Halte fest das (O. Habe ein) Bild (O. Umriß, Form, Muster) gesunder Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christo Jesu sind. (O. ist)
Elberfelder 1871 – 2.Timotheus 1,13
Lass dir die gesunde Botschaft, die du von mir gehört hast, als Maßstab ´für deine eigene Verkündigung` dienen, und tritt für sie mit dem Glauben und der Liebe ein, die uns durch Jesus Christus geschenkt sind.
Neue Genfer Übersetzung 2013 – 2.Timotheus 1:13
Halte fest an dem Vorbild der gesunden Lehre, die du von mir gehört hast. Sie entfaltet sich im Vertrauen auf Gott und der tatkräftigen Liebe, die im Messias Jesus wohnt.
Roland Werner – Das Buch – 2009 – 2.Tim 1,13
Halte fest – 2 Tim 3,14; Tit 1,9; Hebräer 10,23; Offb 2,25 – das Vorbild -Röm 2,20; 6,17 – der gesunden Worte – 1 Tim 1,10; 6,3. -, welche du von mir gehört – 2 Tim 2,2. – hast im Glauben und in der Liebe – 1 Tim 1,14 -, welche in Christo Jesu ist!
Abraham Meister – 2.Tim 1:13
Halte dich an die unverfälschte Lehre unseres Glaubens, wie du sie von mir gehört hast, und gib sie entsprechend weiter. Lass dich dabei von dem Glauben und der Liebe leiten, die wir in Jesus Christus haben.
Hoffnung für Alle 2015 – 2.Timotheus 1,13
Eigne dir durch Glauben und die durch den Messias Jesus gewirkte Hingabe einen Entwurf von gesund machenden Begriffen an, die du einmal bei mir vernommen hast!
Gottes Agenda – 2.Timotheus 1:13

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Christen die Grundlehren der Bibel nicht wirklich verstanden haben. Deshalb bieten wir seit vielen Jahren den „Grundkurs“ an. Kannst du anhand deiner Bibel erklären, warum Johannes „sein Evangelium“ mit genau diesen Worten beginnt – also worauf Johannes anspielt? Kannst du anhand deiner Bibel erklären, warum Jesus der „verheißene Jehovah“ des AT ist? Was bedeutet es, dass Jehovah „echad“ ist? Und wenn wir schon bei der Frage nach „deiner Bibel“ sind, wie oft liest du diese als richtiges Buch? Alle vier Jahre einmal durch, oder jedes Jahr einmal durch?
ὑπο-τύπωσις8 Muster, Vorbild. ἔχε Imp. ὑγιαινόντων Ptz. ὑγιαίνω (< ὑγιής gesund) gesund sein; attr.; ὑποτύπωσιν ἔχε ὑγιαινόντων λόγων ὧν halte das Vorbild (AkkO) gesunder Worte/Lehre fest, die od.: als Vorbild (Objektsartangabe/Obj.-Präd., A65) gesunder Worte/Lehre halte die (ὧν = τούτους ὧν, A358) fest, die. ἤκουσας Aor. ἀκούω, m. Gen. od. ὧν für οὕς (Attraktion des Rel.-Pron. [A360], B 1bβ).
Neuer Sprachlicher Schlüssel zum Griechischen Neuen Testament
Nachdem er Timotheus zunächst sein Leben als Beispiel für ein Leben in der Nachfolge Christi vor Augen geführt hat, wendet der Apostel sich nun dem Beispiel oder Vorbild (hypotypOsin; vgl. 1Tim 1,16) zu, das seine Lehre bietet. Timotheus soll die heilsamen Worte (vgl. 1Tim 1,10), die er von ihm gehört hat, als Wesenskern und Grundgerüst seiner eigenen Verkündigungstätigkeit betrachten und sich daran halten und sie im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus bewahren. Wer sich in den Dienst der Wahrheit stellt, braucht immer auch Glauben und Liebe, Tugenden, die letztlich nur aus einem Leben „in Christus“ (1Tim 1,14) erwachsen.
Die Bibel erklärt und ausgelegt – Walvoord Bibelkommentar
Um in der Lage zu sein, das Wort Gottes in der rechten Art weiterzugeben, müssen wir es erst zu uns selbst reden lassen. Es ist hilfreich, wenn wir das Wort Gottes gut kennen und wissen, wo genau etwas geschrieben steht. Vor allem aber muss unser Herz durch das Wort gebildet sein. Dann erst können wir die Zusammenhänge gut verstehen, d. h., „ein Bild gesunder Worte“ haben (2. Tim 1,13) und das „Wort der Wahrheit“ richtig anwenden (2. Tim 2,15).
Bleib in mir Themenhest 2023
Wie nötig haben wir es, uns jeden Morgen das Ohr wecken zu lassen. Wir brauchen die tägliche Wegweisung unseres Gottes. Beginnen wir den Tag mit Gebet! Wenn nötig, stehen wir auch eine Viertelstunde (oder mehr) früher auf, um „stille Zeit“ zu haben. Nehmen wir uns neben dem Gebet auch Zeit für sein Wort, damit Er zu uns reden kann. Wie viel Weisheit benötigen wir für unseren eigenen Weg und auch, um geistlichen Bedürfnissen in unserer Familie und im Volk Gottes angemessen zu begegnen.
Wenn wir uns doch mehr von Ihm selbst belehren lassen würden, wie viel mehr könnten wir dann unsere Zunge recht einsetzen. Sind wir nicht oft ratlos, wenn wir betrübten, müden oder verzagten Menschen begegnen? Wie oft wünschen wir uns dann das rechte Wort von „oben“! Aber liegt der Mangel nicht manchmal darin, dass wir versäumt haben, uns das Ohr öffnen zu lassen? Die Weisung für den rechten Dienst kommt immer von „oben“. In der Stille der Gemeinschaft bereitet Gott uns vor und gibt uns Einsicht darüber, welches Wort an einer bestimmten Stelle nützlich ist (s. 1. Pet 4,10.11).
Ein Mitarbeiter Gottes zu sein erfordert Glauben. Glaube darf nicht mit der verwässerten Leichtgläubigkeit verwechselt werden, die heute vorherrscht. Viele Menschen meinen, es genüge, irgend etwas zu glauben — ob man einer Konfession angehört, an die Evolution glaubt oder eine Philosophie vertritt. Jedoch muß sich der Mensch Gottes „weiterhin an das Muster gesunder Worte“ halten, „mit Glauben und Liebe, die mit Christus Jesus verbunden sind“ (2 Tim 1: 13). Der Mensch muß wirklichen, lebendigen Glauben haben; denn „der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht“. Der Glaube muß auf ein festes Vertrauen zu Gott gegründet sein und darauf, daß er alle, die ihm gefallen, belohnt (Heb 11: 1, 6). Dieser Glaube kann nur durch fleißiges Studium des Wortes Gottes, der Bibel, erlangt werden. Er beruht auf einer tiefen Liebe zur Bibel und zu Jehova, dem Gott der Bibel, sowie zu dessen Sohn Jesus Christus. Es gibt nur e i n e n solchen lebendigen Glauben, ebenso wie es auch nur e i n e n Herrn Jesus Christus und e i n e n Gott und Vater aller gibt, Jehova (Eph 4: 5, 6).
„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
Wir müssen wissen, was Gottes Wort ist, seinen Ursprung kennen, seine Autorität, seinen Zweck und seine zur Gerechtigkeit führende Kraft. Wenn wir Wertschätzung für seine herrliche Botschaft erlangen, werden wir auch Glauben haben. Überdies werden wir die Bibel und ihren Autor schließlich so inbrünstig lieben, daß dieser Glaube und diese Liebe durch nichts erstickt werden können. Die Heilige Schrift, zu der auch die Aussprüche Jesu Christi gehören, ist es, die eine feste Grundlage für den Glauben bildet. Der wahre Glaube ist ein Glaube, der unter Versuchungen sowie harten Prüfungen, Verfolgungen und angesichts materiellen Fortschritts und materialistischer Philosophien einer gottlosen Gesellschaft standhält. Er wird glorreich triumphieren bis in Gottes neue Welt der Gerechtigkeit. „Das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube“ (1 Joh 5: 4).
Um Glauben zu erlangen und daran festzuhalten, müssen wir Gottes Wort, die inspirierten Schriften, lieben- und schätzenlernen. Die Heilige Schrift ist Gottes unvergleichliche Gabe für die Menschheit, ein Vorratshaus geistiger Schätze, deren Tiefe der Weisheit unergründlich ist und deren erleuchtende und zur Gerechtigkeit antreibende Kraft über die aller anderen Bücher hinausgeht, die jemals geschrieben worden sind. Wenn wir uns gründlich damit beschäftigen, eine Erkenntnis aus Gottes Wort zu erlangen, werden wir veranlaßt, mit dem Apostel Paulus auszurufen: „O Tiefe des Reichtums und der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!“ Die inspirierten Schriften und ihren Autor kennenzulernen bedeutet, auf den Pfad ewiger Freude und Lieblichkeit zu gelangen (Röm. 11:33; Ps 16: 11).
JEHOVA — EIN MITTEILSAMER GOTT
Schon Rö 6, 17 kennt „die Gestalt der Lehre“, der die Gläubigen übergeben und von Herzen gehorsam geworden sind. Gestalt bezeichnet das Ganze wie auch den vollständigen Zusammenhang aller Teile im Ganzen. Das Ganze ist mehr und etwas anderes als die Summe aller Teile. Dieses ganzheitliche Verständnis, das im deutschen Wort Gestalt gut zum Ausdruck kommt, hilft auch den Zusammenhang zu den heilsamen Worten zu erkennen. Das Ganze im Füreinander und Miteinander des lebendigen Zusammenhangs58 ist das heile Unversehrte, d.h. das Gesunde. Wo Worte, Sätze und Gedanken herausgerissen, überbetont, abstrahiert, d.h. abgezogen werden aus der ganzheitlichen Beziehung), da verlieren sie ihren ursprünglich heilsamen Sinn und verwunden, machen krank59. Genau das aber geschieht durch die Irrlehrer, von denen sich Timotheus unterscheiden soll dadurch, daß er festhält an der Gestalt der gesunden Worte). In I 6, 3 ist die heilsame Wortgestalt umschrieben mit „heilsame Worte des Herrn“.
Bürki- Wuppertaler Studienbibel
Timotheus kann die heilsame Wortgestalt) nur gesund festhalten in Glauben und Liebe. Will er festhalten mit eigenem Willen und Verstand, wird er ein sturer Verfechter von erstarrten Prinzipien. Die Wortgestalt des Evangeliums ist etwas anderes als ein aus Einzelstücken lückenlos aufgebautes System von Ideen, Gedanken, Problemen, Geboten. „Was von Anfang an gewesen ist, was wir gehört, was wir gesehen haben mit unseren eigenen Augen, was wir geschaut und was unsere Hände berührt haben, die Botschaft von dem Lebenswort … tun wir euch kund. Das schreiben wir euch, damit unsere Freude vollkommen sei.“
„Die Botschaft von dem Lebenswort“ und „die Gestalt heilsamer Worte, die du von mir gehört hast“ — beides bezeichnet dieselbe Wirklichkeit: Jesus Christus. Dessen eigene göttliche Liebe ist gemeint, wenn es heißt „in der Liebe, die im Messias Jesus ist“. Ist es doch dessen eigene Liebe und damit die Liebe des Vaters, die „in unsere Herzen ausgegossen ist durch den Heiligen Geist“ (Rö 5, 5b). So eröffnet sich uns ein Segenskreis: Timotheus kann anderen Vorbild sein (I 4, 12), indem er sich selber an das Vor-Vorbild, d.h. an das Urbild, hält: Jesus. Dieses Bild aber leuchtet und wirkt durch die Wortgestalt des Evangeliums, wie Timotheus es im gelebten Vorbild des Apostels empfangen hat. Die schriftliche und erlebte Wortgestalt bewirkt neue Menschen, in denen die Liebe Jesu Gestalt gewinnt61. Das geistgewirkte Wort Gottes schafft den Menschen Gottes. Darum die Doppelmahnung in I 4, 16: „Habe acht auf dich selbst (Lebensgestalt) und auf die Lehre (Wortgestalt); daran halte fest!“
Das anvertraute Gut bewahre durch den Heiligen Geist, der uns innewohnt. Da die Gedanken bei der Glauben und Liebe erweckenden Lebenswort-Gestalt verweilen, steigert sich der Ausdruck: Das Anvertraute (Vers 12) ist kostbar, gut, strahlend, herrlich. Das Heilig-Wertvolle kann nur durch den Heiligen Geist bewahrt werden. Dieser Geist wohnt in uns); der Geist des Vaters spricht in den Blutzeugeny).
Was immer die Gestalt heilsamer Worte auch noch bedeuten kann als Katechese, als Kurzformel des Glaubens, als Liturgie, als Bekenntnis, als Grundlehre — eines muß festgehalten werden, wie das auch für das Verständnis von „bewahren, anvertrauen, weitergeben“ gilt: Nichts steht in der Verfügungsgewalt des Menschen, vielmehr ist alles nur im innewohnenden Heiligen Geist wirklich und darum und dann auch wirksam im Menschen. Nicht die Häufigkeit eines Wortes, sondern seine Bedeutung im Ganzen und für das Ganze ist entscheidend für die Auslegung63. Der Geist ist allen gegeben, die durch „das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung“ gereinigt sind; der Geist ist „reichlich ausgegossen“ auf alle). Er verleiht Kraft, Liebe, Zucht.
Paulus war auch mit seinem Leben für Timotheus ein »Vorbild« (V. 13), »im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus«, gerade auch darin, wie er sich im Leiden verhielt: seinerzeit in Lystra, von wo Timotheus stammte und wo eine irregeleitete Menge Paulus steinigte und in der Meinung, er sei tot, zur Stadt hinausschleifte. Nicht nur, dass er daraufhin seinen Dienst als Missionar nicht aufgab – er tröstete und ermutigte auch seine Mitchristen (Apg 14,19-22; 16,1-3). Ebenfalls bewies Paulus während seiner langen ersten Gefangenschaft (wie seine dort geschriebenen Briefe zeigen, deren Mitabsender Timotheus ist, als letzter und am deutlichsten der Philipper-Brief) eine vorbildliche Haltung im Leiden, so dass er auch aus dem Gefängnis die Gemeinden zu einem rechten, treuen, hoffnungsfrohen Christsein anhalten konnte. Das gleiche gilt nun auch für diesen Brief hier aus der zweiten römischen Gefangenschaft. Es ist wichtig, dass wir noch mehr auch diese Seite im Leben des Paulus und seiner Briefe beachten, um es von ihm zu lernen, gleicherweise recht in einem Leiden zu stehen, in das auch wir geführt werden.
Gerhard Maier – Edition C
Doch Paulus stellt hier nicht ab auf das Vorbildliche in seinem Verhalten (vgl. 1Kor 4,16), sondern auf das »Vorbild« seiner »heilsamen Worte«. Es sind die Worte der Verkündigung des Paulus, das Wort vom Herrn her, das Wort Gottes. Wie oft hatte Timotheus doch Paulus auf den Missionsreisen reden hören! Nun hatte er gewiss bei seinen eigenen Diensten immer noch in Gedanken seinen »Meister« vor Augen und sein Wort im Ohr, und es war nicht schwer, sich von daher bestimmen zu lassen. Die »heilsamen Worte« des Paulus, die er ja selbst vom Herrn empfangen hatte (Gal 1,12) sollten nun für Timotheus Richtschnur, Inhalt, Maßstab seiner eigenen Verkündigung sein: das Evangelium, die Worte, die den Frieden mit Gott, den Heiligen Geist, das neue Leben aus Gott mit sich bringen (Joh 6,63), die Worte, die ein Leben ewig heil machen. So hat der Herr den Dienst, den er Paulus selber tat, auch an denen getan, denen dieser das Evangelium verkündigte.
In all diesem Dienst galt es, »in Christus Jesus« zu sein und zu bleiben, in seiner Gemeinschaft. Nur so war Christus, Gottes Geist in ihm, wirkte durch ihn, und seine Arbeit brachte Frucht für Gott (vgl. Joh 15,4f.; 2Kor 3,17 a).
So – er in Christus und Christus in ihm – vermochte er auch in all seinem Dienst »im Glauben« zu sein, in der vollen Hingabe an seinen Herrn, im hohen Vertrauen zu ihm. Und so vermochte er auch die andern unter seiner Verkündigung geradezu mit diesem Vertrauen zu Jesus »anzustecken«.
Und »in der Liebe« vermochte er zu wirken, als Werkzeug der Liebe Gottes, die Sünder selig machen will und Menschen, auch feindselige, mit Geduld trägt. Wenn ein solcher Verkündiger etwas zu leiden hat, ist darin nichts sich selbst Bewunderndes oder auch Bemitleidendes. Dieses Leiden nimmt sich selbst kaum recht wahr, weil der Glaubende dabei ganz konzentriert ist darauf, den andern, auch den Gegnern, mit der Liebe Christi zu begegnen, um sie doch noch für Jesus zu gewinnen. Ein Mensch, der allein und ganz Instrument in der Hand seines Herrn sein möchte, nimmt sich selbst nicht mehr so wichtig.
Nehmen wir uns in gleicher Weise die »heilsamen Worte« des Apostels Paulus zum Vorbild. Gehen wir mit ihnen um, leben wir in ihnen und in der ganzen Schrift, »im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus«
Die Fußnote in J. N. Darbys New Transtation ist im Blick auf den ersten Ausdruck dieses Verses sehr hilfreich. Der Apostel ermahnt Timotheus nun ein glaubensbekenntnisartiges „Bild“ (eine zusammengefaßte Darstellung) festzuhalten, welche Paulus ihm gegeben hatte. Der Apostel hatte es ihm nicht direkt gegeben, sondern vielmehr gesunde Worte oder Lehren. Der Apostel ermutigt Timotheus also, „eine Zusammenfassung oder Gliederung zu haben, um klar und definitiv sagen zu können, was er glaubte“ (J. N. D.). „Bild“ (hypotyposis) ist eine Skizze oder das Muster einer Gliederung. Es wird in 1.Tim. 1,16 verwendet. Die Diener Gottes dürfen in ihrer Lehre nicht beständig schwanken. Eine solche Skizze, oder Muster einer Gliederung wäre für Timotheus ein Modell der gesunden Lehre, die er vom Apostel Paulus gehört hatte. Viele haben diesen Halbsatz verwandt, um die Aufstellung von Glaubensbekenntnissen zu verteidigen, aber dieses Argument kann nicht aufrechterhalten werden, da die ganze Lehre der Heiligen Schrift Grundlage des Glaubens ist. „Gesund“ ist ein interessantes Wort, das in den Pastoralbriefen einige Male erwähnt wird. Das ursprüngliche Wort ist die Grundlage für unser deutsches Wort „Hygiene“ und sollte besser als „gesundmachend“ übersetzt werden. So wurden also die Worte der Belehrung von Paulus an Timotheus mit der Absicht weitergegeben, geistliche Gesundheit hervorzubringen. Gottes Wort wird immer Leben für den Sünder und Geisteswachstum für den Heiligen bewirken. „Die du von mir gehört hast“ betont Timotheus gegenüber die Zuverlässigkeit dessen, was er gehört hatte und die apostolische Autorität dahinter. Auf dies wird auch später im Brief noch angespielt (2,2; 3,10.14).
Benedikt Peters – Was die Bibel lehrt
Der Ausdruck „in Glauben und Liebe“ bezeichnet die Weise, wie die Zusammenfassung der gesunden Worte behandelt werden sollte. Es sollte daher mit dem „halte fest“ verbunden werden. Der Glaube betont den auf Gott gerichteten Aspekt und die Liebe den auf den Menschen gerichteten.
Die moralische Bedeutung der Reihenfolge dieser beiden geistlichen Charakterzüge ist äußerst wichtig. Wenn der Knecht des Herrn in seiner Beziehung zum Herrn in Ordnung ist, dann ist auch seine Zuneigung zu den Heiligen in Ordnung. Die Wahrheit kann auf akademische Weise geglaubt werden, aber Paulus bittet Timotheus, sie mit der richtigen geistlichen Einstellung festzuhalten. „In Christus Jesus“ weist auf die Quelle und nicht so sehr auf den Gegenstand. Die Früchte der Vereinigung mit ihm befähigen zu den Gnadengaben des Glaubens und der Liebe. Zusammengefaßt bezeichnet dieser wichtige praktische Vers die Bedeutung dessen, was das Kind Gottes glaubt, und auch wie es diese Überzeugung festhält.






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