Räuberbande!

hier sehen wir einen Räuber, der die brütende Schwanenmutter in den letzten Wochen mächtig genervt hat, ganz besonders, wenn sie mal kurz vom Nest runter war, um sich frisch zu machen und ein wenig zu gründeln:

Warum er sich nur immer wieder durch lautes Gekrächze bemerkbar gemacht hat? Lag es daran, dass er die Jungen belehren wollte?

Auch diese Fotos entstanden in unmittelbarer Nähe vom Nest, allerdings an Land:

lauthals

Erziehung

Elternstolz

was ist nur los in diesem Jahr?

bis jetzt nur eine Blässhuhn-Familie mit Küken, zwei Entenmütter mit insgesamt 10 Küken und von den 3 Haubentaucherpaaren hat eins überhaupt keine Brut zustande gebracht. Auch bei den Krähen haben wir bisher nur eine Familie mit einem Küken gesehen. Im letzten Jahr gab es an unserem See deutlich mehr Nachwuchs.

Woran liegt das?

„Stillleben“

Nichts Still ! Alles im Anflug – alles in Bewegung – denn es gibt Futter für die hungrigen Wassertiere 😀

aber Stop!
Doch es gab ja Tiere die ganz still zuschauten!“ mit Nüssen werden sie gefüttert – und folgen „ihrem Verehrer“ in „sicherer Entfernung“ – man könnte annehmen, dass sie auch bald auf seiner Schulter landen… 😉

„Hab ich vergessen“ ;-)

Hab ich heute auf wissenschaft. de gefunden:

Krähen merken sich die Gesichter menschlicher Übeltäter jahrelang und geben die Information an Artgenossen weiter

Rabenvögel gelten zu Recht als die Superhirne unter den Vögeln – das zeigen jetzt kuriose Experimente US-amerikanischer Forscher: Hatten sie beim Fangen und Markieren von Krähen spezielle Masken getragen, sorgten die gleichen Gesichtsbedeckungen noch mindestens fünf Jahre später für Aufregung unter den Tieren. Menschen, die den Vögeln unbekannte Masken trugen, lösten die Angstreaktion dagegen nicht aus. Diese Fähigkeit zur Gesichtserkennung ist allerdings noch deutlich vielschichtiger, wie die Biologen feststellten: Auch Krähen, die nur Beobachter der Fangaktion gewesen waren, zeigten später Angst vor Menschen mit den „bösen“ Masken. Die Vögel sind sogar in der Lage, ihr Wissen an unbeteiligte Tiere weiterzugeben: Ihr Geschrei beim Erscheinen von maskierten Menschen macht die ganze Sippe sensibel für den bestimmten Gesichtsausdruck auf den Gesichtsbedeckungen der Wissenschaftler.

Heather Cornell und ihre Kollegen von der University of Washington in Seattle führten ihre Verhaltensstudie an Corvus brachyrhynchos durch, den amerikanischen Verwandten der europäischen Krähen. An fünf unterschiedlichen Standorten und mit fünf verschiedenen Masken fingen und beringten die Biologen einige Krähen – eine schmerzlose, gleichwohl aber unangenehme Prozedur für die Vögel. An jedem Standort benutzten sie eine andere Maske beim Einfangen der Vögel, die somit zur jeweils „bösen“ Maske avancierte. Später dokumentierten die Biologen dann die Reaktion der Vögel auf alle fünf Masken am jeweiligen Standort. Prinzipiell gilt dabei: Empfinden die Tiere einen Menschen als Bedrohung, beschimpfen sie ihn mit aufgeregten Krächzlauten.

Es zeigte sich, dass die Tiere sich die bösen Masken genau gemerkt hatten und dementsprechend mit wütendem Geschrei reagierten. Zeigten sich die Biologen dagegen ohne oder mit den unbelasteten Masken, blieben die Beschimpfungen aus. Die genauen Auswertungen offenbarten, dass mehr Vögel die Forscher beschimpften, als diese ursprünglich eingefangen hatten. Die Biologen schließen daraus, dass es sich um Zuschauer der Aktion gehandelt haben müsse, die sich die Masken eingeprägt hatten, obwohl sie nicht selbst betroffen gewesen waren.

Bei jedem erneuten Erscheinen der Forscher mit den unerwünschten Masken schrien mehr und mehr Vögel auf sie ein. Darin spiegele sich ein Effekt wider, der als soziales Lernen bezeichnet wird, sagen die Biologen: Unbeteiligte Krähen beobachten die Reaktionen ihrer Artgenossen und lernen ebenfalls, die Masken mit Gefahr zu verbinden. So kann sich eine Information in der ganzen Population ausbreiten, so die Erklärung.

Heather Cornell von der University of Washington in Seattle et al.:„Proceedings of the Royal Society B“, doi:10.1098/rspb.2011.0957

wissenschaft.de – Martin Vieweg

Wenn ich daran denke, wie schnell wir Menschen „vergessen“ – zum Beispiel wie es in der DDR war und wer was wie getan hat… und dann die schlauen Vögel sehe- warum sollt ich da nicht „vermenschlichen“?

Papierkorb-Chaoten

Da geht man um den See und sieht den Müll neben den Papierkörben… und könnte vermutlich meckern über die „bösen Buben“ – und dann sieht man genauer hin 😉

Zur Rede gestellt heißt es: „Unsere Mama hat angefangen! Die hat die erste Wuntertüte aus dem Eimer geholt – und es hat Spaß gemacht diese aufzureißen. Und der Inhalt war – oh Wunder – schmackhaft“ 🙂

Rabeneltern

Heute wurde uns erzählt, dass am Morgen drei kleine Krähen tot auf der Erde gelegen haben – ob ein anderer Vogel sich hier „ausgetobt hat“??
Ein paar Schritte weiter waren dann zwei Elternkrähen mit einem Jungtier zu sehen. Schon lustig, wenn man die etwas unbeholfene Gangart des Jungvogels beobachten kann.

Besonders interessant war heute der Blick auf die Bläßhühner bei Baum 181. Als wir am Vormittag vorbeischauten waren es zwei kleine „Rotköpfe“ die aus dem Nest schauten. Ein „Rotschopf“ war schon etwas älter  – er war vorwitziger….
Am Abend waren es dann auf einmal „immer mehr Rotschöpfe“ …  die nach und nach in das Licht der Welt schauten. Die älteren Jungtiere nahmen schon „ein Bad“ und versuchten vom zweiten Eltervogel gefüttert zu werden. Die gerade erst geschlüpften Jungvögel ließen sich auf dem Nest wärmen. Als wir nach Hause gingen waren es „nur“ sieben „Rotschöpfe“!