Archiv für das Tag 'Glaube'

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Was erzählen wir?

Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben, wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen, dem künftigen Geschlecht erzählend den Ruhm Jehovas und seine Stärke, und seine Wunderwerke, die er getan hat.

Elberfelder Bibel 1905 – Ps 78,3–4

Was wir hörten und erkannten, / was unsre Väter uns erzählten, 4 wollen wir ihren Söhnen nicht verschweigen, / das sollen auch künftige Generationen erfahren: / die Ruhmestaten und die Stärke Jahwes / und die Wunder, die er tat.

Neue evangelistische Übersetzung_2019 – Ps 78,3–4

Die wir gehört haben und kennen
Und die unsere eigenen Väter uns erzählt haben,
Die wir ihren Söhnen nicht verhehlen,
Indem wir [sie] auch der künftigen Generation erzählen,
Die Lobpreisungen Jehovas und seine Stärke
Und seine wunderbaren Dinge, die er getan hat.

neue Welt Übersetzung – Bi12 – Ps 78,3–4

Was wir gehört haben, weil’s unsere Väter uns gaben,
wollen, nein, müssen wir eben an die nächste Generation weitergeben. Nämlich die Macht und großen Taten von Gott, unserm Herrn, und natürlich auch seine Wunder.

VolxBibel – Ps 78,3–4

Welche Taten erzählen wir also?
Denken wir an die Schöpfung, an die Befeiung aus Ägypten UND an den Tod Jesu? Oder dreht sich alles um persönliche Geschichten? In Gottes Volk ist es der von Gott gegebene Brauch, die Feste und Feiern so zu feiern, dass die jetzt teilnehmenden so in Gedanken dabei sein sollen, als wären sie mit Mose in Ägypten, mit Mose am Berg Sinai, mit Esther ….. und dann wird auch für uns klar, welche Macht Jehovah hat. Gestern in der Passah-feier aus Berlin fand ich zum Beispiel den Gedanken sehr interessant, dass auch der Pharao jeden seiner Untertanen töten konnte. Es war also bei den Plagen nicht so sehr das Merkmal, dass auch Jehovah vernichten oder töten konnte. Was die Götter des Pharaos NICHT tun konnten, aber Jehovah konnte war: aus der Gefahr befreien! jemand leben zu lassen!
Und bei diesen Wundern Jehovahs, die er getan hat, ist eins ganz wichtig: das waren keine Wunder, die nur auf dem Papier oder nur in unserem Kopf stattfanden! Da wurden keine Toten auferweckt, wo man nur im „Geist“ denjenigen wieder sah, oder das Gefühl hatte, derjenige würde wieder leben: NEIN! diejenigen waren buchstäblich zusehen! die auferweckten Menschen bewegten sich unter ihren Angehörigen (und nicht irgendwo im Himmel) und ganz wichtig: es gab keine Leichen oder Gebeine mehr!!!
Und worum drehen sich unsere Gebete? Um das JETZT und HIER? Oder drehen sie sich aus Dankbarkeit um den großen Gott und Schöpfer?

Geschrieben von Thomas am 10. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Wer ist der gute Hirte?

Dem Verlorenen forsche ich nach,
das Abgesprengte hole ich zurück,
das Gebrochene verbinde ich,
ich stärke das Kranke,
aber das Feiste,
das Überstarke vertilge ich,
ich weide sie, wie es recht ist.
Ihr also, meine Schafe,
so hat mein Herr, ER, gesprochen,
wohlan,
ich richte zwischen Tier und Tier.
Zu den Widdern das und zu den Böcken:
Ist es euch zu wenig,
die beste Weide abzuweiden,
daß ihr das Übrige eurer Weide mit euren Füßen zerstampft,
und das geklärte Wasser zu trinken,
daß ihr das Übriggelaßne mit euren Füßen trübt,
und meine Schafe,
das von euren Füßen Zerstampfte müssen sie weiden,
das von euren Füßen Getrübte müssen sie trinken.
Darum, so hat mein Herr, ER, gesprochen,
wohlan, ich selber bin da,
daß ich richte zwischen fettem Tier und magerem Tier.

Buber & Rosenzweig – Ez 34,16–20

Das Verlorene werde ich suchen und das Versprengte zurückführen, und das Verwundete werde ich verbinden und das Kranke stärken; das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen: Wie es recht ist, werde ich sie weiden.
Und ihr, meine Herde, So sagt mein Herr, JAHWEH: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken.
Ist es euch zu wenig, dass ihr die gute Weide abweidet und das Übrige eurer Weide mit euren Füßen zertretet und dass ihr das geklärte Wasser trinkt und das Übriggebliebene mit euren Füßen trübt?
Und meine Schafe sollen abweiden, was mit euren Füßen zertreten ist, und trinken, was mit euren Füßen getrübt ist?
Darum, so sagt mein Herr, JAHWEH, zu ihnen: Siehe, ich bin da, und ich werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
Weil ihr alle Schwachen mit Seite und Schulter verdrängt und mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie nach außen hin zerstreut habt,
werde ich meine Schafe retten/befreien, damit sie nicht mehr zur Beute seien. Und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.
Und ich werde einen Hirten über sie erwecken – und er wird sie weiden –: meinen Knecht David: Der wird sie weiden, und der wird ihr Hirte sein.

Janzen & Jettel – Ez 34,16–23

Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen, und das Verwundete will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen: Nach Recht werde ich sie weiden.
Und ihr, meine Herde, so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken.
Ist es euch zu wenig, daß ihr die gute Weide abweidet und das Übrige eurer Weide mit euren Füßen zertretet, und daß ihr das abgeklärte Wasser trinket und das Übriggebliebene mit euren Füßen trübet?
Und meine Schafe sollen abweiden, was mit euren Füßen zertreten, und trinken, was mit euren Füßen getrübt ist?
Darum, so spricht der Herr, Jehova, zu ihnen: Siehe, ich bin da, und ich werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
Weil ihr all die Schwachen mit Seite und Schulter verdränget und mit euren Hörnern stoßet, bis ihr sie nach außen hin zerstreut habt,
so will ich meine Schafe retten, damit sie nicht mehr zur Beute seien; und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.
Und ich werde einen Hirten über sie erwecken, und er wird sie weiden, meinen Knecht David: der wird sie weiden, und der wird ihr Hirt sein.
Und ich, Jehova, werde ihr Gott sein, und mein Knecht David wird Fürst sein in ihrer Mitte. Ich, Jehova, habe geredet.

Elberfelder Bibel 1905 – Ez 34,16-24

Die Herde war durch die grausamen und gleichgültigen Hirten zerstreut (V. 2 – 6 ). Wenn die Schafe gerettet und zurückgebracht werden sollten, mußte Gott, der große Hirte, dies selbst tun. Ich selbst werde meine Schafe suchen und nach ihnen sehen . Gott würde persönlich zugunsten von Israel eingreifen.
Gottes erste Aktion würde sein, Israel wieder aus den Völkern herauszuführen und in sein Land einzusetzen. Hier würde er sie wie Schafe auf gutem Weideland weiden. Gott würde tun, was die falschen Hirten nicht getan hatten – hüten, suchen, zurückbringen, stärken und mit Gerechtigkeit weiden. Diese Weissagung wurde nicht erfüllt, als Israel nach der babylonischen Gefangenschaft in sein Land zurückkehrte. Ihre Erfüllung wird erst im Tausendjährigen Reich geschehen.

In seiner Gerechtigkeit würde Gott auch zwischen den einzelnen Schafen richten: Ich werde richten zwischen einem Schaf und dem anderen und zwischen Widdern und Böcken . Bevor das Tausendjährige Reich beginnt, wird Gott die Gerechten von den Ungerechten trennen (vgl. Mt 25,31-46 ) und nur den Gerechten Zutritt in sein Reich geben.
Wie aber wird Gott den einen von dem anderen trennen? Das Wesen der Schafe wird an ihrem Verhalten sichtbar ( Hes 34,17-21 ). Die gottlosen Schafe sind jene, die ihren früheren Hirten folgen und die schwächeren Schafe unterdrücken. Sie zertraten das Weideland und wühlten sogar die Flüsse auf, so daß den anderen Schafen nur unansehnliche Vegetation und schlechtes Wasser übrig blieb. Diese fetten Schafe hatten Erfolg, wenn sie die schwachen Schafe brutal behandelten. Die gottlosen Schafe stießen sogar alle schwachen Schafe mit ihren Hörnern, um sie wegzutreiben. Gott wird nicht zulassen, daß dies weiter geschieht. Vielmehr wird er die Unterdrückten retten und die Unterdrücker richten. Er wird richten zwischen einem Schaf und dem anderen (V. 22 ; vgl. V. 17 ).
Nachdem er die einzelnen Schafe gerichtet hat, wird Gott seine Führerschaft ausüben, indem er einen neuen Hirten einsetzt (V. 23 – 24 ). Dieser Hirte, so sagte Gott, wird sein Knecht David sein. Viele Ausleger sehen hierin eine Anspielung auf Christus, den guten Hirten (vgl. Joh 10,11-18 ), der aus der Linie Davids stammt und König über Israel ist (vgl. Mt 1,1 ). Aber nichts in Hes 34,23 macht es zwingend , daß Hesekiel hier nicht buchstäblich von König David spricht, der aufersteht, um als Israels gerechter Fürst zu dienen. David wird auch an anderen Stellen der Bibel erwähnt, die von der zukünftigen Wiederherstellung Israels sprechen (vgl. Jer 30,9; Hes 37,24-25; Hos 3,5 ). Auch macht Hesekiel deutlich, daß David der Fürst ( nARI? ) des erneuerten Volkes sein wird. Dieser gleiche „Fürst“ wird dann für sich selbst während des Tausendjährigen Reiches Sündopfer bringen ( Hes 45,22; 46,4 ). Dies kann kaum auf den sündlosen Sohn Gottes zutreffen, wohl aber auf David. Er scheint also, daß dies eine wörtlich zu verstehende Stelle ist, die von einem auferweckten David spricht. Anstelle der falschen Hirten wird Gott einen wahren Hirten einsetzen, um seine Schafe zu hüten.

DIe Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Er wird ihr Hirte sein und wird sie sammeln und in ihr Land bringen und dann über sie herrschen (während des Tausendjährigen Reiches). Der Evangelist D.L. Moody beschreibt Gottes Dienst an seinen Schafen sehr schön:
Beachtet einmal, wie oft Gott, der HERR in Bezug auf seine Schafe sagt: »Ich werde« oder: »Ich will.«
Der Hirte und die Schafe: –
V. 11: Ich werde sie suchen und mich ihrer annehmen.
V. 12: Ich werde sie retten.
V. 13: Ich werde sie herausführen.
V. 13: Ich werde … sie … sammeln.
V. 13: Ich werde sie in ihr Land bringen.
V. 14: Ich werde sie weiden.
V. 15: Ich werde sie lagern.
V. 16: Ich werde das Gebrochene verbinden.
V. 16: Ich werde das Kranke stärken.
In Gottes Schafstall sind viele magere Schafe; aber nicht auf Gottes Weide.30
Einige Menschen, zu denen auch eine gewisse Art von Predigern gehört, versuchen uns einzureden, der Gott des Alten Testaments sei eine harsche, lieblose Gottheit im Gegensatz zu dem Gott, der uns im Neuen Testament gezeigt wird.31 John Taylor verbindet für uns wunderschön die Offenbarungen Gottes als Hirte in beiden Testamenten:

Das Bild des Hirten, der das zerstreute Schaf sucht (V. 12), ist eine bemerkenswerte Vorschattung auf das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lk 15,4ff.), das der Herr zweifellos auf diese Hesekielstelle bezogen hat. Dieses Bild zeigt klar und deutlich die fürsorglichen, liebenden Wesenseigenschaften des Gottes des Alten Testaments und versetzt denen einen vernichtenden Schlag, die zwischen Jahwe, dem Gott Israels, und Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus einen Keil zu treiben versuchen. Zudem ist dies nicht die einzige Stelle, die von dem fürsorglichen Hirten spricht (siehe Ps 78,52f.; 79,13; 80,2; Jes 40,11; 49,9f.; Jer 31,10).32

34,17–24 Der Herr, HERR wird auch seine Schafe vor den falschen Hirten retten, die selbstsüchtig und grausam sind. »Mein Knecht David« in den Versen 23 und 24 bezieht sich auf den Herrn Jesus, der ein Nachkomme Davids ist. Der jüdische Christ David Baron erklärt:

Selbst die Juden erklären den Namen »David« in diesem Text als Bezeichnung für den Messias – den großen Sohn Davids, in dem sich alle Verheißungen des davidischen Hauses vereinen. So sagt Kimchi in seinem Kommentar zu Hesekiel 34,23: »Mein Knecht David – das ist der Messias, der aus dem Samen Davids zur Zeit der Erlösung kommen wird.« Und über Vers 24 in Kapitel 37 merkt er an: »Der König, der Messias, sein Name wird David genannt werden, weil er aus dem Samen Davids ist.« Dem schließen sich praktisch alle jüdischen Kommentatoren an.33

Mac Donald -Kommentar zum Alten Testament

„Prophetie gegen die Hirten Israels. Prophezeien!“ Gott würde die falschen Hirten von Israel entfernen, die sich nicht um die Schafe gekümmert hatten, sondern sie in den Abfall vom Glauben führten (Verse 1–10). Kommentar zu „Sollten die Hirten die Schafe nicht füttern?“ Raschi erklärt, dass die Herrscher Israels sich mit dem Geld ihrer Untertanen amüsierten, anstatt sich um sie zu kümmern. Als guter Hirte würde Gott seine zerstreuten Schafe sammeln und pflegen (Verse 1–15). Er wird seinen Diener David auferwecken, ihn über Israel setzen (Verse 23–24) und die Nation in einen neuen Bund bringen, der seinen Segen im Land garantiert. Zu diesem Zeitpunkt wird ADONAI bei ihnen sein (Verse 25–31).

DAS LAND VON ISRA’EL
 Isra’els Heimkehr versprochen
 Hesekiel 34:13 Hesekiel 34:13 versichert Israel, dass Gott die auf der ganzen Welt verstreuten Menschen versammeln und sie „in ihr eigenes Land“ zurückbringen würde. Ob es die Jahrhunderte der Zerstreuung oder die Folgen des Holocaust waren, die Welt hielt es schließlich für angebracht, 1948 die Wiederherstellung des modernen Staates Israel zu ermöglichen. In der Erklärung zur Gründung des Staates Israel, David Ben -Gurion erklärte:
   Das Land Israel war der Geburtsort des jüdischen Volkes. Hier wurde ihre geistige, religiöse und politische Identität geprägt. Hier erlangten sie zunächst Staatlichkeit, schufen kulturelle Werte von nationaler und universeller Bedeutung und gaben der Welt das ewige Buch der Bücher. Nachdem die Menschen gewaltsam aus ihrem Land vertrieben worden waren, hielten sie während ihrer gesamten Zerstreuung daran fest und beteten und hofften immer wieder auf ihre Rückkehr und die Wiederherstellung ihrer politischen Freiheit.
 Diese Passage gibt die Gewissheit, dass es trotz der Zerstreuung Gott ist, der zuerst die Wiederherstellung Israels versprochen und erfüllt hat.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

11–16: Gott handelt als der ideale „Hirte“ (Ps. 23), der die zerstreuten Menschen zurückbringen wird. 12: Dieser Vers wird im „unetaneh tokef“ Gebet der hohen Feiertage als Teil des Bildes von Gottes jährlichem Gericht über jeden Juden wiederverwendet. 16: Die fetten und gesunden, die ich zerstören werde: Sie werden zerstört, weil sie die Menschen vernachlässigt haben. Heb liest „ʾashmid“ (ich werde zerstören), die griechische Septuaginta liest „ich werde sie richtig pflegen“ (vermutlich basierend auf Heb „ʾeshmor“, [„resh“ sieht aus wie „dalet“ und die beiden sind oft verwirrt]; siehe Übersetzer ‚ kein Tee). 17–22: Hesekiel porträtiert die Anführer als stärkere Schafe, die die Weide mit Füßen treten und das Wasser verschmutzen, das andere benutzen müssen, und die die Schwächeren beiseite schieben. Daher muss ein Teil der Herde zerstört werden. 23–31: Gottes Herrschaft wird sich in der Errichtung eines David als Herrscher manifestieren („nasi“ statt „melekh“). Obwohl andere Bibelstellen sich einen Nachkommen Davids als den idealen zukünftigen König vorstellen (z. B. Jes 11: 1–10), scheint diese Passage eine Rückkehr von David selbst, dem früheren, idealen König, ins Auge zu fassen. 24: Es ist möglich, dass der Titelherrscher („nasiʾ“ statt „melekh“), der hier und in Kapitel 40–48 dem König gegeben wird, eine Verringerung der königlichen Macht darstellt: Er ist ein Herrscher, aber kein vollwertiger König.

Die jüdische Studienbibel

Zwei kurze prophetische Worte, die durch „deshalb“ (34: 7, 9) eingeführt wurden, ziehen ausdrücklich Schlussfolgerungen, die sich aus den Anklagen ergeben. Die erste wiederholt die zentrale Anklage aus 34: 2–6 – Selbstgenuss der Hirten statt Pflege der Schafe (34: 7–8). Der zweite verkündet Jahwes Handlungen als Reaktion auf diese Situation. Er reagiert, indem er diesen Führern gegenüber eine feindliche Haltung einnimmt (34: 9–10). Er wird diese Führer für ihr Verhalten verantwortlich machen, so wie ein Hirte für das Wohlergehen der Herde verantwortlich gemacht wird. Er wird ihren Privilegienplatz mit der Herde sowie deren Ausbeutung beenden. Schließlich wird er seine Herde vor diesen Hirten retten, tatsächlich „aus ihrem Mund“ (34:10). Ironischerweise waren diese Hirten tatsächlich die Raubtiere geworden, die Löwen und Bären, aus deren Maul die Schafe gerissen werden müssen!
Die Rettungsversprechen (34:10) erklären zweifellos den Ort dieser Orakel an dieser Stelle im Buch. Obwohl Hesekiel diese Materialien mit Anklagen wie in einem Gerichtsorakel ins Leben gerufen hat, dreht sich die Richtung an dieser Stelle zu einer Proklamation der Hoffnung. Jahwes Versprechen der Wiederherstellung haben vier Schwerpunkte. (1) Der souveräne Herr selbst wird Israels Hirte und kümmert sich um seine Herde mit göttlicher Vollkommenheit (34: 11–16). (2) Er wird die Herde auch vor Raubtieren retten, die sich tatsächlich in der Herde befinden (34: 17–21). (3) Er wird ihnen einen davidischen Führer geben (34:24). (4) Und er wird für sie einen „Friedensbund“ schließen (34: 25–31).
Jahwe selbst wird die Führung übernehmen, die zuvor an die jetzt angeklagten Hirten delegiert worden war. Als Gott Israels wird er der Inbegriff des Hirten sein und alles tun, was ein Hirte für die Schafe tun sollte (34: 11–16). Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Sammeln der verstreuten Schafe. Hesekiel wechselte hier in die Metapher hinein und aus ihr heraus und machte deutlich, dass die Ansammlung der Schafe die Rückkehr der Verbannten in ihre Heimat signalisierte. Gott würde sie auf den Hügeln Israels wieder ernähren. Diese geretteten Schafe würden die gesegnete Seite der Gerechtigkeit Jahwes erfahren, während diejenigen, die ihre Macht missbraucht hatten, indem sie sich auf der Herde fett gemacht hatten, den strengen Rand dieser Gerechtigkeit erfahren würden. Die Reihe der Verben der ersten Person – „Ich werde… ich werde…“ – betont diese Wendung der Ereignisse als das Tun des Herrn selbst.
Ein Unterthema, das kurz verfolgt werden soll, wird in 34:16 eingeführt: die Realität des Missbrauchs innerhalb der Herde selbst. Abgesehen von den Gräueltaten der Hirten deckte Jahwe die Misshandlungen auf, die von verschiedenen Mitgliedern der Herde begangen wurden (34: 17–19), und sprach sie als „meine Herde… [mein] Volk“ (34:17) an. Mit einer Metapher der Trennung von Schafen und Ziegen (34:17) oder der Beurteilung zwischen fetten und dürren Schafen (34:20) versprach Jahwe, diejenigen zu isolieren, die Ressourcen horten, ihr Privileg missbrauchten und ihre Gefährten missachteten. Er würde die Herde vor sich selbst retten. Diese Kommentare unterstreichen die Tatsache, dass die Verbannten als Körperschaft ihren Führern, der königlichen Familie und den Top-Persönlichkeiten im Tempel- und Palast-Establishment nicht die Schuld an ihrer ganzen Notlage geben konnten. Die Bevölkerung als Ganzes war für wesentliche Aspekte ihrer Situation verantwortlich, denn Jahwe befasst sich mit Vertragsbrüchen, wo immer sie gefunden werden.

Cornerstone Biblical Commentary: Ezekiel

„Ich bin das Tor.“ Das dritte „Ich bin“ -Spruch in 10: 7 – wiederholt in 10: 9 – wird im Kontext des Diskurses „Guter Hirte“ Jesu gegeben. Das Fehlen eines Übergangs zwischen den Kapiteln 9 und 10 legt nahe, dass die Pharisäer, die am Ende von Kapitel 9 (Verse 40–41) erwähnt werden, in den ersten Versen von Kapitel 10 noch zu sehen sind, in denen Jesus einen Kontrast zwischen unehelichen Hirten darstellt, die „Tritt nicht durch das Tor in den Schafstall ein“ und der legitime Hirte – Jesus selbst – der „durch das Tor eintritt“ (Vers 1). Dann verschiebt Jesus in Vers 7 die Metapher: Während in Vers 1 der Hirte durch das Tor eintritt, ist der Hirte in Vers 7 das Tor, durch das die Schafe eintreten, und gipfelt in der Behauptung Jesu: „Ich bin das Tor; Wer durch mich hereinkommt, wird gerettet und wird ein- und ausgehen und Weide finden “(Vers 9). Dieses Sprichwort nimmt wiederum die spätere Behauptung Jesu vorweg: „Ich bin der Weg“ (14: 6) und behauptet, dass nur Jesus Zugang zu Gott und zur gläubigen Gemeinschaft bietet. Es gibt viele reiche Verbindungen zwischen Kapitel 10 und (1) alttestamentlichen Figuren wie Jakob (Gen 28:17: „das Tor des Himmels“; vgl. Johannes 1:51) und Josua („geh raus und komm rein“; Num 27: 16–17), (2) die Darstellung Gottes als Israels Hirte (z. B. Ps 23: 1) und Israels als Gottes Schaf (z. B. Ps 100: 3) und (3) Hesekiels Denunziation der „Hirten“ von Israel, die nur auf sich selbst aufpassen “und„ sich nicht um die Herde kümmern “(Hes 34: 2–4).
„Ich bin der gute Hirte.“ Eng verbunden mit dem dritten „Ich bin“ -Spruch ist die vierte Aussage in 10:11 und 14, mit der Jesus sich als „guter Hirte“ identifiziert. Wie bereits erwähnt, impliziert „guter Hirte“ einen Kontrast zu den treulosen Hirten Israels, den religiösen Führern, die eher Eigennutz verfolgten, als sich wirklich um Gottes Volk zu kümmern (Jer 23: 1–4; vgl. 3:15; Hes 34; Zech 11: 4–17). Als „guter Hirte“ steht Jesus auf einem alttestamentlichen Weg, der sowohl Jahwe selbst umfasst (z. B. Gen 48:15; 49:24; Ps 23: 1; Jes 40:11; Jer 31:10; Hes 34:11) –31) sowie menschliche „Hirten“ wie Mose (Jes 63:11; vgl. Ps 77:20) und David oder der davidische Messias (2 Sam 5: 2; Ps 78: 70–72; Hes 37:24) ; Mic 5: 4; vgl. Psalmen Salomos 17: 40–41; Exodus Rabbah 2.2 zu Exod 3: 1). In Vers 14 wird das Sprichwort in Vers 11 in Bezug auf den Opfertod Jesu im Namen seiner „Schafe“ weiterentwickelt. Vers 16 erweitert dann den Umfang der Errettungs- und Hirtenarbeit Jesu über Israel hinaus auf die Heiden, mit dem Ergebnis, dass es „eine Herde, einen Hirten“ geben wird (Vers 16, eine Anspielung auf Hes 34:23; 37:24; vgl. Johannes 11:52; Köstenberger 2002).

Das jüdische Leben und die Identität Jesu

Jesus nahm auf diese Stelle in Hesekiel bezug: Johannes 10,11; Lukas 15,4; Lukas 19,10; Matthäus 25,32; Johannes 10,16 ….
Ich finde es spannend, dass im laufe der Jahrhunderte immer wieder Menschen versucht haben, sich als Ersatzhirten aufzuspielen – aber der einzig wahre Hirte wird hier beschrieben.

Geschrieben von Thomas am 9. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

ein Freund Gottes

Und die Schrift ward erfüllt, welche sagt: “Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet”, und er wurde Freund Gottes genannt.

Elberfelder Bibel 1905 – Jak 2,23

und es wurde die Schrift erfüllt, die da sagt: «Abraham-a- aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet», und er wurde ein Freund-b- Gottes genannt. -a) 1Mo 15,6; Röm 4,3; Gal 3,6. b) 2 Chr 20,7; Jes 41,8.

Abraham Meister – Jak 2,23

und es erfüllte sich die Schriftstelle: „Abraham glaubte an Jehova und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“, und er wurde als Freund Jehovas bezeichnet.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Jak 2,23

und das Schriftwort wurde erfüllt, welches sagt: „Abraham setzte Glauben in Jehova, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“, und er wurde „Freund Jehovas“ genannt.

neue Welt Übersetzung – Bi12 – Jak 2,23

Es steht ja schon in den alten Büchern drin: „Abraham hat Gott vertraut. Dadurch ist er für Gott okay geworden.“ So wurde er jemand, den man „einen Freund von Gott“ nennt.

VolxBibel – Jak 2,23

ἐ-πληρώθη Aor. Pass. πληρόω. λέγουσα Ptz. Fem. λέγω, attr. ἐ-πίστευσεν Aor. πιστεύω. ἐ-λογίσθη Aor. Pass. λογίζομαι (an)rechnen τινί τι εἴς τι jmdm. etwas als etwas (B 1a). φίλος Freund. ἐ-κλήθη Aor. Pass. καλέω.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Jakobus geht so weit, daß er den „toten“ Glauben mit dem der Dämonen vergleicht. Sie glauben auch an die Existenz Gottes, aber ihr Glaube rettet sie nicht. Jakobus greift zwei positive Beispiele aus dem Alten Bund heraus: Bei Abraham reift der Glaube aus im Gehorsam (Hehr. 11, 8). Auch bei Rahab war es die Verbindung von Glauben und Tun (Jos. 2, 9).

Die Bibel mit Erklärungen: Erklärungen

Was für einen Glauben hatte den Abraham?
Hatte er nur den Button „annehmen“ gedrückt, als er die „Freundschaftsanfrage“ bekommen hatte?
Was tat Abraham, dass Gott daraus schließen konnte, dass Abraham IHM glauben würde?

Jakobus betont die Verbindung von Glaube und Werken, die zusammenwirken. Der Glaube ist die Antriebskraft hinter der Tat. Die Tat dagegen ist die Auswirkung des Glaubens. Die hier mit „vollkommen geworden“ (eteleiOthE) übersetzte Verbform bedeutet eigentlich „zu Ende führen“. Der Glaube findet seine Erfüllung in der Handlung. So war es bei Abraham. Jakobus und Paulus zitieren also dieselbe alttestamentliche Passage – 1Mo 15,6 – ,um jeweils den besonderen Aspekt, um den es ihnen geht, zu belegen (vgl. Röm 4,3). Paulus hielt fest, daß Abraham durch seinen Glauben gerecht wurde, und Jakobus sagt, daß er durch seinen Glauben, der durch seine Werke sichtbar wurde, gerecht wurde.

DIe Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

In V. 22 arbeitet Jakobus erneut den springenden Punkt heraus: »Da siehst du, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken seine Vollkommenheit erreichte.« »Seine Werke« sind die des Abraham. Für Abrahams »Glauben« bleibt es charakteristisch, dass er sich nicht von den Werken trennen ließ. Die Formulierung »zusammenwirkte« klingt gefährlich, so, als wolle Jakobus doch Glaube und Werke addieren. Aber nach dem Zusammenhang ist das eindeutig nicht der Fall. Er will doch sagen: Glaube und Werke bilden ein »vollkommenes« Ganzes. Erst die Tat macht den Glauben zu einem echten Glauben. Wir können etwa so formulieren: Ohne den Glauben wären Abrahams Werke nur nutzlose »Gesetzes -Werke« gewesen; ohne »Glaubens -Werke« hätte Abraham aber gar keinen wahren Glauben gehabt.

Jetzt ist es vollkommen logisch, wenn Jakobus fortfährt: »So wurde die Schrift erfüllt, die sagt: „Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet“ und er wurde „Gottes Freund“, genannt« (V. 23). Endlich erfassen wir Jakobus ganz. Er sieht den Glauben als ein organisches Ganzes. Er ist für ihn kein Punkt, keine Momentaufnahme, nach der alles weiterläuft wie bisher. Er ist vielmehr eine lebenslange Gottesverbindung, die im Falle des Abraham sowohl 1 Mo 15 als auch 1 Mo 22 einschließt. Von 1 Mo 15,6 her zu argumentieren, ohne 1 Mo 22 zu berücksichtigen, verfehlt also den biblischen »Glaubens«-Begriff! Erst mit 1 Mo 22 »wurde« 1 Mo 15,6 »erfüllt«, man könnte auch sagen: »ganz gemacht«, »ausgefüllt«.

Für denjenigen, der sich für biblische Zusammenhänge interessiert, ist Jak 2,23 eine wahre Fundgrube: a) Der Ausdruck »die Schrift sagt« findet sich oft im NT (vgl. Joh 7,38.42; Röm 4,3.9.17; 10,11; Gal 4,30; 1 Tim 5,18; Jak 2,23; 4,5). Vorausgesetzt wird dabei, dass »die Schrift« ein Ganzes ohne Widersprüche darstellt und damals der Kanon des Alten Testaments bereits abgeschlossen war. b) Der Ausdruck »die Schrift wurde erfüllt« begegnet uns im NT noch häufiger. Vorausgesetzt wird dabei, dass das AT als Weissagung auf den Neuen Bund gelesen werden muss. Der Umgang des Jakobus mit der »Schrift« ist also kein anderer als bei den anderen Aposteln. c) Ebenso wie für Paulus ist 1 Mo 15,6 für Jakobus eine Standardstelle des AT (vgl. Röm 4,3.9; Gal 3,6). Auch darin zeigt sich die Gemeinsamkeit von Jakobus und Paulus. d) Offensichtlich stützt auch Jakobus die christliche Rechtfertigungslehre auf 1 Mo 15,6. e) Weil er aber 1 Mo 15,6 nicht vom Bibelganzen isolieren will, greift er außerdem auf andere Bibelstellen zurück. Deshalb erwähnte er oben 1 Mo 22 und gebraucht jetzt für Abraham den Ehrentitel: »Gottes Freund«. Dieser Ehrentitel stammt aus 2 Mo 33,11; 2 Chr 20,7; Jes 41,8 und wurde vom Judentum hoch geschätzt (vgl. Weisheit 7,14.27).

Schlussbilanz aus dem Abraham-Beispiel: »Ihr seht, dass der Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein« (V. 24). Im Vergleich zu Röm 3,28 hat dieser Satz besondere Berühmtheit erlangt. Zu beachten ist, dass das Wort »allein« im Urtext nur in Jak 2,24 zu finden ist, nicht aber in Röm 3,28, wo es nur sinngemäß enthalten ist. Der Ausdruck »Glauben allein« ist aber entscheidend. Er wird benutzt im Blick auf den Diskussionsgegner, der in V. 18 Glauben und Werke trennte: »Du hast Glauben, ich dagegen habe Werke.« Dieser Diskussionsgegner denkt also, »Glauben allein« könne genügen. »Glaube allein« ist hier aber der aufs Denken und Sagen reduzierte, unechte Glaube. Und dieser unechte Glaube wird – so betont Jakobus – gerechtfertigt«, d. h. von Gott nicht anerkannt. Weiteres Endergebnis: Jak 2,24 und Röm 3,28 widersprechen sich nicht. Die jüdischen Lehrer (Rabbinen) untermauerten, wenn möglich, jede Aussage durch mindestens zwei Schriftstellen. Jakobus macht dasselbe. Er stellt neben das Beispiel Abrahams das Beispiel Rahabs:


Was lernt der moderne Leser aus Jak 2,14-26 ? a) Dass echter Glaube sich weder auf das Herzenskämmerlein noch auf das Lippenbekenntnis beschränkt. b) Dass echter Glaube sich vielmehr in bestimmten Werken, also in einer christlichen Praxis äußert. c) Ohne eine solche christliche Praxis gehe ich tatsächlich verloren. d) Dies ist der Grund, weshalb in den evangelischen Kirchen zwangsläufig Erweckungsbewegungen kommen mussten. Denn wäre man bei einer Reformation der Lehre stehen geblieben, und nicht auch zu einer »Reformation des Lebens« vorgedrungen, dann wäre die Reformation auf halbem Wege stecken geblieben. e) Bringen wir den biblischen Sachverhalt noch einmal auf den Punkt: Gottes Gnade erreiche ich nicht durch Werke; aber ich kann diese Gnade wieder verspielen, wenn aus dem Glauben keine Werke folgen.

Edition C

Ist Dein Leben „reformiert“? Oder bist du noch immer mit „essen und trinken, heiraten und den normalen Dingen des Lebens“ beschäftigt?

Geschrieben von Thomas am 31. März 2020 | Abgelegt unter jehovah-shammah | Keine Kommentare

Freuet euch allezeit; betet unablässig

Elberfelder 1905

Freut euch jederzeit. Betet ständig. Bedankt euch für alles. Das ist Gottes Wille für euch in Christus Jesus. Löscht das Feuer des Geistes nicht aus. Verachtet Prophezeiungen nicht. Prüft alles. Haltet am Guten fest.
neue Welt Übersetzung – 2018 – 1Th 5,16–21

Seid einfach immer gut drauf!
Hört nur nicht auf, mit Gott zu reden!
Und vergesst dabei nicht, ihm für alles zu danken! Das möchte er von uns.
Lasst der Kraft Gottes, seinem Geist, in euch freien Lauf!
Und wenn er durch einen Propheten zu euch redet, dann nehmt es ernst!
Scannt alles, löscht den Schrott und behaltet nur die guten Sachen.
Um linke und böse Dinge macht einen Riesenbogen.

VolxBibel – 1Th 5,16–22

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testamentχαίρετε Imp. 1Thess 5,17 ἀ-δια-λείπτως beständig, unablässig. προσ-εύχεσθε Imp. 1Thess 5,18 ἐν παντί in jeder Lage (vgl. B πᾶς 2aβ). εὐ-χαριστεῖτε Imp. -χαριστέω dankbar sein; Dank sagen, danken. 1Thess 5,19 σβέννυτε Imp. σβέννυμι auslöschen; übertr. unterdrücken, hindern. 1Thess 5,20 προ-φητεία Weissagung, Prophetie. ἐξ-ουθενεῖτε Imp. -ουθενέω gering schätzen, verachten. 1Thess 5,21 δοκιμάζετε Imp. δοκιμάζω (< δόκιμος erprobt) prüfen. κατ-έχετε Imp. -έχω aufhalten; festhalten, behalten (B 1bβ).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Paulus gibt eine Fülle von seelsorgerlichen Ermahnungen mit dem Ziel, daß die Gläubigen wirklich zu Menschen heranreifen möchten, die in allem Vorbild sein können und bereit werden für den kommenden Herrn. Wohl unterstreicht er die besondere Verantwortung der leitenden Männer, und er ermahnt darum zu besonderer Liebe und Verehrung ihnen gegenüber, aber er denkt doch an das allgemeine Priestertum aller Gläubigen. Dabei ist alles auf den Klang der Freude, des Dankes und des Gebets gestimmt.

Die Bibel mit Erklärungen: Erklärungen

Spannend gerade in dieser kritischen Zeit heute – wo das Virus uns allen Einschränkungen auferlegt! Und wenn man dann bei FB und ähnlichem schaut, dann scheinen viele gar nicht zu verstehen, dass das Gebet das ständige Reden mit Gott ist…und zwar nicht das Abgeben eines Bestellzettels „Bitte stopp den Virus“ und „Mache denundden wieder gesund“. Schaut einmal in das Wort Gottes und sucht mal dort nach Gebeten: immer geht es dort, den Willen Gottes zu verstehen und diesen umzusetzen. Die meisten jüdischen Gebete sind deshalb sinngemäß : „Gesegnet seiest du, der du ….getan hast“
Passend dazu heute auf Twitter gefunden – von einem Pastor:


„Die Heiligung verändert die Gebetssprache. Je tiefer wir in Gottes Gnade eintauchen, desto mehr stimmen unsere Gebete mit dem Willen Gottes überein. Unsere Selbstsucht verlangt bloße Freiheit von Prüfungen, während Gott sagt: „Ich möchte dir durch die Prüfung etwas pber mich selbst beibringen“.

Da stellt sich dann die ehrliche Frage: dreht sich mein Leben um MICH oder um GOTT? Wer ist mein wirklicher Gott???????

Geschrieben von Thomas am 20. März 2020 | Abgelegt unter jehovah-shammah,Religion | Keine Kommentare

Wer ist der Versucher?

Ich lese gerade in meiner Freizeit „Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch
Vieles kenn ich ja schon von Arnold Fruchtenbaum, vieles ist neu und manches eher lustig. Aber das folgende möchte ich gern teilen:

Satan (Teufel), διάβολος.

1. שָׂטָן, aram. שִׂטְנָא, סְטַן, סִיטְנָא = Widersacher, Feind; speziell Gegner vor Gericht = Ankläger. Das Wort wird im Rabbin. wie im AT zunächst in bezug auf Menschena gebraucht. Sodann bezeichnet es den Feind der Menschen κατʼ ἐξοχήν, den Satan. Aber während das AT das Wort in diesem Sinn regelmäßig (außer 1 Chr 21, 1) mit dem Artikel als Appellativum verwendet, ist es im Talmudischen, nach dem Vorgang von 1 Chr, meist ohne Artikel gebraucht u. so zu einem nomen proprium geworden. Doch findet sich auch die Form הַשָּׂטָן, mit dem Artikel.b Dagegen schließen sich die Targume durch die Verwendung des status emphat. סָטָנָא wieder eng an den alttestamentl. Sprachgebrauch an (über die Vokalisierung in den Targumim s. Levy, Chald. Wörtb. 2, 155b). Das Bewußtsein um die ursprüngliche Appellativbedeutung hat sich im Rabbin. auch darin erhalten, daß man als eigentlichen Eigennamen Satans Sammaël, סַמָּאֵל, ansah.

ich wusste zwar, dass die Anbeter des Teufels ihm einen Namen geben, der mit Krieg zu tun hat – aber dass er im jüdischen auch einen Namen bekommen hat, war mir neu!

2. Sammaël ist nach der jüd. Dämonologie einer der vornehmsten Engelfürsten im Himmel gewesen.a Neid,b Wollustc u. Herrschsuchtd (Ehrsucht) erscheinen als die Motive, aus denen er die Verführung des ersten Menschenpaares unternimmt. Als Werkzeug dient ihm die Schlange, die zum Teil unter dem Namen „alte Schlange“e so völlig mit Sammaël (Satan) identifiziert wird, daß von ihr ausgesagt wird, was im letzten Grund von jenem gilt.f Zur Strafe wird S. aus dem Himmel entfernt.g Die Engel, die an seinem Werk sich beteiligt haben, sind nun die „Engel Satans“,h während S. selbst als das „Haupt aller Satane“ bezeichnet wird.

Dann folgt noch eine Erklärung, die man gern missbrauchen kann, um zu erkären, warum man keinen Geburtstag feiern möchte 😉

a. Sanh 89b: „Nach diesen Worten (so der Midrasch) versuchte Gott den Abraham“ Gn 22, 1. — Nach welchen Worten? R. Jochanan († 279) hat im Namen des R. Jose b Zimra (um 220) gesagt: Nach den Worten Satans. Denn es heißt (Gn 21, 8): Das Kind wuchs heran u. wurde entwöhnt; da veranstaltete Abraham ein großes Mahl. — Der Satan sprach vor Gott: Herr der Welt, dieser Alte, dem du als einem Hundertjährigen Leibesfrucht geschenkt hast, hat von dem ganzen Mahle, das er veranstaltet hat, nicht einen einzigen Stier u. nicht eine einzige Taube übrig gehabt, um sie vor dir als Opfer darzubringen! Gott antwortete: Er hat es ja überhaupt nur seines Sohnes wegen veranstaltet; wenn ich aber zu ihm sagen würde: „Opfre deinen Sohn vor mir“, so würde er ihn sofort opfern. Sofort heißt es Gn 22, 1: Gott versuchte den Abraham usw. —.

Geschrieben von Thomas am 3. Mai 2017 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel | Keine Kommentare

Gebet ist eine mächtige Waffe

Nachdem ich geschrieben hatte, kam der Film per Post! Perfekt – genau darauf kommt es an: IM EINKLANG mit dem Höchsten beten, und ihm unsere Sorgen übergeben … sehr sehr gut! DAS ist Glaube – nicht mit Anwälten und Briefen zu kämpfen – sondern den richtigen Feind erkennen und diesen mit Gott bekämpfen 😉

offizeller Inhalt des Films :

Auf den ersten Blick läuft bei Tony und Elizabeth Jordan alles rund. Sie haben eine tolle Tochter, ein schönes Haus, gute Jobs – es scheint ihnen an nichts zu fehlen. Doch in Wahrheit ist die Ehe der Jordans im Laufe der Jahre zu einem Kriegsschauplatz geworden, und ihre Tochter droht daran zugrunde zu gehen. Mit der Hilfe von Miss Clara, einer älteren und sehr weisen Frau, entdeckt Elizabeth, dass sie sich nicht länger gegen ihre Familienmitglieder durchsetzen muss, sondern dass sie stattdessen auch für ihre Familie kämpfen kann. Angespornt durch ihren neu belebten Glauben, nimmt sie den Kampf gegen den unsichtbaren Feind auf, der sie und ihre Familie bedroht – und intensives Gebet ist dabei ihre Waffe.

Ein hochkarätiger Film über die Kraft des Gebets, hier und da gespickt mit einer deftigen Prise Humor, der die Kraft des aufrichtigen Gebets spürbar werden lässt – sei es im Eheleben, bei Erziehungsfragen, in Karrieredingen oder im Umgang mit unseren Mitmenschen. Er stammt von dem Geschwisterteam Alex und Stephen Kendrick, das sich bereits mit den Erfolgsfilmen „Fireproof“ und „Courageous“ einen Namen gemacht hat. Und mehr als das: Mit diesem Film ist den Kendrick-Brüdern der absolute Durchbruch in den USA gelungen, denn „War Room“ stieg nicht nur ohne Umwege auf Platz 2 der offiziellen US-Kinocharts ein, in Woche 2 schaffte er es als erster christlicher Film überhaupt sogar bis an die Spitze der Charts!

Geschrieben von Thomas am 2. Mai 2017 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

sollte ich die Ursprachen der Bibel kennen?

Da es in unserer Sprache „genug“ Bibelübersetzungen gibt, könnte man leicht zu der Überzeugung kommen, dass es völlig unnötig ist, die Ursprachen der Bibel zu lernen. Vielleicht wird dir sogar der Rat gegeben, die Zeit nicht dafür zu verschwenden.

 

Ich war sehr überrascht, als ich am Wochenende den Artikel „Bildung für alle“ über Martin Luthers Meinung zu lesen!

Dort heißt es auszugsweise:

…viele reformierte Mitstreiter und Konkurrenten der Ansicht waren, in einer Zeit, da der heilige Geist so unmittelbar wirke, sei die Auseinandersetzung mit den überlieferten Texten nicht mehr nötig.
Luther widersprach diesem Schwärmern energisch und argumentierte vehement, dass jeder Christ die Grundlagen seines Glaubens verstehen muss. Es ging ihm um die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Fundamenten des christlichen Glaubens, dass heißt vor allem den biblischen Texten. Dazu war es aber notwendig, diese lesen zu könne. Und zwar nicht nur in der Übersetzung, sondern in den Originalsprachen. So gehörten Griechisch und Latein für ihn zur Grundbildung.

Warum in dem Artikel Latein und nicht Hebräisch erwähnt wird, ist mir zwar ein kleines Rätsel – aber doch zeigt es, dass Luther nicht wollte das wir seiner Übersetzung vertrauen, sondern selber nachforschen! Wie anders denken doch heute so einige Übersetzer – die die Ehre auf sich anstatt auf den Autor lenken wollen.

Geschrieben von Thomas am 17. Oktober 2016 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,Religion | Keine Kommentare

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