Und er ging von dannen fort und kam in das Haus eines Gewissen, mit Namen Justus, welcher Gott anbetete, dessen Haus an die Synagoge stieß. Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Hause; und viele der Korinther, welche hörten, glaubten und wurden getauft.
Elberfelder 1871 – Apostelgeschichte 18,7–8
Er verließ die Synagoge und sprach von nun an im Haus von Titius Justus, einem Griechen, der sich zur jüdischen Gemeinde hielt; das Haus lag direkt neben der Synagoge.
Der Synagogenvorsteher Krispus kam zum Glauben an Jesus als den Herrn und mit ihm seine ganze Hausgemeinschaft. Viele in Korinth, die davon erfuhren, kamen ebenfalls zum Glauben und ließen sich taufen.
Gute Nachricht Bibel 2018 – Apostelgeschichte 18:7–8
Er verließ die Synagoge und verkündete das Evangelium von da an bei Titius Justus, ´einem Nichtjuden, der an den Gott Israels glaubte und dessen Haus unmittelbar neben der Synagoge stand. In der Folge kam ´kein Geringerer als Krispus, der Vorsteher der Synagoge, zum Glauben an den Herrn – er und alle, die in seinem Haus lebten. Auch viele andere Korinther, die ´Gottes Botschaft` hörten, glaubten und ließen sich taufen.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Apg 18,7–8
Und so wechselte er von dort hinüber und kehrte im Haus von einem mit Namen Titius Justus ein, der Gott gegenüber Ehrfurcht bekundete und dessen Haus an die Synagoge angrenzte.
Da kam der Synagogenvorsteher Krispus gleichzeitig mit seiner gesamten Familie zum Glauben an den Herrn und dauernd wurden viele von den Korinthern, die zuhörten, gläubig und ließen sich untertauchen.
Gottes Agenda – Apg 18:7–8

Κρίσπος Krispus. ἀρχι-συνάγωγος Synagogenvorsteher (vor allem für die äußere Ordnung bei den Gottesdiensten verantwortl.; vgl. zu Mt 9,18). ἐ-πίστευσεν Aor. πιστεύω; Aor. hier ingr. (H-S § 194i; A240b): Krispus kam zum Glauben; Paulus erwähnt seine Taufe in 1Kor 1,14; er u. Gaius sowie die Hausgemeinschaft des Stephanas waren offenbar die ersten Korinther, die Christen wurden. Κορίνθιος Korinther; πολλοὶ τῶν Κορινθίων (gen. partitivus, A164) ἀκούοντες (erg. τοῦτο/ταῦτα od. τοῦ λόγου od. Παύλου) viele Korinther, die davon (od. die Botschaft) hörten od. … die (Paulus) zuhörten (od. als sie statt die). ἀκούοντες Ptz. ἀκούω, attr. od. temp. ἐ-πίστευον Ipf.; Ipf. hier iter. (A237b; gilt analog für ἐβαπτίζοντο): sie kamen zum Glauben (d. h. immer, wenn Menschen [es] hörten/zuhörten, kam eine Anzahl zum Glauben). ἐ-βαπτίζοντο Ipf. Pass. βαπτίζω. [Var. πιστεύοντες Ptz., mod./kaus.]
Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament
Nachdem Paulus die Synagoge verlassen hatte, fand er daneben, im Haus eines Mannes mit Namen Titius Justus, einen Ort, an dem er weiter predigen konnte. Titius Justus war wahrscheinlich Heide, denn er wird als Gottesfürchtiger bezeichnet (vgl. Apg 16,14;17,4). Auch Krispus, der Vorsteher der Synagoge, kam zum Glauben an den Herrn mit seinem ganzen Hause. Die Bekehrung von Krispus, der natürlich mit dem Alten Testament vertraut war, war zweifellos der Anlaß, daß auch viele andere Korinther gläubig wurden und sich taufen ließen.
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Auf die Verwerfung der Juden hin ging der Apostel in das Haus des »Justus«, eines Proselyten, »dessen Haus an die Synagoge stieß«. Als er seinen Dienst von diesem Haus aus tat, hatte der Apostel Paulus die Freude zu sehen, wie »Krispus …, der Vorsteher der Synagoge … mit seinem ganzen Haus« zum Herrn kam. Auch »viele« andere »Korinther« vertrauten ihr Leben dem Herrn an »und ließen sich taufen«. Paulus taufte Krispus und einige andere (1. Kor 1,14–16), doch es war normalerweise seine Gewohnheit, das einen anderen Gläubigen ausführen zu lassen. Paulus fürchtete, dass die Menschen um ihn herum Parteiungen aufbauten, statt ihre Liebe und Hingabe ganz dem Herrn Jesus zu widmen.
MacDonald – Kommentar zum Neuen Testament
Erfolglos blieb der Dienst nicht: „Krispus aber, der Synagogenvorsteher, wurde gläubig an den Herrn mit seinem ganzen Hause.“ Paulus nennt ihn 1 Ko 1, 14 als einen der wenigen, die er eigenhändig in Korinth getauft hat. Heißt nun das nächste Sätzchen: „Viele Korinther, die ,es‘ hörten, glaubten und ließen sich taufen“? War die Bekehrung des Synagogenvorstehers so eindrucksvoll, daß viele dadurch zum Glauben kamen? Wäre das einem Paulus lieb gewesen? Man kann auch übersetzen: „Viele korinthische Hörer glaubten und ließen sich taufen.“ Es geht ganz allgemein um Einwohner der Stadt, die die Verkündigung des Paulus in der ganzen Zeit gehört hatten und nun die Entscheidung für Jesus vollzogen.
de Boor – Wuppertaler Studienbibel
Neben den schon vorher genannten Juden (V. 4) brachen noch weitere aus der Synagogengemeinschaft aus. Unter ihnen – und nun nennt Lukas wieder den Namen eines wichtigen Erstbekehrten – ist sogar ein gewisser Krispus, der hohes Ansehen in Korinth genossen haben muß. Sein Name kommt aus dem Lateinischen. Paulus hat ihn selbst getauft (1 Kor 1,14). Es fällt die Signalwirkung auf, die Krispus’ Bekehrung zwar nicht auf die Juden, aber doch auf die heidnischen Korinther ausübte. Manche Ausleger vermuten, die Bekehrung des Synagogenvorstehers müsse chronologisch früher gewesen sein und eher die Hinwendung der Juden zum Christentum bewirkt haben. Sie stellen daher die Reihenfolge der geschilderten Ereignisse um und lassen Krispus den Erstbekehrten sein, der etliche Juden nachzog, was wiederum von der Synagogengemeinde mit Neid beobachtet wurde, so daß Paulus daraufhin die Synagoge räumen mußte, was nun wieder zur Hinwendung etlicher Heiden zur Gemeinde geführt habe. Wer Geschichte auf dem Reißbrett konstruieren will, mag freilich zu solchen Ergebnissen gelangen. Sie verläuft aber nie so glatt und häufig gerade anders, als wir es uns vorstellen würden. Die uns unerklärlichen Mosaikstücke bestätigen gerade die Zuverlässigkeit der Überlieferung. Es besteht kein Grund, Umstellungen vorzunehmen.
Edition C Bibelkommentar
Wenn es in V.7 heißt, daß Paulus „von dannen fort (ging) und … in das Haus eines Gewissen, mit Namen Justus (kam), welcher Gott anbetete, dessen Haus an die Synagoge stieß“, ist daraus nicht ersichtlich, ob damit ein Wechsel seiner Unterkunft vom Haus des Aquila und der Priscilla in das Haus des Justus gemeint ist, oder ob das Haus des Justus nur als Verkündigungsort neben der Synagoge genutzt wurde. Er hat vielleicht gewußt, daß es in der Synagoge noch interessierte Menschen gab, auf die er mit dem Evangelium Einfluß nehmen wollte. Im Haus des Justus neben der Synagoge sah er mit Freuden, wie sich das Haus des Krispus, des Synagogenvorstehers, dem Heiland anvertraute. Bekehrte sich mit den Angehörigen des Krispus erstmals in Korinth ein ganzes Haus? Hier in V.8 finden wir jedenfalls in der Apostelgeschichte die vorletzte Erwähnung der Taufe im Anschluß an die Bekehrung, letztmalig wird sie bei dem speziellen Fall in Ephesus erwähnt (19,5). Von jetzt an können wir die Taufe Neubekehrter als selbstverständlich betrachten. Paulus hatte sehr darauf acht, nicht den Anschein zu erwecken, als werde auf seinen Namen getauft. Es lohnt sich, 1Kor 1,14-16 in diesem Zusammenhang zu zitieren: „Ich danke Gott, daß ich niemand von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus, auf daß nicht jemand sage, daß ich auf meinen Namen getauft habe. Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich jemand anders getauft habe“. Es ist interessant, daß Paulus für diese Tatsache dankte und der schrifteingebende Geist ihn schreiben ließ, er habe die genauen, mehrere Jahre zurückliegenden Sachverhalte vergessen. Es hat fast den Anschein, als handele Paulus so, um mögliche Unruhe, nämlich die Entstehung einer „Partei des Paulus“, zu vermeiden. Die Taufe vollzogen eindeutig andere, denn „viele der Korinther, welche hörten, glaubten und wurden getauft“.
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Die Ergebnisse des Dienstes von Paulus in Korinth werden in den Versen 7-8 beschrieben. Paulus verließ nun die Synagoge und ging in das Haus des Titus Justus (V. 7). Der Name dieses Gläubigen zeigt, dass er ein Römer war. Vielleicht war sein voller Name Gaius Titus Justus (Röm. 16:23). Er war einer, der Gott anbetete, d. h. er war „ein Gottesfürchtiger“ oder „ein Proselyt aus dem Tor“, aber jetzt war er ein Gläubiger an den Messias geworden. Sein Haus war fest[ 487 ] mit der örtlichen Synagoge verbunden, das heißt, es lag direkt daneben.
Arnold G. Fruchtenbaum – Ariel’s Bibelkommentar
In Vers 8 wird ein zweiter Gläubiger genannt, Crispus. Er war der Vorsteher der Synagoge, d.h. er war für das Gebäude und die Durchführung der Gottesdienste zuständig. Infolge der jüdischen Evangelisation des Paulus kam auch der Synagogenvorsteher mit seinem ganzen Haus zum Glauben an den Herrn. Paulus taufte ihn (1. Korinther 1,14). Außer diesen beiden kamen noch viele andere Korinther zum Glauben. Dies bezieht sich wahrscheinlich auf heidnische Gläubige, und auch sie wurden getauft. Nach 1. Korinther 1,14-17 hat Paulus nicht den größten Teil der Taufen durchgeführt, so dass sie wahrscheinlich von Silas und Timotheus getauft wurden.