Lauft und gewinnt den Preis!

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„Lauft auf eine Weise, dass ihr ihn erlangen könnt“ (1. Korinther 9:24)

EINE „große Wolke von Zeugen“ – mit dieser Veranschaulichung machte Paulus den Hebräerchristen in seinem Brief ganz viel Mut. Er erinntere sie daran, dass sie in dem Wettlauf um das ewige Leben nicht allein waren. Viele treue Läufer hatten ihn bereits erfolgreich gemeistert.

Behielten seine Mitchristen im Sinn, wie diese „Vorläufer“ sich dabei verausgabten und ihren Glauben auslebten, würde sie das motivieren, weiterzulaufen und nicht aufzugeben.

 

2 Im letzten Artikel haben wir einen Blick auf das Leben weniger geworfen, die zu dieser „großen Wolke von Zeugen“ gehören (wie Noah, Abraham und Sara und Moses). Wie konnten sie ihren Wettlauf durchhalten und Jehova treu bleiben?

Durch ihren unerschütterlichen Glauben.

Wir können uns von diesen Treuen etwas abschauen. Was Paulus den Hebräerchristen ans Herz legte, betrifft auch uns: „Lasst uns auch allen Ballast und die uns leicht umstrickende Sünde ablegen, und lasst uns in dem vor uns liegenden Wettlauf mit Ausharren laufen“ (Hebräer 12:1).

die Fragen zu den Absätzen 1 und 2:

  • Mit welcher Veranschaulichung machte Paulus den Hebräerchristen Mut?
  • Was wird Gottes Dienern ans Herz gelegt?

 

3 Zu den beliebtesten Sportveranstaltungen zählten damals Wettläufe, bei denen „die Griechen nackt trainierten und kämpften“ (Backgrounds of Early Christianity).

Fußnote:
Die Juden damals waren von diesem Verhalten schockiert. Wie in dem apokryphen Buch 2. Makkabäer (4:7-17) zu lesen ist, gab es erheblichen Widerstand, als der abtrünnige Hohe Priester Jason hellenistische Sitten einführen und in Jerusalem ein Gymnasium, eine Sportstätte, bauen wollte.

Damit die Läufer so schnell wie möglich rennen konnten, legten sie alles ab, was sie anhatten. Heute würden wir das als unanständig empfinden, wir würden uns genieren. Die Läufer allerdings hatten nur eins im Sinn – den Preis! Paulus zieht daraus folgenden Schluß:

Möchten wir den Preis im Wettlauf um das Leben gewinnen, müssen wir ebenfalls alles, was uns beim Laufen hindern könnte, ablegen.

Dieser kluge Rat galt den Christen damals und er ist auch für uns heute noch aktuell. Was könnte uns denn beim Laufen so sehr behindern, dass wir den Preis nicht gewinnen?

Frage zu Absatz 3:
Was wollte Paulus Christen am Beispiel von griechischen Läufern seiner Zeit zeigen?

 

Allen Ballast ablegen

4 Paulus gab den Rat, „allen Ballast“ abzulegen, also all das, was uns daran hindern könnte, uns voll auf den Wettlauf zu konzentrieren und alles zu geben. Was könnte das sein?

Wie uns bekannt ist, sagte Jesus über die Zeit Noahs – einen der von Paulus erwähnten Treuen -: „Geradeso wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein“ (Lukas 17:26).

Jesus ging es nicht in erster Linie um die beispiellose Vernichtung; vielmehr bezog er sich auf die Lebensweise der Menschen. (Lies Matthäus 24:37-39).

Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein. 38 Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, 39 und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein.

Die meisten kümmerten sich wenig um Gott, geschweige denn darum, wie sie ihm gefallen könnten. Was hielt sie davon ab? Nichts Außergewöhnliches: essen, trinken und heiraten – ganz Alltägliches! Jesus wies auf das eigentliche Problem hin: „Sie nahmen keine Kenntnis davon.“

Frage zu Absatz 4:
Womit waren die Zeitgenossen Noahs hauptsächlich beschäftigt?

 

5 Ähnlich wie Noah und seine Familie haben wir jeden Tag eine Menge zu tun. Wir müssen für den Lebensunterhalt sorgen, uns um die Familie kümmern und um uns selbst. Das kann viel Zeit, Energie und finanzielle Mittel kosten. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten könnte es leicht passieren, dass wir uns Sorgen um das tägliche Brot machen.

Hinzu kommen für uns als Diener Gottes so wichtige Aufgaben wie der Predigtdienst, die Vorbereitung und der Besuch der Zusammenkünfte, aber auch das persönliche Studium und der Studierabend in der Familie, um im Glauben stark zu bleiben.

Noah ging es nicht viel anders – und trotzdem tat Noah alles, worum Gott ihn gebeten hatte, „gerade so tat er“ (1. Mose 6:22). Damit wir den christlichen Wettlauf bis zum Schluss durchhalten können, ist es unerlässlich, das, was wir mit uns herumzutragen haben, auf ein Minimum zu begrenzen, und uns nicht zusätzlich damit zu belasten.

Frage zu Absatz 5:
Was kann uns dabei helfen, im Wettlauf bis zum Schluss durchzuhalten?

 

6 Was meinte Paulus damit, „allen Ballast“ abzulegen? Natürlich bedeutet das nicht, dass wir uns um gar nichts mehr kümmern sollten. Interessant ist hier, was Jesus dazu sagte:

„Macht euch nie Sorgen und sprecht: ‚Was sollen wir essen?‘, oder: ‚Was sollen wir trinken?‘, oder: ‚Was sollen wir anziehen?‘, denn all diesen Dingen streben die Nationen begierig nach. Denn euer himmlischer Vater weiß´, dass ihr all diese Dinge benötigt“ (Matthäus 6:31,32).

Jesus gibt uns hier zu verstehen, dass ganz Alltägliches wie Essen und Kleidung zu einer Belastung werden und uns aus dem Tritt bringen kann, wenn es nicht mehr den richtigen Stellenwert hat.

 

7 Vergessen wir nicht Jesu Worte: „Euer himmlischer Vater wei9ß, dass ihr all diese Dinge benötigt.“ Mit anderen Worten: Jehova tut seinenTeil und kümmert sich darum, dass wir das haben, was wir brauchen, er gibt uns „all diese Dinge“. Es kann jedoch gut sein, dass das nicht immer unseren Vorstellungen und Wünschen entspricht.

Allerdings sollten wir nicht um Dinge besorgt sein, denen die Nationen begierig nachstreben. Warum nicht?

Er erklärte später: „Gebt aber auf euch selbst acht, damit euer Herz niemals durch unmäßiges Essen und unmäßiges Trinken und Sorgen des Legens beschwert wird und jener Tag plötzlich, in einem Augenblick, über euch kommt – wie eine Schlinge“ (Lukas 21:34-35).

Die Frage zu Absatz 6 und 7
Welchen Rat Jesu sollten wir beherzigen?

 

8 Wir befinden uns auf dem letzten Streckenabschnitt. Wäre es nicht schade, wenn wir so kurz vor dem Ziel unseren Lauf durch irgendwelchen „Ballast“ erschweren und behindern würden?

Paulus gibt einen sehr klugen Rat: „Gewiss ist sie ein Mittel zu großem Gewinn, diese Gottergebenheit zusammen mit Selbstgenügsamkeit“ (1. Timotheus 6:6). Nehmen wir uns diese Worte zu Herzen, dann steigen unsere Aussichten, den Preis zu erlangen.

Frage zu Absatz 8:
Warum ist es jetzt an der Zeit, „allen Ballast“ abzulegen?

 

„Die uns leicht umstrickende Sünde“

9 Paulus erwähnte noch etwas, was wir ablegen sollen: „die uns leicht umstrickende Sünde“. Was könnte er damit gemeint haben?

Der griechische Ausdruck für „leicht umstrickend“ wird in der Bibel nur ein Mal erwähnt. Der Gelehrte Albert Barnes schrieb dazu: „Wie ein Wettläufer darauf achten würde, sich das Laufen nicht durch ein Kleidungstück zu erschweren, das sich womöglich um seine Beine wickeln könnte, so legt auch ein Christ besonders das ab, was dem entspricht.“ Was könnte uns denn so „umstricken“, dass unser Glaube geschwächt wird?

 

10 In der Regel verliert ein Christ seinen Glauben nicht von heute auf morgen, das ist vielmehr ein schleichender, unauffälliger Prozess. Paulus hatte bereits im selben Brief davor gewarnt, dass wir „abgleiten“ und ein „böses Herz des Unglaubens“ entwickeln könnten (Hebräer 2:1; 3:12).

(Hebräer 2:1) Darum ist es nötig, daß wir den Dingen, die wir gehört haben, mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit schenken, damit wir niemals abgleiten.

(Hebräer 3:12) Nehmt euch in acht, Brüder, daß sich nicht in einem von euch jemals ein böses Herz des Unglaubens entwickelt, indem er sich von dem lebendigen Gott zurückzieht;

Wickelt sich die Kleidung eines Wettläufers um seine Beine, wird er einen Sturz kaum vermeiden können. Der Läufer muss sich also Gedanken machen, was er beim Laufen anzieht. Warum könnte er das wohl außer Acht lassen?

Vielleicht ist er unvorsichtig, übermäßig selbstsicher oder er lässt sich ablenken. Was können wir davon für uns ableiten?

Fragen zu den Absätzen 9 und 10:

  • Worauf bezieht sich „die uns leicht umstrickende Sünde“?
  • Was könnte uns denn so „umstricken“?

 

11 Behalten wir im Sinn: Es liegt in unserer eigenen Hand, ob wir unseren Glauben im Laufe der Zeit verlierren oder nicht.

Wie ein Gelehrter bemerkte, handelt es sich bei der „leicht umstrickenden Sünde“ um „die Sünde, die sich vor allem unsere Umstände, körperliche Verfassung und unsere Gesellschaft zunutze macht.“

Mit anderen Worten: Unsere Umgebung, unsere Schwächen und unser Umgang können uns stark beeinflussen. All das kann dazu beitragen, im Glauben schwach zu werden oder ihn ganz zu verlieren (Matthäus 13:3-9).

Dann teilte er ihnen viele Dinge in Gleichnissen mit, indem er sprach: „Siehe! Ein Sämann ging aus, um zu säen; 4 und als er säte, fielen einige [Samenkörner] den Weg entlang, und die Vögel kamen und fraßen sie auf. 5 Andere fielen auf die felsigen Stellen, wo sie nicht viel Erde hatten, und sogleich schossen sie auf, weil sie keine tiefe Erde hatten. 6 Als aber die Sonne aufging, wurden sie versengt, und weil sie keine Wurzel hatten, verdorrten sie. 7 Wieder andere fielen unter die Dornen, und die Dornen wuchsen auf und erstickten sie. 8 Noch andere fielen auf den vortrefflichen Boden, und sie begannen Frucht zu tragen, dieses hundertfach, jenes sechzigfach, das andere dreißigfach. 9 Wer Ohren hat, höre zu!“

Frage zu Absatz 11:
Was könnte dazu beitragen, dass wir unseren Glauben verlieren?

 

12 Im Laufe der jahre hat uns der treue und verständige Sklave immer wieder daran erinnert, bei allem, was wir uns anschauen und anhören, wählerisch zu sein – weil das unser Denken und unsere Wünsche beeinflusst.

Uns wird auch ans Herz gelegt, uns nicht von Geld und Besitz blenden zu lassen. Ablenken könnte uns auch der Glitter und der Glamour der Unterhaltungswet oder die schier endlose Palette nuer technischer Geräte.

Sicher wäre es ein schwerer Fehler, zu denken: „Dieser Rat engt mich viel zu sehr ein, er trifft nur auf die anderen zu – ich selbst bin immun gegen diese Gefahren.“

Satans Welt umgarnt uns geschickt und hinterlistig. Schon manch einer war unvorsichtig, übermäßig selbstsicher oder hat sich ablenken lassen und hat deswegen seinen Glauben verloren. Trifft das auf uns zu, dann könnte uns das schließlich um den Preis des Lebens bringen (1. Johannes 2:15-17).

Liebt nicht die Welt noch die Dinge in der Welt. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 16 denn alles in der Welt — die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat — stammt nicht vom Vater, sondern stammt von der Welt. 17 Überdies, die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.

Frage zu Absatz 12:
Was möchten wir uns zu Herzen nehmen, damit wir unseren Glauben nicht verlieren?

 

13 Tagtäglich sind wir den Zielen, Werten und dem Gedankengut der Menschen dieser Welt ausgesetzt. (Lies Epheser 2:1,2).

Überdies [seid] ihr es, [die Gott lebendig gemacht hat,] obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und Sünden, 2 in denen ihr einst wandeltet gemäß dem System der Dinge dieser Welt, gemäß dem Herrscher der Gewalt der Luft, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist.

Wir haben es jedoch größtenteils selbst in der Hand, inwieweit wir uns davon beeinflussen lassen und wie wir darauf reagieren.

Die „Luft“, von der Paulus hier sprach, ist tödlich. Das bedeutet: Damit wir unseren christlichen Wettlauf bis zum Ende durchhalten können, müssen wir ständig Obacht geben, damit uns diese „Luft“ nicht vergiftet und umbringt.

Was hilft uns, nicht auf der Strecke zu bleiben? Jesus: er war sozusagen ein Spitzenläufer und ist damit ein hervorragendes Beispiel für uns (Hebräer 12:2).

während wir unseren Blick auf den Hauptvermittler und Vervollkommner unseres Glaubens, Jesus, gerichtet halten. Für die vor ihm liegende Freude erduldete er einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt.

Auch Paulus, ein erfolgreicher Läufer in dem christlichen Wettlauf, legte uns nahe,es ihm gleichzutun (1. Korinther 11:1; Philipper 3:14).

(1. Korinther 11:1) Werdet meine Nachahmer, so wie ich Christi [Nachahmer] bin.

(Philipper 3:14) jage ich dem Ziel entgegen, dem Preis der Berufung Gottes nach oben durch Christus Jesus.

die Frage zu Absatz 13:
Wie können wir uns vor schädlichen Einflüssen schützen?

 

Den Preis erlangen – wie?

14 Wie wichtig war Paulus der Wettlauf? Den Ältesten in Ephesus sagte er zum Abschied: „Ich schätze meine Seele nicht als teuer für mich ein, wenn ich nur meinen Lauf vollenden kann und den Dienst, den ich vom Herrn Jesus empfangen habe“ (Apostelgeschichte 20:24).

Paulus war bereit, alles zu opfern, sogar sein Leben, damit er seinen „Lauf vollenden“ konnte. Er strengte sich an und arbeitete hart, die gute Botschaft zu predigen, doch das alles wäre umsonst gewesen, wenn er den Wettlauf nicht bis zum Ende durchgehalten hätte. Denn er wusste nur zu gut: Den Preis hielt er noch nicht in seinen Händen. (Lies Philipper 3:12,13)

Nicht, daß ich es schon empfangen habe oder schon vollkommen gemacht bin, ich jage [ihm] aber nach, um irgendwie das zu ergreifen, wofür auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. 13 Brüder, ich betrachte mich selbst noch nicht so, als ob ich [es] ergriffen habe; doch da ist e i n e s diesbezüglich: Die Dinge vergessend, die dahinten sind, und mich nach den Dingen ausstreckend, die vor [mir] sind,

Erst gegen Ende seines Lebens konnte er mit einer gewissen Sicherheit sagen: „Ich habe den vortrefflichen Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt“ (2. Timotheus 4:7).

Frage zu Absatz 14:
Wie wichtig war Paulus der Wettlauf?

 

15 Auch für seine Mitchristen wünschte sich Paulus nichts sehnlicher, als dass sie den Wettlauf durchhalten und nicht unterwegs aufgeben. Die Christen in Philippi forderte er zum Beispiel auf, sich mit aller Kraft anzustrengen, damit sie selbst gerettet werden konnten; sie sollten sich „mit festem Griff an das Wort des Lebens“ klammern. Warum? Er erklärte: „Damit ich am Tag Christi Ursache zum Frohocken habe, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin oder vergeblich hart gearbeitet habe“ (Philipper 2:16). Genauso forderte er auch die Chtisten in Korinth auf: „Lauft auf eine Weise, dass ihr den Preis erlangen könnt“ (1. Korinther 9:24).

Frage zu Absatz 15:
Wozu forderte Paulus seine Mitchristen auf?

 

16 Zu Beginn eines Langstreckenlaufs, wie zum Beispiel bei einem Marathon, liegt die Ziellinie noch in weiter Ferne. Doch genau darauf konzenteriert sich der Läufer die ganze Zeit. Und je näher er dem Ziel kommt, umso entschlossener ist er, es auch zu erreichen. In unserem Wettlauf ist es ganz ähnlich: Wollen wir gewinnen, müssen wir das Ziel und den Preis klar vor Augen haben.

Frage zu Absatz 16:
Warum müssen wir das Ziel und den Preis klar vor Augen haben?

 

17 Paulus schrieb: „Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht“ (Hebräer 11:1).

Abraham und Sara waren bereit, ein bequemes Leben aufzugeben und als „Fremde und zeitwilig Ansässige“ zu leben. Was motivierte sie dazu?
„Sie sahen die Erfüllung der Verheißungen Gottes von fern.“ (Hebräer 11:8-13).

Durch Glauben gehorchte Abraham, als der Ruf an ihn erging, nach einem Ort auszuziehen, den er zum Erbe erhalten sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er ging. 9 Durch Glauben weilte er als Fremdling im Land der Verheißung wie in einem fremden Land und wohnte in Zelten mit Isa·ak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. 10 Denn er wartete auf die Stadt, die wahre Grundlagen hat, deren Bildner und Erbauer Gott ist. 11 Durch Glauben empfing auch selbst Sara Kraft, Samen zu empfangen, sogar als sie die Altersgrenze überschritten hatte, weil sie den für treu achtete, der die Verheißung gegeben hatte. 12 Somit wurden auch von e i n e m [Mann], ja einem so gut wie Erstorbenen, [Kinder] geboren, wie die Sterne des Himmels an Menge und wie die Sandkörner am Ufer des Meeres, so unzählbar. 13 Alle diese starben im Glauben, ohne die [Erfüllung der] Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen sie von fern und hießen sie willkommen und erklärten öffentlich, daß sie Fremde und zeitweilig Ansässige im Land seien.

Moses verzichtete auf den „zeitweiligen Genuss der Sünde“ und die „Schäzte Ägyptens“. Woher nahm er einen solchen Glauben und was gab ihm die Kraft?
„Er hielt sienen Blick auf die Belohnung gerichtet“ (Hebräer 11:24-26).

Durch Glauben weigerte sich Moses, als er erwachsen war, der Sohn der Tochter Pharaos genannt zu werden, 25 indem er es sich erwählte, eher mit dem Volk Gottes schlecht behandelt zu werden, als den zeitweiligen Genuß der Sünde zu haben, 26 weil er die Schmach des Christus für größeren Reichtum achtete als die Schätze Ägyptens; denn er hielt seinen Blick auf die Belohnung gerichtet.

Passenderweise leitete Paulus das, was er über die Treuen sagte, jeweils mit den Worten „durch Glauben“ ein. Der Glaube half ihnen, über alles, was sie durchzustehen hatten, hinauszublicken und das zu „sehen“, was Jehova für sie getan hat und noch tun wird.

Frage zu Absatz 17:
Wie hilft uns der Glaube, uns auf den Preis zu konzentrieren?

 

18 Denken wir intensiv über die Mnner und Frauen des Glaubens aus Hebräer Kapitel 11 nach und versuchen, uns an ihnen ein Beispiel zu nehmen – dann können auch wir einen solchen Glauben entwickeln und „die uns leicht umstrickende Sünde ablegen“ (Hebräer 12:1).

Dabei hilft uns auch, mit anderen zusammenzukommen, die einen solchen starken Glauben haben. So können wir aufeinander achten und uns anspornen, Liebe zu erweisen und Gutes zu tun (Hebräer 10:24).

Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken,

Frage zu Absatz 18:
Was müssen wir tun, damit wir „die uns leicht umstrickende Sünde ablegen“ können?

 

19 Wir nähern uns dem Ziel – die Ziellinie ist quasi schon zu sehen. Durch unseren Glauben und mit Jehovas Unterstützung können auch wir „allen Ballast ablegen und die uns leicht umstrickende Sünde ablegen“. Auch wir können den Wettlauf erfolgreich beeenden und den Preis gewinnen – all das Gute, was unser Gott und Vater Jehova uns versprochen hat.

Frsage zu Absatz 19
Wozu bist du bereit, wenn du an den Preis denkst?

 

Weißt du es noch?

  • Was bedeutet es, „allen Ballast“ abzulegen?
  • Wodurch könnte ein Christ seinen Glauben verlieren?
  • Warum müssen wir den Preis klar vor Augen haben?