Titus

Der Brief des Apostel Paulus an Titus
Pergament

hier als mp3, alle Gedanken, Kommentare und ergänzenden Stoff zu den einzelnen Kapiteln finden wir hier:

sowie weiteren ergänzenden Stoff:

Thomas 20. Dezember 2009 10 Kommentare Trackback URI Comments RSS

10 Kommentare zu “Titus”

  1. Juleam 20. Dezember 2009 um 21:33 Link zum Kommentar

    Titus 1 – 3

    Titus 1:5-9

    Aus diesem Grund habe ich dich auf Kreta gelassen, damit du die Dinge berichtigen mögest, die mangelhaft waren, und von Stadt zu Stadt Ernennungen älterer Männer vornehmest, wie ich dir Weisung gab; 6 wenn irgendeiner frei von Anklage ist, der Mann e i n e r Ehefrau, der gläubige Kinder hat, die nicht der Ausschweifung oder der Widerspenstigkeit beschuldigt werden. 7 Denn als Gottes Verwalter muß ein Aufseher frei von Anklage sein, nicht eigenwillig, nicht zornmütig, kein lärmender Trinker, kein Schläger, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht, 8 sondern gastfreundlich, das Gute liebend, gesunden Sinnes, gerecht, loyal, Selbstbeherrschung übend, 9 am zuverlässigen Wort festhaltend, was seine [Kunst] des Lehrens betrifft, damit er imstande sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen.

    was, wenn ein Bruder alle diese Erfordernisse erfüllt, aber in der Hinsicht nicht „frei von Anklage ist“ weil eine schadenstiftende Person ihn aus lauter Bosheit ständig falsch anklagt?

    Kommt er dann aus eben diesem Grund nicht für ein Dienstamt in Betracht?

    Sollten einem treuen und eifrigen Bruder die Dienstvorrechte entzogen werden, weil er seine Familie nicht im Griff hat – weil ihn seine untreue Ehefrau wegen einem anderen Mann verlassen hat?

    Wie denkt wohl Jehova darùber?

  2. Juleam 20. Dezember 2009 um 21:36 Link zum Kommentar

    Titus 1:15-16

    Den Reinen sind alle Dinge rein. Den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern sowohl ihr Sinn als auch ihr Gewissen ist befleckt. 16 Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke, weil sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und für jedes gute Werk unbewährt sind.

    könnte es sein, dass auch wir persönlich verabscheungswürdig für Jehova sind – weil wir ein Doppelleben führen?

  3. Juleam 20. Dezember 2009 um 21:39 Link zum Kommentar

    Titus 2:1-5

    Du jedoch, rede weiterhin das, was sich für die gesunde Lehre ziemt. 2 Mögen die betagten Männer mäßig sein in den Gewohnheiten, ernsthaft, gesunden Sinnes, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren.

    3 Ebenso seien die betagten Frauen von ehrerbietigem Benehmen, nicht verleumderisch, auch nicht vielem Wein versklavt, Lehrerinnen des Guten, 4 damit sie die jungen Frauen zur Besonnenheit bringen,

    so daß sie ihre Männer lieben, ihre Kinder lieben, 5 gesunden Sinnes seien, keusch, im Haus arbeiten, gut seien, sich den eigenen Männern unterwerfen, damit vom Wort Gottes nicht lästerlich geredet werde.

    tun wir den uns zugedachten Teil?

  4. Juleam 20. Dezember 2009 um 21:43 Link zum Kommentar

    Titus 2:11-14

    Denn die unverdiente Güte Gottes, die allen Arten von Menschen Rettung bringt, ist offenbar geworden 12 und unterweist uns, Gottlosigkeit und weltliche Begierden von uns zu weisen und inmitten dieses gegenwärtigen Systems der Dinge mit gesundem Sinn und Gerechtigkeit und Gottergebenheit zu leben,

    13 während wir auf die beglückende Hoffnung und das Offenbarwerden der Herrlichkeit des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus, warten, 14 der sich selbst für uns hingegeben hat, damit er uns von jeder Art Gesetzlosigkeit befreie und für sich ein Volk reinige, das insbesondere sein eigen ist, eifrig für vortreffliche Werke.

    15 Fahre fort, diese Dinge zu reden und zu ermahnen und mit voller Befehlsgewalt zurechtzuweisen. Möge dich niemand je verachten.

    tun wir dies?

    Titus 3:1-2

    Erinnere sie weiterhin daran, Regierungen und Gewalten als Herrschern untertan und gehorsam zu sein, bereit zu sein für jedes gute Werk, 2 von niemandem nachteilig zu reden, nicht streitsüchtig zu sein, [sondern] vernünftig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Milde an den Tag legen.

    Titus 3:9

    Doch meide törichte Streitfragen und Geschlechtsregister und Zank und Streitigkeiten wegen des GESETZES, denn sie sind nutzlos und nichtig.

  5. WT 15.10.2008am 20. Dezember 2009 um 22:29 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig
    Höhepunkte aus den Briefen an Titus, Philemon und die Hebräer

    NICHT lange nach seinem ersten Gefängnisaufenthalt in Rom (bis 61 u. Z.) besucht Paulus die Insel Kreta. Angesichts des geistigen Zustands der dortigen Versammlungen lässt er Titus zurück, der sie stärken soll. Einige Zeit danach schreibt Paulus, höchstwahrscheinlich von Makedonien aus, einen Brief an Titus. Mit diesem Brief möchte er ihn bei seinen Aufgaben anleiten und ihm kraft seines Apostelamtes den Rücken stärken.

    Kurz vor seiner Freilassung aus dem Gefängnis 61 u. Z. hatte Paulus einen Brief an Philemon, einen Glaubensbruder in Kolossä, geschrieben. Der Brief ist eine inständige persönliche Bitte an einen Freund.

    Außerdem schrieb Paulus um das Jahr 61 u. Z. auch an die hebräischen Christen in Judäa einen Brief, in dem er die Überlegenheit des Christentums gegenüber dem Judaismus zeigt. Alle drei Briefe enthalten wertvolle Lehren für uns (Heb. 4:12).

    Gesund im Glauben bleiben
    (Titus 1:1—3:15)

    Nachdem Paulus Anweisungen darüber gegeben hat, wie „von Stadt zu Stadt Ernennungen älterer Männer“ vorzunehmen sind, empfiehlt er Titus: „Fahre fort, sie [Widerspenstige] mit Strenge zurechtzuweisen, damit sie im Glauben gesund seien.“ Er ermahnt alle in den Versammlungen auf Kreta, „Gottlosigkeit“ von sich zu weisen und „mit gesundem Sinn“ zu leben (Tit. 1:5, 10-13; 2:12).
    Paulus gibt weitere Anregungen, die den Brüdern auf Kreta helfen sollen, gesund im Glauben zu bleiben. Er weist Titus an: „Meide törichte Streitfragen und . . . Streitigkeiten wegen des GESETZES“ (Tit. 3:9).

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:15 — Wie können „den Reinen“ „alle Dinge rein“ sein, „den Befleckten . . . und Ungläubigen“ dagegen unrein?
    Dazu müssen wir verstehen, was Paulus mit „allen Dingen“ meinte. Er bezog sich nicht auf Dinge, die in Gottes Wort direkt verurteilt werden, sondern auf Dinge, bei denen die Bibel Christen einen gewissen Ermessensspielraum gewährt. Hat jemand sein Denken mit göttlichen Richtlinien in Übereinstimmung gebracht, sind diese Dinge für ihn rein. Ist sein Denken dagegen verdreht oder sein Gewissen befleckt, sind sie unrein.

    3:5 — Wie werden gesalbte Christen durch ein „Bad“ gerettet und wie „durch heiligen Geist“ erneuert?
    Sie werden insofern durch ein „Bad“ gerettet, als Gott sie mit dem Blut Jesu reinigt und zu ihren Gunsten auf den Wert des Loskaufsopfers zurückgreift. Sie werden durch heiligen Geist erneuert, weil sie als geistgezeugte Söhne Gottes „eine neue Schöpfung“ werden (2. Kor. 5:17).

    Lehren für uns:

    1:10-13; 2:15. Aufseher müssen mutig sein und das beheben, was in der Versammlung mangelhaft ist.

    2:3-5. Wie im ersten Jahrhundert sollten reife Schwestern auch heute „von ehrerbietigem Benehmen, nicht verleumderisch, auch nicht vielem Wein versklavt, Lehrerinnen des Guten“ sein. So können sie in privatem Rahmen „junge Frauen“, die zur Versammlung gehören, lehren.

    3:8, 14. Unseren „Sinn darauf gerichtet [zu] halten, unaufhörlich vortreffliche Werke zu tun“, ist „vortrefflich und . . . nützlich“, weil wir dadurch in unserem Dienst für Gott viel Frucht tragen und von der gottlosen Welt getrennt bleiben.

  6. Juleam 20. Dezember 2010 um 22:21 Link zum Kommentar

    die Sache mit dem Respekt und der Unterordnung

    In den letzten Tagen war viel über Respekt und Unterordnung in unserem täglichen Bibelleseprogramm zu lesen. Hier mal nur einige ausgewählte Verse:

    1. Petrus 2:18-19

    Hausknechte seien [ihren] Besitzern mit aller [gebührenden] Furcht untertan, nicht nur den guten und vernünftigen, sondern auch denen, die schwer zufriedenzustellen sind. 19 Denn wenn jemand wegen des Gewissens vor Gott unter Betrübnissen ausharrt und ungerechterweise leidet, so ist dies etwas Wohlgefälliges.

    gilt dieser Gedanke nur für Knechte, oder wie bereits angeführt – für Ehefrauen – ?

    Könnte es auch sein, dass dies für minderjährige Kinder gilt, die meinen, sie könnten sich den Eltern nicht wirklich unterordnen, weil sie „nicht mit deren Verhalten ihnen gegenüber zurechtkommen“?

    1. Petrus 3:1-6

    Ebenso ihr Frauen, seid den eigenen Männern untertan, damit sie, wenn irgendwelche dem Wort ungehorsam sind, durch den Wandel [ihrer] Frauen ohne ein Wort gewonnen werden mögen, 2 weil sie Augenzeugen eures keuschen Wandels, verbunden mit tiefem Respekt, gewesen sind.

    3 Und euer Schmuck bestehe nicht im äußerlichen Flechten der Haare und im Anlegen goldener Schmucksachen oder im Tragen äußerer Kleider, 4 sondern er sei die verborgene Person des Herzens im unvergänglichen [Gewand] des stillen und milden Geistes, der in den Augen Gottes von großem Wert ist. 5 Denn so pflegten sich einst auch die heiligen Frauen zu schmücken, die auf Gott hofften, indem sie sich ihren eigenen Männern unterwarfen,

    „Aber dieser Vers jetzt, der gilt aber nur für die Ehefrauen, denn hier werden ja die Frauen angesprochen!“

    Ach ja? Nur für Frauen? Könnte es nicht sein, dass dieser Grundsatz uns alle irgendwo betrifft?

    Kann man nicht von jedem Christen einen stillen und milden Geist erwarten und dass sie sich bereitwillig unterordnen – jeder dem, der über ihm steht? Der Mann dem Christus, die Frau ihrem Mann und die Kinder….

    1. Petrus 3:15

    stets bereit zu einer Verteidigung vor jedermann, der von euch einen Grund für die Hoffnung verlangt, [die] in euch [ist], doch tut es mit Milde und tiefem Respekt.

    dieser Vers hier richtet sich im Übrigen an jeden, der ein wahrer Christ sein will – ob Mann, Frau, Kind und auch egal, ob wir ein Dienstamt bekleiden oder nicht!

    Im WT vom 15.03.1991 heißt es hierzu auszugsweise:

    Wir sollten uns im Umgang mit allen Menschen von göttlichen Grundsätzen leiten lassen (2:13 bis 3:12). Petrus fordert uns auf, uns menschlichen Herrschern zu unterwerfen. Hausknechte sollten ihren Besitzern untertan sein und Frauen ihren Männern. Durch den gottgefälligen Wandel einer Frau kann ihr ungläubiger Mann möglicherweise für den wahren Glauben gewonnen werden. Und ein gläubiger Mann sollte ‘seiner Frau als einem schwächeren Gefäß Ehre zuteil werden lassen’. Alle Christen werden aufgefordert, Mitgefühl zu bekunden, brüderliche Zuneigung zu haben, Gutes zu tun und dem Frieden nachzujagen.

    Wie sieht Jehova uns, wenn wir uns nicht daran halten?

    Auch hierzu auszugsweise Gedanken aus dem WT vom 15.03.1991

    Sich vor Abtrünnigen hüten

    Wenn wir Gottes prophetischem Wort völlige Aufmerksamkeit schenken, können wir uns vor Abtrünnigen und anderen verdorbenen Menschen hüten (2:1-22). Petrus warnt davor, daß falsche Lehrer in die Versammlung eindringen würden. Doch Jehova wird an diesen Abgefallenen sein Strafgericht vollziehen, genauso wie er die ungehorsamen Engel, die gottlose Welt in den Tagen Noahs sowie die Städte Sodom und Gomorra richtete. Die falschen Lehrer verachten von Gott verliehene Autorität und verleiten die Schwachen, sich ihnen in ihrem unrechten Handeln anzuschließen. Es wäre für solche Abtrünnigen besser gewesen, „den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden“.

    wie sieht dann Jehova wohl mich, wenn ich einen Jugendlichen darin unterstütze, sich gegen seine Eltern aufzulehnen?

    Dies kann auch dann passieren, wenn ich ihn nicht darauf hinweise, dass er mit seinem Verhalten den Grundsatz der Unterordnung unter sein theokratisches Haupt verletzt und sich damit in gewisser Form sogar von Jehova abwendet.

    In der heutigen Zeit ist das ja sooo einfach, denn leider kann man heute nicht mehr im Brustton der Überzeugung sagen „unter Jehovas Zeugen gibt es keine Scheidungen“. Leider ist ein großer Teil unter den Anbetern Jehovas bereits geschieden oder lebt in Trennung und in so einem Fall haben es Jugendliche besonders „leicht“. Sie müssen sich nicht mehr unterordnen, wie sie denken, denn sie können ja immer noch zu dem anderen Elternteil ziehen, wenn der Teil, bei dem sie leben, nicht mehr so mitspielt, wie sie es gern möchten. Sie mögen sich selbst betrügen, indem sie denken, „der andere ist ja auch mein Elternteil und dann ordne ich mich lieber dem unter, der sieht das alles nicht so eng“.

    Aber mit solchen Überlegungen betrügen wir uns nur selbst, denn damit macht sich ein junges Mädchen z.B. unfähig, sich später seinem Ehemann unterzuordnen. Denn auch da wird sie dann nach gewohntem Muster verfahren und einen Grund finden, warum sie unbedingt gehen muss.

    Sicherlich ist es manchmal nicht leicht, ganz besonders, wenn die Jugendlichen in der Pubertät sind und doch sooo gern selbst über ihr Leben bestimmen möchten und denken, sie wüssten alles besser. Das ist ja auch uns so gegangen, als wir jung waren.

    Aber wie hatten wir zu Anfangs gelesen?: wir sollten uns auch denen unterordnen, die unserer Ansicht nach schwer zufrieden zu stellen sind.

    Einfach, weil Jehova es von uns erwartet!

    Hier noch einige weitere Verse zu dem Thema:

    Titus 2:1-5

    Du jedoch, rede weiterhin das, was sich für die gesunde Lehre ziemt. 2 Mögen die betagten Männer mäßig sein in den Gewohnheiten, ernsthaft, gesunden Sinnes, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren. 3 Ebenso seien die betagten Frauen von ehrerbietigem Benehmen, nicht verleumderisch, auch nicht vielem Wein versklavt, Lehrerinnen des Guten, 4 damit sie die jungen Frauen zur Besonnenheit bringen, so daß sie ihre Männer lieben, ihre Kinder lieben, 5 gesunden Sinnes seien, keusch, im Haus arbeiten, gut seien, sich den eigenen Männern unterwerfen, damit vom Wort Gottes nicht lästerlich geredet werde.

    warum nicht die Zeit der Jugend nutzen und uns schonmal darin üben, uns auf eine gottgefällige Weise unterzuordnen?

    1. Timotheus 3:11

    Eine Frau lerne in Stille mit aller Unterwürfigkeit.

  7. WT 15.01.1982am 20. Dezember 2010 um 22:56 Link zum Kommentar

    hier auszugsweise noch ein sehr schöner Artikel aus einem älteren Wachtturm dazu:

    Die Verantwortung der Kinder

    Durch die Medien und andere Einflüsse ist der Sinn der Menschen heute mit dem Verlangen nach Unabhängigkeit angefüllt worden. Viele junge Leute lehnen sich gegen jegliche Beaufsichtigung durch ihre Eltern oder irgendeine andere Autorität auf. Freilich haben der Vater und die Mutter die große Verantwortung, die Autorität in der Familie in der rechten Weise auszuüben, aber auch den Kindern fällt eine Verantwortung zu. Unsere Familien sollten stark und geistig gesund sein und Jehova wohlgefallen. Deshalb werden wir einige Probleme betrachten, die Kinder betreffen und mit deren Wertschätzung für die Autorität und der richtigen Unterordnung ihr gegenüber zu tun haben.

    „Ehre deinen Vater und deine Mutter“:

    Als der Apostel Paulus dieses fünfte der Zehn Gebote anführte, sagte er, es sei „das erste Gebot mit einer Verheißung“, nämlich „damit es dir wohl ergehe und du lange Zeit auf der Erde bleibest“ (2. Mo. 20:12; Eph. 6:2, 3). Ein Kind, das ein Christ zu sein behauptet, ist verpflichtet, dem Gebot, seinen Vater und seine Mutter zu ehren, zu gehorchen.

    Wie erweist ein Kind seinen Eltern Ehre, und wie offenbart es Respekt vor ihnen?

    Gewiß sollte ein Kind Liebe zu seinen Eltern bekunden und Wertschätzung für ihre Bemühungen, es zu versorgen und zu erziehen.

    Kinder müssen lernen, das Urteil und die Entscheidungen ihrer Eltern zu respektieren (Spr. 22:15). Selbst wenn sie der Auffassung sein mögen, es werde in ihre persönlichen Rechte eingegriffen, sind sie verpflichtet, ihren „Eltern in Gemeinschaft mit dem Herrn“ zu gehorchen (Eph. 6:1). Wenn Kinder „lange Zeit auf der Erde“ bleiben und Jehovas Anerkennung sowie die Aussicht auf künftiges Leben haben möchten, müssen sie ihre Eltern ehren.

    Die Anerkennung der Autorität:

    Die Eltern zu ehren steht in engem Zusammenhang mit der Anerkennung der Autorität, d. h. des Rechts der Eltern, gewisse Grenzen zu setzen und festzulegen, was ihre Kinder tun oder nicht tun dürfen.

    Die Unterordnung unter die Autorität fällt Kindern oft sehr schwer und kann zu vielen Debatten in der Familie führen. Wie schon erwähnt, wird von den Medien und von anderen Quellen häufig Gedankengut verbreitet, das die elterliche Autorität untergräbt und Jugendliche dazu ermutigt, Freiheit von der elterlichen Autorität zu fordern.

    Da ist zum Beispiel die heutige Ansicht über ungebundene Geschlechtsbeziehungen. Sie geht bereits so weit, daß junge Männer und Frauen, die ihre Jungfräulichkeit bewahren, bei ihren Altersgenossen in Verruf kommen. Für viele Jugendliche sind Personen, die an den hohen Sittenmaßstäben der Bibel festhalten, rückständig, wenig anziehend und als Freunde „nicht in“. (Siehe 1. Petrus 4:4.)

    Einige staatliche Gesetze ermutigen Mädchen geradezu zu einem ausschweifenden Lebenswandel, indem sie die Abtreibung ohne elterliche Zustimmung gestatten. Eine Fünfzehnjährige wies darauf hin, daß sich ein Arzt geweigert habe, ohne Zustimmung ihrer Eltern ihre Ohrläppchen zu durchstechen, doch das Oberste Bundesgericht der Vereinigten Staaten habe entschieden, daß eine Minderjährige ohne elterliche Einwilligung eine Abtreibung vornehmen lassen könne. Kürzlich schrieb ein Arzt in der Zeitschrift der amerikanischen Ärztevereinigung über die Bemühungen, mehr Reklame für Empfängnisverhütungsmittel zu machen: „Ich bin über die Bereitwilligkeit der Ärzteschaft entsetzt, häufig wechselnden Geschlechtsverkehr zu akzeptieren — und ihn sogar noch zu fördern. . . . Meiner Meinung nach sollten wir einen Teil unserer Lernmittel dafür einsetzen, ein verantwortungsbewußtes und vernünftiges sexuelles Verhalten zu fördern, wozu auch Enthaltsamkeit und Treue gehören.“

    Treffend sagt Gottes Wort in Epheser 6:1: „Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit dem Herrn, denn das ist gerecht.“

    Gehorsam setzt die Anerkennung der Autorität voraus.

    Den Eltern ist die Verantwortung auferlegt worden, ihre Kinder gemäß den in Gottes Wort festgelegten Wegen zu erziehen, damit sie ihm wohlgefallen, und die Bibel verbietet ungebundene Geschlechtsbeziehungen, ein zügelloses Verhalten auf geschlechtlichem Gebiet (2. Mo. 20:14; 1. Kor. 6:9, 10). Eltern, die daran interessiert sind, ihre Kinder vor der Unsittlichkeit der Welt zu schützen, verdienen die loyale Unterstützung ihrer Kinder.

    Statt sich gegen die Autorität solcher Eltern zu sträuben, wird ein vernünftiger, gottesfürchtiger Jugendlicher den biblischen Rat befolgen, seinen Eltern zu gehorchen, da er weiß, daß dies Gott wohlgefällig ist, ihm selbst zum Guten gereicht und ihm eine sichere Zukunft verspricht (Spr. 3:1, 2).

    Die Weigerung, den Eltern untertan zu sein, ist gleichbedeutend mit Ungehorsam gegenüber Jehova Gott.

    Wie Jehova Gott Regeln und Bestimmungen für die Leitung der menschlichen Familie festgesetzt hat, so hat er Eltern das Recht verliehen, gerechte Vorschriften — man könnte sie Hausregeln nennen — für das Verhalten der Familie aufzustellen, von der die Kinder ein Teil sind.

    Wenn diese Regeln und Vorschriften dem Worte Gottes nicht widersprechen, sind die Kinder verpflichtet, der elterlichen Autorität zu gehorchen.

  8. Juleam 22. Dezember 2012 um 17:21 Link zum Kommentar

    Titus 1 – 3

    Titus 1 – die persönliche Aufgabe eines jeden echten Christen

    Absender und Empfänger des Briefes. Der Auftrag des Apostels Paulus

    1 Paulus, Diener Gottes und Apostel Jesu Christi, an ´seinen Mitarbeiter` Titus.

    Mein Dienst als Apostel soll dem Glauben derer zugute kommen, die Gott erwählt hat, und dazu beitragen, dass die Wahrheit erkannt wird – die Wahrheit, die uns lehrt, in Ehrfurcht vor Gott zu leben, 2 und durch die wir die Hoffnung auf das ewige Leben haben . Schon vor Beginn der Welt hat Gott das ewige Leben versprochen – er, der nicht lügt. 3 Und jetzt, zu der von ihm bestimmten Zeit, hat er seine Botschaft bekannt machen lassen. Mir ist die Verkündigung dieser Botschaft anvertraut; Gott selbst, unser Retter, hat mir den Auftrag dazu gegeben.

    4 Du, lieber Titus, stehst mir durch den gemeinsamen Glauben so nahe, als wärst du mein eigener Sohn . ´Ich wünsche` dir Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus , unserem Retter.

    Die Aufgaben des Titus auf Kreta: Das Einsetzen von Ältesten …

    5 Ich habe dich auf Kreta zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu einem guten Abschluss bringst. Setze in jeder Stadt Älteste ein , und zwar entsprechend den Anweisungen, die ich dir gegeben habe! 6 ´Für das Ältestenamt` kommt nur jemand von unbestrittener Integrität in Frage, der seiner Frau treu ist und dessen Kinder gehorsam sind und nicht durch ungehöriges und rebellisches Verhalten Anlass zur Klage geben. 7 Ja, weil ein Gemeindeleiter ein von Gott eingesetzter Verwalter ist, muss er ein untadeliges Leben führen. Er darf nicht selbstherrlich sein, nicht jähzornig, nicht alkoholsüchtig, nicht gewalttätig und nicht darauf aus, sich zu bereichern . 8 Vielmehr soll er gastfreundlich sein, das Gute lieben, sich verantwortungsbewusst und gerecht verhalten, sich in allem von der Ehrfurcht vor Gott leiten lassen und sich durch Selbstdisziplin auszeichnen. 9 Er muss an der vertrauenswürdigen Botschaft festhalten, wie sie ´von Anfang an` gelehrt worden ist; denn mit Hilfe dieser gesunden Lehre ist er imstande, ´die Gemeinde im Glauben` zu stärken und die, die sich der Wahrheit widersetzen, zurechtzuweisen .

    ... die Abwehr falscher Lehren …

    10 ´Auf Kreta` gibt es nämlich viele Schwätzer und Betrüger, die sich von niemand etwas sagen lassen ; die meisten von ihnen sind jüdischer Herkunft . 11 Diesen Leuten muss man einen Maulkorb anlegen, denn sie bringen ganze Familien vom Glauben ab, indem sie ´verwerfliche` Dinge lehren, die niemals gelehrt werden dürften, und das einzig und allein in der Absicht, sich zu bereichern . 12 Jemand, den die Kreter als Propheten verehren, einer von ihren eigenen Landsleuten , hat einmal gesagt : »Notorische Lügner sind die Kreter , Raubtiere und Faulpelze, die nur an ihren Bauch denken .« 13 Dieses Urteil ist ´leider nur allzu` wahr! Deshalb musst du die, ´die vom richtigen Weg abgekommen sind,` ohne falsche Nachsicht zurechtweisen, damit sie zu einem gesunden Glauben zurückfinden . 14 Sie sollen sich nicht mit jüdischen Legenden abgeben und sich nicht von Menschen, die der Wahrheit den Rücken kehren, vorschreiben lassen, ´was sie als rein anzusehen haben und was nicht`. 15 Für die, die selbst rein sind, ist alles rein. Für die hingegen, die sowohl in ihrem Verstand als auch in ihrem Gewissen durch Sünde beschmutzt sind und die vom Glauben nichts wissen wollen, ist nichts rein. 16 Sie behaupten, Gott zu kennen, doch mit ihren Taten verleugnen sie ihn. Verabscheuungswürdige Menschen sind sie, die ´ihm` den Gehorsam verweigern und unfähig sind, irgendetwas Gutes zustande zu bringen.

    Hier beschreibt Paulus ja ganz klar unsere Aufgabe und unseren Lebenssinn:

    Jeder von uns, der Jehova Gott liebt und ihm so dienen will, wie ER es will – der hat diese Aufgabe: das Wort Gottes zu verkünden und den Menschen zu helfen, ihr Leben (wieder) mit Gott und seinen Maßstäben in Übereinstimmung zu bringen. Wir sollten einander ermuntern, an der wahren Anbetung festzuhalten. Wie Paulus in Hebräer 10 sagt, ist dies auch der Hauptzweck unseres Zusammenkommens.

    Wir sollten unseren Brüdern keine kostspielige Bürde sein, wie wir gestern gelesen hatten, sondern ihnen dienen! Wir sollten alles uns mögliche tun, um unsere Brüder im wahren Glauben zu stärken und sie in ihrem Dienst und der Anbetung Jehovas unterstützen.

    Hier greift dann wieder der Grundsatz, dass wir nicht nur unsere eigenen Interessen im Auge behalten sollten – sondern die Interessen der anderen über unsere eigenen setzen. Erinnern wir uns dabei daran, dass Jesus sagte, er sei „nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen.“

    Als sein Nachfolger sollten wir ihn auch in dieser Hinsicht nachahmen

  9. Juleam 22. Dezember 2012 um 17:31 Link zum Kommentar

    Titus 2 – unser aller Verantwortung

    … und die Anleitung zu einer christlichen Lebensführung

    1 Du aber unterweise ´die Gläubigen` so, wie es der gesunden Lehre entspricht!

    2 Die älteren Männer halte dazu an, besonnen zu sein , ein glaubwürdiges Leben zu führen, verantwortungsbewusst zu handeln und sich im Glauben, in der Liebe und in der Geduld zu bewähren .

    3 Entsprechendes gilt für die älteren Frauen. Auch in ihrem Verhalten soll sich Gottes Heiligkeit spiegeln. Sie dürfen weder klatschsüchtig noch alkoholabhängig sein. Vielmehr sollen sie durch Lehre und Vorbild 4 die jüngeren Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, 5 verantwortungsbewusst zu handeln und sich von jeder Verfehlung rein zu halten, sich um ihren Haushalt zu kümmern, freundlich zu sein und sich ihren Männern unterzuordnen. Denn die Botschaft Gottes soll nicht in Verruf geraten.

    6 Halte auch die jüngeren Männer dazu an, in jeder Situation verantwortungsbewusst zu handeln. 7 Sei du selber ihnen ein Vorbild darin, Gutes zu tun. Wenn du lehrst, tu es aufrichtig und glaubwürdig ; 8 deine Worte sollen mit der gesunden Lehre übereinstimmen und unanfechtbar sein. Dann werden unsere Gegner beschämt dastehen, weil sie uns nichts Schlechtes nachsagen können.

    9 Den Sklaven ´schärfe ein`, sich ihren Herren in allem zu unterstellen und sich so zu verhalten, dass diese mit ihnen zufrieden sein können. Sie sollen sich ihren Anweisungen nicht widersetzen 10 und nichts stehlen oder unterschlagen , sondern sich in jeder Hinsicht als treu und zuverlässig erweisen. Alles, was sie tun, soll eine Empfehlung für die Lehre sein, die von Gott, unserem Retter, kommt .

    Gottes rettende Gnade: Grundlage aller christlichen Lebensgestaltung

    11 Denn ´in Christus` ist Gottes Gnade sichtbar geworden – die Gnade, die allen Menschen Rettung bringt. 12 Sie erzieht uns dazu, uns von aller Gottlosigkeit und von den Begierden dieser Welt abzuwenden und, solange wir noch hier auf der Erde sind, verantwortungsbewusst zu handeln, uns nach Gottes Willen zu richten und so zu leben, dass Gott geehrt wird . 13 Seine Gnade führt auch dazu, dass wir voll Sehnsucht auf die Erfüllung der Hoffnung warten, die unser höchstes Glück bedeutet: das Erscheinen unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus in seiner ganzen Herrlichkeit .

    14 Er ist es ja, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von einem Leben der Auflehnung gegen Gottes Ordnungen loszukaufen und von aller Schuld zu reinigen und uns auf diese Weise zu seinem Volk zu machen, zu einem Volk, das ihm allein gehört und das sich voll Eifer bemüht, Gutes zu tun .

    15 Das sind die Dinge, die du lehren sollst. Ermahne und weise zurecht, ´wo es nötig ist`. Tu es mit allem Nachdruck! Niemand hat das Recht, dich geringschätzig zu behandeln.

    Wir unterschätzen oftmals den Einfluß, den wir und unser Verhalten haben. Egal, welche Faktoren uns auch immer einschränken mögen, ob es Krankheit oder Alter oder sonst was ist – wir alle können mit gutem Beispiel vorangehen.

    Hier wird wieder von der respektvollen Unterordnung gesprochen. Wie wichtig ist es doch, dass es viele gute Beispiele davon innerhalb unserer Versammlung gibt. Wenn es normal und üblich ist, dass die Frauen treu und liebevoll für ihre Familie sorgen, dann wird es nicht so schnell vorkommen, dass eine Frau gegen ihren Mann aufbegehrt. Dann ist ihr Verständnis ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter im Einklang mit Gottes Wort. Sie sieht, dass die anderen ihre Männer lieb und nett und voller Respekt behandeln und dass die Frau und ihre Ehe dadurch glücklich ist. So kommt sie garnicht erst auf die Idee, sich selbst viel zu wichtig zu nehmen. Hier greift in gewisser Form eine Art positiver Gruppezwang. Wenn sie selbst sich ihrem Mann gegenüber lieblos und respektlos verhalten würde, würde sie nämlich unangenehm auffallen und dass will niemand von uns.

    Hier muss ich immer an meine geliebte Oma denken: ihr ganzer Lebensinhalt bestand darin, für ihren Mann und die 7 Kinder zu sorgen. Sie war glücklich und zufrieden dabei. Also ein gutes Vorbild. Zu ihrer Zeit und für ihre Generation war dies das normale Bild der Frau, daher gab es zu der Zeit kaum respektlose und dominante Frauen.

    Dann aber kam die Zeit der Kriege und da die Männer im Krieg waren, mußten die Frauen die Rolle des Ernährers übernehmen und für all die Dinge sorgen, die vorher die Rolle des Mannes waren. Mit der Zeit gewöhnten sie sich so sehr daran, dass viele der Frauen die Rolle als Haupt nicht mehr an den Mann abgeben konnten, als er aus dem Krieg wiederkam. Sie hatten gemerkt, dass sie auch alleine klar kommen und so fingen viele an, sich zu emanzipieren. Auf einmal gab es viele solcher Frauen, die sich nicht mehr unterordnen wollten und es wurde ein moderner Lebensstil. Niemand fiel mehr unangenehm auf und so emanzipierten sich immer mehr Frauen – ohne sich etwas Böses dabei zu denken.

    Auch wenn wir heute unsere Männer nicht mehr unbedingt als Ernährer der Familie brauchen, weil wir selbst berufstätig sind oder vom Staat unterstützt werden – so hat sich für Jehova die Rolle der Frau nicht geändert! Er erwartet auch dann von uns, dass wir uns respektvoll unserem Mann unterordnen, wenn wir finanziell unabhängig von ihm sind. Leider fällt dies scheinbar schwer zu begreifen.

    In der heutigen Zeit gilt in der Welt der Grundsatz der Unterordnung unter den Mann nicht mehr. Jeder kann machen, was er will und jeder „tut gut daran“ für seine eigenen Bedürfnisse zu sorgen.

    Aber nur weil dies heute in der Welt üblich ist, hat dies nichts an Jehovas Einstellung und Grundsätzen geändert. Wenn wir Jehova gefallen wollen, dann müssen wir uns bereitwillig unserem Mann unterordnen – auch dann, wenn vielleicht wir es sind, die die Familie ernähren, weil wir arbeiten gehen und unser Mann arbeitslos ist. Jehova möchte trotzdem, dass wir liebevoll und respektvoll miteinander umgehen!

    Nun sind wir wieder bei unserer Rolle als gutes Vorbild angelangt. Wenn sich jeder von uns bemüht, dies in seinem Leben umzusetzen, dann ist ein solcher Geist in unserer Versammlung üblich, und eine Schwester, die dagegen aufbegehrt, würde unangenehm auffallen. Schon allein diese Tatsache wird sie daran hindern, respektlos mit ihrem Mann umzugehen oder von ihm zu sprechen.

    Erkennen wir unsere persönliche Verantwortung?

  10. Juleam 22. Dezember 2012 um 17:54 Link zum Kommentar

    Titus 3 – wir sind da, um zu dienen – nicht um bedient zu werden…

    Christsein in Staat und Gesellschaft

    1 Erinnere die Gläubigen daran, sich der Regierung und den Behörden unterzuordnen, ´ihren Befehlen` Folge zu leisten und jederzeit bereit zu sein, Gutes zu tun. 2 Sie sollen über niemand schlecht reden und keinen Streit suchen, sondern friedfertig sein und allen Menschen mit aufrichtiger Freundlichkeit begegnen.

    Gottes Liebe zu allen Menschen

    3 Früher waren nämlich auch wir -´wie alle anderen Menschen`- ohne Einsicht und Verständnis. Wir verweigerten ´Gott` den Gehorsam, gingen in die Irre und wurden von allen möglichen Leidenschaften und Begierden beherrscht. Bosheit und Neid bestimmten unser Leben. Wir waren verabscheuungswürdig, und einer hasste den anderen.

    4 Doch dann ist die Güte Gottes, unseres Retters, und seine Liebe zu uns Menschen sichtbar geworden, 5 und er hat uns gerettet – nicht etwa, weil wir so gehandelt hätten, wie es vor ihm recht ist, sondern einzig und allein, weil er Erbarmen mit uns hatte. Durch das Bad der Wiedergeburt hat er den Schmutz der Sünde von uns abgewaschen und hat uns zu neuen Menschen gemacht. Das ist durch die erneuernde Kraft des Heiligen Geistes geschehen , 6 den Gott durch Jesus Christus, unseren Retter, in reichem Maß über uns ausgegossen hat. 7 Durch Gottes Gnade für gerecht erklärt, sind wir jetzt also – entsprechend der Hoffnung, die er uns gegeben hat – Erben des ewigen Lebens.

    Richtiges Verhalten gegenüber Irrlehrern

    8 Auf diese Botschaft ist Verlass, und ich möchte, dass du ´die Wahrheit` dieser Aussagen mit allem Nachdruck bezeugst, damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, es sich zum Ziel setzen, mit ganzer Hingabe Gutes zu tun. Ja, sich nach dieser Botschaft zu richten, ist gut und für jedermann von Nutzen. 9 Den törichten Spekulationen hingegen, den ´Auseinandersetzungen um` Geschlechtsregister und den Streitereien und Wortgefechten über das Gesetz geh aus dem Weg, denn sie sind sinnlos und bringen keinem auch nur den geringsten Nutzen. 10 Wenn jemand, der Irrlehren verbreitet , sich trotz wiederholter Warnung nicht zurechtweisen lässt, dann untersage ihm jedes weitere Auftreten in der Gemeinde . 11 Denn in einem solchen Fall kannst du sicher sein, dass der Betreffende sich bewusst für einen verkehrten Weg entschieden hat ; er spricht sich durch sein fortgesetztes Sündigen selbst das Urteil .

    Persönliche Mitteilungen, Anweisungen und Grüße

    12 Ich habe vor, Artemas oder Tychikus zu dir zu schicken. Komm dann so schnell wie möglich zu mir , und zwar nach Nikopolis; denn ich habe beschlossen, den Winter dort zu verbringen. 13 Gib Zenas, dem Rechtsgelehrten , und Apollos alles, was sie für ihre Weiterreise brauchen; sorge dafür, dass es ihnen an nichts fehlt. 14 Überhaupt sollen unsere ´Geschwister auf Kreta` lernen, mit ganzer Hingabe Gutes zu tun und dort zu helfen, wo Hilfe nötig ist . Dann wird ihr Glaube nicht unfruchtbar bleiben.

    15 Alle, die bei mir sind, lassen dich grüßen. Grüße die, die durch den Glauben in Liebe mit uns verbunden sind. Gottes Gnade sei mit euch allen!

    Und wieder der Gedanke, wie wichtig es ist, uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen, sondern unseren Lebenssinn darin zu sehen, anderen zu dienen.

    Warum ist es nur so unpopulär geworden, anderen zu dienen? Vor den Weltkriegen war dies völlig normal. Jeder diente in der Familie, jeder trug seinen Teil zum Gelingen bei: Der Mann war der Ernährer, er ging arbeiten und schaffte das Geld ran. Die Frau versorgte Haushalt und Kinder und die Kinder unterstützten die Eltern je nach Alter und Fähigkeit.

    Heute scheint jeder in der ständigen Angst zu leben, zu kurz zu kommen. So passt jeder nur noch darauf auf, ob er auch überall sein Recht bekommt. Die Pfichten, die ja auch jeder von uns hat, geraten dabei in den Hintergrund. Viele wissen garnicht mehr, dass sie nicht nur Rechte, sondern auch gewisse Pflichten haben. Daran zerbrechen die Familien und dadurch zerstört sich dieses System selbst. Alle wollen nur noch nehmen, geben ist „was für Weicheier“.

    Daran kann man sehr gut erkennen, dass dies Satans System ist. Wir werden morgen in 2. Timotheus 3 noch mehr darüber lesen.

    Fakt ist, dass es der Satan war, der Eva einredete, Gott würde ihnen etwas vorenthalten. Davor war sie glücklich, ihr war gar nicht bewußt, dass sie etwas vermißte. Wir kennen das ja auch aus der Werbung: ohne Werbefernsehen wissen wir gar nicht, dass wir unbedingt ein neues Auto oder eine bestimmte CD oder DVD brauchen. Ich denke hierbei auch an meinen geliebten Mann, für den als Zeitungszusteller die Weihnachtszeit eine harte Zeit ist. Denn in den letzten Wochen sind die Zeitungen dreimal so dick wie sonst. Sie bestehen zu 2/3 aus Werbung und so sind sie zu dick, um sie einfach in den Briefkasten zu stecken. In der Zeit ist es schon fast eine Kunst, dies zu tun, ohne sie zu beschädigen. Aber ohne all die Werbung wüßten die armen Menschen nicht, was sie unbedingt brauchen und auch nicht, was sie auf den Wunschzettel schreiben sollen ;-). Aber ohne würden sich unsere Kinder auch nicht arm vorkommen, wenn sie nicht den neuesten Computer oder das neueste Handy haben. Dank Werbung wissen sie, was ihnen fehlt.

    Jehova, der uns Menschen ja erschaffen hat, weiß, was wir wirklich benötigen. Paulus selbst hat es ja erwähnt, wenn er sagt, wir sollten mit den Dingen zufrieden sein, die wir wirklich benötigen, wie ein Dach über dem Kopf, ein Bett, etwas zum Anziehen und jeden Tag etwas Nahrung. Alles andere ist zwar schön, aber nicht zu wichtig. Wie Thom an anderer Stelle hier schon sagte, war es zu Großmutters Zeiten schon ausreichend, wenn der Ehemann am Wochenende den Gehaltsscheck mit nach Hause brachte und nicht in der Kneipe auf den Kopf haut. Die Ehefrau war froh und glücklich, wenn das Geld da war, um das allernötigste für die Familie zu beschaffen. Heute haben wir größere Anforderungen an uns, an unser Leben, an unseren Mann und an alle und jeden um uns herum. Wir sind nicht mehr zufrieden, weil wir heute „erst mal wissen“, was wir alles haben könnten. Aber dies ist nicht im Sinn von Jehova und seinem Plan, den er mit uns hat.

    Jehova hat Mann und Frau erschaffen und jedem eine eigene Rolle in seinem Plan zugewiesen. Es kann nur dann wirklich funktionieren, wenn sich jeder von uns ganz persönlich an diese Rolle in Gottes Plan hält. Wie wir gesehen hatten, hat jede dieser Rollen damit zu tun, einem anderen zu dienen: der Ehemann arbeitet für die finanzielle Versorgung der ganzen Familie, die Ehefrau kocht, putzt, wäscht usw für die ganze Familie und die Kinder unterstützen die beiden, so gut es geht. Dann klappt das Familienprojekt auch – weil sich alle an Gottes Maßstab halten, die Rolle ausfüllen, die ER ihm zugewiesen hat.

    Und wenn schon Jesus „nicht kam, um bedient zu werden, sondern um zu dienen“ – fällt es uns dann wirklich so schwer, wenn uns schon Gottes eigener Sohn gedient hat und noch dient?

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