Thomas Pape

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Denkst du, ich bin beschränkt? Glaubst du, ich kann das nicht?

Und Mose sprach: 600000 Mann zu Fuß ist das Volk, in dessen Mitte ich bin, und du sprichst: Fleisch will ich ihnen geben, daß sie einen ganzen Monat essen! Soll Klein- und Rindvieh für sie geschlachtet werden, daß es für sie ausreiche? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie gesammelt werden, daß es für sie ausreiche? Und Jehova sprach zu Mose: Ist die Hand Jehovas zu kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort dir eintrifft oder nicht.
Elberfelder 1871 – Numeri 11,21–23

ER sprach zu Mosche:
Ist MEINE Hand zu kurz?
jetzt wirst du sehn,
ob meine Rede dir eintrifft oder nicht.
Buber & Rosenzweig – Numeri 11:23

Der HERR antwortete: »Meinst du, es gibt eine Grenze für meine Macht? Du wirst jetzt gleich sehen, ob meine Zusage eintrifft oder nicht.«
Gute Nachricht Bibel 2018 – 4.Mose 11,23

Jahwe aber sprach zu Mose: Ist denn Jahwes Macht beschränkt? Nun sollst du erfahren, ob sich meine Verheißung dir erfüllt, oder nicht.
Textbibel – 4.Mose 11:23

Der Herr aber antwortete ihm: Ist denn die Hand des Herrn ohnmächtig? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort durch die Tat Erfüllung findet.
Arndt Allioli 1914 – 4.Mose 11,23

Mose konnte sich nicht vorstellen, daß Gott für eine solche Volksmenge genügend Fleisch schicken könnte. Er dachte, daß selbst alle Schafe und Rinder der Israeliten und alle Fische des Meeres – gemeint sind wohl die Meere am Sinai – für die 600000 Männer nicht für einen… Monat reichen würden. Aber der Herr antwortete, daß er noch Größeres tun könnte und Mose dies mit seinen eigenen Augen sehen werde.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Und der Herr sprach zu Mose: „Warte noch ein wenig, dann wirst du sehen, ob meine Worte in Erfüllung gehen oder nicht.“

Targum Onqelos zum Pentateuch

Und der Herr sprach zu Mose: „Ist es möglich, dass es vor dem Herrn einen Mangel gibt, wie zum Beispiel, dass deine Vorräte zur Neige gehen? Das gibt’s nicht.“

Targum Pseudo-Jonathan zum Pentateuch

Und er sagte zu Mose: „Hier ist etwas, das dir zuvor gefehlt hat, damit du weißt, was mit dir geschehen wird, falls es dir widerfährt.“
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Targum Neofiti zum Pentateuch

»Mose« gibt sehr nüchtern zu bedenken: »Sechshunderttausend Mann zu Fuß zählt das Volk und du sagst: Fleisch will ich ihnen geben, daß sie einen ganzen Monat lang zu essen haben?« (V. 21). Die runde Zahl »Sechshunderttausend« stammt aus 1,46; 2,32; vgl. 2Mo 12,37. Und er fügt hinzu: »Können so viel Kleinvieh und Rinder für sie geschlachtet oder alle Fische des Meeres für sie gefangen werden, daß es für sie ausreicht?« (V. 22). Aus V. 22 ergibt sich, daß das Volk noch immer »Kleinvieh« (Schafe und Ziegen) und »Rinder« besitzt. Das ist ja aus 7,1ff; 9,1ff schon hervorgegangen. Aber offensichtlich mußte man den Viehbestand schonen, schon im Blick auf Milch für die Kinder und kommende Strapazen sowie die Opfer. Ein hinweg-»schlachten« wäre also sinnlos. Die Frage mit den »Fischen« ist ähnlich rhetorisch. »Mose« enthüllt sich hier als ein Mensch, der sich Gott recht klein vorstellt. Man denke an ähnliche Fragen in 2Kö 4,43; 7,2. Vor allem aber werden wir an die Jünger bei der Speisung der Fünftausend erinnert (Joh 6,7ff; Mt 14,17). Nur ist der »zweite Mose«, Jesus, glaubensstärker. Andrerseits sollte man Mose nicht zu schnell zum Zweifler erklären. Er spricht ja in äußerster Anfechtung und Not (vgl. V. 10ff). Er bleibt in der Verbindung mit Gott. Aber er reibt sich an der Grenze des menschlichen Horizonts.
Gott begegnet ihm mit einer knappen Frage: »Ist denn Jahwes Hand zu kurz?« (V. 23). Er benutzt gewissermaßen als Zitat die Formulierung »Jahwes Hand«, die in Israel häufig war. Die Wendung, daß Gottes »Hand zu kurz« sei, wird in Jes 50,2; 59,1 im Blick auf die Erlösung gebraucht und besagt, daß Gott nicht helfen bzw. erlösen könne. Zu helfen ist aber seine Macht unbegrenzt (1Sam 14,6). Gott bringt die Menschen öfters mit solchen Fragen zur Besinnung (vgl. 1Mo 3,9. 11ff; 4,6f; Jon 4,4.9.10f). Hinzugefügt wird eine Verheißung: »Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort an dir in Erfüllung geht oder nicht«. »Jetzt« heißt: sofort. Der große Gott kann Termine für seine Wunder bestimmen (vgl. 2Kö 7,1; Lk 23,43). V. 25 zeigt die Erfüllung.

Maier – Wuppertaler Studienbibel

In V. 21 spricht Mose von 600.000 Männern, mit denen er umgehen muss; das sind die Familienoberhäupter. Sie alle mit Fleisch zu füttern, schien eine unmögliche Aufgabe zu sein.

Einige Sesselgelehrte sind sehr kritisch gegenüber dem Gebet des Mose. Sie sehen, dass er die gleiche Sünde begangen hat wie das Volk. Es ist offensichtlich, dass Gott die Dinge nicht so gesehen hat! In V. 10 wird uns gesagt, dass „der Zorn des HERRN sehr entbrannte“. Wenn Gott so fühlte, würde er dann erwarten, dass Mose mit Sanftmut und Leichtigkeit reagiert? Wo Gott Mose nicht verurteilt, ist es für Menschen Anmaßung und Sünde, dies zu tun. Dennoch geht ein Kommentator so weit, von einem „Wutanfall“ des Mose zu sprechen.Andere sind nicht so hart, aber zu viele scheinen zu glauben, dass Mose ein Stoiker hätte sein sollen. Die einfache Tatsache ist, dass Mose müde war, und er fühlte sich der Aufgabe, mit einem gottlosen Volk umzugehen, nicht gewachsen.

Wie wir in den Versen, die unserem Text folgen, sehen werden, wurden die siebzig Ältesten, die Mose zur Seite gestellt wurden, vor allem mit dem Geist erfüllt, um zu prophezeien (V. 24-27), um Gottes Wort allen zu verkünden, die in der Nähe waren. Ihre erste und wichtigste Aufgabe war es also, im Geist Zeugnis von Gottes Forderungen zu geben und das Zeugnis des Mose zu unterstützen. Da diese siebzig Ältesten von Gott berufen wurden, um Mose zu unterstützen, folgt daraus, dass ihre Weissagung darin bestand, Gottes Gericht über Israel zu verkünden, weil es gegen Gott und Mose rebelliert hatte. Nichts, was Gott durch diese Männer tat, hatte einen anderen Zweck als den, Mose und das Wort Gottes durch Mose zu unterstützen und aufrechtzuerhalten. Es war der Zorn über dieses beglaubigte Wort, der bald darauf zu der Rebellion führte, die von Korach, Dathan und Abiram als Anführer von 250 Fürsten angeführt wurde (Num. 16:1-3).Die Prämisse der Rebellen war, dass ihr Wort genauso gut war wie das Wort von Mose und den siebzig Ältesten.

Sünde ist Sünde, wo immer sie auftritt. In Numeri 11,4 sehen wir, dass die Sünde im Gesindel begann; sie setzte sich durch ganz Israel fort und schloss wichtige Fürsten ein. Geringere Fähigkeiten entschuldigen die Sünde nicht, ebenso wenig wie größere Fähigkeiten und Status. Sünde ist in Gottes Augen immer Sünde und unentschuldbar.

Oberflächlich betrachtet, ging es hier um Nahrung. Das Volk beschwerte sich über das Manna und erinnerte sich lebhaft an ihre Ernährung in Ägypten. Wenn wir ihre Version akzeptieren, schließen wir uns ihnen in ihrer Sünde an. Sünder haben immer vernünftige und logische Erklärungen für ihre Handlungen und Forderungen. Sie sind geschickt darin, die Vernunft zu benutzen, um die Sünde zu rechtfertigen. Gott fordert Mose auf, dem Volk zu sagen, was seine wahre Sünde ist: „… ihr habt den HERRN verachtet, der unter euch ist“ (V. 20). Unser Herr erklärt: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). Das Volk wusste, dass Gott in besonderer Weise im Lager war; Christen kennen nicht weniger die Verheißung von Matthäus 18,20. In beiden Fällen ist die Schlussfolgerung Gottes dieselbe, wo immer ein klagender und jammernder Geist vorherrscht: Ihr habt den Herrn verworfen oder verachtet (Num. 11,20).

Als Gott erklärte, dass er Fleisch für das ganze Volk bereitstellen würde, war Mose erschrocken, und er erinnerte Gott an die Anzahl der betroffenen Familien. Gott war geduldig mit Mose, denn Mose zeigte nicht Unglauben, sondern Verwirrung. Gottes Antwort war kurz und bündig: „Ist die Hand des HERRN zu kurz geworden?“ (v. 23). Gott, der zehn Plagen über Ägypten schickte, das Rote Meer teilte, die ägyptische Armee vernichtete und sein Volk mit Manna speiste, konnte sie auch alle mit Fleisch versorgen. Wie unser Herr uns sagt, „bei Gott sind alle Dinge möglich“ (Mt 19,26; Mk 10,27).

Um sich darauf vorzubereiten, die von Gott verheißene Speise zu empfangen, musste sich Israel heiligen, um für die Speise bereit zu sein, die am nächsten Tag kommen würde (V. 18). Obwohl Mose dem Volk diese Forderung mitteilte, wird uns nicht gesagt, ob sie sie erfüllten oder nicht (V. 24).

Laut John Urguhart wurde ein Gebiet entdeckt, das wahrscheinlich der Lagerplatz dieses Vorfalls war. Etwa vierzig Meilen vom Berg Sinai entfernt gibt es Hinweise auf ein großes und altes Lager, dessen Überreste sich kilometerweit erstrecken. Es wurden Beweise für viele Gräber gefunden.

Israel ähnelte an diesem Punkt zu vielen modernen Gesellschaften: Es wollte alle Vorteile der Sklaverei bei gleichzeitiger Freiheit. Die Sklaverei, ob sie nun Sozialismus oder sonst wie genannt wird, bietet Sicherheit, während die Freiheit Verantwortung erfordert und voller Risiken ist. Die Sklavenmentalität wird der Freiheit unter Gott misstrauen.

Rousas John Rushdony – Kommentare zum Pentateuch

RASHI
Du wirst bald sehen, ob das, was ich gesagt habe, bei dir eintrifft oder nicht! Rabban Gamaliel, der Sohn von R. Juda ha-Nasi, sagt: Moses sagte: „Es ist eine ausweglose Situation. Da sie nur nach einem Vorwand suchen, kann es ihnen nie genug sein. Sie werden dich auf jeden Fall verurteilen, egal was du tust. Wenn du ihnen Rindfleisch gibst, werden sie sagen: ‚Wir wollten Hammelfleisch.‘ Wenn du ihnen Hammelfleisch gibst, werden sie sagen: ‚Wir wollten Rindfleisch, Wild, Vögel, Fisch, Heuschrecken!‘“ Gott sagte zu ihm: „Sie werden also sagen, dass meine Macht begrenzt ist, egal was ich tue.“ Moses antwortete: „Ich werde hingehen und sie beruhigen.“ Aber Gott warnte ihn: „Du wirst bald sehen, ob das, was ich gesagt habe, eintrifft oder nicht! Sie werden nicht auf dich hören!“ Mose sagte zu ihnen: „Gibt es eine Grenze für die Macht des Herrn? ‚Er schlug den Felsen, und Wasser floss, Bäche sprudelten hervor; kann er nicht Brot geben? Kann er sein Volk nicht mit Fleisch versorgen?‘ [Ps. 78,20].“ Sie antworteten ihm: „Das sind nur Worte! Er ist machtlos, unsere Bitte zu erfüllen!“ Das geschah, als „Moses hinausging und dem Volk die Worte des Herrn verkündete“ (V. 24). Da sie ihm keine Beachtung schenkten, „versammelte er siebzig Älteste des Volkes und stellte sie um die Stiftshütte herum auf“.
NAHMANIDES
Gibt es eine Grenze für die Macht des Herrn? Wörtlich: die „Hand“ des Herrn. Ähnlich finden wir: „Königlicher Wein wurde in Fülle serviert, wie es sich für die Hand eines Königs gehört“ (Esther 1:7). Das musste nicht auf wundersame Weise geschehen. Er sagte zu Mose nicht, wie zu Jeremia: „Ist etwas zu wunderbar für mich?“ (Jer. 32,27), denn es war nichts „Wunderbares“ damit verbunden. Alles, was passierte, war, dass „ein Wind vom Herrn aufkam, die Wachteln vom Meer herüberwehte und sie über das Lager verstreute“ (V. 31) – kein „starker Ostwind“ (2. Mose 14,21) oder „sehr starker West wind“ (2. Mose 10,19), wie sie für Wunder verwendet werden, sondern ein gewöhnlicher, alltäglicher Wind. Die Wachteln wurden nicht extra für sie erschaffen, und es passierte nichts Ungewöhnliches. Selbst das plötzliche Auftauchen der Wachteln, die das Lager bedeckten, war für sie nichts Neues; siehe 2. Mose 16,13. Das Einzige, was diesmal ungewöhnlich war, war die riesige Anzahl der Wachteln.
ZUSÄTZLICHE KOMMENTARE
Gibt es eine Grenze für die Macht des Herrn? Ich habe viel mehr Geschöpfe hier auf der Erde, als ihr euch vorstellen könnt (Bekhor Shor). Ich kann sie auch ohne die Herden und Fische ernähren, die ihr erwähnt habt (Kimhi). Ich werde sie nicht durch die 70 Männer ernähren, sondern durch meine eigene Kraft (Hizkuni). Ihr scheint zu denken, dass ihr diese unmögliche Aufgabe erfüllen müsst; das ist nicht der Fall, diese Aufgabe ist meine. – Oder es könnte sich auf die Macht des Herrn beziehen, zu bestrafen (Abarbanel). Oder auch nicht. Dies ist einer von nur sieben Versen in der Bibel, die mit den Worten „oder auch nicht“ enden; die anderen sind Gen 24,21; Gen 27,21; Gen 37,32; Ex 16,4; Dtn 8,2 und Ri 2,22 (Masora).

Michael Carasik – Die Kommentatorenbibel – Numeri: Einleitung und Kommentar

OB MEIN WORT IN ERFÜLLUNG GEHT: Das Wort „ha-yikrekha“101, von der Wurzel kof, resh, heh. (wird in Erfüllung gehen), ähnelt „va-yiker mikrehah“102. Beide Wörter stammen von der Wurzel kof, resh, heh. (und ihr Schicksal war) (Ruth 2,3).

Ibn Ezra über den Pentateuch

6:7 A. R. ‘Aqiba erklärte: „Sollen die Schaf- und Rinderherden für sie geschlachtet werden, damit sie genug haben? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie zusammengetragen werden, damit sie genug haben (4. Mose 11,22)? Das dient als Beispiel, wie es heißt: ‚Und wenn sie sich kein Lamm leisten kann‘ (3. Mose 12,8). Was ist schwieriger? Dies oder: „Hört doch, ihr Rebellen! Sollen wir euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen?“ (4. Mose 20,10). Man muss zu dem Schluss kommen, dass dies schwieriger ist als „Hört … ihr Rebellen“.
„Aber (das zeigt), dass derjenige, der den Namen des Himmels im Verborgenen entweiht – darüber wird hinweggesehen. Tut er es jedoch offen, wird er bestraft.
„Diese Tat, die er im Verborgenen begangen hat, hat der Allgegenwärtige übersehen.“
B. R. Simeon b. Eleazar sagt: „Selbst diese Tat, die im Verborgenen begangen wurde, hat der Allgegenwärtige nicht übersehen, denn es heißt: ‚Nun sollt ihr sehen, ob mein Wort für euch in Erfüllung geht oder nicht‘ (Num. 11,23).“
C. „Aber ich [Simeon b. Yoḥai] sage: ‚Der Himmel bewahre, dass einem solchen Gerechten ein solcher Gedanke in den Sinn käme, dass er sagen würde: ‚Der Allgegenwärtige kann nicht genug für uns und unser Vieh bereitstellen!‘
„Es ist unmöglich, dass der, von dem es heißt: ‚Nicht so mit meinem Knecht Mose; ihm ist mein ganzes Haus anvertraut‘ (4. Mose 12,7), den Gedanken im Sinn hat, der Allgegenwärtige könne nicht genug für uns und unser Vieh bereitstellen! „Und war es nicht so, dass, als die Israeliten in Ägypten waren, der Nil den Ägyptern genügend Fisch lieferte und das Vieh der Ägypter den Ägyptern genügend [Fleisch] lieferte?
„Aber entscheidend ist die folgende Schriftstelle: Ihr sollt nicht einen Tag oder zwei Tage oder fünf Tage oder zehn Tage oder zwanzig Tage essen, sondern einen ganzen Monat (4. Mose 11,19–20).
D. „Da sprach Mose vor dem Heiligen, gesegnet sei Er: ‚Herr der Welt, ist es recht, dass du ihnen gibst, was sie brauchen, und sie dann tötest? Sagt man zu einem Menschen: „Nimm ein Brot und fahr zur Hölle“? Sagt man zu einem Esel: „Nimm einen Kor Gerste, und dann hacken wir dir den Kopf ab“?‘
„Die Leute werden über mich und dich sagen: ‚Ihr werdet keinen Lohn für die Botschaft erhalten‘ [vgl. 2. Sam. 18,22].
E. „Er sagte zu ihm: ‚Aber ist es recht, dass sie sagen: „Der Allgegenwärtige kann uns und unserem Vieh nicht genug Nahrung geben? Aber sollen sie und tausend wie sie doch zugrunde gehen!“‘ Doch lass deine Hand vor mir nicht auch nur einen Augenblick lang nachlassen, wie es heißt: ‚Und der Herr sprach zu Mose: Ist die Hand des Herrn zu kurz? Nun sollst du sehen, ob mein Wort für dich in Erfüllung geht oder nicht (4. Mose 11,23).‘“

6:8 A. Rabban Gamaliel, Sohn von R. Juda dem Patriarchen, sagt: „Es ist unmöglich, sich gegen ihre Torheit zu wehren!
„Wenn du ihnen das Fleisch eines großen Tieres gibst, werden sie sagen: ‚Aber wir wollten das Fleisch eines kleinen Tieres.‘
„Wenn du ihnen das Fleisch eines kleinen Tieres gibst, werden sie sagen: ‚Wir wollten das Fleisch eines wilden Tieres oder eines Vogels.‘
„Wenn du ihnen das Fleisch eines wilden Tieres oder eines Vogels gibst, werden sie sagen: ‚Wir wollten Fisch und Heuschrecken‘, denn es heißt: ‚Sollen Herden und Vieh für sie geschlachtet werden, damit es ihnen genügt? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie zusammengetragen werden, damit es ihnen genügt?‘ (4. Mose 11,22).
B. „Der Heilige Geist antwortete: ‚Nun werdet ihr sehen, ob mein Wort für euch in Erfüllung geht oder nicht‘ (Num 11,23).“
C. „Und ich [Simeon b. Yoḥai] ziehe meine Meinung der Meinung von R. ‚Aqiba vor.“

Jacob Neusner – Die Tosefta: Aus dem Hebräischen übersetzt mit einer neuen Einleitung

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