Familie Thomas Pape

,

Ich will ja nicht den Tod dessen, der stirbt, spricht der Herr, Gott, bekehret euch und lebet!

Denn ich habe kein Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr, Jehova. So kehret um und lebet!
Elberfelder 1871 – Hesekiel 18,32

Denn nicht am Tode des Todeswürdigen hab’ ich Wohlgefallen, Ausspruch des Herrn, des Ewigen: So kehrt um und lebt!
Die Philippson-Bibel – Hesekiel 18:32

Denn nicht habe ich mein Gefallen an dem Tod des Gestorbenen, ist der Ausspruch meines Herrn, Gottes, der seine Liebe in Rechtswaltung hüllt — Veranlaßt zur Umkehr und lebet!
Rabbiner Dr. Joseph Breuer – Hes 18,32

Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der stirbt, spricht der Herr, der Ewige. So kehrt um und lebt!
Streitenberger – Der Tanach Deutsch – Hes 18:32

Wenn ich mir die verschiedenen Plattformen anschaue, dann habe ich den Eindruck, dass es vielen heute „Spaß macht“ andere Menschen sterben zu sehen! Da postet man, wie man im Krieg mit Drohnen die Soldaten auf der anderen Seite umbringt. Oder wie man ganze Boote mit Bomben ,mit samt der Menschen darauf, zerstört. Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass das Leben eines Menschen immer weniger Wert ist. Und Jehovah – wie sieht ER das Töten von Menschen?

Israel hatte Gott Ungerechtigkeit vorgeworfen. Nun wandte Gott das Blatt. Handle ich etwa ungerecht? Handelt nicht vielmehr ihr ungerecht? (Vgl. V. 29 ; Hi 40,8 .)
Hesekiel erinnerte Israel daran, daß jeder einzelne aus dem Volk für seine Sünde verantwortlich war. Ich will dich richten, jeden nach seinen Wegen . Wenn Israel fiel, dann wegen der Sünden seiner eigenen Generation. Wegen dieser Sünden mußte das Volk umkehren, wenn es Hoffnung auf Rettung haben wollte. Israel brauchte eine geistliche Erneuerung. Die Menschen müssen ihre Übertretungen loswerden und ein neues Herz und einen neuen Geist bekommen (vgl. Hes 11,19; 36,26 ). Leben oder Tod hing davon ab, wie die Menschen persönlich Gott antworteten. Wer sich auch weiter gegen Gott auflehnte, würde sterben. Wer Buße tat und von der Sünde umkehrte, würde leben.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Exilanten bemängeln immer noch Gottes Charakter. Selbst nachdem er sein System der Gerechtigkeit erläutert hat, stößt Gott auf weiteren Widerstand. Seine Argumente genügen nicht. Gottes Verärgerung über die falsche Anklage drückt sich deutlich in der Art und Weise aus, wie er sie am Ende seiner Theologiestunde anspricht: „Hört, ihr Israeliten“ (18,25)!24 Hört die Wahrheit! Hört zu, ihr Zuhörer. Er dreht den Spieß um. Das Problem ist nicht Gottes Charakter, es ist euer Charakter! Eure Wege sind nicht gerecht oder „geregelt“ (18:25, 29). Er stellt ihren Charakter und ihr Verhalten in Frage (siehe auch 33,17). Die Aussagen „nehmt euch ein neues Herz“ (25 ) und „tut Buße und lebt“ (18,32; vgl. 14,6; 33,10) verpflichten sie zu dem von Gott gewollten Handeln, zu einer moralischen Verantwortung, richtig zu leben. Die Originalsprache legt die Lesart „kehrt um“ und „wendet euch um“ nahe, die das Ziel präziser erfasst (siehe 18,31). Obwohl es unmöglich ist, Gottes Urteil über Jerusalem rückgängig zu machen (vgl. 2,8; 7,1), fordert er die Exilanten auf, ihren Lebensstil so zu ändern, dass sie in ihrer gegenwärtigen Situation davon profitieren können.

Donna Petter – Hesekiel

Nachdem JHWH die Bedeutung der individuellen Verantwortung erläutert hatte, forderte er sein Volk in den Versen 30-32 zur Umkehr auf:
30 Darum will ich euch richten, Haus Israel, einen jeden nach seinen Wegen, spricht der Herr, JHWH. Kehrt um und bekehrt euch von all euren Übertretungen, damit die Ungerechtigkeit nicht euer Verderben ist. 31 Verwerft alle eure Übertretungen, die ihr begangen habt, und schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist; denn warum wollt ihr sterben, o Haus Israel? 32 Denn ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der stirbt, spricht der Herr JHWH; darum wendet euch und lebt.

Der Aufruf zur Umkehr beginnt in Vers 30a mit der Feststellung, dass Gott tatsächlich die Sünde richtet. Aufgrund all dessen, was er in den Versen 1-29 gesagt hat, beabsichtigte JHWH, das Haus Israel zu richten, sowohl national als auch individuell. Die Grundlage für dieses Gericht wären die Wege des Volkes. Mit anderen Worten: Gott würde sie nicht nach den Sünden ihrer Vorfahren beurteilen, sondern nach ihrem eigenen Verhalten.
In Vers 30b fordert JHWH sein Volk auf, zu ihm umzukehren und all seine Übertretungen aufzugeben. Der Grund für diese Aufforderung ist, dass die Missetaten nicht zum Verhängnis für Juda werden sollten. Wenn das Volk auf seinem bisherigen Weg beharrte, würden seine Sünden unweigerlich zu einem Stolperstein werden und zu seinem Untergang führen. Wenn sie jedoch umkehrten, könnten sie die in Deuteronomium 30:16 versprochene Langlebigkeit genießen, selbst wenn sie in Gefangenschaft wären.
In Vers 31 wird erklärt, was Umkehr bedeutet. JHWH wies sein Volk an, alle ihre Übertretungen abzulegen. Anstatt in der Sünde zu verharren, sollten sie sich ein neues Herz und einen neuen Geist schaffen. Ein „neues Herz“ steht für den Glauben und ein „neuer Geist“ für die Wiedergeburt. 188 Buße bedeutet also mehr als nur das Bekennen von Sünden. Sie erfordert eine endgültige Abkehr von den Sünden, die man bekennt. Der Grund, warum sich die Exilanten an diese Ermahnung halten sollten, ist, dass dies einen frühen Tod verhindern würde. Die Umkehr war der einzige Weg, um den in Vers 30b erwähnten Stolperstein der Ungerechtigkeit zu vermeiden.
Kapitel 18 schließt in Vers 32 mit einer Bekräftigung des Wunsches Gottes. Er hatte kein Vergnügen am Tod seines Volkes. Wenn jemandem ein vorzeitiger Tod drohte, dann wegen bestimmter Verstöße gegen das mosaische Gesetz. Deshalb sollten sie umkehren, Buße tun und leben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kapitel 18 die eigene Verantwortung Judas für das bevorstehende Gericht betont. Mit der Inbrunst und Dringlichkeit des liebenden Gottes, der er ist, beschwört JHWH sein Volk, seine Rolle bei der Gestaltung seiner Zukunft anzuerkennen. Trotz der Schlechtigkeit ihrer Vorfahren oder ihres eigenen Götzendienstes in der Vergangenheit hatten sie die Macht, das Todesurteil zu vermeiden. Indem sie dem Beispiel des in den Versen 14-18 beschriebenen gerechten Sohnes folgten oder sich an das in den Versen 21 und 27-28 beschriebene Prinzip der Umkehr hielten, konnten sie die im mosaischen Gesetz versprochene Langlebigkeit erlangen.

Arnold Fruchtenbaum – Ariels Bibelkommentar: Das Buch Hesekiel

Am Schluss betont der Herr: »Ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden« (V. 32). Damit wird die Aussage von V. 23 noch einmal bekräftigt. – Das ganze Kapitel wird zur Evangelisation, wenn wir am Ende den Ruf hören: »Also bekehrt euch, und ihr werdet leben!«

Maier – Wuppertaler Studienbibel

Wir sehen also, dass Jehovah den Tod auch von schuldigen Menschen NICHT will – und erst Recht hat Jehovah Sein Volk Israel NICHT verworfen! Wir werden in naher Zukunft sehen, dass Jehovah für Sein Volk eintreten wird!

0