„Dir will ich geben“

Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig.
Elberfelder 1871 – Genesis 13,15

denn das ganze Land, das du siehst, dir und deinem Samen werde ich es bis auf unabsehbare Zeit geben.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – 1.Mose 13,15

Pass auf, das ganze Land, was du da jetzt siehst, will ich dir und deiner ganzen Familie für immer schenken!
VolxBibel – Gen 13,15

Gleich im ersten Buch der Bibel – schon im 12.Kapitel verspricht Jehovah dem Abraham, dass ER ihm das Land für immer geben will. Doch Abraham starb, und außer der Begräbnisstätte für seine Frau, hatte er eigentlich nichts von diesem Land!
Was war schiefgelaufen?

1890 schrieb C.T.Russel in seinem Buch „Dein Köngreich komme“:

Dass die Wiederherstellung Israels in das Land Palästina eins der in diesem Tage des Herrn zu erwartenden Ereignisse ist, sind durch den obigen Ausspruch des Propheten völlig versichert. Beachte ins besondere, dass diese Prophezeiung in keinem sinnbildlichen Sinn ausgelegt werden kann. Es ist kein Kanaan im Himmel, für das sie bestimmt sind, sondern ein Kanaan auf Erden. Sie sollen in „ihr Land“ gepflanzt werden, in das Land, von dem Gott sagt, dass er es ihnen gegeben habe, in das Land, das er dem Abraham verhieß, als er sprach: „Hebe deine Augen auf und schaue nach dem Orte, wo du bist, gen Norden und gen Süden und gen Osten und gen Westen. Denn das Land, das du siehest, dir will ich’s geben und deinem Samen ewiglich. Und ich will deinen Samen machen wie den Staub der Erde; so dass, wenn jemand vermag, den Staub der Erde zu zählen, auch dein Same gezählt werden wird. (Eine Andeutung einer damals sehr fernen Zukunft, so dass reichlich Zeit vorhanden war zu solcher Vermehrung). Mache dich auf und durchwandele das Land nach seiner Länge und nach seiner Breite, denn dir will ich’s geben.“ „Und ich werde dir und deinem Samen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan zum ewigen Besitztum.“ (1 Mose 13:14-17; 17:8) Es ist dies ein Land, das sie einst betreten durften und in dem sie Jahrhunderte lang wohnten. Aber während dieser Zeit waren sie vielmals wieder ausgerissen worden und in andere Länder in Gefangenschaft geschleppt worden, während Fremdlinge ihre Städte verwüsteten, den Wein ihrer Weinberge tranken und die Frucht ihrer Gärten aßen.

Dein Königreich komme – Charles Taze Russell

Die Menschen aus Israel, die durch Buße und Glauben den wahren Christus im Herzen aufnehmen werden, dürfen aufgrund des Blutes des neuen Bundes die volle Erfüllung der Verheissung an Abraham erleben: «Das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft bis in Ewigkeit» (1 Mose 13,15). Das ist eine irdische Verheissung. Die Propheten beschrieben ihre Herrlichkeit. Hesekiel redet von der ganzen Ausdehnung des Erbteils (Hes 47 und 48). Sacharja sagt in Kapitel 14, ab Vers 9: «Und der HERR wird König sein über die ganze Erde … Das ganze Land wird sich umwandeln … Jerusalem wird erhaben sein … Alle Übriggebliebenen von allen Nationen … werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den HERRN der Heerscharen, anzubeten.» Auch Jesaja schildert in den letzten Kapiteln die herrlichen Zustände in diesem Reich.

Halte fest 1985

In Genesis 13: 14b – 15 erhielt Abram die Verheißung des Landes. Das Versprechen begann mit der Anweisung: Hebe jetzt deine Augen hoch. Auf Gottes Befehl sollte Abram das Land genau betrachten, so wie Lot früher in Vers 10 das Land genau betrachtete. Während Lot es aus eigenem Interesse aus eigenem Interesse tat, wurde Abram von Gott angewiesen, es zu tun, und erst dann tat er es. Der hebräische Text fügt das Wort na hinzu, das übersetzt wird, wie ich Sie bete, oder „bitte“. Die Verwendung des Wortes na ist im gesamten Alten Testament üblich und kommt allein im Buch Genesis etwa sechzig Mal vor. Im Alten Testament wird es jedoch nur viermal verwendet, wenn Gott einen Menschen anspricht, und in jedem Fall hat die Verwendung von na mit etwas zu tun, das über das menschliche Verständnis hinausgeht. Die erste Verwendung ist hier in Vers 14: na, um seine Augen zu erheben, um einen guten Blick auf das Land zu bekommen, weil Abram das Land gegeben wird. Das zweite Mal erscheint es in Genesis 15: 5 mit dem Versprechen, dass er trotz seines Alters einen Sohn haben wird. Das dritte Mal, in Genesis 22: 2, nimm jetzt deinen Sohn, na, er ist angewiesen, Isaak zu opfern. Das vierte Mal, in 2. Mose 11: 2, na, sollen die Kinder Israel die Ägypter um ein Geschenk bitten. Von diesen vier Malen, in denen das höfliche Wort na vorkommt, spricht Gott drei Mal speziell Abram an. Nun, na, schau von dem Ort, an dem du bist. Dies ist der gleiche Ort, von dem aus Lot aussah. Alles, was Abram sieht, ist das, was Lot bereits gesehen hat. Abram wurde gebeten, in die vier Richtungen zu schauen: nach Norden und Süden und nach Osten und Westen. Das hebräische Wort für Norden ist das Standardwort für Norden. Das hebräische Wort für nach Süden bedeutet „in Richtung Negev“, das sich im Süden befindet. Das hebräische Wort für nach Osten bedeutet „dem Sonnenaufgang entgegen“. Das hebräische Wort für westwärts bedeutet „in Richtung Meer“ und bedeutet in Richtung Mittelmeer, das sich auf der Westseite des Landes befindet. Dann verspricht Gott Abram: das ganze Land, das Sie sehen, einschließlich aller vier Richtungen, sowie das Gebiet, für das Lot sich entschieden hat, den Jordankreis. Alles, was Abram jetzt sah, wurde durch göttliche Gewährung zu Abram: Dir werde ich es geben und deinem Samen. Das Landversprechen wurde erweitert: Ihnen werde ich es geben, was bedeutet, dass das Land jetzt auch Abram individuell versprochen wird, nicht nur Abrams Nachkommen; Abram selbst wird eines Tages dieses Land besitzen. Im Fall von Abram wartete er darauf, dass Gott es gab; aber Lot nahm es für sich. Dann fügte Gott hinzu: und zu Ihrem Samen, indem er ein bereits früher gemachtes Versprechen bekräftigte. Es wird nicht Lots Samen gegeben, sondern Abrams Samen, dem jüdischen Volk. Außerdem sollte es für immer auf Hebräisch ad olam gegeben werden; wörtlich „für ein Zeitalter“, denn während des messianischen Zeitalters werden Abram und Abrams Samen das ganze Gelobte Land genießen.

Fruchtenbaum – Bibelkommentar: das Buch Genesis

Nichts war schiefgegangen in Gottes Plan! Jehovah hatte die Ewigkeit vor Augen, wir nur die kurze Zeit. Jehovah versprach dem Abraham also nicht nur, dass er dieses Land besitzen würde, sondern auch, dass er ihn auferwecken würde, um dieses Land zu genießen. Abraham hatte ein gutes direktes Verhältnis zu Jehovah – hast du es auch?

Wenn einem „dass Wasser bis zum Halse steht“.

Gott, willst du das wirklich so mal eben zulassen? Willst du nicht dazwischengehen? Wir haben nicht genug Soldaten, um gegen diese Armee etwas auszurichten! Im Moment sind wir echt planlos. Das Einzige, was wir jetzt noch tun können, ist, uns an dich zu wenden und auf dich zu hoffen!“
VolxBibel – 2 Chronika 20,12

siehe da, sie vergelten es uns, indem sie kommen, um uns aus deinem Besitztum zu vertreiben, das du uns zum Besitz gegeben hast.Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die wider uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet. Und ganz Juda stand vor Jehova, samt ihren Kindlein, ihren Weibern und ihren Söhnen.
Elberfelder 1871,- 2 Chronik 20,11–13

Du unser Gott! Willst du sie nicht dafür bestrafen? Wir können gegen diese Übermacht nichts ausrichten. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Darum blicken wir auf dich!«
Gute Nachricht Bibel -2 Chr 20,12

Was tun in der Not?
Protestieren, Gewalt anwenden? Oder doch den biblischen Weg: ins Gebet, und um Hilfe bei Jehovah suchen?

In Zeiten von Not und Krise

Die fünfte Sache über Gebetszeiten betrifft das Beten in Not- und Krisenzeiten. Wenn diese Dinge geschehen, ermutigt uns die Bibel zu beten. In 1 Chronik 5:20 beteten sie mitten im Kampf. Dasselbe gilt für 2 Chronik 13: 13–16 und 20: 1–19. In Psalm 50:15 heißt es: Rufe mich an am Tag der Not. Psalm 77: 1–2 und 86: 7 weisen darauf hin, dass am Tag meiner Schwierigkeiten eine Person Gott erreichen sollte. Psalm 130: 1: Aus der Tiefe habe ich geweint. Jonah 2: 1–9 betete, während er im Meer war. In Lukas 22: 35–46 betete Jesus, als er die Qual von Gethsemane erlebte.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Aber wenn die Angst so groß ist, dass man denkt, alles wäre vorbei?

Das 20. Kapitel des 2. Buches der Chronika berichtet uns u.a. vom bemerkenswerten Gebet eines gottesfürchtigen Königs, der sich mit der Not des Volkes Gottes an den Herrn wendet, um von Ihm Hilfe zu erbitten. Gott lässt dieses Gebet nicht ohne Antwort. Bitte lies dieses Kapitel zunächst aufmerksam, und lass es unter Gebet auf dich einwirken, bevor du nachstehende Anmerkung liest.

König Josaphat, der für das Volk Israel verantwortlich war, hatte eine klare Vorstellung von diesen Zielen der Angriffe des Feindes. In den Versen 10 und 11 beschreibt er sie in einer zweifachen Weise:Die Feinde versuchten, sich unter das Volk Israel zu mischen. Genau das aber hatte Gott ausdrücklich verboten. Es war Israel nicht gestattet gewesen, sich mit den Völkern um sie her zu verbinden. Umgekehrt war es auch gegen die Gedanken Gottes, dass die Völker ins Land kamen, um sich dort mit Israel zu vermischen.

Die Feinde versuchten, das Volk Israel aus dem von Gott gegebenen Besitztum zu vertreiben. Das Land gehörte eigentlich Gott. Er hatte es Israel gegeben und nicht den umliegenden Nationen.
….

Nein, Josaphat reagiert ganz anders. Er tut das einzig Richtige. Er wendet sich an seinen Gott. Er fürchtet sich – das können wir gut verstehen –; er richtet sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen, und er ruft über ganz Juda ein Fasten aus (V. 3). Am Ende seines Gebets sagt er es noch einmal, wenn er mit den Worten schliesst: «sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet» (V. 12).

Diese Haltung ist richtungweisend für das Volk Gottes, damals wie heute. David hatte dieses Vertrauen auf Gott in die Worte gekleidet: «Mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, und mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen» (Ps 18,30). Das Auge Gottes ist immer auf uns gerichtet. Er sieht uns und wartet darauf, dass wir unser Angesicht auf Ihn richten. Wenn wir das tun, dann suchen wir die Hilfe ausschliesslich bei Ihm – und dann kann und wird Er uns nicht enttäuschen.

Und nun wollen wir uns vier Fragen stellen, die uns die Haltung Josaphats näher bringen:

lies den ganzen Artikel von „halte fest“ auf deren Website

Laßt uns gerade in dieser heutigen Zeit IMMER auf das Gespräch mit Jehovah vertrauen! Nicht ein menschliches Gericht, nicht die Macht der Straße oder das meckern in sozialen Netzwerken wird uns irgendwie helfen – und erst recht keinen Herzensfrieden geben. Nur bei Jehovah finden wir Frieden und die endgültige Gerechtigkeit.

„Bitte, komm in meine Nähe, ich hab Angst und fühl mich alleine, so viel Hilflosigkeit, aber Hilfe erkenne ich keine“

Bleib nicht fern von mir, denn Bedrängnis ist nahe,
Denn da ist kein anderer Helfer.
neue Welt Übersetzung – Bi12 – Psalm 22,11

Bleib nicht fern von mir, denn Unglück naht,
und ich habe sonst keinen, der mir hilft.
neue Welt Übersetzung – 2018 – Psalm 22,11

Bleib mir doch jetzt nicht fern!
Die Not ist so bedrohlich nah,
und da ist niemand, der mir hilft!
Neue Genfer Übersetzung – Psalm 22,12

Sei nicht fern von mir! denn Drangsal ist nahe, denn kein Helfer ist da.
Elberfelder – Psalm 22,12

Vor ein paar Tagen schrieb jemand einen negativen Kommentar zur neuen Neuen-WeltÜbersetzung – und ich war bei der dort angegeben Stelle nicht ganz seiner Meinung. Aber heute der Vers, ist wirklich schief übersetzt. Ja, das hebräische Wort צָרָה (ṣā·rā(h)) kann mit „Ärger, Not, Unglück, Angst, d. h. ein Zustand sehr ungünstiger Umstände, mit Schwerpunkt auf dem emotionalen Schmerz und der Not der Situation“ übersetzt werden. Aber schauen wir uns den gesamten Psalm an! David schreibt in erster Linie, als würde er dies selber erleben – doch Achtung! – so schlimm wie hier beschrieben, ist es David nie ergangen. Und dann lesen wir das Evangelium nach Matthäus – und sehen so deutlich, dass Psalm 22 eine Prophezeiung ist. Wirklich?

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe. Damit führt er noch einen anderen Grund an, um Gott zum Mitleid zu bewegen. Ich zweifle nicht, dass er sich das vorhält, was die Schrift uns an verschiedenen Stellen lehrt, nämlich dass Gott für die Elenden umso gewisser als Helfer bereit steht, je größer die Not ist. So ist also selbst die Verzweiflung für David eine Leiter, auf der sein Geist emporsteigt, um neue Gebetsfreudigkeit zu bekommen. So muss auch uns der Schmerz unserer Leiden unter die Flügel Gottes treiben, damit er mit seiner Hilfe uns nahe sei. Dann wird er es zeigen, dass er für unser Heil Sorge trägt.

Jean Calvin – Aus dem Psalmenkommentar

David klagte über seinen verzweifelten Kampf mit dem Tod in der Hand der unmenschlich handelnden Feinde. Er faßte seine Klage in der Bitte zusammen, daß der Herr nicht fern von ihm sein möge, denn die Not war nahe, und er war hilflos.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Leiden des Messias

Dass der Messias leiden und sterben wird, war etwas, worüber sich alle frühen Rabbiner einig waren. Sie bezeichneten den leidenden Messias als Messias, den Sohn Josephs, und unterschieden ihn von Messias, dem Sohn Davids. Die zentrale Passage aus dieser Sicht war Jesaja 53, die bereits besprochen wurde. Eine andere Passage, die sich mit den Leiden des Messias befasste, war Psalm 22: 1–21:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Warum bist du so weit davon entfernt, mir zu helfen und von den Worten meines Stöhnens? O mein Gott, ich weine tagsüber, aber du antwortest nicht; und in der Nachtsaison und bin nicht still. Aber du bist heilig, oh du, der du das Lob Israels bewohnst. Unsere Väter vertrauten auf dich: Sie vertrauten, und du hast sie befreit. Sie schrien zu dir und wurden befreit. Sie vertrauten auf dich und wurden nicht beschämt. Aber ich bin ein Wurm und kein Mann; ein Vorwurf der Menschen und verachtet des Volkes. Alle, die mich sehen, lachen mich zum Hohn: Sie schießen die Lippe heraus, sie schütteln den Kopf und sagen: Verpflichte dich Jehova; lass ihn ihn retten: lass ihn ihn retten, da er sich an ihm erfreut. Aber du bist der, der mich aus dem Mutterleib genommen hat; Du hast mich vertrauen lassen, als ich auf den Brüsten meiner Mutter war. Ich wurde von Mutterleib an auf dich geworfen; du bist mein Gott, seit meine Mutter mich gebar. Sei nicht weit von mir entfernt. denn Ärger ist nahe; denn es gibt niemanden, der hilft. Viele Bullen haben mich umzingelt; Starke Bullen von Basan haben mich umzingelt. Sie starren mich mit ihrem Mund an wie ein rasender und brüllender Löwe. Ich bin ausgegossen wie Wasser, und alle meine Knochen sind aus dem Gelenk: Mein Herz ist wie Wachs; es ist in mir geschmolzen. Meine Kraft ist ausgetrocknet wie ein Töpfer; und meine Zunge klammert sich an meine Kiefer; und du hast mich in den Staub des Todes gebracht. Denn Hunde haben mich umzingelt: Eine Gesellschaft von Übeltätern hat mich eingeschlossen; Sie durchbohrten meine Hände und Füße. Ich kann alle meine Knochen zählen; sie schauen und starren mich an. Sie teilen meine Kleider unter sich, und auf mein Gewand werfen sie Lose. Aber sei nicht weit weg, Jehova. O mein Beistand, beeile dich, mir zu helfen. Befreie meine Seele vom Schwert, meinen Schatz von der Kraft des Hundes. Rette mich vor dem Löwenmaul. ja, aus den Hörnern der wilden Ochsen hast du mir geantwortet.

Um die Passage zusammenzufassen, stellen wir fest, dass der Messias von Gott verlassen wird, vom Volk verspottet und gequält wird und seine Kleidung von seinen Peinigern verspielt wird. Er leidet unter solchen Qualen, dass seine Knochen alle aus dem Gelenk kommen, sein Herz mit einer Mischung aus Blut und Wasser bricht und seine Hände und Füße alle durchbohrt sind. In vielerlei Hinsicht ist dieser Psalm Jesaja 53 sehr ähnlich und liefert noch detailliertere Informationen über die Art des Leidens und der Qual, die der Messias erleiden muss. Die Rabbiner in der Yalkut verwiesen diese Passage auch auf den Messias, den Sohn Josephs.

Fruchtenbaum – Jesus war ein Jude

Ein wohltätiger Tod

Zu der Zeit der Ereignisse in der Region, die in alten Testtagen als Bashan – Peters Geständnis in Cäsarea Philippi und die Verklärung auf dem Berg Hermon – bekannt waren, wusste Jesus, dass die Stunde seines Todes sich schnell näherte. Er hatte in den Jahren seines Dienstes in vielerlei Hinsicht eine Konfrontation mit dem intelligenten Bösen provoziert, aber was er an diesen beiden Orten tat und sagte, war besonders trotzig. Der Umzug wurde berechnet.

DIE BULLEN VON BASHAN

Alle vier Evangelien beschreiben die Kreuzigung Jesu in unterschiedlichem Detail. Eine der gründlicheren Beschreibungen ist die von Matthäus:

35 Und als sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider untereinander auf, indem sie Lose warfen. 36 Und sie setzten sich und wachten dort über ihn. 37 Und sie legten die Anklage gegen ihn schriftlich über sein Haupt: Dies ist Jesus, der König der Juden. 38 Dann wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken. 39 Und diejenigen, die vorbeikamen, schmähten ihn, schüttelten die Köpfe 40 und sprachen: Wer den Tempel zerstören und in drei Tagen wieder aufbauen würde, rette dich! Wenn du der Sohn Gottes bist, komm vom Kreuz herab! “ 41 Auf die gleiche Weise verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sagten: 42 Er rettete andere; er kann sich nicht retten! Er ist der König von Israel! Lass ihn jetzt vom Kreuz herabkommen, und wir werden an ihn glauben! 43 Er vertraut auf Gott; Lass ihn ihn jetzt retten, wenn er will, denn er sagte: „Ich bin der Sohn Gottes!“ 44 Und auf die gleiche Weise beschimpften ihn auch die mit ihm gekreuzigten Räuber.

45 Ab der sechsten Stunde wurde es bis zur neunten Stunde dunkel im ganzen Land. 46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eli, Eli, Lema Sabachthani? (Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“) (Mt 27,35-46).

Viele Leser werden wissen, dass Matthäus in dieser Beschreibung auf Psalm 22 folgt. Die Parallelen sind nicht zu übersehen:

Matthäus 27

Psalm 22

Sie teilten seine Kleidung untereinander auf, indem sie Lose warfen (Vers 35).

„Sie teilen meine Kleider unter sich auf und werfen für meine Kleidung Lose“ (Vers 18).

„Diejenigen, die vorbeikamen, beschimpften ihn kopfschüttelnd.… Ebenso verspotteten ihn auch die Hohenpriester zusammen mit den Schriftgelehrten und Ältesten“ (Vers 39, 41).

„Alle, die mich sehen, verspotten mich. Sie öffnen ihre Lippen weit; sie schütteln den Kopf… sie schauen, sie sehen mich an “(Vers 7, 17).

„Jesus schrie mit lauter Stimme und sagte:“ Eli, Eli, lema sabachthani? „(Das heißt“ Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? „) (Vers 46).

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (v. 1).

Zusätzlich zu den klaren textuellen Verbindungen zwischen Matthäus und Psalm 22 haben Wissenschaftler lange bemerkt, dass Elemente von Psalm 22 Verletzungen und Zustände zu beschreiben scheinen, die mit der Kreuzigung übereinstimmen:

• Ich werde wie Wasser ausgegossen und alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr (Vers 14).

• Meine Kraft ist trocken wie bei einem Tonscherben und meine Zunge klebt an meinen Kiefern (Vers 15) .1

Weniger offensichtlich sind einige unter der Oberfläche liegende Verbindungen zur Weltanschauung des göttlichen Rates und seinem kosmischen Kontext des Heiligen Krieges. Wenn Sie an diesem Punkt unserer Reise den gesamten Psalm 22 lesen würden, würde Vers 12 zweifellos von der Seite springen: „Viele Stiere umfassen mich; Starke Bullen von Bashan umgeben mich. “

STARKE BULLEN VON BASHAN?

Wir wissen inzwischen, dass Basan viel theologisches Gepäck trägt.2 Es war die alttestamentliche Version der Höllentore, das Tor zum Unterweltreich der Toten. Es wurde als „der Ort der Schlange“ außerhalb der Bibel bekannt. Es ist mit dem Berg Hermon verbunden, dem Ort, an dem Juden glaubten, die rebellischen Söhne Gottes aus Genesis 6: 1–4 seien herabgestiegen.

Einfach ausgedrückt, wenn Sie Bilder von Dämonen und Tod heraufbeschwören möchten, beziehen Sie sich auf Bashan. Wenn es stimmt, dass Elemente von Psalm 22 die Kreuzigung vorwegnehmen, ist es sinnvoll, dass ein Hinweis auf Bashan Teil davon wäre. Aber wir brauchen noch ein bisschen mehr Kontext, um es zu verstehen.

In einer früheren Diskussion über Bashan habe ich kurz auf das Vorhandensein der Kultstätte in Dan in der nördlichen Region hingewiesen. Die Stätte war berüchtigt in Bezug auf die götzendienerische Verehrung von Samaria, dem abtrünnigen Nordreich der zehn Stämme Israels, die nach dem Tod Salomos Davids Dynastie verließen. Diese Konföderation und das rivalisierende Königreich wurden von Jerobeam gegründet (1 Kön 12: 25–33). Die Verehrung anderer Götter – Götter außer Jahwe, die Dämonen (Shedim) genannt wurden – war Teil der Identität Basans.

Das hilft uns, Amos 4 zu verarbeiten, wo auch die „Rinder von Basan“ erscheinen:

1 Höre dieses Wort, du Kühe von Basan, die auf dem Berg Samaria leben, die die Machtlosen unterdrücken, die die Armen vernichten und zu ihren Männern sagen: Bring etwas mit, damit wir trinken können! 2 Mein Herr, der Herr, hat durch seine Heiligkeit geschworen: „Siehe, die Tage kommen über dich, an denen sie dich mit Haken wegnehmen werden, selbst der letzte von dir mit Angelhaken (Amos 4: 1–2).
Da die „Kühe von Basan“ mit ihren „Ehemännern“ sprechen sollen, sind sich die Gelehrten allgemein einig, dass Amos sich speziell an Frauen der Oberschicht im Norden Israels richtet, die Götzendiener der goldenen Kälber von Basan waren. Dem würde ich nicht unbedingt widersprechen, aber der Wortlaut enthält noch mehr.

Amos könnte Tempelpriesterinnen ins Visier nehmen, die zusammen mit männlichen Priestern den Göttern dienten. Es ist auch gut möglich, dass die Kühe von Basan die Gottheiten selbst in Form der Götzen sind. Diese Möglichkeit wird verstärkt, indem man ihre Verbrechen bemerkt: „Unterdrückung der Armen [dallim]“ und „Vernichtung der Bedürftigen [ebyonim]“. Dieselben zwei hebräischen Wörter werden in Psalm 82 verwendet, wo den korrupten Elohim genau dieselben Verbrechen vorgeworfen werden (Psa 82: 3–4) .3

Für unsere Zwecke wissen wir mit Sicherheit über Bashan, dass es sichere Assoziationen mit dämonischen Mächten hat. Obwohl Psalm 22 ursprünglich nicht messianisch ausgerichtet war, behebt Matthäus ‚Verwendung diese Assoziation.4 Die Implikation ist, dass Jesus im Moment der Qual und des Todes von den „Bullen von Basan“ umgeben war – dem dämonischen Elohim, der der gewesen war Feinde Jahwes und seiner Kinder seit Jahrtausenden.

Michael Heiser – Das unsichtbare Reich: Wiederherstellung der übernatürlichen Weltanschauung der Bibel

„Menschensohn“ ist eine Phrase, die im Alten Testament oft verwendet wird. Es sollte keine Überraschung sein, dass es von einem Menschen spricht. Die Überraschung ist, wie sonst dieser Mensch in dieser Passage beschrieben wird. Daniel 7:13 beschreibt einen Mann, der auf den Wolken zum Alten der Tage kommt.

Warum ist das eine große Sache? Weil diese Beschreibung sonst überall im Alten Testament vorkommt, wurde sie nur von Gott selbst verwendet (Jes. 19: 1; 5. Mose 33:26; Ps. 68: 32–33; Ps. 104: 1–4). Aber in Daniel 7 war Gott bereits als der Alte der Tage in der Szene. Es ist, als ob Daniel in seiner Vision einen „zweiten Gott“ sieht, der auch ein Mann ist – so ähnlich wie Christen an Gott als mehr als eine Person glauben.

Genau darum geht es.

Als Jesus bei seinem Prozess in Matthäus 26 vor Kaiphas stand und sein Leben in der Schwebe lag, traf er einen Nerv, indem er sich auf diese Idee berief:

Nun suchten die Hohenpriester und der gesamte Rat nach falschen Aussagen gegen Jesus, um ihn zu töten, aber sie fanden keine, obwohl viele falsche Zeugen vorkamen. Schließlich traten zwei vor und sagten: „Dieser Mann sagte:‚ Ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn in drei Tagen wieder aufbauen. ‚“Und der Hohepriester stand auf und sagte:„ Hast du keine Antwort zu geben? ? Was bezeugen diese Männer gegen dich? “ Aber Jesus schwieg. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich durch den lebendigen Gott, sag uns, ob du der Christus, der Sohn Gottes bist. Jesus sagte zu ihm: „Das hast du gesagt. Aber ich sage dir, von nun an wirst du den Menschensohn sehen, der zur Rechten der Macht sitzt und auf die Wolken des Himmels kommt. “ Dann riss der Hohepriester seine Roben auf und sagte: „Er hat Gotteslästerung ausgesprochen. Welche weiteren Zeugen brauchen wir? Sie haben jetzt seine Gotteslästerung gehört. Was ist dein Urteil? “ Sie antworteten: „Er hat den Tod verdient.“ (Matt. 26: 59–66).

In einer scheinbar sinnlosen Antwort auf eine klare Frage zitierte Jesus Daniel 7:13 als Antwort auf Kaiphas. Willst du wirklich wissen, wer ich bin, Kaiphas? Hör gut zu. Die Reaktion ist sofort. Kaiphas verstand sofort, dass Jesus behauptete, die zweite Gottfigur von Daniel 7: 13 zu sein – der Mensch, der so beschrieben wurde, wie nur Gott im Alten Testament beschrieben wurde. Er behauptete, Gott in menschlicher Form zu sein. Das war Gotteslästerung – und Grund für ein Todesurteil.

Aber Jesus wusste das natürlich. Er hatte kein Interesse daran, sich zu schützen. Er wusste, dass er sterben musste, um Gottes Reich wiederherzustellen, Gläubige in Gottes Familie zu bringen und die Nationen von den bösen Fürstentümern und Mächten zurückzugewinnen, die die Nationen kontrollierten, die Gott in Babel abgelehnt hatte.

Und er hat gestorben. Psalm 22, bekannt dafür, wie er die physischen Auswirkungen der Kreuzigung durch die Worte Davids beschreibt, gibt uns einen Einblick in die Schrecken, die am Kreuz nicht zu sehen sind. Der leidende Psalmist stöhnt:

Alle, die mich sehen, machen sich über mich lustig;

sie strecken die Zunge heraus und schütteln den Kopf.

„Du hast dich auf den Herrn verlassen“, sagen sie.

„Warum rettet er dich nicht?

Wenn der Herr dich mag,

Warum hilft er dir nicht? “ …

Viele Feinde umgeben mich wie Stiere;

sie sind überall um mich herum,

wie wilde Stiere aus dem Land Basan.

Sie öffnen den Mund wie Löwen,

brüllte und riss mich an.

Meine Kraft ist weg,

gegangen wie Wasser auf den Boden verschüttet.

Alle meine Knochen haben kein Gelenk mehr. (Ps. 22: 7–14 GNT)

Der gruselige Teil dieser Beschreibung sind die wilden Bullen aus Basan. Wie wir bereits erwähnt haben, war Basan zu Zeiten des Alten Testaments für dämonische Götter und das Reich der Toten der Nullpunkt. Das Gebiet war ein führendes Zentrum für die Verehrung des Baal, symbolisiert durch Stiere und Kühe. „Bullen aus dem Land Basan“ ist ein Hinweis auf Dämonen, die Mächte der Dunkelheit. In unserer Zeit wurden die Bilder in all ihrer unheimlichen Abstoßung von C. S. Lewis in Der Löwe, die Hexe und die Garderobe festgehalten. Niemand, der dieses Buch gelesen oder den Film gesehen hat, kann vergessen, dass Aslan demütig sein Leben den entzückten Horden der Weißen Hexe auf dem Steintisch übergibt.

Und genau wie Jesus Satan völlig überlistet hatte, hatte Aslan die Weiße Hexe für einen Narren gespielt. Was das Böse als Moment des Triumphs falsch wahrnahm, stellte sich als seine eigene irreversible Niederlage heraus.

Michael Heiser – Übernatürlich: Was die Bibel über die unsichtbare Welt lehrt – und warum es wichtig ist

Ich hoffe, die Zitate machen klar: Psalm 22 und 23 gehören zusammen – und Jesus spricht … Zuerst der Angriff auf IHN und das Verlassensein – auch vom Vater im Himmel – um dann im nächsten Kapitel zu zeigen, dass er auch im tiefsten Schatten der Obhut seines Vaters vertraute! Und weil hier Jesus von seiner Zeit am Holz redet, ist der Begriff „Unglück“ nicht nur unglücklich gewählt sondern grundweg FALSCH! Es war aus der Sicht Jesu und auch aus der Sicht des himmlischen Vaters KEIN UNGLÜCK – der Einzigste, der im Nachhinnein diese Zeit als Unglück betrachtet …

der „Herr“ im NT

וַתֹּאמֶר מִרְיָם הִנְנִי שִׁפְחַת יְהוָֹה יְהִי־לִי כִּדְבָרֶךָ וַיֵּצֵא מֵאִתָּהּ הַמַּלְאָךְ׃

Delitzsch – hebräisches NT – Lukas 1,38

»Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen«, antwortete Maria. »Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast.« Darauf verließ sie der Engel.
Hoffnung für Alle – Lukas 1,38

Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd (O. Sklavin) des Herrn; es geschehe mir nach deinem Worte Und der Engel schied von ihr.
Elberfelder 1871 – Lukas 1,38

„Ich will für Gott alles geben, ich gehöre ihm, alles, was du gesagt hast, soll auch so passieren.“
VolxBibel – Lukas 1,38

Da sagte Maria: „Ich gehöre ganz dem Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen.“ Darauf verließ sie der Engel.
NeÜ bibel.heute – Lukas 1,38

Μαριάμ V. 27, hier Nom. δούλη Sklavin; Dienerin; ἰδοὺ ἡ δούλη κυρίου etwa ich bin die Dienerin des Herrn (d. h. ich gehöre dem Herrn, ich stehe ihm ganz zur Verfügung [GNB]). γένοιτο Aor. Opt. Med. γίνομαι; kupitiver Opt. (H-S § 268b; vgl. § 211c; A259); γένοιτό μοι mir geschehe. ἀπ-ῆλθεν V. 23.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Sie schien nicht überrascht, daß der Messias jetzt kommen sollte, sondern wunderte sich nur darüber, daß sie Mutter werden sollte, da sie doch noch von keinem Mann wußte. Doch der Engel tadelte sie nicht, wie er es bei Zacharias getan hatte (V. 20) – ein Hinweis, daß Maria nicht etwa an den Worten Gabriels zweifelte, sondern nur wissen wollte, wie diese Verkündigung wahr werden sollte. Die Antwort lautete, daß der Heilige Geist in seiner Schöpferkraft die Empfängnis bewirken werde (V. 35). Die wunderbare Empfängnis und Jungfrauengeburt Jesu Christi war notwendig, um die Gottheit und Präexistenz des Messias‘ zu wahren (vgl.Jes 7,14; 9,6; Gal 4,4).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

So wie der Engel bei einem Lobpreis Gottes endete, so endet auch Maria mit einem tätigen Lobpreis. Denn in ihrem Schlusswort überlässt sie sich ganz diesem großen Gott: »Siehe, ich bin des Herrn Magd« (V. 38). Der altkirchliche Ausleger Irenäus (um 180 n. Chr.) hat diesen Vers sehr schön ausgelegt, wenn er sagt, dass hier der Gehorsam der Maria dem Ungehorsam der Eva gegenübergestellt wird (Gegen die Irrlehren, III,22,4). In dem Ausdruck »Magd des Herrn« steckt ein Doppeltes: a) Gott kann über sie verfügen (vgl. 1Sam 25,40ff.); b) sie will nicht nur über sich verfügen lassen, sondern Gott dienen, wie die »Knechte des Herrn« ihm gedient haben (vgl. wieder 1Sam 25,40ff. und 4Mose 12,7; Dan 9,6; Sach 1,6). »Mir geschehe, wie du gesagt hast«: Auch da ist wieder beides vorhanden. Maria lässt das Wort Gottes (»wie du gesagt hast«) stehen, es soll sich an ihr erfüllen. Und sie findet ein volles Ja zu dem schweren Weg, den Gott auf diese Weise mit ihr geht (vgl. Spr 23,26). Gerade durch dieses Ja, durch diesen Gehorsam, will sie Gott dienen.

Erstaunlich, wie entschlossen und wie überlegt diese junge Frau spricht! Ihre Antwort auf Gottes Wort macht sie zu einem leuchtenden Glaubensvorbild. Zwar ist Maria keine »Mit-Erlöserin« geworden, wie die päpstliche Lehre es behauptet. Denn in der »Erlösung« gibt es kein »Mit« des Menschen, nur das »Allein« Gottes: »Allein aus Gnade«, »allein Christus«. Aber für die Annahme der Erlösung bleibt Maria vorbildlich.

Edition C

«Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort» (Lk 1,38).
Das ist die Antwort Marias auf die Worte des Engels. Demütig nennt sie sich die Magd des Herrn und ist bereit, sich dem Wort Gottes zu unterordnen. Sie möchte, dass der göttliche Wille in ihrem Leben ausgeführt wird.
Ihr Beispiel spornt uns an! Durch die Bibel teilt Gott uns seinen Willen für unser Leben mit. Wie reagieren wir, wenn Er uns beim Lesen oder Hören des Wortes direkt anspricht? Sind wir bereit, unsere persönlichen Wünsche und Ideen aufzugeben und uns unter den Willen Gottes zu stellen und dem Wort zu gehorchen?
Dabei unterscheiden wir zwei Aspekte:
• Unterordnung ist eine Herzenshaltung gegenüber Gott und seinem Wort. Wir beugen uns unter die göttliche Autorität.
• Gehorsam zeigt sich in der Tat, indem wir das verwirklichen, was Gott uns durch sein Wort aufträgt.
Es ist ein grosser Segen für uns, wenn wir als junge Christen sowohl in den richtungsweisenden Entscheidungen unseres Lebens als auch in den Angelegenheiten des Alltags den Willen Gottes tun möchten!

Halte fest 2012

Mit der Prophezeiung und der Antwort auf ihre nachfolgende Frage endet die Passage mit Marias Antwort in Vers 38: Und Maria sagte: Siehe, die Magd des Herrn; sei es mir nach deinem Wort. Und der Engel entfernte sich von ihr.

An diesem Punkt unterwirft sie sich völlig dem Willen und der Fürsorge Gottes; Dies ist im Lichte von drei Dingen weise. Erstens sollte die alttestamentliche Strafe für eine verlobte Frau, die für schwanger befunden wurde, zu Tode gesteinigt werden; Maria würde Gott vertrauen müssen, dass die Todesstrafe nicht auf sie angewendet würde. Zweitens musste sie Gott in Bezug auf die Reaktion der Gemeinschaft vertrauen, da sie in Gefahr war, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden und für den Rest ihres Lebens geächtet zu werden. Drittens musste sie dem Herrn in Bezug auf ihre Beziehung zu Joseph vertrauen. Dies war ein berechtigtes Anliegen, da Joseph als rechtschaffener Mann erwog, sich angesichts ihrer Schwangerschaft von Maria scheiden zu lassen. Sie gab sich dem Herrn hin, um all diese wichtigen Dinge zu klären.

Zusammenfassung: Wir können Gabriels Botschaft an Maria in fünf Punkten zusammenfassen. Erstens würde die Inkarnation in einem Mann sein. Zweitens sollte er Jeschua oder Jesus heißen. Drittens wäre er in Bezug auf seine wesentliche Natur großartig. Viertens wäre er der Sohn Gottes. Und fünftens würde er den Davidischen Bund erfüllen.

Der Davidische Bund versprach vier ewige Dinge: einen ewigen Thron, ein ewiges Haus oder eine ewige Dynastie, ein ewiges Königreich und einen ewigen Nachkommen. Alle vier ewigen Dinge kamen in Gabriels Botschaft heraus. In Bezug auf den Thron sagte er: Der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. In Bezug auf das Haus oder die Dynastie: Er wird für immer über das Haus Jakobs herrschen. In Bezug auf das Königreich: Von seinem Königreich wird es kein Ende geben. In Bezug auf den ewigen Nachkommen sagte Gabriel: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, der Sohn Gottes genannt werden. Die vier ewigen Dinge, die im Davidischen Bund verheißen wurden, wurden hier angepasst, um durch Jesus den Messias erfüllt zu werden. Die Ewigkeit des Hauses, des Throns und des Königreichs ist garantiert, weil der Same Davids in einer Person gipfelt, die selbst ewig ist.

Fruchtenbaum – Die Sammlung messianischer Bibelstudien

Wie alt war Mirijam / Maria damals?
Warum hatte sie so einen festen Glauben?
Welche Ziele hatte Mirijam?
Welchen HERRN hatte sie, dem sie ganz vertraute?

Manche Christen sind ja der Auffassung, dass der Herr im NT Jesus Christus wäre – aber hier haben wir gleich zu Beginn des Evangeliums den Herrn der Mirijam/Maria, wo es Jeschua/Jesus noch gar nicht als Mensch gibt. Die oben angeführte hebräische Bibel zeigt deutlich, dass hier von Jehovah gesprochen wird.
Wir wissen heute leider nicht genau, wie Maria aufgewachen war, und was ihr genauer Hintergrund war. Man nimmt an, dass sie ihre Kinderzeit in der Nähe der Anbetung Jehovahs verbracht hat, und dass sie zu dem Zeitpunkt, der in Lukas 1 berichtet wird, zwischen 12 und 14 Jahre alt war.

Und was für einen Glauben haben wir? Ist mein Ziel, meine eigenen Wünsche zu erfüllen? Was kennen wir eigentlich von der Bibel? Wären wir genauso demütig, wenn Jehovah heute einen Engel schicken würde, und unsere Lebensplanung komplett über den Haufen werfen würde?

Blick in den Himmel

וְאַרְבַּע הַחַיּוֹת לְכָל אַחַת מֵהֶן שֵׁשׁ כְּנָפַיִם. מִסָּבִיב וּמִבִּפְנִים הֵן מְלֵאוֹת עֵינַיִם, וְיוֹמָם וָלַיְלָה אֵינָן חֲדֵלוֹת לוֹמַר׃ ״קָדוֹשׁ, קָדוֹשׁ, קָדוֹשׁ, (ישעיהו ו׳ ב׳–ג׳) יהוה אֱלֹהֵי צְבָאוֹת אֲשֶׁר הָיָה וְהֹוֶה וְיָבוֹא.״

ha-Berit ha-ḥadashah 2000 – Offenbenbarung 4,8

Und was die vier lebenden Geschöpfe betrifft: Jedes von ihnen hat je sechs Flügel; ringsum und unterhalb sind sie voller Augen. Und sie haben Tag und Nacht keine Ruhe, während sie sagen: „Heilig, heilig, heilig ist Jehova Gott, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt.“
neue Welt Übersetzung – Offenbarung 4,8

Und die vier Lebewesen (Gestalten, Tiere, Geschöpfe), eines wie das andere {von ihnen} je sechs Flügel habendj, sind außen (außen herum) und innen voller Augen. Und sie rufen Tag und Nacht ohne Unterbrechungk: „Heilig, heilig, heilig [ist] der Herr (JHWH), Gott, der Allmächtige (Zebaot), Der War (Gewesene) und Der Ist (Seiende) und Der Kommen Wird (Kommende) l!“
offene Bibel – Offenbarung 4,8

Jede dieser Gestalten hatte sechs Flügel. Auch die Flügel waren innen und außen voller Augen. Unermüdlich, Tag und Nacht, rufen sie:
»Heilig, heilig, heilig ist der Herr,
der allmächtige Gott,
der schon immer war,
der heute da ist
und der kommen wird!«
Hoffnung für Alle – Offenbarung 4,8

Jedes von diesen vier Wesen hatte sechs Flügel, und die waren auch voll mit diesen Augen. Diese vier Wesen standen da und sangen vierundzwanzig Stunden am Tag ohne Unterbrechung: „Ganz besonders krass, eben gottmäßig, heilig, so ist der Gott, dem nichts unmöglich ist. Er war am Anfang da, er ist jetzt immer noch bei uns, und er wird auch immer da sein!“
VolxBibel – Offenbarung 4,8

Off 4,8 ἓν καθʼ ἕν19f ein jedes, eins wie das andere (B εἷς 5e). αὐτῶν gen. partitivus (A164). ἔχων V. 7. ἀνά distributiv (BDR § 2481) je, jeweils. πτέρυξ3 υγος ἡ Flügel. ἕξ19 sechs. κυκλόθεν Adv. von allen Seiten, ringsherum. ἔσωθεν innen. ἀνά-παυσις8 Aufhören; Ruhe. ἡμέρας καὶ νυκτός gen. temp. (A166). λέγοντες Ptz. λέγω, präd. bei Verben (hier: Verb m. entsprechendem AkkO) des modifizierten Seins u. Tuns (A301); ἀνάπαυσιν οὐκ ἔχουσιν (praesens narrativum, A235) … λέγοντες sie sprechen/sprachen unaufhörlich. ὁ θεός Nom. m. Art. für Vok. (A142). παντο-κράτωρ6 ορος ὁ Allherrscher, Allmächtiger; App. (A70). ἦν Ipf. εἰμί; ὁ ἦν vertritt hier ein dur. Ptz. m. Vergangenheitsbezug (ZG): der war; ὁ ἦν καὶ ὁ ὢν καὶ ὁ ἐρχόμενος eine an Ex 3,14f anknüpfende Umschreibung des Gottesnamens. ὤν Ptz. εἰμί, subst. ἐρχόμενος Ptz. ἔρχομαι, subst.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Vor dem Thron lag ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, in dem sich die herrlichen Farben der ganzen himmlischen Szenerie brachen (vgl. Offb 15,2). In der Mitte des Bildes befanden sich vier himmlische Gestalten, die mit einem Löwen, einem Stier, einem Menschen und einem fliegenden Adler vergleichbar waren. Jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, und sie waren außen und innen voller Augen. Nach den Worten des schauenden Johannes priesen diese Wesen Gott ohne Unterlaß und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige (pantokratOr; vgl. Offb 1,8;11,17;15,3;16,7.14;19,6.15;21,22 ) und Ewige (der da war und der da ist und der da kommt; vgl. Offb 1,8;11,17 ). Dies ist die erste von insgesamt 14 Doxologien im Buch der Offenbarung (vgl. dazu die nachfolgende Tabelle).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Auch Hesekiel sprach von sechs Flügeln ( Hes 1,11 ). Das Trishagion (»heilig, heilig, heilig«) stammt aus Jes 6,3 , wo die Seraphim – heilige Flammenengel nach dem Vorbild der Cherubim der Stiftshütte – als ein Symbol der universalen Herrlichkeit Gottes ( Jes 6,3 ) den Thron Gottes im Jerusalemer Tempel umgeben und dem Seher die Unreinheit der sündhaften Sterblichen, zu denen auch er selbst gehört, vor Augen führen ( Jes 6,5 ). Die biblische Bildwelt mit diesen Gestalten und ihre Hymnen, die in den Synagogen und später auch in der kirchlichen Liturgie gesungen wurde, finden sich auch in späteren jüdischen Schriften. Als Gegensatz dazu wäre der ständige Chor des Kaiserkults in Pergamon vorstellbar, dessen 36 Mitglieder Hymnen zu Ehren des göttlichen Augustus zu singen hatten.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Dann sieht Johannes „vier lebendige Wesen“. Ihnen kommt eine herausragende Bedeutung zu. Sie befinden sich „inmitten des Thrones und rings um den Thron“, sind „voller Augen vorn und hinten“, gleichen einem Löwen, einem Stier, einem Menschen oder einem Adler und besitzen sechs Flügel, die „ringsum und inwendig voller Augen“ sind.

Die „Wesen“ haben große Ähnlichkeit mit denen aus Hes 1 und 10 (Hes 1,4-21; 10,1-17). Der Vergleich zeigt, dass es sich bei den Gestalten um Cherubim handelt.
„Keruben sind geflügelte Mischwesen mit einem Menschengesicht und einem Löwenkörper. Sie entsprechen dem Sphinx in Ägypten. In Hes 41,18f. ist ein Mischwesen mit Menschen- und Löwenkopf vorausgesetzt.
Durch die Kombination von Körperteilen unterschiedlicher Lebewesen (Mensch / Tiere) werden die mit diesen verbundenen Eigenschaften, Funktionen und Bedeutungen in einem einzigen Wesen vereint und steigern so dessen überlegene, übernatürliche Gewalt und Macht ins Unermessliche. Im Alten Orient haben Keruben vor allem zwei Funktionen: Eine Wächter- und Schutzfunktion (…) und eine Tragefunktion (sie tragen die Gottheit bzw. bilden deren Thron). Beide Funktionen finden sich auch im Alten Testament …
Das Alte Testament kennt unterschiedliche Kerubenkonzeptionen. Auffällig ist auch, dass sowohl vom einzelnen Kerub als auch von Keruben im Plural gesprochen wird …
Keruben beschützen – wie Wächterfiguren bzw. Genien an den Eingängen assyrischer und babylonischer Paläste – den Weg zum Baum des Lebens bzw. den Berg Gottes (Gen 3,24 [Pl.]; Ez 28,14.16 [Sg.]) …
In 2Sam 22,11 // Ps 18,11 fungiert der Kerub (Sg.!) als Himmelsreittier JHWHs im Zusammenhang seiner Theophanie (…). Hier ist vor allem die Ausstattung des Keruben mit Flügeln wichtig, da sie die Mobilität JHWHs unterstreicht …
Zur Innenausstattung des Salomonischen Tempels gehörten nach 1Kön 6,23-28 zwei 10 Ellen (ca. 5 m) hohe Keruben aus Olivenholz, die nebeneinander, mit dem Gesicht nach vorn standen und mit ihren Flügeln den Gottesthron bildeten. Die inneren Flügel waren die Sitzfläche und die äußeren die Seitenlehne des Thrones.
Daneben waren auch die Wände und Türen des Tempels sowie die Kesselwagen mit umlaufenden Schnitzwerkverzierungen versehen, die u.a. Palmetten und Keruben darstellten (vgl. 1Kön 6,29.32.35; 1Kön 7,29.36; …) …
Das JHWH-Prädikat ‚Kerubenthroner‘ in 1Sam 4,4; 2Sam 6,2 = 1Chr 13,6; 2Kön 19,15; Jes 37,16; Ps 80,2; Ps 99,1 entstammt ursprünglich der Jerusalemer Kulttradition … Es bezieht sich unmittelbar auf den im Salomonischen Tempel befindlichen Kerubenthron JHWHs, wie z.B. Ps 99,1b.2a nahelegt, wo JHWH, ‚der Kerubenthroner‘, mit dem auf Zion residierenden Gott identifiziert wird … Das Königtum JHWHs und sein Thronen auf den Keruben gehören unaufhebbar zusammen (vgl. den synonymen Parallelismus membrorum in Ps 99,1 …). In 2Kön 19,15 ist der Titel mit der Vorstellung von JHWH als König und Weltschöpfer verbunden. Hier und in Ps 80,2 ergeht an den Kerubenthroner eine Bitte um Hilfe und Schutz.“
http://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/keruben-kerubenthroner/ch/4b7f1d9f930ed7c51d9f4893a5aad7e0/ (Zugriff 25.10.2017)

Auf dem Hintergrund der den Thron Gottes tragenden Cherubim wird auch die Aussage verständlich, dass sie „inmitten des Thrones und rings um den Thron“ sind“ (vgl. Hes 1,5: „Und mitten darin war etwas wie vier Gestalten …“). Es handelt sich um „lebendige Teile des Thrones der Herrlichkeit“ (Tóth, Kult, 217).

Dass sie „vorn und hinten“ voller Augen sind, dient wahrscheinlich dazu, dass sie sich beim Gehen nicht umzuwenden brauchen (Hes 1,12; vgl. 10,11) und auf diese Weise den Thron Gottes besser bewachen können.

Die Bewachung des Thrones Gottes gehört jedenfalls nach dem äthiopischen Buch Henoch zu den Aufgaben der Cherubim.
äthHen 70,7-9: „(7) Und ich sah dort in der Mitte jenes Glanzes, dass darin Etwas, was erbaut war aus Steinen von Glas, (8) inmitten dieser Steine Zungen von lebendigem Feuer. Und es sah mein Geist eine Umschließung, welche umschloss dieses Haus des Feuers von seinen vier Enden, darin Ströme angefüllt mit lebendigem Feuer, und sie umschlossen dieses Haus. (9) Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit.“ (vgl. Roloff, 69).

Auch dass es sich bei den vier Gestalten um Figuren handelt, die einem Löwen, einem Stier, einem Menschen oder einem Adler gleichen, entspricht der Vision im Buch Hesekiel (Hes 1,10; 10,14). Der einzige Unterschied besteht darin, dass es sich bei Hesekiel jeweils um ein Wesen mit vier verschiedenen Angesichtern handelt, während es in Offb 4 um vier verschiedene Gestalten geht, die daher auch einzeln in Aktion treten können (6,1.3.5.7; 15,7).

Damit stellt sich auch die Frage nach der Bedeutung von Löwe, Stier, Mensch und Adler:
• Im Laufe der Kirchengeschichte hat man versucht, sie mit den vier Evangelisten zu identifizieren (Irenäus, adv.haer. 3,11,8; so auch Böttcher, 97).
• Nach Maier steht der Löwe „für die wilden Tiere“ und „zugleich für Macht und Kraft“, der Stier für die „Haus- und Opfertiere“ und als „Repräsentanz von Kraft und Majestät“; der Mensch als Repräsentant der Menschheit und der Adler als Repräsentant der Vögel und der „Macht und Herrlichkeit des Schöpfers“ (Maier I, 271-273).
• Zimmerli deutet die Gestalten des Buches Hesekiel dahingehend, dass „darin die königlichsten und stärksten Tiere bzw. Vögel zusammen mit dem Menschen herangezogen worden“ sind, „um die Aussage der allumfassenden Gottmacht, die sich in den throntragenden Wesen spiegelt, zu potenzieren“ (Walter Zimmerli, Hesekiel, Neukirchen-Vluyn 1979, 62).
• Interessant ist auch der Vorschlag, die vier Gesichter der Gestalten des Hesekielbuchs als Repräsentanten der vier Himmelsrichtungen zu deuten, weil dadurch auch ihre Bewegungsrichtung erklärt werden kann (Hes 1,20). (Hans Ferdinand Fuhs, Ezechiel, Würzburg, 1986, 23).

Jedes der vier Wesen hat sechs Flügel – also zwei mehr als die in Hesekiel beschriebenen Wesen (Hes 1,6). Sie sind „ringsum und inwendig voller Augen“. Weil in 4,6 bereits davon die Rede war, dass die Wesen „voller Augen“ sind, bezieht sich diese Aussage vermutlich speziell auf die Flügel (Maier I, 274).

Vers 8b schildert nun die Tätigkeit der vier Gestalten: das unaufhörliche Lob Gottes. Die Aussage, dass sie damit „Tag und Nacht“ nicht aufhören, entspricht Aussagen im Henochbuch.
äthHen 39,12: „Dich [Gott] preisen die nie Schlafenden; sie stehen vor deiner Herrlichkeit, preisen, rühmen und erheben sich, indem sie sprechen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Geister! Er erfülltet die Erde mit Geistern.“ (vgl. äthHen 70,9: „Und es umgaben die Seraphs, die Cherubs und die Ophanin; dies sind diejenigen, welche nicht schlafen, und bewahren den Thron seiner Herrlichkeit.“)

Das Lob Gottes besteht aus einem dreimaligen Ruf „heilig“ (vgl. Jes 6,3). Außerdem wird Gott als „Herr“, als „Allmächtiger“ und als „der war und der ist und der kommt“ bezeichnet. Die Begriffe „Herr“ (gr.: Kyrios) und „Allmächtiger“ (gr.: pantokrator) stehen auch in 1,8; 11,17; 15,3; 16,7.14); 19,6; 21,22 zusammen. Die Bezeichnung „der war und der ist und der kommt“ ist typisch für die Offenbarung des Johannes (1,4.8; vgl. 11,17; 16,5).

So ist es „ihre Hauptaufgabe …, mit den Ältesten zusammen vor dem Thron Gottesdienst zu halten (4,8, 5,8-10; vgl. auch 5,14; 19,4). Sie beschäftigen sich aber auch mit der Entfaltung der Endereignisse: Bei den anfänglichen vier Siegelvisionen leitet ein jedes von ihnen mit dem Wort ‚komm!‘ den Auftritt eines Pferdes ein (6,1.3.5.7) und in 15,7 übergibt eines von ihnen den sieben Schalenengeln die sieben Schalen.“ (Satake, 199).

Mainka – Offenbarung des Johannes

Jetzt folgt die maßgebliche Deutung der göttlichen Lichtfülle, die Johannes geschaut hat. An die in V 3 genannten Farben und Materialien sind nicht allerlei Themen menschlicher Dogmatik anzuhängen, vielmehr geht es um ein einziges Thema, und um dieses Thema dreimal und immer wieder: es geht um die Heiligkeit Gottes (s. z. 3,7). Und sie sprachen unaufhörlich Tag und Nacht: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allgewaltige. Die hohen Thronengel haben teil an dem göttlichen Wachsein nach Ps 121,4. das mit menschlicher Schlaflosigkeit nichts gemein hat, sondern Unabhängigkeit vom irdischen Zeitenrhythmus bedeutet. In überirdischer Unermüdlichkeit und ewiger Wachheit verrichten sie ihren Throndienst wie die Seraphe in Jes 6. Der dort gebrauchten Gottesbezeichnung „Herr Zebaoth“ entspricht hier „Gott der Herr, der Allgewaltige“ (Anm. 54). Aber dann folgt im Unterschied zu Jes 6 nicht eine raumbezogene, sondern eine geschichtsbezogene Bestimmung des Dreimalheiligen: Der da war und der da ist und der da kommt. Die drei Elemente dieser Wendung sind gegenüber 1,4 chronologisch geordnet (s. d.): Gott war heilig, ist heilig und wird heilig sein. Was sich auch in den Zeiten ändert, aber daran ändert sich nichts. Daran zerbricht aber alles, was unheilig ist. In diesem Vorgang um den Thron Gottes enthüllt sich dem Johannes der Grundvorgang der Geschichte: Heiligung des Namens Gottes.

Wuppertaler Studienbibel

Und heute wieder die Frage: für was lebe ICH? Für mich, oder sehe ich meine Aufgabe im Leben, diesen allweisen Schöpfer zu loben und zu preisen? Was zeigen meine Aktivitäten?

Vergessen wir nicht:
Jehovah ist vollkommen heilig
Wir Menschen sind von Natur aus sündig
Jehovah ist vollkommen gerecht
Wir Menschen sind von unserer Geburt an ungehorsam.
Nur durch Seine Barmherzigkeit haben wir die Chance IHN anzubeten.

Gottesdienst im Himmel sieht SO anders aus, als den, den wir auf der Erde so nennen. Da wird kein Heftchen studiert, da geht es nicht im Heilung, nicht um unsere Sorgen – da geht es um IHN!

Unfrieden – warum?

Ihr meint wohl, ich sei gekommen, um bloß Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, – ich bringe auch Unfrieden.
Johannes Greber – Lukas 12,51

Falls ihr gedacht habt, ich würde den Weltfrieden organisieren, dann habt ihr euch gewaltig getäuscht! Nein, wo ich bin, werden sich Menschen streiten,
VolxBibel – Lukas 12,51

Meint nur nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Auseinandersetzung!
Hoffnung für Alle – Lukas 12,51

Denket ihr, daß ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung.
Elberfelder 1871 – Lukas 12,51

de.logos.com

Erklärt hier Jesus, dass ER für die Streitkultur der heutigen Zeit verantwortlich wäre? NEIN!

„Glaubst du, ich bin gekommen, um Frieden im Land zu bringen?“ Jeschua würde bei seinem ersten Kommen nicht in Herrlichkeit regieren, noch würde er die messianischen Prophezeiungen des Weltfriedens erfüllen, z. B. „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schlagen“ (Jes. 2: 4; Mik. 4: 3). Stattdessen würde er Spaltung bringen: Einige würden ihn als Messias anerkennen, andere nicht, was dazu führen würde, dass sich die Familien in dieser Angelegenheit in der Mitte aufteilen (Verse 52–53).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Ein Jünger Jesu zu sein, konnte unter Umständen dazu führen, daß man von niemandem mehr verstanden wurde, nicht einmal von der eigenen Familie. Jesus brachte letztlich nicht Frieden unter die Menschen, sondern Zwietracht, denn die einen nahmen seine Botschaft vom Gottesreich an, und die anderen lehnten sie ab. Die Wirkung seiner Lehre und seines Lebens würde einem verzehrenden Feuer gleichen (V. 49). Sein Leben und sein Tod bildeten die Grundlage für das Gericht über Israel, durch das das Volk wie durch ein Feuer geläutert würde. Jesus wünschte sich sehnlich, daß dieses Ziel schon erreicht und sein Auftrag erfüllt wäre. Mit der Taufe, von der er hier sprach, war zweifellos sein Tod gemeint, der, wie er sagte, vollbracht werden mußte (V. 50). Das Wirken Jesu brachte tatsächlich Konfliktstoff in die Welt, wie er prophezeit hatte (V. 52 – 53). Familien wurden uneins und Treueversprechen gebrochen. Noch heute werden Judenchristen von ihren Familien und Freunden geächtet. Doch ein Jünger muß bereit sein, solche Schwierigkeiten auf sich zu nehmen.

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Damit dieses Ziel erreicht wird, musste eine Erlösung vollbracht und die Macht Satans zerstört werden. Die Menschen müssen mit Gott versöhnt werden und die Schöpfung muss wieder in Harmonie mit ihrem Schöpfer gebracht werden. Aber das ist nicht das Thema hier, sondern die Person des Herrn Jesus. Alles war sozusagen verborgen in diesem Kind, das in der Krippe lag. Durch dieses kleine Kind griff Gott in die Welt ein, wo die Sünde regierte, um seine Pläne auszuführen. In Ihm, der so in die Welt gekommen war, ist die Erfüllung dieser Pläne gesichert.
Die Ablehnung dieses Friedensangebots Gottes im Herrn Jesus bedeutet allerdings für alle, die nicht an Ihn glauben, Gericht. Denn an Ihm scheiden sich die Menschen. Der Herr selbst weist in Lukas 12,51 darauf hin: Seine Gegenwart bewirkt unter Menschen Konfrontation und Entzweiung. Aber das war nicht Gottes Absicht, als Er seinen Sohn sandte, sondern eine Folge der Ablehnung von Jesus Christus durch die Masse der Menschen. Statt «Friede auf der Erde» haben wir heute erbitterte Feindschaft gegen den Herrn Jesus und gegen jene, die die Botschaft des Friedens annehmen – eine Tatsache, die jeder, der Ihm nachfolgt, mehr oder weniger intensiv erfährt.

Halte fest 2014

Die Ethik, die Jesus lehrt, unterscheidet sich so radikal von der Ethik der Welt, dass eine Entzweiung zwischen ihren jeweiligen Anhängern unausweichlich ist.

Lk 12:51-53 : Angesichts des hohen Stellenwerts, den die Familie im Judentum genoss, mussten diese Worte Jesu seine Hörer erschrecken. Die Menschen lebten damals sehr viel häufiger in Großfamilien zusammen als heute, doch längst nicht alle hatten ihre Schwiegereltern bei sich aufgenommen.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments

Da sind wir wieder bei dem Punkt von gestern abend: wenn Christsein bedeutet, seine eigenen Wünsche und Ziele aufzugeben – dann entfernt man sich aus dieser selbstsüchtigen Gesellschaft, und ist kein Teil mehr von ihr.
Aber dass diejenigen, die sich zu Jeschuah bekennen von ihren eigenen Familien und Freunden entfremdet werden, könnt ihr in der Broschüre „“Die Weisheit ruft“ nachgelesen werden – eine Sammlung von Lebenserfahrungen von Rabbinern des 18. und 19.Jahrhunderts, die erkannten, welche Rolle Jeschuah in ihrem Leben spielen sollte. (Unter anderem findet ihr beim Lesen dieser Broschüre auch, dass alle diese Rabbiner der Meinung waren, dass „ihr Gott“ Jehovah heißt).

“ ich sorge für echtes Leben.“

„Bei mir hat der Tod keine Chance mehr, ich sorge für echtes Leben. Alle, die ihr Vertrauen auf mich setzen und mir glauben, die werden immer weiterleben, auch wenn sie mal sterben! Jeder, der mir vertraut, der wird nie mehr sterben! Glaubst du das, Marta?“
VolxBibel – Joh 11,25–26

Jesus entgegnete ihr: «Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch stirbt, und wer da lebt und an mich glaubt-(= im Leben an mich glaubt )-, wird in Ewigkeit nicht sterben! Glaubst du das?» .
Hermann Menge – Johannes 11,25–26

Da sagte Jesus zu ihr:
»Ich bin die Auferstehung und das Leben! Wer an mich glaubt,
wird leben,
auch wenn er stirbt.
Und wer lebt
und an mich glaubt,
wird niemals sterben –
in Ewigkeit nicht.
Glaubst du das?«
BasisBibel – Johannes 11,25–26

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ἐγώ betont (A122). ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή Präd.-Nom. m. Art. hebt die Einzigartigkeit hervor (A80). πιστεύων Ptz., subst. κἄν = καὶ ἐάν auch wenn, selbst wenn (B 2). ἀπο-θάνῃ Aor. Konj. -θνῄσκω. ζήσεται Fut. Med. (m. akt. Bdtg.) ζάω; ὁ πιστεύων εἰς ἐμέ … ζήσεται wer an mich glaubt, wird leben … (H-S § 252,18). Jh 11,26 πᾶς ὁ m. Ptz. jeder, der (A86). ζῶν Ptz. ζάω, subst. πιστεύων Ptz., subst. οὐ μή m. Aor. Konj. stärkste Verneinung zukünftigen Geschehens (A257). ἐγώ betont (A122). ἡ ἀνάστασις καὶ ἡ ζωή Präd.-Nom. m. Art. hebt die Einzigartigkeit hervor (A80). πιστεύων Ptz., subst. κἄν = καὶ ἐάν auch wenn, selbst wenn (B 2). ἀπο-θάνῃ Aor. Konj. -θνῄσκω. ζήσεται Fut. Med. (m. akt. Bdtg.) ζάω; ὁ πιστεύων εἰς ἐμέ … ζήσεται wer an mich glaubt, wird leben … (H-S § 252,18). Jh 11,26 πᾶς ὁ m. Ptz. jeder, der (A86). ζῶν Ptz. ζάω, subst. πιστεύων Ptz., subst. οὐ μή m. Aor. Konj. stärkste Verneinung zukünftigen Geschehens (A257).

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Das ist die fünfte von Jesu großen „Ich bin“-Aussagen. Die Auferstehung und das neue Zeitalter sind bereits jetzt Wirklichkeit, weil Jesus Herr über das Leben ist (Joh 1,4). Seine Worte über Leben und Tod scheinen paradox: Der Tod eines Gläubigen führt in das neue Leben. Ein Gläubiger lebt so, daß er in geistlicher Hinsicht nimmermehr sterben wird. Er hat das ewige Leben (Joh 3,16;5,24;10,28); das Ende des physischen Lebens ist nur ein Schlaf des Körpers, bis er auferweckt wird zum Leben. Im Tod geht der geistige Teil seines Körpers, die Seele, zum Herrn (vgl. 2Kor 5,6.8; Phil 1,23).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Man kann diese Worte »Jesu« nur verstehen, wenn man weiß, dass sie einen Doppelsinn haben. »Leben« und »Sterben« bezeichnen nicht nur äußerlich wahrnehmbare, sondern auch geistliche Vorgänge.

»Ich bin die Auferstehung und das Leben«:

Das ist seit Joh 6,35; 8,12; 10,7 und Joh 10,11 das fünfte der berühmten »Ich bin »Worte des Johannesevangeliums. »Ich bin« ist keine totale Gleichsetzung, als ob Jesus nur die Auferstehung und das Leben wäre. Jesus ist mehr, ist der gute Hirte, das Licht der Welt, der Messias (Joh 4,26), der Heiland der Welt (Joh 4,42), der Richter (Joh 5,22), der Gottessohn. Deshalb muss dieses »Ich bin« eine andere Bedeutung haben. Es bedeutet, dass »die Auferstehung und das ewige Leben« nur durch Jesus geschieht und geschenkt wird. Auch die Briefe des Johannes legen darauf größten Wert (vgl. 1Joh 5,12.20). Vergleichen wir diese Aussage Jesu mit dem, was Marta in Vers 24 sagte, dann wird klar, dass Jesus zweierlei herausarbeitet:

a) Die Auferstehung, an die Marta glaubt, hängt von ihm ab.

b) Wenn er gewissermaßen die Auferstehung in Person »ist«, kann er u. U. Jetzt schon den Tod überwinden.

In der Fortsetzung zeigt Jesus, dass der Tod des Lazarus in edem Falle nur vorläufigen Charakter hat:

»Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.« Lazarus war auch so einer, der »an mich glaubt«. Weil Jesus den Seinen das ewige Leben schenkt (vgl. Joh 3,16; 5,24; 6,40.47; 8,51; 10,10.28), sind Sterben und Tod nur Durchgangsstationen. Deshalb gilt für den Glaubenden:

»Auch wenn er stirbt (= den leiblichen Tod erleidet), wird er leben«, nämlich vom Geistlichen Tod befreit sein und das ewige Leben haben. In unerhörter Wucht wird hier deutlich, was christliche Zukunftshoffnung ist. Der Tod kann uns nicht halten. Wenn es im äußeren Leben »abwärts« geht, geht es in Wirklichkeit »aufwärts«. Wenn wir sterben, kommt das ewige Leben auf uns zu! »Das Schönste kommt noch«, hatf. Rienecker ein Buch überschrieben. Ein Osterlied bringt das in eindringlicher Weise zum Ausdruck:

»Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben« (EKG 89, 6).

Aber – auch das dürfen wir nicht übersehen – diese Zukunft öffnet sich nur dem, der an »Jesus glaubt«. Vers 26 unterstreicht das:

»Und jeder, der lebt und an mich glaubt, der wird in Ewigkeit nicht sterben.« Nur ist der Ausdruck »Jeder, der lebt« schwer zu erklären. Am besten versteht man ihn so:

»Jeder, der« jetzt schon im Glauben an Jesus das ewige Leben empfangen hat, wird auch in »Ewigkeit nicht sterben«, also ewiges Leben haben.

Das letzte Sätzchen ist keineswegs unwichtig:

»Glaubst du das?« Angesichts des realen Todes wird Martas Glaube auf eine harte Probe gestellt. Sie muss gewissermaßen gegen den Augenschein glauben. Sie muss glauben, dass ihr Bruder Lazarus »in Ewigkeit nicht sterben wird«, der doch an einer Krankheit dahinsiechte, starb und nun im Grabe liegt (V. 39). Ohne Glauben ist es unmöglich, zu einer solchen Sicht der Zukunft zu gelangen. Die Frage »Glaubst du das?« zeigt zudem, dass der christliche Glaube ganz bestimmte Inhalte hat. Es wäre falsch, zu sagen:

»Ich glaube; aber was ich glaube, lässt sich nicht ausdrücken.« Christlicher Glaube lässt sich aber in menschlicher Sprache und in Lehrsätzen ausdrucken. Es wäre Hochmut, sich hinter etwas Unsagbarem verschanzen zu wollen. Bestes Beispiel dafür, dass unser Glaube formuliert werden kann, ist das Apostolische Glaubensbekenntnis.

Edition C

Die Aussage Jesu scheint unwahr zu sein – den eins geht ja nur, entweder stirbt man oder eben nicht. Aber an anderer Stelle sagt er, dass Abraham aus Gottes Sicht noch leben würde? (Matthäus 22,32) – Was ist, wenn Jehovah außerhalb von Raum und Zeit existiert? Was wenn Jehovah sich in der Zeit bewegen kann, wie wir im Raum? Kann Jehovah dann einen in Christus verstorbenen einfach „umsetzen“ – für Jehovah lebt derjenige also direkt weiter – auch wenn wir vom menschlichen Standpunkt den langen Zeitstrahl sehen, bis zur Auferstehung….. – Spannend Vers 27: die Antwort „Ja ich glaube!“ – glaubst du es auch, dass Jesus recht hat?