„Komm!“

Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst.
Elberfelder 1871 – Offb 22,17

Und der Geist und die Braut-Offb 21,2.9- sprechen: ,Komm!‘ Und wer da hört, er spreche: ,Komm!‘ Und wen da dürstet-Jes 55,1; Joh 7,37; Offb 21,6-, er komme; wer da will, er nehme Wasser des Lebens umsonst!
Abraham Meister – Offenbarung 22,17

Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme, und wer es will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst! Offb 21,2.6.9; Jes 44,3; 48,20.21; 55,1; Ps 42,2; Mt 5,6; Joh 4,13f; 7,17.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Offb 22,17

Wenn der Herr Jesus so seine Stimme hat hören lassen und auf sich selbst als die Erfüllung aller Verheißungen hingewiesen hat, können der Geist und die Braut nicht schweigen. Der Geist ist zwar auf der Erde, doch sein Aufenthalt dort ist zeitlich begrenzt. Der Geist wohnt hier gerade so lange, wie die Gemeinde, die Braut, hier ist; doch Er fühlt sich hier nicht zu Hause. So fühlt sich auch die Braut in der Welt nicht zu Hause. Sie ist hier noch immer von ihrem Bräutigam getrennt. Doch wenn sie seine Stimme hört, ertönt auch ihre Stimme in vollkommener Harmonie mit der Stimme des Geistes, und sie sagt sie zu ihrem Bräutigam: „Komm!“
Die Braut ist die Gemeinde in ihrer Gesamtheit. Die Gesamtheit der Gemeinde sagt: „Komm!“, auch wenn nicht jeder, der zur Braut gehört, in derselben Weise gleich innig nach dem Herrn verlangt. Daher folgt auch die Aufforderung an jeden persönlich, zu sagen: „Komm!“ Das Verlangen des einen kann ansteckend auf das schwache Verlangen des anderen wirken.
Dann wird noch eine dritte Gruppe angesprochen. Diese Gruppe gehört noch nicht zur Braut, aber sie möchte dazugehören, denn sie hat Durst. Jeder, der Durst hat, wird noch eingeladen, das Wasser des Lebens zu nehmen, und zwar umsonst (Jes 55,1). Dieses Wasser spricht von der Erfrischung, die der Herr Jesus durch seinen Geist jedem geben will, der durch ein Leben in der Sünde müde geworden ist (Joh 4,10–15; 7,37).

M. G. de Konin – Das Buch der Offenbarung

Wer alles sich nach Jesu Kommen ausstreckt und ruft bzw. rufen soll.

a) »Der Geist spricht: Komm!« (V. 17):

Man hat diejenigen Christen, die anhaltend um die Wiederkunft Jesu bitten, schon oft gefragt, ob sie deren so gewiss seien und sein könnten, dass diese Bitte Gottes Willen gemäß sei (vgl. 1 Joh 5,14). Unsere Schriftstelle antwortet: Ja! »Der Geist spricht: Komm!«, der Geist, der uns im Gebet vertritt (Röm 8,26.27). Eben der Geist Gottes ist es auch, der uns lehrt, was das Sinnen, Denken und Wollen Gottes ist (1 Kor 2,10-12), und der unseren Willen in die Richtung des Willens Gottes lenkt (Röm 8,14).

Die Bitte um Jesu Wiederkunft entspricht also Gottes Willen. Auf sie wird jeder hingeführt, der für den Geist Gottes offen ist und mit Gott und seinem Heilsplan und -ziel denkt. Diese Bitte hat deshalb besondere Verheißung und kann in besonderer Gewissheit vor Gott gebracht werden (1 Joh 5,14).

b) »Die Braut spricht: Komm!«:

Das Verlangen nach der endgültigen Vereinigung mit dem Herrn schließt, wenn es recht ist, die Treue und den Eifer ein, sowohl in der eigenen Zubereitung als auch im Dienst an der Welt, insbesondere in dem der Einladung zu Jesus.

Die »Braut« ist nach unserem Verständnis der Schrift nicht etwa nur Israel (Hos 2,21.22), wie manche meinen. Aus der Gemeinde Gottes, gesammelt aus Israel und den Völkern, ist »eins« geworden (Eph 2,14; Gal 3,28; Röm 11,17-24; vgl. Mt 8,11 und das zu Offb 7,4-8 Gesagte). »Braut« und »Leib« sind deshalb zwei Bezeichnungen für dasselbe, nämlich die Gemeinde.

»Braut« heißt sie, sofern die Gemeinschaft der Liebe und Treue mit ihrem Herrn ins Auge gefasst ist. »Leib« heißt sie, sofern der Herr als das Haupt der Gemeinde nach seinem Willen und in seiner Kraft durch sie als seinem Werkzeug wirkt; die Menschen in der Zeit der Apostel haben entsprechend griechischem Denken den Leib als Instrument des Geistes verstanden. Wie die Worte »Braut« und »Leib« ineinander übergehen, zeigt unter anderem Eph 5,22-32, vor allem V. 30:Paulus redet zunächst von der Ehe. Dann aber gibt er – nachdem er vorher schon sagte, dass ein Mann seine Frau lieben und pflegen soll »gleichwie auch Christus die Gemeinde« (V. 28-29) – seinen Worten die Wendung: »Ich rede aber von Christus und der Gemeinde« (V. 32).

Und Vers 30 fügt er ein: »Denn wir sind Glieder seines Leibes«. Wir haben damit, dass wir sagen, die eine Gemeinde aus Israel und den Völkern sei die Braut«, Israel, nicht etwa seine Verheißung geraubt. Im Gegenteil: Es wird gerade so deutlich, dass wir nur gnädiger; ja »unnatürlicher« – weise eingepflanzt worden sind in den eigentlichen »Ölbaum« Israel (Röm 11,17-24). Außerdem gibt es noch die Verheißung für Israel als Ganzes (Röm 11,26; Sach 12,10-14); vgl. das zu Offb 22,7 Gesagte!

c) »Und wer es hört, der spreche: Komm!«:

Dieses »Komm« läuft durch alle Generationen von Christen nacheinander (Gott hat bis dahin immer noch gewartet, weil das Haus noch nicht voll war, Lk 14,22.23; vgl. Mt 24,14; 2 Petrus 3,15; Offb 6,11; 7,9 und das dazu Gesagte), und es läuft durch alle Völker »nebeneinander«, rund um den Erdball, überall da, wo Menschen sind, die Jesus lieben, ihm folgen und auf ihn warten. Und wenn wir den Geist so mahnen und die Gemeinde so rufen hören, dann wollen wir uns ebenfalls zu dieser Bitte erwecken und ermuntern lassen: »Komm!«

(2) Die Bitte um Jesu Kommen nicht ohne Bereitung auf sein Kommen.

»Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst«:

a) Wie schrecklich wäre es doch, wenn wir uns so lange mit dem Kommen unseres Herrn in Herrlichkeit beschäftigt, ja auch um dieses Kommen gebetet hätten, und dann doch einmal nicht bereit wären. Wir können uns nicht mit unserem »Komm« an Jesus im Blick auf sein herrliches Kommen in der Zukunft wenden, ohne uns zugleich auch im Blick auf sein Kommen im Heiligen Geist heute an ihn zu wenden (Offb 3,20; vgl. 1 Mose 18,3) und nicht ohne Jesu gnädigem »Komm«, an uns gerichtet, heute zu folgen (Mt 11,28). Unsere Bitte »Komm« wäre sonst unsinnig, ja gegen uns selbst gerichtet; denn wir würden uns selbst die uns noch gewährte Gnadenfrist, die wir noch nicht genützt haben, abschneiden wollen.

b) Noch einmal, wie in Offb 21,6 (vgl. das dazu Gesagte), wird auch hier deutlich, dass der Herr alles, sein Vergeben, seinen Geist, die Gotteskindschaft, das ewige Erbe, sich selbst »umsonst« oder, wie es wörtlich heißt, »geschenkweise« gibt. Abschließend wird hier in der Offenbarung noch einmal die »Rechtfertigung des Sünders allein aus Gnaden«, wie es auch Paulus tat (Röm 3,24.28; 2 Kor 5,21; Gal 3,6 -14; Eph 2,8 u. a. m.), eindeutig und nachdrücklich unterstrichen. Vgl. auch das in der Einleitung Ziffer 4ff. Gesagte

Edition C

Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Der Geist erweckt sie zum Warten; das war in den Gemeindebotschaften seine Grundfunktion. Und darin, dass die Gemeinde auf den Herrn harrt, erweist sie sich als sein Besitz, eben als seine Braut. Das „große Geheimnis“ ihrer Zugehörigkeit zu ihm, von dem Eph 5 spricht, wird also notwendig in ihrem Warten offenbar. Unüberwindlich wird sie durchströmt und durchtönt von diesem „Komm!“ Der Heilige Geist vermittelte ihr eine derartige Kostprobe A von der zukünftigen Christusherrlichkeit, dass ihr keine Gegenwart mehr richtig „schmeckt“, keine sonstige Herrlichkeit sie mehr blendet und kein |569| Wohlleben sie einschläfert. Wenn aber die Hoffnung erlahmt und das Verhältnis zu Jesus sich in Erinnerungen an ihn erschöpft, setzen für die Gemeinde die großen Deformationen ein. Sie wird wieder ein Stück Welt.

A) In diesem Sinn spricht das NT vom „Unterpfand, Angeld“ oder von der „Erstlingsgabe“ des Heiligen Geistes; vgl. auch Heb 6,4-5.

Dieses vom Heiligen Geist gewirkte „Komm!“ ist nicht weniger mächtig als das ganz andere in 6,1.3.5.7 vom Thron ergehende „Komm!“, das zunächst den weißen Reiter und dann die anderen apokalyptischen Reiter in die Geschichte starten ließ. Auch dieser zweite Ruf gilt einem weißen Reiter, aber dem Gegenbild in 19,11. Gegen Ende der Zeit wird es übermächtig und gehört zu den wesentlichen Antrieben der Geschichte (s. z. 8,2-5).

Immer wird es diese vom Heiligen Geist erfüllte und auf den Herrn der Herren wartende Gemeinde geben. Die Pforten der Hölle mögen sie mit Übeltaten oder Wohltaten verfolgen, aber sie werden ihr Harren auf Jesus nicht niederdrücken können. Kerzengerade steht sie mitten im Schlafsaal der Welt, wacht und betet, bis der „Stern der Frühe“ aufgeht. Eine andere Frage aber ist die, ob nicht einzelne Glieder dieser Brautgemeinde den Heiligen Geist dämpfen. Darum spreche der Hörer dieser Botschaft in der Gemeindeversammlung: Komm! Der Hörer soll ganz Ohr werden für die Stimme des Geistes, die etwa in den Gemeindebotschaften laut wird (Exkurs 1e). So entsteht in ihm der Komm-Ruf. Er könnte sich auch verstocken und wie taub werden. Solch ein Dämpfen des Geistes zahlt sich aus in Hoffnungslosigkeit, bald auch in Glaubenslosigkeit und Lieblosigkeit.

Ein drittes Mal, und zwar im deutlichen Gleichklang mit den beiden ersten Malen in diesem Vers, ertönt das Verb „kommen“, jetzt aber eigentümlich gewendet. Auf dieses Kommen wartet nun Jesus. Und der Dürstende komme; wer will, empfange Lebenswasser umsonst. Jesus wartet auf das geistliche Kommen derer, die auf sein Kommen warten und nach seinem Reich und Angesicht dürsten.

Dürsten und Hungern gehören zur uralten biblischen Symbolsprache. Essen und Trinken vermitteln Schau Gottes und vollkommene Gemeinschaft mit ihm. Bei Gott und Jesus zu Tische sitzen ist darum Endziel des Volkes Gottes. Im Sinne eines Endzieles sagt auch 2,7, dass der Herr ein Essen gibt mit Lebensfrüchten, und 21,6, dass er aus den Lebensquellen tränkt.

Allerdings findet sich hier nicht der Sinn, dass der Dürstende auf späteres Trinken warten möge, sondern er soll gegenwärtig kommen und gegenwärtig trinken, wenn er nur will. Das alles ist gültig vor der Parusie und vor dem Herabkommen der Gottesstadt und des Gottesgartens, in dem der Lebensstrom fließt. Ohne Zweifel berührt sich der Spruch eng mit Joh 7,37.38 : „Jesus trat auf und sprach: Wen |570| dürstet, der komme zu mir und trinke!“ Von seinem (Jesu A ) Leibe fließen schon die Ströme lebendigen Wassers. Nach dem folgenden erklärenden Vers ist Jesus selbst der Geistträger und Geistmittler, also Quellort der neuen Schöpfung. Er macht seine Jünger zu Geistträgern und vervielfältigt so die Ströme lebendigen Wassers.

A) Dieses Verständnis von Joh 7,37-38. nach welchem sich die Verse strikt auf Jesus als Lebensquell konzentrieren und nichts vom Weiterströmen durch die Leiber der Gläubigen sagen, setzt lediglich eine andere Zeichensetzung als die bei uns üblich gewordene voraus: „Wenn jemand dürstet, dann komme er zu mir, und es trinke der an mich Glaubende.“ Dann folgt ein Hinweis auf eine christologische Weissagung des AT: „Wie die Schrift gesagt hat: Ströme lebendigen Wassers werden aus seinem Leibe fließen.“ Dieser Textauffassung folgen schon die ältesten lateinischen Kirchenväter, eine koptische Übersetzung, bedeutende englische und französische Bibelausgaben und von den neueren Auslegern z. B. W. Bauer, C. H. Dodd, R. Bultmann, E. Schweizer, A. Wikenhauser, E. Schick, W. Trillhaas, W. Kreck und H. Bruns. Folgende Gründe sprechen dafür: a) So ist der Satzbruch vermieden, und es entsteht ein rhythmischer Doppelsatz (vgl. z. B. Joh 6,35 ), der die Reihenfolge im zweiten Glied umkehrt, wie wir es oft bei Johannes finden. b) Ein atst Wort über die Gläubigen-Leiber als Brunnen des Heiligen Geistes findet sich nur mit Not. Auch Joh 4,14 meint ja nicht ein Weiterströmen des Geistes von den Gläubigen zu den anderen, sondern dass der Glaubende vom Geist unaufhörlich belebt wird „bis ins ewige Leben“. c) Dass sich aber Stellen wie Hes 47,1-12; Sach 13,1; 14,8; Joe 4,18 im Messias erfüllen, passt sehr wohl hier in den Zusammenhang und überhaupt zur Botschaft des NT. d) Die Fortsetzung von Joh 7,37-38 weist als Bedingung für den Geistesstrom auf den Tod Jesu hin. Der Kreuzesleib Jesu als Lebensquell – das ist nicht nur bei Johannes (19,34), sondern überhaupt im NT ein fester Gedanke.

Demnach gibt es ein schon in die Gegenwart hineinragendes neues Jerusalem und Paradies. Gewiss ist in dieser Hinsicht noch nicht das Ganze da, wohl aber die Mitte. Die Lebensmitte des neuen Jerusalem ist schon die Lebensmitte der heutigen Gemeinde. An dieser gegenwärtigen Quelle des Lebenswassers werden alle erwartet, die nach dem Neuen dürsten.

Verwunderlich, wenn sie wegbleiben. Es gibt lebenslängliche Beschäftigung mit endgeschichtlichen Abschnitten der Bibel in vielen Nachtstunden, unter Verwendung vieler Übersetzungen, Wörterbücher, Tabellen und sonstiger Materialien, und das alles ohne dies geistliche Kommen zur gegenwärtigen Gnade und Fülle Jesu. Wer das so tut, weiß nicht, was er tut, und hat noch nicht begriffen, wen er erwartet. Wer kennt nicht von sich selbst diese Flucht vor dem Gegenwärtigen in die Wörter, Gedanken, Formulierungen und überhaupt in den Aktivismus? Immer wieder versteckt Adam sich schuldbewusst hinter den Büschen, fühlt sich hinweggetrieben von dem Angesicht des Lebendigen. Doch das Lamm ruft: „Komm!“ In seinem Tode ist das Paradies neu eröffnet und die Ausstoßung beendet. Wir werden erwartet. Er gibt aus reiner Gnade – umsonst – Gnade.|571|

Wuppertaler Studienbibel

„Wen da dürstet, der komme; wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst“ (Off 22,17). Als Dürstender wird jemand beschrieben, in dem der Heilige Geist bereits ein Verlangen nach geistlichen Dingen geweckt hat, sei es zuerst nach Sündenvergebung oder dann auch nach Gemeinschaft mit Gott und Freude an Gott. Das ist die Art und Weise, in der der Geist Gottes wirkt, und diesem Wirken Seines Geistes entspricht Gott stets. Er wird die hervorgerufenen Wünsche des Herzens vollkommen befriedigen; in Sich selbst wird Er sie stillen. Deswegen verheißt Gott hier nicht nur das Wasser des Lebens, sondern sagt: „Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.“ Wie köstlich ist das! Das Herz wird seine volle Befriedigung in der Quelle der Segnung finden, nach der es verlangt – in Gott selbst. Gott bringt gleichsam die Quelle selbst an die Lippen des Durstigen. Der große Geber ist Gott, und Er gibt umsonst, ohne Geld und ohne Kaufpreis (Jes 55,1). Das ist Dessen würdig, der der Gott aller Gnade ist (1 Petrus 5,10).
Man könnte fragen: Haben auch wir heute als Gläubige geistlicherweise noch Durst? In einem gewissen Sinn ja. Denn wenn auch der Durst unserer Seele durch den Empfang des ewigen Lebens und des Heiligen Geistes grundsätzlich gestillt ist (Joh 4,14), so bleibt doch auch in uns eine tiefe Sehnsucht nach ungestörter Freude an Gott, nach der ewigen Ruhe mit Ihm, nach dem ungetrübten Genuß dessen, was uns der Herr Jesus am Kreuz erworben hat. Schon in der Bergpredigt nannte der Herr Jesus die glückselig, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten würden. Sie würden gesättigt werden (Mt 5,6). Auch sehnen wir uns danach, mit unserer Behausung, die aus dem Himmel ist, überkleidet zu werden (2 Korinther 5,2). Und nach all dem Fragmentarischen (Bruchstückartigen), das diese Erde und die Art unserer Erkenntnis heute kennzeichnet, begehren wir, daß das „Vollkommene“ komme (1 Korinther 13,10). Wir können sagen: Je inniger unser Umgang mit Gott ist, desto tiefer wird der Durst unserer Seele nach Ihm sein. Nun, dieses Sehnen, vom Heiligen Geist selbst in uns hervorgerufen, wird Gott vollkommen stillen. Er selbst wird die Quelle zu unserer ewigen Segnung sein.

Ermunterung und Ermahnung 1993

Beim suchen zu dieser Bibelstelle bin ich aber auch auf folgende Aussage gestoßen – damals, als es der Kanal keine org war:

So belehrt der Geist oder Einfluss Gottes (der heilige Geist oder Einfluss der Wahrheit) seine Kinder, indem er sie (direkt oder indirekt) zu einer Erkenntnis Gottes leitet. So ist er der „Kanal“, der Übermittler, durch welchen jetzt der Kirche die Versöhnung zu teil wird, und durch welchen dieselbe im kommenden Zeitalter auch der übrigen Menschheit zukommen wird – wenn „der Geist und die Braut (die verherrlichte Kirche) sagen werden, Komm!… wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst.“ – Offenbarung 22:17

Charles Taze Russell im Jahr 1899 – Die Versöhnung des Menschen mit Gott

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