Führung abgeben

Nach dem Befehl Jehovas lagerten sie sich, und nach dem Befehl Jehovas brachen sie auf; sie warteten der Hut Jehovas nach dem Befehl Jehovas durch Mose.
Elberfelder 1871 – Num 9,23

Nach dem Befehl (H. nach dem Munde) Jehovahs lagerten sie, und nach dem Befehl (H. nach dem Munde) Jehovahs brachen sie auf; sie hüteten der Hut Jehovahs nach dem Befehl (H. nach dem Munde) Jehovahs durch die Hand Moses. 4Mo 10,35.
Tafelbibel mit hinzugefügten Sachparallelstellen – Numeri 9,23

Auf den Befehl Jehovas hin lagerten sie sich jeweils, und auf den Befehl Jehovas hin pflegten sie wegzuziehen. Sie kamen ihrer Verpflichtung gegenüber Jehova auf den von Jehova durch Moses [ergangenen] Befehl hin nach.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – 4.Mose 9:23

V. 22 und 23 stellen eine Art Bilanz dar. Gleichgültig, wie lange »die Wolke über der Wohnung blieb«: »zwei Tage oder einen Monat oder (noch) längere Zeit«, die Israeliten gehorchten. Nicht umsonst ist im V. 23 viermal vom »Befehl« bzw. von der »Anordnung Jahwes« die Rede. Allerdings ist das genaue Verständnis der Schlußworte: »gemäß dem Befehl Jahwes, der durch Mose ergangen war« schwierig. Hat Gott dem Mose jedes Mal die Bewegung der Wolke erklärt? Oder bezieht sich diese Aussage auf das gesamte Verhalten der Israeliten, das ja »durch Mose« geordnet worden war? Wir müssen die Frage offen lassen.
Halten wir noch einmal das Wichtigste fest:
a) Gott führt sein Volk;
b) er benutzt dazu das Zeichen der Wolke und des Feuers;
c) das Volk lebt in der Schule des Gehorsams;
d) es bleibt Gottes Anordnung treu.
So wird es bereit zum Aufbruch vom Sinai.

Wuppertaler Studienbibel

Alles war nun bereit – die Mittel, die Verordnungen und die vorgesehenen Segenskanäle – und alles stand bereit. Es fehlte nur noch eines, von dem aber der Sinn und die Wirksamkeit von allem anderen abhingen. Aber Gott war seiner Verheißung treu. Als Israel in gläubiger Erwartung aufblickte, „bedeckte die Wolke das Zelt des Zusammenkommens, und die Herrlichkeit Jehovas erfüllte die Stiftshütte.“ Draußen, für alle sichtbar, ruhte „auf dem Zelt“ die Wolke und die Säule, in der Jehova sie bis jetzt geleitet hatte und auch weiterhin leiten würde. Denn während die Wolke bei Tag und der Feuerschein bei Nacht über der Stiftshütte verweilte, „blieben die Kinder Israel in ihren Zelten“ und „zogen nicht umher“. Aber „wenn sie abgebrochen wurde“, dann wurde das Lager Israels schnell abgebrochen, und sie folgten ihrem göttlichen Führer auf der Reise (vgl. Numeri 9,15-23). Eine ständige, sichtbare und führende Gegenwart Jehovas inmitten seines bekennenden Volkes, die über dem äußeren Zelt ruhte, das die Stiftshütte bedeckte. Aber in der Stiftshütte selbst gab es noch eine andere, unzugängliche Gegenwart. Denn „die Herrlichkeit Jehovas erfüllte die Stiftshütte. Und Mose konnte nicht in das Zelt des Stifts hineingehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit Jehovas die Stiftshütte erfüllte. “ Dann zog sie sich in das Allerheiligste zurück, in das niemand hineingehen konnte außer dem Hohepriester einmal im Jahr, und zwar am Tag und zur Versöhnung, und wo sie zwischen den Cherubim der Herrlichkeit ruhte, über dem Gnadentisch, der die Lade mit dem Zeugnis bedeckte. Denn „der Weg in das Allerheiligste war noch nicht offenkundig gemacht.“ „Christus aber, der gekommen ist als ein Hoherpriester des zukünftigen Guten, durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit Händen gemacht ist, das heißt nicht von diesem Bau, und nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ist er einmal in das Heilige hineingegangen und hat die ewige Erlösung für uns erlangt. „

Alfred Edersheim – Geschichte der Bibel – altes Testament

Ach, daß wir auch immer so handeln möchten! Still warten und ausharren, bis der Herr sagt: Mache dich auf! Auf die Bewegung der Wolken schauen und nach dem Befehl des Herrn lagern und nach dem Befehl des Herrn aufbrechen (4 Mose 9,15-23). Ich wiederhole: Das ist Abhängigkeit.
Aber da nimmt einer eine Stelle an, läßt sich vielleicht irgendwo nieder in dem bestimmten Bewußtsein: Hier will der Herr mich haben! Wenn sich dann aber Schwierigkeiten einstellen, die Stelle ungemütlich wird, der Wohnort den Erwartungen nicht mehr entspricht, dann, anstatt zu bleiben und den Herrn durch Stillsein und Vertrauen zu ehren (Jes 30,15), beginnt man zu planen und nach Auswegen aus der Übung zu suchen. Wer könnte berechnen, wieviel Segen schon verloren gegangen, wieviel Schaden der eigenen Seele und anderen dadurch zugefügt worden ist, daß man Gott aus der Schule lief?

Hilfe und Nahrung – 1980

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