Tiere Tiere III

In dem Buch Tiere sind ganz anders (1952) — eine Untersuchung der „Grenze zwischen Tier- und Menschenwelt“ — schreibt Hans Bauer:
„Im Gegensatz zum Menschen ergründet kein Tier das Warum seiner Handlung. Es tut, wenn man es frei walten läßt, eben das, und gar nichts anderes, was ihm gefällt und was ihm Behagen schafft. In aller Regel ist ihm freilich angenehm, was ihm je nach seiner Veranlagung nützlich ist. Und nützlich ist ihm in sehr vielen Fällen die Herstellung eines Gemeinschaftslebens [wie im Fall der Termiten, der Ameisen, der Bienen, der Vögel usw.]“ (S. 193).
Das soll nicht heißen, daß Tiere keine Gefühle haben. In dem oben zitierten Buch heißt es auf Seite 19:
„Wir haben allen Grund, den Tieren zuzugestehen, daß sie wie wir Menschen Furcht, Haß, Zuneigung, Ekel, Heimweh, Heimatliebe, Wut, Schrecken, den Geselligkeits- und Nachahmungstrieb kennen, daß sie Lust und Kummer, Freude und Niedergeschlagenheit empfinden.“
Doch diese Gefühlsregungen sind im allgemeinen nur vorübergehend und sind nicht im Verstand begründet. Zum Beispiel kann es vorkommen, daß ein Hund zu seinem Herrn hält und für ihn kämpft, selbst wenn dieser ihn sehr schlecht behandelt und ihn grausame und böse Dinge tun läßt.
Nur Menschen haben eine Vorstellung von der Zukunft und planen für die Zukunft. Sie können in die Ewigkeit, in die Unendlichkeit, blicken. Die Bibel sagt über Gottes Gabe für die Menschen: „Auch die unabsehbare Zeit hat er in ihr Herz gelegt“ (Pred. 3:11). Tiere dagegen leben nur für den Augenblick oder für die unmittelbare Befriedigung ihrer Begierden. Der Mensch baut für die Zukunft. Er macht von den Erkenntnissen und Entdeckungen der Vergangenheit Gebrauch, um seine Zukunft zu planen, und die meisten Menschen würden ihre Pläne gern bis in alle Ewigkeit verfolgen. Die Menschen fürchten sich vor dem Ende ihres Lebens. Sie wissen, wie das Leben ausgeht: Zuerst kommt der Vorgang des Alterns bis zum Tod, und dann muß man seine lieben Angehörigen zurücklassen und kann seine Pläne nicht mehr verwirklichen. Alle Freude hört auf, und bald wird man vergessen sein. Die Tiere sind in dieser Hinsicht jedoch „unerschrocken“, wie es in der Bibel in bezug auf den Strauß gesagt wird.

Thomas 15. Januar 2012 Natur,Schwäne Ein Kommentar Trackback URI Kommentare RSS

Ein Kommentar zu “Tiere Tiere III”

  1. CICONIA-Horstam 15. Januar 2012 um 23:05 Link zum Kommentar

    Der TOD

    Niemand hat das ewige Leben auf dieser Erde gepachtet;auch nicht die Tiere.Wir Alle sind nur Gast auf dieser Erde.

    Der „Sensenmann“ holt Alle ein.

    Aus der Erde Staub und Asche entstanden kehren wir wieder dorthin zurück woher wir gekommen sind;zur Mutter Erde.
    Es bleibt Alles hier was wir im Leben erschafften und durch unsere Habgier errafften.Es bleibt bei Mutter Erde.
    Niemand kann etwas mitnehmen beim Gang über die große Regenbogenbrücke in das Tal der ewigen Gründe.

    Mit unser Aller Geburt ist gleichsam auch unser Tod besiegelt,denn das Leben ist eine Einbahnstraße in der es kein ZURÜCK gibt.

    Nach der Biblischen Legende hat uns den Tot die Schlange eingebrockt,die Eva dazu verführte im Garten Eden vom Baum der Erkenntnis den Apfel zu essen und Adam gleichsam dazu verführte.

    Der Mensch erkannte durch das Essen der von Gott im Garten Eden verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis was Gut und Böse ist und Gott verbannte sie wegen der Übertretung seines Gebotes für immer aus dem Paradies und strafte Mensch und Tier mit dem Tod anstatt des ewigen Lebens.

    War es wirklich Gottes Wille,daß der Mensch nicht erkenne was Gut und Böse ist?

    Ist die Menscheit deshalb schlecht,weil sie nicht erkennen kann was Gut oder Böse ist?

    Und weshalb strafte er seine von ihm geschaffenen Tiere dann auch mit dem Tod die nicht vom verbotenen Baum der Erkenntnis aßen aber ebenso an ihrem Leben hängen wie der Mensch?

    Können Tiere überhaupt sündigen und eine Ursünde,Erbsünde oder Todsünde begehen?Tiere können nicht heucheln wie der Mensch,ihr Verhalten ist pure Lauterkeit.

    Wir alle,ob Mensch oder eine Tierart,erblicken auf eine höchst gleichförmige Weise durch Schlupf oder Geburt aus dem Ei auf gleiche Weise das Licht der Welt;Schlupf bei den Fischen,Amphibien,Reptilien oder Vögeln, oder Geburt bei den Säugetieren.

    Aber der Tod holt uns Alle auf höchst unterschiedliche Weise von der Erde in sein Reich zurück.

    Geburt und Tod besitzen zahlreiche Einbahnstraßen!

    CICONIA-Horst

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