parpar, die Ströme von Damaskus, besser als alle Gewässer Israels? Kann ich mich nicht darin baden und bestimmt rein werden?‘ Damit wandte er sich und ging im Grimm hinweg“ (2. Kö. 5:11, 12).
    8 Es sah so aus, als würde Naamans Stolz seine Heilung verhindern. Es gefiel ihm nicht, daß er so nüchtern empfangen wurde und durch ein solch einfaches Mittel geheilt werden sollte. Anscheinend war ihm mehr an einer großartig aufgezogenen Zeremonie in Verbindung mit der Heilung gelegen als an der Heilung selbst. Sein Stolz hätte ihn beinahe daran gehindert, den Anweisungen des Propheten Gottes zu gehorchen. Seine Diener halfen ihm aber, die Dinge vom richtigen Standpunkt aus zu sehen. Sie sagten: „Würdest du, wäre es eine große Sache gewesen, die der Prophet selbst zu dir geredet hätte, sie nicht tun? Wieviel mehr also, da er zu dir gesagt hat: ,Bade dich und sei rein.‘?“ (2. Kö. 5:13). Sie waren richtig eingestellt. Sie hatten erkannt, daß es für Naaman nichts Wichtigeres gab, als von seiner Krankheit geheilt zu werden, und ihr Gespräch mit ihrem Herrn verfehlte seine Wirkung nicht.
    9 „Darauf ging er hinab und tauchte dann in den Jordan, siebenmal, nach dem Wort des Mannes des wahren Gottes.“ Ja, er demütigte sich, er „gürtete“ sich mit Demut und tat das, was ihm gesagt worden war. Er ging zum Jordan und tauchte sich nicht nur ein- oder zweimal, sondern sechsmal unter, aber die Heilung blieb aus. Dann tat er es zum siebentenmal, und mit welchem Ergebnis? ‘Sein Fleisch kehrte zurück, dem Fleisch eines kleinen Knaben gleich, und er wurde rein.’ Er war geheilt! (2. Kö. 5:14).
    10 Wie lange hielt Naamans Demut an? Kehrte er voll Stolz über seine Reinigung, doch ohne Wertschätzung für das, was an ihm getan worden war, nach Hause zurück? Aus der Fortsetzung des Berichts geht hervor, daß er samt seinen Pferden und Kriegswagen zu dem Mann des wahren Gottes zurückkehrte, eine Entfernung von ungefähr vierzig Kilometern. Dieses Mal empfing ihn Elisa. Naaman sagte: „Siehe, jetzt weiß ich gewiß, daß es keinen Gott irgendwo auf der Erde gibt außer in Israel.“ Welch ein Bekenntnis seines Glaubens! Dankbar bot er Elisa eine Segensgabe an. Elisa war indes nicht darauf bedacht, aus seinem Dienst für Jehova Nutzen zu ziehen. Er sagte deshalb: „So wahr Jehova lebt, vor dem ich ja stehe, ich will sie nicht annehmen.“ Obwohl Naaman in ihn drang, ‘weigerte er sich beharrlich’, ein Geschenk anzunehmen; er wußte, daß Jehova Naaman geheilt hatte, und er wollte aus dem Amt, das Jehova ihm übertragen hatte, keinen Gewinn schlagen (2. Kö. 5:15, 16).
    11 Schließlich sagte Naaman: „Wenn nicht, so möge bitte deinem Knecht etwas Erde gegeben werden, die Last eines Maultierpaares, denn dein Knecht wird nicht mehr irgendwelchen anderen Göttern als Jehova Brandopfer oder Schlachtopfer darbieten.“ Naaman brachte dadurch demütig seinen Wunsch zum Ausdruck, den Gott Elisas anzubeten, und er wollte es auf israelitischem Boden tun, obwohl er zum König von Syrien zurückkehren mußte, in dessen Dienst er stand (2. Kö. 5:17).
    12 Wie demütig Naaman doch geworden war! Er war nicht darauf bedacht, Aufsehen zu erregen oder von sich reden zu machen, sondern war daran interessiert, Jehova zu gefallen, den er nun als den wahren Gott anerkannte. Er sagte zu Elisa: „In diesem Stück möge Jehova deinem Knecht vergeben: Wenn mein Herr in das Haus Rimmons [des falschen Gottes, den der König von Syrien anbetete] kommt, um sich dort niederzubeugen, und er sich auf meine Hand stützt, und ich muß mich im Hause Rimmons niederbeugen, so möge Jehova bitte deinem Knecht, wenn ich mich im Hause Rimmons niederbeuge, in dieser Hinsicht vergeben.“ Naaman würde den Götzen Rimmon künftig nicht mehr anbeten, sondern wenn er sich vor ihm niederbeugte, würde er es nur mechanisch tun, um es dem König zu erleichtern, sich niederzubeugen. Elisa war von der Aufrichtigkeit Naamans überzeugt und sagte deshalb zu ihm: „Geh in Frieden“ (2. Kö. 5:18, 19).
    13 Ist es nicht interessant festzustellen, wie Naaman in verhältnismäßig kurzer Zeit lernte, ‘sich mit Demut zu gürten’, und demzufolge ein Anbeter Jehovas wurde und Jehovas Gunst und Segen erlangte? Zur selben Zeit wurde indes jemand anders ichbetont und hochmütig. Wer war das?
    GECHASIS HABGIER
    14 Elisa hatte einen Diener namens Gechasi, der bei dem Gespräch zwischen Naaman und Elisa offenbar zugegen war. Gechasi war anders eingestellt als Elisa. Es wird von ihm berichtet, daß er — wahrscheinlich zu sich selbst — sagte: „Siehe, mein Herr hat Naaman, diesen Syrer, geschont, indem er aus seiner Hand das, was er gebracht hat, nicht annahm. So wahr Jehova lebt, ich will ihm nachlaufen und ihm etwas abnehmen.“ Gechasi war an materiellem Gewinn interessiert; er wollte aus der Wirksamkeit des Geistes Jehovas einen Vorteil ziehen. Er war also nicht in erster Linie auf geistige Dinge bedacht (2. Kö. 5:20).
    15 Naaman stieg von seinem Wagen herab, ging Gechasi entgegen und fragte ihn: „Steht alles gut?“ Gechasi antwortete: „Alles steht gut“, und um sein Ziel zu erreichen, brachte er dann eine Lüge vor. „Mein Herr selbst hat mich gesandt und gesagt: ,Siehe! Gerade jetzt sind zwei Jünglinge aus der Berggegend von Ephraim von den Söhnen der Propheten zu mir gekommen. Gib ihnen doch bitte ein Talent Silber und zwei Wechselkleider.‘ “ So brachte Gechasi Elisa, seinen Herrn, mit seiner Lüge in Verbindung und zog die Söhne der Propheten in seinen üblen Plan hinein (2. Kö. 5:21, 22).
    16 Naaman zeigte sich ihm gegenüber genauso freigebig, wie er sich vorher Elisa gegenüber gezeigt hatte. Er sagte: „Geh, nimm zwei Talente.“ Dann ‘drang er wiederholt’ in Gechasi, und so nahm dieser, von Habgier getrieben, die zwei Talente Silber und die zwei Wechselkleider und legte sie in seinem Hause nieder. Darauf kehrte er mit leeren Händen zu Elisa zurück. „Woher bist du gekommen, Gechasi?“ fragte ihn Elisa. Gechasi wollte die Wahrheit verschweigen, und so brachte er eine weitere Lüge vor, um die Lügen, die er Naaman gegenüber geäußert hatte, zu verheimlichen. Er erwiderte deshalb: „Dein Knecht ist überhaupt nirgends hingegangen.“ Jehova wußte aber natürlich, was Gechasi getan hatte, und so offenbarte er Elisa die ganze Sache. Elisa sagte daher zu Gechasi: „Ist nicht mein Herz selbst mitgegangen, gerade als der Mann sich umwandte, um von seinem Wagen abzusteigen, dir entgegen? Ist es eine Zeit, Silber anzunehmen oder Kleider anzunehmen oder Olivenhaine oder Weingärten oder Schafe oder Rinder oder Knechte oder Mägde?“ (2. Kö. 5:23-26).
    17 Kannst du dir vorstellen, wie schrecklich Gechasi zumute gewesen sein muß? Sein Herr wußte also genau, was er getan hatte. Stell dir auch vor, wie zornig Elisa mit Recht gewesen sein muß! Er hatte den Interessen Jehovas gedient, indem er Naaman vom Aussatz geheilt und es abgelehnt hatte, Geld als Belohnung für dieses Wunder anzunehmen. Und nun war sein Diener, der mit der ganzen Sache eigentlich nichts zu tun gehabt hatte, von Habgier getrieben, hingegangen und hatte sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen etwas geben lassen. Elisa sagte — offensichtlich mit der Unterstützung Jehovas — weiter zu Gechasi: „Somit wird der Aussatz Naamans dir und deinen Nachkommen auf unbestimmte Zeit anhaften.“ Und der Bericht schließt mit den Worten: „Sogleich ging er von ihm hinaus, aussätzig, weiß wie Schnee“ (2. Kö. 5:27).
    NACHAHMENSWERTE UND NICHT NACHAHMENSWERTE EIGENSCHAFTEN
    18 Werfen wir nochmals kurz einen Blick auf den soeben betrachteten Bericht aus 2. Könige, Kapitel 5. Wir haben einige auffallende Charaktereigenschaften und Neigungen verschiedener Personen kennengelernt. Es ist für uns von größtem Nutzen, einige dieser Unterschiede etwas näher zu prüfen.
    19 Denken wir an das kleine israelitische Mädchen. Es war gefangen aus Israel weggeführt worden, aber dadurch war sein Glaube an Jehova und an Jehovas Macht, durch seine treuen Diener Wunder zu wirken, nicht erschüttert worden. Elisa hatte, wie Jesus später zeigte (Luk. 4:27), in Israel nie einen Aussätzigen geheilt. Dieses kleine Mädchen hatte aber einen echten Glauben. Es hatte nicht den geringsten Zweifel; es war fest davon überzeugt, daß Naaman von Jehova erhört würde, wenn er hinginge und darum bitten würde, geheilt zu werden. Obwohl nur ein Dienstmädchen, hatte es den Mut, von seinem Glauben an Jehova Zeugnis abzulegen. Es muß dies mit Begeisterung und Überzeugung getan haben, denn seine Botschaft fand Anklang und sein Rat wurde nicht nur als eine kindliche Idee betrachtet, sondern er wurde befolgt. Auch wir sollten wie dieses ungenannte demütige Mädchen, das einen solch hervorragenden Glauben hatte, zum Nutzen aller aufrichtiggesinnten Menschen unerschrocken über die Wahrheit sprechen. Wir sollten nie davor zurückschrecken, mit einer höhergestellten Persönlichkeit über Jehova und seine Vorsätze zu sprechen, weil wir denken, wir seien nicht redegewandt genug. Wir sollten uns voll und ganz auf Jehova und auf seine Fähigkeit, uns zu leiten, verlassen (Ps. 56:11).
    20 Da war auch Elisa. Die Bibel berichtet uns ziemlich viel über diesen wunderwirkenden Diener Jehovas. Er wurde von Gott sogar dazu gebraucht, jemand von den Toten aufzuerwecken (2. Kö. 4:32-37). Doch Elisa strebte weder nach Ansehen noch nach Reichtum, sondern er hatte nur den Wunsch, Menschen zu helfen, Jehova besser kennenzulernen und seine Vorkehrungen richtig zu schätzen. Er war nicht darauf aus, sich selbst einen Namen zu machen, sondern bemühte sich, den Namen Jehovas, seines Gottes, zu verherrlichen. Wir tun gut daran, wie Elisa Jehova allem voranzustellen, unserer Liebe zu ihm den ersten Platz einzuräumen und anderen zu helfen, ihn anzurufen, damit sie gerettet werden (Matth. 22:37, 38; Röm. 10:13).
    21 Naaman war vor seiner Begegnung mit Elisa „ein tapferer, starker Mann“; dennoch lernte er, ‘sich mit Demut zu gürten’. Er erkannte, daß er in den Augen Jehovas ein Mensch war wie jeder andere, nicht jemand, der es verdient hätte, von Gottes Dienern besonders geehrt oder geachtet zu werden. Welche Freude muß er empfunden haben, als er zum siebentenmal aus dem Jordan heraufkam und sah, daß seine Haut vollständig rein war! Wie froh muß er gewesen sein, daß er sich gedemütigt und den Rat, den Elisa ihm durch einen Boten hatte zukommen lassen, befolgt hatte!
    22 Stellen wir uns auch vor, was es für einen Mann in seinem Stand bedeutete, das zu tun, was er tat! Er glaubte nicht nur den Worten eines kleinen Sklavenmädchens, das einer feindlichen Nation angehörte, sondern er mußte auch seine Götter aufgeben und damit rechnen, daß er vielleicht ihr Mißfallen erregte, ja er mußte in ein Land gehen, das mit seinem Land verfeindet war, und mußte den Propheten eines fremden Gottes darum bitten, etwas für ihn zu tun. Daß Naaman demütig wurde, führte aber nicht nur zu seiner Reinigung vom Aussatz. Es hatte noch etwas weit Besseres für ihn zur Folge. Was denn? Er wurde dadurch ein Anbeter Jehovas, ein Mensch, der den Wunsch hatte, die Gunst des einen wahren Gottes zu erlangen. Das war sicherlich eine vortreffliche Belohnung für seine Bereitschaft, sich mit Demut zu umhüllen. Auch wir können im Glauben unermeßlich gestärkt werden, wenn wir wie Naaman ‘das Kleid der Demut anlegen’ und erkennen, daß Gott den Demütigen Gunst erweist (1. Petr. 5:5, Herder-Bibel).
    23 Die andere Person, auf deren Handlungsweise wir in diesem Kapitel der Bibel aufmerksam gemacht werden, ist jemand, dessen Beispiel wir besser nicht nachahmen. Da Gechasi schon einige Zeit zusammen mit Elisa Gott diente, hatte er Gelegenheit genug gehabt, zu sehen, daß Jehova durch Elisa wirkte, und er hätte sich bewußt sein sollen, daß es ein Vorrecht war, mit Elisa zusammen zu sein. Er entwickelte aber ein Verlangen nach materiellem Reichtum. Als er sah, daß sein Herr all das Silber und die Kleider, die ihm Naaman anbot, ablehnte, übermannte ihn seine Habgier. Sein Verlangen wurde befruchtet, und dadurch wurde er veranlaßt zu sündigen (Jak. 1:14, 15). Er brachte eine frei erfundene Geschichte vor, um etwas von den materiellen Dingen zu erhalten, die Naaman wieder mit nach Hause nehmen wollte. Er ging sogar so weit, daß er seinen Herrn belog, ja in Wirklichkeit belog er Jehova, der Elisa eingesetzt hatte. Und welch unheilvolle Folgen dies für ihn hatte! Er wurde mit Aussatz geschlagen. Seine Habgier kostete ihn seine Gesundheit und das Vorrecht, zusammen mit Elisa Jehova zu dienen. Wir können aus diesem Beispiel lernen, wie verhängnisvoll sich Habgier und Selbstvergötterung auswirken können. Es zeigt, daß es sehr gefährlich ist, aus dem Dienst Jehovas persönlichen Nutzen ziehen zu wollen, und daß wir uns deshalb davor hüten sollten, ein solches Verlangen in uns aufkommen zu lassen. (Vergleiche Johannes 12:4-6.)

  54. Thomasam 24. Juni 2010 um 18:54 Link zum Kommentar

    2.Könige 7-10
    Zitate von J.N.Darby


    Kapitel 7
    Die Ungerechtigkeit Israels führt wiederum die ganze Nation in Bedrängnis, und Samaria wird von einer Hungersnot heimgesucht. Das Gericht erzeugt eine Empörung wider das Zeugnis Jehovas, denn obwohl Joram dem Baal nicht huldigte, war sein Herz unverändert. Dann kommt die Verzweiflung, die es als nutzlos erachtet, noch länger auf Jehova zu harren. Dies ist das Ergebnis des Bekennens des Namens Jehovas, wenn kein Glaube an Ihn da ist. So war es bei Israel in der Wüste: „Weshalb hat Jehova uns hierher gebracht, um Sein ganzes Volk zu vernichten?“
    Elisa erscheint hier wieder als ein Erretter, oder wenigstens, daß er die Errettung Jehovas verkündigt. Der Unglaube des Anführers des Königs, der diese Rettung für unmöglich hielt, wird in dem Augenblick bestraft, wo er den Überfluß sieht. Wenn dem Menschen alles unmöglich ist, schaltet Sich Jehova ein, und in einem Augenblick ist der ganze Schauplatz verändert.

    Kapitel 8
    Die Geschichte des Weibes, dessen Sohn Elisa wieder zum Leben erweckt hatte, gibt uns ein kleines Bild von dem Handeln Gottes mit Israel. Nach dem Beschluß Jehovas wird Israel viele Jahre hindurch von allem beraubt; doch hat Gott alles für sie aufbewahrt, und am Tage der Segnung wird ihnen alles zurückerstattet, und sie werden den Ertrag ihrer Jahre der Bedrängnis doppelt empfangen. Es ist der ins Leben zurückgebrachte Sohn, der den Segen bringt.
    Nichtsdestoweniger vollziehen sich die Gerichte Gottes. Elisa geht nach Damaskus, und Hasael, die Geißel Jehovas, um Sein Volk zu züchtigen, wird auf den Thron Syriens gesetzt. Andererseits wird Elisa durch die Nationen anerkannt. Der Geist Gottes vermerkt die Folgen des Bündnisses Judas mit Israel; mit dieser Ausnahme aber ist Juda zeitweilig außer Sicht.

    Kapitel 9
    In Kapitel 9 beginnt das Gericht über das Haus Ahabs. Der, welcher es vollzieht, beseitigt dabei nicht die Geißel, die Gott in der Person Hasaels über Israel aufgerichtet hatte. Durch Jehu richtet Gott das Haus Ahabs; Israel wurde aber von den Syrern bedrängt, und ihr Land wurde von ihnen während der ganzen Regierungszeit Jehus überrannt. Jehu ging weiter als Joram, indem er Baal und seine Anbetung zu derselben Zeit vernichtete wie das Haus Ahabs; er kehrte aber nicht zu Jehova zurück. Er sah die Torheit des Götzendienstes ein, energisch und ehrgeizig, wie er war, lagen seine Interessen auf der anderen Seite. Als der Prophet des Herrn ihm den nahen Besitz des Thrones verkündigt, hört er auf ihn. Vielleicht aufrichtig in seiner Überzeugung, daß Jehova Gott war, war er durchaus bereit, Ihm Ehre zu erweisen, wenn sein Vorteil mit dieser Überzeugung übereinstimmte. Er entfaltete seine ganze Energie beim Vollbringen des Werkes, dem er sich ergeben hatte. Die Religion Ahabs hatte für ihn keinen Reiz. Er hatte die Macht des Zeugnisses Elias in seinem Gewissen gespürt, und er verstand, daß es unsinnig war, wider Jehova zu streiten, für den er Partei ergriffen hatte. Das, was er für Jehova tat, tat er seiner gewohnten Energie gemäß gut.
    Nichtsdestoweniger entbehrt seine Rache der Furcht Jehovas, sie ist fleischlich (siehe Hos 1, 4). Gleichzeitig waren die goldenen Kälber, als das Heiligtum des Königreichs, mit dessen Entstehung sie verbunden waren, noch da, und dessen Volksreligion sie waren. Jehu mochte daran nicht rühren. Gott erkennt einen Eifer an, der das Böse aufrichtig gerichtet hatte, denn es handelte sich hier um Seine Regierung nach außen hin, und nicht um die Beurteilung der Geheimnisse des Herzens; tatsächlich handelte Jehu treu, indem er Baal mit Stumpf und Stiel ausrottete.
    Somit erschlägt er den König von Juda, der ein Bundesgenosse des Bösen war, wie auch die königliche Familie von Juda, die gekommen war, um die von Israel zu besuchen. Alles fällt vor seinem rächenden Schwert, und die Worte Elias, des Knechtes Jehovas, werden erfüllt. Somit ist es Elisa, der die Funktion Elias an dessen Statt erfüllt, indem er prophetisch Hasael und Jehu salbt, jedoch nicht eigenhändig

    Im Wachtturm vom 15.September 1978

    Götzendienst — der Untergang der israelitischen Königreiche
    DAS Zehnstämmereich Israel hatte einen schlechten Anfang, als Jerobeam, sein erster König, die Kälberanbetung einführte. Dieser Götzendienst wurde nie mehr abgeschafft und führte schließlich dazu, daß Jehova das nördliche Königreich durch die Assyrer vernichten ließ. Die Bevölkerung des Zweistämmereiches zog aus diesem warnenden Beispiel keine Lehre, sondern verfiel ebenfalls dem Götzendienst. Jehova entzog daher der Nation seinen Segen. Die Hauptstadt wurde schließlich mit ihrem herrlichen Tempel, der von König Salomo erbaut worden war, in Trümmer gelegt. Das 2. Buch der Könige führt den in 1. Könige begonnenen Bericht fort und macht deutlich, daß die Israeliten das Unheil hätten vermeiden können, wenn sie auf die Worte der Propheten gehört hätten.
    Zu den bedeutenden Propheten im nördlichen Königreich gehörten Elia und Elisa. Als Elia auf übernatürliche Weise vom Schauplatz hinweggenommen wurde, führte Elisa Elias Auftrag weiter aus. Eines der besonderen Merkmale dieses Auftrages bestand in der Salbung des Königs Jehu. Nachdem Elisa einen seiner Diener gesandt hatte, um diese Salbung auszuführen, verlor Jehu keine Zeit, um Jehovas Rache an dem götzendienerischen Haus Ahabs einschließlich der bösen Isebel zu vollstrecken.
    Als nächstes machte sich Jehu daran, die Baalsanbetung aus seinem Reich auszurotten. Er gab sich den Anschein, die Baalsanbetung noch mehr zu fördern als Ahab, und ließ im Hause des Baals alle Götzendiener zusammenkommen. Nachdem sich Jehu vergewissert hatte, daß kein einziger Anbeter Jehovas unter ihnen war, befahl er seinen Männern, die versammelten Götzendiener umzubringen. Wegen dieses positiven Vorgehens wurde Jehu versichert, daß ihm vier Generationen seiner Söhne als Könige folgen würden. Diese waren Jehoachas, Joas, Jerobeam II. und Sacharja.
    Allerdings rottete Jehu die Kälberanbetung nicht aus. Die Bibel berichtet: „Jehu selbst gab nicht acht, mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams ab, mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen“ (2. Kö. 10:31).
    Weder einer der Nachkommen Jehus noch irgendein anderer späterer Herrscher im Zehnstämmereich unternahm etwas, um die Kälberanbetung abzuschaffen. In 2. Könige wird folgendes über die Situation und ihren Ausgang berichtet: „Die Söhne Israels wandelten dann in allen Sünden Jerobeams, die er begangen hatte. Sie wichen nicht davon, bis Jehova Israel aus seinen Augen entfernte, so, wie er durch alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. So ging Israel von seinem eigenen Boden weg ins Exil nach Assyrien, bis auf diesen Tag“ (17:22, 23). Elia und Elisa waren nicht die einzigen Propheten, die die Israeliten gewarnt hatten. Auch Michaja, Jona, Oded, Hosea, Amos und Micha gehörten unter anderem zu ihnen. Doch das Volk hatte den Propheten, die es zur Reue gemahnt hatten, keine Aufmerksamkeit geschenkt.
    Im Zweistämmereich war es nicht viel besser. Trotz der vorzüglichen Bemühungen guter Herrscher wie Josaphat und Hiskia verfielen die Israeliten immer wieder dem Götzendienst. Hiskias eigener Sohn, Manasse, belebte den Götzendienst erneut. Während Manasses Herrschaft entartete das Volk durch seine götzendienerischen Bräuche so sehr, daß spätere Versuche, die Situation zu wenden, wenig Erfolg hatten. Die Israeliten führten einen schlechteren Wandel als die Kanaaniter, die sie enteignet hatten. Manasse ging in der falschen Anbetung führend voran. Er ließ seinen eigenen Sohn durch das Feuer gehen, trieb Magie, bediente sich der Wahrsagerei und förderte den Spiritismus. Außerdem vergoß er viel unschuldiges Blut.
    Selbst der während der Herrschaft Josias, des Enkels Manasses, eingeleitete durchgreifende Feldzug gegen den Götzendienst konnte für das Zweistämmereich das Unheil nicht mehr abwenden. Josia selbst starb in der Schlacht, als er bei Megiddo versuchte, die ägyptischen Heere zurückzuschlagen. Die letzten vier Könige von Juda — Jehoachas, Jojakim, Jojachin und Zedekia — ahmten den treuen König Josia nicht nach. Sie alle waren Götzendiener und schlechte Herrscher. Weil die Regenten und ihre Untertanen nicht auf die Propheten hörten und den Götzendienst nicht aufgaben, wurde Jerusalem schließlich zerstört, und das Land Juda wurde zu einer Öde.
    Gottes Standpunkt zum Götzendienst hat sich seit der Zeit, als das Buch 2. Könige (vermutlich von dem Propheten Jeremia) aufgezeichnet wurde, nicht geändert. Götzendiener können nicht hoffen, Gottes Urteilsvollstreckung zu entgehen. Daher sollten wir den Rat der Bibel befolgen: „Flieht vor dem Götzendienst“ (1. Kor. 10:14).

    Im Wachtturm hiess es vor einigen Jahren:

    DIE heutige religiöse Lage erfordert, daß wir zeigen, was tatsächlich in unserem Herzen ist. Lieben wir Jehova und seine Wege wirklich? Gleichen wir seinem Sohn, Jesus Christus, von dem gesagt wurde: „Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt.“ (Hebräer 1:9)? Sind wir bereit, dies offen zum Ausdruck zu bringen, so daß andere wissen können, wo wir stehen? Der Bibelbericht über Jehu und Jonadab, den Sohn Rechabs, hilft uns, unsere Stellung zu überprüfen.
    2 Im 10. Jahrhundert v. u. Z. wurde Jehu zum König über das Zehnstämmereich Israel gesalbt, dessen Hauptstadt Samaria war. Er wurde beauftragt, alle zu vernichten, die zu dem bösen Haus Ahabs gehörten, auch Isebel, die in Israel den Baalskult gefördert und die versucht hatte, die Anbetung Jehovas auszurotten. Jonadab, ein Keniter (also kein Israelit), wußte zweifellos von Jehus Auftrag, als er ihm entgegenging, um sich mit ihm zu treffen. Doch wie stark war Jonadabs Liebe zu Jehova? Würde er offen zu erkennen geben, daß er fest davon überzeugt war, daß nur Jehova, der wahre Gott, angebetet werden sollte?
    „IST DEIN HERZ REDLICH MIT MIR?“
    3 Nachdem sich die beiden Männer begrüßt hatten, forderte Jehu Jonadab auf, deutlich Stellung zu beziehen. „Ist dein Herz redlich mit mir, so wie mein eigenes Herz mit deinem Herzen?“ fragte Jehu. Ohne zu zögern, antwortete Jonadab: „Es ist’s.“ „Wenn es so ist, dann gib mir deine Hand“, entgegnete Jehu. So ließ er Jonadab zu sich in seinen Wagen steigen und sagte: „Geh doch mit mir und sieh, daß ich keine Rivalität gegenüber Jehova dulde.“ Jonadab hielt sich nicht furchtsam zurück (2. Könige 10:15, 16; 5. Mose 6:13-15).
    4 In Samaria angekommen, sorgte Jehu dafür, daß sich alle Baalsanbeter deutlich zu erkennen gaben. Die Propheten, die Priester und alle Anbeter Baals wurden zu einem großen Schlachtopfer im Hause Baals zusammengerufen. Es wurde ihnen mitgeteilt, daß jeder, der nicht erscheine, das Leben verwirke. Jehu gab die Anweisung, für alle Baalsanbeter bestimmte Kleider herauszubringen, damit sie deutlich zu erkennen seien. Jeder, der behauptete, auch Jehova anzubeten, mußte so zeigen, wem er wirklich diente. Es schien für Baal und für Satan, den falschen Gott, den Baal in Wirklichkeit darstellte, eine große Stunde zu sein.
    5 Für Anbeter Jehovas war dort kein Platz. Es wurde eine sorgfältige Suche angestellt, um sicherzustellen, daß nur Baalsanbeter anwesend waren. Dann begann die Zeremonie. Unterdessen standen draußen Jehus Männer bereit, und auf sein Zeichen hin traten sie in Aktion. „Schlagt sie nieder! Laßt keinen einzigen hinausgehen“, gebot er. Jeder Baalsanbeter wurde getötet. Das Haus Baals wurde niedergerissen. „So vertilgte Jehu den Baal aus Israel.“ Jonadab war an Jehus Seite und wurde Zeuge dieser Ereignisse (2. Könige 10:18-28). Wie reagierst du persönlich, wenn du liest, was damals geschah? Keiner von uns freut sich über den Tod anderer, nicht einmal über den Tod böser Menschen. Doch verstehen wir, weshalb dies nötig war und weshalb es in der Bibel für uns aufgezeichnet wurde? (Vergleiche Hesekiel 33:11.)
    6 Dieser Bericht gibt uns nicht das Recht, Gebäude zu zerstören, die religiösen Gruppen gehören, oder Menschen umzubringen, die sich der falschen Anbetung geweiht haben. Jehova hat nicht seine neuzeitlichen Zeugen, sondern den verherrlichten Jesus Christus als den größeren Jehu beauftragt, seine gerechten Gerichte zu vollstrecken. Der himmlische König wird die Vernichtung des Weltreiches der falschen Religion dadurch zustande bringen, daß er den vereinten politischen Mächten gestattet, ihren Haß gegenüber Babylon der Großen zum Ausdruck zu bringen (Offenbarung 6:2; 17:16; 19:1, 2). Als Jesus auf der Erde lebte, lehnte er es ab, auch nur einen Akt der Anbetung zu vollbringen, der den Teufel geehrt hätte. Er verurteilte es, das Wort Jehovas um menschlicher Überlieferungen willen außer acht zu lassen und die Anbetung Gottes für kommerziellen Gewinn zu nutzen. Er duldete keine Rivalität gegenüber Jehova (Lukas 4:5-8; Matthäus 15:3-9; 21:12, 13).
    7 Warum läßt denn Christus, der jetzt inmitten seiner Feinde herrscht, zu, daß der neuzeitliche Baalskult blüht und gedeiht? Warum läßt er zu, daß Menschen anscheinend ungestraft den Gott dieses Systems der Dinge ehren, indem sie Jehovas Anforderungen außer acht lassen? Weshalb duldet er es, daß sie so handeln, als hätte Gott nichts gegen ihre Unsittlichkeit, gegen die materialistische Lebensweise, die sie verherrlichen, gegen die spiritistischen Bräuche, die sie pflegen, während sie vorgeben, Christen zu sein, und gegen die babylonischen Lehren, die sie verkündigen, als seien sie das Wort Gottes? Das Drama aus alter Zeit läßt erkennen, daß er dies tut, um Menschen auf die Probe zu stellen, um sie offen zum Ausdruck bringen zu lassen, wen sie anbeten und ob sie somit verdienen, gerettet oder hingerichtet zu werden.
    8 Wie hast du dich entschieden? Hast du alle Praktiken aufgegeben, die dich als Anhänger des neuzeitlichen Baalskults ausweisen könnten? Hast du dich von der Welt getrennt und als ein wahrer Anbeter Jehovas Stellung bezogen?

  55. Thomasam 25. Juni 2010 um 18:54 Link zum Kommentar

    2.Könige 11-14
    Zitate von J.N.Darby


    In Kapitel 11 fällt das Gericht Gottes auf die Familie, die Israel und sogar auch Juda verderbt hatte. Die Tochter des Hauses Ahabs, Athalja, die den Thron Judas widerrechtlich an sich reißt, wird durch die Treue des Hohenpriesters, dessen Weib einen der Nachkommen Davids bewahrt hatte, abgeschnitten.
    Nichtsdestoweniger ist kein wahrer Eifer für Jehova da. Die Priester bewahren das Geld für sich, mit dem sie das Baufällige des Hauses Jehovas auszubessern willens waren, bis der König sich einschaltet, um die Dinge zu ordnen.
    Da das Haus Jehus in den Fußstapfen Jerobeams, des Sohnes Nebats, wandelte, war es kein Schutz für Israel wider Hasael. Doch das Mitleid Jehovas erweckte einen Befreier. In Seinem mitleidigen Herzen war noch Raum für Langmut gegenüber Seinem Volk. Auf dem Sterbebett stellte Elisa den König auf den Weg der Befreiung, sein Herz war aber unfähig, diese in ihrem vollen Ausmaß zu erfassen. Doch wurden die Syrer während der Regierungszeit des Joas in ihr eigenes Land zurückgetrieben, und Joas, obwohl er auf den bösen Wegen des Sohnes Nebats wandelte, konnte alle ursprünglichen Besitztümer von Juda zurückbringen; denn Gott erbarmte sich Israels, und Er hatte gesehen, daß ihre Bedrückung sehr bitter war.
    Wehe! Wenn nicht der Glaube des Volkes Gottes die Quelle ihrer Kraft bildet, so macht ein vernichteter Feind nur einem anderen Raum. Bald erscheint der Assyrer auf dem Schauplatz. Als Elisa tot war, verlor Israel die letzte Verbindung mit Gott und fiel bald der Anarchie und dem Verfall anheim. Der Assyrer fällt in das Land ein. In einem Bündnis mit dem König von Syrien macht Israel die letzten Anstrengungen wider Juda. Ein trauriges Bild des Volkes Gottes! Das Bündnis zwischen Syrien und Israel bringt die Untreue des Königs von Juda an den Tag und verwickelt ihn in die Fallstricke der Assyrer.
    Schon tot, gibt Elisa einer Leiche, die wegen eines Einfalls der Moabiter eilig begraben wurde, das Leben wieder. Bis zum Schluß ist seine Geschichte mit dem Merkmal der Kraft des Lebens geprägt Um diesen ganzen Teil der Geschichte, die wir betrachten, zu verstehen, müssen die Propheten Hosea und Amos gelesen werden, und auch Jesaja 7; 8 (vgl. Hos 5, 13; 8, 4; 11, 5; Amos 5, 27; und auch Amos 5, 25. 26; Hosea 13, 10. 11); um aber das Handeln Gottes gut zu verstehen, sollten diese ganzen Weissagungen gelesen werden. Ich habe nur Schriftstellen angeführt, die die Verbindung mit der Geschichte kennzeichnen; aber der innere Zustand des Volkes wird viel mehr in den Propheten als in den Büchern gesehen, die uns betreffs seiner öffentlichen Geschichte unterweisen. . Diese Auferweckung, die durch die Berührung mit den Gebeinen Elisas bewirkt wird, scheint nur die trostreiche Unterweisung zu geben, daß, während er scheinbar für Israel verloren ist, der wahre Prophet noch immer das Gefäß und der Hüter aller ihrer Hoffnungen ist, und daß Er Israel, wenn es tot und vergessen sein wird, wie es hier der Fall war, nach alledem auf eine ebenso unerwartete wie machtvolle Weise zum Leben wiederherstellen wird.

  56. Thomasam 1. Juli 2010 um 00:54 Link zum Kommentar

    2.Könige 15-17
    Zitate von J.N.Darby


    Jetzt kommen wir zu der Verbindung Judas mit dem Assyrer, die die Frucht der inneren Sittenverderbnis der früheren war.
    Ahas ergab sich dem schlimmsten Götzendienst. Er ist der weltlichen Weisheit voll und sucht in der neuen Macht Assyriens eine Stütze gegen naheliegende Feinde, und es gelingt ihm zu seinem Verderben. Hier sehen wir wieder die Nichtigkeit des Hohenpriesters vor dem König. Anscheinend hatte das Volk sein Vertrauen zum Hause Davids verloren, wie letzteres sein Vertrauen auf die Treue und Güte des Herrn verloren hatte.

    Obwohl Hosea weniger böse war als seine Vorgänger, schließt er die Liste der Könige ab, die die Geduld Gottes in Israel getragen hatte. Gott gedachte Seines Volkes, jetzt aber gab es für sie keine Hoffnung mehr. Sie taugten nicht einmal mehr dazu, ein Gefäß der Auswahl Gottes zu sein, der Er Sich kundgetan hatte. Als er dem König von Assyrien unterworfen war, hatte Hosea von Ägypten Hilfe zu erlangen gesucht. Nachdem der König von Assyrien ihn ins Gefängnis gesperrt hatte, konnten sich Samaria und ganz Israel nicht lange widersetzen. Das Volk Gottes wird in die Gefangenschaft weggeführt und unter die Städte Assyriens und Mediens zerstreut; und das Land, das Jehova gehörte und das Israel zum

    Besitztum gegeben worden war, wird von Fremden bevölkert, die der König von Assyrien hierher gesandt hatte.

    Im Wachtturm von 1981 hieß es

    Wie in der Bibel berichtet wird, hatte Hoschea eine Verschwörung gegen Pekach angezettelt, „und er begann an seiner Statt zu regieren im zwanzigsten Jahre Jothams, des Sohnes Usijas“ (2. Kö. 15:30). Mit dem 20. Jahr ist wahrscheinlich die Periode gemeint, die vergangen war, nachdem Jotham König geworden war, denn die eigentliche Herrschaft Jothams dauerte nur 16 Jahre (2. Kö. 15:32, 33).
    Obwohl Hoschea seine Regierung im vierten Jahr des Ahas, des Nachfolgers Jothams, angetreten hatte, erkannte man ihn wahrscheinlich erst einige Jahre später völlig als König über Israel an. Gemäß 2. Könige 17:1 wurde Hoschea im zwölften Jahr des Ahas König. Die Annalen von Tiglath-Pileser III. lassen möglicherweise den Grund dafür erkennen. Auf dem Fragment einer Inschrift über die Herrschaft dieses Monarchen ist zu lesen: „. . . die Gesamtheit seiner Leute [nebst ihrem Besitze] führte ich nach Assyrien. Da sie Paqaha [„Péqach“, siehe Fußnote], ihren König, gestürzt hatten, setzte ich Ausi’ [„Hoschéa‛ “, siehe Fußnote] [zur Herrschaft] über sie“ (H. Greßmann, „Altorientalische Texte zum Alten Testament“, 1926, S. 348). Es kann also gut sein, daß Hoschea seine Herrschaft über Israel von der Hauptstadt Samaria aus mit der Unterstützung der Assyrer festigte.

  57. Thomasam 6. Juli 2010 um 16:59 Link zum Kommentar

    2.Könige 18-19
    Zitate von J.N.Darby


    Kapitel 18 bringt uns zu einem ganz anderen Gegenstand, nämlich zu den Beziehungen Judas mit den Assyrern, die durch ihre Treulosigkeit ihre Bedränger geworden waren; und auch zu ihren Beziehungen zu Babylon.

    Um Sein Handeln mit Seinem Volke in seinem wahren Lichte zu zeigen, erweckt Gott einen treuen König, der sich dadurch auszeichnete, daß er sein Vertrauen auf Jehova setzt, wie es kein König seit David bis zu diesem Zeitabschnitt getan hatte, und wie es keiner nach ihm bis zur Gefangenschaft tat 1 Wir werden nachher sehen, wodurch Josia gekennzeichnet wurde. .

    Das was im Blick auf die eherne Schlange geschah, zeigt uns die Neigung des Herzens zum Götzendienst. Wie viele Dinge, an denen der Mensch immer noch auf eine fleischliche Weise hängt, bleiben inmitten so vieler Segnungen und Züchtigungen verborgen! Das lehrt uns auch, wie nahe – für Herzen wie die unsrigen – das Gedenken an die Segnung dem Götzendienst an den Symbolen der Segnung kommt. Der Glaube entledigt sich dieser Dinge, denn Gott hatte die eherne Schlange nicht als ein Zeichen des Gedenkens nach der Heilung gegeben, sondern um zu heilen. Der Mensch verwahrte sie nach durchaus natürlichen Gefühlen; das ist aber nicht aus Gott, und sie wurde bald zum Werkzeug Satans.

    Hiskia schlägt die Philister, jene inneren und beständigen Feinde des Volkes Gottes, und in einem großen Maße unterwirft er sie.

    Danach geschieht es, daß der König von Assyrien heraufzieht.

    Der König von Assyrien hatte Israel gefangen weggeführt. Sein Nachkomme sucht Juda gleicherweise zu erobern. Nach dem Ausspruch des Propheten reichten die Wasser des Stromes bis zum Halse. Die Macht der verbündeten Könige von Israel und Syrien scheint für das Volk von Juda eine gewisse Anziehungskraft gehabt zu haben; andererseits verachteten sie die Schwachheit des Hauses Davids, denn sie hatten Gott wenig in ihren Gedanken. In diesem Bündnis, das scheinbar von dem Volke von Juda und Jerusalem begünstigt wurde, hatten sie vor, das Haus Davids zugunsten des Sohnes Tabeels beiseite zu setzen. Hier gab es augenscheinlich einerseits einen gut durchdachten Plan, und andererseits eine drohende Gefahr. Das waren aber nicht Gottes Gedanken. In Seiner Barmherzigkeit wollte Er noch nicht die Leuchte des Hauses Davids auslöschen. Er sendet die Verheißung Immanuels und ermahnt den Überrest, ihr Vertrauen auf Jehova Selbst zu setzen.

    Wir werden dies eingehender erforschen, wenn wir die Weissagung Jesajas betrachten. Ich erwähne es jetzt nur, um die Geschichte zu erläutern und den Zustand des Volkes darzustellen. Ahas, der nicht auf Jehova vertraute, war das Werkzeug zur Erfüllung Seiner Vorsätze; der Assyrer aber, auf dessen Macht er vertraute, wurde durch ihn zur Geißel Judas.

    Um aber Jerusalem und Juda immer noch zu segnen und zu bewahren, erweckt Gott Hiskia, einen gottseligen und treuen König, der seine Zuversicht auf Jehova setzte. Hiskia ist nicht imstande, Sanherib zurückzuhalten, so daß dem Volk hart zugesetzt wird. Er unterwirft sich Sanherib, und bietet an, alles was er fordert zu bezahlen; ob nun die Mittel des Königs unzureichend waren oder ob der König von Assyrien, nachdem er das ihm von Hiskia gesandte Geschenk empfangen hatte, seine Verpflichtung nicht erfüllte (vgl. Jes. 33), Sanherib macht sich die augenscheinliche Schwäche des Königs zunutze, fordert vom König und vom Königreich eine vollständige Unterwerfung und fordert die Bewohner Jerusalems auf, aus der Stadt herauszukommen und sich unter sein Kommando zu stellen.

    Wir sehen aber, daß sich Sanherib, obwohl er Jehova lästert, dessen bewußt ist, daß er sich in der Gegenwart eines Grundsatzes und einer Macht befindet, die er nicht begreift. Das Volk, das dem Befehle des Königs gehorcht, gibt ihm keine Antwort. Durch die Kunde von einem Angriff des Königs von Äthiopien anderswohin abgelenkt, wiederholt er in einem Briefe seine Lästerungen und Beleidigungen. Hiskia breitet alle diese Dinge vor Jehova aus und sucht Seine Antwort durch den Propheten Jesaja. In derselben Nacht schlägt Gott das Heer der Assyrer. Sanherib kehrt in sein Land zurück und stirbt dort durch die Hand seiner eigenen Söhne.

    Im Wachtturm von 1981 hieß es

    „Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia kam Sanherib, der König von Assyrien, wider all die befestigten Städte von Juda herauf.“ „So kamen die Diener des Königs Hiskia zu Jesaja herein. Dann sprach Jesaja zu ihnen: ,Dies solltet ihr zu eurem Herrn sagen: „Dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚Fürchte dich nicht wegen der Worte, die du gehört hast, mit denen die Bediensteten des Königs von Assyrien schimpflich von mir redeten. Siehe, ich lege einen Geist in ihn, und er soll einen Bericht hören und in sein eigenes Land zurückkehren; und ich werde ihn bestimmt durch das Schwert in seinem eigenen Land fallen lassen.‘ “ ‘ “ (Diese Prophezeiung wurde im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia geäußert, der 745 v. u. Z. zu regieren begann. Sie erfüllte sich, als Gottes Engel 185 000 Männer vom Heer Sanheribs tötete und ihn nach Ninive zurücksandte, wo er später von seinen eigenen Söhnen, Adrammelech und Sarezer, umgebracht wurde. „Der Tod Sanheribs durch die Hand von Meuchelmördern, auf den in der Bibel [II. Könige 19:37] Bezug genommen wird, ist aus assyrischen Urkunden bekannt“ [The Bible and Archaeology (Die Bibel und die Archäologie), Grand Rapids (Michigan), 1962, J. A. Thompson, S. 145].)

    Gibt es irgendeinen Grund, sich zu fürchten, wenn man den Allmächtigen auf seiner Seite hat? Jehova kann zu jeder Zeit eingreifen, wenn er will – und diejenigen retten, die er beschützen möchte, weil sie ihn dienen.

  58. Juleam 26. Juni 2011 um 09:39 Link zum Kommentar

    2. Könige 1 – 3

    2. Könige 1:2

    Damals fiel Ahasja durch das Gitter in seinem Dachgemach, das in Samaria war, und wurde krank. Daher entsandte er Boten und sprach zu ihnen: „Geht, befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit wieder aufleben werde.“

    warum will er einen anderen befragen und nicht Jehova? War er denn nicht ein Anbeter Jehovas?

    Jehova konnte dies ebenso wenig verstehen

    Verse 3 und 4

    Was den Engel Jehovas betrifft, er redete zu Elia, dem Tischbiter: „Mache dich auf, geh hinauf, den Boten des Königs von Samaria entgegen, und sprich zu ihnen: ‚Ist es, weil gar kein Gott in Israel ist, daß ihr hingeht, Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? 4 Darum also hat Jehova dies gesagt: „Von dem Ruhebett, das du bestiegen hast, wirst du nicht herunterkommen, denn du wirst ganz bestimmt sterben.“ ‘ “

  59. Juleam 26. Juni 2011 um 09:43 Link zum Kommentar

    2. Könige 1:9-12

    9 Und er sandte dann einen Obersten über fünfzig mit seinen fünfzig zu ihm. Als dieser zu ihm hinaufging, da saß er auf dem Gipfel des Berges. Er redete nun zu ihm: „Mann des [wahren] Gottes, der König selbst hat geredet: ‚Komm doch herab.‘ “ 10 Aber Elia antwortete und redete zu dem Obersten über die Fünfzigschaft: „Nun, wenn ich ein Mann Gottes bin, so möge Feuer aus den Himmeln herabkommen und dich und deine fünfzig fressen.“ Und Feuer kam dann aus den Himmeln herab und fraß ihn und seine fünfzig.

    11 Da sandte er abermals einen anderen Obersten über fünfzig mit seinen fünfzig zu ihm. Er seinerseits antwortete und redete zu ihm: „Mann des [wahren] Gottes, dies ist, was der König gesprochen hat: ‚Komm doch eilends herab.‘ “ 12 Aber Elia antwortete und redete zu ihnen: „Wenn ich ein Mann des [wahren] Gottes bin, so möge Feuer aus den Himmeln herabkommen und dich und deine fünfzig fressen.“ Und Feuer Gottes kam dann aus den Himmeln herab und fraß ihn und seine fünfzig.

    warum diese heftige Reaktion von Elia?

    Ok, der König wollte zuerst eine andere Gottheit befragen, aber dann hatte er sich ja besonnen und nun schickte er Leute, die ihn befragen sollten, damit er seinerseits den wahren Gott befragt.

    Warum also diese heftige Reaktion?

    Warum vernichtete er diese Männer? Konnten sie dafür, dass der König zuvor anders dachte? Waren sie denn nicht nur seine Gefolgsleute, diesmal sogar mit dem richtigen Auftrag unterwegs?

  60. Juleam 26. Juni 2011 um 09:47 Link zum Kommentar

    2. Könige 1:13-15

    Und er sandte daraufhin noch einen dritten Obersten über fünfzig und seine fünfzig hin. Aber der dritte Oberste über fünfzig ging hinauf und kam und beugte sich vor Elia auf seine Knie nieder und begann ihn um Gunst anzuflehen und zu ihm zu reden: „Mann des [wahren] Gottes, laß bitte meine Seele und die Seele dieser deiner fünfzig Knechte kostbar sein in deinen Augen. 14 Siehe, Feuer ist aus den Himmeln herabgekommen und hat dann die beiden vorigen Obersten über fünfzig und ihre Fünfzigschaften gefressen, jetzt aber laß meine Seele kostbar sein in deinen Augen.“

    15 Darauf redete der Engel Jehovas zu Elia: „Geh mit ihm hinab. Fürchte dich nicht vor ihm.“ Da stand er auf und ging mit ihm hinab zum König.

    was war bei diesem Mann hier anders?

    Warum wurde dieser nicht vernichtet? Warum hörte er diesem zu?

    Die Worte des Engels Jehovas legen nahe, dass Jehova ebenso dachte? Warum?

    War es, weil er sich demütigte, zu Jehova hinaufging, sich vor ihm niederbeugte und ihn um Gunst anflehte?

  61. Juleam 26. Juni 2011 um 09:49 Link zum Kommentar

    2. Könige 2:2

    Und Elia begann zu Elisa zu sagen: „Bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich bis nach Bethel hin gesandt.“ Aber Elisa sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So gingen sie nach Bethel hinab.

    diese Begebenheit erinnert mich stark an die Geschichte mit Ruth und Noomi. Auch Noomi legte Ruth nahe, bei ihrem Volk zu bleiben und auch diese antwortete, dass sie sie nicht verlassen wolle.

    Zufall?

  62. Juleam 26. Juni 2011 um 09:52 Link zum Kommentar

    2. Könige 3-7

    So gingen sie nach Bethel hinab. 3 Dann kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sagten zu ihm: „Weißt du wirklich, daß heute Jehova deinen Herrn aus der Stellung als Haupt über dir hinwegnimmt?“ Darauf sprach er: „Auch ich weiß es wohl. Schweigt.“

    4 Elia sagte nun zu ihm: „Elisa, bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich nach Jericho gesandt.“ Er aber sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So kamen sie dann nach Jericho. 5 Da näherten sich die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, Elisa und sagten zu ihm: „Weißt du wirklich, daß heute Jehova deinen Herrn aus der Stellung als Haupt über dir hinwegnimmt?“ Darauf sprach er: „Auch ich weiß es wohl. Schweigt.“

    6 Elia sagte nun zu ihm: „Bleib bitte hier, denn Jehova selbst hat mich an den Jordan gesandt.“ Er aber sprach: „So wahr Jehova lebt und so wahr deine Seele lebt, ich will dich nicht verlassen.“ So gingen sie beide weiter. 7 Und da waren fünfzig Männer von den Söhnen der Propheten, die hingingen und in Sichtweite in einiger Entfernung stehenblieben; sie beide aber, sie standen am Jordan.

    warum zog er mit Elisa von Ort zu Ort? Welchen Sinn machte dies?

    Für mich entsteht hier der Eindruck, dass Elia versuchte, Elisa doch noch abzuschütteln.

    Oder wollte er damit prüfen, ob es Elisa wirklich ernst meinte?

  63. Juleam 26. Juni 2011 um 09:55 Link zum Kommentar

    2. Könige 2:9

    Und es geschah, sobald sie hinübergegangen waren, daß Elia seinerseits zu Elisa sagte: „Erbitte, was ich für dich tun sollte, bevor ich von dir genommen werde.“ Hierauf sprach Elisa: „Daß mir bitte zwei Anteile an deinem Geist zukommen mögen.“

    diese Situation hier erinnert mich sehr stark an Salomo und Jehova. Jehova sagte ihm, er habe einen Wunsch frei und Salomo wählte Weisheit.

    Auch Elisa hätte hier um alles Mögliche bitten können, statt dessen bat er ihn darum, dass er wenigstens ansatzweise so viel Geist Gottes haben möchte, wie Elia ihn hatte.

    Sicherlich blickte Jehova hier ebenso voller Stolz und Liebe auf Elisa, wie er es seinerzeit auf Salomo getan hatte

  64. Juleam 26. Juni 2011 um 09:59 Link zum Kommentar

    2. Könige 2:16-18

    16 Und sie sagten dann zu ihm: „Siehe nun, bei deinen Knechten sind fünfzig Männer, tapfere Leute. Laß sie bitte hingehen und deinen Herrn suchen. Es mag sein, daß der Geist Jehovas ihn emporgehoben und dann auf einen der Berge oder in eines der Täler geworfen hat.“ Er aber sprach: „Ihr sollt sie nicht senden.“ 17 Und sie drangen weiter in ihn, bis er verlegen wurde, so daß er sagte: „Sendet!“ Sie sandten nun fünfzig Männer; und sie suchten drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht. 18 Als sie zu ihm zurückkehrten, wohnte er in Jericho. Dann sprach er zu ihnen: „Habe ich nicht zu euch gesagt: ‚Geht nicht hin.‘?“

    warum wollten sie unbedingt nach Elia suchen? Wo war der Sinn dahinter?

    Wollten sie Elia ein anständiges Begräbnis ermöglichen? Oder gar einen Pilgerort schaffen und brauchten ihn als Reliquie?

    Sie wussten doch, dass Jehova ihn enthoben hatte, also warum dann die Suche?

    Elisa seinerseits fand die Suche sinnlos. Warum dachten die Männer hier anders?

  65. Juleam 26. Juni 2011 um 10:01 Link zum Kommentar

    2. Könige 2:23-25

    Und er ging dann von dort nach Bethel hinauf. Als er auf dem Weg hinaufging, da waren kleine Buben, die aus der Stadt herauskamen und ihn zu verhöhnen begannen und die fortwährend zu ihm sprachen: „Geh hinauf, du Kahlkopf! Geh hinauf, du Kahlkopf!“ 24 Schließlich wandte er sich um und sah sie und rief im Namen Jehovas Übles auf sie herab. Dann kamen zwei Bärinnen aus dem Wald und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder in Stücke. 25 Und er ging von dort zum Berg Karmel weiter, und von dort kehrte er nach Samaria zurück.

    warum diese heftige Reaktion auf die respektlosen Knaben?

    Fühlte er sich durch ihre respektlosen Worte gekränkt und verletzt und war dies nun seine Rache?

  66. Juleam 26. Juni 2011 um 10:08 Link zum Kommentar

    2. Könige 4 – 6

    2. Könige 4:2-4

    Darauf sagte Elisa zu ihr: „Was soll ich für dich tun? Teil es mir mit; was hast du im Haus?“ Da sprach sie: „Deine Magd hat gar nichts im Haus als nur einen mit Ausgießer versehenen Krug Öl.“ 3 Dann sagte er: „Geh, erbitte dir Gefäße von draußen, von all deinen Nachbarn, leere Gefäße. Beschränke dich nicht auf einige wenige. 4 Und du sollst gehen und die Tür hinter dir und deinen Söhnen schließen, und du sollst in all diese Gefäße ausgießen, und die vollen solltest du beiseite setzen.“

    die Sache mit dem Öl zeigt uns mal wieder, wie wichtig es ist, auf Jehova zu vertrauen.

    Nicht nur, dass sie alle ihre Krüge zusammen suchen sollte – denn als Grundlage gab es ja nur diesen einen Krug mit Öl – nein, sie sollte sogar noch bei den Nachbarn herumfragen und sich so viele Krüge besorgen, wie sie nur irgendwie bekommen konnte.

    Hätten wir uns „zum Affen gemacht“ und bei anderen nach Krügen nachgefragt, wo wir doch selbst genug Geschirr im Haus haben, das nur leider ungefüllt im Schrank steht?

  67. Juleam 26. Juni 2011 um 10:14 Link zum Kommentar

    2. Könige 4:8

    Und es geschah eines Tages, daß Elisa dann weiterzog nach Sunem, wo eine prominente Frau war, und sie begann ihn zu nötigen, Brot zu essen. Und es begab sich, sooft er durchzog, daß er dorthin abbog, um Brot zu essen.

    könnten wir aus dieser Begebenheit ableiten, dass es richtig wäre, uns bei anderen Brüdern „wie die Made im Speck durchzufressen“.

    Was, wenn es in unserer Versammlung besonders gastfreundliche Brüder gibt, die uns auch nötigen, mal zu ihnen zu Besuch zu kommen, uns immer wieder zum Essen und geselligen Beisammensein einladen?

    Sehen wir dies dann als selbstverständlich an und nutzen es aus – immerhin steht ja bereits in der Bibel Ggeben ist beglückender als Empfangen“?

    Oder wissen wir diese Geste vielmehr zu schätzen und erweisen uns als dankbar? z.B. indem wir eine Gegenseitigkeit daraus machen und sie auch mal zu uns einladen oder aber durch ein kleines Geschenk, eine nette Geste (und sei es nur ein Blümchen am Wegesrand gepflückt) zeigen, wie sehr wir uns darüber freuen und dass wir es nicht als selbstverständlich nehmen?

    Lassen wir uns durch solche freigiebige Brüder und Schwestern dazu motivieren, ebenfalls mehr Gastfreundschaft an den Tag zu legen und das wenige, was wir selbst haben, im Rahmen unserer Möglichkeiten auch mit anderen zu teilen?

  68. Juleam 26. Juni 2011 um 10:17 Link zum Kommentar

    2. Könige 4:22-23

    Sie rief nun ihren Mann und sagte: „Sende mir doch bitte einen der Bediensteten und eine der Eselinnen, und laß mich hineilen bis zu dem Mann des [wahren] Gottes und zurückkehren.“ 23 Er aber sprach: „Weshalb gehst du heute zu ihm? Es ist weder Neumond noch Sabbat.“ Sie sagte jedoch: „Es ist schon gut.“

    warum sagte sie ihrem Mann nicht, was passiert war?

    Immerhin war der gemeinsame Sohn gerade gestorben und der Mann fragte sie doch, warum sie ausgerechnet jetzt zum Propheten will. Warum sagte sie ihm nicht, dass sie aus gutem Grund gerade jetzt dahin wollte?

    Wollte sie ihren Mann schonen? Dachte sie, er könne ja im Moment eh nichts tun und so würde er – da er nicht wusste, was passiert war – mit der Arbeit weitermachen?

  69. Juleam 26. Juni 2011 um 10:22 Link zum Kommentar

    2. Könige 4:27

    Als sie zu dem Mann des [wahren] Gottes zum Berg kam, umfaßte sie ihn sogleich bei den Füßen. Darauf trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen, aber der Mann des [wahren] Gottes sprach: „Laß sie, denn ihre Seele ist bitter in ihrem Innern; und Jehova selbst hat [es] mir verborgen und es mir nicht mitgeteilt.“

    warum diese unterschiedliche Reaktion von Elisa und Gehasi?

    In dem Vortrag „Geistige Totenauferweckung in unserer Zeit“ sagt Bruder Harms, dass schon allein diese Begebenheit darauf schließen lässt, dass Gehasi ein herzloser Mann war, dem das Mitgefühl für andere fehlte.

    Weitere Punkte aus diesem Vortrag reiche ich in den nächsten Tagen nach, denn er war sehr interessant. Er zeigte anhand von 2. Könige 4, was wir aus dem Verhalten Gehasis für unser Predigtwerk lernen können und Bruder Harms schlüsselt die einzelnen Szenen dann für uns auf. Bitte noch ein wenig Geduld…

  70. WT 01.08.2010am 26. Juni 2011 um 10:28 Link zum Kommentar

    Wie man Gott näherkommt

    „Hier ist dein Sohn“

    2. KÖNIGE 4:8-37

    ES GIBT kaum etwas Schlimmeres im Leben, als das eigene Kind zu verlieren. Jehova Gott hat jedoch die Macht, solche Verluste wiedergutzumachen. Beweis dafür ist, dass einige Männer in biblischer Zeit durch Gottes Kraft Tote auferwecken konnten. Von einem solchen Fall wird in 2. Könige 4:8-37 berichtet. Es geht dort um den Propheten Elisa, der einem kleinen Jungen das Leben zurückgibt.

    Das Ganze geschieht in der Stadt Sunem. Dort wohnt ein kinderloses Ehepaar, das den Propheten Elisa netterweise immer wieder zum Essen und zum Übernachten eingeladen hat, wofür er sehr dankbar ist. Eines Tages sagt er zu der Frau: „Zu dieser bestimmten Zeit nächstes Jahr wirst du einen Sohn umarmen.“ Wie lange hat sie von diesem Tag geträumt! Und dann ist er da. Genau wie Elisa es gesagt hat, hält sie jetzt einen kleinen Jungen im Arm. Leider währt ihre Freude nicht lange. Wenige Jahre später bekommt der Junge auf dem Feld schlimme Kopfschmerzen und man trägt ihn zu seiner Mutter nach Hause. Dort stirbt er „auf ihren Knien“ (Vers 16, 19, 20). Tieftraurig hebt die Mutter den kleinen, leblosen Körper hoch und legt ihn behutsam auf das Bett, in dem Elisa so oft geschlafen hat.

    Mit Zustimmung ihres Mannes macht sie sich sofort auf die rund 30 Kilometer lange Reise zum Berg Karmel zu Elisa. Als sie zu ihm kommt, fängt sie nicht an, zu weinen, laut zu klagen oder ihrem tiefen Schmerz sonst irgendwie freien Lauf zu lassen. Ist es, weil sie gehört hat, dass Elisas Vorgänger Elia den Sohn einer Witwe auferweckt hat? (1. Könige 17:17-23). Ob die Frau aus Sunem wohl fest daran glaubt, dass Elisa das bei ihrem kleinen Sohn auch tun kann? Auf jeden Fall weigert sie sich, ohne Elisa nach Hause zu gehen.

    Elisa kommt mit ihr nach Sunem. Er geht allein in das Zimmer, das ihm so vertraut ist, und sieht dort den toten Jungen, „auf sein Ruhebett hingelegt“ (Vers 32). Der Prophet betet zu Jehova, und das bestimmt sehr intensiv. Als er sich dann über den kleinen Körper beugt und ihn berührt, wird „der Leib des Toten langsam warm“. Das kleine leblose Herzchen fängt wieder zu schlagen an! Elisa lässt die Mutter holen und sagt zu ihr: „Hier ist dein Sohn“ (Vers 34, 36, Hoffnung für alle). Diese Worte müssen ihren tiefen Kummer in grenzenlose Freude verwandelt haben.

    Der Bericht über die Auferstehung dieses kleinen Jungen kann enorm trösten und Hoffnung geben. Jehova weiß, wie viel Kummer und Leid der Tod eines Kindes mit sich bringt. Aber nicht nur das, er sehnt sich regelrecht danach, Eltern ihr Kind zurückzugeben (Hiob 14:14, 15). Die Auferweckungen von Elisa und anderen Männern in biblischer Zeit sind ein Vorgeschmack auf das, was Jehova in der gerechten neuen Welt, die uns erwartet, in viel größerem Maßstab tun wird.

    Auch wenn die Bibel sagt, dass es eine Auferstehung gibt, der Schmerz über den Verlust eines lieben Menschen wird dadurch nicht aus der Welt geschafft. Ein treuer Christ, der sein einziges Kind verloren hat, meint: „Der Schmerz wird erst dann ganz weg sein, wenn ich meinen Sohn wieder an mich drücken kann.“ Ist es nicht ein herrlicher Gedanke, mit lieben Menschen, die gestorben sind, wieder zusammen zu sein? Allein schon die Vorstellung, sie wieder in die Arme zu schließen, kann den Schmerz erträglicher machen. Wäre das nicht ein Grund, den Gott, der uns ein so großes Geschenk machen will, besser kennenzulernen?

  71. Juleam 26. Juni 2011 um 10:38 Link zum Kommentar

    2. Könige 5:7

    7 Und es geschah, sobald der König von Israel den Brief las, daß er sogleich seine Kleider zerriß und sprach: „Bin ich denn Gott, um zu Tode zu bringen und am Leben zu erhalten? Denn diese Person sendet zu mir, um einen Mann von seinem Aussatz zu befreien; denn nehmt es bitte zur Kenntnis, und seht, wie er Streit mit mir sucht.“

    warum reagiert der König von Israel so heftig?

    Mich erinnert diese Reaktion an eine Person, die eh schon durch verletzte Gefühle vorgeschädigt ist. Die eh das Gefühl hat, der andere will ihr etwas Böses und daher jede Reaktion und jedes Wort auch gleich in diese Richtung interpretiert.

    Dabei muss ich dann wieder an die „Geschichte mit dem Hammer“ denken, die auf dem letzten kleineren Kongress im Rahmen eines Vortrages vorgetragen wurde:

    Ein Mann will einen Nagel in die Wand schlagen, hat aber keinen Hammer. Also geht er zum Nachbarn, um sich einen zu leihen. Auf dem Weg fällt ihm aber ein, dass der Nachbar ihn letztens irgendwie komisch angesehen hatte und so steigert er sich dann da rein, dass der Nachbar was gegen ihn haben müsse. An der Tür angekommen klingelt er dann uns sagt zum Nachbarn „Ihren Hammer können Sie auch behalten, den brauch ich nicht!“ und geht wutentbrannt wieder nach Hause

    Der Nachbar hatte überhaupt nichts damit zu tun, denn er ist nicht einmal dazu gekommen, etwas zu sagen.

    Passiert uns das auch öfters mal, dass wir so emotional reagieren? Aus unserer eigenen Sicht ganz vernünftig, da wir auf unsere Gefühle konzentriert sind – aber vom Weiten, mit viel Abstand gesehen, völlig unvernünftig?

    Was also war mit dem König von Israel und dem König von Syrien im Vorfeld gewesen?

    Fühlte sich der König von Israel irgendwie vom König von Syrien angegriffen verletzt und reagierte deshalb so heftig?

  72. Juleam 26. Juni 2011 um 10:43 Link zum Kommentar

    2. Könige 5:10-12

    Elisa sandte jedoch einen Boten zu ihm und ließ sagen: „Geh hin, du sollst siebenmal im Jordan baden, damit dein Fleisch dir zurückkehrt; und sei rein.“ 11 Darauf wurde Naaman zornig und schickte sich an wegzugehen und sprach: „Siehe, ich habe [mir] gesagt: ‚Den ganzen Weg zu mir heraus wird er kommen und wird bestimmt dastehen und den Namen Jehovas, seines Gottes, anrufen und seine Hand über der Stelle hin und her bewegen und den Aussätzigen tatsächlich wiederherstellen.‘ 12 Sind nicht der Abana und der Parpar, die Ströme von Damaskus, besser als alle Gewässer Israels? Kann ich mich nicht darin baden und bestimmt rein werden?“ Damit wandte er sich und ging im Grimm hinweg.

    auch Naamans Reaktion zeigt hier wieder, wie wichtig es ist, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten und dass wir uns selbst schaden können, wenn wir dies nicht schaffen.

    Was war denn passiert?

    Naaman war gekommen, um sich von seinem Aussatz heilen zu lassen. Er bekommt über den Diener eine klare Anweisung, die er ganz einfach hätte befolgen können. Wo war nun das Problem?

    Die Gedanken, die ihm durch den Sinn gingen, seine Worte lassen erkennen, dass auch hier wieder jede Menge verletzte Gefühle im Spiel sind.

    Gut, dass Naaman in dieser Situation nicht allein ist, sondern „einen guten Freund“ an seiner Seite hat, der ihn wieder zur Besinnung bringt und so kann er als geheilter Mann wieder nach Hause gehen.

    Verse 13 und 14

    Seine Diener näherten sich nun und redeten zu ihm und sprachen: „Mein Vater, würdest du, wäre es eine große Sache gewesen, die der Prophet selbst zu dir geredet hätte, sie nicht tun? Wieviel mehr also, da er zu dir gesagt hat: ‚Bade dich, und sei rein.‘?“ 14 Darauf ging er hinab und tauchte dann in den Jordan, siebenmal, nach dem Wort des Mannes des [wahren] Gottes, wonach sein Fleisch zurückkehrte, dem Fleisch eines kleinen Knaben gleich, und er wurde rein.

    Dies zeigt aber auch, wie wichtig es ist, dass wir uns als ein wahrer Freund erweisen und unseren Freund/Freundin wieder zur Besinnung bringen, wenn wir sehen, dass sie aufgrund verletzter Gefühle dabei ist, sich selbst zu schaden.

    Sind wir dazu bereit?

  73. Juleam 26. Juni 2011 um 10:49 Link zum Kommentar

    2. Könige 6:15-17

    15 Als der Diener des Mannes des [wahren] Gottes sich früh erhob, um aufzustehen, und hinausging, nun, da umringte eine Streitmacht die Stadt mit Pferden und Kriegswagen. Sofort sprach sein Bediensteter zu ihm: „Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?“ 16 Er aber sagte: „Fürchte dich nicht, denn mehr sind derer, die mit uns sind, als derer, die mit ihnen sind.“ 17 Und Elisa begann zu beten und zu sprechen: „O Jehova, öffne bitte seine Augen, damit er sieht.“ Sogleich öffnete Jehova die Augen des Bediensteten, so daß er sah; und siehe, die Berggegend war voll von Pferden und Kriegswagen aus Feuer rings um Elisa her.

    fühlen auch wir uns oftmals allein und hilflos?

    Wie gut wäre es dann, wenn wir ebenfalls einen guten Freund haben, der uns liebevoll die Augen öffnet und uns zeigt, dass wir nicht allein sind und die Situtaion nicht so aussichtslos ist, wie sie uns gerade erscheint

    Im WT vom 15.06.1998 heißt es auszugsweise

    Er sah die himmlischen Heerscharen

    4 Der König von Syrien wollte Elisa gefangennehmen und sandte zu diesem Zweck eine starke Streitmacht nach Dothan, die bei Nacht dort eintraf. Welch einen Schreck Elisas Diener bekam, als er früh am Morgen aufstand und hinausging, vielleicht um auf dem im Nahen Osten üblichen Flachdach ihres Hauses etwas frische Luft zu schnappen! Eine ganze Armee von Syrern mit Pferden und Kriegswagen hatte den Ort umstellt und wartete nur darauf, den Propheten Gottes gefangenzunehmen. Der Diener rief Elisa zu: „Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?“ Offensichtlich ruhig und voller Überzeugung antwortete Elisa: „Fürchte dich nicht, denn mehr sind derer, die mit uns sind, als derer, die mit ihnen sind.“ Der Diener wird sich wohl gefragt haben: „Wo sind sie denn? Ich sehe niemand.“ Das könnte manchmal auch unser Problem sein — das Versäumnis, die himmlischen Heerscharen mit den Augen des Verständnisses zu sehen oder zu erkennen (2. Könige 6:8-16; Epheser 1:18).

    5 Elisa betete darum, daß seinem Diener die Augen geöffnet werden. Was geschah dann? „Sogleich öffnete Jehova die Augen des Bediensteten, so daß er sah; und siehe, die Berggegend war voll von Pferden und Kriegswagen aus Feuer rings um Elisa her“ (2. Könige 6:17). Ja, er sah die himmlischen Heerscharen, Heere von Engeln, die bereitstanden, um Gottes Diener zu beschützen. Jetzt konnte er Elisas Zuversicht verstehen.

    6 Fällt es uns manchmal schwer, gewisse Dinge wahrzunehmen, ähnlich wie es Elisas Diener erging? Neigen wir dazu, nur die äußeren Umstände zu sehen, die uns oder unser christliches Werk in bestimmten Ländern bedrohen? Können wir in einem solchen Fall eine besondere Vision erwarten, die uns erleuchtet? Nein, denn wir haben etwas, worüber Elisas Diener nicht verfügte — die Bibel, ein Buch mit vielen Visionen, die uns Einblick in die himmlische Organisation geben können.

  74. WT 15.11.1976am 26. Juni 2011 um 10:52 Link zum Kommentar

    Jehova, ein Helfer ohne Gleichen – ein bemerkenswerter Bericht

    8 Um seinen Dienern eine sichere Grundlage für den Glauben an seine beispiellose Fähigkeit zu helfen zu vermitteln, sorgte Jehova Gott für einen zuverlässigen Bericht über viele seiner Rettungswerke. Dieser in der Bibel aufgezeichnete Bericht kann bei uns das gleiche bewirken, was eine Vision bei einem Diener des hebräischen Propheten Elisa bewirkte. Folgendes trug sich zu: Eine starke Militärstreitkraft aus Syrien belagerte die israelitische Stadt Dothan in der Absicht, den Propheten Elisa gefangenzunehmen. Furchterfüllt rief Elisas Diener aus: „Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?“ Darauf antwortete Elisa: „Fürchte dich nicht, denn mehr sind derer, die mit uns sind, als derer, die mit ihnen sind.“ Dann begann Elisa, „zu beten und zu sprechen: ,O Jehova, öffne bitte seine Augen, damit er sehe. Sogleich öffnete Jehova die Augen des Bediensteten, so daß er sah; und siehe! die Berggegend war voller Rosse und Kriegswagen aus Feuer rings um Elisa her“ (2. Kö. 6:15-17). Diese Vision war keine Wahnvorstellung. Jehova Gott griff tatsächlich ein, indem er die syrische Militärstreitkraft vorübergehend mit Blindheit schlug, und vereitelte dadurch ihre Pläne, Elisa gefangenzunehmen (2. Kö. 6:18-23).

    9 Die vielen glaubensstärkenden Berichte darüber, wie Jehova seine Diener befreite, sind wirklich begeisternd. Eine solche bemerkenswerte Befreiung, bei der Jehova Naturkräfte gebrauchte, ereignete sich zu der Zeit, in der die Israeliten von dem kanaanitischen König Jabin bedrückt wurden. Jehova Gott erweckte Barak, um die Israeliten zu befreien. Barak musterte eine Streitkraft von zehntausend Mann und bezog eine Stellung am Berg Tabor. Sogleich zog Sisera, der Heeroberste von König Jabin, mit einer weit überlegenen Streitmacht von gut ausgerüsteten Soldaten und 900 Kriegswagen in eine Ebene, durch die der Kischon floß. Darauf rettete Jehova Gott Barak und seine Männer. Offenbar durch eine Überschwemmung, die von einem gewaltigen Sturm verursacht worden war, machte Jehova Siseras Heer kampfunfähig. Die über die Ufer getretenen Wasser des Flusses verwandelten den Boden in Schlamm. Die Pferde und die Kriegswagen sanken in den Morast ein. Darauf flohen Siseras Soldaten aus Furcht vor Baraks Männern. „Das ganze Lager Siseras [fiel] durch die Schärfe des Schwertes . . . Auch nicht e i n e r blieb übrig.“ Das Hochwasser des Kischon, gespeist durch seine Nebenflüsse, schwemmte die Leichname weg. Der Heeroberste Sisera floh zu Fuß und nahm ein unrühmliches Ende durch die Hand einer Frau, durch Jael, die Frau Chebers, des Keniters (Ri. 4:12-21; 5:20, 21).

    10 Manchmal spielten Engel eine bedeutende Rolle in Verbindung mit den Großtaten des Allmächtigen. Ganze „Abordnungen von Engeln“ beteiligten sich daran, verheerende Plagen über Ägypten zu bringen, als Pharao sich weigerte, die versklavten Israeliten freizulassen (Ps. 78:43-51). Jahrhunderte später drohte das assyrische Heer unter Sanherib, Jerusalem, die Hauptstadt des Königreiches Juda, einzunehmen. Weil damals der treue König Hiskia herrschte, ließ Jehova Gott nicht zu, daß dieser Anschlag gelang. In einer einzigen Nacht schlug Jehovas Engel 185 000 assyrische Soldaten nieder — „jeden tapferen, starken Mann und Führer und Obersten“ (2. Kö. 19:35; 2. Chron. 32:21). Nachdem Sanherib den wichtigsten Teil seines Heeres verloren hatte, sah er sich gezwungen, die Belagerung Jerusalems abzubrechen.

    11 Sind Jehovas mächtige Engel immer noch bereit und daran interessiert, seinen Dienern auf Erden zu helfen? Ganz bestimmt! Als Jesus seine Jünger ermahnte, niemand zum Straucheln zu bringen, wies er ausdrücklich auf diese Tatsache hin: „Seht zu, daß ihr keinen von diesen Kleinen verachtet, denn ich sage euch, daß ihre Engel im Himmel allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der im Himmel ist“ (Matth. 18:10). Jesu Worte bedeuten nicht unbedingt, daß jeder treue Christ seinen besonderen Schutzengel hat. Doch anscheinend kümmern sich Engel um das geistige Wohl wahrer Christen. Das wird in Frageform in Hebräer 1:14 bestätigt: „Sind sie nicht alle Geister für den öffentlichen Dienst, ausgesandt, um denen zu dienen, die die Rettung ererben werden?“ Welch wunderbare Hilfe wird uns doch durch die Engel zuteil!

  75. Juleam 26. Juni 2011 um 10:58 Link zum Kommentar

    2. Könige 6:20-23

    20 Und es geschah, sobald sie in Samaria ankamen, daß Elisa dann sprach: „O Jehova, öffne diesen die Augen, damit sie sehen.“ Sogleich öffnete Jehova ihnen die Augen, und sie konnten sehen; und siehe, sie waren mitten in Samaria. 21 Der König von Israel sagte nun zu Elisa, sobald er sie sah: „Soll ich [sie] niederschlagen, soll ich [sie] niederschlagen, mein Vater?“ 22 Er aber sprach: „Du sollst [sie] nicht niederschlagen. Schlägst du die nieder, die du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangengenommen hast? Setz ihnen Brot und Wasser vor, damit sie essen und trinken und zu ihrem Herrn gehen.“ 23 Demgemäß bereitete er ein großes Festmahl für sie; und sie begannen zu essen und zu trinken, wonach er sie wegsandte, und sie gingen zu ihrem Herrn. Und kein einziges Mal kamen die Plündererstreifscharen der Syrer wieder in das Land Israel.

    Interessante Taktik, oder?

    Statt den Feind zu bekämpfen lade ich ihn zum Essen ein und „häufe damit glühende Kohlen auf sein Haupt“ und er geht und kommt nimmermeher wieder…

    (Sprüche 25:21)
    Wenn der dich Hassende hungrig ist, gib ihm Brot zu essen; und wenn er durstig ist, gib ihm Wasser zu trinken.

    (Matthäus 5:44)
    Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen,

    (Lukas 6:35)
    Dagegen fahrt fort, eure Feinde zu lieben und Gutes zu tun und [ohne Zins] zu leihen, ohne etwas zurückzuerhoffen; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

    (Römer 12:20)
    Doch „wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen“.

    warum ist diese Taktik eigentlich so effektiv?

  76. Juleam 26. Juni 2011 um 11:04 Link zum Kommentar

    2. Könige 6:32-33

    Und Elisa saß in seinem eigenen Haus, und die älteren Männer saßen bei ihm, als er einen Mann von sich aussandte. Ehe der Bote zu ihm hereinkommen konnte, sprach er selbst zu den älteren Männern: „Habt ihr gesehen, wie dieser Sohn eines Mörders hingesandt hat, mir den Kopf wegzunehmen? Seht zu: Sobald der Bote kommt, schließt die Tür, und ihr sollt ihn mit der Tür zurückdrängen. Ist da nicht der Schall der Füße seines Herrn hinter ihm?“ 33 Während er noch mit ihnen redete, da kam der Bote zu ihm herab, und [der König] sagte dann: „Siehe, das ist das Unglück von Jehova aus. Warum sollte ich noch länger auf Jehova warten?“

    der Bote und die Tür – irgendwie kapier ich da hier gerade nicht. Worum ging es hier eigentlich?

    Kann mir bitte mal jemand weiter helfen?

  77. Juleam 26. Juni 2011 um 11:19 Link zum Kommentar

    2. Koenige 7 – 10

    2. Könige 7:2

    Darauf antwortete der Adjutant, auf dessen Hand der König sich stützte, dem Mann des [wahren] Gottes und sprach: „[Auch] wenn Jehova Schleusen in den Himmeln machen würde, könnte diese Sache geschehen?“ Darauf sagte er: „Hier siehst du es mit deinen eigenen Augen, aber du wirst nicht davon essen.“

    dieses Wort „könnte“ ist ja eigentich ein Schlag in das Gesicht Jehovas!

    Gibt es denn irgendetwas, was Jehova nicht kann?

    Jehova kann alles tun, was er sich vorgenommen hat, da gibt es nichts, was für IHN unmöglich ist und niemanden, der IHN aufhalten könnte!

    Hierzu fällt mir wieder der Zettel ein, den ich mal vor sehr vielen Jahren von Bernd Ecke bekommen habe und er ganz klar zeigt, wie unsinnig dieser Ausspruch hier von dem Adjutanten ist:

    Vertraust Du wirklich auf Jehova?

    Moses tat es!

    Moses und das Volk waren in der Wildnis, aber was machte er mit ihnen?

    Sie mussten ernährt werden, und um 2 – 3 Mio Menschen zu ernähren, brauchte man schon reichlich Nahrung! Gemäß dem „Quartermaster General in the Army“ wird berichtet, dass Moses jeden Tag 1.500 Tonnen Nahrung benötigte. Weißt du, daß man zum Liefern der Lebensmittel jeden Tag zwei Güterzüge von 1,6 km Länge brauchte?

    Es würden auch 4.000 t Holz und einige Güterzüge von 1,6 km Länge zusätzlich erforden, natürlich pro Tag. Und vergiß nicht: Sie wären 40 Jahre im Einsatz.

    Oh ja, sie bräuchten auch Wasser. Wenn nur genug zum Trinken und zum Geschirrspülen da sein müßte, bräuchte man täglich 41 Mio Liter mit Tankwaggons, der 2,9 km lang wäre – nur, um Wasser zu bringen!

    Und noch was anderes:

    Sie mußten das Rote Meer in einer Nacht durchschreiten. Wären sie paarweise durch einen schmalen Pfad gelaufen, wäre die Schlange 1.288 km lang gewesen und sie hätten 35 Tage und Nächte gebraucht. Also mußte eine trockene Fläche im Roten Meer sein, fast 5 km breit, damit 5.000 nebeneinander in einer Nacht durch das Meer laufen konnten.

    Ein weiteres Problem:

    Am Ende jeden Tages lagerten sie, es wurde eine Lagergröße von zwei dritteln der Größe von Rhode Island benötigt, oder insgesamt 293 km². Denke darüber nach: Der Platz für eine Nacht Camping!
    Denkst du, Moses hätte sich das alles vorher überlegt, bevor er Ägypten verließ? – Wahrscheinlich nicht.

    Du siehst, Moses vertraute auf Jehova!!

    Gott kümmerte sich um all diese Dinge für ihn.

    Hast du dir schon einmal überlegt, diesem wunderbaren Gott mehr zu dienen? Vielleicht als allgemeiner Pionier?

    Meinst du, Jehova hätte irgend ein Problem damit, sich um alle deine Bedürfnisse zu kümmern?

    Bestimmt nicht!

  78. Juleam 26. Juni 2011 um 20:01 Link zum Kommentar

    2. Könige 7:3-11

    Und da waren vier Männer, Aussätzige, die gerade am Eingang des Tores waren; und sie begannen einer zum anderen zu sprechen: „Warum bleiben wir hier sitzen, bis wir gestorben sind? 4 Wenn wir sprechen würden: ‚Laßt uns in die Stadt hineingehen‘, während in der Stadt Hungersnot ist, dann müßten wir dort sterben. Und wenn wir hier sitzen bleiben, werden wir auch sterben müssen. So kommt nun, und laßt uns in das Lager der Syrer eindringen. Wenn sie uns am Leben lassen, werden wir leben; aber wenn sie uns zu Tode bringen, so werden wir sterben müssen.“ 5 Daher erhoben sie sich im Abenddunkel, um in das Lager der Syrer hineinzugehen; und sie kamen schließlich bis an den Rand des Lagers der Syrer, und siehe, niemand war da.

    6 Und Jehova selbst hatte das Lager der Syrer das Geräusch von Kriegswagen hören lassen, das Geräusch von Pferden, das Geräusch einer großen Streitmacht, so daß sie zueinander sagten: „Siehe! Der König von Israel hat die Könige der Hethiter und die Könige von Ägypten gegen uns gedungen, damit sie über uns kommen!“ 7 Sogleich standen sie auf und flohen dann im Abenddunkel und verließen ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel — das Lager, wie es gerade war —, und sie setzten ihre Flucht um ihrer Seele willen fort.

    8 Als jene Aussätzigen bis an den Rand des Lagers kamen, gingen sie dann in ein Zelt hinein und begannen zu essen und zu trinken und von dort Silber und Gold und Kleider davonzutragen und wegzugehen und es zu verstecken. Danach kehrten sie zurück und gingen in ein anderes Zelt hinein und trugen von dort Dinge davon und gingen weg und versteckten sie.

    9 Schließlich begannen sie einer zum anderen zu sprechen: „Es ist nicht recht, was wir tun. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft! Wenn wir zögern und wirklich bis zum Morgenlicht warten, dann muß uns Schuld treffen. So kommt nun, und laßt uns hineingehen und im Haus des Königs Bericht erstatten.“ 10 So kamen sie und riefen den Torhütern der Stadt zu und berichteten ihnen, indem [sie] sagten: „Wir sind in das Lager der Syrer gekommen, und siehe, es war niemand da, auch nicht der Laut eines Menschen, sondern nur die Pferde angebunden und die Esel angebunden und die Zelte so, wie sie waren.“ 11 Sofort riefen [es] die Torhüter aus, und sie berichteten [es] dem Haus des Königs drinnen.

    wir können jede Menge von diesen Aussätzigen lernen – was?

    Sie überlegten ihre Situation und dabei wurde ihnen klar, dass sie eigentlich nichts mehr zu verlieren hätten. Dadurch, dass sie eigentlich viel riskierten, haben sie aber auch viel gewonnen. Und was riskierten sie eigentlich in Wirklichkeit? Ob sie nun hier vor der Stadt sterben oder durch die Hand des Feindes – was machte das für einen Unterschied? Darum traten sie die Flucht nach vorne an. Vielleicht müssen auch wir manchmal die Initiative ergreifen und nicht jammernd in der Ecke sitzten und uns selbst leid tun.

    Aber sie hatten auch ein funtionierendes Gewissen und so etwas wie Gemeinschaftsverantwortung – etwas, was heute seltner als seltene Bodenschätze zu finden ist.

    Sie nahmen nicht nur für sich, sondern dachten auch an ihre Brüder in der Stadt und so gaben sie ihnen den Tip und sagten ihnen, wo sie Nahrung finden könnten.

    So retteten sie nicht nur ihr eigenes Leben, sondern das des ganzen Volkes.

    Denken auch wir an unsere Brüder und teilen das wenige, was wir haben – oder sind wir uns selbst genug und meinen, wir müssten an uns selbst zu allererst denken?

  79. Juleam 26. Juni 2011 um 20:06 Link zum Kommentar

    2. Könige 7:17-20

    Und der König seinerseits hatte den Adjutanten, auf dessen Hand er sich stützte, zur Aufsicht über den Torweg bestellt; und das Volk trat ihn im Torweg fortwährend nieder, so daß er starb, geradeso wie der Mann des [wahren] Gottes geredet hatte, als er zu der Zeit redete, da der König zu ihm herabkam. 18 Folglich geschah es so, wie der Mann des [wahren] Gottes zum König geredet und gesagt hatte: „Zwei Sea-Maß Gerste einen Schekel wert und ein Sea-Maß Feinmehl einen Schekel wert, so wird es morgen um diese Zeit im Torweg von Samaria sein.“ 19 Aber der Adjutant antwortete dem Mann des [wahren] Gottes und sprach: „Selbst wenn Jehova in den Himmeln Schleusen machen würde, könnte es gemäß diesem Wort geschehen?“ Darauf sagte er: „Hier siehst du es mit deinen eigenen Augen, aber du wirst nicht davon essen.“ 20 So erging es ihm, als das Volk ihn im Torweg fortwährend niedertrat, so daß er starb.

    genau so erging es dem Adjutanten: er sah die Rettung, erkannte, dass Jehova sein Volk nicht nur zu retten vermochte, sondern es auch tat – aber er selbst hatte nichts mehr davon.

    Wie mag er sich dabei wohl gefühlt haben?

    Die erinnert mich an den Ausspruch Jehovas „sie werden erkennen müssen…“

    Ja, die Menschen, die in Harmagedon umkommen werden, werden erkennen müssen, dass Jehova sein Volk nicht nur retten kann, sondern es auch tut und den Bösen für immer von der Erde vertilgt. Aber was haben diese Menschen davon? Sie selbst sehen die Rettung der anderen und dies ist das letzte, was sie sehen und erleben werden.

    Wie werden sie sich dabei wohl fühlen?

  80. Juleam 26. Juni 2011 um 20:09 Link zum Kommentar

    2. Könige 8:10-15

    Da sprach Elisa zu ihm: „Geh, sag zu ihm: ‚Du wirst ganz sicher wieder aufleben‘; und Jehova hat mir gezeigt, daß er ganz bestimmt sterben wird.“ 11 Und er blieb starren Blickes und hielt ihn unverwandt [vor sich hin] gerichtet bis zur Verlegenheit. Dann brach der Mann des [wahren] Gottes in Weinen aus. 12 Da sprach Hasaël: „Warum weint mein Herr?“ Darauf sagte er: „Weil ich wohl weiß, welchen Schaden du den Söhnen Israels antun wirst. Ihre befestigten Orte wirst du in Brand stecken, und ihre auserlesenen Männer wirst du mit dem Schwert töten, und ihre Kinder wirst du zerschmettern, und ihre schwangeren Frauen wirst du aufschlitzen.“ 13 Darauf sprach Hasaël: „Was ist dein Knecht, [der bloß ein] Hund [ist], daß er diese große Sache tun könnte?“ Aber Elisa sagte: „Jehova hat dich mir als König über Syrien gezeigt.“

    14 Hierauf ging er von Elisa weg und kam zu seinem eigenen Herrn, der dann zu ihm sprach: „Was hat Elisa zu dir gesagt?“ Darauf sprach er: „Er hat zu mir gesagt: ‚Du wirst ganz sicher wieder aufleben.‘ “ 15 Und es geschah am nächsten Tag, daß er daranging, eine Decke zu nehmen und sie in Wasser zu tauchen und sie über sein Gesicht auszubreiten, so daß er starb. Und Hasaël begann an seiner Statt zu regieren.

    Man könnte denken, dass Elisa den Bediensteten erst mal auf die Idee gebracht hatte

  81. Juleam 26. Juni 2011 um 20:14 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:6-10

    Da stand er auf und kam ins Haus; und er ging daran, Öl auf sein Haupt auszugießen und zu ihm zu sagen: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Ich salbe dich gewiß zum König über Jehovas Volk, das heißt über Israel. 7 Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, niederschlagen, und ich will das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte Jehovas rächen an der Hand Isebels. 8 Und das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich will von Ahab einen jeden abschneiden, der gegen eine Wand uriniert, und irgendeinen Hilflosen und Nichtswürdigen in Israel. 9 Und ich will das Haus Ahabs wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, machen. 10 Und Isebel werden die Hunde fressen auf dem Stück Land zu Jesreël, und da wird keiner sein, der sie begräbt.‘ “ Damit öffnete er die Tür und entfloh.

    hier ist ein Gegensatz zur Salbung Davids und der des Jehu:

    Auch David wurde gesalbt, während Saul noch König war, aber ihm hatte Jehova nichts davon gesagt, dass dieser Saul vernichten solle, das erledigte Jehova dann schon selbst. Dementsprechend hat sich David Zeit seines Lebens zurück gehalten und Saul auch weiterhin bis zu dessen Tod als Jehovas gesalbten König respektiert – obwohl er selbst zu der Zeit bereits als König über Israel gesalbt worden war.

    Im Gegensatz dazu wurde Jehu zu eben diesem Zweck gesalbt: um das Haus Ahabs, des Königs von Israel auszurotten.

  82. Juleam 26. Juni 2011 um 20:17 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:11

    Was Jehu betrifft, er ging zu den Dienern seines Herrn hinaus, und sie begannen zu ihm zu sprechen: „Steht alles gut? Warum ist dieser Unsinnige zu dir hereingekommen?“ Er aber sagte zu ihnen: „Ihr selbst kennt den Mann und seine Art zu reden wohl.“

    warum bezeichneten sie den Bediensteten des Propheten so respektlos als „dieser Unsinnige“?

  83. Juleam 26. Juni 2011 um 20:19 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:18

    Demgemäß zog ein Reiter auf einem Pferd ihm entgegen und sprach: „Dies ist, was der König gesagt hat: ‚Ist es Frieden?‘ “ Aber Jehu sprach: „Was hast du mit ‚Frieden‘ zu tun? Wende dich hinter mich!“

    warum sollte er sich hinter ihn wenden? Diese Anweisung gab er den beiden Abgesandten.

    Warum?

    Wo war der Sinn dahinter?

  84. Juleam 26. Juni 2011 um 20:23 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:25-26

    Er sprach nun zu Bidkar, seinem Adjutanten: „Heb ihn auf; wirf ihn auf das Feldstück Naboths, des Jesreëliters; denn erinnere dich: Ich und du, wir fuhren paarweise hinter Ahab, seinem Vater, und Jehova selbst erhob diesen prophetischen Spruch gegen ihn: 26 ‚ „Gewiß habe ich das Blut Naboths und das Blut seiner Söhne gestern gesehen“ ist der Ausspruch Jehovas, „und ich werde dir bestimmt auf diesem Stück Land vergelten“ ist der Ausspruch Jehovas.‘ So heb ihn jetzt auf; wirf ihn auf das Stück Land, gemäß dem Wort Jehovas.“

    Hier könnte bei dem Adjutanten der Eindruck entstehen, dass Jehu in selbstgerechter Weise versuchte, die Prophezeiung Jehovas zu erfüllen.

    Hätte Jehova dies denn nicht direkt so lenken können?

    Wie denken wir, wenn jemand bemüht ist, das Wort Jehovas einzuhalten und zu erfüllen. Denken wir, er sei selbstgerecht?

  85. Juleam 26. Juni 2011 um 20:26 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:30-31

    Schließlich kam Jehu nach Jesreël, und Isebel selbst hörte davon. Und sie ging daran, ihre Augen mit schwarzer Schminke zu schminken und ihr Haupt schön zurechtzumachen und durchs Fenster hinabzuschauen. 31 Und Jehu seinerseits kam durch das Tor herein. Sie sagte nun: „Ist es Simri, der seinen Herrn getötet hat, gut ergangen?“

    Isebel ist bis zum Schluß hochmütig und anmaßend, sie scheint sich tatsächlich keiner Schuld bewußt zu sein. Aber ändert diese Tatsache etwas daran, wie Jehova sie sieht?

    „Ähnlichkeiten mit heute lebenden Personen sind natürlich rein zufällig….“

  86. Juleam 27. Juni 2011 um 07:31 Link zum Kommentar

    die List Jehus – sehr erfolgreich

    2. Könige 10:19-24

    So ruft nun alle Propheten Baals, alle seine Anbeter und alle seine Priester zu mir. Kein einziger werde vermißt, denn ich habe ein großes Schlachtopfer für Baal. Jeder, der vermißt wird, wird nicht am Leben bleiben.“ Was Jehu betrifft, er handelte schlau, um die Anbeter Baals zu vernichten.

    20 Und Jehu sprach weiter: „Heiligt eine feierliche Versammlung für Baal.“ Daher riefen sie sie aus. 21 Danach sandte Jehu durch ganz Israel, so daß alle Anbeter Baals kamen. Und kein einziger blieb übrig, der nicht gekommen wäre. Und sie kamen immerzu in das Haus Baals, und das Haus Baals wurde voll von einem Ende bis zum anderen. 22 Er sagte nun zu dem, der über den Kleiderbestand [gesetzt] war: „Bring für alle Anbeter Baals Kleider heraus.“ Da brachte er die Kleidung für sie heraus. 23 Dann ging Jehu mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, in das Haus Baals hinein. Er sprach nun zu den Anbetern Baals: „Sucht sorgfältig, und seht, daß hier bei euch keiner der Anbeter Jehovas ist, sondern nur die Anbeter Baals.“ 24 Schließlich kamen sie herein, um Schlachtopfer und Brandopfer darzubieten, und Jehu seinerseits stellte draußen achtzig Mann zu seiner Verfügung auf und sprach dann: „Was den Mann betrifft, der entrinnt von den Männern, die ich in eure Hand gebe, dessen Seele wird für die Seele des anderen gehen.“

    war das jetzt gemein und unfair, was Jehu da getan hatte?

    Immerhin hatte er als König das Ofper angeordnet und gesagt, dass niemand fehlen dürfe, dass er jeden töten würde, der nicht kommt. Aber in Wirklichkeit hat er jeden getötet, der kam.

    Unfair?

    Immerhin war er ja der König und was der König sagte, musste getan werden. Als Anbeter Jehovas musste ich Achtung und Respekt vor meinem König haben.

    In dem Drama sagt einer zu einem anderen, dass er selbstverständlich hingehen würde, immerhin sei es ja eine Anordung gewesen „der König hat es befohlen“. Ja, was der König sagt… Aber der andere lässt sich davon nicht beeindrucken und sagt ganz klar, dass dies Götzendienst sei und er würde auf gar keinen Fall dahin gehen.

    Wie steht es mit uns? Wie reagieren wir, wenn wir in eine ähnlichen Situation wären?

    Z.B. Gehorsam den Ältesten gegenüber: gehorchen wir auch dann, wenn wir genau wissen, dass es gegen die biblischen Maßstäbe wären? Könnten wir uns dann nachher wirklich vor Jehova damit herausreden, dass wir sagen „aber der Älteste XY hat doch gesagt… und du hast doch gesagt, dass wir den Ältesten gehorchen sollten…“?

    Oder Kinder und Jugendliche gegenüber ihren Eltern. Auch sie müssen abwägen. Selbstverständlich müssen sie grundsätzlich ihren Eltern gehorchen, steht ja schon in der Bibel, gleich zu Anfang in Mose. Aber in Korinther steht auch, dass sie dies „in Gemeinschaft mit dem Herrn“ tun sollten. d.h., dass sie ihnen in allem gehorchen müssen, was nicht gegen biblische Gesetzte und Maßstäbe verstößt – auch dann, wenn ihnen das gerade selbst nicht in den Kram passen würde. Aber wenn die Eltern ihre Kinder z.B. auffordern, vor Gericht zu lügen und mit einer Falschaussage oder sogar Falschanklage einem anderen zu schaden, dann können die Kinder sich nicht vor Jehova damit herausreden „aber meine Eltern haben mir sogar befohlen, dass ich dies tue…“

    Wir sehen, wie wichtig es ist, dass wir regelmäßig täglich in der Bibel lesen und zwar mehr, als nur den Tagestext. Damit wir Jehova und seine Gebote und noch viel mehr seine Maßstäbe, seine Denkweise kennen lernen.

    Denn wir alle wollen ja das Gleiche: wir wollen Jehova nicht nur dienen, sondern wir möchten ja gern sein Herz erfreuen, weil wir ihn lieben und möchten, dass er voller Liebe und Wohlwollen auf uns hinabblickt

  87. Juleam 27. Juni 2011 um 07:33 Link zum Kommentar

    2. Könige 10:23

    Dann ging Jehu mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, in das Haus Baals hinein. Er sprach nun zu den Anbetern Baals: „Sucht sorgfältig, und seht, daß hier bei euch keiner der Anbeter Jehovas ist, sondern nur die Anbeter Baals.“

    Haben wir auch bemerkt, dass er extra dazu aufforderte, genau nachzusehen, ob nicht doch ein Anbeter Jehovas unter ihnen wäre? Und erst dann, nachdem das sicher war „hier ist keiner von den Anbetern Jehovas“ ging das Unglück los.

    Stellen wir uns vor, wir wären dabei gewesen, hätten der ersten Angst nachgegeben und würden uns nun in der Menschenmasse befinden, vor Angst zitternd, denn eigentlich lieben wir doch Jehova, wollen ihm dienen, sind aber hier, weil wir Angst um unser Leben haben. Sicherlich würde Jehova sehr traurig über unser Verhalten sein.

    Aber nun kommen die Bediensteten Jehus, um ganz genau zu gucken, ob nicht doch ein Anbeter Jehovas dabei wäre. Würden wir nun noch schweigen?

    Ist es nicht etwas anderes, einfach mit der Menge mitzulaufen, aus Anst vor den Folgen – aber dann laut und deutlich zu bestätigen „nein, ich bin ganz bestimmt kein Anbeter Jehovas“, ist dies nicht etwas ganz anderes?

    Als Anbeter Jehovas, der Jehova liebt, wäre ich sicherlich spätestens jetzt gegangen – du auch?

  88. Juleam 27. Juni 2011 um 07:45 Link zum Kommentar

    2. Könige 10:25

    Und es geschah, sobald er mit der Darbietung des Brandopfers zu Ende war, daß Jehu sofort zu den Läufern und den Adjutanten sagte: „Kommt herein, schlagt sie nieder! Laßt keinen einzigen hinausgehen.“ Und die Läufer und die Adjutanten begannen, sie mit der Schärfe des Schwertes niederzuschlagen und sie hinauszuwerfen, und sie gingen bis zur Stadt des Hauses Baals.

    „sobald er mit dem Opfer zu Ende war“ – Jehu hatte tatsächlich dem falschen Gott Baal ein Opfer dargebracht!!!

    Hatte er sich damit denn nicht selbst des Götzendienstes schuldig gemacht?

    Wir wissen: Jehova hasst Götzendienst, ebenso wie Lügen oder Töten. Trotzdem werden wahre Anbeter immer wieder lobend hervorgehoben, wenn sie zu solch einer List greifen um die wahre Anbetung zu fördern.

    Bedeutet dies wirklich: „Der Zweck heiligt die Mittel“?

  89. Juleam 27. Juni 2011 um 07:49 Link zum Kommentar

    2. Könige 10:30-31

    Somit sprach Jehova zu Jehu: „Aus dem Grund, daß du gut gehandelt hast, indem du getan hast, was recht ist in meinen Augen, [und] du gemäß allem, was in meinem Herzen war, am Hause Ahabs getan hast, werden dir Söhne bis zur vierten Generation auf dem Thron Israels sitzen.“ 31 Und Jehu seinerseits gab nicht acht, mit seinem ganzen Herzen in dem Gesetz Jehovas, des Gottes Israels, zu wandeln. Er wich nicht von den Sünden Jerobeams ab, mit denen er Israel veranlaßte zu sündigen.

    „aus dem Grund“ – weil Jehu die Baalsanbeter ausgerottet hatte, wurde er von Jehova reich belohnt.

    Heißt das dann im Umkehrschluß, dass Jehova die anderen Dinge nicht mehr so eng sah – wie z.B., dass er auch weiterhin der Kälberanbetung folgte?

  90. Juleam 27. Juni 2011 um 07:54 Link zum Kommentar

    hier noch einige Gedanken zu den Kapiteln von mir aus dem Jahr 2005

    Warum die erste Spendensammlung scheiterte

    Das Haus Jehovas mußte dringend ausgebessert werden, und zwar nicht etwa wegen seines Alters (es war höchstens 150 Jahre alt), sondern weil es unter der Regierung Athaljas vernachlässigt und geplündert worden war. Joas forderte daher die Leviten auf, durch ganz Juda von Stadt zu Stadt zu gehen, um das Geld für die Renovierung zu beschaffen. Die Leviten nahmen sich der Sache jedoch nicht ganzherzig an, und so wurde die Arbeit nicht getan (2Kö 12:4-8; 2Ch 24:4-7). Nach einiger Zeit wurden die Vorkehrungen zur Beschaffung und Verwaltung des Geldes geändert. Das Volk reagierte günstig, worauf die Ausbesserungsarbeiten gut vorangingen und schließlich abgeschlossen werden konnten (2Kö 12:9-16; 2Ch 24:8-14).

    (Quelle: Einsichten Band 1 – Stichwort „Joas“)

  91. Juleam 27. Juni 2011 um 07:56 Link zum Kommentar

    warum ließ Jehova Joas retten?

    *** it-1 S. 1366-1367 Joas ***

    Ahasjas Tod diente Athalja, Joas‘ böser Großmutter, als Vorwand, sich zur Königin zu machen. Damit aber in der Zukunft niemand sie des Thronraubes beschuldigen könne, tötete sie alle Söhne Ahasjas außer Joas, der damals noch ein Kleinkind von weniger als einem Jahr war und dem Massaker entging, weil ihn seine Tante Jehoscheba, die Frau des Hohenpriesters Jehojada, und seine Amme im Tempel sechs Jahre versteckt hielt (2Kö 11:1-3; 2Ch 22:10-12).

    Als das Kind sieben Jahre alt war, zog Jehojada fünf Oberste in sein Vertrauen und ließ sie zum erstenmal den rechtmäßigen Thronerben sehen. Dann rüstete er die 500 Mann, die diesen Obersten unterstellt waren, mit Schilden und Waffen aus dem Tempel aus und befahl ihnen, sich bei der Krönungszeremonie im Tempelvorhof rings um Joas aufzustellen, um ihn zu bewachen. Jeder, der versuchen würde, dagegen einzuschreiten, sollte getötet werden (2Kö 11:4-12, 21; 2Ch 23:1-11). Sobald Athalja die Rufe des Volkes hörte, kam sie herbeigeeilt und rief: „Verschwörung! Verschwörung!“ Sie wurde schnell hinausgeführt und dann am Eingang des Roßtores getötet. Darauf schloß Jehojada einen Treuebund zwischen Jehova und dem neueingesetzten König und dem Volk. Danach rissen sie das Haus Baals nieder, zerstörten seine Altäre und Bilder und töteten sogar Mattan, den Priester Baals (2Kö 11:13-20; 2Ch 23:12-21).

    Solange der Hohepriester Jehojada lebte und für Joas Vater und Ratgeber war, hatte der junge Monarch Erfolg. Mit 21 Jahren war er verheiratet. Er hatte zwei Frauen (eine davon hieß Jehoaddan), durch die er Vater von Söhnen und Töchtern wurde. Auf diese Weise wurde die Linie, die von David zum Messias führte und die damals beinahe geendet hätte, fortgesetzt (2Kö 12:1-3; 2Ch 24:1-3; 25:1).

  92. Juleam 27. Juni 2011 um 07:56 Link zum Kommentar

    Was war das Zeugnis?

    *** w91 1. 2. S. 31 ‚Das Diadem und das Zeugnis‘ ***

    ‚Das Diadem und das Zeugnis‘

    „DANN führte er [Jehojada, der Priester] den Sohn des Königs heraus und setzte ihm das Diadem auf und das ZEUGNIS; und so machten sie ihn zum König und salbten ihn“ (2. Könige 11:12). Mit diesen Worten beschreibt das Buch der Könige die Krönung von König Joas. Ist uns aufgefallen, daß Jehojada dem jungen König neben dem „Diadem“, der königlichen Kopfbedeckung, auch „das ZEUGNIS“ aufsetzte? Was war das Zeugnis? Und warum war es ein Bestandteil der Krönungszeremonie?

    Das hier mit „Zeugnis“ übersetzte hebräische Wort bezieht sich normalerweise auf die Zehn Gebote oder auf Gottes Gesetz im allgemeinen (2. Mose 31:18; Psalm 78:5, Schlachter). In Übereinstimmung damit lautet der Parallelbericht in 2. Chronika 23:11 gemäß der Übersetzung von D. E. Kautsch (1899): „Da führten sie den Königssohn hinaus, legten ihm den Stirnreif an und das Gesetz.“ In 2. Könige 11:12 wurde in dieser Übersetzung anstelle von „Zeugnis“ das Wort „Spangen“ eingesetzt, obwohl in beiden Versen dasselbe hebräische Wort steht. Warum?

    Wie in dem bekannten Werk Herders Bibelkommentar erklärt wird, können sich einige Übersetzer nicht vorstellen, daß der König das Gesetz auf dem Kopf oder auf dem Arm getragen habe. Da in 2. Samuel 1:10 bei König Saul in Verbindung mit dem Diadem, das er trug, eine Armspange (oder Spange) erwähnt wird, meinen sie, der Text in 2. Könige 11:12 habe ursprünglich „das Diadem und die Armspangen“ gelautet. Das ist jedoch reine Spekulation. „Zeugnis“ durch „Armspangen“ zu ersetzen bedeutet eine radikale Veränderung des Textes.

    Die Echter Bibel (1949) stellt daher den Gedanken an das Gesetz wieder her und sagt: „. . . überreichten ihm den Stirnreif und das Gesetz.“ Aber überreichte Jehojada Joas das „Zeugnis“? Zugegeben, das mit „setzen“ wiedergegebene hebräische Wort kann auch „geben“ bedeuten. Doch sowohl in Könige als auch in Chronika erscheint es nur einmal und bezieht sich auf beides, das Diadem und das Zeugnis. Des weiteren folgt unmittelbar darauf das hebräische Wort für „auf“. „Setzen auf“ muß somit die korrekte Übersetzung sein. Nicht nur das Diadem, sondern auch das Zeugnis wurde dem jungen König Joas ‚aufgesetzt‘, wie die Neue-Welt-Übersetzung zeigt.

    Warum – und wie – „setzte“ der Hohepriester dem jungen König das Zeugnis „auf“? Man beachte die Schlußfolgerung des deutschen Gelehrten Otto Thenius: „Das Gesetz, ein Buch, in welchem mosaische Verordnungen aufgezeichnet waren. Dieses wurde dem Könige, nachdem er mit dem Diadem geschmückt war, in symbolischer Weise aufs Haupt gehalten“ (Die Bücher der Könige). Ähnliches sagt auch Professor Ernst Bertheau: „Das Auflegen des Gesetzes hat wohl symbolische Bedeutung, daß der König ihm gemäß zu regieren verpflichtet werden sollte“ (Die Bücher der Chronik).

    Wenn ein König den Thron bestieg, war er gemäß dem Gebot Gottes verpflichtet, eigenhändig eine Abschrift des Gesetzes anzufertigen und es sein Leben lang zu studieren und anzuwenden (5. Mose 17:18-20). Dem neuen König das „Zeugnis“ aufzusetzen könnte eine kurze symbolische Geste gewesen sein, die zeigte, daß er nicht über dem Gesetz Jehovas stand, auch wenn er jetzt König war. Leider vergaß Joas nach dem Tod des Hohenpriesters Jehojada diese wichtige Lektion und verließ nach und nach die Anbetung Jehovas; schließlich wurde er ermordet (2. Chronika 24:17-25).

  93. Juleam 27. Juni 2011 um 07:57 Link zum Kommentar

    das Schlagen der drei Pfeile

    (Quelle: Einsichten Band 1 – Stichwort „Joas“)

    Joas tat im allgemeinen, was böse war in den Augen Jehovas, und ließ die Kälberverehrung im ganzen Land weiterbestehen. Als aber der Prophet Elisa krank und schon dem Tod nahe war, ging Joas zu ihm hinab, begann über ihm zu weinen und sagte: „Mein Vater, mein Vater, der Kriegswagen Israels und seine Reiter!“ (2Kö 13:11, 14). Auf Geheiß des Propheten schoß Joas einen Pfeil aus dem Fenster in Richtung Syrien und schlug dann mit seinen Pfeilen auf die Erde. Er schlug jedoch nur dreimal. Elisa wurde darüber zornig, denn wenn Joas die Erde fünf- oder sechsmal geschlagen hätte, dann hätte er, wie der Prophet sagte, die Syrer vollständig besiegt, nun aber würde er Syrien nur dreimal schlagen (2Kö 13:15-19). In seinen drei Feldzügen gegen die Syrer hatte Joas tatsächlich einen gewissen Erfolg, denn er konnte einige israelitische Städte, die Ben-Hadads Vater Hasael dem Nordreich weggenommen hatte, zurückgewinnen (2Kö 13:24, 25).

    die Lehre für uns
    Dies hier habe ich noch gefunden:

    (Quelle: WT 01.08.05)

    13:14-19.
    Da Jehus Enkel Joas sich nicht anstrengte, sondern mit den Pfeilen nur drei Mal auf die Erde schlug, gelang es ihm nur eine Zeit lang, die Syrer zu besiegen. Jehova erwartet, dass wir Aufgaben, die er uns überträgt, vorbehaltlos und eifrig ausführen.

    (Quelle: WT 15.09.97)

    13:14-19,25.
    Wer wird den „Tag Jehovas“ überleben?

    König Joas konnte die Syrer nicht entscheidend, das heißt nicht „bis zum völligen Ende“, schlagen. Der gesalbte Überrest setzt dagegen mit einem Eifer wie Elisa den Kampf gegen die falsche Anbetung fort. Seine Gefährten mit der irdischen Hoffnung tun dasselbe. Außerdem ist es sicher gut, wenn alle, die den Tag Jehovas zu überleben hoffen, die Worte des eifrigen Elisa über das Schlagen auf die Erde im Sinn behalten. Nehmen wir die Pfeile der Wahrheit, und schlagen wir eifrig damit – immer wieder, ja bis Jehova sagt, daß unsere Tätigkeit abgeschlossen ist.

    (Quelle: WT 01.12.02)

    13:18, 19
    Stärken wir unsere Hände!

    Da Joas sich nicht richtig verausgabt hatte, war er im Kampf gegen die Syrer nur mäßig erfolgreich. Derselbe Grundsatz trifft zu, wenn wir eine Aufgabe erfüllen möchten, die Jehova uns aufgetragen hat. Anstatt uns über Hindernisse Sorgen zu machen, die uns im Weg stehen, oder darüber, wie schwierig sich die Aufgabe gestalten könnte, sollten wir sie engagiert und mit ganzem Herzen anpacken. Wir müssen unsere Hände stärken und zu Jehova um Hilfe aufblicken (Jesaja 35:3, 4).

  94. Juleam 27. Juni 2011 um 07:58 Link zum Kommentar

    „Suchst du ernstlich nach Jehova?“

    ein sehr interessanter WT-Artikel (WT 15.08.03 S. 25 – 28)

    Suchst du ernstlich Jehova

    EIN Zeuge Jehovas, der regelmäßig mit anderen Pendlern im Zug saß, wünschte sich nichts sehnlicher, als diesen Fahrgästen von der guten Botschaft der Bibel zu erzählen (Markus 13:10). Er war jedoch vor Angst wie gelähmt. Gab er deshalb auf? Nein, er betete inbrünstig und bemühte sich zu lernen, wie man mit anderen ins Gespräch kommt. Jehova erhörte seine Bitte und gab ihm die nötige Kraft zum Zeugnisgeben.

    Wer Jehova sucht und von ihm gesegnet werden möchte, sollte ebenso ernsthaft sein. Der Apostel Paulus sagte: „Wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (Hebräer 11:6). Jehova nur zu suchen ist allerdings nicht genug. „Ernstlich suchen“ bedeutet, es intensiv und mit Anstrengung zu tun. Es bedeutet, das ganze Herz, den ganzen Sinn, die ganze Seele und alle Tatkraft einzubeziehen, wie es die zugrunde liegende griechische Verbform anzeigt. Wer Jehova ernstlich sucht, ist nicht gleichgültig, er schont sich nicht und ist auch nicht teilnahmslos. Er sucht ihn eifrig (Apostelgeschichte 15:17).

    Personen, die Jehova ernstlich suchten

    Die Bibel berichtet von vielen Menschen, die sich ernstlich bemühten Jehova zu suchen. Einer davon war Jakob, der seine ganze Kraft aufbot und mit einem materialisierten Engel Gottes bis zum Morgengrauen rang. Daraufhin erhielt Jakob den Namen Israel (Streiter mit Gott), denn er hatte mit Gott „gestritten“ („beharrt“ oder ’sich angestrengt‘). Wegen seines ernsthaften Bemühens segnete ihn der Engel (1. Mose 32:24-30, Fußnote).

    Dann war da noch die nicht namentlich genannte Galiläerin, die 12 Jahre lang an einem Blutfluss litt und ‚viele Schmerzen‘ erduldet hatte. Mit dieser Krankheit durfte sie niemanden berühren. Sie nahm daher ihren ganzen Mut zusammen und ging hinaus, um Jesus zu treffen. Immer wieder sagte sie: „Wenn ich nur seine äußeren Kleider anrühre, werde ich gesund werden.“ Man stelle sich vor, wie sie sich den Weg durch die Menge bahnte, die Jesus folgte und sich um ihn drängte. Als die Frau Jesu äußeres Kleid berührte, spürte sie sofort, dass ‚der Quell ihres Blutes vertrocknete‘ – ihr chronisches Leiden war geheilt! Da Jesus fragte: „Wer hat meine äußeren Kleider angerührt?“, bekam sie Angst. Jesus aber sagte mitfühlend zu ihr: „Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Geh hin in Frieden, und sei von deiner lästigen Krankheit geheilt.“ Ihre Mühe hatte sich gelohnt (Markus 5:24-34; 3. Mose 15:25-27).

    Bei einer anderen Begebenheit bat eine Phönizierin Jesus flehentlich, ihre Tochter zu heilen. Jesus entgegnete ihr, es sei unpassend, das Brot der Kinder kleinen Hunden zu geben. Er wollte damit sagen, er könne nicht auf Kosten würdiger Juden für Nichtjuden sorgen. Obwohl die Frau genau verstanden hatte, was Jesus damit sagen wollte, bettelte sie weiter: „Ja, Herr; aber die kleinen Hunde fressen doch auch die Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“ Von ihrem starken Glauben und ihrer Aufrichtigkeit bewegt, sagte Jesus: „O Frau, dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du es wünschst“ (Matthäus 15:22-28).

    Wie wäre es diesen Personen ergangen, wenn sie sich nicht beharrlich angestrengt hätten? Wären sie gesegnet worden, wenn sie bei der ersten Hürde oder bei der ersten Ablehnung aufgegeben hätten? Kaum! Diese Beispiele verdeutlichen, was auch Jesus sagen wollte, nämlich dass ‚kühne Beharrlichkeit‘ angebracht ist. Wenn man Jehova sucht, ist sie sogar unerlässlich (Lukas 11:5-13).

    Gemäß seinem Willen

    Wurden die Kranken, die, wie oben berichtet, durch ein Wunder geheilt wurden, nur deshalb geheilt, weil sie ernsthaft waren? Nein, ihre Bitten mussten mit Gottes Willen übereinstimmen. Jesus hatte übernatürliche Kräfte erhalten, damit er eindrucksvoll beweisen konnte, dass er Gottes Sohn, der verheißene Messias, war (Johannes 6:14; 9:33; Apostelgeschichte 2:22). Die Wunder Jesu waren außerdem eine Vorschau auf die großartigen Segnungen, die Jehova der Menschheit während der Tausendjahrherrschaft Christi zuteil werden lässt (Offenbarung 21:4; 22:2).

    Es ist nicht mehr Gottes Wille, dass jemand, der die wahre Religion ausübt, durch Wunderkräfte in Zungen reden oder Krankheiten heilen kann (1. Korinther 13:8, 13). Heute besteht Gottes Wille unter anderem darin, dass die gute Botschaft vom Königreich auf der ganzen Erde verkündet wird, damit „alle Arten von Menschen . . . zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2:4; Matthäus 24:14; 28:19, 20). Diener Gottes können zu Recht erwarten, dass ihre inbrünstigen Gebete erhört werden, wenn sie sich im Einklang mit Gottes Willen aufrichtig anstrengen.

    Einige fragen sich vielleicht: „Warum sollen wir uns anstrengen, wenn Gottes Vorsatz letztendlich sowieso verwirklicht wird?“ Jehova könnte natürlich seinen Willen auch ohne menschliches Zutun ausführen, doch es gefällt ihm, Menschen dabei mit einzubeziehen. Man könnte Jehova mit jemand vergleichen, der ein Haus baut. Der Bauherr hat einen vollständigen Bauplan, wählt aber ortsübliche Baumaterialien aus. Jehova hat heute ebenfalls ein Vorhaben auszuführen, und es freut ihn, dabei seine Diener, die sich ihm willig darbieten, einzusetzen (Psalm 110:3; 1. Korinther 9:16, 17).

    Betrachten wir einmal, was der junge Toshio erlebte. Als er auf die Realschule kam, wollte er in seinem einzigartigen Gebiet das größtmögliche Zeugnis geben. Er strengte sich gewissenhaft an, ein vorbildlicher Christ zu sein, und hatte immer seine Bibel dabei. Gegen Ende des ersten Schuljahres bot sich ihm die Gelegenheit, vor der Klasse zu sprechen. Toshio bat Jehova, ihm zu helfen. Dann war er begeistert, als ihm die ganze Klasse bei seinem Referat über das Thema „Mein Ziel, den Pionierdienst zu meiner Laufbahn zu machen“ aufmerksam zuhörte. Er erklärte, er habe vor, ein Vollzeitprediger der Zeugen Jehovas zu werden. Einer der Mitschüler war mit einem Bibelstudium einverstanden, machte gute Fortschritte und ließ sich taufen. Die ernsthaften Bemühungen Toshios stimmten mit seinem Gebet überein und wurden belohnt.

    Wie ernsthaft sind wir persönlich?

    Wir können auf verschiedene Weise zeigen, dass wir Jehova ernstlich suchen und von ihm gesegnet werden möchten. Als Erstes könnten wir etwas so Grundlegendes tun, wie uns gut auf christliche Zusammenkünfte vorzubereiten. Durch gut durchdachte Kommentare, anspornende Vorträge und wirkungsvolle Demonstrationen lassen wir erkennen, wie Ernst es uns damit ist, Jehova zu suchen. Wir können unsere Ernsthaftigkeit auch dadurch beweisen, dass wir die Qualität unseres Dienstes verbessern. Versuchen wir doch einmal, die Menschen an den Türen noch freundlicher anzusprechen, und passen wir ansprechende Einleitungen unserem Gebiet an (Kolosser 3:23). Ein Bruder, der sich tatkräftig einsetzt, eignet sich vielleicht als Dienstamtgehilfe oder Ältester (1. Timotheus 3:1, 2, 12, 13). Wer sich zur Verfügung stellt, wird auch die Freude des Gebens verspüren. Vielleicht kann er beim Bau eines Zweigbüros mithelfen oder in einem Zweigbüro der Zeugen Jehovas mitarbeiten. Wer als Lediger die Voraussetzungen erfüllt, möchte eventuell die Schule zur dienstamtlichen Weiterbildung besuchen, in der geistig gesinnte Männer das Rüstzeug erhalten, gute Hirten zu sein. Verheiratete können womöglich den Missionardienst aufnehmen, wenn sie Jehova vermehrt dienen möchten. Vielleicht kann jemand auch dorthin ziehen, wo mehr Königreichsverkündiger benötigt werden (1. Korinther 16:9).

    Was wirklich zählt, ist die Einstellung, mit der wir zugeteilte Aufgaben bewältigen. Treten wir an jede uns übertragene Aufgabe ernsthaft, tatkräftig und mit „Aufrichtigkeit des Herzens“ heran (Apostelgeschichte 2:46; Römer 12:8). Jede Aufgabe sollten wir als Gelegenheit betrachten, Jehova mit Eifer zu lobpreisen. Wir werden reich belohnt werden, wenn wir Jehova unablässig um Hilfe bitten und unser Bestes geben.

    Ernsthafte Anstrengungen werden belohnt

    Erinnern wir uns noch an den Zeugen, der darum betete, seine Angst zu überwinden, die ihn daran hinderte, anderen Fahrgästen zu predigen? Sein aufrichtiger Wunsch ging mit dem Segen Jehovas in Erfüllung. Er lernte es, andere freundlich anzusprechen und sich mit verschiedenen Themen einzuleiten. Einem Mann, der wegen gespannter zwischenmenschlicher Beziehungen beunruhigt war, konnte er anhand der Bibel wirkungsvoll Zeugnis geben. Mehrere Gespräche mit ihm im Zug führten schließlich zu einem Heimbibelstudium. Diese ernsthaften Bemühungen wurden von Jehova wirklich gesegnet!

    Jeder, der Jehova fortgesetzt ernstlich sucht, kann ähnliche Ergebnisse erzielen. Wenn wir demütig ausharren und in alles, was wir für Jehova tun, unser ganzes Herz hineinlegen, wird er uns im Einklang mit seinen Vorsätzen gebrauchen und uns sehr segnen.

  95. Juleam 18. Juli 2011 um 17:17 Link zum Kommentar

    Warum zerriß die Bärin die Knaben?

    was war daran so schlimm was sie taten? Es waren doch nur Kinder und Kinder sind halt manchmal unvernünftig.
    Warum hatten sie eine so harte Strafe erhalten? War das gerecht?

    6 Betrachten wir ein dramatisches Beispiel für die sofortigen Auswirkungen eines Fluchs. Die Begebenheit trug sich zu, als Elisa, der Prophet Gottes, von Jericho nach Bethel ging. Der Bibelbericht lautet: „Als er auf dem Weg hinaufging, da waren kleine Buben, die aus der Stadt herauskamen und ihn zu verhöhnen begannen und die fortwährend zu ihm sprachen: „Geh hinauf, du Kahlkopf! Geh hinauf, du Kahlkopf!“ Schließlich wandte er sich um und sah sie und rief im Namen Jehovas Übles auf sie herab. Dann kamen zwei Bärinnen aus dem Wald und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder in Stücke“ (2. Könige 2:23, 24). Das, was Elisa im einzelnen sagte, als er diesen Fluch aussprach, indem er Übles auf die höhnenden Kinder herabrief, erfahren wir nicht. Doch der Ausspruch bewirkte etwas, weil er im Namen Jehovas von einem Propheten Gottes geäußert wurde, der im Einklang mit dem göttlichen Willen handelte.

    7 Elisa scheint hauptsächlich deshalb verhöhnt worden zu sein, weil er das Amtsgewand Elias trug und die Kinder keinen Nachfolger jenes Propheten in ihrer Nähe wünschten (2. Könige 2:13). Um jeden Zweifel daran zu beseitigen, daß er der Nachfolger Elias war, und um die jungen Leute und ihre Eltern angebrachten Respekt vor dem Propheten Jehovas zu lehren, rief Elisa im Namen des Gottes Elias Übles auf die höhnende Menge herab. Jehova zeigte deutlich, daß er Elisa als seinen Propheten anerkannte, indem er die beiden Bärinnen veranlaßte, aus dem Wald zu kommen und 42 dieser Spötter in Stücke zu reißen. Die eklatante Respektlosigkeit gegenüber dem Mitteilungskanal, den Jehova damals auf der Erde gebrauchte, ließ ihn so entschieden vorgehen.

    Lehren für uns (aus „Gottes Wort ist lebendig“):

    2:23, 24. Wie es scheint, wurde der kahlköpfige Elisa hauptsächlich verspottet, weil er Elias Amtsgewand trug. Die Kinder erkannten in ihm einen Vertreter Jehovas und wollten ihn vertreiben. Sie sagten zu ihm: „Geh hinauf“, was so viel hieß wie, er solle nach Bethel weitergehen oder weggenommen werden wie Elia. Die Kinder verhielten sich offensichtlich genauso feindselig wie ihre Eltern. Es ist daher unerlässlich, dass Eltern den Kindern beibringen, Vertreter Gottes zu respektieren.

  96. Juleam 4. Oktober 2011 um 15:59 Link zum Kommentar

    WT 01.08.2005

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus 2. Könige

    DAS Bibelbuch 2. Könige schließt direkt an das Buch 1. Könige an. Es berichtet von 29 Königen — 12 im Nordreich Israel und 17 im Südreich Juda. Außerdem schildert es Taten der Propheten Elia, Elisa und Jesaja. Der Bericht reicht bis in die Zeit der Zerstörung von Samaria und Jerusalem, er ist allerdings nicht immer chronologisch. Insgesamt umfasst das Buch einen Zeitraum von 340 Jahren — von 920 bis 580 v. u. Z., dem Jahr, in dem Jeremia das Buch vollendete.

    Welchen Wert hat das Buch 2. Könige für uns? Was lernen wir daraus über Jehova und seine Handlungsweise? Was können wir aus den darin erwähnten Taten der Könige, der Propheten und anderer lernen? Untersuchen wir das Bibelbuch doch einmal daraufhin.

     

    ELISA WIRD ELIAS NACHFOLGER
    (2. Könige 1:1 bis 8:29)

    König Ahasja von Israel fällt durch ein Gitter in seinem Haus und ist schwer verletzt. Der Prophet Elia lässt ihm sagen, dass er sterben wird. Ahasja stirbt und sein Bruder Joram besteigt den Thron. In Juda herrscht unterdessen Josaphat als König. Elia wird im Windsturm weggenommen und sein Gehilfe Elisa wird sein Nachfolger als Prophet. In den etwa 60 Jahren seines darauf folgenden Dienstes wirkt Elisa viele Wunder. (Siehe den Kasten „Die Wunder Elisas“.)

    Als sich der König von Moab gegen Israel auflehnt, ziehen Joram, Josaphat und der König von Edom gegen ihn in den Krieg. Jehova schenkt ihnen den Sieg, weil der treue Josaphat unter ihnen ist. Später plant der syrische König einen Überraschungsangriff gegen Israel. Elisa vereitelt diesen Plan jedoch. Zornig darüber schickt der Syrerkönig „Pferde und Kriegswagen und eine starke Streitmacht“, die Elisa gefangen nehmen soll (2. Könige 6:14). Elisa wirkt zwei Wunder und sendet die Syrer in Frieden zurück. Nach einiger Zeit belagert der syrische König Ben-Hadad Samaria. Dadurch entsteht in der Stadt eine schwere Hungersnot. Doch Elisa sagt ihr Ende vorher.

    Etwas später geht Elisa nach Damaskus. König Ben-Hadad, der nun krank ist, schickt Hasael zu ihm, um zu erfahren, ob er wieder gesund wird. Elisa sagt den Tod des Königs voraus und dass Hasael an seiner statt regieren wird. Am nächsten Tag erstickt Hasael den König mit einem nassen ‘netzförmigen Tuch’ und übernimmt die Herrschaft (2. Könige 8:15, Fußnote). In Juda wird Josaphats Sohn Joram König und nach ihm sein Sohn Ahasja. (Siehe den Kasten „Die Könige von Juda und Israel“.)

    Antworten auf biblische Fragen:

    2:9 — Warum bat Elisa um ‘zwei Anteile an Elias Geist’?
    Elisa brauchte denselben Geist wie Elia, um als Prophet für Israel genauso mutig und furchtlos zu sein wie er. Elisa erkannte das und bat um zwei Anteile an Elias Geist. Er hatte Elia, der ihn zu seinem Nachfolger ernannt hatte, etwa sechs Jahre lang gedient und sah ihn als seinen geistigen Vater an. Elisa war in geistiger Hinsicht wie ein Erstgeborener für Elia (1. Könige 19:19-21; 2. Könige 2:12). Genauso wie ein Erstgeborener am Erbe des Vaters zwei Anteile bekam, erhielt Elisa daher wie erbeten zwei Anteile am geistigen Erbe Elias.

    2:11 — Zu welchem „Himmel“ ‘fuhr Elia im Windsturm auf’?
    Er fuhr weder in die Weiten des Weltalls auf noch zu dem geistigen Himmel, wo sich Gott und die Engel befinden (5. Mose 4:19; Psalm 11:4; Matthäus 6:9; 18:10). Bei dem „Himmel“, zu dem Elia auffuhr, handelt es sich um den Wolkenhimmel (Psalm 78:26; Matthäus 6:26). Der feurige Streitwagen stürmte in die Höhe und nahm Elia offensichtlich mit an einen anderen Ort auf der Erde, wo er eine Zeit lang wohnte. Jahre später schrieb Elia nämlich einen Brief an den jüdischen König Joram (2. Chronika 21:1, 12-15).

    5:15, 16 — Warum nahm Elisa die Gabe Naamans nicht an?
    Elisa lehnte die Gabe ab, weil er anerkannte, dass die Kraft, Naaman durch ein Wunder zu heilen, von Jehova kam und nicht von ihm. Es war für ihn undenkbar, an dem Amt zu verdienen, das Gott ihm übertragen hatte. Auch heute sind wahre Anbeter in ihrem Dienst für Jehova nicht auf persönliche Vorteile aus. Sie beherzigen die Anweisung Jesu: „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt“ (Matthäus 10:8).

    5:18, 19 — Ersuchte Naaman um Vergebung für die Teilnahme an einer religiösen Handlung?
    Der syrische König war offensichtlich alt und schwach und Naaman musste ihn stützen. Wenn sich der König vor Rimmon verbeugte, beugte sich auch Naaman. Doch Naaman beugte sich nur, um dem König Halt zu geben und nicht um anzubeten. Naaman bat um Jehovas Nachsicht in Bezug auf das Erfüllen dieser Pflicht. Elisa glaubte Naaman und sagte zu ihm: „Geh in Frieden.“

    Lehren für uns:

    1:13, 14. Durch Beobachten zu lernen und demütig zu handeln kann Leben retten.

    2:2, 4, 6. Elisa beharrte darauf, bei Elia zu bleiben, obgleich er bereits etwa sechs Jahre sein Bediensteter war. Das ist ein gutes Beispiel für treue Freundschaft! (Sprüche 18:24).

    2:23, 24. Wie es scheint, wurde der kahlköpfige Elisa hauptsächlich verspottet, weil er Elias Amtsgewand trug. Die Kinder erkannten in ihm einen Vertreter Jehovas und wollten ihn vertreiben. Sie sagten zu ihm: „Geh hinauf“, was so viel hieß wie, er solle nach Bethel weitergehen oder weggenommen werden wie Elia. Die Kinder verhielten sich offensichtlich genauso feindselig wie ihre Eltern. Es ist daher unerlässlich, dass Eltern den Kindern beibringen, Vertreter Gottes zu respektieren.

    3:14, 18, 24. Jehovas Wort erfüllt sich immer.

    3:22. Die Morgensonne spiegelte sich im Wasser und ließ es blutrot aussehen. Vielleicht enthielt die Erde der frisch ausgehobenen Gräben roten Ton. Jehova kann Naturerscheinungen für seine Zwecke nutzen.

    4:8-11. Eine Sunamitin nahm Elisa gastfreundlich auf, weil sie erkannte, dass er „ein heiliger Mann Gottes“ war. Sollten wir nicht treue Anbeter Jehovas ebenso aufnehmen?

    5:3. Ein israelitisches Mädchen glaubte daran, dass Gott Wunder wirken kann. Sie hatte auch den Mut, über ihren Glauben zu reden. Wer noch jung ist, sollte sich fragen: Bemühe ich mich, meinen Glauben an Gottes Verheißungen zu stärken, und nehme ich meinen Mut zusammen, um Lehrern und Schülern von der biblischen Wahrheit zu erzählen?

    5:9-19. An Naamans Beispiel ist deutlich zu erkennen, dass ein stolzer Mensch demütig werden kann (1. Petrus 5:5).

    5:20-27. Wie teuer es einem doch zu stehen kommt, wenn man versucht ein Doppelleben zu führen! Wir laufen weniger Gefahr ein solches Leben zu führen, wenn wir an den Kummer und das Leid denken, die es mit sich bringen kann.

     

    ISRAEL UND JUDA GERATEN IN GEFANGENSCHAFT
    (2. Könige 9:1 bis 25:30)

    Jehu wird zum König über Israel gesalbt. Er geht unverzüglich daran, das Haus Ahabs niederzuschlagen, und geschickt ‘vertilgt er den Baal aus Israel’ (2. Könige 10:28). Als Ahasjas Mutter Athalja erfährt, dass Jehu ihren Sohn getötet hat, macht sie sich auf, vernichtet die ganze Nachkommenschaft des Königtums von Juda und reißt den Thron an sich (2. Könige 11:1). Nur Ahasjas kleiner Sohn Joas wird gerettet, sechs Jahre versteckt gehalten und danach als König über Juda eingesetzt. Solange ihn der Priester Jehojada anleitet, handelt er, wie es in Jehovas Augen recht ist.

    Alle Könige, die nach Jehu über Israel regieren, handeln schlecht in Jehovas Augen. In den Tagen von Jehus Enkel stirbt Elisa. Ahas ist der vierte, der nach Joas als König in Juda regiert, und er ‘tut nicht, was recht ist in den Augen Jehovas’ (2. Könige 16:1, 2). Sein Sohn Hiskia erweist sich jedoch als ein König, der ‘fest zu Jehova hält’ (2. Könige 17:20; 18:6). Im Jahr 740 v. u. Z., als Hiskia König von Juda und Hoschea König von Israel ist, nimmt der Assyrerkönig Salmanassar Samaria ein und führt Israel in die Gefangenschaft (2. Könige 17:6). Später werden im Gebiet Israels Ausländer angesiedelt und die samaritische Religion entsteht.

    Von den sieben Königen, die Hiskia in Juda auf den Thron folgen, unternimmt nur Josia etwas, um das Land von der falschen Anbetung zu säubern. 607 v. u. Z. nehmen die Babylonier schließlich Jerusalem ein und ‘Juda geht von seinem Boden hinweg ins Exil’ (2. Könige 25:21).

    Antworten auf biblische Fragen:

    13:20, 21 — Stützt das in diesem Text erwähnte Wunder die Reliquienverehrung?
    Nein, ganz und gar nicht. Die Bibel enthält keinen Hinweis, dass Elisas Gebeine je verehrt wurden. Das Wunder war Gottes Macht zuzuschreiben, genauso wie alle vorherigen Wunder Elisas.

    15:1-6 — Warum schlug Jehova Asarja (15:6, Fußnote: Usija) mit Aussatz?
    ‘Sobald Usija stark war, wurde sein Herz hochmütig, sodass er gegenüber Jehova, seinem Gott, treulos handelte und in den Tempel Jehovas kam, um auf dem Räucheraltar Räucherwerk zu verbrennen.’ Als die Priester gegen Usija auftraten und zu ihm sprachen: „Geh aus dem Heiligtum hinaus“, geriet er in Wut und er wurde an seiner Stirn mit Aussatz geschlagen (2. Chronika 26:16-20).

    18:19-21, 25 — War Hiskia mit den Ägyptern verbündet?
    Nein. Dieser Vorwurf Rabschakes war genauso falsch wie seine Behauptung, er sei mit „Ermächtigung von Jehova“ heraufgekommen. Der treue König Hiskia vertraute ausschließlich auf Jehova.

    Lehren für uns:

    9:7, 26. Das harte Urteil über das Haus Ahabs lässt erkennen, wie sehr Jehova die Götzenanbetung und das Vergießen von unschuldigem Blut verabscheut.

    9:20. Dass Jehu als forscher Wagenlenker bekannt war, sprach für seinen Eifer beim Ausführen von Aufträgen. Sind wir als eifrige Königreichsverkündiger bekannt? (2. Timotheus 4:2).

    9:36, 37; 10:17; 13:18, 19, 25; 14:25; 19:20, 32-36; 20:16, 17; 24:13. Wir können davon überzeugt sein, dass das ‘Wort, das aus Jehovas Mund hervorgeht, bestimmt Erfolg hat’ (Jesaja 55:10, 11).

    10:15. Jonadab nahm die Einladung Jehus, zu ihm auf den Streitwagen zu steigen, vorbehaltlos an. Die „große Volksmenge“ unterstützt den neuzeitlichen Jehu, Jesus Christus, und seine gesalbten Nachfolger genauso bereitwillig (Offenbarung 7:9).

    10:30, 31. Obwohl sich Jehu nicht als makellos erwies, schätzte Jehova alles, was er für ihn tat. ‘Gott ist nicht ungerecht, dass er unsere Arbeit vergessen würde’ (Hebräer 6:10).

    13:14-19. Da Jehus Enkel Joas sich nicht anstrengte, sondern mit den Pfeilen nur drei Mal auf die Erde schlug, gelang es ihm nur eine Zeit lang, die Syrer zu besiegen. Jehova erwartet, dass wir Aufgaben, die er uns überträgt, vorbehaltlos und eifrig ausführen.

    20:2-6. Jehova ist der „Hörer des Gebets“ (Psalm 65:2).

    24:3, 4. Wegen der Sünden Manasses war Jehova nicht gewillt Juda Vergebung zu gewähren. Gott sieht über das Vergießen von unschuldigem Blut nicht hinweg. Wir können sicher sein, dass Jehova unschuldiges Blut rächen wird, indem er die Verantwortlichen vernichtet (Psalm 37:9-11; 145:20).

     

    Für uns von Wert

    Das Bibelbuch 2. Könige beschreibt Jehova als jemand, der Verheißungen wahr macht. Dass die Untertanen der beiden Königreiche in die Gefangenschaft geführt wurden — zuerst Israel und später Juda —, führt uns eindringlich vor Augen, wie sich das prophetische Urteil aus 5. Mose 28:15 bis 29:28 erfüllte. In diesem Buch wird Elisa als überaus eifriger Prophet für Jehovas Namen und die wahre Anbetung geschildert. Hiskia und Josia werden als demütige Könige beschrieben, die Gottes Gesetz beachteten.

    Ist es nicht wertvoll, über die Einstellung und die Handlungsweise der Könige, Propheten und anderer, die in 2. Könige erwähnt werden, nachzusinnen und zu erkennen, wonach wir streben und was wir vermeiden sollten? (Römer 15:4; 1. Korinther 10:11). Ja, „das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus“ (Hebräer 4:12).

    [Kasten/Bild auf Seite 10]

    DIE WUNDER ELISAS
    1. Die Wasser des Jordan teilen sich (2. Könige 2:14)
    2. Die Wasserquelle Jerichos bringt nicht mehr schlechtes, sondern gesundes Wasser hervor (2. Könige 2:19-22)
    3. Bären greifen junge Übeltäter an (2. Könige 2:23, 24)
    4. Streitmächte werden mit Wasser versorgt (2. Könige 3:16-26)
    5. Eine Witwe erhält Speiseöl (2. Könige 4:1-7)
    6. Eine zuvor unfruchtbare Sunamitin bekommt ein Kind (2. Könige 4:8-17)
    7. Ein Kind wird auferweckt (2. Könige 4:18-37)
    8. Ein giftiges Eintopfgericht wird genießbar (2. Könige 4:38-41)
    9. Hundert Mann werden von 20 Broten satt (2. Könige 4:42-44)
    10. Naaman wird vom Aussatz geheilt (2. Könige 5:1-14)
    11. Gehasi wird mit Naamans Aussatz geschlagen (2. Könige 5:24-27)
    12. Ein Axteisen schwimmt plötzlich (2. Könige 6:5-7)
    13. Ein Diener sieht himmlische Streitmächte (2. Könige 6:15-17)
    14. Die syrische Streitmacht wird mit Blindheit geschlagen (2. Könige 6:18)
    15. Die syrische Streitmacht kann wieder sehen (2. Könige 6:19-23)
    16. Ein Toter lebt wieder (2. Könige 13:20, 21)

  97. Juleam 25. Juni 2012 um 12:28 Link zum Kommentar

    2. Könige 1 – 3

    2. Könige 1:9

    Sofort schickte er einen Truppenführer mit fünfzig Mann los, um den Propheten gefangen zu nehmen. Sie fanden ihn auf dem Gipfel eines Berges. Der Truppenführer ging zu ihm hinauf und befahl: »Bote Gottes, du sollst sofort mit uns kommen – auf Anordnung des Königs!«

    Jetzt klärt sich die Frage ja, warum Elia den Boten und die Gefolgschaft „umbrachte“. Sie waren nicht gekommen, um ihn auf Wunsch des Königs zu holen, damit er selbst mit Elia sprechen könne – sondern sie wollten ihn verhaften.

    Warum hätte er das zulassen sollen, wo er nicht einmal etwas Schlechtes getan hatte?

    Wie war das bei uns formuliert, dass ich es so sehr missverstehen konnte?

    Und er sandte dann einen Obersten über fünfzig mit seinen fünfzig zu ihm. Als dieser zu ihm hinaufging, da saß er auf dem Gipfel des Berges. Er redete nun zu ihm: „Mann des [wahren] Gottes, der König selbst hat geredet: ‚Komm doch herab.‘ “

    ah so – deshalb!

    Bei uns wird der Gedanke, dass sie kamen, um ihn gefangen zu nehmen, nicht rüber. Darum…

  98. Juleam 25. Juni 2012 um 12:51 Link zum Kommentar

    2. Könige 4 – 6

    2. Könige 4:9-10

    Eines Tages sagte die Gastgeberin zu ihrem Mann: »Ich bin sicher, dass der Mann, der oft zu uns kommt, ein heiliger Bote Gottes ist! 10 Wollen wir ihm nicht im oberen Stockwerk ein kleines Zimmer einrichten? Wir stellen ihm ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und eine Lampe hinein. So kann er sich zurückziehen und etwas ausruhen, wenn er uns besucht.«

    Wie wir sehen, ist dies eine Frau, die Gott liebt und sich gern und bereitwillig unter ihren Mann als theokratisches Haupt unterordnet.

    Sie beschließt nicht einfach – sondern sie fragt ihren Mann. Sie ist auch ausgeglichen in ihrer Unterordnung, sie scheint den Sinn verstanden zu haben:

    Viele meinen ja, dass die Rolle der Frau in der Bibel eher einem Sklaven gleich kommt. Die arme dürfe ja nichts, mitdenken sei verpönt. Aber dass dies so nicht stimmt, haben wir ja bereits bei Abigail gesehen.

    Auch diese Frau ist keine seelenlose Marionette, sondern sie macht sich Gedanken. Und dies scheinbar immer im Zusammenspiel mit Jehova und ihrem Glauben. Erst waren sie wohl nur gastfreundlich, wie es damals unter Juden üblich war. Aber dann haben sie und ihr Mann diesen Mann kennengelernt und festgestellt, dass dieser „ein Mann Gottes“ ist. Sie verwechselt ihre Bewunderung dafür nicht mit Liebe, sondern weiss, was agape ist. So macht sie sich Gedanken, wie man diesen Mann unterstützen könnte, so dass er sich noch mehr auf seinen Auftrag, den er von Gott bekommt, konzentrieren kann. Vielleicht hat sie bereits mit Jehova das Für und Widert abgewaegt. Sie will ihren Mann ja nicht mit Vorschlägen belästigen, die nicht umsetzbar, nicht vernünftig oder in Jehovas Augen falsch sind.

    Nun teilt sie ihrem Mann das Ergebnis ihrer Überlegungen mit und fragt ihn, was er davon hält. Sie entscheidet nicht einfach und sagt: „wir machen das so“, wie vorher Isebel. So gibt sie ihrem Mann die Gelegenheit, selbst über alles nachzudenken und dann als Haupt der Familie die Entscheidung zu treffen.

    Sie versucht auch nicht, ihn zu manipulieren, indem sie andeutet, er würde sonst Jehova kränken, oder sie selbst könne sonst nicht mehr glücklich sein. Ihr Mann hat die Chance, völlig neutral abzuwägen und dann zu entscheiden – ohne Angst zu haben, dass seine Frau sonst sauer und unleidlich ist.

    Wirklich ein sehr gutes Beispiel für uns heute

  99. Juleam 25. Juni 2012 um 12:53 Link zum Kommentar

    2. Könige 4:29

    »Gehasi, mach dich sofort fertig zum Aufbrechen!«, befahl Elisa seinem Diener. »Nimm meinen Stab, und eile so schnell wie möglich nach Schunem. Wenn du unterwegs jemandem begegnest, beginn keine Unterhaltung, und wenn dich einer anredet, gib keine Antwort! Geh und leg meinen Stab auf das Gesicht des Jungen!

    Hier ist der strittige Satz sehr schön übersetzt: es ging nicht darum, kein freundliches Gesicht zu machen oder kurz „Hallo“ zu erwidern, wenn jemand ihn von Weitem grüße. Er sollte bloß keine Unterhaltung beginnen.

    Dies stimmt mit den Erklärungen überein, die wir in den vergangenen Jahren dazu herausgesucht haben

  100. Juleam 25. Juni 2012 um 13:07 Link zum Kommentar

    2. Könige 4:18-37 Elisa erweckt den Sohn seiner Gastgeberin wieder zum Leben

    18 Inzwischen war der Junge größer geworden. Eines Tages lief er aufs Feld hinaus zu seinem Vater, der dort mit den Arbeitern Getreide erntete. 19 Auf einmal begann der Junge zu jammern: »Mein Kopf tut so weh!« Sofort befahl der Vater einem der Knechte: »Trag ihn schnell nach Hause!« 20 Der Knecht brachte den Jungen nach Hause zu seiner Mutter. Sie setzte sich hin und nahm ihn auf den Schoß. Gegen Mittag aber starb er.

    21 Da trug sie das tote Kind ins obere Schlafzimmer hinauf, legte es auf das Bett des Propheten und schloss den Raum ab. Dann eilte sie auf das Feld hinaus 22 und rief ihrem Mann zu: »Ich brauche einen Knecht und eine Eselin! Ich muss sofort zu dem Propheten. Ich bin bald wieder zurück.« 23 Erstaunt fragte ihr Mann: »Warum willst du ihn ausgerechnet heute besuchen? Es ist doch kein Feiertag, weder Neumond noch Sabbat!« Sie ging gar nicht auf die Frage ein, sondern verabschiedete sich kurz 24 und lief zurück, um die Eselin zu satteln. Dann befahl sie ihrem Diener: »Treib das Tier tüchtig an, damit wir schnell vorankommen. Halt erst an, wenn ich es sage!«

    25 So kam sie zum Propheten Elisa an den Berg Karmel. Als er sie von weitem kommen sah, sagte er überrascht zu seinem Diener Gehasi: »Da kommt ja unsere Gastgeberin aus Schunem! 26 Lauf ihr entgegen, und frag sie, ob es ihr, ihrem Mann und dem Kind gut geht!« »Ja, ja, es geht uns gut«, antwortete sie auf Gehasis Frage. 27 Doch kaum war sie bei Elisa auf dem Berg, da fiel sie vor ihm nieder und umklammerte seine Füße. Gehasi wollte sie wegstoßen, aber Elisa wehrte ab: »Lass sie! Irgendetwas bedrückt sie sehr, aber ich weiß nicht was, denn der Herr hat mir nichts gesagt.«

    28 Da brach es aus ihr heraus: »Habe ich dich, mein Herr, etwa um einen Sohn gebeten? Habe ich damals nicht sogar abgewehrt und gesagt, du sollst mir keine falschen Hoffnungen machen?« 29 »Gehasi, mach dich sofort fertig zum Aufbrechen!«, befahl Elisa seinem Diener. »Nimm meinen Stab, und eile so schnell wie möglich nach Schunem. Wenn du unterwegs jemandem begegnest, beginn keine Unterhaltung, und wenn dich einer anredet, gib keine Antwort! Geh und leg meinen Stab auf das Gesicht des Jungen!«

    30 Doch die Mutter bestand darauf, dass Elisa selbst mitkam. Sie sagte: »So gewiss der Herr lebt und so gewiss du lebst: Ohne dich gehe ich nicht nach Hause!«
    Da gab er nach und ging mit ihr. 31 Gehasi war vorausgeeilt und hatte den Stab auf das Gesicht des toten Jungen gelegt. Doch ohne Erfolg – der Junge bewegte sich nicht und gab auch keinen Laut von sich. Da kehrte Gehasi wieder zurück, um es Elisa zu melden. Unterwegs traf er ihn und berichtete: »Er ist nicht aufgewacht!«

    32-33 Als Elisa in Schunem angekommen war, ging er allein hinauf in sein Zimmer und verriegelte die Tür hinter sich. Noch immer lag das Kind regungslos auf dem Bett. Elisa betete zum Herrn. 34 Dann legte er sich so auf den toten Jungen, dass sein Mund auf dem Mund des Kindes lag, seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Händen. Während er so dalag, wurde der Leib des Toten langsam warm. 35 Der Prophet stand auf, verließ das Zimmer und ging im Haus umher. Schließlich kehrte er zurück und legte sich noch einmal auf den Jungen. Da nieste das Kind siebenmal und schlug die Augen auf.

    36 Elisa rief nach Gehasi und befahl ihm: »Hol schnell unsere Gastgeberin!« Als sie das Zimmer betrat, sagte Elisa zu ihr: »Hier ist dein Sohn.« 37 Die Frau warf sich vor dem Propheten zu Boden. Dann ging sie zusammen mit ihrem Sohn hinunter.

    Da lohnt es sich doch glatt, sich die Dienstansprache von Bruder Harns „Geistige Totenauferweckung in unserer Zeit“ noch mal anzuhören und sich die Punkte wieder in den Sinn zu rufen, welchen Fehler Gehasi gemacht hat und wie das auf uns und den Predigtdienst zutrifft:

    Gehasi hatte kein Taktgefühl und kein Mitgefühl, sonst hätte er bemerkt, dass die Frau zutiefst bekümmert war.

    Im Gegensatz zu ihm, riegelte Elisa die Tür hinter sich zu, bevor er sich daran machte, sich um den toten Jungen zu kümmern. Wenn wir im Predigtdienst Schaufenster ansehen oder sich unsere Gespräche um alles mögliche drehen, aber nicht um den Predigtdienst und das, was wir an den Türen sagen wollen, dann haben wir die Tür nicht abgeriegelt. Dann kann es sogar passieren, dass wir das Öffnen der Tür als lästige Unterbrechung für unsere Privatgespräche empfinden.

    Gehasi hatte vergessen, vorher zu beten. Wie konnte er annehmen, dass er so etwas Bedeutendes wie eine Auferweckung zustande bringen könnte, ohne Jehova vorher um Hilfe zu bitten? Hätte Elisa ihn darauf hinweisen müssen? Konnte er sich das nicht denken? Beten wir, bevor wir in den Dienst gehen und vielleicht sogar zwischendurch oder an der Tür, wenn unser Partner das Gespräch führt? Das ist auf jeden Fall sinnvoller, als ihm ins Wort zu fallen, oder unsererseits eine Publikation anzubieten.

    Im Gegensatz zu Gehasi ging Elisa auf den Jungen ein. „Er legte seinen Mund auf seinen Mund“ – er passte sich dem Jungen an. Dies können wir auch tun, indem wir in einfachen und verständlichen Worten zu den Wohnungsinhabern reden, nicht in Fachbegriffen, die sie eh nicht verstehen. Manche lernen sogar eine Fremdsprache, um die Botschaft in einer Sprache zu bringen, die der Gegenüber versteht.

    „Er legte seine Augen auf die Augen des Jungen“. Er passte sich in der Sichtweise an. Wir sollten uns versuchen, uns in den Gegenüber hineinzuversetzen, dann erreichen wir auch sein Herz.

    „Er legte seine Hand auf dessen Hand“. Dies muss einige Verrenkungen erfordert haben. Aber er wollte sich ganz anpassen. Dies können wir, indem wir z.B. die Zeiten anpassen, wann wir in den Dienst gehen. Gehen wir dann, wenn die Leute Zeit haben, oder dorthin, wo sie sich aufhalten? Was, wenn jemand Zeit für ein Gespräch hat, wenn wir gerade lieber ein Fußballspiel ansehen? Machen wir dann bei uns persönlich Abstriche?

    „Der Knabe nieste – siebenmal“. Auch unsere Interessierten niessen. Dies geschieht in der Regel, wenn wir einen Fremdkörper in die Nase bekommen, dann reagieren wir. Wenn die Interessierten auf das, was sie aus der Bibel lernen, ist das ein Zeichen, dass (geistiges) Leben in sie kommt. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn derjenige auf einmal den Namen Jehovas im Gespräch benutzt. Wenn nach einer sehr langen Zeit kein Lebenszeichen kommt – keine Veränderung – dann sollten wir die Studien einstellen. Denn es könnte sein, dass wir sie von Satan erhalten haben. Als Ablenkung, damit wir nicht so viel Zeit für den Haus-zu-Haus-Dienst haben und so nicht diejenigen finden, die wirklich interssiert sind.

    „Er gab ihn seiner Mutter zurück“. Auch wir sollten die Interessierten der Mutter – der Organisation Jehovas – „zurückgeben“. Sie sind nicht „unsere Interessierten“. Wir wollen sie nicht zu sehr auf uns prägen, denn sie sollen ja Jesu Jünger werden und nicht unsere. Das können wir tun, indem wir immer mit unterschiedlichen Dienstpartnern zum Studiem gehen, damit derjenige schon einige kennt, wenn er in die Versammlung kommt.

    Wie wir sehen, können wir aus dieser Auferweckung des Sohnes der Sulamitin viel für uns und das Predigtwerk lernen. Denn auch wir wollen Menschen von den Toten auferwecken – vom geistigen Tod. Denn dieser bedeutet ja im Schluß auch den physischen Tod, wenn Jehova all diejenigen vernichtet, die seinem Wort und seiner Guten Botschaft nicht gehorchen…

  101. Juleam 25. Juni 2012 um 13:09 Link zum Kommentar

    2. Könige 6:8

    Der König von Syrien führte Krieg gegen Israel. Nach ausführlicher Beratung mit seinen Heerführern entschied er, wo die syrischen Truppen ihr Lager aufschlagen sollten.

    Warum nun auf einmal Krieg?

    Hatte er nicht erst kurz zuvor seinen Heerobersten Naaman nach Israel geschickt, damit dieser vom Aussatz befreit würde? Was war in der Zwischenzeit geschehen?

    Und seine Heerführer, mit denen er sich beriet – war Naaman auch dabei? Er wollte doch dem Gott Israels dienen. Konnte er da guten Gewissens gegen SEIN Volk in den Krieg ziehen?

    Oder bringe ich mal wieder etwas durcheinander?

  102. Juleam 25. Juni 2012 um 13:10 Link zum Kommentar

    2. Könige 6:25

    In der eingeschlossenen Stadt brach eine große Hungersnot aus. Schließlich kostete ein Eselskopf 80 Silberstücke, und für eine Hand voll Taubenmist musste man 5 Silberstücke bezahlen.

    Wozu brauchte man Taubenmist?

    Den Eselskopf konnte man vielleicht kochen und essen oder an die Hunde verfüttern. Aber was machte man in Zeiten des Hungers mit Taubenkot? Doch nicht etwa essen???

  103. Juleam 27. Juni 2012 um 09:07 Link zum Kommentar

    2. Könige 7 – 10

    2. Könige 8:17-19

    Joram wurde mit 32 Jahren König und regierte acht Jahre in Jerusalem. 18 Er war mit einer Tochter Ahabs verheiratet und folgte in allem dem schlechten Vorbild seines Schwiegervaters. Er verehrte Götzen wie die Könige von Israel und tat, was der Herr verabscheute. 19 Doch der Herr wollte Juda nicht vernichten, weil er seinem Diener David versprochen hatte: »Immer wird einer deiner Nachkommen König über Juda sein.«

    Das hört sich ja fast so an, als habe Jehova voreilig sein Versprechen an David gegeben?

    Wir wissen, dass Jehova weit in die Zukunft sehen kann. Warum hatte er von dieser Fähigkeit keinen Gebrauch gemacht?

    Ist es nicht furchtbar, dass Jehova sich im Prinzip selbst daran gehindert hat, seine gerechten Wege zu ändern? Auf der einen Seite hatte er seinem Volk durch Moses die Flüche mitteilen lassen, die über sie kommen würden, wenn sie anderen Göttern nachlaufen würden. Demnach hätte er hier aufräumen „müssen“ – und auf der anderen Seite das Versprechen an David.

    Also muss Jehova die beiden Aspekte gegeneinander abgewägt haben. Aber wonach hat er denn die Entscheidung getroffen? Warum hat er sich eher dafür entschieden, das Versprechen David gegenüber einzuhalten? Weil dies ein genau definiertes Versprechen war?

    Könnte es sein, dass genau hierin die Sicherheit der Israeliten begründet lag, dass ihnen nichts passieren könne, solange nur der Tempel ihre Zuflucht war? Einfach, weil er darüber seinen Segen gesprochen hatte. Hatten sie vielleicht gedacht, dies sei eine ebensolche verzwickte Situation wie jetzt hier und Jehova würde sich für SEIN Haus entscheiden?

  104. Juleam 27. Juni 2012 um 09:12 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:1-13

    1 Jehu wird zum König gesalbt
    Eines Tages rief Elisa einen Prophetenjünger zu sich und befahl ihm: »Mach dich sofort auf nach Ramot in Gilead! Nimm diesen Ölkrug mit! 2 In Ramot sollst du einen gewissen Jehu suchen. Er ist ein Sohn Joschafats und Enkel Nimschis. Ruf ihn von den anderen Heerführern weg, und geh mit ihm in einen Raum, wo ihr ungestört miteinander reden könnt! 3 Dort hol deinen Ölkrug hervor, und gieß Jehu das Öl über den Kopf. Sag ihm: ›So spricht der Herr: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt.‹ Danach darfst du keinen Augenblick länger dort bleiben! Du musst sofort fliehen!«

    4 Der Prophetenjünger, der ein Diener Elisas war, machte sich auf den Weg nach Ramot in Gilead. 5 Als er dort ankam, saßen gerade alle Heerführer zusammen. Er ging zu ihnen und sagte: »Ich muss mit dem Heerführer reden!« »Mit welchem von uns?«, fragte Jehu den Mann, und er antwortete: »Mit dir!«

    6 Da stand Jehu auf und ging mit ihm ins Haus. Der Prophet goss das Öl über Jehus Kopf und sagte:
    »So spricht der Herr, der Gott Israels: ›Ich habe dich zum König über mein Volk Israel gesalbt. 7 Du sollst alle Nachkommen König Ahabs, deines Herrn, umbringen, denn sie haben meine Diener, die Propheten, ermordet! So räche ich mich an ihnen und an Isebel. Sie hat das Leben von so vielen Menschen auf dem Gewissen, die mir gedient haben. 8 Keiner aus Ahabs Familie soll überleben. In ganz Israel werde ich alle männlichen Nachkommen von ihm ausrotten, ob jung oder alt. 9 Es wird dem Geschlecht Ahabs ergehen wie den Geschlechtern Jerobeams, des Sohnes Nebats, und Baschas, des Sohnes Ahijas. 10 Isebel wird nicht begraben, sondern die Hunde werden sie fressen auf einem Grundstück in Jesreel.‹« Nach diesen Worten verließ der Prophetenjünger das Haus und floh.

    11 Als Jehu wieder herauskam und sich zu den anderen Heerführern setzte, fragten sie ihn: »Ist alles in Ordnung? Was wollte dieser Verrückte von dir?« Jehu antwortete ausweichend: »Ach, ihr kennt doch diese Sorte Menschen und ihr Geschwätz!« 12 Doch sie gaben sich nicht zufrieden: »Mach uns doch nichts vor! Was wollte er? Los, heraus mit der Sprache!« Schließlich berichtete Jehu, was der Mann ihm gesagt hatte und dass er ihn auf Befehl des Herrn zum König über Israel gesalbt hatte.

    13 Da zogen die Heerführer schnell ihre Mäntel aus und legten sie vor Jehu als Teppich auf die Treppe. Dann bliesen sie in das Signalhorn und riefen: »Es lebe Jehu, unser König!«

  105. Juleam 27. Juni 2012 um 09:17 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:27-29

    Als König Ahasja von Juda sah, was geschehen war, floh er in Richtung Bet-Gan. Jehu jagte ihm nach und befahl seinen Soldaten: »Schießt auch auf ihn!« Bei der Steigung von Gur in der Nähe von Jibleam wurde Ahasja getroffen, floh aber weiter. Er kam noch bis nach Megiddo, wo er schließlich starb. 28 Seine Diener brachten den Leichnam auf einem Wagen nach Jerusalem und begruben ihn dort in der »Stadt Davids«, einem Stadtteil Jerusalems, im Grab der Königsfamilie. 29 Ahasja war im 11. Regierungsjahr Jorams, des Sohnes Ahabs, König über Juda geworden.

    Warum auch Ahasja? Wieso mußte der mit getötet werden? War er mit Joram verwandt? Im Einsichtenbuch heißt es hierzu:

    Er war erst 22 Jahre alt, als er auf den Thron kam. Von Athalja, seiner herrschsüchtigen Mutter, der Tochter Ahabs und Isebels, ließ er sich zum Bösen beeinflussen (2Kö 8:25-27; 2Ch 22:2-4).

    Ein Vergleich des Berichts in 2. Könige 9:21-28 mit dem in 2. Chronika 22:7-9 zeigt, daß sich wahrscheinlich folgendes ereignete: Auf dem Weg nach Jesreel begegnete Jehu Joram und Ahasja. Er streckte Joram nieder; Ahasja dagegen floh. Jehu jagte ihm damals nicht nach, sondern begab sich nach Jesreel, um sein Werk als Urteilsvollstrecker dort zu beenden. Inzwischen versuchte Ahasja zu entkommen und nach Jerusalem zurückzukehren, kam aber nur bis Samaria, wo er sich dann versteckt hielt. Die Männer Jehus, die ihn verfolgten, entdeckten ihn dort, nahmen ihn gefangen und brachten ihn zu Jehu, der sich bei Jibleam aufhielt, einer Ortschaft in der Nähe von Jesreel. Als Jehu Ahasja sah, befahl er seinen Männern, ihn in seinem Wagen zu töten. Auf dem Weg nach Gur, in der Nähe von Jibleam, schlugen sie ihn nieder und verwundeten ihn. Ahasja konnte aber entkommen und floh nach Megiddo, wo er an seinen Verletzungen starb. Er wurde nach Jerusalem gebracht und dort begraben. Die Berichte über seinen Tod widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich.

    Nach 2. Chronika 22:7 war Ahasjas Tod „von Gott aus“. Demnach handelte Jehu als Gottes Urteilsvollstrecker, als er diesen Mann, der mit dem verurteilten Haus Ahabs Gemeinschaft pflegte, erschlug.

  106. Juleam 27. Juni 2012 um 09:20 Link zum Kommentar

    2. Könige 9:32-33

    Jehu sah hinauf und rief: »Wer im Palast hält zu mir?« Zwei oder drei Hofbeamte schauten heraus.

    33 »Werft sie herunter!«, befahl Jehu ihnen.
    Da stürzten sie die Königin aus dem Fenster.

    Es gehörte bestimmt jede Menge Mut und Gottvertrauen dazu, hier und jetzt Stellung zu beziehen. Immerhin war es die Königin.

    Wieso haben sie es getan? Weil sie Isebel nicht leiden konnten? Weil sie wußten, dass Jehova Jehu als König gesalbt hatte? War das denn schon bekannt?

    Vielleicht fühlten sie sich ja auch von dem Götzendienst der Königin angewidert, da sie selbst aufrichtige Anbeter Jehovas waren

  107. Juleam 27. Juni 2012 um 09:22 Link zum Kommentar

    2. Könige 10:2-3

    Darum fordere ich euch mit diesem Brief auf: 3 Sucht den tüchtigsten und fähigsten der Königssöhne aus, und krönt ihn zum Nachfolger seines Vaters. Dann kämpft für euren König!«

    Abgesehen davon, dass die Empfänger der Briefe nicht darauf eingingen – was hätte es denn geändert, wenn sie es getan hätten?

    Hatte Jehu nicht den Auftrag von Jehova, alle Nachkommen Ahabs auszurotten? Wenn die Männer auf sein Angebot eingegangen wären, hätten ja auch sie ihr Leben verloren. Dabei hatten sie doch gar nichts damit zu tun – oder?

  108. Juleam 27. Juni 2012 um 09:28 Link zum Kommentar

    2. Könige 10:18-27

    Jehu rottet die Baalspriester aus

    18 Danach rief Jehu das ganze Volk zusammen und kündigte an: »Schon Ahab hat unseren Gott Baal verehrt, aber ich, Jehu, diene ihm noch viel eifriger!

    19-20 Ich habe bereits das erste große Opferfest für ihn vorbereitet. Ruft deshalb alle Propheten Baals, alle Priester und alle, die ihm dienen, hierher! Keiner von ihnen darf fehlen! Wer nicht kommt, wird mit dem Tode bestraft. Ruft ein großes Opferfest aus!«

    So stellte Jehu den Anhängern Baals eine Falle, um sie alle umzubringen. Das Fest wurde überall angekündigt. 21 Jehu schickte seine Boten durch das ganze Land Israel. Aus allen Gegenden strömten die Leute, die Baal verehrten, zu seinem Tempel, bis er zum Bersten voll war.

    22 Vor Beginn des Festes befahl Jehu dem Verwalter der königlichen Kleiderkammer, allen Anhängern Baals Festkleider zu geben. 23 Danach gingen Jehu und Jonadab, der Sohn Rechabs, zusammen in den Baalstempel. Jehu sagte zu den Anhängern Baals: »Schaut noch einmal nach, ob sich wirklich keiner im Tempel aufhält, der den Herrn verehrt. Bei dem Opfer dürfen nur Leute dabei sein, die Baal dienen!«

    24 Während die beiden nach vorne zum Altar gingen, um Schlacht- und Brandopfer darzubringen, stellten sich rund um den Tempel achtzig Mann auf. Jehu hatte sie bestellt und ihnen angedroht: »Wehe dem, der einen einzigen dieser Baalsverehrer entkommen lässt! Mit seinem eigenen Leben muss er es bezahlen. Ich will, dass ihr sie alle umbringt!«

    25 Sobald Jehu das Brandopfer dargebracht hatte, befahl er seinen Leibwächtern und Offizieren: »Geht hinein, und tötet sie! Keiner darf entkommen!« Da stachen die Leibwächter und Offiziere Jehus alle im Tempel mit ihren Schwertern nieder und warfen die Leichen hinaus. Dann drangen sie in den innersten Raum des Tempels ein, 26 holten die geweihten Steinsäulen Baals heraus und warfen sie ins Feuer. 27 Die Gedenksäule Baals stürzten sie um und rissen den ganzen Tempel nieder. Bis heute wird dieser Ort als öffentlicher Abort benutzt.

    Und noch mal die Frage: war es in Ordnung, dass Jehu dem Götzen Baal ein Opfer dar brachte – um die Baalsanbeter auszurotten und auch die Juden, die nicht ganz so loyal waren?

    Bleibt es denn nicht dennoch ein Opfer für einen Götzen? Die ersten Christen sind lieber gestorben, als irgendwelche Zugeständnisse zu machen…

  109. Juleam 27. Juni 2012 um 09:34 Link zum Kommentar

    In dem Vorjahren hatte ich Stoff dazu rausgesucht, wieso Jehova Jehu für sein Blutvergießen zur Rechenschaft zieht.

    Wo stand das denn? Ich habe jetzt hier in der Hoffnung für Alle nichts dazu gefunden. Hier ist nirgendwo die Rede davon. Warum nicht?

    Nach den Tagen Jehus ließ Jehova durch den Propheten Hosea jedoch sagen: „Noch eine kleine Weile, und ich werde bestimmt am Hause Jehus Abrechnung halten wegen der Taten des Blutvergießens Jesreels, und ich werde die Königsherrschaft des Hauses Israel gewiß aufhören lassen“ (Hos 1:4).

    ach so, deshalb hatte ich es jetzt nicht bei der Bibellese gefunden…

  110. Juleam 27. Juni 2012 um 15:35 Link zum Kommentar

    2. Könige 11 – 14:20

    2. Könige 11:13

    Als Atalja das Freudengeschrei der Leibwächter und der Volksmenge hörte, kam auch sie zum Tempel.

    Wo war sie denn gewesen? War sie nicht die Königin von Gottes Volk? Warum war sie an diesem religiösen Tag nicht auch im Tempel anwesend?

    Machte sie sich garnicht erst mehr die Mühe, sich den Anschein zu geben, eine Anbeterin Jehovas zu sein? Sieht ja fast so aus

  111. Juleam 27. Juni 2012 um 15:41 Link zum Kommentar

    2. Könige 11:14

    Entsetzt zerriss Atalja ihr Obergewand und schrie: »Verrat, Verrat!«

    Interessant, dass gerade sie von Verrat spricht!

    Ist dies nicht der rechtmäßige König? Und war nicht sie selbst diejenige, die alle in Frage kommenden Kandidaten auf den Thron vor Jahren ausgerottet hatte?

    Was genau stellte hier den Verrat dar? Dass ihre Intrige nicht aufgegangen ist und doch tatsächlich ein rechtmäßiger Anwärter auf den Thron ihre Aktion überlebt hatte? Wie konnte das bloß passieren? Was für ein Verrat!

    Das erinnert mich an das alte Drama mit Isebel, dass ich heute Nacht – wieder mal passend zu dem gelesenen Stoff in der Bibel – angehört habe:

    Auch Isebal hatte alle wahren Anbeter Jehovas beseitigt, sie hatte Naboth durch eine infame Intrige zu Tode gebracht, weil „dieser Trottel unbedingt an Gottes Geboten festhalten mußte“. Bei jeder Schlechtigkeit hatte diese „Dame“ ihre Hand im Spiel. Von ihr kam nichts Gutes. Nur Schaden für andere. Für ihre egoistischen Zwecke geht sie Zeit ihres Lebens über Leichen. Aber als Jehu die Männer auffordert, diese Intrigantin aus dem Fenster zu werfen, dann ruft auch sie: „Verrat!“

    Ich staune immer wieder, wie solche Personen mit zweierlei Mass messen: wenn sie andere uebervorteilen, falsch anklagen, verleumden oder zu Tode bringen – dann ist das legitim. Wenn sich jemand mit ihr gegen einen anderen verbündet – dann ist er ganz toll. Wenn sich das Ganze aber gegen sie selbst richtet – dann ist dies „Verrat!!!“ – oh, wie schrecklich!

    Da denke ich dann wieder an die Sprüche, die mein Vater uns Kinder von klein auf gelehrt hat: „wie man in den Wald hinein ruft – so schallt es heraus“. Oder noch besser: „behandle andere immer so, wie du selbst behandelt werden willst“. Somit hat sie ebenso wie Athalja diesen „Verrat“ ja geradezu herausgefordert.

    Es gibt noch einen guten Spruch – der damals im übrigen auch durch Salomo bereits bekannt war: „wer anderen eine Grube gräbt – fällt selbst hinein!“

    Genau dies ist den beiden „ach so netten Frauen“ passiert: sie sind in die Grube gefallen, die sie selbst für andere gegraben haben. Auch wenn dies lange gedauert hat:

    Athalja war immerhin bereits im 7. Regierungsjahr und auch Isebel hatte 10 Jahre auf ihre gerechte Strafe warten müssen“.

    Aber wie wir sehen: unser Gott ist absolut gerecht. Er sieht alles und er wird einem jeden gemäß seinem eigenen Werk vergelten – auch wenn er oftmals lange auf „seinen Lohn warten muss“!

  112. Juleam 27. Juni 2012 um 15:43 Link zum Kommentar

    2. Könige 12:1-2

    Joasch war 7 Jahre alt, als er König von Juda wurde. 2 Er trat die Herrschaft im 7. Regierungsjahr König Jehus von Israel an

    Nanu? Athalja und Jehu hatten das selbe Regierungsjahr – das 7.?

    Jawohl! Und das liegt daran, dass Jehu die Nachfolge von Isebels Sohn angetreten hatte und Athalja die von Joram. Beide Könige sind ja am selben Tag bei der selben Gelegenheit und von demselben Mann getötet worden – von Jehu, als er mit dem Haus Ahabs Abrechnung hielt!

  113. Juleam 27. Juni 2012 um 15:44 Link zum Kommentar

    2. Könige 12:5-6

    Eines Tages erklärte Joasch den Priestern: »Das Geld, das als heilige Gabe in den Tempel gebracht wird, soll euch Priestern gehören. Das betrifft die Tempelsteuer, das Geld zur Einlösung von Gelübden und die freiwilligen Spenden für den Tempel des Herrn. 6 All diese Gelder sollen die Geldeinnehmer an euch Priester weitergeben. Davon müsst ihr aber auch die Reparaturen bezahlen, die am Tempel anfallen.«

    Ach so! Und ich hatte es bisher so verstanden, als wenn se die Gelder komplett veruntreut hatten.

    Aber hier war die Anweisung: „es gehört alles euch, aber bitte verwendet auch etwas davon zur Ausbesserung des Tempels“. Dies erklärt auch, warum es so lange dauert, bis er ihnen auf die Finger klopft:

    7 Doch als im 23. Regierungsjahr König Joaschs am Tempel immer noch nichts ausgebessert worden war, 8 rief der König Jojada und die anderen Priester zu sich und stellte sie zur Rede:

    Denn 16 Jahre sind schon eine sehr lange Zeit, um wegzusehen, wenn das ganze Geld für die Ausbesserung des Tempels genommen werden sollte…

  114. Juleam 27. Juni 2012 um 15:46 Link zum Kommentar

    2. Könige 12:9

    Die Priester waren einverstanden, auf die Abgaben des Volkes zu verzichten, dafür aber auch nicht mehr für die Ausbesserungen am Tempel verantwortlich zu sein

    Von welcher Verantwortung reden sie denn hier?

    Ich habe nicht das Gefühl, dass sie die Verantwortung für die Ausbesserungsarbeiten des Tempels besonders ernst genommen hatten – denn in den Versen davor heißt es ja, dass in den immerhin 16 Jahren davor überhaupt nichts passiert ist.

    Wollen die uns hier wirklich weiss machen, dass in den ganzen Jahren nichts übrig geblieben ist? Wenn ihnen der Tempel wirklich wichtig gewesen wäre, hätten sie dann nicht bei ihren persönlichen Ausgaben Abstriche gemacht?

    Irgendwie empfinde ich die Aussage hier in dem Vers als blanken Hohn:

    „ja, ok, ab sofort bekommt der Tempel alles. Wie gut, dass du daran gedacht hast. Aber wenn das so ist, dann sieh selbst zu, wie das geregelt wird. Wir verzichten auf unser Geld, aber dafür rühren wir in dieser Angelegenheit keinen Finger mehr. Wie froh wir darüber sind, denn der Job war echt stressig!“

    Dabei hatten sie ja bisher wohl nicht einen Finger in dieser Hinsicht gerührt!

    Hier tun sie so großmütig – aber in Wirklichkeit hatten sie die ganze Zeit nur ihre eigenen Interessen im Auge gehabt – nicht die Jehovas

    Wie mag Jehova dabei wohl empfunden haben, als sie sich hier so super „einverstanden erklärten“?

  115. Juleam 27. Juni 2012 um 15:57 Link zum Kommentar

    2. Könige 13:10

    Joasch, der Sohn des Joahas, wurde König von Israel im 37. Regierungsjahr König Joaschs von Juda.

    Daher auch immer wieder die Verwirrung hier in den Büchern der Könige: die selben Namen tauchen immer wieder auf – nur oftmals auf verschiedenen Seiten. Hier sieht man es sehr schön: zweimal König Joas – einmal der König von Juda und einmal der König von Israel. Beide regieren zeitgleich!

    Dies zeigt auch wieder, warum es so wichtig ist, die Bibel als Ganzes und möglichst zügig zu lesen: wenn wir nur den Tagestext lesen… (ja ja, das hat die Jule schon oft erzählt *gähn*, das wissen wir ja schon alles).

    Ok, aber wenn wir die Bibel „nur“ in dem 4-Jahresprogramm der TPDS lesen, oder ein Bibelleseprogramm wählen, wie ich es auch schon mal benutzt habe – die Bibel zwar in einem Jahr, aber Montags Geschichte, Dienstags Lyrik, anderen Tag Prophetie, dann Evanhgelien usw. – dann geht auch der Zusammenhang irgendwie verloren, da wir nicht am Ball bleiben. Dann fällt es nicht auf und wir verlieren den Faden und fragen uns, wieso Joas nun auf einmal König von Israel ist und wir verlieren den Überblick. Dann verstehen wir ab einem gewissen Punkt gar nichts mehr und sind froh, wenn das Buch endlich vorbei ist.

    Der Vorteil davon, die Bibel jedes Jahr einmal in chronologischer Reihenfolge zu lesen, ist eindeutig: mit der Zeit verstehen wir die Zusammenhänge immer besser und lernen auch unseren Gott nicht nur besser kennen, sondern verstehen auch immer besser, warum er so handelt, wenn sein Tun für uns gerade mal wieder schwer verständlich ist.

    Denn einen Anbeter Jehovas macht nicht in erster Linie aus, dass er den Namen Jehovas trägt, sich mit anderen versammelt und von Haus zu Haus geht. Einen wahren Anbeter macht es aus, dass er Jehova liebt. Dass er ihn gut kennt – oder kennen lernt, wie wir es getan haben, als wir anfingen die Bibel zu studieren und in die Wahrheit kamen und wie die Anfänge der Bibelforscher belegen.

    Als Russel anfing, ging es darum, die Bibel und Jehova immer besser kennen zu lernen, die Zusammenhänge zu verstehen und entsprechend zu handeln. Dies waren die Anfänge der heutigen Zeugen Jehovas. Sie unterschieden sich von den anderen Religionen durch ihre tiefe Liebe zu Gottes Wort, dadurch, dass sie beständig darin gegraben haben. Ähnlich wie die ersten Christen, die nach und nach die Zusammenhänge des GESETZES verstanden und dieses Verständnis umsetzten und mit anderen teilten (Siehe auch das Buch „Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes“, das ich vor einiger Zeit wieder angefangen habe zu lesen).

    Dies ist ein Automatismus: die tiefen Wahrheiten in Gottes Wort sind begeisternd und wir müssen einfach davon reden – ohne, dass man es uns sagen muss. Aber der Anfang davon ist die Liebe zu Gottes Wort und dem Schöpfer selbst, dem wir ja durch das Lesen darin immer näher kommen.

    Daher muss unser erstes Ziel sein, uns intensiv mit der Bibel zu beschäftigen und das auf uns wirken zu lassen und anwenden – und es dann mit anderen teilen!

    Wenn Gottes Wort nicht in mir selbst lebendig und wirksam ist – wie will ich es dann mit anderen teilen?

    Es stimmt, dass uns manche Passagen uninteressant vorkommen, vielleicht auch gerade deshalb, weil wir den Sinn und den Zusammenhang nicht verstehen. „Was haben die alten Könige mit uns zu tun?“ und „warum muss ich das GESETZ kennen?“ – es gilt ja für uns heute nicht mehr.

    Aber irgendwo müssen wir ja anfangen und mit jedem Mal, wo wir von vorn anfangen, macht es mehr Spaß, weil die Dinge auf einmal Sinn ergeben. Dadurch, dass das Lesen der Offenbarung gerade mal ein viertel Jahr zurück liegt, wenn wir vom Einrichten der Stiftshütte lesen, kommen uns die Gegenstände auf einmal vertraut vor. Wir stellen einen Zusammenhang her und begreifen auf einmal, warum wir auch heute noch mit diesen Vorgaben Jehovas vertraut sein sollten. Und so baut sich unsere Erkenntnis über Jehova nach und nach auf und dadurch kommen wir unserem Gott immer näher. Wir freuen uns schon darauf, Zeit mit ihm zu verbringen, weiter zu lesen und wir sind dankbar, dass wir wieder etwas mehr verstanden haben. So, wie die ersten Bibelforscher ihre neuen Erkenntnisse voller Begeisterung mit anderen geteilt haben, so drängt es uns auch, raus zu den Menschen zu gehen und ihnen diese begeisternde Botschaft mitzuteilen. Und damit stecken wir die anderen an.

    Wenn ich nur einmal die Woche in mein Gebiet gehe, klingel und den Wohnungsinhaber frage, ob er „was zu Lesen“ will – reiße ich ihn damit vom Hocker? Oder wenn ich ihm lahm ein Bibelstudium anbiete – ohne selbst vor Begeisterung von Gottes Wort zu brennen – weckt dies dann wohl sein Interesse?

    Naja, ich schweife wohl wieder ab. Sorry

  116. Juleam 27. Juni 2012 um 15:58 Link zum Kommentar

    2. Könige 13:21

    Eines Tages wollte man in dem Dorf, wo Elisa begraben lag, einen Mann beerdigen. Plötzlich tauchte eine dieser Banden auf. Weil sie schnell fliehen wollten, warfen die Trauernden den Toten in Elisas Grab. Kaum aber kam der Tote mit den Gebeinen des Propheten in Berührung, wurde er wieder lebendig und stand auf.

    Ist dies vielleicht der Grund dafür, warum man die Gebeine der Apostel oder anderer gottesfürchtiger Männer so hütet und als heilig verehrt? Weil man sich von ihnen Wunder verspricht?

  117. Juleam 27. Juni 2012 um 15:59 Link zum Kommentar

    2. Könige 14:8

    Nach diesem Sieg schickte Amazja Boten zu Joasch von Israel, dem Sohn von Joahas und Enkel von Jehu, und ließ ihm sagen: »Lass uns gegeneinander Krieg führen! Dann sehen wir, wessen Heer stärker ist!«

    Warum eigentlich?

    Waren sie denn nicht alle Brüder? Und dienten sie nicht dem selben Gott – Jehova?

    Hätte sie dies nicht vereinen müssen? Ganz besonders, weil sie mit diesem Glauben an den einen Gott ziemlich allein da standen. Um sie herum diente man doch vielen verschiedenen Gottheiten. Die religiösen Bräuche standen doch im starken Gegensatz zu dem, was Jehova in seinem Gesetz hatte festhalten lassen. Hätte sie dies nicht vereinen müssen?

    Worum stritten sie sich eigentlich – worum ging es ihnen dabei? Ging es wirklich darum, wessen Heer stärker ist? War dies nicht ein sehr ungleicher Wettbewerb? Immerhin bestand Juda aus 10 Stämmen und Israel nur aus 2. Das sind ja 10 gegen 2 – ziemlich unfair – oder?

  118. Juleam 27. Juni 2012 um 16:01 Link zum Kommentar

    2. Könige 14:13-14

    Anschließend rückte Joasch bis nach Jerusalem vor und riss die Stadtmauer auf einer Länge von 200 Metern ein, vom Ephraimtor bis zum Ecktor. 14 Er plünderte alles Gold und Silber und alle kostbaren Gegenstände aus den Schatzkammern des Tempels und des Königspalasts. Mit dieser Beute und einer Anzahl von Geiseln kehrte er nach Samaria zurück.

    Wie weit hatten sie sich doch bereits von Jehova entfernt. Hatten sie vergessen, dass sie mal ein Volk waren und der Tempel das Haus Gottes – gebaut nach den Plänen Jehovas?

    Wenn es das Haus Gottes war, wie konnten sie es dann plündern – und meinen, sie wären Jehovas Anbeter?

    Aber so langsam macht auch vieles für mich mehr Sinn. Nun verstehe ich die Diskussion, die Jesus mit der Samariterin am Brunnen führte. Da ging es ja darum, wo Gott angebetet werden sollte – ob im Tempel oder auf dem Berg in Samaria. Die Juden nahmen scheinbar bereits hier den Tempel Jehovas nicht mehr für voll. Sonst hätten sie kaum den Tempel geplündert.

    Ging es bei dem Streit zwischen Juda und Israel vielleicht um genau diesen Punkt: wer von uns ist wirklich ein wahrer Anbeter Gottes?

    Was hatte Jesus noch mal auf die Frage der Frau geantwortet? …

  119. Juleam 1. Juli 2012 um 20:29 Link zum Kommentar

    2. Könige 15 – 17

    2. Könige 15:8-16 Reich Israel

    8 König Secharja von IsraelSecharja, der Sohn Jerobeams, wurde König von Israel im 38. Regierungsjahr König Asarjas von Juda. Er regierte sechs Monate in Samaria. 9 Wie seine Vorgänger tat auch er, was der Herr verabscheute, und behielt den Götzendienst bei, zu dem Jerobeam, der Sohn Nebats, die Israeliten verführt hatte. 10 Schallum, der Sohn Jabeschs, zettelte eine Verschwörung gegen ihn an und erschlug ihn in aller Öffentlichkeit. Dann wurde er an seiner Stelle König.

    11 Alles Weitere über Secharja ist in der Chronik der Könige von Israel festgehalten.

    12 Der Herr hatte Jehu zugesagt, dass seine Nachkommen bis in die vierte Generation hinein als Könige über Israel herrschen würden. Dieses Versprechen hatte sich nun erfüllt.

    König Schallum von Israel

    13 Schallum, der Sohn Jabeschs, wurde König von Israel im 39. Regierungsjahr König Asarjas von Juda und regierte genau einen Monat in Samaria. 14 Dann kam Menahem, der Sohn Gadis, von Tirza nach Samaria, erschlug Schallum in der Stadt und wurde an seiner Stelle König.

    15 Alles Weitere über Schallum und seine Verschwörung steht in der Chronik der Könige von Israel.

    16 Menahem eroberte von Tirza aus die Stadt Tifsach und das dazugehörige Gebiet. Denn ihre Bürger wollten sich ihm nicht freiwillig unterwerfen. Allen schwangeren Frauen ließ er den Bauch aufschlitzen.

    Was für Zustände!

    Kein Wunder, dass Jehova beschlossen hat, diesem schmutzigen Treiben ein Ende zu bereiten. Was für eine Schande, dass sich so Menschen benehmen, die zu seinem Volk gehören. Unfassbar!

  120. Juleam 1. Juli 2012 um 20:31 Link zum Kommentar

    2. Könige 15:19

    Während seiner Regierungszeit rückte der assyrische König Tiglat-Pileser mit seinem Heer gegen Israel an. Menahem gab ihm 35 Tonnen Silber. Er wollte sich damit die Unterstützung Tiglat-Pilesers erkaufen, um die eigene Macht zu festigen. Tatsächlich zog Tiglat-Pileser seine Truppen ab und ließ die Israeliten unbehelligt.

    Warum suchen wir eigentlich immer an der falschen Stelle nach Unterstützung? Er war doch „ein Anbeter Jehovas“, zumindest gehörte er zu seinem Volk.

    Warum sucht er nicht die Unterstützung bei Jehova? Der ist doch mächtiger als alle anderen. Mit IHM an unserer Seite brauchen wir keine Angst haben. Warum gibt er nicht lieber Jehova das, was dieser von ihm erwartet? Der König will ja auch eine Gegenleistung.

    Oder ist es einfacher, irgendwelche materiellen Dinge aufzutreiben und zu bezahlen – als Jehovas Willen zu tun?

  121. Juleam 1. Juli 2012 um 20:32 Link zum Kommentar

    2. Könige 15:27

    Pekach, der Sohn Remaljas, wurde König von Israel im 52. Regierungsjahr König Asarjas von Juda. Er regierte zwanzig Jahre in Samaria.

    Es ist sehr auffällig, dass die Könige von Israel immer nur für sehr kurze Zeit regiert haben. Hier ist nach langer Zeit wieder eine Ausnahme. Woran liegt das?

    In Israel regiert der eine König ein Jahr, der andere nur einen Monat usw – wohingegen der König von Juda 59 Jahre regiert. Warum ist hier so ein Unterschied?

    Ok, in Israel wird ein König nach dem anderen umgebracht, weil ein anderer König sein will. Aber warum ist dies in Israel so – in Juda aber nicht? Hängt das mit dem zusammen, was Jehova über Jehus Haus gesagt hatte?

  122. Juleam 1. Juli 2012 um 20:33 Link zum Kommentar

    2. Könige 16:7

    Ahas schickte Boten zu Tiglat-Pileser, dem König von Assyrien, und ließ ihm sagen: »Ich unterwerfe mich dir und stelle mich unter deinen Schutz! Die Könige von Syrien und Israel haben mich angegriffen. Komm doch, und befrei mich von ihnen!«

    und wieder: warum geht er zum König – statt zu Jehova?

    Warum sucht er nicht bei seinem Gott Zuflucht? Weil es gar nicht mehr sein Gott ist? Weil er weiss, dass Jehova verabscheut, was er tut?

    Aber warum unterwirft er sich dann nicht lieber Jehova anstatt einem Menschen? Jehova würde ihn niemals betrügen oder übervorteilen. Also warum geht er zu einem Menschen?

  123. Juleam 1. Juli 2012 um 20:35 Link zum Kommentar

    2. Könige 16:10-16 Ahas entweiht den Tempel

    10 (2. Chronik 28, 22-27)
    König Ahas ging nach Damaskus, weil er dort mit dem assyrischen König Tiglat-Pileser zusammentreffen wollte. In Damaskus sah Ahas einen Altar, der ihm sehr gefiel. Er schickte ein Modell davon an den Priester Uria, gab die genauen Maße an und beschrieb alle Einzelheiten. 11 Uria baute den Altar nach dieser Vorlage und stellte ihn fertig, bevor der König aus Damaskus zurückkehrte.

    12 Wieder in Jerusalem angekommen, sah Ahas sich den neuen Altar an. Er stieg die Stufen hinauf 13 und brachte selbst die ersten Opfer dar: Er verbrannte Brand- und Speiseopfer, goss ein Trankopfer aus und sprengte das Blut eines Dankopfers an den Altar.

    14 Zwischen dem Tempel und dem neuen Altar stand immer noch der bronzene Altar, auf dem die Opfer für den Herrn dargebracht wurden. Ihn ließ der König von der Vorderseite des Tempels wegtragen und hinter den neuen Altar stellen. 15 Dem Priester Uria befahl Ahas: »Von jetzt an wirst du alle Opfer auf dem großen Altar darbringen: sowohl die täglichen Morgen- und Abendopfer als auch die verschiedenen Opfer für den König und für das Volk – die Brandopfer, Speiseopfer und Trankopfer. Auch das Blut der Opfertiere sollst du nur noch an den neuen Altar sprengen. Den alten bronzenen Altar aber werde nur noch ich benutzen, wenn ich von Gott Weisungen einholen will.« 16 Der Priester Uria tat, was der König ihm befohlen hatte.

    Bedeutet der letzte Teil, dass Ahas sich sehr wohl bewußt ist, dass Jehova den neuen Altar nicht gutheisst? Daher werden die „unwichtigen“ Opfer auf dem neuen Altar dargebracht. Aber wenn er wirklich Kontakt zu Jehova will, dann benutzt er den richtigen – der so gefertigt wurde, wie es Jehova angeordnet hatte?

  124. Juleam 1. Juli 2012 um 20:40 Link zum Kommentar

    2. Könige 17:5-7 Der Untergang Samarias

    5 Salmanassar ließ seine Truppen in Israel einmarschieren. Sie rückten bis nach Samaria vor und belagerten die Stadt drei Jahre lang. 6 Im 9. Regierungsjahr Hoscheas eroberte König Salmanassar Samaria und verschleppte die Israeliten nach Assyrien. Einen Teil der Gefangenen siedelte er in der Gegend von Halach an, andere in der Provinz Gosan am Fluss Habor und in den Städten Mediens.

    7 Dies alles war geschehen, weil die Israeliten gegen den Herrn, ihren Gott, gesündigt hatten

    Hier sind wir also an dem Punkt, wo die ersten von Gottes Volk ins Exil gehen. Hier finden wir dann auch später Hesekiel wieder, der von Jehova zu seinem Volk in Juda gesandt wird, um sie zu warnen – damit ihnen nicht dasselbe widerfährt, wie dem Volk Israel hier.

    Für mich persönlich wichtig, weil ich seit einigen Wochen das Buch zu Hesekiel ‘Die Nationen sollen erkennen, daß ich Jehova bin’ — Wie? lese. Hier muss ich immer wieder unterbrechen und nachfragen, weil ich es mit der Geschichte nicht so habe. Aber begriffen habe ich, dass Hesekiel bereits viele Jahre zuvor schon im Exil war, als er die Juden davor warnt, dass Jehova auch sie ins Exil schicken wird. Ein sehr interessantes Buch, dass ich noch nicht kannte, weil es vor meiner Zeit war (1972). Mir war gar nicht klar, wieviele Parallelen es zwischen dem Buch Hesekiel und der Offenbarung gibt und wie sehr das uns heute alles betrifft. Auch die Sache mit Gog von Magog war für mich immer wie „bömische Dörfer“. Ich hatte nichts begriffen. In dem Buch wird alles so toll erklärt, dass ich endlich kapiere, wovon da die Rede ist. Aber dazu mehr, wenn wir bei der Bibellese beim Buch Hesekiel sind.

    Aber durch das Lesen der „alten“ Bücher achte ich in diesem Jahr mehr auf den geschichtlichen Hintergrund beim Lesen der Bibel.

    Hier sind wir also ab dem Punkt, wo das Zehnstämmereich Israel ins Exil nach Assyrien geht.

  125. Juleam 1. Juli 2012 um 20:56 Link zum Kommentar

    2. Könige 17:24-34 Fremde Völker werden in Samarien angesiedelt

    24 Der assyrische König ließ Einwohner der Städte Babylon, Kuta, Awa, Hamat und Sefarwajim nach Samarien bringen und sie dort in den verlassenen israelitischen Städten ansiedeln. Sie nahmen das Land und die Städte in Besitz. 25 Doch die neuen Bewohner verehrten nicht den Herrn. Deshalb ließ der Herr Löwen in die Gegend kommen, die viele Menschen töteten.

    26 Bald wurde dem assyrischen König gemeldet: »Die Völker, die du in den Städten Samariens angesiedelt hast, wissen nicht, wie der Gott dieses Landes verehrt werden muss. Darum hat er Löwen in das Land geschickt; schon haben sie viele Menschen getötet! Und das nur, weil niemand weiß, was der Gott dieses Landes von ihnen verlangt.« 27 Da befahl der König von Assyrien: »Einer der Priester, die aus Samarien hierher gebracht wurden, soll in seine Heimat zurückkehren und wieder dort wohnen. Er soll den Menschen sagen, wie der Gott des Landes verehrt werden möchte!«

    28 Daraufhin kehrte ein Priester aus der Verbannung zurück. Er wohnte in Bethel und erklärte den neuen Bewohnern des Landes, wie sie dem Herrn dienen sollten. 29 Aber die Siedler hielten weiterhin auch an ihren Götzen fest. Jede Volksgruppe machte sich ihre Götzenstatue und stellte sie in eines der Höhenheiligtümer, die von den Israeliten überall gebaut worden waren. 30 Die Siedler aus Babylon errichteten eine Statue des Gottes Sukkot-Benot, die aus Kuta stellten ein Standbild Nergals auf, die aus Hamat eine Statue Aschimas; 31 die Awiter verehrten die Götter Nibhas und Tartak, und die Siedler aus Sefarwajim verbrannten ihre Söhne als Opfer für ihre Götter Adrammelech und Anammelech. 32 Sie alle verehrten den Herrn, aber zugleich weihten sie Männer aus ihren eigenen Reihen zu Priestern, die in den Höhenheiligtümern für sie Opfer darbrachten. 33 Sie dienten dem Herrn und gleichzeitig ihren Göttern, wie es in den Ländern Brauch war, aus denen sie gekommen waren.

    34 Und so ist es bis heute geblieben: Die Bewohner Samariens leben nach ihren alten Bräuchen, anstatt dem Herrn allein zu dienen. Sie halten sich nicht an seine Weisungen und Gebote, sie beachten das Gesetz nicht, das der Herr den Nachkommen Jakobs, den Israeliten, gegeben hat.

    Interessant, dass Jehova hier scheinbar auch von den neuen Bewohnern des Landes erwartet, dass sie seinen Geboten folgen. Dabei haben sie ja keinen Bund mit ihm geschlossen. Ganz im Gegensatz zu seinem eigenen Volk Israel, das ihn jahrhundertelang mit ihrem Götzendienst verspottete.

    Aber das Ganze erinnert mich auch an die Zeiten, wo das Christentum zur Staatsreligion erhoben wurde und die „neu-Bekehrten“ einfach ihre Bräuche mit denen der christlichen Anbetung verwoben und so die ganzen heidnischen Feiertage entstanden.

    im 4. Jahrhundert wurde das verfälschte Christentum von Kaiser Konstantin offiziell anerkannt. Kirchenführer haben Elemente aus dem Heidentum übernommen und ihnen einen christlichen Anstrich gegeben. So haben sie wirklich viel verdreht. Das Ergebnis von alldem kann man heute noch in den Lehren und Bräuchen der Christenheit sehen.
    aus dem Buch „Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich“

  126. Juleam 8. Juli 2012 um 17:51 Link zum Kommentar

    2. Könige 18 – 19

    2. Könige 18:1-8

    1 König Hiskia von Juda(2. Chronik 29, 1-2; 31, 1)
    Im 3. Regierungsjahr König Hoscheas von Israel, des Sohnes Elas, trat Hiskia, der Sohn des Königs Ahas von Juda, die Herrschaft an. 2 Er wurde mit 25 Jahren König und regierte neunundzwanzig Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Abi, sie war eine Tochter Secharjas. 3 Hiskia tat, was dem Herrn gefiel. In allem folgte er dem Beispiel seines Vorfahren David. 4 Er ließ die Heiligtümer auf den Hügeln zerstören, zerschmetterte die Steine, die fremden Göttern geweiht waren, und das Standbild der Göttin Aschera. Er zerschlug auch die bronzene Schlange, die Mose einst gemacht hatte, denn die Israeliten verbrannten vor ihr immer wieder Weihrauch als Opfer. Man nannte sie Nehuschtan.

    5 Hiskia vertraute dem Herrn wie kein König von Juda vor ihm und nach ihm. 6 Er liebte den Herrn und diente ihm. Er hielt sich an alle Gebote, die der Herr einst Mose für Israel gegeben hatte.

    7 Darum stand der Herr ihm bei und ließ ihm alles gelingen, was er unternahm.

    Hiskia konnte sich von der Herrschaft des assyrischen Königs befreien. 8 Er schlug die Philister bis nach Gaza zurück und verwüstete die ganze Gegend – Stadt und Land.

    nach David der erste König über Jehovas Volk, der mit ganzem Herzen dabei war. Wie wichtig dies ist, erkennen wir, wenn wir den BZK „Behüte dein Herz“ auf uns wirklen lassen

  127. Juleam 8. Juli 2012 um 17:56 Link zum Kommentar

    2. Könige 18:17-37

    Aber der assyrische König schickte drei seiner höchsten Würdenträger – sie trugen die Titel Rabschake, Tartan und Rabsaris – mit einem starken Heer von Lachisch nach Jerusalem. Dort stellte sich das Heer bei der Wasserleitung des oberen Teiches auf. Sie liegt an der Straße zu dem Feld, auf dem die Tuchmacher ihre Stoffe bleichen. 18 Die drei Würdenträger verlangten sofort den König zu sprechen. Hiskia schickte drei seiner Hofbeamten zu ihnen hinaus: den Palastverwalter Eljakim, einen Sohn Hilkijas, den Hofsekretär Schebna und den Berater Joach, einen Sohn Asafs.

    19 Der Rabschake gab ihnen eine Botschaft an König Hiskia mit:
    »Der mächtige König von Assyrien lässt dir sagen: Worauf vertraust du eigentlich, dass du dich so sicher fühlst? 20 Schöne Worte allein erringen keinen Sieg. Was du brauchst, sind gute Berater und lange Kriegserfahrung. Von wem erhoffst du dir Rückendeckung, dass du es wagst, dich gegen mich aufzulehnen? 21 Ausgerechnet von Ägypten erwartest du Hilfe? Auf diesen zerbrochenen Stab willst du dich stützen? Er hat noch jedem die Hand durchbohrt, der sich auf ihn stützte. So ist nämlich der Pharao: Er lässt alle im Stich, die sich auf ihn verlassen! 22 Vielleicht sagt ihr jetzt: ›Wir vertrauen auf den Herrn, unseren Gott!‹ Aber hast du, Hiskia, nicht alle Altäre und Opferstätten dieses Gottes niedergerissen? Hast du nicht dem Volk in ganz Juda und Jerusalem befohlen, sich nur noch vor dem einen Altar in Jerusalem niederzuwerfen? Und da sollte dieser Gott euch nun noch helfen wollen?

    23 Der König von Assyrien bietet dir folgende Wette an: Er schenkt dir zweitausend Pferde, wenn du die Reiter dafür aufbringen kannst. Wetten, dass es dir nicht gelingt? 24 Ihr könnt doch nicht einmal irgendeinem unbedeutenden Truppenführer meines Herrn die Stirn bieten. Ihr setzt ja eure ganze Hoffnung auf die Ägypter, weil sie viele Streitwagen besitzen. 25 Und noch etwas lässt dir der König sagen: Du denkst wohl, wir seien gegen den Willen des Herrn hier einmarschiert, um alles zu verwüsten? Dann irrst du dich aber! Der Herr selbst hat mir befohlen, dieses Land zu erobern und zu zerstören.«

    26 Hier unterbrachen Schebna, Joach und Eljakim, der Sohn Hilkijas, den Rabschake. »Bitte, rede aramäisch mit uns, Herr«, baten sie. »Sprich nicht hebräisch! Die Leute aus dem Volk oben auf der Mauer verstehen sonst jedes Wort.« 27 Doch der Rabschake erwiderte: »Meint ihr, mein Herr habe mich mit dieser Botschaft nur zu euch und eurem Herrn geschickt? Nein, gerade die Männer dort oben auf der Stadtmauer sollen es hören! Bald schon werden sie so wie ihr den eigenen Kot fressen und Harn saufen.«

    28 Dann wandte er sich zur Stadtmauer hin und rief laut auf Hebräisch: »Hört, was der mächtige König von Assyrien euch zu sagen hat: 29 Lasst euch von Hiskia nicht täuschen! Der kann euch ja doch nicht helfen! 30 Er vertröstet euch auf den Herrn und behauptet: ›Ganz sicher wird der Herr uns retten und verhindern, dass der König von Assyrien die Stadt erobert.‹ Fallt nicht darauf herein! 31 Hört nicht auf Hiskia, sondern hört auf den König von Assyrien! Er will Frieden mit euch schließen und lässt euch sagen: Ihr könnt euch mir getrost ergeben. Dann werdet ihr wieder die Früchte eurer Weinstöcke und Feigenbäume essen und das Wasser eurer Brunnen trinken, 32 bis ich euch in ein Land hole, das so fruchtbar ist wie eures. Dort gibt es Getreidefelder und Weinberge, Brot und Most, Olivenöl und Honig in Hülle und Fülle. Wenn ihr euch ergebt, werdet ihr überleben und kommt nicht um. Deshalb: Hört nicht auf Hiskia! Lasst euch von ihm nicht an der Nase herumführen, wenn er behauptet: ›Der Herr wird uns helfen!‹ 33 Haben etwa die Götter anderer Völker sie vor mir retten können? 34 Was ist mit den Göttern von Hamat und Arpad und mit den Göttern von Sefarwajim, Hena und Awa? Konnten sie ihre Städte vor meinen Angriffen schützen? Und wie war es mit Samaria? Haben sie uns etwa dort zum Abzug gezwungen? 35 Nein, nicht ein einziger Gott konnte sein Land vor meinen Eroberungen schützen. Und da sollte ausgerechnet euer Gott, den ihr ›Herr‹ nennt, Jerusalem vor mir bewahren?«

    36 Die Leute auf der Mauer blieben ruhig und antworteten ihm nichts. Denn Hiskia hatte ihnen befohlen, kein Wort zu sagen.

    37 Entsetzt zerrissen Eljakim, Schebna und Joach ihre Gewänder. Sie eilten zu Hiskia und wiederholten ihm die ganze Rede des Rabschake.

    Interessante Kriegsführung: wir machen uns mit den Denken und Handeln unserer Gegner gut vertraut und dann säen wir gerade damit Unsicherheit und Mißtrauen in seinen eigenen Reihen.

    Wir machen den Menschen die ihm wichtig sind vor, dass er es nicht gut mit ihnen meint, dass er sie nur ins Unglück stürzt und sie ausnutzen will. Dann stellen wir uns selbst als Gut-Mensch hin, als ihr Retter, als jemanden, der es gut mit ihnen meint – und als jemand, der im Gegensatz zu unserem Gegner völlig selbstlos ist und nur ihr Wohl im Sinn hat. Wir erweisen uns halt als „ein echter Freund“.

    Und weil uns dies so gut gelingt und wir das Volk, die Freunde und die geliebten Menschen gegen unseren Gegner aufhetzen und auf unsere Seite ziehen können – da glauben wir dann glatt, wir hätten den Segen und das Wohlgefallen Jehovas auf unserer Seite.

    In dem Buch „Die Prophezeiung Jesajas – Licht für alle Nationen“ (herausgegeben von Jehovas Zeugen) heisst es zu Hiskia und Rabschake:

    „Der Rabschake behauptet nun, Jehovas Segen sei nicht bei den Juden, sondern bei den Assyrern; sonst hätten diese nicht so weit in judäisches Gebiet eindringen können (Jesaja 36:9, 10).“

    Wer so denkt und sie handelt, ist zwar erst einmal erfolgreich – aber auch ziemlich töricht, denn er lästert in Wirklichkeit Gott!

    Denkt er wirklich, Jehova würde sich dies auf Dauer gefallen lassen? Kennt er nicht die Worte Jehovas: „wer euch angreift, greift in Wirklichkeit meinen Augapfel an“?

    Führen wir uns bitte nicht selbst in die Irre. Machen wir uns nicht selbst zu Feinden Jehovas!

  128. Juleam 8. Juli 2012 um 17:58 Link zum Kommentar

    2. Könige 19:1-7 Der Herr ermutigt Hiskia

    1 (Jesaja 37, 1-7)
    Als König Hiskia das hörte, zerriss auch er sein Gewand und hüllte sich in ein Trauergewand aus Sacktuch. Dann ging er in den Tempel. 2 Den Palastverwalter Eljakim, den Hofsekretär Schebna und einige führende Priester schickte er in Trauergewändern zum Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz. 3 »Wir haben dir etwas von Hiskia auszurichten«, begannen sie. »Er lässt dir sagen: Heute ist ein schrecklicher Tag, die Assyrer haben uns schwer beleidigt. Das ist die Strafe für unsere Sünden. Die Lage ist so ernst wie bei einer Geburt, wenn die Mutter keine Kraft mehr hat, ihr Kind zu gebären. 4 Doch vielleicht hat der Herr, dein Gott, alle Lästerungen des Rabschake gehört. Der Gesandte des assyrischen Königs hat den lebendigen Gott verhöhnt! Sicher hat der Herr seine Worte gehört und bestraft ihn dafür. O Jesaja, bete für uns, bete für die Überlebenden!«

    5 Als sie die Botschaft Hiskias ausgerichtet hatten, 6 gab Jesaja ihnen gleich eine Antwort für den König mit: »So spricht der Herr: ›Hab keine Angst vor den Drohungen, die du gehört hast. Lass dich nicht einschüchtern, wenn die Boten des assyrischen Königs über mich lästern! 7 Ich will ihn dazu bringen, dass er seine Truppen von hier abzieht. Er wird ein Gerücht hören und darüber so beunruhigt sein, dass er umgehend in sein Land zurückkehrt. Dort lasse ich ihn durch das Schwert umkommen.‹«

    Wie wir sehen, ist Gott „not amused“. Er findet das Verhalten von dem Rabschake ebenso ungehörig wie wir. Denn Jesaja hat schon direkt die Worte Jehovas parat, ohne ihn erst groß fragen zu müssen. Warum wohl?

    Scheinbar hat er Jesaja bereits im Vorfeld gesagt, wie ER darüber denkt und was Jesaja den Angesandten des Königs sagen solle

  129. Juleam 8. Juli 2012 um 17:59 Link zum Kommentar

    2. Könige 19:9-19

    Da schickte er noch einmal eine Gesandtschaft zu König Hiskia und ließ ihm einen Brief überbringen. 10 »Überschätze deinen Gott nicht«, hieß es darin, »lass dich nicht von ihm täuschen, wenn er dir sagt: ›Jerusalem wird nicht fallen, der assyrische König kann die Stadt nicht einnehmen!‹ 11 Du weißt doch, wie die assyrischen Könige gegen ihre Feinde vorgehen: Ihre Länder verwüsten sie, und die Bewohner metzeln sie nieder. Und da solltest gerade du verschont bleiben? 12 Wurden denn Städte wie Gosan, Haran oder Rezef von ihren Göttern beschützt? Wie war es mit den Einwohnern von Telassar im Land Eden? Kein Gott half ihnen, als meine Vorgänger sie vernichteten! 13 Und wo sind heute die Könige von Hamat und Arpad, Sefarwajim, Hena und Awa?«

    14 Die Boten überbrachten Hiskia das Schreiben. Er las es und ging damit in den Tempel. Dort breitete er den Brief vor dem Herrn aus

    15 und begann zu beten:
    »O Herr, du Gott Israels, der du über den Cherub-Engeln thronst, du allein bist Gott über alle Königreiche der Welt. Himmel und Erde hast du geschaffen. 16 Herr, erhöre mich! Sieh doch, wie schlimm es um uns steht! Höre, wie Sanherib dich, den lebendigen Gott, verhöhnt. 17 Es ist wahr, Herr: Die assyrischen Könige haben die Länder aller ihrer Feinde verwüstet. 18 Sie haben deren Götter ins Feuer geworfen, denn es waren ja keine lebendigen Götter, sondern nur Figuren aus Holz oder Stein, von Menschen gemacht. Darum konnten die Assyrer sie verbrennen. 19 Nun bitte ich dich, Herr, unser Gott: Errette uns aus der Gewalt des assyrischen Königs! Alle Länder der Erde sollen erkennen, dass du allein Gott bist!«

    Für jemanden, der Jehova wirklich von Herzen liebt, ist es unerträglich, zu hören und zu sehen, wie Jehova derart verspottet wird!

  130. Juleam 8. Juli 2012 um 18:01 Link zum Kommentar

    2. Könige 19:21-28

    Hör nun, was ich zum König von Assyrien sage:
    Die Stadt Zion verachtet und verspottet dich. Ganz Jerusalem lacht über dich! 22 Weißt du überhaupt, wen du verhöhnt und gelästert hast? Weißt du, mit wem du dich angelegt hast? Mit dem heiligen Gott Israels!

    23 Durch deine Boten hast du mich, den Herrn, verspottet. Du prahlst:
    ›Mit meinen vielen Streitwagen habe ich die Berge bezwungen, bis zum höchsten Gipfel des Libanon bin ich vorgestoßen. Seine hohen Zedern habe ich gefällt und die schönsten Zypressen abgeholzt. Ich erreichte das entlegenste Versteck und drang in jedes Dickicht seiner Wälder vor. 24 In fremden Ländern habe ich mir Brunnen gegraben. Die Nilarme in Ägypten waren kein Hindernis für mich: Unter meinen Schritten trockneten sie aus.‹

    25 Höre, König von Assyrien: Womit du jetzt prahlst, das habe ich schon in grauer Vorzeit geplant, seit langem ist es vorbereitet! Nur darum habe ich zugelassen, dass du befestigte Städte einreißt und sie in Trümmerhaufen verwandelst. 26 Ihre Einwohner waren machtlos gegen dich, du hast Schrecken und Schande über sie gebracht. Sie waren wie junges Grün auf dem Feld, wie zartes Gras auf Lehmdächern, das im heißen Ostwind verdorrt. 27 Ich kenne dich ganz genau. Ich weiß, ob du sitzt oder stehst. Ich sehe, wann du kommst und wann du gehst. Ich weiß auch, wie du gegen mich wütest. 28 Dein Prahlen habe ich gehört. Weil du so gegen mich tobst, will ich dir einen Ring durch die Nase ziehen und meinen Zaum ins Maul legen. Dann treibe ich dich den Weg wieder zurück, den du gekommen bist.

    Ist es nicht wohltuend, zu lesen, wie Jehova auf all das reagiert? Erinnern uns seine Worte nicht auch an das, was ER damals zu Pharao sagte?

    Wie beeinflusst uns dies, wenn wir uns selbst darin gefallen, andere aufrichtige Menschen niederzumachen und ihnen dann noch weiszumachen, dass sie nicht mehr Jehova gefallen, wir aber schon? Dann sagt uns Jehva hier, wie er über uns ganz persönlich denkt.

    Nutzen wir in diesem Fall die angebotene Chance zur Umkehr?

  131. Juleam 8. Juli 2012 um 18:02 Link zum Kommentar

    2. Könige 19:29-30

    Dir, Hiskia, gebe ich ein Zeichen, an dem du erkennen kannst, dass ich mein Versprechen halte: In diesem und im nächsten Jahr müsst ihr von dem leben, was auf euren Feldern von allein nachwächst. Doch im übernächsten Jahr könnt ihr wieder säen und ernten, Weinberge anlegen und ihre Früchte essen wie früher. 30 Die Bewohner von Juda, die diese schwere Zeit überstehen, werden in Frieden in ihrer Heimat leben können wie Pflanzen, die Wurzeln schlagen und Frucht bringen

    ein tolles Versprechen!

  132. Juleam 3. August 2012 um 14:10 Link zum Kommentar

    2. Könige 20 – 21

    2. Könige 20:2-5

    Als Hiskia das hörte, drehte er sich zur Wand und betete: 3 »Ach Herr, denk doch daran, dass ich mein Leben lang treu bei dir geblieben bin und mit ganzer Hingabe getan habe, was dir gefällt.« Er fing laut an zu weinen.

    4-5 Jesaja war inzwischen wieder gegangen. Doch er war noch nicht einmal bis zum Tor des inneren Vorhofs gekommen, als der Herr ihn noch einmal mit einer Botschaft zu Hiskia zurücksandte.

    Wie schnell Jehova doch manchmal die Gebete seiner Diener erhört:

    Wie weit mag der Weg bis zum Tor des inneren Vorhofs gewesen sein? Hiskia hatte ja sicherlich nicht gebetet, während Jesaja noch anwesend war, sondern gewartet, bis er allein wäre. Also welche Zeitspanne war wohl zwischen den Gebet seines Dieners und dem Auftrag an Jesaja, noch einmal zurück zu gehen?

    Dies erinnert an einen Vers, den wir gerade erst gelesen hatten: Jehova erhört unsere Gebete bereits, bevor wir sie gesprochen haben.

    Ehe sie zu mir um Hilfe rufen, stehe ich ihnen bei, noch während sie beten, habe ich sie schon erhört.
    (Jesaja 65:24)

    Was für ein Gott!

  133. Juleam 3. August 2012 um 14:12 Link zum Kommentar

    2. Könige 21 – König Manasse von Juda

    1 (2. Chronik 33, 1-20)
    Manasse wurde mit 12 Jahren König und regierte fünfundfünfzig Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Hefzi-Bah. 2 Manasse tat, was der Herr verabscheute, und übernahm die schrecklichen Bräuche der Völker, die der Herr aus dem Land vertrieben hatte, um es seinem Volk Israel zu geben. 3 Er baute die Höhenheiligtümer wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte. Er errichtete Altäre für den Gott Baal und stellte eine Statue der Göttin Aschera auf, genau wie König Ahab von Israel. Er betete die Sterne an und verehrte sie. 4 Sogar im Tempel des Herrn stellte er seine Altäre auf, obwohl der Herr über diesen Ort gesagt hatte: »Hier in Jerusalem will ich für immer wohnen.« 5 Manasse aber errichtete in beiden Vorhöfen des Tempels Altäre, um darauf den Sternen zu opfern.

    6 Er verbrannte seinen Sohn als Opfer, trieb Zauberei und Wahrsagerei und ließ sich von Totenbeschwörern und Hellsehern die Zukunft voraussagen.
    So tat er vieles, was der Herr verabscheute, und forderte seinen Zorn heraus. 7 Die Statue der Aschera, die er hatte anfertigen lassen, stellte er im Tempel auf. Dabei hatte der Herr zu David und seinem Sohn Salomo gesagt: »In diesem Tempel und in Jerusalem, der Stadt, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich für immer wohnen. 8 Ich will die Israeliten nicht mehr aus dem Land vertreiben, das ich ihren Vorfahren gegeben habe, wenn sie nur auf mich hören und die Gebote befolgen, die mein Diener Mose ihnen gegeben hat.« 9 Doch sie gehorchten dem Herrn nicht, und so konnte Manasse sie leicht zum Bösen verführen. Schließlich trieben sie es schlimmer als die Völker, die der Herr ausgerottet hatte, bevor er das Land den Israeliten gab.

    10 Da ließ der Herr ihnen durch seine Diener, die Propheten, verkünden: 11 »König Manasse von Juda hat schrecklichere Dinge getan als die Amoriter, die früher im Land wohnten: Alle Bewohner Judas verführte er zum Götzendienst, weil er überall seine Götzenstatuen aufstellen ließ. 12 Darum werde ich, der Herr, der Gott Israels, so großes Unheil über Jerusalem und Juda kommen lassen, dass niemand es ertragen kann, auch nur davon zu hören. 13 Ich messe Jerusalem mit dem gleichen Maß wie Samaria und lege es auf die gleiche Waage wie Ahab und seine Nachkommen. Die Einwohner Jerusalems werde ich so gründlich ausrotten, wie man eine Schüssel auswäscht und umdreht, bis auch der letzte Tropfen Wasser verschwunden ist. 14 Alle, die dann noch übrig geblieben sind, werde ich verstoßen. Ich werde sie in die Gewalt ihrer Feinde geben, die sie ausrauben und das Land plündern sollen. 15 Denn sie haben getan, was ich verabscheue, und immer wieder meinen Zorn herausgefordert. So war es schon, als ihre Vorfahren aus Ägypten auszogen, und so ist es bis heute geblieben.«

    16 Manasse beging aber nicht nur die Sünde, dass er die Bewohner von Juda zum Götzendienst verführte und sie zu Taten verleitete, die der Herr verabscheute. An seinen Händen klebte das Blut vieler unschuldiger Menschen aus Jerusalem.

    17 Alles Weitere über Manasses Leben und seinen Götzendienst steht in der Chronik der Könige von Juda. 18 Als er starb, wurde er im Garten seines Palasts, dem »Garten Usas«, begraben. Sein Sohn Amon wurde sein Nachfolger.

    König Amon von Juda

    19 (2. Chronik 33, 21-25)
    Amon wurde mit 22 Jahren König und regierte zwei Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Meschullemet, sie war eine Tochter des Haruz aus Jotba. 20 Wie sein Vater Manasse tat auch Amon, was der Herr verabscheute. 21 In allem folgte er dem schlechten Beispiel seines Vaters: Er diente denselben Götzen, die schon sein Vater verehrt hatte, und betete sie an. 22 Vom Herrn, dem Gott seiner Vorfahren, aber wollte er nichts wissen, und seine Gebote befolgte er nicht.

    23 Einige seiner Hofbeamten verschworen sich gegen ihn und ermordeten ihn in seinem Palast. 24 Doch das Volk brachte alle Verschwörer um und setzte Amons Sohn Josia als Nachfolger ein.

    25 Alles Weitere über Amons Leben findet sich in der Chronik der Könige von Juda.

    26 Man begrub ihn in seinem Familiengrab im »Garten Usas«. Sein Sohn Josia wurde sein Nachfolger.

    Wir merken wirklich immer wieder, dass dies Satans Welt ist. Dass es der Widersacher Gottes ist, der „die Welt regiert“ und die Menschen beeinflusst.

    Denn es ist schon sehr auffällig, dass es nur sehr wenige Menschen sind, die als treu herausragen. Die meisten handeln schlecht und „tun, was schlecht ist, in den Augen Jehovas“. Wie muss der Satan triumphieren, wenn er ihnen dabei zusieht!

  134. Juleam 6. August 2012 um 11:10 Link zum Kommentar

    2. Könige 22 – 25

    2. Könige 22:8-13

    Der Hohepriester Hilkija findet im Tempel ein Gesetzbuch
    8 (2. Chronik 34, 14-28)

    Als der Hofsekretär Schafan zu Hilkija kam, zeigte der Hohepriester ihm eine Buchrolle und sagte: »Dieses Gesetzbuch habe ich im Tempel des Herrn gefunden.« Er gab es Schafan, und der las darin. 9 Danach ging Schafan zum König zurück und meldete ihm: »Wir haben den Opferkasten beim Altar geleert und das Geld den Bauführern ausgehändigt, die für die Arbeiten am Tempel verantwortlich sind.« 10 Dann berichtete er von dem Buch, das der Hohepriester Hilkija ihm gegeben hatte, und las es dem König vor.

    11 Als der König hörte, was in dem Gesetzbuch stand, zerriss er betroffen sein Gewand. 12 Er beauftragte den Priester Hilkija, den Hofsekretär Schafan und dessen Sohn Ahikam sowie Achbor, den Sohn Michajas, und Asaja, seinen zuverlässigsten Hofbeamten: 13 »Geht und fragt den Herrn, was wir tun sollen. Denn niemand in ganz Juda – weder ich noch das Volk – hat getan, was in dem Buch steht, das gefunden wurde. Der Herr muss deswegen sehr zornig auf uns sein, denn schon unsere Väter haben nicht darauf gehört und die Weisungen nicht befolgt, die uns gegeben wurden.«

    Die gleiche Frage kam gestern auch beim Hören des alten biblischen Dramas „Hast du dein Herz auf die Anbetung Jehovas gerichtet“ auf: wieso ist er hier so erstaunt? Gab es die Feste der Israeliten nicht mehr, an denen aus dem Gesetz vorgelesen wurde?

    Wie weit war eigentlich noch etwas von der wahren Anbetung vorhanden zu dieser Zeit?

    Übrigens gibt es ein weiteres biblisches Drama zu Josia direkt auf der Seite der Gesellschaft zum Runterladen

  135. Juleam 6. August 2012 um 11:16 Link zum Kommentar

    2. Könige 22:13-14

    13 »Geht und fragt den Herrn, was wir tun sollen.«

    14 Da gingen der Priester Hilkija, Ahikam, Achbor, Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, um mit ihr zu sprechen

    Warum gingen sie zu der Prophetin Hulda? Lebten zu dieser Zeit nicht noch Nahum, Zephanja und Jeremia?

  136. Juleam 6. August 2012 um 11:18 Link zum Kommentar

    2. Könige 22:18-20

    Über den König von Juda sage ich, der Herr und Gott Israels: Du hast nun meine Antwort gehört. 19 Doch du hast dir meine Worte zu Herzen genommen und dich meiner Macht gebeugt. Als du gehört hast, was ich über diese Stadt und ihre Einwohner gesagt habe – dass ein Fluch sie treffen soll und jeden, der es sieht, das Entsetzen packt -, da hast du betroffen dein Gewand zerrissen und bist in Tränen ausgebrochen. Darum will ich dein Gebet erhören. Das verspreche ich, der Herr.

    20 Du sollst in Frieden sterben und im Grab der Königsfamilie beigesetzt werden. Das Unheil, das ich über die Stadt kommen lasse, wirst du nicht mehr erleben.‹«

    Wie wir sehen, zählt bei Jehova das Herz. Und er macht mildernde Umstände geltend, da Josia unwissentlich gegen sein Gesetz verstoßen hatte.

    Wie wir sehen, ist Jehova sehr ausgeglichen – etwas, wovon ich persönlich leider immer noch meilenweit entfernt bin. Zwar schützt auch bei Jehova Unwisssenheit nicht vor Strafe, aber er wägt genau ab. Ähnlich, wie er später mit Paulus verfährt, der aus einem blinden Eifer heraus SEIN Volk hart verfolgt hatte. Er ließ seinen Sohn Jesus ihm erscheinen, der ihn für sein falsches Verhalten rügte und ihn gleichzeitig beauftragte, diesen Eifer in eine andere Bahn zu lenken und richtig zu gebrauchen. Er gebrauchte Paulus später in ganz besonderer Weise. Also war er überhaupt nicht nachtragend.

    Hier zeigt sich die Vollkommenheit Jehovas, die uns so oft fehlt: er lässt sich im Gegensatz zu uns nicht von verletzten Gefühlen leiten.

    Wobei Josia sicherlich nicht in der Form seine Gefühle verletzt hat, wie das ungehorsame und halsstarrige Volk.

    Dies ist auch wieder ein Grund, warum ich Jehova so sehr liebe und bewundere. Ich arbeite hart daran, ihn auch in dieser Hinsicht nachzuahmen!

  137. Juleam 6. August 2012 um 11:26 Link zum Kommentar

    2. Könige 23:1-3

    Josia schließt einen Bund mit dem Herrn
    1 (2. Chronik 34, 29-33)
    Danach ließ der König alle Ältesten von Jerusalem und aus dem ganzen Land Juda zusammenrufen. 2 Er ging zum Tempel des Herrn, wo sich eine große Volksmenge versammelt hatte. Alle Männer von Juda waren gekommen, die ganze Bevölkerung Jerusalems, die Priester und Propheten, alle, vom Einfachsten bis zum Vornehmsten. Vor dieser Versammlung wurde nun das ganze Bundesbuch vorgelesen, das im Tempel des Herrn gefunden worden war.

    3 Der König stand an seinem Platz bei der Säule. Nach der Lesung des Buches schloss er mit dem Herrn einen Bund und schwor: »Wir wollen wieder dem Herrn gehorchen! Von ganzem Herzen wollen wir nach seinem Gesetz leben und seine Gebote und Weisungen befolgen. Wir wollen alle Bundesbestimmungen einhalten, die in diesem Buch aufgeschrieben sind.« Das ganze Volk schloss sich diesem Versprechen an.

    Wieder eine Szene aus dem vorhin erwähnten Drama: einer von Josias hohen Beamten ist hier mit dabei und bezieht wie alle anderen auch Stellung für Jehova.

    Aber es ist nur eine rein äußerliche Angelegenheit, denn er hängt zu sehr am Götzendienst, will eigentlich nicht darauf verzichten. Zu einem Gleichgesinnten sagt er später: „es war so leicht, in der Menge Stellung zu beziehen“, da hatte es ihm garnichts ausgemacht.

    Er wird auf sein wunderschönes babylonisches Gewand angesprochen, das er nicht mehr trägt und auf das er doch so stolz gewesen war. Er hat sich nun im Kleidungsstil den anderen angepaßt. Aber dies hatte er nur getan, um dem König zu gefallen „ganz tief bei mir drinnen hat sich überhaupt nichts geändert!“

    Dies könnte auch uns passieren. Warum sind denn wir in der Wahrheit? Weil wir Menschen gefallen wollten? Weil es in der Versammlung so nett und kuschelig ist?

    Hat es uns vielleicht – ebenso wie diesem hohen Beamten in dem Drama – „überhaupt nichts ausgemacht, Stellung zu beziehen“, aber tief im Innern haben wir uns überhaupt nicht verändert?

    Nicht umsonst ist das Thema in diese Jahr, unser Herz, unseren Sinn und unser Gewissen zu behüten.

    Aber wenn ich diese alten biblischen Dramen anhöre, kommt auch immer eine gewisse Wehmut in mir auf. Ich vermisse diese Art von biblischen Dramen schmerzlich. Klar, das Drama auf diesem BZK war auch toll und ist tief unter die Haut gegangen. Aber damals ist man mit den Dramen noch in den Bibelbericht eingetaucht. Man war live dabei mit Josia und den anderen treuen Anbetern Jehovas. In irgendeiner der Personen konnte sich jeder wiederfinden. Da war man dann oftmals über sich selbst erschrocken, denn eigentlich wollten wir ja Jehova treu sein.

    In diesem Drama wird ganz zu Anfang die Frau von König Josia auf „den Höhen“ erwischt, wo die falschen Götter angebetet wurden. Sie wollte ja nicht anbeten, war nur neugierig und wollte nur mal sehen, wie das damals so war. Aber der untreue Bedienstete sagte ihr, wonach das aussah: dass sie mit der falschen Anbetung sympathisiert. So zucken wir zusammen, wenn wir uns in ihr wiedererkennen und denken über unser Verhalten nach.

    In denn neueren Dramen tauchen wir leider in keine biblische Geschichte mehr ein, sondern sehen Menschen in Alltagssituationen und bekommen biblischen Rat dazu. Zwar kann auch hier jeder sich in irgendeiner der Personen wiedererkennen – aber es fehlt das Eintauchen in biblische Berichte.

    Bei den alten Dramen wurde das Bibellesen immer so schön lebendig und ich liebe es noch heute, die passenden Dramen zu dem Stoff zu hören, den wir gerade lesen. Aber vielleicht kommt im nächsten Jahr ja wieder ein Drama, wo wir in die biblische Geschichte eintauchen, denn vor 2 Jahren hatten wir ja auch wieder eins – als es um die Flucht aus Jerusalem ging. Von diesem Drama haben wir übrigens auf diesem Kongress eine DVD bekommen 😉

  138. Juleam 6. August 2012 um 11:29 Link zum Kommentar

    2. Könige 23:15-18

    Josia zerstört die Heiligtümer in Bethel und in Samarien
    15-16 (2. Chronik 34, 6-7)
    In Bethel standen immer noch das Höhenheiligtum und der Altar, den Jerobeam, der Sohn Nebats, gebaut hatte. Jerobeam war es, der die Israeliten zum Götzendienst verführt hatte. Als Josia sah, dass an den Hängen des Hügels, auf dem der Altar stand, viele Gräber lagen, ließ er alle Gebeine aus den Gräbern holen und auf dem Altar verbrennen. So wurde der Altar auf genau die Weise entweiht, wie der Herr es damals durch den Propheten aus Juda vorausgesagt hatte. Dann zerstörte Josia das Heiligtum; den Altar ließ er niederreißen und die Götzenstatue der Aschera zermalmen, bevor er alles in Flammen aufgehen ließ.

    17 Als Josia sich umsah, entdeckte er noch ein Grabmal. »Wer ist hier bestattet?«, fragte er die Bürger der Stadt. Sie antworteten: »Das ist das Grab des Propheten aus Juda, der über den Altar von Bethel genau das vorhergesagt hat, was du heute getan hast.« 18 Da befahl der König: »Lasst ihn in Frieden! Keiner soll seine Gebeine anrühren!« Und so wurden die Gebeine des Propheten verschont, ebenso wie die Gebeine des Propheten aus Samaria, der im selben Grab bestattet war.

    Wußte Josia um die Geschichte mit dem „alten Propheten“? Wußte er um den Wortlaut der Prophezeiung – so dass er sie wortgenau erfüllte?

    Oder war es Jehovas Geist, der ihn dazu antrieb, die Prophezeiung so zu erfüllen, wie sie seinerzeit geäußert worden war?

  139. Juleam 6. August 2012 um 11:30 Link zum Kommentar

    2. Könige 23:25

    Weder vor noch nach Josia hatte sich ein König dem Herrn so zugewandt wie er. Keiner war so wie er darauf bedacht, von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit all seiner Kraft nach dem Gesetz des Mose zu leben.

    Und was war mit König David?

    Bei Jehu, der ja auch sehr für Jehova geeifert hatte und vielen nach ihm, die treu zu Jehova hielten, war ja immer das Manko, dass sie die Götzen nicht vernichtet hatten. Aber David war Jehova doch ebenso ganzherzig treu. Hatte nicht Jehova später selbst so von David gesprochen, als habe er sich sein ganzes Leben lang nichts zuschulden kommen lassen?

    Wieso wird dann hier gesagt, dass Josia so sehr herausragt?

  140. Juleam 7. August 2012 um 09:24 Link zum Kommentar

    2. Könige 23:34

    Für Joahas setzte der Pharao Eljakim, einen anderen Sohn Josias, auf den Thron und änderte seinen Namen in Jojakim. Joahas aber nahm er mit nach Ägypten, wo dieser später auch starb.

    Warum? Welches Interesse hatte der Pharao daran, einen anderen aus dem Königshaus auf den Thron zu setzen?

    Wenn er nun jemanden aus seinem eigenen Volk gewählt hätte oder einen anderen beliebigen Mann, der mit ihm auf einer Wellenlänge war. Aber wenn es eh einer aus der natürlichen Linie war, warum hat er dann Joahas nicht im Amt gelassen?

  141. Juleam 7. August 2012 um 09:26 Link zum Kommentar

    2. Könige 24:1-4

    1 Während der Regierungszeit Jojakims schickte König Nebukadnezar von Babylonien seine Truppen gegen Juda und zwang Jojakim, sich ihm zu unterwerfen. Doch nach drei Jahren lehnte Jojakim sich auf und sagte sich von Nebukadnezar los. 2 Da ließ der Herr Räuberbanden aus Babylonien, Syrien, Moab und Ammon in Juda einfallen, um Juda zugrunde zu richten. Es sollte sich erfüllen, was der Herr durch seine Diener, die Propheten, angekündigt hatte. 3 Der Herr selbst ließ dieses Unheil über die Bewohner von Juda kommen, weil er sie verstoßen wollte. Denn Manasses Sünden hatten das Maß voll gemacht: seinen Götzendienst 4 und seinen Mord an vielen unschuldigen Menschen – dies alles wollte der Herr nicht mehr vergeben.

    Zuerst versteht man nicht, warum Jehova den König unter Druck setzt – nur, weil sich dieser gegen einen König auflehnt, der anderen Göttern dient? Wenn wir die ersten Verse ohne den Kontext lesen, entsteht der Eindruck, diese Auflehnung wäre der Grund.

    Der Kontext zeigt, dass es darum überhaupt nicht geht, sondern dass nun „einfach nur“ Jehovas Zeit gekommen ist, um das lange zuvor gesprochene Urteil zu vollstrecken

  142. Juleam 7. August 2012 um 09:31 Link zum Kommentar

    2. Könige 24:8-17

    König Jojachin von Juda – Belagerung und Eroberung Jerusalems
    8 (2. Chronik 36, 9-10)
    Jojachin wurde mit 18 Jahren König und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta. Sie war eine Tochter Elnatans aus Jerusalem. 9 Jojachin tat, was der Herr verabscheute, genau wie sein Vater.

    10 Während seiner Regierungszeit marschierten die Truppen des babylonischen Königs Nebukadnezar nach Jerusalem und bauten einen Wall um die Stadt. 11 Nebukadnezar kam selbst nach Jerusalem, während seine Soldaten die Stadt noch belagerten.

    12 Da ergab sich Jojachin. Zusammen mit seiner Mutter, seinen Dienern, Offizieren und Hofbeamten stellte er sich dem König von Babylonien, der ihn sofort gefangen nahm.
    Dies geschah im 8. Regierungsjahr Nebukadnezars. 13 Was der Herr angekündigt hatte, erfüllte sich nun: Nebukadnezar ließ alle Schätze aus dem Tempel des Herrn und aus dem Palast holen, auch die goldenen Gefäße, die Salomo, der König von Israel, hatte anfertigen lassen. 14 Die Oberschicht von Jerusalem führte er in die Verbannung: alle Offiziere und erfahrenen Soldaten, alle Schmiede und Schlosser, insgesamt 10 000 Gefangene. Zurück blieb nur das einfache Volk. 15 Auch Jojachin kam als Gefangener nach Babylonien und mit ihm die Königinmutter, die Frauen des Königs, seine Hofbeamten und alle wohlhabenden Bürger des Landes. 16 Nebukadnezar ließ 7 000 Soldaten und 1 000 Schmiede und Schlosser, alles erfahrene und tüchtige Leute, nach Babylonien verschleppen. 17 In Jerusalem setzte er an Jojachins Stelle Mattanja als König ein. Mattanja war der Onkel Jojachins, der Bruder seines Vaters. Nebukadnezar änderte seinen Namen in Zedekia.

    Hier erfüllen sich also Jehovas Worte an Hiskia: alle Schätze Jerusalems werden nach Babylon gebracht.

    Außerdem sehen wir hier in diesen großen Trupp, der in die Gefangenschaft weg geführt wird, vier Bekannte: Daniel und seine drei Gefährten, die zu diesem Zeitpunkt noch sehr jung sind

  143. Juleam 7. August 2012 um 09:40 Link zum Kommentar

    2. Könige 24:20-25:21 Flucht und Gefangennahme Zedekias

    20 Der Herr war voller Zorn über die Bewohner von Jerusalem und Juda, und so wandte er sich von ihnen ab.(2. Chronik 36, 16-17; Jeremia 39, 1-7; 52, 1-11)
    Auch Zedekia lehnte sich gegen die Herrschaft des babylonischen Königs auf.

    1 Darum zog Nebukadnezar erneut mit seinem ganzen Heer nach Jerusalem, um die Stadt anzugreifen.
    Im 9. Regierungsjahr Zedekias, am 10. Tag des 10. Monats, begannen die Babylonier mit der Belagerung Jerusalems. Rings um die Stadt schütteten sie einen Wall auf. 2 Bis ins 11. Regierungsjahr Zedekias hielt Jerusalem der Belagerung stand.

    3 Doch schließlich waren alle Vorräte aufgebraucht, und die Einwohner litten unter einer schweren Hungersnot.
    Am 9. Tag des 4. Monats 4 schlugen die Babylonier eine Bresche in die Stadtmauer. In der Nacht darauf gelang Zedekia mit allen seinen Soldaten die Flucht, obwohl die Feinde einen geschlossenen Belagerungsring um die Stadt gebildet hatten. Sie nahmen den Weg durch das Tor zwischen den beiden Mauern beim Garten des Königs und flohen in Richtung Jordanebene. 5 Doch die Babylonier verfolgten Zedekia und holten ihn bei Jericho ein. Seine Soldaten liefen in alle Richtungen davon, und so wurde er allein gefangen genommen. 6 Die Babylonier führten ihn zu ihrem König nach Ribla, dort fällte Nebukadnezar das Urteil über ihn: 7 Zedekia musste zusehen, wie alle seine Söhne hingerichtet wurden. Danach stach man ihm die Augen aus und brachte ihn in Ketten nach Babylon.

    Jerusalem und der Tempel werden zerstört

    8 (2. Chronik 36, 18-21;Jeremia 39, 8-10; 52, 12-30)
    Im 19. Regierungsjahr König Nebukadnezars von Babylonien, am 7. Tag des 5. Monats, traf Nebusaradan in Jerusalem ein. Er war der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache und kam im Auftrag Nebukadnezars. 9 Er ließ den Tempel des Herrn, den Königspalast und alle großen Häuser in Flammen aufgehen. 10 Seine Soldaten rissen die Stadtmauer nieder. 11 Nebusaradan ließ alle gefangen nehmen, die in Jerusalem und in ganz Juda zurückgeblieben waren. Auch alle, die zu den Babyloniern übergelaufen waren, führte er in die Verbannung. 12 Nur einige der ärmsten Landarbeiter ließ er zurück, um die Äcker und Weinberge zu bestellen.

    13 Im Tempel zerschlugen die Babylonier die beiden Säulen aus Bronze, die Kesselwagen und das runde Wasserbecken und brachten die Bronze nach Babylon. 14 Auch die Eimer, Schaufeln, Messer, Schalen und alle anderen bronzenen Gegenstände für den Tempeldienst nahmen sie mit, 15 ebenso die Aschenkübel und Schüsseln aus reinem Gold oder Silber. Dies alles ließ der Oberbefehlshaber der Leibwache nach Babylon bringen. 16 Auch die Bronze der beiden Säulen, des runden Wasserbeckens und der Kesselwagen, die Salomo für den Tempel des Herrn hatte anfertigen lassen, wurde mitgenommen. Es kam so viel Bronze zusammen, dass man sie gar nicht mehr wiegen konnte. 17 Allein die beiden Säulen waren schon neun Meter hoch, und auf jeder ruhte noch ein bronzenes Kapitell von anderthalb Metern Höhe. Die Kapitelle waren ringsum verziert mit Ketten und Granatäpfeln, ebenfalls aus Bronze.

    18 Nebusaradan, der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache, ließ einige Männer von den Gefangenen aussondern: den Hohenpriester Seraja, seinen Stellvertreter Zefanja und die drei Priester, die den Tempeleingang bewachten, 19 einen Hofbeamten, der die Aufsicht über die Truppen in der Stadt hatte, fünf Männer aus Jerusalem, die zu den engsten Vertrauten des Königs gehörten, den Offizier, der für die Musterung der Truppen verantwortlich war, und schließlich sechzig Männer aus Juda, die sich gerade in Jerusalem aufhielten. 20 Sie alle sonderte Nebusaradan aus und brachte sie nach Ribla in der Provinz Hamat zum König von Babylonien.

    21 Dort ließ Nebukadnezar sie alle hinrichten.
    Die Bevölkerung von Juda wurde aus ihrer Heimat vertrieben.

    Wie wichtig es doch ist, immer wieder in der Bibel zu lesen. Mit jedem Mal wird alles noch viel deutlicher:

    Hatte ich doch bisher angenommen, dass die Babylonier nach Jerusalem kamen, den Tempel zerstörten und das Volk in Gefangenschaft führte. Aber zwischen den beiden Ereignissen liegen ja 11 Jahre!

    Wobei es ja logisch ist, denn wozu hätte der König von Babylon einen Vasallenkönig einsetzen sollen, wenn Jerusalem sofort zerstört wurde?

  144. Juleam 25. Juni 2013 um 23:24 Link zum Kommentar

    2. Könige 1 – 3

    2. Könige 1 – Ahasja ruft auf die falsche Weise und die falschen Götter um Hilfe an

    1 Als aber Ahab tot war, wurden die Moabiter von Israel abtrünnig. 2 Und Ahasja fiel in seinem Obergemach in Samaria durch das Gitter und wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Geht hin und befragt Baal-Sebub , den Gott von Ekron , ob ich von dieser Krankheit genesen werde! 3 Aber der Engel des Herrn sprach zu Elia, dem Tisbiter: Mache dich auf und geh den Boten des Königs von Samaria entgegen und sprich zu ihnen: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass ihr hingeht, um Baal-Sebub , den Gott von Ekron, zu befragen ? 4 Und darum spricht der Herr : Du sollst von dem Bett, auf das du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern du wirst gewisslich sterben! Und Elia ging.

    5 Die Boten aber kehrten wieder zu [dem König] zurück. Da fragte er sie: Warum kommt ihr wieder? 6 Sie sprachen zu ihm: Ein Mann kam herauf, uns entgegen, der sprach zu uns: Kehrt wieder zurück zu dem König, der euch gesandt hat, und sagt zu ihm: So spricht der Herr : »Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass du hinsendest, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Darum sollst du von dem Bett, auf das du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern du wirst gewisslich sterben!« 7 Da sprach er zu ihnen: Wie sah der Mann aus, der euch begegnete und dies zu euch sagte? 8 Sie sprachen zu ihm: Der Mann trug einen Mantel aus Ziegenhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden. Er aber sprach: Es ist Elia, der Tisbiter!

    9 Und er sandte einen Hauptmann über Fünfzig zu ihm, mit seinen fünfzig Leuten. Als der zu ihm hinaufkam, siehe, da saß er oben auf dem Berg . Er aber sprach zu ihm: Du Mann Gottes, der König sagt: Komm herab ! 10 Aber Elia antwortete dem Hauptmann über Fünfzig und sprach zu ihm: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so soll Feuer vom Himmel fallen und dich und deine Fünfzig verzehren! Da fiel Feuer vom Himmel und verzehrte ihn und seine Fünfzig.

    11 Und er sandte nochmals einen anderen Hauptmann über Fünfzig zu ihm mit seinen Fünfzig, der redete und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, so spricht der König: Komm rasch herab! 12 Aber Elia antwortete und sprach zu ihnen: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so soll Feuer vom Himmel fallen und dich und deine Fünfzig verzehren! Da fiel das Feuer Gottes vom Himmel und verzehrte ihn und seine Fünfzig.

    13 Da sandte er noch einen dritten Hauptmann über Fünfzig mit seinen Fünfzig. Als nun dieser dritte Hauptmann über Fünfzig zu ihm hinaufkam, beugte er seine Knie vor Elia und bat ihn und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, lass doch mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser Fünfzig, etwas vor dir gelten! 14 Siehe, das Feuer ist vom Himmel gefallen und hat die ersten zwei Hauptleute über Fünfzig samt ihren Fünfzig vertilgt. Nun aber lass mein Leben etwas vor dir gelten!

    15 Da sprach der Engel des Herrn zu Elia: Geh mit ihm hinab und fürchte dich nicht vor ihm! Und er machte sich auf und ging mit ihm hinab zum König.

    16 Und er sprach zu ihm: So spricht der Herr : Weil du Boten hingesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, befragen zu lassen, als gäbe es keinen Gott in Israel, dessen Wort man befragen könnte – [deshalb] sollst du von dem Bett, auf das du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern du wirst gewisslich sterben! 17 So starb er, nach dem Wort des Herrn , das Elia geredet hatte. Und Joram wurde König an seiner Stelle im zweiten Jahr Jorams , des Sohnes Josaphats, des Königs von Juda; denn er hatte keinen Sohn. 18 Was aber mehr von Ahasja zu sagen ist, was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel?

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  145. Juleam 25. Juni 2013 um 23:28 Link zum Kommentar

    2. Könige 2 – zwei wichtige Lehrpunkte zu Leuten, die sich von Jehova benutzen lassen:

    1 Und es geschah, als der Herr den Elia im Sturmwind zum Himmel auffahren lassen wollte, da ging Elia mit Elisa von Gilgal hinweg. 2 Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe doch hier; der Herr hat mich nach Bethel gesandt! Elisa aber sprach: So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht! So kamen sie hinab nach Bethel.

    3 Da gingen die Prophetensöhne , die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der Herr deinen Herrn heute über deinem Haupt hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Ich weiß es auch; schweigt nur still! 4 Und Elia sprach zu ihm: Elisa, bleibe doch hier, denn der Herr hat mich nach Jericho gesandt! Er aber sprach: So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht! So kamen sie nach Jericho.

    5 Da traten die Prophetensöhne, die in Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der Herr deinen Herrn heute über deinem Haupt hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Ich weiß es auch; schweigt nur still! 6 Und Elia sprach zu ihm: Bleibe doch hier, denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt! Er aber sprach: So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht! Und so gingen sie beide miteinander.

    7 Und 50 Mann von den Prophetensöhnen gingen hin und stellten sich ihnen gegenüber in einiger Entfernung auf, während diese beiden am Jordan standen.

    8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug damit das Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, sodass sie beide auf dem Trockenen hindurchgingen . 9 Und es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sprach Elia zu Elisa: Erbitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde!

    Und Elisa sprach: Möchte mir doch ein zweifacher Anteil an deinem Geist gegeben werden! 10 Er sprach: Du hast etwas Schweres erbeten: Wirst du mich sehen , wenn ich von dir hinweggenommen werde, so wird es dir zuteilwerden, wenn aber nicht, so wird es nicht geschehen!

    11 Und es geschah, während sie noch miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel. 12 Elisa aber sah ihn und rief: Mein Vater! mein Vater! Der Wagen Israels und seine Reiter!

    Und als er ihn nicht mehr sah, nahm er seine Kleider und zerriss sie in zwei Stücke, 13 und er hob den Mantel des Elia auf, der von diesem herabgefallen war, und kehrte um und trat an das Ufer des Jordan. 14 Und er nahm den Mantel des Elia, der von ihm herabgefallen war, und schlug damit das Wasser und sprach: Wo ist der Herr , der Gott des Elia? Und als er so das Wasser schlug, teilte es sich nach beiden Seiten, und Elisa ging hindurch.

    15 Als aber die Prophetensöhne, die bei Jericho ihm gegenüberstanden, das sahen, sprachen sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und sie gingen ihm entgegen und verneigten sich vor ihm zur Erde, 16 und sie sprachen zu ihm: Siehe doch, es sind unter deinen Knechten 50 tüchtige Männer; lass diese gehen und deinen Herrn suchen! Vielleicht hat ihn der Geist des Herrn genommen und auf irgendeinen Berg oder in irgendein Tal geworfen? Er aber sprach: Sendet sie nicht! 17 Aber sie drangen in ihn, bis er ganz verlegen wurde und sprach: So sendet sie! Da sandten sie 50 Männer, die suchten ihn drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht. 18 Und als sie wieder zu ihm zurückkehrten, als er noch in Jericho war, sprach er zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt, ihr solltet nicht hingehen?

    19 Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe doch, in dieser Stadt ist gut wohnen, wie mein Herr sieht; aber das Wasser ist schlecht, und das Land ist unfruchtbar ! 20 Da sprach er: Bringt mir eine neue Schale und tut Salz hinein! Und sie brachten es ihm. 21 Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach: So spricht der Herr : Ich habe dieses Wasser gesund gemacht, es soll fortan weder Tod noch Unfruchtbarkeit daraus kommen! 22 So wurde das Wasser gesund bis zu diesem Tag nach dem Wort, das Elisa geredet hatte.

    23 Und er ging von dort hinauf nach Bethel . Als er nun den Weg hinaufging, kamen kleine Knaben zur Stadt hinaus; die verspotteten ihn und riefen ihm zu: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! 24 Da wandte er sich um, und als er sie sah, fluchte er ihnen im Namen des Herrn . Da kamen zwei Bären aus dem Wald und zerrissen 42 Kinder.

    25 Und er ging von da auf den Berg Karmel und kehrte von dort wieder nach Samaria zurück.

    Elisa benutzt die neu gewonnen Kräfte gleich, um anderen zu dienen. So muss jemand sein, den Jehova gebrauchen kann: er muss selbstlos sein und das Wohl der anderen über seine eigenen Wünsche setzen.

    Jeder, der in Jehovas Organisation ein höheres Amt einnehmen will, muss ebenso demütig und selbstlos sein wie Elisa.

    Die Geschichte mit den Jugendlichen und den Bären zeigt und, dass es für Jehova keine leichte Sache ist, wenn wir diejenigen nicht mit Achtung und Respekt behandeln, die ihm auf besondere Weise dienen

    weitere Gedanken finden wir hier:

     

  146. Juleam 25. Juni 2013 um 23:31 Link zum Kommentar

    2. Könige 3 – warum und von wem kam hier heftiger Zorn über Israel?

    1 Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria, im achtzehnten Jahr Josaphats, des Königs von Juda, und er regierte zwölf Jahre lang. 2 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , doch nicht wie sein Vater und seine Mutter, denn er beseitigte den Gedenkstein des Baal, den sein Vater gemacht hatte. 3 Aber er hielt fest an den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte, und ließ nicht davon.

    4 Mesa aber, der König der Moabiter, war ein Schafzüchter und entrichtete dem König von Israel 100 000 Lämmer und 100 000 Widder samt der Wolle als Abgabe. 5 Und es geschah, als Ahab tot war, da fiel der König der Moabiter von dem König von Israel ab

    6 Zu jener Zeit zog der König Joram von Samaria aus und musterte ganz Israel; 7 und er ging hin und sandte zu Josaphat, dem König von Juda, und ließ ihm sagen: Der König der Moabiter ist von mir abgefallen! Willst du mit mir kommen, um gegen die Moabiter in den Kampf zu ziehen? Und er sprach: Ich will hinaufkommen! Ich will sein wie du, mein Volk soll sein wie dein Volk, und meine Pferde wie deine Pferde! 8 Und er sprach: Auf welchem Weg wollen wir hinaufziehen? Er antwortete: Auf dem Weg durch die Wüste Edom!

    9 Da zogen der König von Israel, der König von Juda und der König von Edom aus. Als sie aber einen Umweg von sieben Tagereisen zurückgelegt hatten, da hatte das Heer und das Vieh, das ihnen folgte, kein Wasser mehr. 10 Da sprach der König von Israel: Ach! Der Herr hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben!

    11 Josaphat aber sprach: Ist kein Prophet des Herrn hier, dass wir durch ihn den Herrn um Rat fragen könnten? Da antwortete einer von den Knechten des Königs von Israel und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn Saphats, der dem Elia Wasser auf die Hände goss ! 12 Und Josaphat sprach: Das Wort des Herrn ist bei ihm! So zogen der König von Israel und Josaphat und der König von Edom zu ihm hinab.

    13 Elisa aber sprach zum König von Israel: Was habe ich mit dir zu tun? Geh hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Der König von Israel aber sprach zu ihm: Nein! Denn der Herr hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben!

    14 Elisa sprach: So wahr der Herr der Heerscharen lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn ich nicht auf Josaphat, den König von Juda, Rücksicht nähme, ich wollte dich nicht ansehen noch beachten! 15 So bringt mir nun einen Saitenspieler ! Und als der Saitenspieler die Saiten schlug, kam die Hand des Herrn über ihn.
    16 Und er sprach: So spricht der Herr

    »Macht in diesem Tal Grube an Grube! 17 Denn so spricht der Herr : Ihr werdet keinen Wind, noch Regen sehen; dennoch soll dieses Tal voll Wasser werden, sodass ihr zu trinken habt, ihr und auch euer kleines und großes Vieh. 18 Und das ist noch ein Geringes vor dem Herrn ; er wird auch die Moabiter in eure Hand geben, 19 sodass ihr alle festen Städte und alle auserlesenen Städte schlagen werdet; und ihr werdet alle guten Bäume fällen und alle Wasserquellen verstopfen und alle guten Äcker mit Steinen verderben!«

    20 Und es geschah am Morgen, zur Zeit der Darbringung des Speisopfers , siehe, da kam Wasser den Weg von Edom her, und das Land wurde voll Wasser. 21 Als aber ganz Moab hörte, dass die Könige heraufgezogen waren, um gegen sie zu kämpfen, da wurden alle aufgeboten, die alt genug waren, um das Schwert umzugürten; und sie besetzten die Grenze.

    22 Und als sie sich am Morgen früh aufmachten und die Sonne über dem Wasser aufging, da erschien den Moabitern das Wasser drüben rot wie Blut. 23 Und sie sprachen: Es ist Blut! Die Könige haben sich gewiss [gegenseitig] aufgerieben und einander erschlagen! Und nun, Moab, mache dich auf zur Plünderung ! 24 Als sie aber zum Lager Israels kamen, da machten sich die Israeliten auf und schlugen die Moabiter, dass sie vor ihnen flohen. Jene aber drangen ins Land ein und schlugen Moab. 25 Und sie rissen die Städte nieder und warfen jeder seinen Stein auf alle guten Äcker, bis sie voll waren, und verstopften alle Wasserquellen und fällten alle guten Bäume, bis nur noch Kir-Hareset mit seiner Steinmauer übrig blieb. Und die Schleuderer umzingelten und beschossen es.

    26 Als aber der König der Moabiter sah, dass ihm der Kampf zu stark wurde, nahm er 700 Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den König von Edom durchzubrechen; aber sie konnten es nicht. 27 Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Stelle König werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Und es kam ein großer Zorn über Israel, sodass sie von ihm abzogen und wieder in ihr Land zurückkehrten.

    Wieso kam grosser Zorn über Israel, als der Angreifer seinen Sohn opfert? Waren sie denn nicht im Namen und mit dem Segen Jehovas gegen Moab losgezogen?

    Wieso sollte Jehova auf ein Opfer reagieren, das jemand einem anderen Gott darbringt? Wir wissen doch, dass Jehova Menschenopfer hasst.

    Von welcher Seite kommt denn hier der große Zorn über Israel?

    Wenn es von Widersacher kommt, warum ziehen sie dann ab, wenn sie doch im Namen Jehovas die Stadt belagern?

    Im Einsichtenbuch finden wir dazu Folgendes:

    Als König Mesa sah, daß er in eine Falle geraten war, nahm er 700 mit dem Schwert bewaffnete Männer und versuchte, durch einen Gegenangriff zum König von Edom durchzubrechen (vielleicht dachte er, dort würde er dem geringsten Widerstand begegnen), aber es gelang ihm nicht. „Schließlich nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt regieren sollte, und opferte ihn als Brandschlachtopfer auf der Mauer“ (2Kö 3:26, 27).

    Die meisten Kommentatoren stimmen darin überein, daß Mesa seinem Gott Kamos seinen eigenen Sohn opferte. Die wenigen, die anderer Meinung sind, sagen, er habe einen Sohn des Königs von Edom geopfert, den er gefangengenommen hätte. Als Beweis führen sie Amos 2:1 an, wo von Moab gesagt wird: „. . . weil er die Gebeine des Königs von Edom zu Kalk verbrannte“. Grammatisch ließe das Hebräische diese Auslegung zwar zu, sie scheint indes anderen bekannten Tatsachen zu widersprechen. Es ist z. B. nicht bekannt, daß die Moabiter und die Ammoniter, Israels Nachbarn, ihren Göttern ihre Feinde opferten. Nach einem ihrer religiösen Bräuche opferten sie jedoch ihre eigenen Kinder als Brandopfer, um den Zorn ihrer Götter zu beschwichtigen (5Mo 12:30, 31; Mi 6:6, 7). Es ist daher verständlich, daß Mesa, der Kamos anbetete, angesichts der drohenden Gefahr einer Niederlage einen solch schwerwiegenden Schritt unternahm.

    sollte hier wirklich Jehova sauer sein, weil sich der Feind genötigt sieht, seinen eigenen Sohn zu opfern?

    einen weiteren Gedanken aus dem vergangenen Jahr finden wir hier:

  147. Juleam 25. Juni 2013 um 23:39 Link zum Kommentar

    2. Könige 4 – 6

    2. Könige 4 – was können wir aus diesen 4 Wundern für uns heute lernen?

    1 Und eine Frau unter den Frauen der Prophetensöhne schrie zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; aber du weißt, dass er, dein Knecht, den Herrn fürchtete . Nun ist der Gläubiger gekommen und will sich meine beiden Söhne als leibeigene Knechte nehmen! 2 Und Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was hast du im Haus? Sie antwortete: Deine Magd hat nichts im Haus als nur einen Krug mit Öl! 3 Er sprach: Geh hin und erbitte dir draußen Gefäße von allen deinen Nachbarinnen, leere Gefäße, und nimm nicht wenige; 4 und geh hinein und schließe die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu und gieße [Öl] in alle diese Gefäße; und was voll ist, trage weg!

    5 Und sie ging von ihm weg und schloss die Tür hinter sich und ihren Söhnen zu; die brachten ihr [die Gefäße], und sie goss ein. 6 Und es geschah, als die Gefäße voll waren, da sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefäß her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier! Da versiegte das Öl.

    7 Und sie kam und erzählte es dem Mann Gottes. Und er sprach: Geh hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schuld; du aber und deine Söhne, ihr könnt von dem Übrigen leben!

    8 Und es geschah eines Tages, dass Elisa nach Schunem ging. Dort wohnte eine vornehme Frau, und die nötigte ihn, bei ihr zu essen. So oft er nun vorbeikam, kehrte er dort ein, um zu essen. 9 Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe doch, ich erkenne, dass dies ein heiliger Mann Gottes ist, der immer bei uns vorbeikommt. 10 Lass uns doch ein kleines gemauertes Obergemach errichten und für ihn ein Bett sowie Tisch, Stuhl und Leuchter hineinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt!

    11 Es geschah nun eines Tages, dass er dort hinkam, und er kehrte in das Obergemach ein und legte sich darin hin. 12 Und er sprach zu seinem Burschen Gehasi : Rufe diese Schunamitin! Da rief er sie, und sie trat vor ihn hin. 13 Und er sprach zu ihm: Sage ihr doch: Siehe, du hast unsertwegen so viel Sorge gehabt; was kann ich für dich tun ? Hast du etwas, weswegen ich mit dem König oder mit dem Heerführer für dich reden sollte? Sie sprach : Ich wohne ja mitten unter meinem Volk! 14 Er sprach: Was könnte man für sie tun? Gehasi sprach: Ach, sie hat keinen Sohn , und ihr Mann ist alt! 15 Da sagte er: Rufe sie! Und als er sie rief, trat sie unter die Tür.

    16 Und er sprach: Um dieselbe Zeit übers Jahr wirst du einen Sohn ans Herz drücken! Sie sprach: Ach nein, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht! 17 Aber die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit im nächsten Jahr, so wie Elisa ihr verheißen hatte.

    18 Als aber der Knabe heranwuchs, geschah es eines Tages, dass er zu seinem Vater, zu den Schnittern hinausging. 19 Da sprach er zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Jener aber befahl einem Knecht: Trage ihn zu seiner Mutter! 20 Der hob ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter . Und er saß auf ihrem Schoß bis zum Mittag, dann starb er.

    21 Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, schloss hinter ihm zu und ging hinaus; 22 und sie rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den Knechten und eine Eselin, ich will schnell zu dem Mann Gottes gehen, aber [bald] wiederkommen! 23 Er sprach: Warum gehst du heute zu ihm? Es ist doch weder Neumond noch Sabbat! Sie sprach: Lebe wohl! 24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knecht: Treibe das Tier immerzu an und halte mich nicht auf beim Reiten, es sei denn, dass ich es sage!

    25 So ging sie denn und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel . Als aber der Mann Gottes sie aus einiger Entfernung sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: Sieh dort die Schunamitin! 26 Nun laufe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut? Sie sprach: Jawohl!

    27 Als sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, umfasste sie seine Füße ; da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen . Aber der Mann Gottes sprach: Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der Herr hat es mir verborgen und es mich nicht wissen lassen! 28 Sie aber sprach: Habe ich denn von meinem Herrn einen Sohn erbeten? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht täuschen? 29 Da sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin! Wenn dir jemand begegnet, so grüße ihn nicht, und grüßt dich jemand, so antworte ihm nicht, und lege meinen Stab auf das Angesicht des Knaben!

    30 Aber die Mutter des Knaben sprach: So wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt , ich lasse nicht von dir! Da machte er sich auf und folgte ihr.

    31 Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte dem Knaben den Stab auf das Angesicht; aber da war keine Stimme und kein Aufmerken. Und er kehrte um, ihm entgegen, und berichtete es ihm und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht! 32 Als nun Elisa in das Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett.

    33 Und er ging hinein und schloss die Tür hinter ihnen beiden zu und betete zu dem Herrn . 34 Dann stieg er hinauf und legte sich auf das Kind, und er legte seinen Mund auf den Mund des Kindes und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über es, dass der Leib des Kindes warm wurde. 35 Danach stand er auf und ging im Haus einmal hierhin, einmal dorthin; dann stieg er wieder hinauf und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal; danach tat der Knabe die Augen auf.

    36 Und er rief Gehasi und sprach: Rufe die Schunamitin! Da rief er sie, und als sie zu ihm hereinkam, sprach er: Da nimm deinen Sohn! 37 Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen und neigte sich zur Erde, und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.

    38 Elisa aber kam wieder nach Gilgal . Und es war eine Hungersnot im Land. Und die Prophetensöhne saßen vor ihm, und er sprach zu seinem Burschen: Setze den großen Topf auf und koche ein Gericht für die Prophetensöhne! 39 Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kräuter zu sammeln, und er fand ein wildes Rankengewächs und sammelte davon sein Gewand voll wilde Gurken; und als er heimkam, zerschnitt er sie in den Gemüsetopf; denn sie kannten sie nicht. 40 Als man es aber den Männern zum Essen vorsetzte und sie von dem Gemüse aßen, schrien sie und sprachen: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen. 41 Er aber sprach: So holt Mehl herbei! Und er warf es in den Topf und sprach: Setze es den Leuten vor, dass sie essen! Da war nichts Schlimmes [mehr] im Topf.

    42 Aber ein Mann von Baal-Schalischa kam und brachte dem Mann Gottes -Erstlingsbrote, 20 Gerstenbrote und Jungkorn in seinem Sack. Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! 43 Und sein Diener sprach: Wie kann ich das 100 Männern vorsetzen? Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der Herr : Man wird essen, und es wird übrig bleiben ! 44 Und er legte es ihnen vor, und sie aßen; und es blieb noch übrig, nach dem Wort des Herrn .

    Vier Begebenheiten, vier Wunder. Alle bewirkt durch die Hand Elisas – mit der Hilfe Gottes. Was können wir daraus lernen?

    Die Witwe zeigte, dass sie im Einklang mit ihren Bitten handelte und es mit der Zuversicht tat, dass ihre Bitten gewährt würden. Denn es war schon merkwürdig, sich bei den Nachbarn viele Schüsseln auszuleihen, wenn doch nur ein Krug Öl da ist. Wie viele Schüsseln braucht man wohl, bis die Kanne leer ist? Trotzdem ist von vielen Schüsseln die Rede.

    Auch die Geschichte am Schluß hat damit zu tun: die wenigen Brote konnten unmöglich für alle reichen, dennoch beginnen die Diener damit, sie auszuteilen. Erst da werden sie mehr – die Brote reichen für alle.

    Die angesehene Frau, die Elisa ein Dachzimmer zur Verfügung stellt, muss erst lernen. Zuerst sagt sie, sie habe alles, als Elisa sie fragen lässt, was er ihr Gutes tun kann. Trotzdem beschenkt er sie reichlich – sie, die Unfruchtbare bekommt durch ein Wunder einen Sohn.

    Jahre später ist sie im Glauben und Vertrauen gereift, denn als der Knabe stirbt, macht sie sich auf den Weg zu Elisa und bittet ihn um das Leben ihres Kindes. Sie erhält es!

    Bei der vierten Geschichte – in der Reihenfolge die 3. – lernen wir, dass Jehova selbst aus etwas Schlechtem Verdorbenen noch etwas Gutes machen kann. Die todbringenden Früchte werden genießbar und niemand kommt zu Schaden.

    Es ist schon erstaunlich, wieviel wir aus nur einem Kapitel der Bibel für uns lernen können.

    weitere Gedanken finden wir hier:

  148. Juleam 25. Juni 2013 um 23:44 Link zum Kommentar

    2. Könige 5 – Welche Lehren wir aus der Heilung des Naaman ziehen können

    1 Naeman , der Heerführer des Königs von Aram , war ein hoch angesehener Mann vor seinem Herrn und geschätzt; denn durch ihn gab der Herr den Aramäern Sieg. Aber dieser gewaltige, tapfere Mann war aussätzig . 2 Und die Aramäer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten ein kleines Mädchen aus dem Land Israel entführt, das nun im Dienst von Naemans Frau war. 3 Und sie sprach zu ihrer Herrin: Ach , dass mein Herr bei dem Propheten wäre, der in Samaria wohnt; der würde ihn von seinem Aussatz befreien!

    4 Da ging Naeman hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm und sprach: So und so hat das Mädchen aus dem Land Israel geredet ! 5 Da sprach der König von Aram: Geh, ziehe hin, und ich will dem König von Israel einen Brief schicken! Da ging er hin und nahm zehn Talente Silber und 6 000 Goldstücke und zehn Festgewänder mit sich. 6 Und er brachte dem König von Israel den Brief; darin stand: »Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, so siehe: Ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist!«

    7 Und es geschah, als der König von Israel den Brief gelesen hatte, zerriss er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, sodass ich töten und lebendig machen könnte, dass dieser von mir verlangt, ich solle einen Mann von seinem Aussatz befreien? Da erkennt ihr doch und seht, dass er einen Anlass zum Streit mit mir sucht !

    8 Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, dass der König von Israel seine Kleider zerrissen habe, da sandte er zum König und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Er soll zu mir kommen, dann wird er erkennen , dass es einen Propheten in Israel gibt! 9 So kam Naeman mit seinen Pferden und mit seinen Wagen und hielt vor der Tür des Hauses Elisas.

    10 Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh hin und wasche dich sieben Mal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiederhergestellt, und du wirst rein werden! 11 Da wurde Naeman zornig, ging weg und sprach: Siehe, ich dachte, er wird sicher zu mir herauskommen und hinzutreten und den Namen des Herrn , seines Gottes, anrufen, und mit seiner Hand über die Stelle fahren und so den Aussätzigen befreien! 12 Sind nicht die Flüsse Abana und Parpar in Damaskus besser als alle Wasser in Israel? Kann ich mich nicht darin waschen und rein werden? Und er wandte sich ab und ging zornig davon.

    13 Da traten seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: Mein Vater , wenn dir der Prophet etwas Großes befohlen hätte, würdest du es nicht tun? Wie viel mehr denn, da er zu dir gesagt hat: Wasche dich, so wirst du rein!

    14 Da stieg er hinab und tauchte sich sieben Mal im Jordan unter, nach dem Wort des Mannes Gottes; und sein Fleisch wurde wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein . 15 Und er kehrte wieder zu dem Mann Gottes zurück, er und sein ganzes Gefolge. Und er ging hinein, trat vor ihn und sprach: Siehe, nun weiß ich, dass es keinen Gott auf der ganzen Erde gibt, außer in Israel! Und nun nimm doch ein Geschenk an von deinem Knecht! 16 Er aber sprach: So wahr der Herr lebt, vor dessen Angesicht ich stehe , ich nehme nichts! Da nötigte er ihn, es zu nehmen, aber er weigerte sich.

    17 Da sprach Naeman: Könnte deinem Knecht nicht eine doppelte Maultierlast Erde gegeben werden? Denn dein Knecht will nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer darbringen , sondern nur dem Herrn . 18 Nur darin wolle der Herr deinem Knecht vergeben: Wenn mein Herr in das Haus des Rimmon geht, um sich dort niederzubeugen – denn er stützt sich auf meinen Arm, und auch ich beuge mich nieder in dem Haus des Rimmon -, ja, wenn ich mich niederbeuge im Haus des Rimmon, so wolle der Herr deinem Knecht in dieser Sache vergeben! 19 Und [Elisa] antwortete ihm: Geh hin in Frieden ! Und er zog eine Wegstrecke von ihm fort.

    20 Da dachte Gehasi , der Diener Elisas, des Mannes Gottes: Siehe , mein Herr hat Naeman, diesen Aramäer, geschont, indem er nichts von ihm genommen hat, was er mitbrachte; so wahr der Herr lebt, ich will ihm nachlaufen und etwas von ihm nehmen ! 21 So jagte Gehasi dem Naeman nach.

    Und als Naeman sah, dass er ihm nachlief, sprang er vom Streitwagen, ihm entgegen, und sprach: Geht es dir gut? 22 Und er sprach: Ja! Mein Herr hat mich gesandt, um dir zu sagen: Siehe, eben jetzt sind zwei junge Männer von den Prophetensöhnen aus dem Bergland Ephraim zu mir gekommen. Gib ihnen doch ein Talent Silber und zwei Festgewänder! 23 Und Naeman sprach: Tu mir den Gefallen und nimm zwei Talente! Und er nötigte ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel und zwei Festgewänder und gab es zwei seiner Burschen, die trugen es vor ihm her. 24 Und als er auf den Hügel kam, nahm er es von ihrer Hand und legte es in das Haus und ließ die Männer gehen. Und sie gingen.

    25 Er aber ging hinein und trat vor seinen Herrn. Da sprach Elisa zu ihm: Woher , Gehasi? Er sprach : Dein Knecht ist weder hierhin noch dorthin gegangen! 26 Er aber sprach zu ihm: Ging mein Herz nicht mit, als der Mann von seinem Wagen umkehrte, dir entgegen? War es auch an der Zeit , Silber zu nehmen und Kleider, oder Ölbäume, Weinberge, Schafe, Rinder, Knechte und Mägde? 27 So soll nun der Aussatz Naemans an dir haften und an deinem Samen ewiglich! Da ging er von ihm hinaus , aussätzig wie Schnee.

    Wir haben ja in den vergangenen Jahren bereits sehr viele persönliche Gedanken und ergänzenden Stoff zu Naaman und Gehasi gesammelt (s.u.).

    Heute will ich euch mal die Ansprachen von Bayless Conley dazu ans Herz legen: „Welche Lehren wir aus der Heilung des Naaman ziehen können“, eine live-Ansprache englisch-deutsch und „Die Heilung des Naaman“. Es lohnt sich immer, solche weiteren Quellen zu Rate zu ziehen, denn alles, was uns unserem himmlischen Vater näher bringt, kann nur gut sein und auf alle Fälle besser als jedes Fernsehprogramm, jedes Buch und jedes Netzwerk 😉

    die Gedanken und den ergänzenden Stoff aus den Vorjahren dazu finden wir hier:

  149. Juleam 25. Juni 2013 um 23:47 Link zum Kommentar

    2. Könige 6 – welche Rolle spielt denn Elisa dabei?

    1 Und die Prophetensöhne sprachen zu Elisa: Sieh doch, der Ort, wo wir vor dir wohnen , ist uns zu eng! 2 Wir wollen doch an den Jordan gehen und dort jeder einen Balken holen, damit wir uns dort eine Niederlassung bauen. Und er sprach: Geht hin! 3 Es sprach aber einer: Tu uns doch den Gefallen und komm mit deinen Knechten! Und er sprach: Ich will mitkommen! 4 Und er ging mit ihnen. Als sie nun an den Jordan kamen, schnitten sie Holz. 5 Und es geschah, als einer einen Stamm fällte, da fiel das Eisen ins Wasser. Da schrie er und sprach: O weh, mein Herr! Und es ist noch dazu entliehen! 6 Aber der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Und als er ihm die Stelle zeigte, schnitt er ein Holz ab und warf es dort hinein. Da brachte er das Eisen zum Schwimmen. 7 Und er sprach: Hole es dir heraus! Da streckte er seine Hand aus und nahm es.

    8 Und der König von Aram führte Krieg gegen Israel; und er beratschlagte sich mit seinen Knechten und sprach: Da und da soll mein Lager sein! 9 Aber der Mann Gottes sandte zum König von Israel und ließ ihm sagen: Hüte dich, an jenem Ort vorbeizugehen; denn die Aramäer kommen dort hinab! 10 Und der König von Israel sandte hin an den Ort, den ihm der Mann Gottes genannt und vor dem er ihn gewarnt hatte, und er nahm sich dort in Acht. Dies geschah nicht bloß einmal oder zweimal. 11 Da wurde das Herz des Königs von Aram unruhig darüber, und er rief seine Knechte zu sich und sprach zu ihnen: Könnt ihr mir denn nicht sagen, wer von den Unsrigen es mit dem König von Israel hält? 12 Da sprach einer seiner Knechte: Nicht doch, mein Herr und König; sondern Elisa, der Prophet in Israel, verrät dem König von Israel alles, was du in deiner Schlafkammer redest! 13 Er sprach: So geht hin und seht, wo er ist, dass ich hinsende und ihn ergreifen lasse! Und sie meldeten es ihm und sprachen: Siehe, er ist in Dotan !

    14 Da sandte er Pferde und Streitwagen und eine große Streitmacht dorthin. Und sie kamen bei Nacht und umzingelten die Stadt. 15 Als nun der Diener des Mannes Gottes am Morgen früh aufstand und hinausging, siehe, da lag um die Stadt ein Heer mit Pferden und Streitwagen. Da sprach sein Knecht zu ihm: O weh, mein Herr! Was wollen wir nun tun? 16 Er sprach: Fürchte dich nicht! Denn die, welche bei uns sind, sind zahlreicher als die, welche bei ihnen sind! 17 Und Elisa betete und sprach: Herr , öffne ihm doch die Augen, damit er sieht! Da öffnete der Herr dem Knecht die Augen, sodass er sah. Und siehe, der Berg war voll feuriger Rosse und Streitwagen rings um Elisa her.

    18 Und als sie zu ihm hinkamen, bat Elisa den Herrn und sprach: Schlage doch diese Heiden mit Blindheit! Da schlug er sie mit Blindheit nach dem Wort Elisas. 19 Und Elisa sprach zu ihnen: Das ist nicht der Weg noch die Stadt; folgt mir nach, so will ich euch zu dem Mann führen, den ihr sucht! Und er führte sie nach Samaria. 20 Und es geschah, als sie nach Samaria gekommen waren, da sprach Elisa: Herr , öffne diesen die Augen, damit sie sehen! Und der Herr öffnete ihnen die Augen, sodass sie sahen. Und siehe, da waren sie mitten in Samaria.

    21 Und als der König von Israel sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, soll ich sie schlagen ? Soll ich sie schlagen? 22 Er sprach: Du sollst sie nicht schlagen! Würdest du die schlagen, welche du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangen nimmst? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken und zu ihrem Herrn ziehen!

    23 Da wurde ein großes Mahl zubereitet. Und als sie gegessen und getrunken hatten, ließ er sie gehen, und sie zogen zu ihrem Herrn. Von da an kamen die Streifscharen der Aramäer nicht mehr in das Land Israel.

    24 Und danach geschah es, dass Benhadad, der König von Aram, sein ganzes Heer versammelte und heraufzog und Samaria belagerte. 25 Da entstand in Samaria eine große Hungersnot; und siehe, sie belagerten die Stadt so lange, bis ein Eselskopf 80 Silberlinge und ein Viertel Kab Taubenmist 5 Silberlinge wert war. 26 Als aber der König von Israel auf der Mauer entlangging, flehte ihn eine Frau an und sprach: Hilf mir, mein Herr und König! 27 Er aber sprach: Wenn dir der Herr nicht hilft, von woher soll ich dir Hilfe bringen? Von der Tenne oder von der Kelter?

    28 Und der König fragte sie: Was willst du? Sie sprach: Diese Frau da sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn heute essen; morgen wollen wir dann meinen Sohn essen! 29 So haben wir meinen Sohn gekocht und ihn gegessen; und am anderen Tag sprach ich zu ihr: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn essen! Aber sie hat ihren Sohn versteckt! 30 Und es geschah, als der König die Worte der Frau hörte, da zerriss er seine Kleider, während er auf der Mauer entlangging. Da sah das Volk, dass er darunter auf seinem Leib Sacktuch trug. 31 Und er sprach: Gott tue mir dies und das, wenn das Haupt Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf ihm bleibt!

    32 Elisa aber saß in seinem Haus, und die Ältesten saßen bei ihm. Und [der König] sandte einen Mann vor sich her; aber ehe der Bote zu ihm kam, sprach er zu den Ältesten: Seht ihr nicht, wie dieser Mördersohn hersendet, um mir den Kopf abzuhauen? Habt acht, wenn der Bote kommt, verschließt die Tür und stemmt euch mit der Tür gegen ihn! Höre ich nicht die Fußtritte seines Herrn hinter ihm her?

    33 Während er noch mit ihnen redete, siehe, da kam der Bote zu ihm hinab, und er sprach: Siehe, dieses Unglück kommt vom Herrn , was soll ich noch auf den Herrn warten?

    Wieso soll Elisa an dieser Not Schuld sein?

    Ging es darum, dass er zuvor auf Anweisung des Propheten Böses mit Gutem vergolten hatte?

    Waren diese Belagerer die gleichen, die sich zuvor vorgenommen hatten, Israel nicht mehr zu plündern? Wieso belagern sie dann hier die Stadt?

    weitere Gedanken dazu finden wir hier:

  150. Juleam 26. Juni 2013 um 00:01 Link zum Kommentar

    2. Könige 7 – 10

    2. Könige 7 – Jehova benutzt hier zwei Menschen, das Volk zu retten, die bei diesem als Verachtet gelten

    1 Da sprach Elisa: Hört das Wort des Herrn ! So spricht der Herr : Morgen um diese Zeit wird im Tor von Samaria ein Maß Feinmehl einen Schekel gelten und zwei Maß Gerste einen Schekel! 2 Da antwortete der Offizier, auf dessen Arm sich der König stützte , dem Mann Gottes und sprach: Siehe, selbst wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie könnte dies geschehen ? Er aber sprach: Siehe, du wirst es mit eigenen Augen sehen , aber nicht davon essen!

    3 Es waren aber vier aussätzige Männer am Eingang des Tores, und einer sprach zum anderen: Weshalb bleiben wir hier, bis wir sterben? 4 Wenn wir sprächen: Wir wollen in die Stadt gehen, wo doch Hungersnot in der Stadt herrscht, so müssten wir dort sterben; bleiben wir aber hier, so müssen wir auch sterben! So kommt nun, wir wollen zum Heer der Aramäer überlaufen! Lassen sie uns leben, so leben wir, töten sie uns, so sind wir tot!

    5 Und sie machten sich in der Dämmerung auf, um in das Lager der Aramäer zu gehen. Als sie nun an den Rand des Lagers der Aramäer kamen, siehe , da war kein Mensch da! 6 Denn der Herr hatte das Heer der Aramäer ein Getöse von Streitwagen hören lassen, auch ein Getümmel von Pferden und ein Geschrei einer großen Heeresmacht, sodass sie untereinander sprachen: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige der Ägypter gegen uns angeworben, damit sie uns überfallen sollen! 7 Und sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung und ließen ihre Zelte zurück und ihre Pferde und ihre Esel, das Lager, wie es stand, und flohen, um ihr Leben zu retten.

    8 Als nun jene Aussätzigen an den Rand des Lagers kamen, gingen sie in ein Zelt und aßen und tranken; und sie nahmen Silber, Gold und Kleider daraus mit und gingen hin und verbargen es. Und sie kamen wieder und gingen in ein anderes Zelt und plünderten es aus, gingen fort und verbargen es. 9 Aber einer sprach zum anderen: Wir handeln nicht recht. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft; wenn wir schweigen und warten, bis es heller Morgen wird, so wird uns Strafe treffen. So kommt nun, wir wollen gehen und es dem Haus des Königs melden!

    10 Und sie kamen und riefen dem Torhüter der Stadt und verkündeten es ihnen und sprachen: Wir sind zum Lager der Aramäer gekommen, und siehe, es ist niemand da, und man hört auch keinen Menschen, sondern nur Pferde und Esel; die sind angebunden, und die Zelte, wie sie waren! 11 Und er rief die Torhüter, und man berichtete es drinnen im Haus des Königs.

    12 Und der König stand in der Nacht auf und sprach zu seinen Knechten: Ich will euch doch sagen , was die Aramäer mit uns vorhaben: Sie wissen, dass wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen, um sich im Feld zu verbergen , und denken: Wenn die aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig fangen und in die Stadt eindringen! 13 Da antwortete einer seiner Knechte und sprach: Man nehme doch fünf von den übrig gebliebenen Pferden, die noch da sind – siehe, es geht ihnen doch wie der ganzen Menge Israels, die darin übrig geblieben ist; siehe, es geht ihnen wie der ganzen Menge Israels, welche aufgerieben ist -, die lasst uns senden und dann schauen! 14 Da nahmen sie zwei Gespanne Pferde, und der König sandte sie dem Heer der Aramäer nach und sprach: Geht hin und seht nach! 15 Als sie ihnen nun bis an den Jordan nachzogen, siehe, da lagen alle Wege voll Kleider und Waffen, welche die Aramäer auf ihrer eiligen Flucht von sich geworfen hatten. Und die Boten kamen wieder und sagten es dem König.

    16 Da ging das Volk hinaus und plünderte das Lager der Aramäer, sodass ein Maß Feinmehl einen Silberling galt und zwei Maß Gerste auch einen Silberling, nach dem Wort des Herrn . 17 Und der König bestellte den Offizier, auf dessen Arm er sich stützte, [zur Aufsicht] über das Tor; und das Volk zertrat ihn im Tor, sodass er starb, wie der Mann Gottes gesagt hatte, der es [voraus]gesagt hatte, als der König zu ihm hinabkam

    18 Denn es geschah, wie der Mann Gottes dem König gesagt hatte, als er sprach: Morgen um diese Zeit werden im Tor von Samaria zwei Maß Gerste einen Silberling gelten und ein Maß Feinmehl einen Silberling!, 19 worauf der Offizier dem Mann Gottes geantwortet hatte: Ja, siehe, selbst wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie könnte dies geschehen? Er aber hatte gesagt: Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber nicht davon essen! 20 So erging es ihm jetzt; denn das Volk zertrat ihn im Tor, sodass er starb.

    Wie gut, dass sich die Aussätzigen noch besinnen und nicht all das Gute für sich selbst behalten.

    Verständlich wäre es ja gewesen, denn immerhin waren sie von der Gesellschaft ausgeschlossen und sie hätten sich dahinter verstecken können, dass sie sich ja von der Stadt und den Brüdern fernhalten sollten (gemäß dem mosaischen Gesetz).

    Ich persönlich finde es auch immer wieder höchst interessant, welcher Menschen sich oftmals Jehova bedient, um seinem Volk Gutes zu tun: immer wieder sind es diejenigen, die sie selbst verachten und mit denen sie nichts zu tun haben wollen. Denken wir hierbei auch an Jephtha. Zuerst aus dem Volk rausgeschmissen – dann rufen sie ihn zurück, damit er sie befreit – was er auch tut. Und das, obwohl sie sich ihm gegenüber so schäbig verhalten haben.

    Ähnlich sah die Stellung des Messias aus: zum Schluß vom Volk verworfen und einem schändlichen Tode ausgeliefert – ist gerade er es, der die Befreiung bringt. Das hätten sie nicht gedacht. Sie hatten sich einen Mann mit mehr Ansehen und „mehr Biss“ vorgestellt.

    Dies ist ein Beweis dafür, dass Jehova die Dinge und die Menschen anders sieht, als wir. Er achtet nicht auf Ansehen oder Aussehen, ihm kommt es darauf an, wie das Herz ist. Und er kann eigentlich auch nur diejenigen wirklich gebrauchen, die ein aufrichtiges und demütiges Herz haben.

    Aber wenn es sein Wille ist, dann kann er die Herzen auch zum Guten hinwenden.

    Wäre unser Herz geeignet und formbar, um sich vom Schöpfer gebrauchen zu lassen?

    Wie eine Schwester am Sonntag sagte, weiss sie nicht wirklich, was Jehova mit ihr vorhat. Das, wo er sie hinführt ist nicht das, was sie selbst als ihr Ziel gesehen hat. Dennoch lässt sich sich von Jehova an der Hand nehmen und geht voller Vertrauen mit ihm in die Richtung, die er will – auch wenn sie es oft nicht versteht.

    Solche Menschen mit solchen Herzen sind diejenigen, die von Jehova gebraucht werden können – zum Nutzen anderer.

    Aber wollen wir das überhaupt? Oder geht es uns vielleicht in erster Linie darum, dass wir uns wohl fühlen?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  151. Juleam 26. Juni 2013 um 21:20 Link zum Kommentar

    2. Könige 8 – in beiden Königreichen wird ein neuer König eingesetzt

    1 Und Elisa redete mit der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, und sprach: Mache dich auf und geh hin mit deinen Hausgenossen und halte dich in der Fremde auf, wo du kannst! Denn der Herr hat eine Hungersnot herbeigerufen . Und sie kommt auch in das Land, sieben Jahre lang! 2 Und die Frau machte sich auf und machte es so, wie der Mann Gottes sagte, und zog hin mit ihren Hausgenossen und hielt sich sieben Jahre lang im Land der Philister auf. 3 Als nun die sieben Jahre vorbei waren, kam die Frau wieder aus dem Land der Philister, und sie ging hin, um den König anzurufen wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder.

    4 Der König aber redete eben mit Gehasi , dem Knecht des Mannes Gottes, und sprach: Erzähle mir doch alle die großen Taten , die Elisa getan hat! 5 Und es geschah, während er dem König erzählte, wie jener einen Toten lebendig gemacht hatte, siehe, da kam eben die Frau , deren Sohn er lebendig gemacht hatte, dazu und rief den König an wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder. Da sprach Gehasi: Mein Herr und König, dies ist die Frau, und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat! 6 Da fragte der König die Frau, und sie erzählte es ihm. Da gab ihr der König einen Kämmerer mit und sprach: Verschaffe ihr alles wieder, was ihr gehört; dazu allen Ertrag der Felder seit der Zeit, da sie das Land verlassen hat, bis jetzt!

    7 Und Elisa kam nach Damaskus . Da lag Benhadad , der König von Aram, krank. Und man sagte es ihm und sprach: Der Mann Gottes ist hierhergekommen! 8 Da sprach der König zu Hasael : Nimm ein Geschenk mit dir und geh dem Mann Gottes entgegen und befrage den Herrn durch ihn und sprich: Werde ich von dieser Krankheit genesen? 9 Und Hasael ging ihm entgegen und nahm ein Geschenk mit sich, allerlei Güter aus Damaskus, eine Last für 40 Kamele. Und als er kam, trat er vor ihn hin und sprach: Dein Sohn Benhadad, der König von Aram, hat mich zu dir gesandt und lässt fragen: Werde ich von dieser Krankheit genesen? 10 Elisa sprach zu ihm: Geh hin und sage ihm: Du wirst gewiss genesen! Aber der Herr hat mir gezeigt, dass er gewiss sterben wird. 11 Und [Elisa] richtete sein Angesicht auf ihn und starrte ihn unverwandt an, bis er sich schämte; und der Mann Gottes weinte.

    12 Da sprach Hasael: Warum weint mein Herr? Und er sprach: Weil ich weiß, was für Unheil du den Kindern Israels antun wirst! Du wirst ihre festen Städte mit Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert töten und ihre Kindlein zerschmettern und die schwangeren Frauen aufschlitzen! 13 Da sprach Hasael: Was ist dein Knecht, der Hund , dass er so große Dinge tun sollte? Elisa sprach: Der Herr hat mir gezeigt, dass du König über Aram wirst! 14 Und er ging von Elisa weg und kam zu seinem Herrn; der sprach zu ihm: Was hat dir Elisa gesagt? Er sprach: Er sagte mir, du wirst gewiss genesen! 15 Und es geschah am folgenden Tag, da nahm [Hasael] die Decke und tauchte sie ins Wasser und breitete sie über [Benhadads] Angesicht, sodass er starb . Und Hasael wurde König an seiner Stelle.

    16 Und im fünften Jahr Jorams , des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, als Josaphat noch König von Juda war, wurde Joram, der Sohn Josaphats, König in Juda. 17 Er war 32 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte acht Jahre lang in Jerusalem. 18 Und er wandelte auf dem Weg der Könige von Israel, wie es das Haus Ahabs tat; denn die Tochter Ahabs war seine Frau , und er tat, was böse war in den Augen des Herrn .

    19 Aber der Herr wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David willen, wie er ihm verheißen hatte, ihm unter seinen Söhnen allezeit eine Leuchte zu geben. 20 Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von der Oberherrschaft Judas ab und setzten einen König über sich.

    21 Da zog Joram nach Zair und alle Streitwagen mit ihm; und er machte sich auf bei Nacht und schlug die Edomiter, die ihn und die Obersten über die Streitwagen umzingelt hatten, sodass das Volk in seine Zelte floh. 22 Dennoch fielen die Edomiter von der Oberherrschaft Judas ab bis zu diesem Tag. Auch Libna fiel zu jener Zeit ab.

    23 Was aber mehr von Joram zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? 24 Und Joram legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids; und Ahasja , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    25 Im zwölften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel, wurde Ahasja, der Sohn Jorams, König in Juda. 26 Ahasja war 22 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte ein Jahr lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Athalja , [sie war] die Tochter Omris, des Königs von Israel. 27 Und er wandelte auf dem Weg des Hauses Ahabs und tat, was böse war in den Augen des Herrn , wie das Haus Ahabs; denn er war ein Schwiegersohn des Hauses Ahabs.

    28 Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Krieg gegen Hasael, den König von Aram, nach Ramot in Gilead; aber die Aramäer verwundeten Joram. 29 Da kehrte der König Joram zurück, um sich in Jesreel heilen zu lassen von den Wunden, die ihm die Aramäer in Ramat geschlagen hatten, als er mit Hasael, dem König von Aram, kämpfte. Und Ahasja , der Sohn Jorams, der König in Juda, kam hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen; denn er lag krank.

    Nun verstehen wir auch, warum seinerzeit Josaphat mit Ahab in den Krieg gezogen war: sie waren durch die Heirat ihrer Kinder verschwägert.

    Hier sind wir wieder an einem Punkt in der Zeitleiste, wo wir alles auf Null setzen können: das Ende von Jorams Regierungszeit, dem König von Israel und das Ende der Regierungszeit von Ahasja, dem König von Juda.

    Ich bin ja mal gespannt, wie lange es diesmal dauert, bis der Strahl bei mir nicht mehr stimmt ;-). Aber John hatte es ja bereits gesagt: viele Abweichungen kommen, weil da steht „im soundsovielten Regierungsjahr von X wurde Y König“ und wenn dies am Anfang des Jahres war, kann der Strahl fast um ein Jahr verrutschen und das läppert sich dann

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Kapitel:

  152. Juleam 26. Juni 2013 um 21:29 Link zum Kommentar

    2. Könige 9 – Ist Jehu mit irgendeinem der Königshäuser verwandt?

    1 Elisa aber, der Prophet, rief einen der Prophetensöhne und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diese Ölflasche mit dir und geh hin nach Ramot in Gilead! 2 Und wenn du dahin kommst, so schau, wo Jehu ist, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, und geh hinein und lass ihn aufstehen aus der Mitte seiner Brüder, und führe ihn in die innerste Kammer; 3 und nimm die Ölflasche, und gieße sie auf sein Haupt aus und sprich: So spricht der Herr : Ich habe dich zum König über Israel gesalbt ! Und du sollst die Tür öffnen und fliehen und dich nicht aufhalten!

    4 So ging der junge Mann, der Diener des Propheten, hin nach Ramot in Gilead. 5 Und als er hineinkam, siehe, da saßen die Hauptleute des Heeres beisammen, und er sprach: Ein Wort habe ich an dich, o Hauptmann! Und Jehu sprach: An welchen von uns allen? Er sprach: An dich, o Hauptmann! 6 Da stand [Jehu] auf und ging in das Haus hinein. Er aber goss das Öl auf sein Haupt und sprach zu ihm: So spricht der Herr , der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über das Volk des Herrn , über Israel! 7 Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen; so will ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des Herrn an Isebel rächen! 8 Ja, das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich will von Ahab alles ausrotten, was männlich ist, sowohl Mündige als auch Unmündige in Israel. 9 Und ich will das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas. 10 Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker von Jesreel, und niemand soll sie begraben! – Und er öffnete die Tür und floh .

    11 Als nun Jehu zu den Knechten seines Herrn herausging, sprach man zu ihm: Bedeutet es Friede? Warum ist dieser Verrückte zu dir gekommen? Er sprach zu ihnen: Ihr kennt doch den Mann und seine Rede. 12 Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns doch! Da sprach er: So und so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der Herr : Ich habe dich zum König über Israel gesalbt! 13 Da eilten sie und nahmen jeder sein Gewand und legten sie unter ihn auf die bloßen Stufen; und sie stießen in das Schopharhorn und riefen: Jehu ist König geworden! 14 So machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, eine Verschwörung gegen Joram. Joram aber hatte mit ganz Israel in Ramot in Gilead gegen Hasael, den König von Aram, Wache gehalten. 15 Aber der König Joram war wieder umgekehrt, um sich in Jesreel heilen zu lassen von den Wunden, die ihm die Aramäer geschlagen hatten, als er mit Hasael, dem König von Aram, kämpfte. Und Jehu sprach: Wenn es euch recht ist, so soll niemand aus der Stadt entfliehen, um hinzugehen und es in Jesreel zu berichten!

    16 Und Jehu ritt nach Jesreel; denn Joram lag dort; auch war Ahasja, der König von Juda, herabgekommen, um Joram zu besuchen. 17 Der Wächter aber, der auf dem Turm von Jesreel stand, sah Jehus Schar kommen und sprach: Ich sehe eine Schar! Da sprach Joram: Nimm einen Reiter, und sende ihnen den entgegen und frage: Bedeutet es Friede? 18 Und der Reiter ritt ihm entgegen und sprach: So spricht der König: Bedeutet es Friede? Jehu aber sprach: Was geht dich der Friede an? Kehre um, folge mir! Und der Wächter berichtete es und sprach: Der Bote ist zu ihnen gekommen und kehrt nicht zurück!

    19 Da sandte er einen zweiten Reiter. Als der zu ihm kam, sprach er: So spricht der König: Bedeutet es Friede? Jehu sprach: Was geht dich der Friede an? Kehre um, folge mir! 20 Das berichtete der Wächter und sprach: Der ist auch zu ihnen gekommen und kehrt nicht zurück; und es ist ein Jagen wie das Jagen Jehus, des Sohnes Nimsis, denn er jagt, als wäre er rasend! 21 Da sprach Joram: Spanne an! Und man spannte seinen Streitwagen an, und sie zogen aus, Joram , der König von Israel, und Ahasja, der König von Juda, jeder auf seinem Streitwagen; sie fuhren Jehu entgegen, und sie trafen ihn auf dem Acker Nabots , des Jesreeliten.

    22 Als nun Joram den Jehu sah, sprach er: Jehu, bedeutet das Friede ? Er aber sprach: Was, Friede? Bei all den Hurereien und Zaubereien deiner Mutter Isebel? 23 Da wandte sich Joram zur Flucht und sprach zu Ahasja: Verrat , Ahasja! 24 Aber Jehu nahm den Bogen in die Hand und schoss Joram zwischen die Schultern, sodass der Pfeil durch sein Herz fuhr und er in seinen Streitwagen sank. 25 Und Jehu sprach zu Bidekar, seinem Wagenkämpfer: Nimm ihn und wirf ihn auf das Ackerfeld Nabots, des Jesreeliten; denn denke daran, wie wir, ich und du, nebeneinander hinter seinem Vater Ahab herritten, als der Herr diesen Ausspruch über ihn tat: 26 »Fürwahr, das Blut Nabots und das Blut seiner Söhne habe ich gestern gesehen, spricht der Herr ; und ich werde es dir auf diesem Acker vergelten! spricht der Herr .« So nimm ihn nun und wirf ihn auf den Acker, nach dem Wort des Herrn !

    27 Als aber Ahasja, der König von Juda, dies sah, floh er in Richtung Beth-Gan. Jehu aber jagte ihm nach und sprach: »Erschlagt auch ihn auf dem Wagen!« [Das war] auf der Anhöhe von Gur, das bei Jibleam liegt. Und er floh nach Megiddo und starb dort. 28 Und seine Knechte ließen ihn auf einem Wagen nach Jerusalem führen und begruben ihn in seinem Grab bei seinen Vätern in der Stadt Davids. 29 Ahasja aber war König geworden über Juda im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs.

    30 Als nun Jehu nach Jesreel kam und Isebel dies hörte, da schminkte sie ihr Angesicht und schmückte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus. 31 Und als Jehu in das Tor kam, sprach sie: Ist es Simri gut ergangen , der seinen Herrn ermordete? 32 Da schaute er zum Fenster empor und sprach: Wer hält es mit mir ? Wer? Da sahen zwei oder drei Kämmerer zu ihm hinab. 33 Und er sprach: Stürzt sie herab! Und sie stürzten sie hinunter, dass die Wände und die Pferde mit ihrem Blut bespritzt wurden; und er zertrat sie.

    34 Und als er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Seht doch nach dieser Verfluchten und begrabt sie, denn sie ist die Tochter eines Königs ! 35 Als sie aber hingingen, um sie zu begraben, da fanden sie nichts mehr von ihr als nur den Schädel, die Füße und die Handflächen. 36 Und sie kamen wieder und berichteten es ihm. Er aber sprach: Das ist ja das Wort des Herrn , das er durch seinen Knecht Elia, den Tisbiter, geredet hat, als er sprach: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde das Fleisch der Isebel fressen! 37 Und der Leichnam Isebels wird sein im Acker Jesreels wie Dünger auf dem Feld, sodass man nicht sagen kann: Dies ist Isebel!

    Nun sehen wir, warum der Zeitstrahl hier eine Linie durch beide Reiche zieht: beide Könige werden auf Befehl Jehovas von Jehu hingerichtet. Nun hat das Reich Juda keinen König mehr, Israel hat ab hier Jehu als König über sich!

    War Jehu auch ein Quereinsteiger, oder ist er mit der königlichen Familie verwandt? Aber das kann ja eigentlich nicht sein, da er den Auftrag hat, alle Männer aus dem Hause Ahabs zu vernichten.

    Im Einsichtenbuch habe ich einiges zu Jehu gefunden und auch im Index. Demnach besteht keinerlei Verwandtschaft mit einer der beiden Königshäuser. Wer mag, kann ja über die Links gehen und sich weiter informieren.

    Weitere persönliche Gedanken und den ergänzenden Stoff der Vorjahre zu diesem Kapitel finden wir hier:

  153. Juleam 26. Juni 2013 um 21:35 Link zum Kommentar

    2. Könige 10 – Jehu startet sofort durch und räumt gründlich auf

    1 Ahab aber hatte 70 Söhne in Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie nach Samaria an die Obersten von Jesreel, an die Ältesten und Erzieher [der Söhne] Ahabs, die lauteten so: 2 Nun denn, sobald dieser Brief zu euch kommt, die ihr über die Söhne eures Herrn verfügt und über die Streitwagen, die Pferde und über eine feste Stadt und Waffen, 3 so schaut , welcher der beste und rechtschaffenste unter den Söhnen eures Herrn ist, und setzt ihn auf den Thron seines Vaters, und kämpft für das Haus eures Herrn! 4 Sie aber fürchteten sich über die Maßen und sprachen: Siehe, die zwei Könige konnten nicht vor ihm bestehen, wie wollen denn wir bestehen ? 5 Und der Vorsteher über das Haus , der Vorsteher über die Stadt und die Ältesten und die Erzieher sandten hin zu Jehu und ließen ihm sagen: Wir sind deine Knechte und wollen alles tun, was du uns sagst! Wir wollen niemand zum König machen; tue, was dir gefällt!

    6 Da schrieb er einen zweiten Brief an sie, der lautete so: Wenn ihr es mit mir halten und meiner Stimme gehorchen wollt, so nehmt die Köpfe der Männer, der Söhne eures Herrn, und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel! Aber die Königssöhne, 70 Mann, waren bei den Großen der Stadt, die sie aufzogen. 7 Und es geschah, als der Brief zu ihnen kam, da ergriffen sie die Königssöhne und töteten sie, 70 Mann, und legten ihre Köpfe in Körbe und sandten sie zu ihm nach Jesreel. 8 Und als der Bote kam und es ihm berichtete und sprach: Sie haben die Köpfe der Königssöhne gebracht!, da sprach er: Legt sie in zwei Haufen draußen vor das Tor bis zum Morgen ! 9 Und am Morgen, als er hinausging, trat er hin und sprach zu dem ganzen Volk: Ihr seid gerecht ! Siehe, ich habe gegen meinen Herrn eine Verschwörung gemacht und ihn umgebracht. Wer aber hat diese alle erschlagen?

    10 So erkennt nun, dass kein Wort des Herrn auf die Erde gefallen ist, das der Herr gegen das Haus Ahabs geredet hat, sondern der Herr hat getan , was er durch seinen Knecht Elia geredet hat! 11 Und Jehu erschlug in Jesreel alle Übriggebliebenen vom Haus Ahabs und seine Gewaltigen, seine Vertrauten und seine Minister , sodass ihm nicht einer übrigblieb, der entkommen wäre.

    12 Danach machte er sich auf und zog nach Samaria. Unterwegs aber, bei Beth-Eked Haroim, 13 da traf Jehu die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda, an und sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind die Brüder Ahasjas und ziehen hinab, um die Söhne des Königs und die Söhne der Gebieterin zu begrüßen ! 14 Er aber sprach: Greift sie lebendig ! Und sie ergriffen sie lebendig und erstachen sie bei der Zisterne von Beth-Eked, 42 Mann; und er ließ nicht einen von ihnen übrig.

    15 Und als er von dort wegzog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs , der ihm entgegenkam; und er grüßte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz aufrichtig , wie mein Herz mit deinem Herzen? Und Jonadab sprach: Ja! – Wenn es so ist, so gib mir deine Hand ! Und er gab ihm seine Hand. Da ließ er ihn zu sich auf den Streitwagen steigen , 16 und er sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer für den Herrn ! Und er führte ihn auf seinem Streitwagen. 17 Und als er nach Samaria kam, erschlug er alles, was von Ahab in Samaria noch übrig war, bis er ihn vertilgt hatte, gemäß dem Wort des Herrn , das er zu Elia geredet hatte.

    18 Und Jehu versammelte das ganze Volk und sprach zu ihnen: Ahab hat dem Baal wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen! 19 So beruft nun alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, sodass niemand fehlt; denn ich habe dem Baal ein großes Schlachtopfer zu bringen. Wen man vermissen wird, der soll nicht leben! Aber Jehu tat es aus List , um die Diener Baals auszurotten. 20 Und Jehu sprach: Heiligt dem Baal ein Fest! Und sie ließen ein solches ausrufen. 21 Jehu sandte auch [Boten] in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener Baals, sodass niemand übrig blieb, der nicht gekommen wäre. Und sie kamen in das Haus des Baal, sodass das Haus des Baal voll wurde, von einem Ende bis zum anderen.

    22 Da sprach er zu dem Aufseher über die Kleiderkammer: Bringe Kleider heraus für alle Diener Baals! Und er brachte ihnen Kleider heraus. 23 Und Jehu ging mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, in das Haus Baals und sprach zu den Dienern Baals: Forscht nach und achtet darauf, dass hier unter euch nicht etwa jemand von den Dienern des Herrn sei, sondern ausschließlich Diener des Baal! 24 Und sie gingen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer darzubringen. Jehu aber hatte sich draußen 80 Mann bestellt und sprach: Wenn jemand einen von den Männern entkommen lässt, die ich in eure Hand gebe, so soll sein Leben für dessen Leben haften! 25 Als man nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Läufern und den Offizieren: Geht hinein und erschlagt sie, sodass niemand davonkommt!

    Und sie erschlugen sie mit der Schärfe des Schwertes. Und die Läufer und Offiziere warfen sie hinaus und gingen in den innersten Raum im Haus des Baal, 26 und sie brachten die Bildsäulen des Hauses des Baal heraus und verbrannten sie, 27 und sie rissen die Gedenksteine des Baal nieder. Sie zerstörten auch das Haus des Baal und machten Aborte daraus, [die sind dort] bis zu diesem Tag.

    28 So vertilgte Jehu den Baal aus Israel. 29 Aber von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte, ließ Jehu nicht, nämlich von den goldenen Kälbern von Bethel und von Dan.

    30 Doch sprach der Herr zu Jehu: Weil du dich gut gehalten und getan hast, was recht ist in meinen Augen, weil du am Haus Ahabs gehandelt hast nach allem, was in meinem Herzen war, so sollen Nachkommen von dir bis in das vierte Glied auf dem Thron Israels sitzen! 31 Aber Jehu achtete nicht darauf, von ganzem Herzen nach dem Gesetz des Herrn , des Gottes Israels, zu wandeln ; denn er ließ nicht ab von den Sünden Jerobeams, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte.

    32 Zu jener Zeit fing der Herr an, Israel zu schmälern; denn Hasael schlug sie an allen Grenzen Israels: 33 östlich vom Jordan, das ganze Land Gilead, die Gaditer, Rubeniter und Manassiter, von Aroer an, das am Arnonfluss liegt, sowohl Gilead als auch Baschan. 34 Was aber mehr von Jehu zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und alle seine großen Taten, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 35 Und Jehu legte sich zu seinen Vätern; und sie begruben ihn in Samaria. Und Joahas , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle. 36 Die Zeit aber, die Jehu über Israel in Samaria regierte , betrug 28 Jahre.

    Jehu räumt wirklich gründlich auf. Für mich liest sich das Ganze sehr grausam, aber es war der Auftrag Jehovas: das ganze Haus Ahabs sollte ausgerottet werden und das tut er.

    Wobei ich immer noch Probleme damit habe, dass er dem Baal opfert. Wie kann er dies mit seinem Gewissen vereinbaren? Hat er hier vielleicht in seinem Herzen gesagt: „in Wirklichkeit bringe ich ja Jehova das Opfer“?

    weitere Gedanken aus den Vorjahren dazu finden wir hier:

  154. Juleam 9. Juli 2013 um 09:41 Link zum Kommentar

    2. Könige 11 – 14:20

    2. Könige 11 – ein herzloses und machtgieriges Weib

    1 Als aber Athalja , die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte alle königlichen Nachkommen um. 2 Aber Joscheba , die Tochter des Königs Joram, Ahasjas Schwester, nahm Joas , den Sohn Ahasjas, und stahl ihn weg aus der Mitte der Königssöhne, die getötet wurden, und brachte ihn samt seiner Amme in eine Schlafkammer; und sie verbargen ihn vor Athalja; und er wurde nicht getötet. 3 Und er war sechs Jahre lang bei ihr im Haus des Herrn verborgen. Athalja aber herrschte über das Land.

    4 Aber im siebten Jahr ließ Jojada die Obersten über die Hundertschaften der Karier und der Läufer holen und zu sich in das Haus des Herrn kommen; und er machte mit ihnen einen Bund und nahm einen Eid von ihnen im Haus des Herrn , und er zeigte ihnen den Sohn des Königs. 5 Und er gebot ihnen und sprach: Das ist es, was ihr tun sollt: Der dritte Teil von euch, die ihr am Sabbat antretet , soll Wache halten im Haus des Königs; 6 und ein Drittel am Tor Sur und ein Drittel am Tor hinter den Läufern; und ihr sollt Wache halten beim Haus zur Abwehr. 7 Und die zwei [anderen] Abteilungen von euch, alle, die am Sabbat abtreten , sollen im Haus des Herrn um den König Wache halten. 8 Und ihr sollt euch rings um den König scharen, jeder mit seinen Waffen in der Hand; wer aber in die Reihen eindringt, der soll getötet werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er aus- und eingeht!

    9 Und die Obersten über die Hundertschaften taten alles, wie es ihnen der Priester Jojada geboten hatte; und sie nahmen jeder seine Männer, die am Sabbat antraten, samt denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zu Jojada, dem Priester. 10 Und der Priester gab den Obersten über die Hundertschaften die Speere und Schilde, die dem König David gehört hatten, und die im Haus des Herrn waren. 11 Und die Leibwächter standen rings um den König her, jeder mit seinen Waffen in der Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, bei dem Altar und bei dem Haus. 12 Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm das Zeugnis ; und sie machten ihn zum König und salbten ihn und klatschten in die Hände und sprachen: Es lebe der König!

    13 Als aber Athalja das Geschrei der Leibwächter und des Volkes hörte, kam sie zu dem Volk in das Haus des Herrn . 14 Und sie schaute, und siehe, da stand der König auf dem Podium , wie es Sitte war, und die Obersten und Trompeter bei dem König; und das ganze Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten. Da zerriss Athalja ihre Kleider und schrie: Verrat ! Verrat!

    15 Aber Jojada, der Priester, gebot den Obersten über die Hundertschaften, die über das Heer gesetzt waren, und sprach: Führt sie hinaus, zwischen den Reihen hindurch, und wer ihr nachfolgt, der soll durch das Schwert sterben! Denn der Priester sprach: Sie soll nicht im Haus des Herrn getötet werden! 16 Und sie legten Hand an sie. Und sie ging durch den Eingang für die Pferde zum Haus des Königs und wurde dort getötet.

    17 Und Jojada machte einen Bund zwischen dem Herrn und dem König und dem Volk, dass sie das Volk des Herrn sein sollten; ebenso zwischen dem König und dem Volk. 18 Da ging das ganze Volk des Landes zum Baalstempel und zerstörte ihn; seine Altäre und Bilder zertrümmerten sie gründlich, und sie töteten Mattan, den Baalspriester, vor den Altären. Der Priester aber bestellte Wachen über das Haus des Herrn .

    19 Und er nahm die Obersten über die Hundertschaften und die Karier und die Leibwächter und das ganze Volk des Landes, und sie führten den König aus dem Haus des Herrn hinab, und sie kamen durch das Tor der Leibwächter in das Haus des Königs; und er setzte sich auf den Thron der Könige. 20 Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe . Athalja aber hatten sie mit dem Schwert getötet beim Haus des Königs.

    Eine merkwürdige Frau. Als sie erfährt, dass ihr Sohn tot ist, tötet sie alle königlichen Nachkommen. Selbst vor ihrem eigenen Enkel hätte sie nicht Halt gemacht, wenn ihn nicht seine Tante aus der Schusslinie gebracht hätte.

    Warum das alles?

    Wollte sie unbedingt selbst an die Macht kommen?

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  155. Juleam 9. Juli 2013 um 09:44 Link zum Kommentar

    2. Könige 12 – manches wird schnell abgehandelt und kann deshalb zu Verwirrung führen

    1 Joas war sieben Jahre alt, als er König wurde. 2 Im siebten Jahr Jehus wurde Joas König, und er regierte 40 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerscheba. 3 Und Joas tat, was recht war in den Augen des Herrn , solange ihn der Priester Jojada unterwies. 4 Nur die Höhen kamen nicht weg; das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.

    5 Und Joas sprach zu den Priestern: Alles Geld der Weihegaben, das in das Haus des Herrn gebracht wird: das Geld jedes Gemusterten, das Geld der Seelen, das jeder nach seiner Schätzung gibt, auch alles Geld, das jemand freiwillig ins Haus des Herrn bringt, 6 das sollen die Priester zu sich nehmen, jeder von seinen Bekannten; davon sollen sie die Schäden am Haus ausbessern ; alles, was dort an Schäden gefunden wird! 7 Als aber die Priester im dreiundzwanzigsten Jahr des Königs Joas die Schäden am Haus [noch] nicht ausgebessert hatten, 8 da berief der König den Priester Jojada und die übrigen Priester und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr die Schäden am Haus nicht aus? So sollt ihr nun das Geld nicht mehr nehmen von euren Bekannten, sondern sollt es für die Ausbesserung des Hauses geben! 9 Und die Priester waren damit einverstanden, dass sie von dem Volk kein Geld mehr nehmen sollten und auch die Ausbesserung des Hauses nicht mehr zu besorgen brauchten.

    10 Da nahm Jojada, der Priester, eine Lade und bohrte ein Loch in ihren Deckel, und er stellte sie zur rechten Hand neben den Altar, wenn man in das Haus des Herrn geht. Und die Priester, welche die Schwelle hüteten , legten alles Geld hinein, das zum Haus des Herrn gebracht wurde. 11 Wenn sie dann sahen, dass viel Geld in der Lade war, dann kamen die Schreiber des Königs und der Hohepriester herauf und banden das Geld zusammen und zählten, was im Haus des Herrn gefunden wurde. 12 Und man gab das abgewogene Geld denen, die die Arbeit verrichteten, die über das Haus des Herrn bestellt waren; die zahlten es aus an die Zimmerleute und Bauleute, die am Haus des Herrn arbeiteten, 13 und an die Maurer und Steinmetze, und um Holz und behauene Steine zu kaufen, um damit die Schäden am Haus des Herrn auszubessern, und für alle übrigen Ausgaben zur Ausbesserung des Hauses. 14 Doch ließ man für das Haus des Herrn keine silbernen Schalen , Messer, Sprengschalen, Trompeten , noch irgendein goldenes oder silbernes Gerät von dem Geld machen, das in das Haus des Herrn gebracht worden war, 15 sondern man gab es den Arbeitern, dass sie damit das Haus des Herrn ausbesserten. 16 Sie rechneten auch nicht ab mit den Männern, in deren Hand man das Geld gab, um es den Arbeitern auszuzahlen, denn sie handelten treu. 17 Das Geld von Schuldopfern aber und das Geld von Sündopfern wurde nicht in das Haus des Herrn gebracht, denn es gehörte den Priestern.

    18 Zu der Zeit zog Hasael , der König von Aram, hinauf und kämpfte gegen Gat und eroberte es. Und als Hasael Miene machte, gegen Jerusalem hinaufzuziehen, 19 da nahm Joas, der König von Juda, alles, was geheiligt war, was seine Väter Josaphat, Joram und Ahasja, die Könige von Juda, geheiligt hatten, und was er selbst geheiligt hatte, dazu alles Gold, das man in den Schätzen im Haus des Herrn und im Haus des Königs vorfand, und sandte es Hasael, dem König von Aram. Da zog er ab von Jerusalem. 20 Was aber mehr von Joas zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda?

    21 Und seine Knechte erhoben sich und machten eine Verschwörung und erschlugen Joas im Haus des Millo , wo man nach Silla hinabgeht. 22 Denn Josachar, der Sohn Simeats, und Jehosabad, der Sohn Somers, seine Knechte, erschlugen ihn, und er starb ; und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids; und Amazja , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    Deswegen wird es nachher wieder verwirrend: denn hier werden die 40 Jahre Joas schnell abgehandelt. Wir hören, dass Amazja den Thron übernimmt und dann kommt, was in der Zeit in Israel passiert.

    Jehu ist zeitgleich mit Joas noch gut 22 Jahre König in Israel und dann folgt ihm ein anderer auf dem Thron – alles während Joas noch König ist.

    Es zahlt sich also bereits jetzt sehr aus, dass ich beim Lesen einen eigenen Zeitstrahl mache – auch wenn oftmals Abweichungen sind.

    weitere Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Kapitel finden wir hier:

  156. Juleam 9. Juli 2013 um 09:51 Link zum Kommentar

    1. Könige 13 – warum trauert ein untreuer König über den nahenden Tod des Propheten?

    1 Im dreiundzwanzigsten Jahr des Joas, des Sohnes Ahasjas, des Königs von Juda, wurde Joahas , der Sohn Jehus, König über Israel in Samaria, [und er regierte] 17 Jahre lang. 2 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , und wandelte in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte, und ließ nicht ab davon. 3 Deswegen entbrannte der Zorn des Herrn über Israel, und er gab sie in die Hand Hasaels , des Königs von Aram, und in die Hand Benhadads , des Sohnes Hasaels, die ganze Zeit hindurch.

    4 Aber Joahas besänftigte das Angesicht des Herrn , und der Herr erhörte ihn; denn er sah die Bedrängnis Israels, wie der König von Aram sie bedrängte. 5 Und der Herr gab Israel einen Retter, und sie kamen aus der Hand der Aramäer heraus, und die Kinder Israels wohnten in ihren Zelten wie zuvor.

    6 Dennoch ließen sie nicht von den Sünden, zu denen das Haus Jerobeams Israel verführt hatte, sondern wandelten darin. Auch blieb das Aschera-Standbild in Samaria stehen. 7 Von dem Kriegsvolk ließ [der Herr ] dem Joahas nicht mehr übrig als 50 Reiter, 10 Streitwagen und 10 000 Mann Fußvolk; denn der König von Aram hatte sie vertilgt und sie gemacht wie Staub beim Dreschen. 8 Was aber mehr von Joahas zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine großen Taten, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 9 Und Joahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in Samaria. Und Joas, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    10 Im siebenunddreißigsten Jahr des Königs Joas von Juda wurde Joas, der Sohn des Joahas, König über Israel in Samaria, [und er regierte] 16 Jahre lang. 11 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , und ließ nicht ab von allen Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte, sondern wandelte darin. 12 Was aber mehr von Joas zu sagen ist und was er getan hat, und seine großen Taten, wie er mit Amazja, dem König von Juda, kämpfte, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 13 Und Joas legte sich zu seinen Vätern, und Jerobeam setzte sich auf seinen Thron. Und Joas wurde in Samaria begraben bei den Königen von Israel.

    14 Elisa aber wurde von der Krankheit befallen, an der er sterben sollte. Und Joas, der König von Israel, kam zu ihm hinab, weinte vor ihm und sprach: O mein Vater , mein Vater! Der Wagen Israels und seine Reiter! 15 Elisa aber sprach zu ihm: Nimm einen Bogen und Pfeile! Und er holte ihm einen Bogen und Pfeile.

    16 Und Elisa sprach zum König von Israel: Spanne mit deiner Hand den Bogen! Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hände auf die Hände des Königs, 17 und er sprach: Mache das Fenster nach Osten auf! Und er machte es auf. Und Elisa sprach: Schieß! Und er schoss. Er aber sprach: Ein Pfeil der Rettung vom Herrn , ein Pfeil der Rettung gegen die Aramäer! Du wirst die Aramäer schlagen bei Aphek , bis sie aufgerieben sind!

    18 Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und als der sie nahm, sprach er zum König von Israel: Schlage auf die Erde! Da schlug er dreimal und hielt inne. 19 Da wurde der Mann Gottes zornig über ihn und sprach: Wenn du fünf- oder sechsmal geschlagen hättest, dann hättest du die Aramäer bis zur Vernichtung geschlagen; nun aber wirst du die Aramäer nur dreimal schlagen!

    20 Und Elisa starb und wurde begraben . Im folgenden Jahr aber fielen die Streifscharen der Moabiter ins Land. 21 Und es geschah, als man einen Mann begrub, da sahen sie plötzlich die Streifschar [kommen]; und sie warfen den Mann in das Grab Elisas. Und sobald der Mann hinabkam und die Gebeine Elisas berührte , wurde er lebendig und stellte sich aufrecht auf seine Füße.

    22 Hasael aber, der König von Aram, bedrängte Israel, solange Joahas lebte. 23 Aber der Herr war ihnen gnädig und erbarmte sich über sie und wandte sich ihnen zu um seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob willen; er wollte sie nicht verderben und hatte sie bis dahin noch nicht von seinem Angesicht verworfen.

    24 Und Hasael , der König von Aram, starb, und sein Sohn Benhadad wurde König an seiner Stelle. 25 Joas aber, der Sohn des Joahas, entriss der Hand Benhadads, des Sohnes Hasaels, die Städte wieder, die dieser im Krieg aus der Hand seines Vaters Joahas genommen hatte; dreimal schlug ihn Joas und eroberte die Städte Israels zurück.

    Nun wird es wieder verwirrend:

    Am Anfang wird gesagt, dass Joas, der König von Israel schlecht handelte und tat, was böse war in den Augen Jehovas. Warum trauert er dann um den kranken Propheten? Das hört sich hier für mich so an, als würde ein enges Verhältnis zwischen dem König und dem Propheten bestehen.

    Aber weder würde der Prophet eine enge Freundschaft haben wollen mit jemanden, der Jehova widersteht, noch suchen solche Menschen die Nähe von aufrichtigen Anbetern. Hm…

    weitere Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Kapitel finden wir hier:

  157. Juleam 9. Juli 2013 um 09:54 Link zum Kommentar

    2. Könige 14:1-20 die unterschiedlichen Könige auf Seiten Judas und Israels sorgen bei mir immer wieder für Verwirrung

    1 Im zweiten Jahr des Joas, des Sohnes Joahas , des Königs von Israel, wurde Amazja König, der Sohn des Königs Joas von Juda. 2 Mit 25 Jahren wurde er König, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Joaddin, von Jerusalem. 3 Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn , doch nicht so wie sein Vater David, sondern ganz so, wie es sein Vater Joas getan hatte. 4 Nur die Höhen kamen nicht weg, sondern das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.

    5 Und es geschah, sobald er die Königsherrschaft fest in Händen hatte, tötete er seine Knechte, die seinen königlichen Vater erschlagen hatten. 6 Aber die Söhne der Mörder tötete er nicht, wie es geschrieben steht im Buch des Gesetzes Moses, wo der Herr geboten hatte und sprach: »Die Väter sollen nicht um der Söhne willen sterben, und die Söhne sollen nicht um der Väter willen getötet werden, sondern jeder soll um seiner eigenen Sünde willen sterben!«

    7 Er schlug auch die Edomiter im Salztal , 10 000 [Mann], und eroberte Sela im Kampf, und er gab der [Stadt] den Namen Jokteel, wie sie heute noch heißt. 8 Danach sandte Amazja Boten zu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm , wir wollen einander ins Angesicht sehen! 9 Da sandte Joas, der König von Israel, [Boten] zu Amazja, dem König von Juda, und ließ ihm sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zur Zeder auf dem Libanon und ließ ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! Aber das Wild auf dem Libanon lief über den Dornstrauch und zertrat ihn. 10 Du hast die Edomiter vollständig geschlagen, und dein Herz verführt dich zum Stolz. Begnüge dich mit deinem Ruhm und bleibe daheim! Warum willst du das Unheil herausfordern, dass du zu Fall kommst und Juda mit dir?

    11 Aber Amazja wollte nicht hören. Da zog Joas, der König von Israel, herauf, und sie sahen sich ins Angesicht, er und Amazja, der König von Juda, bei Beth-Schemesch , das zu Juda gehört. 12 Aber Juda wurde vor Israel geschlagen, sodass jeder in sein Zelt floh . 13 Und Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn des Joas, des Sohnes Ahasjas, bei Beth-Schemesch gefangen; und er kam nach Jerusalem und riss die Stadtmauern ein, vom Tor Ephraim bis zum Ecktor , auf 400 Ellen Länge. 14 Und er nahm alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus des Herrn und in den Schätzen im Haus des Königs fanden, dazu Geiseln, und kehrte wieder nach Samaria zurück.

    15 Was aber mehr von Joas zu sagen ist, was er tat, und seine großen Taten, und wie er mit Amazja, dem König von Juda, gekämpft hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 16 Und Joas legte sich zu seinen Vätern und wurde in Samaria bei den Königen von Israel begraben. Und Jerobeam , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    17 Aber Amazja, der Sohn des Joas, der König von Juda, lebte nach dem Tod des Joas, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel, noch 15 Jahre lang. 18 Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda?

    19 Und sie machten in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn. Er aber floh nach Lachis . Da sandten sie ihm [Leute] hinterher bis nach Lachis und töteten ihn dort. 20 Und sie brachten ihn auf Pferden zurück, und er wurde begraben in Jerusalem bei seinen Vätern in der Stadt Davids.

    Nun bin ich völlig verwirrt. Ich dachte, bei mir stimmt etwas mit dem Zeitstrahl nicht, weil er mit dem aus dem Buch nicht überein stimmt. Aber Amazja war wirklich 14-15 Jahre länger König als Joas.

    Wieso ist dann bei diesen beiden Königen auf dem Zeitstrahl in dem Buch Gleichstand? Dort geht die Linie der beiden bis 787 vuZ.

    In dem Zeitstrahl von John und Stephi ist es richtig eingezeichnet. Warum dieser Unterschied in dem anderen Buch?

    einige weitere Gedanken aus dem vergangenen Jahr hierzu finden wir hier:

    jetzt geht es erst mal mit Joel, Jona und Amos weiter. Denn wenn wir die Propheten im Zusammenhang mit der derzeitigen Situation in Israel und Juda lesen, ergibt das viel mehr Sinn

  158. Juleam 9. Juli 2013 um 10:19 Link zum Kommentar

    2. Könige14:21-25

    21 Und das ganze Volk von Juda nahm Asarja , der 16 Jahre alt war, und sie machten ihn zum König an Stelle seines Vaters Amazja. 22 Er baute Elat und brachte es wieder an Juda, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte. 23 Im fünfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes des Joas, des Königs von Juda, wurde Jerobeam, der Sohn des Joas, König über Israel in Samaria, [und er regierte] 41 Jahre lang. 24 Er tat aber, was böse war in den Augen des Herrn , und ließ nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. 25 Dieser eroberte das Gebiet Israels zurück, von Lebo-Hamat an bis an das Meer der Arava, nach dem Wort des Herrn , des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona , den Sohn Amittais, den Propheten aus Gat-Hepher

    In der Zeit, wo Jona von Jehova zum Propheten erweckt wird, regieren also Asarja als König von Juda und Jerobeam II als König von Israel. Kurz vorher hatte ER bereits Joel zu seinem eigenen Volk reden lassen, nun schickt er Jona nach Ninive.

    Vor diesem Hintergrund lesen wir nun das Buch Jona

  159. Juleam 9. Juli 2013 um 11:49 Link zum Kommentar

    2. Könige 14:26-29:

    26 Denn der Herr sah das so bittere Elend Israels, dass Mündige und Unmündige dahin waren und es keinen Retter für Israel gab. 27 Und der Herr hatte nicht gesagt, dass er den Namen Israels unter dem Himmel austilgen wolle; deswegen half er ihnen durch Jerobeam, den Sohn des Joas. 28 Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist, und alles, was er tat, und seine großen Taten, wie er gekämpft und wie er Damaskus und Hamat , die zu Juda gehört hatten, an Israel zurückgebracht hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 29 Und Jerobeam legte sich zu seinen Vätern, den Königen von Israel. Und Sacharja, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    vor diesem Hintergrund lesen wir das Bibelbuch Amos

  160. Juleam 9. Juli 2013 um 14:07 Link zum Kommentar

    2. Könige 15 – 17

    2. Könige 15 – warum verwirrt uns hier Jehova mit Asarja und Usija?

    1 Im siebenundzwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asarja König, der Sohn Amazjas, des Königs in Juda. 2 Mit 16 Jahren wurde er König, und er regierte 52 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jecholja, von Jerusalem. 3 Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn , ganz wie es sein Vater Amazja getan hatte; 4 nur dass die Höhen nicht wegkamen; denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.

    5 Der Herr aber schlug den König, sodass er aussätzig wurde bis zum Tag seines Todes, und er wohnte in einem abgesonderten Haus. Jotam aber, der Sohn des Königs, war über das [königliche] Haus gesetzt und richtete das Volk des Landes. 6 Was aber mehr von Asarja zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? 7 Und Asarja legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids; und Jotam, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    8 Im achtunddreißigsten Jahr Asarjas , des Königs von Juda, wurde Sacharja , der Sohn Jerobeams, König über Israel in Samaria, [und er regierte] sechs Monate lang. 9 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , wie es seine Väter getan hatten; er ließ nicht ab von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte. 10 Und Schallum, der Sohn des Jabes, machte eine Verschwörung gegen ihn und schlug ihn vor dem Volk und tötete ihn; und er wurde König an seiner Stelle. 11 Was aber mehr von Sacharja zu sagen ist, siehe, das ist geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel.

    12 So erfüllte sich das Wort, das der Herr zu Jehu geredet hatte, als er sprach: Es sollen Nachkommen von dir bis ins vierte Glied auf dem Thron Israels sitzen! Und es geschah genau so.

    13 Schallum, der Sohn des Jabes, wurde König im neununddreißigsten Jahr Ussijas, des Königs von Juda, und er regierte einen vollen Monat lang in Samaria. 14 Da zog Menachem, der Sohn Gadis, von Tirza herauf und kam nach Samaria; und er schlug Schallum, den Sohn des Jabes, in Samaria und tötete ihn; und er wurde König an seiner Stelle. 15 Was aber mehr von Schallum zu sagen ist und seine Verschwörung, die er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel.

    16 Damals schlug Menachem [die Stadt] Tiphsach und alle, die darin waren, und ihr Gebiet von Tirza an; weil sie ihn nicht einlassen wollten, darum schlug er sie und ließ alle ihre Schwangeren aufschlitzen . 17 Im neununddreißigsten Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Menachem, der Sohn Gadis, König über Israel, [und er regierte] 10 Jahre lang in Samaria. 18 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn ; er ließ sein Leben lang nicht von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte.

    19 Und Pul , der König von Assyrien, kam in das Land. Und Menachem gab Pul 1 000 Talente Silber, damit er ihm Beistand gewährte und ihm das Königreich bestätigte. 20 Und Menachem erhob das Geld von Israel, von allen begüterten Leuten, 50 Schekel Silber von jedem Mann, um es dem König von Assyrien zu geben. So zog der König von Assyrien wieder heim und blieb nicht dort im Land.

    21 Was aber mehr von Menachem zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel? 22 Und Menachem legte sich zu seinen Vätern. Und Pekachja, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    23 Im fünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekachja, der Sohn Menachems, König über Israel in Samaria, [und er regierte] zwei Jahre lang. 24 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn ; er ließ nicht ab von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte.

    25 Pekach aber, der Sohn Remaljas, sein Hauptmann, machte eine Verschwörung gegen ihn und erschlug ihn in Samaria, in der Burg des Königshauses, ebenso Argob und Arje. Mit ihm aber waren 50 Mann von den Söhnen der Gileaditer. Und er tötete ihn und wurde König an seiner Stelle. 26 Was aber mehr von Pekachja zu sagen ist, und alles, was er getan hat, siehe, das ist aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel.

    27 Im zweiundfünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekach, der Sohn Remaljas, König über Israel in Samaria, [und er regierte] 20 Jahre lang. 28 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn . Er ließ nicht ab von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte.

    29 Zu den Zeiten Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglat-Pileser , der König von Assyrien, und nahm Ijon ein und Abel-Beth-Maacha , Janoach, Kedesch , Hazor , Gilead, Galiläa, das ganze Land Naphtali , und er führte [die Bewohner] gefangen nach Assyrien.

    30 Und Hosea , der Sohn Elas, machte eine Verschwörung gegen Pekach, den Sohn Remaljas, und schlug ihn tot. Und er wurde König an seiner Stelle im zwanzigsten Jahr Jotams , des Sohnes Ussijas. 31 Was aber mehr von Pekach zu sagen ist, und alles, was er getan hat, siehe, das ist aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel.

    32 Im zweiten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs von Israel, wurde Jotam König, der Sohn Ussijas, des Königs von Juda. 33 Er war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 16 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jerusa, eine Tochter Zadoks. 34 Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn ; ganz wie sein Vater Ussija gehandelt hatte, so handelte auch er. 35 Nur dass die Höhen nicht wegkamen; denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. Er baute das obere Tor am Haus des Herrn . 36 Was aber mehr von Jotam zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet in der Chronik der Könige von Juda?

    37 In jenen Tagen fing der Herr an, Rezin, den König von Aram, und Pekach, den Sohn Remaljas, gegen Juda zu senden. 38 Und Jotam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt seines Vaters David. Und Ahas, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    Jetzt weiss ich auch, warum ich „das Kuddelmuddel“ um die Könige von Israel und Juda all die Jahre nicht kapiert habe und dann auch hinterher nicht, wer wann wohin ins Exil ging.

    An diesem Kapitel habe ich nun mehr als 2 Stunden gesessen und bin an meinem Zeitstrahl verzweifelt. Wo kam denn nun auf einmal Usija her? Das passte doch hinten und vorne nicht, auch mit den anderen kollidierte das.

    Dabei ist es ganz einfach, wenn man es weiss: Asarja und Usija sind ein und die selbe Person. Aber darauf muss man erst kommen. In der Hoffnung für Alle ist es in einer Fußnote vermerkt, dass die beiden ein und dieselbe Person sind.

    Da nichts umsonst in der Bibel steht und jede Begebenheit, jedes Wort seinen bestimmten Sinn und Zweck haben, stellt sich die Frage, warum hier in Vers 13 von Asarja auf einmal als Usija die Rede ist. Warum „will“ und Jehova hier verwirren?

    weitere Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Kapitel finden wir hier:

  161. Juleam 9. Juli 2013 um 14:12 Link zum Kommentar

    2. Könige 16 – warum zieht er den „schöneren“ Altar vor, wenn der andere doch von Jehova „so in Auftrag gegeben wurde“?

    1 Im siebzehnten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas König, der Sohn Jotams, des Königs in Juda. 2 Ahas war 20 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 16 Jahre lang in Jerusalem. Und er tat nicht , was recht war in den Augen des Herrn, seines Gottes, wie sein Vater David. 3 Denn er wandelte auf dem Weg der Könige von Israel; er ließ sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte. 4 Und er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen.

    5 Damals zogen Rezin, der König von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, zum Kampf herauf gegen Jerusalem und belagerten Ahas, konnten [die Stadt] aber nicht erstürmen. 6 Zu jener Zeit brachte Rezin, der König von Aram, Elat wieder an Aram; denn er vertrieb die Juden aus Elat; und die Aramäer kamen nach Elat und ließen sich darin nieder bis zu diesem Tag.

    7 Ahas aber sandte Boten zu Tiglat-Pileser , dem König von Assyrien, und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm herauf und errette mich aus der Hand des Königs von Aram und aus der Hand des Königs von Israel, die sich gegen mich aufgemacht haben! 8 Und Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich im Haus des Herrn und in den Schätzen des königlichen Hauses vorfand, und sandte es dem König von Assyrien als Geschenk. 9 Und der König von Assyrien hörte auf ihn. Und der König von Assyrien zog herauf nach Damaskus und nahm es ein und führte die Leute gefangen nach Kir und tötete Rezin . 10 Da zog der König Ahas Tiglat-Pileser, dem König von Assyrien, entgegen nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der in Damaskus war, da sandte der König Ahas dem Priester Urija ein Abbild des Altars, und zwar eine genaue Vorlage, wie er gemacht war.

    11 Und der Priester Urija ließ den Altar genau nach dem bauen, was der König Ahas von Damaskus aus gesandt hatte; so ließ ihn der Priester Urija anfertigen, bis der König Ahas aus Damaskus kam. 12 Und als der König aus Damaskus kam und den Altar sah, trat er zu dem Altar und opferte darauf, 13 und er verbrannte darauf sein Brandopfer und sein Speisopfer und goss sein Trankopfer darauf und sprengte das Blut der Friedensopfer, die er darbrachte, auf den Altar. 14 Aber den ehernen Altar, der vor dem Herrn stand, rückte er von der Vorderseite des Hauses weg aus dem Zwischenraum zwischen dem [neuen] Altar und dem Haus des Herrn und stellte ihn nördlich von dem [neuen] Altar auf.

    15 Und der König Ahas gebot dem Priester Urija und sprach: Auf dem großen Altar sollst du das Morgen -Brandopfer anzünden und das Abend-Speisopfer und das Brandopfer des Königs und sein Speisopfer, auch das Brandopfer des einfachen Volkes samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern; und alles Blut des Brandopfers und alles Blut der Schlachtopfer sollst du darauf sprengen; wegen des ehernen Altars aber will ich mich noch bedenken! 16 Und der Priester Urija machte alles genau so, wie es ihm der König Ahas befahl.

    17 Der König Ahas ließ auch die Stege an den Gestellen herausbrechen und die Becken oben entfernen; und das Wasserbecken nahm er von den ehernen Rindern, die darunter waren, herab und setzte es auf eine steinerne Unterlage. 18 Auch die Sabbathalle, die man am Haus gebaut hatte, und den äußeren Eingang des Königs verlegte er am Haus des Herrn wegen des Königs von Assyrien.

    19 Was aber mehr von Ahas zu sagen ist, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? 20 Und Ahas legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Hiskia , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    Gerade wollte ich noch fragen, warum er nicht Jehova, sondern irgendeinen fremden König um Hilfe bittet. Aber bei dem Lebenswandel kann er wohl kaum Hife von dem Gott erwarten, den er sonst derart durch sein Tun verachtet.

    Worum geht es ihm eigentlich bei seiner Anbetung? Darum, dass er selbst sich gut dabei fühlt und wie andere darüber und über seinen Altar denken? Weil der Altar in Damaskus schöner ist von der Optik her, entfernt er den Altar, der auf Anweisung Jehovas gefertigt wurde. Damit hat er den Gott, den er vermeintlich anbetet, einfach außen vor gelassen.

    Wie steht es mit unserer Form der Anbetung? Geht es uns darum, dass wir uns dabei wohlfühlen und was andere von uns denken – oder dreht sie sich um unseren Gott Jehova?

    weitere Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  162. Juleam 9. Juli 2013 um 14:33 Link zum Kommentar

    2. Könige 17 – warum später die Diskrepanzen zwischen den Israeliten und den Samaritern bestehen:

    1 Im zwölften Jahr des Ahas, des Königs von Juda, wurde Hosea, der Sohn Elas, König über Israel in Samaria, [und er regierte] neun Jahre lang. 2 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , doch nicht wie die Könige von Israel, die vor ihm waren. 3 Gegen ihn zog Salmanassar, der König von Assyrien, herauf; und Hosea wurde ihm untertan und zahlte ihm Tribut . 4 Als aber der König von Assyrien erfuhr, dass Hosea eine Verschwörung gemacht und Boten zu So gesandt hatte, dem König von Ägypten, und dem König von Assyrien nicht wie alle Jahre Tribut gezahlt hatte, da nahm er ihn fest und legte ihn gebunden ins Gefängnis.

    5 Und der König von Assyrien durchzog das ganze Land und kam vor Samaria und belagerte es drei Jahre lang. 6 Im neunten Jahr Hoseas eroberte der König von Assyrien Samaria und führte Israel gefangen nach Assyrien; und er siedelte sie in Halach und am Habor, dem Fluss Gosans, und in den Städten der Meder an.

    7 Und dies geschah deshalb, weil die Kinder Israels gesündigt hatten gegen den Herrn , ihren Gott, der sie aus dem Land Ägypten geführt hatte, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, und weil sie andere Götter fürchteten , 8 und weil sie nach den Satzungen der Heidenvölker wandelten , die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte, und nach [den Satzungen] der Könige von Israel, die diese gemacht hatten.

    9 So hatten die Kinder Israels gegen den Herrn , ihren Gott, heimlich Dinge getrieben, die nicht recht waren: Sie bauten sich Höhen an allen ihren Wohnorten, von den Wachttürmen bis zu den festen Städten, 10 und sie errichteten sich Gedenksteine und Aschera-Standbilder auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen, 11 und sie räucherten auf allen Höhen wie die Heiden, die der Herr vor ihnen weggeführt hatte, und trieben böse Dinge, um damit den Herrn zu erzürnen, 12 und sie dienten den Götzen, von denen der Herr ihnen gesagt hatte: Ihr sollt so etwas nicht tun!

    13 Ja, wenn der Herr gegen Israel und Juda durch alle Propheten und alle Seher Zeugnis ablegte, indem er ihnen sagen ließ: Kehrt um von euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und meine Satzungen nach dem ganzen Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das ich durch meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt habe!, 14 so gehorchten sie nicht, sondern machten ihren Nacken hart, gleich dem Nacken ihrer Väter, die nicht an den Herrn , ihren Gott, geglaubt hatten. 15 Dazu verachteten sie seine Satzungen und seinen Bund , den er mit ihren Vätern geschlossen hatte, und seine Zeugnisse , die er ihnen bezeugt hatte; und sie wandelten der Nichtigkeit nach und wurden nichtig; und sie folgten den Heidenvölkern nach, die um sie her wohnten, derentwegen ihnen der Herr geboten hatte, sie sollten nicht so handeln wie diese.

    16 Und sie verließen alle Gebote des Herrn , ihres Gottes, und machten sich Bilder, zwei gegossene Kälber , und machten ein Aschera-Standbild und beteten das ganze Heer des Himmels an und dienten dem Baal . 17 Und sie ließen ihre Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen und trieben Wahrsagerei und Zauberei und verkauften sich, zu tun, was böse ist in den Augen des Herrn , um ihn zu erzürnen.

    18 Da wurde der Herr sehr zornig über Israel und tat sie von seinem Angesicht hinweg, sodass nur der Stamm Juda übrig blieb.

    19 Aber auch Juda befolgte die Gebote des Herrn , seines Gottes, nicht, sondern sie wandelten nach den Satzungen Israels, die sie gemacht hatten.

    20 Darum verwarf der Herr den ganzen Samen Israels und demütigte sie; und er gab sie in die Hände von Räubern, bis er sie von seinem Angesicht verstieß. 21 Denn Israel hatte sich vom Haus Davids losgerissen und hatte Jerobeam, den Sohn Nebats, zum König gemacht; und Jerobeam wandte Israel ab von der Nachfolge des Herrn und verführte es zu schwerer Sünde . 22 Und die Kinder Israels wandelten in allen Sünden Jerobeams, die er getan hatte, und ließen nicht davon, 23 bis der Herr Israel vor seinem Angesicht hinwegtat, wie er durch alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. So wurde Israel aus seinem Land nach Assyrien weggeführt , bis zu diesem Tag.

    24 Aber der König von Assyrien ließ Leute aus Babel und aus Kuta, aus Awa, Hamat und Sepharwajim kommen und siedelte sie an Stelle der Kinder Israels in den Städten Samarias an. Und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in dessen Städten. 25 Und es geschah, als sie zu Anfang ihrer Niederlassung dort den Herrn nicht fürchteten, da sandte der Herr Löwen unter sie; die richteten Verheerungen unter ihnen an.

    26 Darum ließen sie dem König von Assyrien sagen: Die Völker, die du weggeführt und in den Städten Samarias angesiedelt hast, kennen das Recht des Landesgottes nicht, darum hat er Löwen unter sie gesandt; und siehe, diese töten sie, weil sie das Recht des Landesgottes nicht kennen! 27 Da befahl der König von Assyrien und sprach: Bringt einen der Priester dahin, die ihr von dort weggeführt habt, und sie sollen hinziehen und dort wohnen; und er soll sie das Recht des Landesgottes lehren!

    28 Da kam einer von den Priestern, die sie von Samaria weggeführt hatten, und ließ sich in Bethel nieder und lehrte sie, wie sie den Herrn fürchten sollten.

    29 Aber jedes Volk machte sich seine eigenen Götter und stellte sie in die Höhenhäuser, welche die Samariter gemacht hatten, jedes Volk in den Städten, in denen sie wohnten. 30 Die Leute von Babel machten den Sukkot-Benot, und die Leute von Kut machten den Nergal, und die Leute von Hamat machten den Aschima; 31 und die von Awa machten den Nibchas und den Tartak; aber die von Sepharwajim ließen ihre Söhne für den Adrammelech und den Anammelech, die Götter von Sepharwajim, durchs Feuer gehen.

    32 Doch verehrten sie auch den Herrn und machten aus dem gesamten Volk Leute zu Höhenpriestern, die für sie in den Höhenhäusern opferten. 33 So verehrten sie den Herrn und dienten auch ihren Göttern nach der Gewohnheit jedes Volkes, von dem sie hergebracht worden waren.

    34 Und bis zu diesem Tag machen sie es nach der früheren Weise; sie fürchten den Herrn nicht; sie handeln auch nicht nach ihren Satzungen und Ordnungen, noch nach dem Gesetz und Gebot, das der Herr den Kindern Jakobs geboten hat, dem er den Namen Israel gab, 35 mit denen der Herr einen Bund gemacht und ihnen geboten und gesagt hatte: » Fürchtet keine anderen Götter, betet sie nicht an, dient ihnen nicht und opfert ihnen nicht, 36 sondern den Herrn , der euch mit großer Kraft und ausgestrecktem Arm aus dem Land Ägypten geführt hat, den sollt ihr fürchten, ihn betet an, ihm sollt ihr opfern! 37 Und die Satzungen, Rechte, Gesetze und Gebote, die er euch vorgeschrieben hat, sollt ihr befolgen, dass ihr sie allezeit tut; und fürchtet nicht andere Götter! 38 Und vergesst nicht den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, und fürchtet nicht andere Götter, 39 sondern fürchtet den Herrn , euren Gott; der wird euch von der Hand aller eurer Feinde erretten !«

    40 Aber sie gehorchten nicht, sondern handelten nach ihrer früheren Weise. 41 So kam es, dass diese Völker den Herrn verehrten und zugleich ihren Götzen dienten; auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder machen es so, wie es ihre Väter gemacht haben, bis zu diesem Tag .

    Sind wir nun bei dem Ursprung der Frau, der Jesus später so ausgiebig Zeugnis am Brunnen gab? Zu dieser Begebenheit gibt es mehrere Ansprachen von Johannes Hartl: „Die Kraft heiliger Faszination“ und „Begegnung mit Jesus“, beide Teil einer MEHR-Konferenz (2013 und 2008).

    Entgegen anderer Vermutungen, die mir in diesem Jahr gekommen sind, als sich das Volk Israel in ein Zehnstämmereich und ein Zweistämmereich aufgliederte und der Stamm Israel die Stadt Samaria als Hauptstadt wählte – kommen erst hier die Samariter ins Dasein, die den Ursprung der Frau am Brunnen bilden. Man lernt also nie aus!

    Nun ist also die Ära der Könige Israels vorbei. Das Volk geht in die Verbannung nach Assyrien und „sitzt“ damit die Strafe für sein Vergehen ab.

    Auffällig beim Zeitstrahl ist, dass es auf der Seite vom Zehnstämmereich Israel jede Menge Quereinsteiger gibt: zwar übergeben auch einige Könige an ihre Söhne – aber sehr oft wird der amtierende König ermordet und ein anderer, der nichts mit ihm zu tun hat, eignet sich den Thron an.

    Auf der Seite Judas hingegen wird immer wieder an den Sohn abgegeben. Aber dies liegt nicht etwa daran, dass es dort gesitteter zugeht, sondern dass Jehova diese Linie bewahrt, bis auch sie ine Exil gehen – nach Babylon. Dies gehört mit zur Prophezeiung, dass der Befehlshaberstab nicht vom Hause vom Hause Juda wicht, bis Shilo kommt

    weitere Gedanken zu diesem Kapitel finden wir hier:

    weiter geht es mit Hosea

  163. Juleam 10. Juli 2013 um 18:18 Link zum Kommentar

    2. Könige 18 – 19

    2. Könige 18 – Jehova beklaut, statt auf IHN zu vertrauen

    1 Im dritten Jahr Hoseas , des Sohnes Elas, des Königs von Israel, wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda. 2 Mit 25 Jahren wurde er König, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Abija , eine Tochter Sacharjas.

    3 Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn , ganz wie es sein Vater David getan hatte. 4 Er schaffte die Höhen ab und zerbrach die Steinmale und hieb die Aschera-Standbilder um und zertrümmerte die eherne Schlange , die Mose gemacht hatte; denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israels ihr geräuchert, und man nannte sie Nechuschtan .

    5 Er vertraute dem Herrn , dem Gott Israels, sodass unter allen Königen von Juda keiner seinesgleichen war, weder nach ihm noch vor ihm. 6 Er hing dem Herrn an, wich nicht von ihm ab und befolgte die Gebote, die der Herr dem Mose geboten hatte.

    7 Und der Herr war mit ihm ; und überall, wo er hinzog, hatte er Gelingen. Er fiel auch ab von dem König von Assyrien und diente ihm nicht. 8 Und er schlug die Philister bis hin nach Gaza und dessen Gebiet, vom Wachtturm bis zu den festen Städten.

    9 Es geschah aber im vierten Jahr des Königs Hiskia – das war das siebte Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel -, da zog Salmanassar , der König von Assyrien, gegen Samaria herauf und belagerte es. 10 Und er eroberte es nach drei Jahren; im sechsten Jahr Hiskias – das ist das neunte Jahr Hoseas, des Königs von Israel – wurde Samaria eingenommen. 11 Und der König von Assyrien führte Israel nach Assyrien hinweg und siedelte sie in Halach und am Habor, dem Fluss Gosans, und in den Städten der Meder an, 12 weil sie der Stimme des Herrn , ihres Gottes, nicht gehorcht und seinen Bund gebrochen hatten, alles, was Mose, der Knecht des Herrn , gebot; sie hatten nicht darauf gehört und es nicht getan.

    13 Aber im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas herauf und nahm sie ein. 14 Da sandte Hiskia, der König von Juda, [Boten] zum König von Assyrien nach Lachis und ließ ihm sagen: Ich habe mich versündigt! Ziehe ab von mir; was du mir auferlegst , das will ich tragen!

    Da legte der König von Assyrien Hiskia, dem König von Juda, 300 Talente Silber und 30 Talente Gold auf. 15 Und Hiskia gab ihm alles Silber, das sich im Haus des Herrn und in den Schätzen des königlichen Hauses vorfand. 16 Zu jener Zeit ließ Hiskia, der König von Juda, das [ Gold ] abschneiden von den Türen an der Tempelhalle des Herrn und von den Pfosten, die er selbst hatte überziehen lassen, und gab es dem König von Assyrien.

    17 Und der König von Assyrien sandte den Tartan und den Rabsaris und den Rabschake mit einem großen Heer von Lachis aus zum König Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen herauf, und als sie vor Jerusalem angelangten, hielten sie an der Wasserleitung des oberen Teiches, die an der Straße des Walkerfeldes liegt; 18 und sie riefen den König.

    Da ging Eljakim zu ihnen hinaus, der Sohn Hilkijas, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber , und Joach, der Sohn Asaphs, der Kanzleischreiber. 19 Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch dem Hiskia:

    So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für eine Stütze, auf die du vertraust? 20 Wenn du sagst: »Es ist Rat und Macht zum Krieg vorhanden«, so ist das leeres Geschwätz! Auf wen vertraust du denn, dass du dich gegen mich aufgelehnt hast? 21 Nun, siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich darauf stützt, in die Hand fährt und sie durchbohrt! So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen!

    22 Wenn ihr mir aber sagen wolltet: »Wir vertrauen auf den Herrn , unseren Gott!« – ist das nicht der, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, indem er zu Juda und zu Jerusalem sagte: [Nur] vor diesem Altar [hier] in Jerusalem sollt ihr anbeten?

    23 Lass dich doch jetzt einmal ein mit meinem Herrn, dem König von Assyrien: Ich will dir 2 000 Pferde geben, wenn du die Reiter dazu stellen kannst! 24 Wie wolltest du auch nur einem der geringsten Statthalter von den Knechten meines Herrn widerstehen? Doch du vertraust ja auf Ägypten , wegen der Streitwagen und Reiter! 25 Nun aber – bin ich etwa ohne den Herrn gegen diesen Ort heraufgezogen, um ihn zu verderben? Der Herr selbst hat zu mir gesprochen: Ziehe hinauf gegen dieses Land und verderbe es!

    26 Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach zu dem Rabschake: Rede doch mit deinen Knechten aramäisch , denn wir verstehen es; und rede nicht judäisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist! 27 Der Rabschake aber antwortete ihnen: Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, damit ich diese Worte rede, und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?

    28 Und der Rabschake trat vor und rief mit lauter Stimme auf Judäisch, redete und sprach: Hört das Wort des großen Königs , des Königs von Assyrien! 29 So spricht der König: Lasst euch von Hiskia nicht verführen, denn er kann euch nicht aus seiner Hand erretten! 30 Lasst euch von Hiskia auch nicht auf den Herrn vertrösten, wenn er sagt: »Der Herr wird uns gewiss erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden«! 31 Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assyrien: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so soll jedermann von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das Wasser seines Brunnens trinken, 32 bis ich komme und euch in ein Land führe, das eurem Land gleich ist; ein Land voll Korn und Most, ein Land voll Brot und Weinbergen, ein Land voll Ölbäumen und Honig; so werdet ihr am Leben bleiben und nicht sterben.

    Hört nicht auf Hiskia; denn er verführt euch, wenn er sagt: »Der Herr wird uns erretten!« 33 Hat etwa irgendeiner von den Göttern der Heidenvölker sein Land aus der Hand des Königs von Assyrien erretten können? 34 Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von Sepharwajim, Hena und Iwa? Haben sie etwa Samaria aus meiner Hand errettet? 35 Wen gibt es unter allen Göttern der Länder, der sein Land aus meiner Hand errettet hätte, dass der Herr Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte?

    36 Das Volk aber schwieg still und antwortete ihm nicht ein Wort; denn der König hatte das Gebot erlassen und gesagt: Antwortet ihm nichts!

    37 Darauf kamen Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Kanzleischreiber, mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.

    War es ein Fehler gewesen, dass der König versucht hatte, den König von Assyrien zu besänftigen, indem er ihn mit Schätzen aus dem Tempel bezahlte – und so eigentlich etwas gab, was Gott gehört?

    Hätte er besser schon da auf Jehova vertraut und diesen befragt, wie er das Volk befreien könne?

    War Rabschake vielleicht deshalb so frech und voller Hohn, weil er weiss, dass der König seinen eigenen Gott bestohlen hat, um das Volk freizukaufen! Dachte er, dass es da mit dem Vertrauen auf Jehova nicht weit sein könne? Wollte er das nur noch wenig vorhandene Vertrauen auch noch untergraben?

    Welch eine Unverschämtheit, zu behaupten, dass Jehova selbst es sei, der ihn gegen SEIN Volk gesandt hatte!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  164. Juleam 10. Juli 2013 um 18:25 Link zum Kommentar

    2. Könige 19 – Niemand darf Jehova ungestraft verspotten!

    1 Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des Herrn .

    2 Und er sandte Eljakim, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, den Schreiber, samt den Ältesten der Priester in Sacktuch gehüllt zu dem Propheten Jesaja , dem Sohn des Amoz. 3 Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Not und der Züchtigung und ein Tag der Schmach; denn die Kinder sind bis zum Durchbruch gekommen, aber da ist keine Kraft zum Gebären ! 4 Vielleicht wird der Herr , dein Gott, all die Worte des Rabschake hören, den sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen , und wird die Worte bestrafen, die der Herr , dein Gott, gehört hat. So lege doch Fürbitte ein für den Überrest, der noch vorhanden ist!

    5 Als nun die Knechte des Königs Hiskia zu Jesaja kamen, 6 da sprach Jesaja zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sprechen: So spricht der Herr : »Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast, mit denen die Knechte des Königs von Assyrien mich gelästert haben! 7 Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Gerücht hören und wieder in sein Land ziehen wird; und ich will ihn in seinem Land durch das Schwert fällen!

    8 Und als der Rabschake zurückkehrte, fand er den König von Assyrien im Kampf gegen Libna ; denn er hatte gehört, dass er von Lachis abgezogen war. 9 Da hörte [Sanherib] von Tirhaka, dem König von Kusch , sagen: Siehe, er ist ausgezogen, um mit dir zu kämpfen!

    Da sandte er nochmals Boten zu Hiskia und sprach: 10 So sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen: Lass dich von deinem Gott, auf den du vertraust, nicht verführen, indem du sprichst: »Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden!« 11 Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern angetan haben, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben; und du solltest errettet werden? 12 Haben die Götter der Heidenvölker etwa die errettet, welche meine Väter vernichtet haben, nämlich Gosan, Haran , Rezeph und die Söhne Edens , die in Telassar waren? 13 Wo ist der König von Hamat und der König von Arpad und der König der Stadt Sepharwajim, von Hena und Iwa?

    14 Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des Herrn ; und Hiskia breitete ihn aus vor dem Herrn .

    15 Und Hiskia betete vor dem Herrn und sprach: O Herr , du Gott Israels, der du über den Cherubim thronst , du allein bist Gott über alle Königreiche der Erde! Du hast den Himmel und die Erde gemacht . 16 Herr , neige dein Ohr und höre! Tue deine Augen auf, o Herr , und sieh! Ja, höre die Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen !

    17 Es ist wahr , Herr , die Könige von Assyrien haben die Heidenvölker und ihre Länder verwüstet, 18 und sie haben ihre Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren keine Götter, sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein, und so konnten sie sie vernichten. 19 Nun aber, Herr , unser Gott, errette uns doch aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erkennen, dass du, Herr , allein Gott bist!

    20 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der Herr , der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehört . 21 Dies ist das Wort, das der Herr gegen ihn geredet hat:

    »Es verachtet dich, es spottet über dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt über dich! 22 Wen hast du verhöhnt und gelästert? Und gegen wen hast du deine Stimme erhoben und deine Augen [stolz] emporgerichtet? Gegen den Heiligen Israels! 23 Du hast durch deine Boten den Herrn verhöhnt und gesagt: Mit der Menge meiner Streitwagen bin ich auf die Höhen der Berge gestiegen, auf das äußerste Ende des Libanon. Und ich will seine hohen Zedernbäume abhauen und seine auserlesenen Zypressen, und will in seine äußerste Herberge kommen, in den Wald seines Lustgartens. 24 Ich habe fremde Wasser gegraben und ausgetrunken und trockne mit meinen Fußsohlen alle Ströme Ägyptens aus!

    25 Hast du denn nicht gehört, dass ich dies längst vorbereitet und seit den Tagen der Vorzeit beschlossen habe? Nun aber habe ich es kommen lassen, dass du feste Städte zu öden Steinhaufen verwüstet hast. 26 Und ihre Einwohner waren machtlos ; sie erschraken und wurden zuschanden; sie wurden wie das Gras auf dem Feld und wie grünes Kraut, wie Gras auf den Dächern und wie Getreide, das versengt ist, ehe es aufschießt.

    27 Ich weiß um deinen Wohnsitz und um dein Aus- und Einziehen, und dass du gegen mich tobst. 28 Weil du denn gegen mich tobst und dein Übermut mir zu Ohren gekommen ist , so will ich dir meinen Ring in die Nase legen und meinen Zaum in dein Maul, und ich will dich auf dem Weg zurückführen , auf dem du gekommen bist!«

    29 Und das soll dir zum Zeichen sein: In diesem Jahr werdet ihr Brachwuchs essen und im zweiten Jahr, was von selbst wachsen wird; im dritten Jahr aber sollt ihr säen und ernten und Weinberge pflanzen und deren Früchte essen! 30 Und was vom Haus Juda entkommen und übrig geblieben ist, wird wieder nach unten Wurzeln schlagen und nach oben Frucht tragen; 31 denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen und Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun!

    32 Darum, so spricht der Herr über den König von Assyrien: Er soll nicht in diese Stadt hineinkommen und keinen Pfeil hineinschießen und mit keinem Schild gegen sie anrücken und keinen Wall gegen sie aufwerfen. 33 Auf dem Weg, auf dem er gekommen ist, soll er wieder zurückkehren, aber in diese Stadt soll er nicht eindringen; der Herr sagt es! 34 Denn ich will diese Stadt beschirmen , um sie zu erretten um meinetwillen und um meines Knechtes David willen!

    35 Und es geschah in derselben Nacht, da ging der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Assyrer 185 000 Mann. Und als man am Morgen früh aufstand, siehe, da waren diese alle tot, lauter Leichen. 36 Da brach Sanherib, der König von Assyrien, auf und zog fort, und er kehrte heim und blieb in Ninive .

    37 Und es geschah, als er im Haus seines Gottes Nisroch anbetete, da erschlugen ihn [seine Söhne] Adrammalech und Sarezer mit dem Schwert, und sie entkamen in das Land Ararat . Und sein Sohn Esarhaddon wurde König an seiner Stelle.

    „lasst euch nicht irreführen, Gott lässt sich nicht verspotten“ (Galater 6:7)

    Er wird sein Volk beschützen und dafür sorgen, dass niemand seinen Namen mit Dreck bewirft (Jesaja 54:17). Wer es dennoch tut, wird von Jehova bestraft – auch wenn dies vielleicht nicht sofort passiert.

    Lassen wir uns keine Lügen über unseren Gott einreden. Lesen wir immer wieder voller Begeisterung und Neugier auf IHN sein Wort und lernen wir ihn immer besser kennen. Dann werden wir solche Lügen erkennen und dennoch – oder gerade deswegen – auf unseren Schöpfer vertrauen!

    weitere Gedanken finden wir hier:

    weiter geht es mit Jesaja

  165. Juleam 13. September 2013 um 10:28 Link zum Kommentar

    2. KÖnige 20 – 21

    2. Könige 20 – der Zusammenhang

    1 In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank . Da kam der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der Herr : Bestelle dein Haus; denn du sollst sterben und nicht am Leben bleiben! 2 Da wandte er sein Angesicht gegen die Wand und betete zum Herrn und sprach: 3 Ach, Herr , gedenke doch daran, dass ich in Wahrheit und mit ganzem Herzen vor dir gewandelt bin und getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr.

    4 Als aber Jesaja noch nicht aus dem mittleren Hof hinausgegangen war, da geschah es, dass das Wort des Herrn folgendermaßen an ihn erging: 5 Kehre um und sage zu Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: So spricht der Herr , der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet erhört und deine Tränen angesehen. Siehe, ich will dich heilen ; am dritten Tag wirst du in das Haus des Herrn hinaufgehen; 6 und ich will zu deinen Lebenstagen noch 15 Jahre hinzufügen; und ich will dich und diese Stadt aus der Hand des Königs von Assyrien erretten; und ich will diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen!

    7 Und Jesaja sprach: Bringt eine Feigenmasse her! Und als sie eine solche brachten, strichen sie diese als Salbe auf das Geschwür, und er wurde gesund. 8 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, dass mich der Herr gesund machen wird und dass ich am dritten Tag in das Haus des Herrn hinaufgehen werde?

    9 Jesaja sprach: Dies sei dir das Zeichen von dem Herrn , dass der Herr das Wort erfüllen wird, das er gesprochen hat: Soll der Schatten [der Sonnenuhr] zehn Stufen vorwärtsgehen oder zehn Stufen zurückkehren? 10 Hiskia sprach: Es ist ein Leichtes, dass der Schatten zehn Stufen abwärtsgeht; nein, sondern der Schatten soll zehn Stufen zurückgehen! 11 Da rief der Prophet Jesaja den Herrn an; und er ließ an der Sonnenuhr des Ahas den Schatten, der abwärtsgegangen war, zehn Stufen zurückgehen.

    12 Zu jener Zeit sandte Berodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel , einen Brief und Geschenke an Hiskia, denn er hatte gehört, dass Hiskia krank gewesen war. 13 Hiskia aber schenkte ihnen Gehör und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus, das Silber und das Gold und die Spezereien und das kostbare Öl und sein ganzes Zeughaus samt allem, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und im ganzen Bereich seiner Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte.

    14 Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und fragte ihn: Was haben diese Männer gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen? Und Hiskia antwortete: Sie sind aus einem fernen Land zu mir gekommen, aus Babel! 15 Er aber fragte: Was haben sie in deinem Haus gesehen? Und Hiskia antwortete: Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist; es gibt nichts in meinen Schatzkammern, was ich ihnen nicht gezeigt hätte!

    16 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des Herrn ! 17 Siehe, es kommt die Zeit, da alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zu diesem Tag gesammelt haben, nach Babel weggebracht werden wird; es wird nichts übrig bleiben ! spricht der Herr . 18 Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man welche nehmen, und sie werden Kämmerer sein im Palast des Königs von Babel! 19 Da sprach Hiskia zu Jesaja: Das Wort des Herrn , das du geredet hast, ist gut ! Denn, sprach er, es wird ja doch Friede und Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten !

    20 Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine großen Taten, und wie er den Teich und die Wasserleitung erbaute und das Wasser in die Stadt leitete, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? 21 Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern; und sein Sohn Manasse wurde König an seiner Stelle.

    Bereits in Jesaja 38 haben wir von Hiskias Erkrankung gelesen und uns damit beschäftigt, warum Jehova „so sauer darüber war“, dass er den Abgesandten des Königs von Babel die Schatzkammern zeigte:

    Hier in diesem Buch sieht man vielleicht eher den Zusammenhang, denn direkt nachdem die Sonne völlig entgegen ihrer Natur rückwärts gegangen ist, sendet der König von Babel Abgesandte zu Hiskia!

    Weitere Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

  166. Juleam 13. September 2013 um 10:32 Link zum Kommentar

    2. Könige 21 – haben wir nicht an anderer Stelle gelesen, dass Manasse auf das Wort Jehovas reagierte?

    1 Manasse war 12 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 55 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hephziba. 2 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , nach den Gräueln der Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte.

    3 Er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und errichtete dem Baal Altäre und machte ein Aschera-Standbild, wie es Ahab , der König von Israel, getan hatte, und er betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen. 4 Er baute auch Altäre im Haus des Herrn , von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen wohnen lassen. 5 Und er baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Haus des Herrn . 6 Er ließ auch seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Zeichendeuterei und Zauberei und hielt Geisterbefrager und Wahrsager; er tat vieles, was böse ist in den Augen des Herrn , um ihn herauszufordern.

    7 Er setzte auch das Standbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem der Herr zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: »In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich, 8 und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Land wandern lassen, das ich ihren Vätern gegeben habe; wenn sie nur darauf achten, nach allem zu handeln, was ich ihnen geboten habe, ja, nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen befohlen hat!« 9 Aber sie gehorchten nicht, und Manasse verführte sie, sodass sie Schlimmeres taten als die Heidenvölker, die der Herr vor den Kindern Israels vertilgt hatte.

    10 Da redete der Herr durch seine Knechte, die Propheten, und sprach: 11 Weil Manasse , der König von Juda, diese Gräuel verübt hat, die schlimmer sind als alle Gräuel, welche die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und weil er auch Juda mit seinen Götzen zur Sünde verführt hat, 12 darum spricht der Herr , der Gott Israels: Siehe, ich will Unheil über Jerusalem und über Juda bringen, dass jedem, der es hört, beide Ohren gellen sollen. 13 Und ich will über Jerusalem die Messschnur Samarias ausspannen und das Senkblei des Hauses Ahabs , und ich will Jerusalem auswischen, wie man eine Schüssel auswischt : Wenn man sie ausgewischt hat, dreht man sie um auf ihre Oberseite. 14 Und den Überrest meines Erbteils will ich verwerfen und sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie sollen allen ihren Feinden zum Raub und zur Beute werden; 15 weil sie getan haben, was böse ist in meinen Augen, und mich erzürnt haben, von dem Tag an, als ihre Väter aus Ägypten gezogen sind, bis zu diesem Tag!

    16 Auch vergoss Manasse sehr viel unschuldiges Blut , sodass er Jerusalem damit erfüllte, von einem Ende bis zum anderen, abgesehen von seiner Sünde , zu der er Juda verführt hatte, sodass sie taten, was böse war in den Augen des Herrn .

    17 Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine Sünde, die er tat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? 18 Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben im Garten seines Hauses, im Garten Ussas. Und sein Sohn Amon wurde König an seiner Stelle. 19 Amon war 22 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte zwei Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Messulemet, eine Tochter des Haruz von Jotba. 20 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , wie es sein Vater Manasse getan hatte. 21 Und er wandelte ganz auf dem Weg, den sein Vater gewandelt war, und diente den Götzen, denen sein Vater gedient hatte, und betete sie an; 22 und er verließ den Herrn , den Gott seiner Väter, und wandelte nicht im Weg des Herrn .

    23 Und die Knechte Amons machten eine Verschwörung gegen ihn und töteten den König in seinem Haus. 24 Aber das Volk des Landes erschlug alle, die sich gegen den König Amon verschworen hatten; und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum König an seiner Stelle. 25 Was aber mehr von Amon zu sagen ist und was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? 26 Und er wurde begraben in seiner Grabstätte im Garten Ussas, und sein Sohn Josia wurde König an seiner Stelle.

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

    weiter geht es mit Zephanja und Habakuk

    (((bitte entschuldigt, dass ich euch so lange habe warten lassen, die Kommentare hängen bereits über einen Monat unbearbeitet im geschlossenen Bereich. Leider reichte meine Zeit und Energie nicht aus, sie zu bearbeiten und zu posten. Auch Sprüche bis Hohelied wird noch nachgereicht)))

  167. Juleam 13. September 2013 um 11:27 Link zum Kommentar

    2. Könige 22 – 25

    2. Könige 22 – hatte Hilkija das Buch des Gesetzes bereits schon länger?

    1 Josia war acht Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 31 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Jedida, eine Tochter Adajas von Bozkat . 2 Und er tat , was recht war in den Augen des Herrn , und wandelte in allen Wegen seines Vaters David, und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken.

    3 Und im achtzehnten Jahr [der Regierung] des Königs Josia sandte der König den Schaphan , den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, den Schreiber, in das Haus des Herrn und sprach: 4 Geh hinauf zu Hilkija , dem Hohenpriester! Er soll das Geld bereitstellen, das zum Haus des Herrn gebracht worden ist, das die Hüter der Schwelle vom Volk gesammelt haben, 5 damit man es den Werkmeistern gebe , die am Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigen; diese sollen es den Arbeitern am Haus des Herrn geben, damit sie die Schäden am Haus ausbessern ; 6 nämlich den Handwerkern und Bauleuten und den Maurern, um Holz und behauene Steine für die Ausbesserung des Hauses zu kaufen; 7 doch soll man nicht abrechnen mit ihnen wegen des Geldes, das ihnen in die Hand gegeben wird, denn sie handeln treu !

    8 Und Hilkija , der Hohepriester, sprach zu Schaphan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden! Und Hilkija übergab Schaphan das Buch, und er las es.

    9 Und Schaphan , der Schreiber, kam zum König und brachte dem König Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus vorhanden war, und haben es den Werkmeistern gegeben, die am Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigen. 10 Dann berichtete Schaphan, der Schreiber, dem König und sprach:

    Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben! Und Schaphan las es vor dem König. 11 Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider.

    12 Und der König gebot dem Priester Hilkija und Achikam, dem Sohn Schaphans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schaphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs, und sprach: 13 Geht hin und befragt den Herrn für mich und das Volk und für ganz Juda wegen der Worte dieses Buches, das gefunden worden ist! Denn groß ist der Zorn des Herrn , der gegen uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht auf die Worte dieses Buches gehört haben, dass sie alles getan hätten, was uns darin vorgeschrieben ist!

    14 Da gingen der Priester Hilkija und Achikam, Achbor, Schaphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes Harchas, des Hüters der Kleider. Sie wohnte aber in Jerusalem, im zweiten Stadtteil. Und sie redeten mit ihr. 15 Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der Herr , der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:

    16 So spricht der Herr : »Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort und über seine Einwohner, nämlich alle Worte des Buches, das der König von Juda gelesen hat, 17 weil sie mich verlassen und anderen Göttern geräuchert haben, um mich herauszufordern mit allen Werken ihrer Hände; deshalb wird mein Zorn gegen diesen Ort entbrennen und nicht ausgelöscht werden!«

    18 Zu dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um den Herrn zu befragen, sollt ihr so reden: So spricht der Herr , der Gott Israels: »Was die Worte betrifft, die du gehört hast – 19 weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem Herrn gedemütigt hast, als du hörtest, was ich gegen diesen Ort und seine Einwohner geredet habe, dass sie zum Entsetzen und zum Fluch werden sollen; und weil du deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich darauf gehört , spricht der Herr . 20 Darum, siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln, dass du in Frieden in dein Grab gebracht wirst, und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen, das ich über diesen Ort bringen will!« Und sie brachten dem König diese Antwort.

    Hier ist die Begebenheit mit dem Buch etwas verwirrend beschrieben. Es liest sich eher so, als habe Hilkija das Buch bereits eine längere Zeit gehabt.

    In der NW-Übersetzung heißt es aber ergänzend: später. In der Hoffnung für Alle heißt es: „als Schaphan zu Hilkija kam, zeigte er…“. Es kann also eine gewisse Zeit dazwischen gewesen sein.

    Ansonsten würde es ja auch keinen Sinn machen, denn warum sollte er das Buch eine sehr lange Zeit zurück gehalten haben?

    Aber warum diese verwirrende Übersetzung?

    hier finden wir noch all die Gedanken, Kommentare und den ergänzenden Stoff, den wir in den Vorjahren dazu gesammelt haben:

  168. Juleam 13. September 2013 um 11:31 Link zum Kommentar

    2. Könige 23 – was ist ein Vasallenkönig?

    1 Da sandte der König hin und ließ alle Ältesten von Juda und Jerusalem zu sich versammeln. 2 Und der König ging hinauf in das Haus des Herrn , und alle Männer von Juda und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, auch die Priester und Propheten und das ganze Volk, Klein und Groß, und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im Haus des Herrn gefunden worden war. 3 Der König aber trat auf das Podium und machte einen Bund vor dem Herrn , dass sie dem Herrn nachwandeln und seine Gebote, seine Zeugnisse und seine Satzungen befolgen sollten von ganzem Herzen und von ganzer Seele, um die Worte dieses Bundes auszuführen, die in diesem Buch geschrieben standen. Und das ganze Volk trat in den Bund.

    4 Und der König gebot dem Hohenpriester Hilkija und den Priestern der zweiten Ordnung und den Hütern der Schwelle, dass sie aus der Tempelhalle des Herrn alle Geräte entfernen sollten, die man dem Baal und der Aschera und dem ganzen Heer des Himmels gemacht hatte; und er verbrannte sie draußen vor Jerusalem, auf den Feldern des [Tales] Kidron, und brachte ihren Staub nach Bethel. 5 Und er beseitigte die Götzenpriester , die die Könige von Juda eingesetzt hatten und die auf den Höhen, in den Städten Judas und um Jerusalem her räucherten; auch die, welche dem Baal, der Sonne und dem Mond und den Sternbildern und dem ganzen Heer des Himmels räucherten. 6 Er ließ auch das Aschera- Standbild aus dem Haus des Herrn hinausbringen außerhalb von Jerusalem, ins Tal Kidron, und er verbrannte es im Tal Kidron und zermalmte es zu Staub und warf seinen Staub auf die Gräber des gewöhnlichen Volkes. 7 Und er brach die Häuser der Tempelhurer ab, die am Haus des Herrn waren, in denen die Frauen für die Aschera Zelttempel wirkten .

    8 Auch ließ er alle Priester aus den Städten Judas kommen und verunreinigte die Höhen, wo die Priester geräuchert hatten, von Geba an bis nach Beerscheba ; und er brach die Höhen der Tore ab, die am Eingang des Tores Josuas, des Stadtobersten, waren, und die am Stadttor zur Linken jedes Eintretenden waren. 9 Doch durften die Höhenpriester nicht auf dem Altar des Herrn in Jerusalem opfern, dagegen aßen sie von dem ungesäuerten Brot unter ihren Brüdern. 10 Er verunreinigte auch das Tophet im Tal der Söhne Hinnom , damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen ließe. 11 Und er schaffte die Rosse ab, die die Könige von Juda der Sonne geweiht hatten, beim Eingang des Hauses des Herrn , bei der Kammer Netan-Melechs, des Kämmerers, die im Anbau war; und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.

    12 Der König brach auch die Altäre auf dem Dach bei dem Obergemach des Ahas ab, welche die Könige von Juda gemacht hatten; ebenso die Altäre, die Manasse in den beiden Vorhöfen des Hauses des Herrn gemacht hatte; er schaffte sie fort und warf ihren Staub ins Tal Kidron. 13 Und der König verunreinigte die Höhen, die östlich von Jerusalem, zur Rechten am Berg des Verderbens waren, die Salomo, der König von Israel, der Astarte , dem Gräuel der Zidonier, gebaut hatte, und Kemosch , dem Gräuel der Moabiter, und Milkom , dem Gräuel der Ammoniter. 14 Und er zerbrach die Gedenksteine und hieb die Aschera-Standbilder um und füllte ihren Platz mit Menschengebeinen. 15 Ebenso auch den Altar von Bethel und die Höhe, die Jerobeam erbaut hatte, der Sohn Nebats, der Israel zur Sünde verführte: Auch diesen Altar und die Höhe brach er ab; und er verbrannte die Höhe und zermalmte sie zu Staub und verbrannte das Aschera-Standbild.

    16 Und Josia sah sich um und erblickte die Gräber, die dort auf dem Berg waren, und sandte hin und ließ die Gebeine aus den Gräbern nehmen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn, nach dem Wort des Herrn , das der Mann Gottes verkündigt hatte, als er dies ausrief. 17 Und er sprach: Was ist das für ein Grabmal , das ich hier sehe? Da sprachen die Leute der Stadt zu ihm: Es ist das Grab des Mannes Gottes, der von Juda kam, und diese Dinge, die du getan hast, gegen den Altar von Bethel ankündigte! 18 Da sprach er: So lasst ihn liegen; niemand rühre seine Gebeine an! So blieben seine Gebeine erhalten, samt den Gebeinen des Propheten , der von Samaria gekommen war.

    19 Josia beseitigte auch alle Höhenhäuser in den Städten Samarias, welche die Könige von Israel gemacht hatten, um den Herrn zu erzürnen , und verfuhr mit ihnen ganz so, wie er es in Bethel getan hatte. 20 Und er schlachtete alle Höhenpriester, die dort waren, auf den Altären; und er verbrannte Menschengebeine darauf und kehrte dann nach Jerusalem zurück.

    21 Dann gebot der König dem ganzen Volk und sprach: Feiert dem Herrn , eurem Gott, das Passah, wie es in diesem Buch des Bundes geschrieben steht! 22 Fürwahr, kein solches Passah war gehalten worden seit der Zeit der Richter, die Israel gerichtet hatten, und während der ganzen Zeit der Könige von Israel und der Könige von Juda; 23 doch im achtzehnten Jahr des Königs Josia ist dieses Passah dem Herrn in Jerusalem gefeiert worden.

    24 Auch die Geisterbefrager und die Wahrsager, die Teraphim und Götzen und alle Gräuel, die im Land Juda und in Jerusalem gesehen wurden, rottete Josia aus, um die Worte des Gesetzes zu vollstrecken, die geschrieben standen in dem Buch, das der Priester Hilkija im Haus des Herrn gefunden hatte. 25 Und seinesgleichen ist vor ihm kein König gewesen, der sich so von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit allen seinen Kräften dem Herrn zuwandte, ganz nach dem Gesetz Moses; auch nach ihm ist keiner seinesgleichen aufgestanden.

    26 Doch wandte sich der Herr nicht ab von der Glut seines großen Zornes, womit er über Juda erzürnt war, um aller Herausforderungen willen, mit denen Manasse ihn herausgefordert hatte. 27 Denn der Herr sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht hinwegtun , wie ich Israel hinweggetan habe; und ich will diese Stadt Jerusalem, die ich erwählt hatte, verwerfen, und auch das Haus, von dem ich gesagt habe: Mein Name soll dort sein! 28 Was aber mehr von Josia zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda?

    29 In seinen Tagen zog der Pharao Necho , der König von Ägypten, herauf gegen den König von Assyrien an den Euphratstrom; und der König Josia zog ihm entgegen; aber der Pharao tötete ihn bei Megiddo , sobald er ihn gesehen hatte. 30 Und seine Knechte führten ihn tot von Megiddo weg und brachten ihn nach Jerusalem; und sie begruben ihn in seinem Grab. Da nahm das Volk des Landes Joahas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und machten ihn zum König anstelle seines Vaters.

    31 Joahas war 23 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hamutal ; [sie war] die Tochter Jeremias von Libna. 32 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , ganz wie es seine Väter getan hatten.

    33 Aber der Pharao Necho setzte ihn gefangen in Ribla, im Land Hamat, sodass er nicht mehr König war in Jerusalem; und er legte dem Land eine Geldbuße von 100 Talenten Silber und einem Talent Gold auf. 34 Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, zum König anstelle seines Vaters Josia; und er änderte seinen Namen in Jojakim . Aber den Joahas nahm er und brachte ihn nach Ägypten, wo er starb.

    35 Und Jojakim gab das Silber und das Gold dem Pharao; doch schätzte er das Land ein, um das Silber nach dem Befehl des Pharao geben zu können; von dem Volk des Landes, von jedem nach seiner Schätzung, trieb er Silber und Gold ein, um es dem Pharao Necho zu geben. 36 Jojakim war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 11 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Sebudda, die Tochter Pedajas von Ruma. 37 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , ganz wie es seine Väter getan hatten.

    Nachdem das Zehnstämmereich Israel bereits 102 Jahre im Exil in Assyrien ist, fällt Jehova das Urteil über Juda. Dennoch regiert Jojakim (Eljakim) noch 11 Jahre. Ist er der erste Vasallenkönig – weil er von einem fremden König eingesetzt wurde und Abgaben zu entrichten hatte?

    Was genau ist eigentlich ein Vasallenkönig? Bei Wikipedia habe ich auszugsweise Folgendes dazu gefunden:

    Ein Vasall (von Keltisch gwas, von lat. vassus „Knecht“) war im frühen Mittelalter (6.−7. Jahrhundert) ein Herr, der sich freiwillig als Gefolgsmann in den Dienst eines anderen Herrn stellte und sich diesem für bestimmte militärische oder diplomatische Dienstleistungen verpflichtete. Der Vasall musste eine bestimmte Anzahl an Soldaten zur Verfügung stellen, um somit den Dienstherrn in dessen Krieg zu unterstützen. Die Lehnspflicht bestand aber auch aus Abgaben, zum Beispiel für die herrschaftlichen Kriegsdienste, oder aus ähnlichen Leistungen. Der Vasall genoss im Gegenzug den Schutz seines Lehnsherren.

    Auch ein Fürst konnte Vasall sein und sich der Oberherrschaft eines anderen Fürsten unterwerfen.

    und im Einsichtenbuch unter „Jojakim“:

    Aus 2. Könige 24:1 geht hervor, daß Nebukadnezar gegen den König von Juda kam, „und so wurde Jojakim für drei Jahre sein Knecht [oder Vasall]. Indes wandte er [Jojakim] sich um und rebellierte gegen ihn [Nebukadnezar].“ Offenbar auf dieses Jahr — Jojakims drittes Jahr als Vasallenkönig Babylons — beziehen sich die Worte Daniels in Daniel 1:1. Daniel kann nicht Jojakims drittes Jahr seiner 11jährigen Herrschaft über Juda gemeint haben, da Jojakim zu jener Zeit nicht von Babylon, sondern von Ägyptens Pharao Necho abhängig war. Erst im vierten Jahr der Regierung Jojakims über Juda machte Nebukadnezar durch seinen Sieg bei Karkemisch (625 v. u. Z., anscheinend nach dem Monat Nisan) der ägyptischen Herrschaft über Syrien und Palästina ein Ende (Jer 46:2). Da Jojakim wegen seiner Auflehnung gegen Babylon nach ungefähr 11jähriger Herrschaft entthront wurde, müssen die drei Jahre, in denen er ein Vasall Babylons war, gegen Ende seines achten Regierungsjahres, d. h. Anfang 620 v. u. Z., begonnen haben.

    Daniel berichtet (1:1, 2), daß Nebukadnezar gegen Jerusalem kam und es belagerte und daß Jojakim sowie ein Teil der Tempelgeräte in die Hand des babylonischen Königs gegeben wurden. Gemäß 2. Könige 24:10-15, wo die Belagerung Jerusalems durch die Babylonier ebenfalls beschrieben wird, ging jedoch Jojakims Sohn Jojachin (der nur drei Monate und zehn Tage regierte) schließlich zu den Babyloniern hinaus und ergab sich. Jojakim starb daher vermutlich während der Belagerung der Stadt, vielleicht ziemlich am Anfang. Jehova hatte durch Jeremia vorhersagen lassen (22:18, 19; 36:30), daß Jojakim kein würdiges Begräbnis erhalten werde; niemand sollte sich um seine Leiche kümmern, sondern sie sollte außerhalb der Tore Jerusalems liegen, der Sonnenhitze bei Tag und dem Frost bei Nacht ausgesetzt. Wie Jojakim ‘in die Hand Nebukadnezars gegeben wurde’ (Da 1:2), wird nicht gesagt. Es könnte in dem Sinne zu verstehen sein, daß er während der Belagerung starb und sein Sohn dann in die Gefangenschaft gehen mußte und so Jojakims Nachkommen durch Nebukadnezar das Königtum einbüßten. Die von Josephus aufgezeichnete jüdische Überlieferung, nach der Nebukadnezar Jojakim getötet und befohlen haben soll, seinen Leichnam vor die Mauern Jerusalems zu werfen, entbehrt jeder Grundlage (Jüdische Altertümer, 10. Buch, Kap. 6, Abs. 3). Ganz gleich, wodurch Jojakims Tod herbeigeführt wurde, die kupfernen Fesseln, die Nebukadnezar mitgebracht hatte, um Jojakim zu binden, wurden jedenfalls nicht, wie geplant, gebraucht (2Ch 36:6).

    Nach der Belagerung Jerusalems im „dritten Jahr“ Jojakims (als Vasallenkönig) wurden Daniel und andere Judäer, darunter Mitglieder des Königshauses und andere hochstehende Persönlichkeiten, nach Babylon ins Exil geführt. Da von keinem früheren Exil in Babylon berichtet wird, fällt diese Wegführung offenbar in die kurze Regierungszeit Jojachins, des Nachfolgers Jojakims (2Kö 24:12-16; Jer 52:28).

    Nachdem sich Jojakims Sohn Jojachin ergeben hatte, erhob Nebukadnezar Jojachins Onkel Zedekia auf den Thron von Juda (2Ch 36:9, 10). Dadurch erfüllte sich Jeremias Prophezeiung, daß Jojakim keinen haben würde, der auf dem Thron Davids sitzen würde (Jer 36:30). Jojakims Sohn Jojachin regierte nur drei Monate und zehn Tage.

    weitere Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Kapitel findet ihr hier:

  169. Juleam 13. September 2013 um 11:34 Link zum Kommentar

    2. Könige 24 – Jehova ist viel geduldiger, als wir Menschen

    1 In seinen Tagen zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf, und Jojakim wurde ihm drei Jahre lang untertan. Danach fiel er wieder von ihm ab. 2 Da sandte der Herr Truppen gegen ihn aus Chaldäa, aus Aram, aus Moab und von den Ammonitern; die sandte er gegen Juda, um es zugrunde zu richten, nach dem Wort des Herrn , das er durch seine Knechte, die Propheten, geredet hatte.

    3 Fürwahr, nach dem Wort des Herrn kam das über Juda, damit er sie von seinem Angesicht hinwegtäte , um der Sünden Manasses willen, für all das, was er getan hatte; 4 und auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergossen hatte, als er Jerusalem mit unschuldigem Blut erfüllt hatte; darum wollte der Herr nicht vergeben . 5 Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? 6 Und Jojakim legte sich zu seinen Vätern. Und Jojachin, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    7 Aber der König von Ägypten zog nicht mehr aus seinem Land; denn der König von Babel hatte alles eingenommen, was dem König von Ägypten gehörte, vom Bach Ägyptens bis an den Euphratstrom. 8 Jojachin war 18 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Nehusta, die Tochter Elnathans von Jerusalem. 9 Er tat aber, was böse war in den Augen des Herrn , ganz wie es sein Vater getan hatte.

    10 Zu jener Zeit zogen die Knechte Nebukadnezars, des Königs von Babel , nach Jerusalem herauf, und die Stadt wurde belagert . 11 Und Nebukadnezar, der König von Babel, kam zu der Stadt, und seine Knechte belagerten sie. 12 Aber Jojachin , der König von Juda, ging zu dem König von Babel hinaus, er samt seiner Mutter, seinen Knechten, seinen Obersten und seinen Kämmerern; und der König von Babel nahm ihn gefangen im achten Jahr seiner Regierung.

    13 Und er ließ von dort alle Schätze im Haus des Herrn und die Schätze im königlichen Haus wegbringen; und er ließ alle goldenen Geräte in der Tempelhalle des Herrn zerschlagen, die Salomo, der König von Israel, gemacht hatte – wie der Herr es gesagt hatte.

    14 Und er führte ganz Jerusalem gefangen hinweg, nämlich alle Obersten und alle kriegstüchtigen Männer, 10 000 Gefangene, auch alle Handwerker und alle Schlosser, und ließ nichts übrig als das geringe Volk des Landes.

    15 So führte er Jojachin nach Babel hinweg, auch die Mutter des Königs und die Frauen des Königs und seine Kämmerer. Dazu führte er die Mächtigen des Landes von Jerusalem gefangen nach Babel, 16 auch alle Kriegsleute, 7 000, dazu die Handwerker und die Schlosser, [im ganzen] 1 000, alles kriegstüchtige Männer; und der König von Babel brachte sie gefangen nach Babel.

    17 Und der König von Babel machte Mattanja, Jojachins Onkel, zum König an seiner Stelle, und änderte seinen Namen in Zedekia. 18 Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 11 Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hamutal ; [sie war] die Tochter Jeremias von Libna. 19 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , ganz wie es Jojakim getan hatte. 20 Denn wegen des Zornes des Herrn kam es so weit mit Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf . Und Zedekia fiel ab von dem König von Babel.

    Wow, hier geht es aber rund: Babylon nimmt Jerusalem ein und macht dessen Könige zu Vasallen. Sie sind ihm untergeordnet und wer nicht pariert, fliegt raus und wird durch einen anderen ersetzt.

    Nun ist es vorbei mit den Zeiten, wo der König tun und lassen konnte, was er will. Und diesmal ist es sogar ein Mensch, der den jeweiligen König ausbremst. Ob es ihn merkwürdig berührt hat, dass er seinem Gott so lange auf der Nase herumtanzen konnte – und ein Mensch macht einfach kurzen Prozess?

    Hier finden wir noch einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  170. Juleam 13. September 2013 um 11:37 Link zum Kommentar

    2. Könige 25 – warum wird Jojachin nach 37 Jahren begnadigt?

    1 Und es geschah im neunten Jahr seiner Königsherrschaft, am zehnten Tag des zehnten Monats, da kam Nebukadnezar, der König von Babel, und sein ganzes Heer gegen Jerusalem und belagerte die Stadt; und sie bauten Belagerungstürme rings um sie her. 2 Und die Stadt wurde belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia. 3 Am neunten Tag des [vierten] Monats aber wurde die Hungersnot in der Stadt so stark, dass das einfache Volk nichts zu essen hatte. 4 Da brach [der Feind] in die Stadt ein, und alle Kriegsleute flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den beiden Mauern, beim Garten des Königs; und da die Chaldäer rings um die Stadt her lagen, zog man den Weg zur Arava . 5 Aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach und holte ihn ein auf den Ebenen von Jericho, nachdem sein ganzes Heer sich von ihm zerstreut hatte.

    6 Sie aber fingen den König und führten ihn hinauf zum König von Babel nach Ribla , und man sprach das Urteil über ihn. 7 Und sie metzelten die Söhne Zedekias vor dessen Augen nieder; danach stachen sie Zedekia die Augen aus und banden ihn mit zwei ehernen Ketten und führten ihn nach Babel.

    8 Und am siebten Tag des fünften Monats – das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel – kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Diener des Königs von Babel, nach Jerusalem, 9 und er verbrannte das Haus des Herrn und das Haus des Königs und alle Häuser von Jerusalem, ja, alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer . 10 Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache war, riss die Mauern von Jerusalem ringsum nieder. 11 Den Überrest des Volkes aber, der in der Stadt noch übrig geblieben war, und die Überläufer, die zum König von Babel übergegangen waren, und den Überrest der Menge führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, hinweg.

    12 Doch von den Geringsten im Land ließ der Oberste der Leibwache Weingärtner und Ackerleute zurück.

    13 Aber die ehernen Säulen am Haus des Herrn und die Gestelle und das eherne Wasserbecken, das im Haus des Herrn war, zerbrachen die Chaldäer und brachten das Erz nach Babel. 14 Auch die Töpfe, Schaufeln, Messer, Schalen und alle ehernen Geräte, womit man den Dienst verrichtete, nahmen sie weg. 15 Dazu nahm der Oberste der Leibwache die Räucherpfannen und Sprengschalen, alles, was aus Gold, und alles, was aus Silber war. 16 Die beiden Säulen, das eine Wasserbecken und die Gestelle, die Salomo für das Haus des Herrn gemacht hatte – das Erz aller dieser Geräte konnte nicht gewogen werden. 17 Die eine Säule war 18 Ellen hoch, und es war auf ihr ein Kapitell aus Erz, 3 Ellen hoch, und um das Kapitell ein Geflecht und Granatäpfel, alles aus Erz. Ebensolche [Granatäpfel] hatte auch die andere Säule um das Geflecht.

    18 Und der Oberste der Leibwache nahm Seraja , den Oberpriester, und Zephanja , den zweiten Priester, und die drei Hüter der Schwelle; 19 er nahm auch einen Kämmerer aus der Stadt, der über die Kriegsleute gesetzt war, und fünf Männer, die stets vor dem König waren, die in der Stadt gefunden wurden, und den Schreiber des Heerführers, der das einfache Volk für das Heer aushob, und 60 Männer aus dem einfachen Volk, die in der Stadt gefunden wurden; 20 diese nahm Nebusaradan , der Oberste der Leibwache, und brachte sie zum König von Babel nach Ribla. 21 Und der König von Babel ließ sie hinrichten in Ribla im Land Hamat. So wurde Juda aus seinem Land gefangen hinweggeführt .

    22 Über das Volk aber, das im Land Juda blieb, das Nebukadnezar, der König von Babel, übrig gelassen hatte, setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams , des Sohnes Schaphans. 23 Als nun alle Obersten des Heeres und ihre Leute hörten, dass der König von Babel den Gedalja eingesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja nach Mizpa ; nämlich Ismael, der Sohn Netanjas, und Johanan, der Sohn Kareachs, und Seraja, der Sohn Tanchumets, des Netophatiters, und Jaasanja, der Sohn des Maachatiters, samt ihren Männern.

    24 Und Gedalja schwor ihnen und ihren Männern und sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht vor den Knechten der Chaldäer; bleibt im Land und seid dem König von Babel untertan, so wird es euch gut gehen! 25 Es geschah aber im siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, von königlichem Geschlecht, und zehn Männer mit ihm; und sie schlugen Gedalja tot, dazu die Juden und die Chaldäer, die in Mizpa bei ihm waren.

    26 Da machte sich das ganze Volk, Klein und Groß, mit den Heerführern auf, und sie zogen nach Ägypten; denn sie fürchteten sich vor den Chaldäern. 27 Und es geschah im siebenunddreißigsten Jahr, nachdem Jojachin , der König von Juda, gefangen hinweggeführt worden war, am siebenundzwanzigsten Tag des zwölften Monats, da erhob Ewil-Merodach, der König von Babel, im ersten Jahr seiner Regierung das Haupt Jehojachins, des Königs von Juda, [und entließ ihn] aus dem Kerker; 28 und er redete freundlich mit ihm und setzte seinen Thron über die Throne der Könige, die bei ihm in Babel waren; 29 und er erlaubte ihm, seine Gefängniskleider abzulegen ; und er durfte stets vor ihm essen , sein ganzes Leben lang. 30 Und sein Unterhalt, der beständige Unterhalt, wurde ihm vom König gegeben, für jeden Tag sein bestimmtes Teil, für alle Tage seines Lebens .

    Unglaublich!

    Nach 37 demütigenden Jahren im Exil, die er im Gefängnis verbracht hat, wird Jojachin erhöht. Er kommt frei und zu Ehren. Bekommt sogar Unterhalt vom König. Warum?

    Win neuer König kommt an die Macht. Warum lässt er Jojachim Gutes zukommen? Ist dies eine Art Amnesty? Mag er den König persönlich oder ist es eher ein politischer Schachzug?

    Aber was könnte so etwas bewirken? Wen könnte er damit beeindrucken?

    Will er sich vielleicht den Vasallenkönig in Juda damit gefügiger machen?

    Wieso ist er eigentlich an der Macht? Ist dies die Zeit, wo Nebukadnezar von Jehova erniedigt wurde und wie ein wildes Tier lebt? Ist dieser König hier die Vertretung für Nebukadnezar für diese Zeit?

    Interessanterweise haben wir in den vergangenen 5 Jahren keinerlei Gedanken oder ergänzenden Stoff zu diesem Kapitel gefunden. Hm…

    Weiter geht es mit Obadja

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