Seine Liebe zu uns ist so riesengroß …

in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade
Elberfelder 1871 – Epheser 1,7

Durch unsere Zugehörigkeit zu ihm
schenkt Gott uns die Erlösung –
nämlich durch sein Blut*.
Und damit schenkt er uns zugleich
die Vergebung unserer Verfehlungen.
So reich ist seine Gnade
BasisBibel – Epheser 1,7

Durch ihn wurden wir freigekauft – um den Preis seines Blutes –, und in ihm sind uns alle Vergehen vergeben. Das verdanken wir allein Gottes unermesslich großer Gnade,
Neue evangelistische Übersetzung 2019 -Eph 1,7

Seine Liebe zu uns ist so riesengroß, dass er bereit war, unsere Freiheit mit dem Tod seines Sohnes zu bezahlen, damit wir unseren Dreck los werden.
VolxBibel – Eph 1,7

In den Versen 7-12 schreibt Paulus vom Werk Christi in bezug auf Vergangenheit und Zukunft. Man beachte das zweimalige »in welchem« (Verse 7 und II): »in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen«, und: »in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben«. In seiner Verteidigungsrede vor Agrippa verbindet Paulus ebenfalls Vergebung mit dem Erbe (Apg 26,18). Der Wille Gottes konnte ohne das Werk Christi an uns nicht erfüllt werden. Gott hätte uns Seine Güte nicht zuwenden können, wenn nicht die Frage unserer Sünden geregelt worden wäre. Jetzt sagt uns Paulus, daß Gott uns in der gleich reichen Gnade, mit der Er uns die Sünden vergab, zu sich nimmt und uns die Geheimnisse Seines Herzens enthüllt. Unsere Sünden und Übertretungen (paràptoma) verlangten göttliche Vergebung (àphesis, wörtlich Erlassung), und das genießen wir als gegenwärtigen Besitz in Ihm, dem Geliebten, und durch Sein Blut. Alles entspricht dem Reichtum göttlicher Gnade. Gott ist unserer Not begegnet, nicht aber gemäß unserer Not, sondern gemäß dem Reichtum Seiner Gnade. In Vers 6 spricht Paulus von der Herrlichkeit der Gnade Gottes, in Vers 7 vom Reichtum der Gnade Gottes. »Herrlichkeit seiner Gnade« meint, daß die Gnade zur Herrlichkeit Gottes gereicht! der »Reichtum seiner Gnade« bedeutet, daß diese Gnade unseren Bedürfnissen vollkommen genügt.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Jesus übertrieb keineswegs, als er sagte: „Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe“ (Johannes 15:13). Seine Bereitschaft, für uns zu sterben, war der größte Beweis dafür, wie sehr er uns liebt. Doch jemand anders hat sogar noch größere Liebe zu uns bewiesen. Jesus erklärte: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:16). Gott liebt uns so sehr, dass er seinen Sohn als Lösegeld gab und es uns dadurch ermöglicht hat, von Sünde und Tod befreit zu werden (Epheser 1:7). Mit dem Lösegeld hat uns Jehova ein kostbares Geschenk gemacht, doch er zwingt es uns nicht auf. Es liegt bei uns, es anzunehmen. Wie tun wir das? Dadurch dass wir ‘Glauben ausüben’ — Glauben an seinen Sohn. Ein solcher Glaube erschöpft sich allerdings nicht in Worten. Er äußert sich durch Taten, durch unsere gesamte Lebensführung (Jakobus 2:26). Wenn wir Jesus Christus Tag für Tag nachfolgen, beweisen wir Glauben an ihn.

Komm folge mir nach

Aus dem Bösen entsteht für uns Knechtung und Gebundenheit; denn aus der Sünde wird Schuld, die die Strafe auf uns legt. Es gibt kein Wohlgefallen Gottes am Bösen; darum bringt uns die Sünde die Geschiedenheit von Gott, seinen Unwillen und Widerstand gegen uns, Ohnmacht und Tod. Aus dieser Haft, in die uns das Böse bringt, führt Christus uns heraus; an ihm haben wir den Retter, der uns von Schuld, Zorn und Gericht frei zu machen vermag. Diese unsere Freisprechung hat er durch sein Blut bewirkt. Am irdischen Werk Jesu hebt Paulus sein Sterben als das Wirksamste und Kostbarste heraus, weil uns Jesus mit der Preisgabe seines Blutes und der Übernahme des Todes die Vergebung erworben hat. Gottes Verzeihen deckt unsere Verfehlungen zu, lässt ihretwegen die Liebe und Gemeinschaft nicht fallen, sondern stiftet sie über sie hinweg neu. Nicht anders können wir Kinder Gottes werden, nicht anders vor Gott als die Heiligen und Makellosen stehen als so, dass uns Verzeihung zuteil wird. Diese ist uns aber als die Frucht des Todes Jesu gewährt.

Das ist wieder nicht ein Erfolg der menschlichen Frömmigkeit oder der Arbeit der Christenheit, sondern ein Erweis der vollkommenen Gnade Gottes. Nicht ihre Schwäche hat bewirkt, dass Jesus den Kreuzesweg ging, als bedürfte Gott des Blutes Jesu, damit die Gnade in ihm erwache, sondern ihr Reichtum hat sich darin erwiesen, dass er durch den Tod seines Sohnes uns die Erlösung bereitet hat. Seine Gnade, die sich nie mit Bösem befreundet und es nie an uns hegt und schützt, bietet uns eine solche Vergebung an, die die Sünde nicht übersieht und begünstigt, sondern in ihrer ganzen Fluchwürdigkeit offenbart und richtet und dennoch alle ihre Folgen tilgt und uns die Liebe Gottes in neuer Vollkommenheit zuwendet.

Mit der Darbietung der Erlösung hat Gott uns sofort noch eine weitere Gabe gereicht, nämlich die Erkenntnis, die seinen Willen sieht. Dass uns das Blut des Christus die Verzeihung erworben hat, würden wir nie entdecken und darum auch nie zu eigen empfangen, wenn uns die Gnade nicht zugleich das Wort gäbe, das uns das Werk Gottes deutet und die Weisheit schenkt, die es versteht. Das ergibt den dritten Hinweis, mit dem Paulus die göttliche Gnade beschreibt.

Schlatter – Erläuterungen zum Neuen Testament

Gott hatte Israel durch das Blut des Passahlammes erlöst (d. h. aus der Sklaverei befreit). Das Blut der Tieropfer war im A.T. ein Symbol dafür, dass die Vergebung der Sünde nur um den Preis eines Lebens zu haben war. Diese Bilder vermischt Paulus hier.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

alle Bereiche unseres Lebens von ihm bestimmen lassen

Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns auch durch den Geist wandeln.
Elberfelder 1871 – Galater 5,25

Wenn wir durch den Geist Gottes das Leben haben,
dann gilt:
Aus diesem Geist heraus
wollen wir auch unser Leben führen.
BasisBibel – Galater 5,25

Wenn wir nun durch Gottes Geist ein neues Leben haben, dann wollen wir auch aus diesem Geist unser Leben führen.
Gute Nachricht Bibel 2018 – Gal 5,25–26

Wenn wir jetzt wegen dem Heiligen Geist überhaupt erst richtig anfangen zu leben, dann sollte er auch wirklich alles in unserem Leben unter Kontrolle haben.
VolxBibel – Galater 5,25

πνεύματι (erstes) durch den Geist Leben haben, (zweites) dem Geist folgen (B 5dβ). στοιχῶμεν Konj. στοιχέω in einer Reihe gehen; folgen, m. Dat.; adhortativer Konj.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Wem wird der Heilige Geist gegeben?
Antwort:
Allen Menschen, die in Buße (Sinnesänderung) und Glauben an den Herrn Jesus Christus als Heiland für sich persönlich annehmen und wissen, daß das Werk Jesu am Kreuz von Golgatha für sie geschehen ist. Joh 3,5-8 ; Röm 8,9 ; 1Joh 5,12 .
Wenn ein Mensch den Heiligen Geist besitzt, dann ist es Gottes Wille, daß dieser Geist lebendig in ihm wirksam wird. Joh 3,34 ; Apg 1,8 ; Röm 8,13-14 ; Gal 5,16.25 ; Eph 5,18 ; 2Tim 1,7 .

Dieter Boddenberg – Arbeitsbuch für den biblischen Unterricht

Menschen, in denen Gottes Geist so wirken kann, die sind Jünger Jesu Christi, sie gehören zu ihm, sie sind die Seinen. Solche Jesusleute haben »ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lüsten und Begierden«. Es ist ein Vorgang, der am Anfang der Nachfolge steht. Darauf deutet die Zeitform hin, die im Griechischen für einen abgeschlossenen Vorgang verwendet wird. »Sie haben gekreuzigt«, Paulus denkt hier wohl an den einmaligen öffentlichen Akt der Taufe. Bei der Taufe ist ja auch eine entschiedene Absage an alles »teuflische Werk und Wesen« ausgesprochen. Der Jünger sagt »nein« zu sich selbst, zu seinem alten Menschen mit seinen »Lüsten«, mit seiner Neigung zum Sichausleben und zu seinen »Begierden«, diesen einzelnen triebhaften Handlungen, in denen sich die »Lüste« entfalten.

Das alte Leben wird entschlossen aufgegeben und das neue Leben im Geist ergriffen. »Wenn wir dann so im Geiste leben«, sagt Paulus, »so lasset uns auch im Geiste wandeln.« Diese Absage an das Fleisch ist wohl ein einmaliger, entschiedener Vorgang, und doch bleibt es dem Jünger als Aufgabe immer wieder aufgegeben. Paulus redet vom »Sterben« des alten Menschen (vgl. Röm 6,1-11) gerade im Zusammenhang mit der Taufe und hat dabei sicher die Missionstaufe an Erwachsenen vor Augen.

Gerhardt Maier – Edition C

Wenn wir die Frucht des Heiligen Geistes in unserem Leben sehen wollen, dann müssen wir uns für sein Wirken öffnen. Das kann so aussehen, dass wir beten und sagen: „Heiliger Geist, ich stehe dir zur Verfügung. Ich will deinen Weg gehen.“ Er hilft uns dann dabei, anders zu leben. Auch hier möchte ich wieder eine Geschichte erzählen, um zu verdeutlichen, wie das geht: Ein kleiner Junge kann das ABC noch nicht, will aber unbedingt seinen Namen schreiben können. Er bittet seine Mutter, dass sie ihm hilft, seinen Namen zu buchstabieren. Sie fordert ihn daraufhin auf, einen Bleistift zu nehmen und legt dann beim Schreiben ihre Hand auf seine. Der Name wird geschrieben. Wenn Sie jetzt fragen, wer den Namen geschrieben hat – der Junge oder seine Mutter –, dann lautet die Antwort: Beide!
So ist es, wenn wir im Einklang mit dem Heiligen Geist leben. Wir gehorchen Gott, aber wir tun das mit der Kraft, die Gott uns gibt. Er befähigt uns, Jesus in unserem Charakter ähnlicher zu werden. Während dieses Veränderungsprozesses brauchen wir ein gutes Gedächtnis. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern: „Ich bin ein Kind Gottes! Ich bin ein Erbe Gottes! Der Heilige Geist wohnt in mir!“ Wenn mir bewusst ist, wer ich in Christus bin, dann werde ich anfangen, anders zu leben. Dann können Sie sich jeden Tag neu entschieden, nicht nach ihren egoistischen Wünschen zu leben sondern nach der Vorstellung des Heiligen Geistes.
Dieses Mal erzähle ich Ihnen dazu eine Geschichte aus meinem eigenen Leben: Während ich einmal in England an meinem Schreibtisch arbeitete, spielten die Mädchen nebenan mit dem Gartentor und schlugen es immer wieder zu. Bäng! Bäng! Bäng! Es war wie ein Erdbeben in meiner Wohnung. Ich habe versucht, mich zu konzentrieren, aber dieser Krach hat mich fertig gemacht. Ich habe mich sehr geärgert und dachte mir: „Ich stehe jetzt auf, gehe zu diesen Mädchen und dann werde ich sie … tadeln!“ (Dieser milde Ausdruck ist nicht ein Zeichen für meine Selbstbeherrschung sondern für meine mangelnden Deutschkenntnisse.) Aber ich bin nicht hingegangen, weil ich Engländer bin. Stattdessen habe ich mich die ganze Zeit nur darüber geärgert, dass sie diesen Krach machen. Schließlich bin drauf gekommen, dass ich beten könnte. (Bin ich nicht ein toller Christ?! So schnell habe ich ans Gebet gedacht!) Ich habe gebetet: „Bitte Gott schenke, dass dieser Krach mit dem Gartentor aufhört!“ Es hat aufgehört! Ich war so froh darüber. Ich habe Gott dafür gedankt, und mich bei ihm entschuldigt, weil ich so ungeduldig war und mich so geärgert habe. Dann habe ich ihn gebeten, mich Geduld zu lehren. Was meinen Sie, was als nächstes passierte? Genau! Bäng! Bäng! Bäng!
Wenn Sie in Ihrem Glaubensleben vorankommen wollen, wird Gott Ihnen Gelegenheiten schenken, ihm durch die Kraft des Heiligen Geistes zu gehorchen. Er schüttet allerdings keinen Krug voller Geduld aus, so dass Sie auf einmal in der Frühe wach werden und merken, dass Sie über Nacht ein geduldiger Mensch geworden sind. Stattdessen werden Sie Geduld in der Praxis lernen. Im Einklang mit dem Heiligen Geist zu leben wird das Abenteuer Ihres Lebens! Gott lebt in Ihnen und Sie dürfen mit ihm leben. Sie sind befreit zur Liebe. Sie können sich für andere Menschen einsetzen und bekommen dabei Freude zurück, weil der Heilige Geist in Ihnen lebt.

ERF – Der Galaterbrief

Im fünften Punkt seines praktischen Arguments weist er auf die soziale Praxis hin, da er das Prinzip des täglichen Lebens auf die Gesellschaft anwendet und nicht auf die individuelle Praxis, wie er es zuvor getan hat. Er beginnt mit einer Ermahnung in Vers 25: Wenn wir durch den Geist leben, sollen wir auch durch den Geist wandeln.

„Da wir von der Stellung her schon im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln.“ Zum zweiten Mal sagt uns Paulus, dass wir im Geist wandeln sollen. Das erste Mal war in Vers 16; jetzt sagt er es uns erneut in Vers 25.

Im Griechischen werden zwei verschiedene Worte verwendet. In Vers 16 verwendet Paulus ein griechisches Wort, das mit dem physischen Akt des Gehens zu tun hat; es hat mit dem täglichen Gehen, den täglichen Aufgaben und den täglichen Aktivitäten zu tun. Daher ging es ihm in den Versen 15-24 um die individuelle Praxis.

Das griechische Wort in Vers 25 ist ein militärischer Ausdruck für „im Gleichschritt bleiben“, „im Gleichschritt mit anderen Soldaten bleiben“, denn wenn man beim Marschieren nicht im Gleichschritt bleibt, fängt man an, den anderen ein Bein zu stellen. Hier geht es darum, mit anderen im Gleichschritt zu bleiben; deshalb hat das, was er in den folgenden Versen zu sagen hat, eher mit sozialer Praxis zu tun als mit persönlicher, individueller Praxis. Nachdem er uns die Ermahnung gegeben hat, in allen Einzelheiten unseres Lebens mit dem Geist Schritt zu halten, mit dem Geist und mit anderen Schritt zu halten, fährt er dann in Kapitel 5,26-6,10 damit fort, sieben Wege aufzuzeigen, wie man Schritt halten kann.

Der erste Weg, im Gleichschritt zu bleiben, wird in Vers 26 genannt: Lasst uns nicht hochmütig werden, uns gegenseitig reizen und einander beneiden.

Wir werden ermahnt, nicht nach weltlicher Ehre oder eitler Prahlerei zu streben, denn das wird dazu führen, dass wir mit anderen nicht im Gleichschritt bleiben und Provokationen verursachen.

Der zweite Weg hat mit dem Dienst der Wiederherstellung in Kapitel 6, Vers 1 zu tun: „Brüder, wenn jemand in irgendeine Übertretung gerät, so stellt ihr, die ihr geistlich seid, den Betreffenden im Geist der Sanftmut wieder her, indem ihr auf euch selbst achtet, damit ihr nicht auch in Versuchung kommt.

Hier geht es um einen anderen Gläubigen, der aus dem Tritt geraten ist, weil er von der Sünde überwältigt wurde. Hier geht es nicht um eine absichtliche Sünde, sondern um ein Fallen aufgrund von Schwäche. Wenn ein Gläubiger in Sünde gefallen ist und aufgrund von Schwäche aus dem Tritt gerät, sollen diejenigen, die geistlich sind, den Dienst der Wiederherstellung tun. Es ist nicht irgendein Gläubiger, der diesen Dienst ausführen soll, sondern diejenigen, die geistlich sind.

Nach der Heiligen Schrift gibt es drei verschiedene Arten von Menschen. Der erste ist der natürliche Mensch, d.h. der unerlöste Mensch (1. Korinther 2,14). Die zweite Art von Mensch ist der fleischliche [Mensch], der „ein Kind im Messias“ ist (1. Korinther 3,1-3; Epheser 4,14; Hebräer 5,13). Der dritte Menschentyp ist der geistliche [Mensch], der ein reifer Gläubiger ist und der auf der Grundlage seines neugeborenen menschlichen Geistes in der individuellen Praxis regelmäßig wandelt und auch in der gesellschaftlichen Praxis im Gleichschritt wandelt und marschiert (1. Korinther 2,15; 14,37-38; Heb. 5,14). Es ist dieser dritte Typ von Mensch, der geistliche, der dafür verantwortlich ist, einen Gläubigen, der aus dem Gleichschritt gefallen ist, wiederherzustellen. Er soll einen Geist der Sanftmut anwenden, nicht einen Geist der Verurteilung. Gleichzeitig sollte er immer auf der geistlichen Hut vor sich selbst sein, damit er nicht auch aus dem Tritt gerät.

Arnold Fruchtenbaum – The Messianic Bible Study Collection

Er kann – muss es aber nicht

Siehe, unser Gott, Den wir verehren, vermag uns aus dem Ofen, der mit Feuer brennt, zu befreien, und aus deiner Hand, o König, wird Er uns befreien. Jes 43,2; Ps 66,12.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Dan 3,17

Ob unser Gott, dem wir dienen, uns aus dem brennenden Feuerofen zu erretten vermag und er wird uns aus deiner Hand, o König, erretten
Elberfelder Bibel 1905 – Daniel 3,17

Für uns steht außer Frage, dass unser Gott hundertprozentig in der Lage ist, uns nicht nur vor dem Tod in der Verbrennungsanlage, sondern auch vor Ihnen zu retten! Aber selbst wenn er das nicht tun würde, muss Ihnen eines klar sein: Wir werden niemals zu Ihrem Gott beten, und wir werden uns auch niemals vor so einem Plastikgott auf den Boden schmeißen!“
VolxBibel – Daniel 3,17–18

Sie wußten — wie wir es auch wissen sollten —, daß Jehova der Lebengeber ist und daß er derer gedenken und die belohnen wird, die ihm gehorchen — wenn nötig durch eine Auferstehung zu seiner bestimmten Zeit (Hebräer 5:9; 6:10; Johannes 11:25). Wir können davon überzeugt sein, daß es unter allen Umständen das Richtige und das Beste ist, Jehova zu gehorchen (Markus 8:35).

Der Weg zu wahrem Glück

Was natürlich auch heißt, einer Relgion den Rücken zu kehren, wenn man erkennt, dass diese nicht den Willen Jehovahs ausführt bzw entspricht.

Anscheinend hatte Nebukadnezar aus dem Traum vom Standbild (über den in Daniel, Kapitel 2 berichtet wird) keine bleibende Lehre gezogen, weder verstandesmäßig noch gefühlsmäßig. Wahrscheinlich war ihm bereits entfallen, daß er selbst zu Daniel gesagt hatte: „Euer Gott ist ein Gott der Götter und ein Herr der Könige“ (Daniel 2:47). Jetzt schien Nebukadnezar Jehova durch die Worte herauszufordern, nicht einmal er könne die Hebräer vor der Strafe bewahren, die ihnen bevorstehe.
Schadrach, Meschach und Abednego brauchten die Sache nicht zu überdenken.

Die Prophezeiung Daniels — Achte darauf

Nie umgab sich die Welt mit so viel Heuchelei und äußerem Schein wie in solchen Zeiten, wo sie dem Nein des Glaubens gegenüberstand. Mit erheuchelter Entrüstung und heiligem Zorn und gekränktem Nationalgefühl begab man sich auch in der Dura- Ebene zum Könige und teilte ihm mit:

„Nun sind da jüdische Männer, welche du über die Verwaltung der Provinz Babel bestellt hast, Sadrach, Mesach und Abed-Nego; diese haben auf dein Gebot, König, nicht geachtet; deinem Gott dienen sie nicht und das Bild von Gold, das du auf gestellt hast, verehren sie nicht.“

Zunächst geriet Nebukadnezar über diese Majestätsbeleidigung und Religionsablehnung in die größte Aufregung. Er befahl in seinem Zorn, dass Sadrach, Mesach und Abed-Nego vor ihn gebracht werden sollten. Offenbar erinnerte er sich jedoch an den auch ihm so unschätzbaren Dienst, den ihm Daniel mit der Deutung des Traumes erwiesen hatte, und an die hohe Begabung, die auch Daniels Freunde in der Verwaltung der Landschaft Babel bekundet hatten. Daher ließ er sie nicht ohne weiteres in den feurigen Ofen werfen. Er stellte den Männern vielmehr zuvor die schweren Gewissensfragen:

„Ist es Absicht, Sadrach, Mesach und Abed-Nego? Meinem Gott dient ihr nicht und das Bild von Gold, welches ich errichtet habe, verehrt ihr nicht. Nunmehr, wenn ihr bereit seid, in dem Zeitpunkt, in dem ihr den Ton des Hornes, der Flöte usw. hört, niederzufallen und das Bild, das ich gemacht habe, zu verehren (, dann ist es gut); wenn ihr (es) aber nicht verehrt, zur Stunde sollt ihr mitten in den brennenden Ofen geworfen werden! Und was für einen Gott gäbe es, der euch aus meiner Hand erretten könnte!“

Hier tut sich unserem Blick die ganze innere Abgrundtiefe der Welt auf. Sie benutzt auch die empfangene Gottesoffenbarung zur Stärkung ihres eigenen Wesens. Auch das höchste Licht, das ihr wird, muss zu ihrer Umkleidung und Verherrlichung dienen. Nebukadnezar hatte nicht vergessen, dass der Offenbarungstraum ihm kundgetan hatte:

„Du, o König, bist ein König der Könige, da dir der Gott des Himmels königliche Herrschaft, Reichtum, Macht und Gerechtigkeit gegeben hat, und überall, wo Menschenkinder wohnen… hat er sie in deine Hand gegeben und dich über sie alle zum Herrscher gemacht!“

War es nun ein Wunder, dass dieser Nebukadnezar, der von dem Gott der Offenbarung die Herrschaft über alles und alle empfangen hatte, im unbegrenzten Selbstbewusstsein fragte:

„Und was für einen Gott gäbe es, der euch aus meiner Hand erretten könnte?“

Wie verstieg sich da Nebukadnezar! War ihm mit den Völkern, Ländern, Tieren des Feldes usw. tatsächlich alles von Gott übergeben worden? Auch der heilige Überrest? Auch das Tiefste, Heiligste, das Ewige? Gibt es letzthin überhaupt eine Weltmacht, die dem Menschen je das Heiligste, was er in sich trägt, hat nehmen können? Ganz Röm konnte toben, nicht aber das Evangelium und das Glaubenszeugnis aus dem Herzen Luthers und der Reformation reißen. Kein Zarenreich konnte trotz all seiner Härte in den einfachen Stundistenbrüdern und in so manchen Adelskreisen Petersburgs den heiligen Überrest in seiner Anbetung im Geist und in der Wahrheit zum Schweigen bringen! Selbst eine gegenwärtige Sowjetregierung, die sich in der Wahl und Anwendung ihrer Machtmittel durch keine höhere Moral bestimmen lässt, und der nur heilig ist, was ihr dient, sucht vergeblich nach Mitteln, um das Kommen des Reiches Gottes in Russland aufzuhalten. Nebukadnezar! Alles und alle sind dir übergeben, – nur der heilige Überrest nicht! –

Die Feuerprobe der Freunde Daniels. Dan 3, 19–25

„Und Männern, kräftigen Männern aus seinem Heere, befahl der König, Sadrach, Mesach und Abed-Nego zu binden und in den brennenden Feuerofen zu werfen. Da wurden diese Männer gebunden und in ihren Hemden, Westen, Röcken, Mänteln und Überwürfen in den brennenden Feuerofen geworfen. Infolgedessen, weil der Befehl des Königs dringend und der Ofen übermäßig geheizt war, so tötete die Feuerflamme jene Männer, welche den Sadrach, Mesach und Abed-Nego hinauftrugen; jene drei Männer aber, Sadrach, Mesach und Abed-Nego, fielen gebunden in den glühenden Feuerofen. Da erschrak der König Nebukadnezar und stand eilends auf. Er hob an und sprach zu seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer geworfen? Sic antworteten und sprachen: Gewiss, Herr König! Er antwortete und sprach: Siehe, ich sehe vier Männer frei umherwandeln mitten im Feuer, und es ist kein Schaden an ihnen, und die Gestalt des vierten gleicht einem Sohne der Götter!“ Dan 3, 19–25.

a) Das mutige Bekenntnis des Glaubens. Dan 3, 16–19

Der heilige Überrest trägt etwas in sich, was nicht von dieser Welt ist. Er gehört einem Reiche an, das mächtiger ist als der Tod. Daher fürchtet er weder den Feuerofen Babels noch die Arena Neros, noch die Scheiterhaufen Roms, noch die Verbannungsorte Sibiriens. Er antwortete zu jeder Zeit mit Sadrach, Mesach und Abed-Nego:

„Wir halten es nicht für notwendig, darauf ein Wort zu erwidern. Wenn unser Gott, dem wir dienen, uns aus dem brennenden Feuerofen zu retten vermag und uns aus deiner Hand, o König, rettet, (so ist es gut). Wenn aber nicht, so sei dir kundgetan, o König, dass wir deinen Göttern nicht dienen, und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten werden.“

Das war ein Bekenntnis, das aus tiefster Überzeugung und aus heiligsten Grundsätzen sprach. So kann angesichts schwerster Not nur jemand sprechen, der sich in seinem Gehorsam und in seinem Leben allein an Gott und an dessen Offenbarung gebunden weiß. Nebukadnezar sollte wissen, dass auch der Glaube in seinem Dienen seine Grenze hat. So treu Sadrach, Mesach und Abed-Nego auch in der Verwaltung der Landschaft Babel gedient hatten, – niederfallen und das goldene Bild anbeten konnten sie auch angesichts der schärfsten Drohung eines Weltherrschers nicht. Ihre Anbetung als Ausdruck ihrer höchsten Verehrung Gottes und ihrer Glaubenshingabe an dessen Offenbarung gehörte Gott allein. Unmöglich konnten sie mit dem Fleische vor dem Fleische und dessen Göttern knien. Wo die Welt sich in ihrem eigenen Bild und Werk anbeten lässt, da kann der zu höheren Grundsätzen und zu wahrer Gotteserkenntnis gelangte Glaube nicht mitmachen.

„Unser Gott, dem wir dienen“, antworteten die Männer. Von Ihm bezeugen sie, dass Er sie wohl aus der Hand des Königs erretten kann. Sie behaupten jedoch nicht, dass Er es tun wird. Dafür fehlte ihnen zunächst noch die Gewissheit. Sie behaupteten mithin nicht mehr, als sie wussten. Wahrer Glaube bleibt sehr nüchtern, auch in seinen Behauptungen. Er berauscht sich nicht durch das, was Gott ihm von Fall zu Fall anvertrauen konnte. Er glänzt nicht mit seinen Gaben und geht nicht hausieren mit seinen Erlebnissen. Er weiß sich nur als Frucht göttlicher Offenbarung und ist Zeuge der göttlichen Aktivität im Leben derer, die Gott in seine Gemeinschaft ziehen konnte. Nur das stand den Freunden Daniels fest, dass Gott sie erretten könne. So verhüllt ihnen das „Ob“ und das „Wie“ auch war, sie wussten, Gott hat Auswege auch aus dem Tode. Mehr wagten sie jedoch nicht zu behaupten.

„Und wenn nicht?“ – sprachen sie daher weiter. Es ist möglich, dass unser Gott, dem wir dienen, uns nicht retten wird. Sie wussten, dass schon oft die Heiligen Gottes wie Lämmer zur Schlachtbank geführt worden waren. Gott hatte es zugelassen, dass sie untergingen und das Fleisch in seiner Macht triumphierte. Auch der fromme Naboth, der Jesreeliter, hatte einst gewagt, mit dem heiligen Nein des Glaubens zu antworten, als Ahab von ihm verlangte, dass er ihm das Erbe seiner Väter abtreten solle84. Dies hatte ihm den Tod gebracht. Gott antwortete auf die Treue des Glaubens nicht immer mit einer Rettung aus dem Feuerofen der Welt.

„Und wenn nicht, so sollst du dennoch wissen, dass wir dein Bild nicht anbeten werden“, sprachen sie zum König. Eher waren sie bereit, den Weg der Leiden und des Todes zu gehen, als dem Herrn untreu zu werden. Ihnen standen die aus der Thora gewonnenen Grundsätze höher als ihr Leben. Ihr Glaube war fähig, um der Wahrheit willen auch Schweres aus der Hand des Herrn zu nehmen.

b) Die Antwort der Welt auf den Protest des Glaubens. Dan 3, 19f.

Als Nebukadnezar diese Sprache des Glaubens aus dem Munde Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos hörte, da ward er „voll Wut und die Gestalt seines Angesichts entstellte sich“.

Das Angesicht der Welt ist abhängig von der Stimmung ihrer Seele. Sie lässt sich zu ihren entscheidungsvollen Handlungen nicht durch höhere Leitung, sondern durch persönliche Leidenschaften bestimmen. Leidenschaft ist ihre Freundschaft, Leidenschaft ist ihr Hass. Fehlt ihr die Leidenschaft, dann fehlt ihren Handlungen die Inspiration. Um große Entscheidungen herbeizuführen, muss sie zuvor große Leidenschaften wecken… Kriegsbegeisterungen, Revolutionsbegeisterungen, Volksbegeisterungen, Sportbegeisterungen – alle haben sie ihre tiefste Lebenswurzel in der Leidenschaft. Man vergegenwärtige sich nur, von welchen Leidenschaften die Völker Europas beherrscht wurden beim Ausbruch des entsetzlichen Weltkrieges! Sie raubten Regierungen und Völkern jede politische Vernunft. Mit freundlichem Angesicht hatten die Diplomaten der großen Westmächte sich immer wieder in den Salons ihrer Botschaften gegrüßt und von Vertrauen und Freundschaft und Bündnissen zur Sicherung ewigen Friedens gesprochen, – bis die Leidenschaft kam. Da „veränderte sich ihr Angesicht“, Europa sah hinfort das größte Blutbad der Geschichte.

Denn Leidenschaften holen aus dem Menschen das Letzte und Höchste heraus, was der Mensch in seiner eigenen Kraft herzugeben vermag. Nebukadnezar befahl, dass man den Ofen „siebenmal heißer machen sollte als man sonst zu tun pflegte“.

Leidenschaft bricht nur an der Grenze des menschlichen Könnens zusammen. Nicht der Mensch beherrscht die Leidenschaft, die er weckt, die Leidenschaft beherrscht den Menschen und lässt ihn zerbrechen. Auch Nebukadnezar überbot sich in seiner Kraft und in seiner Vernunft. Als die Vollstrecker seines Befehls Sadrach, Mesach und Abed-Nego gebunden in den übermäßig geheizten Glutofen warfen, wurden sie selbst von der Feuerflamme vernichtet. Leidenschaften fragen aber nicht nach solchen unschuldigen Opfern. Sie deuten solche Opfer als Vaterlandsliebe, als Untertanentreue, als Hingabe an das Wohl des Volkes.

Kroeker – Daniel als Staatsmann und Prophet

„Unser Gott, dem wir dienen“, antworteten die Männer. Von Ihm bezeugen sie, dass Er sie wohl aus der Hand des Königs erretten kann. Sie behaupten jedoch nicht, dass Er es tun wird. Dafür fehlte ihnen zunächst noch die Gewissheit. Und sie behaupteten nicht mehr, als sie wussten. Der wahre Glaube bleibt sehr nüchtern, auch in seinen Behauptungen. Nur das stand ihnen fest, dass Gott sie erretten könne. So verhüllt ihnen das „Ob“ und das „Wie“ auch zunächst noch war, sie wussten, Gott hat Auswege auch aus dem Tode. Mehr wagten sie nicht zu behaupten.
„Und wenn nicht?“ sprachen sie daher weiter. „Es ist möglich, dass unser Gott, dem wir dienen, uns nicht retten wird.“ Sie wussten, dass schon oft die Heiligen Gottes wie Lämmer zur Schlachtbank geführt worden waren. Gott hatte es zugelassen, dass sie untergingen und das Fleisch in seiner Macht triumphierte. Auch der fromme Naboth hatte einst gewagt, mit dem heiligen Nein des Glaubens zu antworten, als Ahab von ihm verlangte, dass er ihm das Erbe seiner Väter abtreten solle. Dies hatte ihm den Tod gebracht. Gott antwortet auf die Treue des Glaubens nicht immer mit der Errettung. Das sagten sich auch Daniels Freunde in jener so verantwortungsvollen Stunde. Trotzdem verleugneten sie nicht. Ihre Stellung zu Gott stand ihnen höher als der Befehl Nebukadnezars. Sie konnten dem Könige nur insoweit dienen, als ihr Gebundensein an Gott dadurch nicht verletzt wurde. Das ist die Einseitigkeit der Glaubensmenschen. Weil sie so treu Gott gegenüber sind, können sie auch so gewissenhaft dem Staate gegenüber sein, wenn dieser von ihnen nicht verlangt, was Gott widerspricht.

Jakob Kroeker .- ER sprach zu mir

Das ist Glaube – egal wie es ausgeht – auf den EINEN zu vertrauen, dass es Schlußendlich gut ausgeht – egal wie die Zwischenstufen aussehen mögen!

mit allen Menschen?

Wenn möglich, so viel an euch ist, lebet mit allen Menschen in Frieden.
Elberfelder 1871 – Römer 12,18

Womöglich haltet, so viel an euch ist, mit allen Menschen Frieden. Röm 14,19; Heb 12,14; Mk 9,50; Ps 120,7.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Römer 12,18

Was eure Seite angeht, versucht mit allen Leuten Frieden zu haben, soweit das euch möglich ist.
VolxBibel – Röm 12,18

δυνατός stark; εἰ δυνατόν erg. ἐστίν wenn es möglich ist. τὸ ἐξ ὑμῶν adv. Akk. (A150) soweit es an euch liegt (BDR § 266,2). εἰρηνεύοντες Ptz. εἰρηνεύω intr. im Frieden leben, Frieden halten; imp.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Darum „vergeltet niemand Böses mit Bösem, fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Ist es möglich so viel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden.“ Also einmal ganz deutlich: da ist irgendeiner, ein Nachbar oder ein anderer, der fortgesetzt böse Dinge von mir sagt, der mich schmäht, der mir offenes Unrecht tut, der mich quält und plagt, wo er nur kann. Wenn wir ihn nur sehen, steigt in uns das Blut in den Kopf, ein furchtbar drohender Zorn erfüllt uns. Das ist der Feind, der so etwas bei uns bewirkt. Aber nun gilt es auf der Hut zu sein. Nun gilt es ganz schnell sich zu erinnern: mir ist Erbarmung widerfahren, nicht von Menschen, nein von Gott selbst, und für ihn starb Jesus Christus – und auf einmal wird alles anders. Wir hören nun: vergeltet nicht Böses mit Bösem. Erhebe deine Hand nicht zum Schlag, öffne deinen Mund nicht im Zorn, sondern sei still. Was kann denn der dir schaden, der dir Böses antut. Nicht dir schadet es, aber ihm schadet es. Unrechtleiden schadet keinem Christen. Aber Unrecht tun schadet. Nur eines will ja der Böse bei dir erreichen, nämlich, daß du auch böse wirst. Aber damit hätte er ja gesiegt. Darum vergilt nicht Böses mit Bösem. Du schadest damit nicht dem, sondern dir selbst. Nicht du bist in Gefahr, wenn dir Böses geschieht, aber der andre ist in Gefahr, der dir Böses tut und er kommt darin um, wenn du ihm nicht hilfst. Darum um des anderen willen und um deiner Verantwortung für ihn – vergilt nicht Böses mit Bösem. Hat Gott denn dir je so vergolten?
„Fleißigt euch der Ehrbarkeit gegen jedermann … habt mit allen Menschen Frieden.“ Gegen jedermann, mit allen Menschen – es gibt keine Ausnahme. Nicht nur gegen die Ehrbaren ehrbar sein, sondern gerade auch gegen die Unehrbaren, nicht nur gegen die Friedfertigen friedfertig sein, sondern gerade gegen die, die uns nicht im Frieden leben lassen wollen. Das andere können die Heiden auch. Aber Jesus Christus starb nicht für die Ehrbaren und für die Friedfertigen, sondern gerade für die Sünder und Feinde, für die Unehrbaren, die Hasser, die Totschläger. Unser Herz steht immer darauf nur unter den Freunden, unter den Gerechten und Ehrbaren zu bleiben. Aber Jesus Christus war mitten unter seinen Feinden. Gerade dort wollte er sein. Dort sollen wir auch sein. Das unterscheidet uns von allen andern Sekten und Religionen. Da wollen die Frommen unter sich sein. Christus aber will, daß wir mitten unter unsern Feinden seien, wie er war; mitten unter seinen Feinden starb er den Tod der Liebe Gottes und betete: Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Unter den Feinden will Christus seinen Sieg erringen. Darum zieht euch nicht zurück, sondert euch nicht ab, sondern „sinnt auf Gutes“ gegen jedermann, schaffet Frieden, soviel an euch ist, mit allen Menschen. „Soviel an euch ist“ – nicht ihr habt es in der Hand, wenn man euch den Frieden nicht läßt, wenn man euch schmäht und verfolgt. Aber „soviel an euch ist“, d. h. ihr sollt niemals die Quelle des Streites sein. Euer Herz soll immer des Friedens voll sein. Heißt das, daß wir auch das Wort Gottes verschweigen sollen um des lieben Friedens [willen]? Niemals – aber gibt es denn ein friedevolleres Wort und Werk als die Predigt von dem Frieden den Gott mit seiner Welt, mit seinen Menschen gemacht hat? „Soviel an euch ist“ [–] eines ist nicht an euch, nämlich Gottes Wort zu verschweigen – aber es ist an euch es zum Frieden zu sagen, zum Frieden der Menschen mit Gott zu sagen, mitten in einer zerrissenen, entzweiten Menschen[welt]. Jesus machte Frieden mit uns, als wir Feinde waren. Er hat auch Frieden geschafft mit allen unsern Feinden am Kreuz. Diesen Frieden laßt uns bezeugen vor jedermann!

Dietrich Bonhoeffer Werke – Illegale Theologenausbildung

„Suche Frieden und jage ihm nach“ (1 Petrus 3,11). Nur mit Frieden im Herzen können wir das. Doch mit wem sollen wir den Frieden suchen? Mit allen! Ist das denn möglich? Gott weiß, wie schwer es oft ist, darum läßt Er uns sagen: „Wenn möglich, so viel an euch ist, lebet mit allen Menschen in Frieden“ (Röm 12,18). Es ist nichts Sonderliches, wenn uns bei der Welt Haß begegnet. Auch wir waren einst „einander hassend“, doch durch die Innewohnung des Heiligen Geistes sind wir befähigt, Frieden zu offenbaren, denn „die Gesinnung des Geistes ist Leben und Frieden“ (Röm 8,6). Die Werke des Fleisches sind: „Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht“, die Frucht des Geistes dagegen ist: „Liebe, Freude, Friede“; deshalb wird uns zugerufen: „Wandelt im Geiste!“
„Also laßt uns nun dem nachstreben, was des Friedens ist“ (Röm 14,19). Es ist gesegnet, wenn in der Familie Friede ist. Nach Gottes Gedanken haben der Mann, die Frau und die Kinder jedes seine besondere Stellung. Beherzigt nun jeder, was für ihn und nicht für den anderen geschrieben steht, so wird Gott durch eine liebliche Atmosphäre im Haus verherrlicht. Dann wird es nicht schwer, auch mit allen Hausgenossen und Nachbarn den Frieden zu suchen, und nur so vermögen wir ihnen das Evangelium des Friedens zu verkündigen.

Ermunterung und Ermahnung 1974

Paulus erwähnt einen dritten Punkt, der ebenfalls ausdrücklich alle Menschen betrifft. Zuerst sollen wir Böses nicht vergelten, dann sollen wir Gutes tun und jetzt geht es darum, mit allen Menschen in Frieden zu leben. Erneut ist der Herr Jesus unser Beispiel. Er hat seinen Jüngern gesagt, dass sie Friedenstifter sein sollten (Mt 5,9) und Er war es, der den Menschen Frieden bringen wollte. Sein Leben ist allerdings zugleich der Beweis dafür, dass es Menschen gibt, die selbst mit dem „Friedefürsten“ nicht in Frieden leben wollen.
Als Gläubige haben wir Frieden mit Gott (Röm 5,1) und genießen den Frieden Gottes (Phil 4,7). Mehr noch, wir kennen den „Gott des Friedens“ (Röm 15,33; 16,20). Das macht uns glücklich und dankbar. Doch das ist nicht alles. Es geht nicht nur um unsere Beziehung zu Gott, sondern unsere Beziehung zu anderen sollten ebenfalls davon geprägt sein, dass wir Frieden suchen. Frieden kann man sogar planen, denn „… bei denen aber, die Frieden planen, ist Freude“ (Spr 12,20). Den Frieden muss man suchen und ihm sogar nachjagen (1 Petrus 3,11).
Das betrifft erneut ausdrücklich alle Menschen. In der Regel – allerdings nicht immer – gehören zum Streiten mindestens zwei. Jedenfalls kann man ein beginnendes Feuer schüren und Öl hineingießen oder man kann versuchen, es auszutreten, bevor es zu einem Flächenbrand kommt. Dennoch gibt es zwei „Begrenzungen“, die wir allerdings nicht als faule Ausreden benutzen dürfen, denn wir leben in einer Welt, in dem die Gesetzlosen keinen Frieden haben und Streit an der Tagesordnung ist.
a. Wenn möglich: Es gibt Situationen, die es unmöglich machen, in Frieden mit allen zu sein. „Wenn möglich“ heißt nicht „wenn du kannst“, sondern „wenn die Umstände es ermöglichen und akzeptieren“. Wir beschwören jedenfalls keine Umstände herbei, die zu Streit und Eskalation führen, sondern wir meiden sie.
b. So viel an euch liegt: Es liegt oft nicht an uns, sondern an Menschen, die nicht in Frieden leben wollen. Paulus spricht in 1 Thessalonicher 2,15 von Menschen, „die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns durch Verfolgung weggetrieben haben und Gott nicht gefallen und allen Menschen entgegen sind“. Solche Menschen gibt es.
Wir sollten wir jedenfalls alles tun, um mit allen Menschen in Frieden zu leben und einen Streit weder zu beginnen, noch ihn zu befeuern. Salomo schreibt: „Eine milde Antwort wendet den Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt den Zorn“ (Spr 15,1). Ein schönes Beispiel dafür ist Gideon (lies Richter 8,1–3).

Ernst-August Bremicker – Römer 12 – eine Bibelarbeit

Wunder über Wunder?

Preisen will ich Jehova aus ganzem Herzen; erzählen alle deine Wunder
van Ess_1858 – Psalm 9,2

Ich will [dich] lobpreisen, o Jehova, mit meinem ganzen Herzen;
Ich will verkünden all deine wunderbaren Werke.
neue Welt Übersetzung – Bi12 Ps 9,1

Ich will Jehova preisen mit meinem ganzen Herzen, will erzählen alle deine Wundertaten.
Elberfelder 1871 – Ps 9,2

Welche Wunder würdest du in deinem aufzählen?
Irgendwie haben wir wohl alle das Auge für Wunder verloren! Es fängt ja eigentlich schon mit unserer Zeugung und dann mit unserer Geburt an – Dinge die so unwahrscheinlich und doch von Gott so geplant sind….
Und dann die täglichen Wunder, dass Wunden heilen, der Schlaf uns erfrischt, usw usf, Dinge, die wir einfach so hinnehmen, als wären diese das normalste auf der Welt. Lasst uns unser Leben und unsere Umgebung wieder wirklich wahrnehmen!

Der große Sänger Israels ist von all den wunderbaren Werken des Herrn hingerissen. Er denkt nicht so sehr an die Werke der Schöpfung oder der Erlösung, sondern vielmehr an die spektakulären Heldentaten, mit denen Gott die Feinde des Volkes zermalmte. David gibt Gott alle Ehre – keine sich selbst und keine den Waffen oder Fähigkeiten eines Menschen. Mit jeder Zelle seines Seins ehrt und erhöht er den Namen des Höchsten. Das Vorbild seiner Liebe zum Herrn und seiner Hingabe an ihn lässt uns spüren, wie kalt und undankbar wir oft sind.

MacDonal – Kommentar zum Alten Testament

Lobt David Gott für seine Barmherzigkeit und die großen Dinge, die er gerade für ihn und seine Herrschaft getan hat (Vers 2–3). Heilige Freude ist das Leben dankbaren Lobes, genauso wie dankbares Lob die Sprache der heiligen Freude ist: „Ich will mich freuen und frohlocken in dir“ (Vers 3). Die Siege des Erlösers sollten die Siege der Erlösten sein; siehe Offenbarung 12,10; 15,3–4; 19,5.

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Der Sänger hat eine tiefe Erfahrung gemacht: Gott hat ihm geholfen. Gott hat eingegriffen, Gott hat gehandelt. Im einzelnen wissen wir nicht, woran David gedacht hat, aber der Grundklang jubelnder Freude ist unüberhörbar. Darum kann er nicht anders als loben und jubeln. Diese Erfahrung wird ihm zu einer Bestätigung, daß Gott immer das letzte Wort hat und haben wird.

Bruns – Die Bibel mit Erklärungen: Erklärungen

Früh am Tag

Früh in der Dämmerung stehe ich auf, und schreie, ich warte auf Deine Worte. Ps 119,114; 88,14; 130,6.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Psalm 119,147

In der Dämmrung schon komme ich vor und muß stöhnen:
»Ich harre auf deine Rede.«
Buber – Ps 119,147

Schon vor der Morgendämmerung war ich wach, um nach Hilfe zu schreien,
denn auf deine Worte setze ich meine Hoffnung.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Ps 119,147

Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe geschrieen; auf dein Wort habe ich geharrt.
Elberfelder 1871 – Psalm 119,147

Was mache ich, wenn ich früh morgens wach werde? Womit beschäftige ich mich? Wenn wir im NT den Bericht über Jesus lesen, stellen wir oft fest, dass dieser in den frühen Morgenstunden auf einen Hügel oder Berg war, um alleine zu sein, und diese Zeit nutzte, um im Gebet mit seinem Vater zu sein.

● Die kurze Zeit zwischen dem Sonnenuntergang und dem Einbruch der eigentlichen Dunkelheit, während der man die Sterne zu sehen beginnt, ist die Abenddämmerung. Diese Zeit wurde von den alten Hebräern als nescheph bezeichnet und war offenbar das, was sie unter dem Ausdruck „zwischen den zwei Abenden“ verstanden, der in 2. Mose 12:6 vorkommt (Sprüche 7:9) Die Morgendämmerung, die Zeit zwischen dem Ende der nächtlichen Dunkelheit und dem Sonnenaufgang, wurde mit demselben hebräischen Wort bezeichnet. Daher heißt es in Psalm 119:147: „Vor der Morgendämmerung komme ich.“ — SB.

Wachtturm Studienausgaben 1967

Ich komme in der Frühe usw. Buchstäblich: Ich komme dem Morgengrauen zuvor. David hat es also mit seinem Gebet besonders eilig. Und dass er „schreit“, ist immer ein Ausdruck besonderer Inbrunst, der weniger auf den Klang der Stimme, als vielmehr auf die Anspannung der Seele deutet. Von seiner Eile gibt er Zeugnis als von einem Beweis der Beharrlichkeit. Hebt er auch früh an mit seinem Gebet, so ermüdet er doch nicht alsbald. Die Ungläubigen werden ungehalten und hadern mit Gott, wenn er auf ihre Gebete nicht sofort antwortet. David aber verbindet mit glühender Sehnsucht hoffende Geduld und zeigt damit, wie man recht beten soll. Wenn Paulus sagt (Phil. 4, 6), dass wir unsere Bitten mit Danksagung vor Gott kund machen sollen, so erinnert er damit, dass man alle unruhigen Leidenschaften dem Gebet fernhalten muss. Denn es ist auch der Zweck des Gebets, dass wir unsre Hoffnung nähren sollen. Nicht überflüssig ist der Hinweis auf Gottes Wort: denn nur wenn dieses uns immer vor Augen steht, lässt sich die Maßlosigkeit unseres Fleisches zügeln.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Die Hoffnung auf Gottes Wort ermutigt ihn, freimütig im Gebet zu sein, obwohl seine Gebete nicht unmittelbar beantwortet werden: „ ‚Ich hoffe auf dein Wort‘ (Vers 147), von dem ich weiß, dass es mich nicht im Stich lassen wird.“ Je besser wir das Wort Gottes kennen und je mehr wir in unseren Gedanken auf es eingehen, desto mehr werden wir mit Gott sprechen können. Reines Lesen des Wortes genügt nicht, wir müssen auch darüber nachsinnen. David beginnt den Tag mit Gott. Das Erste, was er am Morgen tut, bevor er sich an irgendeine Arbeit macht, ist zu beten. Wenn unsere ersten Gedanken am Morgen von Gott sind, dann werden sie eine Hilfe sein, um uns den ganzen Tag in seiner Furcht zu halten. Selbst in den Nachtwachen, wenn David aus seinem ersten Schlaf aufwacht, möchte er lieber nachsinnen und beten, als sich umzudrehen und wieder einzuschlafen.

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Sage nicht: „Du solltest einfach mehr in der Bibel lesen“

Sage statt dessen: „Es gibt etliche Bibelstellen, die mir viel Hoffnung gegeben haben, und ich habe sie für dich aufgeschrieben. Darf ich sie dir vorlesen?“

Zeige dem Betroffenen Stellen, die seine Hoffnung stärken und die er dreimal täglich (beim aufwachen, zu Mittag und vor dem Einschlafen) lesen kann. (Jeremia 29,11; Psalm 130,5)

Hilf ihm, Bibelstellen auswendig zu lernen. (Philipper 4,6–8; 4,13; 4,19)
PSALM 119,147

Schlüssel zur biblischen Seelsorge

Wer plant meinen Weg?

Ich weiß, Jehova, daß nicht beim Menschen sein Weg steht, nicht bei dem Manne, der da wandelt, seinen Gang zu richten.
Elberfelder 1871 – Jeremia 10,23

Ich weiß es, Ewiger 
daß nicht beim Menschen steht sein Weg
beim Mann nicht, daß er führe
und richte seinen Schritt.
Neftali-Herz-Tur-Sinai – Jer 10,23

Ich weiss, Jehova! der Weg des Menschen hängt nicht von ihm selbst ab, noch von dem Wanderer, seinen Schritt zu leiten
van Ess 1858 – Jeremia 10,23

 Ich weiß nur zu gut, Jehova, dass es dem Menschen nicht zusteht, seinen Weg selbst zu bestimmen.
Es steht dem Menschen nicht zu, auf seinem Lebensweg auch nur seinen Schritt zu lenken.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Jer 10,23

Gott gehören alle Dinge.
Er hat das Recht, mit uns und allen anderen von Ihm geschaffenen Dingen, zu tun, was Er will.
Er hat das Recht, uns zu sagen, was wir tun sollen.
Gott erschuf Adam, deshalb gehörte Adam Gott. 28
Jehovah ist die höchste Autorität; es gibt niemanden, der über Ihm steht.

Trevor Mc Ilwain – Auf festem Grund gebaut

Echte Freude und Zufriedenheit kann man unabhängig vom Schöpfer des Lebens nicht finden (Jer 10:23). Ist dir durch dieses Kapitel bewusst geworden, auf welchen Gebieten du deine Schritte noch mehr von Jehova lenken lassen kannst? Gottes Wort ist der einzige Ratgeber, der uns den Weg zu wahrem Glück und echtem Erfolg zeigt. „Gehorcht meiner Stimme“, bittet uns Jehova eindringlich, „damit es euch gut geht“ (Jer 7:23).

Was Gott uns durch Jeremia sagen lässt

stimmt – aber NUR Seiner Stimme – und Jehovah spricht durch die Bibel und nicht durch eine org

Dieses vollkommene Leben ist ein Leben, in dem Jehova Berater und Führer ist. Es heißt: es steht „… nicht bei dem Manne, der da wandelt, seinen Gang zu richten“ (Jer 10,23). Und wiederum lesen wir: „Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen deine Pfade“ (Spr 3,6). Es geht nicht nur darum, daß wir uns in irgendeiner großen Notlage an den Herrn wenden, sondern daß wir gewohnheitsmäßig in allen Einzelheiten des Lebens, seien es große oder kleine Dinge, auf den Herrn warten. Wenn wir Ihn damit in Verbindung bringen und Ihn darin anerkennen, werden wir finden, daß Er uns leitet. Dann werden wir in der Lage sein zu sagen: „Jehova werde ich preisen, der mich beraten hat.“
„Ich habe Jehova stets vor mich gestellt; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken“ (Vers 8).
Das vollkommene Leben hat nur einen Gegenstand – Gott Selbst. Christus wandelte auf Erden mit einem einfältigen Auge. Er stellte Jehova vor Sich als Seinen einzigen Gegenstand. In einem solchen Leben gibt es keinen Eigennutz und keinen Raum für Eigenwillen.

Hilfe und Nahrung – 1987

«Wo keine Führung ist, verfällt ein Volk» (Spr 11,14). Es steht «nicht bei dem Mann, der da wandelt, seinen Gang zu richten» (Jer 10,23). Um unseren Lauf zur Verherrlichung Gottes zu vollenden, müssen wir unbedingt die Richtung kennen, in die wir zu gehen haben. Wer kann uns richtig führen?
«Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst; mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten» (Ps 32,8). So hat Gott uns alle nötigen Hinweise in seinem Wort niedergelegt, um uns auf dem Weg, dem wir zu folgen haben, zu leuchten. Wir sollten deshalb nicht zögern, die Weisheit, die uns fehlt, von Ihm zu erbitten. Er wird sie uns willig geben (Jak 1,5

Halte fest 1989

Auf IHN können wir uns immer verlassen, und Seinen Weg zu folgen bingt Segen.