Jehova lebt, und gepriesen sei mein Fels! und erhoben werde der Gott meines Heils!
Elberfelder 1871 – Psalm 18,47
ER lebt!
gesegnet mein Fels!
erhaben der Gott meiner Freiheit,
Buber & Rosenzweig – Psalm 18:47
Es lebe der Ewige! – Gepriesen sei mein Fels, erhoben werde der Gott meines Heiles,
Die Philippson-Bibel – Ps 18,47

Das ist einer der großen Unterschiede: Jehovah lebt – schon vor Beginn der Zeit und bis in alle Ewigkeit! Die anderen Götter haben nicht nur einen Anfang, sondern – wenn man die Märchen und Sagen dazu liest – sterben auch, oder werden im Kampf getötet 😉
Deshalb lohnt es sich wirklich, nicht nur den „lebendigen Gott kennen zu lernen“ sondern eine wirkliche persönliche Beziehung zu IHM zu haben! Deshalb lies deine Bibel und spreche im Gebet selbst mit IHM, anstatt dich durch eine Organisation oder Kirche „lenken zu lassen“.
Lebt: Obwohl die Gottlosen es davon halten möchten, als wäre er gestorben, dieweil ich in meinem Leiden am Kreuz also zugesehen und mich nicht erlöst hat, ehe ich stürbe.
Luther Studienbibel (2025) – Erklärungen
Erhaben: Dass er mich in meinem Leiden und Sterben erhalten hat, darum danke ich ihm für meine Erlösung.
Das große Gebet Davids, das die Quintessenz seines Lebens mit Gott darstellt, neigt sich dem Ende zu. Nach dem staunenden Gedenken an Gottes frühere Errettungen rundet der Lobpreis das Gebet Davids ab. Jahwe lebt! ist der alles Loben prägende Ausruf. Gottes Leben oder Lebendigkeit meint nicht seine »ewige Vitalität« im Sinne eines »unauslöschlichen Lebensprinzips«. Gottes Leben zeigt sich zu allererst in seiner Kraft zu retten. V. 47b–49 wiederholen in gedrängter Form das vorher in plastischen Bildern Gesagte. Weil die Bewährung im Kampf David für die Herrschaft über die Völker qualifizierte, sieht er sich im Geist bereits unter den Nationen preisen. David will seine Berufung zum Liturgen nunmehr unter ihnen praktizieren. Damit bekommt seine Weltherrschaft eine andere, eine gottgemäße Qualität: »Wenn der Gesalbte Gottes die Heiden mit dem Schwerte bekriegt, so ist es doch zuletzt der Segen der Erkenntnis Jahwes, dem er auf diese Weise Bahn bricht, und das Heil Jahwes, dem er als Mittler dient« (Delitzsch). Gott muß die Völker seinem Gesalbten unterwerfen, damit sie am Segen des Gottesvolkes Anteil gewinnen. Weil die Rettungen, die David widerfuhren, groß sind, haben auch die Völker einen großen Segen. Was David und seinem Geschlecht widerfährt, dient zur Rettung der Welt und ist Geheimnis der Geschichtswege Gottes!
Schneider – Wuppertaler Studienbibel
Der letzte Abschnitt des Psalms ist voll des Lobes für den HERRN; er bildet einen angemessenen Abschluss eines Psalms, der von Anfang bis Ende das rettende Handeln des HERRN würdigt. Diese Doxologie beginnt mit dem Ausruf „Jahwe lebt“ (חַי יהוה). Es ist eine Bestätigung nicht nur der Existenz des Herrn, sondern auch seiner Macht, die sich in seinen Taten zeigt – der Beweis, dass er lebt. Das unterscheidet ihn von den heidnischen Göttern, die stumm und ohnmächtig sind (Ps. 115:3, 5 usw.).5 Aber weil der Herr lebt, ist er des Lobes würdig: „Gesegnet (בָּרוּךְ, s.v. Ps. 5:12) sei mein Fels, erhaben (יָרוּם) sei der Gott meines Heils (Gott, der mich rettet).“
Allen P. Ross – Ein Kommentar zu den Psalmen 1-89 – Kommentar – Kregel exegetische Bibliothek
»gepriesen sei mein Fels«: David hatte sein Lied angefangen, weil er Gott für alle Errettungen danken wollte. Er endet sein Lied mit Dank. Er hat Gottes Wohltaten an ihm aufgezählt, und aus seinem Inneren bricht wieder Lob hervor. Weil »der HERR lebt«, lebt auch David noch (vgl. Joh 14,19). Ihm, dem Lebenden, verdankt er alles, und dass muss er laut sagen, damit alle es hören. Der hebräische Leser des Psalms wird unweigerlich an einen Schwur erinnert, denn der Ausdruck ḥaj JHWH ist gleichzeitig die übliche Einleitung zu einem Eid: »So wahr der HERR lebt …« (z. B. Rt 3,13; 1Sam 14,39). Das weiß David natürlich auch, und darum muss diese Anspielung von ihm beabsichtigt gewesen sein. Sein ganzes Leben, alles, was ihm widerfahren ist und alles, was er erzählt hat, beweist, dass Gott den Eid hält, den er geschworen hat.
Benedikt Peters – Die Psalmen
Wie zu Beginn seines Dankliedes nennt David zum Schluss seinen Gott und Herrn »Fels«. Warum greift er ausgerechnet diesen Namen Gottes wieder auf? Er will damit sagen, dass während seines ganzen Lebens und bei allem Auf und Ab seines eigenen Wandels, durch alles Wanken und Zagen hindurch einer nie gewankt hatte: sein Gott. In ihm allein fand David Festigkeit; er war es, der David getragen und nie versagt hatte.
»Der Gott meines Heils«: jišᶜî, das gleiche Wort wie im Ausdruck »Horn meines Heils« in Vers 3. Er soll »erhöht« werden. Gott hatte David über viele Nationen und über seine Feinde erhöht (V. 44–47). Dafür soll er und er allein erhöht werden.
…
»›Der HERR lebt!‹: Das ist ein Bekenntnis, also nicht lediglich die ehrerbietige Begrüßung eines Königs (z. B. 1Kö 1,25.39). In dieser Wahrheit sah der Israelit den großen Kontrast zwischen Jahwe, der alles tut, was ihm gefällt, und den Götzen, die einen Mund haben, aber nicht reden (Ps 115,3.5); vielleicht auch zwischen seinem nie endenden Leben und dem zyklischen Wechsel in der Existenz des Baal. Der Ruf ›Baal lebt‹ wechselte mit ›Baal ist tot‹. Der Tatsache, dass Jahwe ewig lebt und unermüdlich wirkt, ist die Tatsache der beständigen Festigkeit zugeordnet: Er ist ›mein Fels‹« (Kidner).
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