Und ihr werdet wiederum den Unterschied sehen (And üb.: ihr werdet umkehren und den Unterschied machen) zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
Elberfelder 1871 – Maleachi 3,18
Dann werdet ihr umkehrig sehn
den Unterschied des Bewährten vom Frevler,
den Unterschied des Gott Dienenden von dem, der ihm nicht dient.
Buber & Rosenzweig – Maleachi 3:18
Und ihr werdet wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
Streitenberger 2024 – Der Tanach Deutsch – Mal 3,18
Und ihr werdet umkehren und gewahren den Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Frevler, zwischen dem Knecht Gottes und dem, der ihm nicht dient.
Die Philippson-Bibel – Mal 3:18

Es machte schon immer einen Unterschied, ob ich ein persönliches Verhältnis zu Jehovah habe, oder „das Wissen habe, dass es IHN gibt“!
Aber es gab einen Überrest von Menschen, die dem HERRN die Treue hielten. Diese Menschen sollen verschont und gesegnet und als Gottes auserwähltes Eigentum (o. Schatz, Juwelen) anerkannt werden.
MacDonald – Kommentar zum Alten Testament
William Kelly sagt dazu:
Die Juden selbst werden sich nicht mehr nur darauf stützen, dass sie Juden sind. Sie werden die Nichtigkeit einer äußerlichen Stellung erkennen; sie werden das wertschätzen, was von Gott ist, sie werden umso mehr jene verabscheuen, die sich gottlos verhalten, weil sie Juden sind (V. 18).
V 18 geht wieder zur direkten Anrede an die Gottesfürchtigen über. Er schließt mit kopulativem ו (we) »und, dann« an, macht also keinen Einschnitt zwischen V 17 und V 18. Auch wenn streng genommen die JHWH-Fürchtigen die Worte von V 17 gar nicht gehört haben, kann Maleachi doch voraussetzen, dass sie als Leser seiner Schrift diese Worte kennen.
Kessler – Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament
Im Hebräischen beginnt der Satz mit zwei Verben. Das erste habe ich in der Übersetzung als Hilfsverb aufgefasst und adverbial wiedergegeben (»Dann seht ihr wieder …«). Im Hebräischen steht dafür ושׁבתם (we šabtæm). Als Vollverb würde das heißen: »Dann werdet ihr umkehren.« Im Sinn einer Bekehrung verstehen es die griechische (ἐπιστραφήσεσθε) und lateinische (convertemini) Übersetzung, aber auch neuere Ausleger (J. Wellhausen 55). Doch geht es spätestens ab V 16 eindeutig um die, »die JHWH Ehrfurcht erweisen und mit seinem Namen rechnen« (nach der oben vertretenen Auffassung sind sie schon ab V 13 gemeint). Für sie besteht gar kein Anlass mehr »umzukehren«, und Umkehr ist auch gar nicht das Thema des Verses: »The speakers are not urged to convert themselves or to mend their ways, but they are told what will become apparent to them on the Day of the Lord« (P. A. Verhoef 323).
Das Erste, was die JHWH-Fürchtigen »am Tag, den ich mache« (V 17), sehen, ist der Unterschied »zwischen Gerechten und Gewalttätigen, zwischen denen, die Gott dienen, und denen, die Gott nicht dienen«. Denn das ist es ja, woran sie gegenwärtig leiden, dass es ihrer Erfahrung nach »sinnlos ist, Gott zu dienen« (V 14), dass »gerade die, die Gewalt tun, aufgebaut werden« (V 15). Diese ihre Erfahrung soll korrigiert werden: Am kommenden Tag werden sie es sehen, jetzt aber ist es schon im himmlischen Gedenkbuch aufgeschrieben.
Die Benennung der zwei Gruppen, die sich in der VI. Maleachi-Strophe gegenüberstehen, wird hier um »den Gerechten und den Gewalttätigen« erweitert. Dies ist die in der Hebräischen Bibel verbreitetste Bezeichnung für »die frommen und die frevelhaften (gottlosen) bzw. die strenggesinnten und die verweltlichten Elemente der Gemeinde« (so richtig A. von Bulmerincq II 516, der durch Identifizierung der Frommen mit der Jerusalemer Tempelgemeinde und der Frevler mit den Samaritanern – aufgenommen von J. G. Botterweck, Sonne 1960, 255 – allerdings eine Engführung vornimmt, die dem Text nicht zu entnehmen ist). Die Gegenüberstellung nimmt ihren Ausgang vom Gerichtsverfahren: צדיק (ṣaddîq) ist der im juristischen Sinn Unschuldige, ihm steht der Schuldige, der רשׁע (rašaʿ), gegenüber (vgl. Ex 23, 7; Jes 5, 23). Aus der engen forensischen Bedeutung ist dann eine Typenbezeichnung geworden, die manchmal im Singular (so hier in Mal 3, 18), manchmal im Plural gebraucht wird. Sie wird in der gesamten Hebräischen Bibel breit verwendet (Gen 18, 23.25; Ez 18, 20; 33, 12; Ps 1, 6; Spr 10, 3 u. ö.). Wer צדיק (ṣaddîq) ist, ist gerecht, Gott gefällig, geht auf dem Weg des Lebens, wer רשׁע (rašaʿ) ist, ist in allem das Gegenteil davon, ist also gewalttätig, frevlerisch und letztlich dem Untergang geweiht.
Der kommende Tag. Nachdem mit V 18 die Opposition der beiden Grundtypen, die das VI. Diskussionswort von Anfang an durchzieht, benannt und zugleich festgehalten worden ist, dass die Gottesfürchtigen selbst sie sehen werden, kann der Text zum Finale in V 19–21 übergehen. Es wird mit »Ja, seht her!« eingeleitet. Die Verdopplung der Einleitungspartikel כי־הנה (kî-hinneh) markiert dabei deutlich, dass nun noch einmal neu angesetzt wird. Alles, was bisher schon über den kommenden Tag gesagt wurde – in 3,2 über den Tag, der ein Tag der Läuterung und des Gerichts sein wird, und in 3,17 über den »Tag, den ich mache« – wird nun zum Abschluss gebracht.
Aufgebaut ist das drei Verse umfassende Finale der VI. Strophe und damit zugleich der gesamten (ursprünglichen) Maleachi-Dichtung in einem Dreischritt. V 19 entfaltet das Geschick der anmaßenden Gewalttäter, V 20 das der Gerechten, und V 21 bringt beide in Interaktion, indem es die Gerechten sind, die auf der Asche der Gewalttäter »herumtreten« werden. Der Schlusssatz: »am Tag, den ich mache, sagt JHWH der Heere« legt dabei zugleich eine Inklusion um alle Stellen, die im VI. Wort vom »Tag« sprechen, indem er das »sagt JHWH der Heere, am Tag, den ich mache« von V 17 in chiastisch umgekehrter Abfolge aufnimmt (siehe oben die Ausführungen zur Sprache des VI. Disputationswortes sowie S. D. Snyman, Approach 1996, 490).
»Dann werdet ihr erneut den Unterschied zwischen den Gerechten und den Gottlosen sehen. Zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.« Am Tag Jahwes wird für jeden deutlich, dass Gott weder ein wehrloser Zuschauer ist noch ein ungerechter Täter. Jeder wird neu erkennen, dass er auf die Seinen achtet (3,16), auf die Menschen, die ihn fürchten und seinen Namen verehren. »Der Pfad des Gerechten ist gerade; geradeaus bahnst du den Weg des Gerechten« (Jes 26,7; vgl. 2Chr 6,23). Der Prophet macht durch seine Worte deutlich, dass das Volk an jenem Tag ganz klar den Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen feststellen wird. Dann hat das Volk keine Fragen mehr. Es wird endgültig sehen, dass Jahwe mit den Seinen ist. Die LXX und Vul übersetzen das Wort »erneut« (hebr. schûv) mit »bekehren« oder »umkehren« (grie. epistrafēsesthe; lat. et convertemini). Weil es in unserem Text aber nicht um eine Aufforderung zur Bekehrung geht, sondern um die Ereignisse am Tag Jahwes, können wir das hebräische schûv im adverbialen Sinne auffassen: »erneut« oder »wieder« (Gesenius, 1983, § 120d; Verhoef, 1972, S. 252; Van der Woude, 1982, S. 152).
Edition C Bibelkommentar
Die Gottesfürchtigen (V. 16 ) werden „an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein“ . „Der Tag“ (auch in Mal 3,2 und Mal 3,19 ; vgl. „der … Tag“ in Mal 3,23 ) ist der Tag des Herrn. Er wird ein Tag des Gerichts über die Bösen und der Erlösung der Gerechten sein (Gott wird sich ihrer erbarmen ). Danach wird Israel sehen, was für ein Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen ist . Schon in früheren Zeiten hatte Israel Gottes Eingreifen im Gericht und in der Erlösung erlebt (z. B. im Auszug aus Ägypten, im Exil und in der Rückkehr). Diese Ereignisse zeigten den Unterschied zwischen den Gerechten und den Gottlosen. Der künftige Tag des Herrn aber wird ein viel schrecklicheres Gericht über die Gottlosen bringen, und die Gerechten werden nach der körperlichen Erlösung und der körperlichen Auferstehung im kommenden Gottesreich sein „Eigentum“ sein und Gottes ursprünglichen Plan mit Israel erfüllen ( 2Mo 19,5-6; 5Mo 7,6; 14,2; 26,18; Ps 135,4 ). Diese Hoffnung belebt die Gerechten und stärkt ihre Furcht vor Gott.
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Gottes Wort ist gefüllt mit Beispielen von Menschen, die richtig und falsch handelten. Diese Beispiele sind dafür da, damit wir davon lernen, wie Gott ist und was er sich von uns wünscht (1. Korinther 10,11). Micha 6,8 gibt eine Kurzzusammenfassung über Gottes Wünsche für jede Person: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ Maleachi 3,18 macht das noch klarer. Gott sagt: „Dann sollt ihr wieder sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.“ (Maleachi 3,18). Hier setzt der Herr Gerechtigkeit damit gleich, ihm zu dienen. Wenn Gut als Gott zu dienen definiert wird, dann steht Böse für die Ablehnung von Gott und die Verweigerung, ihm zu dienen. Unabhängig davon, wie philanthropisch eine Person auf andere wirken mag, bringen ihre guten Taten nicht viel, wenn sie aus egoistischen Motiven erfolgen. Wenn wir uns zum Ziel setzen, in allem, was wir tun, Gott zu suchen und ihn zu ehren (1. Korinther 10,31), dann werden wir richtig und falsch verstehen und wissen, dass die Entscheidungen in unserem Leben Gott gefallen (Jeremia 29,13; 1. Petrus 3,12; Psalm 106,3).
GotQuestions.org: Fragen zur Bibel beantwortet
Dann werden alle zu der Zeit lebenden Menschen den Unterschied zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen sehen. Beim „Dienen“ geht es in erster Linie um den Opferdienst, das Zentrum der Beziehung des Volkes Israel zu Gott, darüber hinaus aber auch um das gesamte Leben der Gottesfürchtigen.
Mücher Der Prophet Maleachi: Das Buch der frechen Fragen
Von den Thessalonichern lesen wir das schöne Zeugnis:
„… und wie ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er aus den Toten auferweckt hat – Jesus, der uns errettet von dem kommenden Zorn“ (1Thes 1,9.10).
Der Dienst für Gott erschöpfte sich bei den Thessalonichern nicht in den Stunden des Zusammenkommens als Gemeinde, sondern ist eine Beschreibung ihres gesamten, Gott hingegebenen Lebens. Außerdem erwarteten sie, dass der Sohn Gottes aus dem Himmel wiederkäme, um hier auf der Erde das Reich zu errichten.
So werden auch die Treuen unter dem Volk Israel bald den Messias erwarten, der sie aus allen Drangsalen und vor allem von der Verfolgung der Gottlosen unter der Führung des Antichrists erretten wird. Von diesem Wiederkommen Jesu lesen wir weiter in den folgenden Versen.
Die Gläubigen (Mal 3,16-18). Es gab eine Gruppe von wahren Gläubigen in diesem Überrest, und sie blieben dem Herrn treu. Sie fürchteten den Herrn, das heißt, sie hatten Ehrfurcht vor ihm und verehrten ihn als den allmächtigen Herrn. Sie kamen zusammen, nicht um zu klagen, sondern um sich gegenseitig zu ermutigen und zu erbauen. Sie sprachen über den Herrn und fürchteten sich nicht davor, dass er hören könnte, was sie sagten!
Warren W. Wiersbe – Sei Commentary Serie
Ihre Versammlung war wahrscheinlich nicht sehr groß, und sie dachten vielleicht, dass nur wenig passierte, weil sie sich trafen und anbeteten, aber Gott hörte ihnen zu und schrieb ihre Worte auf. Ihre Nachbarn mögen sie ausgelacht haben, aber Gott war zufrieden mit ihnen. Sie vergeudeten ihre Zeit nicht, denn sie investierten in die Ewigkeit.
Gott hat sie zu seinem Eigentum erklärt und versprochen, sie im zukünftigen Gericht zu verschonen, wenn alle erkennen, dass es einen Unterschied zwischen den Gerechten und den Bösen gibt und dass dieser Unterschied wichtig ist.
Eine der Sünden der Priester bestand darin, dass sie nicht zwischen dem Weg der Heiligkeit und dem Weg der Sünde unterscheiden konnten. Für sie war ein Opfer so gut wie das andere, und doch sollten sie das Volk lehren, „den Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Gewöhnlichen zu erkennen und zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen“ (Hes 44,23).
Viele treue Diener Gottes werden entmutigt, weil die Zeiten schwierig sind, die Menschenmengen klein sind und ihre Arbeit nicht gewürdigt zu werden scheint. Menschen, die nicht wirklich mit dem Herrn unterwegs sind, scheinen mehr Aufmerksamkeit zu bekommen als die treuen Diener. Aber der Tag wird kommen, an dem Gott „seine Juwelen“ („kostbares Gut“, NIV; siehe Ex 19,5; Dtn 7,6) offenbaren wird, und dann werden die Treuen ihren Lohn erhalten. Jeder entmutigte Diener Gottes sollte 1. Korinther 4,1-5 lesen und darüber nachdenken.
Jehova hat es satt, euch darüber klagen zu hören, dass er Übeltätern besondere Gunst entgegenbringt und dass er Laster niemals bestraft und Tugend niemals belohnt. Er verkündet, dass er bald seinen Boten senden wird, um das große Gericht vorzubereiten, und dann wird er selbst, der große Richter, nach dem ihr euch sehnt, plötzlich in eurer Mitte erscheinen, um sein göttliches Gericht zu errichten. Wie viele von euch werden dann frei von Sünde sein? Denn Jehovas Gericht ist wie Feuer, und nichts als absolute Reinheit wird es überstehen. Alles, was unrein ist, muss verbrannt werden. Diese verdorbenen Priester und Leviten müssen zuerst gereinigt werden, und erst dann werden sie geeignet sein, an seinem heiligen Altar zu dienen. Dann werden die Opfergaben seines Volkes wieder wie in alten Zeiten für Jehova annehmbar sein. In seiner Zeit des Gerichts wird er auch die Vertreter der alten heidnischen Kulte in eurer Mitte verurteilen, jene, die gegen die Gesetze der sozialen Moral sündigen, jene, die die Wahrheit verdrehen und andere betrügen, die von ihnen abhängig sind, jene, die den Hilflosen Unrecht tun, und jene, die sich Gott selbst widersetzen.
Sanders & Kent – The Messages of the Bible – The Messages of the Later Prophets
Dieses Gericht ist notwendig, nicht weil sich Jehovas Charakter oder seine Gesetze geändert hätten, sondern weil ihr seit den frühesten Tagen eurer Geschichte versäumt habt, seinen Geboten zu gehorchen. Kehrt in aufrichtiger Reue zu ihm zurück, bereit, seinen Willen zu tun, und er wird euch vollständige Vergebung gewähren. Fragt ihr, wie ihr eure Reue zeigen sollt? Hört auf, Jehova zu berauben, und bringt unverzüglich die Zehnten und Opfergaben zur Unterstützung seines Tempels und seiner Diener ein. Da eure Ernten geringer ausfallen als gewöhnlich, begeht nicht den Fehler, Jehova etwas vorzuenthalten. Bringt alle seine gerechten Abgaben in die Tempelschatzkammer, und seht, ob er nicht eure Felder und Weinberge reichlich fruchtbar machen und das zerstörerische Vordringen der Heuschrecken aufhalten wird. Dann werdet ihr, anstatt im Schatten des durch Unglück hervorgerufenen Misstrauens zu leben, der Neid aller Völker sein, wegen des Friedens und des Wohlstands, die euch zuteilwerden.
Ihr seid ungerecht gegenüber Jehova, wenn ihr behauptet, es bringe keinen Vorteil, ihm zu dienen, und dass all eure Treue bei der Einhaltung seiner Gebote vergeblich gewesen sei. „Wir sind gezwungen, uns vor den arroganten Sündern zu verneigen, die, gestärkt durch ihren Reichtum und ihren Einfluss, Jehova ungestraft trotzen“, lautet das heimliche Klagen der Gläubigen. Doch der Herr hat ihren Schrei erhört und dafür gesorgt, dass ihre Treue festgehalten wird. Er verkündet auch, dass er sie an dem Tag, an dem er sich erhebt, um die Menschheit zu richten, als seinen ganz besonderen Schatz behüten und bewahren wird und ihnen besondere Gunst erweisen wird, wie ein Vater seinem treuen Sohn. Dann, ihr Zweifler, werdet ihr deutlich erkennen, welchen Vorteil es hat, das Richtige zu tun und Jehova zu dienen, auch wenn keine unmittelbaren Belohnungen in Sicht sind. In der Tat, der große Tag des Gerichts Jehovas naht. Dann werden diese arroganten, scheinbar wohlhabenden Sünder vollständig verzehrt werden, wie Stroh in einem riesigen Ofen. Dann wird euch, die ihr Jehova durch diese lange Nacht der Entmutigung und Bedrängnis treu geblieben seid, Befreiung und Rechtfertigung zuteilwerden wie die aufgehende Sonne, die der erwachenden Welt Licht, Freiheit und neues Leben bringt. Dann wird unaussprechliche Freude eure Herzen erfüllen. Dann werdet ihr nicht mehr gezwungen sein, den Gottlosen zu ihrem Wohlstand zu gratulieren, sondern feststellen, dass sie nichts weiter sind als Staub unter euren Füßen.
Wenn ihr bei Jehovas großem Gericht zu den Treuen gezählt werden wollt, befolgt sorgfältig die Gesetze, die er seinem Volk durch seinen Diener Mose gegeben hat. Um euch auf diesen entscheidenden Moment der Prüfung vorzubereiten, wird der Herr euch bald einen Propheten senden, der den kompromisslosen Eifer und Mut Elias besitzt, des ersten großen Reformpropheten. Er wird Harmonie und Einheit in euer Familien- und gesellschaftliches Leben bringen, wo jetzt nur Streit, Spaltung und Verrat herrschen. So wird er euch vor einer weiteren vernichtenden Zerstörung durch Jehova bewahren.
