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„bedeutet auch, das Fiese zu hassen“

Die Furcht Jehovas ist: das Böse hassen. Hoffart und Hochmut und den Weg des Bösen und den Mund der Verkehrtheit hasse ich.

Elberfelder Bibel 1905 – Spr 8,13

Die Furcht vor Jehova ist: zu hassen das Böse, Stolz und Uebermuth. Böse Wege sowohl, als den Mund der Falschheit hasse ich.
van Eß

Die Furcht Jehovas bedeutet das Böse hassen. Selbsterhöhung und Stolz und den schlechtenWeg und den verkehrten Mund habe ich gehaßt.
Neue Welt 1985


Ehrfurcht vor Jehova bedeutet, das Böse zuhassen. Ich hasse Selbsterhöhung, Stolz, den schlechten Weg und verlogene Worte.
Neue Welt 2018

Alle, die den Herrn achten, hassen das Böse.Deshalb hasse ich Hochmut, Stolz, ein Leben voller Unrechtund Lüge.
Neues Leben 2006

Wenn man Respekt vor Gott hat, bedeutet es auch, das Fiese zu hassen. Prollige Einstellung, überheblich sein, zu denken, man ist der Geile, so was finde ich zum Kotzen.
Volxbibel

Wenn ein Mensch Weisheit besitzt, dann besitzt er auch Klugheit (vgl. den Kommentar zu Sprüche 1,4; vgl. Sprüche 8,5 ), Einsicht und Besonnenheit. Alle drei Nomen finden sich in Sprüche 1,4 .Manche Ausleger sind der Meinung, daß Sprüche 8,13 den Gedankenfluß zwischen Vers 12 und Vers 14 unterbricht. Vers 13 erinnert jedoch daran, daß eine verständige, besonnene Lebensführung (V. 12 ) nicht in irgendeiner Weise mit den in Vers 13 erwähnten Untugenden in Beziehung steht. Vers 13 zeigt: Weisheit besitzen, heißt, auf moralischem und geistigem Gebiet weise sein. Wer den Herrn fürchtet (vgl. den Kommentar zu Sprüche 1,7 ) und deshalb weise ist, der wird das Böse (vgl. Sprüche 3,7;14,16;16,6; Ps 97,10 ) und auch das stolze, hochmütige Verhalten und die verkehrte Rede hassen (zurückweisen). Das Wort für „verkehrt“ ( tahpVKCh ) kommt in den Sprüchen achtmal vor (vgl. den Kommentar zu Sprüche 2,12 ).

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Die Weisheit sagt was sie haßt und warum sie es haßt v. 13: Die Furcht Jahve’s ist Hassen des Bösen — Hoffart und Hochmut und Laster-Weg und falschrednerischen Mund hasse ich. Wenn Gottesfurcht der Weisheit Anfang ist (9,10. 1,7), so steht die persönlich gedachte Weisheit vor allem andern was von ihr zu sagen ist in einem der Gottesfurcht auf Seite der Menschen entsprechenden Verhältnisse der Hingabe oder Ergebenheit zu Gott, und wenn, wie die Prämisse 13a lautet, Gottesfurcht zu ihrer Kehrseite Hassen des Bösen hat, so ergibt sich daraus, was die Weisheit mit שָׂנֵאתִי von sich aussagt. Statt des mit יִרְאַת gleichgeformten n. actionis שִׂנְאַת, welches den Art. annehmend zum Subst. wird, gebraucht der Verf., um das Präd. als solches zu kennzeichnen (Hitz.), lieber das n. actionis שְׂנֹאת, welches zwar auch Nomen ist, aber doch nicht substantivisch gebraucht wird; שְׂנֹאת wie מְלֹאת Jer. 29,10. קְרֹאת Richt. 8,1 ist s. v. a. שְׂנֹאֶת wie יְבֹשֶׁת das Trocknen, יְכֹלֶת das Können, vgl. شناءة das Hassen, ملاءة das Vollsein, قراءة das Lesen (Fl.). Das Böse, das die Weisheit haßt, wird nun besondert wie 6,16–19 das Böse das Jahve haßt. Die Tugend aller Tugenden ist die Demut, darum haßt die Weisheit vor allem die Selbstüberhebung in allen Gestalten; die Paronomasie גֵּאָה וְגָאוֹן will den Begriff seinem ganzen Inhalte und Umfange nach ausdrücken (vgl. Jes. 15,6. 3,1 und oben zu 1,27 extr.), גֵּאָה (v. גֵּאֶה der Nominalform der Gebrechen) Hochfahrendes = Hoffart steht neben גאון wie Iob 4,10 גָבֹהּ Hohes = Hoheit. Es folgt viam mali, die Sünden des Wandels d.i. des Handelns befassend, und os fallax (s. zu 2,12), die Sünden des Mundes repräsentirend. Mit Recht verwirft Hitz. die Interpunction רָ֑ע und bevorzugt רָ֭ע. Diesem Dechî (Tiphcha init.) zufolge hat וּפִ֨י תַהְפֻּכֹ֬ת in Codd. und guten Ausgg. die Diener Asla und Illuj (s. Baer, Thorath Emeth p. 11); Abenezra und Mose Kimchi betrachten das Asla irrig als Trenner und meinen ופי et os = axioma meum erklären zu sollen, aber Asla verbindet und hat nach sich ת raphatum. Nachdem die Weisheit gesagt was sie haßt und also nicht ist, sagt sie nun, was sie ist und hat und gewährt v. 14–16: Mein ist Rath und Förderung, ich bin Einsicht, mein ist Thatkraft. Durch mich regieren Könige und Oberherren verfügen Rechtsgemäßheit. Durch mich herrschen Herrscher und Edle — alle Richter der Erde. Wer etwas schenkt, muß es selbst besitzen; in diesem Sinne spricht sich die Weisheit Rathfertigkeit, Förderung (im Sinne der Darreichung und des Inbegriffs wesentlicher, wahrhaft beglückender Güter, s. über תוּשִׁיָּה 2,7) und Thatkraft (s. Koh. 7,19) zu; בִינָה aber besitzt sie nicht blos, diese ist vielmehr ihr eigenstes Wesen und fällt mit ihr in eins zusammen. Daß v. 14 sich nach Iob 12,13. 16 gestaltet hat (Hitz.), ist möglich, ohne daß daraus etwas gegen die Aechtheit folgt. Und wenn v. 15f. und Jes. 32,1. 10,1 in unzufälligem Wechselverh. stehen, so ist die Priorität auf Seiten unseres Spruchdichters. Der Zusammenhang gibt dem an sich misverständlich knappen Ausdruck seine beabsichtigte Prägnanz. Es ist nicht gemeint, daß die Weisheit die höchsten Stellen im Staate zu vergeben hat, sondern daß sie zur Behauptung und Ausfüllung derselben befähigt. Bei 15b liegt es nahe, an Gesetzgebung zu denken, aber der Sprachgebrauch weist für das Po. חֹקֵק nur die Bedd. des Befehligens und Decretirens oder Urtelns auf; צֶדֶק ist Objektsacc., das Gegentheil der חִקְקֵי־אָוֶן Jes. 10,1. רֹזֵן ist ein poet. Wort v. רָזַן = رَزُنَ schwer, gewichtig, dann fest, unerschütterlich s., trop. von der majestätischen Ruhe, Würde und Gesetztheit (vgl. وقار und כָּבוֹד) im ganzen äußern Habitus, im Sprechen und Handeln, wie sie sich für einen Machthaber ziemt (Fl.). In 16b darf man nicht erklären: et ad ingenua impelluntur quicunque terrae imperant, denn נָדִיב ist Adj. ohne so flüssigen Verbalsinn. Aber überhaupt ist נדיבים nicht Präd., wozu es sich nicht eignet, weil es mit Verwischung seiner ethischen Bed. (v. נָדַב innerlich antreiben, näml. zu edler That, bes. zur Freigebigkeit) auch den Edlen nur von Geschlecht und nicht von Gesinnung (Jes. 32,8) bez. Also ist נדיבים ein viertes Synonym für Hochgestellte und כל־שׁפטי ארץ die summarische Zusammenfassung aller Arten von Hoheitsstellung, denn שָׁפַט vereinigt in sich die Beziehungen auf Regiment, Rechtspflege und Verwaltung. Es heißt כל, nicht וכל — eine sogen. asyndeton summativum. Statt אָֽרֶץ (LXX) findet sich auch die LA צֶדֶק (Syr. Targ. Hier. Venetus, aufgenommen nach Codd. und Neapel 1487 von Norzi). Aber diese LA, wenn nicht durch Abirrung auf den Ausgang des vorigen Verses entstanden, ist eine Aufhülfe, deren der Text nicht bedarf und gibt eine Summirung, welche zu dem was summirt wird (מלכים, רזנים, שׂרים, נדיבים) nicht recht paßt; übrigens nennt die Schrift sonst nur Gott selber שׁופט צדק (Ps. 9,5. Jer. 11,20). Die masoretische LA1 der meisten Ausgg., welche auch der Cod. von Hilla (ספר הללי) bot, verdient den Vorzug.
Die Rede der Weisheit erhebt sich nun wie v. 13 von neuem: sie sagt wie sie denen die sie lieben diese Liebe lohnend erwidert v. 17–21: Ich bethätige den mich Liebenden Liebe, und die frühe nach mir suchen finden mich. Reichtum und Ehre ist bei mir, bleibende Habe und Gerechtigkeit. Besser ist meine Frucht als Hochgold und Feingold, und mein Ertrag (besser) als auserlesenes Silber. In der Bahn der Gerechtigkeit schreite ich, inmitten der Steige des Rechts, zum Erbgut zu geben den mich Liebenden Reelles, und ihre Schatzkammern füll’ ich.

Keil & Delitzsch – Biblischer Commentar über das Alte Testament


Der Punkt der Weisheit, ein Haus mit den anderen Tugenden zu teilen oder diese zu besitzen, ist, dass man die anderen findet, wenn man eine findet. Diejenigen, die den Herrn fürchten, haben den Geist Christi und sehen das Böse daher genauso wie Gott (1Ko 2: 15-16). Arroganter Stolz übersetzt zwei hebräische Wörter für Stolz; Der erste ist in 15:25 und 16:19 zu finden, der zweite in 16:18. Stolz und Arroganz sind Merkmale derer, die sich weigern, Gottes Herrschaft anzuerkennen. Guter Rat und gesunde Weisheit implizieren einen Rat, der Erfolg bringt (19:20; 20:18; Is 28:29). Diese Eigenschaften gehören Gott (Jb 12,13). Der Geist (Jes 11: 2) und der Sohn (1Ko 1:30) vermitteln göttlichen Menschen die Eigenschaften der Weisheit.

CSB Study Bible: Notes

Die Weisheit lebt im selben Haus wie die Klugheit. Sie gehören immer zusammen, sodass wir, wenn wir Weisheit haben, damit auch Einsicht besitzen. Die Weisheit gibt Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen, damit wir die Angelegenheiten unseres Lebens gut bewältigen können.
Es gibt andere Dinge, mit der die Weisheit (die Furcht des Herrn) nicht zusammenlebt. Sie stehen im moralischen Gegensatz zu ihr, und sie verachtet diese Dinge, nämlich alle Arten des Bösen, ob Hochmut, Stolz, böses Verhalten oder lügenhaftes Reden.

MacDonald – Kommentar zum Alten Testament

Im „normalen Leben“ haben wir uns ja alle „eingerichtet“, so dass man gar nicht mehr mitbekommt, wie der andere „tickt“. Aber in den aktuellen „Krisenzeiten“, wo alles sich verändert, die Kinder nicht in die Einrichtung/Schule gehen, der Ehepartner nicht zur Arbeit geht usw., da kommen Eigenschaften und Lebensmuster zum vorschein … und man kann sehen, was man selber hasst, und was man liebt! Sind es wirklich die Eigenschaften die zeigen, dass ich von Jehovah geleitet werde? Sind es Eigenschaften die mich als Christen zeigen? Spiegle ich das Leben Christi wieder? Nicht, weil ich ein Kreuz trage, macht mich zum Christen, sondern dass ich die Eigenschaften hervorbringe, die einen Christen ausmachen – und zeigen, dass der Geist Gottes mich erfüllt hat.

Geschrieben von Thomas am 19. Mai 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Wer ist der gute Hirte?

Darum, ihr Hirten, höret das Wort Jehovas!
So wahr ich lebe, spricht der Herr, Jehova: Weil meine Schafe zur Beute und meine Schafe allen Tieren des Feldes zur Speise geworden sind, weil kein Hirte da ist, und meine Hirten nicht nach meinen Schafen fragen, und die Hirten sich selbst weiden, aber nicht meine Schafe weiden: darum, ihr Hirten, höret das Wort Jehovas!
So spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich will an die Hirten, und ich werde meine Schafe von ihrer Hand fordern und machen, daß sie aufhören, die Schafe zu weiden, damit die Hirten nicht mehr sich selbst weiden; und ich werde meine Schafe von ihrem Munde erretten, daß sie ihnen nicht mehr zur Speise seien.
Denn so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen.
Wie ein Hirt sich seiner Herde annimmt an dem Tage, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, also werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie erretten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tage des Gewölks und des Wolkendunkels.
Und ich werde sie herausführen aus den Völkern und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land bringen; und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Wohnplätzen des Landes.
Auf guter Weide werde ich sie weiden, und auf den hohen Bergen Israels wird ihre Trift sein; daselbst, auf den Bergen Israels, werden sie auf guter Trift lagern und fette Weide beweiden.
Ich will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern, spricht der Herr, Jehova.
Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen, und das Verwundete will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen: Nach Recht werde ich sie weiden.

Elberfelder Bibel 1905 – Ez 34,7–16



Darum sagt Gott jetzt Folgendes zu den Leuten, die das Sagen haben:
‚Ich, der heftige Gott, der Chef, verspreche euch: Weil ihr dafür gesorgt habt, dass meine Tiere ohne Schutz waren und von fiesen Bestien bestohlen und gefressen wurden, weil ihr sie nicht beschützt habt, weil es den Chefs im Land egal war, wie es meinen Tieren geht, weil sie sich selbst wichtiger waren, weil sie darauf geachtet haben, dass es ihnen gutgeht und nicht meinen Tieren, sage ich Folgendes zu euch, hört gut zu:
Ich, der heftige Gott, meine: Passt auf, ich werde den Männern, die eigentlich auf meine Leute aufpassen sollten, an den Kragen gehen. Ich fordere von ihnen meine Tiere zurück und ich werde ihnen den Job als Aufpasser wegnehmen! Sie dürfen sich nicht länger selbst die fette Kohle in die eigene Tasche schieben. Ich werde meine Leute vor ihnen retten, ich hol sie da raus, damit sie nicht von denen gefressen werden.‘“

Ein guter Hirte passt auf seine Tiere gut auf
„Gott, der Chef über alles, sagt: ‚Pass auf, ich bin da! Ich werde mich um meine Tiere kümmern, ich werde sie versorgen.
So wie ein Hirte sich um seine Schafherde kümmert, wenn die mal auseinander getrieben worden ist, so werde ich mich auch um meine Schafe kümmern. Ich werde sie dort rausholen, egal, wohin sie an diesem fiesen, dunklen Tag verstreut worden sind.
Ich hole sie dort raus, aus den unterschiedlichsten Ländern, ich rette si und werde sie zusammensammeln. Ich bringe sie wieder in ihr Land, und dort werde ich ihnen zu essen geben. Sie werden das Gras von den Bergen Israels essen, an den Bächen und den Wiesen, im Land werden sie leben.
Sie werden auf einer richtig grünen Wiese grasen, auf den Bergen in Israel wird es immer gut zu essen für sie geben. Die Wiesen sind dort fett grün.
Ich werde höchstpersönlich auf sie aufpassen. Ich werde mich um sie kümmern und ihnen einen guten Pennplatz organisieren. Das sagt Gott, der Chef über alles.
Ich suche alle Tiere, die vermisst wurden, die vertrieben wurden, und bringe sie zurück. Die verletzten Tiere werde ich verarzten, die schwachen Tiere werde ich stärken, die starken Tiere werde ich zähmen. Ich werde ihr Hirte sein und auf sie aufpassen, so wie man auf Schafe aufpasst.
Euch aber, meinen Tieren, sage ich Folgendes: Ich werde dafür sorgen, dass jeder korrekt und gleich behandelt wird, Schafe, Widder, Kühe usw.

VolxBibel – Ez 34,7–17

Darum, ihr Hirten, hört meine Worte: 8 Ich, Gott, der Herr, schwöre, so wahr ich lebe: Jetzt ist Schluss damit! Meine Schafe wurden geraubt und von wilden Tieren zerrissen, weil kein Hirte für sie sorgte. Anstatt euch um die Herde zu kümmern, habt ihr nur an euch selbst gedacht. 9 Darum lasst es euch gesagt sein, ihr Hirten: 10 Ihr bekommt es mit mir zu tun! Ich ziehe euch zur Rechenschaft für alles, was ihr meinen Schafen angetan habt. Ihr sollt nicht länger ihre Hirten sein. Ich lasse nicht mehr zu, dass ihr nur für euch selbst sorgt; ich rette die Schafe aus euren Klauen, damit ihr sie nicht mehr auffressen könnt!«

Gott, der gute Hirte

Denn so spricht Gott, der Herr: »Von nun an will ich mich selbst um meine Schafe kümmern und für sie sorgen. Wie ein Hirte seine Herde zusammenbringt, die sich in alle Richtungen zerstreut hat, so werde auch ich meine Schafe wieder sammeln. Ich rette sie aus all den Orten, wohin sie an jenem dunklen, schrecklichen Tag vertrieben wurden. Aus fremden Völkern und Ländern führe ich sie heraus und bringe sie wieder in ihr Land. Dort lasse ich sie weiden, in den Bergen, an den Flüssen und in den Tälern. Ja, ich gebe ihnen gute und saftige Weideplätze auf Israels hohen Bergen, wo sie sich lagern und satt fressen können. Ich selbst werde ihr Hirte sein und dafür sorgen, dass sie in Ruhe und Sicherheit leben können. Das verspreche ich, Gott, der Herr.
Ich suche die verloren gegangenen Schafe und bringe alle zurück, die sich von der Herde entfernt haben. Wenn sich eines der Tiere ein Bein gebrochen hat, will ich es verbinden, und den kranken helfe ich wieder auf. Die fetten und starken Tiere aber lasse ich nicht aus den Augen*! Denn ich bin ein Hirte, der gut und gerecht mit seinen Schafen umgeht.
Ihr Israeliten – ihr seid meine Herde, und ihr sollt wissen: Von nun an will ich selbst, Gott, der Herr, bei euch für Recht sorgen. Ich nehme die Schafe voreinander in Schutz und weise die starken Widder und Böcke zurecht:

Hoffnung für Alle – Ez 34,7–17

Prophezeiung gegen die Hirten Israels. Prophezeien!“ Gott würde die falschen Hirten von Israel entfernen, die sich nicht um die Schafe gekümmert hatten, sondern sie in den Abfall vom Glauben führten (Verse 1–10). Kommentar zu „Sollten die Hirten die Schafe nicht füttern?“ Raschi erklärt, dass die Herrscher Israels sich mit dem Geld ihrer Untertanen amüsierten, anstatt sich um sie zu kümmern. Als guter Hirte würde Gott seine zerstreuten Schafe sammeln und pflegen (Verse 1–15). Er wird seinen Diener David auferwecken, ihn über Israel setzen (Verse 23–24) und die Nation in einen neuen Bund bringen, der seinen Segen im Land garantiert. Zu diesem Zeitpunkt wird ADONAI bei ihnen sein (Verse 25–31).

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Orakel über Israels Führer oder „Hirten“. Hesekiel macht geltend, dass die israelischen Führer unangemessen gehandelt hätten und ersetzt werden müssten. Letztendlich deutet dieses Kapitel jedoch nicht auf die Abschaffung des davidischen Königtums hin, sondern auf eine Art Machtteilung zwischen David und Gott. 1–10: Das Bild des Hirten wird häufig verwendet, um Monarchen in der biblischen und altorientalischen Literatur darzustellen (z. B. David, 1. Sam. 16:11; Kapitel 17; und viel früher Hammurabi von Babylon). Gott beschuldigt, dass die „Hirten“ sich nicht um die „Herde“ gekümmert haben, so dass sie „zerstreut“ oder ins Exil geschickt werden. 2: Ah, beleuchtet. „Weh!“ 11–16: Gott handelt als der ideale „Hirte“ (Ps. 23), der die zerstreuten Menschen zurückbringen wird. 12: Dieser Vers wird im „unetaneh tokef“ Gebet der hohen Feiertage als Teil des Bildes von Gottes jährlichem Gericht über jeden Juden wiederverwendet. 16: Die fetten und gesunden, die ich zerstören werde: Sie werden zerstört, weil sie die Menschen vernachlässigt haben. Heb liest „ʾashmid“ (ich werde zerstören), die griechische Septuaginta liest „Ich werde sie richtig pflegen“ (vermutlich basierend auf Heb „ʾeshmor“, [„resh“ sieht aus wie „dalet“ und die beiden sind oft verwirrt]; siehe Übersetzer ‚ kein Tee). 17–22: Hesekiel porträtiert die Anführer als stärkere Schafe, die die Weide mit Füßen treten und das Wasser verschmutzen, das andere benutzen müssen, und die die Schwächeren beiseite schieben. Daher muss ein Teil der Herde zerstört werden. 23–31: Gottes Herrschaft wird sich in der Errichtung eines David als Herrscher manifestieren („nasi“ statt „melekh“). Obwohl andere Bibelstellen sich einen Nachkommen Davids als den idealen zukünftigen König vorstellen (z. B. Jes 11: 1–10), scheint diese Passage eine Rückkehr von David selbst, dem früheren, idealen König, ins Auge zu fassen. 24: Es ist möglich, dass der Titelherrscher („nasiʾ“ statt „melekh“), der hier und in Kapitel 40–48 dem König gegeben wird, eine Verringerung der königlichen Macht darstellt: Er ist ein Herrscher, aber kein vollwertiger König. 25: Ein Freundschaftsbund, die idyllische Situation für diejenigen, die Gott in das Land zurückkehren wird. Im Gegensatz zu denen, die behaupten, dass „diejenigen, die in diesen Ruinen leben“, das Land übernehmen werden (33: 23–29), behauptet Hesekiel, dass Gott das Volk Israel beschützen wird. 27–29: Die Hinweise auf Bäume und Tiere der Erde zusammen mit der Bedrohung durch Feinde (siehe Lev. Ch 26) erinnern an Gottes Rolle als Schöpfer der natürlichen Welt und Beschützer in der menschlichen Welt. 31: Für dich, meine Herde, Herde, die ich pflege, sind Männer; und ich bin dein Gott, eine Variation der Bundesformel (11:20; 14:11), die betont, dass Gott Israels ultimativer Hirtenkönig sein wird.

Die jüdische Studienbibel

Fällt dir auf, warum die Lehrer zur Zeit Jesu so „komisch“ reagiert haben, wenn Jesus Christus behauptet, dass er der gute Hirte ist? Warum reagieren die Lehrer so? WER sollte als der gute Hirte auftreten?
Und nur WER ist heute der gute Hirte? Wie sieht das für die Zukunft aus?

Geschrieben von Thomas am 22. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

kein anderer Name?

Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen

Elberfelder Bibel 1905 – Apg 4,12

Bei niemand anderem ist Rettung zu finden; unter dem ganzen Himmel ist uns Menschen kein anderer Name gegeben, durch den wir gerettet werden können.«

Neue Genfer Übersetzung_2013 – Apg 4,12

Und es gibt in keinem anderen das Heil5, denn es gibt auch keinen weiteren Namen, der unter den Menschen gegeben ist, durch den wir gerettet werden müssen.“

Leonberger Bibel – Apg 4,12

Auch ist keinem andern ein solcher Name zuteil geworden, noch wurde für uns Menschen ein anderer Name unter dem Himmel bestimmt, durch den wir unser Heil erlangen könnten.“

Johannes Greber – Apg 4,12-

Außerdem kommt durch keinen anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“

neue Welt Übersetzung – 2018 – Apg 4,12

Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“

neue Welt Übersetzung – Bi12 – Apg 4,12

Nur Jesus kann die Menschen aus ihrem Dreck rausholen und retten. Niemand anders ist dazu in der Lage, nur er!“

VolxBibel – Apg 4,12

Apg 4,12 οὐκ … ἐν ἄλλῳ οὐδενί doppelte Neg. verstärkt die Verneinung (A310a); οὐκ ἔστιν ἐν (vgl. V. 7b) ἄλλῳ οὐδενὶ ἡ σωτηρία in keinem anderen ist das Heil/die Rettung zu finden (vgl. Menge) od. durch keinen anderen gibt es das Heil (Wilckens); Petrus schlägt den Bogen v. der Heilung zum Heil: das Wunder an diesem Gelähmten veranschaulicht (als σημεῖον [s. V. 16 u. 22]) die Rettung, die Christus für alle bereithält (Stott, Apg, S. 97). οὐδὲ γάρ denn … nicht (B οὐδέ 1). ὑπὸ τὸν οὐρανόν unter dem Himmel = auf dem gesamten Erdkreis (B οὐρανός 1b) bzw. auf Erden (B ὑπό 2aβ), auf der ganzen Welt (GNB). δε-δομένον Pf. (A231) Ptz. Pass. δίδωμι, hier m. ἐν wohl = Dat. (BDR § 2201; B ἐν IV4a); attr.; pass. divinum (A76b); οὐδὲ γὰρ ὄνομά ἐστιν ἕτερον ὑπὸ τὸν οὐρανὸν τὸ δεδομένον ἐν ἀνθρώποις (auch ohne Art. best., A106a) denn es gibt keinen anderen Namen (d. h. nichts u. niemand anders) unter dem Himmel, der den Menschen (v. Gott) gegeben ist bzw. (einfacher) denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben (Einh.). ἐν ᾧ in dem/durch (vgl. V. 7b) den (AcI ist m. ἐν ᾧ verschränkt; A364b); ἐν ᾧ δεῖ σωθῆναι ἡμᾶς in dem/durch den wir (nach göttl. Bestimmung) gerettet werden müssen/sollen. δεῖ hier v. der göttl. Bestimmung (B 1). σωθῆναι Aor. Inf. Pass. σῴζω; Präd. des AcI, abhängig v. δεῖ.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament


Auch der Begriff Heil geht auf Ps 118 ,die Hauptquelle für diese Predigt, zurück. Die Verse22 – 29 weisen voraus auf die Befreiung im Tausendjährigen Reich. In Apg 4,12 sprach Petrus also nicht nur von der Rechtfertigung des einzelnen, sondern von der umfassenden Rettung des Volkes Israel.
Damit waren die religiösen Machthaber in die Defensive gedrängt. Sie hatten den einzigen, der Israel retten konnte, verworfen und sich damit der Vollendung des Bauwerks Gottes in den Weg gestellt. Doch es gibt keinen anderen Weg zum Heil (vgl. Joh 14,6; 1Tim 2,5).
Apostelgeschichte

Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Dort betet ein Frommer, der in Todesgefahr war und auf sein Gebet hin von Gott errettet wurde und nun im Tempel das Dankopfer, die Todah, darbringen will. Vermutlich ist bei dem »Stein« nicht – wie häufig vermutet an den das Gewölbe abschließenden und damit zugleich tragenden Schlussstein gedacht, sondern an den Grundstein, der dem ganzen Gebäude im eigentlichen wie im übertragenen Sinn seinen Halt gibt. Hinter dem Verwerfen des Grundsteins könnte ein konkreter geschichtlicher Vorgang stehen: Beim Beginn des Wiederaufbaus des Jerusalemer Tempels nach dem Exil könnte man sich zuerst auf die Suche nach dem alten Grundstein, der die Kontinuität zwischen altem und neuem Tempel herstellen sollte, gemacht haben. Dabei könnten die suchenden Bauarbeiter den tatsächlichen Grundstein zwar gesehen und untersucht, aber als falsch verworfen haben; erst später, bei nochmaligem Suchen, hätte sich dann seine Identität herausgestellt. Diese Rekonstruktion mag zutreffen oder nicht, jedenfalls bietet sie eine gute Veranschaulichung dessen, was gemeint ist mit: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Grundstein geworden.« Vgl. hierzu unbedingt Sach 3,9; 4,7ff.; Jes 28,16; Jer 51,25ff. Gerade von Jes 28,16 her bietet sich die messianische Übertragung dieser Stelle auf Jesus an, und damit ist im Grunde schon ausgesprochen, was Petrus in Apg 4,12 noch erläuternd hinzufügt: »Es ist in keinem anderen die Rettung, es ist auch kein anderer Name den Menschen unter dem Himmel gegeben, durch den sie gerettet werden sollen.« Der griechische Text betont besonders stark, dass in wirklich keinem anderen Rettung zu finden ist.

Edition C

und ein Zitat aus einem Buch dass ich 1988 und dann noch einmal 2019 gelesen habe:

Unter all den Behauptungen und Argumenten der Kirchenführer im zweiten und dritten Jahrhundert, die auf mehr menschliche Macht und zentralisierte Oberaufsicht drängten, gibt es buchstäblich keine einzige Aussage, die nicht in den Schriften der Wachtturm-Organisation ihr neuzeitliches Gegenstück findet. Als ich das aufgrund von Studium und Nachforschung erkannte, fand ich es zunehmend schwierig, das
Eigenlob und die Selbstverherrlichung der Organisation und ihre Sicht von sich als Gottes Kanal mit den gleichzeitigen Appellen gegenüber allen anderen zu Demut und Sanftmut in Einklang zu bringen. Am meisten verwirrte mich tief, wie sie sich zwischen den Einzelnen und Gott stellte  wie sie einerseits die Menschen dazu aufrief, eine „persönliche Beziehung“ zu Gott zu suchen, während sie anderseits den
eigenen Anspruch darübersetzte, für eine göttliche Leitung und seinen Segen unverzichtbar zu sein. Gott werde einfach niemandem diese Gunst unabhängig von ihr gewähren, beharrte sie. Ich konnte das nicht mit Jesu Worten aus Johannes 14:6 zusammenbringen:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Es paßte auch nicht zu der Aussage des Petrus aus Apostelgeschichte 4:12:

Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.

Und es stimmte nicht mit dem überein, was Paulus nach 1.Korinther 3:11 über das geistige Gebäude, an dem Christen bauen, geschrieben hatte: Denn kein Mensch kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist.

Das schien ein eindeutiger Übergriff auf Jesu göttliche Rolle zu sein. Wenn kein Mensch zum Vater kommt außer durch ihn, dann wurde hier  gemäß den bereits vorgetragenen veröffentlichten Aussagen  behauptet, daß niemand zu Christus komme außer durch die Wachtturm-Organisation, die sich auf diese Weise zwischen
den Einzelnen und Gottes Sohn stellt. Logischerweise kommt damit der menschlichen Organisation eine wesentliche Rolle bei der Rettung zu. So überrascht es nicht zu sehen, daß der Anspruch der „Mutter Kirche“, niemand könne außerhalb der Kirche Rettung erlangen, sein Gegenstück in der „Mutter Organisation“ findet, wie wir den beiden folgenden Zitaten aus der Zeitschrift Wachtturm vom 15.Januar 1968 (Seite
47-48) und einem Zitat aus dem Wachtturm vom 15.April 1982 (Seite 21) entnehmen können:

Auf der Suche nach christlicher Freiheit

Das ist also DAS Problem von allen Kirchen und Organisationen – dass sie sich zwischen den Vater und den Sohn stellen – entweder stehen diese an Stelle des Sohnes (wie bei jw) oder sie stehen an der Stelle des Vaters, und beten nur noch zu Jesus und lassen den Vater weg, denn als Vater betrachtet man dann den obersten ihrer Kirche. Beides sind Fehlleitungen! Der Vater möchte ein persönliches Verhältnis jedes einzelenen Christen durch Christus!!!

Geschrieben von Thomas am 19. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah,Religion | Keine Kommentare

seid fröhlich und lobt ihn laut! – warum?

Singet Jehova ein neues Lied! Denn er hat Wunder getan; Rettung hat ihm verschafft seine Rechte und sein heiliger Arm.
Jehova hat kundgetan seine Rettung, vor den Augen der Nationen geoffenbart seine Gerechtigkeit.
Er hat seiner Güte und seiner Treue gedacht dem Hause Israel; alle Enden der Erde haben die Rettung unseres Gottes gesehen.
Jauchzet Jehova, ganze Erde! Brechet in Jubel aus und singet Psalmen!

Elberfelder Bibel 1905 – Ps 98,1–4


Singt dem HERRN ein neues Lied,
denn er hat Wunder vollbracht!
Allein seine starke Hand, sein heiliger Arm, brachte die entscheidende Hilfe.a
Der HERR hat gezeigt, dass er Rettung verschafft;
vor den Augen aller Völker ließ er offenbar werden, wie er Heil schenktb.
Er hat ganz Israel gegenüber an seine Gnade und Treue gedacht.
Bis ans Ende der Erde sieht man die Rettung, die von unserem Gott kommt.
Alle Welt juble dem HERRN zu.
Ja, freut euch, jubelt und lasst Musik ertönen –

Neue Genfer Übersetzung_2013 – Ps 98,1–4

Ein Psalm. Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er hat Wunder getan. Durch seine Macht und Heiligkeit hat er einen großen Sieg errungen.
Der Herr hat seinen Sieg verkündet und seine Gerechtigkeit hat er allen Völkern gezeigt!
Er hat seine Versprechen nicht vergessen, Israel zu lieben und ihm treu zu sein. Die ganze Welt war Zeuge der Rettung, die unser Gott vollbracht hat.
Jubelt dem Herrn zu, ihr Bewohner der Erde, seid fröhlich und lobt ihn laut!

Neues Leben – Bibel 2006 – Ps 98,1–4

Schreibt Gott neue Rhymes, neue Verse, neue Strophen. Schreibt Gott neue Oktaven, neue Lieder, neue Noten, denn er hat übernatürliche Dinge getan und macht sie weiter aus eigener Kraft, denn unaussprechlich, übernatürlich ist seine Macht. /
Gott hat die Rettung, die er bringt, wirklich allen gezeigt. Seine Korrektheit hat er denen klargemacht, die ihn verneinen.
Er hat sich erinnert, dass er Israel treu und gnädig bleibt. Die ganze Welt soll die Rettung Gottes sehen, denn es wird Zeit. /
Jubelt Gott zu und singt ihm einfach nur die derbsten Lieder. Feiert, bis der Arzt kommt, ey, bitte, tut es von Herzen wieder.

VolxBibel – Ps 98,1–4

Auslegung

V 1. Erste Strophe (V 1–3). Die Lobaufforderung V 1b hat ihre bekannten wörtlichen Parallelen in Jes 42,10 und Ps 96,1. V 1c gibt einleitend die Gründe für das Lob JHWHs an, indem er allgemein auf dessen Geschichtswunder verweist (Ps 40,6 redaktionell; vgl. Ps 72,18; 86,10). V 1d.e wird etwas konkreter und beschreibt in exklusiv deuterojesajanischer Diktion das Eingreifen JHWHs beim neuen, zweiten Exodus (der »heilige Arm JHWHs« nur in Jes 52,10, die »Rechte JHWHs« in Jes 41,10; vgl. Ps 44,4; Jes 59,16; 63,5). Das Bekanntmachen von »Heil und Gerechtigkeit JHWHs« (V 2) ähnelt Jes 46,13; 51,5 (vgl. Ps 48,10–12) und läßt an die Zionstradition denken. Die Augenzeugenschaft der Völker ruft Jes 52,10 in Erinnerung. Das Wortpaar »Güte und Treue« für Gottes Wirken (V 3) ist den Psalmen geläufig (Ps 36,6; 88,12; 89,2.25.34; 92,3). Die erste Strophe mündet in das Zitat von Jes 52,10b (vgl. Jes 40,5). Diesbezüglich trifft das Urteil von J. Jeremias zu: »Die Folgerung erscheint mir unabweisbar, daß Ps 98 die Ankündigung DtJes’s … als eingetretenes Faktum preist und aufgrund dessen zum ›neuen Lied‹ aufruft.« (J. Jeremias, Das Königtum Gottes 1987, 134).
Zweite Strophe (V 4–6). Die zweite Strophe fordert die Erdenbewohner zum Festjubel auf (V 4a). Das Verb רוע Hifil »rufen« kann Kriegsgeschrei, Königsjubel und Festjubel bezeichnen. In der universalen Ausrichtung der Lobaufforderung stehen Ps 66,1; 47,2 Pate (vgl. Ps 81,2; 95,1f.). Die Trias der Imperative in V 4b hat in Jes 44,23 und 52,9 ihre nächsten Parallelen – wiederum ein Hinweis auf die deuterojesajanische Inspiration. V 5–6. Die V 5f. konkretisieren die musikalische Aufführung (Leier, lauter Gesang, Trompeten, Schofarhorn). Einschlägige Parallelen sind vor allem Ps 47,6–8 und die Nennung der Instrumente in Ps 33,2; 81,3f; 150,3–5. Ps 98,5f. fällt dadurch auf, daß hier neben dem altehrwürdigen Schofarhorn die neue (nachexilische) Trompete eingesetzt wird. Die zweite Strophe rundet sich mit dem wiederholten Aufruf zum Festjubel ab, jetzt mit der Angabe »vor dem Angesicht des Königs JHWH«. Damit wird einerseits der Tempel als kultischer Ort des hier imitierten Gotteslobes angedeutet und andererseits die Verbindung zur Königstitulatur in Ps 95,3 (vgl. Ps 96,10 und 97,1) geschaffen.

Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament


Dieser Psalm ist nahe mit dem 96. verwandt. Nicht bloß der Inhalt ist ähnlich, auch die Worte klingen oft zusammen. Der Hauptgedanke ist der: Wenn die Erkenntnis Gottes über den ganzen Erdkreis sich ausbreitet, wird auch seine Herrlichkeit sichtbarer werden als zuvor. Dann erst, wenn der Erlöser geoffenbart ist, wird ganz feststehen, dass die dem Samen Abrahams gegebenen Verheißungen ihre Erfüllung fanden. Dann wird ja auch plötzlich der ganzen Welt das Heil aufgehn. Darum ruft uns der Prophet zu erhabenen Lobpreis des Namens Gottes auf.
1 Ein Psalm. Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und seinem heiligen Arm. 2 Der Herr lässt sein Heil verkündigen; vor den Völkern lässt er seine Gerechtigkeit offenbaren. 3 Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes.
V. 1. Singet dem Herrn usw. Wir haben schon früher gesagt, dass diese Worte auf eine besondere und nicht alltägliche Danksagung hinweisen. Dies ergibt sich auch aus dem alsbald beigefügten Grunde, dass nämlich der Herr in wunderbarer und unglaublicher Weise sein Heil hervorgebracht hat. Indem der Prophet auf die Wunder hinweist, fasst er dieselben in der einen grundlegenden Tatsache zusammen, dass Gott sein Heil selbst geschafft hat mit seinem heiligen Arm. Dieser Ausdruck will besagen, dass die Gemeinde Gottes nicht durch menschliche Mittel, oder nach gewöhnlicher Ordnung, sondern auf unerhörte Weise bisher erhalten geblieben sei. Dies Wunder wird bei Jesaja (59, 16) ausführlicher beschrieben: „Gott siehet, dass niemand da ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt, darum hilft er ihm selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei.“ Hier wie dort steht Gottes Arm im Gegensatz gegen die gewöhnlichen Mittel. Dieselben schmälern zwar nicht Gottes Macht, aber sie wirken wie eine Verhüllung. Die Meinung des Propheten ist also, dass Gott nicht der gewöhnlichen Mittel sich bedienen wird, die Welt zu retten, sondern selbst ins Mittel treten will, damit diese Heilsbeschaffung als sein Wunderwerk erscheine. So ergibt sich mit Recht der Schluss, dass man diese wunderbare, für menschlichen Verstand unbegreifliche Güte Gottes, mit dem höchsten Lob verkündigen muss. Der zweite Vers setzt noch deutlicher auseinander, dass Gott sein Heil und seine Gerechtigkeit den Völkern offenbaren lässt. Denn was ließ sich weniger erwarten, als dass in jener dichten Finsternis der Unwissenheit und Blindheit plötzlich das Licht aufgehen und dass in dem tiefen Abgrund von Ungerechtigkeit die Gerechtigkeit eine Stätte finden werde? Dass nun das Heil, welches im Gefolge der Gerechtigkeit sich einstellt, an erster Stelle genannt wird, scheint wie eine umgekehrte Ordnung. Aber es lässt sich doch begreifen, dass in der Beschreibung der göttlichen Wohltaten diejenige, die der Ordnung nach vorangeht, erläuternd und begründend angefügt wird. Übrigens besteht die Gerechtigkeit Gottes, aus der das Heil der Menschen fließt, nicht darin, dass er ihnen nach ihrem Verdienst vergilt; sie ist vielmehr, wie wir anderwärts ausführten, der Erweis seiner Güte, Gnade und Treue.
V. 3. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit. An den Hinweis auf die allgemeine Heilsoffenbarung schließt sich ein besonderes Lob der besonderen Gnade Gottes gegen das Haus Israel. Denn wenn er auch den Heiden und Juden sich gleicher weise zum Vater gab, so machte er doch mit den Juden den Anfang: sie waren gleichsam die Erstgeborenen. Denn der Ruhm der Heiden besteht darin, dass sie in Abrahams heilige Familie aufgenommen und eingepflanzt wurden. Aus der Verheißung, die an Abraham erging, floss die allgemeine Erlösung der ganzen Welt, wie auch Christus gesagt hat (Joh. 4, 22): „Das Heil kommt von den Juden.“ Darum sagt der Prophet mit Recht, dass Gott, als er die Welt erlöste, der Wahrheit oder Treue gedacht habe, die er dem Volke Israel geschenkt hatte. Aus diesen Worten entnehmen wir auch, dass Gott nur dadurch sich bestimmen ließ, dass er sein Versprechen treulich halten wollte. Um ganz deutlich zu machen, dass diese Verheißung nicht auf die Verdienste oder die Gerechtigkeit der Menschen gegründet war, nennt der Prophet an erster Stelle Gottes Gnade; dann erst fügt er die Wahrheit oder Treue hinzu, die an dieselbe sich hängt. Alles in allem: Gott ließ sich durch nichts außer ihm bestimmen, sondern fand den Grund in seiner freien Gnade und dem unverdienten Wohlgefallen, welches er einst dem Abraham und seinen Nachkommen bezeugt hatte. Dass er daran „gedacht“ hat, wird in Rücksicht auf die menschliche Empfindung gesagt: denn der lange Aufschub konnte wie ein Vergessen erscheinen. Vergingen doch vom Tage der Verheißung an zweitausend Jahre, bis Christus geoffenbart wurde; und in dieser Zeit wurden die Gläubigen durch soviel Leiden und Schläge immer wieder getroffen, dass wir uns nicht wundern, wenn sie ängstlich seufzten, als wäre ihnen die Hoffnung geraubt, die Erlösung sehen und schmecken zu dürfen. Dass aller Welt Enden das Heil unsers Gottes sehen sollen, deutet nicht bloß auf eine Darstellung in dem Sinne, als sollte eine denkwürdige Rettungstat geschehen, deren Kunde bis an die äußersten Grenzen der Erde dringt. Vielmehr ist die Meinung, dass die Heiden, die sich bis dahin durch ihre Irrungen betören ließen, daran teil gewinnen sollten.
4 Jauchzet dem Herrn, alle Welt, singet, rühmet und lobet! 5 Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und Psalmen; 6 mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem Könige! 7 Das Meer brause, und was drinnen ist; der Erdboden, und die drauf wohnen. 8 Die Wasserströme frohlocken, und alle Berge seien fröhlich 9 vor dem Herrn; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit Recht.
V. 4. Jauchzet dem Herrn, alle Welt. Indem der Prophet die schon im Eingang ausgesprochene Mahnung jetzt an die Heiden richtet, zeigt er, dass eine einzige Gottesgemeinde in der ganzen Welt sein wird, in welcher Gott nach Niederlegung der Scheidewand allerlei Menschen in Einigkeit des Glaubens sammeln will. Der Hinweis auf die Musikinstrumente erklärt sich aus der damaligen Sitte. Indessen wollte Gott nicht die Heiden an solche Zeremonien des Gesetzes gebunden wissen. Die mehrfach wiederholten Aufrufe wirken besonders eindrücklich, etwa in dem Sinne: wie großen Eifer auch die Menschen aufwenden mögen, die Erlösung der Welt zu rühmen, so wird doch kein Lobpreis an die Größe dieser Gnade heranreichen. Das geht auch daraus hervor, dass im folgenden (V. 7 ff.) leblosen Wesen eine Empfindung beigelegt wird. Weiterer Auslegung bedarf es nicht, da wir ganz ähnliche Worte bereits früher lasen (96, 11 ff.).

Aus dem Psalmenkommentar – Jean Calvin

Ps. 98 kann als eine aktualisierte Version von Ps angesehen werden. 96. Ps. 96: 3 befiehlt: „Erzähle von seiner Herrlichkeit unter den Nationen, seinen wundersamen Taten unter allen Völkern“ und 98: 3 behauptet (in der Vergangenheit): „Alle Enden der Erde sahen den Sieg unseres Gottes.“ 1: Die kurze Überschrift A Psalm ist in Psalmen einzigartig; Der LXX führt alle Psalmen des Königtums mit „Ein Psalm Davids“ ein. Dieser Psalm fasst die typischerweise längeren Aufforderungen zur Anbetung und Motivation (eingeführt durch „ki“ für) zu einem einzigen v zusammen; siehe einleitende Anmerkung zu Ps. 95. Wie viele andere Psalmen des Königtums zeigt auch dies Affinitäten zu Deutero-Jesaja; vergleiche vv. 1–2 mit Isa. 52:10: „Der Herr wird seinen heiligen Arm entblößen / vor allen Völkern / und die äußersten Enden der Erde werden sehen / den Sieg unseres Gottes.“ 3: Unerschütterliche Liebe und Treue sind oft mit Verpflichtungen des Bundes verbunden. 4–8: Diese spiegeln die lautstarke Anerkennung des neuen Königs wider (siehe 47: 2 n.), Ein häufiges Motiv in den Psalmen des Königtums.

Die jüdische Studienbibel

Singe ADONAI ein neues Lied. Die Weisen in Midrasch Tanhuma führen diesen Psalm als eine der großen Glaubenspassagen für das jüdische Volk auf. Historisch gesehen ist Ps. 98 ist mit 1 Sam verbunden. 6:12, wie es gesungen wurde, nachdem die P’lishtim (Philister) die Bundeslade erobert hatten. Das Singen eines neuen Liedes für ADONAI deutet auch auf das messianische Zeitalter hin.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

Kannst du von deinem Herzen heraus ein Lied Jehovah singen, weil ER gut ist und weil er vorhat jeden, der IHN liebt, zu retten?
Kannst du dein Haupt emporheben und voller Freude IHM singen:

Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht. (Lukas 21,28) ?

Worauf konzentrierst du dich? Ich denke da an die Geschichte, als zur Zeit Hiskias die Stadt Jerusalem von Heeren umlagert war: wohin ging der Blick von Hiskia? War er darauf bedacht, zu erfahren warum die andere Städte dem anrückenden Heer nicht standhalten konnte? Wolle er durch Tricks aus der Situation? Ja, er ließ den Wassertunnel bauen, um seine Untertanen zu versorgen – aber sein „Schild“ und seine Hoffnung und sein Blick waren zum Himmel gerichtet – und damit auch in die Vergangenheit. Denn Jehovah wird nicht nur retten – er hat es im laufe der Jahrtausende schon so oft getan. Erinnere dich also an die großen Taten der Vergangenheit um dann ein „NEUES Lied“ singen zu können!

Geschrieben von Thomas am 18. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Was erzählen wir?

Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben, wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen, dem künftigen Geschlecht erzählend den Ruhm Jehovas und seine Stärke, und seine Wunderwerke, die er getan hat.

Elberfelder Bibel 1905 – Ps 78,3–4

Was wir hörten und erkannten, / was unsre Väter uns erzählten, 4 wollen wir ihren Söhnen nicht verschweigen, / das sollen auch künftige Generationen erfahren: / die Ruhmestaten und die Stärke Jahwes / und die Wunder, die er tat.

Neue evangelistische Übersetzung_2019 – Ps 78,3–4

Die wir gehört haben und kennen
Und die unsere eigenen Väter uns erzählt haben,
Die wir ihren Söhnen nicht verhehlen,
Indem wir [sie] auch der künftigen Generation erzählen,
Die Lobpreisungen Jehovas und seine Stärke
Und seine wunderbaren Dinge, die er getan hat.

neue Welt Übersetzung – Bi12 – Ps 78,3–4

Was wir gehört haben, weil’s unsere Väter uns gaben,
wollen, nein, müssen wir eben an die nächste Generation weitergeben. Nämlich die Macht und großen Taten von Gott, unserm Herrn, und natürlich auch seine Wunder.

VolxBibel – Ps 78,3–4

Welche Taten erzählen wir also?
Denken wir an die Schöpfung, an die Befeiung aus Ägypten UND an den Tod Jesu? Oder dreht sich alles um persönliche Geschichten? In Gottes Volk ist es der von Gott gegebene Brauch, die Feste und Feiern so zu feiern, dass die jetzt teilnehmenden so in Gedanken dabei sein sollen, als wären sie mit Mose in Ägypten, mit Mose am Berg Sinai, mit Esther ….. und dann wird auch für uns klar, welche Macht Jehovah hat. Gestern in der Passah-feier aus Berlin fand ich zum Beispiel den Gedanken sehr interessant, dass auch der Pharao jeden seiner Untertanen töten konnte. Es war also bei den Plagen nicht so sehr das Merkmal, dass auch Jehovah vernichten oder töten konnte. Was die Götter des Pharaos NICHT tun konnten, aber Jehovah konnte war: aus der Gefahr befreien! jemand leben zu lassen!
Und bei diesen Wundern Jehovahs, die er getan hat, ist eins ganz wichtig: das waren keine Wunder, die nur auf dem Papier oder nur in unserem Kopf stattfanden! Da wurden keine Toten auferweckt, wo man nur im „Geist“ denjenigen wieder sah, oder das Gefühl hatte, derjenige würde wieder leben: NEIN! diejenigen waren buchstäblich zusehen! die auferweckten Menschen bewegten sich unter ihren Angehörigen (und nicht irgendwo im Himmel) und ganz wichtig: es gab keine Leichen oder Gebeine mehr!!!
Und worum drehen sich unsere Gebete? Um das JETZT und HIER? Oder drehen sie sich aus Dankbarkeit um den großen Gott und Schöpfer?

Geschrieben von Thomas am 10. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Wer ist der gute Hirte?

Dem Verlorenen forsche ich nach,
das Abgesprengte hole ich zurück,
das Gebrochene verbinde ich,
ich stärke das Kranke,
aber das Feiste,
das Überstarke vertilge ich,
ich weide sie, wie es recht ist.
Ihr also, meine Schafe,
so hat mein Herr, ER, gesprochen,
wohlan,
ich richte zwischen Tier und Tier.
Zu den Widdern das und zu den Böcken:
Ist es euch zu wenig,
die beste Weide abzuweiden,
daß ihr das Übrige eurer Weide mit euren Füßen zerstampft,
und das geklärte Wasser zu trinken,
daß ihr das Übriggelaßne mit euren Füßen trübt,
und meine Schafe,
das von euren Füßen Zerstampfte müssen sie weiden,
das von euren Füßen Getrübte müssen sie trinken.
Darum, so hat mein Herr, ER, gesprochen,
wohlan, ich selber bin da,
daß ich richte zwischen fettem Tier und magerem Tier.

Buber & Rosenzweig – Ez 34,16–20

Das Verlorene werde ich suchen und das Versprengte zurückführen, und das Verwundete werde ich verbinden und das Kranke stärken; das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen: Wie es recht ist, werde ich sie weiden.
Und ihr, meine Herde, So sagt mein Herr, JAHWEH: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken.
Ist es euch zu wenig, dass ihr die gute Weide abweidet und das Übrige eurer Weide mit euren Füßen zertretet und dass ihr das geklärte Wasser trinkt und das Übriggebliebene mit euren Füßen trübt?
Und meine Schafe sollen abweiden, was mit euren Füßen zertreten ist, und trinken, was mit euren Füßen getrübt ist?
Darum, so sagt mein Herr, JAHWEH, zu ihnen: Siehe, ich bin da, und ich werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
Weil ihr alle Schwachen mit Seite und Schulter verdrängt und mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie nach außen hin zerstreut habt,
werde ich meine Schafe retten/befreien, damit sie nicht mehr zur Beute seien. Und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.
Und ich werde einen Hirten über sie erwecken – und er wird sie weiden –: meinen Knecht David: Der wird sie weiden, und der wird ihr Hirte sein.

Janzen & Jettel – Ez 34,16–23

Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückführen, und das Verwundete will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich vertilgen: Nach Recht werde ich sie weiden.
Und ihr, meine Herde, so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken.
Ist es euch zu wenig, daß ihr die gute Weide abweidet und das Übrige eurer Weide mit euren Füßen zertretet, und daß ihr das abgeklärte Wasser trinket und das Übriggebliebene mit euren Füßen trübet?
Und meine Schafe sollen abweiden, was mit euren Füßen zertreten, und trinken, was mit euren Füßen getrübt ist?
Darum, so spricht der Herr, Jehova, zu ihnen: Siehe, ich bin da, und ich werde richten zwischen fettem Schaf und magerem Schaf.
Weil ihr all die Schwachen mit Seite und Schulter verdränget und mit euren Hörnern stoßet, bis ihr sie nach außen hin zerstreut habt,
so will ich meine Schafe retten, damit sie nicht mehr zur Beute seien; und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf.
Und ich werde einen Hirten über sie erwecken, und er wird sie weiden, meinen Knecht David: der wird sie weiden, und der wird ihr Hirt sein.
Und ich, Jehova, werde ihr Gott sein, und mein Knecht David wird Fürst sein in ihrer Mitte. Ich, Jehova, habe geredet.

Elberfelder Bibel 1905 – Ez 34,16-24

Die Herde war durch die grausamen und gleichgültigen Hirten zerstreut (V. 2 – 6 ). Wenn die Schafe gerettet und zurückgebracht werden sollten, mußte Gott, der große Hirte, dies selbst tun. Ich selbst werde meine Schafe suchen und nach ihnen sehen . Gott würde persönlich zugunsten von Israel eingreifen.
Gottes erste Aktion würde sein, Israel wieder aus den Völkern herauszuführen und in sein Land einzusetzen. Hier würde er sie wie Schafe auf gutem Weideland weiden. Gott würde tun, was die falschen Hirten nicht getan hatten – hüten, suchen, zurückbringen, stärken und mit Gerechtigkeit weiden. Diese Weissagung wurde nicht erfüllt, als Israel nach der babylonischen Gefangenschaft in sein Land zurückkehrte. Ihre Erfüllung wird erst im Tausendjährigen Reich geschehen.

In seiner Gerechtigkeit würde Gott auch zwischen den einzelnen Schafen richten: Ich werde richten zwischen einem Schaf und dem anderen und zwischen Widdern und Böcken . Bevor das Tausendjährige Reich beginnt, wird Gott die Gerechten von den Ungerechten trennen (vgl. Mt 25,31-46 ) und nur den Gerechten Zutritt in sein Reich geben.
Wie aber wird Gott den einen von dem anderen trennen? Das Wesen der Schafe wird an ihrem Verhalten sichtbar ( Hes 34,17-21 ). Die gottlosen Schafe sind jene, die ihren früheren Hirten folgen und die schwächeren Schafe unterdrücken. Sie zertraten das Weideland und wühlten sogar die Flüsse auf, so daß den anderen Schafen nur unansehnliche Vegetation und schlechtes Wasser übrig blieb. Diese fetten Schafe hatten Erfolg, wenn sie die schwachen Schafe brutal behandelten. Die gottlosen Schafe stießen sogar alle schwachen Schafe mit ihren Hörnern, um sie wegzutreiben. Gott wird nicht zulassen, daß dies weiter geschieht. Vielmehr wird er die Unterdrückten retten und die Unterdrücker richten. Er wird richten zwischen einem Schaf und dem anderen (V. 22 ; vgl. V. 17 ).
Nachdem er die einzelnen Schafe gerichtet hat, wird Gott seine Führerschaft ausüben, indem er einen neuen Hirten einsetzt (V. 23 – 24 ). Dieser Hirte, so sagte Gott, wird sein Knecht David sein. Viele Ausleger sehen hierin eine Anspielung auf Christus, den guten Hirten (vgl. Joh 10,11-18 ), der aus der Linie Davids stammt und König über Israel ist (vgl. Mt 1,1 ). Aber nichts in Hes 34,23 macht es zwingend , daß Hesekiel hier nicht buchstäblich von König David spricht, der aufersteht, um als Israels gerechter Fürst zu dienen. David wird auch an anderen Stellen der Bibel erwähnt, die von der zukünftigen Wiederherstellung Israels sprechen (vgl. Jer 30,9; Hes 37,24-25; Hos 3,5 ). Auch macht Hesekiel deutlich, daß David der Fürst ( nARI? ) des erneuerten Volkes sein wird. Dieser gleiche „Fürst“ wird dann für sich selbst während des Tausendjährigen Reiches Sündopfer bringen ( Hes 45,22; 46,4 ). Dies kann kaum auf den sündlosen Sohn Gottes zutreffen, wohl aber auf David. Er scheint also, daß dies eine wörtlich zu verstehende Stelle ist, die von einem auferweckten David spricht. Anstelle der falschen Hirten wird Gott einen wahren Hirten einsetzen, um seine Schafe zu hüten.

DIe Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar

Er wird ihr Hirte sein und wird sie sammeln und in ihr Land bringen und dann über sie herrschen (während des Tausendjährigen Reiches). Der Evangelist D.L. Moody beschreibt Gottes Dienst an seinen Schafen sehr schön:
Beachtet einmal, wie oft Gott, der HERR in Bezug auf seine Schafe sagt: »Ich werde« oder: »Ich will.«
Der Hirte und die Schafe: –
V. 11: Ich werde sie suchen und mich ihrer annehmen.
V. 12: Ich werde sie retten.
V. 13: Ich werde sie herausführen.
V. 13: Ich werde … sie … sammeln.
V. 13: Ich werde sie in ihr Land bringen.
V. 14: Ich werde sie weiden.
V. 15: Ich werde sie lagern.
V. 16: Ich werde das Gebrochene verbinden.
V. 16: Ich werde das Kranke stärken.
In Gottes Schafstall sind viele magere Schafe; aber nicht auf Gottes Weide.30
Einige Menschen, zu denen auch eine gewisse Art von Predigern gehört, versuchen uns einzureden, der Gott des Alten Testaments sei eine harsche, lieblose Gottheit im Gegensatz zu dem Gott, der uns im Neuen Testament gezeigt wird.31 John Taylor verbindet für uns wunderschön die Offenbarungen Gottes als Hirte in beiden Testamenten:

Das Bild des Hirten, der das zerstreute Schaf sucht (V. 12), ist eine bemerkenswerte Vorschattung auf das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lk 15,4ff.), das der Herr zweifellos auf diese Hesekielstelle bezogen hat. Dieses Bild zeigt klar und deutlich die fürsorglichen, liebenden Wesenseigenschaften des Gottes des Alten Testaments und versetzt denen einen vernichtenden Schlag, die zwischen Jahwe, dem Gott Israels, und Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus einen Keil zu treiben versuchen. Zudem ist dies nicht die einzige Stelle, die von dem fürsorglichen Hirten spricht (siehe Ps 78,52f.; 79,13; 80,2; Jes 40,11; 49,9f.; Jer 31,10).32

34,17–24 Der Herr, HERR wird auch seine Schafe vor den falschen Hirten retten, die selbstsüchtig und grausam sind. »Mein Knecht David« in den Versen 23 und 24 bezieht sich auf den Herrn Jesus, der ein Nachkomme Davids ist. Der jüdische Christ David Baron erklärt:

Selbst die Juden erklären den Namen »David« in diesem Text als Bezeichnung für den Messias – den großen Sohn Davids, in dem sich alle Verheißungen des davidischen Hauses vereinen. So sagt Kimchi in seinem Kommentar zu Hesekiel 34,23: »Mein Knecht David – das ist der Messias, der aus dem Samen Davids zur Zeit der Erlösung kommen wird.« Und über Vers 24 in Kapitel 37 merkt er an: »Der König, der Messias, sein Name wird David genannt werden, weil er aus dem Samen Davids ist.« Dem schließen sich praktisch alle jüdischen Kommentatoren an.33

Mac Donald -Kommentar zum Alten Testament

„Prophetie gegen die Hirten Israels. Prophezeien!“ Gott würde die falschen Hirten von Israel entfernen, die sich nicht um die Schafe gekümmert hatten, sondern sie in den Abfall vom Glauben führten (Verse 1–10). Kommentar zu „Sollten die Hirten die Schafe nicht füttern?“ Raschi erklärt, dass die Herrscher Israels sich mit dem Geld ihrer Untertanen amüsierten, anstatt sich um sie zu kümmern. Als guter Hirte würde Gott seine zerstreuten Schafe sammeln und pflegen (Verse 1–15). Er wird seinen Diener David auferwecken, ihn über Israel setzen (Verse 23–24) und die Nation in einen neuen Bund bringen, der seinen Segen im Land garantiert. Zu diesem Zeitpunkt wird ADONAI bei ihnen sein (Verse 25–31).

DAS LAND VON ISRA’EL
 Isra’els Heimkehr versprochen
 Hesekiel 34:13 Hesekiel 34:13 versichert Israel, dass Gott die auf der ganzen Welt verstreuten Menschen versammeln und sie „in ihr eigenes Land“ zurückbringen würde. Ob es die Jahrhunderte der Zerstreuung oder die Folgen des Holocaust waren, die Welt hielt es schließlich für angebracht, 1948 die Wiederherstellung des modernen Staates Israel zu ermöglichen. In der Erklärung zur Gründung des Staates Israel, David Ben -Gurion erklärte:
   Das Land Israel war der Geburtsort des jüdischen Volkes. Hier wurde ihre geistige, religiöse und politische Identität geprägt. Hier erlangten sie zunächst Staatlichkeit, schufen kulturelle Werte von nationaler und universeller Bedeutung und gaben der Welt das ewige Buch der Bücher. Nachdem die Menschen gewaltsam aus ihrem Land vertrieben worden waren, hielten sie während ihrer gesamten Zerstreuung daran fest und beteten und hofften immer wieder auf ihre Rückkehr und die Wiederherstellung ihrer politischen Freiheit.
 Diese Passage gibt die Gewissheit, dass es trotz der Zerstreuung Gott ist, der zuerst die Wiederherstellung Israels versprochen und erfüllt hat.

Die vollständige jüdische Studienbibel: Notizen

11–16: Gott handelt als der ideale „Hirte“ (Ps. 23), der die zerstreuten Menschen zurückbringen wird. 12: Dieser Vers wird im „unetaneh tokef“ Gebet der hohen Feiertage als Teil des Bildes von Gottes jährlichem Gericht über jeden Juden wiederverwendet. 16: Die fetten und gesunden, die ich zerstören werde: Sie werden zerstört, weil sie die Menschen vernachlässigt haben. Heb liest „ʾashmid“ (ich werde zerstören), die griechische Septuaginta liest „ich werde sie richtig pflegen“ (vermutlich basierend auf Heb „ʾeshmor“, [„resh“ sieht aus wie „dalet“ und die beiden sind oft verwirrt]; siehe Übersetzer ‚ kein Tee). 17–22: Hesekiel porträtiert die Anführer als stärkere Schafe, die die Weide mit Füßen treten und das Wasser verschmutzen, das andere benutzen müssen, und die die Schwächeren beiseite schieben. Daher muss ein Teil der Herde zerstört werden. 23–31: Gottes Herrschaft wird sich in der Errichtung eines David als Herrscher manifestieren („nasi“ statt „melekh“). Obwohl andere Bibelstellen sich einen Nachkommen Davids als den idealen zukünftigen König vorstellen (z. B. Jes 11: 1–10), scheint diese Passage eine Rückkehr von David selbst, dem früheren, idealen König, ins Auge zu fassen. 24: Es ist möglich, dass der Titelherrscher („nasiʾ“ statt „melekh“), der hier und in Kapitel 40–48 dem König gegeben wird, eine Verringerung der königlichen Macht darstellt: Er ist ein Herrscher, aber kein vollwertiger König.

Die jüdische Studienbibel

Zwei kurze prophetische Worte, die durch „deshalb“ (34: 7, 9) eingeführt wurden, ziehen ausdrücklich Schlussfolgerungen, die sich aus den Anklagen ergeben. Die erste wiederholt die zentrale Anklage aus 34: 2–6 – Selbstgenuss der Hirten statt Pflege der Schafe (34: 7–8). Der zweite verkündet Jahwes Handlungen als Reaktion auf diese Situation. Er reagiert, indem er diesen Führern gegenüber eine feindliche Haltung einnimmt (34: 9–10). Er wird diese Führer für ihr Verhalten verantwortlich machen, so wie ein Hirte für das Wohlergehen der Herde verantwortlich gemacht wird. Er wird ihren Privilegienplatz mit der Herde sowie deren Ausbeutung beenden. Schließlich wird er seine Herde vor diesen Hirten retten, tatsächlich „aus ihrem Mund“ (34:10). Ironischerweise waren diese Hirten tatsächlich die Raubtiere geworden, die Löwen und Bären, aus deren Maul die Schafe gerissen werden müssen!
Die Rettungsversprechen (34:10) erklären zweifellos den Ort dieser Orakel an dieser Stelle im Buch. Obwohl Hesekiel diese Materialien mit Anklagen wie in einem Gerichtsorakel ins Leben gerufen hat, dreht sich die Richtung an dieser Stelle zu einer Proklamation der Hoffnung. Jahwes Versprechen der Wiederherstellung haben vier Schwerpunkte. (1) Der souveräne Herr selbst wird Israels Hirte und kümmert sich um seine Herde mit göttlicher Vollkommenheit (34: 11–16). (2) Er wird die Herde auch vor Raubtieren retten, die sich tatsächlich in der Herde befinden (34: 17–21). (3) Er wird ihnen einen davidischen Führer geben (34:24). (4) Und er wird für sie einen „Friedensbund“ schließen (34: 25–31).
Jahwe selbst wird die Führung übernehmen, die zuvor an die jetzt angeklagten Hirten delegiert worden war. Als Gott Israels wird er der Inbegriff des Hirten sein und alles tun, was ein Hirte für die Schafe tun sollte (34: 11–16). Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Sammeln der verstreuten Schafe. Hesekiel wechselte hier in die Metapher hinein und aus ihr heraus und machte deutlich, dass die Ansammlung der Schafe die Rückkehr der Verbannten in ihre Heimat signalisierte. Gott würde sie auf den Hügeln Israels wieder ernähren. Diese geretteten Schafe würden die gesegnete Seite der Gerechtigkeit Jahwes erfahren, während diejenigen, die ihre Macht missbraucht hatten, indem sie sich auf der Herde fett gemacht hatten, den strengen Rand dieser Gerechtigkeit erfahren würden. Die Reihe der Verben der ersten Person – „Ich werde… ich werde…“ – betont diese Wendung der Ereignisse als das Tun des Herrn selbst.
Ein Unterthema, das kurz verfolgt werden soll, wird in 34:16 eingeführt: die Realität des Missbrauchs innerhalb der Herde selbst. Abgesehen von den Gräueltaten der Hirten deckte Jahwe die Misshandlungen auf, die von verschiedenen Mitgliedern der Herde begangen wurden (34: 17–19), und sprach sie als „meine Herde… [mein] Volk“ (34:17) an. Mit einer Metapher der Trennung von Schafen und Ziegen (34:17) oder der Beurteilung zwischen fetten und dürren Schafen (34:20) versprach Jahwe, diejenigen zu isolieren, die Ressourcen horten, ihr Privileg missbrauchten und ihre Gefährten missachteten. Er würde die Herde vor sich selbst retten. Diese Kommentare unterstreichen die Tatsache, dass die Verbannten als Körperschaft ihren Führern, der königlichen Familie und den Top-Persönlichkeiten im Tempel- und Palast-Establishment nicht die Schuld an ihrer ganzen Notlage geben konnten. Die Bevölkerung als Ganzes war für wesentliche Aspekte ihrer Situation verantwortlich, denn Jahwe befasst sich mit Vertragsbrüchen, wo immer sie gefunden werden.

Cornerstone Biblical Commentary: Ezekiel

„Ich bin das Tor.“ Das dritte „Ich bin“ -Spruch in 10: 7 – wiederholt in 10: 9 – wird im Kontext des Diskurses „Guter Hirte“ Jesu gegeben. Das Fehlen eines Übergangs zwischen den Kapiteln 9 und 10 legt nahe, dass die Pharisäer, die am Ende von Kapitel 9 (Verse 40–41) erwähnt werden, in den ersten Versen von Kapitel 10 noch zu sehen sind, in denen Jesus einen Kontrast zwischen unehelichen Hirten darstellt, die „Tritt nicht durch das Tor in den Schafstall ein“ und der legitime Hirte – Jesus selbst – der „durch das Tor eintritt“ (Vers 1). Dann verschiebt Jesus in Vers 7 die Metapher: Während in Vers 1 der Hirte durch das Tor eintritt, ist der Hirte in Vers 7 das Tor, durch das die Schafe eintreten, und gipfelt in der Behauptung Jesu: „Ich bin das Tor; Wer durch mich hereinkommt, wird gerettet und wird ein- und ausgehen und Weide finden “(Vers 9). Dieses Sprichwort nimmt wiederum die spätere Behauptung Jesu vorweg: „Ich bin der Weg“ (14: 6) und behauptet, dass nur Jesus Zugang zu Gott und zur gläubigen Gemeinschaft bietet. Es gibt viele reiche Verbindungen zwischen Kapitel 10 und (1) alttestamentlichen Figuren wie Jakob (Gen 28:17: „das Tor des Himmels“; vgl. Johannes 1:51) und Josua („geh raus und komm rein“; Num 27: 16–17), (2) die Darstellung Gottes als Israels Hirte (z. B. Ps 23: 1) und Israels als Gottes Schaf (z. B. Ps 100: 3) und (3) Hesekiels Denunziation der „Hirten“ von Israel, die nur auf sich selbst aufpassen “und„ sich nicht um die Herde kümmern “(Hes 34: 2–4).
„Ich bin der gute Hirte.“ Eng verbunden mit dem dritten „Ich bin“ -Spruch ist die vierte Aussage in 10:11 und 14, mit der Jesus sich als „guter Hirte“ identifiziert. Wie bereits erwähnt, impliziert „guter Hirte“ einen Kontrast zu den treulosen Hirten Israels, den religiösen Führern, die eher Eigennutz verfolgten, als sich wirklich um Gottes Volk zu kümmern (Jer 23: 1–4; vgl. 3:15; Hes 34; Zech 11: 4–17). Als „guter Hirte“ steht Jesus auf einem alttestamentlichen Weg, der sowohl Jahwe selbst umfasst (z. B. Gen 48:15; 49:24; Ps 23: 1; Jes 40:11; Jer 31:10; Hes 34:11) –31) sowie menschliche „Hirten“ wie Mose (Jes 63:11; vgl. Ps 77:20) und David oder der davidische Messias (2 Sam 5: 2; Ps 78: 70–72; Hes 37:24) ; Mic 5: 4; vgl. Psalmen Salomos 17: 40–41; Exodus Rabbah 2.2 zu Exod 3: 1). In Vers 14 wird das Sprichwort in Vers 11 in Bezug auf den Opfertod Jesu im Namen seiner „Schafe“ weiterentwickelt. Vers 16 erweitert dann den Umfang der Errettungs- und Hirtenarbeit Jesu über Israel hinaus auf die Heiden, mit dem Ergebnis, dass es „eine Herde, einen Hirten“ geben wird (Vers 16, eine Anspielung auf Hes 34:23; 37:24; vgl. Johannes 11:52; Köstenberger 2002).

Das jüdische Leben und die Identität Jesu

Jesus nahm auf diese Stelle in Hesekiel bezug: Johannes 10,11; Lukas 15,4; Lukas 19,10; Matthäus 25,32; Johannes 10,16 ….
Ich finde es spannend, dass im laufe der Jahrhunderte immer wieder Menschen versucht haben, sich als Ersatzhirten aufzuspielen – aber der einzig wahre Hirte wird hier beschrieben.

Geschrieben von Thomas am 9. April 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

Welcher Name ist hier gemeint?

Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen (O. nach and. Les : den) Namen gegeben, der über jeden Namen ist, auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

Elberfelder 1871- Php 2,9–11

Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn in eine übergeordnete Stellung erhöht und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem anderen Namen ist, damit jeder — ob im Himmel, auf der Erde oder unter dem Erdboden — seine Knie im Namen Jesu beugt und jeder offen anerkennt, dass Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

neue Welt Übersetzung – 2018 – Php 2,9–11

Darum hat Gott ihn am Ende auch groß rausgebracht. Er hat ihm eine hohe Stellung gegeben, eine höhere gibt es nicht!
Alles wird sich einmal vor Jesus hinschmeißen, weil er die absolute Autorität ist. Alles, was aus der übernatürlichen und natürlichen Welt kommt, wird das tun. Sogar alle, die sich im Land der Toten aufhalten,
alle werden irgendwann bekennen, dass Jesus Christus über allem steht! Gott der Vater soll geehrt werden.

VolxBibel – Php 2,9–11

Phil 2,9 ὑπερ-ύψωσεν Aor. -υψόω über die Maßen erhöhen. ἐ-χαρίσατο Aor. χαρίζομαι101 (aus Gnaden) schenken. ὄνομα hier wohl Würde, Titel (näml. „Herr“ [V. 11]). ὑπὲρ πᾶν ὄνομα über jedem (anderen) Namen (vgl. A376a). Phil 2,10 ἐν τῷ ὀνόματι Ἰησοῦ in dem Namen Jesu, d. h. zur Ehre des Namens od. unter Anrufung des Namens. γόνυ3 νατος τό Knie. κάμψῃ Aor. Konj. κάμπτω (vgl. A3351ff) intr. sich beugen. ἐπ-ουράνιος11 himmlisch, im Himmel befindlich. ἐπί-γειος11 irdisch, auf der Erde befindlich. κατα-χθόνιος11 unterirdisch, unter der Erde befindlich. Phil 2,11 ἐξ-ομο-λογήσηται Aor. Konj. -λογέω versprechen; Med. bekennen, anerkennen [Var. ἐξ-ομο-λογήσεται Fut. Med.]. Jehovaκύριος Präd.-Nom.

Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament

In den Versen 5–11 haben wir einen urchristlichen Christus-Hymnus vor uns, der schon vor der Zeit des Paulus im Gottesdienst benutzt wurde. Das ist das „Vor-Bild“ Jesu: Er stieg von der höchsten Höhe, aus Gottes Herrlichkeit, hinab in die tiefste Not, die wir uns denken können, in das Sterben am Fluchholz. Er erwartet von seinen Nachfolgern dieselbe Gesinnung selbstloser Liebe.
Eine gewaltigere Bestätigung von seiten Gottes gibt es nicht, als Jesus sie hat und erhalten wird. Er ist „überhöht“ (so wörtlich). Paulus denkt an die Himmelfahrt und zugleich an die Zeiten der Vollendung und weckt eine große Hoffnung in uns. Zuletzt aber soll und wird alles zur Verherrlichung Gottes selbst dienen. Auch Jesus will nichts anderes.

Die Bibel mit Erklärungen: Erklärungen

Wer oder was ist der Name, der höher als andere Namen ist – und der Jesus verliehen wurde?
Und wenn du ehrlich bist, wie oft wurde in den letzten Wochen der Name in deiner Gemeinde „erhöht“ – oder sogar die „Knie vor ihm gebeugt“??

Geschrieben von Thomas am 18. März 2020 | Abgelegt unter Fragen zur Bibel,jehovah-shammah | Keine Kommentare

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