Thomas Pape

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und nehmt euch ihr Vertrauen auf Gott zum Vorbild!

Denkt an eure Leiter, die, die euch die Botschaft Gottes weitergegeben haben. Schaut euch ihr Lebensende an und nehmt euch ihr Vertrauen auf Gott zum Vorbild!
Das Buch – 2009 – Hebräer 13:7

Kümmert euch um die Leiter eurer Gemeinden, vor allem auch um die, die euch die Frohe Botschaft weitergeben. Allerdings solltet ihr ruhig auf ihren Lebenswandel achten und erst, wenn er wirklich ihrem Glauben entspricht, auch ihrem Vorbild nacheifern.
Willkommen daheim – Hebräer 13,7

Gedenket eurer Führer, die euch das Wort Gottes verkündigt (Eig geredet) haben, und, den Ausgang ihres Wandels anschauend, ahmet ihren Glauben nach.
Elberfelder 1871 – Hebr 13,7

Erinnert euch immer wieder an die, die einst die Verantwortung für eure Gemeinde trugen und euch die Botschaft Gottes verkündeten. Haltet euch vor Augen, wie sie Gott bis ans Ende ihres Lebens vertrauten, und nehmt euch ihren Glauben zum Vorbild.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – Hebr 13:7

μνημονεύετε Imp. μνημονεύω sich erinnern; gedenken, denken an, m. Gen. ἡγουμένων Ptz. ἡγέομαι meinen; führen, leiten; subst. Leiter, Vorsteher. οἵτινες qualitativ als an solche, die (A132; vgl. 368). ἐ-λάλησαν Aor. λαλέω. ὧν gen. poss. (A154) zu τῆς ἀναστροφῆς (dabei relativische Verschränkung, A364b) ihres Lebenswandels. ἀνα-θεωροῦντες Ptz. -θεωρέω genau betrachten; mod. ἔκ-βασις8 (< ἐκβαίνω herausgehen) Ausgang (Ergebnis eines Geschehens), Ende; ἡ ἔκβασις τῆς ἀναστροφῆς hier der Ausgang/Erfolg ihres Lebenswandels, das durch ihren Lebenswandel Erreichte (d. h. wohl bes. ihre vorbildhafte Glaubensfestigkeit, die ihr Verhalten bis zum Lebensende auszeichnete), evtl. ihr Lebensende (vorbildl. Märtyrertod). ἀνα-στροφή Lebenswandel, Lebensführung; ὧν ἀναθεωροῦντες τὴν ἔκβασιν τῆς ἀναστροφῆς indem ihr den Ausgang/Erfolg ihres Lebenswandels genau betrachtet od. (A291,2 Anm. 1) betrachtet den Ausgang/Erfolg ihres Lebenswandels genau und. μιμεῖσθε Imp. μιμέομαι nachahmen, zum Vorbild nehmen.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Paulus erwähnt die bereits heimgegangenen Vorbilder, die aber ein vorbildliches Ende haben mussten, zudem mussten sie den Adressaten das Wort Gottes verkündigt haben, um Anerkennung finden zu können. Hier liegt eine relativische Satzverschränkung vor: ὧν („von welchen“) bezieht sich auf τῶν ἡγουμένων („der Führer“) und kongruiert damit, leistet aber erst eine Funktion zur Attribuierung von πίστιν („Glauben“).

P. Streitenberger – Der Hebräerbrief

Die Redner und Moralisten der damaligen Zeit führten gewöhnlich Vorbilder der von ihnen verfochtenen Lebenshaltung an und forderten ihre Zuhörer auf, diesen nachzueifern, vor allem dann, wenn das Vorbild sowohl ihnen selbst als auch ihren Hörern/Lesern bekannt war. Die Vergangenheitsform der Verben deutet möglicherweise darauf hin, dass manche der erwähnten Personen bereits gestorben waren (allerdings nicht den Märtyrertod – 12,4 ). Der Ausdruck »Lehrer« bezieht sich wohl eher auf lokale Gemeindevorsteher und nicht auf so prominente Persönlichkeiten wie Paulus, der wahrscheinlich bereits einige Jahre vor der Abfassung des vorliegenden Briefes den Märtyrertod gestorben war.

Craig Keener – Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Wir haben bereits zuvor den Unterschied zwischen den mit „gedenken“ (13,3.7) übersetzten Wörtern bemerkt. In V.3 ist es ein aktives, praktisches Erinnern an diejenigen, die sich in einer bestimmten Not befinden, weil sie gefangen oder in Prüfungen sind. In V.7 geht es darum, daß diejenigen ins Gedächtnis gerufen werden, die in früheren Jahren Führer gewesen waren. Es gibt in diesem Kapitel drei Hinweise auf Führer oder Vorsteher (Zürcher). In 13,17 befindet sich die Ermahnung, ihnen zu gehorchen. In 13,24 bittet der Schreiber darum, daß sie gegrüßt werden. Damit grüßt er sie persönlich. Doch hier in V.7 soll ihrer gedacht werden. Die Führer, von denen hier gesprochen wird, sind Vorsteher vergangener Zeiten gewesen: „… diejenigen, die euch geführt hatten“. Sie hatten ihren Lauf vollendet, hatten ihrer Generation gedient, und waren nun aus diesem Leben geschieden. Ihrer sollte man gedenken. Es ist möglich, daß einige davon den Märtyrertod erlitten hatten, doch dies wird hier nicht gesagt, weil es hier nicht zum Thema gehört. An ihr Leben und ihren Dienst sowie ihr Vorbild sollte man denken.
Ein großer Teil des Dienstes eines Vorstehers besteht darin, das Wort Gottes den Heiligen auszurichten. Sowohl in 1Tim 3 als auch in Tit 1 ist wie in 1 Petrus 5 daran gedacht, daß die Führer „lehrfähig“ und imstande sein müssen, die Herde Gottes zu hüten.
Solche Männer müssen nicht in der Öffentlichkeit am Wort dienen oder im Sinne von Eph 4,11 als Lehrer bekannt sein. Aber sie sind persönlich mit der Wahrheit Gottes vertraut und in der Lage, der Versammlung in allen Dingen zu raten, die Glaube und Lehre betreffen. Sie werden zugerüstet sein, zu lehren und zu ermahnen, zu ermuntern und zu trösten sowie die Heiligen allgemein durch den Dienst des Wortes zu leiten. Diese abgeschiedenen Führer hatten das getan, und nun sollte ihrer gedacht werden.
Wir sollen nicht nur gedenken, sondern auch, während wir uns erinnern, eingehend „den Ausgang ihres Wandels“ anschauen. Mit „Wandel“ ist, wie wir in V.5 festgestellt haben, der Lebensstil gemeint. Worin bestand das Ende, das Ergebnis, das Resultat des Lebensstils dieser früheren Führer? Betrachten wir, was das Fazit ihres Lebens und Dienstes war: Haben sie nicht nachhaltig die Heiligen beeinflußt? Dienten sie nicht treu unter euch, hinterließen sie euch nicht ein gutes Beispiel? Ist nicht das Gedenken an diese in Ehren gehaltenen Männer für uns ein Anreiz und eine Ermunterung zu einem gottseligen Leben? Darin bestand das Ergebnis ihres Dienstes der Leitung unter den Heiligen. Denken wir daran und schauen wir dies an.
Nun sollte aber im Nachdenken über das Leben dieser früheren Führer in uns das Verlangen wachgerufen werden, ihnen zu folgen und ihre Nachahmer zu sein. „Ahmet ihren Glauben nach“. Durch ihren Lebensstil, ihren Verkündigungsdienst für uns und ihr Vorbild haben diese Vorsteher früherer Zeiten den Heiligen ein Vermächtnis hinterlassen, forderten sie diese heraus. Wir erinnern uns daran, was sie uns lehrten. Wir schauen ihr Wesen an. Wir denken über ihren Glauben nach. Wir entsinnen uns ihrer Hirtenliebe und Fürsorge für die Herde. Und uns verlangt danach, ihnen gleich zu sein, sie nachzuahmen, ihnen zu folgen. In dieser Beziehung hat ihr Ende auch zu deinem heiligen Lebenswandel und deinem untadeligen Verhalten beigetragen.

Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt

Wenn es darum geht, einen festen Standpunkt zu gewinnen, ist es weise, sich an der Geschichte zu orientieren. Deswegen sollen die Leser auch »an die Lehrer gedenken«, die ihnen von Anfang an »das Wort Gottes gesagt haben«. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich tatsächlich um die Lehrer, die der Gemeinde das Evangelium gebracht haben. Nun ist dieser erste Kreis von Lehrern schon verstorben, aber die Erinnerung an das, was sie leisteten, und daran, wie ihr Leben zu Ende ging, ruft in die Nachfolge; denn diese Lehrer waren rechte Lehrer, die das Wort Gottes nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt haben. »Ihr Ende anschauen« meint den Ausgang ihres Lebens betrachten, wie sie ihren Glauben bis zum Tode, vielleicht bis zum Märtyrertode, erhalten haben.
Die Forderung des NT an die geistlichen Führer der Gemeinde ist eben diese zweifache: das Wort Gottes predigen (vgl. Phil 1,14; Apg 4,29-31; 8,25; 13,46; 16,21; 1Petr 4,11) und ein gutes Vorbild sein, damit es heißen kann: »Folgt ihrem Glauben nach« (vgl. 1Kor 11,1: »Folgt meinem Beispiel, wie ich dem Beispiel Christi«; auch 1Kor 4,16; 1Thess 1,6f.).

Gerhard Maier – Edition C

Die erste religiöse Pflicht lautet, ihrer ersten Leiter zu gedenken, derer, die in der Vergangenheit geistliche Leitung über sie ausgeübt haben. Das griechische Wort für gedenken bedeutet sorgfältig beobachten. Sie müssen diejenigen sorgfältig beobachten, die in der Vergangenheit das Amt des Aufsehers über sie innehatten – die Ältesten der Gemeinde. Der Schreiber sagt, die Leser sollen der früheren Führer gedenken, denn in der Vergangenheit hatten diese das Wort Gottes zu ihnen geredet. Die Leser sollen jetzt den Ausgang ihres Wandels anschauen, das heißt „ihre Lebensweise“. Das Ziel ist, ihren Glauben nachzuahmen und den Charakter ihres Lebens. In Kapitel 11 hat der Verfasser sie ermutigt, den Glauben und das geduldige Ausharren der alttestamentlichen Heiligen nachzuahmen. Hier sagt er ihnen, dass sie den Glauben der Heiligen neuerer Zeit nachahmen sollen, die zuvor ihre Lehrer gewesen sind. Diese früheren Leiter sind Leute, die ihre geistlichen Führer gewesen, die aber inzwischen verstorben sind. Sie haben ihren Lauf vollendet, und sie haben Glauben gehalten mit geduldigem Ausharren. Es gibt drei Merkmale für gute Lehrer: Sie verkündigen biblische Wahrheit; sie sind Männer des Glaubens und sie führen ein geistliches Leben, das es wert ist, nachgeahmt zu werden. Nun müssen diese lebenden Heiligen damit fortfahren, solche früheren Leiter nachzuahmen.

Arnold Fruchtenbaum – Der Hebräerbrief
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