Verantwortung vor dem Schöpfer

und begrub sie bei den Gebeinen Sauls und Jonathans, seines Sohnes, im Lande Benjamin, zu Zela, im Begräbnis seines Vaters Kis; und man tat alles, was der König geboten hatte. Und danach ließ Gott sich für das Land erbitten.

Elberfelder Bibel 1905 – 2Sa 21,14

und bestattete alle zusammen in Zela im Gebiet von Benjamin in der Grabstätte von Sauls Vater Kisch. Dies alles geschah genau, wie der König es angeordnet hatte. Daraufhin erhörte Gott die Gebete seines Volkes und machte der Hungersnot ein Ende.

Gute Nachricht Bibel – 2Sa 21,14

und alle zusammen in Zela im Gebiet von Benjamin im Grab von Sauls Vater Kisch beisetzen. Danach ließ Gott sich für das Land erbitten.
NeÜ bibel.heute, – 2Sa 21,14

Zu irgendeinem Zeitpunkt der Regierung Davids, wahrscheinlich gegen Ende, wurde Israel von einer dreijährigen Dürre heimgesucht. Als David sich beim Herrn nach dem Grund dafür erkundigte, offenbarte ihm dieser, daß die Dürre als Bestrafung für Sauls Verletzung des Bundes mit den Gibeonitern , der damals in den Tagen Josuas geschlossen worden war ( Jos 9,15-21 ), gekommen sei. Zu der Zeit hatte Israel unter Josuas Führung gerade Jericho und Ai vernichtet und war dabei, das Bündnis der Amoriter im kanaanäischen Bergland anzugreifen. Die Menschen von Gibeon, die in der direkten Marschroute der Eroberung Josuas lagen, taten so, als seien sie entfernte Fremde und entgingen so der Vernichtung. Überdies brachten sie Josua dazu, einen Bund mit ihnen zu schließen, wodurch sie für immer Israel in niedrigen Aufgaben dienen würden, aber niemals verletzt werden durften. Obwohl dieser Bund durch Betrug erreicht worden war, wurde seine bindende Natur sowohl von den Israeliten als auch von den Gibeonitern anerkannt.
Saul hatte bei einer Tat, die im biblischen Bericht nicht verzeichnet ist, einige Gibeoniter während seiner Amtszeit erschlagen ( 2Sam 21,1 ). Als David erfuhr, daß die Hungersnot über Israel als eine Bestrafung für diese Bundesverletzung gekommen war, fragte er die gibeonitischen Führer, was er für sie tun solle. Sie antworteten, indem sie jedes Interesse an Silber oder Gold verneinten. Sie könnten auch nicht, sagten sie, als Israels Vasallen die Rache in die eigene Hand nehmen. Trotzdem baten sie darum, daß ihnen sieben … männliche Nachkommen Sauls übergeben werden sollten , so daß sie die uralte Praxis des lex talionis – Auge für Auge, Zahn für Zahn und Leben für Leben ( 2Mo 21,23-25 ) – ausüben konnten.
David erkannte die Angemessenheit ihrer Bitte an, aber er mußte dies auch mit dem Schwur, den er Jonatan gegeben hatte, daß er nämlich seinen Samen für immer schützen würde ( 1Sam 20,15-16 ), in Einklang bringen. So verschonte David Mefi-Boschet , Jonatans Sohn, sonderte aber andere Nachkommen Sauls für die Hinrichtung aus. Darin eingeschlossen waren Armoni und ein anderer Mefi-Boschet , Söhne von Sauls Konkubine Rizpa (vgl. 2Sam 3,7 ). Die anderen fünf waren alle Söhne von Merab , Sauls Tochter, von ihrem Ehemann AdriÙl (vgl. 1Sam 18,19 ). (Viele hebräische Handschriften haben „Michal“; diese Lesart setzt allerdings 2Sam 21,8 in Gegensatz zu der Feststellung in 2Sam 6,23 ,daß Michal kinderlos starb. Wahrscheinlich ist es daher korrekt, den beiden hebräischen Handschriften und einigen anderen Handschriften zu folgen, die „Merab“ haben.)
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Als David die Hingabe Rizpas sah, mit der sie die Körper ihrer Söhne vor den aasfressenden Vögeln und wilden Tieren schützte, fühlte er sich an die peinliche Zurschaustellung der Körper Sauls und seines Sohnes Jonatans an den Mauern von Bet-Schean erinnert, an welche die Philister sie nach der Schlacht von Gilboa gehängt hatten ( 1Sam 31,11-13 ). Obwohl das Volk von Jabesch in Gilead die Körper zur Beerdigung weggebracht hatte, wurden die sterblichen Überreste weit entfernt von Gibea, der Heimat der Familie Sauls, begraben. David beschloß, ihre Knochen aus Jabesch in Gilead zurückbringen zu lassen und sie im Grab von Sauls Vater Kisch bei Zela in Benjamin zu begraben. Nachdem dies geschehen war, antwortete Gott wieder auf Gebete für das Volk.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Im Grab seines Vaters Kish: Es wurde großen Wert darauf gelegt, im Grab seiner Vorfahren begraben zu werden (siehe 2:32 n.). Gott reagierte auf die Bitte des Landes und setzte der Hungersnot ein Ende.

Die jüdische Studienbibel

Erst danach setzte sich Gott durch, um dem Land Barmherzigkeit zu erweisen. Gott macht seine Führer für ihre Handlungen verantwortlich und zögerte nicht, ihre Sünde zu beurteilen. Mit der Aussage, dass „sie alles getan haben, was der König befohlen hat“, bemerkt Rashi, dass sie in allen Städten Israels um Sha’ul und Y’honatan trauerten („sat shiv’ah“).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Eine merkwürdige Geschichte in der Bibel – dass der Segen über eine Zeit dem Volk entzogen wurde, weil der König Saul einen Fehler gemacht hatte.
Wenn man die Geschichte komplett liest, merkt man, was Jehovah uns sagen will: egal wer ich bin – ob einfacher Bürger oder Präsident/König eines Landes: mein Handeln hat Konsequenzen – manchmal nur persönlich (spätestnes wenn ich nach meinem Tod vor SEINEN Richterstuhl treten muss) oder manchmal für mein ganzes Umfeld! Und nein – Gott vergißt nicht einfach- nicht wie das Sprichwort sagt „Zeit heilt alle Wunden“ oder „Laß Gras drüber wachsen“. Die Verantwortung geht manchmal, wie in der oben angeführten Geschichte, auf die folgende Generation über ( also hier von König Saul auf König David).
Ich finde es immer wieder spannend, mich mit Menschen zu unterhalten, die aus bestimmten Gemeinden/Kirchen ausgetreten sind. Sehr oft halten diese ganz ganz fest an den falschen Lehren dieser Gemeinschaften weiter fest, und sehen nur ein paar Kleinigkeiten, warum sie der Gemeinschaft den Rücken gekehrt haben. Aber diese „Kleinigkeiten“ sind die Früchte der falschen Lehre! Andere lehnen Jehovah ganz ab, weil er soviel zugelassen hat. Nehmen wir das obrige biblische Beispiel: David hätte wegen der Hungersnot sich einen „anderen Hausgott“ oder „Volksgott“ anlegen können. Er hätte aber auch ein paar Fehler von Saul aufdecken können, oder wie man es heute teilweise macht „den Fluch brechen“, der „Hungersnot widersagen“ können. Aber der richtige Weg war, den Fehler Sauls wiedergut zumachen. Und dann trotzdem Saul ein richtiges Begräbnis zu geben! So sollte man meiner Meinung nach, in allen Gemeinschaften mit falschen Lehren umgehen: offen zugeben, das die FÜHRUNG dies und jenes falsch gemacht hat, und dann die Vergangenheit in Würde begraben!
Mein Tip: lies Gottes Wort als ganzes Buch! regelmäßig! und besprich mit andern das was du gelernt hast! – oder schreibe darüber! Aber löse dich von den festgefahrenen Gedankenschemas! Wenn du diesen Blog seit Jahren kennst, wirst du wissen, was ich meine, den ganz zum Anfang, wirst du fast nur Zitate aus bestimmten Zeitschriften finden…und mit der Zeit ändert sich die Ansicht über die Bibel. Beginne diesen Weg – heute!

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