Blick in den Himmel

וְאַרְבַּע הַחַיּוֹת לְכָל אַחַת מֵהֶן שֵׁשׁ כְּנָפַיִם. מִסָּבִיב וּמִבִּפְנִים הֵן מְלֵאוֹת עֵינַיִם, וְיוֹמָם וָלַיְלָה אֵינָן חֲדֵלוֹת לוֹמַר׃ ״קָדוֹשׁ, קָדוֹשׁ, קָדוֹשׁ, (ישעיהו ו׳ ב׳–ג׳) יהוה אֱלֹהֵי צְבָאוֹת אֲשֶׁר הָיָה וְהֹוֶה וְיָבוֹא.״

ha-Berit ha-ḥadashah 2000 – Offenbenbarung 4,8

Und was die vier lebenden Geschöpfe betrifft: Jedes von ihnen hat je sechs Flügel; ringsum und unterhalb sind sie voller Augen. Und sie haben Tag und Nacht keine Ruhe, während sie sagen: „Heilig, heilig, heilig ist Jehova Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“
neue Welt Übersetzung – Offenbarung 4,8

Und die vier Lebewesen (Gestalten, Tiere, Geschöpfe), eines wie das andere {von ihnen} je sechs Flügel habendj, sind außen (außen herum) und innen voller Augen. Und sie rufen Tag und Nacht ohne Unterbrechungk: „Heilig, heilig, heilig [ist] der Herr (JHWH), Gott, der Allmächtige (Zebaot), Der War (Gewesene) und Der Ist (Seiende) und Der Kommen Wird (Kommende) l!“
offene Bibel – Offenbarung 4,8

Jede dieser Gestalten hatte sechs Flügel. Auch die Flügel waren innen und außen voller Augen. Unermüdlich, Tag und Nacht, rufen sie:
»Heilig, heilig, heilig ist der Herr,
der allmächtige Gott,
der schon immer war,
der heute da ist
und der kommen wird!«
Hoffnung für Alle – Offenbarung 4,8

Jedes von diesen vier Wesen hatte sechs Flügel, und die waren auch voll mit diesen Augen. Diese vier Wesen standen da und sangen vierundzwanzig Stunden am Tag ohne Unterbrechung: „Ganz besonders krass, eben gottmäßig, heilig, so ist der Gott, dem nichts unmöglich ist. Er war am Anfang da, er ist jetzt immer noch bei uns, und er wird auch immer da sein!“
VolxBibel – Offenbarung 4,8

Off 4,8 ἓν καθʼ ἕν19f ein jedes, eins wie das andere (B εἷς 5e). αὐτῶν gen. partitivus (A164). ἔχων V. 7. ἀνά distributiv (BDR § 2481) je, jeweils. πτέρυξ3 υγος ἡ Flügel. ἕξ19 sechs. κυκλόθεν Adv. von allen Seiten, ringsherum. ἔσωθεν innen. ἀνά-παυσις8 Aufhören; Ruhe. ἡμέρας καὶ νυκτός gen. temp. (A166). λέγοντες Ptz. λέγω, präd. bei Verben (hier: Verb m. entsprechendem AkkO) des modifizierten Seins u. Tuns (A301); ἀνάπαυσιν οὐκ ἔχουσιν (praesens narrativum, A235) … λέγοντες sie sprechen/sprachen unaufhörlich. ὁ θεός Nom. m. Art. für Vok. (A142). παντο-κράτωρ6 ορος ὁ Allherrscher, Allmächtiger; App. (A70). ἦν Ipf. εἰμί; ὁ ἦν vertritt hier ein dur. Ptz. m. Vergangenheitsbezug (ZG): der war; ὁ ἦν καὶ ὁ ὢν καὶ ὁ ἐρχόμενος eine an Ex 3,14f anknüpfende Umschreibung des Gottesnamens. ὤν Ptz. εἰμί, subst. ἐρχόμενος Ptz. ἔρχομαι, subst.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Vor dem Thron lag ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, in dem sich die herrlichen Farben der ganzen himmlischen Szenerie brachen (vgl. Offb 15,2). In der Mitte des Bildes befanden sich vier himmlische Gestalten, die mit einem Löwen, einem Stier, einem Menschen und einem fliegenden Adler vergleichbar waren. Jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen. Nach den Worten des schauenden Johannes priesen diese Wesen Gott ohne Unterlaß und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige (pantokratOr; vgl. Offb 1,8;11,17;15,3;16,7.14;19,6.15;21,22 ) und Ewige (der da war und der da ist und der da kommt; vgl. Offb 1,8;11,17 ). Dies ist die erste von insgesamt 14 Doxologien im Buch der Offenbarung (vgl. dazu die nachfolgende Tabelle).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch Hesekiel sprach von sechs Flügeln ( Hes 1,11 ). Das Trishagion (»heilig, heilig, heilig«) stammt aus Jes 6,3 , wo die Seraphim – heilige Flammenengel nach dem Vorbild der Cherubim der Stiftshütte – als ein Symbol der universalen Herrlichkeit Gottes ( Jes 6,3 ) den Thron Gottes im Jerusalemer Tempel umgeben und dem Seher die Unreinheit der sündhaften Sterblichen, zu denen auch er selbst gehört, vor Augen führen ( Jes 6,5 ). Die biblische Bildwelt mit diesen Gestalten und ihre Hymnen, die in den Synagogen und später auch in der kirchlichen Liturgie gesungen wurde, finden sich auch in späteren jüdischen Schriften. Als Gegensatz dazu wäre der ständige Chor des Kaiserkults in Pergamon vorstellbar, dessen 36 Mitglieder Hymnen zu Ehren des göttlichen Augustus zu singen hatten.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Dann sieht Johannes „vier lebendige Wesen“. Ihnen kommt eine herausragende Bedeutung zu. Sie befinden sich „inmitten des Thrones und rings um den Thron“, sind „voller Augen vorn und hinten“, gleichen einem Löwen, einem Stier, einem Menschen oder einem Adler und besitzen sechs Flügel, die „ringsum und inwendig voller Augen“ sind.

Die „Wesen“ haben große Ähnlichkeit mit denen aus Hes 1 und 10 (Hes 1,4-21; 10,1-17). Der Vergleich zeigt, dass es sich bei den Gestalten um Cherubim handelt.
„Keruben sind geflügelte Mischwesen mit einem Menschengesicht und einem Löwenkörper. Sie entsprechen dem Sphinx in Ägypten. In Hes 41,18f. ist ein Mischwesen mit Menschen- und Löwenkopf vorausgesetzt.
Durch die Kombination von Körperteilen unterschiedlicher Lebewesen (Mensch / Tiere) werden die mit diesen verbundenen Eigenschaften, Funktionen und Bedeutungen in einem einzigen Wesen vereint und steigern so dessen überlegene, übernatürliche Gewalt und Macht ins Unermessliche. Im Alten Orient haben Keruben vor allem zwei Funktionen: Eine Wächter- und Schutzfunktion (…) und eine Tragefunktion (sie tragen die Gottheit bzw. bilden deren Thron). Beide Funktionen finden sich auch im Alten Testament …
Das Alte Testament kennt unterschiedliche Kerubenkonzeptionen. Auffällig ist auch, dass sowohl vom einzelnen Kerub als auch von Keruben im Plural gesprochen wird …
Keruben beschützen – wie Wächterfiguren bzw. Genien an den Eingängen assyrischer und babylonischer Paläste – den Weg zum Baum des Lebens bzw. den Berg Gottes (Gen 3,24 [Pl.]; Ez 28,14.16 [Sg.]) …
In 2Sam 22,11 // Ps 18,11 fungiert der Kerub (Sg.!) als Himmelsreittier JHWHs im Zusammenhang seiner Theophanie (…). Hier ist vor allem die Ausstattung des Keruben mit Flügeln wichtig, da sie die Mobilität JHWHs unterstreicht …
Zur Innenausstattung des Salomonischen Tempels gehörten nach 1Kön 6,23-28 zwei 10 Ellen (ca. 5 m) hohe Keruben aus Olivenholz, die nebeneinander, mit dem Gesicht nach vorn standen und mit ihren Flügeln den Gottesthron bildeten. Die inneren Flügel waren die Sitzfläche und die äußeren die Seitenlehne des Thrones.
Daneben waren auch die Wände und Türen des Tempels sowie die Kesselwagen mit umlaufenden Schnitzwerkverzierungen versehen, die u.a. Palmetten und Keruben darstellten (vgl. 1Kön 6,29.32.35; 1Kön 7,29.36; …) …
Das JHWH-Prädikat ‚Kerubenthroner‘ in 1Sam 4,4; 2Sam 6,2 = 1Chr 13,6; 2Kön 19,15; Jes 37,16; Ps 80,2; Ps 99,1 entstammt ursprünglich der Jerusalemer Kulttradition … Es bezieht sich unmittelbar auf den im Salomonischen Tempel befindlichen Kerubenthron JHWHs, wie z.B. Ps 99,1b.2a nahelegt, wo JHWH, ‚der Kerubenthroner‘, mit dem auf Zion residierenden Gott identifiziert wird … Das Königtum JHWHs und sein Thronen auf den Keruben gehören unaufhebbar zusammen (vgl. den synonymen Parallelismus membrorum in Ps 99,1 …). In 2Kön 19,15 ist der Titel mit der Vorstellung von JHWH als König und Weltschöpfer verbunden. Hier und in Ps 80,2 ergeht an den Kerubenthroner eine Bitte um Hilfe und Schutz.“
http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/keruben-kerubenthroner/ch/4b7f1d9f930ed7c51d9f4893a5aad7e0/ (Zugriff 25.10.2017)

Auf dem Hintergrund der den Thron Gottes tragenden Cherubim wird auch die Aussage verständlich, dass sie „inmitten des Thrones und rings um den Thron“ sind“ (vgl. Hes 1,5: „Und mitten darin war etwas wie vier Gestalten …“). Es handelt sich um „lebendige Teile des Thrones der Herrlichkeit“ (Tóth, Kult, 217).

Dass sie „vorn und hinten“ voller Augen sind, dient wahrscheinlich dazu, dass sie sich beim Gehen nicht umzuwenden brauchen (Hes 1,12; vgl. 10,11) und auf diese Weise den Thron Gottes besser bewachen können.

Die Bewachung des Thrones Gottes gehört jedenfalls nach dem äthiopischen Buch Henoch zu den Aufgaben der Cherubim.
äthHen 70,7-9: „(7) Und ich sah dort in der Mitte jenes Glanzes, dass darin Etwas, was erbaut war aus Steinen von Glas, (8) inmitten dieser Steine Zungen von lebendigem Feuer. Und es sah mein Geist eine Umschließung, welche umschloss dieses Haus des Feuers von seinen vier Enden, darin Ströme angefüllt mit lebendigem Feuer, und sie umschlossen dieses Haus. (9) Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit.“ (vgl. Roloff, 69).

Auch dass es sich bei den vier Gestalten um Figuren handelt, die einem Löwen, einem Stier, einem Menschen oder einem Adler gleichen, entspricht der Vision im Buch Hesekiel (Hes 1,10; 10,14). Der einzige Unterschied besteht darin, dass es sich bei Hesekiel jeweils um ein Wesen mit vier verschiedenen Angesichtern handelt, während es in Offb 4 um vier verschiedene Gestalten geht, die daher auch einzeln in Aktion treten können (6,1.3.5.7; 15,7).

Damit stellt sich auch die Frage nach der Bedeutung von Löwe, Stier, Mensch und Adler:
• Im Laufe der Kirchengeschichte hat man versucht, sie mit den vier Evangelisten zu identifizieren (Irenäus, adv.haer. 3,11,8; so auch Böttcher, 97).
• Nach Maier steht der Löwe „für die wilden Tiere“ und „zugleich für Macht und Kraft“, der Stier für die „Haus- und Opfertiere“ und als „Repräsentanz von Kraft und Majestät“; der Mensch als Repräsentant der Menschheit und der Adler als Repräsentant der Vögel und der „Macht und Herrlichkeit des Schöpfers“ (Maier I, 271-273).
• Zimmerli deutet die Gestalten des Buches Hesekiel dahingehend, dass „darin die königlichsten und stärksten Tiere bzw. Vögel zusammen mit dem Menschen herangezogen worden“ sind, „um die Aussage der allumfassenden Gottmacht, die sich in den throntragenden Wesen spiegelt, zu potenzieren“ (Walter Zimmerli, Hesekiel, Neukirchen-Vluyn 1979, 62).
• Interessant ist auch der Vorschlag, die vier Gesichter der Gestalten des Hesekielbuchs als Repräsentanten der vier Himmelsrichtungen zu deuten, weil dadurch auch ihre Bewegungsrichtung erklärt werden kann (Hes 1,20). (Hans Ferdinand Fuhs, Ezechiel, Würzburg, 1986, 23).

Jedes der vier Wesen hat sechs Flügel – also zwei mehr als die in Hesekiel beschriebenen Wesen (Hes 1,6). Sie sind „ringsum und inwendig voller Augen“. Weil in 4,6 bereits davon die Rede war, dass die Wesen „voller Augen“ sind, bezieht sich diese Aussage vermutlich speziell auf die Flügel (Maier I, 274).

Vers 8b schildert nun die Tätigkeit der vier Gestalten: das unaufhörliche Lob Gottes. Die Aussage, dass sie damit „Tag und Nacht“ nicht aufhören, entspricht Aussagen im Henochbuch.
äthHen 39,12: „Dich [Gott] preisen die nie Schlafenden; sie stehen vor deiner Herrlichkeit, preisen, rühmen und erheben sich, indem sie sprechen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Geister! Er erfülltet die Erde mit Geistern.“ (vgl. äthHen 70,9: „Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit.“)

Das Lob Gottes besteht aus einem dreimaligen Ruf „heilig“ (vgl. Jes 6,3). Außerdem wird Gott als „Herr“, als „Allmächtiger“ und als „der war und der ist und der kommt“ bezeichnet. Die Begriffe „Herr“ (gr.: Kyrios) und „Allmächtiger“ (gr.: pantokrator) stehen auch in 1,8; 11,17; 15,3; 16,7.14); 19,6; 21,22 zusammen. Die Bezeichnung „der war und der ist und der kommt“ ist typisch für die Offenbarung des Johannes (1,4.8; vgl. 11,17; 16,5).

So ist es „ihre Hauptaufgabe …, mit den Ältesten zusammen vor dem Thron Gottesdienst zu halten (4,8, 5,8-10; vgl. auch 5,14; 19,4). Sie beschäftigen sich aber auch mit der Entfaltung der Endereignisse: Bei den anfänglichen vier Siegelvisionen leitet ein jedes von ihnen mit dem Wort ‚komm!‘ den Auftritt eines Pferdes ein (6,1.3.5.7) und in 15,7 übergibt eines von ihnen den sieben Schalenengeln die sieben Schalen.“ (Satake, 199).

Mainka – Offenbarung des Johannes

Jetzt folgt die maßgebliche Deutung der göttlichen Lichtfülle, die Johannes geschaut hat. An die in V 3 genannten Farben und Materialien sind nicht allerlei Themen menschlicher Dogmatik anzuhängen, vielmehr geht es um ein einziges Thema, und um dieses Thema dreimal und immer wieder: es geht um die Heiligkeit Gottes (s. z. 3,7). Und sie sprachen unaufhörlich Tag und Nacht: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allgewaltige. Die hohen Thronengel haben teil an dem göttlichen Wachsein nach Ps 121,4. das mit menschlicher Schlaflosigkeit nichts gemein hat, sondern Unabhängigkeit vom irdischen Zeitenrhythmus bedeutet. In überirdischer Unermüdlichkeit und ewiger Wachheit verrichten sie ihren Throndienst wie die Seraphe in Jes 6. Der dort gebrauchten Gottesbezeichnung „Herr Zebaoth“ entspricht hier „Gott der Herr, der Allgewaltige“ (Anm. 54). Aber dann folgt im Unterschied zu Jes 6 nicht eine raumbezogene, sondern eine geschichtsbezogene Bestimmung des Dreimalheiligen: Der da war und der da ist und der da kommt. Die drei Elemente dieser Wendung sind gegenüber 1,4 chronologisch geordnet (s. d.): Gott war heilig, ist heilig und wird heilig sein. Was sich auch in den Zeiten ändert, aber daran ändert sich nichts. Daran zerbricht aber alles, was unheilig ist. In diesem Vorgang um den Thron Gottes enthüllt sich dem Johannes der Grundvorgang der Geschichte: Heiligung des Namens Gottes.

Wuppertaler Studienbibel

Und heute wieder die Frage: für was lebe ICH? Für mich, oder sehe ich meine Aufgabe im Leben, diesen allweisen Schöpfer zu loben und zu preisen? Was zeigen meine Aktivitäten?

Vergessen wir nicht:
Jehovah ist vollkommen heilig
Wir Menschen sind von Natur aus sündig
Jehovah ist vollkommen gerecht
Wir Menschen sind von unserer Geburt an ungehorsam.
Nur durch Seine Barmherzigkeit haben wir die Chance IHN anzubeten.

Gottesdienst im Himmel sieht SO anders aus, als den, den wir auf der Erde so nennen. Da wird kein Heftchen studiert, da geht es nicht im Heilung, nicht um unsere Sorgen – da geht es um IHN!

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