Laß dich nicht von dem Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.
Elberfelder 1871 – Römer 12,21
Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege Böses mit Gutem.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Römer 12:21
Nicht lasse dich besiegen (unterwerfen, bezwingen, überwinden) (- Imp. pass.; wörtlich „werde nicht … besiegt“. -) von dem Bösen (Schlechten), sondern besiege (unterwerfe, bezwinge, überwinde) (- Part. akt. -) in dem (durch das, mit dem) Guten das Böse (Schlechte).
offene Bibel – Röm 12,21
Lass dich nicht dauernd vom Üblen überwinden, sondern besiege das Übel immer wieder durch die Wohltat!
Gottes Agenda – Röm 12:21
Lass dich also nicht von der Bosheit besiegen, sondern besiege du selbst das Böse, indem du Gutes tust!
Roland Werner – Das Buch – 2009 – Röm 12:21

Röm 12,21 νικῶ Imp. Pass. νικάω (< νίκη Sieg) tr. siegen; besiegen, überwinden; Pass. sich überwinden/besiegen lassen (B 2b). νίκα Imp. νικάω. ἐν instr.
Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament
Die Verse 19–20 sind aus dem Tanach selbst. Außerdem ist die Grammatik der Verse 9–13, die nur Partizipien und keine finiten Verben hat, typisch für hebräische Texte, nicht für griechische; das deutet auf eine sehr alte hebräische Quelle hin.
Stern – Jüdischer Kommentar zum Neuen Testament: Begleitband zum Jüdischen Neuen Testament
Im Zusammenhang mit der Bergpredigt von Jeschua habe ich darauf hingewiesen, dass es keinen Grund gibt, zu erwarten, dass sich die Ethik des Neuen Testaments von der Ethik des Tanach unterscheidet, da Gott sich nicht ändert. Alle Ratschläge, die in diesen Versen zu finden sind, sind in der Thora und den Propheten implizit und häufig auch explizit enthalten. Da Nichtjuden nicht in gleicher Weise wie Juden an die Thora gebunden sind und da der Heilige Geist von innen heraus wirkt, leitet Sha’ul für die Gläubigen die Grundprinzipien richtigen Handelns her und ist zuversichtlich, dass Menschen mit verwandeltem Geist (V. 1) durch die Kraft des Ruach HaKodesh in der Lage sein werden, diese Prinzipien in bestimmten Situationen anzuwenden.
Der Großteil der Lehre ist selbsterklärend und offenbart seine Bedeutung jedem, der darüber nachdenkt. Beispiel: Vers 21: Lasst euch nicht vom Bösen überwinden – Vergeltung bedeutet, dass ihr sowohl von eurem Feind überwunden worden seid, dem ihr die Initiative überlassen und euch zu einer Gegenreaktion provozieren lassen habt, als auch von den bösen Impulsen eurer eigenen alten Natur, die ihr unterdrücken solltet (8:1–13).
Wenn du ein Seelsorger bist… Es ist einfach, jüdische Parallelen zu Sha’uls ethischen Lehren zu finden. Schau dir mal das Ende von Vers 8 an und vergleiche es mit dieser Stelle aus der Mischna: „Die Welt wird durch drei Dinge aufrechterhalten – die Tora, den Tempelkult und barmherzige Taten“ (Sacks 4–5; Pirqe Avot 1:2).
The Complete Jewish Study Bible: Notes
Nach Schluss dieser Lektion verallgemeinert Paulus und spitzt zugleich persönlich zu: Lass dich nicht besiegen durch das Böse, sondern besiege durch das Gute das Böse. Diese Welt ist ein Ort des Kampfes zwischen zweierlei Weisen, Mensch zu sein, Mensch unter dem »Gott dieser Welt« oder Mensch unter dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Sieger sind wir nicht erst durch irdische Erfolge unseres Tuns, sondern in verborgener Weise schon durch das Tun des Guten selbst.
Wuppertaler Studienbibel
Paulus faßt zusammen: „Laß dich nicht besiegen von dem Bösen, sondern besiege durch das Gute das Böse. Er gebraucht dabei die abstrakte philosophische Sprache. Der Satz des Paulus könnte so in mancher philosophischen Abhandlung stehen. Wird vor dieser einfachen und schönen Regel nicht die ganze schwierige Dogmatik mit „Christus“ und „Erlösung“ und „Rechtfertigung“ und „Heiliger Geist“ überflüssig? Könnten nicht Christen und Atheisten und Anhänger aller Religionen in diesem edlen Wettstreit miteinander darum ringen, „das Böse durch das Gute zu besiegen“? Aber so hat es Paulus nicht gemeint! Der Satz gehört ganz in die Lage der verfolgten Gemeinde hinein. Feindschaft, Haß, Beschimpfung und Verleumdung dringen auf sie ein: das ist „das Böse“ mit dem sie es konkret zu tun hat. Wenn sie „Böses mit Bösem und Scheltwort mit Scheltwort“ beantwortet (1 Pt 3,9), dann „läßt sie sich vom Bösen besiegen“. Wie naheliegend und gefährlich sind solche Niederlagen für eine bedrängte Gemeinde, zumal sie äußerlich wie lauter „Siege“ aussehen können! „Das Böse durch das Gute besiegen“ können wir nur, wenn wir in radikaler „Erneuerung unseres Sinnes“ uns von „Wesen dieser Welt“ trennen und den Haß mit Liebe, die Beschimpfung und Verleumdung mit herzlichem Gebet, brutales Unrecht mit Güte erwidern. Wieder stehen wir bei dem Wort Jesu, ohne daß es zitiert wird; Paulus hat es tief und selbständig aufgenommen. Aber „können“ wir es denn? Wie „kann“ man es überhaupt? Nur der ganze Römerbrief mit seiner ganzen „schwierigen Dogmatik“, mit „Christus“ und „Erlösung“ und „Rechtfertigung“ und „Heiligem Geist“ kann es uns lehren und uns tatsächlich zu diesem unerhörten Sieg führen!
W.de Boor – Wuppertaler Studienbibel
Der urchristliche Missionar Paulus hat da so gesagt: Lass Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Er meint damit: wenn wir Bosheit immer wieder mit Bosheit beantworten, dann werden wir selbst von der Bosheit angesteckt. Und der Kreislauf des Bösen hört nie auf. Eine schlimme Tat zieht immer die nächste nach sich, ein Teufelskreis! Und dann verlieren wir. Erst wenn wir den Mut haben, diesen Kreislauf zu durchbrechen, kann es anders werden. Wenn wir die böse Tat nicht mit einer bösen Tat beantworten. Wenn wir vergeben und nicht vergelten. Dann können wir siegen.
Michael Herbst Predigtarchiv
Der Mensch reagiert von Natur aus so, wie er behandelt wird. „Wie du mir, so ich dir“. „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Die Botschaft Jesu fordert jedoch genau das Gegenteil. Eine der größten Herausforderungen für Christen ist, nicht “genauso” zu reagieren, sondern “im Geist” zu reagieren. Vom Heiligen Geist geführt zu werden anstatt von äußeren Umständen widerspricht der Natur des Menschen. Wer sich jedoch zu Christus bekehrt und eine neue Natur empfängt, für den ist die Leitung des Heiligen Geistes etwas natürliches, weil dieser Mensch in seinem Denken und Handeln Christus immer ähnlicher wird. Die Vergeltung von Bösem mit Bösem ist zweifellos eine natürliche Reaktion; doch Böses mit Gutem zu vergelten ist eine Folge des übernatürlichen Werkes Christi in uns.
June Hunt – Schlüssel zur biblischen Seelsorge
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten!“ (Römer 12,21)
Halte dir vor Augen, dass du andere genauso akzeptieren kannst, wie Christus dich akzeptiert.
Aber wenn dein Feind hungert, speise ihn; wenn er dürstet, tränke ihn. Denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen (Sprüche 25,21–22). Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege durch das Gute das Böse. Mit besonderem Nachdruck verweilt der Apostel bei den ungerechten, gehässigen Eingriffen anderer in unser Leben. Da offenbart sich im Verzicht auf Rache und Gericht die königliche Freiheit und Vollkommenheit der Liebe, ihre Unabhängigkeit vom Verhalten der anderen, ihre Zuversicht, daß sie auch den Feind mit feuriger Kraft erfassen und mit dem Guten das Böse besiegen wird. Das Recht fällt deshalb nicht zu Boden, auch wenn wir auf Vergeltung und Strafe verzichten. Gottes Zorn hält über ihm Wache und nimmt die Vergeltung in seine Hand. Statt daß wir seinem Zorn durch eigene Rache den Raum wegnehmen, geben wir dem göttlichen Zorn den Raum frei und lassen ihn das Gericht vollstrecken, doch nicht so, als ob wir müßig auf Gottes Rechtsvollzug warteten, sondern so, daß wir mit Freude jede Gelegenheit ergreifen, bei der wir unseren Widersachern wohltun können, in der Gewißheit, daß die echte Liebe eine Macht besitzt, gegen die sich die Bosheit nicht leicht verhärten wird, weshalb sie Paulus mit der Wirkung einer glühenden Kohle vergleicht. Die göttliche Art der Liebe wird darin sichtbar, daß sie bei ihrem heilsamen, gütigen Werk verbleibt und gewiß ist, daß sie mit ihm auch über die Bosheit den Sieg gewinnt.
Schlatters Erlӓuterungen zum Neuen Testament
Sechstens: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem (V. 21). Der griechische Begriff für „böse“, kakos, bezeichnet das Böse im weitesten Sinne. Im übertragenen Sinn bezieht er sich auf die innere Bosheit, die von einem moralisch verdorbenen Charakter ausgeht. Paulus verwendet denselben Begriff in Vers 17a, wo er die Gläubigen ermahnt, niemandem etwas Böses zu tun. Wie bereits erwähnt, bezieht sich der griechische Begriff für „gut“, agathos, auf das, was von Natur aus gut ist. Entweder ist das Böse der Sieger oder das Böse wird überwunden. Wenn es überwunden wird, dann durch den korrigierenden Einfluss der Liebe. Die Gläubigen sollen ständig daran arbeiten, das Böse zu überwinden, indem sie Gutes tun.
Arnold G. Fruchtenbaum – Ariel’s Bibelkommentar: Römer
… Unsere Güte beschämt ihn, und seine eigene Bosheit beginnt, ihn zu plagen, und das lässt ihn zuweilen umdenken. So handelt Gott an uns Menschen; seine Güte leitet zur Buße (Röm 2,4). In der Weise, wie Gott böses Tun überwindet und zum Guten wendet (siehe 1Mo 50,20), lernt auch der Christ, »das Böse mit dem Guten« zu überwinden. Das tut er in zweierlei Hinsicht: Indem er dem Feind Gutes tut, überwindet er das Böse, das in ihm ist und zur Vergeltung drängt; und er überwindet dabei auch das Böse, das ein Feind ihm angetan hat, indem es für diesen zum Guten ausschlagen kann.
Benedikt Peters – Der Brief an die Römer
Das ist die Zusammenfassung christlicher Ethik dem Ziel nach. Sie ist Kampfethik zur Überwindung, zum Sieg über das Böse. Sie hat Teil an Christi Sieg über die Hauptmacht des Bösen, nämlich über den Tod (vgl. Offb 1,17.f.) und darf von dort her leben, handeln und siegen. Sieg Jesu Christi aber bedeutet für uns Menschen gerade nicht Niederlage und Vernichtung, sondern dort strahlt der Sieg Jesu Christi am hellsten, wo er „mich verlorenen und verdammten Menschen erlöst hat, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom Tod und von der Gewalt des Teufels“. So siegen Christen, indem sie andere mit Liebe überwinden. „Das Böse“, diese böse Zeit, wird mit „Gutem“ besiegt, und das Gute ist Gottes Liebeswille, der uns erretten will. An diesem Rettungswerk haben wir teil.
Gerhard Maier – Edition C
Am Ende seiner Argumentation kommt Paulus nun zu der Schlußfolgerung, daß das Böse nicht triumphieren darf. Wenn der Gläubige auf erwiesenes Böses mit Bösem reagiert, vermehrt er das Böse nur noch. So kann ein Funke zu einem Flächenbrand werden. Wenn man Böses heimzahlt, stellt man damit sicher, daß das Böse wächst und schließlich überhand nimmt. Paulus warnt hier vor der stets gegenwärtigen Gefahr, vom Bösen überwunden zu werden, wenn man einen Weg der Vergeltung einschlägt. Der Gläubige ist nicht berechtigt, sich bei einem Vorsatz der Rache zeitweise auf Distanz zu halten und dann zur angebrachten Zeit zuzuschlagen. Wenn der Prozeß, Böses mit Bösem zu vergelten, erst einmal in Gang ist, ist es offen, wer einen Vorteil hat. Der Rat an den Gläubigen ist klar und bedeutet auch: »Hör damit auf«, oder »Weigere dich weiterhin, solches zu tun.«
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Das Wort für »Böses« ist hier kakos (siehe Anm. zu V. 17); das Wort für »Gutes« ist agathos , was das praktisch Gute betont. Der Apostel läßt sich hier darüber nicht aus. Vielleicht wollte er das dem guten Urteil des Gläubigen überlassen. Wie in V. 17 gesagt, ist es jedoch besser, das Leben als Christ in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes zu führen und es dem Heiligen Geist zu überlassen, was unter den jeweiligen Umständen das Beste ist. Daher ist eine tiefe Kenntnis des Wortes Gottes äußerst nützlich. Aus dieser Position der Stärke kann man sich durch den Geist schnell an viele Beispiele für angemessene Reaktionen erinnern lassen. Jedenfalls wird Gott Seine Heiligen nicht der Verwundbarkeit überlassen. Selbst die Einfältigsten können sich auf Seine Hilfe und Führung verlassen, wenn es darum geht, Böses mit Gutem zu überwinden.
BESIEGE DAS ÜBLE MIT GUTEM
Wachtturm August1951
Was aber, wenn sich jemand im Zorn an dich wendet? Befolge Römer 12:17 (NW): „Vergeltet niemand Übles mit Üblem.“ Für solche Fälle gibt die Bibel den Rat: „Eine gelinde Anwort wendet den Zorn ab, doch harte Worte erregen Ärger.“ (Sprüche 15:1, AÜ) Eine sanfte Antwort deinerseits wird den, der dich hart anfährt, besänftigen, während barsche Worte deinerseits den Betreffenden noch mehr verhärten. So vermeide es, Öl ins Feuer zu giessen, das ein anderer gegen dich anfacht; dann wird das Feuer bald von selbst ausgehen und sich abkühlen. In nüchternen Augenblicken, die folgen werden, wird der Hitzkopf sich über sein kindisches Verhalten beschämt fühlen, wenn er darüber nachdenkt, wie du Beherrschung und Reife an den Tag legtest, und du wirst die schändliche Torheit, Übles mit Üblem zu vergelten, vermieden haben.
Weshalb solltest du dich, wenn jemand böse gegen dich handelt, in sein übles Bild hineinarbeiten? Das ist der Weg der bösen alten Welt, der zu keinem praktischen Nutzen führt. Musst du jemand, der dir Schimpfnamen anhängt, deswegen auszanken? Musst du jemandem, wenn er lügt oder dich verleumdet oder über dich schwätzt, dann mit Gleichem zurückzahlen und selbst ein hassenswerter Lügner oder Verleumder oder Schwätzer werden, indem du dich auf sein Niveau hinablässest? Würde er sich nicht gerade dadurch als der Stärkere erweisen, indem er dich in sein Bild umformt, weil seine üblen Praktiken deine Praktiken würden? Musst du, wenn dein Widersacher böse ist, alle deine guten Grundsätze und Überzeugungen aufgeben, um „praktisch“ zu sein, oder um einer andern sinnlosen Ausflucht willen, und musst dich auf sein böses Niveau hinablassen, um schliesslich mit ihm teilzuhaben an Gottes Zorn? Wer Böses mit Bösem vergilt, setzt einen verwerflichen Kreis von Übeltaten in Gang. Lüge erzeugt Lüge, Hass erweckt noch mehr Hass, Heftigkeit ruft noch grösserer Heftigkeit, und der Kreislauf des Üblen nimmt an Schwung zu, da jeder in den bösen Fussstapfen des andern rennt und den andern im Übeltun zu übertreffen sucht, in dem Bestreben, dem andern mit noch mehr Bösem heimzuzahlen. In diesem betäubenden Wirbel sind Menschen und Nationen bald aus dem Gleichgewicht und stürzen in Satans Fallgruben. Die Christen werden solche Schlingen meiden, indem sie es ablehnen, den ersten Kreis zu schliessen oder ihn in Gang zu setzen durch eine Vergeltung des Üblen mit Üblem. Statt dessen werden sie mit Gutem zurückzahlen. „Lass dich nicht vom Üblen besiegen, sondern besiege das Üble stets mit dem Guten.“ — Matthäus 5:44; Römer 12:21, NW.
In Anbetracht all des Vorangegangenen nehmen wir entschieden den Standpunkt ein, dass es für die Menschen heute von äusserst praktischem Nutzen ist, den Grundsätzen der Bibel zu folgen, nicht nur gegenüber Mitchristen, sondern auch in ihrem Handeln mit allen Menschen. „Wenn ihr liebet, die euch lieben, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Denn auch die Sünder lieben die, welche sie lieben. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, zu welchem Verdienst gereicht euch dies in Wirklichkeit? Auch die Sünder tun dasselbe.“ Statt dessen erweiset allen selbstlose Liebe, gleichwie Jehova „gütig ist gegen die Undankbaren und Bösen“. (Lukas 6:27-36, NW) Das Gute, das ihr auf die Meere der Menschheit aussät, wird zur bestimmten Zeit mannigfach zu euch zurückkommen, wenn nicht von den Empfängern, so doch von Jehova Gott.
Im Einklang mit Gottes Wort zu leben, ist von praktischem Nutzen. Einige mögen Einspruch erheben und sagen, dass es wunderbar wäre, wenn alle Menschen so handelten, aber weil die Mehrheit es nicht tue, sei es nutzlos, wenn nur die wenigen es täten. Doch dieselben Menschen kämpfen für ihre politische und soziale Überzeugung, auch wenn sie in der Minderheit sein mögen. Christen stehen in ihren Glaubensansichten fest. Andere Menschen, Weltlinge, mögen sagen, Christi Königreich werde zwar wunderbar sein, wenn es seine Tätigkeit entfalte, doch bis dahin müssten sie etwas tun, um die Verhältnisse zu bessern. Christen sitzen jedoch nicht müssig da und warten, bis das Königreich die volle Gewalt über die Erde ausübt. Es ist ihnen soviel Arbeit zu tun aufgetragen, dass es für sie gebieterische Pflicht ist, die Zeit auszukaufen, um ihr Werk des Predigens des Evangeliums zu vollenden. Ohne sich beeindrucken zu lassen, fahren die Weltlinge fort, sich in ihre eigenen politischen und sozialen Manöver zu vertiefen und fertigen die Bibel als von nicht praktischem Werte ab. In Wirklichkeit wollen sie durch ihr Abfertigen der Bibel als von etwas Unpraktischem nur ihr Nichteiniggehen damit rechtfertigen oder ihren Unwillen, auf den reinen und schmalen Wegen, die sie weist, zu wandeln. Sie wollen die Dinge nach ihrer Art tun und vertrauen auf ihre eigenen Pläne, ihre eigenen Bemühungen, ihr eigenes Recht. Das ist überaus unpraktisch gehandelt angesichts der Tatsache, dass Jehova Gott die weiseste und mächtigste Kraft im Universum ist. In Harmagedon wird Gott in sehr praktischer Weise alle, die ihm widerstehen, in die Vergessenheit hinabfegen und wird veranlassen, dass alle Übrigbleibenden gleichen Sinnes seien wie er. Dann werden die Menschen einsgemacht in den gerechten Grundsätzen seines Wortes. Ein jeder wird sie dann in die Tat umsetzen, und in jener gerechten neuen Welt werden alle Leiden dieser alten Welt verschwunden sein wie Rauch im Winde
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