Familie Thomas Pape

stummer Schwan – oder doch „Unterhaltung“?

Aus dem Buch „Die Wildschwäne Europas“

Schwanenküken Töne

Langandauernde Paarbildung und Familienstabilität setzen vorraus, dass sich die Tiere persönlich kennen. Sie erkennen sich an optischen und akustischen Merkmalen. … Zwar fehlen spezielle Untersuchungen, doch es ist bekannt, wie empfindlich Schwäne bei Annäherung auf feinste Bewegungen reagieren. ….
über die Leistungsfähigkeit des Ohres ist ebenfalls wenig bekannt, doch ein ausgeprägtes Unterscheidungsvermögen für Lautstrukturen ist anzunehmen. Die Vielfalt an Stimmesäusserungen deuten in diese Richtung.

auf Seite 102 heißt es dann

Trotz ihrer Schwere fliegen Schwäne gut und schnell. Sie sind allerdings kaum in der Lage, rasche Wendemanöver auszuführen. Im Fluge ist der Hals nach vorn gestreckt und leicht nach unten geneigt, der Rumpf wird waagerecht gehalten. Die weit ausgespannten Flügel werden langsam, aber kräftig bewegt. … Der Schwanz, der die nach hinten gestreckten Beine überdeckt, bildet mit diesem zusammen eine aerodynamische Steuereinheit.

Schwäne müssen viel Kraft aufwenden, um beim Abflug von der Wasseroberfläche abzuheben. Vorbereitend wird das Gefieder glatt angelegt, der Hals steil nach vorwärts gerichtet und der Körper gegen den Wind gestellt. Dem Anflug gehen einige knappe aufwärts gerichtete Schnabelbewegungen vorraus. Durch Schlagen mit den mächtigen Flügeln und Treten mit den Füßen, die zunächst die Wasseroberfläche berührenm hebt sich der Körper allmählich vom Wasserspiegel. Erst wenn etwas Höhe gewonnen ist, werden die Füße nach hinten getreckt … Der Anlauf kann bis 40 Meter sein, ehe es dem Vogel gelingt, sich von der Wasseroberfläche zu erheben. ….Beim Auffliegen von Land aus….nehmen einen langen Anlauf, wobei sie die Flügel weit auseinanderbreiten.

Während der Wanderung fliegen Schwäne in relativ grosser Höhe mit Geschwindigkeiten zwischen 60 und 90 km/h….Weite Wanderungen legen sie nachts zurück….

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