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Jesaja 43:10

Wer spricht in diesem Kapitel der Bibel zu WEM? Wenn wir schon das Kapitel aus dem Zusammenhang der Jesajarolle reißen, so ist der Vers 1 klar: Jehovah spricht zu Jakob und Israel als SEINEM Volk.

Ihr seid meine Zeugen usw. Israel wird angesprochen. Und mein Diener. Der Prophet. Ich bin Er. Dies ist der erhabenste Ausdruck der Einheit Gottes; denn jedes andere Wesen unterscheidet sich von seiner wirklichen Form.14 Vor mir, nach mir. Nach einigen bedeutet „vor mir“ „vor der Offenbarung auf dem Sinai“ und „nach mir“, „nach der Offenbarung“ .15 Es ist jedoch keineswegs notwendig, von der wörtlichen Bedeutung der Worte abzuweichen: „Kein Gott war vor mir, und niemand wird nach mir sein “, weil Gott der Erste und Letzte ist. Der Ausdruck „geformt“ (נוצר) wird hier auf das Wort „Gott“ angewendet, um zu implizieren, dass ein Gott neben ihm nur einer sein kann, der vom Menschen geformt wurde. Kurzsichtige Menschen denken, dass der Ausdruck „geformt“, der in Bezug auf den Schöpfer verwendet wird, aus dem Mund des Propheten gerutscht ist; dies ist aber keineswegs der Fall; solche Kritiker verstehen die wahre Bedeutung des Verses nicht.15a
11. Ich, ich. Das Wort wird wiederholt, als ob ich sagen möchte: „Ich verändere mich nicht wie das Heer des Himmels in Bezug auf sein Zentrum, noch wie irdische Dinge in Bezug auf Substanz und Form; Ich kann daher jederzeit helfen. “
12. Ich habe in Ägypten erklärt, dich zu retten. Und ich habe veranlasst zu hören. Ich habe dich veranlasst, meine Stimme auf dem Sinai zu hören. Es war kein Fremder unter euch. Die Israeliten allein waren dort. Und du bist mein Zeuge. Sie wurden von Ihren Vätern darüber informiert. Und ich bin ständig Gott; comp. „Ich bin der Herr, ich verändere mich nicht“ (Mal. 3: 6).

Der Kommentar von IBN Ezra zu Jesaja

Israels Status als heilige Nation beruhte auf ihrer Wahl. Ein Zweck der Wahl war es, dass Israel ein Königreich der Priester ist. Während Israel einen Priesterstamm hatte, den Stamm Levi, sollte die Nation als Ganzes auch ein Priestertum sein. Die historische Funktion eines Priesters bestand darin, den Menschen vor Gott darzustellen. Der Stamm Levi vertrat Israel vor Gott; und Israel sollte die Nationen der Heiden vor Gott vertreten. Dies war vielleicht der Hauptzweck der nationalen Wahlen in Israel, und alle anderen Gründe sind diesem untergeordnet.
Ein zweiter Grund war, der Empfänger der Offenbarung Gottes zu sein und sie aufzuzeichnen. Aus diesem Grund erhielt Israel das Gesetz Mose (5. Mose 4: 5–8; 6: 6–9; Röm. 3: 1–2).
Ein dritter Grund war, die Lehre des einen Gottes in Jesaja 43: 10-12 zu verbreiten:

Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova, und mein Diener, den ich erwählt habe; damit ihr mich kennt und glaubt und versteht, dass ich er bin; vor mir wurde kein Gott gebildet, und es wird auch keinen nach mir geben. Ich, auch ich, bin Jehova; und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe erklärt, und ich habe gerettet, und ich habe gezeigt; und es war kein fremder Gott unter euch; darum seid ihr meine Zeugen, spricht Jehova, und ich bin Gott.

In dieser Passage wurde Israel ausgewählt, um den Nationen der Heiden zwei Dinge zu verkünden: Erstens, dass Jehova, der Gott Israels, der einzige Gott ist; und zweitens ist er der einzige Retter, und alle, die Erlösung suchen, müssen sie in ihm finden.
Ein vierter Grund war, den Messias hervorzubringen (Röm 9,5; Hebr 2,16-17; 7,13-14).

Fruchtenbaum – Israelologie: das fehlende Glied in der systematischen Theologie

Gott läßt Israel, das noch blind und taub ist (vgl. Jes 42,20; Jes 48,8 ), vor die Nationen bringen. Die Nationen sollen Zeugen aufstellen , um zu beweisen, daß sie die Zukunft vorhersagen können (vgl. Jes 41,21-23 ). Dann sagt er, daß die Israeliten als seine Zeugen (vgl. Jes 43,12; 44,8 ) und sein auserwählter Knecht (vgl. Jes 41,8-9 ) deutlich zeigen, daß er der einzige Gott ist ( Jes 43,10 ). Er war schon da, bevor irgendein Götze gemacht wurde, und er wird auch noch da sein, lange nachdem der letzte Götze vergangen ist.
Die Befreiung Israels durch den Herrn zeigt ebenfalls, daß er der wahre Gott ist. Er ist der einzige Heiland , und niemand kann sich seinen Plänen entgegenstellen. „Heiland“ ist ein anderer Titel Gottes, den Jesaja häufig benutzt (vgl. Jes 17,10; 43,3; 45,15.21; 49,26; 60,16; 62,11; 63,8 ). Gottes Offenbarung seines Planes und die Rettung seines Volkes kann von keinem fremden Gott nachgemacht werden. Israels Existenz ist ein deutliches Zeugnis für die Allmacht und Ewigkeit Gottes. Niemand kann umkehren, was Gott getan hat, oder sich seinen Plänen entgegenstellen (vgl. Hi 42,2 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Ihr aber seid meine Zeugen usw. Nachdem Gott die Heiden und ihre Lügengötzen zunichte gemacht, stellt er seine Zeugen auf und rühmt ihre Wahrhaftigkeit; denn den Juden war hinreichend göttliche Belehrung und Weissagung zu völliger gewisser Sicherheit des Glaubens widerfahren. Und durch die Worte unseres Verses klingt der leise Vorwurf gegen die hindurch, die nicht mit lauter Stimme verkünden, was etwa in ihnen ist, was der Ehre Gottes zu dienen vermag. Wer da schweigt, wo es sich um den Ausweis der wahren Religion handelt, der übt Verrat an der heiligen Sache. Unter dem Knecht Gottes ist nicht Jesaja für sich, sondern die Gesamtheit der Propheten zu verstehen, die Gott vor anderen seine Knechte nennt und zur Bekräftigung seiner Wahrheit ausersehen hat. Doch die Einzahl „Knecht“ weist darauf hin, dass Jesaja vorzüglich an Christum denkt, in dem alle Weissagung beschlossen ist. Ist er nicht der höchste Zeuge, der am gewaltigsten Menschenherzen überwindet? Dabei bleibt aber doch bestehen, dass, wie gesagt, auch die Juden als Zeugen sich mitgetroffen und um ihrer Trägheit und ihres Undanks willen sich beschämt fühlen sollen. Endlich aber gehen die Worte des Propheten auch die von Gott erwählte Gemeinde an, die den Beruf hat, der Wahrheit Zeugnis zu geben, nicht als ob Gott dessen bedürfte, sondern damit die Menschen einen festen Grund hätten, der nicht wankt. In dieser Gemeinde stehen als Knechte Gottes die Lehrer und Diener am Wort an erster Stelle; aber auch den Gläubigen ist es aufgegeben, die Erkenntnis Gottes nicht bei sich zu verbergen, sondern sie frei und offen zu bekennen.
Auf dass ihr wisst und mir glaubt und versteht. Diese Wortfolge zeigt, dass der Glaube dem Bekennen vorausgehen muss. Ist ein Bekenntnis nur Lippenwerk, geht es nicht aus dem Herzen hervor, so ist es nichts nutz und eitel; dergleichen verlangt Gott weder, noch billigt er es. Ferner ist zu beachten, dass der Prophet Wissen und Glauben auseinander hält. Wodurch unterscheidet sich denn das „Verstehen“ oder die Einsicht, die so zu sagen dem Glauben nachfolgt, von diesem „Wissen“? Gott arbeitet schon dadurch, dass sein Wort uns Ehrfurcht abgewinnt, unserem Glauben vor. Denn das Erste muss doch die Demut sein, durch die wir Herz und Sinn Gott gefangen geben; dazu fügt dann Gott weiterhin, damit wir die uns gebotene Wahrheit umso gewisser uns zueignen, die Bestätigung durch die Erfahrung. So berichtet ja Johannes, er und Petrus seien zum Glauben an die Schrift gekommen, nachdem sie im geöffneten Grabe die Anzeichen dafür, dass der Herr auferstanden war, erblickt hätten (Joh. 20, 8), und an anderer Stelle spricht derselbe Evangelist von Menschen, die an Christus glaubten, weil sie das erfüllt sahen, was sie aus seinem Munde gehört (2, 23). Und so sollten auch hier die Juden durch die Bestätigung, die ihr Glaube im Leben und in der Wirklichkeit erfuhr, es innewerden, dass sie den wahrhaftigen Gott verehrten. So unterscheidet sich auch der rechte Glaube von jener Leichtgläubigkeit, die wie von ungefähr den Menschen hinreißt: im Gegensatz dazu schenkt Gott seinen Auserwählten Wissen und Urteil genug, um Wahres und Falsches zu scheiden. Daraus geht dann der Glaube und die sichere Gewissheit hervor, die ohne Wanken den Worten Gottes traut. Und endlich zündet dieser Glaube seinerseits wieder das Licht der Einsicht in den Herzen heller und heller an, so dass je nach dem Maß des Fortschritts immer klarer die Erkenntnis Gottes aufleuchtet. Das alles aber geschieht nicht aus unserer Vernunft und Kraft, sondern durch den heiligen Geist, der uns erleuchtet.
Dass Ich´s bin. Das gehört zum Glauben hinzu, dass wir wissen, wer unser Gott ist, und dass er der ist, den wir verehren, und kein anderer; sonst schweifen wir ab und gehen in die Irre. Das also ist nicht mehr Glauben zu nennen, wenn jemand nach eigenem Gutdünken irgendetwas erdichtet oder sich aufs Geratewohl an die Worte eines anderen hängt, oder wohl gar im Dunkeln tappt. Der rechte Glaube ist in sicherer Gewissheit gegründet und weiß sich im Gehorsam des einen, wahren Gottes gebunden; so kann er alle erträumten Götter von oben herab ansehen und das Herz frei machen von der Furcht, die im Irrwahn zu versinken meint. Hieraus mögen wir ersehen, was davon zu halten ist, wenn bei den Päpstlichen auch stumpfe und einsichtslose Menschen, die kein Wort von dem unbekannten oder ungewissen Gott auch nur zirpen können, Gläubige genannt werden, wenn sie nur bereit sind, anzunehmen, was die Kirche, die heilige Mutter, ihnen vorschreibt. Solch lästerliches Treiben hat Gott nimmermehr gut geheißen, sondern den Glauben mit der Einsicht verbunden, so dass man beide nicht voneinander trennen kann. Überdies ist kein Glaube, ohne dass man ihn bekennt, den Vater unseres Herrn Jesu Christi, der durch die Apostel und Propheten zu uns geredet hat. Und um zu bekräftigen, dass er allein Gott ist, fügt er hinzu: vor mir ist kein Gott gemacht – ein spottender Hinweis darauf, dass alle etwa vorhanden gewesenen Götter von sterblichen Menschen gebildet und hergestellt waren und darum mit dem ewigen Gott nicht verglichen werden dürfen. Unverletzt und unvermindert bleibt seine Herrschaft; er weicht nicht der Entkräftung oder dem Alter. In ihm müssen wir ruhen, wenn unser Glaube der rechte sein soll, an ihm festhalten, dem einigen Gott, der keinen anderen neben sich duldet.
V. 11. Ich, Ich bin der Herr, und ist außer mir kein Heiland. Als Sieger erhebt sich Gott, nachdem er genug gestritten, und nun bestätigt er es: Ich, Ich bin der Herr, und ist außer mir keiner. Wie gefährlich ist es, auf eigenes Gutdünken über Gott dies und jenes zurecht zu reimen; ehe man es sich versieht, hat man ein Götzenbild an seine Stelle gesetzt. Was aber in Wahrheit von ihm kommt, das lasst uns mit Eifer ergreifen und, nachdem er sich uns geoffenbart, zunehmen und wachsen in seiner Erkenntnis! Ich, Ich bin der Herr: nicht nur das ewige Wesen seiner Gottheit, sondern seine Macht und Güte hebt Gott hier hervor; den alleinigen Heiland nennt er sich. Die Welt pflegt ihm nur den leeren Namen zu lassen, aber seine Macht hierhin und dorthin zu verteilen; so geschieht es ja auch im Papsttum. Da nennt man ihn wohl Gott und rühmt sich seiner Verehrung, aber seine Herrlichkeit und das, was er ausrichtet, teilt man dem Petrus, oder Paulus, oder anderen Heiligen zu: so hat man am Ende eben so viel Götter, als Kreaturen. Aber unversehrt und unvermindert will Gott dies alles für sich selbst behalten: und man kann es keinem anderen geben, ohne ihm Schimpf und Lästerung anzutun. Er allein vermag zu schützen, zu erhalten. In ihm ruht unser Heil, und ein vornehmlicher Teil des Gottesdienstes ist der Glaube, der Anfang und Ende des Lebens in ihm geborgen weiß und ihm in allen Stücken die Ehre gibt.
V. 12. Ich habe es verkündigt und habe auch geholfen. Dieser Vers fasst das Vorhergehende zusammen. Ich habe es voraus verkündigt, das bezieht sich auf Gottes Allwissenheit; ich habe auch geholfen, auf seine Allmacht und Güte. So stellt er sich als den einigen Gott hin, der alles weiß und vermag. Und das ist nicht nur den Juden, sondern auch uns gesagt: soviel Weissagungen Gottes wir haben, soviel Denkmäler seiner Macht und seiner Allwissenheit, damit wir lernen, auf ihn zu trauen, allen Aberglauben zu verbannen und ihn allein hoch und herrlich sein lassen. Denn, nachdem er also seine Macht erwiesen und seine Gnade erzeigt, wären wir undankbar, wenn wir nicht in ihm allein uns zufrieden geben wollten.
Da war kein fremder Gott unter euch – zu jener Zeit, als ich öffentlich und im geheimen meine Macht erwies. Dies Wort soll nicht auf ein Lob der Frömmigkeit oder der Religion der Juden hinauslaufen, sondern den alleinigen Schutz Gottes ins Licht stellen: solange Israel keinem fremden Gotte diente, zeigten sich ihm die großen Wunder des Herrn in Hülle und Fülle. Da war kein Zweifel, dass außer ihm kein Gott sei. Zugleich aber deutet der Prophet an, dass unser Unglaube den vollen Erweis der Macht Gottes hindert. Wenden wir vollends unser Herz götzendienerischem Aberglauben zu, so machen wir uns selbst seiner Hilfe und Güte unwürdig. Am Schluss entbietet der Herr abermals seine Zeugen: schnöden Undanks würden sie schuldig sein, wenn sie verhehlen würden, was er ihnen offenbart.

Jean Calvin -Jesaja

So lange es keinen Staat und kein Land Israel gab, dachten viele Ausleger, dass es Jehovah unmöglich sei, seine Verheißungen war zu machen – und bastelten sich deshalb ein „geistiges Israel“ an dem sich dass alles erfüllen könnte. Aber wer sich ernsthaft die Kapitel in Jesaja durchliest, stellt schnell fest, dass es hier um die Kinder Abrahams und Isaaks geht! Siehe dazu auch hier. Ja, ich kann mich anstrengen, und wie ein kleines Kind mir einen „Polizeiausweis“ basteln und dann „Polizei“ spielen – aber ich bin deshalb kein Polizist! Genauso kann ich mir ein Schild basteln und mir den Namen Jehovah drauf schreiben – aber Jehovah hat sein Volk mit Abraham gewählt! Er läßt sich nicht von seinen Geschöpfen vorschreiben, wen ER benutzt und wen er wie segnet.


Spannend in diesem Zusammenhang, ER – Jehovah – sagt, dass er der einzige Retter /Helfer /Heiland ist! Wie würdest du in diesem Zusammenhang Jeschuahs Rolle einordnen?

Geschrieben von Thomas am 3. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Apostelgeschichte 15

Spannend, was die Bibel berichtet, und wie verschiedene Glaubensrichtungen die Verse aus dem Zusammenhang reißen, um ihren „Vatikan“ biblisch zu stützen.
Als erstes wäre zu erwähnen, dass der Saulus von Jesus direkt zum „Apostel“ befürdert wurde, und dass gemäß der Bibel dann Paulus von seiner Heimatgemeinde zum missionieren (und nicht von anderen Aposteln) ausgeschickt wurde. Aber zu diesem Thema vielleicht einen anderen Tag.
Sehen wir uns Apostelgeschichte 15 im Zusammenhang an, stellen wir fest, dass es „Glück“ war, dass Paulus und Barnabas nach Jerusalem geschickt wurden. Denn wenn die in Vers 1 erwähnten „etliche“ aus einem anderen Gebiet gekommen wären, wären Paulus und Barnabas nämlich dort hingeschickt worden, um das von „etlichen“ aufgebaute Problem zu lösen. Ganz im Gegensatz zu heute, wo man sich übers Internet über die Probleme ausläßt, war es unter Christen im 1.Jahrhundert üblich, die Worte Jesu anzuwenden, und den direkten Kontakt zu suchen. So auch in Apg 15 – die Abgesandten werden zu der Stadt geschickt, wo das Problem herkommt: und das ist zum Glück für die vielen Kirchen halt diesmal auch der Ort wo die meisten der Apostel beteten und predigten!
Dann darf man auch nicht vergessen, dass die Apostel nicht als Gruppe zusammen blieben und auch nicht für weitere Beschlüsse zusammen kamen. Die Apostel (und zum Teil sogar „Nichtapostel“), die für das Schreiben der im NT gesammelten Briefe und Berichte verantwortlich zeichen, haben diese Briefe und Berichte unter dem heiligen Geist geschrieben und haben sich dabei NICHT mit den anderen Apostel abgestimmt oder beraten!

Aber nun eine ausführliche Ausführung ( von Fruchtenbaum mit Übersetzungstool):


Dieser große Rat in Jerusalem liegt zwischen der ersten und zweiten Missionsreise von Paulus. Einerseits wurde das Jerusalemer Konzil notwendig, weil sich auf der ersten Missionsreise viele, viele Nichtjuden zur Akzeptanz des Messias wandten, abgesehen vom Gesetz Mose und der Beschneidung. Andererseits wären weitere Missionsaktivitäten von Paulus, wie seine zweite Missionsreise, unmöglich gewesen, bis dieses spezielle Problem ein für alle Mal gelöst worden wäre. Deshalb haben wir an dieser Stelle in der Apostelgeschichte den Jerusalemer Rat.

Der Einfachheit halber wurde diese Studie in vier separate Abschnitte unterteilt: den Anlass, die Erklärungen des Rates, die Entscheidung des Jerusalemer Rates und den Bericht an die Kirche in Antiochia.


I. DIE GELEGENHEIT – AKT 15: 1–5

A. Die Frage der nichtjüdischen Beschneidung – Apostelgeschichte 15: 1

Und bestimmte Männer kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder und sprachen: Wenn ihr nicht nach dem Brauch Mose beschnitten werdet, könnt ihr nicht gerettet werden.

In Vers 1 wird das Problem klar dargelegt: Nichtjüdische Beschneidung. Nach der ersten Missionsreise von Paulus und Barnabas, nachdem sie sich bei der Kirche von Antiochia gemeldet und einige Zeit mit der dortigen Kirche verbracht hatten, wurde das Problem aufgeworfen, als: bestimmte Männer aus Judäa herabkamen. Diese Männer waren Mitglieder der Beschneidungspartei, die bereits in Apostelgeschichte 11: 2 erwähnt wurde und Peter herausgefordert hatte, in das Haus eines unbeschnittenen Nichtjuden zu gehen. Diese Männer waren nicht von der Kirche von Jerusalem gesandt worden; Sie kamen einfach von selbst nach Antiochia. Dass sie nicht aus Jerusalem gesandt worden waren, wird in Apostelgeschichte 15:24 deutlich. In Galater 2 bezog sich Paulus auf dasselbe Jerusalemer Konzil, und dies waren dieselben Männer, die in Galater 2: 4 als falsche Brüder beschrieben wurden.

Sie kamen und lehrten die Brüder. Die griechische Zeit bedeutet, dass sie anfingen zu lehren, und sie hielten daran fest; sie begannen entschlossen zu unterrichten. Der Begriff Brüder bezieht sich hier auf die nichtjüdischen Gläubigen, denn sie haben die nichtjüdischen Gläubigen ausgewählt, weil sie nicht beschnitten wurden. Zu diesen nichtjüdischen Gläubigen sagten sie: Wenn ihr nicht nach der Art Moses beschnitten werdet, könnt ihr nicht gerettet werden. Dies war das Diktum, das die Judaisten den Heiden vorlegten: Glaubende Heiden werden erst gerettet, wenn sie beschnitten sind. Dies ist Rettung durch Werke, Rettung durch Ritual. So wie bestimmte Gruppen heute die Gläubigen lehren: „Du bist nicht wirklich gerettet, bis du getauft wurdest“, so gab es eine frühere Häresie: „Du bist nicht gerettet, bis du beschnitten wurdest.“ Beide sind gleichermaßen falsch. Beide beinhalten die Errettung durch Werke, die Errettung durch Rituale.

Die Entscheidung der Kirche von Antiochia – Apostelgeschichte 15: 2

Und als Paulus und Barnabas keine kleine Meinungsverschiedenheit hatten und mit ihnen fragten, ernannten die Brüder, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieser Frage zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem gehen sollten.

Die Entscheidung wurde getroffen: als Paulus und Barnabas keine kleine Meinungsverschiedenheit hatten und mit ihnen fragten. Mit anderen Worten, diese beiden Männer, die ihre erste Missionsreise abgeschlossen hatten und unzählige Nichtjuden gerettet hatten, ließen es nicht zu, dass die Nichtjuden von diesen selbsternannten „Hütern der Orthodoxie“ geschlagen wurden. Das Wort für Zwietracht im Griechischen bedeutet „Aufruhr“ oder „Ausbruch“. Das Wort impliziert, dass die Judaisten viel Streit verursacht haben. Sie lösten die schöne Einheit der Kirche von Antiochia auf, die bis zum Ende von Kapitel 14 bestanden hatte.

Also ernannten die Brüder eine offizielle Delegation, darunter Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen, die hier nicht genannt werden, aber einer von ihnen war Titus gemäß Galater 2: 1–5. Sie wurden wegen dieser Frage zu den Aposteln und Ältesten geschickt. Die Kirche von Antiochia hat mit Bedacht entschieden, dass dieses Problem durch eine Untersuchung gelöst werden sollte, die an die Führung der Jerusalemer Kirche gerichtet werden soll. Wieder einmal sagt Lukas, nach Jerusalem zu gehen, bedeutet hinaufzugehen.

Es gab zwei Kategorien von Führern der Jerusalemer Kirche: Erstens die Apostel, die innere Gruppe der Zwölf Apostel, die die Autorität hatten, zu binden und zu verlieren, dh entweder zu erlauben oder zu verbieten; und zweitens die Ältesten, die die eigentlichen Herrscher waren und fortfahren würden, nachdem das apostolische Amt mit dem Tod des letzten Apostels aufgehört hatte.

Die Reise nach Jerusalem – Apostelgeschichte 15: 3

Als sie von der Kirche auf ihren Weg gebracht wurden, gingen sie sowohl durch Phönizien als auch durch Samaria und erklärten die Bekehrung der Heiden. Und sie bereiteten allen Brüdern große Freude.

Vers 3 beschreibt die Reise. Sie wurden daher aus den in Vers 2 genannten Gründen: von der Kirche auf ihren Weg gebracht; Mit anderen Worten, sie wurden von der Kirche unter einer Eskorte als Ehrenzeichen ausgesandt. Sie wurden von der Gemeinde großartig abgeschickt.

Sie gingen dann in einer schrittweisen Prozession durch zwei Gebiete: Phönizien, wo es nichtjüdische Kirchen gab; und Samaria, wo sich die samaritanischen Kirchen befanden. Gott hatte die Samariter in Kapitel 8 angenommen und Er hatte die Heiden in Kapitel 10 angenommen. aber jetzt war das Problem der nichtjüdischen Beschneidung aufgetaucht. Auf ihrem Weg nach Jerusalem sammelten sie Unterstützung von anderen nichtjüdischen Kirchen sowie von den samaritanischen Kirchen. Das Thema, das sie in Phönizien und Samaria erklärten, war die Bekehrung der Heiden. Sie erzählten die Geschichten und Erfolge ihrer ersten Missionsreise. Ihr Punkt war, dass diesen Heiden die Erlösung gewährt worden war, ganz abgesehen von der Beschneidung.

Das Ergebnis war, dass sie in den Kirchen allen Brüdern große Freude bereiteten. Die griechische Zeitform bedeutet, dass sie ständig in einem Zustand der Freude waren.

Das Treffen mit der Jerusalemer Kirche – Apostelgeschichte 15: 4–5

Und als sie nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Kirche, den Aposteln und den Ältesten empfangen und sie probten alles, was Gott mit ihnen getan hatte. Aber es erhoben sich einige Sekten der Pharisäer, die glaubten und sagten: Es ist notwendig, sie zu beschneiden und sie zu beauftragen, das Gesetz Mose zu halten.

In Vers 4, als sie schließlich in Jerusalem ankamen, wurden sie von der Kirche im Allgemeinen, von den Aposteln und von den Ältesten öffentlich empfangen. Paulus bezieht sich auch in Galater 2: 2 darauf. Sie erzählten dann ihre erste Missionsreise.

Vers 5 berichtet über die Opposition. Diese Leute waren Pharisäer, die tatsächlich Gläubige geworden waren; aber sie blieben immer noch in der pharisäischen Partei. Dies war die Beschneidungspartei der Apostelgeschichte 11: 2.

Ihr Anspruch war zweifach. Erstens: Es ist notwendig, sie zu beschneiden, weil die Beschneidung das Mittel war, sich dem Gesetz Mose zu unterwerfen. und zweitens, sie zu beauftragen, das Gesetz Mose zu halten. Nicht nur, um sich zunächst durch Beschneidung dem Gesetz zu unterwerfen, sondern um weiterhin ein Leben nach dem Gesetz zu führen.

Zu diesem Zeitpunkt ereigneten sich die Ereignisse in Galater 2: 1–10. Nach dieser Passage kamen falsche Brüder aus Jerusalem nach Antiochia und predigten die Beschneidung, aber Paulus und Barnabas widersetzten sich ihnen. Dann beschloss die Kirche von Antiochia, Paulus, Barnabas und andere, wie Titus, zu den Aposteln und Ältesten der Kirche von Jerusalem zu schicken. Den Galatern zufolge ging Paulus durch Offenbarung auf, eine Offenbarung, die von Gott zu ihm kam und die von der Kirche von Antiochia anerkannt wurde. Auf dem Weg nach Jerusalem besuchten sie andere Kirchen; und bei ihrer Ankunft hatten sie einen öffentlichen Empfang, die erste Versammlung der Kirche, auf die in Galater 2: 2 Bezug genommen wird.

Sie hatten dann ein privates Treffen mit Peter, John und James. Paulus überzeugte sie für seine Ansicht über die Freiheit der Heiden vom Gesetz, aber andere legten ihr eigenes Programm für den Umgang mit der Situation fest. Während die Judaisten planten, beschlossen Paulus, Barnabas und die Führer der Jerusalemer Kirche, ihre eigene Strategie und ihr eigenes Programm zu planen, wie sie mit den Judaizern in der öffentlichen Versammlung umgehen sollten. Dann kam die öffentliche Versammlung selbst, die die zweite Versammlung der Kirche war.

Die Versammlung der Kirche – Apostelgeschichte 15: 6

Und die Apostel und die Ältesten versammelten sich, um über diese Angelegenheit nachzudenken.

Die Versammlung der Kirche wurde im Auftrag der Apostel und Ältesten einberufen. Die Führer übernahmen die Angelegenheit, die zweifach war. Erstens die Frage der nichtjüdischen Beschneidung; und zweitens die Frage der Heiden und des Gesetzes von Moses. Dieses entscheidende Treffen erwies sich als Wendepunkt in der Geschichte der Kirche.


Das Zeugnis von Petrus – Apostelgeschichte 15: 7–11

Einleitung – Apostelgeschichte 15: 7a

Und als es viele Fragen gegeben hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen:

Der Anlass war: als es viele Fragen gegeben hatte. Mit anderen Worten, den Judaisten, der Beschneidungspartei, wurde reichlich Gelegenheit gegeben, ihren Fall darzulegen. Es gab keinen Versuch, die Debatte abzubrechen. Nachdem ihnen genügend Zeit gegeben worden war, stand Petrus auf und sprach zu ihnen:


Peters Ansprache – Apostelgeschichte 15: 7b – 11

Dies ist das letzte Mal, dass Petrus in der Apostelgeschichte erscheint. In seiner letzten Ansprache behandelte er die Heiden in den Versen 7b – 9 und wies auf zwei Dinge hin.


Gottes Wahl – Apostelgeschichte 15: 7b

Brüder, ihr wisst, dass Gott vor einiger Zeit unter euch die Wahl getroffen hat, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und glauben sollen.

Es war Gott, der die Heiden erwählte, und Petrus sprach sie als Glaubensgenossen an: Brüder, ihr wisst, dass vor einiger Zeit unter Bezugnahme auf Kapitel 10 zwischen Kapitel 10 und 15 etwa zehn bis zwölf Jahre vergangen waren. Gott hat damals unter euch die Wahl getroffen; das heißt, Gott wählte aus dem Körper der jüdischen Gläubigen das durch meinen Mund. Mit anderen Worten, Gott wählte Petrus unter den jüdischen Gläubigen aus, um ihn zu den Heiden zu senden, damit sie… das Evangelium hören und glauben sollten. Da Petrus die Schlüssel des Königreichs besaß, musste er sie verwenden, um die Heiden hereinzulassen, wie er es in Kapitel 10 mit Cornelius getan hatte. Daher war Petrus, der Hauptapostel, für den Beginn der Heidenevangelisation verantwortlich. Aber es war Gottes Wahl, nicht die von Petrus, dass die Heiden das Evangelium hören sollten.

Die Authentifizierung des Heiligen Geistes – Apostelgeschichte 15: 8–9

Und Gott, der das Herz kennt, gibt ihnen Zeugnis und gibt ihnen den Heiligen Geist, so wie er es uns getan hat. und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen und reinigte ihre Herzen durch Glauben.

In Vers 8 wurde der Heilige Geist den Heiden gegeben, die glaubten. Dies war der Hauptbeweis für die Akzeptanz der Heiden. Petrus hatte diese Beweise bereits zweimal verwendet: in Apostelgeschichte 10: 44–48; und 11: 15–17. Es war die Tatsache, dass diesen Heiden der Heilige Geist gegeben worden war, die zeigte, dass Gott sie durch Gnade durch Glauben angenommen hatte, abgesehen von der Beschneidung und abgesehen von den Werken des Gesetzes, so wie er es uns angetan hatte; das heißt, so wie es bei uns Juden war, so war es auch bei diesen Heiden.

Deshalb gab Gott in Vers 9 den Heiligen Geist durch Gnade, durch Glauben, ohne Unterschied zwischen uns und ihnen. Dies liegt daran, dass sowohl Juden als auch Nichtjuden Sünder sind und sowohl Juden als auch Nichtjuden auf dieselbe Weise gerettet werden: durch Gnade, durch Glauben. Beide empfangen den Geist auf derselben Grundlage. Sie erhielten die Reinigung ihres Herzens durch Glauben, nicht durch Werke, nicht durch Zeremonie, nicht durch Rituale, sondern durch Glauben.


Peters Herausforderung – Apostelgeschichte 15: 10–11

Warum also macht ihr Gott vor Gericht, damit ihr den Jüngern ein Joch auf den Hals legt, das weder unsere Väter noch wir ertragen konnten? Aber wir glauben, dass wir durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet werden, genauso wie sie.

Nachdem Petrus dies gesagt hatte, forderte er sie in Vers 10 heraus: Nun also; das heißt, im Lichte dessen, was gerade in früheren Versen gesagt wurde: Warum macht ihr eine Prüfung Gottes? Die heidnische Erlösung herauszufordern bedeutete, Gott vor Gericht zu stellen. Die Prüfung lautete: Ihr sollt den Jüngern ein Joch auf den Hals legen. Das Gesetz war in der Tat ein Joch gemäß Galater 5: 1. Diese Jünger waren nichtjüdische Gläubige, und die Tatsache, dass Petrus das Wort Jünger verwendete, wenn er sich auf sie bezog, zeigte, dass er sie als Glaubensgenossen akzeptierte. Warum sollten sie ein Joch tragen müssen, das selbst die Juden, weder unsere Väter noch wir dieser heutigen Generation, nicht ertragen konnten? Der Punkt, den Petrus machte, war: „Warum diese Heiden zwingen, das zu tun, was wir selbst nicht konnten?“ Das ist in der Tat das, was sie tun würden, indem sie verlangen, dass nichtjüdische Gläubige beschnitten werden. Dies zu fordern hätte zwei Ergebnisse: Erstens würde es Gott auf die Probe stellen; und zweitens würde es die Jünger unter ein unerträgliches Joch bringen.

Schließlich kam Petrus in Vers 11 zu dem Schluss, dass die Erlösung tatsächlich durch die Gnade unseres Herrn Jesus erfolgt. Indem Petrus ihn Herrn nannte, erklärte er, dass Jeschua (Jesus) der Agent der Gnade sei, der das Heil schenkt. Die Juden mussten nur glauben, auf die gleiche Weise gerettet zu werden wie sie. Die Erlösung erfolgte für beide Gruppen durch Gnade durch Glauben.

Um Peters Argument zusammenzufassen: Erstens war es Gottes Entscheidung, dass die Heiden das Evangelium hören sollten; zweitens gab er ihnen den Heiligen Geist ohne Unterschied und ohne Diskriminierung, was der Beweis für ihre Akzeptanz war; und drittens war das Gesetz ein unerträgliches Joch für die Juden. Warum also den Heiden zufügen?

Das Zeugnis von Barnabas und Paulus – Apostelgeschichte 15:12

Und die ganze Menge schwieg; und sie hörten auf Barnabas und Paulus und probten, welche Zeichen und Wunder Gott unter ihnen durch die Heiden gewirkt hatte.

Nachdem Peter seine Argumentation beendet hatte: Die ganze Menge schwieg, einschließlich derer, die die Beschneidung befürworteten, derer, die dagegen waren, und derer, die neutral blieben und sich nicht sicher waren, wie sie sich entscheiden sollten. Sie verstummten nach Peters Rede und sie verstummten infolge von Peters Rede.

Nun hörten sie auf Barnabas und Paulus. Sie hörten mit gespannter Aufmerksamkeit zu, als beide probten, welche Zeichen und Wunder Gott unter ihnen durch die Heiden gewirkt hatte. Der Punkt war, dass Gott sie während ihrer ersten Missionsreise nicht erfolgreich gemacht hätte, wenn er nicht gewollt hätte, dass die Heiden das Evangelium hören. Die Tatsache, dass er wollte, dass sie es hörten, wurde durch die Tatsache belegt, dass er ihnen Wohlstand verschaffte.

Die Überlegungen – Apostelgeschichte 15: 13-18

Und nachdem sie ihren Frieden gehalten hatten, antwortete Jakobus und sprach: Brüder, hört mir zu: Symeon hat geprobt, wie Gott zuerst die Heiden besuchte, um ihnen ein Volk für seinen Namen zu nehmen.

Vers 13a gibt die Einführung. Nachdem Barnabas und Paul ihre Zeugenaussagen und Aussagen beendet hatten, verstummten sie und James antwortete. Er war der Älteste, also sprach er natürlich zuletzt. Als Oberhaupt der Kirche zu dieser Zeit war es seine Verantwortung, eine Lösung anzubieten. Vers 13b offenbart die Adressaten: Brüder, was in diesem Zusammenhang jüdische Glaubensgenossen bedeutet, hören mir zu.

In Vers 14 fasste er Peters Zeugnis zusammen. Er nennt ihn Symeon, die aramäische Form für den hebräischen Simon. Dies ist dieselbe Form, die Petrus in 2 Petrus 1: 1 von sich selbst verwendet hat. Symeon hat geprobt, er gab sein persönliches Zeugnis davon, wie Gott zuerst die Heiden besuchte. Die nichtjüdische Evangelisation wurde zuerst von Petrus begonnen und dann von Paulus fortgesetzt. Gott besuchte durch Petrus die Heiden, um sie zu retten: um ihnen ein Volk für seinen Namen zu nehmen.

Dies ist ein Hauptzweck der nichtjüdischen Erlösung. Gott hatte immer ein Volk für seinen Namen unter den Juden, denn es gibt immer einen gläubigen jüdischen Überrest. Jetzt wird er auch ein Volk unter den Heiden haben; Jetzt wird es auch einen gläubigen nichtjüdischen Überrest geben. Ein zweiter Zweck der nichtjüdischen Errettung ist in Römer 11: 13-14 angegeben: Juden zur Eifersucht zu provozieren, damit auch sie gerettet werden. Nichtjüdische Gläubige werden ermutigt, alles zu tun, um jüdische Missionen finanziell und materiell zu unterstützen. sondern auch als Zeugnis für jüdische Menschen, die sie vielleicht kennen.

Um zu beweisen, dass dies Teil von Gottes Programm war, zitierte Jakobus das Alte Testament in den Versen 15–18: Und dem stimmen die Worte der Propheten zu; Wie geschrieben steht: Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Stiftshütte Davids wieder bauen, die gefallen ist. Und ich werde die Ruinen davon wieder aufbauen, und ich werde es aufstellen, damit die Überreste der Menschen nach dem Herrn suchen, und alle Heiden, nach denen mein Name genannt wird, spricht der Herr, der diese Dinge bekannt macht alt.

In Vers 15 führte Jakobus sein Zitat ein, indem er sagte: Dem stimmen die Worte der Propheten zu. Die spezifische Prophezeiung war Amos 9: 11-12. Dies fällt in die Kategorie der wörtlichen Prophezeiung plus Anwendung. Wörtlich spricht Amos 9 vom Königreich, in dem Nichtjuden gerettet werden. Dann wandte er diesen Vers wegen nur eines Punktes der Ähnlichkeit, der Errettung der Heiden, auf ihre gegenwärtige Situation an. Als er sagte: Wie geschrieben steht, wies er darauf hin, dass das Alte Testament tatsächlich die Errettung der Heiden voraussagte.

Dann zitierte er die Verse 16–18: Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Stiftshütte Davids wieder aufbauen, die gefallen ist. Amos benutzte eine poetische Redewendung für das Haus und den Thron Davids und beschrieb es als eine heruntergekommene Hütte ohne Macht. Aber das Versprechen war: Und ich werde die Ruinen davon wieder bauen. Das Bild zeigte ein trostloses, gefallenes, abgerissenes Zelt Davids. Aber Gott erklärte: Und ich werde es einrichten. Dies ist ein Versprechen der Wiederherstellung.

Der Grund war: Damit die Überreste der Menschen nach dem Herrn und allen Heiden suchen, nach denen mein Name benannt ist. Dies war der Punkt der Ähnlichkeit und warum diese Prophezeiung in diesem Fall angewendet wurde: Nichtjüdische Erlösung. Diese Sache hat der Herr von alters her gesagt, diese Absicht Gottes ist eine alte; Er hatte immer vor, die Errettung der Heiden zuzulassen, und jetzt machte er dies endlich Wirklichkeit.

Amos 9: 11-12 wurde von den Rabbinern als messianische Passage genommen. Einer der rabbinischen Namen für den Messias ist Bar Naphli, was „Sohn des Gefallenen“ bedeutet und auf dieser Passage basiert. Der Talmud lautet:

„Rabbi Nachman sagte zu Rabbi Isaac:“ Woher hast du Kunst gelehrt, wann Bar Naphli kommen wird? „Er sagte zu ihm:“ Wer ist dieser Bar Naphli? „Der andere antwortete:“ Es ist der Messias; denn es steht geschrieben, in jenen Tagen werde ich die Stiftshütte Davids, die gefallen ist, wieder bauen. “

Nachdem James die alttestamentliche Passage zitiert hat, zieht er zwei Schlussfolgerungen.


In Bezug auf die Heiden – Apostelgeschichte 15: 19–20

Darum ist mein Urteil, dass wir nicht diejenigen belästigen, die sich unter den Heiden an Gott wenden; aber dass wir ihnen schreiben, dass sie sich der Verschmutzung der Götzenbilder und der Unzucht und des Erwürgten und des Blutes enthalten.

James fasste den Fall zusammen. In seiner ersten Schlussfolgerung sagte er ihnen, was sie nicht tun sollten: Deshalb ist mein Urteil. Hier war sein Beschluss zur Annahme durch die Konferenz; Hier ist, was er dieser Kirche in Vers 19 vorschlug: dass wir sie nicht belästigen. Dieses Problem war das Problem der Beschneidung. Mit anderen Worten, sie sollten es diesen nichtjüdischen Gläubigen nicht schwer machen, gerettet zu werden. Diese Heiden, die sich an Gott gewandt hatten, sollten sich nicht über die Forderung nach ihrer Beschneidung ärgern.

In Vers 20 sollten sie jedoch Folgendes tun: Schreiben Sie ihnen einen Brief, in dem sie sich mit zwei Themen befassen sollten: Erstens kommen Nichtjuden allein aufgrund des Glaubens zu Gott; und zweitens, um bestimmte Themen zu behandeln, die die soziale Interaktion zwischen jüdischen und nichtjüdischen Gläubigen kontrollieren würden. Aus Gründen der sozialen Interaktion schlägt James vier nichtjüdische Enthaltungen vor. Erstens sollten sie sich der Verschmutzung von Idolen enthalten. In Vers 29 bedeutet dies, auf Dinge zu verzichten, die Götzenopfern geopfert wurden. Dies war nach dem mosaischen Gesetz verboten (Ex 34:15), aber es war erlaubt, Fleisch zu essen, das Götzen unter Gnade geopfert wurde (1 Kor 8: 1, 4, 7, 10; 10:19). Zweitens sollten sie sich der Unzucht enthalten. Normalerweise wird dieses Wort für sexuelle Unmoral verwendet, aber in diesem Zusammenhang geht es nicht um die eigentliche Sünde, sondern um das Problem, jüdische Gläubige nicht zu beleidigen. Es bezieht sich wahrscheinlich auf rechtswidrige levitische Ehen, wie sie in 3. Mose 18: 6–18 aufgeführt sind, enge Familienehen. Drittens sollten sie auf das verzichten, was erwürgt wird. Dies wäre Fleisch, aus dem das Blut nicht abgelassen worden war, was ebenfalls gesetzlich verboten ist (Lev. 17:13). Und viertens sollten sie auf Blut verzichten; Das heißt, vom Trinken von Blut eine heidnische Praxis, die ebenfalls gesetzlich verboten ist (Lev. 17: 10–14).


In Bezug auf Mose – Apostelgeschichte 15:21

Denn Mose aus alten Generationen hat in jeder Stadt diejenigen, die ihn predigen, die jeden Sabbat in den Synagogen gelesen werden.

James ‚zweite Schlussfolgerung betraf Moses, denn in jeder Stadt gab es jüdische Synagogen, in denen Rabbiner diese Angelegenheiten verkündeten. Nichtjüdische Gläubige, die diese Dinge weiterhin praktizierten, würden sowohl ungläubige Juden als auch gläubige Juden beleidigen, weil Moses jeden Sabbat in ihren Synagogen gelesen wird. Da die nichtjüdischen Gläubigen ohnehin keine Anhänger des Judentums sind, bestand keine Notwendigkeit, ihnen die Anforderungen des Gesetzes aufzuerlegen.

DIE ENTSCHEIDUNG DES JERUSALEM-RATES
Die Auswahl der Abgesandten – Apostelgeschichte 15:22

Dann erschien es den Aposteln und Ältesten mit der ganzen Kirche gut, Männer aus ihrer Gesellschaft auszuwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken; Judas nannte Barsabbas und Silas, die Hauptmänner unter den Brüdern.

Vers 22 berichtet über die Auswahl der Abgesandten. Dann schien es gut, war eine regelmäßige Redewendung für den Beginn vieler Dekrete, da es dem Format eines alten Dekrets folgte. Zu denjenigen, die den Inhalt dieses Dekrets billigten, gehörten: erstens die Apostel, die die Autorität über die gesamte Church Universal hatten; zweitens die Ältesten, die Autorität über die örtliche Kirche von Jerusalem hatten; und drittens die ganze Kirche.

Anscheinend wurde eine Art einstimmige Abstimmung durchgeführt, und es scheint, dass sich die Judaisten der Stimme enthielten, zumindest stimmten sie nicht dagegen. Die ganze Kirche traf diese Entscheidung: Männer aus ihrer Gesellschaft auszuwählen; das heißt, Mitglieder der Kirche von Jerusalem zu wählen, die dann den Bericht derjenigen aus der Kirche von Antiochia wie Paulus und Barnabas authentifizieren würden, ganz zu schweigen von Titus. Ihr Ziel war es, sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken, um eines zu tun: die Gültigkeit ihres Berichts zu bezeugen.

Zwei Männer wurden ausgewählt. Der erste erwähnte ist Judas oder Juda, der auch als Barsabbas bekannt war, was „Sohn des Sabbats“ bedeutet. Dies ist das einzige Mal, dass er in der Schrift erwähnt wird, und nichts anderes ist über ihn bekannt. Der zweite Mann war Silas, sein hebräischer Name, über den viel mehr bekannt ist. Er war auch als Silvanus bekannt, was sein römischer Name war. Er wird Paulus ‚Begleiter auf seiner zweiten Missionsreise in Apostelgeschichte 15:40 sein. 16:19, 25, 29; 17: 4, 10, 14–15; und 18: 5. Er wird auch in mehreren Briefen erwähnt (2. Korinther 1:19; 1. Thes. 1: 1; 2. Thes. 1: 1; 1. Pet. 5:12). Er hatte die Gabe der Prophezeiung gemäß Apostelgeschichte 15:32. Diese beiden Männer, die ausgewählt wurden, waren Hauptmänner unter den Brüdern. Sie waren führende Männer in der Kirche von Jerusalem. Dies gab ihnen maßgebliches Ansehen für das, was sie der Kirche von Antiochia zu sagen hatten.


Dieser Abschnitt enthält die Charta oder Magna Carta des nichtjüdischen Christentums.


Die Einleitung – Apostelgeschichte 15:23

und sie schrieben so durch sie: Die Apostel und die Ältesten, Brüder, zu den Brüdern, die von den Heiden in Antiochia und Syrien und Kilikien sind, grüßten.

Die Autoren waren: die Apostel, die Ältesten und die Brüder. Dies bezieht sich auf die Brüder der ganzen Kirche in Vers 22.

Die Empfänger der Charta waren die Brüder der Heiden. Die Tatsache, dass sie die nichtjüdischen Gläubigen als Brüder angesprochen haben, zeigt, dass sie als Glaubensgenossen akzeptiert wurden. Dies waren Nichtjuden, die unbeschnitten blieben, aber dennoch Brüder waren. Die geografischen Standorte dieser nichtjüdischen Kirchen befanden sich in Anthioch, Syrien und Kilikien.

Dann kommt die übliche Art, einen griechischen Brief zu beginnen, da sie hauptsächlich an griechischsprachige Nichtjuden schreiben: Begrüßung.


Die Ablehnung der Judaisten – Apostelgeschichte 15:24

Insofern wir gehört haben, dass bestimmte, die von uns ausgegangen sind, Sie mit Worten beunruhigt und Ihre Seelen untergraben haben; wem wir kein Gebot gegeben haben.

Hier ist eine klare Ablehnung der Judaisten: Einige [diejenigen], die von uns ausgegangen sind, beziehen sich auf bestimmte Männer der Verse 1–2; Sie hatten das Problem von Anfang an ausgelöst. Sie haben dich mit Worten beunruhigt. Der griechische Begriff bedeutet hier „aufregen“; Sie waren durch diese Worte aufgeregt: „Du musst beschnitten werden und das Gesetz Mose halten.“

Das Ergebnis dieser falschen Lehre war, dass sie schuldig waren, die Seelen der nichtjüdischen Gläubigen untergraben zu haben. Das griechische Wort bedeutet „plündern“, „verwüsten“. Im klassischen Griechisch wird es verwendet, um Möbel und Besitztümer von jemandem zu stehlen oder zu entfernen. Das Bild ist ein Bild des totalen Chaos, das durch die Aktivitäten der Judaisten unter den nichtjüdischen Gläubigen verursacht wurde.

Diese Führer der Kirche von Jerusalem beeilen sich, darauf hinzuweisen, wem wir kein solches Gebot gegeben haben. Mit anderen Worten, die Männer der Verse 1–2 wurden weder von der Jerusalemer Kirche ermächtigt, noch hatten sie die Zustimmung, das zu predigen, was sie predigten. Dies war ein vollständiger Haftungsausschluss und eine völlige Ablehnung ihrer Bemühungen, nichtjüdischen Gläubigen das Gesetz Moses aufzuzwingen.

Die Zustimmung von Paulus und Barnabas – Apostelgeschichte 15: 25–26

Es schien uns gut, dass wir uns einig waren, Männer auszuwählen und sie mit unseren geliebten Barnabas und Paulus zu Ihnen zu senden, Männer, die ihr Leben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus aufs Spiel gesetzt haben.

In Vers 25 beziehen sie sich erneut auf die Auswahl von Zeugen: Es schien uns gut, eine schriftliche Bestätigung dessen zu sein, was bereits in Vers 22 erklärt worden war. Sie sagen: zu einer Einigung gekommen zu sein; Ihre Entscheidung war einig. Anscheinend beschlossen die Judaisten, nicht gegen die Mehrheit zu stimmen, sondern enthielten sich der Stimme.

Die Entscheidung der Kirchenführer war: Männer auszuwählen und sie mit unseren geliebten Barnabas und Paulus zu Ihnen zu senden. Dieser Ausdruck, unser geliebter Barnabas und Paulus, gilt gleichermaßen für beide, sie wurden beide gleichermaßen anerkannt. Dies stand im Einklang mit dem, was Paulus in Galater 2: 9 schrieb, dass sie die richtigen Hände der Gemeinschaft erhalten haben.

In Vers 26 beschreiben sie die Arbeit von Barnabas und Paulus. Dies war ein Hinweis auf ihre Leiden während der ersten Missionsreise; Sie hatten: ihr Leben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus aufs Spiel gesetzt.

Die Ermächtigung von Judas und Silas – Apostelgeschichte 15:27

Wir haben daher Judas und Silas gesandt, die Ihnen auch das Gleiche mündlich sagen werden.

Dann kam die Genehmigung von Judas und Silas, die in der Lage sein würden, den Bericht zu bestätigen, den Barnabas und Paul machen werden. Dies steht im Einklang mit dem alttestamentlichen Motiv von Deuteronomium 19:15, dass „vor dem Mund von zwei oder drei Zeugen eine Angelegenheit festgelegt werden soll“. Paulus und Barnabas werden den Bericht vorlegen und das Urteil der Kirche mündlich aussprechen. Judas und Silas werden die eigentlichen Träger des Briefes sein und dessen Inhalt mündlich bestätigen.

Die Rolle des Heiligen Geistes: Apostelgeschichte – 15: 28–29
Denn es schien dem Heiligen Geist und uns gut, Ihnen keine größere Last als diese notwendigen Dinge aufzuerlegen: dass Sie sich von Dingen enthalten, die Götzenopfern geopfert wurden, und von Blut und von erwürgten Dingen und von Unzucht; von dem, wenn ihr euch haltet, es euch gut gehen wird. Geht es euch gut?

Dieser Abschnitt endet mit dem Abschluss des Heiligen Geistes. Vers 28 offenbart die Rolle des Heiligen Geistes in der ganzen Sache. Denn es schien wieder einmal gut zu sein, dies ist eine Bestätigung dessen, was in Vers 22 und wieder in Vers 25 gesagt wurde. Es schien dem Heiligen Geist gut zu sein; Mit anderen Worten, die Schlussfolgerung, zu der die Jerusalemer Kirche gerade gelangt ist, war das Werk des Heiligen Geistes. Es war daher der Heilige Geist, der auch vorschlug, von diesen vier Dingen als Grundlage für die Gemeinschaft Abstand zu nehmen. Dies bedeutet, dass das Handeln der Kirche von Jerusalem die Führung des Heiligen Geistes war. So schien es dem Heiligen Geist und uns gut zu sein, wie bereits aus den Versen 19–21 hervorgeht. Dies war eine Erfüllung von Johannes 16, 13, wo Jeschua versprach, dass der Heilige Geist „sie in die ganze Wahrheit führen würde“. Dies ist der Fall: Ihnen keine größere Last als diese notwendigen Dinge aufzuerlegen. Sie wurden als notwendig erachtet, nicht zur Errettung, sondern als Grundlage für die Gemeinschaft zwischen nichtjüdischen und jüdischen Gläubigen.

Die vier notwendigen Dinge sind in Vers 29a aufgeführt. Erstens, dass ihr auf Dinge verzichtet, die Götzenopfern geopfert werden; zweitens aus Blut; drittens von erwürgten Dingen; und viertens von der Unzucht.

Dann kam in Vers 29b die Schlussfolgerung: Wenn ihr euch haltet, wird es euch gut gehen. Dieses Zugeständnis der nichtjüdischen Gläubigen wird Frieden zwischen sich und den jüdischen Gläubigen im Leib bringen. Dies war keine Frage des neutestamentlichen Gesetzes, sondern eine Frage der Führung. Sie schlossen ihren Brief mit: Geht es euch gut? Dies ist ein griechisches Wort, das „stark gemacht werden“ oder „gesund bleiben“ bedeutet. Dies war eine übliche Art, griechische Buchstaben zu schließen.

Es gab zwei wichtige Nebenprodukte dieses Jerusalemer Konzils in Form von zwei Briefen: einen von Jakobus und einen von Paulus an die Galater, die jeweils den Platz des Gesetzes im Plan Gottes zeigten.

Geschrieben von Thomas am 1. Juli 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

Seuchen und große Kirchengemeinden?

Spannend momentan die Nachrichten zu beobachten: mehrere Städte werden Versammlungen von über 50 Personen verboten, in einigen Orten auch kleinere „Gruppen“.
Ich finde das spannend, denn vor einigen Jahren wurden in einigen christlichen Gruppen, die ernsthaft die Bibel studieren, kamen zu dem Schluß, dass die Christen im 1.Jahrhundert sich in kleinen Gruppen – in kleinen Hauskreisen – trafen (siehe hierzu die älteren Beiträge hier im Blog)!
In der selben Zeit haben einige religiöse Gruppen gerade diese Hauskreiskreise „aufgelöst“ und die Kirchengruppen „vergrößert“ – so wurde das „Buchstudium“ in den Saal verlegt und Gemeinden zusammengelegt. Hier zeigt sich deutlich, wer sich von dem Geist Jehovahs leiten läßt, und wer diesen Geist nicht (oder nicht mehr) besitzt! Gott hat sein Volk auf solche Krisenzeiten vorbereitet – indem er Hauskreise aufbauen ließ, die sich jetzt weiterhin in aller Ruhe mit seinem Wort beschäftigen können – ohne andere in gesundheitliche Gefahr zu bringen.

PS: auch wenn in deiner Gemeinde heute der Gottesdienst ausgefallen sein mag: Nimm DU DEINE Bibel aus der Tasche/Regal und studiere diese für DICH allein!

Geschrieben von Thomas am 15. März 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,Religion | 2 Kommentare

Wer arbeitet den hier für wen?

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ich hatte eigentlich gedacht, dass die Religionsorganisation der Zeugen Jehovas ihre Produkte selber herstellt – die menschlichen Ressourcen sind ja vorhanden.

Aber die oben angeführte Website von http://www.cowboystudios.net  behauptet, dass sie für die Videos verantwortlich ist. Oder hab ich da etwas missverstanden??

Geschrieben von Thomas am 5. September 2016 | Abgelegt unter Religion | Keine Kommentare

innere Gemächer – II

ob Jesus die selbe Stelle im Sinn hatte? Er benutzte ja auch den Begriff „innere Gemächer“ oder auch übersetzt „innere Kammer“

 

Du aber, wenn du betest, so geh in deine Kammer und, nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. – Matthäus 6:6

Wo also beten wir? Und wo sieht unser himmlischer Vater uns zu? An einem bestimmten Ort? Vermutlich dachten die Jünger daran, dass dieser Ort mit Gott sie retten würde – eben nicht mit Hilfe einer  Kirche sondern in Einklang mit Hesekiel 14:14 und 14:20 nur durch den persönlichen Schutz des Allmächtigen.

PS:

weitere Vorkommen des Wortes „innere Kammer“ oder „innere Gemächer“:
Lukas 12:3 deswegen, soviel ihr in der Finsternis gesprochen haben werdet, wird im Lichte gehört werden, und was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern, wird auf den Dächern ausgerufen werden.

Matthäus 24:26  Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus; Siehe, in den Gemächern! so glaubet nicht.

Lukas 12:24 Betrachtet die Raben, daß sie nicht säen noch ernten, die weder Vorratskammer noch Scheune haben, und Gott ernährt sie; um wieviel vorzüglicher seid ihr als die Vögel!

Geschrieben von Thomas am 18. August 2016 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

innere Gemächer

„Geh, mein Volk, tritt ein in deine inneren Gemächer, und schließ deine Türen hinter dir zu“, heißt es in Jesaja 26:20. „Verbirg dich für nur einen Augenblick, bis die Strafankündigung vorübergeht.“

Kann mir jemand erklären, warum in dem „bekannten Video“ zum Schluss  Soldaten oder andere bewaffnete Männer den „Keller“ betreten??? Ist der obige Vers nicht mehr aktuell??? Im Jahre 2009 wurde er noch zitiert.

Ich gehe mal davon aus, dass der allmächtige Schöpfer jeden beschützen kann, und wird! Aber natürlich nur diejenigen die ein gutes und inniges PERSÖNLICHES Verhältnis zu  IHM und seinen Sohn haben 😉

Geschrieben von Thomas am 17. August 2016 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel | Keine Kommentare

offene Frage

*** w70 15. 9. S. 575 Fragen von Lesern ***

Ihre Zahl hat sehr zugenommen, während die Zahl derer, die sich zur himmlischen Berufung bekennen (Hebr. 3:1), ständig abgenommen hat. Diese vielen, die hereinkommen, sehen im großen und ganzen den Segnungen ewigen Lebens auf einer paradiesischen Erde entgegen. Ihre Zahl ist jetzt um ein Vielfaches größer als 144 000. — Luk. 23:43; Joh. 10:16; Offb. 7:9-15.

Bedeutet dies, daß seit etwa 1935 diejenigen, die bereits im Himmel auferweckt sind, zusammen mit dem geistgezeugten Überrest, der sich noch auf der Erde befindet, 144 000 ausmachen? Ja, darauf deuten alle Anzeichen hin. Der allgemeine Ruf ergeht nicht mehr für solche Personen. Aber jetzt, vor der „großen Drangsal“, ist es möglich, daß sich einige dieser übrigen, die auf der Erde sind, als untreu erweisen. (Matth. 24:21, 22) Gemäß Gottes Vorhaben sollen, wenn sein Werk mit ihnen vollendet ist, insgesamt 144 000 Treue einen bleibenden Platz im Königreich haben. Wenn sich daher einer von denen, die noch auf der Erde sind, als untreu erweisen sollte, müßte jemand anders seine Stellung einnehmen. (1. Kor. 9:27; Offb. 3:11) Wer? Es könnte ein Neugetaufter sein, oder es könnte jemand von der ‘großen Volksmenge’ sein, der bis zu jenem Zeitpunkt bewiesen hat, daß er seine Lauterkeit unter Prüfungen bewahrt. Wir können Jehova Gott oder Christus Jesus bei einer solchen Auswahl keine Grenzen setzen. Aber biblische Beispiele und Grundsätze würden gewiß dafür sprechen, daß eher eine Person, die sich lange bewährt hat, ausgewählt wird als ein Neuling, besonders angesichts der kurzen verbleibenden Zeit. (Vergleiche Lukas 22:28, 29; 1. Timotheus 3:6.) Gott hat unter solchen treuen ‘anderen Schafen’ gewiß reichlich Ersatz, auf den er zurückgreifen kann, wenn er dies will.

Also wie vorhin unter „Wer kann uns von Gottes Liebe trennen?“ geschrieben, widerspricht die Aussage „Wenn sich daher einer von denen, die noch auf der Erde sind, als untreu erweisen sollte“ den Aussagen von Paulus in Römer 8.
Aber noch kompizierter ist die Aussage, wie diejenigen ersetzt werden würden. Früher „glaubte man“ dass Gott weltweit Personen dazu auswählt. Weltweit haben wohl alle Zeugen Jehovas geglaubt, dass die „neuerwählten Personen“ sich schon lange bewährt haben müssten, und haben deshalb, wenn sie nach 1935 getauft wurden sich NICHT zu den „auserwählten“ zählten.

*** w75 1. 4. S. 223 Salbung zur himmlischen Hoffnung — Wie zeigt sie sich? ***
Somit war zu erwarten, daß von da an weitere Personen nur als Ersatz für Gesalbte, die sich als untreu erwiesen, berufen werden würden

*** w82 1. 2.
Es ist daher vernünftig, anzunehmen, daß damals die Anzahl von 144 000 nahezu vollständig war. Natürlich müßte jeder, der sich als untreu erweisen würde, ersetzt werden, doch verständlicherweise wären das verhältnismäßig wenige. Und durch wen würden sie ersetzt werden? Es erscheint ebenfalls vernünftig, anzunehmen, daß die himmlische Hoffnung sehr wahrscheinlich einigen verliehen wurde, die in Lauterkeit ausgeharrt und jahrelang an ihrer Hingabe festgehalten haben, nicht solchen, die sich erst neu Gott hingegeben haben und noch unbewährt sind.

Schon sehr sehr merkwürdig, dass heute lauter „junge Leute“, die alle nur aus einem einzigen Land kommen, auf einmal den „engen Kreis“ bilden. Diese „jungen Leute“ wären in den meisten Ländern als „ungehorsam“ gemieden worden – und heute …

Geschrieben von Thomas am 4. November 2015 | Abgelegt unter Religion | Keine Kommentare

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