1 plus 1 = eins ?

Und der Mensch sprach: Diese ist einmal Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleische; diese soll Männin heißen, denn vom Manne ist diese genommen.
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.

Elberfelder Bibel 1905 – Gen 2,23–24

Und der Mensch sagte: „Diese ist sie nun! Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleisch! Diese wird ‚Männin’ genannt werden, denn diese ist von dem Manne genommen.”
Darum verlässt ein Mann seinen Vater und seine Mutter und hängt an seiner Frau. Und sie werden zu einem Fleisch sein.

Bibel – AT Janzen und Jettel – Gen 2,23–24

Da sagte der Mann:
„Das ist endlich Gebein von meinem Gebein
und Fleisch von meinem Fleisch!
Sie wird Frau genannt werden,
denn vom Mann wurde sie genommen.“
Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und fest zu seiner Frau halten, und sie werden eins werden.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Gen 2,23–24

Der Mann war echt begeistert. „YES! Die passt doch total gut zu mir! Sie kommt ja sogar aus meinem Köper raus, ist genau das gleiche Material! Ich finde, sie soll jetzt ,Frau‘ heißen.“
Darum ist das jetzt so, dass ein Mann irgendwann seinen Vater und seine Mutter verlässt und mit einer Frau zusammenzieht. Die beiden werden dann ganz fest zusammenwachsen, sie werden wie ein Mensch sein.

VolxBibel – Gen 2,23–24

Der Mensch sprach:
Diesmal ist sies!
Bein von meinem Gebein,
Fleisch von meinem Fleisch!
Die sei gerufen
Ischa, Weib,
denn von Isch, vom Mann, ist die genommen.
Darum läßt ein Mann seinen Vater und seine Mutter und haftet seinem Weibe an,
und sie werden zu Einem Fleisch.

Buber & Rosenzweig – Gen 2,23–24

Sie war weit entfernt von dem Maßstab, den Gott im Garten Eden eingeführt hatte: die Ehe mit nur einem Partner (1 Mo 2:24). Die Bibel malt somit ein düsteres Bild von der Polygamie, und die schmerzliche Geschichte der Hausgemeinschaft Elkanas ist ein markanter Pinselstrich auf diesem Bild.

Ahmt ihren Glauben nach

NEIN! Nicht nur die Polygamie, sondern auch die Trennung/Scheidung, die in vielen Gemeinschaften ja momentan als „normal“ angesehen wird (oder wie die Autoren der Broschüre Ahmt ihren Glauben nach – sogar unter bestimmten Vorraussetzungen fördern!)

Dieser Abschnitt berichtet von der Erschaffung der ersten Frau und der Einsetzung der Ehe und war deswegen für die Gesellschaft des Volkes Israel von großer Bedeutung. Es war Gottes Absicht, daß (Ehe)mann und (Ehe)frau eine geistliche und funktionierende Einheit sein sollten, indem sie in Rechtschaffenheit wandeln, Gott dienen und zusammen seine Gebote halten würden. Wenn diese Harmonie Wirklichkeit ist, gedeiht eine Gesellschaft unter Gottes Führung.
Adam war allein und das war nicht gut , obwohl alles andere in der Schöpfung gut war (vgl. 1Mo 1,4.10.12.18.21.25 ). Als der Mensch als Gottes Stellvertreter zu handeln begann, indem er den Tieren Namen gab, was sein Herrschaftsrecht bewies ( 1Mo 2,19-20 ), wurde er sich seiner Einsamkeit bewußt ( 1Mo 2,20 ). Gott ließ deshalb einen Schlaf (V. 21 ) auf ihn fallen und schuf Eva aus seinem Fleisch und Bein (Gebein) (V. 21-23 ).
Gott beschloß, eine Hilfe für den Mann zu schaffen (wörtl. »eine Hilfe, ihm entsprechend«, »ein helfendes Gegenüber« oder »eine ihm entsprechende Hilfe«) (V. 18 ). »Hilfe« ist kein erniedrigender Ausdruck. Er wird in der Bibel oft gebraucht, um Gott, den Allmächtigen, zu beschreiben (z.B. Ps 33,20;70,6;115,9 ). Die Beschreibung der Frau als »ihm entsprechend« bedeutet im Grunde, daß das, was über den Mann in 1Mo 2,7 gesagt wird, auch für sie gilt. Sie hatten beide dasselbe Wesen im Bilde Gottes. Die Frau füllt aber das aus, was dem Mann fehlte, weil er allein war. Sie ergänzt, was ihm fehlt, und er ergänzt, was sie entbehrt. Der Höhepunkt ist die Tatsache, daß beide ein Fleisch (V. 24 ) werden, womit die völlige Einheit von Mann und Frau in der Ehe beschrieben wird. Da Adam und Eva eine geistliche Einheit waren und ohne Sünde in Rechtschaffenheit lebten, war keine Anweisung erforderlich, wer die Führung zu übernehmen habe. Paulus diskutiert diese Frage später in Verbindung mit der Schöpfungsordnung und dem Sündenfall ( 1Kor 11,3; 1Tim 2,13 ).
Der Ausdruck Zal-kEn ( deshalb oder darum , 1Mo 2,24 ) wird in 1 Mose häufig verwendet. Wenn er und der ganze Satz in Vers 24 direkt von Gott an Adam gerichtet ist, muß das Verb »verlassen« im Futur mit wird verlassen übersetzt werden. Wenn aber, was vom Sinn her auch möglich ist, Gott diese Worte durch Mose an die Leser richtet, sollten sie im Präsens übersetzt werden: »darum verläßt ein Mann…«. Jedenfalls ist es die Folge der Erschaffung der Frau, daß die Ehe Mann und Frau zu »einem Fleisch« macht. Ihre Nacktheit (V. 25 ) läßt annehmen, daß sie ungezwungen, ohne Angst vor dem Ausgenutztwerden oder der Möglichkeit der Sünde, miteinander umgingen. Diese Gemeinschaft wurde später beim Sündenfall zerstört und wird seitdem nur bis zu einem gewissen Grad in der Ehe wiedererlangt, wenn ein Paar ungezwungen miteinander umzugehen beginnt. Hier deutet die Nacktheit, trotz des wörtlich zu nehmenden Bezugs, auch auf die Sündlosigkeit hin.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Unzucht erschüttert die Ehe in ihren Fundamenten – und nur in diesem Fall macht der Ehepartner sich nicht schuldig, wenn er eine Ehescheidung vornimmt. Dass ein Christ vielmehr vergeben und dem Partner die Chance zu einem Neuanfang geben soll, ist klar und sollte unbedingt beachtet werden. „Ein Christ“, schreibt der Bibelausleger Rudolf Brockhaus, „handelt nicht im Geist der Gnade, wenn er die Scheidung einreicht.“ Der Prophet Hosea wurde sogar direkt von Gott aufgefordert, seine ehebrecherische Frau zu lieben (Hos 3,1).
Und doch räumt der Herr dem Betrogenen die Möglichkeit einer Scheidung ein, weil es manchmal als zu schwer empfunden werden kann, einen Zustand der Hurerei und Unversöhnlichkeit dauerhaft zu ertragen. Die Scheidung ist dabei keine Empfehlung, sondern lediglich eine Möglichkeit, die sozusagen in einem Nebensatz erwähnt wird. Es ist eine „Notordnung“ für völlig verfahrene Situationen. Das Schöne, was vor dem Sündenfall gegeben wurde (1 Mose2,24), kann leider nach dem Sündenfall nicht immer aufrechterhalten werden.

Ehescheidung und Wiederheirat – Gerrid Setzer

Genau so ist es! Es gibt nur eine Einheit in der Ehe – und diese wird nur durch Untreue zerstört. Warum? Weil die Ehe ein Bild von Gott selbst ist – und dieses echad