Unfrieden – warum?

Ihr meint wohl, ich sei gekommen, um bloß Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, – ich bringe auch Unfrieden.
Johannes Greber – Lukas 12,51

Falls ihr gedacht habt, ich würde den Weltfrieden organisieren, dann habt ihr euch gewaltig getäuscht! Nein, wo ich bin, werden sich Menschen streiten,
VolxBibel – Lukas 12,51

Meint nur nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Auseinandersetzung!
Hoffnung für Alle – Lukas 12,51

Denket ihr, daß ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung.
Elberfelder 1871 – Lukas 12,51

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Erklärt hier Jesus, dass ER für die Streitkultur der heutigen Zeit verantwortlich wäre? NEIN!

„Glaubst du, ich bin gekommen, um Frieden im Land zu bringen?“ Jeschua würde bei seinem ersten Kommen nicht in Herrlichkeit regieren, noch würde er die messianischen Prophezeiungen des Weltfriedens erfüllen, z. B. „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schlagen“ (Jes. 2: 4; Mik. 4: 3). Stattdessen würde er Spaltung bringen: Einige würden ihn als Messias anerkennen, andere nicht, was dazu führen würde, dass sich die Familien in dieser Angelegenheit in der Mitte aufteilen (Verse 52–53).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Ein Jünger Jesu zu sein, konnte unter Umständen dazu führen, daß man von niemandem mehr verstanden wurde, nicht einmal von der eigenen Familie. Jesus brachte letztlich nicht Frieden unter die Menschen, sondern Zwietracht, denn die einen nahmen seine Botschaft vom Gottesreich an, und die anderen lehnten sie ab. Die Wirkung seiner Lehre und seines Lebens würde einem verzehrenden Feuer gleichen (V. 49). Sein Leben und sein Tod bildeten die Grundlage für das Gericht über Israel, durch das das Volk wie durch ein Feuer geläutert würde. Jesus wünschte sich sehnlich, daß dieses Ziel schon erreicht und sein Auftrag erfüllt wäre. Mit der Taufe, von der er hier sprach, war zweifellos sein Tod gemeint, der, wie er sagte, vollbracht werden mußte (V. 50). Das Wirken Jesu brachte tatsächlich Konfliktstoff in die Welt, wie er prophezeit hatte (V. 52 – 53). Familien wurden uneins und Treueversprechen gebrochen. Noch heute werden Judenchristen von ihren Familien und Freunden geächtet. Doch ein Jünger muß bereit sein, solche Schwierigkeiten auf sich zu nehmen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Damit dieses Ziel erreicht wird, musste eine Erlösung vollbracht und die Macht Satans zerstört werden. Die Menschen müssen mit Gott versöhnt werden und die Schöpfung muss wieder in Harmonie mit ihrem Schöpfer gebracht werden. Aber das ist nicht das Thema hier, sondern die Person des Herrn Jesus. Alles war sozusagen verborgen in diesem Kind, das in der Krippe lag. Durch dieses kleine Kind griff Gott in die Welt ein, wo die Sünde regierte, um seine Pläne auszuführen. In Ihm, der so in die Welt gekommen war, ist die Erfüllung dieser Pläne gesichert.
Die Ablehnung dieses Friedensangebots Gottes im Herrn Jesus bedeutet allerdings für alle, die nicht an Ihn glauben, Gericht. Denn an Ihm scheiden sich die Menschen. Der Herr selbst weist in Lukas 12,51 darauf hin: Seine Gegenwart bewirkt unter Menschen Konfrontation und Entzweiung. Aber das war nicht Gottes Absicht, als Er seinen Sohn sandte, sondern eine Folge der Ablehnung von Jesus Christus durch die Masse der Menschen. Statt «Friede auf der Erde» haben wir heute erbitterte Feindschaft gegen den Herrn Jesus und gegen jene, die die Botschaft des Friedens annehmen – eine Tatsache, die jeder, der Ihm nachfolgt, mehr oder weniger intensiv erfährt.

Halte fest 2014

Die Ethik, die Jesus lehrt, unterscheidet sich so radikal von der Ethik der Welt, dass eine Entzweiung zwischen ihren jeweiligen Anhängern unausweichlich ist.

Lk 12:51-53 : Angesichts des hohen Stellenwerts, den die Familie im Judentum genoss, mussten diese Worte Jesu seine Hörer erschrecken. Die Menschen lebten damals sehr viel häufiger in Großfamilien zusammen als heute, doch längst nicht alle hatten ihre Schwiegereltern bei sich aufgenommen.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Da sind wir wieder bei dem Punkt von gestern abend: wenn Christsein bedeutet, seine eigenen Wünsche und Ziele aufzugeben – dann entfernt man sich aus dieser selbstsüchtigen Gesellschaft, und ist kein Teil mehr von ihr.
Aber dass diejenigen, die sich zu Jeschuah bekennen von ihren eigenen Familien und Freunden entfremdet werden, könnt ihr in der Broschüre „“Die Weisheit ruft“ nachgelesen werden – eine Sammlung von Lebenserfahrungen von Rabbinern des 18. und 19.Jahrhunderts, die erkannten, welche Rolle Jeschuah in ihrem Leben spielen sollte. (Unter anderem findet ihr beim Lesen dieser Broschüre auch, dass alle diese Rabbiner der Meinung waren, dass „ihr Gott“ Jehovah heißt).

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