1.Könige

oder nach der griechischen Septuaginta,
das dritte Buch der Könige

zur Zeit der Könige

Übersicht und thematische Verlinkung der Gedanken – sortiert nach Kapiteln

Thomas 31. Mai 2009 129 Kommentare Trackback URI Comments RSS

129 Kommentare zu “1.Könige”

  1. Juleam 18. Juni 2005 um 20:29 Link zum Kommentar

    Welche Bedeutung hatten die beiden Jachin und Boas genannten Säulen am Eingang des von Salomo gebauten Tempels?
    1. Könige 7:15-22

    Die nördliche der beiden gewaltigen kupfernen Säulen, die vor der Vorhalle des prächtigen salomonischen Tempels errichtet wurden, erhielt den Namen Boas, was vielleicht „In Stärke“ bedeutet. Die südliche Säule wurde Jachin genannt, was „[Jehova] [be]festige (errichte fest)“, „[Jehova] hat befestigt (gefestigt, fest errichtet)“bedeutet. Diese beiden Namen hätten also, von rechts nach links gelesen, einer nach O blickenden Person den Gedanken vermittelt: „[Jehova] [be]festige (errichte fest) [den Tempel] in Stärke“ (1Kö 7:15-21)
    (aus dem Einsichtenbuch)

  2. Juleam 25. Juni 2005 um 11:42 Link zum Kommentar

    Inwiefern bewies König Asa von Juda Mut, und was können wir aus seinem Beispiel lernen?
    1. Könige 15: 11-13

    20 König Asas Wunsch, Gott zu ehren und die reine Anbetung zu fördern, veranlaßte ihn, die Götzen und die männlichen Tempelprostituierten aus Juda wegzuschaffen. Er entfernte auch seine abtrünnige Großmutter aus ihrer hohen Stellung und verbrannte ihr „abscheuliches Götzenbild“ (1. Könige 15:11-13). Ja, Asa „faßte . . . Mut und ließ dann die abscheulichen Dinge aus dem ganzen Land Juda und Benjamin und aus den Städten, die er von der Berggegend von Ephraim eingenommen hatte, verschwinden und Jehovas Altar, der vor der Vorhalle Jehovas war, erneuern“(2. Chronika 15:8 ). Weisen wir ebenfalls mutig Abtrünnigkeit zurück, und fördern auch wir mutig die reine Anbetung? Gebrauchen wir unsere materiellen Mittel zur Förderung der Königreichsinteressen? Und sind wir darauf bedacht, Jehova zu ehren, indem wir uns als seine Zeugen regelmäßig an der Verkündigung der guten Botschaft beteiligen?

    21 Wie dankbar sind wir doch, daß Gott dafür gesorgt hat, daß die biblischen Berichte über mutige vorchristliche Bewahrer der Lauterkeit bis in unsere Zeit überdauert haben! Ihr hervorragendes Beispiel kann uns gewiß helfen, Jehova mit Mut, Gottesfurcht und Scheu heiligen Dienst darzubringen (Hebräer 12:28). Doch auch die Christlichen Griechischen Schriften enthalten Beispiele dafür, wie mit gottgefälligem Mut vorgegangen wurde.

  3. Juleam 31. Mai 2009 um 13:00 Link zum Kommentar

    1. Könige 1 – 4

    1. Könige 1:9-10

    Schließlich opferte Adonia Schafe und Rinder und Mastvieh dicht bei dem Stein von Soheleth, der neben En-Rogel ist, und er ging daran, alle seine Brüder, die Söhne des Königs, und alle Männer Judas, die Diener des Königs, einzuladen; 10 und Nathan, den Propheten, und Benaja und die starken Männer und Salomo, seinen Bruder, lud er nicht ein.

    Welchen Umgang erwählen wir uns?

    Umgeben auch wir uns mit Menschen, die uns in unserem falschen Handeln unterstützen – und halten uns von denen fern, die uns sagen würden, dass wir etwas falsch machen?

    Mein Vater hat früher oft ein Sprichwort zitiert: „Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist“.

    Übertrieben?

    Warum wohl lud Adonja jeden aus seiner Familie und aus dem Gefolge des Königs ein, aber nicht Nathan den Propheten? Weil er wusste, dass dieser sein Vorhaben nicht nur nicht gutheissen sondern auch aufs schärfste verurteilen würde.

    „Ich erwarte von meinen Freunden, dass sie mich auch darauf hinweisen, wenn ich einen Fehler mache.“
    „Nein, meine Freunde müssen mich in allem unterstützen, was ich tue.“

    Welche Aussage trifft auf mich zu? Gehöre ich zu den Leuten, „die sich lieber die Ohren kitzeln lassen“?

    2. Timotheus 4:3-5

    Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden. 5 Du aber bleibe in allen Dingen besonnen, erleide Ungemach, verrichte [das] Werk eines Evangeliumsverkündigers, führe deinen Dienst völlig durch.

    Aber wir können uns die Frage natürlich auch anders herum stellen: Was für Freunde sind wir?

    Weise ich meine Freunde darauf hin, wenn sie einen Fehler machen – oder untertütze ich sie gar in ihrem falschen Tun?

    Interessante Gedanken dazu finden wir z.B. in dem neuen Junge-Leute-Buch auf der Seite 24. Hier wird im Zuammenhang mit heimlichen Date gesagt:

    „Falls jemand in deinem Freundeskreis heimlich Dates hat, lass dich nicht mit hineinziehen, indem du die Sache vertuschen hilfst ( 1. Timotheus 5:22). Denn wie würdest du dich fühlen, wenn die Beziehung Folgen hätte? Wärst du dann nicht zu einem gewissen Grad mitschuldig?

    Zum Vergleich: Stell dir vor, du bist mit einem Diabetiker befreundet, der sich heimlich mit Süßigkeiten vollstopft. Du kommst dahinter, aber er fleht dich an, keinem was zu sagen. Was wäre dir jetzt am wichtigsten? Deinen Freund nicht zu verraten oder etwas zu unternehmen, das ihm unter Umständen das Leben rettet?

    Ähnlich ist es, enn du von einer heimlichen Beziehung weißt. Hab keine Angst davor, dass eure Freundchaft daran zerbricht. Einem echten Freund ist irgendwann klar, dass du es für ihn getan hast (Psalm 141:5).“

    Also wer ist wirklich ein echter Freund?

    Bin ich wirklich eine gute Freundin, wenn ich z.B. meiner Freundin helfe indem ich ihr in meiner Wohnung die Möglichkeit einräume, sich heimlich mit dem Mann ihrer Träume zu treffen, onwohl sie seit Jahren verheiratet ist und Kinder hat? Wir erinnern uns an den öffentlichen Vortrag auf dem letzten Bezirkskongess, wo der Bethelredner sagte „Ehebruch ist das schlimmste Verbrechen überhaupt. Es zertört Familien“.

    Bin ich ein guter Freund, wenn ich sehe, dass mein Freund oder meine Freundin etwas tut, was Jehova aufs schärfste verurteilt, und sie nicht versuche davon abzuhalten? Bin ich wirklich ein echter Freund, wenn ich sie in dem falschen Tun unterstütze und ihr Doppelleben decke?

    Wie die Bibel zeigt, erweist man sich dadurch als ein wahrer Freund, indem man den anderen hilft, seine Fehler zu erkennen und dann zu unterlassen. Ansonsten könnte es sein, dass wir mit Schuld an den Auswirkungen haben.

    Auch in dem Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“ finden wir einen sehr guten Gedanken dazu. Hier wird zum Thema der richtigen Wahl unserer Freunde auf der Seite 32 gesagt:

    „Vermeiden wir engen Kontakt zu jedem, der einen schlechten Einfluss auf uns haben könnte – innerhalb oder außerhalb der Versammlung (2. Thessalonicher 3:6,7,14). Wir dürfen unsere Freundschaft zu Jehova nicht aufs Spiel setzen! Vergessen wir nicht, dass wir wie ein Schwamm die Denk- und Handlungsweise anderer, mit denen wir zusammen sind, aufsaugen. Taucht man einen Schwamm in Essig, kann man nicht erwarten, dass er sich mit Wasser vollsaugt. Genauso wenig können wir erarten, dass schlechter Umgang auf uns positiv abfärbt (1. Korinther 5:6).“

    Ganz krass kommt im Absatz danach noch ein wichtiger Punkt zur Sprache, wenn es dort heisst:

    „Suche dir Freunde mit Eigenschaften, die du an dir selbst sehen möchtest

    Wen ich mich also mit Menschen umgebe, die ein Doppelleben führen, die keine Achtung mehr vor der Ehe oder vor Jehova haben – dann zeige ich damit, dass ich das Verhalten nicht nur tolleriere, sondern gut finde und selbst so cool sein möchte.

    Wie sieht es also mit uns aus?

    Hätte ich zu denen gehört, die Adonja eingeladen hätte?

    Wenn er mich eingeladen hätte – wäre ich dann hingegangen?

    1. Könige 1:8

    Was Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jehojadas, und Nathan, den Propheten, und Schimeï und Rei und die starken Männer betrifft, die David gehörten, sie ließen sich nicht mit Adonia ein.

    hätte ich zu dieser Gruppe gehört?

  4. Thomasam 31. Mai 2009 um 20:18 Link zum Kommentar

    1.Könige 1

    Hatte der Allmächtige nicht einen Plan? Könnten machtgierige Menschen diesen durchkreuzen?
    Es schien fast so – den Davids Sohn Adonia läßt sich um König ausrufen!
    Wo hättest DU damals gestanden? Unentschlosssen zwischen den Fronten oder auf der Seite Adonias oder etwa auf der Seite Davids?
    David wird durch diese Handlung des Verrats gezwungen, seinen Sohn Salomo sofort auf den Thron zu setzen, und so den Willen des Herrn in die Tat umzusetzen.
    Aber seinen wir ehrlich: vom menschlichen Standpunkt ziemlich unwahrscheinlich, das der Salomo jemals etwas zu stande bringen könnte! Hatte David nicht Kinder von seinen „richtigen Frauen“? Sollte Gott das Kind segnen, das von der Frau kam, die er sich durch Mord und Hurerei genommen hatte? War nicht Adonia der ältester der noch lebenden Söhne Davids, und hatte damit einen gerechten Anspruch auf den Thron?
    Auch heute wären wir wohl geneigt, unsere eigene Meinung über die Sicht des Allmächtigen zu erheben.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Kapitel 1
    In 2.Samuel 7 haben wir die Verheißung eines Sohnes gesehen, den Gott dem David erwecken und der nach ihm herrschen würde; Gott würde ihm Vater sein, und er würde Ihm Sohn sein; er würde den Tempel Jehovas bauen, und den Thron seines Königtums würde Gott auf ewig befestigen. Dies war die Verheißung: eine Verheißung, die sich, wie David selbst verstand, völlig nur in der Person des Christus erfüllen würde (1.Chr 17, 17). Hier ist die Verantwortung: „Wenn er verkehrt handelt, werde ich ihn züchtigen mit einer Menschenrute und mit Schlägen der Menschenkinder“ (2.Sam 7, 14), was David auch sehr gut verstand (1.Chr 28, 9). Das Buch, das wir betrachten, zeigt uns, daß diese Verantwortung dem Salomo völlig erklärt worden ist (1.Kön 9, 4 – 9).
    Auch Psalm 89, 28 – 37 stellt uns diese beiden Dinge sehr deutlich vor Augen, nämlich die Gewißheit der Ratschlüsse Gottes, Seines festen Vorsatzes, und das Ausüben Seiner Regierung im Hinblick auf die Verantwortlichkeit des Menschen.
    Im Buche der Chronika haben wir nur das, was sich auf die Verheißungen bezieht (1.Chr 17, 11 – 14), und zwar aus Gründen, über die wir bei dem Betrachten dieses Buches reden werden. Aus allen diesen Schriftstellen ersehen wir, daß das Königtum der Familie Davids den Ratschlüssen Gottes und der Auswahl der Gnade gemäß aufgerichtet wurde; daß das Bestehen dieses Königtums von der Treue Gottes abhängig, infolgedessen sicher war, daß aber gleichzeitig die Familie Davids in der Person Salomos in jener Zeit tatsächlich unter der Bedingung des Gehorsams und der Treue Jehova gegenüber auf den Thron gesetzt wurde. Sollte er selbst aber oder seine Nachkommenschaft in Sachen der Treue versagen, so würde das Gericht Gottes vollzogen werden, ein Gericht, das nichtsdestoweniger die Erfüllung dessen, was Gott in Seiner Gnade dem David zugesichert hatte, nicht verhindern würde.
    Die Bücher der Könige enthalten die Geschichte der Aufrichtung des Königtums in Israel unter dieser Verantwortung, die Geschichte seines Falles und der Langmut Gottes und des Zeugnisses Gottes inmitten des Verfalls, der der Untreue des ersten Königs entsprang, und schließlich der Vollstreckung des Gerichts, dessen längerer Aufschub den Charakter Gottes verfälscht hätte, und auch das Zeugnis über die Heiligkeit dieses Charakters, das ausgedrückt werden sollte. Solch ein Aufschub hätte ein falsches Zeugnis in bezug auf das Wesen Gottes dargestellt.
    Wir werden sehen, daß sich nach der Regierungszeit Salomos der Bericht größtenteils auf das Zeugnis durch die Propheten Elia und Elisa inmitten Israels bezieht und im allgemeinen auf jenes Königreich, das sich von Gott völlig abgewandt hatte. Vor dem völligen Verfall Israels ist von Juda nur wenig die Rede. Nach diesem wird der durch die Ungerechtigkeit seiner Könige herbeigeführte Verfall von Juda nicht länger aufgeschoben, obwohl es auch Augenblicke der Wiederherstellung gab.

    Vor dem Tode Davids führten die Ungerechtigkeit und der Ehrgeiz eines Sohnes, den er, „solange er lebte, nicht betrübt hatte“, zum feierlichen Ausrufen Salomos als König, dem ja Gott den Thron bestimmt und David verheißen hatte. In diesen Umständen zeigte sich der zu Lebzeiten Davids durch Klugheit im Zaum gehaltene Joab so, wie er war. Er macht sich dem Adonija so nützlich, wie er es David gegenüber getan hatte. Abjathar, der sich lange unter dem Urteilsspruch Gottes befunden hatte, tut dasselbe. Salomo, der Erwählte Gottes, der seine Rechte von Gott hielt, paßte ihnen nicht. Schließlich versagt aber die Klugheit des Menschen vor dem Gericht Gottes. Gott ordnet die Ereignisse in solch einer Weise, um auch die Klügsten früher oder später in ihrem wahren Licht zu zeigen. Scheinbar geht alles gut. Der älteste und geliebte Sohn des Königs, der Heeroberste, dem David selbst nicht widerstehen konnte, und der Priester, der David immer begleitet hatte, sind da, wie auch alle Söhne des Königs, außer dem Auserwählten Gottes; aber der Gedanke an Gott oder an Seinen Willen hatten dort keinen Platz. Die Genossen Davids, die ihm wahrhaftig zur Herrlichkeit Gottes gedient hatten, waren auch nicht da. Der Prophet Gottes, der Zeuge Seines Willens, wird beim Erfüllen dieses Willens gebraucht, und Salomo wird zum König ausgerufen und vor den Augen Davids selbst feierlich eingeführt.

  5. Thomasam 31. Mai 2009 um 20:34 Link zum Kommentar

    Kapitel 2

    David war in vielen Dingen weich und/oder barmherzig. Dies wurde oft ausgenutzt. Als David nun gestorben war, oblag es Salomo Entscheidungen zu treffen. Einige versuchten, den jungen Mann auszutricksen und fielen so durch das Schwert. Auch heute versuchen einige „schlau zu sein“ und sich an den Gesetzen des Allmächtigen vorbeizumogeln, in der Hoffnung das Barmherzigkeit alle Fehler zudecken würde. Aber vergessen wir nicht, dass Barmherzigkeit nur denen zu Teil werden kann, die sich mit ihren Fehlern offen dem wahren Gott nahen und um Vergebung bitten!

    Wir müssen darauf achten, unsere Maßstäbe an dem Willen Gottes zu messen, und nicht an dem Maßstäben, die uns umgeben!
    Hans Apel äußerte sich gegenüber dem Focus einmal in einem Interview
    – und wir müssen aufpassen, dass sich diese Einschätzung nicht auch auf unsere Gemeinde oder unsere eigene Einstellung abfärbt!:

    Die Landeskirchen passen sich an. Sie segnen die Homo-Ehe, weil es diese gibt, sie debattieren über Ehescheidungsrituale, weil es Scheidungen gibt. …. Das Evangelium löst sich auf wie ein Stück Zucker im Atlantik.
    FOCUS: Was sind die Gründe für diese Entwicklung?
    Apel: Zum einen setzt die Kirche auf Marktgängigkeit. Viele ihrer Mitglieder fühlen sich nicht mehr eng ans Evangelium gebunden. Die Kirche läuft dieser Entwicklung hinterher, um ihre Steuerzahler nicht zu verlieren. Ein großer Irrtum; die Menschen treten trotzdem aus. Der zentrale innere Grund ist, dass immer weniger Pastoren fromm sind. Sie stehen nicht mehr zu ihrem Ordinatsgelübde, sie wollen zum Beispiel mit ihrem homosexuellen Partner im Pfarrhaus leben. Die Geistlichen verbiegen das Evangelium so lange, bis es zu ihrem Lebensstil passt.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Kapitel 2
    Wenn Davids Glaube nicht stark genug war, einen jeden auf seinen Platz im Gericht zu verweisen, so hatte er wenigstens volle Einsicht in das, was sich geziemte. Er teilt Salomo sein Urteil mit, der es, seinem Worte gemäß, ausführen soll.
    Es ist auch David und nicht Salomo, dem Gott den Plan des Tempels mitteilte. In Herrlichkeit vollbringt Salomo diese Dinge, und er besitzt das erforderliche Unterscheidungsvermögen, um Recht und Gerechtigkeit zu üben, in David aber ist es, daß die Einsicht sich entfaltet. Tatsächlich ist Christus, wenn Er in Herrlichkeit regiert und gerechtes Gericht ausübt, schon Weisheit; und es ist fürwahr in Seiner Beziehung zur Versammlung in dieser Gnadenzeit, daß die Mitteilung der Vorsätze Gottes und die Einsicht betreffs Seiner Wege gefunden werden.

    Zuerst erweist Salomo dem Adonija Milde, aber die Rastlosigkeit des letzteren, der das Weib des verstorbenen Königs begehrte, erweckt das gerechte Gericht, das für diejenigen bestimmt ist, die in bezug auf Lauterkeit versagt und sich gegen den Gesalbten Gottes erhoben hatten. Das ist der erste Wesenszug, der dem in Herrlichkeit herrschenden König angehört. Er vollzieht gerechtes Gericht auf Erden. Man kann der Wachsamkeit dieses Gerichts nicht entrinnen. Das wird im Falle Simeis gesehen.
    Gleichzeitig finden wir die Erfüllung des Wortes, das dem Samuel gegeben wurde, nämlich die Demütigung des Priesters. Salomo, der Gesalbte Jehovas, schickt Abjathar fort und stellt Zadok an dessen Platz.

  6. Juleam 31. Mai 2009 um 20:47 Link zum Kommentar

    1. Könige Kapitel 1

    Wie ist es, wenn wir von einem Unrecht Kenntnis haben? Sollten wir dann immer schweigen, um den lieben Frieden zu bewahren?

    Wann sollten wir reden – auch wenn das eine Menge Staub aufwirbeln würde – und wann nicht?

    Was lehrt uns der Bericht in diesem Kapitel?

    Wieso forderte Nathan Bathseba auf, zum König zu gehen?

    Was können wir persönlich daraus lernen??

  7. Juleam 31. Mai 2009 um 20:50 Link zum Kommentar

    Interessant für mich auch der Text in 1. Könige 1:51, denn er zeigt gut das Wesen von solchen Schadenstiftern:

    erst haben sie eine grosse Klappe und tun alles, um einen anderen, einen Unbescholtenen zu vernichten – und wenn sie auffliegen, dann haben sie nur Angst um ihre eigene Haut. Von Reue keine Spur.

    Danach wurde Salomo Bericht erstattet und gesagt: „Siehe, Adonia ist vor König Salomo in Furcht geraten; und da hat er die Hörner des Altars erfaßt und gesagt: ‚König Salomo schwöre mir vor allem, daß er seinen Knecht nicht zu Tode bringen wird durch das Schwert.‘ “

    Sie scheinen überhaupt kein Unrechtbewusstsein zu haben. Sie haben nur Angt vor Strafe, fordern Straffreihheit ein und kaum dreht man ihnen den Rücken zu, da machen sie weiter, wo sie aufgehört haben.

    Auch hier Adonja. Er ist wirklich ein sehr gutes Beispiel für diese Spezies Mensch.

    Wie gut tut es, zu wissen, dass Jehova solche Menschen aufs tiefste verabscheut und zu seiner Zeit dafür zur Rechenschaft ziehen wird.

    Ach, wäre diese Zeit doch nur schon gekommen…

  8. Juleam 31. Mai 2009 um 20:53 Link zum Kommentar

    1. Könige 2:36-46

    Was ist nur mit den Menschen los? Können sie es nicht würdigen und sich als dankbar erweisen, wenn man ihnen unverdiente Güte erweist?

    Es gab eine ganz klare Ansage von Salomo an Schimei: solange er in Jerusalem bleiben würde, könnte er in Ruhe, Frieden und Sicherheit leben – aber sobald er die Stadt verlassen würde, müste er die Konsequenzen für die Blutschuld tragen, die er noch zu Davids Zeiten auf sich geladen hatte.

    Es war ein fairer Deal, dem Schimei auch gern zustimmte, denn eigentlich hatte er die sofortige Todesstrafe für sein Tun verdient.

    Und so liess er es sich in Jerusalem gut gehen und hat scheinbar vergessen, was er getan hatte und hat scheinbar auch den Deal mit Salomo vergessen. Oder warum sonst jagte er seinen beiden Sklaven nach?

    War Salomo nun zu hartherzig, dass er Schimei rufen liess und die Todesstrafe verhängte?

    Hätte es erst „einen fairen Prozess“ geben müssen? Musste er nicht erst nach mildernden Umständen suchen?

    Wissen wir, was das Wort „Gehorsam“ bedeutet?

    Auch wir haben „einen Deal“ mit Jehova. Wie sieht es mit unserem Gehorsam aus?

    Erwarten wir von unserem Gott, dass er erst mal nach mildernden Umständen für uns sucht, obwohl wir bewusst laufend seine Gebote übertreten?

    Denken wir „Jehova ist ja barmherzig und er hat keine Lust am Tode des Bösen“?

    Oder meinen wir gar „Jesus ist ja für meine Sünden gestorben, also muss mir Jehova vergeben“?

    Machen wir uns bitte nichts vor. Jehova lässt sich nicht für dumm verkaufen.

    Nur, weil er uns zur Zeit noch weiterhin gewähren lässt und uns jetzt noch nicht für unsere schändlichen Taten zur Rechenschaft zieht, bedeutet das nicht, dass er uns straffrei davon kommen lässt.

    Stellen wir Jehovas Liebe, Geduld und Barmherigkeit besser niemals derart auf die Probe – es wird uns sonst zu seiner Zeit auf die Füsse fallen

  9. Thomasam 31. Mai 2009 um 21:15 Link zum Kommentar

    Kapitel 3

    „Du hast zwei Wünsche frei!“ – was würdest du dir wünschen? Diese Gedanken spielt wohl jeder als Kind des öfteren durch, wenn in Märchen und Geschichten die gute Fee….
    Aber im 3.Kapitel des 1.Könige wird diese Frage erst! Salome wird vom Höchsten der Wunsch erfüllt! Und Salomo wünscht sich Weisheit! Und er erhält mehr vom Allmächtigen, als er sich wünscht.
    Was sind unsere Ziele? Wer seinen eigenen Weg geht, um sich „selbstzuverwirklichen“ wird nicht die Segnungen spüren, die diejenigen erhalten, die sich selbst nicht für so wichtig einschätzen und deshalb ihr Leben und ihre Ziele denen des Allmächtigen unterordnen.

    Im zweiten Teil des Kapitels finden wir die Geschichte, wo Salomo die schwere Frage zu klären hat, wessen Kind noch lebt, und wessen Kind gestorben ist – und dies nicht mit der genetischen Raffiness von heute klären kann. Aber Salomo kann mit Hilfe der Weisheit, die er von Gott erhalten hat, die Frage klären. Wer ein richtiger Vater oder eine richtige Mutter ist, nimmt Schwierigkeiten gern in Kauf, hauptsache seinem Kind geht es gut. Scheidung und Trennung sind für solche Menschen tabu, den damit würden sie ja ihrem Kind schaden.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Kapitel 3
    Es ist da aber noch ein Element in der Geschichte des Königs der Herrlichkeit, in dem er die Grenzen der gesetzlichen Stellung des Königs Israels überschreitet: er verbindet sich mit den Nationen und heiratet die Tochter des Pharao. Weder das Haus Salomos noch das Haus Jehovas waren gebaut, aber die Tochter Pharaos, die der König in Gnaden heiratet, wohnt an dem Orte, wohin der leidende und siegreiche König vorübergehend die Bundeslade gestellt hatte, die Segen für das Volk sichert und die, wenn sie im Tempel aufgestellt ist, zur Quelle des Segens für Israel werden wird. Diese Lade war nicht ein Bund, der mit der Tochter des Pharao eingegangen wurde; sie wohnte aber dort, wo das Symbol des Bundes verborgen war, und sie wurde unter den Schutz Dessen gestellt, der den Bund gemacht hatte, und durch dessen Macht beschirmt, und der ihn nicht brechen konnte, wie groß die Untreue des Volkes auch sein mochte, das allezeit seinen Nutzen hätte genießen sollen. Ich zweifle nicht daran, daß sich späterhin ein Überrest der Juden durch unumschränkte Gnade in derselben Lage befinden wird (bevor die Herrlichkeit des Reiches und des Hauses Gottes aufgerichtet ist), und zwar unter dem Schutz ddes mit der Stadt Davids, demSitz der königlichen Gnade verbundenen Bundes – des vorübergehenden Sitzes aber im Hinblick auf das volle und ungeteilte Ergebnis der Macht des Königs. Wir beschränken unsaber hier darauf, den Grundsatz des Hereinbringens der Nationen zu erkennen, der sich darin kundtut, daß die Tochter des Pharao als Braut Salomos aufgenommen wurde….
    Gott duldet es. Salomo selbst geht dorthin, und Gott erhört ihn dort. Der Tempel ist nicht gebaut. Wenn er gebaut wäre, hätte er der einzige Mittelpunkt des Dienstes und der Anbetung sein sollen. Daß Gott eine Sache duldet, bis Macht wirken wird, ist ganz etwas anderes als etwas gutheißen, nachdem Macht gewirkt hat.
    Wir müssen im Auge behalten, daß, wenn Salomo nach Gibeon ging, es geschah, weil die Stiftshütte und der eherne Altar dort waren; und dort war es, daß die Priester nach dem Gesetz ihre Funktionen ausübten (1.Chr 16, 36 – 40). Die Bundeslade war nicht dort. David hatte sie in einem Zelt in der Stadt Davids aufgestellt. Diese letzteren Punkte werden im Buche der Chronika eingehender entwickelt …aber der Teil, den wir betrachten, könnte kaum verstanden werden, ohne etwas von dem, was man dort findet, vorwegzunehmen.
    Was die augenblickliche Verantwortung anbetrifft, so scheint nur der Zustand des Volkes in dieser Hinsicht als ein trauriger vor unsere Augen gestellt zu sein; und Salomo befindet sich selbst nur auf dem Niveau des bestehenden Zustandes der Dinge – einem Zustande, den Gott in Gnade duldet, der aber nicht nach Seinem Herzen ist. Der König dachte weder an die Lade, noch an den verborgenen Segen des Bundes als die Quelle, der alle seine Gedanken und all sein Handeln entspringen sollten ], und als des einzigen Mittels seiner Verbindung mit Jehova. Er liebte Jehova. Es wurde ihm gegeben, alles Erforderliche zu vollbringen, um Seine Herrlichkeit offenbar zu machen, sein Herz erhob sich aber nicht auf die Höhe jenes Glaubens, der auf das Geheimnis der Liebe Gottes rechnet, wo die Herrlichkeit nicht offenbar war, und die sich von allen bestehenden Dingen unterschied, selbst während Gott sie immer noch duldete. Das war es, was die persönliche Kraft Davids bildete. Die Lade des Bundes in der Stadt Davids war dessen Symbol, und derzeitig dessen Ausdruck.
    Zweifellos wandelte Salomo in den Satzungen Davids, und er liebte Jehova, aber er nahte Ihm, ohne sich über die Standhöhe des Volkes zu erheben. Nur unser Kapitel sagt, daß er auf den Höhen opferte und räucherte. Das wurde bis zu Hiskia fortgesetzt. Der Glanz eines großen Segens verbirgt manchmal etwas vor den Augen, womit Gott Geduld übt, wie wir schon gesagt haben, was sich aber katastrophal auswirkt, wenn die Energie, die der Segen veranlaßte, verschwunden ist. Es ist besser, klein und verschmäht bei der Lade zu sein, als die Herrlichkeit des Königtums zu besitzen und auf Höhen anzubeten.
    Übrigens, selbst wenn wir Jehova lieben, aber nicht durch Glauben in dem Geheimnis des Bundes bei der Lade stehen, werden wir immer, selbst auf unserem persönlichen Pfade, etwas zulassen, was mit Redlichkeit nicht übereinstimmt. Bevor wir in der Herrlichkeit sind, befinden wir uns niemals auf der Standhöhe der Stellung, die wir halten, solange wir nur diese Stellung haben, um uns aufrechtzuerhalten. Wir müssen über unseren Pfad hinaussehen, um imstande zu sein, auf ihm zu wandeln. Ein Jude, der das Geheimnis Jehovas hatte und den Messias erwartete, war gottesfürchtig und treu nach dem Gesetz. Ein Jude, der nur das Gesetz hatte, hielt es sicherlich nicht. Ein Christ, der …(sein Ziel) vor sich hat, und einen Heiland in Herrlichkeit als den Gegenstand seiner Zuneigungen, wird gut auf Erden wandeln; derjenige, der nur den irdischen Pfad als Maßstab hat, dem wird es an der Einsicht und den Beweggründen fehlen, die dazu nötig sind, um darauf zu wandeln; er wird der Weltlichkeit erliegen, und sein christlicher Wandel in der Welt wird mehr oder weniger auf derselben Standhöhe sein wie die Welt, in der er wandelt. Die Augen zu Jesum zu erheben, wird Herz und Schritte auf dem Jesu wohlgefälligen Pfade bewahren, und die Folge davon wird sein, daß Ihn dies verherrlichen und in der Welt kundmachen wird. Im Hinblick auf das, was wir sind, müssen wir einen Beweggrund über unserem Pfade haben, um fähig zu sein, auf ihm zu wandeln. Das hindert uns nicht daran, für unseren Pfad auch der Furcht des Herrn zu bedürfen, um die Zeit unserer Fremdlingschaft in Furcht zu wandeln, indem wir wissen, daß wir mit dem kostbaren Blute Christi erlöst worden sind.
    Salomo geht nach Gibeon, um Brandopfer darzubringen. Dort erscheint ihm Jehova im Traum.
    Salomo ist sich dessen bewußt, daß er die Hilfe Jehovas braucht, um die vor ihm liegenden Pflichten zu erfüllen, und durch die Gnade Gottes offenbart er diesbezüglich einen dem Jehova wohlgefälligen Herzenszustand. Das Bewußtsein von der Schwierigkeit, die Pflichten seiner Stellung einem dem Jehova gehörenden Volke gegenüber zu erfüllen, läßt ihn fühlen, wie klein er ist; und das Begehren, in der ihm von Gott anvertrauten Aufgabe nicht zu versagen, nimmt den ersten Platz in seinem Herzen ein und führt dazu, daß er um die erforderliche Weisheit bittet, um sie zu vollbringen. Die Echtheit dieses Empfindens ist um so augenscheinlicher, da es ein Traum ist, daß er Gott antwortet. Gott fügt zu der Erfüllung dieses Gebets auch Ruhm und Reichtum hinzu. Das Bewußtsein der Güte Gottes und die Freude seines Herzens führen ihn vor die Lade Seines Bundes, Dessen, der Sich ihm über seine Erwartung hinaus so geoffenbart hatte. Die Antwort Gottes stellt den König sofort unter die Bedingung des Gehorsams. Die Weisheit, um die er gebeten hatte, offenbart sich in seinem Urteilsspruch, und das Volk erkennt an, daß es von Gott kommt. Strenge Gerechtigkeit bei der Rache hatte am Anfang die Bösen abgeschnitten; jetzt ist es die Gerechtigkeit, die Ordnung und Segen unter dem Volke Jehovas aufrechterhält. So wird es auch mit Jesu sein.

  10. Thomasam 31. Mai 2009 um 21:36 Link zum Kommentar

    Kapitel 4

    Salomos Ruhm, seine Männer die er zu Aufsehern gemacht hat – Aufzählungen die uns vielleicht beim Lesen etwas zu viel vorkommen. Aber da es sich ja nicht um ein Märchenbuch handelt, zeigen diese Aufzählungen das es sich um geschichtliche Wahrheiten handelt.
    Wenn einmal über die Zeit vor Gottes Eingreifen geschrieben wird, werden unsere Namen dort erscheinen?

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Kapitel 4 enthält die Aufzählung derer, die Salomo dienten und die Herrlichkeit seines Thrones unterstützten, und dann die Art und Weise, wie das ganze Land seinen Haushalt versorgte, indem Juda und Israel zahlreich wurden und fröhlich waren. Die Macht des Königs erstreckt sich bis zum Euphrat. Friede herrscht ringsum. Die Weisheit und Einsicht, die Gott ihm gegeben hatte, überstiegen alles, was in der Welt bekannt war, so daß man von den Enden der Erde kam, um die Weisheit seines Mundes zu hören. Seine Sprüche, seine Lieder und seine Erkenntnis zeugten von dem vortrefflichen Geist, den Gott dem König verliehen hatte.

  11. Thomasam 16. Juni 2009 um 07:26 Link zum Kommentar

    Kapitel 5 – 7

    Salomo beginnt mit dem Bau des Tempels. Er läßt sich beim Bua helfen – und verwirft nicht die Pläne seines Vaters. Das gewaltige Bauprojekt wird innerhalb von 7 Jahren fertig gestellt. Dazu baut Salomo noch weitere Gebäude, so das der Tempel zu einem Tempelgebiet wird. Die Mengen, die hier verbaut wurden, zeigen, welche großen Schätze Salomo aufgehäuft hatte.

    Wie es im Tempel ausgesehen haben mag, war bis vor kurzem auf der Website von http://the3dlounge.com/ zu sehen. Leider wurde das Video dort wohl entfernt, so dass ich nur eine kleine Kopie hier einbinden kann.

    Alle die am Bau beteiligt waren, mussten wohl ihre eigenen Interessen nach hinten schrauben, und sich voll und ganz auf den Bau konzentrieren. Leider scheint es heute nur noch wenige zu geben, die den Willen Gottes so sehr in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen wollen.

  12. Juleam 16. Juni 2009 um 12:04 Link zum Kommentar

    1. Könige 5 – 7

    1. Könige 6:11-13

    Inzwischen erging das Wort Jehovas an Salomo und lautete: 12 „Was dieses Haus betrifft, das du baust, wenn du in meinen Satzungen wandeln und meine richterlichen Entscheidungen ausführen und wirklich alle meine Gebote halten wirst, indem du darin wandelst, so werde ich bestimmt mein Wort, das ich zu David, deinem Vater, redete, mit dir ausführen; 13 und ich werde tatsächlich inmitten der Söhne Israels weilen, und ich werde mein Volk Israel nicht verlassen.“

    Dies ist ganz allgemein der Grundsatz dafür, wenn wir Gottes Segen haben wollen.

    Kapitel 6 handelt vom Bau des Tempels. Wirklich sehr beeindruckend wie groß und kostbar alles war. Ich denke, dass hier auch die Grundlage für die ganzen pompösen Kirchenbauten liegt. Auch diese sind immer beeindruckend riesig und kostbar ausgestattet.

    Der Grundgedanke bei Salomos Tempel ist wohl der, dass Jehova so lange Zeit in einem „einfachen Zelt gewohnt“ hat und dass Salomo sehr reich war und daher seinen Reichtum mit Jehova teilen wollte. Bereits König David war schon beschämt darüber, dass er selbst in einem kostbaren Palast wohnte, während Jehova mit der Stiftshütte vorlieb nehmen musste.

    Auch die Beschreibung der Schnitzereien und dass alles mit Gold überzogen wurde, erinnert mich an die vielen Kirchen, die ich im Laufe meines Lebens besichtigt habe.

    Mein Vater liebte es, an jedem Ort, wohin wir fuhren, die Kirchen von innen zu besichtigen. Er war immer derart beeindruckt, dass es jede Menge (sehr gute) Fotos davon gibt. Leider hat ihn der Pomp der Kirchen aber nicht unserem Schöpfer näher gebracht. Nach wie vor kann er nicht an einen Gott glauben, dazu hat er zuviel Leid miterlebt.

    Beim Lesen darüber, dass alles im Tempel mit purem Gold überzogen war, musste ich an einen Bau denken, den wir erst vor Kurzem gesehen haben, als wir in Potsdam in Sansossi waren. Da gab es gleich zu Anfang, als wir in den Park kamen, ein chinesisches Teehaus. Auch hier schien vieles aus purem Gold gewesen zu sein und jeder konnte nicht umhin, diese Pracht zu fotografieren:

    Können wir uns vorstellen, in so einem Raum zu stehen? Wie sehr muss das ganze Gold glänzen! Sicherlich eine gute Veranschaulichung von Jehovas Herrlichkeit!

  13. Thomasam 17. Juni 2009 um 07:08 Link zum Kommentar

    Kapitel 8

    Ein großartiges Fest zur Einweihung wird von Salomo einberufen. Dann spricht Salomo zum Volk und anschließend zum Schöpfer. Er bittet den Allmächtigen, zu jeder Zeit und für jeden Menschen, der dort die Anbetungsstätte besucht, ein Hörer zu sein, der auch wirkliche Hilfe zuteil werden läßt. Wir erkennen, das Jehova jeden, der sich in seinem Leben den Maßstäben Gottes unterwirft, auch erhört. Er schaut nicht darauf, ob Mann oder Frau, ob von diesem oder jenem Volk. Nur Gehorsam ist gefragt.
    Wären wir bei diesem Fest anwesend gewesen, oder hätten wir es vorgezogen, zu Hause unser Feld und unsere Haustiere zu versorgen?

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Die Lade ist unverändert. Sie wurde in den Tempel gesetzt, der nur ein Haus war, um sie zu beherbergen, und zwar als den Sitz der Anwesenheit Dessen, der zwischen den Cherubim thront. Als ein Zeichen der Anwesenheit Gottes und der Aufrichtung Seines Thrones auf Erden war die Lade in ihre Ruhe eingegangen, wie auch Jehova, dessen Sitz sie war.
    Die Umstände, die den Charakter dieser Ruhe offenbarten, waren bemerkenswert. Die Stangen, mit denen die Priester die Lade getragen hatten, waren jetzt ein Denkmal ihrer Reisen mit Gott, der sie in Seiner Treue geführt und bewahrt, und sie in die Ruhe eingeführt, die Er für sie bereitet hatte. Das aber, was während ihrer Wüstenreise, ein Zeichen der Gnadenmittel gewesen war, war nicht mehr darin: nichts blieb darin als nur das Gesetz. Der Stab Aarons und das Gefäß mit Manna wären nicht in Einklang mit der glorreichen Herrschaft und mit der Ruhe Kanaans gewesen. Das Gesetz war da; es war die Grundlage der Verwaltung des Reiches und der Regierung jener Gerechtigkeit, die darin ausgeübt werden sollte.
    Sobald die Bundeslade einmal an ihrem Ruheort aufgestellt wird, kommt Jehova und besiegelt dies mit Seiner Gegenwart und erfüllt das Haus mit Seiner Herrlichkeit. Da der Stab, das Zeichen der priesterlichen Gnade, die das Volk geführt hatte, und das Manna, das sie in der Wüste gespeist hatte, nicht mehr da waren, so übte das Priestertum seinen Dienst nicht mehr aus, und zwar wegen der Anwesenheit der Herrlichkeit. Für den Augenblick nimmt Salomo völlig den Charakter eines Priesters an. Es ist er, der vor Jehova steht, wie auch zwischen Jehova und dem Volke – betreffs seiner Stellung ein bemerkenswertes Vorbild davon, was Christus für Israel am Tage Seiner Herrlichkeit sein wird. Er hat für Jehova ein Haus gebaut, auf daß Er in ihm wohne, eine feste Wohnstätte, auf daß Er ewig darin wohne.
    Man bemerke hier auch, daß sich dies alles auf die Befreiung aus Ägypten, auf Horeb und auf das Gesetz bezieht, und nicht auf Abraham, Isaak und Jakob. Bis zu einem gewissen Punkt (und im Vorbilde völlig) war das eine Erfüllung der ihnen gegebenen Verheißungen; Salomo erwähnt sie aber nicht in seiner gegenwärtigen Stellung. Dies wird in Vers 56 gesehen.
    Bei der Betrachtung des vom König ausgesprochenen Segens (der, wie beinahe alles, was Segen genannt wird, aus Danksagung bestand) und seines Gebets werden wir wieder dieselben Grundsätze finden, auf die wir zuerst hingewiesen haben – die Erfüllung der dem David gegebenen Verheißungen als gegenwärtige Segnung (V. 20-24); der Genuß dieser Segnung wurde aber unter der Bedingung des Gehorsams gegeben (V. 23-25). Das Gebet stellte das Volk unter die Bedingungen einer gerechten Regierung, die voller Güte und Vergebung war, die jedoch den Schuldigen nicht für schuldlos halten würde; und es stellt Gott als die Hilfsquelle des Volkes dar, wenn die Folgen ihrer Sünden auf sie fallen würden, und zwar nach den von Mose im 5. Buch Mose und anderswo festgelegten Grundsätzen. Während er bekannte, daß der Himmel Himmel Jehova nicht fassen konnte, fleht der König darüber hinaus zu Ihm, daß Er jedes Gebet erfüllen wolle, das gegen diesen Ort hin an Ihn gerichtet werden würde – eine Bitte, die erfüllt wurde, so daß das Haus als der Thron des Gottes des Himmels auf Erden aufgerichtet wurde – die Stätte, wo Er Sich geoffenbart, und wohin Er Seinen Namen gesetzt hat..

  14. Thomasam 17. Juni 2009 um 07:12 Link zum Kommentar

    Kapitel 9 und 10

    IN Kapitel 9 finden wir die Antwort des Allmächtigen auf das Gebet von Salomo:

    „Und Jehova sprach weiter zu ihm: „Ich habe dein Gebet und dein Flehen um Gunst gehört, mit dem du vor mir um Gunst gefleht hast. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, dadurch geheiligt, daß ich meinen Namen bis auf unabsehbare Zeit dorthin setze; und meine Augen und mein Herz werden bestimmt stets dort sein. 4 Und wenn du deinerseits vor mir wandeln wirst, so wie David, dein Vater, wandelte, mit unversehrter Lauterkeit des Herzens und mit Geradheit, indem [du] nach allem tust, was ich dir geboten habe, und du meine Bestimmungen und meine richterlichen Entscheidungen einhalten wirst, 5 dann werde ich in der Tat den Thron deines Königtums über Israel auf unabsehbare Zeit errichten, so wie ich es David, deinem Vater, verheißen habe, indem [ich] sagte: ‚Nicht wird ein Mann der Deinen davon abgeschnitten werden, auf dem Thron Israels [zu sitzen].‘ 6 Wenn ihr selbst und eure Söhne euch entschieden davon abwenden solltet, mir zu folgen, und meine Gebote und meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht haltet und ihr tatsächlich hingeht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederbeugt, 7 dann werde ich Israel von der Oberfläche des Erdbodens abschneiden, den ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegwerfen, und Israel wird wirklich zum Sprichwort und zum Hohn werden unter allen Völkern. 8 Und dieses Haus selbst wird zu Trümmerhaufen werden. Jeder daran Vorbeigehende wird entsetzt hinstarren und wird bestimmt pfeifen und sprechen: ‚Aus welchem Grund hat Jehova diesem Land und diesem Haus so getan?‘ 9 Und man wird sagen müssen: ‚Darum, daß sie Jehova, ihren Gott, verlassen haben, der ihre Vorväter aus dem Land Ägypten herausführte, und sie darangegangen sind, sich an andere Götter zu halten und sich vor ihnen niederzubeugen und ihnen zu dienen. Darum hat Jehova all dies Unglück über sie gebracht.‘ ““

    Wer sich also vom Gesetz abwendet, verliert den Segen. Wer den Geboten Aufmerksamkeit schenkt und diese einhält, der wird ewige Segnungen genießen dürfen.

    Im Kapitel 10 finden wir nur ganz kurz die Königin von Scheba/Saba erwähnt, die Salomo besuchte und seinen Reichtum und seine Weisheit bewunderte. Inwieweit die Überlieferungen, die sich um diese Frau ranken mit der Wahrheit zu tun haben, erwähnt die Bibel nicht. Sie war nicht zufrieden, mit den Geschichten die sie über Salomo hörte -nein sie hat sich davon überzeugt, wie es sich wirklich verhalten würde. Wie ist das bei uns? Reicht es uns, zu hören – oder überprüfen wir die Dinge, die wir hören?

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Die Antwort, die Gott gibt, bestimmt das Haus als den Ort, wohin Er Seinen Namen auf ewig gesetzt hat. Seine Augen und Sein Herz werden daselbst sein allezeit; gleichzeitig aber, um die verliehene Segnung zu genießen, werden die Dynastie Salomos und das Volk Israel und sogar selbst das Haus der Bedingung der Treue zu Jehova seitens Salomos und seiner Kinder unterstellt. Wenn er oder seine Nachkommen sich abwenden sollten, um anderen Göttern zu dienen, so würde Israel ausgerottet werden, und das Haus würde allen, die vorbeigehen, ein Zeugnis des Gerichtes Gottes sein. Hier sehen wir, in welchem Maße das Los Israels von ihrem König abhing.
    Auch der König von Tyrus war vom König von Israel abhängig; und die Königin von Scheba kommt aus dem fernen Süden, um sich an der Weisheit des Hauptes des Volkes Gottes zu erfreuen und um beim Betrachten seiner Herrlichkeit mit Bewunderung erfüllt zu werden und um Jehova zu preisen, der ihn so hoch erhoben hatte, und der das Volk gesegnet hatte, indem Er ihn ihnen zum König gegeben hatte. Sie kam auch mit Gaben, denn der Ruhm des Königs hatte sich in fernen Ländern verbreitet. Nichtsdestoweniger, obwohl es ein wahrer Bericht war, den sie gehört hatte, überragte der Anblick seiner Herrlichkeit bei weitem das, was über sie gesagt worden war.

  15. Juleam 17. Juni 2009 um 12:15 Link zum Kommentar

    1. Könige 8 – 10

    In Kapitel 8 kommt das „Einweihungsgebet Salomos“, wo er Jehova für seine liebende Güte dankt (Vers 14-26), wo er anerkennt, dass Jehova natürlich nicht buchstäblich im Tempel wohnen kann, er aber auch den Sinn und Zweck des Tempels erklärt (Vers 27-30) und auch einige Beispiele nennt, wann und wie Jehova die Gebete erhören möge (Vers 31-54).

    Aus persönlichen Gründen finde ich besonders folgende Verse sehr schön::

    1. Könige 8:31-32

    Wenn ein Mann gegen seinen Mitmenschen sündigt und er ihm tatsächlich eine Verfluchung auferlegt, um ihn dem Fluch auszusetzen, und er vor deinem Altar in diesem Haus wirklich [unter] den Fluch kommt, 32 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln [her] hören, und du wollest handeln und deine Knechte richten, indem du den Bösen für böse erklärst, indem du seinen Weg auf sein eigenes Haupt bringst und indem du den Gerechten für gerecht erklärst, indem du ihm gemäß seiner eigenen Gerechtigkeit gibst.

    In den folgenden Versen redet Salomo von Jehovas Barmherzigkeit, dass er uns jederzeit vergibt, sobald wir unser schlechtes Tun bereuen und von unserem verkehrten Weg umkehren:

    1. Könige 8:38-40

    was für ein Gebet, was für ein Flehen um Gunst auch immer von seiten irgendeines Menschen [oder] deines ganzen Volkes Israel erfolgen mag, weil jeder von ihnen die Plage seines eigenen Herzens kennt, und sie wirklich ihre Handflächen zu diesem Haus hin ausbreiten, 39 dann mögest du deinerseits [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] hören, und du wollest vergeben und handeln und einem jeden gemäß all seinen Wegen geben, weil du sein Herz kennst (denn du, du allein kennst ja das Herz aller Söhne der Menschen), 40 damit sie dich fürchten alle Tage, die sie auf der Oberfläche des Erdbodens leben, den du unseren Vorvätern gegeben hast.

    In den folgenden Versen (Vers 41-43) zeigt sich, dass Salomo seinen Schöpfer sehr gut kennt und weiss, dass dieser nicht parteiisch ist, sondern ihm jeder Mensch annehmbar ist, der ihn fürchtet und seinen Willen tut:

    Und auch auf den Ausländer, der nicht zu deinem Volk Israel gehört und der wegen deines Namens tatsächlich aus einem fernen Land kommt 42 (denn sie werden von deinem großen Namen und deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm hören), und er kommt in der Tat und betet zu diesem Haus hin, 43 mögest du deinerseits [von] den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, [her] hören, und du wollest gemäß allem tun, worum der Ausländer zu dir ruft, auf daß alle Völker der Erde deinen Namen kennenlernen, damit sie dich ebenso fürchten, wie es dein Volk Israel tut, und damit sie erkennen, daß dein eigener Name über diesem Haus, das ich gebaut habe, genannt worden ist.

    Hier lesen wir also, worauf es ankommt. Nicht so sehr auf äußere Anzeichen oder wie wir oder Menshen uns nennen – sondern einzig und allein darauf, so zu leben, wie Jehova es wünscht. Dann wird er auch unsere Gebete erhören!

    Zum Abschluss folgt der Segen, wunderschöne Worte, die wir auch ganz persönlich für uns und unseren eigenen Lebenswandel im Sinn behalten wollen:

    1. Könige 8:56-61

    „Gesegnet sei Jehova, der seinem Volk Israel einen Ruheort gegeben hat gemäß allem, was er verheißen hat. Es ist kein Wort dahingefallen von all seiner guten Verheißung, die er durch Moses, seinen Knecht, verheißen hat. 57 Möge es sich erweisen, daß Jehova, unser Gott, mit uns ist, so wie es sich erwiesen hat, daß er mit unseren Vorvätern war. Möge er uns weder verlassen noch uns aufgeben, 58 so daß er unser Herz zu sich neige, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen beobachten, die er als Befehl unseren Vorvätern gegeben hat. 59 Und möge es sich erweisen, daß diese meine Worte, mit denen ich vor Jehova um Gunst gefleht habe, Jehova, unserem Gott, Tag und Nacht nahe seien, daß er Gericht übe für seinen Knecht und Gericht für sein Volk Israel, wie es Tag für Tag erforderlich sein mag, 60 damit alle Völker der Erde wissen, daß Jehova der [wahre] Gott ist. Da ist kein anderer. 61 Und es soll sich erweisen, daß euer Herz ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, ist, indem ihr in seinen Bestimmungen wandelt und indem ihr seine Gebote haltet wie an diesem Tag.“

    Die nun folgenden Worte sind sicherlich gerade heute für uns sehr lebendig:

    1. Könige 8:66

    Am achten Tag sandte er das Volk weg; und sie begannen den König zu segnen und in ihre Heimstätten zu gehen, erfreut und frohen Herzens wegen all des Guten, das Jehova für David, seinen Knecht, und für Israel, sein Volk, vollbracht hatte.

    Empfinden wir persönlich nicht ebenso, wenn wir am letzten Kongresstag nach Hause gehen?

  16. Juleam 17. Juni 2009 um 12:18 Link zum Kommentar

    1. Könige 9:3-5

    Und Jehova sprach weiter zu ihm: „Ich habe dein Gebet und dein Flehen um Gunst gehört, mit dem du vor mir um Gunst gefleht hast. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, dadurch geheiligt, daß ich meinen Namen bis auf unabsehbare Zeit dorthin setze; und meine Augen und mein Herz werden bestimmt stets dort sein. 4 Und wenn du deinerseits vor mir wandeln wirst, so wie David, dein Vater, wandelte, mit unversehrter Lauterkeit des Herzens und mit Geradheit, indem [du] nach allem tust, was ich dir geboten habe, und du meine Bestimmungen und meine richterlichen Entscheidungen einhalten wirst, 5 dann werde ich in der Tat den Thron deines Königtums über Israel auf unabsehbare Zeit errichten, so wie ich es David, deinem Vater, verheißen habe, indem [ich] sagte: ‚Nicht wird ein Mann der Deinen davon abgeschnitten werden, auf dem Thron Israels [zu sitzen].‘

    Jehova antwortet auf Saloms Gebet und macht noch einmal deutlich, worum es geht und was für uns oberste Priorität haben sollte:

    Wir sollten unsere Zeit nicht damit verplempern, dass wir kritisch zu unserem Bruder schielen oder anderen mit unserem Gerede das Leben schwer machen – wir sollten sehr gut darauf achten, dass wir uns jederzeit so verhalten, wie es unserem liebevollen himmlischen Vater gefällt..

    Darauf sollten wir unseren Blick und unsere Aufmerksamkeit lenken. Unser Bruder wird schon für sich selbst Rechenschaft vor Jehova ablegen müssen.

    Aber es ist nicht so, als sei es egal, wie Einzelne handeln, denn in den Versen 6-9 ist die Rede davon, dass er das ganze Volk ins Gericht bringen wird, wenn es unter ihnen welche geben würde, die seinen Namen in Verruf bringen.

    Allerdings ist es die Aufgabe der Ätestenschaften, für die Reinheit der Versammlung zu sorgen. Unser Anteil ist es lediglich, diese auf schwerwiegende Vergehen aufmerksam zu machen.

    Ansonsten sollten wir uns nicht in Dinge einmischen, die uns nichts angehen und keinerlei Gerede über andere verbreiten.

  17. Juleam 17. Juni 2009 um 12:19 Link zum Kommentar

    1. Könige 10:1-9

    Nun hörte die Königin von Scheba den Bericht über Salomo in Verbindung mit dem Namen Jehovas. So kam sie, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. 2 Schließlich traf sie in Jerusalem ein mit einem sehr eindrucksvollen Troß, Kamelen, die Balsamöl und sehr viel Gold und kostbare Steine trugen; und sie kam dann zu Salomo herein und begann zu ihm über all das zu reden, was ihr am Herzen lag. 3 Salomo seinerseits gab ihr dann über all ihre Angelegenheiten Bescheid. Keine Angelegenheit erwies sich vor dem König als verborgen, über die er ihr nicht Bescheid gegeben hätte.

    4 Als die Königin von Scheba all die Weisheit Salomos und das Haus, das er gebaut hatte, zu sehen bekam 5 und die Speise seines Tisches und das Sitzen seiner Diener und den Tischdienst seiner Aufwärter und ihre Kleidung und seine Getränke und seine Brandschlachtopfer, die er regelmäßig im Haus Jehovas darbrachte, da erwies es sich, daß kein Geist mehr in ihr war. 6 So sprach sie zum König: „Als wahr hat sich das Wort erwiesen, das ich in meinem eigenen Land über deine Dinge und über deine Weisheit gehört habe. 7 Und ich schenkte den Worten keinen Glauben, bis ich gekommen war, damit meine eigenen Augen [es] sehen konnten; und siehe, nicht die Hälfte ist mir mitgeteilt worden. Du hast an Weisheit und Wohlfahrt die gehörten Dinge, denen ich lauschte, übertroffen. 8 Glücklich sind deine Männer; glücklich sind diese deine Diener, die beständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören! 9 Möge Jehova, dein Gott, gesegnet werden, der an dir Gefallen gefunden hat, so daß er dich auf den Thron Israels gesetzt hat; denn Jehova hat Israel auf unabsehbare Zeit geliebt, so daß er dich zum König eingesetzt hat, damit [du] Recht und Gerechtigkeit übst.“

    Auch die Konigin von Scheba erkennt, dass die Weisheit Salomos und seine Wohlfahrt von Jehova ist.

    Was werden die Menschen wohl erkennen, wenn sie uns und unseren Lebenswandel beobachten?

  18. Thomasam 18. Juni 2009 um 07:11 Link zum Kommentar

    Kapitel 11

    „Einmal gerettet – immer gerettet“??
    Kannst du dir vorstellen, dass du zweimal direkten Kontakt zum Allmächtigen hast, und diese Ereignisse vergessen könntest?
    Salomo vergaß seinen Gott. Wie kam dies?
    In der Bibel heißt es:

    „Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt wurde, daß seine eigenen Frauen sein Herz geneigt hatten, anderen Göttern zu folgen; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vaters. Und Salomo begann Aschtoret, der Göttin der Sidonier, und Milkom, dem abscheulichen Ding der Ammoniter, nachzugehen. Und Salomo begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie David, sein Vater.
    Damals war es, daß Salomo daranging, Kamos, dem abscheulichen Ding Moabs, auf dem Berg, der vor Jerusalem war, und [dem] Molech, dem abscheulichen Ding der Söhne Ammons, eine Höhe zu bauen. Und auf diese Weise tat er für alle seine fremdländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.
    Und Jehova geriet in Zorn über Salomo, weil sein Herz sich von Jehova, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war, weggeneigt hatte.“

    Denkst du nun, dass dies ungerecht vom Allmächtigen ist, weil Salomo doch so sehr viel für ihn getan hatte – den Tempel gebaut und viele viele opfer gebracht hatte? Nein – alles was Salomo hatte und war, war und hatte er durch seinen Gott. Deshalb konnte der Schöpfer, wie auch von uns heute, Gehorsam erwarten. und es genügt/genügte nicht, einmal Gutes getan zu haben! Wir müssen in Gehorsam weiterleben und dürfen nicht vom Pfad abweichen. Man kann auch nicht handeln – nur Treue wird von uns erwartet!

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Bis jetzt haben wir das schöne Bild gesehen, wie der Segen Gottes auf dem Sohne Davids ruhte, dessen einziges Begehren nur Weisheit von Gott gewesen war, um zu wissen, wie er sein Volk regieren sollte. Gott hatte ihm Reichtum, Pracht und Herrlichkeit hinzugefügt. Die Kehrseite dieses Bildes, obwohl schmerzlich für das Herz, dient nichtsdestoweniger dazu, uns in den gerechten Verfahren Gottes zu unterweisen.
    In dem von Gott vorhergesehenen Falle, wenn Israel einen König haben würde, war es diesem verboten, seine Weiber oder seine Reichtümer zu mehren und nach Ägypten hinabzugehen, um seine Rosse zu mehren (5.Mo 17, 16. 17). Mit welchen Segnungen wir auch umgeben sein mögen, können wir niemals unbestraft das Gesetz Gottes verlassen noch den im Worte Gottes für Seine Kinder festgesetzten Wandel. Gott hatte Salomo eine Fülle von Reichtum und Ehre verliehen, der doch nur um Weisheit gebeten hatte; aber das dem König vorgeschriebene Studieren des Gesetzes (5.Mo 17, 19. 20) hätte ihn daran hindern sollen, solche Mittel, wie er sie gebrauchte, beim Erwerben seiner Reichtümer zu verwenden. Diese Kapitel lehren uns, daß er genau das tat, was das Gesetz ihm zu tun verbot. Er mehrte Silber und Gold, er mehrte die Zahl seiner Weiber, und er besaß zahlreiche aus Ägypten eingeführte Rosse. Die Verheißung Gottes wurde erfüllt. Salomo war reich und herrlich über alle Könige seines Tages hinaus, aber die Mittel, die er gebrauchte um sich zu bereichern, zeigten ein Gott fernstehendes Herz und führten zu seinem Untergang, dem gerechten Gericht und sicheren Worte Gottes gemäß. Wie vollkommen sind Seine Wege, wie sicher Sein Zeugnis! Heiligkeit gebührt Seinem Hause.
    Seine Gerichte sind unveränderlich.
    Salomo genießt die sicheren Verheißungen Gottes. Er sündigt in den Mitteln, durch die er seine Gelüste zu befriedigen sucht, und obwohl das Ergebnis die Erfüllung der Verheißung war, so trägt er doch die Folgen seines Tuns. Äußerlich wurde nur die Erfüllung der Verheißung gesehen, tatsächlich war noch etwas anderes da. Auch ohne nach Rossen aus Ägypten und nach Gold aus Ophir zu senden, wäre Salomo reich und ruhmreich gewesen, weil Gott es verheißen hatte. Durch dieses Tun bereicherte er sich, aber er entfernte sich von Gott und von Seinem Wort. Indem er sich dem Begehren nach Reichtum und Herrlichkeit übergeben hatte, hatte er die Zahl seiner Weiber gemehrt, und in seinen alten Tagen neigten sie sein Herz und machten es abspenstig. Dieses Vernachlässigen des Wortes, das zuerst keine schlechte Wirkung zu haben schien (denn er wurde reich, als ob es nur die Erfüllung der Verheißung Gottes gewesen wäre), führte bald zu einer Abtrünnigkeit, die in ihrem Wesen und in ihren Folgen ernster und mächtiger in ihrem Einfluß war, und die den Geboten des Wortes Gottes unmittelbar widerstand, und die zuletzt einen schamlosen Ungehorsam gegen die bestimmtesten und wesentlichsten Forderungen des Wortes ergab. Man geht immer den schlüpfrigen Pfad der Sünde beschleunigten Schrittes, weil die erste Sünde dazu neigt, in der Seele die Autorität und Macht dessen zu schwächen, was uns allein daran hindern kann, noch größere Sünden zu begehen, und das ist das Wort Gottes sowohl als auch das Bewußtsein Seiner Gegenwart, die dem Wort seine ganze praktische Macht über uns verleiht. Gott bringt während seines Lebens Züchtigung und Kummer über Salomo, und er entreißt seiner Familie die Herrschaft über den größeren Teil der Stämme, indem Er erklärt, daß Er den Samen Davids demütigen würde, doch nicht für immer.

  19. Thomasam 18. Juni 2009 um 07:12 Link zum Kommentar

    Kapitel 12

    Was konnten wir im letzten Kapitel lesen?

    Nun war der Mann Jerobeam ein tapferer, starker Mann. Als Salomo schließlich sah, daß der junge Mann harte Arbeit leistete, machte er ihn dann zum Aufseher über den ganzen Frondienst des Hauses Joseph. 29 Und es geschah zu jener besonderen Zeit, daß Jerobeam selbst aus Jerusalem hinausging, und Ahija, der Siloniter, der Prophet, fand ihn schließlich auf dem Weg, und [Ahija] bedeckte sich mit einem neuen Kleid; und sie beide waren allein auf dem Feld. 30 Ahija nun ergriff das neue Kleid, das er anhatte, und zerriß es in zwölf Stücke. 31 Und er sprach dann zu Jerobeam: „Nimm dir zehn Stücke; denn dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Siehe, ich reiße das Königreich aus der Hand Salomos, und ich werde dir bestimmt zehn Stämme geben. 32 Und der eine Stamm wird ihm bleiben um meines Knechtes David und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe. 33 Der Grund dafür ist, daß sie mich verlassen und begonnen haben, sich vor Aschtoret, der Göttin der Sidonier, vor Kamos, dem Gott Moabs, und vor Milkom, dem Gott der Söhne Ammons, niederzubeugen; und sie sind nicht auf meinen Wegen gewandelt, zu tun, was recht ist in meinen Augen, und meine Satzungen und meine richterlichen Entscheidungen wie David, sein Vater, [zu beachten]. 34 Ich werde aber nicht das ganze Königreich aus seiner Hand nehmen, denn zum Vorsteher werde ich ihn setzen alle Tage seines Lebens, um Davids, meines Knechtes, willen, den ich erwählte, weil er meine Gebote und meine Satzungen hielt. 35 Und ich werde bestimmt das Königtum aus der Hand seines Sohnes nehmen und es dir geben, nämlich zehn Stämme. 36 Und seinem Sohn werde ich e i n e n Stamm geben, damit David, mein Knecht, weiterhin stets eine Leuchte vor mir habe in Jerusalem, der Stadt, die ich für mich erwählt habe, um meinen Namen dorthin zu setzen. 37 Und du bist es, den ich nehmen werde, und du wirst tatsächlich über alles regieren, wonach es deine Seele verlangt, und du wirst gewiß König über Israel werden. 38 Und es soll geschehen, wenn du in allem, was ich dir gebieten werde, gehorsam bist und du wirklich auf meinen Wegen wandelst und tust, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine Gebote hältst, so wie David, mein Knecht, getan hat, daß es sich ebenso erweisen wird, daß ich mit dir bin, und ich will dir ein Haus von Bestand bauen, so wie ich [es] für David gebaut habe, und ich will dir Israel geben. 39 Und ich werde die Nachkommen Davids deswegen erniedrigen, nur nicht für immer.‘ “ 40 Und Salomo suchte von da an, Jerobeam zu Tode zu bringen.

    Konnte Salomo die Verheißung Gottes aufhalten? Natürlich nicht. Sobald Salomo tot war, kam sein Sohn Rehabeam auf den Thron. Doch dieser nahm sich schlechte Ratgeber. Er hörte lieber auf die jungen Männer an seiner Seite, anstatt auf die erfahrenen Ratgeber.
    Worauf hören wir heute? Suchen wir uns auch die Menschen aus, deren Rat wir annehmen?
    Und warum befragten sie nicht Jehova? Statt dessen lesen wir

    Dann erging das Wort des [wahren] Gottes an Schemaja, den Mann des [wahren] Gottes, und lautete: „Sprich zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum übrigen Volk: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure Brüder, die Söhne Israels, kämpfen. Geht zurück, jeder zu seinem Haus, denn auf meine Veranlassung hin ist diese Sache geschehen.“ ‘ “ Da gehorchten sie dem Wort Jehovas und kehrten nach Hause zurück gemäß dem Wort Jehovas.

    Ist es unbequem, den Allmächtigen zu befragen? Es scheint leichter zu sein, sich eigenen Ratgeber zu suchen, die uns den Rat geben, den wir hören wollen. Falls die Ratgeber aber etwas raten, was uns nicht gefällt, suchen wir uns „natürlich“ jemand anderes ;-(
    Besser wäre es aber, göttliche Belehrung aufzunehmen und täglich in seinem Wort zu lesen!

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Der Klage des Königs gemäß war der, dem Salomo alle die Frucht seiner Mühe hinterließ, nicht weise. Seine Torheit brachte die Folgen über ihn, die nach den Ratschlüssen Gottes der Sünde seines Vaters anhafteten. Unter der Führung Jerobeams schüttelten zehn Stämme die Autorität des Hauses Davids ab. Im Blick auf seine Verantwortung betrachtet, hat das Haus Davids völlig und endgültig seine Herrlichkeit verloren.
    Wir müssen die Geschichte der zwei Königreiche verfolgen, insbesondere aber die des Königreiches der zehn Stämme, das den Namen Israel behielt, obwohl Gott immer noch die Leuchte Davids zu Jerusalem scheinen ließ.
    Der Fall des neuen Königs – Jerobeams – wurde nicht lange hinausgezögert. Nach menschlicher Weisheit urteilend und die Furcht Jehovas vergessend, machte er zwei goldene Kälber, damit die starken Bande einer gemeinsamen Anbetung zerbrochen würden und seine Untertanen nicht mehr mit Juda und Jerusalem in Verbindung seien. Ein neues Priestertum mußte aufgerichtet werden; alles in bezug auf Anbetung erdachte er in seinem eigenen Herzen. Die Sünde Israels war eine festgelegte Regelung, und der Ausspruch: „Jerobeam, der Sohn Nebats, der Israel sündigen machte“, wurde zur traurigen Bezeichnung ihres ersten Königs.

  20. Thomasam 18. Juni 2009 um 07:15 Link zum Kommentar

    Kapitel 13

    Könnte man nicht denken, dass ein einfacher Arbeiter, der zu einem König gemacht wird, gehorsam und dankbar ist? Aber nein! Der König über das zehnstämmereich ist ungehorsam und baut eine eigene Anbetung auf. Zwar scheinbar mit guter Begründung! Wie sieht es bei uns aus – suchen wir auch Begründungen, um uns unseren eigenen Weg „schön zu reden“?
    Dann ist noch zu beachten, was dem Propheten geschieht, der von einem anderen getäuscht wird! Gott verurteilt ihn! Aber es war doch eine Täuschung, eine Lüge – und deshalb ist er doch nur…! Nein – er hätte wissen müssen, dass man nicht Gott ungehorsam sein darf! Er hätte direkt Gott befragen müssen, anstatt das zu tun, was in seinen Augen in dem Moment Recht erschien.
    Wir lernen, das Gehorsam an Gottes Maßstäben immer weit wichtiger ist, als der eigene Blick auf die momentane Situation. Egal wie schön wir uns die Situation auch reden mögen – es ist viel viel Besser, sich aus der Bibel den Rat Gottes zu holen, anstatt in Büchern der „Weisheit“ zu suchen!
    Suche also nicht bei anderen „Propheten“/Menschen nach dem göttlichen Rat, sondern suche in dem Buch, dass Gott den Menschen als Anleitung gegeben hat.

    In einem Nachschlagewerk heißt es dazu:

    Aber das Zeugnis und das Gericht Gottes wurden nicht verzögert nach der Barmherzigkeit Gottes Seinem Volke gegenüber. Die Weissagung erscheint sofort wieder, denn die treue Liebe Gottes zu Seinem Volke ermüdet nimmer. Seine Güte währet ewiglich. Das Zeugnis Seines Wortes – die Weissagung – das heißt, das Dazwischentreten Gottes im Zeugnis, wo das Volk irre geht und die gewöhnlichen Verbindungen zwischen Gott und Seinem Volke abgebrochen sind – versagt nicht.
    Selbst Rehabeam wird durch die Weissagung verboten, sein Vorhaben, wider Israel zu streiten, um sie wieder unter seine Herrschaft zu bringen, auszuführen, im Falle Jerobeams aber rechtfertigt Jehova die Rechte Seiner Herrlichkeit gegen den König selbst und gegen seinen Altar. Der Altar reißt, die Fettasche wird verschüttet, der Arm des Königs – ausgestreckt wider den Propheten – verdorrt und wird nur durch, die Fürbitte des Propheten wiederhergestellt.
    Auch hier gibt Jehova zu wissen, daß Er inmitten alles dieses Bösen das Haus Davids nicht vergessen hat. Aus seinem Hause wird der Vermaurer der Lücken kommen und der Richter der Ungerechtigkeit, die den Bruch verursachte, denn Juda wird noch immer als der Ort Seines Thrones anerkannt. Dem Propheten, dem solch ein Zeugnis anvertraut wird, ist es sogar verboten, Wasser zu trinken unter einem Volke, das sich Israel nennt, das aber widerspenstig und unrein war. Keine Teilnahme an solch einer schuldbeladenen Verwirrung ist erlaubt, und der Prophet selbst erleidet die Folgen des gerechten Gerichts Gottes über seinen Ungehorsam. So streng war Gott in bezug auf eine Tat, die einen Zustand der Untreue unterstützte, den zu verurteilen das von Ihm gegebene Licht genügt
    hätte.
    Die Einzelheiten dieses Falles verdienen einige Aufmerksamkeit.
    Durch das Wort Gottes kannte der Prophet das Gericht Gottes. Sein Herz hätte moralisch wie auch prophetisch das schreckliche Böse der Lage Israels erkennen sollen; und das moralische Bewußtsein von diesem Bösen hätte dem prophetischen Zeugnis seine volle Macht über sein eigenes Herz verleihen sollen. Jedenfalls war das Wort Gottes ein dringender Befehl: er sollte dort weder essen noch trinken. Er wußte es, und er hielt es in Erinnerung; dem Anschein nach aber gab es ein anderes Zeugnis, einen Beweggrund, den Befehl des Herrn nicht zu beachten. Der alte Prophet (und er war ein Prophet) sagte ihm, Jehova hätte zu ihm gesagt: „Bringe ihn mit dir in dein Haus zurück, daß er Brot esse und Wasser trinke“, und so ging der Prophet aus Juda mit ihm zurück. Es war recht begehrenswert für den untreuen alten Propheten, daß ein Mann, den Gott für Sein Zeugnis gebrauchte (und dessen Zeugnis auch er glaubte), seine Untreue durch seine Verbindung mit ihm gutheißen sollte. Äußerlich schien er dem Zeugnis Gottes und dem Manne, der es brachte, Ehre zu erweisen. Dadurch, daß der Prophet aus Juda mit dem alten Propheten zurückkehrte, vernichtete er tatsächlich die Kraft seines eigenen Zeugnisses. Der alte Prophet – obwohl er wahrhaftig ein solcher war – duldete das Böse, das ihn umgab. Das Zeugnis Gottes erklärte im Gegensatz dazu, daß es nicht geduldet werden sollte. Es war dieses Zeugnis, das dem anderen Propheten aufgetragen wurde, und die Weigerung, an dem Orte zu essen und zu trinken, war das moralische und persönliche Zeugnis seiner eigenen Treue und Überzeugung und seines Gehorsams. Diese Weigerung war das Zeugnis dafür, daß er in dieser Sache auf Gottes Seite stand.
    Dadurch aber, daß er mit dem alten Propheten zurückkehrte, machte er sein Zeugnis ungültig und unterstützte den alten Propheten, in seiner Untreue. Gott machte Sein Wort nicht rückgängig, wenn der Prophet ihm auch ungehorsam war. Der alte Prophet wurde dadurch bestraft, daß Gott seinen Mund gebrauchte, um dem Propheten aus Juda die Folgen seiner Schuld kundzutun. Es ist auch eine Belehrung für uns, daß, wenn immer Gott uns Seinen Willen kundgetan hat, wir keinen danach kommenden Einfluß, ihn in Frage zu stellen, erlauben dürfen, selbst wenn der letztere die Form des Wortes Gottes annehmen sollte. Wenn wir moralisch dem Herrn näher wären, würden wir empfinden, daß die einzig wahre und rechte Stellung die ist, dem zu folgen, was Er uns zuerst gesagt hat.
    In jedem Falle ist es unser Teil, dem, was Er gesagt hat, zu gehorchen. Sein Wort wird uns in eine wahre Lage stellen, in eine vom Bösen und von der Macht des Bösen abgesonderte Stellung, selbst wenn wir nicht die geistliche Einsicht besitzen, dies zu schätzen. Wenn wir in diesem Gehorsam versagen, verlieren wir das Bewußtsein von der Falschheit unserer Stellung, weil das moralische Empfinden geschwächt ist. Bestenfalls verspürt man Unbehagen, aber keine Freimütigkeit. Wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit. Untreue gegen das einfache und grundlegende Zeugnis des Wortes Gottes macht uns niemals frei, welcherlei Art die Gründe sein mögen die scheinbar sein Beiseitesetzen rechtfertigen.

  21. Juleam 18. Juni 2009 um 12:14 Link zum Kommentar

    1. Könige 11 – 13

    1. Könige 11:2

    aus den Nationen, von denen Jehova zu den Söhnen Israels gesagt hatte: „Ihr sollt nicht zu ihnen eingehen, und sie selbst sollten nicht unter euch kommen; gewiß werden sie euer Herz neigen, ihren Göttern zu folgen.“ An ihnen hing Salomo, um [sie] zu lieben

    Hier wird ganz klar der Grund dafür angefùhrt, warum es so wichtig ist, auf unseren Umgang zu achten: damit wir nicht verleitet werden, anderen Göttern nachzugehen.

    Warum sollten wir keinen Umgang mit Augeschossenen haben? Damit wir nicht ebenso von der wahren Anbetung abgleiten und nicht mit ihnen an ihren schlechten Werken teilhaben.

    Warum sollten wir uns nicht mit Abtrünnigen einlassen?? Damit sie uns nicht „mit ihren glatten Reden“ dazu bringen, uns von unserem Gott Jehova abzuwenden.

    Wir sollten alles meiden, was uns davon abhalten kann unserem Gott mit ganzem Herzen zu dienen und mit niemanden engen Umgang haben, der uns dazu verleiten könnte, uns abzuwenden oder gar ein Doppelleben zu führen.

    Jehova hatte damals den Israeliten verboten, Ehen mit Frauen aus den umliegenden Nationen einzugehen, „damit sie nicht dein Herz neigen, dich von mir abzuwenden“.

    Salomo hat sich trotzdem fremdländische Frauen genommen.

    Er hatte ja von Jehova unvergleichliche Weisheit erhalten. Könnte es sein, dass er gedacht hat „mir kann sowas nicht passieren, ich passe schon auf“?

    Wie wir sehen, ist er trotzdem in die Falle getappt.

    Meinen wir persönlich vielleicht, dass uns sowas nicht passieren kann?

  22. Juleam 18. Juni 2009 um 12:17 Link zum Kommentar

    1. Könige 11:3-6

    Und er hatte schließlich siebenhundert Frauen, Fürstinnen, und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten allmählich sein Herz. 4 Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt wurde, daß seine eigenen Frauen sein Herz geneigt hatten, anderen Göttern zu folgen; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vaters. 5 Und Salomo begann Aschtoret, der Göttin der Sidonier, und Milkom, dem abscheulichen Ding der Ammoniter, nachzugehen. 6 Und Salomo begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie David, sein Vater.

    So ist es mit Salomo ausgegangen – obwohl er der weiseste Mensch unter der Sonne war.

    Denken wir immer noch, „aber mir persönlich kann das nicht passieren – ich passe schon auf“???

  23. Juleam 18. Juni 2009 um 12:19 Link zum Kommentar

    1. Könige 11:9-11

    Und Jehova geriet in Zorn über Salomo, weil sein Herz sich von Jehova, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war, weggeneigt hatte. 10 Und diese Sache betreffend gebot er ihm, nicht anderen Göttern nachzugehen; aber er hatte das nicht gehalten, was Jehova geboten hatte. 11 Jehova sprach nun zu Salomo: „Darum, daß dies bei dir geschehen ist und du meinen Bund und meine Satzungen nicht gehalten hast, die ich dir als Befehl auferlegt habe, werde ich dir ganz bestimmt das Königreich entreißen, und ich werde es gewiß deinem Knecht geben.

    Denken wir, Jehova habe immer Verständnis für unsere „kleinen Schwächen“?

    Sieht dies hier so aus?

    1. Könige 11:38

    Und es soll geschehen, wenn du in allem, was ich dir gebieten werde, gehorsam bist und du wirklich auf meinen Wegen wandelst und tust, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine Gebote hältst, so wie David, mein Knecht, getan hat, daß es sich ebenso erweisen wird, daß ich mit dir bin, und ich will dir ein Haus von Bestand bauen, so wie ich [es] für David gebaut habe, und ich will dir Israel geben.

    Hier sagt Jehova nochmal ganz klar, was er von uns erwartet.

    Halte ich persönlich mich daran?

  24. Juleam 18. Juni 2009 um 12:22 Link zum Kommentar

    Nun ist die Aera „Salomo“ zu Ende. Nun wissen wir auch, warum die Bibel an anderer Stelle sagt: „Besser ist das Ende einer Sache als ihr Anfang“.

    Denn Salomo hatte wohl den besten Start, den man nur haben kann. Er hatte von Jehova so viele Begabungen bekommen. Aber was hat er daraus gemacht?

    Bald hat er sich nicht mehr an die Gebote Gottes gehalten und wurde von Jehova verworfen.

    Könnte es uns ebenso ergehen?

  25. Juleam 18. Juni 2009 um 23:31 Link zum Kommentar

    1. Könige 12:5-11

    Darauf sagte er zu ihnen: „Geht für drei Tage fort, und kehrt zu mir zurück.“ Da ging das Volk weg. 6 Und König Rehabeam begann sich mit den älteren Männern zu beraten, die Salomo, seinem Vater, zu dessen Lebzeiten ständig zu Diensten gestanden hatten, indem [er] sprach: „Wie ratet ihr, diesem Volk zu erwidern?“ 7 Daher redeten sie zu ihm, indem [sie] sagten: „Wenn du dich heute diesem Volk als ein Diener erweisen und ihnen tatsächlich dienen möchtest, so sollst du ihnen antworten und mit guten Worten zu ihnen reden; und sie werden gewiß allezeit deine Diener sein.“

    8 Er verließ jedoch den Rat der älteren Männer, den sie ihm geraten hatten, und er begann sich mit den jungen Männern zu beraten, die mit ihm aufgewachsen waren, die ihm nun zu Diensten standen. 9 Und er sprach dann zu ihnen: „Was ratet ihr, daß wir diesem Volk erwidern können, das zu mir geredet und gesagt hat: ‚Erleichtere das Joch, das uns dein Vater auferlegt hat.‘?“ 10 Die jungen Männer ihrerseits, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu ihm, indem [sie] sprachen: „Dies ist, was du zu diesem Volk sagen solltest, das zu dir geredet und gesagt hat: ‚Dein Vater seinerseits hat unser Joch schwer gemacht, du aber, mache es uns leichter‘; dies ist, was du zu ihnen reden solltest: ‚Selbst mein kleiner Finger wird sicherlich dicker sein als meines Vaters Hüften. 11 Und nun, mein Vater seinerseits hat euch ein schweres Joch aufgeladen; ich aber werde zu eurem Joch hinzufügen. Mein Vater seinerseits hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Geißeln züchtigen.‘ „

    Auf welche Ratgeber hätten wir gehört? Warum hat er eigentlich noch andere befragt? Hat ihm vielleicht nicht gepasst, was die ersten gesagt haben?

    Wollen wir wirklich Rat – oder wollen wir uns nur die Ohren kitzeln lassen?

  26. Juleam 18. Juni 2009 um 23:41 Link zum Kommentar

    Jerobeam macht sich seine eigene Religion. Wir kennen diese Geschichte, haben wir doch erst vor einigen Jahren das biblische Drama auf dem Kongress gesehen. Etwas später kam dann sogar ein Studienartikel dazu raus.

    1. Könige 13:11-13

    Und ein gewisser alter Prophet wohnte in Bethel, und seine Söhne kamen nun heim und erzählten ihm von all dem Werk, das der Mann des [wahren] Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte, [und] die Worte, die er zum König geredet hatte, und sie fuhren fort, sie ihrem Vater zu erzählen. 12 Dann redete ihr Vater zu ihnen: „Welchen Weg ist er denn gegangen?“ Da zeigten ihm seine Söhne den Weg, den der Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen war, gegangen war. 13 Er sprach nun zu seinen Söhnen: „Sattelt mir den Esel.“ Somit sattelten sie ihm den Esel, und er ritt dann darauf.

    Seine Söhne hatten dem alten Propheten gerade die Worte erzählt, die der Prophet zum König geredet hatte. Dazu zählte sicherlich auch, dass er weder Brot essen noch Wasser trinken sollte und auf einem anderen Weg zurückgehen.

    Warum reagiert der alte Prophet so? Er lässt sofort seine Esel satteln und jagt dem anderen nach, um ihn seinerseits zu seinem eigenen Haus einzuladen.

    War das böse Absicht? Wollte er den anderen Propheten bewusst zum Straucheln bringen?


    1. Könige 13:18

    Darauf sagte er zu ihm: „Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel selbst hat zu mir durch das Wort Jehovas geredet, indem [er] sprach: ‚Laß ihn mit dir zu deinem Haus zurückkommen, damit er Brot esse und Wasser trinke.‘ “ (Er täuschte ihn.)

    Glaubte der alte Prophet wirklich, dass der Engel Jehovas ihm dies gesagt hatte – oder war er nur ein Abtrünniger, der den anderen zu Fall bringen wollte?

    Eine Frage, die ich persönlich mir auch sehr oft stelle, wenn ich einige Brüder um mich herum beobachte. Sie tun so, als wären sie eifrige Anbeter Jehovas, aber wenn ich sehe, wie sie sich verhalten, oder was sie so von sich geben, kann ich nur sehr schwer glauben, dass sie wirklich aufrichtig glauben, das sie Jehovas Herz erfreuen.

    Zum Schluss von Vers 18 steht ja „er täuschte ihn“. Meine Frage ist eher „war er sich dessen auch bewusst“

    Querverweise zu diesem Punkt:

    (3. Mose 19:11) Ihr sollt nicht stehlen, und ihr sollt nicht betrügen, und ihr sollt nicht falsch handeln, irgendeiner mit seinem Genossen.

    (5. Mose 18:20) Der Prophet jedoch, der sich anmaßt, in meinem Namen ein Wort zu reden, das zu reden ich ihm nicht geboten habe, oder der im Namen anderer Götter redet, dieser Prophet soll sterben.

    (Jeremia 29:31) „Sende zu allen ins Exil Weggeführten und sprich: ‚Dies ist, was Jehova hinsichtlich Schemajas von Nehelam gesagt hat: „Darum, daß Schemaja euch prophezeit hat, ich selbst ihn aber nicht sandte, und er versuchte, euch auf Falschheit vertrauen zu lassen,

    (Hesekiel 13:9) Und meine Hand hat sich schließlich gegen die Propheten gewandt, die in einer Vision Unwahres schauen und Lüge wahrsagen. In der Gruppe der Vertrauten meines Volkes werden sie nicht verbleiben, und in das Verzeichnis des Hauses Israel werden sie nicht geschrieben werden, und auf den Boden Israels werden sie nicht kommen; und ihr werdet erkennen müssen, daß ich der Souveräne Herr Jehova bin,

    (Matthäus 7:15) Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe.

    (2. Petrus 2:1) Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Ebendiese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen.

    (1. Johannes 4:1) Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.

    Diese ganzen Querverweise lassen darauf schliessen, dass er bewusst log und in böswilliger Absicht gehandelt hat.

    Auch wird in den Texten der griechischen Schriften warnend darauf hingewiesen, dass das auch zu unserer Zeit vorkommen kann.

    Nicht zu überlesen, dass es solche innerhalb unserer eigenen Reihen geben würde!

  27. Juleam 19. Juni 2009 um 23:45 Link zum Kommentar

    1. Könige 14 – 16

    1. Könige 14
    Jehova verwirft Jerobeam, weil er „schlimmer zu handeln begonnen hatte als alle, die vor ihm gewesen sind“ und weil er sich eine eigene Religion gebastelt und anderen Göttern gedient hat.

    Auch das Volk verwarf er.

    Was mich immer wieder beim Lesen irritiert: dass die Menschen scheinbar nie dazulernen.

    Jerobeam wurde von Jehova verworfen, ebenso wie das Volk, weil sie schlecht handelten. Sie kannten Jehovas Gebote, wussten genau, was ihn kränkte. Warum kränkten sie in dann immer wieder?

    In Kapitel 15 lesen wir, dass nach Jerobeams Tod sein Sohn Abijam König wird und das erste, was dazu aufgezeichnet ist, ist wieder „das alte Lied“:

    1. Könige 15:3

    Und er fuhr fort, in allen Sünden seines Vaters zu wandeln, die er vor ihm getan hatte; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vorvaters.

    So ein Verhalten ist für mich ziemlich unverständlich.

    Sicherlich sind wir alle unvollkommen und machen Fehler – aber bewusst Jehovas Maßstäbe ignorieren ist was anderes.

    Dies sehen wir auch daran, wie Jehova David im nachhinein beurteilt:

    1. Könige 15:5

    weil David getan hatte, was recht war in den Augen Jehovas, und er nicht abwich von allem, was ER ihm geboten hatte, alle Tage seines Lebens, außer in der Sache Urias, des Hethiters.

    David hatte mit Bathseba einen Fehler begangen. Aber er hat ihn – als der Prophet ihn drauf aufmerksam machte – bereut, seine Sünden bekannt und war vom schlechten Weg umgekehrt. Es war ein „Ausrutscher“, danach hat er wieder getan, was in Jehovas Auen recht war.

    Erkennen wir den Unterschied?

  28. Juleam 19. Juni 2009 um 23:47 Link zum Kommentar

    1. Könige 15:11-13

    Und Asa ging daran, zu tun, was recht war in den Augen Jehovas, wie David, sein Vorvater. 12 Daher ließ er die männlichen Tempelprostituierten aus dem Land wegschaffen und beseitigte alle mistigen Götzen, die seine Vorväter gemacht hatten. 13 Auch was Maacha, seine Großmutter, betrifft, er entfernte sie daraufhin aus [ihrer Stellung als] Herrin, weil sie ein abscheuliches Götzenbild für den heiligen Pfahl gemacht hatte, und dann hieb Asa ihr abscheuliches Götzenbild um und verbrannte es im Wildbachtal Kidron.

    Erkennen wir, was dazu gehört, Jehova auf die richtige Weise anzubeten? Wir dürfen keinen Götzendienst dulden!

    1 Könige15:14

    Und die Höhen entfernte er nicht. Dennoch erwies es sich, daß Asas Herz ungeteilt mit Jehova war alle seine Tage.

    Wieso konnte man sagen, „sein Herz war ungeteilt mit Jehova alle seine Tage“, wenn er doch die Höhen nicht entfernte? War das nicht seine Aufgabe als König?

    später noch nachforschen

  29. Juleam 19. Juni 2009 um 23:49 Link zum Kommentar

    1. Könige 16:30

    Und Ahab, der Sohn Omris, trieb es dann schlimmer in den Augen Jehovas als alle, die vor ihm gewesen waren.

    Nun kommen also Ahab und Isebell ins Spiel. Das erste, was wir von Ahab an Informationen bekommen, ist also sein „wunderbarer Herzenszustand“. Ich hatte mir vor dem Lesen des kommenden Stoffes etwas Zeit gelassen, weil ich diese Gechichte im Zusammenhang lesen wollte ohne jegliche Ablenkung von dem, was zuvor passiert war.

    1. Könige 16:33

    Und Ahab machte dann den heiligen Pfahl; und Ahab tat schließlich mehr, Jehova, den Gott Israels, zu kränken, als alle Könige Israels, die vor ihm gewesen waren.

    ein wahrlich netter Kerl

  30. Juleam 20. Juni 2009 um 23:51 Link zum Kommentar

    1. Könige 17 – 19

    1. Könige 17:8-16

    Ein sehr gutes Beispiel für bedingungsloses Vertrauen in Jehova und dass er das ausführt, was er sagt.

    Die Witwe hat garnichts mehr. Alles was sie noch hat, reicht fùr eine allerletzte Mahlzeit für sich und ihren Sohn. Trotzdem tut sie so, wie Elia ihr sagt: sie macht zuerst fùr ihn Essen und danach für sich und ihren Sohn. Sie vertraute also felsenfest auf die Zusicherung Jehovas:

    1. Könige 17:13-14

    Darauf sagte Elia zu ihr: „Fürchte dich nicht. Geh hinein, tu nach deinem Wort. Nur mache mir von dem, was da ist, zuerst einen kleinen runden Kuchen, und du sollst ihn zu mir herausbringen, und für dich und deinen Sohn kannst du danach etwas machen. 14 Denn dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesprochen hat: ‚Der große Mehlkrug selbst wird nicht erschöpft, und der kleine Ölkrug, er wird nicht leer werden bis zu dem Tag, an dem Jehova einen Regenguß auf die Oberfläche des Erdbodens gibt.‘ “

    Hätte ich so einen starken Glauben gehabt – oder hätte ich zuerst für mich und mein Kind gekocht und dann für Elia?

    Ihr Glaube wird nicht nur damit belohnt, dass sie und ihr Sohn künftig trotz Hungersnot zu Essen haben – sondern Elia erweckt auch ihren Sohn von den Toten auf, als dieser an einer Krankheit stirbt.

  31. Juleam 20. Juni 2009 um 23:56 Link zum Kommentar

    nun kommt eine sehr beeinruckende Geschichte: Elia zeigt dem Volk, dass Jehova mächtiger ist als jeder andere Gott. Eine sehr beeindruckende Demonstration!

    Elsa

    1. Könige 18:21-24

    Dann trat Elia zum ganzen Volk hin und sprach: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken? Wenn Jehova der [wahre] Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach.“ Und das Volk erwiderte ihm kein Wort. 22 Und Elia sprach weiter zum Volk: „Ich selbst bin als ein Prophet Jehovas übriggeblieben, ich allein, während die Propheten Baals vierhundertfünfzig Mann sind. 23 Man möge uns nun zwei junge Stiere geben, und sie mögen sich einen jungen Stier wählen und ihn zerstücken und auf das Holz legen, doch sollten sie kein Feuer daran legen. Und ich selbst werde den anderen jungen Stier herrichten, und ich will ihn auf das Holz legen, aber ich werde kein Feuer daran legen. 24 Und ihr sollt den Namen eures Gottes anrufen, und ich meinerseits werde den Namen Jehovas anrufen; und es soll geschehen, daß der [wahre] Gott, der mit Feuer antwortet, der [wahre] Gott ist.“ Darauf antwortete das ganze Volk und sagte: „Die Sache ist gut.“

    Jetzt erkennen sie, dass Baal nur ein Götze, ohne jegliche Macht ist. Die Aufgabenstellung ist an beide gleich – nur leider reagiert Baal nicht:

    1. Könige 18:25-29

    Elia sprach nun zu den Propheten Baals: „Wählt euch einen jungen Stier aus, und richtet ihn zuerst her, denn ihr seid in der Mehrheit; und ruft den Namen eures Gottes an, doch sollt ihr kein Feuer daran legen.“ 26 Demgemäß nahmen sie den jungen Stier, den er ihnen gab. Dann richteten sie ihn her, und sie riefen fortwährend den Namen Baals an, vom Morgen bis zum Mittag, indem [sie] sprachen: „O Baal, antworte uns!“ Aber da war keine Stimme, und niemand antwortete. Und sie hinkten fortgesetzt um den Altar herum, den sie gemacht hatten. 27 Und es geschah um die Mittagszeit, daß Elia sie zu verspotten und zu sagen begann: „Ruft mit lautester Stimme, denn er ist ein Gott; denn er wird in eine Sache vertieft sein, und er hat Ausscheidung und muß austreten. Oder vielleicht ist er eingeschlafen und sollte aufwachen!“ 28 Und sie begannen mit lautester Stimme zu rufen und sich nach ihrem Brauch mit Dolchen und mit Lanzen zu schneiden, bis sie Blut über sich herabfließen ließen. 29 Und es geschah, sobald der Mittag vorbei war und sie fortfuhren, sich wie Propheten zu benehmen, bis das Getreideopfer aufstieg, daß da keine Stimme war, und niemand antwortete, und da war kein Aufmerken.

    Nach stundenlangen Bemühungen der Baalsanbeter, die sich alle als erfolglos erweisen, kommt nun Jehova an die Reihe:

    1. Könge 18:30-32

    Schließlich sprach Elia zum ganzen Volk: „Tretet her zu mir.“ Da trat alles Volk zu ihm hin. Dann ging er daran, den Altar Jehovas auszubessern, der niedergerissen war. 31 Somit nahm Elia zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an den Jehovas Wort ergangen war, das gelautet hatte: „Israel wird dein Name werden.“ 32 Und er fuhr fort, im Namen Jehovas aus den Steinen einen Altar zu bauen und rings um den Altar einen Graben zu machen, ungefähr von der Bodenfläche, die mit zwei Sea-Maß Samen besät wird.


    Bis hierher sind die Bedingungen für beide gleich
    . Aber Elia will, dass sie eindeutig erkennen, wie mächtig Jehova ist, daher sorgt er hier, an Jehovas Altar, für erschwerte Bedingungen:

    1. Könige 18:33-35

    Danach legte er die Holzstücke zurecht und zerstückte den jungen Stier und legte ihn auf die Holzstücke. Nun sprach er: „Füllt vier große Krüge mit Wasser, und gießt es auf das Brandopfer und auf die Holzstücke.“ 34 Dann sagte er: „Wiederholt es.“ Da wiederholten sie es. Er aber sprach: „Tut es ein drittes Mal.“ Da taten sie es ein drittes Mal. 35 So lief das Wasser rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser.

    Was passiert nun? Würde Jehova seinen Diener erhören und reagieren?

    1. Könige 18:36-38

    Und es geschah zur Zeit, da das Getreideopfer aufsteigt, daß Elia, der Prophet, heranzutreten und zu sprechen begann: „O Jehova, du Gott Abrahams, Isa·aks und Israels, laß es heute bekanntwerden, daß du Gott bist in Israel und daß ich dein Knecht bin und ich nach deinem Wort alle diese Dinge getan habe. 37 Antworte mir, o Jehova, antworte mir, damit dieses Volk erkenne, daß du, Jehova, der [wahre] Gott bist und du selbst ihr Herz zurückgewandt hast.“

    38 Hierauf fiel das Feuer Jehovas herab und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine und den Staub, und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf.

    Interessant, dass Eia nicht Ehre für sich wollte, sondern das Volk sollte erkennen, dass Jehova der wahre Gott ist. Darum ging es ihm.

    Wie reagierte das Volk?

    1. Könige 18:39

    Als das ganze Volk es sah, fielen sie sogleich auf ihr Angesicht und sprachen: „Jehova ist der [wahre] Gott! Jehova ist der [wahre] Gott!“

    Danach wurden dann auch diejenigen bestraft, die immer noch dem falschen Gott nachliefen. Brutal?

    Nein, Jehova hatte ganz klar gesagt, dass er keinen Götzendienst duldet. Wer es trotzdem tat, musste halt die Konsequenzen tragen.

  32. Juleam 20. Juni 2009 um 23:58 Link zum Kommentar

    Isebell – ein machthungriges Weib kämpft gegen Jehova

    Isebell ist eine mächtige Frau und sie tobt vor Wut, dass Elia ihre schöne Religon zerstören will. Sie lässt es zu einem Machtkampf kommen, denn sie denkt, wenn sie die Anbeter Jehovas vernichtet, dann könne sie damit ihrem Gott wieder Macht einhauchen. Was für ein fataler Irrtum.

    Aber Eia hat ihre Macht erlebt, erlebt wie sie nach und nach die Propheten Jehovas vernichtet hat und weiss, dass sie vor nichts zurückschrecken wird. So bringt er sich erst mal in Sicherheit.

    geistiges Fleisch

    1. Könige 19:4

    Und er selbst ging eine Tagereise weit in die Wildnis hinein und kam schließlich und setzte sich unter einen gewissen Ginsterstrauch. Und er begann zu bitten, daß seine Seele sterbe, und sprach: „Es ist genug! Nimm jetzt, o Jehova, meine Seele hinweg, denn ich bin nicht besser als meine Vorväter.“

    Kennen wir das Gefühl, dass wir lieber sterben wollen, weil wir es einfach nicht mehr ertragen können?

    Wenn wir schon mal Ähnliches erlebt haben wie Eia, dann kennen wir dieses unglaubliche Gefühl der Hilflosigkeit. Wir wissen, dass der andere stärker ist als wir und dass wir eigentlich keine Chance gegen ihn haben Er bekommt einfach immer das was er will (wie macht er das eigentlich?). Er kostet seine Macht aus und vom rein menschlichen her ist es mit uns vorbei. Hier kann nur noch Jehova helfen.

    Diese Gefühl hat Elia jetzt und er legt sich völlig erschöpft und ausgebrannt hin. Vielleicht hofft er ja, dass er nun endlich stirbt.

    Aber wir wissen ja: Jehova lässt zwar viele Dinge bis zu einem gewissen Punkt zu – aber nur soweit, wie wir es gerade noch ertragen können. Hier ist Elia ein sehr schönes Beispiel, wie weit das gehen kann.

    Ich finde es sehr gut, dass dies gerade so auch in der Bibel aufgezeichnet ist, denn ich habe schon sehr oft von „Tröstern“ gehört, dass ich wohl nicht wirklich auf Jehova vertrauen würde. Menschen, die sich den Tod herbeisehnen seien Schwächlinge und hätten auf garkeinen Fall Jehovas Wohlgefallen. Denn der Glaube gibt uns ja Kraft.

    Hier an Elia sehen wir sehr gut, dass wir oft so hart geprüft werden, dass es uns unsere ganze Kraft kosten kann und dass wir trotz dem, dass wir Jehova um Kraft bitten, derart kraftlos und entmutigt sein können, dass wir hoffen zu sterben. Nicht, weil wir sterben wollten, sondern weil wir es einfach nicht mehr aushalten und der Tod uns in so einem Moment der einzige Ausweg erscheint.

    Noch ein Punkt kommt hier sehr schön raus: es gibt Momente, wo nur noch Jehova die Sitation retten kann.

    Immerhin: Elia hatte doch gerade kurz zuvor auf dem Berg Karmel die Macht Jehovas erlebt. Wieso ist er denn nun derart mutlos und ohne Kraft? Wo blieb denn sein Vertrauen in Jehova? Er hatte doch garkeinen Grund, sterben zu wollen – oder?

    Haben wir auch schon oft so gedacht und die Lanze über unseren Bruder oder unsere Schwester gebrochen?

    Ich persönlich kenne die Empfindungen Elias nur zu gut und erinnere mich mit Schaudern an einen Fall der sich vor einigen Jahren wirklich zugetragen hatte.

    Eine Freundin erzählte mir voller Entsetzen, dass man ihre Freundin erhängt in einem Wald gefunden hatte. Sie hat es nicht mehr ausgehalten und sich selbst das Leben genommen. Diese Glaubensschwester war betroffen, dass es soweit kommen konnte und es kam unter denen, die von dem Vorfall hörten, zu einer lebhaften Diskussion darüber, dass nicht sein kann was nicht sein darf. Immerhin war die Unglückliche eine Ponierschwester gewesen und sie hätte doch Glauben haben müssen und auf Jehova vertrauen müssen. Es wurde sogar darüber diskutiert, ob sie eine Auferstehungshoffnung habe, wo sie doch ihr Leben einfach so weggeworfen habe.

    Das Ganze macht mich noch Heute wütend, wenn ich daran denke und daher finde ich es sehr wichtig, an diesem Punkt im Bericht über Elia inne zu halten und uns mal in ihn hineinzuversetzen. Hatte Elia wirklich keinen Glaben mehr, vertraute er nicht mehr auf Jehova?

    Wie sah denn Jehova die Sache?

    Er schickt Engel, damit sie Elia stärken würden. Jehova versteht Elia und hat tiefes Mitgefühl mit ihm. Er reicht ihm die Hand und hilft ihm wieder auf.

    Bitte denken wir an diese Geschichte in der Bibel, wenn wir nochmal von einem Fall hören, wo ein Glaubensbruder nicht mehr leben will. Kommen wir ihm bitte nicht mit dem Spruch “ du musst mehr Glauen haben und auf Jehova vertrauen“ sonst könnten wir uns als leidige Tröster erweisen, die nur noch zu seinem Leid hinzufügen. Und das wollen wir doch ganz sicher nicht – oder?

    Wie erschöpft Elia in Wirlichkkeit war, erkennen wir daran, wie lange er schlief.

    1. Könige 19:5-8

    Schließlich legte er sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Doch siehe, da rührte ihn ein Engel an. Dann sagte er zu ihm: „Steh auf, iß.“ 6 Als er schaute, nun, da war bei seinem Kopf ein runder Kuchen auf glühenden Steinen und ein Krug Wasser. Und er begann zu essen und zu trinken und legte sich darauf wieder hin. 7 Später kam der Engel Jehovas wieder, ein zweites Mal, und rührte ihn an und sprach: „Steh auf, iß, denn die Reise ist zuviel für dich.“ 8 Da stand er auf und aß und trank, und er ging fortwährend in der Kraft dieser Nahrung vierzig Tage und vierzig Nächte lang bis zum Berg des [wahren] Gottes, zum Horeb.

    Jehova ist nicht so herzlos wie einige unter uns, sondern er ist voller Mitgefühl. Erst lässt er Elia durch den Engel stärken, gibt ihm die Zeit, die er braucht, um wieder zu Kräften zu kommen und dann – nein, er verurteilt Elia nicht, weil es ihm an Gauben und Gottvertrauen mangele – ja dann fragt er ihn erst mal, was los ist und lässt Elia zu Wort kommen.

    1. Könige 19:9-10, 13-14

    Dort betrat er schließlich eine Höhle, um die Nacht dort zu verbringen; und siehe, da erging Jehovas Wort an ihn, und es sprach dann zu ihm: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ 10 Darauf sagte er: „Ich habe für Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, so daß nur ich übriggeblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen.“
    Und es geschah, sobald Elia sie hörte, daß er sein Angesicht sogleich in sein Amtsgewand hüllte und hinausging und an den Eingang der Höhle trat; und siehe, da war eine Stimme für ihn, und sie sagte dann zu ihm: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ 14 Darauf sprach er: „Ich habe für Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, so daß nur ich übriggeblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen.“


    ein sehr schönes Vorbild für uns…

    Jehova ermuntert dann seinen Propheten, indem er ihm nicht nur einen neuen Auftrag gibt, sondern ihm auch zeigt, dass er nicht der einzige Anbeter Jehovas ist, wie er annimmmt, sondern dass es noch 7.000 weitere gibt. Das wird Elia sicherlich ermuntert haben.

    Ausserdem erkennt Jehova, dass Eia nun wirklich seine Belastungsgrenze erreicht hat und schickt ihn quasi in Rente, indem er ihn seinen Nachfolger salben lässt. Auch dies wird sicherlich eine Erleichterung und Ermunterung fùr Elia gewesen sein.

  33. Juleam 22. Juli 2009 um 12:38 Link zum Kommentar

    1. Könige 20 – 22

    1. Könige 21:1-3

    Und es geschah nach diesen Dingen, daß da ein Weingarten war, welcher Naboth, dem Jesreëliter, gehörte, der in Jesreël neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria, [lag]. 2 Da redete Ahab zu Naboth, indem [er] sprach: „Gib mir doch deinen Weingarten, damit er mir als Gemüsegarten diene, denn er ist in der Nähe meines Hauses; und laß mich dir statt dessen einen Weingarten geben, besser als er. [Oder] wenn es gut ist in deinen Augen, will ich dir Geld als den Kaufpreis dafür geben.“ 3 Aber Naboth sagte zu Ahab: „Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar, daß ich dir den Erbbesitz meiner Vorväter gebe.“

    Ahab möchte gern was haben, bekommt es aber nicht, weil der Besitzer sonst Jehovas Gebot übertreten hätte.

    Wie reagiert Ahab? Erkannt er an, dass der Besitzer sich an Jehovas Gebote halten wollte?

    Immerhin ist ja er selbst „ein Anbeter Jehovas“ und so hätte er ja eigentlich beschämt sein müssen, als ihm der andere mitteilt, dass er mit dem Verkauf Gottes Gesetz übertreten würde.

    Ist Ahab nun beschämt darüber, dass er dies nicht bedacht hatte?

    1. Könige 21:4

    Demzufolge kam Ahab in sein Haus, mißmutig und niedergeschlagen wegen des Wortes, das Naboth, der Jesreëliter, zu ihm geredet hatte, als er sprach: „Ich werde dir den Erbbesitz meiner Vorväter nicht geben.“ Dann legte er sich auf sein Ruhebett und hielt sein Gesicht abgewandt, und er aß kein Brot.

    nein, er schmollt.

    Wie reagieren wir persönlich, wenn wir nicht bekommen, was wir wollen?

    Was, wenn die Älteten uns ein betimmtes Dienstvorrecht „vorenthalten“ weil wir noch nicht die Vorraussetzungen dafür erfülen? Was, wenn sie z.B. meine Bewerbung um den allgemeinen Pionierdienst ablehnen – reagiere ich dann auch wie Ahab und ziehe mich gekränkt zurück?

    Aber Ahab hat eine wirklich sehr liebevolle Frau, die sich um ihn sorgt, an seinen Gedanken und Gefühlen interessiert ist:

    1. Könige 21:5-6

    Schließlich kam Isebel, seine Frau, zu ihm herein und redete zu ihm: „Wie kommt es, daß dein Geist mißmutig ist und daß du kein Brot ißt?“ 6 Darauf redete er zu ihr: „Weil ich nun zu Naboth, dem Jesreëliter, redete und zu ihm sprach: ‚Gib mir doch deinen Weingarten um Geld. Oder wenn du es vorziehst, laß mich dir statt seiner einen anderen Weingarten geben.‘ Er aber sagte: ‚Ich werde dir meinen Weingarten nicht geben.‘ “

    Sogleich tröstet sie ihn voller Liebe und Mitgefühl

    1. Könige 21:7

    Da sprach Isebel, seine Frau, zu ihm: „Bist du es, der jetzt das Königtum über Israel ausübt? Steh auf, iß Brot, und sei frohen Herzens. Ich selbst werde dir den Weingarten Naboths, des Jesreëliters, geben.“

    und sie handelt auch sogleich:

    1. Könige 21:8-10

    Demgemäß schrieb sie Briefe in Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sandte die Briefe an die älteren Männer und die Edlen, die mit Naboth in seiner Stadt wohnten. 9 Sie schrieb aber in den Briefen, indem [sie] sprach: „Ruft ein Fasten aus, und laßt Naboth zu Häupten des Volkes sitzen. 10 Und laßt zwei Männer, Nichtsnutze, vor ihm sitzen, und laßt sie Zeugnis gegen ihn ablegen, indem [sie] sagen: ‚Du hast Gott und dem König geflucht!‘ Und führt ihn hinaus, und steinigt ihn, daß er stirbt.“

    Ja, sie ist wirklich bereit, alles zu tun, damit ihr Liebster wieder glücklich ist. Was für eine Frau! Hättest du gern selbst so eine?

    Oder sind wir vielleicht selbst so eine „liebe“ Ehefrau, dass wir alles nur erdenkliche tun, damit unser Liebster vielleicht ein bestimmtes Dienstamt oder Ähnliches erhält?

    Wozu nach den Gründen fragen – handeln wir doch lieber! (?) Und selbstverständlich können wir jetzt nicht den theokratischen Weg gehen, denn immerhin geht es ja um unseren Liebsten, der unbedingt zu seinem „Recht“ kommen muss. Oder?

    Tja, Isebell hat Glück: es gibt genügend Nichtnutzige Personen unter Gottes Volk, die sich nicht zu schade sind und sich für ihre Zwecke einspannen lassen. *grins*, hier muss ich dann direkt an den Vergleich „gute Freunde – schlechte Freunde“ denken. Isebell war hier sicherlich eine sehr gute Frendin 😉

    1. Könige 21:11

    So taten die Männer seiner Stadt, die älteren Männer und die Edlen, die in seiner Stadt wohnten, geradeso wie Isebel ihnen entboten hatte, so wie es in den Briefen geschrieben war, die sie ihnen gesandt hatte.

    Lassen wir uns vielleicht auch vor den Karren einer Person spannen, die nur ihre eigenen Ziele verwirklichen will und dafür über Leichen geht? Sind wir auch bereit, für einen „guten Freund“ eine Falschaussage zu machen?

    Sicherlich nicht, denn wir alle wollen ja unserem liebevollen Schöpfer gefallen!

    1. Könige 21:13

    Dann kamen zwei Männer, Nichtsnutze, herein und setzten sich vor ihn hin; und die nichtsnutzigen Männer begannen gegen ihn Zeugnis abzulegen, das heißt gegen Naboth, vor dem Volk, indem [sie] sprachen: „Naboth hat Gott und dem König geflucht!“ Danach führten sie ihn hinaus in das Randgebiet der Stadt und steinigten ihn mit Steinen, so daß er starb.


    Wie nannte man hier noch mal die falschen Zeugen?

    Sie sagten etwas aus, von dem jeder der Naboth kannte wusste, dass es eine Lüge war. Aber ihre Aussage hatte trotzdem Konsequenzen, denn immerhin sagte das Gesetz ja „auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin…“ und diese Vorraussetzung war ja erfüllt. Warum sich noch weiter mit dem Fall belasten? Er war doch sonenklar.

    Naboth musste sterben, weil er einem egoistischen Menschen und dessen Plänen im Weg stand.

    Machen wir uns nichts vor: Rufmord ist auch Mord!

    1. Könige 21:15-16

    Und es geschah, sobald Isebel hörte, daß Naboth zu Tode gesteinigt worden war, daß Isebel sogleich zu Ahab sprach: „Mache dich auf, nimm den Weingarten Naboths, des Jesreëliters, in Besitz, den für Geld dir zu geben er sich geweigert hat; denn Naboth ist nicht mehr am Leben, sondern ist tot.“ 16 Und es geschah, sobald Ahab hörte, daß Naboth tot war, da machte sich Ahab sogleich auf, um zum Weingarten Naboths, des Jesreëliters, hinabzugehen, damit er ihn in Besitz nehme.

    Ach ja, der Ahab hatte es schon gut – wenn mein Ehepartner doch auch so weitsichtig wäre….

    (((Achtung, vieles in diesem Artikel ist pure Ironie. Ich hoffe, das ist allen aufgefallen!)))

  34. Juleam 22. Juli 2009 um 12:41 Link zum Kommentar

    1. Könige 21:17-19

    Und Jehovas Wort erging an Elia, den Tischbiter, und lautete: 18 „Mache dich auf, geh hinab, Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria ist. Dort ist er, im Weingarten Naboths, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen. 19 Und du sollst zu ihm reden, indem [du] sagst: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Hast du gemordet und auch in Besitz genommen?“ ‚ Und du sollst zu ihm reden, indem [du] sagst: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „An der Stelle, wo die Hunde das Blut Naboths aufleckten, werden die Hunde dein Blut auflecken, ja deines.“ ‚ „

    Jehova hat die Schlechtigkeit gesehen und er zieht Ahab dafür zur Rechenschaft.

    Aber wieso denn Ahab? War es nicht Isebell, die so schlecht gehandelt hatte? Wusste Ahab überhaupt von ihren Taten?

    1. Könige 21:25-26

    Keiner, ohne Ausnahme, hat sich wie Ahab erwiesen, der sich verkauft hat, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, den Isebel, seine Frau, aufreizte. 26 Und er handelte dann ganz abscheulich, indem er den mistigen Götzen nachging, gemäß allem, was die Amoriter getan hatten, die Jehova vor den Söhnen Israels her austrieb.‘ „

    Ahab ist betroffen und demütigt sich und so schiebt Jehova die Strafe noch ein wenig auf.

    Haben wir erkannt, welche Verantwortung auch für unseren Ehepartner oder unsere Kinder auf uns liegt?

    Wenn ich eine schlechte, eine aufmüpfige Ehefrau bin, fällt das auf meinen Ehemann zurück!

    Vielleicht bin ich ungehalten, dass mein Ehemann ein bestimmtes Dienstamt nicht bekommt. Dann kann es sein, dass ich in meiner Wut und Enttäuschung versuche, es auf einem anderen Wege für ihn zu bekommen. In einem solchen Fall handle ich wie Isebell, auch wenn ich sonst eine ganz aufrichtige Anbeterin Jehoas bin.

    Vielleicht meine ich ja, ich hande richtig, denn immerhin soll ich ja meinen Mann unterstützen – aber könnte es nicht sein, dass mein Mann dieses Dienstvorrecht nicht bekommt, weil ich als eine Frau bekannt bin, die sich nicht unterordnet??

    Passen wir bitte auf unsere Gedanken und Gefühle auf!

    Wenn man uns betimmte Dinge oder Vorrechte vorenthält, dann seien wir nicht eilig darin, uns gekränkt zu fühlen und zu schmollen – sondern fragen wir uns doch nach dem Grund.

    Vielleicht können wir ja selbst was daran ändern, indem wir an uns und unserer christlichen Persönlichkeit arbeiten!

  35. Juleam 22. Juli 2009 um 13:11 Link zum Kommentar

    In den nächsten Versen sehen wir, wie Isebell und Ahab eigentlich hätten handeln sollen – und wie wir es besser als die beiden machen können:

    1. Könige 22:5

    Josaphat sagte jedoch zum König von Israel: „Erkundige dich bitte zuerst nach dem Wort Jehovas.“

    Wenn wir die Dinge nicht verstehen, dann wenden wir uns doch an unseren Gott nd fragen ihn, wie ER die Dinge sieht und handeln dann entsprechend.

    Wie könnten wir das tun?

    Jedesmal, wenn wir in der Bibel oder bibelerklärenden Publikationen lesen, spricht Jehova zu uns. Zumindest geht das mir und meinem Mann so und ich denke, das funktioniert bei jedem, der aufrichtig nach Gottes Rat sucht. Hören wir Jehova doch zu und handeln wir entsprechend!

    Na sowas, wieder jemand, der sich nur die Ohren kitzeln lassen will!

    Aber Josaphat lässt ein aufrichtiges Herz erkennen, er fragt nach, ob es noch weitere Propheten gibt und nun lässt uns auch Ahab einen Blick in sein Herz tun:

    1. Könige 22:7-8

    Aber Josaphat sprach: „Gibt es hier nicht noch einen Propheten Jehovas? Dann wollen wir uns durch ihn erkundigen.“ 8 Darauf sagte der König von Israel zu Josaphat: „Da ist noch e i n Mann, durch den man Jehova befragen kann, aber ich selbst hasse ihn gewiß, denn er prophezeit keine guten Dinge über mich, sondern schlechte – Michaja, der Sohn Jimlas.“ Doch Josaphat sprach: „Möge der König nicht so etwas sagen.“

    Auch der Prohet Michaja zeigt ganz genau, wo er steht und wessen Geistes Kind er ist:

    1. Könige 22:13-14

    Und der Bote, der hingegangen war, um Michaja zu rufen, redete zu ihm, indem [er] sagte: „Siehe nun! Die Worte der Propheten sind einstimmig gut für den König. Laß dein Wort bitte wie das Wort eines von ihnen werden, und du sollst Gutes reden.“ 14 Aber Michaja sprach: „So wahr Jehova lebt, was Jehova zu mir sagen wird, das werde ich reden.“

    Was er dann prophezeit, gefällt Ahab garnicht:

    1. Könige 22:18

    Da sprach der König von Israel zu Josaphat: „Habe ich nicht zu dir gesagt: ‚Er wird mich betreffend keine guten Dinge prophezeien, sondern schlechte.‘?“

    Wer hatte nun Recht? Die Propheten, die Ahab nach dem Mund redeten, waren eindeutig in der Überzahl. Aber das, was Michaja dann sagt, ist schon ziemlich heftig:

    1. Könige 22:19-23

    Und er sprach weiter: „Darum höre das Wort Jehovas: Bestimmt sehe ich Jehova auf seinem Thron sitzen und das ganze Heer der Himmel bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken. 20 Und Jehova sagte dann: ‚Wer wird Ahab betören, daß er hinaufziehe und zu Ramoth-Gilead falle?‘ Und dieser begann etwa dies zu sprechen, während jener etwa das sprach. 21 Schließlich trat ein Geist hervor und stand vor Jehova und sagte: ‚Ich selbst werde ihn betören.‘ Darauf sprach Jehova zu ihm: ‚Wodurch?‘ 22 Hierauf sagte er: ‚Ich werde ausziehen und bestimmt ein trügerischer Geist im Mund all seiner Propheten werden.‘ Da sprach er: ‚Du wirst ihn betören, und was noch wichtiger ist, du wirst als Sieger hervorgehen. Zieh aus, und tu es so.‘ 23 Und nun, siehe, Jehova hat einen trügerischen Geist in den Mund all dieser deiner Propheten gelegt; Jehova aber hat dich betreffend Unglück geredet.“

    Michaja war sehr mutig, hier das zu sagen, was Jehova sagt – und sich nicht den falschen Propheten anzuschließen. Immerhin hat Ahab als König viel Macht und diese spielt er auch gleich aus und lässt den Propheten ins Gefängnis bringen.

    Wem von diesen vieren hätten wir geglichen? Wer wäre ich in dieser kurzen Szene geesen? Wie hätte ich gehandelt?

    Wäre ich wie König Ahab gewesen?
    Überheblich und meine Macht ausspielend und mir nur solche Leute um mich scharend, die mir nach dem Mund reden und dabei zugucken, wie ich in mein Unglück laufe?

    Wäre ich Josaphat gewesen?
    Jemand, der wirklich daran interessiert ist, was Jehova zu sagen hat? Mich nicht damit zufrieden gebend was gesagt wurde weil es viele sagten, ich aber das Gefühl habe, dass es nicht Jehovas Willen entsppricht? Hätte ich ebenso hartnäckig nachgeforscht?

    Wäre ich einer der Propheten in der Menge gewesen?
    Dem König das sagen, was er hören wollte, immerhin hat er ja die Macht? Obwohl mir eigentlich klar gewesen sein sollte, wie Jehova denkt und dass das, was ich da erzähle unmöglich zu dem Gott passt, den ich kenne?

    Oder wäre ich Michaja gewesen?
    Mutig Jehovas Willen verkündend, obwohl mir klar ist, dass das was ich nun erzähle nicht das ist, was der König hören will und dass es Konsequenzen für mich haben wird?

    Wenn wir richtig hingucken, sehen wir hier zwei Lager: Josaphat und Michaja, die wirklich an Jehova interessiert sind und an dem, was er sagt – und Asaph und die Menge der Propheten, die nach ihren eigenen Interessen ausblicken.

    Wessen Geistes Kind bin ich?

  36. Juleam 22. Juli 2009 um 13:13 Link zum Kommentar

    jetzt bin ich aber platt!

    Vorhin noch ist es Josaphat so wichtig, alle Propheten zu befragen und zu erfahren, was Jehova wirklich gesagt hat – und nun zieht er doch mit Ahab los in den Krieg?

    Unfassbar!

    Trotzdem wird abschliessend über ihn gesagt, dass er „fortwährend tat, was recht war in den Augen Jehovas“:

    1. Könige 22:41-46

    Was Josaphat, den Sohn Asas, betrifft, er war im vierten Jahr Ahabs, des Königs von Israel, König über Juda geworden. 42 Josaphat war fünfunddreißig Jahre alt, als er zu regieren begann, und er regierte fünfundzwanzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter Schilhis. 43 Und er wandelte fortwährend auf allen Wegen Asas, seines Vaters. Er bog nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen Jehovas. Nur die Höhen selbst verschwanden nicht. Noch immer opferte und räucherte das Volk auf den Höhen. 44 Und Josaphat unterhielt friedliche Beziehungen zu dem König von Israel. 45 Was das übrige der Angelegenheiten Josaphats betrifft und die Macht, mit der er handelte, und wie er Krieg führte, ist es nicht in dem Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda aufgeschrieben? 46 Und die übrigen der männlichen Tempelprostituierten, die in den Tagen Asas, seines Vaters, übriggeblieben waren, schaffte er aus dem Land hinweg.

    Warm nur mag er mit Ahas in den Krieg losgezogen sein???

  37. Juleam 22. Juli 2009 um 18:27 Link zum Kommentar

    Hier etwas, was ich bereits im Juli letzten Jahres dazu geschrieben hatte, weil der Tagestext um einen Gedanken aus diesen Versen ging:

    bin ich ebenso mutig wie Obadja?

    Obadja seinerseits [hatte sich] als jemand erwiesen, der Jehova sehr fürchtete (1. Kö. 18:3).

    Der gottesfürchtige Obadja lebte in den Tagen des Propheten Elia und des Königs Ahab, des Herrschers im Nordreich Israel. Isebel, die Frau Ahabs, eine ruchlose Feindin Jehovas, wollte die wahre Anbetung ausrotten. Sie ließ einige Propheten Jehovas ermorden und versuchte auch Elia umzubringen. Gleich nachdem Isebel die Propheten Jehovas hatte ermorden lassen, geschah es, „dass Obadja dann hundert Propheten nahm und sie, je fünfzig in einer Höhle, versteckte, und er versorgte sie mit Brot und Wasser“ (1. Kö. 18:4). Wie wir uns denken können, war es ein sehr gefährliches Unterfangen, hundert Männer im Geheimen zu versorgen. Doch Gottesfurcht verlieh ihm den Mut, mit dem er alle Menschenfurcht überwand. Obadja ist für uns alle ein gutes Beispiel, besonders für diejenigen, die Jehova selbst auf die Gefahr hin dienen, ihre Freiheit oder sogar ihr Leben zu verlieren (Mat. 24:9). w06 1. 10. 1:16-20

    Das Weib Isebell:

    Die Frau Ahabs, des Königs von Israel, der in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts v. u. Z. regierte. Sie war eine herrschsüchtige Königin und eine fanatische Verfechterin des Baalskultes, durch den sie die Anbetung Jehovas verdrängen wollte.

    Sehr wahrscheinlich heiratete Ahab die heidnische Königstochter Isebel aus politischen Gründen, ohne Rücksicht auf die verhängnisvollen religiösen Folgen. Nachdem er diese Verbindung eingegangen war, bestand der nächste Schritt erwartungsgemäß darin, daß er seiner dem Baalskult ergebenen Frau zu gefallen suchte, indem er einen Tempel und einen Altar für Baal baute, einen „heiligen Pfahl“ (ein Phallussymbol) errichtete und sich dann mit ihr an diesem Götzenkult beteiligte. All das trug dazu bei, daß Ahab mehr tat, Jehova zu kränken, als alle Könige Israels, die vor ihm gelebt hatten (1Kö 16:32, 33).

    Isebel gab sich damit, daß der Baalskult vom Thron offiziell anerkannt worden war, nicht zufrieden, sondern bemühte sich, die Anbetung Jehovas aus dem Land auszurotten. Sie befahl daher, alle Propheten Jehovas zu töten, doch Gott forderte Elia auf, in das Gebiet jenseits des Jordan zu gehen; und Obadja, der Palastverwalter, hielt 100 andere Propheten in Höhlen versteckt (1Kö 17:1-3; 18:4, 13). Einige Zeit später mußte Elia wiederum um seines Lebens willen fliehen, da Isebel ihm durch einen Boten sagen ließ, sie habe sich geschworen, ihn zu töten (1Kö 19:1-4, 14).

    Mit der Zeit waren es 450 Baalspropheten und 400 Propheten des heiligen Pfahls, die alle von Königin Isebel auf Staatskosten versorgt wurden und an ihrem Tisch aßen (1Kö 18:19). Doch trotz all ihrer fanatischen Bemühungen, die Anbetung Jehovas auszumerzen, konnte Jehova sagen: „Ich habe siebentausend . . . übrigbleiben lassen, alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküßt hat“ (1Kö 19:18).

    Isebels Vorgehen gegen Naboth zeigt uns den niederträchtigen und äußerst selbstsüchtigen sowie skrupellosen, arroganten und grausamen Charakter dieser Frau noch von einer anderen Seite. Als Ahab verstimmt war und schmollte, weil Naboth ihm seinen Weingarten, der sein Erbbesitz war, nicht verkaufen wollte, setzte sich diese skrupellose Frau in unverschämter Weise über die Autorität ihres Mannes hinweg und erklärte arrogant: „Ich selbst werde dir den Weingarten Naboths . . . geben“ (1Kö 21:1-7). Sie schrieb daher Briefe, die sie im Namen Ahabs unterzeichnete und versiegelte. In diesen Briefen befahl sie den älteren Männern und den Edlen der Heimatstadt Naboths, nichtsnutzige Männer gegen Naboth auftreten zu lassen, die ihn fälschlich beschuldigen sollten, Gott und dem König geflucht zu haben, worauf sie ihn dann hinausführen und steinigen sollten. Auf diese Weise wurde Naboth zufolge einer Rechtsverdrehung umgebracht. Danach nahm Ahab den Weingarten in Besitz und begann, ihn zu einem Gemüsegarten zu machen (1Kö 21:8-16).

    Wegen dieser mutwilligen Mißachtung des Rechts bestimmte Jehova, daß Ahab und seine Nachkommenschaft ausgerottet werden sollten. „Keiner, ohne Ausnahme, hat sich wie Ahab erwiesen, der sich verkauft hat, zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, den Isebel, seine Frau, aufreizte.“ Jehovas Urteil über Isebel lautete daher: „Die Hunde selbst werden Isebel auf dem Landstück von Jesreel fressen“ (1Kö 21:17-26).

    Interessant, dass sie für eine bestimmte Personengruppe steht, denn sie wird als „das Weib Isebell“ in der Offenbarung erwähnt:

    Das „Weib“ in der Versammlung von Thyatira, das sich „eine Prophetin nennt“. Dieses „Weib“ erhielt den Namen Isebel zweifellos deshalb, weil sie ähnlich handelte wie die böse Frau Ahabs. Sie verbreitete nicht nur religiöse Irrlehren und verführte viele zur Hurerei und zum Götzendienst, sondern sie weigerte sich auch hartnäckig zu bereuen. Darum erklärte „der Sohn Gottes“, er werde sie auf ein Krankenbett werfen und ihre Kinder töten, um zu zeigen, daß jedem einzelnen gemäß seinen Taten vergolten wird (Off 2:18-23).

    (Offenbarung 2:18-23) 18 Und dem Engel der Versammlung in Thyatira schreibe: Diese Dinge sagt der Sohn Gottes, er, der Augen hat gleich einer Feuerflamme und dessen Füße gleich feinem Kupfer sind: 19 ‚Ich kenne deine Taten und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und dein Ausharren und [weiß,] daß deiner letzten Taten mehr sind als der früheren. 20 Dessenungeachtet halte ich dir entgegen, daß du das Weib Isebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt meine Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind. 21 Und ich gab ihr Zeit zu bereuen, aber sie will ihre Hurerei nicht bereuen. 22 Siehe! Ich bin im Begriff, sie auf ein Krankenbett zu werfen und die, die mit ihr Ehebruch begehen, in große Drangsal, wenn sie ihre Taten nicht bereuen. 23 Und ihre Kinder will ich mit tödlichen Plagen töten, so daß alle Versammlungen erkennen werden, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht, und ich will euch, jedem einzelnen, gemäß euren Taten geben.

    und noch ein weiterer erklärender Artikel dazu, was das für uns heute bedeutet:

    *** w90 1. 4. S. 30 „Das Weib Isebel“ ***

    „Das Weib Isebel“

    „ICH [halte] dir entgegen, daß du das Weib Isebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt meine Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind“ (Offenbarung 2:20). Das sagte Jesus zu den christlichen Ältesten in Thyatira. Die Versammlung war rege tätig und hatte Liebe, Glauben und Ausharren bewiesen. Aber sie hatte einen verderblichen „isebelschen“ Einfluß geduldet. Warum? Und könnte so etwas auch heutzutage geschehen? (Offenbarung 2:19).

    In Thyatira hieß wahrscheinlich niemand Isebel. Jesus erinnerte mit diesem Namen an die historische Königin Isebel, die Frau Ahabs. Durch diese willensstarke Frau wurde Gottes Volk ganz und gar verdorben, indem sie den unsittlichen Baalskult in Israel einführte und sich entschlossen daranmachte, die reine Anbetung auszurotten (1. Könige 16:31-33; 21:1-7).

    Auch die Isebel in Thyatira – entweder eine Frau oder eine Gruppe von Frauen – stiftete unter Gottes Volk zur Unsittlichkeit und zum Götzendienst an. Einige in der Versammlung hörten auf sie, denn Jesus sprach von „ihren Kindern“, wobei er sich wahrscheinlich auf ihre Anhänger bezog (Offenbarung 2:22, 23). Zufolge ihres Einflusses lief die Versammlung in Thyatira Gefahr, ebenso verdorben zu werden wie Israel in den Tagen Ahabs.

    Warum war die Isebel in Thyatira so einflußreich? Manche, die als Parallele die Königin Isebel aus alter Zeit heranziehen, vertreten die Auffassung, bei Isebel habe es sich um die Frau des führenden Ältesten in Thyatira gehandelt. Das wird jedoch in der Bibel nicht gesagt. Wahrscheinlicher ist, daß ihr Ansehen in der Versammlung auf ihre starke Persönlichkeit zurückzuführen war und darauf, daß sie sich als eine Prophetin ausgab.

    Man behauptet, daß die falschen Praktiken, die sie förderte, mit Kaufmannsgilden zu tun hatten. Gemäß Dr. W. M. Ramsay „kannte man in Thyatira mehr Kaufmannsgilden als in irgendeiner anderen asiatischen Stadt“. Über diese Gilden ist in dem Werk The Interpreter’s Dictionary of the Bible zu lesen: „Eine jede Gilde hatte ihren Schutzgott, ihre Feste, ihre gesellschaftlichen Anlässe, die mitunter in unmoralische Schwelgereien ausarten konnten. ‚Isebel‘ argumentierte vielleicht, . . . diese Schwelgereien seien nicht zu verurteilen, da sich jeder Handwerker einer Gilde anschließen müsse, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.“ Diese Auffassung ist auch in dem Werk The Expositor’s Greek Testament zu finden, wo darauf hingewiesen wird, daß die Anhänger Isebels „auf ihren aufgeklärten Liberalismus stolz waren„.

    Im Grunde genommen glich die Lehre Isebels in Thyatira der „Lehre Bileams“ in Pergamon (Offenbarung 2:14). Die Versammlung in Pergamon hatte viel Verfolgung ertragen, doch einige ahmten den Bileam aus alter Zeit nach, indem sie Hurerei und Götzendienst förderten. Man nimmt an, in Pergamon habe der „bileamsche“ Einfluß zu Kompromissen ermutigt mit dem Ziel, heftige Verfolgung zu vermeiden, während Isebel in Thyatira aus wirtschaftlichen Gründen für Kompromisse eintrat. Was auch immer der Fall war, es handelte sich bei beiden Lehren um Abtrünnigkeit, die den Tod nach sich zog.

    Könnte sich auch heute ein „isebelscher“ – oder „bileamscher“ – Einfluß bemerkbar machen? Ja, ohne weiteres. Viele Führer der Christenheit ahmen Isebel nach, indem sie in ihren Gemeinden Homosexualität, Hurerei, Ehebruch, Abtreibung und ähnliche von Gott verurteilte Handlungen dulden. Selbst innerhalb der Christenversammlung sind einige wenige für eine „Liberalisierung“ der wahren Anbetung eingetreten, indem sie Christen dazu aufforderten, nicht so streng an biblischen Maßstäben festzuhalten, und indem sie sogar die Unmoral förderten.

    Alle, die Jehova gefallen wollen, dürfen sich keine derartigen Ansichten zu eigen machen, selbst wenn diese von auffallenden oder eindrucksvollen Persönlichkeiten – seien es Männer oder Frauen – vertreten werden. Ein solches Denken ist heute ebenso todbringend wie im ersten Jahrhundert (Offenbarung 2:22, 23).

    Wie gesagt, hatte es sich damals einfach ergeben, den zusätzlichen Stoff herauszusuchen, da er mit demTagestext im Zusammenhang stand

  38. Thomasam 31. Mai 2010 um 16:34 Link zum Kommentar

    1.Könige 1

    König David war sehr alt geworden.
    Von seiner Frau Haggit hatte David einen Sohn namens Adonija. Er war ein Halbbruder Absaloms und nach dessen Tod der älteste Sohn Davids. Er war ein schöner junger Mann. Von Kind auf hatte sein Vater ihn nie getadelt oder zurechtgewiesen. So war Adonija stolz und überheblich geworden, und er beschloss: „Ich werde der nächste König sein – ich und kein anderer!“

    Scheinbar geht es Jugendlichen, wenn sie als Kinder nicht ernst erzogen worden sind, durch den Kopf! Dann kommen Stolz und Überheblichkeit hervor, und sie erheben sich gegen ihre eigenen Eltern und haben keinen Respekt. Wie wichig wäre es gewesen, wenn Adonija es seinem Vater nachgetan hätte, der ja viele Jahre darauf wartete, bis Jehova ihn auf den Thron gesetzt hatte. Würde Jehova nicht auch diesmal den Mann als König einsetze, wie er es wollte? Adonija war am Ziel seiner Träume, so wie auch heute Kinder es schaffen ihre Eltern zu verklagen und die Tatsachen zu verdrehen. Aber genauso wie Adonija können sie heute nicht damit rechnen, Gottes Segen bei ihrem Unfug zu haben.

    1.Könige 2

    “ Sei stark, mein Sohn!Richte dein ganzes Leben nach dem Herrn, deinem Gott, aus, und lebe, wie es ihm gefällt! Befolge das Gesetz Gottes, achte auf jedes Gebot, jeden Befehl und jede Weisung, die im Gesetzbuch des Mose aufgeschrieben sind. Dann wird dir alles, was du unternimmst, gelingen; wohin du auch gehst – der Erfolg ist dir sicher! Dann wird der Herr auch sein Versprechen einlösen, das er mir gegeben hat. Er hat nämlich zu mir gesagt: ‚Wenn deine Nachkommen ein Leben führen, das mir gefällt, wenn sie mir von ganzem Herzen die Treue halten, dann wird immer einer von ihnen König über Israel sein.'“

    Hilfe – Erpessung! Nur wer Jehova treu dient und seine Gebote treu hält, der wird gelingen haben! Nichts mit Tricksen und Heuchelei! Aber wie leicht kann man einem anderen anderen Menschen austricksen. Aber niemals den allmächtigen Schöpfer.

    1.Könige 3

    Das weise Urteil Salomos

    Damals waren es die Frauen, die sich um Kinder stritten, heute verlassen Treulose Verleumder ihre Familie und kämpfen mit den selben Mitteln gegen ihren „ehemaligen“ Partner. So werden Familien und Großfamilien zerstört! Da es keine gerechten oder gar intelligente Richter gibt, werden heute kaum noch so weise Entscheidungen – wie die hier in der Bibel beschrieben – getroffen. Aber wie schön: Lügner und Ehebrecher werden vom Allmächtigen gerichtet, und nur die Gerechten werden in einem Paradies auf der Erde leben dürfen – und dann wird all das Ungerechte ungeschehen gemacht.

    1.Könige 4

    Salomo hatte das Land Israel in zwölf Bezirke aufgeteilt und über jeden Bezirk einen Verwalter gesetzt. In Juda und Israel gab es damals so viele Menschen wie Sand am Meer. Das ganze Volk hatte genug zu essen und zu trinken und war zufrieden.

    Einteilung, Ordnung, Verwaltung – bedeutet dass nicht, dass man sich unterordnen muss? Und es waren sogar Kosten damit verbunden. Der Segen des Allmächtigen war mit Salomo – und hoffentlich sind sehr bald die Zeiten, wo Gottes Gerechtigkeit wieder für Ruhe und Frieden sorgt.

  39. Juleam 31. Mai 2010 um 18:52 Link zum Kommentar

    1. Könige 1 – 4

    1. Könige 2:3

    Und du sollst der Verpflichtung gegenüber Jehova, deinem Gott, nachkommen, indem [du] auf seinen Wegen wandelst, indem [du] seine Satzungen, seine Gebote und seine richterlichen Entscheidungen und seine Zeugnisse hältst, gemäß dem, was in dem Gesetz Mose geschrieben ist, damit du in allem, was du tust, und überall, wohin du dich wendest, klug handelst,

    Wie sieht es mit uns aus?

    Halten wir uns daran?

  40. Juleam 31. Mai 2010 um 19:05 Link zum Kommentar

    1. Könige 3:9

    Und du sollst deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, dein Volk zu richten, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden;

    Ist dies auch unser innigster Wunsch?

    Bitten wir Jehova um mehr Freiräume – oder um ein gehorsames Herz?

    Wollen wir uns Jehovas Ansicht über Gut und Böse zu eigen machen?

  41. Juleam 31. Mai 2010 um 19:18 Link zum Kommentar

    1. Könige 3:16-28

    Damals nun kamen zwei Frauen, Prostituierte, zum König herein und standen vor ihm. 17 Dann sagte die eine Frau: “Entschuldige, mein Herr, ich und diese Frau wohnen in e i n e m Haus, so daß ich in ihrer Nähe im Haus gebar. 18 Und es geschah am dritten Tag, nachdem ich geboren hatte, da gebar auch diese Frau. Und wir waren beisammen. Es war kein Fremder bei uns im Haus, niemand außer uns beiden war im Haus. 19 Später starb der Sohn dieser Frau in der Nacht, weil sie auf ihm lag. 20 Da stand sie mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, während deine Sklavin ihrerseits eingeschlafen war, und legte ihn an ihren eigenen Busen, und ihren toten Sohn legte sie an meinen Busen. 21 Als ich am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu stillen, nun, da war er tot. Somit sah ich ihn am Morgen genau an, und siehe, er erwies sich nicht als mein Sohn, den ich geboren hatte.” 22 Aber die andere Frau sprach: “Nein, sondern mein Sohn ist der lebende, und dein Sohn ist der tote!” Fortwährend sagte diese Frau: “Nein, sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebende.” Und sie fuhren fort, vor dem König zu reden.

    23 Schließlich sprach der König: “Diese spricht: ‘Das ist mein Sohn, der lebende, und dein Sohn ist der tote!’, und jene spricht: ‘Nein, sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebende!’ ” 24 Und der König sagte weiter: “Ihr Männer, holt mir ein Schwert.” Da brachten sie das Schwert vor den König. 25 Und der König sprach dann: “Ihr Männer, teilt das lebende Kind in zwei [Stücke] und gebt die eine Hälfte der einen Frau und die andere Hälfte der anderen.” 26 Sogleich sagte die Frau, deren Sohn der lebende war, zum König (denn ihre inneren Empfindungen ihrem Sohn gegenüber wurden erregt, so daß sie sprach): “Entschuldige, mein Herr! Ihr Männer, gebt ihr das lebende Kind. Bringt es auf keinen Fall zu Tode.” Fortwährend sagte jene andere Frau: “Weder mein noch dein wird es werden. Ihr Männer, teilt [es doch]!” 27 Darauf antwortete der König und sprach: “Ihr Männer, gebt ihr das lebende Kind, und ihr sollt es keinesfalls zu Tode bringen. Sie ist seine Mutter.”

    28 Und ganz Israel hörte schließlich von der richterlichen Entscheidung, die der König gefällt hatte; und Furcht vor dem König ergriff sie, denn sie sahen, daß die Weisheit Gottes in ihm war, um Recht zu üben

    Sind wir bereit loszulassen, wenn wir unseren Kindern ansonsten nur schaden würden?

    Oder müssen wir immer und überall auf unserem Recht beharren – koste es, was es wolle?

    Gehen wir vielleicht für unseren persönlichen Vorteil sogar über Leichen?

    Lässt sich dies dann noch mit der christlichen Liebe vereinbaren?

  42. Thomasam 16. Juni 2010 um 13:58 Link zum Kommentar

    1.Könige 5-7
    Der Wachtturm schrieb 1978

    Während seiner Herrschaft lebt das Volk in Frieden und Wohlstand. Am Königshof ist alles im Überfluß vorhanden. Aus zwölf Bezirken des Landes wird für Speise gesorgt. Gemessen an dem, was täglich an Speisen zubereitet wird, mögen 15 000 Personen oder noch mehr zum königlichen Hof gehören. Salomos Herrschaft zeichnet sich auch durch bemerkenswerte architektonische Leistungen aus. Die hervorragendste ist der Bau des Tempels Jehovas auf dem Berg Moria. Bei der Einweihung dieses Tempels spricht Salomo ein sehr bewegendes Gebet. Später offenbart ihm Jehova, daß er seine Bitte erhört hat. Von nah und fern kommen Herrscher, um der Weisheit des Königs zu lauschen. Einer dieser bedeutenden Würdenträger ist die Königin von Scheba. Ständig fließt Tribut in Form von Gold, Silber und anderen Kostbarkeiten nach Jerusalem. Israels Reichtum wird unter Salomo so groß, daß ‘das Silber in Jerusalem den Steinen gleich wird’. Ja, für das Königreich der Juden ist ein goldenes Zeitalter angebrochen.

    Eines Tages sprach der Herr zu Salomo: „Du baust mir diesen Tempel. Wenn du nun so lebst, wie es mir gefällt, wenn du mein Gesetz befolgst und auf jedes Gebot achtest, dann will ich mein Versprechen halten, das ich schon deinem Vater David gegeben habe. Dann will ich mitten unter den Israeliten in diesem Tempel wohnen und mein Volk nie verlassen.“

    Wer den Segen Jehovas spüren möchte, muss sich an seine Maßstäbe halten. Wenn der Segen Gottes einmal nicht zu spüren ist – liegt das vielleicht daran, dass wir die Maßstäbe Gottes verlassen haben? Jehovas Versprechen ist klar: wir sollen seine Gebote achten und seine Gesetze befolgen.

  43. Thomasam 17. Juni 2010 um 14:18 Link zum Kommentar

    1.Könige 8-10

    „Bitte, wache Tag und Nacht über dieses Haus! Es ist ja der Ort, von dem du selbst gesagt hast: ‚Hier will ich wohnen.‘ Darum erhöre das Gebet, das ich, dein ergebener Diener, an diesem Ort an dich richte. Nimm meine Gebete an und auch die meines Volkes, wenn wir zum Tempel gewandt mit dir reden! Hör unser Rufen im Himmel, dort wo du thronst, und vergib uns! Wenn jemand beschuldigt wird, einem anderen etwas angetan zu haben, und er hier vor deinem Altar schwören muss, dass er unschuldig ist, dann höre du im Himmel, was er sagt, und sorge für Recht: Entlarve und bestrafe ihn, wenn er schuldig ist; wenn er aber unschuldig ist, verschaffe ihm Gerechtigkeit! … Vergib deinem Volk alles, was sie dir angetan haben, auch ihre Auflehnung gegen dich! Lass ihre Unterdrücker Erbarmen mit ihnen haben! Bitte, verschließ deine Ohren nicht vor meinem Flehen und vor den Gebeten deines Volkes Israel! Erhöre uns, wann immer wir zu dir um Hilfe rufen! …Ihr aber, haltet dem Herrn, unserem Gott, von ganzem Herzen die Treue; lebt immer nach seinen Weisungen und befolgt seine Gebote, so wie ihr es heute tut!“

    Wie sprechen wir mit dem Allmächtigen? Sehen wir unsere persönlichen Fehler ein, und ändern dann unsere Gewohnheiten?
    David konnte den Tempel nicht bauen – Gott verwehrte es ihm. Aber er gab nicht auf: er plante und sparte für dieses großartige Projekt. Wie ist es mit uns? Wenn uns vielleicht verwehrt wird, bestimmte Dinge für Gott zu tun – unterstützen wir dann trotzdem das Projekt oder sind wir insgeheim an der Störung und Vernichtung des Projektes interessiert? Leider sind viele, die aus welchen Gründen auch immer, aus ihrem Glaubensrichtungen ausgetreten sind/worden sind, nun Gegner und versuchen zu stören. Wie viel schöner doch David und sein Sohn Salomo – sie ließen sich durch nichts vom Plan abhalten, um dem Allmächtigen einen Tempel zu bauen. Mögen wir unser Ziel nie aus den Augen verlieren, und unser Leben so planen und so führen, dass dadurch Gottes Name hochgehalten wird.

  44. Juleam 18. Juni 2010 um 09:28 Link zum Kommentar

    1. Könige 12 und 13

    Der Mann des wahren Gottes und der alte Prophet

    Erinnern wir uns noch an das biblische Drama „Welcher Autorität unterstellen wir uns?“, das wir auf dem BZK 2006 zu sehen bekommen haben?

    Was war da noch gleich der Lehrpunkt?

  45. Juleam 18. Juni 2010 um 09:30 Link zum Kommentar

    1. Könige 13:11-18

    Und ein gewisser alter Prophet wohnte in Bethel, und seine Söhne kamen nun heim und erzählten ihm von all dem Werk, das der Mann des [wahren] Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte, [und] die Worte, die er zum König geredet hatte, und sie fuhren fort, sie ihrem Vater zu erzählen. 12 Dann redete ihr Vater zu ihnen: “Welchen Weg ist er denn gegangen?” Da zeigten ihm seine Söhne den Weg, den der Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen war, gegangen war. 13 Er sprach nun zu seinen Söhnen: “Sattelt mir den Esel.” Somit sattelten sie ihm den Esel, und er ritt dann darauf.

    14 Und er folgte darauf dem Mann des [wahren] Gottes und fand ihn schließlich unter dem großen Baum sitzend. Dann sagte er zu ihm: “Bist du der Mann des [wahren] Gottes, der aus Juda gekommen ist?”, worauf er sprach: “Ich bin’s.” 15 Und er sagte weiter zu ihm: “Geh mit mir nach Hause, und iß Brot.” 16 Er aber sprach: “Ich kann nicht mit dir umkehren oder mit dir heimkommen, und ich darf weder Brot essen noch Wasser mit dir trinken an diesem Ort. 17 Denn es ist durch das Wort Jehovas zu mir geredet worden: ‘Du sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken. Du sollst nicht wieder auf dem Weg zurückgehen, auf dem du gegangen bist.’ ” 18 Darauf sagte er zu ihm: “Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel selbst hat zu mir durch das Wort Jehovas geredet, indem [er] sprach: ‘Laß ihn mit dir zu deinem Haus zurückkommen, damit er Brot esse und Wasser trinke.’ ” (Er täuschte ihn.)

    Warum eigentlich? Was hatte er davon?

    Warum täuschte der alte Prophet den Mann des wahren Gottes? Was wollte er eigentlich damit bezwecken?

  46. Thomasam 18. Juni 2010 um 14:35 Link zum Kommentar

    1.Könige 11-13

    Der Herr, sein Gott, war ihm nicht mehr wichtiger als alles andere in seinem Leben, wie es noch bei seinem Vater David gewesen war. Da wurde der Herr sehr zornig über Salomo, weil er ihm, dem Gott Israels, den Rücken gekehrt hatte. Dabei war der Herr ihm zweimal erschienen und hatte ihm ausdrücklich verboten, andere Götter zu verehren. Doch nun schlug Salomo dies einfach in den Wind. Darum sagte der Herr zu ihm: „Du wusstest genau, was ich von dir wollte, und trotzdem hast du meinen Bund gebrochen und meine Gebote missachtet. Darum werde ich dir die Macht entreißen und sie einem deiner Beamten übergeben. Mein Entschluss steht fest. Nur weil dein Vater David mir so treu gedient hat, tue ich es noch nicht zu deinen Lebzeiten. Aber sobald dein Sohn die Nachfolge antritt, mache ich meine Drohung wahr.“

    Meinen wir vielleicht, wir könnten dem Allmächtigen eine Show bieten, und ihn damit beeinflussen? Nur Gehorsam zählt. David war darin vorbildlich! Aber Salomo nahm sich selbst zu wichtig! Wer kennt heute noch Menschen, die sich an Jehovas Maßstäbe halten, wie es ein David getan hat??

    In der Zwischenzeit rief Rehabeam die alten königlichen Berater zu sich, die schon im Dienst seines Vaters gestanden hatten, und fragte sie: „Was ratet ihr mir? Welche Antwort soll ich dem Volk geben?“ Aber der Ratschlag der alten Männer gefiel Rehabeam nicht. Darum fragte er seine jungen, gleichaltrigen Berater:“Was soll ich dem Volk antworten? Sie verlangen von mir, dass ich sie nicht so hart unterdrücke wie mein Vater.“

    Kommt dir das bekannt vor? „Sich an die Maßstäbe halten die immer üblich waren? An die Maßstäbe der Bibel halten? Warum denn?? Da frag ich doch lieber in meiner Gemeinde die „jüngeren, die in meinem Alter sind“, oder Klassenkameraden – und halte mich dann an den Rat von diesen in etwa gleichaltrigen! Auf die älteren hören? Auf Großeltern und Eltern? Warum denn das – die sind doch total altmodisch!“ …diese Einstellung führt immer ins Unglück! Nimm lieber die „Gebrauchsanweisung des Menschen“ in die Hand, und schau, was der Schöpfer zu sagen hat!

    Aber er ging noch weiter: Er ließ auf vielen Hügeln Heiligtümer errichten und ernannte auch Israeliten zu Priestern, die nicht zum Stamm Levi gehörten.
    Trotz allem, was geschehen war, ließ Jerobeam sich nicht von seinen falschen Wegen abbringen. Er setzte weiterhin Priester aus dem ganzen Volk zum Dienst bei den Heiligtümern ein. Wer immer sich darum bewarb, den weihte er selbst zum Priester. So lud er schwere Schuld auf sich, und darum wurde später sein Königshaus vernichtet und sein Geschlecht vollkommen ausgerottet.

    Oh ja, wir suchen uns selbst unsere Ratgeber! Wer sollte noch einmal als Priester dienen? Gab es da nicht klare Anweisungen von Gott??? Gibt es nicht im „NT“ auch klare Anweisungen, wer heute in der Gemeinde dienen soll und welche Eigenschaften die Diener hervorbringen sollte?? Kann man sich diese „Ämter“ nicht erkaufen? Bei Jerobeam konnte man sich die Ämter vor Gott erkaufen! Ohne Strafe wird sich aber Jehova nicht auf der Nase herumtrampeln lassen.

    Der Wachtturm schrieb 1978

    Aber die glorreiche Herrschaft endet mit Unheil. Daß Salomo Gottes Gesetz, sich die Frauen nicht zu mehren, mißachtet, erweist sich als sein Ruin. Die Ehebündnisse mit Frauen, die Jehova nicht anbeten, führen dazu, daß Salomo Götzendienst in großem Maße duldet. Daher verkündet Jehova die Teilung des israelitischen Königreiches, wobei nur die Stämme Juda und Benjamin dem königlichen Hause Davids treu bleiben sollen. Salomo genießt inzwischen nicht mehr den Segen Jehovas und hat vermehrte Schwierigkeiten mit Plündererstreifscharen.
    Durch den Propheten Achija erfährt der Ephraimiter Jerobeam, daß ihn Jehova zum König über 10 Stämme des Volkes Israel erwählt hat. Jerobeam wird angewiesen, Jehova treu zu bleiben, und es wird ihm zugesichert, daß es ihm dann gutgehen werde. Da Salomo Jerobeam nach dem Leben trachtet, flieht dieser nach Ägypten.
    Nach dem Tode Salomos besteigt Rehabeam den Thron. Da er den Rat älterer Männer außer acht läßt und den der jüngeren Männer befolgt, erklärt er, daß er dem Volk ein schweres Joch auferlegen werde. Das Wort Jehovas, das durch Achija ergangen ist, erfüllt sich; die 10 Stämme erheben sich und machen Jerobeam zu ihrem König. Danach bereitet Rehabeam sich auf einen Krieg vor, um die abtrünnigen Stämme zu unterwerfen. Aber er gehorcht dem Wort Jehovas, das durch Schemaja ergeht, und gibt seine Pläne auf.

  47. Thomasam 19. Juni 2010 um 14:50 Link zum Kommentar

    1.Könige 14-16
    Zitate von J.N.Darby


    Trotz dieses Zeugnisses verharrt Jerobeam in seiner Sünde. Der einzige seiner Söhne, in dem einige Frömmigkeit zu sehen ist, stirbt, und das Gericht Gottes wird über sein Haus ausgesprochen.

    Da Juda während der Herrschaft Rehabeams auch in jeglicher Art von Ungerechtigkeit gewandelt hatte, wird Jerusalem erobert, und alle von Salomo aufgehäuften Reichtümer wurden den Ägyptern zur Beute. Abijam, sein Sohn, geht keinen besseren Weg. Es gab fortwährend Krieg zwischen den zwei Königreichen – die alte sich so oft wiederholende Geschichte des Menschen, der in den Genuß des Segens Gottes hineingestellt wird, und der Wirkung seines Falles. In welchem Zustande sehen wir das unlängst noch so glorreiche Königreich des Volkes Gottes und des Hauses Davids Selbst!

    Selbst fromm und Jehova treu, aber durch die Macht Baesas, des Königs von Israel (der dem Hause Jerobeams den Thron entrissen hatte) bedrängt, sucht Asa bei den Syrern die Hilfe, die er in Gott nicht zu finden verstand. Die Familie Baesas fällt, wie es der Familie Jerobeams ergangen war, und die Heerobersten kämpfen um den Thron, der schließlich in die Hände von Ahabs Vater fällt. Ahab fügt zu den Sünden seiner Vorgänger die Anbetung Baals hinzu, des Gottes seines götzendienerischen Weibes, und in dem enormen Ausmaße seiner Übertretungen wider Jehova übertraf er alle Könige Israels, die vor ihm gewesen waren.

    Aber inmitten dieses ganzen moralischen Verfalls erreicht das Wort Gottes diejenigen, die es gewaltsam übertreten, und das prophetische Gericht Josuas über denjenigen, der Jericho wieder aufbauen würde, erfüllt sich an der Familie Hiels, des Betheliters. Nicht nur werden die Wege und die Regierung Gottes in voller Kraft offenbar, wie groß Seine Langmut mit einem widerspenstigen Volke auch sein mochte, sondern die Kraft der Ungerechtigkeit des Königs angesichts der Langmut Gottes gibt Anlaß zu einem Zeugnis, das im Verhältnis zu dem Bösen, das es notwendig machte, bemerkenswert ist.

    Der Wachtturm schrieb 1978

    Statt der Verheißung Jehovas zu glauben, daß das Königreich so lange gesichert sei, wie Jerobeam treu bleibe, führt dieser die Kälberanbetung ein. Er will dadurch seine Untertanen davon abhalten, nach Jerusalem zu gehen und dort anzubeten. Aus Mangel an Glauben meint er, politische Unabhängigkeit hinge von religiöser Unabhängigkeit ab. Jehova läßt durch seine Propheten erklären, daß ein Judäer namens Josia schließlich dem Götzendienst gewaltsam ein Ende bereiten werde und daß das Haus Jerobeams schmachvoll zugrunde gehen werde.
    Auch das Zweistämmereich bleibt Jehova nicht treu. Im fünften Jahr der Regierung Rehabeams wird es gedemütigt, indem Schischak, der König von Ägypten, in Juda einfällt und in Jerusalem wertvolle Schätze erbeutet. Außerdem führen die beiden israelitischen Königreiche während der Herrschaft Rehabeams und seines Sohnes Abijam Krieg miteinander. Abijam erweist sich als ebenso untreu gegenüber Jehova wie sein Vater. Doch Abijams Sohn Asa, der als nächster die Herrschaft im Zweistämmereich antritt, unternimmt Schritte, um das Land vom Götzendienst zu reinigen. Als Asa aber von Baëscha, dem Herrscher des nördlichen Königreiches, bedroht wird, verrät er einen Mangel an Glauben, indem er sich an den syrischen König Ben-Hadad um Hilfe wendet.

    Doch auch die Menschen in Juda taten, was der Herr verabscheute. Mit ihrem Götzendienst forderten sie seinen Zorn heraus. Sie trieben es schlimmer als jede Generation vor ihnen. Denn wie die Bewohner Israels bauten auch sie sich Höhenheiligtümer, sie stellten auf allen höheren Hügeln und unter allen dicht belaubten Bäumen heilige Steine oder Holzpfähle auf, die ihren Göttern geweiht waren. In den Tempeln gab es sogar geweihte Männer, die dort der Prostitution nachgingen. Sie übernahmen alle abscheulichen Bräuche der Völker, die der Herr für sein Volk Israel aus dem Land vertrieben hatte.

    Allein wegen Davids Treue ließ Gott Abija nicht fallen, sondern schenkte ihm einen Sohn, der sein Thronfolger werden sollte, und beschützte die Stadt Jerusalem vor feindlichen Angriffen. Denn der Herr hatte noch nicht vergessen, dass David sich immer an seine Gebote gehalten hatte. Außer seinem Verbrechen an dem Hetiter Uria hatte er sein Leben lang getan, was dem Herrn gefiel.

    Wie würde der Allmächtige über uns reden?? Würde er sagen, dass wir treu seine Gebote hielten, außer bei ein oder zwei Gelegenheiten? Oder würde er sagen müssen, dass wir schlimmer waren als die Generationen vor uns? Warum sind wir heute so geschockt, wenn unter denen, die sagen, dass sie Gottes Volk sind, Dinge geschehen, die wir nicht gutheißen können? Was hätten wir damals getan? Wären wir ausgewandert? Hätten wir uns einen anderen Gott gesucht? Oder hätten wir weiterhin unseren Weg nach Jerusalem gefunden um dem Allmächtigen dort zu dienen?

  48. Juleam 20. Juni 2010 um 09:36 Link zum Kommentar

    1. Könige 18:39

    Als das ganze Volk es sah, fielen sie sogleich auf ihr Angesicht und sprachen: “Jehova ist der [wahre] Gott! Jehova ist der [wahre] Gott!”

    „Jehova ist der wahre Gott!“

    Wenn der Bruder die Verse so vorliest, entsteht der Eindruck, als sei das Volk ehrlich überrascht, dass ER der wahre Gott ist.

    Ein Gedanke, der sehr befremdlich für mich ist.

    Oder könnten wir uns ernsthaft vorstellen, dass Brüder, die jahrzehntelang mit uns gemeinsam die Versammlung besucht haben, in Harmagedon erstaunt ausrufen werden: „Jehova ist der wahre Gott!“?

    Aber an diesem Punkt stoße ich wieder sehr sehr hart an meine persönliche Grenzen – denn ich habe immer noch den Denkfehler, dass ich meine, dass alle, die zu Gottes Volk gehören, auch wahre Anbeter Jehovas sind und daher auch an ihn glauben.

    Leider hat das letzte Jahr, indem wir die ganze Bibel chronologisch durch gelesen haben, nichts daran geändert, obwohl ich immer wieder gelesen habe, dass es leider immer wieder nur Einzelne waren, die Jehova wirklich gedient haben. Die meisten von Gottes Volk waren nur dem Namen nach seine Diener und haben lieber so gelebt wie sie dachten.

    Mir fällt es einfach sehr schwer zu glauben, dass es Menschen gibt, die Jehova kennen gelernt haben und ihn nicht lieben und ihm nicht mit einem erfüllten Herz voller Liebe dienen wollen.

    Außerdem begreife ich einfach nicht, was eigentlich Menschen unter Gottes Volk wollen, die IHN nicht lieben und oft sogar ein Doppelleben führen. Was versprechen sie sich davon?

    Kann man wirklich jahre- oder jahrzehntelang mechanisch mit Gottes Volk mitlaufen, weil man die Belohnung will?

    Wozu ein Doppelleben? Denken wir wirklich, dass Jehova es nicht sieht und uns noch belohnen wird?

    Wo stehen wir ganz persönlich?

    Interessant, was der neue StudienWT von September 2010 dazu sagt:

    „Suche ernstlich den Segen Jehovas“

    hier heißt es auszugsweise:

    Was für einen Gehorsam wünschte sich Jehova von den Israeliten?
    Im Gesetz Mose hieß es, dass es ihm nicht gefallen würde, wenn sie ihm „nicht mit Frohsinn und Freude des Herzens“ dienten. (Lies 5. Mose 28:45-47.) Jehova hat es verdient, dass man ihm nicht bloß rein mechanisch gehorcht, einfach nur konkrete Anweisungen befolgt. Das tun ja sogar Tiere oder auch Dämonen (Mar. 1:27; Jak. 3:3). Echter Herzensgehorsam ist ein Liebesbeweis für Jehova. Wir gehorchen ihm gern, weil wir überzeugt sind, dass seine Gebote keine Last sind und dass er „denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (Heb. 11:6; 1. Joh. 5:3).
    … Jehova nahm Notiz vom Herzenszustand seiner Diener. Allen, die wirklich großzügig waren, versprach er: „Deswegen wird Jehova, dein Gott, dich in jeder deiner Taten und in all deinem Unternehmen segnen“ (5. Mo. 15:10). Wer diesem Versprechen glaubte, der würde entsprechend handeln und durfte damit rechnen, reich gesegnet zu werden (Spr. 28:20).
    Außer dem Glauben daran, dass Jehova seine Diener belohnt, ist gemäß Hebräer 11:6 noch etwas erforderlich, um von ihm gesegnet zu werden. Wir lesen dort nämlich, er belohne die, die ihn „ernstlich suchen“. Das bedeutet, es intensiv und mit Anstrengung zu tun, wie die zugrunde liegende griechische Verbform anzeigt. Macht uns das nicht Mut? Wenn wir uns ernsthaft bemühen, dann können wir sicher sein, gesegnet zu werden. Schließlich ist Jehova der allein wahre Gott, „der nicht lügen kann“ (Tit. 1:2). Über die Jahrtausende hinweg hat er bewiesen, dass man sich absolut auf das verlassen kann, was er verspricht.

  49. Thomasam 20. Juni 2010 um 15:39 Link zum Kommentar

    1.Könige 17-19
    Zitate von J.N.Darby


    Die Regierung Ahabs war der Anlaß für das Zeugnis des Propheten Elia. Zu jener Zeit eilte Israel seinem Verderben entgegen. Welcher Art aber ihre Ungerechtigkeit auch sein mochte, so schlägt Gott doch ein Volk nicht, das Seine Wege verlassen hat, bis Er ihnen ein Zeugnis gesandt hat. Er mag sie vorher züchtigen, aber er wird nicht endgültig Sein Gericht über sie ausüben.

    Der Charakter des Zeugnisses verdient hier besondere Aufmerksamkeit.

    In Juda vollbrachten die Propheten inmitten einer von Gott Selbst aufgerichteten Ordnung der Dinge keine Wunder. Sie verweilen bei der Sünde des Volkes und rufen ihnen das Gesetz Jehovas, Seine Satzungen und den Ihm gebührenden Gehorsam in Erinnerung. Sie verkünden das Kommen des Messias und die zukünftige Segnung Israels; da aber das System, in dessen Mitte sie dieses Zeugnis ablegen, immer noch von Gott anerkannt wird, vollbringen sie keine Wunder.

    Elia und Elisa (Zeugen für Gott inmitten eines Volkes, das der Gnade gemäß noch immer von Gott als das Seinige anerkannt wird, das aber Gott öffentlich verlassen hatte und goldene Kälber anbetete) vollbringen im Gegensatz dazu auffallende Wunder als Beweis ihrer göttlichen Sendung.

    Sie halten die Macht und die Rechte Jehovas inmitten eines Volkes aufrecht, das Seine Ansprüche nicht anerkennt, während die Propheten von Juda, die inmitten derer stehen, die öffentlich vorgeben, die Autorität Jehovas anzuerkennen, darauf bestehen, daß die Folgen aus dieser Stellung gezogen werden. Gott sandte wohl an Israel durch den Mund Seiner Propheten – wie Hosea und Amos – ähnliche Androhungen wie die an Juda; es scheint aber nicht, daß in Juda durch die Propheten, die dort zeugten, Wunder vollbracht wurden.

    Wir können hier bemerken, daß sich die Kraft der zwei Zeugen in der Offenbarung in diesen zwei Arten von Zeichen erweist. Sie schließen den Himmel, auf daß es nicht regne, und sie holen Feuer vom Himmel hernieder, und wenn irgend jemand sie beschädigen will, so muß er auf diese Art getötet werden. Das ist Elia. Sie schlagen die Erde mit jeder Plage, so oft sie wollen. Das ist Mose. Ihr Zeugnis wird zweifellos auch inmitten eines Volkes geschehen, das den doppelten Charakter eines widerspenstigen Volkes trägt, und auch eines Volkes in Gefangenschaft, und zwar bedrängt von der Welt, die auf den Gott der Erde nicht hören will, dessen Rechte ihr Zeugnis verkündet.

    Wenn Gott im Falle des Elia den Himmel über Seinem widerspenstigen Volke verschloß, so sorgt Er in Gnade für den Überrest, indem Er in dieser Gnade sogar die Grenzen des Bundes des Gesetzes überschreitet. Es waren viele Witwen in den Tagen Elias des Propheten in Israel, aber zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, als nur nach Sarepta in Sidon, zu einer Witwe, die auf die Stimme des Zeugnisses Gottes hörte und durch Glauben auf dieses Wort hin handelte, und zwar in einem Falle, der Selbstverleugnung erforderte; und ihr Leben wird bewahrt. Die Gnade – etwas Hartes für die Herzen der Juden -, die eine Offenbarung des Herzens Dessen ist, den sie nicht kannten, offenbart sich in einer der Not angemessenen Kraft, und der Tote wird dem Leben wiedergegeben. Die arme Witwe empfängt ihren Sohn durch eine Kraft, die die der Auferstehung ist, und ihr Glaube an das Wort Gottes wird völlig gefestigt.

    Kapitel 18
    Nachher segnet Gott Israel wieder, als sie durch eine auffallende Kundmachung Seiner Macht, durch die die Priester Baals bestürzt wurden, dazu zurückgeführt wurden, Seinen Namen wieder zu bekennen. Diese werden alle durch das Volk erschlagen, das nun von der Torheit des Götzendienstes überzeugt ist und zum Werkzeug des Gerichts Gottes gemacht wird. Von der Seite des allgemeinen Ausdrucks der Gedanken Gottes betrachtet, ist hier die Sendung Elias zu Ende, obwohl sein Dienst noch einige Zeit andauerte.

    Kapitel 19

    Bis jetzt hatte der Prophet vor Jehova gestanden und hatte in Seinem Namen geredet; jetzt erschrickt er aber vor den Drohungen der lsebel und flieht vor den Gefahren des Ortes, wohin sein Zeugnis ihn geführt hatte. Elia schaut nicht zu Gott auf; er denkt an sich und flieht; aber Gott hat Sein Auge auf ihn gerichtet. Derjenige, der inmitten des Bösen nicht die Kraft Gottes besaß, hat außer der Wüste keine Zuflucht. Da war ein Gott treu ergebenes Herz, aber der Glaube war dem nicht gewachsen, der feindlichen Macht Satans am Orte des Zeugnisses bis ans Ende entgegenzutreten. Er muß entweder ein Zeuge für Gott unter Seinem widerspenstigen Volke sein, oder sich ganz von ihnen absondern.

    Das Herz Elias und die Hand Gottes führten den Propheten in die Wüste, wo er, vielleicht überwältigt, doch kostbar in den Augen Jehovas, mit Gott allein sein wird. Der vierzig Tage dauernde Weg des Elia in die Wüste ähnelt nur äußerlich den vierzig Tagen, die Mose an demselben Horeb mit Gott verbrachte, zu dem der Prophet hinging, oder denen, die Jesus zum Kampf mit dem Feinde Gottes und des Menschen in der Wüste weilte. In den beiden letzteren Fällen wurde das Natürliche beiseite gesetzt. Weder aß und trank Mose noch tat es der Herr. Was Elia anbetrifft, so hält die Güte Gottes die Schwachheit der schwergeprüften Natur aufrecht und macht offenkundig, daß Er mit aller Zärtlichkeit und Fürsorge auf sie Rücksicht nimmt, und sie verleiht die für solch eine Reise erforderliche Kraft. Dieses hätte ihn rühren und ihn empfinden lassen müssen, daß er inmitten des Volkes hätte sein sollen, seitdem er es mit solch einem Gott zu tun hatte. Sein Herz war fern von einem solchen Zustande. Wenn wir an uns denken, so ist es unmöglich, anderen zu bezeugen, was Gott ist! Unsere armen Herzen sind von einer solchen Stellung zu weit entfernt.

    Elia setzt seinen Weg fort, bis er den Horeb erreicht. Aber vor Gott treten, um von sich selbst Gutes und von Israel Übles zu reden, ist etwas ganz anderes, als durch die Kraft der Gegenwart des Herrn sich selbst zu vergessen und Ihn in Seiner Macht vor die Augen des Volkes zu stellen, die trotz all ihres Bösen geduldig in Barmherzigkeit ist. Manchmal treten Menschen vor Gott, weil sie an dem Orte, wo sie hätten für Ihn stehen und zeugen sollen, Ihn vergessen hatten. Und so fragt Gott Elias: „Was tust du hier, Elia?“ Eine schreckliche Frage! wie die Fragen, die Adam und Kain gestellt wurden und auch jetzt der Welt in bezug auf Jesum gestellt werden. Die Antwort verrät nur (wie es immer der Fall ist) die traurige und verhängnisvolle Lage eines Menschen, der Gott vergessen hat. Die Stimme war nicht die des Donners, sondern eine solche, die Elia fühlen ließ, daß es die Stimme war, die er vergessen hatte. Wind, Feuer, Erdbeben, diese Herolde der Macht Gottes dem Menschen gegenüber hätten dem zornigen Herzen Elias als Werkzeuge der göttlichen Kraft wider Israel gerade gepaßt; aber diese Erweisungen Seiner Macht waren nicht Gott Selbst. Der Ton eines leisen Säuselns offenbart Elia Seine Gegenwart. Das, was seinen Willen befriedigt hätte und anderen gegenüber vielleicht gerecht gewesen wäre, weckte nicht sein eigenes Gewissen auf. Aber der Ton eines leisen Säuselns, durch den Gott Sich offenbarte, durchdringt das Herz Elias, und er verbirgt sein Antlitz vor der Anwesenheit Jehovas. Nichtsdestoweniger ist der Stolz seines verbitterten Herzens noch nicht gedämpft. Er wiederholt seine Klagen, so umfassend, wie sie zu einer Zeit waren, wo er selbst gerade alle Propheten Baals vernichtet hatte, und er bewies, daß sein Glaube nicht imstande gewesen war, durch das Licht seines Zeugnisses all das Gute zu finden, das Gott in Israel sah.

    Obwohl die Antwort Gottes gerecht ist, ist sie betrübend für das Herz. Rache soll vollzogen werden, und Elia wird aufgetragen, ihre Werkzeuge zu bereiten – eine traurige Sendung für den Propheten, wenn er das Volk liebte. Was Elia betrifft, so sollte Elisa sein Nachfolger in seinem Prophetenamt sein. Wenn aber die verdiente Rache zu seiner Zeit vollzogen werden mußte und wenn der betrübte Prophet sie ankündigen sollte: so hat Gott immer noch siebentausend Seelen, die das Knie vor Baal nicht gebeugt hatten, obwohl Elia nicht imstande gewesen war, sie zu entdecken. Oh! Wann wird sich das Herz des Menschen, wenn auch nur in Gedanken, auf die Höhe der Gnade und Geduld Gottes erheben? Wenn Elia sich mehr auf Gott gestützt hätte, so hätte er einige von diesen Siebentausend gekannt. Er hätte jedenfalls Den gekannt, der sie kannte und der sein Zeugnis erweckt hatte, um sie zu stärken und zu trösten.

    Die Zeit war aber noch nicht reif für die Erfüllung der Vorsätze Gottes, und Gott wird die Geduld Seiner Gnade Seinem Volke gegenüber nicht aufgeben, um die Ungeduld des Propheten zu befriedigen. Elisa wird gesalbt; da aber Ahab sich gedemütigt hatte, als Gott ihn wegen seiner Ungerechtigkeit mit Gericht bedrohte, werden die Gerichte während des Lebens Ahabs und seines Sohnes zurückgehalten. Dies macht noch einen Wesenszug der Regierung Gottes offenkundig, nämlich, daß das Gericht über den Übeltäter nicht nur in den Ratschlüssen Gottes ausgesprochen sein mag, ja es kann schon in Seinem Handeln mit ihm wahrgenommen werden und selbst bereit sein, vollzogen zu werden, längst bevor es ausgegossen wird. Der Prophet oder der geistliche Mann wird wissen oder in seinem Geiste verstehen, daß es so ist, und er wird auf den Augenblick warten müssen, der jener vollkommenen Langmut paßt, die selbst auf unsere langsamen Herzen wartet, und auf das Erfüllen der Ungerechtigkeit der Übeltäter, oder wenigstens auf ihre Weigerung, Buße zu tun.

    Der Wachtturm schrieb 1978

    Baëscha, der König des Zehnstämmereiches, hat den Thron an sich gerissen, indem er das Haus Jerobeams und Nadab, den regierenden König, umgebracht hat. Dadurch hat sich Achijas Prophezeiung über Jerobeam erfüllt. Baëscha ändert indes nichts an dem Götzendienst, der von Jerobeam eingeführt wurde. Auch er erwirbt sich den Ruf, Jehova gegenüber untreu zu sein. Jehova läßt daher durch Jehu, den Sohn Chananis, Unheil über Baëscha und dessen Haus vorhersagen. Die Prophezeiung erfüllt sich, als sich Simri gegen Ela, den Sohn Baëschas, verschwört und das ganze Haus Baëschas umbringt. Aber Simris Erfolg ist nur von kurzer Dauer, da die Israeliten den Heerobersten Omri zum König machen. Nach einer nur siebentägigen Herrschaft begeht Simri Selbstmord. Tibni, ein weiterer Thronrivale, wird später getötet. Omri tut weiterhin das, was böse ist in den Augen Jehovas. Sein Sohn Ahab wird schließlich sein Nachfolger.
    Ahab erwirbt sich den schändlichsten Ruf von allen. Er pflegt nicht nur die von Jerobeam eingeführte Kälberanbetung weiter, sondern duldet auch die Ausbreitung des Baalskults, um Isebel, der Königin, zu gefallen, die eine Sidonierin ist. Jehova drückt sein Mißfallen aus, indem er seinen Propheten Elia eine große Dürre ankündigen läßt. Während der Dürre sorgt Jehova für Elia, und Ahab bemüht sich vergeblich, den Propheten zu finden. Doch schließlich erscheint Elia vor dem untreuen Ahab und erklärt dem König, daß die Dürre und die Hungersnot darauf zurückzuführen sind, daß er den Baalskult unterstützt. Auf Elias Anregung hin findet auf dem Berg Karmel eine Feuerprobe statt, um festzustellen, ob Jehova oder Baal der wahre Gott ist. Der Ausgang dieser Probe ist eindeutig, und Elia befiehlt, die Propheten des Baals zu töten. Kurz danach beendet ein gewaltiger Regen die von Gott herbeigeführte Dürre. Als Isebel erfährt, was geschehen ist, trachtet sie Elia nach dem Leben, weshalb dieser zum Berg Horeb flieht

    Der Prophet Elia aus Tischbe in Gilead sagte eines Tages zu König Ahab: „Ich schwöre bei dem Herrn, dem Gott Israels, dem ich diene: Es wird in den nächsten Jahren weder Regen noch Tau geben, bis ich es sage!“ Danach befahl der Herr Elia: „Du musst fort von hier! Geh nach Osten, überquere den Jordan, und versteck dich am Bach Krit! Ich habe den Raben befohlen, dich dort mit Nahrung zu versorgen, und trinken kannst du aus dem Bach.“ Nach einiger Zeit vertrocknete der Bach, denn es hatte schon lange nicht mehr geregnet. Da sagte der Herr zu Elia: „Geh nach Phönizien in die Stadt Zarpat, und bleib dort! Ich habe einer Witwe den Auftrag gegeben, dich zu versorgen.“

    Brot und Wasser – dass ist ALLES?? Was ist mit Lauch und Gewürzen, mit Fleisch und Gemüse? So lange Zeit so eingeschränkt leben – nur für Gott?? „Ohne mich“?? Oder reicht uns das, was wir von Gott erhalten um zu leben – weil wir unseren Sinn auf sein Königreich gesetzt haben?

    Ahab begrüßte den Propheten mit den Worten: „So, da ist er ja, der Mann, der Israel ins Verderben gestürzt hat!“ Elia widersprach: „Nicht ich bin an dem Unheil schuld, sondern du und deine Familie! Ihr macht euch nichts mehr aus den Geboten des Herrn. Du, Ahab, verehrst lieber den Götzen Baal und seine Statuen als den Herrn.

    Oh ja, der Prophet ist natürlich der Böse – so ist es auch heute – oder?

    „Wie lange noch wollt ihr auf zwei Hochzeiten tanzen? Wenn der Herr der wahre Gott ist, dann gehorcht ihm allein! Ist es aber Baal, dann dient nur ihm!“ Das Volk sagte kein Wort

    Wem diene ich? Hinke ich auch auf zwei Hochzeiten? Ist mir das, was der wahre Gott uns gibt, nicht genug, muss ich natürlich noch andere Götter anrufen, um von diesen Wohlstand und und und zu erhalten – ist doch „logisch“??

    Da kam die Kraft des Herrn über Elia. Der Prophet band sein Gewand mit dem Gürtel hoch und lief vor Ahabs Wagen her bis nach Jesreel

    Gottes Geist kann uns die Kraft geben, „die über das Normale hinausgeht“! Nichts ist unmöglich, wenn der Geist Jehovas uns dabei unterstützt. Oder könntest du neben einem Pferdewagen herlaufen??

  50. Juleam 21. Juni 2010 um 09:41 Link zum Kommentar

    1. Könige 23:3

    3 Aber Naboth sagte zu Ahab: “Es ist im Hinblick auf Jehovas Standpunkt für mich undenkbar, daß ich dir den Erbbesitz meiner Vorväter gebe.”

    Denken wir ebenso?

    Was, wenn jemand von uns etwas unbiblisches verlangt?

    Treten wir persönlich ebenso konsequent für Jehova und seine Grundsätze ein?

    Was, wenn Jehova etwas von uns erwartet, was für uns unbequem ist?

    Sind wir bereit für unseren Gott und für unseren Glauben Opfer zu bringen – oder sind wir „Schön Wetter Christen“?

    Sind wir bereit, hart zu arbeiten, uns aktiv einzubringen – oder sind wir nur Mitläufer?

    Sind wir uns dessen bewußt, dass das Paradies, das uns Jehova als Lohn verspricht, kein Schlaraffenland ist und uns keine gebratenen Tauben in den Mund fliegen werden?

    Sind wir vielleicht heute geneigt, mit möglichst wenig Aufwand den größten Gewinn erzielen wollen und brechen Aufgaben ab, weil es uns zu anstrengend erscheint?

    Sehnen wir uns nach dem Paradies, weil wir endlich bequem leben wollen? Ist uns bewußt, dass wir dann dort hart für unseren Lebensunterhalt arbeiten müssen – denn es wird kein Hartz4 mehr geben?

    „Wer nicht arbeiten will soll auch nicht essen“

    Zeigen wir durch unser heutiges Tun, dass wir diesen Grundsatz nicht nur verstanden haben, sondern auch voll und ganz dahinter stehen?

  51. Thomasam 21. Juni 2010 um 15:56 Link zum Kommentar

    1.Könige 20-22
    Zitate von J.N.Darby


    Kapitel 20

    Der äußeren Geschichte Israels gemäß sieht das, was der dem Elia am Horeb gemachten Offenbarung folgt, wie eine Zeit der Wiederherstellung und des Segens aus, und äußerlich war es auch so. Ben-Hadad ist besiegt und Israel von seiner Macht befreit; Ahab kennt aber gar nicht die Gedanken Gottes, und er läßt den Mann entkommen, den Gott verdammt hat. Es gibt Fälle, wo Milde nur beweist, daß die Ehre Gottes und Seine Gedanken das Herz nicht beeinflussen. Es geziemte sich nicht für Ahab, in einem brüderlichen Verhältnis zu einem König zu stehen, der beständig darauf hinzielte, das Volk Gottes zu bedrängen. Es bedeutete, sich auf ein Niveau mit einem König aus den Nationen zu stellen und sowohl die Stellung Israels als auch die des Königs von Israel in bezug auf Gott zu vergessen. In einem solchen Falle ist Strenge im Benehmen eine passende Begleiterscheinung zu dem Bewußtsein der vollkommenen Gnade Gottes zu Seinem Volke.

    Kapitel 21

    Von lsebel angestiftet, fügt Ahab Sünde zu Sünde hinzu, und ein Stück abscheulicher Ungerechtigkeit füllt das Maß der Abtrünnigkeit des Königs von Israel. Er genießt die Frucht eines Verbrechens, das selbst zu begehen er nicht den Mut hatte. Sein Genuß war kurz. Von Gott dem König entgegengesandt, geht Elia vor ihm in den Weinberg, als Ahab hinabging, um diesen in Besitz zu nehmen. Das Herz des Königs beugt sich vor dem Worte Jehovas, und die Erfüllung des Gerichts wird bis zu den Tagen seines Sohnes verschoben; ein neuer Beweis der Langmut eines Gottes, der immer bereit ist, jede Regung des Menschenherzens zu Ihm hin anzunehmen und zu beachten.

    Vom historischen Standpunkte aus betrachtet, war die Regierungszeit Ahabs im allgemeinen gedeihlich und herrlich. Moab war fronpflichtig. Syrien war unterjocht und ruhig. Der König hatte einen Palast aus Elfenbein und baute neue Städte: ein neuer Beweggrund, Jehova anzuerkennen, ein Fallstrick für einen Anbeter Baals. Gott beachtet dieses ganze Gedeihen nicht. Vom moralischen Standpunkte aus, drückt diese Regierungszeit dem Königreich von Israel ihr Gepräge auf. Es ist Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit, aber gleichzeitig das Zeugnis eines treuen und langmütigen Gottes.

    Kapitel 22

    Das letzte Kapitel stellt noch ein anderes Element dieser Geschichte dar, nämlich die ungerechten Bündnisse, die zwischen den königlichen Familien Israel und Juda geschlossen wurden. In diesem Zeitpunkt ging es beiden gut, und sie suchten die Festigung und das Wachstum ihrer Macht durch Frieden und gegenseitige Bündnisse zu fördern. Von seiten Josaphats war es nichts als Untreue und Gottvergessenheit, und wenn Gott ihn auch nicht verließ, so sah aber Josaphat den Anfang der Züchtigungen, deren Ergebnisse für sein Haus verhängnisvoll waren.

    Wir sehen auch die falschen Propheten in Kraft: Ahab hatte ihrer vierhundert. Wir können auch bemerken, daß sie den Namen Jehovas gebrauchten und anscheinend nicht mehr den des Baal. Auch war Elia, wie wir sehen, nicht der einzige Prophet Jehovas. Die Untermischung geht weiter. Äußerlich ist der Zustand der Dinge weniger anstößig, aber das Herz Ahabs ist unverändert. Der Bitte Josaphats gemäß, der sich in dieser falschen Stellung unbehaglich fühlt, sendet Ahab nach dem Propheten Jehovas; er hört aber nicht auf ihn und muß die Folgen tragen.

    Wir lernen auch hier, auf welche Weise ein Lügengeist die Bösen betrügt und sie zum Verderben führt und damit die Vorsätze und die Gerichte Jehovas erfüllt.

    Während dieser ganzen Zeit begleitet Elisa beständig den Elia, und indem er durch Gnade in diese innige Vertrautheit eingeführt wird, ist er moralisch mit seinem Geiste durchdrungen, bevor er mit ihm in Kraft angetan wird. Er scheint mit ihm einsgemacht zu sein.

    Der Wachtturm schrieb 1978

    Doch Elia wird ein Werk aufgetragen. Jehova sendet ihn in seine Zuteilung nach Israel zurück und weist ihn an, Chasael zum König über Syrien, Jehu zum König über Israel und Elisa zu seinem persönlichen Nachfolger zu salben.
    Der Mord an Naboth, der auf Betreiben Isebels erfolgt, besiegelt Ahabs Untergang. Durch Elia läßt Jehova dem König sagen, daß Isebel von Bluthunden gefressen wird und daß das ganze Haus Ahabs ein unrühmliches Ende nehmen wird. Diese Botschaft trifft Ahab so hart, daß er sich demütigt. Schließlich wird ihm zugesichert, dieses Unheil werde nicht in seinen Tagen hereinbrechen.
    Während seiner Herrschaft führt Ahab ein Ehebündnis mit dem Königshaus Juda herbei. Seine Tochter Athalja wird die Frau Jorams, des erstgeborenen Sohnes König Josaphats. Später wird Josaphat bei einem Freundschaftsbesuch in Samaria veranlaßt, mit König Ahab gegen die Syrer zu kämpfen, in dem Bemühen, Ramoth-Gilead zurückzuerobern. Wie Michaja, der Prophet Jehovas, vorausgesagt hat, kehrt Ahab nicht in Frieden zurück. Obwohl er sich vorsichtshalber verkleidet hat, wird er durch einen Pfeil tödlich verwundet. Ahabs Nachfolger ist Ahasja, der sich ebenfalls einen schlechten Ruf erwirbt.

    Der Prophet sagte: „So spricht der Herr: ‚Ich hatte beschlossen, dass Ben-Hadad sterben muss. Du aber hast ihn einfach laufen lassen! Er lebt – dafür musst du sterben! Seinem Volk wird es gut gehen, über dein Volk wird Leid kommen.'“

    önig Ahab von Samaria besaß in der Stadt Jesreel einen Palast. Direkt an sein Grundstück grenzte ein Weinberg, der einem Mann aus Jesreel gehörte. Er hieß Nabot.
    Eines Tages sagte der König zu Nabot: „Verkaufst du mir deinen Weinberg? Ich möchte einen Gemüsegarten anlegen, und dein Grundstück wäre am besten dafür geeignet, weil es gerade neben meinem Palast liegt. Ich gebe dir dafür einen besseren Weinberg, oder ich zahle dich aus. Was ist dir lieber?“ Doch Nabot antwortete: „Niemals verkaufe ich dir dieses Grundstück, das Erbe meiner Vorfahren! Der Herr bewahre mich davor!“ Missmutig ging Ahab in den Palast zurück. Er war wütend, dass Nabot ihm den Weinberg nicht verkaufen wollte, nur weil es ein Erbstück seiner Vorfahren war. Vor Ärger rührte er sein Essen nicht an, sondern legte sich ins Bett und drehte sich zur Wand. Seine Frau Isebel sah nach ihm und fragte: „Warum bist du so schlecht gelaunt und willst nichts essen?“ „Weil dieser Nabot aus Jesreel mir seinen Weinberg nicht geben will!“, antwortete Ahab. „Ich wollte ihm einen ansehnlichen Betrag dafür bezahlen. Ich bot ihm auch an, den Weinberg gegen einen anderen zu tauschen, falls er das lieber möchte. Aber er lehnte stur ab.“ Da antwortete Isebel: „Bist du der König von Israel oder nicht? Gut, dann steh jetzt auf, iss etwas, und vergiss deinen Ärger! Du sollst deinen Weinberg haben! Ich nehme die Sache in die Hand!“
    Sie schrieb im Namen des Königs einige Briefe, verschloss sie mit dem königlichen Siegel und verschickte sie an die Ältesten und die einflussreichen Männer der Stadt Jesreel. In den Briefen stand: „Ruft einen Tag der Buße aus, und versammelt das ganze Volk! Weist Nabot einen Platz ganz vorne zu. Sorgt aber dafür, dass zwei bestochene Zeugen in seiner Nähe sitzen. Sie sollen ihn vor aller Augen anschuldigen und rufen: ‚Dieser Mann hat über Gott und den König gelästert!‘ Dann führt ihn aus der Stadt hinaus, und steinigt ihn.“ Die Ältesten und die einflussreichen Männer von Jesreel führten alles aus, was die Königin in ihrem Brief angeordnet hatte.

    Was hättest du getan? Hättest du lieber auf den König gehört, anstatt Gottes Gesetz zu halten? Was ist dir heute wichtiger – was irgendwo steht oder gesagt wird, oder was in Gottes Wort geschrieben steht? Wann hast du das letzte Mal in der Bibel gelesen – also richtig gelesen und darüber nachgedacht, und nicht nur einen Vers „nachgeschlagen“??
    Was für Herzlose „einflussreiche Männer“, die nicht Gottes Ziele im Auge hatten. Hüten wir uns vor solchen Verbrechern, die nach außen so tun, als wären sie Diener des wahren Gottes!

    Jetzt kam Zedekia, der Sohn Kenaanas, nach vorne, gab Micha eine Ohrfeige und rief: „So, du behauptest, der Geist Gottes habe mich und die anderen Propheten verlassen, damit er mit dir reden kann? Beweis es, wenn du kannst!“ „Warte nur“, sagte Micha, „bald kommt der Tag, an dem du dich vor den Feinden in die hinterste Kammer deines Hauses verkriechst. Dann wirst du an meine Worte denken!“ Da befahl König Ahab dem Hofbeamten: „Bring Micha zu Amon, dem Stadtobersten, und zu meinem Sohn Joasch! Melde ihnen: ‚Befehl des Königs: Steckt diesen Mann ins Gefängnis, und gebt ihm eine gekürzte Ration Brot und Wasser! Dort soll er bleiben, bis ich, König Ahab, unversehrt als Sieger aus dem Feldzug zurückkomme.'“

    Oh ja, werd die Wahrheit sagt und für den wahren Gott Stellung bezieht, soll wieder einmal bestraft werden!?! Micha ist aber treu und läßt sich nicht schockieren – er bleibt bei der Wahrheit! Wie sieht es bei mir aus – bleibe ich bei der Wahrheit, auch wenn es ungerechte Bestrafung nach sich ziehen kann?

  52. Juleam 19. Juni 2011 um 20:58 Link zum Kommentar

    Das Wort Jehovas ist lebendig

    Höhepunkte aus 1. Könige

    „WENN der Gerechten viele werden, freut sich das Volk; aber wenn irgendein Böser herrscht, seufzt das Volk“ (Sprüche 29:2). Das Bibelbuch 1. Könige führt uns lebhaft vor Augen, wie wahr dieser Spruch ist. Es erzählt vom Leben Salomos, unter dessen Herrschaft Israel Frieden und großen Wohlstand erlebte. Auch berichtet es über die Teilung der Nation nach Salomos Tod und über 14 Könige, die nach ihm in Israel oder Juda herrschten. Nur zwei der Könige waren Jehova durchweg treu. Außerdem wird darin über die Tätigkeit von 6 Propheten berichtet. Einer von ihnen war Elia.

    Die Erzählung erstreckt sich über einen Zeitraum von 129 Jahren (1040 bis 911 v. u. Z.) und wurde von dem Propheten Jeremia in Jerusalem und Juda niedergeschrieben. Als Jeremia das Buch zusammenstellte, griff er offenbar auch auf alte Aufzeichnungen zurück wie das „Buch der Angelegenheiten Salomos“. Diese gesonderten Aufzeichnungen sind nicht mehr vorhanden (1. Könige 11:41; 14:19; 15:7).

    EIN WEISER KÖNIG FÖRDERT FRIEDEN UND WOHLSTAND
    (1. Könige 1:1 bis 11:43)

    Das Buch 1. Könige beginnt mit dem spannenden Bericht, wie König Davids Sohn Adonia versucht, das Königtum seines Vaters an sich zu reißen. Das schnelle Eingreifen des Propheten Nathan vereitelt den Plan und Davids Sohn Salomo wird zum König gesalbt. Jehova freut sich über die Bitte des neu eingesetzten Königs und gibt ihm „ein weises und verständiges Herz“ sowie ‘Reichtum und Herrlichkeit’ (1. Könige 3:12, 13). Der König wird unvergleichlich weise und beispiellos reich. Israel erlebt eine Zeit des Friedens und des Wohlstands.

    Salomo erbaut unter anderem den Tempel Jehovas und verschiedene Regierungsgebäude. Jehova versichert Salomo, sofern er gehorsam bleibt: ‘Ich werde den Thron deines Königtums über Israel auf unabsehbare Zeit errichten’ (1. Könige 9:4, 5). Der wahre Gott macht ihn auch auf die Folgen des Ungehorsams aufmerksam. Salomo heiratet jedoch viele ausländische Frauen. Unter ihrem Einfluss wendet er sich im Alter der falschen Anbetung zu. Jehova sagt die Teilung seines Königreichs vorher. Mit Salomos Tod, 997 v. u. Z., endet seine 40-jährige Herrschaft. Sein Sohn Rehabeam besteigt den Thron.

    Antworten auf biblische Fragen:

    1:5 — Warum versuchte Adonia den Thron an sich zu reißen, als David noch lebte?
    Das sagt die Bibel nicht. Es ist jedoch vernünftig, anzunehmen, dass Adonia dachte, der Thron stünde ihm rechtmäßig zu. Seine älteren Brüder Amnon und Absalom und wahrscheinlich auch Kileab waren nämlich bereits tot und er war der älteste noch lebende Sohn Davids (2. Samuel 3:2–4; 13:28, 29; 18:14–17). Mit der Unterstützung des mächtigen Heerführers Joab und des einflussreichen Hohen Priesters Abjathar war Adonia sich wahrscheinlich sicher, dass der Versuch gelingt. Die Bibel sagt nicht, ob er von Davids Absicht wusste, Salomo als Thronerben einzusetzen. Allerdings waren Salomo und andere loyale Gefährten Davids nicht eingeladen, als Adonia „opferte“ (1. Könige 1:9, 10). Das lässt darauf schließen, dass er Salomo als Rivalen ansah.

    1:49–53; 2:13–25 — Warum ließ Salomo Adonia töten, nachdem er ihm verziehen hatte?
    Salomo durchschaute Adonia, wenn auch Bathseba nicht erkannte, warum er den König durch sie bat, ihm Abischag zur Frau zu geben. David hatte mit der schönen Abischag zwar keine Beziehungen, doch sie galt als seine Nebenfrau. Nach damaligem Brauch konnte sie nur in das Eigentum des rechtmäßigen Erben Davids übergehen. Adonia dachte vielleicht, er könne wieder Anspruch auf den Thron erheben, wenn er Abischag zur Frau nehme. Salomo sah Adonias Bitte als deutlichen Beweis für sein Streben nach dem Thron an und diesmal ließ er ihn nicht frei ausgehen.

    6:37 bis 8:2 — Wann wurde der Tempel eingeweiht?
    Fertig gestellt wurde der Tempel im 11. Regierungsjahr Salomos im 8. Monat des Jahres 1027 v. u. Z. Wie es scheint, dauerte es 11 Monate, ihn auszustatten und alles Übrige vorzubereiten. Die Einweihung muss im 7. Monat des Jahres 1026 v. u. Z. stattgefunden haben. In dem Bericht werden nach dem Fertigstellen des Tempels noch andere Bauprojekte beschrieben, bevor die Einweihung erwähnt wird, offensichtlich um die Bauvorhaben vollständig abzuhandeln (2. Chronika 5:1–3).

    9:10–13 — Übertrat Salomo das mosaische Gesetz, als er Hiram, dem König von Tyrus, 20 Städte im Land Galiläa schenkte?
    Womöglich dachte man, das in 3. Mose 25:23, 24 aufgezeichnete Gesetz beziehe sich nur auf die von Israeliten bewohnten Gebiete. Die Städte, die Salomo Hiram gab, lagen zwar innerhalb der Grenzen des Landes der Verheißung, doch es ist möglich, dass nur Nichtisraeliten darin wohnten (2. Mose 23:31). Salomos Vorgehen könnte auch ein Anzeichen dafür gewesen sein, dass er es versäumte, sich völlig nach dem Gesetz auszurichten, genauso wie er ‘sich die Pferde mehrte’ und viele Frauen heiratete (5. Mose 17:16, 17). Wie auch immer, Hiram war mit dem Geschenk unzufrieden. Womöglich waren die von Heiden bewohnten Städte in schlechtem Zustand oder sie waren ungünstig gelegen.

    11:4 — Wurde Salomo aus Altersschwäche untreu?
    Wie es aussieht, war das nicht der Fall. Salomo war noch recht jung, als er zu regieren begann, und obwohl er 40 Jahre lang regierte, erreichte er kein besonders hohes Alter. Außerdem hörte er nicht völlig auf, Jehova anzubeten. Offensichtlich versuchte er eine Art Interkonfessionalismus auszuüben.

    Lehren für uns:

    2:26, 27, 35. Was Jehova vorhersagt, trifft immer ein. Durch die Vertreibung Abjathars, eines Nachkommen Elis, erfüllte sich ‘das Wort Jehovas, das er gegen das Haus Elis geredet hatte’. Als Abjathar durch Zadok aus der Linie des Pinehas ersetzt wurde, erfüllte sich die in 4. Mose 25:10–13 aufgezeichnete Prophezeiung (2. Mose 6:25; 1. Samuel 2:31; 3:12; 1. Chronika 24:3).

    2:37, 41–46. Wie gefährlich ist es doch, zu denken, man könne Grenzen ungestraft übertreten! Wer absichtlich von dem ‘eingeengten Weg, der zum Leben führt’, abweicht, wird die Folgen dieser unklugen Entscheidung zu spüren bekommen (Matthäus 7:14).

    3:9, 12–14. Jehova erhört seine Diener, wenn sie im Dienst für ihn aufrichtig um Weisheit, Verständnis und Anleitung beten (Jakobus 1:5).

    8:22–53. Mit welch tiefer Dankbarkeit Salomo doch von Jehova sprach — einem Gott liebender Güte, der Verheißungen wahr macht und Gebete erhört! Über Salomos Einweihungsgebet nachzudenken vertieft unsere Dankbarkeit für diese und andere Wesensmerkmale Gottes.

    11:9–14, 23, 26. Als Salomo im Alter ungehorsam wurde, erweckte Jehova Widerstand gegen ihn. Der Apostel Petrus schrieb: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber erweist er unverdiente Güte“ (1. Petrus 5:5).

    11:30–40. Was Ahija über Jerobeam prophezeite, veranlasste König Salomo, Jerobeam nach dem Leben zu trachten. Wie anders hatte der König doch 40 Jahre davor reagiert, als er sich an Adonia und anderen Verschwörern nicht rächen wollte (1:50–53). Die Abkehr von Jehova hatte seine Einstellung verändert.

    EIN GEEINTES KÖNIGREICH WIRD GETEILT
    (1. Könige 12:1 bis 22:53)

    Jerobeam und das Volk kommen zu König Rehabeam und bitten ihn, das Joch, das ihnen sein Vater Salomo auferlegt hat, zu erleichtern. Rehabeam erfüllt ihre Bitte nicht, sondern kündigt ihnen ein noch schwereres Joch an. Zehn Stämme rebellieren und setzen Jerobeam als ihren König ein. Das Königreich zerbricht. Rehabeam ist König über das Südreich, das aus den Stämmen Juda und Benjamin besteht, und Jerobeam herrscht im nördlichen Zehnstämmereich Israel.

    Jerobeam stellt zwei goldene Kälber auf — das eine in Dan und das andere in Bethel —, um das Volk abzuhalten, in Jerusalem anzubeten. Zu den Königen, die nach Jerobeam über Israel regieren, gehören Nadab, Bascha, Ela, Simri, Tibni, Omri, Ahab und Ahasja. Rehabeam folgen in Juda Abijam, Asa, Josaphat und Joram auf den Thron. In der Regierungszeit dieser Könige dienen Ahija, Schemaja, ein namentlich nicht genannter Mann Gottes, Jehu, Elia und Michaja als Propheten.

    Antworten auf biblische Fragen:

    18:21 — Warum schwieg das Volk, als Elia es aufforderte, entweder Jehova oder Baal nachzufolgen?
    Vielleicht erkannten sie, dass sie Jehova nicht, wie er es fordert, ausschließlich ergeben waren, und fühlten sich schuldig. Oder womöglich war ihr Gewissen dermaßen abgestumpft, dass sie nichts dabei fanden, Baal anzubeten und gleichzeitig zu behaupten, sie dienten Jehova. Erst nachdem Jehova seine Macht offenbart hatte, sagten sie: „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“ (1. Könige 18:39).

    20:34 — Warum verschonte Ahab König Ben-Hadad, nachdem Jehova ihm den Sieg über Syrien geschenkt hatte?
    Ahab schlug Ben-Hadad nicht nieder, sondern schloss einen Bund mit ihm. Durch diesen erhielt er Rechte auf Straßen in der syrischen Hauptstadt Damaskus — offensichtlich um Basare oder Märkte aufzubauen. Ben-Hadads Vater hatte sich in Samaria früher gleichermaßen Straßen für Geschäftszwecke geben lassen. Ahab verschonte Ben-Hadad also, um sich in Damaskus geschäftlich etablieren zu können.

    Lehren für uns:

    12:13, 14. Wenn wir wichtige Entscheidungen treffen müssen, sollten wir uns von erfahrenen und reifen Personen beraten lassen, die sich in der Bibel gut auskennen und hohe Achtung vor göttlichen Grundsätzen haben.

    13:11–24. Einen Hinweis oder einen Vorschlag, der uns fraglich erscheint, sollten wir gegen die vernünftige Anleitung aus Gottes Wort abwägen, auch wenn er von einem wohlmeinenden Glaubensbruder stammt (1. Johannes 4:1).

    14:13. Jehova durchforscht uns und sucht nach dem Guten in uns. Wie unbedeutend es auch sein mag, er kann es wachsen lassen, wenn wir unser Bestes tun, ihm zu dienen.

    15:10–13. Wir müssen nicht nur Abtrünnigkeit mutig zurückweisen, sondern auch die wahre Anbetung fördern.

    17:10–16. Die Witwe von Zarephath anerkannte Elia als Propheten und behandelte ihn entsprechend. Jehova segnete sie für ihre Glaubenstaten. Er bemerkt heute auch unsere Glaubenstaten und belohnt alle, die das Königreichswerk auf irgendeine Weise unterstützen (Matthäus 6:33; 10:41, 42; Hebräer 6:10).

    19:1–8. Bei heftigem Widerstand können wir auf Jehovas Unterstützung bauen (2. Korinther 4:7–9).

    19:10, 14, 18. Wahre Anbeter stehen nie allein da. Sie haben Jehova und ihre weltweite Bruderschaft.

    19:11–13. Jehova ist keine Naturgottheit, keine bloße Verkörperung von Naturgewalten.

    20:11. Als Ben-Hadad damit prahlte, Samaria zerstören zu wollen, antwortete ihm der König von Israel: „Der sich Gürtende [der seine Waffen für die Schlacht umgürtet] rühme sich nicht wie der den Gürtel Lösende [der seine Waffen nach erfolgreicher Schlacht ablegt].“ Wir müssen es vermeiden, prahlerisch auf uns selbst zu vertrauen, wenn wir vor einer neuen Aufgabe stehen (Sprüche 27:1; Jakobus 4:13–16).

    Überaus wertvoll für uns

    Als Moses den Israeliten erzählte, wie das Volk am Berg Sinai das Gesetz erhalten hatte, sagte er zu ihnen: „Seht, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: den Segen, sofern ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, die ich euch heute gebiete, gehorchen werdet; und den Fluch, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, nicht gehorchen werdet und ihr tatsächlich von dem Weg abweicht, den ich euch heute gebiete“ (5. Mose 11:26–28).

    Diese entscheidende Wahrheit wird uns im Bibelbuch 1. Könige ganz klar vor Augen geführt. Wie wir gesehen haben, enthält dieses Buch auch andere wertvolle Lehren. Seine Botschaft ist lebendig und übt Macht aus (Hebräer 4:12).

    Quelle: Wachtturm – 1. Juli 2005, Seite 28 – 31

  53. Juleam 22. Juni 2011 um 07:01 Link zum Kommentar

    1. Könige 19 – Elia flieht vor Isebel

    Erst vor kurzem hatten wir einen wunderschönen WT-Artikel dazu – im WT vom 1. Juli 2011:

    Ihren Glauben nachahmen: Er ließ sich von seinem Gott trösten und Kraft geben

    Edit:
    Da die Hördateien nach einer Weile immer von der Seite der Gesellschaft entfernt werden, habe ich später den Artikel abgetippt und eingestellt. Ihr findet ihn hier

  54. WT 15.09.1978am 22. Juni 2011 um 07:13 Link zum Kommentar

    1. Könige — ein Bericht über Glanz und Schande

    NACHDEM das Königreich der Juden die Zeit seines größten Glanzes erreicht hatte, wurde es durch einen politischen Aufstand und einen religiösen Abfall geteilt. Über beide Königreiche kamen danach immer wieder Zeiten der Schmach und Schande. Dieser Bericht über Glanz und Schande wurde im Buch 1. Könige festgehalten. Gemäß der jüdischen Tradition wurde er von Jeremia zusammengestellt. Das Buch selbst nennt bestimmte Quellen, die als Grundlage dazu dienten: das „Buch der Angelegenheiten Salomos“, das „Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Israel“ und das „Buch der Angelegenheiten der Tage der Könige von Juda“ (1. Kö. 11:41; 14:19; 15:7, 23; 16:14)

    Das Buch 1. Könige beginnt mit einem kurzen Bericht über die letzten Tage des Lebens König Davids. Der bettlägerige König kann sich einfach nicht mehr warm halten, und so sorgt man dafür, daß er von Abischag, einer hübschen Jungfrau, gepflegt wird. Unterdessen nutzt Adonia, offenbar der älteste der Söhne Davids, die noch am Leben sind, den Zustand der Schwäche seines Vaters aus. Um sich selbst zum König ausrufen zu lassen, veranstaltet er mit Unterstützung des einflußreichen Joab und des Priesters Abjathar ein Fest, bei dem Opfer dargebracht werden.

    SALOMOS SALBUNG UND SEINE HERRSCHAFT

    Der Prophet Nathan vereitelt durch schnelles Handeln Adonias Plan. So wird Davids Sohn Salomo, während Adonia und seine Unterstützer feiern, zum König gesalbt. Die Bewohner Jerusalems freuen sich darüber so sehr, daß der Lärm bis an den Ort dringt, wo Adonia und seine Unterstützer ihr Festmahl einnehmen. Als Jonathan, Abjathars Sohn, über die Bedeutung der Aufregung in der Stadt berichtet, zerstreuen sich alle aus Furcht, und Adonia läuft in den Tempel. Er ergreift die Hörner des Brandopferaltars und weigert sich so lange, von dort wegzugehen, bis ihm Salomo unter Eid verspricht, ihn nicht zu töten. Salomo ist damit einverstanden, Adonia am Leben zu lassen, vorausgesetzt, daß er sich nicht als ein bösartiger Verschwörer entpuppt.

    Kurz vor seinem Tod fordert David Salomo auf, Jehova Gott treu zu bleiben und etwas gegen Joab und Schimeï zu unternehmen. Nach dem Tode Davids bittet Adonia — anscheinend auf Betreiben von Joab und Abjathar — Bathseba darum, ihren Sohn Salomo zu ersuchen, ihm die schöne Abischag zur Frau zu geben. Salomo faßt dies als Teil eines Komplotts auf, durch das er des Thrones beraubt werden soll, und befiehlt daher, Adonia und Joab zu töten. Aus Achtung davor, daß der Priester Abjathar mit seinem Vater David gelitten hat, läßt Salomo ihn nicht hinrichten, enthebt ihn aber seines Priesteramts. Später wird Schimeï, nachdem er die seiner Tätigkeit auferlegten Beschränkungen übertritt, hingerichtet. Auf diese Weise beseitigt Salomo in seinem Reich den von Adonia, Joab, Abjathar und Schimeï ausgehenden gefährlichen Einfluß und sichert sein Königtum.

    Salomo erkennt seine Grenzen und bittet Jehova demütig um Weisheit. Außer Reichtum und Herrlichkeit erlangt er außergewöhnliche Weisheit. Das zeigt sich in der Art und Weise, wie er den Rechtsfall zweier Prostituierten handhabt, die beide behaupten, die Mutter ein und desselben Kleinkindes zu sein. Er befiehlt, das Kind in zwei Hälften zu teilen und diese den beiden Frauen zu geben, wodurch er die Gefühle der wirklichen Mutter stark erregt. So findet er heraus, welche Frau die Mutter ist, und übergibt ihr das Kind.

    Während seiner Herrschaft lebt das Volk in Frieden und Wohlstand. Am Königshof ist alles im Überfluß vorhanden. Aus zwölf Bezirken des Landes wird für Speise gesorgt. Gemessen an dem, was täglich an Speisen zubereitet wird, mögen 15 000 Personen oder noch mehr zum königlichen Hof gehören. Salomos Herrschaft zeichnet sich auch durch bemerkenswerte architektonische Leistungen aus. Die hervorragendste ist der Bau des Tempels Jehovas auf dem Berg Moria. Bei der Einweihung dieses Tempels spricht Salomo ein sehr bewegendes Gebet. Später offenbart ihm Jehova, daß er seine Bitte erhört hat. Von nah und fern kommen Herrscher, um der Weisheit des Königs zu lauschen. Einer dieser bedeutenden Würdenträger ist die Königin von Scheba. Ständig fließt Tribut in Form von Gold, Silber und anderen Kostbarkeiten nach Jerusalem. Israels Reichtum wird unter Salomo so groß, daß ‘das Silber in Jerusalem den Steinen gleich wird’. Ja, für das Königreich der Juden ist ein goldenes Zeitalter angebrochen.

    DIE SCHANDE: EIN GETEILTES KÖNIGREICH

    Aber die glorreiche Herrschaft endet mit Unheil. Daß Salomo Gottes Gesetz, sich die Frauen nicht zu mehren, mißachtet, erweist sich als sein Ruin. Die Ehebündnisse mit Frauen, die Jehova nicht anbeten, führen dazu, daß Salomo Götzendienst in großem Maße duldet. Daher verkündet Jehova die Teilung des israelitischen Königreiches, wobei nur die Stämme Juda und Benjamin dem königlichen Hause Davids treu bleiben sollen. Salomo genießt inzwischen nicht mehr den Segen Jehovas und hat vermehrte Schwierigkeiten mit Plündererstreifscharen.

    Durch den Propheten Achija erfährt der Ephraimiter Jerobeam, daß ihn Jehova zum König über 10 Stämme des Volkes Israel erwählt hat. Jerobeam wird angewiesen, Jehova treu zu bleiben, und es wird ihm zugesichert, daß es ihm dann gutgehen werde. Da Salomo Jerobeam nach dem Leben trachtet, flieht dieser nach Ägypten.

    Nach dem Tode Salomos besteigt Rehabeam den Thron. Da er den Rat älterer Männer außer acht läßt und den der jüngeren Männer befolgt, erklärt er, daß er dem Volk ein schweres Joch auferlegen werde. Das Wort Jehovas, das durch Achija ergangen ist, erfüllt sich; die 10 Stämme erheben sich und machen Jerobeam zu ihrem König. Danach bereitet Rehabeam sich auf einen Krieg vor, um die abtrünnigen Stämme zu unterwerfen. Aber er gehorcht dem Wort Jehovas, das durch Schemaja ergeht, und gibt seine Pläne auf.

    UNTREUE BRINGT FÜR BEIDE KÖNIGREICHE SCHANDE MIT SICH

    Statt der Verheißung Jehovas zu glauben, daß das Königreich so lange gesichert sei, wie Jerobeam treu bleibe, führt dieser die Kälberanbetung ein. Er will dadurch seine Untertanen davon abhalten, nach Jerusalem zu gehen und dort anzubeten. Aus Mangel an Glauben meint er, politische Unabhängigkeit hinge von religiöser Unabhängigkeit ab. Jehova läßt durch seine Propheten erklären, daß ein Judäer namens Josia schließlich dem Götzendienst gewaltsam ein Ende bereiten werde und daß das Haus Jerobeams schmachvoll zugrunde gehen werde.

    Auch das Zweistämmereich bleibt Jehova nicht treu. Im fünften Jahr der Regierung Rehabeams wird es gedemütigt, indem Schischak, der König von Ägypten, in Juda einfällt und in Jerusalem wertvolle Schätze erbeutet. Außerdem führen die beiden israelitischen Königreiche während der Herrschaft Rehabeams und seines Sohnes Abijam Krieg miteinander. Abijam erweist sich als ebenso untreu gegenüber Jehova wie sein Vater. Doch Abijams Sohn Asa, der als nächster die Herrschaft im Zweistämmereich antritt, unternimmt Schritte, um das Land vom Götzendienst zu reinigen. Als Asa aber von Baëscha, dem Herrscher des nördlichen Königreiches, bedroht wird, verrät er einen Mangel an Glauben, indem er sich an den syrischen König Ben-Hadad um Hilfe wendet.

    Baëscha, der König des Zehnstämmereiches, hat den Thron an sich gerissen, indem er das Haus Jerobeams und Nadab, den regierenden König, umgebracht hat. Dadurch hat sich Achijas Prophezeiung über Jerobeam erfüllt. Baëscha ändert indes nichts an dem Götzendienst, der von Jerobeam eingeführt wurde. Auch er erwirbt sich den Ruf, Jehova gegenüber untreu zu sein. Jehova läßt daher durch Jehu, den Sohn Chananis, Unheil über Baëscha und dessen Haus vorhersagen. Die Prophezeiung erfüllt sich, als sich Simri gegen Ela, den Sohn Baëschas, verschwört und das ganze Haus Baëschas umbringt. Aber Simris Erfolg ist nur von kurzer Dauer, da die Israeliten den Heerobersten Omri zum König machen. Nach einer nur siebentägigen Herrschaft begeht Simri Selbstmord. Tibni, ein weiterer Thronrivale, wird später getötet. Omri tut weiterhin das, was böse ist in den Augen Jehovas. Sein Sohn Ahab wird schließlich sein Nachfolger.

    Ahab erwirbt sich den schändlichsten Ruf von allen. Er pflegt nicht nur die von Jerobeam eingeführte Kälberanbetung weiter, sondern duldet auch die Ausbreitung des Baalskults, um Isebel, der Königin, zu gefallen, die eine Sidonierin ist. Jehova drückt sein Mißfallen aus, indem er seinen Propheten Elia eine große Dürre ankündigen läßt. Während der Dürre sorgt Jehova für Elia, und Ahab bemüht sich vergeblich, den Propheten zu finden. Doch schließlich erscheint Elia vor dem untreuen Ahab und erklärt dem König, daß die Dürre und die Hungersnot darauf zurückzuführen sind, daß er den Baalskult unterstützt. Auf Elias Anregung hin findet auf dem Berg Karmel eine Feuerprobe statt, um festzustellen, ob Jehova oder Baal der wahre Gott ist. Der Ausgang dieser Probe ist eindeutig, und Elia befiehlt, die Propheten des Baals zu töten. Kurz danach beendet ein gewaltiger Regen die von Gott herbeigeführte Dürre. Als Isebel erfährt, was geschehen ist, trachtet sie Elia nach dem Leben, weshalb dieser zum Berg Horeb flieht.

    Doch Elia wird ein Werk aufgetragen. Jehova sendet ihn in seine Zuteilung nach Israel zurück und weist ihn an, Chasael zum König über Syrien, Jehu zum König über Israel und Elisa zu seinem persönlichen Nachfolger zu salben.

    Der Mord an Naboth, der auf Betreiben Isebels erfolgt, besiegelt Ahabs Untergang. Durch Elia läßt Jehova dem König sagen, daß Isebel von Bluthunden gefressen wird und daß das ganze Haus Ahabs ein unrühmliches Ende nehmen wird. Diese Botschaft trifft Ahab so hart, daß er sich demütigt. Schließlich wird ihm zugesichert, dieses Unheil werde nicht in seinen Tagen hereinbrechen.

    Während seiner Herrschaft führt Ahab ein Ehebündnis mit dem Königshaus Juda herbei. Seine Tochter Athalja wird die Frau Jorams, des erstgeborenen Sohnes König Josaphats. Später wird Josaphat bei einem Freundschaftsbesuch in Samaria veranlaßt, mit König Ahab gegen die Syrer zu kämpfen, in dem Bemühen, Ramoth-Gilead zurückzuerobern. Wie Michaja, der Prophet Jehovas, vorausgesagt hat, kehrt Ahab nicht in Frieden zurück. Obwohl er sich vorsichtshalber verkleidet hat, wird er durch einen Pfeil tödlich verwundet. Ahabs Nachfolger ist Ahasja, der sich ebenfalls einen schlechten Ruf erwirbt.

    Ja, der Bericht aus 1. Könige macht deutlich, daß es ohne treuen Dienst für Gott keinen echten Glanz geben kann. Alle, die die wahre Anbetung aufgeben, bringen unweigerlich Schande über sich. Wollen wir das zu Herzen nehmen und bestrebt sein, Jehova Gott mit ganzem Herzen zu dienen.

    WT vom 15.09.1978

  55. WT 01.01.1998am 22. Juni 2011 um 07:21 Link zum Kommentar

    Sie taten den Willen Jehovas

    Elia verherrlicht den wahren Gott

    ER WAR der meistgesuchte Mann in Israel. Fände der König ihn, würde er ihn ganz bestimmt zu Tode bringen. Um wen handelte es sich bei diesem Gejagten? Es war Elia, der Prophet Jehovas.

    König Ahab und seiner heidnischen Frau Isebel war es zuzuschreiben, daß der Baalskult in Israel eine Blütezeit erlebte. Jehova hatte deshalb eine Trockenheit über das Land kommen lassen, die inzwischen schon mehr als drei Jahre andauerte. Wutentbrannt machte sich Isebel daran, die Propheten Jehovas zu Tode zu bringen; Ahab jedoch hatte es besonders auf Elia abgesehen. Es war nämlich Elia, der vor über drei Jahren zu ihm gesagt hatte: „Es wird während dieser Jahre weder Tau noch Regen geben, außer auf Befehl meines Wortes!“ (1. Könige 17:1). Und die daraus resultierende Dürre dauerte immer noch an.

    In dieser bedrohlichen Situation wurde Elia von Jehova angewiesen: „Geh, zeig dich Ahab, da ich Regen auf die Oberfläche des Erdbodens geben will.“ Elia gehorchte dem Befehl Jehovas, obwohl es für ihn eine sehr riskante Sache war (1. Könige 18:1, 2).

    Zwei Gegner treffen zusammen

    „Bist du es, der Israel in Verruf bringt?“ fragte Ahab, als er Elia erblickte. „Nicht ich habe Israel in Verruf gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote Jehovas verlassen habt, und du bist dann den Baalen nachgefolgt“, entgegnete Elia mutig. Darauf ließ Elia die Anweisung ergehen, daß sich ganz Israel am Berg Karmel versammeln solle, auch die „vierhundertfünfzig Propheten Baals und die vierhundert Propheten des heiligen Pfahls“. Dann wandte sich Elia dem Volk zu und sagte: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken? Wenn Jehova der wahre Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach“ (1. Könige 18:17-21).

    Das Volk schwieg. Womöglich fühlten sich die Israeliten schuldig, weil sie es versäumt hatten, Jehova ausschließlich ergeben zu sein (2. Mose 20:4, 5). Oder vielleicht war ihr Gewissen so sehr abgestumpft, daß sie es nicht als Sünde ansahen, sowohl Jehova als auch Baal ergeben zu sein. Jedenfalls wies Elia das Volk an, zwei junge Stiere herbeizuschaffen — einen für die Baalspropheten und den anderen für ihn. Beide Stiere sollten als Opfer zubereitet werden, aber es sollte kein Feuer daran gelegt werden. Dann sagte Elia: „Ihr sollt den Namen eures Gottes anrufen, und ich meinerseits werde den Namen Jehovas anrufen; und es soll geschehen, daß der wahre Gott, der mit Feuer antwortet, der wahre Gott ist“ (1. Könige 18:23, 24).

    Jehova wird verherrlicht

    Die Baalspropheten begannen, ‘um den Altar herumzuhinken, den sie gemacht hatten’. Den ganzen Vormittag riefen sie: „O Baal, antworte uns!“ Aber Baal antwortete ihnen nicht (1. Könige 18:26). Daraufhin verspottete Elia sie mit den Worten: „Ruft mit lautester Stimme, denn er ist ein Gott“ (1. Könige 18:27). Nun ritzten sich die Baalspropheten sogar mit Dolchen und Lanzen — ein von Heiden häufig gepflegter Brauch, durch den sie das Mitleid ihrer Götter zu erregen suchten (1. Könige 18:28).

    Inzwischen war der Mittag schon vorbei, und die Baalsanbeter fuhren fort, „sich wie Propheten zu benehmen“ — eine Wendung, die in diesem Zusammenhang den Gedanken vermittelt, daß sie in einen Zustand der Ekstase gerieten und sich nicht länger im Griff hatten. Am späten Nachmittag sagte Elia schließlich zum ganzen Volk: „Tretet her zu mir.“ Alle verfolgten aufmerksam, wie Elia den Altar Jehovas ausbesserte, ringsherum einen Graben aushob, den jungen Stier zerstückte und ihn auf die Holzstücke, die sich auf dem Altar befanden, legte. Danach wurden der Stier, der Altar und das Holz vollständig mit Wasser überschüttet, und der Graben wurde mit Wasser gefüllt (sicherlich war es Salzwasser aus dem Mittelmeer). Dann betete Elia zu Jehova: „Laß es heute bekanntwerden, daß du Gott bist in Israel und daß ich dein Knecht bin und ich nach deinem Wort alle diese Dinge getan habe. Antworte mir, o Jehova, antworte mir, damit dieses Volk erkenne, daß du, Jehova, der wahre Gott bist und du selbst ihr Herz zurückgewandt hast“ (1. Könige 18:29-37).

    Plötzlich kam Feuer vom Himmel „und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine und den Staub, und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf“. Alle, die das sahen, fielen sogleich zu Boden und sagten: „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“ Auf den Befehl Elias hin wurden dann die Baalspropheten ergriffen und zum Wildbachtal Kischon gebracht, wo sie getötet wurden (1. Könige 18:38-40).

    Eine Lektion für uns

    Das Auftreten Elias scheint von übermenschlicher Kühnheit zu zeugen. Doch der Bibelschreiber Jakobus versichert uns, daß ‘Elia ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren war’ (Jakobus 5:17). Er war nicht ganz frei von Sorge und Furcht. Als Isebel zum Beispiel später schwor, sich für den Verlust der Baalspropheten zu rächen, floh Elia und rief dann Jehova im Gebet an: „Es ist genug! Nimm jetzt, o Jehova, meine Seele hinweg“ (1. Könige 19:4).

    Jehova nahm Elias Seele nicht durch den Tod hinweg. Statt dessen sorgte Jehova barmherzigerweise für Hilfe (1. Könige 19:5-8). Heutige Diener Gottes können sicher sein, daß Jehova für sie in Zeiten größter Besorgnis — vielleicht wenn sie verfolgt werden — das gleiche tun wird. Ja, wenn sie Jehova um Hilfe bitten, kann er ihnen „die Kraft, die über das Normale hinausgeht“, geben, so daß sie, selbst wenn sie ‘auf jede Weise bedrängt werden, nicht bewegungsunfähig eingeengt sind’. Folglich wird ihnen geholfen auszuharren, so wie einst Elia geholfen wurde (2. Korinther 4:7, 8).

    [Fußnoten]
    Einige Gelehrte vermuten, daß Elia hier auf die rituellen Tänze der Baalsanbeter anspielte. Das Wort „hinken“ wird auch in 1. Könige 18:26 verwandt, um den Tanz der Baalspropheten zu beschreiben.

    Einige sind der Meinung, daß eine Verbindung zwischen der Selbstverstümmelung und Menschenopfern bestand. Beiden Handlungen lag die Vorstellung zugrunde, daß das Zufügen körperlicher Qualen oder das Vergießen von Blut einen Gott günstig stimmen könne.

    WT vom 1. Januar 1998

  56. WT vom 15.09.1997am 22. Juni 2011 um 07:32 Link zum Kommentar

    Abtrünnigkeit hatte die Krise heraufbeschworen. Entgegen dem Gesetz Gottes hatte König Ahab die kanaanitische Prinzessin Isebel geheiratet und ihr gestattet, in Israel die Baalsanbetung einzuführen. Und was noch schlimmer war: Er errichtete in der Hauptstadt Samaria sogar einen Tempel für den falschen Gott! Die Israeliten wurden außerdem zu dem Glauben verleitet, durch die Baalsanbetung würden ihre Ernteerträge steigen. Doch entsprechend der Warnung Jehovas liefen sie nun Gefahr ‘umzukommen, von dem guten Land hinweg’ (5. Mose 7:3, 4; 11:16, 17; 1. Könige 16:30-33).

    Eine dramatische Probe, wer der wahre Gott ist

    3 Zu Beginn der Hungersnot hatte Gottes treuer Prophet Elia zu König Ahab gesagt: „So wahr Jehova, der Gott Israels, lebt, vor dem ich ja stehe, es wird während dieser Jahre weder Tau noch Regen geben, außer auf Befehl meines Wortes!“ (1. Könige 17:1). Nachdem sich diese Voraussage auf furchtbare Weise bewahrheitet hatte, wurde Elia vom König beschuldigt, Israel in Verruf gebracht zu haben. Elia entgegnete darauf jedoch, daß Ahab und sein Haus schuld daran waren, und zwar wegen ihrer Abtrünnigkeit durch die Baalsanbetung. Jehovas Prophet wies König Ahab an, zur Klärung der Streitfrage ganz Israel zum Berg Karmel zusammenzurufen, außerdem die 450 Propheten Baals und die 400 Propheten des heiligen Pfahls. Ahab und seine Untertanen versammelten sich dort, vielleicht in der Hoffnung, das Ereignis werde ein Ende der Dürre herbeiführen. Elia lenkte die Aufmerksamkeit allerdings auf den entscheidenden Punkt. „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken?“ fragte er. „Wenn Jehova der wahre Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach.“ Die Israeliten wußten darauf nichts zu entgegnen (1. Könige 18:18-21).

    4 Jahrelang hatten die Israeliten versucht, die Anbetung Jehovas mit dem Baalskult zu vermischen. Zur Klärung der Frage der Göttlichkeit schlug Elia eine Probe vor. Er wollte einen jungen Stier als Opfer herrichten, und die Propheten Baals sollten mit einem weiteren Stier dasselbe tun. Dann sagte Elia: „Ihr sollt den Namen eures Gottes anrufen, und ich meinerseits werde den Namen Jehovas anrufen; und es soll geschehen, daß der wahre Gott, der mit Feuer antwortet, der wahre Gott ist“ (1. Könige 18:23, 24). Man stelle sich das einmal vor: die Erhörung eines Gebets durch Feuer vom Himmel!

    5 Elia forderte die Baalspropheten auf, den Anfang zu machen. Sie richteten einen Stier als Schlachtopfer her und legten ihn auf den Altar. Dann hinkten sie um den Altar herum und beteten: „O Baal, antworte uns!“ So ging es „vom Morgen bis zum Mittag“. „Ruft mit lautester Stimme“, spottete Elia. Baal müsse in eine wichtige Sache vertieft sein oder ‘vielleicht sei er eingeschlafen und sollte aufwachen’. Bald gerieten die Baalspropheten in Ekstase. Sie schnitten sich sogar mit Dolchen, und das Blut strömte aus ihren Wunden. Und welch ein Lärm geherrscht haben muß, da alle 450 mit lautester Stimme schrien! Eine Reaktion blieb allerdings aus (1. Könige 18:26-29).

    6 Nun war Elia an der Reihe. Er baute den Altar Jehovas wieder auf, hob einen breiten Graben ringsherum aus und richtete das Schlachtopfer her. Dann ließ er Wasser über das Holz und das Opfer gießen. Zwölf große Krüge Wasser wurden über dem Altar ausgeschüttet, bis auch der Graben gefüllt war. Man stelle sich die Spannung vor, als Elia betete: „O Jehova, du Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laß es heute bekanntwerden, daß du Gott bist in Israel und daß ich dein Knecht bin und ich nach deinem Wort alle diese Dinge getan habe. Antworte mir, o Jehova, antworte mir, damit dieses Volk erkenne, daß du, Jehova, der wahre Gott bist und du selbst ihr Herz zurückgewandt hast“ (1. Könige 18:30-37).

    7 In Erhörung des von Elia gesprochenen Gebetes „fiel das Feuer Jehovas herab und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine und den Staub, und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf“. Das Volk beugte sich zur Erde nieder und sprach: „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“ (1. Könige 18:38, 39). Elia ging daraufhin in die Offensive über. Er gebot: „Ergreift die Propheten Baals! Laßt keinen einzigen von ihnen entrinnen!“ Nachdem sie im Tal Kischon hingeschlachtet worden waren, bedeckten dunkle Wolken den Himmel. Ein Regenguß beendete schließlich die Dürre (1. Könige 18:40-45; vergleiche 5. Mose 13:1-5).

    8 Welch ein großer Tag! Jehova triumphierte in dieser bemerkenswerten Prüfung der Göttlichkeit. Außerdem wurde durch jenes Ereignis das Herz vieler Israeliten zu Gott zurückgewandt. Auf diese und auf andere Weise erwies sich Elia als ein treuer Prophet. Und er spielte sogar eine prophetische Rolle.

  57. WT vom 01.01.2008am 22. Juni 2011 um 07:41 Link zum Kommentar

    Ihren Glauben nachahmen:

    Er trat für die reine Anbetung ein

    ELIA beobachtete die Leute auf ihrem beschwerlichen Fußmarsch den Karmel hinauf. Ihre Armut und Not war ihnen selbst in dem Halbdunkel des frühen Morgens anzusehen. Dreieinhalb Jahre Dürre waren an ihnen nicht spurlos vorübergegangen.

    Mit ihnen gingen 450 Baalspropheten stolzen Schrittes und voll glühendem Zorn auf Elia, den Propheten Jehovas. Dieser trat immer noch unerschütterlich gegen den Baalskult auf, obwohl Königin Isebel viele Diener Jehovas hatte hinrichten lassen. Aber wie lange noch? Wahrscheinlich sagten sich jene Priester, als Einzelgänger könne er sich auf Dauer nicht gegen sie alle behaupten (1. Könige 18:3, 19, 20). Ahab, der in seinem königlichen Wagen gekommen war, hatte für Elia genauso wenig übrig.

    Doch jener einsame Prophet sollte einen unvergleichlichen Tag erleben. Vor seinen Augen bahnte sich eine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse an — eine der dramatischsten, die es je gab. Was ging Elia wohl in der Morgendämmerung durch den Sinn? Furcht war ihm durchaus nicht fremd, denn er war „ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren“ (Jakobus 5:17). Umringt von treulosen Menschen mit ihrem abtrünnigen König und den mordgierigen Priestern, wusste Elia nur allzu gut, wie allein er war (1. Könige 18:22).

    Wie war es denn in Israel zu der Krisensituation gekommen? Und was hat der Bericht mit heute zu tun? Die Bibel fordert dazu auf, ergebene Diener Gottes genau zu betrachten und ihren Glauben nachzuahmen (Hebräer 13:7). Befassen wir uns also einmal damit, was für ein Beispiel Elia gab.

    Der Höhepunkt einer langen Auseinandersetzung

    Die längste Zeit seines Lebens musste Elia hilflos mit ansehen, wie man das Beste, was sein Heimatland und sein Volk auszeichnete, beiseiteschob und mit Füßen trat. Israel hatte eine langwierige Auseinandersetzung erfasst, ein regelrechtes Hin und Her zwischen der reinen und der falschen Religion, zwischen der Anbetung Jehovas und dem Götzenkult der Nachbarnationen. Zur Zeit Elias nahm dieser Konflikt grässliche Formen an.

    König Ahab hatte Isebel, die Tochter des Königs von Sidon, geheiratet. Sie war entschlossen, den Baalskult im Land Israel zu verbreiten und die Anbetung Jehovas auszurotten. Ahab erlag schnell ihrem Einfluss. Er baute einen Tempel und einen Altar für Baal und ging in der Verehrung dieser heidnischen Gottheit führend voran. Dadurch beleidigte er Jehova zutiefst (1. Könige 16:30-33).

    Weshalb war der Baalskult so beleidigend? Israel wurde verdorben und ließ sich zum großen Teil von dem wahren Gott weglocken. Noch dazu handelte es sich um eine abscheuliche und grausame Religion mit männlichen und weiblichen Tempelprostituierten, Sexorgien und sogar Kinderopfern. Jehova sandte schließlich Elia zu Ahab und ließ eine Dürre ankündigen, die so lange dauern sollte, bis der Prophet Gottes ihr Ende verkünden würde (1. Könige 17:1). Elia zeigte sich Ahab erst nach einigen Jahren und forderte ihn auf, das Volk mit den Baalspropheten auf dem Karmel zu versammeln.

    Was hat diese Auseinandersetzung uns heute zu sagen? Vielleicht denkt man, eine Geschichte über den Baalskult sei heute irrelevant, weil es ja keine Tempel und Altäre für Baal mehr gibt. Der Bericht ist allerdings nicht bloß von historischem Interesse (Römer 15:4). Das Wort „Baal“ bedeutet „Besitzer“ oder „Herr“. Jehova sagte seinem Volk, den Israeliten, sie sollten ihn als ihren „Baal“ oder ehelichen Besitzer erwählen (Jesaja 54:5). Dienen Menschen nicht auch heute immer noch einer Vielzahl von Herren, auch wenn sie Gott, dem Allmächtigen, nicht dienen? Eigentlich entscheiden sie sich für einen anderen Herrn als Jehova: für das Geld, den Beruf, die Freizeitgestaltung, das sexuelle Vergnügen oder irgendeinen der zahllosen anderen Götter (Matthäus 6:24; Römer 6:16). Somit wachsen und gedeihen auch heute sozusagen die entscheidendsten Elemente des Baalskults. Jene Auseinandersetzung zwischen Jehova und Baal in alter Zeit kann die Entscheidung, wem man dienen möchte, erleichtern.

    Wieso „hinken“?

    Vom Karmel aus hat man in luftiger Höhe normalerweise eine gute Fernsicht — der Blick reicht vom Wildbachtal Kischon bis zum Großen Meer (Mittelmeer) und bis hin zu den Bergen des Libanon am nördlichen Horizont. Aber an diesem entscheidenden Tag bot sich bei Sonnenaufgang ein öder Anblick. Ein tödlicher Schleier hing über dem einst fruchtbaren Land, das Jehova den Kindern Abrahams gegeben hatte. Der Boden war von der unbarmherzigen Sonnenglut gehärtet worden — ruiniert durch die Torheit des Volkes Gottes! Als die Menschen hier zusammengeströmt waren, wandte sich Elia an sie und sagte: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken? Wenn Jehova der wahre Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach“ (1. Könige 18:21).

    Was meinte Elia mit den Worten „auf zwei verschiedenen Meinungen hinken“? Jenen Leuten war anscheinend nicht bewusst, dass sie sich entweder für die Anbetung Jehovas oder den Baalskult entscheiden mussten. Ihrer Meinung nach konnten sie beides: Baal mit abscheulichen Riten besänftigen und auch Jehovas Gunst erlangen. Wahrscheinlich dachten sie, Baal segne ihre Ernten und Viehherden und ‘Jehova der Heerscharen’ beschütze sie in der Schlacht (1. Samuel 17:45). Sie hatten eine Grundtatsache vergessen, etwas, was immer noch viele außer Acht lassen: Jehova besteht darauf, allein angebetet zu werden. Er fordert ausschließliche Ergebenheit und sie gebührt ihm auch. Die Verehrung anderer Götter könnte er nicht dulden und sie wäre beleidigend! (2. Mose 20:5).

    Jene Israeliten „hinkten“ wie jemand, der versucht, gleichzeitig auf zwei Wegen zu gehen. Viele machen heute denselben Fehler. Sie lassen ihr Leben von anderen „Baalen“ beherrschen und schieben die Anbetung Gottes beiseite. Elias Aufruf, nicht zu hinken, kann eine Anregung sein, die eigenen Prioritäten und die eigene Anbetung zu überprüfen.

    Eine entscheidende Probe

    Elia schlug nun eine Probe vor. Sie war denkbar einfach. Die Baalspriester sollten einen Altar bauen und ein Schlachtopfer darauflegen; dann sollten sie ihren Gott bitten, das Opfer in Brand zu setzen. Elia würde genauso vorgehen. Er sagte: „Der wahre Gott, der mit Feuer antwortet, [ist] der wahre Gott.“ Elia wusste genau, wer der wahre Gott war. Sein Glaube war so stark, dass er nicht zögerte, jenen Baalspropheten den Vortritt zu lassen. Er räumte seinen Gegnern sämtliche Vorteile ein; sie durften den Opferstier aussuchen und Baal zuerst anrufen (1. Könige 18:24, 25).

    Heutzutage werden keine Wunder gewirkt. Doch Jehova hat sich nicht geändert. Wir können ebenso auf ihn vertrauen, wie Elia es tat. Wenn andere beispielsweise nicht mit dem übereinstimmen, was die Bibel lehrt, können wir sie ruhig reden lassen. Wie Elia dürfen wir es dem wahren Gott überlassen, die Sache richtigzustellen. Wir vertrauen nicht auf uns selbst, sondern auf sein inspiriertes Wort, das zum „Richtigstellen der Dinge“ geschrieben wurde (2. Timotheus 3:16).

    Die Baalspropheten gingen daran, ihr Schlachtopfer vorzubereiten und ihren Gott anzurufen. „O Baal, antworte uns!“, riefen sie immer wieder. Es vergingen Minuten und schließlich Stunden. „Aber da war keine Stimme, und niemand antwortete“, heißt es in der Bibel. Um die Mittagszeit verspottete Elia sie und sagte sarkastisch, Baal müsse wohl zu beschäftigt sein, um ihnen zu antworten. Vielleicht sei er austreten gegangen oder er sei eingeschlafen und man müsse ihn aufwecken. „Ruft mit lautester Stimme“, forderte er jene Scharlatane auf. Für ihn war der Baalskult natürlich ein lächerlicher Schwindel und er wollte, dass auch Gottes Volk das erkannte (1. Könige 18:26, 27).

    Daraufhin gebärdeten sich die Baalspriester wie wahnsinnig. „Sie begannen mit lautester Stimme zu rufen und sich nach ihrem Brauch mit Dolchen und mit Lanzen zu schneiden, bis sie Blut über sich herabfließen ließen.“ Doch alles umsonst! Denn „da [war] keine Stimme . . ., und niemand antwortete, und da war kein Aufmerken“ (1. Könige 18:28, 29). Baal gab es gar nicht. Satan hatte ihn erfunden, um Menschen von Jehova abzubringen. Sich einen anderen Herrn als Jehova zu erwählen führt immer zu Enttäuschung und Schande — damals wie heute (Psalm 25:3; 115:4-8).

    Die Antwort

    Am Spätnachmittag war Elia an der Reihe. Er besserte den Altar Jehovas aus, der niedergerissen worden war — zweifellos von Feinden der reinen Anbetung. Elia nahm dazu 12 Steine, durch die er viele aus dem Zehnstämmereich Israel daran erinnern mochte, dass das für alle 12 Stämme erlassene Gesetz immer noch bindend war. Dann legte er sein Opfer auf den Altar und ließ es mit Wasser übergießen, das eventuell aus dem nahen Mittelmeer stammte. Er ließ sogar um den Altar einen Graben ausheben und auch ihn mit Wasser füllen. Elia vertraute seinem Gott so sehr, dass er den Baalspropheten sehr entgegenkam und Jehova die Antwort erschwerte (1. Könige 18:30-35).

    Als alles bereit war, betete Elia. Sein einfaches Gebet machte deutlich, was für ihn am wichtigsten war. Erstens sollte bekannt werden, dass nicht Baal, sondern Jehova ‘Gott in Israel’ war. Zweitens wollte er alle wissen lassen, dass er als Jehovas Diener fungierte; die Ehre sollte allein Gott zuteilwerden. Elia wäre immer noch für sein Volk da, denn schließlich lag ihm daran, dass Jehova ‘ihr Herz zurückwandte’ (1. Könige 18:36, 37). Trotz all des Elends, das die Israeliten durch ihre Untreue verursacht hatten, liebte Elia sie immer noch. Auch wir können in unseren Gebeten erkennen lassen, dass uns an Gottes Namen, an Demut und an Mitgefühl für Hilfsbedürftige gelegen ist.

    Vor dem Gebet fragte sich die Volksmenge womöglich, ob sich die Existenz Jehovas genauso wie die des Baal als frei erfunden herausstellen würde. Nach dem Gebet war dafür keine Zeit mehr, denn der Bericht sagt: „Hierauf fiel das Feuer Jehovas herab und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine und den Staub, und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf“ (1. Könige 18:38). Welch eine spektakuläre Antwort! Und wie reagierte das Volk darauf?

    „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“, riefen sie alle (1. Könige 18:39). Endlich sahen sie ein, wie es sich wirklich verhielt. Aber sie hatten immer noch keinen Glauben erkennen lassen. Anzuerkennen, dass Jehova der wahre Gott ist, wenn man nach einem Gebet Feuer vom Himmel fallen sieht, ist wahrlich kein eindrucksvoller Glaubensbeweis. Elia verlangte daher mehr von ihnen. Er forderte das, was sie schon viele Jahre früher hätten tun sollen: dem Gesetz gehorchen. Nach dem Gesetz Gottes sollten falsche Propheten und Götzendiener zu Tode gebracht werden (5. Mose 13:5-9). Diese Baalspriester waren verschworene Feinde Jehovas und arbeiteten absichtlich gegen seine Vorsätze. Verdienten sie Barmherzigkeit? Welche Barmherzigkeit hatte man denn den unschuldigen Kindern erwiesen, als sie als Opfer für den Baal lebendig verbrannten? (Sprüche 21:13; Jeremia 19:5). Jene Männer verdienten beileibe keine Barmherzigkeit. Daher befahl Elia, sie hinzurichten, und das geschah auch (1. Könige 18:40).

    Kritiker bemängeln heutzutage das Nachspiel dieser Probe auf dem Karmel. Sie befürchten womöglich, intolerante religiöse Eiferer könnten damit Gewalttaten rechtfertigen. Und leider gibt es heute nur allzu viele dieser Eiferer. Doch Elia war nicht intolerant. Er führte im Namen Jehovas eine gerechte Hinrichtung aus. Überdies wissen wir, dass wir nicht wie Elia zum Schwert greifen dürfen, um die Bösen aus dem Weg zu räumen. Seit dem Kommen des Messias gilt für alle seine Jünger als Norm, was er zu Petrus sagte: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Matthäus 26:52). Jehova wird seinem Recht durch seinen Sohn Geltung verschaffen.

    Als wahre Christen sind wir verpflichtet, gemäß unserem Glauben zu leben (Johannes 3:16). Treue Menschen wie Elia sind uns darin ein gutes Vorbild. Elia betete ausschließlich Jehova an und forderte andere ebenfalls dazu auf. Mutig entlarvte er eine Religion als betrügerisch, durch die Satan Menschen von Jehova weglockte. Auch vertraute er nicht auf seine Fähigkeiten und seine Durchsetzungskraft, sondern darauf, dass Jehova alles richtigstellt. Ja, Elia trat für die reine Anbetung ein. Ahmen wir seinen Glauben nach!

    [Fußnoten]
    Mehr darüber, was Elia mit Ahab zu tun hatte, ist dem Artikel „Hast du Glauben wie Elia?“ im Wachtturm vom 1. April 1992 zu entnehmen.

    Der Karmel ist gewöhnlich üppig grün, denn die an den Hängen aufsteigenden feuchten Winde vom Meer her sorgen für häufigen Regen und genügend Tau. Da man Regen dem Gott Baal zuschrieb, war dieser Berg anscheinend ein bedeutender Ort des Baalskults. Ein unfruchtbarer, trockener Karmel war daher der ideale Ort, den Baalskult als Schwindel zu entlarven.

    Elia sagte zu ihnen ausdrücklich: „Doch sollt ihr kein Feuer daran legen“, das heißt an das Schlachtopfer. Wie Gelehrte erklären, benutzten solche Götzendiener oft Altäre mit einem nicht sichtbaren Hohlraum darunter. Von dort aus konnte das Opferholz angezündet werden, sodass es so aussah, als sei es auf übernatürliche Weise geschehen.

    WT vom 01.01.2008

  58. WT vom 01.01.2008am 22. Juni 2011 um 07:42 Link zum Kommentar

    Ihren Glauben nachahmen:

    Er trat für die reine Anbetung ein

    ELIA beobachtete die Leute auf ihrem beschwerlichen Fußmarsch den Karmel hinauf. Ihre Armut und Not war ihnen selbst in dem Halbdunkel des frühen Morgens anzusehen. Dreieinhalb Jahre Dürre waren an ihnen nicht spurlos vorübergegangen.

    Mit ihnen gingen 450 Baalspropheten stolzen Schrittes und voll glühendem Zorn auf Elia, den Propheten Jehovas. Dieser trat immer noch unerschütterlich gegen den Baalskult auf, obwohl Königin Isebel viele Diener Jehovas hatte hinrichten lassen. Aber wie lange noch? Wahrscheinlich sagten sich jene Priester, als Einzelgänger könne er sich auf Dauer nicht gegen sie alle behaupten (1. Könige 18:3, 19, 20). Ahab, der in seinem königlichen Wagen gekommen war, hatte für Elia genauso wenig übrig.

    Doch jener einsame Prophet sollte einen unvergleichlichen Tag erleben. Vor seinen Augen bahnte sich eine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse an — eine der dramatischsten, die es je gab. Was ging Elia wohl in der Morgendämmerung durch den Sinn? Furcht war ihm durchaus nicht fremd, denn er war „ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren“ (Jakobus 5:17). Umringt von treulosen Menschen mit ihrem abtrünnigen König und den mordgierigen Priestern, wusste Elia nur allzu gut, wie allein er war (1. Könige 18:22).

    Wie war es denn in Israel zu der Krisensituation gekommen? Und was hat der Bericht mit heute zu tun? Die Bibel fordert dazu auf, ergebene Diener Gottes genau zu betrachten und ihren Glauben nachzuahmen (Hebräer 13:7). Befassen wir uns also einmal damit, was für ein Beispiel Elia gab.

    Der Höhepunkt einer langen Auseinandersetzung

    Die längste Zeit seines Lebens musste Elia hilflos mit ansehen, wie man das Beste, was sein Heimatland und sein Volk auszeichnete, beiseiteschob und mit Füßen trat. Israel hatte eine langwierige Auseinandersetzung erfasst, ein regelrechtes Hin und Her zwischen der reinen und der falschen Religion, zwischen der Anbetung Jehovas und dem Götzenkult der Nachbarnationen. Zur Zeit Elias nahm dieser Konflikt grässliche Formen an.

    König Ahab hatte Isebel, die Tochter des Königs von Sidon, geheiratet. Sie war entschlossen, den Baalskult im Land Israel zu verbreiten und die Anbetung Jehovas auszurotten. Ahab erlag schnell ihrem Einfluss. Er baute einen Tempel und einen Altar für Baal und ging in der Verehrung dieser heidnischen Gottheit führend voran. Dadurch beleidigte er Jehova zutiefst (1. Könige 16:30-33).

    Weshalb war der Baalskult so beleidigend? Israel wurde verdorben und ließ sich zum großen Teil von dem wahren Gott weglocken. Noch dazu handelte es sich um eine abscheuliche und grausame Religion mit männlichen und weiblichen Tempelprostituierten, Sexorgien und sogar Kinderopfern. Jehova sandte schließlich Elia zu Ahab und ließ eine Dürre ankündigen, die so lange dauern sollte, bis der Prophet Gottes ihr Ende verkünden würde (1. Könige 17:1). Elia zeigte sich Ahab erst nach einigen Jahren und forderte ihn auf, das Volk mit den Baalspropheten auf dem Karmel zu versammeln.

    Was hat diese Auseinandersetzung uns heute zu sagen? Vielleicht denkt man, eine Geschichte über den Baalskult sei heute irrelevant, weil es ja keine Tempel und Altäre für Baal mehr gibt. Der Bericht ist allerdings nicht bloß von historischem Interesse (Römer 15:4). Das Wort „Baal“ bedeutet „Besitzer“ oder „Herr“. Jehova sagte seinem Volk, den Israeliten, sie sollten ihn als ihren „Baal“ oder ehelichen Besitzer erwählen (Jesaja 54:5). Dienen Menschen nicht auch heute immer noch einer Vielzahl von Herren, auch wenn sie Gott, dem Allmächtigen, nicht dienen? Eigentlich entscheiden sie sich für einen anderen Herrn als Jehova: für das Geld, den Beruf, die Freizeitgestaltung, das sexuelle Vergnügen oder irgendeinen der zahllosen anderen Götter (Matthäus 6:24; Römer 6:16). Somit wachsen und gedeihen auch heute sozusagen die entscheidendsten Elemente des Baalskults. Jene Auseinandersetzung zwischen Jehova und Baal in alter Zeit kann die Entscheidung, wem man dienen möchte, erleichtern.

    Wieso „hinken“?

    Vom Karmel aus hat man in luftiger Höhe normalerweise eine gute Fernsicht — der Blick reicht vom Wildbachtal Kischon bis zum Großen Meer (Mittelmeer) und bis hin zu den Bergen des Libanon am nördlichen Horizont. Aber an diesem entscheidenden Tag bot sich bei Sonnenaufgang ein öder Anblick. Ein tödlicher Schleier hing über dem einst fruchtbaren Land, das Jehova den Kindern Abrahams gegeben hatte. Der Boden war von der unbarmherzigen Sonnenglut gehärtet worden — ruiniert durch die Torheit des Volkes Gottes! Als die Menschen hier zusammengeströmt waren, wandte sich Elia an sie und sagte: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken? Wenn Jehova der wahre Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach“ (1. Könige 18:21).

    Was meinte Elia mit den Worten „auf zwei verschiedenen Meinungen hinken“? Jenen Leuten war anscheinend nicht bewusst, dass sie sich entweder für die Anbetung Jehovas oder den Baalskult entscheiden mussten. Ihrer Meinung nach konnten sie beides: Baal mit abscheulichen Riten besänftigen und auch Jehovas Gunst erlangen. Wahrscheinlich dachten sie, Baal segne ihre Ernten und Viehherden und ‘Jehova der Heerscharen’ beschütze sie in der Schlacht (1. Samuel 17:45). Sie hatten eine Grundtatsache vergessen, etwas, was immer noch viele außer Acht lassen: Jehova besteht darauf, allein angebetet zu werden. Er fordert ausschließliche Ergebenheit und sie gebührt ihm auch. Die Verehrung anderer Götter könnte er nicht dulden und sie wäre beleidigend! (2. Mose 20:5).

    Jene Israeliten „hinkten“ wie jemand, der versucht, gleichzeitig auf zwei Wegen zu gehen. Viele machen heute denselben Fehler. Sie lassen ihr Leben von anderen „Baalen“ beherrschen und schieben die Anbetung Gottes beiseite. Elias Aufruf, nicht zu hinken, kann eine Anregung sein, die eigenen Prioritäten und die eigene Anbetung zu überprüfen.

    Eine entscheidende Probe

    Elia schlug nun eine Probe vor. Sie war denkbar einfach. Die Baalspriester sollten einen Altar bauen und ein Schlachtopfer darauflegen; dann sollten sie ihren Gott bitten, das Opfer in Brand zu setzen. Elia würde genauso vorgehen. Er sagte: „Der wahre Gott, der mit Feuer antwortet, [ist] der wahre Gott.“ Elia wusste genau, wer der wahre Gott war. Sein Glaube war so stark, dass er nicht zögerte, jenen Baalspropheten den Vortritt zu lassen. Er räumte seinen Gegnern sämtliche Vorteile ein; sie durften den Opferstier aussuchen und Baal zuerst anrufen (1. Könige 18:24, 25).

    Heutzutage werden keine Wunder gewirkt. Doch Jehova hat sich nicht geändert. Wir können ebenso auf ihn vertrauen, wie Elia es tat. Wenn andere beispielsweise nicht mit dem übereinstimmen, was die Bibel lehrt, können wir sie ruhig reden lassen. Wie Elia dürfen wir es dem wahren Gott überlassen, die Sache richtigzustellen. Wir vertrauen nicht auf uns selbst, sondern auf sein inspiriertes Wort, das zum „Richtigstellen der Dinge“ geschrieben wurde (2. Timotheus 3:16).

    Die Baalspropheten gingen daran, ihr Schlachtopfer vorzubereiten und ihren Gott anzurufen. „O Baal, antworte uns!“, riefen sie immer wieder. Es vergingen Minuten und schließlich Stunden. „Aber da war keine Stimme, und niemand antwortete“, heißt es in der Bibel. Um die Mittagszeit verspottete Elia sie und sagte sarkastisch, Baal müsse wohl zu beschäftigt sein, um ihnen zu antworten. Vielleicht sei er austreten gegangen oder er sei eingeschlafen und man müsse ihn aufwecken. „Ruft mit lautester Stimme“, forderte er jene Scharlatane auf. Für ihn war der Baalskult natürlich ein lächerlicher Schwindel und er wollte, dass auch Gottes Volk das erkannte (1. Könige 18:26, 27).

    Daraufhin gebärdeten sich die Baalspriester wie wahnsinnig. „Sie begannen mit lautester Stimme zu rufen und sich nach ihrem Brauch mit Dolchen und mit Lanzen zu schneiden, bis sie Blut über sich herabfließen ließen.“ Doch alles umsonst! Denn „da [war] keine Stimme . . ., und niemand antwortete, und da war kein Aufmerken“ (1. Könige 18:28, 29). Baal gab es gar nicht. Satan hatte ihn erfunden, um Menschen von Jehova abzubringen. Sich einen anderen Herrn als Jehova zu erwählen führt immer zu Enttäuschung und Schande — damals wie heute (Psalm 25:3; 115:4-8).

    Die Antwort

    Am Spätnachmittag war Elia an der Reihe. Er besserte den Altar Jehovas aus, der niedergerissen worden war — zweifellos von Feinden der reinen Anbetung. Elia nahm dazu 12 Steine, durch die er viele aus dem Zehnstämmereich Israel daran erinnern mochte, dass das für alle 12 Stämme erlassene Gesetz immer noch bindend war. Dann legte er sein Opfer auf den Altar und ließ es mit Wasser übergießen, das eventuell aus dem nahen Mittelmeer stammte. Er ließ sogar um den Altar einen Graben ausheben und auch ihn mit Wasser füllen. Elia vertraute seinem Gott so sehr, dass er den Baalspropheten sehr entgegenkam und Jehova die Antwort erschwerte (1. Könige 18:30-35).

    Als alles bereit war, betete Elia. Sein einfaches Gebet machte deutlich, was für ihn am wichtigsten war. Erstens sollte bekannt werden, dass nicht Baal, sondern Jehova ‘Gott in Israel’ war. Zweitens wollte er alle wissen lassen, dass er als Jehovas Diener fungierte; die Ehre sollte allein Gott zuteilwerden. Elia wäre immer noch für sein Volk da, denn schließlich lag ihm daran, dass Jehova ‘ihr Herz zurückwandte’ (1. Könige 18:36, 37). Trotz all des Elends, das die Israeliten durch ihre Untreue verursacht hatten, liebte Elia sie immer noch. Auch wir können in unseren Gebeten erkennen lassen, dass uns an Gottes Namen, an Demut und an Mitgefühl für Hilfsbedürftige gelegen ist.

    Vor dem Gebet fragte sich die Volksmenge womöglich, ob sich die Existenz Jehovas genauso wie die des Baal als frei erfunden herausstellen würde. Nach dem Gebet war dafür keine Zeit mehr, denn der Bericht sagt: „Hierauf fiel das Feuer Jehovas herab und verzehrte dann das Brandopfer und die Holzstücke und die Steine und den Staub, und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf“ (1. Könige 18:38). Welch eine spektakuläre Antwort! Und wie reagierte das Volk darauf?

    „Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!“, riefen sie alle (1. Könige 18:39). Endlich sahen sie ein, wie es sich wirklich verhielt. Aber sie hatten immer noch keinen Glauben erkennen lassen. Anzuerkennen, dass Jehova der wahre Gott ist, wenn man nach einem Gebet Feuer vom Himmel fallen sieht, ist wahrlich kein eindrucksvoller Glaubensbeweis. Elia verlangte daher mehr von ihnen. Er forderte das, was sie schon viele Jahre früher hätten tun sollen: dem Gesetz gehorchen. Nach dem Gesetz Gottes sollten falsche Propheten und Götzendiener zu Tode gebracht werden (5. Mose 13:5-9). Diese Baalspriester waren verschworene Feinde Jehovas und arbeiteten absichtlich gegen seine Vorsätze. Verdienten sie Barmherzigkeit? Welche Barmherzigkeit hatte man denn den unschuldigen Kindern erwiesen, als sie als Opfer für den Baal lebendig verbrannten? (Sprüche 21:13; Jeremia 19:5). Jene Männer verdienten beileibe keine Barmherzigkeit. Daher befahl Elia, sie hinzurichten, und das geschah auch (1. Könige 18:40).

    Kritiker bemängeln heutzutage das Nachspiel dieser Probe auf dem Karmel. Sie befürchten womöglich, intolerante religiöse Eiferer könnten damit Gewalttaten rechtfertigen. Und leider gibt es heute nur allzu viele dieser Eiferer. Doch Elia war nicht intolerant. Er führte im Namen Jehovas eine gerechte Hinrichtung aus. Überdies wissen wir, dass wir nicht wie Elia zum Schwert greifen dürfen, um die Bösen aus dem Weg zu räumen. Seit dem Kommen des Messias gilt für alle seine Jünger als Norm, was er zu Petrus sagte: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Matthäus 26:52). Jehova wird seinem Recht durch seinen Sohn Geltung verschaffen.

    Als wahre Christen sind wir verpflichtet, gemäß unserem Glauben zu leben (Johannes 3:16). Treue Menschen wie Elia sind uns darin ein gutes Vorbild. Elia betete ausschließlich Jehova an und forderte andere ebenfalls dazu auf. Mutig entlarvte er eine Religion als betrügerisch, durch die Satan Menschen von Jehova weglockte. Auch vertraute er nicht auf seine Fähigkeiten und seine Durchsetzungskraft, sondern darauf, dass Jehova alles richtigstellt. Ja, Elia trat für die reine Anbetung ein. Ahmen wir seinen Glauben nach!

    [Fußnoten]
    Mehr darüber, was Elia mit Ahab zu tun hatte, ist dem Artikel „Hast du Glauben wie Elia?“ im Wachtturm vom 1. April 1992 zu entnehmen.

    Der Karmel ist gewöhnlich üppig grün, denn die an den Hängen aufsteigenden feuchten Winde vom Meer her sorgen für häufigen Regen und genügend Tau. Da man Regen dem Gott Baal zuschrieb, war dieser Berg anscheinend ein bedeutender Ort des Baalskults. Ein unfruchtbarer, trockener Karmel war daher der ideale Ort, den Baalskult als Schwindel zu entlarven.

    Elia sagte zu ihnen ausdrücklich: „Doch sollt ihr kein Feuer daran legen“, das heißt an das Schlachtopfer. Wie Gelehrte erklären, benutzten solche Götzendiener oft Altäre mit einem nicht sichtbaren Hohlraum darunter. Von dort aus konnte das Opferholz angezündet werden, sodass es so aussah, als sei es auf übernatürliche Weise geschehen.

    WT vom 01.01.2008

  59. WT vom 15.12.2005am 22. Juni 2011 um 07:45 Link zum Kommentar

    Gottes Liebe zu seinem widerspenstigen Volk

    5 Jehova Gott bereitet es keine Freude, Menschen zu bestrafen, die ihm untreu werden. Wie ein liebevoller Vater wünscht er, dass die Bösen bereuen und zu ihm zurückkehren (Hesekiel 18:32; 2. Petrus 3:9). Zum Beweis dafür bediente sich Jehova in den Tagen Ahabs und Isebels mehrerer Propheten, um sein Volk vor den Folgen des Baalskults zu warnen. Einer von ihnen war Elia. Nachdem, wie vorausgesagt, eine verheerende Dürre eingetreten war, forderte Elia König Ahab auf, die Israeliten und die Baalspropheten auf dem Berg Karmel zu versammeln (1. Könige 18:1, 19).

    6 An dem Versammlungsort hatte früher ein Altar Jehovas gestanden, der „niedergerissen“ worden war — wahrscheinlich um Isebel gefällig zu sein (1. Könige 18:30). Die anwesenden Israeliten waren sich leider nicht sicher, wer am ehesten in der Lage war, den dringend benötigten Regen zu bringen — Jehova oder Baal. Baal wurde von 450 Propheten vertreten, Elia war dagegen der einzige Prophet, der für Jehova auftrat. Elia ging auf den Hauptgrund des Problems ein, als er das Volk fragte: „Wie lange werdet ihr auf zwei verschiedenen Meinungen hinken?“ Dann sagte er noch deutlicher, worum es eigentlich ging: „Wenn Jehova der wahre Gott ist, so folgt ihm nach; wenn es aber Baal ist, so folgt ihm nach.“ Um die unentschlossenen Israeliten zu veranlassen, ausschließlich Jehova ergeben zu sein, schlug Elia eine Erprobung der Göttlichkeit vor. Zwei Stiere wurden als Opfer geschlachtet, der eine für Jehova und der andere für Baal. Der wahre Gott würde sein Opfer durch Feuer verzehren lassen. Die Baalspropheten machten ihr Opfer bereit und riefen dann stundenlang: „O Baal, antworte uns!“ Als Elia sie zu verspotten begann, machten sie sich Einschnitte, bis Blut herausströmte, und sie riefen mit lautester Stimme. Eine Antwort blieb jedoch aus (1. Könige 18:21, 26-29).

    7 Jetzt kam Elia an die Reihe. Zunächst setzte er den Altar Jehovas instand und legte den in Stücke zerteilten jungen Stier darauf. Dann ließ er vier große Krüge Wasser über das Opfer gießen. Das wurde noch zweimal wiederholt, bis der Graben um den Altar voller Wasser war. Dann betete Elia: „O Jehova, du Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass es heute bekannt werden, dass du Gott bist in Israel und dass ich dein Knecht bin und ich nach deinem Wort alle diese Dinge getan habe. Antworte mir, o Jehova, antworte mir, damit dieses Volk erkenne, dass du, Jehova, der wahre Gott bist und du selbst ihr Herz zurückgewandt hast“ (1. Könige 18:30-37).

    8 Der wahre Gott reagierte darauf, indem er sowohl das Opfer als auch den Altar durch Feuer vom Himmel verzehren ließ. Das Feuer leckte sogar das Wasser im Graben rund um den Altar auf! Stellen wir uns die Wirkung auf die Israeliten vor. „Sie [fielen] sogleich auf ihr Angesicht und sprachen: ‚Jehova ist der wahre Gott! Jehova ist der wahre Gott!‘ “ Elia ging nun weiter entschlossen vor und befahl den Israeliten: „Ergreift die Propheten Baals! Lasst keinen einzigen von ihnen entrinnen!“ Alle 450 Baalspropheten wurden dann am Fuß des Berges Karmel hingerichtet (1. Könige 18:38-40).

    9 Noch an demselben unvergesslichen Tag ließ Jehova es zum ersten Mal nach dreieinhalb Jahren auf das Land regnen (Jakobus 5:17, 18). Wir können uns die angeregten Gespräche unter den Israeliten vorstellen, als sie nach Hause zurückkehrten; Jehova hatte seine Göttlichkeit gerechtfertigt. Die Baalsanbeter gaben jedoch nicht auf. Isebel setzte ihren Feldzug gegen die Diener Jehovas fort (1. Könige 19:1, 2; 21:11-16). So wurde die Lauterkeit des Volkes Gottes erneut erprobt. Wäre es Jehova gegenüber ausschließlich ergeben, wenn sein Tag des Gerichts an den Baalsanbetern käme?

    WT vom 15.12.2005

  60. Juleam 22. Juni 2011 um 07:54 Link zum Kommentar

    Was wir von Elia lernen können, finden wir hier auszugsweise im WT vom 01.04.2005

    „Ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren“

    Elia lebte ein Jahrhundert nach David. Er war einer der bedeutendsten Propheten Israels. In einer Zeit, in der Korruption und Unmoral überhand nahmen, trat Elia für die wahre Anbetung ein und ließ in seiner Ergebenheit gegenüber Jehova nie nach. Kein Wunder, dass Elisa, sein Nachfolger, Jehova den „Gott Elias“ nannte (2. Könige 2:14).

    Elia war jedoch kein Übermensch. Jakobus schrieb: „Elia war ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren“ (Jakobus 5:17). Nachdem er einmal Baalsanbetern in Israel eine schmerzliche Niederlage bereitet hatte, drohte Königin Isebel, ihn zu töten. Wie reagierte er darauf? Er geriet in Furcht und floh in die Wildnis. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und bat wehklagend: „Es ist genug! Nimm jetzt, o Jehova, meine Seele hinweg, denn ich bin nicht besser als meine Vorväter.“ Elia wollte kein Prophet mehr sein und wünschte sich, zu sterben (1. Könige 19:4).

    Aber Jehova zeigte Verständnis für Elias Gefühle. Er stärkte ihn und versicherte ihm, dass er nicht allein sei, da noch andere treu an der wahren Anbetung festgehalten hatten. Außerdem vertraute er Elia weiterhin und erteilte ihm einen neuen Auftrag (1. Könige 19:5-18).

    Elias Verfassung deutete nicht etwa darauf hin, dass er Gottes Gunst verloren hatte. Wen ließ Jehova ungefähr 1 000 Jahre später in einer Vision neben Christus Jesus erscheinen, als dieser in Gegenwart von Petrus, Jakobus und Johannes umgestaltet wurde? Moses und Elia (Matthäus 17:1-9). Offensichtlich betrachtete Jehova Elia als einen vorbildlichen Propheten. Obwohl Elia bloß „ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren“ war, schätzte es Gott, dass er hart arbeitete, um die reine Anbetung wiederherzustellen und seinen Namen zu heiligen.

    Unser innerer Kampf

    Auch heute kann es vorkommen, dass Diener Jehovas entmutigt oder ängstlich sind. Wie tröstlich ist es doch, zu wissen, dass Elia ebenso empfand! Und wie ermutigend, dass Jehova unseren inneren Kampf genauso versteht wie den Elias (Psalm 103:14).

    Einerseits lieben wir Gott und unseren Nächsten und möchten die gute Botschaft vom Königreich verkündigen. Andererseits sind wir vielleicht wegen der mangelnden Resonanz auf unser Predigen enttäuscht oder wegen der Drohungen von Feinden der wahren Anbetung verängstigt. Aber Jehova rüstet seine Diener heute genauso aus, ihre Tätigkeit fortzusetzen, wie er es bei Elia tat. Sehen wir uns einmal an, wie es bei Herbert und Gertrud war.

    Die beiden ließen sich 1952 in Leipzig als Zeugen Jehovas taufen. Diener Gottes hatten damals in der DDR kein leichtes Leben, denn ihr Predigtwerk war verboten. Welche Gefühle hatte Herbert, wenn er von Haus zu Haus predigte?

    „Manchmal waren wir sehr ängstlich. Wenn wir von Haus zu Haus gingen, wussten wir niemals, ob nicht ein Polizist auftauchen und uns verhaften würde.“ Was half Herbert und anderen, die Furcht zu überwinden? „Wir studierten sehr viel. Und Jehova gab uns die Kraft, mit dem Predigen fortzufahren.“ In seinem Dienst erlebte Herbert vieles, was ihn stärkte — manchmal auch amüsierte.

    Einmal traf Herbert eine Frau mittleren Alters an, die Interesse an der Bibel zeigte. Beim Rückbesuch einige Tage später war auch ein junger Mann anwesend, der sich die Unterhaltung mit anhörte. Nach einigen Minuten entdeckte Herbert etwas, was ihm einen Schreck einjagte. Auf einem Stuhl in der Zimmerecke lag eine Polizeimütze. Sie gehörte dem jungen Mann, und es war klar, dass er als Polizist Herbert verhaften würde.

    „Sie sind ein Zeuge Jehovas!“, rief der junge Mann aus. „Zeigen Sie mir Ihren Ausweis!“ Herbert gab ihm den Ausweis. Da geschah etwas Unerwartetes. Die Frau wandte sich an den Polizisten und sagte warnend zu ihm: „Wenn diesem gläubigen Mann etwas geschieht, bist du in diesem Haus nicht mehr willkommen.“

    Der junge Mann hielt kurz inne, gab Herbert den Ausweis zurück und ließ ihn gehen. Später erfuhr Herbert, dass der Polizist in die Tochter der Frau verliebt war. Offensichtlich war er der Meinung, es sei besser, sich weiter um das Mädchen zu bemühen, als Herbert festzunehmen.

    WT 01.04.2005

  61. WT 01.04.1992am 22. Juni 2011 um 08:08 Link zum Kommentar

    Hast du Glauben wie Elia?

    DIE heutige menschliche Gesellschaft untergräbt den Glauben. Intellektuelle ziehen die Existenz Gottes ins Lächerliche. Religiöse Heuchler machen Gott zum Gespött. Und die Welt im allgemeinen handelt in zunehmendem Maß so, als würde er überhaupt keine Rolle spielen. Ganz gleich, ob diese Ansichten jemanden einschüchtern, ihn entmutigen oder Gleichgültigkeit bei ihm hervorrufen, das Ergebnis ist in jedem Fall dasselbe: Sein Glaube schwindet dahin. Kein Wunder, daß der Apostel Paulus einen Mangel an Glauben als „die uns leicht umstrickende Sünde“ bezeichnete! (Hebräer 12:1).

    Vielleicht bemühte sich Paulus deshalb besonders, die Aufmerksamkeit auf das Leben von Männern und Frauen zu lenken, die einen starken Glauben hatten (Hebräer, Kapitel 11). Solche Beispiele können uns anspornen und unseren Glauben stärken. Betrachten wir einmal den Propheten Elia, und zwar nur den ersten Teil seiner langen, ausgefüllten Prophetenlaufbahn. Er lebte während der Regierung König Ahabs und dessen heidnischer Gemahlin, Königin Isebel, zu einer Zeit, als — genau wie heute — der Glaube an den wahren Gott im Schwinden begriffen war.

    Das verderbte Zehnstämmereich

    Welch ein Paar sie doch abgaben! Ahab war der siebte König des Zehnstämmereiches Israel. Seine sechs Vorgänger waren zwar schon wegen ihrer Bosheit berüchtigt gewesen, aber Ahab übertraf sie alle. Er setzte nicht nur die verwerfliche Kälberanbetung des Landes fort, sondern heiratete auch die fremdländische Prinzessin Isebel und führte so eine entartetere Form der Anbetung des falschen Gottes Baal ein, als das Land bis dahin gekannt hatte (1. Könige 16:30-33).

    Isebel war seit frühester Kindheit in den Baalskult verstrickt. Ihr Vater Ethbaal, ein Priester der Aschtoret (der Frau Baals), hatte durch Meuchelmord den Thron des unmittelbar nördlich von Israel gelegenen Königreiches Sidon an sich gerissen. Isebel veranlaßte ihren charakterschwachen Mann, den Baalskult in Israel fest zu etablieren. Bald gab es im Land 450 Propheten dieses falschen Gottes und 400 Propheten der Göttin Aschera, die alle am königlichen Tisch aßen. Wie Jehova, der wahre Gott, ihre Form der Anbetung doch verabscheute! Phallussymbole, Fruchtbarkeitsriten, Tempelprostituierte (sowohl männliche als auch weibliche) und sogar Kinderopfer gehörten zu den hervorstechenden Merkmalen dieser abstoßenden Religion. Mit der Zustimmung Ahabs breitete sie sich ungehindert im ganzen Königreich aus.

    Millionen Israeliten vergaßen Jehova, den Schöpfer der Erde und Urheber des Wasserkreislaufs. Ihrer Ansicht nach segnete Baal das Land mit Regen am Ende der Trockenzeit. Jedes Jahr erhofften sie von diesem „Wolkenreiter“, dem sogenannten Gott der Fruchtbarkeit und der Regenzeit, daß er die Trockenperiode beendete. Jahr für Jahr setzte der Regen ein. Jahr für Jahr wurde Baal die Ehre dafür gegeben.

    Elia kündigt eine Dürre an

    Wahrscheinlich war es am Ende eines langen, regenlosen Sommers — gerade als das Volk von Baal den lebensnotwendigen Regen zu erwarten begann —, als Elia auf dem Schauplatz erschien. So plötzlich wie ein Donnerschlag taucht Elia im Bibelbericht auf. Über seine Herkunft erfahren wir kaum etwas, über seine Abstammung nichts. Aber im Gegensatz zu Donner war Elia nicht der Vorbote eines Regensturms. Er verkündete Ahab: „So wahr Jehova, der Gott Israels, lebt, vor dem ich ja stehe, es wird während dieser Jahre weder Tau noch Regen geben, außer auf Befehl meines Wortes!“ (1. Könige 17:1).

    Stell dir einmal diesen Mann vor, bekleidet mit einem schlichten härenen Gewand. Er stammt aus der rauhen Berggegend von Gilead und ist wahrscheinlich unter einfachen Hirten von Kleinviehherden aufgewachsen. Elia steht vor dem mächtigen König Ahab, vielleicht mitten in dessen riesigem Palast mit dem berühmten Elfenbeinhaus, den prächtigen, fremdartigen Verzierungen und imposanten Götzen. Dort, in der befestigten Stadt Samaria, wo geschäftiges Treiben herrscht und man die Anbetung Jehovas nahezu vergessen hat, teilt Elia Ahab mit, daß dessen Gott, Baal, machtlos, etwas Nichtseiendes ist. Der Prophet erklärt, daß es in diesem Jahr und auch in den kommenden Jahren weder Regen noch Tau geben wird.

    Wie erlangte Elia einen solchen Glauben? War er denn nicht eingeschüchtert, als er vor diesem arroganten, abtrünnigen König stand? Das ist gut möglich. Mehr als tausend Jahre später versicherte Jesu Halbbruder Jakobus, daß Elia „ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren“ war (Jakobus 5:17). Man beachte jedoch Elias Worte: „So wahr Jehova, der Gott Israels, lebt, vor dem ich ja stehe.“ Elia dachte stets daran, daß er als Diener Jehovas vor einem viel höheren Thron stand als demjenigen Ahabs — vor dem Thron des Souveränen Herrn des Universums! Er war ein Vertreter oder Abgesandter des Thrones Jehovas. Warum sollte er sich also vor Ahab fürchten, einem winzigen menschlichen Monarchen, der Jehovas Segen verloren hatte?

    Daß Jehova für Elia eine Realität war, kam nicht von ungefähr. Der Prophet hatte zweifellos den Bericht über Gottes Handlungsweise mit seinem Volk studiert. Jehova hatte die Israeliten gewarnt, daß er sie mit Dürre und Hungersnot bestrafen würde, wenn sie sich der Anbetung falscher Götter zuwenden würden (5. Mose 11:16, 17). Im Vertrauen darauf, daß Jehova sein Wort immer erfüllt, „betete [Elia] . . ., daß es nicht regnen möge“ (Jakobus 5:17).

    Glauben durch das Befolgen von Anweisungen gezeigt

    Im Moment jedoch brachte sich Elia durch seine Ankündigung in Lebensgefahr. Nun mußte er eine weitere Facette seines Glaubens unter Beweis stellen. Um am Leben zu bleiben, mußte er treu Jehovas Anweisungen befolgen: „Geh weg von hier, und du sollst deinen Weg ostwärts wenden und dich im Wildbachtal Kerith, das östlich vom Jordan ist, verbergen. Und es soll geschehen, daß du aus dem Wildbach trinken solltest, und ich werde gewiß den Raben gebieten, dich dort mit Nahrung zu versorgen“ (1. Könige 17:3, 4).

    Elia gehorchte sofort. Wollte er die Dürre und die Hungersnot, die das Land heimsuchten, überleben, dann mußte er sich auf alle Vorkehrungen verlassen, die Jehova für ihn treffen mochte. Das war durchaus nicht leicht. Es bedeutete, sich versteckt zu halten und monatelang völlig isoliert zu leben. Es bedeutete, Fleisch und Brot zu essen, das ihm Raben brachten — aasfressende Vögel, die gemäß dem mosaischen Gesetz als unrein galten —, und auf Jehova zu vertrauen, daß es sich bei dem Fleisch nicht um Aas handelte, sondern um Fleisch, das vorschriftsmäßig ausgeblutet war. Einigen Bibelkommentatoren erscheint das lang andauernde Wunder derart unwahrscheinlich, daß sie die Ansicht äußern, das ursprüngliche Wort bedeute hier keinesfalls „Raben“, sondern „Araber“. Aber Raben eigneten sich in diesem Fall ausgezeichnet. Keiner hätte vermutet, daß die Nahrungsbrocken, die diese verachteten, unreinen Vögel auf ihrem Flug in die Wildnis im Schnabel hatten, eigentlich für Elia bestimmt waren, den Ahab und Isebel in allen umliegenden Königreichen suchten (1. Könige 18:3, 4, 10).

    Während die Dürre andauerte, könnte sich Elia wegen seines Wasservorrats im Wildbachtal Kerith Gedanken gemacht haben. Die meisten Wildbachtäler in Israel trocknen bei Dürre aus, und „am Ende einer Anzahl Tage“ war auch das Wildbachtal Kerith ausgedörrt. Kannst du dir vorstellen, wie Elia empfand, als der Bach allmählich zu einem Rinnsal wurde und das Wasser in den Tümpeln Tag für Tag immer mehr zurückging? Bestimmt fragte er sich, was geschehen würde, wenn es kein Wasser mehr gab. Trotzdem blieb Elia treu an seinem Platz. Erst als der Bach ausgetrocknet war, erteilte ihm Jehova die nächste Anweisung. Sie lautete: Geh nach Zarephath. Dort sollte der Prophet im Haus einer Witwe versorgt werden (1. Könige 17:7-9).

    Zarephath! Diese Ortschaft gehörte zur Stadt Sidon, aus der Isebel stammte und wo ihr eigener Vater als König regiert hatte. Wäre es dort sicher? Diese Frage mag sich Elia gestellt haben. Dessenungeachtet „machte er sich auf und ging“ (1. Könige 17:10).

    Jehova sorgt für Nahrung und gibt Leben

    Elias Gehorsam wurde bald belohnt. Wie vorausgesagt, traf er die Witwe, und sie hatte genau den Glauben, den er bei seinen Landsleuten so sehr vermißte. Diese arme Witwe hatte nur noch so viel Mehl und Öl, daß sie eine einzige Mahlzeit, die letzte, für sich und ihren kleinen Sohn zubereiten konnte. Aber selbst in einer solch extremen Notlage war sie bereit, zuerst für Elia Brot zu backen, weil sie auf seine Verheißung vertraute, daß Jehova ihren Ölkrug und ihren Mehlkrug immer wieder füllen würde, solange Bedarf bestünde. Kein Wunder, daß Jesus Christus auf das Beispiel jener treuen Witwe hinwies, als er die treulosen Israeliten seiner Tage verurteilte! (1. Könige 17:13-16; Lukas 4:25, 26).

    Trotz des Wunders sollte allerdings sowohl der Glaube der Witwe als auch derjenige Elias auf eine harte Probe gestellt werden. Plötzlich starb ihr Sohn. In ihrer übergroßen Traurigkeit nahm sie an, daß der tragische Verlust etwas mit Elia, dem „Mann des wahren Gottes“, zu tun hatte. Sie wollte wissen, ob sie für irgendeine frühere Sünde bestraft wurde. Doch Elia nahm das leblose Kind aus ihren Armen und trug es in ein Dachgemach. Er wußte, daß Jehova nicht nur für Nahrung sorgen kann. Jehova ist der Quell des Lebens! Somit betete Elia inbrünstig und wiederholt, das Kind möge zum Leben zurückkehren.

    Elia war nicht der erste, der einen solchen Glauben an die Auferstehung bekundete, aber gemäß dem Bibelbericht war er der erste, der jemanden auferwecken durfte. Der Junge „lebte auf“! Die Mutter muß vor Freude außer sich gewesen sein, als Elia ihn zu ihr brachte und einfach sagte: „Siehe, dein Sohn lebt.“ Zweifellos unter Tränen erwiderte sie: „Nun weiß ich wirklich, daß du ein Mann Gottes bist und daß Jehovas Wort in deinem Mund wahr ist“ (1. Könige 17:17-24).

    „Mein Gott ist Jehova“

    Wie bewegend und wie passend, daß Elias Name „Mein Gott ist Jehova“ bedeutet! Während der Dürre und der Hungersnot gab Jehova ihm zu essen und zu trinken; als der Sittenverfall immer mehr zunahm, gab Jehova ihm vernünftige Anleitungen; in Zeiten der Trauer gebrauchte Jehova ihn, jemanden zum Leben zu erwecken. Und wie es scheint, wurde Elia jedesmal, wenn es darum ging, den Glauben an seinen Gott unter Beweis zu stellen — indem er darauf vertraute, daß Gott für ihn sorgte, indem er seine Anweisungen befolgte und indem er sich darauf verließ, daß Gott seinen Namen heiligen würde —, damit belohnt, daß er zusätzliche Gründe erhielt, seinen Glauben in Jehova zu setzen. Das traf auch zu, als er weiterhin schwierige und sogar gefährliche Zuteilungen von Jehova, seinem Gott, annahm; tatsächlich lagen einige seiner spektakulärsten Wunder noch vor ihm. (Siehe 1. Könige, Kapitel 18.)

    Ebenso verhält es sich mit Jehovas Dienern heute. Wir mögen nicht durch ein Wunder gespeist werden oder jemanden auferwecken dürfen; jetzt ist nicht die Zeit für derartige Wunder. Aber Jehova hat sich seit den Tagen Elias nicht im geringsten verändert (1. Korinther 13:8; Jakobus 1:17).

    Vielleicht erhalten auch wir herausfordernde Zuteilungen, schwierige und gefährliche Gebiete, die mit der göttlichen Botschaft erreicht werden sollen. Möglicherweise müssen wir Verfolgung erdulden. Mitunter mögen wir sogar Hunger leiden. Doch treuen Menschen und seiner Organisation als Gesamtheit hat Jehova wiederholt bewiesen, daß er seine Diener noch immer führt und schützt. Er gibt ihnen noch immer die Kraft, sämtliche Aufgaben zu erfüllen, die er ihnen überträgt. Und er hilft ihnen noch immer, mit allen Prüfungen fertig zu werden, die in dieser unruhigen Welt über sie kommen mögen (Psalm 55:22).

    [Fußnote]
    Sowohl Jesus als auch Jakobus sagen, daß es im Land „drei Jahre und sechs Monate“ nicht regnete. Doch von Elia heißt es, daß er „im dritten Jahr“ — zweifellos von dem Tag an gerechnet, als er die Dürre ankündigte — vor Ahab erschien, um die Dürre zu beenden. Folglich muß er nach einer ausgedehnten regenlosen Trockenperiode zum erstenmal wieder vor Ahab gestanden haben (Lukas 4:25; Jakobus 5:17; 1. Könige 18:1).

    WT 01.04.1992

  62. WT 15.06.1980am 22. Juni 2011 um 08:13 Link zum Kommentar

    Gottes Wort ist lebendig

    Du bist nicht allein

    BIST du schon einmal entmutigt gewesen, weil du dachtest, es gebe niemand, der die gleiche Gesinnung habe wie du? Fiel es dir schwer, standhaft für das einzutreten, was du für richtig hieltest, als alle anderen gegen dich waren? Hattest du das Gefühl, ganz allein zu sein?

    Der hebräische Prophet Elia machte eine solche Erfahrung, nachdem er eine übernatürliche Kundgabe göttlicher Macht erlebt hatte. Als Antwort auf sein Gebet kam Feuer vom Himmel hernieder und verzehrte sein von Wasser durchtränktes Opfer und den Altar. Dadurch wurde allen Anwesenden, zu denen auch König Ahab gehörte, bewiesen, daß Jehova tatsächlich der wahre Gott war, wohingegen Baal die Gebete seiner 450 Propheten nicht beantworten konnte. Auf Elias Anweisung wurden diese Propheten hingeschlachtet. Jehova erhörte noch ein weiteres Gebet Elias, indem er durch einen starken Regen eine lange Dürrezeit beendete (1. Kö. 18:21-45).

    Während Gottes Geist auf Elia ruhte, rannte der Prophet dem Wagen Ahabs voraus und traf noch vor dem König in Jesreel ein. Als Königin Isebel von ihrem Mann erfuhr, was Elia den Baalspriestern angetan hatte, ließ sie dem Propheten sagen: „So mögen die Götter tun und so mögen sie hinzufügen, wenn ich nicht morgen zu dieser Zeit deine Seele der Seele eines jeden von ihnen gleichmachen werde!“ (1. Kö. 18:46 bis 19:2).

    Aus Furcht ergriff Elia zusammen mit seinem Diener die Flucht. Von Beer-Scheba aus setzte der Prophet seinen Weg allein fort und gelangte schließlich zum Horeb auf der Sinaihalbinsel. Er betrat eine Höhle, um die Nacht dort zu verbringen. Jehova Gott stellte ihm die Frage: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ Entmutigt antwortete Elia: „Die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, so daß nur ich übriggeblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zur trachten, um sie hinwegzunehmen“ (1. Kö. 19:3 bis 10).

    War aber Elia wirklich der einzige, der Jehova diente? Nein. Er wußte nichts davon, daß es noch einen Überrest treuer Israeliten gab. Jehova sprach daher zu ihm: „Ich habe siebentausend in Israel übrigbleiben lassen, alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküßt hat“ (1. Kö. 19:18). Doch Elia war auch in einer anderen Hinsicht nicht allein. Er hatte die Unterstützung Jehovas und eines Heeres mächtiger Engel. (Vergleiche 2. Könige 6:15-17.)

    Wenn wir uns also allein fühlen, sollten wir daran denken, daß es noch viele andere gibt, die unter ähnlichen Prüfungen treu ausharren, und daß wir unter der Obhut mächtiger Geistpersonen stehen. Wir sollten die ermunternden Worte der Bibel zu Herzen nehmen: „Die gleichen Dinge in bezug auf Leiden [vollziehen] sich an eurer ganzen Bruderschaft in der Welt“ (1. Petr. 5:9). „Der Engel Jehovas lagert sich rings um die her, die ihn fürchten, und er befreit sie“ (Ps. 34:7).

  63. WT 15.08.2008am 22. Juni 2011 um 08:28 Link zum Kommentar

    Von Herzen kommende Loyalität bewahren

    „Ich werde wandeln in deiner Wahrheit. Einige mein Herz, deinen Namen zu fürchten“ (PS. 86:11).

    WIE kommt es, dass manche Christen jahrelange Haft oder Verfolgung treu ertragen, später aber dem Materialismus nachgeben? Das hängt mit dem sinnbildlichen Herzen zusammen — damit, was wir im Inneren wirklich sind. Der 86. Psalm bringt Loyalität mit einem geeinten, das heißt mit einem ungeteilten Herzen in Verbindung. David betete: „O behüte doch meine Seele, denn ich bin loyal. Rette deinen Knecht — du bist mein Gott —, der auf dich vertraut.“ Und er bat darum: „Unterweise mich, o Jehova, in deinem Weg. Ich werde wandeln in deiner Wahrheit. Einige mein Herz, deinen Namen zu fürchten“ (Ps. 86:2, 11).

    2 Wenn wir nicht mit ganzem Herzen auf Jehova vertrauen, wird es immer Interessen, Neigungen oder Vorlieben geben, die unsere Loyalität gegenüber dem wahren Gott untergraben. Selbstsüchtige Wünsche gleichen Minen, die auf unserem Weg verborgen sind. Sogar wer seine Treue zu Jehova bereits unter sehr schwierigen Verhältnissen bewiesen hat, ist nicht immun gegen die Fallen, die Satan aufstellt. Es ist also äußerst wichtig, rechtzeitig — bevor man in Prüfungen oder Versuchungen gerät — von Herzen kommende Loyalität Jehova gegenüber zu entwickeln. Die Bibel rät: „Mehr als alles sonst, was zu behüten ist, behüte dein Herz“ (Spr. 4:23). Analysieren wir daher einmal, was einem Propheten aus Juda widerfuhr, den Jehova nach Israel zu König Jerobeam geschickt hatte. Was lernen wir daraus?

    „Lass mich dir eine Gabe geben“

    3 Versetzen wir uns einmal in folgende Szene: Soeben hat ein Mann Gottes König Jerobeam eine vernichtende Botschaft überbracht. Der König, der im nördlichen Zehnstämmereich Israel die Kälberanbetung eingeführt hatte, ist außer sich vor Wut! Er befiehlt seinen Männern, den Boten zu ergreifen. Doch Jehova ist mit seinem Diener, denn in dem Moment, als der König zornentbrannt auf ihn zeigt, verdorrt seine Hand und der Götzenaltar bricht auseinander. Schlagartig verändert sich Jerobeams Verhalten. „Besänftige bitte das Angesicht Jehovas, deines Gottes“, fleht er, „und bete für mich, dass mir meine Hand wiederhergestellt werde“ (1. Kö. 13:1-6). Der Prophet betet und . . . die Hand des Königs wird geheilt.

    4 Darauf lädt Jerobeam den Mann des wahren Gottes ein: „Komm doch mit mir nach Hause, und nimm eine Stärkung, und lass mich dir eine Gabe geben“ (1. Kö. 13:7). Wie wird sich der Prophet jetzt verhalten? Soll er die Gastfreundschaft des Königs annehmen, obwohl er ihm gerade eine Gerichtsbotschaft überbracht hat? (Ps. 119:113). Oder soll er die Einladung ablehnen, obwohl der König scheinbar bereut? Jerobeam ist zweifellos reich genug, seinen Freunden großzügige Geschenke zu machen. Falls Gottes Prophet insgeheim materielle Begierden hegt, ist das Angebot des Königs wahrscheinlich äußerst verlockend. Doch Jehova hatte dem Propheten ausdrücklich geboten: „Du sollst weder Brot essen noch Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Weg zurückkehren, den du gegangen bist.“ Daher antwortet der Prophet unmissverständlich: „Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, würde ich nicht mit dir kommen und Brot essen oder Wasser trinken an diesem Ort.“ Dann verlässt der Prophet Bethel auf einem anderen Weg (1. Kö. 13:8-10). Was lehrt uns die Entscheidung des Propheten über von Herzen kommende Loyalität? (Röm. 15:4).

    „Zufrieden sein“

    5 Materialismus bringt man auf den ersten Blick vielleicht nicht mit Loyalität in Verbindung. Doch vertrauen wir wirklich darauf, dass Jehova uns mit allem versorgen wird, was wir benötigen, so wie er es versprochen hat? (Mat. 6:33; Heb. 13:5). Macht es uns etwas aus, auf einige „schöne“ Dinge des Lebens zu verzichten, wenn wir sie uns momentan nicht leisten können, oder sind sie uns jeden Preis wert? (Lies Philipper 4:11-13.) Würden wir eine Gelegenheit, uns mehr im Dienst oder in der Versammlung einzusetzen, ungenutzt lassen, nur weil uns etwas anderes gerade wichtiger ist? Hat der treue Dienst für Jehova in unserem Leben oberste Priorität? Unsere Antworten lassen weitgehend erkennen, ob wir Gott mit ganzem Herzen dienen oder nicht. Paulus schrieb: „Sie ist ein Mittel zu großem Gewinn, diese Gottergebenheit zusammen mit Selbstgenügsamkeit. Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und wir können auch nichts mit hinaustragen. Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein“ (1. Tim. 6:6-8).

    6 Möglicherweise bietet unser Arbeitgeber uns eine Beförderung mit besserer Bezahlung und anderen Vorteilen an. Oder wir erhalten die Chance, mehr zu verdienen, wenn wir ins Ausland oder in eine andere Gegend ziehen. Spontan könnten einem solche Gelegenheiten wie ein Geschenk von Jehova erscheinen. Dennoch wäre es ratsam, sich über seine Beweggründe klar zu werden, ehe man etwas unternimmt. Die wichtigste Frage für uns sollte sein: Wie wird sich meine Entscheidung auf mein Verhältnis zu Jehova auswirken?

    7 Satans System fördert rücksichtslos den Materialismus. (Lies 1. Johannes 2:15, 16.) Der Teufel hat sich zum Ziel gesetzt, unser Herz zu verderben. Wir müssen also wachsam bleiben, damit wir materialistische Wünsche erkennen und ausmerzen können, ehe sie sich in unserem Herzen festsetzen (Offb. 3:15-17). Jesus fiel es nicht schwer abzulehnen, als Satan ihm alle Königreiche dieser Welt anbot (Mat. 4:8-10). Er sagte warnend: „Haltet eure Augen offen, und hütet euch vor jeder Art von Habsucht, denn wenn jemand auch in Fülle hat, kommt doch sein Leben nicht aus den Dingen, die er besitzt“ (Luk. 12:15). Loyalität wird uns helfen, auf Jehova zu vertrauen und nicht auf uns selbst.

    Ein alter Prophet „täuschte ihn“

    8 Hätte Gottes Prophet seine Heimreise einfach fortgesetzt, wäre für ihn alles gut ausgegangen. Doch kaum aufgebrochen, stand er erneut einer Prüfung gegenüber. Die Bibel berichtet: „Ein gewisser alter Prophet wohnte in Bethel, und seine Söhne kamen nun heim und erzählten ihm von all dem“, was sich an jenem Tag zugetragen hatte. Der alte Mann hört den Bericht, lässt seinen Esel satteln und reitet dem Propheten Gottes hinterher. Als er ihn bald darauf unter einem großen Baum sitzend findet, fordert er ihn auf: „Geh mit mir nach Hause, und iss Brot.“ Da der Mann des wahren Gottes die Einladung ablehnt, entgegnet ihm der alte Mann: „Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel selbst hat zu mir durch das Wort Jehovas geredet, indem er sprach: ‚Lass ihn mit dir zu deinem Haus zurückkommen, damit er Brot esse und Wasser trinke.‘ “ Doch die Bibel ergänzt: „Er täuschte ihn“ (1. Kö. 13:11-18).

    9 Ganz gleich, welche Beweggründe der alte Prophet gehabt haben mag: Er hat gelogen. Vielleicht war der alte Mann ja früher einmal ein treuer Prophet Jehovas. Doch jetzt handelte er trügerisch, und das wird in der Bibel deutlich verurteilt. (Lies Sprüche 3:32.) Wer seine Mitmenschen absichtlich täuscht, setzt nicht nur sein eigenes Verhältnis zu Jehova aufs Spiel, sondern oft auch das der anderen.

    „Er ging mit ihm zurück“

    10 Der Prophet aus Juda hätte die List des alten Propheten durchschauen müssen. Er hätte überlegen können: „Wenn Jehova tatsächlich neue Anweisungen für mich hat, warum schickt er seinen Engel dann zu jemand anderem?“ Der Prophet hätte auch Jehova selbst befragen können, was er jetzt tun soll, doch aus der Bibel geht nichts dergleichen hervor. Stattdessen „ging er mit . . . [dem alten Propheten] zurück, damit er Brot esse in seinem Haus und Wasser trinke.“ Das gefiel Jehova überhaupt nicht. Als der betrogene Prophet schließlich nach Juda aufbrach, wurde er von einem Löwen angefallen und getötet. Was für ein tragisches Ende für diesen Propheten! (1. Kö. 13:19-25).

    11 Ganz anders der Prophet Ahija, der zu Jerobeam gesandt worden war, um ihn als König zu salben. Er blieb bis ins hohe Alter treu. Als Ahija bereits alt und blind war, sandte Jerobeam seine Frau zu ihm, um zu erfahren, wie es mit ihrem kranken Sohn ausgehen werde. Ahija sagte offen voraus, dass Jerobeams Sohn sterben wird (1. Kö. 14:1-18). Zweifellos wurde Ahija auf vielfältige Weise gesegnet, unter anderem dadurch, dass er etwas zu Gottes inspiriertem Wort beitragen konnte. Seine Aufzeichnungen dienten nämlich in späterer Zeit dem Priester Esra als Quellenmaterial (2. Chr. 9:29).

    12 Die Bibel sagt nichts darüber, warum der jüngere Prophet nicht Jehova befragte, bevor er seinen Heimweg unterbrach, um mit dem älteren Mann zu essen und zu trinken. Könnte es sein, dass der alte Mann ihm das gesagt hat, was er hören wollte? Was können wir daraus lernen? Zum einen müssen wir hundertprozentig davon überzeugt sein, dass Jehovas Anforderungen immer ihre Berechtigung haben. Und zum anderen müssen wir fest entschlossen sein, sie auch dann zu befolgen, wenn es uns nicht leichtfällt.

    13 Manche bitten um einen Ratschlag, hören dann aber nur das heraus, was sie hören wollen. Dazu ein Beispiel: Einem Verkündiger wird eine Arbeitsstelle angeboten, die ihm wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit für seine Familie und die Theokratie lässt. Er fragt einen Ältesten, was er ihm raten würde. Der Älteste stellt erst einmal klar, dass es ihm nicht zusteht, anderen zu sagen, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen sollen. Dann bespricht er mit dem Bruder aber auch, welche Nachteile die Arbeitsstelle für sein Leben als Christ hätte. Wird sich der Bruder später nur an die einleitenden Bemerkungen des Ältesten erinnern, oder wird er auch das ernst nehmen, was er ihm danach gesagt hat? Natürlich muss der Bruder entscheiden, was für sein Glaubensleben das Beste ist.

    14 Ein anderes Beispiel: Eine Glaubensschwester fragt einen Ältesten, ob sie sich von ihrem ungläubigen Ehemann trennen sollte. Mit Sicherheit erklärt ihr der Älteste, dass sie diese Entscheidung selbst treffen muss. Dann bespricht er mit ihr, was die Bibel zu diesem Thema sagt (1. Kor. 7:10-16). Wird sich die Schwester ernsthaft mit dem auseinandersetzen, was der Älteste ihr sagt? Oder steht für sie ohnehin schon fest, dass sie ihren Mann verlassen wird? Bei ihrer Entscheidung sollte sie auf jeden Fall unter Gebet über den biblischen Standpunkt nachdenken.

    Bescheiden sein

    15 Was können wir noch aus dem Fehler des Propheten aus Juda lernen? In Sprüche 3:5 heißt es: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand.“ Anstatt sich wie in der Vergangenheit weiterhin auf Jehova zu stützen, verließ sich der Prophet diesmal auf sein eigenes Urteil. Dieser Fehler kostete ihn Gottes Anerkennung und das Leben. Sein Fall unterstreicht nachdrücklich, wie wichtig es ist, Jehova mit Bescheidenheit und Loyalität zu dienen.

    16 Der Mensch neigt zum Selbstbetrug. „Das Herz ist verräterischer als sonst irgendetwas und ist heillos“ (Jer. 17:9). Um Jehova gegenüber loyal bleiben zu können, müssen wir ständig daran arbeiten, die alte Persönlichkeit mit ihrer Neigung zu Selbstüberschätzung und Selbstsicherheit abzulegen. Außerdem müssen wir die neue Persönlichkeit anziehen, „die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist“. (Lies Epheser 4:22-24.)

    17 „Weisheit ist bei den Bescheidenen“, lesen wir in Sprüche 11:2. Uns bescheiden auf Jehova zu verlassen hilft uns, folgenschwere Fehler zu vermeiden. Beispielsweise kann Entmutigung leicht dazu führen, dass wir eine Situation nicht richtig einschätzen (Spr. 24:10). Wir könnten den einen oder anderen Bereich des heiligen Dienstes mehr und mehr als Last empfinden. Vielleicht haben wir das Gefühl, all die Jahre schon genug getan zu haben, und denken, dass jetzt andere an der Reihe sind. Oder wir wünschen uns manchmal einfach nur ein „normaleres“ Leben. Doch wenn wir uns „mit allen Kräften“ bemühen und „allezeit reichlich beschäftigt sind im Werk des Herrn“, behüten wir unser Herz (Luk. 13:24, Einheitsübersetzung; 1. Kor. 15:58).

    18 Manchmal steht man vor einer schwierigen Entscheidung und kann einfach nicht erkennen, was das Richtige ist. Neigen wir dann dazu, uns auf uns selbst zu verlassen? In solchen Situationen ist es nur klug, Jehova um Anleitung zu bitten. „Wenn es also einem von euch an Weisheit fehlt“, heißt es in Jakobus 1:5, „so bitte er Gott unablässig, denn er gibt allen großmütig.“ Unser himmlischer Vater wird uns seinen heiligen Geist geben, damit wir gute Entscheidungen treffen können. (Lies Lukas 11:9, 13.)

    Entschlossen, loyal zu bleiben

    19 Nachdem Salomo sich von der wahren Anbetung abgewandt hatte, folgten turbulente Jahre, in denen die Loyalität der Diener Gottes auf eine harte Probe gestellt wurde. Obwohl viele auf die eine oder andere Art untreu wurden, gab es dennoch einige, die weiter loyal zu Jehova standen.

    20 Auch wir stehen Tag für Tag vor kleineren oder größeren Entscheidungen, in denen sich unsere Loyalität bewähren muss. Und auch wir können treu bleiben. Halten wir also stets mit ganzem Herzen loyal zu Jehova, in dem unerschütterlichen Vertrauen, dass er seine Loyalgesinnten auch in Zukunft segnen wird (2. Sam. 22:26).
    [Fußnote]

    Die Bibel sagt nichts darüber, ob Jehova den alten Propheten mit dem Tod bestraft hat.

  64. WT 01.07.2011am 22. Juni 2011 um 20:07 Link zum Kommentar

    Ihren Glauben nachahmen
    Er ließ sich von seinem Gott trösten und Kraft geben

     

    ELIA rannte durch den strömenden Regen. Es wurde immer dunkler. Bis Jesreel war es noch ziemlich weit, und Elia war nicht mehr der Jüngste. Aber er rannte und rannte, denn „die Hand Jehovas selbst“ war über ihm. Eine unglaubliche Energie durchströmte ihn, wie wohl nie zuvor in seinem Leben. Gerade eben hatte er doch tatsächlich das Pferdegespann von König Ahab überholt! (1. Könige 18:46).

    König Ahab war jetzt ein ganzes Stück hinter ihm. Vor Elia lag nur der weite Weg. Stellen wir uns vor, wie er da so lief, wie ihm der Regen ins Gesicht peitschte und er über den ereignisreichsten Tag seines Lebens nachdachte: Was für ein triumphaler Sieg für seinen Gott Jehova und die wahre Anbetung! Weit in der Ferne, eingehüllt von dunklen Regenwolken, lagen die windgepeitschten Höhen des Karmels. Dort hatte Jehova durch Elia ein Wunder gewirkt und dem Baalskult einen gewaltigen Schlag versetzt. Hunderte von Baalspropheten waren als gemeine Betrüger entlarvt und getötet worden — und das zu Recht. Danach hatte Elia zu Jehova gebetet,dass doch die Dürre aufhören möge, die dreieinhalb Jahre über dem Land gelegen hatte. Und dann kam Regen! (1. Könige 18:18-45).
    Fußnote:
    Siehe dazu die Artikel „Er trat für die reine Anbetung ein“ und „Er wartete und blieb wachsam“ unter der Rubrik „Ihren Glauben nachahmen“ im Wachtturm vom 1. Januar und 1. April 2008.

    Während Elia durch Matsch und Pfüzen die 30 Kilometer nach Jesreel rannte, dachte er vielleicht, nun sei endlich der Wendepunkt gekommen. Ahab musste sich doch jetzt ändern! Nach allem, was sich abgespielt hatte, musste er doch jetzt den Baalskult aufgeben, dem Treiben der Königin Isebel einen Riegel vor schieben und aufhören, Jehovas Diener zu bekämpfen. Es ist ganz natürlich, dass man positiv denkt, wenn etwas gut zu laufen scheint. Man meint vielleicht: Jetzt kann es nur noch besser werden, jetzt ist das Schlimmste endlich überstanden. Es wäre verständlich gewesen, wenn Elia so gedacht hätte, denn er „war ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren“ (Jakobus 5:17). In Wirklichkeit kam aber noch allerhand auf ihn zu. Schon bald würde er solche Angst bekommen und derart am Boden sein, dass er sich den Tod wünschte. Wie kam das? Und wie gab Jehova seinem Propheten wieder Glauben und Mut? Verfolgen wir den Bericht einmal weiter.

    Unerwartete Wende

    Zeigte Ahab Anzeichen von Einsicht, als er wieder in seinem Palast in Jesreel war? Hatte er sich dem wahren Gott zugewandt? Die Bibel sagt: „Dann teilte Ahab Isebel alles mit, was Elia getan hatte, und alles in Bezug darauf, wie er alle Propheten mit dem Schwert getötet hatte“ (1. Könige 19:1). Kein Wort über Jehova Gott! Ahab beschrieb die übernatürlichen Ereignisse dieses Tages aus rein menschlicher Sicht. Er erzählte nur, „was Elia getan hatte“. Offensichtlich hatte er nach wie vor keine Achtung vor Jehova. Wie nahm die rachsüchtige Isebel das Ganze auf?

    Sie tobte. Rasend vor Wut ließ sie Elia ausrichten: „So mögen die Götter tun und so mögen sie hinzufügen, wenn ich nicht morgen zu dieser Zeit deine Seele der Seele eines jeden von ihnen gleichmachen werde!“ (1. Könige 19:2). Wenn das keine Drohung war! Isebel schwor doch tatsächlich, sie wolle selbst mit dem Tod bestraft werden, sollte es ihr nicht gelingen, Elia innerhalb eines Tages töten zu lassen und ihre Baalspropheten zu rächen. Stellen wir uns vor, wie Elia in dieser wüsten, regnerischen Nacht in einem einfachen Quartier in Jesreel von dem Boten der Königin aus dem Schlaf gerissen und mit dieser schrecklichen Morddrohung konfrontiert wurde.Wie war seine Reaktion?

    Mutlos und völlig verängstigt

    Falls Elia gehofft hatte, der Kampf gegen den Baalskult sei jetzt so ziemlich ausgestanden, wurde er nun eines Besseren belehrt. Isebel war entschlossener denn je. Sie hatte schon viele andere treue Propheten umbringen lassen und jetzt schien Elia an der Reihe zu sein. Die Bibel sagt: „Er geriet in Furcht.“ Sah sich Elia bereits einen furchtbaren Tod sterben? Wenn seine Gedanken darum kreisten, dann ist es kein Wunder, dass ihn der Mut verließ.Wie dem auch sei, er „ging um seiner Seele willen davon“ — er rannte um sein Leben (1. Könige 18:4; 19:3).

    Elia war nicht der einzige Glaubensmann, der es mit der Angst zu tun bekam. Dem Apostel Petrus ging es später ähnlich. Als Jesus ihn einmal über das Wasser zu sich kommen ließ, machte Petrus den Fehler, dass er „auf den Windsturm blickte“. Da verlor er den Mut und fing an zu sinken (Matthäus 14:30). Aus dem, was Petrus und Elia erlebten, können wir eine wertvolle Lehre ziehen. Wenn uns der Mut nicht verlassen soll, dürfen wir nicht über Gefahren nachgrübeln, die uns nur Angst machen. Wir müssen unseren Blick auf Jehova richten, der uns Kraft und Hoffnung geben kann.

    „Es ist genug!“

    In seiner Angst floh Elia ungefähr 150 Kilometer südwestwärts nach Beerscheba, einer Stadt unweit der Süudgrenze von Juda. Dort ließ er seinen Bediensteten zurück und machte sich allein in die Wildnis auf. Im Bibelbericht ist von einer „Tagereise“ die Rede. Er ging also vielleicht schon bei Sonnenaufgang los, offensichtlich ohne Proviant. Entmutigt und von Furcht getrieben kämpfte er sich unter der gleißenden Sonne immer weiter durch die raue, unwirtliche Landschaft. Als der glühend rote Ball am Horizont versank, war Elia mit seinen Kräften am Ende. Völlig erschöpft setzte er sich unter einen Ginsterstrauch, das Einzige, was in dieser kargen Gegend ein bisschen Schutz bot (1. Könige 19:4).

    In seiner abgrundtiefen Verzweiflung betete er. Er wollte nicht mehr leben. „Ich bin nicht besser als meine Vorväter“, sagte er. Elia wusste, dass seine Vorväter inzwischen im Grab verwest waren und niemandem mehr etwas Gutes tun konnten (Prediger 9:10). Genauso wertlos kam er sich jetzt vor. Kein Wunder, dass er schrie: „Es ist genug!“ Für ihn hatte das Leben keinen Sinn mehr.

    Ist es so ungewöhnlich, dass ein Mann Gottes dermaßen in Mutlosigkeit und Verzweiflung versinkt? Eigentlich nicht. In der Bibel werden einige treue Männer und Frauen erwähnt, die derart traurig waren, dass sie am liebsten tot gewesen wären, zum Beispiel Rebekka, Jakob, Moses und Hiob (1. Mose 25:22; 37:35; 4. Mose 11:13-15; Hiob 14:13).

    Wir leben heute in „kritischen Zeiten“, mit denen man „schwer fertig wird“ (2. Timotheus 3:1). Da überrascht es nicht, dass viele Menschen — auch treue Diener Gottes — von Zeit zu Zeit in ein Tief geraten. Wem das passiert, der kann es wie Elia machen und Jehova alles sagen, was ihn bedrückt. Schließlich ist er „der Gott allen Trostes“ (2. Korinther 1:3). Hat Jehova denn Elia getröstet und ihm Kraft gegeben?

    Jehova gab seinem Propheten Kraft

    Wie hat Jehova wohl empfunden, als er vom Himmel aus sah, wie sein lieber Prophet Elia unter dem Strauch in der Wildnis lag und nur noch sterben wollte? Das wird klar, wenn man in der Bibel weiterliest. Nachdem Elia eingeschlafen war, schickte Jehova einen Engel zu ihm. Der Engel weckte ihn vorsichtig und sagte: „Steh auf, iss.“ Er hatte ihm ein einfaches Essen hingestellt: frisches, warmes Brot und Wasser. Elia aß. Hat er sich bei dem Engel denn auch bedankt? Die Bibel sagt nur, dass der Prophet aß und trank und sich wieder schlafen legte. War er so fertig, dass er kein Wort herausbrachte? Wie auch immer, der Engel weckte ihn ein zweites Mal, möglicherweise früh am Morgen. Und wieder forderte er Elia auf: „Steh auf, iss.“ Dann kam die erstaunliche Begründung: „Die Reise ist zu viel für dich“ (1. Könige 19:5-7).

    Jehova hatte den Engel wissen lassen, wohin Elias Weg führen würde. Auch war dem Engel klar, dass Elia die Strecke aus eigener Kraft nicht schaffen konnte. Ist es nicht richtig beruhigend einem Gott zu dienen, der unsere Ziele und Grenzen besser kennt als wir selbst? (Psalm 103:13, 14). Wie ging es Elia, nachdem er gegessen hatte?

    Die Bibel sagt: „Er ging fortwährend in der Kraft dieser Nahrung vierzig Tage und vierzig Nächte lang bis zum Berg des wahren Gottes, zum Horeb“ (1. Könige 19:8). Wie schon Moses rund 600 Jahre vor ihm und Jesus nahezu 1000 Jahre nach ihm fastete Elia 40 Tage und 40 Nächte (2. Mose 34:28; Lukas 4:1, 2). Durch die eine Mahlzeit lösten sich Elias Probleme zwar nicht in Luft auf, doch sie gab ihm auf übernatürlicheWeise Kraft. Stellen wir uns den an Jahren vorgerückten Mann vor, wie er sich fast eineinhalb Monate Tag um Tag, Woche um Woche durch die unwegsame Wildnis kämpfte.

    Jehova versorgt seine Diener auch heute, aber er beschafft uns nicht durch ein Wunder buchstäbliches Essen. Er gibt uns auf andere Art Kraft, was viel wichtiger ist (Matthäus 4:4). Wenn wir in der Bibel und in Veröffentlichungen, die fest auf die Bibel gestützt sind, etwas über Gott lesen, werden wir geistig gestärkt. Nehmen wir solche „Nahrung“ zu uns, lösen sich unsere Probleme wahrscheinlich auch nicht in Luft auf, aber es kann uns helfen, Situationen zu ertragen, die ansonsten unerträglich wären. Außerdem f+hrt es zu „ewigem Leben“ (Johannes 17:3).

    Elia ging über 300 Kilometer zu Fuß. Dann kam er zum Horeb, wo Jehova Gott lange zuvor durch einen Engel Moses in einem brennenden Dornbusch erschienen war und wo er später mit Israel den Gesetzesbund geschlossen hatte. Elia suchte Schutz in einer Höhle.

    Wie Jehova seinen Propheten tröstete und stärkte

    Am Horeb stellte Jehovas „Wort“ die einfache Frage: „Was hast du hier zu tun, Elia?“ Die Frage klang wahrscheinlich sehr freundlich, denn Elia fühlte sich frei, sich alles von der Seele zu reden. Er sagte: „Ich habe für Jehova, den Gott der Heerscharen, sehr geeifert; denn die Söhne Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre haben sie niedergerissen, und deine Propheten haben sie mit dem Schwert getötet, sodass nur ich übrig geblieben bin; und sie beginnen mir nach der Seele zu trachten, um sie hinwegzunehmen“ (1. Könige 19:9, 10). Hier sind mindestens drei Gründe zu erkennen, warum Elia so am Ende war.

    1. Er dachte, dass sein ganzer Einsatz umsonst war. Jahrelang hatte er im Dienst Jehovas „sehr geeifert“ und Gottes heiligen Namen und die Anbetung über alles andere gestellt; doch die Lage schien nur noch schlimmer geworden zu sein. Die Israeliten waren nach wie vor untreu und rebellisch, und die falsche Anbetung griff immer mehr um sich.
    2. Elia fühlte sich allein. Er sagte: „Nur ich [bin] übrig geblieben“, so als wäre er der Einzige im Volk, der Jehova noch diente.
    3. Elia hatte Angst. Viele andere Propheten Jehovas hatte man schon getötet, und er war fest davon überzeugt, dass er der Nächste sein würde. Vermutlich fiel es Elia nicht leicht, diese Gefühle einzugestehen, aber er ließ sich nicht durch Stolz davon abhalten oder aus Angst, sich eine Blöße zu geben. Dadurch, dass er seinem Gott sein Herz im Gebet öffnete, gab er treuen Menschen ein gutes Beispiel (Psalm 62:8).

    Wie ging Jehova auf die Gefühle des verängstigten Propheten ein? Der Engel sagte zu Elia, dass er sich an den Eingang der Höhle stellen soll. Das tat Elia, ohne zu wissen, was jetzt passieren würde. Plötzlich begann es heftig zu stürmen! Es muss ein ohrenbetäubender Lärm gewesen sein, als der Sturm Berge zerriss und Felsen zerschmetterte. Man kann sich vorstellen, wie Elia bei dem stürmischen Wind krampfhaft versuchte, sein schweres, derbes Gewand aus Ziegenhaar festzuhalten und sein Gesicht zu schützen. Dann fing auf einmal der Boden unter seinen Füßen an zu zittern und zu beben. Elia konnte sich fast nicht auf den Beinen halten. Kaum hatte er sich gefangen, da fegte eine Feuersbrunst vorbei, und er musste wegen der sengenden Hitze in die Höhle zurück (1. Könige 19:11, 12).

    Der Bibelbericht macht darauf aufmerksam, dass Jehova in keinem dieser gewaltigen Naturschauspiele war. Elia wusste, dass Jehova keine Naturgottheit aus der Sagenwelt ist, wie etwa Baal, der von seinen irregeführten Anhängern als „Wolkenreiter“ gepriesen wurde, als jemand, der Regen bringt. Jehova ist zwar der eigentliche Ursprung all der beeindruckenden Kräfte in der Natur, doch gleichzeitig ist er viel, viel größer als alles, was er geschaffen hat. Nicht einmal der weite Himmel kann ihn fassen (1. Könige 8:27). Wie hat dieses Schauspiel Elia geholfen? Er hatte ja Angst, aber mit einem Gott wie Jehova an seiner Seite, der derartige Kräfte beherrscht, brauchte er Ahab und Isebel nicht zu fürchten (Psalm 118:6).

    Nach dem Feuer war plötzlich alles still. Elia hörte „eine ruhige, leise Stimme“. [Fußnote: Die „ruhige, leise Stimme“ kann von demselben Geistwesen gekommen sein, durch das „Jehovas Wort“übermittelt wurde, wie in 1. Könige 19:9 erwähnt. In Vers 15 ist einfach von „Jehova“ die Rede. Hier kommt einem vielleicht der Engel in den Sinn, durch den Jehova das Volk Israel in der Wildnis führte und von dem er sagte: „Mein Name ist in ihm“ (2. Mose 23:21). Ohne sich natürlich hier festzulegen, könnte man anmerken, dass Jesus als „das WORT“ diente, bevor er auf die Erde kam, als derjenige, durch den Jehova zu seinen Dienern sprach (Johannes 1:1).] Erneut wurde er angeregt, sich zu äußern, und ein zweites Mal schüttete er sein Herz aus. Vielleicht ging es ihm danach wieder ein Stückchen besser. Doch was die „ruhige, leise Stimme“ als Nächstes sagte, muss ihn noch viel mehr getröstet und gestärkt haben. Jehova machte ihm klar, dass er alles andere als wertlos war. Wie tat er das? Er erklärte einiges, was er langfristig gegen den Baalskult in Israel unternehmen wollte. Elia hatte sich eindeutig nicht umsonst angestrengt — Jehovas Vorhaben war nicht zu stoppen. Und Elia sollte dabei weiter eine Rolle spielen, denn Jehova schickte ihn mit genauen Anweisungen wieder zurück (1. Könige 19:12-17).

    Elia hatte sich doch auch einsam und verlassen gefühlt. Wie hat Jehova ihm da geholfen? Zuerst trug er ihm auf, Elisa, der später sein Amt übernehmen sollte, zum Propheten zu salben. Der junge Mann würde einige Jahre sein Begleiter und Gehilfe sein. Das war jetzt genau, was Elia brauchte! Dann hatte Jehova noch eine schöne Überraschung für ihn: „Ich habe siebentausend in Israel übrig bleiben lassen, alle Knie, die sich nicht vor Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht geküsst hat“ (1. Könige 19:18). Elia war keineswegs allein. Sein Herz muss gehüpft sein, als er erfuhr, dass Tausende auf Jehovas Seite geblieben waren und sich geweigert hatten, Baal anzubeten. Für sie war es jetzt wichtig, dass Elia treu seinen Weg weiterging, dass er fest zu Jehova stand und ihnen so unter extrem schwierigen Verhältnissen ein Beispiel gab. Es muss Elia sehr berührt haben, als er durch Jehovas Boten — die „ruhige, leise Stimme“ seines Gottes — diese Worte übermittelt bekam.

    Wie Elia sind auch wir oft von den gewaltigen Kräften in der Natur ganz überwältigt, und das zu Recht. In der Schöpfung offenbart sich ausdrucksvoll die Macht unseres Schöpfers (Römer 1:20). Jehova bedient sich seiner grenzenlosen Macht auch heute noch gern, um seinen treuen Dienern zu helfen (2. Chronika 16:9). Am deutlichsten spricht er jedoch durch sein Wort, die Bibel, zu uns (Jesaja 30:21). Sie ist gewissermaßen die „ruhige, leise Stimme“, durch die Jehova uns heute anleitet und korrigiert, uns ermutigt und seiner Liebe versichert.

    Hat sich Elia am Horeb von Jehova trösten und Kraft geben lassen? Keine Frage! Er war schon bald wieder voll in Aktion: ganz der Alte — ein mutiger, treuer Prophet, der sich mit Macht gegen die falsche Anbetung und ihre Schlechtigkeit stemmte. Wenn auch wir uns zu Herzen nehmen, was uns Gott durch sein Wort sagen will, und wenn wir „den Trost aus den Schriften“ auf uns wirken lassen, dann können wir Elias Glauben nachahmen (Römer 15:4).

  65. WT 01.04.2008am 22. Juni 2011 um 20:23 Link zum Kommentar

    Ihren Glauben nachahmen

    Er wartete und blieb wachsam

    ELIA sehnte sich danach, mit seinem himmlischen Vater allein zu sein. Doch er war von einer Menschenmenge umgeben, die gerade miterlebt hatte, wie dieser treue Prophet Gottes Feuer vom Himmel herabgerufen hatte. Und sicher wollten sich jetzt viele bei ihm einschmeicheln. Bevor Elia auf die windigen Höhen des Karmels hinaufsteigen und endlich allein zu Jehova beten konnte, hatte er noch eine unangenehme Aufgabe vor sich: Er musste mit König Ahab sprechen.

    Die beiden Männer hätten kaum gegensätzlicher sein können. Ahab in seinem königlichen Prachtgewand war ein habgieriger, abtrünniger Schwächling. Elia trug das Amtsgewand eines Propheten, ein schlichtes, grobes Gewand, womöglich aus Fell oder aus zu Stoff verwebtem Kamel- beziehungsweise Ziegenhaar. Er war ein mutiger Mann, integer und voll Glauben. Der Tag, der sich langsam seinem Ende zuneigte, hatte viel über den Charakter der beiden Männer zum Vorschein gebracht.

    Für Ahab und die anderen Baalsanbeter war es ein schwarzer Tag gewesen. Der heidnischen Religion, die Ahab und seine Frau, Königin Isebel, im Zehnstämmereich Israel mit aller Macht gefördert hatten, war ein schwerer Schlag versetzt worden. Baal war als Betrüger entlarvt worden. Der leblose Gott hatte es nicht geschafft, ein einfaches Feuer zu entzünden. All die verzweifelten Rufe seiner 450 Propheten waren umsonst gewesen, auch ihre Tänze, bei denen sie sich so lange ritzten, bis das Blut an ihnen herunterfloss. Als Nächstes hatte Baal darin versagt, jene Männer vor ihrer verdienten Hinrichtung zu retten. Der falsche Gott hatte aber auch noch in etwas anderem versagt. Und dieses Versagen sollte nun überdeutlich werden. Mehr als drei Jahre lang hatten die Baalspropheten ihren Gott angefleht, die schreckliche Dürre zu beenden, doch Baal war dazu nicht fähig. Bald würde Jehova beweisen, dass er der wahre Gott ist. Er würde eingreifen und der Dürre ein Ende machen (1. Könige 16:30 bis 17:1; 18:1-40).

    Aber wann? Wie würde sich Elia bis dahin verhalten? Und was können wir von diesem Mann des Glaubens lernen? Sehen wir uns dazu jetzt den Bericht aus 1. Könige 18:41-46 an.

    Ein Mann des Gebets

    Elia trat an Ahab heran und sagte: „Geh hinauf, iss und trink; denn da ist der Laut des Getöses eines Regengusses“ (Vers 41). Hatte dieser schlechte König irgendetwas aus den Geschehnissen des Tages gelernt? Der Bericht sagt nichts Genaues darüber, aber nirgends ist zu lesen, dass er bereut hätte. Nirgends steht, dass er den Propheten gebeten hätte, ihm zu helfen, sich Jehova zu nahen und Jehova um Vergebung zu bitten. Stattdessen ging Ahab einfach hinauf, „um zu essen und zu trinken“ (Vers 42). Und Elia?

    „Was Elia betrifft, so stieg er auf den Gipfel des Karmels und kauerte sich zur Erde nieder und hielt sein Angesicht zwischen seine Knie gelegt.“ Während Ahab nur an seinen leeren Magen dachte, nutzte Elia die Gelegenheit, mit seinem Vater Jehova zu sprechen. Bemerkenswert ist dabei seine demütige Körperhaltung: Elia kniete am Boden und hatte seinen Kopf so tief gesenkt, dass sein Gesicht fast den Boden berührte. Worum bat er? Wir sind hier nicht auf Vermutungen angewiesen, denn wie aus Jakobus 5:18 zu erfahren ist, betete Elia, dass die Dürre aufhören möge. In seinem Gebet auf dem Gipfel des Karmels ging es sicherlich darum.

    Zuvor hatte Jehova gesagt: „Ich [will] Regen auf die Oberfläche des Erdbodens geben“ (1. Könige 18:1). Elia betete also darum, dass der erklärte Wille seines Vaters verwirklicht wird. Das erinnert sehr an das Gebet, das Jesus seine Nachfolger rund tausend Jahre später lehrte (Matthäus 6:9, 10).

    Von Elia können wir wirklich viel über das Beten lernen. Für ihn stand der Wille seines Vaters an erster Stelle. So muss es auch bei uns sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass Gott „uns hört, ungeachtet dessen, was wir gemäß seinem Willen bitten“ (1. Johannes 5:14). Um so beten zu können, dass Gott uns erhört, muss uns selbstverständlich erst einmal klar sein, worin sein Wille besteht. Bestimmt ein guter Grund, sich jeden Tag mit der Bibel zu befassen! Mit Sicherheit sehnte Elia auch deshalb ein Ende der Dürre herbei, weil seine Landsleute so sehr darunter litten. Er war bestimmt von Herzen dankbar, das Wunder miterlebt zu haben, das Jehova an diesem Tag gewirkt hatte. Auch in unseren Gebeten sollte sich die Sorge um andere und unsere von Herzen kommende Dankbarkeit widerspiegeln (2. Korinther 1:11; Philipper 4:6).

    Voller Vertrauen und wachsam

    Elia war sich sicher, dass Jehova etwas unternehmen würde, um die Dürre zu beenden. Aber er wusste nicht genau, wann. Was tat der Prophet in der Zwischenzeit? Interessant ist, was in Vers 43 steht: „Dann sagte er zu seinem Bediensteten: ,Geh bitte hinauf. Halte Ausschau in Richtung zum Meer hin.‘ Da ging er hinauf und schaute und sprach dann: ,Da ist gar nichts.‘ Und er sagte weiter: ,Geh wieder hin‘, siebenmal.“ Aus Elias Beispiel können wir mindestens zweierlei lernen. Da wäre zuerst sein Vertrauen zu nennen und dann seine Wachsamkeit.

    Elia hielt gespannt Ausschau nach einem Anzeichen dafür, dass Jehova handeln würde. Daher schickte er seinen Bediensteten zu einem günstigen Aussichtspunkt, um den Horizont nach einem Zeichen für Regen abzusuchen. Er kam mit der ernüchternden Nachricht zurück: „Da ist gar nichts.“ Der Horizont war klar und der Himmel wolkenlos. Einen Moment: Ist uns etwas aufgefallen? Hatte Elia nicht gerade zu König Ahab gesagt: „Da ist der Laut des Getöses eines Regengusses“? Wieso konnte der Prophet das behaupten, wo doch keine einzige Wolke zu sehen war?

    Elia wusste, was Jehova versprochen hatte. Als sein Prophet und Repräsentant war er sich sicher, dass Jehova sein Wort halten würde. Elia vertraute seinem Gott so sehr, dass er den Regen quasi schon hörte. Das erinnert vielleicht an Moses, über den die Bibel sagt: „Er blieb standhaft, als sähe er den Unsichtbaren.“ Ist Gott für uns persönlich genauso real? Wir haben allen Grund, einen solchen Glauben in ihn und seine Verheißungen zu setzen (Hebräer 11:1, 27).

    Nun zu Elias Wachsamkeit. Er schickte seinen Bediensteten nicht nur ein- oder zweimal los, sondern siebenmal. Man kann sich gut vorstellen, wie das den Bediensteten ermüdete. Elia dagegen gab nicht auf; er wartete weiter gespannt auf ein Anzeichen. Beim siebten Mal konnte der Bedienstete schließlich berichten: „Siehe! Da steigt eine kleine Wolke wie eines Mannes Handfläche aus dem Meer auf“ (Vers 44). Können wir uns vorstellen, wie er seinen Arm ausstreckte und mit seiner Handfläche die Größe einer Wolke andeutete, die am Horizont über dem Großen Meer aufstieg? Für den Bediensteten war diese Wolke vielleicht nichts Besonderes, für Elia hingegen war sie äußerst bedeutend. Er schickte seinen Bediensteten mit einer eiligen Botschaft fort: „Geh hinauf, sprich zu Ahab: ‚Spann an! Und geh hinab, dass der Regenguss dich nicht aufhalte!‘ “

    Wieder liefert Elia ein eindrucksvolles Beispiel für uns. Auch wir leben in einer Zeit, in der Gott schon bald eingreifen und seinen erklärten Willen verwirklichen wird. Elia wartete auf das Ende einer Dürre. Gottes Diener heute erwarten das Ende eines korrupten Systems (1. Johannes 2:17). Bis dahin müssen wir wachsam bleiben — genau wie Elia. Auch Gottes Sohn, Jesus, forderte seine Nachfolger auf: „Wacht deshalb beharrlich, weil ihr nicht wisst, an welchem Tag euer Herr kommt“ (Matthäus 24:42). Meinte Jesus damit, man würde über den Zeitpunkt des Endes völlig im Dunkeln gelassen? Durchaus nicht, denn er sprach ausführlich darüber, wie es in der Welt aussehen würde, bevor das Ende kommt. Jeder kann sich über dieses detaillierte Zeichen des „Abschlusses des Systems der Dinge“ informieren (Matthäus 24:3-7).

    Tatsächlich liefert jedes Detail dieses Zeichens eindrucksvolle, untrügliche Beweise dafür, dass die Zeit drängt. Sollte das für uns nicht Grund genug sein, uns dementsprechend zu verhalten? Eine kleine Wolke am Horizont war für Elia Beweis genug, dass Jehova nun handeln würde. Wurde der treue Prophet enttäuscht?

    Jehova beendet die Dürre und segnet Elia

    „Es geschah unterdessen, dass die Himmel selbst sich durch Wolken und Wind verfinsterten und ein starker Regenguss einsetzte. Und Ahab fuhr davon und begab sich nach Jesreel“, so der Bericht weiter (Vers 45). Nun ging es Schlag auf Schlag. Während Elias Bediensteter König Ahab die Botschaft des Propheten überbrachte, wurde aus der einen Wolke eine riesige Wolkenmasse, die den Himmel verdunkelte. Ein Sturm brach los. Endlich, nach dreieinhalb Jahren, fielen die ersten Regentropfen auf den Boden Israels. Die ausgedörrte Erde sog das Wasser förmlich in sich auf. Während der Regen immer heftiger wurde, schwoll der Kischon an und wusch das Blut der hingerichteten Baalspropheten weg. Die widerspenstigen Israeliten erhielten jetzt die Chance, ebenfalls etwas wegzuwischen: den Schandfleck des Baalskults.

    Elia hoffte bestimmt, dass die Israeliten diese Chance nutzen würden. Würde Ahab bereuen und dem abscheulichen Baalskult den Rücken kehren? Die Geschehnisse des Tages hätten ihm dazu mehr als genügend Gründe geliefert. Natürlich wissen wir nicht, was dem König damals durch den Kopf ging. In der Bibel heißt es einfach: „Ahab fuhr davon und begab sich nach Jesreel.“ Hatte er irgendetwas dazugelernt? Wollte er seinem Leben eine neue Richtung geben? Was später geschah, lässt nicht darauf schließen. Der Tag war jedoch noch nicht zu Ende — weder für Ahab noch für Elia.

    Jehovas Prophet machte sich nun auf und ging auf dem gleichen Weg wie Ahab. Es war dunkel und nass, und eine lange Wanderung lag vor ihm. Aber dann passierte etwas Erstaunliches.

    „Die Hand Jehovas selbst kam über Elia, sodass er seine Hüften gürtete und dann den ganzen Weg nach Jesreel vor Ahab herlief“ (Vers 46). „Die Hand Jehovas selbst“ war eindeutig auf übernatürliche Weise mit Elia. Jesreel lag ungefähr 30 Kilometer entfernt und Elia war kein junger Mann mehr. Es muss ein interessantes Bild gewesen sein: Der Prophet nimmt die Enden seines langen Gewands, befestigt sie an den Hüften, damit er mehr Bewegungsfreiheit hat, und rennt dann den vom Regen durchweichten Weg entlang, und zwar so schnell, dass er den König in seinem Wagen einholt, ihn überholt und vor ihm herläuft.
    Elia muss sich überaus gesegnet gefühlt haben! Eine Kraft, Vitalität und Ausdauer zu verspüren, wie er sie vielleicht noch nicht einmal in seiner Jugend gekannt hatte, muss für ihn ein begeisterndes Erlebnis gewesen sein. Vielleicht lässt uns das an die Prophezeiungen denken, die treuen Menschen im künftigen Paradies auf der Erde vollkommene Gesundheit und Kraft garantieren (Jesaja 35:6; Lukas 23:43). Als Elia den aufgeweichten Weg entlanglief, war ihm bestimmt bewusst, dass sein Vater Jehova, der allein wahre Gott, mit ihm war.

    Jehova möchte Menschen segnen. Seinen Segen zu erlangen ist jede Mühe wert. Wie Elia müssen wir wachsam sein. Wir müssen die untrüglichen Beweise dafür, dass Jehova bald eingreift und die Zeit bis dahin schnell abläuft, erfassen und richtig einordnen. Wie Elia, so haben auch wir allen Grund, den Verheißungen Jehovas, des „Gottes der Wahrheit“, uneingeschränkt zu vertrauen (Psalm 31:5).

    [Kasten/Bild auf Seite 19]

    Wie lange dauerte die Dürre zur Zeit Elias?

    Jehovas Prophet Elia gab König Ahab „im dritten Jahr“ bekannt, dass die anhaltende Dürre bald zu Ende sein würde. Das war offensichtlich von dem Tag an gerechnet, an dem Elia die Dürre ursprünglich angekündigt hatte (1. Könige 18:1). Kurz nachdem Elia das Ende der Dürre bekannt gegeben hatte, sandte Jehova den Regen. Man könnte daher denken, die Dürre sei im Verlauf ihres dritten Jahres zu Ende gegangen und somit kürzer als dreieinhalb Jahre gewesen. Doch sowohl Jesus als auch Jakobus sprechen davon, dass die Dürre „drei Jahre und sechs Monate“ anhielt (Lukas 4:25; Jakobus 5:17). Ist das ein Widerspruch?

    Ganz und gar nicht. Man darf nicht übersehen, dass die Trockenzeit in Israel damals bis zu sechs Monate dauern, also ziemlich lang sein konnte. Zweifellos kündigte Elia Ahab die Dürre an, als die Trockenperiode schon außergewöhnlich lange anhielt und ungewöhnlich schwer war. Die Dürre hatte tatsächlich schon fast ein halbes Jahr zuvor begonnen. Sie dauerte daher schon beinahe dreieinhalb Jahre, als Elia „im dritten Jahr“ — von ihrer Ankündigung an gerechnet — ihr Ende bekannt gab. Die vollen „drei Jahre und sechs Monate“ waren vorüber, als sich das ganze Volk zur Feuerprobe auf dem Berg Karmel versammelte.

    Interessant ist auch der Zeitpunkt, zu dem Elia das erste Mal zu Ahab ging. Das Volk glaubte, Baal sei der „Wolkenreiter“, der Gott, der Regen bringen und damit die Trockenzeit beenden würde. Wenn sie ungewöhnlich lange anhielt, fragten sich die Leute bestimmt: „Wo ist Baal? Wann schickt er uns Regen?“ Elias Ankündigung, es werde erst auf sein Wort hin wieder Regen und Tau geben, muss für jene Baalsanbeter eine niederschmetternde Nachricht gewesen sein (1. Könige 17:1).

    WT 01.04.2008

  66. Juleam 22. Juni 2011 um 21:15 Link zum Kommentar

    1. Könige 21 – Isebels Niedertracht und wie Jehova sie sieht

    Hierzu heißt es auszugsweise im Einsichtenbuch:

    Isebels Vorgehen gegen Naboth zeigt uns den niederträchtigen und äußerst selbstsüchtigen sowie skrupellosen, arroganten und grausamen Charakter dieser Frau noch von einer anderen Seite.

    Harte Worte – aber genauso sieht Jehova Isebel – und nicht nur sie, sondern jeden, der vorgibt, Jehova zu dienen und dann ebenfalls so zu handeln wie sie! Weiter heißt es hier:

    Als Ahab verstimmt war und schmollte, weil Naboth ihm seinen Weingarten, der sein Erbbesitz war, nicht verkaufen wollte, setzte sich diese skrupellose Frau in unverschämter Weise über die Autorität ihres Mannes hinweg und erklärte arrogant: „Ich selbst werde dir den Weingarten Naboths . . . geben“ (1Kö 21:1-7). Sie schrieb daher Briefe, die sie im Namen Ahabs unterzeichnete und versiegelte. In diesen Briefen befahl sie den älteren Männern und den Edlen der Heimatstadt Naboths, nichtsnutzige Männer gegen Naboth auftreten zu lassen, die ihn fälschlich beschuldigen sollten, Gott und dem König geflucht zu haben, worauf sie ihn dann hinausführen und steinigen sollten. Auf diese Weise wurde Naboth zufolge einer Rechtsverdrehung umgebracht.

    Wollen wir so einer unverschämten und überheblichen Person wirklich gleichen? Ist es uns dies wert, nur damit unser Ehemann glücklich ist? Wie denkt Jehova darüber?

    Im 2. Teil des Einsichtenbuches wird ganz deutlich gezeigt, wie Jehova über sie und Personen denkt, die ähnlich handeln:

    Wegen dieses Mordes sagte Elia vorher, daß Isebel von Hunden gefressen werden würde und daß an derselben Stelle, an der Hunde das Blut Naboths aufgeleckt hatten, sie auch das Blut Ahabs auflecken würden. Ahabs Nachkommen würden ebenfalls getötet werden (1Kö 21:5-23). Dieses göttliche Urteil wurde vollstreckt (1Kö 22:34, 38; 2Kö 9:21, 24-26, 35, 36; 10:1-11).

    Erinnern wir uns an den Ausgang der Geschichte? Die „story“ mit Jehu? Kennen wir die Geschichte? – „Die böse Königin Isebel“

    Erinnern wir uns an das biblische Drama dazu? – „Mit Eifer Gottes Willen tun“

    Wollen wir dieser Frau wirklich gleichen?

    Warum nicht alles menschenmögliche unternehmen, damit wir ihr niemals – in absolut keiner Hinsicht – gleichen?

  67. Juleam 3. Juni 2012 um 20:37 Link zum Kommentar

    1. Könige 1 – 4

    1. Könige 1:2

    Da schlugen sie ihm vor: »Gestatte uns, dass wir für unseren Herrn, den König, eine junge, unberührte Frau suchen. Sie soll immer bei ihm sein und ihn liebevoll pflegen. Bestimmt wird dem König wieder warm, wenn sie in seinen Armen liegt.«

    Warum brauchte er dafür unbedingt eine junge unberührte Frau?

    Hatte er nicht schon genug Ehefrauen? Bathseba lebte noch als seine geliebte Frau bei ihm und in Vers 4 wird ja gesagt:

    Abischag blieb von nun an immer bei ihm und pflegte ihn. Doch David schlief nicht mit ihr.

    Hat eine „alte Frau“ nicht mehr genug Körperwärme, um ihren Mann zu wärmen, oder ging es darum, dass eine alte Frau nicht mehr so „gelenkig“ ist, um sich ständig so nah an ihren Mann zu drücken, ohne dass sie selbst davon Schmerzen davontragen würde?

    Wenn es heißt, dass sie ihn auch pflegen würde, was ist dann damit gemeint? War sie so etwas, was heute der ambulante Pflegedienst ist? Sollte sie ihn auch waschen und beim Ankleiden helfen?

    Aber warum mußte sie dazu eine Jungfrau sein?

  68. Juleam 3. Juni 2012 um 20:41 Link zum Kommentar

    1. Könige 1:22-27

    Während Batseba noch mit David sprach, meldete man dem König den Besuch des Propheten Nathan. Der Prophet betrat den Raum und verneigte sich vor dem König, bis sein Gesicht den Boden berührte. 24 Dann sagte er: »Mein Herr und König, du hast nun wohl entschieden, wer dein Nachfolger wird. Sicher hast du angeordnet, dass Adonija auf deinem Königsthron sitzen soll! 25 Auf jeden Fall ist er heute zur Rogelquelle hinuntergegangen und ließ dort sehr viele Stiere, gemästete Kälber und Schafe schlachten. Er hat alle Prinzen, alle Heerführer und den Priester Abjatar zu einem Opferfest eingeladen. Und nun feiern sie dort ein rauschendes Fest. Sie essen und trinken und rufen: ›Hoch lebe König Adonija!‹ 26 Mich aber, deinen ergebenen Knecht, Priester Zadok, Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Sohn Salomo, der treu zu dir hält, hat er nicht eingeladen. 27 Hast du, mein Herr und König, das wirklich so befohlen? Hast du über die Köpfe deiner engsten Vertrauten hinweg deinen Nachfolger bestimmt?«

    Interessant, wie Nathan hier vorgeht: ganz zu Anfang „tut er so“, als würde er denken, es sei der Wille des Königs, dass Adonia gekrönt würde. Dabei weiss er genau, dass dies nicht so ist. Er selbst sagt es ja zuvor zur Königin.

    Warum geht er „so gerissen“ vor? Zählt dies nicht zur Spielchen-Spielerei?

    Was hätte er im anderen Fall erreicht, wenn er die gleichen Worte wie Bathseba benutzt hätte? War das nicht eher eine Sache zwischen den Eheleuten?

    Wie hätte wohl David in dem Falle reagiert? Hat Nathan mit seiner Formulierung bewirkt, dass David ihn erst mal zu Ende anhört und nicht gleich aufgebracht ist?

    Durch seine Art der Formulierung wird kein Vorwurf in Richtung David daraus und auch keine Anklage von Adonija. Er drückt lediglich seine Verwunderung darüber aus, dass er und die anderen nicht eingeladen wurden und dass er sich nicht vorstellen kann, dass dies im Sinne des Königs war.

    Was können wir für uns heute daraus lernen?

    Was, wenn wir über irgendetwas enttäuscht sind, was unsere Eltern oder unser Ehepartner sagen oder tun? Machen wir ihnen dann Vorwürfe, pochen wir auf unser Recht? Handeln wir aus einem ersten Impuls heraus und lassen unseren verletzten Gefühlen freien Lauf?

    Wie bringen wir unsere Gedanken und Gefühle vor? Wie formulieren wir das, was wir dem anderen sagen wollen?

    Sind es alles Vorwürfe, wie „du hast…“? Oder machen wir Ich-Botschaften, wie „ich fühle mich verletzt weil…“, „bei mir kommt an, dass …, hast du das wirklich so gemeint?“?

    Der Ton macht oftmals die Musik, ganz besonders dann, wenn wir mit jemanden reden, den Jehova als Haupt über uns eingesetzt hat. Oder würden wir auch Jehova heftige Vorwürfe machen?

    Weiteren biblischen Rat, wie wir mit Konflikten in einer Weise umgehen, die Gott gefällt und wie wir in so einer Situation mit dem anderen reden, finden wir unter „gefällige Worte der Wahrheit“

  69. Juleam 3. Juni 2012 um 20:43 Link zum Kommentar

    1. Könige 1:32

    Dann befahl David: »Ruft den Priester Zadok, den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, her!« Bald standen die drei vor dem König.

    Wieso mußte der Prophet noch von seinen Bediensteten zum König gerufen werden – stand er denn nicht gerade bei ihm?

  70. Juleam 3. Juni 2012 um 20:44 Link zum Kommentar

    1. Könige 1:38-40

    So geleiteten der Priester Zadok, der Prophet Nathan, Benaja, der Sohn Jojadas, und die königliche Leibgarde Salomo hinunter zur Gihonquelle. Salomo ritt auf dem Maultier des Königs. 39 Vorher hatte Zadok das Horn mit Öl aus dem Heiligtum geholt. Er salbte Salomo zum neuen König. Sie bliesen die Trompeten, und das Volk jubelte: »Hoch lebe König Salomo!« 40 Danach zogen sie wieder hinauf zum Palast, und viele Menschen folgten ihnen; sie spielten auf Flöten und jubelten vor Freude so laut, dass die Erde bebt

    Alles mußte ganz schnell gehen, man mußte der Krönung von Adonija zuvor kommen – warum?

    Was hätte es geändert, wenn dieser zu dem Zeitpunkt schon gekrönt gewesen wäre? Wäre dies überhaupt gültig gewesen? Konnte einfach irgendein Priester einfach jemanden zum König salben?

    Auf der anderen Seite: konnte diese übereilte Krönung Adonija von seinem Vorhaben abhalten? Hatte er nicht gerade bewiesen, dass er alles daran setzen würde?

  71. Juleam 3. Juni 2012 um 20:46 Link zum Kommentar

    1. Könige 1:49-50

    Da packte die Gäste Adonijas der Schreck. Sie sprangen auf und liefen in alle Richtungen davon. 50 Auch Adonija bekam es mit der Angst zu tun. Er fürchtete die Rache Salomos. Darum flüchtete er zum Brandopferaltar und hielt sich an dessen Hörnern fest

    Warum bekommen es jetzt eigentlich alle mit der Angst zu tun?

    Vorher waren sie alle ganz mutig, fühlten sich toll und stark, dass sie Salomo austricksen wollten. Nun, wo er König ist, ist auf einmal alles anders – warum?

    Was hatte sich denn nun eigentlich für sie geändert? Es hatte sie doch vorher auch nicht gestört, was die anderen dachten, sie waren ganz bewußt über den Willen des Koenigs – David – hinweg gegangen, es hatte sie nicht interessiert, was der Prophet – und somit Jehova – dachte und auch die Wache war ihnen egal.

    Was wäre denn anders gewesen, wenn Adonija vor Salomo gekrönt gewesen wäre?

  72. Juleam 3. Juni 2012 um 20:52 Link zum Kommentar

    1. Könige 2:3-4

    Richte dein ganzes Leben nach dem Herrn, deinem Gott, aus, und lebe, wie es ihm gefällt! Befolge das Gesetz Gottes, achte auf jedes Gebot, jeden Befehl und jede Weisung, die im Gesetzbuch des Mose aufgeschrieben sind. Dann wird dir alles, was du unternimmst, gelingen; wohin du auch gehst – der Erfolg ist dir sicher! 4 Dann wird der Herr auch sein Versprechen einlösen, das er mir gegeben hat. Er hat nämlich zu mir gesagt: ›Wenn deine Nachkommen ein Leben führen, das mir gefällt, wenn sie mir von ganzem Herzen die Treue halten, dann wird immer einer von ihnen König über Israel sein.‹

    Jetzt bin ich wieder bei dem Vortrag „Behüte dein Herz“, denn hier hat der Bruder die Aussage Jesu auseinander genommen, Jehova mit ganzer Seele, ganzem Herzen und ganzem Sinn zu lieben:

    Die Frage war, warmu Jesus das so einzeln aufführte. Immerhin ist ja mit Seele der ganze Mensch gemeint – dann hätte es doch gereicht, zu sagen, wir sollten Jehova mit ganzer Seele lieben. Warum dann noch das andere?

    Weil wir z.B. In der Zusammenkunft sitzen können, aber unsere Gedanken sind noch mit anderen Dingen beschäftigt. Vielleicht mit einem Konflikt oder Streit, oder mit einem anderen Problem. Vielleicht hängen wir noch einer Textnachricht nach, die wir bekommen haben, oder die wir noch schreiben wollen. Dann sind wir zwar mit ganzer Seele anwesend, aber nicht mit unserem Sinn.

    Genauso kann ich in der Versammlung sitzen und aufmerksam dem Vortrag zuhören. Ich verstehe, was der Bruder sagt, aber ich beziehe es nicht auf mich selbst, es kommt nicht in meinem Herzen an. Es gibt ja die Redewendung „die paar Zentimeter zwischen Kopf und Herz überbrücken“. So würden wir mit ganzer Seele und ganzem Sinn zuhören, aber nicht mit dem Herzen.

    Und dann sind wir schon wieder bei der Hauptaussage von dem Vortrag: das wichtigste und kostbarste im Leben ist unsere Freundschaft mit Jehova.

    Freundschaften haben mit dem Herzen zu tun, nicht in erster Linie mit dem Verstand. Zumindestens echte Freundschaften. Wir erinnern uns noch an das, was der Bruder vor einigen Jahren auf dem BZK zum Thema “echte Freunde – falsche Freunde” sagte? Wollen wir echte Freunde von Jehova sein? Dann muss unser Herz ganz dabei sein.

    Interessant, dass genau dies die Basis für die ganze Wahrheit ist: es reicht nicht aus, wenn die Erkenntnis Gottes in unserem Kopf ist, auch dann nicht, wenn wir die biblische Wahrheit verstanden haben und sie anderen erklären können. Sie muss in unserem Herzen ankommen. Alles andere geht zwar für eine Weile, aber es wird keinen Bestand haben.

    Wenn wir Jehova nur dienen, weil wir begriffen haben, dass er “denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner ist” und dass die Erkenntnis über Jehova und Jesus “ewiges Leben bedeutet” – unterscheiden wir uns dann wirklich von denen, die Satan Jehova “vorwirft”? Dienen wir ihm dann nicht auch nur, weil er uns segnet und beschützt? War nicht genau dies der Vorwurf?

    Wenn wir aus diesem Grund Jehova dienen, dann werden wir uns auch taufen lassen und “die Regeln einhalten”. Wir werden die Zusammenkünfte besuchen, einen Anteil am Predigen haben, uns vielleicht sogar auf die Zusammenkünfte vorbereiten, die Publikationen lesen und kein Weihnachten usw feiern. Aber irgendwann wird der Punkt kommen, wo wir weniger tun, wo wir versuchen werden, “den Preis runterzuhandeln”.

    Ja, wir wollen “das Ticket ins Paradies” und dass dies nicht ganz kostenlos ist, wissen wir auch. Wir sind ja auch bereit, einen gewissen Preis zu zahlen, aber mit der Zeit werden wir versuchen, das Ticket fast umsonst zu bekommen.

    Wenn wir nur in den Dienst gehen, weil Jesus uns das geboten hat und das von jedem Untertan Gottes erwartet wird, dann werden wir irgendwann nur das Nötigste tun und nicht mehr unser Bestes geben. Wenn wir nur deshalb keinen Geburtstag oder Weihnachten feiern, weil man das als Zeugen Jehovas nicht tut und weil es unbiblisch ist, dann werden wir irgendwann Kompromisse machen. Wenn wir nur deshalb keinen Umgang in der Welt suchen, weil Jesus das gesagt hat, dann werden wir irgendwann Abstriche machen.

    Der Zonenaufseher hatte hier ein sehr schönes Beispiel genannt: wir besuchen ja eigentlich keine Bars oder Discotheken – aber “wenn wir als eine Gruppe von Brüdern und Schwestern gehen, dann ist das ja alles nicht so schlimm, schließlich sind wir ja unter uns.” Hier „flirten“ wir mit der Gefahr.

    Auf der anderen Seite ergibt sich alles selbst, wenn wir Jehova von ganzem Herzen lieben:

    Auch hier steht zuerst die Erkenntnis, das Kennenlernen. Je mehr wir über Jehova erfahren, desto stärker fühlen wir uns zu ihm hingezogen. Was für ein toller Gott. Unser Herz wird erfüllt mit Wertschätzung und Liebe. Und “aus der Fülle des Herzens redet der Mund”.

    Hier muss uns niemand auffordern, zu predigen. Wir werden voller Begeisterung jedem von unserem Gott zu erzählen. So, wie wir es tun, wenn wir frisch verliebt sind. Wir erzählen es jedem, der es hören will (und auch denen, die es nicht hören wollen) von unserem Schatz.

    Niemand muss uns dazu auffordern, uns mit unserem Liebsten zu unterhalten (Gebet) oder Zeit mit ihm zu verbringen (Bibellesen, Studium). Niemand muss uns auffordern, uns mit denen zu treffen, die genauso von unserem Schatz begeistert sind wie wir (Versammlung). Niemand muss uns verbieten, uns mit Leuten abzugeben, die unserem Liebsten nicht leiden können, schlecht von ihm reden oder ihn beleidigen (Umgang). Wenn wir wissen, dass er z.B. eine Nuss-Allergie hat, werden wir sicherlich von uns aus darauf achten, dass auch nicht die winzigste Spur von Nüssen in den Speisen oder Getränken ist (weltliche Feiertage usw) und wenn ich weiss, dass ihm von einem bestimmten Gericht oder Geruch schlecht wird, werde ich sicherlich alles in der Richtung vermeiden (Freizeitgestaltung, Unterhaltung).

    Dies muss mir niemand sagen, wenn es um eine Person geht, die ich von Herzen liebe. Mein Herz wird mich auch so dazu drängen. Darum ist es so wichtig, dass wir unser Herz behueten!

    Ich muss diese Liebe lebendig halten und wie eine Blume, der ich Wasser geben und die ich ab und zu düngen muss – so müssen wir auch unsere Freundschaft zu Jehova pflegen. Und wenn diese wirklich das wertvollste in meinem Leben ist, dann werde ich dies auch tun!

    Und hier sind wir dann auch wieder bei dem, was David hier seinem Sohn Salomo sagt: wir sollten unserem Gott unser ganzes Leben lang von Herzen die Treue halten. Ja, richten wir unser ganzes Leben nach unserem Gott Jehova aus – weil wir IHN von ganzem Herzen lieben!

  73. Juleam 3. Juni 2012 um 20:56 Link zum Kommentar

    1. Könige 2:5-6

    Nun habe ich noch einige Bitten an dich: Du kennst Joab, den Sohn meiner Schwester Zeruja, und du weißt auch, was er mir angetan hat. Die beiden israelitischen Heerführer Abner, den Sohn Ners, und Amasa, den Sohn Jeters, hat er mitten im Frieden kaltblütig ermordet. Dadurch hat er seine Kleider mit unschuldigem Blut besudelt. 6 Du bist doch ein weiser Mann, Salomo. Joab ist inzwischen recht alt geworden. Sorge du nun dafür, dass er für seine Verbrechen hingerichtet wird, bevor er eines natürlichen Todes stirbt!

    Und Vers 8-9

    Dann ist da noch Schimi, der Sohn Geras, aus Bahurim im Stammesgebiet von Benjamin. Als ich damals nach Mahanajim floh, hat er mich mit schrecklichen Flüchen beschimpft. Doch bei meiner Rückkehr kam er mir bis an den Jordan entgegen und flehte um Gnade. Da schwor ich ihm bei dem Herrn, dass ich ihn nicht mit dem Schwert umbringen würde. 9 Deshalb bestrafe du ihn nun für seine Untat! Du bist ein weiser Mann und wirst schon Mittel und Wege finden. Auch er ist schon alt und könnte bald sterben. Sieh zu, dass du ihn so schnell wie möglich hinrichtest.«

    Warum das?

    Wenn sie Strafe verdient hatten, warum hatte David das dann nicht seinerzeit getan? Sollte es ein Akt der Barmherzigkeit sein, dass er gewartet hatte, bis sie alt sind? Oder war David selbst nur „zu feige“?

    Bei Schimi stellt sich auch noch die Frage, ob es nicht unfair ist, denn David umgeht hier einen Schwur, den er Schimi gegeben hatte. So nach dem Motto: „ich selbst töte dich ja nicht, es ist ja mein Sohn, der es tut.“ Aber mit dieser „Anstiftung zum Mord“ ist das Blut ja dann trotzdem an Davids Händen.

    Für mich sieht das ganze hier sehr merkwürdig und unfair aus. Es passt irgendwie nicht so recht zu David

  74. Juleam 3. Juni 2012 um 20:59 Link zum Kommentar

    1. Könige 2:36-46

    Schimi verwirkt sein Leben

    36 Danach ließ König Salomo Schimi zu sich rufen und befahl ihm: »Bau dir hier in Jerusalem ein Haus! Darin sollst du wohnen. Nie wieder darfst du die Stadt verlassen, ganz gleich wohin. 37 Du kannst sicher sein: Sobald du durch das Stadttor gehst und den Bach Kidron überquerst, wirst du hingerichtet! Ich habe dich gewarnt – sollte es so weit kommen, dann bist du selbst schuld an deinem Tod.«

    38 Schimi antwortete: »Ich habe verstanden und werde den Befehl meines Herrn und Königs genau befolgen.«
    Schimi hielt sich lange an das Verbot des Königs. 39 Doch eines Tages – etwa drei Jahre später – liefen ihm zwei Sklaven davon und suchten Zuflucht bei König Achisch von Gat, dem Sohn Maachas. Als Schimi erfuhr, dass seine Sklaven sich dort aufhielten, 40 sattelte er seinen Esel und machte sich auf den Weg zu König Achisch, um die beiden zurückzuholen. Er fand sie und brachte sie zurück nach Jerusalem.

    41 Als Salomo hörte, dass Schimi in Gat gewesen war, 42 ließ er ihn zu sich rufen und stellte ihn zur Rede: »Habe ich dir nicht verboten, dich aus Jerusalem zu entfernen, und dich gewarnt: ›Verlass dich drauf: Sobald du aus der Stadt weggehst, wirst du hingerichtet, ganz gleich, wohin du gehst?‹ Und wie war deine Antwort? Du sagtest: ›Ich habe verstanden!‹ Dann hast du sogar bei dem Herrn geschworen, dem Befehl zu gehorchen. 43 Warum hast du nun den Eid gebrochen und gegen meine Anordnung verstoßen? 44 Schon meinem Vater hast du schwer zu schaffen gemacht. Du weißt ganz genau, mit welcher Frechheit du ihm damals begegnet bist. Nun ist der Tag gekommen, an dem der Herr dich für deine Bosheit bestraft! 45 Mich aber, den König Salomo, wird er segnen. Ja, der Herr wird dafür sorgen, dass Davids Nachkommen für alle Zeiten die Königsherrschaft gehört.«

    46 Danach gab König Salomo Benaja den Befehl, Schimi hinzurichten. Benaja führte Schimi hinaus und erstach ihn auf der Stelle.
    Nun hatte Salomo die Zügel der Herrschaft fest in der Hand.

    Warum dieses Vorgehen? Hatte David nicht ganz klar angeordnet, dass er Schimi baldigst hinrichten sollte?

    Warum erst dieser Umweg hier? Wollte er Schimi wirklich eine Chance geben, oder wußte er, dass dieser früher oder später den Eid brechen würde?

    Dachte er vielleicht darüber ebenso, wie ich vorhin? Kam es ihm ungerecht vor, dass er Schimi nun töten sollte, wo David ihm ja versprochen hatte, ihn nicht zu Tode zu bringen?

    War dies für Salomo vielleicht eine Art Vliestest, ob es wirklich für Jehova in Ordnung wäre, zu tun, was sein Vater angeordnet hatte? So nach dem Motto:

    „wenn er in der Stadt bleibt, dann will Jehova nicht dass ich ihn zu Tode bringe. Wenn er aber entgegen der Vereinbarung die Stadt verlässt, dann bringt ja er selbst seinen Tod auf sich – das zeigt mir dann, dass David recht hatte mit dem Auftrag, ihn zu töten“.

  75. Juleam 18. Juni 2012 um 19:56 Link zum Kommentar

    1. Könige 5 – 7

    1. Könige 5:4-5

    Er lebte mit den Völkern ringsum in Frieden. 5 Zu Lebzeiten Salomos ging es ganz Israel und Juda gut. Von Dan im Norden bis Beerscheba im Süden lebte das Volk in Frieden. Jeder konnte ungestört in seinem Weinberg arbeiten und unter seinem Feigenbaum sitzen.

    Dieser Text macht klar, warum gesagt wird, dass Salomos Herrschaft das Leben im Königreich Gottes unter Jesu Herrschaft vorschattet – denn den Text, dass „jeder unter seinem eigenen Feigenbaum sitzen“ wird, kenne wir auch aus Micha:

    Der Prophet Micha bezog sich in einer fast allgemein als messianisch anerkannten Prophezeiung auf die Beschreibung der Verhältnisse unter der Herrschaft Salomos, als „Juda und Israel . . . fortwährend in Sicherheit [wohnten], ein jeder unter seinem eigenen Weinstock und unter seinem eigenen Feigenbaum . . ., alle Tage Salomos“ (1Kö 4:25; Mi 4:4). Sacharjas Prophezeiung (Sach 9:9, 10) führt Psalm 72:8 an und wird von Matthäus auf Jesus Christus angewandt (Mat 21:4, 5).
    (Quelle: Einsichtenbuch)

  76. Juleam 18. Juni 2012 um 19:58 Link zum Kommentar

    1. Könige 5:13-14

    Er konnte alle Arten von Pflanzen genau beschreiben: von den hohen Zedern im Libanon bis zu den unscheinbaren Ysop-Pflanzen, die in Mauerrissen wachsen. Auch die Tierwelt war ihm nicht fremd: Er konnte über Säugetiere, Vögel, Kriechtiere und Fische sprechen. 14 Aus allen Völkern kamen Menschen, um Salomo zuzuhören

    Sicherlich hatte er diese Kenntnis nicht auf wundersame Weise erhalten – sondern er war mit offenen Augen durchs Leben gelaufen.

    Er wird sich schon Zeit und Muße genommen haben, die Tiere und Pflanzen zuerst zu beobachten. Die Weisheit, die er dazu von Jehova bekommen hatte, bestand sicherlich eher darin, dass er die Zusammenhänge verstehen konnte und von den Beobachtungen in der Natur auf das alltägliche Leben und die zwischenmenschlichen Beziehungen Rückschlüsse ziehen konnte.

    Vielleicht ähnlich wie Jesus, der ja auch aus den alltäglichen Beobachtungen tolle Veranschaulichungen machte, damit das Volk seine Gedanken – und damit ja auch Gottes Gedanken – besser verstehen konnte.

  77. Juleam 18. Juni 2012 um 20:09 Link zum Kommentar

    1. Könige 5:20

    So bitte ich dich nun: Lass deine Arbeiter auf dem Libanon Zedern für mich fällen. Meine Leute könnten mit ihnen zusammenarbeiten. Natürlich werde ich den Lohn deiner Arbeiter zahlen; du musst nur sagen, wie viel ich ihnen geben soll. Du weißt ja selbst, dass wir keine so guten Holzfäller haben, wie die Sidonier es sind.«

    Da war doch was …?

    Hatte ich mich nicht erst vor kurzem gefragt, warum Salomo – oder war es David – den König dazu aufforderte, mit welchem Recht er das tat?

    Hier liest sich das ganz anders: hier ist von einer gegenseitigen Geschäftsbeziehung die Rede.

    Aber wo hatte ich das gelesen? Die Zeit mit Salomo fängt doch hier erst an …

  78. Juleam 18. Juni 2012 um 20:18 Link zum Kommentar

    1. Könige 5:27

    König Salomo zog in ganz Israel 30 000 Mann zur Fronarbeit heran

    Das hat bei mir so einen bitteren Nachgeschmack. Irgendwie habe ich bei der Formulierung Sklaven vor dem inneren Auge, die mit Peitschen zur Arbeit angetrieben werden.

    Was genau ist denn eigentlich „Fronarbeit“? Im Einsichtenbuch habe ich Folgendes dazu gefunden:

    König Salomo hob für verschiedene Bauvorhaben Männer zur Zwangsarbeit aus und setzte Vormänner über sie (1Kö 5:13; 9:15, 23). Als Salomo bemerkte, daß der junge Mann Jerobeam hart arbeitete, „machte er ihn . . . zum Aufseher über den ganzen Frondienst des Hauses Joseph“, d. h. über die Ausgehobenen der Stämme Ephraim und Manasse (1Kö 11:26-28).

    Verwandt mit dem hebräischen Wort ßével ist der Ausdruck ßabbál, der „Lastträger“ bedeutet. Nachdem Salomo alle Männer, die ansässige Fremdlinge in Israel waren, gezählt hatte, nahm er sie in Dienst und machte 70 000 von ihnen zu Lastträgern (2Ch 2:2, 17, 18). Als König Josia viele Jahre später den Tempel ausbesserte, waren es die „Lastträger“, die das Werk taten (2Ch 34:12, 13).

    Das hebräische Wort zavá´, das sich oft auf Heeresdienst oder Kriegsdienst bezieht, bedeutet „Fronarbeit“, d. h. Arbeit, durch die man eine Schuld abträgt. Deshalb sollte Jerusalem gesagt werden, sein „Heeresdienst“ sei erfüllt und sein Vergehen abbezahlt (Jes 40:1, 2, Fn.).

    ich glaub, der letzte Gedanke ist hier ganz passend: Salomo hatte die Männer verpflichtet, jeweils einen Monat in einem bestimmten Dienst zu arbeiten. Dies hat nichts mit Sklaverei zu tun, sondern ist vielleicht eher mit dem Entrichten von Steuern heute zu vergleichen. Jeder sollte einen Anteil am Bau des Tempels haben, das war ja auch nur gerecht!

  79. Juleam 18. Juni 2012 um 20:20 Link zum Kommentar

    1. Könige 6:6

    Das untere Stockwerk war 2, 5 Meter breit, das mittlere 3 Meter und das oberste 3, 5 Meter. Mit jedem höher gelegenen Stockwerk trat die Tempelmauer etwas mehr zurück. Dadurch entstanden Mauervorsprünge, auf denen man die tragenden Querbalken der Stockwerke abstützen konnte. So mussten die Balken nicht in der eigentlichen Tempelmauer verankert werden.

    Fällt mir irgendwie schwer, mir das vorzustellen: ein Haus, dass nach oben hin größer wird statt kleiner…

    Nun habe ich mir heute extra den Film von vor einigen Jahren angesehen, der eine Animation vom Tempelgebiet und dem Tempel ist, aber nichts gefunden, was so aussieht, wie hier beschrieben. Auch die Fotos von der Tempelanlage im Bethel haben nichts derartiges gezeigt und auch die ganzen anderen Quellen, die Thom heute gesichtet hat, waren in dieser Hinsicht nicht ergiebig.

    Wie soll das denn ausgesehen haben?

  80. Juleam 18. Juni 2012 um 20:25 Link zum Kommentar

    1. Könige 6:20-22

    Salomo ließ den ganzen Raum mit reinem Gold auskleiden. Vor dem Allerheiligsten stand ein Altar aus Zedernholz. Auch er wurde mit Gold überzogen, 21 ebenso der gesamte Innenraum des Heiligtums. Vor dem Eingang zum Allerheiligsten ließ Salomo goldene Ketten aufhängen. 22 So wurde also der ganze Innenraum des Tempels mit Gold überzogen, ebenso der Altar, der vor dem Allerheiligsten stand.

    Und dann sind wir wieder bei der Frage, die vor einigen Tagen im Raum stand: wie können wir pompöse Kirchen verurteilen?

    Wie ich vorhin gesehen habe, hatte ich zu diesen Versen vor einiger Zeit selbst den Gedanken, dass der Prunk der Kirchen hierin seinen Ursprung hätte

    Wie Vers 38 zeigt, waren dies ja Vorgaben von Jehova, denn ER war es ja, der David seinerzeit die Pläne gab, die dieser dann seinem Sohn weiter reichte.

    Im 11. Regierungsjahr Salomos, im Monat Bul, dem 8. Monat des Jahres, war der Tempel fertig. Insgesamt hatte man also sieben Jahre daran gebaut. Jede Einzelheit stimmte genau mit den Bauplänen überein.

  81. Juleam 18. Juni 2012 um 20:31 Link zum Kommentar

    1. Könige 7:40

    Zuletzt stellte Hiram noch Kübel und Schaufeln zum Beseitigen der Asche her sowie Schalen, in denen das Blut der Opfertiere aufgefangen wurde

    Warum war dies nötig? Wurden nicht die Geräte weiter verwendet, die damals für die Stiftshütte angefertigt worden sind? Oder brauchte man nun mehr – warum?

    Weiter ab Vers 48 – hier gilt das selbe:

    Die Inneneinrichtung des Tempels

    48-50 (2. Chronik 4, 19 – 5, 1)
    Für das Innere des Tempels ließ Salomo folgende Gegenstände aus Gold herstellen:
    einen Altar;
    einen Tisch, auf dem die Gott geweihten Brote liegen sollten;
    10 Leuchter, die vor dem Allerheiligsten stehen sollten, fünf auf der rechten und fünf auf der linken Seite der Tür;
    Blumenornamente für die Leuchter;
    Lampen, Dochtscheren und Messer zum Reinigen der Lampen;
    Becken und Schüsseln;
    Schalen und Eimer zum Tragen der glühenden Kohlen;

    Wenn die ganzen Gegenstände aus purem Gold waren, hätte man doch sicherlich noch sehr gut die bereits vorhandenen nehmen können

  82. Juleam 18. Juni 2012 um 20:41 Link zum Kommentar

    1. Könige 8 – 10

    1. Könige 8:57-61

    Der Herr, unser Gott, stehe uns bei, wie er schon unseren Vorfahren beigestanden hat! Möge er uns nie verlassen oder gar verstoßen! 58 Er gebe uns den Wunsch, so zu leben, wie es ihm gefällt, damit wir seine Gebote befolgen und auf alle Weisungen und Gesetze achten, die er unseren Vorfahren gegeben hat!

    59 Möge der Herr, unser Gott, dieses Gebet nie mehr vergessen; ja, Tag und Nacht soll er an meine Bitten denken. Er möge mir, seinem Diener, und auch seinem Volk Israel zum Recht verhelfen und uns jeden Tag geben, was wir brauchen. 60 Daran werden alle Völker erkennen, dass der Herr Gott ist und dass es außer ihm keinen Gott gibt.

    61 Ihr aber, haltet dem Herrn, unserem Gott, von ganzem Herzen die Treue; lebt immer nach seinen Weisungen und befolgt seine Gebote, so wie ihr es heute tut!«

    Hier ist wirklich das Wichtigste zusammengefasst: wir bitten unseren Gott uns die Treue zu halten und erkennen gleichzeitig unsere Verantwortung an, ihm unsererseits auch die Treue zu halten.

    Ja, wir dürfen unseren wunderbaren Gott sogar darum bitten, in uns diesen Wunsch zu wecken und auch wach zu halten. Dies geht am besten, wenn wir uns jeden Tag mit Jehova und seinem Wort beschäftigen.

    Der Vortragsredner sagte gestern, dass man eine Freundschaft oder Beziehung nur mit guter Kommunikation aufrecht erhalten kann. Wenn wir unseren Teil durch das Gebet tun, dann ist dies schon gut. Dann reden wir mit unserem Gott. Aber Kommunikation ist keine Einbahnstraße, sonst wäre es ja ein Prolog. Wir müssen Jehova auch zu Wort kommen lassen – und dies tut er, indem er durch sein Wort die Bibel zu uns spricht.

    Dazu müssen wir sie auch lesen – sonst wäre es so, als wollten wir ihm nicht zuhören, sondern ihn nur mit unseren Sorgen und Problemen vollquatschen. Würde er sich dann wirklich von uns geliebt fühlen? Wir erinnern uns sicherlich noch an die Gedanken, die wir vor einigen Tagem dazu hatten.

    Beschäftigen wir uns also jeden Tag mit der Bibel. Lesen wir darin und hören wir so Jehova zu und dem, was er uns zu sagen hat. Dann werden wir in uns den Wunsch verspüren, so zu leben, dass er sich über uns freuen kann und gern seine Gebote halten und unser Leben nach seinen Maßstäben ausrichten. Dann werden wir solche sein, die sich in seiner Liebe bewahren und mit denen ER gern Umgang hat. Dann hat er auch keinen Grund, sich von uns abzuwenden.

    Wir haben uns ja in den letzten Wochen sehr viel mit unserem Herzen und unserer inneren Einstellung befasst. Sei es der Vortrag vom Zonenaufseher oder verschiedene Studienartikel und Ansprachen. Auch bei der Bibellese geht es immer wieder darum.

    Salomo bittet Jehova, in ihm den Wunsch zu wecken, so zu leben, dass ER seine helle Freude daran hat. Er will die richtige Herzenseinstellung bewahren. Dies wird uns vom Widersacher und dem Geist dieser Welt immer wieder schwer gemacht. Gut, dass dies in diesem Jahr das Thema des BZK ist. Wir werden sicherlich wieder sehr viel lernen und ermuntert werden, an Jehova und der Wahrheit festzuhalten.

    Dieses Wochenende geht es los! Wir hier in Berlin sind die ersten und auch die Brüder in Nürnberg dürfen sich schon auf das Wochenende freuen. Bitten wir Jehova um ein aufnahmebereites Herz, damit wir alles tief in uns aufnehmen können. Wir werden sicherlich wie immer das ganze Jahr davon zehren!

  83. Juleam 19. Juni 2012 um 10:47 Link zum Kommentar

    1. Könige 9:6-9

    Doch wenn ihr oder eure Nachkommen mir den Rücken kehrt und meine Gebote und Weisungen nicht mehr befolgt, wenn ihr anderen Göttern nachlauft und sie anbetet, 7 dann werde ich euch aus diesem Land vertreiben, das ich euch gegeben habe. Israels Unglück wird sprichwörtlich sein. Alle Völker werden euch verspotten. Auch von dem Tempel, den ich jetzt zu einer heiligen Stätte erklärt habe, werde ich mich wieder abwenden. 8 Nur ein Trümmerhaufen wird von ihm übrig bleiben. Wer an ihm vorübergeht, wird verächtlich lachen und zugleich entsetzt sein über das, was er sieht. Erstaunt wird er fragen: ›Warum hat der Herr dieses Land und diesen Tempel so furchtbar zerstört?‹ 9 Und man wird ihm antworten: ›Weil die Israeliten den Herrn, ihren Gott, verlassen haben. Er hat ihre Vorfahren aus Ägypten herausgeführt, und doch sind sie fremden Göttern nachgelaufen, haben sie angebetet und ihnen gedient. Darum hat der Herr sie nun in dieses Unglück gestoßen.‹«

    Na sowas?

    Wie konnten die Israeliten sich denn dann in Sicherheit wiegen, obwohl sie Jehova und seine Maßstäbe mit Füßen traten?

    Ich dachte, ihr Argument sei dann später gewesen, dass dies ja der Tempel Jehovas sei und dem würde schon nichts passieren! Aber hier kündigt Jehova es ihnen doch ganz klar an: „wenn ihr mir untreu werdet, dann wird der Tempel auch kein Schutz für euch sein, den mache ich dann mit platt!“ So hätten sie doch eigentlich gewarnt sein müssen.

    Aber das Problem liegt wahrscheinlich nicht darin, dass sie keine Kenntnis davon hatten – sondern dass sie Jehova und die wahre Anbetung nicht mehr ernst und wichtig genug nahmen. So haben sie sich dann immer weniger mit ihm und seinem Wort beschäftigt und so haben sie nach und nach verdrängt, was in Jehovas Augen recht ist.

    Beim letzten Studienartikel fand ich den Vergleich mit der Glühbirne sehr interessant. Der Studienleiter hat extra noch mal hervorgehoben, dass man es sicher bemerken würde, wenn es an einem Abend – also an einem Stück – passieren würde. Es fiel nur deswegen nicht auf, weil jeden Abend bereits eine schwächere Birne eingedreht war und das Licht von vornherein schwächer war. Denn so fehlt der Vergleich dazu, wie hell es gestern abend war. Diesen Vergleich können wir auch auf das Thema Bibellesen anwenden:

    Wenn wir nicht regelmäßig – jeden Tag – in der Bibel lesen, dann wird auch unser Licht allmählich schwächer. Wenn wir nur den Tagestext lesen und vielleicht bemüht sind, mit dem Stoff für die Schule auf dem Laufenden zu bleiben, dann knipsen wir dafür jedes Mal die Lampe an und bemerken nicht, dass es immer schwächer wird. Wir verlieren den Zusammenhang. Merke: wir bemerken das mit dem Licht nur dann, wenn das Licht die ganze Zeit brennt.

    Wenn wir uns dagegen die ganze Zeit mit Gottes Wort beschäftigen – „woran denken wir morgens, wenn wir aufwachen, womit beschäftigen wir uns am Tage und woran denken wir, wenn wir einschlafen?“ – dann bleibt unsere Lampe den ganzen Tag an. Dann würden wir merken, wenn das Licht schwächer wird.

    Wir werden gut vertraut sein mit Jehova Gott und seinem Wort und wir werden sofort bemerken, wenn wir etwas tun, was nicht richtig ist. Ja, sogar schon bei der Neigung der Gedanken wird unser Gewissen schlagen und weil wir Jehova lieben, werden wir die Gedanken und auch die Gefühle „mit Stumpf und Stiel“ ausmerzen. Wie Jesus sagte, werden wir uns sogar die Hand amputieren, wenn sie uns durch eine Blutvergiftung gefährlich wird.

    Wenn ich nicht bemüht bin, meinem Gott „zuzuhören“, wie wir gestern gehört haben, dann wird schnell in Vergessenheit geraten, was er uns gesagt hat. Ein Beispiel:

    Wenn mein Bibellesen darin besteht, dass ich morgens den Tagestext lese und vielleicht die drei Kapitel, die ich für die Schule lesen „muss“ – wieviel Zeit wird das in Anspruch nehmen? Vielleicht eine halbe Stunde am Tag? Der Tag hat 24 Stunden und wenn ich davon 8 schlafe, dann bleiben 16 über. Also 15,5 Stunden jeden Tag, die sich mein Sinn mit anderen Dingen beschäftigt. Zeit, die der Geist der Welt Zeit hat, auf mein Herz und meinen Sinn einzuwirken. Wieviel wird da von der halben Stunde Bibellesen hängen bleiben? Ob ich mich da noch an all die Einzelheiten erinnere, die ich in der Bibel gelesen habe? Was wird mein Denken, Fühlen und Handeln wohl beeinflussen?

    Dieser Text hier, wo Jehova das zu Salomo sagt, ist relativ kurz. Ob mir der überhaupt bewußt auffallen würde? Wenn nicht – kann ich dann erwarten, dass er mir in den Sinn kommt, wenn ich geneigt bin, falsch zu handeln?

    Verstehen wir den Zusammenhang? Jeder von uns hat nur 24 Stunden am Tag. Wieviel Zeit davon verbringe ich mit meinem Gott? Habe ich überhaupt Interesse daran, mehr Zeit mit ihm zu verbringen? Drängt mich die tiefe Liebe zu ihm dazu – so, wie ich mich gedrängt fühle, jede Minute mit meinem Liebsten zu verbringen?

    Kaufe ich „die gelegene Zeit aus“? Fast jeder hat heutzutage einen mp3-Player. Was für Musik spiele ich mir darauf? Habe ich schon mal daran gedacht, mir die Publikationen der Gesellschaft darauf zu laden, die es als Hördatei gibt? Wir wissen doch: unter http://www.jw.org können wir die aktuellen Zeitschriften, jede Menge Bücher und Broschüren, Dramen und sogar die ganze Bibel als mp3 herunterladen. Was höre ich mir an, wenn ich unterwegs zur Arbeit oder Schule bin?

    Bin ich vielleicht mit der aktuellen Popmusik auf dem Laufenden, weiß, wer was singt und was in demn Top Ten ist – aber die Publikationen liegen ungelesen bei mir zu Hause, denn „ich habe ja so wenig Zeit“?

    Kann ich dann erwarten, dass ich es bemerke, wenn mein Licht allmählich immer schwächer wird? Wie soll ich dann andererseits ‚mein Licht leuchten lassen‘?

    Gleiche ich vielleicht den Israeliten der Tage Jesajas, die sich in Sicherheit wiegen? Denke ich: „die Versammlung ist ja der Ort, wo Jehova ist. Wenn ich dahin gehe, kann mir nichts passieren“? Erinnern wir uns an die Gedanken, die wir gestern in den letzten Absätzen – denen mit der schwächer werdenden Birne – behandelt haben?

  84. Juleam 19. Juni 2012 um 10:49 Link zum Kommentar

    1. Könige 9:16-17

    Die Stadt Geser hatte der Pharao, König von Ägypten, auf einem seiner Feldzüge eingenommen, ihre Einwohner, die Kanaaniter, umgebracht und schließlich alles niedergebrannt. Das Gebiet hatte er seiner Tochter als Mitgift in die Ehe gegeben, als Salomo sie heiratete. 17 Salomo baute die Stadt Geser nun wieder auf.

    Interessant; auch dies ist mir bisher noch nicht bewußt aufgefallen (siehe auch der Gedanke von vorhin).

    Vor einiger Zeit hatten wir in einem Studienartilel darüber gesprochen, dass Salomo sich bei der Wahl seiner Frau – der hier beschriebenen – nicht hat von Jehova leiten lassen, sondern sich auf seinen eigenen Verstand verließ. Da war die Rede von politischen Überlegungen, wie zB den Frieden zu erhalten.

    Wenn ich hier lese, dass der König von Ägypten die Stadt eingenommen hatte, könnte Salomos Motivation für die Heirat auch in seinem Bundesverhältnis zu Gott liegen:

    die Israeliten sollten ja das Land zusammenhalten, dass sie von Jehova als Erbe bekommen hatten. Sie durften es nicht an Fremde verkaufen. Diese Stadt war nun in den Händen eines Fremden und vielleicht konnte er sie nur durch diesen Handel wieder in den Besitz von Israel bringen. So war Salomo vielleicht sogar aufrichtig überzeugt, dass er in Jehovas Sinne gehandelt hatte. So hat er eben die Frau billigend in Kauf genommen, weil es die Stadt nur als Mitgift gab.

  85. Juleam 19. Juni 2012 um 10:51 Link zum Kommentar

    1. Könige 9:24

    Als die Tochter des Pharaos aus dem alten Stadtkern Jerusalems in den Palast gezogen war, den Salomo für sie gebaut hatte, begann der König mit dem Ausbau der Verteidigungsanlagen Jerusalems.

    Dieser Text zeigt, dass Salomo sich erst später ‚die Frauen mehrte‘. Denn mit der Tochter Pharaos war er bereits ganz zu Anfang seiner Regierungszeit verheiratet – ja, sogar bevor er von Jehova seine überragende Weisheit erhalten hatte. Dann wurde einige Verse zuvor gesagt, dass Salomo über 20 Jahre an Tempel und Palast baute.

    Nun wird hier gesagt, dass sie in den Tempel einzog, den er für sie gebaut hatte und von anderen Frauen ist nicht die Rede. So scheint er seine Ehe und die Anweisung zumindest bis hierhin ernst genommen zu haben

  86. Juleam 20. Juni 2012 um 17:15 Link zum Kommentar

    1. Könige 11 – 13

    1. Könige 11:2-3

    Salomo aber hing mit großer Liebe an seinen Frauen. 3 Er hatte 700 Frauen, die aus fürstlichen Häusern kamen, und 300 Nebenfrauen. Er ließ sich von ihnen immer mehr beeinflussen.

    Wie konnte er für so viele Frauen wirkliche Gefühle haben?

    Kann er die einzelnen Frauen wirklich gekannt haben – geschweige denn geliebt?

    Wenn man sich das so ansieht, dann versteht man auch, warum Salomo bei der einfachen Sulamitin keine Chance hatte: sie hatte einen einfachen Hirten, der sie von Herzen liebte. Warum hätte sie dies eintauschen sollen, um eine von vielen zu werden?

  87. Juleam 20. Juni 2012 um 17:18 Link zum Kommentar

    1. Könige 11:4-6

    Und so verführten sie Salomo im Alter dazu, auch ihre Götter anzubeten. Der Herr, sein Gott, war ihm nicht mehr wichtiger als alles andere in seinem Leben, wie es noch bei seinem Vater David gewesen war. 5 Salomo verehrte nun auch Astarte, die Göttin der Sidonier, und Milkom, den schrecklichen Götzen der Ammoniter. 6 So tat er, was Gott verabscheute. Er diente nicht mehr dem Herrn allein wie sein Vater David.

    Was war zuerst da: das Ei oder die Henne?

    War ihm Jehova nicht mehr so wichtig, weil er so viele Frauen hatte und diese ihn zum Götzendienst verführten? Oder hatte er bereits vorher sich von seinem Gott entfernt – und daher nahm er das Gebot „sich die Frauen nicht zu mehren“ nicht mehr so ernst?

    Wenn wir einmal die Grenze überschritten haben, dann sinkt auch die Hemmschwelle. Man sagt in der Welt so schön: „ist der Ruf erst einmal ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert“. Wenn wir erst mal unser Verhältnis zu Jehova gefährdet haben, kommt es dann noch darauf an?

    In dem zitieren Artikel hieß es dazu auszugsweise:

    Dieses Vernachlässigen des Wortes, das zuerst keine schlechte Wirkung zu haben schien (denn er wurde reich, als ob es nur die Erfüllung der Verheißung Gottes gewesen wäre), führte bald zu einer Abtrünnigkeit, die in ihrem Wesen und in ihren Folgen ernster und mächtiger in ihrem Einfluß war, und die den Geboten des Wortes Gottes unmittelbar widerstand, und die zuletzt einen schamlosen Ungehorsam gegen die bestimmtesten und wesentlichsten Forderungen des Wortes ergab. Man geht immer den schlüpfrigen Pfad der Sünde beschleunigten Schrittes, weil die erste Sünde dazu neigt, in der Seele die Autorität und Macht dessen zu schwächen, was uns allein daran hindern kann, noch größere Sünden zu begehen, und das ist das Wort Gottes sowohl als auch das Bewußtsein Seiner Gegenwart, die dem Wort seine ganze praktische Macht über uns verleiht.

  88. Juleam 20. Juni 2012 um 17:21 Link zum Kommentar

    1. Könige 11:26-40 Jerobeam und der Prophet Ahija

    26 Auch ein Beamter Salomos zettelte einen Aufstand gegen den König an: Jerobeam, ein Sohn Nebats, aus Zereda in Ephraim. Seine Mutter war eine Witwe namens Zerua. 27 Zu der Zeit, als Salomo die Befestigungsanlage Jerusalems ausbaute und das letzte Stück der Stadtmauer schloss, 28 fiel ihm Jerobeam als ein fleißiger und geschickter Arbeiter auf. Darum machte Salomo ihn zum Vorgesetzten aller Bauarbeiter aus den Stämmen Ephraim und Manasse.

    29 Eines Tages, als Jerobeam aus der Stadt hinausging, begegnete er unterwegs dem Propheten Ahija aus Silo. Ahija trug einen neuen Mantel. Außerhalb der Stadt, wo weit und breit kein Mensch mehr war, 30 nahm er seinen Mantel, riss ihn in zwölf Stücke

    31 und sagte zu Jerobeam:
    »Nimm dir zehn davon! Denn der Herr, der Gott Israels, lässt dir sagen: ›Ich werde Salomo die Herrschaft über das Königreich Israel entreißen und dir zehn Stämme geben. 32 Nur der Stamm Juda soll ihm bleiben, weil ich es meinem Diener David versprochen habe und weil Jerusalem die Stadt ist, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe. 33 So strafe ich Salomo dafür, dass er sich von mir abgewandt hat und nun andere Götter anbetet. Er verehrt Astarte, die Göttin der Sidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter. Er lebt nicht mehr so, wie es mir gefällt. Meine Weisungen und Gebote befolgt er nicht, wie sein Vater David es noch getan hat.

    34 Doch weil mein Diener David, den ich erwählt habe, meine Gebote und Weisungen befolgt hat, will ich Salomo die Herrschaft nicht entreißen. Er darf regieren, solange er lebt. 35 Seinem Sohn aber werde ich das Königreich nehmen und dir die Herrschaft über zehn Stämme anvertrauen. 36 Nur ein Stamm soll Salomos Sohn bleiben, damit weiterhin ein Nachkomme meines Dieners David in Jerusalem regiert. Denn in dieser Stadt soll man mich anbeten. 37 Dir aber will ich deinen lange gehegten Wunsch erfüllen: Du sollst König über Israel werden. 38 Wenn du dich nach dem richtest, was ich dir sage, wenn du mir gehorchst und tust, was mir gefällt, wenn du meine Gebote und Weisungen befolgst, wie mein Diener David es getan hat, dann werde ich dir helfen. Was ich David versprochen habe, gilt dann auch für dich: Immer wird einer deiner Nachkommen als König über Israel herrschen. Dir und deinen Söhnen gebe ich heute das Reich Israel.

    39 So will ich Davids Nachkommen dafür bestrafen, dass sie mir den Rücken gekehrt haben. Doch das wird nicht für immer so bleiben.‹«

    40 Salomo wollte Jerobeam umbringen lassen, doch Jerobeam floh zu König Schischak nach Ägypten und blieb dort, bis Salomo gestorben war.

    Die Geschichte wiederholt sich:

    Salomo verliert Gottes Segen, weil er nicht mehr entsprechend lebt. Jehova teilt ihm mit, dass er ihn verworfen hat und sein Reich teilen und 10 Stämme einem seiner Untergebenen geben wird. Als er es tut, verfolgt Salomo den „Rivalen“.

    An wen erinnert uns das?

    Hatte er nichts aus der Geschichte seines Vaters gelernt? Wie oft mag David sie seinen Kindern erzählt haben. War Salomo da nicht zutiefst empört über Saul gewesen?

    Ob er jetzt überhaupt merkte, dass er selbst auch nicht besser als Saul ist?

    Von Jerobeam wird nicht gesagt, dass er es an die große Glocke hing, dass Jehova ihn über 10 Stämme als König bestimmt hatte. Er hielt sich also – wie damals David – bescheiden im Hintergrund. Somit gab er Salomo sicherlich ebenso wenig Grund, ihn anzufeinden, wie es damals bei David und Saul gewesen war.

    Warum verfolgte Salomo ihn dann so heftig? War er wirklich wie Saul und suchte den Fehler bei dem anderen? Er wußte doch, warum Jehova ihn verworfen hatte. Warum kehrte er nicht lieber um, anstatt sich noch zusätzlich schuldig zu machen?

    Wo ist hier der weise Koeig Salomo von damals, der eine enge Freundschaft mit Jehova pflegte? Der Salomo, der uns aus eigener Erfahrung sagte, dass alles ein Haschen nach Wind ist, wenn wir unserem Gott nicht nahe sind?

    Hatte er vielleicht die Sprüche erst geschrieben, als er bereits von Jehova verworfen war? Redete er von seiner eigenen Erfahrung, von seinen eigenen Gefühlen, die er jetzt und hier gerade hat? Dass es ihm jetzt gerade erst bewußt wird, wie dumm er war – und er schreibt es dann auf, um die kommenden Generationen zu warnen?

  89. Juleam 25. Juni 2012 um 11:23 Link zum Kommentar

    1. Könige 12
    eine interessante Geschichte, wie es zur Teilung des Reiches kommt:

    Jerobeam erfährt vom Tod Salomos und die Israeliten holen ihn wieder zurück (Vers 2-3). Er ist sogar mit dabei, als das Volk Rehabeam um mildere Behandlung bittet – denn sonst wollten sie ihm nicht mehr dienen (Vers 4). Sie stellen dem neuen König also im übertragenen Sinne ein Ultimatum: „entweder du kommst uns entgegen, oder wir wenden uns von dir ab und wollen mit dir als König nichts zu tun haben“.

    Und Jerobeam ist mitten unter ihnen. Wie fühlt er sich wohl dabei? Immerhin weiss er ja, dass Jehova ihn bereits zu Salomos Lebzeiten zum König über 10 Stämme bestimmt hat. Ob das Volk, das das Ultimatum stellt, dies auch weiss? Gehen sie deshalb so entschlossen vor?

    Wie steht es mit Rehabeam? Mußte er dies nicht wissen? Hatte Salomo ihm nichts davon erzählt, dass Jehova ihn verworfen hatte und ihm prophezeite, dass sich das Reich nach seinem Tod teilen und ein Beamter über 10 der Stämme reagieren würde? Warum bezog er diese Tatsache nicht in seine Überlegungen mit ein? Dachte er, es würde eh nichts ändern, das Jehova die Sache bereits beschlossen hatte? (Vers 15)

    Wer genau wußte eigentlich alles von „der Sache“? Immerhin wird in Vers 20 gesagt, dass das Volk Jerobeam zu seinem König wählte. Wußten sie also von dem, was Jehova vorhatte? Hatte es ihnen Jerobeam jetzt erzählt?

  90. Juleam 25. Juni 2012 um 11:25 Link zum Kommentar

    1. Könige 12:26-29

    Immer mehr aber fürchtete er, Israel könne sich am Ende doch wieder König Rehabeam zuwenden, weil er ein Nachkomme Davids war. 27 »Wenn das Volk regelmäßig nach Jerusalem geht«, so dachte er, »und dort im Tempel des Herrn seine Opfer darbringt, dann werden sie auch bald wieder König Rehabeam von Juda als ihren König anerkennen. Ist es aber erst einmal so weit, dann bringen sie mich um.«

    28 Darum ließ er zwei goldene Kälber herstellen. Dem Volk erklärte er: »Es ist viel zu umständlich für euch, für jedes Opfer immer nach Jerusalem zu gehen! Seht, ihr Israeliten, hier sind eure Götter, die euch aus Ägypten geführt haben!« 29 Er ließ eine Götzenfigur in Bethel aufstellen, die andere in Dan.

    Handelt Jerobeam hier nicht sehr widersinnig?

    Hatte er vergessen, warum Jehova Salomo verworfen und ihm selbst den größten Anteil der Stämme gegeben hatte? Weil Salomo Götzendienst beging – was er selbst nun hier gerade einführt. Und ihn hatte Jehova erwählt, weil er selbst nicht so, sondern Jehova treu und loyal ergeben war.

    Wieso ließ er sich so schnell vom wahren Weg abbringen? Hatte er denn gar nichts gelernt?

  91. Juleam 25. Juni 2012 um 11:28 Link zum Kommentar

    1. Könige 12:30-32

    Als das eine Kalb nach Dan gebracht wurde, begleiteten die Israeliten es in einer feierlichen Prozession. So brachte Jerobeam das ganze Volk dazu, gegen den Herrn zu sündigen.

    31 Aber er ging noch weiter: Er ließ auf vielen Hügeln Heiligtümer errichten und ernannte auch Israeliten zu Priestern, die nicht zum Stamm Levi gehörten. 32 Er bestimmte einen Tag im Herbst, den 15. Tag des 8. Monats, an dem ein ähnliches Fest gefeiert werden sollte wie das Laubhüttenfest in Juda. Er selbst wollte an diesem Tag in Bethel die Stufen zum Altar hinaufsteigen, um den Kälbern, die er hatte anfertigen lassen, Opfer zu bringen. In Bethel weihte er auch die Priester, die er für den Dienst bei den Heiligtümern einsetzen wollte.

    Und wieder einer, der sich seine eigene Religion bastelt – und weiterhin behauptet, Jehova zu dienen. Wie kommt man bloß auf so eine bescheuerte Idee?

    Warum dient man Jehova nicht so, wie es IHM gefällt? Und wenn das nicht so mein Fall ist, warum sag ich das dann nicht ganz einfach offen – sondern tu so, als ob?

  92. Juleam 25. Juni 2012 um 11:29 Link zum Kommentar

    1. Könige 13:4

    König Jerobeam stand immer noch oben am Altar. Als er hörte, was der Prophet gegen den Altar von Bethel sagte, streckte er zornig seine Hand gegen den Boten Gottes aus und befahl seinen Männern: »Packt diesen Kerl!«

    Ist es so schlimm, wenn wir dabei ertappt werden, dass wir nur Scheinheilige – „fakes“ – sind?

    Saul verfolgte David, weil Jehova ihn selbst wegen seiner Halbherzigkeit verworfen hatte. Davids Sohn verfolgte Jerobeam, weil er selbst von Jehova verworfen wurde und Jehova ihm mitgeteilt hat, dass er einen anderen „auf der Ersatzbank hat“, der in seinen Augen annehmbar ist. Und dieser „Ersatzspieler“ reagiert exakt wie die beiden vorherigen und will denjenigen zum Schweigen bringen, der ihm sagt, dass sein Tun Jehova nicht gefällt.

    Warum muss sich das immer alles wiederholen?

  93. Juleam 25. Juni 2012 um 11:37 Link zum Kommentar

    1. Könige 13:7-9

    Da lud König Jerobeam den Boten Gottes ein: »Komm mit mir in mein Haus, und iss etwas! Ich möchte dir ein Geschenk geben.« 8 Doch der Prophet wehrte ab: »Selbst wenn du mir dein halbes Haus schenken würdest, käme ich nicht mit! Ich werde hier weder essen noch trinken, 9 denn der Herr hat mir befohlen: ›Du sollst dort nichts essen und nichts trinken! Kehre auch nicht auf demselben Weg zurück, auf dem du nach Bethel gehst!‹«

    Interessant hierzu die Erklärung des Bibelkommentators dazu, warum er nichts essen und trinken und sich nicht dort aufhalten sollte:

    Dem Propheten, dem solch ein Zeugnis anvertraut wird, ist es sogar verboten, Wasser zu trinken unter einem Volke, das sich Israel nennt, das aber widerspenstig und unrein war. Keine Teilnahme an solch einer schuldbeladenen Verwirrung ist erlaubt…

    Jedenfalls war das Wort Gottes ein dringender Befehl: er sollte dort weder essen noch trinken. Er wußte es, und er hielt es in Erinnerung; dem Anschein nach aber gab es ein anderes Zeugnis, einen Beweggrund, den Befehl des Herrn nicht zu beachten. Der alte Prophet (und er war ein Prophet) sagte ihm, Jehova hätte zu ihm gesagt: “Bringe ihn mit dir in dein Haus zurück, daß er Brot esse und Wasser trinke”, und so ging der Prophet aus Juda mit ihm zurück. Es war recht begehrenswert für den untreuen alten Propheten, daß ein Mann, den Gott für Sein Zeugnis gebrauchte (und dessen Zeugnis auch er glaubte), seine Untreue durch seine Verbindung mit ihm gutheißen sollte. Äußerlich schien er dem Zeugnis Gottes und dem Manne, der es brachte, Ehre zu erweisen. Dadurch, daß der Prophet aus Juda mit dem alten Propheten zurückkehrte, vernichtete er tatsächlich die Kraft seines eigenen Zeugnisses. Der alte Prophet – obwohl er wahrhaftig ein solcher war – duldete das Böse, das ihn umgab. Das Zeugnis Gottes erklärte im Gegensatz dazu, daß es nicht geduldet werden sollte. Es war dieses Zeugnis, das dem anderen Propheten aufgetragen wurde, und die Weigerung, an dem Orte zu essen und zu trinken, war das moralische und persönliche Zeugnis seiner eigenen Treue und Überzeugung und seines Gehorsams. Diese Weigerung war das Zeugnis dafür, daß er in dieser Sache auf Gottes Seite stand.

    Dadurch aber, daß er mit dem alten Propheten zurückkehrte, machte er sein Zeugnis ungültig und unterstützte den alten Propheten, in seiner Untreue.

    Vor diesem Hintergrund verstehen wir sicherlich besser, was daran so schlimm war.

    Aber: auch wenn wir nicht verstehen, warum Jehova dieses oder jenes von uns „verlangt“ – so sollten wir trotzdem danach handeln. Denn Jehova weiß, was für uns gut ist und er würde niemals etwas von uns verlangen, was sich als Schaden erweisen wird…

  94. Juleam 25. Juni 2012 um 11:38 Link zum Kommentar

    1. Könige 13:33-34

    Trotz allem, was geschehen war, ließ Jerobeam sich nicht von seinen falschen Wegen abbringen. Er setzte weiterhin Priester aus dem ganzen Volk zum Dienst bei den Heiligtümern ein. Wer immer sich darum bewarb, den weihte er selbst zum Priester.

    34 So lud er schwere Schuld auf sich, und darum wurde später sein Königshaus vernichtet und sein Geschlecht vollkommen ausgerottet.

    Könnte es sein, dass der schmähliche Tod des Propheten nicht so ganz unschuldig daran war?

    Immerhin machte dies die Runde in der Stadt und vielleicht kamen daraufhin Zweifel in Jerobeam auf, ob dies wirklich ein Bote Gottes gewesen war. Wenn nicht, dann müßte er ja auch dessen Warnung nicht sonderlich ernst nehmen.

    Wenn dies so gewesen sein sollte, dann hat der alte Prophet ziemlich viel Blutschuld auf sich geladen, denn dann war er nicht nur Schuld am Tod des Propheten, sondern auch an dem Jerobeams und all derer, die mit ihm weiterhin von Jehovas Wegen abwichen.

    Wie mag sich der alte Prophet dabei gefühlt haben?

  95. Juleam 25. Juni 2012 um 11:43 Link zum Kommentar

    1. Könige 14 – 16

    Eigentlich eine kurze Abhandlung der verschiedenen aufeinander folgenden Könige der „Staaten“ Israel und Juda. Endlich habe ich auch kapiert, warum es zeitgleich Könige gab: es lag daran, dass Jehova Salomo wegen seinem Götzendienst verurteilt und so das Reich aufgeteilt hatte. Warum habe ich da nur all die Jahre drüber gelesen?

    Immer wieder taucht der Satz auf, dass wir weiteren Aufschluß über diesen König „in der Chronik der Könige Isaraels“ und „der Könige Judas“ finden. Was für Bücher sind das?

    Außerdem taucht immer wieder der Satz auf, dass der König von Juda und der König von Israel Zeit ihres Lebens verfeindet waren. Woran lag das? Gönnte der eine dem anderen die Stämme nicht – oder war das von Jehova so eingegeben, damit sie sich nicht wieder verbünden und den Willen Jehovas zuwider handeln?

  96. Juleam 25. Juni 2012 um 11:46 Link zum Kommentar

    1. Könige 16:1

    Eines Tages schickte der Herr den Propheten Jehu, einen Sohn Hananis, mit folgender Botschaft zu Bascha:

    Ist dies schon der Jehu, der später mit Isebell und den Baalsanbetern aufräumt – oder ist das noch eine andere Zeit?

    Einige Verse weiter lesen wir von einem Ahab der Isebel heiratete (Vers 29-33):

    Ahab, der Sohn Omris, wurde König von Israel im 38. Regierungsjahr König Asas von Juda. Er regierte zweiundzwanzig Jahre in Samaria. 30 Auch Ahab tat, was der Herr verabscheute, noch schlimmer als alle seine Vorgänger. 31 Nicht genug, dass er wie Jerobeam, der Sohn Nebats, am Götzendienst festhielt; er ging noch weiter und heiratete Isebel, die Tochter König Etbaals von Sidon. Er verehrte ihren Götzen Baal und betete ihn an. 32 Ja, er baute ihm in Samaria sogar einen Tempel mit einem Altar. 33 Auch für die Göttin Aschera errichtete Ahab eine Statue. Mit allem, was er tat, schürte er den Zorn des Herrn, des Gottes Israels, so sehr wie kein anderer israelitischer König vor ihm.

    Es scheint also die Zeit zu sein. Aber war der Prophet Jehu auch der spätere König Jehu – oder handelt es sich nur um den gleichen Namen?

    2. Ein Prophet, der Sohn Hananis. Er sagte die Zerstörung des Hauses Baschas, des Königs von Israel, voraus (1Kö 16:1-4, 7, 12). Über 33 Jahre später wies ein gleichnamiger Prophet (und somit vielleicht dieselbe Person) König Josaphat von Juda zurecht, weil er mit dem bösen König Ahab von Israel befreundet war und ihm geholfen hatte (2Ch 19:1-3). In 2. Chronika 20:34 heißt es von Josaphats Geschichte, sie sei „in den Worten Jehus, des Sohnes Hananis, aufgeschrieben, die in das ‚Buch der Könige von Israel‘ aufgenommen wurden“.

    3. Sohn Josaphats (nicht des Königs Josaphat von Juda) und Enkel Nimschis (2Kö 9:14). Jehu herrschte als König von Israel ungefähr von 904 bis 877 v. u. Z.

    wie wir sehen, handelt es sich um verschiedene Männer. Aber das hatte ich mir eigentlich auch schon gedacht

  97. Juleam 25. Juni 2012 um 11:51 Link zum Kommentar

    1. Könige 17 – 19

    1. Könige 18:34-35

    Zuletzt befahl er: »Holt vier Eimer Wasser, und gießt sie über das Opfer und das Holz!« Dies genügte ihm aber noch nicht, und so gab er denselben Befehl ein zweites und ein drittes Mal, 35 bis das Wasser schließlich auf allen Seiten am Altar herunterlief und den Graben füllte.

    Jetzt begreife ich erst, warum in den Kommentaren von Darby und den ergänzenden WT-Artikeln immer hervorgehoben wird, dass dies wohl Salzwasser gewesen sein müsse:

    Es hatte ja seit 3 Jahren nicht geregnet und durch den Wassermangel konnten sie kein Saatgut, Obst oder Gemüse mehr anbauen. Kurz zuvor begab sich Ahab noch auf die Suche nach Wasser. Wenn diese erfolglos bleiben sollte, so müßten sie sogar das ganze Vieh töten. Vor diesem Hintergrund wird sich der Leser bestimmt fragen, woher sie das Wasser hatten und wie sie in Zeiten der Dürre so verschwenderisch damit umgehen konnten. Denn sonst hätte es ja bereits zu dem Zeitpunkt darauf hin gedeutet, dass sie an Jehova glaubten. Denn sonst hätten sie sicherlich nicht das wenige kostbare Opfer für „so einen Unsinn“ her gegeben!

    Da stellt sich mir eher die Frage, warum mir dies bisher nicht aufgefallen ist?

    Aber wahrscheinlich werden wir auch noch nach Tausend Jahren im Paradies – wenn wir die Bibel mehr als tausendmal durchgelesen haben – immer noch etwas Neues entdecken…

    Aber es zeigt auch wieder mal, wie wichtig es ist, richtig in der Bibel zu lesen und nicht nur einzelne Verse oder wie hier einzelne Begebenheiten. Denn wenn wir das Duell zwischen Baal und Jehova nur als einzelne Geschichte lesen, dann fehlt halt der Hintergrund, dass es zuvor eine 3jährige Dürre gegeben hatte – weil das Volk Jehova untreu war!

  98. Juleam 25. Juni 2012 um 11:53 Link zum Kommentar

    1. Könige 19:3

    Da packte Elia die Angst. Er rannte um sein Leben und floh bis nach Beerscheba ganz im Süden Judas. Dort ließ er seinen Diener, der ihn bis dahin begleitet hatte, zurück.

    Ist dieser Diener bereits Elisa, den er später auf Anweisung Jehovas zu seinem Nachfolger salbt?

    Wie wir in den späteren Kapiteln um Elia und Elisa lesen, war Elisa wohl bereits mehrere Jahre der Bedienstete von Elia. Daher scheint der hier erwähnte Diener Elisa gewesen zu sein

  99. Juleam 25. Juni 2012 um 11:54 Link zum Kommentar

    1. Könige 19:13

    Und noch einmal wurde er gefragt: »Elia, was tust du hier?« 14 Wieder antwortete Elia:

    Wieso fragt Jehova ihn noch mal das Selbe?

    Jehova ist ja vollkommen und hat ganz bestimmt nicht vergessen, was Elia ihm gerade kurz zuvor auf seine Frage geantwortet hat. Auch wenn wir davon ausgehen, dass die erste Frage von dem WORT gestellt worden war, so hatte Jehova doch die Antwort gehört.

    Also warum nochmal? Schließlich bekommt er ja auch wieder die selbe Antwort wie zuvor

  100. Juleam 25. Juni 2012 um 11:57 Link zum Kommentar

    1. Könige 19:15-18

    Da gab der Herr ihm einen neuen Auftrag: »Elia, geh den Weg durch die Wüste wieder zurück und weiter nach Damaskus! Salbe dort Hasaël zum König von Syrien! 16 Danach salbe Jehu, den Sohn Nimschis, zum König von Israel und schließlich Elisa, den Sohn Schafats, aus Abel-Mehola, zu deinem Nachfolger als Prophet. 17 Wer dem Todesurteil Hasaëls entrinnt, den wird Jehu umbringen; und wer ihm entkommt, den wird Elisa töten. 18 Aber 7 000 Menschen in Israel lasse ich am Leben, alle, die nicht vor Baal auf die Knie gefallen sind und seine Statue nicht geküsst haben.«

    Wieso konnte Jehova jemanden zum König über Syrien salben?
    Später beim Lesen (auch des zusätzlichen Stoffs der letzten Jahre) stellt sich heraus, dass Syrien von Israel unterworfen worden war. Daher hatte er sehr wohl „das Recht“, den König von Syrien zu bestimmen

    Und war Jehu nun der, der seinerzeit prophezeite – oder jemand anders? Wie wir bereits (nachträglich) nachgeforscht hatten, handelt es sich um unterschiedliche Personen. Der hier zu salbende Jehu ist also nicht derjenige, der seinerzeit prophezeit hatte

    Wenn Elisa derjenige war, der bisher bereits als sein Bediensteter „gearbeitet“ hatte, wieso mußte er ihn dann erst suchen (Vers 19)?

    Als Elia wieder in Israel war, suchte er Elisa, den Sohn Schafats, auf.

    Anmerkung:
    die in Kursivschrift eingefügten Gedanken sind diejenigen, die ich später durch Nachforschen noch gefunden habe. Alles andere sind die Gedanken, die direkt beim Lesen gekommen sind. Daher noch in Frageform…

  101. Juleam 25. Juni 2012 um 12:02 Link zum Kommentar

    1. Könige 19:19-21 Elia beruft Elisa zum Propheten

    19 Als Elia wieder in Israel war, suchte er Elisa, den Sohn Schafats, auf. Elisa pflügte gerade ein Feld. Vor ihm her gingen elf Knechte mit je einem Ochsengespann, und er selbst führte das zwölfte und letzte Gespann. Elia kam ihm über das Feld entgegen, warf ihm seinen Mantel über die Schultern und ging weiter.

    20 Elisa ließ seine Rinder stehen, lief hinter Elia her und bat ihn: »Darf ich mich noch von meinen Eltern verabschieden? Danach will ich mit dir kommen.« Elia antwortete: »Geh nur, du musst nichts überstürzen!«

    21 Da eilte Elisa nach Hause und bereitete für seine Familie ein Abschiedsessen zu. Er schlachtete die beiden Rinder, mit denen er gepflügt hatte, machte mit dem Holz ihres Jochs ein Feuer und briet das Fleisch daran. Danach schloss er sich Elia an und wurde sein Diener.

    Da fällt mir dann die Szene zwischen Jesus und dem jungen Mann ein, der ihm auf seine Aufforderung, ihm nachzufolgen, antwortete, er wolle zuerst seinen Vater beerdigen. Was für ein Unterschied!

    Aber wir hatten ja beim letzten Studienartikel bereits gehört, dass es nicht um das Beerdigen an sich ging, sondern dass der Vater höchstwahrscheinlich noch nicht einmal gestorben war, sondern es nur eine Ausrede sein sollte!

    Auch interessant, dass Elisa hier nicht mal verwundert zu sein scheint. Das lässt vermuten, dass es sich hier tatsächlich un den Mann handelt, der Elia bis dahin bereits zu Diensten gewesen war.

    Vielleicht hatte er ja sogar gehofft, dass er Elias Nachfolger werden würde. Es erinnert mich an die Szene in dem Drama mit Gehasi, der damit liebäugelte

  102. Juleam 25. Juni 2012 um 12:07 Link zum Kommentar

    1. Könige 20 – 22

    1. Könige 21:20

    Elia machte sich auf den Weg nach Jesreel. Als Ahab ihn sah, rief er ihm entgegen: »So, hast du mich aufgespürt, mein Feind?«
    »Ja«, antwortete Elia

    Wieso betrachtet Ahab Elia als seinen Feind? Weil er ihm immer negative Nachrichten von Jehova überbringt?

    Ob er schon mal daran gedacht hat, dass er selbst es ist, der Jehova zwingt, ihm jemand mit solchen Nachrichten zu schicken?

    Warum handelt er nicht einfach so, wie es Jehova gefällt? Dann könnte sich Jehova den Aufwand sparen. Elia hat sicherlich auch besseres zu tun, als immer zu dem Selben hinzugehen, von dem er weiss, dass ihm das eh egal ist

  103. Juleam 25. Juni 2012 um 12:08 Link zum Kommentar

    1. Könige 22:6-7

    Da ließ König Ahab von Israel seine Propheten zu sich rufen – es waren etwa 400 – und fragte sie: »Soll ich Ramot in Gilead angreifen oder nicht?« »Geh nur!«, ermutigten sie ihn. »Gott wird dir zum Sieg über diese Stadt verhelfen.«

    7 Aber Joschafat gab sich noch nicht zufrieden. »Gibt es hier in Israel keinen echten Propheten, der für uns den Herrn befragen könnte?«, wollte er wissen.

    Was ist das für eine merkwürdige Frage?

    Wie kommt er hier auf die Formulierung „echten“? Woher weiss er, dass die anderen – immerhin 400 – keine wahren Propheten sind?

  104. Juleam 25. Juni 2012 um 12:09 Link zum Kommentar

    1. Könige 22:15-16

    Als Micha vor Ahab stand, fragte ihn der König: »Micha, sollen wir gegen Ramot in Gilead in den Kampf ziehen oder nicht?« »Natürlich, greif nur an!«, antwortete der Prophet. »Bestimmt wird der Herr die Stadt in deine Gewalt geben, und du kommst als der große Sieger zurück!« 16 Doch der König hakte nach: »Wie muss ich dich beschwören, damit du mir nur die reine Wahrheit sagst? Was hat der Herr dir gezeigt?«

    Nanu, was ist denn das?

    Warum sagt Micha hier erst mal das, was der König hören will? Hatte er nicht auf dem Weg gerade erst gesagt, dass er dies nicht tun, sondern sagen wolle, was Jehova ihm eingibt? Und warum habe ich dies die letzten 3 Jahre überlesen?

    Und wieso fragt der König noch mal nach? Warum ist er nicht zufrieden mit dem, was er hört? ist es nicht genau das, was er hören will?

    Woher weiss er, dass es nicht stimmt? Woher weiss er, dass Jehova gegen den Feldzug ist?

  105. Juleam 25. Juni 2012 um 12:11 Link zum Kommentar

    1. Könige 22:24

    Jetzt kam Zedekia, der Sohn Kenaanas, nach vorne, gab Micha eine Ohrfeige und rief: »So, du behauptest, der Geist Gottes habe mich und die anderen Propheten verlassen, damit er mit dir reden kann? Beweis es, wenn du kannst!«

    Wußte er denn nicht, dass er gelogen und dem König nur gesagt hatte, was dieser hören will?

    War er tatsächlich der Ansicht, er habe Jehova befragt? Hatte ihm tatsächlich jemand auf seine Frage geantwortet? Jemand, den er für Jehova hielt?

    Könnte uns dies heute auch passieren, dass wir meinen, Jehova rede mit uns und in Wirklichkeit ist es „ein Lügengeist“? Woran könnten wir das erkennen?

  106. Juleam 25. Juni 2012 um 12:14 Link zum Kommentar

    1. Könige 22:30

    Vor der Schlacht sagte Ahab zu Joschafat: »Ich werde mich als einfacher Soldat verkleiden. Du aber kämpfe ruhig in deiner königlichen Rüstung!« Er zog sich einfache Soldatenkleider an und ging

    Ich hatte diese Stelle bisher immer so verstanden, als habe er mit Josaphat die Kleider getauscht und die anderen Heere griffen deshalb den falschen König an.

    Wie konnte es zu diesem Missverständnis kommen? Liegt es an der Übersetzung? Wie steht es in der NW-Übersetzung?

    Der König von Israel sagte nun zu Josaphat: „[Für mich heißt es] Verkleidung und Antritt zur Schlacht, du aber lege deine Kleider an.“ Daher verkleidete sich der König von Israel und zog in die Schlacht.

    da habe ich wohl die vergangenen Jahre immer die falschen Rückschlüsse gezogen. In der NW-Übersetzung steht es jedenfalls ebenso wie in der Hoffnung für Alle

  107. Juleam 25. Juni 2012 um 12:15 Link zum Kommentar

    1. Könige 22:51

    Als Joschafat starb, wurde er in der »Stadt Davids«, einem Stadtteil von Jerusalem, im Grab der königlichen Familie beigesetzt.

    Eine Formulierung, die wir im 1. Buch der Könige schon mehrfach gelesen haben.

    Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass „die Stadt Davids“ Jerusalem sei. Hier wird immer wieder betont, dass dies nur ein Stadtteil davon war, wo man scheinbar die Toten des Königshauses begrub

  108. Juleam 21. Juni 2013 um 21:52 Link zum Kommentar

    1. Könige 1 – 4

    1. Könige 1 – verurteilt Jehova hier David, weil er zu lasch mit seinen Kindern umging?

    1 Als aber der König David alt und hochbetagt war, konnte er nicht warm werden, obgleich man ihn mit Kleidern bedeckte. 2 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Man sollte unserem Herrn, dem König, ein Mädchen suchen, eine Jungfrau; und sie soll vor dem König stehen und ihn pflegen und in seinen Armen schlafen, damit unserem Herrn, dem König, warm wird! 3 Und sie suchten ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet von Israel, und sie fanden Abischag, die Schunamitin ; die brachten sie zum König. 4 Sie war aber ein sehr schönes Mädchen; und sie pflegte den König und diente ihm; aber der König hatte keinen ehelichen Umgang mit ihr.

    5 Adonija aber, der Sohn der Haggit, erhob sich und sprach: Ich will König werden! Und er verschaffte sich Wagen und Reiter und 50 Mann, die vor ihm herliefen . 6 Aber sein Vater hatte ihn nie betrübt zeit seines Lebens, sodass er gesagt hätte: Warum tust du so etwas? Auch war er sehr schön von Gestalt; und [seine Mutter] hatte ihn nach Absalom geboren .

    7 Und er traf Absprachen mit Joab , dem Sohn der Zeruja, und mit Abjatar , dem Priester; die unterstützten Adonija. 8 Aber der Priester Zadok und Benaja, der Sohn Jojadas, und der Prophet Nathan und Simei und Rei und die Helden Davids hielten nicht zu Adonija.

    9 Und als Adonija Schafe und Rinder und Mastvieh opferte bei dem Stein Sochelet , der neben der Quelle Rogel liegt, lud er alle seine Brüder ein, die Söhne des Königs, und alle Männer Judas, die Knechte des Königs. 10 Aber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und seinen Bruder Salomo lud er nicht ein.

    11 Da redete Nathan mit Bathseba, der Mutter Salomos, und sagte: Hast du nicht gehört, dass Adonija, der Sohn der Haggit, König geworden ist, ohne dass David, unser Herr, etwas davon weiß? 12 Komm nun, ich will dir doch einen Rat geben, damit du dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo rettest.

    13 Komm und geh hinein zum König David und sprich zu ihm: »Hast du, mein Herr und König, nicht deiner Magd geschworen und gesagt: Dein Sohn Salomo soll König sein nach mir, und er soll auf meinem Thron sitzen? Warum ist dann Adonija König geworden?«

    14 Siehe, während du noch dort bist und mit dem König redest, will ich nach dir hineinkommen und deine Worte bestätigen! 15 Da ging Bathseba zum König in die Kammer hinein. Der König aber war sehr alt, und Abischag, die Schunamitin, diente dem König. 16 Und Bathseba neigte und verbeugte sich vor dem König. Der König aber sprach: Was willst du?

    17 Sie sprach zu ihm: Mein Herr , du hast deiner Magd bei dem Herrn , deinem Gott, geschworen: »Dein Sohn Salomo soll König sein nach mir, und er soll auf meinem Thron sitzen!« 18 Nun aber, siehe, ist Adonija König geworden; und du, mein Herr und König, weißt nichts davon. 19 Er hat Stiere und Mastvieh und viele Schafe geopfert und hat alle Söhne des Königs eingeladen, dazu Abjatar, den Priester, und Joab, den Heerführer. Aber deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen.

    20 Du bist es aber, mein Herr und König, auf den die Augen von ganz Israel sehen, dass du ihnen verkündest, wer nach meinem Herrn und König auf seinem Thron sitzen soll! 21 Und es wird geschehen, wenn mein Herr und König bei seinen Vätern liegt , so werden ich und mein Sohn Salomo es büßen müssen!

    22 Während sie noch mit dem König redete, siehe, da kam der Prophet Nathan. 23 Da meldete man dem König und sprach: Siehe, der Prophet Nathan ist da! Und als er vor den König hineinkam, verneigte er sich vor dem König mit dem Angesicht zur Erde.

    24 Und Nathan sprach: Mein Herr und König, hast du gesagt: »Adonija soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen«? 25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat Stiere und Mastvieh und viele Schafe geopfert und hat alle Söhne des Königs eingeladen und die Heerführer, dazu den Priester Abjatar. Und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sagen: Es lebe der König Adonija! 26 Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen.

    27 Ist diese Sache von meinem Herrn, dem König, aus geschehen? Und hast du deinen Knecht nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll?

    28 Der König David antwortete und sprach: Ruft mir Bathseba! Und sie kam hinein vor den König; und als sie vor dem König stand, 29 da schwor der König und sprach: So wahr der Herr lebt, der meine Seele aus aller Not erlöst hat, 30 ich will heute so handeln, wie ich es dir bei dem Herrn , dem Gott Israels, geschworen habe, indem ich sprach: Salomo, dein Sohn, soll König nach mir sein, und er soll an meiner Stelle auf meinem Thron sitzen!

    31 Da verneigte sich Bathseba mit ihrem Angesicht zur Erde und warf sich vor dem König nieder und sprach: Mein Herr, der König David, lebe ewiglich!

    32 Und der König David sprach: Ruft mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und als sie vor den König hineinkamen, 33 da sprach der König zu ihnen:

    Nehmt die Knechte eures Herrn mit euch und setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab zur Gihon [-Quelle] ! 34 Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan sollen ihn dort zum König über Israel salben ; und stoßt in das Schopharhorn und ruft: Es lebe der König Salomo! 35 Und zieht hinter ihm herauf, und er soll kommen und auf meinem Thron sitzen und König sein an meiner Stelle; denn ich habe ihn dazu bestimmt , dass er Fürst über Israel und Juda sein soll!

    36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sprach: Amen ! So spreche auch der Herr , der Gott meines Herrn, des Königs! 37 Wie der Herr mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so sei er auch mit Salomo, und er mache seinen Thron noch größer als den Thron meines Herrn, des Königs David!

    38 Da gingen der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter hinab und setzten Salomo auf das Maultier des Königs David und führten ihn zur Gihon[-Quel-le]. 39 Und der Priester Zadok nahm das Ölhorn aus dem Zelt und salbte Salomo, und sie stießen in das Schopharhorn, und das ganze Volk rief: Es lebe der König Salomo! 40 Und das ganze Volk zog hinter ihm herauf, und das Volk blies auf Flöten und war sehr fröhlich , sodass die Erde von ihrem Geschrei erzitterte.

    41 Adonija aber hörte es samt allen Gästen, die bei ihm waren, als sie eben das Mahl beendigt hatten.

    Als aber Joab den Schall des Schopharhornes hörte, sprach er: Was soll das Geschrei und der Tumult in der Stadt? 42 Während er aber noch redete, siehe, da kam Jonathan , der Sohn des Priesters Abjatar. Und Adonija sprach: Komm herein; denn du bist ein tüchtiger Mann und bringst [gewiss] gute Botschaft! 43 Jonathan aber antwortete und sprach zu Adonija: Fürwahr, unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht! 44 Und der König hat den Priester Zadok mit ihm gesandt und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter, und sie haben ihn auf das Maultier des Königs gesetzt. 45 Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan haben ihn zum König gesalbt bei der Gihon [-Quelle], und sie sind mit Freuden von dort heraufgezogen, sodass die ganze Stadt in Bewegung ist.

    Das ist das Geschrei, das ihr gehört habt. 46 Dazu hat sich Salomo auf den königlichen Thron gesetzt. 47 Und auch die Knechte des Königs sind hineingegangen, um unserem Herrn, dem König David, Glück zu wünschen, und sie haben gesagt: »Dein Gott mache den Namen Salomos noch herrlicher als deinen Namen und mache seinen Thron noch größer als deinen Thron!«

    Und der König hat auf seinem Lager angebetet ! 48 Und außerdem hat der König so gesprochen: Gelobt sei der Herr , der Gott Israels, der mir heute einen Thronerben gegeben hat vor meinen Augen !

    49 Da erschraken die Gäste, die bei Adonija waren, und sie brachen auf und gingen jeder seines Weges.

    50 Adonija aber fürchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging hin und ergriff die Hörner des Altars. 51 Das meldete man Salomo und sprach: Siehe, Adonija fürchtet den König Salomo; und siehe, er hält sich an den Hörnern des Altars und spricht: »Der König Salomo schwöre mir heute, dass er seinen Knecht nicht mit dem Schwert töten wolle!«

    52 Und Salomo sprach: Wenn er sich als rechtschaffener Mann erweist, so soll kein Haar von ihm auf die Erde fallen; wenn aber Böses an ihm gefunden wird, so muss er sterben! 53 Und der König Salomo sandte hin und ließ ihn vom Altar herabholen. Und als er kam, fiel er vor dem König Salomo nieder. Salomo aber sprach zu ihm: Geh hin in dein Haus!

    Was bedeutet es, wenn in Vers 6 gesagt wird „Aber sein Vater hatte ihn nie betrübt Zeit seines Lebens, sodass er gesagt hätte: Warum tust du so etwas?“?

    Soll damit angedeutet werden, dass David bei der Erziehung seiner Kinder zu weich gewesen war? Wir erinnern uns:

    • Amnon hatte seine Schwester Tamar vergewaltigt, so dass sie zu keinem normalen Leben mehr fähig war – aber David hatte ihn dafür nicht zur Rechenschaft gezogen.
    • Absalom machte ihm den Thron streitig – trotzdem durfte ihm niemand ein Haar krümmen.

    Und nun Adonia – auch hier reagiert David nicht. Wenn es diese Formulierung in Vers 6 nicht geben würde, könnten wir einfach annehmen, dass er das nicht mitgekriegt hat. Aber so?

    Hatte er es mitgekriegt, aber nicht darauf reagiert, weil er keine Unruhe haben wollte? Hätte er Adonia als König gewähren lassen, wenn Nathan und Bathseba nicht eingegriffen hätten?

    Wie sah Jehova sein Verhalten? War es für IHN ein „David jagt dem Frieden nach“, oder dachte er darüber ebenso wie über Eli und seine „Weichherzigkeit“ gegenüber dessen Söhnen?

    Fragen über Fragen…

    weitere Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Kapitel findet ihr hier:

  109. Juleam 21. Juni 2013 um 21:57 Link zum Kommentar

    1. Könige 2 – warum bittet Adonia um die Junge Frau, die David bis zum Schluß gepflegt hatte?

    1 Als nun die Zeit kam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach:

    2 Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei nun stark und sei ein Mann! 3 Und befolge die Anordnungen des Herrn , deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst, seine Satzungen, seine Gebote, seine Rechte und seine Zeugnisse hältst, wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, damit du Gelingen hast in allem, was du tust und wohin du dich wendest; 4 damit der Herr sein Wort bestätigt, das er über mich geredet hat, indem er sagte: »Wenn deine Söhne auf ihre Wege achten, dass sie in Wahrheit vor mir wandeln, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, so soll es dir niemals – sprach er – an einem Mann fehlen auf dem Thron Israels!«

    5 Du weißt aber auch, was mir Joab , der Sohn der Zeruja, getan hat, wie er an den beiden Heerführern Israels, an Abner , dem Sohn Ners, und an Amasa , dem Sohn Jeters, gehandelt hat, wie er sie umgebracht und so Kriegsblut [mitten] im Frieden vergossen und Kriegsblut an seinen Gürtel gebracht hat, der um seine Lenden war, und an seine Schuhe, die an seinen Füßen waren. 6 So handle nun nach deiner Weisheit , und lass seine grauen Haare nicht in Frieden ins Totenreich fahren!

    7 Aber den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du Güte erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tisch essen , denn ebenso hielten sie sich zu mir, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.

    8 Und siehe, du hast bei dir Simei , den Sohn Geras, den Benjaminiter, von Bachurim, der mir bitter und schändlich fluchte zu der Zeit, als ich nach Mahanajim ging. Als er aber dann an den Jordan herab mir entgegenkam, da schwor ich ihm bei dem Herrn und sprach: Ich will dich nicht mit dem Schwert töten! 9 Nun aber lass du ihn nicht ungestraft ; denn du bist ein weiser Mann und wirst wohl wissen, was du ihm tun sollst, damit du seine grauen Haare mit Blut ins Totenreich hinunterbringst!

    10 Und David legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids.

    11 Die Zeit aber, die David über Israel regierte, betrug 40 Jahre. Sieben Jahre lang war er König in Hebron und 33 Jahre lang in Jerusalem.

    12 Und Salomo saß auf dem Thron seines Vaters David, und sein Königtum war fest gegründet.

    13 Adonija aber, der Sohn der Haggit, kam hinein zu Bathseba, der Mutter Salomos. Und sie sprach: Kommst du auch in Frieden ? Er sprach: Ja, in Frieden! 14 Und er sagte: Ich habe mit dir zu reden. Sie erwiderte: Rede! 15 Und er sprach: Du weißt, dass das Königtum mir zukam und dass ganz Israel sein Angesicht auf mich gerichtet hatte, dass ich König sein sollte; nun aber ist mir das Königtum entgangen und meinem Bruder zugefallen; denn es war ihm vom Herrn bestimmt .

    16 Nun habe ich eine einzige Bitte an dich; weise mich nicht ab! Sie sprach zu ihm: Rede! 17 Und er sagte: Sprich doch mit dem König Salomo – denn dich wird er nicht abweisen -, dass er mir Abischag, die Schunamitin, zur Frau gibt! 18 Und Bathseba sprach: Gut, ich will deinetwegen mit dem König reden!

    19 So kam Bathseba hinein zum König Salomo, um mit ihm zu reden wegen Adonija. Und der König stand auf und ging ihr entgegen und verneigte sich vor ihr und setzte sich auf seinen Thron. Und auch für die Mutter des Königs wurde ein Thron hingestellt, und sie setzte sich zu seiner Rechten . 20 Und sie sprach: Ich habe eine kleine Bitte an dich; weise mich nicht ab! Der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter ; denn dich werde ich nicht abweisen!

    21 Sie sprach: Man gebe Abischag , die Schunamitin, deinem Bruder Adonija zur Frau! 22 Da antwortete der König Salomo und sprach zu seiner Mutter: Und warum bittest du für Adonija um Abischag, die Schunamitin? Bitte für ihn auch um das Königreich – denn er ist mein älterer Bruder -, sowohl für ihn als auch für Abjatar, den Priester, und für Joab , den Sohn der Zeruja!

    23 Und der König Salomo schwor bei dem Herrn und sprach: Gott tue mir dies und das – dieses Wort soll Adonija das Leben kosten! 24 Und nun, so wahr der Herr lebt, der mich bestätigt und mich auf den Thron meines Vaters David gesetzt und mir ein Haus bereitet hat, wie er gesagt hat: Heute noch soll Adonija sterben ! 25 Und der König Salomo sandte Benaja, den Sohn Jojadas; der stieß ihn nieder, sodass er starb.

    26 Und zu dem Priester Abjatar sprach der König: Geh hin nach Anatot , auf deine Felder; denn du bist ein Mann des Todes; aber ich will dich heute nicht töten, weil du die Lade Gottes , des Herrn, getragen hast vor meinem Vater David und alles mitgelitten hast, was mein Vater gelitten hat! 27 So verstieß Salomo den Abjatar, dass er nicht mehr Priester des Herrn sein durfte, wodurch das Wort des Herrn erfüllt wurde, das er in Silo über das Haus Elis geredet hatte.

    28 Und das Gerücht davon kam vor Joab; denn Joab hatte zu Adonija gehalten, während er nicht zu Absalom gehalten hatte. Da floh Joab in das Zelt des Herrn und ergriff die Hörner des Altars. 29 Und es wurde dem König Salomo berichtet: Joab ist zum Zelt des Herrn geflohen, und siehe, er steht am Altar! Da sandte Salomo Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Geh, erschlage ihn!

    30 Als nun Benaja zum Zelt des Herrn kam, sprach er zu ihm: So spricht der König: Geh hinaus ! Er sprach: Nein, sondern hier will ich sterben! Und Benaja brachte dem König Bescheid und sprach: So hat Joab gesprochen, und so hat er mir geantwortet! 31 Der König sprach zu ihm: Mache es so, wie er gesagt hat; erschlage ihn und begrabe ihn, damit du das Blut , das Joab ohne Grund vergossen hat, von mir und dem Haus meines Vaters hinwegnimmst! 32 Und der Herr lasse sein Blut auf seinen eigenen Kopf kommen, weil er zwei Männer erschlagen hat, die gerechter und besser waren als er, und sie mit dem Schwert umgebracht hat, ohne dass mein Vater David etwas davon wusste: nämlich Abner , den Sohn Ners, den Heerführer Israels, und Amasa , den Sohn Jeters, den Heerführer Judas! 33 Ihr Blut komme auf Joabs Kopf und auf den Kopf seines Samens ewiglich; David aber und sein Same, sein Haus und sein Thron, sollen ewiglich Frieden von dem Herrn haben!

    34 Da ging Benaja, der Sohn Jojadas, hinauf und stieß ihn nieder und tötete ihn; und er wurde in seinem Haus begraben in der Wüste . 35 Da setzte der König Benaja , den Sohn Jojadas, an seiner Stelle über das Heer; den Priester Zadok aber setzte der König an die Stelle Abjatars.

    36 Und der König sandte hin und ließ Simei rufen und sprach zu ihm: Baue dir ein Haus in Jerusalem und wohne dort; und geh nicht von dort hinaus, weder hierhin noch dorthin! 37 An dem Tag, an dem du hinausgehen und den Bach Kidron überschreiten wirst, sollst du wissen, dass du gewiss sterben musst; dein Blut sei auf deinem Kopf! 38 Da sprach Simei zum König: Das Wort ist gut ; so wie es mein Herr, der König, gesagt hat, so wird dein Knecht es machen! So wohnte Simei lange Zeit in Jerusalem.

    39 Es geschah aber nach drei Jahren, dass dem Simei zwei Knechte davonliefen zu Achis , dem Sohn Maachas, dem König von Gat. Und es wurde Simei gemeldet: Siehe, deine Knechte sind in Gat! 40 Da machte sich Simei auf und sattelte seinen Esel und ritt nach Gat zu Achis, um seine Knechte zu suchen. Und Simei kam wieder und brachte seine Knechte von Gat zurück. 41 Und es wurde dem Salomo gemeldet, dass Simei von Jerusalem nach Gat gegangen und wiedergekommen sei. 42 Da sandte der König hin und ließ Simei rufen und sprach zu ihm: Habe ich von dir nicht einen Eid genommen bei dem Herrn und dir bezeugt und gesagt: An dem Tag, an dem du ausziehen und hierhin oder dorthin gehen wirst, sollst du wissen, dass du unbedingt sterben musst? Und du hast zu mir gesagt: Das Wort ist gut; ich habe es gehört! 43 Warum hast du dich denn nicht gehalten an den Eid [- den du] bei dem Herrn [geschworen hast -] und an das Gebot, das ich dir gegeben habe?

    44 Und der König sprach zu Simei: Du weißt um all das Böse , das du meinem Vater David zugefügt hast; dein Herz ist sich dessen bewusst. So wird nun der Herr deine Bosheit auf deinen eigenen Kopf kommen lassen! 45 Aber der König Salomo wird gesegnet sein, und der Thron Davids wird fest stehen vor dem Herrn ewiglich!

    46 Und der König gebot Benaja , dem Sohn Jojadas; der ging hinaus und stieß ihn nieder, dass er starb.

    Und die Königsherrschaft wurde gefestigt in der Hand Salomos.

    Nachdem David seinem Sohn den letzten Willen mitgeteilt hat, stirbt er und Salomo macht sich sofort daran, dieses Erbe zu erfüllen. Dabei lässt er bereits hier eine große Weisheit erkennen, wenn wir nur daran denken, wie er die Angelegenheit mit Schimei gelöst hat.

    Aber warum bittet Adonia um die Junge Frau, die David bis zum Schluß gepflegt hatte? Mußte er nicht davon ausgehen, dass sein Ansinnen nicht gut ankommt? Zählte sie denn nicht auch zu den Frauen des Königs und gehörte somit nach dessen Tod dem Neuen? Oder ist der Fall hier anders, weil sie keine ehelichen Beziehungen mit David gehabt hatte?

    Aber wenn dies so gewesen wäre, warum reagiert Salomo dann hier so hart?

    weitere Gedanken aus den Vorjahren zu diesem Kapitel finden wir hier:

  110. Juleam 21. Juni 2013 um 22:00 Link zum Kommentar

    1. Könige 3 – Salomo zeigt hier erstmalig seine ganze Weisheit, die von Jehova kommt

    1 Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von Ägypten, und nahm die Tochter des Pharao zur Frau und brachte sie in die Stadt Davids, bis er sein Haus und das Haus des Herrn und die Mauern um Jerusalem her fertiggebaut hatte.

    2 Nur opferte das Volk noch auf den Höhen; denn dem Namen des Herrn war noch kein Haus gebaut worden bis zu jener Zeit. 3 Salomo aber liebte den Herrn , sodass er in den Ordnungen seines Vaters David wandelte ; nur brachte er Schlachtopfer und Räucheropfer auf den Höhen dar. 4 Und der König ging nach Gibeon, um dort zu opfern; denn das war die bedeutendste Höhe. Und Salomo opferte 1 000 Brandopfer auf jenem Altar.

    5 In Gibeon erschien der Herr dem Salomo bei Nacht im Traum. Und Gott sprach: Bitte , was ich dir geben soll! 6 Und Salomo sprach: Du hast deinem Knecht, meinem Vater David, große Gnade erwiesen, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen dir gegenüber, und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es an diesem Tag [offenbar] ist. 7 Weil du nun, o Herr , mein Gott, deinen Knecht zum König gemacht hast anstelle meines Vaters David, ich aber ein junger Bursche bin, der weder aus- noch einzuziehen weiß; 8 und weil dein Knecht mitten unter deinem Volk ist, das du erwählt hast, einem Volk, das so groß ist, dass es vor Menge niemand zählen noch berechnen kann – 9 so gib du deinem Knecht doch ein verständiges Herz , dass er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann, was Gut und Böse ist. Denn wer kann dieses dein großes Volk richten?

    10 Und es war dem Herrn wohlgefällig, dass Salomo um dies bat. 11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um dies bittest, und nicht um langes Leben und um Reichtum und um den Tod deiner Feinde bittest, sondern um Einsicht zum Verständnis des Rechts, 12 siehe, so habe ich nach deinen Worten gehandelt. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, dass deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und deinesgleichen auch nach dir nicht aufkommen wird. 13 Dazu habe ich dir auch gegeben , was du nicht erbeten hast, Reichtum und Ehre, sodass deinesgleichen nicht sein soll unter den Königen dein ganzes Leben lang.

    14 Und wenn du in meinen Wegen wandeln wirst, dass du meine Satzungen und Gebote befolgst, wie dein Vater David gewandelt ist, so will ich dir ein langes Leben geben!

    15 Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum . Als er nun nach Jerusalem kam, trat er vor die Bundeslade des Herrn und opferte Brandopfer und Friedensopfer und veranstaltete ein Mahl für alle seine Knechte.

    16 Zu jener Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.

    17 Und die eine Frau sprach: Ach, mein Herr, ich und diese Frau wohnten in demselben Haus, und ich gebar bei ihr im Haus; 18 und es geschah, drei Tage nachdem ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir waren beieinander, und kein Fremder war mit uns im Haus, nur wir beide waren im Haus. 19 Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. 20 Und sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn in ihre Arme, und ihren toten Sohn legte sie in meine Arme. 21 Und als ich am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu stillen , siehe, da war er tot!

    Und ich betrachtete ihn am Morgen genau, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte! 22 Die andere Frau aber sprach: Nein , sondern mein Sohn lebt und dein Sohn ist tot! Jene aber sprach: Nein, dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt! So redeten sie vor dem König.

    23 Und der König sprach: Diese spricht: Der Sohn, der lebt, ist mein Sohn, und dein Sohn ist tot! Jene spricht: Nein, dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt! 24 Da sprach der König: Bringt mir ein Schwert ! Und man brachte das Schwert vor den König. 25 Da sprach der König: Zerschneidet das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die eine Hälfte und jener die andere Hälfte

    26 Da sprach die Frau, welcher der lebendige Sohn gehörte, zum König – denn ihr Erbarmen über ihren Sohn regte sich in ihr – und sagte: Bitte, mein Herr, gebt ihr das lebendige Kind und tötet es nur nicht! Jene aber sprach: Es soll weder mir noch dir gehören – teilt es! 27 Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das lebendige Kind und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter!

    28 Als nun ganz Israel hörte, was für ein Urteil der König gefällt hatte, da fürchteten sie sich vor dem König; denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in seinem Herzen war, um Recht zu schaffen.

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren:

  111. Juleam 21. Juni 2013 um 22:02 Link zum Kommentar

    1. Könige 4 – der Königshof und sein Aufbau

    1 Und der König Salomo regierte über ganz Israel. 2 Und dies waren seine obersten Beamten: Asarja , der Sohn des Priesters Zadok, 3 Elihoreph und Achija, die beiden Söhne Sisas, waren Schreiber; Josaphat , der Sohn Achiluds, war Kanzleischreiber, 4 und Benaja , der Sohn Jojadas, war Heerführer; Zadok aber und Abjatar waren Priester; 5 Asarja, der Sohn Nathans , war über die Aufseher [gesetzt]; Sabud, der Sohn Nathans, war Minister, der Freund des Königs. 6 Achisar war über das Haus [gesetzt], und Adoniram , der Sohn Abdas, über die Fronarbeit.

    7 Und Salomo hatte zwölf Aufseher über ganz Israel, die den König und sein Haus mit Speise versorgten; je einen Monat im Jahr war jeder mit der Versorgung beauftragt. 8 Und dies sind ihre Namen:
    der Sohn Hurs auf dem Bergland Ephraim;
    9 der Sohn Dekers in Makaz und in Saalbim und in Beth-Schemesch und in Elon-Beth-Hanan;
    10 der Sohn Heseds in Arubbot, über Socho und das ganze Land Hepher ;
    11 der Sohn Abinadabs über das ganze Hügelland von Dor. Dieser hatte Taphat, eine Tochter Salomos, zur Frau.
    12 Baana, der Sohn Achiluds, in Taanach und Megiddo und über das ganze Beth-Schean, das neben Zartan unterhalb von Jesreel liegt, von Beth-Schean bis nach Abel-Mechola , bis jenseits von Jokmeam .
    13 Der Sohn Gebers in Ramot in Gilead, der hatte die Dörfer Jairs , des Sohnes Manasses, in Gilead und das Gebiet von Argob , das in Baschan liegt; 60 große Städte, mit Mauern und ehernen Riegeln [geschützt].
    14 Achinadab, der Sohn Iddos, in Mahanajim ;
    15 Achimaaz in Naphtali ; auch er nahm sich eine Tochter Salomos, Basmat, zur Frau.
    16 Baana, der Sohn Husais, in Asser und Bealot.
    17 Josaphat, der Sohn Paruahs, in Issaschar .
    18 Simei , der Sohn Elas, in Benjamin .
    19 Geber, der Sohn Uris, im Land Gilead , im Land Sihons, des Königs der Amoriter, und Ogs, des Königs von Baschan.

    Nur ein Aufseher war in diesem Land. 20 Aber Juda und Israel waren zahlreich wie der Sand am Meer. Sie aßen und tranken und waren fröhlich .

    hier finden wir einen Gedanken aus dem vergangenen Jahr:

  112. Juleam 24. Juni 2013 um 12:24 Link zum Kommentar

    1. Könige 5 – 7

    1. Könige 5 – welches Interesse haben die Gibeoniter, beim Bau des Tempels mitzuhelfen?

    1 So war Salomo Herrscher über alle Königreiche, vom [Euphrat-]Strom bis zum Philisterland und bis an die Grenze Ägyptens; sie brachten ihm Abgaben und dienten ihm sein Leben lang.

    2 Salomo aber brauchte zum Unterhalt täglich 30 Kor Feinmehl und 60 Kor anderes Mehl; 3 zehn gemästete Rinder und 20 Weiderinder und 100 Schafe, außer den Hirschen und Gazellen und Damhirschen und dem gemästeten Geflügel.

    4 Denn er herrschte im ganzen Land diesseits des [Euphrat-]Stromes, von Tiphsach bis nach Gaza , über alle Könige diesseits des Stromes; und er hatte Frieden auf allen Seiten ringsum. 5 Und Juda und Israel wohnten sicher , jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, solange Salomo lebte.

    6 Und Salomo hatte 40 000 Stallplätze für die Pferde seiner Streitwagen und 12 000 Reiter. 7 Und jene Aufseher versorgten den König Salomo und alle, die zum Tisch des Königs Salomo kamen, mit Speise, jeder in seinem Monat; sie ließen es an nichts mangeln. 8 Auch die Gerste und das Stroh für die Kampfpferde und die Wagenpferde brachten sie an den Ort, wo es nötig war, jeder nach seiner Ordnung.

    9 Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr viel Verstand und Weite des Herzens , wie der Sand, der am Meeresufer liegt. 10 Und die Weisheit Salomos war größer als die Weisheit aller Söhne des Ostens und als alle Weisheit der Ägypter . 11 Ja, er war weiser als alle Menschen, auch weiser als Etan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Machols; und er wurde berühmt unter allen Völkern ringsum.

    12 Und er redete 3 000 Sprüche ; und die Zahl seiner Lieder war 1 005. 13 Er redete auch von den Bäumen, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Mauer wächst. Auch redete er vom Vieh, von den Vögeln, vom Gewürm und von den Fischen.

    14 Und sie kamen aus allen Völkern, um Salomos Weisheit zu hören, von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten.

    15 Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo, denn er hatte gehört, dass man ihn anstelle seines Vaters zum König gesalbt hatte; Hiram war nämlich allezeit ein Freund Davids gewesen. 16 Und Salomo sandte zu Hiram und ließ ihm sagen: 17 Du weißt, dass mein Vater David dem Namen des Herrn , seines Gottes, kein Haus bauen konnte wegen der Kriege, in die [seine Feinde ] ihn verwickelten, bis der Herr sie unter seine Fußsohlen legte. 18 Nun aber hat mir der Herr , mein Gott, ringsum Ruhe verschafft, sodass kein Widersacher, noch ein bösartiger Angriff mehr [zu erwarten] ist. 19 Siehe, nun gedenke ich dem Namen des Herrn , meines Gottes, ein Haus zu bauen, so wie der Herr zu meinem Vater David geredet hat, indem er sprach: Dein Sohn, den ich an deiner Stelle auf den Thron setzen werde, der soll meinem Namen ein Haus bauen! 20 So gebiete nun, dass man mir Zedern vom Libanon haut; und meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein, und den Lohn deiner Knechte will ich dir geben, so viel du verlangst; denn dir ist bekannt, dass niemand unter uns ist, der Holz zu hauen versteht wie die Zidonier!

    21 Als nun Hiram die Worte Salomos hörte, da freute er sich sehr und sprach: Der Herr sei heute gelobt, der David einen weisen Sohn gegeben hat über dieses große Volk! 22 Und Hiram sandte zu Salomo und ließ ihm sagen: Ich habe [die Botschaft] gehört, die du mir gesandt hast; ich will nach all deinem Begehren handeln betreffs des Zedern- und Zypressenholzes. 23 Meine Knechte sollen [die Stämme] vom Libanon an das Meer hinabbringen; darauf will ich sie als Flöße auf dem Meer bis an den Ort bringen, den du mir angeben wirst, und ich will sie wieder zerlegen lassen, und du sollst sie holen lassen. Aber du sollst auch mein Begehren erfüllen und mir geben, was mein Haus an Speise braucht!

    24 So gab Hiram dem Salomo Zedern- und Zypressenholz nach all seinem Begehren. 25 Salomo aber gab dem Hiram 20 000 Kor Weizen zur Speise für sein Haus und 20 Kor feines Olivenöl. Dies gab Salomo dem Hiram alljährlich.

    26 Und der Herr gab Salomo Weisheit , wie er ihm verheißen hatte; und es war Friede zwischen Hiram und Salomo; und die beiden machten einen Bund miteinander.

    27 Der König Salomo rekrutierte auch Fronarbeiter aus ganz Israel; und die Zahl der Fronarbeiter betrug 30 000 Mann. 28 Und er sandte sie abwechselnd auf den Libanon, jeden Monat 10 000 Mann, sodass sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate daheim. Und Adoniram war über die Fronarbeiter gesetzt.

    29 Und Salomo hatte 70 000 Lastträger und 80 000 Steinhauer im Gebirge, 30 ohne die Oberaufseher Salomos, die über das Werk gesetzt waren, nämlich 3 300, die über das Volk, das am Werk arbeitete, zu gebieten hatten.

    31 Und der König gebot, und sie brachen große Steine aus, kostbare Steine, um den Grund des Hauses mit Quadersteinen zu legen. 32 Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gibliter behauten sie und bereiteten das Holz und die Steine für den Bau des Hauses.

    Wer sind die Gibliter? Und warum helfen sie beim Bau des Tempels mit? Welches Interesse haben sie daran? Im Einsichtenbuch finden wir dazu Folgendes:

    (Gịbeon) [Hügelort], GIBEONITER (Gibeonịter).

    Die Stadt Gibeon bringt man heute mit el-Dschib in Verbindung, das etwa 9,5 km nnw. des Tempelberges von Jerusalem liegt. Man hat dort zahlreiche Krughenkel gefunden, die den Namen „Gibeon“ in althebräischen Buchstaben tragen. Auf einem Hügel gelegen, der die umliegende Ebene um rund 60 m überragt, bedeckt die alte Stätte eine Fläche von ungefähr 6,5 ha.

    Diese Stätte ist in vergangenen Jahren der Schauplatz archäologischer Grabungen gewesen. Die Ausgräber legten einen 51 m langen Tunnel frei, der durch massiven Fels gehauen war. Der Tunnel wurde im Altertum mit Hilfe von Lampen beleuchtet, die in regelmäßigen Abständen an seinen Wänden in Nischen angebracht waren. Die 93 in den Fels gehauenen Stufen des Tunnels führten direkt vom Stadtrand Gibeons zu einer Zisterne, die von einer etwa 25 m unterhalb der Stadtmauer entspringenden Quelle gespeist wurde. Dies gewährleistete eine gefahrlose Wasserversorgung der Gibeoniter sogar während einer Belagerung. Die Ausgräber legten ferner einen runden, in den Fels gehauenen Schacht oder Teich frei, dessen Durchmesser 11,3 m beträgt. Eine spiralförmige Treppe, deren Stufen etwa 1,5 m breit sind, windet sich am Schachtrand im Uhrzeigersinn nach unten. Am Boden, in einer Tiefe von 10,8 m, setzen sich die Stufen 13,6 m in einem tunnelförmig ausgegrabenen Treppenschacht fort, der zu einer Wasserkammer führt. Ob dieser Schacht oder Teich mit dem biblischen „Teich von Gibeon“ gleichzusetzen ist, läßt sich nicht mit Sicherheit sagen (2Sa 2:13).

    Die Gibeoniter und Josua. Zur Zeit Josuas war Gibeon von Hiwitern bewohnt, einer der sieben Nationen der Kanaaniter, die zur baldigen Vernichtung bestimmt waren (5Mo 7:1, 2; Jos 9:3-7). Die Gibeoniter wurden auch als Amoriter bezeichnet, wenngleich diese Bezeichnung manchmal ein Allgemeinbegriff für alle Kanaaniter gewesen zu sein scheint (2Sa 21:2; vgl. 1Mo 10:15-18; 15:16). Im Gegensatz zu den anderen Kanaanitern erkannten die Gibeoniter, daß trotz ihrer militärischen Stärke und der Größe ihrer Stadt Widerstand vergeblich wäre, weil Jehova für Israel kämpfte. Deshalb schickten die Männer von Gibeon — die anscheinend auch die drei anderen hiwitischen Städte Kephira, Beeroth und Kirjath-Jearim vertraten (Jos 9:17) — nach der Zerstörung Jerichos und Ais eine Delegation zu Josua nach Gilgal, um Frieden zu erbitten. Die gibeonitischen Abgesandten, die abgenutzte Kleider und Sandalen trugen und geborstene Weinschläuche, abgenutzte Säcke sowie trockenes, zerkrümeltes Brot bei sich hatten, gaben vor, aus einem fernen Land gekommen zu sein und somit den Eroberungszügen Israels nicht im Wege zu stehen. Sie versicherten, sie hätten in dem, was zuvor Ägypten und den Amoriterkönigen Sihon und Og widerfahren sei, die Hand Jehovas erkannt. Klugerweise vermieden sie es aber, zu erwähnen, was mit Jericho und Ai geschehen war, denn eine solche Nachricht hätte ihr „sehr fernes Land“ nicht vor ihrem vermeintlichen Aufbruch erreichen können. Die Vertreter Israels überprüften die äußeren Beweise, ließen sie gelten und schlossen daraufhin mit den Gibeonitern einen Bund, sie am Leben zu lassen (Jos 9:3-15).

    Bald danach wurde die List entdeckt, doch der Bund blieb in Kraft. Hätten ihn nämlich die Israeliten gebrochen, dann wäre ihre Vertrauenswürdigkeit in Frage gestellt worden, und Jehovas Name wäre bei den anderen Nationen in Verruf gekommen. Als Josua die Gibeoniter wegen ihres raffinierten Vorgehens zur Rede stellte, versicherten sie erneut, sie hätten erkannt, daß Jehova mit Israel handle. Durch ihre weiteren Worte gaben sie zu verstehen, daß sie sich Josua auf Gnade oder Ungnade ausliefern wollten: „Nun sind wir hier, in deiner Hand. Tu so, wie es gut und recht ist in deinen Augen, mit uns zu tun.“ Man machte sie daraufhin zu Holzsammlern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar Jehovas (Jos 9:16-27).

    Josua und die anderen Vorsteher waren zwar durch Täuschung verleitet worden, mit den Gibeonitern einen Bund zu schließen, doch dies geschah offensichtlich im Einklang mit Jehovas Willen (Jos 11:19). Als Beweis hierfür sei folgendes angeführt: Als fünf Amoriterkönige den Versuch machten, die Gibeoniter zu vernichten, segnete Jehova Israels Rettungsaktion; er ließ sogar große Hagelsteine auf den Feind niederprasseln und verlängerte durch ein Wunder das Tageslicht für die Schlacht (Jos 10:1-14). Die Tatsache, daß die Gibeoniter einen Friedensbund oder -vertrag mit Israel einzugehen suchten und sich dann angesichts einer Bedrohung an Josua um Hilfe wandten, zeigt außerdem, daß sie an Jehovas Fähigkeit, sein Wort zu erfüllen und Befreiung zu bewirken, glaubten — für einen solchen Glauben wurde die in Jericho wohnende Rahab gelobt, ja wegen dieses Glaubens ließ man sie und ihre Hausgemeinschaft am Leben. Überdies zeichneten sich die Gibeoniter durch eine heilsame Furcht vor dem Gott Israels aus. (Vgl. Jos 2:9-14; 9:9-11, 24; 10:6; Heb 11:31.)

    Unter israelitischer Herrschaft. Gibeon gehörte später zu den Städten in dem Gebiet Benjamins, die den aaronischen Priestern zugewiesen wurden (Jos 18:21, 25; 21:17-19). Der Benjaminiter Jeiel wurde dort anscheinend der „Vater“ oder Gründer eines Hauses (1Ch 8:29; 9:35). Einer der starken Männer Davids, Jischmaja, war ein Gibeoniter (1Ch 12:1, 4), und der falsche Prophet Hananja, ein Zeitgenosse Jeremias, stammte ebenfalls aus Gibeon (Jer 28:1).

    Im 11. Jahrhundert v. u. Z. erlebten Gibeon und seine nähere Umgebung einen Zusammenstoß zwischen dem Heer Isch-Boscheths, das Abner befehligte, und dem Heer Davids unter der Führung Joabs. Zuerst wurde — zweifellos um die Frage zu klären, wer König über ganz Israel werden sollte — ein Kampfspiel aufgeführt, an dem von jeder Seite 12 Mann teilnahmen. Doch dadurch fiel keine Entscheidung, denn jeder Krieger durchbohrte seinen Gegner mit dem Schwert, so daß alle 24 starben. Dann brach ein heftiger Kampf aus, in dessen Verlauf Abner achtzehnmal soviel Männer verlor wie Joab. Insgesamt fielen 380 Mann, darunter Joabs Bruder Asahel, den Abner tötete (2Sa 2:12-31). Aus Rache dafür ermordete Joab später Abner (2Sa 3:27, 30). Einige Zeit danach tötete Joab in der Nähe des großen Steins in Gibeon seinen eigenen Cousin, Amasa, den Neffen Davids, den dieser zum Heerführer ernannt hatte (2Sa 20:8-10).

    Im Laufe der Jahrhunderte blieben die ursprünglichen Gibeoniter als Volk bestehen, obgleich König Saul ihre Vernichtung plante. Die Gibeoniter warteten jedoch geduldig darauf, daß Jehova das Unrecht ans Licht brachte. Dies tat er auch, und zwar mit Hilfe einer dreijährigen Hungersnot während der Regierungszeit Davids. Als David Jehova befragt und erfahren hatte, daß ein Fall von Blutschuld vorlag, unterredete er sich mit den Gibeonitern, um sich zu vergewissern, auf welche Weise Sühne geleistet werden sollte. Die Gibeoniter antworteten zu Recht, es gehe ihnen nicht „um Silber oder Gold“, denn gemäß dem Gesetz durfte für einen Mörder kein Lösegeld angenommen werden (4Mo 35:30, 31). Sie erkannten auch an, daß sie ohne gesetzliche Erlaubnis keinen Mann zu Tode bringen durften. Deswegen brachten sie, erst als David sie weiter befragte, die Bitte vor, ihnen sieben „Söhne“ Sauls auszuhändigen. Die Tatsache, daß sowohl auf Saul als auch auf seiner Hausgemeinschaft Blutschuld lastete — wenn auch Saul wahrscheinlich jene blutige Aktion geleitet hatte —, läßt darauf schließen, daß die „Söhne“ Sauls direkt oder indirekt daran beteiligt gewesen waren (2Sa 21:1-9). In diesem Fall handelte es sich nicht darum, daß Söhne für die Sünden ihrer Väter starben (5Mo 24:16), sondern um eine ausgleichende Gerechtigkeit im Einklang mit dem Gesetz ‘Seele um Seele’ (5Mo 19:21).

    Zu Lebzeiten Davids transportierte man die Stiftshütte nach Gibeon (1Ch 16:39; 21:29, 30). Dort opferte Salomo zu Anfang seiner Regierung. Ebenfalls in Gibeon erschien ihm Jehova in einem Traum und forderte ihn auf, irgend etwas zu erbitten (1Kö 3:4, 5; 9:1, 2; 2Ch 1:3, 6, 13).

    Als der Prophet Jesaja (28:21, 22) Jahre später vorhersagte, Jehova werde gegen sein eigenes Volk aufstehen — eine befremdende Tat und ein ungewöhnliches Werk —, setzte er dies in Parallele zu dem, was sich einst in der Talebene von Gibeon ereignet hatte. Wahrscheinlich spielte der Prophet auf den Sieg an, den David mit der Hilfe Gottes über die Philister hatte erringen können (1Ch 14:16), wenn nicht auch auf die viel weiter zurückliegende Niederlage der Amoriterkoalition zur Zeit Josuas (Jos 10:5, 6, 10-14). Die Prophezeiung erfüllte sich im Jahre 607 v. u. Z., als Jehova zuließ, daß die Babylonier Jerusalem und seinen Tempel zerstörten.

    Nicht lange nach der vorhergesagten Zerstörung ermordete Ismael in Mizpa den Statthalter Gedalja, der von Nebukadnezar, dem König von Babylon, ernannt worden war. Auch nahmen der Meuchelmörder und seine Männer die übriggebliebenen Bewohner Mizpas gefangen. Doch Johanan gelang es mit seinen Männern, Ismael bei den großen Wassern von Gibeon zu überraschen und die Gefangenen zu befreien (Jer 41:2, 3, 10-16).

    Unter den aus dem Babylonischen Exil im Jahre 537 v. u. Z. Zurückkehrenden befanden sich Männer von Gibeon, und später beteiligten sich gewisse Gibeoniter daran, die Mauer Jerusalems auszubessern (Ne 3:7; 7:6, 7, 25).

    Sie gehörten also in gewisser Weise zur Gruppe der Personen, die Dienste an der Stiftshütte verrichteten und von daher gehören sie selbstverständlich auch mit zu denen, die dann beim Bau des Tempels mithelfen.

    hier finden wir weitere Gedanken und ergänzenden Stoff aus den Vorjahren:

  113. Juleam 24. Juni 2013 um 12:28 Link zum Kommentar

    1. Könige 6 – warum ist es so wichtig, dass die Steine nicht im Tempelgebiet behauen werden?

    1 Und es geschah im vierhundert-achtzigsten Jahr nach dem Auszug der Kinder Israels aus dem Land Ägypten, im vierten Jahr der Regierung Salomos über Israel, im Monat Siv, das ist der zweite Monat, da baute er dem Herrn das Haus. 2 Das Haus aber, das der König Salomo dem Herrn baute, war 60 Ellen lang, 20 Ellen breit und 30 Ellen hoch. 3 Und die Vorhalle vor der Tempelhalle des Hauses: 20 Ellen lang, gemäß der Breite des Hauses, und 10 Ellen breit, vor dem Haus her. 4 Und er machte am Haus Fenster mit fest eingefügtem Gitterwerk. 5 Und er baute an die Wand des Hauses einen Anbau ringsum, an die Wände des Hauses ringsum, sowohl der Tempelhalle als auch des Sprachortes, und erstellte Seitenräume ringsum. 6 Das unterste Stockwerk war 5 Ellen breit, das mittlere 6 Ellen und das dritte 7 Ellen breit; denn er machte Absätze an der Außenseite des Hauses ringsum, sodass sie nicht in die Wände des Hauses eingriffen.

    7 Und als das Haus erbaut wurde, da wurde es aus Steinen gebaut, die fertig behauen aus dem Bruch kamen, sodass man weder Hammer noch Meißel, noch sonst ein eisernes Werkzeug im Haus hörte, während es erbaut wurde.

    8 Der Eingang zum mittleren Stockwerk befand sich an der rechten Seite des Hauses, und man stieg auf Wendeltreppen hinauf zum mittleren und vom mittleren zum dritten Stockwerk. 9 So baute er das Haus und vollendete es; und er deckte das Haus mit Brettern und Balkenreihen aus Zedernholz. 10 Er baute auch den Anbau am ganzen Haus, 5 Ellen hoch, und verband ihn mit dem Haus durch Zedernbalken.

    11 Und es erging das Wort des Herrn an Salomo: 12 Was dieses Haus betrifft, das du gebaut hast: Wenn du in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte tun und alle meine Gebote befolgen wirst, sodass du darin wandelst, so will ich mein Wort an dir erfüllen, das ich deinem Vater David verheißen habe; 13 und ich will in der Mitte der Kinder Israels wohnen und will mein Volk Israel nicht verlassen!

    14 So baute Salomo das Haus und vollendete es. 15 Und er verkleidete die Wände des Hauses inwendig mit Brettern von Zedern, vom Boden des Hauses an bis zum Mauerwerk der Decke, und täfelte es inwendig mit Holz und belegte den Boden des Hauses mit Brettern aus Zypressenholz. 16 Und er baute [einen Abschnitt] von 20 Ellen von der hinteren Seite des Hauses her mit Zedernbrettern, vom Boden bis zum Mauerwerk, und baute es für ihn inwendig aus zum Sprachort, zum Allerheiligsten. 17 Und das Haus, das ist die Tempelhalle, war 40 Ellen lang vor [dem Sprachort]. 18 Und das Zedernholz inwendig am Haus war Schnitzwerk von Koloquinten und offenen Blumen . Alles war aus Zedernholz, sodass man keinen Stein sah.

    19 Und den Sprachort richtete er im Inneren des Hauses her, um die Bundeslade des Herrn dorthin zu stellen. 20 Und das Innere des Sprachortes: 20 Ellen lang und 20 Ellen breit und 20 Ellen hoch. Er überzog ihn mit feinem Gold ; auch den Altar aus Zedernholz überzog er damit. 21 Und Salomo überzog das Haus inwendig mit feinem Gold, und er zog goldene Ketten vor dem Sprachort her, den er mit Gold überzogen hatte. 22 Und das ganze Haus überzog er mit Gold, das ganze Haus vollständig. Auch den ganzen Altar , der zum Sprachort gehörte, überzog er mit Gold.

    23 Er machte im Sprachort (das Allerheilihgste) auch zwei Cherubim aus Ölbaumholz , 10 Ellen hoch. 24 Der eine Flügel des Cherubs maß 5 Ellen und der andere Flügel des Cherubs 5 Ellen; 10 Ellen waren es vom Ende des einen Flügels bis zum Ende des anderen Flügels. 25 Auch der andere Cherub hatte 10 Ellen [Flügelweite]. Beide Cherubim hatten ein Maß und eine Form. 26 Die Höhe des einen Cherubs betrug 10 Ellen, ebenso die Höhe des anderen Cherubs. 27 Und er stellte die Cherubim ins innerste Haus. Und die Cherubim breiteten ihre Flügel aus, sodass der Flügel des einen Cherubs die eine Wand und der Flügel des anderen Cherubs die andere Wand berührte. Und in der Mitte des Hauses berührte ein Flügel den anderen. 28 Und er überzog die Cherubim mit Gold.

    29 Und an allen Wänden des Hauses ließ er Schnitzwerk anbringen von Cherubim und Palmen und offenen Blumen , innerhalb und außerhalb. 30 Auch den Boden des Hauses überzog er mit Gold, innerhalb und außerhalb.

    31 Den Eingang zum Sprachort versah er mit Türen aus Ölbaumholz. Die Türfassungen bildeten einen fünffach gestaffelten Rahmen. 32 Und er machte zwei Türflügel aus Ölbaumholz und ließ darauf Schnitzwerk von Cherubim, Palmen und offenen Blumen anbringen und überzog sie mit Gold; und auf die Cherubim und die Palmen hämmerte er das Gold. 33 Und ebenso machte er für den Eingang der Tempelhalle Türfassungen aus Ölbaumholz, mit einem vierfach gestaffelten Rahmen, 34 und zwei Türflügel aus Zypressenholz; aus zwei drehbaren Blättern bestand der eine Flügel und aus zwei drehbaren Blättern der andere Flügel. 35 Und er machte darauf Schnitzwerk von Cherubim, Palmen und offenen Blumen und überzog sie mit Gold, das dem Schnitzwerk angepasst war. 36 Auch baute er den inneren Vorhof mit drei Lagen Quadersteinen und einer Lage Zedernbalken.

    37 Im vierten Jahr, im Monat Siv, wurde der Grund zum Haus des Herrn gelegt; 38 und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist im achten Monat, wurde das Haus vollendet nach allen seinen Plänen und Vorschriften, sodass er sieben Jahre lang daran gebaut hatte.

    Warum wird es im Vers 7 so betont, dass die Steine nicht im Tempel behauen wurden und man kein Geräusch der Werkzeuge hörte?

    Im Einsichtenbuch unter dem Stichwort „Tempel“ heißt es hierzu nur, dass es etwas ganz Besonderes war, dass die Steine bereits vorgefertigt waren. Ging es hier um den Lärm oder den Dreck – oder „nur“ darum, dass diese Bauweise zu der damaligen Zeit etwas ganz besonderes war, weil die anderen Völker alles an Ort und Stelle bearbeiteten?

    Und wieso werden uns zu der Passage, dass solche Geräusche nicht im Haus zu hören waren, Epheser 5:21 und 1. Petrus 2:5 angegeben, wo es um den geistigen Tempel geht? War es deshalb so wichtig, dass nichts zu hören war, weil auch „beim Bau“ des geistigen Tempels solche Geräusche nicht zu hören waren?

    weitere Gedanken zu diesem Kapitel findet ihr hier:

     

  114. Juleam 24. Juni 2013 um 12:36 Link zum Kommentar

    1. Könige 7 – warum hatten die Säulen Namen?

    1 Aber an seinem Haus baute Salomo 13 Jahre lang, bis er sein ganzes Haus vollendet hatte. 2 Er baute nämlich das Haus des Libanon-Waldes; 100 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch; auf vier Reihen von Zedernsäulen, auf denen Zedernbalken lagen; 3 und ein Dach von Zedernholz oben über den Gemächern, die über den Säulen lagen, deren Zahl 45 betrug, je 15 in einer Reihe. 4 Und [es hatte] Fensterrahmen in drei Reihen, und [zwar] Fenster gegenüber Fenster, dreimal. 5 Und alle Türen und Pfosten waren viereckig, mit einem Rahmen versehen, ein Fenster gegenüber dem anderen, dreimal. 6 Und er errichtete eine Säulenhalle, 50 Ellen lang und 30 Ellen breit, und vor ihr noch eine Vorhalle mit Säulen und einem vorspringenden Schirmdach davor. 7 Dazu erbaute er eine Thronhalle , wo er richtete, nämlich die Halle des Gerichts, und er täfelte sie mit Zedernholz vom Fußboden bis zur Decke.

    8 Und sein Haus , in dem er wohnte, im anderen Hof, einwärts von der Halle, war von der gleichen Bauart. Und Salomo baute auch für die Tochter des Pharao, die er sich zur Frau genommen hatte, ein Haus gleich dieser Halle. 9 Dies alles wurde aus kostbaren Steinen gefertigt, nach Maß behauen, mit der Säge geschnitten auf der Innen- und Außenseite, vom Grund an bis zum Dach und draußen bis zum großen Hof . 10 Die Grundfesten aber bestanden aus kostbaren, großen Steinen, aus Steinen von 10 Ellen und von 8 Ellen [Länge], 11 und darüber lagen kostbare Steine, nach Maß behauen, und Zedernbalken. 12 Aber der große Hof ringsumher hatte [eine Mauer von] drei Lagen behauener Steine und einer Lage Zedernbalken; ebenso der innere Hof des Hauses des Herrn und die Vorhalle des Hauses .

    13 Und der König Salomo sandte hin und ließ Hiram von Tyrus holen; 14 der war Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naphtali; sein Vater aber war ein Mann aus Tyrus, ein Erzschmied. Der war voll Weisheit, Verstand und Kunstsinn, um allerlei Arbeiten in Erz auszuführen; und er kam zum König Salomo und führte alle Arbeiten für ihn aus.

    15 Und er bildete die beiden ehernen Säulen; 18 Ellen hoch war jede Säule, ein Faden von 12 Ellen konnte sie umspannen. 16 Und er machte zwei Kapitelle, aus Erz gegossen, um sie oben auf die Säulen zu setzen, und jedes Kapitell war 5 Ellen hoch. 17 Netzförmiges Geflecht und Schnüre wie Ketten waren an den Kapitellen oben auf den Säulen, sieben an dem einen Kapitell und sieben an dem anderen Kapitell.

    18 Und so machte er die Säulen; und zwei Reihen [von Granatäpfeln] gingen rings um das eine Geflecht, um die Kapitelle zu bedecken, die oben [auf den Säulen] waren, und ebenso machte er es an dem anderen Kapitell. 19 Und die Kapitelle oben auf den Säulen waren gemacht wie die Lilien in der Vorhalle, 4 Ellen [hoch]. 20 Und es waren Kapitelle auf den beiden Säulen auch oberhalb, nahe bei dem Wulst, der hinter dem Geflecht war. Und es gab 200 Granatäpfel, ringsum in Reihen geordnet, [an dem einen und] an dem zweiten Kapitell.

    21 Und er richtete die Säulen auf beim Vorraum zur Tempelhalle ; und er richtete die rechte Säule auf und gab ihr den Namen Jachin , und er richtete die linke Säule auf und gab ihr den Namen Boas . 22 Und oben auf die Säulen kam das Lilienwerk. Damit war die Arbeit an den Säulen vollendet.

    23 Er machte auch das gegossene Wasserbecken , 10 Ellen weit von einem Rand bis zum anderen; es war ringsherum rund und 5 Ellen hoch, und eine 30 Ellen lange Schnur konnte es umspannen. 24 Unterhalb seines Randes umgaben es Koloquinten, je zehn auf die Elle, rings um das Wasserbecken herum. Es waren aber zwei Reihen Koloquinten, gegossen aus einem Guss mit dem [Wasserbecken]. 25 Es stand auf zwölf Rindern, von denen drei gegen Norden, drei gegen Westen, drei gegen Süden und drei gegen Osten gewandt waren; und das Wasserbecken ruhte oben auf ihnen, und alle ihre Hinterteile waren nach innen gekehrt. 26 Seine Dicke aber betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie die Blüte einer Lilie , und es enthielt 2 000 Bat .

    27 Er machte auch zehn eherne Gestelle. Jedes Gestell war 4 Ellen lang und 4 Ellen breit und 3 Ellen hoch. 28 Diese Gestelle aber waren so eingerichtet, dass sie Stege zwischen den Eckleisten hatten. 29 Und auf den Stegen zwischen den Eckleisten waren Löwen, Rinder und Cherubim; und auf den Eckleisten war es oben ebenso, und unterhalb der Löwen und Rinder waren herabhängende Kränze.

    30 Und jedes Gestell hatte vier eherne Räder mit ehernen Achsen; an seinen vier Ecken waren Schulterstücke; unter dem Becken waren die Schulterstücke angegossen, gegenüber den Kränzen. 31 Und seine Öffnung, innerhalb des Kopfstückes und darüber, maß eine Elle, und seine Öffnung war rund, nach Art eines Säulenfußes, anderthalb Ellen; auch an seiner Öffnung war Bildwerk; ihre Stege waren viereckig, nicht rund. 32 Die vier Räder aber standen unterhalb der Stege, und die Halterungen der Räder waren an dem Gestell, und jedes Rad war anderthalb Ellen hoch. 33 Und die Räder waren wie Wagenräder gefertigt, und ihre Halterungen, Felgen, Speichen und Naben waren alle gegossen. 34 Es waren auch vier Schulterstücke an den vier Ecken eines jeden Gestells; diese Schulterstücke waren aus einem Guss mit dem Gestell.

    35 Oben an dem Gestell war ein Aufsatz von der Höhe einer halben Elle ringsherum, gerundet, und oben am Gestell waren seine Halterungen; diese und die Stege waren aus einem Guss mit ihm. 36 Und er grub auf die Flächen seiner Halterungen und auf seine Stege Cherubim , Löwen und Palmbäume ein, je nachdem Raum vorhanden war, und Kränze ringsum.

    37 Auf diese Weise machte er die zehn Gestelle: Sie waren alle aus einem Guss, nach einem Maß und in einer Form. 38 Und er stellte zehn eherne Becken her, 40 Bat gingen in ein Becken; jedes war 4 Ellen weit, und auf jedem der zehn Gestelle war ein Becken. 39 Er setzte aber fünf Gestelle auf die rechte Seite und die anderen fünf auf die linke Seite des Hauses; und das Wasserbecken stellte er auf die rechte Seite des Hauses, nach Südosten hin.

    40 Und Hiram machte die Töpfe, die Schaufeln und die Sprengschalen; und so vollendete Hiram die Arbeit an dem ganzen Werk, das er dem König Salomo für das Haus des Herrn zu machen hatte: 41 die beiden Säulen und die Kugeln der Kapitelle oben auf den beiden Säulen, und die beiden Geflechte, um die Kugeln der Kapitelle auf den Säulen zu bedecken, 42 und die 400 Granatäpfel an den beiden Geflechten, zwei Reihen Granatäpfel an jedem Geflecht, um die zwei Kugeln der Kapitelle oben auf den Säulen zu bedecken, 43 dazu die zehn Gestelle und die zehn Becken auf den Gestellen, 44 und das eine Wasserbecken und die zwölf Rinder unter dem Wasserbecken, 45 und die Töpfe, Schaufeln und die Sprengschalen. Und alle diese Geräte, die Hiram dem König Salomo machte für das Haus des Herrn , waren aus glänzendem Erz. 46 In der Jordanebene ließ sie der König gießen in lehmiger Erde, zwischen Sukkot und Zartan .

    47 Und Salomo ließ alle diese Geräte [ungewogen] wegen der sehr großen Menge des Erzes; das Gewicht des Erzes konnte man nicht ermitteln. 48 Salomo machte auch alle Geräte, die zum Haus des Herrn gehörten: den goldenen Altar und den goldenen Tisch , auf dem die Schaubrote lagen, 49 und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken, vor dem Sprachort, aus feinem Gold, mit Blumenwerk, Lampen und Lichtscheren aus Gold. 50 Dazu Schüsseln, Messer, Sprengschalen , Pfannen und Räucherpfannen aus feinem Gold. Auch die Angeln an den Türen des inneren Hauses, des Allerheiligsten, und an den Türen der Tempelhalle waren aus Gold. 51 Und so wurde das ganze Werk vollendet , das der König Salomo für das Haus des Herrn ausführte.

    Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David geheiligt hatte: Das Silber und das Gold und die Geräte legte er in die Schatzkammer des Hauses des Herrn .

    Warum sah er die Notwendigkeit, den beiden Säulen Namen zu geben?

    Thom sagt, dass das damit zu tun hat, dass zu der Zeit die Namen noch eine bestimmte Bedeutung hatten, an die der Besucher des Tempels erinnert werden sollte: „Jehova befestigte den Tempel in Stärke!“

    Wozu wurden 10 Wasserbecken gebraucht?

    Sehr schön, dass Salomo die Materialien, die sein Vater bereits für den Bau des Tempels angesammelt hatte, auch genau hierfür benutzte. Ein anderer hätte vielleicht das Eine oder Andere für sein eigenes Haus abgezwackt.

    Dadurch, dass wir erst mal Sprüche und Prediger gelesen haben, ist mir entfallen, ob David zu diesem Zeitpunkt bereits tot war: hat er die Fertigstellung des Tempels noch erlebt?

    Laut Inspiriert-Buch war David zu diesem Zeitpunkt bereits tot. So hat er nie den Tempel gesehen, den er so gern gebaut hätte und wenn er nach der Auferstehung wieder kommt, dann ist auch kein Tempel mehr da, da Jehova selbst ihn im Jahr 70 u.Z. hat zerstören lassen. Ob ihn das enttäuschen wird?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  115. Juleam 24. Juni 2013 um 13:15 Link zum Kommentar

    1. Könige 8 – 10

    1. Könige 8 – was passiert eigentlich mit der Stiftshütte, als der Tempel in Gebrauch ist?

    1 Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israels, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Bundeslade des Herrn hinaufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion . 2 Und alle Männer Israels versammelten sich zum König Salomo am Fest im Monat Etanim, das ist der siebte Monat. 3 Und alle Ältesten von Israel kamen, und die Priester trugen die Lade des Herrn , 4 und sie brachten die Lade des Herrn hinauf, dazu die Stiftshütte und alle Geräte des Heiligtums, die in dem Zelt waren. Das trugen die Priester und Leviten hinauf. 5 Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israels, die sich zu ihm versammelt hatte, standen mit ihm vor der Lade und opferten Schafe und Rinder, so viele, dass man sie wegen der Menge weder zählen noch berechnen konnte.

    6 Und die Priester brachten die Bundeslade des Herrn an ihren Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligs-te, unter die Flügel der Cherubim . 7 Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort, wo die Lade stand, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her. 8 Die Stangen aber waren so lang, dass man ihre Spitzen im Heiligtum vor dem Sprachort sehen konnte; aber von außen sah man sie nicht. Und sie blieben dort bis zu diesem Tag . 9 Es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln , die Mose am Horeb hineingelegt hatte, als der Herr mit den Kindern Israels einen Bund machte, als sie aus dem Land Ägypten gezogen waren.

    10 Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des Herrn , 11 sodass die Priester wegen der Wolke nicht hinzutreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn .

    12 Damals sprach Salomo: Der Herr hat gesagt, er wolle im Dunkeln wohnen. 13 Ich nun habe ein Haus gebaut, als Wohnung für dich, eine Stätte, dass du ewiglich dort bleiben mögest! 14 Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israels; denn die ganze Gemeinde Israels stand da. 15 Und er sprach: Gepriesen sei der Herr , der Gott Israels, der zu meinem Vater David durch seinen Mund geredet und es auch durch seine Hand erfüllt hat, indem er sagte: 16 »Seit dem Tag, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich unter allen Stämmen Israels niemals eine Stadt erwählt, dass mir [dort] ein Haus gebaut würde, damit mein Name dort wäre; aber ich habe David erwählt, dass er über mein Volk Israel herrsche.«

    17 Nun lag es zwar meinem Vater David am Herzen, dem Namen des Herrn , des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. 18 Aber der Herr sprach zu meinem Vater David: »Dass es dir am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, dass dies dir am Herzen lag, daran hast du wohlgetan; 19 doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen das Haus bauen!« 20 Und der Herr hat sein Wort erfüllt , das er geredet hat; denn ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und sitze auf dem Thron Israels, wie der Herr geredet hat, und ich habe dem Namen des Herrn , des Gottes Israels, ein Haus gebaut , 21 und ich habe dort einen Platz zugerichtet für die Lade, in welcher der Bund des Herrn ist, den er mit unseren Vätern gemacht hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte.

    22 Und Salomo trat vor den Altar des Herrn angesichts der ganzen Gemeinde Israels, und er breitete seine Hände zum Himmel aus und sprach: 23 O Herr , du Gott Israels! Es gibt keinen Gott, der dir gleich wäre, weder oben im Himmel noch unten auf Erden, der du den Bund und die Gnade bewahrst deinen Knechten, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln ; 24 der du deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten hast, was du ihm verheißen hattest; du hast es mit deinem Mund geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es heute der Fall ist. 25 Und nun, Herr , du Gott Israels, halte doch deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm versprochen hast, als du sagtest: »Es soll dir nicht fehlen an einem Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne ihren Weg bewahren, dass sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist!« 26 Und nun, du Gott Israels, lass doch dein Wort wahr werden, das du zu deinem Knecht David, meinem Vater, geredet hast!

    27 Aber wohnt Gott wirklich auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe!

    28 Wende dich aber zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, o Herr , mein Gott, dass du hörst auf das Rufen und das Gebet, welches dein Knecht heute vor dich bringt! 29 Lass deine Augen Tag und Nacht offen stehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll dort sein, dass du das Gebet erhörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet. 30 So höre doch das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu diesem Ort hin richten werden! Ja, höre du es an dem Ort deiner Wohnung, im Himmel , und wenn du es hörst, so vergib ! 31 Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt, und man erlegt ihm einen Eid auf, den er schwören soll, und er kommt und schwört vor deinem Altar in diesem Haus, 32 so höre du es im Himmel und greife ein und schaffe deinen Knechten Recht, indem du den Schuldigen verurteilst und sein Tun auf sein Haupt zurückfallen lässt, den Gerechten aber rechtfertigst und ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst.

    33 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren wieder zu dir um und bekennen deinen Namen, beten und flehen zu dir in diesem Haus, 34 so höre du es im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel und bringe sie wieder in das Land, das du ihren Vätern gegeben hast! 35 Wenn der Himmel verschlossen ist und es nicht regnet, weil sie gegen dich gesündigt haben und sie dann zu diesem Ort hin beten und deinen Namen bekennen und sich von ihrer Sünde abwenden , weil du sie gedemütigt hast, 36 so höre du es im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, indem du sie den guten Weg lehrst, auf dem sie wandeln sollen; und lass es regnen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast! 37 Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn die Pest ausbricht, wenn Kornbrand, Vergilben [des Getreides], Heuschrecken und Fresser auftreten werden, wenn sein Feind es belagert in den Städten seines Landes, wenn irgendeine Plage, irgendeine Krankheit auftritt, 38 was immer dann irgendein Mensch von deinem ganzen Volk Israel bittet und fleht, wenn jeder von ihnen die Plage seines Herzens erkennen wird, und sie ihre Hände ausbreiten zu diesem Haus hin, 39 so höre du es im Himmel, in deiner Wohnstätte, und vergib und greife ein und gib jedem Einzelnen entsprechend allen seinen Wegen, wie du sein Herz erkennst – denn du allein erkennst das Herz aller Menschenkinder -, 40 damit sie dich fürchten alle Tage, solange sie leben in dem Land, das du unseren Vätern gegeben hast!

    41 Aber auch wenn ein Fremdling , der nicht zu deinem Volk Israel gehört, aus einem fernen Land kommt um deines Namens willen – 42 denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner mächtigen Hand und von deinem ausgestreckten Arm -, wenn er kommt, um zu diesem Haus hin zu beten , 43 so höre du es im Himmel, in deiner Wohnstätte, und tue alles, um was dieser Fremdling dich anruft, damit alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten, wie dein Volk Israel, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe!

    44 Wenn dein Volk in den Krieg zieht gegen seine Feinde, auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie zum Herrn beten, zu der Stadt gewandt, die du erwählt hast, und zu dem Haus, das ich deinem Namen erbaut habe, 45 so höre du im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht! 46 Wenn sie gegen dich sündigen – denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt – und du über sie zornig bist und sie vor dem Feind dahingibst, sodass ihre Bezwinger sie gefangen wegführen in das Land des Feindes, es sei fern oder nah, 47 und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, in das sie gefangen weggeführt wurden, und sie kehren um und flehen zu dir in dem Land ihrer Gefangenschaft und sprechen: Wir haben gesündigt und Unrecht getan und sind gottlos gewesen! 48 – wenn sie so zu dir umkehren mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und sie beten zu dir, zu ihrem Land hin gewandt, das du ihren Vätern gegeben hast, und zu der Stadt hin, die du erwählt hast, und zu dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, 49 so höre du im Himmel, in deiner Wohnstätte, ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht , 50 und vergib deinem Volk, was sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Übertretungen, die sie gegen dich begangen haben, und lasse du sie Barmherzigkeit finden bei denen, die sie gefangen weggeführt haben, sodass sie sich über sie erbarmen; 51 denn sie sind ja dein Volk und dein Erbe, das du aus Ägypten herausgeführt hast, mitten aus dem Eisenschmelzofen !

    52 So lass doch deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du sie erhörst in allem, weswegen sie dich anrufen! 53 Denn du hast sie ausgesondert aus allen Völkern auf Erden als Erbe für dich, wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten führtest, o Herr, Herr !

    54 Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen vor dem Herrn vollendet hatte, da stand er auf von [seinem Platz] vor dem Altar des Herrn , wo er gekniet hatte, seine Hände zum Himmel gebreitet, 55 und er trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israels mit lauter Stimme und sprach:

    56 Gepriesen sei der Herr , der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, ganz wie er es verheißen hat! Von allen seinen guten Worten , die er durch seinen Knecht Mose geredet hat, ist nicht ein einziges Wort dahingefallen. 57 Der Herr , unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern gewesen ist! Er verlasse uns nicht und ziehe seine Hand nicht von uns ab. 58 Er wolle unser Herz zu ihm neigen, dass wir in allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechte halten, die er unseren Vätern geboten hat! 59 Und mögen diese meine Worte, die ich vor dem Herrn gefleht habe, gegenwärtig sein vor dem Herrn , unserem Gott, bei Tag und bei Nacht, dass er Recht verschaffe seinem Knecht und Recht seinem Volk Israel, Tag für Tag, 60 damit alle Völker auf Erden erkennen, dass er, der Herr , Gott ist, und keiner sonst! 61 Euer Herz aber sei ungeteilt mit dem Herrn , unserem Gott, dass ihr in seinen Satzungen wandelt und seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tag!

    62 Und der König brachte Opfer dar vor dem Herrn , und ganz Israel mit ihm. 63 Und zwar brachte Salomo als Friedensopfer , das er dem Herrn opferte, 22 000 Rinder dar und 120 000 Schafe. So weihten der König und alle Kinder Israels das Haus des Herrn ein. 64 An jenem Tag heiligte der König den inneren Vorhof, der vor dem Haus des Herrn war, indem er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Friedensopfer dort zurichtete; denn der eherne Altar, der vor dem Herrn stand, war zu klein für die Brandopfer, Speisopfer und für das Fett der Friedensopfer.

    65 So feierte Salomo zu jener Zeit das Fest – und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung des Volkes von Lebo-Hamat bis zum Bach Ägyptens – vor dem Herrn , unserem Gott, sieben Tage und nochmals sieben Tage lang; das waren vierzehn Tage. 66 Am achten Tag entließ er das Volk; und sie segneten den König und gingen hin zu ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes, wegen all des Guten, das der Herr an seinem Knecht David und an seinem Volk Israel getan hatte.

    Die Bundeslade wird nach Jerusalem gebracht und findet ihren Platz im Tempel. Aber was ist mit den anderen Sachen? Was ist mit der Stiftshütte und den anderen heiligen Gegenständen der alten Zeit passiert?

    Wurde eine Art Museum eingerichtet, in dem sich das Volk diese Gegenstände ansehen konnte – oder waren diese zu heilig dafür? Aber wären sie dann nicht auch zu heilig zum Wegwerfen oder für eine andere Entsorgung gewesen?

    Sehr schön kommt hier auch der Punkt mit der Vergebung heraus: hier werden ganz klare Voraussetzungen manifestiert, aufgrund derer Jehova dem Volk vergeben würde. Widerspricht dies dann dem Gedanken der „unverdienten Güte“, die wir im Neuen Testament kennenlernen?

    Aber wenn wir uns das Gleichnis vom verlorenen Sohn ansehen – sind da nicht alle Punkte vorhanden und der Vater vergibt aufgrund dessen?

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  116. Juleam 24. Juni 2013 um 13:19 Link zum Kommentar

    1. Könige 9 – waren die Städte an Hiram ein Geschenk oder eine Bezahlung?

    1 Und es geschah, als Salomo das Haus des Herrn und das Haus des Königs vollendet hatte und alles, was er zu machen begehrte und wozu er Lust hatte, 2 da erschien ihm der Herr zum zweiten Mal, wie er ihm in Gibeon erschienen war. 3 Und der Herr sprach zu ihm: »Ich habe dein Gebet und dein Flehen erhört , das du vor mir gebetet hast.

    Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, geheiligt , um meinen Namen dort wohnen zu lassen ewiglich; und meine Augen und mein Herz sollen allezeit dort sein.

    4 Und was dich betrifft, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, mit lauterem Herzen und aufrichtig, und du alles tust, was ich dir geboten habe, und meine Satzungen und meine Rechte befolgst, 5 so will ich den Thron deines Königtums über Israel auf ewig befestigen, wie ich es deinem Vater David versprochen habe, indem ich sagte: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels!

    6 Wenn ihr euch aber von mir abwendet, ihr und eure Söhne, und meine Gebote und meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht befolgt, sondern hingeht und anderen Göttern dient und sie anbetet, 7 so werde ich Israel ausrotten aus dem Land, das ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen , und Israel soll zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Völkern! 8 Und über dieses Haus, so erhaben es sein wird, wird [dann] jeder, der an ihm vorübergeht, sich entsetzen und spotten und sagen: Warum hat der Herr diesem Land und diesem Haus so etwas angetan? 9 Dann wird man antworten: Weil sie den Herrn , ihren Gott, der ihre Väter aus dem Land Ägypten geführt hat, verlassen haben und sich an andere Götter gehängt und sie angebetet und ihnen gedient haben – darum hat der Herr all dieses Unheil über sie gebracht!«

    10 Und es geschah, als die 20 Jahre verflossen waren, in denen Salomo die beiden Häuser, das Haus des Herrn und das Haus des Königs, gebaut hatte, 11 wozu Hiram, der König von Tyrus, Salomo mit Zedern- und Zypressenholz und Gold ganz nach seinem Begehren versorgt hatte, da gab der König Salomo dem Hiram 20 Städte im Land Galiläa .

    12 Und Hiram zog aus von Tyrus, um die Städte anzusehen, die ihm Salomo gegeben hatte; aber sie gefielen ihm nicht. 13 Und er sprach: Was sind das für Städte, mein Bruder, die du mir gegeben hast? Und er nannte sie »Land Kabul « bis zu diesem Tag. 14 Denn Hiram hatte dem König 120 Talente Gold gesandt. 15 Und so verhielt es sich mit den Fronarbeitern , die der König Salomo rekrutierte, um das Haus des Herrn und sein Haus zu bauen und den Millo und die Mauer von Jerusalem und Hazor und Megiddo und Geser .

    16 Denn der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgekommen und hatte Geser eingenommen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter , die in der Stadt wohnten, getötet, und er hatte es seiner Tochter, der Gemahlin Salomos, als Mitgift gegeben. 17 So baute Salomo Geser und das untere Beth-Horon; 18 auch Bahalat und Tadmor in der Wüste, im Land [Juda], 19 und alle Vorratsstädte, die Salomo hatte, und die Wagenstädte und die Reiterstädte und wozu Salomo Lust hatte zu bauen in Jerusalem und im Libanon und im ganzen Land seiner Herrschaft.

    20 Alles Volk, das von den Amoritern, Hetitern, Pheresitern, Hewitern und Jebusitern übrig geblieben war und nicht zu den Kindern Israels gehörte, 21 ihre Söhne, die im Land nach ihnen übrig geblieben waren, an denen die Söhne Israels den Bann nicht vollziehen konnten, die rekrutierte Salomo zum Frondienst bis zu diesem Tag. 22 Aber von den Söhnen Israels machte Salomo keine zu Leibeigenen , sondern sie waren Kriegsleute und seine Diener und seine Fürsten und seine Wagenkämpfer und Oberste über seine Wagen und über seine Reiter. 23 Die Zahl der Oberaufseher, die Salomo über das Werk gesetzt hatte, war 550; sie geboten über das Volk, das an dem Werk arbeitete.

    24 Sobald die Tochter des Pharao heraufgezogen war von der Stadt Davids in ihr Haus , das er für sie gebaut hatte, da baute er auch den Millo . 25 Und Salomo opferte dreimal im Jahr Brandopfer und Friedensopfer auf dem Altar, den er dem Herrn gebaut hatte, und ließ zugleich Räucheropfer darbringen auf demjenigen, der vor dem Herrn stand. Und er vollendete das Haus.

    26 Und der König Salomo baute eine Schiffsflotte in Ezjon-Geber , das bei Elat liegt, am Ufer des Roten Meeres im Land der Edomiter. 27 Und Hiram sandte auf die Schiffsflotte seine Knechte, die sich auf die Schiffe verstanden und auf dem Meer erfahren waren, mit den Knechten Salomos auf die Fahrt; 28 und sie gelangten bis nach Ophir und holten dort 420 Talente Gold und brachten es dem König Salomo.

    Was war das für eine Sache mit den Städten, die Salomo Hiram gab? Waren sie als eine Art Bezahlung gedacht – oder war es ein Geschenk, eine Art Anerkennung für gute Leistungen?

    Im Einsichtenbuch heißt es, dass Salomo damit seine Wertschätzung zum Ausdruck bringen wollte. Es war also eine zusätzliche Bezahlung, eine Art Prämie. Eigentlich dachte ich, es wäre ein Zeichen unserer Zeit, dass wir über alles meckern, auch dann wenn es uns nicht wirklich zusteht, sondern ein Geschenk ist 😉

    Über die Tatsache, ob er die Städte wieder an Salomo zurück gegeben hat, scheint Uneinigkeit zu herrschen. In dem anderen ergänzenden Stoff, die ich auf Bibelkommentare.de gefunden habe, wird es überall als Tatsache hingestellt, dass er es getan hätte.

    Wie dem auch sei: er war unzufrieden mit diesem Geschenk und der Name, den er den Städten gab, drückt es sehr krass aus, wenn er sie wie Nichts bezeichnet. So, als würde er sagen: „da hättest du mir besser gar nichts geschenkt“. Ob die Freundschaft der beiden darunter gelitten hat?

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  117. Juleam 24. Juni 2013 um 13:23 Link zum Kommentar

    1. Könige 10 – dem der hat, wird noch mehr dazu gegeben werden – warum eigentlich?

    1 Und die Königin von Saba hörte von dem Ruhm Salomos wegen des Namens des Herrn , und sie kam, um ihn mit Rätseln zu prüfen. 2 Sie kam aber nach Jerusalem mit sehr großem Reichtum, mit Kamelen, die Gewürze und sehr viel Gold und Edelsteine trugen. Und als sie zu Salomo kam, sagte sie ihm alles, was sie auf dem Herzen hatte. 3 Und Salomo gab ihr Antwort auf alle ihre Fragen; es war dem König nichts verborgen, dass er es ihr nicht hätte erklären können. 4 Als aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, 5 und die Speise auf seinem Tisch und die Wohnung seiner Knechte und das Auftreten seiner Dienerschaft und ihre Kleidung, auch seine Mundschenken und auch die Brandopfer , die er im Haus des Herrn darbrachte, da geriet sie außer sich vor Staunen; 6 und sie sprach zu dem König:

    Das Wort ist wahr, das ich in meinem Land über deine Taten und über deine Weisheit gehört habe! 7 Ich aber habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, es ist mir nicht die Hälfte gesagt worden; du hast mehr Weisheit und Besitz, als das Gerücht sagt, das ich vernommen habe! 8 Glücklich sind deine Leute, glücklich diese deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören! 9 Gepriesen sei der Herr , dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, sodass er dich auf den Thron Israels setzte! Weil der Herr Israel auf ewig liebt, deshalb hat er dich zum König eingesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst!

    10 Und sie gab dem König 120 Talente Gold und sehr viel Gewürze und Edelsteine; nie wieder ist so viel Gewürz [ins Land] gekommen, wie die Königin von Saba dem König Salomo schenkte.

    11 Dazu brachte die Schiffsflotte Hirams, die Gold aus Ophir holte, sehr viel Sandelholz und Edelsteine von Ophir. 12 Und der König ließ einen Aufgang aus Sandelholz machen für das Haus des Herrn und für das Haus des Königs und Lauten und Harfen für die Sänger; so viel Sandelholz ist nie mehr [ins Land] gekommen, noch gesehen worden bis zu diesem Tag.

    13 Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was sie wünschte und erbat, außer dem, womit Salomo sie königlich beschenkte. Da kehrte sie in ihr Land zurück samt ihren Knechten.

    14 Das Gewicht des Goldes aber, das bei Salomo in einem Jahr einging, betrug 666 Talente Gold, 15 außer den Einkünften von den Karawanen und dem Handel der Kaufleute und von allen Königen Arabiens und von den Statthaltern des Landes. 16 Und der König Salomo ließ 200 Langschilde aus gehämmertem Gold machen; 600 Schekel Gold verwendete er für jeden Schild; 17 und 300 Kleinschilde aus gehämmertem Gold; je drei Minen Gold verwendete er für einen Kleinschild. Und der König brachte sie in das Haus des Libanonwaldes .

    18 Ferner ließ der König einen großen Thron aus Elfenbein anfertigen und ließ ihn mit dem edelsten Gold überziehen. 19 Dieser Thron hatte sechs Stufen, und das Kopfstück des Thrones war hinten rund, und auf beiden Seiten um den Sitz waren Armlehnen, und zwei Löwen standen neben den Armlehnen. 20 Und zwölf Löwen standen dort auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Etwas Derartiges ist niemals in irgendeinem Königreich gemacht worden.

    21 Auch alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold , und alle Geräte im Haus des Libanonwaldes waren aus feinem Gold; nichts war aus Silber , denn dieses achtete man zu den Zeiten Salomos gar nicht. 22 Denn die Flotte von Tarsisschiffen des Königs fuhr auf dem Meer mit der Flotte Hirams. Diese Flotte von Tarsisschiffen kam alle drei Jahre einmal und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.

    23 So war der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle Könige auf Erden. 24 Und alle Welt suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte. 25 Und sie brachten jeder sein Geschenk: silberne und goldene Geräte, Kleider und Waffen, Gewürze, Pferde und Maultiere, Jahr für Jahr.

    26 Und Salomo brachte auch Streitwagen und Reiter zusammen, sodass er 1 400 Streitwagen und 12 000 Reiter hatte, die er in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem legte. 27 Und der König machte das Silber in Jerusalem an Menge den Steinen gleich und das Zedernholz den Maulbeerfeigenbäumen in der Schephela. 28 Und man brachte dem Salomo Pferde aus Ägypten, und ein Zug von Kaufleuten des Königs holte sie scharenweise um den Kaufpreis. 29 Und ein Wagen wurde aus Ägypten eingeführt für 600 Silberlinge und ein Pferd für 150; ebenso führte man sie durch ihre Vermittlung auch für alle Könige der Hetiter und die Könige von Aram aus.

    Es ist schon merkwürdig, dass dem, der hat, immer noch dazu gegeben wird!

    Salomo war eh schon unermesslich reich und dennoch wurde er von allen mit Geschenken überhäuft. Auf der anderen Seite werden Menschen in ärmlichen Verhältnissen gern übersehen. Woran liegt das?

    Warum geben wir Menschen noch mehr, die eigentlich nichts benötigen und vernachlässigen die, die wirklich bedürftig sind? Liegt es daran, dass der Reiche Ansehen und Macht hat und wir uns in seinem Glanz sonnen wollen – wohingegen der Arme uns nichts geben kann?

    Aber ist es denn nicht viel befriedigender, jemanden zu helfen, der wirklich Hilfe braucht, als jemanden zu helfen, noch reicher zu werden?

    Wenn ich dies hier mit dem vielen Zedernholz lese, dann sehe ich mich jedesmal im Orientalischen Garten in Marzahn. Dort in dem Haus kann man es sich mit Sitzkissen gemütlich machen und die Ruhe, das Geräusch des Wassers und den Duft, den das Holz ausstrahlt, auf sich wirken lassen. Wenn wir in den Gärten der Welt sind, machen wir meist dort Station, um zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Wenn ich mir vorstelle, dass dieses duftende Holz der übliche Baustoff zu Salomos Zeiten war … Ob die den Duft noch wahrgenommen haben?

  118. Juleam 24. Juni 2013 um 14:48 Link zum Kommentar

    1. Könige 11 – 13

    1. Könige 11 – die Aufteilung in 2 Reiche: das 10-Stämme-Reich und das 2-Stämme-Reich

    1 Aber der König Salomo liebte viele fremde Frauen neben der Tochter des Pharao: moabitische, ammonitische, edomitische, zidonische und hetitische, 2 aus den Heidenvölkern, von denen der Herr den Kindern Israels gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen, denn sie werden gewiss eure Herzen zu ihren Göttern wenden! An diesen hing Salomo mit Liebe. 3 Und er hatte 700 fürstliche Frauen und 300 Nebenfrauen ; und seine Frauen verleiteten sein Herz . 4 Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt geworden war, da wendeten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu, sodass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn , seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David . 5 So lief Salomo der Astarte nach, der Gottheit der Zidonier, und Milkom , dem Gräuel der Ammoniter. 6 Und Salomo tat, was böse war in den Augen des Herrn , und er folgte dem Herrn nicht völlig nach wie sein Vater David . 7 Auch baute Salomo eine Höhe für den Kemosch , den Gräuel der Moabiter, auf dem Berg, der östlich von Jerusalem liegt, und für den Moloch , den Gräuel der Ammoniter. 8 Und ebenso machte er es für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.

    9 Da wurde der Herr zornig über Salomo, weil sein Herz sich abgewandt hatte von dem Herrn , dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war, 10 ja, der ihm gerade wegen dieser Sache das Gebot gegeben hatte, dass er nicht anderen Göttern nachwandeln solle; aber er beachtete nicht, was ihm der Herr geboten hatte.

    11 Darum sprach der Herr zu Salomo: Weil dies von dir geschehen ist und du meinen Bund nicht bewahrt hast, noch meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so will ich dir gewiss das Königreich entreißen und es deinem Knecht geben! 12 Doch zu deiner Zeit will ich es nicht tun, um deines Vaters David willen; der Hand deines Sohnes will ich es entreißen. 13 Nur will ich ihm nicht das ganze Reich entreißen; einen Stamm will ich deinem Sohn geben, um meines Knechtes David und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe!

    14 Und der Herr erweckte dem Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, der stammte aus dem Königsgeschlecht von Edom. 15 Es geschah nämlich, als David in Edom war, und als Joab, der Heerführer, hinaufzog, um die Erschlagenen zu begraben, da erschlug er alles, was männlich war in Edom. 16 Denn Joab blieb sechs Monate lang dort mit ganz Israel, bis er alles ausgerottet hatte, was in Edom männlich war. 17 Da floh Hadad und mit ihm etliche Edomiter von den Knechten seines Vaters, um nach Ägypten zu gehen; Hadad aber war noch ein kleiner Knabe. 18 Und sie machten sich auf von Midian und kamen nach Paran , und sie nahmen Männer mit sich aus Paran und kamen nach Ägypten zum Pharao, dem König von Ägypten; der gab ihm ein Haus, wies ihm Unterhalt an und gab ihm Land.

    19 Und Hadad fand große Gnade beim Pharao, sodass er ihm auch die Schwester seiner Gemahlin, die Schwester der Gebieterin Tachpenes , zur Frau gab. 20 Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn, und Tachpenes zog ihn auf im Haus des Pharao, sodass Genubat im Haus des Pharao unter den Söhnen des Pharao war. 21 Als nun Hadad in Ägypten hörte, dass David sich zu seinen Vätern gelegt hatte, und dass Joab, der Heerführer, tot war, da sprach Hadad zum Pharao: Lass mich doch in mein Land ziehen! 22 Und der Pharao sprach zu ihm: Was fehlt dir bei mir, dass du in dein Land ziehen willst? Er sprach: Nichts; aber lass mich doch gehen!

    23 Und Gott erweckte ihm [noch] einen Widersacher , Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn Hadad-Eser, dem König von Zoba , geflohen war. 24 Der sammelte Männer um sich und war Oberster einer Streifschar, als David [die Zobaiter] schlug; und sie zogen nach Damaskus und wohnten dort und regierten in Damaskus. 25 Und er wurde zu einem Widersacher Israels, solange Salomo lebte, außer dem Übel, das Hadad anrichtete; und er hatte einen Widerwillen gegen Israel, und er wurde König über Aram.

    26 Auch Jerobeam , der Sohn Nebats, ein Ephratiter von Zareda, ein Knecht Salomos, dessen Mutter, eine Witwe, Zeruha hieß, erhob die Hand gegen den König. 27 Und dies war der Anlass dafür, dass er die Hand gegen den König erhob:

    Salomo baute den Millo und schloss [damit] eine Lücke an der Stadt Davids, seines Vaters. 28 Nun war Jerobeam ein tüchtiger Mann; und als Salomo sah, dass der junge Mann eifrig bei der Arbeit war, setzte er ihn über alle Lastträger des Hauses Joseph.

    29 Es geschah aber zu jener Zeit, als Jerobeam aus Jerusalem wegging, da fand ihn der Prophet Achija von Silo auf dem Weg; der hatte ein neues Obergewand an, und sie waren beide allein auf dem Feld. 30 Und Achija nahm das neue Obergewand, das er anhatte, und zerriss es in zwölf Stücke; 31 und er sprach zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stücke! Denn so spricht der Herr , der Gott Israels:

    Siehe, ich will das Königreich der Hand Salomos entreißen und dir die zehn Stämme geben 32 – einen Stamm aber soll er haben, um meines Knechtes David und um der Stadt Jerusalem willen, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe -, 33 deshalb, weil sie mich verlassen haben und Astarte, die Gottheit der Zidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter, angebetet haben und nicht in meinen Wegen gewandelt sind, um zu tun, was recht ist in meinen Augen, nach meinen Satzungen und Rechten, wie es sein Vater David getan hat.

    34 Doch will ich nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen, sondern ich will ihn als Fürst belassen sein Leben lang, um meines Knechtes David willen, den ich erwählt habe, der meine Gebote und Satzungen befolgt hat. 35 Aber ich will das Königreich aus der Hand seines Sohnes nehmen und es dir geben, die zehn Stämme; 36 und ich will seinem Sohn einen Stamm geben, damit mein Knecht David allezeit vor mir eine Leuchte hat in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dorthin zu setzen.

    37 So will ich nun dich nehmen, und du sollst regieren über alles, was deine Seele begehrt, und König sein über Israel. 38 Und es wird geschehen, wenn du nun allem gehorchst, was ich dir gebieten werde, und in meinen Wegen wandelst und tust, was in meinen Augen recht ist, sodass du meine Satzungen und meine Gebote befolgst, wie es mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es David gebaut habe, und ich will dir Israel geben! 39 Und ich will den Samen Davids deswegen demütigen, doch nicht für immer.

    40 Salomo aber trachtete danach, Jerobeam zu töten ; da machte sich Jerobeam auf und floh nach Ägypten zu Sisak , dem König von Ägypten; und er blieb in Ägypten, bis Salomo starb. 41 Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, steht das nicht geschrieben im Buch der Geschichte Salomos?

    42 Die Zeit aber, die Salomo über ganz Israel in Jerusalem regierte, betrug 40 Jahre. 43 Und Salomo legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids, seines Vaters; und Rehabeam , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    Habe ich das nun richtig gelesen: es gibt 3 Männer, die gegen David aufstanden, von denen einer direkt von Jehova dazu beauftragt worden ist: Jerobeam.

    Aber wie ist das mit der Aufteilung des Reiches zu verstehen? 10 Stämme bekommt Jerobeam und einen lässt Jehova bei Salomo. War das denn nicht nachher ein Zwei-Stämme-Reich?

    Warum wird das hier so merkwürdig formuliert?

    Im Querverweis – 2. Chronika 11:1 ist die Rede von Juda und Benjamin. So ist es dann wohl so verstehen, dass Rehabeam, dem Sohn Salomos, sein eigener Stamm Juda bleibt und zusätzlich der Stamm Benjamin

    weitere Gedanken hierzu finden wir hier:

  119. Juleam 24. Juni 2013 um 14:56 Link zum Kommentar

    1. Könige 12 – wovor hat Jerobeam eigentlich Angst, dass er das Volk nicht zur Anbetung nach Jerusalem ziehen lassen will?

    1 Und Rehabeam zog nach Sichem ; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen. 2 Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, dies hörte (Jerobeam war aber noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, denn Jerobeam war in Ägypten geblieben; 3 und man hatte hingesandt und ihn rufen lassen), da kamen Jerobeam und die ganze Gemeinde Israels und redeten mit Rehabeam und sprachen:

    4 Dein Vater hat unser Joch hart gemacht; so mache du nun den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er uns auferlegt hat, leichter, so wollen wir dir dienen! 5 Er aber sprach zu ihnen: Geht hin für drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das Volk ging weg.

    6 Da hielt der König Rehabeam einen Rat mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: Wie ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten sollen? 7 Sie aber antwortete ihm so: Wenn du heute diesem Volk ein Knecht wirst und ihm dienst und auf es hörst und zu ihm gute Worte sprichst, so werden sie deine Knechte sein dein Leben lang! 8 Aber er verwarf den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und hielt Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die vor ihm standen. 9 Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten, das zu mir gesagt und gesprochen hat: Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns gelegt hat? 10 Da redeten die Jungen zu ihm, die mit ihm aufgewachsen waren, und sprachen: Dem Volk, das zu dir gesagt hat: »Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, du aber mache es uns leichter!«, dem sollst du so antworten: »Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters! 11 Und nun, wenn mein Vater ein schweres Joch auf euch gelegt hat, so will ich euer Joch noch schwerer machen! Hat mein Vater euch mit Geißeln gezüchtigt, so will ich euch mit Skorpionen züchtigen!«

    12 Als nun Jerobeam samt dem ganzen Volk am dritten Tag zu Rehabeam kam, wie der König gesagt hatte: »Kommt am dritten Tag zu mir!«, 13 da gab der König dem Volk eine harte Antwort und verwarf den Rat, den ihm die Ältesten gegeben hatten, 14 und er redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will euer Joch noch schwerer machen! Mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen! 15 So schenkte der König dem Volk kein Gehör; denn es wurde so vom Herrn gefügt , damit er sein Wort erfüllte , das der Herr durch Achija von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, geredet hatte.

    16 Als nun ganz Israel sah, dass der König ihnen kein Gehör schenkte, antwortete das Volk dem König und sprach: Was haben wir für einen Anteil an David? Wir haben kein Erbteil an dem Sohn Isais! Auf, Israel, zu deinen Zelten! Sorge du nun für dein Haus, David! – So ging Israel zu seinen Zelten. 17 Und Rehabeam regierte nur über die Kinder Israels, die in den Städten Judas wohnten. 18 Und der König Rehabeam sandte den Fronmeister Adoram hin, aber ganz Israel steinigte ihn, sodass er starb; der König Rehabeam aber eilte und stieg auf seinen Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen. 19 So fiel Israel ab vom Haus Davids bis zu diesem Tag.

    20 Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekommen war, da sandten sie hin und beriefen ihn in die Volksversammlung und machten ihn zum König über ganz Israel, und niemand folgte dem Haus Davids als allein der Stamm Juda.

    21 Als aber Rehabeam nach Jerusalem kam, versammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180 000 auserlesene Krieger, um gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum wieder an Rehabeam, den Sohn Salomos, zu bringen. 22 Aber das Wort Gottes erging an Schemaja, den Mann Gottes, folgendermaßen: 23 Rede zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum Haus Juda und zu Benjamin und dem übrigen Volk und sprich: 24 »So spricht der Herr : Ihr sollt nicht hinaufziehen, um gegen eure Brüder , die Söhne Israels, zu kämpfen! Kehrt um, jeder zu seinem Haus, denn von mir aus ist diese Sache geschehen!« Und sie hörten auf das Wort des Herrn und kehrten um, wie der Herr gesagt hatte.

    25 Jerobeam aber baute Sichem auf dem Bergland Ephraim aus und wohnte darin; und er zog aus von dort und baute Pnuel . 26 Jerobeam aber dachte in seinem Herzen :

    Das Königreich wird nun wieder dem Haus Davids zufallen ! 27 Wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um im Haus des Herrn in Jerusalem Opfer darzubringen, so wird sich das Herz dieses Volkes wieder zu ihrem Herrn wenden, zu Rehabeam, dem König von Juda; ja, sie werden mich töten und sich wieder Rehabeam, dem König von Juda, zuwenden!

    28 Darum hielt der König Rat und machte zwei goldene Kälber und sprach zu [dem Volk]: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzuziehen! Siehe, das sind deine Götter , Israel, die dich aus dem Land Ägypten herausgeführt haben! 29 Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere setzte er nach Dan .

    30 Aber diese Tat wurde [für Israel] zur Sünde; und das Volk lief zu dem einen [Kalb] bis nach Dan. 31 Er machte auch ein Höhenheiligtum und setzte aus dem ganzen Volk Leute zu Priestern ein, die nicht von den Söhnen Levis waren. 32 Ferner ordnete Jerobeam ein Fest an, am fünfzehnten Tag des achten Monats, wie das Fest in Juda, und opferte auf dem Altar. Ebenso machte er es in Bethel, indem er den Kälbern opferte, die er gemacht hatte; und er ließ in Bethel die Priester der Höhen den Dienst verrichten, die er eingesetzt hatte. 33 Und er opferte auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag des achten Monats, des Monats, den er aus seinem eigenen Herzen erdacht hatte; und er veranstaltete den Kindern Israels ein Fest und opferte auf dem Altar und räucherte.

    Schade, dass der gute Start von Jerobeam so schnell zunichte gemacht wird. Wovor hat er eigentlich Angst?

    Ist ihm nicht klar, dass es Jehova selbst war, der ihn zum König über die 10 Stämme eingesetzt hat? Jehova wollte das so und ER hat die Dinge auch entsprechend gelenkt. Wozu also Angst haben? Würde ER ihn nicht auch schützen?

    Dachte er dabei an David, der ja auch schon lange vor seiner Zeit als König eingesetzt wurde und den Saul so viele Jahre so hart veerfolgte? Wollte er nicht durch so etwas gehen müssen?

    weitere Gedanken finden wir hier:

  120. Juleam 24. Juni 2013 um 15:00 Link zum Kommentar

    1. Könige 13 – könnten wir ebenso getäuscht werden, wie der Prophet?

    1 Aber siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des Herrn nach Bethel , als Jerobeam eben bei dem Altar stand, um zu räuchern . 2 Und er rief gegen den Altar durch das Wort des Herrn und sprach: Altar! Altar! So spricht der Herr : »Siehe, es wird dem Haus Davids ein Sohn namens Josia geboren werden, der wird auf dir die Priester der Höhen schlachten, die auf dir räuchern, und man wird Menschengebeine auf dir verbrennen!« 3 Und er gab an jenem Tag ein Zeichen und sprach: Das ist das Zeichen, dass der Herr dies geredet hat: Siehe, der Altar wird bersten und die Asche, die darauf ist, verschüttet werden!

    4 Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, der gegen den Altar von Bethel rief, da streckte Jerobeam seine Hand aus vom Altar herab und sprach: Ergreift ihn! Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, sodass er sie nicht wieder zu sich ziehen konnte. 5 Und der Altar barst, und die Asche wurde vom Altar herabverschüttet, gemäß dem Zeichen, das der Mann Gottes durch das Wort des Herrn angekündigt hatte.

    6 Da ergriff der König das Wort und sprach zu dem Mann Gottes: Besänftige doch das Angesicht des Herrn , deines Gottes, und bitte für mich, dass meine Hand mir wieder gegeben werde! Da besänftigte der Mann Gottes das Angesicht des Herrn . Und die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben, und sie wurde wieder wie zuvor. 7 Da sprach der König zu dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und erfrische dich! Ich will dir auch ein Geschenk geben.

    8 Aber der Mann Gottes sprach zum König: Wenn du mir auch dein halbes Haus geben würdest, so käme ich nicht mit dir; denn ich würde an diesem Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken. 9 Denn so wurde mir durch das Wort des Herrn geboten und gesagt: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht wieder auf dem Weg zurückkehren, den du gegangen bist! 10 Und er ging einen anderen Weg und kehrte nicht wieder auf dem gleichen Weg zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.

    11 Aber in Bethel wohnte ein alter Prophet . Zu dem kam einer seiner Söhne und erzählte ihm alles, was der Mann Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte; [auch] die Worte, die er zum König geredet hatte, erzählten sie ihrem Vater. 12 Da sprach ihr Vater zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne hatten den Weg gesehen, den der Mann Gottes, der von Juda gekommen war, eingeschlagen hatte. 13 Er aber sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er ritt darauf; 14 und er ging dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Terebinthe sitzen und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Er sprach: Ich bin’s!

    15 Da sprach er zu ihm: Komm mit mir heim und iss etwas! 16 Er aber sprach: Ich kann nicht umkehren und mit dir kommen; ich will auch mit dir weder Brot essen noch Wasser trinken an diesem Ort; 17 denn durch das Wort des Herrn ist zu mir gesagt worden: Du sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht auf dem gleichen Weg zurückkehren, auf dem du hingegangen bist! 18 Aber jener sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat durch das Wort des Herrn zu mir geredet und gesagt: Führe ihn zurück in dein Haus, damit er Brot esse und Wasser trinke! Er log es ihm aber vor. 19 Da kehrte er mit ihm um und aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.

    20 Als sie aber zu Tisch saßen, da kam das Wort des Herrn zu dem Propheten, der ihn zurückgeführt hatte, 21 und er rief dem Mann Gottes zu, der von Juda gekommen war, und sprach: So spricht der Herr : Weil du dem Befehl des Herrn ungehorsam gewesen bist und das Gebot nicht gehalten hast, das dir der Herr , dein Gott, geboten hat, 22 sondern umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an diesem Ort, von dem er dir sagte, du solltest weder Brot essen noch Wasser trinken, so soll dein Leichnam nicht in das Grab deiner Väter kommen!

    23 Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, da sattelte er ihm, dem Propheten, den er zurückgeführt hatte, den Esel. 24 Als er nun fortging, da begegnete ihm auf dem Weg ein Löwe; der tötete ihn, und sein Leichnam lag hingestreckt auf dem Weg. Und der Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam.

    25 Und siehe, als Leute vorbeigingen, da sahen sie den Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Löwen bei dem Leichnam stehen, und sie kamen und sagten es in der Stadt , in welcher der alte Prophet wohnte. 26 Als nun der Prophet, der ihn vom Weg zurückgeholt hatte, das hörte, sprach er: Es ist der Mann Gottes, der dem Befehl des Herrn ungehorsam gewesen ist; darum hat ihn der Herr dem Löwen übergeben, der hat ihn zerrissen und getötet nach dem Wort, das der Herr zu ihm geredet hat! 27 Und er redete mit seinen Söhnen und sprach: Sattelt mir den Esel! Und als sie ihn gesattelt hatten, 28 da ging er hin und fand seinen Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Esel und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte den Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.

    29 Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und führte ihn zurück. Und er kam in die Stadt des alten Propheten, um ihn zu beklagen und zu begraben. 30 Und er legte dessen Leichnam in sein eigenes Grab, und sie klagten um ihn: Ach, mein Bruder ! 31 Und als er ihn begraben hatte, sprach er zu seinen Söhnen: Wenn ich sterbe, so begrabt mich in dem Grab, in dem der Mann Gottes begraben worden ist, und legt meine Gebeine neben seine Gebeine. 32 Denn das Wort wird gewiss eintreffen, das er durch das Wort des Herrn ausgerufen hat gegen den Altar in Bethel und gegen alle Höhenheiligtümer, die in den Städten Samarias sind!

    33 Aber nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Weg, sondern er setzte wieder Höhenpriester aus dem gesamten Volk ein; wer Lust hatte, den weihte er, und der wurde Höhenpriester. 34 Und dies wurde dem Haus Jerobeams zur Sünde , sodass es vernichtet und aus dem Land vertilgt werden musste.

    Immer wieder die gleichen Fragen, die auftauchen:

    • Warum hat der eine Prophet den anderen getäuscht?
    • Warum ist dieser mitgegangen?
    • Wie hätte er erkennen können, dass es nicht die Worte Jehovas waren, sondern eine Täuschung?

    Wie hätte ich an seiner Stelle reagiert? Es war heiss und staubig, er war einen langen Weg gegangen und hatte diesen nun noch einmal vor sich. Nun kommt einer und sagt mir, dass Jehova es sich anders überlegt hat. Hätte dies nicht sein können?

    Wir haben seit letzten Herbst ein ähnliches Problem gehabt, wir konnten uns einfach nicht vorstellen, dass Jehova uns eine bestimmte Anweisung wirklich gegeben hat. Immer wieder haben wir in Frage gezogen, dass es von Jehova kommt oder dass wir es richtig verstanden hatten.

    Bei jedem Lesen in der Bibel, bei jeder biblischen Ansprache, die wir gehört haben, stand die Frage im Raum. Aber immer deutlicher kam das Wort: „macht es, ich will es so – auch wenn ihr es nicht versteht!“. Aber es war so ungeheuerlich, weil es völlig entgegengeesetzt zu dem war, was wir als unseren Weg „erkannt hatten“, dass es eigentlich nicht von Jehova kommen konnte. Wir haben ein gutes halbes Jahr gebraucht, um dieser Anweisung Folge zu leisten. Aber egal, was wir in der Bibel lasen, es bestätigte, dass dies das Wort von Jehova war, genau so, wie wir es verstanden hatten. Aber diese Geschichte hier mit dem Propheten hatte uns einfach zurück gehalten.

    Da es nichts gegen Jehova, sein Wort und seine Maßstäbe und sein Plan für uns Christen war, haben wir dann endlich den entsprechenden Schritt getan. Heute sind wir froh darüber. Nach und nach hat uns Jehova auch gezeigt, was genau er von uns will und warum und wir haben diese neue Zuteilung dankbar angenommen.

    Aber das halbe Jahr der Prüfung war für uns sehr wichtig, denn „die Stimme“ hätte ja auch von anderer Seite kommen können und wir wären wie der Prophet hier einer Täuschung auf den Leim gegangen. So können wir zuversichtlich diese neue Zuteilung annehmen und unseren Brüdern dienen – wenn auch vielleicht anders, als wir es noch vor einigen Jahren gedacht hatten.

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  121. Juleam 24. Juni 2013 um 15:09 Link zum Kommentar

    1. Könige 14 – 16

    1. Könige 14 – das Leben des eigenen Kindes in der Hand

    1 Zu jener Zeit wurde Abija, der Sohn Jerobeams, krank. 2 Und Jerobeam sprach zu seiner Frau : Mache dich doch auf und verstelle dich, damit niemand erkennt, dass du Jerobeams Frau bist, und geh nach Silo; siehe, dort ist der Prophet Achija, der von mir geredet hat, dass ich König über dieses Volk sein sollte; 3 und nimm mit dir zehn Brote und Kuchen und einen Krug Honig und geh zu ihm; er wird dir verkünden , wie es dem Knaben gehen wird! 4 Und die Frau Jerobeams tat dies und machte sich auf und ging hin nach Silo und kam in das Haus Achijas. Achija aber konnte nicht sehen, denn seine Augen waren starr geworden wegen seines Alters. 5 Aber der Herr hatte zu Achija gesprochen: Siehe, die Frau Jerobeams kommt, um von dir ein Wort zu erlangen wegen ihres Sohnes; denn er ist krank. So rede nun mit ihr so und so! Es wird aber geschehen, wenn sie hereinkommt, wird sie sich verstellen.

    6 Und es geschah, als Achija das Geräusch ihrer Füße hörte, wie sie zur Tür hereinkam, da sprach er: Komm herein, du Frau Jerobeams! Warum verstellst du dich? Ich bin mit einer harten Botschaft an dich beauftragt ! 7 Geh hin, sage Jerobeam: »So spricht der Herr , der Gott Israels: Weil ich dich aus der Mitte des Volkes erhöht und zum Fürsten über mein Volk Israel gesetzt habe, 8 sodass ich das Königreich dem Haus Davids entrissen und es dir gegeben habe, weil du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der meine Gebote befolgte und mir nachfolgte von ganzem Herzen, sodass er nur tat, was in meinen Augen recht ist; 9 sondern weil du mehr Böses getan hast als alle, die vor dir gewesen sind; weil du hingegangen bist und dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht hast, sodass du mich zum Zorn reiztest und mich verworfen hast; 10 darum, siehe, bringe ich Unheil über das Haus Jerobeams, und ich will ausrotten von Jerobeam, was männlich ist, Mündige und Unmündige in Israel, und ich will die Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man Kot ausfegt, bis es ganz aus ist mit ihm. 11 Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Feld stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn der Herr hat es gesagt !

    12 So mache dich nun auf und geh heim, und wenn dein Fuß die Stadt betritt, wird der Knabe sterben! 13 Und ganz Israel wird ihn beklagen, und sie werden ihn begraben; denn von Jerobeam wird dieser allein in ein Grab kommen, weil an ihm vor dem Herrn , dem Gott Israels, etwas Gutes gefunden worden ist im Haus Jerobeams.

    14 Der Herr aber wird einen König über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams ausrotten soll an jenem Tag. Und was? Schon jetzt [hat er ihn erweckt]! 15 Und der Herr wird Israel schlagen, dass es schwankt wie ein Rohr im Wasser; und er wird Israel ausreißen aus diesem guten Land, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseits des Stromes [Euphrat], weil sie ihre Aschera- Standbilder gemacht haben, um den Herrn zu erzürnen. 16 Und er wird Israel dahingeben um der Sünde Jerobeams willen, die er beging und zu der er Israel verführt hat!«

    17 Da machte sich die Frau Jerobeams auf, ging hin und kam nach Tirza . Und als sie die Schwelle des Hauses betrat, da starb der Knabe. 18 Und sie begruben ihn, und ganz Israel beklagte ihn nach dem Wort des Herrn , das er durch seinen Knecht, den Propheten Achija, geredet hatte.

    19 Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist, wie er gekämpft und wie er regiert hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel. 20 Die Zeit aber, die Jerobeam regierte, betrug 22 Jahre. Und er legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Nadab wurde König an seiner Stelle.

    21 Rehabeam aber, der Sohn Salomos, regierte in Juda. Rehabeam war 41 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 17 Jahre lang in Jerusalem, in der Stadt , die der Herr aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. Und der Name seiner Mutter war Naama, eine Ammoniterin .

    22 Und Juda tat, was böse war in den Augen des Herrn , und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Väter getan hatten. 23 Denn sie bauten auch Höhen und Gedenksteine und Aschera-Standbilder auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen . 24 Und es gab auch Tempelhurer im Land; die taten es allen Gräueln der Heidenvölker gleich, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte.

    25 Es geschah aber im fünften Jahr [der Regierung] des Königs Rehabeam, dass Sisak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem heraufzog. 26 Und er nahm die Schätze des Hauses des Herrn und die Schätze des königlichen Hauses, alles nahm er weg, auch alle goldenen Schilde, die Salomo hatte machen lassen. 27 An ihrer Stelle ließ der König Rehabeam eherne Schilde machen und übergab sie den Obersten der Leibwächter, welche die Tür am Haus des Königs hüteten. 28 Und es geschah, sooft der König in das Haus des Herrn ging, trugen sie die Leibwächter und brachten sie danach wieder in die Kammer der Leibwächter.

    29 Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? 30 Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang. 31 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids; der Name seiner Mutter aber war Naama, eine Ammoniterin . Und sein Sohn Abija wurde König an seiner Stelle.

    Wenn ich die Frau von Jerobeam gewesen wäre, hätte ich mein Heimkommen sicherlich hinaus gezögert. Denn der Prophet hatte ja gesagt, dass der Junge in dem Moment stirbt, in dem ich mein Heim betrete.

    Ob sie wohl darüber nachgedacht hat, überhaupt nicht mehr nach Hause zu gehen – damit ihr Sohn leben kann? Hätte sie Jehova damit austricksen können?

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  122. Juleam 24. Juni 2013 um 15:13 Link zum Kommentar

    1. Könige 15 – nach der Aufteilung des Reiches wird es immer wieder mal etwas verwirrrend

    1 Im achtzehnten Jahr [der Regierung] des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde Abija König über Juda.

    2 Er regierte drei Jahre lang in Jerusalem. Der Name seiner Mutter war Maacha, eine Tochter Abisaloms. 3 Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die dieser vor ihm getan hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem Herrn , seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. 4 Doch um Davids willen gab der Herr , sein Gott, ihm eine Leuchte in Jerusalem, indem er seinen Sohn ihm nachfolgen und Jerusalem bestehen ließ, 5 weil David getan hatte, was recht war in den Augen des Herrn , und nicht gewichen war von allem, was er ihm gebot, sein Leben lang, außer in der Sache Urijas , des Hetiters.

    6 Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang. 7 Was aber mehr von Abija zu sagen ist, und was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und es war Krieg zwischen Abija und Jerobeam. 8 Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und Asa , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    9 Im zwanzigsten Jahr [der Regierung] Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asa König über Juda; 10 und er regierte 41 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Maacha, eine Tochter Abisaloms. 11 Und Asa tat, was dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David.

    12 Denn er schaffte die Tempelhurer aus dem Land und entfernte alle Götzen , die seine Väter gemacht hatten. 13 Dazu setzte er auch seine Mutter Maacha ab, sodass sie nicht mehr Gebieterin war , weil sie ein Götzenbild der Aschera gemacht hatte. Und Asa rottete ihr Götzenbild aus und verbrannte es am Bach Kidron. 14 Die Höhen freilich wurden nicht abgeschafft; doch war das Herz Asas ungeteilt mit dem Herrn sein Leben lang.

    15 Und das Silber und Gold und die Geräte, was sein Vater geweiht hatte und was er selbst weihte, das brachte er in das Haus des Herrn . 16 Und es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem König von Israel, ihr Leben lang. 17 Und Baesa (oder auch Bascha) , der König von Israel, zog herauf gegen Juda und baute Rama , um Asa, dem König von Juda, keinen Ausgang und Eingang mehr zu lassen. 18 Da nahm Asa alles Silber und Gold, das in der Schatzkammer des Hauses des Herrn und in der Schatzkammer des königlichen Hauses übrig war, und gab es in die Hand seiner Knechte; und der König Asa sandte sie zu Benhadad, dem Sohn Tabrimmons, des Sohnes Hesions, dem König von Aram, der in Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen:

    19 Es besteht ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater; siehe, ich sende dir ein Geschenk von Silber und Gold; geh hin, löse das Bündnis auf, das du mit Baesa, dem König von Israel, hast, damit er von mir abzieht! 20 Und Benhadad hörte auf den König Asa und sandte seine Heerführer gegen die Städte Israels und schlug Jjon und Dan und Abel-Beth-Maacha und ganz Kinnereth , samt dem ganzen Land Naphtali.

    21 Als aber Baesa dies hörte, ließ er davon ab, Rama zu bauen, und blieb in Tirza . 22 Der König Asa aber rief ganz Juda zum Dienst auf, sodass keiner frei blieb; und sie nahmen von Rama die Steine und das Holz weg, womit Baesa gebaut hatte. Und der König Asa baute damit Geba in Benjamin und Mizpa.

    23 Was aber mehr von Asa zu sagen ist, und alle seine Macht und alles, was er getan hat, und die Städte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? Doch wurde er in seinem Alter krank an den Füßen . 24 Und Asa legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Josaphat , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    25 Nadab aber, der Sohn Jerobeams, wurde König über Israel im zweiten Jahr [der Regierung] Asas, des Königs von Juda, und er regierte zwei Jahre lang über Israel. 26 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , und wandelte in dem Weg seines Vaters und in seiner Sünde, durch die er Israel zur Sünde verführt hatte.

    27 Aber Baesa (oder Bascha), der Sohn Achijas, aus dem Haus Issaschar, machte eine Verschwörung gegen ihn, und Baesa erschlug ihn in Gibbeton, das den Philistern gehörte; denn Nadab und ganz Israel belagerten Gibbeton . 28 So tötete ihn Baesa im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, und wurde König an seiner Stelle. 29 Und es geschah, als er König geworden war, da erschlug er das ganze Haus Jerobeams und ließ von Jerobeam nichts übrig, was Odem hatte, bis er ihn vertilgt hatte, nach dem Wort des Herrn , das er durch seinen Knecht Achija von Silo geredet hatte, 30 um der Sünden Jerobeams willen, die er tat, und zu denen er Israel verführt hatte, wegen seiner Herausforderung, mit der er den Herrn , den Gott Israels, zum Zorn herausgefordert hatte.

    31 Was aber mehr von Nadab zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 32 Und es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem König von Israel, ihr Leben lang. 33 Im dritten Jahr [der Regierung] Asas, des Königs von Juda, wurde Baesa, der Sohn Achijas, in Tirza König über ganz Israel, [und er regierte] 24 Jahre lang.

    34 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn , und wandelte in dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde, durch die er Israel zur Sünde verführt hatte.

    Gerade hatte ich mich noch gefragt, wo Bascha auf einmal herkommt. Nun wissen wir es: Nadab wurde nach 2 Jahren gestürzt und getötet und damit endet die Linie von Jerobeam und wir haben wieder einen Quereinsteiger 😉

    Baschan regiert die ganze Zeit zeitgleich mit König Asa von Juda

    weitere Gedanken finden wir hier:

  123. Juleam 24. Juni 2013 um 15:29 Link zum Kommentar

    1. Könige 16 – hier müssen wir gut aufpassen, damit wir genau verstehen, was passiert

    1 Aber das Wort des Herrn erging an Jehu, den Sohn Hananis, gegen Baesa folgendermaßen:

    2 Weil ich dich aus dem Staub erhoben und dich zum Fürsten über mein Volk Israel gemacht habe und du in dem Weg Jerobeams gewandelt und mein Volk Israel zur Sünde verführt hast, sodass du mich durch ihre Sünden erzürnst, 3 siehe, so will ich die Nachkommen Baesas und die Nachkommen seines Hauses ausfegen und mit deinem Haus verfahren wie mit dem Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats. 4 Wer von Baesa in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer von ihm auf dem Feld stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen! 5 Was aber mehr von Baesa zu sagen ist, und was er getan hat und seine Macht, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 6 Und Baesa legte sich zu seinen Vätern und wurde in Tirza begraben, und sein Sohn Ela wurde König an seiner Stelle.

    7 Auch erging das Wort des Herrn durch den Propheten Jehu, den Sohn Hananis, gegen Baesa und gegen sein Haus, um all des Bösen willen, das er vor dem Herrn tat, indem er ihn durch das Werk seiner Hände erzürnte, sodass es wurde wie das Haus Jerobeams, und weil er jenes erschlagen hatte.

    8 Im sechsundzwanzigsten Jahr [der Regierung] Asas, des Königs von Juda, wurde Ela, der Sohn Baesas, in Tirza König über Israel [und regierte] zwei Jahre lang. 9 Und sein Knecht Simri, der Oberste über die Hälfte der Streitwagen, machte eine Verschwörung gegen ihn. Er aber war in Tirza, trank und berauschte sich im Haus Arzas, der über das [königliche] Haus in Tirza gesetzt war. 10 Und Simri kam hinein und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten Jahr [der Regierung] Asas, des Königs von Juda; und er wurde König an seiner Stelle.

    11 Und es geschah, als er König war und auf seinem Thron saß, da erschlug er das ganze Haus Baesas und ließ nichts von ihm übrig, was männlich war, auch dessen Bluträcher und Freunde nicht. 12 So vertilgte Simri das ganze Haus Baesas nach dem Wort des Herrn , das er durch den Propheten Jehu über Baesa geredet hatte, 13 um aller Sünden Baesas und um der Sünden seines Sohnes Ela willen, die sie begingen und durch die sie Israel zur Sünde verführten und den Herrn , den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen erzürnten . 14 Was aber mehr von Ela zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel?

    15 Im siebenundzwanzigsten Jahr [der Regierung] Asas, des Königs von Juda, wurde Simri König in Tirza sieben Tage lang; und das Volk lag vor Gibbeton , das den Philistern gehörte. 16 Als aber das Volk im Lager sagen hörte: Simri hat eine Verschwörung gemacht und hat auch den König erschlagen !, da machte am selben Tag das ganze Israel im Lager Omri , den Heerführer, zum König über Israel. 17 Und Omri zog von Gibbeton hinauf und ganz Israel mit ihm, und sie belagerten Tirza.

    18 Und es geschah, als Simri sah, dass die Stadt eingenommen war, ging er in die Burg des Königshauses und verbrannte sich samt dem Haus des Königs und starb, 19 [und zwar] wegen seiner Sünden, die er getan hatte, indem er tat, was böse war in den Augen des Herrn , und indem er wandelte in dem Weg Jerobeams und in seiner Sünde , die er beging, durch die er Israel zur Sünde verführt hatte. 20 Was aber mehr von Simri zu sagen ist, und seine Verschwörung, die er gemacht hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel?

    21 Damals teilte sich das Volk Israel in zwei Parteien: Die eine Hälfte des Volkes hing an Tibni, dem Sohn Ginats, um ihn zum König zu machen, die andere Hälfte aber hing an Omri. 22 Aber das Volk, das an Omri hing, siegte über das Volk, das an Tibni, dem Sohn Ginats, hing. Und Tibni starb, und Omri wurde König.

    23 Im einunddreißigsten Jahr [der Regierung] Asas, des Königs von Juda, wurde Omri König über Israel [und regierte] zwölf Jahre lang. In Tirza regierte er sechs Jahre. 24 Er kaufte aber den Berg Samaria von Semer um zwei Talente Silber und baute auf dem Berg; und er nannte die Stadt, die er baute, »Samaria« , nach dem Namen Semers, des Herrn des Berges. 25 Und Omri tat, was böse war in den Augen des Herrn , und war schlimmer als alle, die vor ihm gewesen waren. 26 Und er wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seinen Sünden, durch die er Israel zur Sünde verführte, sodass sie den Herrn , den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen erzürnten. 27 Was aber mehr von Omri zu sagen ist, was er getan hat, und seine Macht, die er ausgeübt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 28 Und Omri legte sich zu seinen Vätern und wurde in Samaria begraben, und Ahab, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    29 Im achtunddreißigsten Jahr [der Regierung] Asas, des Königs von Juda, wurde Ahab, der Sohn Omris, König über Israel, und er regierte 22 Jahre lang in Samaria über Israel. 30 Und Ahab , der Sohn Omris, tat, was böse war in den Augen des Herrn , mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. 31 War es nicht genug, dass er in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wandelte?

    Denn es geschah, dass er sogar Isebel zur Frau nahm, die Tochter Et-Baals, des Königs der Zidonier ; und er ging hin und diente dem Baal und betete ihn an. 32 Und er errichtete dem Baal einen Altar im Haus Baals, das er in Samaria baute. 33 Ahab machte auch ein Aschera- Standbild, sodass Ahab mehr tat, was den Herrn , den Gott Israels, erzürnte, als alle Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.

    34 Zu seiner Zeit baute Hiel von Bethel Jericho [wieder auf]. Es kostete ihn seinen erstgeborenen Sohn Abiram, als er seinen Grund legte, und seinen jüngsten Sohn Segub, als er seine Tore setzte, nach dem Wort des Herrn , das er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte.

    Nun wird es langsam verwirrend mit den ganzen Königen und dann auch noch zwei verschiedene und zwei verschiedene Reiche des Volkes Gottes.

    Angefangen hat das Ganze Durcheinander mit dem Tod von Salomo, wo Jehova wegen Salomos Untreue das Reich aufteilt und Rehabeam, dem Sohn Salomos zwei Stämme gab und die anderen zehn an Jerobeam gingen.

    Um dieses Jahr endlich mal durch dieses „Durcheinander“ durchzublicken, hatte ich angefangen, ab da einen Zeitstrahl zu machen. Allerdings bin ich bereits in diesem Kapitel gescheitert, da etwas nicht zu passen schien. Dank der Mithilfe von Stephi und John habe ich auch den Fehler gefunden: ich hatte bei Jerobeam 42 statt 22 Jahre gerechnet. Die beiden waren so lieb, mir mit einem Zeitstrahl zu helfen und so konnte ich erkennen, wo mein Fehler lag.

    zeitstrahl

    Thom, der zu der Zeit noch schlief (da er ab 23 Uhr zur Arbeit geht), hat mir heute morgen noch einen anderen Zeitstrahl gegeben, von dem ich den entsprechenden Teil nun beim Lesen neben mir liegen habe („Biblische Zeittafeln“ von Karl Matthiae und Winfried Thiel).

    Hier sind noch zusätzlich die Geschlechtslinien eingezeichnet: demnach hatte ich all die Jahre einen Denkfehler und es daher auch nicht wirklich verstanden, was hinterher beim Exil und so passiert: die Linie, die von Salomo her kommt, ist nicht Israel!

    In der Hoffnung für Alle steht es in der Überschrift zu 1. Könige 12 sehr passend: „Israel sagt sich vom Königshaus David los (2. Chronika 10)“. Wenn wir dann noch einmal die Verse 10-13 von dem Kapitel lesen, dann ist dies ja auch ganz klar:

    1. Könige 11:11-13 HFA

    Darum sagte der Herr zu ihm: »Du wusstest genau, was ich von dir wollte, und trotzdem hast du meinen Bund gebrochen und meine Gebote missachtet. Darum werde ich dir die Macht entreißen und sie einem deiner Beamten übergeben. Mein Entschluss steht fest. Nur weil dein Vater David mir so treu gedient hat, tue ich es noch nicht zu deinen Lebzeiten. Aber sobald dein Sohn die Nachfolge antritt, mache ich meine Drohung wahr. Ich werde ihn jedoch nicht ganz entmachten: Einen der zwölf Stämme darf dein Sohn noch regieren, weil ich es meinem Knecht David versprochen habe und weil Jerusalem die Stadt ist, die ich erwählt habe.«

    Jehova sagt hier ganz klar, dass er ihm wegen seiner Untreue die Macht entreissen würde und sie einem anderen gibt. Seine Nachkommen sollen aber zwei Stämme behalten. Daher ist ganz klar, dass das Zehn-Stämme-Reich Israel ist. Wieso heißt das andere Reich aber Juda? Hat das etwas mit der Strafe zu tun, dass es nicht mehr nach dem Stamm benannt ist, aus dem Salomo selbst kommt? Au weia, jetzt wird es aber peinlich für mich: Salomo stammt selbst aus dem Stamm Juda!

    Aber welcher war denn dann der zweite Stamm? Israel wurde doch aufgeteilt auf 2 und 10 Stämme. Im Einsichtenbuch lesen wir, dass dies der Stamm Benjamin ist.

    Hier in diesem Kapitel sehen wir dann auch, wieso es zu einer Spaltung von den Israeliten und den Samaritern kam: Israel blieb das Volk Jehovas und die Samariter entstammen diesem Reich Juda. Hier wird die Stadt gekauft und ausgebaut und sie ist hinterher die Hauptstadt des Reiches – so, wie die Hauptstadt von Israel Juda Jerusalem ist (wie ihr seht, habe ich immer noch so meine Schwierigkeiten).

    All dies Hintergrundwissen hilft uns, die Dinge zu verstehen, die später passieren.

    Nun mögen ja einige Christen sagen, dass für uns als Christen das Neue Testament maßgeblich ist, denn hier sind die Evangelien und hier lesen wir von Jesu Leben und den ersten Christen. Aber Jesus war ein Jude und blieb es auch noch bis zu seinem Tod und viele Dinge von dem, was er gesagt oder getan hat, verstehen wir besser, wenn wir die Hintergründe kennen. Denn Jesus sprach als Jude zu den Juden und so hat er viele Dinge nicht erklärt, weil sie den Juden bekannt waren. Daher kann es passieren, dass wir heute einige Passagen anders verstehen, als sie vielleicht gemeint waren, denn wir lesen sie ohne das jüdische Verständnis.

    Sicherlich tauchen wir nicht beim ersten Lesen der Bibel so tief ein. Zuerst erhalten wir nur einen Überblick und viele Dinge lesen wir zwar, verstehen sie aber nicht. Dies ist völlig normal. Aber mit jedem neuen Lesen der Bibel werden wir an Erkenntnis und Reife zunehmen. Mit jedem Mal erkennen wir die Zusammenhänge noch besser und jedesmal stehen wir staunend davor, weil wir Dinge verstehen, die uns zuvor verborgen gewesen sind.

    Als mein Mann vor gut 2 Jahren anfing, die Ansprachen von Arnold Fruchtenbaum zu hören, war er total begeistert und jedesmal hörte ich von ihm „endlich begreife ich, warum Jesus dieses oder jenes gesagt oder getan hat“ (er hat diese Ansprachen Nachts gehört, während er die Zeitungen austrägt). Seit einiger Zeit hört er nach und nach die Ansprachen von Johannes Hartl und dabei kommt oftmals ein ähnlicher Aha-Effekt, denn auch er erklärt die jüdischen Hintergründe.

    Wir sehen; wir lernen niemals aus, egal, wie oft wir die Bibel lesen – denn Thom hat sie quasi „bereits mit der Muttermilch aufgesogen“ und in seinem Leben zig mal ganz durchgelesen und dabei auch viele ergänzende Quellen zu Rate gezogen. Die Bücher der Gesellschaft hat er alle gelesen und teilweise studiert (nicht nur die, die in den Zusammenkünften behandelt wurden), die Kommentare von Darby und Rossier und Macintosh und viele weitere christliche Schriften. Dennoch stolpert er immer wieder über neue Gedanken.

    Dies finde ich persönlich sehr tröstlich, denn es zeigt uns, dass wir uns nicht dumm vorkommen müssen, wenn wir noch nicht so viel wissen und vieles nicht verstehen – weil wir noch am Anfang stehen, weil wir neu in der Wahrheit sind und gerade das erste Mal in der Bibel lesen. Wenn wir weiterhin voller Begeisterung alles in uns aufsaugen, was von Jehova kommt und uns mit Gedanken zu Gott und der Bibel beschäftigen, dann werden auch wir immer reifer werden und immer mehr verstehen, worum es eigentlich geht und was uns unser Gott sagen will. Wir müssen nur aktiv danach suchen und zwar in erster Linie durch das regelmäßige Lesen in der Bibel!

    weitere Gedanken finden wir hier:

  124. Juleam 24. Juni 2013 um 23:16 Link zum Kommentar

    1. Könige 17 – 19

    1. Könige 17 – Auferweckung eines Kindes – immer wieder die selbe Vorgehensweise

    1 Und Elia , der Tisbiter, von den Einwohnern Gileads, sprach zu Ahab: So wahr der Herr lebt , der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe , es soll in diesen Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, dass ich es sage! 2 Und das Wort des Herrn erging an ihn folgendermaßen:

    3 Geh fort von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der östlich vom Jordan fließt! 4 Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten , dass sie dich dort versorgen ! 5 Da ging er hin und handelte nach dem Wort des Herrn ; er ging und blieb am Bach Krit, der östlich vom Jordan fließt. 6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und er trank aus dem Bach.

    7 Es geschah aber nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete ; denn es war kein Regen im Land. 8 Da erging das Wort des Herrn an ihn folgendermaßen: 9 Mache dich auf und geh nach Zarpat , das bei Zidon liegt, und bleibe dort; siehe, ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich mit Nahrung versorgt! 10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe dort, die Holz sammelte .

    Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinken kann! 11 Als sie nun hinging, um es zu holen , rief er ihr nach und sprach: Bringe mir doch auch einen Bissen Brot mit! 12 Sie aber sprach: So wahr der Herr , dein Gott, lebt , ich habe nichts Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug! Und siehe, ich habe ein paar Holzstücke gesammelt und gehe hin und will mir und meinem Sohn etwas zubereiten, damit wir es essen und danach sterben !

    13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mache es, wie du gesagt hast; doch bereite mir davon zuerst einen kleinen Brotfladen und bring ihn mir heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach etwas machen. 14 Denn so spricht der Herr , der Gott Israels: Der Mehltopf soll nicht leer werden und das Öl im Krug nicht weniger werden bis zu dem Tag, da der Herr es auf den Erdboden regnen lassen wird!

    15 Und sie ging hin und machte es so, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch samt ihrem Haus viele Tage lang. 16 Der Mehltopf wurde nicht leer, und das Öl im Krug wurde nicht weniger, nach dem Wort des Herrn , das er durch Elia geredet hatte.

    17 Aber nach diesen Ereignissen wurde der Sohn der Frau, der Hauswirtin, krank, und seine Krankheit wurde so schwer, dass kein Lebensodem mehr in ihm blieb. 18 Und sie sprach zu Elia: Du Mann Gottes, was habe ich mit dir zu tun? Du bist zu mir hergekommen, damit an meine Schuld gedacht werde und mein Sohn sterbe!

    19 Er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn her! Und er nahm ihn von ihrem Schoß und trug ihn hinauf in das Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett. 20 Und er rief den Herrn an und sprach : Herr , mein Gott, hast du auch über die Witwe, bei der ich zu Gast bin, so Schlimmes gebracht, dass du ihren Sohn sterben lässt? 21 Und er streckte sich dreimal über das Kind aus und rief zu dem Herrn und sprach: Herr , mein Gott, lass doch die Seele dieses Kindes wieder in es zurückkehren!

    22 Und der Herr erhörte die Stimme des Elia. Und die Seele des Kindes kam wieder in dasselbe, und es wurde lebendig . 23 Und Elia nahm das Kind und brachte es von dem Obergemach ins Haus hinab und übergab es seiner Mutter und sprach: Siehe, dein Sohn lebt!

    24 Da sprach die Frau zu Elia: Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und dass das Wort des Herrn in deinem Mund Wahrheit ist!

    Nanu? Hat Elia zweimal auf die selbe Weise einen Sohn von seiner Gastgeberin auferweckt? War da nicht auch die Geschichte mit der Frau, die für ihn ein Zimmer hergerichtet hat? Hier lief das mit dem „wieder ins Leben zurück holen“ auf die gleiche Weise ab…

    Es war nicht Elia, sondern sein Nachfolger Elisa. Wir lesen die Geschichte in 2. Könige 4:8-37. Aber die Art und Weise ist die selbe.

    Dadurch, dass die Namen gleich klingen, vertauschen wir schnell mal Elia und Elisa. Vielleicht können wir uns die Reihenfolge der Propheten mit einer Eselsbrücke besser merken: Elia ist der erste von den beiden, sein Nachfolger hat einen Buchstaben mehr im Namen

    weitere Gedanken zu diesem Kapitel finden wir hier:

  125. Juleam 24. Juni 2013 um 23:22 Link zum Kommentar

    1. Könige 18 – ein beeindruckendes Duell

    1 Und es geschah nach vielen Tagen, im dritten Jahr, da erging das Wort des Herrn an Elia: Geh hin, zeige dich Ahab, und ich will es regnen lassen auf den Erdboden! 2 Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen .

    Es war aber eine große Hungersnot in Samaria. 3 Und Ahab rief Obadja, seinen Verwalter . Obadja aber fürchtete den Herrn sehr. 4 Denn es geschah, als Isebel die Propheten des Herrn ausrottete , da nahm Obadja 100 Propheten und verbarg sie in Höhlen, hier 50 und dort 50, und versorgte sie mit Brot und Wasser. 5 So sprach nun Ahab zu Obadja: Zieh durch das Land, zu allen Wasserquellen und zu allen Bächen ; vielleicht finden wir Gras , um die Pferde und Maultiere am Leben zu erhalten, sodass wir nichts von dem Vieh umkommen lassen müssen! 6 Und sie teilten das Land unter sich auf, um es zu durchziehen. Ahab zog allein auf einem Weg, und Obadja auch allein auf einem anderen Weg.

    7 Als nun Obadja auf dem Weg war, siehe, da begegnete ihm Elia. Und als er ihn erkannte, fiel er auf sein Angesicht und sprach: Bist du es, mein Herr Elia? 8 Er sprach zu ihm: Ich bin’s! Geh hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier! 9 Er aber sprach: Was habe ich gesündigt, dass du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben willst, damit er mich tötet? 10 So wahr der Herr , dein Gott, lebt, es gibt kein Volk, noch Königreich, in das mein Herr nicht gesandt hätte, um dich zu suchen. Und wenn sie sagten: »Er ist nicht hier«, so nahm er einen Eid von jenem Königreich und von jenem Volk, dass man dich nicht gefunden habe.

    11 Und du sprichst nun: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier! 12 Wenn ich von dir weggehe, dann könnte es geschehen, dass dich der Geist des Herrn hinwegnimmt , ich weiß nicht wohin; und wenn ich dann komme und es Ahab berichte, und er findet dich nicht, so wird er mich töten ; und dein Knecht fürchtet doch den Herrn von Jugend auf! 13 Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des Herrn tötete, dass ich von den Propheten des Herrn 100 Männer verbarg, hier 50 und dort 50, in Höhlen, und sie mit Brot und Wasser versorgte? 14 Und du sprichst nun: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier! Er wird mich ja töten! 15 Elia aber sprach: So wahr der Herr der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, ich werde mich ihm heute zeigen!

    16 Da ging Obadja hin, Ahab entgegen, und berichtete es ihm; Ahab aber kam Elia entgegen. 17 Und als Ahab den Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du da, der Israel ins Unglück bringt? 18 Er aber sprach: Nicht ich bringe Israel ins Unglück, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote des Herrn verlassen habt und du den Baalen nachgefolgt bist! 19 Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den Berg Karmel , dazu die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tisch der Isebel essen! 20 So sandte Ahab Boten zu allen Kindern Israels und versammelte die Propheten auf dem Berg Karmel.

    21 Da trat Elia vor das ganze Volk und sprach: Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken ? Ist der Herr Gott , so folgt ihm nach, ist es aber Baal, so folgt ihm! Und das Volk erwiderte ihm kein Wort. 22 Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übrig geblieben als Prophet des Herrn , die Propheten Baals aber sind 450 Mann. 23 So gebt uns nun zwei Jungstiere, und lasst sie den einen Jungstier erwählen und ihn in Stücke zerteilen und auf das Holz legen und kein Feuer daran legen; so will ich den anderen Jungstier zubereiten und auf das Holz legen und auch kein Feuer daran legen. 24 Dann sollt ihr den Namen eures Gottes anrufen, und ich will den Namen des Herrn anrufen. Und der Gott, der mit Feuer antworten wird, der sei der [wahre] Gott! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Das Wort ist gut!

    25 Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwählt euch den einen Jungstier und bereitet ihn zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft den Namen eures Gottes an, aber legt kein Feuer daran! 26 Und sie nahmen den Jungstier, den man ihnen gab, und bereiteten ihn zu; und sie riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber da war keine Stimme noch Antwort. Und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte. 27 Als es nun Mittag war, spottete Elia über sie und sprach : Ruft laut! denn er ist ja ein Gott; vielleicht denkt er nach oder er ist beiseitegegangen oder ist auf Reisen, oder er schläft vielleicht und wird aufwachen! 28 Und sie riefen laut und machten sich Einschnitte nach ihrer Weise mit Schwertern und Spießen, bis das Blut an ihnen herabfloss. 29 Als aber der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis es Zeit war, das Speisopfer darzubringen; aber da war keine Stimme noch Antwort noch Aufhorchen.

    30 Da sprach Elia zu dem ganzen Volk: Tretet heran zu mir! Als nun das ganze Volk zu ihm trat, stellte er den Altar des Herrn , der niedergerissen war, wieder her. 31 Und Elia nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an den das Wort des Herrn ergangen war: »Du sollst Israel heißen!« 32 Und er baute aus den Steinen einen Altar im Namen des Herrn und machte um den Altar her einen Graben so breit wie für zwei Kornmaß Aussaat; 33 und er richtete das Holz zu und zerteilte den Jungstier in Stücke und legte ihn auf das Holz, 34 und er sprach: Füllt vier Krüge mit Wasser und gießt es auf das Brandopfer und auf das Holz! Und er sprach: Tut es noch einmal! Und sie taten es noch einmal. Und er sprach: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal. 35 Und das Wasser lief rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser.

    36 Und es geschah um die Zeit, da man das Speisopfer darbringt, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: O Herr , du Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass [sie] heute erkennen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dass ich dies alles nach deinem Wort getan habe! 37 Erhöre mich, o Herr , erhöre mich, damit dieses Volk erkennt, dass du, Herr , der [wahre] Gott bist, und damit du ihr Herz zur Umkehr bringst ! 38 Da fiel das Feuer des Herrn herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und es leckte das Wasser auf im Graben.

    39 Als das ganze Volk dies sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott !

    40 Elia aber sprach zu ihnen: Fangt die Propheten Baals, dass keiner von ihnen entkommt! Und sie fingen sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie dort.

    41 Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink, denn es rauscht , als wolle es reichlich regnen! 42 Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf den Gipfel des Karmel und beugte sich zur Erde und legte sein Angesicht zwischen seine Knie; 43 und er sprach zu seinem Burschen : Geh doch hinauf und schaue zum Meer hin! Da ging er hinauf und schaute hin und sprach: Es ist nichts da! Er sprach: Geh wieder hin! So geschah es siebenmal . 44 Und beim siebten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, wie die Hand eines Mannes! Da sprach er: Geh hinauf und sage zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht zurückhält!

    45 Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein gewaltiger Regen . Ahab aber bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel . 46 Und die Hand des Herrn kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jesreel.

    hierzu haben wir in den vergangenen Jahren bereits so viele Gedanken und ergänzenden Stoff gesammelt, dass es diesmal ohne Kommentar bleibt:

  126. Juleam 24. Juni 2013 um 23:27 Link zum Kommentar

    1. Könige 19 – wir Menschen können ein und dieselbe Sache völlig unterschiedlich wahrnehmen

    1 Und Ahab erzählte der Isebel alles, was Elia getan hatte, und wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte. 2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun , wenn ich morgen um diese Zeit mit deinem Leben nicht so verfahre wie du mit ihrem Leben!

    3 Und als er das sah, machte er sich auf und ging fort um seines Lebens willen ; und er kam nach Beerscheba , das zu Juda gehört, und ließ seinen Burschen dort zurück. 4 Er selbst aber ging hin in die Wüste, eine Tagereise weit, und er kam und setzte sich unter einen Ginsterstrauch. Und er erbat für sich den Tod und sprach: Es ist genug! So nimm nun, Herr , mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter!

    5 Und er legte sich und schlief ein unter dem Ginsterstrauch. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iss! 6 Und als er sich umsah, siehe, da war bei seinem Kopf ein auf heißen Steinen gebackener Brotfladen und ein Krug Wasser. Und als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen. 7 Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss, denn der Weg ist [sonst] zu weit für dich! 8 Und er stand auf und aß und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage und 40 Nächte lang, bis an den Berg Gottes, den Horeb .

    9 Und er ging dort in eine Höhle hinein und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm, und Er sprach zu ihm: Was willst du hier, Elia? 10 Er sprach: Ich habe heftig geeifert für den Herrn , den Gott der Heerscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht, und ich allein bin übrig geblieben; und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen!

    11 Er aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den Herrn ! Und siehe, der Herr ging vorüber; und ein großer, starker Wind , der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind kam ein Erdbeben ; aber der Herr war nicht in dem Erdbeben. 12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer ; aber der Herr war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns . 13 Und es geschah, als Elia dieses hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel, und er ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle.

    Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: Was willst du hier, Elia? 14 Er sprach: Ich habe heftig geeifert für den Herrn , den Gott der Heerscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht; und ich allein bin übrig geblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen! 15 Aber der Herr sprach zu ihm: Kehre wieder auf deinen Weg zurück zur Wüste und wandere nach Damaskus, und geh hinein und salbe Hasael zum König über Aram! 16 Auch sollst du Jehu , den Sohn Nimsis, zum König über Israel salben; und Elisa , den Sohn Saphats, von Abel-Mechola , sollst du zum Propheten salben an deiner Stelle. 17 Und es soll geschehen, wer dem Schwert Hasaels entflieht, den soll Jehu töten; und wer dem Schwert Jehus entflieht, den soll Elisa töten. 18 Ich aber habe in Israel siebentausend übrig bleiben lassen, nämlich alle, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht geküsst hat!

    19 Und er ging von dort hinweg und fand Elisa , den Sohn Saphats; der pflügte mit zwölf Joch Rindern vor sich her, und er selbst war beim zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn. 20 Er aber verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Lass mich noch meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen! Er aber sprach zu ihm: Geh hin [und] kehre wieder zurück! Denn was habe ich dir getan? 21 Da wandte er sich von ihm und nahm ein Joch Rinder und opferte sie und kochte das Fleisch mit dem Geschirr der Rinder und gab es dem Volk, dass sie aßen; dann machte er sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.

    Den größten Teil von diesem Kapitel haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder behandelt:

    Aber heute geht es mir um Ahab und seine Reaktion auf das Wunderbare, das er auf dem Berg und mit Elia und Jehova erlebt hatte:

    Er war dabei gewesen, als Jehova auf wunderbare Weise seine Macht demonstrierte und er selbst ist in den strömenden Regen geraten, der auf Elias Gebet hin – endlich – nach drei Jahren fiel. Und was erzählt er seiner Frau? Dass Elia ihre Propheten hingerichtet hat.

    Scheinbar hat ihn das Erlebte nicht wirklich im Herzen berührt, denn sonst hätte er ihr bestimmt von dem Wunder des Feuers vom Himmel erzählt und gesagt, dass Jehova der wahre Gott ist und nicht ihr Baal und dass es sicherlich klüger ist, zu IHM umzukehren.

    Stattdessen hetzt er seine Frau auf, Elia aufs heftigste zu verfolgen und sich damit noch entschiedener gegen den wahren Gott zu wenden.

    Dies zeigt, dass wir Menschen ein und dieselbe Sache völlig unterschiedlich wahrnehmen können.

    Wie reagieren wir darauf, dass sich uns der Schöpfer des Himmels und der Erde offenbart?

  127. Juleam 24. Juni 2013 um 23:34 Link zum Kommentar

    1. Könige 20 – 22

    1. Könige 20 – Samaria als Hauptstadt – von welchem Reich?

    1 Und Benhadad, der König von Aram , versammelte seine ganze Heeresmacht, und 32 Könige waren mit ihm und Pferde und Wagen; und er zog herauf und belagerte Samaria und führte Krieg gegen es. 2 Und er sandte Boten in die Stadt zu Ahab, dem König von Israel, 3 und ließ ihm sagen: So spricht Benhadad: Dein Silber und dein Gold gehört mir, und deine schönsten Frauen und Kinder gehören auch mir! 4 Und der König von Israel antwortete und sprach: Mein Herr und König, wie du gesagt hast: Ich gehöre dir und alles, was ich habe! 5 Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Benhadad und sagt: Wohl habe ich zu dir gesandt und dir sagen lassen: Du sollst mir dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Söhne geben, 6 doch will ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir senden, dass sie dein Haus und die Häuser deiner Knechte durchsuchen ; und es wird geschehen: Alles, was in deinen Augen lieblich ist, sollen sie an sich nehmen und forttragen!

    7 Da rief der König von Israel alle Ältesten des Landes zu sich und sprach: Erkennt doch und seht, dass dieser Böses vorhat! Denn er hat zu mir gesandt, um meine Frauen und meine Söhne, mein Silber und mein Gold [zu fordern], und ich habe es ihm nicht verweigert. 8 Da sprachen alle Ältesten und das ganze Volk zu ihm: Du sollst nicht darauf hören und nicht einwilligen! 9 Und er sprach zu den Boten Benhadads: Sagt meinem Herrn, dem König: Alles, was du deinem Knecht zuerst geboten hast, will ich tun, aber dieses kann ich nicht tun! Und die Boten gingen hin und meldeten es. 10 Da sandte Benhadad zu ihm und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn der Staub Samarias hinreicht, dass jeder von dem Volk, das ich anführe, nur eine Handvoll davon nimmt! 11 Aber der König von Israel antwortete und sprach: Sagt: Wer [das Schwert] umgürtet, soll sich nicht rühmen wie der, der [es] ablegt! 12 Und es geschah, als [Benhadad] dies hörte und er gerade mit den Königen in den Zelten trank , sprach er zu seinen Knechten: Greift an! Da stellten sie sich auf zum Angriff gegen die Stadt.

    13 Aber siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und sprach: So spricht der Herr : Hast du diesen ganzen großen Haufen gesehen? Siehe, ich will ihn heute in deine Hand geben , und du sollst erkennen , dass ich der Herr bin! 14 Und Ahab fragte: Durch wen? Und er sprach: So spricht der Herr : Durch die Knechte der Gebietskommandanten! Und er fragte: Wer soll den Kampf beginnen ? Und er sprach: Du! 15 Da musterte er die Knechte der Gebietskommandanten, und es waren 232; und nach ihnen musterte er das ganze Volk, alle Söhne Israels, 7 000 Mann. 16 Und sie zogen aus am Mittag.

    Benhadad aber zechte und betrank sich in den Zelten, er und die Könige, die 32 Könige, die ihm zu Hilfe gekommen waren. 17 Aber die Knechte der Gebietskommandanten zogen zuerst aus. Und Benhadad sandte Kundschafter aus, und man meldete ihm und sprach: Es sind Männer aus Samaria ausgezogen! 18 Da sprach er: Gleich, ob sie zum Frieden oder zum Krieg ausgezogen sind – fangt sie lebendig! 19 Jene aber zogen zur Stadt hinaus, nämlich die Knechte der Gebietskommandanten und das Heer hinter ihnen her. 20 Und jeder schlug seinen Mann, sodass die Aramäer flohen und Israel ihnen nachjagte. Benhadad aber, der König von Aram, entkam auf einem Pferd mit den Reitern. 21 Und der König von Israel zog aus und schlug Pferde und Wagen und brachte den Aramäern eine große Niederlage bei.

    22 Da trat der Prophet zum König von Israel und sprach zu ihm: Geh hin, stärke dich und erkenne und sieh, was du zu tun hast; denn der König von Aram wird gegen dich heraufziehen, wenn das Jahr vorbei ist!

    23 Die Knechte des Königs von Aram nun sprachen zu ihm: Ihr Gott ist ein Gott der Berge, deshalb haben sie uns überwunden. Aber lasst uns mit ihnen auf der Ebene kämpfen – gewiss werden wir sie überwinden! 24 Darum handle du so: Setze die Könige ab von ihren Posten und ernenne Statthalter an ihrer Stelle! 25 Du aber verschaffe dir ein Heer wie das Heer, das du verloren hast, und Pferde und Wagen, wie jene waren, und lass uns in der Ebene gegen sie kämpfen, so werden wir sie gewiss überwinden! Und er hörte auf ihre Stimme und machte es so.

    26 Als nun das Jahr vorbei war, musterte Benhadad die Aramäer und zog herauf nach Aphek , um gegen Israel zu kämpfen. 27 Und die Söhne Israels wurden auch gemustert und mit Lebensmitteln versehen und zogen ihnen entgegen; und die Söhne Israels lagerten sich ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden Ziegen; die Aramäer aber erfüllten das Land.

    28 Und der Mann Gottes trat herzu und redete zum König von Israel und sprach: So spricht der Herr : Weil die Aramäer gesagt haben, der Herr sei ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Talebenen, so habe ich diese ganze große Menge in deine Hand gegeben, damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin!

    29 Und sie lagerten sieben Tage lang einander gegenüber. Und es geschah, am siebten Tag kam es zur Schlacht, und die Söhne Israels erschlugen von den Aramäern an einem Tag 100 000 Mann Fußvolk. 30 Und die Übriggebliebenen flohen nach Aphek in die Stadt, und die Mauer fiel auf die 27 000 Mann, die übrig geblieben waren.

    Und Benhadad floh auch und ging in die Stadt, bis in die innerste Kammer . 31 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Sieh doch, wir haben gehört, dass die Könige des Hauses Israel barmherzige Könige sind; so lasst uns nun Sacktuch um unsere Lenden legen und Stricke um unser Haupt, und lasst uns zum König von Israel hinausgehen; vielleicht lässt er deine Seele leben ! 32 Und sie gürteten Sacktuch um ihre Lenden und legten Stricke um ihre Häupter, und sie kamen zum König von Israel und sprachen: Benhadad, dein Knecht , lässt dir sagen: Lass doch meine Seele leben!

    Er aber sprach: Lebt er noch? Er ist mein Bruder ! 33 Und die Männer hielten das für ein gutes Vorzeichen und eilten, um sich zu vergewissern, ob er es wirklich so meinte, und sprachen: Benhadad ist dein Bruder! – Er sprach: Kommt und bringt ihn! Da ging Benhadad zu ihm hinaus, und er ließ ihn auf den Wagen steigen. 34 Und Benhadad sprach: »Die Städte , die mein Vater deinem Vater weggenommen hat, will ich dir wiedergeben; und du kannst dir Märkte in Damaskus anlegen, wie es mein Vater in Samaria getan hat!« »Ich aber [- antwortete Ahab -] lasse dich unter diesen Bedingungen frei!« Und er machte einen Bund mit ihm und ließ ihn frei.

    35 Da sprach ein Mann unter den Prophetensöhnen zu seinem Nächsten durch das Wort des Herrn : Schlage mich doch! Der Mann aber weigerte sich, ihn zu schlagen. 36 Da sprach er zu ihm: Weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht hast, siehe, so wird dich ein Löwe töten, wenn du von mir weggehst! Und als er von ihm wegging, fand ihn ein Löwe und tötete ihn.

    37 Und er fand einen anderen Mann und sprach: Schlage mich doch! Und der Mann schlug ihn und fügte ihm durch den Schlag eine Wunde zu. 38 Da ging der Prophet hin und trat an den Weg, auf dem der König kam, und machte sich unkenntlich , indem er den Kopfbund über seine Augen zog. 39 Und es geschah, als der König vorbeiging, da rief er den König an und sprach: Dein Knecht war in den Kampf gezogen, und siehe, ein fremder Mann trat herzu und brachte einen Mann zu mir und sprach: Bewache diesen Mann! Wenn er vermisst wird, so soll dein Leben für sein Leben haften, oder du sollst ein Talent Silber bezahlen! 40 Und es geschah, während dein Knecht hier und dort zu tun hatte, da war er verschwunden! Der König von Israel sprach zu ihm: Genau so soll dein Urteil lauten, du hast es selbst gefällt!

    41 Da nahm er rasch den Kopfbund weg von seinen Augen. Und der König von Israel erkannte, dass er einer von den Propheten war. 42 Er aber sprach zu ihm: So spricht der Herr : Weil du den Mann aus deiner Hand entkommen lassen hast, den ich mit dem Bann belegt habe, soll dein Leben für sein Leben und dein Volk für sein Volk haften! 43 Und der König von Israel ging missmutig und zornig nach Hause und kam nach Samaria.

    Was ist das für eine Sache mit Samaria?

    Ich war davon ausgegangen, dass Samaria die Hauptstadt des Reiches Juda gewesen wäre und Jerusalem als Hauptstadt für Israel geblieben wäre.

    Aber hier wird Samaria belagert und es betrifft den König von Israel. Laut Einsichtenbuch diente sie lange Zeit als Hauptstadt Israels und zwischen Jerusalem und Samaria herrschte Feindschaft.

    Hatte der Stamm Juda die Stadt Jerusalem als Hauptstadt behalten?

    Aber wie passt das dann, dass das Volk zu Jesu Zeiten Israel als Hauptstadt hat und auf die Samariter herabsieht?

    weitere Gedanken zu diesem Kapitel finden wir hier:

  128. Juleam 24. Juni 2013 um 23:38 Link zum Kommentar

    1. Könige 21 – Nabot – verfolgt, weil er seinem Gott gefallen will

    1 Und es geschah nach diesen Ereignissen: Nabot, der Jesreelit , hatte einen Weinberg in Jesreel, neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria. 2 Und Ahab redete mit Nabot und sprach: Gib mir deinen Weinberg! Ich will einen Gemüsegarten daraus machen, weil er so nahe an meinem Haus liegt, und ich will dir einen besseren Weinberg dafür geben; oder, wenn es dir gefällt, will ich dir Geld dafür geben, so viel er wert ist! 3 Aber Nabot sprach zu Ahab: Das lasse der Herr fern von mir sein, dass ich dir das Erbe meiner Väter geben sollte!

    4 Da kam Ahab heim, missmutig und zornig um des Wortes willen, das Nabot, der Jesreelit, zu ihm gesprochen hatte: Ich will dir das Erbe meiner Väter nicht geben! Und er legte sich auf sein Bett, wandte sein Angesicht ab und aß nichts.

    5 Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und redete mit ihm: Warum bist du so missmutig und isst nichts? 6 Und er sprach zu ihr: Ich habe mit Nabot, dem Jesreeliten, geredet und zu ihm gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld, oder, wenn es dir lieber ist, will ich dir einen anderen dafür geben! Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben! 7 Da sprach seine Frau Isebel zu ihm: Zeige jetzt, dass du König über Israel bist! Steh auf und iss etwas und sei guten Muts! Ich will dir den Weinberg Nabots, des Jesreeliten, verschaffen!

    8 Und sie schrieb Briefe in Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel, und sie sandte sie an die Ältesten und die Edlen, die mit Nabot zusammen in seiner Stadt wohnten; 9 und sie schrieb in den Briefen Folgendes: Ruft ein Fasten aus und setzt Nabot obenan unter dem Volk; 10 und setzt ihm gegenüber zwei Männer, Söhne Belials , die gegen ihn Zeugnis ablegen und sagen sollen: »Du hast Gott und dem König geflucht !« Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, damit er stirbt!

    11 Und die Männer seiner Stadt, die Ältesten und die Edlen, die in seiner Stadt wohnten, taten, wie Isebel ihnen aufgetragen hatte, wie in den Briefen geschrieben stand, die sie ihnen zugesandt hatte. 12 Sie ließen ein Fasten ausrufen und setzten Nabot obenan unter dem Volk. 13 Da kamen die beiden Männer, die Söhne Belials, und traten gegen ihn auf und legten Zeugnis ab gegen Nabot vor dem Volk und sprachen: Nabot hat Gott und dem König geflucht! Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, sodass er starb.

    14 Und sie sandten Botschaft zu Isebel und ließen ihr sagen: Nabot ist gesteinigt worden und ist tot! 15 Und es geschah, als Isebel hörte, dass Nabot gesteinigt worden und tot sei, da sprach Isebel zu Ahab: Steh auf und nimm den Weinberg Nabots, des Jesreeliten, in Besitz, den er dir nicht um Geld geben wollte; denn Nabot lebt nicht mehr, er ist tot!

    16 Als nun Ahab hörte, dass Nabot tot war, da machte er sich auf, um zum Weinberg Nabots, des Jesreeliten, hinabzugehen und ihn in Besitz zu nehmen.

    17 Aber das Wort des Herrn erging an Elia, den Tisbiter, folgendermaßen: 18 Mache dich auf und geh hinab, Ahab entgegen, dem König von Israel, der in Samaria ist! Siehe, er ist im Weinberg Nabots, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen. 19 Du sollst aber zu ihm sagen: So spricht der Herr : »Hast du gemordet und in Besitz genommen?« Und du sollst weiter mit ihm reden und sagen: So spricht der Herr : »An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, sollen die Hunde auch dein Blut lecken, ja, das deinige!«

    20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind ? Er aber sprach: Ja, ich habe dich gefunden , weil du dich verkauft hast, das zu tun, was böse ist in den Augen des Herrn ! 21 Siehe, ich will Unheil über dich bringen und deine Nachkommen wegfegen, und ich will von Ahab ausrotten, was männlich ist, Mündige und Unmündige in Israel; 22 und ich will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams , des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas , des Sohnes Achijas, um der Herausforderung willen, womit du mich zum Zorn herausgefordert und Israel zur Sünde verführt hast!

    23 Und auch über Isebel redete der Herr und sprach: Die Hunde sollen Isebel fressen vor der Festungsmauer von Jesreel! 24 Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Feld stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen! 25 (Gar niemand war wie Ahab, der sich verkauft hatte, zu tun, was böse war in den Augen des Herrn , wozu seine Frau Isebel ihn anstachelte. 26 Und er verübte sehr viele Gräuel, indem er den Götzen nachfolgte, ganz wie es die Amoriter getan hatten, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte.)

    27 Als aber Ahab diese Worte hörte, zerriss er seine Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete und schlief im Sacktuch und ging still einher. 28 Da erging das Wort des Herrn an Elia, den Tisbiter, folgendermaßen: 29 Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir demütigt ? Weil er sich nun vor mir demütigt, will ich das Unheil nicht zu seinen Lebzeiten hereinbrechen lassen; erst zu Lebzeiten seines Sohnes will ich das Unheil über sein Haus bringen!

    hier finden wir einige Gedanken aus den Vorjahren dazu:

  129. Juleam 24. Juni 2013 um 23:42 Link zum Kommentar

    1. Könige 22 – Verfeindet und doch befreundet?

    1 Und sie blieben drei Jahre lang ruhig, und es gab keinen Krieg zwischen den Aramäern und Israel. 2 Im dritten Jahr aber zog Josaphat , der König von Juda, zum König von Israel hinab. 3 Und der König von Israel sprach zu seinen Knechten: Wisst ihr nicht, dass Ramot in Gilead uns gehört? Und wir sitzen still und entreißen es nicht der Hand des Königs von Aram? 4 Und er sprach zu Josaphat: Willst du mit mir nach Ramot in Gilead in den Krieg ziehen? Und Josaphat sprach zum König von Israel: Ich will sein wie du, mein Volk soll sein wie dein Volk, meine Pferde wie deine Pferde!

    5 Und Josaphat sprach zum König von Israel: Befrage doch heute das Wort des Herrn ! 6 Da versammelte der König von Israel die Propheten, etwa 400 Mann, und sprach zu ihnen: Soll ich nach Ramot in Gilead in den Krieg ziehen, oder soll ich es lassen? Sie sprachen: Zieh hinauf, und der Herr wird sie in die Hand des Königs geben! 7 Josaphat aber sprach: Ist hier kein Prophet des Herrn mehr, den wir fragen könnten? 8 Der König von Israel aber sprach zu Josaphat: Es gibt noch einen Mann, durch den man den Herrn befragen kann; aber ich hasse ihn, denn er weissagt mir nichts Gutes, sondern [nur] Böses: Micha , der Sohn Jimlas! Josaphat aber antwortete: Der König rede nicht so!

    9 Da rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: Bring Micha, den Sohn Jimlas, rasch her! 10 Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, saßen jeder auf seinem Thron, in königliche Gewänder gekleidet, auf dem Platz am Eingang des Tores von Samaria, und alle Propheten weissagten vor ihnen.

    11 Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, hatte sich eiserne Hörner gemacht und sprach: So spricht der Herr : Hiermit wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie vernichtet hast! 12 Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hinauf nach Ramot in Gilead, und es wird dir gelingen, denn der Herr wird es in die Hand des Königs geben!

    13 Der Bote aber, der hingegangen war, um Micha zu rufen, redete mit ihm und sprach: Siehe, die Worte der Propheten verkünden einstimmig Gutes für den König; so lass nun dein Wort auch sein wie das Wort eines jeden von ihnen und rede Gutes! 14 Micha aber sprach: So wahr der Herr lebt, ich will reden, was mir der Herr sagen wird!

    15 Und als er zum König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot in Gilead in den Krieg ziehen, oder sollen wir es lassen? Und er sprach zu ihm: Zieh hinauf! Es soll dir gelingen, denn der Herr wird es in die Hand des Königs geben! 16 Da sprach der König zu ihm: Wie oft muss ich dich beschwören , dass du mir nichts als die Wahrheit sagen sollst im Namen des Herrn ?

    17 Da sagte er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe , die keinen Hirten haben; und der Herr sprach: »Diese haben keinen Herrn; ein jeder kehre wieder heim in Frieden!« 18 Da sprach der König von Israel zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt , dass er mir nichts Gutes weissagt, sondern [nur] Böses?

    19 [Micha] aber sprach: Darum höre das Wort des Herrn ! Ich sah den Herrn auf seinem Thron sitzen und das ganze Heer des Himmels bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken. 20 Und der Herr sprach: »Wer will Ahab betören , dass er hinaufzieht und bei Ramot in Gilead fällt?« Und einer sagte dies, der andere das. 21 Da trat ein Geist hervor und stellte sich vor den Herrn und sprach: »Ich will ihn betören!« Und der Herr sprach zu ihm: »Womit?« 22 Und er sprach: »Ich will hingehen und ein Lügengeist sein im Mund aller seiner Propheten!« Er sprach: »Du sollst ihn betören, und du wirst es auch ausführen! Geh hin und mache es so!« 23 Und nun siehe, der Herr hat einen Lügengeist in den Mund aller dieser deiner Propheten gelegt; und der Herr hat Unheil über dich geredet!

    24 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und gab Micha einen Backenstreich und sagte: Ist etwa der Geist des Herrn von mir gewichen, um mit dir zu reden? 25 Micha aber sprach: Siehe, du wirst es sehen an dem Tag, an dem du in die innerste Kammer gehen wirst, um dich zu verbergen! 26 Da sprach der König von Israel: Nimm Micha und führe ihn wieder zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohn des Königs, 27 und sage: So spricht der König: Legt diesen in den Kerker und speist ihn mit Brot der Drangsal und mit Wasser der Drangsal, bis ich in Frieden wiederkomme! 28 Micha aber sprach: Wenn du in Frieden wiederkommst, dann hat der Herr nicht durch mich geredet! Und dann sagte er: Hört es, ihr Völker alle!

    29 Da zogen der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, hinauf nach Ramot in Gilead. 30 Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will verkleidet in den Kampf ziehen; du aber ziehe deine Gewänder an! So verkleidete sich der König von Israel und zog in den Kampf. 31 Aber der König von Aram hatte den 32 Obersten über seine Streitwagen geboten und gesagt: Ihr sollt weder gegen Kleine noch Große kämpfen, sondern nur gegen den König von Israel! 32 Und es geschah, als die Obersten der Streitwagen Josaphat sahen, da sprachen sie: Gewiss ist dieser der König von Israel! Und sie wandten sich zum Kampf gegen ihn; und Josaphat schrie. 33 Und es geschah, als die Obersten der Streitwagen sahen, dass er nicht der König von Israel war, da ließen sie von ihm ab.

    34 Ein Mann aber spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König von Israel zwischen den Tragbändern des Panzers und dem Panzer. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um und bringe mich aus dem Heer; denn ich bin verwundet! 35 Aber der Kampf wurde immer heftiger an jenem Tag. So blieb der König auf dem Streitwagen stehen, den Aramäern gegenüber, und er starb am Abend, und das Blut floss von der Wunde mitten in den Streitwagen.

    36 Und als die Sonne unterging, ertönte der Ruf durch das Lager: Jedermann gehe in seine Stadt und in sein Land! 37 Und so starb der König; und er kam nach Samaria, und man begrub den König in Samaria.

    38 Und als man den Streitwagen beim Teich von Samaria wusch, da leckten die Hunde sein Blut, während die Huren [dort] badeten, nach dem Wort des Herrn , das er geredet hatte.

    39 Was aber mehr von Ahab zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und das elfenbeinerne Haus , das er baute, und alle Städte, die er erbaut hat, steht das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? 40 So legte sich Ahab zu seinen Vätern; und Ahasja , sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    41 Josaphat aber, der Sohn Asas, war König über Juda geworden im vierten Jahr [der Regierung] Ahabs, des Königs von Israel. 42 Und Josaphat war 35 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 25 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Asuba, eine Tochter Silhis. 43 Und er wandelte in allen Wegen seines Vaters Asa und wich nicht davon, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn . 44 Doch kamen die Höhen nicht weg; denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.

    45 Und Josaphat schloss Frieden mit dem König von Israel. 46 Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, und seine Macht, die er ausgeübt, und wie er gekämpft hat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda ? 47 Er rottete auch die noch übrigen Tempelhurer aus dem Land aus, die zur Zeit seines Vaters Asa übrig geblieben waren. 48 Und es gab [damals] keinen König in Edom; ein Statthalter regierte.

    49 Und Josaphat hatte Tarsis-Schiffe machen lassen, die nach Ophir fahren sollten, um Gold zu holen; aber sie fuhren nicht , denn sie zerschellten in Ezjon-Geber. 50 Damals sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: Lass meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren! Josaphat aber wollte nicht.

    51 Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Joram, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

    52 Ahasja , der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria, im siebzehnten Jahr [der Regierung] Josaphats, des Königs von Juda, und er regierte zwei Jahre lang über Israel. 53 Er tat, was böse war in den Augen des Herrn , und wandelte auf dem Weg seines Vaters und seiner Mutter und auf dem Weg Jerobeams , des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. 54 Und er diente dem Baal und betete ihn an und erzürnte den Herrn , den Gott Israels, ganz wie es sein Vater getan hatte.

    Eine Frage beschäftigt mich immer wieder: was macht Josaphat eigentlich bei Ahas? Waren die beiden Reiche denn nicht verfeindet? Wieso ist er gerade zufällig zu Besuch, als der König Ahas in den Krieg ziehen will und warum macht er dabei mit?

    weitere Gedanken aus den Vorjahren finden wir hier:

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