Was machst du morgen?

Wohlan denn, die ihr saget: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt gehen und daselbst ein Jahr zubringen und Handel treiben und Gewinn machen;
(die ihr nicht wisset, was der morgende Tag bringen wird; denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist es (O. nach and. Les : seid ihr) ja, der eine kleine Zeit sichtbar ist und dann verschwindet;) statt daß ihr saget: Wenn der Herr will und wir leben, so werden wir auch dieses oder jenes tun.
Elberfelder 1871 – Jakobus 4,13–15

Nun zu euch, die ihr sagt: »Heute oder spätestens morgen werden wir in die und die Stadt reisen! Wir werden ein Jahr lang dort bleiben, werden Geschäfte machen und werden viel Geld verdienen!«  Dabei wisst ihr nicht einmal, was morgen sein wird! Was ist schon euer Leben? Ein Dampfwölkchen seid ihr, das für eine kleine Weile zu sehen ist und dann wieder verschwindet. Statt solche selbstsicheren Behauptungen aufzustellen, solltet ihr lieber sagen: »Wenn der Herr es will, werden wir dann noch am Leben sein und dieses oder jenes tun.«
Neue Genfer Übersetzung – Jak 4,13–15

Kommt jetzt, die ihr sagt: „Heute und morgen lasst uns in die und die Stadt gehen und dort ein Jahr verbringen und Handel treiben und Gewinn machen“, die ihr nicht wisst, was [die Umstände] des morgigen [Tages] [sein werden]. Denn von welcher Art [ist] euer Leben? Es wird nämlich ein Dunst sein, der für kurze Zeit sichtbar ist, dann aber auch verschwindet. Stattdessen sollt ihr sagen: „Wenn der Herr will, dann werden wir leben und dieses oder jenes tun.“
Leonberger Bibel – byzantinischen Text von Robinson-Pierpont 05 – Jakobus 4,13–15

Aber dreht sich nicht die Welt um MICH? Muss ich mich nicht selber lieben? Und ist Gott nicht verpflichtet, all das was ich bis jetzt für IHN gemacht habe, zu vergelten?

Jakobus kommt sofort zur Sache: Die Wendung „und nun“ kehrt in Jak 5,1 nochmals wieder. Es ist ein umgangssprachlicher Ausdruck, der im Neuen Testament nur von Jakobus gebraucht wird. Diese Interjektion sollte ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit der Leser sichern. Jakobus knöpft sich bei seinem Angriff den typischen Geschäftsmann vor, der die Rechnung ohne Gott macht. Mit größter Selbstverständlichkeit plant er Reisen: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen, teilt seine Zeit ein: und wollen ein Jahr dort zubringen, und verfolgt seine geschäftlichen Ziele: und Handel treiben und Gewinn machen. „Handel treiben“ kommt von dem zusammengesetzten Verb emporeusometha (von en, „in“, und poreuomia, „gehen“). Es ist verwandt mit dem Substantiv emporos, „Kaufmann, Händler, Vertreter oder Hausierer“. Ein anschauliches Beispiel für den jüdischen Kaufmann, den Jakobus hier zurechtweist, wäre ein rücksichtsloser Vertreter, der nur darauf aus ist, den Leuten etwas zu verkaufen, um seinem höchsten Ziel zu huldigen: Geld zu machen.
Diesen umtriebigen Geschäftemachern hält Jakobus vor: Ihr wißt nicht, was morgen sein wird. Die Pläne der Menschen sind immer nur vorläufig. Sie sind nicht Herr über das, was kommen wird, und über die Zeit, ja, ihr ganzes Leben gehört nicht eigentlich ihnen. Jakobus stößt mit einer weiteren Frage nach: Was ist euer Leben? Die Antwort ist: Ein Rauch (Dunst, Dampf). Es ist nötig, daß sich die Gläubigen diesen göttlichen Blickwinkel auf ihrer irdischen Reise zu eigen machen. Eine solche Perspektive erstickt jede Prahlerei noch in dem Keim des Hochmuts, aus dem sie entspringt.
Entscheidend zur Vermeidung aller Selbstüberhebung ist es, die Dinge von Gottes Standpunkt aus zu betrachten. Statt große Pläne auf menschlicher Ebene zu machen, sollte man seinen Blickwinkel so weit erweitern, daß auch Gott ins Bild kommt. Statt hohler Großtuerei sollte man sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun. Das ist nicht eine Art Zauberformel, sondern eine realistische Einstellung, die sich auf das ganze Wesen und Verhalten auswirkt.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Jakobus wendet sich offenbar an reisende Geschäftsleute. Sie ziehen von Stadt zu Stadt, treiben hier und dort Handel und erzielen Gewinne. Reisen Händler waren in der Antike wenig geachtet. Deshalb war dieses Geschäft oft eine Domäne von aufstrebenden Schichten oder Ausländern. Sie waren bereit, etwas zu riskieren, um Profit zu machen und dadurch sozial aufzusteigen.
Jakobus gibt hier offenbar eine für sie typische Redeweise wieder. Darin prahlen sie mit ihren geschäftlichen Plänen und bringen dabei ihre Überzeugung zum Ausdruck, alles im Griff zu haben.
Diese selbstverständliche Existenzsicherheit will Jakobus erschüttern und weißt sie darauf hin, dass sie gar nicht wissen, was morgen sein wird. Gerade Leute ihres Berufs sollte doch eigentlich klar sein, mit welchen Risiken sie es zu tun haben (zu denken ist z. B. an die Risiken des Seehandels, der durch Piraten oder hereinbrechende Unwetter alles andere als sicher war). Außerdem erinnert er daran, dass das menschliche Leben kurz ist und am Ende nichts bleibt.
Daher empfiehlt Jakobus eine Lebensphilosophie, die ernst nimmt, dass unsere Existenz und all unsere Pläne unter „göttlichem Vorbehalt“ stehen. Dieser Vers ist nicht ohne Grund zu einer unter Christen weit verbreiteten Redewendung geworden: „So Gott will und wir leben …“

Mainka – Jakobus

WAS VERWALTEN WIR?
Schon das Leben an sich ist eine heilige Gabe. Gott gab uns das Leben. Alle Seelen gehören Ihm (Hes 18,4). Er ist der Gott alles Fleisches (Jer 32,27). Wir sind wie Dunst, der nach dem Willen Gottes auf der Erde erscheint und wieder verschwindet (Jak 4,14-15). Deshalb wollen wir nach dem Willen Gottes und nicht nach unserem eigenen Dafürhalten leben. Diese einfache Feststellung sollte uns unsere Verantwortung vor Gott deutlich machen. Der wahre Jünger Jesu wird deshalb seinen Leib dem Herrn hingeben (Röm 12,1). Er wird alle seine Glieder dem Dienst Gottes weihen (Röm 6,13). Diese Verwaltung der Gaben Gottes kann unter verschiedenen Aspekten beleuchtet werden.

Zeit.
„In deiner Hand sind meine Zeiten“ (Ps 31,16). Der Herr gewährt uns vielleicht eine durchschnittliche Anzahl von Lebensjahren (Ps 90,10). Er kann die Zahl unserer Jahre auch verkürzen (Ps 102,24-25). Er kann sie aber auch verlängern (Spr 10,27; Jes 38,5). Gott rät uns, unsere Tage zu zählen, damit wir ein weises Herz erlangen (Ps 90,12). Wir sollten deshalb die Zeit „auskaufen“ (Eph 5,16), d.h. die Zeit als „strategische Gelegenheit“ gebrauchen. Die Heilige Schrift betont immer wieder, wie kurz das menschliche Leben ist (wie Gras oder wie Blumen, die verwelken). Deshalb wollen wir es nicht vergeuden, sondern für Gott gebrauchen!

Gaben.
In der Heiligen Schrift ist von „Talenten“ die Rede, die Gott uns gegeben hat. Mit „Talenten“ ist eine Geldsumme gemeint; sie beziehen sich aber auf die verschiedenen Gaben, die Gott uns gegeben hat (vgl. Mt 25,14-30). Gott hat uns unseren Verstand, besondere Fähigkeiten, körperliche Begabungen sowie unser Aussehen gegeben, auch wenn die Menschen sich solche Dinge als eigenen Verdienst anrechnen. Die Glaubenden haben außerdem geistliche Gaben bekommen, die sie befähigen, anderen Glaubenden in der Gemeinde zu helfen (1Kor 12,4-7). Wir sollen alle Gaben, die wir empfangen haben, für das Wohl der anderen einsetzen (1Petr 4,10). Eigensüchtige Interessen bei der Entwicklung und Ausübung unserer Gaben widersprechen den Absichten Gottes.

Wahrheit.
Wir sind „Verwalter der Geheimnisse Gottes“ (1Kor 4,1). Alle geistliche Erkenntnis ist ein heiliges, anvertrautes Gut in einer dunklen und unwissenden Welt. Wenn wir das Wort Gottes kennen, sind wir mit einem Hausbesitzer zu vergleichen, der einen Schatz besitzt (Mt 13,52). Dieser Schatz soll mit den anderen geteilt und nicht zu unserem eigenen Vergnügen gehortet werden.

Reichtum.
Die Gefahr, materielle Werte höher zu bewerten als geistliche Werte, ist selbst bei Glaubenden sehr groß. Wir werden entweder von Besitztümern oder von Gott beherrscht. Wir können nicht beiden „Herren“ dienen, wie Jesus selbst gesagt hat (Lk 16,13). Geld wird zu einem Freund, wenn wir es für die Ewigkeit einsetzen (Lk 16,9). Es kann zu einem Feind werden, wenn wir es missbrauchen; dann wird es als Zeugnis gegen uns gebraucht (Jak 5,1-3). Der reiche Mann, der schließlich in der Hölle landete, hatte vergessen, dass seine Besitztümer ihm nur für eine bestimmte Zeit zur Verwaltung anvertraut waren (Lk 16,19-26). Gold und Silber gehören Gott, nicht den „Finanzkönigen“ dieser Erde (Hag 2,8). Gott gehört das Vieh auf tausend Bergen, nicht den reichen Bauern (Ps 50,10). Es kann sich fatal auswirken, wenn wir dies vergessen.

Jean Gibson – Training im Christentum

Deshalb nutze den heutigen Tag, und wenn möglich den morgigen Tag, um Jehovah zu loben und zu preisen, IHM zu danken, und IHM deine Liebe zu zeigen.

Wo ist mein Schutz?

Bei dir bin ich geborgen wie unter einem schützenden Schild,
auf deine Zusagen setze ich meine Hoffnung.
Hoffnung für Alle – Ps 119,114

Du bist mein Versteck und mein Schild,
ich harre auf deine Rede.
Buber_Rosenzweig – Psalm 119,114

Mein Bergungsort und mein Schild bist du; auf dein Wort harre ich.
Elberfelder 1871 – Psalm 119,114

סֵתֶר Versteck, Hülle, Schutz // מָגֵן I Schild, Schutz.– 115 רעע schlecht sein, hi: Schlechtes tun (Ptz hi m sg = “Übeltäter”).

Werkbuch Psalmen: Die Psalmen 73 bis 150

Der Psalmist erklärte, daß er Wankelmut haßte und daß er Gottes Wort liebhatte und auf sein Wort hoffte, denn Gott war seine Zuflucht ( sETer , „Zufluchtsort“; vgl. den Kommentar zu Ps 3,4 ). Dann wandte sich der Schreiber an die Gottlosen und mahnte sie, von ihm zu weichen ( Ps 119,115 ). Er bat Gott, daß er ihn stützen und erretten möge (V. 116-117 ), denn Gott hatte über die Gottlosen Gericht gehalten (V. 118-119 ). Darauf drückte der Psalmist seine Furcht vor den Urteilen Gottes aus (V. 120 ; vgl. V. 161 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Du bist mein Schirm und Schild usw. Weil der Prophet überzeugt ist, dass er sicher nur sein kann, soweit Gottes Flügel ihn bergen und decken, so fürchtet er im Vertrauen auf seine Verheißungen nichts. Und sicherlich muss den Gläubigen dies zuerst feststehen, dass ihr von so vielen Gefahren umgebenes Leben allein durch Gottes Schutz bewahrt bleiben kann. Sie sollen also bei ihm ihre Zuflucht suchen und im Vertrauen auf sein Wort geborgen auf das Heil warten, welches er verheißen hat. Gewiss schöpfen wir nun die Zuversicht, dass Gott unsre Zuflucht und unser Schild ist, aus dem Wort. Aber es wirkt doch auch beides aufeinander: nachdem wir aus dem Wort gelernt haben, dass uns bei Gott sichere Bergung bereitet ward, wird diese Lehre in unserem Geist gehegt und befestigt, wenn wir empfinden, wie notwendig es ist, dass Gott uns verteidigt. Muss nun auch seine Macht zur Begründung unserer Heilshoffnung vollständig ausreichen, so sollen wir doch immer sein Wort in den Mittelpunkt stellen, damit unser Glaube nicht wanke, wenn seine Hilfe verzieht.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

Psalm 119: 114

Du bist mein Versteck und Schild; Ich setze meine Hoffnung auf dein Wort.

Wie oft werden wir von schlechten oder vergeblichen Gedanken angegriffen? Wie oft werden wir mit Gefühlen des Urteils, der Rache, der Lust, der Begierde, der Beschwerde, der Depression, der Selbstsucht und des Stolzes versucht? Jeschua sagte uns, dass all diese negativen Gefühle von Herzen kommen (Matthäus 15:19); und deshalb sagte uns König Salomo: ‚Hüte vor allem dein Herz; denn es ist die Quelle der Folgen des Lebens “(Sprichwort 4:23).

Geliebte, diese Gefühle und irrationalen Gefühle sind die Feinde unserer Seele. Sie richten mehr Schaden an unserem Leben an als jeder Terrorist. Der Terrorist wird unserem Körper schaden, aber diese bösen Konzepte in unseren Herzen werden unserer Seele schaden (Matthäus 10,28). Unsere Regierungen können antiballistische Raketen, magnetische Schilde und Radarschutzmittel einsetzen, aber diese können uns niemals vor dem wirklichen Feind unserer Seele schützen. Unsere Wissenschaftler können alle Arten von Systemen zur Erfassung von Informationen entwickeln, aber sie werden niemals in der Lage sein, etwas zu schaffen, das uns vor dem wirklichen Feind schützt: unsere böse Neigung.

Lassen Sie uns diesen unerbittlichen Feind entlarven. Lassen Sie uns ihn erkennen, wenn er sein hässliches Gesicht hebt und nicht dumm genug ist zu glauben, dass wir gegen ihn kämpfen können. Wir müssen Zuflucht suchen und unsere Hoffnung auf die unfehlbaren Maßstäbe der Worte der Wahrheit setzen, die uns in der Thora dargelegt wurden. Wir müssen sie auswendig lernen und ihm laut zitieren, wie es Jeschua am Tag seiner Versuchung in der Wüste getan hat (Matthäus 4: 1–11). Lassen Sie uns sehen, dass der Gegner verschwindet.

Selbst König David, der ebenso stark und mutig wie edel war, einer der größten Krieger der Welt, wusste, dass der wahre Schutz seines Herzens nur im Versteck der Tora, dem Wort Haschems, lag. Mögen wir wieder diese immer wieder klingenden Worte hören: „Du bist mein Versteck und mein Schild: Ich hoffe auf dein Wort.“

Unter dem Feigenbaum: Messianisches Denken durch den hebräischen Kalender

erbittert, tief betrübt, schräg drauf

Und der Geist hob mich empor und nahm mich hinweg; und ich fuhr dahin, erbittert in der Glut meines Geistes; und die Hand Jehovas war stark auf mir.
Elberfelder 1871 – Ezechiel 3,14

Als mich nun die Gotteskraft emporhob und mich entrückte, ging ich dahin, tief betrübt in der Erregung meines Geistes, während die Hand des HERRN übermächtig auf mir lastete.
Menge – Ez 3,14

Der Geist trug mich davon und nahm mich mit. Voller Bitterkeit und Wut machte ich mich auf und die Hand Jehovas ruhte stark auf mir.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Hesekiel 3,14

Jetzt beamte mich die Kraft von Gott nach oben, und ich kam an einer anderen Stelle wieder raus. Ab dem Zeitpunkt war ich ziemlich durch, traurig, erregt und irgendwie schräge drauf. Gott war einfach ganz heftig mit seiner Kraft auf mir.
VolxBibel – Ez 3,14

Lies einmal, was Hesekiel vorher alles erlebte – und dann ist er von den Gefühlen nicht so drauf, wie wir es erwartet hätten. Oder?

Nachdem er die Vision von Gott geschaut hatte, wurde Hesekiel durch den heiligen Geist nach Tel-Abib (V. 15 ) zurückgebracht. (Vgl. die Anmerkungen zu Tel-Abib unter „Historischer Hintergrund“ in der Einführung .) Dies geschah, als der Geist ihn aufhob . Der „Geist“, der Hesekiel emporhob, ist der gleiche Geist, der in ihn gekommen war ( Hes 2,2 ). Dies ist der Heilige Geist, der Gottes Knechte in alttestamentlicher Zeit göttlich bevollmächtigte. Mehrmals brachte der Heilige Geist Hesekiel (wohl geistig, nicht körperlich; vgl. Hes 8,3; 11,1.24; 37,1; 43,5 ) an verschiedene Orte und gab ihm Informationen.
Hesekiel begann, dieses Emporheben durch den Heiligen Geist zu beschreiben ( Hes 3,12 ), kam aber später nicht mehr darauf zu sprechen (V. 14 ), weil er durch ein lautes, rauschendes Getöse abgelenkt wurde. Nach einem eingeschobenen Lobpreis (V. 12 b) erklärte Hesekiel, daß dieses rauschende Getöse von den Flügeln der Cherubim kam, die gegeneinander schlugen, und von den Rädern. Hesekiel wurde durch den Geist auf Gottes Thronwagen hinweggeführt und war durch das Geräusch, das bei dieser Bewegung entstand, überrascht (vgl. Hes 1,24 ).
In seiner Beschreibung dieses „Transportes“ durch den Geist Gottes fügte Hesekiel ein: “ Möge die Herrlichkeit des HERRN (vgl. die Anmerkungen zu Hes 1,28 ) gepriesen sein in seinem Wohnort (so V. 12 b in einigen Übersetzungen). Überwältigt von dem Anblick und dem Geräusch der Herrlichkeit Gottes antwortete er mit diesem spontanen Lob Gottes.
Als Hesekiel durch den Heiligen Geist zurückgebracht wurde, war sein eigener Geist grimmig. Er sagte: Ich ging in Bitterkeit und Ärger meines Geistes . „Bitterkeit“ ( mar ) vereinigt in sich Schmerz ( 1Mo 27,34 ), Unzufriedenheit ( 1Sam 22,2 ) und wütenden Zorn ( 1Sam 17,8 ). Von diesen drei Bedeutungen ist hier aufgrund des parallelen „Ärger ( HEmCh , „Hitze“, „Wut“) meines Geistes“ wohl am stärksten der wütende Zorn Hesekiels gemeint. Als er sich mit Gott verband, hatte er die gleichen Empfindungen gegenüber der Sünde Israels wie Gott.
Hesekiel wurde in seinem Dienst durch die mächtige Hand des HERRN geführt. „Die Hand des Herrn“ wird auch in Hes 1,3; 3,22; 8,1; 33,22; 37,1 erwähnt. Die Vorstellung der „Hand des Herrn“ (oder „Gottes“) – die fast 190mal im Alten Testament vorkommt – spricht von Gottes Macht oder Autorität.
Hesekiel kehrte zu den Weggeführten in Tel-Abib nahe dem Flusse Kebar zurück (vgl. Hes 1,3 und siehe den Abschnitt „Historischer Hintergrund“ in der Einführung ). Er saß unter ihnen sieben Tage lang – überwältigt . Der Charakter der Vision, die er gerade erlebt hatte, und die Größe der Aufgabe, die vor ihm stand, überwältigten ihn. Er brauchte Zeit, seine Gedanken zu sammeln und sich für seinen Dienst vorzubereiten.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Dies ist eine bizarre Szene, aber Klarheit entsteht, wenn man merkt, dass Johannes wieder die frühesten Teile von Hesekiel wiederholt, wo der Prophet einen ähnlichen Auftrag von der thronenden Figur erhält: „Menschensohn, iss diese Schriftrolle, die ich dir gebe und Fülle deinen Magen damit. “Also habe ich es gegessen und es schmeckte so süß wie Honig in meinem Mund. Dann sagte er zu mir: „Menschensohn, geh jetzt zum Volk Israel und sprich meine Worte zu ihnen“ (3: 3–4). Es gibt offensichtliche Parallelen zwischen Hesekiels Episode und Offenbarung 10: 8–11. In beiden Szenen konsumieren Propheten Schriftrollen mit Honiggeschmack, die von himmlischen Wesen geliefert werden, und erhalten dann Anweisungen, mit rebellischen Menschen zu sprechen. Ebenso bedeutsam sind jedoch ihre Unterschiede. Hesekiel wird geboten, im Exil mit Israel zu sprechen, während Johannes „erneut über viele Völker, Nationen, Sprachen und Könige prophezeien muss“ (Offb 10,11). Und während beide Schriftrollen süß im Geschmack sind, verbittert Johns Schriftrolle seinen Magen. Johns negative Reaktion spiegelt wahrscheinlich Hesekiel 3:14 wider, in dem der Prophet vom Geist „in Bitterkeit und im Zorn meines Geistes“ weggenommen wird. Weil Hesekiel uns erzählt, wie „auf beiden Seiten der Schriftrolle] Worte der Klage, Trauer und des Leidens geschrieben wurden“ (2:10), ist es wahrscheinlich der Inhalt von Hesekiels Botschaft, zusammen mit dem Widerstand, den er von hartnäckigen Exilanten erwartet verursacht ihm Bitterkeit und Wut. Der genaue Inhalt von Johns Schriftrolle wird uns nie mitgeteilt, aber das Gleiche gilt wahrscheinlich auch für seinen Fall, da Johannes nicht reuigen Nationen und Königen prophezeien muss (vgl. 9: 20–21). Deshalb weist der mächtige Engel Johannes an, die Schriftrolle zu essen: Die Schriftrolle muss eingenommen werden, damit Johannes die Botschaft Gottes empfängt, ihre Auswirkungen erfährt – sowohl die Freude (Süße) der Erlösung als auch die Angst (Bitterkeit) des Gerichts – und Auf diese Weise kann der Inhalt in den folgenden Kapiteln anschaulicher dargestellt werden.

Jubiläen und Offenbarung 10: 1–11: Himmlische Wesen, die himmlische Bücher tragen

Die Bewegung der Shechinah-Herrlichkeit ist in Vers 12 aufgezeichnet: Dann hob mich der Geist auf, und ich hörte hinter mir die Stimme eines großen Ansturms und sagte: Gepriesen sei die Herrlichkeit Jehovas von seinem Platz.

Der Shechinah Glory, der zusammen mit den Lebewesen und den Rädern in Kapitel 1 beschrieben wurde, kommt nun wieder auf die Bühne. Während Hesekiel sie früher stehen sah, sieht er sie hier in Bewegung. Diese Aussage ist eine Einführung in die Bewegung der Shechinah Glory. Die Shechinah-Herrlichkeit wird häufig mit dem Heiligen Geist in Verbindung gebracht, wie dies hier der Fall ist. Der Heilige Geist hob ihn hoch und begann ihn zu transportieren. Er hört wieder das große Rauschen wie ein Wasserstrom, aber diesmal kann er verstehen, was die Stimme sagt: Gepriesen sei die Herrlichkeit Jehovas von seinem Platz aus. In dieser Vision scheint diese Aussage die Formel zu sein, die die Bewegung der Shechinah Glory startet.

Das Geräusch der Flügel und der Räder wird in Vers 13 beschrieben: Und ich hörte das Geräusch der Flügel der Lebewesen, als sie sich berührten, und das Geräusch der Räder neben ihnen, sogar das Geräusch eines großen Rauschens.

Hesekiel sieht, wie sich die Schechina-Herrlichkeit bewegt, und er hört auch das Geräusch der Flügel und Räder, die sich bewegen, als ein mächtiger Wasserstrom. Dies ist wie das Geräusch eines mit Wasser gefüllten Wadi. Das Geräusch des sich nähernden Wassers, des Felsens und der Trümmer ist viele Kilometer lang zu hören, bevor es tatsächlich eintrifft.

Die Bewegung des Heiligen Geistes wird in Vers 14 beschrieben: Also hob mich der Geist auf und nahm mich weg; und ich ging in Bitterkeit, in der Hitze meines Geistes; und die Hand Jehovas war stark auf mir.

Dieser Vers beschreibt Hesekiels innere Schwierigkeiten, seinen prophetischen Ruf anzunehmen. Weil ihm gesagt wurde, er solle mit einem Scheitern rechnen, dass seine eigenen Leute seine Botschaft im Großen und Ganzen ablehnen werden, ist er von einem Gefühl der Vorahnung erfüllt. Als der Heilige Geist ihn hochhebt und wegnimmt, während er die Cherubim nach Hause reitet, wird er bitter. Als Hesekiel die Schriftrolle des Wortes Gottes aß, war sie süß in seinem Mund, genau wie im Fall von Johannes in Offenbarung 10. Aber jetzt, da er begonnen hat, die Botschaft zu verarbeiten, gibt es auch ein Gefühl der Bitterkeit. wie es auch bei Johannes in Offenbarung 10 der Fall war.

Außerdem sagte Hesekiel, er kehre in der Hitze meines Geistes zurück. Das Wort Geist bezieht sich hier auf Hesekiels eigenen menschlichen Geist; es brannte in ihm. Er hatte eine schizophrene Erfahrung. Einerseits ist er bitter; Es ist ein Gefühl der Vorahnung, den Ruf anzunehmen, ein Prophet zu sein. Andererseits ist sein Geist heiß; Er ist bestrebt, ein Prophet zu sein. Er ist bestrebt, die Worte Gottes zu sprechen; in der Tat können diejenigen, die das Wort Gottes aufnehmen, nicht anders, als es zu sprechen. Aber der Vers sagt weiter: Die Hand Jehovas war stark auf mir. Weil diese Hand Gottes so stark auf Hesekiel war, war seine Annahme des Rufs, ein Prophet zu sein, unvermeidlich. In der Tat wird er den Ruf durch Vers 21 annehmen.

Die Vision endet vorübergehend, als Hesekiel in Vers 15 nach Hause kommt: Dann kam ich zu ihnen aus der Gefangenschaft in Tel Abib, die am Fluss Chebar wohnte, und dorthin, wo sie wohnten; und ich saß dort sieben Tage überwältigt unter ihnen.

Vers 15a berichtet über die Ankunft in Tel abib, einer Stadt in Babylonien. Dies ist die moderne Stadt Til Abubi im Irak. Zu dieser Zeit war dies die Stadt, in der viele der Juden der babylonischen Gefangenschaft lebten, einschließlich Hesekiel, des Propheten. Es befand sich am Kanal der Chebar. Für sie aus der Gefangenschaft an diesem Fluss und für die Menschen in dieser Stadt, die Juden des Exils, muss Hesekiel ein Prophet sein. Er weiß bereits von Gott, dass dieselben Menschen, zu denen er das Wort Gottes sprechen wird, es ablehnen werden.

Dann ist die Wirkung, die all dies auf Hesekiel hatte, in Vers 15b angegeben: Ich saß sieben Tage lang überwältigt unter ihnen. Das hebräische Wort für überwältigt bedeutet „entsetzt sein“, „wütend sein“. Dies beschreibt Hesekiels sehr hohen emotionalen Zustand. Sieben Tage lang saß er einfach da, völlig überwältigt von der Vision, die er gesehen hatte, und von seiner Berufung, ein Prophet zu sein. Die Bitterkeit und die Hitze seines Geistes hielten sieben Tage an. Nach sieben Tagen hatte er seine Entscheidung getroffen. Er würde den Anruf annehmen. Er würde das Wort Gottes verkünden. Er würde weissagen. Er würde seinem Volk weiterhin prophezeien, ob sie es hören oder ob sie es unterlassen werden.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

weiterer Lesestoff zu Hesekiel: Einführung und Kapitel 1-3 .

Denken wir nicht meist, das wenn wir einen Auftrag von Jehovah bekommen, dies uns glücklich machen würde? Bei Hesekiel scheint es nicht so gewesen zu sein! Was würden wir an seiner Stelle tun?

„Dir will ich geben“

Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig.
Elberfelder 1871 – Genesis 13,15

denn das ganze Land, das du siehst, dir und deinem Samen werde ich es bis auf unabsehbare Zeit geben.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – 1.Mose 13,15

Pass auf, das ganze Land, was du da jetzt siehst, will ich dir und deiner ganzen Familie für immer schenken!
VolxBibel – Gen 13,15

Gleich im ersten Buch der Bibel – schon im 12.Kapitel verspricht Jehovah dem Abraham, dass ER ihm das Land für immer geben will. Doch Abraham starb, und außer der Begräbnisstätte für seine Frau, hatte er eigentlich nichts von diesem Land!
Was war schiefgelaufen?

1890 schrieb C.T.Russel in seinem Buch „Dein Köngreich komme“:

Dass die Wiederherstellung Israels in das Land Palästina eins der in diesem Tage des Herrn zu erwartenden Ereignisse ist, sind durch den obigen Ausspruch des Propheten völlig versichert. Beachte ins besondere, dass diese Prophezeiung in keinem sinnbildlichen Sinn ausgelegt werden kann. Es ist kein Kanaan im Himmel, für das sie bestimmt sind, sondern ein Kanaan auf Erden. Sie sollen in „ihr Land“ gepflanzt werden, in das Land, von dem Gott sagt, dass er es ihnen gegeben habe, in das Land, das er dem Abraham verhieß, als er sprach: „Hebe deine Augen auf und schaue nach dem Orte, wo du bist, gen Norden und gen Süden und gen Osten und gen Westen. Denn das Land, das du siehest, dir will ich’s geben und deinem Samen ewiglich. Und ich will deinen Samen machen wie den Staub der Erde; so dass, wenn jemand vermag, den Staub der Erde zu zählen, auch dein Same gezählt werden wird. (Eine Andeutung einer damals sehr fernen Zukunft, so dass reichlich Zeit vorhanden war zu solcher Vermehrung). Mache dich auf und durchwandele das Land nach seiner Länge und nach seiner Breite, denn dir will ich’s geben.“ „Und ich werde dir und deinem Samen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan zum ewigen Besitztum.“ (1 Mose 13:14-17; 17:8) Es ist dies ein Land, das sie einst betreten durften und in dem sie Jahrhunderte lang wohnten. Aber während dieser Zeit waren sie vielmals wieder ausgerissen worden und in andere Länder in Gefangenschaft geschleppt worden, während Fremdlinge ihre Städte verwüsteten, den Wein ihrer Weinberge tranken und die Frucht ihrer Gärten aßen.

Dein Königreich komme – Charles Taze Russell

Die Menschen aus Israel, die durch Buße und Glauben den wahren Christus im Herzen aufnehmen werden, dürfen aufgrund des Blutes des neuen Bundes die volle Erfüllung der Verheissung an Abraham erleben: «Das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft bis in Ewigkeit» (1 Mose 13,15). Das ist eine irdische Verheissung. Die Propheten beschrieben ihre Herrlichkeit. Hesekiel redet von der ganzen Ausdehnung des Erbteils (Hes 47 und 48). Sacharja sagt in Kapitel 14, ab Vers 9: «Und der HERR wird König sein über die ganze Erde … Das ganze Land wird sich umwandeln … Jerusalem wird erhaben sein … Alle Übriggebliebenen von allen Nationen … werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten.» Auch Jesaja schildert in den letzten Kapiteln die herrlichen Zustände in diesem Reich.

Halte fest 1985

In Genesis 13: 14b – 15 erhielt Abram die Verheißung des Landes. Das Versprechen begann mit der Anweisung: Hebe jetzt deine Augen hoch. Auf Gottes Befehl sollte Abram das Land genau betrachten, so wie Lot früher in Vers 10 das Land genau betrachtete. Während Lot es aus eigenem Interesse aus eigenem Interesse tat, wurde Abram von Gott angewiesen, es zu tun, und erst dann tat er es. Der hebräische Text fügt das Wort na hinzu, das übersetzt wird, wie ich Sie bete, oder „bitte“. Die Verwendung des Wortes na ist im gesamten Alten Testament üblich und kommt allein im Buch Genesis etwa sechzig Mal vor. Im Alten Testament wird es jedoch nur viermal verwendet, wenn Gott einen Menschen anspricht, und in jedem Fall hat die Verwendung von na mit etwas zu tun, das über das menschliche Verständnis hinausgeht. Die erste Verwendung ist hier in Vers 14: na, um seine Augen zu erheben, um einen guten Blick auf das Land zu bekommen, weil Abram das Land gegeben wird. Das zweite Mal erscheint es in Genesis 15: 5 mit dem Versprechen, dass er trotz seines Alters einen Sohn haben wird. Das dritte Mal, in Genesis 22: 2, nimm jetzt deinen Sohn, na, er ist angewiesen, Isaak zu opfern. Das vierte Mal, in 2. Mose 11: 2, na, sollen die Kinder Israel die Ägypter um ein Geschenk bitten. Von diesen vier Malen, in denen das höfliche Wort na vorkommt, spricht Gott drei Mal speziell Abram an. Nun, na, schau von dem Ort, an dem du bist. Dies ist der gleiche Ort, von dem aus Lot aussah. Alles, was Abram sieht, ist das, was Lot bereits gesehen hat. Abram wurde gebeten, in die vier Richtungen zu schauen: nach Norden und Süden und nach Osten und Westen. Das hebräische Wort für Norden ist das Standardwort für Norden. Das hebräische Wort für nach Süden bedeutet „in Richtung Negev“, das sich im Süden befindet. Das hebräische Wort für nach Osten bedeutet „dem Sonnenaufgang entgegen“. Das hebräische Wort für westwärts bedeutet „in Richtung Meer“ und bedeutet in Richtung Mittelmeer, das sich auf der Westseite des Landes befindet. Dann verspricht Gott Abram: das ganze Land, das Sie sehen, einschließlich aller vier Richtungen, sowie das Gebiet, für das Lot sich entschieden hat, den Jordankreis. Alles, was Abram jetzt sah, wurde durch göttliche Gewährung zu Abram: Dir werde ich es geben und deinem Samen. Das Landversprechen wurde erweitert: Ihnen werde ich es geben, was bedeutet, dass das Land jetzt auch Abram individuell versprochen wird, nicht nur Abrams Nachkommen; Abram selbst wird eines Tages dieses Land besitzen. Im Fall von Abram wartete er darauf, dass Gott es gab; aber Lot nahm es für sich. Dann fügte Gott hinzu: und zu Ihrem Samen, indem er ein bereits früher gemachtes Versprechen bekräftigte. Es wird nicht Lots Samen gegeben, sondern Abrams Samen, dem jüdischen Volk. Außerdem sollte es für immer auf Hebräisch ad olam gegeben werden; wörtlich „für ein Zeitalter“, denn während des messianischen Zeitalters werden Abram und Abrams Samen das ganze Gelobte Land genießen.

Fruchtenbaum – Bibelkommentar: das Buch Genesis

Nichts war schiefgegangen in Gottes Plan! Jehovah hatte die Ewigkeit vor Augen, wir nur die kurze Zeit. Jehovah versprach dem Abraham also nicht nur, dass er dieses Land besitzen würde, sondern auch, dass er ihn auferwecken würde, um dieses Land zu genießen. Abraham hatte ein gutes direktes Verhältnis zu Jehovah – hast du es auch?

Wenn einem „dass Wasser bis zum Halse steht“.

Gott, willst du das wirklich so mal eben zulassen? Willst du nicht dazwischengehen? Wir haben nicht genug Soldaten, um gegen diese Armee etwas auszurichten! Im Moment sind wir echt planlos. Das Einzige, was wir jetzt noch tun können, ist, uns an dich zu wenden und auf dich zu hoffen!“
VolxBibel – 2 Chronika 20,12

siehe da, sie vergelten es uns, indem sie kommen, um uns aus deinem Besitztum zu vertreiben, das du uns zum Besitz gegeben hast.Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die wider uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet. Und ganz Juda stand vor Jehova, samt ihren Kindlein, ihren Weibern und ihren Söhnen.
Elberfelder 1871,- 2 Chronik 20,11–13

Du unser Gott! Willst du sie nicht dafür bestrafen? Wir können gegen diese Übermacht nichts ausrichten. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Darum blicken wir auf dich!«
Gute Nachricht Bibel -2 Chr 20,12

Was tun in der Not?
Protestieren, Gewalt anwenden? Oder doch den biblischen Weg: ins Gebet, und um Hilfe bei Jehovah suchen?

In Zeiten von Not und Krise

Die fünfte Sache über Gebetszeiten betrifft das Beten in Not- und Krisenzeiten. Wenn diese Dinge geschehen, ermutigt uns die Bibel zu beten. In 1 Chronik 5:20 beteten sie mitten im Kampf. Dasselbe gilt für 2 Chronik 13: 13–16 und 20: 1–19. In Psalm 50:15 heißt es: Rufe mich an am Tag der Not. Psalm 77: 1–2 und 86: 7 weisen darauf hin, dass am Tag meiner Schwierigkeiten eine Person Gott erreichen sollte. Psalm 130: 1: Aus der Tiefe habe ich geweint. Jonah 2: 1–9 betete, während er im Meer war. In Lukas 22: 35–46 betete Jesus, als er die Qual von Gethsemane erlebte.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Aber wenn die Angst so groß ist, dass man denkt, alles wäre vorbei?

Das 20. Kapitel des 2. Buches der Chronika berichtet uns u.a. vom bemerkenswerten Gebet eines gottesfürchtigen Königs, der sich mit der Not des Volkes Gottes an den Herrn wendet, um von Ihm Hilfe zu erbitten. Gott lässt dieses Gebet nicht ohne Antwort. Bitte lies dieses Kapitel zunächst aufmerksam, und lass es unter Gebet auf dich einwirken, bevor du nachstehende Anmerkung liest.

König Josaphat, der für das Volk Israel verantwortlich war, hatte eine klare Vorstellung von diesen Zielen der Angriffe des Feindes. In den Versen 10 und 11 beschreibt er sie in einer zweifachen Weise:Die Feinde versuchten, sich unter das Volk Israel zu mischen. Genau das aber hatte Gott ausdrücklich verboten. Es war Israel nicht gestattet gewesen, sich mit den Völkern um sie her zu verbinden. Umgekehrt war es auch gegen die Gedanken Gottes, dass die Völker ins Land kamen, um sich dort mit Israel zu vermischen.

Die Feinde versuchten, das Volk Israel aus dem von Gott gegebenen Besitztum zu vertreiben. Das Land gehörte eigentlich Gott. Er hatte es Israel gegeben und nicht den umliegenden Nationen.
….

Nein, Josaphat reagiert ganz anders. Er tut das einzig Richtige. Er wendet sich an seinen Gott. Er fürchtet sich – das können wir gut verstehen –; er richtet sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen, und er ruft über ganz Juda ein Fasten aus (V. 3). Am Ende seines Gebets sagt er es noch einmal, wenn er mit den Worten schliesst: «sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet» (V. 12).

Diese Haltung ist richtungweisend für das Volk Gottes, damals wie heute. David hatte dieses Vertrauen auf Gott in die Worte gekleidet: «Mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, und mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen» (Ps 18,30). Das Auge Gottes ist immer auf uns gerichtet. Er sieht uns und wartet darauf, dass wir unser Angesicht auf Ihn richten. Wenn wir das tun, dann suchen wir die Hilfe ausschliesslich bei Ihm – und dann kann und wird Er uns nicht enttäuschen.

Und nun wollen wir uns vier Fragen stellen, die uns die Haltung Josaphats näher bringen:

lies den ganzen Artikel von „halte fest“ auf deren Website

Laßt uns gerade in dieser heutigen Zeit IMMER auf das Gespräch mit Jehovah vertrauen! Nicht ein menschliches Gericht, nicht die Macht der Straße oder das meckern in sozialen Netzwerken wird uns irgendwie helfen – und erst recht keinen Herzensfrieden geben. Nur bei Jehovah finden wir Frieden und die endgültige Gerechtigkeit.

Spiegelbild

Und Aaron soll die Namen der Söhne Israels an dem Brustschilde des Gerichts auf seinem Herzen tragen, wenn er ins Heiligtum hineingeht, zum Gedächtnis vor Jehova beständig.
Elberfelder 1871 – Exodus 28,29

So trage Aharon
die Namen der Söhne Jissraels
an dem Gewappen des Rechtspruchs
auf seinem Herzen,
wann er kommt ins Heiligtum,
zum Gedächtnis vor IHM
stetig.
Buber Rosenzweig – Exodus 28,29

Auf diese Weise soll Aaron jedes Mal, wenn er ins Heiligtum geht, die Namen der Stämme Israels auf seinem Herzen tragen. Dann werde ich mich den Israeliten freundlich zuwenden.
Gute Nachricht Bibel : Exodus 28,29

Und so wird Aaron die Namen der einzelnen Familienstämme von Israel durch den Brustbeutel auch buchstäblich auf dem Herzen tragen, wenn er in das besondere Zelt geht. Und ich, euer Gott, werde es dann nicht vergessen, mich um meine Leute zu kümmern.
VolxBibel – Exodus 28,29

Die Brusttasche (über dem Herzen Aarons) , die in diesen Versen zweimal auftaucht), sollte dazu dienen, eine beständige Erinnerung vor dem HERRN zu sein . Ein weiterer Zweck der Tasche wird in der Bezeichnung Urim und Tummim (Lose) angedeutet. Diese waren die Mittel, mit welchen die Priester für die Israeliten Entscheidungen herbeiführten (vgl. V. 15 ). Die Brusttasche war »doppelt gelegt« (V. 16 ), um so eine Art Tasche für die Urim und die Tummim zu bilden.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

In 2 Mose 28 werden die Kleider des Hohenpriesters beschrieben. Sie waren passend für die Gegenwart Gottes. In den Versen 9-14 geht es um die zwei Onyxsteine, die auf den Schulterstücken des Ephods befestigt waren. In diese Edelsteine waren die Namen der 12 Stämme Israels eingraviert, je 6 Namen auf einem Stein. Es waren Steine des Gedächtnisses für die Söhne Israels. Aaron sollte ihre Namen auf seinen Schultern vor dem HERRN zum Gedächtnis tragen. Er ist ein Vorbild auf den Herrn Jesus, der unser vollkommener Hoherpriester ist. Er trägt uns beständig vor Gott, der immer an sein Volk denkt. Er sieht es in seiner Gesamtheit vor sich.
Zu den Schulterstücken gehörte auch das Brustschild des Ephods, das mit 12 verschiedenen Edelsteinen besetzt war, in die ebenfalls die Namen der 12 Stämme – ein Name pro Edelstein – eingraviert waren. Diese Steine mit den Namen trug der Hohepriester beständig auf seinem Herzen zum Gedächtnis vor dem HERRN (2 Mose 28,29). Das erinnert an die Liebe und Zuneigung unseres Hohenpriesters. Die Namen, die auf die Edelsteine gestochen waren, sind Zeugen von der Heilstatsache, dass unsere Namen in den Himmeln angeschrieben sind (Lk 10,20). Wir gehören unwiderruflich unserem Heiland an (Jes 43,1).

Halte fest 2006

Kapitel 28 behandelt die Kleider des Hohenpriesters und seiner Söhne. Diese Kleider, ihre Farben, die Edelsteine usw. sprechen alle von den verschiedenen Herrlichkeiten Christi, unseres großen Hohenpriesters. Die Familie Aarons war die Priesterfamilie.
28,3–29 Der Hohepriester hatte zwei verschiedene Kleider: (1) Kleider der Herrlichkeit und Schönheit, vielfarbig und reich verziert, und (2) einfache weiße Leinenkleidung. Hier werden nun die ersteren beschrieben (V. 2–4). Das Ephod (V. 6–7) ähnelte einer Schürze, mit zwei Teilen, die an den Schultern zusammengefügt und an den Seiten offen waren. Der gewirkte Gurt (V. 8) war ein Gürtel, der über dem Saum des Ephod um die Taille ging. Die Einfassungen (V. 13) waren aus Goldfiligran gearbeitet und dienten zur Befestigung der Edelsteine. Auf jeder Schulter befand sich ein Onyxstein, in den je sechs Namen der Stämme Israels eingraviert waren (V. 9–12). Auf der Vorderseite des Ephod befand sich das Brustschild, das zwölf Edelsteine umfasste. Auf jedem der Edelsteine stand der Name eines Stammes. Das Brustschild war am Ephod mit Ketten aus reinem Gold befestigt (V. 13–28). Auf diese Weise trug der Hohepriester die Stämme Israels vor Gott auf seinen Schultern (V. 12, dem Sitz der Kraft) und auf seinem Herzen (V. 29, dem Sitz der Zuneigung).

Mac Donald – Kommentar zum Alten Testament

Die Kleidung des Hohepriesters ist farbenfroh und zeichnet sich durch die herausragende Verwendung von Gold aus. Daher wird es im rabbinischen hebräischen Sprachgebrauch als bigdei zahav, „goldene Kleidung“, bezeichnet. Auf Jom Kippur erfüllte der Offizier jedoch seine Pflichten in weißen Leinenkleidern, wie in 3. Mose 16: 4 vorgeschrieben. Diese werden Bigdei-Lavan genannt, „weiße Kleidung“. 2

Eine Vorstellung von dem Eindruck, den das Erscheinen des Hohenpriesters in seinem vollen Ornat auf die Anbeter machte, kann aus dieser Beschreibung in Ben Sira (ca. 190 v. Chr.) 50: 5ff gewonnen werden: „Wie herrlich war er, als er hervorschaute aus dem Zelt / und tauchte hinter dem / Tempelschleier auf! / Er war wie der Morgenstern / erschien zwischen den Wolken, / wie der Vollmond an einem Festivaltag.… ”

Der JPS-Torakommentar

Dazu sollte man anmerken, dass es üblich war, dass ein Hoherpriester auch in anderen Religionen, immer den König/Gott wiederspiegelte. Also ein böser Gott hatte entsprechend schrecklich aussehende Priester – und ein herrlicher Gott eben wie hier beschrieben, einen herrlich aussehenden Priester. So war auch die Handlungsweise bzw das Auftreten des Priesters ein Bild von seinem Gott, den er vertrat.
Wenn wir uns diese Regel anschauen, und dann daran denken, dass wir heute ebenfalls als Priester amten können – welches Bild geben wir von unserem Gott ab?
Aber wir sind natürlich kein Hoherpriester – das ist und bleibt Jesus Christus!
Und Jesus vergißt seine Nachfolger nicht, sondern tritt für sie vor seinem Vater ein.

Der Ephod – 2. Mose 28: 6–14

Und sie werden das Ephod aus Gold, aus Blau und Purpur, scharlachrotem und feinem Leinen zum Werk des geschickten Arbeiters machen. Es muss zwei Schulterstücke haben, die an seinen beiden Enden verbunden sind, damit es zusammengefügt werden kann. Und das gekonnt gewebte Band, das darauf ist, womit es umgürtet werden soll, soll wie sein Werk und aus demselben Stück sein; aus Gold, Blau und Purpur und Scharlach und feinem Leinen. Und du sollst zwei Onyxsteine ​​nehmen und die Namen der Kinder Israel auf sie graben: sechs ihrer Namen auf dem einen Stein und die Namen der sechs, die auf dem anderen Stein bleiben, je nach ihrer Geburt. Mit der Arbeit eines Stechers in Stein, wie die Gravuren eines Siegels, sollst du die beiden Steine ​​nach den Namen der Kinder Israel gravieren: du sollst sie in Goldfassungen einschließen. Und du sollst die beiden Steine ​​auf die Schulterstücke des Ephod legen, um Gedenksteine ​​für die Kinder Israel zu sein; und Aaron soll ihre Namen vor Jehova auf seinen beiden Schultern tragen, um ein Denkmal zu setzen. Und du sollst Einstellungen aus Gold und zwei Ketten aus reinem Gold machen; Wie Schnüre sollst du sie aus Kranzarbeit machen; und du sollst die Kranzketten auf die Einstellungen legen.

Das neunte Merkmal in Bezug auf die Stiftshütte war das Ephod, das das Wahrzeichen des Priesteramtes war. Es sollte so getragen werden, dass es sich auf der Brust des Hohepriesters befand. Später wurde es zum Symbol des Priestertums selbst, da jeder, der Ephod hatte, die Autorität hatte, Priester zu sein (1. Sam. 2: 18–28; 14: 3; 22:18; 23: 6; 30: 7–8). .

2. Die Brustplatte des Gerichts – 2. Mose 28: 15–29

Und du sollst ein Brustschild des Gerichts machen, das Werk des geschickten Arbeiters; wie das Werk des Ephod sollst du es machen; aus Gold, aus Blau und Purpur und aus Scharlach und feinem Leinen sollst du es machen. Foursquare soll es sein und verdoppeln; Eine Spannweite ist die Länge und eine Spannweite die Breite. Und du sollst darin Einstellungen von Steinen setzen, vier Reihen von Steinen: eine Reihe von Sardius, Topas und Karbunkel soll die erste Reihe sein; und die zweite Reihe ein Smaragd, ein Saphir und ein Diamant; und die dritte Reihe ein Jacinth, ein Achat und ein Amethyst; und die vierte Reihe ein Beryll und ein Onyx und ein Jaspis; sie sollen in ihren Einstellungen in Gold eingeschlossen sein. Und die Steine ​​sollen nach den Namen der Kinder Israel sein, zwölf nach ihren Namen; Wie die Gravuren eines Siegels, jeder nach seinem Namen, sollen sie für die zwölf Stämme sein. Und du sollst auf den Brustpanzerketten wie Schnüre Kranzarbeiten aus reinem Gold machen. Und du sollst zwei goldene Ringe auf den Brustpanzer machen und die beiden Ringe an die beiden Enden des Brustpanzers legen. Und du sollst die zwei Kranzketten aus Gold in die beiden Ringe an den Enden des Brustpanzers legen. Und die anderen beiden Enden der beiden Kranzketten sollst du auf die beiden Einstellungen setzen und sie auf die Schulterstücke des Ephods in dessen Vorderteil legen. Und du sollst zwei goldene Ringe machen und sie an die beiden Enden des Brustpanzers legen, an dessen Rand, der nach innen zur Seite des Ephods zeigt. Und du sollst zwei goldene Ringe machen und sie auf die beiden Schulterstücke des Ephods darunter legen, in dessen Vorderteil, nahe an dessen Kopplung, über dem gekonnt gewebten Band des Ephods. Und sie werden den Brustpanzer durch seine Ringe mit einer blauen Spitze an die Ringe des Ephods binden, damit er auf dem gekonnt gewebten Band des Ephods liegt und der Brustpanzer nicht vom Ephod gelöst wird. Und Aaron wird die Namen der Kinder Israel in der Brustplatte des Gerichts auf seinem Herzen tragen, wenn er in die heilige Stätte hineingeht, um fortwährend ein Denkmal vor Jehova zu errichten.

Eng verbunden mit dem Ephod war ein weiterer Gegenstand, der als Brustplatte des Gerichts bezeichnet wurde. Dies sollte aus dem gleichen Material wie das Ephod hergestellt und in der Mitte des Ephod platziert werden. Darauf befanden sich zwölf Steine, die in vier Reihen angeordnet waren, so dass sich in jeder Reihe drei Edelsteine ​​befanden.

Diese zwölf Steine ​​symbolisierten die zwölf Stämme Israels (Ex 28,29). Der Hohepriester trug die Namen der Kinder Israel in der Brustplatte des Gerichts über seinem Herzen, wenn er in den Heiligen Ort ging. So diente es als ständiges Denkmal vor Gott.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

„Bitte, komm in meine Nähe, ich hab Angst und fühl mich alleine, so viel Hilflosigkeit, aber Hilfe erkenne ich keine“

Bleib nicht fern von mir, denn Bedrängnis ist nahe,
Denn da ist kein anderer Helfer.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Psalm 22,11

Bleib nicht fern von mir, denn Unglück naht,
und ich habe sonst keinen, der mir hilft.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 22,11

Bleib mir doch jetzt nicht fern!
Die Not ist so bedrohlich nah,
und da ist niemand, der mir hilft!
Neue Genfer Übersetzung – Psalm 22,12

Sei nicht fern von mir! denn Drangsal ist nahe, denn kein Helfer ist da.
Elberfelder – Psalm 22,12

Vor ein paar Tagen schrieb jemand einen negativen Kommentar zur neuen Neuen-WeltÜbersetzung – und ich war bei der dort angegeben Stelle nicht ganz seiner Meinung. Aber heute der Vers, ist wirklich schief übersetzt. Ja, das hebräische Wort צָרָה (ṣā·rā(h)) kann mit „Ärger, Not, Unglück, Angst, d. h. ein Zustand sehr ungünstiger Umstände, mit Schwerpunkt auf dem emotionalen Schmerz und der Not der Situation“ übersetzt werden. Aber schauen wir uns den gesamten Psalm an! David schreibt in erster Linie, als würde er dies selber erleben – doch Achtung! – so schlimm wie hier beschrieben, ist es David nie ergangen. Und dann lesen wir das Evangelium nach Matthäus – und sehen so deutlich, dass Psalm 22 eine Prophezeiung ist. Wirklich?

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe. Damit führt er noch einen anderen Grund an, um Gott zum Mitleid zu bewegen. Ich zweifle nicht, dass er sich das vorhält, was die Schrift uns an verschiedenen Stellen lehrt, nämlich dass Gott für die Elenden umso gewisser als Helfer bereit steht, je größer die Not ist. So ist also selbst die Verzweiflung für David eine Leiter, auf der sein Geist emporsteigt, um neue Gebetsfreudigkeit zu bekommen. So muss auch uns der Schmerz unserer Leiden unter die Flügel Gottes treiben, damit er mit seiner Hilfe uns nahe sei. Dann wird er es zeigen, dass er für unser Heil Sorge trägt.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

David klagte über seinen verzweifelten Kampf mit dem Tod in der Hand der unmenschlich handelnden Feinde. Er faßte seine Klage in der Bitte zusammen, daß der Herr nicht fern von ihm sein möge, denn die Not war nahe, und er war hilflos.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Leiden des Messias

Dass der Messias leiden und sterben wird, war etwas, worüber sich alle frühen Rabbiner einig waren. Sie bezeichneten den leidenden Messias als Messias, den Sohn Josephs, und unterschieden ihn von Messias, dem Sohn Davids. Die zentrale Passage aus dieser Sicht war Jesaja 53, die bereits besprochen wurde. Eine andere Passage, die sich mit den Leiden des Messias befasste, war Psalm 22: 1–21:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bist du so weit davon entfernt, mir zu helfen und von den Worten meines Stöhnens? O mein Gott, ich weine tagsüber, aber du antwortest nicht; und in der Nachtsaison und bin nicht still. Aber du bist heilig, oh du, der du das Lob Israels bewohnst. Unsere Väter vertrauten auf dich: Sie vertrauten, und du hast sie befreit. Sie schrien zu dir und wurden befreit. Sie vertrauten auf dich und wurden nicht beschämt. Aber ich bin ein Wurm und kein Mann; ein Vorwurf der Menschen und verachtet des Volkes. Alle, die mich sehen, lachen mich zum Hohn: Sie schießen die Lippe heraus, sie schütteln den Kopf und sagen: Verpflichte dich Jehova; lass ihn ihn retten: lass ihn ihn retten, da er sich an ihm erfreut. Aber du bist der, der mich aus dem Mutterleib genommen hat; Du hast mich vertrauen lassen, als ich auf den Brüsten meiner Mutter war. Ich wurde von Mutterleib an auf dich geworfen; du bist mein Gott, seit meine Mutter mich gebar. Sei nicht weit von mir entfernt. denn Ärger ist nahe; denn es gibt niemanden, der hilft. Viele Bullen haben mich umzingelt; Starke Bullen von Basan haben mich umzingelt. Sie starren mich mit ihrem Mund an wie ein rasender und brüllender Löwe. Ich bin ausgegossen wie Wasser, und alle meine Knochen sind aus dem Gelenk: Mein Herz ist wie Wachs; es ist in mir geschmolzen. Meine Kraft ist ausgetrocknet wie ein Töpfer; und meine Zunge klammert sich an meine Kiefer; und du hast mich in den Staub des Todes gebracht. Denn Hunde haben mich umzingelt: Eine Gesellschaft von Übeltätern hat mich eingeschlossen; Sie durchbohrten meine Hände und Füße. Ich kann alle meine Knochen zählen; sie schauen und starren mich an. Sie teilen meine Kleider unter sich, und auf mein Gewand werfen sie Lose. Aber sei nicht weit weg, Jehova. O mein Beistand, beeile dich, mir zu helfen. Befreie meine Seele vom Schwert, meinen Schatz von der Kraft des Hundes. Rette mich vor dem Löwenmaul. ja, aus den Hörnern der wilden Ochsen hast du mir geantwortet.

Um die Passage zusammenzufassen, stellen wir fest, dass der Messias von Gott verlassen wird, vom Volk verspottet und gequält wird und seine Kleidung von seinen Peinigern verspielt wird. Er leidet unter solchen Qualen, dass seine Knochen alle aus dem Gelenk kommen, sein Herz mit einer Mischung aus Blut und Wasser bricht und seine Hände und Füße alle durchbohrt sind. In vielerlei Hinsicht ist dieser Psalm Jesaja 53 sehr ähnlich und liefert noch detailliertere Informationen über die Art des Leidens und der Qual, die der Messias erleiden muss. Die Rabbiner in der Yalkut verwiesen diese Passage auch auf den Messias, den Sohn Josephs.

Fruchtenbaum – Jesus war ein Jude

Ein wohltätiger Tod

Zu der Zeit der Ereignisse in der Region, die in alten Testtagen als Bashan – Peters Geständnis in Cäsarea Philippi und die Verklärung auf dem Berg Hermon – bekannt waren, wusste Jesus, dass die Stunde seines Todes sich schnell näherte. Er hatte in den Jahren seines Dienstes in vielerlei Hinsicht eine Konfrontation mit dem intelligenten Bösen provoziert, aber was er an diesen beiden Orten tat und sagte, war besonders trotzig. Der Umzug wurde berechnet.

DIE BULLEN VON BASHAN

Alle vier Evangelien beschreiben die Kreuzigung Jesu in unterschiedlichem Detail. Eine der gründlicheren Beschreibungen ist die von Matthäus:

35 Und als sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider untereinander auf, indem sie Lose warfen. 36 Und sie setzten sich und wachten dort über ihn. 37 Und sie legten die Anklage gegen ihn schriftlich über sein Haupt: Dies ist Jesus, der König der Juden. 38 Dann wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken. 39 Und diejenigen, die vorbeikamen, schmähten ihn, schüttelten die Köpfe 40 und sprachen: Wer den Tempel zerstören und in drei Tagen wieder aufbauen würde, rette dich! Wenn du der Sohn Gottes bist, komm vom Kreuz herab! “ 41 Auf die gleiche Weise verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sagten: 42 Er rettete andere; er kann sich nicht retten! Er ist der König von Israel! Lass ihn jetzt vom Kreuz herabkommen, und wir werden an ihn glauben! 43 Er vertraut auf Gott; Lass ihn ihn jetzt retten, wenn er will, denn er sagte: „Ich bin der Sohn Gottes!“ 44 Und auf die gleiche Weise beschimpften ihn auch die mit ihm gekreuzigten Räuber.

45 Ab der sechsten Stunde wurde es bis zur neunten Stunde dunkel im ganzen Land. 46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eli, Eli, Lema Sabachthani? (Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“) (Mt 27,35-46).

Viele Leser werden wissen, dass Matthäus in dieser Beschreibung auf Psalm 22 folgt. Die Parallelen sind nicht zu übersehen:

Matthäus 27

Psalm 22

Sie teilten seine Kleidung untereinander auf, indem sie Lose warfen (Vers 35).

„Sie teilen meine Kleider unter sich auf und werfen für meine Kleidung Lose“ (Vers 18).

„Diejenigen, die vorbeikamen, beschimpften ihn kopfschüttelnd.… Ebenso verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten“ (Vers 39, 41).

„Alle, die mich sehen, verspotten mich. Sie öffnen ihre Lippen weit; sie schütteln den Kopf… sie schauen, sie sehen mich an “(Vers 7, 17).

„Jesus schrie mit lauter Stimme und sagte:“ Eli, Eli, lema sabachthani? „(Das heißt“ Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? „) (Vers 46).

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (v. 1).

Zusätzlich zu den klaren textuellen Verbindungen zwischen Matthäus und Psalm 22 haben Wissenschaftler lange bemerkt, dass Elemente von Psalm 22 Verletzungen und Zustände zu beschreiben scheinen, die mit der Kreuzigung übereinstimmen:

• Ich werde wie Wasser ausgegossen und alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr (Vers 14).

• Meine Kraft ist trocken wie bei einem Tonscherben und meine Zunge klebt an meinen Kiefern (Vers 15) .1

Weniger offensichtlich sind einige unter der Oberfläche liegende Verbindungen zur Weltanschauung des göttlichen Rates und seinem kosmischen Kontext des Heiligen Krieges. Wenn Sie an diesem Punkt unserer Reise den gesamten Psalm 22 lesen würden, würde Vers 12 zweifellos von der Seite springen: „Viele Stiere umfassen mich; Starke Bullen von Bashan umgeben mich. “

STARKE BULLEN VON BASHAN?

Wir wissen inzwischen, dass Basan viel theologisches Gepäck trägt.2 Es war die alttestamentliche Version der Höllentore, das Tor zum Unterweltreich der Toten. Es wurde als „der Ort der Schlange“ außerhalb der Bibel bekannt. Es ist mit dem Berg Hermon verbunden, dem Ort, an dem Juden glaubten, die rebellischen Söhne Gottes aus Genesis 6: 1–4 seien herabgestiegen.

Einfach ausgedrückt, wenn Sie Bilder von Dämonen und Tod heraufbeschwören möchten, beziehen Sie sich auf Bashan. Wenn es stimmt, dass Elemente von Psalm 22 die Kreuzigung vorwegnehmen, ist es sinnvoll, dass ein Hinweis auf Bashan Teil davon wäre. Aber wir brauchen noch ein bisschen mehr Kontext, um es zu verstehen.

In einer früheren Diskussion über Bashan habe ich kurz auf das Vorhandensein der Kultstätte in Dan in der nördlichen Region hingewiesen. Die Stätte war berüchtigt in Bezug auf die götzendienerische Verehrung von Samaria, dem abtrünnigen Nordreich der zehn Stämme Israels, die nach dem Tod Salomos Davids Dynastie verließen. Diese Konföderation und das rivalisierende Königreich wurden von Jerobeam gegründet (1 Kön 12: 25–33). Die Verehrung anderer Götter – Götter außer Jahwe, die Dämonen (Shedim) genannt wurden – war Teil der Identität Basans.

Das hilft uns, Amos 4 zu verarbeiten, wo auch die „Rinder von Basan“ erscheinen:

1 Höre dieses Wort, du Kühe von Basan, die auf dem Berg Samaria leben, die die Machtlosen unterdrücken, die die Armen vernichten und zu ihren Männern sagen: Bring etwas mit, damit wir trinken können! 2 Mein Herr, der Herr, hat durch seine Heiligkeit geschworen: „Siehe, die Tage kommen über dich, an denen sie dich mit Haken wegnehmen werden, selbst der letzte von dir mit Angelhaken (Amos 4: 1–2).
Da die „Kühe von Basan“ mit ihren „Ehemännern“ sprechen sollen, sind sich die Gelehrten allgemein einig, dass Amos sich speziell an Frauen der Oberschicht im Norden Israels richtet, die Götzendiener der goldenen Kälber von Basan waren. Dem würde ich nicht unbedingt widersprechen, aber der Wortlaut enthält noch mehr.

Amos könnte Tempelpriesterinnen ins Visier nehmen, die zusammen mit männlichen Priestern den Göttern dienten. Es ist auch gut möglich, dass die Kühe von Basan die Gottheiten selbst in Form der Götzen sind. Diese Möglichkeit wird verstärkt, indem man ihre Verbrechen bemerkt: „Unterdrückung der Armen [dallim]“ und „Vernichtung der Bedürftigen [ebyonim]“. Dieselben zwei hebräischen Wörter werden in Psalm 82 verwendet, wo den korrupten Elohim genau dieselben Verbrechen vorgeworfen werden (Psa 82: 3–4) .3

Für unsere Zwecke wissen wir mit Sicherheit über Bashan, dass es sichere Assoziationen mit dämonischen Mächten hat. Obwohl Psalm 22 ursprünglich nicht messianisch ausgerichtet war, behebt Matthäus ‚Verwendung diese Assoziation.4 Die Implikation ist, dass Jesus im Moment der Qual und des Todes von den „Bullen von Basan“ umgeben war – dem dämonischen Elohim, der der gewesen war Feinde Jahwes und seiner Kinder seit Jahrtausenden.

Michael Heiser – Das unsichtbare Reich: Wiederherstellung der übernatürlichen Weltanschauung der Bibel

„Menschensohn“ ist eine Phrase, die im Alten Testament oft verwendet wird. Es sollte keine Überraschung sein, dass es von einem Menschen spricht. Die Überraschung ist, wie sonst dieser Mensch in dieser Passage beschrieben wird. Daniel 7:13 beschreibt einen Mann, der auf den Wolken zum Alten der Tage kommt.

Warum ist das eine große Sache? Weil diese Beschreibung sonst überall im Alten Testament vorkommt, wurde sie nur von Gott selbst verwendet (Jes. 19: 1; 5. Mose 33:26; Ps. 68: 32–33; Ps. 104: 1–4). Aber in Daniel 7 war Gott bereits als der Alte der Tage in der Szene. Es ist, als ob Daniel in seiner Vision einen „zweiten Gott“ sieht, der auch ein Mann ist – so ähnlich wie Christen an Gott als mehr als eine Person glauben.

Genau darum geht es.

Als Jesus bei seinem Prozess in Matthäus 26 vor Kaiphas stand und sein Leben in der Schwebe lag, traf er einen Nerv, indem er sich auf diese Idee berief:

Nun suchten die Hohenpriester und der gesamte Rat nach falschen Aussagen gegen Jesus, um ihn zu töten, aber sie fanden keine, obwohl viele falsche Zeugen vorkamen. Schließlich traten zwei vor und sagten: „Dieser Mann sagte:‚ Ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn in drei Tagen wieder aufbauen. ‚“Und der Hohepriester stand auf und sagte:„ Hast du keine Antwort zu geben? ? Was bezeugen diese Männer gegen dich? “ Aber Jesus schwieg. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich durch den lebendigen Gott, sag uns, ob du der Christus, der Sohn Gottes bist. Jesus sagte zu ihm: „Das hast du gesagt. Aber ich sage dir, von nun an wirst du den Menschensohn sehen, der zur Rechten der Macht sitzt und auf die Wolken des Himmels kommt. “ Dann riss der Hohepriester seine Roben auf und sagte: „Er hat Gotteslästerung ausgesprochen. Welche weiteren Zeugen brauchen wir? Sie haben jetzt seine Gotteslästerung gehört. Was ist dein Urteil? “ Sie antworteten: „Er hat den Tod verdient.“ (Matt. 26: 59–66).

In einer scheinbar sinnlosen Antwort auf eine klare Frage zitierte Jesus Daniel 7:13 als Antwort auf Kaiphas. Willst du wirklich wissen, wer ich bin, Kaiphas? Hör gut zu. Die Reaktion ist sofort. Kaiphas verstand sofort, dass Jesus behauptete, die zweite Gottfigur von Daniel 7: 13 zu sein – der Mensch, der so beschrieben wurde, wie nur Gott im Alten Testament beschrieben wurde. Er behauptete, Gott in menschlicher Form zu sein. Das war Gotteslästerung – und Grund für ein Todesurteil.

Aber Jesus wusste das natürlich. Er hatte kein Interesse daran, sich zu schützen. Er wusste, dass er sterben musste, um Gottes Reich wiederherzustellen, Gläubige in Gottes Familie zu bringen und die Nationen von den bösen Fürstentümern und Mächten zurückzugewinnen, die die Nationen kontrollierten, die Gott in Babel abgelehnt hatte.

Und er hat gestorben. Psalm 22, bekannt dafür, wie er die physischen Auswirkungen der Kreuzigung durch die Worte Davids beschreibt, gibt uns einen Einblick in die Schrecken, die am Kreuz nicht zu sehen sind. Der leidende Psalmist stöhnt:

Alle, die mich sehen, machen sich über mich lustig;

sie strecken die Zunge heraus und schütteln den Kopf.

„Du hast dich auf den Herrn verlassen“, sagen sie.

„Warum rettet er dich nicht?

Wenn der Herr dich mag,

Warum hilft er dir nicht? “ …

Viele Feinde umgeben mich wie Stiere;

sie sind überall um mich herum,

wie wilde Stiere aus dem Land Basan.

Sie öffnen den Mund wie Löwen,

brüllte und riss mich an.

Meine Kraft ist weg,

gegangen wie Wasser auf den Boden verschüttet.

Alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr. (Ps. 22: 7–14 GNT)

Der gruselige Teil dieser Beschreibung sind die wilden Bullen aus Basan. Wie wir bereits erwähnt haben, war Basan zu Zeiten des Alten Testaments für dämonische Götter und das Reich der Toten der Nullpunkt. Das Gebiet war ein führendes Zentrum für die Verehrung des Baal, symbolisiert durch Stiere und Kühe. „Bullen aus dem Land Basan“ ist ein Hinweis auf Dämonen, die Mächte der Dunkelheit. In unserer Zeit wurden die Bilder in all ihrer unheimlichen Abstoßung von C. S. Lewis in Der Löwe, die Hexe und die Garderobe festgehalten. Niemand, der dieses Buch gelesen oder den Film gesehen hat, kann vergessen, dass Aslan demütig sein Leben den entzückten Horden der Weißen Hexe auf dem Steintisch übergibt.

Und genau wie Jesus Satan völlig überlistet hatte, hatte Aslan die Weiße Hexe für einen Narren gespielt. Was das Böse als Moment des Triumphs falsch wahrnahm, stellte sich als seine eigene irreversible Niederlage heraus.

Michael Heiser – Übernatürlich: Was die Bibel über die unsichtbare Welt lehrt – und warum es wichtig ist

Ich hoffe, die Zitate machen klar: Psalm 22 und 23 gehören zusammen – und Jesus spricht … Zuerst der Angriff auf IHN und das Verlassensein – auch vom Vater im Himmel – um dann im nächsten Kapitel zu zeigen, dass er auch im tiefsten Schatten der Obhut seines Vaters vertraute! Und weil hier Jesus von seiner Zeit am Holz redet, ist der Begriff „Unglück“ nicht nur unglücklich gewählt sondern grundweg FALSCH! Es war aus der Sicht Jesu und auch aus der Sicht des himmlischen Vaters KEIN UNGLÜCK – der Einzigste, der im Nachhinnein diese Zeit als Unglück betrachtet …