Grundnahrungsmittel – täglich?

Ich bin das Brot des Lebens.
49 Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben.
50 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniederkommt, auf daß man davon esse und nicht sterbe.
51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist; wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, daß ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt.

Elberfelder Bibel 1905 – Joh 6,48–51

48 Ich selbst bin das Brot, das euch dieses Leben gibt! 49 Eure Vorfahren haben in der Wüste das Manna gegessen und sind doch alle gestorben. 50 Aber hier ist das wahre Brot, das vom Himmel herabkommt. Wer davon isst, wird nicht sterben. 51 Ich selbst bin dieses Brot, das von Gott gekommen ist und euch das Leben gibt. Wer von diesem Brot isst, wird ewig leben. Dieses Brot ist mein Leib, den ich hingeben werde, damit die Menschen leben können.«

Hoffnung für Alle – Joh 6,48–51

Ich bin das Brot, das euch dieses Leben geben kann.
(49) Eure Vorfahren haben dieses Manna in der Wüste gegessen, aber irgendwann sind sie doch alle gestorben.
(50) Dieses Brot, das ihr hier vor euch seht, kommt direkt aus dem Himmel. Alle, die davon essen, werden nie mehr sterben!
(51) Ich bin das Brot, das Leben gibt, und das kommt aus dem Himmel. Alle, die von diesem Brot essen, werden ewig leben. Dieses Brot ist mein Körper, der wird für euch wie ein Schuldschein eingelöst. Das tue ich, damit diese Welt leben kann.“

VolxBibel

In diesen beiden Versen faßte Jesus seine Lehre zusammen. Sie ist abermals durch die Wendung „wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ unterstrichen (vgl. auch V. 26.32.53). Die Verbform wer glaubt ist im Griechischen ein Partizip Präsens – damit ist ausgedrückt, daß derjenige, der bleibendes, festes, unerschütterliches Vertrauen in Gott setzt, ein Gläubiger ist und das ewige Leben bereits jetzt, in der Gegenwart, und für immer besitzt. Nochmals wiederholte Jesus: Ich bin das Brot des Lebens (vgl. den Kommentar zu V. 35).

Joh 6:49-50
Das Manna in der Wüste stillte nur ein einziges, bestimmtes Bedürfnis. Es ermöglichte für begrenzte Zeit das physische Überleben. Allmählich wurde es den Israeliten zuwider, und schließlich starben sie. Jesus ist ein anderes Brot. Er ist vom Himmel und bringt das Leben. Wer von diesem Brot ißt, wird nicht sterben.

Joh 6,51
Was bedeutet es aber nun genau, Jesus, das lebendige Brot, zu essen? Viele Exegeten sind der Ansicht, daß Jesus damit auf das Herrenmahl anspielte. Tatsächlich läßt sich das hier Gesagte durchaus auf seinen Tod und das Herrenmahl beziehen. Doch da das letzte Abendmahl erst ein Jahr nach den in diesem Kapitel berichteten Ereignissen stattfand, sollte das Essen seines Fleisches und das Trinken seines Blutes an dieser Stelle nicht im Sinne eines Sakraments aufgefaßt werden. Das „Essen“ des lebendigen Brotes ist eine Redefigur, die, wie die anderen Metaphern – zu ihm zu kommen (V. 35), auf ihn zu hören (V. 45) und ihn zu sehen (V. 40) – einfach bedeutet, an Jesus zu glauben. Von diesem Brot zu essen, heißt, ewig zu leben (vgl. V. 40.47.50.54.58). Jesu Aussage über das Brot des Lebens wird noch weiter ausgeführt: nicht nur der Vater gibt das Brot (Jesus), sondern auch Jesus selbst gibt es den Menschen. Dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt. Der Opfertod des Lammes Gottes bringt die Rettung (Joh 1,29). Durch Jesu Tod gewann die Welt das Leben.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Vers 48 wiederholt schlicht die Aussage von Vers 35:

»Ich bin das Brot des Lebens.« Gerade die lehrhafte und missionarische Wiederholung bestimmter Sätze wie:

Wer glaubt, hat das »ewige Leben«, »Ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage«. »Ich bin das Brot des Lebens« konzentriert die Aufmerksamkeit der Hörer auf das Wesentliche und macht zugleich deutlich, dass Jesus die Wahrheit auch dann nicht versteckt, wenn er angegriffen wird.

Die Verse 49 und V. 50 vollziehen eine sehr anschauliche Gegenüberstellung des Wüstenmanna und des messianischen Brotes. Wieder erstaunt, wie rational und überlegt Jesus um die Zustimmung der Juden wirbt. Vom Wüstenmanna sagt Jesus:

»Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.« Darauf haben die Juden selbst in Vers 31 Bezug genommen. Für beide, für Jesus und für die pharisäischen Schriftgelehrten von Kapernaum, handelt es sich dabei um wirkliche Geschichte. Für beide ist diese Exodus -Geschichte grundlegend und zugleich eine typische Vorschaltung der messianischen Zeit. Dasselbe gilt noch für Paulus (1Kor 10,1-11). Allerdings müssen die Schriftgelehrten nach der Meinung Jesu andere Konsequenzen ziehen, als sie es bisher taten. Um dies zu verdeutlichen, redet er von »euren Vätern«. Aber ist diese Wendung nicht zugleich ein spürbarer Hinweis auf die fatale Ähnlichkeit, die sie mit ihren »Vätern« haben (vgl. Mt 23,30ff.; Apg 7,52ff.)? Und droht ihnen dann nicht in der Messiaszeit ein ähnliches Geschick wie ihren Vätern? Jedenfalls »sind« diese trotz der wunderbaren »Manna«-Speisung »in der Wüste gestorben« – wegen ihres Ungehorsams und Unglaubens (4Mose 14,21ff.; 5Mose 1,32ff.).

Und so viel ist absolut deutlich:

Das »Manna« konnte kein ewiges Leben geben! Deshalb brauchen sie jetzt nicht (gegen V. 34 !) das Wüstenmanna, sondern das neue, messianische Himmelsbrot. Jesus erklärt es so:

»Das ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt:

Man isst von ihm und stirbt nicht.« Insofern es »vom Himmel herabkommt« hat es eine Vorschattung und Parallele beim Manna (vgl. 2Mose 16,4), und insofern man von »ihm essen« muss, besteht noch einmal eine solche Parallele. Aber an einer Stelle gibt es keine Parallele mehr:

»Man stirbt nicht«, wenn man das neue Brot isst, d. h. man erhält dadurch das ewige Leben. Mit Recht bemerken die Ausleger, dass von Vers 49 an das Stichwort »essen« eine zunehmende Bedeutung gewinnt.

Damit stehen wir vor Vers 51, dem Schlussvers des zweiten Redeabschnitts in Johannes 6. Zunächst dient er der Wiederholung:

»Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist« (vgl. V. 33.35.38.41.48). »Wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben« (vgl. V. 35.47.50). Der Ausdruck »das lebendige Brot« macht allerdings noch anschaulicher, dass es sich um eine Person und nicht um eine Sache handelt, und dass diese Person Leben vermittelt. Nun bringt aber Vers 51 über diese Wiederholung bzw. Abklärung hinaus ein neues Element. Dieses neue Element liegt in dem Schlusssatz:

»Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.« Schon das äußere Verständnis ist nicht ganz leicht. Eine Gruppe von Handschriften überliefert den Satz so:

»Und das Brot, das ich für das Leben der Welt geben werde, ist mein Fleisch.« Wieder andere Handschriften haben:

»Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt« (ebenso der Luthertext). Für das innere Verständnis des Satzes sind vier Beobachtungen wichtig:

Edition C
  1. Jesus spricht von der Zukunft (»geben werde«) 2. Er ist Geber (»das Brot, das ich geben werde«) und Gabe (»mein Fleisch«) zugleich. 3. Er will nicht nur für Israel handeln, sondern »für das Leben der Welt«, also der Heiland der Welt sein (vgl. Joh 4,42).
  2. Zentrale Bedeutung hat sein »Fleisch«, d. h. seine körperlich -ganzheitliche Lebenshingabe. Im Moment muss dies für die Juden ein Rätselwort sein. Erst die Passion rückt unsern Vers in das heilste Licht. Zwei wichtige Beziehungen lassen sich aber jetzt schon entdecken. Die eine ist die Beziehung zum Prolog, vor allem zu Joh 1,14:

»Das Wort ward Fleisch.« Weil der Gottessohn »Fleisch« wurde, kann er jetzt sein Fleisch »für das Leben der Welt«, d. h. zur Ermöglichung des ewigen Lebens für alle Menschen, hingeben. Sachlich steht also Johannes 6,51 ganz nahe bei Matthäus 20,28 und Markus 10,45. Die andere ist die Beziehung zum Abendmahl. Zwar steht das Hauptwort »Fleisch« in keinem der synoptischen oder paulinischen Abendmahlsberichte. Dafür begegnet uns dort das sachlich engstens verwandte Hauptwort »Leib« (vgl. Mt 26,26; Mk 14,22; Lk 22,19; 1Kor 11,24), und zwar als Deutewort für das Brot. Wenn Jesus in Johannes 6,51 ebenfalls das Brot als sein Fleisch deutet, merken wir:

Es geht sachlich um dieselbe Prophezeiung und Deutung seines Todes wie im Abendmahlsbericht. Deshalb nannte man Johannes 6,51ff. gelegentlich die »johanneischen Abendmahlsworte«. Die Verse 53-58 werden uns hier weiterführen.

Halten wir nur so viel fest:

In Johannes 6,51 kündigt Jesus seinen stellvertretenden Sühnetod an, der der ganzen Weit das ewige Leben verschaffen kann und das messianische »Brot des Lebens« ist.

Edition C

Womit „ernähere“ ich mich täglich? Ist das Christus-zentrierte Bibellesen meine tägliche Angewohnheit? oder eher youtube und FB?
Manchmal hat man den Eindruck, dass der wirkliche Fortschritt – nämlich eine Bibel besitzen und lesen zu können – heute gar nicht mehr von vielen wahrgenommen wird.
Meine Einladung gilt noch immer: fange damit an, die Bibel täglich zu lesen – und poste deine Erfahrungen, deine Entdeckungen und Fragen im Blog von jehovah-shammah.de !!!

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