Wir wachsen immer weiter ;-)

einfach schön, dieses Jahr die Federn beim Wachsen anzuschauen – und Tag für Tag die Fortschritte zu sehen!

Aber wir gehören wohl schon zur „Familie dazu“ – denn die Schwäne waren gestern als wir kamen, an einem der „Badestrände“. Als wir ankamen, nur ein kleines „Begrüßungsfipfip“ und dann wurde sich weitergeputzt …

Später in der Nähe der „Futterstelle“ wurde dann gierig auch „Natur“ gefressen 😉

Thomas 5. September 2011 Schwäne,Weißensee 2 Kommentare Trackback URI Kommentare RSS

2 Kommentare zu “Wir wachsen immer weiter ;-)”

  1. CICONIA-Horstam 5. September 2011 um 12:58 Link zum Kommentar

    Eine sehr schöne Flügelstudie (oberstes Bild).
    Deutlich ist der Unterarm mit den Armschwingen zu erkennen und den darüberliegenden großen,mittleren und kleinen Oberlügeldecken,die der aerodynamischen Stabilisierung des Flügels im Fluge dienen.
    Der Unterarm gleicht der Tragfläche eines Flugzeuges und gibt dem Schwan überwiegend den Auftrieb.
    Am Ende des Unterarmes deutlich sichtbar das Handgelenk mit der rechtwinklig abgewinkelten Hand im Bild und den Handschwingen.Sie dienen überwiegend dem Vortrieb des Schwanes.Eine strikte Funktionstrennung zwischen Arm- und Handschwinge besteht nicht.

    Der Schwan ist der SCHWERSTE Vogel der noch flugfähig ist.

    Deutlich auch die Steuerfedern (Schwanzgefieder) ekennbar.An der oberen Schwanzwurzel,durch eine aufstellbare Federklappe abgedeckt,liegt die Bürzeldrüse,eine Talgdrüse,von der sich der Schwan mittels Schnabel,Kopf- und Oberhalsgefieder den Talg holt um damit sein Gefieder durch einstriegeln wasserabweisend zu machen,sonst würde sich das Gefieder,vor allem Bauchgefieder,mit Wasser vollsaugen und der Schwan untergehen.

    Einen Großteil des Tages verbringen daher Schwäne mit der Gefiederpflege,denn die Federn eines Vogels sind sein Ein- und Alles und der Schnabel ein Universalwerkzeug.(Fressen,Verteidigung,Gefiederpflege,Nestbau,Transportinstrument usw.).

    CICONIA-Horst

  2. CICONIA-Horstam 5. September 2011 um 17:04 Link zum Kommentar

    Bild 4 zeigt eine typische Situation bei der es immer wieder zu Angelhakenverletzungen und/oder Bleivergiftungen kommt.

    Die Hauptnahrung der Schwäne sind Unterwasserpflanzen,im Hobby-Angler-Jargon als „Kraut“ bezeichnet.Sie fressen davon je nach Alter,Größe und Gewicht im Schnitt 2,5 kg Abtropfgewicht in 24 Stunden davon und holen dieses Kraut durch Abschneiden mit dem Schnabel,ggf. bei tieferem Bewuchs durch Gründeln und Aufkippen aus dem Wasser heraus.

    Bei Krautbewuchs erfolgen bei den Hobby-Anglern häufig Hänger des Angelhakens mit Köder und Bleigewicht,so daß sich der Haken nicht mehr aus dem Kraut lösen läßt und die Vorfachschnur,die eine „Sollbruchstelle“ der Montage ist,reißt.
    Das Vorfach mit Haken und Blei und Blinker und anderen Montagen verbleibt im Kraut.

    Nimmt der Schwan solches belastetes Kraut auf kann er auf Grund der harten Struktur des Krautes nicht zwischen Kraut und Vorfachschnur unterscheiden und der Haken bleibt im Schnabel,der Zunge, dem Zungengrund oder in der langen Speiseröhre stecken.Ist der Haken hinreichend von Kraut eingewickelt kann er gelegentlich in den Vormagen abgeschluckt werden und gelangt in den Magen.Dann hat der Schwan meist „gewonnen“ wenn nicht noch eine Bleikugel am Vorfach war.

    Im Magen der Wasservögel befinden sich zur Zerkleinerung der derben zellulosehaltigen Unterwasserpflanzen kleine Steinchen,die Mahlsteine,die den Haken einschließen und schleifen.Die Salzsäure des Magens löst ihn im Laufe der Zeit mit auf und die Schnurreste lösen sich vom Haken und werden als Ballaststoff mit dem Kot ausgeschieden.Doch solche Glücksfälle sind selten.

    Wurde eine Bleikugel mit verschluckt hat der Schwan wieder „schlechte Karten“.Die Bleikugel wird von den Mahlsteinen von ihrer Bleioxidschicht befreit und silbeglänzend blank geschliffen zu matallischem Blei und mikroskopisch kleinen Bleipartikelchen.Dadurch entsteht eine große Bleioberfläche die nun durch die Salzsäure des Magens das blanke Blei in das wasserlösliche Bleichlorid umsetzt welches nun vom Darm resorbiert wird und damit in die Blutbahn und die Nervenorgane gelangt.Der Schwan geht jämmerlich an einer schleichenden Bleivergiftung zugrunde.

    Aufgenommenes Blei läßt sich beim Schwan an einer bläulich-grauen Einfärbung des Unterschnabelbodens erkennen die man bei Handfütterung und hoch gehaltenem Futterbrocken beobachten kann,weil dabei der Schnabel aufgesperrt wird.

    Beim Menschen ist eine chronische Bleivergiftung an den blaugrauen Bleiablagerungen am Zahnfleisch erkennbar,dem Bleisaum.

    CICONIA-Horst

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