Vor 60 Jahren

Mein Opa erzählte nicht viel über den Mauerbau 1961, auch wenn sich das Leben dadurch ja änderte.

EINEN der Kongresse des Jahres 1961 zu besuchen ist in der Tat für alle Gott hingegebenen christlichen Zeugen eine Pflicht. Zur Zeit sind dreizehn dieser Kongresse für die Vereinigten Staaten, Kanada und Europa geplant. Ohne Zweifel wird jeder Zeuge, der einen dieser Kongresse besucht, nachher sagen: „Das war bestimmt der beste Kongreß, den wir je hatten! Ich hätte nicht geglaubt, daß er so schön würde.“ Ja, Jehova hält durch seine Organisation für alle, die bei den Kongressen des Jahres 1961 anwesend sein werden, wunderbare Segnungen bereit.
Bei diesen Kongressen werden wir „ein Mahl von Fettspeisen“ genießen, „ein Mahl von Hefenweinen, von markigen Fettspeisen, geläuterten Hefenweinen“, und das sechs Tage lang! Getrennt von der Welt, werden wir in unserem neuen System der Dinge freudig, harmonisch, eifrig und selbstlos zusammenarbeiten und so einen Vorgeschmack von den Königreichssegnungen erhalten, deren wir uns in der paradiesischen neuen Welt nach Harmagedon erfreuen werden. — Jesaja 25:6.

Zwei europäische Kongresse werden in der darauffolgenden Woche, vom 18. bis 23. Juli, stattfinden, der eine in Norddeutschland, nämlich in Hamburg, und der andere in Turin (Torino), Italien, im nordwestlichen Teil des Landes. Jene, die den Kongreß in Hamburg besuchen, können sich darauf freuen, Brüder aus ganz Deutschland und auch aus Österreich, der Schweiz und Luxemburg zu treffen.

Während die alte Welt täglich verwirrter, unglücklicher und ärmer wird, herrschen in der Neuen-Welt-Gesellschaft Freude, Friede und Wohlfahrt. Zu den auserlesensten Segnungen gehören bestimmt jene, die wir bei unseren Kongressen empfangen. Laßt uns daher sogleich Pläne machen und auf den Besuch dieser Kongresse hinarbeiten und Geld dafür sparen, sofern wir das nicht bereits getan haben. Laßt uns ferner den Menschen guten Willens, mit denen wir Bibelstudien durchführen, beistehen, ihren Sinn auf den Kongreß zu richten, und ihnen Hilfe bieten, ihn zu besuchen, wenn wir das können. Je größere Anstrengungen wir machen, um ihm beizuwohnen, je mehr wir uns auf ihn freuen, um so größer wird unser Segen werden, wenn er dann Wirklichkeit wird. Wer weiß, wann wir in dieser unruhvollen Welt, die so nahe am Abgrund eines weiteren totalen Krieges taumelt, und da Harmagedon so nahe ist, wieder die Freude weiterer solcher Kongresse haben werden! So besucht denn auf alle Fälle einen der Kongresse des Jahres 1961!

Wachtturm – 1.April 1961

Auf diesem Kongreß war natürlich in den Pausen auch der drohende Mauerbau ein Gesprächsthema. Also was tun? Gleich im „Westen“ etwas neues aufbauen? Oder doch wieder zurück nach Pankow? Mein Opa erzählte, dass die „leitenden Brüder“ dazu aufgefordert hätten, wieder nach Hause zu fahren – da ja auch in der DDR Verkündiger benötigt würden. Nun das taten meine Großeltern. Der Bau der Berliner Mauer änderte so einiges – besonders was die „Versorgung“ mit religiöser Literatur betraf.

Sah es 1961 so aus, als würde die Mauer bis „zum Ende der Welt“ stehen bleiben – so blieb sie nur bis 1989/1990. Wer heute durch Berlin läuft, könnte fast meinen, dass es dieses teilende Bauwerk nie gegeben hätte – denn außer ein paar Fragmente, ist nichts von übrig geblieben.
Was geblieben ist: jedes Jahr von neuem sind die „aktuellen Kongresse“ die „besten aller Zeiten“, ein „Festmahl“ usw usf, wenn das Programm von 6 volle Tage auf 3,5 Tage … auf 3 Tage….

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