3.Mose

Levitikus
„Buch über die Arbeit der Leviten“

die Arbeit der Leviten

thematische Linkliste der Gedanken – sortiert nach den einzelnen Kapiteln

Thomas 1. Juni 2009 117 Kommentare Trackback URI Comments RSS

117 Kommentare zu “3.Mose”

  1. Thomasam 9. Februar 2009 um 07:16 Link zum Kommentar

    3.Mose 1-4

    NIcht einfach, all die Anweisungen einzuhalten? Jeder Schritt ist festgelegt… für jedes Opfer klare Anweisungen! Und das bei der Bekleidung! Es ist zu warm? Es ist zu unangenehm? Es kommen zu viele Leute, die Opfertiere bringen? Egal – die Priester hatten das VORRECHT im Tempel zu dienen.

    Und heute?
    Anweisungen – ne Danke! das sind doch nur Empfehlungen!
    Regeln – ne Danke! nicht für mich, gilt nur für meinen Nachbarn!
    biblische Gesetze – ne Danke! gelten momentan nicht für mich!
    Oder?

    Heute verläßt man seinen Partner, macht den Dienst für Gott, wie man will und hält sich an keine Regeln, so geht man bei rot über die Ampel, läßt seinen Hund auf die Wiese… und Bekleidungsvorschriften gibt es auch nicht mehr – oder?

    Zitat aus einer anderen Website

    Die Beziehung mit Gott kostet uns etwas

    Wie wir aus unserem Text erkennen, musste sowohl der freiwillige Geber, als auch der Sünder, der frei von seiner Schuld werden wollte, etwas darbringen. Der Kerngedanke eines Opfers ist, dass es etwas kostet. Es tut in gewissen Hinsicht weh, da wir etwas von unserem Besitz weggeben. Dabei bezieht sich dies nicht nur auf das materielle Opfer, sondern es geht auch um die emotionale Seite. Der Opfernde musste ja seine Hand auf das Tier legen und zusehen, wie es geschlachtet wurde. Es war eine blutige Angelegenheit. Schon der Ort an dem die Opferung stattfand war über und über mit Blut bedeckt, von den tausenden Tieren die dort ihr Leben lassen mussten. Wen konnte so etwas kalt lassen? Blut überall, der Geruch von verbranntem Fleisch und Fett in der Luft und die Priester, die in ihrer weißen Kleidung dabeistanden, die ebenfalls mit Blut bespritzt war.

    Es war also nicht nur der materielle Aspekt der ein Opfer bedeutete, sondern auch die Überwindung durch diese Prozedur zu gehen, um Gott das Opfer zu bringen.

    Wenn wir heute Jesus nachfolgen, geht auch das nicht ohne Opfer. Obwohl unsere Errettung frei ist, so kostet sie uns doch das Leben. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus soll in mir leben (Galater 2:20). Wenn Christus aber zunimmt und mein altes Leben abnimmt ( Johannes 3:30) bedeutet das, dass ich mein altes Leben verliere, also opfere. Ich gehöre ganz und gar Christus, der mich durch sein Blut erworben hat. Wenn ich ihm gehöre, ist aber auch mein gesamter Besitz sein. Mein Gott gefälliges Leben ist also genauso wie das Opfer damals mit einer finanziellen Seite ausgestattet, wie aber auch mit einer emotionalen. Vielleicht muss ich alte Freunde aufgeben, alte Gewohnheiten, meine Arbeit, mein Zuhause, ja sogar meine leibliche Familie, um Christus nachzufolgen.

    Ich stimme mit dem Schreiber dieses Kommentars insoweit nicht überein, dass er langsam sein altes Leben opfern will – ich gehe davon aus, dass man mit seiner Hingabe dem Allmächtigen verspricht 100% seines Lebens zu geben, also 24h am Tag 😉

  2. Juleam 9. Februar 2009 um 10:07 Link zum Kommentar

    3. Mose 1 – 4

    wie ich schon in der Bahn sagte, war ich mir bisher nicht bewusst, dass die Priester eigentlich einen Knochenjob hatten. In meiner Vorstellung hatten sie das Opfertier einfach nur geschlachtet und auf dem Altar verbrannt.

    Dieses Mal lese ich zum ersten Mal bewusst, was eigentlich alles dazu gehört hat:
    sie mussten das Tier nicht nur schlachten, sondern auch häuten, waschen und in einer bestimmten Anordnung auf den Altar legen und dort verbrennen. Teile davon mussten sie ausserhalb des Lagers verbrennen, wozu sie sich dann komplett umkleiden mussten.

    Wenn man bedent, wie zahlreich das Volk war und wieviele Tiere jeder Priester pro Tag so herrichten musste – „mein lieber Scholli!“

    Auch der Aspekt mit dem vielen Blut, das sie teilweise an den Altar spritzen mussten, aber auch das, was sie unten vor den Sockel des Altars kippen mussten. Man denke auch an all die vielen Blutspritzer auf ihrer reinen weißen Kleidung – wie haben sie die immer wieder sauber bekommen?

  3. Juleam 9. Februar 2009 um 10:08 Link zum Kommentar

    Zu deinen Gedanken mit der Hingabe:
    du bist in der Wahrheit aufgewachsen, deshalb war sie immer ein Teil deines Lebens, du kanntest von Baby an die göttlichen Maßstäbe – daher kannst du nicht nachvollziehen, wie man sein Leben nach und nach damit in Übereinstimmung bringt.

    Ich schon! Ich war schon 27, als ich anfing, die Bibel zu studieren – und ICH habe mein Leben nach und nach (gemäß der neu hinzugewonnenen Erkenntnis) damit in Übereinstimmung gebracht und DANN habe ich mich Jehova hingegeben und DANN habe ich mich auch seither bemùht, sie 24 Stunden am Tag zu halten!

    Ich gehe mal davon das, dass die Verfasser des von dir angeführten Zitates diesen Aspekt meinten, als sie von „nach und nach“ gesprochen haben….

  4. Thomasam 10. Februar 2009 um 07:17 Link zum Kommentar

    3.Mose 5-7

    Blut und Fett nur zu Opferzwecken?
    Warum solche Einschränkung? Kann ich nicht das geben, was MIR gefällt und opfern, was MIR gefällt?

    Auf der gestern schon zitierten Website heißt es:

    Während wir bei fast allen Opfergaben lesen, dass die Priester und andere Personen Anteil am Fleisch haben, finden wir in Kapitel 7:26ff:

    Ihr sollt kein Blut essen in allen euren Wohnsitzen, es sei von den Vögeln oder vom Vieh. Jede Person, die irgendwelches Blut isst, diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden.

    Obwohl das Blut alles heiligte und reinigte und es der wesentliche Bestandteil fast aller Opfer war, war und ist es nicht zum Verzehr bestimmt. Neben der Erwähnung in dieser Lesung, finden wir das gleiche Verbot in Kapitel 3:17, 17:12,19:26 und 5.Mose 12:23. Und nicht nur das, obwohl die Speisegebote aus Levitikus 11 nicht mehr ausdrücklich im Neuen Testament erwähnt werden, ist gerade der Verzehr von Blut ausdrücklich untersagt.

    Apostelgeschichte 15:20
    …..daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut.

    Was ist denn so bedeutsam daran, sich von Blut zu enthalten, dass dies nicht nur fünfmal in der Torah steht, sondern auch noch besonders auf dem Ersten Apostelkonzil als eine der ganzen wenigen ausdrücklichen Bestimmungen aus der Torah erwähnt wird? Wenn wir uns verschiedene Quellen über die Zeit des Auszuges aus Ägypten anschauen, oder Kommentare von Rabbinern wie Maimonides und Nachmanides ansehen, dann sehen wir zwei Möglichkeiten, warum es so wichtig ist, das Gebot der Abstinenz von Blut einzuhalten.

    Maimonides , auch unter dem Namen Rambam bekannt, war einer der angesehensten Rabbiner aller Zeiten und lebte im 12.Jahrhundert. In seinem Werk „Guide to the Perplexed“ schreibt er:

    Anfang Zitat:
    Auch wenn Blut in den Augen der Götzendiener als unrein angesehen wurde, haben sie daran Anteil genommen, da sie glaubten, es handelte sich um die Speise der Geister. Durch den Verzehr des Blutes war der Mensch dann in der Lage mit diesen Geistern zu kommunizieren, die ihm dann die Zukunft voraus sagten, in dem sie durch andere Menschen redeten. Dennoch gab es andere Personen, die sich weigerten Blut zu trinken, da sie es als unnatürlich für den Menschen ansahen. Sie töten dann ein Tier, fingen das Blut in einem Gefäß auf und aßen das Fleisch des Tieres, während sie um den mit Blut gefüllten Topf saßen.
    Sie stellten sich vor, dass auf diese Art und Weise die Geister Teilhaber des Blutes würden, da es ja ihre Speise war. Die Götzendiener glaubten, dass während des gemeinsamen Mahls mit den Geistern eine Liebesbeziehung, Bruderschaft und Freundschaft aufgebaut werden konnte, die sich dann später darin äußerte, dass die Geister die Menschen in ihren Träumen besuchen würden um ihnen die Zukunft zu sagen und ihnen Gunst zu erweisen.

    Diese Idee wurde von den meisten Menschen in der damaligen Zeit akzeptiert und in der Regel nicht in Frage gestellt.

    Die Torah, die perfekt in den Augen derer ist, die sie kennen, versucht den Menschen von dieser „Krankheit“ zu befreien und verbietet ihm daher Blut zu essen. Dabei ist die Betonung des Verbots genau so abgefasst, wie sie der Vorstellung der Götzendiener entsprach:

    3 Mose 12:10
    gegen die Seele, die das Blut isst, werde ich mein Angesicht richten und sie aus der Mitte des Volkes ausrotten

    dieser Vers steht in direktem Zusammenhang mit 3.Mose 20:4
    „… wenn er von seinen Kindern eins dem Moloch gibt, so dass es ihn nicht tötet, so werde ich mein Angesicht gegen diesen Mann richten …“
    Es gibt keinen anderen Zusammenhang als Götzendienst und der Verzehr von Blut, in dem der Ausdruck „ich werde mein Angesicht richten“ verwendet wird. Ende Zitat

    Auch heute noch gibt es Menschen, die Blut trinken, um an dem Geist des Tieres teilhaben zu können. Es wird geglaubt, dass die Eigenschaften des Tieres beim Verzehr auf den Menschen übergehen. So etwas ist von Gott nicht gewollt und wird in der Bibel mit der Todesstrafe belegt.

    Die Verbindung zwischen Blut und Götzendienst wie von Rambam beschrieben, wird noch einmal in 3. Mose 19:26 dargestellt, in dem die wörtliche Übersetzung heißt:

    Ihr sollt nicht um das Blut herum essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben.

    Während Rambam auf die dämonischen Aspekte des Blutverzehrs eingeht, gibt es einen weiteren Aspekt, der im heutigen Judentum fast vergessen ist und auch bei Christen kaum erwähnt wird, da oder besser obwohl dieser Vers direkt auf das vergebende Blut Jesu hinweist:

    3.Mose 17:11
    Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es euch auf den Altar gegeben, Sühnung für eure Seelen zu erwirken. Denn das Blut ist es, das Sühnung tut durch die Seele.

    Durch die Zerstörung des Zweiten Tempel hörte auch der rituelle Opferdienst auf. Die damaligen Juden, die nicht an Jesus glaubten standen vor einer Katastrophe, die bis heute nicht aufgelöst ist. Wie konnten sie Vergebung der Sünde erlangen, ohne einen Altar zu besitzen, auf dem das Opfer gebracht werden konnte und musste? In den darauf folgenden Jahrhunderten entstand ein Judentum, welches nicht mehr auf die Vergebung durch das Blut aufgebaut war, sondern ausschließlich auf Gebeten beruhte, von denen die Torah aber nichts sagt im Hinblick auf die Vergebung von Sünden.

    Im Blut ist die Seele. Durch den Verzehr des Blutes können Eigenschaften der Seele des Tieres durch dämonische Einwirkung auf den übergehen, der das Blut zu sich nimmt. Dabei spielt es keine Rolle ob der jeweilige Mensch daran glaubt oder nicht.

    Besonders in Teilen Afrikas ist der Verzehr von Blut weit verbreitet, gleichzeitig sieht man dort auch häufig ungewöhnliche animalische Eigenschaften von Besessenen. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen sich von Dämonen besessene Menschen mit einer erstaunlichen Echtheit der Bewegungen wie Elefanten, Schlangen oder andere Tiere aufgeführt haben.

    Durch das Verbot des Verzehrs von Blut wollte Gott also zwei Dinge vermeiden, den Kontakt mit der unsichtbaren Welt und den Dämonen, und den Übergang von Eigenschaften der Seele des Tieres auf den Menschen.

    Gilt diese Regel tatsächlich noch heute?
    Auf jeden Fall darf der Schöpfer noch heute bestimmen WIE wir ihn anbeten können und auch wie er sich vorstellt wie wir leben sollten. Nur wenige halten sich leider daran 🙁

  5. Juleam 10. Februar 2009 um 10:14 Link zum Kommentar

    die Opfervorschriften – welches Opfer wann und wie zu bringen war. Für mich nicht ganz so interessant.

  6. Thomasam 11. Februar 2009 um 07:17 Link zum Kommentar

    3.Mose 8-10

    Auf der gestern schon zitierten Website heißt es:

    Welch ein großer Augenblick: nach Hunderten Jahren in der ägyptischen Hand, nach dem großen Auszug aus der Sklaverei, nach Wundern und Plagen, nach der Gesetzgebung am Berg Sinai und der Errichtung des Zeltes der Begegnung ist es soweit. Alle Vorbereitungen sind getroffen worden, alle Opfer gebracht, und am achten Tag, nachdem sich Aaron und Mose sieben Tage nicht vom Eingang des Zeltes der Begegnung entfernt hatten, gehen sie in das Zelt hinein.

    3.Mose 9:23-24
    Und Mose und Aaron gingen hinein in das Zelt der Begegnung. Und als sie herauskamen, segneten sie das Volk. Und Feuer ging vom Herrn aus und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und die Fettstücke. Als das ganze Volk es sah, da jauchzten sie und fielen auf ihr Angesicht.

    Obwohl hier nur mit einem Vers erwähnt wird, dass die Herrlichkeit Gottes erschien, glaube ich, dass es sich hier um einen der wichtigsten Augenblicke im Leben des Volkes Israels handelte. Von nun an gab es ein „Vorher“ und ein „Nachher“. Aber nicht nur für das gesamte Volk damals gab es ein „Vorher“ und ein „Nachher“, sondern für jeden Einzelnen von uns sollte es ein solch einschneidendes Ereignis gegeben haben. Dabei ist die gesamte Geschichte von 2. Mose 6 – 3.Mose 9:22 das Vorspiel auf dieses große Ereignis, als Mose und Aaron in das Zelt der Begegnung hinein gehen und Gemeinschaft mit Gott haben und seine Herrlichkeit dem ganzen Volk geoffenbart wird.

    Wenn wir uns nun die verschiedenen Details dieser „Vorgeschichte“ anschauen, stellen wir fest, dass es eine Parallele im Leben der Jünger Jesu gibt, die als Vorbild für jeden von uns dienen soll.
    Volk Israel

    Jünger Jesu

    Das Volk wird aus Ägypten herausgerufen

    Die Jünger werden erwählt

    Es geschehen Zeichen und Wunder auf dem Weg

    Auf dem Weg mit Jesus erleben die Jünger Zeichen und Wunder

    Speisung des Volkes in der Wüste durch Manna und Wachteln

    Speisung der 4000 und der 5000 durch Brote und Fische

    Das erste Passah des alten Bundes

    Das erste Passah des neuen Bundes

    Das Lamm wird für die Erlösung des Volkes Israel geschlachtet

    Jesus wird für die Sünden der Welt gekreuzigt

    Tage der Vorbereitung zur Einkehr in das Zelt der Begegnung

    Tage des Gebets und des Wartens um den Heiligen Geist zu empfangen

    Feuer fällt vom Herrn aus auf das Opfer

    Feuer fällt auf alle Gläubigen im Obersaal

    Gottes Herrlichkeit wird vom ganzen Volk gesehen

    Aus ganz Jerusalem läuft man zum Obersaal zusammen (Apg 2:6)

    So wie damals die Herrlichkeit Gottes auf dem Zelt der Begegnung lag und darin wohnte, so kam der Heilige Geist zu Pfingsten zu den Jüngern Jesu um in jedem von ihnen zu wohnen. Das Feuer des Herrn fiel jetzt nicht mehr auf den mit Händen gemachten Altar, sondern auf „Dich und Mich“,

    1.Kor. 3:16
    Denn der Tempel Gottes seid ihr

    Während das ganze Volk jauchzte und auf das Angesicht fiel (9:24) fingen die Jünger an in neuen Sprachen zu sprechen und anderen „durchbohrte“ es das Herz (Apg. 2:27ff).
    Sowohl die Ereignisse unserer Wochenlesung als auch die Geschehnisse zu Pfingsten haben weitreichende Folgen: die Herrlichkeit und Heiligkeit Gottes wird in einer seit dem nicht mehr erreichten Deutlichkeit demonstriert. Dabei werden uns die Schicksale von jeweils zwei Personen als Beispiele gegeben, um aufzuzeigen, dass die Heiligkeit Gottes unantastbar ist.

    Während in 3. Mose 10 Abihu und Nadab dem Herrn ein „falsches“ Opfer darbringen, sind es in der Apostelgeschichte Hananias und Saphira. Obwohl in beiden Fällen mit den betreffenden Menschen auf dem ersten Blick alles in Ordnung war, wurden sie vom Heiligen Geist überführt und fielen tot um.

  7. Juleam 11. Februar 2009 um 10:18 Link zum Kommentar

    3. Mose 8 – 10

    wir finden unsere Kongresse manchmal lang und anstrengend? Was, wenn wir hier anwesend gewesen wären?

    3. Mose 9 : 1 -24
    Aaron bringt die erforderlichen Opfer vor dem ganzen Volk dar, so wie Jehova es geboten hatte. Und nun folgt das Opfern mehrerer Tiere. Das liest sich in der Bibel so schnell, aber stellen wir es uns einfach mal vor, wie es für das Volk war:

    als erstes schlachtet Aaron das Kalb als ein Sühnopfer für sich. Wissen wir noch, was alles dazu gehörte? Schlachten, das Blut auffangen, häuten, zerlegen, waschen, in einer besonderen Reihenfolge anordnen, den Altar mit dessen Blut besprengen und den Rest des Blutes am Sockel des Altars ausgießen, verbrennen. Aber damit nicht genug: in Vers 11 heißt es, dass er das Fleisch und die Haut ausserhalb des Lagers verbrannte.

    Nur ein kurzer Text in der Bibel (Verse 8-11), aber nun stellen wir uns mal vor, wieviel Zeit das in Anspruch nahm. Er musste sich erst umkleiden, ausserhalb des Lagers gehen, alles verbrennen – und dann zurück kommen, sich wieder waschen und umkleiden und weiter ging alles.

    Was denken wir, wieviel Zeit dieser ganze Prozeß mit dem Opfern des ersten Tieres in Anspruch genommen hat? Angefangen damit, dass es geschlachtet worden ist, bis hin zu seiner Rückkehr, bis er wieder vor dem Altar stand – und zwar so, wie Jehova es angeordnet hatte.

    Wieviel Stunden mögen vergangen sein? Ich könnte mir vorstellen, dass es mindestens 3 Stunden waren, wenn nicht noch viel mehr.

    Und das Volk? Es stand dort und guckte nur zu. So, wie wir heute auf dem Kongress sitzen und aufmerksam zuhören, was die Brüder auf der Bühne uns zu sagen haben.

    Aber es war ja mit dem einen Tier nicht genug, es kam ja noch das Brandopfer für Aaron und seine Söhne (Verse 12-14), das Sühnopfer für die Sünden des Volkes (Verse 15 und 16), das Getreideopfer (Vers 17) und das Gemeinschaftsschlachtopfer (Verse 18-21), wo noch zusätzlich einige Stücke zuerst vor Jehova hin und her gewoben wurden.

    Dann segnete Aaron das Volk und Jehova erschien und sein Feuer verzehrte das Brandopfer. Das Volk jubelte.

    Was für ein ereignisreicher Kongresstag!

    Was ist, werden wir uns in Zukunft ereifern, wie lang und anstrengend ein Kongress ist?
    Sollten wir die Neigung dazu in uns erkennen – rufen wir uns doch bitte diesen Tag des Opferns wieder in den Sinn, den wir heute in Kapitel 9 gelesen haben und was alles dazu gehörte…

  8. Juleam 11. Februar 2009 um 10:20 Link zum Kommentar

    Kapitel 10
    Aarons Söhne Nadab und Abihu bringen unerlaubt Opfer dar und werden von Jehova vernichtet. Warum? Ist es nicht gut, wenn man Jehova zusätzlich und aus eigenem Antrieb dient? (noch nachforschen)

    Fakt ist, dass Jehova die beiden vernichtet hat, weil sie sich in seinen Augen versündigt haben.. Aaron ist geschockt, scheint wie betäubt – und da kommt Jehova noch und sagt, er solle nicht um sie trauern und mit seinem Dienst weiter machen im Programm!

    Das ist sehr hart.

    Wir könnten in eine ähnliche Situation kommen, wenn ein enger Freund oder naher Verwandter ausgeschlossen wird.

    Warum sollten wir über eine solche Strafe nicht trauern?

    Weil sie sie sich selbst zuzuschreiben haben. Wir wissen, was Jehova von uns erwartet und dass Ungehorsam Konsequenzen hat. Wenn also jemand die Konsequenzen für sein Verhalten tragen muss, ist das nur gerecht und kein Grund zur Wehklage. Sonst würden wir ja Jehovas Gerechtigkeit anzweilfeln

    Trotzdem zeigt der Bericht, dass wir solche Gefühle haben und dass es normale Gefühle sind, denn in den Versen 16-20 schimpft Moses erst mit Aaron, dass sie das Fleisch des Opfertieres nicht an heiliger Stätte verzehrt haben. Aaron sagt darauf sinngemäß, dass ihm durch den Vorfall mit seinen Söhnen der Appetit vergangen ist. Ja klar, er hat mit seinem Dienst, dem Opfern, fortgefahren. Aber das Fleisch zu essen, das ist in dieser Situation zuviel von ihm verlangt.

    „Als Moses dies nun hörte, war es in seinen Augen befriedigend“ (Vers 20)

  9. Thomasam 12. Februar 2009 um 07:18 Link zum Kommentar

    3.Mose 8-10 Nachtrag

    Vielleicht sollte man sich das einmal vorstellen: mit voller Bekleidung eines Priesters diese harte Arbeit ausführen! Was ist denn daran hart? Nunja: zuerst einmal sollte man bedenken, dass es in den Völkern um die Israelieten gängige Praxis war, dass die Priester NACKT um ihre Altäre hüpften 😉 sogar das Entblößen der Priester und Priesterinnen gehörte DORT zum guten Ton, bzw. zur Anbetung dieser Götter – aber so ganz anders beim Gott Abrahams!!

    Dann sollte man bedenken, dass es dem Hohenpriester Aaron und seinen Söhnen nicht oblag, zu entscheiden wie und was sie opferten! Sie hatten keine Macht, keine Herrscherrecht erhalten wie es sonst üblich war. Im Gegenteil: Moses ließ laut und deutlich hören, was die Priester wann und wie zu tun hätten, und die Priester machten es dann genau so, als wären sie Marionetten.

    Und als dann zwei Söhne des Aaron doch einfach etwas taten, was nicht angewiesen war, kam nicht Aaron oder Moses und bestraften diese – nein – Feuer des Allmächtigen strafte diese Missetäter, die wohl das Gefühl hatten, sie hätten nun mit dem Amt als Priester, auch die Möglichkeit selbst zu entscheiden. Hiermit stellte der Allmächtige gleich fest: keine Alleingänge! kein Einzug heidnischen Brauchtums wird geduldet!

    und heute? Kann heute jeder, der Aufgaben erhält, diese ausüben wie er möchte? Kann er einfach so über andere entscheiden, und der Allmächtige wird ihn dafür nicht zur Verantwortung ziehen? Du darfst Vorträge halten – und meinst, dabei Dinge einfließen zu lassen, die heidnischen Ursprungs sind – und glaubst wirklich, dass der Allmächtige das auf sich beruhen lassen wird?

  10. Thomasam 12. Februar 2009 um 07:18 Link zum Kommentar

    3.Mose 11-13

    reine Tiere, unreine Tiere….WAS SOLL DAS? Hat der Schöpfer etwa Tiere erschaffen, die er selber nicht leiden kann? Oder haben sich im Laufe der Zeit etwa Tiere entwickelt, die er verabscheut?

    NEIN! Natürlích nicht! Viele glauben, dass sie etwas besonderes tun, wenn sie koscher essen, oder eine besondere Diät einhalten. Aber hier geht es nicht um die Ernährung an sich! Hier geht es um Bräuche, die bei den Völkern um die Israeliten bekannt waren. So war das Kamel bei den Beduinen heilig, das Schwein war ein heiliges Tier der Kanaaniter, andere Tiere waren Totemtiere oder sogar Göttersybole…Wir sollten also keine Bräuche pflegen, keine Gottheiten anbeten, deren Anbetung oder Handlungen in unserer Nähe gepflegt werden. “Jehova ist heilig” und verlangt deshalb von uns ebenfalls, uns von Bräuchen und anderen Göttern fernzuhalten.

    In diesem Licht ist auch der anscheinde Widerspruch zu sehen, das in 1.Mose die Geburt von Kindern als Segen von Gott angesehen wird, hier aber nun die Geburt und Empfängnis… als etwas unreines angesagt wird. Hiermit wird klar getrennt: diese Handlungen gehören NIEMALS in den Tempel gehören NIEMALS zur Anbetung des Allmächtigen, auch wenn die Völker dies oft vermischt hatten. Waren doch Fruchtbarkeitsriten Teil der Frühlingsfeste – und sind dies im Rahmen des Osterfestes ua. noch heute. Es wird sogar berichtet, dass es Riten und Zauberriten gab, die aus Wöchnerinenblut und oder dem Samenerguß hergesteltl wurden. Durch die Anweisung des Allmächtigen wurde hier eine klare Abgrenzung gezogen. Und “unreine Personen” durften sich nicht der Anbetungsstätte nahen, so dass hier ganz klar die Anbetung als etwas heiliges betrachtet werden konnte, und aller heidnische Schnickschnack weit entfernt wurde – ja sogar unter Strafe stand.

  11. Thomasam 12. Februar 2009 um 18:29 Link zum Kommentar

    Nicht vergessen dabei sollte man aber auch die gesundheitliche Sicht, die in dem Werk “Einsichten in die Heilige Schrift wie folgt beschrieben wird:

    Band 2 S. 121-122

    Die Befolgung des Gesetzes wirkte sich oft vorteilhaft auf die Gesundheit aus. In einem Heerlager bestand beispielsweise die Vorschrift, menschliche Exkremente zu bedecken (5Mo 23:9-14). Dadurch wurde es weitgehend vor Infektionskrankheiten, die von Fliegen übertragen werden — wie Ruhr und Typhus —, geschützt. Die Verunreinigung von Nahrungsmitteln und Wasser wurde verhindert, da nach den genauen Bestimmungen des Gesetzes etwas, worauf ein „unreines“ Geschöpf in seinem toten Zustand gefallen war, unrein war und bestimmte Maßnahmen getroffen werden mußten; ein irdenes Gefäß, das auf diese Weise verunreinigt worden war, mußte z. B. zerschlagen werden (3Mo 11:32-38).
    Bezeichnend ist folgende Erklärung: „Die Vorbeugung spielte eine wichtige Rolle bei diesem Gesetz, das, wenn befolgt, das Auftreten von nahrungsbedingter Polioenzephalitis, von Typhus, Nahrungsmittelvergiftung und parasitären Würmern weitgehend verhinderte. Die konsequente Reinerhaltung des Trinkwassers war das beste Mittel, dem Auftreten und der Ausbreitung von Krankheiten wie Amöbiasis, Typhus, Cholera, Bilharziose und Leptospirose vorzubeugen. Diese Vorbeugungsmaßnahmen, die für jede der öffentlichen Gesundheit dienende Einrichtung grundlegend sind, waren für das Wohl eines Volkes, das unter primitiven Bedingungen in einem subtropischen Gebiet lebte, von besonderer Bedeutung“ (The Interpreter’s Dictionary of the Bible, herausgegeben von G. A. Buttrick, 1962, Bd. 2, S. 544, 545).
    Dr. med. A. Rendle Short weist in seinem Buch The Bible and Modern Medicine (London 1953, S. 37) darauf hin, daß die Nachbarvölker des alten Israel nur ganz primitive Hygienevorschriften hatten — sofern sie überhaupt welche hatten —, und führt dann weiter aus: „Es überrascht daher um so mehr, daß ein angeblich unwissenschaftliches Buch wie die Bibel überhaupt Hygienevorschriften enthält. Ebenso überraschend ist es, in den Gesetzbüchern eines Volkes, das gerade der Sklaverei entronnen war, das häufig von Feinden niedergeworfen und von Zeit zu Zeit in die Gefangenschaft geführt wurde, solch weise und vernünftige Gesundheitsregeln zu finden. Diese Tatsache ist von namhaften Fachleuten anerkannt worden, selbst von solchen, die an den religiösen Aspekten der Bibel nicht besonders interessiert sind.“

    Nach dem Gesetz gehörten der Hase und das Schwein zu den Tieren, die die Israeliten nicht essen durften (3Mo 11:4-8). Dr. Short erklärt hierzu: „Wir essen zwar das Fleisch von Schweinen, Kaninchen und Hasen, aber diese Tiere sind anfällig für parasitäre Infektionen, und ihr Fleisch kann nur gegessen werden, wenn es gut gekocht ist. Das Schwein lebt von unreiner Nahrung und beherbergt zweierlei Würmer (die Trichine und eine Bandwurmart), die auf Menschen übertragen werden können. Die Gefahr ist unter den heutigen Verhältnissen in unserem Land gering, aber im alten Palästina war es bei weitem nicht so, weshalb es besser war, solche Nahrung zu meiden“ (The Bible and Modern Medicine, S. 40, 41).

    Das Einhalten der gerechten Forderungen Jehovas hinsichtlich der Geschlechtsmoral wirkte sich zudem auf die geistige, seelische und körperliche Verfassung der Israeliten günstig aus (2Mo 20:14; 3Mo 18). Auch Christen genießen ähnliche gesundheitliche Vorteile, wenn sie sich sittlich rein halten (Mat 5:27, 28; 1Ko 6:9-11; Off 21:8). Wer sich an den hohen Sittenmaßstab der Bibel hält, schützt sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

  12. Thomasam 13. Februar 2009 um 07:18 Link zum Kommentar

    3.Mose 14-16

    Ich werde krank – was kann ich dafür? Und dann muss ich noch darunter leiden, indem ich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werde? Warum? Um die anderen vor der Krankheit zu schützen! Diese Gesetze schützen das Volk vor ansteckenden Seuchen und klären auch wie und wo man Hilfe erhält. Wichtige Aufgabe der Priester war es an dieser Funktion mitzuwirken – und hierbei Gottvertrauen zu offenbaren, und zu glauben, dass sie sich nicht selbst anstecken würden.

    Dadurch, dass im Gesetz alles was mit geschlechtlichem zu tun hat, als unrein bezeichnet wird, wird alles geschlechtliche von der Anbetung fern gehalten. So kann der Einfluß der falschen Götter eigentlich nicht in das Volk eindringen.
    Für uns heute, zeigt das auch das in “privaten Bereich” gehörende, doch von Gott Beachtung geschenkt wird. So wurde unter dem mosaischen Gesetz unter anderem die Frau für einen Teil des Monats vor dem Mann “geschützt” – und heute sollte jeder Ehemann die Gefühle und Bedürfnisse seiner Frau größte Aufmerksamkeit schenken, und eigene Interessen in den Hintergrund treten lassen.

  13. Juleam 13. Februar 2009 um 10:33 Link zum Kommentar

    „die Plage an den Wänden des Hauses“ = könnte damit Schimmel gemeint sein?

  14. Thomasam 13. Februar 2009 um 10:40 Link zum Kommentar

    Zum Thema Sühnetag ein Zitat aus dem wachtturm vom 1.Juli 1974

    Räucherwerk in das Allerheiligste bringen
    Wie in 3. Mose, Kapitel 16 gezeigt wird, betrat der Hohepriester des Volkes Israel während der Handlungen am Sühnetag mehrere Male die Stiftshütte. Das erstemal betrat er sie mit einem Räucherfaß voll feuriger Kohlen, auf die Räucherwerk gelegt worden war (3. Mose 16:12, 13). Auf welche Weise wurde dies von Jesus Christus erfüllt? Natürlich bedeutete es nicht, daß Christus in den Himmel ging, bevor die Darbringung seines Opfers beendet war. Vielmehr stellte der Eintritt mit Räucherwerk, der zuerst erfolgte, etwas dar, was geschehen mußte, bevor Jesus den Wert seines Opfers zur Erlösung der Menschheit im Himmel darbrachte, etwas, was wichtiger war als das. Was nämlich?

    Durch diese Handlung wurde vorgeschattet, daß Christus seine Lauterkeit unter Prüfungen bewahren und auf diese Weise beweisen würde, daß ein Mensch seinen Glauben an Gott und seinen Gehorsam ihm gegenüber vollkommen bewahren kann. Jesus stellte den Teufel dadurch als Lügner bloß. Dieser hatte behauptet, daß Gott seine Herrschaft über alle seine intelligenten Geschöpfe nicht gerecht ausübe, daß ihm die Geschöpfe aus Selbstsucht oder unter Zwang dienten, nicht aus Liebe und wahrer Loyalität (Hiob 1:9-11; 2:4, 5; 1. Mose 3:1-5).

    Jesus erklärte den Hauptzweck, weshalb er auf die Erde gekommen war, mit den Worten: „Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege“ (Joh. 18:37). Er bewahrte seine Lauterkeit und bewies, daß Satan ein Lügner ist (Joh. 12:31; 14:30). Hätte Jesus darin versagt, so hätte er selbst sein Leben verloren und die Menschheit nicht loskaufen können. Jesus brachte während seines gesamten Dienstes Gott Gebete dar und diente ihm in völliger Ergebenheit, was der Darbringung des Räucherwerkes im Allerheiligsten durch den Hohenpriester entsprach.

    Christi Eintritt in das Allerheiligste

    Als Christus die Darbringung seines vollkommenen menschlichen Opfers erfolgreich abgeschlossen hatte, konnte er nach seiner Auferstehung in das wirkliche „Allerheiligste“ eintreten, nicht mit dem buchstäblichen Blut seines Opfers, sondern mit dem, was das Blut darstellte, nämlich mit dem Wert seines vollkommenen menschlichen Lebens. Wie der Hohepriester des Volkes Israel durch das Opferblut des Stieres zunächst für sein eigenes priesterliches Haus und dann durch das Blut des „Bockes des Herrn“ für das Volk Sühne leistete, so würde der Sühnewert des Opfers Jesu zuerst auf seine Familie von Unterpriestern, auf die 144 000 geistgezeugten, gesalbten Glieder der Christenversammlung, seine geistigen Brüder, angewandt. Danach würde er auf die Menschheit im allgemeinen angewandt, denn mit seinem Blut erkaufte Christus die ganze Menschheit (1. Joh. 2:1, 2; Röm. 8:29, 30; vergleiche Hebräer 11:39, 40; Offenbarung 7:9, 10; Römer 8:21).

    Wie der Bock, der die Sünden des Volkes am Sühnetag in die Wildnis trug, so trug Jesus die Sünden der Menschheit weit weg, in die Vergessenheit (3. Mose 16:20-22).

    Mit der Darbringung des Wertes des Opfers Jesu im Himmel endete der große, gegenbildliche Sühnetag. Dieser „Tag“ dauerte von der Taufe Jesu im Herbst des Jahres 29 u. Z. bis zum Frühjahr des Jahres 33 u. Z., als Jesus den Wert seines Opfers im Himmel darbrachte. Zehn Tage nach Jesu Himmelfahrt erhielten seine treuen Jünger den Beweis, daß der Wert seines vollkommenen menschlichen Opfers, den er Gott im himmlischen Allerheiligsten dargebracht hatte, angenommen worden war. Wie erhielten sie diesen Beweis? Indem am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. in Jerusalem heiliger Geist auf sie ausgegossen wurde (Apg. 2:1-36).

    Es gibt daher einen Ort, an dem Gott wirklich zu finden ist: sein wahrer Tempel, der als sein geistiger Bau der reinen Anbetung dient. Er steht allen Menschen — ganz gleich welcher Herkunft — offen, damit sie sich Gott nahen können. Doch mußt du glauben, daß Gott existiert und daß er nicht „tot“, das heißt an dir uninteressiert ist. Der Apostel Paulus schrieb: „Wer sich Gott naht, muß glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (Hebr. 11:6).

  15. Thomasam 13. Februar 2009 um 10:42 Link zum Kommentar

    Auf der schon zitierten Website heißt es:

    Die Kapitel 11-15 des dritten Buches Mose berichten nicht nur über die Ursachen und Konsequenzen von Unreinheiten, sondern es werden auch verschiedene Auswege aus diesen Unreinheiten vorgegeben. Während in vielen Fällen das Waschen der Kleider und der Person ausreichen, um am Abend wieder rein zu sein, beschäftigt sich die Parascha Metzora mit einem ganzen Kapitel mit der Reinigung eines Leprakranken.

    Lepra ist in einigen Teilen dieser Welt auch heute noch eine verbreitete Krankheit. Durch einen Bazillus, der das Blut angreift, fangen verschiedene Stellen des Körpers an zu faulen. Besonders die Nervenenden in den Händen, Füßen und Ohren hören auf zu funktionieren. Man verspürt keinen Schmerz mehr in den Gliedmaßen, was zu Verletzungen führen kann, die dann nicht mehr verheilen. Der Zersetzungsprozess kann so weit fortschreiten bis Gliedmaßen abfallen. Selbst wenn jemand von Lepra geheilt wird, sind die Zeichen der Krankheit bis an das Lebensende sichtbar.

    Für den Leprakranken bedeutet diese Krankheit ein Ausstoß aus der Gesellschaft und der Familie. In biblischen Zeiten lebten Leprakranke außerhalb des Lagers oder der Stadt. Nur bei entsprechenden Finanzen und Einfluss, blieb man im Haus eingeschlossen und hatte Diener die einen versorgten. Während in der christlichen Denkweise Lepra ein Bild für Sünde im allgemeinen ist, stellt die Krankheit in jüdischer Auslegung die speziellen Sünden des Stolzes und der Überheblichkeit dar. Die jüdische Auslegung basiert auf die Darstellungen verschiedener Personen, die mit Aussatz befallen waren und zum Teil auch daran starben. Neben Moses Schwester Miriam werden besonders Naaman, der Heeroberste des Königs von Aram (2.Könige 5), Gehasi, der Diener Elisas (2.Könige 5) und Usija, König von Juda (2.Chr. 26) erwähnt.

    Alle Erkrankten hatten eines gemeinsam, es war ihr Stolz und ihre Überheblichkeit, die sie krank machten, oder sie daran hinderten gesund zu werden. Die jüdische Denkweise geht sogar so weit, dass sie jede Hautkrankheit (unter die auch Lepra fällt) mit der Sünde „Stolz“ in Verbindung bringt.

    Im Neuen Testament gibt es verschiedene Heilungen von Leprakranken. Besonders interessant ist jedoch die Geschichte der zehn Leprakranken in Lukas 17:11ff. Obwohl alle zehn geheilt wurden, kam nur einer, ein Samariter, zurück zu Jesus, gab ihm die Ehre und warf sich ihm zu Füßen. Allen Geheilten jedoch wurde ein Gebot gegeben: gehet hin und zeigt euch den Priester, ihnen zum Zeugnis. Obwohl Jesus die Autorität hatte, sie zu heilen, waren es die Priester, die die Aussätzigen für rein erklärten. Auch hier hielt sich Jesus an die Torah, die forderte, dass der Priester den geheilten Aussätzigen reinigen musste (3.Mose 14:11 u.a.) Wenn wir die Krankheit Lepra unter dem Gesichtpunkt der Sünde „Stolz“ und „Überheblichkeit“ sehen, bekommt der Reinigungsprozess eine viel tiefere Bedeutung als nur die Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

    Erster Schritt
    Bevor eine Reinigung überhaupt stattfinden konnte, musste der Erkrankte erst einmal geheilt sein. Es musste also eine Art Umkehr erfolgen, um die äußeren Zeichen der Sünde zu beseitigen.

    Im Falle Naaman’s, des Heeroberst des Königs von Arams, war es das Ablegen allen Stolzes. Naaman musste von seinem Pferd steigen, seine Kleider ablegen und in einem kleinen, dreckigen Fluss siebenmal untertauchen. Wenn wir die Geschichte in 2.Könige 5 lesen, werden wir feststellen, was das für ihn bedeutete!
    Nachdem die erste Umkehr erfolgte und die äußeren Zeichen der Krankheit verschwunden waren, erfolgte der

    Zweite Schritt
    Der Geheilte wusch sich und seine Kleider in Wasser und es war ihm erlaubt wieder in das Lager zu kommen. (Kapitel 14:8) Aber es war ihm noch nicht erlaubt in sein Zelt einzukehren. Egal wie seine innere Einstellung zur Umkehr war, es musste eine äußere „Umkehr“ erfolgen.
    Am siebten Tag musste sich der Geheilte scheren lassen. (14:9) Von dieser Komplettrasur waren auch die Augenbrauen, der Bart und die Kopfhaare betroffen. Wer einmal in Israel gewesen ist, kann sich vorstellen was das bedeutet, denn fast jeder religiöse Jude trägt hier einen langen Bart und Schläfenlocken.

    Das Abscheren des Bartes und dieser Locken gilt als Schande und geht an die Wurzeln des Stolzes eines jeden Mannes. Aber dies war die äußere Umkehr und ein weiterer Schritt nach „unten“, um den Stolz zu besiegen. Erst nachdem nach der inneren Umkehr auch die äußere gefolgt war, konnte der

    Dritte Schritt erfolgen.
    Der Geheilte musste neben anderen Opfern ein Schuldopfer darbringen, damit für ihn Sühnung erwirkt werden konnte (14:18). Welch ein Zeugnis! Nach der inneren und äußeren Umkehr, wird dem Geheilten seine Schuld vergeben.
    Dieses Prinzip, Entscheidung zur inneren Umkehr, das Sichtbarwerden der äußeren Umkehr und das darauf folgende Vergeben der Sünden gilt auch heute noch.

    Da ist es gut, wenn wir noch einen genaueren Blick auf die Art und Weise der Vergebung der Sünde zu werfen, um zu erkennen, wie wahre Umkehr und Vergebung aussehen muss.

  16. Thomasam 13. Februar 2009 um 10:43 Link zum Kommentar

    Auf der schon zitierten Website heißt es:

    Nach insgesamt fünf Kapiteln über Reinheit und Unreinheit, folgt sofort ein ganzes Kapitel (Kap. 16) über den Versöhnungstag, Yom Kippur. Der Versöhnungstag ist im heutigen jüdischen Kalender der wichtigste Tag im religiösen Jahr. Er findet in der festlichsten Zeit des Jahres statt. Am 1. Tischri (im Herbst) startet der Monat mit dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchana (wörtlich: Kopf des Jahres). Am 10. Tischri folgt Yom Kippur und kurz danach Sukkot, das Laubhüttenfest, welches mit dem Freudenfest über die Torah – Simcha Torah – beendet wird.
    Während man heute viele Fest noch relativ authentisch feiern kann, wie z. B. Passah oder das Laubhüttenfest, ist es heute einem religiösen Juden vollkommen unmöglich Yom Kippur nach biblischen Vorschriften zu feiern. Anstelle der biblischen Gebote, die verschiedene Opfer fordern, sind nach der Zerstörung des zweiten Tempels im Jahre 70 nur noch Gebete übriggeblieben, um für alle begangenen Sünden des vergangenen Jahres eine „Generalvergebung“ zu erhalten. Yom Kippur ist deshalb so wichtig, weil es der Tag ist, an dem Gott sein Volk von ALLEN begangenen Sünden freisprechen will.

    Levitikus 16:30
    Denn an diesem Tag wird man für euch Sühnung erwirken, um euch euch zu reinigen: von allen Sünden werdet ihr rein sein vor dem HERRN.

    In vielen Gesprächen musste ich immer wieder feststellen, das viele Gläubige zwei verschiedene Vorstellungen von Gott, „dem des Alten Testaments“ und „dem des Neuen Testaments“, haben. Damit wird in der Regel das Bild des „zornigen Gottes“ im Alten und das Bild des „gnädigen Gottes“ im Neuen Testament verbunden.
    Doch Yom Kippur war und ist immer noch das Zentrum der Gnade Gottes im Alten und im Neuen Testament. Auf Grund seiner Liebe hat Gott uns einen Tag geschenkt, an dem er uns von aller unserer Sünde reinigen möchte. Über die bewusst oder unbewusst begangenen, über die mutwilligen oder unbeabsichtigten, ja sogar über die Sünden, von denen wir gar nichts wissen, gebietet er einen Tag im Jahr, an dem er uns von diesen freimacht.

    Welch eine Gnade!

    Yom Kippur war der einzige Tag im Jahr, an dem der Hohepriester als einziger Priester überhaupt, vom Heiligtum in das Allerheiligste im Tempel hineingehen konnte. Es war der einzige Tag im Jahr, an dem er direkt vor dem Gnadenthron Gottes stand, der Deckplatte über der Bundeslade, auf der Gott in einer Wolke erschien (16:2).
    Um in das Allerheiligste hineingehen zu können, musste er strenge Reinigungsvorschriften befolgen und nach verschiedenen traditionellen Überlieferungen band man dem Hohenpriester sogar eine Leine um seine Hüfte, damit man ihn notfalls herausziehen konnte, wenn er in der Gegenwart Gottes sterben würde.

    Das Besondere am Versöhnungstag ist, dass es zwei verschiedene Opfer gab, wobei das eine geschlachtet, das andere jedoch in die Wüste geschickt wurde. Jedes Jahr stellte der Hohepriester zwei Ziegenböcke vor den HERRN und warf ein Los darüber, welcher Bock in die Wüste ging und welcher geschlachtet wurde. Während das Blut des geschlachteten Bockes Sühnung erwirkte, trug der andere Bock die auf ihn gelegte Sünde in die Wüste.

  17. Thomasam 14. Februar 2009 um 07:18 Link zum Kommentar

    3.Mose 17-19

    Mit dem Kapitel 17 beginnt ein vielleicht früher eigenständiger Bereich – das Rechtsbuch oder “Heiligkeitsgesetz”. Noch einmal wird klar die reine Anbetung von den unreinen Riten getrennt. Was war damals den so üblich, in den Nachbarnationen?

    Auf der einen Seite wurde das Blut gern zu sich genommen, weil man glaubte, dass die Lebenskraft des Opfers so auf einen übertragen werden würde. Bis zur Kultzentralisierung unter josia war jedes Schlachten selbstverstädnlich ein Opfer, und wenn man selbst in den Genuß des Fleisches kommen wollte, musste man ein Opfermahlzeit veranstalten. Wenn man die opferung nicht im Tempel durchführen ließ, hätte der Eindruck entstehen können, das es als Opfer für die in der Natur anweseenden Feldgeister gewidmet gewesen wäre. Deshalb klare Regel: nur im Tempel!

  18. Juleam 14. Februar 2009 um 10:49 Link zum Kommentar

    3. Mose 17 – 19

    3. Mose 17:3,4

    „Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft, der einen Stier oder einen jungen Widder oder eine Ziege im Lager schlachtet oder der es außerhalb des Lagers schlachtet 4 und es nicht tatsächlich an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft bringt, um es Jehova als eine Opfergabe vor der Stiftshütte Jehovas darzubringen, diesem Mann wird [es] als Blutschuld angerechnet werden. Er hat Blut vergossen, und dieser Mann soll von den Reihen seines Volkes abgeschnitten werden,

    hä? schlachten nur zu Opferzwecken??

    3. Mose 17:5-7

    5 damit die Söhne Israels ihre Schlachtopfer, die sie auf dem freien Feld opfern, bringen, und sie sollen sie Jehova an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu dem Priester bringen, und sie sollen sie als Gemeinschaftsschlachtopfer Jehova opfern. 6 Und der Priester soll das Blut auf den Altar Jehovas am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sprengen, und er soll das Fett als einen beruhigenden Wohlgeruch für Jehova in Rauch aufgehen lassen. 7 Somit sollten sie ihre Schlachtopfer nicht länger den bockgestaltigen Dämọnen opfern, mit denen sie unsittlichen Verkehr haben. Dies wird euch als eine Satzung auf unabsehbare Zeit durch eure Generationen hindurch dienen.“ ‘

    ah so, damit sie es nicht Dämonen opfern. Ging hier nicht um das Schlachten zum Verzehr

  19. Juleam 14. Februar 2009 um 10:52 Link zum Kommentar

    3. Mose 17:10-12

    10 Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich bestimmt mein Angesicht richten, und ich werde sie tatsächlich von den Reihen ihres Volkes abschneiden. 11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele [darin]. 12 Darum habe ich zu den Söhnen Israels gesagt: „Keine Seele von euch soll Blut essen, und kein ansässiger Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, soll Blut essen.“

    der Grund, warum wir uns des Blutes enthalten sollten, „denn ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, was Sühne leistet, durch die Seele darin“.

    Wenn wir also Blut in irgendeiner Form zu uns nehmen, dann achten wir das Blut als gering, welches Jesus für uns vergossen hat, um unsere Sünden zu sühnen.

  20. Juleam 14. Februar 2009 um 10:54 Link zum Kommentar

    3. Mose 18:22,23
    Homosexualität und Sodomie sind verboten, „denn es ist eine Abscheulichkeit“, „es ist eine schändliche Verletzung dessen, was natürlich ist“. Eigentlich doch auch verständlich, oder?
    Oder kämen wir auf so eine Idee? So ganz von selbst und ohne dass uns so ein Verhalten durch die Medien als cool und akzeptabel hingestellt würde?

    Es verstößt wirklich gegen alles, was natürlich ist!

    Interessant, dass im fogenden Text so ein Verhalten mit der falschen Anbetung (sprich Götzendienst) in Verbindung gebracht wird. In Kapitel 17:7 wird dazu gesagt, dass sie es in Wirklichkkeit „den bockgestaltigen Dämonen opfern mit denen sie unsittlichen Verkehr haben“.

    Solche „Gelüste“ haben wir also nur, wenn wir uns mit den Dämonen einlassen.

    Ähm ja.., heisst dass dann, dass alles, was ein soches Verhalten als richtig und akzeptabel hinstellt, dämonischen Ursprungs ist???

    Beantworte dir die Frage doch bitte selbst…

    In Vers 29 wird sogar gesagt, dass sie die Personen, die irgendwelche von diesen Abscheulichkeiten tun, von den Reihen ihres Volkes abschneiden sollten.

  21. Juleam 14. Februar 2009 um 10:55 Link zum Kommentar

    Dinge, die Jehova aus tiefstem Herzen hasst:

    3. Mose 19:11-18

    11 Ihr sollt nicht stehlen, und ihr sollt nicht betrügen, und ihr sollt nicht falsch handeln, irgendeiner mit seinem Genossen. 12 Und ihr sollt in meinem Namen nicht zu einer Lüge schwören, so daß du tatsächlich den Namen deines Gottes entweihst. Ich bin Jehova. 13 Du sollst deinen Mitmenschen nicht übervorteilen, und du sollst nicht rauben. Der Lohn eines Lohnarbeiters sollte nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.

    14 Du sollst auf einen Tauben nicht Übles herabrufen, und vor einen Blinden sollst du kein Hindernis legen; und du sollst Furcht haben vor deinem Gott. Ich bin Jehova.

    15 Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst den Geringen nicht mit Parteilichkeit behandeln, und du sollst die Person eines Großen nicht bevorzugen. Mit Gerechtigkeit solltest du deinen Genossen richten.

    16 Du sollst nicht unter deinem Volk umhergehen, um zu verleumden. Du sollst nicht gegen das Blut deines Mitmenschen auftreten. Ich bin Jehova.

    17 Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du solltest deinen Genossen auf jeden Fall zurechtweisen, damit du nicht mit ihm zusammen Sünde trägst.

    18 Du sollst nicht Rache nehmen an den Söhnen deines Volkes noch Groll gegen [sie] hegen; und du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst. Ich bin Jehova.

    ohne Kommentar

  22. Thomasam 14. Februar 2009 um 11:06 Link zum Kommentar

    Bei den umliegenden Völkern war es üblich, die Götter nachzuahmen, die laut den “Märchen” untereinander heirateten und so eine große Götterfamilie bildeten. Teilweise waren die “Götter” auch mit Tieren “gekreuzt” wie die Ägptischen Götterbilder ja noch heute deutlich zum Ausdruck bringen. Jehovas Volk hatte weder diese Götter anzubeten noch diese nachzuahmen. Klare Verbote von Blut, Sodomie und ähnlichem, sollte das Volk schützen. Auch war es Brauch, Fruchtbarkeitsrieten durchzuführen – wo zum Beispiel das Opfern von jungen Tieren, und sogar Kinder – um durch das “lebensfrische Opfer” die Götter gnädig zu stimmen. Auch die Erstlinge eines Baumes wurden oft für magische Zwecke entfremdet. Der Allmächtige verbot deshalb alles, was sein Volk in die Situation gebracht hätte, diese Abarten nachzuahmen.

    Und was geht das MICH heute an? Gibt es auch heute “Hinweise”, “Warnungen”, “Ratschläge”, die beinhalten, uns in Kleidung, Umgang, Musik, Freizeitgestaltung und Benehmen ANDERS zu verhalten? Kann es sein, dass wir bei Mißchtung dieser “Tips” den Segen des Höchsten verlieren? Kann es sein, dass wir dem Allmächtigen “eine lange Nase machen” obwohl wir behaupten “uns ihm hingegeben zu haben” – indem wir das tun, wie und wo und wann es uns gefällt?

  23. Thomasam 14. Februar 2009 um 11:07 Link zum Kommentar

    3.Mose 19:9-10 ist eine interessante Anweisung, deren sinnvolle Umsetzung heute wohl viele Länder vor dem Kollaps retten könnte. Dort wird angewiesen, für die Armen ein Stück des Feldes/des Weinbergs oder was auch immer “unabgeerntet” stehen zu lassen. Diese Armen hatten also die Möglichkeit durch fleißige und harte Arbeit, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Dadurch gab es keine faulen Schmarozer, die sich ihre “Unterstützung beim Staat abholten” und den Rest des Tages zum Sinnen von Übeltaten nutzen konnten. Eine wirklich sinnvolle Beschäftigung, die Nachlese zu halten, hinderte diese Armen daran, sich sinnlos vorzukommen oder ihre Zeit durch üble Nachrede, Geschwätz und Gerichtsprozesse zu vertreiben.

  24. Thomasam 14. Februar 2009 um 11:08 Link zum Kommentar

    Abschließend noch zwei Zitate aus dem Wachttum

    1.August 1978

    17:5-7 — Warum mußten Zeugen als erste gegen einen zum Tode Verurteilten die Hand erheben?
    Alle Israeliten mußten eifrig für die wahre Anbetung eintreten und sorgfältig darauf achten, daß die Organisation rein blieb und keine Schmach auf Jehovas Namen gebracht wurde. Die Zeugen mußten ihren Eifer dadurch beweisen, daß sie bei der Vollstreckung des Urteils führend vorangingen. (Vergleiche 4. Mose 25:6-9; 5. Mose 13:6-11.) Als Zeuge gegen jemand aufzutreten war natürlich noch lange nicht das gleiche wie, den Angeklagten hinzurichten. Diese Tatsache hätte einen Zeugen veranlassen sollen, sehr sorgfältig zu überlegen, was er aussagte, und nur ein böser Mensch hätte eine falsche Aussage gemacht in dem Bewußtsein, daß er sich als erster an der Urteilsvollstreckung beteiligen sollte. Jehovas Zeugen können diesen Grundsatz anwenden, indem sie eifrig um die Reinheit der Versammlung bemüht sind und auch sehr darauf bedacht sind, als Zeugen die Wahrheit auszusagen. Schließlich müssen wir alle vor dem höchsten Richter, Jehova, Rechenschaft ablegen (Matthäus 12:36, 37).

    Ob dies füher intregante Menschen hinderte, gottgefällige Menschen hinterrücks falsch anzuklagen? Wir werden später eine über eine üble Person lesen, die vor Nichts zurück geschreckt ist (Isebel).

  25. Thomasam 14. Februar 2009 um 11:09 Link zum Kommentar

    16 In dem Gesetz, das Jehova Gott später der Nation Israel gab, war Mord verboten, und das zeigt, daß das Gebot, das Gott Noah gegeben hatte, immer noch in Kraft war (2. Mose 20:13). Dementsprechend verbot Gott auch den Genuß von Blut, denn wir lesen:
    „Was irgendeinen Mann vom Hause Israel oder einen als Fremdling Ansässigen, der in eurer Mitte weilt, betrifft, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich gewißlich mein Angesicht richten, und ich werde sie in der Tat von den Reihen ihres Volkes abschneiden“ (3. Mose 17:10).

    17 Den Israeliten war nur eine Verwendung von Tierblut erlaubt. Sie durften es Gott als Opfer darbringen, da sie ihn dadurch als den Lebengeber anerkannten, dem gegenüber sie verschuldet waren. Gott sagte ihnen: „Die Seele des Fleisches ist im Blute, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet werde für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele [oder: das Leben] darin“ (3. Mose 17:11).

    18 Was aber sollte mit dem Blut von Tieren geschehen, die zu Nahrungs- und nicht zu Opferzwecken geschlachtet wurden? Gott sagte seinen Anbetern, wie ein Jäger vorgehen sollte, der ein wildes Tier oder Geflügel fangen würde: „Er soll in diesem Fall sein Blut ausgießen und es mit Staub bedecken. Denn die Seele von jeder Art Fleisch ist sein Blut durch die Seele darin. Demzufolge sprach ich zu den Söhnen Israels: ,Ihr sollt nicht das Blut von irgendeiner Art Fleisch essen, weil die Seele von jeder Art Fleisch sein Blut ist. Wer irgend es ißt, wird vom Leben abgeschnitten werden‘ “ (3. Mose 17:13, 14; 5. Mose 12:23-25).

    19 Das Ausgießen des Blutes war nicht lediglich ein religiöses Ritual; das Gebot war in Wirklichkeit eine Erweiterung des Gesetzes, das Gott Noah gegeben hatte. Wer ein Tier tötete, sollte anerkennen, daß es sein Leben von Gott hatte und daß sein Leben Gott gehörte. Dadurch, daß die Israeliten das Blut nicht aßen, sondern es auf den Altar oder auf den Erdboden ‘ausgossen’, gaben sie das Leben des Geschöpfes gewissermaßen Gott zurück.

    20 Die Mißachtung des Lebens, dargestellt durch das Blut, galt für einen Israeliten als ein sehr schweres Vergehen. Wer dieses Gesetz hinsichtlich des Blutes vorsätzlich mißachtete, sollte „abgeschnitten“, das heißt hingerichtet werden (3. Mose 7:26, 27; 4. Mose 15:30, 31). Selbst wenn jemand das nicht ausgeblutete Fleisch eines Tieres aß, das verendet war oder von einem wilden Tier getötet worden war, lud er eine gewisse Schuld auf sich (3. Mose 17:15, 16; vergleiche 3. Mose 5:3; 11:39).

  26. Thomasam 15. Februar 2009 um 07:19 Link zum Kommentar

    3.Mose 20-23

    Aufzählung von Todesstrafen im Gesetz – eine Zusammenfassung, wann jemand aus Gottes Sicht das Leben verwirkt hat. Aus heutiger Sicht klingt es ziemlich hart! Oder kannst du dir vorstellen, dass jemand der sich durch Magie oder Zauberei oder Zeichdeutung von Gott abwendet und aus Gottes Sicht den Tod verdient. Kann mich persönlich erinnern, dass in der Schule meiner Kinder einmal einen “alle Kinder gehen ins Kino-Tag” gab, und dass zu diesem KinoTag auch einige christliche Eltern sich vehement weigerten, ihre Kinder in diesen mit Magie und Zauberei gefüllten Film zu schicken.

    Aber ein Vers weiter werden diese Magie und Zauberei auf die gleiche Stufe gestellt, mit Kindern die sich gegen ihre Eltern stellen. Kann mich an einen Spruch erinnern: “das ist die härteste Form der Verfolgung, die ein Kind gegenüber seinen Eltern einnehmen kann” – … – ob der Allmächtige dies auch so sieht?

  27. Juleam 15. Februar 2009 um 11:16 Link zum Kommentar

    WT 15.05.04 „Lehren für uns“

    20:9. Von Hass und Boshaftigkeit durchdrungen zu sein war in Jehovas Augen so schlimm wie Mord. Wer seine Eltern schlecht machte, wurde deshalb mit derselben Strafe belegt wie jemand, der seine Eltern ermordete. Sollte uns dieser Gedanke nicht veranlassen, unsere Glaubensbrüder zu lieben? (1. Johannes 3:14, 15).

    3. Mose 20:9,10

    Falls es irgendeinen Mann geben sollte, der auf seinen Vater und seine Mutter Übles herabruft, er sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden. Es ist sein Vater und seine Mutter, auf die er Übles herabgerufen hat. Sein eigenes Blut ist auf ihm.

    10 Ein Mann nun, der mit der Frau eines anderen Mannes Ehebruch begeht, der begeht Ehebruch mit der Frau seines Mitmenschen. Er sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden, der Ehebrecher wie auch die Ehebrecherin.

    auf Ehebruch stand die Todesstrafe und darauf, dass man schlecht über seine Eltern redete

    3. Mose 22:3

    Sprich zu ihnen: ‚Irgendein Mann von allen euren Nachkommen durch eure Generationen hindurch, der zu den heiligen Dingen herzutritt, die die Söhne Israels Jehova heiligen werden, während er seine Unreinheit an sich hat, diese Seele soll von meinem Angesicht weggetilgt werden. Ich bin Jehova.

    wer sich verunreinigte und trotzdem Priesterdienste verrichtete, hatte ebenfalls die Todesstrafe verdient

    „Gut“, dass wir nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz leben, oder? sonst könnte es glatt sein, dass es uns heute nicht mehr geben würde.

  28. Juleam 15. Februar 2009 um 11:20 Link zum Kommentar

    War es grausam und unbarmherzig, dass Ehebruch und ähnliches mit der Todesstrafe geahndet wurde?

    An dem, was wir seit vielen Jahren beobachten können, können wir erkennen, wie weise das Gebot war.

    Zum einen hielt es viele vom Ehebruch ab, aus Angst vor den Konsequenzen.

    Und zum anderen gab es damals keine Sorgerechtsstreitigkeiten und dass der Ehebrecher den unschuldigen Partner verleumden und per Rufmord an die Wand spielen konnte. Zudem hatte er nicht die Gelegenheit, durch seine Lügen die bei ihm lebenden Kinder dazu zu bringen, dass sie im Gericht gegen den Elternteil aufstehen, bei dem sie nicht leben, und ihn mit Falschanklagen verurteilen zu lassen.

    In Sprüche heißt es, dass die Menschen vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, weil die Strafe für solche Taten nicht auf dem Fuß folgt.

    „Glück gehabt“ für Menschen, die so handeln? Neee.

    Zwar müssen sie jetzt noch nicht die Konsequenzen tragen, aber Jehova sieht die Dinge, es gibt nichts, was vor seinen Augen verborgen ist und er wird die Menschen zu seiner Zeit nach dem richten, was sie getan haben.


    Also: letztendlich gibt es dann doch die Todesstrafe!

  29. Thomasam 15. Februar 2009 um 11:27 Link zum Kommentar

    Ist das, was in den kommenden Kapitel von Priester und Hohenpiester verlangt wird, zuviel, zu streng? Aber erwarten wir heute nicht auch von Menschen, die Vorträge halten und der Gemeinde vorstehen, dass sie besonders keusch sind, und sich besonders eng an die Bibel halten? Ist es nicht heute ebenso, dass besonders hohe Maßstäbe an Vollzeitdienern erwartet werden? Ungerecht? Meiner Meinung nach nicht. Im Gegenteil – es wäre zu hoffen, dass Personen, die sich nicht an diese Maßstäbe halten, der Schutz der Gemeinde entzogen wird, anstatt diese zu hoffieren.

    Im Kapitel 22 geht es um die Opfertiere. Und wiederholt erscheint eine bemerkenswerte Einschränkung: der Allmächtige schränkt ein, welche Opfer er anerkennt, und welche er nicht haben will. So will er keine kranken Tiere, aber auch keine Tiere die von bestimmten Personen gekauft worden waren. Ist das nicht ungerecht, wenn ich doch nun mal nichts anderes habe und ihm gerade dies “schenken” oder opfern will? Wie aus der späteren Geschichte bekannt, wurde durch die Opfertiere ein beachtlicher Handel im Tempel getätigt. Dieser Handel begann mit den Geldwechselern und ging über den Verkauf von Opfertieren, den Tierbeschauern usw. weiter… es lohnte sich in dieser “Räuberhöhle” einen guten Platz zu haben :,-(

    Wie sieht das mit unseren Opfern heute aus? Welche Opfer sind heute Gott wohlgefällig? Alle und alles, egal wie mein Leben aussieht, und egal wie ich es ihm darbiete? Oder hat er noch immer Maßstäbe die ich einhalten muss? Läßt er sich etwa kaufen oder täuschen?

    Im Kapitel 23 sind die wichtigsten Fest der Juden zusammengefasst. Nicht leicht, zu diesen Festen das eigene Haus, das eigene Feld zu verlassen, um diese Feste zum Teil im Gebiet der Anbetungsstelle zu feiern? oder an diesen Tagen einfach “nur von Arbeit zu ruhen”? Was, wenn gerade gutes Wetter war, und sich abzeichnete, dass danach das Wetter ungünstig werden würde, und auf dem Feld noch viel zu tun war? Gibt es heute ebenfalls Tage, die Gott für sich reserviert halten möchte? Nutzen wir diese Tage dann, um uns ganz der Anbetung zu widmen, oder nutzen wir diese Anbetungsstätten dann, um Geschäfte zu tätigen oder, was heute oft leider zu sehen ist, um auf Brautschau zu gehen 😉

  30. Thomasam 15. Februar 2009 um 11:29 Link zum Kommentar

    Nachtrag noch ein paar Zitate aus dem Wachttum
    15.August 1979

    Warum sah das mosaische Gesetz für jemand, der Übles auf seine Eltern herabrief, die Todesstrafe vor?

    Gottes Gesetz lautete: „Falls es irgendeinen Mann geben sollte, der auf seinen Vater und seine Mutter Übles herabruft, er sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden. Es ist sein Vater und seine Mutter, auf die er Übles herabgerufen hat. Sein eigenes Blut ist auf ihm“ (3. Mose 20:9). Ein Mann, der seine Eltern verfluchen oder Unheil auf sie herabrufen würde, gäbe zu erkennen, daß er sie haßt und Mordgedanken hegt. Er würde einen schockierenden Mangel an Dankbarkeit für die Sorge und Aufmerksamkeit verraten, die ihm seine Eltern erwiesen haben. Wenn er auch nicht selbst eine Waffe in die Hand nimmt, um sie zu töten, würde er doch im Herzen den Wunsch hegen, daß sie auf irgendeine andere Weise ihr Leben verlieren. In den Augen Gottes stellt eine solch bösartige Haltung Mord dar. (Vergleiche Matthäus 5:21, 22; 1. Johannes 3:15.) Nach dem Gesetz, das der Höchste dem Volk Israel gegeben hatte, wurde jemand, der seine Eltern verfluchte, so bestraft, als hätte er sie tatsächlich getötet.

  31. Thomasam 15. Februar 2009 um 11:30 Link zum Kommentar

    Hilfe zum Verständnis der Bibel sagt:

    Wahrsager meinen, daß überirdische Mächte geschulten Zeichendeutern die Zukunft enthüllen, wobei die Omen angeblich auf verschiedene Weise übermittelt werden: durch Himmelserscheinungen (Eklipsen, Meteore, Stellung und Bewegung von Sternen und Planeten), Naturgewalten (Wind, Sturm, Feuer), Verhaltensweisen der Tiere (Hundegeheul, Vogelflug, Bewegung von Schlangen), Kaffeesatzorakel, Ölgebilde auf Wasser, die Richtung fallender Pfeile, das Aussehen der Organe von Opfertieren (Leber, Lunge, Eingeweide), Handlinien, das Werfen von Losen und durch die „Geister“ der Toten.

    Einzelgebiete der Wahrsagerei haben bestimmte Bezeichnungen erhalten. Zum Beispiel war bei den Römern das Auspizium, das Studium von Zeichen oder Zufallsphänomenen, beliebt; bei der Handlesekunst wird die Zukunft aus den Handflächenlinien vorhergesagt; bei der Leberschau wird die Leber untersucht; die Hieromantie ist die Weissagung aus den Eingeweiden; bei der Belomantie werden Pfeile benutzt; die Rhabdomantie bedient sich der Wünschelrute; die Oneiromantie ist die Traumdeutung; bei der Nekromantie werden angeblich die Toten befragt. Weitere Gebiete sind das Kristallsehen und die Wahrsagerei mittels Orakel.

  32. Thomasam 16. Februar 2009 um 07:20 Link zum Kommentar

    3.Mose 24-27

    Wem gehört DEIN Leben?
    Den Israeliten wird gesagt, dass ihr Leben dem Allmächtigen gehört, weil er sie aus der Sklavenschaft befreit hat. Nun wären sie seine Sklaven und das Land, wäre sein Land. Deshalb hat er das Recht ihnen Gebote und Verbote zu erteilen. Aus diesem Grunde haben sie zu ihren Arbeitern und Sklaven freundlich zu sein….

    Und wie ist das HEUTE? Warum sollten wir Gott gehorchen?
    * er ist unser Schöpfer – hat er das Recht von seinen Geschöpfen etwas zu verlangen?
    * er ist der Loskäufer – durch seinen Sohn hat er die Menschheit erkauft – und damit gilt der selbe Grundsatz den er den Israeliten erklärte…wir schulden ihm Gehorsam
    * wir haben uns ihm hingegeben, und damit ihm versprochen, den Rest unseres Lebens ihm zu dienen – und zwar 24h am Tag.
    Er versprach Segen – nicht immer den Segen, so wie wir ihn momentan erwarten würden. Aber zu guter Letzt wird es sich als Segen erweisen, seinen Geboten zu gehorchen, denn die Übeltäter werden von ihm zur Rechenschaft gezogen werden.

  33. Thomasam 9. Februar 2010 um 02:03 Link zum Kommentar

    3.Mose 1-4


    Zu den Satzungen dieser Opfergabe ist ein Gebot hinzugefügt, daß weder Fett noch Blut gegessen werden darf. Dies gehört augenscheinlich hierher, insofern als die Friedensopfer die Opfergaben waren, wo die Anbeter einen großen Teil aßen. Aus dem aber, was wir gesagt haben, ist die Bedeutung augenscheinlich: das Leben und die innere Lebenskraft des Herzens gehörten völlig Gott. Das Leben gehörte Gott und sollte Gott geweiht werden; Ihm allein gehörte es und konnte es gehören. Das Leben zu verschwenden oder von einem anderen zu nehmen, war Verrat an den Rechten Gottes. Ebenso ist es betreffs des Fettes – das, was für die gewöhnlichen Funktionen nicht charakteristisch war, wie die Bewegungen eines Gliedes oder dergleichen, sondern was die Energie der Natur selbst zum Ausdruck bringt – das gehörte ausschließlich Gott. Christus allein gab es Gott, weil Er allein das Gott Gebührende darbrachte; deshalb stellte das Räuchern des Fettes in diesen und anderen Opfergaben dar, daß Er Sich Selbst als einen lieblichen Wohlgeruch Gott darbrachte. Es war aber nicht weniger wahr, daß alles Gott gehörte und gehört. der Mensch durfte es sich nicht zu seinem eigenen Gebrauch aneignen. – In dem Falle, wo ein Tier starb oder zerrissen wurde, durfte man es gebrauchen. jedesmal aber, wenn ein Mensch nach seinem Willen einem Tier das Leben nahm, mußte er das Recht Gottes anerkennen und seinen Willen unterwerfen und den alleinigen Anspruch Gottes anerkennen.

    Wie das auch sein mag, ist es aus den Einzelheiten dieser Sündopfer ersichtlich, daß Gott nichts durchgehen läßt; Er kann alles vergeben und von allem reinigen, aber Er läßt nichts durchgehen. Eine vor dem eigenen Ich des Menschen verborgene Sünde ist nicht vor Gott verborgen; und warum ist sie denn vor ihm verborgen, wenn nicht Nachlässigkeit, die Frucht der Sünde, seine geistliche Einsicht und Aufmerksamkeit abgestumpft hätte?

    Gott beurteilt die Sünde nach der Verantwortlichkeit derer, die beurteilt werden. Aber in dem unumschränkten Werke der Gnade beurteilt Gott die Sünde in denen, die Ihm nahen, nicht gemäß dem, was dem Menschen gebührt, sondern dem, was Ihm gebührt. Er wohnte inmitten Israels und Israel mußte demgemäß gerichtet werden, was der Anwesenheit Gottes gebührt: unsere Vorrechte sind das Maß unserer Verantwortlichkeit. Menschen lassen in ihre Gesellschaft das zu, was ihr entspricht, sie geben das Niedrige und Verderbte nicht zu, indem sie ihre Bosheit zulassen, weil es ihrem Zustande entspricht, so zu handeln. Sollte Gott allein Seine Anwesenheit entweihen, indem Er anders handelt? Sollte all das Böse, in das die Verderbtheit des Menschen ihn führt, nur vor dem Angesicht Gottes seine Billigung finden? Nein; um uns durch Seine Gegenwart zu beglücken, muß Gott das Böse richten, alles Böse, und zwar Seiner Anwesenheit gemäß, um es aus ihr auszuschließen. Hat uns die sittliche Abstumpfung, die die Wirkung der Sünde ist, dazu gebracht, daß wir dies in uns selbst nicht erkennen? Sollte Gott blind werden, weil die Sünde uns blind gemacht hat – um Sich Selbst zu verunehren und andere elend zu machen, und um alle heilige Freude, selbst in Seiner Gegenwart, unmöglich zu machen, um alles Böse durchgehen zu lassen? Unmöglich. Nein; alles wird gerichtet, es wird in dem Gläubigen der Stellung gemäß, in die die Gnade ihn gebracht hat, gerichtet.

    Es gibt nichts, was Gott nicht wüßte, und das Böse, wie verborgen es vor uns immer sein mag, ist böse vor Ihm. „Alles ist bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.“ Er mag Sich erbarmen, durch Seinen Geist erleuchten, einen Weg des Hinzunahens bereiten, so daß der größte Sünder kommen darf, die verirrte Seele wiederherzustellen, das Maß geistlichen Lichts dort in Betracht ziehen, wo Licht aufrichtig gesucht wird; das ändert aber nicht Sein Urteil über das Böse. „Der Priester soll Sühnung für ihn tun wegen seines Versehens, das er begangen hat, ohne es zu wissen; und es wird ihm vergeben werden. Es ist ein Schuldopfer; er hat sich gewißlich an Jehova verschuldet.“

  34. Juleam 9. Februar 2010 um 02:51 Link zum Kommentar

    3. Mose 1 – 4

    1986 hatte ich schon einmal für mich allein versucht, die Bibel zu lesen, bevor ich in die Wahrheit kam und ab diesem Buch habe ich dann aufgehört mit dem Lesen – denn „wozu soll man das alles wissen? ist doch langweilig…“.

    Vor kurzem erst hatten wir im Erwachet März 2010 einen interessanten Artikel dazu, den man sich direkt auf der Seite der Gesellschaft herunterladen kann: Was sagt die Bibel? Sind alle Teile der Bibel heute noch relevant? Er ist sehr interessant, weil er genau zeigt, warum wir auch diese Kapitel bei dem Lesen nicht auslassen sollten und dass auch wir heute noch davon profitieren können und warum.

    In diesem Jahr lese ich mal nicht in der Bibel, sondern ich höre sie mir als mp3 an. Auch diese Dateien kann man kostenfrei direkt auf der Seite der Gesellschaft herunterladen. Nach dem Hören der ersten Kapietl habe ich mal in der Linkliste in der Gallery geguckt, ob wir zu diesem Buch im letzten Jahr überhaupt etwas gefunden haben und war total erstaunt, wieviele Gedanken dabei zusammen gekommen waren:

    3. Mose 1 – 4
    * die Priester hatten einen Knochenjob
    * unsere Hingabe – nach und nach möglich?
    * „die Beziehung mit Gott kostet uns was“ – ergänzender Stoff von einer anderen Website

    3. Mose 5 – 7
    * einige Gedanken von mir
    * Blut und Fett nur zu Opferzwecken – warum diese Einschränkung? (incl. ergänzendem Stoff aus einem WT-Artikel)

    3. Mose 8 – 10
    * wir finden unsere Kongresse manchmal lang und anstrengend?
    * trauern wir, wenn ein guter Freund ausgeschlossen worden ist?
    * Parallelen im Leben der Jünger – und somit auch zu unserem Leben
    * kann heute jeder seine Aufgabe, die er erhält, ausüben, wie er möchte?

    3. Mose 11 – 13
    * Kinder ein Segen von Jehova – die Geburt aber unrein?
    * das Gesetz ist uns zum Nutzen – der gesundheitliche Aspekt (ergänzender Stoff aus dem Einsichtenbuch)

    3. Mose 14 – 16
    * „die Plage an den Wänden des Hauses“
    * warum wird alles geschlechtliche als „unrein“ bezeichnet?
    * der Sühnetag
    * verschiedene Auswege aus diesen Unreinheiten
    * Yom Kippur – der Versöhnungstag (ergänzender Stoff)

    3. Mose 17 – 19
    * Schlachten nur zu Opferzwecken – warum?
    * warum wir uns des Blutes enthalten sollten
    * Homosexualität und Sodomie verboten – warum?
    * Dinge, die Jehova hasst
    * warum Jehova es so verabscheut, wenn wir Blut zu uns nehmen
    * Sodomie – der Ursprung
    * die Nachlese – ergänzender Artikel
    * warum mussten die Zeugen als Erste gegen einen zum Tode verurteilten die Hand erheben? – WT-Artikel
    * Ausgießen des Blutes war nicht lediglich ein religiöses Ritual – ergänzender WT-Artikel

    3. Mose 20 – 23
    * auf Ehebruch steht die Todesstrafe – im gewissen Sinne auch heute noch
    * war es hart und grausam, dass Ehebruch mit der Todesstrafe geahndet wurde?
    * Magie, Zauberei und Zeichendeutung – bedeutet, sich von Jehova zurückzuziehen
    * Jehova erwartet in der wahren Anbetung „Reinheit in allen Bereichen“
    * Warum sah das mosaische Gesetzt für jemand, der Übles auf seine Eltern herabrief, die Todesstrafe vor? – ergänzender WT-Artikel
    * Wahrsagerei und Traumdeutung – ergänzender Stoff aus dem Einsichtenbuch

    3. Mose 24 – 27
    * wem gehört DEIN Leben?

    Wie ihr seht, können alle Teile der Bibel für uns interessant sein, auch wenn es auf dem ersten Blick so aussieht, als würde es langweilig werden.

    Also nur Mut – lest doch bitte mit uns weiter – es lohnt sich

  35. Juleam 10. Februar 2010 um 20:32 Link zum Kommentar

    3. Mose 5 – 7

    Kapitel 5

    „aus Versehen“ – auch wenn wir aus Versehen sündigen, ist ein Sühnopfer nötig, auch für all die Sünden, die wir begehen, ohne es zu bemerken.

    Kapitel 6

    wenn wir andere übervorteilt haben, auf welche Art und Weise auch immer, müsen wir es wieder gut machen. Dazu war ein Schuldopfer nötig, aber ebenso, dass wir den entstandenen Schaden nicht nur ersetzen, sondern dazu noch 20% als Entschädigung drauf packen.

    Heute gibt es keine Schuldopfer mehr – aber auch wir heute müssen alles tun, um den Schaden, der durch uns entstanden ist, wieder gut zu machen.

    Warum ist das so wichtig?

    Zum einen hasst Jehova es, wenn wir einem anderen Schaden zufügen, er will, das solchen Personen Gerechtigkeit widerfährt – und zum anderen können wir so beweisen, dass es uns wirklich von Herzen leid tut, was wir getan haben und dass wir es am liebsten ungeschehen machen würden.

    Sind wir dazu bereit?

    Kapitel 7

    wenn wir unrein sind, wird Jehova unser Gemeinschaftsschlachtopfer nicht annehmen.

    Es wird uns also nichts nutzen, wenn wir uns durch Sünden verunreinien, aber ansonsten alles tun, was Jehova möchte. Er nimmt von Unreinen nichts an!

    Wir müssen uns also zuerst reinigen – erst dann sind wir wieder für Jehova annembar

  36. Thomasam 12. Februar 2010 um 19:37 Link zum Kommentar

    Warum wurde eine Frau durch die Entbindung „unrein“?


    w2004 15. 5. S. 23
    Höhepunkte aus 3. Mose
    12:2, 5 — Warum wurde eine Frau durch die Entbindung „unrein“? Die Fortpflanzungsorgane waren eigentlich dazu gedacht, vollkommenes menschliches Leben weiterzugeben. Doch durch die ererbten Auswirkungen der Sünde konnte nur unvollkommenes, sündiges Leben an die Nachkommen weitergegeben werden. Die vorübergehende „Unreinheit“ nach der Entbindung oder auch durch die Menstruation oder durch Samenergüsse war eine Erinnerung an die ererbte Sündhaftigkeit (3. Mose 15:16-24; Psalm 51:5; Römer 5:12). Die Reinigungsvorschriften sollten den Israeliten vor Augen führen, dass ein Loskaufsopfer erforderlich war, um die Sünden der Menschen zuzudecken und die menschliche Vollkommenheit wiederherzustellen. Das Gesetz wurde dadurch für sie ein „Erzieher“, der zu Christus führte (Galater 3:24).


    Einsichten II S. 686 Rein, Reinheit
    Eine Geburt bedeutete für die Mutter ebenfalls, daß sie eine Zeitlang unrein war. Bei einem Jungen war sie wie bei ihrer monatlichen Periode sieben Tage unrein. Am achten Tag wurde das Kind beschnitten, aber die Mutter war noch weitere 33 Tage unrein und durfte weder etwas Heiliges anrühren noch ins Heiligtum kommen, wogegen aber sonst nichts unrein wurde, was sie berührte. War das Kind ein Mädchen, verdoppelten sich diese 40 Tage auf 14 plus 66 Tage. Folglich machte das Gesetz zwischen dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht schon von Geburt an einen Unterschied, indem es dem letzteren eine untergeordnete Stellung zuwies. In beiden Fällen mußte die Frau am Ende der Reinigungszeit einen Widder, der noch kein Jahr alt war, für ein Brandopfer bringen und eine junge Taube oder eine Turteltaube für ein Sündopfer. Waren die Eltern zu arm, um sich einen Widder leisten zu können — wie das bei Maria und Joseph der Fall war —, so genügten zwei Turteltauben oder zwei Tauben als Reinigungsopfer (3Mo 12:1-8; Luk 2:22-24).
    Warum heißt es im mosaischen Gesetz, daß jemand durch den Geschlechtsverkehr oder durch eine Geburt „unrein“ wurde?
    Es erhebt sich die Frage, warum normale, natürliche Vorgänge wie die Menstruation, der Geschlechtsverkehr zwischen Verheirateten und die Geburt eines Kindes nach dem Gesetz als ‘verunreinigend’ galten. Vor allem wurden dadurch die intimsten Beziehungen in der Ehe auf das Niveau der Heiligkeit gebracht, denn die beiden Partner lernten Selbstbeherrschung, Achtung vor den Fortpflanzungsorganen und Respekt vor der Heiligkeit des Lebens und des Blutes. Auch der hygienische Wert einer genauen Beachtung dieser Vorschriften wurde schon kommentiert. Es gibt aber noch einen anderen Gesichtspunkt.
    Gott erschuf den ersten Mann und die erste Frau mit dem Geschlechtstrieb und der Fortpflanzungsfähigkeit und gebot ihnen, Kinder hervorzubringen. Der Geschlechtsverkehr war somit für das vollkommene Paar keine Sünde. Als Adam und Eva jedoch im Ungehorsam gegenüber Gott von der verbotenen Frucht aßen (was nichts mit dem Geschlechtsverkehr zu tun hatte), gingen tiefgreifende Veränderungen vor sich. Ihr schuldbeladenes Gewissen ließ sie plötzlich erkennen, daß sie nackt waren, und sogleich verhüllten sie ihre Geschlechtsorgane vor Gott (1Mo 3:7, 10, 11). Von da an konnten die Menschen den Fortpflanzungsauftrag nicht mehr in Vollkommenheit ausführen; statt dessen vererbten Eltern sowohl den Makel der Sünde als auch die Strafe des Todes an ihre Kinder. Selbst die rechtschaffensten und gottesfürchtigsten Eltern brachten mit Sünde behaftete Kinder hervor (Ps 51:5).
    Durch die Forderungen des Gesetzes, die die Funktionen der Fortpflanzungsorgane betrafen, wurden Männer und Frauen gelehrt, sich selbst in Zucht zu nehmen, Leidenschaften zu beherrschen und Gottes Vorkehrungen für die Fortpflanzung zu achten. Die Bestimmungen des Gesetzes waren nicht einfach Hygienevorschriften oder Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von Krankheiten, sondern erinnerten sie nachdrücklich an ihren sündigen Zustand. Um sich die ererbte Sündhaftigkeit des Menschen in Erinnerung zu rufen, war es passend, daß sowohl Männer als auch Frauen, die zufolge normaler Körperfunktionen einen Ausfluß aus den Geschlechtsorganen hatten, eine bestimmte Zeit der Unreinheit einhielten. Bei jemandem, der an einem krankhaften, länger anhaltenden Ausfluß litt, dauerte die Zeit der Unreinheit länger, und wenn sie um war, mußte er — wie eine Mutter nach einer Geburt — sich baden und ein Sündopfer darbieten, damit Gottes Priester für ihn Sühne leisten konnte. Als daher Maria, die Mutter Jesu, nach der Geburt ihres Erstgeborenen ein sündensühnendes Opfer darbrachte, bekannte sie sich zu ihrer ererbten Sündhaftigkeit und gab dadurch zu erkennen, daß sie nicht frei von Sünde oder unbefleckt war (Luk 2:22-24).

  37. Thomasam 12. Februar 2010 um 20:19 Link zum Kommentar

    noch etwas gefunden, was das ganze vielleicht in einem besseren Licht erscheinen läßt:

    Geburt von Kindern ….

    Auf den ersten Blick wirken die biblischen Anweisungen bei der Geburt von Kindern wie eine Benachteiligung und Verachtung von Frauen. Bei der Geburt eines Jungen sollte die Frau für 7 Tage als unrein gelten, worauf sich 33 Tage der Reinigung anschlossen; bei der Geburt eines Mädchens sollte die Frau für 14 Tage als unrein gelten und die Dauer der Reinigung betrug 66 Tage (3. Mose 12, 2-5). Doch diese Anweisungen passen sehr gut zu modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Geburt und Entwicklung von Kindern und die Verhütung von Krankheiten. Nachdem die Frau, die gerade geboren hatte, für unrein erklärt wurde, verlangten die biblischen Gesundheitsgesetze, dass jeder, der sie anrührte (insbesondere die Hebamme), sich danach waschen musste und den direkten Kontakt mit anderen Menschen vermeiden sollte – eine Praxis, die dazu diente, die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, wie zum Beispiel das Kindbettfieber, dem im Laufe der Geschichte unzählige Menschenleben zum Opfer fielen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte der österreichische Arzt Ignaz Philipp Semmelweis, dass der Ausbruch des Kindbettfiebers verhindert werden konnte, wenn die Geburtshelfer sich nach einer Geburt wuschen – doch die biblischen Gesundheitsgesetze sprachen sich schon fast 3000 Jahre zuvor dafür aus!
    Aber es gibt noch weitere Vorzüge bei diesen Anweisungen. Während eine Mutter unrein war (7-14 Tage), war sie von der Pflicht des Kochens und anderen Pflichten im Haushalt freigestellt – was ihr Zeit gab, nach der Geburt wieder zu Kräften zu kommen. Während der Zeit der Reinigung (33-66 Tage) verblieb sie in einer teilweisen Isolation, wodurch Menschenmengen und somit der Kontakt mit Krankheitskeimen, die die junge Mutter oder ihr Kind gefährdet hätten, vermieden wurden. Sie sollte zu keinem Heiligtum reisen, um ein Opfer darzubringen, bis die Tage ihrer Reinigung zu Ende waren. Da Reisen in jener Zeit sehr anstrengend waren, hatte die stillende Mutter so genügend Zeit, eine Routine beim Stillen zu entwickeln und das Baby hatte Zeit, dadurch Antikörper zu bilden und stärker zu werden. Die längere Zeitspanne für Mädchen entsprang nicht einer chauvinistischen Einstellung der Männer. Selbst heute noch haben Mädchen oft ein geringeres Geburtsgewicht und eine höhere Sterblichkeitsrate. Die längere Zeit mit der Mutter zu Hause ermöglichte ihnen also einen besseren Start ins Leben.

  38. Thomasam 16. Februar 2010 um 15:03 Link zum Kommentar

    Jubeljahr


    Landerbteile. Die Söhne Israels erhielten ihr Erbe von Jehova. Er hatte Moses einen Überblick über die Grenzen des Landes gegeben (4Mo 34:1-12; Jos 1:4). Den Söhnen Gads und den Söhnen Rubens sowie dem halben Stamm Manasse wurde ihr Gebiet von Moses zugeteilt (4Mo 32:33; Jos 14:3). Die übrigen Stämme erhielten ihr Erbe unter der Leitung Josuas und Eleasars durch das Los (Jos 14:1, 2). Der Prophezeiung Jakobs in 1. Mose 49:5, 7 entsprechend, erhielten Simeon und Levi keinen besonderen Gebietsanteil als Erbe. Simeon erhielt Land (samt Enklavenstädten) inmitten des Gebiets von Juda (Jos 19:1-9), während Levi 48 Städte, die im ganzen Gebiet Israels verstreut lagen, zugesprochen wurden. Da den Leviten der besondere Dienst im Heiligtum zugeteilt worden war, hieß es, daß Jehova ihr Erbteil sei. Sie erhielten den Zehnten als Anteil oder Erbe für ihren Dienst (4Mo 18:20, 21; 35:6, 7). Den Familien wurde Land innerhalb des Gebietes ihres Stammes zugewiesen. Da die Familien im Laufe der Zeit größer wurden und die Söhne jeweils ihr Erbteil erhielten, wurde das Land allmählich in immer kleinere Parzellen aufgeteilt.
    Weil das Land von Generation zu Generation im Besitz derselben Familie blieb, konnte es nicht für immer veräußert werden. Ein Landverkauf war in Wirklichkeit nur eine Verpachtung, bei der der Wert des Landes nach dem Wert der Ernten, d. h. danach berechnet wurde, wie viele Jahre bis zum nächsten Jubeljahr noch fehlten. Im Jubeljahr ging dann das Land wieder in den Besitz des ursprünglichen Eigentümers über, sofern es vorher nicht zurückgekauft oder losgekauft worden war (3Mo 25:13, 15, 23, 24). Unter diese Bestimmung fielen auch Häuser in nichtummauerten Städten, da diese als Teil des offenen Feldes galten. Bei einem Haus in einer ummauerten Stadt bestand das Rückkaufsrecht von der Zeit des Verkaufs an nur ein Jahr. Dann wurde es das Eigentum des Käufers. Bei Häusern in Levitenstädten bestand das Rückkaufsrecht bis auf unabsehbare Zeit, weil die Leviten kein Landerbteil hatten (3Mo 25:29-34).
    Die Unveräußerlichkeit des Erbbesitzes läßt sich in Verbindung mit Naboths Weingarten veranschaulichen. Naboth weigerte sich, dem König seinen Weingarten zu verkaufen oder ihn gegen einen anderen einzutauschen. Die Krone verfügte nicht über das Enteignungsrecht (1Kö 21:2-6). Jemand konnte jedoch einen Teil seines Erbes mit einem Bann belegen, d. h. dem Heiligtum Jehovas weihen. In diesem Fall durfte es nicht zurückgekauft werden, sondern es blieb im Besitz des Heiligtums und seiner Priesterschaft. Wünschte jemand einen Teil seines Besitzes dem Heiligtum zum vorübergehenden Gebrauch zu heiligen, konnte er dies tun. Wünschte er es später wieder zurückzukaufen, so war ihm dies möglich, aber er mußte ein Fünftel des Schätzwertes dazugeben. Ohne Zweifel wurde dadurch der Schatz des Heiligtums vor Verlusten geschützt und die Achtung vor dem Heiligtum sowie vor dem, was in Verbindung mit der Anbetung Jehovas geopfert wurde, gefördert. Wenn das geheiligte Feld verkauft wurde, dann galt es im Jubeljahr wie ein mit dem Bann belegtes Feld. Es wurde dem ursprünglichen Eigentümer nicht zurückgegeben, sondern blieb der Besitz des Heiligtums und seiner Priesterschaft (3Mo 27:15-21, 28; siehe HEILIGUNG [Heiligung von Land]).


    Im Halleljahr sollen Grund und Boden zurückerstattet und die, die durch Verschuldung in Sklaverei geraten sind, freigelassen werden. Damit soll der Urzustand des gelobten Landes, wie es dem Heilswillen Gottes entsotcht, wiederhergestellt werden.


    Welch wunderbare Vorkehrung das Jubeljahr war, erkennt man noch besser, wenn man nicht nur den Nutzen in Betracht zieht, den es für den einzelnen Israeliten hatte, sondern auch bedenkt, welch ein Segen es vor allem für die ganze Nation war. Die richtige Beachtung dieser Vorkehrung trug dazu bei, daß die Nation im Jubeljahr zu dem völlig theokratischen Zustand zurückkehrte, den Gott für sie vorgesehen und in dem sie sich ursprünglich befunden hatte. Die Regierung hatte eine gesunde Grundlage. Die Wirtschaft des Landes blieb stabil, und die Nation geriet nicht unter eine drückende Schuldenlast (5Mo 15:6). Die Jubeljahrvorkehrung bewirkte eine Stabilisierung des Landwertes und verhinderte gleichzeitig eine interne Verschuldung und einen ungesunden Wohlstand mit seinen Nebenerscheinungen: Inflation, Deflation und Wirtschaftskrisen.
    Sofern das Jubeljahrgesetz befolgt wurde, bewahrte es die Nation vor der Entwicklung des traurigen Zustandes, den wir heute in vielen Ländern beobachten können, in denen es so gut wie nur zwei Klassen gibt: ganz Reiche und ganz Arme. Durch den Nutzen, den der einzelne aus dieser Vorkehrung zog, wurde die gesamte Nation gestärkt, denn niemand wurde benachteiligt und durch eine schlechte Wirtschaftslage zur Unproduktivität verurteilt, sondern alle konnten ihre Gaben und Fähigkeiten zum Wohl der ganzen Nation einsetzen. Zufolge des Segens Jehovas auf dem Ertrag des Landes und dank der Unterweisung, die die Israeliten erhielten, erfreuten sie sich, solange sie gehorsam waren, einer vollkommenen Regierung und eines Wohlstandes, wie er nur durch die echte Theokratie herbeigeführt werden konnte

    Warum in der Stadt andere Regel?
    Ich nehme einmal an, dass hat damit zu tun, dass die Stadt ja nicht zur Erbfolge zählte. Auf dem Land wurde ja „nur die Ernte verkauft“. Aber wenn ich in einem Haus wohnen würde, dass ich bald zurückgeben müsste, wie viel Energie würde ich an die Erhaltung des Hauses stecken?

  39. […] zu können, danach “frei” sind, und so leben wollen, wie im Schlaraffenland. Wenn ich das 3.Buch Mose nun zuende gelesen habe, stelle ich fest, dass die Menschen wohl auch zu Mose Zeit so dachten: Wir lassen uns […]

  40. Juleam 9. Februar 2011 um 08:28 Link zum Kommentar

    3. Mose 1 – 4

    3. Mose 4:6-7

    und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und etwas von dem Blut siebenmal vor Jehova vor den Vorhang der heiligen Stätte spritzen. 7 Und der Priester soll etwas von dem Blut auf die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerkes vor Jehova tun, der im Zelt der Zusammenkunft ist, und alles übrige Blut des Stieres wird er an den Sockel des Brandopferaltars gießen, der sich am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft befindet.

    wenn ich diese Verse hier so lese, sowie die ganzen anderen, die davon handeln, dass der Priester das Blut das Opfertieres gegen den Altar spritzen soll – dann stelle ich mir das Ganze sehr ekelig vor. Nicht nur das frische Blut – sondern es muss sich ja mit der Zeit eine dicke feste Schicht alten angetrockenen Blutes am Sockel des Altars befunden haben und auch der Vorhang muss ziemlich brutal ausgesehen haben.

  41. Juleam 9. Februar 2011 um 08:43 Link zum Kommentar

    3. Mose 4:8-12

    Was alles Fett des Sündopferstieres betrifft, er wird davon das Fett abheben, das die Eingeweide bedeckt, ja alles Fett, das über den Eingeweiden ist, 9 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, ebenso wie das an den Lenden. Und was den Anhang an der Leber betrifft, er wird ihn samt den Nieren entfernen. 10 Es wird ebenso sein, wie es vom Stier des Gemeinschaftsschlachtopfers abgehoben wird. Und der Priester soll sie auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen lassen.

    11 Was aber die Haut des Stieres und all sein Fleisch samt seinem Kopf und seinen Unterschenkeln und seinen Eingeweiden und seinem Mist betrifft, 12 er soll den ganzen Stier hinausbringen lassen, außerhalb des Lagers, an einen reinen Ort, wo man die Fettasche hinschüttet, und er soll ihn auf Holz im Feuer verbrennen. Da, wo man die Fettasche hinschüttet, sollte er verbrannt werden.

    die Priester müssen wirklich durchtrainierte Männer gewesen sein, die hatten sicherlich nicht mit Übergewicht zu kämpfen, so wie wir heute!

    Zum einen durften sie keinerlei Fett essen, wie Jehova ihnen in 3. Mose 3:17 sagt:

    Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit für eure Generationen, an allen euren Wohnorten: Ihr sollt überhaupt kein Fett noch irgendwelches Blut essen.‘ “

    Sondern sicherlich war es auch sehr viel Arbeit, all die Tiere zu schlachten, zu zerteilen und dann gesondert zu ofpern. Innereien und das Fett auf dem Altar im Allerheiligsten, den Rest draussen außerhalb des Lagers.

    Zudem die ganze Umzieherei: im Allerheiligsten hatte der Priester eine bestimmte Kleidung zu tragen, er musste sich vorher sorgfältig waschen, daher die Becken dort. Also wusch er sich ausgiebig, zog die Klamotten des Hohepriesters an, schlachtete und zerlegte den Stier, opferte die Innereien und das Fett auf dem Altar im Allerheiligsten. Dann packte er den Rest des Stieres zusammen, zog sich um (denn die Kleidung des Priesters war ja wohl nur für die Arbeit in der Stiftshütte gedacht) und dann schulterte er sich den Rest des Stieres, der sicherlich sehr schwer war, lief die ganze Strecke bis außerhalb des Lagers, opferte den Rest dort und musste die ganze Strecke wieder zurück zur Stiftshütte laufen. Dort ging es wieder ans Waschen/Baden und die entsprechende Kleidung anziehen und „wenn er Pech hatte“, stand bereits der nächste vom Volk mit seinem Opfer da und die ganze Prozedur ging wieder von vorne los.

    Ob das Volk wohl dankbar dafür war, was dieser Levit für ihn tat?

    Das Volk konnte ja essen, was es wollte, halt nur das Blut sollte es nicht zu sich nehmen. So konnten die anderen sich einen guten Braten zubereiten oder eine leckere Suppe, zu der man – wie ich aus Erfahrung weiß – auch das Fettstück braucht.

    Außerdem hatte die Frau des Priesters sicherlich sehr viel Arbeit. Man stelle sich mal die beschriebene Kleidung vor, ein reines weißes Gewand. Und nun schlachtet ihr Mann damit Vieh, zerlegt es und spritzt das Blut vor den Altar und den Vorhang. Wie mögen die Kleidungsstücke des Priesters wohl danach ausgesehen haben? Und die Frau des Priesters hatte weder eine Waschmaschine, noch die ganzen chemischen Hilfen, die wir heute so als Fleckenentferner benutzten. Trotzdem musste der Levit immer saubere und reine Kleidung haben.

    Haben wir über diesen Aspekt schon einmal nachgedacht?

  42. Juleam 10. Februar 2011 um 12:36 Link zum Kommentar

    3. Mose 5 – 7

    3. Mose 5:4

    Oder falls eine Seele insofern schwört, daß der Betreffende mit seinen Lippen unbesonnen redet, um Übles zu tun oder Gutes zu tun in bezug auf überhaupt irgend etwas, was der Mensch in einem Schwur unbesonnen reden könnte, obwohl es ihm verborgen gewesen war, und er selbst es doch erkannt hat, dann ist er in bezug auf eines dieser Dinge schuldig geworden.

    eine Falschaussage über eine andere Person ist immer eine Sünde gegen Jehova und unseren Nächsten – selbst dann, wenn wir damit eigentlich nur etwas Gutes erreichen wollen.

    Dies erinnert mich wieder an den Punkt, den wir vor einigen Tagen hatten, als es darum ging, dass wir nicht falsch zeugen sollten.

    Gerne kopiere ich hier nochmal den Stoff aus dem dort angegebenen WT hinein:

    Durch ein Gerücht wird der Ruf der betroffenen Person oder Einrichtung in Mitleidenschaft gezogen. Und derjenige, der darauf hört, kann irregeführt und womöglich dazu veranlaßt werden, unweise zu handeln (4. Mose 13:32 bis 14:4)

    Hier war nur von einem Gerücht die Rede. Um wieviel schwerer mag es wohl wiegen, wenn wir bei Ämtern oder Gerichten falsche Aussagen machen, um etwas zu erreichen, was wir selbst vielleicht als gut und erstrebenswert halten.

    Im Vers 4 von 3. Mose 5 wird hier gezeigt, wie Jehova darüber denkt. Wir kennen ja auch den Text aus Sprüche 14:12:

    Es gibt einen Weg, der vor einem Mann gerade ist, aber sein Ende sind danach die Wege des Todes.

    Also nehmen wir falsche Angaben, Falschanklage und Falschausssage bitte nicht auf die leichte Schulter und verstecken wir uns bitte dabei nicht dahinter, dass es eine Jehova gewidmete Gabe sei, weil wir damit etwas bewirken wollen, von dem wir denken, es würde Jehova gefallen!

  43. Juleam 10. Februar 2011 um 13:03 Link zum Kommentar

    3. Mose 5:17

    Und wenn eine Seele sündigt, indem der Betreffende tatsächlich eines von all den Dingen tut, die nach Jehovas Geboten nicht getan werden sollten, obwohl er es nicht wußte, ist er doch schuldig geworden und soll sich für sein Vergehen verantworten.

    dieser Gedanke schließt direkt an den vorherigen an:

    Wir hatten ja gelesen, dass derjenige, der auf Falschaussagen hört und die eventuell weiterverbreitet, irregeleitet werden könnte, ja er könnte unweise handeln.

    Wie passt dies nun zu diesem Vers?

    Diese Person hat sich das verkehrte Gedankengut angeeignet, den Lügen Glauben geschenkt und erzählt sie nun anderen. Wenn er Pech hat, lässt er sich nun seinerseits zu einer Falschaussage vor Gericht hinreißen, vielleicht auch nur zu einer eidesstattlichen Versicherung. Immerhin ist er in dem guten Glauben, richtig zu handeln, denn er hat der Lüge ja geglaubt.

    Wie denkt nun Jehova darüber?

    Hier in Vers 17 von 5. Mose 5 wird gesagt, dass es selbst dann eine Sünde sei, wenn man sich dessen überhaupt nicht bewußt ist. Man handelt also vielleicht im guten Glauben, aber trotzdem macht man eine falsche Aussage, da sich die Dinge überhaupt nicht so verhalten hatten und damit sündigen wir gegen unseren Gott Jehova.

    Eine sehr ernste Angelegenheit also!

    Nicht umsonst hatte Jesus Personen verurteilt, die anderen Anlaß zum Straucheln bringen. Für sie wäre es besser, mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden.

    Wir sehen, warum diese Angelegenheit so ernst ist:

    Wenn wir anderen Lügen auftischen, damit wir selbst vielleicht in einem besseren Licht dastehen, um eine andere Person zu manipulieren oder um unsere eigenen selbstsüchtigen Ziele zu erreichen, dann könnten wir einen anderen zum Straucheln bringen. Er könnte sich – ohne sich dessen überhaupt bewußt zu sein – gegen seinen Gott Jehova versündigen. Wie wir in Sprüche gelesen haben, denkt der Getäuschte vielleicht, er sei auf dem rechten Weg und ändert daher nichts an seinem verkehrten Verhalten, aber am Ende ist der Tod, weil Jehova die Dinge anders sieht.

    Wenn wir also andere Personen täuschen, könnten wir sogar Blutschuld auf uns laden.

    Eine sehr sehr ernste Angelegenheit!

    Haben wir schon einmal darüber nachgedacht?

    Auf der anderen Seite ist ja hier auch noch die Geschichte mit den eigenen Erinnerungen, die sich im Laufe der Zeit verändern. Wir hatten vor einigen Tagen auch hierzu etwas in der Bibel gelesen und dazu zusätzlichen Stoff von einem Wissenschaftler gelesen, wo bereichtet wird, dass unsere Erinnerung dazu neigt, zu fabulieren, die Ereignisse in der Erinnerung immer wieder hervorzuholen, uns sie gewissermaßen schön zu reden und dann wieder abzuspeichern, als unsere Erinnerung der Dinge. In Wirklichkeit haben diese „Erinnerungen“ vielleicht überhaupt nichts mehr mit dem zu tun, was damals passiert war.

    Nun haben wir also solche Erinnerungen und werden vor einem Gericht als Zeuge geladen und sollen erzählen, wie es damals war. Und wir holen unsere „Erinnerungen“ hervor und belasten damit einen anderen schwer. Was, wenn wir dies nun unbewußt tun, weil uns unsere Erinnerung täuscht? Wie sieht Jehova uns dann? Ist dies dann vielleicht nicht schwerwiegend, denn wir haben ja „unbewußt“ falsch ausgesagt?

    In Vers 17 wird uns hier gesagt, dass wir selbst in einem solchen Fall schuldig geworden sind, obwohl wir es nicht wußten.

    Hm…

    Da merkt man erst mal, wie kompliziert dies alles ist und warum Jesus später sagte, dass Anbeter Jehovas nicht gegen ihre Brüder vor Gericht ziehen sollten, wenn sie einen Streitfall haben. Es wird ganz klar gesagt, wie wir vorgehen sollten, wenn wir ein Problem mit unseren Brüdern haben.

    Handeln wir entsprechend?

  44. Juleam 10. Februar 2011 um 13:16 Link zum Kommentar

    3. Mose 7:23-25

    Und Jehova redete weiter zu Moses, indem [er] sagte: 23 „Rede zu den Söhnen Israels und sprich: ‚Keinerlei Fett von einem Stier oder einem jungen Widder oder einer Ziege sollt ihr essen.

    24 Das Fett nun eines [bereits] toten Körpers und das Fett eines zerrissenen Tieres kann zu irgend etwas anderem Erdenklichen gebraucht werden, aber ihr sollt es bestimmt nicht essen.

    25 Denn wer Fett ißt von dem Tier, von dem er es Jehova als Feueropfer darbringt, die Seele, die [es] ißt, soll von ihrem Volk abgeschnitten werden.

    Wie denn nun?

    Galt dies nun für alles Fett oder nur für das Fett der Opfertiere?

    Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:

    Grund für das Gesetz
    Unter dem Gesetzesbund galten sowohl das Blut als auch das Fett als etwas, was ausschließlich Jehova gehörte. Das Blut ist der Träger des Lebens, das nur Jehova geben kann; daher gehört es ihm (3Mo 17:11, 14). Das Fett wurde als der wertvollste Teil vom Fleisch des Tieres angesehen. Durch die Darbringung des Fettes bewies der Anbeter, daß er sich dessen bewußt war, daß die besten Teile Jehova gehören, der reichlich gibt, und daß er den Wunsch hatte, Gott das Beste zu geben. Da das Fett ein Sinnbild für das Beste war, was die Israeliten Jehova opfern konnten, hieß es davon, es gehe auf dem Altar als „Speise“ oder „zu einem beruhigenden Wohlgeruch“ für ihn in Rauch auf (3Mo 3:11, 16). Fett zu essen wäre daher eine unrechtmäßige Aneignung von etwas gewesen, was Gott geheiligt war, ein Eingriff in die Rechte Jehovas. Es wurde mit dem Tod bestraft. Im Gegensatz zum Blut durfte das Fett jedoch für andere Zwecke verwendet werden, zumindest im Falle eines Tieres, das verendet oder von einem anderen Tier gerissen worden war (3Mo 7:23-25).

    Anwendungsbereich des Gesetzes
    Aufgrund des zuletzt angeführten Textes haben viele Kommentatoren die Ansicht vertreten, das in 3. Mose 3:17 enthaltene Verbot beziehe sich nur auf das Fett von Tieren, die als Opfertiere in Frage kamen, zum Beispiel auf Stiere, Schafe und Ziegen. Die Lehren der jüdischen Rabbiner stimmen in diesem Punkt nicht miteinander überein. Doch das in 3. Mose 3:17 enthaltene Verbot hinsichtlich des Fettes steht mit dem Gesetz über den Blutgenuß in Verbindung, einem Gesetz, das eindeutig das Blut aller Tiere einschloß. (Vgl. 3Mo 17:13; 5Mo 12:15, 16.) Konsequenterweise müßte man daher annehmen, daß sich das Gesetz über das Fett ebenfalls auf das Fett aller Tiere bezog, auch derer, die die Israeliten für den alltäglichen Gebrauch töteten.

    Die Ansicht, daß sich das Verbot auf alles Fett bezog, steht nicht im Widerspruch zu 5. Mose 32:14, wo von Jehova gesagt wird, er habe Israel das „Fett von Widdern“ zu essen gegeben. Bei diesem Ausdruck handelt es sich lediglich um ein Sinnbild für das Beste der Herde. C. F. Keil schreibt in einem Kommentar zu diesem Vers: „Fett bildlich für das Beste“ (Biblischer Commentar über das Alte Testament: Leviticus, Numeri und Deuteronomium, Leipzig 1870, S. 563). (In der Guten Nachricht [1982] heißt es einfach: „Fleisch der Lämmer“.) Der poetische Sinn geht auch aus späteren Teilen des Verses hervor, wo vom „Nierenfett des Weizens“ und vom „Blut der Traube“ die Rede ist. Ähnlich verhält es sich mit Nehemia 8:10. Dort wird das Volk aufgefordert: „Geht, eßt die Fettspeisen.“ Daraus dürfen wir nicht schließen, daß die eigentlichen Fettstücke gegessen wurden. Der Begriff „Fettspeisen“ bezieht sich auf reichhaltige Speisen, auf Dinge, die nicht mager oder trocken, sondern köstlich und saftig waren, schmackhafte Gerichte, die mit Pflanzenölen zubereitet worden waren. So heißt es an dieser Stelle in der Übersetzung von Hans Bruns: „Geht hin, erquickt euch an guter Speise.“ Und in der Guten Nachricht steht: „Geht nun, eßt und trinkt! Nehmt das Beste, was ihr habt.“ (Siehe auch EÜ.)

    Die im mosaischen Gesetz enthaltene Einschränkung richtete sich nicht gegen das Mästen von Schafen oder Rindern für den Verzehr. Wir lesen von einem „gemästeten jungen Stier“, der für den verlorenen Sohn geschlachtet wurde (Luk 15:23). Zu Salomos Speise gehörten „fette Rinder“ und „gemästete Kuckucke“ (1Kö 4:23). Der mit „gemästetes Kalb“ übersetzte hebräische Begriff ‛e·ghel-marbéq kommt in 1. Samuel 28:24 vor; méach und merí’ bezeichnen ein „wohlgenährtes Tier“ oder „Mastvieh“ (Jes 5:17; Hes 39:18). Das bedeutet aber nicht, daß man mit dem „Mästen“ bezwecken wollte, daß die Tiere Nierenfett oder Fettschichten ansetzten, sondern auch in diesem Fall ist damit gemeint, daß die Tiere fleischig wurden, nicht mager blieben (vgl. 1Mo 41:18, 19).

  45. Juleam 11. Februar 2011 um 10:59 Link zum Kommentar

    3. Mose 8 – 10

    3. Mose 10:1

    Später nahmen Aarons Söhne Nadab und Abihu ein jeder sein Feuerbecken und brachten sie und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf, und sie begannen, vor Jehova unerlaubtes Feuer darzubieten, was er ihnen nicht vorgeschrieben hatte.

    was hatte es mit diesem „unerlaubten Feuer“ auf sich?

    hier einige ausgewählte Querverweise:

    2. Mose 30:9
    Ihr sollt darauf kein unerlaubtes Räucherwerk noch ein Brandopfer, noch ein Getreideopfer opfern; und ihr sollt kein Trankopfer darauf ausgießen.

    3. Mose 10:9
    „Trink nicht Wein noch berauschendes Getränk, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Zusammenkunft kommt, damit ihr nicht sterbt. Es ist eine Satzung für eure Generationen auf unabsehbare Zeit,

    3. Mose 16:2
    Und Jehova sprach dann zu Moses: „Rede zu Aaron, deinem Bruder, daß er nicht zu jeder Zeit an die heilige Stätte innerhalb des Vorhangs kommen sollte, vor den Deckel, der auf der Lade ist, damit er nicht stirbt; denn in einer Wolke werde ich über dem Deckel erscheinen.

    Jesaja 28:7
    Und auch diese — wegen des Weines sind sie abgeirrt, und wegen des berauschenden Getränks sind sie umhergeirrt. Priester und Prophet — sie sind abgeirrt wegen des berauschenden Getränks, sie sind verwirrt worden zufolge des Weines, sie sind umhergeirrt zufolge des berauschenden Getränks; sie sind abgeirrt bei ihrem Sehen, sie sind getaumelt im Entscheiden.

    Im Einsichtenbuch heißt es dazu auszugsweise:

    In 3. Mose 10:1 wird in Verbindung damit, daß Aarons Söhne Nadab und Abihu vor Jehova „unerlaubtes Feuer“ darboten, „was er ihnen nicht vorgeschrieben hatte“ und weswegen er sie durch Feuer tötete, das hebräische Wort sar (feminine Form: saráh, was wörtlich „fremd“ bedeutet) gebraucht (3Mo 10:2; 4Mo 3:4; 26:61).

    Nach dem erwähnten Vorfall sagte Jehova zu Aaron: „Trink nicht Wein noch berauschendes Getränk, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Zusammenkunft kommt, damit ihr nicht sterbt. Es ist eine Satzung für eure Generationen auf unabsehbare Zeit, um sowohl einen Unterschied zu machen zwischen dem Heiligen und dem Nichtheiligen als auch zwischen dem Unreinen und dem Reinen und um die Söhne Israels alle Bestimmungen zu lehren, die Jehova durch Moses zu ihnen geredet hat“ (3Mo 10:8-11).

    Es scheint also, daß Nadab und Abihu unter dem Einfluß von Alkohol standen.

    Dadurch bekamen sie Mut, Feuer entgegen den Vorschriften darzubringen. Wahrscheinlich hatten sie es nicht zur vorgeschriebenen Zeit, am vorgeschriebenen Ort oder auf die vorgeschriebene Art und Weise dargeboten. Es kann aber auch sein, daß das Räucherwerk aus anderen Stoffen bestand als aus denen, die gemäß 2. Mose 30:34, 35 vorgeschrieben waren. Ihr Zustand der Trunkenheit war keine Entschuldigung für ihre Sünde.

    In 2. Mose 30:9 wird die feminine Form desselben Wortes, sar, verwandt, und zwar in bezug auf das Opfern von unerlaubtem Räucherwerk auf dem Räucheraltar im Heiligen. (Siehe NW, Fn.)

  46. Juleam 11. Februar 2011 um 11:08 Link zum Kommentar

    3. Mose 10:3, 6-7

    Dann sagte Moses zu Aaron: „Dies ist, was Jehova geredet hat, indem [er] sprach: ‚Unter denen, die mir nahe sind, heilige man mich, und vor dem Angesicht des ganzen Volkes verherrliche man mich.‘ “ Und Aaron schwieg.

    Daraufhin sprach Moses zu Aaron und zu Eleasar und Ithamar, dessen [anderen] Söhnen: „Ihr dürft euer Haupt[haar] nicht ungepflegt hängen lassen, und eure Kleider sollt ihr nicht zerreißen, damit ihr nicht sterbt und damit er nicht auf die ganze Gemeinde zornig wird; sondern eure Brüder vom ganzen Haus Israel werden den Brand beweinen, den Jehova hat brennen lassen. 7 Und vom Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sollt ihr nicht weggehen, damit ihr nicht sterbt, denn das Salböl Jehovas ist auf euch.“ So taten sie gemäß Moses’ Wort.

    dies stelle ich mir sehr schwierig für die Angehörigen vor!

    Aarons Söhne kamen zu Tode, vielleicht wußte man nicht einmal, wieso eigentlich. Und Aaron schwieg. Sicherlich aus Respekt vor Jehova, der so entschieden hatte.

    Aber keinen Ausdruck der Trauer zu zeigen, ist schon ziemlich hart – oder?

    Immerhin hatte Aaron doch seine Söhne geliebt. Auch die anderen Angehörigen durften nicht sichtbar trauern. Sie durften ihr Haupthaar nicht ungepflegt hängen lassen. Etwas, was automatisch passiert, wenn man wegen starker Trauer in eine Art Depression verfällt.

    So, wie wir Jehova kennen gelernt haben, geht es ihm hier aber nicht nur um die äußeren Anzeichen der Trauer, sondern auch um die innere Einstellung. Wir sollen ja das lieben, was Jehova liebt und das hassen, was Jehova hasst. Nicht immer so einfach, wenn es uns im Zusammenhang mit Menschen trifft, die wir lieben.

    Was, wenn wir sehen, dass unsere Gott hingegebenen und getauften Kinder und Jugendlichen sich nicht so verhalten, wie es Jehova gefällt? Wenn sie selbst der Ansicht sind, ihr Verhalten sei richtig und auf jeden vorsichtigen Rat bockig reagieren? Was dann?

    Aber auch auf der anderen Seite: was, wenn unser Gefühl in so einem Fall in die andere Richtung läuft? Wenn wir spontan denken „solange sie sich so verhält, kann sie hier nicht bei uns wohnen, in meinem Haushalt will ich, dass alle die Maßstäbe Jehova einhalten. Wenn sie so weitermacht, muss sie ausziehen!“? Was dann?

    Zu hart?

    Wie denkt Jehova wohl über uns?

    Was ist richtig? Was erwartet er von uns, wie wir uns verhalten?

  47. Juleam 13. Februar 2011 um 11:28 Link zum Kommentar

    3. Mose 14 – 16

    3. Mose 15:19

    Und falls eine Frau einen Ausfluß hat und sich ihr Ausfluß an ihrem Fleisch als Blut erweist, sollte sie sieben Tage in ihrer menstrualen Unreinigkeit bleiben, und jeder, der sie berührt, wird unrein sein bis zum Abend.

    Was hatte es mit diesem ganzen „unrein“ auf sich?

    Wieso war eine Frau unrein, wenn sie ihre Tage hatte?

    Und warum war ein Mann, der sie anrührte, ebenfalls unrein?

    Worum ging es hier bei diesem Gebot?

    Im Einsichtenbuch heißt es hierzu auszugsweise:

    Kam ihre menstruale Unreinigkeit auf einen Mann, der bei ihr lag (z. B. wenn ein Ehemann Intimbeziehungen mit seiner Frau hatte, ohne daß die beiden wußten, daß gerade die Menstruation eingesetzt hatte), galt er sieben Tage als unrein, und das Bett, auf das er sich legte, war unrein.

    Wenn ein Mann mit einer Frau während ihrer menstrualen Unreinigkeit vorsätzlich Verkehr hatte, wurden beide zu Tode gebracht (3Mo 18:19; 20:18). Das Verbot, sich während der Menstruation sexuell zu vereinigen, trug wahrscheinlich zur Gesundheit bei und beugte u. a. vielleicht einer Entzündung im genitalen Bereich, einem nichtspezifischen Harnröhrenkatarrh, vor.

    Ja, aber warum dann gleich zu Tode steinigen? Wenn es doch im beiderseitigen Einverständnis war?

  48. Juleam 14. Februar 2011 um 11:48 Link zum Kommentar

    3. Mose 17 – 19

    3. Mose 17:3-7

    „Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft, der einen Stier oder einen jungen Widder oder eine Ziege im Lager schlachtet oder der es außerhalb des Lagers schlachtet 4 und es nicht tatsächlich an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft bringt, um es Jehova als eine Opfergabe vor der Stiftshütte Jehovas darzubringen, diesem Mann wird [es] als Blutschuld angerechnet werden. Er hat Blut vergossen, und dieser Mann soll von den Reihen seines Volkes abgeschnitten werden, 5 damit die Söhne Israels ihre Schlachtopfer, die sie auf dem freien Feld opfern, bringen, und sie sollen sie Jehova an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu dem Priester bringen, und sie sollen sie als Gemeinschaftsschlachtopfer Jehova opfern. 6 Und der Priester soll das Blut auf den Altar Jehovas am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sprengen, und er soll das Fett als einen beruhigenden Wohlgeruch für Jehova in Rauch aufgehen lassen. 7 Somit sollten sie ihre Schlachtopfer nicht länger den bockgestaltigen Dämonen opfern, mit denen sie unsittlichen Verkehr haben. Dies wird euch als eine Satzung auf unabsehbare Zeit durch eure Generationen hindurch dienen.“ ‘

    auffällig, dass es unzählige Gesetze gab, die darum gingen, dass sie keinen Götzendienst verrichten sollten. Wußte Jehova schon, was aus seinem Volk wird?

    Warum waren solche Gebote sinnvoll, notwendig?

    Waren sie nicht gerade erst aus Ägypten befreit worden? Hatten sie nicht erlebt, auf welche wundervolle Weise Jehova mit ihnen gehandelt hatte?

    Wer ging bei den 10 Plagen als Sieger hervor – die Götzen? Hatten sie nicht gesehen, dass Jehova den Götzen, die die Ägypter angebetet hatten, weitaus überlegen war? Hatten diese Götzen sie denn in Ägypten beschützt? Ihnen geholfen?
    Wer hatte sie denn befreit – war es nicht Jehova?
    Wer hatte das Rote Meer geteilt, damit sie trockenen Fußes hindurchziehen konnten? Waren das etwa die Götzen die die Ägypter angebetet hatten?
    Wer hatte sie in der Wildnis durch unzählige Wunder versorgt – mit Speise, Wasser, Kleidung usw? Waren das die Götzen gewesen?

    Warum kamen sie nun auf die Idee, den „bockgestaltigen Dämonen zu opfern“?

    Wollten sie wirklich freiwillig ihren wundervollen sauberen, liebevollen, reinen Gott gegen mistige Götzen tauschen? Warum?

    Wenn sie dachten, dass Jehova ihnen nicht helfen würde – und dies, obwohl sie ständig die Wolkensäule sahen, die seine Anwesenheit unter ihnen anzeigte – , wenn sie dachten, die anderen Götter wären besser und würden ihnen eher helfen – warum sind sie dann nicht konvertiert?

    Hätte so eine Person dann nicht besser das Lager des Volkes Gottes verlassen und hätte sich bei den Kanaanitern angesiedelt? Hätte sich eine der hübschen Töchter des Landes als Frau genommen, sich dort ein nettes Haus gebaut, im Luxus gelebt und ganz offen den anderen Göttern gedient?

    Warum gingen denn dann solche Personen weiter mit dem Volk Gottes mit, wenn es ihnen doch so viele Einschränkungen brachte?

    Eine Frage, die ich mir in den letzten Jahren öfters gestellt habe: Warum verlassen Personen, die Jehova nicht so dienen möchten, wie ER es will, nicht einfach die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas und gehen ganz in die Welt und leben ganz offen das Leben, das sie leben möchten?

    Aus welchem Grund rennen solche weiterhin in die Versammlung, sagen, sie seien Zeugen Jehovas, wo doch viele Einschränkungen dort sind? Sie dürfen vor der Ehe keinen Sex haben, an keiner der lustigen Feiern dürfen sie teilnehmen, keinen Spaß haben – warum tun solche Personen sich das dann noch an?

    Was wollen sie mit dem Doppelleben bewirken?

    Sind wir wirklich so schnell durch unsere Umgebung beeinflußbar, dass wir dazu neigen, beiden zu dienen – Jehova und den Götzen?

    Wie kommt das?

  49. Juleam 14. Februar 2011 um 12:01 Link zum Kommentar

    3. Mose 17:10-12

    Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich bestimmt mein Angesicht richten, und ich werde sie tatsächlich von den Reihen ihres Volkes abschneiden. 11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele [darin]. 12 Darum habe ich zu den Söhnen Israels gesagt: „Keine Seele von euch soll Blut essen, und kein ansässiger Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, soll Blut essen.“

    wahre Anbeter Jehovas müssen sich des Blutes enthalten, wie auch später in Apostelgeschichte 15:29 bekräftigt wird:

    euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

    haben wir den Sinn und Zweck dahinter verstanden?

    Was, wenn wir vor einer OP klar gemacht haben, dass wir auf keinen Fall Blut haben wollen, unseren beglaubigten Ausweis zu den Unterlagen gegeben haben – und nun wird uns gegen unseren Willen Blut verabreicht. Was dann?

    Wie sieht uns Jehova dann? Müssten wir in so einem Fall befürchten, dass wir uns gegen IHN versündigt hätten und nun nicht mehr für ihn annehmbar wären?

    Haben wir verstanden, dass es hier nicht um die Tatsache ging, dass eventuell Blut in unseren Körper gelangt ist, sondern darum, dass wir uns dessen enthalten?

    Wir tragen immer nur die Verantwortung für uns selbst, für unser Handeln und wenn wir vor der OP alle nötigen Schritte unternommen haben, wie z.B. einen geeigneten Arzt zu suchen (über das Krankenhausverbindungskommitee), wenn wir bei der Besprechung der OP unseren Standpunkt ganz klar gemacht haben, unseren Ausweis immer bei uns tragen und es entsprechend durch unsere Unterschrift unter der Einverständniserklärung für die OP ganz klar gemacht haben – und uns dann doch gegen unseren Willen Blut gegeben wird, dann trifft uns keine Schuld und Jehova betrachtet uns so, als hätten wir kein Blut bekommen!

    Wir haben uns dann des Blutes enthalten!

    Aber was, wenn ich als Mutter denke

    „ich habe für meine Kinder den Ausweis ausgefüllt. Meine Kinder tragen ihn immer bei sich und ich werde immer sagen, dass ich nicht will, dass sie Blut bekommen. Aber ganz tief in meinem Inneren hoffe ich, dass mir das Jugendamt in so einem Fall das Sorgerecht entzieht und per einstweilige Verfügung entscheidet, dass mein Kind doch Blut bekommt. Denn ich will ja nicht, dass mein Kind stirbt, aber irgendwie will ich auch das Gebot meines Gottes halten. Daher hoffe ich ganz fest, dass irgendjemand in so einem Fall meine Entscheidung übergeht“

    was dann? Wie sieht Jehova mich dann?

    Haben wir schon einmal über solche Fragen nachgedacht?

    Nehmen wir die wahre Anbetung wirklich ernst? Wollen wir wirklich alles tun, was Jehova von uns erwartet?

  50. Juleam 14. Februar 2011 um 14:56 Link zum Kommentar

    3. Mose 18:22-23

    22 Und du sollst nicht bei einer männlichen Person ebenso liegen, wie du bei einer Frau liegst. Es ist eine Abscheulichkeit.

    23 Und du sollst deinen Erguß nicht irgendeinem Tier geben und dadurch unrein werden, und eine Frau sollte sich nicht vor ein Tier hinstellen, um Verkehr mit ihm zu haben. Es ist eine schändliche Verletzung dessen, was natürlich ist.

    Warum solche Gebote?

    Bei dem letzten der beiden Gebote hier wird uns sicherlich jeder zustimmen, dass es abartig ist, wenn man Sex mit einem Tier hat. Kaum jemand heute käme auf den Gedanken, dass man soetwas normal finden würde.

    Bei dem ersten Verbot, Homosexualität, sind wir nicht mehr so heftig. Warum nicht? Weil es heute fast normal ist, homosexuell zu sein. Man schämt sich nicht mehr dafür. Politiker stellen sich hin und sagen „ich bin schwul – und das ist auch gut so“, in Filmen und Serien gehört es zum Standartprogramm, dass zwei Frauen sich lieben oder zwei Männer der großen Liebe zueinander erliegen. Wenn wir Pech haben, sind wir selbst bereits so sehr davon „verseucht“, dass wir sogar mitfiebern, dass die beiden Jungs sich endlich kriegen, denn sie leben sich ja so.

    Wenn wir dies bedenken, verstehen wir vielleicht, wieso ein Verbot der Sodomie nötig war. Die umliegenden Nationen fanden nichts dabei, mit einem Tier Geschlechtsverkehr zu haben und da das Volk Israel im Land Kanaan lebte und daher von dem, was man dort tat, ebenso beeinflußt wurde, wie wir heute vielleicht vom Fernsehen und anderen Medien – so wurde so ein Gebot notwendig!

    Was können wir für uns heute daraus lernen?

    Wie können wir uns vor dem Gedankengut der Welt schützen? Wie erreichen, dass wir nicht mitfiebern, wenn zwei Homosexuelle voller Leid sich nacheinander sehnen?

    Vielleicht indem wir gut auswählen, was wir uns ansehen und bei allem, was wir lesen und wir im Fernsehen oder im Kino sehen überlegen, wie Jehova wohl darüber denkt.

  51. Juleam 14. Februar 2011 um 15:08 Link zum Kommentar

    3. Mose 19:3-4, 11-18

    Ihr solltet ein jeder seine Mutter und seinen Vater fürchten, und meine Sabbate solltet ihr halten. Ich bin Jehova, euer Gott.

    4 Wendet euch nicht wertlosen Göttern zu, und ihr sollt euch nicht gegossene Götter machen. Ich bin Jehova, euer Gott.

    Ihr sollt nicht stehlen, und ihr sollt nicht betrügen, und ihr sollt nicht falsch handeln, irgendeiner mit seinem Genossen.

    12 Und ihr sollt in meinem Namen nicht zu einer Lüge schwören, so daß du tatsächlich den Namen deines Gottes entweihst. Ich bin Jehova.

    13 Du sollst deinen Mitmenschen nicht übervorteilen, und du sollst nicht rauben. Der Lohn eines Lohnarbeiters sollte nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.

    14 Du sollst auf einen Tauben nicht Übles herabrufen, und vor einen Blinden sollst du kein Hindernis legen; und du sollst Furcht haben vor deinem Gott. Ich bin Jehova.

    15 Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst den Geringen nicht mit Parteilichkeit behandeln, und du sollst die Person eines Großen nicht bevorzugen. Mit Gerechtigkeit solltest du deinen Genossen richten.

    16 Du sollst nicht unter deinem Volk umhergehen, um zu verleumden. Du sollst nicht gegen das Blut deines Mitmenschen auftreten. Ich bin Jehova.

    17 Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du solltest deinen Genossen auf jeden Fall zurechtweisen, damit du nicht mit ihm zusammen Sünde trägst.

    18 Du sollst nicht Rache nehmen an den Söhnen deines Volkes noch Groll gegen [sie] hegen; und du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst. Ich bin Jehova.

    alles Gebote, die auch für uns heute noch gelten, wenn wir Jehova wirklich anbeten und wohlgefallen wollen!

    Auch, wenn das mosaische Gesetz vielleicht veraltet ist, weil es sich durch Jesus erfüllt hat, so gelten die Grundsätze heute nach wie vor!

    Jesus fasste das GESETZ in den beiden zusammen: „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst und Jehova mit ganzem Herzen“

    Wenn wir unseren Nächsten lieben, fügen wir ihm nichts Schlechtes zu. Haben wir bemerkt, dass die meisten der Gebote Gottes damit zu tun haben, dass wir einem andern nicht schaden?

    Die anderen handeln von der Ausschließlichkeit unserer Anbetung.

    Wenn Jehova für uns die wichtigste Person in unserem Leben ist, wird uns dies keine Schwierigkeiten bereiten.

    Interessanterweise ist im Studien-WT vom 15. Mai 2011 ein Studienartikel genau zu diesem Thema:

    „Wer ist die wichtigste Person in deinem Leben?“

    Ich habe ihn schon unzählige Male gehört und sehr intensiv darüber nachgedacht. Die lieben Brüder vom Schreibkommitee haben es wirklich auf den Punkt gebracht. Ich freue mich schon darauf, wenn er endlich im WT-Studium in der Zusammenkunft behandelt wird. Bin gespannt auf die Gedanken und Kommentare der anderen…

  52. Juleam 15. Februar 2011 um 15:50 Link zum Kommentar

    3. Mose 20 – 23

    3. Mose 20:9

    9 Falls es irgendeinen Mann geben sollte, der auf seinen Vater und seine Mutter Übles herabruft, er sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden. Es ist sein Vater und seine Mutter, auf die er Übles herabgerufen hat. Sein eigenes Blut ist auf ihm.

    was ist mit dem Ausdruck „Übles auf seine Eltern herabrufen“ gemeint?

    Herausgezogene Querverweise und Bibelstellen

    5. Mose 27:16
    ‚Verflucht ist, wer seinen Vater oder seine Mutter mit Verachtung behandelt.‘ (Und alles Volk soll sprechen: ‚Amen!‘)

    Matthäus 15:4
    Zum Beispiel sprach Gott: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘ und: ‚Wer Vater oder Mutter beschimpft, soll im Tod enden.‘

    Wie könnte dies uns heute betreffen?

    Lehren für uns:

    20:9. Von Hass und Boshaftigkeit durchdrungen zu sein war in Jehovas Augen so schlimm wie Mord. Wer seine Eltern schlecht machte, wurde deshalb mit derselben Strafe belegt wie jemand, der seine Eltern ermordete. Sollte uns dieser Gedanke nicht veranlassen, unsere Glaubensbrüder zu lieben? (1. Johannes 3:14, 15).

    Hier ein ausgewählter WT-Artikel vom 01.01.2001, der uns zeigt, wie wie heute vielleicht unbemerkt in diese Falle tappen könnten:

    Wenn man sich mißverstanden fühlt

    ANTONIO war beunruhigt. Plötzlich verhielt sich Leonardo, ein guter Freund von ihm, unerklärlicherweise kühl. Ein paarmal hatte er Antonios Gruß nicht erwidert, und seit kurzem schien eine Mauer zwischen ihnen zu stehen, wenn sie zusammen waren. Antonio befürchtete allmählich, etwas getan oder gesagt zu haben, was sein Freund mißverstanden hatte. Aber was?

    Mißverständnisse sind nichts Ungewöhnliches. Viele sind geringfügiger Natur und lassen sich leicht klären. Sie können aber auch äußerst frustrierend sein, vor allem wenn sich ein falscher Eindruck hartnäckig hält, obschon man sich alle Mühe gibt, ihn zu beseitigen. Wie kommt es zu Mißverständnissen? Wie wirken sie sich auf die Betroffenen aus? Was kann man tun, wenn man von anderen in irgendeinem Punkt mißverstanden wird? Spielt es überhaupt eine Rolle, was andere von einem denken?

    Eine Realität, der man nicht ausweichen kann

    Da andere unsere Gedanken nicht lesen können, ist es nicht zu vermeiden, daß unsere Worte oder Taten ab und zu falsch ausgelegt werden. Möglichkeiten, wie Mißverständnisse entstehen können, gibt es reichlich. Hin und wieder lassen unsere Äußerungen einfach die gewünschte Klarheit und Genauigkeit vermissen. Umgebungsgeräusche und andere Ablenkungen können es anderen erschweren, uns ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken.

    Bestimmte Verhaltensweisen werden leicht mißdeutet. Schüchterne Menschen etwa werden manchmal zu Unrecht als kühl, distanziert oder stolz eingestuft. Vergangene Erlebnisse können bewirken, daß man auf bestimmte Situationen emotional statt rational reagiert. Bedingt durch kulturelle und sprachliche Unterschiede, ist es keine Selbstverständlichkeit, einander zu verstehen. Rechnet man jetzt noch Geschwätz oder die ungenaue Weitergabe von Informationen hinzu, braucht es einen nicht zu wundern, daß Worte oder Taten bisweilen eine andere Bedeutung erhalten als ursprünglich beabsichtigt. All das ist natürlich ein schwacher Trost für jemanden, der das Gefühl hat, ihm seien schlechte Beweggründe unterstellt worden.

    Anna machte zum Beispiel eine harmlose Bemerkung über die Beliebtheit einer Freundin, die gerade nicht anwesend war. Die Äußerung wurde der Freundin zugetragen — allerdings aus dem Zusammenhang gerissen. Anna war völlig entgeistert, als ihre Freundin ihr im Beisein anderer dem Sinne nach an den Kopf warf: „Du bist ja nur eifersüchtig, weil mir der Soundso Aufmerksamkeit schenkt!“ Annas Bemerkung war komplett mißdeutet worden, und alle ihre Bemühungen, der Freundin klarzumachen, daß sie nichts Böses beabsichtigt hatte, waren vergebens. Die Situation verursachte tiefe Verletzungen, und Anna gelang es erst nach geraumer Zeit, das Mißverständnis aus der Welt zu schaffen.

    Wie wir von anderen beurteilt werden, hängt oft davon ab, wie sie unsere Absichten einschätzen. Deshalb ist es auch ganz natürlich, bekümmert zu sein, wenn einem schlechte Beweggründe unterschoben werden. Wir regen uns vielleicht auf, weil wir meinen, es gäbe überhaupt keinen Grund, uns mißzuverstehen. Man empfindet solche Bewertungen meist als voreingenommen, überkritisch oder aus der Luft gegriffen, und sie können sehr weh tun — erst recht, wenn man auf die Meinung des Betreffenden großen Wert legt.

    Auch wenn es einen ärgert, wie man von jemandem eingeschätzt wird, ist es trotzdem angebracht, die Meinung anderer zu respektieren. Es wäre nicht christlich, die Ansichten anderer als unmaßgeblich abzutun, und wir möchten auf keinen Fall durch unsere Worte oder Taten jemandem Schaden zufügen (Matthäus 7:12; 1. Korinther 8:12). Deswegen ist es gelegentlich nötig, jemanden, der eine falsche Meinung von uns hat, auf seinen Irrtum aufmerksam zu machen. Ein übersteigertes Bedürfnis nach Anerkennung ist allerdings nicht wünschenswert, denn es führt leicht dazu, daß man die Selbstachtung verliert oder sich zurückgewiesen fühlt. Schließlich hängt unser wahrer Wert ja nicht davon ab, wie andere über uns denken.

    Womöglich stellt man aber fest, daß die Kritik durchaus begründet ist. Auch das kann weh tun. Doch wenn man bereit ist, sich seine Schwächen ehrlich einzugestehen, können sich solche Erlebnisse positiv auswirken, weil sie einen zu notwendigen Korrekturen veranlassen.

    Negative Folgen

    Mißverständnisse können schlimme Folgen nach sich ziehen, müssen es aber nicht. Wenn wir einen Mann in einem Restaurant laut reden hören, könnten wir zu dem Schluß kommen, er sei entweder ein kontaktfreudiger Mensch oder ein Angeber. Doch wir können uns irren. Es wäre ebensogut möglich, daß sein Gegenüber schwerhörig ist. Oder wir empfinden eine Verkäuferin als unfreundlich. Dabei verhält sie sich vielleicht nur deswegen so, weil es ihr gerade nicht gutgeht. Solche Mißverständnisse lassen zwar oft einen negativen Eindruck entstehen, werden aber höchstwahrscheinlich keine schlimmen oder langfristigen Folgen haben. Mitunter werden durch Mißverständnisse allerdings Katastrophen heraufbeschworen. Hierzu zwei Vorfälle aus der Geschichte des alten Israel:

    Als Nahasch, der König von Ammon, gestorben war, entsandte David Boten zu dessen Sohn und Nachfolger Hanun, um ihn zu trösten. Doch der Besuch der Boten wurde als feindliches Auskundschaften des ammonitischen Gebiets ausgelegt, worauf Hanun die Boten zuerst demütigte und dann einen Krieg gegen Israel begann. Die Folge war, daß mindestens 47 000 Menschen umkamen — und das alles, weil gute Absichten mißdeutet wurden (1. Chronika 19:1-19).

    Noch früher in der Geschichte Israels wurde ein Mißverständnis ganz anders richtiggestellt. Die Stämme Ruben und Gad und der halbe Stamm Manasse bauten am Jordan einen auffälligen Altar. Die übrigen Israeliten sahen das als Akt der Untreue an, als Auflehnung gegen Jehova. Deshalb versammelten sie sich, um militärisch einzuschreiten. Doch bevor sie irgendwelche drastischen Maßnahmen ergriffen, sandten sie Boten aus, die diesen vermeintlichen Akt der Untreue anprangern sollten. Das war gut so, denn die Erbauer des Altars erwiderten, daß sie nicht die geringste Absicht hatten, sich von der wahren Anbetung abzuwenden. Im Gegenteil, der Altar war als Denkmal für ihre Treue gegenüber Jehova gedacht. Dieses Mißverständnis hätte in einem Blutbad enden können, aber durch Weisheit ließ sich die Katastrophe abwenden (Josua 22:10-34).

    Angelegenheiten in Liebe klarstellen

    Diese Berichte miteinander zu vergleichen ist lehrreich. Oftmals ist es das klügste, eine Sache richtigzustellen. Wer weiß, wie viele Menschenleben bei dem letztgenannten Vorfall verschont blieben — nur weil beide Seiten miteinander redeten! In den meisten Fällen, in denen man die Absichten eines anderen verkennt, steht zwar kein Leben auf dem Spiel, aber möglicherweise eine Freundschaft. Wer meint, jemand habe sich ihm gegenüber unpassend verhalten, sollte sich fragen: Bin ich sicher, daß ich die Sache so sehe, wie sie wirklich ist, oder liege ich mit meiner Einschätzung falsch? Ist man sich über die Beweggründe des anderen nicht im klaren, wäre es am besten, ihn danach zu fragen. Fühlt man sich mißverstanden, kann man ruhig darüber reden. Lassen wir uns nicht durch Stolz davon abhalten.

    Jesus gibt uns einen starken Anreiz, Mißverständnisse aufzuklären. Er sagte: „Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar“ (Matthäus 5:23, 24). Das richtige Vorgehen wäre also ein Gespräch unter vier Augen, ohne weitere Personen mit hineinzuziehen. Es wäre wenig hilfreich, wenn der andere unsere Beschwerde vorher von einem Dritten hören würde (Sprüche 17:9). Unser Ziel sollte sein, im Geist der Liebe Frieden zu schließen. Wir sollten das Problem in Ruhe mit klaren, einfachen und nicht vorwurfsvollen Worten schildern und dabei erklären, wie wir die Sache empfinden. Danach wäre es gut, sich den Standpunkt des anderen objektiv anzuhören. Man darf keine voreiligen Schlüsse ziehen. Seien wir bereit, im Zweifelsfall zugunsten des anderen zu urteilen. Denken wir daran: Die Liebe „glaubt alles“ (1. Korinther 13:7).

    Natürlich können verletzte Gefühle oder negative Folgen noch andauern, nachdem das Mißverständnis ausgeräumt worden ist. Was ist dann zu tun? Sofern notwendig, ist eine ernstgemeinte Entschuldigung bestimmt nicht verkehrt, möglichst gefolgt von angemessenen Taten, durch die die Sache wieder ins Lot gebracht wird. Der Geschädigte tut in solchen Situationen immer gut daran, sich an den inspirierten Rat zu halten: „Fahrt fort, einander zu ertragen und einander bereitwillig zu vergeben, wenn jemand Ursache zu einer Klage gegen einen anderen hat. So, wie Jehova euch bereitwillig vergeben hat, so tut auch ihr. Außer allen diesen Dingen aber kleidet euch mit Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit“ (Kolosser 3:13, 14; 1. Petrus 4:8).

    Solange wir unvollkommen sind, bleiben Mißverständnisse und verletzte Gefühle nicht aus. Jeder macht mal einen Fehler oder sagt etwas, was gefühllos oder unfreundlich klingt. Die Bibel erklärt: „Wir alle straucheln oft. Wer nicht im Wort strauchelt, der ist ein vollkommener Mann, imstande, auch seinen ganzen Leib zu zügeln“ (Jakobus 3:2). Jehova Gott weiß das nur zu gut, weshalb er uns rät: „Sei nicht eilig in deinem Geist, gekränkt zu werden, denn sich gekränkt zu fühlen ruht im Busen der Unvernünftigen. Auch gib nicht dein Herz all den Worten hin, die die Menschen reden mögen, damit du deinen Knecht nicht Übles auf dich herabrufen hörst. Denn dein eigenes Herz weiß wohl, sogar von vielen Malen, daß du, ja du, Übles auf andere herabgerufen hast“ (Prediger 7:9, 21, 22).

    „Jehova schätzt die Herzen ab“

    Was aber, wenn es unmöglich scheint, das falsche Bild, das jemand von uns hat, zu korrigieren? Nicht verzweifeln. Tun wir unser Bestes, christliche Eigenschaften zu entwickeln und zu pflegen. Bitten wir Jehova um Hilfe dabei, uns zu verbessern, wo es erforderlich ist. Unser wahrer Wert als Person wird letzten Endes nicht von anderen Menschen bestimmt. Nur Jehova kann die Herzen genau abschätzen (Sprüche 21:2). Selbst Jesus wurde von Menschen geringgeschätzt und verachtet, aber Jehovas Ansicht über ihn blieb davon völlig unberührt (Jesaja 53:3). Wenn wir auch hin und wieder von Menschen falsch eingeschätzt werden, können wir doch Jehova ‘unser Herz ausschütten’ und zuversichtlich sein, daß er uns versteht, „denn nicht wie der Mensch sieht, sieht Gott, denn der Mensch sieht das, was vor den Augen erscheint; Jehova aber, er sieht, wie das Herz ist“ (Psalm 62:8; 1. Samuel 16:7). Tun wir unbeirrt Gutes, dann werden diejenigen, die sich eine schlechte Meinung über uns gebildet haben, mit der Zeit vielleicht ihren Irrtum erkennen und ihre Meinung ändern (Galater 6:9; 2. Timotheus 2:15).

    Erinnern wir uns noch an Antonio, der am Anfang des Artikels erwähnt wurde? Er nahm seinen Mut zusammen und sprach, wie in der Bibel geraten wird, seinen Freund Leonardo an. Er fragte ihn, ob er ihn irgendwie vor den Kopf gestoßen habe. Was kam dabei heraus? Leonardo fiel aus allen Wolken. Er erwiderte, Antonio habe ihn in keiner Weise gekränkt und er selbst habe sich ihm gegenüber nicht bewußt anders verhalten. Falls er kühl gewirkt habe, dann nur, weil er mit seinen Gedanken woanders war. Leonardo entschuldigte sich dafür, daß er unwissentlich die Gefühle seines Freundes verletzt hatte, und dankte ihm, daß er die Sache zur Sprache gebracht hatte. Er meinte dann noch, künftig werde er besser aufpassen, damit er nicht wieder einen solchen Eindruck erweckt. Die gespannte Atmosphäre löste sich in Wohlgefallen auf, und die Freundschaft zwischen den beiden war hinterher so eng wie eh und je.

    Es ist nie schön, sich mißverstanden zu fühlen. Doch wenn wir unser möglichstes tun, um die Angelegenheit zu klären, und uns an die biblischen Grundsätze halten, die mit Liebe und Vergebung zu tun haben, werden wir sehr wahrscheinlich ähnlich positive Erfahrungen machen.

    wenn wir also ein Problem damit haben, wie unsere Eltern uns behandeln, dann sollten wir uns keinesfalls in ein Schneckenhaus zurückziehen, grollen und ihnen aus dem Weg gehen oder gar ausziehen – sondern das Problem beim Namen nennen! Reden wir mit unseren Eltern und geben wir ihnen eine echte Chance etwas zu verändern. Denn wenn sie nicht wissen, was in uns vorgeht, dann können sie es auch nicht ändern und dieses dumme Mißverständnis lässt sich nicht nur nicht aus der Welt schaffen, sondern behindert sogar unser Verhältnis zu Jehova.

    Wie Jesus schon sagte, sind alle unsere Opfer, die wir Jehova bringen – wie Studium, Gebet, Besuch der Zusammenkünfte, Predigdienst usw – vergeblich und für Jehova wertlos, solange wir ein solches Problem nicht aus der Welt schaffen!

    Schon schlimm, wie schnell wir unbemerkt in so eine Falle rutschen können und vielleicht sogar unser Verhältnis zu unserem liebevollen Schöpfer aufs Spiel setzen könnten, ohne uns selbst dessen bewußt zu sein.

  53. Juleam 16. Februar 2011 um 16:07 Link zum Kommentar

    3. Mose 24 – 27

    3. Mose 26:3-17

    Wenn ihr weiterhin in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote haltet und sie tatsächlich ausführt, 4 so werde ich bestimmt eure Regenschauer zu ihrer rechten Zeit geben, und das Land wird wirklich seinen Ertrag geben, und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben. 5 Und euer Dreschen wird gewiß bis zu eurer Weinlese reichen, und die Weinlese wird bis zur Aussaat reichen; und ihr werdet zweifellos euer Brot bis zur Sättigung essen und in eurem Land in Sicherheit wohnen. 6 Und ich will Frieden geben im Land, und ihr werdet euch gewiß niederlegen, ohne daß [euch] jemand aufschreckt; und ich will das schädliche wilde Tier aus dem Land beseitigen, und nicht wird ein Schwert durch euer Land gehen. 7 Und ihr werdet bestimmt eure Feinde jagen, und sie werden tatsächlich durch das Schwert vor euch fallen. 8 Und fünf von euch werden sicherlich hundert jagen, und hundert von euch werden zehntausend jagen, und eure Feinde werden tatsächlich durch das Schwert vor euch fallen.

    9 Und ich will mich euch zuwenden und euch fruchtbar machen und euch mehren, und ich will meinen Bund mit euch ausführen. 10 Und ihr werdet bestimmt das Alte des Vorjahres essen, und ihr werdet vor dem Neuen das Alte hinausschaffen. 11 Und ich werde gewiß meine Stiftshütte in eure Mitte setzen, und meine Seele wird euch nicht verabscheuen. 12 Und ich werde tatsächlich in eurer Mitte wandeln und mich als euer Gott erweisen, und ihr eurerseits werdet euch als mein Volk erweisen. 13 Ich bin Jehova, euer Gott, der euch aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavendienst für sie, herausbrachte, und ich zerbrach dann die Stangen eures Jochs und ließ euch aufrecht gehen.

    14 Wenn ihr jedoch nicht auf mich hören noch alle diese Gebote tun werdet 15 und wenn ihr meine Satzungen verwerfen werdet und wenn eure Seelen meine richterlichen Entscheidungen verabscheuen werden, so daß ihr nicht alle meine Gebote tut und so meinen Bund brecht, 16 dann werde ich euch meinerseits folgendes tun, und zur Strafe werde ich gewiß Bestürzung durch Tuberkulose und hitziges Fieber, das die Augen versagen und die Seele verschmachten läßt, über euch bringen. Und ihr werdet euren Samen einfach umsonst säen, da eure Feinde ihn bestimmt essen werden. 17 Und ich werde tatsächlich mein Angesicht gegen euch richten, und ihr werdet vor euren Feinden zweifellos eine Niederlage erleiden; und die, die euch hassen, werden

    Wir haben es selbst in der Hand!

    Wir selbst können beeinflussen, wie Jehova über uns denkt! Nicht dadurch, dass wir irgendwas vorgeben, was wir garnicht sind und nicht durch irgendwelche Tricks oder Manipulationsversuche – sondern durch unser Handeln.

    Wenn wir so leben, wie Jehova uns geboten hat – dann erfreuen wir sein Herz.

    Wenn wir aber seine Gebote und seine Leitung ablehnen – dann wird er nicht mit uns sein, nein, er wird uns sogar verurteilen.

    Aber: wir haben es selbst in der Hand, denn wir haben sehr wohl Einfluss darauf, was wir tun, womit wir uns beschäftigen, wie und über was wir reden und ob wir die Gebote unseres Gottes halten.

    Treffen wir die richtige Wahl?

  54. WT 15.05.2004am 17. Februar 2011 um 16:12 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus 3. Mose

    ES IST noch kein Jahr her, seit die Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei befreit wurden. Die neu gegründete Nation befindet sich jetzt auf dem Weg in das Land Kanaan. Jehova möchte, dass sich dort ein heiliges Volk ansiedelt. Doch die Lebensweise und die religiösen Bräuche der Kanaaniter sind durch und durch verdorben. Deshalb gibt der wahre Gott den Israeliten Bestimmungen, die sie für seinen Dienst abgesondert halten sollen. Festgehalten sind sie im dritten Buch Mose. Dieses Bibelbuch wurde offenbar im Jahr 1512 v. u. Z. von dem Propheten Moses in der Wildnis Sinai geschrieben und behandelt einen Zeitraum von nur einem Mondmonat (2. Mose 40:17; 4. Mose 1:1-3). Jehova fordert seine Anbeter darin wiederholt auf, heilig zu sein (3. Mose 11:44; 19:2; 20:7, 26).

    Heute stehen Jehovas Zeugen nicht mehr unter dem Gesetz, das Gott durch Moses übermittelte. Mit dem Tod Jesu Christi wurde dieses Gesetz abgeschafft (Römer 6:14; Epheser 2:11-16). Trotzdem sind die Bestimmungen in 3. Mose für uns nicht ohne Wert, denn wir lernen dadurch viel über die Anbetung unseres Gottes Jehova.

    Freiwillige und obligatorische heilige Opfer
    (3. Mose 1:1 bis 7:38)

    Die im Gesetz erwähnten Opfer waren zum Teil freiwillig und zum Teil obligatorisch. Brandopfer beispielsweise waren freiwillig. Sie wurden Gott ganz und gar dargebracht, so wie auch Jesus Christus sein Leben bereitwillig und ganz und gar als Loskaufsopfer darbrachte. Die ebenfalls freiwilligen Gemeinschaftsschlachtopfer wurden dagegen aufgeteilt. Ein Teil wurde Gott auf dem Altar dargebracht, einen Teil durfte der Priester essen und einen der Opfernde. Damit vergleichbar ist die Feier zum Gedenken an Christi Tod, die für gesalbte Christen ein Gemeinschaftsmahl ist (1. Korinther 10:16-22).

    Sündopfer und Schuldopfer waren obligatorisch. Durch Sündopfer wurden versehentliche oder unabsichtliche Sünden gesühnt. Schuldopfer wurden von Gott verlangt, wenn die Rechte eines anderen verletzt worden waren. Zusätzlich konnte der reumütige Sünder dadurch gewisse Rechte zurückbekommen. Durch Getreideopfer bedankte man sich für die Großzügigkeit Jehovas. All das ist für uns von Interesse, denn die im Gesetzesbund vorgeschriebenen Opfer wiesen auf Jesus Christus und sein Opfer hin sowie auf die Segnungen, die sich daraus ergeben (Hebräer 8:3-6; 9:9-14; 10:5-10).

    Antworten auf biblische Fragen:

    2:11, 12 — Warum war „Honig als Feueropfer“ für Jehova nicht annehmbar?
    Bienenhonig war damit wohl nicht gemeint. Der hier erwähnte Honig kam zwar nicht als „Feueropfer“ infrage, aber er wurde unter die „Erstlinge von dem . . . Ertrag des Feldes“ gerechnet (2. Chronika 31:5). Deshalb muss es sich um den Saft oder Sirup von Früchten gehandelt haben. Da er gären kann, durfte er nicht auf dem Altar geopfert werden.

    2:13 — Warum musste mit jeder Opfergabe Salz dargebracht werden?
    Das geschah nicht wegen des Geschmacks. Salz wird in der ganzen Welt als Konservierungsmittel gebraucht. Es wurde wahrscheinlich deshalb zusammen mit den Opfern dargebracht, weil es für etwas steht, das nicht verdirbt oder verfällt.

    Lehren für uns:

    3:17. Da Fett als der beste oder gehaltvollste Teil angesehen wurde, sollte das Verbot, Fett zu essen, den Israeliten offensichtlich klar machen, dass der beste Teil Jehova zustand (1. Mose 45:18). Dadurch wird uns vor Augen geführt, dass wir Jehova das Allerbeste geben sollten (Sprüche 3:9, 10; Kolosser 3:23, 24).

    7:26, 27. Die Israeliten durften kein Blut zu sich nehmen. Für Gott ist Blut gleichbedeutend mit Leben. „Die Seele [das Leben] des Fleisches ist im Blut“, heißt es in 3. Mose 17:11. Wahre Anbeter Gottes müssen sich nach wie vor von Blut enthalten (Apostelgeschichte 15:28, 29).

    Eine heilige Priesterschaft wird eingesetzt
    (3. Mose 8:1 bis 10:20)

    Wer war für die verschiedenen Aufgaben zuständig, die mit den Opfern zusammenhingen? Damit waren die Priester betraut. Auf Anweisung Gottes hielt Moses eine Einsetzungsfeier für den Hohen Priester Aaron und seine vier Söhne ab, die Unterpriester sein sollten. Die Zeremonie dauerte offenbar sieben Tage und am darauf folgenden Tag trat die Priesterschaft ihren Dienst an.

    Antworten auf biblische Fragen:

    9:9 — Warum ist es von Bedeutung, dass an den Altarsockel und auf verschiedene Gegenstände Blut gegeben wurde?
    Damit wurde veranschaulicht, dass Jehova Blut zur Sündensühnung akzeptierte. Bei allem, was mit Sühnung zu tun hatte, spielte Blut eine Rolle. „Fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem GESETZ“, schrieb der Apostel Paulus, „und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung“ (Hebräer 9:22).

    10:1, 2 — Was könnte bei der Sünde von Aarons Söhnen Nadab und Abihu eine Rolle gespielt haben?
    Kurz nachdem Nadab und Abihu ihre priesterlichen Befugnisse überschritten hatten, verbot Jehova den Priestern beim Dienst in der Stiftshütte den Genuss von Wein oder berauschendem Getränk (3. Mose 10:9). Das legt die Vermutung nahe, dass diese beiden Söhne Aarons damals unter Alkoholeinfluss standen. Doch der eigentliche Grund, warum sie sterben mussten, war, dass sie „unerlaubtes Feuer“ darbrachten, das Jehova „ihnen nicht vorgeschrieben hatte“.

    Lehren für uns:

    10:1, 2. Diener Jehovas, die heute mit Verantwortung betraut sind, müssen sich an die Richtlinien Gottes halten. Auch dürfen sie beim Erfüllen ihrer Aufgaben nicht anmaßend sein.

    10:9. Aufgaben, die mit unserem Dienst für Gott zu tun haben, sollten wir nicht unter Alkoholeinfluss nachkommen.

    Die Anbetung Gottes erfordert Reinheit
    (3. Mose 11:1 bis 15:33)

    Die Speisevorschriften, bei denen es um reine und unreine Tiere ging, brachten den Israeliten zwei Vorteile. Sie waren ein Schutz vor Krankheitserregern und grenzten sie noch stärker von den umliegenden Völkern ab. Weitere Vorschriften betrafen die Unreinheit durch das Berühren von Leichen, die Reinigung einer Frau nach der Entbindung, den Umgang mit Aussatz und die Unreinheit durch Absonderungen der männlichen und der weiblichen Geschlechtsorgane. Alles, was mit Unreinheit zu tun hatte, fiel in den Zuständigkeitsbereich der Priester.

    Antworten auf biblische Fragen:

    12:2, 5 — Warum wurde eine Frau durch die Entbindung „unrein“?
    Die Fortpflanzungsorgane waren eigentlich dazu gedacht, vollkommenes menschliches Leben weiterzugeben. Doch durch die ererbten Auswirkungen der Sünde konnte nur unvollkommenes, sündiges Leben an die Nachkommen weitergegeben werden. Die vorübergehende „Unreinheit“ nach der Entbindung oder auch durch die Menstruation oder durch Samenergüsse war eine Erinnerung an die ererbte Sündhaftigkeit (3. Mose 15:16-24; Psalm 51:5; Römer 5:12). Die Reinigungsvorschriften sollten den Israeliten vor Augen führen, dass ein Loskaufsopfer erforderlich war, um die Sünden der Menschen zuzudecken und die menschliche Vollkommenheit wiederherzustellen. Das Gesetz wurde dadurch für sie ein „Erzieher“, der zu Christus führte (Galater 3:24).

    15:16-18 — Was ist mit dem hier erwähnten „Samenerguss“ gemeint?
    Offensichtlich bezieht sich das sowohl auf unwillkürliche Samenergüsse als auch auf eheliche sexuelle Beziehungen.

    Lehren für uns:

    11:45. Jehova Gott ist heilig und möchte, dass alle, die ihm heiligen Dienst darbringen, ebenfalls heilig sind. Sie müssen um Heiligkeit bemüht sein und sich körperlich und geistig rein halten (2. Korinther 7:1; 1. Petrus 1:15, 16).

    12:8. Jehova nimmt Rücksicht auf die Armen, denn er gestattete ihnen, Vögel zu opfern statt eines kostspieligeren Schafes.

    Heilig bleiben
    (3. Mose 16:1 bis 27:34)

    Am bedeutsamsten waren die Opfer, die am jährlichen Sühnetag dargebracht wurden. Für die Priester und den Stamm Levi opferte man einen Stier. Für die nichtpriesterlichen Stämme Israels wurde ein Ziegenbock geopfert. Ein weiterer Ziegenbock wurde lebendig in die Wildnis geschickt, nachdem man die Sünden des Volkes über ihm bekannt hatte. Die beiden Ziegenböcke galten als ein einziges Sündopfer. All das deutete darauf hin, dass Jesus Christus einen Opfertod sterben und unsere Sünden wegtragen würde.

    Die Vorschriften über den Fleischgenuss und über andere Angelegenheiten sollen uns bewusst machen, wie wichtig die Heiligkeit bei der Anbetung Jehovas ist. Dementsprechend mussten die Priester natürlich darauf achten, dass sie heilig blieben. Die drei jährlichen Feste waren freudige Anlässe, bei denen man dem Schöpfer dankte. Jehova gab seinem Volk auch Bestimmungen, die den Missbrauch seines heiligen Namens betrafen, das Einhalten des Sabbats und des Jubeljahrs, das Verhalten gegenüber den Armen und die Behandlung von Sklaven. Die Segnungen für den Gehorsam gegenüber Gott werden den Flüchen im Falle von Ungehorsam gegenübergestellt. Es gab auch Vorschriften über Gelübdeopfer und Schätzwerte, über die Erstgeburt von Tieren und das Geben des Zehnten als „etwas Heiliges für Jehova“.

    Antworten auf biblische Fragen:

    16:29 — Was bedeutet es, dass die Israeliten ihre „Seelen in Betrübnis beugen“ sollten?
    Das war beim Sühnetag der Fall und hatte mit dem Wunsch nach Vergebung zu tun. Damals zeigte man offenbar durch Fasten, dass man sich seiner Sündhaftigkeit bewusst war. Seine Seele in Betrübnis zu beugen ist höchstwahrscheinlich gleichbedeutend mit Fasten.

    19:27 — Was ist damit gemeint, dass man das „Haar an den Kopfseiten nicht rundum stutzen“ und die „Bartenden nicht zerstören“ durfte?
    Dieses Gesetz sollte die Juden allem Anschein nach davon abhalten, ihr Haar oder ihren Bart so zu schneiden, als wollten sie bestimmte heidnische Bräuche nachahmen (Jeremia 9:25, 26; 25:23; 49:32). Doch dieses Gebot Gottes bedeutete nicht, dass die Juden ihren Bart oder ihre Gesichtsbehaarung überhaupt nicht stutzen durften (2. Samuel 19:24).

    25:35-37 — Durften die Israeliten niemals Zinsen verlangen?
    Wenn sich jemand für geschäftliche Zwecke Geld lieh, durfte der Kreditgeber Zinsen verlangen. Das Gesetz verbot allerdings, Zinsen von jemandem zu fordern, der sich Geld leihen musste, weil er verarmt war. Es war verkehrt, die wirtschaftliche Not eines mittellosen Mitmenschen auszunutzen (2. Mose 22:25).

    26:19 — Was bedeutet es, dass der „Himmel wie Eisen“ und die „Erde wie Kupfer“ werden sollte?
    Ohne Regen würde der Himmel über dem Land Kanaan wie hartes, undurchlässiges Eisen aussehen und die Erde hätte einen kupferfarbenen, metallischen Glanz.

    26:26 — Was ist damit gemeint, dass „zehn Frauen . . . Brot in nur einem Ofen backen“?
    Normalerweise brauchte jede Frau einen eigenen Ofen für alles, was sie zu backen hatte. Doch diese Worte deuten auf eine so große Lebensmittelknappheit hin, dass ein einziger Ofen für zehn Frauen reichen würde. Das war eine der vorhergesagten Folgen für den Fall, dass die Israeliten nicht heilig blieben.

    Lehren für uns:

    20:9. Von Hass und Boshaftigkeit durchdrungen zu sein war in Jehovas Augen so schlimm wie Mord. Wer seine Eltern schlecht machte, wurde deshalb mit derselben Strafe belegt wie jemand, der seine Eltern ermordete. Sollte uns dieser Gedanke nicht veranlassen, unsere Glaubensbrüder zu lieben? (1. Johannes 3:14, 15).

    22:32; 24:10-16, 23. Der Name Jehovas darf nicht in den Schmutz gezogen werden. Im Gegenteil, wir müssen ihn preisen und um seine Heiligung beten (Psalm 7:17; Matthäus 6:9).

    Wie 3. Mose unsere Anbetung berührt

    Als Zeugen Jehovas stehen wir heute nicht unter dem mosaischen Gesetz (Galater 3:23-25). Doch da wir durch 3. Mose Jehovas Standpunkt zu verschiedenen Angelegenheiten erfahren, kann unsere Anbetung durchaus davon berührt werden.

    Beim wöchentlichen Bibellesen zur Vorbereitung auf die Theokratische Predigtdienstschule wird uns bestimmt deutlich bewusst, dass unser Gott von uns Heiligkeit verlangt. Dieses Bibelbuch kann uns auch motivieren, dem Höchsten unser Allerbestes zu geben und zu seinem Lobpreis immer auf Heiligkeit zu achten.

  55. Juleam 10. Februar 2012 um 09:01 Link zum Kommentar

    3. Mose 1 – 4

    Kapitel 1 – der Priester muss hart im Nehmen sein

    Der Priester hat sehr viel mit Töten zu tun. Er muss die Tiere schlachten, zerlegen, ihr Blut auffangen und an den Altar sprengen. Sicherlich keine sonderlich schöne Aufgabe.

    In dem rüber zitierten Stoff der letzten Jahre war ein interessanter Gedanke dazu, warum das so wichtig war:

    Die Beziehung mit Gott kostet uns etwas

    Wie wir aus unserem Text erkennen, musste sowohl der freiwillige Geber, als auch der Sünder, der frei von seiner Schuld werden wollte, etwas darbringen. Der Kerngedanke eines Opfers ist, dass es etwas kostet. Es tut in gewissen Hinsicht weh, da wir etwas von unserem Besitz weggeben. Dabei bezieht sich dies nicht nur auf das materielle Opfer, sondern es geht auch um die emotionale Seite.

    Der Opfernde musste ja seine Hand auf das Tier legen und zusehen, wie es geschlachtet wurde. Es war eine blutige Angelegenheit. Schon der Ort an dem die Opferung stattfand war über und über mit Blut bedeckt, von den tausenden Tieren die dort ihr Leben lassen mussten. Wen konnte so etwas kalt lassen? Blut überall, der Geruch von verbranntem Fleisch und Fett in der Luft und die Priester, die in ihrer weißen Kleidung dabeistanden, die ebenfalls mit Blut bespritzt war.

    Es war also nicht nur der materielle Aspekt der ein Opfer bedeutete, sondern auch die Überwindung durch diese Prozedur zu gehen, um Gott das Opfer zu bringen.

  56. Juleam 10. Februar 2012 um 09:04 Link zum Kommentar

    3. Mose 4:3

    Wenn der Hohepriester gegen mich sündigt und so Schuld über das ganze Volk bringt, dann muss er einen jungen, fehlerlosen Stier als Opfer für seine Sünden darbringen.

    Wenn ein anderer sündigt, soll er ein Sündopfer darbringen. Wenn der Priester sündigt, dann hat er Sünde über das ganze Volk gebracht.

    Warum? Was kann denn das Volk dafür, wenn der Priester Mist baut?

    Umgekehrt macht es eher Sinn, denn der Priester ist ja für den geistigen, moralischen und sittlichen Zustand des Volkes verantwortlich.

  57. Juleam 11. Februar 2012 um 13:08 Link zum Kommentar

    3. Mose 5 – 7

    3. Mose 5:4

    jemand spricht unüberlegt einen Schwur aus – so wie man schnell einmal etwas unbedacht sagt und erst später die Folgen merkt -, ganz gleich, ob er mit dem Schwur etwas Gutes oder Schlechtes bewirken wollte.

    Eine sehr gute Formulierung. Wir sollten kein übereiltes Gelübde ablegen, sondern vorher darüber nachdenken und die Kosten berechnen. Denken wir nur an Jephta und seine Tochter, die Zeit ihres Lebens die Konsequenzen für das Versprechen ihres Vaters tragen mußte

  58. Juleam 11. Februar 2012 um 13:10 Link zum Kommentar

    3. Mose 5:11

    Wenn der Betreffende sich auch zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben nicht leisten kann, darf er als Opfergabe für seine Sünde eineinhalb Kilogramm feines Mehl darbringen. Er soll aber weder Öl noch Weihrauch dazugeben, denn es ist ein Sündopfer

    Das hört sich jetzt für uns heute einfach und billig an: ein kg Mehl bekommt man schon für 40 cent in jedem Supermarkt – kein Problem.

    Damals war das nicht so einfach, denn man konnte nicht einfach in einen Laden gehen und eine Tüte Mehl kaufen. Da mußte die Hausfrau die Körner selbst mahlen und wenn es feines Mehl sein sollte, war dies entprechend Zeit- und kraftaufwendig! Es gab ja keine Maschinen oder Elektromühlen, wie heute.

    Somit war es schon ein kostbares Opfer, wenn feines Mehl dargebracht wurde

  59. Juleam 11. Februar 2012 um 13:15 Link zum Kommentar

    3. Mose 5:20-26

    20 Der Herr sprach zu Mose: 21 »Jeder, der einem anderen Israeliten Schaden zufügt, sündigt gegen mich, den Herrn. Wer etwas als seinen Besitz beansprucht, was ein anderer ihm anvertraut oder ausgeliehen hat, wer einen anderen beraubt oder ihn durch Erpressung zwingt, ihm sein Eigentum zu überlassen, 22 wer etwas findet und es unrechtmäßig behält oder wer einen Meineid schwört, um seine Lügen glaubhaft zu machen, der lädt Schuld auf sich. 23 Wenn einer auf solche Weise sündigt, muss er alles zurückgeben: was er geraubt oder durch Erpressung gewonnen hat, was ihm anvertraut wurde, was er gefunden hat 24 oder was er durch einen Meineid an sich gebracht hat. Alles muss er vollständig erstatten und noch ein Fünftel dazugeben. An dem Tag, an dem er sein Schuldopfer darbringt, soll er alles dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. 25 Als Schuldopfer für mich, den Herrn, bringt er dem Priester einen fehlerlosen Schafbock. Vorher wird bestimmt, welchen Wert das Tier haben soll.

    26 Der Priester versöhnt den Schuldigen mit mir, dem Herrn, und ihm wird alles vergeben, was er getan hat.«

    Interessante Gedanken:

    1. Alles, was einem anderen schadet, ist in Jehovas Augen verwerflich und wird von ihm so angesehen, als würde man IHM persönlich Schaden zufügen.

    2. Damit ihm von Jehova vergeben werden kann, muss der Sünder zuerst mal den Schaden wieder gut machen. Er muss dem, dem er geschadet hat, sein Eigentum zurück erstatten und noch Zins oder Schmerzensgeld obendrauf. Damit zeigt er, dass er eingesehen hat, dass sein Handeln verkehrt war und dass er es zutiefst bereut und dass er das begangene Unrecht am liebsten ungeschehen machen würde. Erst dann würde sich Jehova wieder mit ihm versöhnen lassen!

  60. Juleam 11. Februar 2012 um 13:22 Link zum Kommentar

    3. Mose 7:11-21

    Weitere Anweisungen für das Dankopfer

    11 »Dieses Gesetz gilt für das Dankopfer, das jemand mir, dem Herrn, darbringt:

    12 Ist es ein Dankopfer, dann sollen außer dem Tier noch Kuchen dargebracht werden, ohne Sauerteig und mit Öl vermengt gebacken, dazu ungesäuerte, mit Öl bestrichene Brotfladen sowie feines Mehl, ebenfalls mit Öl vermengt. 13 Dazu kommen noch Brotkuchen aus Sauerteig. 14 Von jeder Gabe soll der Opfernde einen Teil zurückhalten, ihn mir, dem Herrn, weihen und dann dem Priester geben. Ihm soll es gehören. Der Priester sprengt das Blut des Opfertieres an den Altar. 15 Das Fleisch muss noch am selben Tag verzehrt werden, an dem das Tier geschlachtet wurde; nichts davon darf bis zum nächsten Morgen übrig bleiben.

    16 Nur wenn das Opfer freiwillig dargebracht wird oder um ein Gelübde einzulösen, kann das Fleisch auch noch am nächsten Tag gegessen werden. 17 Am dritten Tag aber müssen die Fleischreste verbrannt werden. 18 Wer am dritten Tag doch noch davon isst, wird meine Gnade nicht erfahren, denn ich, der Herr, werde sein Opfer nicht annehmen. Es ist dann unrein, und wer davon isst, lädt Schuld auf sich. 19 Kommt das Fleisch mit irgendetwas Unreinem in Berührung, darf es nicht verzehrt werden; man soll es verbrennen. Doch sonst darf jeder davon essen, der rein ist. 20 Wenn jemand, der vor mir als unrein gilt, vom Fleisch des Dankopfers isst, das mir, dem Herrn, geweiht ist, muss er aus der Gemeinschaft der Israeliten ausgestoßen werden und sterben. 21 Wenn jemand mit etwas Unreinem in Berührung gekommen ist – mit einem unreinen Menschen, einem unreinen Tier oder mit irgendetwas, das ich, der Herr, verabscheue – und dann vom Fleisch des Dankopfers isst, muss er aus der Gemeinschaft der Israeliten ausgestoßen werden und sterben.«

    es ist für Jehova also eine ernste Sache, dass wir uns rein erhalten!

  61. Juleam 13. Februar 2012 um 10:52 Link zum Kommentar

    3. Mose 8 – 10

    3. Mose 8:15

    Mose schlachtete den Stier und strich mit dem Finger etwas von seinem Blut an die vier Hörner des Altars; so reinigte er den Altar von aller Schuld, die auf ihm lastete. Das restliche Blut schüttete er am Fuß des Altars aus, um ihn dem Herrn zu weihen und von aller Unreinheit zu befreien.

    Welche Schuld lastete denn auf dem Altar? Er wurde doch gerade erst eingeweiht.

    Was bedeutet es eigentlich, wnn „Schuld auf dem Altar lastet“? Was sollten wir uns darunter vorstellen?

  62. Juleam 13. Februar 2012 um 10:53 Link zum Kommentar

    3. Mose 8:29

    Mose nahm das Bruststück des Schafbocks und schwang es vor dem Heiligtum hin und her, um es dem Herrn zu weihen. Es war sein Anteil am Einsetzungsopfer. So hatte es der Herr befohlen.

    Wieso war dies nun Moses‘ Anteil?

    Hatte Jehova nicht gesagt, dieser Anteil solle dem Priester gehören?

    War das hier nun Moses, weil er in diesem Moment den Priesterdienst übernommen hatte?

  63. Juleam 13. Februar 2012 um 11:44 Link zum Kommentar

    3. Mose 9:22-23

    Nachdem Aaron das Sündopfer, das Brandopfer und das Dankopfer dargebracht hatte, erhob er die Hände und segnete das Volk. Danach stieg er vom Brandopferaltar herab 23 und ging mit Mose in das heilige Zelt. Als sie wieder herauskamen, segneten sie die Israeliten. Da erschien der Herr in seiner Herrlichkeit dem ganzen Volk.

    Die verschiedenen Opferarten – was bedeuteten sie und was bedeuten sie für uns heute noch? Hierzu habe ich einen WT aus dem Jahre 2000 gefunden, der ausführlich erklärt, warum Opfer nötig waren. Hier heißt es zum Sündopfer auszugsweise:

    16 Die Schlachtopfer, die dargebracht wurden, um Vergebung von Sünden zu erlangen oder Übertretungen des mosaischen Gesetzes zu sühnen, schlossen Sündopfer und Schuldopfer ein.

    Diese Schlachtopfer wurden zwar auch zum Teil auf dem Altar verbrannt, doch sie unterschieden sich von den Brandopfern dadurch, daß nicht das ganze Tier Gott dargebracht wurde, sondern nur das Fett und ganz bestimmte Teile des Opfertieres. Der Rest wurde außerhalb des Lagers beseitigt, und in einigen Fällen erhielten die Priester einen Anteil.

    Diese Besonderheit ist von Bedeutung. Das Brandopfer wurde Gott als eine Gabe dargeboten, damit man sich ihm nahen durfte; deshalb wurde es in seiner Gesamtheit ausschließlich Gott dargebracht.

    Interessanterweise ging einem Brandopfer gewöhnlich ein Sündopfer oder ein Schuldopfer voraus, wodurch angedeutet wurde, daß ein Sünder Vergebung benötigte, damit seine Gabe für Gott annehmbar war (3. Mose 8:14, 18; 9:2, 3; 16:3, 5).

    17 Ein Sündopfer wurde nur für unabsichtliche Sünden gegen das mosaische Gesetz angenommen, Sünden, die zufolge fleischlicher Schwächen begangen wurden.

    „Falls eine Seele aus Versehen in irgendwelchen der Dinge sündigt, die nach Jehovas Geboten nicht getan werden sollten“, dann sollte der Sünder ein Sündopfer darbringen, je nach seiner Stellung in der Gemeinde (3. Mose 4:2, 3, 22, 27).

    Reuelose Sünder wurden dagegen abgeschnitten; für sie war kein Opfer vorgesehen (2. Mose 21:12-15; 3. Mose 17:10; 20:2, 6, 10; 4. Mose 15:30; Hebräer 2:2).

    18 Bedeutung und Zweck des Schuldopfers werden in 3. Mose, Kapitel 5 und 6 erläutert. Angenommen, jemand beging unabsichtlich eine Sünde. Trotzdem hatte er entweder gegen die Rechte seines Nächsten verstoßen, oder er war Jehova Gott gegenüber schuldig geworden, und dieses Unrecht erforderte Genugtuung oder Berichtigung.

    Es werden verschiedene Kategorien von Sünden erwähnt. Einige waren rein persönliche Sünden (5:2-6), andere waren Sünden gegen „die heiligen Dinge Jehovas“ (5:14-16), und bei wieder anderen, die zwar nicht völlig unabsichtlich erfolgten, handelte es sich um die Folgen verkehrter Wünsche oder fleischlicher Schwächen (6:1-3). Solche Sünden mußte der Betreffende nicht nur bekennen, sondern sie möglichst auch wiedergutmachen und dann Jehova ein Schuldopfer darbringen (3. Mose 6:4-7).

    zum Brandopfer:

    Einige Gelehrte vertreten die Ansicht, der hebräische Ausdruck für „Brandopfer“ bedeute „(im Feuer) aufsteigende Gabe“ oder „(im Feuer) aufsteigende Huldigungsgabe“. Das ist passend, weil bei einem Brandopfer das geschlachtete Tier auf dem Altar verbrannt wurde und ein süßlicher oder beruhigender Geruch himmelwärts zu Gott aufstieg.

    Das Charakteristische am Brandopfer war, daß das ganze Tier, nachdem sein Blut ringsum auf den Altar gesprengt worden war, Gott geopfert wurde. Die Priester ließen „alles davon als ein Brandopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen . . ., ein Feueropfer von beruhigendem Wohlgeruch für Jehova“ (3. Mose 1:3, 4, 9; 1. Mose 8:21).

    und zum Dankopfer:

    Eine Gabe oder ein Geschenk ist gewöhnlich ein Ausdruck der Zuneigung und Dankbarkeit, verbunden mit dem Wunsch, eine Freundschaft zu pflegen oder Gunst und Anerkennung zu erlangen (1. Mose 32:20; Sprüche 18:16). Viele der im mosaischen Gesetz vorgeschriebenen Opfer könnte man als „Gaben“ betrachten, die Gott dargebracht wurden, um seine Gunst oder Anerkennung zu erlangen.

  64. Juleam 13. Februar 2012 um 11:50 Link zum Kommentar

    3. Mose 10:1-20

    Das eigenmächtige Opfer Nadabs und Abihus

    1 Zwei Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ihre Räucherpfannen, legten glühende Holzkohle hinein und streuten Weihrauch darüber. Damit gingen sie ins heilige Zelt, um es dem Herrn darzubringen. Aber sie taten es eigenmächtig, denn der Herr hatte es ihnen nicht befohlen. 2 Da tötete der Herr die beiden durch ein Feuer. So starben sie dort im Heiligtum.

    3 Mose sagte zu Aaron: »Jetzt geht in Erfüllung, was der Herr gesagt hat:
    ›Denen, die meine Nähe suchen, zeige ich meine Heiligkeit, das ganze Volk sieht meine Hoheit und Macht.‹«

    Aaron schwieg. 4 Mose rief Mischaël und Elizafan, die Söhne von Aarons Onkel Usiël, und forderte sie auf, ihre toten Verwandten aus dem Heiligtum hinaus vor das Lager zu bringen. 5 Die beiden kamen und trugen die Leichen mitsamt ihren Priestergewändern hinaus vor das Lager.

    6 Mose sagte zu Aaron und dessen Söhnen Eleasar und Itamar: »Lasst nicht euer Haar als Zeichen eurer Trauer ungekämmt, und zerreißt auch nicht eure Kleider! Denn sonst werdet ihr sterben, und Gottes Zorn trifft das ganze Volk. Die übrigen Israeliten mögen die Toten beweinen, die der Herr durch das Feuer getötet hat! 7 Verlasst nicht den Eingang zum heiligen Zelt, sonst sterbt auch ihr, denn ihr seid mit dem heiligen Öl zu Priestern des Herrn geweiht worden!« Die drei befolgten, was Mose ihnen befohlen hatte.

    Anweisungen für die Priester

    8 Der Herr sprach zu Aaron: 9 »Du und deine Nachkommen, ihr sollt weder Wein noch andere berauschende Getränke trinken, wenn ihr das heilige Zelt betretet; sonst werdet ihr sterben! Diese Ordnung gilt euch und euren Nachkommen für alle Zeiten. 10 Ihr müsst unterscheiden zwischen dem, was Gott geweiht ist und was nicht, was als rein und was als unrein gilt. 11 Erklärt den Israeliten alle Ordnungen, die ich euch durch Mose gegeben habe!«

    12 Mose sagte zu Aaron und dessen Söhnen Eleasar und Itamar, die ihm geblieben waren: »Was vom Speiseopfer nicht für den Herrn verbrannt wird, könnt ihr für euch nehmen und daraus ungesäuertes Brot backen. Es ist besonders heilig, darum esst es neben dem Brandopferaltar! 13 An diesem heiligen Ort dürft ihr es essen, denn es ist euer Anteil. Euch und euren Nachkommen steht er zu; so hat der Herr es mir gesagt. 14 Von den Opfern, bei denen das Bruststück und die rechte Hinterkeule des Tieres dem Herrn besonders geweiht werden, stehen euch Priestern diese beiden Stücke zu. Ihr dürft sie zusammen mit euren Familien essen. Verzehrt das Fleisch an einem reinen Ort! Es ist euer Anteil an den Dankopfern der Israeliten. 15 Vorher jedoch sollen die Priester die Keule und das Bruststück zusammen mit dem Fett vor dem Heiligtum hin- und herschwingen, um es dem Herrn zu weihen. Danach gehören diese Stücke euch und euren Nachkommen. Der Herr hat befohlen, dass dies für alle Zeiten gelten soll.«

    16 Mose erkundigte sich, was mit dem Fleisch des Ziegenbocks geschehen war, den man als Sündopfer dargebracht hatte. Als er hörte, dass auch das Fleisch verbrannt worden war, wurde er sehr zornig auf Aarons Söhne Eleasar und Itamar und stellte sie zur Rede: 17 »Warum habt ihr das Sündopferfleisch nicht im Heiligtum gegessen? Es ist doch euer Anteil, der besonders heilig ist. Der Herr hat es euch gegeben, damit ihr davon esst. Wenn ihr das nicht tut, ist das Opfer unvollständig! Ihr befreit das Volk dann nicht von seiner Schuld, es wird nicht mit Gott versöhnt! 18 Das gilt für jedes Tieropfer, bei dem kein Blut ins heilige Zelt gebracht wird. Ihr hättet also unbedingt von dem Fleisch essen müssen. Das hatte ich euch doch befohlen!«

    19 Aaron entgegnete: »Heute hat das Volk dem Herrn sein Sündopfer und sein Brandopfer dargebracht, und mir ist so etwas Schreckliches zugestoßen! Hätte es da dem Herrn gefallen, wenn wir heute vom Sündopfer gegessen hätten?«

    20 Als Mose das hörte, gab er sich zufrieden.

    Das hört sich jetzt ziemlich hart und nüchtern an. Blieb Moses wirklich völlig unberührt von dem, was seinen Neffen widerfahren war?

    Oder wird seine Traurigkeit hier nicht erwähnt, um den Unterschied aufzuzeigen – damit wir sehen, was Jehova von uns erwartet?

    Er ging „einfach so“ zur Tagesordnung über, so als wäre gar nichts geschehen. Empfand er auch so? Oder hatte er sich nur besser in der Gewalt als sein Bruder?

  65. Juleam 13. Februar 2012 um 11:52 Link zum Kommentar

    3. Mose 11 – 13

    3. Mose 11:32-38

    Jeder Gegenstand, auf den der Kadaver eines dieser Tiere fällt, wird unrein, ganz gleich, ob er aus Holz, Stoff, Fell oder Sackleinen gemacht ist, und ganz gleich, wofür er gebraucht wird. Legt ihn ins Wasser; bis zum Abend bleibt er unrein. 33 Fällt ein totes Tier dieser Art in einen Tontopf, wird alles darin unrein, und den Topf müsst ihr zerschlagen. 34 Jedes Essen, das mit Wasser aus solch einem Tonkrug zubereitet wurde, ist unrein, ebenso jedes Getränk aus solch einem Gefäß. 35 Alles, was mit einem Kadaver dieser Tiere in Berührung kommt, wird unrein. Handelt es sich um einen Backofen oder um einen kleinen Herd, muss er niedergerissen werden. 36 Nur eine Quelle oder eine Zisterne, in der man das Wasser sammelt, bleibt rein. Doch wer das tote Tier berührt, das hineingefallen ist, wird unrein. 37 Fällt der Kadaver eines dieser Kriechtiere auf Saatgut, das gerade ausgesät werden soll, so bleibt dies rein. 38 Wurden die Samen aber mit Wasser befeuchtet und es fällt dann ein totes Tier darauf, so werden sie unrein.

    Die unreinen Tiere – worum ging es hier eigentlich wirklich?

    Es kann ja nicht das Tier oder sein Kadaver an sich gewesen sein, denn sonst wären ja die Zisterne und das Saatgut auch unrein.

    Also: was war der eigentliche Sinn dahinter?

  66. Juleam 13. Februar 2012 um 11:55 Link zum Kommentar

    3. Mose 13:9-17

    Wenn bei einem Menschen Verdacht auf Aussatz besteht, soll er zum Priester gebracht werden. 10 Sieht dieser eine weiße Schwellung mit weiß verfärbten Haaren und wild wucherndem Fleisch, 11 dann ist es weit fortgeschrittener Aussatz. Der Priester muss den Kranken sofort für unrein erklären, ohne ihn vorher noch zur Beobachtung an einen abgesonderten Ort zu schicken. 12 Wenn sich aber der Aussatz rasch auf der Haut ausbreitet und den Kranken von Kopf bis Fuß bedeckt, 13 wenn also der Priester sieht, dass der Aussatz die Haut ganz erfasst hat, erklärt er den Betreffenden für rein. Weil die Haut dann ganz weiß ist, gilt er als rein. 14 Zeigt sich aber wucherndes Fleisch, ist er unrein. 15 Der Priester muss ihn, sobald er es sieht, für unrein erklären. Wild wucherndes Fleisch ist in jedem Fall unrein, denn es handelt sich um Aussatz. 16 Bildet sich aber das wuchernde Fleisch zurück und wird die Stelle wieder weiß, soll der Betreffende den Priester aufsuchen. 17 Sieht dieser, dass die Haut dort tatsächlich wieder weiß geworden ist, erklärt er ihn für rein.

    Etwas verwirrend:

    Wenn der Verdacht auf Aussatz besteht, ist derjenige unrein und muss außerhalb des Lagers. Bisher hatte ich immer angenommen, dies wäre eine Art Quarantäne und diene dazu, dass die anderen sich nicht anstecken. Das wäre dann sehr sinnvoll.

    Hier heißt es aber, dass er nicht unrein ist, wenn es ganz sicher Aussatz ist. Ist er dann nicht mehr ansteckend?

    Oder ist diese Regelung ein Ausdruck von Jehovas grosser Barmherzigkeit – weil die Krankheit nicht heilbar ist und es unmenschlich wäre, wenn dieser arme Kranke den Rest seines Lebens ohne liebe Menschen um sich verbringen müßte?

  67. Juleam 15. Februar 2012 um 09:29 Link zum Kommentar

    3. Mose 14 – 16

    3. Mose 14:1-32

    Reinigungsopfer für vom Aussatz Geheilte

    1 Der Herr sprach zu Mose: 2 »Wenn ein Aussätziger gesund geworden ist und für rein erklärt werden will, dann gilt folgende Ordnung: Er muss zum Priester gebracht werden, 3 der ihn außerhalb des Lagers untersuchen soll. Ist der Kranke wirklich wieder gesund geworden, 4 lässt der Priester für ihn zwei lebende, reine Vögel bringen sowie Zedernholz, karmesinrote Wolle und ein Büschel Ysop. 5 Auf Anweisung des Priesters wird ein Vogel über einem Tongefäß mit frischem Quellwasser getötet, um das Blut des Tieres aufzufangen. 6 Den lebenden Vogel nimmt der Priester in die Hand und taucht ihn zusammen mit dem Zedernholz, der karmesinroten Wolle und dem Ysop in das Blut des ersten Vogels, das sich mit dem frischen Quellwasser vermischt hat. 7 Siebenmal besprengt er mit dem blutvermischten Wasser den Geheilten und erklärt ihn für rein. Den lebenden Vogel lässt er fliegen. 8 Der Geheilte wäscht seine Kleider, rasiert alle seine Haare und wäscht sich; danach ist er rein. Er darf wieder ins Lager kommen, soll aber sieben Tage sein Zelt nicht betreten. 9 Am siebten Tag rasiert er noch einmal den Kopf, den Bart, die Augenbrauen und alle anderen Haare. Nachdem er seine Kleider gewaschen und selbst gebadet hat, ist er endgültig rein.

    10 Am achten Tag sucht er zwei männliche Lämmer und ein einjähriges weibliches Schaf aus, alles fehlerlose Tiere; zusätzlich bringt er für das Speiseopfer vier Kilogramm feines Mehl, mit Öl vermengt, sowie einen halben Liter Öl. 11 Der Priester führt den Mann mit seinen Opfergaben zum Eingang des heiligen Zeltes, in meine Gegenwart. 12 Eines der Lämmer und das Öl sind für das Schuldopfer bestimmt. Der Priester weiht sie mir, dem Herrn, indem er sie vor dem Heiligtum hin- und herschwingt. 13 Dann schlachtet er das Lamm am Eingang des heiligen Zeltes, wo auch die Tiere für das Sündopfer und für das Brandopfer geschlachtet werden. Wie das Sündopfer steht das Schuldopfer dem Priester zu; es ist besonders heilig. 14 Der Priester nimmt etwas vom Blut des Opfertieres und streicht es dem, der gereinigt werden möchte, an das rechte Ohrläppchen, den rechten Daumen und die rechte große Zehe. 15 Nun gießt er etwas Öl in die linke Hand, 16 taucht seinen rechten Zeigefinger hinein und besprengt damit siebenmal den Altar. 17 Von dem Öl in seiner Hand streicht er dem Geheilten etwas auf das rechte Ohrläppchen, den rechten Daumen und die rechte große Zehe, wo er zuvor das Blut des Opfertieres hingestrichen hat. 18 Das restliche Öl streicht der Priester auf den Kopf des Mannes. So soll er ihn mit mir, dem Herrn, versöhnen.

    19 Dann bringt er das Sündopfer dar, um den Geheilten von aller Schuld zu befreien. Anschließend schlachtet er das Tier für das Brandopfer 20 und verbrennt das Speise- und das Brandopfer auf dem Altar. So bewirkt er, dass der Betreffende in meinen Augen wieder rein ist.

    21 Wenn jemand zu arm ist und sich die Opfergaben nicht leisten kann, bringt er nur ein Lamm für das Schuldopfer. Es soll mir, dem Herrn, geweiht werden, damit ich dem Geheilten alle Schuld vergebe. Als Speiseopfer genügen in einem solchen Fall eineinhalb Kilogramm feines, mit Öl vermengtes Mehl sowie ein halber Liter Öl. 22 Wenn der Mann es aufbringen kann, kommen noch zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben dazu, eine für das Sündopfer, die andere für das Brandopfer. 23 Am achten Tag, wenn er gereinigt werden möchte, bringt er diese Opfergaben zum Priester an den Eingang des heiligen Zeltes, in meine Gegenwart. 24 Der Priester nimmt das Lamm und den halben Liter Öl entgegen und schwingt sie vor dem Heiligtum hin und her, um sie mir, dem Herrn, zu weihen. 25 Dann schlachtet er das Lamm für das Schuldopfer und streicht dem Geheilten etwas von dem Blut an das rechte Ohrläppchen, den rechten Daumen und die rechte große Zehe. 26 Anschließend gießt er Öl in die linke Hand 27 und sprengt etwas davon mit seinem rechten Zeigefinger siebenmal an den Altar. 28 Von dem Öl in seiner Hand streicht er dem Geheilten etwas auf das rechte Ohrläppchen, den rechten Daumen und die rechte große Zehe, wo er zuvor das Blut des Opfertieres hingestrichen hat. 29 Das restliche Öl streicht der Priester auf den Kopf des Mannes. So soll er ihn mit mir, dem Herrn, versöhnen. 30-31 Dann bringt er eine der beiden Tauben als Sündopfer und die andere als Brandopfer dar, zusammen mit den Speiseopfergaben. So befreit der Priester ihn von seiner Unreinheit und sorgt dafür, dass ich, der Herr, ihm alle Schuld vergebe. 32 Diese Ordnung gilt für einen vom Aussatz Geheilten, der die volle Opfergabe für seine Reinigung nicht aufbringen kann.«

    Hier kommen mir wieder einige Dinge, die wir in der Vergangenheit recherchiert haben, wieder in den Sinn:

    Dass zu dieser Reinigungszeremonie ganz viel Demut gehörte und die verschiedenen Beispiele wie Naaman, die ihre Demut erst lernen mussten.

    Im Falle Naaman’s, des Heeroberst des Königs von Arams, war es das Ablegen allen Stolzes. Naaman musste von seinem Pferd steigen, seine Kleider ablegen und in einem kleinen, dreckigen Fluss siebenmal untertauchen. Wenn wir die Geschichte in 2.Könige 5 lesen, werden wir feststellen, was das für ihn bedeutete!

    Die Sache mit dem Rasieren von Kopf und Bart – dass dies eine Demütigung war.

    Am siebten Tag musste sich der Geheilte scheren lassen. (14:9) Von dieser Komplettrasur waren auch die Augenbrauen, der Bart und die Kopfhaare betroffen. Wer einmal in Israel gewesen ist, kann sich vorstellen was das bedeutet, denn fast jeder religiöse Jude trägt hier einen langen Bart und Schläfenlocken.

    Das Abscheren des Bartes und dieser Locken gilt als Schande und geht an die Wurzeln des Stolzes eines jeden Mannes. Aber dies war die äußere Umkehr und ein weiterer Schritt nach „unten“, um den Stolz zu besiegen.

    Was es bedeutete, dass von dem Blut – und hier auch von dem Öl auf das Ohrläppchen, die Finger und den Zeh gestrichen wurde – und vieles mehr

  68. Juleam 15. Februar 2012 um 09:32 Link zum Kommentar

    3. Mose 14:33-48

    Schimmelpilzbefall an Häusern

    33 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 34 »Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, das ich euch als euer Eigentum schenken will, und ich lasse dort an einem Haus einen Schimmelpilz entstehen, 35 dann soll der Besitzer seinen Verdacht dem Priester melden. 36 Dieser ordnet an, das Haus auszuräumen, ehe er kommt, um den Befall zu untersuchen. Denn sonst müsste, falls es ein Pilzbefall ist, der ganze Hausrat für unrein erklärt werden. Nun kommt der Priester, um sich das Haus anzusehen. 37 Entdeckt er im Mauerwerk rötliche oder grünliche Vertiefungen, 38 verlässt er das Haus und verschließt es für sieben Tage. 39 Wenn er am siebten Tag wiederkommt und sieht, dass sich der Befall am Mauerwerk ausgebreitet hat, 40 dann muss er anordnen, die befallenen Steine auszubrechen und außerhalb der Stadt an einen unreinen Ort zu werfen. 41 Die Innenwände des Hauses lässt er abkratzen und den Lehm ebenfalls außerhalb der Stadt an einen unreinen Ort schütten. 42 Dann werden die herausgebrochenen Steine durch andere ersetzt, und das Haus wird mit neuem Lehm verputzt. 43 Wenn aber der Befall wieder auftritt, nachdem man die alten Steine herausgebrochen, den Lehm abgekratzt und das Haus neu verputzt hat, 44 kommt der Priester und schaut es sich erneut an. Stellt er fest, dass sich der Befall ausgebreitet hat, dann handelt es sich um einen hartnäckigen Schimmelpilz, der nicht wieder verschwindet; das Haus bleibt unrein. 45 Man muss es abreißen und den Schutt – die Steine, die Balken und den Lehm – an einen unreinen Ort außerhalb der Stadt bringen.

    46 Wer das Haus betritt, während es verschlossen bleiben soll, ist unrein bis zum Abend. 47 Wer in dem Haus schläft oder isst, muss danach seine Kleider waschen. 48 Wenn aber der Priester sieht, dass sich der Pilzbefall am Haus nicht ausgebreitet hat, nachdem es neu verputzt wurde, soll er das Haus für rein erklären, denn der Schimmelpilz ist verschwunden

    Nur mal bis hier …

    Also beantwortet diese Übersetzung meine Frage von vor einigen Jahren. Denn bei unserer NW-Übersetzung ist „der Plage an den Wänden des Hauses“ die Rede. Gemeint ist also der lästige Schimmelpilz, den wir hier aus eigener Erfahrung kennen.

    Warum so eine Vorgehensweise? Wenn man sich vorstellt, was es bedeutet, dass sie das Haus für längere Zeit räumen und verschließen sollten. Wo sollten sie denn in der Zeit wohnen?

    War das nun eine reine Schikane?

    Heute weiss man, dass Schimmelbefall in der Wohnung krank machen kann. In meiner Heimatversammlung gab es eine Schwester, die unter dem Chronischen-Müdigkeits-Syndrom litt. Nach längeren Untersuchungen kam zutage, dass die Ursache wohl der Schimelbefall in der Wohnung sein würde, so dachte man damals über einen Umzug nach. Aber damit wäre es nicht getan gewesen, sie hätten alles wegwerfen müssen: Möbel, Teppiche, Gardinen, Kleidung usw.

    Alles, weil dieser Schimmelpilz eine massive Bedrohung für die Gesundheit der Schwester war!

  69. Juleam 15. Februar 2012 um 09:34 Link zum Kommentar

    3. Mose 14:49-53

    Er holt dann zwei Vögel, Zedernholz, karmesinrote Wolle und ein Büschel Ysop, um das Haus von seiner Unreinheit zu befreien. 50 Den einen Vogel tötet er über einem Tongefäß mit frischem Quellwasser, um das Blut des Tieres aufzufangen. 51 Dann nimmt er das Zedernholz, den Ysop, die karmesinrote Wolle und den lebenden Vogel und taucht alles in das Blut des ersten Vogels, das sich mit dem Wasser vermischt hat. Siebenmal besprengt er mit dem blutvermischten Wasser das Haus. 52 So befreit er es von aller Unreinheit, die auf ihm lastet. 53 Den lebenden Vogel lässt er aus der Stadt hinaus ins Freie fliegen. So sorgt er dafür, dass das Haus in meinen Augen wieder rein ist.

    Unglaublich!

    Wir hatten diese Vorgehensweise vorhin schon einmal: ein lebender Vogel wird in das Blut seines Artgenossen getaucht und mit ihm wird ein Mensch oder ein Gegenstand besprengt – danach „darf“ er wieder in Freiheit davon fliegen.

    Für mich liest sich dies wie eine Szene aus einem Horrorfilm! Es ist für mich unfassbar, dass Jehova so etwas angeordnet hat.

    Aber ich finde auch diese ganze Schlachterei zu Opferzwecken ungeheuerlich und ganz besonders das Schächten der Tiere. Vor kurzem haben wir eine Dokumentation zum Thema Tierschutz im Zusammenhang mit Religion gesehen und dort habe ich zum ersten Mal begriffen, was das eigentlich für das Tier bedeutet: es wird bei lebendigem Leib ausgeblutet – es ist nur betäubt. Unfassbar!

    Thom sagt, das müsse sein, denn Jehova hatte den Verzehr von Blut verboten, was mir ja bekannt ist – aber wenn das Tier tot sei, käme der Blutkreislauf zum Stehen und dann könne es nicht ausbluten.

    Ja, ich weiss, dass Jehova das Blut zum Sündensühnen auf den Altar gegeben hat und wir daher kein Blut zu uns nehmen sollen – aber wenn ich mir solche Szenen wie das Schächten in den Sinn rufe, dann vergeht mir der Appetit auf Fleisch!

    Ich weiss auch, dass die Opfer sein mußten, weil sie das Volk auf Jesu Opfer hinweisen sollten und dass vielleicht sogar die natürliche Abscheu vor dem Schlachten das Volk von dem Sündigen abhalten sollte – trotzdem ist es für mich ein grausames Bild – sogar in meiner Vorstellung!

  70. Juleam 15. Februar 2012 um 09:38 Link zum Kommentar

    3. Mose 15:19-24

    »Wenn eine Frau ihre monatliche Blutung hat, ist sie sieben Tage unrein; wer sie berührt, ist ebenfalls bis zum Abend unrein. 20 Alles, worauf sie sich in dieser Zeit legt oder setzt, wird unrein. 21-22 Jeder, der ihr Bett oder etwas, worauf sie gesessen hat, berührt, muss sich und seine Kleider waschen; bis zum Abend bleibt er unrein. 23 Liegt etwas auf ihrem Bett oder Sitz und jemand fasst es an, so wird auch er unrein bis zum Abend. 24 Wenn ein Mann während dieser Zeit mit ihr schläft, so ist auch er sieben Tage unrein, ebenso jedes Bett, auf dem er liegt.

    Ein Widerspruch?

    Hatte ich mich nicht noch vor einiger Zeit gefragt, warum auf ehelichen Verkehr während der Menstruation die Todesstrafe stand?

    Warum heißt es einmal, der Mann wäre 7 Tage unrein und ein anderes Mal, beide sollten zu Tode gesteinigt werden?

  71. Juleam 15. Februar 2012 um 09:40 Link zum Kommentar

    3. Mose 16:20-22

    Wenn Aaron das Allerheiligste und das Heiligtum sowie den Altar gereinigt hat, holt er den zweiten Ziegenbock, 21 legt die Hände auf seinen Kopf und bekennt alle Vergehen und alle Schuld des Volkes. So lädt er die Sünden der Israeliten auf den Kopf des Ziegenbocks und lässt ihn durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, in die Wüste treiben. 22 Der Ziegenbock trägt alle Schuld mit sich hinaus in die Wüste.

    Hier entsteht also die Sache mit dem „Sündenbock“. Er wird für alle Sünden des Volkes in die Wüste geschickt. Wenigstens durfte er sein Leben behalten

    Was ist heute „ein Sündenbock“? Es ist eine Person, auf die wir unsere Schuld abschieben. Aber diese Person „darf nicht leben“, denn sie soll die Konsequenzen für unsere Verfehlungen tragen.

    Ich glaube nicht, dass dies wirklich der gleiche Gedanke ist, wie der, der hinter dem Sündenbock steht, den Jehova hier den Israeliten gab – oder?

  72. Juleam 17. Februar 2012 um 15:35 Link zum Kommentar

    3. Mose 17 – 19

    3. Mose 19:16-18

    Verleumdet einander nicht, und tut nichts, was das Leben anderer gefährdet! Ich bin der Herr.

    17 Hege keinen Hass gegenüber deinem Mitmenschen! Wenn du etwas gegen jemanden hast, dann weise ihn zurecht, sonst lädst du Schuld auf dich.

    18 Räche dich nicht, und sei nicht nachtragend! Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Ich bin der Herr.

  73. Juleam 17. Februar 2012 um 15:37 Link zum Kommentar

    3. Mose 19:20

    Wenn ein Mann mit einer Sklavin schläft, die mit einem anderen Mann verlobt ist, aber noch nicht freigekauft oder freigelassen wurde, dann muss der Mann Schadenersatz leisten. Die beiden müssen aber nicht getötet werden, denn die Frau war nicht frei.

    warum das jetzt?

    Hatte Jehova nicht gesagt, dass auf Ehebruch und Hurerei die Todesstrafe stand?

    Aber wenn keiner der beiden verheiratet war dann war es auch kein Ehebruch (?)

  74. Juleam 17. Februar 2012 um 15:41 Link zum Kommentar

    3. Mose 19:23-25

    Wenn ihr ins Land Kanaan kommt und Obstbäume pflanzt, dann sind ihre Früchte in den ersten drei Jahren für euch verboten; ihr dürft sie nicht essen. 24 Im vierten Jahr bringt ihr mir, dem Herrn, alle Früchte als Erntedankopfer dar. 25 Vom fünften Jahr an dürft ihr die Früchte essen. Wenn ihr euch daran haltet, wird eure Ernte umso reicher sein. Ich bin der Herr, euer Gott.

    hierzu gehörte sicherlich viel Vertrauen in Jehova und jede Menge Geduld!

    Dass der Baum erst mal in Ruhe wachsen musste, bevor man Früchte ernten konnte, aber dann….

    Drei Jahre haben wir dem Baum beim Wachsen zugesehen, uns vorgestellt, wie die Früchte wohl werden, die er einmal bringt. Dann, im vierten Jahr, sehen wir die Früchte, wir riechen sie und sie sehen toll aus, sicherlich sind die total lecker!

    Und dann müssen wir sie Jehova bringen, dürfen sie selbst nicht essen. Das ist aber gemein, der braucht sie doch nicht, aber ich…

    Wie wir sehen, mussten die Israeliten viel Geduld mitbringen. Aber das müssen wir heute ja auch, denn wer nach dem Motto lebt „ich will alles und zwar sofort“, der kann Jehova nicht treu bleiben. Wir müssen uns entscheiden!

  75. Juleam 17. Februar 2012 um 15:43 Link zum Kommentar

    3. Mose 20 – 23

    3. Mose 20:17

    Heiratet ein Mann seine Schwester oder Halbschwester, ist das eine Schande. Beide müssen öffentlich hingerichtet werden. Weil der Mann mit seiner Schwester geschlafen hat, ist er selbst schuld an seinem Tod.

    Wie passt dies mit Jehovas enger Freundschaft mit Abraham zusammen – der ja seine Halbschwester Sara geheiratet hatte?

    Ok, es gab diese Anweisung zu Abrahams Zeit noch nicht in dieser Form – aber Jehova hatte vor dem GESETZ ja auch schon Götzendienst, Ehebruch und Magie gehasst.

  76. Juleam 17. Februar 2012 um 15:44 Link zum Kommentar

    3. Mose 21:1-4

    »Ein Priester darf sich nicht verunreinigen, indem er eine Leiche berührt. 2-3 Er darf sich nur unrein machen, wenn jemand von seinen engsten Familienangehörigen stirbt – der Vater, die Mutter, ein Sohn, eine Tochter, ein Bruder oder eine unverheiratete Schwester, die in seinem Haus gewohnt hat. 4 War seine Schwester aber verheiratet, darf er ihre Leiche nicht berühren, denn er würde sich sonst verunreinigen.

    Warum dieser Unterschied?

    Was hatte sich durch die Heirat seiner Schwester denn geändert? War sie dann keine enge Familienangehörige mehr?

    Oder ging es darum, dass sie den engsten Kreis verließ, weil sie ja mit der Heirat das Haus des Priesters verließ und zu ihrem Mann zog – und damit nicht mehr der Verantwortung des Priesters unterstand?

  77. Juleam 17. Februar 2012 um 15:48 Link zum Kommentar

    Die hohen Anforderungen an den Priester

    Der Priester mußte eine Menge Einschränkungen von Jehova hinnehmen:

    • Er konnte nicht einfach heiraten, wen er wollte,
    • Er durfte keine Toten berühren, nicht mal seine verstorbenen Eltern und
    • Er durfte keinerlei Behinderung haben

    sonst würde er für Jehova unrein und daher für den Dienst ungeeignet

    Warum war Jehova so streng mit den Männern, die ihm in seiner Anbetungsstätte dienten?

    Wie Yve vor zwei Jahren sehr schön recherchiert hatte, ging es darum, dass Jehova und sein Haus (sei es die Stiftshütte oder der Tempel) heilig sind und dass Verunreinigung von Anfang an ausgebremst werden mußte.

    Der Priester hatte Vorbildfunktion und durfte sich daher nicht verunreinigen. Er mußte dem Volk durch sein Vorbild zeigen, wie Jehova angebetet werden sollte.

    Wir kennen das ja von Eltern: wer nicht nach dem lebt, was er seinem Kind erzählt, der kann es nicht dazu bringen, den rechten Weg zu gehen. Wenn wir wollen, dass unsere Kinder ein gutes Verhältnis zu ihrem Schöpfer entwickeln, dann müssen wir zuerst selbst ein gutes Verhältnis zu IHM haben und dies muss man in unserem ganzen Leben – bei allem was wir tun und wie wir uns entscheiden – gut erkennen können!

    Diese Vorbildfunktion und diese Erziehung des Volkes zu Gott hin war die Aufgabe, der Sinn der Priester.

    Außerdem wissen wir ja, dass der Hohepriester Jesus vorschatten sollte und die Priester somit die Gesalbten, die später mit ihm im Himmel richten und regieren werden. Jesus war vollkommen, in jeglicher Hinsicht rein – und auch die Gesalbten müssen in ihrem Handeln und sogar im Denken rein sein. Sie dürfen nichts tun von dem, was Jehova verurteilt.

    Und Jehova hatte damals gesagt, dass sich jemand, der einen Toten berührt, unrein ist und niemand, der unrein ist, etwas im Tempel zu suchen hatte,

    Was bedeutet dies für uns heute, die wir ja keine Gesalbten sind?

    Wir betreten ja trotzdem die heilige Anbetungsstätte – in gewissen Sinne den Vorhof des Tempels. Wir tragen seinen Namen und möchten deshalb auch keinerlei Schmach auf Jehova und seine Organisation werfen!

    Daher müssen auch wir uns rein erhalten, wenn wir auf richtige Weise unseren Platz in der Versammlung einnehmen wollen. Dazu gehört, dass wir nichts von dem tun, was Jehova verabscheut.

  78. Juleam 17. Februar 2012 um 15:51 Link zum Kommentar

    3. Mose 22:12-13

    Heiratet die Tochter eines Priesters einen Mann, der nicht zu den Nachkommen Aarons gehört, darf sie nicht mehr von den heiligen Abgaben essen. 13 Wenn sie aber als Witwe oder Geschiedene in das Haus ihres Vaters zurückkehrt und keine Kinder hat, darf sie von den Anteilen am Opfer essen, die ihr Vater erhält. Wer nicht zur Priesterfamilie gehört, darf auf keinen Fall davon essen!

    wenn sie also verwittwet wäre und Kinder hätte, dann dürfte sie nicht mit ihrem Vater und der Familie von dem Opfer essen. Warum nicht, wäre sie dann unrein?

    Nein! Es ging darum, dass nur der Priester und die Familie, die bei ihm lebt, von dem Oper essen sollte. Wenn sie erwachsene Kinder hätte, dann sollte sie nach dem Tod ihres Mannes zu ihren Kindern ziehen, damit diese fortan für sie sorgen. Wie Jesus schon sagte, würde sie dann zu den Hausgenossen der Kinder zählen und diese wären dann Unterhaltspflichtig.

    Nur, wenn niemand anderes für die Wittwe sorgen würde, dann konnte sie in den Haushalt ihres Vaters zurückkehren und dann wäre sie auch berechtigt, wieder an den Opfermahlen teilzunehmen

  79. Juleam 17. Februar 2012 um 15:55 Link zum Kommentar

    Kapitel 23 – die Feste der Israeliten

    Das Passahfest und das Fest der ungesäuerten Brote

    4 (4. Mose 28, 16-25)
    »Auch an den folgenden Festen, die ihr einmal im Jahr zu meiner Ehre feiert, sollt ihr euch versammeln, um mich anzubeten:

    5 Am 14. Tag des 1. Monats in der Abenddämmerung wird das Passahfest für mich, den Herrn, gefeiert. 6 Am darauf folgenden Tag beginnt das Fest der ungesäuerten Brote. Feiert es mir zu Ehren! Sieben Tage lang sollt ihr Brot essen, das ohne jeden Sauerteig gebacken wurde. 7 Am ersten dieser sieben Tage sollt ihr keine Arbeit verrichten, sondern gemeinsam mich, den Herrn, anbeten. 8 Bringt mir sieben Tage lang Opfer dar! Am letzten Tag sollt ihr euch wieder zum Gottesdienst versammeln; auch dann dürft ihr nicht arbeiten.«

    Das Fest der ersten Garbe

    9 Der Herr sagte zu Mose: 10 »Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und dort die Getreideernte einbringt, sollt ihr die erste Garbe dem Priester geben. 11 Dieser schwingt sie am Tag nach dem folgenden Sabbat vor dem heiligen Zelt hin und her. So weiht er eure Gabe mir, dem Herrn, und ich werde sie gnädig annehmen. 12 Am selben Tag müsst ihr mir ein fehlerloses, einjähriges Lamm als Brandopfer darbringen, 13 dazu als Speiseopfer zweieinhalb Kilogramm feines Mehl, mit Öl vermengt. Verbrennt alles für mich auf dem Altar; dann nehme ich es gnädig an. Gebt als Trankopfer noch einen Liter Wein dazu. 14 Erst wenn ihr mir, eurem Gott, diese Gaben dargebracht habt, dürft ihr die frischen Körner rösten, Brot daraus backen und von dem Getreide essen. Diese Ordnung gilt für alle Generationen, wo immer ihr auch wohnt.«

    Das Wochenfest

    15 (4. Mose 28, 26-31)
    »Vom Tag nach dem Sabbat, an dem ihr die ersten Ähren mir, dem Herrn, geweiht habt, zählt ihr genau sieben Wochen. 16 Am fünfzigsten Tag, nach dem siebten Sabbat, sollt ihr mir ein Speiseopfer von der neuen Ernte darbringen. 17 Jede Familie gibt zwei Brote, die jeweils aus zweieinhalb Kilogramm feinem Weizenmehl mit Sauerteig gebacken wurden. Diese Opfergaben, die ihr mir weihen sollt, müssen vom ersten Getreide genommen werden. 18 Zusätzlich bringt ihr sieben fehlerlose, einjährige Lämmer, einen Jungstier und zwei Schafböcke als Brandopfer dar. Dazu kommen noch die üblichen Speise- und Trankopfer. Ein solches Opfer gefällt mir, dem Herrn, gut, und ich nehme es an. 19 Sucht auch einen Ziegenbock für das Sündopfer und zwei einjährige Lämmer für das Brandopfer aus! 20 Der Priester weiht mir alle diese Opfergaben, zusammen mit dem Brot der ersten Ernte und den beiden Lämmern. Sie gehören mir, und der Priester darf sie als seinen Anteil am Opfer behalten. 21 An diesem Tag sollt ihr euch versammeln, um mich anzubeten. Ihr dürft dann keinerlei Arbeit verrichten! Diese Ordnung gilt für alle künftigen Generationen, wo immer ihr auch wohnt.

    22 Wenn ihr die Getreideernte einbringt, sollt ihr eure Felder nicht ganz bis an den Rand abmähen und auch keine Nachlese halten. Überlasst die Reste den Armen und Fremden! Ich bin der Herr, euer Gott.«

    Das Neujahrsfest

    23 (4. Mose 29, 1-6)
    Weiter sagte der Herr zu Mose: 24 »Der 1. Tag des 7. Monats soll ein Ruhetag für euch sein, an dem ihr euch mir zu Ehren versammelt. Zur Erinnerung daran sollen die Posaunen laut geblasen werden. 25 Lasst an diesem Tag alle Arbeit ruhen, und bringt mir, dem Herrn, eure Opfer auf dem Altar dar!«

    Der große Versöhnungstag

    26 (4. Mose 29, 7-11)
    Der Herr sagte zu Mose: 27 »Der 10. Tag des 7. Monats ist der Tag der Versöhnung. Dann sollt ihr fasten, euch zu meiner Ehre versammeln und eure Opfer auf dem Altar verbrennen. 28 Ihr dürft keinerlei Arbeit verrichten, denn an diesem Tag werdet ihr mit mir, dem Herrn, eurem Gott, versöhnt und von all euren Sünden befreit. 29 Wer an diesem Tag nicht fastet, muss aus seinem Volk ausgestoßen werden und sterben. 30 Ich selbst lasse jeden umkommen, der an diesem Tag irgendeine Arbeit verrichtet. 31 Arbeitet auf keinen Fall am Versöhnungstag! Diese Ordnung gilt für alle künftigen Generationen, wo immer ihr auch wohnt. 32 Der Versöhnungstag ist ein ganz besonderer Feiertag, an dem ihr fasten sollt und nicht arbeiten dürft. Er dauert vom Abend des 9. Tages bis zum folgenden Abend.«

    Das Laubhüttenfest

    33 (4. Mose 29, 12-39)
    Der Herr sagte zu Mose: 34 »Am 15. Tag des 7. Monats beginnt das Laubhüttenfest, das sieben Tage dauert. Feiert es zu meiner Ehre! 35 Am ersten Tag sollt ihr euch versammeln, um mich, den Herrn, anzubeten. Dann dürft ihr nicht arbeiten. 36 Sieben Tage lang bringt ihr mir eure Opfer dar; am achten Tag kommt ihr wieder zu einem Festgottesdienst zusammen und opfert mir eure Gaben. Auch an diesem Tag dürft ihr keine Arbeit verrichten.

    37 Dies sind die jährlichen Feste zu meiner Ehre, an denen ihr euch zum Gottesdienst versammelt und mir eure Brand-, Speise-, Schlacht- und Trankopfer darbringt, wie es für den jeweiligen Tag vorgeschrieben ist. 38 Dazu kommen die wöchentlichen Sabbatfeiern, eure Geschenke sowie die versprochenen und freiwilligen Gaben, die ihr mir, dem Herrn, bringt.

    39 Am 15. Tag des 7. Monats, wenn ihr die Ernte eingebracht habt, sollt ihr sieben Tage lang das Laubhüttenfest zu meiner Ehre feiern. Der erste und der achte Tag sind Ruhetage. 40 Am ersten Tag sammelt ihr schöne Baumfrüchte, Palmwedel, Zweige von Laubbäumen und von Bachpappeln. Feiert sieben Tage lang ein fröhliches Fest für mich, den Herrn, euren Gott. 41 Jedes Jahr sollt ihr im siebten Monat eine Woche lang feiern! Diese Ordnung gilt für alle Generationen, wo immer ihr auch lebt. 42 Während der Festwoche sollt ihr in Laubhütten wohnen; das gilt für alle Israeliten im Land. 43 So behalten eure Nachkommen für alle Zeiten im Gedächtnis, dass ich, der Herr, euch Israeliten in Laubhütten wohnen ließ, als ich euch aus Ägypten führte. Ich bin der Herr, euer Gott!«

    44 Mose gab den Israeliten alle Anweisungen für die jährlichen Feste weiter, die zur Ehre des Herrn gefeiert werden sollten.

    Die Feste der Israeliten – welchen Sinn hatten sie?

    Das Passah kennen wir ja, es sollte sie an die Befreiung aus Ägypten erinnern, daran, wie er ihre Erstgeborenen verschont hatte. Welchen Hintergrund haben die anderen Feste?

    Kann mir jemand was dazu sagen?

  80. Juleam 18. Februar 2012 um 09:06 Link zum Kommentar

    3. Mose 24 – 27

    3. Mose 24:19

    Wenn jemand seinem Mitmenschen Schaden zufügt und ihn verletzt, soll er dasselbe am eigenen Leib zu spüren bekommen

    Dies erinnert mich irgendwie an „die goldene Regel“ und deren Formulierung, wie ich sie von meinem Vater kenne:

    Was du nicht willst, was man dir tu – das füg auch keinem anderen zu!

    Wenn Jehova hier sagt, dass ein Missetäter als Strafe das bekommen soll, was er seinem Mitmenschen angetan hat – dann ist dies in etwa der Sinn dessen, was mein Vater mich gelehrt hat

  81. Juleam 18. Februar 2012 um 09:10 Link zum Kommentar

    3. Mose 25:1-7

    Das Ruhejahr für Äcker und Weinberge

    1 Auf dem Berg Sinai sprach der Herr zu Mose:

    2-3 »Dies sollst du den Israeliten weitersagen:
    Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch schenken will, sollen nach jedem sechsten Jahr alle Äcker und Weinberge ein Jahr lang zu meiner Ehre brachliegen. Bestellt eure Felder, beschneidet eure Weinberge, und erntet die Früchte eurer Arbeit sechs Jahre lang! 4 Im siebten Jahr aber soll das Land ruhen und sich erholen. Dieses Jahr ist mir, dem Herrn, geweiht. Dann dürft ihr weder eure Felder bestellen noch eure Weinstöcke beschneiden. 5 Bringt auch keine Ernte ein, weder vom Getreide, das wild auf den Feldern wächst, noch von den Trauben an euren unbeschnittenen Weinstöcken! Das Land soll ein Ruhejahr haben. 6 Jeder darf aber einsammeln, was er für sich selbst zum Leben braucht, ihr, eure Sklaven und Sklavinnen, eure Lohnarbeiter und die Fremden, die bei euch leben. 7 Euer Vieh und die wilden Tiere finden genug zu essen.«

    Eine sehr interessante und weise Anweisung von Jehova!

    Aber zuerst einmal müssen die Israeliten Vertrauen in Jehova setzen – darauf, dass sie im Ruhejahr trotzdem ihr Auskommen haben werden.

    Aber es war sehr weise von Jehova, ihnen das als Gebot aufzuerlegen, denn der Mensch neigt dazu, für seine Sicherheit vorzusorgen. Die Menschen wären sicherlich nicht von selbst darauf gekommen – die Zustände heute belegen dies hinreichend.

    Warum war diese Jahr der Ruhe so wichtig? Damit der Boden und die Bäume und Felder sich erholen konnten. Denn jede Saat, die heranwächst, entzieht dem Boden Mineralstoffe und Kraft. Wir kennen das auch von unseren Zimmerpflanzen, dass sie ab und an gedüngt werden müssen, damit sie weiterhin gesund und kräftig bleiben. Dieses Ruhejahr würde dazu beitragen, dass sich Boden, Bäume und Weinstöcke erholen und dann „wieder frisch gestärkt ans Werk gehen“, wie wir selbst, wenn wir aus einer Kur zurück kommen.

    Der Mensch heute denkt viel zu oft nur noch ans Hier und Jetzt: er will jetzt Profit machen, jetzt gut leben, „denn morgen werden wir sterben.“

    Und so werden Regenwälder abgeholzt, weil sich mit dem Holz viel Geld machen lässt, oder damit die Menschen irgendwelche Felder anlegen können – denn sie haben jetzt Hunger – ohne an die Folgen zu denken.

    Dass Jehova sich bei der Erschaffung der Welt etwas gedacht hat und dass alles bis aufs Kleinste aufeinander abgestimmt ist – daran wird nicht gedacht, ja die wenigsten wissen überhaupt um diese Zusammenhänge. Und so machen wir die wunderschöne Welt, die unser Gott liebevollerweise für uns gemacht hat, nach und nach kaputt. Wie schade!

    Wenn sich alle Menschen nach Jehova und dem, was ER will, ausrichten würden, sähe es deutlich besser auf der Erde aus. Aber es ist ja nicht mehr lange. Bald wird unser Gott diesem Schlimmen Spuk ein Ende bereiten

    Da gewinnt die Formulierung des Paulus von „der herrlichen Freiheit der Schöpfung Gottes“ auch noch einen ganz anderen Sinn – einen buchstäblichen!

    3. Mose 25:18-22

    Haltet euch an meine Ordnungen, richtet euch nach meinen Geboten! Wenn ihr danach lebt, werdet ihr sicher in eurem Land wohnen. 19 Es wird reichen Ertrag bringen, und ihr habt genug zu essen. In Ruhe und Frieden könnt ihr dort leben. 20 Wenn ihr euch fragt, was ihr im siebten Jahr essen sollt, weil ihr nicht sät und erntet, 21 dann sollt ihr wissen: Ich schenke euch im sechsten Jahr genug Ertrag für drei Jahre. 22 Wenn ihr im achten Jahr wieder aussät, werdet ihr euch noch bis zur kommenden Ernte vom Ertrag des sechsten Jahres ernähren können.«

  82. Juleam 18. Februar 2012 um 09:13 Link zum Kommentar

    3. Mose 25:35-38

    Wenn ein Israelit, den du kennst, seinen Besitz verliert und verarmt, musst du ihn unterstützen, damit er weiterhin bei euch leben kann. Auch einem Fremden oder einem Gast, der vorübergehend bei euch wohnt, sollst du helfen. 36 Verlange keine Zinsen und keinen Aufpreis! Hab Ehrfurcht vor mir, deinem Gott, und hilf dem Verarmten in deiner Nachbarschaft! 37 Leih ihm zinslos Geld und Nahrungsmittel! 38 Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten geführt hat, um euch das Land Kanaan zu geben. Ich will euer Gott sein!«

    Ein Interessanter Gedanke:

    Wer seinem Bruder – oder sogar einem Fremden oder Gast – schadet, hat keine Ehrfurcht vor Jehova!

    Jehova will, dass wir als sein Volk IHN nachahmen und er ist liebevoll und barmherzig und „lässt seine Sonne über Gute wie auch über Böse scheinen“. Sein geliebter Sohn ermahnte uns sogar, dass wir auch unsere Feinde lieben sollten und Petrus sagte, wir sollten uns sogar unseren Herren, die uns schlecht behandeln, respektvoll unterordnen.

    Jehova will, dass wir auf eine anständige und respektvolle und menschenwürdige Art mit anderen umgehen. Nicht nur mit denen, die wir gut leiden können, sondern sogar mit denen, die uns schaden!

    Ich denke, an diesem Punkt können wir alle immer wieder arbeiten – denn dies ist gar nicht so leicht. Aber wenn wir unserem liebevollen Gott gefallen wollen, dann werden wir auch weiter an uns arbeiten, damit wir auch in diesem Punkt so handeln, dass er sich über uns freuen kann

  83. Juleam 18. Februar 2012 um 09:18 Link zum Kommentar

    Kapitel 26 – Segen und Fluch

    1 »Ihr sollt euch keine Götzen machen, weder Götterstatuen noch geweihte Steinsäulen, noch Steine mit eingeritzten Bildern. Ihr dürft euch vor keinem Götzen niederwerfen und ihn anbeten, denn ich allein bin der Herr, euer Gott! 2 Haltet den Sabbat als Ruhetag ein, und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum! Ich bin der Herr.

    3 Wenn ihr nach meinen Weisungen lebt und meine Gebote beachtet, 4 werde ich es zur rechten Zeit regnen lassen, damit das Land reichen Ertrag bringt und die Bäume viele Früchte tragen. 5 Dann dauert die Dreschzeit bis zur Weinlese und die Weinlese bis zur Aussaat. Ihr habt reichlich zu essen und wohnt sicher in eurem Land.

    6 Ich, der Herr, schenke euch Frieden. Wenn ihr euch zur Ruhe legt, braucht ihr nicht zu befürchten, dass euch jemand aufschreckt. Die wilden Tiere vertreibe ich aus dem Land, und kein feindliches Heer wird bei euch einfallen. 7 Ihr werdet eure Feinde vertreiben, ja, sie werden durch euer Schwert umkommen. 8 Fünf von euch schlagen hundert Feinde in die Flucht und hundert von euch ein Heer von zehntausend Soldaten. Ihr werdet sie mit dem Schwert töten.

    9 Ich sorge für euch, ich schenke euch viele Kinder und stehe für immer treu zu dem Bund, den ich mit euch geschlossen habe. 10 Ihr werdet zu Beginn einer neuen Ernte immer noch vom Getreide des Vorjahrs essen und noch so viel übrig haben, dass ihr altes Getreide wegwerfen müsst, um Platz für das neue zu bekommen. 11 Ich selbst werde in meinem Heiligtum unter euch wohnen und mich nie wieder von euch abwenden. 12 Ja, bei euch will ich leben, ich will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.

    13 Ich bin der Herr, euer Gott. Aus Ägypten habe ich euch befreit, denn ich wollte nicht, dass ihr dort länger Sklaven seid. Das harte Joch, das dort auf euch lastete, habe ich zerbrochen. Aufrecht und frei dürft ihr nun gehen!

    14 Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und euch nicht an alle diese Gebote haltet, 15 wenn ihr meine Ordnungen missachtet und meine Weisungen verabscheut, brecht ihr den Bund, den ich mit euch geschlossen habe. 16 Dann werdet ihr die Folgen zu spüren bekommen! Ich lasse plötzlich schweres Unheil über euch hereinbrechen, Fieber und unheilbare Krankheiten, die euch erblinden und zugrunde gehen lassen. Vergeblich werdet ihr eure Saat aussäen, denn die Feinde werden die ganze Ernte rauben. 17 Ich selbst werde mich gegen euch wenden, ihr werdet von euren Feinden geschlagen und unterdrückt. Ständig seid ihr auf der Flucht, selbst wenn euch niemand verfolgt!

    18 Wenn ihr dann immer noch nicht auf mich hört, werde ich euch noch härter für eure Sünden bestrafen. 19 Euren unbeugsamen Stolz will ich dann brechen. Ich lasse es nicht mehr regnen; der Himmel über euch wird verschlossen sein, als wäre er aus Eisen, und der Ackerboden hart wie Stein. 20 Vergeblich werdet ihr eure Kraft einsetzen: Die Felder bringen euch keinen Ertrag und die Bäume keine Frucht.

    21 Wenn ihr mir dann immer noch den Rücken kehrt und nicht auf mich hören wollt, werde ich euch noch härter bestrafen, so wie ihr es für eure Sünden verdient. 22 Ich lasse wilde Tiere auf euch los; sie fallen eure Kinder an, reißen euer Vieh und töten so viele von euch, dass die Straßen einsam und leer sind.

    23 Wenn ihr euch dadurch immer noch nicht zurechtbringen lasst, sondern weiterhin nichts von mir wissen wollt, 24 dann werde auch ich mich von euch abwenden und euch noch härter für eure Sünden bestrafen. 25 Ich lasse Krieg in eurem Land ausbrechen und räche mich dafür, dass ihr meinen Bund mit euch gebrochen habt. Wenn ihr dann in euren Städten Schutz sucht, schicke ich euch die Pest, und ihr fallt euren Feinden in die Hände. 26 Eure Lebensmittelvorräte lasse ich zu Ende gehen. Zehn Frauen werden ihr Brot in nur einem Ofen backen und es anschließend genau abwiegen und aufteilen. Von dem wenigen, das euch bleibt, werdet ihr nicht satt!

    27 Hört ihr danach immer noch nicht auf mich und kehrt mir weiter den Rücken, 28 dann werde ich mich voller Zorn gegen euch wenden und euch noch härter wegen eurer Sünden bestrafen. 29 Vor Hunger werdet ihr eure eigenen Kinder essen. 30 Ich lasse eure Höhenheiligtümer zerstören, eure Räucheropferaltäre zerschlagen und eure Leichen bei den leblosen Figuren eurer Götter verrotten. Ich werde euch verabscheuen, 31 eure Städte in Schutt und Asche legen und eure Heiligtümer zerstören! Kein Opfer wird euch mehr retten können. 32 Euer Land mache ich zu einer menschenleeren Wüste; sogar eure Feinde, die sich dort niederlassen, werden entsetzt darüber sein. 33 Euch selbst vertreibe ich in fremde Länder und ziehe noch dort mein Schwert, um euch zu vernichten. Euer Land wird zur Einöde und eure Städte zu Trümmerhaufen. 34 Während ihr im Land eurer Feinde wohnen müsst, liegt euer Land brach. Dann bekommt es endlich die Ruhejahre, 35 die ihr immer missachtet habt, solange ihr dort wohntet. Nun kann das Land endlich ausruhen.

    36 Diejenigen, die meine Strafen überleben und in fremden Ländern wohnen müssen, mache ich so verzagt, dass schon das Rascheln verwelkter Blätter sie davonlaufen lässt, als ginge es um ihr Leben. Sie werden fliehen und stürzen, auch wenn niemand sie verfolgt. 37 Einer stolpert über den anderen; sie fliehen, als jagte ein ganzes Heer ihnen nach. Euren Feinden werdet ihr nicht standhalten können. 38 Bei fremden Völkern werdet ihr zugrunde gehen, ja, das Land eurer Feinde bringt euch den Tod!

    39 Die Übriggebliebenen siechen in fernen Ländern dahin wegen ihrer Schuld und der Schuld ihrer Vorfahren. 40 Dann werden sie bekennen, dass sie und ihre Vorfahren mir die Treue gebrochen haben und nichts mehr von mir wissen wollten.

    41 Darum habe auch ich mich von ihnen abgewandt und sie ins Land ihrer Feinde gebracht.
    Doch wenn ihr stolzes Herz sich vor mir demütigt und ihre Schuld genug bestraft ist, 42 dann werde ich an meinen Bund mit Jakob, Isaak und Abraham denken. Ich will mich daran erinnern, dass ich ihren Nachkommen das Land für immer versprochen habe. 43 Vorher aber müssen die Israeliten das Land verlassen, damit es brachliegt und seine Ruhejahre bekommt. Alle Bewohner müssen für ihre Schuld bestraft werden, weil sie meine Gebote abgelehnt und meine Weisungen verworfen haben. 44 Doch selbst wenn sie im Land ihrer Feinde leben müssen, will ich mich nicht völlig von ihnen abwenden und sie nicht verabscheuen. Ich lasse sie nicht alle zugrunde gehen, meinen Bund mit ihnen breche ich nicht, denn ich bin der Herr, ihr Gott! 45 Nein, um ihretwillen denke ich an den Bund, den ich mit ihren Vorfahren geschlossen habe. Ich habe ihre Vorfahren vor den Augen aller Völker aus Ägypten befreit, um ihr Gott zu sein, ich, der Herr!«

    46 Dies sind die Gebote, Weisungen und Ordnungen, die der Herr den Israeliten durch Mose auf dem Berg Sinai gegeben hat.

    Wie wahr diese Worte doch sind!

    Sie alle sind eingetroffen. Viele der Formulierungen zu dem Fluch kennen wir aus dem Buch Jesaja, das wir ja gerade im Bibelleseprogramm im Rahmen der Theokratischen-Predigtdienst-Schule lesen. Aus der Geschichte des Volkes Israel wissen wir auch, dass sie alle eingetroffen sind.

    Wie geduldig Jehova doch mit seinem Volk war. Immer und immer wieder sandte er seine Propheten zu ihnen, damit sie bereuten und endlich zu ihm umkehren würden, damit er sie nicht strafen musste. Aber sie wollten nicht hören und letztendlich ließ er sie in Gefangenschaft gehen – um sie später wieder daraus zu befreien. All dies wissen wir aus der Geschichte des Volkes Israel, die wir in der Bibel nachlesen können.

    Auch der Grundsatz: „nichts kann uns von Gottes Liebe trennen – nur wir selbst“ wird hier ganz deutlich!

    Wie wir sehen, hält Jehova immer sein Wort – auch dann, wenn es ihm von Herzen weh tut, weil er am liebsten alle Menschen am Leben bewahren würde

  84. Juleam 18. Februar 2012 um 09:19 Link zum Kommentar

    3. Mose 27:2

    »Sag den Israeliten:
    Wenn jemand mir einen anderen Menschen mit einem Gelübde geweiht hat, kann er ihn mit einer bestimmten Summe wieder loskaufen.

    Aber das würde doch bedeuten, dass Jephtha auch seine Tochter wieder hätte loskaufen können!

    Warum hat er das dann nicht getan? Jehova sagt ja hier, dass es für IHN ok wäre.

    Aber hätte er damit wirklich gezeigt, dass er sein Gelübde ernst nimmt?

  85. Juleam 18. Februar 2012 um 09:21 Link zum Kommentar

    3. Mose 27:21-22

    Wenn er das Feld, das er mir, dem Herrn, geweiht hat, an einen anderen verkauft, ohne es vorher von mir zurückzukaufen, dann verliert er für immer das Recht auf Rückkauf. 21 In diesem Fall wird das Feld im nächsten Erlassjahr frei und ist dann für alle Zeiten mir geweiht. Es bleibt mein Eigentum und ist somit auch Eigentum der Priester.

    Aber würde wirklich jemand so weit gehen – etwas zu verkaufen, was nicht ihm, sondern Jehova gehört? Die Strafe ist wirklich gerecht: wer rumtrickst, verliert seinen Anspruch ganz!

    Wie könnten wir heute etwas verkaufen, was Jehova gehört?

    Was ist, wenn wir Sachen verkaufen, die wir im Rahmen der kostenfreien Belehrung erhalten haben? Vielleicht indem wir unsere Literatur verkaufen oder mit CD“s Geschäfte machen, auf die wir Vorträge und Kongresse kopiert haben. Verkaufen wir dann nicht in gewissem Sinne auch was Jehova gehört?

    Immerhin hatte Jesus gesagt: „Kostenfrei habt ihr empfangen – kostenfrei gebt“.

  86. Juleam 18. Februar 2012 um 09:30 Link zum Kommentar

    3. Mose 27:28

    Hat jemand nun etwas von seinem Besitz unwiderruflich mir, dem Herrn, geweiht, ganz gleich, ob Mensch, Tier oder Land, darf er nichts davon zurückerwerben oder an einen anderen verkaufen. Alles, was mir unwiderruflich geweiht wurde, ist besonders heilig.

    Somit dürfte Jehova Jephthas Tochter als besonders heilig angesehen haben.

    Denn ER weiß ganz sicher, wie schwer es dem Vater gewesen ist – er hatte damit ja auch auf Enkelkinder verzichtet! Trotzdem hatte Jephtha die Vorkehrung des Rückkaufs nicht in Anspruch genommen.

    Auch seine Tochter hätte ihren Vater darum anbetteln können. Denn als Tochter eines gottesfürchtigen Mannes war sie sicherlich mit dem GESETZ vertraut und den Vater darum zu bitten, ist sicherlich noch etwas anderes, als das Versprechen zu brechen.

    Dies zeigt mir aber auch, wie sehr Jephtha und seine Tochter Jehova geliebt haben müssen. Im Studienartikel für diese Woche beschäftigen wir uns ja auch mit den beiden – im Zusammenhang damit, dass Jehova durch seinen Geist Kraft gibt. Da werden wir ja darauf aufmerksam gemacht, dass der Vater der Tochter ganz bestimmt durch sein eigenes Beispiel geholfen hat, selbst ein sehr inniges Verhältnis zu Jehova zu entwickeln

    Sie diente Jehova treu und war davon überzeugt, dass das Gelübde ihres Vaters erfüllt werden musste (Richter 11:36). Die nötige Kraft dazu gab Jehova beiden durch seinen Geist.

    16 Wie kam es, dass Jephthas Tochter so opferbereit war? Sie hatte beobachtet, mit wie viel Eifer und Hingabe ihr Vater Jehova diente, und ohne Zweifel hatte ihr das geholfen, selbst auch einen starken Glauben zu entwickeln.

    aber wir haben auch erkannt, wie uns dies heute berührt, denn der treue und verständige Sklave sagt in dem Artikel weiter:

    Deshalb ein Wort an euch Eltern: Eure Kinder registrieren sehr genau, was ihr ihnen vorlebt. An euren Entscheidungen können sie erkennen, dass ihr das, was ihr ihnen sagt, auch wirklich glaubt. An eurem Beispiel können sie beobachten, was es bedeutet, Jehova mit ungeteiltem Herzen zu dienen – und ihnen wird auffallen, wie gut das zu dem passt, was sie in euren innigen Gebeten und bei eurem wirkungsvollen Lehren von euch hören.

    Bestimmt wächst auf diese Weise auch in ihnen der starke Wunsch, sich in den Dienst für Jehova zu stellen. Und damit machen sie euch viel Freude!

    was für Eltern sind wir persönlich? Was sehen unsere Kinder bei uns und an unseren Entscheidungen?

    Wenn wir nun Menschen sind, die Jehova zwar dienen, aber vielleicht nur so weit, wie es unbedingt notwendig ist – wenn wir versuchen, die Grenzen in unserem Sinne auszudehnen und das andere, was für uns bequem ist, aber halten – was lernen unsere Kinder dann bei uns?

    Wie gehen wir mit Jehova und dem um, was wir aus der Bibel lernen? Wie sehen wir diese Gebote eigentlich – vielleicht als Einschränkung?

    Tun wir gern, was unser Gott von uns erwartet – oder müssen wir uns mit aller Kraft dazu aufraffen?

    Stellen wir Gottes Interessen über unsere eigenen, oder ist uns wichtiger, dass es uns gut geht, dass wir ein bequemes Leben haben und dass andere gut von uns denken?

  87. Juleam 14. Februar 2013 um 11:35 Link zum Kommentar

    3. Mose 1 – 4

    3. Mose 1 – Anweisungen, was wann und wie zu opfern ist – und Fragen dazu:

    1 Und der Herr rief Mose, und er redete zu ihm aus der Stiftshütte und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn jemand von euch dem Herrn eine Opfergabe darbringen will, so sollt ihr eure Opfergabe vom Vieh darbringen, [und zwar] vom Rind und vom Kleinvieh . 3 Ist seine Opfergabe ein Brandopfer vom Rind, so soll er ein makelloses männliches Tier darbringen; zum Eingang der Stiftshütte soll er es bringen, damit es ihn wohlgefällig mache vor dem Herrn .

    4 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers stützen, so wird es ihm wohlgefällig angenommen und für ihn Sühnung erwirken. 5 Dann soll er das junge Rind vor dem Herrn schächten ; die Söhne Aarons aber, die Priester , sollen das Blut darbringen und es ringsum an den Altar sprengen , der vor dem Eingang der Stiftshütte steht. 6 Er aber soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine Stücke zerlegen; 7 und die Söhne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf dem Altar machen und Holz aufschichten über dem Feuer. 8 Auf das Holz aber über dem Feuer, das auf dem Altar ist, sollen die Priester, die Söhne Aarons, die Fleischstücke legen, dazu den Kopf und das Fett; 9 seine Eingeweide aber und seine Schenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn .

    10 Wenn aber seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, so bringe er ein makelloses männliches Tier von den Lämmern oder Ziegen zum Brandopfer dar. 11 Und er soll es an der nördlichen Seite des Altars vor dem Herrn schächten , und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen; 12 er aber zerlege es in seine Stücke, und der Priester soll sie samt dem Kopf und dem Fett auf dem Holz aufschichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist. 13 Aber die Eingeweide und die Schenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze darbringen und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn .

    14 Soll aber seine Brandopfergabe für den Herrn aus Geflügel bestehen, so bringe er seine Opfergabe von Turteltauben oder von jungen Tauben dar. 15 Diese soll der Priester zum Altar bringen und ihr den Kopf abkneifen und sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; ihr Blut aber soll an der Wand des Altars ausgedrückt werden. 16 Den Kropf aber samt dem Unrat soll er entfernen und ihn auf den Aschenhaufen werfen, neben dem Altar nach Osten. 17 Sodann soll er sie an den Flügeln einreißen, aber nicht abtrennen, und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Holz über dem Feuer; es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn .

    Das Opfertier ist immer ein männliches. Hat dies eine tiefere Bedeutung?

    Aber weil es ein Brandopfer war, sollte das Opfertier männlich sein – sinnbildlich für die Würde und den Segen dieser Darstellung vom Werk Christi.

    Jedes Tier mußte auf eine bestimmte Weise zerteilt und dann wieder auf dem Altar angeordnet werden. Warum? Warum wurde nicht das Tier als Ganzes verbrannt, zumindest bei den Opfern, wo eh das ganze Tier auf den Altar kam?

    Dann sollten die Priester die Stücke – den Kopf und das Fett – auf dem Altar zurichten, die Eingeweide sollten mit Wasser gewaschen werden, und alles sollte auf dem Altar geräuchert werden. Die Eingeweide und Schenkel, die im Wasser gewaschen wurden, stellen symbolisch Christus dar mit den innersten Triebfedern Seines Seins (die Eingeweide) und den ganzen Einzelheiten und der Kraft Seines Wandels (die Schenkel). Es hat jemand treffend gesagt: „Was das Waschen mit Wasser angeht, so wurde das Opfer symbolisch zu dem gemacht, was Christus im Wesentlichen war, nämlich rein.“ Alles sollte auf dem Altar geräuchert werden.

    Auch sollten die Innereien und die Schenkel zuvor gewaschen werden. Ging es hier um den Kot?

    Im Fall des Stiers und den Schafen bzw. der Ziege wurde alles auf dem Altar geräuchert. Aber in diesem Fall wurden der Kropf und der Unrat neben den Altar gegen Osten hin geworfen, an den Ort der Fettasche, was zeigt, dass unwürdige Gedanken über Christus vernichtet werden müssen.

    Die zitierten Erklärungen stammen von einer Seite bei Bibelkommentar.de, die sich mit der symbolischen Bedeutung der Stiftshütte beschäftigt. Weitere Gedanken hierzu finden wir hier:

  88. Juleam 14. Februar 2013 um 11:45 Link zum Kommentar

    3. Mose 2 – der Anteil des Priesters beim Speiseopfer

    1 Wenn aber eine Seele dem Herrn ein Speisopfer darbringen will, so soll ihre Opfergabe aus Feinmehl bestehen, und man soll Öl darübergießen und Weihrauch darauftun. 2 So soll man es zu den Söhnen Aarons, zu den Priestern bringen, und er soll davon eine Handvoll nehmen, von dem Feinmehl und dem Öl, samt allem Weihrauch; und der Priester soll das, was davon zum Gedenken bestimmt ist, auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn . 3 Das Übrige aber vom Speisopfer soll für Aaron und seine Söhne sein, als ein Hochheiliges von den Feueropfern des Herrn . 4 Wenn du aber als Speisopfergabe ein Ofengebäck darbringen willst, so nimm Feinmehl, ungesäuerte Kuchen, mit Öl angerührt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl gesalbt .5 Ist aber deine Speisopfergabe in der Pfanne bereitet, so soll sie aus Feinmehl sein, mit Öl angerührt, ungesäuert; 6 du sollst sie in Brocken zerbrechen und Öl daraufgießen; es ist ein Speisopfer. 7 Wenn aber deine Opfergabe ein Speisopfer in der Backpfanne ist, so soll Fein-mehl mit Öl bereitet werden; 8 und du sollst das Speisopfer, das aus diesen Dingen bereitet ist, zum Herrn bringen und es dem Priester übergeben, und der soll es zum Altar tragen.

    9 Und der Priester soll von dem Speisopfer abheben, was davon zum Gedenken bestimmt ist, und soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn . 10 Das Übrige aber vom Speisopfer soll für Aaron und seine Söhne sein, als ein Hochheiliges von den Feueropfern des Herrn . 11 Kein Speisopfer, das ihr dem Herrn darbringt, darf aus Gesäuertem bereitet werden; denn ihr sollt dem Herrn keinen Sauerteig und keinen Honig als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen. 12 Als eine Opfergabe der Erstlinge könnt ihr so etwas dem Herrn darbringen – aber auf dem Altar sollt ihr sie nicht zum lieblichen Geruch opfern. 13 Alle deine Speisopfergaben sollst du mit Salz würzen und darfst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen in deinem Speisopfer; sondern zu allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen. 14 Willst du aber dem Herrn , deinem Gott, ein Speisopfer von den ersten Früchten darbringen, so sollst du am Feuer geröstete Ähren, geschrotete Körner vom Jungkorn als Speisopfer von deinen ersten Früchten darbringen; 15 und du sollst Öl darauftun und Weihrauch darauflegen; es ist ein Speisopfer. 16 Und der Priester soll in Rauch aufgehen lassen, was davon zum Gedenken bestimmt ist, von seinen geschroteten Körnern und von seinem Öl, dazu allen Weihrauch; es ist ein Feueropfer für den Herrn .

    Die Opfergabe wird nur teilweise auf dem Altar dargebracht, den restlichen erhält der Priester als sein Anteil – denn er bekommt kein Land zugewiesen. Dies haten wir ja vor gut einem Jahr ausgiebig im Studienartikel behandelt.

    Aber was genau fängt der Priester mit „Feinmehl, mit Öl befeuchtet und Räucherwerk darauf“ an? Ohne das Räucherwerk hätte ich mir noch vorstellen können, dass seine Frau daraus Brot oder Kuchen macht. Aber so?

  89. Juleam 14. Februar 2013 um 11:54 Link zum Kommentar

    3. Mose 3 – das Friedens- bzw Dankopfer:

    1 Wenn aber seine Gabe ein Friedensopfer ist und er es von den Rindern darbringt, sei es ein männliches oder ein weibliches [Rind], so soll er ein makelloses vor den Herrn bringen. 2 Und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers stützen und es schächten vor dem Eingang der Stiftshütte; und die Söhne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen . 3 Dann soll er von dem Friedensopfer ein Feueropfer für den Herrn darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, auch alles Fett, das an den Eingeweiden hängt; 4 dazu die beiden Nieren samt dem Fett daran, das an den Lenden ist, und den Leberlappen; samt den Nieren soll er es wegnehmen. 5 Und die Söhne Aarons sollen es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, samt dem Brandopfer, das auf dem Holz über dem Feuer liegt, als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den Herrn .

    6 Wenn aber seine Gabe, die er dem Herrn als Friedensopfer darbringt, vom Kleinvieh ist, es sei ein männliches oder weibliches Tier, so soll er ein makelloses herzubringen. 7 Bringt er ein Schaf als seine Opfergabe dar, so bringe er es vor den Herrn 8 und stütze seine Hand auf den Kopf seines Opfers und schächte es vor der Stiftshütte; die Söhne Aarons aber sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen. 9 Danach bringe er von dem Friedensopfer das Fett dem Herrn als Feueropfer dar: den ganzen Fettschwanz, dicht beim Rückgrat soll er ihn abtrennen, dazu das Fett, das die Eingeweide bedeckt, samt allem Fett an den Eingeweiden; 10 auch die beiden Nieren mit dem Fett daran, das an den Lenden ist, samt dem Leberlappen; samt den Nieren soll er es wegnehmen; 11 und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als Speise, ein Feueropfer für den Herrn . 12 Besteht aber seine Opfergabe in einer Ziege, so bringe er sie vor den Herrn 13 und stütze seine Hand auf ihren Kopf und schächte sie vor der Stiftshütte; die Söhne Aarons aber sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen . 14 Und davon bringe er sein Opfer dar als Feueropfer für den Herrn , nämlich das Fett , das die Eingeweide bedeckt, samt allem Fett, das an den Eingeweiden hängt; 15 dazu die beiden Nieren mit dem Fett daran, das an den Lenden ist; samt dem Leberlappen, samt den Nieren soll er es wegnehmen. 16 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als Speise, ein Feueropfer, zum lieblichen Geruch. – Alles Fett gehört dem Herrn :

    17 Das ist eine ewige Satzung für eure [künftigen] Geschlechter an allen euren Wohnorten, dass ihr weder Fett noch Blut essen sollt.

    Warum wird es für jedes Tier einzeln aufgeführt, wenn doch die Vorgehensweise bei allen gleich ist und die einzige Ausnahme beim Schaf ist, dass der Fettschwanz mit geopfert wird?

    Der Grundsatz wird doch am Ende des Kapitels in einem Satz zusammengefaßt: Blut und Fett gehören Jehova!

    Auf der Seite mit der symbolischen Stiftshütte finden wir Erklärungen zu den einzelnen Opferarten:

    auch auf der Wtlib finden wir jede Menge ergänzenden und erklärenden Stoff zu den einzelnen Opfern

  90. Juleam 14. Februar 2013 um 12:00 Link zum Kommentar

    3. Mose 4 – die beiden verschiedenen Altäre:

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sprich: Wenn sich eine Seele aus Versehen versündigt gegen irgendeines der Gebote des Herrn , dass sie etwas tut, was man nicht tun darf, [so soll als Vorschrift gelten]: 3 Wenn der gesalbte Priester sündigt, sodass er eine Schuld auf das Volk bringt, so soll er für seine Sünde, die er begangen hat, einen makellosen Jungstier dem Herrn als Sündopfer darbringen. 4 Und er soll den Jungstier zum Eingang der Stiftshütte bringen, vor den Herrn , und seine Hand auf den Kopf des Stieres stützen und den Jungstier schächten vor dem Herrn . 5 Und der gesalbte Priester soll von dem Blut des Jungstiers nehmen und es in die Stiftshütte bringen; 6 und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und von dem Blut siebenmal vor dem Herrn an die Vorderseite des Vorhangs im Heiligtum sprengen. 7 Auch soll der Priester von dem Blut auf die Hörner des Altars für das wohlriechende Räucherwerk tun, der vor dem Herrn in der Stiftshütte steht; alles [übrige] Blut des Jungstieres aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der vor dem Eingang der Stiftshütte ist.

    8 Und alles Fett des Sündopfer-Stieres soll er von ihm ablösen, das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden hängt; 9 dazu die beiden Nieren , samt dem Fett daran, das an den Lenden ist, auch den Leberlappen, samt den Nieren soll er es wegnehmen, 10 gleich wie man es von dem Rind des Friedensopfers abhebt; und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen lassen. 11 Aber das Fell des Jungstieres und all sein Fleisch samt seinem Kopf, seinen Schenkeln, seinen Eingeweiden und seinem Unrat , 12 den ganzen Jungstier soll man hinaus vor das Lager bringen, an einen reinen Ort, wohin man die Fettasche schüttet, und ihn auf einem Holzfeuer verbrennen ; am Aschenhaufen soll er verbrannt werden.

    13 Wenn sich aber die ganze Gemeinde Israels vergeht , und es ist vor den Augen der Versammlung verborgen, dass sie etwas getan hat, von dem der Herr geboten hat, dass man es nicht tun darf, sodass sie Schuld auf sich bringen; 14 sie kommen aber zur Erkenntnis der Sünde, die sie gegen [dieses Gebot] begangen haben, so soll die Versammlung einen Jungstier als Sündopfer darbringen, und sie sollen ihn vor die Stiftshütte führen. 15 Dann sollen die Ältesten der Gemeinde ihre Hände auf den Kopf des Jungstieres stützen vor dem Herrn , und man soll den Jungstier schächten vor dem Herrn . 16 Der gesalbte Priester aber soll von dem Blut des Jungstieres in die Stiftshütte bringen, 17 und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und davon siebenmal an die Vorderseite des Vorhangs sprengen vor dem Herrn ; 18 und er soll von dem Blut auf die Hörner des Altars tun, der vor dem Herrn in der Stiftshütte steht; alles [übrige] Blut aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der vor dem Eingang der Stiftshütte steht. 19 Aber all sein Fett soll er von ihm ablösen und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.

    20 Und er soll mit diesem Jungstier verfahren, wie er mit dem Jungstier des Sündopfers verfahren ist; genau so soll auch mit diesem verfahren werden. Und der Priester soll für sie Sühnung erwirken, und es wird ihnen vergeben werden. 21 Und man soll den Jungstier außerhalb des Lagers schaffen und ihn verbrennen, wie man den ersten Jungstier verbrannt hat. Er ist ein Sündopfer der Gemeinde. 22 Wenn ein Fürst sündigt und aus Versehen irgendetwas tut, wovon der Herr , sein Gott, geboten hat, dass man es nicht tun soll, und so Schuld auf sich bringt, 23 und seine Sünde wird ihm bewusst, die er begangen hat, so soll er einen makellosen Ziegenbock , ein männliches [Tier], zum Opfer bringen; 24 und er soll seine Hand auf den Kopf des Bockes stützen und ihn schächten an dem Ort, wo man das Brandopfer zu schächten pflegt vor dem Herrn ; es ist ein Sündopfer. 25 Und der Priester soll mit seinem Finger von dem Blut des Sündopfers nehmen und es auf die Hörner des Brandopferaltars tun; das [übrige] Blut aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen; 26 und all sein Fett soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, gleich dem Fett des Friedensopfers. So soll der Priester ihm Sühnung erwirken für seine Sünde, und es wird ihm vergeben werden.

    27 Wenn aber jemand vom Volk des Landes aus Versehen sündigt, indem er etwas tut, von dem der Herr geboten hat, dass man es nicht tun darf, und Schuld auf sich bringt, 28 und seine Sünde wird ihm bewusst, die er begangen hat, so soll er eine makellose Ziege, ein weibliches [Tier], zum Opfer bringen für seine Sünde, die er begangen hat, 29 und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers stützen und das Sündopfer schächten an der Stätte des Brandopfers. 30 Der Priester aber soll mit seinem Finger von seinem Blut nehmen und es auf die Hörner des Brandopferaltars tun und alles [übrige] Blut an den Fuß des Brandopferaltars gießen. 31 Alles Fett aber soll er von ihm wegnehmen, wie das Fett von dem Friedensopfer weggenommen wird, und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen zum lieblichen Geruch für den Herrn . So soll der Priester für ihn Sühnung erwirken, und es wird ihm -vergeben werden. 32 Will er aber ein Schaf zum Sündopfer darbringen, so soll es ein makelloses weibliches [Tier] sein; 33 und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers stützen und es schächten als Sündopfer an dem Ort, wo man das Brandopfer zu schächten pflegt. 34 Und der Priester soll mit seinem Finger von dem Blut des Sündopfers nehmen und es auf die Hörner des Brandopferaltars tun, alles [übrige] Blut aber an den Fuß des Altars gießen. 35 Und er soll alles Fett davon wegnehmen, wie das Fett von dem Schaf des Friedensopfers weggenommen wird, und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, über den Feueropfern des Herrn . Und so soll der Priester für ihn Sühnung erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.

    Ein Altar in der Hütte, ein Altar vor der Hütte. Auf dem davor opfern sie zusammen mit dem Volk und für das Volk, und in der Hütte für sich selbst? Außer am Sühnetag, da gehen sie für das Volk in das Allerheiligste.

    Weitere Gedanken zu Kapitel 4 finden wir hier:

  91. Juleam 14. Februar 2013 um 12:08 Link zum Kommentar

    3. Mose 5 – 7

    3. Mose 5 – die Grundlage für Vergebung bei Jehova und der, die uns unser Bruder erteilen „muss“

    1 Und wenn eine Seele dadurch sündigt, dass sie etwas nicht anzeigt, obwohl sie die Fluchandrohung vernommen hat und Zeuge ist, weil sie es gesehen oder erfahren hat, und so Schuld auf sich bringt; 2 oder wenn jemand irgendetwas Unreines anrührt, sei es das Aas eines unreinen Wildes oder das Aas eines unreinen Viehs oder das Aas eines unreinen kriechenden Tieres, und es ist ihm verborgen gewesen, und er wird unrein und schuldig ; 3 oder wenn jemand die Unreinheit eines Menschen anrührt, irgendetwas von alledem, womit man sich verunreinigen kann, und es ist ihm verborgen gewesen, er hat es aber nun erfahren und ist nun schuldig; 4 oder wenn jemand leichtfertig mit seinen Lippen schwört, Gutes oder Böses tun zu wollen, irgendetwas von dem, was ein Mensch so leichtfertig schwören mag, und es war ihm verborgen, er erkennt es aber nun und hat sich in einer dieser Sachen schuldig gemacht –

    5 wenn er nun durch etwas Derartiges Schuld auf sich gebracht hat, so bekenne er, woran er sich versündigt hat, 6 und bringe dem Herrn sein Schuldopfer dar für seine Sünde, die er begangen hat, ein weibliches [Tier] vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine Ziege zum Sündopfer, und der Priester soll [damit] Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Sünde.

    7 Kann er aber nicht so viel aufbringen, dass es für ein Lamm reicht, so bringe er dem Herrn für das, worin er gesündigt hat, als sein Schuldopfer zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben dar; eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer. 8 Und er soll sie zu dem Priester bringen; dieser aber soll zuerst die zum Sündopfer bestimmte darbringen und ihr unterhalb des Genicks den Kopf abkneifen , ihn aber nicht abtrennen. 9 Und vom Blut des Sündopfers sprenge er an die Wand des Altars, das übrige Blut aber soll an den Fuß des Altars ausgedrückt werden; es ist ein Sündopfer. 10 Die andere aber soll er als Brandopfer opfern, wie es verordnet ist. Und so soll der Priester für ihn Sühnung erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden. 11 Kann er aber auch die zwei Turteltauben oder die zwei jungen Tauben nicht aufbringen, so bringe der, welcher gesündigt hat, als seine Opfergabe ein Zehntel Epha Feinmehl als Sündopfer dar. Er soll aber kein Öl darauftun und keinen Weihrauch darauflegen, weil es ein Sündopfer ist. 12 Er soll es zu dem Priester bringen, und der Priester nehme eine Handvoll davon, so viel zum Gedenken bestimmt ist, und lasse es auf dem Altar über den Feueropfern des Herrn in Rauch aufgehen. Es ist ein Sündopfer. 13 Und so soll der Priester Sühnung für ihn erwirken wegen seiner Sünde, die er begangen hat in einem jener Fälle, und es wird ihm vergeben werden. [Das Opfer] aber soll dem Priester gehören wie das Speisopfer.

    14 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 15 Wenn eine Seele eine Veruntreuung begeht und sich aus Versehen versündigt an dem, was dem Herrn geweiht ist, so soll sie dem Herrn ihr Schuldopfer bringen, nämlich einen makellosen Widder von der Herde, im Wert von so vielen Silberschekeln, wie du schätzt, nach dem Schekel des Heiligtums, als Schuldopfer. 16 Den Schaden aber, den er dem Heiligtum zugefügt hat, soll er erstatten und noch ein Fünftel davon dazufügen und es dem Priester geben; und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken mit dem Widder des Schuldopfers, und es wird ihm vergeben werden. 17 Und wenn eine Seele sündigt und irgendetwas von alledem tut, was der Herr verboten hat und man nicht tun soll, auch wenn sie es nicht gewusst hat, so ist sie [dennoch] schuldig und trägt ihre Schuld. 18 Und sie soll dem Priester einen makellosen Widder von der Herde nach deiner eigenen Schätzung zum Schuldopfer bringen, und der Priester soll für sie Sühnung erwirken wegen ihres Versehens, das sie unwissentlich begangen hat; und es wird ihr vergeben werden. 19 Es ist ein Schuldopfer; gewisslich ist sie an dem Herrn schuldig geworden.

    20 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 21 Wenn sich jemand versündigt und Untreue begeht gegen den Herrn , indem er seinem Nächsten etwas Anvertrautes oder etwas Hinterlegtes oder etwas Geraubtes ableugnet, oder wenn er seinen Nächsten übervorteilt, 22 oder wenn er etwas Verlorenes gefunden hat und es ableugnet oder einen falschen Eid schwört wegen irgendetwas von alledem, womit sich ein Mensch versündigen kann; 23 wenn er nun sündigt und Schuld auf sich bringt, so soll er den Raub, den er verübt hat, oder das erpresste Gut, das er erpresst hat, oder das anvertraute Gut, das ihm anvertraut wurde, oder das Verlorene, das er gefunden hat, zurückerstatten; 24 auch alles, worüber er einen falschen Eid geschworen hat, soll er nach seinem vollen Wert zurückerstatten und noch ein Fünftel dazulegen; und zwar soll er es dem geben, dem es gehört, an dem Tag, da er sein Schuldopfer darbringt. 25 Sein Schuldopfer aber soll er dem Herrn bringen, zum Priester, einen makellosen Widder von der Herde, nach deiner Schätzung als Schuldopfer. 26 Und der Priester soll für ihn Sühnung erwirken vor dem Herrn , und es wird ihm vergeben werden, was irgend er getan hat von alledem, womit man sich schuldig machen kann.

    Jesus sagte, Jehova würde uns so vergeben, wie wir unseren Mitmenschen vergeben haben. Ebenso vergibt Jehova uns dann, wenn wir den Schaden wieder gut gemacht haben.

    Wenn jemand Schuld auf sich geladen hatte, musste er zum Priester gehen, dieser brachte für ihn ein Schuldopfer dar und dann vergab Jehova ihm auf dieser Grundlage. Wer einem anderen geschadet hatte, musste den entstandenen Schaden ersetzen und zurück geben, was er genommen hatte. Wann?

    In Vers 24 wird gesagt, er solle es dem geben, dem es gehört „an dem Tag, da er sein Schuldopfer darbringt.“ Also zuerst Reue, Umkehr, Wiedergutmachung und dann Vergebung! In dieser Reihenfolge.

    Jesus brachte genau diesen Gedanken zum Ausdruck, als er sagte; „wenn du nun gehst um deine Opfergabe darzubringen und du erinnerst dich, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe stehen und gehe zuerst hin … Und dann komm wieder und bringe deine Gabe dar“.

    Also nicht irgendwelche „Versprechungen“, dass man alles wieder gut machen wird und dann schnell Opfer und so Vergebung von Gott – sondern zuerst den Beweis erbringen, dass es keine leeren Worte sind, sondern dass wir es wirklich Ernst meinen. Nur dann können wir von unserem himmlischen Vater Vergebung erwarten.

    Da wir im Ebenbild Gottes erschaffen worden sind und IHN und seine Persönlichkeit nachahmen sollen, sollten wir es also unserem Bruder leicht machen, uns zu vergeben. Ruhen wir uns bitte nicht auf den oben zitierten Worten Jesu aus, dass der andere uns vergeben muss, weil er auch von Jehova Vergebung will – sondern erkennen wir, dass auch Jehova Voraussetzungen anführt, wann er einem Sünder vergibt: dann, wenn er seine Tat bereut, sich entschuldigt, sie lässt, den Schaden wieder gutmacht und um Vergebung bittet.

    Jehova erwartet sicherlich nicht von uns, dass wir einem Menschen „die Absolution erteilen“, der uns weiterhin schamlos schadet, scheinbar ohne jegliches Schuldbewusstsein. Denn ER als der vollkommene Gott würde es auch nicht tun!

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  92. Juleam 14. Februar 2013 um 12:12 Link zum Kommentar

    3. Mose 6 – das Speiseopfer, wie soll ich mir das vorstellen?

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz vom Brandopfer . Das Brandopfer soll auf seiner Feuerstelle auf dem Altar die ganze Nacht bis zum Morgen verbleiben, und das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden. 3 Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und sein Fleisch in die leinenen Beinkleider hüllen und soll die Fettasche abheben, zu welcher das Feuer auf dem Altar das Brandopfer verzehrt hat, und sie neben den Altar schütten. 4 Dann lege er seine Kleider ab und ziehe andere Kleider an und schaffe die Fettasche hinaus vor das Lager an einen reinen Ort .

    5 Aber das Feuer auf dem Altar soll auf ihm brennend erhalten werden, es soll nicht erlöschen; darum soll der Priester Morgen für Morgen Holz darauf anzünden und das Brandopfer darauf zurichten und die Fettstücke der Friedensopfer darauf in Rauch aufgehen lassen. 6 Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden; es soll nie erlöschen!

    7 Und dies ist das Gesetz vom Speisopfer : Die Söhne Aarons sollen es vor dem Herrn darbringen, vor dem Altar. 8 Und dann hebe einer davon eine Handvoll ab, von dem Feinmehl des Speisopfers und von seinem Öl, auch allen Weihrauch, der auf dem Speisopfer ist, und lasse es auf dem Altar in Rauch aufgehen; es ist ein lieblicher Geruch, der Teil, der zum Gedenken bestimmt ist für den Herrn . 9 Das Übrige davon sollen Aaron und seine Söhne essen; ungesäuert soll es gegessen werden an einem heiligen Ort; im Vorhof der Stiftshütte sollen sie es essen. 10 Es soll ungesäuert gebacken werden. Ich habe es ihnen gegeben als ihren Anteil an meinen Feueropfern; es ist hochheilig wie das Sündopfer und wie das Schuldopfer. 11 Alles, was männlich ist unter den Nachkommen Aarons, darf davon essen ; es ist ein auf ewig festgesetzter Anteil an den Feueropfern des Herrn für eure [künftigen] Geschlechter. Alles, was mit ihm in Berührung kommt, soll heilig sein!

    12 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 13 Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, die sie dem Herrn darbringen sollen, [jeder] am Tag seiner Salbung. Ein Zehntel Epha Feinmehl als beständiges Speisopfer , die eine Hälfte am Morgen, die andere am Abend. 14 Es soll in der Pfanne mit Öl angemacht werden; eingerührt soll man es darbringen, in Kuchenform, in Brocken zerlegt soll man das Speisopfer darbringen zum lieblichen Geruch für den Herrn . 15 Und zwar soll es der Priester bereiten, der an Aarons Stelle gesalbt wird von seinen Söhnen, als eine ewige Satzung; es soll ganz in Rauch aufgehen für den Herrn . 16 Jedes Speisopfer eines Priesters soll ein Ganzopfer sein; es darf nicht gegessen werden.

    17 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 18 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz vom Sündopfer : Am gleichen Ort , wo man das Brandopfer schächtet, soll auch das Sündopfer geschächtet werden vor dem Herrn : es ist hochheilig. 19 Der Priester, der es als Sündopfer darbringt, darf es essen; es soll an heiliger Stätte gegessen werden, im Vorhof der Stiftshütte. 20 Alles, was mit seinem Fleisch in Berührung kommt, soll heilig sein! Wenn aber etwas von seinem Blut auf ein Kleid spritzt, so sollst du das, was bespritzt worden ist, an heiliger Stätte waschen . 21 Ist es in einem irdenen Gefäß gekocht worden, so soll es zerbrochen werden, ist es in einem ehernen gekocht worden, so muss es gescheuert und mit Wasser gespült werden. 22 Alles, was männlich ist unter den Priestern, darf davon essen; es ist hochheilig . 23 Dagegen soll man kein Sündopfer essen, von dessen Blut in die Stiftshütte hineingebracht wird, um Sühnung zu erwirken im Heiligtum; es soll mit Feuer verbrannt werden.

    Was sagt der Kommentator mit der Stiftshütte dazu?

    Das Speisopfer konnte auf drei Arten zubereitet sein:

    1. im Ofen gebacken
    2. in einer Pfanne gebacken
    3. in einem Napf gebacken

    Dies scheint die verschiedenen Grade von Prüfungen und Leiden anzudeuten, durch die Christus in seinem Leben und Sterben geprüft wurde. Und bei allem war er vollkommen. Der Ofen spricht von dem, was man nicht sehen kann, und er deutet vielleicht die heimlichen, verborgenen Leiden an Geist und Seele an, durch die der Herr hindurchmusste, die nur sein Vater kannte. Wir lesen von unserem Herrn, dass er am Grab des Lazarus „im Geist seufzte“. Wir können es uns mit unserem abgestumpften Wahrnehmungsvermögen gar nicht richtig vorstellen, durch welche Leiden unser Herr im Geist hindurchging, als er Leid und Sünde in dieser Welt begegnete. Er war wirklich „ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut“ (Jes 53,3).

    Die Pfanne spricht vielleicht von den mehr öffentlich wahrgenommenen Leiden unseres Herrn in dieser Welt. Er sagte zu seinem Jüngern, wie er „von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden müsse“ (Mt 16,21). Wir brauchen nur die vier Evangelien zu lesen, um zu sehen, was unser Herr auf dem Weg des Zeugnisses erlitt.

    Der Napf spricht möglicherweise von dem, was noch intensiver ist und schließt vielleicht sogar das Kreuz selbst ein. In allem war der Herr vollkommen. Ist es die Versuchung in der Wüste, vierzig Tage lang, als der Teufel mit einer dreifachen Verführung auffuhr, die bei uns die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens gewesen wäre? Er ging unversehrt daraus hervor. Unberührt vom Hauch des Bösen, makellos, von keiner Berührung mit Sünde gekennzeichnet. Ist es der Mangel an jenem Verständnis und Mitgefühl, das seine Jünger hätten zeigen sollen? Sind es all die traurigen Prüfungen, die er ertrug und die seinen Pfad gekennzeichnet haben? Ja, war es sogar am Kreuz selbst mit seiner Feuerprobe? In allem war er absolut vollkommen.

  93. Juleam 14. Februar 2013 um 12:18 Link zum Kommentar

    3. Mose 7 – die verschiedenen Opfertierte, jedes gemäß finanziellem Einkommen, oder gar der Erkenntnis über Jesus…

    1 Und dies ist das Gesetz vom Schuldopfer, welches hochheilig ist: 2 Am gleichen Ort, wo man das Brandopfer schächtet, soll man auch das Schuldopfer schächten, und [der Priester] soll sein Blut ringsum an den Altar sprengen. 3 Auch soll er von ihm all sein Fett darbringen, den Fettschwanz samt dem Fett, das die Eingeweide bedeckt; 4 dazu die beiden Nieren mit dem Fett daran, das an den Lenden ist, samt dem Leberlappen; über den Nieren soll man es wegnehmen. 5 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Feueropfer für den Herrn ; es ist ein Schuldopfer. 6 Alles, was männlich ist unter den Priestern, darf es essen; es soll an heiliger Stätte gegessen werden: Es ist hochheilig. 7 Wie das Sündopfer, so das Schuldopfer; für beide gilt ein und dasselbe Gesetz: Es gehört dem Priester, der die Sühnung damit erwirkt. 8 Und dem Priester, der jemandes Brandopfer darbringt, ihm gehört auch die Haut des Brandopfers, das er dargebracht hat. 9 Ebenso alle Speisopfer, die im Ofen gebacken, im Topf oder in der Pfanne bereitet werden; sie fallen dem Priester zu, der sie darbringt. 10 Alle Speisopfer, seien sie nun mit Öl vermengt oder trocken, gehören allen Söhnen Aarons, dem einen wie dem anderen. 11 Und dies ist das Gesetz vom Friedensopfer , das man dem Herrn darbringen soll: 12 Wenn er es zum Dank opfern will, so bringe er zu seinem Dankopfer hinzu ungesäuerte Kuchen dar, mit Öl angerührt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl gesalbt , und eingerührtes Feinmehl [für] mit Öl angerührte Kuchen. 13 Zusätzlich zum Kuchen soll er gesäuertes Brot als seine Opfergabe darbringen, zu seinem Dank-Friedensopfer hinzu. 14 Davon soll er je ein Stück von jeder Opfergabe dem Herrn als Hebopfer darbringen; das soll dem Priester gehören, der das Blut der Friedensopfer sprengt. 15 Das Fleisch des Dank-Friedensopfers soll aber am Tag seiner Darbringung gegessen werden; man darf nichts davon übrig lassen bis zum Morgen. 16 Beruht aber das Opfer, das er darbringt, auf einem Gelübde , oder ist es freiwillig, so soll es am Tag seiner Darbringung gegessen werden, und was davon übrig bleibt, darf am folgenden Tag gegessen werden. 17 Was aber vom Opferfleisch bis zum dritten Tag übrig bleibt, das soll man mit Feuer verbrennen. 18 Wenn aber dennoch am dritten Tag von dem Fleisch seines Friedensopfers gegessen wird, so wird es nicht als wohlgefällig angenommen werden; es wird dem, der es dargebracht hat, nicht angerechnet, sondern gilt als Gräuel, und die Seele, die davon isst, wird ihre Schuld tragen. 19 Auch wenn das Fleisch mit irgendetwas Unreinem in Berührung kommt, so darf man es nicht essen, sondern es muss mit Feuer verbrannt werden; sonst aber darf jedermann von diesem Fleisch essen, wenn er rein ist. 20 Die Seele aber, die ihre Unreinheit an sich hat und doch von dem Fleisch des Friedensopfers isst, das dem Herrn gehört, dieselbe soll ausgerottet werden aus ihrem Volk . 21 Auch wenn eine Seele irgendetwas Unreines anrührt, es sei die Unreinheit eines Menschen oder ein unreines Vieh oder irgendeinen unreinen Gräuel, und isst doch von dem Fleisch des Friedensopfers, das dem Herrn gehört, dieselbe soll ausgerottet werden aus ihrem Volk. 22 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 23 Rede zu den Kindern Israels und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von Stieren, Schafen und Ziegen! 24 Das Fett von Aas oder Zerrissenem darf zu allerlei Zwecken verwendet werden, aber ihr sollt es auf keinen Fall essen. 25 Denn jeder, der Fett isst von dem Vieh, von welchem man dem Herrn Feueropfer darzubringen pflegt – die Seele, die es isst, soll ausgerottet werden aus ihrem Volk! 26 Ihr sollt auch kein Blut essen in allen euren Wohnungen, weder von Vögeln noch vom Vieh; 27 jeder, der irgendwelches Blut isst, soll ausgerottet werden aus seinem Volk! 28 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 29 Rede zu den Kindern Israels und sprich: Wer dem Herrn ein Friedensopfer darbringen will, der lasse dem Herrn seine Gabe zukommen von seinem Friedensopfer. 30 Eigenhändig soll er die Feueropfer des Herrn herzubringen: Das Fett samt der Brust soll er bringen, die Brust, um sie als Webopfer vor dem Herrn zu weben. 31 Der Priester aber soll das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen; und die Brust fällt Aaron und seinen Söhnen zu. 32 Dazu sollt ihr die rechte Keule von euren Friedensopfern dem Priester als Hebopfer geben; 33 und zwar soll derjenige von den Söhnen Aarons, der das Blut des Friedensopfers und das Fett darbringt, die rechte Keule zum Anteil erhalten. 34 Denn ich habe die Brust des Webopfers und die Keule des Hebopfers von den Kindern Israels, von ihren Friedensopfern genommen und habe sie dem Priester Aaron und seinen Söhnen gegeben als ein ewiges Anrecht von den Kindern Israels. 35 Das ist das Salbungsteil Aarons und das Salbungsteil seiner Söhne von den Feueropfern des Herrn an dem Tag, da er sie herzunahen ließ, um für den Herrn Priesterdienst zu tun, 36 von dem der Herr befahl, dass es ihnen am Tag ihrer Salbung gegeben werde von den Kindern Israels, als ewiges Recht für ihre [künftigen] Geschlechter. 37 Dies ist das Gesetz vom Brandopfer, vom Speisopfer und vom Sündopfer, vom Schuldopfer, vom Einweihungsopfer und vom Friedensopfer, 38 das der Herr dem Mose auf dem Berg Sinai gegeben hat, an dem Tag, da er den Kindern Israels gebot, dem Herrn ihre Opfer darzubringen, in der Wüste Sinai.

    Die verschiedenen Opfer, die meisten von uns wissen, was sie bedeuten oder wo sie Erklärungen dazu finden. Da wir vorgestern über die Seite mit der Stiftshütte „gestolpert sind“, habe ich mal nachgesehen, was dort dazu steht. Dabei bin ich unter der Rubrik mit dem Brandopfer auf einen sehr interessanten Gedanken gestoßen, den wir auch auf den heutigen Zustand der verschiedenen Christlichen Gruppierungen beziehen könnten:

    Der Stier ist mehr wert als ein Schaf oder eine Ziege; Schaf oder Ziege sind mehr wert als die Turteltauben oder jungen Tauben. Dies zeigt uns die verschiedenen Stufen der Erkenntnis, die der Gläubige von dem Tod Christi hat. Aber Gott sei Dank: Das Opfer der Tauben wurde genauso angenommen wie das Opfer eines Stiers. Wir werden nicht entsprechend dem Maß unserer Wertschätzung vom Tod Christi begnadigt, sondern entsprechend dem Maß von Gottes voller und vollkommener Wertschätzung vom Tod Christi. Niemand von uns kann sich zu dieser Höhe emporheben, aber Gott begnadigt uns auf der Grundlage dessen, was er über den Tod Seines Sohnes denkt. Dies ist eine Stelle großen Trostes für uns, und es sollte uns Zuversicht geben, Gott zu preisen für Seine unaussprechliche Gabe.

    Der Stier ohne Fehl war die höchste Form des Opfers. Aufseiten des Opfernden vertritt dies eine sehr große Erkenntnis vom Tod Christi. Der Opfernde sollte den Stier schlachten. Der Priester sprengte dann das Blut ringsum an den Altar. Nichts Geringeres als Blutvergießen kann Sühnung für Sünden sein. Das Brandopfer wurde dann, nachdem ihm die Haut abgezogen war, in seine Stücke zerlegt. Das versinnbildlicht, dass Gott im Einzelnen alles das wertschätzt, was Christus dazu führte, Sein Leben am Kreuz zu opfern. Feuer wurde auf den Altar gelegt, und das Holz wurde auf dem Feuer zugerichtet.

    Dann sollten die Priester die Stücke – den Kopf und das Fett – auf dem Altar zurichten, die Eingeweide sollten mit Wasser gewaschen werden, und alles sollte auf dem Altar geräuchert werden. Die Eingeweide und Schenkel, die im Wasser gewaschen wurden, stellen symbolisch Christus dar mit den innersten Triebfedern Seines Seins (die Eingeweide) und den ganzen Einzelheiten und der Kraft Seines Wandels (die Schenkel). Es hat jemand treffend gesagt: „Was das Waschen mit Wasser angeht, so wurde das Opfer symbolisch zu dem gemacht, was Christus im Wesentlichen war, nämlich rein.“ Alles sollte auf dem Altar geräuchert werden.

    Der Schlüssel zum Verständnis für dieses wunderschöne Bild vom Tod Christi liegt in zwei Hauptgedanken:

    1. Das Wort für Räuchern bedeutet: die wunderbare Ergebenheit unseres Herrn, die darin bestand, dass Er sich selbst in den Tod gab, um den Willen Gottes zu erfüllen, steigt mit lieblichem Wohlgeruch auf zu Gott. Es ist ein Wort, das für Räuchern von Weihrauch gebraucht wird – “als lieblicher Geruch aufsteigen“.
    2. Damit verbunden war der Gedanke des Opfernden. Wenn niemals ein Sünder durch den Sühnetod unseres Herrn erlöst worden wäre, hätte dieser Tod doch Gott verherrlicht, wie nichts anderes es jemals tun konnte. Christi Ergebenheit in den Willen Gottes war überströmende Freude für das Herz Gottes.

    Das Opfern eines Schafes oder einer Ziege ohne Fehl setzt eine weniger große Erkenntnis vom Tod Christi voraus, ist aber doch sehr kostbar und annehmbar vor Gott – kostbar, weil ER in der ganzen Tragweite den Wert jenes vollkommenen Opfers unseres Herrn am Kreuz kennt. Aber weil es ein Brandopfer war, sollte das Opfertier männlich sein – sinnbildlich für die Würde und den Segen dieser Darstellung vom Werk Christi.

    Aber es konnte doch sein, dass ein Opfernder arm war. Der Stier oder sogar das Schaf oder die Ziege würden vielleicht seine Mittel völlig überschreiten. Für solche Fälle war eine Vorkehrung getroffen. Ihm war gestattet, Turteltauben oder junge Tauben zu bringen. Auch das schwächste Verständnis vom Sterben Christi wollte die Gnade achten und Ihm gerecht werden. Es würde nicht im Geringsten die Begnadigung abschwächen, mit der der Opfernde begnadigt wurde, denn diese hing nicht von der Erkenntnis des Opfernden ab, sondern von dem Wert, den GOTT jenem wunderbaren Opfer beimisst.

    Der Kropf und Unrat der Vögel wurde weggeworfen, was versinnbildlicht, dass der Anbetende unwürdige und unpassende Gedanken vom Tod Christi mit dem vermischen mag, was würdig und annehmbar ist. Im Fall des Stiers und den Schafen bzw. der Ziege wurde alles auf dem Altar geräuchert. Aber in diesem Fall wurden der Kropf und der Unrat neben den Altar gegen Osten hin geworfen, an den Ort der Fettasche, was zeigt, dass unwürdige Gedanken über Christus vernichtet werden müssen.

    Die Vögel wurden an den Flügeln eingerissen, aber nicht ganz auseinandergetrennt, was wiederum geringe Erkenntnis darstellt, als ob der Anbetende so weit auf dem richtigen Weg gehen konnte, aber nicht die Kraft der Erkenntnis hatte, den ganzen Weg zu gehen.

    Und wie ist die Gnade Gottes in solch einem Fall so rührend! Wie froh machend war es für solche, mit denselben Worten gegrüßt zu werden, wie sie für den Opfernden eines Stiers oder eines Schafes oder einer Ziege gebraucht wurden. „Es ist ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Herrn“.

    Der Kopf sollte auf dem Altar verbrannt werden, und das Blut sollte ausgedrückt werden an der Wand des Altars. Nichts Geringeres als Blut konnte hier helfen. Wenn wir dieses wunderbare Opfer auch nur sehr dürftig dargestellt haben, so soll es uns doch ermutigen zu wünschen, dass unsere Seele wächst an der Erkenntnis dieses wunderbaren Gesichtspunktes vom Tod Christi.

    weitere Gedanken dazu finden wir hier:

  94. Juleam 14. Februar 2013 um 12:26 Link zum Kommentar

    3. Mose 8 – 10

    3. Mose 8 – warum der neu eingesetzte Altar zuerst mal von seiner Sünde gereinigt werden muss:

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Nimm Aaron und seine Söhne mit ihm, dazu die Kleider und das Salböl und den Jungstier zum Sündopfer und die zwei Widder und den Korb mit ungesäuertem Brot , 3 und versammle die ganze Gemeinde vor dem Eingang der Stiftshütte! 4 Und Mose tat, wie ihm der Herr befohlen hatte, und die Gemeinde versammelte sich vor dem Eingang der Stiftshütte. 5 Und Mose sprach zu der Gemeinde: Das ist es, was der Herr zu tun geboten hat. 6 Und Mose brachte Aaron und seine Söhne herzu und wusch sie mit Wasser. 7 Und er legte ihm den Leibrock an und umgürtete ihn mit dem Gürtel, und er bekleidete ihn mit dem Obergewand und legte ihm das Ephod an und umgürtete ihn mit dem gewirkten Gürtel des Ephods und befestigte es ihm damit. 8 Danach legte er ihm das Brustschild an und legte in das Brustschild die Urim und die Thummim ; 9 und er setzte ihm den Kopfbund auf das Haupt und heftete an den Kopfbund, vorn an seine Stirn, das goldene Stirnblatt, das heilige Diadem, so wie der Herr es Mose geboten hatte. 10 Und Mose nahm das Salböl und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und heiligte sie. 11 Auch sprengte er davon siebenmal auf den Altar und salbte den Altar samt allen seinen Geräten, auch das Becken samt seinem Gestell, um es zu heiligen. 12 Und er goss von dem Salböl auf das Haupt Aarons und salbte ihn, um ihn zu heiligen.13 Und Mose brachte auch die Söhne Aarons herzu und bekleidete sie mit Leibröcken und umgürtete sie mit dem Gürtel und band ihnen die hohen Kopfbedeckungen um, so wie der Herr es Mose geboten hatte.

    14 Dann ließ er den Jungstier des Sündopfers herzuführen; und Aaron und seine Söhne stützten ihre Hände auf den Kopf des Sündopferstieres. 15 Und er schächtete ihn, und Mose nahm das Blut und tat davon mit seinem Finger auf die Hörner des Altars ringsum und entsündigte den Altar; und er goss das [übrige] Blut an den Fuß des Altars und heiligte ihn, indem er für ihn Sühnung erwirkte. 16 Sodann nahm er alles Fett an den Eingeweiden und den Leberlappen und die beiden Nieren mit dem Fett daran, und Mose ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen. 17 Aber den Jungstier samt seiner Haut und seinem Fleisch und Unrat verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers, so wie der Herr es Mose geboten hatte. 18 Er brachte auch den Widder zum Brandopfer herzu. Und Aaron und seine Söhne stützten ihre Hände auf den Kopf des Widders. 19 Und er schächtete ihn, und Mose sprengte das Blut ringsum an den Altar. 20 Und er zerlegte den Widder in seine Stücke, und Mose ließ den Kopf, die Stücke und das Fett in Rauch aufgehen, 21 und er wusch die Eingeweide und die Schenkel mit Wasser. So ließ Mose den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehen. Das war ein Brandopfer zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den Herrn , so wie der Herr es Mose geboten hatte. 22 Er brachte auch den zweiten Widder herzu, den Widder der Einsetzung . Und Aaron und seine Söhne stützten ihre Hände auf den Kopf des Widders. 23 Und er schächtete ihn, und Mose nahm von seinem Blut, und er tat es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.24 Und Mose brachte auch die Söhne Aarons herzu, und er tat von dem Blut auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes; und Mose sprengte das Blut ringsum an den Altar. 25 Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett an den Eingeweiden und den Leberlappen und die beiden Nieren mit dem Fett daran und die rechte Schulter; 26 dazu nahm er aus dem Korb mit dem ungesäuerten Brot, der vor dem Herrn war, einen ungesäuerten Kuchen und einen Ölbrotkuchen und einen Fladen und legte es auf die Fettstücke und auf die rechte Schulter, 27 und er legte das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne und webte es als Webopfer vor dem Herrn . 28 Danach nahm Mose das alles wieder aus ihren Händen und ließ es auf dem Altar über dem Brandopfer in Rauch aufgehen. Das war das Einsetzungsopfer zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den Herrn . 29 Und Mose nahm die Brust und webte sie als Webopfer vor dem Herrn ; das war Moses Anteil von dem Widder der Einsetzung, so wie der Herr es Mose geboten hatte. 30 Und Mose nahm von dem Salböl und von dem Blut auf dem Altar und sprengte es auf Aaron, auf seine Kleider und mit ihm auf seine Söhne und ihre Kleider, und er heiligte Aaron, seine Kleider, und mit ihm seine Söhne und die Kleider seiner Söhne.

    31 Und Mose sprach zu Aaron und zu seinen Söhnen: Kocht das Fleisch vor dem Eingang der Stiftshütte und esst es dort, und auch das Brot, das im Korb des Einsetzungsopfers ist, wie ich geboten und gesagt habe: Aaron und seine Söhne sollen es essen. 32 Was aber übrig bleibt von dem Fleisch und von dem Brot, das sollt ihr mit Feuer verbrennen. 33 Und ihr sollt sieben Tage lang nicht hinausgehen vor den Eingang der Stiftshütte, bis zu dem Tag, an dem die Tage eures Einsetzungsopfers erfüllt sind; denn sieben Tage lang sollen euch die Hände gefüllt werden. 34 Was man heute getan hat, das hat der Herr zu tun befohlen , um für euch Sühnung zu erwirken. 35 Sieben Tage lang sollt ihr Tag und Nacht am Eingang der Stiftshütte bleiben und die Anordnungen des Herrn befolgen , damit ihr nicht sterbt; denn so ist es mir geboten worden. 36 Und Aaron und seine Söhne taten alles, was der Herr durch Mose geboten hatte

    Vor einiger Zeit kam die Frage auf, warum der Altar durch das Blut von seiner Sünde gereinigt werden müsse – wenn er doch gerade erst neu eingesetzt worden war. Beim „googeln“ auf der onlinelib habe ich hierzu Folgendes gefunden:

    Nachdem der Stier geschlachtet worden war, tat Moses etwas von dem Blut auf den Altar, und alles übrige goß er an den Sockel des Altars, was die Reinigung des Altars versinnbildlichte, der wegen der Sündhaftigkeit der Priester verunreinigt wurde, wenn sie daran ihren Dienst verrichteten. Daß das Blut auf die Hörner des Altars getan wurde, bedeutet zweifellos, daß die Macht der Opfervorkehrung in dem vergossenen Blut des Opfers lag (Heb 9:22). Auch bei anderen Opfern mußte der Altar mit Blut besprengt werden (3Mo 1:5, 11; 3:2; 4:6; 16:18). Da es sich in diesem Fall jedoch nicht um den nationalen Sühnetag, sondern um die Einsetzung der Priesterschaft handelte, wurde das Blut des Stieres nicht in das Allerheiligste hineingebracht. (Siehe 3. Mose 16:14.)

    weitere Gedanken finden wir hier:

  95. Juleam 14. Februar 2013 um 12:29 Link zum Kommentar

    3. Mose 9 – sie taten so, wie Jehova durch Moses geboten hatte

    1 Und es geschah am achten Tag, da rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten von Israel zu sich, 2 und er sprach zu Aaron: Nimm dir ein junges Kalb zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer , beide makellos, und bringe sie dem Herrn dar. 3 Und rede zu den Kindern Israels und sprich: Nehmt einen Ziegenbock zum Sündopfer und ein Kalb und ein Lamm, ein Jahr alt und makellos, zum Brandopfer , 4 ferner einen Stier und einen Widder zum Friedensopfer , um sie vor dem Herrn zu opfern, und ein mit Öl angerührtes Speisopfer ; denn heute wird euch der Herr erscheinen ! 5 Und sie brachten, was Mose geboten hatte, vor den Eingang der Stiftshütte, und die ganze Gemeinde trat herzu und stand vor dem Herrn .

    6 Da sprach Mose: Das ist es, was der Herr geboten hat; das sollt ihr tun, so wird euch die Herrlichkeit des Herrn erscheinen! 7 Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und opfere dein Sündopfer und dein Brandopfer und erwirke Sühnung für dich und das Volk. Danach bringe das Opfer des Volkes dar und erwirke Sühnung für sie, wie der Herr es geboten hat! 8 Da trat Aaron zum Altar und schächtete das Kalb des Sündopfers, das für ihn war. 9 Und die Söhne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er tauchte seinen Finger in das Blut und tat davon auf die Hörner des Altars und goss das [übrige] Blut an den Fuß des Altars. 10 Aber das Fett und die Nieren und den Leberlappen des Sündopfers ließ er auf dem Altar in Rauch aufgehen, so wie der Herr es Mose geboten hatte. 11 Und das Fleisch und die Haut verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers. 12 Danach schächtete er das Brandopfer, und die Söhne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es ringsum an den Altar. 13 Und sie brachten das Brandopfer, in seine Stücke zerlegt, samt dem Kopf zu ihm, und er ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen. 14 Und er wusch die Eingeweide und die Schenkel und ließ sie über dem Brandopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen.

    15 Danach brachte er die Opfergabe des Volkes herzu, und er nahm den Bock, das Sündopfer des Volkes, und schächtete ihn und opferte ihn als Sündopfer wie das vorige. 16 Danach brachte er das Brandopfer herzu und opferte es nach der Vorschrift. 17 Er brachte auch das Speisopfer herzu und nahm eine Handvoll davon und ließ es auf dem Altar in Rauch aufgehen, außer dem Brandopfer des Morgens. 18 Danach schächtete er den Stier und den Widder als das Friedensopfer für das Volk. Und die Söhne Aarons brachten ihm das Blut; das sprengte er ringsum an den Altar. 19 Aber die Fettstücke von dem Stier, und von dem Widder den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und die Nieren und den Leberlappen, 20 alle diese Fettstücke legten sie auf die Bruststücke; und er ließ die Fettstücke auf dem Altar in Rauch aufgehen. 21 Aber die Brust und die rechte Keule webte Aaron als Webopfer vor dem Herrn , wie es Mose geboten hatte.

    22 Danach streckte Aaron seine Hand aus zu dem Volk hin und segnete es; und er stieg herab, nachdem er das Sündopfer, das Brandopfer und das Friedensopfer dargebracht hatte. 23 Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte hinein. Und als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn dem ganzen Volk, 24 und es ging Feuer aus von dem Herrn und verzehrte das Brandopfer und die Fettstücke auf dem Altar. Als das ganze Volk dies sah, jubelten sie und fielen auf ihr Angesicht.

  96. Juleam 14. Februar 2013 um 12:36 Link zum Kommentar

    3. Mose 10 – einige Fragen zu dem „unerlaubten Feuer“ und die Antworten dazu:

    1 Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer dar vor den Herrn , das er ihnen nicht geboten hatte. 2 Da ging Feuer aus von dem Herrn und verzehrte sie, sodass sie starben vor dem Herrn . 3 Und Mose sprach zu Aaron: Das hat der Herr gemeint, als er sprach: »Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor dem ganzen Volk!« Und Aaron schwieg still . 4 Mose aber rief Misael und Elzaphan, die Söhne Ussiels , des Onkels Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet herzu und tragt eure Brüder vom Heiligtum hinweg, vor das Lager hinaus! 5 Und sie traten herzu und trugen sie in ihren Leibröcken vor das Lager hinaus, wie es Mose befohlen hatte. 6 Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und Itamar: Ihr sollt euer Haupthaar nicht entblößen , noch eure Kleider zerreißen, damit ihr nicht sterbt und der Zorn über die ganze Gemeinde kommt. Doch eure Brüder, das ganze Haus Israel, sie sollen weinen über diesen Brand, den der Herr angezündet hat! 7 Ihr aber sollt nicht vor den Eingang der Stiftshütte hinausgehen, damit ihr nicht sterbt; denn das Öl der Salbung des Herrn ist auf euch! Und sie handelten nach dem Wort Moses. 8 Der Herr aber redete mit Aaron und sprach: 9 Du und deine Söhne mit dir sollen weder Wein noch berauschendes Getränk trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht, damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für eure [künftigen] Geschlechter, 10 damit ihr einen Unterschied macht zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen, zwischen dem Unreinen und Reinen, 11 und damit ihr die Kinder Israels alle Ordnungen lehrt, die der Herr zu ihnen durch Mose geredet hat!

    12 Und Mose redete mit Aaron und mit seinen übrig gebliebenen Söhnen, Eleasar und Itamar: Nehmt das Speisopfer, das von den Feueropfern des Herrn übrig bleibt, und esst es ungesäuert beim Altar, denn es ist hochheilig. 13 Ihr sollt es an heiliger Stätte essen; denn es ist das, was dir und deinen Söhnen bestimmt ist von den Feueropfern des Herrn ; denn so ist es mir geboten worden. 14 Ebenso die Brust des Webopfers und die Keule des Hebopfers – du und deine Söhne und deine Töchter sollen sie mit dir an reiner Stätte essen. Denn dies ist dir und deinen Kindern bestimmt von den Friedensopfern der Kinder Israels. 15 Die Keule des Hebopfers und die Brust des Webopfers soll man mit den Feueropfern der Fettstücke herzubringen, um sie als Webopfer vor dem Herrn zu weben. Dies soll dir und deinen Söhnen mit dir als ein ewiges Anrecht zufallen, wie es der Herr geboten hat!

    16 Mose aber suchte eifrig nach dem Bock des Sündopfers; und siehe, er war verbrannt worden. Da wurde er zornig über Eleasar und Itamar, die Söhne Aarons, die noch übrig geblieben waren, und sprach: 17 Warum habt ihr das Sündopfer nicht gegessen an heiliger Stätte? Denn es ist hochheilig, und Er hat es euch gegeben, damit ihr die Schuld der Gemeinde tragt, um für sie Sühnung zu erwirken vor dem Herrn ! 18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Innere des Heiligtums hineingebracht worden; ihr hättet es im Heiligtum essen sollen, wie ich es geboten habe! 19 Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem Herrn geopfert , und es ist mir dieses geschehen; sollte ich heute vom Sündopfer essen ? Wäre es auch recht gewesen in den Augen des Herrn ? 20 Als Mose dies hörte, war es recht in seinen Augen.

    Die Söhne Aarons bringen unerlaubtes Feuer dar und werden vernichtet. In welches Zeitfenster gehört dies? Bedeutet das, dass sie kurz nach ihrer Einsetzung als Priester schlecht handelten und darum vernichtet wurden?

    Und um was genau geht es, weswegen Moses Aaron und seine restlichen Söhne rügt? Bisher hatte ich es immer so verstanden, dass es nur darum geht, dass sie ihren Teil nicht gegessen haben. Hier liest es sich eher so, als hätten sie es nicht auf die richtige Weise geopfert. In Vers 19 sagt Moses, dass sie versäumt hatten, das Blut und damit den sündensühnenden Wert ins Heiligste zu bringen. Hatten sie diesen Dienst verweigert oder standen sie noch so sehr unter Schock, dass sie es einfach vergessen hatten?

    Und wieso sucht Moses nach diesem Opfertier? Will er seinen Bruder kontrollieren oder wollte er mit ihnen gemeinsam essen?

    Hierzu habe ich unter „Fragen von Lesern“ Folgendes gefunden:

    Warum war Moses nach dem Tod Nadabs und Abihus, der Söhne Aarons, über deren Brüder Eleasar und Ithamar verärgert, und was hat ihn beruhigt? (3. Mo. 10:16-20).

    Kurz nachdem die Priesterschaft für den Dienst an der Stiftshütte eingesetzt worden war, hatten Aarons Söhne Nadab und Abihu „vor Jehova unerlaubtes Feuer“ dargebracht und waren deshalb von ihm hingerichtet worden (3. Mo. 10:1, 2). Eleasar und Ithamar, die anderen beiden Söhne Aarons, hatte Moses angewiesen, nicht um ihre toten Brüder zu trauern. Kurz darauf wurde Moses zornig auf sie; er war verärgert darüber, dass sie nicht von dem Ziegenbock, dem Sündopfer, gegessen hatten (3. Mo. 9:3). Was war der Hintergrund?

    In den Gesetzen, die Jehova Moses übermittelt hatte, wurde ausdrücklich angeordnet, dass der Priester, der ein Sündopfer darbrachte, im Vorhof des Zeltes der Zusammenkunft einen Teil davon essen sollte. Das betrachtete man anscheinend so, als ob er die Verantwortung für die Sünden derer trug, die das Opfer darbrachten. Wurde jedoch ein Teil des Blutes des Opfers in das Heilige, das erste Abteil des Heiligtums, gebracht, dann durfte das Opfer nicht gegessen werden. Es musste vielmehr verbrannt werden (3. Mo. 6:24-26, 30).

    Nach den tragischen Ereignissen an diesem Tag wollte Moses wahrscheinlich sicherstellen, dass alle Anordnungen Jehovas genau eingehalten wurden. Als er nun feststellte, dass der Ziegenbock nicht, wie angeordnet, gegessen, sondern verbrannt worden war, wurde er ärgerlich. Er fragte Eleasar und Ithamar nach dem Grund, denn sein Blut war ja nicht im Heiligen vor Jehova dargebracht worden (3. Mo. 10:17, 18).

    Die beiden hatten offensichtlich mit Einverständnis ihres Vaters gehandelt. Das war wohl auch der Grund, warum Aaron dazu Stellung nahm. Angesichts der Tatsache, dass zwei seiner Söhne hingerichtet worden waren, könnte er sich gefragt haben, ob die Priester an diesem Tag mit gutem Gewissen von dem Sündopfer hätten essen können. Vielleicht dachte er, es würde Jehova missfallen, wenn einer von ihnen davon gegessen hätte, auch wenn sie für die Fehler von Nadab und Abihu ja nicht unmittelbar verantwortlich waren (3. Mo. 10:19).

    Insbesondere könnte Aaron sich gedacht haben: Ausgerechnet an dem Tag, an dem Angehörige seiner Familie zum ersten Mal priesterliche Pflichten wahrgenommen hatten und sehr darauf hätten achten müssen, alles bis ins kleinste Detail genau so zu tun, wie es Jehova gefällt, war sein Name durch Nadab und Abihu entweiht worden. Dadurch hatten sie seinen Zorn auf sich gezogen und waren umgekommen. Möglicherweise glaubte Aaron daher, in einer Priesterfamilie, in der es zu einer solchen Sünde gekommen war, dürfe niemand von einem heiligen Opfer essen.

    Was er seinem Bruder Moses antwortete, scheint diesen beruhigt zu haben, denn in der Bibel heißt es abschließend: „Als Moses dies nun hörte, war es in seinen Augen befriedigend“ (3. Mo. 10:20). Auch Jehova scheint diese Antwort zufriedengestellt zu haben

    weitere Gedanken zu dieser Begebenheit finden wir hier:

  97. Juleam 14. Februar 2013 um 12:43 Link zum Kommentar

    3. Mose 11 – 13

    3. Mose 11 – wie konnten sie von dem Aas essen, wenn sie doch nicht von „Erwürgtem“ essen sollten?

    1 Und der Herr redete zu Mose und Aaron und sprach zu ihnen: 2 Redet zu den Kindern Israels und sprecht: Das sind die Tiere, die ihr essen dürft von allen Tieren auf Erden: 3 Alles, was ganz gespaltene Klauen hat und wiederkäut unter den Tieren, dürft ihr essen. 4 Aber von den Wiederkäuern und denen, die gespaltene Klauen haben, sollt ihr die folgenden nicht essen: das Kamel; denn obgleich es wiederkäut, hat es doch keine gespaltenen Klauen; darum soll es für euch unrein sein; 5 ebenso den Klippdachs ; denn obgleich er wiederkäut, hat er doch keine gespaltenen Klauen; darum soll er für euch unrein sein; 6 und den Hasen; denn obgleich er wiederkäut, hat er keine gespaltenen Klauen; darum soll er für euch unrein sein. 7 Ferner das Schwein ; es hat ganz gespaltene Klauen, aber es ist kein Wiederkäuer; darum soll es für euch unrein sein. 8 Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, auch ihr Aas nicht anrühren, denn sie sind für euch unrein.

    9 Diese [Tiere] dürft ihr essen von allem, was im Wasser lebt: Alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in den Flüssen, das dürft ihr essen. 10 Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, im Meer und in den Flüssen, unter allem [Getier], das sich in den Wassern regt, und von allem, was im Wasser lebt, das soll für euch ein Gräuel sein. 11 Ein Gräuel sollen sie für euch sein; von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen. 12 Alle Wassertiere, die keine Flossen und Schuppen haben, sollen für euch ein Gräuel sein. 13 Von den fliegenden [Tieren] aber sollt ihr diese verabscheuen; man soll sie nicht essen, weil sie ein Gräuel sind: den Adler , den Lämmergeier und den Seeadler, 14 die Weihe und die Habichtarten , 15 alle Rabenarten , 16 den Strauß, die Eule, die Möwe und die Falkenarten; 17 das Käuzchen, den Kormoran, den Ibis, 18 die Ohreneule, den Pelikan, den Aasgeier, 19 den Storch , die Reiherarten, den Wiedehopf und die Fledermaus. 20 Jedes geflügelte Kleingetier, das auf vier Füßen geht, soll für euch ein Gräuel sein. 21 Nur diese dürft ihr essen von dem geflügelten Kleingetier, das auf vier Füßen geht: die oberhalb ihrer Füße zwei Schenkel haben, mit denen sie über den Erdboden hüpfen können. 22 Von diesen dürft ihr essen: alle Arten der Arbeh-Heuschrecke , alle Arten der Solham-Heuschrecke, der Hargol-Heuschrecke und der Hagab-Heuschrecke. 23 Aber alles [übrige] geflügelte Kleingetier, das auf vier Füßen [geht], soll für euch ein Gräuel sein; 24 und ihr würdet euch an ihnen verunreinigen; wer ihr Aas anrührt, der soll unrein sein bis zum Abend; 25 wer aber von ihrem Aas etwas aufhebt, der soll seine Kleider waschen, und er ist unrein bis zum Abend. 26 Jedes Tier, das nicht zugleich gänzlich gespaltene Klauen hat und wiederkäut, soll für euch unrein sein; jeder, der es anrührt, wird unrein. 27 Auch alles, was auf seinen Tatzen geht unter den Vierfüßlern, soll für euch unrein sein; jeder, der ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis zum Abend; 28 und wer ihr Aas aufhebt , der soll seine Kleider waschen und bleibt unrein bis zum Abend; unrein sollen sie für euch sein. 29 Auch diese sollen für euch unrein sein von dem Gewimmel, das auf der Erde kriecht: das Wiesel, die Maus , die verschiedenen Eidechsenarten; 30 der Gecko , die Mauereidechse, die Letaa-Echse, der Salamander und das Chamäleon. 31 Diese sollen für euch unrein sein unter allem, was kriecht; wer sie anrührt, wenn sie tot sind, wird unrein sein bis zum Abend.

    32 Auch wird alles unrein, worauf eines von diesen Tieren fällt, wenn es tot ist, sei es ein hölzernes Gefäß oder ein Kleid, ein Fell oder ein Sack; ein Gerät aber, mit dem man Arbeit verrichtet, soll man ins Wasser legen, und es soll unrein bleiben bis zum Abend; dann wird es rein. 33 Fällt aber eines jener Tiere in ein irdenes Geschirr, so wird sein ganzer Inhalt unrein, und ihr müsst es zerbrechen. 34 Wenn etwas von dem Wasser an irgendeine Speise kommt, die man essen will, so wird sie unrein, ebenso jedes Getränk, das man aus einem solchen Gefäß trinken würde. 35 Alles wird unrein, worauf ein solches Aas fällt; wäre es ein Backofen oder Kochherd, so müsste er eingerissen werden; denn er wäre unrein und müsste euch als unrein gelten. 36 Nur ein Wassersammler, der von einer Quelle oder von einer Zisterne [gespeist wird], bleibt rein; wer aber ein Aas darin anrührt, wird gleichwohl unrein. 37 Auch wenn von solchem Aas auf irgendwelche Sämereien fällt, die man aussäen will, so bleiben sie rein; 38 wäre aber Wasser auf den Samen gegossen worden und es fiele von solchem Aas darauf, so müsste er euch für unrein gelten. 39 Stirbt ein Vieh, das euch zur Nahrung dient, so wird, wer sein Aas anrührt, unrein sein bis zum Abend; 40 und wer von seinem Aas isst, der soll seine Kleider waschen und bleibt unrein bis zum Abend; auch wer sein Aas aufhebt, muss seine Kleider waschen und bleibt unrein bis zum Abend. 41 Alles Getier, das auf der Erde kriecht, ist ein Gräuel und darf nicht gegessen werden. 42 Alles, was auf dem Bauch kriecht, samt allem, was auf vier und mehr Füßen läuft von allem Getier, das auf der Erde kriecht, das sollt ihr nicht essen, denn sie sind ein Gräuel. 43 Macht euch selbst nicht zu einem Gräuel durch irgendein kriechendes Getier und verunreinigt euch nicht durch sie, sodass ihr dadurch unrein werdet! 44 Denn ich bin der Herr , euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin heilig; und ihr sollt euch nicht verunreinigen mit irgendwelchem Getier, das auf der Erde kriecht! 45 Denn ich, der Herr , bin es, der euch aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein; darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig! 46 Dies ist das Gesetz über das Vieh und die Vögel und alle lebendigen Wesen, die sich im Wasser regen und über alles Lebendige, das auf der Erde kriecht, 47 damit man unterscheide zwischen dem Unreinen und dem Reinen, und zwischen den Lebewesen, die man essen, und denen, die man nicht essen soll.

    „Wer von dem Aas eines Nutztieres ist, soll sich waschen und unrein sein bis zum Abend“. Wie passt dies damit zusammen, dass sie kein Blut zu sich nehmen und die Tiere vor dem Verzehr ausbluten lassen sollten?

    Thom hat mir gestern noch erklärt, dass kein Tier ganz ausgeblutet ist, dass sie es aber Schächten sollten und dass sie daher keine Tiere essen durften, die sie tot in einer Falle oder Schlinge gefunden hatten. Wo ist dann hier der Unterschied? Wenn sie ein Nutztier tot finden, dann können sie es ja auch nicht mehr Schächten und ausbluten lassen.

    Auf das Essen von Blut und „Erwürgtem“, also bereits tot aufgefundenen Tieren, stand die Todesstrafe oder zumindestens Ausschluß aus der Gemeinde. Warum ist es dann hier mit einem Tag Unreinheit getan?

    Weitere Gedanken zu den reinen und unreinen Tieren finden wir hier:

  98. Juleam 14. Februar 2013 um 12:45 Link zum Kommentar

    3. Mose 12 – die unterschiedliche Zeit der Unreinheit bei Jungen und Mädchen

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sprich: Wenn eine Frau schwanger ist und einen Knaben gebiert, so soll sie sieben Tage lang unrein sein; sie soll unrein sein wie in den Tagen, an denen sie abgesondert ist wegen ihres Unwohlseins . 3 Und am achten Tag soll man das Fleisch der Vorhaut [des Knaben] beschneiden. 4 Und sie soll 33 Tage lang im Blut ihrer Reinigung daheimbleiben; sie soll nichts Heiliges anrühren und nicht zum Heiligtum kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind. 5 Gebiert sie aber ein Mädchen, so soll sie zwei Wochen lang unrein sein wie bei ihrer Absonderung [wegen der Monatsblutung], und sie soll 66 Tage lang daheimbleiben im Blut ihrer Reinigung. 6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind für den Sohn oder für die Tochter, so soll sie zu dem Priester am Eingang der Stiftshütte ein einjähriges Lamm als Brandopfer bringen und eine junge Taube oder eine Turteltaube als Sündopfer. 7 Und er soll es vor dem Herrn darbringen und für sie Sühnung erwirken, so wird sie rein von ihrem Blutfluss. Das ist das Gesetz für die Frau, die einen Knaben oder ein Mädchen gebiert. 8 Kann sie aber den Preis eines Schafes nicht aufbringen, so nehme sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine als Brandopfer und die andere als Sündopfer, und der Priester soll für sie Sühnung erwirken, damit sie rein wird.

    Dieses Kapitel über die unterschiedliche Zeit der Unreinheit nach der Geburt eines Mädchens zu der eines Jungen stimmt mich ziemlich wehmütig, denn in meinem geschlossenen Blog hatte sich vor drei Jahren genau hierzu eine lebhafte Unterhaltung mit meiner „Großen“ entwickelt. Damals hatte sie sich uns noch bis zu ihrem Unfall Ende April beim Bibellesen und regen Gedankenaustausch dazu angeschlossen. Besonders ich vermisse sie sehr schmerzlich.

    Was wir seinerzeit alles dazu gefunden haben, findet ihr hier:

  99. Juleam 14. Februar 2013 um 12:51 Link zum Kommentar

    3. Mose 13 – wieso man nicht mehr unrein war, wenn der Aussatz den ganzen Körper bedeckte:

    1 Und der Herr redete zu Mose und Aaron und sprach: 2 Wenn sich bei einem Menschen an der Haut seines Fleisches ein Hautmal oder ein Ausschlag oder ein heller Fleck zeigt, und es entsteht an der Haut des Fleisches eine Aussatz-Plage , so soll man ihn vor den Priester Aaron oder vor einen seiner Söhne unter den Priestern bringen. 3 Und wenn der Priester das Aussatzmal an der Haut seines Fleisches besieht [und findet], dass die Haare im Mal weiß geworden sind und dass das Mal tiefer liegend erscheint als die Haut seines Fleisches, so ist es eine Aussatz-Plage; sobald der Pries-ter das sieht, soll er ihn für unrein erklären. 4 Wenn aber der helle Fleck auf der Haut seines Fleisches weiß ist und nicht tiefer liegend erscheint als die übrige Haut des Fleisches und seine Haare nicht weiß geworden sind, so soll der Priester den, der die Plage hat, sieben Tage lang einschließen , 5 und am siebten Tag soll der Priester es besichtigen: Ist das Mal in seinen Augen gleich geblieben wie zuvor und hat nicht weitergefressen in der Haut, so soll ihn der Priester nochmals sieben Tage lang einschließen. 6 Und wenn ihn der Priester am siebten Tag nochmals besieht und findet, dass das Mal blasser ist und nicht in der Haut weitergefressen hat, so soll der Priester ihn für rein erklären, denn es ist Schorf; und er soll seine Kleider waschen, und dann ist er rein. 7 Wenn aber der Schorf weiter um sich greift an der Haut, nachdem er vom Priester besehen worden ist zu seiner Reinigung, so soll er sich dem Priester nochmals zeigen. 8 Wenn dann der Priester sieht, dass der Schorf an der Haut weiter um sich gegriffen hat, so soll ihn der Priester für unrein erklären; denn es ist Aussatz. 9 Zeigt sich die Aussatz-Plage an einem Menschen, so soll man ihn vor den Priester bringen; 10 sieht der Priester an der Haut ein weißes Hautmal und dass die Haare weiß geworden sind und dass rohes Fleisch in dem Mal ist, 11 so ist es ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches; darum soll ihn der Pries-ter für unrein erklären und nicht einschließen; denn er ist schon unrein. 12 Wenn aber der Aussatz an der Haut ausbricht und der Aussatz bedeckt die ganze Haut des von der Aussatz-Plage Befallenen vom Kopf bis zu den Füßen, wohin auch die Augen des Priesters sehen, 13 und der Priester sieht, dass der Aussatz sein ganzes Fleisch bedeckt, so soll er den von der Aussatz-Plage Befallenen für rein erklären, weil er ganz weiß geworden ist; dann ist er rein. 14 An dem Tag aber, da sich rohes Fleisch an ihm zeigt, ist er unrein. 15 Und wenn der Priester das rohe Fleisch sieht, soll er ihn für unrein erklären; denn das rohe Fleisch ist unrein; es ist Aussatz. 16 Wenn sich das rohe Fleisch aber wieder verwandelt und weiß wird, so soll er zum Priester kommen. 17 Und besieht ihn der Priester und findet, dass das Mal weiß geworden ist, so soll der Priester den von der Aussatz-Plage Befallenen für rein erklären, denn er ist rein. 18 Und wenn im Fleisch an der Haut ein Geschwür entsteht und wieder heilt, 19 es bildet sich aber an der Stelle des Geschwürs ein weißes Hautmal oder ein weiß-rötlicher Fleck , so soll er sich dem Priester zeigen. 20 Sieht aber der Priester, dass es tiefer liegend erscheint als die übrige Haut und dass sein Haar weiß geworden ist, so soll der Priester ihn für unrein erklären; denn es ist die Aussatz-Plage; in dem Geschwür ist sie ausgebrochen. 21 Sieht es der Priester an, und siehe, es ist kein weißes Haar darin und es ist nicht tiefer liegend als die übrige Haut, sondern blasser, so soll der Priester ihn sieben Tage lang einschließen. 22 Greift es weiter um sich an der Haut, so soll der Priester ihn für unrein erklären; denn es ist die [Aussatz-]Plage. 23 Bleibt aber der weiße Fleck an seiner Stelle stehen und greift nicht weiter um sich, so ist es die Narbe des Geschwürs, und der Priester soll ihn für rein erklären. 24 Oder wenn jemandes Fleisch an der Haut eine Brandwunde erhält und es bildet sich am Mal der Verbrennung ein weiß-rötlicher oder weißer Fleck; 25 und wenn der Priester es besieht und findet, dass das Haar an dem Fleck weiß geworden ist und dass er tiefer liegend erscheint als die [übrige] Haut, so ist es Aussatz; er ist in der Brandwunde ausgebrochen; darum soll ihn der Priester für unrein erklären, denn es ist die Aussatz-Plage. 26 Sieht aber der Priester, dass die Haare an dem Fleck nicht weiß geworden sind und dass er nicht tiefer liegend ist als die übrige Haut und dass er blass ist, so soll der Priester ihn sieben Tage lang einschließen. 27 Und am siebten Tag soll der Priester ihn besichtigen; hat es in der Haut weiter um sich gegriffen, so soll der Priester ihn für unrein erklären; denn es ist die Aussatz-Plage. 28 Ist aber der Fleck stehen geblieben und hat in der Haut nicht weiter um sich gegriffen und ist blass, so ist es das Hautmal der Brandwunde , und der Pries-ter soll ihn für rein erklären; denn es ist die Narbe der Brandwunde. 29 Wenn ein Mann oder eine Frau auf dem Haupt oder am Bart ein Mal hat, 30 und der Priester das Mal besieht und findet, dass es tiefer liegend erscheint als die [übrige] Haut, und das Haar darin goldgelb und dünn ist, so soll der Priester ihn für unrein erklären; denn es ist Schorf , ein Aussatz am Haupt oder am Bart. 31 Und wenn der Priester das Mal des Schorfes besieht und es nicht tiefer liegend erscheint als die Haut, und es ist kein schwarzes Haar darin, so soll er den, der das Mal des Schorfes hat, sieben Tage lang einschließen. 32 Und wenn der Priester das Mal am siebten Tag besieht und findet, dass der Schorf nicht weiter um sich gegriffen hat und kein goldgelbes Haar darin ist und der Schorf nicht tiefer liegend erscheint als die übrige Haut, 33 so soll er sich scheren, aber den Schorf soll er nicht scheren, und der Priester soll den Schorfigen noch einmal sieben Tage lang einschließen. 34 Und wenn der Priester den Schorf am siebten Tag besieht und findet, dass der Schorf auf der Haut nicht weiter um sich gegriffen hat und nicht tiefer liegend erscheint als die [übrige] Haut, so soll ihn der Priester für rein erklären, und er soll seine Kleider waschen; und er ist rein. 35 Greift aber der Schorf nach seiner Reinigung weiter um sich auf der Haut, 36 und der Priester besieht ihn und findet, dass der Schorf auf der Haut weiter um sich gegriffen hat, so soll der Priester nicht mehr untersuchen, ob die Haare goldgelb sind, denn er ist unrein . 37 Und wenn in seinen Augen der Schorf gleich geblieben und schwarzes Haar darin gewachsen ist, so ist der Schorf geheilt, und er ist rein; darum soll ihn der Priester für rein erklären. 38 Wenn sich bei einem Mann oder einer Frau an der Haut ihres Fleisches weiße Flecken zeigen, 39 und der Priester sieht nach und findet auf der Haut ihres Fleisches blasse weiße Flecken, so ist es ein Ausschlag, der an der Haut ausgebrochen ist, und der Betreffende ist rein . 40 Wenn einem Mann die Haupthaare ausfallen, so ist er ein Kahlkopf ; er ist rein. 41 Fallen sie ihm vorn am Haupt aus, dass er vorn eine Glatze hat, so ist er rein . 42 Entsteht aber an der hinteren oder vorderen Glatze ein weiß-rötliches Mal, so ist an seiner hinteren oder vorderen Glatze ein Aussatz ausgebrochen. 43 Und der Priester soll ihn besehen, und wenn er findet, dass der Flecken des Hautmales an seiner Hinter- oder Vorderglatze weiß-rötlich ist und wie ein Aussatz an der Haut des Fleisches anzusehen ist, 44 so ist er ein aussätziger Mann und unrein , und der Priester soll ihn für völlig unrein erklären wegen des Mals auf seinem Kopf . 45 Der Aussätzige , an dem die Plage ist, soll aber in zerrissenen Kleidern einhergehen, mit entblößtem Haupt , und seine Lippen soll er verhüllen , und er soll ausrufen: Unrein, unrein! 46 Solange die Plage an ihm ist, soll er völlig unrein bleiben, [denn] er ist unrein; er soll abgesondert wohnen und außerhalb des Lagers seine Wohnung haben. 47 Wenn an einem Kleidungsstück eine Aussatz -Plage ist, es sei aus Wolle oder aus Leinen, 48 es sei Gewebtes oder Gewirktes, es sei aus Leinen oder aus Wolle, oder an einem Fell oder an irgendetwas, das aus Fellen gemacht wird; 49 und wenn das Mal grünlich oder rötlich ist an dem Kleidungsstück oder an dem Fell, oder am Gewebten oder am Gewirkten oder an irgendetwas, das aus Fellen gemacht wird, so ist es die Plage des Aussatzes, und man soll es dem Priester zeigen . 50 Und wenn der Priester das Mal besehen hat, soll er das befallene Kleidungsstück sieben Tage lang einschließen. 51 Und wenn er das Mal am siebten Tag sieht, und das Mal hat weitergefressen an dem Kleidungsstück, an dem Gewebten oder an dem Gewirkten, an dem Fell oder an irgendetwas, das man aus Fellen macht, so ist es ein bösartiges Aussatzmal, und [der Gegenstand] ist unrein; 52 und er soll das Kleidungsstück verbrennen oder das Gewebte oder Gewirkte, es sei aus Wolle oder aus Leinen oder irgendwelches Fellwerk, in dem ein solches Mal ist; denn es ist ein bösartiger Aussatz, und man soll es mit Feuer verbrennen. 53 Sieht aber der Priester, dass das Mal nicht weitergefressen hat an dem Klei-dungsstück oder an dem Gewebten oder an dem Gewirkten oder an irgendwelchem Fellwerk, 54 so soll der Priester gebieten, dass man den Gegenstand wasche , an dem das Mal ist, und er soll es weitere sieben Tage lang einschließen. 55 Und wenn der Priester sieht, nachdem das Mal gewaschen ist, dass das Mal seine Farbe nicht verändert und sich auch nicht weiter ausgebreitet hat, so ist es unrein; du sollst es mit Feuer verbrennen; es ist eine eingefressene Vertiefung an seiner hinteren oder vorderen Seite. 56 Wenn aber der Priester sieht, dass das Mal verblasst ist, nachdem es gewaschen wurde, so soll er es abreißen von dem Kleidungsstück oder von dem Fell, von dem Gewebten oder von dem Gewirkten. 57 Zeigt es sich aber noch an dem Kleidungsstück, an dem Gewebten, an dem Gewirkten oder an irgendwelchem Fellwerk, so ist es ein ausbrechender Aussatz; du sollst den Gegenstand, an dem ein solches Mal ist, mit Feuer verbrennen. 58 Das Kleidungsstück aber oder das Gewebte oder das Gewirkte oder irgendwelches Fellwerk, das gewaschen wurde, und das Mal ist daraus gewichen, das soll man nochmals waschen , so ist es rein . 59 Das ist das Gesetz über die Aussatz-Plage an Kleidungsstücken, sie seien aus Wolle oder aus Leinen, am Gewebten und am Gewirkten und an irgendwelchem Fellwerk, wonach sie für rein oder unrein zu erklären sind.

    Im letzten Jahr hatten wir uns die Frage gestellt, wieso eine Person auf einmal nicht mehr unrein ist – wenn sich der Aussatz über den ganzen Körper ausgebreitet hatte. Denn bisher sind wir immer davon ausgegangen, dass die Gesetze und die Quarantäne damit zu tun haben, dass sich niemand ansteckt.

    Auf der Seite mit den Bibelkommentaren gibt es auch eine ganze Abhandlung über Aussatz und die ist sehr sehr interessant. Denn im ersten Kapitel wird erklärt, dass es in der Bibel meist nicht um die Erkrankung Aussatz geht, wenn davon die Rede ist, sondern um unsere Sündhaftigkeit und darum, dass wenn sich die ersten Anzeichen zeigen, noch gehandelt werden kann. Interessanterweise sollte sich der davon Befallene nicht dem Arzt, sondern dem Priester zeigen, der ihm hilft, sein Verhältnis zu Gott wieder herzustellen.

    Dann kommt ein ganzes Kapitel zu diesem Aussatz, der sich auf dem ganzen Körper ausgebreitet hat, und dieses kopiere ich mal komplett hier rin, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt

    Gehen wir jetzt zu den Versen 12 und 13 von Kapitel 13 des dritten Buches Mose. Wir haben dort eine der außergewöhnlichsten Erklärungen: „Wenn aber der Aussatz in der Haut ausbricht, und der Aussatz die ganze Haut dessen, der das Übel hat, bedeckt, von seinem Kopfe bis zu seinen Füßen, wohin auch die Augen des Priesters blicken; und der Priester besieht ihn, und siehe, der Aussatz hat sein ganzes Fleisch bedeckt, so soll er den, der das Übel hat, für rein erklären; hat es sich ganz in weiß verwandelt, so ist er rein“.

    Siehe, wie sonderbar! Vor einigen Monaten oder einigen Jahren wurde er zum Priester gebracht, zu welchem Zeitpunkt er nur eine kleine Erhöhung, einen Grind oder einen weißlichen Flecken hatte. Damals erklärte ihn der Priester für unrein. Dann musste er aus dem Lager hinausgehen und in der Einsamkeit wohnen. Heute ist er ganz bedeckt, und was sagt der Priester? „Du bist rein“.

    Was kann dieses wohl bedeuten? Ja, es spricht uns von einem armen Sünder, der kein Wort zu seiner Verteidigung zu sagen hat. Wir können in der Bibel viele ganz vom Aussatz bedeckte Aussätzige sehen, die alle gereinigt wurden. Bemerken wir den Fall von Simon Petrus in Lukas 5. Er entdeckt zum ersten Male, dass er mit Aussatz bedeckt ist. Hören wir, wie er zum Herrn sagt: „Gehe von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch“ (oder voller Sünde). In einem Glas Wasser ist kein Platz, um noch irgend etwas hinzuzufügen, wenn es schon gefüllt ist; wenn es sich um einen Menschen voller Sünde handelt, ist in ihm keinerlei Platz für irgend etwas Gutes; ein solcher war einst der Apostel Petrus.

    Sehen wir ein wenig weiter, in Vers 12 des gleichen Kapitels: „Und es geschah, als Er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voll Aussatz; und als er Jesum sah, fiel er auf sein Angesicht und bat Ihn und sprach: Herr, wenn Du willst, kannst Du mich reinigen. Und Er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: „Ich will; sei gereinigt“! Kein Mensch voller Sünde, kein Mensch voller Aussatz, braucht länger zu warten, um gereinigt zu werden. Der Priester, unser Erretter, ist gerade dafür da, um diesen Zustand zu heilen.

    Hört den Schächer am Kreuze: „Wir empfangen, was unsere Taten wert sind“. Und siehe, am gleichen Tage ging er ein ins Paradies mit seinem Retter und Herrn (Lukas 23). Und was geschah mit dem verlorenen Sohn in Lukas 15? „Ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor Dir“, bekennt er, und im gleichen Augenblick umfassen die Arme seines Vaters seinen Hals und „er küsste ihn sehr“.

    Hört den Zöllner in Lukas 18,13: „O Gott, sei mir dem Sünder gnädig“! Und er ging gerechtfertigt in sein Haus hinab.

    Was sagt der Apostel Paulus über den gleichen Gegenstand? „Ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt“ (Römer 3,18).

    Und der Patriarch Hiob erklärt: „Siehe, zu gering bin ich, was soll ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund“ (Hiob 39,34). Später fügt er hinzu: „Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche“ (Hiob 42,6).

    Immer im gleichen Sinne ist auch die bemerkenswerte Erfahrung Jesajas: „Wehe mir! denn ich bin verloren; denn ich bin ein Mann von unreinen Lippen“ (Jesaja 6,5). Und sofort hörte man die Antwort des Engels: „Siehe, … deine Ungerechtigkeit ist gewichen und deine Sünde gesühnt“.

    Ja, lieber Leser, diese alle gingen denselben Weg, um die Heilung zu erlangen. Alle entdeckten, nicht nur dass sie aussätzig, sondern dass sie voller Aussatz waren von der Fußsohle bis zum Scheitel. Keiner von ihnen wird im Himmel sein wegen seiner guten Werke. Alle geben Zeugnis, dass „es keinen gibt, der Gutes tut, auch nicht einen“. Und lieber Leser, dort wo alle diese gescheitert sind, kannst Du da hoffen, durchzukommen? Sie waren alle verloren, ruiniert, hatten die Hölle vor sich, und sie sahen ein, dass sie verlorene Sünder waren. Nur so empfingen sie die Vergebung der Sünden und wurden gereinigt. Wenn Du den gleichen Platz einnimmst, wirst auch Du die Vergebung und Reinigung empfangen.

    Glückselig der Gerechte, von dem in Hiob 33,27-28 geschrieben steht: „Er wird vor den Menschen singen und sagen: Ich hatte gesündigt und die Geradheit verkehrt, und es ward mir nicht vergolten; er hat meine Seele erlöst, dass sie nicht in die Grube fahre, und mein Leben erfreut sich des Lichtes“. Unter dem Volke der Erlösten, die den Himmel bevölkern, wird es unmöglich sein, eine Person zu finden, die sagen könnte: „Ich habe nie gesündigt und bin durch meine eigenen Mittel hierher gekommen“. Das Lob in der Herrlichkeit erhebt die wunderbare Gnade Gottes, die sich einst hienieden über verlorene Sünder erbarmte.

    Daher, komm jetzt! Komme so, wie Du bist, zu diesem Priester voller Gnade. Er wartet auf Dich! Noch mehr, Er sagt: „Kommt denn und lasst uns miteinander rechten … Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden; wenn sie rot sind wie Karmesin, wie Wolle sollen sie werden“ (Jes 1,18).

    Er weiß, dass Du voller Aussatz bist – voller Sünde – aber an Dir liegt es, Seinem Zeugnis in Bezug auf Dich zu glauben und den Platz des verlorenen Sünders einzunehmen. Willst Du es? Wenn ja, wirst Du gereinigt, wird Dir vergeben werden; Friede und Segnung werden Dein Teil sein.

    Ein Wort noch, während wir diese Verse betrachten. Wir lesen: „An dem Tage aber, da rohes Fleisch an ihm gesehen wird, wird er unrein sein. Und sieht der Priester das rohe Fleisch, so soll er ihn für unrein erklären; das rohe Fleisch ist unrein: es ist der Aussatz“ (3. Mo 13,14-15). Dieses spricht von dem Menschen, der in der Sünde verharrt, obwohl er sich als Sünder erkennt. Er ist gänzlich mit Aussatz bedeckt, aber es ist „rohes Fleisch“ vorhanden. Die Sünde ist in seinem Fleische tätig. Wir sind betroffen, in den Schriften viele Menschen den Platz von Sündern einnehmen zu sehen, die zugeben: „Ich habe gesündigt“, und denen doch nicht vergeben ist.

    Diejenigen, welche wir angeführt haben und noch viele andere (siehe Dan 9,5; Jer 14; Mich 3,9) haben alle den Platz als Sünder vor Gott eingenommen, und alle empfingen Vergebung und Segnung.

    Wenn wir aber den Fall von Menschen wie Pharao, Bileam, Achan, Saul, Simei, Judas, betrachten, die alle ihre Sünde bekannt hatten, dann sehen wir, dass ihr Ende doch das Verderben war. Sie gaben den Aussatz zu, aber es zeigte sich „rohes Fleisch“. Sie empfanden keinen Hass gegen die Sünde und wollten sie nicht aufgeben; es fand keine wahre Buße statt, sondern sie lebten weiter im Zustand der Sünde, d. h. in ihrem „rohen Fleische“.

    Eine ernste Unterweisung liegt darin, den Wechsel von Hass und Gewissensbissen bei Saul festzustellen, doch Gewissensbisse bedeuten noch keine Buße; denn der Buße folgt der Glaube. Die Buße wendet sich von der Sünde ab; der Glaube wendet sich an Gott – beide gehen zusammen.

    Wenn ich die wunderbare Gnade Gottes kenne, die mich, den armen Sünder, der voller „Aussatz“ ist, annimmt und mich von diesem traurigen Zustande reinigt, mir vergibt und mich zu Gott führt, dann lässt mich diese Gnade sehnlichst wünschen, in einem heiligen Wandel zu leben, frei von dem Aussatz und der Herrschaft der Sünde (Römer 6,14). Aber wenn ich die Sünde frei in mir handeln lasse, bekenne ich, dass ich die Gnade Gottes nicht annehmen will. Auch der Apostel Johannes schreibt: „Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel“ (1. Joh 3,8).

    Dies will nicht sagen, dass wir nie wieder sündigen, nachdem wir gerettet sind. Der gleiche Apostel schreibt uns klar bezüglich der Personen, die diese Sprache führen könnten: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst“ (1. Joh 1,8). Beachte, dass es nicht Gott ist, den wir täuschen, auch nicht unsere Mitmenschen, sondern ausschließlich uns selbst.

    Auf der anderen Seite bedeutet dieser Vers in 3. Mose nicht, dass, wenn wir sündigen, dies ein Beweis ist, dass wir keine wirkliche Bekehrung erlebt haben. Sehr oft hat der Teufel junge Gläubige mit einer solchen Furcht gequält. Ein Schaf kann in einen Graben fallen und sich sehr beschmutzen, aber es hat deshalb nicht aufgehört, ein Schaf zu sein. Im Gegenteil, es wird ein unglückliches Schaf sein, bis es wieder herauskommt und bis seine Wolle wieder gereinigt ist. Demgegenüber ergötzt sich eine Sau im Kot und Schmutz des Grabens. Diese praktiziert die Verunreinigung, das Schaf aber hat im Gegensatz einen Widerwillen dagegen. Eine gewaschene Sau wird immer wieder zum Wälzen im Kot zurückkehren. Sie ist immer eine Sau gewesen und nie ein Schaf geworden. (Siehe 2. Pet 2,22).

    Derjenige, den der Herr Jesus gereinigt hat, ist umgewandelt, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich durch die neue Geburt. Ihm ist ein reines Herz gegeben, eine neue Natur, für welche die Sünde ein Ekel ist und die sie verabscheut. Wenn derjenige, in welchem die neue Natur wohnt, in das Böse abgeglitten ist, kann er nicht eher wieder glücklich sein, als bis er wiederhergestellt ist.

    Für mich hört sich das sehr logisch an und ich verstehe das Gesetz in 3. Mose 13 nun viel besser. Nur: warum wird nicht gleich „Klartext geredet“? Oder liegt dies an der Übersetzung und im Hebraeischen ist es ganz eindeutig? Auf jeden Fall lohnt es sich, sich einmal in aller Ruhe mit dieser Abhandlung zu befassen 😉

  100. Juleam 21. Februar 2013 um 15:05 Link zum Kommentar

    3. Mose 14 – 16

    3. Mose 14 – Reinigungsopfer im Falle von Aussatz – nicht immer so einfach

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Dieses Gesetz gilt für den Aussätzigen am Tag seiner Reinigung: Er soll zu dem Priester gebracht werden . 3 Und der Priester soll [dafür] hinaus vor das Lager gehen, und wenn er nachsieht und findet, dass das Mal des Aussatzes an dem Aussätzigen heil geworden ist, 4 so soll der Priester gebieten, dass man für den, der gereinigt werden soll, zwei lebendige Vögel bringt, die rein sind, und Zedernholz, Karmesin und Ysop ; 5 und der Priester soll gebieten, dass man den einen Vogel schächtet in ein irdenes Geschirr , über lebendigem Wasser . 6 Den lebendigen Vogel aber soll man nehmen mit dem Zedernholz, dem Karmesin und Ysop und es samt dem lebendigen Vogel in das Blut des Vogels tauchen, der über dem lebendigen Wasser geschächtet worden ist; 7 und er soll denjenigen siebenmal besprengen, der vom Aussatz gereinigt werden soll, und ihn so reinigen ; und den lebendigen Vogel soll er in das freie Feld fliegen lassen.8 Der zu Reinigende aber soll seine Kleider waschen und alle seine Haare abschneiden und sich im Wasser baden; so ist er rein. Danach darf er in das Lager gehen; doch soll er sieben Tage lang außerhalb seines Zeltes bleiben. 9 Und am siebten Tag soll er dann alle seine Haare abschneiden auf dem Haupt, am Bart und an den Augenbrauen, alle seine Haare soll er abschneiden; und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, so ist er rein.

    10 Und am achten Tag soll er zwei makellose Lämmer nehmen und ein makelloses einjähriges weibliches Lamm und drei Zehntel Feinmehl als Speisopfer , mit Öl angerührt, und ein Log Öl. 11 Und der Priester, der die Reinigung vollzieht, soll den, der gereinigt werden soll, und diese Dinge vor den Herrn stellen, vor den Eingang der Stiftshütte; 12 und der Priester soll das eine Lamm nehmen und es als Schuldopfer darbringen samt dem Log Öl und soll es als Web-opfer vor dem Herrn hin und her weben.13 Danach soll er das Lamm schächten an dem Ort, wo man das Sündopfer und das Brandopfer schächtet, an heiliger Stätte. Denn wie das Sündopfer, so gehört auch das Schuldopfer dem Priester; es ist hochheilig. 14 Und der Priester soll von dem Blut des Schuldopfers nehmen, und der Priester soll es dem, der gereinigt werden soll, auf das rechte Ohrläppchen tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes. 15 Danach soll der Priester von dem Log Öl nehmen und [es] in seine eigene linke Hand gießen, 16 und der Priester soll mit seinem rechten Finger in das Öl tunken, das in seiner linken Hand ist, und mit seinem Finger von dem Öl siebenmal vor dem Herrn sprengen. 17 Und von dem übrigen Öl in seiner Hand soll der Priester dem, der gereinigt werden soll, auf das rechte Ohrläppchen tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes, oben auf das Blut des Schuldopfers. 18 Den Rest des Öls aber in seiner Hand soll der Priester auf das Haupt dessen gießen, der gereinigt werden soll, und für ihn Sühnung erwirken vor dem Herrn .19 Und der Priester soll das Sündopfer opfern und für den von seiner Unreinheit zu Reinigenden Sühnung erwirken, und soll danach das Brandopfer schächten. 20 Und der Priester soll das Brandopfer samt dem Speisopfer auf dem Altar opfern und so für ihn Sühnung erwirken; dann ist er rein. 21 Ist er aber arm und kann nicht so viel aufbringen, so nehme er ein Lamm, ein Schuldopfer, als Webopfer, um für ihn Sühnung zu erwirken, und ein Zehntel Feinmehl, mit Öl angerührt, zum Speisopfer, und ein Log Öl, 22 und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, je nach seinem Vermögen, die eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer. 23 Und er bringe sie am achten Tag seiner Reinigung zu dem Priester, vor den Eingang der Stiftshütte, vor den Herrn . 24 Da soll der Priester das Lamm des Schuldopfers nehmen und das Öl, und der Priester soll beides vor dem Herrn weben als ein Webopfer. 25 Und er soll das Lamm des Schuldopfers schächten; und der Priester soll von dem Blut des Schuldopfers nehmen und es dem, der gereinigt werden soll, auf sein rechtes Ohrläppchen tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes; 26 und von dem Öl soll der Priester in seine eigene linke Hand gießen, 27 und mit seinem rechten Finger sprenge der Priester von dem Öl, das in seiner linken Hand ist, siebenmal vor dem Herrn . 28 Danach soll der Priester von dem Öl in seiner Hand dem, der gereinigt werden soll, etwas auf sein rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes tun, oben auf das Blut des Schuldopfers. 29 Den Rest des Öls in seiner Hand aber soll der Priester dem zu Reinigenden auf das Haupt gießen, um für ihn Sühnung zu erwirken vor dem Herrn . 30 Danach soll er die eine der Turteltauben oder der jungen Tauben opfern von dem, was seine Hand aufbringen kann – 31 eben das, was seine Hand aufbringen kann: die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer, samt dem Speisopfer; und so soll der Priester Sühnung erwirken vor dem Herrn für den, der gereinigt werden soll.

    32 Das ist das Gesetz für den, der die Aussatz-Plage hat, der mit seiner Hand nicht aufbringen kann, was zu seiner Reinigung gehört. 33 Und der Herr redete zu Mose und Aaron und sprach: 34 Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zum Besitz gebe, und ich irgendein Haus im Land eures Besitzes mit einer Aussatz-Plage belege, 35 so soll der, dem das Haus gehört, kommen und es dem Priester anzeigen und sprechen: Es scheint mir, als sei eine [Aussatz-]Plage an meinem Haus. 36 Dann soll der Priester gebieten, dass man das Haus ausräumt, ehe der Priester hineingeht, um die Plage zu besehen, damit nicht alles unrein wird, was im Haus ist; danach soll der Priester hin-eingehen, um das Haus zu besehen. 37 Wenn er nun die Plage besieht und findet, dass an der Wand des Hauses grüne oder rötliche Vertiefungen sind, die tiefer liegend erscheinen als die [übrige] Wand, 38 so soll der Priester aus dem Haus hinausgehen, an die Tür des Hauses, und das Haus sieben Tage lang verschließen. 39 Und der Priester soll am siebten Tag wiederkommen; und wenn er nachsieht und findet, dass die Plage an der Wand des Hauses weitergefressen hat, 40 so soll der Priester befehlen, dass man die Steine herausbricht, an denen das Mal ist, und dass man sie vor die Stadt hinaus an einen unreinen Ort wirft; 41 das Haus aber soll man inwendig ringsum abschaben, und den Verputz, den man abgeschabt hat, vor die Stadt hinaus an einen unreinen Ort schütten. 42 Und man nehme andere Steine und setze sie an die Stelle jener Steine und nehme anderen Mörtel und verputze das Haus. 43 Wenn dann die Plage wiederkommt und am Haus ausbricht, nachdem man die Steine ausgebrochen und das Haus abgekratzt und neu verputzt hat, 44 so soll der Priester hineingehen; und wenn er sieht, dass die Plage am Haus weitergefressen hat, so ist es ein bösartiger Aussatz am Haus, und es ist unrein. 45 Dann soll man das Haus abbrechen, seine Steine und sein Holz und allen Mörtel am Haus, und man soll es vor die Stadt hinaus an einen unreinen Ort bringen. 46 Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der ist unrein bis zum Abend. 47 Und wer in dem Haus schläft, der soll seine Kleider waschen ; auch wer in dem Haus isst, der soll seine Kleider waschen. 48 Wenn aber der Priester beim Betreten [des Hauses] sieht, dass sich die Plage am Haus nicht weiter ausgebreitet hat, nachdem das Haus [neu] verputzt wurde, so soll der Priester das Haus für rein erklären; denn die Plage ist heil geworden. 49 Und er soll, um das Haus zu entsündigen, zwei Vögel nehmen und Zedernholz und Karmesin und Ysop, 50 und er soll den einen Vogel schächten in ein irdenes Geschirr, über lebendigem Wasser, 51 und er soll das Zedernholz nehmen, den Ysop und das Karmesin und den lebendigen Vogel, und sie in das Blut des geschächteten Vogels tauchen und in das lebendige Wasser, und er soll das Haus siebenmal besprengen. 52 Und so soll er das Haus entsündigen mit dem Blut des Vogels, mit dem lebendigen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, dem Ysop und Karmesin; 53 und er lasse den lebendigen Vogel vor die Stadt hinaus in das freie Feld fliegen und erwirke Sühnung für das Haus; so ist es rein .

    54 Dies ist das Gesetz über alle Arten der Aussatz-Plage und über den Schorf , 55 auch über den Aussatz der Kleidungsstücke und der Häuser 56 und über das Hautmal, den Ausschlag und die hellen Flecken, 57 um Belehrung zu geben, wann sie für rein und wann für unrein zu erklären sind. Es ist das Gesetz vom Aussatz.

    In Vers 8 heisst es, „er darf in das Lager gehen, doch soll er sieben Tage außerhalb seines Zeltes bleiben“. Wo soll er denn dann die sieben Tage wohnen und schlafen?

    Den Aspekt, dass der Betroffene sein Haar, seinen Bart und seine Augenbrauen scheren sollte, hatten wir in den vergangenen Jahren ja bereits hervorgehoben – dass es sehr demütigend für einen Mann war. Aber was soll da erst eine Frau sagen? Zu der Zeit war es noch üblich, dass Frauen ihr Haar sehr lang trugen. Wie lange es dauert, von sehr kurzen Haar bis zu einer guten Länge, weiss ich aus Erfahrung. Ich habe gut 3 Jahre gebraucht.

    Wenn sich nun eine Frau ihre schönen langen Haare scheren lassen mußte, dann würde sie mindestens 3 Jahre wegen der mangelnden Länge auffallen. Wie demütigend!

    Weitere Gedanken zu dem Aussatz finden wir hier:

     

  101. Juleam 21. Februar 2013 um 15:11 Link zum Kommentar

    3. Mose 15 – Unreinheit im Zusammenhang mit den Geschlechtsorganen und Sexualität, sie hat nichts damit zu tun, dass Jehova diese Dinge verabscheut

    1 Und der Herr redete zu Mose und Aaron und sprach: 2 Redet mit den Kindern Israels und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann einen Ausfluss von seinem Fleisch hat, so ist er unrein durch seinen Ausfluss. 3 Und zwar ist er unrein an diesem Ausfluss, wenn sein Fleisch den Ausfluss frei fließen lässt; auch wenn sein Fleisch verstopft wird von dem Ausfluss, so ist er unrein. 4 Jedes Lager, worauf der mit einem Ausfluss Behaftete liegt, wird unrein, und alles, worauf er sitzt, wird unrein. 5 Und wer sein Lager anrührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend; 6 und wer sich auf etwas setzt, worauf der mit Ausfluss Behaftete gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 7 Wer das Fleisch des mit Ausfluss Behafteten anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 8 Wenn aber der mit einem Ausfluss Behaftete auf einen Reinen spuckt, so soll dieser seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 9 Auch der Sattel und alles, worauf der mit einem Ausfluss Behaftete reitet, wird unrein; 10 und wer immer etwas anrührt, das unter ihm gewesen ist, der wird unrein sein bis zum Abend. Und wer so etwas trägt, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 11 Und wen der mit einem Ausfluss Behaftete anrührt, ohne dass er zuvor die Hände mit Wasser gründlich gewaschen hat, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 12 Wenn der mit Ausfluss Behaftete ein irdenes Gefäß anrührt, so soll man es zerbrechen; aber jedes hölzerne Gefäß soll man gründlich mit Wasser waschen. 13 Und wenn der mit Ausfluss Behaftete von seinem Ausfluss rein geworden ist, so soll er [von da an] sieben Tage zählen zu seiner Reinigung, und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch in lebendigem Wasser baden; so ist er rein. 14 Und am achten Tag soll er für sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor den Herrn kommen, an den Eingang der Stiftshütte, und soll sie dem Priester geben. 15 Und der Priester soll sie opfern, die eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer; und so soll der Priester für ihn Sühnung erwirken vor dem Herrn wegen seines Ausflusses. 16 Wenn einem Mann der Same entgeht, so soll er sein ganzes Fleisch im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 17 Und jedes Kleid und jedes Fell, auf das der Same kommt, soll man mit Wasser waschen; und es wird unrein sein bis zum Abend. 18 Und wenn ein Mann bei einer Frau liegt und ihm der Same entgeht, so sollen sie sich im Wasser baden, und sie werden unrein sein bis zum Abend.

    19 Wenn eine Frau Ausfluss hat, und zwar den Blutfluss ihres Fleisches , so soll sie sieben Tage lang in ihrer Unreinheit verbleiben; und jeder, der sie anrührt, wird unrein sein bis zum Abend. 20 Und alles, worauf sie in ihrer Unreinheit liegt, wird unrein; auch alles, worauf sie sitzt, wird unrein. 21 Und jeder, der ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 22 Und wer immer einen Gegenstand anrührt, auf dem sie gesessen ist, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 23 Auch wer etwas anrührt, das auf ihrem Lager ist oder auf einem Gegenstand, auf dem sie gesessen ist, wird unrein sein bis zum Abend. 24 Und wenn ein Mann bei ihr liegt, und es kommt ihre Unreinheit an ihn, so wird er sieben Tage lang unrein sein, und jedes Lager, auf dem er liegt, wird unrein sein. 25 Wenn aber eine Frau ihren Blutfluss eine lange Zeit hat, außerhalb der Zeit ihrer [monatlichen] Unreinheit oder über die Zeit ihrer [monatlichen] Unreinheit hinaus, so wird sie unrein sein während der ganzen Dauer ihres Ausflusses; wie in den Tagen ihrer [monatlichen] Unreinheit soll sie auch dann unrein sein. 26 Jedes Lager, worauf sie während der ganzen Zeit ihres Ausflusses liegt, soll sein wie das Lager ihrer [monatlichen] Unreinheit; auch alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein, ebenso wie zur Zeit ihrer [monatlichen] Unreinheit. 27 Und jeder, der es anrührt, der wird unrein und soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend. 28 Wird sie aber rein von ihrem Ausfluss, so soll sie sieben Tage zählen, danach soll sie rein sein. 29 Und am achten Tag soll sie für sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie zu dem Priester bringen, an den Eingang der Stiftshütte. 30 Und der Priester soll die eine als Sündopfer, die andere als Brandopfer opfern; und so soll der Priester für sie Sühnung erwirken vor dem Herrn wegen des Ausflusses ihrer Unreinheit.

    31 So sollt ihr die Kinder Israels von ihrer Unreinheit absondern , damit sie nicht wegen ihrer Unreinheit sterben, wenn sie meine Wohnung verunreinigen , die in ihrer Mitte ist. 32 Dies ist das Gesetz über den, der einen Ausfluss hat, und über den, der einen Samenerguss hat, sodass er durch ihn unrein wird, 33 und über die, welche an ihrer Unreinheit leidet, und über solche, die einen Ausfluss haben, es sei ein Mann oder eine Frau, und über einen Mann, der bei einer Unreinen liegt.

    Wir hatten ja bereits in den Vorjahren den Gedanken hervorgehoben, dass dieses Unreinsein im Zusammenhang mit Geschlechtsbeziehungen und Geburt nichts damit zu tun hat, dass sie in Jehovas Augen anstössig sind – sondern dass ER verhindern wollte, dass das Sexuelle mit der Anbetung vermischt wird, wie es die Nachbarnationen taten, wo es zur Anbetung ihrer Götzen gehörte:

  102. Juleam 21. Februar 2013 um 15:22 Link zum Kommentar

    3. Mose 16 – der Sühnetag und seine Bedeutung für uns heute:

    1 Und der Herr redete zu Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie vor den Herrn traten und daraufhin starben. 2 Und der Herr sprach zu Mose: Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu allen Zeiten in das Heiligtum hineingehen soll, hinter den Vorhang, vor den Sühnedeckel, der auf der Lade ist, damit er nicht stirbt; denn ich will auf dem Sühnedeckel in einer Wolke erscheinen . 3 Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem jungen Stier als Sündopfer und mit einem Widder als Brandopfer; 4 und er soll den heiligen leinenen Leibrock anziehen und soll ein leinenes Unterkleid an seinem Fleisch haben und sich mit einem leinenen Gürtel gürten und einen leinenen Kopfbund umbinden, denn das sind die heiligen Kleider; und er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie anziehen. 5 Dann soll er von der Gemeinde der Kinder Israels zwei Ziegenböcke nehmen als Sündopfer und einen Widder als Brandopfer . 6 Und Aaron soll den Jungstier als Sündopfer für sich selbst herzubringen und Sühnung erwirken für sich und sein Haus. 7 Danach soll er die beiden Böcke nehmen und sie vor den Herrn stellen, an den Eingang der Stiftshütte. 8 Und Aaron soll Lose werfen über die beiden Böcke, ein Los »Für den Herrn « und ein Los »Für die Verwendung als Sündenbock« . 9 Und Aaron soll den Bock herzubringen, auf den das Los »Für den Herrn « fiel, und ihn als Sündopfer opfern. 10 Aber den Bock, auf den das Los »Für die Verwendung als Sündenbock « fiel, soll er lebendig vor den Herrn stellen, um über ihm die Sühnung zu erwirken und ihn als Sündenbock in die Wüste fortzuschicken. 11 Und Aaron bringe den Jungstier des Sündopfers herzu, das für ihn selbst bestimmt ist, und erwirke Sühnung für sich und sein Haus; und er schächte den Jungstier des Sündopfers, das für ihn selbst bestimmt ist. 12 Danach nehme er die Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar, der vor dem Herrn steht, und seine beiden Hände voll wohlriechenden zerstoßenen Räucherwerks und bringe es hinein hinter den Vorhang; 13 und er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor dem Herrn , damit die Wolke des Räucherwerks den Sühnedeckel verhüllt, der auf dem Zeugnis ist, und er nicht stirbt. 14 Er soll auch von dem Blut des Jungstieres nehmen und es mit seinem Finger gegen den Sühnedeckel sprengen, nach Osten zu. Siebenmal soll er so vor dem Sühnedeckel mit seinem Finger von dem Blut sprengen. 15 Danach soll er den Bock des Sündopfers, das für das Volk bestimmt ist, schächten und sein Blut hineinbringen hinter den Vorhang , und er soll mit dessen Blut tun, wie er mit dem Blut des Jungstiers getan hat, und er soll es auf den Sühnedeckel und vor den Sühnedeckel sprengen. 16 So soll er Sühnung erwirken für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Kinder Israels und wegen ihrer Übertretungen und aller ihrer Sünden, und er soll dasselbe tun mit der Stiftshütte, die sich mitten unter ihren Unreinheiten befindet. 17 Und kein Mensch soll in der Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, um die Sühnung zu erwirken im Heiligtum, bis er wieder hinausgeht. Und so soll er Sühnung erwirken für sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israels. 18 Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem Herrn steht, und für ihn Sühnung erwirken. Und er soll von dem Blut des Jungstieres und von dem Blut des Bockes nehmen und auf die Hörner des Altars tun, ringsum, 19 und er soll mit seinem Finger von dem Blut siebenmal darauf sprengen und ihn reinigen und heiligen von der Unreinheit der Kinder Israels. 20 Und wenn er die Sühnung vollendet hat für das Heiligtum und die Stiftshütte und den Altar, so soll er den lebendigen Bock herzubringen. 21 Und Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes stützen und über ihm alle Schuld der Kinder Israels und alle ihre Übertretungen in allen ihren Sünden bekennen , und er soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste fortschicken. 22 Und der Bock soll alle ihre Schuld, die auf ihm liegt, in ein abgeschiedenes Land tragen; und er schicke den Bock in die Wüste. 23 Und Aaron soll in die Stiftshütte gehen und die leinenen Kleider ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum ging, und soll sie dort lassen; 24 und er soll sein Fleisch im Wasser baden an heiliger Stätte und seine eigenen Kleider anziehen und hinausgehen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und Sühnung erwirken für sich und das Volk. 25 Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. 26 Der aber, welcher den Bock als Sündenbock fortgesandt hat, soll seine Kleider waschen und seinen Leib im Wasser baden, und danach kann er in das Lager kommen. 27 Den Jungstier des Sündopfers aber und den Bock des Sündopfers, deren Blut zur Sühnung in das Heiligtum gebracht worden ist, soll man hinaus vor das Lager schaffen und mit Feuer verbrennen, ihre Haut und ihr Fleisch und ihren Unrat. 28 Und der sie verbrannt hat, wasche seine Kleider und bade seinen Leib im Wasser, und danach kann er in das Lager kommen. 29 Und das soll eine ewig gültige Ordnung für euch sein: Am zehnten Tag des siebten Monats sollt ihr eure Seelen demütigen und kein Werk tun, weder der Einheimische noch der Fremdling, der in eurer Mitte wohnt. 30 Denn an diesem Tag wird für euch Sühnung erwirkt, um euch zu reinigen; von allen euren Sünden sollt ihr gereinigt werden vor dem Herrn . 31 Darum soll es euch ein Sabbat der Ruhe sein, und ihr sollt eure Seelen demütigen; das soll eine ewige Ordnung sein. 32 Und die Sühnung soll ein Priester vollziehen, den man gesalbt und dessen Hand man gefüllt hat, damit er anstelle seines Vaters als Priester dient; und er soll die leinenen Kleider anziehen, die heiligen Kleider, 33 und er soll Sühnung erwirken für das Allerheiligste und die Stiftshütte, und für den Altar soll er Sühnung tun; auch für die Priester und für die ganze Volksgemeinde soll er Sühnung erwirken. 34 Das soll euch eine ewige Ordnung sein, dass ihr für die Kinder Israels einmal im Jahr Sühnung erwirkt wegen aller ihrer Sünden! Und man machte es so, wie der Herr es Mose geboten hatte.

    Hierzu habe ich nicht besonders viel im Einsichtenbuch gefunden, dafür aber eine längere Abhandlung auf der Seite mit den Bibelkommentaren hier mal nur der Teil mit dem, was der Sündenbock mit dem Los des Volkes zu tun hatte

    Der große Versöhnungstag
    Autor: Emil Dönges

    Gott wird indessen nicht nur sein Volk Israel mit starkem Posaunenschall sammeln, Er wird es auch, wenn es erst wieder im Lande der Väter ist, unter „Kasteiung“ der Seele und vielem Wehklagen erkennen lassen, dass es der Versöhnung bedarf (Sach 12,10). Darum folgt vorbildlich in der Reihe der Feste auf das „Fest des Posaunenhalls“ als weiteres Fest sogleich der große Versöhnungstag.

    Jom Kippur, der Versöhnungstag, war für Israel der wichtigste und feierlichste Tag des Jahres. In 3. Mose 23, noch völliger aber in 3. Mose 16, finden wir, welche Opfer und sonstige Verrichtungen für diesen Tag den Israeliten vorgeschrieben waren. Wir lesen:

    „Doch am zehnten dieses siebenten Monats ist der Versöhnungstag; eine heilige Versammlung soll euch sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien und sollt Jehova ein Feueropfer darbringen. Und keinerlei Arbeit sollt ihr tun an diesem selbigen Tage; denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu tun vor Jehova, eurem Gott. Denn jede Seele, die sich nicht kasteit an diesem selbigen Tage, die soll ausgerottet werden aus ihren Völkern; und jede Seele, die irgendeine Arbeit tut an diesem selbigen Tage, selbige Seele werde ich vertilgen aus der Mitte ihres Volkes. Keinerlei Arbeit sollt ihr tun […] Ein Sabbat der Ruhe soll er für euch sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien; am Neunten des Monats, am Abend, vom Abend bis zum Abend, sollt ihr euren Sabbat feiern“ (3. Mo 23,26-32).

    Drei Dinge wurden also von Jehova von seinem Volke gefordert: Sühnung, Kasteiung (Seelenbetrübnis), Ruhe.

    Sühnung oder Versöhnung – welch ernstes Wort! Gott ist heilig, der Mensch aber ist ein Sünder; er muss mit Gott versöhnt und seine Schuld muss gesühnt und getilgt werden. Anders wird ihn Gottes gerechtes Gericht treffen. Keinem Volke hatte Gott dies in alter Zeit so wie seinem Volke Israel durch sein Wort und seine heiligen Gebote und Feste klar kundgetan.

    Hören wir nun, was Gott, vorbildlich auf die große und vollkommene Erlösung und Versöhnung, die allein in dem Opfer Jesu Christi zu finden ist, in 3. Mose 16 am Versöhnungstage Israels hinsichtlich der Opfer angeordnet hatte! Und sollte einer unserer Leser sich noch nicht des hohen Glücks der Vergebung seiner Sünden erfreuen, so schenke ihm Gott Gnade, dass er bei der Betrachtung dieser Vorbilder und ihrer Erfüllung in dem Opfer von Golgatha Frieden mit Gott finde!

    Der Hohepriester musste an jenem hohen Festtage, ehe er sich anschicken durfte, die Sünden des Volkes durch die nötigen Opfer zu sühnen, für seine eigenen Sünden und die Sünden seines Hauses ein Sühnopfer bringen. Überdies musste er sich ganz in Wasser baden und Kleider anlegen von weißem Linnen. Durch dieses Bad und die Bekleidung von weißem Linnen, wie durch das Opfer eines jungen Farren als Sündopfer und eines Widders als Brandopfer für sich und sein Haus, wurde der Hohepriester erst ein passendes Vorbild von Jesus Christus, unserem heiligen Versöhner und Hohenpriester. Der Herr Jesus, unser großer Mittler und Erlöser, war in sich selbst fleckenlos rein und heilig; der Hohepriester in Israel war das nicht. Sollte er nun wenigstens äußerlich in seiner Person ein entsprechendes Vorbild des Herrn Jesus sein, „der sich selbst durch den ewigen Geist Gott ohne Flecken geopfert hat“, so musste er sich zuerst ganz baden, völlig in weißes Linnen kleiden und für seine eigenen Sünden opfern, ehe er daran denken konnte, vor Gott für das Volk einzustehen.

    Wir lesen in 3. Mose 16, 5: „Von der Gemeinde der Kinder Israel soll er (der Hohepriester) zwei Ziegenböcke nehmen zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer.“ Hier nun wird die Handlung bzw. die Anweisung, was mit diesen Opfern zu tun sei, unterbrochen, und dem Hohenpriester wird in Vers 6 gesagt, dass er erst für sich einen Farren darbringen solle als Sündopfer, um Sühnung zu tun für sich und sein Haus. Hierauf lesen wir weiter: „Und er soll die zwei Böcke nehmen und sie vor Jehova stellen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft. Und Aaron soll Lose werfen über die zwei Böcke, ein Los für Jehova und ein Los für Asasel. 1 Und Aaron soll den Bock herzubringen, auf welchen das Los für Jehova gefallen ist, und ihn opfern als Sündopfer“ (3. Mo 16,7-9).

    Das Blut dieses Sündopfers für das Volk wurde, wie auch zuvor das Blut des Sündopfers für den Hohenpriester, von diesem in goldener Schale und von Weihrauch umhüllt hinter den Vorhang ins Allerheiligste getragen. Dort stand die mit Gold überzogene Bundeslade vor Gottes Angesicht. Auf diese Bundeslade nun, über welcher eine lichte Wolke schwebte als sichtbares Zeichen der Wohnung und Gegenwart Gottes, wurde von dem Blute des Sündopfers hingesprengt, wie auch siebenmal vor die Bundeslade. Hier am Fuße des mit Blut besprengten Gnadenthrones Gottes begegneten sich so der heilige Gott und das sündige Volk, für welches der Hohepriester dastand und eintrat. Gottes Gerechtigkeit und Heiligkeit, die durch die Sünde des Volkes verletzt worden war, fand in dem Blute des Versöhnungsopfers die gerechte Anerkennung und Sühne für die Schuld. Gott war durch die Sünden verunehrt, seine Autorität schnöde verletzt, sein Gesetz und Wille übertreten, seine Ehre in den Staub getreten worden. Konnte Gott nach seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit zu den Sünden schweigen? Nein. Gott wäre nicht Gott, wenn er die Sünde nicht strafte in gerechtem Gericht. Aber in dem Tod und Blute des reinen Opfertieres, das hinwies auf den Erlöser, der kommen sollte, lag die gerechte Sühnung der ganzen Schuld. Und in dem Blute, das einmal im Jahr, am großen Versöhnungstag, ins Allerheiligste, also in Gottes Gegenwart getragen wurde, legte der Hohepriester nach Gottes gnadenvoller Anordnung wieder für ein neues Jahr die Grundlage, auf welcher Gott in Gnade und Erbarmen, unbeschadet seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit, seinem sündigen Volke vergeben und es tragen konnte.

    Hatte nun der Hohepriester das Blut des Bockes für Jehova ins Allerheiligste vor Gottes Angesicht getragen, so trat er heraus zu dem im Vorhof stehenden zweiten Bock „Asasel“, legte auf dessen Kopf seine beiden Hände und bekannte auf ihn „alle Ungerechtigkeiten der Kinder Israel und alle ihre Übertretungen nach allen ihren Sünden“ (3. Mo 16,20.21).

    Wie wunderbar und vollkommen war also dieses Vorbild von dem großen Werke der Versöhnung auf Golgatha! Denn dreimal lesen wir hier das Wörtchen „alle“: „alle Ungerechtigkeiten“, „alle Übertretungen“, „alle Sünden“. Dann wurde dieser Bock durch einen bereitstehenden Mann in die Wüste, in ein ödes Land gejagt. Mit dem Tier wurden so gleichsam alle Sünden vom Volk abgewandt, wie der Name Asasel sagt, und in der Einöde einer ewigen Vergessenheit übergeben. So sagt der Psalmist: „So weit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere Übertretungen“ (Ps 103,12).

    So wurde an jenem denkwürdigen und bedeutungsvollen Versöhnungstage in Israel jedes Mal – wenn auch nur in einem Schatten und Vorbild – sowohl den Forderungen Gottes hinsichtlich seiner Gerechtigkeit und Heiligkeit Genüge getan als auch den Bedürfnissen der Sünder völlig entsprochen und ihre Schuld gesühnt.

    Wenden wir uns nun zu den Belehrungen des Neuen Testamentes, besonders im Hebräerbrief, der, wie der Name schon sagt, an die Christen aus Israel gerichtet war, um die Größe des Opfers Jesu Christi, des Sohnes Gottes, und die Fülle ihres und unseres Heils in ihm zu erkennen, wovon die Opfer und Verordnungen am großen Versöhnungstage so deutliche Vorbilder waren.

    Der Hebräerbrief beginnt zunächst damit, dass er uns sagt: „Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise (nämlich durch die vielen Weissagungen und mancherlei Vorbilder) ehemals zu den Vätern geredet hat, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohne“, d.i. in der Person des Sohnes. Und nachdem die Größe und Überlegenheit des Sohnes Gottes gegenüber den Propheten und Engeln und der Schöpfung und seinen „Genossen“ (Heb 1) gezeigt worden ist, wie auch gegenüber Moses und Josua und Aaron (in Heb 3 – 6), hören wir, dass Christus ein Hoherpriester geworden ist nach der Ordnung Melchisedeks, der König und Priester zugleich war und ohne Vorgänger und ohne Nachfolger gewesen ist. Weiter hören wir, dass Christus als Hoherpriester „heilig und unschuldig und von den Sündern abgesondert“ war, weshalb der Hohepriester im Alten Bunde, wie wir sahen, sich baden und in weißes Linnen kleiden musste, weil er es nicht war und so erst ein passendes Vorbild von Christus wurde (Heb 7,26). Und im schönen Anschluss hieran wird uns gleich darauf mitgeteilt, dass Christus auch ferner nicht, wie der Hohepriester im Alten Bunde, nötig hatte „zuerst für die eigenen Sünden zu opfern, sodann für die des Volkes; denn dieses hat er ein für allemal getan, als er sich selbst geopfert hat“ (Heb 7,27).

    Nachdem uns in den ersten acht Kapiteln des Hebräerbriefes die Größe und Herrlichkeit der Person unseres Hohenpriesters vorgestellt wurde, welcher der Sohn Gottes ist, „der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln“ (Heb 7 28; 8,1), wird uns in den Kapiteln 9 und 10 die Größe seines Werkes bzw. Opfers gezeigt.

    Hier hören wir: „Christus aber, gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter […] nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blute, ist ein für allemal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden – d.h. zustande gebracht – hatte“ (Heb 9,11.12).

    Und weiter: „Wie viel mehr wird das Blut des Christus, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen! 3 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit […] die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfingen“ (Heb 9,11-15).

    Alles, was mit dem großen und vollkommenen Opfer unseres Herrn und Heilandes in Verbindung steht, ist ewig. Es ist eine ewige Erlösung, wie wir oben hörten, die er uns durch seinen Tod bereitet hat; er hat sich „durch den ewigen Geist“ Gott geopfert und uns dadurch „ein ewiges Erbe“ erworben. Und früher schon hörten wir, „dass er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden ist“ (Heb 5,9).

    Die Kapitel 9 und 10 des gleichen Briefes, welche in besonderer Weise mit ihren Belehrungen auf die Vorbilder und Handlungen am großen Versöhnungstage Bezug nehmen, geben uns noch weitere Unterweisung über die Größe des Werkes und ewig vollgültigen Opfers Christi. So lesen wir dort: „Denn der Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum (d.h. also nicht in das Allerheiligste des Tempels oder der Stiftshütte auf Erden), ein Gegenbild des wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen“ (Heb 9,24).

    Und im 10. Kapitel hören wir, dass Gott dann wunderbar geantwortet und uns herrliche, klare Zeugnisse gegeben hat von der Vollkommenheit des Opfers seines Sohnes. Denn Gottes Sohn hat sich, nachdem er mit seinem eigenen Blut in das Allerheiligste droben im Himmel eingetreten ist -im Gegensatz zu den Hohenpriestern, die mit fremdem Blute, mit dem Blute von Tieren, das keine Sünden hinweg zunehmen vermochte, und in ein Heiligtum auf Erden traten -, droben auf immerdar zur Rechten Gottes „gesetzt“ zum Zeichen, dass das Werk der Versöhnung nun auf ewig beendet und vollendet ist, während die Hohenpriester im Alten Bunde im Heiligtum stets „stehen“ mussten, denn ihr Werk war nie beendet; es bedurfte einer alljährlichen Erneuerung und Wiederholung (Heb 10,3-13). Aber jetzt hören wir: „Mit einem Opfer hat er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden“ (Heb 10,14).

    Hier haben wir das zweite „auf immerdar“. „Auf immerdar“ hat sich Christus zur Rechten Gottes gesetzt, und „auf immerdar“ sind wir, die Glaubenden, die durch den Glauben an ihn geheiligt sind 4, vor Gott vollkommen gemacht. Diesem doppelten „auf immerdar“ steht dann als weiterer Gegensatz zu dem Vorbilde am großen Versöhnungstage ein kostbares „nie mehr“ zur Seite. Wir lesen nämlich: „Ihrer (d.h. der Gläubigen) Sünden und Gesetzlosigkeiten werde ich nie mehr gedenken“ (Heb 10,17).

    Im Alten Bunde trug ein Bock „Asasel“ (der Abwendung), nachdem das Blut des anderen Bockes ins Allerheiligste getragen worden, alle Sünden des Volkes auf seinem Kopfe hinaus in die weite Wüste. Das war ein schönes Zeugnis; aber wie gering doch gegenüber dem Zeugnis des Heiligen Geistes, der, nachdem Jesus Christus droben mit seinem Blut ins wahrhaftige Heiligtum eingegangen und von Gott begrüßt worden ist als Hoherpriester (Heb 5,10), herabkam auf diese Erde und nun in den Herzen der Gläubigen wohnt und ihnen überdies auch schriftlich das Zeugnis gibt, dass Gott nunmehr ihrer Sünden und Gesetzlosigkeiten nie mehr gedenkt.

    Wir haben in diesem Abschnitt die gemeinsame Tätigkeit des dreieinigen Gottes in unserer Erlösung bezeugt 5; denn wir lesen zuerst von „Gottes (des Vaters) Willen“ (Heb 10,7.9), den der Sohn uns zum Heil durch sein Opfer vollbracht hat (Heb 10,10.14), und zuletzt das Zeugnis des Heiligen Geistes (Heb 10,15-17).

    Auf Grund dieses wunderbaren und ewig vollkommenen Erlösungswerkes des dreieinigen Gottes hören wir dann ein neues „Lasst uns!“, das wir so oft im Hebräerbrief finden. Wir lesen: „Da wir nun, Brüder, Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum (droben) durch das Blut Jesu, auf dem neuen und lebendigen Weg, welchen er uns eingeweiht hat durch den Vorhang hin, das ist sein Fleisch, und einen großen Priester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt und also gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser!“ (Heb 10,19-22).

    So oft auch der große Versöhnungstag in Israel gefeiert worden sein mag, so blieb doch der schwere bedeutungsvolle Vorhang vor dem Allerheiligsten, wo eine lichte Wolke die Wohnung und Nähe Gottes anzeigte. Dieser beeindruckende Vorhang mit den Cherubim, die in ihn eingewirkt waren, rief, wie der Cherub, der einst mit flammendem Schwerte dem gefallenen Menschen den Zugang zu Gott wehrte, trotz aller Opfer und all des Blutes, das aus goldener Schale vor und auf die Bundeslade gesprengt worden war, dem Volke gleichsam zu: „Zurück! Gott und der Mensch sind noch immer durch die Sünde geschieden. Gott ist drinnen, und der Mensch ist draußen.“ Der Vorhang blieb.

    Das Blut der reinen Opfertiere, das einmal im Jahre, am großen Versöhnungstage, von dem Hohenpriester ins Allerheiligste getragen wurde, vermochte das Gewissen des Opfernden, nicht vollkommen zu machen, nicht in die lichte Gegenwart Gottes hineinzuführen; er musste draußen bleiben. Und Gott seinerseits konnte nicht auf Grund jenes Blutes von Stieren und Böcken herauskommen, um sein Volk zu segnen. Gott war drinnen, das Volk war draußen; der Vorhang blieb.

    Aber Gott sei ewig gepriesen! Das ist anders geworden. Als Jesus Christus sich durch den ewigen Geist Gott ohne Flecken opferte, als unser hochgelobter Herr und Heiland, der einmal in der Vollendung der Zeitalter geoffenbart worden ist zur Abschaffung der Sünde durch sein Opfer (Heb 9,26), am Kreuze auf Golgatha sein Blut vergoss und sein Haupt im Tode neigte mit den Worten: „Es ist vollbracht!“, da zerriss der Vorhang vom Himmel aus auf Erden, ja er riss „von oben bis unten“, und nicht umgekehrt (Mt 27,51; Mk 15,38). Zerrissen ist er auf Grund des teuren Blutes Christi, das für unsere Sünden ein für allemal floss, in dessen Wert Christus in das Allerheiligste droben ging vor Gottes Angesicht; zerrissen ist die Scheidewand mitsamt den Bildern von den Cherubim, die dem Menschen, der Gott nahen wollte, den Weg vertraten. Gott selbst ruft uns nun allen zu, die wir unter dem Schütze dieses Blutes stehen: „Tretet nun herzu mit Freimütigkeit!“

    Ja, mit göttlicher Freimütigkeit darf der Gläubige in Gottes lichte, heilige und glückselige Gegenwart ohne Furcht und Tadel treten und dort auch stehen und bleiben. Durch das Blut Jesu ist der Gläubige gereinigt und mit Gott in Beziehung gebracht worden; und durch den „großen Priester“ (Heb 10,21) oder Hohenpriester, der für ihn starb, wird der Gläubige getrost und glücklich bewahrt in den Wechselfällen des Lebens, so dass seine Beziehungen zu Gott, in welche ihn das Blut Jesu gebracht hat, trotz aller Anläufe des Feindes, durch den hohenpriesterlichen Dienst Jesu Christi unterhalten werden, um nicht mehr verloren zu gehen.

    Bekannt ist ja dem gläubigen Leser, dass der Hohepriester im Alten Bunde, wenn er in seinen prächtigen Kleidern erschien, auf dem Brustschild, das ihm unverrückbar auf die Brust gebunden war, auf zwölf glänzenden Edelsteinen die Namen der zwölf Stämme des Volkes Gottes trug, ebenso auf zwei Onyxsteinen, welche die Schulterstücke des Ephods zusammenhielten. So trägt Jesus Christus, der wahre und ewige Hohepriester, auf seinem Herzen, dem Sitz seiner ewig treuen Liebe und göttlich vollkommenen Zuneigung, und auf seinen allmächtigen Schultern nicht nur die Namen seiner Erlösten, die er so teuer erkauft hat mit seinem eigenen Blute, nein, er trägt die Erlösten nun selbst. So heißt es in einem Liede:

    Dein Erlösungswerk auf Erden
    hast, o Jesu, du vollbracht,
    was vollendet sollte werden,
    das vollführtest du mit Macht.
    Du bist selbst für uns gestorben,
    hast uns durch dein Blut erworben,
    und dein siegreich Auferstehn
    lässt uns als Befreite gehn.

    Alle Namen deiner Frommen
    trägst du jetzt auf deiner Brust;
    alle, die zu dir gekommen,
    pflegest du mit Lieb‘ und Lust.
    Du vertrittst, die an dich glauben,
    drum wird niemand sie dir rauben,
    und beim Vater richtest du
    ihnen eine Wohnung zu.

    Dies ist das glückselige Teil und die gesegnete Stellung der Gläubigen schon jetzt, während sie noch in der Welt und Wüste sind, in der Nähe und innigen Gemeinschaft Gottes. Wie schade, dass es so wenige der Gläubigen kennen! Wie schade, dass so viele in Zweifel und Furcht dastehen im Vorhof und nicht im Heiligtum! Welch ein Schmerz und Verlust ist dies für Gottes Herz, und welch ein Verlust auch für ihr eigenes Herz und Leben!

    Alle, welche in Aufrichtigkeit und Wahrheit ihre Zuflucht zu Jesus Christus genommen haben, stehen in Gottes Augen nun unter dem ewigen Schutz des Blutes seines Sohnes und seines treuen Dienstes, des großen und mitleidsvollen Hohenpriesters zu seiner Rechten. Sie sind völlig gerettet und ihm auf ewig nahe gebracht. „Ihre Herzen sind besprengt“ mit dem Blute Christi, und „so sind sie gereinigt vom bösen Gewissen“, und ihr Leib ist „gewaschen mit reinem Wasser“, d.h. sie besitzen durch Gottes Wort und Geist neues, göttliches Leben.

    Und dieses kostbare Teil sollen die Gläubigen kennen und sich daran erfreuen; das will Gott. Er ruft ihnen zu, mit Freimütigkeit in seine lichte Gegenwart, vor sein Angesicht und an sein Herz zu kommen „mit wahrhaftigem Herzen“, d.h. in Lauterkeit ohne Zweifel und Bedenken, „und in voller Gewissheit des Glaubens“.

    Alles ist jetzt für die Gläubigen „wahrhaftig“. Sie stehen nicht mehr im Zwielicht und Schatten oder Vorbild, auch nicht in einem irdischen Heiligtum, sondern sind da, wo ihr Hohepriester ist, d.h. „in der wahrhaftigen Hütte“, „im wahrhaftigen Heiligtum“ (Heb 8,2; 9,24), vor Gottes Angesicht droben, wenn sie auch noch sind mit ihren Füßen im heißen Sande der Wüste sind. 7 Und auch „die Herzen sind wahrhaftig“ (Heb 10, 22). Darum sind wir auch „die wahrhaftigen Anbeter“, die Gott nun im Geist und in der Wahrheit anbeten (Joh 4,23). Dementsprechend lesen wir am Schluss des Hebräerbriefs: „Durch ihn nun (durch Jesus Christus, unseren hochgelobten Erlöser und Hohenpriester) lasst uns Gott stets ein Opfer des Lobes darbringen!“ (Heb 13,15).

    Wahrlich, das ist die gesegnete und herrliche Absicht Gottes mit seinen Erlösten schon in dieser Zeit und Wüste, vielmehr noch allerdings für die selige Ewigkeit, dass wir ihm, wie wir ganz zu Anfang unserer Betrachtung schon sagten, ein Fest feiern, ihm Dank und Anbetung bringen.

    Wie schade – so sagen wir noch einmal -, dass nur so wenige gläubige Christen ihr herrliches Teil verstehen, so wenige ihren glückseligen Platz kennen und schon jetzt einnehmen im Heiligtum Gottes zum Preise seiner Gnade! Ja, welch ein Schmerz und Verlust ist dies für Gott und seine Ehre, und welch ein Verlust an Segen und Kraft für sie selbst!

    weitere Gedanken zum Sühnetag finden wir hier:

  103. Juleam 21. Februar 2013 um 15:26 Link zum Kommentar

    noch ein interessanter Gedanke aus dem rauszitierten Stoff:

    so musste er (der Hohepriester) sich zuerst ganz baden, völlig in weißes Linnen kleiden und für seine eigenen Sünden opfern, ehe er daran denken konnte, vor Gott für das Volk einzustehen.

    Ein Gedanke, der zu dem Grundtenor der heutigen Kapitel passt. Wir können nur dann für andere bei Jehova eintreten, wenn wir selbst mit Jehova im Reinen sind. Wenn Wir uns selbst durch Sünden verunreinigt haben, dann sind wir nicht dazu geeignet. Denn die Bibel sagt, dass Jehova die Gebete „der Gerechten“ erhört.

    Wahrscheinlich ist auch genau dies der Grund, warum Jehova später so zornig über Eli ist, weil dieser sie nicht in ihrem schlechten Tun ausgebremst hat

  104. Juleam 21. Februar 2013 um 15:29 Link zum Kommentar

    3. Mose 17 – 19

    3. Mose 17 – Leben ist heilig und Blut ist nur zur Sühnung von Sünden gedacht:

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu Aaron und seinen Söhnen und allen Kindern Israels und sprich zu ihnen: Das ist es, was der Herr geboten hat, indem er sprach: 3 Jedermann aus dem Haus Israel, der einen Stier oder ein Lamm oder eine Ziege im Lager schächtet oder außerhalb des Lagers schächtet 4 und es nicht vor den Eingang der Stiftshütte bringt , damit es dem Herrn zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des Herrn , dem soll es als Blutschuld angerechnet werden; er hat Blut vergossen, und dieser Mensch soll ausgerottet werden aus der Mitte seines Volkes. 5 Darum sollen die Kinder Israels von nun an ihre Schlachtopfer, die sie [jetzt noch] auf freiem Feld opfern, vor den Herrn bringen, an den Eingang der Stiftshütte zu dem Priester, um sie dort dem Herrn als Friedensopfer darzubringen. 6 Und der Priester soll das Blut auf den Altar des Herrn sprengen vor dem Eingang der Stiftshütte und das Fett in Rauch aufgehen lassen zum lieblichen Geruch für den Herrn . 7 Und sie sollen von nun an ihre Opfer nicht mehr den Dämonen opfern, denen sie nachhuren . Das soll eine ewig gültige Ordnung für sie sein in ihren [künftigen] Geschlechtern. 8 Und du sollst zu ihnen sagen: Jeder Mensch aus dem Haus Israel oder jeder Fremdling, der unter ihnen wohnt, der ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer opfern will, 9 aber es nicht vor den Eingang der Stiftshütte bringt, damit er es dem Herrn opfere, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk. 10 Und wenn ein Mensch aus dem Haus Israel oder ein Fremdling, der unter ihnen wohnt, irgendwelches Blut isst – gegen die Seele, die Blut isst, will ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. 11 Denn das Leben des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu erwirken für eure Seelen. Denn das Blut ist es, das Sühnung erwirkt für die Seele . 12 Darum habe ich den Kindern Israels gesagt: Keine Seele unter euch soll Blut essen; auch der Fremdling, der unter euch wohnt, soll kein Blut essen. 13 Und wenn ein Mensch von den Kindern Israels oder ein Fremdling, der unter ihnen wohnt, ein Wild oder einen Vogel erjagt, die man essen darf, der soll ihr Blut ausfließen lassen und mit Erde bedecken; 14 denn [es ist] das Leben alles Fleisches; sein Blut gilt für sein Leben . Darum habe ich den Kindern Israels gesagt: Ihr sollt nicht das Blut irgendeines Fleisches essen; denn das Leben alles Fleisches ist sein Blut. Wer es aber isst, der soll ausgerottet werden. 15 Und jeder, der ein Aas oder Zerrissenes isst , er sei ein Einheimischer oder ein Fremdling, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden; und er wird unrein sein bis zum Abend, dann wird er rein. 16 Wenn er aber [seine Kleider] nicht wäscht und sein Fleisch nicht badet, so muss er seine Schuld tragen.

  105. Juleam 21. Februar 2013 um 15:37 Link zum Kommentar

    3. Mose 18 – Gesetze zu sittlichen Grenzen, wieviel ist davon heute noch übrig geblieben?

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Ich, der Herr , bin euer Gott! 3 Ihr sollt nicht so handeln, wie man es im Land Ägypten tut , wo ihr gewohnt habt, und sollt auch nicht so handeln, wie man es im Land Kanaan tut, wohin ich euch führen will, und ihr sollt nicht nach ihren Satzungen wandeln. 4 Nach meinen Rechtsbestimmungen sollt ihr handeln und meine Satzungen halten, dass ihr in ihnen wandelt; denn ich, der Herr , bin euer Gott. 5 Darum sollt ihr meine Satzungen und meine Rechtsbestimmungen halten, denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben. Ich bin der Herr ! 6 Niemand soll sich irgendeiner seiner Blutsverwandten nahen, um ihre Scham zu entblößen ; ich bin der Herr ! 7 Du sollst die Scham deines Vaters und die Scham deiner Mutter nicht entblößen. Es ist deine Mutter; du sollst ihre Scham nicht entblößen! 8 Du sollst die Scham der Frau deines Vaters nicht entblößen, denn es ist die Scham deines Vaters. 9 Die Scham deiner Schwester, welche die Tochter deines Vaters oder deiner Mutter ist, daheim oder draußen geboren – ihre Scham sollst du nicht entblößen. 10 Die Scham der Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter, ihre Scham sollst du nicht entblößen, denn es ist deine Scham. 11 Die Scham der Tochter der Frau deines Vaters, die von deinem Vater gezeugt und deine Schwester ist, ihre Scham sollst du nicht entblößen. 12 Du sollst die Scham der Schwester deines Vaters nicht entblößen, denn sie ist die nächste Blutsverwandte deines Vaters. 13 Du sollst die Scham der Schwester deiner Mutter nicht entblößen, denn sie ist die nächste Blutsverwandte deiner Mutter. 14 Du sollst die Scham des Bruders deines Vaters nicht entblößen, du sollst nicht zu seiner Frau eingehen, denn sie ist deine Tante. 15 Du sollst die Scham deiner Schwiegertochter nicht entblößen, denn sie ist die Frau deines Sohnes; du sollst ihre Scham nicht entblößen. 16 Du sollst die Scham der Frau deines Bruders nicht entblößen, denn es ist die Scham deines Bruders. 17 Du sollst nicht zugleich die Scham einer Frau und ihrer Tochter entblößen, noch die Tochter ihres Sohnes oder die Tochter ihrer Tochter nehmen, um ihre Scham zu entblößen, denn sie sind Blutsverwandte; es wäre eine Schandtat. 18 Du sollst auch nicht eine Frau zu ihrer Schwester hinzunehmen, sodass du Eifersucht erregst, wenn du ihre Scham entblößt, während jene noch lebt. 19 Du sollst dich nicht einer Frau nahen während ihrer [monatlichen] Unreinheit, um ihre Scham zu entblößen.

    20 Auch sollst du bei der Frau deines Nächsten nicht liegen, um ihr beizuwohnen, sodass du dich mit ihr verunreinigst. 21 Du sollst auch von deinen Kindern keines hergeben, um es dem Moloch durch [das Feuer ] gehen zu lassen, und du sollst den Namen deines Gottes nicht entweihen ; ich bin der Herr ! 22 Du sollst bei keinem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, denn das ist ein Gräuel. 23 Auch sollst du bei keinem Vieh liegen, dass du dich mit ihm verunreinigst. Und keine Frau soll sich vor ein Vieh stellen, um sich mit ihm einzulassen; es ist eine schändliche Befleckung! 24 Ihr sollt euch durch all diese Dinge nicht verunreinigen. Denn durch das alles haben sich die Heiden verunreinigt, die ich vor euch her austreibe, 25 und dadurch ist das Land verunreinigt worden, und ich suchte ihre Schuld an ihm heim, sodass das Land seine Einwohner ausspeit .

    26 Ihr aber sollt meine Satzungen und Rechtsbestimmungen halten und keinen dieser Gräuel verüben, weder der Einheimische noch der Fremdling, der in eurer Mitte wohnt – 27 denn alle diese Gräuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, sodass das Land verunreinigt worden ist – , 28 damit euch nun das Land nicht ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, wie es die Heiden ausgespien hat, die vor euch gewesen sind. 29 Denn jeder, der einen dieser Gräuel tut – die Seelen, die dergleichen verüben, sollen ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes. 30 So haltet denn meine Verordnungen, dass ihr keinen von den gräulichen Gebräuchen übt, die man vor euch geübt hat, und euch nicht durch sie verunreinigt. Ich, der Herr , bin euer Gott!

    Hier stossen wir heute heftig an unsere Grenzen: vor einiger Zeit ging ein Fall durch die Medien, wo sich zwei Geschwister ineinander verliebten, die nicht wußten, dass sie Geschwister waren. Sie liebten sich und gründeten eine Familie. Aber weil bekannt wurde, dass sie Bruder und Schwester waren, machte der Mann sich strafbar, weil er die Frau nicht aufgeben wollte. Für jede Liebesnacht kam er ins Gefängnis, da kannte der Gesetzgeber kein Pardon.

    Warum? Weil dies Inzest ist – und hier in dem Kapitel sehen wir, dass Jehova es verurteilt.

    Auf der anderen Seite sind Samenbanken an der Tagesordnung, wo anonym Samen an kinderlose Paare ausgegeben wird. Ein neuerer Kinofilm – „Starbucks“ – behandelt das Thema: ein Mann, der sich in seiner Studentenzeit als Samenspender etwas Geld verdiente, hat inzwischen fast 100 Kinder gezeugt. Wer will da die Übersicht behalten, wer von wem der Vater ist?

    Auf der anderen Seite nimmt man es mit den anderen sittlichen Gesetzen heute auch nicht so genau. Ok, der „tolle Typ“, der weiterhin für das Recht streitet, Sex mit Tieren haben zu dürfen, wird belächelt oder von einigen sogar schockiert zur Kenntnis genommen. Aber was ist mit Homosexualität? Sie ist inzwischen gesellschaftsfähig und Ehen zwischen zwei Männern oder zwei Frauen sind legal. Es wird daran gearbeitet, sie auch beim Erb- und Steuerrecht „normalen Ehepaaren“ gleichzusetzen.

    Warum wird auf das Gesetz gegen Inzest gepocht – aber Homosexuelle Ehen sind ok?

    Ein anderer Fall – aus der Serie „Danni Lowinsky“ – handelt von einem Bigamisten, der zwei Ehefrauen hat und mit jeder eine kleine Familie: Kinder sind da, die den Vater lieben. Angezeigt wurde er nicht etwa von den Frauen, sondern von einem der Schwiegereltern. Die Frauen hätten es lieber so gelassen, wie es war. Interessant hierbei war dann das Plädoyer der 1-Euro- Anwältin: Ehebruch und Scheidung waren auch mal strafbar. Aber heute ist es völlig ok, wenn jemand heiratet, eine Familie gründet, sich scheiden lässt und danach mit einer anderen Frau eine neue Familie gründet: hintereinander ist es ok, zeitgleich nicht. Immer vor dem Hintergrund, dass es nicht die Frauen sind, die den Mann anklagen.

    Wo ist hier die Logik?

    Homosexualität ist völlig ok, Ehebruch und Scheidung auch, Samenspende kein Problem – aber Inzest nicht?

    Wenn es in dem Eingangs beschriebenen Fall um Geschwister ginge, die gemeinsam aufgewachsen sind und nun ein Verhältnis beginnen, aber es sind zwei Menschen, die sich nicht kennen, sich begegnen, sich verlieben und eine Familie gründen – und die soll nun zerstört werden, weil es von Anno Dazumal ein Gesetz gegen Inzest gibt. Aber Ehebruch, Scheidung, Homosexualität usw werden akzeptiert und sogar vom Staat unterstützt. Ist dies nicht eine Doppelmoral?

    Nicht, dass ich aif der Seite des Geschwisterpaares Stellung beziehen möchte, aber ich frage mich, wie Jehova diese Beziehung sieht. Denn Jehova ist auch gegen die Zerstörung von Familien, deshalb hasst er Scheidung – genau gegen diese sträubt sich der junge Vater. Jehovas Gesetze sind alle mit dem Hintergrund eingesetzt, dass niemand einem anderen schaden solle – was schadet der Familie und den bereits vorhandenen Kindern mehr?

    Geht es darum, dass aus inzestösen Beziehungen meist behinderte Kinder hervorgehen? Aber sie gemeinsamen Kinder sind gesund – und was ist mit den Kindern, die durch Samenbanken entstehen – bestünde dann nicht dieselbe Gefahr? Heute ist ja ein Großteil der Kinder unehelich gezeugt, viele Mütter wissen nicht, wer von den vielen in Frage kommenden Männern der Vater ist, so dass zuvor kein Standesbeamter die Abstammung der beiden prüfen kann.

    Wer glauben wir eigentlich, wer wir sind – dass wir für uns in Anspruch nehmen, welche dieser in diesem Kapitel angeführten „Verbote“ nicht mehr gelten?

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  106. Juleam 21. Februar 2013 um 16:10 Link zum Kommentar

    3. Mose 19 – wie könnten wir „falsch schwören“, ohne einen Meineid zu leisten?

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr , euer Gott! 3 Ihr sollt jeder Ehrfurcht vor seiner Mutter und seinem Vater haben und meine Sabbate halten, denn ich, der Herr , bin euer Gott. 4 Ihr sollt euch nicht an die Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter machen, denn ich, der Herr , bin euer Gott. 5 Und wenn ihr dem Herrn ein Friedensopfer schlachten wollt, sollt ihr es so opfern, dass es euch wohlgefällig macht. 6 Es soll aber an dem Tag gegessen werden, an dem ihr es opfert, und am folgenden Tag; was aber bis zum dritten Tag übrig bleibt, das soll mit Feuer verbrannt werden. 7 Wenn aber dennoch am dritten Tag davon gegessen wird, so ist es ein Gräuel und wird nicht als wohlgefällig angenommen werden; 8 und wer davon isst, wird seine Schuld tragen , weil er das entheiligt hat, was dem Herrn heilig ist, und eine solche Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk.

    9 Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du den Rand deines Feldes nicht vollständig abernten und keine Nachlese nach deiner Ernte halten. 10 Auch sollst du nicht Nachlese halten in deinem Weinberg, noch die abgefallenen Beeren deines Weinberges auflesen, sondern du sollst es dem Armen und dem Fremdling lassen; denn ich, der Herr , bin euer Gott.

    11 Ihr sollt nicht stehlen und nicht lügen noch einander betrügen! 12 Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, sodass du den Namen deines Gottes entheiligst ! Ich bin der Herr . 13 Du sollst deinen Nächsten weder bedrücken noch berauben. Der Lohn des Taglöhners soll nicht über Nacht bei dir bleiben bis zum Morgen. 14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen und dem Blinden keinen Anstoß in den Weg legen , sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der Herr ! 15 Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht; du sollst weder die Person des Geringen ansehen noch die Person des Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten gerecht richten. 16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk! Du sollst auch nicht auftreten gegen das Blut deines Nächsten! Ich bin der Herr . 17 Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen; sondern du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen , dass du nicht seinetwegen Schuld tragen musst! 18 Du sollst nicht Rache üben, noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Ich bin der Herr .19 Meine Satzungen sollt ihr halten . Bei deinem Vieh sollst du nicht zweierlei Arten sich paaren lassen und dein Feld nicht mit zweierlei Samen besäen, und es soll kein Gewand auf deinen Leib kommen, das aus zweierlei Garn gewoben ist.

    20 Wenn ein Mann bei einer Frau liegt und ihr beiwohnt, und sie ist eine Dienst-magd und einem Mann verlobt, doch nicht losgekauft, und die Freiheit ist ihr nicht geschenkt, so soll eine Bestrafung stattfinden, aber sie sollen nicht sterben; denn sie ist nicht frei gewesen. 21 Er soll aber sein Schuldopfer dem Herrn vor den Eingang der Stiftshütte bringen, einen Widder als Schuldopfer. 22 Und der Priester soll ihm Sühnung erwirken mit dem Widder des Schuldopfers vor dem Herrn wegen der Sünde, die er begangen hat; so wird ihm wegen seiner Sünde, die er getan hat, vergeben werden.

    23 Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bäume pflanzt, von denen man isst, sollt ihr die [ersten] Früchte derselben als Unbeschnittenheit betrachten; drei Jahre lang sollt ihr sie für unbeschnitten achten, sie dürfen nicht gegessen werden; 24 im vierten Jahr aber sollen alle ihre Früchte heilig sein zu einer Jubelfeier für den Herrn ; 25 erst im fünften Jahr sollt ihr die Früchte essen, damit der Ertrag für euch umso größer wird; ich, der Herr , bin euer Gott. 26 Ihr sollt nichts mit Blut essen . Ihr sollt weder Wahrsagerei noch Zauberei treiben. 27 Ihr sollt den Rand eures Haupthaares nicht rundum abschneiden, auch sollst du den Rand deines Bartes nicht beschädigen. 28 Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leib machen für eine [abgeschiedene] Seele, und ihr sollt euch keine Zeichen einätzen ! Ich bin der Herr . 29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, indem du sie zur Unzucht anhältst, damit das Land nicht Unzucht treibt und voller Schandtaten wird! 30 Haltet meine Sabbattage und fürchtet mein Heiligtum! Ich bin der Herr . 31 Ihr sollt euch nicht an die Geister-befrager wenden, noch an die Wahrsager; ihr sollt sie nicht aufsuchen, um euch an ihnen zu verunreinigen; denn ich, der Herr , bin euer Gott. 32 Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Person eines Alten ehren; und du sollst dich fürchten vor deinem Gott! Ich bin der Herr . 33 Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Land wohnen wird, so sollt ihr ihn nicht bedrücken. 34 Der Fremdling , der sich bei euch aufhält, soll euch gelten, als wäre er bei euch geboren, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen im Land Ägypten. Ich, der Herr , bin euer Gott.

    35 Ihr sollt euch nicht vergreifen am Recht noch am Längenmaß, noch am Gewicht, noch am Hohlmaß. 36 Rechte Waage, gutes Gewicht , richtiges Epha und gerechtes Hin sollt ihr haben! Ich, der Herr , bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe; 37 darum sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte halten und tun! Ich bin der Herr .

    In Vers 12 heißt es: „du sollst nicht falsch schwören bei meinem Namen, so dass du den Namen deines Gottes entheiligst“. Dies könnte uns auch „passieren“, ohne dass wir die Hand zum Schwur erheben oder einen Meineid leisten. Wenn wir vor der Polizei oder einem Gericht immer wieder betonen, dass wir Zeugen Jehovas sind „und diese lügen ja bekanntlich nicht“ und dass der andere kein ZJ ist – und dann eine falsche Anklage vorbringen und oder eine Falschaussage machen, um dem anderen zu schaden (aus welchem Grund auch immer), dann entheiligen wir Jehovas Namen. Tun wir so eine Schlechtigkeit bitte nicht, denn es würde Jehova ganz bestimmt sehr schmerzen!

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  107. Juleam 21. Februar 2013 um 16:19 Link zum Kommentar

    3. Mose 20 – 23

    3. Mose 20 – Jehova hat uns „aus den Nationen“ ausgesondert, was bedeutet dies?

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Sage zu den Kindern Israels: Wer von den Kindern Israels oder den Fremdlingen, die in Israel wohnen, eines von seinen Kindern dem Moloch gibt , der soll unbedingt getötet werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen ! 3 Und ich will mein Angesicht gegen einen solchen Menschen setzen und ihn ausrotten mitten aus seinem Volk, weil er dem Moloch eines von seinen Kindern gegeben und mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entheiligt hat. 4 Und wenn das Volk des Landes absichtlich seine Augen davor verschließt, dass ein solcher Mensch eines von seinen Kindern dem Moloch gegeben hat, sodass es ihn nicht tötet, 5 so werde ich mein Angesicht gegen jenen Menschen und gegen seine Familie richten und ihn und alle, die ihm nachhurten , um mit dem Moloch Hurerei zu treiben, aus der Mitte ihres Volkes ausrotten. 6 Auch wenn sich eine Seele zu den Geisterbefragern und Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, so will ich mein Angesicht gegen diese Seele richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. 7 Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich, der Herr , bin euer Gott! 8 Darum haltet meine Satzungen und tut sie; denn ich, der Herr , bin es, der euch heiligt . 9 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht , der soll unbedingt getötet werden; er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht – sein Blut sei auf ihm!

    10 Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn er Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, so sollen [beide], der Ehebrecher und die Ehebrecherin, unbedingt getötet werden. 11 Wenn ein Mann bei der Frau seines Vaters liegt, so hat er die Scham seines Vaters entblößt; sie sollen beide unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen. 12 Wenn ein Mann bei seiner Schwiegertochter liegt, so sollen sie beide unbedingt getötet werden; sie haben eine schändliche Befleckung verübt; ihr Blut sei auf ihnen! 13 Wenn ein Mann bei einem Mann liegt, als würde er bei einer Frau liegen, so haben sie beide einen Gräuel begangen, und sie sollen unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen! 14 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und ihre Mutter dazu , so ist das eine Schandtat; man soll ihn samt den beiden Frauen mit Feuer verbrennen , damit keine solche Schandtat unter euch sei.

    15 Wenn ein Mann bei einem Tier liegt, so soll er unbedingt getötet werden, und das Tier soll man umbringen. 16 Wenn eine Frau sich irgendeinem Tier naht, um sich mit ihm einzulassen, so sollst du die Frau töten und das Tier auch ; sie sollen unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen!

    17 Wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und ihre Scham sieht, und sie sieht seine Scham, so ist das eine Schande. Sie sollen ausgerottet werden vor den Augen der Angehörigen ihres Volkes. Er hat die Scham seiner Schwester entblößt, er soll seine Schuld tragen. 18 Wenn ein Mann bei einer Frau liegt zur Zeit ihres Unwohlseins und ihre Scham entblößt und ihre Quelle aufdeckt, während sie die Quelle ihres Blutes entblößt, so sollen beide ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes! 19 Die Scham der Schwester deiner Mutter und die Scham der Schwester deines Vaters sollst du nicht entblößen; denn wer dies tut, hat seine Blutsverwandten entblößt; sie sollen ihre Schuld tragen! 20 Wenn ein Mann bei der Frau des Bruders seines Vaters liegt, der hat die Scham seines Onkels entblößt; sie sollen ihre Sünde tragen, sie sollen kinderlos sterben! 21 Wenn ein Mann die Frau seines Bruders nimmt, so ist das eine Unreinheit; sie sollen kinderlos bleiben, weil er die Scham seines Bruders entblößt hat. 22 So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut sie, damit euch das Land nicht ausspeit , in das ich euch führe, damit ihr darin wohnen sollt!

    23 Und wandelt nicht nach den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her ausstoßen werde. Denn alle jene Dinge haben sie getan, und deshalb habe ich sie verabscheut. 24 Euch aber habe ich gesagt: Ihr sollt ihr Land in Besitz nehmen; denn ich will es euch zum Erbe geben, ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Ich, der Herr , bin euer Gott, der ich euch von den Völkern abgesondert habe.

    25 So sollt nun auch ihr das reine Vieh vom unreinen unterscheiden und die unreinen Vögel von den reinen, und ihr sollt euch selbst nicht verabscheuungswürdig machen durch Vieh, Vögel und alles, was sich auf dem Erdboden regt, was ich euch als unrein abgesondert habe; 26 sondern ihr sollt mir heilig sein, denn ich, der Herr , bin heilig, der ich euch von den Völkern abgesondert habe, damit ihr mir angehört! 27 Wenn in einem Mann oder einer Frau ein Geisterbefrager- oder Wahrsagergeist ist, so sollen sie unbedingt getötet werden. Man soll sie steinigen , ihr Blut sei auf ihnen!

    Gesetze, die die sittlichen Belange regeln – und dann im Vers 24 die Aussage, dass Jehova sie aus den Nationen abgesondert hatte. Im Übersetzungshinweis zu dieser Formulierung wird gesagt, er habe sie „aus den anderen Völkern ausgesondert“. Warum ist dies auch für uns heute noch interessant?

    Letzte Woche am See sagte uns ein Spaziergänger, er verstehe nicht, warum Gott ausgerechnet das Volk Israel als seins erwählt hätte, denn was waren sie schon Besonderes? War dies nicht Parteilichkeit?

    In gewisser Form hat er damit Recht und wir hatten darauf hingewiesen, dass Jehova ja die Linie des Samens bestimmte, aus der der Messias kommen sollte und dass er dazu zuerst Abraham erwählt hatte, zu dem er ein besonderes Verhältnis hatte, dann seinen Sohn Isaak und von dessen beiden Söhnen Jakob – alles Männer, die durch ihr gutes Verhältnis zu Gott herausragten. Die Israeliten waren die Nachkommen Jakobs und daher wurden sie als sein Volk erwählt – denn dieser betete Jehova so an, wie es IHM gefiel.

    In Vers 24 sagt Jehova hier, dass er das Volk für sich von allen Nationen abgesondert – für sich gesondert – gestellt hatte. Aber dies war nicht so sehr eine Wahl, die ER getroffen hatte, sondern ER gab ihnen eine große Verantwortung: ja, sie sollten sein Volk sein, weil sie von dem treuen Jakob abstammten und daher die Verheißung geerbt hatten („aus dir“, „durch deinen Samen). Aber damit war es nicht getan, denn weil sie von ihm als besonderes Volk ausgesondert wurden, mußten sie sich sauber und rein erhalten.

    Vorhin in einem Film, erzählt ein Winzer dem Erntehelfer, dass aus den Trauben, die sie gerade ernten, ein besonders edler Wein hergestellt wird. Daher müsse er die Traube (die der Helfer gerade in den Korb tun wollte) aussortieren und wegwerfen, denn sonst würde sie die anderen Trauben anstecken und den Wein verderben. Der andere Klosterbruder erklärte dann, dass sie ebenso aus den Gemeinden die „faulen Trauben“ aussortieren müßten, um sie sauber und gesund zu erhalten.

    Die Hausfrauen und Gartenbesitzer kennen das Prinzip: wenn sie Früchte einkochen oder Gemüse einfrieren wollen, dann nehmen sie aus der Menge des geernteten Gutes das Gute heraus und stellen es gesondert. Nur daraus können sie gute Konserven herstellen.

    Ebenso hat Jehova das Volk Israel aus allen anderen Nationen ausgesondert – etwas abseits gestellt – weil er mit ihnen etwas Besonderes vorhatte: aus ihnen sollte der verheissene Same, der Messias, hervorgehen. Dazu mussten sie aber ihren abgesonderten Status behalten. Sie durften sich in keiner Weise mit den umliegenden Nationen vermischen oder irgendwelche Bräuche pflegen, die in irgendeiner Weise moralisch verderbt waren. Denn wenn in 5 kg guten frischen Erdbeeren nur eine gammelige verdorbene gerät, dann wird die Marmelade nicht mehr gelingen. Keiner wird sie mehr essen mögen.

    Auch uns hat Jehova „aus den umliegenden Nationen ausgesondert“, daher haben wir ebenso wie sein Volk damals die Verantwortung, uns auch sauber und rein zu erhalten. Wir wollen ja nicht, dass unserem Gott „sein Vorhaben verdirbt“!

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  108. Juleam 21. Februar 2013 um 16:26 Link zum Kommentar

    3. Mose 21 – die Voraussetzungen des Priesters, der in besonderer Beziehung zu Jehova steht:

    1 Und der Herr sprach zu Mose: Rede mit den Priestern, den Söhnen Aarons, und sprich zu ihnen: [Ein Priester] soll sich nicht wegen eines Toten unter seinem Volk verunreinigen, 2 außer wegen seines nächsten Blutsverwandten, der ihm zugehört; wegen seiner Mutter, wegen seines Vaters, seines Sohnes, seiner Tochter, wegen seines Bruders 3 und wegen seiner Schwester, die noch eine Jungfrau ist, die ihm nahesteht, weil sie noch keines Mannes Frau gewesen ist, ihretwegen darf er sich verunreinigen. 4 Als ein Hochgestellter unter seinem Volk soll er sich nicht verunreinigen, damit er sich nicht entweiht. 5 Sie sollen sich keine Glatze scheren auf ihrem Haupt, noch den Rand ihres Bartes stutzen, noch an ihrem Fleisch Einschnitte machen. 6 Sie sollen ihrem Gott heilig sein und den Namen ihres Gottes nicht entweihen ; denn sie opfern die Feueropfer des Herrn , das Brot ihres Gottes, und sie sollen heilig sein. 7 Sie sollen keine Hure oder Entehrte zur Frau nehmen, noch eine von ihrem Mann Verstoßene; denn [der Priester] ist seinem Gott heilig. 8 Du sollst ihn für heilig achten, denn er bringt das Brot deines Gottes dar. Er soll dir heilig sein; denn ich bin heilig, der Herr , der euch heiligt. 9 Und wenn die Tochter eines Priesters sich durch Unzucht entweiht, so entweiht sie ihren Vater; sie soll mit Feuer verbrannt werden!

    10 Derjenige aber, der Hoherpriester ist unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das Salböl gegossen wurde und dem man die Hand gefüllt hat, damit er die [heiligen] Kleider anziehe, der soll sein Haupthaar nicht wirr hängen lassen und seine Kleider nicht zerreißen . 11 Er soll auch zu keinem Toten kommen; [auch] um seines Vaters und seiner Mutter willen soll er sich nicht verunreinigen. 12 Er soll aus dem Heiligtum nicht hin-ausgehen noch das Heiligtum seines -Gottes entweihen; denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm; ich bin der Herr . 13 Er soll eine Jungfrau zur Frau nehmen; 14 eine Witwe oder eine Verstoßene oder eine Entehrte oder eine Hure soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinem Volk soll er zur Frau nehmen, 15 damit er seinen Samen nicht entweiht unter seinem Volk; denn ich, der Herr , heilige ihn. 16 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

    17 Rede zu Aaron und sprich: Sollte jemand von deinen Nachkommen in ihren [künftigen] Geschlechtern mit irgendeinem Gebrechen behaftet sein, so darf er nicht herzunahen , um das Brot seines Gottes darzubringen. 18 Nein, keiner, an dem ein Gebrechen ist, soll herzunahen, er sei blind oder lahm oder habe eine gespaltene Nase oder ein Glied, das zu lang ist; 19 auch keiner, der einen gebrochenen Fuß oder eine gebrochene Hand hat, 20 auch kein Buckliger oder Zwerg oder einer, der einen Fleck auf seinem Auge hat oder die Krätze oder Flechten oder zerdrückte Hoden. 21 Wer nun von dem Samen Aarons, des Priesters, ein Gebrechen an sich hat, der soll nicht herzunahen, um die Feueropfer des Herrn darzubringen; er hat ein Gebrechen; darum soll er nicht herzutreten, um das Brot seines Gottes darzubringen. 22 Doch darf er das Brot seines Gottes essen, vom Hochheiligen und vom Heiligen. 23 Aber zum Vorhang soll er nicht kommen, noch sich dem Altar nahen, weil er ein Gebrechen hat, damit er mein Heiligtum nicht entweiht ; denn ich, der Herr , heilige sie. 24 Und Mose sagte es Aaron und seinen Söhnen und allen Kindern Israels.

    Hier geht es wiederum darum, dass Jehova Etwas, bzw Jemand für sich ausgesondert hat: das Volk an sich war ja bereits aus den anderen Völkern ausgesondert, nun nimmt Jehova aus diesen „auserlesenen Früchten“ nochmals die allerbesten heraus. Mit diesem besonderen Vorrecht sind auch wieder ganz besondere Anforderungen verbunden. Auch diese müssen sich dessen als würdig erweisen und noch mehr darauf achten, dass nichts „Verdorbenes“ an ihnen ist.

    Wir erinnern uns, dass sie ja noch dichter an Jehova dran sind als das Volk an sich, sie dürfen sich IHM noch näher nahen. Auf ihrem Stirnblatt stand: „abgesondert für Jehova“. Also ein besonderes Vorrecht. Wenn sie sich dessen wirklich bewußt waren, dann waren sie selbst daran interessiert, sich sauber und rein zu erhalten. Denn sie waren sich bewußt, dass Jehova jede Unreinheit und Sünde hasst. Wie hätten sie sich da verunreinigt diesem heiligen Gott nahen können?

    Heute könnten wir dies im Zusammenhang mit besonderen Vorrechten und der Unterordnung betrachten:

    Jesus sagte: „wem viel Verantwortung gegeben wird, von dem wird viel Rechenschaft gefordert werden“. Wir hatten diesen Gedankengang ja auch bereits im Zusammenhang mit den Opfern – der Priester mußte mehr opfern als das Volk. Damit müssen sich die Ältesten und Leiter der Gemeinden in besonderer Weise als abgesondert erweisen und noch mehr darauf achten, dass sie so leben, dass es Jehovas Namen Ehre bereitet. Besondere Vorrechte haben schon immer eine besondere Verantwortung vor Jehova beinhaltet. So müssen die Ehemänner darauf achten, dass sie sich in Jehovas Augen sauber und rein erhalten – denn sie vertreten als Haupt der Familie auch ihre Familie vor Gott. Die Eltern haben die Verantwortung für ihre Kinder, daher muss auch eine alleinerziehende Mutter ein gutes Vorbild sein und sich in der wahren Anbetung rein erhalten.

    Wir erkenne also zwei Dinge, die zusammengehören: ein großes Vorrecht beinhaltet auch eine große Verantwortung, so zu leben, wie es Jehova gefällt – denn wir vertreten wie die Priester andere vor Jehova!

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  109. Juleam 21. Februar 2013 um 16:33 Link zum Kommentar

    3. Mose 22 – uns des Vorrechtes bewusst sein, direkt vor den König zu kommen und dort zu dienen

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu Aaron und seinen Söhnen, dass sie sich enthalten sollen gegenüber den heiligen Gaben der Kinder Israels, die sie mir heiligen, und meinen heiligen Namen nicht entweihen . Ich bin der Herr . 3 So sage ihnen nun: Wer von euren Nachkommen, der von eurem Samen ist, sich dem Heiligen naht, das die Kinder Israels dem Herrn geheiligt haben, während er eine Unreinheit an sich hat – eine solche Seele soll ausgerottet werden von meinem Angesicht hinweg; ich bin der Herr ! 4 Ist irgendjemand vom Samen Aarons aussätzig oder mit einem Ausfluss behaftet, so soll er von dem Heiligen nicht essen, bis er rein wird. Und wer irgendeinen durch einen Toten Verunreinigten anrührt oder einen Mann, der einen Samenerguss hat, 5 oder wer irgendein Gewürm anrührt, durch das er unrein wird, oder einen Menschen, an dem er sich verunreinigen kann wegen irgendetwas, was unrein macht; 6 wer so etwas anrührt, der ist unrein bis zum Abend und soll nicht von dem Heiligen essen, es sei denn, er badet zuvor seinen Leib im Wasser. 7 Und wenn die Sonne untergegangen ist, so ist er rein, und danach mag er von dem Heiligen essen; denn es ist sein Brot. 8 Kein Aas noch Zerrissenes soll er essen, damit er davon nicht unrein wird; ich bin der Herr ! 9 Und sie sollen meine Anordnungen halten, damit sie nicht Sünde auf sich laden und daran sterben, wenn sie es entheiligen; denn ich bin der Herr , der sie heiligt.

    10 Kein Fremdling darf von dem Heiligen essen. Weder der Gast noch der Tagelöhner eines Priesters dürfen Heiliges essen. 11 Wenn aber der Priester eine Seele um Geld erkauft, so darf diese davon essen. Und seine Sklaven, die in seinem Haus geboren sind, dürfen auch von seinem Brot essen. 12 Wenn aber die Tochter des Priesters die Frau eines fremden Mannes wird, soll sie nicht von dem Hebopfer des Heiligen essen. 13 Wird aber die Tochter des Priesters eine Witwe oder eine Verstoßene und hat keine Kinder und kommt wieder in das Haus ihres Vaters, wie in ihrer Jugend, so soll sie vom Brot ihres Vaters essen. Aber kein Fremdling soll davon essen. 14 Und wenn irgendjemand aus Versehen von dem Geheiligten isst, der soll den fünften Teil dazufügen und es dem Priester mit dem Geheiligten erstatten, 15 und sie sollen die heiligen Gaben der Kinder Israels nicht entheiligen, die diese dem Herrn als Hebopfer darbringen, 16 dass sie sich nicht mit einer Sünde des Frevels beladen , wenn sie ihr Geheiligtes essen; denn ich, der Herr , heilige sie.

    17 Weiter redete der Herr zu Mose und sprach: 18 Rede zu Aaron und seinen Söhnen und allen Kindern Israels und sprich zu ihnen: Jeder, der vom Haus Israel oder von den Fremdlingen in Israel sein Opfer darbringt – sei es, dass sie es nach ihren Gelübden oder ganz freiwillig dem Herrn zum Brandopfer darbringen – , 19 der opfere, damit es für euch wohlgefällig angenommen wird , ein makelloses männliches [Tier] von den Rindern, Schafen oder Ziegen. 20 Ihr sollt nichts opfern, woran ein Gebrechen ist; denn es würde euch nicht wohlgefällig angenommen werden. 21 Und wenn jemand dem Herrn ein Friedensopfer bringen will, sei es zur Erfüllung eines Gelübdes oder als freiwillige Gabe, von Rindern oder Schafen, so soll es makellos sein, damit es wohlgefällig ist. Es soll keinerlei Gebrechen haben. 22 Eines, das blind ist oder ein gebrochenes Glied hat oder verstümmelt ist, oder eines, das Geschwüre oder die Krätze oder die Flechte hat, sollt ihr dem Herrn nicht opfern und davon kein Feueropfer auf den Altar des Herrn bringen. 23 Einen Stier oder ein Schaf, das ein zu langes oder zu kurzes Glied hat, kannst du als freiwillige Gabe opfern, aber zur Erfüllung eines Gelübdes wäre es nicht wohlgefällig. 24 Ihr sollt auch dem Herrn kein Tier darbringen, das zerquetschte oder zerdrückte oder abgerissene oder abgeschnittene Hoden hat; ihr sollt auch in eurem Land so etwas gar nicht tun. 25 Auch von der Hand eines Fremdlings sollt ihr nichts dergleichen eurem Gott zur Speise darbringen; denn sie haben eine Verstümmelung, einen Makel an sich; sie werden euch nicht wohlgefällig angenommen.

    26 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 27 Wenn ein Rind oder ein Lamm oder eine Ziege geboren wird, so soll es sieben Tage lang bei seiner Mutter bleiben; erst vom achten Tag an und danach ist es wohlgefällig als Opfergabe zum Feueropfer für den Herrn . 28 Ihr sollt aber kein Rind noch Schaf zugleich mit seinem Jungen schächten am gleichen Tag. 29 Wenn ihr aber dem Herrn ein Lobopfer darbringen wollt, dann opfert es so, dass es euch wohlgefällig angenommen wird. 30 Ihr sollt es am gleichen Tag essen und nichts übrig lassen bis zum Morgen; ich bin der Herr . 31 Ihr aber sollt meine Gebote halten und sie tun; ich bin der Herr ! 32 Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entheiligen ; sondern ich will geheiligt werden in der Mitte der Kinder Israels, ich, der Herr , der euch heiligt, 33 der ich euch aus dem Land Ägypten geführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin der Herr .

    Im Vers 2 wird der Gedanke von vorhin wieder aufgegriffen, denn im dazugehörigen Übersetzungshinweis heißt es hier, Moses solle zu den Söhnen Aarons sagen „dass sie mit ihnen (den Heiligen Gaben der Kinder Israels) achtsam umgehen und sich zurückhalten vor jedem Mißbrauch dieser Gaben, die dem Herrn selbst gehören, insbesondere vor jeder kultischen Verunreinigung“.

    Es geht also um das Amt, das sie ausführten: sie sollten das Volk vor Jehova vertreten und daher besonders darauf achten, sich nicht zu verunreinigen.

    Jehova selbst bringt ja in Maleachi den Vergleich, dass er der König ist und sie vom Volk zu einer Audienz zum König kommen. Wer von uns würde ungewaschen und in Lumpen gehüllt zu einer Audienz bei einem König auftauchen? Ist dies nicht ein ganz besonderes Vorrecht, wenn wir uns dem König auf seinem Thron nahen dürfen? Schätzen dies vielleicht seine Diener weniger? Würde der Butler des Königs wohl das Essen in Sportkleidung auftragen? Würde er sich nicht selbst dann schämen, wenn sein Saum aufgegangenoder eine Naht geplatzt ist oder wenn gar ein Knopf fehlt?

    Wenn sich diese Menschen bereits vor einem menschlichen König schämen – um wieviel mehr täten wir dies vor dem Himmlischen?

    Weitere Gedanken finden wir hier:

  110. Juleam 21. Februar 2013 um 16:35 Link zum Kommentar

    3. Mose 22:23

    23 Einen Stier oder ein Schaf, das ein zu langes oder zu kurzes Glied hat, kannst du als freiwillige Gabe opfern, aber zur Erfüllung eines Gelübdes wäre es nicht wohlgefällig.

    Vor drei Jahren hatte Yve im geschlossenen Blog die Frage gestellt, warum ein unvollkommenes Tier als freiwillige Gabe in Frage kommt – aber nicht zur Bezahlung eines Gelübdes. Bisher hatten wir die Antwort noch nicht gefunden.

    Aber mir ist beim Lesen aufgefallen, dass bereits zuvor von freiwilligen Opfern die Rede ist, aber auch diese dürfen keinen Makel aufweisen. Wieso dieser Widerspruch?

    Da wir auch diesmal keine Antwort auf der Wtlib und sonstwo gefunden habe, habe ich mal eine Anfrage am „die Macher“ der Seite mit den Bibelkommentaren geschickt, denn dort sammeln sie ältere Schriften, die sie auch ins Deutsche übersetzen. Ich bin auf die Antwort gespannt.

    Edit Sept 2013: wir finden die Antwort darauf auch ganz öffentlich für alle zugänglich auf bibelkommentare.de. Dort gibt es einen Unterbereich für Fragen und Antworten und dort werden dann auch die erarbeiteten Antworten für alle veröffentlicht:
    Warum durften die Israeliten fehlerhafte Opfergaben bringen? – Antwort

  111. Juleam 21. Februar 2013 um 16:57 Link zum Kommentar

    3. Mose 23 – die Feste und ihre tiefere Bedeutung für uns heute:

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste des Herrn , zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste: 3 Sechs Tage lang soll man arbeiten, aber am siebten Tag ist ein Sabbat der Ruhe, eine heilige Versammlung; da sollt ihr kein Werk tun ; denn es ist der Sabbat des Herrn , in allen euren Wohnorten. 4 Das sind aber die Feste des Herrn , die heiligen Versammlungen, die ihr zu fest-gesetzten Zeiten einberufen sollt:

    5 Im ersten Monat, am vierzehnten [Tag] des Monats, zur Abendzeit , ist das Passah des Herrn .

    6 Und am fünfzehnten Tag desselben Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote für den Herrn . Da sollt ihr sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen. 7 Am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten, 8 und ihr sollt dem Herrn sieben Tage lang ein Feueropfer darbringen. Am siebten Tag ist eine heilige Versammlung, da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten.

    Das Fest der Erstlingsgarbe

    9 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 10 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und seine Ernte einbringt, so sollt ihr die Erstlingsgarbe von eurer Ernte zum Priester bringen. 11 Der soll die Garbe weben vor dem Herrn , zum Wohlgefallen für euch; am Tag nach dem Sabbat soll sie der Priester weben. 12 Ihr sollt aber an dem Tag, an dem ihr eure Garbe webt, dem Herrn ein Brandopfer opfern von einem makellosen einjährigen Lamm, 13 und das dazugehörige Speisopfer , zwei Zehntel Feinmehl, mit Öl angerührt, ein Feueropfer, dem Herrn zum lieblichen Geruch, sowie das dazugehörige Trankopfer , ein Viertel Hin Wein. 14 Ihr sollt aber weder Brot noch geröstetes Korn noch Jungkorn essen bis zu ebendiesem Tag, da ihr eurem Gott diese Gabe darbringt. Das ist eine ewig gültige Ordnung für eure [künftigen] Geschlechter in allen euren Wohnorten.

    Das Fest der Wochen

    15 Danach sollt ihr euch vom Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, da ihr die Webegarbe darbringt, sieben volle Wochen abzählen, 16 bis zu dem Tag, der auf den siebten Sabbat folgt, nämlich 50 Tage sollt ihr zählen, und dann dem Herrn ein neues Speisopfer darbringen. 17 Ihr sollt nämlich aus euren Wohnungen zwei Webebrote bringen, von zwei Zehntel [Epha] Feinmehl [zubereitet]; die sollen gesäuert gebacken werden als -Erstlinge für den Herrn . 18 Zu dem Brot aber sollt ihr sieben einjährige, makellose Lämmer darbringen und einen Jungstier und zwei Widder; das soll das Brandopfer für den Herrn sein; und das dazugehörige Speisopfer und Trankopfer – ein Feueropfer , dem Herrn zum lieblichen Geruch. 19 Ihr sollt auch einen Ziegenbock zum Sündopfer und zwei einjährige Lämmer zum Friedensopfer opfern; 20 und der Priester soll sie samt den Erstlingsbroten weben, zusammen mit den beiden Lämmern, als Webopfer vor dem Herrn . Die sollen dem Herrn heilig sein und dem Priester gehören. 21 Und ihr sollt an ebendiesem Tag ausrufen lassen: »Eine heilige Versammlung soll es euch sein, und keine Werktagsarbeit sollt ihr verrichten!« Das ist eine ewig gültige Ordnung in allen euren Wohnorten für eure [künftigen] Geschlechter. 22 Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, so sollst du dein Feld nicht bis an den Rand abernten und keine Nachlese deiner Ernte halten, sondern es dem Armen und dem Fremdling überlassen. Ich, der Herr , bin euer Gott. 23 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

    Das Fest des Posaunenhalls

    24 Rede zu den Kindern Israels und sprich: Im siebten Monat, am ersten des Monats, soll ein Ruhetag für euch sein, ein Gedenken unter Hörnerschall , eine heilige Versammlung. 25 Ihr sollt keine Werktagsarbeit verrichten, sondern dem Herrn ein Feueropfer darbringen.

    der große Versöhnungstag

    26 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 27 Am zehnten [Tag] in diesem siebten Monat ist der Versöhnungstag, der soll euch eine heilige Versammlung sein; und ihr sollt eure Seelen demütigen und dem Herrn ein Feueropfer darbringen; 28 und ihr sollt an diesem Tag keine Arbeit verrichten, denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu erwirken vor dem Herrn , eurem Gott. 29 Denn jede Seele, die sich an diesem Tag nicht demütigt, die soll ausgerottet werden aus ihrem Volk; 30 und die Seele, die an diesem Tag irgendeine Arbeit verrichtet, die will ich vertilgen mitten aus ihrem Volk. 31 Ihr sollt keine Arbeit verrichten. Das ist eine ewig gültige Ordnung für eure [künftigen] Geschlechter an allen euren Wohnorten. 32 Ein Sabbat der Ruhe soll es für euch sein, und ihr sollt eure Seelen demütigen. Am neunten [Tag] des Monats, am Abend, sollt ihr die Feier [beginnen], und sie soll währen von einem Abend bis zum anderen. 33 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

    Das Laubhüttenfest

    34 Rede zu den Kindern Israels und sprich: Am fünfzehnten Tag dieses siebten Monats soll dem Herrn das Laubhüttenfest gefeiert werden, sieben Tage lang. 35 Am ersten Tag ist eine heilige Versammlung; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten. 36 Sieben Tage lang sollt ihr dem Herrn ein Feueropfer darbringen; und am achten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten und dem Herrn ein Feueropfer darbringen; es ist eine Festversammlung; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten. 37 Das sind die Feste des Herrn , zu denen ihr heilige Versammlungen einberufen sollt, um dem Herrn Feueropfer, Brandopfer, Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, jeden Tag das, was vorgeschrieben ist – 38 zusätzlich zu den Sabbaten des Herrn und zu euren Gaben und zusätzlich zu allen euren Gelübden und allen euren freiwilligen Gaben, die ihr dem Herrn gebt. 39 So sollt ihr nun am fünfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingebracht habt, das Fest des Herrn halten, sieben Tage lang; am ersten Tag ist ein Feiertag und am achten Tag ist auch ein Feiertag. 40 Ihr sollt aber am ersten Tag Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmenzweige und Zweige von dicht belaubten Bäumen und Bachweiden, und ihr sollt euch sieben Tage lang freuen vor dem Herrn , eurem Gott. 41 Und so sollt ihr dem Herrn das Fest halten, sieben Tage lang im Jahr. Das soll eine ewige Ordnung sein für eure [künftigen] Geschlechter, dass ihr dieses im siebten Monat feiert. 42 Sieben Tage lang sollt ihr in Laubhütten wohnen; alle Einheimischen in Israel sollen in Laubhütten wohnen, 43 damit eure Nachkommen wissen , dass ich die Kinder Israels in Laubhütten wohnen ließ, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte; ich, der Herr , bin euer Gott. 44 Und Mose verkündete den Kindern Israels die Feste des Herrn .

    Habe ich mich wirklich noch vor einigen Jahren gefragt, warum wir dies alles in der Bibel lesen und befürchtet, dass ich zu diesem „trockenen Stoff“ wohl kaum interessante Gedanken finden würde? Au weia!

    Heute komme ich mit dem Lesen der ergänzenden Gedanken gar nicht mehr nach. Gestern hatte ich bereits angefangen, auf einer Seite etwas zu diesen 7 Festen zu lesen. Heute schwirrt mir bereits wieder der Kopf von all den heutigen Gedanken. Daher hier erst mal für euch der Link zu der entsprechenden Seite und persönliche Gedanken dazu werden nachgereicht, wenn ich mich richtig damit beschäftigt habe.

    Heute kam mir beim Lesen im Kapitel 23 ganz spontan der Gedanke, dass dieser Versöhnungstag für mich viel Ähnlichkeit mit dem heutigen Gedächtnismahl hat, das wir in diesem Jahr am 26. März um 20:00 feiern. Weitere Gedanken zu diesen Festen finden wir hier:

  112. Juleam 21. Februar 2013 um 17:04 Link zum Kommentar

    3. Mose 24 – 27

    3. Mose 24 – auch unser sonst so geduldige Gott setzt Grenzen!

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Gebiete den Kindern Israels, dass sie reines Öl aus zerstoßenen Oliven zu dir bringen für den Leuchter, um beständig Licht zu unterhalten! 3 Draußen vor dem Vorhang des Zeugnisses, in der Stiftshütte, soll Aaron es zurichten, damit es beständig brennt vor dem Herrn , vom Abend bis zum Morgen; eine ewige Ordnung für eure [künftigen] Geschlechter. 4 Auf dem reinen Leuchter soll er beständig die Lampen zurichten vor dem Herrn . 5 Und du sollst Feinmehl nehmen und davon zwölf Kuchen backen; ein Kuchen soll aus zwei Zehnteln [Epha] bestehen. 6 Du sollst sie in zwei Schichten von je sechs Stück auf den reinen Tisch legen vor den Herrn . 7 Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll für das Brot sein, als der Teil, der zum Gedenken bestimmt ist, ein Feueropfer für den Herrn . 8 Sabbat für Sabbat soll er sie beständig vor dem Herrn aufschichten, [als Gabe] von den Kindern Israels; das ist ein ewiger Bund. 9 Und es soll Aaron und seinen Söhnen gehören; die sollen es essen an heiliger Stätte; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern des Herrn soll es ihm gehören, als eine ewige Gebühr.

    10 Und der Sohn einer israelitischen Frau – er war aber der Sohn eines ägyptischen Mannes – ging unter den Kindern Israels aus und ein. Dieser Sohn der israelitischen Frau und ein Israelit stritten im Lager miteinander. 11 Da lästerte der Sohn der israelitischen Frau den Namen [des Herrn ] und fluchte [ihm]. Daraufhin brachte man ihn zu Mose. Seine Mutter aber hieß Selomit und war die Tochter Dibris, vom Stamm Dan. 12 Und sie behielten ihn in Gewahrsam, bis ihnen ein Bescheid gegeben würde durch den Mund des Herrn . 13 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 14 Führe den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehört haben, ihre Hand auf sein Haupt stützen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. 15 Und rede zu den Kindern Israels und sprich: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Sünde tragen; 16 und wer den Namen des Herrn lästert, der soll unbedingt getötet werden! Die ganze Gemeinde soll ihn unbedingt steinigen, sei es ein Fremdling oder ein Einheimischer; wenn er den Namen lästert, so soll er sterben!

    17 Und wenn jemand einen Menschen erschlägt, so muss er unbedingt getötet werden. 18 Wer aber ein Vieh erschlägt, der soll es erstatten ; Leben um Leben! 19 Bringt aber einer seinem Nächsten eine Verletzung bei, so soll man ihm das tun, was er getan hat: 20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; die Verletzung, die er dem anderen zugefügt hat, soll man ihm auch zufügen. 21 Wer also ein Vieh erschlägt, der soll es erstatten; wer aber einen Menschen erschlägt, der soll getötet werden. 22 Ihr sollt ein einheitliches Recht haben, für den Fremdling wie für den Einheimischen; denn ich, der Herr , bin euer Gott. 23 Mose aber redete zu den Kindern Israels; die führten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn. Und die Kinder Israels handelten so, wie der Herr es Mose geboten hatte.

    Wehret den Anfängen! Unser Gott ist hochheilig, ER ist unser Schöpfer, ohne ihn würde es uns nicht geben. Er ist derjenige, der uns noch eine Chance gibt, obwohl wir immer wieder gegen ihn sündigen. Ihm ist ein gutes Verhältnis mit uns so wichtig, dass er seinen geliebten Sohn für uns hat sterben lassen, damit wir uns IHM nahen dürfen. Wie furchtbar, wenn jemand dann dahergeht und diesen wundervollen Gott flucht!

    Ist es wirklich grausam, dass dieser Fluch mit der Todesstrafe geahndet wird?

    Nein! Es sollte ihnen zeigen, dass Jehova in dieser Hinsicht keinen Spass versteht. Er ist zwar barmherzig und geduldig mit uns, wenn wir immer wieder Fehler machen – aber es gibt eine absolute Grenze: niemand darf so weit gehen, dass er diesen wundervollen Gott spottet. Es ist absolut „daneben“.

    Schlimm genug, wenn die Ungläubigen „da draußen“ dies tun. Aber für jemanden, der Jehova kennt und zu seinem auserwählten Volk gehört, ist dies absolut ungehörig. Wir hatten uns in den Vergangenen Jahren bereits Gedanken dazu gemacht, wie wir heute „Gott fluchen“ könnten, sogar ohne es zu bemerken. Rufen wir uns diese Gedanken bitte immer wieder in den Sinn

  113. Juleam 21. Februar 2013 um 17:16 Link zum Kommentar

    3. Mose 25 – der uns bekannte Ausdruck „Jubeljahr“ kommt nicht unbedingt von der Bedeutung des Wortes „Jubel“

    1 Und der Herr redete zu Mose auf dem Berg Sinai und sprach: 2 Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem Herrn einen Sabbat feiern. 3 Sechs Jahre lang sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre lang deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag [des Landes] einsammeln. 4 Aber im siebten Jahr soll das Land seinen Sabbat der Ruhe haben, einen Sabbat für den Herrn , an dem du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden sollst. 5 Auch was nach deiner Ernte von selbst wächst, sollst du nicht ernten; und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht lesen, weil es ein Sabbatjahr für das Land ist. 6 Und dieser Sabbat des Landes soll euch Nahrung bringen, dir und deinen Knechten und deiner Magd, deinem Tagelöhner und deinen Gästen, die sich bei dir aufhalten; 7 deinem Vieh und den wilden Tieren in deinem Land soll sein ganzer Ertrag zur Speise dienen.8 Und du sollst dir sieben Sabbatjahre abzählen, nämlich siebenmal sieben Jahre, sodass dir die Zeit der sieben Sabbatjahre 49 Jahre beträgt. 9 Da sollst du Hörnerschall ertönen lassen im siebten Monat, am zehnten [Tag] des siebten Monats; am Tag der Versöhnung sollt ihr ein Schopharhorn durch euer ganzes Land erschallen lassen.

    10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt im Land eine Freilassung ausrufen für alle, die darin wohnen. Es ist das Halljahr , in dem jeder bei euch wieder zu seinem Eigentum kommen und zu seiner Familie zurückkehren soll. 11 Denn das fünfzigste Jahr soll ein Halljahr für euch sein. Ihr sollt nicht säen, auch seinen Nachwuchs nicht ernten, auch seine unbeschnittenen Weinstöcke nicht lesen. 12 Denn ein Halljahr ist es; es soll euch heilig sein; vom Feld weg dürft ihr essen, was es trägt. 13 In diesem Halljahr soll jedermann wieder zu seinem Eigentum kommen. 14 Wenn ihr nun eurem Nächsten etwas verkauft oder von eurem Nächsten etwas abkauft, so soll keiner seinen Bruder übervorteilen ; 15 sondern nach der Zahl der Jahre seit dem Halljahr sollst du es von ihm kaufen; und nach der Zahl der Erntejahre soll er [es] dir verkaufen. 16 Wenn es viele Jahre sind, sollst du ihm den Kaufpreis erhöhen, und wenn es wenige Jahre sind, sollst du ihm den Kaufpreis verringern; denn eine [bestimmte] Anzahl von Ernten verkauft er dir.

    17 So soll nun keiner seinen Nächsten übervorteilen ; sondern du sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich, der Herr , bin euer Gott! 18 Darum haltet meine Satzungen und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie; so sollt ihr sicher wohnen in eurem Land! 19 Und das Land soll euch seine Früchte geben, dass ihr esst bis zur Sättigung und sicher darin wohnt. 20 Und wenn ihr sagt: Was sollen wir im siebten Jahr essen? Denn wir säen nicht und sammeln auch unseren Ertrag nicht ein! – 21 so [sollt ihr wissen:] Ich will im sechs-ten Jahr meinem Segen gebieten, dass [das Land] den Ertrag für drei Jahre liefern soll; 22 sodass, wenn ihr im achten Jahr sät, ihr [noch] vom alten Ertrag essen werdet bis in das neunte Jahr; dass ihr von dem Alten essen werdet, bis sein Ertrag wieder -hereinkommt.

    23 Ihr sollt das Land nicht für immer verkaufen; denn das Land gehört mir , und ihr seid Fremdlinge und Gäste bei mir. 24 Und ihr sollt in dem ganzen Land, das euch gehört, die Wiedereinlösung des Landes zulassen. 25 Wenn dein Bruder verarmt und dir etwas von seinem Eigentum verkauft, so soll derjenige als Löser für ihn eintreten, der sein nächster Verwandter ist; er soll auslösen, was sein Bruder verkauft hat. 26 Und wenn jemand keinen Löser hat, aber mit seiner Hand so viel erwerben kann, wie zur Wiedereinlösung nötig ist, 27 so soll er die Jahre, die seit dem Verkauf verflossen sind, abrechnen und für den Rest den Käufer entschädigen, damit er selbst wieder zu seinem Eigentum kommt. 28 Wenn er ihn aber nicht entschädigen kann, so soll das, was er verkauft hat, in der Hand des Käufers bleiben bis zum Halljahr; dann soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.

    29 Wer ein Wohnhaus innerhalb einer ummauerten Stadt verkauft, der hat zur Wiedereinlösung Frist bis zur Vollendung des Verkaufsjahres. Ein Jahr lang besteht für ihn das Einlösungsrecht. 30 Wenn es aber nicht gelöst wird bis zum Ablauf eines vollen Jahres, so soll das Haus, das innerhalb der ummauerten Stadt ist, dem Käufer und seinen Nachkommen als unablöslich verbleiben; es soll im Halljahr nicht frei ausgehen. 31 Dagegen sind die Häuser in den Dörfern ohne Ringmauern dem Feld des Landes gleichzurechnen; es besteht Einlösungsrecht, und sie sollen im Halljahr frei ausgehen. 32 Was aber die Levitenstädte anbetrifft, die Häuser in den Städten ihres Eigentums, so haben die Leviten das ewige Einlösungsrecht. 33 Und wenn jemand etwas von den Leviten erwirbt, so geht das verkaufte Haus in der Stadt seines Eigentums im Halljahr frei aus; denn die Häuser in den Städten der Leviten sind ihr Eigentum unter den Kindern Israels; 34 aber das Feld des Weideplatzes bei ihren Städten darf nicht verkauft werden, denn sie sind ihr ewiges Eigentum.

    35 Wenn dein Bruder verarmt neben dir und sich nicht mehr halten kann, so sollst du ihm Hilfe leisten, er sei ein Fremdling oder Gast, damit er bei dir leben kann. 36 Du sollst keinen Zins noch Wucher von ihm nehmen, sondern sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir leben kann. 37 Du sollst ihm dein Geld nicht auf Zins geben noch deine Nahrungsmittel um einen Wucherpreis. 38 Ich, der Herr , bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein. 39 Und wenn dein Bruder neben dir verarmt und dir sich selbst verkauft, sollst du ihn nicht Sklavenarbeit tun lassen; 40 wie ein Tagelöhner und Einwohner ohne Bürgerrecht soll er bei dir gelten und dir bis zum Halljahr dienen. 41 Dann soll er frei von dir ausgehen und seine Kinder mit ihm, und er soll wieder zu seiner Familie zurückkehren und zum Eigentum seiner Väter kommen. 42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Land Ägypten geführt habe. Darum soll man sie nicht wie Sklaven verkaufen! 43 Du sollst nicht mit Härte über ihn herrschen, sondern sollst dich fürchten vor deinem Gott. 44 Was aber deinen Knecht und deine Magd anbetrifft, die du haben wirst, so kannst du sie von den Heiden kaufen, die um euch her sind. 45 Ihr könnt sie auch kaufen von den Kindern der Gäste, die sich bei euch aufhalten, und von ihren Sippen bei euch, die in eurem Land geboren sind; diese könnt ihr als Eigentum behalten, 46 und ihr könnt sie als bleibenden Besitz auf eure Kinder nach euch vererben. Diese könnt ihr für immer dienen lassen. Aber über eure Brüder, die Kinder Israels, sollt ihr nicht mit Härte herrschen, ein Bruder über den andern!

    47 Wenn die Hand eines Fremdlings oder Gastes bei dir etwas erwirbt und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling, der ein Gast bei dir ist, oder einem Abkömmling von seiner Sippe verkauft, 48 so soll, nachdem er sich verkauft hat, Lösungsrecht für ihn bestehen; einer von seinen Brüdern kann ihn auslösen; 49 oder sein Onkel oder der Sohn seines Onkels darf ihn auslösen, oder sonst sein nächster Blutsverwandter aus seiner Familie kann ihn auslösen; oder wenn seine Hand so viel erwirbt, so soll er sich selbst auslösen. 50 Er soll aber mit seinem Käufer rechnen von dem Jahr an, da er sich ihm verkauft hat, bis zum Halljahr. Und der Preis seines Verkaufs soll nach der Zahl der Jahre berechnet werden, und er soll für diese Zeit wie ein Tagelöhner bei ihm sein. 51 Sind noch viele Jahre übrig, so soll er dementsprechend von dem Kaufpreis als Lösegeld zurückerstatten; 52 sind aber wenig Jahre übrig bis zum Halljahr, so soll er es ihm anrechnen; nach der Zahl der Jahre soll er sein Lösegeld zurückerstatten. 53 Wie ein Tagelöhner soll er Jahr für Jahr bei ihm sein; er aber soll nicht mit Härte über ihn herrschen vor deinen Augen. 54 Wenn er aber nicht auf einem dieser Wege ausgelöst wird, so soll er im Halljahr frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm. 55 Denn die Kinder Israels sind mir dienst-bar; sie sind meine Knechte, die ich aus dem Land Ägypten herausgeführt habe; ich, der Herr , bin euer Gott.

    Im Vers 10 und 11 wird das 50. Jahr das „Halljahr“ genannt. Hier ist der Übersetzungshinweis sehr interessant, denn dort steht: „wörtlich ‚Jahr des Hoernerschalls‘, hebr. jobel, so genannt nach dem Schall der Widderhörner, die es einleiten sollten“.

    Wurde dadurch später der Begriff „Jubeljahr“ geprägt, wie es bei uns übersetzt wird – oder ist das eher Zufall, weil es ja auch Anlass zu Jubel gab?

    Die Erklärung im Einsichtenbuch hört sich so an, als habe sich der Begriff von dem hebräischen jovel abgeleitet:

    Das hebräische Wort jōvél (oder jovél) bedeutet „Widder[horn]“ und bezieht sich darauf, daß im 50. Jahr im ganzen Land ein Widderhorn erschallte, um Freiheit auszurufen (3Mo 25:9, 10, Fn.; siehe HORN).

    Unter den Suchergebnissen befindet sich auch eine Frage von Lesern, die für uns heute interessant ist:

    Fragen von Lesern
    Worauf gibt die in 3. Mose, Kapitel 25 erwähnte Einrichtung des Jubeljahrs eine prophetische Vorausschau?

    Im mosaischen Gesetz war Folgendes festgelegt: „Im siebten Jahr sollte ein Sabbat vollständiger Ruhe für das Land eintreten.“ Mit Bezug auf dieses Jahr wurde den Israeliten geboten: „Dein Feld sollst du nicht besäen, und deinen Weingarten sollst du nicht beschneiden. Was aus den ausgefallenen Körnern deiner Ernte nachwächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht einsammeln. Es sollte ein Jahr vollständiger Ruhe für das Land eintreten“ (3. Mose 25:4, 5). Somit war jedes siebte Jahr als Sabbatjahr für das Land vorgesehen. Und jedes fünfzigste Jahr, das sich an eine Periode von sieben Sabbatjahren anschloss, sollte ein Jubeljahr sein. Was brachte dieses Jahr mit sich?

    Jehova sagte durch Moses zu Israel: „Ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und im Land Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Es wird ein Jubeljahr für euch werden, und ihr sollt ein jeder zu seinem Besitz zurückkehren, und ihr solltet ein jeder zu seiner Familie zurückkehren. Ein Jubeljahr wird das fünfzigste Jahr für euch werden. Ihr sollt nicht säen noch das ernten, was im Boden aus den ausgefallenen Körnern nachwächst, noch die Trauben seiner unbeschnittenen Weinstöcke lesen“ (3. Mose 25:10, 11). Ein Jubeljahr, das sich direkt an das vorherige Sabbatjahr anschloss, bedeutete ein weiteres Sabbatjahr für das Land. Für die Bewohner brachte das Jubeljahr Freiheit mit sich. Jeder Jude, der in die Sklaverei verkauft worden war, musste freigelassen werden. Der Erbbesitz, den jemand womöglich zwangsweise verkauft hatte, musste an seine Familie zurückgegeben werden. Das Jubeljahr sollte ein Jahr der Wiederherstellung und der Befreiung für die Nation Israel sein. Welche prophetische Vorausschau wird Christen dadurch gegeben?

    Durch die Rebellion Adams, des ersten Menschen, geriet die Menschheit in die Sklaverei der Sünde. Gott sorgte für das Loskaufsopfer Jesu Christi, um die Menschen aus den Klauen der Sünde zu befreien (Matthäus 20:28; Johannes 3:16; 1. Johannes 2:1, 2).* Wann werden Christen von dem Gesetz der Sünde befreit? Der Apostel Paulus sagte zu gesalbten Christen: „Das Gesetz des Geistes, der in Gemeinschaft mit Christus Jesus Leben gibt, hat dich von dem Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht“ (Römer 8:2). Somit wird denjenigen, denen das himmlische Leben in Aussicht steht, diese Befreiung bei ihrer Salbung mit heiligem Geist gewährt. Obwohl sie einen Körper aus Fleisch und Blut haben und unvollkommen sind, spricht Gott sie gerecht und nimmt sie als seine geistigen Söhne an (Römer 3:24; 8:16, 17). Für die Gruppe der Gesalbten begann das christliche Jubeljahr daher Pfingsten 33 u. Z.

    Wie verhält es sich mit den „anderen Schafen“, die die Aussicht haben, ewig auf der Erde zu leben? (Johannes 10:16). Für sie wird sich die Tausendjahrherrschaft Christi als eine Zeit der Wiederherstellung und der Befreiung erweisen. Während dieses tausendjährigen Jubeljahrs wird Jesus den Nutzen des Loskaufsopfers auf gläubige Menschen anwenden und die Auswirkungen der Sünde rückgängig machen (Offenbarung 21:3, 4). Die Menschheit wird am Ende der Tausendjahrherrschaft Christi zu menschlicher Vollkommenheit gelangt und vollständig von dem Erbe der Sünde und des Todes befreit worden sein (Römer 8:21). Wenn das erreicht ist, wird das christliche Jubeljahr enden.

    weitere Gedanken, die wir in den Vorjahren dazu zusammengetragen haben, findet ihr hier:

  114. Juleam 21. Februar 2013 um 17:18 Link zum Kommentar

    3. Mose 25:16

    16 Wenn es viele Jahre sind, sollst du ihm den Kaufpreis erhöhen, und wenn es wenige Jahre sind, sollst du ihm den Kaufpreis verringern; denn eine [bestimmte] Anzahl von Ernten verkauft er dir.

    Hier haben wir die Antwort auf die Frage, die Yve vor einigen Jahren gestellt hatte – direkt aus der Bibel. Die Frage war, wieso es bei einem Verkauf innerhalb von Stadtmauern diesen Rückkauf nicht gab.

    Weil sie das Land nicht wirklich verkauften, sondern eher verpachtet hatten. Man kaufte lediglich die Ernten und diese würde es in einer ummauerten Stadt in dieser Form nicht geben

  115. Juleam 21. Februar 2013 um 17:26 Link zum Kommentar

    3. Mose 26 – warum die Flüche, die ER ihnen auferlegte, keineswegs hart und unbarmherzig waren:

    1 Ihr sollt keine Götzen machen; ein Götterbild und eine Säule sollt ihr euch nicht aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk in eurem Land aufstellen, dass ihr euch davor niederwerft; denn ich, der Herr , bin euer Gott. 2 Haltet meine Sabbate und fürchtet mein Heiligtum; ich bin der Herr !

    3 Wenn ihr nun in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote befolgt und sie tut, 4 so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll seinen Ertrag geben, und die Bäume auf dem Feld sollen ihre Früchte bringen. 5 Und die Dreschzeit wird bei euch reichen bis zur Weinlese, und die Weinlese bis zur Saatzeit, und ihr werdet euch von eurem Brot satt essen und sollt sicher wohnen in eurem Land. 6 Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft und euch niemand erschreckt . Ich will auch die bösen Tiere aus eurem Land vertreiben, und es soll kein Schwert über euer Land kommen. 7 Ihr werdet eure Feinde jagen, dass sie vor euch her durchs Schwert fallen; 8 fünf von euch werden hundert jagen, und hundert von euch werden zehntausend jagen; und eure Feinde werden vor euch her durchs Schwert fallen. 9 Und ich will mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und mehren und meinen Bund mit euch aufrechthalten. 10 Und ihr werdet von dem Vorjährigen essen und das Vorjährige wegen des Neuen wegtun müssen. 11 Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele soll euch nicht verabscheuen; 12 und ich will in eurer Mitte wandeln und euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. 13 Ich, der Herr , bin euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, damit ihr nicht mehr ihre Knechte sein solltet; und ich habe die Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen.

    14 Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und alle diese Gebote nicht tut, 15 und wenn ihr meine Satzungen missachtet und eure Seele meine Rechtsbestimmungen verabscheut, dass ihr nicht alle meine Gebote tut, sondern meinen Bund brecht , 16 so will auch ich euch dies tun: Ich will Schrecken, Schwindsucht und Fieberhitze über euch verhängen, sodass die Augen matt werden und die Seele verschmachtet. Ihr werdet euren Samen vergeblich aussäen, denn eure Feinde sollen [das Gesäte] essen. 17 Und ich will mein Angesicht gegen euch richten, dass ihr vor euren Feinden geschlagen werdet; und die euch hassen, sollen über euch herrschen, und ihr werdet fliehen , obwohl euch niemand jagt. 18 Wenn ihr mir aber auch dann noch nicht gehorcht, so will ich euch noch siebenmal mehr bestrafen um eurer Sünden willen, 19 und ich will euren harten Stolz brechen. Ich will euch den Himmel machen wie Eisen und die Erde wie Erz, 20 dass eure Kraft sich vergeblich verbraucht und euer Land seinen Ertrag nicht gibt und die Bäume des Landes ihre Früchte nicht bringen. 21 Wenn ihr euch mir aber noch weiter widersetzt und mir nicht gehorchen wollt , so will ich euch noch siebenmal mehr schlagen, entsprechend euren Sünden. 22 Und ich will wilde Tiere unter euch senden, die sollen euch eurer Kinder berauben und euer Vieh ausrotten und eure Zahl mindern, und eure Straßen sollen öde werden. 23 Wenn ihr euch aber dadurch noch nicht von mir züchtigen lasst, sondern euch mir widersetzt, 24 so will auch ich mich euch widersetzen und euch siebenfach schlagen um eurer Sünden willen. 25 Und ich will das Schwert über euch kommen lassen, das die Bundesrache vollzieht! (Übersetzungshinweis:„die Strafe für den Bruch des Bundes mit Gott“) Und wenn ihr euch dann in eure Städte zurückzieht, will ich die Pest unter euch senden und euch in die Hand eurer Feinde geben. 26 Wenn ich euch den Stab des Brotes zerbreche , dann werden zehn Frauen euer Brot in einem Ofen backen, und man wird euch das Brot nach dem Gewicht zuteilen; und ihr werdet es essen, aber nicht satt werden. 27 Wenn ihr euch aber auch dadurch noch nicht zum Gehorsam gegen mich bringen lasst, sondern euch mir widersetzt, 28 so will ich mich auch euch im Grimm widersetzen, ja, ich werde euch siebenfach strafen um eurer Sünden willen, 29 und ihr werdet das Fleisch eurer Söhne und das Fleisch eurer Töchter verzehren. 30 Und ich will eure Höhen vertilgen und eure Sonnensäulen abhauen und eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen . 31 Und ich will eure Städte zu Ruinen machen und eure heiligen Stätten verwüs-ten und euren lieblichen Geruch nicht mehr riechen. 32 Und ich will das Land verwüsten, sodass eure Feinde, die darin wohnen werden, sich davor entsetzen sollen. 33 Euch aber will ich unter die Heidenvölker zerstreuen und das Schwert hinter euch her ziehen, sodass euer Land zur Wüste wird und eure Städte zu Ruinen. 34 Dann wird das Land seine Sabbate genießen, solange es verwüstet liegt und ihr im Land eurer Feinde seid. Ja, dann wird das Land ruhen und seine Sabbate genießen dürfen. 35 Solange es verwüstet liegt, wird es ruhen, weil es nicht ruhen konnte an euren Sabbaten, als ihr darin wohntet. 36 Und den Übriggebliebenen von euch will ich das Herz verzagt machen in den Ländern ihrer Feinde, sodass das Rascheln eines verwehten Blattes sie jagen wird; und sie werden davonfliehen, als jage sie ein Schwert, und fallen, ohne dass sie jemand verfolgt. 37 Und sie sollen einer über den anderen fallen wie vor dem Schwert, obgleich sie niemand jagt; und ihr werdet vor euren Feinden nicht standhalten können, 38 sondern ihr werdet unter den Heidenvölkern umkommen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen. 39 Und die Übriggebliebenen von euch, die sollen wegen ihrer Schuld dahinschwinden in den Ländern eurer Feinde; und auch wegen der Schuld ihrer Väter sollen sie mit ihnen dahinschwinden. 40 Dann werden sie ihre Schuld und die Schuld ihrer Väter bekennen samt ihrer Untreue, die sie gegen mich begangen haben, und dass sie sich mir widersetzten, 41 weswegen auch ich mich ihnen widersetzte und sie in das Land ihrer Feinde brachte. Und wenn sich dann ihr unbeschnittenes Herz demütigt , sodass sie dann ihre Schuld annehmen, 42 so will ich an meinen Bund mit Jakob gedenken, und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham, und ich will an das Land gedenken. 43 Aber das Land wird von ihnen verlassen sein, um seine Sabbate zu genießen, indem es ohne sie verwüstet liegt; sie aber werden ihre Schuld büßen, eben deshalb, weil sie meine Rechtsbestimmungen missachtet haben und ihre Seele meine Satzungen verabscheut hat.

    44 Jedoch, auch wenn sie im Land der Feinde sein werden, so will ich sie nicht so verwerfen und sie nicht so verabscheuen, dass ich ein Ende mit ihnen mache oder meinen Bund mit ihnen breche; denn ich, der Herr , bin ihr Gott. 45 Und ich will zu ihren Gunsten an meinen ersten Bund gedenken , als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte vor den Augen der Heidenvölker, um ihr Gott zu sein. Ich bin der Herr . 46 Das sind die Satzungen, die Rechtsbestimmungen und Gesetze, die der Herr auf dem Berg Sinai durch die Hand Moses gegeben hat, damit sie zwischen ihm und den Kindern Israels bestehen sollten.

    Jehova legt ihnen Segen und Fluch vor – wählen müssen sie selbst. Viele Menschen empfinden diese Flüche als hart und unbarmherzig, aber wir müssen sie im Zusammenhang sehen: Jehova sagt dies alles im Zusammenhang mit dem Bund, den sie mit IHM geschlossen hatten. Wenn sie diesen Bund halten würden, dann würde sich auch Jehova an den Bund halten und sie segnen.

    In Vers 15 uns 16 sagt Jehova, wenn sie seinen Bund brechen, dann wird auch er den Bund brechen. Dann kann er sie ja nicht belohnen, sondern sie müssen die Strafe tragen.

    Machen wir uns bitte klar, was ein Bund bedeutet: er ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien, die sich gegenseitig verpflichten.

    Stellen wir uns vor, wir schliessen mit einer Baufirma den Vertrag ab, dass sie uns in einer bestimmten Zeit ein Haus mit genau definierter Ausfertigung baut. Als Gegenleistung wird eine konkrete Bezahlung vereinbart. Oftmals werden auch Konventionalstrafen eingebaut, z.B. Wenn das Haus zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein soll. (Nein, ich rede hier nicht vom Flughafen Tempelhof 😉 ). Der Bauherr hat gute Gründe für die Strafe, denn er will zu diesem bestimmten Datum einziehen und hat bereits Wohnung usw gekündigt. Wenn das Haus nicht rechtzeitig fertig wird, hat er keine Bleibe und muss für die restliche Zeit in ein Hotel ziehen und die Möbel und Hausrat irgendwo einlagern. Das kostet alles Geld.

    Oder stellen wir uns vor, dass auf dem Bau nicht gut gearbeitet wird oder minderwertige Materialien verwendet werden. Dies mindert die erbrachten Arbeiten und so kann der Bauherr die Zahlung kürzen. Wäre dies nun gemein und unfair?

    Kann jemand zu Recht die Erfüllung eines Vertrages einklagen, wenn er selbst seinen Teil nicht erfüllt?

    Jehova hatte einen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob und später mit dem ganzen Volk Israel geschlossen, dass er sie segnen würde, wenn sie sich an sein Wort halten. Wenn sie nun ihrerseits den Vertrag brechen, dann muss sich auch Jehova nicht mehr daran halten, sondern kann zu Recht „die Konventionalstrafe“ einfordern – oder?

    Weitere Gedanken hierzu finden wir hier:

  116. Juleam 21. Februar 2013 um 17:30 Link zum Kommentar

    3. Mose 27 – warum muss eine Frau weniger für ihr Gelübde entrichten, als ein Mann?

    1 Und der Herr redete zu Mose und sprach: 2 Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Wenn jemand ein [besonderes] Gelübde tut, so sollst du ihre Seelen folgendermaßen schätzen für den Herrn : 3 Einen Mann vom zwanzigsten bis zum sechzigsten Lebensjahr sollst du auf 50 Schekel Silber schätzen nach dem Schekel des Heiligtums. 4 Ist es aber eine Frau , so sollst du sie auf 30 Schekel schätzen. 5 Wenn [die Person] zwischen fünf und zwanzig Jahren alt ist, dann sollst du sie auf 20 Schekel schätzen, wenn sie männlich ist, aber auf 10 Schekel, wenn sie weiblich ist. 6 Im Alter von einem Monat bis zu fünf Jahren sollst du sie auf 5 Schekel Silber schätzen, wenn sie männlich ist, aber auf 3 Schekel Silber, wenn sie weiblich ist. 7 Im Alter von 60 Jahren aber und darüber sollst du sie auf 15 Schekel schätzen, wenn sie männlich ist, und auf 10 Schekel, wenn sie weiblich ist. 8 Ist der Gelobende aber zu arm, um das von dir Geschätzte zu bezahlen, so soll man ihn vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schätzen; nach dem Verhältnis dessen, was seine Hand aufbringen kann, soll der Priester ihn schätzen.

    9 Ist es aber ein Tier, von dem man dem Herrn ein Opfer darbringt, so soll alles, was man von diesem [Tier] dem Herrn gibt, heilig sein. 10 Man soll es nicht auswechseln noch vertauschen , ein gutes für ein schlechtes oder ein schlechtes für ein gutes; wenn es aber jemand auswechselt, ein Tier für das andere, so soll es samt dem zur Auswechslung bestimmten Tier [dem Herrn] heilig sein. 11 Ist es aber irgendein unreines Tier, von dem man dem Herrn kein Opfer darbringen darf, so soll man das Tier vor den Priester stellen; 12 und der Priester soll es schätzen, je nachdem es gut oder schlecht ist; und bei der Schätzung des Priesters soll es bleiben. 13 Will es aber jemand unbedingt wieder auslösen, so soll er den fünften Teil deiner Schätzung dazugeben.

    14 Wenn jemand sein Haus als dem Herrn heilig weiht , so soll es der Priester schätzen , je nachdem es gut oder schlecht ist; und wie es der Priester schätzt, so soll es gelten. 15 Will es aber derjenige auslösen, der es geweiht hat, so soll er den fünften Teil der Schätzungssumme dazugeben; dann gehört es ihm. 16 Wenn jemand dem Herrn ein Stück Feld von seinem Eigentum weiht, so soll es von dir geschätzt werden nach dem Maß der Aussaat; der Raum für [die Aussaat von] einem Homer Gerste soll 50 Schekel Silber gelten. 17 Weiht er sein Feld vom Halljahr an, so soll es nach deiner Schätzung gelten. 18 Weiht er aber das Feld nach dem Halljahr, so soll der Priester ihm das Geld berechnen nach den übrigen Jahren bis zum nächsten Halljahr; das soll dann von deiner Schätzung abgezogen werden. 19 Wenn aber der, welcher das Feld geweiht hat, es unbedingt wieder auslösen will, so soll er den fünften Teil über die Schätzungssumme hinaus dazulegen, dann bleibt es sein Eigentum. 20 Will er aber das Feld nicht auslösen, oder wenn er das Feld einem anderen verkauft, so kann es nicht mehr ausgelöst werden; 21 sondern das Feld soll, wenn es im Halljahr frei ausgeht, dem Herrn heilig sein, wie ein mit dem Bann belegtes Feld; es fällt dem Priester als Eigentum zu. 22 Wenn aber jemand dem Herrn ein Stück Feld weiht, das er gekauft hat und das nicht zu seinen Eigentumsfeldern gehört, 23 so soll ihm der Priester den Betrag nach deiner Schätzung berechnen bis zum Halljahr, und er soll an demselben Tag den Schätzwert geben, als heilig für den Herrn . 24 Aber im Halljahr soll das Feld wieder an den zurückfallen, von dem er es erworben hatte, an denjenigen, dem das Land als sein Eigentum gehörte. 25 Alle deine Schätzung aber soll nach dem Schekel des Heiligtums erfolgen. Ein Schekel macht 20 Gera. 26 Doch soll niemand die Erstgeburt unter dem Vieh weihen, die dem Herrn schon als Erstgeburt gehört; es sei ein Rind oder ein Schaf: Es gehört dem Herrn . 27 Ist es aber ein unreines Tier, so soll man es auslösen nach deiner Schätzung und den fünften Teil darüber geben. Will man es nicht auslösen, so soll es nach deiner Schätzung verkauft werden. 28 Nur soll man kein mit dem Bann Belegtes, nichts, das jemand dem Herrn gebannt hat, von allem, was ihm gehört, es seien Menschen oder Vieh oder das Feld seines Eigentums, verkaufen oder auslösen; alles Gebannte ist dem Herrn hochheilig.

    29 Man soll auch keinen mit dem Bann belegten Menschen auslösen, sondern er soll unbedingt getötet werden. 30 Alle Zehnten des Landes, sowohl von der Saat des Landes als auch von den Früchten der Bäume, gehören dem Herrn ; sie sind dem Herrn heilig. 31 Will aber jemand etwas von seinem Zehnten auslösen, der soll den fünften Teil darüber geben. 32 Und was den ganzen Zehnten von Rindern und Schafen betrifft – von allem, was unter dem Hirtenstab hindurchgeht, soll jeweils das zehnte Tier dem Herrn heilig sein. 33 Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht ist, man soll es auch nicht vertauschen; wenn es aber jemand irgendwie vertauscht, so soll es samt dem Vertauschten heilig sein und darf nicht ausgelöst werden. 34 Das sind die Gebote, die der Herr Mose aufgetragen hat an die Kinder Israels, auf dem Berg Sinai.

    Der Preis, der bei einem Geluebde zu entrichten ist – bei einer Frau ist er deutlich geringer. Wir haben ja bereits beim Bibelstudium festgestellt, dass solche Dinge nichts damit zu tun haben, dass Jehova eine Frau geringer als einen Mann einschätzt. Bei der längeren Zeit der Unreinheit nach der Geburt eines Mädchens ging es darum, dass Mädchen in der Regel nicht so kräftig wie Jungs sind und daher eine längere Zeit des Schutzes sinnvoll war.

    Also: worum ging es hier?

    Weitere Gedanken zum Gelübde und dessen Einhaltung in Bezug auf Jeptha und seine Tochter finden wir hier:

  117. Juleam 21. Februar 2013 um 17:32 Link zum Kommentar

    3. Mose 27:32-33

    32 Und was den ganzen Zehnten von Rindern und Schafen betrifft – von allem, was unter dem Hirtenstab hindurchgeht, soll jeweils das zehnte Tier dem Herrn heilig sein. 33 Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht ist, man soll es auch nicht vertauschen; wenn es aber jemand irgendwie vertauscht, so soll es samt dem Vertauschten heilig sein und darf nicht ausgelöst werden.

    Was genau sollte mit diesen Tieren geschehen? Ein krankes Tier durfte nicht geopfert werden und nur um den Wert konnte es auch nicht gehen – denn es sollte nicht geschätzt werden.

    Also sollte der Priester die Tiere wohl behalten. Aber wohin damit? Das werden ja nicht nur ein paar wenige gewesen sein und so viele Priester gab es auch nicht. Als Nahrung werden sie diese wohl auch kaum gebraucht haben, denn bei den meisten Opfertieren gehörte dem Priester bis auf Fett und Blut das ganze Tier.

    Also was fingen sie mit den ganzen Tieren an? Wolle von Schafen für Kleidung, Felle, Milch für Käse usw. Verkauften vielleicht die Frauen das Fleisch „auf dem Markt“?

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