Wenn einem „dass Wasser bis zum Halse steht“.

Gott, willst du das wirklich so mal eben zulassen? Willst du nicht dazwischengehen? Wir haben nicht genug Soldaten, um gegen diese Armee etwas auszurichten! Im Moment sind wir echt planlos. Das Einzige, was wir jetzt noch tun können, ist, uns an dich zu wenden und auf dich zu hoffen!“
VolxBibel – 2 Chronika 20,12

siehe da, sie vergelten es uns, indem sie kommen, um uns aus deinem Besitztum zu vertreiben, das du uns zum Besitz gegeben hast.Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die wider uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet. Und ganz Juda stand vor Jehova, samt ihren Kindlein, ihren Weibern und ihren Söhnen.
Elberfelder 1871,- 2 Chronik 20,11–13

Du unser Gott! Willst du sie nicht dafür bestrafen? Wir können gegen diese Übermacht nichts ausrichten. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Darum blicken wir auf dich!«
Gute Nachricht Bibel -2 Chr 20,12

Was tun in der Not?
Protestieren, Gewalt anwenden? Oder doch den biblischen Weg: ins Gebet, und um Hilfe bei Jehovah suchen?

In Zeiten von Not und Krise

Die fünfte Sache über Gebetszeiten betrifft das Beten in Not- und Krisenzeiten. Wenn diese Dinge geschehen, ermutigt uns die Bibel zu beten. In 1 Chronik 5:20 beteten sie mitten im Kampf. Dasselbe gilt für 2 Chronik 13: 13–16 und 20: 1–19. In Psalm 50:15 heißt es: Rufe mich an am Tag der Not. Psalm 77: 1–2 und 86: 7 weisen darauf hin, dass am Tag meiner Schwierigkeiten eine Person Gott erreichen sollte. Psalm 130: 1: Aus der Tiefe habe ich geweint. Jonah 2: 1–9 betete, während er im Meer war. In Lukas 22: 35–46 betete Jesus, als er die Qual von Gethsemane erlebte.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Aber wenn die Angst so groß ist, dass man denkt, alles wäre vorbei?

Das 20. Kapitel des 2. Buches der Chronika berichtet uns u.a. vom bemerkenswerten Gebet eines gottesfürchtigen Königs, der sich mit der Not des Volkes Gottes an den Herrn wendet, um von Ihm Hilfe zu erbitten. Gott lässt dieses Gebet nicht ohne Antwort. Bitte lies dieses Kapitel zunächst aufmerksam, und lass es unter Gebet auf dich einwirken, bevor du nachstehende Anmerkung liest.

König Josaphat, der für das Volk Israel verantwortlich war, hatte eine klare Vorstellung von diesen Zielen der Angriffe des Feindes. In den Versen 10 und 11 beschreibt er sie in einer zweifachen Weise:Die Feinde versuchten, sich unter das Volk Israel zu mischen. Genau das aber hatte Gott ausdrücklich verboten. Es war Israel nicht gestattet gewesen, sich mit den Völkern um sie her zu verbinden. Umgekehrt war es auch gegen die Gedanken Gottes, dass die Völker ins Land kamen, um sich dort mit Israel zu vermischen.

Die Feinde versuchten, das Volk Israel aus dem von Gott gegebenen Besitztum zu vertreiben. Das Land gehörte eigentlich Gott. Er hatte es Israel gegeben und nicht den umliegenden Nationen.
….

Nein, Josaphat reagiert ganz anders. Er tut das einzig Richtige. Er wendet sich an seinen Gott. Er fürchtet sich – das können wir gut verstehen –; er richtet sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen, und er ruft über ganz Juda ein Fasten aus (V. 3). Am Ende seines Gebets sagt er es noch einmal, wenn er mit den Worten schliesst: «sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet» (V. 12).

Diese Haltung ist richtungweisend für das Volk Gottes, damals wie heute. David hatte dieses Vertrauen auf Gott in die Worte gekleidet: «Mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, und mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen» (Ps 18,30). Das Auge Gottes ist immer auf uns gerichtet. Er sieht uns und wartet darauf, dass wir unser Angesicht auf Ihn richten. Wenn wir das tun, dann suchen wir die Hilfe ausschliesslich bei Ihm – und dann kann und wird Er uns nicht enttäuschen.

Und nun wollen wir uns vier Fragen stellen, die uns die Haltung Josaphats näher bringen:

lies den ganzen Artikel von „halte fest“ auf deren Website

Laßt uns gerade in dieser heutigen Zeit IMMER auf das Gespräch mit Jehovah vertrauen! Nicht ein menschliches Gericht, nicht die Macht der Straße oder das meckern in sozialen Netzwerken wird uns irgendwie helfen – und erst recht keinen Herzensfrieden geben. Nur bei Jehovah finden wir Frieden und die endgültige Gerechtigkeit.

UnRecht er-tragen?

Ich lese gerade das Buch „Introduction to Messianic Judaism: Its Ecclesial Context and Biblical Foundations“ von David J. Rudolph; Joel Willitts –
und eine Geschichte aus diesem Buch möchte ich hier mit euch allen teilen. Warum? Wir sind es doch alle irgendwie gewohnt, unsere Rechte einzufordern. Aber hier ist die Geschichte von einem ECHTEN Christen:


„Ein messianisch-jüdischer Kollege in Südafrika hatte kürzlich die Gelegenheit, diesen einzigartigen Aspekt unserer ethischen Aufgabe aufzuzeigen. Er beschrieb diese Gelegenheit in einer E-Mail an seine Kollegen und stellte fest, dass er einen Synagogengottesdienst auf dem Festival von Shavuot besucht hatte. Da er der einzige anwesende Cohen (Nachkomme der Priesterlinie) war, wurde mein Freund gefragt, ob er bereit sei, eine Aliyah zu machen. Er stimmte zu und machte sich bereit aufzusteigen, als der Rabbi vor der gesamten Synagoge winkte sein Finger und sagte nein! Mein Freund erklärte: „Obwohl er [der Rabbiner] neu in der Gemeinde war, war mir mein Ruf vorausgegangen. Und lassen Sie mich Ihnen sagen, ich halte shtum [leise, zurückhaltend]. Ich bin nicht auf der Straße und trage „Jesus hat mich koscher gemacht“ -T-Shirts. Aber in einer so kleinen Gemeinde weiß jeder alles über einen anderen! Ich musste die Gemeinde für einige Momente verlassen, damit sie „eyn cohen“ ankündigen konnten [kein Priester ist hier]. Erst dann konnte ich wieder eintreten und mit dem Dienst fortfahren. Dies, zehn Tage nach der Beerdigung meines Vaters. “ Mein südafrikanischer Freund akzeptierte seine demütigende Marginalisierung ohne den Versuch, die Synagoge im Gegenzug zu marginalisieren. Stattdessen verließ er den Dienst, damit die Torwächter ankündigen konnten, dass kein Cohen anwesend war, und den Dienst ohne ihn fortsetzen konnten. Dann, als die Anwesenheit eines Cohen kein Thema mehr war, trat er der Gemeinde für den Rest des Gottesdienstes wieder bei.
Mein Freund zeigte Ethik am Rande, was die charakteristische Eigenschaft von Yeshuas Ethik ist – obwohl Yeshua von einigen seiner Leute abgelehnt wird, lehnt er sein Volk niemals ab. Vielmehr setzt er seinen Platz am Rande ein, um die unverdiente Liebe und Gunst Gottes zu zeigen. Diese Ethik am Rande gehört dazu, einem Messias zu folgen, der so viel Zeit unter den Randgruppen verbracht hat und so radikal mit denen in den Machtzentren zusammenstieß.“

Was für eine Freude Jehovah an so einem Nachfolger hat!

„Sie ratschlagten gegen mich, ich aber vertraue auf Jehova“

Denn ich habe die Verleumdung (O. Schmähung) vieler gehört, Schrecken ringsum; indem sie zusammen wider mich ratschlagten, sannen sie darauf, mir das Leben zu nehmen. Ich aber, ich habe auf dich vertraut, Jehova; ich sagte: Du bist mein Gott!

Elberfelder 1871 – Psalm 31,14–15

Denn ich habe den schlechten Bericht vieler gehört,
Schrecken ist auf allen Seiten.
Wenn sie sich wie e i n [Mann] gegen mich zusammenrotten,
Planen sie tatsächlich, mir die Seele wegzunehmen.
Ich aber — auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt, o Jehova.
Ich habe gesagt: „Du bist mein Gott.“

neue Welt Übersetzung – Bi12 – Psalm 31:13–14

Ich höre viele hinter meinem Rücken tuscheln. 
  Von allen Seiten droht mir Gefahr! 
  Meine Feinde tun sich zusammen, 
  um mich aus dem Weg zu räumen. 
Ich aber, Herr, vertraue dir. 
  Du bist mein Gott, daran halte ich fest! 

Hoffnung für Alle – Ps 31,14–15

Ja, ich höre das Flüstern der Vielen,
ein Grauen ringsumher,
da sie mitsammen wider mich munkeln:
sie ränkeln, mir die Seele zu nehmen.
Ich aber,
bei dir sichere ich mich, DU,
ich spreche: Du bist mein Gott.

Buber Rosenzweig – Psalm 31,14–15

Endlich fügt er hinzu (V. 14), dass viele ihn schmähten und er von Schrecken umgeben war. Fast wäre ich aber versucht, statt „viele“ zu übersetzen: „die Großen“. Denn die Sache wird umso unwürdiger, wenn hervorragende Leute, deren Urteil für andere eine Autorität bedeutet, uns durchhecheln und die Schande auf uns bringen, dass wir Verbrecher wären: denn was von solchen Leuten ausgeht, hat beim Volke schon ein Vorurteil für sich. So ergibt sich ein sehr passender Sinn: David wurde von der ganzen Clique der Vornehmen schmählich verurteilt, ihr Glanz verdunkelte die Unschuld des unglücklichen Mannes. Dies bestätigt auch der Satz: Schrecken ist um und um, wenn sie miteinander über mich ratschlagen. Dies passt besser auf vornehme Leute wie auf das gemeine Volk: und es ist doch von denselben Leuten die Rede wie kurz zuvor. Im Übrigen sehen wir hier, wie schlau diese gottlosen Leute ihre Ratschläge einrichteten, um David zu verderben: sie erregten zunächst Misstrauen gegen ihn, als wäre er ein verbrecherischer und verworfener Mensch. Und während sie ihn mit ihren Schmähungen zerfleischten, deckten sie ihre Frechheit mit dem Schein sittlichen Ernstes: sie berieten über seine Vernichtung, als könne man einen solchen Menschen nicht mehr dulden. So brauchen wir uns nicht zu wundern, dass seine durch so viele Prüfungen gequälte Seele sich tief verwundet fühlte.
V. 15. Ich aber, Herr, hoffe auf dich. David setzt hier allen Versuchungen, durch die man ihn zu überwinden trachtete, die Standhaftigkeit seines Glaubens entgegen, indem er sagt, dass er nicht wankend geworden, sondern vielmehr fest dabei geblieben sei, seine Rettung von Gott zu erhoffen. Er gesteht aber auch, dass sein Mut einigermaßen erschüttert war: nach der Schwachheit seines Fleisches lag er tief gebeugt darnieder. Das ist kein Widerspruch; vielmehr besteht beides miteinander, dass der Schmerz ihm hart zusetzte und alle Lebenskraft nahm – und dass er in guter Hoffnung sich aufrecht hielt und den Herrn unablässig anrief. Mitten in tiefer Finsternis der Traurigkeit und harter Qualen leuchtete doch in seinem Herzen noch das heimliche Licht des Glaubens. Bei allen Seufzern, welche die gewaltige Last seiner Anfechtungen ihm auspresste, sammelt er doch seinen Geist zur Anrufung Gottes. So musste er durch viele Hindernisse sich durcharbeiten, ehe er sein schönes Bekenntnis aussprechen konnte. Darnach gewährt er uns einen Einblick, wie er seine Hoffnung aufrecht erhielt: er bedachte nämlich bei sich, dass Gott ihn niemals verlassen werde. Beachtenswert ist die Form, in welcher er dies sagt: Ich spreche: Du bist mein Gott. Er hat also jeden Zweifel unterdrückt und den Glauben fest in seinem Herzen behauptet. Denn nicht eher wird das Wanken ein Ende haben, als bis eine feste Überzeugung alle unsere Gedanken beherrscht. Übrigens wird David nicht sagen wollen, dass er nur heimlich und still zu sich selbst geredet habe, wobei das sprechende Organ mehr das Herz als die Zunge gewesen wäre, – sondern er hat sich an Gott selbst als an seinen einzigen Zeugen gewendet. Ist doch nichts schwerer als, wenn wir unsern Glauben von der ganzen Welt verspottet sehen, unsere Rede dennoch an den einigen Gott zu richten und uns mit dem Zeugnisse des Gewissens zufrieden zu geben, dass Er unser Gott ist. Und dieses ist endlich auch die wahre Bewährung unseres Glaubens, dass wir, mögen auch noch so heftige Fluten sich gegen uns erheben, mögen auch noch so starke Stürme uns erschüttern, trotzdem an diesem Grundsatze festhalten, dass wir unter Gottes Schutz stehen, und frei zu ihm sprechen: Du bist unser Gott.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Der Psalmist bat um Gnade vom Herrn, weil sein Leben in Gefahr (Not) war. Vor Sorge, Kummer und Gram kam David fast um (V. 10-11 ). (Zu den Gebeinen vgl. den Kommentar zu Ps 6,3 .) Wegen seiner Feinde wurde er abgewiesen und von seinen Freunden vergessen ( Ps 31,12-13 ). Weil sich viele gegen sein Leben zusammengerottet hatten, war von allen Seiten Schrecken um ihn (vgl. Jer 20,10 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Das erlebte David am eigenen Leib, das erlebte Jesus Christus in der Erfüllung des ganzen. Aber auch so mancher Mitleser hier wird solche Momente kennen: wenn Männer als Team oder Komitee meinen, über dein Leben urteilen zu dürfen, und dich von Familie und Freunde abschneiden wollen! Aber eins können diese Männer nicht! Sie können dein und mein Verhälnis zu dem Schöpfer Jehovah nicht zerstören! Deshalb stimme ich mit ganzem Herzen in den Psalm ein:“Ich aber — auf dich habe ich mein Vertrauen gesetzt, o Jehova. Ich habe gesagt: „Du bist mein Gott.““ – und klar: diese Männer die da als Team oder Komitee den Richter über den Glauben anderer spielen, haben rein garnichts mit Jehovah zu tun! Sie stehen auf der selben Stufe mit den Feinden Davids und den Feinden Jesu und seiner Jünger – denn alle Anbeter Jehovahs haben Liebe und Barmherzigkeit gelernt, und sind zum vergeben bereit. Wer neue Regeln festlegt, die über dem geschriebenen Wort stehen wollen, die dienen wem???

Wenn ihr irgendwas macht, dann tut es für Gott und nicht für Menschen

Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wisset, daß ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dienet dem Herrn Christus. Denn wer unrecht tut, wird das Unrecht empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person.

Elberfelder Bibel 1905 – Kol 3,23–25

Wenn ihr irgendwas macht, dann tut es für Gott und nicht für Menschen. Ihr werdet von Gott eine fette Bezahlung dafür bekommen, nämlich das Erbe, das er versprochen hat ─ nur damit ihr Bescheid wisst! Gebt alles für Jesus Christus! Wer Mist baut, wird dementsprechend eine Rechnung präsentiert bekommen. Total egal, was für ein toller Typ er jetzt gerade ist.

VolxBibel – Kol 3,23–25

Arbeitet an allem, was ihr tut, mit ganzer Seele, als wäre es für Jehova und nicht für Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von Jehova das Erbe als Lohn bekommen werdet. Dient als Sklaven für den Herrn, Christus. Wer unrecht tut, wird bestimmt zurückbekommen, was er für sein Unrecht verdient. Da gibt es keine Parteilichkeit.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Kolosser 3,23–25

Und alles, was ihr immer tut, das verrichtet von (Grund der) Seele, als dem Herrn, und nicht den Menschen; indem ihr wisset, daß ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn dem Herrn Christo dienet ihr. Wer aber unrecht tut, wird davontragen, was er unrecht getan hat; und ist kein Ansehen der Person.

Johann Albrecht Bengel – Kolosser 3,23–25

Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet. Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr! Wer allerdings Unrecht tut, wird auch dafür den entsprechenden Lohn bekommen. Gott beurteilt alle Menschen gleich, egal welches Ansehen sie genießen.

Hoffnung für Alle – Kol 3,23–25

Worin auch immer eure Arbeit besteht – tut sie mit ganzer Hingabe, denn ´letztlichdient ihr nicht Menschen, sondern dem Herrn. Ihr könnt sicher sein, dass ihr von ihm einen Lohn bekommt – das Erbe, ´das er im Himmel für euch bereithält. Darum dient ihmc, Christus, dem Herrn! Denn auch der, der Unrecht tut, wird einen Lohn empfangen – den Lohn für sein Unrecht. Gott ist ein unbestechlicher Richter.

Neue Genfer Übersetzung_2013 – Kol 3,23–25

Kol 3,23 ὃ ἐάν = ὃ ἄν was auch immer od. alles, was (A132; 371). ποιῆτε Konj. ποιέω. ἐκ ψυχῆς von Herzen, gern (B ψυχή 1bγ). ἐργάζεσθε Imp. Kol 3,24 εἰδότες Pf. (m. präs. Bdtg.) Ptz. οἶδα, kaus. ἀπο-λήμψεσθε Fut. Med. -λαμβάνω152 empfangen, erhalten. ἀντ-από-δοσις8 Vergeltung, Lohn. κληρο-νομία (das) Erbe, Erbteil; Besitz, Eigentum; wohl gen. epexegeticus (A163) Vergeltung, die im Erbteil besteht (B 3). δουλεύετε Imp. δουλεύω dienen. Kol 3,25 ἀ-δικῶν Ptz. ἀ-δικέω Unrecht tun; subst. κομίσεται Fut. Med. κομίζω (vgl. A3391ff) herbeibringen; Med. davontragen, erhalten (hier die Strafe für das). ἠ-δίκησεν Aor. ἔστιν betont m. der Bdtg. da sein, vorhanden sein (H-S § 125b); οὐκ ἔστιν es gibt nicht. προσωπο-λημψία (< πρόσωπον + λαμβάνω) Parteilichkeit, Ansehen der Person.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Die Sklaven werden von Paulus ermahnt, ihren irdischen Herren … (gehorsam) zu sein (das gleiche Wort wird in V. 20 im Zusammenhang mit den Kindern verwendet). „Irdisch“ heißt im Griechischen wörtlich „nach dem Fleisch“; nur Christus ist der Herr über den Geist der gläubigen Sklaven. Sie sollen in Einfalt des Herzens gehorchen, und nicht nur, wenn sie unter der Kontrolle ihrer Herren stehen oder um den Menschen zu gefallen. Vielmehr sollen sie ihren Aufgaben in der Furcht des Herrn nachkommen. Ein Arbeiten im Bewußtsein von Gottes Wesen und Gegenwart verleiht auch der Arbeit von Sklaven eine eigene Würde. Die Sklaven sollen alles, was sie tun (vgl. V. 17), von Herzen tun (wörtlich „mit ganzer Seele“, nicht nur mit vorgetäuschtem Eifer), und sie sollen es dem Herrn tun, und nicht den Menschen. Obwohl die Sklaverei mit Sicherheit kein wünschenswerter Zustand war, sah die Lehre des Paulus keine Veränderung dieser – oder auch anderer – sozialer Institutionen vor (vgl. 1Kor 7,17-24 ). Die Anweisungen, die er in Kolosser 3,22 – 25 in bezug auf die christlichen Sklaven gibt, ließen sich für unsere heutigen Verhältnisse auf christliche Arbeiter und Angestellte übertragen. Wenn alle Christen ihren Arbeitgebern mit wirklichem Engagement und im Gefühl ihrer Verantwortung vor Gott dienen würden, würden Qualität und Produktivität sicherlich dramatisch ansteigen. Im Grunde dienen Christen immer dem Herrn Christus. (Das ist die einzige Stelle im Neuen Testament, in der der Begriff „der Herr Christus“ gebraucht wird.) Denn schließlich kommt der letzte „Zahltag“ (das Erbe als Lohn) von dem Herrn (vgl. 2Kor 5,10). Er wird ohne Ansehen der Person (vgl. Röm 2,11; Eph 6,9), d. h. völlig gerecht, richten und den Übeltätern ihre Vergehen heimzahlen, denen, die ihm gedient haben, aber ihren Lohn geben.
In diesen Versen ( Kol 3,22-25 ) äußert sich Paulus mehrfach zu den Motiven, Einstellungen und zum Lebenswandel christlicher Sklaven. Die Ausführlichkeit dieser Unterweisungen war etwas Besonderes in einer von der Kluft zwischen Herren und Sklaven gekennzeichneten Gesellschaft

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch für den christlichen Sklaven ist allein und ganz allein »der Herr«, Christus, das entscheidende Gegenüber. »Alles, was ihr tut«, jede Arbeit – das mögen geringe, schmutzige, verachtete oder große, ehrenvolle Arbeiten sein – »das tut als dem Herrn«, das »wirkt« (so wörtlich) »als dem Herrn«, in der Verantwortung vor ihm, in der Kraft aus ihm und aus der Freude in ihm. Die Arbeit (hier ist die tägliche Arbeit gemeint) geschieht für den Christus und für Menschen zuerst. Das gibt jeder Arbeit tiefste Würde und Sinn und innerste Befriedigung. Das wird durch den Ausdruck »von Herzen« (wörtlich »von der Seele«, im Sinne von »gern und mit ganzem Einsatz«) unterstrichen. Unter dieser Leitlinie, bei solcher Ausrichtung ist selbst ein Sklave ein »königlich Freier«, ein Knecht des Königs Jesu Christi, und darin ist auch sein irdischer Stand geheiligt und für den Christus brauchbar.

Kol 3,24:

»denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus!«

»Dem Herrn Christus dient ihr!« wörtlich (»sklavt ihr«). Das ist die Perspektive des christlichen Sklaven. Das ist weit über dem, was als Menschenrechte und Menschenwürde auch und gerade eines Sklaven vorgebracht wird. Das ist höchster Wert gerade eines als »wertlos« Verachteten. Er dient dem Christus in dem Wissen, dass auch sein Herr ihm den Lohn geben wird. Daneben verblasst aller irdische Lohn, auch alle irdische Benachteiligung: Es ist der Christuslohn, »das Erbe« (wörtlich »die Gegengabe des Erbes«). Die christliche, treue und gehorsame Arbeit des Sklaven findet reiche Gegengabe durch Christus. »Erbe« meint die ganze Herrlichkeit und Heilsgabe in Gottes Reich. Was auf Erden fast undenkbar ist, dass ein Sklave seinen Herrn beerbt, das ist doch die Zusage und Wirklichkeit des Sklaven, der »in Christus« arbeitet: Er ist Miterbe Christi, hat vollen Anteil an der Herrlichkeit und dem Heil Gottes.

Kol 3,25:

»Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.«

Diese Heils – und Herrlichkeitszukunft hat hier und jetzt schon Auswirkungen. Paulus vertröstet nicht, sondern erfüllt die Arbeit hier und jetzt mit Freude und Eifer. Der Blick auf das Ziel spornt an und macht gerade nicht träge und faul. Der Apostel ermuntert gerade den Sklaven, gibt ihm die volle Würde und den tiefsten Sinn. Deshalb kann er auch mahnen: »Wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat«. »Unrecht tun» ist alles, was andere schädigt. So schreibt Paulus auch ganz nüchtern an Philemon, dass er selbst, Paulus, es wiedergutmachen will, wenn Onesimus seinen Herrn geschädigt hat (vgl. Phim 1,18). »Er wird empfangen« (wörtlich »mit sich davon tragen«) zeigt auf die Stunde, wenn auch der christliche Sklave vor dem Preisrichterstuhl Christi stehen wird, »damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse« (2Kor 5,10). Das ist sehr wichtig: Unsere Arbeit hier, selbst die des Sklaven, hat höchste Bedeutung vor den Augen Christi. Er wird Lohn geben, nicht Verdienstlohn, sondern Gnadenlohn. Dort wird auch der Sklave ganz aufgedeckt sein, in den Antrieben und Motiven seiner Arbeit. War sie für den Christus und so für die Menschen Zeugnis eines Lebens mit Christus? Oder war es schädigende, ungerechte Arbeit, die andere sogar vom Christus fernhielt? Wie kann einer, der schon in seiner täglichen Arbeit Anlass zum Ärger gibt und Schaden anrichtet, noch seinen Herrn glaubwürdig bezeugen? Die Vergeltung von solchem »Unrecht« wird vor dem Thron Christi Minderung von Lohn sein (vgl. 1Kor 3,12-15; 4,5).

Christus ist nicht parteiisch, »nicht ist Ansehen der Person«. Auch der Sklave kann sich vor seinem Herrn nicht mit seinem niederen Stand, mit seiner gedruckten Lage, mit Armut, Ungerechtigkeit oder Unterdrückung entschuldigen, die sein unrechtes Tun doch verständlich macht, genauso wenig, wie ein »Herr« das kann. Nicht die Umstände und Zustände eines Lebens sind vor Gott wichtig, sondern ob das Herz echt ist, ob einer in Christus lebt und das auch auslebt.

Gerhardt Maier – Edition C

Die Stellung der Arbeitnehmer
Der Status des Angestellten in der heutigen Zeit, dessen Pflichten und Rechte in einem Arbeitsvertrag festgelegt sind, findet in der Bibel kein Beispiel, das ihm genau entspricht. Doch die Anweisungen, die den damaligen Sklaven erteilt wurden, geben uns grundsätzliche Belehrungen, die wir durchaus anwenden können. Der Apostel Paulus greift dieses Thema an vier Stellen auf (Eph 6,5-8; Kol 3,22-25; 1 Timotheus 6,1.2; Tit 2,9.10). Der Apostel Petrus spricht an einer Stelle darüber (1 Petrus 2,18-20). Die herausragenden Punkte dieser Belehrungen sind folgende:
• die Ermahnung zum Gehorsam, zur Treue und zur Ehrlichkeit;
• die Notwendigkeit, gut zu arbeiten – sowohl in Anwesenheit als auch in Abwesenheit des Vorgesetzten;
• die Sorgfalt, so zu handeln, dass die christliche Lehre nicht verlästert, sondern geziert wird;
• die Ermutigung an die Sklaven, dass sie ihren Dienst für ihre Herren eigentlich für den Herrn Jesus tun und von Ihm einmal dafür belohnt werden.
Für einen Angestellten in der heutigen Zeit ist der Auftrag, seine Arbeit treu zu verrichten, vielleicht noch wichtiger als für die damaligen Sklaven, weil seine Anstellung auf einem Vertrag basiert, den er selbst unterschrieben hat. Darin hat er sich verpflichtet, seine Arbeitszeit für das Unternehmen einzusetzen, das ihm den Lohn zahlt. Er kann diese Zeit nicht einfach für andere Tätigkeiten nutzen – auch nicht zum Beten, Bibellesen oder zum evangelistischen Zeugnis.
Das Prinzip «Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen» betrifft selbstverständlich auch die Diener und Angestellten. Wenn ein Vorgesetzter von seinem gläubigen Mitarbeiter etwas verlangt, das dieser mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, so ist es richtig, die Ausführung dieses Auftrags zu verweigern. Viele Christen sind schon in der schwierigen Lage gewesen, dass ihr Chef von ihnen verlangt hat, zu lügen oder etwas zu tun, das nicht recht ist. Die Treue zu Gott hat ihnen die Energie verliehen, das Verlangte zu verweigern und es dem betroffenen Vorgesetzten offen zu sagen. Ein solches Verhalten kann den Angestellten in eine sehr schwierige Situation bringen und ihm schwerwiegende Unannehmlichkeiten bereiten – vielleicht den Verlust der Arbeitsstelle. Aber das Wort ermutigt uns, solche Folgen in Unterordnung unter den Herrn und mit Freude auf uns zu nehmen (1 Petrus 2,19.20; 3,14.17; 4,16.19).
Bevor der Christ einen Arbeitsvertrag unterschreibt, sollte er deshalb sorgfältig prüfen, ob die vorgegebenen beruflichen Verpflichtungen mit der Treue zu Gott vereinbar sind. Wenn es sich zum Beispiel um einen Lehrberuf handelt, stellen sich folgende Fragen: Bin ich verpflichtet, meinen Schülern Lehren oder Theorien zu vermitteln, die im Widerspruch zur biblischen Wahrheit sind? Wird mir die Möglichkeit geboten, mich von solchen Dingen klar zu distanzieren?
In solchen Fragen wollen wir uns ernsthaft vor Gott prüfen und Ihn fragen, was sein Gedanke und sein Wille für uns ist. Lasst uns so handeln, dass wir vor Gott und Menschen ein gutes Gewissen haben können (Apg 24,16). Junge Leute sollten dies schon bei der Wahl ihrer beruflichen Laufbahn sorgfältig überdenken.

Halte fest

Hier stellt sich die Frage: sollte ein Christ überhaupt arbeiten? Oder genügt es, wenn er sich ganz auf Gott konzentriert? Sagt die Bibel auch dazu etwas? Lies einen netten Artikel hier Der Christ und die Arbeit .

3,23 »Was« auch immer getan wird, es sollte »von Herzen« (wörtlich »aus der Seele«) »als dem Herrn und nicht den Menschen« getan werden. In jeder Form des christlichen Dienstes wie auch in jedem Lebensbereich gibt es viele Aufgaben, die Menschen widerwärtig finden. Wir brauchen kaum zu sagen, dass wir solchen Arbeiten lieber aus dem Weg gehen. Doch dieser Vers lehrt uns die wichtige Lektion, dass der niedrigste Dienst verherrlicht und auf eine höhere Ebene gehoben werden kann, wenn wir ihn für den Herrn tun. In diesem Sinne gibt es keinen Unterschied zwischen säkularer und christlicher Arbeit. Alles ist heilig. Im Himmel werden wir nicht dafür belohnt, dass man unseren Dienst gesehen hat oder wir besonders erfolgreich gewesen wären. Auch zählen dann nicht unsere Talente oder Gelegenheiten, sondern unsere Treue und Hingabe. So wird es auch unscheinbaren Menschen eines Tages sehr gut ergehen, wenn sie ihre Pflichten treu als dem Herrn getan haben. Zwei Mottos werden gerne über die Küchenspüle gehängt: »Nicht irgendwie, sondern triumphierend«, und: »Hier dient man Gott dreimal täglich«.
3,24 Der »Herr« ist jetzt dabei, die Bücher zu führen. Dabei erregt alles, was für ihn getan wird, seine Aufmerksamkeit. »Die Freundlichkeit Gottes wird die Freundlichkeit der Menschen vergelten.« Diejenigen, die wenig irdisches Erbe haben, werden »das Erbe« des Himmels empfangen. Wir sollten uns daran erinnern, wenn wir das nächste Mal etwas tun müssen, das wir nicht gerne tun, sei es in der Gemeinde, zu Hause oder am Arbeitsplatz. Es ist ein Zeugnis für Christus, es klaglos zu erledigen, und zwar auf die bestmögliche Weise.
3,25 Paulus sagt in Vers 25 nicht ausdrücklich, wen er meint. Vielleicht würden wir am ehesten an einen ungerechten Herrn denken, der seine Sklaven unterdrückt. Vielleicht ist ein gläubiger Diener müde geworden, seinen ungerechten Forderungen zu gehorchen. »Kümmere dich nicht darum«, sagt Paulus, »denn der Herr weiß alles darüber, und er wird auch die Ungerechtigkeiten, die du ertragen musst, in seine Hand nehmen.«
Doch obwohl dies auch die Herren einschließen könnte, ist es in erster Linie an die Sklaven gerichtet. Nachlässiger Dienst, Betrug, Faulenzerei und andere Formen der Unehrlichkeit werden nicht unbemerkt bleiben. »Da ist kein Ansehen der Person« vor Gott. Er ist der Herr aller, und die Unterschiede unter den Menschen bedeuten ihm nichts. Wenn Sklaven ihre Herrn berauben (wie es Onesimus wohl getan hat), dann werden sie darüber dem Herrn im Himmel Rechenschaft ablegen müssen.

MacDonald_2018 – Kommentar zum Neuen Testament

Es kann kein richtiges Wachstum in einem Glaubenden geben, bis sein erhöhtes Ich vom Thron heruntersteigt und Christus auf den Thron läßt. Die Wurzel der Krankheit, an der viele Gläubige und Gemeinden leiden, ist mangelhafte Hingabe an Gott. Der Herr spricht: „Gib mir, mein Sohn, dein Herz“ (Spr 23,26). Das ist ausschlaggebend in unserem Leben. Hier muss Christus der Herr sein. Das ist die Schlüsselstelle im Wachstum als Christ, unentbehrlich für ein Leben in der Fülle Gottes.

Vor langer Zeit behauptete der größte Feind des Menschen, dass uns Gott, indem er Seinen Willen vor den unseren stellt, uns das Beste vorenthält (1Mo 3,5). Generationen haben einen schrecklichen Preis bezahlt, weil ein Mensch diese Verleumdung dessen, der uns mit ewiger Liebe liebt, glaubte. Unsere Zukunft hängt davon ab, ob wir glauben, dass Unterwerfung unter Gottes Willen, die Herrschaft Christi, die Regierung des Ewigen grundlegend für unser ewiges Wohl ist.

Jean Gibson – Training im Christentum


Deshalb – egal was du tust – tue es NICHT für Menschen! Nicht für eine Kirche, nicht für DICH ( denn du bist ja auch ein Mensch) – sondern allein im Blick auf Gott! Und wenn du so handelst. wirst du automatisch bestimmte Dinge nicht tun! Wie zum Beispiel gegen eine Entscheidung deiner Regierung zu protestieren 😉

„Lasst uns daher nicht müde werden, Gutes zu tun.“

Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.

Elberfelder Bibel 1905 – Galater 6,9

Lasst uns daher nicht müde werden, Gutes zu tun. Zur rechten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht entmutigt die Hände in den Schoß legen.

Greber NT – 1936 – Gal 6,9–10

Lasst uns daher nicht müde werden, das zu tun, was gut und richtig ist. Denn wenn wir nicht aufgeben, werden wir zu der ´von Gott` bestimmten Zeit die Ernte einbringen.

Neue Genfer Übersetzung – Gal 6,9

Darum will ich euch echt anfeuern, weiter Sachen zu machen, die Gott geil findet! Gebt nicht auf, irgendwann werdet ihr dafür fett absahnen, versprochen!

VolxBibel – Gal 6,9

πλανᾶσθε Imp. Pass. πλανάω (< πλάνη Irrtum) in die Irre führen; übertr. irreführen, verführen, betrügen; Pass. in die Irre gehen, sich irren, sich täuschen (B 2cγ). μυκτηρίζεται Pass. μυκτηρίζω verspotten, verächtlich behandeln; Pass. sich verspotten lassen. ὃ ἐάν = ὃ ἄν was (immer) (A132; 371). σπείρῃ Konj. od. Aor. Konj. σπείρω. θερίσει Fut. θερίζω (vgl. A3391ff) ernten.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Diese Verse führen die Ermahnung aus Vers 6 noch weiter aus. Zunächst warnt Paulus seine Leser: „Gott läßt sich nicht spotten!“ Niemand kann sich über Gott erheben (myktErizetai, wörtlich: „die Nase rümpfen über“), dessen Regel, „Denn was der Mensch sät, das wird er ernten“ unaufhebbar ist. Jeder hat es selbst in der Hand, was er ernten wird. Wer auf sein Fleisch sät, d. h. wer all sein Geld fürseine fleischlichen Begierden ausgibt, dessen Ernte wird vergehen. Wer dagegen seinen Besitz für das Werk des Herrn einsetzt, d. h. wer aber auf den Geist sät und auf diese Weise sein eigenes geistliches Wachstum voranbringt, der erntet für die Ewigkeit. Diese Aussage läßt durchaus auch eine breitere Auslegung zu, doch vom Kontext her liegt auf der Hand, daß Paulus sich hier in erster Linie auf das Problem der finanziellen Unterstützung der christlichen Mitarbeiter in den galatischen Gemeinden bezog.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Gefahr dieser Versuchung des Geizes unterstreicht Paulus sehr dringlich. Er warnt vor jedem Selbstbetrug, wie wenn der Umgang mit materiellen Gütern nur eigene Sache wäre. »Irret euch nicht«, auch in diesem Punkt unseres christlichen Lebens ist Gott der Bestimmende. »Gott lässt sich nicht spotten«, wörtlich meint das: Hier kannst du nicht »die Nase rümpfen«, eine hochmütig abweisende Geste, mit der Gottes Bestimmungsrecht beiseite geschoben wird. Wo Gottes Geist einen Menschen ergreift, da will er ihn ganz umgestalten und erfassen. Dan gibt es keine ausgesparten Gebiete. Auch die Güter dieser Welt werden in die geistgetriebene Haltung mithineingenommen. Es gilt in dem einfachen Bild: »Was der Mensch sät, das wird er ernten.« Der Geiz ist Saat auf das Eigene, dann wird auch die Ernte so sein. Es wird mir nichts erwachsen aus solchem Geiz, im Gegenteil, ich werde hineinverstrickt in meine eigenen Ängste und Befürchtungen, in meinen Egoismus und in meine Lieblosigkeit. Daraus kann nur Angst, Furcht, Selbsttäuschung und Kälte entstehen. Das ist die Ernte des Geizes.

Es ist »Saat auf das eigene Fleisch«. Das Bild von Saat und Ernte wird auf das Entweder – Oder von Fleisch und Geist angewandt. »Wer auf sein Fleisch sät«, und das geschieht überall dort, wo der Mensch auf das Seine bedacht ist und sich der Antriebskraft der geistgewirkten Frucht »Liebe« verschließt, der »wird auch von dem Fleisch das Verderben ernten«. »Verderben« steht hier in dem Sinn der »Vergänglichkeit«, des »Unterganges«, im ewigen Tod. Mit »ernten« ist also das letzte Urteil Gottes gemeint und das lautet für den Menschen, in seiner fleischlichen Art, auf Tod (vgl. Röm 6,20-23). Wer aber »auf den Geist sät«, wer sich dem Antrieb der Liebe öffnet und hingibt, »der wird aus dem Geiste das ewige Leben ernten«.

Das ist unsere »Würde« als Menschen. Gott lässt uns säen. Wir sind nicht wie Marionetten an Drähten gezogen. Es besteht aber ein Zusammenhang zwischen Saat und Ernte. Die Folgen, die Früchte unseres Tuns werden wir auch ernten. Dieses bitter ernste Verhältnis gilt es gerade bei unserem sündigen Tun zu sehen. Oft liegt es auch offen zu Tage. Das »Saufen« und »Fressen« (vgl. Gal 5,21) zerrüttet die Gesundheit. Es gibt zerstörende Linien, Folgen der Sünde durch ganze Generationen (vgl. 2 Mose 20,5). Die Vergebung unserer Sünde nimmt uns nicht automatisch auch aus den Folgen heraus. Wenn das geschieht, ist es eine besondere Gnade Gottes.

Der Apostel redet hier im Zusammenhang mit dem Geist und formuliert dabei dieses Grundgesetz von Saat und Ernte, von Tun und Ergehen. Gerade für den Geiz, der augenfälligsten Wirkung des sündigen Egoismus, gilt deshalb: »Der Geiz ist eine Wurzel alles Übels« (1 Tim 6,10) und ist »Abgötterei« (Kol 3,5).

Gerhardt Maier -Edition C

Paulus beginnt mit einem allgemeinen Grundsatz über den sich die Leser nicht täuschen sollen, denn Gott hat den Geist gegeben, auf dem das Leben zu bauen ist, da der Geist Christus verherrlicht und nur wer den Geist hat ist auch Christ. Daher ist das Fleisch für Gott unbrauchbar und darauf darf man nicht setzen oder vertrauen. Im Bilde von Aussaat und Ernte veranschaulicht Paulus, dass der Mensch in seiner Verantwortlichkeit entweder auf sein sündiges Fleisch setzt, dann aber das Verderben davonträgt, oder sich auf Gottes Geist verlässt, dann das ewige Leben erhält, das er hat, der Christus als Heiland annimmt und damit diesen Geist erhält. Die Aussaatmöglichkeit ist in beiden Hinsichten möglich, entweder setzt der Mensch auf das Fleisch oder den Geist.

P. Streitenberger – Der Galaterbrief

dazu passt dann auch mein Post bei FB gestern nachmittag:

und dann fragen mich die Christen, warum ihre Gebete nicht erhört werden. Wer den Auftrag nicht ausführt, und falschen Zielen hinterher läuft….

„Hört auf mit eurer Gewalt und Unterdrückung“

So spricht der Herr, Jehova: Laßt es euch genug sein, ihr Fürsten Israels! Tut Gewalttat und Bedrückung hinweg, und übet Recht und Gerechtigkeit; höret auf, mein Volk aus seinem Besitze zu vertreiben, spricht der Herr, Jehova.

Elberfelder Bibel 1905 – Ez 45,9

So spricht der Herr Jehovah: Es ist genug (viel) für euch, ihr Fürsten (Erhabenen) Israels. Tut weg Gewalttat und Verheerung, und tut Recht und Gerechtigkeit, und hebt auf eure Austreibungen von Meinem Volk, spricht der Herr Jehovah.

Tafelbibel – Hesekiel 45,9

Das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Es reicht, ihr Vorsteher Israels!‘
‚Hört auf mit eurer Gewalt und Unterdrückung und handelt fair und gerecht. Hört auf, meinem Volk seinen Besitz wegzunehmen‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Hesekiel 45,9

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Hesekiel benutzte die Realität der zukünftigen Segnungen Gottes als Sprungbrett, um die Fürsten seiner Zeit zur Umkehr zu rufen. Ihr seid weit genug gegangen, o Fürsten von Israel! (vgl. Hes 44,6 ) Hört auf mit eurer Gewalt und Unterdrückung und tut, was recht und gerecht ist. Israels politische Führer hatten die Rechte derer, die sie beschützen sollten, hartherzig mißachtet (vgl. Hes 19,1-9; 22,25; 34,1-10 ). Ihr Hauptproblem war die Habgier. Deshalb ermahnte Hesekiel sie, rechtes Gewicht, rechten Scheffel und rechtes Maß zu benutzen . Ein Scheffel ( Efa ) war ein Trockenmaß, während ein Maß (Bat) für Flüssigkeiten benutzt wurde. Beide entsprachen sie etwa 19 Litern (vgl. die Tabelle „Biblische Maße und Gewichte“ am Anfang des Bandes). Beide waren jeweils ein Zehntel eines Eimers ( Homer ). Ein Eimer entsprach etwa 190 Litern oder sechs „Faß“. Das hebräische Wort HOmer ist vermutlich mit HXmNr („Esel“) verwandt und bedeutete eine „Eselsladung“.
Hesekiel sprach aber auch von den Gewichten (neben den Maßen für Inhalte): das Lot ( Schekel ) soll aus zwanzig Gramm ( Gera ) bestehen. Ein „Lot“ (Schekel) entsprach etwas weniger als 11,5 Gramm. Das „Gramm“ (Gera) war die kleinste Gewichtseinheit in Israel. Zwanzig Gramm machten ein Lot (vgl. 2Mo 30,13; 3Mo 27,25; 4Mo 3,47 ). Hesekiel sagte, daß 60 Lot (20+25+15) ein Pfund (Mina) ausmachen. Manche Ausleger und Bibelübersetzungen halten dies für eine Abweichung von dem gewöhnlichen Standard von 50 Lot für ein Pfund, wie dies in ugaritischen Texten gesagt wird. Dennoch scheint es, daß das Pfund, zumindest in Babylon, aus 60 Lot bestand. Daraus würde folgen, daß ein Pfund etwa 690 Gramm war.
Die Gewichte, die man aus jener Zeit des Alten Testamentes gefunden hat, sind zum Teil unterschiedlich. Offenbar benutzte man verschiedene Gewichte, um einander zu betrügen. Hesekiel ermahnte die Führer Israels, ehrliche Maße für alle Israeliten einzurichten.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Durch seine Boten forderte Jehova die Israeliten immer wieder auf, gerecht zu handeln (Jesaja 1:17; 10:1, 2; Jeremia 7:5-7; Hesekiel 45:9). Auch durch die 12 Propheten legte er eindeutig Nachdruck darauf (Amos 5:7, 12; Micha 3:9; Sacharja 8:16, 17). Beim Lesen ihrer Schriften fällt einem auf, dass sie dazu aufriefen, im alltäglichen Leben Recht zu üben. Hierzu bieten sich auch uns viele Möglichkeiten. Wenden wir uns einmal zwei Bereichen zu, in denen jene Propheten Nachdruck auf die Gerechtigkeit legten, und stellen wir fest, wie wir das, was wir daraus lernen, in die Praxis umsetzen können.

Lebe mit dem Tag Jehovas vor Augen

Übrigens erwarete Jehovah von seinem Volk NICHT; dass es nur dann gerecht handeln würde, wenn es dafür Zeugen gäbe! Er zeigt, dass ER uns sieht!

Arnold Fruchtenbaum beschreibt in seinem Buch was noch kommen wird:

The sixth section (Ezek. 45:9–46:18) describes the duties of the prince, David. Three things are stated concerning his duties. First: unlike in Israel’s past history when the princes of Israel used false measures, the law of the measurements (45:9–12) will be characterized by true, faithful, and just balances. Second: the duties will involve the carrying out of the laws of the offerings (45:13–46:16). After listing some general instructions (vv. 13–17), Ezekiel describes the law relating to the New Year offerings (vv. 18–20), the Passover offerings (vv. 21–24), the offerings for the Feast of Tabernacles (v. 25), and the Sabbath offerings (vv. 1–5), which will take place at the inner eastern gate. The inner eastern gate will be shut for six days, but will always be opened on the Sabbath throughout the Kingdom period. Then, the New Moon offerings are described (vv. 6–8), along with the special festival offerings (vv. 9–12) and the daily sacrifices (vv. 13–15). Third: the prince will have some special rights because of his exalted position in relation to the Temple (46:16–18).
The seventh section (Ezek. 46:19–24) concerns the laws of the boiling of the sacrifices.
One of the things present in the Solomonic Temple that will be absent in the Millennial Temple is the Ark of the Covenant, according to Jeremiah 3:16:

The footsteps of the Messiah : a study of the sequence of prophetic events

Nach so vielen Hinweisen und Enthüllungen erhalten wir die Details darüber, was sich auf diesem sehr hohen Berg befinden wird. Wir stellen auch fest, dass sich der Millennial-Tempel nicht inmitten der Stadt Jerusalem befinden wird, sondern durch viele Meilen voneinander getrennt sein wird. Denn der Tempel selbst wird sich auf der Nordseite dieses hohen Berges befinden, während sich Jerusalem auf der Südseite dieses hohen Berges befinden wird.

Nachdem der sechste Abschnitt, Hesekiel 45: 9–46: 18, die Einzelheiten des heiligen Berges beschrieben hat, beschreibt er die Pflichten des Prinzen David. Dies schließt das Gesetz der Messungen und die Gesetze des Angebots in den Versen 9–12 ein. In Bezug auf die Gesetze des Opfers gibt es einige allgemeine Anweisungen in den Versen 13–17, gefolgt von einer Reihe von Einzelheiten, darunter die Neujahrsopfer in den Versen 18–20, das Passahopfer in den Versen 21–24, das Laubhüttenfest Opfergabe in Vers 25. Dann der Sabbatopfer Hesekiel 46: 1–5, die Neumondopfer in den Versen 6–8, besondere Festopfergaben in den Versen 9–12 und die täglichen Opfer in den Versen 13–15. Dieser Abschnitt schließt mit den Rechten des Prinzen in den Versen 16–18.

Der siebte Abschnitt, Hesekiel 46: 19-24, befasst sich mit den Gesetzen bezüglich des Kochens der Opfer.

In Bezug auf das Laubhüttenfest wird dies ein Fest sein, das nicht nur von den Juden, sondern von allen nichtjüdischen Nationen verlangt wird, wie Sacharja 14: 16-19 klar macht. Nach der Prophezeiung von Sacharja wird jeder nichtjüdischen Nation wie Ägypten, die sich weigert, zum Laubhüttenfest in den Tempel zu kommen, für dieses Jahr Regen vorenthalten. Folglich wird jede Nation bestraft, die die Teilnahme am Laubhüttenfest ablehnt.

Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Die Fürsten Israels sollen in ihren Handlungen Gerechtigkeit üben (V. 9), indem sie gerechte Waagen und Maße verwenden.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Wie könnte Jehovah in der Zukunft „Fürsten“ einsetzen, die heute nicht gerecht handeln? Nein! Wer heute nicht Gerecht handelt, wird auch in der Zukunft nicht gerecht handeln – und deshalb seinen aus Gottes Sicht „gerechten Lohn“ erhalten – aber sicher nicht als „Fürst“ 😉

„Gott steht in der Gottesgemeinde, im Ring der Gottwesen hält er Gericht.“

Der Psalm 82 ist ein spannender Psalm, wenn man sich bewußt wird, dass hier von Jehovah gesprochen wird, der als Richter sich über alle anderen Götter erhebt.

«Gott stehet in der Gottgemeinde / im Kreis der ,Götter‘ richtet er. /
,Wie lange wollt ihr Unrecht richten / bevorzugt ihr die Bösen?’» / Sela.
«,Dem Niedern und der Waise gebt Gericht / Recht Armen und Geringen! /
Den Niedern rettet und den Elenden / befreiet aus der Hand der Bösen!‘ /
 Sie wissen nichts und merken nichts / im Dunkeln wandeln sie – / da wanken all der Erde Gründe. /
 ,Ich meinte, Götter seid ihr / des Höchsten Söhne alle. /
 Jedoch wie Menschen sterbet ihr / wie einer von den Herren fallt ihr!‘
Auf, Gott, die Erde richte / denn du, du eignest alle Völker!»

Neftali-Herz-Tur-Sinai – Ps 82,1–8



Ein Lied Asafs.
Gott steht in der Gemeinde Gottes. Er hält Gericht unter den „Göttern“.
„Wie lange wollt ihr so ungerecht richten? Wie lange wollt ihr für die Gottlosen Partei ergreifen?
Verschafft den Unterdrückten und Verwaisten Recht, verhelft den kleinen Leuten und Armen zum Recht!
Entreißt die Schwachen und Geringen der Gewalt der Gottlosen!“
 „Sie haben keine Einsicht und keinen Durchblick. Sie sind wie Verblendete („sie gehen in Dunkelheit dahin“), darum gerät die Erde in ihren Grundfesten ins Wanken.
Ich habe es euch gesagt: Götter seid ihr, Gottessöhne werdet ihr alle genannt.
Aber ihr werdet sterben wie gewöhnliche Menschen, ihr werdet fallen wie einer der Fürsten.“
 O Gott, erhebe dich und richte du die Erde! Dir gehören doch alle Völker.

Bruns – Psalm 82,1–8

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Wenn Jehovah schon die Götter, die er nach der Sintflut über die Erde eingesetzt hat, so streng beurteilt. wie viel mehr wird ER die Menschen beurteilen, die sich selbst als Richter eingesetzt haben, und die den Schuldlosen verurteilen? Egal ob von einer Regierung eingesetzt oder von einer Religion ernannt – wird jeder Richter vor dem höchsten Richter für seine Urteile ganz sicher Rechenschaft ablegen müssen!


„Gott ist Liebe.“ Wenn es im amerikanischen Christentum ein allgemeineres Gefühl gibt, fällt es uns möglicherweise schwer, es zu finden. Gottes Liebe beginnt fast jedes Gespräch, das mit dem Evangelium zu tun hat. Wir alle wissen jedoch, dass dieses Konzept schwer zu verstehen ist, wenn alle Fakten bekannt sind. Gottes Liebesworte werden oft mit Worten des Gerichts umrahmt (sagen Sie sich Johannes 3:16!). Unseren nichtchristlichen Freunden fällt es möglicherweise schwer zu verstehen, wie diese beiden Ideen zusammenpassen, und wir sollten es auch. Lassen Sie uns also einen hilfreichen Weg finden, um Gottes Liebe zu erfassen und … nun, was auch immer das Gegenteil ist.

Erinnern Sie sich an die Szene in Psalm 82: 1: „Gott steht in der Gemeinde der Mächtigen; Er richtet unter den Göttern “(NKJV). Das Urteil ist nicht liebevoll: „Wie lange werden Sie ungerecht urteilen?“ Gott fragt die geschaffenen Geister, die ihre Macht über die Menschen auf der Erde missbraucht haben (82: 2). Die Strafe für diese Götter steht am Ende des Psalms: „Du wirst umkommen“ (82: 7).
Dort haben wir also das Gegenteil von Gottes Liebe – sein Urteil – vorausgesagt, auf Geistwesen zu stoßen. Dies ist wahrscheinlich das, worauf sich Jesus bezog, als er sagte, dass die ewige Bestrafung für „den Teufel und seine Engel“ bestimmt war (Mt 25,41). Aber könnte sich dieses Urteil auch auf die menschliche Bestrafung beziehen? Betrachten Sie, was in der Mitte von Psalm 82 kam: „Sie wissen es nicht und verstehen es auch nicht. sie gehen in der Dunkelheit herum; Alle Fundamente der Erde sind instabil “(82: 5 King James Version). Ist es möglich, dass sich das „sie“ in diesem Vers auf die Menschen bezieht, die diesen Göttern folgen?
Es scheint, dass dies genau das ist, was Gott diesen Göttern sagt und (indem er diesen Psalm veröffentlicht, damit alle ihn hören können) auch den Nationen. Diejenigen Menschen, die geschaffene Götter lieben und verehren, sind dafür böse, und diese werden am Schicksal der Götter teilhaben, die sie verehren. „Die Gottlosen werden nicht im Gericht stehen“ (Psa 1: 5) entspricht der späteren Warnung des Paulus, dass diejenigen, die „nach dem Fürsten der Macht der Luft wandeln, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams arbeitet“, eines Tages fühlen werden der „Zorn“ Gottes (Eph 2: 2–3). Am Ende teilt jeder das Schicksal des Gottes, den er oder sie verehrt. Dies wäre also der richtige Weg, um die Liebe Gottes und die Liebe Jesu, seines Sohnes, zu definieren. Es gibt diejenigen, die aufgrund ihrer Verehrung des Vaters durch den Sohn eine innige Liebe erfahren, in der „die Haare deines Kopfes gezählt sind“ (Mt 10,30), und doch wird es auch diejenigen geben, die in Jesu nächster sind Der Atem wird „vor meinem Vater, der im Himmel ist, verweigert“, weil sie sich entschieden haben, dem Sohn nicht treu zu sein (Mt 10,33). Liebe und Gericht koexistieren im Charakter und Plan Gotte

Supernatural (Ein Studienführer)

Wie die Geschichten von Adam und Eva und Noahs Flut haben Sie vielleicht vom Turm von Babel gehört. Wenn nicht, ist das in Ordnung, denn selbst die meisten Kirchgänger wissen nicht, was dort wirklich passiert ist.
Die Geschichte des Turms von Babel findet sich in Gen 11: 1–9. Nach der Flut wollte Gott, dass sich Noahs Nachkommen vermehren und über die Erde ausbreiten. Wie Adam und Eva sollten sie Gottes Mitarbeiter sein, um die Schöpfung aufrechtzuerhalten. Stattdessen versammelten sie sich an einem Ort namens Babel und bauten zu ihrer eigenen Ehre einen Turm (Gen 11: 1–4).
Das ist die vertraute Version der Geschichte, aber ihre wahre Bedeutung findet sich in zwei unbekannten Versen in einem anderen biblischen Buch. Hier sind sie:

Als der Höchste den Nationen ihr Erbe gab, als er die Menschheit teilte, setzte er die Grenzen der Völker entsprechend der Anzahl der Söhne Gottes fest. Aber der Teil des Herrn ist sein Volk, Jakob sein zugeteiltes Erbe. (5. Mose 32: 8–9)

Diese beiden Verse sagen uns, dass eines der Urteile am Turm von Babel die Teilung der Menschheit war. Bis zu diesem Punkt in der Geschichte befasste sich Gott mit der Menschheit als kollektivem Ganzen. Das hat sich bei Babel geändert. Der Mensch würde nach Sprache und Geographie getrennt sein.
Schlimmer noch, Gott hat sich von der Menschheit getrennt. Gott hatte es satt, sich seinem Willen zu widersetzen, und übertrug die Nationen der Erde anderen Mitgliedern seiner übernatürlichen Familie – den Söhnen Gottes. Dies war eine andere Gruppe als diejenigen, die vor der Flut übertreten hatten. Gott konnte die Menschheit nicht aus seinem Haus werfen. Das hatte er schon in Eden getan. Er hatte versprochen, die Menschheit nach der Flut nicht zu zerstören (Gen 9,11), damit sich diese Katastrophe nicht wiederholen würde. Was konnte er sonst noch tun? Er sagte im Wesentlichen: „Genug! Wenn du nicht willst, dass ich dein Gott bin, werde ich dich einigen meiner himmlischen Assistenten zuweisen. „
Die Auswirkungen dieses Urteils nahmen viele Formen an. Wir wissen nicht, wie lange es gedauert hat, aber die Bibel sagt uns, dass die übernatürlichen Söhne Gottes, die über die Nationen verteilt wurden, einen miesen Job gemacht haben. Sie wurden so korrupt (Psa 82: 1–5), dass Gott sie auch richten musste. Er würde eines Tages ihre Unsterblichkeit wegnehmen und die Nationen zurücknehmen (Psa 82: 6–8). Für unsere Zwecke hier hat Gottes Frustration ihn kinderlos gemacht, weil er eine menschliche Familie hat. Er hatte es gehabt. Er hatte aufgegeben. Nicht ganz.
Ratet mal, was direkt nach der Katastrophe des Turms von Babel passiert ist? Gott erschien Abraham (ursprünglich Abram genannt), einem alten Mann, der mit einer Frau (Sarah) verheiratet war, die jenseits des Alters war, in dem sie Kinder haben konnte. Gott schloss einen Bund mit Abraham. Er versprach dem alten Mann und seiner Frau, dass sie einen Sohn haben würden. Gott würde ein Wunder tun. Ihr Sohn wäre der Beginn einer neuen Familie für Gott auf Erden (Gen 12: 1–9; 15: 1–6; 18: 1–15).
Nachdem Gott die Menschheit der Aufsicht der Mitglieder seines himmlischen Heeres zugeteilt hatte, wollte er mit einer eigenen Familie mit Abraham neu beginnen. Abraham glaubte an Gottes Verheißungen (Gen 15: 6). Er musste sich weder Gottes Interesse noch seine Gunst verdienen. Es war Gott, der Abraham ausgewählt hatte, um von vorne zu beginnen. Die Beziehung zwischen Gott und Abraham begann mit Gott. Abraham glaubte.
Danach wurde die Bundesbeziehung, die mit Gottes Ruf und Abrahams Glauben begann, mit dem physischen Zeichen der Beschneidung in Erinnerung gerufen (Gen 17: 1–14; Röm 4: 1–12). Abrahams ganze Familie folgte seinem Beispiel (Gen 17:23). Dieses Zeichen zu tragen kennzeichnete die Nachkommen Abrahams als das Volk, das Gott als seine Familie wollte. Die Beschneidung wäre auch ein Zeichen für die Frauen Abrahams Abstammung. Da sie nur innerhalb des erweiterten Stammes heiraten sollten, würden sie daran erinnert, wie ihr Volk übernatürlich aus Abraham und Sarah erschaffen worden war, als sie beschlossen, ihre eigenen Kinder zu haben.
Es ist wichtig zu erkennen, dass Gottes Bund mit Abraham auf dem Glauben an Gottes Verheißungen beruhte – dem Glauben. Gott ging nicht auf Abraham zu, weil er einen Mann gefunden hatte, der ein guter Regelhüter war. Die Erlösung basiert nicht auf Verhalten. Wir können unser Heil nicht verdienen. Wenn dies der Fall wäre, wäre Gott aufgrund unserer Leistung in unserer Schuld. Er würde uns etwas als Antwort auf unsere Leistung schulden. Denken Sie daran, wie absurd das klingt. Vielmehr zeigten Abraham und seine Nachkommen ihren Glauben an Gottes Verheißungen, indem sie das Zeichen des Bundes beobachteten. Es war ein äußerer Weg, um zu zeigen, wo ihre Loyalität war.
Der Apostel Paulus benutzte Abraham als Beispiel für den Glauben an Loyalität (Röm 4: 1–12). Abraham glaubte und wurde von Gott akzeptiert, bevor er irgendwelche Regeln befolgte. Bei den Regeln ging es darum zu zeigen, dass er glaubte. Sie haben den Glauben nicht ersetzt. Der Glaube war das Wesentliche. Über die Treue zu diesem Glauben – zu diesem Gott – werden wir später sprechen. Heute nennen wir es Jüngerschaft. Glaube und Loyalität sind zwei verschiedene Dinge. Sie sind verwandt, aber nicht austauschbar. Gleiches gilt für Erlösung und Jüngerschaft.
Abraham einen Sohn zu versprechen (und durch ihn den Beginn einer neuen Familie, die zu einer großen Nation heranwachsen würde), war Gottes zweiter Bund nach der Katastrophe von Eden. Der erste war bei Noah gewesen. Beide sollten seinen Traum von einer menschlichen Familie bewahren. Bei diesen Bündnissen ging es jedoch nicht nur darum, dass Gott nicht aufgibt. Es ging auch darum, das Angebot des ewigen Lebens auf die Menschen auszudehnen. Gott hatte die Menschheit nicht aufgegeben. Er konnte nicht aufhören, Menschen zu lieben. Gott wollte immer noch eine menschliche Familie.
Gott hielt sein Versprechen an Abraham. Er und Sarah hatten tatsächlich einen Sohn (Isaak; Gen 17: 19–21; 21: 1–7). Abrahams Großfamilie würde als „Israel“ bekannt werden, der Name, der im Alten Testament am häufigsten für Gottes menschliche Familie verwendet wird (Gen 32:28; Deut 32: 9; Jes 44: 1). Aber was ist mit den Menschen aus den anderen Nationen, die Gott den Söhnen Gottes nach dem Aufstand im Turm von Babel zugewiesen hatte? Sie werden in der Bibel „Heiden“ genannt, eine kurze Bezeichnung, die „nicht aus Israel“ bedeutet. Und trotz allem, was in Babel geschah, vergaß Gott diese Menschen nicht.
Gott würde nicht nur noch einmal mit einem neuen Volk (Israel) von vorne beginnen, sondern er sagte Abraham auch, dass seine Nachkommen eines Tages ein Segen für die anderen Nationen sein würden, die Gott verlassen hatte (Gen 12: 3)! Viele Jahre später würde Jesus, der aus der Familie Abrahams stammte, der besondere Nachkomme sein, der alle Nationen der Welt zu Gott zurückbringen würde (Gal 3: 16–18, 26–29). Bevor Jesus die Szene betrat, konnten sich Nichtjuden der Familie Gottes anschließen, indem sie beschlossen, alle anderen Götter abzulehnen, an ihn zu glauben und das Zeichen des Bundes Gottes zu nehmen.
Zwischen Abraham und Jesus verging viel Zeit. Israels eigene Geschichte als „Teil des Herrn“ (5. Mose 32: 9) war nicht schön. Sie waren Gottes Volk, aber leider, vielleicht vorhersehbar, scheiterte ihre Loyalität. Die dunkelste Stunde stand noch bevor.

Was will Gott? . Michael Heiser

Du und ich haben die wirkliche Wahl, WELCHEM GOTT wir gehorchen und welchem Gott wir gefallen wollen! Und Jehovah läßt sich nicht beeinflussen! Er will ein persönliches Verhältnis mit dir und mir! Aber wir können uns auch von den „Göttern“ beeinflussen lassen und diesen dienen. So gehört dieses „Märchen“ von wegen „du darfst so bleiben, wie du schon immer warst“ zu den Geschichten dieser Götter. Jehovah zeigt deutlich, dass seine Anbeter nicht so sind, wie diese Götter sondern sich dem Bild Jeschuahs angleichen. Aber dazu müsste man sich natürlich mit Gottes Wort der Bibel beschäftigen – und von diesem Buch beeinflussen lassen.