Familie Thomas Pape

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Wenn es dann aber so passiert, wie du es vorhergesagt hast

Wenn es aber kommt-siehe, es kommt! -so werden sie wissen, daß ein Prophet in ihrer Mitte war.
Elberfelder 1871 – Hesekiel 33,33

Wenn es aber kommt – siehe, es kommt! –, so werden sie erkennen, daß ein Prophet in ihrer Mitte war.
Revidierte Elberfelder Bibel 1985 – Hesekiel 33:33

doch wenn es eintrifft — siehe, es tritt ein – dann werden sie erkennen, dass ein Prophet in ihrer Mitte war.
Rabbiner Dr. Joseph Breuer – Hes 33,33

Aber wenn es so weit ist, werden sie sagen: »Siehe, es ist so weit!« Da werden sie erkennen, dass mitten unter ihnen ein Prophet war. (– dass … ein Prophet war: p967 dass du ein Prophet … bist. –)
Septuaginta Deutsch – Hes 33:33

wann es kommt
– wohl, es kommt! – ,
dann werden sie erkennen,
daß ein Künder dawar in ihrer Mitte.
Buber & Rosenzweig – Hesekiel 33:33

Was, wenn Hesekiel KEIN neuzeitliches menschliches Gegenbild hat – sondern ein Vorbild für Jesus war, dem man auch nicht glaubte? Was wenn die Menschen in der heutigen Zeit bald bemerken werden, dass alle Religionen sie angelogen haben, und nichts von all den „Verheißungen“ die wir heute im Internet über Iran oder „Babylon der Großen“ finden, falsch waren? Die Menschen werden Jehovah erkennen und alle Lügner werden ihren Lohn erhalten, den sie sich „hart erarbeitet haben“!


dass … ein Prophet war: 𝕻 967: »dass du ein Prophet … bist«.

Septuaginta Deutsch: Erläuterungen und Kommentare zum griechischen Alten Testament

Hesekiel sprach dann zu den in Babylon Gefangenen. Hier gab es eine Gruppe von Anhängern, die ihn als Propheten anerkannten. Sie versammelten sich von Zeit zu Zeit, um seine Botschaften zu hören. Diese Menschen hörten gerne Gottes Wort, aber sie wollten ihm nicht gehorchen (vgl. Jak 1,22-25 ): Sie setzten die Worte des Propheten nicht in die Praxis um. Sie dienten Gott mit ihren Lippen, aber in ihren Herzen folgten sie der Sünde. Mit ihrem Mund drückten sie ihre Hingabe aus, aber ihre Herzen waren habgierig . Hesekiels Worte gefielen den Ohren der Leute so, wie es schöne Liebeslieder auch getan hätten. Aber seine Botschaft kam niemals bis in ihre Herzen.
Aber es würde ein Tag der Abrechnung kommen. Wenn alle seine Worte der Weissagung kamen, dann würden sie erkennen, daß er ein Prophet war. Hesekiel sprach hier nicht von seinen Prophezeihungen über Jerusalems Untergang, denn diese waren ja schon „gekommen“ ( Hes 33,21 ). Manche Ausleger glauben, daß er von seiner Weissagung gegen den Überrest in Juda sprach (V. 23 – 29 ), aber es ist zweifelhaft, daß eine Gerichtsbotschaft über den Überrest einen größeren Eindruck auf die in der Gefangenschaft lebenden Juden gemacht hätte als der Untergang der Stadt Jerusalem. Hesekiel sprach vermutlich vielmehr von der Verantwortlichkeit des einzelnen und dem Gericht, das Gott über alle Menschen spricht (vgl. V. 12 – 20 ). Jeder würde für seine Taten und seine Reaktion auf das Wort Gottes Rechenschaft geben müssen. Wenn ihr Tag der Abrechnung käme, würden diese „Hörer des Wortes“ ( Jak 1,22 ) gezwungen sein, die prophetische Natur – und damit auch die Wahrheit – der Botschaft Hesekiels anzuerkennen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

V 33. »doch wenn es kommt« – das angekündigte Verhängnis, = 24,24; »siehe es kommt« = 7,9.10 u. a.; »werden sie erkennen, dass ein Prophet in ihrer Mitte gewesen« = 2,5.

Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament

Die Menschen hörten Hesekiel gern zu; aber sie hatten nicht die Absicht, seinen Worten zu gehorchen! Wenn sich seine Weissagungen erfüllten, würden sie erkennen, dass ein Prophet in ihrer Mitte war.
Wir sollten mit der Absicht unter Gottes Wort gehen, ihm zu gehorchen, und unsere Herzen ständig überprüfen, damit wir nicht versäumen, das Gehörte auch anzuwenden. Die beste Reaktion auf eine Predigt ist nicht: »Das war eine schöne Botschaft!«, sondern: »Gott hat zu mir geredet; ich muss das nun in die Tat umsetzen.«

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Allerdings wird einmal der geschichtliche Moment kommen, in dem Hesekiels Bedeutung erkannt wird. Das geschieht, wenn seine Prophetie sich erfüllt. Und weil es Gottes Wort ist, wird es sicher der Fall sein: »Wenn es aber kommt – siehe, es kommt! –, dann werden sie erkennen, dass ein Prophet in ihrer Mitte gewesen ist« (V. 33). Die Formulierung »gewesen ist« deutet an, dass dies erst nach dem Tode Hesekiels geschehen wird. Ein Triumph zu Lebzeiten wird ihm nicht verheißen. Übrigens ist das Eintreffen der Weissagung schon nach dem Mosegesetz ein wichtiges Merkmal wahrer Prophetie (5Mo 18,21f).

Maier – Wuppertaler Studienbibel

Die offensichtlichste Inspirationsquelle für Johannes 10 ist Hesekiel 34, ein grundlegender Abschnitt aus den Propheten über den zweiten Exodus. Diese Passage (und Jer 23,1-8) ist relevant wegen des Kontrasts zwischen Hirten, die sich nicht um die Herde JHWHs kümmern (und sie dadurch zur verstreuten Beute der wilden Tiere machen), und dem Gott Israels, der sich kümmert. Der göttliche Hirte sammelt und vereint seine verstreute Herde, die dann ihm und seinem ernannten (davidischen) Unterhirten folgt. Aber Hesekiel könnte mehr als nur diese Motive beigesteuert haben. Deeley (1997) findet eine großzügige Verwendung von Elementen des exilischen Propheten in Johannes. Hesekiel verwendet Zeichen, um seine Botschaft zu illustrieren, einschließlich seiner eigenen Stummheit. Zeichen bestätigen einen wahren Propheten (Hesekiel 33,33; vgl. Johannes 4,19; 6,14; 7,40; 9,17). Auch Gleichnisse sind bei Hesekiel bedeutender als in jedem anderen Buch des Alten Testaments. Zwei seiner ausgeprägtesten Gleichnisse sind der Weinstock (Hesek. 17; vgl. Johannes 15) und der Hirte (Hesek. 34; vgl. Johannes 10).

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis von Deeley ist die Art und Weise, wie die Theologie Hesekiels das vierte Evangelium beeinflusst. Hesekiels Beharren darauf, dass Gottes Gericht von nun an auf individueller Basis stattfinden wird, ist ein Schlüssel zur Geschichte des blinden Mannes in Johannes 9. Dieser Mann war blind, nicht wegen der Sünde der Generation (9:3, 34), sondern um der Herrlichkeit Gottes willen – ein weiteres zentrales Thema in Hesekiel. In dem Streit, der der Heilung des Mannes vorausging, ging es darum, wer die wahren Kinder Abrahams (und Gottes) sind (8,33-58; vgl. Hesekiel 33,24). Jesus folgt der Logik Hesekiels: Nur diejenigen, die auf das Wort der Boten Gottes reagieren, sind die wahren Erben der Verheißungen Gottes. Der Kontext für Jesu Rede vom guten Hirten ist die sich ständig verschärfende Spannung zwischen ihm und den religiösen Autoritäten. Wie Hesekiel stützt er die Hoffnung auf eine erneuerte Hirtenführung Gottes auf ein Bild des Gerichts.

Johannes schöpft in großem Umfang aus anderen alttestamentlichen Traditionen. Wie die synoptischen Autoren bezieht er sich bei der Gestaltung seiner Passionserzählungen auf Sacharja. Die Symbolik der Zweige (Sach. 3:8; 6:12) und der Hirten (Sach. 9-12) findet im vierten Evangelium ihren Widerhall. 4 Wie Hesekiel und Jeremia vor ihm betonte Sacharja, dass der kommende Zweig und Hirte ein davidischer Herrscher sein würde. Diese Assoziation findet sich auch in den weiter entwickelten königlichen Traditionen der Psalmen. Johannes sieht in Jesus sowohl die Erfüllung von Gottes Verheißung, sein Volk persönlich zu hüten, als auch die Erfüllung seiner Verheißung, einen davidischen Hirtenherrscher einzusetzen.

Timothy S. Laniak – Hirten nach meinem Herzen

Sie werden durch die Erfüllung seiner Prophezeiungen erkennen, dass Hesekiel tatsächlich ein Prophet war. Später im Buch Hesekiel werden das Volk und die Ältesten Israels im Exil zu Hesekiel kommen und ihn befragen (Hes. 8,1; 14,1; 20,1; 33,31–33). Ezechiel wird gesagt, dass er zwar zu einem Volk geht, das nicht auf ihn hören wird, aber dennoch eine Zeit kommen wird, in der sie erkennen und zugeben müssen, dass es einen Propheten unter ihnen gegeben hat. Dieser Prophet wird Ezechiel sein. Sie werden dies durch die Erfüllung seiner Prophezeiungen mit Sicherheit erkennen.

…

Hesekiel ist ein Beispiel für einen Propheten Gottes, der aufgefordert wurde, einige seltsame Dinge zu tun. Aber diese seltsamen Dinge waren immer symbolische Handlungen, prophetische Bilder dessen, was folgen sollte. Was Hesekiel symbolisch darstellte, erfüllte sich im Laufe der Geschichte Israels, vieles davon noch zu Lebzeiten Hesekiels selbst. Deshalb mussten später in dem Buch sogar die Ältesten Israels, die Hesekiel zunächst abgelehnt hatten, zu ihm kommen und zugeben, dass er tatsächlich ein Prophet war (Hes. 8,1; 14,1; 20,1; 33,31–33).

Fruchtenbaum – The Messianic Bible Study Collection

Die deutlichste Anspielung des Neuen Testaments auf Jesaja 43,10 findet sich in Johannes 13,19: „Von nun an sage ich es euch, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, wisst, dass ich es bin.“ Die Prämisse dieser beiden Verse ist dieselbe – dass die Vorhersage der Zukunft ein Beweis für die Echtheit und Einzigartigkeit des Gottes Israels ist. Die Sprache geht über die bloße Behauptung hinaus, ein echter Prophet zu sein, obwohl Jesus einen Teil der Sprache dieses Verses möglicherweise aus Hes 33,33 übernommen hat: „Wenn es geschieht – siehe, es kommt –, werden sie erkennen, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist.“ Wenn Jesus sagt: „Ihr werdet erkennen, dass ich es bin“, spricht er zu seinen Jüngern in seiner eigenen Person, so wie Gott durch Jesaja zu Israel gesprochen hat.
Johannes 8,24 enthält, wie 13,19, eine „absolute“ Verwendung von „Ich bin es“. Das heißt, das Wort „es“ (vermutlich zugrunde liegend für ἐγώ εἰμι im Aramäischen) hat keinen genauen Bezug oder Prädikat. „Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.“ Da seine Zuhörer nicht sofort den Zusammenhang mit dem göttlichen „Ich bin es“ aus Jesaja erkennen und da es kein Prädikat oder Bezugswort gibt, verstehen sie nicht, wer er zu sein behauptet (V. 25). Im Gegensatz dazu hat die Aussage in 8,28 einen klaren Bezug: „Wenn ihr den Menschensohn erhöht, werdet ihr erkennen, dass ich es bin.“

Ronning – The Jewish Targums and John’s Logos Theology

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